TFG Transfracht GmbH
Same addressLogistics service activities
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Markus Micken since 2/24/2026 | Procura |
Oliver Thorsten Dr. Tietze since 12/19/2025 | Board Member |
Bernhard Osburg since 12/1/2025 | Board Chair |
Dennis Walter since 10/28/2025 | Procura |
Dorothée Appel since 10/28/2025 | Procura |
Cordula Ackermann since 8/20/2025 | Procura |
Tanja Fuchs since 5/12/2025 | Board Member |
Torsten Lüders since 1/8/2025 | Procura |
Christian Rüdiger Jeck since 1/8/2025 | Procura |
Brigit Wirth since 9/6/2024 | Procura |
Markus Thoma since 9/6/2024 | Procura |
Tabea Klang since 9/6/2024 | Procura |
Katja Pilzecker since 5/24/2024 | Procura |
Christian Burisch since 1/30/2024 | Procura |
Fridtjof Jakobs since 1/30/2024 | Procura |
Arthur Meurer since 1/17/2024 | Procura |
Rosa Zaccaro since 6/27/2023 | Procura |
Alexander Vogler since 2/15/2023 | Procura |
Petra Küster since 10/11/2021 | Procura |
Stephan Sulser since 4/14/2021 | Procura |
Ali Dogru since 12/3/2020 | Procura |
Martina Barbara Niemann since 7/28/2020 | Board Member |
Gönke Gabriele Kraft since 7/28/2020 | Procura |
Ralf Günter Kloß since 5/22/2020 | Board Member |
Frank Erschkat since 8/16/2019 | Procura |
Petrus Theodorus Hendrikus Timmermans since 4/8/2019 | Board Member |
Friederike Finkelnburg since 6/6/2018 | Procura |
Sebastian Schilling since 7/17/2017 | Procura |
Jörg Machert since 11/12/2007 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Bundesrepublik Deutschland (Bundeseisenbahnvermögen) | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
DB Cargo AktiengesellschaftMainzJahres- und Tätigkeitsabschluss nach ERegG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht Geschäftsjahr 2024
Überblick Angaben zur Gesellschaft Die DB Cargo AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der DB AG und innerhalb des DB-Konzerns dem Geschäftsfeld DB Cargo zugeordnet. Gemäß der durch den Bund, die DB AG und die DB Cargo AG gewährten Zusagen im Jahr 2024 abgeschlossenen EU-Beihilfeverfahren ist der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (BEAV) mit der DB Cargo AG 2024 durch die DB AG mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember2024 gekündigt worden. Damit ändern sich zu diesem Zeitpunkt auch die rechtlichen Vorgaben für das bestehende Konzernverhältnis von einem Vertragskonzern zu einem faktischen Konzern. Die DB Cargo AG bietet ihren Kunden Zugang zu ihrem europaweiten Schienen- und Logistiknetz im europäischen Schienengüterverkehr. Sie führt Transporte von einzelnen Güterwagen und Wagengruppen im System des Einzelwagenverkehrs durch, ermöglicht Transportketten für Container oder Lkw-Trailer mit Nutzung mehrerer Verkehrsträger (Bahn, Schiff, Lkw) im Kombinierten Verkehr und fährt im Ganzzugverkehr Direktverbindungen von Gleisanschluss zu Gleisanschluss ihrer großen Kunden in ganz Europa. Zusätzlich zur reinen Transportleistung führt die DB Cargo AG für ihre Kunden logistische Gesamtkonzepte vom Transport, über die Lagerung bis zur Distribution der Kundenprodukte durch. Zur Leistungserstellung werden mehrere Verkehrsträger kombiniert. Dabei setzt die DB Cargo AG eigene oder gemietete Triebfahrzeuge und Güterwagen, Terminals, Zugbildungsanlagen, Distributionszentren, eigene Beschäftigte und die Transport-, Personal- und sonstigen Serviceleistungen dritter Kooperationspartner ein. In diesen Konzepten werden die Produkte der Kunden von den Produktionsstandorten mit Lkw zu einem nahegelegenen Umschlagterminal gebracht. Der große Streckenabschnitt wird auf der Schiene zu einem Umschlagterminal in der Nähe des Distributionszentrums absolviert. Von dort erfolgt die Lieferung an die Endkunden wiederum per Lkw. Für die Umsetzung dieser End-to-End Konzepte setzt die DB Cargo AG auf die Zusammenarbeit mit externen Partnern mit dem Ziel, so Komplettlösungen zu ermöglichen. Die Gesellschaft verbindet auf diese Weise die Schienen- und Branchenexpertise mit den Serviceleistungen ihres europäischen Partner-Netzwerks. Dadurch entstehen Transportkonzepte, die darüber hinaus das Ziel haben, nachhaltig die Scope-3-Emissionen der Kunden zu reduzieren. Zu den externen Kunden zählen die produzierende Industrie der Sektoren Automotive, Stahl, Recycling, Chemie, Rohstoffe, Mineralöl, Baustoffe, Industrie- und Konsumgüter sowie Reedereien, Speditionen und Operateure des Kombinierten Verkehrs in ganz Europa. Darüber hinaus verkauft DB Cargo AG Traktions- und Serviceleistungen an ihre Tochterunternehmen (u.a. TFG Transfracht GmbH, DB Cargo Logistics GmbH) sowie an weitere Unternehmen des DB Konzerns (u.a. DB InfraGo). Da die DB Cargo AG den Großteil ihrer Erträge durch Transporte von Gütern auf der Schiene erzielt, ist die führende Leistungskennzahl die Verkehrsleistung in Tonnenkilometern (Summe der zurückgelegten Kilometer aller beförderten Tonnen). Umsatz und Ergebnis nach Steuern sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren des DB Cargo. Wesentliche Kostenbestandteile sind neben den Abschreibungen für Lokomotiven und Güterwagen und den Personalkosten die Aufwendungen für Energie und Infrastruktur sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen für Instandhaltung und Serviceleistungen dritter Logistikpartner. Die Infrastruktur- und Dienstleistungsgesellschaften des DB-Konzerns sind dabei wichtige Lieferanten. Entsprechenserklärung zum Public Corporate Governance Kodex 1 Die Entsprechenserklärung im Sinne des Public Corporate Governance Kodex des Bundes (PCGK) für das Jahr 2024 für die DB Cargo AG ist im Corporate Governance Bericht der DB AG enthalten, der als Teil des Integrierten Berichts 2024 des DB-Konzerns veröffentlicht werden wird 1 Die Entsprechenserklärung gemäß Public Corporate Governance Kodex unterliegt keiner inhaltlichen Prüfung des Abschlussprüfers. Wesentliche Ereignisse im Berichtsjahr Bundesmittel für den Schienengüterverkehr - Einzelwagenförderung Im Jahr 2024 sind für die DB Cargo AG deutliche Veränderungen der Bundesfinanzierung von Fördermitteln für den Schienengüterverkehr wirksam geworden. Während durch Kürzungen im Bundeshaushalt 2024 die Anlagenpreisförderung für die DB Cargo AG um 61 Mio. € und die Trassenpreisförderung um 51 Mio. € rückläufig waren, ist im Mai 2024 die Betriebskostenförderung des Einzelwagenverkehrs neu in Höhe von 163 Mio. € (Anteil DB Cargo AG) durch die Bundesregierung eingeführt worden. Genehmigung im EU-Beihilfeverfahren Die EU-Kommission hat das seit 2022 anhängige Beihilfeverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland (Bund) betreffend der DB Cargo AG mit Entscheidung vom 29. November 2024 beendet. In dem formellen Prüfverfahren beurteilte sie, ob bestimmte Unterstützungsmaßnahmen zugunsten der DB Cargo AG in Einklang mit den EU-Beihilfevorschriften stehen. Das Prüfverfahren der Kommission betraf die Übernahme von Verlusten der DB Cargo AG durch die DB AG auf Grundlage des unbefristeten Ergebnisabführungsvertrags zwischen der DB AG und der DB Cargo AG. Zudem überprüfte die Kommission die Bedingungen der Bereitstellung konzerninterner Dienstleistungen, die Finanzierungsbedingungen konzerninterner Darlehen sowie die Teilübernahme der Besoldung der ehemals bei der Deutschen Bundesbahn beschäftigten und derzeit der DB Cargo AG zugewiesenen Beamten durch das Bundeseisenbahnvermögen. Die EU-Kommission stellt in ihrer Entscheidung fest, dass die Übernahme der Verluste der DB Cargo AG von 1,9 Mrd. € in den Jahren 2022 bis 2024 durch die DB AG staatliche Beihilfen umfasste, die weiteren im Rahmen des Verfahrens untersuchten Maßnahmen aber keine staatliche Beihilfe im Sinne des Artikels 107 Abs. (1) des EU-Vertrags darstellen. Mit ihrem Beschluss hat die EU-Kommission die Übernahme der Verluste der DB Cargo AG durch die DB AG in den Jahren 2022, 2023 und 2024 als Restrukturierungsbeihilfe mit einem Volumen von 1,9 Mrd. € genehmigt. Sie hat bei dieser Entscheidung den seit Ende 2023 laufenden Transformations- und Umstrukturierungsplan (Transformationsplan) der DB Cargo AG als Basis festgelegt. Dieser sieht umfangreiche Maßnahmen vor, mit dem Ziel, die langfristige Rentabilität der Gesellschaft bis Ende 2026 herzustellen. Im Rahmen der durch den Bund und die DB AG gewährten Zusagen wurde der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der DB Cargo AG durch die DB AG mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2024 kündigt und gilt seither nicht mehr. Die Übernahme der Verluste für die Jahre 2022 bis 2024 genehmigte die EU-Kommission als Restrukturierungsbeihilfe auf Basis des Umstrukturierungs- und Transformationsplans, vorbehaltlich der nachfolgend dargestellten und bis Ende 2026 greifenden Bedingungen und Verpflichtungen: (I) Die DB Cargo AG muss die im Umstrukturierungs- und Transformationsplan vorgesehenen Maßnahmen innerhalb der in dem Plan vorgesehenen Frist, spätestens aber bis zum Ende des Umstrukturierungszeitraums am 31. Dezember 2026 umsetzen und eine nachhaltige Profitabilität erreichen. (II) Als Eigenbeitrag verpflichtet sich die DB AG zur Bereitstellung von Darlehen zu marktüblichen Bedingungen, konkret wurden Mezzanine-Darlehen (842 Mio. €), eine Kreditlinie (325 Mio. €) und eine Brückenfinanzierung (434 Mio. € bis zum 31. März 2025) zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus verpflichtet sich die DB Cargo AG zum Factoring von Forderungen (100 Mio. €), und die DB AG übernimmt über die DB JobService GmbH die personalbezogenen Restrukturierungsaufwendungen bei der DB Cargo AG (113 Mio. €). (III) DB Cargo muss Maßnahmen zur Begrenzung von Wettbewerbs-Verzerrungen umsetzen, im Einzelnen:
Die aus den vorgesehenen Maßnahmen und Verpflichtungen erwarteten Wirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind in der Planung der DB Cargo AG für das Geschäftsjahr 2025 und in der Mittelfristplanung für die Geschäftsjahre 2026 bis 2029 berücksichtigt. Tarifabschluss GDL Der DB-Konzern und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben nach fünf Monaten Verhandlungen im Berichtsjahr 2024 einen Tarifabschluss erzielt. Im ersten Halbjahr 2024 ist es an 18 Tagen zu Streikmaßnahmen der GDL gekommen. Kernelement des Tarifabschlusses ist ein Optionsmodell, mit dem Mitarbeitende im Schichtdienst künftig selbst über ihre Wochenarbeitszeit entscheiden. Für Zugpersonale im Schichtdienst im GDL-Geltungsbereich sinkt die wöchentliche Referenzarbeitszeit 2026 zunächst von 38 auf 37 Stunden (bei Schichtpersonalen z.B. in den Zugbildungsanlagen von 39 auf 38 Stunden). Bis 2029 sinkt die wöchentliche Referenzarbeitszeit in drei weiteren Schritten auf 35 (bzw. 36) Stunden, das Entgelt wird dabei nicht anteilig verringert. Die Arbeitszeit für die Mitarbeitenden sinkt ab 2027 allerdings nicht automatisch ab. Die tatsächliche Arbeitszeit wählen die Mitarbeitenden, ab 2029 sind zwischen 35 und 40 Stunden Arbeitszeit pro Woche wählbar. Zudem wurden eine Entgelterhöhung von insgesamt 420 € in zwei Schritten sowie eine Inflations-Ausgleichsprämie von insgesamt 2.850 € pro Beschäftigtem vereinbart. Um die Kapazität zu erhöhen und die Produktivität zu steigern, wurden weitere Vereinbarungen getroffen. Unter anderem fällt das Zwölf-Tage-Urlaubswahlmodell zum 1. Januar 2026 weg. Das Sechs-Tage-Urlaubswahlmodell bleibt bestehen. Der Tarifvertrag läuft 26 Monate bis zum 31. Dezember 2025, danach folgt eine zweimonatige Verhandlungsphase, in der keine Streiks möglich sind. Die Laufzeit für die Bestimmungen zur Arbeitszeit endet am 31. Dezember 2028. Erklärung zur Unternehmensführung 1 Die Cargo AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Dementsprechend unterliegt sie mit Vorstand und Aufsichtsrat einer zweistufigen Führungs- und Kontrollstruktur. Die beiden Gremien sind sowohl hinsichtlich ihrer Mitgliedschaft als auch in ihren Kompetenzen streng voneinander getrennt. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Am 31. Dezember 2024 wurden drei der sechs Vorstandsressorts von Frauen geleitet. Der Aufsichtsrat überwacht die Vorstandstätigkeit und ist für die Bestellung und Abberufung des Vorstands zuständig. Dem Aufsichtsrat gehören gemäß Mitbestimmungsgesetz 20 Mitglieder an, wovon 10 Mitglieder auf die Anteilseignerseite und 10 Mitglieder auf die Arbeitnehmerseite entfallen. Die Mitglieder der Anteilseignerseite werden durch die Hauptversammlung, und die Mitglieder der Arbeitnehmerseite werden gemäß Mitbestimmungsgesetz gewählt. 1 Die Erklärung zur Unternehmensführung unterliegt keiner inhaltlichen Prüfung des Abschlussprüfers. Dem Aufsichtsrat gehörten am 31. Dezember 2024 acht Frauen an. Die Zielwerte in Bezug auf den Anteil von Frauen in Vorstand, Aufsichtsrat und auf der ersten und zweiten Führungsebene werden per 31. Dezember 2024 übertroffen.
Rahmenbedingungen Wirtschaftliches Umfeld Aufgrund einer rückläufigen Industrieproduktion und eines stagnierenden Außenhandels in Deutschland blieb die Transportnachfrage im deutschen Schienengüterverkehr auch 2024 verhalten. Damit lag die Verkehrsleistung im zweiten Jahr in Folge unter dem Niveau des Vorjahres. Besonders betroffen waren schienenaffine Branchen mit Metall- und Kohletransporten. Die Kohletransporte gingen infolge der reduzierten Kohleverstromung zugunsten erneuerbarer Energien deutlich zurück. Auch die Stahltransporte verzeichneten einen Rückgang. Die Stahlproduktion erholte sich zwar leicht im Vergleich zum sehr niedrigen Vorjahresniveau, dies spiegelte sich jedoch nicht in einer höheren Nachfrage nach Stahltransporten wider. Auch die Nachfrage nach Automobiltransporten blieb unter dem Vorjahresniveau. Im Gegensatz dazu profitierten die Transporte der Chemiebranche von einer Erholung der Produktion. Ein Anstieg der Containerumschläge führte zu einem moderaten Wachstum im Kombinierten Verkehr. Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Die deutsche Wirtschaft stagnierte 2024. Die Inflation sank fast wieder auf die Zielgröße der Europäischen Zentralbank (+2 %). Die Beschäftigung blieb auf einem hohen Niveau. Hierdurch stiegen die realen Einkommen im Vorjahresvergleich kräftig. Eingetrübte Zukunftsaussichten und gestiegene Unsicherheiten hatten jedoch einen dämpfenden Effekt, so dass der private Konsum nicht entsprechend wuchs. Die Investitionen der deutschen Unternehmen entwickelten sich schwach. Die gesunkene Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zeigte sich 2024 in einem moderat gesunkenen Exportüberschuss. Mit einem Zuwachs von über 2 % legte einzig der Staatskonsum nennenswert zu. Unsicherheiten für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland und damit auch des Schienengüterverkehrs resultieren aus den hohen und schwankenden Strompreisen. Wirtschaftliche Entwicklung in Europa Die europäische Wirtschaft erholte sich 2024 leicht. Durch rückläufige Inflationsraten stiegen die realen Einkommen und der private Konsum. Der industrielle Sektor war aber weiterhin von einer schwachen Bauwirtschaft und einer sinkenden internationalen Wettbewerbsfähigkeit geprägt. Die Entwicklung in einzelnen Ländern war differenziert: Während Deutschland wegen seines großen Anlagen- und Maschinenbausektors unter der weltweit schwachen Investitionsnachfrage litt, entwickelten sich Länder wie Spanien, Portugal oder Dänemark deutlich besser. Eine wichtige Rolle spielten weiterhin geopolitische Entwicklungen und Krisen, wie der Krieg in der Ukraine und die Konflikte im Nahen Osten. Aufgrund von Sanktionen wegfallende Bezugs- und Absatzmärkte belasteten insbesondere Länder, die stark in globale Wertschöpfungsketten eingebunden sind. Negative Effekte resultieren aus hohen Rohstoff- und Energiepreisen sowie aus der Konsum- und Investitionszurückhaltung infolge der gestiegenen globalen Unsicherheit. Leichte Preisrückgänge an den Energiemärkten Die Preise am Ölmarkt entwickelten sich 2024 stabil mit einer leicht rückläufigen Tendenz. Auf Dollarbasis lag der Ölpreis im Jahresdurchschnitt rund 3 % unter dem Vorjahreswert, aber weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Im Euro-Raum verteuerte der schwache Euro den Rohstoff. Die CO2-Abgabe gemäß Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) stieg 2024 in Deutschland auf 45 € pro Tonne. Die Kraftstoffpreise lagen hier 2024 im Jahresdurchschnitt weiter nahe dem hohen Vorjahresniveau, sie sanken nur um rund 3 %. Die Notierungen am Terminmarkt für Strom mit Lieferungen im Folgejahr sind 2024 gesunken. Sie lagen im Jahresdurchschnitt rund 35 % unter den entsprechenden Vorjahreswerten, vor allem infolge gesunkener Gaspreise und der Rückkehr weiterer französischer Atomkraftwerke in den Strommarkt. Das Preisniveau ist allerdings weiterhin höher als vor dem Ukraine-Krieg. Entwicklung auf den relevanten Märkten Deutscher Güterverkehrsmarkt Die Verkehrsleistung des deutschen Güterverkehrsmarktes stagnierte 2024. Die Industrieproduktion sank auf ein historisch niedriges Niveau, und die schwachen Auftragseingänge sowie hohe Unsicherheiten wirkten negativ auf die Transportnachfrage. Die Kernbranchen der deutschen Industrie entwickelten sich auch 2024 schwach. Die Chemie-, Automobil- und Stahlindustrie befinden sich im Transformationsprozess zur Klimaneutralität. Energieintensive Branchen wie die Chemie- und Konsumgüterindustrie haben sich infolge der niedrigeren Inflation 2024 etwas erholt, allerdings wirkten hohe Kreditkosten in einigen Branchen wie dem Maschinenbau hemmend auf die Entwicklung. Die Entwicklung der Automobilindustrie wurde belastet durch eine unsichere Fahrzeugnachfrage und gestiegenem Wettbewerbsdruck aus China. Die Stahlproduktion sowie die Erzeugnisse entlang der Wertschöpfungskette blieben auf einem niedrigen Niveau. Trotz der Stagnation der Nachfrage gaben die Transportpreise 2024 nicht nach. Die Erzeugerpreise für den Schienengüterverkehr in Deutschland haben sich nach einem starken Anstieg im Vorjahr stabilisiert und lagen kontinuierlich über dem Vorjahresniveau. Auch die Erzeugerpreise für den Containertransport auf der Straße waren im Jahresverlauf höher als im Vorjahr. Hohe operative Kosten für Löhne, Energie, Wartung, Instandhaltung, Lkw-Maut und für die Trassenpreise im Schienenverkehr belasteten die Entwicklung der Verkehrsträger. Personalmangel bei Lkw-Fahrern und der Umstieg auf alternative Antriebe prägten auch 2024 die Entwicklung in der Transportbranche. Die Verkehrsleistung im deutschen Schienengüterverkehr verzeichnete 2024 infolge von Aufholeffekten ein moderates Wachstum, insbesondere im zweiten Quartal 2024. Im weiteren Jahresverlauf blieb sie kontinuierlich über dem Vorjahresniveau. Positiv wirkte die Erholung der Transportnachfrage im Chemiesektor, insbesondere in den Bereichen Basischemie und Düngemittel. Auch die Entwicklung im Kombinierten Verkehr setzte den Aufwärtstrend fort und kompensierte die rückläufige Nachfrage nach Montantransporten - insbesondere bei Kohle und Steinen - sowie die schwache Transportnachfrage in der Automobil- und Konsumgüterbranche. Der Marktanteil des Schienengüterverkehrs stieg getrieben durch den Gewinn zusätzlicher Marktanteile DB- konzernexterner Bahnen leicht. DB-konzerninterne Bahnen entwickelten sich gegenläufig negativ. Der deutsche Straßengüterverkehrsmarkt entwickelte sich 2024 stabil. Positiv wirkte der Nachfrageanstieg durch den Einzelhandel, insbesondere den E-Commerce, infolge der rückläufigen Inflation und der steigenden Kaufkraft. Dämpfend wirkte die anhaltend schlechte Konsumstimmung in Deutschland. Belastend wirkte zudem die weiterhin geringe Nachfrage im Baubereich. Nach Rückgängen in den beiden Vorjahren wuchs der mautpflichtige Straßengüterverkehr in Deutschland leicht. Entgegen dem Trend der letzten Jahre stiegen 2024 die Mautkilometer in Deutschland zugelassener LKW. Die Mautkilometer im Ausland zugelassener LKW gingen gegenläufig leicht zurück. Die Fahrleistung im Ausland zugelassener LKW ging gegenläufig leicht zurück. Zusätzliche Belastungen für die Transporteure resultierten 2024 aus der deutlichen Erhöhung der LKW-Maut für alle Fahrzeuge mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse ab 7,5 t infolge der Einführung eines CO 2 -Aufschlags und der Ausweitung der LKW-Maut auf erdgasbetriebene Fahrzeuge sowie alle Fahrzeuge mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 t. Der Marktanteil des Straßengüterverkehrs lag 2024 in etwa auf dem Vorjahresniveau. Trotz einer moderaten Erholung setzte sich 2024 der seit einem Jahrzehnt anhaltende Abwärtstrend des Binnenschiffverkehrsmarkts fort. Die Nachfrage nach Kohletransporten war weiterhin deutlich rückläufig und sank auch 2024 um mehr als ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr. Zudem belasteten Nachfragerückgänge in den Bereichen Erdöl sowie Steine und Erden die Entwicklung. Gegenläufig wirkten eine Nachfrageerholung bei Transporten von Eisenerz und Koks - zwei zentrale Güter für die Binnenschifffahrtsbranche - sowie bei Getreide- und Abfalltransporten teilweise kompensierend. Auch die Chemieproduktion trug zur Stabilisierung bei. Insgesamt erhöhte sich der Marktanteil des Binnenschiffverkehrs 2024 geringfügig. Die Verkehrsleistung im Kombinierten Verkehr verzeichnete 2024 einen leichten Anstieg. Haupttreiber hierfür war die positive Entwicklung bei den Containerumschlägen in nahezu allen deutschen und für Deutschland bedeutenden Häfen. Europäischer Schienengüterverkehr Die Verkehrsleistung im europäischen Schienengüterverkehr (EU 27, Schweiz, Norwegen und Vereinigtes Königreich) ist nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr auch 2024 infolge des anhaltend schwachen konjunkturellen Marktumfelds und hoher Kosten weiter leicht gesunken. Schwache Impulse aus vielen schienenaffinen Branchen konnten nur teilweise durch die positive Entwicklung des Kombinierten Verkehrs ab dem zweiten Quartal 2024 kompensiert werden. Die Verkehrsleistung der DB Cargo AG ging dem Markttrend folgend ebenfalls zurück. Entwicklung der Verkehrsleistungen der DB Cargo AG Die Verkehrsleistung der DB Cargo AG ist im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 % auf 45,7 Mrd. tkm (im Vorjahr: 51,2 Mrd. tkm) gesunken. Die Menge der beförderten Güter ist mit 130,7 Mio. t um 8,7 % (im Vorjahr: 143,1 Mio. t) gesunken. Die Betriebsleistung der DB Cargo AG hat sich mit 72,5 Mio. Trkm um 13,5 % (im Vorjahr: 83,9 Mio. Trkm) reduziert. Prognose-Ist-Vergleich: Die auf dem Vorjahresniveau prognostizierte Entwicklung der Verkehrsleistung ist im Berichtsjahr nicht erreicht worden. Gründe hierfür sind die konjunkturbedingt schwächere Transportentwicklung insbesondere in den energieintensiv produzierenden Branchen, der Rückgang des Marktanteils DB Cargo sowie in geringem Umfang die länger als prognostizierten Streiks der Gewerkschaft GDL im ersten Quartal 2024. Gegenüber der Prognose gab es keine zusätzlichen Restriktionen in der Kapazität des Schienennetzes. Politisches Umfeld Entwicklungen Bundeshaushalt 2024 Am 2. Februar 2024 wurde der Bundeshaushalt 2024 verabschiedet. Für die wesentlichen Schienentitel für die Schieneninfrastruktur und die Förderung des Schienenverkehrs stehen in Summe Mittel von mehr als 17 Mrd. € zur Verfügung. Dadurch ist der Finanzierungsbedarf für die Generalsanierung und den Erhalt des Bestandsnetzes in 2024 hinterlegt. Im Bereich der Schienenverkehrsförderung gab es im ersten Quartal 2024 gegenüber dem Regierungsentwurf deutliche Reduzierungen, um die durch die Haushaltskonsolidierung notwendige Plafonds-Absenkung im Etat des Bundesministeriums für Verkehr und Digitales (BMDV) zu finanzieren. Die Kürzungen betrafen vor allem die Trassenpreis- und die Anlagenpreisförderung für den Schienengüterverkehr. Die Trassenpreisförderung wurde für 2024 nur noch mit 229 Mio. € (statt 350 Mio. €) und die Anlagenpreisförderung wurde nur noch mit 20 Mio. € (statt 85 Mio. €) dotiert. Der Haushaltstitel zur Einzelwagenverkehrsförderung verblieb unverändert bei knapp 300 Mio. €. Förderung Einzelwagenverkehr Die EU-Kommission genehmigte am 21. Mai 2024 die Betriebskostenförderrichtlinie für den Einzelwagenverkehr in Deutschland mit Zuschüssen von 1,7 Mrd. € über einen Zeitraum von fünf Jahren bis 2029. Für 2024 standen hierfür im Bundeshaushalt knapp 300 Mio. € für die Schienengüterverkehrsunternehmen zur Verfügung. Seit dem 15. Juli 2024 werden die Verkehre gefördert. Die Zuwendungsbescheide zur Förderlinie 1 (Bedienungen) und zur Förderlinie 2 (Bündelungs- sowie Direktverkehre bis zu 300 km) wurden im Herbst 2024 durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) erteilt. Umsetzung Masterplan Schienengüterverkehr Die Umsetzung des Masterplans Schienengüterverkehr wird weiterverfolgt. Am 28. Juni 2024 hat das BMDV die Grundlage für eine Verlängerung der Trassenpreisförderung geschaffen, der neue Zeitraum läuft bis 30. November 2028. Am 12. November 2024 hat die EU-Kommission die Fortführung des Bundesprogramms "Zukunft Schienengüterverkehr" genehmigt, damit kann die geänderte Richtlinie zur Förderung von Innovationen zum 1. Januar 2025 mit Laufzeit bis Ende 2029 in Kraft treten. Schienenlärmschutzgesetz Das Schienenlärmschutzgesetz ist am 15. Dezember 2024 in Kraft getreten und löst das bisherige Gesetz ab. Damit gilt auf allen Strecken in Deutschland, auf denen nachts durchschnittlich mehr als 12 Güterzüge verkehren, ein Betriebsverbot für Güterwagen mit Grauguss-Bremsklotzsohlen. EU-Leitlinien zum Aufbau eines transeuropäischen Verkehrsnetzes Die EU-Kommission hatte bereits 2021 einen Überarbeitungs-Vorschlag zur Verordnung über die Leitlinien zum Aufbau eines transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V-Netz) vorgelegt. Ziel ist die Vollendung des multimodalen TEN-V-Kernnetzes bis 2030 und des TEN-V-Gesamtnetzes bis 2050. Die neue Verordnung ist am 18. Juli 2024 in Kraft getreten. Sie enthält u.a. Vorgaben für die Einführung des Europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystems (ERTMS), die Abschaltung von Class-B-Zugsicherungssystemen und eine bessere Integration von Häfen, Flughäfen und multimodalen Güterterminals in das TEN-V-Netz. Für den Schienengüterverkehr wurden betriebliche Anforderungen, u.a. zu Grenzabfertigungszeiten, aufgenommen. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Umsatzentwicklung Der Umsatz der DB Cargo AG hat sich 2024 um 183 Mio. € (-4,8 %) auf 3.611 Mio. € (im Vorjahr: 3.794 Mio. €) verringert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Umsatzerlöse aus Transport- und Speditionsleistungen zurückzufügen, welche mit 3.339 Mio. € um 199 Mio. € (-5,6 %) unter dem Vorjahreswert (3.538 Mio. €) lagen. Wesentliche Treiber hierfür waren das infolge der schwachen Konjunktur niedrigere Produktionsniveau der Industrie in Deutschland und Europa, die in 2024 deutlich rückläufigen Kohletransporte sowie ein Rückgang des Marktanteils, insbesondere im Kombinierten Verkehr und damit rückläufige Transportmengen im Vergleich zum Vorjahr. Ein durch aktive Preispolitik gestiegenes Erlösniveau und das margenstarke Projektgeschäft konnten die durch die schwache Konjunktur bedingten Rückgänge der Transportmengen teilweise kompensieren. Belastend wirkten sich allerdings die Streiks der GDL aus. Der Außenumsatz lag 2024 mit 2.362 Mio. € um 256 Mio. € (-9,8 %) unter dem Vorjahreswert (2.618 Mio. €). Die Umsatzerlöse mit Gesellschaften des DB-Konzerns erreichten 1.249 Mio. € (Vorjahr: 1.176 Mio. €), damit stieg der Anteil der konzerninternen Umsatzerlöse auf 34,6 % (im Vorjahr: 31,0 %). Wesentlich für diese Entwicklung waren höhere Umsatzerlöse mit DB InfraGo im Zusammenhang mit Baustellenverkehren. Ergebnisentwicklung Das Ergebnis der DB Cargo AG nach Steuern hat sich im Berichtsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Wesentlich hierfür waren ein Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge, in denen sich u.a. ein Anstieg der erhaltenen staatlichen Förderung zeigt, sowie die rückläufige Entwicklung des sonstigen betrieblichen Aufwands, in dem sich Einsparungen aus der neu aufgesetzten qualifizierten Ausgabensteuerung zeigten. Der gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufige Personalbestand führte nur zu einem unterproportionalen Anstieg des Personalaufwands. Aufgrund der konjunkturellen Schwäche in den wesentlichen Kundenbranchen, der Streiks der GDL, der gesunkenen Förderung des Bundes für Trassen- und Anlagenpreise und vor allem aufgrund des defizitären Einzelwagenverkehrs, war das Ergebnis allerdings immer noch deutlich negativ. Das Ergebnis der Gesellschaft nach Steuern war 2024 mit -468 Mio. € um 115 Mio. € besser als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen 2024 mit 419 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert (297 Mio. €). Bei den regulierten Erlösen reduzierte der Bund die Trassen- und Anlagenpreis-Förderung für den Schienengüterverkehr gegenüber dem Vorjahr. Dies führte bei der DB Cargo AG zu einem Rückgang der Förderung um 112 Mio. €. Positiv wirkte die 2024 zum ersten Mal durch den Bund gewährte Einzelwagenförderung mit 163 Mio. € auf das Ergebnis. Darüber hinaus erfolgte 2024 im Rahmen der Transformation eine Erstattung für Abfindungen von 36 Mio. € durch die DB JobService GmbH, und es wurden Erträge aus dem Verkauf von Loks und Güterwagen von 36 Mio. € erzielt (im Vorjahr: 5 Mio. €). Das Vorjahresergebnis enthielt eine Entschädigung der DB InfraGO AG in Höhe von 20 Mio. € für der DB Cargo AG durch die bei der Havarie im Tunnel Rastatt 2017 entstandenen Schäden. Der Materialaufwand lag mit 2.519 Mio. € um 176 Mio. € unter dem Vorjahreswert (2.695 Mio. €). Der Rückgang resultierte insbesondere aus um 115 Mio. € gesunkenen Aufwendungen für bezogene Transportleistungen (Vorjahr 1.230 Mio. €), aus um 20 Mio. € (Vorjahr 294 Mio. €) reduzierten Trassen- sowie um 27 Mio. € rückläufigen Energieaufwendungen (Vorjahr -276 Mio. €) aufgrund des geringeren Verkehrsvolumens. Der Personalaufwand betrug 1.332 Mio. € in 2024 und überstieg den Vorjahreswert (1.312 Mio. €) um 20 Mio. € bzw. 1,5%. Der moderate Anstieg des Personalaufwands ist auf den deutlich reduzierten durchschnittlichen Personalbestand von 17.728 Mitarbeitende (819 Mitarbeitende weniger als im Vorjahr) zurückzuführen. Infolge einer qualifizierten Einstellungssteuerung und restriktiven Wiederbesetzung von freiwerdenden Arbeitsplätzen in den administrativen Bereichen der DB Cargo AG und eines Freiwilligenprogramms im Rahmen der Transformation reduzierte sich der Personalendbestand der DB Cargo AG bereits zum 31. Dezember 2024 gegenüber dem Vorjahr um 1.328 Mitarbeitende auf 16.975 Mitarbeitende. Damit hat die DB Cargo AG die auf den Personalaufwand wirkenden Tariferhöhungen, d.h. die 2024 gezahlte Prämie zum Inflationsausgleich (6 Mio. €) sowie die ab Dezember 2023 wirkende erste und die ab August 2024 wirkende zweite Tariferhöhung weitgehend kompensiert. Weiterhin haben Einmalaufwendungen für personelle Restrukturierungsmaßnahmen den Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr erhöht, denn die DB Cargo AG hat 2024 Abfindungs- und Altersteilzeitvereinbarungen i.H.v. 47 Mio. € abgeschlossen. Die Kosten für diese Maßnahmen wurden allerdings im Umfang von 36 Mio. € gemäß den Regelungen des DB-Konzernarbeitsmarktes durch die DB JobService GmbH erstattet. Die Abschreibungen lagen mit 204 Mio. € leicht unterhalb des Vorjahres (208 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen unterschritten mit 435 Mio. € den Vorjahreswert (478 Mio. €) um 43 Mio. €. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die DB Cargo AG 2024 eine qualifizierte Ausgabensteuerung im Rahmen der Transformation durchgeführt hat, um die administrativen Kosten zu senken. Durch diese Maßnahmen wurde u.a. der Aufwand für IT- und Beratungsleistungen um 20 Mio. € sowie der Mietaufwand um 15 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Das sich hieraus ergebende Betriebsergebnis hat sich 2024 demzufolge um 141 Mio. € auf -453 Mio. € verbessert (im Vorjahr: -594 Mio. €). Das Beteiligungsergebnis ist um 42 Mio. € auf 92 Mio. € (im Vorjahr: 50 Mio. €) durch höhere Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen (+38 Mio. € ggü. Vorjahr) gestiegen. Darüber hinaus kam es im Vergleich zum Vorjahr zu Veränderungen in der Bewertung der Finanzanlagen in Höhe von +3 Mio. €. Die Zuschreibungen auf Finanzanlagen (+30 Mio. €) betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen, bei denen der Grund für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen im Berichtsjahr weggefallen ist. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen (-27 Mio. €) enthalten ausschließlich außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen, die aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen wurden. Der Zinsaufwand lag 2024 mit 100 Mio. € um 61 Mio. € höher als im Vorjahr (39 Mio. €), da die DB AG die Zinskonditionen für die vor 2024 geschlossenen Kredite der DB Cargo AG an höhere Zinssätze angepasst hat und ebenfalls deutlich höhere Cashpool-Zinsen erhebt als im Vorjahr. Das aus dieser Entwicklung resultierende negative Ergebnis nach Steuern (-468 Mio. €) wird letztmalig aufgrund des am 31. Dezember 2024 noch bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages von der DB AG übernommen. Prognose-Ist-Vergleich Die Entwicklung der DB Cargo AG im Berichtsjahr weicht von der im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023 abgegebenen Prognose für die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2024 ab. Für die Ertragslage der DB Cargo AG im Jahr 2024 war die Prognose von einer Verkehrsleistung auf dem Niveau des Vorjahres ausgegangen und eine leichte Umsatzsteigerung erwartet worden, die im Wesentlichen aus höheren Preisen aufgrund der weiterhin inflationsbedingt ansteigenden Kosten und Portfoliooptimierungen im Rahmen der Transformation resultierte. Zudem wurde zur nachhaltigen Verbesserung der Ergebnislage ein Transformationsprogramm aufgesetzt und im Bundeshaushalt 2024 die finanziellen Voraussetzungen für eine weitergehende Förderung im Einzelwagenverkehr geschaffen. Die geplante Verkehrsleistung- und Umsatzentwicklung wurde infolge des deutlichen Nachfragerückgangs der energieintensiv produzierenden Industrien nicht erreicht. Wie bereits erläutert verzeichneten u.a. die Bereiche Stahl und Automotive deutliche Mengen und Umsatzrückgänge. Darüber hinaus ist die Förderung im Einzelwagenverkehr infolge der Änderungen in der Förderrichtlinie und des Mengenrückgangs geringer ausgefallen als ursprünglich prognostiziert. Die Belastungen konnten durch Einsparungen bei Personal- und Sachkosten und zusätzlichen Projektverkehren nur zum Teil kompensiert werden. Finanzlage Das Treasury-Zentrum des DB-Konzerns hat seinen Sitz in der DB AG. Die Kreditwürdigkeit des DB-Konzerns wird von den Rating-Agenturen S&P Global Ratings (S&P) und Moody's laufend überprüft und beurteilt. Moody's hat im Berichtsjahr keine Veränderungen der Rating-Einschätzungen und des Ausblicks der DB AG vorgenommen. S&P hat im Berichtsjahr keine Veränderungen der Rating-Einschätzungen der DB AG vorgenommen und den Rating-Ausblick von "stabil" auf "positiv" angehoben. S&P führt dies auf die gestiegene Nähe der DB AG zum Bund infolge durchgeführter und angekündigter Maßnahmen (z.B. Eigenkapitalerhöhungen, strukturelle Änderungen) zurück und stellt in Aussicht, die Einschätzung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit einer außerordentlichen staatlichen Unterstützung durch den Bund von "very high" auf "extremely high" anzuheben. Durch ihre Konzerneinbindung nutzt die DB Cargo AG die Refinanzierungsmöglichkeiten des DB-Konzerns. Dieser führt jährlich Bonitätsbewertungen für seine Tochtergesellschaften auf der Grundlage vorhandener Finanzkennzahlen in einem standardisierten Modell durch, welches eine Einteilung in Ratingklassen zur Folge hat. Die DB Cargo AG ist 2024 in die Ratingklasse B eingestuft worden. Die bonitätsabhängigen Finanzierungskonditionen der DB Cargo AG haben sich dadurch im Berichtsjahr erhöht und die Verzinsung in den Darlehen wurde entsprechend angepasst. Zum 31.12.24 bestehen sieben langfristige, endfällige Darlehensverträge mit der DB AG mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von 1.783 Mio. €, die vor 2024 abgeschlossen wurden. Zwei dieser Darlehen mit einem Finanzierungsvolumen von in Summe 118 Mio. € werden 2025 fällig. Die fünf weiteren Darlehen enden zwischen 2027 und 2030. 2024 wurden zur Erfüllung der von der EU-Kommission in dem EU-Beihilfeverfahren festgelegten Eigenbeiträge ergänzend Verträge über ein Mezzanine-Darlehen (Finanzierungsrahmen: 842 Mio. € in fünf Tranchen; Laufzeit bis 31.12.2031), einen Überbrückungskredit (Finanzierungsrahmen: 434 Mio.€; Laufzeit bis 31.03.2025) sowie eine laufende Kreditlinie (Finanzierungsrahmen 325 Mio. €; Laufzeit bis zum 31.12.2026) vereinbart. 2024 wurde das Mezzanine-Darlehen zu 218 Mio. € und der Überbrückungskredit zu 434 Mio. € in Anspruch genommen. Der Finanzierungsrahmen der laufenden Kreditlinie wurde zum Stichtag 31. Dezember 2024 nicht genutzt. In den Finanzierungsverträgen über die laufende Kreditlinie sowie die Mezzanine-Darlehen sind sogenannte Covenants (Auflagen zu Finanzkennzahlen) vereinbart. Das Mezzanine-Darlehen darf in Bezug auf zukünftige Tranchen jeweils nur in Anspruch genommen werden, wenn im Zeitpunkt der Beantragung der Auszahlung der mit der EU-Kommission vereinbarte Restrukturierungsplan eingehalten wird. Dies bedeutet insbesondere im Jahr 2024, dass der Jahresfehlbetrag maximal -444 Mio € sein darf. Der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung in Höhe von -468 Mio. € zum Stichtag 31. Dezember 2024 hat den im Mezzanine-Darlehen festgelegten Betrag von -444 Mio. € überschritten. Bzgl. des hieraus resultierenden Covenant-Bruchs und des zwischen DB AG und der DB Cargo vereinbarten Waiver verweisen wir auf den Nachtragsbericht. Im Jahr 2025 darf der Jahresfehlbetrag maximal -205 Mio. € sein, und die Nettofinanzschulden müssen kleiner als 2.101 Mio € sein. Der Kreditrahmenvertrag sieht zudem vor, dass am 31. Dezember 2025 das Verhältnis von EBITDA gemäß IFRS zu Net Financial Debt größer als -1% sein muss. Bei einer Nichteinhaltung der Covenants aus dem Kreditrahmenvertrag über eine Kreditlinie von 325 Mio. € hat die kreditgebende DB AG das Recht, den Kreditvertrag zu kündigen. Zudem sieht der Kreditrahmenvertrag vor, dass die DB Cargo AG verpflichtet ist, im Falle einer Veräußerung von Anlagevermögen, welche die im Restrukturierungsplan bzw. die in der 2024 erstellten Mittelfristplanung genannten Transaktionen übersteigt, mindestens 70 % des Erlöses aus der betreffenden Veräußerung bezogen auf den jeweiligen Buchwert der Assets zur vorzeitigen Rückführung der Kreditbeträge des Kreditrahmenvertrages zu verwenden. Beide Finanzierungsverträge sowie der Überbrückungskredit enthalten zudem Cross-Default-Klauseln, wonach der jeweilige Vertrag bereits dann außerordentlich gekündigt werden kann, wenn ein anderer Finanzierungsvertrag aufgrund eines Kündigungsgrundes wegen einer Vertragsstörung zahlbar gestellt werden kann. Sofern die DB Cargo AG in mindesten zwei aufeinander folgenden Kalenderjahren einen positiven Jahresüberschuss erwirtschaftet, wurde im Darlehensvertrag über das Mezzanine-Darlehen ein beidseitiges Wandlungsrecht vereinbart, dass es ermöglicht Teilbeträge bzw. Tranchen des Mezzanine-Darlehens in Eigenkapital zu wandeln. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung der DB Cargo AG ist im Anhang dargestellt. Die DB Cargo AG verbesserte ihren Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von -449 Mio. € um 214 Mio. € auf -235 Mio. €, davon 115 Mio. € aufgrund eines besseren Jahresergebnis im Vergleich zu 2023. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit stieg in 2024 um 40 Mio. € von -68 Mio € auf -108 Mio. € in 2024. Die Auszahlung für Investition in das Sachanlagevermögen, insbesondere Loks und Güterwagen, erhöhte sich um -41 Mio. € auf -91 Mio. € (im Vorjahr: -50 Mio. €). Weitere Investitionen werden erst im Jahr 2025 zahlungswirksam und wirkten sich insofern positiv auf die Liquidität der DB Cargo AG zum Stichtag 31. Dezember 2024 aus. Dies betrifft den Kauf von 30 Lokomotiven der Baureihe 186 von der DB Cargo France SA in Höhe von 51 Mio. €. In 2024 erfolgten Einzahlungen aus den Abgängen von Sachanlagenvermögen in Höhe von 13 Mio. €. Weitere Verkäufe in 2024 von Lokomotiven (DB Cargo Polska s.a.) und Güterwagen (DB Cargo Polska s.a. und DB Cargo BTT GmbH) in Höhe von 27 Mio. € werden wie vertraglich vereinbart erst in 2025 zahlungswirksam. Die Einzahlung aus Gewinnabführung in 2024 in Höhe von 57 Mio.€ betreffen die Gewinnabführungen der Tochtergesellschaften der DB Cargo AG für das Jahr 2023. Die Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit (-235 Mio. €) und Investitionen (-108 Mio. €) wurden durch den Cashflow der Finanzierungstätigkeit gedeckt (343 Mio. €). Die Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von 652 Mio. € enthält das Mezzanine-Darlehen (218 Mio. €) sowie den Überbrückungskredit (434 Mio. €). Weiterhin wurde der Verlustausgleich des Vorjahres in Höhe von 583 Mio. € Ende März 2024 durch die DB AG aufgrund es Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags übernommen. In 2024 wurden Darlehen über 260 Mio. € vertragsgemäß getilgt. Insgesamt hat sich der Cash-Pool Saldo gegenüber der DB AG von -495 Mio. € auf +47 Mio. € um 542 Mio. € verbessert. Details zu Finanzierung und Liquidität sind bei den finanziellen Verbindlichkeiten und im Abschnitt Chancen und Risikobericht erläutert. Die Fähigkeit der DB Cargo AG, im Geschäftsjahr 2024 ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war jederzeit gegeben. Im Übrigen wird auf den Abschnitt "Risiken und Chancen" des Lageberichts verwiesen. Investitionen Die Brutto-Investitionen in Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 142 Mio. € (im Vorjahr: 50 Mio. €), davon wurden 122 Mio. € in Lokomotiven (im Vorjahr: 21 Mio. €) und 4 Mio. € in die Modernisierung der Güterwagenflotte (im Vorjahr: 12 Mio. €) investiert. Die Lokinvestitionen bestanden im Wesentlichen aus der Beschaffung von Dual Power Shunter Rangierloks (52 Mio. €), dem Transfer von Triebfahrzeugen der Baureihe 186 von der DB Cargo France (51 Mio. €) zur DB Cargo AG und der Beschaffung von Mehrsystemloks für den Einsatz auf den europäischen Korridoren (19 Mio. €). Die übrigen Investitionen in Sachanlagen von 16 Mio. € (im Vorjahr: 17 Mio. €) betrafen vor allem die Modernisierung von Werkstätten. Nach Abzug der erhaltenen Investitionszuschüsse, insbesondere für die Ausrüstung von Bestandsfahrzeugen mit ETCS in Höhe von insgesamt 0,3 Mio. € (im Vorjahr: 4 Mio. €), ergaben sich Nettoinvestitionen in Sachanlagen von 142 Mio. € (im Vorjahr: 46 Mio. €). Die Brutto-Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betrafen 2024 ausschließlich aktivierte IT-Entwicklungsleistungen und betrugen 46 Mio. € (im Vorjahr 54 Mio. €). Für das immaterielle Anlagevermögen entsprachen die Brutto-Investitionen im Berichtsjahr den Netto-Investitionen. In den Investitionen in das Finanzanlagevermögen ist die nichtzahlungswirksame Sacheinlage von Lokomotiven und Güterwagen in die TFG Transfracht GmbH in Höhe von 73 Mio. € enthalten. Das Bestellobligo für Investitionen erhöhte sich zum Stichtag 31. Dezember 2024 um 184 Mio. € auf Mio. € (31. Dezember 2023: 852 Mio. €), im Wesentlichen für die Beschaffung von Lokomotiven und Güterwagen. Finanzierung des Investitionsprogramms Im Berichtsjahr wurden die Investitionen durch die im Rahmen der DB-Konzernfinanzierung bereitgestellten Mittel und Zuschüsse gedeckt. Das Investitionsprogramm wird im Folgejahr über die mit der DB getroffenen Darlehensvereinbarungen finanziert. Vermögenslage Die Bilanzsumme der DB Cargo AG ist per 31. Dezember 2024 geringfügig um 0,3 % (13 Mio. €) auf 3.857 Mio. € gestiegen. Dabei sind die Anteile des Anlagevermögens (69,1 %) und Umlaufvermögens (30,9 %) an der Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahresende nahezu unverändert. Dominierende Größe im Sachanlagevermögen der DB Cargo AG sind Lokomotiven und Güterwagen, deren Anteil sich auf 82,6% leicht erhöht hat (per 31. Dezember 2023: 81,0 %). Im Anlagevermögen erhöhten sich die immateriellen Vermögensgenstände um 5 Mio. € und die Finanzanlagen um 108 Mio. €. Das Sachanlagevermögen ging um 105 Mio. € zurück. Im Umlaufvermögen reduzierte sich durch das verbesserte Jahresergebnis die Forderung an die DB AG auf Verlustausgleich um 115 Mio. €. Gegenläufig wirkten die Forderungen aus Cashpool-Guthaben bei der DB AG in Höhe von 47 Mio. € (31. Dezember 2023: Verbindlichkeit von -495 Mio. €), höhere Forderungen an Tochtergesellschaften der DB Cargo AG aus Ergebnisabführungen (+20 Mio. €) und gestiegene Liefer- und Leistungsforderungen gegen verbundene Unternehmen (+49 Mio. €). Aufgrund wesentlicher Projekte im Zusammenhang mit den Digitalisierungsaktivitäten wird im DB-Konzern seit 2016 das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände ausgeübt. Im Berichtsjahr wurden 46 Mio. € aktiviert, die planmäßigen Abschreibungen beliefen sich auf 37 Mio. €. Die Eigenkapitalquote der DB Cargo AG liegt durch die nahezu unveränderte Bilanzsumme weiterhin bei 17,3 %. Innerhalb der Fremdmittel erhöhte sich der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme auf 9,3 % (per 31. Dezember 2023: 8,2 %), der Anteil der Verbindlichkeiten verminderte sich durch geringere Finanzschulden der DB Cargo AG bei der DB AG und beträgt nun 73,2 % der Bilanzsumme (per 31. Dezember 2023: 74,5 %). Die nach der Beendigung des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages der DB AG mit der DB Cargo AG erstmals für die ertragssteuerliche Organschaft bestimmter DB Cargo Gesellschaften in Deutschland auszuweisenden passiven latenten Steuern machen 0,2 % der Bilanzsumme aus. Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten hatten per 31. Dezember 2024 einen Anteil an der Bilanzsumme von 47,2 % (31.12.2023: 47,3 %). Der Anteil der kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten der DB Cargo AG hat sich leicht erhöht und liegt per 31. Dezember 2024 bei 35,6 % (31.12.2023: 35,4 %). Damit deckten die langfristig zur Verfügung stehenden Mittel (Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital) das Anlagevermögen mit 93,3 % weiterhin fast vollständig (31.12.2023: 93,6 %).
Gesamtaussage zur Ertrags- Finanz- und Vermögenslage Die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der DB Cargo AG hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr verbessert. Zwar sind die Umsatzerlöse der DB Cargo AG 2024 wegen der konjunkturbedingt rückläufigen Verkehrsleistung im Segment Bahnlogistik und der Verringerung der Verkehrsleistungen durch die DB Cargo AG im Kombinierten Verkehr gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Aber die 2024 durch den Bund eingeführte Betriebskostenförderung im Einzelwagenverkehr hat zur Verbesserung der Ertragslage der Gesellschaft beigetragen. Das Ergebnis der DB Cargo AG wird 2024 positiv durch die Wirkungen der Personalbestandsreduzierung beeinflusst. Der überproportionale Personalkostenanstieg der Vorjahre wurde nicht weiter fortgesetzt und eine qualifizierte Ausgabensteuerung hat zu einem niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwand als im Vorjahr geführt. Die Bilanzsumme der Gesellschaft blieb 2024 im Wesentlichen unverändert und DB Cargo AG konnte ihren Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbessern. Die Investitionen der Gesellschaft wurden durch die im Rahmen der DB-Konzernfinanzierung bereitgestellten Mittel und Zuschüsse gedeckt. Insgesamt war im Berichtsjahr die Fähigkeit der DB Cargo AG jederzeit gegeben, ihren Finanzierungsverpflichtungen nachkommen zu können. Weitere Informationen Nachtragsbericht Dieser Nachtragsbericht ist auch im Anhang zum Jahresabschluss 2024 unter Text 29 (Ereignisse nach dem Bilanzstichtag) enthalten. Tarifverhandlungen mit der EVG abgeschlossen Der DB-Konzern und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben am 16. Februar 2025 einen neuen Tarifabschluss erzielt. Er beinhaltet u.a. Entgelterhöhungen in mehreren Schritten in Höhe von insgesamt 6,5% (Tabellenerhöhungen um 2,0% ab Juli 2025 und 2,5% ab Juli 2026 sowie 2,0% tarifliches Zusatzgeld als jährliche Einmalzahlung ab Dezember 2027) und eine Einmalzahlung in Höhe von 200 € im April 2025. Darüber hinaus wird ab Dezember 2026 ein zusätzliches tarifliches Zusatzgeld für Mitarbeitende im Schichtdienst in Höhe von 2,6 % als jährliche Einmalzahlung gezahlt (bei Erfüllung spezifischer Voraussetzungen im Schichtdienst wie z.B. mindestens fünf Jahre Betriebszugehörigkeit mit der Möglichkeit der teilweisen Umwandlung in zwei freie Tage ab 2027). Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 33 Monaten (bis Dezember 2027) und umfasst damit den Zeitraum des Sanierungsprogramms S3. Für die Dauer des Tarifvertrags wurde eine Beschäftigungssicherung vereinbart. Waiver für Covenants in den Finanzierungsverträgen erteilt Zum Stichtag 31. Dezember 2024 hat die DB Cargo AG die in dem Mezzanine-Darlehensvertrag mit der DB AG vom 01. November 2024 enthaltene Kreditbedingung (Covenant) zum Jahresfehlbetrag der DB Cargo AG im Geschäftsjahr 2024 nicht eingehalten. Die DB Cargo AG dürfte damit weitere Tranchen aus dem Mezzanine-Darlehensvertrag nicht ziehen, und die DB AG hätte das Recht zur Kündigung des Kreditrahmenvertrags über die Kreditlinie in Höhe von 325 Mio. € und zur Kündigung der Brückenfinanzierung in Höhe von 434 Mio. €. Am 04. März 2025 hat die DB AG die Einhaltung ihres Auszahlungsvorbehalts im Mezzanine-Darlehensvertrag aus der Verletzung der Kreditbedingung zum Jahresfehlbetrag der DB Cargo AG im Geschäftsjahr 2024 ausgesetzt und auf das zum gegenwärtigen Zeitpunkt mögliche Kündigungsrecht verzichtet. Der DB Cargo AG wurden zusätzlich Auflagen zur monatlichen Berichterstattung und Bereitstellung zusätzlicher finanzieller Informationen erteilt. Chancen- und Risikobericht Die Geschäftsaktivitäten und die Transformation der DB Cargo AG eröffnen eine Vielzahl von Chancen und unterliegen zugleich einer Vielzahl von Risiken. Risiken bezeichnen künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Abweichung von der Prognose führen können. Dementsprechend bezeichnen Chancen künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Abweichung von der Prognose führen können. Die hierfür notwendige Informationsaufbereitung erfolgt bei der DB Cargo AG im integrierten Risikomanagementsystem (RMS) des DB-Konzerns, das an den gesetzlichen Anforderungen ausgerichtet ist. Im Rahmen des Risikomanagementsystems wird dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der DB Cargo AG dreimal jährlich über die aktuelle Risikolage bei der DB Cargo berichtet. Identifizierte Chancen und Risiken werden nach einer Netto-Methode bewertet. Hierbei werden Maßnahmen zur Risikosteuerung berücksichtigt. Für die Bewertung der Risiken werden die Ausprägungen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Auswirkung" herangezogen. Für alle Finanzierungs- und Absicherungsgeschäfte ist das zentrale Konzern-Treasury der DB AG zuständig. Dabei orientiert es sich an den einschlägigen Regelungen für das Risiko-Management. Spekulationsgeschäfte sind nicht zulässig. Im Rahmen des Risiko-Managements findet eine fortlaufende Markt- und Risikobewertung statt. Dadurch werden möglicherweise bestehende Zins-, Währungs- und Energiepreisrisiken, sofern sie bei der DB Cargo AG bestehen, gesteuert und begrenzt. Auf Basis des Chancen- und Risikoportfolios wurde im Geschäftsjahr für die DB Cargo erstmals mittels stochastischer Simulation auch eine Gesamtrisikoposition ermittelt, die zur Einschätzung von bestandsgefährdenden Entwicklungen dient. Darüber hinaus überwacht der Vorstand der DB Cargo AG anhand der monatlich vorgelegten Erfolgsrechnung und monatlich rollierend aktualisierten Liquiditätsplanung zusätzlich die Entwicklung der Gesellschaft. Chancen und Risiken Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken und Chancen entsprechend ihrer bewerteten Risikorangfolge absteigend dargestellt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich insbesondere Risiken aus der Entscheidung im EU-Beihilfeverfahren wesentlich verändert und konkretisiert. Hieraus ergibt sich erstmals ein bestandsgefährdendes Risiko. Darüber hinaus ist neu hinzugekommen ein Risiko aus Covenants. Andere Risiken sind in ihren Grundzügen gleich und ohne wesentliche Veränderung. Risiken Risiken aus der Entscheidung im EU-Beihilfeverfahren Am 31. Januar 2022 hatte die EU-Kommission ein förmliches Prüfverfahren gegen den Bund eingeleitet, ob bestimmte Unterstützungsmaßnahmen zugunsten der DB Cargo AG im Einklang mit den EU-Beihilfevorschriften stehen. Das Prüfverfahren betraf Verlustübernahmen auf Grundlage des unbefristeten Ergebnisabführungsvertrags zwischen der DB AG und der DB Cargo AG, die Bedingungen der Bereitstellung konzerninterner Dienstleistungen, die Finanzierungsbedingungen konzerninterner Darlehen und die teilweise Übernahme der Besoldung von zugewiesenen Beamten durch das Bundeseisenbahnvermögen. Am 29. November 2024 hat die EU-Kommission das Prüfverfahren abgeschlossen: Während die drei letztgenannten Maßnahmen gemäß der Kommissionsentscheidung keine staatlichen Beihilfen i.S.d. Art. 107 Abs. 1 des EU-Vertrags darstellen, umfasse die Übernahme der Verluste der DB Cargo AG für die Jahre 2022 bis 2024 in Höhe von insgesamt 1,9 Mrd. € staatliche Beihilfen. Die Übernahme der Verluste in den Jahren 2022 bis 2024 wurde als Restrukturierungsbeihilfe genehmigt. Die EU-Kommission hat dazu den für die Jahre 2024 bis 2030 vorgelegten Umstrukturierungs- und Transformationsplan der DB Cargo AG zugrunde gelegt. Ihre Genehmigung steht unter dem Vorbehalt der nachfolgend dargestellten Bedingungen und Auflagen:
Die aus den vorgesehenen Maßnahmen und Verpflichtungen erwarteten Wirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind in der Planung der DB Cargo AG für das Geschäftsjahr 2025 und in der Mittelfristplanung 2026 bis 2029 berücksichtigt. In den kommenden Monaten soll die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen vorangetrieben und der Planung entsprechend rechtzeitig umgesetzt werden. Auf Basis des Umstrukturierungs- und Transformationsplans besteht für den Betrachtungszeitraum über die nächsten 12 Monate nach Aufstellung des Jahresabschlusses eine ausgeglichene Liquiditätslage. In der Planung wird für den Betrachtungszeitraum angenommen, dass die Transportmengen gegenüber 2024 sinken und die Transportpreise im Vergleich zum Jahr 2024 moderat erhöht werden können, um den Anstieg der Kosten für Energie, Material-, Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen zu kompensieren. Insgesamt wird erwartet, dass die Umsatzerlöse auf dieser Basis im Vergleich zum Berichtsjahr 2024 moderat sinken werden. Zudem wird angenommen, dass in 2025 die Trassenpreise um 16,2% und die Anlagenpreise um 10% steigen und dass der Bund die im Regierungsentwurf 2024 für den Bundeshaushalt 2025 vorgesehene Förderung der Trassen- und Anlagenpreise sowie die im Regierungsentwurf 2024 vorgesehene Förderung für den Einzelwagenverkehr gewährt. Die Transformationsplanung geht weiterhin davon aus, dass die vorgesehenen Maßnahmen im Einzelwagen-, Ganzzug- und Kombinierten Verkehr sowie übergreifende Transformationsmaßnahmen zur Anpassung des Personalbestands und des Materialaufwands an den Rückgang der Transportmengen umgesetzt werden und zu einer Verbesserung des operativen Ergebnisses führen. Auf dieser Basis wird für 2025 mit einem Verlust nach Steuern in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbereichs gerechnet. Zudem geht die Transformationsplanung davon aus, dass die DB Cargo AG am 31. März 2025 die Rahmenkreditlinie der DB AG unterhalb der Mindestliquiditäts-Schwelle in Anspruch nehmen und den Verlustausgleich der DB AG in Höhe von 468 Mio. € erhalten wird. Dies soll es der Gesellschaft nach dem Plan ermöglichen, zwei Kredite, neben einem Darlehen von 8 Mio. € auch die Kreditlinie zur Brückenfinanzierung von 434 Mio. € an die DB AG zurückzuzahlen. Nach der Transformationsplanung wird die DB Cargo AG am 01. April 2025 ein Darlehen von 110 Mio. € an die DB AG zurückzahlen und das Mezzanine-Darlehen mit einer weiteren Tranche von 110 Mio. € aufnehmen. Nach dem Plan wird die DB Cargo AG darüber hinaus bis zum 15. Dezember 2025 das Mezzanine-Darlehen mit einer weiteren Tranche von 83 Mio. € in Anspruch nehmen und zur Sicherung der Liquidität bis zum Jahresende 2025 den Verkauf von Lokomotiven durchführen. Für die Umsetzung des Umstrukturierungs- und Transformationsplans besteht als eine wesentliche Unsicherheit, wie sich die Nachfrage nach Schienengütertransportleistungen konjunkturbedingt entwickeln wird. Zudem besteht Unsicherheit, ob die Förderung des Schienengüterverkehrs wie geplant eintreten wird. Weiterhin besteht Unsicherheit darüber, ob die geplanten Maßnahmen des Transformationsplans vollständig und in dem vorgegebenen bzw. geplanten Zeitrahmen umgesetzt werden können. Das Geschäft der DB Cargo AG und ihre Perspektiven könnten beeinträchtigt werden, wenn diese Risiken zu weiterem Liquiditätsbedarf führen würden, der möglicherweise nicht aus eigenen Mitteln gedeckt werden könnte, oder wenn diese Risiken dazu führen würden, dass einzelne oder mehrere Covenants der Finanzierungsverträge nicht eingehalten werden können. Der Vorstand der DB Cargo AG hat daher zusätzlich eine Liquiditätsplanung auf Basis eines Risikoszenarios unter Zugrundelegung verschiedener gegenüber den Annahmen im Umstrukturierungs- und Transformationsplan negativer Veränderungen und möglicher Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickelt, die einen Zeitraum von zwölf Monaten ab dem Datum der Aufstellung des Jahresabschlusses umfasst. In dem Risikoszenario wird berücksichtigt, dass die Umsatzentwicklung konjunkturbedingt hinter den Erwartungen zurückbleibt. Darüber hinaus wird angenommen, dass die durch den Bund gewährte Trassenpreisförderung nur auf 275 Mio. € angehoben wird. Es wird zudem angenommen, dass der Bund die Anlagenpreisförderung, die in 2025 ausläuft, nicht verlängert. Für die Förderung des Einzelwagenverkehrs wird angenommen, dass die Rechtslage in Bezug auf die Fördermittelverteilung in 2025 nicht zugunsten der DB Cargo AG geändert wird. In dem Risikoszenario wird folglich von einer Förderung des Einzelwagenverkehrs ausgegangen, die für 2025 im Vergleich zum Berichtszeitraum von 163 Mio. € auf 180 Mio. € ansteigen soll, aber in den Folgejahren um 75 Mio. € unter den Planannahmen liegt. Ferner werden auf einzelne Maßnahmen des Transformationsplans im Risikoszenario Abschläge vorgenommen, um der Unsicherheit in Bezug auf die vollständige Umsetzung der Maßnahmen Rechnung zu tragen. Um das Ziel einer ausgeglichenen Liquiditätslage zu erreichen, wird die DB Cargo AG in diesem Risikoszenario zusätzlich zur Planung (Basisszenario) eine beschleunigte liquiditätsgenerierende Veräußerung von Fahrzeugen umsetzen. Die Gesellschaft wird ursprünglich für 2026 geplante Veräußerungs- sowie Sale-and-lease-back Maßnahmen von Lokomotiven in das Geschäftsjahr 2025 vorziehen sowie insbesondere den Umfang der Sale-und-lease-back-Transaktionen in den Jahren 2025 und 2026 deutlich erhöhen. Sollten sich geplante Verkäufe, zum Beispiel aufgrund mangelnder Nachfrage potenzieller Käufer, nicht oder nur teilweise realisieren lassen, ist die Kompensation durch zusätzliche Sale-and-lease-back Transaktionen von Lokomotiven sowie Güterwagen vorgesehen. Darüber hinaus wird in dem Szenario angenommen, dass die in dem Umstrukturierungsplan verankerten Rentabilitätskennziffern zum 31. Dezember 2025 nicht eingehalten werden und folglich auch die als Covenants in den Darlehensverträgen vereinbarten Kennzahlen nicht. In diesem Szenario ist es notwendig, alternative Maßnahmen zur Steigerung der Rentabilität der DB Cargo AG zu identifizieren und den Restrukturierungsplan in Übereinstimmung mit den Auflagen der Beihilfegenehmigung anzupassen. Ein solcher, angepasster Umstrukturierungsplan ist der EU-Kommission vorzulegen. Sie kann im Fall erheblicher Anpassungen zusätzliche Zusagen, die Umsetzung strengerer Auflagen und weitere Eigenbeiträge verlangen. Darüber hinaus muss DB Cargo AG bei der Nichteinhaltung der in den Darlehensverträgen vereinbarten Kennzahlen einen Waiver mit der DB AG aushandeln. Auch dieser muss in Übereinstimmung mit den Auflagen der Beihilfegenehmigung stehen. Scheitert die Umstrukturierung bzw. die Umsetzung der Auflagen in größerem Maße, so könnte sie eine Rückzahlung der Beihilfen und / oder eine Diskontinuität der DB Cargo AG fordern. Die Beihilfe könnte die DB Cargo AG nicht aus eigenen Mitteln zurückzahlen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Vorstand der DB Cargo AG auch im Risikoszenario für den Prognosezeitraum mit einer ausgeglichenen Liquiditätslage plant. Dies setzt jedoch auf Grundlage der Annahmen im Risikoszenario voraus:
Soweit einzelne oder mehrere der Liquiditätsplanung zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreten sollten, ist die DB Cargo AG darauf angewiesen, dass zusätzliche liquide Mittel von der DB AG als Finanzierungspartner zur Erfüllung der bestehenden finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung gestellt werden, wenn der Liquiditätsbedarf nicht anderweitig kompensiert werden kann. Eine über das durch Bund und DB AG im EU-Beihilfeverfahren zugesagte Finanzierungsvolumen hinausgehende Finanzierung der DB Cargo AG durch die DB AG muss in Übereinstimmung mit dem EU-Beihilferecht erfolgen. Wie oben beschrieben, kann die EU-Kommission bei Verstößen gegen die Umsetzung der Auflagen eine Rückzahlung der Beihilfen durch die DB Cargo AG und / oder eine Diskontinuität der DB Cargo AG fordern. Die Beihilfe könnte die DB Cargo AG nicht aus eigenen Mitteln zurückzahlen. Über das Ende des Prognosezeitraums hinaus hängt die Fortführung der Unternehmenstätigkeit maßgeblich davon ab, dass bis zum Ende des beihilferechtlichen Umstrukturierungszeitraums am 31. Dezember 2026 der Umstrukturierungsplan und die von der EU-Kommission auferlegten Maßnahmen und Verpflichtungen erfolgreich umgesetzt werden. Sollte der Umstrukturierungsplan nicht bis zum Ablauf der Frist erfolgreich umgesetzt werden oder sollten die von der EU-Kommission auferlegten Maßnahmen und Verpflichtungen einzeln oder insgesamt nicht umgesetzt worden sein, kann die EU-Kommission die Rückzahlung der Beihilfen und / oder eine Diskontinuität der DB Cargo AG anordnen. Die Beihilfe könnte die DB Cargo AG nicht aus eigenen Mitteln zurückzahlen. Diese Gegebenheiten zeigen das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der DB Cargo AG zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinn des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt und enthält keine Anpassungen der Buchwerte und Klassifizierungen von Vermögensgegenständen, Schulden und ausgewiesenen Aufwendungen, die gegebenenfalls notwendig wären, wenn die Annahme der Unternehmensfortführung nicht angemessen wäre. Finanzierungsrisiken - Covenants In dem Kreditrahmenvertrag und dem Mezzanine-Darlehensvertrag der DB Cargo AG sind sogenannte Covenants (Auflagen zu Finanzkennzahlen) vereinbart. Sollte die geschäftliche Entwicklung der DB Cargo AG hinter der geplanten Geschäftsentwicklung zurückbleiben, besteht das Risiko, dass Covenants nicht eingehalten werden. Eine Nichteinhaltung der im Kreditrahmenvertrag bzw. im Mezzanine-Darlehensvertrag enthaltenen Covenants bzw. deren Bruch zu den in den Verträgen vereinbarten Stichtagen kann das Recht zur Kündigung durch die DB AG als Finanzierungsgeberin nach sich ziehen bzw. die Möglichkeit zur Ziehung weiterer Tranchen durch die DB Cargo AG ausschließen. Sollte dieses Risiko in 2025 bzw. 2026 eintreten, so schätzen wir die Auswirkungen als gering ein, da wir davon ausgehen, zu marktüblichen Bedingungen Waiver auszuhandeln, und annehmen, dass die EU-Kommission der Anpassung vor diesem Hintergrund zustimmen wird. Risiken aus Preissetzungen und Förderungen des Bundes für den Schienengüterverkehr Am 17. Juli 2024 hatte die Bundesregierung den Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 und den Finanzplan bis 2028 beschlossen. Im Regierungsentwurf waren bei der Förderung des Schienenverkehrs Ausgaben von 800 Mio. € geplant. Das entspricht einer Erhöhung von 200 Mio. € im Vergleich zu 2024. Zuwächse gab es unter anderem bei den Trassenpreisförderungen für den Güterverkehr (+46 Mio. € auf 275 Mio. €). Mit der Anhebung sollten die Belastungen aus Preiserhöhungen aus dem Trassenpreissystem 2025 teilweise abgemildert werden. Die Einzelwagenverkehrsförderung wurde auf dem Niveau von 2024 fortgesetzt (300 Mio. €), die Anlagenpreisförderung mit 35 Mio. € um 15 Mio. € erhöht. Wegen der vorgezogenen Neuwahlen wurde der Bundeshaushalt 2025 bisher nicht verabschiedet. Damit gilt seit 1. Januar 2025 eine vorläufige Haushaltsführung. Deren Rahmenbedingungen hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) in einem Rundschreiben im Dezember 2024 bekannt gegeben. Demnach bilden die Ansätze des Regierungsentwurfs für den Bundeshaushalt 2025 zuzüglich der vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im Rahmen der Beratungen zum Haushaltsentwurf 2025 bereits gefassten Beschlüsse für einzelne Einzelpläne die Grundlage und die Obergrenze der vorläufigen Haushaltsführung 2025. Ausgaben für Investitionen können grundsätzlich bis zur Obergrenze geleistet werden, soweit es sich um fortgesetzte Maßnahmen handelt bzw. vertragliche Verpflichtungen bestehen. Für Förderthemen sind Mittel bis zur Höhe von 45% der Obergrenze verfügbar. Dieser Verfügungsrahmen darf bis zur o.g. Obergrenze überschritten werden, wenn dies zur Erfüllung einer vor dem 1. Januar 2025 rechtlich begründeten Verpflichtung notwendig ist und eine Einwilligung des BMF vorliegt. Dies ist bei der Trassenpreisförderung im Güterverkehr sowie bei der Anlagenpreisförderung der Fall. Für die Trassenpreisförderung liegt ein Förderbescheid aus 2024 von 200 Mio. € vor. Zudem hat das EBA bekanntgegeben, dass für das Haushaltsjahr 2025 zusätzliche 75 Mio. € für die Trassenpreisförderung bereitgestellt werden. Für die Anlagenpreisförderung sind laut dem Förderbescheid aus 2024 insgesamt 35 Mio. € im Bundeshaushalt verfügbar. Beide Förderbescheide liegen allerdings unterhalb der im Plan 2025 der DB Cargo AG enthaltenen Ansätze. Es besteht das Risiko, dass der Förderbetrag im Laufe des Jahres 2025 nicht weiter angehoben wird. Damit bestehen bei den Förderthemen für den Schienenverkehr Finanzierungsunsicherheiten im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung 2025. Zudem besteht das Risiko, dass die Anlagenpreisförderung 2026 nicht weitergeführt werden könnte, wenn der Bund die Fortführung nicht beschließen sollte. Bei den Trassenkosten resultiert ein Risiko aus der aktuellen Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln, welches der Klage der DB InfraGO AG gegen die Reduzierung der ausschlaggebenden genehmigten Obergrenze der Gesamtkosten für 2026 Recht gegeben hat. In der Folge besteht das Risiko, dass DB Cargo mit höheren Kostensteigerungen für Trassen zu 2026 (+24%) rechnen muss, als sie in ihrer Mittelfristplanung angenommen hat. Allerdings wird das Eisenbahnbundesamt (EBA) die Bescheide für die Trassenkostensteigerungen 2026 vsl. erst im Herbst 2025 an die Eisenbahnverkehrsunternehmen senden. Bei Eintritt der Risiken hätte dies negative Auswirkungen auf das Ergebnis und damit die erfolgreiche Umsetzung des Transformations- und Umstrukturierungsplans. Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Gesamtwirtschaftliche Schocks, wie Wirtschaftskrisen und Handelskonflikte (z.B. Zölle) oder konjunkturelle Schwächephasen können sich negativ auf das Geschäft der DB Cargo AG auswirken. Unsicherheiten bestehen aktuell insbesondere im Hinblick auf die schwachen konjunkturellen Prognosen für Deutschland und Europa für das Jahr 2025. Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung schlechter entwickeln als angenommen, hätte dies negative Auswirkungen auf die Verkehrsleistung der DB Cargo, den Umsatz und das Ergebnis und damit die erfolgreiche Umsetzung des Transformations- und Umstrukturierungsplans. Risiken in Bezug auf IT- und Cybersicherheit Wichtige Geschäftsabläufe, wie die Bestell- und Lagerverwaltung, Rechnungsverarbeitung und die Finanzberichterstattung sind von IT-Systemen abhängig. Das exponiert die DB Cargo AG für IT-Risiken in Form von IT-Ausfällen, Cyberangriffen, inklusive Daten-Diebstahl und Manipulation von internen Daten. Schwerwiegende System- oder Anwendungsausfälle oder Bedrohungen der Informationssicherheit in unserer Infrastruktur oder der unserer Geschäftspartner könnten zu Reputationsschäden oder gravierenden Geschäftsunterbrechungen führen oder eine negative Auswirkung auf wesentliche Daten (Kundendaten, Mitarbeiterdaten, Produktionsdaten) haben. Um diese Risiken organisatorisch und technisch zu begrenzen, haben wir eine IT-Governance inklusive klarer Verantwortungs-Zuordnung von Themen wie Datenschutz, Cyber-Security und Infrastruktur aufgebaut. Zudem haben wir unsere Widerstandsfähigkeit durch eine systematische Weiterentwicklung unserer technischen Sicherungsmaßnahmen im Konzernverbund weiter erhöht. Der Eintritt des Risikos hätte negative Auswirkungen auf das Ergebnis. Risiken aus nicht rechtskonformen Verhalten Die DB Cargo AG unterliegt als international tätiges Unternehmen zahlreichen Gesetzen und Bestimmungen. Verstöße gegen derartige Gesetze und Bestimmungen könnten zu erheblichen Strafen und Bußgeldern führen und Reputationsschäden zur Folge haben. Es könnten z.B. Verstöße gegen die Datenschutz-Grundverordnung DSGVO erhebliche Bußgelder zur Folge haben. Die Bekanntgabe von Datenschutzverstößen könnte zudem einen erheblichen Reputationsschaden zu Folge haben. Es besteht zudem das Risiko, dass Mitarbeitende der DB Cargo AG gegen Richtlinien und Standards für ein angemessenes und verantwortungsbewusstes Geschäftsgebaren verstoßen. Dazu zählen zum Beispiel Betrug, Falschdarstellung oder Manipulation von Finanzdaten, wettbewerbsschädigendes Verhalten, Bestechung, Korruption und Diskriminierung. Um gesetzes- und regelkonformes Verhalten im Unternehmen zu verankern, hat die DB Cargo AG einen Verhaltenskodex eingeführt und sind in den Konzernrichtlinien des DB-Konzerns Grundsätze für ein verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln definiert, die für alle Mitarbeitende verbindlich sind und zu denen sie regelmäßig geschult werden. Der Eintritt des Risikos hätte negative Auswirkungen auf das Ergebnis. Risiken aus besonderen Ereignissen Der Natur des Eisenbahngeschäfts als offenes System entsprechend, können bestimmte Faktoren (wie Naturereignisse, Extremwetterereignisse, Pandemien, Streiks, Unfälle, Anschläge oder Diebstähle), die sich potenziell negativ auf den Betriebsablauf auswirken, von uns nur bedingt beeinflusst werden. Treten diese Ereignisse ein, hätte dies negative Auswirkungen auf Verkehrsleistung, Umsatz und Ergebnis. Impairmentrisiken für Tochtergesellschaften der DB Cargo AG Im Jahresabschluss der DB Cargo AG sind die Beteiligungswerte der Tochtergesellschaften bilanziert. Diese Beteiligungswerte sind von den zukünftigen Renditeerwartungen der Tochtergesellschaften abhängig. Eintretende Risiken aus sich negativ verändernden Erfolgsaussichten der Tochtergesellschaften können somit zu zusätzlichen Abschreibungen dieser Beteiligungswerte und in der Folge zu Ergebnisbelastungen führen. Bei Eintritt der Risiken hätte dies ebenfalls negative Auswirkungen auf die erfolgreiche Umsetzung des Transformations- und Umstrukturierungsplans. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten Durch Rechtsstreitigkeiten entstandene Schäden können mit hohen Kosten und Strafzahlungen verbunden sein und/oder sich negativ auf das Image der DB Cargo AG auswirken. Treten diese Ereignisse ein, hätte dies negative Auswirkungen auf das Ergebnis. Chancen Chancen aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bestehen Chancen aus der sich entwickelnden Kreislaufwirtschaft in den Branchen Stahl und Automotive sowie der Neuausrichtung der deutschen Chemieindustrie auf die Spezialchemieproduktion. Für die DB Cargo AG ist dabei insbesondere die Produktionsentwicklung der energieintensiven Industrien in Deutschland und Europa von Bedeutung. Chancen für zusätzliche Transporte entstehen hier dadurch, dass z.B. die Stahl- und Automobilindustrie im Zuge der Transformation zu klimaneutralen Produktionsmodellen zunehmend auf Kreislaufwirtschaft in Bezug auf Vorprodukte (Schrott für die Stahlindustrie) und Produktkomponenten (Batterien für die Automobilproduktion) setzen. Hier kann der klimafreundliche Schienengüterverkehr mit seiner spezifischen Ausrichtung auf Gefahrgut-Transporte wie z.B. Batterien seine Wettbewerbsvorteile ausspielen. Dies bietet Chancen, die Rückgänge in den traditionellen Transportströmen zu kompensieren. Ein vergleichbares Chancen- und Risikoprofil zeigt sich in der Chemieindustrie. Aktuell verstärkt die deutsche Chemieindustrie ihre Ausrichtung auf die Herstellung von Spezialchemieprodukten. Die notwendigen Vorprodukte werden über die Seehäfen importiert, was Chancen für zunehmende Transporte von den Seehäfen zu den Chemiestandorten in Deutschland für die DB Cargo AG bietet. Treten diese Ereignisse ein, hätte dies positive Auswirkungen auf Verkehrsleistung, Umsatz und Ergebnis. Beurteilung der Gesamt-Risikosituation Die Risiko- und Chancenpolitik der DB Cargo AG zielt darauf ab, strategische und finanzielle Unternehmensziele zu erreichen. Sie verfolgt also nicht nur das Ziel der Bestandssicherung, sondern dient vor allem der nachhaltigen Wiedererlangung der Profitabilität des Unternehmens ab dem 31. Dezember 2026. Unter Berücksichtigung der Unsicherheit in Bezug auf die Planung für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 sowie der aktuellen Liquiditäts- und Finanzierungssituation besteht das Risiko, dass einzelne Risiken oder deren Kombination den Fortbestand der DB Cargo AG gefährden könnten. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit hängt im Wesentlichen davon ab, dass die Umsatzerlöse wie geplant erreicht werden und die im Umstrukturierungsplan vorgesehenen Maßnahmen, einschließlich der Wettbewerbsauflagen vollständig und in dem geplanten Zeitrahmen umgesetzt werden. Im Risikoszenario müssen zusätzliche Liquiditätssicherungsmaßnahmen erfolgreich realisiert werden, ein Waiver bezogen auf die im Kreditrahmenvertrag und im Mezzanine-Darlehensvertrag enthaltenen Covenants vereinbart werden und die EU-Kommission muss einer ggf. notwendigen Anpassung des Umstrukturierungsplans bei Planverfehlungen unter Auflagen zustimmen, die umsetzbar sind. Scheitert die Umstrukturierung bzw. die Umsetzung der Auflagen in größerem Maße, so könnte sie eine Rückzahlung der Beihilfen und / oder eine Diskontinuität der DB Cargo AG fordern. Die Beihilfe könnte die DB Cargo AG nicht aus eigenen Mitteln zurückzahlen. Soweit einzelne oder mehrere der Liquiditätsplanung zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreten sollten, ist die DB Cargo AG darauf angewiesen, dass zusätzliche liquide Mittel von der DB AG als Finanzierungspartner zur Erfüllung der bestehenden finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung gestellt werden, wenn der Liquiditätsbedarf nicht anderweitig kompensiert werden kann. Eine in diesem Szenario erforderliche, über das durch Bund und DB AG im EU-Beihilfeverfahren zugesagte Finanzierungsvolumen hinausgehende Finanzierung der DB Cargo AG durch die DB AG muss in Übereinstimmung mit dem EU-Beihilferecht erfolgen. Über das Ende des Prognosezeitraums hinaus hängt die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der DB Cargo AG maßgeblich von der erfolgreichen Wiedergewinnung der Profitabilität bis zum Ende des beihilferechtlichen Umstrukturierungszeitraums am 31. Dezember 2026 ab. Sollte der Umstrukturierungsplan nicht bis zum Ablauf der Frist erfolgreich umgesetzt werden oder sollten die von der EU-Kommission auferlegten Maßnahmen und Verpflichtungen einzeln oder insgesamt nicht umgesetzt worden sein, kann die EU-Kommission die Rückzahlung der Beihilfen und / oder eine Diskontinuität der DB Cargo AG anordnen. Die Beihilfe könnte die DB Cargo AG nicht aus eigenen Mitteln zurückzahlen. Zum aktuellen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass die Profitabilität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bis zum 31. Dezember 2026 hergestellt werden kann. Prognosebericht Konjunkturelle Aussichten Nach zwei Jahren Stagnation wird für die deutsche Wirtschaft 2025 erneut eine stockende Entwicklung erwartet. Zwar dürfte das gesunkene Zinsniveau Investitionen in Produktionskapazitäten erleichtern und positive Impulse für die Bauindustrie sowie den Maschinen- und Anlagenbau bringen, doch reicht dies voraussichtlich nicht aus, um eine substanzielle Erholung einzuleiten. Auch der private Konsum könnte für etwas Stabilität sorgen, bleibt jedoch von der unsicheren wirtschaftlichen Lage beeinflusst. Zusätzlich belastend wirken potenzielle Handelskonflikte, die den Exportsektor unter Druck setzen könnten. Auch die im Rahmen der Bundestagswahl im Februar 2025 neu zu bildende Regierung wird Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland haben. Der zum Jahresbeginn 2025 auf 55 € pro Tonne gestiegene CO 2 -Preis hat den Druck auf die Energiepreise weiter erhöht. Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands über 2025 hinaus dürfte u.a. auch davon abhängen, wie es der neuen Bundesregierung gelingt, den angestrebten Umbau der Wirtschaft zu Klimaneutralität zu erreichen, ohne Unternehmen und Haushalte zu stark zu belasten. Voraussichtliche Entwicklung der relevanten Märkte Auch für 2025 wird eine Stagnation des deutschen Güterverkehrsmarkts erwartet. Positiv sollten weiterhin Erholungseffekte wirken, nachdem die Industrieproduktion 2024 stark zurückgegangen war und im dritten Quartal 2024 den niedrigsten Stand seit der Corona-Pandemie erreichte. Die bereits seit 2023 stark zurückgegangene Inflation sollte die Transportnachfrage auch in der Konsumbranche positiv beeinflussen. Auch energieintensive Sektoren wie Chemie sollten von niedrigeren Energiepreisen profitieren. Weitere Leitzinssenkungen könnten mittelfristig bei einigen Branchen wie dem Maschinenbau, der einen großen Teil der Gesamtproduktion Deutschlands ausmacht, die Transportnachfrage stützen. Auch die Transportnachfrage in der Baubranche könnte davon profitieren. Deutscher Schienengüterverkehr 2025 wird der Schienengüterverkehr in Deutschland nach den Rückgängen des Vorjahrs voraussichtlich wieder ein leichtes Wachstum erzielen. Es wird erwartet, dass einzelne Bereiche wie Steine und Erden sowie Chemie einen moderaten Anstieg der Transportleistung verzeichnen werden, wobei der Kombinierte Verkehr zentraler Treiber sein sollte. Im Automobilsektor ist zu erwarten, dass das Niveau der Verkehrsleistung nach den deutlichen Verlusten in 2024 stabil bleiben wird. Der Abwärtstrend bei den Kohletransporten wird sich voraussichtlich weiter fortsetzen und die Entwicklung insgesamt belasten. Europäischer Schienengüterverkehr Unter der Voraussetzung, dass sich das konjunkturelle Marktumfeld wieder positiv entwickelt, wird nach den teilweise deutlichen Rückgängen der beiden Vorjahre für den europäischen Schienengüterverkehr 2025 eine moderat positive Entwicklung erwartet. Beschaffungsmärkte Als Basisszenario werden für 2025 keine Engpässe auf der Beschaffungsseite für die DB Cargo AG erwartet. Die Energiepreise (Erdgas und Strom) sollten rückläufig sein. Sie sollten sich auf dem Niveau der zweiten Jahreshälfte 2021 einpendeln und sich so auch in den Produktionskosten der Kunden der DB Cargo AG widerspiegeln. Hohe Lohnabschlüsse wirken gegenläufig belastend. Bei den Erzeugerpreisen für gewerbliche Produkte wird für 2025 mit einem weiteren Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von rund fünf Indexpunkten ausgegangen. Die geopolitischen Entwicklungen, die sich aus der neuen Präsidentschaft in den USA für Europa ergeben und die Bildung einer neuen Regierung in Deutschland dürften erheblichen Einfluss auf die Energiemärkte haben. Voraussichtliche Entwicklung wesentlicher Rahmenbedingungen Für die Entwicklung des politischen Umfelds in Deutschland wird der Ausgang der Koalitionsverhandlungen richtungsweisend sein. Trotz vieler Unterschiede in den Programmen der politischen Parteien wird infolge der eingegangenen Verpflichtungen davon ausgegangen, dass die verkehrs- und klimapolitischen Ziele der Vorgängerregierung auch von einer neuen Regierung grundsätzlich weiterverfolgt werden. Die Erhöhung der CO 2 -Steuer zum Jahresanfang 2025 sollte kurzfristig insbesondere die Entwicklung im Schienengüterverkehr unterstützen, da der Schienengüterverkehr im Vergleich zu intermodalen Wettbewerbern energieeffizienter ist. Die Generalsanierungen der Schieneninfrastruktur in Deutschland werden 2025 auf den Strecken Hamburg-Berlin und Emmerich-Oberhausen fortgesetzt. Die damit einhergehenden Sperrungen der Korridore bis in das Jahr 2026 hinein werden zunächst negative Auswirkungen auf den Schienengüterverkehr haben: Güterzüge werden umgeleitet, dadurch entstehen deutlich höhere Ressourcenbedarfe für Triebfahrzeuge und Triebfahrzeugführer sowie längere Fahrzeiten. Die Umsetzung und Steuerung auf dem Korridor RFC 1 (Generalsanierung Emmerich-Oberhausen), die einen sehr großen Zeitraum beansprucht, ist zusätzlich herausfordernd, da der RFC 1 stark belastet ist. Voraussichtliche Entwicklung der DB Cargo AG im Geschäftsjahr 2025 Verkehrsleistung Für das Geschäftsjahr 2025 plant die DB Cargo AG trotz der erwarteten leicht positiven Entwicklung der Verkehrsleistung im deutschen und europäischen Schienengüterverkehrsmarkt aufgrund der Portfolio-Optimierungen und Auflagen im Rahmen des Umstrukturierungs- und Transformationsplans mit einem sinkenden Niveau der Verkehrsleistung (in tkm), das insgesamt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Umsatz Aufgrund des sinkenden Niveaus der Verkehrsleistung erwarten wir für 2025 moderate Umsatzreduzierungen für die DB Cargo AG, da die Mengenrückgänge nicht vollständig durch höhere Preise kompensiert werden können. Ergebnis nach Steuern Unter der Annahme der voraussichtlich weiterhin anhaltenden Inflationsentwicklung sowie absehbarer Kostensteigerungen bei Personal, Energie und Trasse erwarten wir einen entsprechenden Druck auf das Ergebnis. Zusätzlich erwarten wir eine Fortführung der Trassenpreis- und Einzelwagenförderung sowie einen moderaten Anstieg der Anlagenpreisförderung gegenüber 2024. Zur Verbesserung der Ergebnislage wird die DB Cargo AG das bestehende Transformationsprogramm fortsetzen, das bereits in 2024 zu einer deutlichen Verbesserung beigetragen hat. In Summe wird sich das Ergebnis nach Steuern in 2025 deutlich verbessern, aber voraussichtlich weiterhin negativ bleiben. Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend genannten Vorbehalten. Zukunftsbezogene Aussagen Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der DB Cargo AG beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht derzeitigen Erwartungen abweichen. Die DB Cargo AG übernimmt keine Verpflichtung, die hierin enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Mainz, den 5. März 2025 DB Cargo AG Der Vorstand Dr. Sigrid Nikutta Dr. Martina Niemann Ralf Kloß Pierre Timmermans Michael Fritz Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2024Die Gesellschaft unterliegt dem deutschen Handelsrecht. Sie ist wie folgt im Handelsregister eingetragen:
Der Jahresabschluss der DB Cargo AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in der jeweils aktuell gültigen Fassung sowie der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind gesetzlich vorgesehene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zusammengefasst und im Anhang aufgegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Anhang enthält die erforderlichen Einzelangaben und Erläuterungen. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Die DB Cargo AG betreibt neben Eisenbahnverkehr auch Serviceeinrichtungen in Form von Wartungseinrichtungen im Sinne von Anlage 2 Nr. 2 Buchstaben e und f Eisenbahnregulierungsgesetz (ERegG). Damit sind die Pflichten zur getrennten Rechnungslegung nach § 12 Abs. 2 ERegG zu beachten. Im Übrigen wird auch auf die Anlage zum Anhang verwiesen. (1) Bilanzierung unter Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Hinsichtlich der Ereignisse und Gegebenheiten, die das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit zeigen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Risiken aus der Entscheidung im EU-Beihilfeverfahren". (2) Bilanzierungs- und Bwertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegegenstände, mit Ausnahme geringwertiger Software im Einzelwert bis 2.000 €, sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Erworbene geringwertige Software wird im Anschaffungsjahr vollständig als Aufwand verrechnet. Aufgrund wesentlicher Projekte im Zusammenhang mit den Digitalisierungsaktivitäten wird im DB Konzern einheitlich das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände ausgeübt. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. In Höhe des aktivierten Betrages abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern (216 Mio. €; im Vorjahr 218 Mio. €) ist gemäß § 268 Abs. 8 Satz 1 HGB eine potentielle Abführungssperre entstanden. Die Beträge sind bei den Rückstellungen erläutert. Nach dem 31. Dezember 2015 selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig über 3 bis 12 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie planmäßige Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Gemeinkosten und Abschreibungen sind auf Basis der bei normaler Beschäftigung und unter wirtschaftlichen Bedingungen anfallenden Kosten ermittelt. Investitionszuschüsse werden als Kürzung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dargestellt. Aufwandszuschüsse werden periodengerecht unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Bei selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen werden die Kosten für die Entwicklungsphase aktiviert. Unter Entwicklung ist hierbei die Anwendung von Forschungsergebnissen oder von anderem Wissen für die Neuentwicklung von Gütern oder Verfahren oder deren Weiterentwicklung mittels wesentlicher Änderungen zu verstehen; im Fall selbst geschaffener Software werden die vor der Inbetriebnahme anfallenden Kosten für das Customizing, Programmierung, Testen und Abnahme aktiviert. Die für die selbst geschaffene Software bezogenen Leistungen werden nach der Nettomethode direkt im Anlagevermögen erfasst. Zinsen auf Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Weiterhin wurde das Wahlrecht, angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einzubeziehen, nicht ausgeübt. Anschaffungspreisminderungen, die dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können, werden von den Anschaffungskosten abgesetzt. Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear "pro rata temporis". Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Geringwertige Anlagegegenstände im Einzelwert bis 2.000 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagengitter als Zugang und Abgang ausgewiesen. Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, ausgewiesen. Bei Wegfall der Gründe für Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Zur Ermittlung des beizulegenden Wertes der Anteile wird der Ertragswert der Beteiligung herangezogen, der mittels des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt wird. Basis für die Ermittlung ist die vom Management erstellte aktuelle Planung. Diese basiert auf Erwartungen im Hinblick auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. Die Planungsperiode erstreckt sich grundsätzlich über einen Zeitraum von fünf Jahren. Im Anschluss an die Planungsperiode wurden Annahmen zur ewigen Rente ergänzt. Die Abzinsung der erwarteten Cashflows erfolgt mittels gewichteter Kapitalkosten "WACC" (Weighted Average Cost of Capital). Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird überwiegend die Durchschnittsmethode angewandt (zu den Bestandteilen der Herstellungskosten siehe Erläuterungen zum Anlagevermögen). Risiken in den Beständen, die sich aus eingeschränkter Verwendbarkeit, langer Lagerdauer, Preisänderungen am Beschaffungsmarkt oder sonstigen Wertminderungen ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Erkennbaren insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Dazu werden Nettoforderungsbestände um auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basierende Prozentsätze wertberichtigt. Diese Prozentsätze beliefen sich zum 31. Dezember 2024 für die zum Geschäftsfeld DB Cargo gehörende DB Cargo AG im Bereich der Lieferungen und Leistungen auf 3,43% (Vorjahr: 1,39%) für überfällige Forderungen und 0,13% (Vorjahr: 0,19%) für nicht überfällige Forderungen. Für den Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände belief sich dieser Prozentsatz auf 0,18% (Vorjahr: 0,198%). Aufwendungen für Wertberichtigungen aufgrund von reklamationsbedingten Risiken (Preisstellung, Leistungserbringung u.Ä.) werden im Regelfall als Erlösschmälerungen von den Umsatzerlösen berücksichtigt. Bankguthaben sind zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren, langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Schulden zu verrechnen. Das Saldierungsgebot gilt auch für korrespondierende Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung der Schulden und aus der Bewertung dieser Vermögensgegenstände. Die zur Saldierung herangezogenen Vermögensgegenstände werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB vollständig zum beizulegenden Zeitwert auf der Basis von Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet. Für die mit den Vermögensgegenständen verbundenen Verpflichtungen ist der § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB einschlägig. Bei der DB Cargo AG wird das Deckungsvermögen, das der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen (sogenannte Contractual-Trust-Arrangements, CTA) dient, mit der entsprechenden Pensionsverpflichtung verrechnet. Saldiert werden auch die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung der Pensionsverpflichtungen (einschließlich der Erfolgswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinsfußes) und aus der Bewertung sowie den laufenden Erträgen des Deckungsvermögens. Der sich ergebende Saldo wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Da die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens dessen Zeitwert zum Bilanzstichtag übersteigen, ist aus der Bewertung des Deckungsvermögens kein abführungsgesperrter Ertrag entstanden. Die DB Cargo AG hat darüber hinaus langfristig fällige Verpflichtungen aus Wertguthaben für Langzeitkonten. Diese werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den über eine Treuhandstruktur verwalteten Kapitalanlagen verrechnet. Aufgrund der stets korrespondierenden Wertentwicklung von Rückstellungen und Deckungsansprüchen sind keine abführungsgesperrten Erträge entstanden. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen sowie der Anwendung eines Zinssatzes bewertet, der auf der Basis des von der Deutschen Bundesbank per September 2024 veröffentlichten Rechnungszinses für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) hergeleitet wurde. Für Altersversorgungsverpflichtungen in sog. Contractual-Trust-Arrangements 'CTA' werden Pensionsrückstellungen in Höhe des Mindestverpflichtungsumfangs bzw. zu dem den Mindestverpflichtungsumfang übersteigenden Zeitwert des Deckungsvermögens angesetzt. Erfolgswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinsfußes von Pensionsrückstellungen, für die kein Deckungsvermögen besteht, werden im Zinsergebnis erfasst. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Die Pensionsrückstellungen werden in Anlehnung an die Vereinfachungsvorschrift gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für Restlaufzeiten von 15 Jahren (1,90%) abgezinst. Im Vergleich zur Abzinsung mit dem Sieben-Jahres-Durchschnittszins ergibt sich zum 31. Dezember 2024 ein Unterschiedsbetrag von 0,3 Mio.€. Wir verweisen auf die entsprechenden Erläuterungen bei den Rückstellungen. Die weiteren wesentlichen zum 31. Dezember 2024 angewendeten versicherungsmathematischen Parameter sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
Die Rückstellungen für Altersteilzeit-, Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen sowie mittelbare Altersversorgung (Erstattungszahlungen an das Bundeseisenbahnvermögen aufgrund bestehender Beamt:innenversorgungszusagen) werden nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren (Anwartschaftsbarwertmethode) sowie grundlegenden Annahmen der Berechnung gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Dabei werden für die durchschnittliche Restlaufzeit der jeweiligen Verpflichtung fristenkongruente durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre angewendet. Die Bewertung der Steuerrückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken Rechnung. Soweit Aufwendungen wahrscheinliche aber ihrem Eintrittszeitpunkt nach unbestimmte Verpflichtungen gegenüber Dritten darstellen, werden sie bei den sonstigen Rückstellungen bilanziert. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden auf Vollkostenbasis ermittelt. Risiken für nicht abgeschlossene Schadensfälle und Prozesse werden grundsätzlich erst ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50% erfasst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst. Aufwendungen und Erträge aus Änderungen des Abzinsungssatzes und Zinseffekte geänderter Schätzungen der Restlaufzeit werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die DB Cargo AG hat gemäß den Vorschriften des § 274 HGB aufgrund der zum 31. Dezember 2024 beendeten ertragsteuerlichen Organschaft zum 31. Dezember 2024 erstmalig einen Überhang passiver latenter Steuern von 7 Mio. € bilanziert. Passive latente Steuern aufgrund eines nur handelsrechtlich zulässigen Ansatzes von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 70 Mio. € wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze insbesondere von Pensions- und sonstigen Rückstellungen (insgesamt 23 Mio. €) sowie mit aktiven latenten Steuern der Organgesellschaften (insgesamt 40 Mio. €) verrechnet. Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz in Höhe von 31,2 % herangezogen worden. Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten, -Bankguthaben und -verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr werden bei ihrem Zugang mit dem Devisenkassamittelkurs ihres jeweiligen Entstehungszeitpunktes und im Jahresabschluss mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Der Zeitwert von Finanzinstrumenten, die in einem aktiven Markt gehandelt werden, ergibt sich aus dem Börsenkurs am Bilanzstichtag. Zur Ermittlung des Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden, werden gängige Bewertungsmethoden wie Optionspreis- oder Barwertmodelle angewendet und Annahmen getroffen, die aufgrund der Marktbedingungen an den Bilanzstichtagen sachgerecht waren. Sofern bewertungsrelevante Parameter nicht direkt am Markt beobachtbar sind, werden Prognosen zu Hilfe genommen, denen vergleichbare, in einem aktiven Markt gehandelte Finanzinstrumente zugrunde liegen, die mit Auf- bzw. Abschlägen auf Basis historischer Daten versehen werden. Dabei wird der Mittelwert aus Geld- und Briefkurs verwendet. Die Realisierung von Umsatzerlösen aus Transportleistungen erfolgt zum Zeitpunkt der Beendigung der jeweiligen Transporte, bei grenzüberschreitenden Transporten zum Zeitpunkt des Grenzübertritts. Die Tätigkeit der zugewiesenen Beamt:innen im DB-Konzern beruht auf einer gesetzlichen Zuweisung im Rahmen des Eisenbahnneuordnungsgesetzes, Art. 2 § 12 ENeuOG. Für die Arbeitsleistung der zugewiesenen Beamt:innen erstattet die DB Cargo AG dem Bundeseisenbahnvermögen (BEV) die Kosten, die anfallen würden, wenn anstelle der zugewiesenen Beamt:innen eine Tarifkraft als Arbeitnehmer:in beschäftigt werden würde (Als-ob-Abrechnung). Deshalb werden die dem BEV erstatteten Personalkosten der zugewiesenen Beamt:innen aufgrund der wirtschaftlichen Betrachtungsweise unter den Personalaufwendungen ausgewiesen. Anfallende Aufwendungen für Abfindungszahlungen werden im Personalaufwand ausgewiesen, da es sich regelmäßig um Entgelt für im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses geleistete Dienste handelt. Erläuterungen zur Bilanz (3) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagegitter zu entnehmen. Der gemäß § 285 Nr. 22 HGB auszuweisende Gesamtbetrag der Forschung- und Entwicklungskosten beträgt 55 Mio. € (im Vorjahr: 62 Mio. €), von denen 46 Mio. € (im Vorjahr: 53 Mio. €) in den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktiviert wurden. Erhaltene Investitionszuschüsse in Höhe von 0,3 Mio. € (im Vorjahr: 5 Mio. €) sind bei den Zugängen von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der Anlagen abgesetzt. In den Abschreibungen sind Abschreibungen auf geringwertige Anlagegegenstände von 1 Mio. € (im Vorjahr: 2 Mio. €) enthalten. (4) Vorräte
Wertberichtigungen zur Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips und Reichweitenabschläge sind in Höhe von 20 Mio. € (im Vorjahr: 16 Mio. €) gebildet. (5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände belaufen sich auf 27 Mio. € (im Vorjahr: 6 Mio. €). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten den Anspruch auf Verlustausgleich in Höhe von 468 Mio. € (im Vorjahr: 583 Mio. €), Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 78 Mio. € (im Vorjahr: 58 Mio. €) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 106 Mio. € (im Vorjahr: 57 Mio. €) sowie Cashpoolguthaben in Höhe von 47 Mio. € (im Vorjahr: 0 Mio.€) Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 20 Mio. € (im Vorjahr: 15 Mio. €). Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit 0,3 Mio. € (im Vorjahr: 1 Mio. €) Steuererstattungsansprüche. Die Restlaufzeiten sämtlicher Forderungen gehen wie im Vorjahr nicht über 1 Jahr hinaus. (6) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt 256.007.000 €. Das Grundkapital ist eingeteilt in 51.201.400 auf den/die Inhaber:in lautende nennwertlose Stückaktien. Die Anteile werden vollständig von der DB AG, Berlin, gehalten. (7) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage weist per 31. Dezember 2024 unverändert einen Betrag von 403 Mio. € aus. Sie betrifft mit 352 Mio. € Beträge nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB (Agio bei der Ausgabe von Anteilen) und mit 51 Mio. € Beträge nach § 271Abs 2 Nr. 4 HGB (andere Zuzahlungen). (8) Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen betreffen ausschließlich andere Gewinnrücklagen und weisen per 31. Dezember 2024 einen Betrag in Höhe von 7 Mio. € aus. Sie enthalten die Auflösungsbeträge der im Rahmen der Erstanwendung des BilMoG zum 1. Januar 2010 vorgenommenen Neubewertung von Rückstellungen in Höhe von insgesamt 7 Mio. €. Dieser Betrag wurde gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB unmittelbar in die Gewinnrücklagen eingestellt. Den gemäß § 268 Abs. 8 HGB ansonsten zur Abführung gesperrten Beträgen stehen ausreichend freie Rücklagen (384 Mio. €) gegenüber, so dass keine Abführungssperre entstanden ist.
(9) Rückstellungen
Mit der DB AG besteht seit dem Jahr 2012 eine Vereinbarung zum schuldbefreienden Schuldbeitritt der DB AG mit Erfüllungsübernahme im Innenverhältnis bezüglich bestimmter von der DB Cargo AG an ihre aktiven und ehemaligen Mitarbeitenden erteilter Pensionszusagen. Im Gegenzug hat die DB Cargo AG eine Zahlung in Höhe des nach handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen ermittelten Barwerts der Pensionsverpflichtungen geleistet. Die Vereinbarung des Schuldbeitritts gilt auch für die Zukunft. Dementsprechend erfasst die DB Cargo AG den Dienstzeitaufwand des laufenden Jahres (11 Mio. €, im Vorjahr: 12 Mio. €) und leistet für die Schuldübernahme eine Zahlung in gleicher Höhe an die DB AG. Der Schuldbeitritt umfasst auch die im Rahmen von konzerninternen Mitarbeitendenübergängen übernommenen Pensionsverpflichtungen. Die dabei von den abgebenden Gesellschaften erhaltenen Zahlungen für die Übernahme der von Schuldbeitritt erfassten Pensionsverpflichtungen werden im Zuge der Schuldübernahme an die DB AG weitergeleitet. Der Schuldbeitritt umfasst auch die im Rahmen von konzerninternen Mitarbeitendenübergängen übernommenen Pensionsverpflichtungen. Die dabei von den abgebenden Gesellschaften erhaltenen Zahlungen für die Übernahme der vom Schuldbeitritt erfassten Pensionsverpflichtungen werden im Zuge der Schuldübernahme an die DB AG weitergeleitet (1 Mio. €; im Vorjahr: 3 Mio. €). Der Schuldbeitritt umfasst auch die im Rahmen von konzerninternen Mitarbeitendenübergängen übertragenen Pensionsverpflichtungen. Die dabei von der DB Cargo AG an die aufnehmenden Gesellschaften geleisteten Zahlungen für die Übernahme der vom Schuldbeitritt erfassten Pensionsverpflichtungen werden im Zuge der Schuldübernahme von der DB AG erstattet (3 Mio. €; im Vorjahr: 3 Mio.€). Die vom Schuldbeitritt erfassten Pensionsrückstellungen werden bei der DB AG bilanziert. Die DB Cargo AG und die DB AG haften für alle bisherigen und zukünftigen Ansprüche der Pensionsberechtigten der Gesellschaft als Gesamtschuldner. Die ähnlichen Verpflichtungen enthalten durch die Arbeitnehmenden finanzierte Pensionsverpflichtungen (Deferred Compensation) in Höhe von 16 Mio. € (im Vorjahr: 15 Mio. €). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verpflichtungen im Personalbereich betreffen vor allem Urlaubsansprüche, Arbeitsmehrleistungen, Tantiemen, Abfindungen sowie Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen. Die übrigen Risiken fassen alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten zusammen. Die Übrigen Risiken fassen alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten zusammen. Darin enthalten sind insbesondere Risiken aus noch nicht gezahlten Entschädigungen aus Frachtverträgen, Risiken aus noch nicht abgeschlossenen Schadensfällen sowie Prozessrisiken. Das im Rahmen von Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen bestehende Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert 24 Mio. €; Anschaffungskosten 28 Mio. €; Vorjahr: beizulegender Zeitwert 22 Mio. EUR; Anschaffungskosten 25 Mio. €) wird mit den korrespondierenden Pensionsverpflichtungen (25 Mio. €; Vorjahr: 22 Mio. €) verrechnet. Das im Rahmen von Wertguthaben für Langzeitkonten bestehende Treuhandvermögen (beizulegender Zeitwert 45 Mio. €; Anschaffungskosten 39 Mio. €; Vorjahr: beizulegender Zeitwert 42 Mio. €; Anschaffungskoten 38 Mio. €) wird mit der korrespondierenden Rückstellung (45 Mio. €; Vorjahr: 42 Mio. €) verrechnet. (10) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 2.435 Mio. € (im Vorjahr: 2.043 Mio. €). Darüber hinaus sind Verpflichtungen zum Verlustausgleich in Höhe von 7 Mio. EUR (im Vorjahr: 8 Mio. EUR), Zinsverpflichtungen in Höhe von 27 Mio. € (im Vorjahr: 6 Mio. €) und Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 26 Mio. € (im Vorjahr: 26 Mio. €) enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 163 Mio. € (im Vorjahr: 126 Mio. €). Im Vorjahr wurden zudem Cashpoolverbindlichkeiten in Höhe von 495 Mio. € ausgewiesen. Ein Teil der Kreditverträge enthält sogenannte Covenants (Auflagen zu Finanzkennzahlen). Dies betrifft den Mezzanine-Darlehensvertrag und den Kreditrahmenvertrag über eine Kreditlinie. Zum Stichtag 31.12.2024 wurde eine der Finanzkennzahlen des Mezzanine-Darlehensvertrag nicht eingehalten. Dies führt dazu, dass die DB Cargo AG aus dem Mezzanine-Darlehensvertrag weitere Tranchen nicht in Anspruch nehmen kann und die DB AG das Recht zu Kündigung des Kreditrahmenvertrags über die Kreditlinie und des Überbrückungskreditvertrags hat. Die Verletzung des Covenants führt nicht zu einer automatischen Kündigung der Darlehensverträge, sondern geben der Kreditgeberin nur das Recht, die Verträge zu kündigen bzw. die Verbindlichkeiten fällig zu stellen. Da die Kreditgeberin die Verträge nicht gekündigt hat und es auch vor oder zum 31.12.24 keine Anzeichen gab, dass die Kreditgeberin die Beträge sofort fällig stellen wird, wurde auf die vertraglichen Restlaufzeiten abgestellt. Im Übrigen verweisen wir auf (29). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. (11) Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit der DB AG für bestehende, nach handelsrechtlichen Vorschriften bewertete Verpflichtungen gegenüber ihren Pensionsberechtigten in Höhe von 352 Mio. € (im Vorjahr: 363 Mio. €). Auf ehemalige Organmitglieder entfällt ein Betrag von 2 Mio. € (im Vorjahr: 2 Mio. €). Mit einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung ist nicht zu rechnen, da die zugrunde liegenden Verpflichtungen durch die DB AG voraussichtlich erfüllt werden können. (12) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Die zukünftigen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden wie folgt fällig:
(13) Finanzinstrumente Die DB Cargo AG setzt in geringem Umfang derivative Finanzinstrumente im Wesentlichen zur Absicherung von Währungsrisiken ein. Die Sicherungsgeschäfte werden grundsätzlich durch die DB AG mit externen Kontrahenten (Banken) abgeschlossen und innerhalb des Konzernverbunds weitergereicht (Spiegelgeschäfte). Das Volumen der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte ergibt sich aus der folgenden Übersicht der Nominalwerte:
Devisenforwards /-swaps (Devisentermingeschäfte) werden im Zusammenhang mit operativen Tätigkeiten abgeschlossen. Die Devisentermingeschäfte bestehen ausschließlich mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr und wurden mit aufgrund vertraglicher Vereinbarung erwarteten Zahlungen in fremder Währung zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Marktwerte der Finanzderivate entsprechen dem Preis für die Auflösung bzw. Wiederbeschaffung der Geschäfte und stellen sich wie folgt dar:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (14) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden etwa je zur Hälfte im Binnenverkehr und im internationalen Verkehr erzielt. (15) Sonstige betriebliche Erträge
Im Rahmen der Transformation erfolgte im Berichtsjahr eine Erstattung für Abfindungen von 36 Mio. € durch die DB JobService GmbH, die unter den übrigen Erträgen ausgewiesen wird. Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen (36 Mio. €; im Vorjahr: 5 Mio. €) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (21 Mio. €; im Vorjahr: 25 Mio. €). Die Erträge aus Schadenersatz und Kostenerstattungen des Vorjahres enthalten mit 20 Mio. € eine Entschädigungszahlung der DB InfraGO AG für der DB Cargo AG infolge der Havarie Tunnel Rastatt im Jahr 2017 entstandene Schäden. (16) Materialaufwand
Die für selbsterstellte Anlagen bezogenen Lieferungen und Leistungen sind im Materialaufwand erfasst. Die Aktivierung im Anlagevermögen erfolgt über andere aktivierte Eigenleistungen. Von den eingekauften Transportleistungen betrafen 634 Mio. € (im Vorjahr: 702 Mio. €) Transportleistungen von Gesellschaften des DB-Konzerns. (17) Personalaufwand
(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen
(19) Beteiligungsergebnis
Die Zuschreibungen auf Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen, bei denen der Grund für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen im Berichtsjahr weggefallen ist. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten ausschließlich außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert auf Anteile an verbundenen Unternehmen, die aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen wurden. (20) Zinsergebnis
(21) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 7 Mio. € sind latente Steuern in Höhe von 7 Mio. € enthalten. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung ist Bestandteil des Anhangs. Der Aufbau der Kapitalflussrechnung folgt grundsätzlich den Empfehlungen des vom Deutschen Standardisierungsrat des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) entwickelten Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 21 (DRS 21) Kapitalflussrechnung. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach den Bereichen laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Innerhalb des Mittelflusses aus laufender Geschäftstätigkeit wird auch der Cashflow vor Steuern ausgewiesen. Wesentliche nicht zahlungswirksame Investitionen im Geschäftsjahr betreffen den Kauf von Lokomotiven (51 Mio. €) sowie den Verkauf von Lokomotiven und Güterwagen (27 Mio. €) mit vereinbarten Zahlungen im Jahr 2025. Darüber hinaus wurde eine Sacheinlage von Lokomotiven und Güterwagen in eine Tochtergesellschaft (73 Mio. €) vorgenommen. (22) Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds umfasst den in der Bilanz ausgewiesenen Bestand an Zahlungsmitteln (Guthaben bei Kreditinstituten). Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling werden grundsätzlich nicht in den Finanzmittelfonds einbezogen, da eine Abgrenzung zwischen Finanzierungstätigkeit und der Disposition der liquiden Mittel (DRS 21.34) nicht eindeutig erfolgen kann. Sonstige Angaben (23) Mitteilung nach § 20 AktG Die DB AG hat der DB Cargo AG am 26. August 2016 nach § 20 AktG mitgeteilt, dass sie alleinige Aktionärin ist. (24) Konzernzugehörigkeit Die DB Cargo AG ist Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG, Berlin und wird in den für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellten Konzernabschluss der Deutschen Bahn AG, Berlin (DB AG), als oberstes Mutterunternehmen, einbezogen, der entsprechend den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den dazu nach § 315e Abs.1 HGB ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt wird. Der Konzernabschluss der DB AG wird im Unternehmensregister bekannt gemacht und ist unter www.unternehmensregister.de erhältlich. Entsprechend der Befreiungsregelung des § 291 HGB hat die DB Cargo AG keinen Teilkonzernabschluss aufgestellt. (25) Anteilsbesitz Die vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz ist dem Anhang als Anlage beigefügt. (26) Beschäftigte
Die Zahl der Mitarbeitenden wird innerhalb des DB Konzerns zur besseren Vergleichbarkeit in Vollzeit-Personen angegeben. Teilzeitbeschäftigte Mitarbeitende werden demnach entsprechend ihrem Anteil an der tariflichen Jahresarbeitszeit in Vollzeitkräfte umgerechnet. Beamt:innen sind der DB Cargo AG entweder kraft Art. 2 § 12 Eisenbahnneuordnungsgesetz zugewiesen worden oder von ihrem DB-konzerninternen Zuweisungsbereich zur DB Cargo AG abgeordnet worden. Sie arbeiten für die DB Cargo AG, ihr Dienstherr ist das Bundeseisenbahnvermögen (BEV). (27) Mitglieder und Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats Vorstand Dr. Sigrid Nikutta * Chief Executive Officer (CEO), Mitglied des Vorstands der Deutschen Bahn AG, Berlin Michael Fritz Human Resources and HR Deutschland, Berlin Ralf Günter Kloß Combined Transport, Mainz Dr. Martina Niemann Finance/Controlling, Berlin Pierre Timmermans Rail Logistics, Deurne/Niederlande * Konzernarbeitsvertrag mit der DB AG Aufsichtsrat Dr. Richard Lutz Vorsitzender des Aufsichtsrats, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bahn AG, Berlin Cosima Ingenschay * Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Vorstandsmitglied/Bundesgeschäftsführerin Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Berlin Alexandra Bastian Leiterin Personal Holding der Deutschen Bahn AG, Berlin Mario Binder * Mitglied Betriebsrat C1 der DB Cargo AG, Jüterborg Martin Braun * Mitglied des Gesamtbetriebsrates der DB Cargo AG, Niederwerrn Angelika Dumjahn * Mitglied des Betriebsrats der DB Cargo AG, Klein-Winternheim Barbara Friedrich Referatsleiterin VIII A5 im Bundesministerium der Finanzen, Berlin Michael Golembiewski * (seit 13.05.2024) Betriebsratsvorsitzender Wahlbetrieb Hannover (BR C 2) Lister Dreieck, Neustadt Ulrike Haber-Schilling Mitglied des Vorstands der DB Regio AG, Berlin Jörg Hensel * Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der DB Cargo AG, Hamm Johannes Kuipers * Fachbereichsleiter Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Lich Klaus Langendorf * Senior Expert European Strategy & Affairs der DB Cargo AG, Bad Soden am Taunus Dr. Marein Müller Leiterin Konzerndatenschutz - Konzerndatenschutzbeauftragte der Deutschen Bahn AG, Berlin Dieter Pielhop * (bis 31.03.2024) Vorsitzender des Betriebsrats der DB Cargo AG, Wahlbetrieb Hannover, Wietzen Petra Michaela Pohl * Mitglied des Betriebsrats, Wahlbetrieb Kundenservice BR C 11 der DB Cargo AG, Duisburg Mario Reiß * Stellvertretender Bundesvorsitzender Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Süptitz Dr. Hella Schmidt-Naschke Leiterin Steuern der Deutschen Bahn AG, Berlin Martin Seiler Mitglied des Vorstands der Deutschen Bahn AG, Unkel Dr. Sebastian Stern Konzernbeauftragter Steuerung Finanzen Systemverbund der Deutschen Bahn AG, Hamburg Oliver Terhaag (seit 01.04.2024) Konzernbeauftragter Betrieb/Produktion Systemverbund der Deutschen Bahn AG, Frankfurt Hartfrid Wolff Leiter der Abteilung Leitung, Kommunikation im Bundesministerium für Verkehr und Digitales, Schorndorf Harmen van Zijderveld (bis 31.03.2024) Mitglied des Vorstands der DB Regio AG, Bad Nauheim * Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer Gesamtbezüge
Die Gesamtbezüge des Vorstands bestehen aus einer fixen Grundvergütung in Höhe von insgesamt 1.473 T€ (im Vorjahr 1.187 T€) und einer erfolgsabhängigen Jahrestantieme in Höhe von 628 T€ (im Vorjahr: 0 T€) und einem langfristigen Bonusprogramm mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage (Long-term Incentive Plan). Die Gesamtbezüge umfassen daneben auch sonstige Zusagen sowie Nebenleistungen. Den Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr weder Kredite noch Vorschüsse gewährt. Über die im Rahmen des Schuldbeitritts der DB AG zu den Pensionsverpflichtungen eingegangenen Haftungsverhältnisse hinaus wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen. Die Bezüge eines im Berichtsjahr tätigen Vorstandsmitglieds, das gleichzeitig Vorstandsmitglied bei der DB AG ist, werden von der DB AG getragen, so dass hierfür die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB entfallen. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr unverändert vier Vorstandsmitglieder direkt durch die DB Cargo AG vergütet, deren Organbezüge in ihrer Gesamtheit in der vorstehenden Tabelle ausgewiesen sind. (28) Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der DB AG enthalten sind. (29) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Der DB-Konzern und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben am 16. Februar 2025 einen neuen Tarifabschluss erzielt. Er beinhaltet u.a. Entgelterhöhungen in mehreren Schritten in Höhe von insgesamt 6,5% (Tabellenerhöhungen um 2,0% ab Juli 2025 und 2,5% ab Juli 2026 sowie 2,0% tarifliches Zusatzgeld als jährliche Einmalzahlung ab Dezember 2027) und eine Einmalzahlung in Höhe von 200 € im April 2025. Darüber hinaus wird ab Dezember 2026 ein zusätzliches tarifliches Zusatzgeld für Mitarbeitende im Schichtdienst in Höhe von 2,6 % als jährliche Einmalzahlung gezahlt (bei Erfüllung spezifischer Voraussetzungen im Schichtdienst wie z.B. mindestens fünf Jahre Betriebszugehörigkeit mit der Möglichkeit der teilweisen Umwandlung in zwei freie Tage ab 2027). Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 33 Monaten (bis Dezember 2027) und umfasst damit den Zeitraum des Sanierungsprogramms S3. Für die Dauer des Tarifvertrags wurde eine Beschäftigungssicherung vereinbart. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 hat die DB Cargo AG die in dem Mezzanine-Darlehensvertrag mit der DB AG vom 01. November 2024 enthaltene Kreditbedingung (Covenant) zum Jahresfehlbetrag der DB Cargo AG im Geschäftsjahr 2024 nicht eingehalten. Die DB Cargo AG dürfte damit weitere Tranchen aus dem Mezzanine-Darlehensvertrag nicht ziehen, und die DB AG hätte das Recht zur Kündigung des Kreditrahmenvertrags über die Kreditlinie in Höhe von 325 Mio. € und zur Kündigung der Brückenfinanzierung in Höhe von 434 Mio. €. Am 04. März 2025 hat die DB AG die Einhaltung ihres Auszahlungsvorbehalts im Mezzanine- Darlehensvertrag aus der Verletzung der Kreditbedingung zum Jahresfehlbetrag der DB Cargo AG im Geschäftsjahr 2024 ausgesetzt und auf das zum gegenwärtigen Zeitpunkt mögliche Kündigungsrecht verzichtet. Der DB Cargo AG wurden zusätzlich Auflagen zur monatlichen Berichterstattung und Bereitstellung zusätzlicher finanzieller Informationen erteilt. (30) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Das Ergebnis nach Steuern wird auf Grund eines bis zum 31. Dezember 2024 mit der DB AG bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von dieser ausgeglichen. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde von der DB AG mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2024 gekündigt.
Mainz, den 5. März 2025 DB Cargo AG Der Vorstand Dr. Sigrid Nikutta Dr. Martina Niemann Ralf Kloß Pierre Timmermans Michael Fritz Entwicklung des Anlagevermögens
Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
* einschließlich immaterieller Vermögensgegenstände und Finanzanlagen ** davon 11 Mio. EUR (Vorjahr: 12 Mio. EUR) aus Schuldbeitritt DB AG Aufstellung des Anteilsbesitzes Gesamt (gemäß § 285 Nr. 11 und § 313 Absatz 2 HGB)
1 Angaben entsprechen Vollzeitpersonen (Endbestand; ohne Auszubildende und Dual-Studierende) 2 Angaben entsprechen Bilanzierung nach IFRS 3 Angaben entsprechen Bilanzierung nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen (bei EAV-Gesellschaften nur bezogen auf Jahresüberschuss-/Fehlbetrag) 4 vorläufige Abschlussdaten 5 Daten für Geschäftsjahr 2023 6 Daten für Geschäftsjahr 2022 7 Daten für Geschäftsjahr 2021 Bilanz des Tätigkeitsbereichs "Erbringen von Verkehrsleistungen" zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung des Tätigkeitsbereichs "Erbringen von Verkehrsleistungen" vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Bilanz des Tätigkeitsbereichs "Betrieb von Serviceeinrichtungen" zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung des Tätigkeitsbereichs "Betrieb von Serviceeinrichtungen" vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Erläuterungen zur getrennten Rechnungslegung der BereicheErbringen von Verkehrsleistungen und Betrieb von Serviceeinrichtungen gemäß § 12 Abs. 2 ERegGFür die DB Cargo AG besteht die Verpflichtung aus § 12 Abs. 2 ERegG, die Bereiche Eisenbahnverkehr und Serviceeinrichtungen in ihrer Rechnungslegung zu trennen und je Tätigkeitsbereich eine nach handelsrechtlichen Grundsätzen aufzustellende zusätzliche Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang ihres Jahresabschlusses aufzunehmen. Definition der Bereiche Die DB Cargo AG ist in folgende Bereiche zu segmentieren:
Zum Bereich Serviceeinrichtungen gehören bei der DB Cargo AG die Wartungseinrichtungen zur routinemäßigen betriebsnahen Fahrzeuginstandhaltung (Anlage 2 Nr. 2 Buchstabe e ERegG). Methodik und Zuordnungsregeln im Rahmen der Trennungsrechnung Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die den Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der Tätigkeitsbereiche zugrunde liegen, wurden gegenüber dem handelsrechtlichen Jahresabschluss der DB Cargo AG grundsätzlich nicht verändert. Änderungen von Postenausweisen gegenüber dem Jahresabschluss wurden vorgenommen, wenn einem Ausweisposten aus Sicht des jeweiligen Tätigkeitsbereichs ein anderer Charakter zukommt. Hinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses der DB Cargo AG verwiesen. Die einzelnen Tätigkeiten der Bereiche Erbringen von Verkehrsleistungen und Betrieb von Serviceeinrichtungen werden über getrennte Konten geführt und buchhalterisch so dargestellt, als ob sie von rechtlich selbstständigen Unternehmen ausgeführt worden wären. Die dadurch zu den originären Geschäftsvorfällen hinzukommenden fiktiven Leistungsbeziehungen werden so abgebildet, wie dies zwischen rechtlich selbständigen Unternehmen üblich ist. Die Zuordnung der Aktiva und Passiva sowie der Aufwendungen und Erträge auf die Bilanz- und GuV-Posten der Tätigkeitsbereiche erfolgt soweit möglich direkt. Sofern dies nicht möglich, oder mit einem unvertretbar hohen Aufwand verbunden gewesen wäre, wird eine Zuordnung anhand von sachgerechten Schlüsseln (im Wesentlichen Anlagen- und Personalschlüssel) vorgenommen. Sachliche Bezüge zwischen Bilanz- und GuV-Posten sind durch die Verwendung von identischen Schlüsseln bei der Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten sowie der korrespondierenden Aufwands- und Ertragsposten berücksichtigt. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Zuordnung der Immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt entsprechend ihrer Nutzung direkt über separate Kontierungen (vgl. im Einzelnen die getrennten Anlagenspiegel in dieser Anlage). Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden ausschließlich in den Werkstätten gelagert und sind daher im Bereich Serviceeinrichtungen ausgewiesen. Die unfertigen Leistungen werden sachverhaltsbezogen analysiert und direkt zugeordnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und in den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Im Bereich Serviceeinrichtungen werden die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zusätzlich zu den Forderungen aus den originären Geschäftsvorfällen um die Forderungen aus dem Erbringen von Instandhaltungsleistungen für den Bereich Erbringen von Verkehrsleistungen pauschal in Höhe eines durchschnittlichen Monatsumsatzes erhöht (39 Mio. €; im Vorjahr: 37 Mio. €). Im Bereich Erbringen von Verkehrsleistungen werden die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zusätzlich zu den Forderungen aus den originären Geschäftsvorfällen um die Forderungen aus dem Erbringen von Verkehrsleistungen für den Bereich Serviceeinrichtungen pauschal in Höhe eines durchschnittlichen Monatsumsatzes (1 Mio. €; im Vorjahr: 1 Mio. €) sowie um die in diesem Tätigkeitsbereich entstandene höhere Forderung aus dem Verlustausgleichsanspruch gegenüber der DB AG (29 Mio. €; im Vorjahr: 20 Mio. €) erhöht. Eigenkapital Bei der erstmaligen Zuordnung der Aktiva und Passiva zu den Tätigkeitsbereichen im Geschäftsjahr 2013 wurde die jeweils entstehende Residualgröße aus zugeordneten Vermögensgegenständen und Schulden im Eigenkapital des Tätigkeitsbereichs einheitlich unter der Position "Zugeordnetes Eigenkapital" erfasst und aufgrund des Stetigkeitsgrundsatzes beibehalten bzw. fortgeschrieben. Aufgrund unterschiedlicher Zuordnungen bzw. Schlüsselungen bei Bestands- und Erfolgskonten entstehen differierende Jahresergebnisse in den Bilanzen bzw. den Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden Tätigkeitsbereiche. Die Differenzen in den Bilanzen der Tätigkeitsbereiche werden in einem Ausgleichsposten erfasst und sind gesondert im Eigenkapital des jeweiligen Tätigkeitsbereichs ausgewiesen. Rückstellungen Personalbezogene Rückstellungen werden den beiden Tätigkeitsbereichen über die Anzahl der jeweiligen Mitarbeiter zugeordnet. Alle Steuer- und übrigen sonstigen Rückstellungen werden sachverhaltsbezogen analysiert und direkt zugeordnet. Verbindlichkeiten Die zum 31. Dezember 2024 bestehenden Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr und über einem Jahr sind getrennt nach den beiden Tätigkeitsbereichen in nachfolgender Übersicht enthalten. Im Bereich Erbringen von Verkehrsleistungen werden die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zusätzlich zu den Verbindlichkeiten aus den originären Geschäftsvorfällen um die Verbindlichkeiten aus dem Bezug von Instandhaltungsleistungen vom Bereich Serviceeinrichtungen pauschal in Höhe eines durchschnittlichen Monatsaufwands erhöht (39 Mio. €, im Vorjahr: 37 Mio. €). Im Bereich Serviceeinrichtungen werden die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zusätzlich zu den Verbindlichkeiten aus den originären Geschäftsvorfällen um die Verbindlichkeiten aus dem Bezug von Verkehrsleistungen vom Bereich Erbringen von Verkehrsleistungen pauschal in Höhe eines durchschnittlichen Monatsaufwands (1 Mio. €, im Vorjahr: 1 Mio. €) sowie um die in diesem Tätigkeitsbereich entstandene Gewinnabführungsverpflichtung (29 Mio. €; im Vorjahr: 20 Mio. €) erhöht. Die für Investitionen aufgenommenen langfristigen Kredite werden entsprechend dem direkt zugeordneten Sachanlagenvermögen geschlüsselt.
Haftungsverhältnisse Die gesamtschuldnerische Haftung mit der DB AG in Höhe von 352 Mio. € (im Vorjahr: 363 Mio. €) für bestehende Verpflichtungen gegenüber ihren Pensionsberechtigten betreffen den Bereich Erbringen von Verkehrsleistungen in Höhe von 314 Mio. € (im Vorjahr: 324 Mio. €) und den Bereich Serviceeinrichtungen in Höhe von 38 Mio. € (im Vorjahr: 39 Mio. €). Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Bereichs Erbringen von Verkehrsleistungen resultieren ausschließlich aus Güterbeförderungen und damit im Zusammenhang stehenden Leistungen. Hierin sind 12 Mio. € (im Vorjahr: 12 Mio. €) Leistungen für den Bereich Serviceeinrichtungen enthalten. Die Umsatzerlöse des Bereichs Serviceeinrichtungen setzen sich aus den Instandhaltungsleistungen für andere DB-Konzernunternehmen und Dritte (72 Mio. €; im Vorjahr: 66 Mio. €) und zusätzlich aus den Instandhaltungsleistungen für den Bereich Erbringen von Verkehrsleistungen (470 Mio. €; im Vorjahr: 438 Mio. €), die ergänzend zu den Umsatzerlösen aus den originären Geschäftsvorfällen erfasst werden, zusammen. Materialaufwand Die vom Bereich Serviceeinrichtungen bezogenen Instandhaltungsleistungen (470 Mio. €; im Vorjahr: 438 Mio. €) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung des Bereichs Erbringen von Verkehrsleistungen als Instandhaltungsaufwand ausgewiesen. Die vom Bereich Erbringen von Verkehrsleistungen bezogenen Rangier- und Frachtleistungen (12 Mio. €; im Vorjahr: 12 Mio. €) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung des Bereichs Serviceeinrichtungen als Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. Im Materialaufwand des Bereichs Serviceeinrichtungen werden Aufwendungen (204 Mio. €; im Vorjahr: 189 Mio. €), die im Jahresabschluss der DB Cargo AG unter dem Instandhaltungsaufwand erfasst sind, als Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren ausgewiesen, da es sich aus Sicht des Bereichs Serviceeinrichtungen um Materialverbrauch des Fertigungsbereichs handelt. Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung im Bereich Erbringen von Verkehrsleistungen beinhalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 38 Mio. € (im Vorjahr: 40 Mio. €). Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung im Bereich Serviceeinrichtungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 7 Mio. € (im Vorjahr: 6 Mio. €). Sonstige betriebliche Aufwendungen Soweit in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine direkte Zuordnung der Aufwendungen auf die beiden Tätigkeitsbereiche nicht möglich ist, erfolgte eine Schlüsselung über die Anzahl der im Jahresdurchschnitt in den beiden Tätigkeitsbereichen eingesetzten Mitarbeiter. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind "Sonstige Steuern" für den Bereich Erbringen von Verkehrsleistungen in Höhe von 1 T€ (im Vorjahr: 0 T€) und im Bereich Serviceeinrichtungen in Höhe von 0 T€ (im Vorjahr: 0 T€) angefallen. Beteiligungsergebnis Da die Finanzanlagen dem Bereich Erbringen von Verkehrsleistungen zugeordnet sind, betrifft das Beteiligungsergebnis ausschließlich den Verkehrsbereich.
Die Zuschreibungen auf Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundene Unternehmen, bei denen der Grund für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen im Berichtsjahr weggefallen ist. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten ausschließlich außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen, die aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen wurden. Zinsergebnis Die Sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge sowie die Zinsen und ähnliche Aufwendungen werden unter Verwendung des Sachanlagenschlüssels auf die beiden Tätigkeitsbereiche verteilt. Soweit diese Erträge und Aufwendungen personalbezogene Rückstellungen betreffen, wird für die Schlüsselung die Anzahl der im Jahresdurchschnitt in den jeweiligen Tätigkeitsbereichen eingesetzten Mitarbeiter verwendet.
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Hinsichtlich der Ergebnisverwendung wird unterstellt, dass die Tätigkeitsbereiche jeweils einen eigenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der DB AG abgeschlossen haben und der ansonsten im Bereich Serviceeinrichtungen auszuweisende Jahresüberschuss und im Bereich Erbringen von Verkehrsleistungen auszuweisende Jahresfehlbetrag an diese abgeführt bzw. von dieser übernommen wird. Entwicklung des AnlagevermögensBereich Erbringen von Verkehrsleistungen
Entwicklung des AnlagevermögensBereich Betrieb von Serviceeinrichtungen
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DB Cargo Aktiengesellschaft, Mainz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DB Cargo Aktiengesellschaft, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DB Cargo Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.12.2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im gleichlautenden Abschnitt des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe 1 "Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung" im Anhang sowie auf die Angaben in dem Abschnitt "Risiken aus der Entscheidung im EU-Beihilfeverfahren" des Lageberichts. Dort legt der Vorstand dar, dass er auch im Risikoszenario für den Prognosezeitraum mit einer ausgeglichenen Liquiditätslage plant. Dies setzt jedoch auf Grundlage der Annahmen im Risikoszenario voraus:
Soweit einzelne oder mehrere der der Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreten sollten, ist die DB Cargo AG darauf angewiesen, dass zusätzliche liquide Mittel von der DB AG als Finanzierungspartner zur Erfüllung der bestehenden finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung gestellt werden, wenn der Liquiditätsbedarf nicht anderweitig kompensiert werden kann. Eine über das durch den Bund und die DB AG im EU-Beihilfeverfahren zugesagte Finanzierungsvolumen hinausgehende Finanzierung der DB Cargo AG durch die DB AG muss in Übereinstimmung mit dem EU-Beihilferecht erfolgen. Die EU-Kommission kann bei Verstößen gegen die Umsetzung der Auflagen eine Rückzahlung der Beihilfen und/oder eine Diskontinuität der DB Cargo AG fordern. Die Beihilfen könnte die DB Cargo AG nicht aus eigenen Mitteln zurückzahlen. Über das Ende des Prognosezeitraums hinaus hängt die Fortführung der Unternehmenstätigkeit maßgeblich davon ab, dass bis zum Ende des beihilferechtlichen Umstrukturierungszeitraums am 31. Dezember 2026 der Umstrukturierungsplan und die von der EU-Kommission auferlegten Maßnahmen und Verpflichtungen erfolgreich umgesetzt werden. Sollte der Umstrukturierungsplan nicht bis zum Ablauf der Frist erfolgreich umgesetzt werden oder sollten die von der EU-Kommission auferlegten Maßnahmen und Verpflichtungen einzeln oder insgesamt nicht umgesetzt worden sein, kann die EU-Kommission die Rückzahlung der Beihilfen und / oder eine Diskontinuität der DB Cargo AG anordnen. Die Beihilfen könnte die DB Cargo AG nicht aus eigenen Mitteln zurückzahlen. Wie im Anhang in Abschnitt 1 "Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung" und in dem Abschnitt "Risiken aus der Entscheidung im EU-Beihilfeverfahren" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der DB Cargo AG zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinn des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Sonstige Informationen Der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 7. März 2025 KPMG
AG
Dr. Röhricht, Wirtschaftsprüferin Ludwig, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2024der DB Cargo AGSitzungen des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat trat im abgelaufenen Geschäftsjahr zu vier ordentlichen, zwei außerordentlichen Sitzungen und einer Informationsveranstaltung zum EU-Beihilfeverfahren zusammen. In seinen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über die wirtschaftliche Lage der DB Cargo AG und ihrer Beteiligungsunternehmen, die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie über die beabsichtigte Geschäftspolitik ausführlich informiert. Der Aufsichtsrat befasste sich umfassend mit der Arbeit des Vorstands sowie der Lage und Entwicklung des Unternehmens. Er beschäftigte sich eingehend mit den Geschäftsvorfällen, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen seiner Zustimmung unterliegen. Der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats trat zu sechs ordentlichen Sitzungen und vier außerordentlichen Sitzung zusammen. In den Sitzungen wurden in vertiefter Aussprache die Schwerpunktthemen der Aufsichtsratssitzungen vorbereitet. Des Weiteren beriet der Präsidialausschuss über die personellen Angelegenheiten des Vorstands und setzte sich intensiv mit den persönlichen Zielen der Vorstände für 2025 sowie der Zielerreichung für 2023 auseinander. Die Vorstandsangelegenheiten wurden abschließend im Aufsichtsrat beraten und beschlossen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand laufend in Verbindung mit dem Vorstand, insbesondere dessen Vorsitzender, und wurde über alle wichtigen geschäftspolitischen Entwicklungen informiert. Kein Aufsichtsratsmitglied hat im Berichtsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats in vollem Umfang teilgenommen. Arbeitsschwerpunkte Der Aufsichtsrat beschäftigte sich im Jahr 2024 insbesondere mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und verfolgte intensiv die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Er ließ sich ausführlich über die wirtschaftliche, betriebliche und personelle Lage der DB Cargo AG unterrichten. Der Aufsichtsrat befasste sich intensiv mit der Umsetzung der Transformation der DB Cargo AG und wurde vom Vorstand umfassend über die Maßnahmen und Zielbilder zur Stabilisierung des Gesamtgeschäfts informiert. Die Berichterstattung durch den Vorstand ermöglichte dem Aufsichtsrat die Bildung eines eigenen Urteils und gab keine Veranlassung zur Nutzung weitergehender Prüfungsrechte oder vorstandsunabhängiger Informationsquellen. Schwerpunkt war zudem die Befassung mit der durch hohes Bauvolumen und Störungslagen verursachten Netzkapazität und deren Auswirkung auf die betriebliche Lage und die Transportmenge der DB Cargo AG. Zudem wurde der Aufsichtsrat fortlaufend über den Stand des EU-Beihilfeverfahrens informiert. In seiner außerordentlichen Sitzung am 19. Januar 2024 befasste sich der Aufsichtsrat mit den Zielvereinbarungen für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2024 und LTI ab Tranche 2024. In seiner außerordentlichen Sitzung am 16. Februar 2024 befasste sich der Aufsichtsrat erneut mit den Zielvereinbarungen für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2024 und LTI ab Tranche 2024. In seiner ordentlichen Sitzung am 14. März 2024 wurde der Aufsichtsrat über den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unterrichtet und der Vorstand hat über die Lage der Gesellschaft und den aktuellen Stand der Transformation informiert. Der Aufsichtsrat befasste sich mit der Struktur und Systematik des Vergütungssystems für Konzernführungskräfte, Obere und Leitende Führungskräfte im Deutsche Bahn Konzern 2024 und fasste Beschlüsse zur Zielerreichung und Erfolgsbeteiligung der Vorstandsmitglieder. In seiner Sitzung am 20. Juni 2024 befasste sich der Aufsichtsrat mit Vorstandsangelegenheiten und wurde ausführlich über die Transformation, die aktuelle Lage der DB Cargo AG sowie das interne Kontrollsystem der Gesellschaft informiert. Zur Umsetzung der Transformation stimmte der Aufsichtsrat in dieser Sitzung dem neuen Geschäftsverteilungsplan des Vorstandes ab dem 01.01.2025 zu. Zudem fasste der Aufsichtsrat den Beschluss zur Beauftragung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024. Die Informationsveranstaltung für den Aufsichtsrat der DB Cargo AG am 23. August 2024 beinhaltete als Schwerpunkt das Beihilfeverfahren der EU-Kommission. Schwerpunkt der Sitzung am 13. September 2024 war die Transformation, die Berichterstattung zur aktuellen Lage der DB Cargo AG sowie die Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat der DB Cargo AG. In der ordentlichen Sitzung am 6. Dezember 2024 hat der Vorstand über die Transformation und die aktuelle Lage informiert und der Aufsichtsrat jeweils für das Geschäftsjahr 2025 die Budgetplanung der DB Cargo AG sowie die Investitions- und Projektplanung zur Kenntnis genommen. Den Umstrukturierungs- und Transformationsplan hat der Aufsichtsrat auf Plausibilität und Realisierbarkeit geprüft und sich ein eigenes Urteil gebildet. Es bestand keine Veranlassung zu weitergehenden Prüfungen. Über die Realisierung der geplanten Umsatzerlöse und die Auswirkungen der Entwicklung der Verkehrsleistungen auf die Umsatzlage der DB Cargo AG wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig informiert. Der Aufsichtsrat befasste sich mit den Vorschlägen für die individuellen Ziele 2025 der Vorstandsmitglieder der DB Cargo AG. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit der Entscheidung der EU-Kommission im EU-Beihilfeverfahren sowie dem Konzernkoordinierungsvertrag. Jahresabschluss Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht der DB Cargo AG zum 31. Dezember 2024 wurde von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin ("KPMG"), geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Des Weiteren hat der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikomanagementsystem gemäß dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) geprüft und Notwendigkeiten zur Weiterentwicklung des Risikofrüherkennungssystems aufgezeigt. Der Bericht des Abschlussprüfers wurde in der Bilanzsitzung am 19. März 2025 in Gegenwart der Wirtschaftsprüfer:innen, die die Prüfungsberichte unterzeichnet haben, beraten. Die Wirtschaftsprüfer:innen berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Prüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der DB Cargo AG für das Geschäftsjahr 2024 geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Verlust wird aufgrund des mit der Deutsche Bahn AG bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von der Deutsche Bahn AG ausgeglichen. Der Jahresabschluss der DB Cargo AG für das Geschäftsjahr 2024 wurde gebilligt und ist damit festgestellt. Veränderungen in der Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand Auf Seiten der Aufsichtsratsmitglieder haben sich in 2024 folgende personelle Veränderungen ergeben: Zum 31.03.2024 schied Herr Harmen van Zijderveld aus dem Aufsichtsrat aus. Ihm folgte zum 01.04.2024 Herr Oliver Terhaag. Ebenfalls zum 31.03.2024 schied Herr Dieter Pielhop aus dem Aufsichtsrat aus. Ihm folgte zum 13.05.2024 Herr Michael Golembiewski. Auf Seiten des Vorstands haben sich in 2024 keine Änderungen ergeben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Belegschaftsvertreterinnen und -vertretern der DB Cargo AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen für ihren im Geschäftsjahr 2024 geleisteten Einsatz.
Berlin, 19. März 2025 Für den Aufsichtsrat Dr. Richard Lutz, Vorsitzender Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 19.03.2025 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Latest news articles and media mentions
Real-time check for insolvency notices from register courts
Check if there are any insolvency proceedings for this company
Real-time document download from the commercial register
Other companies registered at or near this business location
7 nearby organizations
Logistics service activities
Management activities of other holding companies
Operation of terminal facilities for passenger transport, including bus stations
Intermediation service activities for freight transport
Logistics service activities
Operation of terminal facilities for passenger transport, including bus stations
Advertising agencies
Indicators extracted from public financial statements
Real-time document download from the commercial register
Real-time check for insolvency notices from register courts
Check if there are any insolvency proceedings for this company