ELDISY GmbH
Buschstückenstraße 12, 39638 Gardelegen, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Alexander Thomas Oschkinat since 1/21/2026 | Managing Director |
Andreas Schulz since 10/4/2016 | Procura |
Hasso Flauss since 12/4/2015 | Managing Director |
Elmar Stoffel since 5/4/2015 | Managing Director |
Beneficial OwnersBeta
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
ELDISY GmbHSelf-held cycle | 100.00% |
ShareholdersBeta
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
HoldingsBeta
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
ELDISY GmbHGardelegenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ELDISY GMBH, GARDELEGENA. Grundlagen des Unternehmens Nach Gründung der ELDISY GmbH im Jahr 2000 erfolgte im Jahr 2006 mit der ELDISY Slovakia spol. s r.o. die handelsrechtliche Eintragung der ersten Auslandstochtergesellschaft in der Slowakei. Nachdem im Jahr 2010 die Vorwerk & Sohn Gruppe die Mehrheitsanteile an der ELDISY erwarb, wurde die polnische Vorwerk Dichtungssysteme Polska Sp. z o.o. zu einer 100%igen Tochter der ELDISY GmbH. Im Laufe des Jahres 2016 erfolgte die Umbenennung der polnischen Gesellschaft in ELDISY Polska Sp. z o.o. Im gleichen Jahr wurde eine mexikanische Auslandsgesellschaft, ELDISY de Mexico S.A. de C.V., gegründet, welche aufgrund der lokalen, rechtlichen Rahmenbedingungen nur zu 99 % von der ELDISY GmbH gehalten werden kann. Im Jahr 2018 wurde eine weitere Tochtergesellschaft in der Republik Serbien gegründet. ELDISY fertigt vorrangig Karosserie-Dichtsysteme für statische und dynamische Anwendungen in der Automobilindustrie. Darüber hinaus stellt ELDISY Mehrkomponenten-Spritzgussteile her. Die Produktpalette bedient jede Karosserieform, vom klassischen PKW über Nutzfahrzeuge bis hin zu LKWs. Neben der Serienproduktion entwickelt, konstruiert und fertigt ELDISY im Auftrag seiner Kunden Produktionswerkzeuge und -vorrichtungen sowie Prototypenteile. Dieses zweite Standbein wird hausintern auch als "(Entwicklungs-) Projekte" bezeichnet. B. Wirtschaftsbericht 2023 Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin von den Nachwirkungen des russischen Überfalls auf die Ukraine geprägt, wobei sich die Marktlage im Vergleich zum Vorjahr leicht stabilisierte. Trotz fortbestehender geopolitischer Spannungen und Unsicherheiten begannen die Märkte, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen. Die Energie- und Rohstoffpreise blieben auf einem hohen Niveau, jedoch ohne die extremen Ausschläge des Vorjahres, dank diversifizierter Beschaffungsstrategien und einer allmählichen Erholung der Lieferketten. Im Jahr 2023 hat sich der Automobilmarkt gegenüber dem Vorjahr leicht erholt. Insgesamt wurden aus deutschen Produktionswerken 3,1 Mio. Einheiten in das Ausland geliefert. Trotzdem bleibt der Exportanteil damit immer noch 11% unter dem Niveau von 2019, dem Jahr vor der Corona Krise. In Deutschland stiegen die Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr um 7% an, obwohl die Zulassungen bei den Elektrofahrzeugen ein um 16% rückläufigen Trend aufzeigen. Ein Hauptgrund dürften die erheblich höheren Anschaffungskosten aufgrund der weggefallenen Subventionen für Elektro- und Hybridfahrzeuge sein. Die Automobilmarkterholung zeigte sich auch bei ELDISY in höheren Absatzmengen. Die steigenden Abrufe der wichtigsten OEM-Kunden sorgten insgesamt für eine gute Kapazitätsauslastung. Damit und mit den, nach langwierigen Verhandlungen, erzielten Preiserhöhungen konnte die Situation der insgesamt gestiegenen Kosten im Material-, Energie-, und Personalbereich erheblich verbessert, aber nicht vollumfänglich aufgefangen werden. Der weiter fortgeführte Strategiewechsel vom EPDM-Dichtungslieferanten hin zu mehr Kunststoffspritzgussteilen hat sich positiv auf die Entwicklung ausgewirkt. Aufgrund weiterer Auftragseingänge wurde auch im Jahr 2023 wieder in zusätzliche Mehrkomponentenspritzgussmaschinen investiert. Die Preise für die Rohmaterialien haben sich zwar in 2023 stabilisiert, waren aber auf einem nach wie vor weit höheren Niveau als noch vor der Krise. II. Lage des Unternehmens Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 29% bzw. rd. 8,9 Mio. €. Etwas mehr als die Hälfte dieses Anstieges entfällt auf die Teileumsätze, für welche im Berichtsjahr Verkaufspreis- und Absatzmengenerhöhungen realisiert werden konnten. Bei den Werkzeugerlösen wurden im Jahr 2023 höhere Umfänge erfolgswirksam zum Abschluss gebracht, so dass diese Erlösposition um rd. 28% bzw. um rd. 2,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr anstieg. Durch die verbesserte Performance der Auslandstöchter stiegen auch die Erlöse aus Lizenzgebühren um rd. 543 T€. Der Ertragssaldo bei den Erlösminderungen resultiert aus rd. 1,15 Mio. € Erlöskorrekturen für Rechnungen, die im Rahmen der unterjährigen Verkaufspreiserhöhungen noch mit zu geringen Preisen an Kunden fakturiert wurden. Aufgrund eines größeren Sondereffektes aus Anlagenverkäufen im Jahr 2022 (2,6 Mio. €), weisen die sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtsjahr 2023 in Summe einen Rückgang auf. Nach Bereinigung dieses Sondereffektes erhöhten sich die sonstigen Betriebserträge um rd. 180 T€. Die größten Treiber waren hierbei Weiterberechnungen an IC-Töchter (u.a. mehr Maschinenvermietungen) sowie erhaltene Investitionszuschüsse. Der massive Preisanstieg für Rohmaterialien aus 2022 setzte sich 2023 in einem verringerten Maße fort. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen um insgesamt rd. 20% bzw. um rd. 3,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr an. Durch die zuvor erwähnten Verkaufspreiserhöhungen konnte der Materialkostenanstieg abgefedert werden, so dass die Materialquote von 55% auf 51% der Gesamtleistung sank. Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen aus Gas, Strom und Wasser kam es im Berichtsjahr zu einem leichten Rückgang von rd. 167 T€ gegenüber dem Vorjahr. Isoliert betrachtet, sind die Personalaufwendungen im Jahr 2023 um rd. 365 T€ angestiegen und im Verhältnis zur Leistung von rd. 30% auf ca. 25% zurückgegangen. Ursächlich sind hierbei Planstellen, die nicht mit eigenem Personal besetzt werden konnten. Die Anzahl der eigenen Mitarbeiter reduzierte sich im Jahresverlauf von 239 im 1. Quartal 2023 auf 226 FTE im 4. Quartal. Um das Bild vollumfänglich zu erfassen, müssen deshalb auch die stark gestiegenen Kosten für Fremdleistungen aus Zeitarbeit (siehe sonstige Betriebsaufwendungen) mitberücksichtigt werden. Hier kam es im Vergleich zum Vorjahr sowohl zu absoluten Mehraufwendungen von rd. 135% bzw. rd. 1,2 Mio. €, als auch im Verhältnis zur Gesamtleistung zu Mehrkosten von ca. 3%-Punkten. Nach den bereits zuvor erwähnten Kosten für Fremdleistungen aus Zeitarbeit, entfällt mit rd. 670 T€ der nächstgrößere Kostenanstieg auf die Leasingaufwendungen. Wesentliche Kostentreiber sind zum einen das im 4. Quartal 2022 getätigte Sale-and-Leaseback für diverse Spritzgießmaschinen als auch neue Herstellerleasingverträge für zwei neue Spritzgießanlagen. Unter den Verwaltungsaufwendungen ist ein größerer Rückgang bei den Rechts- und Beratungskosten augenfällig, der im Wesentlichen aus einem Sondereffekt für das Jahr 2022 (Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit den Kundenverhandlungen und der Cashplanung) resultiert. Die meisten übrigen Verwaltungsaufwendungen sind im Jahr 2023 entweder inflationsbedingt oder durch den höheren Absatz/Umsatz angestiegen. Neutrale Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr in erster Linie bei den periodenfremden Aufwendungen (+109 T€). Die größten Posten entfallen hierbei auf die Kosten für die Nutzung von Kundenverpackungen für rd. 55 T€, rd. 25 T€ für Berufsgenossenschafts- und Lohnsteuernachzahlungen sowie rd. 15 T€ aus Vorjahresreklamationskosten. Im Berichtsjahr 2023 wurde ein Beteiligungsertrag von 1,2 Mio. € von der ELDISY Polska Sp. z o.o. an die ELDISY GmbH ausgeschüttet. Die liquiden Mittel wurden als IC-Darlehen an die ELDISY Serbia d.o.o. weitergereicht, um ausstehende Verbindlichkeiten zu begleichen. Ein Erstattungsanspruch für Körperschaftssteuern aus Vorjahren führte im Berichtsjahr zu einem Ertragssaldo bei den Steuern von Einkommen und Ertrag. Unter dem Strich konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von +1,3 Mio. € (bzw. +100 T€ ohne Beteiligungsertrag) erzielt werden. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich das Jahresergebnis um rd. +2 Mio. € (bzw. +800 T€ ohne Beteiligungsertrag). Das Vermögen der Gesellschaft beläuft sich am Abschlussstichtag auf rd. 49,6 Mio. € und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um rd. 651 T€ verringert. Das Vermögen besteht zu 69,6% (Vorjahr: 68,7%) aus langfristig gebundenen Anlagevermögen. Die Finanzanlagen, hier insbesondere die Anteile an den Tochtergesellschaften in Polen, Serbien und Mexiko sowie die Ausleihungen an die serbische Tochter, belaufen sich auf insgesamt rd. 23 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 773 T€ in die Sachanlagen, im Wesentlichen in Produktionsanlagen, investiert. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen verringerten sich diese um 1,1 Mio. € auf 11,4 Mio. €. Finanzanlagen erhöhten sich um 1,2 Mio. € wegen eines ausgereichten IC-Darlehens. Das Vorratsvermögen verringerte sich von rd. 5,2 Mio. € auf ca. 4,2 Mio. €. Die Verminderung ist hierbei vor allem auf einen Rückgang der unfertigen Projekte um rd. 900 T€ zurückzuführen. Das Eigenkapital stieg um den Jahresüberschuss auf rd. 34,2 Mio. €. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich bei einer gesunkenen Bilanzsumme auf 68,9% (Vj. 65,3%). Langfristig stehen der Gesellschaft zur Finanzierung 43,5 Mio. € zur Verfügung. Damit ist das langfristig gebundene Anlagevermögen von 34,6 Mio. € vollständig gedeckt. Die Investitionen ins Sachanlagevermögen wurden aus dem Cashflow finanziert. In Anbetracht der Krisennachwirkungen sowie dem anspruchsvollen Branchenumfeld, kann die Lage des Unternehmens noch als zufriedenstellend bezeichnet werden, das Unternehmen war jederzeit fähig seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens 1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Durch den Zugewinn einer weiteren, bisher nicht im Kundenportfolio befindlichen Artikelgruppe wird sich die strategische Ausrichtung des Werks in Richtung Kunststoffproduktion weiter fortsetzen. Die EPDM-Artikel werden aufgrund der Kostenstruktur am Standort Gardelegen an Bedeutung verlieren. Energie- und lohnintensive Extrusionsprodukte werden nach und nach in unsere günstigeren Auslandsgesellschaften, vorzugsweise nach Serbien, verlagert. Für das Jahr 2024 erwarten wir ein positives Ergebnis, wobei die Voraussetzung eine stabile wirtschaftliche Lage mit zumindest stagnierenden Materialpreisen ist. Seitens der Kunden bestand die Erwartungshaltung einer Rückführung der in den letzten beiden Jahren geleisteten Kundenbeiträge. Bei den laufenden Verhandlungen konnte jedoch erreicht werden, dass die Forderung auf ein Minimum begrenzt wurde und in Verbindung mit Ausgleichgeschäften an anderer Stelle kompensiert wird. Chancen- / Risikobericht Reduzierte Produktionsmengen durch eine schwächelnde Wirtschaft, mit einhergehenden geopolitischen Spannungen sowie die nach wie vor gestörten Lieferketten könnten den Betriebserfolg negativ beeinflussen. Zudem besteht das Risiko, das seitens der OEM-Kunden die erzielten Preiserhöhungen aufgrund weiter sinkender Absätze ganz oder teilweise zurückgenommen werden. Aus gegenwärtiger Sicht ist dieses Risiko allerdings als gering einzuschätzen. Die hohe Abhängigkeit von einzelnen OEMs kann sich unter ungünstigen Umständen nachteilig auswirken. Es besteht die Gefahr, dass eine schlechte Kundenperformance in einem Werk zu negativen Konsequenzen in den übrigen Werken der Gruppe führt. Mögliche Angriffe auf kritische Infrastruktur bei Kunden, Lieferanten oder auch bei uns könnten nachhaltig negative Auswirkungen auf die Unternehmung haben. Auf der anderen Seite gibt es aber auch verhalten positive Signale. So waren unsere Abrufe in den zurückliegenden Monaten stabil. Des Weiteren zeigt sich, dass sich die zurückhaltende Nachfrage bei Elektrofahrzeugen durch erhöhte Abrufe bei Teilen für Verbrennermodelle nahezu ausgleicht. Bedingt durch unser Produktsegment sehen wir uns hier stabiler aufgestellt als antriebsabhängige Anbieter. Die Übernahme einer kompletten Produktionsabteilung von einem Marktbegleiter wird unser Produktportfolio für den Bereich Kunststoffspritzguss signifikant erweitern. Darüber hinaus führt das übernommene Paket zu einer besseren Diversifizierung unseres Kundenportfolios. Unser zentral gelegener Produktionsstandort hat für unsere Kunden erhebliche Logistikkostenvorteile, was insbesondere bei großvolumigen Kunststoffteilen einen Wettbewerbsvorteil darstellt. Die Zustimmung des Kunden zur Verlagerung von Teilen unseres Profilgeschäfts an einen kostengünstigeren Standort kann unsere wirtschaftliche Situation positiv beeinflussen. 3. Prognosebericht Insgesamt gehen wir weiterhin von einem angespannten Umfeld aus. Der Geschäftsverlauf wird im Wesentlichen davon abhängen, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern. Aufgrund der bisher erzielten Vereinbarungen mit unseren Kunden, gehen wir aber davon aus, dass wir für 2024 mit einem positiven Ergebnis abschließen werden.
Gardelegen, den 02. April 2024 gez. Elmar Stoffel, Geschäftsführer ELDISY GmbH gez. Hasso Flauss, Geschäftsführer ELDISY GmbH BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023ELDISY GMBH, GARDELEGENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ELDISY GMBH, GARDELEGENA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die ELDISY GmbH hat ihren Sitz in Gardelegen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter HRB 3524 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes unter Anwendung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Die Vermögensgegenstände des immateriellen und Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibung sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die Geschäftsjahre verteilt worden, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt wird. Soweit erforderlich erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) bis 800 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte sind wie folgt bewertet: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen werden die Herstellkosten nach der Vorgabe der Konzernmutter wie folgt ermittelt: Materialkosten (Fertigungsmaterial + Materialgemeinkosten) Fertigungskosten (Fertigungslöhne + Fertigungsgemeinkosten + Sondereinzelkosten der Fertigung) Verwaltungskosten (soweit sie auf den Fertigungsbereich entfallen und gesondert feststellbar sind). Abwertungen erfolgen prozentual in Abhängigkeit von der Lagerreichweite. Die erhaltenen Anzahlungen werden um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert ausgewiesen (Nettomethode). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Sie haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Das allgemeine Forderungsrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Einzelrisiken werden im Rahmen von Einzelwertberichtigungen bewertet. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen und wird mit dem Nennbetrag bewertet. Für Zuschüsse der Investitionsbank Sachsen-Anhalt wird ein Sonderposten gebildet, der in Relation zu den Abschreibungen aufgelöst wird. Sonstige Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in ausländischer Währung bestehen nicht. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage 3/7) dargestellt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte werden aktivisch abgesetzt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen wird entsprechend zur Abschreibung der bezuschussten Anlagengegenstände aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen in Höhe von 216 T€ (Vj. 327 T€), Gewährleistungen in Höhe von 128 T€ (Vj. 108 T€) und Jahresabschlusskosten in Höhe von 112 T€ (Vj. 88 T€). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Die Verbindlichkeiten haben folgende Laufzeiten:
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 25 T€ für Leasingverträge der ELDISY Slovakia spol. s r.o.. Die Risiken für die Inanspruchnahme aus der Bürgschaft sind zum Abschlussstichtag aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Begünstigten nicht erkennbar. Dies ergibt sich aus dem Jahresabschluss des Unternehmens und dessen positiven Ergebnisses bzw. der hohen Eigenkapitalquote. Es liegen keine Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung vor. Die Gesellschaft haftet zusammen mit der Vorwerk & Sohn GmbH & Co. KG für ein im Rahmen der Errichtung des Produktionsstandorts in Serbien aufgenommenes Darlehen in Höhe von 12.500 T€. Zudem haftet die Gesellschaft zusammen mit der Vorwerk & Sohn GmbH & Co. KG und der Eldisy Serbia d.o.o., Cacak, für eine Avalkreditlinie in Höhe von 3.800 T€ für die Sicherstellung von Investitionszuschüssen durch den serbischen Staat. Da die Schuldner in der Vergangenheit ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen sind und es keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass sich dieser Umstand in der Zukunft ändern wird, wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in voller Höhe gegenüber der Gesellschafterin GmbH & Co KG, Musterstadt. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden periodenfremde Erträge aus Steuererstattungen und Kostenweiterberechnungen in Höhe von 123 T€ (Vj. 111 T€), Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von 84 T€ (Vj. 82 T€), Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 3 T€ (Vj. 27 T€) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2 T€ (Vj. 2 T€) ausgewiesen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen für Zeitarbeit in Höhe von 2.177 T€ (Vj. 945 T€) ausgewiesen, periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 138 T€ (Vj. 29 T€) u.A. aus von Dritten nachberechneten Inventurdifferenzen aus dem Vorjahr sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 4 T€ (Vj. 6 T€). D. Sonstige Angaben (1) Unternehmensbeziehungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Beteiligungen, bei denen die Gesellschaft mindestens 20 % der Anteile hält:
(2) Konzernzugehörigkeit Das Unternehmen wird in den Konzernabschluss der Vorwerk & Sohn GmbH & Co. KG, Wuppertal, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. (3) Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl - ohne Geschäftsführer - im Jahre 2023 betrug:
(4) Außerbilanzielle Verpflichtungen Aus Leasing bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen für die Restlaufzeiten bis 2032 in Höhe von 6.551 T€. (5) Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 waren als Geschäftsführer bestellt: Herr Elmar Stoffel, Gardelegen, Diplom-Ingenieur Herr Hasso Flauss, St. Wendel Urweiler, Diplom-Ingenieur Die Angabe der Bezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. (6) Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird unter Verweis auf § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da dieses im Konzernabschluss der Vorwerk & Sohn GmbH & Co. KG enthalten ist. (7) Gewinnverwendung Die Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Gardelegen, 02. April 2024 gez. Elmar Stoffel, Geschäftsführer gez. Hasso Flauss, Geschäftsführer
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ELDISY GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ELDISY GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ELDISY GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wuppertal, den 2. April 2024 Breidenbach
und Partner PartG mbB
Paglia, Wirtschaftsprüfer Wendlandt, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.05.2024 festgestellt. |
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