Consulting architectural activities in building construction
advastore SE
Sonntagshornstraße 14, 83278 Traunstein, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Rodrigo Agustin Arias Osejo since 2/18/2025 | Board Member |
Max Dohm since 12/6/2024 | Procura |
Rupert Martin Koch since 7/8/2024 | Procura |
Marcus Dr. Englert since 3/21/2024 | Board Member |
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
advastore SETraunstein (vormals: Unterwössen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell Die advastore SE (im Folgenden: “advastore”) hat eine neuartige automatisierte Lagerlösung entwickelt und bietet diese Technologie in zwei separaten Geschäftsbereichen an. Der aktuelle Kern des Geschäftsmodells ist advastore’s Angebot als hoch automatisierter Fulfillment-Dienstleister, der umfassende Logistik- und Lagerdienstleistungen für E-Commerce-Unternehmen zur Verfügung stellt. Diese möchten ihre Auftragsabwicklung und Übergabe an die Versandunternehmen auslagern. Im Wesentlichen übernimmt advastore die Einlagerung, Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung und Übergabe an die Versandunternehmen sowie spezielle Dienstleistungen wie kundenspezifische Verpackungen oder Retourenabwicklung im Namen ihrer Kunden. advastore erhebt für diese Dienstleistungen Gebühren, die sie ihren Kunden in Rechnung stellt. Indem Unternehmen ihre Auftragsabwicklung an advastore auslagern, können sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, Kosten sparen und von der Expertise und Effizienz von advastore profitieren. Zusätzlich hat advastore, basierend auf dem positiven Kundenfeedback zur Technologie, Mitte 2024 entschieden, einen direkten Vertrieb der modularen Logistikkomponenten auszurollen. Die Lagerlösungen von advastore sind für Kunden fast jeder Größe und industrieagnostisch in ihre Logistikprozesse zu integrieren. Hierfür bietet advastore neben dem Kern, der Shuttle und Regal Technologie auch Lösungen für den Wareneingang und die Kommissionierung an. Zukünftig wird advastore beide Geschäftsbereiche parallel fortführen mit einem stärkeren Fokus auf den direkten Vertrieb der Lagertechnologie. 1.2 Entwicklung Im September 2023 hat advastore ihr erstes Fulfillment-Center in Niederaula (Hessen) mit ~16.000 m2 Fläche eröffnet und erzielte dort erste Umsätze mit ihren Kunden. Das vollautomatisierte Lagersystem (sowohl Hardware als auch Software) von advastore ist eine Eigenentwicklung. Dazu beschäftigt das Unternehmen hochqualifizierte und erfahrene Hardware- und Software-Entwickler sowie Logistiker im Fulfillment-Center. Im Jahr 2023 hat advastore einen Großteil ihrer Mittel in die Entwicklung der Technologie investiert. Insgesamt wurden T€ 16.907 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert, davon fielen in 2023 T€ 7.863 an. Die Herstellung einer selbsterstellten Fertigungsanlage für Regalböden wurde in 2023 mit T€ 2.031 aktiviert. Die Herstellungskosten der fünf Hauptbestandteile des ersten Fulfillment-Centers in Niederaula betrugen in 2023 insgesamt T€ 38.105, davon entfielen auf die Anlagenbereiche Inbound T€ 2.891, Shuttle T€ 7.921, Rack T€ 14.673, Pack T€ 9.430 und Outbound T€ 3.189. Dritte wurden nur zur Ausarbeitung von Teilthemen und nicht zur vollständigen Entwicklung selbstständiger Teile des Gesamtsystems in Anspruch genommen. 2. Steuerungssystem Im Einklang mit advastore‘s Strategie wurde ein internes Steuerungssystem errichtet und entsprechende Leistungsindikatoren definiert. Detaillierte Monatsberichte sind ein wichtiges Element des internen Management- und Kontrollsystems. Die von advastore verwendeten Finanzkennzahlen orientieren sich an den Interessen und Erwartungen der Investoren und des Managements. advastore verwendet finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren, um beurteilen zu können, wie erfolgreich das Unternehmen bei der Umsetzung der Strategie ist, und steuert hierüber. Die bedeutsamsten finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellen der Umsatz, das Ergebnis vor Steuern (EBT), der Free Cashflow, sowie die Anzahl an Mitarbeitern dar. Um die finanzielle Performance advastore’s zu steuern, werden neben der monatlichen Ermittlung der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und des Cashflows im Rahmen eines monatlichen Reporting folgende Kennzahlen ermittelt: Umsatz, Ergebnis vor Steuern (EBT) und Free Cash Flow. Zusätzlich hat advastore mit dem Go-Live des Fulfillment-Betriebs in Niederaula in 2023 die Vertriebs-Pipeline und operative Prozesskennzahlen des Fulfillment-Centers (u. a. Bestellungen pro Tag) in das monatliche Reporting aufgenommen. Die Kennzahlen werden auf Monatsbasis für den jeweils abgelaufenen Monat sowie kumuliert für das laufende Geschäftsjahr vom Vorstand an die Investoren berichtet. Dabei werden Abweichungen zur Planung systematisch analysiert. Zusätzlich werden folgende operative Kennzahlen an das Management wöchentlich übermittelt: Anzahl der in das automatische Lager neu eingelagerten Artikel pro Woche, Anzahl der in das automatische Lager eingelagerten Artikel zum Ende der Woche, Anzahl der Shuttle Fahrten pro Woche, Anzahl der ausgehenden Pakete aus dem automatisierten Lager pro Woche, Prozentsatz der pünktlichen Lieferungen pro Woche und Umsatz pro Woche. 3. Wirtschaftsbericht 3.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die Folgen der globalen Krisen belasten die deutsche Wirtschaft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland[1]. Inflation Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um +5,9% gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9% gelegen. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag somit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022[2]. Zinsen Der EZB-Rat hat im September 2023 beschlossen, die drei Leitzinssätze der EZB um jeweils 25 Basispunkte anzuheben. Dementsprechend wurde der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte, sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität mit Wirkung zum 20. September 2023 auf 4,50 %, 4,75 % bzw. 4,00 % erhöht. Bis zum Jahresende wurden die Zinsen nicht noch einmal erhöht[3]. Arbeitsmarkt Die Auswirkungen der schwachen Konjunktur waren auch auf dem Arbeitsmarkt erkennbar. So sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) im Jahresdurchschnitt deutlich gestiegen. Gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten behauptete sich der Arbeitsmarkt aber nach wie vor gut. Erwerbstätigkeit und Beschäftigung sind so hoch wie nie zuvor und auch 2023 zählte zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung. Gleichzeitig haben Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den Jahreswerten etwas zugenommen[4]. Der Mangel an (qualifizierten) Arbeitskräften ist zu einer der größten Herausforderungen für die Unternehmen in Deutschland geworden. Zu den Hauptgründen für den Arbeitskräftemangel zählen unter anderem der demografische Wandel sowie die gesunkene Attraktivität vieler Ausbildungsberufe für junge Menschen. Aus den ifo Konjunkturumfragen geht hervor, dass der Anteil der Unternehmen, die durch Arbeitskräftemangel beeinträchtigt werden, trotz schwächelnder Konjunktur im Juli 2023 leicht gestiegen ist[5]. 3.2 Branchenspezifisches Umfeld Die zunehmende Digitalisierung und die steigende Bedeutung des Online-Handels haben zu einem anhaltenden Wachstum im E-Commerce Fulfillment geführt. Insbesondere das für advastore relevante Kundensegment der kleineren und mittelgroßen E-Commerce Händler wächst dabei besonders stark: Langfristiges Wachstum des E-Commerce Markt Laut der aktuellen Statista Marktstudie vom März 2024 wird der B2C E-Commerce Markt in Deutschland in 2024 auf ca. EUR 83 Mrd. geschätzt. Es wird erwartet, dass der Umsatz bis 2029 auf EUR 122 Mrd. wächst. Das entspricht einer Wachstumsrate von ca. 8% pro Jahr. Primärer Grund für das Wachstum ist die steigende Nutzerdurchdringung. Diese wird im Jahr 2024 bei 58,2% liegen und bis 2029 voraussichtlich auf 73,4% steigen[6]. Steigende Logistikkosten Nach Angaben von McKinsey sind die durchschnittlichen Logistikkosten pro versandtem Artikel im E-Commerce (2023) seit 2010 von 5% auf 12-20% gestiegen. Gründe dafür sind die steigenden Erwartungen der Verbraucher und die zunehmende Komplexität. Es wird erwartet, dass die Logistikkosten in naher Zukunft auf bis zu 15-25% vom Umsatz steigen könnten. Grund dafür sind insbesondere auch die stark steigenden Lohnkosten in den Lagern[7]. Stärkere Fragmentierung des E-Commerce Marktes In den letzten 10 Jahren hat das Volumen an Ausgaben für digitales Marketing und die Verbreitung von E-Commerce-Plattformen dazu geführt, dass neu gegründete Unternehmen gezielte Kundensegmente effizienter erreichen. Das auch daraus resultierende Wachstum der Direct-to-Consumer-Marken hat dem E-Commerce-Volumen der kleinen- und mittleren Unternehmen (KMU) Rückenwind verliehen und bietet den Logistikanbietern weitere Chancen für Wachstum[8]. Trotz des starken Wachstums waren im E-Commerce-Fulfillment-Bereich auch Herausforderungen zu bewältigen. Die steigende Konkurrenz zwang Anbieter, ihre Dienstleistungen effizienter und kostengünstiger anzubieten. Die Kundenerwartungen an schnelle Lieferungen, effiziente Fulfillmentprozesse und eine nahtlose Kundenerfahrung (volle Integration in Kundensysteme) stellten gleichzeitig auch hohe Anforderungen an die Fulfillment-Unternehmen. Des Weiteren stellt der Arbeitskräftemangel die Fulfillment-Anbieter vor die Herausforderung, Personal für ihre Lager zu finden, und erhöht den Automatisierungsdruck. 3.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.3.1 Geschäftsverlauf Wir blicken auf ein für advastore bedeutendes Geschäftsjahr 2023 zurück. Die erste Jahreshälfte war noch geprägt von der technologischen Entwicklung und den finalen Tests der Prototypen, in der zweiten Jahreshälfte hat advastore dann ihr erstes Fulfillment-Center in Niederaula (Hessen) aufgebaut und eröffnet. Seit September 2023 erzielt advastore kontinuierlich steigende Umsätze und strebt durch die fortlaufendende Optimierung der Prozesse und Strukturen vor Ort in Niederaula ein nachhaltiges Wachstum ihres ersten Fulfillment-Centers an. Entwicklung der bedeutsamsten finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren advastore hat wie erwartet in 2023 die ersten Umsatzerlöse in Höhe von T€ 348 erzielt und gleichzeitig ihre Kräfte auf die Entwicklung und Herstellung von selbst geschaffenen Vermögensgegenständen sowie auf den weiteren Ausbau der Unternehmensstrukturen konzentriert. Die damit verbundenen Investitionen wurden durch die Aufnahme eines Gesellschafterkredits finanziert. Insgesamt wurde von der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 ein negatives Ergebnis vor Steuern (EBT) von T€ 37.419 erwirtschaftet. Der Jahresfehlbetrag ist unter anderem auf die Abschreibungen in Höhe von € 22 Mio. zurückzuführen. Die Anzahl an Mitarbeitern wurde im Q4/2023 auf 231 Personen gesteigert (in 2023 durchschnittlich 185 Mitarbeiter). 3.3.2 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 46.522. Der größte Teil der Bilanzsumme der Gesellschaft bestand aus dem Anlagevermögen (82% der Bilanzsumme) und den liquiden Mitteln (11% der Bilanzsumme). Das Anlagevermögen setzt sich zum 31. Dezember 2023 aus T€ 23.963 Sachanlagen und T€ 14.119 immateriellen Vermögensgegenständen zusammen. Die immateriellen Vermögensgegenstände bestehen zu fast 100% aus selbst geschaffen immateriellen Anlagegütern (T€ 14.114). Durch Aufnahme von Gesellschafterdarlehen erhöhten sich die langfristigen Verbindlichkeiten auf T€ 30.000 zum Ende des Geschäftsjahres 2023. Das Eigenkapital der Gesellschaft reduzierte sich um T€ 41.343 auf T€ 7.844. Die negative Entwicklung des Eigenkapitals resultierte hauptsächlich aus den Ausgaben für den Aufbau des ersten Fullfillment Centers. Ferner ist bei der Bank eine Bürgschaft in Höhe von T€ 1.058 hinterlegt. Finanzlage Die Gesellschaft verfügt weiterhin über eine moderate Liquiditätsposition und hat ihre Zahlungsverpflichtungen zu jeder Zeit erfüllt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr T€ -13.580. Die Investitionstätigkeiten bezogen sich schwerpunktmäßig auf die Schaffung der immateriellen und Herstellung der materiellen Vermögensgegenstände für den Aufbau des Fulfillment-Centers in Niederaula. Dabei geht es primär um Material, Fremddienstleistung und Maschinen für den automatisierten Fulfillment-Prozess. Aus der Kreditaufnahme flossen der Gesellschaft T€ 30.000 an zusätzlicher Liquidität zu, welche die notwendigen Investitionen finanziert hat.
Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur der Gesellschaft zeichnet sich durch eine Eigenkapitalquote von 17% aus. Die wesentliche Finanzierungsmaßnahme im Jahr 2023 war die Aufnahme von Fremdkapital in Höhe von € 30 Mio. zu einem Zins von 16,25% und einer Laufzeit bis Ende 2024. Als Sicherheit wurde das komplette Anlagenvermögen von advastore an den Kreditgeber verpfändet. Im Juli 2024 fand eine Umschuldung des Kredits von € 30 Mio. statt und die Zinsen haben sich auf 2% reduziert. Diese werden monatlich kapitalisiert - erhöhen also monatlich die Kreditsumme und reduzieren nicht die liquiden Mittel. Zusätzlich wurde die Laufzeit bis 2029 verlängert. Finanzierungsvorhaben sind primär für die Optimierung von Niederaula und die Transformation zum Verkauf der Technologie. Details sind dem Abschnitt Bestandrisiko zu entnehmen. Zum 31. Dezember 2023 betrug das gezeichnete Kapital T€ 138 und war vollständig eingezahlt. Das Grundkapital ist eingeteilt in 137.568 Stückaktien. Der auf die Stückaktien jeweils entfallende rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt € 1,00. Grundzüge und Ziele des Finanzmanagements Vorrangiges Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist es, den Unternehmenswert zu maximieren und gleichzeitig die finanziellen Risiken zu minimieren. Die bisherige Anlauf- und Aufbauphase der Gesellschaft wurde durch Kapitalerhöhungen und Kreditaufnahmen von den Investoren finanziert. Im Jahr 2024 beabsichtigt die Gesellschaft, alle verfügbaren Ressourcen und künftige Gewinne aus dem operativen Geschäft einzubehalten, um zusätzliches Kapital für das organische Wachstum der Gesellschaft bereitstellen zu können. Den zusätzlichen Kapitalbedarf durch Investitionen in Entwicklungskosten und die Transformation (siehe hierzu auch Abschnitt Kernmaßnahmen) plant die Gesellschaft vor allem über die vorhandenen liquiden Mittel sowie über neu eingesammeltes Kapital von bestehenden und ggf. externen neuen Investoren zu decken. 3.3.3 Ertragslage
Die Gesamtleistung stieg im Jahr 2023 auf T€ 31.361 (Vorjahr T€ 7.613) und setzte sich aus der Aktivierung der Eigenleistungen (99% von Gesamtleistung) und den erzielten Kundenumsätzen aus den Fulfillment-Center-Leistungen (1% von Gesamtleistung) zusammen. Die größten Aufwandsposten im Jahr 2023 betreffen den Materialaufwand mit T€ 24.023 (36% vom Gesamtaufwand 2023, 36% vom Gesamtaufwand 2022), die Abschreibungen mit T€ 22.032 (33% vom Gesamtaufwand, 13% vom Gesamtaufwand 2022) und den Personalaufwand mit T€ 14.389 (21% vom Gesamtaufwand, 33% vom Gesamtaufwand 2022). Der starke Anstieg des Materialaufwands resultiert aus dem Aufbau des Fulfillment Centers in Niederaula. Damit war auch ein starker Anstieg der Personalkosten verbunden. Der starke Anstieg der Abschreibungen resultiert vor allem aus der außerplanmäßigen Abschreibung der Sachanlagen (T€ 18.290 in 2023 vs. T€ 0 in 2022), den Abschreibungen auf immaterielle Anlagen (T€ 1.184 in 2023 vs. T€ 0,015 in 2022) und den Abschreibungen auf Sachanlagen (T€ 2.557 in 2023 vs. T€ 0.171 in 2022). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 von 18% auf 11% vom Gesamtaufwand reduziert (T€ 7.140 vs. T€ 2.736). Hier ist vor allem der Anstieg der Mietkosten um T€ 1.084 (T€ 1.381 vs. T€ 0.297) und der IT-Kosten T€ 0,878 (T€ 1.053 vs. T€ 0,175) erwähnenswert. Die Rechts- und Beratungskosten der Gesellschaft haben sich hingegen um T€ 1.089 (T€ 0,309 vs. T€ 1.398) reduziert. 3.3.4 Gesamtaussage Die Ertragslage war insbesondere durch den Aufbau des ersten Fulfillment-Centers und der weiteren Ausbauphase der Organisation (z. B. Commercial Funktionen) geprägt. Die Finanz- und Vermögenslage war von der Aufnahme des Gesellschafterkredits geprägt. Der Vorstand beurteilt die Entwicklung des Geschäftsjahrs 2023 unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausführungen trotz des erzielten negativen Ergebnisses als positiv, wobei das Bestandsrisiko weiterhin genau beobachtet wird. Die Investitionen in die Produktentwicklung und -herstellung sowie der durchdachte Strategiewechsel bilden dabei eine wichtige Grundlage für zukünftiges Wachstum und die langfristige Stabilität des Unternehmens. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1 Chancen Die Automatisierung im Logistiksektor gewinnt zunehmend an Bedeutung. Der weltweite Markt für automatisierte Logistiklösungen wächst kontinuierlich und wird durch Trends wie E - Commerce, Individualisierung der Kundenbedürfnisse und den Fachkräftemangel angetrieben[9]. Diese Entwicklungen bieten erhebliche Wachstumschancen für unser Unternehmen. Die zunehmende Nachfrage nach schnellen, effizienten und zuverlässigen Logistiklösungen bietet uns die Möglichkeit, unseren Marktanteil sowohl im Bereich der Fulfillment-Dienstleistungen als auch im Verkauf unserer Logistiklösungen zu steigern. advastore sieht sich durch seine selbstentwickelte Technologie des vollautomatisierten Fulfillment-Prozesses sehr gut gewappnet, die oben genannte branchenspezifische Marktsituation optimal für sich zu nutzen: Wachstum des E-Commerce Fulfillment-Marktes Die Verbraucher setzen weiterhin verstärkt auf den Online-Kauf von Produkten und Dienstleistungen, was auch direkten Einfluss auf ein steigendes Volumen im Fulfillment bedeutet. Des Weiteren führt die steigende Anzahl von E-Commerce-Unternehmen und Online-Händlern allgemein zu einer erhöhten Nachfrage nach Fulfillment-Services[10]. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen wollen sich stärker auf ihr Produkt fokussieren und suchen auch daher nach effizienten Lösungen, um ihre Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung und den Versand ihrer Produkte auszulagern. Capital One (2024) zufolge lagern aktuell nur 20% der Online Shops das Fulfillment vollständig aus und nur knapp über die Hälfte Teile des Fulfillments, was advastore eine potenziell lange Wachstumsperspektive bietet[11]. Technologische Innovationen Der Einsatz fortschrittlicher Technologien spielt eine entscheidende Rolle im allgemeinen Logistikmarkt und auch im wachsenden E-Commerce-Fulfillment-Bereich. Automatisierungssysteme, Lagerverwaltungssoftware und Robotertechnik tragen dazu bei, die Effizienz und Genauigkeit der Auftragsabwicklung zu steigern. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen können Prozesse optimiert und Engpässe in der Lieferkette minimiert werden. advastore kann mit seiner vollautomatisierten Fulfillment Lösung die Auftragsabwicklung für ihre Kunden daher schneller und akkurater anbieten. Insgesamt entwickelt die Mehrheit der Firmen aktuell Konzepte, um den Automatisierungsgrad im Lager zu erhöhen. Diversifikation des Geschäftsmodells Durch das Angebot sowohl von Fulfillment-Dienstleistungen als auch von kompletten Logistiklösungen diversifizieren wir unser Geschäftsmodell und reduzieren unser Risiko. Diese Diversifikation ermöglicht es uns, auf unterschiedliche Marktbedürfnisse flexibel zu reagieren und unabhängig von Marktschwankungen in einzelnen Bereichen stabil zu bleiben. Zudem eröffnet uns dies die Möglichkeit, Synergien zwischen den verschiedenen Geschäftsbereichen zu nutzen und dadurch unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Arbeitskräftemangel Der Arbeitskräftemangel stellt alle Firmen mit einer eigenen Logistik (auch E-Commerce Firmen und Fulfillment-Anbieter) vor die Herausforderung, Personal für ihre Logistikprozesse zu rekrutieren. Des Weiteren steigen durch das knappe Angebot an Arbeitskräften die Löhne und Gehälter. advastore hat aufgrund des vollautomatisierten Fulfillment-Prozesses einen effizienteren Personaleinsatz. Dadurch kann advastore seinen Kunden die Dienstleistung kostengünstiger anbieten und ist zeitgleich bei der Skalierung ihres Geschäftsmodels weniger abhängig vom Arbeitsmarkt und von steigenden Personalkosten. 4.2 Risiken 4.2.1 Risikofelder Risikofelder, die aus der gegenwärtigen Perspektive die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von advastore erheblich beeinträchtigen könnten, sind nachfolgend dargestellt. Dies müssen nicht zwangsläufig die einzigen Risiken sein, denen advastore ausgesetzt ist. Weitere Risiken, welche die Geschäftstätigkeit beeinflussen könnten, sind derzeit nicht bekannt oder werden als nicht wesentlich eingeschätzt. Makroökonomische Risiken Negative makroökonomische Entwicklungen, wie konjunkturelle Abschwächungen oder eine Rezession, könnten die Investitionsbereitschaft unserer Kunden in automatisierte Logistiklösungen spürbar beeinträchtigen. Insbesondere ein Rückgang des globalen Handelsvolumens und eine Abnahme der Produktionsaktivitäten hätten unmittelbare Auswirkungen auf die Nachfrage nach unseren Logistiklösungen und Fulfillment Dienstleistungen. Hinzu kommen Risiken durch Inflation und steigende Zinsen, die unsere Finanzierungskosten erhöhen, die Kapitalverfügbarkeit für weitere Investitionsrunden reduzieren, und gleichzeitig die Margen durch gestiegene Betriebskosten unter Druck setzen könnten. Die Verschiebung der Konsumausgaben während der Pandemie in den E-Commerce und die jetzt einsetzende Rezession treffen den E-Commerce Markt besonders stark und lassen den Markt nur noch leicht wachsen. Geopolitische Unsicherheiten, wie der anhaltende Ukrainekonflikt, neu entfachte Nahostkonflikt und die Spannungen rund um Taiwan, könnten durch potenzielle Handelsbeschränkungen oder Unterbrechungen globaler Lieferketten unsere Beschaffung erheblich belasten und zu Verzögerungen bei unseren Projekten führen. Zudem bleibt die Gefahr einer erneuten globalen Gesundheitskrise, die zu Produktionsunterbrechungen und Nachfragerückgängen führen könnte, ein bedeutender Risikofaktor. Auch der Klimawandel und verschärfte Umweltauflagen könnten unsere Branche nachhaltig beeinflussen, indem sie die Betriebskosten erhöhen und Anpassungen an neue regulatorische Anforderungen erforderlich machen, die Anpassungen an unserem Produkt erfordern. Insgesamt werden die makroökonomischen Risiken als gering eingestuft mit gegebenenfalls leicht spürbaren aber ohne größere Folgen. Klimarisiken Lokale Starkwetterereignisse nehmen global deutlich zu. Zwar wurden bei der Standortwahl für das Fulfillment-Center in Niederaula mögliche Naturereignisse wie Erdbeben und Hochwasser berücksichtigt, jedoch kann es insbesondere durch extreme Wetterereignisse zu Beschädigungen an Anlagen oder einem Ausfall des Fulfillment-Centers kommen. Soweit möglich wurden Elementarschäden und ein dadurch bedingter Betriebsausfall versichert. Aufgrund der uns für die Vergangenheit für den Standort zur Verfügung stehenden Wetterdaten wird das Klimarisiko für advastore derzeit als sehr gering eingestuft, mit quasi keinen Auswirkungen. Bestandsrisiko Im September 2023 eröffnete advastore ein Fulfillment-Center in Niederaula, Hessen, das auf einer Fläche von rund 16.000 m2 erste Umsätze in Höhe von T€ 350 generierte. Das Lagersystem, das sowohl Hardware als auch Software umfasst, ist eine Eigenentwicklung des Unternehmens. Im Juli 2024 entschied der Aufsichtsrat zusammen mit der Geschäftsführung, das Geschäftsmodell von einem Fulfillment-as-a-Service-Anbieter auf einen klassischen Anlagenbauer umzustellen. Das Unternehmen wird künftig seine Lagerautomatisierungslösungen unter der Marke "advasystems“ an Logistikfirmen verkaufen. Gründe für die Geschäftsmodellanpassung: 1. Geringerer Kapitalbedarf: Der Bau eines neuen Fulfillment-Centers würde Investitionen von € 150-200 Mio. erfordern. Beim Verkauf der Lagertechnologie tragen die Kunden die Investitionen, was den Kapitalbedarf für advastore reduziert. 2. Höhere EBIT-Margen: Während das Fulfillment-as-a-Service-Geschäft eine EBIT-Marge von 4-8% erwartet hätte, rechnet advastore beim Verkauf der Lagertechnologie mit einer Marge von 15-25%. 3. Trend zur Automatisierung: Es zeigt sich ein klarer globaler Trend zur verstärkten Automatisierung von Logistikzentren und Warenlagern. Dieser Trend wird insbesondere durch stetig steigende Personalkosten und fehlende Verfügbarkeit von Personal getrieben. Diese Strategie wurde durch eine umfangreiche Analyse von McKinsey validiert und seine Zukunftsfähigkeit bestätigt. McKinsey hat dabei untersucht, ob der Zielmarkt eine entsprechende Größe aufweist, das Produkt von advastore sich am Markt durchsetzen kann und eine Profitabilität in Zukunft gewährleistet werden kann. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts verfügt das Unternehmen über ausreichend Liquidität, um seinen bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Für den Prognosezeitraum von 12 Monaten nach dem Datum der Aufstellung des Lageberichts, erwartet die Geschäftsführung eine weitere Finanzierung durch die Bestandsinvestoren, um die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens aufrecht zu erhalten. Die Bestandsinvestoren haben zunächst ihre grundsätzliche Bereitschaft zur weiteren Finanzierung erklärt. Für den anschließenden Zeitraum bis Mitte 2026 erwartet die Geschäftsführung die Liquidität des Unternehmens durch die Transformation des Geschäftsmodells nachhaltig zu sichern. Die Geschäftsführung hat hierfür bereits konkrete Maßnahmen eingeleitet. Kernmaßnahmen Transformation von Niederaula: Das bestehende Fulfillment-Center in Niederaula wird nicht weiter ausgebaut, sondern zu einem Sustainable Showcase umgewandelt. Hierzu werden die Aktivitäten in einer von zwei Hallen konzentriert, der Betrieb auf eine Schicht reduziert und das Kundenportfolio bereinigt. Durch diese Maßnahmen sollen jährlich bis zu € 8 Mio. eingespart werden, wobei die Umstellung einmalige Kosten von € 2,25 Mio. verursacht. Zusätzlich werden durch den Verkauf der Verpackungsmaschinen Erträge von € 3 Mio. erwartet. Personalabbau: Im Zuge der Neuausrichtung werden rund 100 Mitarbeiter entlassen, da ihre Tätigkeiten für das neue Geschäftsmodell nicht mehr benötigt werden. Abfindungen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben eingeplant. Mietkostenreduktion: Die zweite Hallenhälfte in Niederaula soll ab Juli 2025 untervermietet werden, ebenso wie die Standorte in München und Münster ab Januar 2025. Forschungszulage: advastore hat eine sehr erfahrene Agentur beauftragt, Forschungsgelder in Höhe von € 4 Mio. zu beantragen. Finanzierungsrunde: Der Vorstand führt fortlaufend Gespräche mit potentiellen externen Investoren und hat ein Konzept für die frühzeitige Strukturierung der Gespräche mit potentiellen Investoren erstellt. Als Maßnahmen werden monatlich in einem Management Meeting mit dem Vorstand besprochen und in einem Projektmanagement Tool dokumentiert. Alle 2 bis 4 Wochen wird eine rollierende Liquiditätsprognose für 12 Wochen in die Zukunft und einmal im Halbjahr eine Cashflow-Projektion für das laufende und kommende Geschäftsjahr erstellt. Der Vorstand sieht daher nur moderate Risiken in der Fortführung des Unternehmens. Es ist jedoch eine kontinuierliche Aufmerksamkeit des Managements erforderlich. Werden Maßnahmen ganz oder teilweise nicht umgesetzt, kann eine Nichtfortführung des Unternehmens nicht ausgeschlossen werden. Operationelle Risiken Operative Risiken beim Betrieb unseres Fulfillment-Centers in Niederaula bestehen grundsätzlich im potenziellen Versagen von Prozessen, Personal oder Systemen. Da sich das von advastore entwickelte automatisierte Lagersystem derzeit noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet und sowohl der Aufbau als auch die Abläufe kontinuierlich weiterentwickelt werden, sind bestimmte Risiken besonders zu beachten. Technische Störungen oder Softwarefehler könnten den Betrieb aufgrund des hohen Automatisierungsgrades beeinträchtigen. Zur Risikominderung wurden bereits umfangreiche Vorsorgemaßnahmen, wie regelmäßige Systemtests, Redundanzlösungen und detaillierte Eskalationspläne, implementiert. Trotz des weitgehenden Automatisierungsgrades bleibt qualifiziertes Personal für die Überwachung, Steuerung und Bearbeitung manueller Prozesse unerlässlich. Um mögliche Beeinträchtigungen durch Fehlbedienungen oder mangelnde Erfahrung zu vermeiden, wurden umfassende Schulungsmaßnahmen durchgeführt. Darüber hinaus wurde dem gestiegenen Risiko von Cyberangriffen durch die Implementierung robuster Sicherheitsprotokolle und die Zusammenarbeit mit externen IT-Spezialisten Rechnung getragen. Die fortlaufende Überwachung und Anpassung der getroffenen Maßnahmen gewährleistet einen sicheren und stabilen Betrieb des Fulfillment-Centers in Niederaula. Die operationellen Risken werden als gering eingestuft. Technische Risiken Die Anlage in Niederaula befindet sich seit September 2023 im Livebetrieb. Die eingesetzte Technik wurde vorab auf Einzelkomponentenbasis getestet. Es bestehen Risiken hinsichtlich Materialermüdung in unerwarteten Bereichen bzw. Materialfehlern in zugekauften Komponenten, welche sich erst im Dauerbetrieb des Gesamtsystems zeigen. Bei der Skalierung der Anlage bestehen Risiken hinsichtlich gegenseitiger Behinderung von Einzelkomponenten und Engpässen bei Ressourcen. Im Zusammenspiel aller Komponenten in der Größenordnung von Niederaula sind Vibrationen im Regal aufgetreten. Es wurden Maßnahmen zur Minimierung eingeleitet. Es können nicht alle Produkte ohne Ladungsträger eingelagert werden, daher ist vor Ersteinlagerung die Eignung der Produkte auf Lagerfähigkeit zu prüfen. Die angemeldeten Patente sind noch nicht final erteilt und nach Veröffentlichung könnte es zu Entgegenhaltungen kommen. Durch den Personalabbau und die entstandene Verunsicherung besteht das Risiko der Abwanderung von Key-Entwicklern. Der Aufwand des Umbaus des Warehousemanagementsystems für das neue Geschäftsmodell ist aktuelle schwer abschätzbar, da die Kundenanforderungen noch nicht final bekannt sind. Die technischen Risiken werden als moderat eingestuft, diese sind beherrschbar, erfordern jedoch ständige Aufmerksamkeit. Rechtsrisiken Rechtsrisiken bestehen insbesondere hinsichtlich neuer aufsichtsrechtlicher Anforderungen. Diesen versucht advastore durch eine frühzeitige Analyse der Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie des sich ergebenden Anpassungs- bzw. Umsetzungsbedarfs zu begegnen. Zusätzlich werden einige Kündigungsschutzklagen aufgrund der Entlassungswelle im Juli 2024 sowie der geplanten Wellen in Q4 2024 erwartet. Die Rechtsrisiken werden als gering eingestuft. Risiken aus Verstößen gegen Compliance-Anforderungen advastore ist auf die Beachtung von Compliance-Standards durch alle Mitarbeiter und das Management angewiesen. Auf der Grundlage dokumentierter Regelungen und Richtlinien, gelebter Grundsätze sowie des einschlägigen Rechts beruht die Geschäftstätigkeit von advastore darauf, dass diese Gesetze, Richtlinien, Standards und Prozessvorgaben von ihren Mitarbeitern und dem Vorstand eingehalten werden. Wenn es dem Management von advastore nicht gelingt, Unternehmensrichtlinien zu dokumentieren und durchzusetzen, oder wenn Mitarbeiter strafbare, unrechtmäßige oder unethische Handlungen (einschließlich Korruption) begehen, kann dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die Finanzierungsbedingungen und das Betriebsergebnis von advastore haben. Diese Folgen können auch eintreten, wenn durch eine Reputationsschädigung zukünftige Geschäftsmöglichkeiten negativ beeinflusst werden. Die Datenschutzgrundverordnung sieht im Falle von Verstößen hohe Strafen vor. Durch die bereits bei advastore bestehenden Datenschutzmaßnahmen wird den Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung Rechnung getragen. Diese Prozesse werden laufend fortentwickelt. Die Risiken aus Verstößen gegen Compliance-Anforderungen werden als gering eingestuft. Gesamteinschätzung der Risikosituation Die Risikosituation der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr aufgrund der weiteren Entspannung der Pandemiesituation und der Entspannung des globalen Lieferkettenengpasses in für advastore relevanten Bereichen (insbesondere Stahl und Computerchips) leicht verbessert. Für das Geschäftsjahr 2024 zeichnet sich insbesondere aufgrund der beginnenden Rezession in Deutschland und der allgemeinen Finanzmarktsituation eine leichte Verschlechterung der Risikoposition von advastore ab. Ein weiteres Risiko stellt die Umstellung des Geschäftsmodells dar. Auch wenn erste Gespräche mit potenziellen Kunden sehr positiv verlaufen, muss das neue Geschäftsmodell erst etabliert werden. Aufgrund des anhaltenden Trends zur Automatisierung von Lagerhäusern wir dieses Risiko jedoch als gering erachtet. Insgesamt sind die Risiken als gering bis moderat einzustufen und für ein Unternehmen in dieser sehr frühen Phase als typisch zu bezeichnen. Gleichwohl erfordert die Überwachung der Risiken die ständige Aufmerksamkeit des Managements. Nach eingehender Prüfung bestätigt der Vorstand, dass die Risiken derzeit als moderat eingestuft werden. Diese Einschätzung basiert auf der aktuellen Lage und den laufenden Gesprächen mit Investoren. Die Abhängigkeit von weiterem Wagniskapital ist für ein Unternehmen in einer frühen Entwicklungsphase üblich, und der Vorstand hat die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der langfristigen Finanzierung eingeleitet. Die kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der strategischen Schritte bleiben selbstverständlich ein zentrales Anliegen des Vorstands, um die Risiken im Blick zu behalten und gegebenenfalls frühzeitig zu reagieren. Die Abhängigkeit eines Unternehmens in einer sehr frühen Phase vom Einwerben weiteren Wagniskapitals ist üblich. Eine kontinuierliche Überprüfung des Fortschritts der Investorengespräche durch den Vorstand ist dabei unerlässlich. 4.2.2 Risikomanagementsystem Zum Zweck des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein der Größe der Gesellschaft angemessenes Risikomanagementsystem implementiert. Die hierdurch erkannten Risiken wurden analysiert, bewertet und Maßnahmen zu deren Beseitigung definiert und in Umsetzung gebracht. Ziel ist es, frühzeitig und proaktiv relevante Informationen über potenzielle und tatsächliche Risiken und deren direkte und indirekte finanzielle Auswirkung für advastore zu erfassen, um diese zu steuern und den Unternehmenswert nachhaltig zu sichern. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt dabei anhand der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit sowie des Risikoausmaßes. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Die Strukturen, welche ein effektives Risikomanagementsystem auch bei zunehmender Größe von advastore ermöglichen sollen, befinden sich weiter im Aufbau. Dabei liegt die direkte Verantwortung für die Früherkennung und Kommunikation von Risiken beim operativen Management. Durch regelmäßige Berichterstattung informieren die einzelnen Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation. Analyse und Bewertung der identifizierten Risiken erfolgen dann gemeinsam mit dem Vorstand, welcher dann gemeinsam mit den betroffenen Geschäftsbereichen Maßnahmen zur Reduzierung bzw. Beseitigung erörtert und einleitet. Das Risikomanagementsystem bildet ausschließlich die Risiken ab, Chancen werden derzeit nicht erfasst. 4.3 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Der Vorstand trifft sich wöchentlich zur Abstimmung der wesentlichen Chancen und Risken, die durch finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren transparent werden. Des Weiteren trifft der Vorstand in diesem Termin Entscheidungen zur Mitigation der Risiken. Der Aufsichtsrat erhält monatlich einen Finanzbericht und wird im Rahmen eines monatlichen Performance Reviews sowie in kleinerer Runde im Rahmen von „Cash Calls“ zweiwöchentlich mündlich vom Vorstand über alle wesentlichen Themen informiert. Des Weiteren trifft sich der Aufsichtsrat mit dem Vorstand alle 2 Monate zum Board Meeting um über die aktuelle Entwicklung der Firma informiert zu werden und um wesentliche Entscheidungen zu treffen. Der Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für die Rentabilität und Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das Risikomanagement eingebunden. advastore unterliegt im Zuge ihrer operativen Geschäftstätigkeit hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente verschiedenen Risiken wie z. B. Marktrisiken. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Risikobericht. Die wichtigsten Finanzinstrumente der Gesellschaft sind liquide Mittel aus den Gesellschafter-Einzahlungen, aus dem im Dezember 2023 abgeschlossenen Wandeldarlehen sowie aus Venture Debt Kapital. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 5. Prognosebericht advastore hat im September 2023 sein erstes Fulfillment-Center in Niederaula in Betrieb genommen und erste Umsatzerlöse erzielt. Das monatliche Wachstum in 2023 beträgt >200% pro Monat. Mit der getroffenen Entscheidung sich verstärkt auf den Verkauf der Lagertechnologie zu fokussieren, erwartet der Vorstand ein konstantes Paketvolumen auf dem Stand von Q3 2024 mit einem geringen kontinuierlichen Wachstum. Daher wird ein Umsatz von T€ 2.500 im Jahr 2024 erwartet. Zeitgleich wird aber durch die technischen Optimierungen die Betriebszeiten des Lagers um 2/3 reduziert und wir werden das Fulfillment Center ab Q1 2025 im Ein-Schichtbetrieb betreiben. Zusätzlich wird advastore in 2024 alle Voraussetzungen für den erfolgreichen Start von advasystems in 2025 treffen. Hierfür wird die Organisation an das neue Geschäftsmodell angepasst, die notwendigen technologischen Entwicklungen entsprechend priorisiert und erste geführt. advastore hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von T€ 41.343 erwirtschaftet und wird auch in naher Zukunft Fehlbeträge generieren, da advastore erst in Q3 2023 mit dem operativen Fulfillment-Betrieb begonnen hat und den neuen Geschäftsbereich advasystems gerade erst beginnt aufzubauen. Im Jahr 2024 hat advastore bis zum Strategiewechsel den Betrieb im Fulfillment Bereich ausgebaut. Mit dem Strategiewechsel wird advastore im zweiten Halbjahr 2024 eine größere Transformation umsetzen und Ende des Jahres ca. 140-160 Mitarbeiter beschäftigen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet advastore, den Jahresfehlbetrag vor Steuern (EBT) auf T€ 35.000 zu reduzieren. Advastore wird weiterhin in R&D investieren und in 2024 den Free Cash Flow auf -T€ 38.000 reduzieren. In 2024 investiert advastore primär in die Transformation von Niederaula, Weiterentwicklung der Technologie und den Aufbau von advasystems. Durch das Erschließen eines vollständig neuen Marktes (Anbieter von Logistiklösungen), werden in 2024 & 2025 neue Umsatzströme erschlossen. Das Investitionsvolumen in 2024 wird sich im Vergleich zum Vorjahr signifikant reduzieren. Durch den hohen Automatisierungsgrad und die dadurch fehlerfreie Abwicklung des Fulfillment-Prozesses sowie aufgrund der geringeren Prozesskosten hat advastore einen Wettbewerbsvorteil, den es in 2024 und 2025 auszubauen gilt, um die oben genannten Marktchancen zu ergreifen.
München, den 08. November 2024 Vorstand advastore SE Dr. Marcus Englert Felix Lösch 1 Statistisches Bundesamt 2 Statistisches Bundesamt 3 Europäische Zentralbank 4 Bundesagentur für Arbeit 5 Ifo Institut 6 Statista 7 Lazard 8 Lazard 9 McKinsey & Company (2020) 10 DHL (2021) 11 Capital One Shopping Research (2024) BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die advastore SE hat ihren Sitz in Unterwössen und ist unter der Nummer HRB 31779 in das Handelsregister beim Amtsgericht Traunstein eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und des Art. 61 der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 (SE-VO) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (§252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Auf die im Lagebericht in Abschnitt 4.2. „Risiken“ beschriebenen bestandsgefährdenden Risiken wird verwiesen. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Abgrenzung von Forschung und Entwicklung erfolgt wie folgt: Forschungskosten entstehen für die eigenständige und planmäßige Suche nach neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen, über deren technische Verwertbarkeit und wirtschaftliche Erfolgsaussichten keine Aussagen gemacht werden können. Entwicklungskosten entstehen bei der Anwendung von Forschungsergebnissen oder von anderem Wissen für die Neuentwicklung von Gütern oder Verfahren mittels wesentlicher Änderungen. Der Einbezug von Entwicklungskosten in die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2022. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 S. 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 S. 3 HGB wurden nicht aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten im immateriellen Bereich werden planmäßig über fünf Jahre abgeschrieben. 2. Sachanlagen Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:
In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch die anteiligen Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 S. 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 S. 3 HGB wurden nicht aktiviert. Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die aktivierten Herstellungskosten für die selbsterstellte Regalbodenfertigungsanlage werden planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung des ersten Fulfillment-Centers erfolgt differenziert nach den unterschiedlichen Teil-Anlagenbereichen von sechs bis 15 Jahren. Aufgrund der geänderten Annahme, dass advastore mit ihrem ersten Fulfillmentcenter nur die Hälfte des geplanten Durchsatzes bzw. Umsatzes generieren kann, wurden alle am Fulfillment-Prozess beteiligten Anlagenbereiche (Inbound, Shuttle, Rack, Pack und Outbound) zum 31.12.2023 wertberichtigt und um 50% außerplanmäßig abgeschrieben. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nennwerten aktiviert. 4. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden mit den Nominalwerten angesetzt. 5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 6. Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 8. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. 9. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. ANGABEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf der folgenden Seite dargestellt. Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden in Höhe von TEUR 16.907 aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 7.863 an. Die erstmalige Einbeziehung von Entwicklungskosten in die Herstellungskosten von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen erfolgte im Geschäftsjahr 2022.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen EUR 185.428,35 (Vj. TEUR 140). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind insbesondere Forderungen aus Umsatzsteuererstattungen in Höhe von EUR 2.489.983,92 (Vj. TEUR 1.003) sowie Kautionen in Höhe von EUR 194.735,35 (Vj. TEUR 150) enthalten. 3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (EUR 253.353,32) beinhaltet insbesondere bereits geleistete Zahlungen für Lizenzgebühren für Folgejahre sowie Leasingsonderzahlungen. 4. Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 137.538,00 und ist eingeteilt in 137.538 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00. Das genehmigte Kapital beträgt EUR 1.951,00. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
6. Verbindlichkeiten Von den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 30.300.242,75 (Vj. TEUR 161) haben EUR 300.242,75 (Vj. TEUR 161) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und EUR 30.000.000,00 (Vj. TEUR 0) eine Restlaufzeit über einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 30.000.000,00 (Vj. TEUR 0) enthalten. Diese Verbindlichkeiten sind durch eine Abtretung von sämtlichem, beweglichen Anlagevermögen sowie durch eine Abtretung sämtlichen Umlaufvermögens besichert. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, ebenso im Vorjahr. 7. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.962 resultieren im Geschäftsjahr aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. Die aktiven latenten Steuern aus dem unterschiedlichen Ansatz der Rückstellungen für Urlaub sowie Rückstellungen aus Rückbauverpflichtungen haben nicht ausgereicht, um die passiven latenten Steuern vollständig auszugleichen. Im Vorjahr hat der Saldo der latenten Steuern einen Aktivüberhang ergeben. Der Überhang aktiver Steuerlatenzen wurde nicht bilanziert. Der Berechnung wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz von ca. 28 % zugrunde gelegt. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen wie folgt:
9. Außerbilanzielle Geschäfte Zusätzlich zu den unter Punkt 6 aufgeführten Pfandrechten, gibt es folgende Bankbürgschaften:
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingeschätzt. 10. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. 11. Ausschüttungs-, Abführungs- und Entnahmesperre
IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Abschreibungen In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von EUR 22.031.433,82 (Vj. TEUR 1.966) sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 18.289.892,70 (Vj. TEUR 1.620) enthalten. Diese entfallen im aktuellen Geschäftsjahr auf die Abschreibung von Sachanlagen und im Vorjahr auf die Abschreibung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. Aufgrund der geänderten Annahme, dass advastore mit ihrem ersten Fulfillmentcenter nur die Hälfte des geplanten Durchsatzes bzw. Umsatzes generieren kann, wurden alle am Fulfillment-Prozess beteiligten Anlagenbereiche (Inbound, Shuttle, Rack, Pack und Outbound) zum 31.12.2023 wertberichtigt und um 50% außerplanmäßig abgeschrieben. 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen für Darlehen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.471.803,25 (Vj. TEUR 0) enthalten. V. SONSTIGE ANGABEN 1. Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 185 Mitarbeiter, davon 185 Angestellte und keine gewerblichen Mitarbeiter. 2. Gesellschaftsorgane Der Vorstand der advastore SE setzt sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen: Schniewind, Oliver Maximilian, Volljurist (bis zum 26. Juni 2024) Lösch, Felix, Kaufmann Rengier, Clemens, Kaufmann (bis zum 31. Juli 2024) Thiessen, Sven, Diplom-Ingenieur (ab 16. Oktober 2023, bis zum 3. April 2024) Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 28. Februar 2024 wurde Dr. Marcus Englert, Dipl.-Physiker, zum weiteren Vorstand bestellt. Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 603. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen: Büchl, Dieter Peter, Unternehmer (Vorsitzender) Meermann, Christian, Geschäftsführer einer Fondsgesellschaft (Stellvertretender Vorsitzender) Meirer, Leopold, Dipl.-Ingenieur Hansen, Sören, Nicht geschäftsführender Direktor einer Gesellschaft Marovac, Nenad, Geschäftsführer einer Fondsgesellschaft Maret, Hans, Unternehmer Dr. Englert, Marcus, Dipl.-Physiker (ab 15. Dezember 2023 und bis zum 19. Februar 2024) Im Geschäftsjahr erfolgte keine Aufsichtsratsvergütung. 3. Prüfungshonorar Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer beträgt insgesamt TEUR 35 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 4. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -41.343.123,34 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR -7.147.64,20 auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Wirkung zum 20. Februar 2024 wurde Herr Dr. Marcus Englert, Dipl.-Physiker, zum Vorstandsmitglied bestellt. Die Hauptversammlung hat am 27. Juni 2024 die Erhöhung des Grundkapitals um EUR 1.213.587,00 beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde ein Gesamtbetrag in Höhe von EUR 14.247.845,00 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingezahlt, welcher die Liquidität der Gesellschaft entsprechend erhöht.
München, den 08. November 2024 advastore SE - Vorstand - Felix Lösch Dr. Marcus Englert Bericht des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2023 tagte der Aufsichtsrat insgesamt neunmal. Er hat dabei seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen und den Vorstand überwacht. Vorsitzender des Aufsichtsrats im gesamten Jahr 2023 war Herr Dieter Peter Büchl. Zum Juni 2024 übernahm Herr Johannes Maret den Vorsitz des Aufsichtsrats. Der vorgelegte Jahresabschluss mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Berlin geprüft. Dabei hat der Prüfer den Jahresabschluss mit Lagebericht mit einem Versagungsvermerk versehen und es wurde kein Prüfungsurteil abgegeben. Dem Aufsichtsrat lagen die vorgenannten Dokumente rechtzeitig zur Prüfung vor und wurden umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Beratung des Jahresabschlusses teil, um über wesentliche Ergebnisse der Prüfung zu berichten und umfassend ergänzende Auskünfte zu geben. Nach gründlicher eigener Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses und des Lageberichts entschloss sich der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zu billigen. Der Jahresabschluss wurde damit festgestellt. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresergebnisses der advastore SE zu. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die erbrachten Leistungen und die große Loyalität, die entscheidend zu dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2023 beigetragen haben.
München, am 11. Dezember 2024 Der Aufsichtsrat Johannes Maret, Vorsitzender sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkVersagungsvermerk Der folgende Versagungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss macht von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 327 HGB Gebrauch. Versagungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die advastore SE Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen Wir waren beauftragt, den Jahresabschluss der advastore SE, Unterwössen,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - zu prüfen. Darüber hinaus waren wir beauftragt, den Lagebericht der advastore SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 zu prüfen. Wir geben keine Prüfungsurteile zu dem beigefügten Jahresabschluss und dem beigefügten Lagebericht ab. Aufgrund der Bedeutung des im Abschnitt „Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen'' beschriebenen Sachverhalts sind wir nicht in der Lage gewesen, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu erlangen, und versagen daher den Bestätigungsvermerk. Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen Die gesetzlichen Vertreter haben den Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt. Sie haben dieser Einschätzung eine Liquiditätsplanung zugrunde gelegt, welche zur Deckung von Liquiditätsbedarfen im Frühjahr 2025 einen wesentlichen Liquiditätszufluss aufgrund einer geplanten Finanzierungsrunde zugrunde legt. Wir haben keine ausreichenden geeigneten Prüfungsnachweise hinsichtlich der geplanten Liquiditätszuflüsse aus der Finanzierungsrunde erlangen können. Wir waren daher nicht in der Lage, Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu ziehen. Dieser Sachverhalt hat umfassende Bedeutung auch für die Beurteilbarkeit der im Lagebericht erfolgten Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie der Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Es liegt in unserer Verantwortung, eine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchzuführen. Des Weiteren liegt es in unserer Verantwortung, einen Bestätigungsvermerk zu erteilen. Aufgrund des im Abschnitt „Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen" beschriebenen Sachverhalts sind wir nicht in der Lage gewesen, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und diesem Lagebericht zu erlagen. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Berlin, den 8. November 2024 EY GmbH & Co. KG Beckers, Wirtschaftsprüfer Nasirifar, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
News & Media Coverage
Latest news articles and media mentions
Insolvency Notices
Real-time check for insolvency notices from register courts
Current insolvency proceedings
Check if there are any insolvency proceedings for this company
Commercial Register Documents
Real-time document download from the commercial register
Organizations at this Address
Other companies registered at or near this business location
5 nearby organizations
Construction of residential and non-residential buildings (except prefabricated constructions)
Management activities of other holding companies
Computer consultancy activities
Activities of agents involved in the wholesale of motor vehicles
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
Commercial Register Documents
Real-time document download from the commercial register
Insolvency Notices
Real-time check for insolvency notices from register courts
Current insolvency proceedings
Check if there are any insolvency proceedings for this company