Master Data

Registry
Register court Gelsenkirchen HRB 10081
Previous
Blitz F09-eins-zwei GmbH
Registered
2/25/2009
Industry
Manufacture of plastic packing goodsManufacture of builders’ ware of plasticManufacture of household articles of plastics
Purpose
Herstellung und der Vertrieb petrochemischer und anderer che-mischer Produkte sowie von Energie und die Vornahme aller sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Die Gesellschaft kann die Ausführung von Dienstleistungen jeder Art und insbesondere die Vertretung, Betriebsführung und Lohnverarbeitung für andere Unternehmen übernehmen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Benie Marotz
since 3/21/2019
Managing Director
Patrick Dr. Giefers
since 6/11/2014
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
INEOS Industries Holdings LimitedGBR
100.00%

Shareholders
Beta

1 shareholder

GmbH structure

Name
Location
Amount
Share
INEOS Industries Holdings Limited
United Kingdom
€25,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

INEOS Styrenics GmbH

Marl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Allgemeine Angaben

Gegenstand der Gesellschaft mit Sitz in Marl ist die Cumol-Lohnverarbeitung für die INEOS Europe AG, INEOS Phenol Division, Rolle/Schweiz. Die Produktionsanlage befindet sich im Chemiepark Marl.

Mit der INEOS Styrolution Switzerland S.A. besteht seit dem 1. April 2011 ein Vertrag über die Fertigung von Styrol und Ethylbenzol. Dieser Vertrag wurde seitens der INEOS Styrolution Switzerland S.A. am 19. März 2012 mit einer Kündigungsfrist von 12 Monaten gekündigt. In Folge der Kündigung des Lohnfertigungsvertrages erfolgte am 15. Oktober 2012 die Stilllegung der Styrol-Anlagen. Mit dieser Entscheidung ging ein erheblicher Personalabbau sowie die Neuverhandlung von Standortleistungen einher. In einer zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung abgeschlossenen Eckpunktevereinbarung wurde der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis zum 31. März 2015 beschlossen. Gleichzeitig wurde allen Mitarbeitern bis zum Geburtsjahrgang 1962 ein Frühruhestandsangebot unterbreitet, welches inzwischen von allen betroffenen Mitarbeitern angenommen wurde. Gemäß des Styrol-Lohnverarbeitungsvertrages werden alle zahlungswirksamen Kosten, die durch die Schließung oder Stilllegung der Anlagen verursacht werden, von der Prinzipalgesellschaft übernommen.

In der Betriebsversammlung vom 10. Juni 2013 wurde die Schließung der Service- und Verwaltungsabteilungen zum Ende des 4. Quartals 2013 bekanntgegeben. Dadurch erfolgt ein weiterer Stellenabbau unter Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis zum 31. Dezember 2016. Gleichzeitig wurde allen Mitarbeitern bis zum Geburtsjahrgang 1962 ein Frühruhestandsangebot unterbreitet. Die hieraus resultierenden zusätzlichen Aufwendungen werden von der INEOS Styrenics Manufacturing GmbH in Marl getragen.

Seit dem 1. Dezember 2020 gibt es einen Interessenausgleich zwischen der INEOS Styrenics GmbH und der INEOS Cumene GmbH, der den Gemeinschaftsbetrieb beider Gesellschaften zum Betrieb der Bestandsanlage, der Inbetriebnahme der Neuanlage sowie der Außerbetriebsetzung der Altanlage regelt.

Die neue Cumolanlage, betrieben durch die INEOS Cumene GmbH, wurde Ende 2023 erfolgreich vollständig in Betrieb genommen. Entsprechend wird die Cumolanlage, betrieben durch die INEOS Styrenics GmbH, derzeit gereinigt und zeitnah gemäß den vertraglichen Verpflichtungen an den Werksbetreiber des Chemieparks zurückübergeben. Eine weitere Produktion und operative Tätigkeit durch die INEOS Styrenics GmbH ist nicht vorgesehen. Die Mitarbeiter wurden gemäß dem Interessenausgleich auf die INEOS Cumene GmbH übertragen. Die Schließungskosten sind durch den bestehenden Lohnumarbeitungsvertrag, welcher nachfolgend noch beschrieben wird, nicht gedeckt und verbleiben bei der Gesellschaft.

Als Leistungsindikatoren sind Auslastung & Arbeitsunfälle (nichtfinanziell) und Umsatz (finanziell) definiert und fortfolgend in die Ausführungen eingebunden. Die bisherigen Leistungsindikatoren werden zukünftig abgelöst und durch das Jahresergebnis ersetzt. Da ab 2024 keinerlei Produktion mehr stattfindet, entfallen entsprechend die Auslastung und Arbeitsunfälle für die weitere Steuerung. Die Umsatzerlöse reduzieren sich auch in erheblichem Maße, mangels Produktionskosten und einer operativen Tätigkeit und entfallen ebenfalls als Steuerungsgröße. In Zukunft wird das handelsrechtliche Ergebnis relevant, da geringfügige Kosten entsprechend über die bestehenden Verträge weiterbelastet werden und die Gesellschaft primär in die Lage versetzt werden soll, die bestehenden Verpflichtungen aus Pensionen zu bedienen.

Wichtige Verträge

Agency and Supply and Service Agreement

Mit der INEOS Manufacturing Deutschland GmbH wurde am 30. Oktober 2009 ein Agency and Supply and Service Agreement geschlossen.

Lohnverarbeitungsverträge

Mit Wirkung zum 1. April 2014 wurde exklusiv mit der INEOS Europe AG, INEOS Phenol Division, Rolle/Schweiz, ein neuer Cumol-Lohnumarbeitungsvertrag abgeschlossen, der eine vollständige Kostenerstattung und zusätzlich einen Gewinnaufschlag vorsieht, so dass zukünftig mit konstant positiven Ergebnissen gerechnet werden kann. Der Vertrag wurde am 18. Dezember 2019 hinsichtlich des Umarbeitungszuschlags angepasst.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Da die INEOS Styrenics GmbH exklusiv für die INEOS Europe AG tätig ist, ist die Entwicklung deren maßgeblichen Marktes entscheidender als die gesamtwirtschaftliche Entwicklung aus Sicht der INEOS Styrenics GmbH. Cumol stellt einen elementaren Rohstoff für die Herstellung von Phenol dar und es wird folglich die Entwicklung des Phenolgeschäftes betrachtet.

Globale Wirtschaft - Wachstum und Umfeld im Überblick

Das Geschäftsjahr 2023, begleitet von einer restriktiven Geld- und Finanzpolitik, war für Welthandel und Investitionstätigkeit kein leichtes Jahr. Geopolitische Konflikte wie der anhaltende Krieg in der Ukraine, die Verschärfung des Nahostkonfliktes infolge des Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und die daraus resultierenden militärischen Auseinandersetzungen im Gazastreifen sowie erneute klimabedingte Katastrophen stellten die Welt und ihre Märkte vor weitere große Herausforderungen sowohl in politischer, humanitärer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Die mit Beginn dieses Jahrzehnts nicht abreißende Kette an Krisen - Corona-Pandemie, die gestiegene Zahl an bewaffneten Konflikten, der höchste Stand seit 1945, sowie der weltweit starke Anstieg der Lebenshaltungskosten - verschärften die Problematik des Klimawandels mit Blick auf seine Auswirkungen und machen das Erreichen der gesetzten Ziele noch schwieriger.

Die Globale Wirtschaft zeigte sich mit einem Wachstum von 3,1 % im Jahr 2023 dennoch wesentlich widerstandsfähiger als erwartet. Fallende Energiepreise und der abnehmende Druck auf die Lieferketten verbesserten das globale Angebot. In Kombination mit der restriktiven Zinspolitik großer Zentralbanken wie der Fed und der EZB, führte diese Entwicklung im Verlauf des Jahres zu dem erhofften Rückgang der Inflation.

Die wirtschaftliche Entwicklung speziell in den USA sowie in mehreren wichtigen Schwellen- und Entwicklungsländern zeigte sich besser als erwartet. Das Wirtschaftswachstum der USA lag mit 2,5 % über den ursprünglichen Erwartungen, einerseits getragen durch die couragierte Zinspolitik der Fed, die zu einer schnellen Abkühlung der Inflation und zu einer Senkung der Verbraucherpreise beitrug, andererseits stimuliert durch die kämpferische Ausgaben- und Investitionspolitik des Staates gestützt durch eine hohe Staatsverschuldung und investitionsfördernde Subventionsprogramme wie dem "Inflation Reduction Act".

Die Wirtschaft in China erfuhr allerdings nicht die nachhaltige Erholung, die man nach dem abrupten Ende von Chinas Null-Covid Politik erwartet hatte. Lange Lockdown- Perioden in den vorangegangenen Jahren, eine anhaltendende Immobilienkrise sowie eine hohe Arbeitslosigkeit insbesondere unter jungen Menschen, hatte zu nicht unerheblichen Einkommens- und Vermögenseinbußen geführt. Dementsprechend blieb das Konsumverhalten der chinesischen Verbraucher nach einer kurzen Hochphase von März bis Mai weit hinter den Erwartungen für das gesamte Jahr zurück. Vielmehr ging der Einzelhandelsumsatz erneut zurück und zeigte sich von Juni bis September mit wesentlich geringeren Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotz anhaltender Preissenkungen im Einzelhandel zeigte sich erst ab Oktober erneut eine deutliche Verbesserung. Doch nicht nur die Einzelhandelspreise, sondern auch die Erzeugerpreise sahen sich einem anhaltenden Abwärtstrend ausgesetzt. Die Deflation, die vor allem in Chinas Industriesektor zu beobachten war, hat zu zahlreichen Schließungen privater Unternehmen geführt und Chinas Position beeinträchtigt. Doch obgleich China mit Deflation und Unternehmensschließungen kämpfte, der heimische Konsum schwach und Exporte infolge der schwachen Weltwirtschaft rückläufig waren, wuchs die chinesische Wirtschaft im Jahr 2023 dennoch um 5,2 %.

Obwohl auch Europa die Situation etwas besser bewältigte als erwartet, fiel das Wachstum mit 0,5 % im Euroraum gedämpft aus, was einerseits dem durch die Inflation angeschlagenen Konsumverhalten der Verbraucher geschuldet war, andererseits sich auch auf die gestiegene Kostenbelastung für das produzierende Gewerbe zurückführen ließ. Sowohl höhere Energiepreise als auch gestiegene Zinsen belasteten die europäische Industrie auch mit Blick auf ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Produzenten insbesondere in Asien und Nordamerika. Neben einer gesunkenen Nachfrage in Europa waren es preisgünstige Importe industrieller Produkte speziell aus Asien, die die Absatzmöglichkeiten für europäische Hersteller in Europa darüber hinaus limitierte.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern zeigte sich die deutsche Wirtschaft - auch bedingt durch ihre Abhängigkeit in den Branchen wie Automobilsektor, Maschinenbau und Elektronik / Elektroniktechnik von China - wesentlich empfindlicher und schrumpfte im Jahr 2023 um 0,3 %. Die schwache Weltkonjunktur, eine hohe Inflation sowie gestiegene Zinsen führten zu einer allgemeinen Konsumzurückhaltung, einem angeschlagenen Baugewerbe und einer rückläufigen Industrieproduktion. Der deutsche Außenhandel zeigte sich relativ schwach, die Exporte sanken um 1,4 %. Das deutsche Baugewerbe wurde infolge schlechter Finanzierungsbedingungen und gestiegener Baukosten stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Reduzierung der Nachfrage war mit einem Rückgang der privaten Konsumausgaben um 0,8 % und der staatlichen Konsumausgaben um 1,7 % einschneidend. Die schwache Wirtschaft zeigte schließlich auch Wirkung auf der Beschäftigungsseite mit einem stetigen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahr 2023.

Rohstoffe und Energie

Auch das Jahr 2023 war von starken Preisschwankungen beim Rohöl und nachgelagerten Rohstoffen geprägt. Produktionskürzungen, fiskalpolitische Eingriffe zur Eindämmung der Inflation und geopolitische Risiken förderten erneut die Volatilität und schafften Unruhe in den Märkten. Insbesondere die Förderpolitik Saudi-Arabiens aber auch geopolitische Krisen führten zu Preisschwankungen im Verlauf des Jahres. So kündigte OPEC+ unter der Führung Saudi-Arabiens im April eine überraschende Drosselung der Erdölförderung ab Mai an, gefolgt von einer einseitigen Ankündigung Saudi- Arabiens im Juni, ab Juli die Fördermenge um eine weitere Million Barrel pro Tag zu kürzen. Nachdem Brent Rohöl im Juni unter 70$/Barrel gesunken war, zeigte bereits die Ankündigung und die darauffolgende Kürzung Wirkung und der Rohölpreis Brent stieg im Verlauf der folgenden Monate stetig bis nahezu an die 100 Dollar Marke. Im Oktober verunsicherte ein weiteres geopolitisches Ereignis die Rohstoffmärkte. Mit Beginn der Auseinandersetzungen im Nahen Osten stieg der Rohölpreis Brent erneut für kurze Zeit auf nahezu 90$/Barrel, schwächte sich allerdings in den verbleibenden zwei Monaten ab und beendete das Jahr mit einem Schlusskurs von etwa 70$/Barrel.

Die Ausweitung von Fördermengen insbesondere in den USA und mehreren anderen ölfördernden Ländern wie Brasilien, Guyana und Norwegen wurden teilweise kompensiert durch Kürzungen der OPEC-Mitgliedsländer, hauptsächlich von Saudi-Arabien. Mit Blick auf den geschätzten Verbrauch von Rohöl und Raffinerieprodukten von ca. 101,1 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2023 überstieg die Rohölfördermenge jedoch mit einem Wachstum um insgesamt 1,7 Millionen Barrel pro Tag auf ca. 101,7 Millionen Barrel pro Tag den Verbrauch. Im Schnitt lag der Brent Rohölpreis bei 82 $/Barrel im Jahr 2023.

Nach einem erheblichen Anstieg der Strom- und Gaspreise im Jahr 2022, der bereits vor der russischen Invasion in der Ukraine einsetzte, dann aber im zweiten Halbjahr 2022 in die Höhe schoss, wurde von den europäischen Ländern zügig nach Ersatz für die entfallenden russischen Gaslieferungen gesucht. Im Jahr 2023 wurden zahlreiche Terminals für Flüssigerdgas in Betrieb genommen, die über wesentlich größere Speicherkapazitäten verfügten, wodurch die Knappheit gemildert wurde. Die Preise stabilisierten sich infolgedessen, blieben allerdings im Vergleich zu den Preisen in den USA und in China auf wesentlich höherem Niveau. Während die Industriestrompreise in USA und China im Schnitt mit 8,4 Eurocent pro KWh geschätzt wurden, lag Europa im Durschnitt mit knapp 20 Eurocent pro KWh (Stand Oktober 2023) deutlich über dem Niveau dieser Wirtschaftsgiganten. Deutschland lag beim Industriestrompreis nur leicht über dem Durchschnittsniveau der europäischen Länder.

Inflation / Geldpolitik EZB und FED 2023

Mit der Verbesserung der globalen Angebotssituation ist die Inflation im Jahr 2023 zurückgegangen und lag in den EU-Staaten im Jahresdurchschnitt bei 6,4 % im Jahr 2023 und schloss das Jahr im Dezember mit 3,4 % ab. Deutschland lag mit 5,9 % Jahresdurchschnitt leicht unter und mit 3,7 % im Dezember leicht über dem europäischen Durchschnitt. Insbesondere der Preisrückgang bei Energie und Gas sorgte für eine sinkende Inflationsrate. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weniger angespannt mit einem größeren Arbeitsangebot und Rückgang der offenen Stellen sowie mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Lohnsteigerungen hielten sich grundsätzlich in Grenzen und blieben hinter den Preissteigerungen zurück.

Mit dem Ziel, die Inflation einzudämmen, erhöhten große Zentralbanken auch im Jahr 2023 erneut die Leitzinsen, wodurch wiederum die Finanzierungskosten sowohl für private Haushalte als auch Unternehmen weiter stiegen. Im Euroraum stieg der Leitzins gegenüber dem Vorjahr um weitere 2 % auf 4,5 %. Die US-Notenbank Fed, die den Leitzins bereits Ende 2022 auf 4,25 - 4,5 % angehoben hatte, legte im Jahr 2023 nochmal insgesamt 1 % drauf und erreichte 5,25 - 5,5 %, ein Niveau, das zuletzt in 2006/2007 vor der globalen Finanzkrise in den USA gesehen wurde.

Im Gegensatz zu Europa und Amerika zeigte sich in Asien ein gegenläufiger Trend der Zinsentwicklung. Speziell in China, wo sich die Sorgen über die Konsequenzen anhaltender Preissenkungen und das Risiko einer Deflation für das Wirtschaftswachstum häuften, hat die Zentralbank die Geldpolitik gelockert. Die Bank von Japan hat die kurzfristigen Zinssätze nahe Null gehalten.

Fortschritte sind allerdings bei zahlreichen Unternehmen in der Festlegung von Nachhaltigkeitsinitiativen und der Neugestaltung von Geschäftsmodellen zu sehen.

Mit Blick auf den Klimawandel, die gestiegenen Herstellungskosten infolge hoher Energie- und Rohstoffkosten und durch strikte Regulierung ist der Druck auf die Industrie, insbesondere auf die chemische Industrie in Europa noch größer geworden ihre Prozesse effizient zu gestalten und neue bzw. alternative Rohstoff- und Energiequellen für sich zu nutzen.

Die Zinserhöhungen stellten die Unternehmen mit Blick auf die Refinanzierung ihrer Schulden sowie infolge eines schlechteren Kreditangebots vor erhebliche Herausforderungen und dämpfte die Investitionsbereitschaft beträchtlich. Die Baubranche in Europa spürte die negativen Auswirkungen schmerzlich, wobei gewerbliche Immobilien besonders unter Druck gerieten, da die höheren Kreditkosten die bereits hohen Baukosten infolge gestiegener Ausgaben für Baumaterial und -rohstoffe zusätzlich aufblähten. Die durchschnittliche Jahresproduktion im Baugewerbe für das Jahr 2023 stagnierte nahezu und stieg im Vergleich zu 2022 in der Eurozone lediglich um 0,2 % und in der EU nur um 0,1 %. Insbesondere Deutschland hatte mit einem massiven Auftragsrückgang im Wohnungsbau um 20 % im Vergleich zum Vorjahr zu kämpfen.

Entwicklung Branche

Der Automobilsektor, ebenfalls ein großer Bedarfsträger für chemische Produkte wie zum Beispiel Nylon und Polycarbonat, zeigte sich weiterhin anfällig und mit großen Herausforderungen für die europäische Autoindustrie mit Blick auf eine starke Konkurrenz in Asien. In den ersten drei Quartalen produzierte China mit 17,5 Millionen Autos fast das Doppelte im Vergleich zu den Produzenten der EU, die mit etwas mehr als 9 Millionen hergestellten Autos in den ersten drei Quartalen 2023 zwar eine relative hohe Wachstumsrate von 14 % im Vergleich zum Vorjahr erreichten, sich aber einem zunehmenden Importstrom mit insgesamt fast 1,8 Millionen Neuwagen (+28 %) im gleichen Zeitraum gegenüber sahen, während die Neuwagen-Exporte aus der EU nur um 16,8 % stiegen bzw. die Neuwagen-Exporte aus der EU nach China sogar um 14 % sanken. China war mit ca. 473 Tausend Neuwagen im Zeitraum von Januar bis September 2023 der größte Importeur in die EU. Zusammen mit den Neuwagenimporten aus Südkorea und Japan betrug die Zahl der aus Asien eingeführten Neuwagen rund 1,15 Millionen Neuwagen in den ersten drei Quartalen 2023.

Für die chemische Industrie in Europa war 2023 mit eines der schlechtesten Jahre der Branche. Strukturell höhere Preise für Energie und Rohstoffe in Europa, höhere Zinsen bedingt durch eine restriktive Geldpolitik, sowie strikte Reglementierungen bei begrenzter bzw. mangelnder Unterstützung durch die europäische Politik belasteten zunehmend die europäischen Unternehmen und reduzierten die Wettbewerbsfähigkeit sowohl gegenüber den USA als auch China signifikant sowohl in den heimischen Märkten als auch in den Überseemärkten. Der signifikante Nachfragerückgang einhergehend mit der starken Zunahme von Importen aus Übersee nach Europa für chemische Produkte aber auch für Produkte in nachgelagerten Märkten setzte die europäische Chemieindustrie unter Druck. Geplagt mit Überkapazität, Preisverfall bei einer verhältnismäßig hohen Kostenbelastung, insbesondere durch hohe Energie-, Rohstoff- als auch Personalkosten sowie eine hohe Steuer- und Abgabenbelastung und der daraus entstehende Mangel an Wettbewerbsfähigkeit insbesondere in der Petrochemischen Industrie, führte zu einem starken Rückgang der Produktion und veranlasste eine Anzahl von Unternehmen, Anlagen bzw. Standorte in Europa teilweise oder sogar ganz zu schließen. Das Produktionsvolumen der Chemie in Europa ist im Jahr 2023 um 6,6 % gesunken. Cefic schätzt den Rückgang der Chemieproduktion in der EU im Jahr 2023 auf 8%.

Subventionsprogramme in Ländern außerhalb Europas wie der "Inflation Reduction Act" (IRA) in den USA und die Aussicht auf wesentliche höhere Wachstumsraten beim Bedarf in Ländern wie in China oder Indien verstärkten das Interesse von Unternehmen an Investitionen in den USA bzw. in Asien. Europa - bisher zweitgrößter Produzent chemischer Produkte nach China - verlor im Jahr 2023 weiter an Attraktivität und Power.

So kündigte z.B. BASF im Februar 2023 an, dass sie bis Ende 2024 Anlagen zur Herstellung von Ammoniak, Caprolactam, Toluoldiisocyanat und anderen wichtigen Produkten im Ludwigshafener Werk des Unternehmens schließen wird. Andererseits investiert BASF 10 Milliarden Euro in den Bau eines riesigen Produktionskomplexes in China. Olin legte Anfang 2023 seine 735.000-Tonnen Cumolanlage still. Einer der größten Polycarbonat-Hersteller, Sabic Innovative Plastics, legte eine seiner Polycarbonate-Produktionslinien in seinem Industriekomplex in Cartagena, Spanien, dauerhaft still. Die Kapazität dieser Anlage betrug 130.000 Tonnen. Der Betrieb dieser Produktionslinie war bereits im Oktober 2022 eingestellt worden.

Gemäß den Angaben von Chemical Market Analytics (CMA) betrug der Phenolbedarf im Jahr 2023 weltweit ca. 11,6 Millionen Tonnen und lag damit unter dem Vorjahresniveau. Der weltweite Gesamtbedarf beim Aceton lag mit rund 7,3 Millionen Tonnen ebenfalls unter dem Vorjahresniveau.

Der europäische Phenolmarkt durchläuft einen Prozess nachhaltiger Veränderungen. Nach mehreren Herausforderungen in den letzten Jahren, wie dem pandemiebedingten Nachfragerückgang im Jahr 2020, dem starken und sehr schnellen Anstieg der Nachfrage und den darauf einsetzenden starken Preisanstieg im Jahr 2021 sowie weiterer Preisaufschläge infolge gestiegener Energiekosten im Jahr 2022, war das europäische Phenol zum teuersten Phenol weltweit geworden. Mit zunehmender Inflation und rückläufiger Wachstumsrate im Bedarf war der Phenolabsatz bereits vor Beginn des Jahres 2023 stark zurück gegangen. Dieser Trend setzte sich mit Beginn des Jahres 2023 fort. Die Verbraucher hatten Mühe mit den hohen Preisen fertig zu werden.

Die Nachfrage im 1. Quartal 2023 stagnierte stark. Nahezu alle Derivate waren mit einem rückläufigen Bedarf konfrontiert, denn die größten Bedarfsträger, Bausektor und Automobilindustrie, zeigten keine Anzeichen einer Erholung. Zusätzlich erweiterten preisgünstige Importe von Derivaten wie Polycarbonat und Epoxidharz das Angebot und machten den europäischen Produzenten einen Teil der verbliebenen Absatzmöglichkeiten streitig. Die Nachfrage nach Polycarbonat war etwas besser und einer der größten Polycarbonat Produzenten, Sabic Innovative Plastics, nahm die Produktion in einer seiner beiden Polycarbonate-Anlagen in Cartagena, Spanien, wieder auf, nachdem er die Anlage im September 2022 wegen hoher Energiekosten und schwacher Nachfrage geschlossen hatte.

Das Kaufinteresse beim Caprolactam war aufgrund der hohen Kosten sowie infolge einer schwachen Nachfrage in den nachgelagerten Nylon-6-Märkten trotz der leichten Aufstockung der Lagerbestände sehr gering. Zum Ende des 1. Quartals wurde eine leichte Belebung der Aktivitäten im Automobilsektor gemeldet, allerdings ohne wesentliche Auswirkungen auf die Abnahme beim Caprolactam. Die nachgelagerte Teppichgarnindustrie hatte mit hohen Lagerbeständen und geringem Kaufinteresse zu kämpfen. Bei verschiedenen Phenolharzanwendungen setzte sich der langsame aber stabile Verbrauch fort.

Durch den signifikanten Nachfragerückgang waren die Produzenten gezwungen, die Produktion im Laufe des Jahres stark zu senken bzw. Anlagen teilweise abzustellen bzw. außer Betrieb zu belassen. Im Falle von INEOS Phenol blieb die Phenol-/Acetonanlage in Antwerpen weiterhin außer Betrieb. Seqens reduzierte seine Produktion in seiner Phenol-/Acetonanlage in Roussillon, Frankreich, aufgrund des niedrigen Absatzes.

Die Produktionskürzungen beim Phenol haben dazu beigetragen, die Lage bei Aceton zu verbessern. Bereits im 1. Quartal zeigte sich eine Erholung der Preisgestaltung. Auf dem Markt waren keine nennenswerten Einfuhren zu verzeichnen. Die Ausfuhren waren angesichts der niedrigen Produktionsraten in den europäischen Anlagen gering.

Die Nachfrage verbessert sich etwas, zunächst durch die steigende Abnahme auf dem nachgelagerten MMA-Markt zu Beginn des Jahres 2023. Im Laufe des 1. Quartals setzten Panikkäufe auf dem Spotmarkt ein, getrieben von der Sorge der Einkäufer, angesichts der niedrigen Produktion und fehlender Importe nicht genug Aceton auf dem freien Markt kaufen zu können. Grundsätzlich zeigte die Nachfrage aber auch beim Aceton keine wesentliche Verbesserung, bedingt durch eine anhaltend schwache Konjunktur.

Das 2. Quartal, das grundsätzlich die Hochsaison für die Phenolnachfrage im Jahr ist, zeigte nahezu keine Verbesserung der Nachfrage. Inflation und hohe Zinsen schwächten den Konsum in den nachgelagerten Branchen Bau- und Automobilindustrie zunehmend.

Die leichte Verbesserung bei den Kfz-Neuzulassungen zeigte sich nicht in den vorgelagerten Märkten der europäischen Chemieindustrie und die Nachfrage nach heimischen Polycarbonate, Caprolactam und nach Phenolharzen blieb auf niedrigem Niveau. Einige nachgelagerte Märkte standen weiterhin unter erheblichem Druck durch Importe aus Asien, was die Nachfrage nach europäischem Phenol zusätzlich reduzierte. Dementsprechend blieb die Auslastung der europäischen Phenol-/Aceton-Anlagen weiterhin niedrig, wenn auch auf einem etwas höherem Niveau als im 1. Quartal. Europas größte Phenol-/Aceton-Anlage - die Anlage von INEOS in Antwerpen - blieb weiterhin außer Betrieb.

Mit der immer noch niedrigen Anlagenauslastung blieb auch das Aceton-Angebot im 2. Quartal eingeschränkt. Importe erhöhten zwar das Angebot, wurden aber später im Quartal durch steigende Exporte ausgeglichen. Die Aceton-Nachfrage in Europa blieb auch im 2. Quartal hinter den Erwartungen zurück und verbesserte sich geringfügig gegenüber dem 1. Quartal. Die hohe Inflation und hohe Zinsen zeigten die negativen Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Verbraucher. Die Lösemittelsaison verlief aufgrund der anhaltend schlechten Nachfrage im Bausektor sehr schleppend. Die Märkte für BPA-Derivate wurden weiterhin von Importen geplagt. Ebenso litten die MMA-Märkte unter anhaltenden Importen, während die europäische MMA-Nachfrage hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückblieb.

Die Phenolnachfrage gab im 3. Quartal noch mehr nach, da der andauernde schwache Verbrauch auf den nachgelagerten Märkten vorrangig aus Lagerbeständen bedient und nur das notwendigste neu produziert wurde. Zusätzlich wurden diese nachgelagerten Märkte, Epoxidharze, Polycarbonat und BPA, mit Importen aus Asien belastet, die allerdings im Laufe des Quartals abnahmen. Die Nachfrage aus der Bauindustrie wurde infolge hoher Materialpreise und höherer Zinssätze weiterhin gehemmt. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie stieg leicht an, zeigte allerdings noch nicht den erhofften positiven Effekt beim Phenol.

Das Phenolangebot blieb auch im 3. Quartal begrenzt bei niedriger Produktion. Die anhaltend schwache Nachfrage sowie geplante Stillstände von europäischen Phenol- /Acetonproduzenten, wie Seqens in Frankreich im August, und Domo in Deutschland im September führte zu einer sehr niedrigen Gesamtproduktion im 3. Quartal. Eine Störung in der Cumol-Anlage von INEOS Phenol in Marl, Deutschland wirkte rohstoffseitig für unsere Phenol-/Acetonanlage in Gladbeck begrenzend.

Infolge sehr niedriger Produktionszahlen blieb die Verfügbarkeit an Aceton auch im 3. Quartal stark begrenzt. Darüber hinaus wurde Aceton nach Amerika exportiert, während wenig Produkt aus Asien nach Europa importiert wurde. Importe von Aceton-Derivaten nahmen im Laufe des Quartals ebenfalls ab. Das Aceton-Angebot wurde immer knapper und das Kaufinteresse verstärkte sich zunehmend. Im September kam es vereinzelt zu erneuten Panikkäufen. Grundsätzlich zeigte sich allerdings keine nachhaltige Verbesserung der Nachfrage.

Im 4. Quartal war das Phenolangebot insgesamt stabil. Importe und Exporte hatten nur geringen Einfluss auf den Markt, obwohl die Sorge um eine mögliche Zunahme der Einfuhren von Derivaten aus Asien infolge des Kapazitätsausbaus für Phenol, Aceton und BPA in China größer wurde. Doch der befürchtete Anstieg der Importmengen blieb zunächst aus. Vielmehr zeigte sich im Verlauf des 4. Quartals eher eine Abnahme der Importe von Derivaten. Infolge der Verschärfung des Nahost-Konfliktes häuften sich die Angriffe auf Frachtschiffe im Roten Meer. Reedereien entschieden sich für alternative, weniger gefährliche Lieferwege, was zu Lieferverzögerungen und höheren Transportkosten führte.

Der Phenolbedarf blieb im 4. Quartal angesichts der schlechten Weltkonjunktur weiterhin auf niedrigem Niveau. Mit Sabics Bekanntgabe, die sich noch im Stillstand befindliche Polycarbonate-Produktionslinie dauerhaft zu schließen und somit nur noch mit einer Linie ihre Polycarbonat-Produktion in ihrem Industriekomplex in Cartagena, Spanien, fortzusetzen, war der Nachfragerückgang im nachgelagerten Polycarbonat- Markt für Europa als dauerhaft manifestiert.

Die Lichtblicke im Automobilsektor waren nur von kurzer Dauer, denn die ersehnte nachhaltige Erholung blieb aus. Der Bausektor baute insbesondere in den westlichen Ländern Europas weiter ab, so dass die Nachfrage bei den Phenolharzen ebenfalls nachließ.

Die über das Jahr anhaltenden Produktionskürzungen führten zu einer wesentlichen Verbesserung in der Preisgestaltung beim Aceton. Das Interesse der Produzenten am Aceton-Verkaufsgeschäft war stark mit Blick auf die zu erzielenden Preise bzw. guten Margen, die ihnen erlaubten, größere Abschläge bei den Phenolpreise zu geben, um so das Kaufinteresse beim Phenol zu wecken.

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 59 kt (Vorjahr 264 kt) Cumol bedarfsgerecht für die Prinzipalgesellschaft hergestellt, dies erfolgte im 1. Quartal des Geschäftsjahres, da ab dem Zeitpunkt die Produktion durch die Anlage der INEOS Cumene GmbH abgelöst wurde. Die Auslastung lag bei 91,0 % (Vorjahr 91,0 %) für die ersten Monate des Geschäftsjahres, in denen noch produziert wurde, anschließend lag die Auslastung bei 0 % und der Rückgang von Auslastung und Produktionsmenge entspricht der Prognose.

Ertragslage

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 12.579 100 54.199 100
Sonstige betriebliche Erträge 853 7 1.549 3
Materialaufwand -11.215 -89 -43.601 -80
Personalaufwand -619 -5 -3.667 -7
Abschreibungen 0 0 -3.662 -7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.885 -15 -12.169 -23
Betriebliches Ergebnis -287 -2 -7.351 -14
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 756 6 305 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -201 -2 -212 -1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -241 -2 0 0
Ergebnis nach Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag 28 - 7.258

Durch die Außerbetriebnahme der Cumolanlage im Jahr 2023 sanken die Umsatzerlöse.

Die Materialaufwendungen sanken aufgrund der Außerbetriebnahme der Anlage im Jahr 2023.

Die Personalaufwendungen sind durch die Übertragung von Arbeitnehmern auf die INEOS Cumene GmbH im Jahr 2023 deutlich gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Das Sachanlagevermögen wurde durch die außerplanmäßigen Abschreibungen aus der Außerbetriebnahme bereits im Vorjahr vollständig abgeschrieben - mit Ausnahme des Benzoltanks. Diese wurde im Geschäftsjahr 2023 an die INEOS Cumene GmbH veräußert, was zu einem weiteren deutlichen Rückgang des Sachanlagevermögens im Vergleich zum Vorjahr führt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind entsprechend durch die Außerbetriebnahme deutlich gesunken, im Vorjahr ergaben sich noch zusätzliche Rückstellungen für die Stilllegungskosten, die entsprechend im Geschäftsjahr nicht mehr anfallen und zu einem zusätzlichen Rückgang führen.

Nach Berücksichtigung von Ertragssteuern von 241 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) ergibt sich ein Jahresüberschuss von 28 TEUR (Vorjahr Jahresfehlbetrag von -7.258 TEUR).

Vermögenslage

2023 2022
TEUR Vermögensstruktur TEUR Vermögensstruktur
Anlagevermögen 12.919 52 % 13.871 34 %
Vorräte 0 131
Forderungen und sonstige Vermögengegenstände 6.303 13.098
Cash 5.458 13.148
Umlaufvermögen 11.760 48 % 26.377 66 %
Rechnungsabgrenzung 23 0 % 13 0 %
Summe Aktiva 24.703 100 % 40.261 100 %
2023 2022
TEUR Kapitalstruktur TEUR Kapitalstruktur
Eigenkapital 6.638 27 % 6.610 16 %
Rückstellungen 16.728 20.375
Verbindlichkeiten 1.337 13.160
Fremdkapital 18.065 73 % 33.535 84 %
Rechnungsabgrenzung 0 0 % 116 0 %
Summe Passiva 24.703 100 % 40.261 100 %

Das Anlagevermögen hat sich aufgrund der Veräußerung des Benzoltanks an die INEOS Cumene GmbH weiter gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind durch die Einstellung der operativen Tätigkeit weiter gesunken.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten resultiert ebenfalls aus der Einstellung der Produktionstätigkeit im Geschäftsjahr, kongruent zu der Entwicklung der Forderungen. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen ist durch den Verbrauch der Rückstellungen für die Kosten der Anlagenstilllegung zu erklären.

Die Eigenkapitalquote beträgt 27 % (Vorjahr 16 %) und ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Bilanzsumme um 15,6 Mio. EUR, während das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr unverändert blieb. Die Bilanzverkürzung ist insbesondere auf die Abnahme der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, den Rückgang der liquiden Mittel sowie die Reduzierung der Rückstellungen zurückzuführen.

Finanzlage

Die Gesellschaft ist seit dem 30. Juli 2009 Teil der INEOS Industries Holdings Limited Gruppe und als solche in deren Finanzierungsschirm eingebunden. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich gruppenintern. Mit Darlehensvertag vom 24. Februar 2011 hat die Gesellschaft der INEOS Industries Holding Ltd. ein Darlehen in Höhe von 20.600 TEUR (Nominalbetrag) und einem aktuellen Wert in Höhe von 12.919 TEUR mit einer Laufzeit bis zum 24. Februar 2026 gewährt.

Die liquiden Mittel belaufen sich auf 5.458 TEUR nach 13.148 TEUR im Vorjahr.

Arbeitssicherheit

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichneten wir, wie im Vorjahr keinen, nach den strengen Definitionen des OSHA (Occupational Safety and Health Administration), meldepflichtigen Unfall (Vorjahr 0). Die Anzahl der Erste-Hilfe Fälle blieb bei unverändert 0 (Vorjahr 0). Dies deckt sich mit der Prognose aus dem Vorjahresabschluss. Bestandteil der Betrachtung sind sowohl firmeneigene sowie externe Mitarbeiter bzw. Kontraktoren.

Umweltschutz

Im Geschäftsjahr wurde das integrierte Managementsystem sowie das Energiemanagementsystem im Rahmen eines externen Audits gemäß ISO 14001 und ISO 50001 sowie Validierung gemäß EMAS III erneut erfolgreich geprüft.

Chancen und Risiken der geschäftlichen Entwicklung

Die INEOS Styrenics GmbH ist in das Risikomanagementsystem der INEOS- Gruppe eingebunden; monatlich werden alle wesentlichen betriebswirtschaftlichen Kenngrößen zusammengestellt und mit Erläuterungen an INEOS Capital und die Mitglieder des Executive Commitee's (EXCO) der INEOS Industries Limited gemeldet. Etwaige Risiken werden in regelmäßigen Abständen überwacht. Kurzfristig erkannte Risiken werden unmittelbar erfasst und in Abhängigkeit mit der möglichen Schadenshöhe und Wahrscheinlichkeit gemeldet. Kritische Erfolgsfaktoren können hierbei im Zeitverlauf kontrolliert und gesteuert werden. Die Geschäftsführung wird jederzeit zeitnah über alle geschäftsrelevanten Ereignisse und Entwicklungen informiert. Das Management der Gesellschaft wird ferner durch einen umfassenden Monatsbericht periodisch über aktuelle Entwicklungen maßgeblicher Sachverhalte und Steuerungsgrößen informiert.

Die INEOS Styrenics GmbH ist kein direkter Darlehensnehmer bei niedergelassenen Geschäftsbanken, sondern finanziert sich - wenn notwendig - über den Mutterkonzern; in Anspruch genommene Darlehen sowie ausgeliehene Geldmittel werden verzinst.

Unsere Gesellschaft bedient sich keiner derivativen Finanzinstrumente.

Aus dem gekündigten Lohnfertigungsvertrag mit der INEOS Styrolution Switzerland S.A. entstehen keine wirtschaftlichen oder liquiditätsgefährdenden Risiken, da die INEOS Styrolution Switzerland S.A. zugesichert hat, alle aus der Vertragskündigung resultierenden zahlungswirksamen Kosten zu ersetzen.

Für die Gesellschaft können sich weitere ungeplante Kosten aus der Schließung ergeben, die bislang noch nicht abgeschätzt werden können. Das Risiko wird jedoch als gering erachtet, da die Außerbetriebnahme und erforderlichen Maßnahmen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses bereits weitestgehend abgeschlossen sind.

Wir weisen darauf hin, dass die wirtschaftliche Entwicklung und der Fortbestand der Gesellschaft von dem Cash-Pooling Vertrag direkt von der Entwicklung der INEOS- Gruppe abhängig ist.

Prognosebericht

Der INEOS Konzern hat die neue Cumolanlage, betrieben durch die INEOS Cumene GmbH, Ende des 1. Quartals 2023 technisch abgenommen und in den Testbetrieb übernommen. Während des Testbetriebs erfolgte ein Betrieb beider Cumolanlagen parallel und die alte Cumolanlage wurde technisch einsatzbereit gehalten. Der Testbetrieb wurde Ende des 3. Quartals 2023 beendet und die neue Cumolanlage offiziell vollständig Ende des 4. Quartals in Betrieb genommen. In 2024 und nachfolgend ergibt sich entsprechend keinerlei Produktionstätigkeit mehr und daher wird auch auf die Erläuterung der Branche und Gesamtwirtschaft bewusst verzichtet. Wie bereits zuvor geschrieben ändern sich entsprechend auch die relevanten Leistungsindikatoren für die Steuerung. Für das Jahresergebnis hat sich in 2024 ein Jahresüberschuss auf dem Niveau von 2023 ergeben. Für 2025 erwartet die Gesellschaft erneut einen geringfügigen Jahresüberschuss auf dem Niveau von 2023.

 

Marl, 20.05.2025

INEOS Styrenics GmbH

Dr. Patrick Giefers

Benie Marotz

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.669.383,26
0,00 1.669.383,26
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.919.373,31 12.201.526,27
12.919.373,31 13.870.909,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 130.867,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 2.766.146,74
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.749.009,71 8.964.682,09
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.553.642,76 1.367.622,17
6.302.652,47 13.098.451,00
III. Guthaben bei Kreditinstituten 5.457.521,78 13.147.735,22
11.760.174,25 26.377.053,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.424,23 13.512,90
24.702.971,79 40.261.476,27

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 4.192,00 4.192,00
III. Gewinnvortrag 6.580.860,84 13.838.521,57
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 27.586,29 7.257.660,73
6.637.639,13 6.610.052,84
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.859.650,00 10.095.417,00
2. Steuerrückstellungen 63.072,00 157.669,70
3. Sonstige Rückstellungen 6.804.963,21 10.122.312,79
16.727.685,21 20.375.399,49
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 193.214,82 6.287.152,87
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 789.836,75 6.855.999,72
3. Sonstige Verbindlichkeiten 354.595,88 17.319,88
davon aus Steuern: EUR 7.683,82 (Vorjahr: EUR 14.555,25)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 947,63 (Vorjahr: EUR 2.764,63)
1.337.647,45 13.160.472,47
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 115.551,47
24.702.971,79 40.261.476,27

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 12.579.243,18 54.199.163,26
2. Sonstige betriebliche Erträge 853.023,69 1.548.817,51
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.198.529,08 43.532.542,18
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.719,08 68.558,35
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 92.572,03 1.831.535,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 526.453,79 1.834.826,55
davon für Altersversorgung: EUR 450.718,87 (Vorjahr: EUR 1.503.318,96)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,00 3.662.147,70
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.885.054,49 12.169.367,95
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 756.481,31 305.052,55
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 717.847,04 (Vorjahr: EUR 305.052,55)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 200.685,00 211.716,00
davon aus Aufzinsung: EUR 200.685,00 (Vorjahr: EUR 211.716,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 241.148,42 0,00
10. Ergebnis nach Steuern 27.586,29 -7.257.660,73
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 27.586,29 7.257.660,73

Anhang 2023

Allgemeine Hinweise

Die INEOS Styrenics GmbH hat ihren Sitz in Marl und ist unter der Nummer HRB 10081 im Handelsregister beim Amtsgericht Gelsenkirchen eingetragen.

Die INEOS Styrenics GmbH, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Aufstellungserleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurden in Teilen in Anspruch genommen.

Der INEOS Konzern hat Ende 2023 erfolgreich die neue Cumolanlage in Marl, betrieben durch die INEOS Cumene GmbH, in Betrieb genommen, nachdem unterjährig bereits der Testbetrieb erfolgt ist. Die neue Cumolanlage ersetzt die alte Cumolanlage, betrieben durch die INEOS Styrenics GmbH, und erübrigt damit die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Eine weiter operative Nutzung der Gesellschaft ist nicht geplant. Aus diesem Grund wird der Jahresabschluss unter der Abkehr der Annahme zur Fortführungsprämisse aufgestellt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände richtet sich daher im Wesentlichen nach den Verhältnissen des Absatzmarktes. Formale Beschlüsse zur Verschmelzung, Liquidierung o. A. sind nicht gefasst.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Das Sachanlagevermögen wird zu Liquidationswerten bewertet. Soweit die Liquidationswerte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßig Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bewertet.

Die Bestande an Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die Emissionsberechtigungen der Gesellschaft werden bei freier Zuteilung bis zur Verwendung mit Erinnerungswerten bilanziert. Sofern eine Unterdeckung besteht, werden diese zu Anschaffungskosten über den Markt erworben. Für zum Stichtag bestehende Verpflichtungen für den Erwerb von Emissionsberechtigungen wird dies als Rückstellung unter Bezug der aktuellen Marktpreise abgebildet und erfolgt gemäß der Bewertungsmethoden der sonstigen Rückstellungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden.

Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Method" unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- und Rentensteigerungen ermittelt. Dabei wird der Erfüllungsbetrag der zukünftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen bewertet. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensions-verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %). Bei diesem Prozentsatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die unter dynamischen Gesichtspunkten nach Eintritt des Versorgungsfalls zu erwartenden Versorgungsleistungen werden über die Beschäftigungszeit der Mitarbeiter verteilt.

Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,50 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,30 % zugrunde gelegt, sowie eine durch den Aktuar berechnete alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeit.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet. Zukünftige Preis- und Kosten-steigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Gnadenquartalszahlungen werden unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,75 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Die Rück-stellungen für Gnadenquartalszahlungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Rückstellungen für Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen sind mit einem Rechnungszinssatz von 1,75 % auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet.

Rückstellung für den Frühruhestand sind mit einem Rechnungszinssatz von 0,99 % (10-Jahres-Durchschnitt) auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Ausleihungen an den Gesellschafter INEOS Industries Holdings Ltd., Lyndhurst, Großbritannien.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 4.543 TEUR (Vorjahr 8.342 TEUR). Darüber hinaus resultieren Forderungen in Höhe von 206 TEUR (Vorjahr 623 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus der in 2012 beschlossenen Anlagenstilllegung.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Vorsteuerrückforderungen in Höhe von 346 TEUR (Vorjahr 546 TEUR). Sie haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 01. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31.Dezember 2009 von 1.579 TEUR. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (1.579 TEUR) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 105 TEUR aufwandswirksam erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung der Pensionsrückstellungen auf 105 TEUR (Vorjahr 212 TEUR).

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen liegen um 149 TEUR (Vorjahr 713 TEUR) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Schließungskosten, Beträge für den Frühruhestand, sonstige ungewisse Verbindlichkeiten und Personalaufwendungen.

Die Rückstellungen für den Frühruhestand berücksichtigen die voraussichtlichen, zahlungswirksamen Aufwendungen aus der Stilllegung der Styrol-Anlage. Diesen Verpflichtungen stehen entsprechende Ausgleichsansprüche gegenüber.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge / Sonstige betriebliche Aufwendungen

Es werden periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 665 TEUR (Vorjahr 349 TEUR) ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Beträge für die Stilllegung der Anlage in Höhe von 760 TEUR (Vorjahr 7.362 TEUR) enthalten. Die Stilllegungskosten beinhalten Beträge für den Rückbau der Rohrleitungen, Reinigungskosten und Betriebskosten während der Abschaltung.

Die Anpassung der Pensionsrückstellungen aus der Auflösung des Unterschiedsbetrags BilMoG über 105 TEUR (Vorjahr 105 TEUR) werden nach Artikel 75 Abs. 5 EGHGB in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt.

Währungsumrechnung

Wie auch im Vorjahr belaufen sich die Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung jeweils auf weniger als 1 TEUR.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 241 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) enthalten.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern belaufen sich auf 120 TEUR (Vorjahr 67 TEUR) und werden im betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich gemäß § 267 (5) HGB beschäftigt:

Angestellte 1 (Vorjahr 5)
Gewerbliche Mitarbeiter 4 (Vorjahr 14)
Summe 5 (Vorjahr 19)

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

Dr. Patrick Giefers, Geschäftsführer und Direktor Personal, INEOS Köln GmbH, Köln

Benie Marotz, Geschäftsführer, INEOS Phenol GmbH, Gladbeck

Die Geschäftsführung hat keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Leasing für sonstige Bürogeräte in Höhe von 1 TEUR. Langfristige Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Leasing- oder ähnlichen Verträgen bestehen nicht.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der INEOS Industries Limited Lyndhurst, Großbritannien, als Konzernmutter des kleinsten und größten Konzernkreises einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird nach IFRS aufgestellt, ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird beim englischen Companies House unter der Nummer 06959146 hinterlegt.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss von 28 TEUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es haben sich keine relevanten Ereignisse ergeben.

 

Marl, 20. Mai 2025

INEOS Styrenics GmbH

Dr. Patrick Giefers

Benie Marotz

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte 326.262,26 0,00 0,00 326.262,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 706.994,37 0,00 0,00 706.994,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.834.484,88 502,94 -502,94 10.834.484,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 876.054,51 0,00 0,00 876.054,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.669.383,26 0,00 -1.669.383,26 0,00
14.086.917,02 502,94 -1.669.886,20 12.417.533,76
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.201.526,27 717.847,04 0,00 12.919.373,31
26.614.705,55 718.349,98 -1.669.886,20 25.663.169,33
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte 326.262,26 0,00 326.262,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 706.994,37 0,00 706.994,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.834.484,88 0,00 10.834.484,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 876.054,51 0,00 876.054,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
12.417.533,76 0,00 12.417.533,76
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
12.743.796,02 0,00 12.743.796,02
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.669.383,26
0,00 1.669.383,26
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.919.373,31 12.201.526,27
12.919.373,31 13.870.909,53

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die INEOS Styrenics GmbH, Marl

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der INEOS Styrenics GmbH, Marl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der INEOS Styrenics GmbH, Marl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir machen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt "Allgemeine Hinweise" des Anhangs in Bezug auf die Bilanzierung und Bewertung unter Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufmerksam. Die gesetzlichen Vertreter verweisen dort auf die Inbetriebnahme der neuen Cumolanlage betrieben durch die INEOS Cumene GmbH, Marl, und die Abschaltung der alten Cumolanlage betrieben durch die Gesellschaft und den Entfall der Geschäftstätigkeit. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 20. Mai 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco Feldhoff, Wirtschaftsprüfer

Alexander Möhring, Wirtschaftsprüfer

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