Master Data

Registry
Register court München HRB 177226
Previous
Lakeview Capital Market Services GmbHHuddlestock Systems GmbH
Registered
1/15/2009
Industry
Security and commodity contracts brokerageManagement activities of other holding companiesManagement activities of holding companies with predominantly financial shareholdings
Purpose
Vermittlung von Anlagen, Durchführung von Anlageberatung, Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung und die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung).

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Robert Fuchsgruber
since 5/18/2022
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
HUDDLESTOCK Technologies ASNOR
100.00%

Shareholders
Beta

1 shareholder

GmbH structure

Name
Location
Amount
Share
HUDDLESTOCK Technologies AS
Norway
€50,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Huddlestock GmbH (vormals: Huddlestock Systems GmbH)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Wertpapierinstituts

I.1 Rechtliche Grundlagen

Die Huddlestock GmbH (bis 15. März 2023: Huddlestock Systems GmbH) ist ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) reguliertes Finanzdienstleistungsinstitut. Die offizielle Erlaubnis zur Erbringung von Abschlussvermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG), Anlageberatung (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG), Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG) und Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG) hat die Huddlestock GmbH von der BaFin am 24.03.2009 erhalten. Die Erlaubnis zur Anlagenverwaltung ((§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 11 KWG) wurde am 26.01.2023 aufgegeben.

Die Erlaubnisse/Zulassungen/Tätigkeiten können unter

https://portal.mvp.bafin.de/database/InstInfo/institutDetails.do?cmd=loadInstitutAction&institutId=121822

eingesehen werden.

Die Gesellschaft wurde am 24.11.2008 in das Handelsregister B des Amtsgerichts München (HRB 177226) eingetragen. Die Huddlestock GmbH ist 100%ige Tochter der Huddlestock Technologies AS, die wiederum zu 100% der Huddlestock Fintech AS gehört. Huddlestock Fintech AS wurde am 26. November 2020, als Norwegens erstes börsennotiertes Fintech-Unternehmen, am Euronext Growth Market notiert.

I.2 Geschäftsmodell

Die Huddlestock GmbH hat ihren Hauptsitz in München und ist als Investment-as-a-Platform (laaS)- Anbieter auf den B2B-Markt fokussiert. Die Gesellschaft nutzt das technologische und prozessuale Angebot der Huddlestock-Gruppe, um B2B-Interessenten und -Kunden (vornehmlich Banken, Finanzportale, Vermögensverwalter und Haftungsdächer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz) die schnelle Implementierung von Online- und Mobile-Angeboten für deren Kundinnen und Kunden im Bereich Wertpapier zu ermöglichen. Dabei tritt sie auch, wenn notwendig, als Lizenzgeber für den jeweiligen B2B-Partner auf.

I.3 Forschung und Entwicklung

Die ständige Weiterentwicklung und Optimierung der laaS-Lösung ist ein zentraler Baustein des Unternehmenserfolges der Gruppe, um so das kombinierte Angebot aus Technologie, Brokerage- und Haftungsdach-Services möglichst attraktiv und aktuell zu halten. Dies ist Kern der Unternehmenspolitik der gesamten Huddlestock Gruppe, die permanent in die Zukunft investiert.

II. Wirtschaftsbericht

II.1 Gesamtwirtschaftliche Lage

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Damit setzte sich, laut statistischem Bundesamt, "die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus."

II.2 Branchenentwicklung

Die Situation im Bereich Trading und Investing ist weiterhin von notwendigen Investitionen in die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen und von der Notwendigkeit, interne Prozesse zu digitalisieren und zu standardisieren, gekennzeichnet. Die neue Generation an Tradern und Anlegern sucht weiter neue, digitalisierte Wege des Marktzugangs und hält den Transformationsdruck auf die Branche hoch. Digitale Anbieter im Bereich Neo-Brokerage oder Robo-Advisory sahen auch im Jahr 2023 ein stabiles Wachstum, allerdings auf einem niedrigeren Niveau als in den Boomjahren während der Corona-Krise. Dazu trugen auch das deutlich veränderte Zinsniveau, die geopolitischen Spannungen, die hohe Inflation und die schwachen wirtschaftlichen Aussichten bei. 2023 überstieg die Zahl der Aktiensparerinnen und -sparer mit 12,3 Millionen im vierten Jahr in Folge die 12-Millionen- Marke. Der Rückgang von 570.000 im Vergleich zum Vorjahr ändert nichts am langfristigen Trend nach oben.

II.3 Geschäftsentwicklung der Huddlestock GmbH

Das Geschäftsjahr 2023 der Huddlestock GmbH war vor allem durch drei Schwerpunkte geprägt: Der Implementierung des kompletten regulatorischen Setups, der weiteren Arbeit am Projekt "Nordlicht" und der damit verbundenen, erbrachten Beratungsleistungen für die Huddlestock-Gruppe und der Identifizierung und Akquirierung von zusätzlichen B2B-Partnern.

Das Projekt "Nordlicht" hat das Ziel, die gesamten Huddlestock Services (Technologie, Verwahrdienstleistungen und Haftungsdach) in Deutschland zu etablieren. Dazu gehören: Anpassung der Prozesse und Leistungen der "Huddlestock Investor Services" an die deutschen Anforderungen und Bedingungen, wobei alle Orderrouting-, Cashbooking- und Custody-Prozesse definiert und eingerichtet werden sollen. Sicherstellung der Erfüllung der regulatorischen Anforderungen. Sicherstellung der Anbindung des Bricknode Backoffice-Systems und von "Huddlestock Investor Services" an mindestens eine deutsche Depotbank. Vorbereitung aller Vertragsdokumente zwischen allen internen und externen Parteien. Unter der Federführung des Head of Compliance and Risk wurde im Jahr 2023 das regulatorische Setup der Huddlestock GmbH komplett überarbeitet und auf neue Beine gestellt. Zentrales Ergebnis dieser Arbeit ist sowohl der Aufbau des internen Kontrollsystems (IKS) als auch die Erstellung eines Organisationshandbuchs, welches die organisatorischen Strukturen und Abläufe, die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen, die einzuhaltenden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften, Verhaltensregeln und -pflichten sowie Arbeitsabläufe und -anweisungen enthält. Das Organisationshandbuch ist in allen Bereichen als verbindliche Arbeitsanweisung und Organisationsrichtlinie der Geschäftsleitung zu verstehen. Damit können nun die ersten gebundenen Vermittler angeschlossen werden.

Das Projekt "Nordlicht" wurde vor allem durch die Akquisition der schwedischen Firma Bricknode beeinflusst, da mit dieser Übernahme entschieden wurde, das bei Bricknode vorhandene Backoffice- System zum zentralen Bestandteil der technologischen Gruppenlösung zu machen. Das Projekt ist so weit abgeschlossen, dass alle notwendigen Prozesse definiert, die Markt- und regulatorischen Anforderungen definiert, die notwendigen Drittdienstleister gefunden und die Vertragsdokumente vorbereitet sind. Die technische Implementierungsphase wird, wegen gruppeninterner Ressourcenpriorisierung, allerdings voraussichtlich erst zum Ende des Jahres 2024 starten, so dass das volle Setup erst im Jahr 2025 vorhanden und damit verkaufbar sein wird. Bis dahin konzentriert sich die GmbH auf die Anbindung von vertraglich gebundenen Vermittlern.

Die GmbH hat dabei umfangreiche Beratungsleistungen für deren Muttergesellschaft Huddlestock Technologies AS erbracht, um die spezifisch deutschen Anforderungen aus den Bereichen Markt, Steuer, Verwahrstellen und Regulatorik zu adressieren und technisch und prozessual umzusetzen. Diese Leistungen wurden über Beratungsrechnungen abgerechnet und stellten im Jahr 2023 den Hauptanteil der erzielten Umsätze dar. Externe Umsätze (Provisionserträge i.H.v. TEUR 1) wurden mit der Solarisbank erzielt.

Bei der Identifizierung und Akquise von zusätzlichen B2B-Partnern wurden umfangreiche Marktresearch-Aktivitäten durchgeführt und erste mögliche Partner angesprochen. Einige dieser möglichen Partner stehen kurz vor einem Vertragsabschluss.

II.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

II.4.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 167.948 EUR. Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme um 5.890 EUR.

Die Vermögenslage der Huddlestock GmbH stellte sich am Jahresende wie folgt dar: Forderungen an Kreditinstitute bestanden in Höhe von 122.151 EUR; im Vorjahr waren es 19.876 TEUR. Mit 34.519 EUR (im Vorjahr 80.147 EUR) sind Forderungen an verbundene Unternehmen enthalten. Die Sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich von 55.340 EUR auf 8.192 EUR.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 23.424 EUR, gegenüber 34.987 EUR im Vorjahr. Es bestehen Rückstellungen von insgesamt 45.497 EUR (im Vorjahr 70.688 EUR). Das Stammkapital liegt unverändert bei 50.000 EUR. Die anderen Gewinnrücklagen betragen 22.607 EUR und blieben damit unverändert, die Kapitalrücklage wurde auf 254.500 EUR erhöht. Der Bilanzverlust belief sich nach einem Jahresfehlbetrag 2023 i.H.v. 77.356 EUR auf 228.080 EUR. Der Verlustvortrag erhöhte sich leicht auf 150.723 EUR.

II.4.2 Liquidität

Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachzukommen.

II.4.3 Ertragslage

Im Jahr 2023 wurden Provisionseinnahmen in Höhe von 742 EUR erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf 457.794 EUR gegenüber 380.458 EUR im Vorjahr. Sie resultieren mit 452.000 TEUR aus den Huddlestock Technologies in Rechnung gestellten Beratungsleistungen.

Die Aufwendungen bestehen vor allem aus Personalaufwendungen in Höhe von 352.053 EUR (Vorjahr 197.578 EUR) und aus anderen Verwaltungsaufwendungen von 138.184 EUR (Vorjahr 177.520 EUR). Der Rückgang der anderen Verwaltungsaufwendungen ist vor allem auf geringere Repräsentations- und Beratungskosten zurückzuführen. Eine bestehende Forderung in Höhe von 44.895 EUR gegenüber einem ehemaligen Geschäftsführer wurde vollständig abgeschrieben.

Insgesamt ergab sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 77.356 EUR (Vorjahr 4.788 EUR).

II.4.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden bei der Huddlestock GmbH die Kennzahlen "Erträge" und "Allgemeine Verwaltungsaufwendungen" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" verwendet.

Die Erträge (Provisionserträge und Sonstige betriebliche Erträge) erhöhten sich auf 458.539 EUR. Dies bedeutet, dass die für 2023 mit 465.000 EUR geplanten Erträge fast erreicht wurden. Die Aufwendungen der GmbH waren mit 535.132 EUR deutlich höher als geplant (474.000 EUR). Dieser Anstieg ist vor allem auf eine nicht geplante Forderungsabschreibung und etwas höhere Personalkosten zurückzuführen. Insgesamt ergab sich deshalb ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 77.356 EUR.

II.5 Bestandsgefährdende Risiken

Die GmbH hat verschiedene BaFin-Lizenzen, u. a. die Lizenz für die Anlagevermittlung, welche sie im Geschäftsjahr 2023 nicht genutzt hat. Es wird wichtig sein, diese Lizenzen im Jahr 2024 aktiv zu nutzen, da sonst die Gefahr eines Entzugs dieser Lizenzen durch die BaFin droht. Das würde den Bestand der GmbH als Technologieanbieter nicht gefährden, ihr aber die Möglichkeit nehmen, als On-Stop-Shop Lösung für mögliche B2B-Partner zu fungieren.

III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

III.1 Risikobericht und Chancenbericht

Der Boom, im Bereich Handeln von und Investieren in Wertpapiere hat sich konsolidiert. Risiken wie steigende Inflation, veränderte Zinslandschaft, Mangel an qualifizierten Fachkräften und Unsicherheiten aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, aber auch der anhaltende Konflikt im Nahen Osten bringen weitere Unsicherheit in die Kapitalmärkte und haben, im Vergleich zu den Trading-Boom Jahren 2020 und 2021 zu einer gewissen Zurückhaltung der Endkunden beim Traden und Investieren geführt. Trotzdem bleibt das Marktumfeld für die Huddlestock GmbH aus unserer Sicht weiter vielversprechend: die Zahl derer, die in aktienbasierte Kapitalanlagen investieren und der Handlungsdruck bei Banken und Anbietern bleiben weiter hoch. Die Huddlestock GmbH kann ihre Lösungen einem klar definiertem Kundensegment anbieten. Mit ihrer laaS-Lösung verfügt die Gruppe über ein hervorragendes Angebot. Die Kombination aus Finanztechnologie, Backoffice- Lösungen, Depotdienstleistungen und Haftungsdach ermöglicht es der Huddlestock GmbH, modulare Services anzubieten, die verschiedenste Kundengruppen zufriedenstellen können.

Die in Punkt "Branchenentwicklung" geschilderte Marktlage zu Investitionen in die notwendige Digitalisierung der Vermögensverwaltung und dem Brokerage, eröffnet der Huddlestock GmbH die Chance, in diesem Segment deutliche Marktanteile zu gewinnen. Die Huddlestock GmbH wird sich in diesem Segment mit einer Lösung, die technologisch führend und für Kooperationspartner schnell und einfach anzubinden ist, erfolgreich positionieren. Damit sind auch Kooperationen mit größeren Anbietern denkbar, die hohe Umsatzpotenziale eröffnen. Mit solchen potenziellen Partnern gibt es mittlerweile zu unterzeichnende Verträge, die für das Jahr 2024 erwarten lassen, dass erste Provisionserträge erzielt werden.

Um Risiken in den Bereichen Operationelle Risiken, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und strafbaren Handlungen transparent darzustellen und durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren, wurden jeweils Risikoanalysen sowie eine "Risk Heat Map" für Compliance und Risikomanagement erarbeitet, der Geschäftsführung vorgelegt und genehmigt. Das erarbeitete Organisationshandbuch ist ein weiterer Meilenstein im Bereich Risikomanagement und -minimierung.

II.2 Prognosebericht - Ausblick

Allgemein ist der Ausblick weiterhin als positiv zu bewerten. Die im Projekt "Nordlicht" erarbeitete und jetzt zu implementierende laaS-Lösung für Deutschland wird im Markt Nachfrage finden. Es ist geplant, dass einige potenzielle Kunden im Jahr 2024 als Tied Agents angebunden werden und im Jahr 2025 mit der vollen laaS-Lösung live gehen werden. Die Huddlestock GmbH wird weiterhin das notwendige Markt-Knowhow und die Expertise für den deutschen Markt einbringen und weiter konsequent an der Anbahnung von neuen Kooperationspartnern arbeiten.

Für das Jahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit einem Anstieg der Erträge (Provisionserträge und Sonstige betriebliche Erträge) von derzeit 459 TEUR auf 539 TEUR. Bei den Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen und Sonstigen betrieblichen Aufwendungen geht die Gesellschaft davon aus, dass diese von 535 TEUR auf 528 TEUR sinken werden. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit wird sich demzufolge voraussichtlich von -77 TEUR auf +11 TEUR verbessern.

IV. Leitungsorgane / Zweigniederlassungen / Tochtergesellschaften

IV.1 Leitungsorgane

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr John E. Skajem (Geschäftsführer mit Zuständigkeit back-office) und Robert Fuchsgruber (Geschäftsführer mit Zuständigkeit front-office).

IV.2 Zweigniederlassungen

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft mit Sitz in München (Bayern) keine weiteren Niederlassungen.

IV.3 Tochtergesellschaften

Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft keinerlei Beteiligungen.

 

München, 19. Juni 2024

Robert Fuchsgruber

John E. Skajem

BILANZ zum 31. Dezember 2023

Huddlestock GmbH

München

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 122.150,55 19.875,57
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 34.519,12 80.147,25
3. Sachanlagen 2,00 933,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 8.192,00 55.399,81
5. Rechnungsabgrenzungsposten 3.084,52 5.702,91
167.948,19 162.058,54

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 23.423,63 34.986,70
2. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 45.497,11 70.688,08
3. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
b) Kapitalrücklage 254.500,00 134.500,00
c) Gewinnrücklagen
ca) andere Gewinnrücklagen 22.607,25 22.607,25
d) Bilanzverlust -228.079,80 -150.723,49
167.948,19 162.058,54

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Huddlestock GmbH

München

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 207,20 0,00
2. Zinsaufwendungen 36,00 0,00
171,20 0,00
3. Provisionserträge 742,18 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 457.793,52 380.458,29
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 318.042,78 176.125,40
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 34.010,26 352.053,04 21.452,83
b) andere Verwaltungsaufwendungen 138.184,07 177.519,55
490.237,11 375.097,78
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen -931,00 -872,05
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 44.894,79 9.276,45
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -77.356,00 -4.787,99
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,31 0,00
10. Jahresfehlbetrag 77.356,31 4.787,99
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 150.723,49 145.935,50
12. Bilanzverlust 228.079,80 150.723,49

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1 Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Firma Huddlestock GmbH, Amtsgericht München, HRB 177226, ist ein Wertpapierinstitut gemäß § 2 Abs. 1 WpIG. Für Wertpapierinstitute sind, unabhängig von den Größenkriterien des § 267 HGB, die Vorschriften der §§ 340-340o HGB maßgeblich.

2 Grundsätze der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und des Anhangs erfolgt unter Beachtung der handelsrechtlichen Ausweisvorschriften sowie der Sondervorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV). Die Formblätter 1 und 3 in Staffelform nach RechKredV finden Anwendung

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Vorjahr in Kontoform und im Geschäftsjahr 2023 in Staffelform erstellt.

3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute zu beachten.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. In der vorliegenden Bilanz zum 31.12.2023 war aufgrund der Einbringlichkeit der ausgewiesenen Forderungen keine Wertberichtigung notwendig.

Die entgeltlich erworbenen Sachanlagen werden gemäß § 340e HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Der Bilanzausweis ergibt sich aus den Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibung. Eine zugrunde liegende Nutzungsdauer orientiert sich dabei an der wirtschaftlichen Betrachtungsweise.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

4 Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Posten der Aktivseite

4.1 Forderungen an Kreditinstitute und an Wertpapierinstitute

Die zum Stichtag bestehenden Forderungen an Kredit- und Wertpapierinstitute haben eine Restlaufzeit weniger als ein Jahr.

4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen beinhalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die mit einem Betrag in Höhe von insgesamt € 34.519,12 (Vorjahr € 80.147,25) ausgewiesen werden.

Davon betragen die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin Huddlestock Technologies AS € 27.000,00 (Vorjahr € 71.424,25).

Die Forderungen gegenüber der obersten Muttergesellschaft, der Huddlestock Fintech AS, betragen € 7.519,12 (Vorjahr € 8.723,00).

Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen insgesamt € 8.192,00 (Vorjahr € 55.399,81) aus. Die Forderungen gegenüber dem ehemaligen Gesellschafter und Geschäftsführer in Höhe von € 44.894,79 wurden in voller Höhe abgeschrieben, da die Forderungen voraussichtlich uneinbringlich geworden sind.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Umsatzsteuerforderung in Höhe von € 4.626,76 (€ 6.939,78) enthalten.

4.3 Sachanlagen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagespiegel.

4.4 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet die Büromiete für Januar 2024 sowie den Berufshaftpflichtversicherungsbeitrag, welcher im laufenden Geschäftsjahr anteilig für das Folgejahr 2024 bezahlt wurde.

Posten der Passivseite

4.5 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag € 23.423,63 (Vorjahr € 34.986,70) mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr.

Davon betragen die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Huddlestock Technologies AS betragen € 4.790,60 (Vorjahr € 6.214,85).

Die Verbindlichkeit gegenüber der obersten Muttergesellschaft, der Huddlestock Fintech AS, beträgt € 0,00 (Vorjahr € 1.410,00).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Lohnsteuer- und Sozialversicherungsverbindlichkeiten in Höhe von € 6.027,99 (Vorjahr € 10.010,17) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Angestellten für die Spesenabrechnungen (Vorjahr € 3.322,39) und die Abzugsteuer aufgrund des Lizenzvertrags mit der norwegischen Muttergesellschaft (Vorjahr € 1.424,25) sind im laufenden Geschäftsjahr 2023 ausgeglichen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Geschäftspartnern aus erhaltenen Anzahlungen betragen € 12.605,04 (Vorjahr € 12.605,04).

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten enthalten keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert sind.

4.6 Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Die anderen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Personalkosten, ausstehende Rechnungen für Beratungsleistungen im Jahr 2023 sowie die Kosten für die Erstellung sowie Prüfung des Jahresabschlusses.

4.7 Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt € 50.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt. Es besteht eine Kapitalrücklage in Höhe von € 254.500 (Vorjahr € 134.500,00). Die Kapitalrücklage wurde 2023 aufgrund der gestiegenen Anforderungen nach dem WpIG um € 120.000,00 erhöht. Der Verlustvortrag aus Vorjahren beträgt € 150.723,49. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 77.356,31 wird auf neue Rechnung vorgetragen, so dass der Bilanzverlust zum 31.12.2023 € 228.079,80 beträgt.

5 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2023 beinhalten insbesondere Erlöse aus der Unterstützung der Muttergesellschaft bei der Softwareerstellung und damit zusammenhängender Beratungsleistungen in Höhe von € 452.000,00 (Vorjahr € 354.109,24).

5.2 Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Löhne und Gehälter in Höhe von € 318.042,00 (Vorjahr € 176.125,40), sowie soziale Abgaben in Höhe von € 34.010,26 (Vorjahr € 21.452,83). Davon sind Rückstellungen für Personalaufwand in Höhe von € 24.042,00 (Vorjahr € 0,00) enthalten.

5.3 Andere Verwaltungsaufwendungen

Dieser Posten besteht im Wesentlichen aus Büromiete und Mietnebenkosten in Höhe von € 28.230,48 (Vorjahr € 25.718,72), Aufwendungen für Veranstaltungs- und Repräsentationskosten in Höhe von insgesamt € 3.443,13 (Vorjahr € 25.086,72), Reisekosten von Arbeitnehmern sowie die Aufwendungen für Fortbildung in Höhe von € 10.066,05 (Vorjahr € 10.929,75), die Versicherung sowie Beiträge Aufwendungen in Höhe von € 10.953,43 (Vorjahr € 5.590,96), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von € 17.782,36 (Vorjahr € 28.679,64) sowie Buchführungs- und Abschlusskosten in Höhe von € 65.030,51 (Vorjahr € 67.985,21).

5.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Dieser Posten besteht im Wesentlichen aus Forderungsverlust gegenüber dem ehemaligen Gesellschafter und Geschäftsführer in Höhe von € 44.894,79.

6 Sonstige Angaben

6.1 Nahestehende Unternehmen und Personen

Im Jahr 2023 hat die Gesellschaft Erträge aus an nahestehende Unternehmen erbrachte Dienstleistungen in Höhe von € 452.000,00 (Vorjahr € 354.109,24) erzielt und keine Eingangsleistungen (Vorjahr € 9.000,00) von nahestehenden Unternehmen bezogen. Die Konditionen mit nahestehenden Personen sind marktüblich.

Die Huddlestock GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Huddlestock Technologies AS, die wiederum eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Huddlestock Fintech AS, Kanalsletta 2 Stavanger, 4033 Norway ist. Der Konzernabschluss der Huddlestock Fintech AS wird nach Erstellung unter https://www.huddlestock.com/investor-relations/ veröffentlicht.

6.2 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum 31.12.2023 unbefristete Mietverpflichtungen mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten im Sinne von § 251 HGB. Die Mietverpflichtungen für zwei Monate betragen € 3.196,00 zzgl. 19 % USt.

6.3 Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft neben dem angestellten Geschäftsführer einen Mitarbeiter.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 2,0 (Vorjahr 1,8).

6.4 Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

Herr John Egil Skajem, Geschäftsführer, Wissenschaft im Finanzwesen (Bachelor und MBA)

Herr Robert Fuchsgruber, Geschäftsführer, Diplom-Betriebswirt (FH)

Mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Geschäftsführergehälter verzichtet.

Ein Aufsichtsrat ist nicht vorhanden.

6.5 Honorar des Abschlussprüfers für 2023

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 (TEUR 29) setzt sich wie folgt zusammen:

Honorar für erbrachte Abschlussprüferleistungen: TEUR 24

Honorar für andere Bestätigungsleistungen: TEUR 5

6.6 Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

6.7 Nachtragsberichterstattung nach § 285 Nr. 33 HGB

Die aktuellen Kriegshandlungen haben bei der Huddlestock GmbH keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ausgelöst.

Die Gesellschaft befindet sich noch in der Projektstartphase. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

 

München, den 19. Juni 2024

Herr John Egil Skajem, Geschäftsführer

Herr Robert Fuchsgruber, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Huddlestock GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Huddlestock GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Huddlestock GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 19. Juni 2024

Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

M. Jüngling, Wirtschaftsprüfer

Dr. H.J. Schirduan, Wirtschaftsprüfer

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