Sonnplast Solutions GmbH
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GmbH structure
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Sonnplast GmbH (vormals: SonnPlast GmbH)SonnebergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015LageberichtI. Unternehmensprofil Die SonnPlast GmbH ist ein Hersteller hochpräziser technischer Formteile aus thermoplastischen Kunststoffen im Ein- und Mehrkomponenten-Spritzgießverfahren. Die Kunden der SonnPlast GmbH sind Automobilhersteller sowie deren Systemlieferanten; das Unternehmen liefert in vier Kontinente. Mit derzeit rund 330 Mitarbeitern produziert die SonnPlast GmbH ausschließlich am Standort Sonneberg in Südthüringen. Die SonnPlast GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 11. Januar 2013 als 100%ige Tochtergesellschaft der addfinity testa GmbH, Hartha, gegründet. Mit Wirkung zum 1. März 2013 hat die Gesellschaft den Geschäftsbetrieb der insolventen NS Kunststofftechnik, Inh. Norbert Schelhorn e.K., Sonneberg (kurz: NSK), übernommen. II. Wirtschaftliches Umfeld Die deutsche Gesamtwirtschaft blieb auch im Jahr 2015 auf einem moderaten Wachstumspfad. Im Berichtsjahr stieg das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,7 Prozent (Vorjahr: 1,6 Prozent). Die für die wirtschaftliche Entwicklung der SonnPlast GmbH maßgebliche Automobilindustrie konnte auch 2015 weitere Zuwächse verzeichnen. Hierbei ist insbesondere der Europäische Markt 2015 um 9,2 % gewachsen. Auch der US-Markt hat seine positive Entwicklung aus dem Vorjahr weiter fortgesetzt. Russland, Brasilien und Japan entwickelten sich jedoch weiterhin stark rückläufig. Als Konjunkturtreiber dient weiterhin der chinesische Markt mit einem Wachstum von 9,1 %. III. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Das Umsatzwachstum wurde sowohl im Bereich Spritzgussteile als auch im Bereich Spritzgusswerkzeuge erzielt. Im Anlagevermögen wurden weitere Investitionen - insbesondere in die Verbesserung der Produktionsabläufe und der Qualität der gefertigten Teile - vorgenommen. Das im Vorjahr neu akquirierte Volkswagengeschäft war insbesondere im ersten Halbjahr 2015 mit gestiegenen Qualitätskosten verbunden. Die ergriffenen Maßnahmen sorgten aber dafür, die Ausgaben wieder zu stabilisieren und gewohnt hochwertige Teile in Time für unsere Kunden zur Verfügung zu stellen. Dies spiegelt sich auch in unseren Kundenbewertungen wider. Die SonnPlast GmbH wird insbesondere nach den Leistungsindikatoren EBITDA und EAT gemessen. Den selbst gesteckten Erwartungen des Vorjahres konnten wir 2015 aufgrund der gestiegenen Qualitätskosten nicht vollumfänglich gerecht werden. Dennoch hat sich die Vermögenslage der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. IV. Ertragslage Die SonnPlast GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von Mio. EUR 46,0 (Vorjahr: Mio. EUR 38,5). Die Übernahme des VW-Geschäfts und die unter anderem auch damit neu generierten Werkzeugumsätze wirkten sich dabei positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Die Materialaufwandsquote belief sich im Berichtsjahr auf 53,1 Prozent (Vorjahr: 52,7 Prozent) und bewegte sich damit leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Personalintensität blieb mit 20,0 Prozent nahezu konstant (Vorjahr: 19,9 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr war bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein Anstieg um Mio. EUR 3,4 auf Mio. EUR 9,4 zu verzeichnen. Dabei wirkte sich neben den gestiegenen Qualitätskosten insbesondere die Zunahme der Ausgangsfrachten aufwandserhöhend aus. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss lag bei Mio. EUR 1,0 (Vorjahr: Mio. EUR 1,6) bei einem EBITDA von Mio. EUR 3,4 (Vorjahr: Mio. EUR 4,5). Der Prognose des Vorjahres bezüglich der deutlichen Verbesserung der Umsatzerlöse ist die Gesellschaft 2015 gerecht geworden. V. Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug zum Jahresende Mio. EUR 17,0 (Vorjahr: Mio. EUR 16,2) bei einem Anlagevermögen von Mio. EUR 5,9 (Vorjahr: Mio. EUR 6,3). Das Investitionsvolumen belief sich im Jahr 2015 insgesamt auf Mio. EUR 1,1. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen trotz der gestiegenen Umsatztätigkeit mit Mio. EUR 5,7 leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Reichweite der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verbesserte sich stichtagsbezogen von 55 Tagen auf 44 Tage. Im Bereich der Vorratsbestände war eine Zunahme um Mio. EUR 1,1 auf Mio. EUR 4,4 zu verzeichnen. Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte sank leicht von 12,0 auf 10,6. Die Liquiden Mittel haben sich bedingt durch den positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 0,3 erhöht. Die Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. EUR 11,8 (Vorjahr: Mio. EUR 11,0) sind weiterhin geprägt durch Finanzierungsverbindlichkeiten aus dem im Jahr 2013 erfolgten Asset Deal. Das zur Finanzierung des Unternehmenserwerbs durch die Gesellschaft aufgenommene Bankdarlehen in Höhe von Mio. EUR 4,0 wurde im Geschäftsjahr 2015 planmäßig getilgt und valutiert zum Abschlussstichtag in Höhe von Mio. EUR 2,9. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis März 2020. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen hauptsächlich ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen, welches der SonnPlast GmbH durch die addfinity testa GmbH in Höhe von Mio. EUR 4,0 zur Verfügung gestellt wurde. Es valutiert zum Stichtag in unveränderter Höhe und ist endfällig im Jahr 2019 zurückzuzahlen. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf Mio. EUR 3,7 (Vorjahr: Mio. EUR 2,7). Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich aus dem im Geschäftsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von Mio. EUR 1,0. Damit beläuft sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 21,6 Prozent (Vorjahr: 16,6 Prozent). Unter Einbeziehung des nachrangigen Gesellschafterdarlehens ergibt sich zum 31. Dezember 2015 eine Eigenmittelquote in Höhe von 45,1 Prozent (Vorjahr: 41,4 Prozent). Das Working Capital belief sich zum Bilanzstichtag auf Mio. EUR 4,1 (Vorjahr: Mio. EUR 3,5). VI. Finanzlage Die kurzfristig fälligen Schulden am Bilanzstichtag sind in vollem Umfang durch kurzfristig realisierbare Vermögenswerte gedeckt. Die Finanzierung des erworbenen Anlagevermögens wird über langfristige Bank- und Gesellschafterdarlehen dargestellt. Im Berichtsjahr ergibt sich ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 2,2. Er setzt sich dabei im Wesentlichen aus dem erwirtschafteten EBITDA in Höhe von Mio. EUR 3,4 und den geleisteten Ertragsteuerzahlungen von Mio. EUR 1,2 zusammen. Unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit (Mio. EUR -0,8), sowie der Auszahlungen für die Tilgung von Bank- und Mietkaufkrediten (Mio. EUR 0,6), der Auszahlung für Zinsen (Mio. EUR 0,7) und der Einzahlungen aus Kreditaufnahmen (Mio. EUR 0,5) ist eine Zunahme des Finanzmittelfonds um Mio. EUR 0,5 zu verzeichnen. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Zur kurzfristigen Finanzierung besteht eine Kontokorrentkreditlinie in Höhe von Mio. EUR 2,5. Die finanziellen Verhältnisse der SonnPlast GmbH sind insgesamt als positiv zu beurteilen. VII. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der schonende Umgang mit unseren Ressourcen ist einer der entscheidenden Faktoren für den künftigen Unternehmenserfolg. In diesem Zusammenhang hat die SonnPlast GmbH ein umfassendes Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001 implementiert, welches im November 2015 zertifiziert wurde. Unterstützt wird das Energiemanagement durch die getätigten Investitionen in energieeffiziente Anlagentechnik. Ein weiterer essentieller Erfolgsfaktor des Unternehmens sind die Mitarbeiter der SonnPlast. Die Mitarbeiterzahl (einschließlich Azubis und Geschäftsführer) zum Jahresende erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 293 auf 326. Dabei konnte die Anzahl der Auszubildenden von 12 auf 21 fast verdoppelt werden. Um das vorhandene Know-how der Mitarbeiter weiter auszubauen, wird zudem stetig in die Weiter- und Fortbildung der Belegschaft investiert. VIII. Nachtragsbericht Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, waren nicht zu verzeichnen. IX. Chancenbericht Die Sonnplast GmbH hat nach der erfolgreichen Restrukturierung ihre Vertriebsaktivitäten weiter verstärkt, was weitere Erfolge nach sich zieht. Aus dem gewonnenen Neugeschäft mit VW sind in den folgenden Jahren weitere Aufträge zu erwarten. Weitere Chancen können sich insbesondere aus der Erweiterung des Produktportfolios sowie der Erschließung neuer Märkte außerhalb der Automobilbranche ergeben. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen im Prognosebericht. X. Risikobericht 1. Allgemeiner Risikobericht Markt und Wettbewerb begegnen wir mit einer Kombination aus gelebtem Mittelstand und professionellem Management. Ein motiviertes Team, langjährige Erfahrung in der Automobilindustrie sowie internationale Industrie‑ und Führungsexpertise stellen den wirtschaftlichen Erfolg unserer Aktivitäten sicher. Um Branchenrisiken und Abhängigkeiten zu vermeiden, steuern wir unsere Vertriebsaktivitäten entsprechend. Für die Zuliefermaterialien bestehen Lieferanten‑Terminrisiken, Produkt-Verfügbarkeitsrisiken sowie Qualitäts- und Einkaufspreisrisiken im branchenüblichen Umfang. Um die Risiken auf der Beschaffungsseite abzusichern, setzen wir ein konsequentes Lieferanten‑ und ein vorausschauendes Dispositionsmanagement ein, die nur zuverlässige Lieferanten mit adäquater Qualität zulassen. Eine Lieferantenbewertung wird quartalsweise durchgeführt. Potentielle Wechselkursrisiken, die die Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen könnten, sind derzeit nicht vorhanden. Für die Genehmigung von Investitionen und sonstigen Aufwendungen bestehen im Unternehmen klare Entscheidungswege und Richtlinien. Größere Investitionen werden in einem Investitionsplan zusammengefasst und von der Gesellschafterin genehmigt. Eine betriebs- und finanzwirtschaftliche Betrachtung im Vorfeld jeder relevanten Anschaffung minimiert potentielle Investitionsrisiken. Um aus der Produktion resultierende Gewährleistungsrisiken zu minimieren, setzen wir auf laufende Kontrollen unseres zertifizierten Qualitätswesens und entwickeln unser Qualitätsmanagementsystem konsequent weiter. Zudem sind für Eventualitäten entsprechende Rückstellungen gebildet. 2. Spezieller Risikobericht Ziel des Finanz‑ und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die Vermögensgegenstände der SonnPlast GmbH sind fristenkongruent finanziert. Das langfristig im Unternehmen gebundene Vermögen ist durch wirtschaftliches Eigenkapital und einen langfristigen Bankkredit gedeckt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über die Kontokorrentlinien der Banken. Zudem managen wir unsere Bonität aktiv, um den Zugang zu Finanzierungsquellen zu attraktiven Konditionen sicherzustellen. Die Liquiditätslage der SonnPlast GmbH ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die Gesellschaft verfügt mit Automobilherstellern und Systemlieferanten über einen solventen, wachsenden Kundenstamm. Wir sichern relevante Handelsgeschäfte per Warenkreditversicherung und informieren uns vor Anbahnung einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität unserer Kunden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wesentliche Forderungsausfälle waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen. Bestehenden Klumpenrisiken in der Kundenstruktur wird durch entsprechende Neukundenakquise entgegengewirkt. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht festzustellen. XI. Prognosebericht Zur Sicherung eines langfristig stabilen Absatzes und einer positiven Rentabilität werden sich die Vertriebsaktivitäten im Jahr 2016 sowohl auf eine Erweiterung des Kundenstammes als auch der Produktpalette richten. Bei neuen Produktbereichen zielen wir neben dem Bereich Interieur auch auf die Bereiche Motorraum, Exterieur sowie auf Entwicklungsaufträge. Mittelfristig planen wir, auch auf Märkten außerhalb der Automobilindustrie tätig zu werden. Mit dem Einsatz von weiteren Technologien wie Textilhinterspritzen, Laserschneiden, Gasinnendruck- und Mucell-Verfahren gedenken wir, uns noch besser bei der Kundschaft aufzustellen. Für das Geschäftsjahr 2016 wird mit einem leicht rückläufigen Umsatzvolumen mit den bisherigen Bestandskunden geplant. Der weitere Ausbau unseres 2015 erfolgreich eingeführten ERP-Systems wird im Folgejahr die Anpassung unserer betriebsinternen Prozesse weiter vorantreiben und die Wertschöpfung entsprechend verbessern. Der Fokus im Geschäftsjahr 2016 liegt auf einer wesentlichen Verbesserung unseres EBITDA und des Jahresergebnisses.
Sonneberg, 7. März 2016 Leonhard Ritzhaupt, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang1. A llgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der SonnPlast GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk je nach Zweckmäßigkeit in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die SonnPlast GmbH ist im Berichtsjahr gemäß den in § 267 HGB angegebenen Größenkriterien erstmals als große Kapitalgesellschaft einzustufen. 2. Besondere Angaben zum Jahresabschluss a) Angaben zu Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die im Rahmen der im Jahr 2013 erfolgten Übernahme des Anlage- und Vorratsvermögens der insolventen NS Kunststofftechnik, Inh. Norbert Schelhorn e.K., Sonneberg (NSK), entgeltlich erworbenen Kundenstämme und die Vertriebsorganisation wurden nach § 246 Abs. 1 Satz 4 i.V.m. Satz 1 HGB als entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Der Firmenwert wird über die Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Das im Rahmen eines Asset Deals zur Übernahme des VW-Geschäfts im Jahr 2014 entgeltlich erworbene Belieferungsrecht wurde als eigenständiger Vermögensgegenstand aktiviert und über die Laufzeit der übernommenen Lieferverträge abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bis zum Jahr 2014 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter in einen Sammelposten eingestellt und ab dem Jahr des Zugangs über fünf Jahre abgeschrieben. Seit dem Jahr 2015 werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter einzeln erfasst und im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In den Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Soweit notwendig, wurden Abwertungen wegen mangelhafter Gängigkeit bzw. eingeschränkter Verwertbarkeit sowie aufgrund des Gebots der verlustfreien Bewertung vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Bewertungsrisiken werden über entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines aktiven latenten Steuerüberhangs wurde kein Gebrauch gemacht. b) Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Angaben zu Forderungen Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Angaben zum Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beläuft sich auf Euro 25.000,00. Darüber hinaus hat die Gesellschafterin im Jahr 2013 eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von Euro 975.000,00 geleistet. Die SonnPlast GmbH hat im Vorjahr eine Vorabausschüttung auf den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von TEuro 1.000 an die Gesellschafterin geleistet. Die Bilanz wurde aus diesem Grund unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Für die Aufgliederung des Bilanzgewinns wird auf die in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Angaben verwiesen. Angaben und Erläuterungen zu den Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden wesentlichen Rückstellungsarten enthalten. Gewährleistungsrückstellungen Die Höhe der Gewährleistungsrückstellungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 408.000,00 (Vorjahr: Euro 578.500,00). Die Laufzeit der Rückstellungen beträgt zum Teil mehr als ein Jahr, so dass eine entsprechende Abzinsung erfolgt ist. Rückstellung für Personalkosten Für offene Urlaubsansprüche der Mitarbeiter, Überstundenguthaben und Kosten der Berufsgenossenschaft wurde eine Rückstellung in Höhe von insgesamt Euro 218.754,39 (Vorjahr: Euro 354.773,86) gebildet. Angaben zu den Verbindlichkeiten
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 181.681,91). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 3.359.191,80. Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:
Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet für Bankverbindlichkeiten der addfinity testa GmbH, Hartha, aus zwei Darlehensverträgen über insgesamt TEuro 6.000 mit einer selbstschuldnerischen Bürgschaft in Höhe von TEuro 6.000. Die Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag in Höhe von TEuro 3.014. Mit einer Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen ist derzeit nicht zu rechnen, da der Kapitaldienst fristgerecht erbracht wird. Mitzugehörigkeitsvermerk Die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Die zum Abschlussstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von Euro 4.380.342,11 (Vorjahr: Euro 4.157.614,51) gegenüber der Gesellschafterin. Diese Verpflichtungen resultieren in Höhe von Euro 4.000.000,00 (Vorjahr: Euro 4.000.000,00) aus Darlehensverbindlichkeiten und in Höhe von Euro 380.342,11 (Vorjahr: Euro 157.614,51) aus sonstigen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit der Gesellschafterin. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet‑, Leasing- und Wartungsverträgen sowie dem Bestellobligo beläuft sich auf TEuro 4.028. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert: Tätigkeitsbereiche:
Geographisch bestimmte Märkte:
Erläuterung zu den sonstigen betrieblichen Erträgen Der Gesamtbetrag der sonstigen betrieblichen Erträge beläuft sich auf Euro 420.027,02 (Vorjahr: Euro 224.073,62). Diese resultieren im Wesentlichen aus Erstattungen aus Sachbezügen (Euro 42.770,36; Vorjahr: Euro 13.263,43), Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (Euro 93.866,67; Vorjahr: Euro 140.715,90) sowie aperiodischen Erträgen aus einer Versicherungserstattung (Euro 225.000,00; Vorjahr Euro 0,00). Angabe der Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 18,48 (Vorjahr: Euro 587,43) enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von Euro 11,23 (Vorjahr: Euro 69,56) angefallen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Ertragsteuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Abschreibungen In den Abschreibungen des Geschäftsjahres sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr: Euro 195.112,03) enthalten. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen Stromsteuererstattungen für Vorjahre in Höhe von Euro 132.209,40. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von Euro 987.249,83 soll in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen werden. c) Sonstige Pflichtangaben Namen der Geschäftsführer Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme der Erleichterung gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG/§ 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Gesamthonorar der Abschlussprüfer Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015 beläuft sich auf Euro 23.300,00. Es entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Konzernzugehörigkeit Die SonnPlast GmbH ist eine 100%ige Tochter der addfinity testa GmbH mit Sitz in Hartha. Sie wird in den Konzernabschluss der addfinity testa GmbH einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beträgt damit: 295 (Vorjahr: 275).
Sonneberg, 7. März 2016 Leonhard Ritzhaupt, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015A SonnPlast GmbH, Sonneberg
sonstige BerichtsbestandteileErgebnisverwendungsbeschluss Die Gesellschafter-Versammlung vom 23. Novembeer 2016 hat beschlossen, den Jahresüberschuss 2015 in Höhe von EUR 987.249,83 in voller Höhe auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen.
Hartha, den 23. November 2016 gez. Tilo Schultz, als Geschäftsführer der addfinity testa GmbH Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.11.2016 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SonnPlast GmbH, Sonneberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der SonnPlast GmbH, Sonneberg, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Erfurt, den 30. März 2016 Deloitte
& Touche GmbH
Sauer, Wirtschaftsprüfer Ritter, Wirtschaftsprüfer |
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