Master Data

Registry
Register court Köln HRB 38406
Previous
Gasgesellschaft Aggertal mit beschränkter Haftung
Registered
4/6/1926
Industry
Construction of utility projects for electricity and telecommunicationsActivities of brokers and agents for electric power and natural gasStorage of gas as part of network supply services
Purpose
die Energie- und Wasserversorgung des Aggertals und dessen Nachbargebieten sowie alle dazugehörigen versorgungswirtschaftlichen Aufgaben und Dienstleistungen zum rationellen und umwelffreundlichen Einsatz von Energie und Wasser, ebenso die dortige Errichtung, das Halten, das Betreiben und die Verpachtung von Infrastruktur für Telekommunikationseinrichtungen, damit im Zusammenhang stehende Dienstleistungen und die vertriebliche Nutzung, soweit diese Tätigkeiten möglich und wirtschaftlich vertretbar sind. Der Vertrieb und/oder die Installation von Endgeräten von Telekommunikationseinrichtungen sind gemäß § 107 Abs. 1 Gemeindeordnung NRW davon ausgenommen.

Financial Overview

History

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Beneficial Owners

0.00% identified100.01% unresolved

Unresolved chains (10)

NameOwnership
62.74%
Stadt Gummersbach
15.43%
Stadt Wiehl
5.91%
Gemeinde Marienheide
4.98%
Gemeindewerke Engelskirchen – Anstalt des öffentlichen Rechts
4.11%

Shareholders

10 shareholders

GmbH structure

5 of 10 shown

Stadt Gummersbach
Germany
€5,185,710
15.43%
Stadt Wiehl
Germany
€1,988,110
5.91%
Gemeinde Marienheide
Germany
€1,673,019
4.98%
Gemeindewerke Engelskirchen – Anstalt des öffentlichen Rechts
Germany
€1,382,960
4.11%

Holdings

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

AggerEnergie GmbH

Gummersbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.030.609,24 922,4
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.043.839,51 9.099,2
2. Technische Anlagen und Maschinen 136.746.831,18 124.780,3
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.238.696,19 1.970,2
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.372.752,95 2.476,5
152.402.119,83 138.326,2
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.510.613,08 3.021,6
2. Beteiligungen 1.205.228,62 1.292,7
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 28.000,00 28,0
4. Sonstige Ausleihungen 43.750,00 45,7
4.787.591,70 4.388,0
158.220.320,77 143.636,6
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.655.234,54 1.385,2
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 345.429,75 818,1
3. CO 2 - Zertifikate 4.762.252,26 4.530,9
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 115,0
6.762.916,55 6.849,2
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.427.557,61 13.810,5
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.171.021,39 3.354,2
3. Forderungrn ggü. UN, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 106,7
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.646.920,60 4.866,7
56.245.499,60 22.138,1
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.914.151,61 891,0
64.922.567,76 29.878,3
C. Rechnungsabgrenzungsposten 152.789,92 72,7
D. Aktive latente Steuern 0,00 0,0
Bilanzsumme 223.295.678,45 173.587,6

Passiva

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 33.617.589,00 33.617,6
II. Kapitalrücklage 6.333.339,63 6.333,3
III. Gewinnrücklagen
1. Rücklage für Anlagenerhaltung 825.000,00 825,0
2. Rücklagen Umstellung BilMog 2.305.401,00 2.305,4
3. Andere Gewinnrücklagen 16.421.389,69 13.534,8
IV. Gewinn-/ Verlustvortrag 963,40 0,4
Jahresüberschuss 10.500.091,34 10.500,5
70.003.774,06 67.117,0
B. Empfangene Ertragszuschüsse 404.956,06 483,9
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse 565.367,75 582,5
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.661.701,00 18.193,7
2. Steuerrückstellungen 744.707,82 67,1
3. Sonstige Rückstellungen 41.298.149,74 33.471,6
60.704.558,56 51.732,4
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 51.718.948,62 21.773,0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.609.554,98 425,7
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.448.918,96 8.483,2
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 17.054.672,96 14.182,2
82.832.095,52 44.864,1
F. Rechnungsabgrenzungsposten 8.784.926,50 8.807,7
Bilanzsumme 223.295.678,45 173.587,6

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023

Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 339.726.292,26 227.768,4
Strom- und Energiesteuer 12.434.494,06 13.426,7
Umsatzerlöse ohne Strom- und Energiesteuer 327.291.798,20 214.341,7
2. Bestandsveränderung -481.517,20 543,2
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.029.344,23 1.506,8
4. Gesamtleistung 329.839.625,23 216.391,7
5. Sonstige betriebliche Erträge 2.465.483,43 1.137,2
332.305.108,66 217.528,9
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 205.928.237,53 105.488,8
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 60.074.080,81 56.850,2
266.002.318,34 162.339,0
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.076.184,06 12.144,1
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.372.557,21 4.869,9
- davon für Altersversorgung: EUR 882.067,43 Vorjahr: TEUR 2.488,9 16.448.741,27 17.014,0
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.222.304,06 10.516,6
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.513.229,90 13.517,6
310.186.593,57 203.387,2
10. Betriebsergebnis 22.118.515,09 14.141,7
11. Erträge aus Beteiligungen 502.443,56 410,0
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 325.630,59; Vorjahr: TEUR 173,3
12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.623,96 1,6
- davon aus Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: EUR 1.623,96; Vorjahr: TEUR 1,6
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 196.521,66 105,4
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 12.029,09; Vorjahr: TEUR 0,0
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,0
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.181.611,33 1.699,7
- davon aus Aufzinsung; EUR 226.307,51; Vorjahr: TEUR 607,8
16. Aufwendungen Verlustübernahme 343.895,49 0,0
17. Finanzergebnis -1.824.917,64 -1.182,7
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.856.111,02 4.938,5
19. Ergebnis nach Steuern 13.437.486,43 8.020,5
20. Sonstige Steuern 50.744,88 50,0
21. Jahresüberschuss 13.386.741,55 7.970,5
22. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0,00 2.530,0
23. Zuführung zu Gewinnrücklagen 2.886.650,21 0,0
24. Bilanzgewinn 10.500.091,34 10.500,5

Entwicklung des Anlagevermögens in 2023 (in EURO)

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand Anfang Berichtsjahr Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand Ende Berichtsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.615.100,34 146.649,92 0,00 0,00 3.761.750,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.933.051,52 314.138,69 0,00 26,59 19.247.163,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 398.821.750,50 22.358.066,96 0,00 1.861.304,00 419.318.513,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.633.015,38 871.845,85 21.557,03 53.278,17 11.473.140,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.476.450,07 1.918.280,08 -21.557,03 420,17 4.372.752,95
Sachanlagen insgesamt 430.864.267,47 25.462.331,58 0,00 1.915.028,93 454.411.570,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.021.613,08 401.500,00 87.500,00 0,00 3.510.613,08
2. Beteiligungen 1.359.228,62 0,00 -87.500,00 0,00 1.271.728,62
3. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 28.000,00 0,00 0,00 0,00 28.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 45.730,00 2.000,00 0,00 3.980,00 43.750,00
Finanzanlagen insgesamt 4.454.571,70 403.500,00 0,00 3.980,00 4.854.091,70
Insgesamt 438.933.939,51 26.012.481,50 0,00 1.919.008,93 463.027.412,08
Kumulierte Abschreibungen
Stand Anfang Berichtsjahr Abschreibungen des Berichtsjahres Umbuchungen Abgänge Stand Ende Berichtsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.692.726,01 38.415,01 0,00 0,00 2.731.141,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.833.822,65 369.501,46 0,00 0,00 10.203.324,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 274.041.447,56 10.194.339,20 0,00 1.664.104,48 282.571.682,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.662.824,71 620.048,39 0,00 48.429,20 9.234.443,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen insgesamt 292.538.094,92 11.183.889,05 0,00 1.712.533,68 302.009.450,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 66.500,00 0,00 0,00 0,00 66.500,00
3. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen insgesamt 66.500,00 0,00 0,00 0,00 66.500,00
Insgesamt 295.297.320,93 11.222.304,06 0,00 1.712.533,68 304.807.091,31
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.030.609,24 922.374,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.043.839,51 9.099.228,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 136.746.831,18 124.780.302,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.238.696,19 1.970.190,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.372.752,95 2.476.450,07
Sachanlagen insgesamt 152.402.119,83 138.326.172,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.510.613,08 3.021.613,08
2. Beteiligungen 1.205.228,62 1.292.728,62
3. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 28.000,00 28.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 43.750,00 45.730,00
Finanzanlagen insgesamt 4.787.591,70 4.388.071,70
Insgesamt 158.220.320,77 143.636.618,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Die AggerEnergie GmbH, Alexander-Fleming-Straße 2, 51643 Gummersbach hat ihren Sitz in Gummersbach und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Köln (RegNr.: 38406) eingetragen.

Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Der Jahresabschluss wurde nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der notwendigen Abschreibungen sowie abzüglich erhaltener Investitionszuschüsse bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten die nach R 6.3 EStR erforderlichen Gemeinkostenzuschläge. Die planmäßigen Abschreibungen beruhen auf steuerrechtlich anerkannten Nutzungsdauern und werden degressiv bzw. linear vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von 800,00 EUR werden gem. § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen. Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG werden seit dem 01.01.2018 nicht mehr gebildet.

Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Ist der beizulegende Wert aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung niedriger, so wird dieser angesetzt.

Vorräte werden zu durchschnittlichen Einkaufspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Innerhalb der Forderungen aus Strom-, Gas-, Wärme- und Wasserlieferungen sind erhaltene Abschlagszahlungen auf den abgegrenzten, noch nicht abgelesenen Verbrauch verrechnet.

Empfangene Ertragszuschüsse (Hausanschlusskosten und Baukostenzuschüsse für Strom-, Gas- und Wasserversorgungsanlagen) werden für Zugänge bis zum 31.12.2002 in einem Sonderposten passiviert und innerhalb von 20 Jahren ergebniswirksam aufgelöst. Ab 01.01.2003 werden die empfangenen Zuschüsse für Gasversorgungsanlagen und ab 01.01.2006 die empfangenen Zuschüsse für Stromversorgungsanlagen erfolgsneutral von den Herstellungskosten der Versorgungsanlagen gekürzt.

Die empfangenen Zuschüsse für Stromversorgungsanlagen wurden ab 01.01.2003 bis 31.12.2005 als Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen passiviert und entsprechend dem der jeweiligen Anlage zugeordneten prozentualen Abschreibungssatz aufgelöst. Der Posten betrifft zum Bilanzstichtag die Übernahme des beim in 2014 eingebrachten Wasserwerk Marienheide bilanzierten Sonderpostens.

Durch den Netzpachtvertrag zwischen der AggerEnergie GmbH (Anlageneigentümer als Verpächter) und der RheinEnergie AG mit Unterpachtvertrag an die Rheinische NETZGesellschaft mbH (Netzbetreiber als Pächter) werden die vom Pächter vereinnahmten Baukostenzuschüsse als Pachtvorauszahlung an die AggerEnergie GmbH weitergeleitet und hier als Passive Rechnungsabgrenzungsposten über einen Zeitraum von 20 Jahren ergebniswirksam aufgelöst.

Der Berechnung für die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen liegen die biometrischen Tabellen 2018 G nach Heubeck und ein Rechnungszins von 1,82 % sowie ein Lohn- und Gehaltstrend von 2,5 % und ein Rententrend von 2,5 % zugrunde.

Die übrigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen in angemessener und ausreichender Höhe ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage 3/12) dargestellt.

Bei den Finanzanlagen handelt es sich im Wesentlichen um Beteiligungen an der Energiewerke Waldbröl GmbH, mit 100 %, an der AggerService GmbH, mit 100 %, an der Windpark Heckelberg-Breydin GmbH & Co. KG, Köln, mit 7,5 %, an der Propan Rheingas GmbH & Co. KG, Brühl, mit 3,0 %, sowie an der Stadtwerke Burg GmbH, Burg, mit 1,0 %. Die Energiewerke Waldbröl GmbH, Nümbrechter Straße 6, 51545 Waldbröl, weisen zum 31.12.2022 Eigenkapital in Höhe von 1.159.757,08 EUR aus. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages beträgt der Jahresüberschuss der Gesellschaft 0 EUR. Die AggerService GmbH, Alexander-Fleming Straße 2, Gummersbach, weist zum 31.12.2022 Eigenkapital in Höhe von 254.898,11 EUR aus. Das Jahresergebnis beträgt 77.153,48 EUR.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Strom-, Gas- und Wasserverkauf einschließlich abgegrenzter Forderungen des noch nicht abgelesenen Verkaufs nach Verrechnung mit erhaltenen Abschlagszahlungen. Davon sind 4.611,7 TEUR (Vj. 0,0 TEUR) Forderungen gegen Gesellschafter.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 26.171,0 TEUR (Vj. 3.354,1 TEUR) und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Erhöhung der Anteile an der Aggerservice GmbH führt zu einem veränderten Ausweis des Vorjahreswertes.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus der Abrechnung von Wasser/Abwasser gegen Gemeinden, sowie aus Ertragsteuern. Von den Sonstigen Vermögensgegenständen sind 1.201,5 TEUR (Vj. 823,3 TEUR) Forderungen gegen Gesellschafter.

Unter den Flüssigen Mitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände erfasst.

Am Gezeichneten Kapital waren die einzelnen Gesellschafter zum Bilanzstichtag wie folgt beteiligt:

EUR %
RheinEnergie AG, Köln (bis 31.03.2023) (21.093.160,00) (62,7444)
rhenag Rheinische Energie AG, Köln (ab 01.04.2023) 21.093.160,00 62,7444
Stadt Gummersbach 5.185.710,00 15,4256
Stadt Wiehl 1.988.110,00 5,9139
Gemeinde Marienheide 1.673.019,00 4,9766
Gemeindewerke Engelskirchen AöR 1.382.960,00 4,1138
Stadt Bergneustadt 1.037.410,00 3,0859
Stadt Overath 778.360,00 2,3153
Stadt Waldbröl 196.680,00 0,5851
Gemeinde Reichshof 171.000,00 0,5087
Gemeinde Morsbach 111.180,00 0,3307
33.617.589,00 100,0000

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gebildet. Sie wurden auf Basis des von der Deutschen Bundesbank im Oktober 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der verwendete Zinssatz beträgt 1,82 %. Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurden bei den Pensionsverpflichtungen jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,5 % unterstellt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 249.853,00 EUR; dieser ist durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt.

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Beträge für Personalaufwendungen einschließlich Altersteilzeitverpflichtungen sowie Beträge für Energiebezug und Netznutzung im Rahmen der bilanzierten Energiemengen.

Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen ausreichend berücksichtigt.

Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit Gesamtbetrag
31.12.2023 < 1 Jahr 1-5 Jahren > 5 Jahre 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 51.718.948,62 3.026.246,42 12.694.535,68 35.998.166,52 21.772.970,04
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.609.554,98 1.609.554,98 0,00 0,00 425.757,33
davon gegenüber Gesellschaftern (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.448.918,96 12.448.918,96 0,00 0,00 8.483.160,58
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 17.054.672,96 7.836.883,26 23.000,00 9.194.789,70 14.182.210,45
davon aus Steuern (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) (646.133,82)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (-53.103,18) (-53.103,18) (0,00) (0,00) (58.327,21)
davon gegenüber Gesellschaftern (-9.938.897,02) (-744.107,32) (0,00) (-9.194.789,70) (10.184.509,07)
Summe Verbindlichkeiten 82.832.095,52 24.921.603,62 12.717.535,68 45.192.956,22 44.864.098,40

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen Darlehen, die zum 31.12.2023 mit 51.718,9 TEUR valutieren. Ein Darlehen ist durch die Sicherungsübereignung von technischen Anlagen besichert.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die stillen Beteiligungen der Kommunen Reichshof und Morsbach (9.194,8 TEUR), sowie die hierfür noch auszuzahlende Vergütung (722,0 TEUR). Darüber hinaus betreffen sie hauptsächlich noch debitorische Kreditoren mit 2.990,9 TEUR.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem langfristigen Dienstleistungsvertrag betragen bis zum 31.12.2033 im Schnitt jährlich ca. 12.000 TEUR.

Darüber hinaus bestehen branchenübliche langfristige Verpflichtungen aus Strom- und Gasbezugsverträgen, aus einem Netzpachtvertrag sowie aus Miet- und Leasingverträgen.

Das Bestell-Obligo zum 31.12.2023 beträgt 2.209,4 TEUR.

Im Rahmen der Absicherung des Zinsänderungsrisikos für acht variabel verzinsliche Darlehen von insgesamt 9.368,5 TEUR wurde jeweils eine Bewertungseinheit nach § 254 HGB gebildet, bestehend aus dem variabel verzinslichen Darlehen (Grundgeschäft) und einem Zinsswap (Sicherungsgeschäft) in gleicher Höhe. Da die dem Grund- und Sicherungsgeschäft zugrund liegenden Parameter wie Nominalwert, Laufzeit, Zinssätze und Zinszahlungstermine vollständig aufeinander abgestimmt sind, haben sich die gegenläufigen Zahlungsströme dieser Geschäfte bis zum Abschlussstichtag vollständig ausgeglichen und werden sich im jeweiligen Sicherungszeitraum voraussichtlich vollständig ausgleichen.

Als Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die von den Netzpächtern ab 01.07.2007 vereinnahmten und im Wege der Verpachtung über die RheinEnergie AG an die AggerEnergie GmbH weitergeleiteten Ertragszuschüsse für die Sparten Gas und Strom sowie die Auflösung von Baukostenzuschüsse gemäß den zum 01.01.2015 abgeschlossenen Straßenbeleuchtungsverträgen mit den Kommunen bilanziert. Der Saldo zum Bilanzstichtag beträgt 8.784,9 TEUR.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen (ohne Strom-/Energiesteuer) entfallen 167,2 Mio. EUR auf die Sparte Strom und 157,4 Mio. EUR auf die Sparte Gas. Die übrigen Umsatzerlöse von 15,1 Mio. EUR resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Wasser und Wärme sowie aus Betriebsführungen und Dienstleistungen.

Im Materialaufwand sind als Hauptposten der Strombezug mit 93,8 Mio. EUR sowie der Erdgasbezug mit 106,4 Mio. EUR und Aufwendungen für die Netznutzung von Strom und Gas mit 42,2 Mio. EUR enthalten.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten hauptsächlich Konzessionsabgaben, Aufwendungen für Marketing und Werbung, Vertragsdienst, Sachaufwendungen für EDV, Verwaltung und Vertrieb sowie sonstige Aufwendungen.

Die Zinserträge resultieren hauptsächlich aus der Verzinsung von Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 127,2 TEUR (Vj. 0,0 TEUR). In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. 1.044,3 TEUR (Vj. 387,0 TEUR), sowie Aufzinsungen von Rückstellungen i.H.v. 226,3 TEUR (Vj. 607,8 TEUR) enthalten und Zinsaufwendungen für die stillen Beteiligungen in Höhe von 698,8 TEUR (Vj. 696,9 TEUR).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ausschließlich das Geschäftsergebnis.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 32,45 % zugrunde (15,8 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 16,6 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für den Aktivüberhang wird nicht ausgeübt.

Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden gemäß § 267 Abs. 5 HGB betrug während des Geschäftsjahres 181 Mitarbeitende, davon 152 Angestellte und 29 gewerblich Beschäftigte.

Im Jahresdurchschnitt wurden 16 Auszubildende beschäftigt.

Das Gesamthonorar der mit der Prüfung des Jahresabschlusses beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betrug 106,0 TEUR, davon 76,0 TEUR für Abschlussprüfungsleistungen und 30,0 TEUR für allgemeine Beratungsdienstleistungen.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die AggerEnergie GmbH ist ein Tochterunternehmen der rhenag Rheinische Energie AG mit Sitz in Köln.

Der Jahresabschluss der AggerEnergie GmbH zum 31.12.2023 wird sowohl in den Konzernabschluss der E.ON SE mit Sitz in Essen als auch in den Konzernabschluss der Stadtwerke Köln GmbH mit Sitz in Köln einbezogen. Beide Konzernabschlüsse haben nach § 291 HGB befreiende Wirkung auf den Konzernabschluss der rhenag Rheinische Energie AG. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden sowohl von E.ON SE als auch von der Stadtwerke Köln GmbH aufgestellt und im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG

Geschäfte größeren Umfangs im Sinne der vorstehenden gesetzlichen Regelung wurden mit der Rheinischen NETZGesellschaft mbH und mit der RheinEnergie AG getätigt. Die Agger- Energie GmbH hat ihr Strom- und Gasnetz an die RheinEnergie AG verpachtet. In diesem Zusammenhang hat die AggerEnergie GmbH im Geschäftsjahr 2023 diverse Dienstleistungen für die Rheinische NETZGesellschaft mbH und die RheinEnergie AG erbracht. Darüber hinaus wurde Energie in der Sparte Strom und in der Sparte Gas von der RheinEnergie Trading GmbH bezogen.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

a) stimmberechtigt:

Jörg Jansen Polizeibeamter
- Vorsitzender -
Dr. Hans-Jürgen Weck (ab 01.04.2023) Vorstand, rhenag Rheinische Energie AG
- Stellv. Vorsitzender -
Andreas Feicht (bis 31.03.2023) Vorstandsvorsitzender, RheinEnergie AG
- Stellv. Vorsitzender -
Achim Biergans (bis 31.03.2023) Hauptabteilungsleiter Technischer Netzservice, RheinEnergie AG
Jörg Bukowski Bürgermeister, Gemeinde Morsbach
Till Cremer (ab 01.11.2023) Vorstand, rhenag Rheinische Energie AG
Dr. Andreas Esser (ab 01.04.2023) Geschäftsführer, Rhein-Sieg Netz GmbH
Dr. Catharina Friedrich (ab 01.04.2023) Vorstand, rhenag Rheinische Energie AG
Susanne Fabry Netz- und Personalvorstand, RheinEnergie AG
Thomas Funke Ressortleiter, Stadt Gummersbach
Raoul Halding-Hoppenheit (ab 01.04.2023) Stadtkämmerer, Stadt Gummersbach
Carmen Kleine-Kalvelage (ab 01.04.2023) Ltg. Beteiligungen, rhenag Rheinische Energie AG
Birgit Lichtenstein (bis 31.03.2023) Kaufmännischer Vorstand, RheinEnergie AG
Stefan Meisenberg Bürgermeister, Gemeinde Marienheide
Wolfgang Paul (bis 31.03.2023) Hauptabteilungsleiter Finanzen, RheinEnergie AG
Stephan Pede (ab 01.04.2023) Prokurist, rhenag Rheinische Energie AG
Achim Südmeier (bis 31.03.2023) Vertriebsvorstand, RheinEnergie AG
Sören Teichmann Bankkaufmann, Deutsche Bank AG

b) Nicht stimmberechtigt:

Christian Hoene Produktmanager, BPW Bergische Achsen KG
Christoph Nicodemus Bürgermeister, Stadt Overath
Helmut Schäfer Pensionär
Larissa Weber Bürgermeisterin, Stadt Waldbröl

Geschäftsführung

Frank Röttger, Geschäftsführer
Uwe Töpfer, Geschäftsführer

Bezüge des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der AggerEnergie GmbH erhalten für ihre Tätigkeit eine pauschale Vergütung sowie eine Auslagenersatzpauschale von 200,00 EUR je teilgenommener Sitzung. Auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder verteilen sich die Gesamtbezüge des Geschäftsjahrs 2023 wie folgt:

Mitglieder des Aufsichtsrats Gesamtbezüge
in TEUR
Jörg Jansen (Vorsitzender) 7,4
Dr. Hans-Jürgen Weck (Stellv. Vorsitzender) 4,4
Andreas Feicht (Stellv. Vorsitzender) 1,3
Achim Biergans 0,9
Jörg Bukowski 3,7
Till Cremer 0,8
Andreas Esser 3,0
Catharina Friedrich 2,3
Susanne Fabry 3,7
Thomas Funke 3,9
Raoul Halding-Hoppenheit 3,0
Carmen Kleine-Kalvelage 3,0
Birgit Lichtenstein 1,4
Stefan Meisenberg 3,9
Wolfgang Paul 0,8
Stephan Pede 3,0
Achim Südermeier 0,8
Sören Teichmann 3,9
Christian Hoene 2,1
Christoph Nicodemus 2,0
Helmut Schäfer 2,0
Larissa Weber 2,0
59,3

Die Geschäftsführung erhielt im Berichtsjahr eine Gesamtvergütung in Höhe von 308,4 TEUR.

Herr Röttger erhielt 2023 eine Gesamtvergütung in Höhe von 266,4 TEUR. Darin enthalten sind eine erfolgsabhängige Vergütung für das Vorjahr in Höhe von 47,5 TEUR sowie Sach- und sonstige Bezüge (geldwerter Vorteil Dienstwagen) in Höhe von rund 4,0 TEUR.

Herr Töpfer erhielt eine Gesamtvergütung in Höhe von 42,0 TEUR. Eine erfolgsabhängige Vergütung wurde an Herrn Töpfer nicht gezahlt.

Für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit besteht für Herrn Röttger Anspruch auf ein Ruhegehalt bei einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit sowie im Falle einer Beendigung des Vertrages auf Veranlassung der Gesellschaft und ohne Vorliegen eines wichtigen Grundes.

Die Versorgungsleistung ist in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der festen Vergütung bei Vertragsbeendigung zugesagt. Der Prozentsatz steigt, beginnend mit 40 %, jährlich um 2 % bis zum Höchstsatz von 65 %. Im Berichtsjahr hat Herr Röttger einen Versorgungsprozentsatz von 65 % erreicht. Der Barwert der Pensionsrückstellung beträgt zum 31.12.2023 4.349,4 TEUR, im Geschäftsjahr 2023 wurden 193,9 TEUR zugeführt.

Im Hinblick auf seine Tätigkeit erhielt Herr Röttger Leistungen von Dritten in Höhe von 1,6 TEUR für Aufsichtsratsmandate bei Beteiligungsgesellschaften. Sie beinhalten eine pauschale Vergütung und eine pauschale Aufwandsentschädigung je teilgenommener Sitzung.

Im Hinblick auf seine Tätigkeit erhielt Herr Töpfer als Vorsitzender des Wasserwirtschaftsausschusses des Aggerverbands eine Aufwandsentschädigung und Sitzungsgeld in Höhe von 1,5 TEUR.

Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres 2023

Es haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 keine besonderen Ereignisse ergeben.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt folgende Gewinnverwendung vor:

EUR
Jahresüberschuss 2023 13.386.741,55
Einstellung in die Gewinnrücklage 2.886.650,21
Ausschüttung an die Gesellschafter 10.500.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 91,34

 

Gummersbach, 15. März 2024

AggerEnergie GmbH

Geschäftsführung

Frank Röttger

Uwe Töpfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Energie- und Wasserversorgung in der Region

Die AggerEnergie GmbH liefert als regionaler Energieversorger Strom und Erdgas hauptsächlich in neun Städte und Gemeinden der Region. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft die Wasserversorgung in den Gemeinden Engelskirchen und Marienheide, in der Stadt Wiehl wird die Wasserversorgung in Form einer technischen und kaufmännischen Betriebsführung erbracht. Für die Abwasserwerke in Wiehl, Engelskirchen und Marienheide führt AggerEnergie kaufmännische Dienstleistungen durch. Ferner baut und betreibt AggerEnergie Straßenbeleuchtungsanlagen, liefert Wärme, baut und betreibt Wärme- und Energieerzeugungsanlagen sowie Breitbandnetze, wartet und repariert Gasgeräte und bietet weitere technische und kaufmännische Dienstleistungen im energienahen Umfeld sowie Elektromobilität für Geschäfts- und Privatkunden an. Aus eigenen Anlagen in der Region erzeugt AggerEnergie außerdem regenerativen Strom.

Strategie und Ausrichtung

Wir sehen uns als Gemeinschaftsstadtwerk und haben den Anspruch eines regionalen "Fürsorgers" und verlässlichen Partners. Die von AggerEnergie erwirtschafteten Überschüsse fließen in die Haushalte unserer kommunalen Gesellschafter, und eröffnen dort finanzielle Spielräume zum Wohle der Region und der Bevölkerung. Wir möchten unsere Heimat noch lebenswerter gestalten und neben Modernität und Digitalisierung unsere Verantwortung bei Themen der Nachhaltigkeit, beim Natur- und Klimaschutz sowie bei der Gestaltung der Energiewende wahrnehmen. Wir legen Wert auf ein vertrauensvolles Verhältnis zu unseren Kunden und möchten in allen Kommunen unseres Versorgungsgebiets den Status des Strom- und Gas- Grundversorgers erlangen bzw. festigen.

Vertrieb und Service

AggerEnergie bietet eine breite Palette an Lieferverträgen, um individuellen Bedürfnissen ihrer Privat- und Geschäftskunden gerecht zu werden. Umwelt- und klimabewusste Kunden können sich für unseren heimatstrom pur entscheiden und ihren Energiebezug anteilig oder vollständig aus konkreten Erzeugungsanlagen regenerativer Energien in der Region zusammenstellen.

Zur guten Erreichbarkeit und persönlichen Beratung unterhalten wir sogenannte Kundeninfos als Anlaufstellen, die gern in Anspruch genommen werden. Energienahe Dienstleistungen, insbesondere der Verkauf und Bau von Photovoltaik-Anlagen (PV) im Wesentlichen an Privathaushalte sowie Verkauf, Bau und Wartung von Wärmeerzeugungsanlagen und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ergänzen das Spektrum.

Energiebeschaffung und regenerative Energieerzeugung

Wie in den Vorjahren bezog AggerEnergie auch 2023 für alle jährlich abgerechneten Privat- und Gewerbekunden 100 % Ökostrom aus regenerativen Energien. Daneben speisen eine Reihe von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung in der Region direkt in unser Stromnetz ein. Dieser umweltfreundlich produzierte, regionale Ökostrom steht Endkunden mit dem Produkt "heimatstrom pur" zur Verfügung und wird außerdem für die öffentlichen und betrieblichen Ladeeinrichtungen der AggerEnergie verwendet. AggerEnergie ist Eigentümerin oder Betreiberin von 30 Photovoltaikanlagen mit einer Peakleistung von insgesamt 1.086 kW. Diese Anlagen produzierten 2023 eine Strommenge von rund 1.298 MWh. Unsere beiden größten Wasserkraftwerken Aggertalsperre und Dümmlinghausen erzeugten 2023 eine Energiemenge von 3.627 MWh. Die operative Beschaffung von Strom und Erdgas - ohne Eigenerzeugungsanlagen - erfolgte über die RheinEnergie Trading GmbH (RET).

Seit 2013 ist AggerEnergie mit 7,5 % an der Windpark Heckelberg-Breydin GmbH & Co. KG beteiligt. Der Windpark in Brandenburg besteht aktuell aus 17 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von rund 26 MW. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte dieser eine Stromproduktion von insgesamt 39,5 GWh (Vorjahr 40,9 GWh). Dies entspricht einer CO 2 -Einsparung von rund 24.000 Tonnen/Jahr.

Energieeffizienz und Elektromobilität

Umweltfreundliche Energieerzeugung und -nutzung sowie Energieeffizienz und Klimaschutz in der Region sind ein besonderes Anliegen der AggerEnergie. Im eigenen Betrieb und für die Verwaltung setzen wir ein vom TÜV Nord zertifiziertes Energiemanagementsystem ein und steuern damit die Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur kontinuierlichen CO 2 -Einsparung.

Auf dem wachsenden Gebiet der Elektromobilität realisiert AggerEnergie individuelle Lademöglichkeiten bei Privat- und Geschäftskunden ("WallBox" und "Ladesäulen"), die im Paket aus Planung, Finanzierung, Installation und Wartung angeboten werden. Wir bieten Carsharing, Flottenlösungen und Testmöglichkeiten an und kooperieren mit regionalen Autohäusern und weiteren Dienstleistern. Aufgrund der weggefallenen Förderungen im Privatkundenbereich ist der Verkauf in 2023 rückläufig. AggerEnergie hat 2023 insgesamt 68 Ladepunkte bei Kunden, im öffentlichen Bereich oder auf dem eigenen Firmengelände neu in Betrieb genommen.

Als Partner des Netzwerks TankE bietet AggerEnergie ihren Kunden über eine RFID-Karte oder eine Smartphone-App Zugang zu vielen Lademöglichkeiten vom Rheinland bis ins Sauerland. Deutschlandweit können diese damit im Wege des Roamings mehr als 4.000 Ladepunkte nutzen. AggerEnergie selbst unterhält aktuell einen Fuhrpark aus 11 Erdgas-, 22 Elektro- und 4 Hybridfahrzeugen. Im Versorgungsgebiet betreiben wir 62 Kfz-Ladestationen mit 95 Ladepunkten im öffentlichen Bereich oder auf unserem Werksgelände und 4 E- Bike-Stationen. Wir bieten die Ladung zu marktfähigen Preisen an, die sich an der Ladegeschwindigkeit orientieren und für unsere Energiekunden um 10 ct/kWh rabattiert sind.

Energienetze, Netzbetreiber und Technik

Das Netzgebiet der AggerEnergie umfasst neun Kommunen. Die Kommunen im Netzgebiet haben ihre Verpflichtungen zur Daseinsvorsorge in der Energieversorgung in den Sparten Strom- und Gasversorgung durch langlaufende Konzessionsverträge an die AggerEnergie weitergegeben. AggerEnergie ist Eigentümer der Strom- und Gasinfrastruktur. Zur Umsetzung des regulatorischen Unbundlings sind die Netze an die Rheinische Netzgesellschaft verpachtet, die die Funktionen des Netzbetreibers übernimmt. Planung, Betrieb, Erweiterung, Erneuerung und Instandhaltung der Netze vor Ort obliegt im Rahmen einer Rückbeauftragung der AggerEnergie. Eine Besonderheit ist das Stromnetz der Stadt Waldbröl. Dieses Netz erwarb AggerEnergie zum 01.01.2023 und verpachtete es für drei Jahre an den Verkäufer Westnetz zurück. Nach Beendigung des Pachtvertrags wird das Netz ebenfalls an die Rheinische Netzgesellschaft verpachtet.

Darüber hinaus übernimmt AggerEnergie die Wasserversorgung in den Kommunen Engelskirchen und Marienheide auf Basis von Wasserkonzessionsverträgen und in der Stadt Wiehl auf Basis eines Betriebsführungsvertrags.

Der Grundzuständige Messstellenbetreiber, die Rheinische Netzgesellschaft, hat AggerEnergie in den Sparten Gas und Strom mit Erfassung der Energieverbräuche im Netzgebiet beauftragt. AggerEnergie ist Eigentümer der dazu notwendigen Zählerinfrastruktur, die rund 160.000 Geräte umfasst. In der Sparte Strom wird aktuell der gesetzlich geforderte Smart-Meter-Rollout umgesetzt. Insgesamt müssen hierzu in der Sparte Strom rund 110.000 Zähler ausgetauscht werden.

Ein weiterer Teil der Energieinfrastruktur sind Wärmenetze und Erzeugungsanlagen, die zum Teil im eigenen Asset oder dienstleistend für Dritte geplant, gebaut und betrieben werden.

Die Entwicklung der zukünftigen Wärmeversorgung ist ein wesentlicher Treiber für den Umbau der Energieinfrastruktur im Rahmen der Dekarbonisierung bis zum Jahr 2045. AggerEnergie hat hierzu bereits Ende 2022 mit der Bergischen Universität Wuppertal das Projekt Wärmeatlas erfolgreich abgeschlossen. Dieses Projekt bildet die Basis für die Unterstützung der kommunalen Wärmeplanung in unserem Netzgebiet sowie der Umsetzung des Gebäudeenergiegesetzes. Diese neuen Gesetze haben einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der zukünftig notwendigen Energieinfrastruktur. AggerEnergie bereitet sich auf diese Entwicklung intensiv vor und prägt die Wärmenetze und -versorgungsanlagen als neue, eigene Infrastruktursparte aus.

Die Weiterentwicklung der Energieinfrastruktur ist essenziell für AggerEnergie, weil in etwa die Hälfte des Unternehmensergebnisses auf diesen Bereich entfällt.

Personal und Ausbildung

Bedingt durch die herausfordernde Lage an den Energiemärkten sowie dem damit verbundenen erhöhten Kundenberatungsbedarf, die operative Umsetzung gesetzlicher Vorgaben und die wachsenden Anforderungen an Infrastruktur und Dienstleistungen auch im Zuge der/mit Blick auf die Energiewende hat die AggerEnergie ihren durchschnittlichen Mitarbeiterbestand 2023 um sieben Personen auf 181 aufgestockt. Vermehrte Kundenwechselprozesse und der große Beratungs- und Servicebedarf durch Preisänderungen, Energieeinsparung und Umsetzung gesetzlicher Entlastungsmaßnahmen haben gleichwohl zu Bearbeitungsrückständen und Wartezeiten für unsere Kundschaft geführt.

AggerEnergie bietet jungen Leuten aus der Region attraktive Ausbildungsstellen, betreibt eine strukturierte Weiterentwicklung und übernimmt die Auszubildenden bei Vakanzen und entsprechender Leistungsdarbietung in ein festes Arbeitsverhältnis. Hierdurch möchten wir einen hohen Anteil unseres Personalbedarfs aus den eigenen Reihen decken. Die Ausbildungsangebote der AggerEnergie erfreuen sich großer Beliebtheit, sodass auch die Plätze für den Ausbildungsstart im Jahr 2024 bereits erfolgreich besetzt werden konnten.

2023 waren durchschnittlich 16 Auszubildende in den Ausbildungsberufen Anlagenmechaniker*in, Elektroanlagenmonteur*in, Mechatroniker*in, Industriekauffrau/-mann beschäftigt sowie ein Studierender im Rahmen eines Kombistudiums "Bachelor of Art - Business Management" (inkl. Ausbildung Industriekauffrau/-mann) und eines dualen Studiengangs "Wirtschaftsingenieurwesen". AggerEnergie fördert die Vernetzung ihrer Auszubildenden in der Region und beteiligt sich an sozialen Gemeinschaftsaktionen, um die Einrichtungen in den Gesellschafterkommunen mit tatkräftiger praktischer Hilfe zu unterstützen.

Ein guter Einstieg ins Unternehmen wird mit einer speziellen Einführungswoche für Auszubildende und einem individuell zusammengestellten Einführungsplan für neue Mitarbeitende gewährleistet. AggerEnergie betreibt qualifizierte Personalentwicklung durch ein strukturiertes Kompetenzmanagement für Mitarbeitende und Führungskräfte. Durch eine Verzahnung verschiedener Instrumente wird nach Durchlaufen eines Kompetenzbedarfszyklus und eines Beurteilungszyklus das Delta zwischen Soll- und Ist-Kompetenzen durch spezifische Entwicklungsmaßnahmen sukzessive geschlossen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Energieversorgung in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2023 aufgrund der anhaltenden geopolitischen Konflikte und der weiterhin hohen Energiepreise deutlich abgekühlt. Vor allem die reduzierten Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates haben dazu geführt, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 % verringert hat.

Bedingt durch die schwächelnde Wirtschaft ist der Primärenergieverbrauch in Deutschland 2023 auf ein historisches Tief gefallen. Nach aktuellen Berechnungen liegt ein Rückgang des Verbrauchs von 7,9 Prozent auf 10.791 Petajoule (PJ) beziehungsweise 368,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) vor, was den niedrigsten Stand seit 1990 darstellt. Den größten Einfluss auf den Rückgang des Energieverbrauchs hatten die Produktionsrückgänge der energieintensiven Industriezweige.

Die Durchschnittstemperatur erreichte in Deutschland 2023 mit 10,6 °C einen neuen Rekordwert, dieser hatte jedoch nur einen geringen Einfluss auf den Energieverbrauch. Witterungsbereinigt hätte sich der Energieverbrauch nur um etwa 7,4 Prozent vermindert. Der Erdgasverbrauch verringerte sich 2023 in Deutschland um 4,3 % auf 2.641 PJ (90,1 Mio. t SKE). Der Gesamtstromverbrauch sank auf 494,2 Mrd. kWh. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wuchs um etwa 5 %. Erstmalig erreicht der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch die 50-Prozent-Marke.

Der Strompreis eines Musterhaushalts in Deutschland setzte sich 2023 aus rund 27 % Steuern und Abgaben, 52 % Strombeschaffung und Vertrieb sowie 21 % regulierten Netzentgelten und Messung zusammen. Der Anteil gesetzlicher Abgaben und Steuern beim Erdgaspreis betrug rund 18 %, die Energiebeschaffung und der Vertrieb rund 70 %, Kosten für Netzentgelte und Messung beliefen sich auf 12 %.

2. Geschäftsentwicklung 2023

Die Geschäftsführung steuert die Gesellschaft im Wesentlichen anhand der finanziellen Leistungsindikatoren "Vertriebsrohmarge" in den einzelnen Sparten, "Betriebsergebnis (EBIT)" und "technische Investitions-Budgets". Maßgeblich für die Vertriebsrohmargen sind prognostizierte Verkaufsmengen, prognostizierte Verkaufspreise, Einkaufspreise und Netznutzungsentgelte.

Absatz- und Preisentwicklung in der Sparte Strom

2023 wurden an Endkunden 397 GWh (-8 % gegenüber dem Vorjahr) verkauft, die Absatzmenge lag aufgrund vieler Kündigungen um 9 % unter der Planmenge. Der Absatz an Privat- und kleinere Gewerbekunden sank um 16 % gegenüber dem Vorjahr und liegt deutlich unter dem Planwert. Die sehr hohen Beschaffungskosten für das Lieferjahr 2023 führten zu weiteren Preiserhöhungen. Das Netto-Preisniveau stieg in 2023 insgesamt um rund 54 % auf 32,0 ct/kWh.

Der Absatz an große Geschäftskunden lag auf dem Niveau des Vorjahres.

Absatz- und Preisentwicklung in der Sparte Erdgas

Der Gasverkauf an Endkunden war 2023 immer noch in besonderem Maße durch die Auswirkungen des Ukrainekriegs geprägt. Durch vielfache Energie-Einspar-Appelle und der hohen Kundenverluste kam es zu einem leichten Rückgang des periodengerechten Verbrauchs in den Haushalten und bei kleinen Gewerbekunden in Höhe von 4,3 %. Der Gesamtabsatz inklusive periodenfremder Absatzmengen aus den Vorjahren liegt mit 694 GWh nur um 0,4 % unter dem Vorjahr, der Planwert wurde um 16 % unterschritten. Die Verkaufspreise in den Standardverträgen mussten nicht angepasst werden. Ein bedeutender Teil der Haushalts- und Gewerbekunden befand sich in den sogenannten STABIL-Verträgen, die ein Preisversprechen für 12 bzw. 24 Monate beinhalten. Bei vielen dieser Verträge liefen die günstigen Preisversprechen aus und die Verträge mussten nach oben angepasst werden.

Bei den Geschäftskunden ist ein Anstieg des Mengenabsatzes um 24 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, mit 225 GWh wurde der Planwert um 9 % überschritten.

Absatz- und Preisentwicklung in den Sparten Wasser und Wärme

Der Wasserverbrauch in den Gemeinden Engelskirchen und Marienheide sank 2023 um 2 % auf 1.347 Tm 3 , und liegt damit um 6 % unter dem Niveau des Planwertes. Es ist davon auszugehen, dass die anhaltenden Einspar-Appelle im Energiebereich, die Kunden auch weiterhin zur Wassereinsparung bewegt haben. Die Wasser-Verkaufspreise blieben trotz gestiegener Bezugskosten 2023 unverändert.

Der Absatz in der Sparte Wärme wurde ähnlich wie in der Sparte Erdgas stark durch die anhaltenden Einspar-Appelle beeinflusst und sank auch witterungsbedingt um 7 % auf 12 GWh. Der Planwert wurde wegen verzögerter Fertigstellung von Anlagen aber auch durch fehlende geplante Projektumsetzungen deutlich um 20 % unterschritten. Die durchschnittlichen Verkaufspreise stiegen aufgrund der Weitergabe höherer Gasbeschaffungskosten um 90 % auf 25,1 ct/kWh gegenüber dem Vorjahr stark an.

Ertragslage

Von den Umsatzerlösen (einschließlich der Strom-/Energiesteuer) in Höhe von 339,7 Mio. EUR entfallen 167,2 Mio. EUR auf die Sparte Strom und 157,4 Mio. EUR auf die Sparte Erdgas. Die übrigen Umsatzerlöse von 15,1 Mio. EUR resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Wasser und Wärme, aus Betriebsführungen und sonstigen technischen und kaufmännischen Dienstleistungen und Aufträgen.

Die Umsatzerlöse nach Abzug der Strom-/Energiesteuer, die Bestandsveränderungen, die aktivierten Eigenleistungen und die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 114,8 Mio. EUR (52,8 %) auf 332,3 Mio. EUR. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den erforderlichen Preiserhöhungen in den Sparten Strom- und Gasvertrieb. Der Materialaufwand stieg zum Vorjahr um 103,7 Mio. EUR (63,9 %) auf 266,0 Mio. EUR, hauptsächlich wegen des stark verteuerten Energieeinkaufs.

Die weiteren betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr in Summe um 3,1 Mio. EUR (7,6 %) auf 44,1 Mio. EUR, der Planwert wurde um 2 % unterschritten. Einen Anstieg verzeichneten insbesondere die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund deutlich gestiegener Wertberichtigungen auf Forderungen sowie gestiegener Konzessionsabgaben.

Das Betriebsergebnis stieg um 8,0 Mio. EUR (56,6 %) auf rund 22,1 Mio. EUR, der Planwert wurde um 22 % übertroffen. Haupteffekt sind positive Ergebnisbeiträge aus der Optimierung der Strom- und Energiebeschaffung, die in Form einer Bonuszahlung nach Ende des Kalenderjahres ausgezahlt wurden.

Das Finanzergebnis betrug -1,8 Mio. EUR nach -1,2 Mio. EUR im Vorjahr. Die Veränderungen liegen hauptsächlich im Zinsaufwand gegenüber Kreditinstituten infolge der hohen Darlehensaufnahmen Ende 2022 und in 2023.

Das Ergebnis vor Steuern stieg um 7,3 Mio. EUR auf 20,2 Mio. EUR. Gegenüber dem Jahr 2022 wurden mit 6,9 Mio. EUR rund 2,0 Mio. EUR mehr Steuern bezahlt. Der Jahresüberschuss ist um 5,4 Mio. EUR (68,0 %) gegenüber dem Vorjahr gestiegen und beträgt 13,4 Mio. EUR. Der Planwert des Jahresüberschusses wurde um 36 % übertroffen.

Investitionen und Finanzierung

In Sachanlagen investiert wurden 2023 insgesamt 25,4 Mio. EUR, im Wesentlichen in den Ausbau und die Ertüchtigung der bestehenden Versorgungsanlagen für Strom, Gas, Wasser und Wärme. Außerdem entfallen davon 8,4 Mio. EUR auf den Kaufpreis für das Stromnetz des Stadtgebiets Waldbröl. Der Planwert wurde um rund 11 % unterschritten. Hauptgrund hierfür ist die verzögerte Fertigstellung von geplanten Wärmeerzeugungsanlagen.

AggerEnergie hat im Geschäftsjahr 2023 Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 25,2 Mio. EUR und aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 18,7 Mio. EUR erzielt. Demgegenüber stehen Mittelabflüsse für Investitionen in Höhe von 25,3 Mio. EUR. Der Finanzmittelbestand zum 31.12.2023 ist positiv und weist einen Wert in Höhe von 21,0 Mio. EUR aus. Im Vergleich zum Vorjahr ist er um 18,5 Mio. EUR höher und umfasst auch das Konzernverrechnungskonto bei der Stadtwerke Köln GmbH, über das im Wesentlichen die kurzfristige Liquidität gesteuert wird. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist 2023 deutlich niedriger als im Vorjahr und bewegt sich auf dem Niveau des Mittels der Jahre 2021 und 2020. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit ist um 11,7 Mio. EUR höher als 2022, hauptsächlich wegen des Kaufs des Stromnetzes im Stadtgebiet Waldbröl. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit stieg in einer Höhe von 32,3 Mio. EUR durch die Aufnahme neuer Kredite in Höhe von 32,5 Mio. EUR. Die AggerEnergie ist im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage gewesen, ihren Zahlungsverpflichtungen in voller Höhe nachzukommen.

Im bestehenden Stromnetz wurden 2023 insgesamt 37 km Stromversorgungsleitungen erneuert oder erweitert und 247 neue Stromhausanschlüsse erstellt. Die Verteilungsanlagen bestanden zum 31.12.2023 aus 1.450 Ortsnetzstationen, 1.482 km Mittelspannungsleitungen, 2.881 km Niederspannungsleitungen und 62.637 Stromhausanschlüssen. Daneben unterhält AggerEnergie im Auftrag der Kommunen ein 1.313 km langes Straßenbeleuchtungsnetz mit 21.899 Leuchten.

In der Sparte Erdgas wurden 6 km Leitungen verlegt und 68 neue Hausanschlüsse erstellt. Das Gasleitungsnetz umfasst einschließlich der Hausanschlussleitungen 1.802 km, 38.946 Hausanschlüsse und 13 Übernahmestationen, die im Verbund mit 107 Ortsregelanlagen stehen.

Das Wasserleitungsnetz umfasst 286 km. 2023 wurden 4 km Leitungen erneuert oder erweitert und 47 neue Hausanschlüsse erstellt.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme der AggerEnergie betrug zum 31.12.2023 223,3 Mio. EUR (+29 %), der Anstieg ist neben den Zugängen bei den Sach- und Finanzanlagen (+14,6 Mio. EUR) durch die höheren Forderungen (+ 34,1 Mio. EUR) bedingt. Der Anteil des Sachanlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 68 %. Mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von 31 % verfügt die AggerEnergie weiterhin über eine solide Kapitalausstattung. Das Sachanlagevermögen ist durch Eigenkapital und empfangene Baukostenzuschüsse zu 49 % gedeckt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 30,0 Mio. EUR angestiegen. Zur Sicherung günstiger Zinskonditionen wurde 2022 frühzeitig ein Darlehensvertrag mit der Deutsche Kreditbank AG (DKB) über 15 Mio. EUR geschlossen, die Inanspruchnahme erfolgte allerdings erst Anfang 2023. Zudem wurden weitere Darlehen Mitte 2023 mit der Deutsche Kreditbank AG (DKB) und der Sparkasse Gummersbach über 8,6 Mio. EUR und 8,9 Mio. EUR zur Finanzierung der Investitionen insbesondere in die Netze aufgenommen.

Die gesamten Verbindlichkeiten sind in 2023 um 38,0 Mio. EUR angestiegen und belaufen sich auf 82,8 Mio. EUR.

Tätigkeitsabschluss 2023

Um Diskriminierung zu vermeiden, haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen jeweils getrennte Konten zu führen und für jede ihrer Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG einen gesonderten Tätigkeitsabschluss aufzustellen. Die Tätigkeitsabschlüsse sind mit dem geprüften Jahresabschluss beim elektronischen Bundesanzeiger zur Veröffentlichung einzureichen.

Mit ihren Tätigkeitsabschlüssen für das Geschäftsjahr 2023 erfüllt die AggerEnergie GmbH die Berichtspflicht nach § 6b EnWG. In der Rechnungslegung führen wir jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Gasverteilung, für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors sowie für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors.

Die Ergebnisse der Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung der AggerEnergie werden von Erträgen aus der Verpachtung ihrer Strom- und Gasnetze, von Abschreibungen auf die Netze und Anlagen sowie von der Weiterberechnung der Konzessionsabgabe geprägt. Die Gesamtleistung der Tätigkeit Elektrizitätsverteilung betrug 2023 29,3 Mio. EUR (Vj. 27,8 Mio. EUR), der Jahresüberschuss betrug 2,1 Mio. EUR (Vj. 2,3 Mio. EUR). In der Tätigkeit Gasverteilung wurde bei einer Gesamtleistung von 16,3 Mio. EUR (Vj. 17,6 Mio. EUR) ein Jahresüberschuss von 3,3 Mio. EUR (Vj. 3,4 Mio. EUR) erwirtschaftet.

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 betrug die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung 68,5 Mio. EUR (Vj. 57,6 Mio. EUR), dies entspricht rund 30,7 % (Vj. 33,2 %) der Bilanzsumme der AggerEnergie. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres im Wesentlichen durch den Erwerb des Stromnetzes in Waldbröl um 10,6 Mio. EUR auf 68,0 Mio. EUR.

Die Bilanzsumme der Tätigkeit Gasverteilung steuert mit 43,5 Mio. EUR (Vj. 41,2 Mio. EUR) einen Anteil von rd. 19,5 % (Vj. 23,7 %) zur Bilanzsumme der AggerEnergie bei. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um 1,9 Mio. EUR auf 42,2 Mio. EUR.

In den Unternehmenstätigkeiten "Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors" bzw. "Andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors" werden jeweils die Strom- bzw. Gasbeschaffung und der Strom- bzw. Gasvertrieb erfasst. Den "Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" werden neben den Wasser- und Wärmeaktivitäten die Betriebsführungen und alle technischen und kaufmännischen Dienstleistungen zugeordnet.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Aufgrund der turbulenten Preisentwicklung auf den Strom- und Gasmärkten im Zeitraum 2022/2023 und durch die Einflüsse des Ukrainekriegs hat die AggerEnergie in 2023 ein hohes Preisniveau im Markt erreicht. Dies führte im Geschäftsjahr 2023 zu einer hohen Kündigungsquote im Bereich der Privatkunden. Dies hat sich auch im Jahresüberschuss widergespiegelt, wo die Ergebnisbeiträge im Bereich Vertrieb Strom niedriger ausfielen. Periodenfremde Effekte und Kundenverluste in der Sparte Vertrieb Gas konnten durch die verbesserte Marge im Vergleich zum Vorjahr kompensiert werden. Hinzu kamen operative Belastungen durch die staatlichen Preisbremsen, viele Wechselvorgänge durch die Umsetzung gesetzlicher Änderungen und durch einen preisbedingt höheren Beratungsbedarf unserer Kunden mit einer stark gestiegenen Anzahl der Kundenkontakte und Bearbeitungsrückstände. Aufgrund des Optimierungsbonus der RET für das Jahr 2023 ist das Jahresergebnis besser als geplant.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Wirtschaftliche Situation

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage geht von einer leichten Erholung der deutschen Volkswirtschaft im Verlauf des Jahres 2024 aus. Obwohl die geopolitische Lage und die restriktive Geldpolitik weiterhin Belastungen darstellen werden, wird der Rückgang der Inflation in Verbindung mit den großzügigen Lohnabschlüssen voraussichtlich zu einer Erhöhung des privaten Konsums führen.

Für 2024 rechnet der Sachverständigenrat mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 0,7 %, im Euro-Raum wird ein BIP-Wachstum von 1,1 % erwartet. In Deutschland wird für das Jahr 2024 eine Reduzierung der Inflation auf 2,6 % prognostiziert.

Die Prognose birgt jedoch einige Abwärtsrisiken. Faktoren wie eine ausbleibende Erholung in China, eine Verschärfung der weltweiten politischen Lage, erneute Anstiege der Energiepreise, eine stärkere Dämpfung der Nachfrage durch die Geldpolitik oder eine Zurückhaltung der Verbraucher beim Ausgabeverhalten könnten das Wachstum beeinträchtigen. Die langsame und ungewisse wirtschaftliche Entwicklung wird den Primärenergieverbrauch möglicherweise auf einem niedrigen Niveau halten. Solange keine langanhaltende, extrem kalte Wetterlage eintritt, ist die Gefahr einer bedrohlichen Gas-Mangellage nicht wahrscheinlich.

Energie- und Wasserversorgung in der Region

Es wird 2024 ein weiter verschärfter Wettbewerb erwartet, da die Spotmarkt-Beschaffungskosten seit Längerem fallen und Marktteilnehmer sich kurzfristig zu günstigeren Konditionen eindecken können. AggerEnergie setzt dagegen auf Verlässlichkeit auch bei schwierigen Marktverhältnissen, die kurzfristig agierende Marktteilnehmer häufig nur mit Kündigung ihrer Kunden beantworten können, die dann von AggerEnergie im Rahmen der Ersatzversorgung aufgefangen werden.

Alle jährlich abgerechneten Kunden, die Strom von AggerEnergie beziehen, erhalten auch 2024 ausschließlich 100 % Ökostrom. Zusätzlich kann sich der Kunde mit unserem heimatstrom pur für 100 % Ökostrom ausschließlich aus unserer Region entscheiden. Für einen geringen Mehrpreis kann der Ökostrom individualisiert und aus konkreten Erzeugungsanlagen zusammengestellt werden.

Regionale und ökologische Energieprojekte

Wir erwarten durch die verstärkten politischen und unternehmerischen Anstrengungen, die Energiewende und den Klimaschutz umzusetzen eine weiter steigende Nachfrage nach privat und gewerblich genutzten Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeichern. AggerEnergie bietet den Kunden alle Leistungen aus einer Hand an und setzt ihre Tochtergesellschaft AggerService GmbH für die praktischen Leistungen ein.

Trotz dem Ende der staatlichen Umweltprämie bieten viele Hersteller für die entfallene staatliche Förderung höhere Nachlässe oder senken die Listenpreise insgesamt. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und privater Lade-Infrastruktur hat nach dem Wegfall der staatlichen Förderung stark nachgelassen, jedoch kommen immer mehr attraktive Fahrzeugmodelle auf den Markt und die Batterietechnik und -wirtschaftlichkeit wird laufend verbessert. Der Trend vieler Unternehmen, ihren Fuhrpark auf Elektro- oder Hybridfahrzeuge umzustellen, hält an, ebenso wie das Angebot einiger Arbeitgeber an ihre Mitarbeiter, die privaten Fahrzeuge auf dem Gelände des Arbeitgebers laden zu können. Wir erwarten daher für unsere WallBox-Pakete eine steigende Nachfrage im Geschäftskundenbereich und gehen von gleichbleibender Nachfrage im Privatkundenbereich aus. Die Anzahl der Ladevorgänge an den im Versorgungsgebiet durch AggerEnergie betriebenen öffentlichen Ladesäulen wird weiter zunehmen.

Wegen der wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile für Eigentümer und Mieter erwarten wir eine weitere Zunahme von Mieterstrom- und Quartiers-Projekten, die AggerEnergie an den Start bringt. Den ab 2020 gesetzten Fokus auf das Thema "Nachhaltigkeit" wird AggerEnergie 2024 weiter fortsetzen. Unser bereichsübergreifend zusammengesetztes Mitarbeiterteam wird hierfür alle relevanten Ideen und konkreten Maßnahmen vorantreiben. Auftakt bildete der Strategieworkshop im Jahr 2023 auch zum Thema Nachhaltigkeit.

Zurzeit werden zusammen mit der RheinEnergie Flächen für Windkraftanlagen und Freiflächen-PV-Anlagen ermittelt. Dabei konnten bereits für Freiflächen-PV-Projekte 30 ha gesichert werden. In Zusammenarbeit mit betroffenen Stakeholdern sollen Projekte gemeinsam entwickelt werden.

Investitionen und Finanzierung

Für das Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen von insgesamt 20,6 Mio. EUR geplant. Die Investitionen dienen hauptsächlich der Versorgungssicherheit durch Ertüchtigung und Erweiterung der Verteilungsanlagen und der Errichtung von Energie- und Wärmeerzeugungssystemen. Dabei entfällt auf die Stromversorgung und -erzeugung rund 10,0 Mio. EUR, auf die Gasversorgung 3,5 Mio. EUR, auf die Wärmeversorgung 2,1 Mio. EUR für teils auch noch nicht gesicherte Projekte und auf die Wasserversorgung 1,8 Mio. EUR.

Wir erwarten für 2024 die bauliche Fertigstellung und den Bezug des Betriebsgebäudes am technischen Standort Gummersbach-Dieringhausen.

Es ist geplant, die Investitionen teils durch Bankdarlehen zu finanzieren. Der Wirtschaftsplan sieht hierfür einen Betrag in Höhe von 6,1 Mio. EUR vor.

Gesellschafter und Beteiligungen

Die zum Konzern der Stadtwerke Köln GmbH gehörende RheinEnergie AG und die zum E.ON- Konzern gehörende Westenergie AG haben die Neuordnung der Energieversorgung im Rheinland in 2023 umgesetzt. Ab diesem Zeitpunkt wird die AggerEnergie GmbH neben der fortgeführten Vollkonsolidierung im Konzern der Stadtwerke Köln GmbH nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) parallel auch vollkonsolidiert im Konzern der E.ON SE nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS).

Mit ihren Gesellschafterkommunen hält AggerEnergie unter dem Titel "Zukunftsthemen" weiterhin einen engen Austausch, um ihre Leistungspalette mit den kommunalen Herausforderungen im Bereich der baulichen Entwicklung, der Energieversorgung, der Mobilität und des Klimaschutzes eng zu verzahnen und die Aufstellung als Gemeinschaftsstadtwerk mit Leben zu füllen. 2024 wird das Format Kommunaler Energiedialog nur mit unseren Gesellschafterkommunen weiter fortgeführt. Der zusammen mit der Universität Wuppertal für alle Gesellschafterkommunen erstellte Wärmeatlas wird auch in 2024 Themenschwerpunkt sein. Ziel ist es, 2024 für alle Gesellschafterkommunen der AggerEnergie den Auftrag für eine kommunale Wärmeplanung zu erhalten und durchzuführen. Diese Planung wird für Kommunen ab 2026 verpflichtend sein. Hier ist AggerEnergie Vorreiter und zeigt die innovative Stärke als Gemeinschaftsstadtwerk.

Für die in Kooperation mit RheinEnergie angestrebten Freiflächen-PV-Projekte soll eine gemeinsame Gesellschaft gegründet werden, welche die Projekte baut und betreib.

Prognose finanzieller Leistungsindikatoren

Für das Jahr 2024 wird ein Stromabsatz von rund 423 GWh und ein Gasabsatz von rund 914 GWh erwartet. Der Wasserabsatz in den Gemeinden Engelskirchen und Marienheide wird für 2024 mit rund 1.429 Tm 3 geplant.

Die Beschaffungspreise für Strom und Gas sind für das Lieferjahr 2024 gesunken. Ob dieser Trend stabil ist, kann wegen der komplexen Einflussfaktoren nicht vorhergesagt werden.

Zum 01.01.2024 konnte der Strompreis bei fast allen Tarifen gesenkt werden. Der Arbeitspreis für die Grundversorgung konnte um rd. 10 ct/kWh brutto gesenkt werden. Daneben fand eine Anhebung des Grundpreises um 15 EUR pro Jahr statt. Zum 01.04.2024 werden außerdem die Verbrauchspreise für fast alle Gastarife gesenkt. Die Strompreis- und Gaspreisbremsen fielen zum 01.01.2024 weg, die Anhebung der Mehrwertsteuer im Gas von 7 % auf 19 % wird für den 01.03. oder 01.04.2024 erwartet. Die kalkulierten Strom- und Gaspreise werden im Hinblick auf die Kundenentwicklung, die Entwicklung bei den Netzentgelten, Umlagen, Abgaben, Steuern und bezüglich der Entwicklung des Produktportfolios laufend bewertet und ggf. angepasst.

In der Sparte Wärme werden die Absatzpreise individuell aufgrund der gesunkenen Beschaffungspreise angepasst. Eine Preiserhöhung in der Sparte Wasser wurde zum 01.01.2024 durchgeführt.

Durch die beschlossene Energiewende, durch verstärkte Anstrengungen der aktuellen Bundesregierung und durch den Wunsch nach Substitution importierter Brennstoffe im Zuge des Ukrainekriegs und der Energieverteuerung wird der Ausbau regenerativer Energieerzeugung dezentral weiter zunehmen. Dies führt zu einem weiteren Rückgang der Verkaufsmengen und steigert die Attraktivität von teil-autarken Quartierlösungen.

Ergebniserwartung

Der aus Sicht Oktober/ November 2023 aufgestellte Wirtschaftsplan, unterstellte eine allgemeine Inflationsrate von 2,0 % sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 %. Gegenüber dem Basisjahr 2022 wurden Kundenverluste in Höhe von -8,4 % in der Sparte Strom und -7,6 % in der Sparte Gas geplant. Aufgrund der angesetzten Prämissen ergibt sich für das Jahr 2024 ein geplanter Jahresüberschuss in Höhe von 10,8 Mio. EUR.

Auf die Auswirkungen, der sich nach Redaktionsschluss zur Erstellung der Wirtschaftsplanung ergebenden zusätzlichen Chancen und Risiken, wird auf die Hinweise im Abschnitt 2 des Chancen- und Risikoberichts verwiesen.

Prognose nichtfinanzieller Leistungsindikatoren

Wegen vieler telefonischer und schriftlicher Kundenanfragen und Wechselvorgänge erwarten wir weiterhin Bearbeitungsrückstände und Wartezeiten, die zu Kundenunzufriedenheit führen können. Auslöser sind insbesondere die Energiepreisentwicklung und das Auslaufen der Strom- und Gaspreisbremsen, die einen höheren Beratungs- und Prozessaufwand nach sich ziehen. AggerEnergie optimiert aktuell mit externer Beraterunterstützung den IT-Einsatz bei Bearbeitung und Reporting aller Eingangskanäle und den Einsatz von Fremddienstleistern. Dies wird im Laufe des Jahres zu einer Entspannung bei operativen Arbeiten und zu reduzierten Rückständen führen. Gleichwohl rechnen wir weiter mit einer überdurchschnittlichen Belastung unserer Fachkräfte, die mit einem erhöhten Krankenstand verbunden sein wird.

2. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement, Qualität und Innovation

Das Risikomanagement der AggerEnergie ist in alle wesentlichen unternehmerischen Entscheidungs- und Geschäftsprozesse integriert. Mittels IT-Unterstützung und regelmäßiger Integration der Geschäftsführung und der Bereichsverantwortlichen in die Aktualisierung des Risikoportfolios ist eine laufende und sachgerechte Identifikation und Überwachung der Risiken sichergestellt. Einzelrisiken werden nach Brutto-Schadenspotential, Ereigniswahrscheinlichkeit und Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen unter der Berücksichtigung von Schwellenwerten bewertet. Jedes Risiko ist einem eindeutigen Verantwortlichen zugeordnet. Die Abwicklung des Risikomanagements ist über eine Verfahrensanweisung Bestandteil des durch den TÜV Nord zertifizierten Qualitätsmanagementsystems der AggerEnergie, dessen Einhaltung und Weiterentwicklung jährlich durch ein internes und ein externes Audit in allen Abteilungen sichergestellt wird. Auch 2023 hat AggerEnergie die jährlich durchgeführten Audits des TÜV Nord erfolgreich absolviert (Wiederholungsaudit nach DIN EN ISO 9001:2015/1 und Überwachungsaudit nach DIN EN ISO 50001:2018). Die Vorbereitungen auf eine künftig erforderliche Zertifizierung im Rahmen der ISO 27001 für die Erbringung von Dienstleistungen im Netzbetrieb laufen derzeit.

Die Prozesse der Energiebeschaffung und des Vertriebs sind darüber hinaus in einem ständig weiterentwickelten, separaten Risikohandbuch dokumentiert. Außerdem werden jährlich ausgewählte Geschäftsprozesse durch eine externe Revision einer intensiven Prüfung unterzogen. 2024 wird zudem eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, die 2023 aus Projekten zur Transparenz bei Preisen, Margen und Energiemengen, sowie zur Beschaffungsoptimierung erarbeitet wurden.

Die Entwicklung bei Wechselkunden, die Akquise von Neukunden und die Performance von Produkten wird einem engen Monitoring unterzogen. Zur Unterstützung wird 2024 ein IT-Tool zur Datenanalyse und Visualisierung eingeführt, das Entscheidungsprozesse vereinfacht und beschleunigt. Wegen hoher Marktpreise und langfristiger Beschaffung sind die preislichen Spielräume allerdings auch 2024 eingeschränkt.

Dem Risiko des Forderungsausfalls begegnet AggerEnergie durch Bonitätsprüfungen und durch stringentes Forderungsmanagement. Energiebezugsrisiken werden durch die Kooperation mit der RheinEnergie Trading GmbH reduziert.

Risiken im technischen Betrieb der Versorgungsnetze und Erfordernisse aus den Vorgaben der behördlichen Netzregulierung werden durch die Instandhaltungs-Optimierung im Rahmen der Verpachtung der Verteilnetze und durch Zielvorgaben der AggerEnergie minimiert. Die mittelfristige Auswirkung der von behördlicher Seite vorgesehenen Reduzierung von Nutzungsdauern im Gasnetz sind im Blick. Gegen Zinsänderungsrisiken sichert sich AggerEnergie teilweise durch den Abschluss von Zinsswapgeschäften ab, die zu festen Zinssätzen für die gesamte Laufzeit der Darlehensverbindlichkeiten führen.

Neue Geschäfts- und Produktideen werden in einem aus Mitarbeitern aller Abteilungen und Führungsebenen zusammengesetzten Innovationskreis ("Think-Tank") entwickelt und dabei auch moderne Techniken und Werkzeuge für Lösungskonzepte eingesetzt und getestet. Ein verstärkter Fokus auf Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz wird durch die neu geschaffene "Arbeitsgruppe Kl" gelegt. Die laufende Überwachung der Servicequalität wird durch einen zentralen Qualitäts- und Servicemanager organisiert, ein Schwerpunkt wird auf der Beseitigung von Ursachen für Kundenbeschwerden liegen.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Veränderung der weltweiten wirtschaftlichen Lage durch geänderte politische Verhältnisse oder Abhängigkeit von Rohstoffen und Energielieferungen wird durch die Folgen des Ukrainekriegs und des zunehmenden Ost-West-Konflikts weiter voranschreiten. Die deutliche Verteuerung von Energie und die steigende Inflation wird die Kaufkraft und Nachfrage einerseits dämpfen. Die Transformation der Wirtschaft und Wiederansiedlung von Produktionszweigen in Europa, um sich von Ländern mit nicht-demokratischen Regierungsformen unabhängiger zu machen, wird andererseits die wirtschaftliche Situation im produzierenden Sektor verbessern. Wir gehen davon aus, dass auch die Unternehmen in unserer Region davon mittelfristig profitieren können und ihren Energiebedarf insgesamt stabil halten werden. Der allgemeine Preisanstieg, Beschaffungsschwierigkeiten bei Rohstoffen und Vorerzeugnissen sowie der aktuelle Fachkräftemangel werden aber auch einige Firmeninsolvenzen nach sich ziehen. Für den Ausbau der dezentralen Energie- und Wärmeerzeugung bei unseren Kommunen und Geschäftskunden sehen wir dagegen ein breites Spektrum und gute Möglichkeiten, unsere Ingenieurleistungen, unsere Infrastruktur-Kompetenz und unsere Serviceleistungen zu vermarkten. Aus diesem Grund wird sich AggerEnergie 2024 weiter als Dienstleiter für die kommunale Wärmeplanung bei ihren Gesellschafterkommunen positionieren.

Die Möglichkeit eines temporären Lieferstopps oder einer weiteren Verknappung des zur Verfügung stehenden Erdgases ist für den Winter 2024/2025 nicht in Sicht.

Wegen des weiterhin hohen Niveaus der Heizkosten wird im privaten Bereich mit einer zunehmenden Tendenz zum Energiesparen gerechnet, daneben werden nicht-leitungsgebundene Heizsysteme zur teilweisen Substitution der klassischen Energiebelieferung führen. Die fehlenden Verkaufsmengen werden zu reduzierten Margen führen. Durch verstärkte Migration sowie durch Zuwanderung von Kriegsflüchtlingen und ausländischen Fachkräften wird andererseits eine Kompensation des Rückgangs erwartet. Weitere politische Eingriffe in die Energiekosten werden erwartet, können aber noch nicht quantifiziert werden. Wir rechnen gleichwohl mittelfristig mit höheren Zahlungsaußenständen, denen wir mit stringenten Prozessen und präventiven Maßnahmen vorbeugen.

Das Thema der Energieerzeugung (fossil oder regenerativ) sowie die politischen Entscheidungen spielen eine übergeordnete Rolle für die Preisfindung an den Energiemärkten.

Aufgrund der deutlich reduzierten Spot- und Terminmarktpreise an den Energiebörsen seit Beginn des Jahres 2023, nehmen die Wettbewerbsaktivitäten rasant zu. Diese Wettbewerber verfolgen eine andere Einkaufsstrategie und kaufen nicht wie die AggerEnergie, aufgrund der Grundversorgungsaufgabe, langfristig ein. Dies verzerrt den Wettbewerb zwischen Stadtwerken, Regionalversorgern und Discounteranbietern erheblich.

Dieser Effekt ist deutlich schneller eingetreten als die Branche erwartet hat.

Das politische Instrument der Preisbremsen läuft aus, somit entfällt die Preisdämpfung beim Kunden.

AggerEnergie trifft konkrete gegensteuernde Maßnahmen, welchedie Kündigungsraten minimieren sollen. Eine aktive Kundenrückgewinnung aber auch erste Preissenkungen sind geplant. Des Weiteren wird darüber nachgedacht, besonders gefährdete Kundengruppen in separate Tarife zu überführen. Im Rahmen der Beschaffung werden die Einkaufsmengen auch aufgrund der Energiesparkampagne der Bundesregierung bereits reduziert. Durch das Anbieten von Non-Commodity Produkten wird eine höhere Kundenbindung angestrebt. Kündigungen bei Industriekunden sind an dieser Stelle zu vernachlässigen, da es sich hier in der Regel um Laufzeitverträge handelt, die nach Beendigung der Laufzeit neu verhandelt werden.

Die genannten Risiken könnten aus heutiger Sicht für einen Ergebnisrückgang von durchaus bis zu 30 % verantwortlich zeichnen, wenn die Gegenmaßnahmen nicht erfolgreich sein werden.

Chancen sieht AggerEnergie durch ihre partnerschaftliche Verbindung als verlässlicher Versorger zu den Bürgern, Unternehmen und Institutionen der Region. AggerEnergie ist ein attraktiver Arbeitgeber mit guten Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, so dass wir auch wachsende Anforderungen mit eigenem Personal abdecken können. Gleichwohl rechnet AggerEnergie darüber hinaus mit einem zunehmenden Mangel an Fachpersonal, insbesondere im Bereich mittlerer Qualifizierung, so dass Vakanzen durch Aufgabenausweitung, altersbedingtes Ausscheiden oder sonstige Fluktuation nicht immer zeitnah adäquat besetzt werden können.

Die Geschäftsführung sieht keine Risiken, die unter Berücksichtigung von Gegensteuerungs- und Minimierungsmaßnahmen den Fortbestand des Unternehmens unmittelbar gefährden.

Hinweis

Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Lageberichtes. Sie sind deshalb mit Risiken und Ungewissheiten verbunden. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen Ergebnissen abweichen.

 

Gummersbach, 15. März 2024

AggerEnergie GmbH

Geschäftsführung

Frank Röttger

Uwe Töpfer

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag zustehenden Überwachungsfunktionen ausgeübt und die ihm obliegenden Entscheidungen getroffen.

Er hat sich während des Geschäftsjahres 2023 in zwei Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichterstattung seitens der Geschäftsführung über die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über wesentliche Geschäftsvorgänge informieren lassen. Die dem Aufsichtsrat vorgetragenen Geschäftsvorgänge, zu denen eine Zustimmung des Aufsichtsrates erforderlich ist, sowie sonstige Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung sind überprüft und mit der Geschäftsführung eingehend beraten worden.

Gegenstand der Beratungen von besonderer Bedeutung waren Änderungen im Gesellschafterkreis, die Produkt- und Preisstrategie vor dem Hintergrund der Marktentwicklung, Fragen der Energiebeschaffung, der Beitrag zur Energie- und Wärmewende sowie zur kommunalen Wärmeplanung, der Erwerb von Beteiligungen und größere Infrastruktur- Projekte.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht wurden von der als Abschlussprüfer bestellten dhpg Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Niederlassung Gummersbach, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung wurde gemäß § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz vom Abschlussprüfer ebenfalls geprüft; es ergaben sich keine Beanstandungen. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer hat ebenfalls ergeben, dass die Geschäftsführung über ein geeignetes System zur Früherkennung bestandsgefährdender Entwicklungen verfügt. Die Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern ausgehändigt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag über die Verwendung des Jahresgewinnes geprüft. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über diese Vorlagen teilgenommen, über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und für Erläuterungen zur Verfügung gestanden.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfungshandlungen und Beratungen hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht und billigt sie. Dem Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Jahresüberschusses schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in der geprüften Fassung (Bilanzsumme: 223.295.678,45 EUR; Jahresüberschuss: 13.386.741,55 EUR; Einstellung in die Gewinnrücklage: 2.886.650,21 EUR) festzustellen. Darüber hinaus empfiehlt der Aufsichtsrat, der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen.

Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit aus.

 

Gummersbach, 18. April 2024

AggerEnergie GmbH

Jörg Jansen, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Ergebnisverwendungsbeschluss

Auszug aus:

Niederschrift über die 42. Gesellschafterversammlung der AggerEnergie GmbH am 18.04.2024

In Tagesordnungspunkt 2 (Jahresabschluss zum 31.12.2023) wurden einstimmig folgende Beschlüsse gefasst:

1. Feststellung des Jahresabschlusses

Die Gesellschafterversammlung stellt den Jahresabschluss zum 31.12.2023 in der geprüften und vom Aufsichtsrat genehmigten Fassung fest (Bilanzsumme: 223.295.678,45 EUR; Jahresüberschuss: 13.386.741,55 EUR).

2. Gewinnverwendung

Die Gesellschafterversammlung beschließt die von der Geschäftsführung vorgelegte und vom Aufsichtsrat gebilligte Gewinnverwendung in folgender Form:

 

Gewinnausschüttung in Höhe von 10.500.000,00 EUR an die Gesellschafter der AggerEnergie im Verhältnis der am 31.12.2023 gültigen Beteiligung.

 

Einstellung in die Gewinnrücklage in Höhe von 2.886.650,21 EUR.

Tätigkeitenbilanz der Gasverteilung zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Gasverteilung 2023 Gasverteilung 2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.005,58 12.038,94
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.753.849,41 3.907.940,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.556.689,23 34.558.763,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 812.461,63 662.324,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.082.054,53 1.206.170,48
42.205.054,80 40.335.199,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 10.077,84 11.414,53
10.077,84 11.414,53
42.224.138,22 40.358.652,96
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 251.894,60 262.747,69
2. Waren 283.754,92 274.892,34
3. CO 2 -Zertifikate 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
535.649,52 537.640,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0,00 11.200,00
III. Forderungen ggü. UN, mit denen ein Beteiligunsgverhältnis besteht 0,00 3,47
Sonstige Vermögensgegenstände 390.910,98 94.390,44
III. Kassenbestand, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 250.753,87 144.626,90
1.177.314,37 787.860,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 50.156,34 23.919,18
D. Aktive latente Steuern 0,00 0,00
Bilanzsumme 43.451.608,93 41.170.432,98

Passiva

Gasverteilung 2023 Gasverteilung 2022
EUR EUR
A. Zugeordnetes Eigenkapital 20.586.501,03 26.607.521,20
B. Empfangene Ertragszuschüsse 0,00 0,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.126.076,59 5.985.710,85
2. Steuerrückstellungen 183.725,38 28.725,59
3. Sonstige Rückstellungen 1.582.672,04 2.382.532,72
7.892.474,01 8.396.969,16
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.436.489,05 3.773.443,18
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 183.967,11 140.074,16
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 179.181,87 -13.237,48
- davon soziale Sicherheit: EUR 16.896,31 Vorjahr: EUR 16.002,07
- davon aus Steuern: EUR 158.073,45 Vorjahr: EUR -36.975,08
12.799.638,03 3.900.279,86
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.172.995,86 2.265.662,76
Bilanzsumme 43.451.608,93 41.170.432,98

Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung der Gasverteilung für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023

Gasverteilung 2023 Gasverteilung 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.048.034,20 16.998.263,65
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.223.119,43 651.113,83
3. Gesamtleistung 16.271.153,63 17.649.377,48
4. Sonstige betriebliche Erträge 988.335,44 143.569,84
17.259.489,07 17.792.947,33
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 87.855,76 105.825,47
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.445.684,11 2.102.166,03
1.533.539,87 2.207.991,50
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.983.797,18 3.595.112,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.050.774,88 1.522.560,77
- davon für Altersversorgung: EUR 284.757,59: Vorjahr: EUR 806.626,32
5.034.572,06 5.117.673,44
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.677.578,15 2.500.283,52
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.664.004,18 2.175.682,90
9. Betriebsergebnis 5.349.794,81 5.791.315,97
10. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
- davon aus Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: EUR 0,0; Vorjahr: EUR 0,00
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.847,99 0,00
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -349.071,87 -248.544,32
15. Finanzergebnis -343.223,88 -248.544,32
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.689.639,58 2.083.870,15
17. Ergebnis nach Steuern 3.316.931,35 3.458.901,50
18. Sonstige Steuern 21.783,51 21.208,59
1.711.423,09 2.105.078,74
19. Jahresüberschuss 3.295.147,84 3.437.692,91

Tätigkeitenbilanz der Elektrizitätsverteilung zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Elektrizitätsverteilung 2023 Elektrizitätsverteilung 2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 329.396,06 210.415,10
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.867.111,23 1.659.153,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.422.934,75 54.577.243,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 366.950,64 384.377,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 977.664,09 433.398,41
67.634.660,71 57.054.172,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 3.458,36 3.787,76
3.458,36 3.787,76
67.967.515,13 57.268.375,39
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.685,36 3.464,34
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0,00 0,00
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 179.400,53
2. Sonstige Vermögensgegenstände 395.442,35 123.897,10
III. Kassenbestand, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 86.136,81 42.421,12
486.264,52 349.183,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.211,78 7.940,59
D. Aktive latente Steuern 0,00 0,00
Bilanzsumme 68.470.991,43 57.625.499,07

Passiva

Elektrizitätsverteilung 2023 Elektrizitätsverteilung 2022
EUR EUR
A. Zugeordnetes Eigenkapital 18.193.563,62 30.362.414,71
B. Empfangene Ertragszuschüsse 404.956,06 483.898,15
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse 0,00 0,00
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.102.240,61 1.987.110,46
2. Steuerrückstellungen 115.213,01 18.855,96
3. Sonstige Rückstellungen 523.916,71 456.983,67
2.741.370,33 2.462.950,09
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.024.644,98 9.674.026,15
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.112.271,62 46.501,21
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.722.355,24 8.362.235,80
- davon soziale Sicherheit: EUR 5.798,19 Vorjahr: EUR 6.944,44
- davon aus Steuern: EUR 301.111,84 Vorjahr: EUR -59.676,88
40.859.271,84 18.082.763,16
F. Rechnungsabgrenzungsposten 6.271.829,58 6.233.472,96
Bilanzsumme 68.470.991,43 57.625.499,07

Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung der Elektrizitätsverteilung für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023

Elektrizitätsverteilung 2023 Elektrizitätsverteilung 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 28.664.450,11 27.435.007,43
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 676.734,35 391.682,19
3. Gesamtleistung 29.341.184,46 27.826.689,62
4. Sonstige betriebliche Erträge 10.831,49 58.124,64
29.352.015,95 27.884.814,26
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.344,28 800,62
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.319.132,52 9.732.022,99
10.320.476,80 9.732.823,61
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.537.800,66 1.352.045,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 392.338,83 536.604,63
- davon für Altersversorgung: EUR 101.022,54; Vorjahr: EUR 274.680,01
1.930.139,49 1.888.650,17
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.043.204,05 5.542.317,14
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.664.609,42 6.210.368,21
9. Betriebsergebnis 4.393.586,19 4.510.655,13
10. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
- davon aus Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: EUR 0; Vorjahr: EUR 0,0
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.141,32 0,00
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.265.107,33 -872.287,44
15. Finanzergebnis -1.253.966,01 -872.287,44
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.059.572,83 1.367.887,10
17. Ergebnis nach Steuern 2.080.047,35 2.270.480,59
18. Sonstige Steuern 7.207,27 7.153,89
1.066.780,10 1.375.040,99
19. Jahresüberschuss 2.072.840,08 2.263.326,70

Entwicklung des Anlagevermögens der Tätigkeit "Gasverteilung" 2023 (in EURO)

Stand Anfang Berichtsjahr Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand Ende Berichtsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 675.263,31 2.809,92 2.606,75 0,00 675.466,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.320.301,34 14.775,28 -42.310,03 0,00 7.292.766,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 163.445.774,25 3.311.164,26 -28,05 115.801,55 166.641.108,91
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.977.250,91 356.442,46 10.934,99 29.367,06 4.315.261,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.206.170,48 831.281,51 44.739,73 137,19 2.082.054,53
Sachanlagen insgesamt 175.949.496,98 4.513.663,51 13.336,64 145.305,80 180.331.191,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 11.414,18 0,00 -29,83 1.306,51 10.077,84
11.414,18 0,00 -29,83 1.306,51 10.077,84
Insgesamt 176.636.174,47 4.516.473,43 10.700,06 146.612,31 181.016.735,65
Kumulierte Abschreibungen
Stand Anfang Berichtsjahr Abschreibungen des Berichtsjahres Umbuchungen Abgänge Stand Ende Berichtsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 663.224,37 5.753,26 -2.516,73 0,00 666.460,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.412.360,96 148.048,40 -21.492,18 0,00 3.538.917,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 128.887.010,52 2.304.095,05 -25,45 106.660,43 131.084.419,69
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.314.926,00 219.681,44 -4.952,32 26.855,45 3.502.799,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen insgesamt 135.614.297,48 2.671.824,89 -26.469,95 133.515,88 138.126.136,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Insgesamt 136.277.521,85 2.677.578,15 -28.986,68 133.515,88 138.792.597,44
Buchwerte
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.005,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.753.849,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.556.689,22
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 812.461,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.082.054,53
Sachanlagen insgesamt 42.205.054,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00
2. Beteiligungen 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 10.077,84
10.077,84
Insgesamt 42.224.138,21

Entwicklung des Anlagevermögens der Tätigkeit "Elektrizitätsverteilung" 2023 (in EURO)

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand Anfang Berichtsjahr Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand Ende Berichtsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.449.556,73 120.929,53 1.313,97 0,00 1.569.172,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.707.696,24 291.898,80 -45.691,36 26,59 2.953.877,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 158.775.006,48 15.745.288,24 -14,14 166.318,67 174.353.961,91
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.335.237,74 84.880,47 -53.288,24 6.532,04 1.360.297,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 433.398,41 567.135,50 -22.824,44 45,38 977.664,09
Sachanlagen insgesamt 163.251.338,87 16.689.203,01 -121.818,18 172.922,68 179.645.801,02
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 3.787,76 0,00 118,95 448,35 3.458,36
3.787,76 0,00 118,95 448,35 3.458,36
Insgesamt 164.704.683,36 16.810.132,54 -123.013,20 173.371,03 181.218.431,67
Kumulierte Abschreibungen
Stand Anfang Berichtsjahr Abschreibungen des Berichtsjahres Umbuchungen Abgänge Stand Ende Berichtsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.239.141,63 1.903,19 -1.268,59 0,00 1.239.776,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.048.543 49.482 -11.259 0 1.086.765,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 104.197.763 5.898.288 -13 165.011 109.931.027,16
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 950.860 93.531 -45.088 5.956 993.347,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0,00
Sachanlagen insgesamt 106.197.166,34 6.041.300,86 -56.359,66 170.967,23 112.011.140,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00
2. Beteiligungen 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Insgesamt 6.043.204,05 -57.628,25 170.967,23 5.814.608,57
Buchwerte
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 329.396,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.867.111,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.422.934,75
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 366.950,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 977.664,09
Sachanlagen insgesamt 67.634.660,71
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00
2. Beteiligungen 0,00
2. Beteiligungen 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 3.458,36
3.458,36
Insgesamt 67.967.515,13

Ergänzende Erläuterungen der AggerEnergie GmbH zur Rechnungslegung gemäß § 6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Erläuterungen

Gesetzliche Vorgaben

Gemäß § 6b Abs. 1 EnWG haben Energieversorgungsunternehmen ungeachtet ihrer Eigentumsverhältnisse und ihrer Rechtsform einen Jahresabschluss nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen.

Dabei umfasst die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG. Da die AggerEnergie GmbH die Voraussetzungen für Energieversorgungsunternehmen i. S. d. § 3 Nr. 18 EnWG erfüllt, finden gemäß § 114 EnWG die Entflechtungsbestimmungen des § 6b EnWG Anwendung.

Aufgrund des § 6b Abs. 3 EnWG hat die AggerEnergie GmbH, die im Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG zu einem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen verbunden ist, zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung in ihrer internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten aus den Bereichen Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung sowie für die Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors zu führen.

Tätigkeitsabschlüsse der AggerEnergie GmbH

Unter Berücksichtigung der Vorgaben durch das EnWG werden bei der Agger-Energie GmbH die folgenden zusätzlichen Tätigkeitsabschlüsse erstellt:

1. Elektrizitätsverteilung

2. Gasverteilung

Für jeden der Tätigkeitsbereiche ist gemäß § 6b Abs. 3 S. 6 EnWG jeweils eine Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen. Grundsätzlich sind die §§ 264 ff. HGB anzuwenden. Zu beachten ist, dass die ausgeübten Wahlrechte bei der Bilanzierung des Jahresabschlusses maßgebend sind für die Bilanzen der einzelnen Tätigkeitsbereiche.

Grundsätze der Zuordnung

Soweit möglich werden die wesentlichen Aktiv- und Passivposten sowie Aufwendungen und Erträge den Unternehmensaktivitäten auf Basis von Einzelkonten und Kostenstellen direkt zugeordnet.

Die verbleibenden Positionen beziehungsweise Posten werden nach betriebswirtschaftlich sinnvoll gebildeten Schlüsselgrößen verteilt.

In die einzelnen Tätigkeitsbilanzen werden die Gegenstände der Vermögens- und Schuldposten anhand direkter Kontenzuordnung, Zuordnung durch Kostenstellen und durch Schlüsselung ermittelt.

Aufwendungen und Erträge werden den einzelnen Tätigkeitsgewinn- und Verlustrechnungen zugeordnet. Im Bereich der Umsatzerlöse liegen hierfür getrennte Hauptbuchkonten vor. Für die sonstigen betrieblichen Erträge und die Aufwendungen werden keine getrennten Hauptbuchkonten geführt. Die einzelnen Tätigkeitsabschlüsse werden durch die Zusammenfassung von Hauptbuch-Segmenten ermittelt.

Die Segmente sind definiert durch eine Zusammenfassung von Kostenstellen (Aufwendungen und Erträge), welche hierarchisch und eindeutig ist. Eine Zuordnung zu den jeweiligen Tätigkeitsabschlüssen ist somit gewährleistet.

Schlüsselung

Gemäß § 6b Abs. 3 S. 5 EnWG hat eine Schlüsselung der Konten zu erfolgen, soweit eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre. Diese Schlüsselung muss sachgerecht und für Dritte nachvollziehbar sein.

Der vorgenannten Prämisse folgend werden Schlüsselungen weitgehend vermieden und beschränken sich auf diejenigen Residualgrößen, bei welchen zwischen dem Aufwand für eine direkte Zuordnung und dem hierdurch erreichten Informationsgewinn ein deutliches Missverhältnis besteht.

Gemäß dem Beschluss der Beschlusskammer 8 vom 25.11.2019 die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung" auf Energiespezifischen Dienstleistungen umgeändert.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Bilanzen für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung" sind mit den handelsrechtlich erforderlichen Angaben beigefügt. Die Tätigkeit "Elektrizitätsverteilung" enthält im Eigenkapital einen Kapitalausgleichsposten in Höhe von -5.679.882,749 € und für die Tätigkeit "Gasverteilung" ein Kapitalausgleichsposten in Höhe von 987.013,03 €.

Rückstellungsspiegel

Die Rückstellungen für Pensionen & ähnlichen Verpflichtungen werden über den sogenannten "Mitarbeiterschlüssel" in den Personalaufwendungen den Tätigkeitsbereichen zugeordnet.

Die Steuerrückstellungen werden nach dem "Ergebnisschlüssel" in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zugeordnet.

Die sonstigen Rückstellungen werden den Tätigkeitsbereichen überwiegend über den Mitarbeiterschlüssel oder direkt in den Personalaufwendungen, im sonstigen betrieblichen Aufwand und in den Umsatzerlösen zugeordnet.

Anlagenspiegel

Der Anlagenspiegel für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung" sind diesen ergänzenden Erläuterungen als Anlage beigefügt.

Restlaufzeiten der Forderungen

Die den einzelnen Tätigkeiten zugeordneten Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr.

Tätigkeiten Forderungsspiegel zum 31. Dezember 2023

31.12.2023 davon RLZ < 1 Jahr davon RLZ 1> u.< 5 Jahre davon RLZ > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Sonstige Vermögensgegenstände Gasverteilung 390.910,98 390.910,98 0,00 0,00

Tätigkeiten Forderungsspiegel zum 31. Dezember 2023

31.12.2023 davon RLZ < 1 Jahr davon RLZ 1> u.< 5 Jahre davon RLZ > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Sonstige Vermögensgegenstände Elektrizitätsverteilung 395.442,35 395.442,35 0,00 0,00

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Die den einzelnen Tätigkeiten zugeordneten Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten wie folgt:

Tätigkeiten Verbindlichkeitsspiegel zum 31. Dezember 2023

31.12.2023 davon RLZ < 1 Jahr davon RLZ 1> u.< 5 Jahre davon RLZ > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Gasverteilung 12.436.489,05 538.027,97 2.486.316,47 9.412.144,61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Gasverteilung 183.967,11 183.967,11 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Gasverteilung 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten Gasverteilung 179.181,87 179.181,87 0,00 0,00

Tätigkeiten Verbindlichkeitsspiegel zum 31. Dezember 2023

31.12.2023 davon RLZ < 1 Jahr davon RLZ 1> u.< 5 Jahre davon RLZ > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Elektrizitätsverteilung 31.024.644,98 1.685.183,10 7.228.122,65 22.111.339,23
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Elektrizitätsverteilung 1.112.271,62 1.112.271,62 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Elektrizitätsverteilung 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten Elektrizitätsverteilung 8.722.355,24 307.355,24 0,00 8.415.000,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AggerEnergie GmbH, Gummersbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AggerEnergie GmbH, Gummersbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AggerEnergie GmbH, Gummersbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Gummersbach, den 22. März 2024

dhpg Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Stamm, Wirtschaftsprüfer

Schorde, Wirtschaftsprüfer

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