Agrargenossenschaft Ranzig e.G.

Master Data

Registry
Register court Frankfurt/Oder GnR 111
Registered
9/23/2005
Industry
Operation of tree nurseriesSupport activities for crop productionGrowing of other tree and bush fruits and nuts n.e.c.
Purpose
Gegenstand des Unternehmens ist die gemeinschaftliche Erzeugung, Verarbeitung und der Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die Verwaltung, Vermietung und Verpachtung von betriebseigenen Wohnungen, Ferieneinrichtungen und sonstiger Anlagevermögensgegenstände. Daneben sind Geschäftszweige zulässig, die der Förderung der landwirtschaftlichen Erzeugung dienen; zu diesem Zweck sind auch Beteiligungen an anderen Unternehmen zulässig.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Christian Rußig
since 8/5/2021
Board Member
Thomas Kläber
since 4/8/2016
Board Chair
Frank Groß
since 1/15/2010
Board Chair

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Agrargenossenschaft Ranzig e.G.

Ranzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.278,00 4.394,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken und Meliorationen 4.076.239,43 4.206.250,18
2. technische Anlagen, Maschinen 2.812.911,29 2.634.230,29
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.814,02 23.806,02
4. geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 510.315,43 653.005,59
Summe Sachanlagen 7.430.280,17 7.517.292,08
III. Finanzanlagen 158.955,00 230.996,46
darunter:
1. Beteiligungen 6.135,50 6.135,50
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 125.000,00 200.000,00
Anlagevermögen insgesamt 7.590.513,17 7.752.682,54
B. Tiervermögen 966.660,00 879.505,00
C. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.614.089,39 998.239,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 727.552,98 571.284,43
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 565.646,31 1.111.982,06
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.978,28 3.858,71
Summe der Aktivseite 11.466.440,13 11.317.552,45

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Geschäftsguthaben 158.600,00 158.600,00
II. Ergebnisrücklagen 4.954.056,08 4.796.237,40
III. Bilanzgewinn / Bilanzverlust -69.348,43 165.748,68
Eigenkapital insgesamt 5.043.307,65 5.120.586,08
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 648.949,44 641.928,30
C. Rückstellungen 108.376,86 221.647,60
D. Verbindlichkeiten 5.378.236,18 5.030.366,16
darunter:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.547.527,77 4.350.873,96
E. Rechnungsabgrenzungsposten 287.570,00 303.024,31
Summe der Passivseite 11.466.440,13 11.317.552,45

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2023 für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr
EUR
EUR Vorjahr
EUR
Rohergebnis 5.099.501,19 5.324.371,25
1. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.518.700,17 2.338.862,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 542.988,11 497.469,94
davon für Altersversorgung (24.548,70) (24.402,40)
Summe Personalaufwand 3.061.688,28 2.836.332,16
2. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 743.416,57 724.439,41
Summe Abschreibungen 743.416,57 724.439,41
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.258.391,65 1.498.468,58
Betriebsaufwand 10.152.004,33 9.491.252,61
Betriebsergebnis 36.004,69 265.131,10
4. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 7.692,00 3.276,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.757,53 10.722,60
Finanzerträge (Summe 4. - 5.) 17.449,53 13.998,60
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 105.913,10 79.606,49
Finanzaufwendungen 105.913,10 79.606,49
Finanzergebnis -88.463,57 -65.607,89
7. Ergebnis nach Steuern -52.458,88 199.523,21
8. sonstige Steuern 16.889,55 15.358,01
9. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag -69.348,43 184.165,20
10. Einstellung in Rücklagen 0,00 18.416,52
11. Bilanzgewinn / Bilanzverlust -69.348,43 165.748,68

Anhang des JAB zum 31.12.2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Agrargenossenschaft Ranzig e.G. hat ihren Sitz in 15848 Tauche OT Ranzig und ist eingetragen in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Frankfurt (Oder) (Reg.Nr. 111 FF).

Die Genossenschaft ist im Sinne des § 267 HGB ein mittelgroßes Unternehmen.

In dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist die Darstellungsstetigkeit gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Die Wertansätze sind mit denen des Vorjahres vergleichbar.

Die in dem Jahresabschluss angegebenen Vorjahresbeträge sind mit den Beträgen des Geschäftsjahres vergleichbar.

Zur Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind keine zusätzlichen Angaben notwendig.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Die Genossenschaft hat bei der Bilanzierung folgendes Ansatz- und Ausweiswahlrecht in Anspruch genommen:

Erhaltene Investitionszuschüsse sind in einem Sonderposten passiviert.

Die Bilanzierungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern es sich um abnutzbare Vermögensgegenstände handelt, erfolgt eine Minderung um planmäßige lineare Abschreibungen.

Der Bewertung des Sachanlagevermögens liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zugrunde.

Bei Sachanlagen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden die Anschaffungs- und Herstellungskosten um die planmäßigen linearen Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer gemindert.

Wirtschaftsgüter deren Anschaffungskosten bis zu 1.000,00 EUR betragen, sind in einen Sammelposten eingestellt worden, der im Jahr der Anschaffung sowie in den vier folgenden Wirtschaftsjahren mit jeweils 1/5 gewinnmindernd aufgelöst wird.

Finanzanlagen werden zu den Anschaffungskosten angesetzt.

Tiervermögen wird mit einem nach den Grundsätzen der Gruppenbewertung ermittelten gewogenen Durchschnittswert unter Berücksichtigung der Richtwerte gemäß BStBl 2001 I Seite 864 ff. bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Feldinventar wird zu den auch steuerrechtlich zulässigen Standardherstellungskosten gemäß BMEL (Stand April 2021) bewertet.

Fertige Erzeugnisse werden zu den Mindestherstellungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu den Nennwerten am Bilanzstichtag bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

In den Rechnungsabgrenzungsposten sind 1.978,28 EUR (Vorjahr 2.654,64 EUR) Finanzierungskosten / Damnum für aufgenommene Darlehen enthalten.

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in ausreichender Höhe bemessen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Anlagespiegel

Anschaffungs-/ Herstellungskosten

Vorjahr 31.12.2022
EUR
Zugänge (+)
EUR
Abgänge (-)
EUR
Umbuchungen (+ / -)
EUR
Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltl. erworb. Konz., Schutzr. 26.315,35 0,00 0,00 0,00 26.315,35
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 26.315,35 0,00 0,00 0,00 26.315,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, Bauten, Meliorationen 9.689.187,28 7.743,25 0,00 0,00 9.696.930,53
2. techn. Anlagen, Masch. 9.808.300,15 221.591,77 472.766,08 641.635,89 10.198.761,73
3. andere Anlagen, BGA 174.343,09 16.962,91 0,00 0,00 191.306,00
4. gel. Anzahlgn., Anl. im Bau 653.005,59 498.945,73 0,00 -641.635,89 510.315,43
Summe Sachanlagen 20.324.836,11 745.243,66 472.766,08 0,00 20.597.313,69
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 6.135,50 0,00 0,00 0,00 6.135,50
2. Ausl. an Untern. M. Bet.-verh. 200.000,00 0,00 75.000,00 0,00 125.000,00
3. Geschäftsguth. b. Gen. 23.600,00 0,00 0,00 0,00 23.600,00
4. sonstige Ausleihungen 1.260,96 5.400,00 2.441,46 0,00 4.219,50
Summe Finanzanlagen 230.996,46 5.400,00 77.441,46 0,00 158.955,00
Summe Anlagevermögen 20.582.147,92 750.643,66 550.207,54 0,00 20.782.584,04

Kumulierte Abschreibungen

Vorjahr 31.12.2022
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr (+)
EUR
Änderungen im Zusammenhang mit Abgängen (-)
EUR
Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltl. erworb. Konz., Schutzr. 21.921,35 3.116,00 0,00 25.037,35
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 21.921,35 3.116,00 0,00 25.037,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, Bauten, Meliorationen 5.482.937,10 137.754,00 0,00 5.620.691,10
2. techn. Anlagen, Masch. 7.174.069,86 592.591,66 380.811,08 7.385.850,44
3. andere Anlagen, BGA 150.537,07 9.954,91 0,00 160.491,98
4. gel. Anzahlgn., Anl. im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 12.807.544,03 740.300,57 380.811,08 13.167.033,52
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausl. an Untern. M. Bet.-verh. 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geschäftsguth. b. Gen. 0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 12.829.465,38 743.416,57 380.811,08 13.192.070,87

Restbuchwert

Vorjahr 31.12.2022
EUR
Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltl. erworb. Konz., Schutzr. 4.394,00 1.278,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.394,00 1.278,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, Bauten, Meliorationen 4.206.250,18 4.076.239,43
2. techn. Anlagen, Masch. 2.634.230,29 2.812.911,29
3. andere Anlagen, BGA 23.806,02 30.814,02
4. gel. Anzahlgn., Anl. im Bau 653.005,59 510.315,43
Summe Sachanlagen 7.517.292,08 7.430.280,17
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 6.135,50 6.135,50
2. Ausl. an Untern. M. Bet.-verh. 200.000,00 125.000,00
3. Geschäftsguth. b. Gen. 23.600,00 23.600,00
4. sonstige Ausleihungen 1.260,96 4.219,50
Summe Finanzanlagen 230.996,46 158.955,00
Summe Anlagevermögen 7.752.682,54 7.590.513,17

D. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

- Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel unter C. ersichtlich.

Angaben zu Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen i.S.d. § 271 Abs. 1 HGB handelt:

Name und Sitz des Unternehmens Anteil am Kapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
% Jahr EUR Jahr EUR
Mutterkuhhaltung und Rindfleisch GmbH, Ranzig 24 2022 456.833,11 2022 122.634,52

- Tiervermögen

Von den im Tiervermögen ausgewiesenen Beständen können 642.145,00 EUR (Vorjahr 622.305,00 EUR) dem Anlagevermögen zugerechnet werden.

- Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen sind:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 101.763,21 50.478,38
sonstige Vermögensgegenstände 8.750,00 10.000,00

Von den Forderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
sonstige Vermögensgegenstände 21.600,00 23.335,00

- Rücklagen

andere Ergebnisrücklage
EUR
- Einstellung aus Bilanzgewinn des Vorjahres gemäß Beschluss der Generalversammlung 165.748,68
Summe Einstellung 165.748,68
- Entnahme zur Ausschüttung auf die Geschäftsguthaben gemäß gemeinsamem Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat 7.930,00
Summe Entnahme 7.930,00

- Sonderposten für Investitionszuschüsse

Die erhaltenen Investitionszuschüsse wurden gemäß Stellungnahme des IDW HFA 1/1984 in einem Sonderposten in Höhe von 648.949,44 EUR (Vorjahr 641.928,30 EUR) ausgewiesen.

- Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel (Angaben in EUR):

Verbindlichkeiten Geschäftsjahr Vorjahr
mit einer Restlaufzeit von mit einer Restlaufzeit von
< 1 Jahr > 1 Jahr >5 Jahre < 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
darunter: 1.402.133,29 3.145.394,48 1.324.051,71 1.425.508,53 2.925.365,43 1.124.801,78
gegenüber Kreditinstituten
Summe 2.232.841,70 3.145.394,48 1.324.051,71 2.102.177,71 2.928.188,45 1.124.801,78

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 93.725,24 EUR (Vorjahr 9.715,01 EUR) enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe des Gesamtbetrages von 4.547.527,77 EUR sind durch folgende Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:

- Grundschuldeintragungen

- Sicherungsübereignung Tierbestände

- Sicherungsübereignung Solarstromanlage

- Abtretung der Ansprüche auf Abnahme und Vergütung des von der Solarstromanlage eingespeisten Stromes

- Abtretung der Ansprüche auf Zahlung von Versicherungsleistungen und -entschädigungen zur Solarstromanlage

- Sicherungsübereignung Maschinen und Ausrüstungen

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

- Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

Art der finanziellen Verpflichtung TEUR
aus Mietverträgen (jährlich) 113
aus Pachtverträgen (jährlich) 102
aus Leasingverträgen (jährlich) 32

E. Angaben und Erläuterung zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von 44.525,49 EUR (Vorjahr 43.188,17 EUR) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Aufwendungen aus der Einstellung in den Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von 51.546,63 EUR (Vorjahr 142.138,83 EUR) sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

F. Sonstige Angaben

- Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahrs (Nachtragsberichterstattung)

Nach Schluss des Geschäftsjahres bis zum Erstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, über die zu berichten wäre.

- Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt der Generalversammlung vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

- Beschäftigte Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 2 vollbeschäftigte und 1 teilzeitbeschäftigte kaufmännische Mitarbeiter sowie 58 vollbeschäftigte und 25 teilzeitbeschäftigte gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt.

Außerdem wurden durchschnittlich 9 Auszubildende beschäftigt.

- Mitgliederbewegung

Die Höhe eines Geschäftsanteils beträgt 2.600,00 EUR. Die Nachschusspflicht ist ausgeschlossen.

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfang Geschäftsjahr 35 61
Ende Geschäftsjahr 35 61

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr nicht verändert.

- Der zuständige Prüfungsverband ist der

Fachprüfungsverband von Produktivgenossenschaften in Mitteldeutschland e.V.

Karl-Liebknecht-Straße 10

06114 Halle (Saale)

Vor- und Zuname Stellung
- Mitglieder des Vorstands
Frank Groß Vorsitzender
Thomas Kläber Stellv. Vorsitzender
Christian Rußig
- Mitglieder des Aufsichtsrats
RA Uwe Tiet Vorsitzender
Bernd Gericke Stellv. Vorsitzender
Michael Gericke
Hartmut Lehmann
Simone Reichelt

Am Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.

 

Tauche OT Ranzig, 28.03.2024

Der Vorstand

gez. Groß

gez. Kläber

gez. Rußig

Dieser Jahresabschluss wurde am 24.06.2024 festgestellt

Lagebericht des JAB zum 31.12.2023

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses

Das Geschäftsjahr 2023 war wiederholt geprägt von den Auswirkungen des Ukrainekrieges. Die Faktorkosten erfuhren auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen weiteren Anstieg und lagen auf einem sehr hohen Niveau. Dagegen war ein Preisrückgang für unsere produzierten landwirtschaftlichen Produkte zu verzeichnen.

Wie bereits im Vorjahresbericht beschrieben sank der durchschnittliche Milchpreis im Geschäftsjahr. Während wir im Vorjahr noch 51,8 Cent/kg erhielten, lag der Auszahlungspreis im Geschäftsjahr 2023 bei 42,5 Cent/kg.

Im Bereich der Futtermittelkosten wirkte sich im Geschäftsjahr 2023 der deutliche Einbruch des Naturalertrages beim geernteten Mais 2022, mit sehr geringem Energiegehalt und schlechter Rohfaserqualität, negativ auf die Ergebnisentwicklung aus.

Für die betriebliche Direktvermarktung war im Geschäftsjahr kennzeichnend, dass auf Grund der hohen Energiekosten und der gestiegenen Inflation, die finanziellen Mittel unserer Kunden knapper waren und die Kunden teilweise auf Substitutionsprodukte zurückgriffen.

So wie viele andere Gewerke haben auch wir in unserem Betrieb mit der Rekrutierung von geeigneten Fachkräften unsere Schwierigkeiten. Es zeigt sich der Trend, dass die Arbeitszeiten, wie sie in der Landwirtschaft und im Einzelhandel üblich sind, auf kein positives Feedback bei den Bewerbern stoßen. Der Arbeitskräftemangel, macht es auch den Stammarbeitskräften immer schwerer, da durch die Fluktuation regelmäßig Anlernprozesse angeschoben werden müssen, die den Arbeitsalltag verkomplizieren. Zusätzlich müssen Arbeitsspitzen, die vorrangig dem Ausfall von Arbeitskräften geschuldet sind, durch bestehende Arbeitskräfte abgefangen werden.

Entwicklung des Geschäftsergebnisses:

Berichtsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Veränderung auf
%
Umsatzerlöse 8.767.881,40 9.269.211,10 94,59
Bestandsveränderungen eigenerzeugter Vorräte 585.360,47 -238.827,74 ---
Bestandsveränderungen Tiervermögen 87.155,00 -22.150,00 ---
Sonstige betriebliche Erträge 747.612,15 748.150,35 99,93
Betriebsertrag 10.188.009,02 9.756.383,71 104,42

Der Betriebsertrag nahm im Geschäftsjahr trotz der Umsatzerlösrückgänge von 500 TEUR um 432 TEUR zu. Diese Zunahme ist vorrangig den Bestandsänderungen geschuldet. Während im Vorjahr Bestandsminderungen in Höhe von 261 TEUR zu verzeichnen waren, nahmen im Geschäftsjahr die hier gezeigten Bestände um 672 TEUR zu. Somit trug diese Veränderung zu einem Anstieg des Betriebsertrages um 933 TEUR bei.

Dem Anstieg des Betriebsertrages um 432 TEUR stehen um 661 TEUR höhere Betriebsaufwendungen entgegen, die für den Ergebnisrückgang ursächlich sind. Eine detailliertere Betrachtung der Ertrags- und Aufwandentwicklung erfolgt bei der Beschreibung der einzelnen Segmente unserer Umsatztätigkeit sowie in den Erläuterungen zur Ertragslage.

Handelstätigkeit / Fleischerei

Die Handelstätigkeit war im Geschäftsjahr auf Grund der Unsicherheit der Bevölkerung nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine und weiterhin in Folge der damit einhergehenden drastischen Anstiege der Energie- und Lebensmittelpreise von einem Nachfragerückgang gekennzeichnet. Da die Einkommen nicht so wie die Inflation zunehmen und das für die Lebensmittelbeschaffung zur Verfügung stehende Einkommen sich dadurch reduzierte, greift die Bevölkerung verständlicherweise zur Sicherung der Versorgung auf günstigere Produkte zurück. Unsere bisherige Strategie, Produkte mit einer hohen Qualität sowie einem verhältnismäßig geringen ökologischen Fußabdruck, durch die eigene Zucht und die ortsnahe Verarbeitung am Standort der Vermarktung zu produzieren und zu verkaufen, wurde mit den sinkenden realen Einkommen nicht mehr honoriert. Trotz der bekannten Mechanismen haben auch wir im Geschäftsjahr 2023 eine Preiserhöhung für unsere produzierten Waren umsetzen müssen um nicht vollständig die gestiegenen Kosten selbst zu schultern. Diese Erhöhung wirkte dem Nachfragerückgang entgegen, konnte diesen jedoch nicht ausgleichen.

Zusätzlich mussten im Geschäftsjahr drei Verkaufsstellen geschlossen werden, weil dafür kein geeignetes Verkaufspersonal gebunden werden konnte. Die Schließungen erfolgten zu Beginn des Geschäftsjahres und weitere zwei Filialen schlossen zum 4. Quartal.

Der Umsatzrückgang im Bereich Handelseinrichtungen betrug im Geschäftsjahr insgesamt 139 TEUR.

Dem Anstieg des Lohnaufwandes aus der vorrangig zum 01.10.2022 umgesetzten Lohnerhöhung wirkte der geringere Arbeitskräftebestand entgegen. Die Löhne und Gehälter in der Fleischerei und Vermarktung stiegen im Geschäftsjahr um 41 TEUR.

Aus dem Nachfragerückgang resultiert ein geringerer Wareneinsatz. Im Geschäftsjahr nahmen unter anderem der Schlachttieraufwand um 42 TEUR und die Kosten für das Verarbeitungsmaterial sowie der Wareneinkauf um insgesamt 62 TEUR ab.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass wir in der Handelstätigkeit vor großen Herausforderungen stehen. Wir müssen Wege finden um unsere Läden mit Fachkräften auszustatten, damit wir unseren Kunden eine gute fachliche Beratung gewährleisten können. Es wird auf Grund der Nachfragesituation ebenfalls immer wichtiger die Kosten- und Erlösstruktur im Auge zu behalten um rentabel, aber nicht am Kunden vorbei, zu wirtschaften.

Aus der Betriebszweigabrechnung geht hervor, dass die Handelstätigkeit, trotz der Schwierigkeiten mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen hat.

Zur Sicherung der Qualität unserer produzierten Güter wurden im Geschäftsjahr Ersatzinvestitionen durchgeführt. Wir haben unter anderem zwei Kühlautos sowie einen Cutter erneuert.

Milchviehhaltung

Im Geschäftsjahr konnte der Milchviehbestand weiter aufgebaut werden. So dass wir im Jahresdurchschnitt 698 Kühe gemolken haben. Das sind 43 Tiere mehr als im Vorjahr. Trotz der schlechten Silage aus der Ernte 2022 konnten wir die Milchmarktleistung unserer Herde um durchschnittlich 181 kg/Kuh und Jahr steigern. Wir haben eine Milchmarktleistung von 11.648 kg/Kuh und Jahr erreicht. Auf Grund dieser naturalen Zunahmen konnte die Milchablieferung um 620 Tltr auf 8.130.422 kg gesteigert werden. Dieser Anstieg wirkte dem Umsatzrückgang, auf Grund des Milchpreisrückgangs um Durchschnittlich 18 %, entgegen. Dennoch nahmen die Umsatzerlöse für die produzierte Milch im Geschäftsjahr um 474 TEUR ab. Dieser Einbruch bei gleichzeitiger Kostensteigerung schlug sich in einem Rückgang des Betriebszweigergebnisses gegenüber dem Vorjahr nieder.

Da wir unsere landwirtschaftlichen Flächen zur Futterproduktion nutzen um unseren Rindern eine optimale Grundfutterversorgung zu gewährleisten, haben wir wenig Außenumsatz von Getreide, jedoch einen hohen Zukauf an Mischfutter, welches sich durch die hohen Getreidepreise stetig verteuerte. Auch das Rapsschrot zog im Preis an. Das hohe Preisniveau, welches sich im Geschäftsjahr 2022 manifestierte wirkte im Geschäftsjahr 2023 weiter.

Erschwerend kam hinzu, dass die extreme Trockenheit in 2022 unseren Maisbestand schädigte. Wir fuhren erhebliche Mindermengen bei sehr geringen Energie- und Proteingehalt an Maissilage ein. Auch bei der Anwelksilage mussten im Geschäftsjahr 2022 Mindermengen hingenommen werden. Diesen Mindermengen und -qualitäten musste im Geschäftsjahr 2023 mit einem erhöhten Zukauf von Grund- und Mineralfutter entgegnet werden. So dass diese Maßnahmen den bereits durch die genannten Preisentwicklungen höheren Futtermittelaufwand zusätzlich erhöhten.

In der Milchproduktion wurde im Geschäftsjahr mit der Modernisierung von Milchviehställen begonnen. Diese Investitionsmaßnahme bringt auch eine Verbesserung der Tierhaltungs- und Arbeitsbedingungen mit sich. Bis zum Bilanzstichtag betrugen die Investitionskosten 367 TEUR.

Zur weiteren Verbesserung der Haltungsbedingungen haben wir im Vorjahr mit dem Bau einer Lüfteranlage im Kuhstall begonnen. Diese Investition konnten wir im Geschäftsjahr 2023 abschließen. Insgesamt wurden für diese Maßnahme 124 TEUR aktiviert. Von der Investitionsbank des Landes Brandenburg erhielten wir für das Bauvorhaben einen Investitionszuschuss in Höhe von 52 TEUR den wir auf der Passivseite unserer Bilanz ausweisen.

Den im Vorjahr mit der Planung begonnen Siloneubau an unserer Milchviehanlage haben wir auf Grund der Priorisierung des Investitionsvorhabens zur Beregnung unserer Futterflächen erst einmal ruhen gelassen. Wir haben mit der Erweiterungsinvestition der Beregnung im Geschäftsjahr 2023 begonnen und müssen auf Grund der Fördermodalitäten noch im Geschäftsjahr 2024 diese Maßnahme abschließen. Die Investitionskosten werden sich auf ca. 2 MioEUR belaufen.

Feldbau

Mit der Ernte 2023 konnten wir die in den Vorjahren abgebauten Mengen an Raufutter wieder aufbauen, so dass wir zum Bilanzstichtag einen deutlichen Anstieg unser Gras- und Maissilagebestände verzeichnen konnten. Auch die Qualitäten der eingefahrenen Grobfuttervorräte sind sehr gut und bilden eine optimale Futtergrundlage für unsere Rinder, so dass sich diese Bevorratung positiv auf die Milchproduktion im Geschäftsjahr 2024 auswirken wird. Die vorher im Bericht beschriebene saldierte Bestandsänderung wirkte dem Ergebnisrückgang unserer Genossenschaft entgegen.

Nach dem Minderertrag der Ernte 2022 beim Mais erfolgte die Ausdehnung des Maisanbaus im Geschäftsjahr 2023. So dass eine geringere Anbaufläche für Getreide zur Verfügung stand. Beim Getreide waren die Naturalertragsentwicklungen und auch die Preisentwicklungen differenziert. Beim Winterweizen konnten wir eine Naturalertragszunahme in Höhe von 18 dt/ha verzeichnen. Hier fiel der Preis von 28,87 EUR/dt auf 17,40 EUR/dt, so dass wir gegenüber dem Vorjahr einen um 9 TEUR geringeren Umsatzerlös eingefahren haben. Bei der Gerste und dem Roggen konnten wir nicht vollständig die Vorjahreserträge erzielen. Jedoch konnten leichte Zunahmen des Durchschnittspreises erreicht werden. Dennoch nahmen insgesamt die Umsatzerlöse für das Getreide um 104 TEUR ab, da der Anbau auf einer um ca. 74 ha geringeren Fläche erfolgte.

Diesem Rückgang stehen die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Maissilage (123 TEUR) und von Stroh (21 TEUR) entgegen. Die Ausdehnung des Maisanbaus und der gute Naturalertrag ermöglichten uns, zusätzlich zum Aufbau des Grundfuttervorrates, Silage zu verkaufen.

In der Pflanzenproduktion stiegen die Umsatzerlöse um 40 TEUR. Dagegen erhielten wir auf Grund der geänderten Fördermodalitäten eine um 44 TEUR geringere Betriebsprämie.

Die spezifischen Aufwendungen für den Pflanzenbau nahmen im Geschäftsjahr ebenfalls vorrangig auf Grund des Preisgefüges zu. Unter anderem stiegen die Aufwendungen für den Düngemittelzukauf (41 TEUR), die Pflanzenschutzmittel (39 TEUR) und den Saatgutzukauf (12 TEUR).

Bei den Treibstoffkosten betrug, trotz der gestiegenen Mehrerträge bei der Mais- und der Anwelksilage und dem damit verbundenen Mehrverbrauch, der Anstieg nur 11 TEUR, da sich der durchschnittliche Einkaufspreis verringert hat. Gegenüber dem Vorjahr wurden im landwirtschaftlichen Bereich ca. 38 Tltr mehr Diesel verbraucht.

II. Darstellung der Lage der Genossenschaft

Ergänzend zum Jahresabschluss ist folgendes zu bemerken:

a.) Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 war mit einem Ergebnisrückgang verbunden.

Die Umsatzerlöse nahmen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 501 TEUR ab. Dieser Rückgang resultiert vorrangig aus der Abnahme des Milchpreises um 9 Cent/kg (18 %). Die Umsatzerlöse für die abgelieferte Milch nahmen trotz gestiegener Milchmenge (620 Tltr) um 474 TEUR ab.

Zusätzlich stiegen die Betriebsaufwendungen im Geschäftsjahr um 661 TEUR.

Der Materialaufwand stieg um 656 TEUR. Dabei nahmen vorrangig die Aufwendungen für den Futtermittelzukauf (400 TEUR) und der Energieaufwand (138 TEUR) zu. Die Ursachen der Entwicklung des Futtermittelzukaufes haben wir unter dem Punkt "Milchviehhaltung" erläutert. Die Zunahme der Energiekosten ist den im Vorjahr ausgelaufenen Verträgen geschuldet, die dann nur mit einem höheren Preis verlängert werden konnten. Für das Geschäftsjahr 2024 sind wieder fallende Energiepreise zu verzeichnen, von denen wir auch profitieren können.

Zusätzlich nahmen die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr um 225 TEUR zu. Wie bereits im Vorjahr unter diesem Punkt berichtet, wurden 2022 Lohnerhöhungen umgesetzt, die zum einen aus der gesetzlichen Mindestlohnerhöhung resultieren und zum anderen notwendig wurden um dem Realeinkommensverlust, auf Grund der gestiegenen Preise, unserer Mitarbeiter entgegenzuwirken. Die zum 01.10.2022 gewährte Lohnerhöhung von ca. 15 % wirkte sich im Geschäftsjahr vollständig aus, so dass diese vorrangig die Erhöhung des Personalaufwandes begründet. Weiterhin waren im Jahresdurchschnitt ca. 2,5 Vollarbeitskräfte mehr beschäftigt. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es auf Grund der verschiedenen Einarbeitungsphasen zu einer Doppelbesetzung der Stellen kam.

Diesen beschriebenen Ergebnisrückgängen steht hauptsächlich der bereits beschriebene Bestandsaufbau der Vorräte sowie des Tiervermögens (insgesamt 672 TEUR) entgegen. Im Vorjahr betrug die Bestandsänderung -261 TEUR, so dass die Ergebnisauswirkung der Bestandsänderungen zum Bilanzstichtag 933 TEUR beträgt.

Das Geschäftsjahr 2023 hat mit einem Jahresfehlbetrag von 69 TEUR (Vorjahr Jahresüberschuss 184 TEUR) abgeschlossen.

b.) Vermögenslage

Wichtige Kennzahlen zur Vermögenslage im Mehrjahresvergleich:

Kennzahl in % 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2020
Eigenkapitalquote 47,9 49,2 46,0 47,3
(bilanzanalytisch)
Anlagendeckung I 66,8 66,5 64,3 63,3
Anlagendeckung II 87,0 84,2 84,4 81,4

Die bilanzanalytische Eigenkapitalquote hat sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen auf Grund des Jahresfehlbetrages bei gleichzeitigem Anstieg des Fremdkapitals verringert. Dennoch ist die Eigenkapitalausstattung stabil und liegt leicht über dem Mittelwert des gezeigten Vierjahreszeitraumes.

Trotz der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr mit einem Gesamtvolumen von 748 TEUR haben sich die Anlagendeckungsgrade im Geschäftsjahr leicht verbessert. Ursächlich dafür sind die Abgänge und die Abschreibungen, die in der Summe zu einer Abnahme des Anlagevermögens führten und die im Verhältnis höher als die Eigenkapitalabnahme war. Bei der Beurteilung der Entwicklung des Anlagevermögens ist zu berücksichtigen, dass unter anderem die Abnahme des Anlagevermögens aus der Teilrückzahlung in Höhe von 75 TEUR eines ausgereichten Darlehens resultiert. Dieses Darlehen wird unter den Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen.

Das Anlagevermögen ist zu 87 % durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital finanziert.

c.) Finanzlage

Die stichtagsbezogene Liquidität stellt sich im Vergleich zu den Vorjahren wie folgt dar:

Kennzahl in % 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2020
Liquidität I 23,9 47,3 40,5 38,9
Liquidität II 53,7 70,7 71,0 69,3
Liquidität III 136,4 125,1 130,4 134,5

Die Liquidität war im Geschäftsjahr gesichert. Zum Bilanzstichtag ist eine Abnahme der Liquiditätskennziffern zu verzeichnen. Diese ist vorrangig auf den Rückgang der liquiden Mittel auf Grund des Rückgangs der Umsatzerlöse bei gleichzeitigem Anstieg der Ausgaben für die Produktionsfaktoren geschuldet.

Die Zunahme der kurzfristigen Forderungen um 180 TEUR wirkte zwar dem Rückgang der Liquiditätsgrade entgegen, konnte dies jedoch nicht vollständig kompensieren, so dass die Liquidität 2. Grades ebenfalls eine Minderung erfuhr. Der Anstieg des Vorratsvermögens bewirkte zum Bilanzstichtag eine Zunahme der Liquidität 3. Grades. Die Liquiditätsgrade zum Bilanzstichtag sind als ausreichend zu beurteilen.

Aus derzeitiger Sicht ist für das laufende Geschäftsjahr die Zahlungsfähigkeit gesichert.

III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

Die künftige Entwicklung in der Landwirtschaft ist weiterhin kritisch zu sehen. Die Politik und auch die Bevölkerung sehen die Produktion von einheimischen tierischen Erzeugnissen unter den jetzt schon strengen Auflagen sehr kritisch. Wir beteiligen uns an der "Initiative Tierwohl" um so den Verbrauchern zu zeigen bzw. zu gewährleisten, dass unsere Tiere ordnungsgemäß gehalten werden. Dies ist auch ein wichtiger Aspekt um die Akzeptanz unseres Konzepts im Handel von der Züchtung bis zum Verbraucher in einer Hand zu bestärken. Die von uns eingeschlagene Strategie bzgl. der Produktion und Vermarktung heimischer Produkte in sehr guter Qualität, wird derzeit, auf Grund der Kostenexplosionen, durch unsere Kunden nicht mehr so stark honoriert. Dem Nachfragerückgang entgegnen wir mit dem Aufbau eines neuen Internetauftritts sowie einer neugestalteten Außenwahrnehmung. Wir schulen unser Verkaufspersonal, sind auf einschlägigen Fachmessen vertreten und arbeiten auch bereits im schulischen Bereich an der Bekanntmachung unseres Betriebes.

Durch die Düngeverordnung entstehen für die Tierproduktion aber auch für unsere Genossenschaft deutlich höhere Kosten (Güllelagerung, Futterlager). Zusätzlich wirken sich die gestiegenen Energiekosten auf die Faktorkosten unserer Produktionszweige negativ aus.

Im Geschäftsjahr 2023 haben wir zur Sicherung unserer pflanzenbaulichen Bemühungen begonnen, Flächen in einer Größe von ca. 250 ha unter Beregnung zu stellen. Dazu wurden bis zum 31.12.2023 bereits 101 TEUR investiert. Im Geschäftsjahr 2024 muss diese Investitionsmaßnahme aus fördertechnischen Gründen abgeschlossen sein. Das Gesamtvolumen dieser Maßnahme beläuft sich nach bisherigen Kostenkalkulationen auf 2 MioEUR. Davon erhalten wir einen Investitionszuschuss von ca. 600 TEUR. Kreditzusagen zur Finanzierung der Investitionsmaßnahme sowie zur Zwischenfinanzierung der veranschlagten Förderung liegen in der Genossenschaft vor bzw. sind beantragt. Wichtig für das Gelingen und die zeitnahe Amortisation dieser Investitionsmaßnahme ist hier, dass wir von der Politik Rückendeckung und Planungssicherheit erhalten.

Den immer höheren rechtlichen Rahmenbedingungen, die auch unmittelbare Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit der Produktion haben, sind wir mit der Anhebung des Niveaus unserer Betriebszweigabrechnung begegnet. Hierzu haben wir im 4. Quartal 2017 begonnen einzelne Profitcenter nochmals kritisch in Bezug auf deren Kosten- und Erlösstrukturen zu analysieren um diese in einem überschaubaren System abzubilden, das es ermöglicht die verschiedenen Profitcenter zu vergleichen. Weiterhin dient dieses Instrumentarium auch als Plan-Ist-Vergleich auf Jahresbasis und wird regelmäßig mit den Verantwortlichen ausgewertet.

Aus unserer Sicht bietet unser eingereichtes System geeignete Möglichkeiten um die Wirtschaftlichkeit der Genossenschaft zu überwachen bzw. zu sichern.

IV. Voraussichtliche Entwicklung der Genossenschaft (Prognosebericht) / Chancen der künftigen Entwicklung (Chancenbericht)

Die im Geschäftsjahr umgesetzten Bemühungen sowie der gute Witterungsverlauf haben dazu beigetragen, dass wir in das Geschäftsjahr 2024 mit einer sehr guten Grundfutterausstattung gehen. Diese solide Ausstattung und der leicht rückläufige Preis für die Futtermittel wird mit Einsparungen beim Futtermittelzukauf einher gehen. Mengenmäßig wird sich der Verbrauch erhöhen, da gegenüber dem Vorjahr ein weiterer Aufbau des Rinderbestandes erfolgen soll. Der Bestandsaufbau wird bei aktuell herrschenden Milchpreisen auf Grund der weiteren Erhöhung der Liefermenge zu einer Verbesserung des Betriebszweigergebnisses in der Milchproduktion führen.

Mit der Fertigstellung und der Inbetriebnahme der Beregnungsanlagen können in der Futterproduktion die Wassermengen zur Pflanzenversorgung gesichert werden um so die Qualität und die Mengen auf einem hohen Niveau zu halten. Dadurch ergeben sich Chancen in der Anbauplanung sowie bei der Beantragung von Fördermitteln im Rahmen der Fruchtartendiversifizierung. Diese Sachverhalte werden planmäßig das Geschäftsjahr 2024 erst zum Ende tangieren.

Für das Geschäftsjahr 2024 zeichnet sich auf Grund der Vertragsgestaltungen mit den Energieversorgern ebenfalls ein geringeres Preisniveau ab, so dass es auch hier zu Kostensenkungen und zu geringeren Abflüssen von liquiden Mitteln kommt.

Die für die Investitionsmaßnahmen aufgenommen Darlehen führen bereits im Geschäftsjahr 2024 zu Tilgungs- und Zinszahlungen. Die Rückzahlungen sollen planmäßig aus dem laufenden Cash-flow erfolgen.

 

Tauche OT Ranzig, 28.03.2024

Der Vorstand

gez. Groß

gez. Kläber

gez. Rußig

Bericht des Aufsichtsrats des JAB zum 31.12.2023

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 20.06.2024 den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Deckung des Jahresfehlbetrages, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

 

Tauche OT Ranzig, 24.06.2024

gez. RA Tiet

(

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