SYNETICS Export GmbH
Same addressSupport activities for animal production
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Alfred Dr. Weidele since 3/11/2025 | Managing Director |
Jean-Yves Dreau since 3/11/2025 | Managing Director |
Ralf Strassemeyer since 11/2/2022 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
UNION EVOLUTION, société par actions simplifiée | 33.33% |
VIKING GENETICS FMBA | 33.33% |
| 8.33% | |
| 8.33% | |
| 8.33% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
SYNETICS Germany GmbHVerden (Aller)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Mit Gesellschaftsvertrag vom 14.Oktober 2022 wurde die SYNETICS Germany GmbH mit Sitz in Verden/Aller gegründet. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit erfolgt mit Wirkung zum 1. Januar 2023. Das Geschäftsjahr entspricht grundsätzlich dem Kalenderjahr. Die SYNETICS Germany GmbH, Verden/Aller (im Folgenden: "Gesellschaft") ist beim Amtsgericht Walsrode in Abteilung B unter der Nr. 210658 eingetragen. Der Jahresabschluss ist gemäß den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) unter Einbeziehung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Nach den Größenmerkmalen gem. § 267 HGB ist das Unternehmen eine "mittelgroße Kapitalgesellschaft". B. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind an den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung ertragsteuerlicher Vorschriften ausgerichtet. Änderungen zum Vorjahr ergaben sich nicht. Der Jahresabschluss wurde unverändert unter der Annahme der Unternehmensfortführung ("goingconcern") aufgestellt. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit der beizulegende Wert einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreitet, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen betragen: Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Die in gebrauchtem Zustand erworbenen Anlagegegenstände werden jeweils höheren Abschreibungssätzen unterworfen. Geringwertige Wirtschaftsgüter, wenn ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (teilweise) nach der gleitenden Durchschnittsmethode und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Zinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht miteinbezogen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Empfängertiere für Embryotransfer sowie die fertigen Erzeugnisse und Waren sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Forderungen sind mit den Nominalwerten angesetzt. Das Kreditrisiko bei den Forderungen ist durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83 %(Vorjahr: 1,78 % bei MAS- TERRIND GmbH). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,2 % (Vorjahr 1,5 % bei Masterrind GmbH) und Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % (wie Vorjahr) zugrunde gelegt. Eine Entlastung durch Fluktuation wurde nicht eingerechnet. Die Auswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden sämtlich unter den Zinsaufwendungen im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz für die Jubiläumsrückstellung beträgt 1,75 % (Vorjahr: 1,40 % bei MASTERRIND GmbH). Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden bei ihrer Entstehung zum Anschaffungskurs und zum Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. II. Angaben zu Posten der Bilanz 1. Einzelposten des Anlagevermögens Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Darstellung im Anlagespiegel. Eine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen erfolgt nicht. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen rund 3.905 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). 6. Pensionsrückstellungen und ausschüttungsgesperrte Beträge Rückstellungspflichtige Pensionen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.136 Eine Deckungslücke besteht demgemäß nicht. Bei einer Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, würde sich eine um TEUR 17 höhere Pensionsrückstellung ergeben. Dieser Betrag unterliegt gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre. 8. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahreswerte in Klammer)
10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Miet- und Pachtverträgen sowie Pkw-Leasing-Verträgen betragen jährlich TEUR 611, gemessen an den Verhältnissen zum Bilanzstichtag. C. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer - ohne Geschäftsführer und ohne Auszubildende - betrug im Geschäftsjahr 2023:
2. Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge Geschäftsführer der Gesellschaft - jeweils - waren im Geschäftsjahr 2023:
Auf die Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird verwiesen. 3. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss in Höhe von EUR 105.732,88 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 4. Angaben zur Konzernzugehörigkeit gem. § 285 Nr. 14 und 14a HGB Der Jahresabschluss der SYNETICS Germany GmbH, Verden, wird in den Konzernabschluss ihres Mutterunternehmens INNOVAL societe cooperative Agricole, Noyal-Sur-Vilaine Cedex, einbezogen. Die INNOVAL societe cooperative Agricole, Noyal-Sur-Vilaine Cedex, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der INNOVAL societe cooperative Agricole, Noyal-Sur-Vilaine Cedex, ist erhältlich von der INNOVAL societe cooperative Agricole, Rue Eric Tabarly, 35538 Noyal-Sur- Vilaine Cedex, Frankreich.
Verden, den 20.03.2024 gez. Dr. Josef Pott gez. Ralf Strassemeyer Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die SYNETICS Germany GmbH ist als Tochtergesellschaft der Synetics eG, Teil der Synetics Gruppe, dem europäischen Marktführer für Rinder- und Ziegengenetik. Ziel der Synetics-Gruppe ist es, Landwirte weltweit mit innovativen genetischen Lösungen zu unterstützen, um ihre Geschäftsziele zu erreichen. Unsere Vision ist es, mit unseren Produkten und Lösungen Mehrwerte für unsere Kunden zu generieren und eine nachhaltige Rinderhaltung bis 2030 und darüber hinaus zu gewährleisten. SYNETICS Germany GmbH ist mit Sitz in Verden für die Produktion hochwertiger Genetik sowie das Zuchtprogramm zuständig. Dabei liegt der Schwerpunkt neben der Holsteinzucht auf der Weiterentwicklung ausgewählter Fleischrassen sowohl für die Reinzucht als auch für den Einsatz im Milchrindbereich (Beef-on-dairy). Wesentliches Fundament unseres Zuchtprogramms bildet unser Einsatz und unsere Erfahrung im Bereich der Biotechnologie. Im Januar 2023 hat das Gemeinschaftsunternehmen SYNETICS eG den operativen Betrieb aufgenommen. Die beiden Gesellschafter INNOVAL, die größte Zuchtorganisation in Frankreich, und MASTERRIND haben die Bereiche Forschung, Produktentwicklung sowie Produktion und Exportgeschäfte zusammengelegt, um durch innovative Produkte einen Mehrwert für Mitglieder und Kunden zu schaffen. Die SYNETICS-Gruppe mit Ihren Gesellschaftern bündelt 37.000 europäische Züchter in einer Genossenschaft und ist somit in der Lage, die Herausforderungen der sozialen und ökologischen Bedingungen sowie eines sich verändernden globalen Marktes zu bewältigen. SYNETICS' Ziel ist es,
2. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Verfahrensentwicklung im Bereich der Biotechnologie. Ein wesentlicher Bestandteil unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. Zur Sicherstellung der weiterhin hohen Kundenzufriedenheit werden wir in diesem Bereich zukünftig innerhalb der SYNETICS-Gruppe unsere Tätigkeiten auf unverändert hohem Niveau ausbauen, um unseren Kunden und Züchtern hochwertige Genetik zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus nutzen wir unsere Forschungsergebnisse in den Bereichen Andrologie, weibliche Fruchtbarkeit, Genetik und Umwelt, um unsere Kunden in der Entwicklung Ihrer Herden zielgerichtet zu unterstützen. II. Jahreswirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts. Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück. Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Da die Importe jedoch stärker sanken als die Exporte, wirkte der Außenhandel als Ganzes rechnerisch mit einem Wachstumsbeitrag von +0,6 Prozent-punkten dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts entgegen. Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Die Erwerbstätigenzahl kletterte um rund 300.000 auf einen neuen Rekordwert von gut 45,9 Mio. Menschen. (Quelle der Daten zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, jeweils: BVR, Hintergrundmaterial zur Erstellung der Geschäftsberichte der Volksbanken und Raiffeisenbanken, Stand 24.01.2024). Das Wachstum der weltweiten Milchproduktion hat sich 2023 gegenüber dem Vorjahr wieder etwas beschleunigt. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erwartet einen Anstieg um 1,3 % auf 950 Mio. t Milch (Vorjahr +0,6 %). Größere Steigerungen werden dabei in Asien, insbesondere in Indien und China, verzeichnet. In Deutschland blieb die Milcherzeugung erst ab November hinter der Vorjahreslinie zurück. Für das Jahr 2023 dürfte sich insgesamt ein Plus von 1,4 % zeigen. Der Strukturwandel in der deutschen Milchviehhaltung setzte sich 2023 gegenüber dem Vorjahr etwas beschleunigt fort. Nach den Ergebnissen der Viehzählung vom November 2023 ging im Vorjahresvergleich die Zahl der Milchkuhhalter um 4,4 % auf 50.581 zurück. Die Zahl der gehaltenen Milchkühe verminderte sich im Vorjahresvergleich um 2,5 % auf 3,71 Mio. Tiere. Nachdem im Vorjahr die Preise an den Märkten für Milchprodukte Rekordwerte erreicht hatten, kam es beginnend ab Herbst 2022 durch eine preisbedingt schwächere Nachfrage zu deutlichen Korrekturen nach unten. Auch die explosionsartig gestiegene Kostenentwicklung des Vorjahres für landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Energie, Futter- und Düngemittel entspannte sich im Jahresverlauf 2023. Dennoch bleib das Niveau höher als bis 2022. Den gesunkenen Preisen für Milchprodukte folgend, gingen auch die Milcherzeugerpreise zurück. Im Bundes- und Jahresdurchschnitt dürfte, nach dem im Vorjahr erreichten Rekordwert, der Preis für konventionelle Milch ab Hof bei voraussichtlich rd. 45 ct/kg liegen. Dies bedeutet ein Rückgang um ca. 8 Cent oder 15 % gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der von Januar bis November 2023 in Deutschland gewerblich geschlachteten Rinder betrug laut Statistischem Bundesamt 2,74 Mio. Stk. (+0,4 %) und lag leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Schlachtmenge betrug im genannten Berichtszeitraum 0,92 Mio. t. Der Pro-Kopf- Verzehr von Rindfleisch in Deutschland lag im Jahr 2023 bei etwa 8,9 kg. Damit liegt die durchschnittliche Verzehrmenge 500 g unter dem Niveau des Vorjahres. Der deutsche Rinderbestand war im Jahr 2023 leicht rückgängig. Zum Stichtag der nationalen Viehzählung am 3. November 2023 wurden in Deutschland rund 10,8 Mio. Rinder gehalten. Das waren ca. 160.800 Tiere bzw. 1,5 % weniger als im November 2022. Die Zahl der rinderhaltenden Betriebe ist im gleichen Zeitraum um 1,6 % auf 127.256 Betriebe gesunken. (Quelle der Daten zur Milchwirtschaft, jeweils: Deutscher Raiffeisenverband e.V., Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023). 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf ist geprägt durch die Gründung der SYNETICS Germany GmbH im Oktober 2022 und der Ausgliederung der Geschäftsbereiche Produktion und Zuchtprogramm von der MASTERRIND GmbH zu Beginn des Kalenderjahres 2023. Ab dem 1. Januar 2023 hat die SYNETICS Germany GmbH ihren operativen Geschäftsbetrieb aufgenommen. Neben der Produktion von hochwertiger Rindergenetik wird nunmehr das Zuchtprogramm durch die Synetics vorangetrieben. Durch die Aufnahme des Geschäftsbetriebs zum 1. Januar 2023 und die damit verbundene Übernahme von Vermögensgegenständen und Schulden von der MASTERRIND GmbH ist die Vermögens- Finanz- und Ertragslage nicht mit dem Vorjahr zu vergleichbar. 3. Lage Durch die gemeinsamen Aktivitäten von SYNETICS Germany und SYNETICS France in der Forschung und Entwicklung, der Produktion und der Vermarktung an die Mutterorganisationen ist die Basis für die Etablierung einer starken Zuchtorganisation in Europa gelegt worden. Gemeinsam wurden von den beiden Einheiten knapp 7,1 Mio Portionen Sperma vermarktet, wobei auf dem deutschen Markt 1,4 Mio Portionen abgesetzt wurden. Während die Verkäufe für die dominierende Holstein-Rasse in Deutschland eher rückläufig waren (-14 %), stieg der Anteil der Verkäufe von Fleischrassesperma um 5 %. Im Export konnten gemeinschaftlich 2,8 Mio Portionen vermarktet werden. Zuwächse waren insbesondere im China-Geschäft erzielt worden, obwohl das Ergebnis im letzten Monat des Jahres aufgrund des kurzfristigen Aussetzens der Importerlaubnis in Zusammenhang mit Blauzungenfällen in Deutschland beeinträchtigt wurde. Für die gemeinsamen Zuchtprogramme produzierten SYNETICS France und SYNETICS Germany knapp 27.000 Embryonen, davon 16.750 Embryonen in Deutschland. Sie bilden die Basis der Selektion der Bullen für die Zuchtprogramme. In 2023 kaufte SYNETICS 202 Holstein-, 13 Jersey-, 60 Normänner- sowie 16 Pie Rogue- und 33 Fleischrasse-Bullen (Limousin, Parthenaise, Angus und Charolais) an. Der Ankauf der Holstein-Bullen basierte auf den genomischen Untersuchungen von insgesamt 8.120 Kandidaten. a) Ertragslage Die SYNETICS Germany GmbH ist innerhalb der SYNETICS Gruppe zuständig für die Produktion von Rindergenetik in Deutschland. Das beinhaltet neben der Herstellung des Rinderspermas insbesondere die Verantwortung für das Zuchtprogramm. Aus diesen Tätigkeiten resultieren Umsatzerlöse in Höhe von 13,8 Mio. €. Darüber hinaus ist die SYNETICS Germany GmbH im Bereich der Biotechnologie tätig und erwirtschaftet dadurch Umsatzerlöse in Höhe von 2,5 Mio. €. Der Materialaufwand ist geprägt durch die Kosten für Zukaufsperma, den Kosten für die Biotechnologie sowie Futtermittel und Kosten der Tierhaltung. Der Personalaufwand beinhaltet den Aufwand für im Jahresdurchschnitt 88 Mitarbeiter mit leicht steigender Tendenz zum Jahresende. Dieses liegt zum einen an der Tatsache das neue Mitarbeiter für die SYNETICS Germany GmbH gewonnen werden konnten und zum anderen eine Anpassung der Gehälter zum 1. Oktober 2023 vorgenommen worden ist. Die Abschreibungen beinhalten neben den Abschreibungen für die Betriebs- und Geschäftsausstattung und landwirtschaftlicher Geräte insbesondere die Abschreibung des lebenden Inventars; insbesondere des Bestandes an Bullen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind maßgeblich geprägt durch Aufwendungen für den Fuhrpark, Verwaltungs- und IT-Kosten, Gebäudekosten sowie Nachzahlungen für zuchtwertgeschätzte Bullen. Der Zinsaufwand resultiert aus der Finanzierung des Bedarfs an Working Capital sowie der Investitionen, soweit dieses nicht durch Eigenkapital gedeckt wurde durch die Synetics Gruppe sowie der Anteilseigner. Das Jahresergebnis ist ausgeglichen und entspricht damit dem budgetierten Ergebnis. b) Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft zeigt, dass der Finanzmittelbestand im Geschäftsjahr 2023 um 0,5 Mio. EUR zugenommen hat und zum Abschlussstichtag einen Guthabenbestand von 0,5 Mio. EUR aufweist. Über die SYNETICS Gruppe erfolgte ein Mittelzufluss von 1,5 Mio. € Insbesondere zur Finanzierung des erhöhten Bedarfs an Working Capitals sowie der Investitionen, die die laufenden Abschreibungen um rd. 0,5 Mio. € überstiegen. Die finanziellen Verhältnisse unserer Gesellschaft sind geordnet. Die Eigenkapitalausstattung und die fast ausschließlich aus Pensionsrückstellungen bestehenden langfristigen Finanzierungsmittel, sowie von Bereitstellung von Mitteln im Konzernverbund der SYNETICS verschaffen der Gesellschaft für die laufende Geschäftstätigkeit den notwendigen Finanzierungsrahmen. c) Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr maßgeblich durch die Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden für die Produktion von Rindergenetik sowie der Biotechnologie deutlich verändert. Das Anlagevermögen beträgt rd. 40 % der Bilanzsumme. Das Vorratsvermögen beträgt 4,1 Mio. € und besteht neben Spermabeständen maßgeblich aus Empfängertieren im Bereich der Biotechnologie. Die Forderungen bestehen weitestgehend gegen Konzernunternehmen. Die Eigenkapitalquote ist mit rd. 58 % solide. Langfristige Verbindlichkeiten bestehen nahezu ausschließlich für Rückstellungen für Pensionen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt derzeit ausschließlich aus Konzernfinanzierungen innerhalb der Synetics Gruppe. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Personalintensität, Umsatzrendite und den Cashflow heran. Der Personalaufwand berücksichtigt sämtliche Beschäftigungsverhältnisse, die Umsatzrendite berechnen wir mit dem Unternehmensergebnis vor Ertragsteuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cashflow aus der Summe von Jahresergebnis, Abschreibungen, Veränderung der Rückstellungen sowie zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als geordnet bezeichnet werden. Durch unsere hohe Mitarbeiterzufriedenheit, die in einer niedrigen Fluktuationsrate zum Ausdruck kommt, und der Fachkompetenz unserer Fachberater, Fachagrarwirte sowie Tierzuchttechniker ist es uns möglich, eine hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen, die auch in einer entsprechenden Mitgliederbindung zum Ausdruck kommt. Neben unseren Arbeiten am Zuchtprogramm innerhalb der Synetics Gruppe stellen die Forschung und Entwicklung ein wichtiges Element der Weiterentwicklung unseres Angebots und unserer nachhaltigen Zukunftssicherung dar. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr haben wir unsere digitalen Werkzeuge ergänzt und weiter ausgebaut. III. Prognosebericht Grundsätzlich sind die Weichen auf Erholung gestellt. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug. Zudem dürfte wegen der sinkenden Inflation auch der Zinshöhepunkt überschritten sein. Kapitalmarkt- und Kreditzinsen sinken bereits seit Anfang November, und im Frühsommer des kommenden Jahres dürfte die Europäische Zentralbank eine erste Leitzinssenkung beschließen. Das dürfte auch die deutschen Absatzmärkte stützen, zumal auch dort mit einem Kaufkraftplus zu rechnen ist. Daher sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen und im kommenden Jahr zu den Konjunkturtreibern werden. Insgesamt jedoch dürfte auch das Jahresende 2023 noch schwach ausfallen. Bei privaten Haushalten und Unternehmen ist die Stimmung schlecht. Allerdings setzten sich die Rückgänge der vergangenen Monate nicht fort, und in vielen Bereichen konnten leichte Verbesserungen verbucht werden. Alles in allem wird die gesamtwirtschaftliche Leistung im laufenden Quartal wohl nur stagnieren. Ab dem kommenden Jahr dürfte sich die Konjunktur dann allmählich erholen und die Wirtschaft mit kräftigeren Raten wachsen. Damit wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,3% zurückgehen und im kommenden Jahr um 0,9% zunehmen. Im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose vom Herbst 2023 wurde damit die Wachstumsrate für das laufende Jahr um 0,1 Prozentpunkte angehoben und für das kommende Jahr um 0,5 Prozentpunkte gesenkt. Die Zuwachsraten für das laufende und die kommenden Quartale wurden gesenkt und damit das Tempo der Erholung herabgesetzt. Im Jahr 2025 dürfte sich die Konjunktur dann normalisieren. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt dürfte im Vergleich zum Vorjahr um 1,3% zulegen und damit um 0,1 Prozentpunkt stärker als noch im Herbst erwartet. Damit dürfte sich bis zum Ende des Prognosezeitraums die Lücke zum Produktionspotenzial schließen. (Quelle zu den Prognosen für die Entwicklung der Rahmendaten für die deutsche Wirtschaft: ifo Konjunkturprognose Winter 2023 vom 14. Dezember 2023). Der Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) erwartet für das Wirtschaftsjahr 2022/23 für die landwirtschaftlichen Betriebe insgesamt merklich verschlechterte Rahmenbedingungen. Die Unternehmensergebnisse in der Gesamtheit geben in einer Spanne zwischen 33 Prozent und 53 Prozent nach. Zu Beginn der Vegetationsperiode und mit beginnender Ernte hatten die Landwirte besonders im Norden und Westen mit Dauerniederschlägen zu kämpfen, die zu einer verzögerten Getreideernte mit erheblichen Qualitätseinbußen führten. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen machten Überschwemmungen die Hackfruchternte stellenweise sogar unmöglich. Milcherzeuger müssen seit Beginn des Milchwirtschaftsjahres deutlich rückläufige Milchpreise verzeichnen. Ausgehend von außergewöhnlich hohen Vorjahrespreisen zwischen 52 und 55 Cent je kg Milch, gaben die Notierungen deutlich nach. Zu Beginn des laufenden Wirtschaftsjahres erlösten die Milchbauern nur noch etwa 41 bis 42 Cent/kg. Ende 2023 zeigte der Milchmarkt wieder eine leichte Erholung. Nach Einschätzung der Landwirtschaftskammern könnten sich die Preise im zweiten Halbjahr auf einem etwas höherem Niveau halten. Insofern wird von einem Preis ausgegangen, der zwischen 17 und 26 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegt. Gegenüber dem Vorjahr sind die Preise für Rindfleisch gesunken. Auf den gesamten Betrachtungszeitraum gesehen erwarten die Landwirtschaftskammern Preise, die zwischen einem und acht Prozent unter dem des Vorjahres liegen. Für Altkühe und Kälber werden die Preise stabil bis leicht über dem Vorjahr prognostiziert. Diese Einschätzung ist auch den höheren Kälbergewichten aufgrund der neuen Transportverordnung geschuldet. Hohe Steigerungen der Betriebsausgaben und eine stark gestiegene Inflation kennzeichneten das Vorjahr. Aktuell normalisiert sich die Situation wieder. Futtermittel (-9 bis -25 Prozent) und vor allem aber Düngemittel (-20 bis -40 Prozent) werden günstiger. Die gestiegene CO 2 -Abgabe und höhere Transportkosten werden sich auf Betriebsmittel wie Heiz- und Kraftstoff sowie auf Strom auswirken. Diese Einflüsse auf die Betriebsergebnisse werden regional unterschiedlich eingeschätzt. (Quelle: Pressemitteilung des VLK vom 15. Januar 2024) Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens weiterhin grundsätzlich als positiv. Das Geschäftsjahr 2024 hält jedoch einige Herausforderungen für die SYNETICS Germany GmbH und die SYNETICS Gruppe bereit. Insbesondere der fortschreitende Strukturwandel in der Landwirtschaft, bei weiterer Reduzierung der landwirtschaftlichen Betriebe und des Tierbestands, wirkt sich erheblich auf den Absatzmarkt aus. Auch die Entwicklung am Milchmarkt sowie der Rindfleischpreise sind wenig optimistisch. Insgesamt wird der Wertschöpfungsbeitrag unserer Landwirte in der öffentlichen Wahrnehmung oftmals nicht ausreichend wertgeschätzt, insbesondere mit Blick auf etwa die Klimadiskussion, das Tierwohl, die Tiertransporte, die Düngeverordnung und vieles mehr fehlt die notwendige sachliche Diskussion, die auf die Berücksichtigung wissenschaftlich fundierter Ergebnisse basiert. Das kommende Geschäftsjahr birgt aufgrund der von signifikanten Risiken geprägten politischen Rahmenbedingungen erhebliche Unsicherheiten. Die Konsolidierung der Rinderzucht wird, wie die beabsichtigte Fusion von zwei führenden Global Player unterstreicht, sich weiter fortsetzen. Während im europäischen Umfeld daran gearbeitet wird, Zuchtwertschätzverfahren zu harmonisieren kann aktuell davon ausgegangen werden, dass sich damit der Konkurrenzdruck erhöhen wird. Aus der Realisierung dieses Schrittes ergibt sich aber die Möglichkeit für europäische Organisationen, ihre Marktposition auszubauen und auf den internationalen Märkten eine höhere Präsenz zu erzielen. Wir gehen davon aus, dass der Absatz auf den heimischen Märkten weiterhin leicht rückläufig ist, während im Export Zuwächse zu verzeichnen sind. Dies hat unmittelbar Auswirkungen auf die Produktionszahlen der beiden Produktionsgesellschaften in Deutschland und Frankreich. Wir gehen davon aus, dass sich der Absatzmarkt für gesextes Sperma und für Fleischrassegenetik weiter steigern wird, was zu Lasten der konventionellen Genetik der Milchrasse gehen wird. Aufgrund des veränderten Produktmixes gehen wir von leicht steigenden Umsatzerlösen aus. Ziel ist es den Anteil der zugekauften Genetik weiter zu verringern, was zu reduzierten Materialaufwänden führen wird. Der Personalaufwand wird aufgrund vorgenommener Gehaltsanpassungen sowie leicht steigender Mitarbeiterzahlen ansteigen. Insgesamt wird ein leicht positives Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2024 erwartet. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Der Strukturwandel, der sich bereits seit Jahren in der deutschen Landwirtschaft beobachten lässt, setzt sich auch 2024 weiter fort. Ein Trend, der sich auch aufgrund politischer Unwägbarkeiten und Unsicherheiten weiter fortsetzen wird. Dieses stellt die SYNETICS-Gruppe vor gewisse Herausforderungen, denen wir mit neuen Konzepten und innovativen Produkten begegnen. Besonders die Milcherzeugung ist aufgrund der wirtschaftlichen Situation sowie steigender Auflagen von einem stetigen Strukturwandel gekennzeichnet. Der Ausblick auf den Milchmarkt im Jahr 2024 ist mit vielen Unwägbarkeiten behaftet. Hier sind zum einen die Marktrisiken durch die zunehmend unsicheren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, wie der Ausbau von Handelshemmnissen zu nennen. Hingegen dürfte der Trend einer steigenden Nachfrage nach heimischen Eiweißfuttermitteln ohne genetisch veränderte Organismen weiter anhalten. Gleichzeitig hat das Wetter mit seinen Kapriolen zunehmend Einfluss auf die Verfügbarkeiten von Futtermitteln. Risiken wirtschaftskonjunktureller Art, behördliche Auflagen sowie das Auftreten von Tierkrankheiten können jederzeit zu entsprechenden Belastungen führen. An diesen Risiken partizipieren wir mit einer leichten Verzögerung in entsprechender Weise. Es ist davon auszugehen, dass sich wesentliche agrarpolitische und wirtschaftliche Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte auch in der nahen Zukunft fortsetzen werden. Begleitet wurde und wird diese Entwicklung vom Abschluss bilateraler Handelsabkommen der Europäischen Union. Die zunehmend marktorientierte Gestaltung der Agrarpolitik hat zur Folge, dass die deutschen Milchbauern und Molkereien direkt mit ihren Berufskollegen aus anderen Teilen der Welt im Wettbewerb stehen. Also gilt es, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und weiter auszubauen, damit nicht nur auskömmliche Einkommen erwirtschaftet, sondern auch Investitionen getätigt werden können. Steigende Anforderungen zum Beispiel in den Bereichen Tier- und Umweltschutz führen in der Regel zu höheren Produktionskosten. Es bleibt von großer Bedeutung, dass die Berücksichtigung steigender gesellschaftlicher Ansprüche in möglichen neuen gesetzlichen Regelungen nicht zur Abwanderung der Milchproduktion in andere Staaten führt. Ferner ist zu beachten, dass eine Balance zwischen verschiedenen, teils stark miteinander in Konflikt stehenden Zielen in den Bereichen des Tier- und Umweltschutzes sichergestellt wird. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen ganz überwiegend gegen die Muttergesellschaft SYNETICS eG. Darüber hinaus erfolgt die Fakturierung grundsätzlich in Euro, sodass keine nennenswerten Währungsrisiken vorliegen. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; Engpässe sind nicht zu erwarten. 2. Chancenbericht Die Geschäftsverlaufsentwicklung des neuen Geschäftsjahres sehen wir in Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen und der Branchenentwicklung. Unsere Chancen sehen wir aufgrund unseres hohen Bekanntheitsgrades bei unseren auch potentiellen Geschäftspartnern und in unserer Marktposition. Mit unseren Kernkompetenzen und dem stetigen Ausbau einer effizienten Kostenstruktur sind wir zur weiteren Steigerung der Marktdurchdringung gerüstet. Die Synetics-Gruppe ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit unserem französischen Partner. Damit gehen wir einen ersten Schritt in Richtung europäische Rinderzuchtorganisation und setzen uns damit von vergleichbaren Organisationen in Deutschland ab. Neben Kostendegressionen und Synergieeffekten erwarten wir eine höhere Durchsetzungskraft sowohl auf dem europäischen als auch auf dem außereuropäischen Markt. Darüber hinaus erwarten wir durch die gemeinsame Forschungsarbeit positive Auswirkungen auf den genetischen Fortschritt sowie der Verfügbarkeit hochwertiger Genetik. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung liegen im Rahmen der allgemeinen Unwägbarkeiten unserer unternehmerischen Aktivitäten sowie deren branchenspezifischen Umstände. Den schrumpfenden Inlandsmärkten wirken wir mit verstärkten Exportaktivitäten entgegen. Darüber hinaus wird es innerhalb der SYNETICS Gruppe erste Möglichkeiten geben Synergien aus dem gemeinsamen Zuchtprogramm zu generieren. Für das Geschäftsjahr 2024 erkennen wir keine wirtschaftlichen oder rechtlichen Bestandsgefährdungspotentiale. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, sonstige Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus eigenen Mitteln, aus von den Gesellschaftern bereit gestellten Mitteln und über Kreditlinien der Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements besteht in der Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Verden, den 20. März 2024 gez. Dr. Josef Pott gez. Ralf Strassemeyer Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SYNETICS Germany GmbH Verden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SYNETICS Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SYNETICS Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Varel, den 20. März 2024 HSM
Wirtschaftsprüfung GmbH
gez. Dipl.-Kfm. Dr. Bernd Sundermeier, Wirtschaftsprüfer Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 06.05.2024 |
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