Computer consultancy activities
LEDVANCE GmbH
Parkring 1, 85748 Garching bei München, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Jiayuan Sun since 10/22/2024 | Managing Director |
Markus Emmert since 11/14/2023 | Procura |
Veronika Fichtner since 4/28/2021 | Procura |
Jue Wang since 4/28/2021 | Procura |
Susanne Mötzing since 11/30/2020 | Procura |
Flavio Bertoli since 11/30/2020 | Procura |
Qinghuan Sun since 9/9/2020 | Managing Director |
Beneficial OwnersBeta
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
Eurolight Luxembourg Holdings S.à r.l. | 100.00% |
ShareholdersBeta
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
HoldingsBeta
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
LEDVANCE GmbHGarching bei MünchenJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023INHALTSVERZEICHNISA) PRÜFUNGSAUFTRAG B) BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS ANLAGEN Jahresabschluss bestehend aus: Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Allgemeine Auftragsbedingungen A) PRÜFUNGSAUFTRAG Die Gesellschafter der LEDVANCE GmbH, Garching bei München, (im Folgenden kurz: "Gesellschaft" oder "Unternehmen" genannt)haben die RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (RSM GmbH) in der Gesellschafterversammlung 28. September 2023 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt. Demgemäß hat die Geschäftsführung der RSM GmbH den Auftrag erteilt, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 zu prüfen. Die dhpg GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft führt den Auftrag als diesbezügliche Gesamtrechtsnachfolgerin der RSM GmbH aus.. Die Gesellschaft ist nach den in § 267 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als "große Kapitalgesellschaft" zu behandeln und daher prüfungspflichtig. Für die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die diesem Bericht als Anlage 3 beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2024 vereinbart. B) BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LEDVANCE GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LEDVANCE GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LEDVANCE GmbH, Garching bei München, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 28. März 2024 RSM
GmbH
Erlenkamp, Wirtschaftsprüfer Keil, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten. Gewinn- und Verlustrechnung zum Geschäftsjahresende 31. Dezember 2023
Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten. Anhang zum 31. Dezember 2023Grundlagen des Abschlusses Die LEDVANCE GmbH (nachfolgend auch die "Gesellschaft") mit Sitz in Garching bei München (Deutschland) ist unter der HRB Nr. 220074 beim Amtsgericht München eingetragen. Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und Vertrieb von Licht-, Beleuchtungs- und photonischen, insbesondere lichtwandelnden Produkten, einschließlich von Leuchtmitteln, Leuchten, Betriebs- und Herstellungsgeräten und -maschinen, Steuersystemen, intelligenten lichtbezogenen Heimanwendungen, Vorprodukten, Teilen und Zubehör solcher Produkte. Des Weiteren Integration von dezentralen Photovoltaiksystemen für Haushalte und Gewerbe und optische Speicher, Forschung, Entwicklung, Design und Herstellung der hierfür notwendigen Produkte sowie die Herstellung damit verbundener Produkte, Komponenten, Teile und Zubehör. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Der Ausweis erfolgt grundsätzlich in Tausend Euro. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Bericht nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht exakt die entsprechenden absoluten Werte widerspiegeln. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Vergleich zum Vorjahr gab es keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Aufgrund der erfolgten Umstellung des Geschäftsjahres und dem damit einhergehenden Berichtszeitraum von 12 Monaten ist eine Vergleichbarkeit mit dem dreimonatigem Vorjahreszeitraum nur bedingt möglich. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die vertraglich vereinbarte längere oder kürzere Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand der Periode erfasst. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze - betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer
Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 250 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als € 250, jedoch nicht mehr als € 1.000 betragen, wird ein Sammelposten (Abschreibungspool) gebildet, der linear über eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren aufgelöst wird. Im Zugangsjahr wird stets der volle Abschreibungssatz verwendet. Im Rahmen der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Diese werden jährlich einem zweistufigen Wertminderungstest nach der Ertragswertmethode bzw. Discounted-Cashflow-Methode unterzogen. In den Fällen, in denen der Buchwert höher ist als der Nutzwert, liegt in der Höhe der Differenz ein aufwandswirksamer Abwertungsverlust vor. Bei der Ermittlung der Abzinsungssätze je Beteiligung im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode berücksichtigen die verwendeten WACC's (Weighted Average Cost of Capital) die länderspezifischen Kapitalkosten unter Einbeziehung von Kapitalstruktur, Bonität sowie Markt- und Länderrisiken. Die länderspezifischen Kapitalkostensätze liegen zwischen 7,75% und 31,92%. Vermögensgegenstände, die der Deckung von Altersversorgungsverpflichtungen der LEDVANCE GmbH dienen und nicht die Voraussetzungen für die Verrechnung mit den Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB (Deckungsvermögen) erfüllen, werden unter den Finanzanlagen als Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesen. Umlaufvermögen In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren ab dem Vorliegen der Ansatzkriterien zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnitt) oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen gemäß § 255 Abs. 2 HGB zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden ebenfalls nicht aktiviert. Der Bestand bestimmter Edelmetalle wird zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken (technisches Risiko, Preisrisiko und Sonderlagerrisiko) werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Spezifische Risiken werden über angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird zum Nennwert bewertet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf Buchwertunterschiede zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen einerseits und steuerlichen Wertansätzen andererseits gebildet, die sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen. Die sich ergebenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden saldiert in der Bilanz ausgewiesen. Steuerliche Verlustvorträge und steuerliche Zinsvorträge werden berücksichtigt, wenn eine Verlustverrechnung innerhalb der nächsten 5 Jahre zu erwarten ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, besteht ein Wahlrecht zur Bildung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB, das von der LEDVANCE GmbH nicht ausgeübt wird. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die LEDVANCE GmbH bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Altersversorgungsleistungen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (project unit credit method) ermittelten Erfüllungsbetrags. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt, sofern dies in der Zusage des Anspruchsberechtigten vorgesehen ist. Der Anwartschaftsbarwert wird auf Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten externer, unabhängiger Aktuare bestimmt. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte durchschnittliche Zinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre verwendet. Für die Ermittlung der biometrischen Sterbewahrscheinlichkeit werden Richttafeln 2018 G, von Prof. Dr. K. Heubeck zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen die vollen Versorgungsansprüche aus Altersversorgungsleistungen sowie die Ansprüche auf Übergangszuschüsse der verschiedenen Mitarbeitergruppen. Die Rückstellung der Gesellschaft umfasst dabei die Beitragsorientierte OSRAM Altersversorgung (BOA), die im Jahr 2004 geschlossenen alten Pensionszusage-Programme, die Übergangszuschüsse und die Entgeltumwandlungen. Im Rahmen der Möglichkeit zur Entgeltumwandlung können bestimmte Mitarbeiter einen ergänzenden Versorgungsanspruch gegenüber dem Unternehmen erwerben. Die Entgelte der Mitarbeiter werden im Rahmen dieses Programms in Fondsanteile umgewandelt. Dieses Fondsvermögen erfüllt die Voraussetzungen zur Saldierung mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 HGB. Die Pensionsrückstellungen, die die Entgeltumwandlung betrifft, berechnen sich aus der mit dem Marktzinssatz diskontierten Summe der Ansprüche der Mitarbeiter. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Diese sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem restlaufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst, sofern eine verlässliche Schätzung der Restlaufzeit möglich ist. Änderungen des Abzinsungssatzes werden im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Die versicherungsmathematische Bewertung des Rückstellungsbetrages für Altersteilzeit zum Bilanzstichtag basiert im Wesentlichen auf einem Laufzeit-kongruenten Abzinsungssatz von 1,08% (im Vj. 0,58%) und einer Einkommensdynamik von 2,50% (im Vj. 2,50%). Zur Ermittlung der Wahrscheinlichkeit für Sterblichkeit oder Invalidität liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck zu Grunde. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfüllen die Definition als Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB und werden bei der LEDVANCE GmbH zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese Vermögensgegenstände werden mit der zugrunde liegenden Altersteilzeitverpflichtung verrechnet. Der sich daraus ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Währungsumrechnung Finanzanlagen, Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere, Flüssige Mittel, Rückstellungen, Finanzschulden, andere Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Hinsichtlich langfristiger Vermögenswerte und Schulden werden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB bzw. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB beachtet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens oder der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb der LEDVANCE GmbH bei Bedarf unter Berücksichtigung spezifischer Risikopositionen abgeschlossen und ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. In seiner Eigenschaft als Inhouse Bank für die LEDVANCE-Gruppe beschafft die LEDVANCE GmbH für einzelne Unternehmen der Gruppe über Termingeschäfte Devisen zum Ausgleich künftiger Forderungen und Verbindlichkeiten in anderen Währungen als deren Landeswährung. Zur Minimierung der hierdurch eingegangenen Währungs- bzw. Wechselkursrisiken von Fremdwährungsschwankungen schließt die Gesellschaft entsprechende, in Währung, Betrag und Tauschzeitpunkt deckungsgleiche Gegengeschäfte (Mikro Hedge) in Form von Devisentermingeschäften ab. Diese werden mit den Grundgeschäften zu einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB zusammengefasst. Die Effektivität wurde mit Hilfe der critical terms match-Methode getestet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 1.1 zum Anhang) dargestellt. Finanzanlagen Es wurden Abschreibungen auf die LEDVANCE Holding LLC (USA) in Höhe von 12.343 Tsd. € sowie auf die LEDVANCE Lda. (Portugal) in Höhe von 748 Tsd. € vorgenommen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens entfallen auf die mit der Deutschen Treuinvest Stiftung zur Sicherung von Zusagen auf betriebliche Altersversorgung abgeschlossene Treuhandvereinbarung. Mit der Treuhandvereinbarung werden die Versorgungsansprüche der Mitarbeiter gegen den Sicherungsfall mit Vermögensgegenständen unterlegt. Das Investmentvermögen besteht aus Anteilen an inländischen beziehungsweise vergleichbaren ausländischen Investmentvermögen im Sinne der §§ 1 beziehungsweise 2 Abs. 9 Investmentgesetz (InvG). Der Marktwert betrug zum Bilanzstichtag 107.886 Tsd. € (im Vj. 98.106 Tsd. €) und überstieg den Buchwert von 90.203 Tsd. € (im Vj. 90.203 Tsd. €) somit um 17.683 Tsd. € (im Vj. 7.903 Tsd. €). Für das Geschäftsjahr erfolgte eine Gesamtausschüttung in Höhe von 0 Tsd. € (im Vj. 0 Tsd. €). Eine tägliche Rückgabe war während des Geschäftsjahres stets möglich. Die Investmentanteile an Mischfonds bestanden zum überwiegenden Teil aus Anteilen an zwei Mischfonds, die im Wesentlichen direkt oder indirekt in festverzinsliche Wertpapiere und Aktien investieren. Grundsätzlich werden alle Anteile an Investmentvermögen in den Finanzanlagen als Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesen. Hiervon ausgenommen sind Anteile, die mit bestimmten Verpflichtungen aus Pensionszusagen (deferred compensation) sowie aus Erfüllungsrückständen in Zusammenhang mit Altersteilzeitvereinbarungen zu verrechnen sind. Der Anteilsbesitz ist als Anlage zum Anhang (Anlage 1.2 zum Anhang) dargestellt. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzung Das Factoring-Programm wurde beendet und weist zum Stichtag verkaufte Forderungen in Höhe von 0 Tsd. € (im Vj. 17.432 Tsd. €). Noch an Kunden zu erteilende Bonusgutschriften in Höhe von 21.386 Tsd. € (im Vj. 19.305 Tsd. €) wurden von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aktivisch abgesetzt. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, soweit nicht anders erwähnt, weisen eine erwartete Restlaufzeit von unter einem Jahr aus. Latente Steuern Grundsätzlich ergab sich zum Bilanzstichtag ein Überhang aktiver latenter Steuern für die Gesellschaft. Die aktiven latenten Steuern entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Mietereinbauten, sonstige Rückstellungen und Pensionsrückstellungen. Die passiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei technischen Anlagen und Maschinen, immateriellen Vermögensgegenständen und sonstigen Beteiligungen. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergab sich für die Bewertung latenter Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 27,38% (im Vj. 27,38%). Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
Eigenkapital Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen Der Betrag an frei verfügbaren Rücklagen übersteigt den Saldo aus Zeitwert und Anschaffungskosten des Deckungsvermögens i.S.v. § 246 Abs. 2 HGB. Es besteht daher keine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die aktiven Mitarbeiter der LEDVANCE GmbH, die seit dem 1. Mai 2003 in ein festes Arbeitsverhältnis mit der OSRAM GmbH eingetreten sind, nehmen an dem im Geschäftsjahr 2004 eingeführten Pensionsplan (Beitragsorientierte OSRAM Altersversorgung - BOA) teil. Die Leistungen des BOA-Versorgungsplans sind überwiegend abhängig von den zugesagten Unternehmensbeiträgen und den darauf entfallenden Investmenterträgen, wobei durch das Unternehmen eine Mindestverzinsung (Garantiezins) garantiert wird. Die aktiven Mitarbeiter, die bereits vor dem 1. Mai 2003 bei der OSRAM GmbH in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis gestanden haben, besitzen noch alte, rechtsverbindliche, leistungsorientierte Pensionszusagen. Danach zahlt die LEDVANCE GmbH bei Renteneintritt eine Pension sowie ein zeitlich beschränktes Übergangsgeld aus, die von der Gehaltsstufe und dem Lebensalter bzw. den Dienstjahren des Mitarbeiters abhängig sind. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen für die oben beschriebenen Pensionspläne vor der Verrechnung mit dem Fondsvermögen aus der Entgeltumwandlung beträgt zum 31. Dezember 2023 122.726 Tsd. € (im Vj. 118.514 Tsd. €). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 1,82% (Vj. 1,78%), einem Einkommenstrend von 2,50% (Vj. 2,25%) und einem Rententrend von 2,25 % zzgl. 4,25% einmalig (Vj 2,0%). Bestimmte Mitarbeiter der LEDVANCE GmbH haben die Möglichkeit, an einem freiwilligen Entgeltumwandlungsplan (Deferred Compensation - Regelungen für die betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung für Mitarbeiter in der OSRAM-Gruppe) teilzunehmen. Dabei können die Mitarbeiter künftige variable Bezüge gegen eine ergänzende betriebliche Altersversorgung eintauschen, wobei der einzelne Mitarbeiter für den einbehaltenen Teil der Bezüge eine wertgleiche Versorgungszusage erhält. Die im Rahmen dieses Plans umgewandelten Gehaltsbestandteile werden in Fondsanteile angelegt, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB erfüllen. Dieses Fondsvermögen, das einen beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2023 von 3.501 Tsd. € (im Vj. 3.271 Tsd. €) hat, wird mit den Verpflichtungen aus Deferred Compensation verrechnet. Nach Verrechnung verbleibt eine Rückstellung in Höhe von 0 € (im Vj. 0 €). Erläuterungen zu den Aufwendungen und Erträgen aus dem Entgeltumwandlungsplan siehe übriges Finanzergebnis. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist der Unterschiedsbetrag bei der Berechnung der Altersversorgungsverpflichtung unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Geschäftsjahre (1,82%) und des durchschnittlichen, Laufzeit kongruenten, Markzinssatzes der letzten 7 Geschäftsjahre (1,74%) zu ermitteln. Dieser Unterschiedsbetrag beträgt 1.437 Tsd. € zum 31. Dezember 2023 (im Vj. 6.299 Tsd. €). Es besteht in dieser Höhe eine rechnerische Ausschüttungssperre, die jedoch aufgrund der diesen Betrag übersteigenden frei verfügbaren Kapitalrücklage nicht zur Anwendung kommt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Aufwendungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 4.287 Tsd. € (im Vj. 8.192 Tsd. €). Die Altersteilzeitverpflichtungen bei der LEDVANCE GmbH setzen sich aus dem Erfüllungsbetrag in Höhe von 9.952 Tsd. € (im Vj. 17.960 Tsd. €) und einem zu verrechnenden Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 23.909 Tsd. € (im Vj. 22.996 Tsd. €) zusammen. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betragen 24.085 Tsd. € (im Vj. 24.085 Tsd. €). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen in Höhe von 2.634 Tsd. € (im Vj. 3.799 Tsd. €), Rückstellungen für die Beseitigungen von Altlasten in Höhe von 10.832 Tsd. € (im Vj. 3.994 Tsd. €), Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von 3.161 Tsd. € (im Vj. 2.802 Tsd. €) sowie Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 693 Tsd. € (im Vj. 769 Tsd. €). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, soweit nicht anders erwähnt, weisen eine erwartete Restlaufzeit von unter einem Jahr aus. Im Rahmen einer Patronatserklärung (Commitment Letter) sagte Harmony Core (Yiwu) Photoelectric Technology Co., Ltd. im Januar 2018 die Bereitstellung von Finanzmitteln unter der Voraussetzung zu, dass die LEDVANCE GmbH seinen Plan zur Restrukturierung und Profitabilitätssteigerung umsetzt. Im Mai 2018 hat die LEDVANCE GmbH eine Patronatserklärung vom neuen Anteilseigner MLS erhalten, in der bis zum 30. September 2021 Finanzmittel von bis zu 165.000 Tsd. € bereitgestellt werden, um bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen rechtzeitig nachkommen zu können. Diese Patronatserklärung wurde bis zum 30. September 2024 verlängert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich vorwiegend aus Finanzierungszusagen sowie Cashpool-Verbindlichkeiten zusammen. Das in den sonstigen ausgewiesene nachrangiges Gesellschafterdarlehen, bereitgestellt von der Eurolight Luxembourg Holding S.a.r.l, mit Sitz in Luxemburg wurde zum 31. Oktober 2023 von der Eurolight an die MLS LED Ltd., Hong Kong übertragen. Mit dem neuen Darlehensgeber wurde eine vorzeitige Rückzahlung vereinbart und das Darlehen wurde zum Nominalwert am 08. November 2023 an die MLS LED Ltd. zurückgezahlt. Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte und -swaps mit einem Volumen von insgesamt 66.394 Tsd. €. Für Geschäfte mit negativen Marktwerten, die nicht Bestandteil einer Bewertungseinheit sind, wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 58 Tsd. € gebildet. Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente beziehungsweise die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt in Abhängigkeit der Instrumentenart unter Berücksichtigung der am Abschlussstichtag vorliegenden Marktwerte. Im Einzelnen gelten dabei die im Folgenden dargestellten Grundsätze:
Die Laufzeiten sowie Beträge ergeben sich aus den folgenden Darstellungen:
Daraus ergibt sich für die Forwards ohne Gegengeschäft ein Nominalwert in Höhe von 4.198 Tsd. € (im Vj. 0 Tsd. €) und ein Zeitwert von 4.142 Tsd. € (im Vj. 0 Tsd. €). Bei den Swaps ohne Gegengeschäft liegt der Nominalwert bei 23.634 Tsd. € (im Vj. 18.895 Tsd. €). Der Zeitwert der Swaps zum Stichtag liegt bei 23.834 Tsd. € (im Vj. 18.945 Tsd. €). Folgende Tabelle zeigt alle Geschäfte zum 31. Dezember 2023, denen ein Gegengeschäft mit einer Tochtergesellschaft gegenübersteht:
* Gegengeschäft mit Tochtergesellschaft
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsätze Die Aufgliederung der Umsätze erfolgt auf Basis der Marktsegmente "Traditionelle Lampen", "LED- Lampen", "Leuchten" und "Sonstige Waren und Dienstleistungen" sowie nach Regionen. Aufgliederung der Umsätze - Tätigkeitsbereiche
Aufgliederung der Umsätze - Sitz des Kunden
Die Region EU-West umfasst Westeuropa. Die Region Emerging Markets umfasst Osteuropa, Russland, den mittleren Osten, Afrika, Asien, Australien, Pazifikraum, Mexiko und Südamerika und die Region USA & Canada umfasst USA und Kanada. Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 126 Tsd. € (im Vj. 846 Tsd. €) und setzt sich hauptsächlich aus einer Auflösung einer Rückstellung in Höhe von 102 Tsd. € zusammen. Die Zinserträge setzen sich wie folgt zusammen:
In den Zinserträgen sind Strafzinsen in Höhe von 12 Tsd. € enthalten. Die Zinsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Zinsaufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Finanzschulden und Bankzinsen. Der Zinsertrag sowie die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Cash Management der LEDVANCE-Gruppe. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 283 (im Vj. 283) Mitarbeiter beschäftigt, wobei die Teilzeitmitarbeiter anteilig einbezogen sind. Die Berechnung dieses Wertes erfolgt quartalsweise. Diese waren in folgenden Funktionen tätig:
Zum Bilanzstichtag wurden 283 (im Vj. 279) Mitarbeiter beschäftigt gemäß § 267 Abs. 5 HGB. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft die folgenden Garantiezusagen ausgestellt:
Die LEDVANCE GmbH geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse geht die Gesellschaft davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden und schätzt daher das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. Finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen Zum Bilanzstichtag bestehen aus Leasing- und Mietverträgen, bei denen das wirtschaftliche Eigentum am Leasing- beziehungsweise Mietgegenstand nicht der LEDVANCE GmbH zuzurechnen ist und bei denen die Gesellschaft diese Vermögensgegenstände daher nicht aktiviert, Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 9.457 Tsd. € (im Vj. 9.178 Tsd. €). Gegenstand dieser Verträge sind im Wesentlichen Immobilien und sonstige bewegliche Anlagegegenstände. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen bei der LEDVANCE GmbH Einkaufsverpflichtungen in Höhe von 196.850 Tsd. € (im Vj. 203.565 Tsd. €), die überwiegend auf Lieferungen von Handelswaren zurückzuführen sind. Davon entfallen 63.696 Tsd. € auf verbundene Unternehmen. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist in der entsprechenden Anhangangabe im Konzernabschluss der LEDVANCE GmbH enthalten. Zusammensetzung und Vergütung der Organe Zusammensetzung und Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr waren die folgenden Personen Mitglieder der Geschäftsführung:
Die Gesellschaft nimmt für Angaben nach § 285 Nr. 9 lit. a) und b) für Herr Qinghuan Sun, Herr Tingfeng Mei und Herr Shi-Ting Chu die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Zusammensetzung und Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats Der dreiköpfige Aufsichtsrat der LEDVANCE GmbH mit Sitz in Garching bei München, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 220074, setzte sich gemäß § 7 des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft i.V.m. § 96 Abs. 1 Unterabs. 4 des Aktiengesetzes (AktG) sowie §§ 1 Abs. 1 Nr. 3, 4 Abs. 1 des Gesetzes über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat (Drittelbeteiligungsgesetz - DrittelbG) aus zwei Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner und einem Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer zusammen. Die LEDVANCE GmbH beschäftigt seit Beginn des Geschäftsjahres dauerhaft weniger als 500 Arbeitnehmer. Damit ist die gesetzliche Pflicht der Gesellschaft entfallen, einen Aufsichtsrat nach § 1 Abs. 1, Nr. 3, DrittelbG zu bilden. Die Geschäftsführung beschloss daher den bestehenden Aufsichtsrat, der sich zu diesem Zeitpunkt aus zwei Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner und einem Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer zusammensetzt, aufzulösen. Mit gesetzeskonformer Bekanntgabe am 05. Juli 2023 wurde das Statusverfahren zur Abschaffung des Aufsichtsrates eingeleitet. Nach Ablauf der Einspruchsfrist wurde der Aufsichtsrat durch entsprechenden Gesellschafterbeschluss mit Wirkung zum 25. September 2023 aufgelöst. Für die Vergütung des bis 25. September 2023 bestehenden Aufsichtsrats hat die LEDVANCE GmbH im Geschäftsjahr insgesamt 15 Tsd € (im Vj. 19 Tsd. €) im Aufwand erfasst. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten von der Gesellschaft keine Kredite und Vorschüsse. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der LEDVANCE GmbH erhalten jährlich eine Vergütung abhängig von der Position in Höhe von 10, 15 oder 30 Tsd. €. Zwei der Aufsichtsratsmitglieder verzichten auf eine Aufsichtsratvergütung. Die Mitglieder, welche keinen entsprechenden Vergütungsverzicht erklärt haben, erhalten die jährliche Aufsichtsratsvergütung anteilig für die Zeit des Bestehens des Aufsichtsrates. Die zu vergütende Zeit wird monatlich aufgerundet und beträgt mit der Auflösung des Aufsichtsrates zum 25.09.2023 entsprechend 9/12 der jährlichen Vergütung. Im Geschäftsjahr waren die folgenden Personen Mitglieder des Aufsichtsrats: Luo, Yan (Vorsitzende - Arbeitgebervertretung) General Manager President Office of MLS Co., Ltd.; Zhongshan, China Koid, Julia (stellvertretende Vorsitzende - Arbeitnehmervertretung) Betriebsrat der LEDVANCE GmbH; Neuried Li, Guanqun (Arbeitgebervertretung) Secretary of the Board and Deputy GM of MLS Co., Ltd.; Zhongshan, China Konzernzugehörigkeit und befreiender Konzernabschluss des Mutterunternehmens Die LEDVANCE GmbH ist nach § 290 Abs. 1 HGB verpflichtet, einen eigenen Konzernabschluss und einen eigenen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Jahresabschluss der LEDVANCE GmbH wird in den Konzernabschluss der LEDVANCE-Gruppe einbezogen. Der Konzernabschluss der LEDVANCE-Gruppe wird in Übereinstimmung mit § 315e Abs. 3 HGB nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind und den ergänzenden nach § 315 e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt und einschließlich des Bestätigungsvermerks in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und offengelegt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, der MLS Co. Ltd, Zhongshan, China, einbezogen. Der letzte zum Zeitpunkt der Berichtserstellung veröffentlichte Konzernabschluss nach chinesischen Rechnungslegungsvorschriften zum 31. Dezember 2022 ist unter der Unternehmensnummer 002745 auf der Internetseite der Shenzhen Stock Exchange erhältlich. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Herr Shi-Ting Chu hat zum 29. Februar 2024 sein Amt als Geschäftsführer bei der LEDVANCE GmbH niedergelegt. ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von 89.020 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen.
Garching bei München, 27. März 2024 Qinghuan Sun, Chief Executive Officer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Aufstellung des Anteilsbesitzesder LEDVANCE GmbH, Garching bei München / Deutschland
(A) Werte aus dem Geschäftsjahr 01.01.2023
- 31.12.2023 (CY)
Zusammengefasster Lagebericht für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr(zwölf Monate vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023)LEDVANCE GmbHHandelsregister Nummer 220074MünchenDeutschlandGRUNDLAGEN DES KONZERNS Allgemeine Information Geschäftstätigkeit des LEDVANCE-Konzerns Organisatorische und rechtliche Struktur UNTERNEHMENSSTRATEGIE UND -STEUERUNG Unternehmensstrategie Unternehmenssteuerung Forschung und Entwicklung WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Lichtmarktentwicklung Rechtliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Erläuterung der Ertragslage Erläuterung der Finanzlage Erläuterung der Vermögenslage NACHTRAGSBERICHT PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Prognosebericht Chancen- und Risikobericht LEDVANCE GMBH Grundlagen des Unternehmens Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Lichtmarktentwicklung Rechtliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Erläuterung der Ertragslage Erläuterung der Finanzlage Erläuterung der Vermögenslage Chancen- und Risikobericht, Prognose Grundlagen des Konzerns Allgemeine Information Der vorliegende Lagebericht beschreibt das Geschäftsjahr 2023 mit dem Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023. Die Vorjahresangaben beziehen sich auf den zwölfmonatigen Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022. Die Berichte der Vorjahre enthielten das Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung" (EZU). Da die LEDVANCE GmbH nicht der Mitbestimmung und auch nicht mehr dem Drittelbeteiligungsgesetz unterliegt, entfällt die gesetzliche Verpflichtung zur Veröffentlichung einer EZU. Im vorliegenden Bericht verzichtet das Unternehmen erstmalig auf die Veröffentlichung dieses Kapitels. Seit dem im September 2023 vollzogenen Umzug in neue Räumlichkeiten befindet sich die Konzernzentrale im Parkring 1-5, vormals Parkring 29-33, in Garching bei München. Die Änderung der Firmenanschrift wurde am 28. September 2023 im Handelsregister eingetragen. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich in den Tabellen einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. Geschäftstätigkeit des LEDVANCE-Konzerns LEDVANCE ist einer der weltweit führenden Anbieter in der Allgemeinbeleuchtung und verfügt über ein innovatives und umfassendes Portfolio an Leuchten, fortschrittlichen LED-Lampen, intelligenten und vernetzten Produkten und Lösungen in den Bereichen SMART Home und SMART Building sowie traditionellen Leuchtmitteln. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen daran, die vorhandene Marktpräsenz und sein Lieferketten Know-how zu nutzen und so das bestehende Portfolio um Produkte aus dem Umfeld der erneuerbaren Energien zu erweitern. LEDVANCE verfügt über Geschäftsfunktionen wie Marketing/Vertrieb, Einkauf/Logistik, Forschung & Entwicklung sowie über zentralorganisierte Verwaltungsfunktionen, wie beispielsweise Strategie, Personal, Recht, Rechnungswesen und Controlling. Zum 1. Januar 2023 wurde der Verkaufsprozess des letzten verbliebenen Produktionsstandorts in Smolensk (Russland) abgeschlossen. Damit wurde die Transformation, mit dem Ziel sich von einem Industrieunternehmen mit breiter Produktionslandschaft für Traditionelle Beleuchtungsprodukte zu einem Lösungsanbieter mit eigenem innovativen Produktdesign und der Fertigung durch zuverlässige Auftragsfertiger zu entwickeln, erfolgreich umgesetzt. Am chinesischen LEDVANCE Standort in Shenzhen sind neben den chinesischen Geschäftsaktivitäten derzeit auch operative Funktionen (China Operations Regional Excellence / C.O.R.E.) wie z. B. wesentliche Teile des Einkaufs, der Logistik und des Verpackungsmanagements gebündelt. Die zentralen Verwaltungsfunktionen des Konzerns sind in der Unternehmenszentrale in Garching bei München angesiedelt. LEDVANCE betreibt drei regionale Servicecenter (Asien (C.O.R.E.), Nord-/Südamerika und Europa), in denen insbesondere die transaktionalen Geschäftsprozesse der Geschäftseinheiten gebündelt umgesetzt werden. Die operative Umsetzung des LEDVANCE Geschäftsmodells erfolgt grundsätzlich über regionale Organisationsstrukturen:
Durch die gewählte und bewährte Regionalstruktur können Entscheidungen schnell und an den lokalen Märkten orientiert getroffen und umgesetzt werden. Zum Schutz seines Geschäfts und seiner Kunden verfügt LEDVANCE über eine Vielzahl von angemeldeten oder eingetragenen Patenten und weiteren Schutzrechten auf dem Gebiet des geistigen Eigentums. Des Weiteren darf die Marke OSRAM, sowie die in Nordamerika etablierte Marke SYLVANIA, in USA und Kanada, über Markenlizenzrechte, die mit dem OSRAM Licht-Konzern vereinbart worden sind, genutzt werden. Durch die vollzogene Neuausrichtung des Unternehmens ist strategisches Sourcing von Produkten und Komponenten insbesondere im Bereich der LED-Retrofit Lampen und Leuchten, die auch in Großprojekten wie Sportarenen und Parkplatzanlagen eingesetzt werden können, sowie zunehmend auch in den Bereichen SMART Home und SMART Building von großer Bedeutung LEDVANCE bedient seine internationalen Märkte über eine Vielzahl von Fachhandelskunden (Trade) sowie über Einzelhandelsketten/Baumärkte (Retail). Im professionellen Kundensegment bestehen zudem zahlreiche Rahmenvertragsabkommen mit kommerziellen Endverbrauchern. Nach erfolgreichem Abschluss der Transformationsphase soll auch das Projektgeschäft zukünftig weiter ausgebaut werden und so an Bedeutung gewinnen. Die weiter fortschreitende Digitalisierung des Lichtmarktes führt zu einer spürbaren Veränderung der Bestellprozesse des Elektrohandwerks und des Einkaufsverhaltens der privaten Endkunden. Organisatorische und rechtliche Struktur Das chinesische Licht-Unternehmen MLS Co. Ltd. (MLS) hält indirekt 100% der Anteile an der LEDVANCE GmbH und ihrer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften (im Folgenden "LEDVANCE" oder "LEDVANCE-Konzern"). Die LEDVANCE GmbH und ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften bilden einen Teilkonzern innerhalb der MLS-Gruppe. Der LEDVANCE-Konzern umfasst die LEDVANCE GmbH mit Sitz in Garching als Muttergesellschaft und hält zum 31. Dezember 2023 direkt oder indirekt Kapitalanteile an 55 Tochtergesellschaften (31. Dezember 2022: 55), Assoziierten Unternehmen/Gemeinschaftsunternehmen sowie sonstigen Beteiligungen > Ziffer 37 | Aufstellung des Anteilsbesitzes des LEDVANCE-Konzerns und > Ziffer 5 | Akquisitionen, Verkäufe und Asset Held for Sale in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Der LEDVANCE-Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2023 2.685 Mitarbeiter (FTE, Fulltime equivalent, Vollzeitäquivalente), was im Vergleich zum 31. Dezember 2022 (3.029 FTE) einem Rückgang von 344 FTE entspricht. Der Mitarbeiterrückgang ist im Wesentlichen auf den Verkauf des Fertigungsstandorts in Smolensk, Russland, zurückzuführen, der die Mitarbeiterzugänge deutlich überkompensiert. LEDVANCE Mitarbeiter in Vollzeit-Äquivalenten (FTE) Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
1) = inkl. zentralgesteuerter
Konzerngesellschaften in Shenzhen, Shanghai und Wuhu
(China)
Die bewährte regionale Struktur wurde im Geschäftsjahr 2023 nicht angepasst und teilt sich in die drei Regionen Europa West, Emerging Markets und USA und Kanada auf. Regionale Struktur - Europa West Die Region Europa West umfasst die Länder aus den Märkten Nordeuropa (inklusive der baltischen Staaten Estland, Litauen und Lettland), Nordwesteuropa (Benelux-Staaten und das Vereinigte Königreich), DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz), sowie Südwesteuropa. - Emerging Markets - Asien/Pazifik, Mittlerer Osten u. Afrika, Europa Ost sowie Lateinamerika Die globalen Schwellen- und Wachstumsmärkte sind nach territorialen und steuerungsrelevanten Gesichtspunkten in die Regionen Asien/Pazifik, Mittlerer Osten und Afrika, Europa Ost sowie Lateinamerika unterteilt. Auf Konzernebene sind diese zu den Emerging Markets zusammengefasst. - USA und Kanada Die Region USA und Kanada umfasst die beiden Länder USA und Kanada. Vertriebskanäle Innerhalb der Regionen erfolgt die Marktbearbeitung vorwiegend über die Vertriebskanäle Fachhandel (Trade) und Einzelhandel/Baumärkte (Retail) sowie weiter zunehmend auch über elektronische Absatzwege (E-Commerce). Diese umfassen vor allem die Online-Plattformen unserer Kunden aber auch eigenen Online-Tools. Produktsegmente Das aktuelle Produktportfolio des LEDVANCE-Konzerns umfasst Produkte aus LED-basierten und traditionellen Technologien. Dabei sind Produkte aus den Produktsegmenten Leuchten, LED-Lampen sowie Elektronik und SMART den LED-basierten Technologien zugeordnet. Produkte aus den Produktsegmenten Traditionelle Lampen sowie Contract Manufacturing und Cross-Selling stellen den Bereich der traditionellen Technologien dar. Grundsätzlich werden innerhalb des LEDVANCE-Konzerns Produktsegmente erst ab einer relevanten Umsatzgröße eingeführt. Umsätze, die nicht aus bestehenden Segmenten generiert werden, und deren Höhe keine Segmentstruktur rechtfertigt, sind unter "Sonstige" in der Berichterstattung zusammengefasst. Nachfolgend ein Überblick über die zum 31. Dezember 2023 bestehenden Produktsegmente: - Leuchten Das Leuchten Portfolio umfasst standardisierte Produkte für den Außen- und Innenbereich. Die Ausrichtung des Portfolios richtet sich dabei nach den Bedürfnissen von Installateuren und Handwerkern für professionellen Einsatz und orientiert sich für den Vertrieb im Einzelhandel und in Baumärkten an den Anforderungen des Endverbrauchers. LEDVANCE wurde in den vergangenen Jahren für das vorhandene innovative Leuchten-Portfolio mehrfach ausgezeichnet. Die prämierten Leuchten sind wesentliche Bausteine für komplexe Anwendungen mit anspruchsvollen Spezifikationen, fördern die weitere Entwicklung des Projektgeschäfts und ergänzen das Portfolio der Elektroinstallateure und des Einzelhandels. - LED-Lampen LED-Lampen umfassen standardisierte LED-Lampen in klassischer Form. Diese LED-Lampen mit standardisiertem Sockel stellen Alternativprodukte zu den traditionellen Leuchtmitteln dar. LED-Lampen sind die Basis für eine moderne, effiziente und vor allem umweltfreundliche Beleuchtung und substituieren im Rahmen des Transformationsprozesses der Lichtindustrie die traditionelle Lampentechnologie. - Elektronik und SMART Die Beleuchtungsinstallation ist ein wichtiger Einstiegspunkt für SMART-Home und SMART- Building. Das Produktsegment Elektronik und SMART umfasst Geschäftsaktivitäten, wie die Entwicklung, das globale Sourcing und den Verkauf von elektronischen Steuergeräten und Lichtmodulen zur intelligenten Steuerung von Lampen und Leuchten für den professionellen Einsatz in der Gebäudeautomatisierung oder für den privaten Gebrauch in Wohngebäuden. - Traditionelle Lampen Traditionelle Lampen umfassen Leuchtmittel, die auf traditionellen Technologien, wie Glüh- und Halogenlampen, Leuchtstofflampen sowie Kompaktleuchtstofflampen, basieren. Produkte aus dem Segment Traditionelle Lampen werden im Rahmen des Transformationsprozesses in der Beleuchtungsindustrie durch LED-basierte Produkte ersetzt und haben so eine abnehmende Bedeutung. - Contract Manufacturing und Cross Selling In diesem Bereich werden überwiegend Serviceleistungen für OSRAM und Verkäufe von OS- RAM-Produkten, wie beispielsweise elektronische Vorschaltgeräte und LED Light-Engines, zusammengefasst. Aufgrund der abgeschlossenen Unternehmenstransformation und der im Zusammenhang stehenden vollständigen Aufgabe der eigenen Fertigungskapazitäten, spielen insbesondere die Auftragsfertigung (Contract Manufacturing) aber auch Logistikdienstleistungen keine wesentliche Rolle mehr. Insgesamt hat die Bedeutung des Segments innerhalb des LEDVANCE Konzerns abgenommen. Unternehmensstrategie und -steuerung Unternehmensstrategie In den vergangenen Jahren konnte LEDVANCE sein Transformationsprogramm zu einem führenden Komplettanbieter für LED-basierte Allgemeinbeleuchtung erfolgreich umsetzen. Die im Rahmen des Programms erzielten Fortschritte, insbesondere in den Bereichen Portfolioumbau und Neuausrichtung der Wertschöpfungs- und Organisationsstruktur sowie die auf Nachhaltigkeit basierende Grundorientierung stellen dabei wichtige Säulen für die weitere strategische Ausrichtung des Unternehmens dar. Als eines der weltweit führenden Unternehmen der Lichtindustrie möchte LEDVANCE nicht nur als klassischer Anbieter von modernen und effizienten Lichtlösungen am Markt aktiv sein, sondern künftig die komplette Kraft des Lichtes nutzen. Aktuell arbeitet das Unternehmen an einer entsprechenden Portfolioerweiterung. Getreu der neuen Unternehmensvision "Power through light" sollen Kunden dabei unterstützt werden, die Kraft des Lichtes im vollen Umfang nutzen zu können - sowohl als Mittel zur Beleuchtung als auch zur Stromerzeugung. In der Zukunft sollen so nicht nur moderne und effiziente Beleuchtungssysteme, sondern auch Lösungen aus den Bereichen der erneuerbaren Energieerzeugung und des Energiemanagements bessere Lebens- und Arbeitsumgebungen für Kunden schaffen. Dabei sollen effiziente Energielösungen auch Kosten und Energie sparen und somit einen Beitrag für Umwelt und Gesellschaft leisten und die nachhaltige Grundorientierung des Unternehmens weiter auszubauen. LEDVANCE ist davon überzeugt, die neuformulierte Vision erfolgreich umsetzen zu können. Zum einen kann man auf bewährte Strukturen und Organisationen zurückgreifen, die das Unternehmen in die Lage versetzen, neue Märkte und Geschäftsfelder zu erschließen - der Aufbau und die Etablierung des erfolgreichen Leuchtengeschäfts haben dies gezeigt. So sind beispielsweise die für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung wesentlichen operativen Funktionen unter dem organisatorischen Dach C.O.R.E. (China Operations Regional Excellence) in China gebündelt. Funktionen wie der Einkauf und wesentliche Teile der Logistik sind so in unmittelbarer Nähe zu den relevanten Beschaffungsmärkten angesiedelt. Regionale Geschäftsentscheidungen werden dezentral von den drei Vertriebsregionen Europa West, Emerging Markets sowie USA und Kanada getroffen. Darüber hinaus ergänzt der elektronische Vertriebsweg (E-Commerce), die klassischen Vertriebswege Fachhandel (Trade) und Einzelhandel/Baumärkte (Retail). Auch wird das bisherige klassische Produktgeschäft durch ein zunehmendes Projektgeschäft ergänzt. Zur Umsetzung der Geschäfte ist LEDVANCE in über 50 Ländern mit eigenen Vertriebsbüros präsent und unterhält Kundenbeziehungen in mehr als 130 Länder. Zum anderen verfügt das Unternehmen aber auch über den notwendigen unternehmerischen Mut und die Erfahrung, wichtige Veränderungen anzustoßen und erfolgreich umzusetzen. Mit dem "LEDVANCE Digital Future - Projekt" wird beispielsweise die Digital- und Dateninfrastruktur des Unternehmens grundlegend überarbeitet und so eine integrierte und ganzheitliche Systemlandschaft für die künftigen Herausforderungen geschaffen. Das Programm umfasst alle Unternehmensprozesse und soll dazu beitragen, Arbeitsabläufe noch effizienter zu gestalten, Analysen schneller und flexibler umzusetzen und so das Unternehmen zu unterstützen, einen höheren Kundennutzen zu generieren. So sollen unter anderem die historisch gewachsenen und regional stark unterschiedlichen SAP R/3-Landschaften in ein einheitliches SAP S/4 Hana transferiert werden. Eine wichtige Säule der strategischen Weiterentwicklung ist die nachhaltige Grundausrichtung des Unternehmens, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Dabei stehen die drei Säulen der Nachhaltigkeit "Ökologie", Soziales" und "Governance" im Fokus der Aktivitäten. Im Geschäftsjahr 2023 konnte der erste Nachhaltigkeitsbericht der Unternehmensgeschichte veröffentlicht werden. Das Unternehmen hat die Nachhaltigkeitsstrukturen ausgebaut und weitere nachhaltigkeitsorientierte Elemente in die Unternehmensstrategie integriert. Dabei kommt dem Begriff "Loop" eine zentrale Bedeutung zu. "LEDVANCE LOOP" fasst zwei Dinge zusammen: dem Streben des Unternehmens nach ständiger Veränderung und einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten zu können. Nach Abschluss des Transformations- und Restrukturierungsprogramms wurde im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 das neue Headquarter - LEDVANCE LOOP, am Firmensitz in Garching bei München, bezogen. Die neuen Räumlichkeiten und das zugrundeliegende Raumkonzept sollen die Zusammenarbeit und den Teamspirit unterstützen und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Unternehmen, aber auch bei Gästen schärfen und so den Dialog fördern. LEDVANCE LOOP steht aber auch für die nachhaltige Gestaltung von Produkten und stellt eine neue Submarke des Unternehmens dar. Mit dem EVERLOOP-Konzept wurde unter anderem eine Leuchte entwickelt, bei der LED-Module und Treiber austauschbar sind. Auf diese Weise sparen LED-Leuchten nicht nur Energie, sondern tragen auch zur Reduzierung von Abfall bei und leisten einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. NATURELOOP stellt ein Konzept dar, mit dem das Unternehmen Ressourcen, wie zum Beispiel Kunststoff, wiederverwerten und so den Recyclinganteil erhöhen kann. Um die Anliegen und Ideen der Mitarbeiter stärker in den Strategieprozess und die Nachhaltigkeitsaktivitäten einfließen zu lassen, hat sich LEDVANCE dazu verpflichtet, regelmäßig Mitarbeiterumfragen durchzuführen. Die Erkenntnisse aus der im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten Mitarbeiterbefragung fließen in die Weiterentwicklung des Unternehmens ein. Durch Kundennähe, eine schlank aufgestellte Organisation und der beschriebenen strategischen Ausrichtung möchte LEDVANCE technologisch führende Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten und so ein langfristig profitables Umsatzwachstum generieren sowie einen positiven Beitrag zu Umwelt und Gesellschaft leisten. Unternehmenssteuerung Als die für das Unternehmen bedeutsamsten Leistungsindikatoren hat das Management das nominale Umsatzwachstum, das Ergebnis nach Steuern sowie den erwirtschafteten Free Cash Flow festgelegt. Neben dem rein nominalen Wachstum kommt, insbesondere in einem volatilen Währungsumfeld, dem vergleichbaren Umsatzwachstum eine wesentliche Bedeutung zu. Durch die Nutzung dieser Leistungsindikatoren soll sichergestellt werden, dass die Unternehmenssteuerung auf Wachstums-, Ertrags- und auch Liquiditätszielen beruht und so eine ausgewogene Unternehmensentwicklung im Fokus steht. Zur Steuerung der regionalen Einheiten kommt dem langjährig bewährten Region-Contribution-Profit weiterhin eine besondere Bedeutung zu. Diese Kennzahl gibt dem Management Aufschluss über die Profitabilität der regionalen Organisationseinheiten und zeigt den von einer Region zu verantwortenden Beitrag zum Konzernergebnis. Über diese Profitabilitätskennzahl hinaus werden als regionale Leistungsindikatoren, insbesondere in Bezug auf die Liquiditätsausstattung des Unternehmens, das durch das regionale Management unmittelbar zu beeinflussende Forderungs- und Vorratsmanagement herangezogen. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die für das Unternehmen bedeutsamsten Leistungsindikatoren. LEDVANCE Bedeutsamste Leistungsindikatoren Für die zum 31. Dezember 2022, 2023 und 2024 endenden Geschäftsjahre
Forschung und Entwicklung Als ein führender Anbieter in der weltweiten Lichtindustrie übernimmt die Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung (FuE) die Rolle des Innovationstreibers im Konzern. Die FuE-Aktivitäten fokussieren sich dabei auf Kundenlösungen im Bereich intelligenter Lichtsteuerungssysteme für den professionellen und privaten Einsatzbereich. Des Weiteren werden innovative Technologien und Lösungen zur nachhaltigen Gestaltung von Lichtprodukten im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft entwickelt. Diese zukunfts- und marktorientierte Ausrichtung der FuE erzielt einen Mehrwert für die Kunden und LEDVANCE. Dabei werden nicht alle Technologien im eigenen Haus entwickelt, sondern auch im Sinne des "Open Innovation Ansatzes" mit Partnern aus der Industrie und Lehre gemeinsam erforscht und zur Marktreife gebracht. Schwerpunkte der FuE-Aktivitäten lagen dabei in der Weiterentwicklung von innovativen Lichtsteuerungskomponenten für den professionellen Markt und smartphone- oder sprachgesteuerte Lichtlösungen für den Endkunden-Markt. Auch wurden weitere Lösungen im Bereich "Licht und Gesundheit" entwickelt. LEDVANCE ist dabei das erste Unternehmen, das das neue VDE-Qualitätszertifikat (VDE: Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.) für "Human Centric Lighting" (HCL) erhalten hat. Mit dieser FuE-Ausrichtung und mit begleitenden technischen Partnerschaften mit führenden Technologiefirmen im Bereich SMART Home und SMART Building konnte LEDVANCE die Attraktivität seiner Produkte im Markt weiter erhöhen. Um die Kunden- und Marktanforderungen noch besser in die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten einbringen zu können, wurden im Geschäftsjahr 2023 Teile des Produktmanagements aus der Vertriebsorganisation herausgelöst und in den Verantwortungsbereich der Forschung und Entwicklung integriert. Dadurch sollen die produktnahen Entwicklungsarbeiten besser an den aktuellen Bedürfnissen der Kunden und des Marktes ausgerichtet werden und der Entwicklungsprozess so noch effizienter gestaltet werden > Entwicklung der Ertragslage - Funktionskosten. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die Weltwirtschaft war auch im Jahr 2023 von geopolitischen Krisen und globalen Herausforderungen geprägt. Insgesamt führten der andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine, bestehende Handelskonflikte - insbesondere auch zwischen China und USA -, Auswirkungen des voranschreitenden Klimawandels und der eskalierte Nahost-Konflikt zu einem Rückgang der globalen Wachstumsdynamik. Die Entwicklung der europäischen und vor allem auch der deutschen Wirtschaft wurde von den Folgen der zwar abnehmenden aber weiterhin hohen Inflation und des daraus resultierenden weiterhin hohen Zinsniveau stark beeinflusst. Auch war die Wachstumsdynamik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften deutlich geringer als in den Schwellenländern. Neben den oben genannten Krisen und Herausforderungen dürften auch abklingende Konsum-Nachholeffekte und zurückgehende staatliche Subventionsprogramme aus der COVID-19 Pandemie zum Rückgang der Wachstumsdynamik geführt haben. Positive Effekte, wie beispielsweise der Rückgang von Versorgungsengpässen, konnten die oben bereits beschriebenen Entwicklungen nur teilweise ausgleichen. Angesichts der Vielzahl von Krisen und Herausforderungen zeigte sich die globale Wirtschaft jedoch widerstandsfähig und die Vielzahl der Unternehmen sehr resilient. Für die für LEDVANCE relevanten Wirtschaftsräume sieht der IWF in seinem am 30. Januar 2024 veröffentlichten World Economic Outlook Update für die Jahre 2023 und 2024 folgende Entwicklungen des Wirtschaftswachstums:
Der Sachverständigenrat geht in seinem am 8. November 2023 veröffentlichten Jahresgutachten 23/24 von einem weiterhin leichten Wachstum der globalen Wirtschaft aus. Im Jahr 2023 sehen die Experten ein Wachstum von 2,7% und für das Jahr 2024 sagen sie ein Anstieg von 2,2% voraus. Der IWF (World Economic Outlook Update, 30. Januar 2024) und auch der Sachverständigenrat (Jahresgutachten 23/24; 8. November 2023) gehen in ihren Berichten davon aus, dass im Jahr 2023 das Wachstum vor allem durch die Schwellenländer getragen wird und die fortgeschrittenen Volkswirtschaften nur unterproportional zum Wachstum beitragen. Die prognostizierten Entwicklungen unterliegen Chancen und Risiken. Die Risiken werden aufgrund der geopolitischen Lage derzeit insgesamt höher eingeschätzt als die Chancen. Die größten Risiken werden in einer weiteren Eskalation des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und in einer Ausdehnung des Nahost-Konflikts gesehen. Neben den gravierenden unmittelbaren Folgen, vor allem für die Bevölkerung in den Kriegsgebieten, wären auch weitere negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sehr wahrscheinlich. Ebenfalls kritisch ist der fortschreitende Fachkräftemangel in einzelnen Regionen - überwiegend in den entwickelten Volkswirtschaften - zu beurteilen. Auch aus diesem Grund kann das Wachstumspotenzial einzelner Branchen und Regionen nicht voll ausgeschöpft werden. Darüber hinaus bestehen durch eine mögliche Verschärfung von Handelskonflikten, durch die hohe Verschuldung von Staaten und Unternehmen weiterhin hohe Risiken, aber durch einen Abbau bestehender Handelsbarrieren und der Annäherung einzelner Staaten auch Chancen. Politische Konflikte, wie beispielsweise der andauernde Handelsstreit zwischen USA und China, wirken sich unmittelbar auf die Geschäftsaktivitäten von LEDVANCE aus. Die durch die USA verhängten Strafzölle haben auch im Geschäftsjahr 2023 die Ertragslage negativ beeinflusst > Erläuterung Ertragslage - Bruttoergebnis vom Umsatz. Aufgrund der fortgeschrittenen strategischen Neuausrichtung - insbesondere die Fokussierung auf eine Bezugsstrategie - können sich diese Strafzölle, aber auch deren mögliche Aufhebung, auf die Ertragslage des LEDVANCE-Konzerns auch zukünftig auswirken. Lichtmarktentwicklung Die folgenden Einschätzungen zur Entwicklung des globalen Lichtmarktes basieren auf Berichten und Prognosen des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie e.V. (ZVEI). Diese wurden um unternehmensinterne Analysen und Abschätzungen zu den für LEDVANCE relevanten Märkten ergänzt. Die Analysten des ZVEI gehen in Ihrem im August 2023 veröffentlichten Ausblick für die Elektro- und Digitalindustrie davon aus, dass der globale Lichtmarkt im Jahr 2023 um 7,0% wachsen soll. Das prognostizierte Wachstum für das Jahr 2024 soll dann jedoch auf 2,0% zurückgehen. Mit Blick auf das kommende Geschäftsjahr rechnet LEDVANCE mit weiterhin herausfordernden globalen Marktbedingungen. Zu den wesentlichen branchenspezifischen Aufgaben wird es gehören, trotz der für 2024 vorhergesehenen, verminderten Investitionstätigkeiten der Bauwirtschaft, Wachstumspotenziale zu generieren. Insbesondere für den für LEDVANCE wichtigen Markt der europäischen Bauwirtschaft sehen die Experten von EUROCONSTRUCT in Ihren im November 2023 erstellten Prognosen für die Jahre 2023 und 2024 mit -1,7% bzw. - 2,1% einen Rückgang der Bautätigkeit. Aus den aktuellen Nachhaltigkeits-Diskussionen und einem weltweit steigenden Umweltbewusstsein, der für Lichtplanungen Verantwortlichen und der Endverbraucher, ergeben sich für LEDVANCE neben der LED-basierten, über Lichtmanagementsysteme steuerbaren Beleuchtung auch neue Wachstumspotenziale im Bereich der erneuerbaren Energien und Photovoltaik. Rechtliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Für den LEDVANCE-Konzern sind neben den allgemeinen Rechtsvorschriften insbesondere gesetzliche Vorgaben und Verordnungen hinsichtlich energieeffizienter, qualitativer sowie nachhaltiger Beleuchtung relevant. Zum 2. Juli 2023 trat das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/1937 zum Schutz von Hinweisgebern in Kraft. Für Betriebe mit mindestens 250 Mitarbeitern schafft das Gesetz die Verpflichtung, ein Hinweisgebersystem mit interner Meldestelle einzurichten und den Schutz der Hinweisgeber und die datenschutzkonforme Bearbeitung der Meldung zu gewährleisten. LEDVANCE hatte bereits vor Inkrafttreten des HinSchG mit der LEDVANCE Integrity Line (LILi) ein Hinweisgebersystem implementiert, welches den Anforderungen des neuen Gesetzes gerecht wird. Des Weiteren wurde die Verordnung (EU) 2023/988 über die allgemeine Produktsicherheit (EU-ProdSV) im Mai 2023 veröffentlicht, welche zum 13. Dezember 2024 in Kraft treten wird. Die EU-ProdSV löst die EU-Richtlinie 2001/95/EG über die allgemeine Produktsicherheit aus dem Jahr 2001 ab, welche in Deutschland durch das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) umgesetzt ist. Die Verordnung greift die fortschreitende Digitalisierung von Produkten und Vertriebswegen auf; so werden besondere Anforderungen und Pflichten wie beispielsweise umfangreiche Informationspflichten für Online-Shops aufgestellt. Die Verordnung erfasst auch gebrauchte, reparierte oder wiederaufgearbeitete Produkte. Am 27. November 2023 ist der EU-Data Act verabschiedet worden, dessen Vorschriften 20 Monate nach der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft treten werden. Der EU-Data Act regelt Zugangsrechte für Nutzer und Dritte zu Daten, die von verbundenen Geräten wie beispielsweise Smart Home Produkten und zugehörigen Diensten erzeugt werden. Hersteller müssen damit künftig ihre Produkte so konzipieren, dass der Nutzer direkt auf die bei der Nutzung generierten Daten zugreifen kann und vorab darüber informieren, welche Daten erzeugt und wie sie bereitgestellt werden. Eine Nutzung der Daten durch den Hersteller oder die Weitergabe der Daten an einen Dritten, kann künftig nur auf Grundlage eines Vertrages mit dem Nutzer stattfinden. Nach Veröffentlichung der Verordnung gilt es den konkreten Anwendungsbereich für LEDVANCE und ggfs. die notwendige Anpassung von Produktdesign und Vertragsstruktur zu klären. Die letzten Jahre waren weltweit von umfangreichen regulatorischen Veränderungen geprägt, wie das schrittweise Ausphasen von Glühlampen sowie neue Vorschriften bei Halogen-, Leuchtstoff-, Hochdruckentladungs- und bei LED-Lampen. Diese regulatorischen Änderungen waren ein wesentlicher Treiber der Transformation des Lichtmarktes. So wurde beispielsweise Ende 2019 die Neufassung der Eco-Design Verordnung (EU) 2019/2020 für Beleuchtung veröffentlicht. In ihr wurden bisherige Verordnungen zusammengefasst und das Ausphasen von bestimmten weiteren Lampentypen zum 1. September 2021 bzw. 1. September 2023 festgelegt. Innerhalb der EU-Gremien wurde 2023 bereits über eine Weiterentwicklung dieser Verordnung verhandelt. LEDVANCE ist zudem von der in der EU geltenden Richtlinie über Elektro- und Elektronik- Altgeräte (Waste Electrical and Electronic Equipment "WEEE") betroffen. Diese Richtlinie soll zur Nachhaltigkeit von Produktion und Verbrauch sowie zur effizienten Ressourcennutzung und zur Rückgewinnung von wertvollen Sekundärrohstoffen beitragen, indem vorrangig durch die Vermeidung von Abfällen von Elektro- und Elektronikgeräten sowie durch Wiederverwendung, Recycling und andere Formen der Verwertung solcher Abfälle, die zu beseitigende Abfallmenge reduziert wird. Zum 1.Juli 2022 ist eine Novelle des deutschen Verpackungsgesetzes (VerpackG) nach den Leitlinien der aktuellen EU-Richtlinien in Kraft getreten. Das VerpackG regelt nun auch eine Registrierungs- und eine Systembeteiligungspflicht für Hersteller und Vertreiber, in deren Verantwortung neue Verpackungen in den Wirtschaftskreislauf gelangen. Ziel des VerpackG ist der Schutz der Umwelt und ein fairer Wettbewerb. Durch die Vermeidung von Abfällen und die möglichst hochwertige Verwertung sollen natürliche Ressourcen geschont werden. Diese Entwicklung wurde in der EU im Laufe des Jahres 2023 durch die Verhandlungen zur Verpackungsverordnung (Packaging & Packaging Waste Regulation, PPWR) als Weiterentwicklung der Richtlinie 94/62/EC weiter vorangetrieben. Mit dem Inkrafttreten der Verordnung wird im Jahr 2025 gerechnet. Die europäische RoHS-Direktive (Restriction of Hazardous Substances), die im Anwendungsfall auch Voraussetzung für die CE-Kennzeichnungen ist, schränkt die Verwendung von bestimmten, schädlichen Substanzen in elektrischen und elektronischen Geräten ein. Zusammen mit der Minamata-Konvention gibt diese Regelung den Quecksilbergrenzwert für Lampen vor. EU-RoHS-ähnliche Regelungen wurden bzw. werden aktuell in zahlreichen Ländern und Regionen der Welt etabliert. Am 24. Februar 2022 hat die EU-Kommission eine geänderte Rechtsakte veröffentlicht, die zu einem schrittweisen Verbot von quecksilberhaltigen Lampen für die Allgemeinbeleuchtung führen. So sind am 25. Februar und am 25. August 2023 entsprechende Verbote in Kraft getreten. Die verbleibenden Ausnahmeregelungen für quecksilberhaltige Lampen umfassen damit hauptsächlich noch Modelle für spezielle Verwendungszwecke. Am 18. August 2023 ist die EU-Batterieverordnung (2023/1542) verabschiedet worden. Sie löst ab Februar 2024 schrittweise die bisher geltende Batterie-Richtlinie (2006/66/EG) aus dem Jahr 2006 ab und betrifft LEDVANCE nicht nur im Rahmen der konventionellen Produkte mit Batterien, sondern wird sich vor allem auf große stationäre Batterien auswirken und somit auch auf Produkte der angestrebten Portfolioerweiterung im Bereich des Energiemanagements. Ebenfalls im Jahr 2023 ist der CO 2 -Grenzausgleichmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) in Kraft getreten. Im Rahmen des Mechanismus müssen bestimmte Produktgruppen, die in die EU importiert werden, seit dem 1. Oktober 2023 gesondert, quartalsweise der EU-Kommission gemeldet werden. Zudem nehmen die Anforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit weiter stark zu, sowohl kundenseitig als auch von Seiten der europäischen Gesetzgeber. Zu nennen sind hier insbesondere der sogenannte Green Deal der Europäischen Union mitsamt nachgelagerter Gesetzgebung, wie z. B. die EU-Taxonomie-Verordnung, die Green Claims Directive (Richtlinie über die Nachweisbarkeit und Kommunikation umweltbezogener Produktangaben), die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD - am 5. Februar 2023 in Kraft getreten und bis 5. August 2024 in nationales Recht umzusetzen), der Wechsel hin zu einer Kreislaufwirtschaft (Circular Economy), die Chemikaliengesetzgebung, z. B. Chemikalienverordnung, REACH- Verordnung Nr. 1907/2006 (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) und PoPs-Verordnung (Persistent organic Pollutants), sowie Nachhaltigkeitskriterien für Produkte und Unternehmen. Hier ist beispielsweise die EU-SCIP-Datenbank (Substances of Concern in Products) zu nennen, in der seit dem 5. Januar 2021 betroffene Produkte registriert werden müssen. Um den vorgenannten Anforderungen und deren wachsender Bedeutung gerecht zu werden, hat LEDVANCE im Geschäftsjahr 2023 seine im Vorjahr begonnenen Aktivitäten um das Thema der Nachhaltigkeit mit einem neuen ganzheitlicheren und globalen Ansatz zu adressieren, intensiv weiterverfolgt. Derzeit arbeitet LEDVANCE an weiteren Implementierungsschritten unter anderem mit dem Ziel einer CSRD-konformen Nachhaltigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2025. Zum 1. Januar 2023 ist in Deutschland das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Kraft getreten. LEDVANCE fällt nicht unmittelbar in den Anwendungsbereich dieses Gesetzes, muss jedoch aufgrund von Anforderungen diverser Kunden, die dem Gesetz unmittelbar unterliegen, mittelbare Pflichten in der Lieferkette erfüllen. Erste Umsetzungsmaßnahmen wurden bereits initiiert, weitere Implementierungsschritte werden innerhalb der nächsten Monate folgen. Dies erfolgt auch zur Vorbereitung auf die erwarteten Auswirkungen der Europäischen Lieferkettenrichtlinie (CSDDD, Verabschiedung und Inkrafttreten zum Ende 2023/ Anfang 2024 erwartet), wonach eine deutliche Ausweitung des Anwendungsbereichs des LkSG zu erwarten ist, so dass LEDVANCE voraussichtlich ab 2026 unmittelbar in den Anwendungsbereich des Gesetzes fallen wird. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Das Geschäftsjahr 2023 war, wie beschrieben, durch die Folgen der globalen Krisen und geopolitischen Herausforderungen beeinflusst. Die Entwicklung der Weltwirtschaft lag 2023 im Rahmen bzw. leicht über den Erwartungen des IWF bzw. des Sachverständigenrat zum Zeitpunkt der Prognose für das Geschäftsjahr 2023. Der IWF hatte in seinem World Economic Outlook - Update - im Januar 2023 ein Wachstum von 2,9% für 2023 in Aussicht gestellt und geht aktuell (World Economic Outlook - Update - Januar 2024) von einem Wachstum in Höhe von 3,1% aus. Der Sachverständigenrat hatte in seinem Jahresgutachten 2022/23 ein Wachstum von 1,9% für 2023 prognostiziert und geht in seinem aktuellem Jahresgutachten 2023/24 von einem ebenfalls höheren Wachstum von 2,7% für das Jahr 2023 aus. Das weiterhin hohe Preisniveau insbesondere im Rohstoff- und Energiesektor sowie bei Lebensmitteln, hohe Zinsen und die dadurch hervorgerufene Investitions- und Kaufzurückhaltung waren im abgelaufenen Geschäftsjahr auch in den, für die Geschäfte des LEDVANCE-Konzerns wichtigen Branchen, spürbar. Dem gegenüber standen aber auch erfreuliche Entwicklungen. Vor allem die weitergehende Entspannung auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten sorgte für positive Effekte. Das LEDVANCE Management betrachtet, vor allem auch unter Berücksichtigung der aktuell bestehenden globalen Krisen und den damit einhergehenden makroökonomischen Herausforderungen, die im Geschäftsjahr 2023 erzielten Ergebnisse als insgesamt zufriedenstellend, wobei vor allem die Entwicklung der Profitabilität und des Cash Flows als gut bis sehr gut einzuschätzen sind. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf LEDVANCE Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr
- Umsatzentwicklung LEDVANCE hatte für das Geschäftsjahr 2023 in Aussicht gestellt, dass der im Geschäftsjahr 2022 erzielte Umsatz von 1.390,9 Mio. EUR leicht übertroffen werden und das nominale Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich liegen könnte. Im beschriebenen weiterhin sehr herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld konnte ein Umsatz in Höhe von 1.351,1 Mio. EUR erreicht werden. Der im Geschäftsjahr 2023 erzielte Umsatz liegt leicht unter dem Vorjahresniveau und somit ebenfalls unterhalb des in der Prognose in Aussicht gestellten Umsatzes. Aus regionaler Sicht war vor allem die Entwicklung der Region Europa West erfreulich, wohingegen die Regionen Emerging Markets und vor allem USA und Kanada hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückblieben. - Ergebnisentwicklung Für das Ergebnis nach Steuern hatte das LEDVANCE-Management einen leichten Ergebnisanstieg gegenüber dem im Geschäftsjahr 2022 erreichten Wert von 70,4 Mio. EUR in Aussicht gestellt. Gründe für den prognostizierten leichten Ergebnisanstieg waren zum einen die erwartete positive Umsatzentwicklung sowie eine vorhergesagte leichte Erholung auf den relevanten Beschaffungsmärkten. Ebenso ging das Management bei der Prognose davon aus, dass es im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie zu keinen wesentlichen Ergebnisbelastungen kommen sollte. Das im Geschäftsjahr 2023 erzielte Ergebnis nach Steuern in Höhe von 86,4 Mio. EUR liegt deutlich über den ursprünglichen Erwartungen des Managements und hängt vor allem mit einem wesentlich besser als erwarteten Bruttoergebnis zusammen. Auch aufgrund der makro- ökonomischen Entwicklung in 2023 waren die Erholungen auf den Beschaffungs- und Logistikmärkten höher als erwartet und trugen zu einem besser als erwarteten Ergebnis nach Steuern bei. - Free Cash Flow-Entwicklung Für das Geschäftsjahr 2023 erwartete LEDVANCE eine deutliche Verbesserung gegenüber dem im Geschäftsjahr 2022 erzielten Free Cash Flow von -31,4 Mio. EUR und somit zu einer Rückkehr zu einem deutlich positiven Free Cash Flow. Mit 129,1 Mio. EUR liegt der Free Cash des Geschäftsjahres 2023 sehr beträchtlich über dem Free Cash Flow des Vorjahres und auch über den Erwartungen des Managements, die der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 zu Grunde lagen. Wesentliche Treiber des über den Erwartungen liegenden Free Cash Flow waren das besser als erwartete Ergebnis nach Steuern und die Entwicklung des operativen Nettovermögens. Hier spielte vor allem auch eine gegenüber den Erwartungen geringere Lagerhaltung und ein effizientes Forderungsmanagement eine bedeutende Rolle. Insbesondere die positive Vorratsentwicklung ist im Zusammenhang mit der zunehmenden Entspannung auf den Beschaffungsmärkten zu sehen. Erläuterung der Ertragslage Umsatzentwicklung
Umsatz nach Vertriebsregionen LEDVANCE Umsatz nach Vertriebsregionen Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
1) = inkl. zentralgesteuerter
Konzerngesellschaften in Shenzhen, Shanghai und Wuhu
(China)
Europa West Der Umsatz der Region stieg von 558,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022 um 28,2 Mio. EUR bzw. 5,1% auf 586,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Der Umsatzanteil der Region Europa West am Gesamtumsatz des LEDVANCE Konzerns lag im Geschäftsjahr 2023 bei 43,4% und damit über dem Anteil des Geschäftsjahres 2022 mit 40,1%. Der Anteil der LED-basierten Produkte am Lichtgeschäft konnte im Geschäftsjahr 2023 von rund 78% im Geschäftsjahr 2022 auf rund 80% weiter gesteigert werden, was den hohen Umsetzungsgrad der industriellen Transformation im Unternehmen zeigt. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 haben sich die Umsatzanteile der unterschiedlichen Vertriebskanäle nur leicht verändert. Während der Umsatzanteil des Einzelhandels/der Baumärkte (Retail) im Geschäftsjahr 2023 leicht zurückging und der Anteil der Geschäfte über elektronische Absatzwege (E-Commerce) nahezu unverändert blieb, konnte der Umsatzanteil im Fachhandel (Trade) weiter leicht gesteigert werden. Dieser Vertriebskanal leistete im Geschäftsjahr 2023 und auch im Vorjahr den größten Beitrag zum Umsatz in der Region. - Emerging Markets In der Region Emerging Markets ging der Umsatz von 430,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022 um 4,7 Mio. EUR bzw. 1,1% auf 425,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 zurück. Die nominale Umsatzveränderung der Emerging Markets war jedoch durch hohe Währungseinflüsse, vor allem in Lateinamerika und Osteuropa, beeinflusst. Auf vergleichbarer Basis hat der Umsatz um 13,3% zugenommen. Der Umsatzanteil der Region Emerging Markets lag im Geschäftsjahr 2023 mit rund 32% leicht über dem Niveau des Vorjahres (Anteil: rund 31%). In den Emerging Markets konnte der Anteil der LED-basierten Produkte im Geschäftsjahr 2023 von rund 78% im Geschäftsjahr 2022 auf rund 81% gesteigert werden. In den Emerging Markets ist der Anteil des Geschäfts über den Fachhandel (Trade) stark ausgeprägt und der hohe Umsatzanteil blieb im Geschäftsjahr 2023 auf dem Niveau des Vorjahres. - USA und Kanada Der Umsatz in der Region USA und Kanada ging im Geschäftsjahr 2023 von 371,7 Mio. EUR im Vorjahr erheblich um 56,7 Mio. EUR oder 15,3% auf 315,0 Mio. EUR zurück. Der Umsatzanteil der Region reduzierte sich entsprechend von 26,7% im Geschäftsjahr 2022 auf 23,3% im Geschäftsjahr 2023. In der Region USA und Kanada, in der der Umsatzanteil der LED-basierten Produkte nach wie vor unter dem Anteil des Gesamtunternehmens liegt, setzte sich der Trend zu LED-basierten Produkten auch im Geschäftsjahr 2023 fort. So konnte im Geschäftsjahr 2023 der Anteil von rund 58% im Geschäftsjahr 2022 deutlich, auf nunmehr knapp 65%, gesteigert werden. In einem insgesamt rückläufigen Geschäft trug der Umsatzrückgang mit traditionellen Beleuchtungsprodukten deutlich überproportional zur Entwicklung bei. Der starke Rückgang im traditionellen Geschäft war vor allem auch durch das zunehmende Verkaufsverbot von definierten Produktgruppen - durch ein sogenanntes "Banning" - geprägt. Der bisher schon stark ausgeprägte Umsatzanteil des Fachhandels (Trade) konnte auch im Geschäftsjahr 2023 weiter ausgebaut werden. Der Umsatzanteil des Vertriebskanals E-Commerce konnte im Geschäftsjahr 2023 - auf niedrigem Niveau - deutlich gesteigert werden. Die regionale Umsatzentwicklung wird nach wie vor auch durch die seitens der US-Regierung auferlegten Strafzölle für Produkte, die aus dem Ursprungsland China kommen, sowie den im Vergleich zu den anderen Regionen fortwährend hohen Umsatzanteil an traditionellen Produkten, beeinträchtigt. Umsatz nach Vertriebskanälen und Produktsegmenten LEDVANCE Umsatz nach Vertriebskanälen Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
Die Umsätze im Fachhandel (Trade) verminderten sich im Geschäftsjahr 2023 um 11,3 Mio. EUR oder 1,2% gegenüber dem Vorjahresumsatz in Höhe von 974,9 Mio. EUR auf 963,6 Mio. EUR. Der Anteil des Fachhandels am Gesamtumsatz erhöhte sich aber leicht von 70,1% im Vorjahr auf 71,3 % im Geschäftsjahr 2023. Im Geschäftsjahr 2023 ging der Umsatz im Vertriebskanal Einzelhandel/Baumärkte von 320,3 Mio. EUR im Vorjahr um 22,6 Mio. EUR oder 7,1% auf 297,7 Mio. EUR zurück. Damit einhergehend kam es im Geschäftsjahr 2023 zu einem Rückgang des Umsatzanteils von 23,0 % im Vorjahr auf 22,0%. Der Umsatz im Vertriebskanal E-Commerce entwickelte sich, auf noch niedrigem Niveau, positiv und stieg von 47,1 Mio. EUR im Vorjahr um 3,5 Mio. EUR oder 7,4% auf 50,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Der Anteil der durch E-Commerce erzielten Umsätze konnte somit im Geschäftsjahr 2023 von 3,4% im Vorjahr auf nunmehr 3,7% erhöht werden. LEDVANCE Umsatz nach Produktsegmenten Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
Der Umsatz des globalen Geschäfts mit LED-Lampen stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 von 501,1 Mio. EUR im Vorjahr um 7,3 Mio. EUR oder 1,4% auf 508,4 Mio. EUR. In einem von intensivem Wettbewerb geprägten Marktumfeld konnte der Anteil am Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 von rund 36% im Vorjahr auf rund 38% leicht ausgebaut werden. Die Region Europa West trug deutlich überproportional zum Wachstum des Geschäfts mit LED-Lampen bei. Das weltweite Geschäft mit Leuchten konnte seinen nachhaltigen Wachstumspfad fortsetzen und erzielte im abgelaufen Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 459,8 Mio. EUR und lag damit 11,9 Mio. EUR bzw. 2,7% über dem Umsatz des Vorjahres von 447,9 Mio. EUR. Der Anteil des Leuchten-Geschäfts am Gesamtumsatz konnte weiter ausgebaut werden und lag mit rund 34% über dem Niveau des Vorjahres (rund 32%). Das globale Wachstum wurde vor allem von der Region Europa West aber auch von den Emerging Markets getragen. Das Geschäft mit den innovativen Electronics und SMART Produkten zeigte im Geschäftsjahr 2023 eine gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserte Entwicklung. Der Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens lag bei 3,2%, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Anteil des Geschäftsjahrs 2022 in Höhe von 3,0% entspricht. Der Gesamtumsatz von Electronics und SMART lag mit 43,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 2,1 Mio. EUR bzw. 5,1% über dem Umsatz des Vorjahres mit 41,5 Mio. EUR. Während der Umsatz in den Regionen Europa West und den Emerging Markets zurückging, konnte die Region USA & Kanada den starken Umsatzrückgang des Vorjahres nahezu ausgleichen und trug mit dieser Entwicklung deutlich zum Wachstum des Electronics und SMART Geschäfts bei. Im Vorjahr war - auch aus geschäftspolitischen Gründen - der Umsatz in USA & Kanada deutlich zurückgegangen. Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Anteil des USA & Kanada Geschäfts von rund 1% im Vorjahr auf knapp 3% gesteigert werden. Das globale Business mit Traditionellen Lampen erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 276,4 Mio. EUR. Der Umsatz lag damit 53,6 Mio. EUR bzw. 16,2% unter dem Umsatz des Vorjahres in Höhe von 330,0 Mio. EUR. Mit dieser Entwicklung ging auch der Umsatzanteil der Traditionellen Lampen erwartungsgemäß von rund 24% im Geschäftsjahr 2022 auf rund 20% weiter zurück. Diese Entwicklung entspricht dem Transformationsprozess des Unternehmens von traditioneller Beleuchtung hin zu halbleiterbasierter LED-Beleuchtung und Beleuchtungstechnik sowie weiterer Bereiche. In allen Regionen verringerte sich der Anteil, am deutlichsten in der Region USA & Kanada. Contract Manufacturing und Cross Selling erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 33,4 Mio. EUR, was einem Rückgang von 10,4 Mio. EUR oder 23,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht, in dem ein Umsatz in Höhe von 43,8 Mio. EUR erzielt wurde. Der Umsatzanteil liegt mit gut 2% unter dem Vorjahreswert von rund 3%. Der geringe Anteil ist im Einklang mit der Transformation des Unternehmens. Ergebnisentwicklung
LEDVANCE Gewinn- und Verlustrechnung Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
Bruttoergebnis Das Bruttoergebnis stieg von 511,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022 um 65,5 Mio. EUR auf 576,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 erheblich an. Die Bruttoergebnismarge lag im Geschäftsjahr 2023 mit 42,7% wesentlich über dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 36,8%. Die Geschäftsjahre 2021 und 2022 waren durch die Folgen der COVID-19 Pandemie und den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine beeinflusst. Vor allem erhöhten sich aufgrund der allgemeinen Versorgungsknappheit und der Verteuerungen im Energiesektor die Beschaffungskosten einzelner Komponenten sowie auch die Kosten der Logistik. Die in der zweiten Hälfte des Vorjahres einsetzende Erholung auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten setzte sich im Geschäftsjahr 2023 fort und trug so auch zur Verbesserung des Bruttoergebnisses bei. Positiv wirkten sich dabei vor allem die deutlichen zurückgehenden Seefrachtkosten unserer Produkte aus. Darüber hinaus wirkten sich Struktur- und Preiseffekte innerhalb des Produktportfolios positiv auf das Bruttoergebnis aus. Nach wie vor wurden im Geschäftsjahr 2023 die Umsatzkosten durch die von den USA, als Konsequenz aus dem Handelsstreit mit China, verhängten Strafzölle für aus China eingeführte Produkte, belastet. Diese Strafzölle gingen im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich zurück und beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf einen mittleren einstelligen Mio.-EUR-Betrag. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch das zurückgegangene Geschäftsvolumen in den USA begründet. Darüber hinaus war das Bruttoergebnis des Vorjahres auch durch einen Sondereffekt belastet. Im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Verkauf eines russischen Produktionsstandorts sind im Vorjahr Aufwendungen - vor allem Wertminderungen auf Sachanlagen und verkaufsbezogenen Aufwendungen - in Höhe von 10,8 Mio. EUR angefallen, die unter den Umsatzkosten ausgewiesen wurden und das Bruttoergebnis und die Bruttomarge des Geschäftsjahres 2022 belasteten > Ziffer 5 | Akquisitionen. Verkäufe und Asset Held for Sale in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Auch die abgeschlossene nachhaltige Veränderung der Wertschöpfungskette, ohne Eigenfertigung, sowie die höhere Fokussierung auf Profitabilität bei der Unternehmenssteuerung, führten im Geschäftsjahr 2023 zu einer positiven Entwicklung des Bruttoergebnisses und der entsprechenden Marge. Funktionskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen im Geschäftsjahr 2023 mit 23,0 Mio. EUR um 12,7 Mio. EUR über den vergleichbaren Forschungs- und Entwicklungskosten des Vorjahres in Höhe von 10,3 Mio. EUR. Der deutliche Anstieg ist zum Großteil mit der im Geschäftsjahr 2023 vollzogenen Umgliederung von entwicklungsnahen Tätigkeiten im Bereich des Produktmanagements - von den Vertriebskosten in die Forschungs- und Entwicklungskosten - verbunden. Die Vertriebskosten des Vorjahres wurden durch die beschriebene Umgliederung entsprechend entlastet. Im Verhältnis zum Umsatz lag die FuE-Intensität mit 1,7% über dem berichteten Vorjahreswert (0,7%). Der nach wie vor verhältnismäßig geringe Anteil der Forschungs- und Entwicklungskosten am Umsatz ist eine Konsequenz aus der Transformation des Unternehmens, die auch eine Konzentration auf produktnahe Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beinhaltet. Im Geschäftsjahr 2023 waren 134 Mitarbeiter (Vj.: 58) im Bereich Forschung- und Entwicklung beschäftigt. Diese Entwicklung spiegelt die organisatorische Veränderung wider. Auch in den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten wirkte die bei den Forschungs- und Entwicklungskosten beschriebene Umgliederung. Im Geschäftsjahr 2023 lagen die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten mit 445,1 Mio. EUR um 8,8 Mio. EUR über dem Wert des Geschäftsjahres 2022 mit 436,3 Mio. EUR. Im Verhältnis zum Umsatz, lagen die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten des Geschäftsjahres 2023 bei 32,9% und damit leicht über dem Wert des Vorjahres in Höhe von 31,4%. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten resultieren im Wesentlichen aus dem Anstieg der Vertriebskosten und sollen auch zum Erschließen neuer Geschäftspotenziale beitragen. Ebenfalls belasteten auch weiterhin hohe Logistik- und Frachtkosten (Logistik zum Kunden) die Vertriebskosten. Darüber hinaus wurden die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten des Vorjahres durch staatliche Unterstützungs- und Hilfsprogramme entlastet. LEDVANCE profitierte im Geschäftsjahr 2022 insbesondere von US-amerikanischen Programmen, in deren Rahmen vor allem die Personalkosten entlastet wurden. Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu keinen Unterstützungen durch entsprechende Programme > Ziffer 7 I Personalaufwand in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Gegenläufig und somit aufwandsreduzierend wirkte die beschriebene Umgliederung des Produktmanagements von den Vertriebs- in die Forschungs- und Entwicklungskosten. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen Die Posten Sonstige betriebliche Erträge und Sonstige betriebliche Aufwendungen führten im Geschäftsjahr 2023 saldiert zu einem Aufwand von 5,7 Mio. EUR (Vj.: Ertrag von 29,4 Mio. EUR). Die Veränderung zum Vorjahr basiert zum einen auf dem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die Im Zusammenhang mit der Auflösung von Produktionsstandorten stehen. Zum anderen kam es im Vorjahr zu Erträgen im Zusammenhang mit einem Gerichtsverfahren in Südamerika. Darüber hinaus entstanden im Vorjahr weitere Erträge durch den Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen > Ziffer 8 | Sonstige betriebliche Erträge bzw. Ziffer 9 | Sonstige betriebliche Aufwendungen in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Finanzergebnis Das Finanzergebnis, bestehend aus den Posten Zinsertrag, Zinsaufwand und Sonstiges Finanzergebnis, lag im Geschäftsjahr 2023 bei 7,2 Mio. EUR. Im Vergleich dazu konnte im Vorjahr ein Finanzergebnis von -2,2 Mio. EUR erzielt werden. Der deutliche Anstieg des Finanzergebnisses basiert im Wesentlichen auf der positiven Entwicklung des Zinsertrags von 4,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022 um 12,4 Mio. EUR auf 16,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Der Zinsaufwand lag mit 9,5 Mio. EUR 3,9 Mio. EUR über dem Zinsaufwand des Vorjahres in Höhe von 5,6 Mio. EUR > Ziffer 10 | Zinsertraq. Zinsaufwand und sonstiges Finanzergebnis in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Steuerergebnis Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich ein Steueraufwand von 24,0 Mio. EUR, der sich aus 13,8 Mio. EUR effektivem Steueraufwand und 10,2 Mio. EUR latentem Steueraufwand zusammensetzt. Die Steuerquote betrug 21,8%, im Geschäftsjahr 2022 lag sie bei 23,5%. Der effektive Steueraufwand resultiert auch aus Steuern vom Einkommen und Ertrag der Vertriebs- und Produktionsgesellschaften, die aufgrund des Transferpreismodells des LEDVANCE-Konzerns ein positives steuerliches Ergebnis erzielten. Entwicklung Ergebnis nach Steuern Das zur Messung der Ertragskraft herangezogene Ergebnis nach Steuern stieg im Geschäftsjahr 2023 um 16,0 Mio. EUR auf 86,4 Mio. EUR (Vj.: 70,4 Mio. EUR) an. Das EBIT des Geschäftsjahres 2023 lag mit 103,1 Mio. EUR um 9,0 Mio. EUR über dem EBIT des Vorjahres in Höhe von 94,1 Mio. EUR. Die EBIT-Marge, d.h. das EBIT im Verhältnis zum Umsatz, belief sich im Geschäftsjahr 2023 mit 7,6% rund 0,8 Prozentpunkte über der Marge des Vorjahres mit 6,8%. Zur Verbesserung der Profitabilität trug vor allem der deutliche Anstieg der Bruttoergebnismarge bei. Haupttreiber waren hier die beschriebene deutliche Entspannung auf den internationalen Beschaffungsmärkten und die zurückgehenden Frachtkosten von unseren Lieferanten in unsere Läger - der sogenannten Inbound-Logistik. Im Vorjahr belasteten darüber hinaus, wie beschrieben, Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr 2023 vollzogenen Verkauf eines russischen Produktionsstandorts entstanden das > Bruttoergebnis. Die weiterhin hohen Ausgangsfrachten und kundenbezogenen Logistikkosten - der sogenannten Outbound-Logistik - die in den Vertriebskosten wirken, dämpfen nach wie vor die Profitabilität > Funktionskosten. Das Ergebnis des Vorjahres wurde durch einen Ertrag aus einem Gerichtsurteil zugunsten LEDVANCE in Südamerika positiv beeinflusst > Ziffer 8 | Sonstige betriebliche Erträge und Ziffer 9 | Sonstige betriebliche Aufwendungen in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Aufgrund der regionalen Ausrichtung des Konzerns hat die Kennziffer Region-Contribution- Profit eine besondere Bedeutung > Unternehmenssteuerung. Über alle Regionen hinweg konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Region-Contribution-Profit von 191,5 Mio. EUR (Vj.: 162,4 Mio. EUR) erzielt werden, was einer Marge von 14,2% entspricht (Vj.: 11,7%). Den größten Anteil an diesem regionalen Profit erzielte auch im Geschäftsjahr 2023 die Region Europa West mit 102,0 Mio. EUR, was einer Marge von 17,4% entspricht (Vj.: 80,3 Mio. EUR bzw. 14,4%). Es folgt die Region der Emerging Markets - bestehend aus Asien/Pazifik, Mittlerer Osten u. Afrika, Europa Ost sowie Lateinamerika - mit einem Region-Contribution-Profit von 86,0 Mio. EUR und einer Marge von 20,2% (Vj.: 72,7 Mio. EUR bzw. 16,9%) und die Region USA und Kanada mit einem Profit in Höhe von 3,4 Mio. EUR was einer Marge von 1,1% entspricht (Vj.: 9,2 Mio. EUR bzw. 2,5%). Erläuterung der Finanzlage Ziele und Aufgaben des Finanzmanagements bei LEDVANCE Das übergeordnete Ziel des Finanzmanagements ist es, die Zahlungsfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen sowie die finanziellen Risiken zu bündeln und zu reduzieren. Darüber hinaus sollen durch ein geordnetes Finanzmanagement die finanzielle Stabilität und Flexibilität aktiv gestaltet und nachhaltig sichergestellt werden. Die Hauptaufgaben des LEDVANCE Finanzmanagements sind die Steuerung und Sicherung der Liquidität, die Sicherstellung des Zugangs zum Fremdkapitalmarkt, die Absicherung von Fremdwährungs- und Zinsrisiken sowie das zentrale Management von Bürgschaften und Bankgarantien. Der Aufgabenbereich Finanzierung und Finanzrisikomanagement ist zentral organisiert und wird mit Hilfe von zentraler Governance und einheitlichen Regeln und Systemen konzernweit gesteuert. Hierzu gehören die konzernweite Bereitstellung von Liquidität, die detaillierte Planung und Steuerung der konzernweiten Zahlungsflüsse mittels einer sogenannten "payment factory" und ein zentralisiertes Währungsrisikomanagement für alle Einheiten des Konzerns. Das LEDVANCE Finanzmanagement liegt im Verantwortungsbereich des CFO und wird zentral vorrangig von der Abteilung Corporate Finance & Treasury und zu Teilen auch von der Abteilung Accounting & Financial Reporting wahrgenommen. Mittelzuflüsse/-abflüsse
LEDVANCE Entwicklung der Mittelzuflüsse/-abflüsse Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
- Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit stieg deutlich um 165,1 Mio. EUR von einem Abfluss in Höhe von 24,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 140,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Der deutliche Anstieg basiert zum einen auf einen im Vergleich zum Vorjahr 16,0 Mio. EUR höheren Ergebnisbeitrag im Jahr 2023. Darüber hinaus trugen insbesondere Mittelzuflüsse aus dem operativen Nettovermögen (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) in Höhe von 26,0 Mio. EUR zur positiven Entwicklung bei. Im Vorjahr kam es zu Mittelabflüssen aus dem operativen Umlaufvermögen in Höhe 73,5 Mio. EUR. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung war der deutliche Mittelzufluss von 51,0 Mio. EUR aus dem Abbau von Vorräten. Im Vorjahr war es aufgrund der damals bestandenen Liefer- und Logistiksituation zu einer außergewöhnlich hohen Bevorratung gekommen, die über das Jahr 2023 reduziert werden konnte. Darüber hinaus kam es auch zu deutlich geringeren Mittelabflüssen, in den Sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2022 wirkten hier unter anderem auch personalbezogene Themen > Ziffer 23 | Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten in VI. Anhang zum Konzernabschluss. - Free Cash Flow Der Free Cash Flow - definiert als Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Investitionen in Sachanlagevermögen - stieg von -31,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022 um 160,5 Mio. EUR auf 129,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Der Anstieg basiert vor allem auf dem beschriebenen Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 140,7 Mio. EUR und den im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in das Anlagevermögen und in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt 11,6 Mio. EUR Mio. EUR. Im Vorjahr lagen die Investitionen bei insgesamt 7,0 Mio. EUR. - Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2023 mit 13,0 Mio. EUR über dem Mittelabfluss des Geschäftsjahrs 2022 in Höhe von 0,6 Mio. EUR. Der Mittelabfluss im Geschäftsjahr 2023 beinhaltet Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 9,1 Mio. EUR (Mittelabfluss Geschäftsjahr 2022: 5,3 Mio. EUR) und in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 2,5 Mio. EUR (Mittelabfluss Geschäftsjahr 2022: 1,7 Mio. EUR). Darüber hinaus kam es im Geschäftsjahr 2023 zu Mittelabflüssen aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen in Höhe von 1,6 Mio. EUR. Im Vorjahr kam es in diesem Zusammenhang zu Mittelzuflüssen aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen in Höhe von 6,5 Mio. EUR, die im Zusammenhang mit dem Transformations- und Restrukturierungsprogramm getätigt wurden. > Ziffer 5 | Akquisitionen. Verkäufe und Asset Held for Sale in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 64,1 Mio. EUR (Mittelabfluss Geschäftsjahr 2022: 57,6 Mio. EUR). Im Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit wirkte vor allem der Mittelabfluss in Höhe von 43,2 Mio. EUR aufgrund der vollständigen Rückführung eines Gesellschafterdarlehens. Im Vorjahr wurden Finanzschulden in Höhe von 48,0 Mio. EUR zurückgeführt. Darüber hinaus wirkten im Geschäftsjahr 2023 Mittelabflüsse in Höhe von 13,9 Mio. EUR aufgrund des Ausgleichs von Verbindlichkeiten bedingt durch das Finanzierungsleasing (Mittelabfluss Geschäftsjahr 2022: 15,2 Mio. EUR). Im Vorjahr kam es zu Zuflüssen in Höhe von 10,0 Mio. EUR, die im Zusammenhang mit einer erfolgten Eigenkapitalerhöhung stehen > Ziffer 30 | Eigenkapital in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Gesellschafterdarlehen Die Laufzeit eines durch die Eurolight Luxembourg Holding S.á.r.l. (Eurolight) im Jahr 2017 gewährten Gesellschafterdarlehens in Höhe von 43,2 Mio. EUR wurde bis zum 31. März 2024 verlängert. Der Zinssatz des Darlehens basiert auf dem EURIBOR-Zinssatz mit dreimonatiger Laufzeit. Dieses Darlehen wurde zum 31. Oktober 2023 von der Eurolight an MLS LED Ltd., Hong Kong übertragen. LEDVANCE GmbH hat mit dem neuen Darlehensgläubiger eine vorzeitige Rückzahlung vereinbart und das Darlehen zum Nominalwert am 8. November 2023 an MLS LED Ltd. zurückbezahlt. Im Juni 2019 hat die LEDVANCE GmbH die Erneuerung einer Patronatserklärung von MLS erhalten, in der ursprünglich bis zum 30. September 2021 die Bereitstellung von Finanzmitteln von bis zu 165,0 Mio. EUR garantiert werden, um bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen rechtzeitig nachkommen zu können. Diese Patronatserklärung läuft bis zum 30. September 2024. Weitergehende Informationen sind im Anhang zum Konzernabschluss beschrieben > Ziffer 26 I Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und > Ziffer 34 I Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Finanzierung durch Kreditinstitute LEDVANCE verfolgt eine zentral gesteuerte Konzernfinanzierung über die LEDVANCE GmbH. LEDVANCE verfügt über eine revolvierende Kreditlinie mit einer Laufzeit von drei Jahren mit der UniCredit Bank AG in einem Volumen von 50 Mio. EUR, die im Juni 2022 abgeschlossen wurde. Diese besteht weiterhin, wurde zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 jedoch nicht in Anspruch genommen. Um im Rahmen der Fremdfinanzierung flexibel auf die Entwicklung der Finanzmärkte reagieren zu können, hatte LEDVANCE im Februar 2021 eine Rahmenvereinbarung über eine durch Forderungen gedeckte Finanzierung (Factoring) mit der UniCredit Bank AG, München abgeschlossen. LEDVANCE hat dieses Factoring mit Wirkung zum 30. September 2023 gekündigt. Ab diesem Zeitpunkt wurden keine neuen Forderungen mehr verkauft. Die vor diesem Stichtag verkauften Forderungen wurden weiterhin bis zu deren Fälligkeit finanziert. Die von der LEDVANCE GmbH (Deutschland) und der LEDVANCE LLC (USA) bis zum 30. September 2023 verkauften Forderungen wurden bis zum Bilanzstichtag am 31.Dezember 2023 vollständig zurückbezahlt (31. Dezember 2022: LEDVANCE GmbH: 17,4 Mio. EUR, LEDVANCE LLC: 28,2 Mio. USD). Auch im Anhang zum Konzernabschluss wird unter > Ziffer 33 | Kapitalstrukturmanagement auf die Finanzierung durch Kreditinstitute eingegangenen. Liquidität LEDVANCE Nettoliquidität Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
Die Nettoliquidität lag zum 31. Dezember 2023 bei 253,9 Mio. EUR. Das bedeutet einen Anstieg von 86,5 Mio. EUR im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres als die Nettoliquidität bei 167,4 Mio. EUR lag. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden in Höhe von 2,4 Mio. EUR zurückgeführt. Darüber hinaus wurde ein gewährtes Gesellschafterdarlehen in Höhe von 43,2 Mio. EUR abgelöst und die in diesem Zusammenhang aufgelaufenen Zinsverpflichtungen in Höhe von 3,0 Mio. EUR in die Position Kurzfristige Finanzierung nahestehende Unternehmen umklassifiziert. Insgesamt reduzierten sich Finanzschulden von 47,4 Mio. EUR im Vorjahr um 44,3 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023. Die Liquidität bzw. der Bestand an Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhte sich von 214,7 Mio. EUR um 42,3 Mio. EUR auf 257,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023. Zum Aufbau der Liquidität trug vor allem der Geldmittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit bei > Mittelzuflüsse/-abflüsse. Erläuterung der Vermögenslage LEDVANCE Kapitalstruktur Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
- Kurzfristiges Vermögen Das kurzfristige Vermögen reduzierte sich von 799,4 Mio. EUR (Bilanzstichtag 31. Dezember 2022) um 10,7 Mio. EUR auf 788,7 Mio. EUR zum 31.Dezember 2023. Wesentlicher Treiber für den Abbau des kurzfristigen Vermögens war der Rückgang der Vermögensposition Vorräte. Die Bestände reduzierten sich gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 um 60,8 Mio. EUR. Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich die Lage auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 entspannt hat. So konnte die hohe Vorratshaltung, die im Vorjahr zur Absicherung der Lieferfähigkeit diente, schrittweise reduziert werden. Vermögenserhöhend wirkten im Geschäftsjahr 2023 vor allem der Anstieg der Vermögenspositionen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Anstieg: 42,3 Mio. EUR) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Anstieg: 16,2 Mio. EUR). Die Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steht auch im Zusammenhang mit dem Auslaufen der Factoring-Aktivitäten > Finanzierung durch Kreditinstitute. Die Veränderung der Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird unter > Liquidität ausführlich erläutert. Analyse der beiden bedeutenden Bilanzpositionen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräte des kurzfristigen, operativen Vermögens: LEDVANCE Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Vertriebsregionen Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
1) = inkl. zentralgesteuerter
Konzerngesellschaften in Shenzhen, Shanghai und Wuhu
(China)
LEDVANCE Vorräte nach Vertriebsregionen Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
1) = inkl. zentralgesteuerter
Konzerngesellschaften in Shenzhen, Shanghai und Wuhu
(China)
Langfristiges Vermögen Das langfristige Vermögen stieg von 243,6 Mio. EUR um 7,0 Mio. EUR auf 250,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023. Zum Anstieg trugen vor allem die Bilanzpositionen Sachanlagen (Anstieg: 5,8 Mio. EUR gegenüber 31. Dezember 2022), Nutzungsrechte an geleasten Vermögensgegenständen (Anstieg: 7,1 Mio. EUR gegenüber 31. Dezember 2022) und Sonstige finanzielle Vermögenswerte (Anstieg: 4,2 Mio. EUR gegenüber 31. Dezember 2022) bei. Gegenläufig wirkte vor allem der Rückgang in der Position der Latenten Ertragsteuern, die sich um 11,8 Mio. EUR reduzierten > Ziffer 11 | Ertragsteuern in VI. Anhang zum Konzernabschluss. - Kurzfristige Verbindlichkeiten Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gingen von 375,0 Mio. EUR um 15,9 Mio. EUR Mio. EUR auf 359,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 zurück. Der größte Rückgang war in der Bilanzposition Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Rückgang: 9,4 Mio. EUR gegenüber dem 31. Dezember 2022) zu verzeichnen. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war der im Vergleich zum Vorjahr geringere Lageraufbau in der europäischen Lichtsaison (Winterhalbjahr). Im Vorjahr wurden auf Grund der Lage auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten größere Mengen bevorratet. Auch in der Bilanzposition Ertragsteuerverbindlichkeiten kam es zu einem deutlichen Rückgang von 8,5 Mio. EUR gegenüber dem 31. Dezember 2022. Gegenläufig wirkte vor allem der Anstieg der Bilanzposition Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, die sich um 2,7 Mio. EUR gegenüber dem 31. Dezember 2022 erhöhte. - Langfristige Verbindlichkeiten Die langfristigen Verbindlichkeiten gingen zum 31. Dezember 2023 von 157,1 Mio. EUR (31. Dezember 2021) um 35,4 Mio. EUR auf 121,7 Mio. EUR zurück. Der Rückgang basiert hauptsächlich auf der Entwicklung der Position Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die von 44,8 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR zurückging. Der Abbau steht im Zusammenhang mit der Rückzahlung eines gewährten Gesellschafterdarlehen in Höhe von 43,2 Mio. EUR und der Umgliederung der verbliebenen Zinsverbindlichkeiten > Ziffer 26 | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten in VI. Anhang zum Konzernabschluss und > Gesellschafterdarlehen. Gegenläufig wirkte der Anstieg der Position Langfristige Leasingverbindlichkeiten, die von 18,4 Mio. EUR (31. Dezember 2022) um 6,7 Mio. EUR auf 25,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 angestiegen ist > Ziffer 18 | Leasing in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Darüber hinaus kam es auch im Posten Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zu einem Aufbau von 5,2 Mio. EUR auf 77,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 > Ziffer 24 | Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Eigenkapital Das Eigenkapital des LEDVANCE-Konzerns betrug zum 31. Dezember 2023 558,5 Mio. EUR und erhöhte sich somit um 47,7 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 510,8 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote stieg im Geschäftsjahr 2023 von 49,0% auf 53,7%. Die Erhöhung des Eigenkapitals basiert vor allem auf dem Gewinn nach Steuern in Höhe von 86,4 Mio. EUR und dem Sonstigen Ergebnis nach Steuern in Höhe von -38,5 Mio. EUR, welches insbesondere durch Verluste aus Währungsumrechnung geprägt war > V. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung im Konzernabschluss. Nachtragsbericht Vorgänge mit besonderer Bedeutung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die sich nach dem Bilanzstichtag ereignet haben, sind im Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023 aufgeführt und erläutert > Ziffer 36 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Als global agierendes Unternehmen wird LEDVANCE von der weltweiten Konjunkturentwicklung und branchenspezifischen Trends beeinflusst. Diese Entwicklungen können sich auch auf die zukünftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens auswirken. Die Weltwirtschaft zeigte sich im Jahr 2023, trotz der zahlreichen Krisen und Konflikte mit den einhergehenden Folgen, bemerkenswert widerstandsfähig. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die vielfältigen Herausforderungen und geopolitischen Krisen, wie beispielsweise der andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine und auch der seit Herbst 2023 erneut eskalierte Nahost-Konflikt und deren Folgen, allen voran die Effekte der restriktiven Finanzpolitik, eine dämpfende Wirkung auf die Entwicklung der globalen Wirtschaft haben werden. Davon können sowohl die privaten Konsumausgaben, als auch Unternehmensinvestitionen betroffen sein. Für das Jahr 2024 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem am 30. Januar 2024 veröffentlichten World Economic Outlook Update von einem, gegenüber dem Vorjahr unveränderten, globalen Wirtschaftswachstum in Höhe von 3,1% aus. Der Sachverständigenrat prognostiziert in seinem am 8. November 2023 veröffentlichten Jahresgutachten 23/24 für das Jahr 2024 sogar eine weitere Verlangsamung der weltweiten Konjunktur. Er rechnet nur noch mit einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts von 2,2% (prognostiziertes Wachstum für 2023: 2,7%) > Wirtschaftsbericht - Gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Andererseits beschleunigt sich durch die verknappten und verteuerten Energieressourcen jedoch der Trend zu ressourceneffizienten Technologien und zur Digitalisierung. Dadurch könnten Wachstumsimpulse entstehen, von denen auch der LEDVANCE-Konzern profitieren kann. Das Unternehmen hat Maßnahmen ergriffen, um zum einen die negativen Auswirkungen aus den beschriebenen Krisen für das Unternehmen zu begrenzen und zum anderen auch an den sich ergebenden Chancen überproportional profitieren zu können. Bei der Prognose des LEDVANCE-Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 legen wir die oben genannten Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung sowie die in den Kapiteln > Lichtmarktentwicklung und > Rechtliche und branchenspezifischen Rahmenbedingungen beschriebenen Entwicklungen zugrunde. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 beruht dabei auch auf den Annahmen, dass die bestehenden geopolitischen Spannungen nicht weiter eskalieren und keine weiteren wesentlichen neuen Konflikte auftreten. Unter diesen Bedingungen erwarten wir, dass sich unser Geschäft weiter profitabel entwickeln wird. LEDVANCE Prognose für das zum 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr
Das LEDVANCE-Management geht unter den vorgenannten Annahmen davon aus, dass im Geschäftsjahr 2024 das Umsatzniveau des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 1.351,1 Mio. EUR moderat übertroffen werden kann. Das nominale Umsatzwachstum soll dabei in einem niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen. Bei der Entwicklung des Ergebnisses nach Steuern wird erwartet, dass das im Geschäftsjahr 2023 erzielte Ergebnis nach Steuern in Höhe von 86,4 Mio. EUR auch im Geschäftsjahr 2024 erreicht werden kann. Positive Effekte, vor allem aus einer möglichen weiteren Erholung der internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkte und einem nach wie vor restriktiven Kostenmanagement stehen zum einen Aufwendungen in Zusammenhang mit der Durchführung von Unternehmensprogrammen bzw. unternehmensweiten Projekten, wie beispielsweise dem "LEDVANCE Digital Future" - Projekt, gegenüber. Zum anderen hat die Erweiterung des Produkt- und Lösungsportfolios verwässernde Ergebniseffekte zur Folge. Für den Free Cash Flow stellt LEDVANCE eine weiterhin sehr gute Entwicklung in Aussicht. Nach dem im Geschäftsjahr 2023 ein außergewöhnlich guter Free Cash Flow in Höhe von 129,1 Mio. EUR erzielt wurde, rechnet das Management auch für das Geschäftsjahr 2024 mit einem weiterhin hohen Geldmittelzufluss im dreistelligen Mio.-EUR-Bereich. Der Free Cash Flow soll dabei auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Chancen- und Risikobericht Chancen- und Risikomanagementsystem Im Rahmen eines periodischen Chancen- und Risikomanagement-Prozesses werden, unter Einbeziehung der Regionen und Zentralfunktionen, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft oder das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen und Compliance-bezogenen Ziele gefährden könnten, frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Dieser Bottom-Up-Prozess wird um Durchsprachen mit dem Management ergänzt (Top-Down-Prozess). Durch diesen Ansatz werden neue potenzielle Risiken und entsprechende Gegenmaßnahmen auf Geschäftsführungsebene diskutiert und bei entsprechender Relevanz in die Berichterstattung aufgenommen. Um die Bedeutung der Chancen und Risiken für LEDVANCE zu beurteilen, werden diese einerseits anhand ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens und andererseits anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Aus der Kombination von Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit entsteht somit eine Gesamtrisikobewertung mit den möglichen Ausprägungen "kritisch", "hoch", "mittel" oder "gering". Eine monetäre Quantifizierung findet dabei nur in Ausnahmefällen statt, da in der Regel eine qualitative Beschreibung der Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage (beispielsweise das Nichterreichen von Unternehmenszielen, Reputationsschäden oder die Bindung von Managementkapazitäten) zur Risikoklassifizierung besser geeignet ist. Der Beurteilungszeitraum beträgt dabei im Allgemeinen ein Jahr. Chancen Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen mit potenzieller Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit des LEDVANCE-Konzerns sowie auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erläutert. Unternehmenstransformation (Regionalisierung und C.O.R.E) Die in den letzten Jahren durchgeführte Transformation und die damit zusammenhängende Restrukturierung des Unternehmens ist umgesetzt. Durch eine neue, schlankere Organisation und beschleunigte Prozesse kann LEDVANCE auf geänderte Marktanforderungen schneller und zielgerichteter reagieren. Für schnelle Entscheidungen, Nähe zum lokalen Markt, beschleunigte Produktentwicklung und Synergieeffekte wurde im Zuge der Transformation eine deutlich größere Geschäfts- und Ergebnisverantwortung an die Regionen übertragen. Im Rahmen des C.O.R.E.-Konzepts (China Operations Regional Excellence) wurden globale Supply Chain Funktionen gebündelt und in unmittelbare Nähe zu den Einkaufsmärkten gerückt. Durch diese veränderten Rahmenbedingungen entstehen Chancen, Wachstumspotenziale schneller erkennen und umsetzen zu können. Produktportfolio LEDVANCE setzt auch auf Nachhaltigkeit als zentrale Säule des strategischen Handelns. Das entsprechende Produktportfolio aus beispielsweise energiesparenden LEDs und Treibern sowie Leuchten wird auch um Produkte aus dem Markt der erneuerbaren Energien erweitert. Zudem steht die Weiter- und Neuentwicklung von SMART-Produkten und Lösungen unter Nutzung des eigenen Know-hows und der Innovationskraft von Partnern aus der Wirtschaft im Fokus. Die allgemeine Entwicklung zu einem höheren Ressourcenbewusstsein wird als Chance zur Realisierung von Wachstumspotenzialen gesehen. LEDVANCE verfügt über die globalen Strukturen um neue Produkte über bestehende Kanäle schnell und Regionen übergreifend vermarkten zu können. Digitalisierung und E-Commerce Im Rahmen des Projekts "LEDVANCE Digital Future" ist geplant, die Digitalisierung und Integration der eigenen Wertschöpfungskette weiter voranzutreiben. Die Einführung einer neuen IT-Landschaft und der damit verbundenen Überarbeitung der IT-Prozesse könnte die Transparenz und Effizienz innerhalb des Konzerns weiter erhöhen, die Kundenanforderungen stärker fokussieren und sich somit positiv auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns auswirken. Im Onlinehandel werden für die kommenden Jahre Wachstumschancen gesehen. Hier kann LEDVANCE mit einer Ausdehnung der E-Commerce-Aktivitäten im Rahmen des bestehenden Multikanal-Ansatzes das konzernweite Vertriebsprofil schärfen. Risiken Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken mit Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit des LEDVANCE-Konzerns sowie auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage beschrieben. Dabei sind lediglich Risiken mit einer Gesamteinstufung von "kritisch" und "hoch" relevant. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der Kategorien spiegelt dabei die gegenwärtige Priorisierung und damit Bedeutung für die Gesellschaft wider. Die nachfolgend aufgezeigten Risiken stellen teilweise auch Gruppen zusammengefasster Risiken dar. Die Risiken Rechtsstreitigkeiten und Management von finanziellen Risiken sind nicht als kritisch oder hoch bewertet worden, werden aber dennoch erwähnt und darüber hinaus im Konzernanhang detailliert beschrieben. Externe Risiken Geopolitische Risiken - Russischer Angriffskrieg in der Ukraine und Nahost-Konflikt Die Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Jahr 2023 unverändert hoch. Die Verunsicherungen resultieren aus instabilen geopolitischen Rahmenbedingungen, bedingt durch den Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen, dem eskalierten Nahost-Konflikt und führen insgesamt zu einem nach wie vor risikobehafteten makroökonomischen Umfeld. Eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und nachfolgende Gegenmaßnahmen, eine regionale Ausdehnung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sowie die regionale Ausweitung der kriegerischen Auseinandersetzung im Nahen Osten oder die Verschärfung bestehender bzw. das Entstehen neuer geopolitischer Konflikte können zu einer deutlichen Verschlechterung der globalen Wirtschaftsentwicklung führen. Die oben beschriebenen Risiken können zu Verwerfungen in der Energieversorgung, einer sinkenden Konsumentennachfrage, zurückgehenden Investitionen und auch zu Störungen der internationalen Lieferketten führen. Damit einhergehend steigt auch das Risiko des Ausfalls einzelner Marktteilnehmer, sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite. Darüber hinaus können sich aus dem bestehenden oder auch zunehmenden Protektionismus einzelner Staaten negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit ergeben. LEDVANCE beobachtet diese Entwicklungen genau, um, falls erforderlich, Maßnahmen zu ergreifen und auch Anpassungen im Geschäftsmodell vorzunehmen. Fachkräftemangel Ausgehend vom demografischen Wandel werden Auswirkungen auf die Belegschaftsstrukturen der Unternehmen erwartet. Ein steigendes Durchschnittsalter in der Belegschaft führt zu einem zunehmenden Bedarf an zukünftigen Fachkräften. Hierbei steht das Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb mit anderen Firmen. Es besteht das Risiko, über nicht ausreichende Maßnahmen und Instrumente hinsichtlich der Arbeitgeberattraktivität und der Mitarbeiterbindung am Arbeitsmarkt bestimmter Standorte zu verfügen. Um dem Risiko des Fachkräftemangels entgegenzuwirken, entwickelt das Unternehmen Programme, um die Attraktivität als innovativer Arbeitgeber und Bekanntheit des Unternehmens weiter zu erhöhen. Beschaffungsmarkt und Logistikketten Auch bedingt durch die unter den geopolitischen Risiken beschriebenen Konflikte sind die Unsicherheiten auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten nach wie vor als hoch einzustufen. Das Eintreten solcher Risiken kann zu höheren Beschaffungskosten und auch zur Unterbrechung bestehender Lieferketten führen. Auch kann eine hohe regionale Lieferantenkonzentration zu einer erhöhten Risikolage führen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken hat das Unternehmen ein umfassendes Lieferantenmanagement installiert. Darüber hinaus werden fortlaufend neue Bezugsquellen evaluiert und an der Belastbarkeit der Logistikketten gearbeitet. Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds und der regulatorischen Anforderungen Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten die Geschäftstätigkeit in nationalen und regionalen Märkten beeinflussen und sich negativ auf die Finanz- und Ertragslage auswirken. Die relevanten Risiken werden im Wesentlichen in den beschriebenen geopolitischen Konflikten gesehen. Folgen könnten insbesondere Verwerfungen in der Energieversorgung, eine sinkende Konsumentennachfrage und zurückgehende Investitionsaktivitäten von Unternehmen sowie Störungen von Lieferketten und der mögliche Ausfall einzelner Marktteilnehmer sein. Neben den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen ist LEDVANCE auch von branchenspezifischen Markt- und Wettbewerbsveränderungen betroffen. Der Lichtmarkt befindet sich in einem grundlegenden technologischen Wandel hin zur halbleiterbasierten Beleuchtung und hin zu Produkten mit im Vergleich zu den traditionellen Produkten kürzeren Innovationszyklen. Aufgrund dieses Wandels sowie regulatorischer Initiativen kommt es zu Marktveränderungen, die sich erheblich auf die Wettbewerbsposition der Marktteilnehmer auswirken können. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß dieser Entwicklung sind unsicher. Diese Entwicklung kann zu einem stärker als geplanten Umsatzrückgang bei den traditionellen Produkten führen, welcher nicht rechtzeitig durch Umsatzzuwächse bei LED-Produkten, Leuchten oder anderer Produkte ausgeglichen werden kann. Auch könnten Umsatzzuwächse insbesondere in neuen Geschäftsfeldern geringer ausfallen als erwartet. Des Weiteren können aufgrund des hohen Tempos des Technologie- und Designfortschritts Teile des Produktportfolios schneller veralten als in der Vergangenheit. Dies trifft insbesondere auf die Märkte zu, in denen LEDVANCE eine führende Marktposition einnimmt. Darüber hinaus könnten sich, in bestimmten Marktsegmenten, sowohl Kunden als auch Lieferanten durch eine veränderte strategische Ausrichtung, zu Wettbewerbern entwickeln. LEDVANCE beobachtet kontinuierlich die Entwicklung der makroökomischen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen und leitet daraus, falls erforderlich, entsprechende Maßnahmen ab. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Transformation hin zu innovativen Produkten und Lösungen erfolgreich umgesetzt und arbeitet aktiv an zukunftsorientieren und nachhaltigen Portfolioerweiterungen. Insbesondere in der Europäischen Union (EU) gibt es zahlreiche Initiativen für Regularien hinsichtlich Effizienzkriterien und Gefahrenstoffe mit direkter Auswirkung auf das bestehende Produktportfolio (z.B. EU-Halogen-Verbot oder das Verkaufsverbot für Leuchtstofflampen ab 2023). Dabei besteht das Risiko, dass Entwicklungen nicht rechtzeitig adressiert werden, um die daraus resultierenden Umsatzrückgänge auszugleichen. Regulatorische Anforderungen beinhalten darüber hinaus Änderungen hinsichtlich des Recyclings (Kreislaufwirtschaft) und der Entsorgung bestimmter Stoffarten, welche in den verschiedenen Ländern umgesetzt werden müssen. LEDVANCE ist daher in unterschiedlichen Gremien und Verbänden involviert, um neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und dadurch Handlungsspielräume zu schaffen. Rechtsstreitigkeiten Informationen zu Rechtsstreitigkeiten sind im Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unter > Ziffer 29 I Rechtsstreitigkeiten zu finden. Management von finanziellen Risiken Die wesentlichen finanziellen Risiken des Konzerns sind Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Fremdwährungs- bzw. Marktpreisrisiken. Die Geschäftsführung von LEDVANCE überprüft und definiert Vorgaben zu Umgang und Absicherung für jedes dieser Risiken, die ausführlich in > Ziffer 32 | Management von finanziellen Risiken in VI. Anhang zum Konzernabschluss erläutert sind. Interne Risiken IT- und Cyber-Risiken Im Zusammenhang mit der digitalen Transformation des Unternehmens und der damit verbundenen Einführung eines neuen ERP-Systems sowie weiterer IT-Applikationen besteht das Risiko, dass die Stabilität bestehender Geschäftsprozesse beeinträchtigt werden könnte. Dies könnte auch bestehende Kunden- und Lieferantenbeziehungen negativ beeinflussen. Diesem Risiko wirkt das Unternehmen mit einem umfassenden Projektmanagement mit fachspezifischen Arbeitsgruppen entgegen. Des Weiteren ist die zunehmende Gefahr von Cyber-Angriffen auf Unternehmen und ihre IT- Systeme als ein bedeutendes Risiko identifiziert. Damit verbunden könnten die Systemlandschaft des Unternehmens ausfallen oder manipuliert werden. Zudem könnte ein unberechtigter Zugriff auf Kunden- und Lieferantendaten zu einem erheblichen Reputationsschaden führen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken entwickelt das Unternehmen seine IT-Sicherheitskonzepte kontinuierlich weiter, sensibilisiert und schult seine Belegschaft regelmäßig, um so mögliche Attacken erfolgreich abwehren zu können. Markenetablierung LEDVANCE beschleunigt die Etablierung seiner Eigenmarke. Dies betrifft sowohl die Produktmarke LEDVANCE als auch die Marke LEDVANCE als attraktiver Arbeitgeber, um qualifiziertes Personal für zukünftige Schlüsselpositionen nachhaltig zu binden oder auch zu gewinnen. Eine konsequente Strategie zur Markenaktivierung und Kommunikation wird verfolgt, um eine nachhaltige Penetration am Markt und bei den Kunden sicherzustellen. Gelingt die Etablierung nicht in der angestrebten Zeit und im angestrebten Umfang, könnte sich das negativ auf die Wachstumsentwicklung und auch auf die Attraktivität des Unternehmens auf dem Arbeitsmarkt auswirken. New Business und Innovationen Der Wandel in der Lichtindustrie von traditioneller Beleuchtung hin zu halbleiterbasierten Beleuchtungssystemen schreitet mit großer Geschwindigkeit voran und das Unternehmen hat ein entsprechendes Transformationsprogramm erfolgreich abgeschlossen und möchte sich durch Portfolioerweiterungen neue Geschäftspotenziale erschließen. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass die zurückgehenden Umsätze aus dem Bereich der traditionellen Beleuchtung schneller und höher ausfallen, als in den Planungen des Unternehmens berücksichtigt. Auch könnten diese Umsatzrückgänge nicht adäquat durch Umsätze aus neuen Technologien oder neuen Geschäftsaktivitäten kompensiert werden. Auch besteht das Risiko, dass innovative Produkte und Lösungen nur unzureichend geschützt sind und vom Wettbewerb vergleichbare oder technologisch fortschrittlichere Produkte und Lösungen zu günstigeren Preisen angeboten werden können. LEDVANCE verfügt über große Erfahrungen in der Lichtindustrie sowie enge Kunden- und Lieferantenbeziehungen und ist Mitglied in branchenspezifischen Verbänden und Arbeitsgruppen. So können Entwicklungen am Markt frühzeitig erkannt und für das Unternehmen eingesetzt werden. Mögliche Portfolioerweiterungen werden entlang der bestehenden Kunden- und Lieferantenstruktur entwickelt. Darüber hinaus schützt das Unternehmen im Rahmen seiner Möglichkeiten selbstentwickelte Produkte und Lösungen mit entsprechenden Patenten und Schutzrechten. Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken Chancen sieht LEDVANCE vor allem aus der, durch die erfolgreiche Transformation gewonnenen Flexibilität, der Anpassungsfähigkeit und den schlankeren Unternehmensstrukturen. So können Innovationen und sich daraus ergebene Geschäftschancen schneller und mit weniger Risiko angegangen werden. Das Risikoprofil des Konzerns hat sich im vergangenen Jahr leicht verändert. Während Risiken im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie deutlich in den Hintergrund getreten sind, haben die geopolitischen Risiken nochmals an Bedeutung gewonnen. Die Risiken aus sich verschärfenden Konflikten und Krisen und die unmittelbaren sowie mittelbaren Folgen für die globale Wirtschaft sieht das Unternehmen als die derzeit größten Bedrohungen. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkung der in diesem Bericht erläuterten Risiken und angesichts der gesunden Bilanz-/Liquiditätssituation sowie der fortgesetzten Finanzierungs-/Unterstützungsvereinbarungen mit dem Eigentümer, erwartet die Geschäftsführung keine substanzielle Gefährdung der Unternehmensfortführung. LEDVANCE GmbH Die LEDVANCE GmbH (nachfolgend auch "LEDVANCE" oder die Gesellschaft genannt) mit Sitz in Garching bei München erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 S.1 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird im Gegensatz zum Konzernabschluss nicht nach den Internationalen Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind (IFRS), sondern nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden die Regelungen des Gesetzes, betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), berücksichtigt. Seitdem im September 2023 vollzogenen Umzug in neue Räumlichkeiten befindet sich die Konzernzentrale im Parkring 1-5, vormals Parkring 29-33, in Garching bei München. Die Änderung der Firmenanschrift wurde am 28. September 2023 im Handelsregister eingetragen. Grundlagen des Unternehmens In der LEDVANCE GmbH, sind die zentralen Verwaltungsfunktionen des Konzerns gebündelt. Die Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft decken sich im Wesentlichen mit denen des Konzerns. Regional ist die LEDVANCE GmbH inklusive ihrer Vertriebstätigkeiten der Organisationseinheit Europa West zugeordnet. Bezüglich der organisatorischen und rechtlichen Struktur der LEDVANCE GmbH sowie deren wesentlichen Entwicklungen im Geschäftsjahr 2023 wird auf die Ausführungen des LEDVANCE-Konzerns verwiesen > Grundlagen des Konzerns. Gleiches gilt für die Erläuterungen der Unternehmensstrategie und -steuerung > Unternehmensstrategie und -steuerung sowie der Forschung und Entwicklung > Forschung und Entwicklung. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die langfristig wirkenden Folgen der COVID-19 Pandemie sowie die mit dem russischen Angriffskrieg einhergehenden Entwicklungen in der Energieversorgung haben deutliche Spuren auf das Wirtschaftswachstum in Europa und in Deutschland hinterlassen. Insbesondere Deutschland verzeichnet das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im Euro-Raum und die Wirtschaftsleistung liegt nahezu auf dem Niveau wie zu Beginn der COVID-19 Pandemie vor vier Jahren. Eine noch negativere Entwicklung konnte durch umfangreiche wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise seitens der Regierungen verhindert werden. Dennoch führten drastisch erhöhte Preise für Energieversorgung, Rohstoffe und Dienstleistungen zu den höchsten Inflationsraten und Zinssätzen der letzten Jahrzehnte innerhalb der EURO- Zone mit entsprechender negativer Wirkung auf das Realeinkommen und einem in Folge gedämpftem Nachfrageverhalten der Konsumenten sowie einer reduzierten Investitionstätigkeit der Unternehmen. Aktuell ist die Inflation in Deutschland und im Euro-Raum auf dem Weg der Normalisierung. Im Euro-Raum rechnet der Sachverständigenrat in seinem am 8. November 2023 veröffentlichten Jahresgutachten 23/24, mit Inflationsraten von 5,6 % bzw. 2,9 % in den Jahren 2023 und 2024. In Deutschland ist in diesem Jahr mit einer Inflation von 6,1 % zu rechnen. Im kommenden Jahr soll sie auf 2,6 % zurückgehen. Die im LEDVANCE-Konzern beschriebenen makroökonomischen Entwicklungen gelten im Wesentlichen auch für die Muttergesellschaft, dabei sind insbesondere der für den EURO- Raum und für Deutschland prognostizierte Verlauf der makroökonomischen Strömungen für die LEDVANCE GmbH von Relevanz. Für beide Wirtschaftsräume prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem im Januar 2024 veröffentlichten World Economic Outlook Update für die Jahre 2023 und 2024 folgende Entwicklungen für das Wirtschaftswachstum:
Der Sachverständigenrat (Jahresgutachten 23/24, 8. November 2023) geht ebenfalls von nach wie vor geringen Wachstumspotenzialen aus. So wird für die EURO-Zone für das Jahr 2024 ein Wachstum von 1,1% (Jahr 2023: 0,6%) prognostiziert. In Deutschland zeigen die Abschätzungen für 2023 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4%. Für das Jahr 2024 liegt die Wachstumsprognose bei 0,7%. Zusätzliche Informationen zu den makroökonomischen Entwicklungen sind den Erläuterungen aus dem LEDVANCE-Konzern > Gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu entnehmen. Lichtmarktentwicklung Wichtige Faktoren für die Lichtmarktentwicklung in Deutschland sind auch das private Konsumverhalten und die geplanten Bauinvestitionen in Deutschland. In dem vom Sachverständigenrat veröffentlichten Jahresgutachten 2023/2024 gehen die Wirtschaftsweisen davon aus, dass die privaten Konsumausgaben im Jahr 2023 um 0,8% zurückgehen werden. Für 2024 wird mit einer leichten Erholung und einem Wachstum von 1,1% gerechnet. Im Bausektor sollen laut Sachverständigenrat die inländischen Investitionen für 2023 mit -1,3% und im Jahr 2024 mit -2,3% sogar zurückgehen. Auch die Experten von EUROCONSTRUCT gehen in ihrer im November 2023 veröffentlichten Prognose von einem Rückgang der deutschen Bauwirtschaft von -2,3% in 2023 und -2,2% in 2024 aus. Bezüglich des auch für die LEDVANCE GmbH zusätzlich relevanten, europäischen Lichtmarktes wird auf die die Erläuterungen im LEDVANCE-Konzern verwiesen > Lichtmarktentwicklung. Rechtliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Geschäftstätigkeit der LEDVANCE GmbH ist grundsätzlich von der des Konzerns geprägt und unterliegt somit den im Konzernteil beschriebenen rechtlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen insbesondere bezüglich geltender Richtlinien und gesetzlicher Regelungen in Europa > Rechtliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Auch das Geschäftsjahr 2023 der LEDVANCE GmbH war durch die Folgen der globalen Krisen und geopolitischen Herausforderungen beeinflusst. Die europäische und vor allem auch die deutsche Wirtschaft wurden im Vorjahr und auch im Geschäftsjahr 2023 durch die, durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine verursachte Energiekrise stark beeinträchtigt. Der durch die Energiekrise getriebene, starke Anstieg der Inflation in Europa beruhigte sich im Verlauf des Jahres 2023 und in Folge stabilisierte sich auch die Zinsentwicklung auf einem nach wie vor hohen Niveau. Folgen dieser makroökomischen Entwicklungen war einerseits, eine nach wie vor gedämpfte Nachfrage in für die LEDVANCE GmbH wichtigen Absatzmärkten. Andererseits profierte das LEDVANCE Geschäft in Europa von Preisrückgängen in den globalen Beschaffungs- und Logistikmärkten, was zu einer deutlichen Verbesserung der Bruttoergebnis-Marge beitragen konnte. Trotz des beschriebenen sehr anspruchsvollen makroökonomischen Umfelds in Europa und Deutschland konnte LEDVANCE seine Geschäfte in der Region ausbauen und auch die Profitabilität gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern. Insbesondere die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2023 lag über den Erwartungen des Managements. Insgesamt betrachtet das LEDVANCE Management, vor allem vor dem Hintergrund der makroökonomischen Entwicklungen, die Geschäftsentwicklung als sehr gut. Weitere Erläuterungen zum Geschäftsverlauf sind den Ausführungen des LEDVANCE-Konzerns zu entnehmen > Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage. Erläuterung der Ertragslage Umsatzentwicklung
Die Umsatzerlöse der LEDVANCE GmbH belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 auf 592,2 Mio. EUR (Vj.: 552,7 Mio. EUR). Dabei unterhält die LEDVANCE GmbH neben dem Inlandsgeschäft noch zu über 40 Ländern weltweit Geschäftsbeziehungen. Mit verbundenen Unternehmen konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Umsatz von 388,5 Mio. EUR erzielt werden, welches einem Umsatzanteil am Gesamtumsatz der LEDVANCE GmbH von 65,6% entspricht (Vj.: 366,2 Mio. EUR, Anteil am Gesamtumsatz: 66,2%). Mit externen Kunden konnte die LEDVANCE GmbH im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 203,7 Mio. EUR (Vj.: 186,6 Mio. EUR) realisieren. Die Transformation des Lichtmarktes von einer traditionellen Lampentechnik hin zur halbleiterbasierten LED-Beleuchtung ist auch im Geschäftsfeld der LEDVANCE GmbH weiterhin zu beobachten. Der Umsatzanteil von LED-basierter Beleuchtungstechnik konnte im Geschäftsjahr 2023 auf rund 79% (Vj.: rund 76%) weiter ausgebaut werden. Ergebnisentwicklung
LEDVANCE GmbH Gewinn- und Verlustrechnung Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
Bruttoergebnis Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 konnte die LEDVANCE GmbH ein Bruttoergebnis vom Umsatz von 237,6 Mio. EUR (Vj.: 188,6 Mio. EUR) erwirtschaften. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen betrugen dabei 354,6 Mio. EUR (Vj .: 364,1 Mio. EUR). Die Bruttomarge ist somit von 34,1% im Vorjahr auf 40,1% gestiegen. Im Verlauf der letzten Jahre kam es aufgrund der allgemeinen Versorgungsknappheit, hervorgerufen auch durch Spätfolgen der COVID-19 Pandemie und den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine, zu dämpfenden Effekten im Bruttoergebnis. Vor allem Verteuerungen im Energiesektor und der Anstieg der Beschaffungs- und Logistikkosten waren für diese Entwicklung verantwortlich. Die Mitte des Geschäftsjahres 2022 beginnende Erholung auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten setzte sich im Jahr 2023 weiter fort und führte zu einer deutlichen Verbesserung des Bruttoergebnisses. Insbesondere die Verminderung von der Seefrachtkosten bei dem Transport unserer Produkte aus dem asiatischen Raum zeigt seine positive Wirkung in den Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen. Des Weiteren führte eine höhere Fokussierung auf Profitabilität bei der Unternehmenssteuerung im Geschäftsjahr 2023 zu einer Optimierung des Bruttoergebnisses und der entsprechenden Brutto-Marge. Funktionskosten Innerhalb der LEDVANCE GmbH sind Funktionskosten, bestehend aus Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten, im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 von 182,0 Mio. EUR (Vj.: 179,6 Mio. EUR) angefallen. Für Forschung und Entwicklung (FuE) wurden innerhalb der LEDVANCE GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 17,7 Mio. EUR (Vj.: 8,8 Mio. EUR) getätigt. Der deutliche Anstieg ist hauptsächlich auf die im Geschäftsjahr 2023 vollzogene Umgliederung von entwicklungsnahen Beschäftigungsfeldern im Produktmanagement von den Vertriebskosten in den Bereich Forschung und Entwicklung zurückzuführen. Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sind innerhalb der Unternehmenszentrale auf 164,3 Mio. EUR (Vj.: 170,8 Mio. EUR), sowohl in absoluten Zahlen als auch prozentual, gemessen im Verhältnis zum Umsatz, von 30,9% im Geschäftsjahr 2022 auf 27,7% im Geschäftsjahr 2023 gesunken. Diese Reduzierung steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Organisationsänderung im Bereich Forschung und Entwicklung und dem positiven Gegeneffekt in den Vertriebskosten. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen Die Sonstigen betrieblichen Erträge, belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 auf 0,1 Mio. EUR (Vj.: 0,8 Mio. EUR). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen nach Ablauf der 12 Monate des Geschäftsjahres bei 6,9 Mio. EUR (Vj.: 0,2 Mio. EUR). Die Veränderung zum Vorjahr beruht im Wesentlichen auf der Auflösung eines Produktionsstandortes. Betriebliches Ergebnis Die LEDVANCE GmbH konnte im Kalenderjahr 2023 ein betriebliches Ergebnis von 48,8 Mio. EUR (Vj.: 9,6 Mio. EUR) generieren. Im Verhältnis zum Umsatz hat sich somit die Marge von 1,7% im Geschäftsjahr 2022 auf 8,2% im Geschäftsjahr 2023 erhöht. Gründe hierfür waren im Wesentlichen die beschriebenen Entwicklungen innerhalb der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und den Veränderungen in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Finanzergebnis Die LEDVANCE GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Finanzergebnis, bestehend aus den Posten Beteiligungsergebnis, Zinsertrag, Zinsaufwand sowie übriges Finanzergebnis in Höhe von 39,3 Mio. EUR (Vj.: 24,8 Mio. EUR) erzielen. In den Geschäftsjahreszahlen 2023 wirken insbesondere Beteiligungserträge in Höhe von 37,3 Mio. EUR (Vj.: 29,1 Mio. EUR) und Zinserträge in Höhe von 10,1 Mio. EUR (Vj.: 3,9 Mio. EUR), die das Finanzergebnis positiv beeinflussen. Gegenläufig hierzu die Entwicklung im Posten Zinsaufwand in Höhe von 7,6 Mio. EUR (Vj.: 3,9 Mio. EUR). Nähere Informationen zum Finanzergebnis sind im Anhang des Einzelabschlusses enthalten. Entwicklung Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag nach Abschluss des Geschäftsjahres bei 88,1 Mio. EUR (Vj.: 34,4 Mio. EUR). In Relation zum Umsatz hat sich die Profitabilität von 6,2% im Geschäftsjahr 2022 auf 14,9% im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich verbessert. Zu diesem Aufschwung des Ergebnisses im Vergleich zu Vorjahr haben im Wesentlichen die beschriebenen, positiven Auswirkungen im Bruttoergebnis geführt. Jahresüberschuss Nach Abzug der Steuern von Einkommen und Ertrag ergibt sich für die LEDVANCE GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von 89,0 Mio. EUR (Vj.: 29,1 Mio. EUR). Aus dem erwirtschafteten Jahresüberschuss ergibt sich für 2023 eine Gewinn-Marge von 15,0% (Vj.: 5,3%). Erläuterung der Finanzlage Das übergeordnete Ziel des Finanzmanagements ist es, die Zahlungsfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen sowie die finanziellen Risiken zu bündeln und zu reduzieren. Darüber hinaus sollen durch ein geordnetes Finanzmanagement die finanzielle Stabilität und Flexibilität aktiv gestaltet und nachhaltig sichergestellt werden. Die Hauptaufgaben des LEDVANCE Finanzmanagements sind die Steuerung und Sicherung der Liquidität, die Sicherstellung des Zugangs zum Fremdkapitalmarkt, die Absicherung von Fremdwährungs- und Zinsrisiken sowie das zentrale Management von Bürgschaften und Bankgarantien. Der Aufgabenbereich Finanzierung und Finanzrisikomanagement ist zentral organisiert und wird mit Hilfe von zentraler Governance und einheitlichen Regeln und Systemen konzernweit gesteuert. Hierzu gehören die konzernweite Bereitstellung von Liquidität, die detaillierte Planung und Steuerung der konzernweiten Zahlungsflüsse mittels einer sogenannten "payment factory" und ein zentralisiertes Währungsrisikomanagement für alle Einheiten des Konzerns. Das LEDVANCE Finanzmanagement liegt im Verantwortungsbereich des CFO und wird zentral innerhalb der LEDVANCE GmbH vorrangig von der Abteilung Corporate Finance & Treasury und zu Teilen auch von der Abteilung Accounting & Financial Reporting wahrgenommen. Aufgrund der Konzentration von Finanzthemen innerhalb der LEDVANCE GmbH spiegelt sich die Finanzlage der Gesellschaft im Wesentlichen in der Entwicklung des Konzerns wider und daher wird auf die Erläuterungen im Konzernteil verwiesen > Erläuterung der Finanzlage. Erläuterung der Vermögenslage LEDVANCE GmbH Bilanz Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
Aktiva Das Anlagevermögen betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 in Summe 413,3 Mio. EUR beziehungsweise 47,0% der Bilanzsumme (Vj.: 48,7%) und ist gegenüber Vorjahr in absoluten Werten um 11,6 Mio. EUR gesunken. Diese Veränderung ist im Wesentlichen von dem Bestand der Finanzanlagen zum Bilanzstichtag geprägt, die den größten Teil des Anlagevermögens ausmachen und zum Ende des Geschäftsjahres bei 404,6 Mio. EUR lagen (Vj.: 417,7 Mio. EUR), welches einer Reduzierung um 13,1 Mio. EUR entspricht. Dieser Rückgang leitet sich hauptsächlich aus Abschreibungen auf Beteiligungen her. Die immateriellen Vermögensgegenstände verringerten sich auf 5,8 Mio. EUR (Vj.: 6,9 Mio. EUR), das Sachanlagevermögen hingegen erhöhte sich um 2,6 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR (Vj.: 0,3 Mio. EUR). Das Umlaufvermögen in der LEDVANCE GmbH hat sich zum 31. Dezember 2023 um 12,4 Mio. EUR auf 441,1 Mio. EUR (Vj.: 428,7 Mio. EUR) erhöht. Bezogen auf die Bilanzsumme entspricht das einem Anteil von 50,2% (Vj.: 49,1%). Der starke Rückgang der Vorräte auf 138,6 Mio. EUR (Vj .: 156,3 Mio. EUR) resultiert vor allem aus einer verminderten Bevorratung von Produkten, da sich die Lage auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten im Laufe des Geschäftsjahres entspannt hat und somit eine hohe Vorratshaltung zur Absicherung der Lieferfähigkeit schrittweise zurückgenommen werden konnte. Des Weiteren führten Abverkäufe von Produkten, dessen Verkäufe im 2. Halbjahr des Geschäftsjahres untersagt wurden, zu einer weiteren Reduzierung der Bestandswerte. Die Bilanzposition Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände verringerte sich von 146,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 143,7 Mio. EUR. Der Kassenbestand und Guthaben Kreditinstitute hat sich gegenüber Vorjahr beträchtlich erhöht und lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 158,8 Mio. EUR (Vj.: 126,0 Mio. EUR). Ausschlaggebend für diese Entwicklung war im Wesentlichen die positive Ergebnisentwicklung. Nähere Informationen zu dieser Veränderung sind auch den Ausführungen zum LEDVANCE-Konzern > Erläuterung der Finanzlage zu entnehmen. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind auf 6,9 Mio. EUR (Vj.: 5,9 Mio. EUR) angestiegen. Aus der Vermögensrechnung hat sich zum 31. Dezember 2023 ein aktiver Unterschiedsbetrag von 18,2 Mio. EUR ergeben. Nähere Informationen sind im Anhang des Einzelabschlusses der LEDVANCE GmbH zu ersehen. Passiva Das Eigenkapital der LEDVANCE GmbH belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 531,7 Mio. EUR (Vj.: 442,7 Mio. EUR). Der Anstieg des Eigenkapitals leitet sich aus dem positiven Jahresüberschuss in Höhe von 89,0 Mio. EUR her. Die Bilanzposition Verbindlichkeiten, bestehend aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten addiert sich auf 193,1 Mio. EUR (Vj.: 272,0 Mio. EUR). Der Rückgang dieser Bilanzposition begründet sich im Wesentlichen auf die verminderte Bevorratung von Produkten aufgrund der bereits beschriebenen Entspannung auf den internationalen Beschaffungsmärkten. Starke Veränderungen gegenüber Vorjahr haben sich in den Steuerrückstellungen ergeben. Diese Bilanzposition weist zum Ende der Berichtsperiode einen Wert von 4,7 Mio. EUR (Vj.: 15,1 Mio. EUR) aus. Die Auflösung von gebildeten Rückstellungen im Zusammenhang mit Gewerbeertrags- und Körperschaftssteuern, führte zu einer Rücknahme der entsprechenden Rückstellungssumme zum Bilanzstichtag. Die Sonstigen Rückstellungen sind auf 27,4 Mio. EUR (Vj.: 24,5 Mio. EUR) angewachsen. Die Pensionsrückstellungen haben sich auf 122,7 Mio. EUR (Vj.: 118,5 Mio. EUR) erhöht. Chancen- und Risikobericht, Prognose Die Geschäftsentwicklung der LEDVANCE GmbH unterliegt im Wesentlichen den gleichen Chancen und Risiken wie die des LEDVANCE-Konzerns > Chancen- und Risikobericht des Konzerns. An den Risiken ihrer Tochterunternehmen und Beteiligungen partizipiert die LEDVANCE GmbH grundsätzlich direkt oder indirekt entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Auch die Erwartungen für die LEDVANCE GmbH spiegeln sich aufgrund ihrer Verflechtung mit den Konzerngesellschaften in der Prognose des Konzerns wider. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der LEDVANCE GmbH ist im Wesentlichen abhängig von der Geschäftsentwicklung und den Ausschüttungen der Konzernunternehmen. Eine Prognose für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der LEDVANCE GmbH ist bei der gegenwärtigen Lage mit großen Unsicherheiten verbunden. Vor allem die unmittelbaren und mittelbaren Folgen der gegenwärtigen geopolitischen Krisen und Konflikte, wie beispielsweise der weiter andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine oder der eskalierte Gaza-Israel- Konflikt können die wirtschaftliche Entwicklung stark beeinflussen > Prognosebericht des Konzerns. Das LEDVANCE-Management rechnet für die GmbH für das Geschäftsjahr 2024 mit einem leichten Umsatzanstieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023, in dem ein Umsatz in Höhe von 592,2 Mio. EUR erzielt werden konnte. Die nominale Wachstumsrate wird in einem niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet. Für das Geschäftsjahr 2024 geht das LEDVANCE-Management davon aus, dass trotz des prognostizierten, geringen Umsatzanstiegs, ein Jahresüberschuss erwirtschaftet wird, der leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegt. Positive Effekte insbesondere aus einer möglichen weiteren Erholung der internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkte und einem nach wie vor restriktiven Kostenmanagement stehen zum einen Aufwendungen in Zusammenhang mit der Durchführung von Unternehmensprogrammen bzw. unternehmensweiten Projekten, wie beispielsweise dem "LEDVANCE Digital Future" - Projekt, gegenüber. Zum anderen trägt die Erweiterung des Produkt- und Lösungsportfolios zu einer Verwässerung des Ergebnisses bei. Die stabile Bilanzstruktur bildet aus Sicht des Managements eine solide Basis für die künftigen Herausforderungen. Die bestehende Liquidität bildet eine gute Grundlage zur Finanzierung des operativen Geschäfts. Die erstellte Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass sich die weltwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen, vor allem hinsichtlich des weiteren Verlaufs des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, der Fortgang des Nahost-Konflikts sowie weiterer bestehender geopolitischer Risiken, nicht signifikant gegenüber der, den Aussagen im Prognosebericht zugrundeliegenden Annahmen, verschlechtern. INHALTSVERZEICHNISA) PRÜFUNGSAUFTRAG B) BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS ANLAGEN Konzernabschluss bestehend aus: Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 Konzern- Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023 Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 A) PRÜFUNGSAUFTRAG Die Gesellschafter der LEDVANCE GmbH, Garching bei München,(im Folgenden kurz: "Muttergesellschaft " oder "LEDVANCE " genannt)haben die RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (RSM GmbH) in der Gesellschafterversammlung vom 28. September 2023 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt. Da keine gesonderte Bestellung zum Konzernabschlussprüfer erfolgt ist, gelten wir als Abschlussprüfer der Muttergesellschaft gemäß § 318 Abs. 2 HGB auch als zum Konzernabschlussprüfer bestellt. Demgemäß hat uns die Geschäftsführung der RSM GmbH den Auftrag erteilt, den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 und den zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 zu prüfen. Die dhpg GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft führt den Auftrag als diesbezügliche Gesamtrechtsnachfolgerin der RSM GmbH aus. Die LEDVANCE GmbH ist als Mutterunternehmen gemäß §§ 290 bis 315 HGB zur Aufstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verpflichtet. Gemäß den Vorschriften des § 315e Abs. 3 HGB wendet die Gesellschaft freiwillig die internationalen Rechnungslegungsstandards an. Der vorliegende Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht wurden demnach nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es handelt sich hierbei gemäß § 316 Abs. 2 HGB um eine gesetzlich vorgeschriebene Prüfung. Für die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die diesem Bericht als Anlage 3 beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 vereinbart. B) BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LEDVANCE GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der LEDVANCE GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der LEDVANCE GmbH, Garching bei München; für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 28. März 2024 dhpg
GmbH
Erlenkamp, Wirtschaftsprüfer Keil, Wirtschaftsprüfer Handelsregister Nummer 220074Inhaltsverzeichnis I. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung II. Konzern-Gesamtergebnisrechnung III. Konzernbilanz IV. Konzern-Kapitalflussrechnung V. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung VI. Anhang zum Konzernabschluss Grundlagen und Methoden 1. Grundlagen des Abschlusses 2. Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze 3. Kürzlich veröffentlichte Rechnungslegungsverlautbarungen 4. Schätzungen und Beurteilungen des Managements Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und zur Konzern-Bilanz 5. Akquisitionen, Verkäufe und Asset Held for Sale 6. Umsätze 7. Personalaufwand 8. Sonstige betriebliche Erträge 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.Zinsertrag, Zinsaufwand und sonstiges Finanzergebnis 11. Ertragsteuern 12. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 14. Vorräte 15. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 16. Immaterielle Vermögenswerte 17. Sachanlagen 18.Leasing 19. Sonstige finanzielle Vermögenswerte 20. Sonstige Vermögenswerte 21. Finanzschulden 22.Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 23. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 24. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 25. Rückstellungen 26. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 27.Sonstige Verbindlichkeiten 28. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten 29. Rechtsstreitigkeiten 30.Eigenkapital Sonstige Angaben und Erläuterungen 31. Finanzinstrumente 32. Management von finanziellen Risiken 33.Kapitalstrukturmanagement 34. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen 35. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers 36.Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 37. Aufstellung des Anteilsbesitzes des LEDVANCE Konzerns I. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Für die zum 31. Dezember 2023 und 2022 endenden Geschäftsjahre
Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten. Der nachfolgende Anhang ist ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. II. Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Für die zum 31. Dezember 2023 und 2022 endenden Geschäftsjahre
Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten. Der nachfolgende Anhang ist ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. III. Konzernbilanz Konzernbilanz Zum 31. Dezember 2023 und 2022AKTIVA
PASSIVA
Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten. Der nachfolgende Anhang ist ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. IV. Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung Für die zum 31. Dezember 2023 und 2022 endenden Geschäftsjahre
Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten. Der nachfolgende Anhang ist ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. V. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Für die zum 31. Dezember 2023 und 2022 endenden Geschäftsjahre
(1) Das Sonstige Ergebnis nach Steuern für
das aktuelle Geschäftsjahr entfallend auf nicht
beherrschende Anteile beinhaltet Unterschiede aus
Währungsumrechnung in Höhe von -0,1 Mio. EUR
(Vj.: 0,1 Mio. EUR).
Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten. Der nachfolgende Anhang ist ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS Für das Geschäftsjahr endend am 31. Dezember 2023VI. Anhang zum Konzernabschluss Grundlagen und Methoden 1. Grundlagen des Abschlusses Seit September 2023 befindet sich die Konzernzentrale der LEDVANCE GmbH im Parkring 1 - 5 (vormals: Parkring 29 - 33) in Garching bei München. Die Änderung der Firmenanschrift wurde am 28. September 2023 im Handelsregister eingetragen. Definition des LEDVANCE Geschäfts und der LEDVANCE GmbH LEDVANCE ist einer der weltweit führenden Anbieter in der Allgemeinbeleuchtung und verfügt über ein innovatives und umfassendes Portfolio an LED-Leuchten, fortschrittlichen LED-Lampen, intelligenten und vernetzten Lösungen in den Bereichen Smart Home und Smart Building sowie traditionellen Leuchtmitteln. LEDVANCE verfügt über ein operatives Geschäft mit eigenen Geschäftsfunktionen wie Marketing und Vertrieb, Einkauf und Logistik, Forschung und Entwicklung, sowie Zentralfunktionen, wie beispielsweise Unternehmensentwicklung, Personal, Recht, Rechnungswesen und Controlling. Am chinesischen LEDVANCE-Standort in Shenzhen sind neben den chinesischen Geschäftsaktivitäten auch operative Funktionen (China Operations Regional Excellence / C.O.R.E.) wie z. B. wesentliche Teile des Einkaufs, der Logistik und des Verpackungsmanagement gebündelt. Die zentralen Verwaltungsfunktionen des Konzerns sind in der Unternehmenszentrale in Garching bei München angesiedelt. Darüber hinaus betreibt LEDVANCE regionale Servicecenter in Asien, Europa und Amerika, in denen insbesondere transaktionale Geschäftsprozesse der Geschäftseinheiten gebündelt umgesetzt werden. Darüber hinaus erbringt LEDVANCE Leistungen für OSRAM. Dazu zählen Service-Leistungen (Contract Manufacturing, "CM") und Vertriebsaktivitäten (Cross Selling), die in Übereinstimmung mit den zugrunde liegenden Transitional Service Agreements ("TSA") erfasst werden. Diese Leistungen bestehen zwischen verschiedenen Gesellschaften des LEDVANCE Konzerns und OSRAM auch analog für Leistungen von OSRAM an LEDVANCE. Siehe hierzu auch die Erläuterung im Konzernlagebericht: Organisatorische und rechtliche Struktur. Die LEDVANCE GmbH ist eine 100%-ige Tochter der Eurolight Luxembourg Holding S.á.r.l. ("Eurolight") mit Sitz in Luxemburg und wird von der MLS Co., Ltd., Zhongshan, China ("MLS") gehalten, die seit diesem Zeitpunkt indirekt 100% des Eigenkapitals von LEDVANCE hält (siehe Anhang 34. Transaktionen mir nahestehenden Unternehmen und Personen). LEDVANCE wird in den Konzernabschluss der MLS als oberstes Mutterunternehmen einbezogen. Der letzte veröffentlichte Konzernabschluss der MLS nach chinesischen Rechnungslegungsvorschriften ist unter der Unternehmensnummer 002745 auf der Internetseite der Shenzhen Stock Exchange erhältlich. Konzernabschluss Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht zum 31. Dezember 2023 wurden gem. § 315e Abs.1 Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt. Sie werden beim Unternehmensregister eingereicht und veröffentlicht. LEDVANCE hat diesen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind ("IFRS"), erstellt. Gegenstand dieses Konzernabschlusses sind die LEDVANCE GmbH und ihre Tochterunternehmen (im Folgenden "LEDVANCE GmbH", "LEDVANCE" oder "der Konzern"). Der vorliegende Konzernabschluss besteht aus einer Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, einer Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr, einer Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023, einer Konzern-Kapitalflussrechnung, einer Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr sowie einem Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 (nachfolgend "Konzernabschluss"). Der Konzernabschluss wird in Millionen Euro (Mio. EUR) erstellt. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Beträge und Prozentangaben nicht genau zu den angegebenen Summen addieren. Der Konzernabschluss wurde am 28. März 2024 durch die Geschäftsführung der LEDVANCE GmbH, Parkring 1 - 5, 85748 Garching bei München aufgestellt. Makroökonomisches Umfeld Das derzeitige gesamtwirtschaftliche Umfeld stellt Unternehmen vor zahlreiche Herausforderungen, die sich auch auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von LEDVANCE auswirken und daher von LEDVANCE aufmerksam verfolgt werden. Zentrale Herausforderungen sind der andauernde Russland Ukraine Konflikt, bestehende Handelskonflikte und der eskalierte Nahost-Konflikt sowie die hohe Inflation und der Anstieg der Zinsen. Positive Effekte, wie beispielsweise der Rückgang von Versorgungsengpässen, konnten diese Entwicklungen nur teilweise ausgleichen. Siehe hierzu auch die Erläuterung im Konzernlagebericht: Gesamtwirtschaftliche Entwicklung. LEDVANCE war im Geschäftsjahr durch die Folgen der oben beschriebenen globalen Krisen und geopolitischen Herausforderungen beeinflusst. Das weiterhin hohe Preisniveau, hohe Zinsen und die dadurch hervorgerufene Investitions- und Kaufzurückhaltung waren auch in den für die Geschäfte des LEDVANCE-Konzerns wichtigen Branchen spürbar. Von LEDVANCE getroffene Gegenmassnahmen konnten die höheren Produkt- und Energiekosten sowie die negativen Währungseffekte nur teilweise ausgleichen. Positiv wirkte die Entspannung auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten. LEDVANCE konnte seine erhöhte Bevorratung, die in den Vorjahren zur Absicherung der Lieferfähigkeit diente, sukzessive reduzieren. 2. Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze Die nachfolgenden Rechnungslegungsgrundsätze sind einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Geschäftsjahre angewendet worden, es sei denn, dies wurde abweichend davon angegeben. In bestimmten Fällen ist es notwendig, schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie die Verwendung von Annahmen, die Sachverhalte betreffen, die von Natur aus ungewiss sind und Veränderungen unterliegen können. Solche schätz- und prämissensensitiven Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf verändern und einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Außerdem können sie Schätzungen und Annahmen enthalten, die LEDVANCE in demselben Berichtszeitraum aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders hätte treffen können. Die Unternehmensleitung weist darauf hin, dass künftige Ereignisse von Prognosen abweichen können und Schätzungen routinemäßige Anpassungen erfordern. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden die LEDVANCE GmbH und ihre unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften einbezogen, über die LEDVANCE beherrschenden Einfluss ausübt. Beherrschender Einfluss wird angenommen, wenn LEDVANCE schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist oder Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Verfügungsgewalt liegt vor, wenn LEDVANCE über gegenwärtige Rechte zur Steuerung der maßgeblichen Tätigkeiten verfügt. Wesentliche assoziierte Unternehmen, bei denen LEDVANCE die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben (in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20% bis 50%), werden im Konzernabschluss erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt und in der Folge nach der Equity-Methode einbezogen. Der Anteil von LEDVANCE am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals unmittelbar im Eigenkapital. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen bzw. vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Anteile an Tochterunternehmen oder an assoziierten Unternehmen, die aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung sind, werden nach IFRS 9 bilanziert. Unternehmenszusammenschlüsse Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten einer Akquisition werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt bemessen. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten einschließlich Eventualverbindlichkeiten werden erstmalig mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger nicht beherrschender Anteile. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss entscheidet der Konzern neu, ob er die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder mit dem entsprechenden Anteil an den erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Verbindlichkeiten (Partial-Goodwill-Methode) bewertet. Die nicht beherrschenden Anteile sind am Erfolg während des Berichtszeitraums beteiligt. Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, werden erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen erfasst. Im Fall eines Beherrschungsverlusts werden etwaige verbleibende Anteile zu diesem Zeitpunkt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Fremdwährungsumrechnung Die Vermögenswerte und die Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge und die Posten der Konzern-Kapitalflussrechnung werden hingegen zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital ausgewiesen und erfolgswirksam umgegliedert, wenn der Gewinn oder Verlust aus dem Verkauf einer ausländischen Tochtergesellschaft erfasst wird. Die für die Fremdwährungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen von Nicht-Euro-Ländern entwickelten sich wie folgt: Devisenkassamittelkurs
Jahresdurchschnittskurs
Fremdwährungsbewertung Transaktionen, die auf eine von der funktionalen Währung einer Unternehmenseinheit abweichende Währung lauten, werden in der funktionalen Währung zum Devisenkassamittelkurs am Tag ihrer erstmaligen Bilanzierung erfasst. Am Ende des Berichtszeitraums werden auf Fremdwährung lautende monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der funktionalen Währung mit dem dann gültigen Devisenkassamittelkurs bewertet. Gewinne und Verluste aus diesen Fremdwährungsbewertungen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Bilanzposten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt. Umsatzrealisierung LEDVANCE erwirtschaftet Umsätze überwiegend über den Verkauf von Leuchten, Lampen und Produkten im Bereich Smart Home und Smart Building über die Vertriebskanäle Trade (Großhandel), Retail (Einzelhandel) und elektronische Vertriebswege ("E-Commerce"). Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden realisiert, sobald der Kunde die Verfügungsgewalt über ein Produkt erlangt. Bei LEDVANCE ist dies der Zeitpunkt, zu dem die maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Kunden übergehen und dieser die Produkte abnimmt. Umsatzerlöse werden zu diesem Zeitpunkt nur insofern erfasst, als die Umsatzerlöse und Kosten verlässlich bewertet werden können, der Erhalt des Entgelts wahrscheinlich ist und es kein weiteres bestehendes substantielles Verfügungsrecht über die Waren gibt. Dies geschieht ungeachtet des Zahlungszeitpunkts. Sofern der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aufgrund kundenbezogener Kreditrisiken als nicht wahrscheinlich anzusehen ist, werden die Umsatzerlöse in Abhängigkeit von den bereits durch den Kunden geleisteten unwiderruflichen Zahlungen erfasst. Umsatzerlöse werden in Höhe des Transaktionspreises erfasst. Dieser umfasst die vertraglich vereinbarte Gegenleistung ohne abzuführende Steuern und Abgaben, abzüglich variablen Gegenleistungskomponenten wie gewährten Nachlässen und Rabatten, sofern eine verlässliche Schätzung dieser Bestandteile möglich ist und die Vornahme einer wesentlichen Korrektur der kumulativ erfassten Umsatzerlöse hochwahrscheinlich nicht erforderlich ist. Die vereinbarten Gegenleistungen beinhalten bei LEDVANCE in der Regel keine Finanzierungskomponenten. LEDVANCE beurteilt seine Vereinbarungen auf Basis spezifischer Kriterien danach, ob das Unternehmen als Auftragnehmer des Kunden (Prinzipal) oder als Vermittler (Agent) handelt. Erbringt LEDVANCE Dienstleistungen an seine Kunden, werden die damit verbundenen Umsätze mit Erbringung der Dienstleistungen zeitraumbezogen realisiert. Bei langfristigen Serviceverträgen erfasst das Unternehmen die Umsätze linear über die Vertragslaufzeit oder - sofern die Leistungserbringung nicht linear erfolgt - entsprechend der Erbringung der Dienstleistungen. Funktionskosten Betriebliche Aufwendungen werden grundsätzlich entsprechend des Funktionsbereichs der jeweiligen Kostenstellen, in denen die Kosten anfallen, bzw. auf Basis eines geeigneten Zuordnungsprinzips den einzelnen Funktionskostenarten zugeordnet. Abschreibungen, Wertminderungen sowie Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden entweder in den Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten oder in den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten erfasst, abhängig von der Nutzung des Vermögenswerts. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. LEDVANCE wendet die Methode der erfolgswirksamen Behandlung an und berücksichtigt Zuwendungen über eine oder mehrere Perioden im Gewinn oder Verlust. Zuwendungen für Vermögenswerte werden als Reduktion der Anschaffungs- und Herstellungskosten der betroffenen Vermögenswerte erfasst und mindern die künftigen Abschreibungen. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im gleichen Funktionsbereich ausgewiesen wie die entsprechenden Aufwandsposten. Ihre erfolgswirksame Erfassung erfolgt dabei anteilig über die Perioden, in denen die Aufwendungen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen, anfallen. Zuwendungen, die als Ausgleich für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste gewährt werden, werden in der Periode erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht. Forschungs- und Entwicklungskosten Die Kosten für Forschungsaktivitäten, mit der Aussicht auf neue wissenschaftliche oder technische Kenntnisse und technisches Verständnis, erfasst LEDVANCE unmittelbar als Aufwand. Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie der künftige Nutzen wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss LEDVANCE die Absicht haben und über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Die aktivierten Kosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungslöhne und sonstige direkt zurechenbare Kosten, wenn diese dazu dienen, die Nutzung des Vermögenswerts vorzubereiten. Die aktivierten Kosten sind im Posten Immaterielle Vermögenswerte enthalten und werden zu Herstellungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bei einer Abschreibungsdauer von in der Regel drei bis fünf Jahren, angesetzt. Die sonstigen Entwicklungskosten erfasst LEDVANCE aufwandswirksam unmittelbar bei ihrem Entstehen. Ertragsteuern LEDVANCE ist in zahlreichen Steuerjurisdiktionen tätig und unterliegt damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Die im Abschluss dargestellten Steuerpositionen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Steuergesetze sowie der einschlägigen Verwaltungsauffassungen ermittelt und unterliegen wegen ihrer Komplexität möglicherweise einer abweichenden Interpretation durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Dieser wird im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem er mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden ist. Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Es kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass tatsächliche und sonstige Erstattungsansprüche im Einzelfall nicht durchgesetzt werden können. Der Berechnung der jeweiligen Beträge werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum jeweiligen Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen LEDVANCE tätig ist. Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Liability-Methode auf bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögensgegenstands bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem Steuerbilanzwert zum Abschlussstichtag. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in dem Geschäftsjahr, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die am Abschlussstichtag gelten. Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte umfassen Software und sonstige selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte. Das Unternehmen schreibt immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert ab. Die voraussichtliche Nutzungsdauer für Software, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte beträgt in der Regel drei bis sechzehn Jahre. LEDVANCE hat keine immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer. Sachanlagen LEDVANCE bewertet Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten bestimmter Komponenten einer Sachanlage - gemessen an den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten der Sachanlage - wesentlich, dann werden diese Komponenten einzeln bilanziert und abgeschrieben. Das Unternehmen wendet die lineare Abschreibungsmethode an. Restbuchwerte und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft und, falls die Erwartungen von früheren Einschätzungen abweichen, entsprechend angepasst. Im Einzelnen liegen den Wertansätzen grundsätzlich folgende unterstellte Nutzungsdauern zugrunde.
Leasing Ein Vertrag begründet ein Leasingverhältnis, wenn dieser dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierbaren Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Aus solchen Leasingverhältnissen resultierende Nutzungsrechte ("rights of use") an den geleasten Vermögenswerten und korrespondierende Leasingverbindlichkeiten sind am Bereitstellungsdatum anzusetzen. Die planmäßige Abschreibung der Nutzungsrechte erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Vertragslaufzeit. Die Leasingverbindlichkeiten werden als finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert und gemäß der Effektivzinsmethode bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit einem gewichteten durchschnittlichen Grenzkapitalzinssatz, weil sich aus dem Leasingverhältnis kein zugrunde liegender Zinssatz bestimmen lässt. Bei kurzfristigen Leasingverhältnissen mit einer Laufzeit von nicht mehr als zwölf Monaten und Leasinggegenständen von geringerem Wert wird auf den Ansatz von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten verzichtet. LEDVANCE übt das diesbezügliche Bilanzierungswahlrecht aus und erfasst die damit verbundenen Leasingzahlungen über die Laufzeit der Vereinbarung als Aufwand. Wertminderungen und Wertaufholungen LEDVANCE überprüft Sachanlagen, nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und sonstige immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderung, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Darüber hinaus wird für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte mindestens jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung durchgeführt. Die Werthaltigkeit wird durch Vergleich des Buchwerts der jeweiligen Vermögenswerte mit dem erzielbaren Betrag bestimmt. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, in deren Zusammenhang der Vermögenswert unabhängige Zahlungsmittelzuflüsse erwirtschaftet, ist mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden. Diese Schätzungen werden von bestimmten Faktoren wie beispielsweise der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung, der Volatilität auf den Kapitalmärkten, der Zinsentwicklung sowie den Schwankungen der Währungskurse beeinflusst. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus dem Nutzungswert des Vermögenswerts und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten. Falls ein Vermögenswert keine Mittelzuflüsse erzeugt, die weitgehend von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten unabhängig sind, wird die Überprüfung auf Wertminderung nicht auf Ebene eines einzelnen Vermögenswerts durchgeführt, sondern auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Vermögenswert zuzuordnen ist. Übersteigt der Buchwert des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dessen bzw. deren erzielbaren Betrag, wird die Differenz als Wertminderung erfasst. Sobald Hinweise vorliegen, dass die Gründe für die vorgenommene Wertminderung nicht länger existieren, überprüft LEDVANCE die Notwendigkeit einer vollständigen oder teilweisen Wertaufholung. Vorräte Die Vorräte bilanziert LEDVANCE ab Erfüllung der Ansatzkriterien mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Angesetzt wird in der Regel ein Durchschnittswert oder ein auf Basis des FIFO-Verfahrens (First in, First out) ermittelter Wert. Bestandteile der Herstellungskosten sind das Fertigungsmaterial, die Fertigungslöhne, die zurechenbaren Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der Vertriebskosten. Leistungsorientierte Pensionspläne Die Leistungsansprüche aus leistungsorientierten Plänen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bewertet. Sind die Leistungsansprüche nicht durch externes Vermögen gedeckt, erfasst LEDVANCE die Defined Benefit Obligation (DBO) als Rückstellung. Sind die Leistungsansprüche durch externes Vermögen gedeckt, saldiert LEDVANCE den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens mit der DBO. Unter Berücksichtigung möglicher Effekte aus einer Aktivierungsobergrenze (Asset Ceiling) wird eine Unterdeckung in der Position Pensionen und ähnliche Verpflichtungen oder eine Überdeckung in der Position Sonstige Vermögenswerte ausgewiesen. Neubewertungen der Nettoschuld (des Nettovermögenswerts) aus einem leistungsorientierten Plan weist LEDVANCE im Jahr ihrer Entstehung im Sonstigen Ergebnis nach Steuern aus. Die daraus resultierenden Effekte berücksichtigt LEDVANCE um steuerliche Auswirkungen gemindert vollständig und direkt im Eigenkapital. Rückstellungen LEDVANCE bilanziert Rückstellungen, wenn das Unternehmen aus einem Ereignis in der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, es wahrscheinlich ist, dass wirtschaftliche Ressourcen abfließen, um diese Verpflichtungen zu erfüllen, und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis einer bestmöglichen Schätzung bestimmt, wobei je nach Charakteristik der Verpflichtung geeignete Schätzverfahren und Informationsquellen genutzt werden. Einzelne Verpflichtungen (z. B. Rechts- und Prozessrisiken) werden mit dem wahrscheinlichsten Ergebnis bewertet, soweit nicht aufgrund besonderer Wahrscheinlichkeitsverteilungen andere Schätzungen zu einer angemesseneren Bewertung führen. Für einzelne bis zum Bilanzstichtag bekannt gewordene Gewährleistungsfälle werden Einzelrückstellungen gebildet. Ferner bildet LEDVANCE Rückstellungen, wenn aufgrund von Erfahrungen der Vergangenheit oder aus betriebs- und branchenspezifischen Erfahrungen wahrscheinlich mit Gewährleistungsinanspruchnahmen zu rechnen ist. Der Aufwand für Produktgewährleistungen wird innerhalb der Umsatzkosten erfasst. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und dieser den betroffenen Parteien kommuniziert worden ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden dann als Aufwand erfasst, wenn sich die Gesellschaft nachweislich hierzu verpflichtet hat, sei es im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen oder wenn anderweitig eine gerechtfertigte Erwartung erzeugt wurde. Droht aus einem Vertrag ein Verlust, erfasst LEDVANCE die gegenwärtige Verpflichtung aus dem Vertrag als Drohverlustrückstellung. Diese wird mit dem niedrigeren Betrag bewertet, um den die zu erwartenden Kosten bei Erfüllung des Vertrags oder die zu erwartenden Kosten bei Nichterfüllung des Vertrags den erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus dem Vertrag übersteigen. Eine Abzinsung langfristiger Rückstellungen wird vorgenommen, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Zur Abzinsung werden Marktzinssätze vor Steuern verwendet. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist jeder Vertrag, der gleichzeitig einen finanziellen Vermögenswert bei einem Vertragspartner und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument bei einem anderen Vertragspartner begründet. Die finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert. Die finanziellen Verbindlichkeiten des Unternehmens umfassen vor allem Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert. LEDVANCE macht von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert einzustufen (Fair-Value-Option), keinen Gebrauch. Finanzinstrumente werden in der Bilanz erfasst, wenn LEDVANCE eine vertragliche Verpflichtung aufgrund des Finanzinstruments entsteht. Marktübliche Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten - d.h. Käufe oder Verkäufe im Rahmen eines Vertrags, der die Lieferung des Vermögenswerts innerhalb eines Zeitraums vorsieht, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Markts festgelegt wird - werden am Handelstag erfasst. Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die dem Erwerb oder der Emission von Finanzinstrumenten direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt LEDVANCE bei der Ermittlung des Buchwerts nur, soweit die Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Transaktionskosten von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten werden als Aufwand erfasst. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt entsprechend der Kategorie, der sie zugeordnet ist: Schuldinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost, aAC), Schuldinstrumente, Derivate und Eigenkapitalinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet werden (Fair Value through Profit and Loss, aFVTPL), Schuldinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (Fair Value through Other Comprehensive Income, aFVOCI) und bei denen die kumulierten Gewinne und Verluste bei Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts in die Gewinn- und Verlust-Rechnung umzugliedern sind, sowie Eigenkapitalinstrumente, die als aFVOCI klassifiziert werden und bei denen die Gewinne und Verluste bei Verkauf der finanziellen Vermögenswerte vom sonstigen Ergebnis in die Gewinnrücklagen umzugliedern sind (keine Realisierung). Finanzinstrumente werden ausgebucht, wenn sie durch den Schuldner getilgt wurden. Die Tilgung erfolgt in der Regel durch eine Zahlung des Schuldners an den Gläubiger. Weiterhin kann die Tilgung dadurch erfolgen, dass der Schuldner von der ursprünglichen Verpflichtung rechtlich entbunden wurde oder dass die Verpflichtung erloschen ist. Eine Ausbuchung durch den Gläubiger erfolgt auch, wenn er einen finanziellen Vermögenswert auf eine andere Partei übertragen und keine wesentlichen Chancen und Risiken aus dem finanziellen Vermögenswert zurückbehalten hat. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen überwiegend aus Geldanlagen bei bonitätsstarken Kreditinstituten, die über ein Rating im Investmentgrade-Bereich verfügen. Darlehen und Forderungen Finanzielle Vermögenswerte, die als Darlehen und Forderungen klassifiziert wurden, bewertet LEDVANCE unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst LEDVANCE auf separaten Wertberichtigungskonten. Unverzinsliche oder im Vergleich zum Marktzinsniveau niedrig verzinsliche Darlehen und Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. LEDVANCE vereinbart mit seinen Kunden Zahlungsbedingungen, die den üblichen Marktkonditionen entsprechen. Finanzielle Verbindlichkeiten LEDVANCE bewertet finanzielle Verbindlichkeiten - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zinsswap-Kontrakte bilanziert LEDVANCE zum beizulegenden Zeitwert. Derivative Finanzinstrumente stuft das Unternehmen als zu Handelszwecken gehalten ein, es sei denn, sie werden als Sicherungsinstrumente in die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung einbezogen (Hedge Accounting). Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der als zu Handelszwecken einzustufenden Derivative weist das Unternehmen periodengerecht in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aus. Verwendet das Unternehmen ein Derivat als Sicherungsinstrument, so ist das entsprechende Derivat gemäß den Vorschriften des IAS 39 für Hedge Accounting zu bewerten. Hedge Accounting wurde während der im Konzernabschluss ausgewiesenen Geschäftsjahre nicht angewendet. 3. Kürzlich veröffentlichte Rechnungslegungsverlautbarungen Noch nicht umgesetzte Rechnungslegungsverlautbarungen Die im Berichtsjahr vom IASB verabschiedeten und / oder von der Europäischen Union anerkannten Standards werden keine oder keine wesentliche Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LEDVANCE Gruppe haben. Die nachfolgenden von anderen Institutionen veröffentlichten Regelungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und von LEDVANCE bislang auch noch nicht angewendet worden. Mindestbesteuerung Basierend auf dem OECD BEPS-Projekt zur Bekämpfung der Steuervermeidung durch multinationale Unternehmen in Form von Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung wurde durch das sog. OECD/G20 Inclusive Framework (ein Zusammenschluss von ca. 140 Staaten) die Einführung einer globalen Mindestbesteuerung beschlossen mit dem Ziel, dass multinationale Konzerne einer Mindestbesteuerung von 15% in ihren jeweiligen Tätigkeitsstaaten unterliegen. Im Dezember 2021 veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sogenannte OECD Model Rules, welche als Gesetzesvorlage zur Implementierung in nationales Recht dienen, gefolgt von im März 2022 veröffentlichten Leitfaden, Kommentierungen und Auslegungshilfen. Zum Bilanzstichtag wurden die BEPS Pillar 2 Regelungen (MinBestRL-UmsG) in deutsches Recht überführt (MinStG) und sind in Kraft getreten. Der Konzern fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Nach Überprüfung der Konzernstruktur erfüllt die Luxemburger Holding Eurolight die Definition einer zwischengeschalteten Muttergesellschaft nach § 4 Abs. 4 MindStG und ist somit als Intermediate Parent Entity anzusehen. Luxemburg hat Pillar 2 auf Basis der EU-Richtlinie eingeführt und wendet entsprechend die Income Inclusion Rule (Primärergänzungssteuerregelung) an. Daher ist davon auszugehen, dass für LEDVANCE nach § 8 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 MinStG keine Auswirkungen einer Pillar 2 Top-up tax entstehen, noch ist mit einer Deklarationspflicht zu rechnen. Der Konzern verfolgt den Fortschritt des Gesetzgebungsverfahrens in jedem Land, in dem LEDVANCE tätig ist, genau. Nachhaltigkeitsberichterstattung Die Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen ändern sich tiefgreifend. Dies ergibt sich vor allem aus der neuen EU-Richtlinie zur Unternehmens-Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD). Die Richtlinie ist am 5. Januar 2023 in Kraft getreten und die neuen Vorschriften müssen bis Juli 2024 von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt sein. Die verpflichtende Offenlegung der geforderten Nachhaltigkeitsinformationen wird zukünftig im Rahmen des Lagebericht erfolgen. Die der Berichterstattung zugrundeliegenden sektorübergreifenden European Sustainability Reporting Standards (ESRS) wurden am 22. Dezember im EU-Amtsblatt veröffentlicht und sind ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Für die LEDVANCE GmbH ist die Berichterstattung aufgrund ihrer aktuellen Größenmerkmale ab dem Geschäftsjahr beginnend mit dem 1. Januar 2025 verpflichtend. Ebenso sind ab diesem Zeitpunkt die Regelungen der EU-Taxonomie-Verordnung vom Unternehmen anzuwenden. Auf Basis dieser Verordnung müssen berichtspflichtige Unternehmen ihre Wirtschaftstätigkeiten hinsichtlich der ökologischen Nachhaltigkeit klassifizieren und den Anteil ihrer als ökologisch nachhaltig klassifizierten (taxonomiefähigen und taxonomiekonformen) Umsätze, Investitionsausgaben (CapEx) und Betriebsausgaben (OpEx) ausweisen. Erstmalig umgesetzte Rechnungslegungsverlautbarungen Die im Berichtsjahr vom IASB veröffentlichten und von der Europäischen Union übernommenen Rechnungslegungsverlautbarungen haben für LEDVANCE keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen. 4. Schätzungen und Beurteilungen des Managements Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von LEDVANCE sind für das Verständnis der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von wesentlicher Bedeutung (siehe Anhang 2: Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze). In bestimmten Fällen enthalten diese komplexe und subjektive Bewertungen sowie die Verwendung von Annahmen, die Sachverhalte betreffen, die von Natur aus ungewiss sind und Veränderungen unterliegen können. Solche schätz- und prämissensensitiven Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf verändern und einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern haben. Außerdem können sie Schätzungen und Annahmen enthalten, die LEDVANCE in demselben Berichtszeitraum aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders hätte treffen können. Die Geschäftsführung weist darauf hin, dass künftige Ereignisse von Prognosen abweichen können und Schätzungen routinemäßige Anpassungen erfordern. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Transaktionspreis im Einklang mit den Vorschriften zur Bilanzierung von Umsatzerlösen angesetzt. Da Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit dem Ziel der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme aus Zins- und Tilgungsleistungen gehalten werden, werden diese nach dem erstmaligen Ansatz mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Gemäß dem Expected Credit Loss Modell wird für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Kreditverluste gebildet. Leasing Zur Bestimmung der Laufzeiten von Leasingverhältnissen sind insbesondere bei Verträgen mit Verlängerungs- und Kündigungsoptionen Schätzungen hinsichtlich einer zukünftigen Inanspruchnahme bzw. Nicht-Inanspruchnahme erforderlich. Dabei ist zu Beginn des Leasingverhältnisses zu beurteilen, ob und in welchem Maß die Ausübung der jeweiligen Optionen als hinreichend sicher angesehen wird. Anpassungen im Laufe der Leasing-Verhältnisse werden durchgeführt, wenn neue Erkenntnisse hinsichtlich der Ausübung der Optionen erlangt werden. Dies kann in der Folge zu einer Neubewertung des Nutzungsrechts sowie der Leasingverbindlichkeit führen. Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte LEDVANCE klassifiziert einen langfristigen Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) als zur Veräußerung gehalten, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss beziehen sich nicht auf zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, soweit sie Bezug auf die Konzernbilanz nehmen. Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen) werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Die Bestimmung des Zeitpunkts der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten sowie die Ermittlung des beizuliegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten unterliegt Schätzungen und Annahmen, die mit Unsicherheiten verbunden sein können. Wertminderung und Wertaufholung Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Investitionen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, werden auf Wertminderung geprüft, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes nicht werthaltig ist. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, in deren Rahmen der Vermögenswert Mittelzuflüsse weitgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen aus anderen Vermögenswerten generiert, basiert maßgeblich auf Schätzungen des Managements. Das geplante Ergebnis wird durch bestimmte Faktoren, wie beispielsweise erwartete Wachstumsentwicklungen, Kapitalmarktvolatilität, Zinsbewegungen und Wechselkursschwankungen, beeinflusst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten oder des Nutzungswerts. Um diese Werte zu ermitteln, werden im Allgemeinen diskontierte Cashflow-Methoden verwendet. Diese abgezinsten Cash-Flow-Berechnungen verwenden in der Regel Fünf-Jahres-Projektionen, die auf Business-Plänen basieren. Cashflow-Planungen berücksichtigen die bisherigen Erfahrungen, die laufenden operativen Ergebnisse und die Marktannahmen und stellen die beste Schätzung des Managements über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen dar. Cashflows nach dem Planungszeitraum werden mit individuellen Wachstumsraten hochgerechnet. Wesentliche Annahmen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags beinhalten die geschätzten Wachstumsraten und die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten. Diese Schätzungen, einschließlich der verwendeten Methodik, können einen wesentlichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf den Betrag der Wertminderung des geprüften Vermögenswert haben. Die Schätzung der Wachstumsraten berücksichtigt Erwartungen hinsichtlich Inflation und Marktwachstum sowie makroökonomische Daten und branchenspezifische Trends. Pensionspläne und ähnliche Verpflichtungen Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und der damit zusammenhängende periodenbezogene Nettoversorgungsaufwand werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Die Bewertungen der leistungsorientierten Pensionspläne beruhen auf finanziellen und demographischen Annahmen. Hierzu gehören der Abzinsungssatz, die Annahmen zum Gehaltstrend, Rententrend und Sterbetafeln. Die verwendeten Abzinsungssätze werden auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Ende des Berichtszeitraums für hochwertige, festverzinsliche Unternehmensanleihen am Markt erzielt werden. In Ländern ohne liquiden Markt für solche Unternehmensanleihen werden stattdessen Marktrenditen von Staatsanleihen verwendet. Sowohl die Währung als auch die Laufzeiten der zugrunde gelegten Unternehmens- oder Staatsanleihen sind auf die Währung und voraussichtlichen Fristigkeiten der Leistungszahlungen abgestimmt. Insbesondere aufgrund schwankender Markt- und Wirtschaftslage kann die tatsächliche Entwicklung von den zugrunde gelegten Prämissen abweichen. Dies kann wesentliche Auswirkungen auf die Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben. Die hieraus resultierenden Differenzen werden in dem Geschäftsjahr ihres Entstehens im Sonstigen Ergebnis nach Steuern erfasst. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Der LEDVANCE Konzern hat Umstrukturierungsprogramme und Einzelmaßnahmen zur Beendigung von Arbeitsverträgen umgesetzt. Aufwendungen in Zusammenhang mit der Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie sonstige Aufwendungen für Austritte unterliegen in erheblichem Maße Schätzungen und Annahmen. Diese beinhalten beispielsweise die Wahrscheinlichkeit der Annahme im Fall eines Angebots zur vorzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie die Art der gewährten Maßnahme. Im Fall von Gruppenvereinbarungen in Deutschland bestimmt in der Regel der Abschluss eines Interessensausgleichs und Sozialplans die Details des formalen Restrukturierungsplans. Steuern Bei der Ermittlung der tatsächlichen und latenten Steuerposten berücksichtigt LEDVANCE die Auswirkungen von ungewissen Steuerpositionen und ob zusätzliche Steuern und Zinsen sowie gegebenenfalls Strafzahlungen fällig werden können. Diese Beurteilung erfolgt auf Basis von Schätzungen und Annahmen und kann eine Reihe von Ermessensentscheidungen über künftige Ereignisse enthalten. Es können neue Informationen zur Verfügung stehen, die LEDVANCE dazu veranlassen, ihre Ermessensentscheidungen bezüglich der Angemessenheit der bestehenden Steuerpositionen zu ändern; solche Änderungen der Steuerpositionen werden Auswirkungen auf den Gewinn nach Steuern in dem Geschäftsjahr haben, in dem eine solche Feststellung getroffen wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Steuerbehörden unter anderem infolge laufender oder künftiger Steuer- und Betriebsprüfungen und/oder Gerichte zusätzliche Belastungen für LEDVANCE festsetzen (z.B. aufgrund der teilweisen Nichtanerkennung von Verrechnungspreisen, die bei konzerninternen Lieferungen oder Leistungen angewandt wurden, aufgrund von unterschiedlicher Würdigungen in Bezug auf Betriebsstätten oder infolge der Prüfung von Sachverhalten, die indirekte Steuern auslösen können) oder dass die hierfür gebildeten Rückstellungen nicht ausreichen werden. Aktive latente Steuern werden angesetzt, wenn künftig ausreichend hohes steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht. Dabei werden unter anderem die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit und mögliche Steuerstrategien mit einbezogen. Steuergestaltungsmöglichkeiten, die zum Zeitpunkt der Bilanzierung bestehen, aber von der Unternehmensleitung am jeweiligen Bilanzstichtag nicht implementiert oder durchgeführt wurden, wurden nicht für die Zwecke der Erstellung des Konzernabschlusses berücksichtigt. Auf Basis des geplanten künftigen steuerpflichtigen Einkommens beurteilt die Unternehmensleitung zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern. Bei Verlustvorträgen wird hierfür grundsätzlich ein Fünfjahreszeitraum zugrunde gelegt. Sofern die Nutzung der Verlustvorträge in dieser Zeit planmäßig begonnen wird und keine Anzeichen bestehen, dass die Verlustvorträge mittelfristig nicht aufgebraucht werden, werden diese als werthaltig angesehen. Da künftige Geschäftsentwicklungen unsicher sind und sich teilweise der Steuerung durch die Unternehmensleitung entziehen, sind Annahmen zur Schätzung von künftigem steuerpflichtigen Einkommen sowie über den Zeitpunkt der Realisierung von aktiven latenten Steuern erforderlich. Schätzgrößen werden in dem Geschäftsjahr angepasst, in dem ausreichende Hinweise für eine Anpassung vorliegen. Sofern die Unternehmensleitung es für wahrscheinlich hält, dass aktive latente Steuern teilweise oder vollständig nicht realisiert werden können, erfolgt eine Wertberichtigung in entsprechender Höhe. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Die Höhe der steuerlichen Verlustvorträge sowie temporäre Differenzen und der darauf gebildeten latenten Steuern könnte aufgrund von Betriebsprüfungen zukünftig negativ beeinflusst werden. Zukünftige Änderungen der Steuergesetze und -regelungen sowie deren Auslegung und sonstige Entwicklungen in Steuersystemen könnten einen wesentlichen Einfluss auf die bestehenden Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie die aktiven und passiven latenten Steuern haben und somit zu höherem Aufwand für direkte und indirekte Steuern und höheren Steuerzahlungen hierfür führen. Darüber hinaus könnte die Unsicherheit im steuerlichen Umfeld mancher Länder die Möglichkeit einschränken, steuerliche Ansprüche und Rechte durchzusetzen. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und zur Konzern-Bilanz 5. Akquisitionen, Verkäufe und Asset Held for Sale Im Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr kam es zu verschiedenen Käufen und Verkäufen. Darüber hinaus wurden einzelne Vermögensgegenstände, für die ein Verkauf geplant ist, als Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten (Asset Held for Sale, "AhfS") ausgewiesen. Geschäftsjahr 2023 Akquisition Wuhu MLS E-Commerce, China Im Mai 2023 hat die LEDVANCE Lighting Technology (Shenzhen) Co., Ltd. (LLT), China 100% der Anteile an der Wuhu MLS E-Commerce Co. Ltd., China vom Mutterunternehmen MLS erworben. Wuhu ist im Wesentlichen spezialisiert auf verschiedenste LED Lampen, -Leuchten und Bildschirme, elektronische Komponenten sowie Smart Lighting-Lösungen, weiterhin auf Forschung und Entwicklung energiesparender Technologien und Recycling. Der Kaufpreis von 0,2 Mio. EUR einschließlich erworbener Zahlungsmittel in Höhe von 0,3 Mio. EUR wurde mit Barmitteln beglichen. Aus dem Erwerb resultierte kein Goodwill. Seit der erstmaligen Konsolidierung hat die Gesellschaft nur in unwesentlichem Umfang zum Umsatz und Ergebnis des Konzerns beigetragen. Verkauf von Anteilen Ebenfalls im Mai 2023 hat LEDVANCE seinen 20%-Anteil an dem assoziierten Unternehmen MLS Lighting e-commerce Co. Ltd., China für 0,3 Mio. EUR an das Mutterunternehmen MLS verkauft. Verkauf Werk Radium Lampenwerk GmbH Wipperfürth, Deutschland Der Verkauf der Tochtergesellschaft Radium Lampenwerk GmbH ("Radium") erfolgte im Oktober 2020. Um den zukünftigen Betrieb der Produktionsstätte zu sichern, ist LEDVANCE im Rahmen des Verkaufsvertrages eine dreijährige Abnahmeverpflichtung zu Fixpreisen eingegangen, die über dem Marktpreis liegen. Die Verluste aus den zugehörigen Käufen führten im Geschäftsjahr zu zusätzlichen Zahlungen von 0,5 Mio. EUR, die Bestandteil des Verkaufspreises für Radium sind. Verkauf Werk Eichstätt, Deutschland Im Mai 2020 vereinbarte LEDVANCE den Verkauf des deutschen Fertigungsstandorts Eichstätt an einen Investor. Die Ausgliederung ("carve-out") sowie der Verkauf des Standortes erfolgten im August 2020. Um den zukünftigen Betrieb der Produktionsstätte zu sichern, ist LEDVANCE im Rahmen des Verkaufsvertrages eine dreijährige Abnahmeverpflichtung zu Fixpreisen eingegangen, die über dem Marktpreis liegen. Die Verluste aus den zugehörigen Käufen führten im Geschäftsjahr zu zusätzlichen Zahlungen von 0,3 Mio. EUR, die Bestandteil des Verkaufspreises für Eichstätt sind. Verkauf Werk und Grundstück Juarez, Mexico Der Produktionsstandort in Juarez ("Werk Juarez") und das zugehörige Grundstück ("Grundstück Juarez") wurden im Geschäftsjahr 2022 verkauft. Die anteilig ausstehende Zahlung des Verkaufspreises abzgl. Kosten ist im Geschäftsjahr mit 0,3 Mio. EUR teilweise erfolgt. Verkauf Werk Smolensk, Russland Der Verkauf des Produktionsstandortes in Smolensk wurde im Geschäftsjahr abgeschlossen. Der Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten erfolgte im Januar 2023. LEDVANCE übernimmt im Rahmen des Verkaufsvertrags diverse Kosten für seinen ehemaligen Produktionsstandort, die im Wesentlichen in Zusammenhang mit Restrukturierungs- und Rückbaumaßnahmen stehen und im Geschäftsjahr zu Zahlungen in Höhe von 4,2 Mio. EUR geführt haben. Übrige Verkäufe Im Vorjahr verkaufte LEDVANCE das Distributionszentrum in Spanien. Den restlichen Kaufpreis von 2,4 Mio. EUR hat LEDVANCE im Geschäftsjahr erhalten. Geschäftsjahr 2022 Verkauf von Anteilen Im Oktober 2022 hat LEDVANCE Anteile an der Tochtergesellschaft LEDVANCE Lighting Technology (Shenzhen) Co. Ltd., China für 0,2 Mio. EUR verkauft. Damit verringerte LEDVANCE seine Beteiligungsquote an dem Unternehmen auf 69,84%. Die Differenz zwischen den nicht beherrschenden Anteilen und dem Kaufpreis in Höhe von 0,1 Mio. EUR wurde als Transaktion unter Eigenkapitalgebern ergebnisneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Verkauf Werk Radium Lampenwerk GmbH Wipperfürth, Deutschland Der Verkauf der Tochtergesellschaft Radium Lampenwerk GmbH ("Radium") erfolgte im Oktober 2020. Um den zukünftigen Betrieb der Produktionsstätte zu sichern, ist LEDVANCE im Rahmen des Verkaufsvertrages eine dreijährige Abnahmeverpflichtung zu Fixpreisen eingegangen, die über dem Marktpreis liegen. Die Verluste aus den zugehörigen Käufen führten im Vorjahr zu zusätzlichen Zahlungen von 0,9 Mio. EUR, die Bestandteil des Verkaufspreises für Radium sind. Verkauf Werk Eichstätt, Deutschland Im Mai 2020 vereinbarte LEDVANCE den Verkauf des deutschen Fertigungsstandorts Eichstätt an einen Investor. Die Ausgliederung ("carve-out") sowie der Verkauf des Standortes erfolgten im August 2020. Um den zukünftigen Betrieb der Produktionsstätte zu sichern, ist LEDVANCE im Rahmen des Verkaufsvertrages eine dreijährige Abnahmeverpflichtung zu Fixpreisen eingegangen, die über dem Marktpreis liegen. Die Verluste aus den zugehörigen Käufen führten im Vorjahr zu zusätzlichen Zahlungen von 1,5 Mio. EUR, die Bestandteil des Verkaufspreises für Eichstätt sind. Verkauf Werk und Grundstück Juarez, Mexico Der Verkauf des Produktionsstandorts in Juarez ("Werk Juarez") wurde im Januar 2022 zum Buchwert von 1,6 Mio. USD abgeschlossen. Der Verkaufspreis wurde nur anteilig bezahlt, was zu einem Netto-Veräußerungserlös von 0,5 Mio. EUR führte. Darüber hinaus wurde das zugehörige Grundstück ("Grundstück Juarez") ebenso an einen Investor verkauft. Die Transaktion führte zu einem Ertrag i. H. v. 2,1 Mio. EUR, der im Wesentlichen unter Sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen wurde. Der Verkaufspreis abzgl. Kosten lag bei 5,6 Mio. EUR und wurde weitestgehend bezahlt. Übrige Verkäufe Der Verkauf des Distributionszentrums in Spanien führte bei einem Verkaufspreis abzüglich Kosten von 4,7 Mio. EUR zu einem Ertrag i. H. v. 3,4 Mio. EUR, der unter Sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen wurde. Zur Veräußerung vorgesehen Im Vorjahr wurden verschiedene Verkäufe vertraglich vereinbart. Die entsprechenden Vermögensgegenstände wurden unter Anwendung von IFRS 5 als Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten ausgewiesen, sofern der Verkauf noch nicht abgeschlossen ist. Im Vorjahr schloss LEDVANCE mit einem Investor eine Verkaufs-/Kaufvereinbarung über den russischen Produktionsstandort in Smolensk. Im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung des Fertigungsstandortes sind Aufwendungen in Höhe von 10,8 Mio. EUR entstanden, die im Wesentlichen unter Umsatzkosten ausgewiesen wurden. Das Netto-Vermögen wurde unter Asset Held for Sale ausgewiesen. 6. Umsätze Aufgliederung der Umsätze Umsatz
In den beiden nachfolgenden Tabellen erfolgt die Aufgliederung der Umsatzerlöse jeweils nach Produktsegment und Region. Umsatz nach Segmenten
LEDVANCE realisiert Umsatzerlöse überwiegend zeitpunktbezogen. In einzelnen Segmenten sind in geringfügigem Ausmaß Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen enthalten, die zeitraumbezogen realisiert werden. Umsatz nach Vertriebsregionen
1) = inkl. zentralgesteuerter
Konzerngesellschaften in Shenzhen, Shanghai und Wuhu
(China)
Vertragssalden Vertragsvermögenswerte bestehen im Wesentlichen in Form von geleisteten Anzahlungen für Kunden-Preisnachlässe, siehe Anhang 15: Sonstige kurzfristige Vermögenswerte und Anhang 20:Sonstige Vermögenswerte. Diese beinhalten vor allem Vorauszahlungen für Boni. Darüber hinaus hat LEDVANCE nur in untergeordnetem Umfang Vertragsvermögenswerte aus Verträgen mit Kunden erfasst. LEDVANCE hat zum Bilanzstichtag nur in untergeordnetem Umfang Vertragsverbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden erfasst. Diese sind jeweils im sonstigen Teil der kurzfristigen und nicht-kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie als erhaltene Anzahlungen auf das Vorratsvermögen ausgewiesen. In der abgelaufenen Berichtsperiode haben sich diese Vertragsverbindlichkeiten nicht wesentlich verändert. Den verbleibenden Leistungsverpflichtungen zugeordneter Transaktionspreis Leistungsverpflichtungen entstehen bei LEDVANCE durch erfolgte Abrufe aus bestehenden Rahmenverträgen mit Kunden und werden deshalb in kurzen Zeiträumen vollständig erfüllt. Das Unternehmen erachtet weitere Angaben zum prognostizierten Zeitkorridor der Erfüllung von bereits kontrahierten aber noch nicht oder nur teilweise erfüllten Leistungsverpflichtung als nicht entscheidungsnützlich. LEDVANCE nimmt deshalb den praktischen Behelf in Anspruch und unterlässt weitere Angaben zu Leistungsverpflichtungen mit einer erwarteten ursprünglichen Laufzeit von maximal einem Jahr. Bei Anbahnung eines Vertrags mit einem Kunden aktivierte Kosten LEDVANCE beauftragt auf Erfolgsbasis externe Vertriebsmitarbeiter zur Anbahnung neuer Aufträge. Da das Unternehmen die dafür bezahlte Vermittlungsprovision im Falle einer Aktivierung innerhalb eines Jahres abschreiben würde, macht es vom praktischen Behelf Gebrauch, die hiermit verbundenen Kosten direkt im Aufwand zu erfassen. 7. Personalaufwand Personalaufwand
Als Reaktion auf die COVID-19 Pandemie wurden durch viele Regierungen staatliche Hilfsprogramme zur Unterstützung betroffener Unternehmen verabschiedet. Durch Zuwendungen der öffentlichen Hand reduzierte sich der oben ausgewiesene Personalaufwand um 0,0 Mio. EUR (Vj.: 4,8 Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund staatlicher Zuschüsse aus dem Employee Retention Credit (ERC) in den USA, der auf Basis von geleisteten Lohn- und Gehaltszahlungen ermittelt und in Form einer Steuergutschrift gewährt wird. LEDVANCE berichtet über netto pensionsbezogene Zinsaufwendungen und Zinserträge innerhalb des Postens Zinsertrag / Zinsaufwand. Die Beiträge zu den staatlichen Pensionsplänen sind unter den Aufwendungen für Sozialabgaben und Aufwendungen für Unterstützung aufgenommen. Mitarbeiter nach Funktionen
Die Anzahl von Mitarbeitern wird in FTE (Full-Time Equivalents, Vollzeitäquivalente) gemessen. Zur Veränderung der Mitarbeiterzahl in den einzelnen Funktionen siehe die Erläuterung im Konzernlagebericht: Organisatorische und rechtliche Struktur und Forschung und Entwicklung. 8. Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge
Die Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten stammen im Vorjahr im Wesentlichen aus Verkäufen in Zusammenhang mit der Transformation, siehe Anhang 5. Akquisitionen, Verkäufe und Asset Held for Sale. Erträge aus Steuererstattung enthalten Steuererstattungsansprüche in Südamerika, die LEDVANCE gerichtlich geltend gemacht hat und für die ein positiver Bescheid eingegangen ist. Mieterträge beinhalten im Wesentlichen Einnahmen aus der Untervermietung von aktivierten Nutzungsrechten aus IFRS 16. 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von ehem. Produktionsstandorten stammen aus Verkäufen in Zusammenhang mit der Transformation. 10. Zinsertrag, Zinsaufwand und sonstiges Finanzergebnis Zinsertrag Die Zinserträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten betrugen im Geschäftsjahr 16,4 Mio. EUR (Vj.: 4,0 Mio. EUR) und enthalten im Wesentlichen Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen bei Kreditinstituten. Der starke Anstieg im Vergleich zum Vorjahr spiegelt auch das gestiegene Zinsniveau wieder. Zinsaufwand Der Zinsaufwand teilt sich wie folgt auf: Zinsaufwand
Pensionsbezogene Zinsaufwendungen enthalten Zinserträge und -aufwendungen aus den Pensionsverpflichtungen und dem Planvermögen. Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten sind im Anhang 18. Leasing beschrieben. Der Posten Sonstiger Zinsaufwand beinhaltet Zinsaufwendungen für Darlehen und finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden. Sonstiges Finanzergebnis Das sonstige Finanzergebnis teilt sich wie folgt auf: Sonstiges Finanzergebnis
11. Ertragsteuern Ertragsteuern
Im laufenden Steueraufwand/-ertrag ist ein Steuerertrag von 3,2 Mio. EUR (Vj.: Steueraufwand von 4,2 Mio. EUR) für frühere Geschäftsjahre enthalten. Der latente Steueraufwand/-ertrag beinhaltet einen Steuerertrag von 4,2 Mio. EUR (Vj.: 14,5 Mio.) im Zusammenhang mit der Bildung und Auflösung temporärer Unterschiede. Bei der Ermittlung der laufenden Steuern wird in Deutschland auf ausgeschüttete und einbehaltene Gewinne ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15% sowie ein darauf entfallender Solidaritätszuschlag von 5,5% zugrunde gelegt. Zusätzlich zur Körperschaftsteuer wird für in Deutschland erzielte Gewinne eine Gewerbesteuer erhoben. Für die Gewerbesteuer errechnet sich ein durchschnittlicher Steuersatz von 11,55%, so dass hieraus ein inländischer Gesamtsteuersatz von 27,38% resultiert. Der von ausländischen Tochtergesellschaften erwirtschaftete Gewinn wird auf der Grundlage des jeweiligen nationalen Steuerrechts ermittelt und mit dem im Sitzland maßgeblichen Steuersatz versteuert. Die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands basiert auf der Anwendung des deutschen Gesamtsteuersatzes von 27,38%. Überleitung auf den ausgewiesenen Ertragsteueraufwand
In der Position Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben sind nicht abzugsfähige Zinsaufwendungen für Darlehen der LEDVANCE LLC, USA in Höhe von 1 Mio. EUR enthalten. Die Position Steuerfreie Erträge weist hauptsächlich den Steuereffekt aus einer Steuergutschrift aus. Die Position Sonstiges resultiert im Wesentlichen aus Währungseffekten aufgrund der Umbewertung von Steuerpositionen, gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen sowie aus sonstigen Steuerkorrekturen. Die aktiven und passiven latenten Steuern (brutto) verteilen sich auf folgende Bilanzposten: Aktive und passive latente Steuern
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Geschäftsführung zur Realisierung der aktiven latenten Steuern. Dabei werden unter anderem die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie mögliche Steuerstrategien mit einbezogen. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und des zu erwartenden steuerlichen Einkommens wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass die entsprechenden Vorteile aus aktiven latenten Steuern realisiert werden können. In diesem Zusammenhang sind für Gesellschaften, die im Geschäftsjahr oder im Vorjahr einen Verlust erzielt haben, aktive latente Steuern von 92,6 Mio. EUR (Vj.: 105,0 Mio. EUR) angesetzt worden. Die latenten Steuern entfallen im Wesentlichen auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die steuerlichen Verlustvorträge belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 142,4 Mio. EUR (Vj.: 195,5 Mio. EUR). Davon stammen 64,3 Mio. EUR (Vj.: 77,4 Mio. EUR) aus ausländischen Gesellschaften. Die aktiven latenten Steuern aus diesen Verlustvorträgen betragen in Summe 36,3 Mio. EUR (Vj.: 51,0 Mio. EUR). Die aktiven latenten Steuern aller ausländischen Gesellschaften mit negativem steuerlichen Ergebnis betragen 5,1 Mio. EUR (Vj.: 53,0 Mio. EUR). LEDVANCE geht davon aus, dass aufgrund der künftigen Geschäftstätigkeit ausreichendes positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung dieser aktiven latenten Steuern zur Verfügung stehen wird. Potentielle künftige rechtliche Reorganisationen können eine Auswirkung auf den Bestand oder die Höhe der Verlustvorträge haben. Für die folgenden Sachverhalte wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt (Bruttobeträge): Sachverhalte ohne Ansatz aktiver latenter Steuern
In einigen Ländern sind Gesellschaften im LEDVANCE-Konzern für mehrere Jahre noch nicht endgültig durch die Betriebsprüfung veranlagt. LEDVANCE bildet für diese offenen Veranlagungszeiträume unter Berücksichtigung zahlreicher Faktoren inklusive der Auslegung des Steuerrechts und der Erfahrung früherer Jahre angemessene Vorsorgen. Für ausschüttungsfähige Gewinne von Tochterunternehmen werden in Zusammenhang mit der Ausschüttung anfallende Ertragsteuern und Quellensteuern als latente Steuern passiviert, wenn entweder davon auszugehen ist, dass diese Gewinne einer entsprechenden Besteuerung unterliegen, oder beabsichtigt ist, diese nicht auf Dauer zu reinvestieren. Unter Berücksichtigung der direkt im Sonstigen Ergebnis erfassten Sachverhalte setzt sich der Ertragsteuerertrag bzw. -aufwand wie folgt zusammen: Ertragsteuerertrag (Aufwand)
Die Direkt im Sonstigen Ergebnis erfassten Ertragsteuern beinhalten latente Steuereffekte auf direkt im Eigenkapital erfasste Pensionsaufwendungen und -erträge. 12. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferung und Leistung
Noch an Kunden zu erteilende Bonusgutschriften in Höhe von 116,3 Mio. EUR (Vj.: 108,8 Mio. EUR) wurden von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aktivisch abgesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vorjahr um Forderungen aus einem Factoring- Vertrag reduziert, bei dem neben dem rechtlichen Zahlungsanspruch auch das Ausfallrisiko auf den Factor übertragen wurde (31. Dezember 2022: LEDVANCE GmbH: 17,4 Mio. EUR, LEDVANCE LLC: 28,2 Mio. USD). LEDVANCE hat dieses Factoring mit Wirkung zum 30. September 2023 gekündigt, was zu einem Anstieg der Forderungen führte. Die bis zu diesem Stichtag verkauften Forderungen wurden im Geschäftsjahr vollständig zurückbezahlt (siehe Anhang 33. Kapitalstrukturmanagement). Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: Wertberichtigungen
Wertberichtigungen und Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in den Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten ausgewiesen. 13. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Anlagenverkäufen stammen im Wesentichen aus der Transformation, siehe Anhang 5. Akquisitionen, Verkäufe und Asset Held for Sale. Die Forderungen gegenüber OSRAM stammen aus erbrachten Service-Leistungen (Contract Manufacturing). Für Details siehe Anhang 22. Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten. 14. Vorräte Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Unfertige Erzeugnisse und Fertige Erzeugnisse und Waren wurden nach dem Niederstwertprinzip und dem erwarteten Verkaufserlös bewertet. Die Vorratshaltung dient der Absicherung der Lieferfähigkeit. Die Beträge in der obigen Tabelle verstehen sich abzüglich Wertberichtigung. Die Wertberichtigungen erhöhten sich im Geschäftsjahr insgesamt um 2,2 Mio. EUR auf 81,9 Mio. EUR. Die Entwicklung reflektiert einerseits die Altersstruktur der Brutto-Bestände, anderseits spiegeln sich hier regulatorische Vorgaben, aufgrund denen Produkte in einigen Märkten nicht mehr unbegrenzt verkauft werden können. Die Bezugspreise und Herstellungskosten der im Geschäftsjahr verkauften Vorräte stellen den überwiegenden Teil der Umsatzkosten dar. Wertberichtigungen und Wertaufholungen auf Vorräte sind in den Umsatzkosten ausgewiesen. 15. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Die sonstigen Steuerforderungen bestehen im Wesentlichen aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen in Deutschland, Indien, Argentinien, USA sowie Frankreich. Die geleisteten Anzahlungen für Kunden-Preisnachlässe beinhalten vor allem Vorauszahlungen für Boni. Die Position Sonstiges enthält im Wesentlichen eine Forderung aus dem Employee Retention Credit (ERC) in den USA, siehe Anhang 7. Personalaufwand. 16. Immaterielle Vermögenswerte
Die Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte sind, abhängig von der Nutzung des Vermögenswerts, entweder in den Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten oder in den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten erfasst. 17. Sachanlagen
Im Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen auf bestimmte Sachanlagen in Höhe von 0,0 Mio. EUR (Vj.: 7,3 Mio. EUR) gebildet. Die Umbuchungen im Vorjahr stammen i. W. aus Anlagen, die zur Veräußerung vorgesehen sind. Diese wurden gemäß IFRS 5 umgegliedert und als Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen. Für Details siehe Anhang 5. Akquisitionen, Verkäufe und Asset Held for Sale. Im Geschäftsjahr wurden im Rahmen des Abgangs von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten Netto-Gewinne in Höhe von 0,1 Mio. EUR realisiert (Vj.: 6,5 Mio. EUR), die im Wesentlichen aus der Transformation stammen (siehe Anhang 5. Akquisitionen, Verkäufe und Asset Held for Sale). Abschreibungen sowie Wertminderungen auf Sachanlagen wurden, abhängig von der Nutzung des Vermögenswerts, entweder in den Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten oder in den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten erfasst. 18. Leasing Die von LEDVANCE abgeschlossenen Leasingverhältnisse beziehen sich im Wesentlichen auf die Anmietung von Immobilien, insbesondere Büroflächen und Lagerräume, Software-Lizenzen sowie von Fahrzeugen für ausgewählte Mitarbeiter und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Leasingverhältnisse sind für den Geschäftsbetrieb von LEDVANCE als unterstützende Maßnahme notwendig. Die Entwicklung der Buchwerte der geleasten immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ergibt sich wie folgt:
Die Aufteilung der Leasingverbindlichkeiten nach Fristigkeiten wird in der folgenden Tabelle dargestellt:
Die Beträge der Gewinn- und Verlustrechnung, die auf Leasingverhältnisse zurückzuführen sind, in denen LEDVANCE als Leasingnehmer agiert, lassen sich der folgenden Tabelle entnehmen:
Abschreibungen auf Nutzungsrechte an geleasten Vermögenswerten beinhalten Einmal-Abschreibungen aus Verkürzung der Leasingdauer oder der vorzeitigen Beendigung von Leasingverhältnissen. Die Beträge der Kapitalflussrechnung, die auf Leasingverhältnisse zurückzuführen sind, in denen LEDVANCE als Leasingnehmer agiert, sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Zukünftige Zahlungsverpflichtungen bestehen für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von 12 Monaten oder weniger, für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte sowie für variable Leasingzahlungen. LEDVANCE rechnet mit ähnlich hohen Zahlungen wie im abgelaufenen Geschäftsjahr. Zukünftige Zahlungen aus Verlängerungs- und Kündigungsoptionen sind aus Sicht von LEDVANCE als unwesentlich zu klassifizieren. Im Laufe des Geschäftsjahres hat der Konzern Verträge in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vj.: 8,2 Mio. EUR) zur Anmietung von Büroflächen geschlossen, deren Vertragslaufzeit im Anschluss an die Altverträge im nächsten oder in späteren Geschäftsjahren beginnen. LEDVANCE betätigt sich im Rahmen einiger Untermietverträge (im Wesentlichen Büroflächen) als Leasinggeber. Die hieraus resultierenden Effekte sind jedoch für den Konzernabschluss unwesentlich. 19. Sonstige finanzielle Vermögenswerte Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige Investitionen enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Fonds der Altersteilzeitverträge sowie Anteile an assoziierten und übrigen Beteiligungen. Aufgrund der erhöhten Zollabgaben in den USA wurde Mitte des Jahres 2020 eine Kaution für Zollabfertigung bei den lokalen Zollbehörden hinterlegt. 20. Sonstige Vermögenswerte Sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus Steuererstattung beinhalten im Wesentlichen Steuerguthaben in Südamerika, die aus Steuererstattungsansprüchen stammen, die LEDVANCE gerichtlich geltend gemacht hat und für die ein positiver Bescheid eingegangen ist. LEDVANCE erhält gezahlte Steuern und Zinsen erstattet bzw. kann diese mit zukünftigen Steuerzahlungen verrechnen. Die Vorauszahlungen Pensions-Fonds zeigen die Überdeckung einzelner leistungsorientierter Pensionspläne, d.h. den Überhang des externen Planvermögens über den Pensionsanspruch. Die geleisteten Anzahlungen für Kunden-Preisnachlässe beinhalten vor allem Vorauszahlungen für Boni. 21. Finanzschulden Zusammensetzung der Finanzschulden
Die Veränderung der Finanzschulden enthält neben zahlungswirksamen auch zahlungsunwirksame Änderungen, die sich wie folgt darstellen(siehe Anhang 33: Kapitalstrukturmanagement): Entwicklung der Finanzschulden
22. Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die Position Finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen steht in Zusammenhang mit dem von MLS gewährten Gesellschafterdarlehen. Der Zugang stammt in Höhe von 1,6 Mio. EUR aus der Umgliederung der Zinsen des Vorjahres von lang- auf kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (siehe Anhang 26: Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten). Die Verbindlichkeiten gegenüber OSRAM stammen im Wesentlichen aus erhaltenen Service-Leistungen (Contract Manufacturing). Zwischen verschiedenen Gesellschaften des LEDVANCE Konzerns und OSRAM bestehen Auftragsfertigungsvereinbarungen für die Lieferung von Rohstoffen, Halberzeugnissen und Fertigprodukten durch OSRAM. LEDVANCE ist vertraglich verpflichtet, OSRAM alle Kosten zu erstatten, die mit der Lieferung dieser Waren verbunden sind. Analog gibt es einen umgekehrten Erstattungsmechanismus zugunsten von LEDVANCE im Rahmen der Auftragsfertigungsvereinbarungen für Leistungen von LEDVANCE an OSRAM. 23. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Sonstige Personalverpflichtungen enthalten im Wesentlichen Urlaubsgeld, Überstunden, Verpflichtungen für Vorruhestandsregelungen und Jubiläumszuwendungen. Personalverpflichtungen aus Transformation stammen aus weitestgehend abgeschlossenen Transformationsprogrammen in den Vorjahren. Der Posten Sonstiges enthält vor allem Rückstellungen für betriebliche Aufwendungen wie ausstehende Rechnungen und abgerechnete aber noch nicht erbrachte Lieferungen und Leistungen. 24. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen LEDVANCE gewährte im Berichtszeitraum einem Großteil der Mitarbeiter in Deutschland und vielen Beschäftigten im Ausland leistungsorientierte und beitragsorientierte Pensionszusagen aufgrund vertraglicher wie auch gesetzlicher Bestimmungen. Die Pensionsverpflichtungen sind überwiegend durch Vermögen in externen zugriffbeschränkten Vermögenseinrichtungen gedeckt. Leistungsorientierte Pläne Wesentliche Pensionszusagen und wesentliche pensionsähnliche Leistungszusagen bestehen in Deutschland und in den USA. Deutschland In Deutschland werden Pensionsansprüche überwiegend auf Basis der im Geschäftsjahr 2004 eingeführten Beitragsorientierten OSRAM-Altersversorgung (BOA) sowie aufgrund von früher erteilten leistungsorientierten Zusagen und Entgeltumwandlungszusagen gewährt. Die BOA ist eine beitragsorientierte Leistungszusage, deren Leistungen überwiegend von den Unternehmensbeiträgen und den Investmenterträgen auf diese Beiträge abhängig sind, wobei das Unternehmen eine Mindestverzinsung garantiert. Für die Mehrzahl der früheren leistungsorientierten Pensionszusagen können keine weiteren Ansprüche mehr erdient werden. Gleichwohl ergeben sich für das Unternehmen aus diesen Pensionszusagen finanzielle und demografische Risiken, wie Investitionsrisiken, Zinsrisiken und Langlebigkeitsrisiken. Der Treuhänder verwaltet das Planvermögen und ist dafür verantwortlich, dass es in Übereinstimmung mit dem Treuhandvertrag investiert wird. Zusätzlich wird den Mitarbeitern die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Entgeltumwandlungsplan angeboten. USA Die Mehrheit der Mitarbeiter der US-amerikanischen Gesellschaft LEDVANCE LLC, die Mitarbeiter der OS- RAM SYLVANIA INC., Wilmington, USA waren und vor dem 31. Dezember 2006 eingetreten sind, nimmt an einem geschlossenen leistungsorientierten Pensionsplan teil - dem LEDVANCE LLC Pensionsplan. Die Leistungen für die meisten Mitarbeiter aus dieser Zusage sind im Wesentlichen vom Endgehalt bei Rentenbeginn abhängig. Diese leistungsorientierten Pensionszusagen sind mit finanziellen und demographischen Risiken für das Unternehmen verbunden wie z. B. Zinsrisiken, Risiken aus Gehaltssteigerungen, Anlagerisiken und Langlebigkeitsrisiken. Lediglich für Gehaltsempfänger ist das Risiko, das sich aus den künftigen Gehaltssteigerungen ergibt, eliminiert, da für diese Mitarbeiter die Leistungen aus den Pensionsplänen eingefroren sind. Die Pensionszusagen unterliegen den anzuwendenden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen des U.S. Employee Retirement Income Security Act (ERISA). Auf Basis dieser Vorschriften wird eine jährliche Bewertung des Deckungsgrads der mit Planvermögen ausgestatteten Verpflichtungen vorgenommen, der mindestens 80% betragen muss, damit Leistungsbegrenzungen vermieden werden. Zusätzliche pensionsähnliche Leistungen ergeben sich aus einem geschlossenen Gesundheitsplan (einschließlich einer Lebensversicherungskomponente). Versicherungsmathematische Annahmen Die Höhe der Verpflichtung aus leistungsorientierten Pensionszusagen wird grundsätzlich unter Verwendung von Gutachten durch externe unabhängige Aktuare zum Ende des Geschäftsjahres bestimmt. Wesentliche finanzielle und demographische Annahmen stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar: Wesentliche Bewertungsannahmen
In den USA wurden die vom "Retirement Plans Experience Committee (RPEC)" von der Society of Actuaries veröffentlichten Sterbetafeln angewandt, die zum Stichtag gültig waren ("RPEC_2014 model with mortality improvement scales"). Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse zeigt für wesentliche versicherungsmathematische Annahmen die Auswirkungen einer Änderung dieser Annahmen auf die Höhe der leistungsorientierten Verpflichtung:
Die erwarteten Pensionszahlungen für das nächste Geschäftsjahr betragen 26,6 Mio. EUR und enthält einen Einmaleffekt aus der Abwicklung des Kanadischen Pensionsplans, der für 2024 erwartet wird. Die gewichtete durchschnittliche Duration der leistungsorientierten Pensionspläne beträgt 11,7 Jahre (Vj.: 12,0 Jahre). Erläuterungen zu den im Konzernabschluss ausgewiesenen Posten Der Finanzierungsstatus dieser Pläne und die Überleitung vom Finanzierungsstatus zu den in den entsprechenden Bilanzpositionen enthalten Werten stellen sich für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 wie folgt dar: Veränderungen in den leistungsorientierten Verpflichtungen und Planvermögen
Der Verkauf des Werk Juarez (siehe Anhang 5. Akquisitionen, Verkäufe und Asset Held for Sale), der ohne Übertragung des Planvermögens erfolgt ist, hat im Vorjahr zu einem positiven Ergebnis in Höhe von 1,5 Mio. EUR beigetragen, der unter Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Abgeltungsverluste (Gewinne) und deren Zahlung ausgewiesen wird. Das Planvermögen ist überwiegend in einem aktiven Markt notiert und entfällt auf Aktien 18,2% (Vj.: 19,5%), Anleihen 64,4% (Vj.: 62,2%) und Sonstiges 17,4% (Vj.: 18,3%). Die Pensionspläne haben die rechtliche Form einer Stiftung und werden von unabhängigen Treuhändern verwaltet, die Vermögenswerte werden getrennt von den sonstigen Vermögenswerten des Konzerns verwaltet. Sie sind im Wesentlichen Zinsrisiken, Langlebendigkeitsrisiken und Anlagerisiken ausgesetzt. Beitragsorientierte Pensionszusagen und staatliche Pläne Beitragsorientierte Pläne sind so ausgestaltet, dass das Unternehmen Beiträge an öffentliche oder private Einrichtungen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen oder auf freiwilliger Basis entrichtet, ohne darüber hinaus weitere Leistungsverpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern zu übernehmen. Die im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfassten Beiträge zu den beitragsorientierten Plänen beliefen sich auf 3,6 Mio. EUR (Vj.: 3,5 Mio. EUR) und zu den staatlichen Plänen auf 35,3 Mio. EUR (Vj.: 35,6 Mio. EUR). 25. Rückstellungen Rückstellungen
Die Gewährleistungen beziehen sich im Wesentlichen auf Gewährleistungsverpflichtungen für veräußerte Produkte. Rückstellungen für Drohverluste und Risiken aus Aufträgen erfasst LEDVANCE für erwartete Verluste und Risiken aus nicht beendeten Verkaufs- und Fertigungsverträgen sowie aus erwarteten Strafzahlungen für Spätlieferungen. Rückstellungen für Drohverluste und Risiken aus Einkaufskontrakten enthalten im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen zu fixierten Preisen, die über dem Marktpreis liegen. Sonstige Rechtsstreitigkeiten beinhalten Rückstellungen für bestimmte Rechtsstreitigkeiten sowie Verfahrenskosten. Für weitere Informationen siehe Anhang 29: Rechtsstreitigkeiten. 26. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen bestehen aus Gesellschafterdarlehen gegenüber Eurolight in Höhe von 0,0 Mio. EUR (Vj.: 44,8 Mio. EUR). . Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr stammt mit 43,2 Mio. EUR aus der Rückzahlung des Darlehens (für Details siehe Anhang 34. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen) und mit 1,6 Mio. EUR aus einer Umgliederung von lang- in kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (siehe Anhang 22: Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten). 27. Sonstige Verbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten
Die rückläufigen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus Transformation stammen aus weitestgehend abgeschlossenen Transformationsprogrammen in den Vorjahren. 28. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten LEDVANCE hat generell eine Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen, die Sach- und Personenschäden umfasst. Versicherungssumme und Deckungsumfang sind dem Risiko entsprechend adäquat und branchenüblich. Ob und inwieweit Versicherungsschutz im Einzelfall besteht, hängt jedoch von der jeweiligen Fallgestaltung ab. Darüber hinaus ist für bestimmte Rechtsstreitigkeiten eine mögliche Verpflichtungshöhe nicht hinreichend konkretisiert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die vertraglichen Einkaufsverpflichtungen zum Bilanzstichtag betrugen 189,6 Mio. EUR (Vj.: 223,5 Mio. EUR), diese kommen hauptsächlich aus Einkaufsverpflichtungen für Vorräte, insbesondere für Fertige Erzeugnisse und Waren, darin in untergeordnetem Umfang Auftragsfertigungsvereinbarungen mit OSRAM. Darin enthalten sind Abnahmeverpflichtungen gegenüber MLS in Höhe von 25,7 Mio. EUR (Vj.: 18,3 Mio. EUR). Eventualverbindlichkeiten Zum Bilanzstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 30,5 Mio. EUR (Vj.: 29,6 Mio. EUR). Diese bestehen hauptsächlich aus Rechtsstreitigkeiten von 8,5 Mio. EUR (Vj.: 8,6 Mio. EUR) in Zusammenhang mit Brandschadensfällen und Patentverletzungsverfahren (für weitere Informationen siehe Anhang 29: Rechtsstreitigkeiten) und Bankgarantien von 12,2 Mio. EUR (Vj.: 13,2 Mio. EUR). Des weiteren sind Risiken im Zusammenhang mit Steuern ohne Berücksichtigung potentieller Strafen bis zu einer Höhe von 9,5 Mio. EUR (Vj.: 7,4 Mio. EUR) enthalten. 29. Rechtsstreitigkeiten Klagen wegen Brandschäden gegen LEDVANCE LLC und LEDVANCE Kanada LEDVANCE LLC und LEDVANCE Kanada sind in mehreren Schadensersatzverfahren wegen Brandschäden Beklagte bzw. Mitbeklagte neben anderen Unternehmen. Metro Ontario nimmt wegen durch einen Brand am 31. Juli 2016 verursachter Schäden eine Reihe von Unternehmen, darunter LEDVANCE Kanada, in Anspruch. Der Sachschaden beträgt rd. 11 Mio. CAD. Ursprünglich ging man von einer Lampe als Brandursache aus. Im Rahmen der Beweisaufnahme hat sich der Fokus nunmehr auf das Vorschaltgerät und die Leuchte verschoben, welche beide nicht von LEDVANCE stammen. Das Verfahren läuft noch. In dem Verfahren Airbus America gegen LEDVANCE LLC, bei dem es um Sachschäden an Flugzeugteilen aufgrund eines Feuers in einem Flugzeughangar am 17. September 2018 geht, zeichnet sich im Rahmen der noch laufenden Beweisaufnahme eine von LEDVANCE LLC stammende Lampe als mögliche Brandursache ab. Der Schaden beläuft sich auf etwa 1,5 bis 2 Mio. USD. Allerdings ruht dieses Verfahren aus verschiedenen Gründen seit August 2019 und eine Wiederaufnahme ist bislang noch nicht in Sicht. Im Juni 2021 hat eine Privatperson u. a. LEDVANCE LLC wegen im Zusammenhang mit dem Austausch einer Leuchtstofflampe erlittener Verletzungen auf Schadensersatz in Höhe von USD 3,5 Mio. verklagt. LEDVANCE LLC hat wegen technischer Inkonsistenzen im geschilderten Schadensablauf Klageabweisung beantragt. Die Fortsetzung des Verfahrens wurde für März 2024 terminiert. Die Parteien verhandeln über eine außergerichtliche Beilegung des Verfahrens. Get Air, Betreiber einer Hallentrampolinanlage, fordert von LEDVANCE LLC Schadensersatz in Höhe von 2 Mio. USD wegen eines im Februar 2023 ausgebrochenen Feuers, das angeblich von einer defekten Halogenmetalldampflampe ausgelöst wurde. Die Ergebnisse der Inspektion deuten eher darauf hin, dass als Brandursache der Einbau eines inkompatiblen Leuchtmittels in Frage kommt. JBR Maine, LLC macht gegen LEDVANCE LLC Schadensersatzansprüche in Höhe von 4 Mio. USD wegen eines Feuers in einer Hummerverarbeitungsanlage im Februar 2023 gerichtlich geltend. Nachdem zunächst von einer defekten Lampe als möglicher Brandursache ausgegangen worden war, konzentrieren sich die Ermittlungen nunmehr auf in der Anlage verwendete Lithium-Ionen-Batterien. LEDVANCE LLC ist in weiteren Verfahren wegen Brandschäden als Beklagte benannt worden. Diese laufenden Verfahren befinden sich in verschiedenen Stadien. Die Feststellung einer von LEDVANCE stammenden Lampe als mögliche Brandursache ist bislang noch in keinem dieser Verfahren erfolgt. Patentverletzungsverfahren von CAO Lighting Bereits im Jahr 2016 hatte CAO Lighting, Inc. (CAO) OSRAM Sylvania Inc. wegen Verletzung zweier US Patente, Nr. 6465961 und Nr. 6634770, im Bundesstaat Utah verklagt. Die Klage wurde noch im selben Jahr abgewiesen. CAO stellte im Jahr 2018 einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens, der im April 2020 abgewiesen wurde. Im Mai 2020 reichte CAO Patentverletzungsklage gegen OSRAM Sylvania Inc. und LEDVANCE LLC im Bundesstaat Delaware ein. OSRAM und LEDVANCE haben im August 2020 Klageabweisung beantragt, die vom zuständigen Richter jedoch abgelehnt wurde. Allerdings wurde auch CAOs Klage auf vorsätzliche Patentverletzung abgelehnt und dem Kläger eine Frist zur Klageänderung eingeräumt. CAO reichte im Januar 2021 geänderte Klageanträge ein. Die Beweisaufnahme endete am 11. Januar 2022. CAO und LEDVANCE beantragten anschließend die Entscheidung im Verfahren vor dem Einzelrichter, die jedoch abgewiesen wurde. Im Sommer 2022 wurde das Verfahren einem neuen Richter zugewiesen, welcher das Verfahren auf das Frühjahr 2023 vertagte. Für die fraglichen Patente wurde zwischenzeitlich ein Inter Partes Review eingeleitet, ein Verfahren vor dem Patent Trial and Appeal Board des US-Patent- und Markenamts zur Anfechtung der Patentierbarkeit von Ansprüchen in einem erteilten US-Patent. Der Richter verschob den Termin im Patentverletzungsverfahren auf April 2024, um die Entscheidung über das Inter Partes Review abzuwarten. Der Streitwert beträgt rund 1,2 Mio. USD. Schadensersatzklage von Wicked-Lite gegen LEDVANCE LLC Im Februar und März 2019 verklagte Wicked-Lite die MLS Tochter Forest Lighting und LEDVANCE LLC auf Schadensersatz in Höhe von 1,1 Mio. USD mit der Begründung, dass gelieferte MLS Produkte defekt gewesen seien und LEDVANCE für deren Austausch bzw. die Gewährleistung anstelle der MLS auf Grundlage falscher Meldungen seitens der MLS, dass LEDVANCE im Begriff sei Wicked-Lite zu übernehmen, verantwortlich sei. Forest Lighting schied wegen Liquidation der Gesellschaft als Partei im November 2019 aus. Im März 2020 wurde auch MLS verklagt. Wicked-Lite lehnte einen Vergleich ab. Eine Discovery wurde angeordnet. Pandemiebedingt verzögerte sich der Abschluss der Discovery und der Zeugeneinvernahmen bis September 2022. Erneute Vergleichsgespräche scheiterten Ende 2022. Im Verhandlungstermin im Frühjahr 2023 wurde LEDVANCE LLC als Beklagte ausgeschlossen. Forest Lighting LLC und MLS wurden hingegen zu Schadensersatz verurteilt. Wicked-Lite hat kein Rechtsmittel gegen den Ausschluss der LEDVANCE LLC eingelegt. Steuerverfahren Brasilien LEDVANCE Brasilien ist Partei einer Reihe von gerichtlichen Steuerverfahren, welche von verschiedenen brasilianischen Steuerbehörden auf föderaler und einzelstaatlicher Ebene gegen das Unternehmen eingereicht wurden und sich ganz überwiegend auf alte Steuersachverhalte beziehen, die teilweise bis in die 1990er Jahre zurückreichen. Das Gesamtvolumen der Forderungen beläuft sich auf rd. 100 Mio. BRL. Sonstige Rechtsstreitigkeiten Neben den oben beschriebenen Rechtsstreitigkeiten gibt es in verschiedenen Ländern eine Reihe weiterer Klagen gegen LEDVANCE-Gesellschaften in Zusammenhang mit deren Geschäftstätigkeit. In einigen dieser Verfahren werden bei ungewissem Klageausgang zum Teil nicht unerhebliche Schadensersatzansprüche geltend gemacht. Soweit erforderlich wurden hierzu Rückstellungen gebildet. 30. Eigenkapital Die Entwicklungen der einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals im Geschäftsjahr und im Vorjahr sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ausgewiesen. Unterschied aus Währungsumrechnung Die stark negative Veränderung aus der Währungsumrechnung im Geschäftsjahr ist zum Großteil auf die Kursschwankungen der Emerging Market-Währungen zurückzuführen, insbesondere in Lateinamerika und Europa - Ost. Veränderung der Kapitalrücklage Mit Wirkung zum 31. Oktober 2022 leistete die Eurolight im Rahmen einer Kapitalerhöhung eine Zuzahlung in das Eigenkapital der LEDVANCE GmbH, wodurch sich die Kapitalrücklage um 10 Mio. EUR erhöhte. Sonstige Angaben und Erläuterungen 31. Finanzinstrumente
Die aggregierten Buchwerte entsprechen den einzelnen Kategorien nach IFRS 9 und stellen sich wie folgt dar:
Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für die in der Bilanz zu Anschaffungskosten und fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumente Die beizulegenden Zeitwerte von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von bis zu zwölf Monaten sowie der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit annähernd ihren Buchwerten. LEDVANCE bewertet Forderungen auf der Basis verschiedener Parameter wie Zinssätzen, spezifischer Länderrisiken oder der individuellen Bonität der Kunden. Auf der Grundlage dieser Bewertung bildet LEDVANCE Wertberichtigungen auf die genannten Forderungen. Die Buchwerte dieser Forderungen abzüglich der gebildeten Wertberichtigungen entsprachen annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten. Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wird bestimmt durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme mit den für Finanzschulden mit vergleichbaren Restlaufzeiten und Konditionen aktuell geltenden Zinsen. Der beizulegende Zeitwert entsprach für die genannten Verpflichtungen, bedingt durch den kurzfristigen Charakter bzw. die Verwendung von marktüblichen Zinssätzen für die langfristigen Verpflichtungen, annähernd dem Buchwert. Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente Level 1 zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten setzt LEDVANCE als beizulegenden Zeitwert den Kurswert in einem aktiven Markt an. Zum Bilanzstichtag wurden keine finanziellen Vermögensgegenstände oder Schulden mit einem beizulegenden Zeitwert gem. Level 1 bewertet. Level 2 zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten basiert auf Bewertungsfaktoren, die direkt oder indirekt beobachtbar sind. Die genaue Ermittlung ist abhängig vom Charakter des Derivats. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften ergibt sich auf Basis von Devisenterminkursen. Die beizulegenden Zeitwerte der als finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanzierten einzelnen Arten von derivative Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
Die Nettogewinne (Verlust) je Kategorie sind in der folgenden Tabelle dargestellt: Nettogewinne (Verluste) aus Finanzinstrumenten
Die Nettogewinne (Verluste) aus Darlehen und Forderungen enthalten Veränderungen der Wertberichtigungen, Gewinne/Verluste aus der Ausbuchung sowie Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Darlehen und Forderungen. Die Nettogewinne (Verluste) aus den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus Gewinnen/Verlusten aus der Ausbuchung zusammen. Diese beinhalten insbesondere auch Leasingverträge nach IFRS 16, deren Vertragslaufzeit reduziert oder vorzeitig beendet wurde. Die Nettogewinne (Verluste) aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten enthalten Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten. Fremdwährungsgewinne und -Verluste aus der Realisierung sowie aus der Bewertung monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten führten im Geschäftsjahr per Saldo zu einem Verlust von 0,9 Mio. EUR (Vj.: Gewinn von 6,1 Mio. EUR). Level 3 zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden Inputfaktoren herangezogen, die auf dem Markt nicht beobachtbar sind und Annahmen des Managements erfordern, einschließlich prognostizierter Cash Flows. Zum Bilanzstichtag wurden keine Vermögensgegenstände oder Schulden mit einem beizulegenden Zeitwert gem. Level 3 bewertet. 32. Management von finanziellen Risiken Risikoanalyse Die hauptsächlichen Finanzierungsinstrumente des Konzerns umfassen Bankkredite und Kontokorrentkredite sowie sonstige verzinsliche Darlehen. Der Hauptzweck dieser Finanzierungsinstrumente besteht darin, die Liquidität des Konzerns sicherzustellen. Der Konzern verfügt darüber hinaus über Barmittel sowie verschiedene sonstige finanzielle Vermögenswerte und Verpflichtungen wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem operativen Geschäft. Der Konzern tätigt auch Derivatgeschäfte, darunter vor allem Devisentermingeschäfte. Ziel ist es, die Fremdwährungsrisiken aus dem operativen Geschäft des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen zu reduzieren. Die wesentlichen finanziellen Risiken des Konzerns sind Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Fremdwährungs- bzw. Marktpreisrisiken. Die Geschäftsführung der LEDVANCE GmbH überprüft und definiert Vorgaben zu Umgang und Absicherung für jedes dieser Risiken, welche nachfolgend zusammengefasst sind. Marktpreisrisiken Marktpreisschwankungen können zu erheblichen unerwünschten und unvorhersehbaren Erträgen, Aufwendungen und Cash Flow Volatilität führen. Zu den für LEDVANCE relevanten Marktrisiken zählen das Fremdwährungsrisiko und das Zinsrisiko. LEDVANCE steuert und überwacht diese Risiken in erster Linie im Rahmen der laufenden Geschäftsaktivitäten und setzt - sofern es unter Risikogesichtspunkten zweckmäßig erscheint - auch derivative Finanzinstrumente zur Absicherung ein. Die in den folgenden Abschnitten mithilfe von Sensitivitätsanalysen ermittelten Beträge stellen hypothetische Angaben dar, die von den tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder die Konzern-Gesamtergebnisrechnung insbesondere aufgrund vereinfachender Annahmen und infolge unvorhersehbarer Entwicklungen an den Finanzmärkten deutlich abweichen können. Fremdwährungsrisiko Transaktionsrisiko und Fremdwährungsrisikomanagement Aufgrund seiner internationalen Ausrichtung ist LEDVANCE im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, insbesondere aus dem US-Dollar, Mexikanischer Peso, Schweizer Franken, Brasilianischer Real und Chinesischer Renminbi. Jede LEDVANCE Gesellschaft, die aus ihrer Geschäftstätigkeit Cashflows in einer anderen Währung als ihrer funktionalen Währung erwirtschaftet, ist Risiken aus Wechselkursänderungen ausgesetzt. Das Fremdwährungsrisiko wird zum Teil dadurch ausgeglichen, dass Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen in den entsprechenden Fremdwährungen beschafft werden sowie Leistungen entlang der Wertschöpfungskette erbracht werden. Finanzierungen oder Investitionen der operativen Gesellschaften werden bevorzugt in der jeweiligen funktionalen Währung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt. Den operativen Gesellschaften ist es verboten, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen. Im Rahmen des konzernweiten Fremdwährungsrisikomanagements ist jede LEDVANCE Gesellschaft gemäß Konzernrichtlinie verpflichtet, ihre transaktionsbezogenen Fremdwährungsrisiken zu erfassen und jeweils die resultierende Nettofremdwährungsposition für die folgenden drei Monate zu mindestens 75% zu sichern. Dies dient einerseits dazu, Transparenz über die Gesamtwährungsrisikoposition des LEDVANCE Konzerns zu schaffen und andererseits diese entsprechend zu reduzieren. Da für LEDVANCE die Fremdwährung mit der weitaus größten Risikoposition der USD ist, berichten wir die Fremdwährungsrisikoposition des Konzerns gegenüber dem USD.
Mithilfe einer Sensitivitätsanalyse werden die hypothetischen Auswirkungen von Wechselkursschwankungen des USD zum Euro auf den Gewinn (Verlust) vor Ertragsteuern und das Eigenkapital ermittelt. In die Analyse einbezogen werden auf USD lautende Fremdwährungspositionen von Gesellschaften, deren funktionale Währung der Euro ist. Zu den Fremdwährungspositionen zählen insbesondere liquide Mittel sowie Forderungen und Verbindlichkeiten. Außerdem werden auf Euro lautende Fremdwährungspositionen von Gesellschaften berücksichtigt, deren funktionale Währung der USD ist. Darüber hinaus werden alle zum Bilanzstichtag ausstehenden Währungsderivate unter Zugrundelegung des hypothetischen Wechselkurses neu bewertet. Gegenläufige Effekte aus noch nicht bilanzierten schwebenden Geschäften und geplanten Transaktionen werden in dieser Analyse nicht berücksichtigt. Der Sensitivitätsanalyse zufolge würde eine 10%ige Aufwertung bzw. Abwertung des Euro gegenüber dem USD zu folgenden Effekten vor Ertragsteuern führen.
Die daraus resultierenden Effekte des Gewinns (Verlust) vor Ertragsteuern ergeben sich aus der Bewertung des Fremdwährungsrisikos zum hypothetischen Schlusskurs und aus der Bewertung der Währungsderivate. Auswirkungen der Fremdwährungsumrechnung Auswirkungen von Wechselkursschwankungen bei der Umrechnung in die Berichtswährung der Abschlüsse der Tochtergesellschaften außerhalb des Euro-Währungsgebiets werden im Eigenkapital des Konzernabschlusses von LEDVANCE erfasst. Um umrechnungsbedingte Fremdwährungseffekte im Risikomanagement zu adressieren wird unterstellt, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften grundsätzlich auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse kontinuierlich reinvestiert werden. Zinsrisiko Zinsrisiken können für LEDVANCE vor allem durch steigende Finanzierungskosten infolge eines Anstiegs des Zinsniveaus entstehen, wohingegen sinkende Zinssätze zu niedrigeren Zinserträgen aus Geldanlagen führen. Das Zinsrisikomanagement hat die Aufgabe, Zinsrisiken zu überwachen und zu steuern. Variabel verzinsliche Finanzinstrumente unterliegen einem Cash-Flow-Risiko, das in der Unsicherheit über die Höhe zukünftiger Zinszahlungen besteht. Dieses Risiko besteht ebenso für festverzinsliche Finanzinstrumente, sobald eine Wiederanlage bzw. Refinanzierung erfolgt. Eine Quantifizierung dieser Risiken erfolgt mithilfe einer Cash-Flow-Sensitivitätsanalyse. In diese Analyse werden die zum Bilanzstichtag bestehenden variabel verzinslichen Finanzschulden einbezogen. Zur Simulation der potenziellen Auswirkungen von Marktzinsänderungen wird eine Parallelverschiebung der Zinskurven für alle Währungen um +100 und -25 Basispunkte unterstellt. In der folgenden Tabelle ist die jährliche Auswirkungen auf Zinszahlungen und das Zinsergebnis, basierend auf der zum Bilanzstichtag bestehenden Risikoposition, dargestellt.
Das Zinsrisiko im Sinne eines Marktwertänderungsrisikos wird von LEDVANCE derzeit als nicht relevant angesehen, da die von LEDVANCE gehaltenen originären verzinslichen Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Zinsderivate bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass LEDVANCE möglicherweise seinen bestehenden und zukünftigen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Zur Überwachung und Steuerung des Liquiditätsrisikos setzt LEDVANCE Liquiditätsprognosen ein und betreibt eine effektive Steuerung der Zahlungsmittel und des Nettoumlaufvermögens. LEDVANCE verfügte zum Bilanzstichtag über Liquiditätsreserven in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 257,0 Mio. EUR (Vj.: 214,7 Mio. EUR). Davon befinden sich 53,7 Mio. EUR (Vj.: 47,2 Mio. EUR) in Ländern mit Kapitalverkehrskontrolle und sind somit nicht ohne Einschränkungen konzernweit verfügbar. Weitere Angaben über die Finanzierung von LEDVANCE sind unter Anhang 33: Kapitalstrukturmanagement aufgenommen. Kreditrisiko Kreditrisiken entstehen, wenn eine Gegenpartei eines Finanzinstruments nicht in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, oder wenn als Sicherheit dienende Vermögenswerte an Wert verlieren. LEDVANCE ist insbesondere im Bezug aus Forderungen aus seiner operativen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken ausgesetzt. Im Finanzbereich bestehen Kreditrisiken bei Bankguthaben und Derivaten mit positiven Marktwerten. Das maximale Ausfallrisiko für finanzielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sicherheiten entspricht ihrem Buchwert. Die effektive Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken ist eine Kernkompetenz des Risikomanagements. Dazu gehören unter anderem die Festlegung von Kreditlimits, Bonitätsprüfungen oder die Verwendung von Ratings. Kundenratings und das kundenindividuelle Kreditlimit basieren auf allgemein anerkannten Ratingmethoden und Informationen externer Ratingagenturen und Informationsdienstleistungsunternehmen sowie auf den bisherigen Kundenausfallerfahrungen von LEDVANCE. Kreditrisiken werden fortlaufend erfasst und überwacht. Seit April 2016 geht LEDVANCE im Wesentlichen keine Kreditversicherungen mehr ein. Bei den Kreditrisiken im Finanzbereich achtet LEDVANCE darauf, das Geschäftsvolumen breit zu streuen, um dadurch Ausfallrisiken zu reduzieren und eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Finanzinstituten zu vermeiden. Die Banken, mit denen LEDVANCE Finanzgeschäfte tätigt, werden nach verschiedenen Kriterien, insbesondere auch unter Berücksichtigung von Bonitätsgesichtspunkten, ausgewählt und regelmäßig überprüft. Zum Bilanzstichtag lagen keine wesentlichen Konzentrationen von Kreditrisiken vor. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen Forderungen sowie den sonstigen Darlehen und Forderungen innerhalb der Posten Sonstige finanzielle Vermögenswerte, die weder im Wert gemindert noch überfällig sind, lagen zum Bilanzstichtag keine Anhaltspunkte vor, dass wesentliche Zahlungsausfälle eintreten werden. 33. Kapitalstrukturmanagement Das Kapitalstrukturmanagement unterstützt die Unternehmensführung der LEDVANCE bei der Erreichung der finanziellen Ziele des LEDVANCE Konzerns und ihrer Anteilseigner. Neben der Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit des Konzerns und der einzelnen Gesellschaften sowie der Verringerung der Finanzrisiken liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Sicherung der finanziellen Stabilität und Flexibilität des Konzerns und der einzelnen Tochtergesellschaften. Die Kapitalstruktur (auf Basis der Eigenkapitalquote als Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme) des Konzerns betrug zum Bilanzstichtag 53,7% (Vj.: 49,0 %). Zum Bilanzstichtag hat LEDVANCE Finanzierungslinien bei externen Kreditinstituten in Höhe von 0,1 Mio. EUR in Anspruch genommen und verfügt über freie Kreditlinien von 73,7 Mio. EUR. Die Kreditlinien haben einen variablen Zinssatz. LEDVANCE organisiert die Finanzierung weitestgehend auf zentraler Ebene in der LEDVANCE GmbH und versorgt die Tochtergesellschaften mit Finanzdienstleistungen wie internen Darlehen, Zahlungsverkehr und Fremdwährungsmanagement. Zusätzlich werden denjenigen LEDVANCE-Gesellschaften, die keinen Zugang zum LEDVANCE-weiten Cash Pooling und Cash Management haben, sowohl intern finanzierte Darlehen (über LEDVANCE GmbH) als auch externe Bankdarlehen oder Überziehungskredite zur Verfügung gestellt. Zum 31. Dezember 2023 hatte die LEDVANCE GmbH keine externen Bankdarlehen und Überziehungskredite ausgenutzt, außerhalb der LEDVANCE GmbH betrug die Nutzung 0,1 Mio. EUR. Im Juni 2022 hat LEDVANCE mit UniCredit Bank AG, München eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 50,0 Mio. EUR und einer Laufzeit von drei Jahren zur Konzernfinanzierung abgeschlossen. Diese Kreditlinie war zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 nicht in Anspruch genommen. Im August 2023 hat LEDVANCE mit der Deutschen Bank eine Umbrella-Fazilität abgeschlossen, die aus einem Überziehungskredit in Höhe von 19,5 Mio. EUR, einer Garantielinie in Höhe von 15 Mio. EUR und einer Margin-Fazilität in Höhe von 3 Mio. EUR für FX-Linien lokaler Tochtergesellschaften von LEDVANCE besteht. Zum aktuellen Bilanzstichtag war diese Fazilität nicht in Anspruch genommen. Um im Rahmen der Fremdfinanzierung flexibel auf die Entwicklung der Finanzmärkte reagieren zu können, hat LEDVANCE im Februar 2021 eine Rahmenvereinbarung über eine durch Forderungen gedeckte Finanzierung (Factoring) mit der UniCredit Bank AG abgeschlossen. LEDVANCE hat dieses Factoring mit Wirkung zum 30. September 2023 gekündigt. Ab diesem Zeitpunkt wurden keine neuen Forderungen mehr verkauft und die bis zu diesem Stichtag verkauften Forderungen wurden im Geschäftsjahr vollständig zurückbezahlt. Da es sich um ein non-recourse Factoring handelt, wurde diese Finanzierung bilanziell nicht als Finanzverschuldung ausgewiesen, sondern entsprechend als Reduktion in der Bilanzposition der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gezeigt. Im Vorjahr war diese Finanzierung mit 17,4 Mio. EUR von der LEDVANCE GmbH bzw. 28,2 Mio. USD von LEDVANCE LLC, USA ausgenutzt. 34. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Nahestehende Unternehmen Gesellschafter Die Eurolight Luxembourg Holding S.á.r.l. ("Eurolight") ist mit 100% der Stimmrechte die Muttergesellschaft der LEDVANCE GmbH. LEDVANCE wird komplett von MLS gehalten, die indirekt 100% des Eigenkapitals von LEDVANCE hält. Das führende chinesische LED-Beleuchtungsunternehmen hat LEDVANCE durch Erwerb der Unternehmensanteile von den bisherigen Konsortialpartnern, dem strategischen Investor IDG und dem Finanzinvestor Yiwu, vollständig übernommen. Im Rahmen der Transaktion wurden IDG und Yiwu durch eine gemeinsame Investition zu Anteilseignern von MLS. Größter Einzelaktionär von MLS ist Herr Qinghuan Sun. Tochtergesellschaften Für Angaben über die Tochtergesellschaften siehe Anhang 37: Aufstellung des Anteilsbesitzes des LEDVANCE Konzerns. Assoziierte Unternehmen LEDVANCE unterhält mit seinen assoziierten Unternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft LEDVANCE Produkte und Dienstleistungen grundsätzlich zu Marktbedingungen. Während der Geschäftsjahre 2023 und 2022 war die LEDVANCE Prosperity Company Ltd., Hong Kong das einzige assoziierte, at equity bewertete Unternehmen des LEDVANCE Konzerns. Wesentliche Transaktionen mit MLS Co., Ltd. oder ihren Tochtergesellschaften, mit Eurolight oder mit assoziierten Unternehmen werden in den folgenden Tabellen angegeben. Verkauf von Gütern und Dienstleistungen, andere als zentrale Unternehmensdienstleistungen (Corporate Services) in Mio.€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen in Mio.€
Neben den in der Tabelle aufgenommen Aktivitäten hat LEDVANCE verschiedene Unternehmensleistungen (Corporate Services) für MLS und die MLS Tochtergesellschaften erbracht. Bezogene Güter und Dienstleistungen, andere als zentrale Unternehmensdienstleistungen (Corporate Services) in Mio.€
Trade and other liabilities
Die bezogenen Güter und Dienstleistungen von MLS und den MLS Tochtergesellschaften beziehen sich auf Komponenten und Handelswaren. Einkaufsverpflichtungen gegenüber MLS sind im Anhang 28: Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualforderungen und -verbindlichkeiten erläutert. Konzern Bilanz in Mio.€
Das von der OSRAM GmbH am 3. März 2017 gewährte Gesellschafterdarlehen in Höhe von 43,2 Mio. EUR wurde im Zuge des Change of Control an die Eurolight Luxembourg Holding S.á.r.l. abgetreten. Die Laufzeit dieses Darlehens wurde auf den 31. März 2024 verlängert Das Gesellschafterdarlehen wurde im November des Geschäftsjahres in Höhe von 43,2 Mio. EUR zurückgeführt (siehe Anhang 26: Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten). Die in diesem Zusammenhang aufgelaufenen Zinsverpflichtungen in Höhe von 3,0 Mio. EUR wurden als kurzfristig klassifiziert (siehe Anhang 22: Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten). Der Zinssatz des Darlehens basiert auf dem EURIBOR. Im Juni 2019 hat die LEDVANCE GmbH die Erneuerung einer Patronatserklärung von MLS erhalten, in der bis zum 30. September 2021 Finanzmittel von bis zu 165 Mio. EUR bereitgestellt werden, um bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen rechtzeitig nachkommen zu können. Diese wurde durch eine neue Version über denselben Betrag und mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2024 ersetzt. Management in Schlüsselpositionen Im Geschäftsjahr waren die folgenden Personen Geschäftsführer in der LEDVANCE GmbH und somit zugleich die entscheidenden Manager für die LEDVANCE Gruppe:
Die LEDVANCE GmbH beschäftigt seit Beginn des Geschäftsjahres dauerhaft weniger als 500 Arbeitnehmer. Damit ist die gesetzliche Pflicht der Gesellschaft entfallen, einen Aufsichtsrat nach § 1 Abs. 1, Nr. 1, DrittelbG in Verbindung mit §§ 95 ff AktG zu bilden. Der bestehende Aufsichtsrat, der sich aus zwei Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner und einem Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer zusammensetzte, wurde nach Beschluss der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 aufgelöst. Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Das Managementpersonal in Schlüsselpositionen von LEDVANCE wurde definiert als die Personen, die auf Basis ihrer Position für das weltweite LEDVANCE-Geschäft verantwortlich sind. Das Board besteht zum 31.12.2023 aus den folgenden Managementpositionen: CEO, CFO, Managing Director, Chief Administrative Officer und CST (Chief Strategy and Transformation Officer). Vergütung der Mitglieder des Management in Schlüsselpositionen in Mio.€
Gem. IAS 24.17 wird das Management in Schlüsselpositionen als Geschäftsführung der LEDVANCE GmbH und Aufsichtsrat der LEDVANCE GmbH definiert. Daher ist die Angabe umfassender als die gesellschaftsrechtliche Definition nach dem Handelsrecht. Zur Angabepflicht gemäß § 314 Abs, 3 HGB der gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Angaben im handelsrechtlichen Einzelabschluss der LEDVANCE GmbH zum 31. Dezember 2023 verwiesen. Die gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen 0,0 Mio. EUR (Vj.: 0,0 Mio. EUR). Dem Management in Schlüsselpositionen wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt. 35. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das abgabepflichtige Gebührenvolumen des (Konzern-)Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 0,7 Mio. EUR gliedert sich auf in Abschlussprüfungsleistungen (Prüfungstätigkeiten) und sonstige Leistungen. 36. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Wirkung zum 29. Februar 2024 hat Shi-Ting Chu sein Amt als Legal Representative niedergelegt. Darüber hinaus sind nach dem Stichtag 31. Dezember 2023 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung und mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten. 37. Aufstellung des Anteilsbesitzes des LEDVANCE Konzerns Aufstellung des Anteilsbesitzes der LEDVANCE GmbH, Garching bei München / Deutschland
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der LEDVANCE GmbH, Garching bei München / Deutschland
Sonstige Beteiligungen der LEDVANCE GmbH, Garching bei München / Deutschland
(1) Aus Gründen der Wesentlichkeit wird auf
die Anwendung der Equity-Methode verzichtet.
Garching bei München, den 28. März 2024 Die Geschäftsführung Qinghuan Sun Chief, Executive Officer Zusammengefasster Lagebericht für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr(zwölf Monate vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023)LEDVANCE GmbHHandelsregister Nummer 220074Garching bei MünchenGRUNDLAGEN DES KONZERNS Allgemeine Information Geschäftstätigkeit des LEDVANCE-Konzerns Organisatorische und rechtliche Struktur UNTERNEHMENSSTRATEGIE UND -STEUERUNG Unternehmensstrategie Unternehmenssteuerung Forschung und Entwicklung WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Lichtmarktentwicklung Rechtliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Erläuterung der Ertragslage Erläuterung der Finanzlage Erläuterung der Vermögenslage NACHTRAGSBERICHT PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Prognosebericht Chancen- und Risikobericht LEDVANCE GMBH Grundlagen des Unternehmens Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Lichtmarktentwicklung Rechtliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Erläuterung der Ertragslage Erläuterung der Finanzlage Erläuterung der Vermögenslage Chancen- und Risikobericht, Prognose Grundlagen des Konzerns Allgemeine Information Der vorliegende Lagebericht beschreibt das Geschäftsjahr 2023 mit dem Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023. Die Vorjahresangaben beziehen sich auf den zwölfmonatigen Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022. Die Berichte der Vorjahre enthielten das Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung" (EZU). Da die LEDVANCE GmbH nicht der Mitbestimmung und auch nicht mehr dem Drittelbeteiligungsgesetz unterliegt, entfällt die gesetzliche Verpflichtung zur Veröffentlichung einer EZU. Im vorliegenden Bericht verzichtet das Unternehmen erstmalig auf die Veröffentlichung dieses Kapitels. Seit dem im September 2023 vollzogenen Umzug in neue Räumlichkeiten befindet sich die Konzernzentrale im Parkring 1-5, vormals Parkring 29-33, in Garching bei München. Die Änderung der Firmenanschrift wurde am 28. September 2023 im Handelsregister eingetragen. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich in den Tabellen einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. Geschäftstätigkeit des LEDVANCE-Konzerns LEDVANCE ist einer der weltweit führenden Anbieter in der Allgemeinbeleuchtung und verfügt über ein innovatives und umfassendes Portfolio an Leuchten, fortschrittlichen LED-Lampen, intelligenten und vernetzten Produkten und Lösungen in den Bereichen SMART Home und SMART Building sowie traditionellen Leuchtmitteln. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen daran, die vorhandene Marktpräsenz und sein Lieferketten Know-how zu nutzen und so das bestehende Portfolio um Produkte aus dem Umfeld der erneuerbaren Energien zu erweitern. LEDVANCE verfügt über Geschäftsfunktionen wie Marketing/Vertrieb, Einkauf/Logistik, Forschung & Entwicklung sowie über zentralorganisierte Verwaltungsfunktionen, wie beispielsweise Strategie, Personal, Recht, Rechnungswesen und Controlling. Zum 1. Januar 2023 wurde der Verkaufsprozess des letzten verbliebenen Produktionsstandorts in Smolensk (Russland) abgeschlossen. Damit wurde die Transformation, mit dem Ziel sich von einem Industrieunternehmen mit breiter Produktionslandschaft für Traditionelle Beleuchtungsprodukte zu einem Lösungsanbieter mit eigenem innovativen Produktdesign und der Fertigung durch zuverlässige Auftragsfertiger zu entwickeln, erfolgreich umgesetzt. Am chinesischen LEDVANCE Standort in Shenzhen sind neben den chinesischen Geschäftsaktivitäten derzeit auch operative Funktionen (China Operations Regional Excellence / C.O.R.E.) wie z. B. wesentliche Teile des Einkaufs, der Logistik und des Verpackungsmanagements gebündelt. Die zentralen Verwaltungsfunktionen des Konzerns sind in der Unternehmenszentrale in Garching bei München angesiedelt. LEDVANCE betreibt drei regionale Servicecenter (Asien (C.O.R.E.), Nord-/Südamerika und Europa), in denen insbesondere die transaktionalen Geschäftsprozesse der Geschäftseinheiten gebündelt umgesetzt werden. Die operative Umsetzung des LEDVANCE Geschäftsmodells erfolgt grundsätzlich über regionale Organisationsstrukturen:
Durch die gewählte und bewährte Regionalstruktur können Entscheidungen schnell und an den lokalen Märkten orientiert getroffen und umgesetzt werden. Zum Schutz seines Geschäfts und seiner Kunden verfügt LEDVANCE über eine Vielzahl von angemeldeten oder eingetragenen Patenten und weiteren Schutzrechten auf dem Gebiet des geistigen Eigentums. Des Weiteren darf die Marke OSRAM, sowie die in Nordamerika etablierte Marke SYLVANIA, in USA und Kanada, über Markenlizenzrechte, die mit dem OSRAM Licht-Konzern vereinbart worden sind, genutzt werden. Durch die vollzogene Neuausrichtung des Unternehmens ist strategisches Sourcing von Produkten und Komponenten insbesondere im Bereich der LED-Retrofit Lampen und Leuchten, die auch in Großprojekten wie Sportarenen und Parkplatzanlagen eingesetzt werden können, sowie zunehmend auch in den Bereichen SMART Home und SMART Building von großer Bedeutung LEDVANCE bedient seine internationalen Märkte über eine Vielzahl von Fachhandelskunden (Trade) sowie über Einzelhandelsketten/Baumärkte (Retail). Im professionellen Kundensegment bestehen zudem zahlreiche Rahmenvertragsabkommen mit kommerziellen Endverbrauchern. Nach erfolgreichem Abschluss der Transformationsphase soll auch das Projektgeschäft zukünftig weiter ausgebaut werden und so an Bedeutung gewinnen. Die weiter fortschreitende Digitalisierung des Lichtmarktes führt zu einer spürbaren Veränderung der Bestellprozesse des Elektrohandwerks und des Einkaufsverhaltens der privaten Endkunden. Organisatorische und rechtliche Struktur Das chinesische Licht-Unternehmen MLS Co. Ltd. (MLS) hält indirekt 100% der Anteile an der LEDVANCE GmbH und ihrer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften (im Folgenden "LEDVANCE" oder "LEDVANCE-Konzern"). Die LEDVANCE GmbH und ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften bilden einen Teilkonzern innerhalb der MLS-Gruppe. Der LEDVANCE-Konzern umfasst die LEDVANCE GmbH mit Sitz in Garching als Muttergesellschaft und hält zum 31. Dezember 2023 direkt oder indirekt Kapitalanteile an 55 Tochtergesellschaften (31. Dezember 2022: 55), Assoziierten Unternehmen/Gemeinschaftsunternehmen sowie sonstigen Beteiligungen > Ziffer 37 | Aufstellung des Anteilsbesitzes des LEDVANCE-Konzerns und > Ziffer 5 | Akquisitionen, Verkäufe und Asset Held for Sale in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Der LEDVANCE-Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2023 2.685 Mitarbeiter (FTE, Fulltime equivalent, Vollzeitäquivalente), was im Vergleich zum 31. Dezember 2022 (3.029 FTE) einem Rückgang von 344 FTE entspricht. Der Mitarbeiterrückgang ist im Wesentlichen auf den Verkauf des Fertigungsstandorts in Smolensk, Russland, zurückzuführen, der die Mitarbeiterzugänge deutlich überkompensiert.
1) = inkl. zentralgesteuerter
Konzerngesellschaften in Shenzhen, Shanghai und Wuhu
(China)
Die bewährte regionale Struktur wurde im Geschäftsjahr 2023 nicht angepasst und teilt sich in die drei Regionen Europa West, Emerging Markets und USA und Kanada auf. Regionale Struktur - Europa West Die Region Europa West umfasst die Länder aus den Märkten Nordeuropa (inklusive der baltischen Staaten Estland, Litauen und Lettland), Nordwesteuropa (Benelux-Staaten und das Vereinigte Königreich), DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz), sowie Südwesteuropa. Emerging Markets - Asien/Pazifik, Mittlerer Osten u. Afrika, Europa Ost sowie Lateinamerika Die globalen Schwellen- und Wachstumsmärkte sind nach territorialen und steuerungsrelevanten Gesichtspunkten in die Regionen Asien/Pazifik, Mittlerer Osten und Afrika, Europa Ost sowie Lateinamerika unterteilt. Auf Konzernebene sind diese zu den Emerging Markets zusammengefasst. - USA und Kanada Die Region USA und Kanada umfasst die beiden Länder USA und Kanada. Vertriebskanäle Innerhalb der Regionen erfolgt die Marktbearbeitung vorwiegend über die Vertriebskanäle Fachhandel (Trade) und Einzelhandel/Baumärkte (Retail) sowie weiter zunehmend auch über elektronische Absatzwege (E-Commerce). Diese umfassen vor allem die Online-Plattformen unserer Kunden aber auch eigenen Online-Tools. Produktsegmente Das aktuelle Produktportfolio des LEDVANCE-Konzerns umfasst Produkte aus LED-basierten und traditionellen Technologien. Dabei sind Produkte aus den Produktsegmenten Leuchten, LED-Lampen sowie Elektronik und SMART den LED-basierten Technologien zugeordnet. Produkte aus den Produktsegmenten Traditionelle Lampen sowie Contract Manufacturing und Cross-Selling stellen den Bereich der traditionellen Technologien dar. Grundsätzlich werden innerhalb des LEDVANCE-Konzerns Produktsegmente erst ab einer relevanten Umsatzgröße eingeführt. Umsätze, die nicht aus bestehenden Segmenten generiert werden, und deren Höhe keine Segmentstruktur rechtfertigt, sind unter "Sonstige" in der Berichterstattung zusammengefasst. Nachfolgend ein Überblick über die zum 31. Dezember 2023 bestehenden Produktsegmente: Leuchten Das Leuchten Portfolio umfasst standardisierte Produkte für den Außen- und Innenbereich. Die Ausrichtung des Portfolios richtet sich dabei nach den Bedürfnissen von Installateuren und Handwerkern für professionellen Einsatz und orientiert sich für den Vertrieb im Einzelhandel und in Baumärkten an den Anforderungen des Endverbrauchers. LEDVANCE wurde in den vergangenen Jahren für das vorhandene innovative Leuchten-Portfolio mehrfach ausgezeichnet. Die prämierten Leuchten sind wesentliche Bausteine für komplexe Anwendungen mit anspruchsvollen Spezifikationen, fördern die weitere Entwicklung des Projektgeschäfts und ergänzen das Portfolio der Elektroinstallateure und des Einzelhandels. - LED-Lampen LED-Lampen umfassen standardisierte LED-Lampen in klassischer Form. Diese LED-Lampen mit standardisiertem Sockel stellen Alternativprodukte zu den traditionellen Leuchtmitteln dar. LED-Lampen sind die Basis für eine moderne, effiziente und vor allem umweltfreundliche Beleuchtung und substituieren im Rahmen des Transformationsprozesses der Lichtindustrie die traditionelle Lampentechnologie. - Elektronik und SMART Die Beleuchtungsinstallation ist ein wichtiger Einstiegspunkt für SMART-Home und SMART- Building. Das Produktsegment Elektronik und SMART umfasst Geschäftsaktivitäten, wie die Entwicklung, das globale Sourcing und den Verkauf von elektronischen Steuergeräten und Lichtmodulen zur intelligenten Steuerung von Lampen und Leuchten für den professionellen Einsatz in der Gebäudeautomatisierung oder für den privaten Gebrauch in Wohngebäuden. Traditionelle Lampen Traditionelle Lampen umfassen Leuchtmittel, die auf traditionellen Technologien, wie Glüh- und Halogenlampen, Leuchtstofflampen sowie Kompaktleuchtstofflampen, basieren. Produkte aus dem Segment Traditionelle Lampen werden im Rahmen des Transformationsprozesses in der Beleuchtungsindustrie durch LED-basierte Produkte ersetzt und haben so eine abnehmende Bedeutung. - Contract Manufacturing und Cross Selling In diesem Bereich werden überwiegend Serviceleistungen für OSRAM und Verkäufe von OS- RAM-Produkten, wie beispielsweise elektronische Vorschaltgeräte und LED Light-Engines, zusammengefasst. Aufgrund der abgeschlossenen Unternehmenstransformation und der im Zusammenhang stehenden vollständigen Aufgabe der eigenen Fertigungskapazitäten, spielen insbesondere die Auftragsfertigung (Contract Manufacturing) aber auch Logistikdienstleistungen keine wesentliche Rolle mehr. Insgesamt hat die Bedeutung des Segments innerhalb des LEDVANCE Konzerns abgenommen. Unternehmensstrategie und -steuerung Unternehmensstrategie In den vergangenen Jahren konnte LEDVANCE sein Transformationsprogramm zu einem führenden Komplettanbieter für LED-basierte Allgemeinbeleuchtung erfolgreich umsetzen. Die im Rahmen des Programms erzielten Fortschritte, insbesondere in den Bereichen Portfolioumbau und Neuausrichtung der Wertschöpfungs- und Organisationsstruktur sowie die auf Nachhaltigkeit basierende Grundorientierung stellen dabei wichtige Säulen für die weitere strategische Ausrichtung des Unternehmens dar. Als eines der weltweit führenden Unternehmen der Lichtindustrie möchte LEDVANCE nicht nur als klassischer Anbieter von modernen und effizienten Lichtlösungen am Markt aktiv sein, sondern künftig die komplette Kraft des Lichtes nutzen. Aktuell arbeitet das Unternehmen an einer entsprechenden Portfolioerweiterung. Getreu der neuen Unternehmensvision "Power through light" sollen Kunden dabei unterstützt werden, die Kraft des Lichtes im vollen Umfang nutzen zu können - sowohl als Mittel zur Beleuchtung als auch zur Stromerzeugung. In der Zukunft sollen so nicht nur moderne und effiziente Beleuchtungssysteme, sondern auch Lösungen aus den Bereichen der erneuerbaren Energieerzeugung und des Energiemanagements bessere Lebens- und Arbeitsumgebungen für Kunden schaffen. Dabei sollen effiziente Energielösungen auch Kosten und Energie sparen und somit einen Beitrag für Umwelt und Gesellschaft leisten und die nachhaltige Grundorientierung des Unternehmens weiter auszubauen. LEDVANCE ist davon überzeugt, die neuformulierte Vision erfolgreich umsetzen zu können. Zum einen kann man auf bewährte Strukturen und Organisationen zurückgreifen, die das Unternehmen in die Lage versetzen, neue Märkte und Geschäftsfelder zu erschließen - der Aufbau und die Etablierung des erfolgreichen Leuchtengeschäfts haben dies gezeigt. So sind beispielsweise die für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung wesentlichen operativen Funktionen unter dem organisatorischen Dach C.O.R.E. (China Operations Regional Excellence) in China gebündelt. Funktionen wie der Einkauf und wesentliche Teile der Logistik sind so in unmittelbarer Nähe zu den relevanten Beschaffungsmärkten angesiedelt. Regionale Geschäftsentscheidungen werden dezentral von den drei Vertriebsregionen Europa West, Emerging Markets sowie USA und Kanada getroffen. Darüber hinaus ergänzt der elektronische Vertriebsweg (E-Commerce), die klassischen Vertriebswege Fachhandel (Trade) und Einzelhandel/Baumärkte (Retail). Auch wird das bisherige klassische Produktgeschäft durch ein zunehmendes Projektgeschäft ergänzt. Zur Umsetzung der Geschäfte ist LEDVANCE in über 50 Ländern mit eigenen Vertriebsbüros präsent und unterhält Kundenbeziehungen in mehr als 130 Länder. Zum anderen verfügt das Unternehmen aber auch über den notwendigen unternehmerischen Mut und die Erfahrung, wichtige Veränderungen anzustoßen und erfolgreich umzusetzen. Mit dem "LEDVANCE Digital Future - Projekt" wird beispielsweise die Digital- und Dateninfrastruktur des Unternehmens grundlegend überarbeitet und so eine integrierte und ganzheitliche Systemlandschaft für die künftigen Herausforderungen geschaffen. Das Programm umfasst alle Unternehmensprozesse und soll dazu beitragen, Arbeitsabläufe noch effizienter zu gestalten, Analysen schneller und flexibler umzusetzen und so das Unternehmen zu unterstützen, einen höheren Kundennutzen zu generieren. So sollen unter anderem die historisch gewachsenen und regional stark unterschiedlichen SAP R/3-Landschaften in ein einheitliches SAP S/4 Hana transferiert werden. Eine wichtige Säule der strategischen Weiterentwicklung ist die nachhaltige Grundausrichtung des Unternehmens, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Dabei stehen die drei Säulen der Nachhaltigkeit "Ökologie", Soziales" und "Governance" im Fokus der Aktivitäten. Im Geschäftsjahr 2023 konnte der erste Nachhaltigkeitsbericht der Unternehmensgeschichte veröffentlicht werden. Das Unternehmen hat die Nachhaltigkeitsstrukturen ausgebaut und weitere nachhaltigkeitsorientierte Elemente in die Unternehmensstrategie integriert. Dabei kommt dem Begriff "Loop" eine zentrale Bedeutung zu. "LEDVANCE LOOP" fasst zwei Dinge zusammen: dem Streben des Unternehmens nach ständiger Veränderung und einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten zu können. Nach Abschluss des Transformations- und Restrukturierungsprogramms wurde im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 das neue Headquarter - LEDVANCE LOOP, am Firmensitz in Garching bei München, bezogen. Die neuen Räumlichkeiten und das zugrundeliegende Raumkonzept sollen die Zusammenarbeit und den Teamspirit unterstützen und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Unternehmen, aber auch bei Gästen schärfen und so den Dialog fördern. LEDVANCE LOOP steht aber auch für die nachhaltige Gestaltung von Produkten und stellt eine neue Submarke des Unternehmens dar. Mit dem EVERLOOP-Konzept wurde unter anderem eine Leuchte entwickelt, bei der LED-Module und Treiber austauschbar sind. Auf diese Weise sparen LED-Leuchten nicht nur Energie, sondern tragen auch zur Reduzierung von Abfall bei und leisten einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. NATURELOOP stellt ein Konzept dar, mit dem das Unternehmen Ressourcen, wie zum Beispiel Kunststoff, wiederverwerten und so den Recyclinganteil erhöhen kann. Um die Anliegen und Ideen der Mitarbeiter stärker in den Strategieprozess und die Nachhaltigkeitsaktivitäten einfließen zu lassen, hat sich LEDVANCE dazu verpflichtet, regelmäßig Mitarbeiterumfragen durchzuführen. Die Erkenntnisse aus der im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten Mitarbeiterbefragung fließen in die Weiterentwicklung des Unternehmens ein. Durch Kundennähe, eine schlank aufgestellte Organisation und der beschriebenen strategischen Ausrichtung möchte LEDVANCE technologisch führende Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten und so ein langfristig profitables Umsatzwachstum generieren sowie einen positiven Beitrag zu Umwelt und Gesellschaft leisten. Unternehmenssteuerung Als die für das Unternehmen bedeutsamsten Leistungsindikatoren hat das Management das nominale Umsatzwachstum, das Ergebnis nach Steuern sowie den erwirtschafteten Free Cash Flow festgelegt. Neben dem rein nominalen Wachstum kommt, insbesondere in einem volatilen Währungsumfeld, dem vergleichbaren Umsatzwachstum eine wesentliche Bedeutung zu. Durch die Nutzung dieser Leistungsindikatoren soll sichergestellt werden, dass die Unternehmenssteuerung auf Wachstums-, Ertrags- und auch Liquiditätszielen beruht und so eine ausgewogene Unternehmensentwicklung im Fokus steht. Zur Steuerung der regionalen Einheiten kommt dem langjährig bewährten Region-Contribution-Profit weiterhin eine besondere Bedeutung zu. Diese Kennzahl gibt dem Management Aufschluss über die Profitabilität der regionalen Organisationseinheiten und zeigt den von einer Region zu verantwortenden Beitrag zum Konzernergebnis. Über diese Profitabilitätskennzahl hinaus werden als regionale Leistungsindikatoren, insbesondere in Bezug auf die Liquiditätsausstattung des Unternehmens, das durch das regionale Management unmittelbar zu beeinflussende Forderungs- und Vorratsmanagement herangezogen. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die für das Unternehmen bedeutsamsten Leistungsindikatoren. LEDVANCE Bedeutsamste Leistungsindikatoren Für die zum 31. Dezember 2022, 2023 und 2024 endenden Geschäftsjahre
Forschung und Entwicklung Als ein führender Anbieter in der weltweiten Lichtindustrie übernimmt die Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung (FuE) die Rolle des Innovationstreibers im Konzern. Die FuE-Aktivitäten fokussieren sich dabei auf Kundenlösungen im Bereich intelligenter Lichtsteuerungssysteme für den professionellen und privaten Einsatzbereich. Des Weiteren werden innovative Technologien und Lösungen zur nachhaltigen Gestaltung von Lichtprodukten im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft entwickelt. Diese zukunfts- und marktorientierte Ausrichtung der FuE erzielt einen Mehrwert für die Kunden und LEDVANCE. Dabei werden nicht alle Technologien im eigenen Haus entwickelt, sondern auch im Sinne des "Open Innovation Ansatzes" mit Partnern aus der Industrie und Lehre gemeinsam erforscht und zur Marktreife gebracht. Schwerpunkte der FuE-Aktivitäten lagen dabei in der Weiterentwicklung von innovativen Lichtsteuerungskomponenten für den professionellen Markt und smartphone- oder sprachgesteuerte Lichtlösungen für den Endkunden-Markt. Auch wurden weitere Lösungen im Bereich "Licht und Gesundheit" entwickelt. LEDVANCE ist dabei das erste Unternehmen, das das neue VDE-Qualitätszertifikat (VDE: Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.) für "Human Centric Lighting" (HCL) erhalten hat. Mit dieser FuE-Ausrichtung und mit begleitenden technischen Partnerschaften mit führenden Technologiefirmen im Bereich SMART Home und SMART Building konnte LEDVANCE die Attraktivität seiner Produkte im Markt weiter erhöhen. Um die Kunden- und Marktanforderungen noch besser in die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten einbringen zu können, wurden im Geschäftsjahr 2023 Teile des Produktmanagements aus der Vertriebsorganisation herausgelöst und in den Verantwortungsbereich der Forschung und Entwicklung integriert. Dadurch sollen die produktnahen Entwicklungsarbeiten besser an den aktuellen Bedürfnissen der Kunden und des Marktes ausgerichtet werden und der Entwicklungsprozess so noch effizienter gestaltet werden > Entwicklung der Ertragslage - Funktionskosten. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die Weltwirtschaft war auch im Jahr 2023 von geopolitischen Krisen und globalen Herausforderungen geprägt. Insgesamt führten der andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine, bestehende Handelskonflikte - insbesondere auch zwischen China und USA-, Auswirkungen des voranschreitenden Klimawandels und der eskalierte Nahost-Konflikt zu einem Rückgang der globalen Wachstumsdynamik. Die Entwicklung der europäischen und vor allem auch der deutschen Wirtschaft wurde von den Folgen der zwar abnehmenden aber weiterhin hohen Inflation und des daraus resultierenden weiterhin hohen Zinsniveau stark beeinflusst. Auch war die Wachstumsdynamik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften deutlich geringer als in den Schwellenländern. Neben den oben genannten Krisen und Herausforderungen dürften auch abklingende Konsum-Nachholeffekte und zurückgehende staatliche Subventionsprogramme aus der COVID-19 Pandemie zum Rückgang der Wachstumsdynamik geführt haben. Positive Effekte, wie beispielsweise der Rückgang von Versorgungsengpässen, konnten die oben bereits beschriebenen Entwicklungen nur teilweise ausgleichen. Angesichts der Vielzahl von Krisen und Herausforderungen zeigte sich die globale Wirtschaft jedoch widerstandsfähig und die Vielzahl der Unternehmen sehr resilient. Für die für LEDVANCE relevanten Wirtschaftsräume sieht der IWF in seinem am 30. Januar 2024 veröffentlichten World Economic Outlook Update für die Jahre 2023 und 2024 folgende Entwicklungen des Wirtschaftswachstums:
Der Sachverständigenrat geht in seinem am 8. November 2023 veröffentlichten Jahresgutachten 23/24 von einem weiterhin leichten Wachstum der globalen Wirtschaft aus. Im Jahr 2023 sehen die Experten ein Wachstum von 2,7% und für das Jahr 2024 sagen sie ein Anstieg von 2,2% voraus. Der IWF (World Economic Outlook Update, 30. Januar 2024) und auch der Sachverständigenrat (Jahresgutachten 23/24; 8. November 2023) gehen in ihren Berichten davon aus, dass im Jahr 2023 das Wachstum vor allem durch die Schwellenländer getragen wird und die fortgeschrittenen Volkswirtschaften nur unterproportional zum Wachstum beitragen. Die prognostizierten Entwicklungen unterliegen Chancen und Risiken. Die Risiken werden aufgrund der geopolitischen Lage derzeit insgesamt höher eingeschätzt als die Chancen. Die größten Risiken werden in einer weiteren Eskalation des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und in einer Ausdehnung des Nahost-Konflikts gesehen. Neben den gravierenden unmittelbaren Folgen, vor allem für die Bevölkerung in den Kriegsgebieten, wären auch weitere negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sehr wahrscheinlich. Ebenfalls kritisch ist der fortschreitende Fachkräftemangel in einzelnen Regionen - überwiegend in den entwickelten Volkswirtschaften - zu beurteilen. Auch aus diesem Grund kann das Wachstumspotenzial einzelner Branchen und Regionen nicht voll ausgeschöpft werden. Darüber hinaus bestehen durch eine mögliche Verschärfung von Handelskonflikten, durch die hohe Verschuldung von Staaten und Unternehmen weiterhin hohe Risiken, aber durch einen Abbau bestehender Handelsbarrieren und der Annäherung einzelner Staaten auch Chancen. Politische Konflikte, wie beispielsweise der andauernde Handelsstreit zwischen USA und China, wirken sich unmittelbar auf die Geschäftsaktivitäten von LEDVANCE aus. Die durch die USA verhängten Strafzölle haben auch im Geschäftsjahr 2023 die Ertragslage negativ beeinflusst > Erläuterung Ertragslage - Bruttoergebnis vom Umsatz. Aufgrund der fortgeschrittenen strategischen Neuausrichtung - insbesondere die Fokussierung auf eine Bezugsstrategie - können sich diese Strafzölle, aber auch deren mögliche Aufhebung, auf die Ertragslage des LEDVANCE-Konzerns auch zukünftig auswirken. Lichtmarktentwicklung Die folgenden Einschätzungen zur Entwicklung des globalen Lichtmarktes basieren auf Berichten und Prognosen des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie e.V. (ZVEI). Diese wurden um unternehmensinterne Analysen und Abschätzungen zu den für LEDVANCE relevanten Märkten ergänzt. Die Analysten des ZVEI gehen in Ihrem im August 2023 veröffentlichten Ausblick für die Elektro- und Digitalindustrie davon aus, dass der globale Lichtmarkt im Jahr 2023 um 7,0% wachsen soll. Das prognostizierte Wachstum für das Jahr 2024 soll dann jedoch auf 2,0% zurückgehen. Mit Blick auf das kommende Geschäftsjahr rechnet LEDVANCE mit weiterhin herausfordernden globalen Marktbedingungen. Zu den wesentlichen branchenspezifischen Aufgaben wird es gehören, trotz der für 2024 vorhergesehenen, verminderten Investitionstätigkeiten der Bauwirtschaft, Wachstumspotenziale zu generieren. Insbesondere für den für LEDVANCE wichtigen Markt der europäischen Bauwirtschaft sehen die Experten von EUROCONSTRUCT in Ihren im November 2023 erstellten Prognosen für die Jahre 2023 und 2024 mit -1,7% bzw. - 2,1% einen Rückgang der Bautätigkeit. Aus den aktuellen Nachhaltigkeits-Diskussionen und einem weltweit steigenden Umweltbewusstsein, der für Lichtplanungen Verantwortlichen und der Endverbraucher, ergeben sich für LEDVANCE neben der LED-basierten, über Lichtmanagementsysteme steuerbaren Beleuchtung auch neue Wachstumspotenziale im Bereich der erneuerbaren Energien und Photovoltaik. Rechtliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Für den LEDVANCE-Konzern sind neben den allgemeinen Rechtsvorschriften insbesondere gesetzliche Vorgaben und Verordnungen hinsichtlich energieeffizienter, qualitativer sowie nachhaltiger Beleuchtung relevant. Zum 2. Juli 2023 trat das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/1937 zum Schutz von Hinweisgebern in Kraft. Für Betriebe mit mindestens 250 Mitarbeitern schafft das Gesetz die Verpflichtung, ein Hinweisgebersystem mit interner Meldestelle einzurichten und den Schutz der Hinweisgeber und die datenschutzkonforme Bearbeitung der Meldung zu gewährleisten. LEDVANCE hatte bereits vor Inkrafttreten des HinSchG mit der LEDVANCE Integrity Line (LILi) ein Hinweisgebersystem implementiert, welches den Anforderungen des neuen Gesetzes gerecht wird. Des Weiteren wurde die Verordnung (EU) 2023/988 über die allgemeine Produktsicherheit (EU-ProdSV) im Mai 2023 veröffentlicht, welche zum 13. Dezember 2024 in Kraft treten wird. Die EU-ProdSV löst die EU-Richtlinie 2001/95/EG über die allgemeine Produktsicherheit aus dem Jahr 2001 ab, welche in Deutschland durch das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) umgesetzt ist. Die Verordnung greift die fortschreitende Digitalisierung von Produkten und Vertriebswegen auf; so werden besondere Anforderungen und Pflichten wie beispielsweise umfangreiche Informationspflichten für Online-Shops aufgestellt. Die Verordnung erfasst auch gebrauchte, reparierte oder wiederaufgearbeitete Produkte. Am 27. November 2023 ist der EU-Data Act verabschiedet worden, dessen Vorschriften 20 Monate nach der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft treten werden. Der EU-Data Act regelt Zugangsrechte für Nutzer und Dritte zu Daten, die von verbundenen Geräten wie beispielsweise Smart Home Produkten und zugehörigen Diensten erzeugt werden. Hersteller müssen damit künftig ihre Produkte so konzipieren, dass der Nutzer direkt auf die bei der Nutzung generierten Daten zugreifen kann und vorab darüber informieren, welche Daten erzeugt und wie sie bereitgestellt werden. Eine Nutzung der Daten durch den Hersteller oder die Weitergabe der Daten an einen Dritten, kann künftig nur auf Grundlage eines Vertrages mit dem Nutzer stattfinden. Nach Veröffentlichung der Verordnung gilt es den konkreten Anwendungsbereich für LEDVANCE und ggfs. die notwendige Anpassung von Produktdesign und Vertragsstruktur zu klären. Die letzten Jahre waren weltweit von umfangreichen regulatorischen Veränderungen geprägt, wie das schrittweise Ausphasen von Glühlampen sowie neue Vorschriften bei Halogen-, Leuchtstoff-, Hochdruckentladungs- und bei LED-Lampen. Diese regulatorischen Änderungen waren ein wesentlicher Treiber der Transformation des Lichtmarktes. So wurde beispielsweise Ende 2019 die Neufassung der Eco-Design Verordnung (EU) 2019/2020 für Beleuchtung veröffentlicht. In ihr wurden bisherige Verordnungen zusammengefasst und das Ausphasen von bestimmten weiteren Lampentypen zum 1. September 2021 bzw. 1. September 2023 festgelegt. Innerhalb der EU-Gremien wurde 2023 bereits über eine Weiterentwicklung dieser Verordnung verhandelt. LEDVANCE ist zudem von der in der EU geltenden Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (Waste Electrical and Electronic Equipment "WEEE") betroffen. Diese Richtlinie soll zur Nachhaltigkeit von Produktion und Verbrauch sowie zur effizienten Ressourcennutzung und zur Rückgewinnung von wertvollen Sekundärrohstoffen beitragen, indem vorrangig durch die Vermeidung von Abfällen von Elektro- und Elektronikgeräten sowie durch Wiederverwendung, Recycling und andere Formen der Verwertung solcher Abfälle, die zu beseitigende Abfallmenge reduziert wird. Zum 1.Juli 2022 ist eine Novelle des deutschen Verpackungsgesetzes (VerpackG) nach den Leitlinien der aktuellen EU-Richtlinien in Kraft getreten. Das VerpackG regelt nun auch eine Registrierungs- und eine Systembeteiligungspflicht für Hersteller und Vertreiber, in deren Verantwortung neue Verpackungen in den Wirtschaftskreislauf gelangen. Ziel des VerpackG ist der Schutz der Umwelt und ein fairer Wettbewerb. Durch die Vermeidung von Abfällen und die möglichst hochwertige Verwertung sollen natürliche Ressourcen geschont werden. Diese Entwicklung wurde in der EU im Laufe des Jahres 2023 durch die Verhandlungen zur Verpackungsverordnung (Packaging & Packaging Waste Regulation, PPWR) als Weiterentwicklung der Richtlinie 94/62/EC weiter vorangetrieben. Mit dem Inkrafttreten der Verordnung wird im Jahr 2025 gerechnet. Die europäische RoHS-Direktive (Restriction of Hazardous Substances), die im Anwendungsfall auch Voraussetzung für die CE-Kennzeichnungen ist, schränkt die Verwendung von bestimmten, schädlichen Substanzen in elektrischen und elektronischen Geräten ein. Zusammen mit der Minamata-Konvention gibt diese Regelung den Quecksilbergrenzwert für Lampen vor. EU-RoHS-ähnliche Regelungen wurden bzw. werden aktuell in zahlreichen Ländern und Regionen der Welt etabliert. Am 24. Februar 2022 hat die EU-Kommission eine geänderte Rechtsakte veröffentlicht, die zu einem schrittweisen Verbot von quecksilberhaltigen Lampen für die Allgemeinbeleuchtung führen. So sind am 25. Februar und am 25. August 2023 entsprechende Verbote in Kraft getreten. Die verbleibenden Ausnahmeregelungen für quecksilberhaltige Lampen umfassen damit hauptsächlich noch Modelle für spezielle Verwendungszwecke. Am 18. August 2023 ist die EU-Batterieverordnung (2023/1542) verabschiedet worden. Sie löst ab Februar 2024 schrittweise die bisher geltende Batterie-Richtlinie (2006/66/EG) aus dem Jahr 2006 ab und betrifft LEDVANCE nicht nur im Rahmen der konventionellen Produkte mit Batterien, sondern wird sich vor allem auf große stationäre Batterien auswirken und somit auch auf Produkte der angestrebten Portfolioerweiterung im Bereich des Energiemanagements. Ebenfalls im Jahr 2023 ist der CO 2 -Grenzausgleichmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) in Kraft getreten. Im Rahmen des Mechanismus müssen bestimmte Produktgruppen, die in die EU importiert werden, seit dem 1. Oktober 2023 gesondert, quartalsweise der EU-Kommission gemeldet werden. Zudem nehmen die Anforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit weiter stark zu, sowohl kundenseitig als auch von Seiten der europäischen Gesetzgeber. Zu nennen sind hier insbesondere der sogenannte Green Deal der Europäischen Union mitsamt nachgelagerter Gesetzgebung, wie z. B. die EU-Taxonomie-Verordnung, die Green Claims Directive (Richtlinie über die Nachweisbarkeit und Kommunikation umweltbezogener Produktangaben), die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD - am 5. Februar 2023 in Kraft getreten und bis 5. August 2024 in nationales Recht umzusetzen), der Wechsel hin zu einer Kreislaufwirtschaft (Circular Economy), die Chemikaliengesetzgebung, z. B. Chemikalienverordnung, REACH- Verordnung Nr. 1907/2006 (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) und PoPs-Verordnung (Persistent organic Pollutants), sowie Nachhaltigkeitskriterien für Produkte und Unternehmen. Hier ist beispielsweise die EU-SCIP-Datenbank (Substances of Concern in Products) zu nennen, in der seit dem 5. Januar 2021 betroffene Produkte registriert werden müssen. Um den vorgenannten Anforderungen und deren wachsender Bedeutung gerecht zu werden, hat LEDVANCE im Geschäftsjahr 2023 seine im Vorjahr begonnenen Aktivitäten um das Thema der Nachhaltigkeit mit einem neuen ganzheitlicheren und globalen Ansatz zu adressieren, intensiv weiterverfolgt. Derzeit arbeitet LEDVANCE an weiteren Implementierungsschritten unter anderem mit dem Ziel einer CSRD-konformen Nachhaltigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2025. Zum 1. Januar 2023 ist in Deutschland das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Kraft getreten. LEDVANCE fällt nicht unmittelbar in den Anwendungsbereich dieses Gesetzes, muss jedoch aufgrund von Anforderungen diverser Kunden, die dem Gesetz unmittelbar unterliegen, mittelbare Pflichten in der Lieferkette erfüllen. Erste Umsetzungsmaßnahmen wurden bereits initiiert, weitere Implementierungsschritte werden innerhalb der nächsten Monate folgen. Dies erfolgt auch zur Vorbereitung auf die erwarteten Auswirkungen der Europäischen Lieferkettenrichtlinie (CSDDD, Verabschiedung und Inkrafttreten zum Ende 2023/ Anfang 2024 erwartet), wonach eine deutliche Ausweitung des Anwendungsbereichs des LkSG zu erwarten ist, so dass LEDVANCE voraussichtlich ab 2026 unmittelbar in den Anwendungsbereich des Gesetzes fallen wird. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Das Geschäftsjahr 2023 war, wie beschrieben, durch die Folgen der globalen Krisen und geopolitischen Herausforderungen beeinflusst. Die Entwicklung der Weltwirtschaft lag 2023 im Rahmen bzw. leicht über den Erwartungen des IWF bzw. des Sachverständigenrat zum Zeitpunkt der Prognose für das Geschäftsjahr 2023. Der IWF hatte in seinem World Economic Outlook - Update - im Januar 2023 ein Wachstum von 2,9% für 2023 in Aussicht gestellt und geht aktuell (World Economic Outlook - Update - Januar 2024) von einem Wachstum in Höhe von 3,1% aus. Der Sachverständigenrat hatte in seinem Jahresgutachten 2022/23 ein Wachstum von 1,9% für 2023 prognostiziert und geht in seinem aktuellem Jahresgutachten 2023/24 von einem ebenfalls höheren Wachstum von 2,7% für das Jahr 2023 aus. Das weiterhin hohe Preisniveau insbesondere im Rohstoff- und Energiesektor sowie bei Lebensmitteln, hohe Zinsen und die dadurch hervorgerufene Investitions- und Kaufzurückhaltung waren im abgelaufenen Geschäftsjahr auch in den, für die Geschäfte des LEDVANCE-Konzerns wichtigen Branchen, spürbar. Dem gegenüber standen aber auch erfreuliche Entwicklungen. Vor allem die weitergehende Entspannung auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten sorgte für positive Effekte. Das LEDVANCE Management betrachtet, vor allem auch unter Berücksichtigung der aktuell bestehenden globalen Krisen und den damit einhergehenden makroökonomischen Herausforderungen, die im Geschäftsjahr 2023 erzielten Ergebnisse als insgesamt zufriedenstellend, wobei vor allem die Entwicklung der Profitabilität und des Cash Flows als gut bis sehr gut einzuschätzen sind. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf LEDVANCE Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr
Umsatzentwicklung LEDVANCE hatte für das Geschäftsjahr 2023 in Aussicht gestellt, dass der im Geschäftsjahr 2022 erzielte Umsatz von 1.390,9 Mio. EUR leicht übertroffen werden und das nominale Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich liegen könnte. Im beschriebenen weiterhin sehr herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld konnte ein Umsatz in Höhe von 1.351,1 Mio. EUR erreicht werden. Der im Geschäftsjahr 2023 erzielte Umsatz liegt leicht unter dem Vorjahresniveau und somit ebenfalls unterhalb des in der Prognose in Aussicht gestellten Umsatzes. Aus regionaler Sicht war vor allem die Entwicklung der Region Europa West erfreulich, wohingegen die Regionen Emerging Markets und vor allem USA und Kanada hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückblieben. - Ergebnisentwicklung Für das Ergebnis nach Steuern hatte das LEDVANCE-Management einen leichten Ergebnisanstieg gegenüber dem im Geschäftsjahr 2022 erreichten Wert von 70,4 Mio. EUR in Aussicht gestellt. Gründe für den prognostizierten leichten Ergebnisanstieg waren zum einen die erwartete positive Umsatzentwicklung sowie eine vorhergesagte leichte Erholung auf den relevanten Beschaffungsmärkten. Ebenso ging das Management bei der Prognose davon aus, dass es im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie zu keinen wesentlichen Ergebnisbelastungen kommen sollte. Das im Geschäftsjahr 2023 erzielte Ergebnis nach Steuern in Höhe von 86,4 Mio. EUR liegt deutlich über den ursprünglichen Erwartungen des Managements und hängt vor allem mit einem wesentlich besser als erwarteten Bruttoergebnis zusammen. Auch aufgrund der makro- ökonomischen Entwicklung in 2023 waren die Erholungen auf den Beschaffungs- und Logistikmärkten höher als erwartet und trugen zu einem besser als erwarteten Ergebnis nach Steuern bei. - Free Cash Flow-Entwicklung Für das Geschäftsjahr 2023 erwartete LEDVANCE eine deutliche Verbesserung gegenüber dem im Geschäftsjahr 2022 erzielten Free Cash Flow von -31,4 Mio. EUR und somit zu einer Rückkehr zu einem deutlich positiven Free Cash Flow. Mit 129,1 Mio. EUR liegt der Free Cash des Geschäftsjahres 2023 sehr beträchtlich über dem Free Cash Flow des Vorjahres und auch über den Erwartungen des Managements, die der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 zu Grunde lagen. Wesentliche Treiber des über den Erwartungen liegenden Free Cash Flow waren das besser als erwartete Ergebnis nach Steuern und die Entwicklung des operativen Nettovermögens. Hier spielte vor allem auch eine gegenüber den Erwartungen geringere Lagerhaltung und ein effizientes Forderungsmanagement eine bedeutende Rolle. Insbesondere die positive Vorratsentwicklung ist im Zusammenhang mit der zunehmenden Entspannung auf den Beschaffungsmärkten zu sehen. Erläuterung der Ertragslage Umsatzentwicklung
Umsatz nach Vertriebsregionen
1) = inkl. zentralgesteuerter
Konzerngesellschaften in Shenzhen, Shanghai und Wuhu
(China)
Europa West Der Umsatz der Region stieg von 558,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022 um 28,2 Mio. EUR bzw. 5,1% auf 586,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Der Umsatzanteil der Region Europa West am Gesamtumsatz des LEDVANCE Konzerns lag im Geschäftsjahr 2023 bei 43,4% und damit über dem Anteil des Geschäftsjahres 2022 mit 40,1%. Der Anteil der LED-basierten Produkte am Lichtgeschäft konnte im Geschäftsjahr 2023 von rund 78% im Geschäftsjahr 2022 auf rund 80% weiter gesteigert werden, was den hohen Umsetzungsgrad der industriellen Transformation im Unternehmen zeigt. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 haben sich die Umsatzanteile der unterschiedlichen Vertriebskanäle nur leicht verändert. Während der Umsatzanteil des Einzelhandels/der Baumärkte (Retail) im Geschäftsjahr 2023 leicht zurückging und der Anteil der Geschäfte über elektronische Absatzwege (E-Commerce) nahezu unverändert blieb, konnte der Umsatzanteil im Fachhandel (Trade) weiter leicht gesteigert werden. Dieser Vertriebskanal leistete im Geschäftsjahr 2023 und auch im Vorjahr den größten Beitrag zum Umsatz in der Region. - Emerging Markets In der Region Emerging Markets ging der Umsatz von 430,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022 um 4,7 Mio. EUR bzw. 1,1% auf 425,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 zurück. Die nominale Umsatzveränderung der Emerging Markets war jedoch durch hohe Währungseinflüsse, vor allem in Lateinamerika und Osteuropa, beeinflusst. Auf vergleichbarer Basis hat der Umsatz um 13,3% zugenommen. Der Umsatzanteil der Region Emerging Markets lag im Geschäftsjahr 2023 mit rund 32% leicht über dem Niveau des Vorjahres (Anteil: rund 31%). In den Emerging Markets konnte der Anteil der LED-basierten Produkte im Geschäftsjahr 2023 von rund 78% im Geschäftsjahr 2022 auf rund 81% gesteigert werden. In den Emerging Markets ist der Anteil des Geschäfts über den Fachhandel (Trade) stark ausgeprägt und der hohe Umsatzanteil blieb im Geschäftsjahr 2023 auf dem Niveau des Vorjahres. - USA und Kanada Der Umsatz in der Region USA und Kanada ging im Geschäftsjahr 2023 von 371,7 Mio. EUR im Vorjahr erheblich um 56,7 Mio. EUR oder 15,3% auf 315,0 Mio. EUR zurück. Der Umsatzanteil der Region reduzierte sich entsprechend von 26,7% im Geschäftsjahr 2022 auf 23,3% im Geschäftsjahr 2023. In der Region USA und Kanada, in der der Umsatzanteil der LED-basierten Produkte nach wie vor unter dem Anteil des Gesamtunternehmens liegt, setzte sich der Trend zu LED-basierten Produkten auch im Geschäftsjahr 2023 fort. So konnte im Geschäftsjahr 2023 der Anteil von rund 58% im Geschäftsjahr 2022 deutlich, auf nunmehr knapp 65%, gesteigert werden. In einem insgesamt rückläufigen Geschäft trug der Umsatzrückgang mit traditionellen Beleuchtungsprodukten deutlich überproportional zur Entwicklung bei. Der starke Rückgang im traditionellen Geschäft war vor allem auch durch das zunehmende Verkaufsverbot von definierten Produktgruppen - durch ein sogenanntes "Banning" - geprägt. Der bisher schon stark ausgeprägte Umsatzanteil des Fachhandels (Trade) konnte auch im Geschäftsjahr 2023 weiter ausgebaut werden. Der Umsatzanteil des Vertriebskanals E-Commerce konnte im Geschäftsjahr 2023 - auf niedrigem Niveau - deutlich gesteigert werden. Die regionale Umsatzentwicklung wird nach wie vor auch durch die seitens der US-Regierung auferlegten Strafzölle für Produkte, die aus dem Ursprungsland China kommen, sowie den im Vergleich zu den anderen Regionen fortwährend hohen Umsatzanteil an traditionellen Produkten, beeinträchtigt. Umsatz nach Vertriebskanälen und Produktsegmenten
Die Umsätze im Fachhandel (Trade) verminderten sich im Geschäftsjahr 2023 um 11,3 Mio. EUR oder 1,2% gegenüber dem Vorjahresumsatz in Höhe von 974,9 Mio. EUR auf 963,6 Mio. EUR. Der Anteil des Fachhandels am Gesamtumsatz erhöhte sich aber leicht von 70,1% im Vorjahr auf 71,3 % im Geschäftsjahr 2023. Im Geschäftsjahr 2023 ging der Umsatz im Vertriebskanal Einzelhandel/Baumärkte von 320,3 Mio. EUR im Vorjahr um 22,6 Mio. EUR oder 7,1% auf 297,7 Mio. EUR zurück. Damit einhergehend kam es im Geschäftsjahr 2023 zu einem Rückgang des Umsatzanteils von 23,0 % im Vorjahr auf 22,0%. Der Umsatz im Vertriebskanal E-Commerce entwickelte sich, auf noch niedrigem Niveau, positiv und stieg von 47,1 Mio. EUR im Vorjahr um 3,5 Mio. EUR oder 7,4% auf 50,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Der Anteil der durch E-Commerce erzielten Umsätze konnte somit im Geschäftsjahr 2023 von 3,4% im Vorjahr auf nunmehr 3,7% erhöht werden.
Der Umsatz des globalen Geschäfts mit LED-Lampen stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 von 501,1 Mio. EUR im Vorjahr um 7,3 Mio. EUR oder 1,4% auf 508,4 Mio. EUR. In einem von intensivem Wettbewerb geprägten Marktumfeld konnte der Anteil am Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 von rund 36% im Vorjahr auf rund 38% leicht ausgebaut werden. Die Region Europa West trug deutlich überproportional zum Wachstum des Geschäfts mit LED-Lampen bei. Das weltweite Geschäft mit Leuchten konnte seinen nachhaltigen Wachstumspfad fortsetzen und erzielte im abgelaufen Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 459,8 Mio. EUR und lag damit 11,9 Mio. EUR bzw. 2,7% über dem Umsatz des Vorjahres von 447,9 Mio. EUR. Der Anteil des Leuchten-Geschäfts am Gesamtumsatz konnte weiter ausgebaut werden und lag mit rund 34% über dem Niveau des Vorjahres (rund 32%). Das globale Wachstum wurde vor allem von der Region Europa West aber auch von den Emerging Markets getragen. Das Geschäft mit den innovativen Electronics und SMART Produkten zeigte im Geschäftsjahr 2023 eine gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserte Entwicklung. Der Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens lag bei 3,2%, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Anteil des Geschäftsjahrs 2022 in Höhe von 3,0% entspricht. Der Gesamtumsatz von Electronics und SMART lag mit 43,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 2,1 Mio. EUR bzw. 5,1% über dem Umsatz des Vorjahres mit 41,5 Mio. EUR. Während der Umsatz in den Regionen Europa West und den Emerging Markets zurückging, konnte die Region USA & Kanada den starken Umsatzrückgang des Vorjahres nahezu ausgleichen und trug mit dieser Entwicklung deutlich zum Wachstum des Electronics und SMART Geschäfts bei. Im Vorjahr war - auch aus geschäftspolitischen Gründen - der Umsatz in USA & Kanada deutlich zurückgegangen. Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Anteil des USA & Kanada Geschäfts von rund 1% im Vorjahr auf knapp 3% gesteigert werden. Das globale Business mit Traditionellen Lampen erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 276,4 Mio. EUR. Der Umsatz lag damit 53,6 Mio. EUR bzw. 16,2% unter dem Umsatz des Vorjahres in Höhe von 330,0 Mio. EUR. Mit dieser Entwicklung ging auch der Umsatzanteil der Traditionellen Lampen erwartungsgemäß von rund 24% im Geschäftsjahr 2022 auf rund 20% weiter zurück. Diese Entwicklung entspricht dem Transformationsprozess des Unternehmens von traditioneller Beleuchtung hin zu halbleiterbasierter LED-Beleuchtung und Beleuchtungstechnik sowie weiterer Bereiche. In allen Regionen verringerte sich der Anteil, am deutlichsten in der Region USA & Kanada. Contract Manufacturing und Cross Selling erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 33,4 Mio. EUR, was einem Rückgang von 10,4 Mio. EUR oder 23,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht, in dem ein Umsatz in Höhe von 43,8 Mio. EUR erzielt wurde. Der Umsatzanteil liegt mit gut 2% unter dem Vorjahreswert von rund 3%. Der geringe Anteil ist im Einklang mit der Transformation des Unternehmens. Ergebnisentwicklung
Gewinn- und Verlustrechnung Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
Bruttoergebnis Das Bruttoergebnis stieg von 511,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022 um 65,5 Mio. EUR auf 576,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 erheblich an. Die Bruttoergebnismarge lag im Geschäftsjahr 2023 mit 42,7% wesentlich über dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 36,8%. Die Geschäftsjahre 2021 und 2022 waren durch die Folgen der COVID-19 Pandemie und den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine beeinflusst. Vor allem erhöhten sich aufgrund der allgemeinen Versorgungsknappheit und der Verteuerungen im Energiesektor die Beschaffungskosten einzelner Komponenten sowie auch die Kosten der Logistik. Die in der zweiten Hälfte des Vorjahres einsetzende Erholung auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten setzte sich im Geschäftsjahr 2023 fort und trug so auch zur Verbesserung des Bruttoergebnisses bei. Positiv wirkten sich dabei vor allem die deutlichen zurückgehenden Seefrachtkosten unserer Produkte aus. Darüber hinaus wirkten sich Struktur- und Preiseffekte innerhalb des Produktportfolios positiv auf das Bruttoergebnis aus. Nach wie vor wurden im Geschäftsjahr 2023 die Umsatzkosten durch die von den USA, als Konsequenz aus dem Handelsstreit mit China, verhängten Strafzölle für aus China eingeführte Produkte, belastet. Diese Strafzölle gingen im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich zurück und beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf einen mittleren einstelligen Mio.-EUR-Betrag. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch das zurückgegangene Geschäftsvolumen in den USA begründet. Darüber hinaus war das Bruttoergebnis des Vorjahres auch durch einen Sondereffekt belastet. Im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Verkauf eines russischen Produktionsstandorts sind im Vorjahr Aufwendungen - vor allem Wertminderungen auf Sachanlagen und verkaufsbezogenen Aufwendungen - in Höhe von 10,8 Mio. EUR angefallen, die unter den Umsatzkosten ausgewiesen wurden und das Bruttoergebnis und die Bruttomarge des Geschäftsjahres 2022 belasteten > Ziffer 5 | Akquisitionen. Verkäufe und Asset Held for Sale in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Auch die abgeschlossene nachhaltige Veränderung der Wertschöpfungskette, ohne Eigenfertigung, sowie die höhere Fokussierung auf Profitabilität bei der Unternehmenssteuerung, führten im Geschäftsjahr 2023 zu einer positiven Entwicklung des Bruttoergebnisses und der entsprechenden Marge. Funktionskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen im Geschäftsjahr 2023 mit 23,0 Mio. EUR um 12,7 Mio. EUR über den vergleichbaren Forschungs- und Entwicklungskosten des Vorjahres in Höhe von 10,3 Mio. EUR. Der deutliche Anstieg ist zum Großteil mit der im Geschäftsjahr 2023 vollzogenen Umgliederung von entwicklungsnahen Tätigkeiten im Bereich des Produktmanagements - von den Vertriebskosten in die Forschungs- und Entwicklungskosten - verbunden. Die Vertriebskosten des Vorjahres wurden durch die beschriebene Umgliederung entsprechend entlastet. Im Verhältnis zum Umsatz lag die FuE-Intensität mit 1,7% über dem berichteten Vorjahreswert (0,7%). Der nach wie vor verhältnismäßig geringe Anteil der Forschungs- und Entwicklungskosten am Umsatz ist eine Konsequenz aus der Transformation des Unternehmens, die auch eine Konzentration auf produktnahe Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beinhaltet. Im Geschäftsjahr 2023 waren 134 Mitarbeiter (Vj.: 58) im Bereich Forschung- und Entwicklung beschäftigt. Diese Entwicklung spiegelt die organisatorische Veränderung wider. Auch in den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten wirkte die bei den Forschungs- und Entwicklungskosten beschriebene Umgliederung. Im Geschäftsjahr 2023 lagen die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten mit 445,1 Mio. EUR um 8,8 Mio. EUR über dem Wert des Geschäftsjahres 2022 mit 436,3 Mio. EUR. Im Verhältnis zum Umsatz, lagen die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten des Geschäftsjahres 2023 bei 32,9% und damit leicht über dem Wert des Vorjahres in Höhe von 31,4%. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten resultieren im Wesentlichen aus dem Anstieg der Vertriebskosten und sollen auch zum Erschließen neuer Geschäftspotenziale beitragen. Ebenfalls belasteten auch weiterhin hohe Logistik- und Frachtkosten (Logistik zum Kunden) die Vertriebskosten. Darüber hinaus wurden die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten des Vorjahres durch staatliche Unterstützungs- und Hilfsprogramme entlastet. LEDVANCE profitierte im Geschäftsjahr 2022 insbesondere von US-amerikanischen Programmen, in deren Rahmen vor allem die Personalkosten entlastet wurden. Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu keinen Unterstützungen durch entsprechende Programme > Ziffer 7 | Personalaufwand in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Gegenläufig und somit aufwandsreduzierend wirkte die beschriebene Umgliederung des Produktmanagements von den Vertriebs- in die Forschungs- und Entwicklungskosten. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen Die Posten Sonstige betriebliche Erträge und Sonstige betriebliche Aufwendungen führten im Geschäftsjahr 2023 saldiert zu einem Aufwand von 5,7 Mio. EUR (Vj.: Ertrag von 29,4 Mio. EUR). Die Veränderung zum Vorjahr basiert zum einen auf dem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die Im Zusammenhang mit der Auflösung von Produktionsstandorten stehen. Zum anderen kam es im Vorjahr zu Erträgen im Zusammenhang mit einem Gerichtsverfahren in Südamerika. Darüber hinaus entstanden im Vorjahr weitere Erträge durch den Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen > Ziffer 8 | Sonstige betriebliche Erträge bzw. Ziffer 9 | Sonstige betriebliche Aufwendungen in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Finanzergebnis Das Finanzergebnis, bestehend aus den Posten Zinsertrag, Zinsaufwand und Sonstiges Finanzergebnis, lag im Geschäftsjahr 2023 bei 7,2 Mio. EUR. Im Vergleich dazu konnte im Vorjahr ein Finanzergebnis von -2,2 Mio. EUR erzielt werden. Der deutliche Anstieg des Finanzergebnisses basiert im Wesentlichen auf der positiven Entwicklung des Zinsertrags von 4,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022 um 12,4 Mio. EUR auf 16,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Der Zinsaufwand lag mit 9,5 Mio. EUR 3,9 Mio. EUR über dem Zinsaufwand des Vorjahres in Höhe von 5,6 Mio. EUR > Ziffer 10 | Zinsertrag. Zinsaufwand und sonstiges Finanzergebnis in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Steuerergebnis Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich ein Steueraufwand von 24,0 Mio. EUR, der sich aus 13,8 Mio. EUR effektivem Steueraufwand und 10,2 Mio. EUR latentem Steueraufwand zusammensetzt. Die Steuerquote betrug 21,8%, im Geschäftsjahr 2022 lag sie bei 23,5%. Der effektive Steueraufwand resultiert auch aus Steuern vom Einkommen und Ertrag der Vertriebs- und Produktionsgesellschaften, die aufgrund des Transferpreismodells des LEDVANCE-Konzerns ein positives steuerliches Ergebnis erzielten. Entwicklung Ergebnis nach Steuern Das zur Messung der Ertragskraft herangezogene Ergebnis nach Steuern stieg im Geschäftsjahr 2023 um 16,0 Mio. EUR auf 86,4 Mio. EUR (Vj.: 70,4 Mio. EUR) an. Das EBIT des Geschäftsjahres 2023 lag mit 103,1 Mio. EUR um 9,0 Mio. EUR über dem EBIT des Vorjahres in Höhe von 94,1 Mio. EUR. Die EBIT-Marge, d.h. das EBIT im Verhältnis zum Umsatz, belief sich im Geschäftsjahr 2023 mit 7,6% rund 0,8 Prozentpunkte über der Marge des Vorjahres mit 6,8%. Zur Verbesserung der Profitabilität trug vor allem der deutliche Anstieg der Bruttoergebnismarge bei. Haupttreiber waren hier die beschriebene deutliche Entspannung auf den internationalen Beschaffungsmärkten und die zurückgehenden Frachtkosten von unseren Lieferanten in unsere Läger - der sogenannten Inbound-Logistik. Im Vorjahr belasteten darüber hinaus, wie beschrieben, Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr 2023 vollzogenen Verkauf eines russischen Produktionsstandorts entstanden das > Bruttoergebnis. Die weiterhin hohen Ausgangsfrachten und kundenbezogenen Logistikkosten - der sogenannten Outbound-Logistik - die in den Vertriebskosten wirken, dämpfen nach wie vor die Profitabilität > Funktionskosten. Das Ergebnis des Vorjahres wurde durch einen Ertrag aus einem Gerichtsurteil zugunsten LEDVANCE in Südamerika positiv beeinflusst > Ziffer 8 | Sonstige betriebliche Erträge und Ziffer 9 | Sonstige betriebliche Aufwendungen in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Aufgrund der regionalen Ausrichtung des Konzerns hat die Kennziffer Region-Contribution- Profit eine besondere Bedeutung > Unternehmenssteuerung. Über alle Regionen hinweg konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Region-Contribution-Profit von 191,5 Mio. EUR (Vj.: 162,4 Mio. EUR) erzielt werden, was einer Marge von 14,2% entspricht (Vj.: 11,7%). Den größten Anteil an diesem regionalen Profit erzielte auch im Geschäftsjahr 2023 die Region Europa West mit 102,0 Mio. EUR, was einer Marge von 17,4% entspricht (Vj.: 80,3 Mio. EUR bzw. 14,4%). Es folgt die Region der Emerging Markets - bestehend aus Asien/Pazifik, Mittlerer Osten u. Afrika, Europa Ost sowie Lateinamerika - mit einem Region-Contribution-Profit von 86,0 Mio. EUR und einer Marge von 20,2% (Vj.: 72,7 Mio. EUR bzw. 16,9%) und die Region USA und Kanada mit einem Profit in Höhe von 3,4 Mio. EUR was einer Marge von 1,1% entspricht (Vj.: 9,2 Mio. EUR bzw. 2,5%). Erläuterung der Finanzlage Ziele und Aufgaben des Finanzmanagements bei LEDVANCE Das übergeordnete Ziel des Finanzmanagements ist es, die Zahlungsfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen sowie die finanziellen Risiken zu bündeln und zu reduzieren. Darüber hinaus sollen durch ein geordnetes Finanzmanagement die finanzielle Stabilität und Flexibilität aktiv gestaltet und nachhaltig sichergestellt werden. Die Hauptaufgaben des LEDVANCE Finanzmanagements sind die Steuerung und Sicherung der Liquidität, die Sicherstellung des Zugangs zum Fremdkapitalmarkt, die Absicherung von Fremdwährungs- und Zinsrisiken sowie das zentrale Management von Bürgschaften und Bankgarantien. Der Aufgabenbereich Finanzierung und Finanzrisikomanagement ist zentral organisiert und wird mit Hilfe von zentraler Governance und einheitlichen Regeln und Systemen konzernweit gesteuert. Hierzu gehören die konzernweite Bereitstellung von Liquidität, die detaillierte Planung und Steuerung der konzernweiten Zahlungsflüsse mittels einer sogenannten "payment factory" und ein zentralisiertes Währungsrisikomanagement für alle Einheiten des Konzerns. Das LEDVANCE Finanzmanagement liegt im Verantwortungsbereich des CFO und wird zentral vorrangig von der Abteilung Corporate Finance & Treasury und zu Teilen auch von der Abteilung Accounting & Financial Reporting wahrgenommen. Mittelzuflüsse/-abflüsse
Entwicklung der Mittelzuflüsse/-abflüsse Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit stieg deutlich um 165,1 Mio. EUR von einem Abfluss in Höhe von 24,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 140,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Der deutliche Anstieg basiert zum einen auf einen im Vergleich zum Vorjahr 16,0 Mio. EUR höheren Ergebnisbeitrag im Jahr 2023. Darüber hinaus trugen insbesondere Mittelzuflüsse aus dem operativen Nettovermögen (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) in Höhe von 26,0 Mio. EUR zur positiven Entwicklung bei. Im Vorjahr kam es zu Mittelabflüssen aus dem operativen Umlaufvermögen in Höhe 73,5 Mio. EUR. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung war der deutliche Mittelzufluss von 51,0 Mio. EUR aus dem Abbau von Vorräten. Im Vorjahr war es aufgrund der damals bestandenen Liefer- und Logistiksituation zu einer außergewöhnlich hohen Bevorratung gekommen, die über das Jahr 2023 reduziert werden konnte. Darüber hinaus kam es auch zu deutlich geringeren Mittelabflüssen, in den Sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2022 wirkten hier unter anderem auch personalbezogene Themen > Ziffer 23 | Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten in VI. Anhang zum Konzernabschluss.
Der Free Cash Flow - definiert als Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Investitionen in Sachanlagevermögen - stieg von -31,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022 um 160,5 Mio. EUR auf 129,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Der Anstieg basiert vor allem auf dem beschriebenen Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 140,7 Mio. EUR und den im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in das Anlagevermögen und in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt 11,6 Mio. EUR Mio. EUR. Im Vorjahr lagen die Investitionen bei insgesamt 7,0 Mio. EUR.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2023 mit 13,0 Mio. EUR über dem Mittelabfluss des Geschäftsjahrs 2022 in Höhe von 0,6 Mio. EUR. Der Mittelabfluss im Geschäftsjahr 2023 beinhaltet Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 9,1 Mio. EUR (Mittelabfluss Geschäftsjahr 2022: 5,3 Mio. EUR) und in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 2,5 Mio. EUR (Mittelabfluss Geschäftsjahr 2022: 1,7 Mio. EUR). Darüber hinaus kam es im Geschäftsjahr 2023 zu Mittelabflüssen aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen in Höhe von 1,6 Mio. EUR. Im Vorjahr kam es in diesem Zusammenhang zu Mittelzuflüssen aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen in Höhe von 6,5 Mio. EUR, die im Zusammenhang mit dem Transformations- und Restrukturierungsprogramm getätigt wurden. > Ziffer 5 | Akquisitionen. Verkäufe und Asset Held for Sale in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 64,1 Mio. EUR (Mittelabfluss Geschäftsjahr 2022: 57,6 Mio. EUR). Im Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit wirkte vor allem der Mittelabfluss in Höhe von 43,2 Mio. EUR aufgrund der vollständigen Rückführung eines Gesellschafterdarlehens. Im Vorjahr wurden Finanzschulden in Höhe von 48,0 Mio. EUR zurückgeführt. Darüber hinaus wirkten im Geschäftsjahr 2023 Mittelabflüsse in Höhe von 13,9 Mio. EUR aufgrund des Ausgleichs von Verbindlichkeiten bedingt durch das Finanzierungsleasing (Mittelabfluss Geschäftsjahr 2022: 15,2 Mio. EUR). Im Vorjahr kam es zu Zuflüssen in Höhe von 10,0 Mio. EUR, die im Zusammenhang mit einer erfolgten Eigenkapitalerhöhung stehen > Ziffer 30 | Eigenkapital in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Gesellschafterdarlehen Die Laufzeit eines durch die Eurolight Luxembourg Holding S.á.r.l. (Eurolight) im Jahr 2017 gewährten Gesellschafterdarlehens in Höhe von 43,2 Mio. EUR wurde bis zum 31. März 2024 verlängert. Der Zinssatz des Darlehens basiert auf dem EURIBOR-Zinssatz mit dreimonatiger Laufzeit. Dieses Darlehen wurde zum 31. Oktober 2023 von der Eurolight an MLS LED Ltd., Hong Kong übertragen. LEDVANCE GmbH hat mit dem neuen Darlehensgläubiger eine vorzeitige Rückzahlung vereinbart und das Darlehen zum Nominalwert am 8. November 2023 an MLS LED Ltd. zurückbezahlt. Im Juni 2019 hat die LEDVANCE GmbH die Erneuerung einer Patronatserklärung von MLS erhalten, in der ursprünglich bis zum 30. September 2021 die Bereitstellung von Finanzmitteln von bis zu 165,0 Mio. EUR garantiert werden, um bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen rechtzeitig nachkommen zu können. Diese Patronatserklärung läuft bis zum 30. September 2024. Weitergehende Informationen sind im Anhang zum Konzernabschluss beschrieben > Ziffer 26 I Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und > Ziffer 34 | Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Finanzierung durch Kreditinstitute LEDVANCE verfolgt eine zentral gesteuerte Konzernfinanzierung über die LEDVANCE GmbH. LEDVANCE verfügt über eine revolvierende Kreditlinie mit einer Laufzeit von drei Jahren mit der UniCredit Bank AG in einem Volumen von 50 Mio. EUR, die im Juni 2022 abgeschlossen wurde. Diese besteht weiterhin, wurde zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 jedoch nicht in Anspruch genommen. Um im Rahmen der Fremdfinanzierung flexibel auf die Entwicklung der Finanzmärkte reagieren zu können, hatte LEDVANCE im Februar 2021 eine Rahmenvereinbarung über eine durch Forderungen gedeckte Finanzierung (Factoring) mit der UniCredit Bank AG, München abgeschlossen. LEDVANCE hat dieses Factoring mit Wirkung zum 30. September 2023 gekündigt. Ab diesem Zeitpunkt wurden keine neuen Forderungen mehr verkauft. Die vor diesem Stichtag verkauften Forderungen wurden weiterhin bis zu deren Fälligkeit finanziert. Die von der LEDVANCE GmbH (Deutschland) und der LEDVANCE LLC (USA) bis zum 30. September 2023 verkauften Forderungen wurden bis zum Bilanzstichtag am 31.Dezember 2023 vollständig zurückbezahlt (31. Dezember 2022: LEDVANCE GmbH: 17,4 Mio. EUR, LEDVANCE LLC: 28,2 Mio. USD). Auch im Anhang zum Konzernabschluss wird unter > Ziffer 33 | Kapitalstrukturmanagement auf die Finanzierung durch Kreditinstitute eingegangenen. Liquidität Nettoliquidität Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
Die Nettoliquidität lag zum 31. Dezember 2023 bei 253,9 Mio. EUR. Das bedeutet einen Anstieg von 86,5 Mio. EUR im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres als die Nettoliquidität bei 167,4 Mio. EUR lag. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden in Höhe von 2,4 Mio. EUR zurückgeführt. Darüber hinaus wurde ein gewährtes Gesellschafterdarlehen in Höhe von 43,2 Mio. EUR abgelöst und die in diesem Zusammenhang aufgelaufenen Zinsverpflichtungen in Höhe von 3,0 Mio. EUR in die Position Kurzfristige Finanzierung nahestehende Unternehmen umklassifiziert. Insgesamt reduzierten sich Finanzschulden von 47,4 Mio. EUR im Vorjahr um 44,3 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023. Die Liquidität bzw. der Bestand an Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhte sich von 214,7 Mio. EUR um 42,3 Mio. EUR auf 257,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023. Zum Aufbau der Liquidität trug vor allem der Geldmittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit bei > Mittelzuflüsse/-abflüsse. Erläuterung der Vermögenslage Kapitalstruktur Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
Kurzfristiges Vermögen Das kurzfristige Vermögen reduzierte sich von 799,4 Mio. EUR (Bilanzstichtag 31. Dezember 2022) um 10,7 Mio. EUR auf 788,7 Mio. EUR zum 31.Dezember 2023. Wesentlicher Treiber für den Abbau des kurzfristigen Vermögens war der Rückgang der Vermögensposition Vorräte. Die Bestände reduzierten sich gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 um 60,8 Mio. EUR. Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich die Lage auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 entspannt hat. So konnte die hohe Vorratshaltung, die im Vorjahr zur Absicherung der Lieferfähigkeit diente, schrittweise reduziert werden. Vermögenserhöhend wirkten im Geschäftsjahr 2023 vor allem der Anstieg der Vermögenspositionen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Anstieg: 42,3 Mio. EUR) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Anstieg: 16,2 Mio. EUR). Die Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steht auch im Zusammenhang mit dem Auslaufen der Factoring-Aktivitäten > Finanzierung durch Kreditinstitute. Die Veränderung der Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird unter > Liquidität ausführlich erläutert. Analyse der beiden bedeutenden Bilanzpositionen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräte des kurzfristigen, operativen Vermögens:
1) = inkl. zentralgesteuerter
Konzerngesellschaften in Shenzhen, Shanghai und Wuhu
(China)
1) = inkl. zentralgesteuerter
Konzerngesellschaften in Shenzhen, Shanghai und Wuhu
(China)
Langfristiges Vermögen Das langfristige Vermögen stieg von 243,6 Mio. EUR um 7,0 Mio. EUR auf 250,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023. Zum Anstieg trugen vor allem die Bilanzpositionen Sachanlagen (Anstieg: 5,8 Mio. EUR gegenüber 31. Dezember 2022), Nutzungsrechte an geleasten Vermögensgegenständen (Anstieg: 7,1 Mio. EUR gegenüber 31. Dezember 2022) und Sonstige finanzielle Vermögenswerte (Anstieg: 4,2 Mio. EUR gegenüber 31. Dezember 2022) bei. Gegenläufig wirkte vor allem der Rückgang in der Position der Latenten Ertragsteuern, die sich um 11,8 Mio. EUR reduzierten > Ziffer 11 | Ertragsteuern in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Kurzfristige Verbindlichkeiten Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gingen von 375,0 Mio. EUR um 15,9 Mio. EUR Mio. EUR auf 359,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 zurück. Der größte Rückgang war in der Bilanzposition Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Rückgang: 9,4 Mio. EUR gegenüber dem 31. Dezember 2022) zu verzeichnen. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war der im Vergleich zum Vorjahr geringere Lageraufbau in der europäischen Lichtsaison (Winterhalbjahr). Im Vorjahr wurden auf Grund der Lage auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten größere Mengen bevorratet. Auch in der Bilanzposition Ertragsteuerverbindlichkeiten kam es zu einem deutlichen Rückgang von 8,5 Mio. EUR gegenüber dem 31. Dezember 2022. Gegenläufig wirkte vor allem der Anstieg der Bilanzposition Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, die sich um 2,7 Mio. EUR gegenüber dem 31. Dezember 2022 erhöhte. -Langfristige Verbindlichkeiten Die langfristigen Verbindlichkeiten gingen zum 31. Dezember 2023 von 157,1 Mio. EUR (31. Dezember 2021) um 35,4 Mio. EUR auf 121,7 Mio. EUR zurück. Der Rückgang basiert hauptsächlich auf der Entwicklung der Position Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die von 44,8 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR zurückging. Der Abbau steht im Zusammenhang mit der Rückzahlung eines gewährten Gesellschafterdarlehen in Höhe von 43,2 Mio. EUR und der Umgliederung der verbliebenen Zinsverbindlichkeiten > Ziffer 26 | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten in VI. Anhang zum Konzernabschluss und > Gesellschafterdarlehen. Gegenläufig wirkte der Anstieg der Position Langfristige Leasingverbindlichkeiten, die von 18,4 Mio. EUR (31. Dezember 2022) um 6,7 Mio. EUR auf 25,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 angestiegen ist > Ziffer 18 | Leasing in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Darüber hinaus kam es auch im Posten Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zu einem Aufbau von 5,2 Mio. EUR auf 77,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 > Ziffer 24 | Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in VI. Anhang zum Konzernabschluss. - Eigenkapital Das Eigenkapital des LEDVANCE-Konzerns betrug zum 31. Dezember 2023 558,5 Mio. EUR und erhöhte sich somit um 47,7 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 510,8 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote stieg im Geschäftsjahr 2023 von 49,0% auf 53,7%. Die Erhöhung des Eigenkapitals basiert vor allem auf dem Gewinn nach Steuern in Höhe von 86,4 Mio. EUR und dem Sonstigen Ergebnis nach Steuern in Höhe von -38,5 Mio. EUR, welches insbesondere durch Verluste aus Währungsumrechnung geprägt war > V. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung im Konzernabschluss. Nachtragsbericht Vorgänge mit besonderer Bedeutung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die sich nach dem Bilanzstichtag ereignet haben, sind im Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023 aufgeführt und erläutert > Ziffer 36 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag in VI. Anhang zum Konzernabschluss. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Als global agierendes Unternehmen wird LEDVANCE von der weltweiten Konjunkturentwicklung und branchenspezifischen Trends beeinflusst. Diese Entwicklungen können sich auch auf die zukünftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens auswirken. Die Weltwirtschaft zeigte sich im Jahr 2023, trotz der zahlreichen Krisen und Konflikte mit den einhergehenden Folgen, bemerkenswert widerstandsfähig. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die vielfältigen Herausforderungen und geopolitischen Krisen, wie beispielsweise der andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine und auch der seit Herbst 2023 erneut eskalierte Nahost-Konflikt und deren Folgen, allen voran die Effekte der restriktiven Finanzpolitik, eine dämpfende Wirkung auf die Entwicklung der globalen Wirtschaft haben werden. Davon können sowohl die privaten Konsumausgaben, als auch Unternehmensinvestitionen betroffen sein. Für das Jahr 2024 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem am 30. Januar 2024 veröffentlichten World Economic Outlook Update von einem, gegenüber dem Vorjahr unveränderten, globalen Wirtschaftswachstum in Höhe von 3,1% aus. Der Sachverständigenrat prognostiziert in seinem am 8. November 2023 veröffentlichten Jahresgutachten 23/24 für das Jahr 2024 sogar eine weitere Verlangsamung der weltweiten Konjunktur. Er rechnet nur noch mit einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts von 2,2% (prognostiziertes Wachstum für 2023: 2,7%) > Wirtschaftsbericht - Gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Andererseits beschleunigt sich durch die verknappten und verteuerten Energieressourcen jedoch der Trend zu ressourceneffizienten Technologien und zur Digitalisierung. Dadurch könnten Wachstumsimpulse entstehen, von denen auch der LEDVANCE-Konzern profitieren kann. Das Unternehmen hat Maßnahmen ergriffen, um zum einen die negativen Auswirkungen aus den beschriebenen Krisen für das Unternehmen zu begrenzen und zum anderen auch an den sich ergebenden Chancen überproportional profitieren zu können. Bei der Prognose des LEDVANCE-Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 legen wir die oben genannten Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung sowie die in den Kapiteln > Lichtmarktentwicklung und > Rechtliche und branchenspezifischen Rahmenbedingungen beschriebenen Entwicklungen zugrunde. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 beruht dabei auch auf den Annahmen, dass die bestehenden geopolitischen Spannungen nicht weiter eskalieren und keine weiteren wesentlichen neuen Konflikte auftreten. Unter diesen Bedingungen erwarten wir, dass sich unser Geschäft weiter profitabel entwickeln wird. Prognose für das zum 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr
Das LEDVANCE-Management geht unter den vorgenannten Annahmen davon aus, dass im Geschäftsjahr 2024 das Umsatzniveau des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 1.351,1 Mio. EUR moderat übertroffen werden kann. Das nominale Umsatzwachstum soll dabei in einem niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen. Bei der Entwicklung des Ergebnisses nach Steuern wird erwartet, dass das im Geschäftsjahr 2023 erzielte Ergebnis nach Steuern in Höhe von 86,4 Mio. EUR auch im Geschäftsjahr 2024 erreicht werden kann. Positive Effekte, vor allem aus einer möglichen weiteren Erholung der internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkte und einem nach wie vor restriktiven Kostenmanagement stehen zum einen Aufwendungen in Zusammenhang mit der Durchführung von Unternehmensprogrammen bzw. unternehmensweiten Projekten, wie beispielsweise dem "LEDVANCE Digital Future" - Projekt, gegenüber. Zum anderen hat die Erweiterung des Produkt- und Lösungsportfolios verwässernde Ergebniseffekte zur Folge. Für den Free Cash Flow stellt LEDVANCE eine weiterhin sehr gute Entwicklung in Aussicht. Nach dem im Geschäftsjahr 2023 ein außergewöhnlich guter Free Cash Flow in Höhe von 129,1 Mio. EUR erzielt wurde, rechnet das Management auch für das Geschäftsjahr 2024 mit einem weiterhin hohen Geldmittelzufluss im dreistelligen Mio.-EUR-Bereich. Der Free Cash Flow soll dabei auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Chancen- und Risikobericht Chancen- und Risikomanagementsystem Im Rahmen eines periodischen Chancen- und Risikomanagement-Prozesses werden, unter Einbeziehung der Regionen und Zentralfunktionen, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft oder das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen und Compliance-bezogenen Ziele gefährden könnten, frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Dieser Bottom-Up-Prozess wird um Durchsprachen mit dem Management ergänzt (Top-Down-Prozess). Durch diesen Ansatz werden neue potenzielle Risiken und entsprechende Gegenmaßnahmen auf Geschäftsführungsebene diskutiert und bei entsprechender Relevanz in die Berichterstattung aufgenommen. Um die Bedeutung der Chancen und Risiken für LEDVANCE zu beurteilen, werden diese einerseits anhand ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens und andererseits anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Aus der Kombination von Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit entsteht somit eine Gesamtrisikobewertung mit den möglichen Ausprägungen "kritisch", "hoch", "mittel" oder "gering". Eine monetäre Quantifizierung findet dabei nur in Ausnahmefällen statt, da in der Regel eine qualitative Beschreibung der Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage (beispielsweise das Nichterreichen von Unternehmenszielen, Reputationsschäden oder die Bindung von Managementkapazitäten) zur Risikoklassifizierung besser geeignet ist. Der Beurteilungszeitraum beträgt dabei im Allgemeinen ein Jahr. Chancen Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen mit potenzieller Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit des LEDVANCE-Konzerns sowie auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erläutert. Unternehmenstransformation (Regionalisierung und C.O.R.E) Die in den letzten Jahren durchgeführte Transformation und die damit zusammenhängende Restrukturierung des Unternehmens ist umgesetzt. Durch eine neue, schlankere Organisation und beschleunigte Prozesse kann LEDVANCE auf geänderte Marktanforderungen schneller und zielgerichteter reagieren. Für schnelle Entscheidungen, Nähe zum lokalen Markt, beschleunigte Produktentwicklung und Synergieeffekte wurde im Zuge der Transformation eine deutlich größere Geschäfts- und Ergebnisverantwortung an die Regionen übertragen. Im Rahmen des C.O.R.E.-Konzepts (China Operations Regional Excellence) wurden globale Supply Chain Funktionen gebündelt und in unmittelbare Nähe zu den Einkaufsmärkten gerückt. Durch diese veränderten Rahmenbedingungen entstehen Chancen, Wachstumspotenziale schneller erkennen und umsetzen zu können. Produktportfolio LEDVANCE setzt auch auf Nachhaltigkeit als zentrale Säule des strategischen Handelns. Das entsprechende Produktportfolio aus beispielsweise energiesparenden LEDs und Treibern sowie Leuchten wird auch um Produkte aus dem Markt der erneuerbaren Energien erweitert. Zudem steht die Weiter- und Neuentwicklung von SMART-Produkten und Lösungen unter Nutzung des eigenen Know-hows und der Innovationskraft von Partnern aus der Wirtschaft im Fokus. Die allgemeine Entwicklung zu einem höheren Ressourcenbewusstsein wird als Chance zur Realisierung von Wachstumspotenzialen gesehen. LEDVANCE verfügt über die globalen Strukturen um neue Produkte über bestehende Kanäle schnell und Regionen übergreifend vermarkten zu können. Digitalisierung und E-Commerce Im Rahmen des Projekts "LEDVANCE Digital Future" ist geplant, die Digitalisierung und Integration der eigenen Wertschöpfungskette weiter voranzutreiben. Die Einführung einer neuen IT-Landschaft und der damit verbundenen Überarbeitung der IT-Prozesse könnte die Transparenz und Effizienz innerhalb des Konzerns weiter erhöhen, die Kundenanforderungen stärker fokussieren und sich somit positiv auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns auswirken. Im Onlinehandel werden für die kommenden Jahre Wachstumschancen gesehen. Hier kann LEDVANCE mit einer Ausdehnung der E-Commerce-Aktivitäten im Rahmen des bestehenden Multikanal-Ansatzes das konzernweite Vertriebsprofil schärfen. Risiken Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken mit Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit des LEDVANCE-Konzerns sowie auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage beschrieben. Dabei sind lediglich Risiken mit einer Gesamteinstufung von "kritisch" und "hoch" relevant. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der Kategorien spiegelt dabei die gegenwärtige Priorisierung und damit Bedeutung für die Gesellschaft wider. Die nachfolgend aufgezeigten Risiken stellen teilweise auch Gruppen zusammengefasster Risiken dar. Die Risiken Rechtsstreitigkeiten und Management von finanziellen Risiken sind nicht als kritisch oder hoch bewertet worden, werden aber dennoch erwähnt und darüber hinaus im Konzernanhang detailliert beschrieben. Externe Risiken Geopolitische Risiken - Russischer Angriffskrieg in der Ukraine und Nahost-Konflikt Die Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Jahr 2023 unverändert hoch. Die Verunsicherungen resultieren aus instabilen geopolitischen Rahmenbedingungen, bedingt durch den Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen, dem eskalierten Nahost-Konflikt und führen insgesamt zu einem nach wie vor risikobehafteten makroökonomischen Umfeld. Eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und nachfolgende Gegenmaßnahmen, eine regionale Ausdehnung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sowie die regionale Ausweitung der kriegerischen Auseinandersetzung im Nahen Osten oder die Verschärfung bestehender bzw. das Entstehen neuer geopolitischer Konflikte können zu einer deutlichen Verschlechterung der globalen Wirtschaftsentwicklung führen. Die oben beschriebenen Risiken können zu Verwerfungen in der Energieversorgung, einer sinkenden Konsumentennachfrage, zurückgehenden Investitionen und auch zu Störungen der internationalen Lieferketten führen. Damit einhergehend steigt auch das Risiko des Ausfalls einzelner Marktteilnehmer, sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite. Darüber hinaus können sich aus dem bestehenden oder auch zunehmenden Protektionismus einzelner Staaten negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit ergeben. LEDVANCE beobachtet diese Entwicklungen genau, um, falls erforderlich, Maßnahmen zu ergreifen und auch Anpassungen im Geschäftsmodell vorzunehmen. Fachkräftemangel Ausgehend vom demografischen Wandel werden Auswirkungen auf die Belegschaftsstrukturen der Unternehmen erwartet. Ein steigendes Durchschnittsalter in der Belegschaft führt zu einem zunehmenden Bedarf an zukünftigen Fachkräften. Hierbei steht das Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb mit anderen Firmen. Es besteht das Risiko, über nicht ausreichende Maßnahmen und Instrumente hinsichtlich der Arbeitgeberattraktivität und der Mitarbeiterbindung am Arbeitsmarkt bestimmter Standorte zu verfügen. Um dem Risiko des Fachkräftemangels entgegenzuwirken, entwickelt das Unternehmen Programme, um die Attraktivität als innovativer Arbeitgeber und Bekanntheit des Unternehmens weiter zu erhöhen. Beschaffungsmarkt und Logistikketten Auch bedingt durch die unter den geopolitischen Risiken beschriebenen Konflikte sind die Unsicherheiten auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten nach wie vor als hoch einzustufen. Das Eintreten solcher Risiken kann zu höheren Beschaffungskosten und auch zur Unterbrechung bestehender Lieferketten führen. Auch kann eine hohe regionale Lieferantenkonzentration zu einer erhöhten Risikolage führen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken hat das Unternehmen ein umfassendes Lieferantenmanagement installiert. Darüber hinaus werden fortlaufend neue Bezugsquellen evaluiert und an der Belastbarkeit der Logistikketten gearbeitet. Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds und der regulatorischen Anforderungen Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten die Geschäftstätigkeit in nationalen und regionalen Märkten beeinflussen und sich negativ auf die Finanz- und Ertragslage auswirken. Die relevanten Risiken werden im Wesentlichen in den beschriebenen geopolitischen Konflikten gesehen. Folgen könnten insbesondere Verwerfungen in der Energieversorgung, eine sinkende Konsumentennachfrage und zurückgehende Investitionsaktivitäten von Unternehmen sowie Störungen von Lieferketten und der mögliche Ausfall einzelner Marktteilnehmer sein. Neben den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen ist LEDVANCE auch von branchenspezifischen Markt- und Wettbewerbsveränderungen betroffen. Der Lichtmarkt befindet sich in einem grundlegenden technologischen Wandel hin zur halbleiterbasierten Beleuchtung und hin zu Produkten mit im Vergleich zu den traditionellen Produkten kürzeren Innovationszyklen. Aufgrund dieses Wandels sowie regulatorischer Initiativen kommt es zu Marktveränderungen, die sich erheblich auf die Wettbewerbsposition der Marktteilnehmer auswirken können. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß dieser Entwicklung sind unsicher. Diese Entwicklung kann zu einem stärker als geplanten Umsatzrückgang bei den traditionellen Produkten führen, welcher nicht rechtzeitig durch Umsatzzuwächse bei LED-Produkten, Leuchten oder anderer Produkte ausgeglichen werden kann. Auch könnten Umsatzzuwächse insbesondere in neuen Geschäftsfeldern geringer ausfallen als erwartet. Des Weiteren können aufgrund des hohen Tempos des Technologie- und Designfortschritts Teile des Produktportfolios schneller veralten als in der Vergangenheit. Dies trifft insbesondere auf die Märkte zu, in denen LEDVANCE eine führende Marktposition einnimmt. Darüber hinaus könnten sich, in bestimmten Marktsegmenten, sowohl Kunden als auch Lieferanten durch eine veränderte strategische Ausrichtung, zu Wettbewerbern entwickeln. LEDVANCE beobachtet kontinuierlich die Entwicklung der makroökomischen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen und leitet daraus, falls erforderlich, entsprechende Maßnahmen ab. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Transformation hin zu innovativen Produkten und Lösungen erfolgreich umgesetzt und arbeitet aktiv an zukunftsorientieren und nachhaltigen Portfolioerweiterungen. Insbesondere in der Europäischen Union (EU) gibt es zahlreiche Initiativen für Regularien hinsichtlich Effizienzkriterien und Gefahrenstoffe mit direkter Auswirkung auf das bestehende Produktportfolio (z.B. EU-Halogen-Verbot oder das Verkaufsverbot für Leuchtstofflampen ab 2023). Dabei besteht das Risiko, dass Entwicklungen nicht rechtzeitig adressiert werden, um die daraus resultierenden Umsatzrückgänge auszugleichen. Regulatorische Anforderungen beinhalten darüber hinaus Änderungen hinsichtlich des Recyclings (Kreislaufwirtschaft) und der Entsorgung bestimmter Stoffarten, welche in den verschiedenen Ländern umgesetzt werden müssen. LEDVANCE ist daher in unterschiedlichen Gremien und Verbänden involviert, um neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und dadurch Handlungsspielräume zu schaffen. Rechtsstreitigkeiten Informationen zu Rechtsstreitigkeiten sind im Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unter > Ziffer 29 | Rechtsstreitigkeiten zu finden. Management von finanziellen Risiken Die wesentlichen finanziellen Risiken des Konzerns sind Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Fremdwährungs- bzw. Marktpreisrisiken. Die Geschäftsführung von LEDVANCE überprüft und definiert Vorgaben zu Umgang und Absicherung für jedes dieser Risiken, die ausführlich in > Ziffer 32 | Management von finanziellen Risiken in VI. Anhang zum Konzernabschluss erläutert sind. Interne Risiken IT- und Cyber-Risiken Im Zusammenhang mit der digitalen Transformation des Unternehmens und der damit verbundenen Einführung eines neuen ERP-Systems sowie weiterer IT-Applikationen besteht das Risiko, dass die Stabilität bestehender Geschäftsprozesse beeinträchtigt werden könnte. Dies könnte auch bestehende Kunden- und Lieferantenbeziehungen negativ beeinflussen. Diesem Risiko wirkt das Unternehmen mit einem umfassenden Projektmanagement mit fachspezifischen Arbeitsgruppen entgegen. Des Weiteren ist die zunehmende Gefahr von Cyber-Angriffen auf Unternehmen und ihre IT- Systeme als ein bedeutendes Risiko identifiziert. Damit verbunden könnten die Systemlandschaft des Unternehmens ausfallen oder manipuliert werden. Zudem könnte ein unberechtigter Zugriff auf Kunden- und Lieferantendaten zu einem erheblichen Reputationsschaden führen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken entwickelt das Unternehmen seine IT-Sicherheitskonzepte kontinuierlich weiter, sensibilisiert und schult seine Belegschaft regelmäßig, um so mögliche Attacken erfolgreich abwehren zu können. Markenetablierung LEDVANCE beschleunigt die Etablierung seiner Eigenmarke. Dies betrifft sowohl die Produktmarke LEDVANCE als auch die Marke LEDVANCE als attraktiver Arbeitgeber, um qualifiziertes Personal für zukünftige Schlüsselpositionen nachhaltig zu binden oder auch zu gewinnen. Eine konsequente Strategie zur Markenaktivierung und Kommunikation wird verfolgt, um eine nachhaltige Penetration am Markt und bei den Kunden sicherzustellen. Gelingt die Etablierung nicht in der angestrebten Zeit und im angestrebten Umfang, könnte sich das negativ auf die Wachstumsentwicklung und auch auf die Attraktivität des Unternehmens auf dem Arbeitsmarkt auswirken. New Business und Innovationen Der Wandel in der Lichtindustrie von traditioneller Beleuchtung hin zu halbleiterbasierten Beleuchtungssystemen schreitet mit großer Geschwindigkeit voran und das Unternehmen hat ein entsprechendes Transformationsprogramm erfolgreich abgeschlossen und möchte sich durch Portfolioerweiterungen neue Geschäftspotenziale erschließen. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass die zurückgehenden Umsätze aus dem Bereich der traditionellen Beleuchtung schneller und höher ausfallen, als in den Planungen des Unternehmens berücksichtigt. Auch könnten diese Umsatzrückgänge nicht adäquat durch Umsätze aus neuen Technologien oder neuen Geschäftsaktivitäten kompensiert werden. Auch besteht das Risiko, dass innovative Produkte und Lösungen nur unzureichend geschützt sind und vom Wettbewerb vergleichbare oder technologisch fortschrittlichere Produkte und Lösungen zu günstigeren Preisen angeboten werden können. LEDVANCE verfügt über große Erfahrungen in der Lichtindustrie sowie enge Kunden- und Lieferantenbeziehungen und ist Mitglied in branchenspezifischen Verbänden und Arbeitsgruppen. So können Entwicklungen am Markt frühzeitig erkannt und für das Unternehmen eingesetzt werden. Mögliche Portfolioerweiterungen werden entlang der bestehenden Kunden- und Lieferantenstruktur entwickelt. Darüber hinaus schützt das Unternehmen im Rahmen seiner Möglichkeiten selbstentwickelte Produkte und Lösungen mit entsprechenden Patenten und Schutzrechten. Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken Chancen sieht LEDVANCE vor allem aus der, durch die erfolgreiche Transformation gewonnenen Flexibilität, der Anpassungsfähigkeit und den schlankeren Unternehmensstrukturen. So können Innovationen und sich daraus ergebene Geschäftschancen schneller und mit weniger Risiko angegangen werden. Das Risikoprofil des Konzerns hat sich im vergangenen Jahr leicht verändert. Während Risiken im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie deutlich in den Hintergrund getreten sind, haben die geopolitischen Risiken nochmals an Bedeutung gewonnen. Die Risiken aus sich verschärfenden Konflikten und Krisen und die unmittelbaren sowie mittelbaren Folgen für die globale Wirtschaft sieht das Unternehmen als die derzeit größten Bedrohungen. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkung der in diesem Bericht erläuterten Risiken und angesichts der gesunden Bilanz-/Liquiditätssituation sowie der fortgesetzten Finanzierungs-/Unterstützungsvereinbarungen mit dem Eigentümer, erwartet die Geschäftsführung keine substanzielle Gefährdung der Unternehmensfortführung. LEDVANCE GmbH Die LEDVANCE GmbH (nachfolgend auch "LEDVANCE" oder die Gesellschaft genannt) mit Sitz in Garching bei München erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 S.1 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird im Gegensatz zum Konzernabschluss nicht nach den Internationalen Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind (IFRS), sondern nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden die Regelungen des Gesetzes, betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), berücksichtigt. Seitdem im September 2023 vollzogenen Umzug in neue Räumlichkeiten befindet sich die Konzernzentrale im Parkring 1-5, vormals Parkring 29-33, in Garching bei München. Die Änderung der Firmenanschrift wurde am 28. September 2023 im Handelsregister eingetragen. Grundlagen des Unternehmens In der LEDVANCE GmbH, sind die zentralen Verwaltungsfunktionen des Konzerns gebündelt. Die Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft decken sich im Wesentlichen mit denen des Konzerns. Regional ist die LEDVANCE GmbH inklusive ihrer Vertriebstätigkeiten der Organisationseinheit Europa West zugeordnet. Bezüglich der organisatorischen und rechtlichen Struktur der LEDVANCE GmbH sowie deren wesentlichen Entwicklungen im Geschäftsjahr 2023 wird auf die Ausführungen des LEDVANCE-Konzerns verwiesen > Grundlagen des Konzerns. Gleiches gilt für die Erläuterungen der Unternehmensstrategie und -steuerung > Unternehmensstrategie und -steuerung sowie der Forschung und Entwicklung > Forschung und Entwicklung. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die langfristig wirkenden Folgen der COVID-19 Pandemie sowie die mit dem russischen Angriffskrieg einhergehenden Entwicklungen in der Energieversorgung haben deutliche Spuren auf das Wirtschaftswachstum in Europa und in Deutschland hinterlassen. Insbesondere Deutschland verzeichnet das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im Euro-Raum und die Wirtschaftsleistung liegt nahezu auf dem Niveau wie zu Beginn der COVID-19 Pandemie vor vier Jahren. Eine noch negativere Entwicklung konnte durch umfangreiche wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise seitens der Regierungen verhindert werden. Dennoch führten drastisch erhöhte Preise für Energieversorgung, Rohstoffe und Dienstleistungen zu den höchsten Inflationsraten und Zinssätzen der letzten Jahrzehnte innerhalb der EURO- Zone mit entsprechender negativer Wirkung auf das Realeinkommen und einem in Folge gedämpftem Nachfrageverhalten der Konsumenten sowie einer reduzierten Investitionstätigkeit der Unternehmen. Aktuell ist die Inflation in Deutschland und im Euro-Raum auf dem Weg der Normalisierung. Im Euro-Raum rechnet der Sachverständigenrat in seinem am 8. November 2023 veröffentlichten Jahresgutachten 23/24, mit Inflationsraten von 5,6 % bzw. 2,9 % in den Jahren 2023 und 2024. In Deutschland ist in diesem Jahr mit einer Inflation von 6,1 % zu rechnen. Im kommenden Jahr soll sie auf 2,6 % zurückgehen. Die im LEDVANCE-Konzern beschriebenen makroökonomischen Entwicklungen gelten im Wesentlichen auch für die Muttergesellschaft, dabei sind insbesondere der für den EURO-Raum und für Deutschland prognostizierte Verlauf der makroökonomischen Strömungen für die LEDVANCE GmbH von Relevanz. Für beide Wirtschaftsräume prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem im Januar 2024 veröffentlichten World Economic Outlook Update für die Jahre 2023 und 2024 folgende Entwicklungen für das Wirtschaftswachstum:
Der Sachverständigenrat (Jahresgutachten 23/24, 8. November 2023) geht ebenfalls von nach wie vor geringen Wachstumspotenzialen aus. So wird für die EURO-Zone für das Jahr 2024 ein Wachstum von 1,1% (Jahr 2023: 0,6%) prognostiziert. In Deutschland zeigen die Abschätzungen für 2023 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4%. Für das Jahr 2024 liegt die Wachstumsprognose bei 0,7%. Zusätzliche Informationen zu den makroökonomischen Entwicklungen sind den Erläuterungen aus dem LEDVANCE-Konzern > Gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu entnehmen. Lichtmarktentwicklung Wichtige Faktoren für die Lichtmarktentwicklung in Deutschland sind auch das private Konsumverhalten und die geplanten Bauinvestitionen in Deutschland. In dem vom Sachverständigenrat veröffentlichten Jahresgutachten 2023/2024 gehen die Wirtschaftsweisen davon aus, dass die privaten Konsumausgaben im Jahr 2023 um 0,8% zurückgehen werden. Für 2024 wird mit einer leichten Erholung und einem Wachstum von 1,1% gerechnet. Im Bausektor sollen laut Sachverständigenrat die inländischen Investitionen für 2023 mit -1,3% und im Jahr 2024 mit -2,3% sogar zurückgehen. Auch die Experten von EUROCONSTRUCT gehen in ihrer im November 2023 veröffentlichten Prognose von einem Rückgang der deutschen Bauwirtschaft von -2,3% in 2023 und -2,2% in 2024 aus. Bezüglich des auch für die LEDVANCE GmbH zusätzlich relevanten, europäischen Lichtmarktes wird auf die die Erläuterungen im LEDVANCE-Konzern verwiesen > Lichtmarktentwicklung. Rechtliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Geschäftstätigkeit der LEDVANCE GmbH ist grundsätzlich von der des Konzerns geprägt und unterliegt somit den im Konzernteil beschriebenen rechtlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen insbesondere bezüglich geltender Richtlinien und gesetzlicher Regelungen in Europa > Rechtliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Auch das Geschäftsjahr 2023 der LEDVANCE GmbH war durch die Folgen der globalen Krisen und geopolitischen Herausforderungen beeinflusst. Die europäische und vor allem auch die deutsche Wirtschaft wurden im Vorjahr und auch im Geschäftsjahr 2023 durch die, durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine verursachte Energiekrise stark beeinträchtigt. Der durch die Energiekrise getriebene, starke Anstieg der Inflation in Europa beruhigte sich im Verlauf des Jahres 2023 und in Folge stabilisierte sich auch die Zinsentwicklung auf einem nach wie vor hohen Niveau. Folgen dieser makroökomischen Entwicklungen war einerseits, eine nach wie vor gedämpfte Nachfrage in für die LEDVANCE GmbH wichtigen Absatzmärkten. Andererseits profierte das LEDVANCE Geschäft in Europa von Preisrückgängen in den globalen Beschaffungs- und Logistikmärkten, was zu einer deutlichen Verbesserung der Bruttoergebnis-Marge beitragen konnte. Trotz des beschriebenen sehr anspruchsvollen makroökonomischen Umfelds in Europa und Deutschland konnte LEDVANCE seine Geschäfte in der Region ausbauen und auch die Profitabilität gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern. Insbesondere die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2023 lag über den Erwartungen des Managements. Insgesamt betrachtet das LEDVANCE Management, vor allem vor dem Hintergrund der makroökonomischen Entwicklungen, die Geschäftsentwicklung als sehr gut. Weitere Erläuterungen zum Geschäftsverlauf sind den Ausführungen des LEDVANCE-Konzerns zu entnehmen > Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage. Erläuterung der Ertragslage Umsatzentwicklung
Die Umsatzerlöse der LEDVANCE GmbH belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 auf 592,2 Mio. EUR (Vj.: 552,7 Mio. EUR). Dabei unterhält die LEDVANCE GmbH neben dem Inlandsgeschäft noch zu über 40 Ländern weltweit Geschäftsbeziehungen. Mit verbundenen Unternehmen konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Umsatz von 388,5 Mio. EUR erzielt werden, welches einem Umsatzanteil am Gesamtumsatz der LEDVANCE GmbH von 65,6% entspricht (Vj.: 366,2 Mio. EUR, Anteil am Gesamtumsatz: 66,2%). Mit externen Kunden konnte die LEDVANCE GmbH im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 203,7 Mio. EUR (Vj.: 186,6 Mio. EUR) realisieren. Die Transformation des Lichtmarktes von einer traditionellen Lampentechnik hin zur halbleiterbasierten LED-Beleuchtung ist auch im Geschäftsfeld der LEDVANCE GmbH weiterhin zu beobachten. Der Umsatzanteil von LED-basierter Beleuchtungstechnik konnte im Geschäftsjahr 2023 auf rund 79% (Vj.: rund 76%) weiter ausgebaut werden. Ergebnisentwicklung
Gewinn- und Verlustrechnung Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
Bruttoergebnis Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 konnte die LEDVANCE GmbH ein Bruttoergebnis vom Umsatz von 237,6 Mio. EUR (Vj.: 188,6 Mio. EUR) erwirtschaften. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen betrugen dabei 354,6 Mio. EUR (Vj.: 364,1 Mio. EUR). Die Bruttomarge ist somit von 34,1% im Vorjahr auf 40,1% gestiegen. Im Verlauf der letzten Jahre kam es aufgrund der allgemeinen Versorgungsknappheit, hervorgerufen auch durch Spätfolgen der COVID-19 Pandemie und den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine, zu dämpfenden Effekten im Bruttoergebnis. Vor allem Verteuerungen im Energiesektor und der Anstieg der Beschaffungs- und Logistikkosten waren für diese Entwicklung verantwortlich. Die Mitte des Geschäftsjahres 2022 beginnende Erholung auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten setzte sich im Jahr 2023 weiter fort und führte zu einer deutlichen Verbesserung des Bruttoergebnisses. Insbesondere die Verminderung von der Seefrachtkosten bei dem Transport unserer Produkte aus dem asiatischen Raum zeigt seine positive Wirkung in den Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen. Des Weiteren führte eine höhere Fokussierung auf Profitabilität bei der Unternehmenssteuerung im Geschäftsjahr 2023 zu einer Optimierung des Bruttoergebnisses und der entsprechenden Brutto-Marge. Funktionskosten Innerhalb der LEDVANCE GmbH sind Funktionskosten, bestehend aus Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten, im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 von 182,0 Mio. EUR (Vj.: 179,6 Mio. EUR) angefallen. Für Forschung und Entwicklung (FuE) wurden innerhalb der LEDVANCE GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 17,7 Mio. EUR (Vj.: 8,8 Mio. EUR) getätigt. Der deutliche Anstieg ist hauptsächlich auf die im Geschäftsjahr 2023 vollzogene Umgliederung von entwicklungsnahen Beschäftigungsfeldern im Produktmanagement von den Vertriebskosten in den Bereich Forschung und Entwicklung zurückzuführen. Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sind innerhalb der Unternehmenszentrale auf 164,3 Mio. EUR (Vj.: 170,8 Mio. EUR), sowohl in absoluten Zahlen als auch prozentual, gemessen im Verhältnis zum Umsatz, von 30,9% im Geschäftsjahr 2022 auf 27,7% im Geschäftsjahr 2023 gesunken. Diese Reduzierung steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Organisationsänderung im Bereich Forschung und Entwicklung und dem positiven Gegeneffekt in den Vertriebskosten. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen Die Sonstigen betrieblichen Erträge, belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 auf 0,1 Mio. EUR (Vj.: 0,8 Mio. EUR). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen nach Ablauf der 12 Monate des Geschäftsjahres bei 6,9 Mio. EUR (Vj.: 0,2 Mio. EUR). Die Veränderung zum Vorjahr beruht im Wesentlichen auf der Auflösung eines Produktionsstandortes. Betriebliches Ergebnis Die LEDVANCE GmbH konnte im Kalenderjahr 2023 ein betriebliches Ergebnis von 48,8 Mio. EUR (Vj.: 9,6 Mio. EUR) generieren. Im Verhältnis zum Umsatz hat sich somit die Marge von 1,7% im Geschäftsjahr 2022 auf 8,2% im Geschäftsjahr 2023 erhöht. Gründe hierfür waren im Wesentlichen die beschriebenen Entwicklungen innerhalb der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und den Veränderungen in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Finanzergebnis Die LEDVANCE GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Finanzergebnis, bestehend aus den Posten Beteiligungsergebnis, Zinsertrag, Zinsaufwand sowie übriges Finanzergebnis in Höhe von 39,3 Mio. EUR (Vj.: 24,8 Mio. EUR) erzielen. In den Geschäftsjahreszahlen 2023 wirken insbesondere Beteiligungserträge in Höhe von 37,3 Mio. EUR (Vj.: 29,1 Mio. EUR) und Zinserträge in Höhe von 10,1 Mio. EUR (Vj.: 3,9 Mio. EUR), die das Finanzergebnis positiv beeinflussen. Gegenläufig hierzu die Entwicklung im Posten Zinsaufwand in Höhe von 7,6 Mio. EUR (Vj.: 3,9 Mio. EUR). Nähere Informationen zum Finanzergebnis sind im Anhang des Einzelabschlusses enthalten. Entwicklung Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag nach Abschluss des Geschäftsjahres bei 88,1 Mio. EUR (Vj.: 34,4 Mio. EUR). In Relation zum Umsatz hat sich die Profitabilität von 6,2% im Geschäftsjahr 2022 auf 14,9% im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich verbessert. Zu diesem Aufschwung des Ergebnisses im Vergleich zu Vorjahr haben im Wesentlichen die beschriebenen, positiven Auswirkungen im Bruttoergebnis geführt. Jahresüberschuss Nach Abzug der Steuern von Einkommen und Ertrag ergibt sich für die LEDVANCE GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von 89,0 Mio. EUR (Vj.: 29,1 Mio. EUR). Aus dem erwirtschafteten Jahresüberschuss ergibt sich für 2023 eine Gewinn-Marge von 15,0% (Vj.: 5,3%). Erläuterung der Finanzlage Das übergeordnete Ziel des Finanzmanagements ist es, die Zahlungsfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen sowie die finanziellen Risiken zu bündeln und zu reduzieren. Darüber hinaus sollen durch ein geordnetes Finanzmanagement die finanzielle Stabilität und Flexibilität aktiv gestaltet und nachhaltig sichergestellt werden. Die Hauptaufgaben des LEDVANCE Finanzmanagements sind die Steuerung und Sicherung der Liquidität, die Sicherstellung des Zugangs zum Fremdkapitalmarkt, die Absicherung von Fremdwährungs- und Zinsrisiken sowie das zentrale Management von Bürgschaften und Bankgarantien. Der Aufgabenbereich Finanzierung und Finanzrisikomanagement ist zentral organisiert und wird mit Hilfe von zentraler Governance und einheitlichen Regeln und Systemen konzernweit gesteuert. Hierzu gehören die konzernweite Bereitstellung von Liquidität, die detaillierte Planung und Steuerung der konzernweiten Zahlungsflüsse mittels einer sogenannten "payment factory" und ein zentralisiertes Währungsrisikomanagement für alle Einheiten des Konzerns. Das LEDVANCE Finanzmanagement liegt im Verantwortungsbereich des CFO und wird zentral innerhalb der LEDVANCE GmbH vorrangig von der Abteilung Corporate Finance & Treasury und zu Teilen auch von der Abteilung Accounting & Financial Reporting wahrgenommen. Aufgrund der Konzentration von Finanzthemen innerhalb der LEDVANCE GmbH spiegelt sich die Finanzlage der Gesellschaft im Wesentlichen in der Entwicklung des Konzerns wider und daher wird auf die Erläuterungen im Konzernteil verwiesen > Erläuterung der Finanzlage. Erläuterung der Vermögenslage Bilanz Für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr
Aktiva Das Anlagevermögen betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 in Summe 413,3 Mio. EUR beziehungsweise 47,0% der Bilanzsumme (Vj.: 48,7%) und ist gegenüber Vorjahr in absoluten Werten um 11,6 Mio. EUR gesunken. Diese Veränderung ist im Wesentlichen von dem Bestand der Finanzanlagen zum Bilanzstichtag geprägt, die den größten Teil des Anlagevermögens ausmachen und zum Ende des Geschäftsjahres bei 404,6 Mio. EUR lagen (Vj.: 417,7 Mio. EUR), welches einer Reduzierung um 13,1 Mio. EUR entspricht. Dieser Rückgang leitet sich hauptsächlich aus Abschreibungen auf Beteiligungen her. Die immateriellen Vermögensgegenstände verringerten sich auf 5,8 Mio. EUR (Vj.: 6,9 Mio. EUR), das Sachanlagevermögen hingegen erhöhte sich um 2,6 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR (Vj.: 0,3 Mio. EUR). Das Umlaufvermögen in der LEDVANCE GmbH hat sich zum 31. Dezember 2023 um 12,4 Mio. EUR auf 441,1 Mio. EUR (Vj.: 428,7 Mio. EUR) erhöht. Bezogen auf die Bilanzsumme entspricht das einem Anteil von 50,2% (Vj.: 49,1%). Der starke Rückgang der Vorräte auf 138,6 Mio. EUR (Vj .: 156,3 Mio. EUR) resultiert vor allem aus einer verminderten Bevorratung von Produkten, da sich die Lage auf den internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkten im Laufe des Geschäftsjahres entspannt hat und somit eine hohe Vorratshaltung zur Absicherung der Lieferfähigkeit schrittweise zurückgenommen werden konnte. Des Weiteren führten Abverkäufe von Produkten, dessen Verkäufe im 2. Halbjahr des Geschäftsjahres untersagt wurden, zu einer weiteren Reduzierung der Bestandswerte. Die Bilanzposition Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände verringerte sich von 146,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 143,7 Mio. EUR. Der Kassenbestand und Guthaben Kreditinstitute hat sich gegenüber Vorjahr beträchtlich erhöht und lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 158,8 Mio. EUR (Vj.: 126,0 Mio. EUR). Ausschlaggebend für diese Entwicklung war im Wesentlichen die positive Ergebnisentwicklung. Nähere Informationen zu dieser Veränderung sind auch den Ausführungen zum LEDVANCE-Konzern > Erläuterung der Finanzlage zu entnehmen. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind auf 6,9 Mio. EUR (Vj.: 5,9 Mio. EUR) angestiegen. Aus der Vermögensrechnung hat sich zum 31. Dezember 2023 ein aktiver Unterschiedsbetrag von 18,2 Mio. EUR ergeben. Nähere Informationen sind im Anhang des Einzelabschlusses der LEDVANCE GmbH zu ersehen. Passiva Das Eigenkapital der LEDVANCE GmbH belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 531,7 Mio. EUR (Vj.: 442,7 Mio. EUR). Der Anstieg des Eigenkapitals leitet sich aus dem positiven Jahresüberschuss in Höhe von 89,0 Mio. EUR her. Die Bilanzposition Verbindlichkeiten, bestehend aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten addiert sich auf 193,1 Mio. EUR (Vj.: 272,0 Mio. EUR). Der Rückgang dieser Bilanzposition begründet sich im Wesentlichen auf die verminderte Bevorratung von Produkten aufgrund der bereits beschriebenen Entspannung auf den internationalen Beschaffungsmärkten. Starke Veränderungen gegenüber Vorjahr haben sich in den Steuerrückstellungen ergeben. Diese Bilanzposition weist zum Ende der Berichtsperiode einen Wert von 4,7 Mio. EUR (Vj.: 15,1 Mio. EUR) aus. Die Auflösung von gebildeten Rückstellungen im Zusammenhang mit Gewerbeertrags- und Körperschaftssteuern, führte zu einer Rücknahme der entsprechenden Rückstellungssumme zum Bilanzstichtag. Die Sonstigen Rückstellungen sind auf 27,4 Mio. EUR (Vj.: 24,5 Mio. EUR) angewachsen. Die Pensionsrückstellungen haben sich auf 122,7 Mio. EUR (Vj.: 118,5 Mio. EUR) erhöht. Chancen- und Risikobericht, Prognose Die Geschäftsentwicklung der LEDVANCE GmbH unterliegt im Wesentlichen den gleichen Chancen und Risiken wie die des LEDVANCE-Konzerns > Chancen- und Risikobericht des Konzerns. An den Risiken ihrer Tochterunternehmen und Beteiligungen partizipiert die LEDVANCE GmbH grundsätzlich direkt oder indirekt entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Auch die Erwartungen für die LEDVANCE GmbH spiegeln sich aufgrund ihrer Verflechtung mit den Konzerngesellschaften in der Prognose des Konzerns wider. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der LEDVANCE GmbH ist im Wesentlichen abhängig von der Geschäftsentwicklung und den Ausschüttungen der Konzernunternehmen. Eine Prognose für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der LEDVANCE GmbH ist bei der gegenwärtigen Lage mit großen Unsicherheiten verbunden. Vor allem die unmittelbaren und mittelbaren Folgen der gegenwärtigen geopolitischen Krisen und Konflikte, wie beispielsweise der weiter andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine oder der eskalierte Gaza-Israel-Konflikt können die wirtschaftliche Entwicklung stark beeinflussen > Prognosebericht des Konzerns. Das LEDVANCE-Management rechnet für die GmbH für das Geschäftsjahr 2024 mit einem leichten Umsatzanstieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023, in dem ein Umsatz in Höhe von 592,2 Mio. EUR erzielt werden konnte. Die nominale Wachstumsrate wird in einem niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet. Für das Geschäftsjahr 2024 geht das LEDVANCE-Management davon aus, dass trotz des prognostizierten, geringen Umsatzanstiegs, ein Jahresüberschuss erwirtschaftet wird, der leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegt. Positive Effekte insbesondere aus einer möglichen weiteren Erholung der internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkte und einem nach wie vor restriktiven Kostenmanagement stehen zum einen Aufwendungen in Zusammenhang mit der Durchführung von Unternehmensprogrammen bzw. unternehmensweiten Projekten, wie beispielsweise dem "LEDVANCE Digital Future" - Projekt, gegenüber. Zum anderen trägt die Erweiterung des Produkt- und Lösungsportfolios zu einer Verwässerung des Ergebnisses bei. Die stabile Bilanzstruktur bildet aus Sicht des Managements eine solide Basis für die künftigen Herausforderungen. Die bestehende Liquidität bildet eine gute Grundlage zur Finanzierung des operativen Geschäfts. Die erstellte Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass sich die weltwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen, vor allem hinsichtlich des weiteren Verlaufs des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, der Fortgang des Nahost-Konflikts sowie weiterer bestehender geopolitischer Risiken, nicht signifikant gegenüber der, den Aussagen im Prognosebericht zugrundeliegenden Annahmen, verschlechtern. Gesellschafterbeschluss / Shareholder's Resolutionder / of LEDVANCE GmbH
Zhongshan, China 2024.04.24 Mr. Qinghuan Sun, Manager A
Luxembourg, 2024.04.29 Mr. Stefan Ruppert., Manager B |
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