Master Data

Registry
Register court Augsburg HRB 31802
Registered
8/17/2017
Industry
Management activities of other holding companiesManagement of non-residential real estate on a fee or contract basisComputer consultancy activities
Purpose
Verwaltung eigenen Vermögens, Planung, Entwicklung und Konstruktion von Maschinen, Anlagen, Werkzeugen und Vorrichtungen unter Einsatz moderner Technologien und aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen und Geschäften sowie Erwerb und Verwaltung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften, Erbringung von Personaldienstleistungen, insbesondere von Arbeitnehmerüberlassungen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Wolfram Dr. Motz
since 6/2/2020
Managing Director
Managing Director
Andreas Egen
since 9/9/2019
Procura

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders
Beta

Name
Location
Share
SII Holding GmbH
Germany
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

SII Technologies GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

SII Technologies GmbH, Augsburg

Darstellung der Geschäftstätigkeit

Als Entwicklungspartner bringt die SII Technologies GmbH ihre Kunden mit innovativem Know-how voran. Von der Idee bis zur Produktion verantwortet sie Projekte in den Branchen Automotive, Energie- und Umwelttechnik, Industrieautomation, Luftfahrt- & Verteidigungsindustrie, allgemeiner Maschinenbau und Medizintechnik.

I. Geschäftsverlauf

Als Teil der weltweit tätigen SII Gruppe ist die SII Technologies GmbH als IT- und Ingenieurdienstleister direkt abhängig von der Branchenentwicklung in den einzelnen Industriezweigen sowie dem Wettbewerbsumfeld im Markt für Ingenieurleistungen.

1. Konjunkturelle Lage

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1% etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit + 2,8 % geringer. In den USA (+ 2,5 %) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils + 0,5 % das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt + 6,8 %. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte + 0,4 %. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real + 0,9 % sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um - 1,2 % zurück.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023

Globaler Maschinenbau

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit.

Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Wirtschaftsraum EU-27

In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf + 0,5 % geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+ 3,4 %). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von + 6,4 % im EU-Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um + 1 %. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit + 4 % abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um - 1,4 %, nach + 5 % Wachstum im Vorjahr.

Quelle: IWF, Eurostat, EU-Commission: European Economist Forecast Autumn 2023 und Winter 2024.

Deutsche Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 % zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (- 0,3 %).

Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr.

Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (- 1,5 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 % gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 % der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 % der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 %) auf Oktober (85,9 %) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 % zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal + 7 % zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA

2. Konjunktrelle Aussichten 2024

Weltwirtschaft

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von + 3,1 %. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 % prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit + 0,5 % erneut unterdurchschnittlich entwickeln.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024

Globaler Maschinenbau

Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 % prognostiziert.

Quelle: "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Deutsche Konjunktur

Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um + 0,2 % im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 % für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 % der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 % zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robusten Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 % leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck.

Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht)

Deutscher Maschinen- und Anlagebau

Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 %. Der Auftragseingang im Januar 2024 (- 10 % real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen.

Quelle: VDMA (Originaltext)

II. Geschäftsentwicklung

1. Umsatz-und Auftragsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung war im abgeschlossenen Geschäftsjahr sehr zufriedenstellend. Die gesetzten Umsatzziele konnten übertroffen werden. Die Gesamtleistung der SII Technologies GmbH betrug T€ 35.162 und liegt damit 50 % über dem Vorjahreswert. Die Geschäftsentwicklung stellt sich im Jahresverlauf positiv dar. Es erfolgten zahlreiche Neueinstellungen vor allem bei Digital Services aber auch bei den Engineering Services. Für das laufende Geschäftsjahr wird mit einem Auftragseingang von rund Mio. € 30 gerechnet.

2. Finanz- und Vermögenslage

Die SII Technologies GmbH fungiert unter anderem als Finanzierungsgesellschaft der SII Technologies Unternehmensgruppe und stellt den operativen Tochtergesellschaften bei Bedarf Liquidität zur Verfügung.

Insgesamt beträgt die Bilanzsumme zum 31. März 2024 T€ 21.366. Wesentliche Positionen sind hier die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen in Höhe von zusammen T€ 2.138. Weiterhin bestehen im Finanzanlagevermögen Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 6.628. Weitere wesentliche Positionen sind die Vorräte in Höhe von T€ 1.440 sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt T€ 8.801 und die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 1.551).

Das Eigenkapital unter Berücksichtigung von Einlagen stiller Gesellschafter beträgt bei der SII Technologies GmbH T€ 4.903. Die Eigenkapitalquote liegt am Bilanzstichtag bei 23 %. Größte Positionen der Kapitalstruktur sind die Kreditverbindlichkeiten in Höhe von T€ 8.465, was einen Anteil von rund 40 % darstellt.

Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit ausreichend gesichert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit T€ 793 (Vj. T€ 1.847) erneut positiv. Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungseffekten werden eingesetzt.

3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten mit T€ 34.310 um rd. 41,5 % gesteigert werden, die Vorjahresprognose (+ 50 %) wurde damit nicht ganz erreicht. Das Rohergebnis liegt mit T€ 32.018 um knapp 44 % über dem Vorjahr. Die Personalkosten sind mit T€ 22.122 um rd. 40 % oder T€ 6.393 höher als im Vorjahr (T€ 15.729). Sie machen damit einen Anteil von 62,9 % an der Gesamtleistung aus (im Vorjahr 67,1 %). Im Vergleich zur Vorjahresprognose von T€ 1.700 wurde das EBITDA mit T€ 4.960 weit übertroffen. Das Vorsteuerergebnis (EBT) liegt bei T€ 3.710 und das Jahresergebnis beträgt T€ 2.402.

Die Aktivitäten im Geschäftsbereich Engineering Services haben sich positiv entwickelt. Im Jahresverlauf zeigte sich ein deutlich verbesserter Auftragseingang und eine dynamische und positive Geschäftsentwicklung. Die Umsatzerlöse konnten mit T€ 10.062 um rd. 12 % gesteigert werden. Das Rohergebnis des Bereichs liegt mit T€ 2.108 um knapp 13 % unter dem Vorjahr.

Das Umfeld im Bereich Automotive-Produktionsanlagen hatte durch eine veränderte Vergabestrategie und eine positive Preisentwicklung wieder einen höheren Einfluss auf die Gesamtleistungserbringung des Bereichs. In der Energietechnik, der Automatisierung und im Maschinen- und Anlagenbau zeigt die Konzentration auf Kunden mit entsprechend nachhaltigem Potenzial die erwartete Wirkung, sodass eine stabilere Auslastung gewährleistet ist. Durch konsequentes Claim-Management teilweise Nachverhandlung von Stundensätzen etc. konnte das Ergebnis weiter verbessert und stabilisiert werden.

Der Geschäftsbereich Digital Services hat im GJ 2023/2024 substantielle Neubeauftragungen gewinnen können, die erfolgreich mit neuen Mitarbeiter * Innen hinterlegt wurden. Die Nachfrage nach digitalen Lösungen ist deutschlandweit ungebrochen, die Ergänzung um die Kompetenzen im Bereich Embedded Systems und Diagnose haben die Attraktivität der SII Technologies weiter gesteigert. Vor allem die OEMs (Volkswagen Gruppe, Daimler) zeigen hier hohes Interesse an einer Vertiefung der Zusammenarbeit. Die Umsatzerlöse konnten mit T€ 23.083 um rd. 69 % gesteigert werden. Das Rohergebnis des Bereichs liegt mit T€ 10.362 um knapp 52 % über dem Vorjahr.

Wesentlich für den mittel- und langfristigen Erfolg ist die Rekrutierung von Mitarbeitern. Durch die agile Aufstellung der Recruiting-Abteilung und den Fokus auf "active search" konnten hier deutliche Fortschritte erzielt werden, sodass die Ressourcen für die neuen Projekte rechtzeitig zur Verfügung standen. Die begleitende Präsenz auf den Social Media Plattformen wurde konsequent ausgebaut und professionalisiert.

Begleitend wurde die Kostendisziplin weiter eingehalten, sodass sich positive Auswirkungen auf das Jahresergebnis zeigen. Die SII Technologies ist somit kostenoptimiert für die kommenden Geschäftsjahre aufgestellt.

4. Investitionen und Finanzierung

Wesentliche Investitionsmaßnahmen fanden im Geschäftsjahr 2023/24 lediglich im Bereich IT zur Neuaufstellung und Absicherung der IT-Infrastruktur sowie zur Ausstattung der zahlreichen neuen Mitarbeiter statt.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf der Entwicklung des Rohertrages sowie der EBITDA-Entwicklung. Neben den oben genannten finanziellen Leistungsindikatoren, werden nachfolgend die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dargestellt:

Personalbereich

Die Zahl der Beschäftigten zum Geschäftsjahresende 2023/2024 belief sich auf 277 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer / Vorjahr: 215). Hinzu kommen rd. 30 Mitarbeiter, die dauerhaft im Rahmen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit den Best-Cost-Standorten der SII Group von dort Leistungen für die SII Technologies erbringen.

Geschäftsbereiche

Im Geschäftsbereich Digital Services sind Ende März 2024 140 Mitarbeiter für IT- und Digitalisierungsleistungen tätig. Im Geschäftsbereich Engineering Services arbeiten 113 Mitarbeiter mit Fokus auf werk- und dienstvertragliche Ingenieurleistungen. Für das direkte Tätigwerden bei Kunden im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung sind 27 Mitarbeiter im Bereich Personal Services angestellt, im administrativen Bereich werden 33 Mitarbeiter beschäftigt. In Summe arbeiten Ende März 2024 310 Mitarbeitende für SII Technololgies GmbH (inklusive der Kapazitäten aus Near- und Offshore).

Niederlassungen

Neben dem Stammsitz in Augsburg, mit zwei Profitcentern und in Summe 93 Mitarbeitern sowie der Mehrzahl der Mitarbeiter aus den Corporate Functions, bestehen in Donauwörth (5 Mitarbeiter), in Neutraubling (58 Mitarbeiter) in Gaimersheim (141 Mitarbeiter) und in Dresden (13 Mitarbeiter) weitere Niederlassungen. Die Mitarbeiter des Geschäftsbereiches Personal Services werden keiner Niederlassung zugeordnet, da sie vor Ort beim Kunden arbeiten.

Forschung und Entwicklung

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde die Strategie konsequent fortgeführt und das Entwicklungs- und Konstruktions-Know-how sowie die Kompetenzen im Bereich Digital Services weiter ausgebaut.

III. Risiken der künftigen Entwicklungen

Die Entwicklung des Geschäfts und der damit verbundenen finanzwirtschaftlichen Ziele hängt neben der konjunkturellen Entwicklung in den für uns relevanten Märkten und Regionen auch von der technischen Entwicklung ab.

Den Marktrisiken wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen begegnet. Zur Vermeidung nachfolgender Risiken, die durch die Geschäftsleitung als relevant für das Unternehmen festgelegt wurden, sind feste Abläufe im Unternehmen integriert:

Auftragseingangsrisiko

In den laufenden Besprechungen wird die Forecast-Ermittlung quartalsweise rollierend aktualisiert. Dies ermöglicht, frühzeitig auf einen negativen Trend zu reagieren.

Die bewusst hohe Bindung zu den Großkunden bietet Chancen, am Wachstum dieser Unternehmen gezielt zu partizipieren. Aus dieser Bindung entstehen intensive Geschäftsbeziehungen und gegenseitige Abhängigkeiten. Bedingt durch die enge Vernetzung mit den Prozessen der Kunden, entlang der gesamten Wertschöpfungskette, wird eine vergleichsweise hohe Sicherheit bezüglich der bestehenden Geschäfte und künftiger Aufträge erreicht.

Der konsequente Auf- und Ausbau von Kundenbeziehungen, mit dem Ziel einer weiteren Reduzierung bzw. Vermeidung von einseitigen Abhängigkeiten, stellt eines der wichtigen Ziele der SII Technologies GmbH dar. Die Diversifizierungsstrategie bietet auch für den Rückgang oder Wegfall einzelner Kundenbeziehungen aus konjunkturellen Gründen stabile Rahmenbedingungen.

Technische Risiken

Risiken bei der technischen Entwicklung werden durch das Vier-Augen-Prinzip erkannt und überwacht. Vor Annahme eines Auftrags werden die technischen Spezifikationen, die Vorkalkulation und die angebotene Konzeption von einem technischen Projektleiter überprüft. Im Falle eines Auftragswerts größer T€ 200 wird die Geschäftsführung involviert, die dann über die weitere Vorgehensweise entscheidet.

Personelle Risiken

Die Fluktuation im abgelaufenen Geschäftsjahr beruht primär auf der hohen Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern und entsprechend aggressivem Vorgehen von Marktbegleitern und anderen potenziellen Arbeitgebern. Die Nachfrage nach hoch-qualifizierten Kräften ist mit Anlaufen der Konjunktur drastisch gestiegen, auch der Ukraine-Krieg konnte diesen Trend bislang nicht beeinträchtigen. Dies gilt aktuell für alle Branchen und Standorte, nicht nur für den Bereich der Digitalisierung. Durch die Fokussierung auf "active search", ein professionell aufgestelltes und incentiviertes Recruiting-Team und agile Prozesse, konnte dennoch ein Mitarbeiteraufbau in die Wege geleitet werden. Besonderes Augenmerk gilt auch dem Verbleib der bestehenden Belegschaft. Hier wurde ein Kommunikationsplan implementiert und für das kommende Geschäftsjahr unter anderem die Teilnahme an "Great Place to Work" mit dem entsprechenden, auf der Mitarbeiterbefragung aufsetzenden Prozess zur kontinuierlichen Verbesserung (KVP) gestartet.

Finanzielle Risiken

Um auf finanzielle Risiken, explizit eine Unterdeckung an Liquidität, frühzeitig zu reagieren, wird regelmäßig eine kurz- und langfristige Liquiditätsplanung erstellt und damit die Liquiditätssituation überwacht. Eine weitere Zufuhr von Mitteln aus der Muttergesellschaft SII S.A., die eine harte Patronatserklärung auf die SII Technologies erteilt hatte, war nur kurzfristig erforderlich und ist innerhalb des Geschäftsjahrs komplett zurückgeführt worden.

Forderungsausfälle

Dem Forderungsausfallrisiko wird insbesondere durch Einholung von Bonitätsanfragen sowie einem konsequenten Mahnwesen Rechnung getragen. Im Berichtszeitraum sind keine relevanten Ausfälle zu vermelden.

IT-Systeme

Die Befähigung zum Umgang mit einer sehr komplexen und vielschichtigen IT hat strategische Bedeutung. Eine kompetente zentrale IT-Abteilung ist daher ein wettbewerbsrelevantes Kriterium.

Die Gesellschaft nahm im Berichtsjahr Restrukturierungen bei der IT-Infrastruktur auf, um die notwendigen Kernprozesse bei gleichbleibender Sicherheit beizubehalten. Die enge Vernetzung aller in Projekten beteiligten User erfordert leistungs- und anpassungsfähige IT-Systeme mit höchster Verfügbarkeit. Den Schutz dieser Systeme stellt die Gesellschaft durch Firewall- und aktuelle Virenschutzprogramme sicher. Einem systemseitigen Ausfall wird durch intensive Betreuung und Wartung entgegengewirkt. Entsprechende Archivierungs- und Back-up-Lösungen stehen zur Verfügung.

Mit der TISAX-Zertifizierung dokumentiert SII Technologie, das höchste Sicherheitsstandards im IT-Umfeld vorhanden sind und dauerhaft aufrechterhalten werden. Neben Vorteilen im operativen Umfeld erhöht sich dadurch auch die Sicherheit gegen Cybercrime, das mittlerweile wesentliche Risiko in diesem Geschäftsumfeld. Den Kunden wird dadurch Gewissheit gegeben, dass ihre Zusammenarbeit mit dem Unternehmen in allen Aspekten abgesichert ist.

Beschaffung

Als Dienstleistungsunternehmen ist die SII Technologies GmbH einem normalen Beschaffungsrisiko ausgesetzt. Durch ein aktives Lieferantenmanagement werden Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten vermieden und Lieferbeziehungen optimiert.

IV. Prognose

Chancen und Risiken der Entwicklung

Zukunftsgerichtete Aussagen über Risiken und Chancen beruhen auf heutigen Kenntnissen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der SII Technologies GmbH liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse und Leistungen wesentlich - sowohl positiv als auch negativ - von denen abweichen, wie sie hier als zu erwarten angesehen werden. Solche Ungewissheiten ergeben sich insbesondere auf Grund folgender Faktoren: Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt, Änderungen der wirtschaftlichen Lage, insbesondere in Folge weiterer geopolitischer Spannungen, Einführung konkurrierende Geschäftsfelder durch andere Unternehmen, unerwartete Forderungsausfälle von Großkunden sowie gesetzliche Änderungen.

Dies vorgeschickt wird die voraussichtliche Entwicklung der SII Technologies GmbH mit ihren wesentlichen Chancen in Ergänzung zum Risikobericht wie folgt beurteilt:

Das derzeitige Marktumfeld erscheint trotz des Krieges in der Ukraine grundsätzlich positiv. In manchen Bereichen besteht ungeachtet des Fachkräftemangels ein hoher Preisdruck. Die Schwerpunktbranchen der SII, wie z.B. die Automobil- und Luftfahrtindustrie, wie auch Maschinenbau, sind grundsätzlich mit einer positiven Perspektive zu betrachten. Wie sich allerdings angesichts der globalen konjunkturellen Unsicherheiten die Vergabebudgets im Automobilbereich mittelfristig entwickeln, bleibt abzuwarten. Die SII Precision Parts als Tochtergesellschaft der SII Technologies GmbH hat durch die Corona-Pandemie und die resultierende Verkürzung der Lieferketten weiter profitieren können. Gezielte Ersatz- und Neu-Investitionen, Prozessoptimierungen und die konsequente Qualitätssicherung haben das Unternehmen mit einem EBITDA von T€ 4.960 positiv aus dem Berichtsjahr gehen lassen.

Zur Erreichung der avisierten Jahresziele ist der nachhaltige und fokussierte Mitarbeiteraufbau essenziell. Die SII Technologies wird zudem ihre Flexibilität im Umgang mit Nachfrageschwankungen beibehalten und ausbauen. Alle adressierten Branchen werden auch künftig wesentlich von der zunehmenden Digitalisierung der Prozesse beeinflusst. Realistische Chancen sieht die Geschäftsleitung des Unternehmens daher neben der Weiterentwicklung des Engineering-Geschäfts vor allem im weiteren Ausbau des Geschäftsbereichs Digital Services. Als Teil eines international tätigen Firmenverbundes im Dienstleistungssektor wird die Gesellschaft künftig weiter auf Fachkompetenzen bei verbundenen Unternehmen zurückgreifen als auch Offshore-Kapazitäten in Rumänien, in Polen, in Spanien sowie in Indien und - so es die weitere Kriegsentwicklung zulässt - in der Ukraine weiter ausbauen und fördern.

Optimierte Abwicklungsprozesse sowie fachlich kompetentes Personal sind Garanten für effektive und kostensparende Projektabwicklung und tragen somit einen wesentlichen Teil daran, die Wettbewerbsfähigkeit auszubauen.

Durch die Diversifikation in einzelnen Geschäftsbereichen ist die SII Technologies GmbH auch zukünftig auf Schwankungen innerhalb einzelner Branchen gut vorbereitet.

Ausblick

Entsprechend des - zumindest bislang - trotz gegenläufiger Effekte grundsätzlich positiven Ausblicks der Kundenbranchen rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Umsatzzuwachs von rund 5-10% im Vergleich zum Berichtsjahr. Die Geschäftsführung erwartet angesichts der erfolgreichen Konsolidierung des Firmenportfolios und der konsequenten Kosteneinsparmaßnahmen auch im Folgejahr einen positiven EBITDA in Höhe von rund 3,5 Mio. €. Die Finanzierung der SII Technologies GmbH ist gesichert. Die harte Patronatserklärung der SII S.A. hat weiterhin Bestand. Die SII S.A. hält an ihrem Engagement fest, und sieht sich in ihrer langfristigen Strategie bestätigt. Die SII Technologies GmbH gilt als wesentliches strategisches Investment um den deutschen Markt für den Konzern im Bereich Digitalisierung und Engineering zu entwickeln.

 

Augsburg, Dezember 2024

gez. Antoine Leclercq

gez. Dr. Wolfram Motz

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 9.166.252,99 8.521.565,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 786.051,00 717.900,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 416.238,00 467.206,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 369.813,00 250.694,00
II. Sachanlagen 1.352.290,86 775.754,00
1. technische Anlagen und Maschinen 6.969,00 8.333,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.345.321,86 767.421,00
III. Finanzanlagen 7.027.911,13 7.027.911,13
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 399.738,94 399.738,94
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.628.172,19 6.628.172,19
B. Umlaufvermögen 11.873.375,66 7.282.242,63
I. Vorräte 1.439.573,76 587.262,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.391.789,02 6.686.265,40
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.550.946,16 266.097,63
2. sonstige Vermögensgegenstände 8.840.842,86 6.420.167,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 42.012,88 8.714,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 289.388,19 235.590,19
D. Aktive latente Steuern 36.529,00 37.763,00
E. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 631.205,16
Bilanzsumme, Summe Aktiva 21.365.545,84 16.708.366,11

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 1.770.731,27 0,00
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 195.500,00 195.500,00
III. Bilanzgewinn 1.475.231,27 -926.705,16
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 0,00 631.205,16
B. Einlagen stiller Gesellschafter 3.132.000,00 3.132.000,00
C. Rückstellungen 3.203.759,19 2.117.088,58
D. Verbindlichkeiten 13.253.707,37 11.459.277,53
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.464.537,72 7.007.821,59
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.139.299,88 1.985.035,34
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.649.869,77 2.466.420,60
E. Rechnungsabgrenzungsposten 5.348,01 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 21.365.545,84 16.708.366,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Rohergebnis 32.017.615,47 22.305.506,30
2. Personalaufwand 22.121.891,42 15.728.803,03
a) Löhne und Gehälter 18.855.240,07 13.404.746,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.266.651,35 2.324.056,95
3. Abschreibungen 606.245,26 410.383,34
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 606.245,26 410.383,34
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.929.893,14 3.760.729,86
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 101.954,40 88.119,06
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 592.577,07 356.224,03
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.307.623,65 680.466,57
8. Ergebnis nach Steuern 2.561.339,33 1.457.018,53
9. sonstige Steuern 5.780,91 2.064,00
10. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 153.621,99 95.578,21
Jahresüberschuss 2.401.936,43 1.359.376,32

Ergebnisverwendung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Jahresüberschuss 2.401.936,43 1.359.376,32
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 926.705,16 2.286.081,48
3. Bilanzgewinn 1.475.231,27 -926.705,16

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/ 2024

SII Technologies GmbH, Augsburg

I. Allgemeine Angaben

Die SII Technologies GmbH hat ihren Sitz in Augsburg. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Augsburg unter HRB 31802 geführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Grundlage hierfür ist, nach Auffassung der Geschäftsführung, die aktuelle 5-Jahres-Unternehmensplanung sowie die weiteren unterstützenden Maßnahmen durch den Konzernverbund.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

Aktiva

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen aktiviert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt zwischen zwei und fünf Jahren.

Ein derivativer Geschäfts- oder Firmenwert wird verteilt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben (§ 253 Abs. 3 Sätze 3 und 4 HGB).

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die zwischen drei und achtzehn Jahren liegt. Bewegliche abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von weniger als € 800,00 wer den aus Vereinfachungsgründen im Jahr des Zuganges als Abgang dargestellt.

Die Finanzanlagen sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Umlaufvermögen

Vorräte

Die erworbenen Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die selbsterstellten Vorräte ( unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen) sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In den Herstellungskosten sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die entsprechenden Gemeinkosten enthalten. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden hierbei mitberücksichtigt. Zur verlustfreien Bewertung der unfertigen Erzeugnisse wird der niedrigere beizulegende Wert aus den vorsichtig geschätzten Herstellungskosten ermittelt und retrograd um noch anfallende Kosten verminderten Verkaufspreisen gegenüber gestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken werden angemessene Wertberichtigungen gebildet; uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Zur Abdeckung des allgemeinen Kredit-, Ausfall- und Zinsrisikos wird ein pauschaler Abwertungsbetrag in Höhe der Erfahrungswerte aus Vorjahren berücksichtigt. Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Flüssige Mittel

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability Method") sowie für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach HGB angesetzt. Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Bewertungsdifferenzen der Bilanzposition Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und sonstige Rückstellungen. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 30 % zu Grunde gelegt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten wird zum Nennwert angesetzt.

Passiva

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristenkongruenten Marktzinssätzen abgezinst. Es werden die von der Deutschen Bundesbank ermittelten Zinssätze herangezogen. Ab- oder Aufzinsungen waren im laufenden Geschäftsjahr nicht veranlasst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2024 wird gesondert im Anlagenspiegel dargestellt.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Zusammensetzung und Fristigkeit der Forderungen ergeben sich aus dem unten aufgeführten Forderungenspiegel.

Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.800.606,95 0,00
(Vorjahr) (6.287.976,91) (0,00)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.550.946,16 0,00
(Vorjahr) (266.097,63) (0,00)
Sonstige Vermögensgegenstände 26.326,91 13.909,00
(Vorjahr) (118.281,86) (13.909,00)
10.377.880,02 13.909,00
(6.672.356,40) (13.909,00)

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen abzugrenzende Wartungs- und Lizenzverträge sowie Kraftfahrzeugversicherungen.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt € 100,000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Aufwendungen aus einer Rückzahlungsverpflichtung (T€ 50), aus ausstehenden Rechnungen (T€ 23), aus Restrukturierungskosten (T€ 250), aus Personalrückstellungen (€ 502) sowie Urlaubs- und Überstundenrückstellung (T€ 725) und Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 2023 (T€ 46).

Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung und Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem unten aufgeführten Verbindlichkeitenspiegel.

Restlaufzeiten durch Grundpfandrechte
oder ähnliche Rechte gesichert
bis zu einem Jahr
über einem Jahr
davon über fünf Jahre
Art und Form der Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.489.537,72 975.000,00 0,00 8.464.537,72 Patronatserklärung und selbstschuldnerische
(Vorjahr) (7.007.821,59) (0,00) (0,00) (7.007.821,59) Bürgschaft
Erhaltene Anzahlungen 196.043,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (844.549,21) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 257.532,66 0,00 0,00
(Vorjahr) (221.901,78) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.289.299,88 850.000,00 0,00
(Vorjahr) (535.035,34) (1.450.000,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.146.294,11 50.000,00 0,00
(Vorjahr) (1.349.969,61) (50.000,00) (0,00)
- davon aus Steuern 2.117.461,37 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.338.598,86) (0,00) (0,00)
- davon im Rahmen sozialer Sicherheit 162,29 0,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00)
11.378.707,37 1.875.000,00 0,00 8.464.537,72
(9.959.277,53) (1.500.000,00) (0,00) (7.007.821,59)

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 908.

Die Personalaufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von T€ 15 (Vorjahr: T€ 13).

Unter den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sind vor allem Erträge gegenüber verbunden Unternehmen in Höhe von T€ 91 (Vorjahr: T€ 87) ausgewiesen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Aufwendungen aus der Auflösung von aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ -1.

V. Sonstige Angaben

Die SII S.A., mit Sitz in Paris, ist das Mutterunternehmen der Gesellschaft nach § 285 Nr. 14 und Nr. 14a HGB.

Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft (rue de Bercy 65, 75012 Paris) erhältlich.

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB beträgt T€ 37.

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023/2024 mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und als Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Anzahl der Mitarbeiter

Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 bei der SII Technologies GmbH 276 Arbeitnehmer (Vorjahr: 206) beschäftigt, es handelt sich ausschließlich um Angestellte.

Organe der Gesellschaft

Zum Geschäftsführer der SII Technologies GmbH sind Herr Antoine Marie Gabriel Leclercq, Kaufmann aus Paris, Frankreich, und Herr Dr. Wolfram Motz, Kaufmann aus Dorfen bestellt. Auf die Angabe der Bezüge des Organmitglieds wird unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Bürgschaften und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Mietverträge für Büro-, Verwaltungs- und Lagerräume und sonstige Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von insgesamt T€ 3.708 (Vorjahr: T€ 4.303). Hierbei haben die Leasing- und Mietverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr einen Wertansatz in Höhe von T€ 1.235 (Vorjahr: T€ 1.206). Leasing- und Mietverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen T€ 236 (Vorjahr: T€ 470).

Die Gesellschaft hat Zinsswap-Geschäfte zur Absicherung von Zinsrisiken abgeschlossen. Der Gesamtumfang der Zinsswap-Geschäfte beträgt zum Bilanzstichtag € 1.350 und hat eine Laufzeit bis 30. Juni 2028. Die Gesellschaft bildet Bewertungseinheiten nach § 254 HGB. Die Parameter des zu sichernden Grundgeschäfts (Nominalbetrag und Zins) und des Sicherungsgeschäfts entsprechen sich, sodass sich individuelle gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäften gegenseitig aufheben bzw. weitestgehend kompensieren (micro und portfolio hedge). Auf diese Weise ist bereits bei Abschluss des Sicherungsgeschäfts eine auf Dauer wirksame Sicherungsbeziehung erkennbar. Für die bilanzielle Abbildung wird die sogenannte Einfrierungsmethode verwendet. Hierbei werden die sich auf Basis des abgesicherten Risikos kompensierenden Zahlungsstromänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument nicht bilanziert.

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB i. V. mit § 268 Abs. 7 HGB.

Angabe über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 % der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Gesellschaft Anteile
in %
Jahresergebnis
in TEUR
Eigenkapital
in TEUR
SII Precision Parts GmbH Augsburg 100 -855 -3.013

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

Anlagespiegel

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.03.2024
EUR
Buchwert 31.03.2024
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2.488.988,00 272.463,21 39.280,00 2.430.918,21 369.813,00
Geschäfts- oder Firmenwert 509.679,67 93.441,67 416.238,00
Immaterielle Vermögensgegenstände
2.998.667,67 272.463,21 39.280,00 2.524.359,88 786.051,00
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Sachanlagen 1.747.475,69 1.024.327,03 57.040,61 39.280,00- 1.323.191,25 1.352.290,86
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Finanzanlagen 7.027.911,13 7.027.911,13
11.774.054,49 1.296.790,24 57.040,61 3.847.551,13 9.166.252,99

 

Augsburg, 16. Dezember 2024

Antoine Leclercq

Dr. Wolfram Motz

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SII Technologies GmbH, Augsburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SII Technologies GmbH, Augsburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SII Technologies GmbH, Augsburg für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Schwäbisch Hall, den 14. Februar 2025

D C S GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Matthias Durst

gez. Erhard Schön

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