Ormazabal Anlagentechnik GmbH
Same addressManufacture of electricity distribution and control apparatus
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Fernando Zabalgogeazcoa Burgos since 10/15/2007 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Ormazabal Electric S.L. | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Ormazabal GmbHKrefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Allgemeine Angaben 1.1 Geschäftstätigkeit Als Teil der Velatia-Gruppe ist die Ormazabal-Group (später auch "Ormazabal" genannt) einer der weltweit führenden Hersteller von Schaltanlagen, kompletten Transformatorenstationen und Verteiltransformatoren für die Mittelspannung. Mehr als 3.000 Mitarbeiter der Velatia-Gruppe bieten an Standorten in 19 Ländern weltweit hochwertige Produkte und Lösungen für eine zukunftsorientierte und sichere Energieverteilung. Ormazabal ist Teil der familiengeführten Velatia-Gruppe mit Hauptsitz in Zamudio, Spanien. Der Hauptsitz der deutschen Produktions- und Vertriebsgesellschaften (Ormazabal Anlagentechnik GmbH und Ormazabal GmbH) mit circa 100 Mitarbeitern in Krefeld ist zugleich die Zentrale der Ormazabal-Region Zentral- und Osteuropa. Mitte 2021 wurde die Produktionstätigkeit in Krefeld beendet und nach Spanien verlagert. Durch individuelle und flexible Dienstleistungen ist Ormazabal ein wichtiger Partner für Energieversorger, Industrie, Planer, Generalunternehmer und Installateure. Die Ormazabal GmbH ist als Vertriebsgesellschaft der Ormazabal-Group hauptsächlich auf dem deutschen Markt im Bereich der Energieversorger und der Elektroindustrie tätig. Sie bezieht ihre Produkte hauptsächlich von ihrer spanischen Schwestergesellschaft Ormazabal Burgos, SLU, Burgos/Spanien, und anderen Geschäftseinheiten der Ormazabal-Group. 1.2 Velatia Velatia ist ein internationaler Industrie- und Technologiekonzern, dessen Aktivitäten sich auf elektrische und elektronische Netze, Kommunikationsnetze sowie die Beratungs-, Sicherheits- und Raumfahrtindustrie konzentrieren, in denen Sicherheit, Effizienz und Zuverlässigkeit von größter Bedeutung sind. Die Ormazabal-Group ist Teil der Velatia-Gruppe (kurz "Velatia"). Die Unternehmen der Gruppe vereinen zusammen mehr als 50 Jahre Branchenerfahrung und Engagement für Innovation mit dem Ziel, die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen, unabhängig von deren Standort. Die Ormazabal-Group, die sich im Besitz der Gründerfamilie befindet, besteht seit über 50 Jahren und ist seit 2004 in Deutschland präsent. Die Gesellschafter verfolgen ein langfristiges Investment in Deutschland. Die Velatia-Gruppe ist kontinuierlich bestrebt, ein nachhaltiges Unternehmen zu sein und trotz der langjährigen Erfahrung ihr Wissen weiter auszubauen und Prozesse und Abläufe weiter zu optimieren. Nachhaltigkeit hat für unser Unternehmen eine besondere Bedeutung. 2. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche 2.1 Lage der Wirtschaft in Deutschland Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2021 (preisbereinigt) um 2,7 % höher als im Jahr 2020. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe habe sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr aber erholt, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht habe. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, sei das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger gewesen. Industrie und Dienstleistungen leicht erholt Wie die Fachleute mitteilten, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen gegenüber dem vorangegangenen Krisenjahr erhöht. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe sei deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche hätten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse verzeichnet. Pandemie führt zu hohem Staatsdefizit Der Kampf gegen die Corona-Pandemie hat erneut zu einem hohen Finanzierungsdefizit des Staates geführt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, haben im Jahr 2021 die Ausgaben von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung die Einnahmen um 153,9 Mrd. € überstiegen. Das sei noch etwas mehr als im Jahr 2020 mit 145,2 Mrd. € und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung gewesen. Das Defizit 2021 entspricht 4,3 % des Bruttoinlandsproduktes. 2.2 Branchenentwicklung Im Dezember 2021 verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ein Auftragsplus von 34,1 % gegenüber Vorjahr. Die Inlandsorders erhöhten sich im Dezember um 42,0 %, die Auslandsorders um 27,6 %. Aus dem Euroraum gingen 19,8 % mehr Aufträge ein als im Vorjahr. Kunden aus Drittländern steigerten ihre Bestellungen um 32,0 %. Für das gesamte Jahr 2021 steht damit ein Bestellplus von 23,9 % in den Büchern. Die Auftragseingänge aus dem Inland wuchsen um ein Fünftel (+20,1 %), die aus dem Ausland um 27,0 %. Während Kunden aus der Eurozone ihre Orders im vergangenen Jahr um 23,1 % heraufsetzten, legten die Bestellungen aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums um 29,2 % zu. Die preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter lag im Dezember 3,4 % über Vorjahr. Insgesamt wuchs sie im vergangenen Jahr um 8,8 % und machte damit den 2020er Verlust (-6 %) mehr als wett. Die Erlöse der deutschen Elektro- und Digitalindustrie kamen im Dezember 2021 auf 18,1 Mrd. € - ein Plus von 8,5 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. Der Inlandsumsatzstieg um 12,6 % auf 8,7 Mrd. € und der Auslandsumsatz um 5,1 % auf 9,4 Mrd. €. Die Geschäfte mit Partnern aus dem Euroraum nahmen hier nur leicht um 1,2 % auf 3,1 Mrd. € zu, wohingegen der Umsatz mit Drittländern um 7,0 % auf 6,3 Mrd. € wachsen konnte. Für 2021 insgesamt verzeichneten die aggregierten Branchenerlöse damit ein Plus von 9,7 % und erreichten den Rekordwert von 199,5 Mrd. €. Dabei lagen die Geschäfte mit ausländischen Kunden (+10,5 % auf 105,7 Mrd. €) um zwölf Milliarden Euro höher als die mit Partnern aus dem Inland (+8,9 % auf 93,8 Mrd. €). Mit der Eurozone wurden im vergangenen Jahr 37,7 Mrd. € erlöst - ein Zuwachs von 8,3 %. Der Umsatz mit Kunden aus Drittländern kam auf 68,0 Mrd. € und lag damit 11,7 % höher als im Jahr 2020. Mit 88,5 % war die Kapazitätsauslastung in der Branche zu Beginn des ersten Quartals 2022 genauso hoch wie am Anfang des vierten Quartals 2021 (damals 88,4 %). Die Auftragsreichweite ist leicht von 5,4 auf 4,8 (Produktions-)Monate zurückgegangen, bleibt damit aber historisch hoch. 3. Geschäftsentwicklung Der Jahresumsatz sinkt auf 40,4 Mio. €, was einem Rückgang von 20,0 % gegenüber dem Vorjahr (2020: 50,5 Mio. €) und einem Rückgang von 15,3 % gegenüber dem Jahresbudget (Budget 47,7 Mio. €) entspricht. Die Inbetriebnahme der spanischen Produktionseinheit, nach Verlagerung der Produktion von der Schwestergesellschaft Ormazabal Anlagentechnik GmbH von Krefeld nach Spanien, führte zu Verzögerungen im Vertrieb. Dadurch waren Anlagen nicht zeitgerecht verfügbar, was zu einer Verzögerung der Umsatzrealisierung mit Kunden und über das Gesamtjahr betrachtet zu rückläufigen Gesamtumsätzen führte. Das negative EBIT betrug in 2021 -2,4 Mio. € und lag damit unter Vorjahr (-3,3 Mio. €) und um -0,7 Mio. € über Plan (-1,7 Mio. €). Bedingt durch eine nicht ausreichende, planmäßige Kostenreduktion konnte das Planergebnis nicht erreicht werden. Aufgrund der weiteren operativen Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2021 hat die Gesellschafterin auch im Jahr 2021 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 2,0 Mio. € vorgenommen. Insgesamt führte diese Entwicklung zu einem erneuten Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,4 Mio. € nach 3,3 Mio. € im Vorjahr. 4. Patronatserklärung und Erhöhung der Kapitalrücklage Aufgrund der bilanziellen und finanziellen Situation der Ormazabal GmbH wurde mit Datum vom 2. Juni 2023 seitens der Muttergesellschaft Ormazabal Electric S.L.U., Zamudio/Spanien, als Patronat eine Patronatserklärung bis zum 30. Juni 2024, mindestens aber für 12 Monate ab dem Datum des Prüfungsberichts 2021, ausgestellt. Hierfür werden auf erstes Anfordern der Ormazabal GmbH finanzielle Mittel bis zu einem Gesamtbetrag von 4,0 Mio. € von der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt. Diese Erklärung folgt der unter dem Datum vom 31. Dezember 2020 erteilten Unterstützungszusage, die bis zum 31. Dezember 2022 befristet war, sowie der Erklärung vom 2. Juni 2022, die zeitlich bis zum 30. Juni 2023 befristet war. Die finanzielle Zusage steht im Zuge der neuen Erklärung datiert vom 2. Juni 2023 der Gesellschaft in vollem Umfang zur Verfügung. Die Ertragslage hat sich im Geschäftsjahr 2021 nicht nachhaltig verbessert. Bei Umsatzerlösen von 40,4 Mio. € erwirtschaftete die Gesellschaft einen Verlust von 2,4 Mio. €. Aufgrund der bereits angespannten Eigenkapitalsituation wurde erneut eine Zahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 2,0 Mio. € durch die Gesellschafterin erforderlich und durchgeführt. 5. Lage des Unternehmens 5.1 Ertragslage
Der Umsatz basiert im Wesentlichen (86 %) auf den Produktlinien GA und GAE (modulare und kompakte gasisolierte Schaltfelder), welche von den Schwestergesellschaften Ormazabal Anlagentechnik GmbH, Krefeld, (bis Mitte 2021) sowie Ormazabal Burgos Switchgear SL in Spanien bezogen wurden. Die Vertriebsaktivitäten beschränken sich im Wesentlichen auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Die Erwartungen für die Umsatzentwicklung im Jahr 2021 wurden nicht erreicht und um -15,3 % gegenüber der Planung (47,7 Mio. €) verfehlt. Dieser Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Mio. € sowie der Planung um 7,3 Mio. € ist auf die Auswirkungen der Anlaufphase der Produktionseinheit in Spanien zurückzuführen und die dadurch bedingte fehlende Verfügbarkeit von Anlagen. Auf der Kostenseite sind im Jahr 2021 vor allem die folgenden Aspekte zu nennen: Materialaufwand: Der Materialaufwand erreichte 34,2 Mio. €, was zu einem Rückgang der Materialaufwandsquote (Materialaufwand zu Umsatz) von 89,8 % auf 84,6 % im Geschäftsjahr führte. Dies zeigt die positiven Auswirkungen der Produktionsverlagerung auf die Marge. Personalaufwand: Anstieg der Kosten um 19,5 % im Vergleich zu 2020 (um 1.008 T€). Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Übernahme eines Teils der Arbeitskräfte der Ormazabal Anlagentechnik GmbH durch die Ormazabal GmbH zurückzuführen. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter stieg von 44 in 2020 auf 60 in 2021. Die Abschreibungen sind stabil geblieben. Übrige betriebliche Aufwendungen: Aufgrund einer besseren Ökonomisierung der Ressourcen als Ergebnis der durchgeführten Umstrukturierung im Vergleich zum Vorjahr sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 18,3 %. Die zuvor dargelegte Entwicklung zeigt sich in den folgenden Kennzahlen. Die Umsatzrentabilität (Jahresfehlbetrag zu Umsatzerlösen) verbessert sich gegenüber dem Vorjahr von -6,6 % auf -6,0 % und liegt weiterhin im negativen Bereich. Die Personalintensität (Personalaufwand zu Umsatzerlösen) liegt mit 15,3 % um 5,1 %-Punkte über dem Vorjahr (10,2 %). Der Jahresfehlbetrag hat sich vor diesem Hintergrund gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Mio. € auf 2,4 Mio. € verbessert. 5.2 Vermögenslage
Die Vermögenslage des Unternehmens stellt sich nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen wie folgt dar: Die Bilanzsumme des Unternehmens hat sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 4,0 Mio. € von 11,0 Mio. € auf 15,0 Mio. € erhöht. Auf der Aktivseite hat sich das Umlaufvermögen von 10,9 Mio. € auf 14,9 Mio. € um 4,0 Mio. € erhöht. Diese Veränderung des Umlaufvermögens konzentriert sich auf die Zunahme der Vorräte (31.12.2020: 2.989 T€ vs. 31.12.2021: 6.919 T€) und die Abnahme der Forderungen gegen Dritte (31.12.2020: 5.537 T€ vs. 31.12.2021: 4.426 T€) sowie auf die Zunahme der liquiden Mittel (31.12.2020: 1.663 T€ vs. 31.12.2021: 2.586 T€). Zum 31.12.2021 erwarb das Unternehmen einen Teil der Vorräte der Ormazabal Anlagentechnik GmbH, die im Jahr 2021 die Produktion eingestellt hat, für einen Kaufpreis von 835 T€ brutto. Der Anstieg der Vorratsbestände resultiert aus einer verbesserten Auftragslage. In 2021 konnten Aufträge nicht zeitgerecht bedient werden infolge von Produktionsverzögerungen in Spanien. Um dies zu umgehen, wurden Bestände aufgebaut. Seit Verlagerung der Produktion von Krefeld nach Spanien bezieht die Gesellschaft die Anlagen ausschließlich von spanischen Schwestergesellschaften. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken von 5.537 T€ auf 4.426 T€. Die Reichweite der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist mit 66 Tagen höher als im Vorjahr (40 Tage). Die Wertberichtigungen auf Forderungen mit 55 T€ sind deutlich niedriger als im Vorjahr (Vorjahr: 872 T€). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von 596 T€ auf 678 T€ gestiegen. Der Saldo entspricht im Wesentlichen den Wertguthaben bei der Generali sowie Termingeldern. Die Passivseite enthält eine Steigerung des Fremdkapitals um 4,0 Mio. € einschließlich einer Verminderung des Eigenkapitals um 438 T€ aus der Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 2,0 Mio. € sowie dem Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,4 Mio. €. Im Wesentlichen steht diese Entwicklung im Zusammenhang mit der Steigerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Gesellschaften (31.12.2020: 3.540 T€ vs. 31.12.2021: 7.867 T€). Die Eigenkapitalquote sinkt im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 %-Punkte auf 1,2 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 5,6 %). Die sonstigen Rückstellungen sind mit 938 T€ um 352 T€ geringer als im Vorjahr, vor allem wegen des Rückgangs der sonstigen Rückstellungen für Personal (Abfindungen). Die erhaltenen Anzahlungen für das Projektgeschäft sind stabil geblieben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten liegen mit 950 T€ um 821 T€ über dem Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen steigen um 4,3 Mio. €. Diese Entwicklung basiert auf dem Kauf von Anlagen. Das Working Capital (Überschuss des Umlaufvermögens über die Verbindlichkeiten ohne Rückstellungen) vermindert sich gegenüber dem Vorjahr und liegt zum 31. Dezember 2021 bei 1,6 Mio. €. (Vorjahr: 2,2 Mio. €). Das Darlehen gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von 5,0 Mio. € wurde im Vorjahr zurückgezahlt und der Kreditrahmen zum 31. Dezember 2020 wurde nicht verlängert. 5.3 Finanzlage Infolge eines Umsatzrückgangs von 10,1 Mio. € und der Verlängerung der Debitorenlaufzeit auf 66 Tage sowie eines Anstiegs der Verbindlichkeiten verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 2,1 Mio. €. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war in 2021 bedingt durch die Einzahlung der Gesellschafterin in Höhe von 2,0 Mio. € ausreichend, um den negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zu kompensieren. Damit ergibt sich für das Unternehmen ein positiver Gesamt-Cashflow von 0,9 Mio. €. Die liquiden Mittel belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf 2,6 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. €). Zur Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft wurde durch die Alleingesellschafterin am 2. Juni 2023 eine Patronatserklärung erteilt, im Zuge derer die Alleingesellschafterin sich verpflichtet, die Ormazabal GmbH bis zu einem Gesamtbetrag von 4,0 Mio. € mit Liquidität auszustatten. Diese Zusage ist zeitlich begrenzt bis zum 30. Juni 2024, mindestens jedoch für 12 Monate ab dem Datum des Bestätigungsvermerks zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2021. 5.4 Gesamtaussage Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Umsatzsituation um 20,0 % verschlechtert, wohingegen sich das Betriebsergebnis (EBIT) im Verhältnis zu den Umsatzerlösen positiv entwickelt hat (-6,5 % in 2020 und in 2021 -5,9 %). Die Ormazabal GmbH ist weiterhin auf die Unterstützung durch den Konzern angewiesen, um kurz- und mittelfristig ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Durch die bereits erwähnte Einbindung in die Ormazabal-Unternehmensgruppe sowie die bestehende Patronatserklärung besteht eine Absicherung des Liquiditätsbedarfs. 6. Investitionen Im Geschäftsjahr 2021 wurden Investitionen in Höhe von 7 T€ getätigt, die hauptsächlich Ersatzinvestitionen betrafen. 7. Personal Für die Mitarbeiter am Standort Krefeld gilt der Tarif des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt nach dem Tarifvertrag 35 Stunden pro Woche. Es gibt Gleitzeitregelungen und flexible Wochenarbeitszeiten. Zum 31. Dezember 2021 waren bei der Ormazabal GmbH 61 Mitarbeiter beschäftigt (43 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2020). Die Ziele der Ormazabal GmbH im Jahr 2021 sind wie in den Vorjahren die Sicherung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit sowie die Deckung des zukünftigen Fachkräftebedarfs. 8. Umweltschutz Das integrierte Qualitäts- und Umweltmanagementsystem wurde im Oktober 2017 gem. DIN EN ISO 14001:2015 und DIN EN ISO 9001:2015 erfolgreich auditiert. Die neuen Zertifikate wurden im Dezember 2020 ausgestellt und haben eine Gültigkeit bis Dezember 2023. Die im Managementreview dokumentierte Auswertung der Umweltkennzahlen für Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen zeigt eine positive Entwicklung der Umweltleistung in Relation zur Produktionsleistung bzw. Mitarbeiterzahl. Im Berichtszeitraum gab es keine umweltrelevanten Vorfälle oder Beschwerden. 9. Entwicklung der Geschäftsjahre 2022 und 2023 und Prognosebericht bzw. Ausblick für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 Die strategischen Projekte für die kommenden Jahre sind auf die Erreichung der Profitabilität ausgerichtet. Darüber hinaus soll die Qualität des Servicegeschäfts weiter gesteigert und damit die Kundenbindung weiter ausgebaut werden. Dies geht einher mit Investitionen in Personal und Ausstattung. Wir werden auch in den nächsten Jahren neue Produkte und Dienstleistungen auf dem deutschen Markt einführen. Darüber hinaus werden die projektbezogenen Aktivitäten konsequent ausgebaut, um neue Kundengruppen zu erreichen. Damit wird das gesamte Projektgeschäft auf eine breitere Basis gestellt als in den vergangenen Jahren. Im Geschäftsjahr 2022 konnte ein besserer Auftragseingang im Vergleich zum Umsatz verzeichnet werden, wodurch es zu einem Anstieg des Auftragsvolumens kam. Diese Situation war Folge verschiedenster Faktoren: Einführung neuer Systeme in Deutschland, Verlagerung der Produktion von Standardteilen nach Spanien sowie weltweit vorherrschende Materialknappheit. Der Fokus der zukünftigen Geschäftsjahre liegt primär auf der Ergebnisverbesserung. Vor dem Hintergrund derzeitig bereits beschriebener wirtschaftlicher Gegebenheiten hat die Ormazabal GmbH wesentliche Maßnahmen zur Erreichung der prognostizierten Entwicklung getroffen. Hervorzuheben sind hierbei die enge und partnerschaftliche Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Kunden über die künftigen Preisentwicklungen. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit soll auch in den kommenden Jahren forciert werden. Im Geschäftsjahr 2022 wurden (vorläufige) Umsatzerlöse in Höhe von rund 60,0 Mio. € realisiert. Das (vorläufige) EBIT erreichte den Betrag von 1,7 Mio. €, was einen Prozentsatz von 2,9 % des Umsatzes ausmacht. Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit (vorläufigen) Umsatzerlösen in Höhe von 66 Mio. € sowie einem (vorläufigen) EBIT von 3,3 Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Umsatz von 56 Mio. € geplant, bei einem EBIT von 1,9 Mio. €. Die Umsätze im Bereich der Transformationen waren 2023 höher als erwartet. Für 2024 geht die Geschäftsleitung daher von einem leichten Rückgang der Umsätze in diesem Bereich aus und plant daher Umsätze unterhalb des Vorjahresniveaus. Die Halbjahresergebnisse für das Geschäftsjahr 2024 weisen einen Gewinn vor Steuern von 2,4 Mio. € sowie Umsatzerlöse von 32,9 Mio. € aus. Für das Geschäftsjahr 2025 werden Umsatzerlöse in Höhe von 59 Mio. € geplant sowie ein EBIT in Höhe von 2,1 Mio. €. Die Geschäftsleitung erwartet für 2025 einen Anstieg der Erlöse im Bereich der sog. secondary products lines. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass sich die Rohertragsmarge der Gesellschaft nach der Verlagerung der Produktion von Krefeld nach Spanien und durch die damit verbundenen niedrigeren Produktionskosten verbessern und die Gesellschaft positive Gesamtergebnisse erzielen wird. 10. Chancen für die zukünftige Entwicklung Die in den letzten Jahren getroffenen weitreichenden politischen Entscheidungen führten in Deutschland bis zum April 2023 zu einem vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie sowie zu einer Erhöhung des Anteils regenerativer Energien an der Gesamtversorgung auf mindestens 80 % in 2050. Langfristig werden daraus Auftragssteigerungen zu erwarten sein. Die großen deutschen Energieversorger haben den Ausstieg aus der Atomenergie zu bewältigen und orientieren sich zunehmend in anderen Bereichen. Aufgrund des Atomausstiegs und der zunehmenden Dezentralisierung der Energieerzeugung erwarten wir, dass die Anzahl der Marktteilnehmer durch Neugründung lokaler Stadtwerke langfristig steigen wird. Darin wird auch eine Chance gesehen auf eine langfristige Steigerung des Marktpotentials des deutschen Marktes. Die deutschen elektrischen Übertragungs- und Verteilnetze werden den zukünftigen Anforderungen an eine dezentrale Energieerzeugung sowie großen "Offshore"-Windparks angepasst. Weiterhin verlangen die alternativen Energieerzeugungen einen höheren Informations- und Regelungsbedarf. Darüber hinaus sind erhebliche Ersatzinvestitionen, insbesondere in das westdeutsche Netz, in den nächsten Jahren notwendig. Die Herausforderungen aus der erforderlichen Veränderung des Verteilnetzes bieten uns die Chance, uns durch Innovation und Flexibilität von unseren Wettbewerbern zu differenzieren. Die Auswirkungen des Emissionshandels, politische und gesellschaftliche Widerstände gegen neue Kraftwerks- und Pipelineprojekte sowie langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren könnten die Investitionsbereitschaft der Unternehmen stark beeinflussen. Die derzeitige Entwicklung im Zusammenhang mit dem Thema Gas- und Energiekrise und die einhergehenden politischen Debatten um erneuerbare Energien, Photovoltaik und E-Mobilität, primär in den Branchen der Automobilindustrie und des Wohnungsbaus, lassen zukünftig auf signifikante Chancen für die weitere Wirtschaftlichkeitssteigerung der Ormazabal GmbH schließen. 11. Risikobericht 11.1 Gesamtwirtschaftliche und politische Risiken Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2021 wurde im Wesentlichen durch den Verlauf der Coronapandemie, welche wiederum einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Material-, Liefer- und Kapazitätsengpässe hatte, geprägt. Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine Ende Februar 2022 haben sich diese Probleme noch verschärft. Die Energiekrise, die durch die Verknappung von Rohstoffen aufgrund der internationalen Blockade Russlands ausgelöst wurde, führte zu einem erheblichen Anstieg der Rohstoffpreise. Des Weiteren muss festgehalten werden, dass auch nach zwei Jahren und wenngleich weltweiter Fortschritte im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Coronavirus noch immer das Risiko eines erneuten Lockdowns einkalkuliert werden musste. Auf nationaler Ebene war die besonders im ersten Quartal 2022 starke Zunahme der Krankenstände auf Grund neuer Höchststände bei den Inzidenzen zu nennen. Im internationalen Bereich war die Null-Covid-Strategie seitens der chinesischen Regierung zu erwähnen, die nicht nur das soziale Leben und die Wirtschaftsleistung in China stark beeinflusst hat, sondern auch erhebliche Einflüsse auf die weltwirtschaftliche Entwicklung genommen hat. In dieser Hinsicht scheint sich die Lage im Laufe des Jahres 2023 stabilisiert zu haben. Darüber hinaus werden zukünftig noch weitere Fragestellungen Auswirkungen auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenparameter haben. Hierzu zählen im Wesentlichen die weitere kurz- und mittelfristige Entwicklung der Inflationsrate und die sich hieraus ergebenden Konsequenzen, die Volatilität der Rohstoff- und Energiepreise sowie die schon vor der Coronapandemie existente Gesamtverschuldung in vielen EU-Ländern und die damit einhergehende erhöhte Unsicherheit auf den Finanzmärkten. Die durch den Konflikt im Roten Meer Ende 2023/Anfang 2024 verursachte Situation muss aufgrund der möglichen Auswirkungen genau beobachtet werden, sowohl im Hinblick auf einen erheblichen Anstieg der Kosten für den Seetransport als auch auf die Engpässe, die aufgrund der Wiederbeschaffungszeiten für alle Produkte mit Ursprung in Asien auftreten können. Die Ormazabal GmbH wird beide Faktoren ständig im Auge behalten und gemeinsam mit ihren Kunden an der optimalen Bewältigung dieser Situation arbeiten. 11.2 Umstrukturierungsrisiken Die im Jahr 2021 bei der Schwestergesellschaft Ormazabal Anlagentechnik GmbH als bis dahin wesentlicher Lieferant der Ormazabal GmbH für den Bezug der Anlagen durchgeführte Verlagerung der Fertigung im Primärschaltbereich (GA- und GAE-Baureihen) von Krefeld nach Burgos, Spanien, ist mit einem Aufbau des Auftragsbestandes bei der Ormazabal GmbH einhergegangen. Die lokalen Arbeitsabläufe bei der Gesellschaft, im Wesentlichen an den Schnittstellen, haben kurzzeitig durch die Umstrukturierung zu einer erhöhten Ressourcenbindung sowie einer erhöhten Arbeitsbelastung geführt. Hinzu kam, dass zu diesem Zeitpunkt die Umstellung auf ein neues SAP-System sowie die Einführung eines neuen Produktkonfigurationstools in Deutschland stattgefunden hat, wodurch für die Auftragsverarbeitung eine längere Zeit in Anspruch genommen wurde als in den Jahren zuvor. Trotz eines erhöhten Auftragsbestandes ermöglicht die Produktionsverlagerung nach Burgos der Ormazabal GmbH, mittelfristig mehr Standardschaltanlagen zu vertreiben und somit ein Kapazitätswachstum zu generieren und damit einhergehend die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens für die Zukunft zu sichern. In diesem Sinne war das Jahr 2022 ein Jahr der Konsolidierung der vom deutschen Markt geforderten Qualitätsanforderungen in unserem Werk in Burgos und der Umsetzung neuer gemeinsamer Projekte zwischen Burgos und Deutschland, um Synergien zu nutzen, gemeinsame Indikatoren zu verwalten und die Abteilungsstrukturen mit einem länderübergreifenden Ansatz zu stärken, um das optimale Verhältnis zwischen Kosten, Produktivität und Standort zu erreichen. 11.3 Preisentwicklung am Markt Rohmaterial- und Energiepreise am Markt haben sich im Geschäftsjahr 2022 stark nach oben entwickelt. Im Zusammenspiel mit langfristig abgeschlossenen Rahmenverträgen betrifft diese Situation auch die Ormazabal GmbH deutlich. Als Maßnahme gegen das Risiko aus den Preissteigerungen hat die Ormazabal GmbH eine enge und partnerschaftliche Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Kunden über die Preisentwicklung forciert. Obwohl die anhaltenden Risiken von dem Krieg in der Ukraine und dem Konflikt am Roten Meer weiterhin zu Preissteigerungen oder Engpässen bei Rohstoffen führen können, haben sich diese Preissteigerungen im Laufe des Jahres 2023 abgeschwächt. Die Ormazabal GmbH wird im Jahr 2024 beide Konflikte und die Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise ständig im Auge behalten und mit ihren Kunden bei der optimalen Bewältigung dieser Situation zusammenarbeiten. Es wird jedoch nicht erwartet, dass dies einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse des Unternehmens haben wird 11.4 Zinserhöhung Die Europäische Zentralbank hat im Jahr 2022 den Kurs ihrer Geldpolitik signifikant geändert. Die massive Erhöhung des Leitzinses kombiniert mit der Energiekostenerhöhung wird zukünftig die Fremdfinanzierung vieler Unternehmen erschweren. Im Laufe des Jahres 2023 sind die Zinssätze erheblich gestiegen, und alles deutet darauf hin, dass der Höchststand erreicht ist und die Zinsen allmählich sinken dürften. Die Ormazabal GmbH ist im Wesentlichen kein fremdfinanziertes Unternehmen, weswegen die durch eine Zinserhöhung bestehenden Risiken auf der eigenen Unternehmensseite als gering eingestuft werden. 11.5 Materialverfügbarkeit Zu einem Anstieg der Preise am Markt kommt die seit Mitte 2020 bestehende Materialverknappung hinzu, die die Situation eines erhöhten Auftragsbestandes bei der Ormazabal GmbH sowie gleichzeitig auch die Situation existenter Kunden beeinflusst. Letztere Situation bedingt zum Teil Zahlungsschwierigkeiten auf der Kundenseite und wird auch zukünftig ein Thema sein, welches nicht zu vernachlässigen ist. 11.6 Personalrisiken Personalrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus der Beschaffung von qualifizierten Fachkräften, mangelnder Qualifikation und Fluktuation. Ein dauerhafter Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt könnte sich nachteilig auf die Lage der Gesellschaft auswirken. Kurzfristige Engpässe können durch die Nutzung konzerninterner Ressourcen ausgeglichen werden. Die Personalrisiken werden begrenzt durch umfassende Weiterbildungsmaßnahmen, leistungsgerechte Vergütung und frühzeitige Nachfolgeplanung. Diese Gesellschaft verfolgt eine vertrauensbasierte Unternehmenskultur mit flachen Hierarchien. Auf jeder Ebene ist eigenverantwortliches Handeln und Denken gefordert. 11.7 Liquiditätsrisiko Die allgemeine Marktsituation führt zu einer allgemeinen Zunahme der Liquiditätsspannungen in der Wirtschaft sowie zu einer Schrumpfung des Kreditmarktes. In diesem Zusammenhang werden die Finanz- und Treasury-Risiken auf Unternehmensebene gesteuert. Zur Vermeidung der Entstehung einer bilanziellen Überschuldung hat die Alleingesellschafterin im Jahr 2021 erneut eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 2,0 Mio. € geleistet. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit liegt eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft vor (vgl. Gliederungspunkt 4). Sollte die Ormazabal GmbH weitere Jahresfehlbeträge erwirtschaften, die auch zu einer bilanziellen Überschuldung führen könnten, so ist die Gesellschaft weiterhin auf die Unterstützung durch den Konzern bzw. ihre Muttergesellschaft angewiesen. 11.8 Bestandsgefährdende Risiken Der Fortbestand der Gesellschaft hängt davon ab, dass es gelingt, Aufträge mit positiven Deckungsbeträgen abzuschließen. Sofern dies nicht erreicht wird, ist die Gesellschaft zur Gewährleistung ihres Fortbestandes weiterhin auf die finanzielle Unterstützung durch ihre Muttergesellschaft angewiesen. Langfristig ist der Fortbestand der Gesellschaft davon abhängig, dass Aufträge mit positiven Deckungsbeiträgen beendet werden. Bis dahin ist die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung durch die Alleingesellschafterin angewiesen. Ohne ausreichende finanzielle Unterstützung droht die Zahlungsunfähigkeit und der Fortbestand der Gesellschaft ist gefährdet. Im November 2020 hat das Management des spanischen Mutterkonzerns die Verlagerung der Produktion der Schaltanlagen (GA/GAE-Produkte) vom Standort der Schwestergesellschaft Ormazabal Anlagentechnik GmbH in Krefeld nach Spanien beschlossen. Bis April 2021 wurde der Transfer abgeschlossen. Ab Mitte 2021 hat die Ormazabal GmbH ihre Schaltanlagen nicht mehr von der Schwestergesellschaft Ormazabal Anlagentechnik GmbH in Krefeld bezogen, sondern von der spanischen Schwestergesellschaft Ormazabal International Business SL (OIB). Aufgrund der bilanziellen und finanziellen Situation der Ormazabal GmbH wurde mit Datum vom 2. Juni 2023 seitens der Muttergesellschaft Ormazabal Electric S.L.U., Zamudio/Spanien, als Patronat eine Patronatserklärung bis zum 30. Juni 2024, mindestens aber für 12 Monate ab dem Datum des Prüfungsberichts 2021, ausgestellt. Hierfür werden auf erstes Anfordern der Ormazabal GmbH finanzielle Mittel bis zu einem Gesamtbetrag von 4,0 Mio. € von der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt. Diese Erklärung folgt der unter dem Datum vom 31. Dezember 2020 erteilten Unterstützungszusage, die bis zum 31. Dezember 2022 zeitlich befristet war, sowie der Erklärung vom 2. Juni 2022, die zeitlich bis zum 30. Juni 2023 befristet war. Die finanzielle Zusage steht im Zuge der neuen Erklärung datiert vom 2. Juni 2023 der Gesellschaft in vollem Umfang zur Verfügung. Das Geschäftsjahr 2022 hat die Ormazabal GmbH mit einem (vorläufigen) Ergebnis von 1,7 Mio. € beendet. Das Geschäftsjahr 2023 hat die Ormazabal GmbH mit einem (vorläufigen) Ergebnis von 3,3 Mio. € beendet. Eine weitere Unterstützung des Eigenkapitals ist in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 nicht erfolgt . 12. Zusammenfassende Würdigung der Risikolage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in dem schwierigen Wettbewerbsumfeld und steigenden Preisdruck sowie dem zunehmenden Verdrängungswettbewerb. Langfristig ist der Fortbestand der Gesellschaft davon abhängig, dass Aufträge mit positiven Deckungsbeiträgen beendet werden. Bis dahin ist die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung durch die Alleingesellschafterin angewiesen. Ohne ausreichende finanzielle Unterstützung droht die Zahlungsunfähigkeit und der Fortbestand der Gesellschaft ist gefährdet. Zur Sicherung der Liquidität besteht aktuell eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft über ein Gesamtvolumen von 4,0 Mio. €, welche zeitlich bis mindestens 12 Monate nach dem Datum des Prüfungsberichtes zum 31. Dezember 2021 gewährt wird.
Krefeld, den 30. Juli 2024 Ormazabal GmbH Die Geschäftsführung Fernando Zabalgogeazcoa Burgos Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Hinweise Die Ormazabal GmbH wird beim Amtsgericht Krefeld unter der Registernummer HRB 11683 geführt. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Krefeld. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Nach § 267 Abs. 2 HGB ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Unter Berücksichtigung der von der Muttergesellschaft Ormazabal Electric S.L.U., Zamudio/ Spanien, mit Datum vom 2. Juni 2023 erteilten Patronatserklärung wurde der Jahresabschluss der Gesellschaft unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Im Rahmen der Patronatserklärung verpflichtet sich die Muttergesellschaft, die Ormazabal GmbH für den Zeitraum bis 30. Juni 2024, mindestens aber bis 12 Monate ab dem Datum des Bestätigungsvermerks zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und des Bestätigungsvermerks zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 mit zusätzlicher Liquidität bis zu einem Gesamtbetrag von 4,0 Mio. € auszustatten. Ohne ausreichende finanzielle Unterstützung durch die Alleingesellschafterin ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Es wird auf die Ausführungen in den Abschnitten 11.8 "Bestandsgefährdende Risiken" sowie 11.7 "Liquiditätsrisiko" im Lagebericht verwiesen. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember 2021. Die angegebenen Vergleichszahlen beziehen sich auf den Vorjahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Software wird unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Gebäude werden linear über 20 bis 50 Jahre abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben (lineare Abschreibung):
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 250 € werden im Jahr der Anschaffung vollständig als Aufwand erfasst. Für abnutzbare geringwertige Wirtschaftsgüter wird ein Sammelposten gebildet, sofern der Wert des einzelnen Wirtschaftsgutes 250 €, aber nicht 1.000 € übersteigt. Der Sammelposten wird ab dem Jahr der Anschaffung über fünf Jahre linear abgeschrieben. Vorräte werden wie folgt bewertet: Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden mit ihren Anschaffungskosten auf Basis der Einzelbewertung zum Bilanzstichtag aktiviert. Auf minderwertige und nicht gängige Bestände werden Abschläge vorgenommen. Die Bewertung der Handelswaren erfolgte mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Einkaufsskonti. Vom Bewertungsvereinfachungsverfahren nach § 256 HGB (Durchschnittsmethode) wird Gebrauch gemacht. Auf minderwertige und schlecht gängige Bestände werden Abschläge vorgenommen. Minderwertige und schlecht gängige Bestände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Verwendungsmöglichkeit abgewertet. Handelswaren, deren Einstandspreise durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden verlustfrei bewertet. Das Verfahren zur Analyse der Lagerreichweiten und Gängigkeiten wurde unverändert zum Vorjahr angewendet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestandes nach Abzug der Umsatzsteuer gebildet worden. Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern wurden mit einem Steuersatz von 32,625 % berechnet. Aktive latente Steuern resultieren aus einem im Vergleich zur Steuerbilanz höheren Ansatz von Pensions- und sonstigen Rückstellungen in der Handelsbilanz sowie aus Verlustvorträgen. Passive latente Steuern entstanden nicht. In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung nicht aktiviert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung, welche durch die Mercer Deutschland GmbH, Düsseldorf, durchgeführt wird, nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,87 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 1,5 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,0 % p.a. unterstellt. Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. Von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird Gebrauch gemacht. Die Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 626 T€ (Vorjahr: 423 T€) bei Zugrundelegung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,87%; Vorjahr: 2,31 %). Die Rückstellung unter Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,35%; Vorjahr: 1,60 %) beträgt zum Stichtag 682 T€ (Vorjahr: 469 T€). Somit beträgt der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB 56 T€ (Vorjahr: 46 T€). Die Aufzinsung der Pensionsrückstellung wird im Finanzergebnis gezeigt. Der aus der Änderung des HGB durch das BilMoG resultierende Unterschiedsbetrag betrug zum 1. Januar 2010 27 T€ und wird bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zu je einem Fünfzehntel pro Jahr angesammelt. Zum 31. Dezember 2021 beträgt die verbliebene Unterdeckung 5 T€. Die Zuführung in Höhe von 2 T€ wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden. Grundsätzlich werden bei allen Rückstellungen Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Es erfolgt eine Abzinsung mehrjähriger Rückstellungen mit dem fristenkongruenten Marktzinssatz. Grundlage für die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen (entweder Blockmodell oder 50 %-Teilzeitbeschäftigung über die gesamte Dauer der Altersteilzeit) sind die versicherungsmathematischen Gutachten der Mercer Deutschland GmbH, Düsseldorf. Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte für die Handelsbilanz nach den Regelungen der IDW-Stellungnahme RS HFA 3 vom 19. Juni 2013. Für den Erfüllungsrückstand ist eine Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre vorgenommen worden. Dieser Zinssatz beträgt 1,35 %. Der Gehaltstrend ist mit 2 % berücksichtigt worden. Zur Berücksichtigung biometrischer Einflussfaktoren wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts (19 T€) mit den Rückstellungen für Altersteilzeit (Rückstellungsanteil für den Erfüllungsbetrag in Höhe von 19 T€) anteilig verrechnet. Dieser beizulegende Zeitwert (19 T€) stellt gleichzeitig die fortgeführten Anschaffungskosten des Deckungsvermögens dar. Die verrechneten Zinsaufwendungen in Höhe von 992 € und die Auswirkungen der Änderungen des Rechnungszinses (Zinszuführung) von 16 € sind im Finanzergebnis enthalten. Garantierückstellungen werden für individuelle Einzelrisiken sowie pauschal für allgemeine Risiken gebildet. Bemessungsgrundlage zur Berechnung der pauschalen Garantierückstellungen sind die um konkrete Einzelrisiken verminderten Umsatzerlöse, welche mit einem erfahrungsbasierten Prozentsatz (durchschnittliches Verhältnis Garantieaufwendungen/Umsatzerlöse der letzten drei Jahre) multipliziert werden. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht erfasst. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums bzw. im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (33 T€; Vorjahr: 102 T€) sowie sonstige Leistungen (211 T€; Vorjahr: 0 T€). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen 211 T€ (Vorjahr: 0 T€) gegen die Gesellschafterin. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Wertguthaben bei der Generali in Höhe von 124 T€ (Vorjahr: 106 T€). Zur Absicherung von Avalen wird Termingeld in Höhe von 483 T€ (Vorjahr: 483 T€) bei einer Bank unterhalten. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beträgt 25 T€ und entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt 35.398 T€ (Vorjahr: 33.398 T€). Dieser Betrag resultiert aus Einlagen der Gesellschafterin (davon 2.000 T€ Einlage in 2021; Einlage in Vorjahren: 11.500 T€) sowie im Übrigen aus einem Vermögensaufbau durch Abspaltung der Vertriebsaktivitäten von der Ormazabal Anlagentechnik GmbH in die Ormazabal GmbH zum 1. Januar 2008. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für Garantie und Gewährleistung von 119 T€ (Vorjahr: 119 T€), für ausstehende Rechnungen von 77 T€ (Vorjahr: 22 T€), für Archivierung von 56 T€ (Vorjahr: 56 T€) sowie den Personalbereich mit 568 T€ (Vorjahr: 978 T€). Verbindlichkeiten
Art der Besicherung: Wie im Vorjahr haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind ungesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entstanden durch den Austausch von Lieferungen und Leistungen (7.826 T€; Vorjahr: 3.540 T€). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin enthalten (41 T€; Vorjahr: 0 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 106 T€ (Vorjahr: 741 T€). Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Zum 31. Dezember 2021 bestehen nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte in Form von operativen Leasingverhältnissen. Diese stellen sich nach Fristigkeit wie folgt dar:
Die Leasingverträge (Operate-Lease-Verträge) führen zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 1.771 T€. Davon fällig:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In dieser Position sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:
Materialaufwand Der Materialaufwand im Geschäftsjahr beträgt 34.229 T€ (Vorjahr: 45.393 T€) und damit 84,6 % (Vorjahr: 89,8 %) der Gesamtleistung. Sonstige betriebliche Aufwendungen Wesentliche Beträge resultieren u.a. aus Aufwendungen für Dienstleistungsverrechnung (992 T€; Vorjahr: 1.993 T€), Ausgangsfrachten (386 T€; Vorjahr: 432 T€), Mieten (399 T€; Vorjahr: 366 T€) sowie Kosten für Verkaufsförderung (89 T€; Vorjahr: 53 T€), Reisekosten (52 T€; Vorjahr: 36 T€) und Versicherungsbeiträge (67 T€; Vorjahr: 74 T€). Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB Gebrauch gemacht, die aus der Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften zum 1. Januar 2010 bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultierende Zuführung über maximal 15 Jahre zeitlich zu verteilen. Im Geschäftsjahr 2021 resultiert hieraus ein Aufwand in Höhe von 2 T€ (Vorjahr: 2 T€). Sonstige Angaben Geschäftsführung Fernando Zabalgogeazcoa Burgos, Las Arenas-Getxo (Vizcaya)/Spanien, Alleingeschäftsführer, hauptberuflich als General Manager Finance der Velatia-Gruppe in Spanien tätig. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführung erhielt im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Die Ormazabal GmbH ist zu 100 % im Besitz der Ormazabal Electric S.L.U., Zamudio/Spanien (Velatia-Gruppe). Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ormazabal Electric S.L.U., Zamudio/Spanien, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist bei der Ormazabal Electric S.L.U., Zamudio/Spanien, erhältlich; er wird nicht offengelegt. Nachtragsbericht Zum 31. Mai 2022 erfolgte die Umstellung auf das in Spanien lokalisierte ERP-System SAP sowie die Einführung eines neuen Produktkonfigurationstools in Deutschland. Diese Systemumstellung führt zu keinen wesentlichen finanziellen Auswirkungen. Die IT-Landschaft wurde auch vor der Umstellung zentral über die in Spanien ansässige Muttergesellschaft gesteuert. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Auswirkungen auf die im Jahresabschluss dargestellte Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben, sind nicht eingetreten. Im Hinblick auf die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges und dem Nahost-Konflikt wird auf die Risikoberichterstattung im Lagebericht unter Abschnitt 9.1 "Gesamtwirtschaftliche und politische Risiken" verwiesen.
Krefeld, den 30. Juli 2024 Ormazabal GmbH Die Geschäftsführung Fernando Zabalgogeazcoa Burgos Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.07.2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ormazabal GmbH, Krefeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ormazabal GmbH, Krefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ormazabal GmbH, Krefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Allgemeinen Hinweise im Anhang sowie die Angaben in den Abschnitten "11.7 Liquiditätsrisiko" und "11.8 Bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und ihr Fortbestand von der finanziellen Unterstützung der Alleingesellschafterin abhängig ist. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit liegt eine bis zum 30. Juni 2024, mindestens jedoch für zwölf Monate ab dem Datum des Bestätigungsvermerks zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021, befristete Patronatserklärung der Muttergesellschaft vor. Sollte die Gesellschaft zukünftig keine positiven Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit generieren, ist der Fortbestand auch darüber hinaus weiterhin von der unveränderten finanziellen Unterstützung durch die Alleingesellschafterin abhängig. Wie in den Allgemeinen Hinweisen des Anhangs sowie in den Abschnitten 11.7 und 11.8 des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhaltes nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. Juli 2024 Deloitte
GmbH
Norbert Graetz, Wirtschaftsprüfer Anne Schmitt-Blass, Wirtschaftsprüferin |
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