Master Data

Registry
Register court Ulm HRB 632057
Registered
1/17/2001
Industry
Activities of holding companiesManufacture of metal forming machineryManagement activities of other holding companies
Purpose
Gegenstand geändert; nun: Die Erstellung und Implementierung von integrierten Lösungen für das Fertigungsdatenmanagement (Fertigungssteuerung, Datenerfassung, -Verteilung und -Auswertung, Wissensmanagement) sowie für die Fertigungsautomatisierung. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gegenstand des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind. Sie darf zu diesem Zweck insbesondere im Inund Ausland Zweigniederlassungen errichten, andere Unternehmen gleicher oder verwandter Art gründen, erwerben, sich an diesen beteiligen, diese veräußern, deren Geschäftsführung übernehmen oder sich auf die Verwaltung der Beteiligungen beschränken. Sie kann ihren Betrieb ganz oder teilweise in verbundene Unternehmen ausgliedern und Unternehmensverträge jeglicher Art abschließen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Jörg Ullrich Dr. Ochs
since 9/14/2020
Managing Director
Werner Georg Gruber
since 9/14/2020
Managing Director
Frank Oliver Hoffmann
since 6/3/2020
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

Identified persons (4)

Unresolved chains (1)

Shareholders
Beta

4 of 5 shareholders visible

Name
Location
Share
Forcam Enisco GmbH
Germany
81.64%
F**** E***** G*****
14.65%
B**** M*****
1.72%
D** A******** S**********
1.56%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

FORCAM GmbH

Ravensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Forcam GmbH, Ravensburg, erfolgte am 30. April 2025.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA:

Zum Vergleich 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 332.873,25 105.535,81
II. Sachanlagen 400.433,74 2.223.275,57
davon Grundstücke: EUR 0,00 1.966.270,06
davon andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 400.433,74 257.005,51
2.223.275,57
III. Finanzanlagen 645.372,63
davon Anteile an verbundenen Unternehmen EUR 450.793,37 475.793,37
davon Ausleihungen an verbundene Unternehmen EUR 194.579,26 500.625,00
976.418,37
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 69.811,70 18.999,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.178.576,79 1.557.287,09
davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 311.238,72 524.325,29
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 473.515,16 1.260.527,26
1.721.903,65 2.836.813,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 82.342,67 158.452,18
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 31.834.332,46 26.202.646,55
35.017.258,40 32.503.142,18

PASSIVA:

Zum Vergleich 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 620.196,00 620.196,00
II. Kapitalrücklage 36.701.514,43 36.701.514,43
III. Verlustvortrag -63.524.356,98 -51.096.921,49
IV. Jahresfehlbetrag -5.631.685,91 -12.427.435,49
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt 31.834.332,46 26.202.646,55
0,00 0,00
B. Rückstellungen 693.105,37 921.179,16
C. Verbindlichkeiten 34.250.740,10 31.458.995,42
davon gegenüber Kreditinstituten EUR 0,00 1.426.468,69
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 32.959.954,22 29.211.010,51
davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 503.292,45 1.367,55
D. Rechnungsabgrenzungsposten EUR 73.412,93 122.967,60
35.017.258,40 32.503.142,18

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Zum Vergleich 2022
EUR EUR EUR T-EUR
1. Rohergebnis 8.384.088,85 5.972.372,41
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.715.821,38 -11.066.850,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.362.030,63 -1.943.958,96
davon für Altersversorgung und für Unterstützung -46.881,65 -68.997,47
- -9.077.852,01 -13.010.809,42
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände -261.368,14 -243.543,01
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.057.575,44 -2.091.259,61
-2.318.943,58 -2.334.802,62
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 248.083,41 482.967,15
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 299,45 0,00
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.418.763,70 -2.174.992,66
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.434.718,66 -1.346.378,93
-2.605.099,50 -3.038.404,44
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -77,97 0,00
10. Ergebnis nach Steuern -5.617.884,21 -12.411.644,07
11. sonstige Steuern -13.801,70 -15.791,42
12. Jahresfehlbetrag -5.631.685,91 -12.427.435,49

ANHANG zum 31. Dezember 2023

FORCAM GmbH, 88213 Ravensburg

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: FORCAM GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Ravensburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ulm
Register-Nr.: HRB 632057

Der Jahresabschluss wurde nach den für mittelgroße Gesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden die Erleichterungen in der Aufstellung des Anhangs in Anspruch genommen. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Die Bilanz weist eine buchmäßige Überschuldung aus. Dies wird als Indiz angesehen, die zu einer Prüfung Anlass gibt, ob die Bewertung im Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erfolgen darf. Die Geschäftsführung hat alle Indizien und Gegebenheiten, die gegen eine Fortführung der Unternehmenstätigkeit sprechen könnten, überprüft und stellt fest, dass die Bewertung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erfolgt, da der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - insbesondere unter Berücksichtigung einer zu Gunsten der Gesellschaft abgegebenen Rangrücktrittserklärung - keine tatsächlichen bzw. rechtlichen Gegebenheiten entgegenstehen. Es besteht gleichwohl eine wesentliche Unsicherheit, dass die Fortführung des Unternehmens gefährdet ist, da die weitere Finanzierung der Gesellschaft über das Jahr 2025 hinaus nicht sichergestellt ist und somit ein Liquiditätsrisiko besteht. Die Geschäftsführung führt laufende Gespräche mit den Gesellschaftern und Fremdkapitalgebern des Unternehmens. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage sein wird im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren und seine Schulden zu begleichen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind erstmals mit Herstellungskosten aktiviert worden. Diese Durchbrechung der Stetigkeit dient des verbesserten Einblicks in die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft. Der im Berichtsjahr aktivierte Betrag beläuft sich auf T-EUR 253.

Bei Beibehaltung der Vorjahresgrundsätze wäre das Jahresergebnis um T-EUR 253 schlechter ausgefallen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Auf den Herstellungszeitraum entfallende Zinsen wurden nicht aktiviert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden für die Forcam Inc. USA in Höhe von € 1.418.763,70 in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Abschlussstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Auf den Herstellungszeitraum entfallende Zinsen sind nicht aktiviert worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und ebenso wie die Guthaben bei Kreditinstituten mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag ausgewiesen.

Die gebildeten Kapitalrücklagen betreffen Beträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von € 15.421.832,35 und gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von € 21.279.682,08.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, d. h. erwartete Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Abschlussstichtag veröffentlichten, Zinssatz abgezinst. Die erstmalige Verbuchung derartiger Rückstellungen erfolgt nach der Nettomethode.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält etwaige auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die zum Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag in € umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Latente Steuern sind im Jahresabschluss nicht gebildet worden. Temporäre Differenzen bei Bilanzposten bestehen nicht. Der Aktivüberhang aufgrund steuerlicher Verlustvorträge ermöglicht einen Ansatz von latenten Steuern, diese wurden jedoch nicht angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand - mit Ausnahme des oben dargestellten Sachverhalts zu den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen -nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2023 - HGB

FORCAM GmbH

Ravensburg

Anschaffungs-Herstellungskosten 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Anschaffungs-Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 381.072,39 13.707,00 0,00 0,00 0,00 394.779,39
2. selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 253.189,44 0,00 0,00 0,00 253.189,44
Immaterielle Vermögensgegnstände 381.072,39 266.896,44 0,00 0,00 0,00 647.968,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bautenauf fremden Grundstücken 2.366.365,04 0,00 -2.358.505,21 0,00 0,00 7.859,83
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 975.821,74 339.301,64 -243.171,59 0,00 0,00 1.121.505,00
Sachanlagen 3.342.186,78 339.301,64 -2.601.676,80 0,00 0,00 1.129.364,83
kumulierte Abschreibungen bis 2022 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -275.536,58 -39.559,00 0,00 0,00 -315.095,58
2. selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegnstände -275.536,58 -39.559,00 0,00 0,00 -315.095,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bautenauf fremden Grundstücken -400.094,98 -26.915,00 419.150,15 0,00 -7.859,83
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -718.816,23 -194.894,14 47.341,42 0,00 -866.368,95
Sachanlagen -1.118.911,21 -221.809,14 466.491,57 0,00 -874.228,78
Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 79.683,81 105.535,81
2. selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 253.189,44 0,00
Immaterielle Vermögensgegnstände 0,00 332.873,25 105.535,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bautenauf fremden Grundstücken 0,00 0,00 1.966.270,06
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 400.433,74 257.005,51
Sachanlagen 0,00 400.433,74 2.223.275,57

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten.

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Personalaufwendungen (Urlaub, Bonus) 580 715
Ausstehende Rechnungen 18 43
Gewährleistung 60 60
Sonstiges 35 103
Gesamt 693 921

Aufgliederung der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und Sicherungsrechte

Keine vorhanden.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf € 32.959.954,22 (Vorjahr: € 29.211.010,51).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind im Berichtsjahr über € 920,90 angefallen. (Vorjahr: EUR 0,00).

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 und 6 HGB wurden im Berichtsjahr in Höhe von € 1.418.763,70 (Vorjahr: € 2.174.992,66) vorgenommen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl, der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug, 98 (Vorjahr 158) von denen 98 im Angestelltenverhältnis waren (Vorjahr 158).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

Außerbilanzielle Geschäfte

Am Abschlussstichtag bestehen folgende außerbilanziellen Geschäfte:

Angaben in T-EUR Fällig bis 1 Jahr Fällig > 1 bis 5 Jahre Fällig > 5 Jahre
Miet und Leasingverträge 294 587 0

Die Leasingverträge dienen der liquiditätsschonenden Beschaffung erforderlicher Ressourcen. Risiken bestehen in der längerfristigen Gebundenheit an Lieferanten.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Oliver Hoffmann ausgeübter Beruf: Co-Chief Executive Officer
Dr. Ullrich Ochs ausgeübter Beruf: Co-Chief Executive Officer
Werner Gruber ausgeübter Beruf: Co-Chief Executive Officer

Hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Währung Jahresergebnis Eigenkapital
Forcam Inc., USA, Cincinnati / USA 100% USD -1.558.447,71 -$13.316.032,07
Forcam China Software Technology Co. Ltd., Shanghai 100% RMB 422.944,94 ¥2.873.836,97

Am 14.03.2022 hat die FORCAM als alleinige Eigentümerin der FORCAM Ltd. UK, Rugby beschlossen die Gesellschaft zum 30.06.2023 zu schließen. Die entsprechende Abschreibung auf das Finanzanlagevermögen wurde zum 31.12.2021 und zum 31.12.2022 vorgenommen.

Die 100% Anteile der Tochtergesellschaft Enisco by Forcam GmbH wurden zum 02.03.2023 an die Forcam Enisco GmbH abgetreten.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Folgende Vorgänge, welche nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, sind von besonderer Bedeutung:

Mit dem Darlehensvertrag vom 21.02.2021/ 28.07.2021/ 09.02.2022 / 22.11.2022 erhielt die Forcam GmbH ein weiteres Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 13.000.000,00 sowie am 12.05.2023 EUR 2.700.000,00, am 27.10.2023 EUR 1.000.000,00 und im Januar 2024 EUR 1.000.000,00 wovon in 2024 EUR 950.000,00 in Anspruch genommen wurden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Ravensburg, den 28.04.2025

Unterschrift

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS UND MARKTUMFELD

Die FORCAM GmbH ist ein IT-Technologie-, Software- und Beratungshaus mit Stammsitz in Ravensburg. FORCAM unterstützt Unternehmen dabei, die Produktivität in der Produktion durch Einsatz der FORCAM FORCETMM und den dazugehörenden Applikationen zu steigern, um so Standorte und Arbeitsplätze zu sichern. Auf die technologisch führende IIoT-Lösung (Industrial Internet of Things) setzen namhafte Kunden in den Branchen Automotive, Aerospace und Maschinenbau. FORCAM ist mit eigenen Tochtergesellschaften neben dem Sitz in Deutschland auch in USA und China vertreten.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die FORCAM GmbH hat eine technologisch komplett neue Software (FORCAM FORCETM ) entwickelt, die in der Lage ist große Datenvolumina ("BIG DATA") zu verarbeiten und kann durch ihre hohe Flexibilität unterschiedlichste Prozesse und Anforderungen der Kunden abbilden. Die gesamte Applikation ist cloudbasiert und daher system- und ortsunabhängig einsetzbar. Grundlage der Software ist eine IoT Plattform, in der alle Daten der Produktion abgebildet und gespeichert werden können. Auf diesen Daten, die einen semantischen Layer der Produktion abbilden, lassen sich neue Applikationen erstellen, sowohl eigene als auch von Drittanbietern.

Nach den hohen Entwicklungsaufwendungen der Vorjahre zur Fertigstellung dieser Technologie wurden die Entwicklungsaufwendungen im Jahr 2023 dahingehend konsolidiert, dass die Forschung & Entwicklung sich auf die Beibehaltung des oben aufgeführten hohen technischen Standes fokussieren wird. Daher wurden die Entwicklungskapazitäten um weitere 3,1 Mio. Euro von 6,4 Mio. Euro auf 3,3 Mio. Euro reduziert. Dies beinhaltet sowohl eine Reduktion der Mitarbeiter in diesem Bereich von 54 auf 18 als auch eine Verringerung der Fremdleistung für Entwicklungsarbeiten. Die Personalreduktion erfolgte betriebsbedingt.

Der Focus lag im Jahr 2023 auf der FORCAM FORCETM EDGE Lösung Manufacturing Cloud. Mit diesem Produkt wird eine einfache Lösung angeboten, um jedwede Art von Maschinen, unabhängig von Hersteller und Alter der Maschinenprogrammierung, anzubinden. Sogar Maschinen, die nie für die Digitalisierung vorgesehen waren, können dadurch nachträglich an die Smart Factory angeschlossen werden.

Der Bereich Professional Service der SAP Digital Manufacturing Cloud mit FORCE EDGE CONNECT wurde im Verlaufe des Jahres 2023 in das Schwesterunternehmen Enisco by Forcam GmbH überführt, weil die Berichtsgesellschaft sich auf das bestehende Geschäft der FORCAM FORCETM EDGE konzentriert.

ALLGEMEINE WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG/MARKT UND BRANCHENENTWICKLUNG

Gemäß dem Gutachten des Sachverständigenrates der Bundesregierung vom 15.Mai 2024 verzögert sich die Erholung der deutschen Wirtschaft weiter.

"Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Volkswirtschaft im vergangenen Jahr preisbereinigt um 0,2 % zurückgegangen ist, erwartet der Sachverständigenrat für dieses Jahr nur ein geringes BIP-Wachstum von 0,2 %. Allerdings ist davon auszugehen, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf etwas an Fahrt gewinnt. So dürften die Inflation zurückgehen und die Nominallöhne steigen, sodass ein anhaltendes Wachstum der Realeinkommen im Verlauf des Jahres 2024 zu einer moderaten Belebung der privaten Konsumausgaben führt."

Der Sachverständigenrat prognostiziert dennoch "für 2024 und 2025 ein globales BIP-Wachstum von 2,6 % bzw. 2,7 %", aufgrund einer "deutlichen Erholung des globalen Warenhandels." Denn "trotz hoher Zinsen und einer gestiegenen geopolitischen Unsicherheit sind insbesondere die Volkswirtschaften USA und China globale Wachstumstreiber. Während in den USA das Wirtschaftswachstum breit angelegt ist, ist in China der Dienstleistungssektor die treibende Kraft."

Der Lagebericht der FORCAM und die ihr zugrundeliegende Planung für das Jahr 2024 basieren auf dem derzeitigen Stand der wirtschaftlichen Prognosen, wie oben beschrieben.

Frühjahrsgutachten 2024:

(https://www.sachverstaendigenratwirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/fg2024/FG2024 Gesamtausgabe.pdf)

Gemäß der Veröffentlichung der Bitkom vom 26.Juni 2024 "zeichnet sich zur Jahresmitte für Deutschlands digitale Wirtschaft ein stabiles Wachstum ab, allerdings werden nicht alle Unternehmen gleichermaßen von dieser positiven Entwicklung profitieren.

"Massive politische Eingriffe in den Markt, Krisen und ungelöste Fragen in der Ampel-Koalition sorgen allerdings für Verunsicherung", sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. Wintergerst verweist unter anderem auf Kriege und Konflikte in der Ukraine und in Nahost, die anstehenden Wahlen in den USA und einen drohenden Handelskonflikt mit China. "Geopolitik und Weltwirtschaft sind stark in Bewegung."

Digitalbranche wächst - aber nicht überall | Presseinformation | Bitkom e.V.:

https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-waechst-aber-nicht-ueberall

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren verwendet FORCAM Umsatzerlöse und EBIT zur internen Steuerung.

Der Umsatz sank um 7% gegenüber dem Vorjahr von 9,2 Mio. EUR auf 8,5 Mio. EUR.

Das EBIT im Berichtsjahr verbessert sich um 6,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (-9,4 Mio. EUR), was der ursprünglichen Planung entspricht. Dies ist hauptsächlich den um 3,9 Mio. EUR gesunkenen Personalaufwand zuzurechnen.

MITARBEITERENTWICKLUNG

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl von FORCAM hat sich im Berichtsjahr mit 98 Mitarbeitern gegen über dem Vorjahr von 158 Mitarbeitern deutlich reduziert.

Die Reduzierung erfolgte hauptsächlich durch die Trennung von Bereichen die nicht zum Kerngeschäft gehöre wie z.B. Cloud Betrieb. Diese Services werden nun gemeinsam mit Partnern angeboten. Darüber hinaus hat man sich punktuell in Einzelbereichen verschlankt, um schneller und effizienter auf Kunden- und Marktanforderungen zu reagieren.

Im Zuge dieser Personalmaßnahmen wurde für die Mitarbeiter in Schlüsselpositionen ein Mitarbeiterbindungsprogramm für 2 Jahre aufgesetzt, dafür wurden 217 TEUR aufgewendet.

Die Leistungsinhalte der FORCAM bedingen einen hohen Qualifizierungsstand der Mitarbeiter/innen, so dass die FORCAM 25 TEUR für externe Fortbildungsmaßnahmen und 172 TEUR für internes Training aufgewendet hat.

FINANZIERUNG

Nach wie vor ist die FORCAM auf eine Außenfinanzierung angewiesen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden der Gesellschaft finanzielle Mittel in Höhe von 3,6 Mio. EUR in Form von weiteren Gesellschafterdarlehen zugeführt.

Mit diesen Gesellschafterdarlehen war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Jahr 2023 zu jeder Zeit gegeben. Mit einem weiteren Gesellschafterdarlehen wird darüber hinaus die Liquidität der Gesellschaft für das Jahr 2024 sichergestellt.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

2023 2022 Veränderung Veränderung
Bilanz TEUR TEUR TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 333 106 227 215%
Sachanlagen 400 2.223 - 1.823 -82%
Finanzanlagen 645 976 - 331 -34%
Vorräte 70 19 51 267%
Ford. und sonst. Verm.gegenstände 1.179 1.557 - 379 -24%
Liquide Mittel 474 1.261 - 787 -62%
Rechnungsabgrenzung 82 158 - 76 -48%
Bilanzsumme 3.183 6.300 3.118 -49%
Eigenkapital - 31.834 - 26.203 - 5.632 21%
Rückstellungen 693 921 - 228 -25%
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten - 1.426 - 1.426 -100%
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern 32.960 29.211 3.749 13%
Übrige Verbindlichkeiten 1.291 822 469 57%
Rechnungsabgrenzung 73 123 - 50 -40%
Bilanzsumme 3.183 6.300 - 3.118 -49%

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr von 6,3 Mio. EUR um 3,1 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR gesunken (unter Abzug des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages)

Der Abfall auf der Aktivseite ist insbesondere durch die Sachanlagen geprägt, durch den Verkauf der Geschäftsimmobilie.

Dem gegenüber steht eine Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von 29,2 Mio. EUR auf 33 Mio. EUR (siehe Finanzierung). Das Darlehen läuft bis zum 31.01.2026 und ist fest verzinst.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich im Berichtjahr infolge des Jahresergebnisses auf 31,8 Mio. EUR (Vorjahr 26,2 Mio. EUR).

ERGEBNISENTWICKLUNG

2023 2022 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 8.543 9.160 - 618 -7%
Bestandsveränderungen 51 -115 166 -144%
Andere aktivierte Eigenleistungen 253 - 253 -
Gesamtleistung 8.847 9.046 - 199 -2%
Sonstige betriebliche Erträge 2.656 272 2.384 876%
Materialaufwand -3.119 -3.345 226 -7%
Rohertrag 8.384 5.972 2.411 40%
Personalaufwand -9.078 -13.011 3.933 -30%
Sonst. betr. Aufwendungen -2.058 -2.091 34 -2%
EBITDA -2.752 -9.130 6.378 -70%
Abschreibungen -261 -244 - 18 7%
EBIT -3.013 -9.373 6.360 -68%
Finanzergebnis -2.605 -3.038 433 -14%
Steuerergebnis -14 -16 2 -13%
Ergebnis -5.632 -12.427 6.795 -55%

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 liegen mit 8,5 Mio. EUR um 618 TEUR niedriger als die des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten neben den Erstattungen von Krankenkassen, Zuschüsse, Versicherungsentschädigungen auch den Verkauf der Geschäftsimmobilie mit TEUR 882 sowie der Anteile an der Enisco by Forcam GmbH mit TEUR 1.350.

Der Materialaufwand (3,1 Mio. EUR) ist gegenüber dem Vorjahr gesunken durch die weitere Reduzierung der extern bezogenen Dienstleistungen und Leistungen von verbundenen Unternehmen.

Der Rohertrag ist aufgrund des reduzierten Materialaufwand um 40% gestiegen. Die Rohertragsmarge (Rohertrag / Umsatzerlöse) ist gegenüber dem Vorjahr von 65% auf 98% gestiegen, da die Kosten reduziert wurden.

Der Personalaufwand ist durch die deutlich reduzierte Mitarbeiterzahl um 4 Mio. EUR auf 9 Mio. EUR gesunken (Vorjahr 13 Mio. EUR).

Die Anzahl der Angestellten hat sich im Berichtsjahr im Durchschnitt von 158 Mitarbeitern auf 98 Mitarbeiter reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 2,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (2,1 Mio. EUR) nahezu gleichgeblieben, ebenso in ihrer Zusammensetzung der Position gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Das Finanzergebnis in Höhe von -2,6 Mio. EUR (Vj: -3,0 Mio. EUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Zinserträgen aus Ausleihungen an Tochtergesellschaften (248 TEUR). Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ( -27 TEUR). Der Zinsaufwand gegenüber verbundenen Unternehmen hat sich um 120 TEUR erhöht, da zur Sicherstellung der Liquidität die Gesellschafterdarlehen erhöht wurden.

Darüber hinaus erfolgte eine erneute Wertberichtigung der Darlehen an die Tochtergesellschaften (1,4 Mio. EUR). Die Ausleihungen an die Tochtergesellschaft in den USA wurde gemäß Vorsichtsprinzips zu 100% voll abgeschrieben, da in den Folgejahren keine signifikante Rückführung des Darlehens zu erwarten ist.

AUFTRAGSENTWICKLUNG

2023 2022 Veränderung Veränderung
Auftragslage TEUR TEUR TEUR %
Auftragseingang 4.107 5.463 -1.356 -25%
Auftragsbestand (per 31.12.) 2.487 2.703 -216 -8%

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENT RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Für die FORCAM sowie deren Tochtergesellschaften hat die Geschäftsführung der FORCAM allgemeine Grundsätze, Verfahren, Regeln und Maßnahmen eingeführt, die durch ein regelmäßiges Reporting und durch die persönliche Überwachung durch das leitende Management ständig kontrolliert werden.

Dies soll

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit einschließlich dem Schutz des Vermögens, und der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen,

zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung und

zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften

führen.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in einem von der Gesellschaft geführten systemgestützten Tool dokumentiert. Es wird in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst.

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können.

Die Funktion sowie Zuverlässigkeit des Systems und der Berichterstattung werden kontinuierlich überprüft. Durch das interne Kontrollsystem der FORCAM werden die Geschäftsrisiken operationalisiert und die Wirksamkeit sowie Einhaltung der Kontrollen fortlaufend überwacht. Durch Richtlinien, welche zentral verwaltet und veröffentlicht werden, wird die Einhaltung der internen Prozesse und Verantwortungsbereiche auf verschiedenen Ebenen festgelegt und kontrolliert.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Im Frühjahr des Jahres 2023 hatte die Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft in Abstimmung mit den Eigentümern beschlossen, die Geschäftsbereiche der FORCAM neu zu strukturieren. Die Geschäftsanteile der Enisco by Forcam GmbH wurden an die Forcam Enisco GmbH abgetreten. Der Professional Service der SAP Digital Manufacturing Cloud wurde an die Enisco by Forcam GmbH überführt. Die internen Dienstleistungsbereiche wie HR, Finance, IT, Marketing und das Produktmanagement wurden von der Forcam Enisco GmbH übernommen, die ihre Dienstleistung der Berichtsgesellschaft entsprechend in Rechnung stellt und als Holding fungiert. Die FORCAM GmbH als solche führt ausschließlich die FORCAM FORCE Produktfamilie als Bestandsgeschäft weiter.

Diese Umstrukturierung der Geschäftsbereiche hat die Verluste im Jahr 2023 deutlich reduziert und wird diese auch im kommenden Jahr 2024 weiter reduzieren.

Der Ukraine-Russland Krieg hat für die FORCAM nur mittelbare Auswirkungen, da weder die Ukraine noch die Russische Föderation für die FORCAM absatz- oder beschaffungsseitig von Relevanz ist.

Die Entwicklung der Inflation des vergangenen Jahres hatte bisher keinen bedeutenden Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Die Geschäftsführung geht davon aus, das dies auch für das Jahr 2024 gelten wird.

Als wesentliches Beschaffungsrisiko wird nach wie vor der anhaltende Fachkräftemangel, vor allem für Höchstqualifizierte, gesehen. Diese Situation wird sich kurz- und mittelfristig nicht verändern und bleibt eine Herausforderung des Unternehmens.

Die Sicherstellung der Finanzierung der Gesellschaft und das damit verbundene Liquiditätsrisiko stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar, das durch die Geschäftsführung laufend und permanent beobachtet wird. Die weitere Finanzierung für das Jahr 2024 und darüber hinaus wird durch ein weiteres Gesellschafterdarlehen sichergestellt.

PROGNOSEBERICHT

Die FORCAM wird im Jahr 2024 die oben erwähnte Fokussierung auf das Kerngeschäft fortführen. Durch die Umstrukturierung wird erwartet, dass die Gesellschaft in den Folgejahren auf Wachstumskurs liegt und sich dadurch Umsatz & EBIT verbessern wird. Die Geschäftsführung erwartet für das Jahr 2024 eine deutliche Reduzierung der Verluste. Für 2024 wird ein leichter Umsatzrückgang sowie ein deutlich verminderter Jahresverlust erwartet.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Ravensburg, den 28. April 2025

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FORCAM GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FORCAM GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FORCAM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Anhang im Abschnitt "Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" sowie die Angaben in Abschnitt Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund angespannter Liquidität bedroht ist. Wie in den vorgenannten Angaben im Anhang und Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 28. April 2025

DELTA Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Spieß, Wirtschaftsprüfer

Bertram, Wirtschaftsprüfer

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