Transall Internationale Spedition GmbH

Carl-Benz-Straße 39, 60386 Frankfurt am Main, DEU

Master Data

Registry
Register court Frankfurt am Main HRB 23545
Registered
7/11/1983
Industry
Intermediation service activities for freight transportLogistics service activitiesFreight forwarding
Purpose
Alle Verrichtungen als Spediteur, gleichgültig, ob sie Speditions-, Fracht-, Lager-, Kommissions- oder sonstige mit dem Speditionsgewerbe zusammenhängende Geschäfte betreffen, insbesondere im grenzüberschreitenden Verkehr und einschließlich Möbelspedition.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Procura
Xian Xu
since 11/19/2020
Managing Director

Beneficial Owners

Identified persons (3)

NameOwnership
40.00%
40.00%

Shareholders

2 shareholders

GmbH structure

Friedrichsdorf/Ts.
25000
50.00%
Glashütten
25000
50.00%

Holdings

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Transall Internationale Spedition GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 181,00 1.111,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 142.234,00 142.415,00 119.000,51 120.111,51
II. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 2.500,00 2.500,00
144.915,00 122.611,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.000,00 9.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.358.348,97 5.261.133,55
2. sonstige Vermögensgegenstände 513.746,99 3.872.095,96 982.119,81 6.243.253,36
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.625.818,84 2.344.544,41
6.506.914,80 8.596.797,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.835,65 19.474,98
6.664.665,45 8.738.884,26

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.677,51 30.677,51
II. Bilanzgewinn 1.949.384,46 1.923.077,40
-davon Gewinnvortrag EUR 1.923.077,40 (i.Vj. EUR 1.689.044,45)
1.980.061,97 1.953.754,91
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 125.033,46 68.903,37
2. sonstige Rückstellungen 202.762,54 165.952,99
327.796,00 234.856,36
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.947,81 7.775,13
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.966,74 (i. Vj. EUR 528,47)-
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.056.011,51 5.309.422,86
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 3.056.011,51 (i. Vj. EUR 5.309.422,86)--
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.295.848,16 1.233.075,00
--davon gegenüber Gesellschaftern EUR 650.961,33 (i. Vj. EUR 578.632,51)--
--davon aus Steuern EUR 273.599,93 (i. Vj. EUR 275.122,15)--
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.295.848,16 (i. Vj. EUR 1.233.075,00)--
4.356.807,48 6.550.272,99
6.664.665,45 8.738.884,26

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 4.961.869,49 6.390.835,80
--davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 2.448,26 (i. Vj. EUR 2.070,03)--
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.653.179,06 1.608.753,12
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 334.420,43 1.987.599,49 338.403,36 1.947.156,48
--davon für Altersversorgung EUR 26.600,08 (i. Vj. EUR 36.132,08)--
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 36.261,22 30.407,50
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.477.172,35 1.237.054,23
--davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 3.734,45 (i. Vj. EUR 3.937,57)--
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 101,22 0,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.067,88 224,66
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.555,88 16.535,54
-davon Aufwendungen aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2, S. 2 HGB EUR 0,00 (i. Vj EUR 8.550,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 471.155,09 989.344,76
9. Ergebnis nach Steuern 990.294,56 2.170.561,95
10. Sonstige Steuern 987,50 1.529,00
11. Jahresüberschuss 989.307,06 2.169.032,95
12. Gewinnvortrag aus Vorjahr 1.923.077,40 1.689.044,45
13. Ausschüttungen 963.000,00 1.935.000,00
14. Bilanzgewinn 1.949.384,46 1.923.077,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Es wurden die Erleichterungen der §§ 276 und 288 HGB in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Transall Internationale Spedition GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Frankfurt am Main
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Frankfurt am Main
Register-Nr.: 23545

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, bis zu einem Anschaffungswert von € 800,00, werden aus Vereinfachungsgründen im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Bei den Vorräten werden Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe mit einem Festwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres 2024, die im Geschäftsjahr 2023 liquiditätswirksam wurden, ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen wurden für alle zum Abschlussstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten des Geschäftsjahres gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte gemäß § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden -soweit vorhanden- abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsbeträge werden, falls anfallend, zum Zeitpunkt ihrer buchhalterischen Erfassung mit den aktuellen Devisenmittelkursen umgerechnet und zum Bilanzstichtag unter Beachtung der Vorschriften des § 256a HGB bewertet.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

In den sonstigen Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Sozialversicherungs- und andere Lohnrückstellungen EUR 86.754,99

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen

Gesamt < 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.947,81 2.966,74 1.981,07 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 3.056.011,51 3.056.011,51 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.295.848,16 1.295.848,16 0,00 0,00
4.356.807,48 4.354.826,41 1.987,07 0,00

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von EUR 21.888,47 periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen enthalten.

V. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 7,00
Angestellte 25,00
leitende Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 33,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 25,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 8,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

 

Geschäftsführerin: Xian Xu ausgeübter Beruf: Speditionskauffrau

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuß beträgt 989.307,06 EUR.

Die Vorabausschüttungen betrugen 963.000,00 EUR.

Der Bilanzgewinn in Höhe von 1.949.384,46 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Frankfurt am Main, 02.04.2024

Xian Xu, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 33.245,49 0,00 0,00 33.245,49
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 427.916,76 58.565,22 43.383,52 443.098,46
461.162,25 58.565,22 43.383,52 476.343,95
II. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 2.500,00 0,00 0,00 2.500,00
2.500,00 0,00 0,00 2.500,00
463.662,25 58.565,22 43.383,52 478.843,95
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
I. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 32.134,49 930,00 0,00 33.064,49
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 308.916,25 35.331,22 43.383,01 300.864,46
341.050,74 36.261,22 43.383,01 333.928,95
II. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
341.050,74 36.261,22 43.383,01 333.928,95
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 181,00 1.111,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 142.234,00 119.000,51
142.415,00 120.111,51
II. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 2.500,00 2.500,00
2.500,00 2.500,00
144.915,00 122.611,51

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Das Unternehmen wurde 1983 gegründet. Gegenstand sind Speditionsgeschäfte, insbesondere im grenzüberschreitenden Warenverkehr. Das Hauptgeschäftsfeld der Transall Internationale Spedition GmbH die Abwicklung von Luftfracht und Seefracht zwischen den Staaten der Europäischen Union und Fernost (Schwerpunkt V.R. China), sowie internationale Warenverkehre mit allen Verkehrsträgern weltweit.

Zur Abwicklung des Speditionsleistungen werden von der Transall Internationale Spedition GmbH folgende Leistungen angeboten:

Seefracht

Luftfracht

Straßentransport

Bahntransport

Lagerung

Zollabwicklung aller Art

Zur Erbringung der angebotenen Leistungen stehen dem Unternehmen Geschäftspartner weltweit zur Verfügung.

2. Wirtschaftsbericht

a. Wirtschaftliche und branchenbedingte Rahmenbedingungen

Das Weltwirtschaftswachstum verlangsamte sich im Jahr 2023. Die Wachstumsrate lag bei 2,7 %, nachdem sie im Vorjahr noch 3,1 % betragen hatte. Asien/Pazifik ist die Weltregion, die mit einem Wachstum von 4,5 % die höchste Wachstumsrate aufwies (Vorjahr: 3,3 %). In Europa wuchs die Wirtschaft um 0,6 % (Vorjahr: 3,7 %). In Deutschland sank die Wirtschaftsleistung um 0,2 % (Vorjahr: +1,9 %).

Die Logistik ist in Deutschland der größte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Sie rangiert noch vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau, mit mehr als 3 Millionen übertrifft sie dessen Beschäftigtenzahl um das Dreifache. Die Steuerung der Waren- und Informationsflüsse aber auch der Transport der Güter und ihre Lagerung sind wichtige Wirtschaftsfunktionen, die hohe Werte schaffen. Rund 327 Milliarden Euro Umsatz wurden im Jahr 2023 branchenübergreifend erwirtschaftet. Das entspricht im Vergleich zu 2022 einem Wachstum von rund 2,5 Prozent, welches auch von steigenden Kosten entlang der Lieferketten getrieben ist. Der Logistik-Markt Europa beläuft sich auf 1.180 Mrd. Euro (2021). Daran hat Deutschland mit rund 25 Prozent einen hohen Anteil. Das liegt nicht nur an der geografischen Lage im Herzen Europas - Deutschland nimmt eine internationale Spitzenposition in Infrastrukturqualität und Logistiktechnologie ein. Nur knapp die Hälfte der logistischen Leistungen, die in Deutschland erbracht werden, besteht in der gemeinhin sichtbaren Bewegung von Gütern durch Dienstleister. Die andere Hälfte findet in der Planung, Steuerung und Umsetzung innerhalb von Unternehmen statt. Im Bereich der logistischen Dienstleistungen agieren mehr als 70.000 Unternehmen, die ganz überwiegend mittelständisch geprägt sind. Nicht nur wegen seiner Beschäftigungswirkung und der Versorgungsfunktion ist die Logistik für den Wirtschaftsstandort Deutschland lebenswichtig. Im weltweiten Vergleich hocheffiziente Logistikstrukturen erhöhen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und des Außenhandels. Sie sorgen dafür, dass es sich für die Unternehmen weiterhin lohnt, in Deutschland zu produzieren und die Waren von hier aus in alle Welt zu exportieren. Informationen über die Infrastruktur in Deutschland und andere logistikaffine Themen gibt es auch hier auf der Website in den Dossiers. (Quelle:https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-und-beschaeftigung, Stand: 03.06.2024).

Die Logistikbranche steht angesichts der Globalisierung der Wertschöpfung, neuer Produktionskonzepte, der Digitalisierung von Geschäfts- und Arbeitsprozessen und des starken Wachstums des E-Commerce vor neuen Herausforderungen. Hinzu kommen steigende Anforderungen von Politik und Kunden, was die Reduzierung der Umweltbelastung durch zunehmende Güterverkehre anbelangt. Diese Trends bestimmen die Entwicklung der Branche nachhaltig, was sich bereits an einzelnen Indikatoren zeigt, wie die stark steigenden Sendungsmengen und Umsätze im Paketgeschäft, die Zunahme der Containerverkehre oder das Entstehen neuer Geschäftsmodelle auf Basis digitaler Technologien. Das Ausmaß der durch den derzeitigen "Ukraine-Krieg" auftretenden Lieferengpässen und die wirtschaftlichen Folgen durch die Verhängung der Sanktionen gegenüber Russland sind momentan noch gar nicht absehbar. Jedoch muss dies sehr kritisch beobachtet und gegebenenfalls zeitnah darauf reagiert werden.

Das Geschäftsklima der deutschen Logistikwirtschaft war weiterhin deutlich schlechter als im langjährigen Durchschnitt. Das geht aus der monatlichen Erhebung zum Logistik-Indikator hervor, den das ifo-Institut im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) im Rahmen seiner Konjunkturumfragen erhebt. Auch im vierten Quartal 2023 sackte die Geschäftslage noch weiter ab, beinahe auf das Niveau des ersten Halbjahrs 2020. Allerdings deutet sich bei den Geschäftserwartungen eine leichte Trendwende an, während das Geschäftsklima nahezu konstant bleibt (vgl. Logistik-Indikator vom 4. Quartal 2023: "Trendwende in Sicht?", Bundesvereinigung Logistik (BVL), Veröffentlichung vom 11.Dezember 2023).

Das Geschäftsjahr 2023 ist durch viele Faktoren beeinflusst worden: die Kriege in der Ukraine und dem Nahen Osten, eine deutlich erhöhte Inflation, sinkende Transportraten sowie gestörte Transportwege (z.B. durch das Rote Meer). Die damit einhergehende globale Unsicherheit machte sich in der allgemeinen Wirtschaftsleistung und den Ergebnissen bei den Unternehmen der Logistikbranche bemerkbar.

b. Ertragslage

Jahresergebnis 2023 im Vergleich zu 2022

2023 2022 Differenz
T€ T€ T€
+ 989 + 2.169 - 1.180

Im Geschäftsjahr 2023 konnte erneut ein positives Ergebnis erzielt werden. Auch wenn die Ertragslage sich insgesamt verschlechtert hat, konnte ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden.

Aufgrund der negativen wirtschaftlichen Entwicklung und gesunkener Frachtraten ist die Gesamtleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 um 35,3 % gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 83,1 % verringert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 betrug der Anteil des Materialaufwands am Gesamtaufwand 81,2 %. Der Anteil des Personalaufwands belief sich auf 9,4 %. Auf Abschreibungen waren 0,2 % des Gesamtaufwands zurückzuführen. Auf die sonst. betr. Aufwendungen entfielen 6,9 %.

Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Kosten für Fremdleistungen reduzierten sich in 2023 um 38,8%.

Personalkosten

Die Personalkosten erhöhten sich im Jahr 2023 um T€ 40 (2,1%). Dabei bleib die Mitarbeiteranzahl im Wesentlichen konstant. Die Mehrkosten basieren zum größten Teil auf Gehaltssteigerungen und gestiegene gesetzliche Sozialaufwendungen.

Mietkosten

Die Mietkosten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 75 (33,15%).

c. Vermögens- und Finanzlage

Im Jahr 2023 wurde ein Überschuss in Höhe von T€ 989 erzielt. Dies bedeutet eine Reduzierung im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 54,4 %. Das Eigenkapital wuchs um 1,4%. Das Fremdkapital sank im gleichen Zeitraum um 31,0 %. Langfristige Verbindlichkeiten spielten erneut keine Rolle.

2023 2022
Bilanzsumme T€ 6.665 T€ 8.739
Bilanzielles Eigenkapital T€ 1.980 T€ 1.954
Eigenkapitalquote 29,7% 22,35%

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 betrug der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen 2,2 %. Der Anteil des Umlaufvermögens belief sich auf 97,6 %. Das Eigenkapital ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 um T€ 26 auf T€ 1.980,1 gestiegen. Somit beträgt der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital 29,7 %. Der Fremdkapitalanteil beträgt 70,3 %. Dieses ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 um T€ 2.100,5 auf T€ 4.684,6 gesunken.

Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Insgesamt beurteilen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage positiv. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a. Risikobericht

Für die deutsche Logistikbranche im See- und Luftfrachtverkehr gab es im Jahr 2023 mehrere bedeutende Risiken. Diese Risiken erforderten von den Unternehmen in der Logistikbranche strategische Planungen und Anpassungen, um Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Die deutsche Logistikbranche steht aktuell vor großen Herausforderungen. Aufgrund von Personalmangel entstehen Kapazitätsengpässe. Es fehlt in Deutschland vor allem an Angestellten im operativen Bereich.

Von der Transall Internationale Spedition GmbH wurden geeignete Maßnahmen getroffen mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt sind. Das Unternehmen ist in der Luft- und Seefracht, im Straßenverkehr und in der Lagerhaltung engagiert. Aus diesen Teilbereichen ergeben sich folgende Risiken:

Aussicht für die Luftfracht

Die Luftfracht (Flugverkehr) ist nur ein recht kleiner Anteil gemessen am gesamten Verkehrsaufkommen, jedoch besitzt Sie eine große wirtschaftliche Bedeutung. Besonders für hochwertige und zeitkritische Waren ist die Luftfracht wichtig.

Aufgrund des zentralen Standortes ist Deutschland als Drehkreuz für den weltweiten Waren- und Produktversand im internationalen Luftverkehr Insbesondere aufgrund der internationalen Krisen sind die Aussichten für den Luftfrachtverkehr für 2024 und 2025 eher verhalten. Die Politik der neuen USamerikanische Regierung sorgt für weitere Unsicherheiten im Zuge der damit verbunden Handelspolitik. Es ist mit steigenden Luftfrachtkosten zu rechnen. Der Markt (hier: China) ist hart umkämpft und die Anzahl der Transporte rückläufig.

Aussicht für die Seefracht

Knapp 90 Prozent aller weltweit gehandelten Güter werden mit Seeschiffen transportiert. Hierdurch wird der enorme Stellenwert der maritimen Wirtschaft für Deutschland, als auch für die globalisierte Welt deutlich sichtbar. Die Aussichten für die Containerschifffahrt für 2024 und 2025 sind aufgrund internationaler Krisen/Handelskriege rückläufig.

Aussicht für den Straßenverkehr

Der Straßenverkehr wird für sämtliche Verkehrsträger benötigt. Deutschland profitiert auf Grund seiner zentralen Lage als Durchfahrts-; Ziel- oder Abgangsort für die Flughäfen und Seehäfen im Inland bzw. der Anrainerstaaten. Die Aussichten für den Straßenverkehr werden für 2024 und 2025 von der Transall GmbH als ist leicht steigend eingeschätzt. Allerdings könnte es aufgrund des Fachkräftemangels zu Kapazitätsengpässen kommen.

Aussicht für Lagerflächen

Auf Grund des boomenden Onlinehandels (E-Commerce) werden dringend Lagerflächen in Deutschland benötigt. Die Umsatzaussichten für die Vermietung von Lagerflächen für 2024 und 2025 sind steigend. Durch das geringe Vorhandensein geeigneter Lagerfläche, könnten die Kosten steigen, wodurch das Risiko besteht, nicht wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Firma Transall GmbH, Frankfurt sitzt im Industriegebiet Frankfurt am Main Osthafen in Nähe der EZB, des Zollamts und der Autobahn A66, welche als Zubringer für den internationalen Flughafen Frankfurt dient. Durch die Lage des Firmensitzes können sämtliche Verkehrsträger bedient werden. Hierzu dient ein eigenes Lager mit knapp 3.800m 2 Lagerfläche. Hervorzuheben ist, dass dieses Lager ein Verwahrlager ist und die Zoll -Bewilligungen vorhanden sind, um fast alle Logistikgeschäfte im Import und Export zu realisieren.

b. Chancenbericht

Im September 2024 hat die Transall einen neuen Standort in zentrale Lage im Frankfurter Stadtteil Fechenheim bezogen. Der neue Standort bietet rund 3800 Quadratmeter Hallenfläche, 870 Quadratmeter Bürofläche sowie Außenflächen. Der Standort ist optimal auf die logistischen Abläufe und die Bedürfnisse der internationalen Kunden von Transall abgestimmt Hierdurch erhofft sich die Firma Transall weitere Neukunden zu gewinnen.

Parallel hat man sich auch auf den Import von Lebensmitteln aus dem Bereich EMEA (Europe - Middle East - Asia) spezialisiert, so wie den Transport von Neu- und Luxusfahrzeugen. Auch die weltweite Organisation und Abwicklung von Messetransporten auf Basis von Haus zu Haus Geschäften ist Tätigkeitsschwerpunkt. In diesem Geschäftssegment erwartet das Unternehmen weiterhin steigende Umsätze.

Den geopolitischen Auswirkungen wird durch die Organisation und Erbringung logistischer Leistungen im weltweiten/internationalen Geschäften entgegengewirkt, um Abhängigkeiten weitgehend zu vermeiden.

Das Kerngeschäft des Unternehmens ist der Export und Import von Waren zwischen Deutschland und China. Gleichzeitig werden auch die Waren in die mittelbar umliegenden Anrainerstaaten geliefert per Seefracht, Luftfracht und Landverkehr. Zum Kundenstamm zählen sowohl kleine und große Firmen als auch Konzerne. Transall Internationale Spedition GmbH beschäftigt aktuell mehr als 35 Mitarbeiter aus 15 Nationen und deckt somit eine enorme Sprachenvielfalt ab. Von den Beschäftigten sind 15 chinesischer Herkunft, was in unserem Bereich der Transportlogistik als Alleinstellungsmerkmal gesehen werden kann. Diese internationale Ausrichtung ermöglicht dem Unternehmen schnell auf globale Krisen zu reagieren und seinen Schwerpunkt kurzfristig zu verschieben Die Firma bedient alle vorhandenen Verkehrsträger des Logistikbereichs (Luftfracht, Seefracht, Bahnfracht und LKW-Fracht). Auch kann auf ein Agentennetzwerk weltweit zurückgriffen werden, wodurch weltweite Transportlösungen auf den gängigen Verkehrsträgern realisiert und angeboten werden können. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Abwicklung vom weltweiten Transportgeschäft und ist unabhängig von den jeweiligen Verkehrsträgern. Somit erreicht die Transall Internationale Speditions GmbH die für die Bewältigung internationaler Krisen notwendige Flexibilität.

c. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbes. Forderungen, Bankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes wesentliche Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen.

d. Prognosebericht

In dem sehr fragmentierten und weiterwachsenden Markt für Transport- und Speditionsleistungen sehen wir einen klaren Trend zur Konsolidierung.

Aktuell besteht aufgrund vieler ungewisser Faktoren, insbesondere bedingt durch die die Auswirkungen des "Ukraine-Krieges" (wirtschaftliche Sanktionen, Lieferengpässe, ...) sowie der allgemeinen schwachen Konjunktur grundsätzlich eine hohe Planungsunsicherheit. Aufgrund der wirtschaftlichen Konjunkturlage und gesunkener Frachtraten reduzierte sich der Umsatz im Jahr 2024 um ca. 15% auf T€ 22.021. Es wird mit einem voraussichtlichen Ergebnis vor Steuern in 2024 in Höhe von ca. T€ 550 gerechnet. Im Jahr 2025 rechnen wir mit einem weiteren, leichten Umsatzrückgang von ca. 5 %. Des Weiteren erwarten wir auf für das Jahr 2025 ein leicht positives Jahresergebnis vor Steuern, welches deutlich unter dem Vorjahresergebnis liegen wird.

4. Sonstige Angaben

a. Bericht über Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist für die Transall Internationale Spedition GmbH nicht relevant.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Transall Internationale Spedition GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Transall Internationale Spedition GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Transall Internationale Spedition GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Maikammer, den 15. Mai 2025

Mittenbühler, Wirtschaftspüfer

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