Master Data

Registry
Register court Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 51043
Registered
9/11/1951
Industry
Wholesale of chemical productsManufacture of plastic packing goodsActivities of holding companies
Purpose
Die Herstellung und der Vertrieb chemischer Erzeugnisse, insbesondere auf dem Gebiet der Textilchemie sowie von Produkten für den technischen Materialschutz. Die Gesellschaft ist berechtigt, auch solche chemischen Erzeugnisse zu vertreiben, die sie nicht selbst herstellt; sie darf mit anderen Unternehmen Kooperations- oder Beteiligungsverträge abschließen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Martin Dr. Wenderoth
since 1/16/2025
Managing Director
Rüdiger Lothar Baum
since 12/22/2021
Managing Director
Jürgen Klein
since 11/8/2021
Managing Director
Peter Hahn
since 8/22/2007
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
TATO Holdings Ltd.GBR
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

TATO Holdings Ltd.
United Kingdom
€13,000,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

THOR GmbH

Speyer

Jahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die hohe Volatilität an den Absatz- und Beschaffungsmärkten setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter fort. Die makroökonomische Entwicklung in großen Teilen Europas und insbesondere auch in Deutschland war im Jahr 2023 von Stagnation und hohen, wenn auch im Jahresverlauf rückläufigen Inflationsraten geprägt. Insbesondere der geschwächte Konsum der Haushalte ist ursächlich auf die hohen Kaufkraftverluste in Folge der gestiegenen Energie- und Finanzierungskosten zurückzuführen. 1

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Zusammenfassung wesentlicher volkswirtschaftlicher Kennzahlen:

Indikator 2023
Europäische Union - Inflationsrate 2,9%
Deutschland - Bruttoinlandsprodukt -0,3%
Deutschland - Inflationsrate 5,9%
EZB-Leitzinssatz 4,5%

Abbildung 1: Ausgewählter volkswirtschaftlicher Indikatoren 2

Die Entwicklung der zuvor beschriebenen volkswirtschaftlichen Kennzahlen hatte eine direkte Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der THOR GmbH.

Nach einem akzeptablen Jahresstart stabilisierten sich die Umsätze auf einem mittleren Niveau, welches in Summe nicht an die durchschnittliche Umsatzleistung der vergangenen drei Jahre heranreichte. Diese Stagnation ließ sich über alle Produktsegmente und Vertriebskanäle beobachten. Preissteigerungen konnten am Markt nur partiell durchgesetzt werden, da alle Marktteilnehmer um die gesunkene Nachfrage konkurrierten.

Mit Blick auf die Industrieproduktion geht der Verband der Chemischen Industrie für das Jahr 2023 von einem Produktionsrückgang in Höhe von -10,7% in Deutschland aus 3. Die Produktionsvolumina der THOR GmbH zeigen ebenfalls einen Rückgang, jedoch auf einem niedrigeren Niveau von -9,2% im Jahresvergleich.

Die direkt und stringent eingeleiteten Maßnahmen zur Ergebnisstabilisierung auf der Kostenseite in Verbindung mit einer restriktiven Einstellungspolitik und der Optimierung des Umlaufvermögens konnte die negative Entwicklung auf der Absatzseite nur begrenzt kompensieren.

1 siehe hierzu: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2023, vom 13.12.2023, abgerufen am 09.01.2024 von: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2023.html
2 Quellen: www.statis.de, https://ec.europa.eu/eurostat/de/
3 Siehe Verband der Chemischen Industrie - Chemie Barometer - Stand: 15.02.2024

Auf Basis der zuvor genannten volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung der eingeleiteten und erreichten internen Optimierungsmaßnahmen kann der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 als bedingt zufriedenstellend bezeichnet werden.

Kritisch zu würdigen ist, dass sich unsere Erwartungen in das Geschäftsjahr 2023 nicht bestätigt haben. Die weltpolitische Lage hat sich nicht verbessert. Ein Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine ist nicht abzusehen und eine diplomatische Lösung scheint in weite Ferne gerückt. Zusätzlich haben die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hamas einen weiteren Krisenherd, dessen Ausmaße noch nicht abzuschätzen sind, geschaffen. Die Angriffe der Huthi Rebellen auf Containerschiffe führten im letzten Quartal zu einer Anpassung der Schiffsrouten, längeren Lieferzeiten für Rohstoffe und überproportional gestiegenen Frachtkosten.

Auch haben wir mit einem früheren und schnelleren Rückgang der Inflationsraten, sowie einer schnelleren Senkung der EZB-Leitzinsen gerechnet, welches wir als Indikator für eine dynamischere Investitionstätigkeit und eine Beschleunigung der Konjunktur bewertet hatten.

All diese Erwartungen sind nicht eingetroffen und führten dazu, dass wir unsere ambitioniert gesetzten Ziele im Geschäftsjahr 2023 nicht erreichen konnten.

Umsatz

Das Geschäftsjahr 2023 war prinzipiell ein schwieriges Geschäftsjahr. Der Umsatz belief sich zum 31.12.2023 auf 261,2 Mio. Euro nach 298,9 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Umsatz verteilte sich - wie auch in den vergangenen Jahren - in einem ausgeglichenen Verhältnis auf den Direktumsatz mit Drittkunden im Absatzgebiet der THOR GmbH, als auch auf die Belieferung der Verbundunternehmen der THOR-Gruppe mit den in Speyer hergestellten Produkten.

Wie die nachfolgende Graphik darstellt, konnte die Nachfrage im vergangenen Geschäftsjahr die Rekordwerte aus 2022 im Jahresverlauf nicht erreichen. Auch wenn das Delta zum Vorjahr im zweiten Halbjahr kleiner wurde und in den letzten beiden Monaten die Umsätze sogar über Vorjahr lagen, ist der Rückgang deutlich sichtbar.

Segmentbericht

Die geringere Nachfrage führte im Biozid-Bereich zu einem hohen Wettbewerb um Marktanteile, was sinkende Produktpreise nach sich zog und schließlich zu einem im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Jahresumsatz geführt hat. Aufgrund sinkender Rohstoff- und Energiepreise konnte die Margenqualität trotz der niedrigeren Verkaufspreise der Biozide gehalten werden. Die geringere Nachfrage hat nahezu alle Kundenbranchen erfasst, was u. a. im Bereich der Farben & Lacke, dem Polymer Emulsionsbereich (Bindemittel) und vor allem bei den Servicefirmen für die Papierindustrie sichtbar wurde.

Beim wichtigen Bereich "Farben & Lacke" und insbesondere im DIY ("Do-It-Yourself") Bereich war dies auf eine deutliche Kaufzurückhaltung der Endkunden, gepaart mit sinkenden Baugenehmigungen im Bausektor ersichtlich. Ursächlich hierfür waren neben einer politisch stimulierten Unsicherheit bei den Konsumenten die gestiegenen Baukosten und Kreditzinsen entscheidende Gründe für dieses Ergebnis.

Ebenfalls war ein deutlicher Abschwung im Bereich der Papierindustrie zu verzeichnen gewesen. Einige Produzenten reduzierten die Produktionen und legten teilweise die Produktion gänzlich still. Dies bedingte auch in diesem Segment einen spürbar geringeren Umsatz.

Im Bereich Household & Detergents konnte dem Gegenüber ein geringer Zuwachs im Jahresvergleich erzielt werden. Hier kann u. a. ein stärkeres Wachstum der Eigenmarken der Handelsketten bei unseren Kunden als möglicher Grund genannt werden.

Im Desinfektionsbereich wurde ebenfalls ein deutlich schwächeres Ergebnis im Jahresvergleich erzielt. Neben einem Bedarfsrückgang auf der Kundenseite hat der hohe Wettbewerbsdruck zu teilweise sehr niedrigen Marktpreisen geführt, welche zu dem Rückgang geführt haben.

Produktion

Die Produktionsmengen sind im zweiten Geschäftsjahr in Folge rückläufig. Der mengenmäßige Rückgang belief sich 2023 auf -9.2%, welches einem Volumen von 6.500 Tonnen entspricht. Auch wenn dieser Wert nicht positiv ist, kann er im Vergleich zum Rückgang der chemischen Industrieproduktion in Deutschland (-10,4% 4 ) als über der Branche liegend verstanden werden.

Als Ursachen für diesen mengenmäßigen Rückgang können primär die oben genannten volkswirtschaftlichen Entwicklungen und die daraus resultierenden stagnierenden, bzw. rückläufigen Investitionstätigkeiten im Bereich der Privathaushalte und in Folge unserer Industriekunden herangeführt werden.

Die Produktionsanlagen wurden der Auftragslage entsprechend ausgelastet. Die Mitarbeitenden wurden wie im vergangenen Jahr angehalten, Überzeiten sowie Urlaubsbestände konsequent abzubauen. Je nach individueller Kompetenz und Neigung, wurden Mitarbeitende auch in anderen Aufgabengebieten eingesetzt. Kurzfristige Arbeitsverhältnisse sowie Zeitarbeitsverträge wurden beendet, respektive nicht verlängert und altersbedingte Nachbesetzungen weitestgehend ausgesetzt.

Die freien personellen Kapazitäten wurden zur weiteren Qualifizierung unserer Mitarbeiter und zu weiteren Verbesserungen unserer Produktionsprozesse genutzt. Insbesondere im Bereich der Arbeitssicherheit haben wir vermehrt Gefährdungsbeurteilungen und Sicherheitsbetrachtungen durchgeführt und die Mitarbeiter wurden durch diverse Schulungen weiter sensibilisiert.

Beschaffung

Die Beschaffung erfolgt über globale strategische Einkäufer und auf Basis aktueller Vertriebs- und Einkaufsprognosen.

Um die Belieferung unserer Kunden jederzeit sicherstellen zu können wurde das Geschäftsjahr mit hohen Beständen bei strategischen Rohstoffen begonnen. Diese wurden aufgrund der unerwartet schleppenden Umsatzentwicklung im Laufe des Geschäftsjahres langsam abgeschmolzen. Gesunkene Rohstoffpreise führten (je nach Produkt) somit erst in der zweiten Jahreshälfte zu den gewünschten Senkungen bei den Herstellkosten. Um geopolitischen Risiken entgegenzuwirken und unsere Belieferung mit kritischen Rohstoffen weiter abzusichern, wurde gezielt nach alternativen Lieferanten gesucht.

Der Bestand an Rohstoffen und Handelswaren konnte während des Geschäftsjahres von 37,9 Mio. EUR im Januar auf 12,3 Mio. EUR im Dezember reduziert werden. Dies entspricht einer volumenmäßigen Reduktion in Höhe von 1,730 Tonnen.

Zur weiteren Optimierung der internen Prozesse und zur Reduzierung manueller Arbeiten unter Berücksichtigung des Vier-Augen-Prinzipes und einer stringenten Aufgabentrennung wurden diverse Projekt angestoßen. Ziel ist, die direkte Anbindung von strategischen Partnern an unser ERP-System und diverse Arbeitsprozesse über elektronische Workflows zu steuern.

4 Siehe Verband der Chemischen Industrie - Chemie Barometer-Stand: 15.02.2024

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 8,9 Mio. EUR am Standort in Speyer getätigt. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte ausschließlich aus dem laufenden Cash-Flow.

Aufgrund von Lieferengpässen konnte das Gebäude 1 erst im Januar 2023 in Betrieb genommen werden. Auch die Fertigstellung des Gebäudes 4 verzögert sich weiter. Die Realisierung der Baumaßnahmen verläuft weiterhin sehr schleppend und kann durch fehlende Rohstoffe, eingeschränkte Verfügbarkeit von Zulieferern und unerwartet starke Preisschübe charakterisiert werden. Diese Situation ist weiterhin nicht zu unserer Zufriedenheit.

Die Situation im Baubereich wird durch eine wesentlich positivere Entwicklung im Maschinen- und Anlagegüterbereich kontrastiert. Hier konnten Investitionen in Kooperation mit unseren Zulieferern entsprechend unserer Planung umgesetzt werden.

Die folgende Graphik zeigt die kontinuierlichen Investitionen der THOR GmbH am Standort Speyer in den vergangenen 5 Jahren:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde intensiv an der Erstellung eines Site-Masterplans gearbeitet, welcher die optimale Ausnutzung der am Standort verfügbaren Flächen für zukünftige Erweiterungen im Produktions-, Forschungs- und Verwaltungsbereich sicherstellen soll.

Personal

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die THOR GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 662 Mitarbeitende, im Vergleich zu 665 Mitarbeitenden im Jahr 2022.

Zum Stichtag des Jahresabschlusses, dem 31. Dezember 2023, befanden sich 665 Mitarbeitende in einem aktiven Beschäftigungsverhältnis, welches im Zeitäquivalent 647,9 Vollzeitarbeitenden (FTE) 5 entspricht. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 ergibt sich hieraus eine stichtagsbezogene Reduktion in Höhe von -30 Mitarbeitenden (-31 FTE). Der Pro-Kopf Umsatz lag bei 403 T-EUR, welches 46 T-EUR unter dem Vergleichswert des Vorjahres liegt.

Der Frauenanteil im Unternehmen lag zum 31. Dezember 2023 bei 20,3% (Vorjahr: 19,7 %). Die gezielte Entwicklung und weitere Qualifizierung von Frauen für Führungspositionen wird in den Folgejahren weitergeführt und intensiviert.

Positiv hervorzuheben ist der niedrige Krankenstand des Unternehmens, welcher mit 5,9% deutlich unter dem Branchenschnitt von 7,2% 6 liegt. Die durchschnittliche Beschäftigungsdauer in Höhe von 13,7 Jahren und die niedrige Fluktuationsrate in Höhe von 6,0% sind Ausdruck der Loyalität der Mitarbeiter zum Unternehmen.

Weiterhin wurde im Geschäftsjahr 2023 eine von der Konzernzentrale vorbereitete Umfrage zum Mitarbeiterengagement durchgeführt. Die hieraus abgeleiteten Maßnahmen wie die Einführung eines Mitarbeiterunterstützungsprogrammes, den Ausbau von Entwicklungs- und Schulungsmöglichkeiten, die Verbesserung der internen Kommunikation und die Anerkennung von Erfolgen werden sukzessive eingeführt.

Vermögenslage

Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital liegt weiterhin bei über 90%. Aufgrund dieser soliden Finanzlage mussten weder Kredite bei Banken noch der Muttergesellschaft aufgenommen werden.

Das Anlagevermögen stieg um 639 T-EUR, bedingt durch die Fertigstellung und Aktivierung des Gebäudes 1. Die Quote des Anlagevermögens stieg auf 50 %, welches seinen Grund in der geplanten Optimierung des Umlaufvermögens findet.

Die Vorräte konnten um 26,0 Mio. EUR gesenkt werden. Per 31.12.2023 standen Vorräte mit einem Wert in Höhe von 38,7 Mio. EUR in unseren Büchern (Vorjahr 64,7 Mio. EUR). Diese Bestandsreduktion war Teil eines lokalen Programmes zur Bestandsoptimierung, sowie der engen Abstimmung zwischen Vertrieb, Produktion und Einkauf bei der Beschaffung von Rohstoffen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Fremdunternehmen und verbundenen Unternehmen stabilisierten sich auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und beliefen sich im Jahresabschluss auf 19,3 Mio. EUR. Diese Stabilisierung ist das Ergebnis eines konsequenten Forderungsmanagements und eines intensiven Kontaktes mit unseren Kunden.

Finanzlage

Die zuvor genannten Optimierungen im Bereich des Umlaufvermögens ermöglichten es dem Unternehmen, freie Liquidität und Finanzmittel in Höhe von 15,4 Mio. EUR bei guten, marktentsprechenden Zinsen zu veranlagen. Die Stichtagsliquidität zum Jahresende betrug 27,2 Mio. Euro und liegt über Vorjahresniveau. Die bei Banken eingeräumten Kreditlinien wurden im abgelaufenen Jahr nicht in Anspruch genommen.

5 FTE = Full-Time-Equivalent - Mitarbeiteräquivalent in Vollzeitmitarbeitenden
6 Siehe Bundesarbeitgeberverband der Chemischen Industrie, Statistik des BKK Dachverbandes der Betriebskrankenkassen

Alle Investitionen konnten aus dem laufenden Cashflow finanziert werden. Der Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 43,0 Mio. Euro.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Gesamtumsatz in Höhe von 261,2 Mio. Euro erzielt. Nach Abzug aller Kosten konnte ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 23,3 Mio. EUR erzielt werden. Unter Berücksichtigung der diversen, zuvor genannten Umstände liegt dieser Betrag um -22% unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Es ist zu erwähnen, dass im laufenden Geschäftsjahr keine außergewöhnlichen nicht operativen Ergebniseffekte zu verzeichnen waren.

Unter Berücksichtigung der globalen Konjunkturlage und im direkten Vergleich zu unseren Mitbewerbern kann das Ergebnis 2023 als bedingt zufriedenstellend bezeichnet werden.

2. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Die THOR GmbH verfügt über ein der Größe und Komplexität des Unternehmens angemessenes internes Kontroll- und Risikoüberwachungssystem, sowie ein zeitnahes Controlling. Die entsprechenden Systeme werden kontinuierlich verfeinert und in Abstimmung mit den Gruppenfunktionen harmonisiert, standardisiert und optimiert. So wurde im vergangenen Geschäftsjahr das Berichtswesen im Zuge der Einführung eines neuen Management Manuals überarbeitet und angepasst. Risiken unserer Gesellschaft werden im Rahmen der Monatsabschlussbesprechungen aufgenommen und bewertet. Sofern erforderlich werden proaktiv Maßnahmen zur Risikovermeidung, respektive -minimierung veranlasst.

Im Rahmen eines globalen THOR-Versicherungsprogrammes wurde die Zusammenarbeit mit den bisherigen Maklern aufgekündigt und an einen neuen, global und gruppenweit agierenden Makler übergeben. In diesem Zusammenhang fanden externe Audits zur Risikobewertung des Standorts und zur Feststellung des Gefährdungspotentiales im Hinblick auf Sachschäden und Betriebsunterbrechungen statt. Die Audits konnten erfolgreich und ohne nennenswerte Bemerkungen / Empfehlungen abgeschlossen werden. Alle Versicherungen konnten am Markt platziert und ohne Kostensteigerungen für 2024 verlängert werden.

Mögliche Belastungen im Zuge von latenten Rechtsrisiken sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.

Auf der Beschaffungsseite sehen wir aktuell keine konkreten Gefahren im Hinblick auf Lieferengpässe, respektive auf wesentliche, gravierende Lieferverzögerung. Einkaufsseitig wurde prompt auf zu erwartende Verzögerungen aufgrund der Angriffe von Huthi Rebellen auf Containerschiffe reagiert. Unsere Lagerbestände sind ausreichend, um unseren aktuellen Lieferverpflichtungen und etwaigen Bedarfsschwankungen nachzukommen. Wirtschaftlich haben wir keine wesentlichen Sonderabwertungen auf kritische Bestände vorgenommen. Hier bestehen keine weiteren Risiken.

Die Finanzlage der THOR GmbH ist mit einer Eigenkapitalquote von >90% als solide und zufriedenstellend zu bewerten. Da das Unternehmen keine Fremdkapitalbelastungen hat, könnte auch eine länger anhaltende Krise überwunden werden.

Umfangreiche Maßnahmen im Bereich der Informationssicherheit wurden im vergangenen Geschäftsjahr implementiert. Neben diversen Organisationsrichtlinien (z. B. Passwortrichtlinie, Leitlinie zur Informationssicherheit), wurden die Mitarbeitenden hinsichtlich Informationssicherheit und Cybersecurity sensibilisiert und geschult. Auch wurde die Firewall verstärkt, um somit etwaigen Cyberattacken vorzubeugen.

Durch die gezielte Förderung und Schulung unserer Mitarbeiter sowie eine vorausschauende Personal- und Einstellungspolitik werden mögliche Risiken, die sich aus der demographischen Bevölkerungsentwicklung ergeben, bestmöglich minimiert.

Bestandsgefährdende Risiken liegen nach unserer Einschätzung nicht vor.

3. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

Im Oktober 2023 wurden die folgenden Prämissen für die Budgeterstellung 2024 erstellt:

Indikator Prämisse 2024
Deutschland - Bruttoinlandsprodukt (BIP) 0,5%
Deutschland - Inflationsrate 4,0%
EZB-Leitzins 3,8%
Chemische Industrie - Entgeltanpassungen 3,8%
Chemische Industrie - Marktwachstum 0,0%

Abbildung 5: Prämissen der Budgeterstellung für 20247

Die geopolitische Lage erachten wir für 2024 weiterhin als unsicher. Ein Ende der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Russland ist nicht abzusehen. Auch schwelt im Nahen Osten durch die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hamas ein weiterer Krisenherd, welcher in einen Flächenbrand ausarten kann. Eine weitere Variable auf der globalen Bühne stellen die Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten dar, deren Ergebnis nicht nur aus sicherheitspolitischer Sicht von Bedeutung ist.

Mit Blick auf die globale Wirtschaftslage erwartet die OECD in ihrer Konjunkturprognose ein moderates BIP-Wachstum in Höhe von 2,9% und einen Rückgang der Inflation in den Zielkorridor der Zentralbanken. 8

Mit Fokus auf Deutschland erwarten wir für 2024 ein verhaltenes Wachstum der deutschen Wirtschaft (BIP +0,5%). Mit dieser konservativen Wachstumseinschätzung liegen wir auf dem Niveau der aktuellen Erwartungserhaltung führender Wirtschaftsinstitute. 9

Die für uns wichtige Bauindustrie lag auch 2023 noch unter dem Niveau von 2019. Ursächlich sind hierfür vor allem die hohen Baukosten und die Entwicklung an den Zinsmärkten. Da geldpolitisch vorerst keine Entspannung in Sicht ist, rechnen die IW-Ökonomen mit einem schwachen Jahr 2024 für die Bauwirtschaft. 10 Analog zur Prognose der IW-Ökonomen erwarten auch wir eine Stagnation in der chemischen Industrie. Anzumerken sei, dass der Verband der Chemischen Industrie aktuell sogar von einem Rückgang in Höhe von -1,0% ausgeht. 11

Unter Berücksichtigung der zuvor genannten Faktoren erwartet die THOR GmbH für 2024 ein moderates Umsatz- und operatives Ergebniswachstum im niedrigen, einstelligen Prozentbereich.

7 Annahmen des Unternehmens unter Berücksichtigung von Marktprognosen der OECD, der EZB und weiterer Forschungsinstitute
8 Siehe: https://www.oecd.org/berlin/presse/bis-2025-weiter-moderates-wachstum-und-rueckgang-der-inflation-auf-zielbereich-der-zentralbanken.htm
9 Siehe: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/konjunktur-oecd-bip-100.html
10 Siehe: https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/bip-schrumpft-2024-um-halbes-prozent.html
11 Siehe: Verband der Chemischen Industrie - Pressemitteilung vom 15.12.2023

Auf den Beschaffungsmärkten haben wir in unsere Prognose die fallenden Rohstoffpreise, welche wir seit geraumer Zeit beobachten, in unseren Prognosen berücksichtigt. Wir gehen proaktiv in Verhandlungen mit unseren Lieferanten.

Auch erwarten wir eine wesentlich höhere Auslastung unserer Produktionsanlagen. Die installierten Produktionskapazitäten dürften ausreichend sein, um einer unerwartet steigenden Nachfrage nachkommen zu können. Gleichwohl ständen in kritischen Fällen die global installierten Kapazitäten der THOR-Gruppe zum Ausgleich zur Verfügung.

Im Rahmen einer restriktiven Ausgabenpolitik werden wir unsere Kosten konsequent an die Ergebnissituation anpassen. Einstellungen werden mit der gebotenen Vorsicht ausschließlich im Rahmen der Nachfolgeplanung und in strategischen Bereichen vorgenommen.

Die laufenden Investitionsprojekte befinden sich innerhalb des zeitlich gestreckten Plans. Auch erwarten wir im Jahr 2024 die Freigabe des in 2023 erarbeiteten Masterplans für den Standort Speyer.

Die vorhandenen finanziellen Reserven des Unternehmens sollten für die geplanten Investitionsmaßnahmen, mögliche Dividendenzahlungen an die Muttergesellschaft und als Polster für Unwägbarkeiten ausreichend sein. Es ist nicht geplant, auf die vorhandenen, bislang nicht genutzten Kreditlinien zurückzugreifen.

Neben den vertriebs- und produktionsseitigen Aktivitäten werden die folgenden organisatorischen Themen im Jahr 2024 schwerpunktmäßig in den Fokus rücken:

Lokalisierung des strategischen Rahmenwerkes der THOR-Gruppe

Stärkung der internen Kommunikation

Umsetzung des Maßnahmenplans "Mitarbeiterengagement"

Verstärkte Mitarbeiterqualifizierung

Optimierung der internen Prozesslandschaft

Fokussierte Digitalisierung manueller Prozesse

Forcierung der Aktivitäten im Bereich "Informationssicherheit"

Umsetzung des Aktionsplans "Nachhaltigkeit"

Vorbereitung auf die CSR-Berichterstattung

Gesteigerte Sensibilisierung der Mitarbeiter hinsichtlich Arbeitssicherheit

Umsetzung der geplanten Investitionen im Produktions- und Logistikbereich

Entgeltbericht

Anlage zum Lagebericht der Thor GmbH 2023

Bericht zum Entgelttransparenzgesetz nach § 21 EntgTranspG zum Geschäftsjahr 01.01.2023 - 31.12.2023

Im Jahr 2023 beschäftigte die Thor GmbH durchschnittlich 662 Mitarbeiter.

2023 davon Frauen davon Männer
Tarifliche Beschäftigte 585 113 472
Außertarifliche Beschäftigte 57 12 45
Auszubildende 20 2 18
davon Beschäftigte in Vollzeit 590 74 516
davon Beschäftigte in Teilzeit 72 53 19

Die Leistungen der Thor GmbH an ihre Beschäftigten umfasst neben einem an der Branche orientierten Entgelt auch Zusatzleistungen, wie z.B. eine Betriebsrente oder eine kostenlose Mittagsverpflegung. Neben diesen Zusatzleistungen bietet die Thor GmbH ein gutes Arbeitsumfeld und fördert die Vereinbarkeit von Berufs- und Lebensplanung.

Die Vergütungen der Beschäftigten werden im Tarifbereich nach den gültigen Tarifverträgen und im außertariflichen Bereich nach einer Thor-internen Vergütungssystematik vorgenommen. Maßgeblich für die Einstufung der Beschäftigten in die tariflichen Entgeltgruppen oder außertariflichen Gehaltsbänder ist dabei immer und ausschließlich die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit des Beschäftigten unter Berücksichtigung der fachlichen Qualifikation sowie persönlicher Eignung und Leistung.

Persönliche Merkmale wie Alter, Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung oder sexuelle Orientierung sind hierbei für Thor ohne Bedeutung.

Zur Förderung der Vereinbarkeit von Berufs- und Lebensplanung bietet Thor individuelle und flexible Arbeitszeitmodelle. Eine Mitarbeiterin in der Personalabteilung absolvierte zudem eine externe Ausbildung mit dem Titel "Pflegeguide". Hierdurch ist eine gezielte Beratung von Beschäftigten möglich, die eine Doppelbelastung durch pflegebedürftige Angehörige erfahren.

Bilanz auf den 31. Dezember 2023

der THOR GmbH, Speyer

AKTIVA

Zum Vergleich 31.12.2022
EUR EUR EUR T-EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.409.078,00 2.741
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.294.042,42 35.108
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.263.019,00 30.649
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.275.233,02 4.281
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.268.217,87 16.091
87.100.512,31 86.129
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 713,76 1
2. Sonstige Ausleihungen 150,00 0
863,76 1
89.510.454,07 88.871
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.919.042,47 32.271
2. Fertige Erzeugnisse 25.290.590,88 32.206
3. Geleistete Anzahlungen 1.523.529,21 230
38.733.162,56 64.707
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.539.568,66 12.440
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.710.711,30 5.942
davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 7.710.711,30 (5.942)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.831.815,56 5.065
23.082.095,52 23.447
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 27.184.329,49 11.794
88.999.587,57 99.948
C. Rechnungsabgrenzungsposten 627.229,97 558
179.137.271,61 189.377

PASSIVA

Zum Vergleich 31.12.2022
EUR EUR T-EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 13.000.000,00 13.000
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 26.396,47 26
III. Gewinnvortrag 138.988.343,41 145.880
IV. Jahresüberschuss 10.891.963,64 12.108
162.906.703,52 171.014
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 1.458
2. Sonstige Rückstellungen 9.339.300,00 8.370
9.339.300,00 9.828
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.441.735,51 3.761
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.441.735,51 (3.761)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 75.656,60 150
davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 75.656,60 (150)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 75.656,60 (150)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.530.875,98 3.638
davon aus Steuern: EUR 810.777,21 (903)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 208.784,69 (218)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.530.875,98 (3.638)
6.048.268,09 7.549
D. Passive latente Steuern 843.000,00 986
179.137.271,61 189.377

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

der THOR GmbH, Speyer

Zum Vergleich 2022
EUR EUR T-EUR
1. Umsatzerlöse 261.183.270,98 298.979
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -6.915.174,13 9.362
3. Sonstige betriebliche Erträge 716.190,87 561
254.984.287,72 308.902
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -137.583.065,72 -183.226
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.330.281,84 -9.604
-144.913.347,56
Rohergebnis 110.070.940,16 116.072
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -50.410.675,14 -49.873
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -15.634.231,53 -15.388
davon für Altersversorgung: EUR -6.455.242,39 -(6.330)
-66.044.906,67
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.104.427,95 -7.523
7. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -4.813
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.604.782,23 -20.943
15.316.823,31 17.532
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 114.154,57 4
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -25
114.154,57
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.432.654,67 -5.297
davon latente Steuern: EUR 143.000,00 -(15)
12. Ergebnis nach Steuern 10.998.323,21 12.214
13. Sonstige Steuern -106.359,57 -106
14. Jahresüberschuss 10.891.963,64 12.108

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der THOR GmbH, Speyer

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss der THOR GmbH, Speyer (Amtsgericht Ludwigshafen HRB 51043) zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wurde auf die betrieblichen Erfahrungen abgestellt, die sich weitgehend mit den Angaben in den amtlichen AfA-Tabellen des Bundesministeriums für Finanzen decken. Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens wird - einschließlich der Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anhang dargestellt (vgl. Anlage zum Anhang).

Im Berichtsjahr wurden die Zugänge und die Nachaktivierungen linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich wird ggf. eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag angesetzt. Soweit erforderlich wurden Abwertungen wegen eingeschränkter Verwertbarkeit vorgenommen.

Die Bewertung der Fertigerzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten auf Basis der betreffenden Kalkulationsrechnung. Produktionsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten wurden berücksichtigt. Soweit geboten wurden Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Einzelwertberichtigungen wurden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuererstattungsansprüche für 2023 sowie Steuererstattungsansprüche für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für 2023.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere folgende Einzelpositionen:

T-EUR
- Kundenboni 250
- Dienstjubiläen 2.592
- Urlaub 1.798
- Ausstehende Rechnungen (inkl. Wareneingänge) 1.726
- Gewährleistungen 2.200

Der Gesamtbetrag der nicht bilanzierten Rückstellungen aus der Unterdeckung der Unterstützungskasse beträgt T-EUR 5.414 (Vorjahr: T-EUR 6.206).

Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§253 Abs.2 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Die sich aus Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit einem Steuersatz von 30 % berechnet.

Zum Bilanzstichtag ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von T-EUR 843 aus Bewertungsunterschieden betreffend die Positionen "Anlagevermögen" und "Sonstige Rückstellungen". Diese resultieren vornehmlich aus unterschiedlichen Abschreibungen und aus unterschiedlicher Abzinsung der Jubiläumsrückstellung.

Angabe nach § 285 Nr. 30 HGB:

Saldo passive latente Steuern am 01.01.2023 986.000,00
+/- Entstehung und Auflösung temporärer Differenzen in 2023 -143.000,00
Saldo passive latente Steuern am 31.12.2023 843.000,00

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Hinsichtlich der Tätigkeitsbereiche i. S. d. § 285 Nr. 4 HGB entfallen von den Umsatzerlösen (vor Boni/Skonti) auf:

T-EUR
- Inland 77.695
- Ausland (inkl. verbundene Unternehmen) 184.670

In der Position "Sonstige betriebliche Erträge" sind vor allem Erträge aus der Weiterbelastung von regulatorischen Kosten in Höhe von T-EUR 208 (Vorjahr: T-EUR 197) sowie Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T-EUR 60 (Vorjahr: T-EUR 139) enthalten.

In der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T-EUR 223 (Vorjahr: T-EUR 515) enthalten.

Währungsumrechnung

Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten, wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet, da ausschließlich eine Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von weniger als einem Jahr bestand.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den zum Bilanzstichtag bestehenden Miet- und Wartungsverträgen und schon beauftragten Studien in Zusammenhang mit der Umsetzung der Biozid-Richtlinie ergeben sich für die nächsten fünf Jahre aufgrund einer Aufstellung Verpflichtungen in Höhe von T-EUR 3.287 (davon mit einer Restlaufzeit von 2-5 Jahren: T-EUR 20).

Ausstehende Verpflichtungen aus bereits beauftragten Investitionsmaßnahmen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von T-EUR 5.101.

Angaben über Beziehungen zu Unternehmensorganen

Mitglieder der Geschäftsführung:

 

Herr Peter Hahn, Vertriebsgeschäftsführer, Vorsitzender der Geschäftsführung

 

Herr Rolf Peikert, Kaufmännischer Geschäftsführer (ausgeschieden zum 31. Dezember 2023)

 

Herr Jürgen Klein, Technischer Geschäftsführer

 

Herr Rüdiger Baum, Geschäftsführer F&E und Anwendungstechnik

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer (in Vollzeitäquivalenten ohne Mitglieder der Geschäftsführung und Auszubildende) während des Geschäftsjahres 2023 betrug 630 (384 gewerbliche Arbeitnehmer, 246 Angestellte).

Mutterunternehmen

Die Berichtsgesellschaft wird in den Konzernabschluss der TATO Holdings Ltd., Wincham/Northwich, UK, einbezogen.

Der Konzernabschluss ist unter folgendem Link einsehbar:

https://beta.companieshouse.gov.uk/

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt für:

T-EUR
- Abschlussprüfungsleistungen 103
- Steuerberatungsleistungen 13
- Sonstige Beratungsleistungen 2

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der THOR GmbH, Speyer, haben könnten, sind nicht eingetreten.

 

Speyer, den 29. März 2024

Peter Hahn

Jürgen Klein

Rüdiger Baum

Anlagenspiegel auf den 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.007.117,26 493.094,13 0,00 240.777,16 5.740.988,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.390.456,42 901.809,00 8.402.736,84 78.695.002,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 86.584.067,24 716.101,11 29.066,47 638.986,11 87.910.087,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.818.116,82 601.881,49 812.446,14 631.758,11 15.239.310,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.091.170,67 6.128.872,82 37.567,40 -9.914.258,22 12.268.217,87
186.883.811,15 8.348.664,42 879.080,01 -240.777,16 194.112.618,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 713,76 713,76
2. Sonstige Ausleihungen 150,00 150,00
863,76 0,00 0,00 0,00 863,76
191.891.792,17 8.841.758,55 879.080,01 0,00 199.854.470,71
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.266.093,26 1.065.817,29 0,00 3.331.910,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.281.804,00 2.119.155,84 36.400.959,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 55.935.400,24 3.740.735,22 29.066,47 59.647.068,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.537.367,80 1.178.719,60 752.010,14 10.964.077,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
100.754.572,04 7.038.610,66 781.076,61 107.012.106,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
103.020.665,30 8.104.427,95 781.076,61 110.344.016,64
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.409.078,00 2.741.024,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.294.042,42 35.108.652,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.263.019,00 30.648.667,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.275.233,02 4.280.749,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.268.217,87 16.091.170,67
87.100.512,31 86.129.239,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 713,76 713,76
2. Sonstige Ausleihungen 150,00 150,00
863,76 863,76
89.510.454,07 88.871.126,87

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die THOR GmbH, Speyer

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der THOR GmbH, Speyer, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der THOR GmbH, Speyer, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 29. März 2024

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Klaus Wiechers, Wirtschaftsprüfer

Stephan Hilbig, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

der THOR GmbH, Speyer

Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 2. Juli 2024 festgestellt.

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