Activities of holding companies
Master Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
René Wickel since 6/7/2024 | Procura |
Carl-Joachim von Schlenk-Barnsdorf since 2/13/2023 | Board Member |
HoldingsBeta
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Schlenk SE (vormals: Carl Schlenk Aktiengesellschaft)Roth OT BarnsdorfJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 - entsprechend den Vorgaben des Gesetzes und der Satzung - die Tätigkeit des Vorstandes laufend überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat hat sich laufend über die Entwicklung des Unternehmens unterrichtet und sich über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik Auskunft geben lassen. Im Jahr 2023 fanden 4 Sitzungen des Aufsichtsrates statt. An den Sitzungen haben jeweils alle Aufsichtsräte teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat insbesondere auch den Jahresabschluss und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzbesprechung mit dem Aufsichtsrat teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus auch unterjährig die Monatsabschlüsse der wichtigsten Konzerntöchter sowie des Konzerns vorlegen und erläutern lassen und auf seinen Sitzungen eingehend besprochen. Insbesondere die Plausibilität der Bewertung des Umlaufvermögens und die Finanzierungsstruktur des Konzerns sind stetiger Prüfungsschwerpunkt. Das Gegenüberstellen und die Plausibilitätsprüfung verschiedener Bilanzkennzahlen ist hierbei ein ebenso wichtiges Instrument wie die stichprobenartige Einsichtnahme in die Bücher und Unterlagen der Finanzbuchhaltung. Vor allem wird im Rahmen des Berichtes über den Geschäftsverlauf der Niederschlag der Aussagen des Vorstandes in Bilanzzahlen stetig überprüft. Ein besonderes Augenmerk richtete der Aufsichtsrat in diesem Jahr auf die Erstellung des Jahresabschlusses sowie auf das interne Kontrollsystem. Die Erkenntnisse der Wirtschaftsprüfer wurden in die Diskussion des Aufsichtsrates mit einbezogen. Zusammengefasst lautet das Ergebnis der unterjährigen Prüfungen sowie der Prüfung des Jahresabschlusses wie folgt: Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Schlenk SE, der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht, sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer, der Rödl & Partner GmbH, Nürnberg, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat für beide Abschlüsse den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Diese Wertung deckt sich uneingeschränkt mit den Erkenntnissen des Aufsichtsrates. Wir haben von dem Ergebnis der Prüfungen zustimmend Kenntnis genommen. Außerdem hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Gesellschaft und des Konzerns zum 31.12.2023, den Vorschlag für die Gewinnverwendung, sowie den Geschäftsbericht geprüft und mit den Wirtschaftsprüfern besprochen. Dabei haben sich keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, die damit festgestellt sind, und schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung an. Dieser Bericht wurde dem Vorstand fristgerecht zugestellt.
Roth-Barnsdorf, Mai 2024 Eckhard Wilhelm Mehring, Vorsitzender I. Finanzinformationen Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Allgemeine Informationen Die Schlenk SE ist mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. Dezember 2022 und Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg am 13. Februar 2023 (Amtsgericht Nürnberg HRB 41405) durch formwechselnde Umwandlung der Carl Schlenk Aktiengesellschaft mit Sitz in Roth-Barnsdorf (Amtsgericht Nürnberg HRB 301) entstanden. Die Schlenk SE stellt den Konzernabschluss nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB auf. Der Konzernlagebericht ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) Nr. 20 aufgestellt. 2. Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur Die Schlenk-Gruppe ist ein international führender Hersteller von Effektpigmenten, Metallpulvern und Metallfolien. Neben den deutschen Standorten in Barnsdorf, Bernlohe, Bitterfeld, Georgensgmünd, Roth und Rothenbruck verfügt der Konzern über Produktionsstätten in Osteuropa, Asien und Nordamerika, Vertriebstochtergesellschaften in Europa, Asien und Nordamerika sowie eine Beteiligung an einem deutschen Unternehmen und an einem langjährigen Vertriebspartner in Brasilien. Der Konzern wird aus Barnsdorf, dem Unternehmenssitz und wichtigen Produktionsstandort der Schlenk Gruppe, durch die Muttergesellschaft Schlenk SE zentral geführt. Wesentliche Holdingfunktionen für alle Gesellschaften der Schlenk-Gruppe übt die Schlenk Service GmbH & Co. KG aus. Diese umfassen vor allem Personalverwaltung, Rechnungswesen, Einkauf, Organisationsentwicklung, Zoll-/ Außenwirtschaft, IT, Marketing, Compliance und Verwaltung der Managementsysteme. Die Schlenk SE übernimmt insbesondere die strategische Managementfunktion für alle Gesellschaften der Schlenk-Gruppe. 3. Interne Organisation und Entscheidungsfindung Der Schlenk-Konzern wird zentral durch den Vorstand der Schlenk SE gelenkt und von diesem überwacht. Der Vorstand besteht derzeit aus einem Mitglied. Gemeinsam mit dem Leiter Konzernfunktionen und den Spartenleitern übt er die Konzernleitung aus. Aufbauend auf der monatlichen und somit aktuellen Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung erhalten der Vorstand sowie der Aufsichtsrat der Schlenk SE eine regelmäßige Berichterstattung. Die Berichterstattung zeigt mögliche Abweichungen von den Plangrößen in einem Soll-Ist-Vergleich auf und dient als Grundlage zur Lösungsfindung innerhalb der Geschäftsleitungssitzungen und Aufsichtsratssitzungen. Es werden etwaige Abweichungen von den Zielvorgaben unverzüglich erkannt und entsprechende Maßnahmen zeitnah eingeleitet. 4. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das weltweite Wirtschaftswachstum wurde im Jahr 2023 durch unterschiedlichste Entwicklungen beeinflusst. Die hohe Inflation und steigende Zinsen belasteten das Wachstum der Weltwirtschaft und führten zu einer langsameren Güternachfrage im Vergleich zu Dienstleistungen. Die Industrieproduktion und Nachfrage befand sich in einer weltweiten Schwächephase. Die gesamtwirtschaftliche Lage entwickelte sich weltweit unterschiedlich. Während die USA ein moderates Wachstum zum Vorjahr verzeichnen konnte, musste die Europäische Union (EU) ein rückläufiges Bruttoinlandsprodukt hinnehmen. Geopolitische Untersicherheiten im Zuge des Ukrainekrieges sowie gestiegene Energiepreise bremsten die Entwicklung zusätzlich zu steigenden Zinssätzen und Inflationsraten. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gemäß einer Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nur noch um +3,1 % gegenüber dem Vorjahr (2022: +3,5 %). Diese Eintrübung der Weltwirtschaft entwickelte sich in den Regionen unterschiedlich stark. So verzeichneten die Schwellenländer Asiens (+5,4 %), die USA (+2,5%) und Südamerika (+2,5 %) höhere Zuwachsraten als Japan (+1,9 %). Schlusslicht war die Europäische Union (+0,5 %). Deutschland stagnierte nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts im Jahr 2023 auf einer preisbereinigten Wirtschaftsleistung von -0,3 % (2022: +1,8%). Die hohen Inflationsraten, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur. Abweichend von den anderen großen EU-Ländern reduzierte der Staat im Jahr 2023 seine Konsumausgaben. Der Bereich der inländischen Anlageninvestitionen erfuhr preisbereinigt ein rückläufiges Wachstum von -0,3 %. Hierbei kam es insbesondere bei Bauinvestitionen zu rückläufigen Zahlen, welche unter hohen Baukosten, Fachkräfte-mangel sowie schlechteren Finanzierungsbedingungen litten. Auch der einheimische Konsum ging aufgrund der sinkenden Kaufkraft der Privathaushalte um -0,8 % zurück. Die schwache Weltkonjunktur führte zu einem preisbereinigten Rückgang der Exporte um -1,8 %, die Importe sanken zudem preisbereinigt um -3,0 %. Wie schon im Vorjahr profitierten in der Europäischen Union (EU) verstärkt Urlaubsländer vom Nachholeffekten der Corona-Pandemie in 2023. Das BIP-Wachstum der EU belief sich auf +0,5 % (2022: +3,4 %). Dabei konnte das BIP in Spanien (+2,4 %) wesentlich stärker zulegen als industrie- und güterexportorientierten Länder. Auch im Vereinigten Königreich dämpften hohe Inflationsraten und steigende Zinsen das Wirtschaftswachstum und führten zu einer geringen Zunahme von +0,5 %. Neben den staatlichen Fördermaßnahmen für den Industriebau befeuerten hauptsächlich der private Dienstleistungskonsum sowie die Nachfrage nach Fahrzeugen und Freizeitgütern die Konjunktur in den USA. Insgesamt konnte diese in 2023 ein Wachstum von +2,5 % (2022: +1,9 %) erreichen. In den asiatischen Schwellenländern, die ein Wirtschaftswachstum von +5,4 % verzeichneten, trugen vor allem Indien und Indonesien zum Wachstum bei. Beeinflusst wurde die Konjunktur in Asien auch durch die wirtschaftliche Entwicklung in China. Dort konnte die anhaltende Krise im Wohnungsbausektor durch staatliche Maßnahmen nicht aufgefangen werden. Der private Konsum war durch die Unsicherheiten verhaltend, die schwache Weltkonjunktur führte zudem zu einem geringen Exportwachstum. Trotzdem verzeichnete China ein Bruttoinlandsprodukt von +5,2 % (2022: +3,0 %). In Südamerika blieben die Zuwachsraten stark unter dem Vorjahreswachstum. Ein starker landwirtschaftlicher Sektor in Brasilien konnte die sich eintrübende Entwicklung in Argentinien, bedingt durch die hohe Inflation und Währungsabwertung, nicht ausgleichen. Insgesamt konnte in Südamerika nur ein BIP von +2,5 % (2022: +4,2%) verzeichnet werden. 5. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Als Produzent metallbasierender Werkstoffe ist die Schlenk-Gruppe kein Produzent chemischer Produkte im eigentlichen Sinne. Trotzdem korreliert unser Marktumfeld sehr stark mit der chemischen Industrie, weswegen wir uns im Folgenden darauf beziehen. Nach Mitteilung des Verbands der chemischen Industrie (VCI) hat die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland im 4. Quartal 2023 ernüchternd abgeschlossen. Schon 2022 brach die Produktion weiter ein und die Kapazitäten waren nicht ausgelastet. In 2023 musste die Produktion als Folge der schwachen Industriekonjunktur in Europa und aufgrund des intensiven Wettbewerbs weiter gedrosselt werden. Zum Vorjahr musste die Produktion der deutschen Chemieindustrie in 2023 ein Minus von 7,9 % hinnehmen. Ursächlich ist hier die Kombination aus einem anhaltenden Auftragsmangel, hohen Produktionskosten am Standort Deutschland sowie der weiterhin angespannten Lage auf dem Rohstoff- und Energiemarkt. Die Erzeugerpreise sanken geringfügig um 0,4 %, diese lagen aber immer noch auf einem hohen Niveau. Neben der schleppenden Konjunktur machten auch strukturelle Probleme der gesamten deutschen Wirtschaft schwer zu schaffen, was in der deutschen chemisch-pharmazeutischen Industrie zu einem Umsatzeinbruch von -12,2% im Vergleich zum Vorjahr 2022 führte. 6. Geschäftsverlauf Die Schlenk-Gruppe konnte sich dem herausfordernden weltweiten Umfeld im Geschäftsjahr nicht entziehen, welches geprägt war durch eine schwache Nachfrage nach Materialien, hohe Inflationsraten und steigende Zinsen in vielen Ländern. Zudem mussten wir uns den Problematiken der deutschen Wirtschaft stellen, die belastet wurde durch nicht international wettbewerbsfähige Energie- und Rohstoffpreise, hohe regulatorische Anforderungen, steigende Arbeitskosten und Fachkräftemangel. Aufgrund dessen mussten wir im Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang von - 10,5 Mio. EUR hinnehmen. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Rückgang von -5,4 %. Damit wurde unsere im Vorjahr angenommene Prognose, die von einem Umsatz leicht unterhalb des Niveaus des Geschäftsjahres 2022 ausging, nicht ganz erreicht. Bei der Prognose sind wir von einer Erholung im zweiten Halbjahr ausgegangen, diese blieb jedoch unter den Erwartungen. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus einer geringeren Absatzmenge, bedingt durch eine verhaltene Nachfrage unserer Kunden. Wechselkursveränderungen beeinflussten den Umsatz ebenfalls negativ. Zudem lagen Verschiebungen im Produktmix vor, welche zu Änderungen in der Struktur der Absatzmärkte führte. Die Schlenk-Gruppe mit ihren innovativen Anwendungen in ihren Geschäftsfeldern Metallpigmente, spezielle metallische Werkstoffe und hochwertige Halbzeuge musste weltweit einen starken Umsatzrückgang hinnehmen. Während sich der Umsatz in Deutschland um - 9,4 % und in den übrigen EU-Ländern um - 13,6 % reduzierte, konnte in den außereuropäischen Ländern ein geringer Zuwachs um + 1,4% erzielt werden. In 2023 konnte die Schlenk-Gruppe die Prognose des Vorjahres, in der wir ein EBIT auf Niveau des Jahres 2022 annahmen, aufgrund des Umsatzrückganges nicht ganz erzielen. Dennoch konnten wir ein deutlich positives EBIT erreichen. Die wichtigste Stütze der Unternehmensentwicklung sind unsere motivierten Mitarbeiter. Das Engagement und die Flexibilität unseres Teams ermöglichten es, flexibel auf die Wirtschaftslage zu reagieren. Ertragslage und Geschäftsergebnis Insbesondere die verhaltene Nachfrage nach unseren Produkten sowie der gestiegene Wettbewerbsdruck im Zuge gestiegener Rohstoff- und Energiekosten beeinflussten den Umsatz und demzufolge den Rohertrag stark. Während in 2022 eine Bestandserhöhung in Höhe von +4,8 Mio. EUR die Ertragslage der Schlenk-Gruppe aufgrund von Preissteigerungen in den Material- und Fertigungskosten sowie durch einen Mengenaufbau positiv beeinflusste, verzeichnete der Bestand der fertigen und unfertigen Erzeugnisse im Geschäftsjahr 2023 einen Abbau von -5,7 Mio. EUR. Dieser spiegelt den Mengenabbau an Halb- und Fertigerzeugnissen, bedingt durch einen Lagerbestandsabbau. Zudem beeinflussten die im Jahresverlauf fallenden Metallpreise die Bestandsbewertung, wobei man aufgrund des Bestandsabbaus nur teilweise davon profitieren konnte. Der Materialaufwand ist um 18,6 Mio. EUR zurückgegangen, insbesondere durch geringere Umsatzerlöse. Im Zuge dessen hat sich die Materialaufwandsquote von im Vorjahr 56 % auf 52 % im Geschäftsjahr 2023 unter anderem durch Änderungen im Produktportfolio verbessert. Des Weiteren fielen die sonstigen betrieblichen Erträge in 2023 niedriger aus (2023: 6,0 Mio. EUR, 2022: 7,6 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr wurden Rückstellungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR aufgelöst (2022: 1,4 Mio. EUR), welche unter anderem für ausstehende Instandhaltungsaufwendungen und Garantieverpflichtungen gebildet worden waren. Des Weiteren lagen höhere Kursgewinne in Höhe von 3,6 Mio. EUR (2022: 3,1 Mio. EUR) sowie höhere Erträge aus Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (2022: 0,2 Mio. EUR) vor, während Erträge aus Metallpreissicherungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR geringer ausfielen (2022: 0,9 Mio. EUR). Insgesamt reduzierte sich der Rohertrag im Vorjahresvergleich um 4,2 % auf 91,2 Mio. EUR (Vorjahr: 95,2 Mio. EUR), die Rohertragsmarge (Rohertrag im Verhältnis zur Gesamtleistung) verbesserte sich von 47,6 % auf 50,9 % in 2023. Die Anzahl unserer Mitarbeiter reduzierte sich in 2023 um 4,2 %. Dennoch erhöhte sich der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % auf 48,9 Mio. EUR, unter anderem begründet durch höhere Pensionsverpflichtungen sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. EUR auf 7,1 Mio. EUR leicht gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 2,3 Mio. EUR auf 26,1 Mio. EUR. Maßgebend für den Rückgang waren im Wesentlichen aufgrund der geringeren Produktionsleistung niedrigere Instandhaltungsaufwendungen, welche zum Vorjahr um 1,4 Mio. EUR geringer ausfielen, sowie um 0,9 Mio. EUR niedrigere Vertriebs- und Frachtkosten, bedingt durch den rückläufigen Umsatz. Das Finanzergebnis trug im Geschäftsjahr mit +0,5 Mio. EUR zum Ergebnis bei, während es im Vorjahr mit -0,5 Mio. EUR das Ergebnis belastete. Insbesondere lagen im Geschäftsjahr höhere sonstige Zinsen und ähnliche Erträge im Zusammenhang mit der Bewertung des sog. Deckungsvermögens der Pensionsverpflichtungen sowie aus der Verzinsung von Bankguthaben vor. Durch die oben genannten Effekte ist das EBIT von 11,1 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR und das EBT um 1,2 Mio. EUR auf 9,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Schlenk-Gruppe konnte die Herausforderungen des Geschäftsjahres mit einem Ergebnis vor Ertragssteuern im oberen einstelligen Millionenbereich bewältigen. Der Ertragsteueraufwand im Konzern erhöhte sich um 1,0 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der laufenden ertragsteuerlichen Ergebnisse der Gesellschaften, welche sich in der Zusammensetzung zum Vorjahr unterschieden. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich geringfügig von 187,1 Mio. EUR auf 187,3 Mio. EUR. Das Umlaufvermögen verzeichnete einen leichten Anstieg um +2,1% auf 120,4 Mio. EUR, wobei die einzelnen Vermögenswerte differenziert zu dieser Veränderung beitrugen. Die Vorräte erfuhren einen starken Rückgang um -16,7 % auf 65,9 Mio. EUR, welcher sowohl auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe aber auch auf unfertige und fertige Erzeugnisse zurückzuführen ist. Dieser spiegelt den starken Lagerbestandsabbau der Schlenk-Gruppe wider. Das Anlagevermögen reduzierte sich um 3,2 % auf 66,6 Mio. EUR, im Wesentlichen begründet durch die planmäßigen Abschreibungen auf der einen und die leicht rückläufige Investitionstätigkeit auf der anderen Seite. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nahmen hingegen insbesondere durch höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr zu, da zum Jahresende im Geschäftsjahr höhere Umsätze als im Vorjahr fakturiert wurden (+10,0 % auf 26,7 Mio. EUR). Finanzlage Die Rückstellungen reduzierten sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt 14,7 Mio. EUR. Bei den Rückstellungen für Pensionen und anderen Verpflichtungen kam es hauptsächlich bedingt durch die Änderung des Zeitwerts des Deckungsvermögens zu einer leichten Reduzierung (-3,9 % auf 4,6 Mio. EUR). Zudem wurden die sonstigen Rückstellungen mit -11,7 % auf 5,5 Mio. EUR abgebaut, unter anderem durch die Reduzierung von Rückstellungen für ausstehende Instandhaltungen sowie der Rückstellung aus Garantieverpflichtungen. Hingegen wird bei den Steuerrückstellungen ein leicht höherer Wert (4,6 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr (4,5 Mio. EUR) ausge-wiesen. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um 1,6 Mio. EUR auf 27,2 Mio. EUR. Begründet wird der Rückgang durch die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-8,8 % auf 16,6 Mio. EUR), die ausschließlich bei inländischen Kreditinstituten bestehen. Während des Geschäftsjahres wurden ordentliche Tilgungen an langfristigen Darlehen in Höhe von 3,0 Mio. EUR getätigt. Sämtliche Darlehen haben eine Laufzeit bis 2027 bzw. 2028 und werden planmäßig getilgt. Die Zinssätze aller Darlehen sind ausschließlich fest vereinbart. Sicherheiten wurden im banküblichen Rahmen gewährt. Die Kontokorrentkredite erhöhten sich um 1,4 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR. Des Weiteren nahmen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,1 Mio. EUR auf 6,2 Mio. EUR zu, während sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um 1,3 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR reduzierten. Nach wie vor ist die finanzielle Situation im Konzern sehr stabil. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich um zwei Prozentpunkte und befindet sich mit 77 % weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich um +16,7 Mio. EUR und beträgt in 2023 insgesamt +21,9 Mio. EUR. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf die Abnahme der Vorräte, die zu einer geringeren Mittelbindung um 13,2 Mio. EUR führte. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -4,4 Mio. EUR, welcher die ordentlichen Investitionen widerspiegelt und gegenüber dem Vorjahr vor allem geringere Ausgaben für Investitionen in das Sachanlagevermögen um 2,6 Mio. EUR zeigt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -5,2 Mio. EUR, beeinflusst durch die Ausschüttungen an Anteilseigner sowie durch die Tilgungen von Finanzkrediten. Insgesamt erhöhte sich dadurch der Finanzmittelfonds, d.h. der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, um 105 % auf 22,9 Mio. EUR. Die Schlenk-Gruppe verfügt am Bilanzstichtag über freie Kontokorrentlinien in Höhe von 16,1 Mio. EUR. Grundsätze des Finanzmanagements Vorrangiges Ziel des Finanzmanagements ist eine angemessene Eigenkapitalquote. Die Kapitalstruktur wird unter Berücksichtigung der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesteuert und angepasst. Das Finanzmanagement der Schlenk-Gruppe ist zentral organisiert. Zur Risikominimierung und zur Nutzung gruppeninterner Optimierungspotentiale werden Finanzierungen, Geldanlagen und Wechselkurssicherungen innerhalb der Gruppe gebündelt. Im Gesamtjahr 2023 wurden keine grundsätzlichen Änderungen der Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements vorgenommen. Das Kapitalmanagement bezieht sich auf das bilanzielle Eigenkapital des Konzerns. Zur Veränderung des Eigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die wirtschaftliche Lage des Konzerns des Jahres 2023 blieb trotz eines geringeren EBITs und eines Umsatzrückgangs stabil. Dies geschah trotz der schwachen Nachfrage nach Materialien, des Rückgangs der industriellen Produktion sowie des internationalen Wettbewerbsdrucks. 7. Personal Die Schlenk-Gruppe beschäftigte im Konzern durchschnittlich 796 Mitarbeiter (Vorjahr 831). Im Inland wurden 54 Auszubildende beschäftigt. Für unsere ehemaligen Mitarbeiter und deren Angehörige haben wir in 2023 aus Versorgungswerk und Unterstützungskasse TEUR 305 (Konzern) aufgewendet. Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir einen 40-jährigen Jubilar, siebzehn 25-jährige und sechzehn 10-jährige Jubilare beglückwünschen. 8. Investitionen / Forschung und Entwicklung In 2023 wurden zur künftigen Wahrung der Innovationskraft und zur Ausrichtung auf eine effiziente Produktion an allen Produktionsstandorten wichtige Investitionsmaßnahmen dank aktivem Projektmanagement umgesetzt. An den Standorten in Barnsdorf und Bernlohe wurde unter anderem in Anlagen für Zukunftsprodukte und -projekte, effizientere Produktionsanlagen und IT-Infrastruktur investiert. Die Produktionsstandorte in den USA, Kamnik und Albo wurden durch Investitionen effizienter gestaltet. Das realisierte Investitionsvolumen betrug in 2023 insgesamt mehr als 5,4 Mio. EUR. Aus dem für 2023 geplanten Investitionsvolumen wurde ein Teilbetrag von ca. 5 Mio. EUR in das Folgejahr verschoben. Um auch zukünftig eine positive Unternehmensentwicklung sicherzustellen, plant die Schlenk-Gruppe in den nächsten Jahren weiterhin verstärkt zu investieren. Insgesamt plant die Schlenk-Gruppe in 2024 Investitionen im zweistelligen Millionenbereich. Die intensive Zusammenarbeit mit unseren Kunden und das ständige Bemühen um Innovationen auf unseren Absatzmärkten führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu weiteren Produktverbesserungen und Neuentwicklungen in unserem Produktportfolio. Die Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung in Prozent zum Umsatz liegt bei 6,8 % und verdeutlicht die Wichtigkeit von Innovationen für die Schlenk-Gruppe. Die Qualifikation unserer Belegschaft hat sich in 2023 durch externe, interne oder online durchgeführte Schulungen weiterentwickelt. 9. Chancen- und Risikobericht Das konzernweite integrierte Risikomanagement der Schlenk-Gruppe ermöglicht es, Chancen und Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen Chancen wahrzunehmen und wirtschaftliche Verluste zu begrenzen. Unter Risiken verstehen wir jegliche Einflussfaktoren und Ereignisse, welche die Realisierung unserer Ziele beeinträchtigen können. Um auf diese schnellstmöglich reagieren zu können, ist es wichtig diese systematisch zu identifizieren und nach Eintrittswahrscheinlichkeit und wirtschaftlicher Auswirkung zu bewerten. Hierbei wurden die Ausprägungsformen hohes Risiko mit über 0,5 Mio. EUR, mittleres Risiko mit größer 0,25 Mio. EUR und kleiner 0,5 Mio. EUR sowie geringes Risiko unter 0,25 Mio. EUR als EBIT-Auswirkung festgelegt. Die wichtigste Komponente des Risikomanagements ist unser internes Kontrollsystem, zu dem ein aktives Metallrisikomanagement und die jährliche Budgetplanung mit strategischen, mittel- und kurzfristigen Zielen gehört, des Weiteren ein monatliches internes Berichtswesen zur Identifizierung von Zielabweichungen, Berichterstattung des dezentralen Managements über lokale Chancen und Risiken und monatliche Geschäftsleitungssitzungen, um auf Entwicklungen schnell reagieren zu können. 9.1. Umfeld- und Branchenrisiken Ein konjunkturelles Risiko sehen wir, wenn die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hinter den volkswirtschaftlichen Prognosen zurückbleiben und positive Konjunkturentwicklungen in den für uns relevanten Märkten ausbleiben. Lokalen Wirtschaftskrisen begegnen wir mit unserer global ausgerichteten Vertriebsaktivität an unseren weltweiten Standorten, welche die Abhängigkeit von regionalen und nationalen Einzelmärkten so gering wie möglich hält. Risiken in der Regulierung durch die Politik nehmen wir insbesondere in den Bereichen Energie und Chemikalien, aber auch durch geopolitische Spannungen und Handelsbarrieren wahr. Als Verwender von chemischen Produkten unterliegt die Schlenk-Gruppe komplexen regulatorischen Vorschriften. Die immer weiteren Verschärfungen der Vorschriften führen zwangsläufig zu höheren Kosten, die auf Dauer über die Produktpreise finanziert werden müssen und sich somit auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit negativ auswirken können. Durch die Verbesserung unserer Produktionsprozesse, den Einsatz optimaler Technologien sowie die Nutzung regenerativer Energien versuchen wir diesen Risiken entgegenzusteuern. Branchenspezifischen Risiken können durch eine Konzentration auf einzelne Produktgruppen oder Wirtschaftszweige hervorgerufen werden. Um dies zu verhindern, agieren wir in unterschiedlichsten Industriezweigen wie zum Beispiel der Lack-, Druckfarben-, Kunststoff-, Kosmetik-, Werkstoff-, Chemischen -, Baustoff-, Solar-, Batterieindustrie, welche eine hohe Diversifikation in unterschiedliche Produktgruppen zudem mit sich bringt. Umfeld- und Branchenrisiken schätzen wir mit einem mittleren Risiko ein. 9.2. Absatzrisiken Technologische Innovationen, erhöhter Wettbewerbsdruck sowie veränderte Nachfragetrends könnten in sinkende Umsatzerlöse und rückläufigen Absatzmengen resultieren. Dem begegnen wir durch eine Ausrichtung unserer Geschäfte auf die Märkte der Zukunft. Als wichtige Basis fungiert hierbei unsere Innovationskraft und technische Kompetenz, die es uns ermöglicht in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden unser Produkt- und Leistungsspektrum an die Marktbedürfnisse anzupassen. Zudem forcieren wir unsere guten und langjährigen Kundenbeziehungen durch aktives Key Account Management. Insgesamt werden die Absatzrisiken als mittel eingestuft. 9.3. Beschaffungsrisiken Um unsere Produkte herstellen zu können benötigen wir Rohstoffe und andere Vormaterialien sowie Energie. Auswirkungen auf unsere Liefer- und Wettbewerbsfähigkeit können Einschränkungen in deren Verfügbarkeit, Verzögerungen im Transport sowie Preisschwankungen bzw. -erhöhungen haben. Um diese Risiken zu minimieren, wird das Risiko entlang der gesamten Lieferkette bewertet. Dabei setzt die Schlenk-Gruppe auf eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten, welche es uns ermöglicht auf Preisschwankungen durch die Ausgestaltung unserer Lieferanten- und folglich auch unserer Kundenverträge zu reagieren. Des Weiteren setzen wir Warenterminge-schäfte für die wichtigsten Metallrohstoffe Aluminium, Kupfer und Zink ein. Der Bedarf an Silber wird durch Edelmetallanlagen bei deutschen Kreditinstituten gesichert. Diese Finanzinstrumente sind ausschließlich durch das operative Geschäft veranlasst und sichern den Konzern vor starken Schwankungen der hochsensitiven Einstandspreise dieser Rohstoffe ab. Darüber hinaus steht ein großer Teil der Finanzinstrumente in einer Sicherungsbeziehung mit korrespondierenden Kundenaufträgen (Portfolio). Verbleibende offene Positionen antizipieren in jedem Fall erwartete Kundenaufträge, so dass kein Restrisiko aus Marktpreisrisiken der Finanzinstrumente für den Konzern besteht. Die Marktpreisrisiken werden mit der Vorgabe und ständiger Kontrolle von Grenzen bezüglich Art und Umfang der abgeschlossenen Geschäfte im Rahmen des Metallrisikomanagements begrenzt. Trotz der umfassenden Maßnahmen schätzen wir das Risiko als mittel ein. 9.4. Finanzwirtschaftliche Risiken Es ergeben sich Ausfallrisiken aus unseren Geschäftsbeziehungen mit Kunden. Die Entwicklung der Bonität unserer Geschäftspartner wird permanent überwacht. Alle Gesellschaften sichern Ausfallrisiken durch eine Warenkreditversicherung ab. Je Kunde wird im Zusammenspiel mit dem Kreditversicherer ein Kreditlimit eingerichtet, das vor Auftragsannahme festgelegt und bei Veränderungen der Bonität erforderlichenfalls angepasst wird. Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund Änderungen des Marktzinses. Sie können bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten zu Zinszahlungsschwankungen führen und sich somit positiv oder negativ auf das Ergebnis auswirken. Zinsänderungsrisiken sind in der Schlenk-Gruppe aufgrund der fest vereinbarten Zinssätze für langfristige Darlehen nur von geringer Bedeutung. Diese machen den Großteil der Bankverbindlichkeiten aus. Die ausschließlich aus Schwankungen von Zahlungsströmen im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit der Schlenk-Gruppe resultierenden Liquiditätsrisiken werden zentral mit Hilfe einer umfassenden Liquiditätsplanung und -kontrolle abgesichert. Durch eine vorausschauende Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass die Gesellschaften der Schlenk-Gruppe jederzeit zahlungsfähig sind. Die Liquiditätsplanungen werden auf lang-, mittel- und kurzfristiger Basis erstellt. Darüber hinaus verfügt der Konzern über ein konsequentes zentrales Debitorenmanagement, um einen zeitnahen Mittelzufluss sicherzustellen. Die Schlenk-Gruppe verfügt über einen hohen operati-ven Cashflow und ausreichend liquide Mittel. Insbesondere aufgrund der von Banken verbindlich zugesagten Kreditlinien hat die Schlenk-Gruppe jederzeit Zugang zu weiteren umfangreichen liquiden Mitteln. Wechselkursschwankungen beeinflussen Konzernumsatz und Ergebnisentwicklung durch die Umrechnung von Fremdwährungspositionen in die Konzernwährung Euro und bergen somit Chancen und Risiken. Die Schlenk-Gruppe ist international tätig, wodurch Währungsrisiken auf der Beschaffungs- und der Abnehmerseite grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden können. Chancen und Risiken bestehen vor allem bei Kursschwankungen des USD, CNY, Hongkong Dollars und der Tschechischen Krone. Auf der Absatzseite liegen vor allem Schwankungen des US-Dollars vor. Um den Wechselkurs abzusichern, werden bei Bedarf einfache Devisentermingeschäfte (USD-Option- Forwards) abgesichert. Als Vertragspartner dieser Finanzinstrumente dient ausschließlich ein großes deutsches Kreditinstitut mit einwandfreier Bonität. Auf der Produktionsseite begegnet die Schlenk-Gruppe den Wechselkursrisiken durch die Produktionsstandorte in den USA und in Tschechien. Die ausschließlich durch deutsche Gesellschaften der Schlenk-Gruppe zugesagten betrieblichen Versorgungsverpflichtungen werden teilweise durch ein gesondertes Pensionsdeckungsvermögen finanziert. Die Pensionsverpflichtungen werden durch die Entwicklung der Abzinsungsätze beeinflusst. Während Ausfallrisiken, Zinsänderungsrisiken sowie Liquiditätsrisiken als niedrig eingeschätzt werden, besteht durch Wechselkursschwankungen ein mittleres Risiko. 9.5. Leistungswirtschaftliche Risiken Leistungswirtschaftliche Risiken sehen wir im Bereich des Produktions- und Lagerprozesses. So können Betriebsstörungen oder menschliches Versagen zu Umwelt- und Qualitätsproblemen führen. Diesen entgegnen wir durch klar definierte Prozess- und Qualitätsstandards sowie entsprechenden Schulungen. Zudem liegen Ausfallversicherungen bei einer Betriebsunterbrechung vor. Die Risiken werden insgesamt als mittel eingestuft. 9.6. Informationstechnische Risiken Mit dem immer stärkeren Einsatz von Informationstechnologie in allen Konzernbereichen steigen die informationstechnischen Risiken, wie beispielsweise Datensicherheits- und Datenschutzverletzungen, Cyberangriffe, Compliance und rechtliche Verletzungen sowie Ausfälle von IT-Systemen. Um mögliche Gefahren abzuwenden hat der Konzern in Zusammenarbeit mit Dienstleistungsunternehmen moderne Sicherheitslösungen von der Prävention bis zur Intervention entwickelt und im Einsatz, um Daten und die IT-Infrastruktur zu schützen. Zudem wird laufend in moderne Informationstechnologie aber auch in die Schulung unserer Mitarbeiter investiert, um die Sicherheit und Integrität unserer Informationstechnologie-Systeme zu gewährleisten. Durch die getroffenen Maßnahmen wurde das Risiko durch den Einsatz von Informationstechnologie als gering eingestuft. 9.7. Personalrisiken Die demographische Entwicklung und Präferenzstrukturen im Bereich der Ausbildung in Deutschland führen weiterhin zu einer Verknappung am Angebot potenzieller Mitarbeiter in verschiedenen Schlüsselqualifikationen bei Facharbeitern. Die Unternehmensgruppe begegnet dem weiterhin durch verstärkte Anstrengungen in der Ausbildung und Weiterqualifizierung von Mitarbeitern sowie in der Personalakquisition. Schlenk als interessanten Arbeitgeber mit Perspektive kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu platzieren ist auch in Zukunft unsere vordringliche Handlungsstrategie. 9.8. Unternehmensstrategische Risiken Die Schlenk-Gruppe beobachtet die aktuelle Marktentwicklung und den verschärften Wettbewerb in den relevanten Märkten kritisch. Wir überprüfen und passen bei Bedarf die Strategie an, um den sich ändernden Anforderungen unserer Kunden und des Marktes gerecht zu werden. Wir sind bestrebt, unsere Innovationsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern und innovative Produkte zu entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dazu investieren wir in Forschung und Entwicklung und fördern eine innovationsfreundliche Unternehmenskultur. Des Weiteren setzen wir uns aktiv dafür ein, unsere operativen Prozesse kontinuierlich zu optimieren und unsere betriebliche Effizienz zu steigern. Dazu gehören Investitionen in Technologie, Schulungen für Mitarbeiter und die Identifizierung von Effizienzpotenzialen in allen Unternehmensbereichen. Risiken in der Lieferkette und Beschaffung begegnen wir mit einer engen Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, um die Zuverlässigkeit unserer Lieferkette sicherzustellen und potenzielle Risiken wie Materialknappheit und Lieferverzögerungen proaktiv zu adressieren. Die solide Eigenkapitalbasis und langfristige Finanzierung zu moderaten Konditionen tragen jedoch dazu bei, den Fortbestand der Gruppe, nicht zu gefährden. Unsere Verantwortung für die Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und Governance- Standards nehmen wir ernst und haben entsprechende Kontrollmechanismen und Überwachungsprozesse implementiert, um sicherzustellen, dass wir die Standards in allen Bereichen unserer Geschäftstätigkeit einhalten. 9.9. Chancen Unsere innovativen Produkte und Anwendungen ermöglichen es uns auch künftig den Weg eines nachhaltigen Wachstums fortzuführen. Chancen erkennen wir insbesondere in der weiteren Stärkung unserer Innovationsfähigkeit und in der weiteren Entwicklung innovativer Produkte, im Rahmen der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Sollte sich die weltweite Wirtschafts- oder die geopolitische Lage besser entwickeln als wir erwarten, so kann sich dies ebenfalls positiv auf die Nachfrage unserer Produkte und auf unser prognostiziertes EBIT niederschlagen. Die fortschreitende Digitalisierung bietet uns die Chance, unsere Geschäftsprozesse zu optimieren und unsere Kundenbindung durch digitale Lösungen zu verbessern. Chancen sehen wir auch in unserem Bestreben nach Nachhaltigkeit, um durch umweltfreundliches Handeln, sozialer Verantwortung und ethischer Geschäftspraktiken einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Indem wir diese Chancen aktiv nutzen und in sie investieren, streben wir danach, unser Unternehmen langfristig erfolgreich zu positionieren und nachhaltiges Wachstum zu erzielen. Wir sind zuversichtlich, dass wir durch unsere strategische Ausrichtung und unsere Innovationskraft in der Lage sind, diese Chancen zu nutzen. 10. Prognose Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) geht für das Jahr 2024 von einem Rückgang des Branchenumsatzes von -3,5 % bei rückläufigen Preisen aus. Es wird erwartet, dass die Produktion weiterhin auf einem niedrigen Niveau stagniert. Es ist davon auszugehen, dass die weltweite Konjunkturschwäche im ersten Halbjahr 2024 weiter anhält, da hohe Zinsen das Wachstum bremsen und eine konjunkturelle Erholung noch nicht in Sicht ist. Für die kommenden Monate ist weder im Ukraine Krieg noch im Nahen Osten von einer Entspannung der geopolitischen Lage auszugehen. Zudem belasten die Spannungen zwischen China und den USA weiterhin die angeschlagene wirtschaftliche Dynamik. In Deutschland dämpfen zudem hohe Energiepreise, der demographische Wandel und Fachkräftemangel sowie die regulatorische Überforderung der Unternehmen die wirtschaftliche Entwicklung. Die herausfordernden Rahmenbedingungen, mit denen sich die Schlenk-Gruppe im Jahr 2023 konfrontiert gesehen hat, besonders bezüglich des Kostendrucks bei der Energiebeschaffung, der Schwankungen auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten, der Standortproblematik und damit verbunden der aktuellen Wettbewerbssituation werden auch zu den zentralen Herausforderungen im Jahr 2024 gehören. Wir werden dieser Situation auch weiterhin mit unserer konservativen und auf Stabilität beruhenden Unternehmenspolitik als Basis begegnen. Die Schlenk-Gruppe setzt weiterhin auf Produkt- und Technologieinnovationen sowie eine nischenorientierte Marktbearbeitung. Zudem wird die Stellung auf den relevanten Weltmärkten fortschreitend ausgebaut. Unsere Planung sieht für 2024, basierend auf dem Geschäftsjahr 2023, einen leichten Anstieg der Umsätze über 2023 vor, da wir davon ausgehen, dass die Nachfrage nach Industriegütern nur langsam wieder steigen wird. Risiken liegen weiterhin in der Unsicherheit der Verbraucher, der weiteren Entwicklung der geopolitischen Lage, in Einschränkungen der Handelsbeziehungen, in Störungen der Verfügbarkeit von Energie- und Rohstoffen. Inwieweit und in welchem Ausmaß sich diese Risiken im weltweiten Wachstum und insbesondere in der Nachfrage unserer Kunden sowie im Angebot unserer Lieferanten niederschlagen werden, ist schwer voraussehbar. Dennoch gehen wir in 2024 von einer deutlichen Steigerung des EBITs im Vergleich zum Vorjahr aus, denn wir erhoffen uns von der Politik, dass geeignete Maßnahmen getroffen werden, um den Standort Deutschland attraktiv zu halten. Wir werden unseren Fokus in 2024 daran ausrichten, die Profitabilität des Unternehmens konsequent durch Effizienz und Einsparmaßnahmen aufrecht zu erhalten und gleichzeitig Zukunftsinvestitionen weiterhin durchzuführen.
Roth-Barnsdorf, 17. April 2024 Schlenk SE gez. Carl-Joachim von Schlenk-Barnsdorf, Vorstand Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS Die Schlenk SE, mit Sitz in Roth-Barnsdorf, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRB 41405 eingetragen. Die Schlenk SE ist mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. Dezember 2022 und Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg am 13. Februar 2023 (Amtsgericht Nürnberg HRB 41405) durch formwechselnde Umwandlung der Carl Schlenk Aktiengesellschaft mit Sitz in Roth-Barnsdorf (Amtsgericht Nürnberg HRB 301) entstanden. Der Konzernabschluss der Schlenk SE zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz wurde nach dem handelsrechtlichen Gliederungsschema gemäß § 266 HGB vorgenommen, die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Im Konzernanhang sind die nach den gesetzlichen Vorschriften anzubringenden Vermerke aufgeführt, soweit sie in Ausübung des Wahlrechts nicht bereits in der Konzernbilanz oder in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung gemacht wurden. Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtsperiode der Schlenk SE umfasst im vorliegenden Abschluss den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023. B. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSMETHODEN 1. Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. 2. Änderung von Konsolidierungsmethoden Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. 3. Währungsumrechnung Gemäß § 256a HGB werden alle auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Vermögensgegenständen und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung ohne Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisations- und Imparitätsprinzips. Die Differenzen aus dieser Umrechnung werden gesondert gem. § 277 Abs. 5 S. 2 HGB i. V. m. § 284 Abs. 1 HGB im Konzernanhang angegeben. Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen der Tochterunternehmen mit Sitz in China, Hong Kong, Tschechien und den USA werden mit Ausnahme des Eigenkapitals gem. § 308a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird zum historischen Kurs in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit den Monats-Durchschnittskursen umgerechnet. Im vorliegenden Konzernabschluss wird die sich aus dieser Umrechnung ergebende Umrechnungsdifferenz gesondert unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" innerhalb des Konzerneigenkapitals gem. § 308a S.3 HGB ausgewiesen. Aus der Währungsumrechnung gem. § 256a HGB resultierende Ergebniswirkungen, die in den Jahresabschlüssen der Tochterunternehmen enthalten sind, sowie die auf der Währungsumrechnung gem. § 308a HGB basierenden Aufrechnungsdifferenzen zwischen den auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung erfolgswirksam behandelt. 4. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden, soweit es sich nicht um geringwertige Vermögensgegenstände handelt, zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Es wird die voraussichtliche Nutzungsdauer zu Grunde gelegt, die zwischen drei und zehn Jahren beträgt. Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (§ 248 Abs. 2 HGB) wird nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort im Aufwand erfasst. 5. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände abgeschrieben. Diese beträgt für Gebäude 8-50 Jahre, für Mietereinbauten 5-10 Jahre und für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im Rahmen der üblichen Nutzungsdauern im Wesentlichen zwischen 3 und 15 Jahren. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten Fertigungsmaterial- und Lohneinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen; Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. 6. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Die Beteiligungen an der True Color Pigmentos e Corantes Ltda. wird gemäß § 312 HGB nach der Equity-Methode bilanziert. Die Beteiligung an der CuNex GmbH wird gemäß § 311 Abs. 2 HGB mit den Anschaffungskosten bewertet. 7. Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens Die Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet, sofern es sich um eine dauernde Wertminderung handelt. 8. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten mit den gleitenden Durchschnittswerten oder niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten, Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren letzten Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen die durch die Produktion veranlassten Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennwert bewertet. Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden Ansprüche und Verpflichtungen des Konzerns ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der Beschaffung, der Verarbeitung und dem Verkauf von Nichteisenmetallen, im Wesentlichen Kupfer, und Edelmetallen, insbesondere Silber, bestehen. Der Ausweis erfolgt branchenüblich innerhalb der Vorräte, da sie dem Charakter nach einerseits als geleistete Anzahlungen verstanden werden, wenn es sich um Ansprüche des Konzerns gegen Kunden oder Lieferanten handelt. Andererseits werden sie als erhaltene Anzahlungen verstanden, wenn es sich um Verpflichtungen des Konzerns handelt. Des Weiteren besteht gegenüber zwei Kreditinstituten Verpflichtungen aus Silberanlagen, die ebenfalls branchenüblich mit den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen saldiert ausgewiesen werden. 9. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich Wertabschlägen für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angemessen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind auf den Barwert abgezinst. 10. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Posten beinhaltet den Kassenbestand und laufende Guthaben bei Kreditinstituten und ist zum Nennwert bilanziert. 11. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. 12. Latente Steuern 12.1. Latente Steuern gem. §§ 300, 308 i. V. m. § 274 HGB Latente Steuern werden nach § 274 HGB gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen handelsrechtlichem Jahresabschluss und dem steuerlichen Jahresabschluss vorliegen, führen diese zu aktiven und passiven latenten Steuern (sog. "temporary concept"). Darüber hinaus können latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche gebildet werden. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und Steuerminderungsansprüche können nur in dem Umfang aktiviert werden, wie damit gerechnet werden kann, dass diese in zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ausreichend zur Verfügung stehende passive temporäre Differenzen gedeckt sind. Darüber hinaus bestehende aktive latente Steuern können nur aktiviert werden, wenn in den folgenden fünf Jahren ausreichend steuerliches Einkommen genutzt werden kann. Soweit sich auf Ebene der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen aus den Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, zum Bilanzstichtag insgesamt eine Steuerentlastung ergab (aktive latente Steuern), wurde das Wahlrecht zur Nichtaktivierung von aktiven latenten Steueransprüchen gemäß §§ 300, 308 i. V. m. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in Anspruch genommen. Eine sich auf Ebene der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Konzernbilanz als passive latente Steuer angesetzt. 12.2. Latente Steuern gem. § 306 HGB Führen Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen und bauen sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ab, so werden eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer und eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer in der Konzernbilanz angesetzt. Die sich ergebende Steuerbe- und die sich ergebende Steuerentlastung wird miteinander saldiert ausgewiesen. Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung bleiben unberücksichtigt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2023 auf Basis kombinierter, unternehmensindividueller Ertragssteuersätze, die im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen voraussichtlich gelten. Latente Steuern, die aus Bewertungsunterschieden im Zusammenhang mit der Zwischenergebniseliminierung (§ 304 HGB) resultieren, werden mit dem kombinierten Ertragsteuersatz des die Lieferung empfangenden Tochterunternehmens bewertet. Der Bewertung liegen folgende kombinierte Ertragsteuersätze zugrunde:
13. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die zum Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2023 ausschließlich bei deutschen Gesellschaften bestehenden Verpflichtungen aus Pensionszusagen wurden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bewertet. Die Berechnung wurde nach dem modifizierten Teilwertverfahren nach Engbroks ermittelt. Die Berechnung enthält Annahmen über den aktuellen Rechnungszins (1,82 %), die Gehaltsdynamik (0,0 % bis 1,5%), die Rentendynamik (2,0% bis 3,0%) und weitere Bewertungsparameter. Entsprechend haben diese Annahmen Einfluss auf die Höhe der angesetzten Pensionsrückstellungen. Es wurde keine Fluktuation berücksichtigt. Das Pensionsalter für Männer wird mit 65 bzw. 63 Jahren, für Frauen mit 60 Jahren angenommen. Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten basieren auf den Richttafeln R 2018 G der Heubeck AG. Zur Erfüllung der Ansprüche aus Pensionszusagen der Schlenk SE sind Aktien der Schlenk SE, die von der Schlenk Pensions GmbH gehalten werden, zur teilweisen Sicherung dieser Pensionsansprüche insoweit verpfändet, dass diese Vermögensgegenstände alle Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB (sog. Deckungsvermögen) erfüllen. Im Zuge dessen wurden diese Anteile zum Zeitwert bewertet und mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. 14. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. 15. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen zum Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. 16. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem jeweils höheren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 17. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Schlenk SE sind folgende Gesellschaften einbezogen worden:
1 Assoziiertes Unternehmen
Im Geschäftsjahr hat die Schlenk SE in zwei Tranchen Geschäftsanteile an der CuNex GmbH, Ingolstadt, Deutschland, erworben, die insgesamt 24,44 % der Stimmrechte in dieser Gesellschaft repräsentieren. Folgende in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften nehmen die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch:
18. Stichtag für die Aufstellung Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag der Schlenk SE (31. Dezember 2023) aufgestellt. Die Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen wurden ebenfalls auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. 19. Kapitalkonsolidierung Der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an einem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Dabei wird das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen an dem für die Verrechnung maßgeblichen Zeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 und 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB bewertet. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden entsprechend §§ 301 Abs. 3, 309 HGB behandelt. Diese sind bereits voll abgeschrieben. Der aus der Kapitalkonsolidierung verbliebene passive Unterschiedsbetrag wurde bereits in den Vorjahren ergebniswirksam aufgelöst. 20. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten wurden eliminiert. Die sich hieraus ergebenden Aufrechnungsdifferenzen wurden ergebniswirksam behandelt. 21. Zwischenergebniseliminierung In den Konzernabschluss übernommene Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden in der Konzernbilanz mit den Konzernanschaffungs- bzw. Konzernherstellungskosten bewertet. 22. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurden bei den Umsatzerlösen die Erlöse, andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinserträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. 23. Assoziierte Unternehmen 23.1. True Color Pigmentos e Corantes Ltda. Die Beteiligung an der True Color Pigmentos e Corantes Ltda. wurde zum Zeitpunkt der Anschaffung des Anteils mit dem Buchwert angesetzt, der den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten entsprach. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens sowie ein darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwert ist seit Ende 2022 vollständig abgeschrieben. Gemäß § 312 Abs. 5 S. 2 HGB wurden die Wertansätze der Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss nicht angepasst. Die Differenz, die sich aus der Umrechnung des Equity-Werts mit den historischen Kursen einerseits und mit dem Stichtagskurs andererseits ergibt, beläuft sich auf einen Verlust in Höhe von TEUR 93. Das Ergebnis aus der Änderung des Equity-Werts wurde in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vor Kürzung um Ertragsteuern ausgewiesen. 23.2. CuNex GmbH Die Beteiligung an der CuNex GmbH ist für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung, da der Umfang der Geschäftstätigkeit gemessen am Umfang der Geschäftstätigkeit des Konzerns nicht wesentlich ist. Sie wird gemäß § 311 Abs. 2 HGB mit den Anschaffungskosten bewertet. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ 1. Anlagevermögen Die Umrechnung des Anlagevermögens der ausländischen Tochterunternehmen, die ihre Abschlüsse nicht in Euro aufstellen, erfolgt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Die sich dabei ergebenden Kursdifferenzen zum Vorjahr werden im Anlagenspiegel separat ausgewiesen. Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist in dem in den Anlagen zum Konzernanhang beigefügten Konzernanlagenspiegel dargestellt. 2. Umlaufvermögen 2.1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 1.669 (Vorjahr: TEUR 1.669). Im Übrigen haben die sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 639 (Vorjahr: TEUR 748) enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. 2.2. Vorräte Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zum 31. Dezember 2023 neben den eigenen Beständen Ansprüche in Höhe von TEUR 2.827 (Vorjahr: TEUR 2.547) sowie Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.884 (Vorjahr: TEUR 432) saldiert ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der Beschaffung, der Verarbeitung und dem Verkauf von Nichteisenmetallen und Edelmetallen bestehen. Die aus Edelmetall-Anlagen (Silber) gegenüber Kreditinstituten bestehenden Verpflichtungen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 3.550 (Vorjahr: TEUR 3.528) und wurde ebenfalls mit den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen saldiert ausgewiesen. 3. Latente Steuern
*) [+] Aktive latente Steuern / [-] Passive
latente Steuern
Die latenten Steuern beruhen auf den nachfolgend aufgeführten Differenzen. 3.1. Latente Steuern gem. §§ 300, 308 i. V. m. § 274 HGB
3.2. Latente Steuern gem. § 306 HGB
3.3. Entwicklung der Latenten Steuern Der gesamte latente Steuerertrag beläuft sich auf TEUR 219 (Vorjahr latenter Steuerertrag: TEUR 449) und ist unter den "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen. Die latenten Steuern entwickelten sich im Laufe des Geschäftsjahres wie folgt:
4. Eigenkapital 4.1. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital von TEUR 3.000 (Vorjahr: TEUR 3.000) entspricht dem gezeichneten Kapital der Schlenk SE und ist eingeteilt in 59.802 (Vorjahr: 59.802) auf den Inhaber lautende Stammaktien und 198 auf den Namen lautende Vorzugsaktien zu je EUR 50,00. 4.2. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen umfassen neben denen der Muttergesellschaft (einschließlich der gesetzlichen Rücklage in Höhe von TEUR 300) die Gewinnrücklagen und kumulierten Bilanzgewinne und -verluste der Vorjahre der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen. Darüber hinaus enthalten sie Eigenkapitaldifferenzen aus der Verrechnung von Konsolidierungsmaßnahmen mit Ausnahme der Differenzen aus der Währungsumrechnung und der Kapitalkonsolidierung.
4.3. Konzernbilanzgewinn
Zur Ausschüttung an die Gesellschafter steht der Bilanzgewinn der Schlenk SE in Höhe von TEUR 9.448 zur Verfügung. 5. Pensionsrückstellungen
Der Unterschiedsbetrag aus der Änderung des Zinssatzes gemäß § 253 Abs. 6 i. V. m. § 298 Abs.1 HGB beläuft sich auf TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 524). Im Eigentum der Schlenk Pensions GmbH befinden sich 961 Aktien (Nominalbetrag je EUR 50,00) der Schlenk SE, die einen Anteil am Kapital in Höhe von 1,6 % repräsentieren. Zur Erfüllung der Ansprüche aus Pensionszusagen sind diese Aktien an Versorgungsberechtigte der Schlenk SE zur Sicherung der Pensionsansprüche insoweit verpfändet, dass diese Vermögensgegenstände alle Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB (sog. Deckungsvermögen) erfüllen. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 7.386. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden Aufwendungen und Erträge wie folgt miteinander verrechnet:
Die Ermittlung des Zeitwertes des Deckungsvermögens erfolgte anhand eines Discounted Cashflow Modells (DCF). Basis des DCF sind vom Vorstand der Schlenk SE über einen Zeitraum von drei Jahren (bis 2026) geplante zukünftige Zahlungsmittelüberschüsse aus dem operativen Geschäft des Schlenk Konzerns. Die Cashflow-Reihen wurden nach Ende des dreijährigen Detailplanungszeitraums fortgeschrieben, indem der Zahlungsmittelüberschuss des Planungsjahres 2026 (sog. "Terminal Value") nach dem Modell der ewigen Rente konstant fortgeschrieben wurde. Die geplanten Zahlungsmittelüberschüsse wurden im DCF-Modell einheitlich mit einem risiko- und laufzeitadäquaten gewichteten Diskontierungsfaktor (WACC) kapitalisiert. Bei der Diskontierung der Zahlungsmittelüberschüsse wurde daher ein risikoadjustierter Faktor nach Steuern verwendet, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Schlenk Konzerns berücksichtigt. Der im WACC verwendete Fremdkapitalkostensatz wird unter Berücksichtigung der vom Vorstand erwarteten Refinanzierungskonditionen des Schlenk Konzerns bestimmt. 6. Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:
Die Verbindlichkeiten haben nachfolgende Restlaufzeiten und sind wie folgt besichert:
7. Finanzinstrumente Finanzinstrumente bestehen zum Bilanzierungszeitpunkt aus Warentermingeschäften für Nichteisenmetalle, im Wesentlichen Aluminium, (NE-Metall Futures) zur Sicherung der Preise von zukünftig erwarteten Aluminiumgeschäften. Die Buchwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Die Marktwerte der Futures werden auf Basis von aktuellen Kassapreis-Notierungen an den Warenterminbörsen unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge ermittelt. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten
2. Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge sind teilweise anderen Perioden zuzuordnen. Diese beinhalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.064 (Vorjahr: TEUR 1.403) sowie aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 167). Des Weiteren betrugen die Erträge aus der Währungsumrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr TEUR 3.603 (Vorjahr: TEUR 3.144). 3. Personalaufwand und beschäftigte Arbeitnehmer Unter dem Personalaufwand sind Aufwendungen aus der Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEUR 276 (Vorjahr Erträge aus der Altersvorsorge: TEUR 810) ausgewiesen. Sonstige soziale Verpflichtungen, welche sich bei Unternehmensaustritt oder altersbedingtem Ausscheiden ergeben, sind in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 43) enthalten.
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr TEUR 3.590 (Vorjahr: TEUR 3.412). 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind im Geschäftsjahr Erträge aus der Zinssatzänderung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Des Weiteren wird der positive Saldo aus der Verrechnung der Erträge aus der Bewertung des Deckungsvermögens (TEUR 249) mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (TEUR 142) unter den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (TEUR 28) enthalten. Im Vorjahr waren Aufwendungen aus der Bewertung des Deckungsvermögens (TEUR 280) sowie aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (TEUR 306) enthalten. E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG 1. Finanzmittelfonds In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einbezogen. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, werden ebenfalls in den Finanzmittelfonds einbezogen und, soweit vorhanden, offen abgesetzt. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Zum Bilanzstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 23), die nur eingeschränkt kurzfristig verfügbar waren. 2. Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter An nichtbeherrschende Gesellschafter sind im Geschäftsjahr TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 87) Dividenden ausgezahlt worden. F. SONSTIGE ANGABEN 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere das Bestellobligo, liegen im geschäftsüblichen Rahmen. 2. Außerbilanzielle Geschäfte Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverhältnissen (siehe sonstige finanzielle Verpflichtungen). Wesentliche Vereinbarungen betreffen Mieten sowie das Leasing von Kraftfahrzeugen und IT-Hardware. Verträge über Mietobjekte und Leasing haben in der Regel eine Laufzeit zwischen 36 und 48 Monaten. Der gemietete Gegenstand bzw. der Leasinggegenstand wird nach Vertragsende wieder an den Vermieter bzw. Leasinggeber zurückgegeben. Änderungen in der Höhe der monatlichen Mieten oder Leasingraten sind während der Vertragslaufzeit nicht vorgesehen. Die Miete bzw. das Leasing hat für den Konzern Vorteile, insbesondere hinsichtlich der Liquiditätsbelastung, der Eigenkapitalquote in Folge der Bilanzneutralität und der Planungs- und Kalkulationssicherheit durch feste Vertragsparameter. Wesentliche Risiken aus den genannten Miet- und Leasing-Verträgen bestehen nicht. 3. Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder Auf die Angaben nach § 314 Abs.1 Nr. 6a HGB hinsichtlich der Gesamtbezüge des Vorstands des Mutterunternehmens wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder oder deren Hinterbliebener betrugen TEUR 151 (Vorjahr: TEUR 147); die Pensionsrückstellungen für frühere Organmitglieder belaufen sich auf TEUR 1.710 (Vorjahr: TEUR 1.767). Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich auf TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 37). Für einen Vorstand wurde eine Grundschuld auf ein Grundstück der Gesellschaft zur Absicherung der Pensionsanwartschaft bestellt. 4. Abschlussprüferhonorare Das Honorar des Konzernabschlussprüfers für Leistungen im Geschäftsjahr 2023 betrug TEUR 112, die komplett auf Abschlussprüfungsleistungen entfielen. 5. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensAuf der Grundlage des Bilanzgewinns der Schlenk SE schlägt der Vorstand vor, diesen wie folgt zu verwenden:
Roth-Barnsdorf, den 17. April 2024 Carl-Joachim von Schlenk-Barnsdorf, Vorstand Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfersan die Schlenk SE, Roth-Barnsdorf Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Schlenk SE, Roth-Barnsdorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schlenk SE, Roth-Barnsdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 17. April 2024 Rödl
& Partner GmbH
gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer gez. Freytag, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES A. Allgemeine Angaben Die Schlenk SE, mit Sitz in Roth-Barnsdorf, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRB 41405 eingetragen. Die Schlenk SE ist mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. Dezember 2022 und Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg am 13. Februar 2023 (Amtsgericht Nürnberg HRB 41405) durch formwechselnde Umwandlung der Carl Schlenk Aktiengesellschaft mit Sitz in Roth-Barnsdorf (Amtsgericht Nürnberg HRB 301) entstanden. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB Anwendung. Die Bilanz ist nach dem handelsrechtlichen Gliederungsschema gemäß § 266 HGB gegliedert, die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Im Anhang sind die nach den gesetzlichen Vorschriften anzubringenden Vermerke aufgeführt, soweit sie in Ausübung des Wahlrechts nicht bereits in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung gemacht wurden. Der Abschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtsperiode der Schlenk SE umfasst im vorliegenden Abschluss den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. 2. Währungsumrechnung Unter Berücksichtigung des § 256a HGB werden alle auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei Vermögensgegenständen und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung ohne Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisations- und Imparitätsprinzips. 3. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden, soweit es sich nicht um geringwertige Vermögensgegenstände handelt, zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Es wird die voraussichtliche Nutzungsdauer zu Grunde gelegt, die 3 bis 5 Jahre beträgt. 4. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände abgeschrieben. Diese beträgt für Gebäude 10 bis 25 Jahre und für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im Rahmen der üblichen Nutzungsdauern im Wesentlichen zwischen 3 und 15 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu netto EUR 800 werden sofort als Aufwand gebucht. 5. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet, sofern es sich um eine dauernde Wertminderung handelt. 6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich Wertabschlägen für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf den Barwert abgezinst. 7. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Posten beinhaltet den Kassenbestand und laufende Guthaben bei Kreditinstituten, die zum Nennwert bewertet sind. 8. Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. 9. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. 10. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. 11. Latente Steuern Latente Steuern werden nach § 274 HGB gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen handelsrechtlichem Jahresabschluss und dem steuerlichen Jahresabschluss vorliegen, führen diese zu aktiven und passiven latenten Steuern (sog. "temporary concept"). Darüber hinaus können latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche gebildet werden. Aus den Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, ergab sich zum Bilanzstichtag insgesamt eine Steuerbelastung (passive latente Steuern). Der Bewertung liegt ein kombinierter Ertragsteuersatz von 28,43 % zugrunde. 12. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse betreffen potenzielle zukünftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum Bilanzstichtag werden diese als unwahrscheinlich angesehen, können aber nicht ausgeschlossen werden. Die Bewertung der Haftungsverhältnisse erfolgt in Höhe der maximalen Zahlungsverpflichtung. Die Haftungsverhältnisse für bestehende Verpflichtungen aus Pensionszusagen wurden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens bewertet. Die Berechnung wurde nach dem modifizierten Teilwertverfahren nach Engbroks ermittelt. Die Berechnung enthält Annahmen über den aktuellen Rechnungszins (1,82 %), die Gehaltsdynamik (0,0 % bis 1,5%), die Rentendynamik (2,0% bis 3,0 %) und weitere Bewertungsparameter. Entsprechend haben diese Annahmen Einfluss auf die Höhe der angegebenen Haftungsverhältnisse. Es wurde keine Fluktuation berücksichtigt. Das Pensionsalter für Männer wird mit 65 bzw. 63 Jahren, für Frauen mit 60 Jahren angenommen. Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten basieren auf den Richttafeln R 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen Unter den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzforderungen / -verbindlichkeiten ausgewiesen, die aus dem täglichen Ausgleich der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Tochtergesellschaftten im Rahmen des Cash-Pooling-Systems durch die Schlenk SE resultieren. 2. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Schlenk SE beträgt zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 3.000 (Vorjahr: TEUR 3.000) und ist eingeteilt in 59.802 (Vorjahr: 59.802) auf den Inhaber lautende Stammaktien und 198 auf den Namen lautende Vorzugsaktien zu je EUR 50,00 pro Stückaktie. Gewinnrücklagen Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juni 2023 wurde vom Vorjahresergebnis ein Betrag von TEUR 7.466 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Bilanzgewinn
3. Verbindlichkeiten Angaben zu den Restlaufzeiten und zur Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Aufstellung (Vorjahreswerte in Klammern):
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 13). 4. Latente Steuern Im Geschäftsjahr ergibt sich eine passive latente Steuer in Höhe von TEUR 2.205 (Vorjahr: TEUR 2.674), die auf eine temporäre Differenz aus einer Rücklage gem. § 6b EStG zurückzuführen ist. D. Haftungsverhältnisse Mit Vertrag vom 25. Juni 2013 ist die Schlenk Pensions GmbH allen Altersversorgungsverpflichtungen der Schlenk SE gegenüber deren Versorgungsberechtigten aus den Pensionszusagen beigetreten. Durch diesen Schuldbeitritt haften die Schlenk SE und die Schlenk Pensions GmbH den Versorgungsberechtigten gegenüber gesamtschuldnerisch. Aufgrund der Regelungen des Vertrags besteht zwischen der übertragenden Schlenk SE und der übernehmenden Schlenk Pensions GmbH eine Vereinbarung, die als Schuldbeitritt mit Erfüllungsübernahme im Innenverhältnis zu werten ist und demgemäß eine gesamtschuldnerische Haftung der beiden Unternehmen begründet. Bei der übertragenden Schlenk SE, welche rechtlich zur gesamten Leistung gegenüber den Versorgungsberechtigten verpflichtet bleibt, werden keine Pensionsrückstellungen passiviert, da keine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung durch die Schlenk Pensions GmbH droht. Der Schuldbeitritt umfasst die Pensionsverpflichtungen als Ganzes sowohl in der gegenwärtigen als auch in der künftigen Höhe. Die hieraus resultierenden Haftungsverhältnisse aus Altersversorgungsverpflichtungen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 7.956 (Vorjahr: TEUR 7.784). Aufgrund der finanziellen Ausstattung der Schlenk Pensions GmbH ist von einer Inanspruchnahme der Schlenk SE nicht auszugehen. Die Schlenk SE haftet weiterhin als Gesamtschuldner für ein Darlehen, das einem verbundenen Unternehmen von Kreditinstituten gewährt wurde (TEUR 3.808) sowie für Edelmetalldarlehen, die einem verbundenen Unternehmen von Kreditinstituten gewährt wurde (TEUR 3.550). Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist als sehr gering einzuschätzen. II. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN A. Befreiungsvorschrift Die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB wird im Geschäftsjahr in Anspruch genommen. B. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft stellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf. Dieser ist der das Unternehmensregister führenden Stelle (Bundesanzeiger Verlag GmbH, Köln) elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister zu übermitteln. Für den Konzernabschluss kommen die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften zur Anwendung. C. Beschäftigte Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft zwei Angestellte beschäftigt. D. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere das Bestellobligo, liegen im geschäftsüblichen Rahmen. E. Angabe gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe c HGB Für einen Vorstand wurde eine Grundschuld auf ein Grundstück der Gesellschaft zur Absicherung einer Verpflichtung aus Schuldmitübernahme bei einem verbundenen Unternehmen bestellt.
Roth-Barnsdorf, den 08. April 2024 Schlenk SE Carl-Joachim von Schlenk-Barnsdorf Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schlenk SE, Roth-Barnsdorf Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der Schlenk SE, Roth-Barnsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 8. April 2024 Rödl
& Partner GmbH
gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer gez. Freytag, Wirtschaftsprüfer Die Ordentliche Hauptversammlung hat am 10.06.2024 beschlossen, den Bilanzgewinn von € 9.447.617,07 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende in Höhe von € 30,00 je dividendenberechtigter Stückaktie, ergibt insgesamt € 1.800.000,00, Einstellung in andere Gewinnrücklagen € 7.647.000,00, Gewinnvortrag € 617,07. |
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