Ewald Theesen Industrielackierungen GmbH
Same addressActivities of holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Rainer Vetter since 6/27/2024 | Managing Director |
Olaf Winkler since 11/19/2020 | Managing Director |
Sebastian Bunzendahl since 11/19/2020 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
A. Kayser GmbH & Co. KG Textile FiltermedienEinbeckKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. GRUNDLAGEN DES KAYSER KONZERNS Die Kayser-Gruppe ist weltweit auf drei Geschäftsfeldern aktiv. Schwerpunkt ist die Tätigkeit als Entwickler und Zulieferer der internationalen Automobilindustrie mit Stammsitz in Deutschland. Der automobile Geschäftsbereich entwickelt, produziert und vertreibt Filter, Ventile, Leitungen, Luftführungen sowie Sonderanfertigungen. Diese Teile werden als Module und einbaufertige Systeme geliefert. Weiterhin entwickelt, produziert und vertreibt die Kayser-Gruppe textile Filtermedien. Die Filtermedien werden für verschiedene industrielle Anwendungen entwickelt (Trockenfiltration, Flüssigfiltration sowie Klima- und Lüftungstechnik). Die Filterprodukte kommen in den Bereichen Mineralverarbeitung, Metallverarbeitung, Lebensmittel, Chemieindustrie und in Verbrennungsanlagen zum Einsatz. Ende 2020 ist mit dem Erwerb eines Produzenten chemischer Filtermedien ein weiteres Geschäftsfeld hinzugekommen. Die Kayser-Gruppe verfügt über Produktionsstandorte in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, Tschechien, China, Mexiko und USA. Des Weiteren betreibt die Kayser-Gruppe Vertriebsbüros in Indien und den USA. B. WIRTSCHAFTSBERICHT Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Welt befindet sich in einer unbeständigen Phase. Zum einen destabilisiert der Einmarsch Russlands in die Ukraine die Weltwirtschaft und zum anderen ist die COVID-19-Krise noch nicht überwunden. Die Schätzungen des globalen Wachstums der Weltwirtschaft liegen im Berichtsjahr gemäß den Annahmen des Internationalen Währungsfonds (World Economic Outlook Update Januar 2023) bei 3,4 %. Das Wachstum liegt somit deutlich unterhalb der Wachstumsrate von 6,0 % im Vorjahr. Die globale Inflation ist mit 8,8 % auf dem höchsten Stand seit mehreren Jahrzehnten (Vorjahr: 4,1 %), was zu entsprechenden Gegenmaßnahmen der Zentralbanken und damit einer Straffung der Geldpolitik geführt hat und in der Folge ansteigenden Zinsen. Insbesondere Europa und Deutschland im Besonderen stecken in einer ernsten Energiekrise, die die Lebenshaltungskosten drastisch erhöht und die Wirtschaftstätigkeit deutlich behindert. Mit einem schnellen Absinken der Energiepreise ist aufgrund der geopolitischen Neuausrichtung der Energieversorgung nicht zu rechnen. Während das Wachstum in Europa für das Berichtsjahr bei geschätzt 3,5 % (Vorjahr: 5,3 %) liegt, fällt das Wachstum in Deutschland mit geschätzt 1,9 % im Berichtsjahr sehr moderat aus und deutlich unterhalb des europäischen Durchschnitts. Im Geschäftsjahr 2022 lagen die weltweiten PKW-Verkäufe mit 69,6 Mio. Fahrzeuge moderat unter dem Vorjahreswert von 70,9 Mio. Fahrzeuge. Die einzelnen Märkte entwickelten sich allerdings sehr heterogen. Die Zahl der Neuzulassungen in Westeuropa sank weiter auf 10,2 Mio. Fahrzeuge (Vorjahr: 10,7 Mio.). Die Zahl der Neuzulassungen in den größten Einzelmärkten entwickelte sich negativ (Frankreich -7,7 %, Italien -9,8 %, Großbritannien -2,0 % und Spanien -7,1 %). In Deutschland lag die PKW-Nachfrage mit +1,1 % etwas über dem Wert des Vorjahres. In Zentral- und Osteuropa war der Rückgang mit 37,2 % deutlich stärker (Russland -60,9 %, Polen -6,0 % und Tschechien -7,1 %). Das Marktvolumen in Nordamerika lag ebenfalls spürbar unter dem Marktvolumen des Vorjahres. Die Nachfrage nach PKW und leichten Nutzfahrzeugen auf dem US-amerikanischen Markt sank um 7,3 %. In der Region Asien-Pazifik stieg das Marktvolumen mit PKW-Neuzulassungen weiter auf 33,8 Mio. Einheiten (+3,6 %). Die allgemeine Entwicklung im textilen Geschäftsbereich in Deutschland war im Jahr 2022 positiv. Die Branche insgesamt verzeichnete einen Umsatzanstieg von +11,7 % (Vorjahr: +5,5 %). Das Textilsegment ist um 7,7 % angestiegen (Vorjahr: 6,9 %). Die deutlichen Zuwächse sind allerdings überwiegend nominell. Aufgrund des starken Einflusses von Energiekostensteigerungen und Rohstoffverknappungen lag der reale Umsatz im Textilbereich bei etwa -6,0 %. Die Wechselkurse waren im Geschäftsjahr 2022 sehr volatil. Der mittlere USD-Kurs (Euro-Referenzkurse der EZB) belief sich im Berichtsjahr auf 1,05 USD pro EUR (Vorjahr: 1,18 USD pro EUR). Der Kurs schwankte im Jahresverlauf zwischen 0,96 und 1,15 USD pro EUR. Zum Jahresende valutiert der USD mit 1,07 USD pro EUR. Betriebliche Situation des Konzerns Der Umsatz des Geschäftsbereichs Automotive konnte um 34,8 Mio. EUR bzw. 8,9 % auf insgesamt 424,2 Mio. EUR gesteigert werden, liegt damit aber immer noch leicht unterhalb des Vorkrisenniveaus des Jahres 2019 (431,6 Mio. EUR). Der Auftragseingang zum Jahresende belief sich im Geschäftsbereich Automotive auf 125,6 Mio. EUR (Vorjahr: 70,5 Mio. EUR) und lag deutlich über dem Vorjahreswert. Der Umsatz im Geschäftsbereich textile Filtermedien ist mit 44,6 Mio. EUR (Vorjahr: 39,7 Mio. EUR) um 12,2 % (Vorjahr: 15,4 %) gestiegen. Der Umsatz im Bereich der chemischen Filtermedien belief sich im Berichtsjahr auf rund 9,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7,9 Mio. EUR). Die wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmendaten sowie die Störungen in den Lieferketten stellten für das Berichtsjahr eine große Herausforderung dar. Insbesondere die europäischen Standorte waren von der Rohstoffverknappung und den gestiegenen Energiekosten betroffen. Aufgrund der stabilen Entwicklung der Kundenabrufe im Berichtsjahr war die Produktion dennoch gut ausgelastet. Es wurde wie im Vorjahr auf das Instrument der Leiharbeit zurückgegriffen, um weiterhin flexibel auf Marktschwankungen reagieren zu können. Aus Einkaufsicht setzte sich der Preisdruck der großen Lieferanten auch im Berichtsjahr weiter fort. Die Rohstoffpreise und Frachtkosten stiegen deutlich an bzw. verblieben auf einem hohen Niveau, bei zugleich deutlich verkürzten Preisbindungsdauern und erhöhten Lieferzeiten. Die Sicherstellung der Versorgung und der jederzeitigen Lieferfähigkeit, trotz instabiler Lieferketten, waren eine Herausforderung. Das ansteigende Preisniveau und die Erhöhung der Sicherheitsbestände haben zu einer deutlich erhöhten Kapitalbindung im Working Capital geführt. Aufgrund der anhaltenden Krisensituation im Berichtsjahr wurden die Investitionen in das Sachanlagevermögen nur moderat auf 16,9 Mio. EUR angehoben (Vorjahr: 16,5 Mio. EUR). Es wurden im Wesentlichen Maschinen, Fertigungsautomaten und Vorrichtungen für die Fertigung angeschafft. Zudem wurde der Basismaschinenpark in angemessenem Rahmen erweitert bzw. erneuert. Bestehende Kredite wurden planmäßig getilgt. Aufgrund der guten Liquiditätssituation waren über die übliche Refinanzierung keine weiteren Finanzierungsmaßnahmen erforderlich. Durchschnittlich beschäftigte die Kayser-Gruppe im Berichtsjahr 3.404 Mitarbeitende (Vorjahr: 3.345). Von den 3.404 Mitarbeitenden waren 3.106 im Geschäftsbereich Automotive tätig (Vorjahr: 3.053), 267 Mitarbeitende im Geschäftsbereich Textil (Vorjahr: 261) und 31 Mitarbeitende im Geschäftsbereich chemische Filtermedien (Vorjahr: 31). Der Anteil der in Deutschland beschäftigten Mitarbeitenden beläuft sich auf 39,0 % (Vorjahr: 38,2 %). In Europa beschäftigt die Kayser-Gruppe insgesamt 2.684 Mitarbeitende (Vorjahr: 2.659), was einem Anteil von 78,8 % (Vorjahr: 79,5 %) entspricht. Der Anteil der in Mexico, USA und China beschäftigten Mitarbeitenden betrug 21,2 % (Vorjahr: 20,5 %). Die Entwicklung neuer Produkte und Prozesse wurde gemeinsam mit Kunden und Lieferanten vorangetrieben. Im Fokus stand die Entwicklung von Produkten für Fahrzeuge mit alternativen Antriebsarten und weiterhin die Untersuchung von Alternativmaterialien. Die Ergebnisse daraus werden bei künftigen Produkten berücksichtigt. Die EBIT-Marge beläuft sich im Berichtsjahr auf 5,2 %. Dem um 9,5 % ansteigenden Umsatz in Höhe von 478,3 Mio. EUR stand ein überproportional gestiegener Materialaufwand (+17,3 %) gegenüber, im Wesentlichen bedingt durch die ansteigenden Rohstoffpreise. Im erheblichen Anstieg des Materialaufwands, im Verbund mit der nicht ausreichenden Bereitschaft der OEM-Kunden zu entsprechenden Preisanpassungen, ist der maßgebliche Grund für die zurückgegangene EBIT-Marge zu sehen. Es ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 20,8 Mio. EUR (Vorjahr: 10,5 Mio. EUR). Die Ergebnissituation insgesamt ist vor dem Hintergrund der aktuellen schwierigen Marktentwicklungen im Branchenvergleich noch als zufriedenstellend zu beurteilen, bleibt aber unter den Erwartungen der Geschäftsführung. Vermögenslage Im Berichtsjahr betrugen die Zugänge zum Anlagevermögen (ohne solche aus der Erstkonsolidierung) 18,1 Mio. EUR (Vorjahr: 17,4 Mio. EUR). Die Abschreibungen summierten sich auf 22,7 Mio. EUR (Vorjahr: 23,1 Mio. EUR). Die Nettoabgänge beliefen sich auf 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR). Daneben sind Währungseffekte aus der Stichtagsumrechnung der ausländischen Konzernunternehmen in Höhe von plus 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: plus 0,9 Mio. EUR) zu berücksichtigen. Das Anlagevermögen ist um 5,8 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: Rückgang um 6,5 Mio. EUR). Die Anlagenintensität ist aufgrund der reduzierten Investitionen und aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme auf 27,1 % zurückgegangen (Vorjahr: 31,0 %). Der Abnutzungsgrad der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens steigt von 73,1 % auf 76,3 %. Die Vorratsbestände erhöhen sich zum Jahresende um 31,2 % auf 78,6 Mio. EUR (Vorjahr: 59,9 Mio. EUR). Die Vorratsintensität ist mit 26,6 % (Vorjahr: 21,4 %) entsprechend gestiegen. Auch die operativen Forderungen sind um 8,4 Mio. EUR auf 62,2 Mio. EUR angestiegen (+ 15,5 %). Die Vorräte und die operativen Forderungen machen insgesamt einen Anteil von 47,5 % (Vorjahr: 40,7 %) der Bilanzsumme aus. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhen sich insbesondere durch Steuerrückforderungen um 3,1 Mio. EUR. Das Umlaufvermögen beinhaltet zudem liquide Mittel in Höhe von 54,1 Mio. EUR (Vorjahr: 61,7 Mio. EUR), was einem Anteil an der Bilanzsumme von 18,2 % entspricht (Vorjahr: 22,1 %). Finanzlage Das Eigenkapital ist im Wesentlichen bedingt durch das Konzernjahresergebnis in Höhe von 20,8 Mio. EUR und unter Berücksichtigung einer Ergebnisverwendung in Höhe von 3,8 Mio. EUR auf insgesamt 186,8 Mio. EUR angestiegen. Die Konzerneigenkapitalquote steigt trotz des Anstiegs der Bilanzsumme von 60,2 % auf 62,9 %. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten langfristige Rückstellungen in Höhe von 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,8 Mio. EUR), insbesondere für Jubiläen und Altersteilzeit. Zudem beinhalten die sonstigen Rückstellungen solche für Kundenreklamationen / Garantien in Höhe von insgesamt 21,6 Mio. EUR (Vorjahr: 23,3 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 22,5 Mio. EUR (Vorjahr: 19,3 Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 28,9 Mio. EUR (Vorjahr: 29,6 Mio. EUR). Die Zahlungszuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind im Berichtsjahr deutlich rückläufig. Der operative Cashflow sank um 9,6 Mio. EUR auf 12,3 Mio. EUR. Wesentliche Ursache ist im erneut deutlichen Aufbau des Working Capitals zu sehen. Die Vorräte stiegen sowohl mengen- als auch preisinduziert um 18,7 Mio. EUR an. In den operativen Forderungen wurde ein Mehrbetrag in Höhe von 8,4 Mio. EUR gebunden. Insbesondere höhere Steuerrückforderungen sorgen für einen erhöhten Bestand an sonstigen Vermögensgegenständen (+3,1 Mio. EUR). Die Netto-Mittelabflüsse im Rahmen der Finanzierungstätigkeit durch Entnahmen, Kreditaufnahme und Tilgungen sowie Zinsen beliefen sich auf 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR). Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit lag mit 7,6 Mio. EUR unter der Summe der Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Demzufolge sind die liquiden Mittel auf 54,1 Mio. EUR zurückgegangen. Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich wie folgt entwickelt:
Der Materialaufwand ist in absoluten Zahlen um 42,4 Mio. EUR im Vergleich zur Betriebsleistung überproportional gestiegen. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand / (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen)) erhöhte sich von 55,9 % auf 58,7 %, woraus ein negativer Ergebnisbeitrag in Höhe von rund 13,7 Mio. EUR resultierte. Wesentliche Ursachen sind in den ansteigenden Rohstoffpreisen zu sehen, die nicht in gleichem Maße an die Kunden weitergegeben werden konnten. Der Personalaufwand erhöhte sich um 9,2 Mio. EUR. Im Vergleich zur Entwicklung der Betriebsleistung (+11,6 %) stieg der Personalaufwand nur um 8,4 % an. In der Folge sank die Personalaufwandsquote (Personalaufwand / (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen)) auf 24,2 % (Vorjahr: 24,9 %). Mit dem Rückgang der Personalaufwandsquote ist ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von rund 3,4 Mio. EUR verbunden. Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr mit 0,4 Mio. EUR bzw. -1,9 % rückläufig. Den Abschreibungen in Höhe von 22,7 Mio. EUR standen Investitionen in Höhe von 18,1 Mio. EUR gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge haben sich im Vergleich zur Betriebsleistung leicht unterproportional entwickelt. Der Anstieg ergibt sich aus verschiedenen auch gegenläufigen Einzelsachverhalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von 14,2 Mio. EUR (Vorjahr: 9,6 Mio. EUR). Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Kursgewinne sind um 3,1 Mio. EUR angestiegen. Der saldierte Effekt aus Kursgewinnen und Kursverlusten beläuft sich auf 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind absolut von 2,6 Mio. EUR auf 4,7 Mio. EUR gestiegen, was einer Steuerquote von rund 18,4 % (Vorjahr: 20,1 %) entspricht. Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten ist insgesamt um 0,6 Mio. EUR angestiegen, was in Bezug zur Gesamtleistung einem relativen Rückgang von 2,3 % entspricht. Die EBIT-Marge geht auf 5,2 % zurück. Das Konzernjahresergebnis steigt deutlich auf 20,8 Mio. EUR. C. RISIKO- UND CHANCENBERICHT Die Kayser-Gruppe ist als weltweit aufgestellter Konzern zahlreichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken werden im Rahmen eines Risikomanagementsystems identifiziert, bewertet und die entsprechenden Maßnahmen festgelegt. Die Risikobeurteilung erfolgt im ersten Schritt dezentral in den jeweiligen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften. Zudem erfolgt eine zentrale Überwachung und Kontrolle der Risiken durch das Controlling mit regelmäßiger Berichterstattung an die Konzerngeschäftsführung und den Beirat. Ergänzend überprüft unsere interne Revision die Ordnungsmäßigkeit und Effizienz der definierten Prozesse und Kontrollsysteme im jährlichen Turnus mit wechselnden Prüfungsschwerpunkten. Risiken in Zusammenhang mit dem Coronavirus Die Coronakrise ist noch nicht vollständig überwunden. Das mögliche Auftreten neuer Varianten und damit verbunden regionale begrenzte Ausbrüche können zu weiteren Gegenreaktionen und Belastungen führen. Gesamtwirtschaftliche Risiken Nach wie vor ist eine Zunahme von geopolitischen Spannungsfeldern zu beobachten. Der Angriff Russlands auf die Ukraine ist als eine Zeitenwende anzusehen. Das Verhältnis zu Russland ist nachhaltig gestört und wird zu deutlichen Veränderungen der weltweiten Wertschöpfungsstrukturen führen. Die bereits erfolgten Preisanstiege haben zu entsprechenden Gegenmaßnahmen der Notenbanken geführt, die mit mehr oder minder aggressiven Zinserhöhungen reagiert haben. Dies hat zum einen für erhebliche Turbulenzen an den Finanzmärkten gesorgt. Zum anderen kann dies weiterreichende Folgen insbesondere für hochverschuldete Wirtschaftsräume mit in der Folge höheren Refinanzierungskosten haben. Auch wenn der Ukraine-Krieg die Einheit der europäischen Staaten gestärkt hat, ist dennoch mit weiteren nationalstaatlichen Tendenzen in Europa zu rechnen. Die Kayser-Gruppe hat die Möglichkeit, bestimmte Entwicklungen auf einem Teil des Weltmarktes durch gegenläufige Entwicklungen auf anderen Teilen des Weltmarktes auszugleichen. Diese Chance besteht sowohl auf der Absatz- als auch auf der Beschaffungsseite. Beschaffungsrisiken Als weitere Risiken sind insbesondere steigende Preise auf der Beschaffungsseite zu nennen. Zudem bestehen Risiken in Zusammenhang mit Lieferengpässen bzw. generell Verfügbarkeiten von Rohstoffen sowie die Abhängigkeit von einzelnen Produkten bzw. Produktkategorien, wie zum Beispiel von Aktivkohle und Kunststoffgranulaten. Die Preisbindungsdauern reduzieren sich dramatisch, zugleich verlängern sich die Lieferzeiten. Soweit dies möglich ist, werden strategische Produktkomponenten von mehreren Lieferanten aus verschiedenen Märkten bezogen. Teilweise werden langfristige Rahmenverträge mit strategischen Lieferanten abgeschlossen. Aufgrund der schwierigen aktuellen Situation besteht ein erhöhtes Insolvenzrisiko in der Zulieferkette. Diesem Risiko wird in der Kayser-Gruppe durch ein konsequentes Monitoring der Lieferanten in Form regelmäßiger Lieferantenbeurteilungen und verstärktem finanziellem Monitoring entgegengewirkt. Die Kayser-Gruppe betreibt daher ein konsequentes Engpassmanagement und wirkt somit materialbedingten Produktionsstillständen aktiv entgegen. Marktstrukturrisiken Die Automobilbranche ist gekennzeichnet durch eine oligopolistische Marktstruktur. Wenige große Weltkonzerne dominieren den Gesamtmarkt. Die Kfz-Zulieferer sind insbesondere im mittelständischen Bereich polypolistisch strukturiert. Somit haben die großen Automobilhersteller strukturelle Vorteile, um ihre Vorstellungen auch in den vorgelagerten Lieferketten durchzusetzen. Dementsprechend hoch ist der Preisdruck, der von den Automobilherstellern ausgeübt wird. Auf der anderen Seite stehen bei bestimmten (aber wesentlichen) Rohstoffen nur wenige Lieferanten zur Auswahl, so dass auch hier wiederum polypolistische Strukturen bei den Kfz-Zulieferern auf oligopolistische Strukturen auf Seiten der Vorlieferanten treffen. Die Kayser-Gruppe hat mit fast allen wichtigen Automobilherstellern weltweit Geschäftsbeziehungen. Die Kayser-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, eine möglichst ausgewogene Kundenstruktur herbeizuführen. Die Automobilbranche ist zudem wesentlich abhängig von der Entwicklung der Wachstumsmärkte. Insbesondere in diesen Märkten können sich Risiken aus der Veränderung der institutionellen Rahmenbedingungen ergeben wie zum Beispiel Zulassungsbeschränkungen oder zollrechtliche Verschärfungen. Dem strukturellen Marktrisiko auf der Absatzseite kann durch einen erweiterten Anteil von Produkten mit höherem Wertschöpfungsbeitrag bzw. durch innovative Produkte begegnet werden. Auf der Beschaffungsseite kann das strukturelle Risiko durch gezielte Auswahl von Lieferanten in verschiedenen Ländern abgemildert werden. Insgesamt erzeugen die gegebenen Strukturen einen stetigen Druck, die Produktionsabläufe zu rationalisieren und vermehrt Standortvorteile bestimmter Regionen auf dem Weltmarkt auszunutzen. Produktionsrisiken Die Automobilmärkte entwickeln sich volatil und können in der Folge Stückzahlschwankungen bei Fahrzeugmodellen verursachen, die wiederum zu kurzfristigen Anpassungen der Lieferabrufe seitens der Automobilhersteller führen können. Bei kurzfristigen Änderungen der Lieferabrufe in die eine oder andere Richtung kann es folglich zu Minder- oder Mehrbedarfen kommen und damit einhergehend zu Lieferengpässen. Damit verbunden sind zudem Auslastungsrisiken, auf die nur mit Zeitversatz durch entsprechende Anpassungsmaßnahmen reagiert werden kann. Auch krankheits- oder quarantänebedingte Ausfälle von Personal können zu Engpässen in der Produktion führen. Produktionsrisiken ergeben sich zudem durch Abhängigkeiten von bestimmten Rohstofflieferanten. Da die Kfz-Zuliefererindustrie dazu verpflichtet wird bzw. gezwungen ist, bestimmte Vorprodukte von bestimmten Lieferanten zu beziehen, können Lieferengpässe bei den Vorlieferanten zu entsprechenden Lieferengpässen der Kfz-Zulieferer selbst führen. Auch hier ist eine gezielte Auswahl mehrerer zugelassener Lieferanten eine Möglichkeit, das Risiko abzumildern. Die Kayser-Gruppe überwacht die Lieferabrufe und prüft diese kritisch auf Ihre Plausibilität. Im Rahmen der Produktionsplanung werden sich abzeichnende Lieferengpässe rechtzeitig erkannt, um gegebenenfalls rechtzeitig entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Qualitätsrisiken Qualitätsrisiken entstehen, wenn die Qualität der gelieferten Produkte nicht den Anforderungen entspricht. Hieraus können finanzielle Belastungen auf die Kayser-Gruppe in Form von Reklamationen und Gewährleistungen zukommen. Die Entwicklung und die Produktion der Produkte erfolgt im Geschäftsbereich Automotive in enger Abstimmung mit dem Kunden. Die Kayser-Gruppe hat organisatorische Maßnahmen getroffen, um eine vertragskonforme Auslieferung der Produkte zu gewährleisten. Forschungs- und Entwicklungsrisiken Der Automobilmarkt ist in einem tiefgreifenden Wandel, dessen Richtung und Ende schwer abzusehen ist. Immer mehr OEMs verkünden in der Presse, auf die Entwicklung neuer (ICE) Verbrennungsmotoren zu verzichten und bestehende Motoren nur noch weiterzuentwickeln. Elektrifizierte Antriebstechnologien werden deutlich an Bedeutung gewinnen. Daneben werden in Zukunft auch alternative Antriebstechnologien (zum Beispiel Brennstoffzellenantrieb oder synthetische Kraftstoffe) weiterentwickelt. Zudem tritt das Thema des autonomen Fahrens immer mehr in den Vordergrund. Die neuen Technologien sind teuer, daher besteht das Risiko eines erhöhten Preisdrucks seitens der OEMs. Die Kayser-Gruppe hat vor diesem Hintergrund bereits diverse innovative Produkte für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben entwickelt und wird dies auch konsequent weiter fortsetzen. Vorhandene Mitarbeitende aus der Forschung und Entwicklung erhalten über Schulungen und Training on the Job die Qualifizierung für neue Themen im Bereich alternativer Antriebe und autonomer Fahrzeuge. Flankierend werden auch neue Kunden mit den Themen alternativer Antriebe angesprochen, wodurch ein erhöhter Entwicklungsaufwand zur Erstellung qualifizierter Erstangebote entsteht. Eine weitere Möglichkeit ist der konsequente Ausbau weiterer Geschäftsbereiche. Der Geschäftsbereich Textil soll vor diesem Hintergrund weiter ausgebaut werden. Daneben ist die Kayser-Gruppe in das Geschäftsfeld der Produktion chemischer Filtermedien eingestiegen. Im Rahmen eines New-Business-Projektes werden geschäftsbereichsübergreifend Synergien aus dem Kern Know-how aller Unternehmen der Kayser-Gruppe bewertet, um daraus eine gemeinsame zukünftige Wertschöpfung abzuleiten. IT-Risiken Bei der global aufgestellten Kayser-Gruppe spielt der Einsatz von Informationstechnologien eine immer wichtigere Rolle. Hieraus ergeben sich Risiken im Hinblick auf den unbefugten Zugriff, die Modifikation, den Abzug oder auch die Verschlüsselung von Daten im Rahmen von Cyberangriffen. Diesen Risiken begegnet die Kayser-Gruppe durch den Einsatz moderner IT-Sicherheitstechnologien wie zum Beispiel Firewalls und Intrusion-Prevention-Systemen. Zudem werden Zugriffsrechte nur restriktiv vergeben und Datensicherungen erfolgen im Rahmen regelmäßiger Backups. Personalrisiken Die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sind nur schwer einschätzbar. Die Arbeitslosenquote in Deutschland lag im Berichtsjahr bei 5,3 %. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet für das Jahr 2023 mit einer Arbeitslosenquote in Deutschland von rund 5,4 %. Auch weltweit wird mit einer erhöhten Arbeitslosigkeit für 2023 gerechnet. Dennoch wird es auch aufgrund des demographischen Wandels sowie der regionalen Lage der Standorte zunehmend schwieriger, junge und hoch qualifizierte Mitarbeitende für die Kayser-Gruppe zu gewinnen sowie die Leistungsträger im Unternehmen zu halten. Diesem Trend entgegnet die Kayser-Gruppe mit der Schaffung strukturierter Entwicklungspfade und möchte gerade jungen, hoch qualifizierten Nachwuchskräften, aber auch gut ausgebildeten Fachkräften Karriereperspektiven bieten, um sich damit als attraktiver Arbeitgeber zu profilieren. Dazu sollen auch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen wie zum Beispiel Kooperationen mit Hochschulen beitragen. Zudem reagieren wir mit zunehmender Flexibilität bezüglich Arbeitsort (Mobiles Arbeiten) und -zeit auf die Forderung nach besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Preis- / Absatzrisiko Steigende Preise auf der Beschaffungsseite und steigende Personalkosten haben einen negativen Effekt auf die Ertragslage des Konzerns. Kurzfristige Schwankungen können in der Regel ausgeglichen werden. Sofern nachhaltige Preissteigerungen nicht durch Preisgleitklauseln oder vergleichbare Mechanismen abgesichert sind, müssen insbesondere vor dem Hintergrund der mehrjährigen Bindung der Kundenverträge Preiserhöhungen individuell nachverhandelt werden. Die Durchsetzung von Kundenpreiserhöhungen gestaltet sich als schwierig. Risiken durch Naturkatastrophen Besondere Ereignisse wie zum Beispiel Brand, Explosion oder Naturkatastrophen können negative Auswirkungen auf die Produktion haben. Für solche Ereignisse wurden entsprechende Maßnahmenpläne aufgestellt. Sofern ökonomisch sinnvoll wurden entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Währungsrisiken Die Kayser-Gruppe ist in verschiedenen Währungsräumen aktiv. Aus der Veränderung der Währungskurse können erhebliche Finanzrisiken entstehen. Diesem Risiko wird durch Natural Hedging in Form eigener Produktionsstandorte in den wichtigsten Währungsregionen entgegengewirkt. Zudem ist eine systematische Absicherung der Währungsrisiken durch Devisensicherungsgeschäfte geplant. Liquiditäts- und Finanzierungrisiken Die Kayser-Gruppe finanziert sich im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow. Die liquiden Mittel und die zusätzlich gesicherten Kreditlinien stellen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Kayser-Gruppe sicher. Die Kayser-Gruppe verfügt über mehrere Cash-Pooling-Systeme, an welche die Tochtergesellschaften soweit als möglich angebunden sind. Die Liquiditätslage der Kayser-Gruppe ist Ende Mai gut. Chancen durch Synergien Die Kayser-Gruppe ist in unterschiedlichen Geschäftsfeldern tätig und beherrscht eine Vielzahl von Produktionstechnologien, die auch geschäftsfeldübergreifend eingesetzt und vermarktet werden können. Dies wird in gewissem Umfang bereits ausgenutzt. Chancen bestehen hier durch die konsequente Bewertung und den Ausbau dieser Möglichkeiten. In diesem Zusammenhang werden zunehmend geschäftsfeldübergreifende Funktionen wie zum Beispiel ein zentrales Innovationsmanagement eingeführt. Chancen durch die Erschließung neuer Märkte Indien wird in absehbarer Zeit China als bevölkerungsreichstes Land der Erde ablösen. Für die Jahre 2023 und 2024 prognostiziert der IWF und die asiatische Entwicklungsbank hohe wirtschaftliche Wachstumsraten von über 6,0 % und somit ein deutlich höheres Wachstum als in China. Die EU und Indien haben die im Jahr 2013 gescheiterten Gespräche über ein Freihandelsabkommen wiederaufgenommen. Diese sollen Ende 2023 abgeschlossen werden. Indien ist der drittwichtigste Handelspartner der EU. Die Kayser-Gruppe verfügt bereits über einen Vertriebsstandort in Indien, der gegebenenfalls ausgebaut werden kann. Chancen durch externes Wachstum Krisenbedingt ergeben sich für einige Unternehmen bestandsgefährdende Risiken und sie sind daher auf neues Kapital angewiesen. Die Kayser-Gruppe hat hier als kapitalstarke Einheit die Möglichkeit, sich daraus ergebende Chancen zu nutzen, um zum einen neue Technologien dazuzugewinnen und zum anderen neue oder verwandte Geschäftsfelder zu erschließen. Zusammenfassende Aussage zu den Risiken und Chancen Die auf die Kayser-Gruppe wirkenden Risiken werden mit zunehmender Unternehmensgröße komplexer und müssen aus diesem Grund systematisch identifiziert und bewertet werden. In diesem Zusammenhang wird kontinuierlich das bestehende interne Kontrollsystem der Kayser-Gruppe weiter ausgebaut. Insgesamt sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für die Kayser-Gruppe erkennbar. D. PROGNOSEBERICHT Das wirtschaftliche Geschehen wird nach wie vor von einer Vielzahl von Sondereffekten beeinflusst. Die Auswirkungen des Coronavirus nehmen an Bedeutung ab, auch wenn die Risiken in Zusammenhang mit dem Auftreten neuer Varianten nach wie vor bestehen. Ein Ende des Ukraine-Kriegs ist nicht in Sicht und polarisiert zunehmend die Welt. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Januar 2023 ist vor dem Hintergrund der erwarteten Anpassungsmaßnahmen der Zentralbanken sowie der Fortsetzung des Ukraine-Kriegs von einem globalen Wachstum von rund 2,9 % für das Geschäftsjahr 2023 auszugehen. Dies liegt somit deutlich unter dem historischen Durchschnitt von 3,8 % für die Jahre 2000 bis 2019. Die Prognosen für Europa liegen nochmals deutlich darunter und werden für 2023 mit 0,7 % und für 2024 mit 1,6 % angegeben. Das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern wird auf 4,0 % in 2023 bzw. 4,2 % für 2024 eingeschätzt. Die Erwartungen hinsichtlich der globalen Inflationsrate liegen bei 6,6 % für das Jahr 2023 und 4,3 % für das Folgejahr. In der Einschätzung des IWF im April 2023 wird insbesondere vor dem Hintergrund der Turbulenzen im Finanzsektor, der anhaltend hohen Inflation sowie die Auswirkungen der russischen Invasion in die Ukraine von weiter verschlechterten Bedingungen ausgegangen. Der IWF reduziert seine globale Wachstumsprognose im Vergleich zur Prognose im Januar weiter um 0,1 % auf 2,8 %. Für Deutschland wird sogar von einer Rezession ausgegangen (Reduktion der Prognose um 0,2 % auf nunmehr -0,1 %). Nach Informationen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland bereits das zweite Quartal in Folge zurückgegangen. Nach einem saison- und kalenderbereinigten Rückgang um -0,5 % im letzten Quartal 2022 erfolgte am ersten Quartal 2023 ein weiteres Absinken des Bruttoinlandproduktes um -0,3 %. Die bestehenden Kapazitäts- und Lieferengpässe werden länger Bestand haben als zunächst angenommen. Die Resilienz der Wertschöpfungsketten muss erhöht werden, verbunden mit einer stärkeren Diversifizierung der Lieferketten. Die fortschreitende Digitalisierung und Dekarbonisierung erfordert einen entsprechenden Weiterbildungs- und Umschulungsbedarf am Arbeitsmarkt. Insbesondere in Deutschland wird das Erwerbspersonenpotenzial in den kommenden Jahren aufgrund der demographischen Entwicklung deutlich schrumpfen und den Arbeits- und Fachkräftemangel weiter verstärken. Es wird von existentieller Bedeutung sein, die steigenden Rohstoff- und Energiepreise an die Kunden weiterzugeben, was zusammen mit höheren Lohnkosten die Gefahr einer Lohn-Preisspirale mit sich bringt. Das Ziel der Preisstabilität erfordert austarierte Gegenmaßnahmen insbesondere der Notenbanken durch eine entsprechende Anhebung des Zinsniveaus. Weltweit wird es zu einer Herausforderung werden, auf der einen Seite die Preisstabilität wiederherzustellen und zugleich ein Abrutschen in eine ggfs. sogar langfristige Rezession zu vermeiden. Die zukünftige Entwicklung des Automobilsektors ist stark abhängig vom Verlauf der Weltwirtschaft. Den sich eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stehen aktuell solide Auftragsbestände gegenüber. Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich die Automobilmärkte gegenüber dem Vorjahr positiv entwickeln werden. Die Textilindustrie ist weltweit sehr dicht vernetzt und wird stark von der Entwicklung der Weltwirtschaft beeinflusst. Aufgrund der ungünstigen Prognosen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der anhaltenden Herausforderungen hinsichtlich Energie- und Rohstoffpreisen wird von einem schwierigeren Umfeld im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Hinsichtlich der Wechselkurse gehen wir trotz hoher Schwankungsbreiten davon aus, dass sich der EUR insbesondere im Verhältnis zum USD auf dem niedrigen Niveau stabil entwickelt. Die aktuellen 6-Monatsprognosen gehen von einem Wert von durchschnittlich 1,10 USD / EUR aus. Aktuell liegt der USD-Kurs bei rund 1,08 USD / EUR. Die bestehenden Instrumente für die Absicherung von Währungsrisiken werden weiter ausgebaut. Insgesamt erwartet die Kayser-Gruppe für das laufende Geschäftsjahr 2023, trotz steigender Umsätze, ein Konzernergebnis deutlich unterhalb des Niveaus des Berichtsjahrs und eine vergleichbare Entwicklung im Folgejahr. E. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Managementsysteme Verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ist eine der Grundvoraussetzungen für unseren unternehmerischen Erfolg. Wir erkennen unsere soziale und gesellschaftliche Verantwortung an und haben uns zum Ziel gesetzt, weltweit ein sozialer Arbeitgeber zu sein. Die Einhaltung der vielfältigen rechtlichen Normen stellen wir innerhalb der Kayser-Gruppe sicher und schaffen ein Arbeitsumfeld, das sich durch Integrität, Respekt und ein faires und verantwortliches Handeln auszeichnet. Die Umsetzung und Einhaltung unserer Managementsysteme zeigt sich in unseren Zertifizierungen nach verschiedenen Normen für eine Vielzahl unserer Standorte. Die Angemessenheit, Wirksamkeit und das effiziente Umsetzen der standortbezogenen Managementsysteme wird regelmäßig durch die Geschäftsführung bewertet und anschließend durch Zielvorgaben eine fortlaufende Verbesserung angestrebt. Gemäß unserer Unternehmensstrategie streben wir eine langfristige Verbesserung der Nachhaltigkeit an. Ein nachhaltiges Fundament für dieses Bestreben soll durch die Entwicklung eines Science Based Target (SBT) geschaffen werden.
Arbeitssicherheit und Gesundheit Der Erfolg der Kayser-Gruppe hängt maßgebend von unseren Mitarbeitenden ab. Um dies zu fördern, wird ein sicheres und risikoarmes Arbeitsumfeld gewährleistet. Neben Aspekten der Qualität und des Umweltschutzes ist die Arbeitssicherheit und Gesundheit der Beschäftigten als zentraler Bestandteil in der Unternehmenspolitik verankert.
Einbeck, im Mai 2023 Ammermann Verwaltungs GmbH gez. Jörg W. Meyer gez. Jörg Schmidt Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Angaben Die A. Kayser GmbH & Co. KG Textile Filtermedien hat ihren Sitz in Einbeck. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen unter HR A 130760 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die bei den Posten der Konzernbilanz oder Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang anzubringen sind, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die nach § 265 Abs. 2 HGB angegebenen Vorjahresbeträge beziehen sich auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021. B. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss, als einziger Konsolidierungskreis, umfasst neben der Konzernmuttergesellschaft 19 (Vj.: 19) einbezogene Unternehmen, die direkt oder indirekt unter der einheitlichen Leitung der A. Kayser GmbH & Co. KG Textile Filtermedien, Einbeck, stehen. Davon werden 18 (Vj.: 18) Unternehmen voll konsolidiert und 1 (Vj.: 1) Unternehmen nach der Equity-Methode einbezogen. Die Unternehmen sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführt und entsprechend gekennzeichnet. Gesellschaften ohne Geschäftstätigkeit oder mit geringem Geschäftsumfang werden gemäß § 296 Absatz 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Diese nicht einbezogenen Gesellschaften sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes im Einzelnen aufgeführt (Anhang 2 zum Konzernanhang). Im Konzernabschluss der A. Kayser GmbH & Co. KG Textile Filtermedien, Einbeck, sind jene verbundenen Unternehmen zusammengefasst, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von wesentlicher Bedeutung sind. C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze im Konzern werden einheitlich ausgeübt. Für die ausländischen Tochtergesellschaften, die ihre Jahresabschlüsse nach jeweiligem Landesrecht aufstellen, werden entsprechende Anpassungen auf die deutschen Rechnungslegungsgrundsätze vorgenommen. Die allgemeinen Bewertungsprinzipien des § 252 HGB werden beachtet. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear vorgenommen. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear und, soweit zulässig, degressiv vorgenommen. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Die At-Equity-Bewertung erfolgt nach der Buchwertmethode gem. § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB. Die Bewertung des im Konzernabschluss at Equity ausgewiesenen Vermögens wird aus Wesentlichkeitsgründen nicht an die für den Konzernabschluss maßgebenden Bewertungsregeln angepasst. Die Erstbewertung erfolgte auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Beteiligung. Die Zugänge bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten erworbene Anteile, Einlagen und anteilige Jahresüberschüsse. Unter den Abgängen werden anteilige Jahresfehlbeträge sowie Dividendenausschüttungen und veräußerte Anteile erfasst. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Einzelrisiken ist durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Der Bestand an flüssigen Mitteln wird zu Nominalwerten angesetzt. Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Stichtagskurs am Abschlussstichtag (Devisenkassamittelkurs) umgerechnet. Für auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Bewertung zum Kurs zum Entstehungszeitpunkt oder dem Stichtagskurs entsprechend dem Niederstwertprinzip. D. Währungsumrechnung Bei den im vorliegenden Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen handelt es sich um selbständig operierende Unternehmen. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei werden die Bilanzpositionen, mit Ausnahme des zum historischen Kurs umzurechnenden Eigenkapitals, zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge werden mit dem Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Kurse entstehenden Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals werden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. E. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung der einbezogenen Gesellschaften erfolgt nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung, soweit die Erwerbsvorgänge bis zum 31. Dezember 2009 erfolgt sind (Artikel 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB). Für erstmals nach dem 31. Dezember 2009 zu konsolidierende Tochterunternehmen wird die Neubewertungsmethode angewendet. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge werden, soweit wie möglich, den betreffenden Vermögensgegenständen und Schulden zugeordnet. Der verbleibende Betrag wird als Firmenwert oder passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Das Anlagevermögen der einbezogenen Tochterunternehmen wird im Anlagenspiegel mit den aus den Einzelabschlüssen übernommenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, eliminiert um wesentliche konsolidierungspflichtige Zwischenergebnisse, ausgewiesen. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert und - soweit sachlich geboten - umgegliedert. Wesentliche aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischengewinne werden eliminiert. F. Angaben zur Konzernbilanz Immaterielle Vermögensgegenstände Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände ist in dem als Anlage 1 zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel zu ersehen. Die Veränderungen aus Währungseffekten werden in einer gesonderten Spalte dargestellt. Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten beinhalten im Wesentlichen Software. Die Abschreibung der entgeltlich erworbenen ähnlichen Rechte und Werte erfolgt über einen Zeitraum von 2 bis 5 Jahren. Sachanlagevermögen Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in dem als Anlage 1 zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel zu ersehen. Die Veränderungen aus Währungseffekten werden in einer gesonderten Spalte dargestellt. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern ergeben sich wie folgt:
Finanzanlagen Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist in dem als Anlage 1 zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel zu ersehen. Die Veränderungen aus Währungseffekten werden in einer gesonderten Spalte dargestellt. Die ergänzenden Angaben zu den Finanzanlagen (Aufstellung des Anteilsbesitzes) werden in der Anlage 2 zum Konzernanhang gemacht. Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten die entsprechend § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidierten Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung. In den Beteiligungen wird in Höhe von TEUR 5.261 (Vj.: TEUR 5.261) die at Equity bewertete Remark Kayser Sp. z o.o., Batorowo, Polen ausgewiesen. Eine verkürzte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der Remark Kayser Sp. z o.o., Batorowo, Polen, zum 31. Dezember 2022 ergibt folgendes Bild:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegen nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 320 (Vj.: TEUR 296). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von TEUR 1.127 (Vj.: TEUR 984) Beträge, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Aktive latente Steuern Die ermittelten temporären Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz ergeben insgesamt eine zukünftige Steuerentlastung. Sie bestehen im Wesentlichen im Bereich des Sachanlagevermögens und der sonstigen Rückstellungen. Dieser Überhang beträgt TEUR 5.238 (Vj.: TEUR 5.116). Die für die Bewertung der latenten Steuern verwendeten relevanten durchschnittlichen Steuersätze liegen zwischen 9 % bis 30 %. Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds beinhaltet den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten der vollkonsolidierten Gesellschaften in Höhe von TEUR 54.097 (Vj.: TEUR 61.746). Eigenkapital Die Kapitalanteile und die Rücklagen entsprechen den im Einzelabschluss der A. Kayser GmbH & Co. KG Textile Filtermedien ausgewiesenen Bilanzposten. Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung resultiert aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen zu unterschiedlichen Kursen. Zur Entwicklung des Gewinnvortrags verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage 5). sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Garantien bzw. Gewährleistungen, Personalaufwendungen, ausstehende Rechnungen und Preisanpassungen sowie die Aufbewahrung von fremden Werkzeugen. Verbindlichkeiten Am Bilanzstichtag sind zu den ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende Vermerke anzugeben:
Von den Verbindlichkeiten sind insgesamt 4.567 TEUR gesichert, davon 4.567 TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignung. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine wesentlichen Haftungsverhältnisse. Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit bestehen im Wesentlichen die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
G. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche und geographisch auf:
sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten solche aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 15.071 (Vj.: TEUR 11.964). Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 158 (Vj.: TEUR 57) sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten solche aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 14.249 (Vj.: TEUR 9.534). Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen resultieren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 594 (Vj.: TEUR 585) aus der at Equity Bewertung der Remark Kayser Sp. z o.o., Batorowo, Polen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind in Höhe von TEUR 86 (Vj.: TEUR 65) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Ertrag aus der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von TEUR 122 (Vj.: TEUR 387) enthalten. H. Sonstige Angaben Personalbestand Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:
Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen Unter Inanspruchnahme der Wahlrechte des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB werden die Einzelabschlüsse der folgenden Gesellschaften nicht separat offengelegt:
Geschäftsführung und Angabe der Gesamtbezüge Die Geschäftsführung erfolgt durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die Ammermann Verwaltungs GmbH, Einbeck, mit einem gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 100. Die Komplementärin wurde im Geschäftsjahr durch die Herren Meinolf Lehmkul, Göttingen, Jörg Schmidt, Eschershausen, und Jörg W. Meyer, Leipzig, vertreten. Analog § 286 Abs. 4 HGB werden die Bezüge der Geschäftsführung nicht angegeben. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind und die für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns notwendig sind. Honorar für den Abschlussprüfer Für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der A. Kayser GmbH & Co. KG Textile Filtermedien wurde im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 262 TEUR Honorar als Aufwand erfasst. Das Honorar betrifft in Höhe von 116 TEUR Abschlussprüferleistungen und in Höhe von 146 TEUR Steuerberatungsleistungen. Weitere Angaben nach DRS 26 A. Kayser GmbH & Co. KG verfügt über 50 % der Anteile an der Remark Kayser Sp. z o.o., Batorowo, Polen, die ihren Abschluss nach polnischen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufstellt. Aus den Geschäftsbeziehungen zu dem assoziierten Unternehmen ergeben sich keine wesentlichen finanziellen Verpflichtungen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und von COVID-19 sind für den Konzern als Vorgänge von besonderer Bedeutung zu qualifizieren. Insbesondere die Abkehr Chinas von der Null-Toleranz-Politik und der damit einhergehenden Verschärfung der Infektionslage sowie die aus dem Ukraine-Krieg resultierenden Verwerfungen auf den Energiemärkten können einen Einfluss auf die Lieferketten und die Rohstoffpreise haben. Aktuell bestehen keine existenzgefährdenden Risiken für den Konzern. Für weitergehende Informationen verweisen wir auf die Angaben im Lagebericht.
Einbeck, im Mai 2023 Ammermann Verwaltungs GmbH gez. Jörg W. Meyer gez. Jörg Schmidt Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die A. Kayser GmbH & Co. KG Textile Filtermedien Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der A. Kayser GmbH & Co. KG Textile Filtermedien und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der A. Kayser GmbH & Co. KG Textile Filtermedien für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 2. Juni 2023 WTR
Huskamp Bredel Partnerschaft mbB
gez. Bredel, Wirtschaftsprüfer gez. Huskamp, Wirtschaftsprüfer Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022
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