Additive Tectonics GmbH
Same addressManufacture of additive manufacturing machinery
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Carl Johannes Fruth since 10/1/2014 | Board Member |
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Official financial statements and annual reports
FIT AGLupburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der FIT AG, LupburgINHALTSVERZEICHNIS LAGEBERICHT I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Weltwirtschaft 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland 3. Branchenspezifische Rahmenbedingungen 4. Controlling und Risikomanagement 5. Geschäftsverlauf 6. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 7. Finanzielle Leistungsindikatoren III. Prognosebericht 1. Weltwirtschaftsprognose 2. Deutsche Konjunkturprognose 3. Unsere Branche 4. Unser Unternehmen IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Erklärung des Vorstandes I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 1.1. Geschäftsbereiche Unsere Firma, die FIT AG, ist - zusammen mit ihren Tochtergesellschaften - eine Hochtechnologiefirmengruppe im Bereich additiver Fertigung, auch 3D-Druck genannt, und in drei Geschäftsbereichen tätig: • Geschäftsbereich Additive Manufacturing Services (AMS, früher Geschäftsbereiche ADM und Prototyping) Im Geschäftsbereich AMS bieten wir unseren Kunden ein weites Feld an Entwicklungs- und Produktionsdienstleistungen unter Nutzung additiver Fertigungsmethoden an, die den Markt für die Fertigung von Komponenten (ADM) und für die Herstellung von Prototypen (Prototyping) unterstützen. Im ADM (Additive Design and Manufacturing) bieten die Unternehmen der FIT Gruppe die Entwicklung und Herstellung von Serienkomponenten für verschiedenste Anwendungen an. Wir entwickeln hier in Zusammenarbeit mit unseren Kunden serienreife Bauteile, die für additive Fertigungsverfahren optimiert sind. Ferner setzt die Gruppe eigens für die Herstellung dieser Teile optimierte additive Fertigungs- sowie Qualitätssicherungsverfahren um. Der Geschäftsablauf bei solchen Projekten besteht prinzipiell aus drei Schritten: 1. Die erfolgreiche Identifikation von Anwendungen, bei denen Funktionen mit additiven Technologien besser und kostengünstiger erfüllt werden können. 2. Die Entwicklung und Konstruktion von geeigneten Lösungen. 3. Die Umsetzung von solchen Lösungen in die Serienfertigung, wobei diese auch nur die Fertigung eines einzelnen oder einer sehr kleinen Menge eines Werkstückes umfassen kann. Das Ziel der Unternehmen der FIT AG ist es, dem Kunden einen realen Nutzen zu bieten, der beim Kunden zu einer realistischen Ertragsperspektive führt. Dafür bieten wir dem Kunden • umfassende Unterstützung bei der Identifikation von Anwendungen und der Entwicklung von Lösungen mit Hilfe der additiven Fertigung und • komplexe Fertigungssysteme, die nicht nur aus additiven, sondern auch aus nachgelagerten Systemen der mechanischen Bearbeitung, Oberflächenbehandlung und Qualitätssicherung bestehen. Wir haben standardisierte Use Cases und Workflows entwickelt, die unseren Kunden die Einführung der additiven Fertigung mit einem dem Investitionsaufwand angepassten Risiko erlauben. Die größten Kundensegmente in diesem Bereich sind im Berichtsjahr die Medizintechnik, für die die Unternehmen der FIT Gruppe Implantate fertigen, und der Maschinen- und Apparatebau. Darüber hinaus entwickeln wir in diesem Bereich additive Fertigungstechnologien und auf solchen basierten Abläufen und Prozesse, die derzeit nicht am Markt verfügbar sind. Ebenfalls beraten wir unsere Kunden bei der Formulierung und Umsetzung von additiven Fertigungs- und Technologiestrategien. Damit streben wir den Absatz unserer Leistungen in immer mehr Märkten und bei mehr Kunden an. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass die grundsätzliche Technologieentwicklung in unserer Branche noch weit vorangetrieben werden muss. Die derzeitig am Markt hauptsächlich verwendeten Technologien, vor allem das Selective Laser Melting (SLM) für Metalle und das Selective Laser Sintering (SLS) für Kunststoffe, sind für die Serienanwendung höchstwahrscheinlich nur in Nischenmärkten anwendbar. Die beiden Verfahren sind komplex und ihre Kosten hoch. Die FIT Gruppe spezialisiert sich darauf, die Produktivität und die Kosteneffizienz dieser beiden Verfahren mit eigener Technologie zu verbessern. Dies betrachten wir als einen unserer Wettbewerbsvorteile. Darüber hinaus sind in den Vorjahren eine Reihe von alternativen Verfahren von einzelnen Technologieanbietern vorgeschlagen worden. Ziel dieser Technologien ist es, die Fertigungskosten der additiven Herstellung zu reduzieren, ohne wesentliche Vorteile der selbigen zu verlieren. Aufgrund dieser Entwicklungen investiert die FIT AG mit ihren Tochterunternehmen laufend in die Erweiterung des Technologieportfolios. Im Prototyping befassen wir uns mit dem Vertrieb und der Herstellung von Prototypen und Modellen für die Entwicklung von Komponenten für die Industrie. Dabei wird zwischen funktionalen Prototypen, die ähnliche Qualitätsmerkmale haben wie die finalen Serienprodukte, und Modellen unterschieden, die der Demonstration oder Vorführung von Produkten dienen. Funktionale Prototypen können neben der Vorführung auch zu Tests verwendet werden und ihre Herstellung ist komplizierter als die von Modellen. Der Geschäftsbereich Prototyping ist vor allem auf die Herstellung von funktionalen Prototypen und Nullserien konzentriert. In diesem Bereich kommen unsere Kunden aus verschiedenen Industriezweigen im Inland und deutschsprachigen Ausland, insbesondere aber aus der Automobilindustrie. In den Bereichen Prototypen auf Basis von Elastomeren sowie Modellbau für die Automobilindustrie setzen wir ständig neue Technologien ein, um diese Prototypen besser, schneller und günstiger anbieten zu können. • Geschäftsbereich Additive Tectonics Mit Additive Tectonics ist die FIT AG im Jahre 2020 in den Markt für Hochbauvorhaben eingetreten. Hierzu wurde die Additive Tectonics GmbH gegründet, an der die FIT AG eine 80 %ige Beteiligung hält. Wir gehen davon aus, dass Additive Tectonics die Bauindustrie nachhaltig verändern wird. Additive Tectonics ist ein neuer Ansatz für die gesamte Architektur, der die derzeitigen Planungsmethoden durch eine rechnerische Planung und die derzeitigen Konstruktionsmethoden durch eine cyberphysische Konstruktion ersetzt. Cyber-Physical Construction beinhaltet die additive Fertigung einer neuen Art von Gebäudekomponenten, die eine hohe Anzahl von funktionalen Anforderungen integrieren, wie z.B. statische Anforderungen, Wärme- und Schalldämmung. Gleichzeitig bieten diese Komponenten völlige Gestaltungsfreiheit, einschließlich der Integration von Gebäude und Möbeln sowie von Primär- und Nebenflächen. In diesem Geschäftsbereich führen wir auch über unsere Tochter Wolke Sieben s.r.o. (vormals FIT Eurazio s.r.o.) ein Projekt zum Bau eines Gebäudes unter Verwendung der AT-Technologien auf einem Grundstück neben dem Prager Flughafen durch. Das Grundstück haben wir in 2023 erworben. • Geschäftsbereich MTR2 In diesem Geschäftsbereich, der sich ganz am Anfang der Entwicklung befindet, planen wir neuartige Fertigungssysteme für einen breiten Anwendungsbereich anzubieten, die den Anforderungen der Agilen Fertigung entsprechen. Solche Systeme müssen in kürzester Frist in Betrieb genommen werden und deinstalliert werden können. Sie werden unter sogenannten Contract-For-Use angeboten, unter denen die Kunden nur für die effektive Nutzung der Systeme zahlen. Den früheren Geschäftsbereich Laser Technologie haben wir in 2022 aufgegeben und in 2023 abgewickelt. 1.2 Unternehmensstruktur Die Geschäftsbereiche der FIT AG unterscheiden sich sehr in Kundenstruktur und Abläufen, weshalb diese durch getrennte Tochtergesellschaften, die über die für sie notwendigen Vertriebs- und Auftragsabwicklungsstrukturen und zum Teil auch spezielle Fertigungsressourcen verfügen, betreut werden. Innerhalb des AMS ist die FIT Production GmbH für die medizinische Implantate zuständig, während die FIT.technology alle anderen ADM Kunden und die Prototyping Kunden betreut. Das Segment Additive Tectonics wird von der Additive Tectonics GmbH bearbeitet. Für die Aktivitäten im MTR2 Segment sind die MTR2 GmbH und ihre Tochtergesellschaft die MTR2 Technology sro in Prag zuständig. Um die Kosten zu optimieren und die Kapitalbindung zu minimieren, stellt die FIT AG ihren Tochtergesellschaften gegen Verrechnung Ressourcen, wie z.B. Produktions- und Geschäftsräume, additive und konventionelle Fertigungsmaschinen und Vertriebs- und Verwaltungskapazitäten zur Verfügung. Die FIT AG hat noch einige ausländische Vertriebsgesellschaften, diese sind allerdings alle geschlossen und in Abwicklung. Ferner hat die FIT AG mit dem russischen Ingenieursdienstleistungsunternehmen NIK Ltd. in 2019 ein 50/50 Gemeinschaftsunternehmen namens FITNIK GmbH gegründet, das den russischen Markt über eine Tochtergesellschaft bearbeiten sollte, die in der Stadt Zhukovsky angesiedelt ist. Die Beziehungen zu diesem Joint Venture wurden nach der Invasion der Ukraine vollständig eingefroren. In der Zwischenzeit ist über die FITNIK das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Sämtliche zur Finanzierung dieser Töchter ausgereichten Darlehen und deren Beteiligungsansätze sind zum 31. Dezember 2023 vollständig wertberichtigt. Im August 2023 hat die FIT AG ihr Softwareentwicklungszentrum in Rumänien geschlossen, die Gesellschaft ist in Abwicklung. 1.3 Gesellschafterstruktur und Abhängigkeitsbericht Die Newco GmbH & Co. KG, Neumarkt i.d.OPf., hat Ende des Geschäftsjahres 3.860.600 (Vorjahr: gleich) Aktien der FIT AG oder 87,15% (Vorj.: 86,4%) des Stammkapitals gehalten. Herr Carl Fruth, Lupburg, ist alleiniger Kommanditist und alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer des Komplementärs der Newco GmbH & Co. KG, der Newco Verwaltungs-UG. Damit ist ein Abhängigkeitsverhältnis der FIT AG gegenüber Herrn Fruth, der auch Vorstandsvorsitzender der FIT AG ist, nach § 17 Abs. 1 AktG begründet. Der Vorstand der FIT AG hat daher gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht erstellt. Der Vorstand hat am Ende des Berichts die unter Abschnitt VI wiedergegebene Erklärung abgegeben. 1.4 Unternehmensstrategie Die strategischen Ziele der FIT Gruppe sind: • Ausbau des AMS-Geschäftsbereiches zu einem großen Hersteller von additiv gefertigten Prototypen und Spezialkomponenten für industrielle Anwendungen und Konsumgüter. Dabei sollen die Ressourcen, Nutzung von Kostendegression und die Forschung und Entwicklung der FIT AG spezifische Wettbewerbsvorteile verschaffen. • Im Geschäftsbereich Additive Tectonics planen wir, zu expandieren. Zunächst haben wir uns an einigen wichtigen Projekten beteiligt und gehen dann auf die Anforderungen von Architekten und Entwicklern weltweit ein. • Aufbau eines neuen Bereiches MTR2 zum Vertrieb von innovativer Laser-basierter Fertigungstechnologie 2. Forschung und Entwicklung Im Bereich AMS arbeiten wir an der Effizienzverbesserung von Auftragsabwicklung und Konstruktions- und Fertigungsverfahren und an der Verwendung von neuen Materialien. Insbesondere entwickeln wir hier eigene Softwaresysteme. Im Bereich additiver Fertigungstechnologie arbeiten wir mit Hochdruck an der Entwicklung neuer industrieller additiver Fertigungsmaschinen, Materialwirtschaftssystemen sowie Maschinen und Software zur besseren Nachbearbeitung von Bauteilen. Zusätzlich entwickeln wir speziell auf die additive Fertigung abgestimmte Qualitätssicherungsverfahren. Ferner entwickeln wir speziell auf die Möglichkeiten der additiven Fertigung abgestimmte Konstruktionsabläufe. Unser Know-how schützen wir vor allem durch die Entwicklung von Software mit hoch innovativer Funktionalität sowie durch die Anmeldung von Patenten. II. Wirtschaftsbericht Die Weltwirtschaft und die deutsche Wirtschaft waren während des gesamten Jahres 2023 weiterhin von den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sowie den Kampf gegen die Inflation beeinflusst. Das Institut für Weltwirtschaft (IFW) reflektierte kontinuierlich die Auswirkungen dieser Krisen und stellte in seinem Konjunkturbericht im Dezember 2023 fest: 1. Weltwirtschaft (Institut für Weltwirtschaft Konjunkturberichte 109/2023) "Zu der ausgeprägten Abschwächung der weltwirtschaftlichen Aktivität, die angesichts des Inflationsschocks im vergangenen Jahr und der daraufhin erfolgten scharfen geldpolitischen Reaktion vielfach - und auch von uns - befürchtet worden war, ist es bislang nicht gekommen. Die globale Produktion expandierte in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres mit einer Rate von durchschnittlich 0,8 % kaum schwächer als im vor der Coronakrise verzeichneten Trend (Abbildung 1). Damit zeichnet sich für 2023 eine Zuwachsrate der Weltproduktion von 3,1 % ab, deutlich mehr als zu Beginn dieses Jahres prognostiziert (2,5 % in unserer Frühjahrsprognose)." 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland (Institut für Weltwirtschaft Konjunkturberichte 110/2023) "Im Verlauf des zu Ende gehenden Jahres hat sich die Wirtschaftsleistung im Wesentlichen seitwärts bewegt, wobei die geringen Zuwächse aus der ersten Jahreshälfte durch die rückläufige Entwicklung im zweiten Halbjahr wieder aufgezehrt werden dürften. So zeichnet sich für das Schlussquartal abermals ein leichtes Minus ab. Zwar hat sich gemäß der Umfragen zum ifo Konjunkturtest die Stimmung bei den Unternehmen zuletzt etwas aufgehellt. Dem steht aber ausweislich von Unternehmensangaben eine rückläufige Kapazitätsauslastung und ein bis zuletzt schwaches Neugeschäft in weiten Teilen der Industrie gegenüber. Bezogen auf das Gesamtjahr war die konjunkturelle Schwäche vor allem dem rückläufigen Konsum und einem darbenden Auslandsgeschäft geschuldet. Auch die Bauaktivität zeigte sich in der Tendenz weiter abwärtsgerichtet. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % schrumpfen." Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Automobilindustrie waren hiervon wiederum besonders betroffen, was sich auch auf unser Prototyping-Geschäft ausgewirkt hat. 3. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Der viel zitierte Wohler's Report zur additiven Fertigungsindustrie stellt in seiner Ausgabe 2023 fest, dass die Dienstleistungsbranche um 18,3 % wachsen konnte und in 2022 einen Wert von US$ 18 Milliarden erreicht hat. Die Branche ist laut dem Wohler's Report in den letzten zehn Jahren mit einer jährlichen Rate von über 20 % gewachsen. Der Bericht von Wohler's Report geht von ähnlichen Wachstumsraten für die kommenden Jahre aus, und wir glauben, dass diese Annahmen eines kräftigen globalen Wachstums in der Branche dadurch gerechtfertigt sind, dass das additive Fertigungsverfahren den konventionellen Bearbeitungsverfahren in einer Vielzahl von Aspekten technologisch überlegen ist. Herstellung von Prototypen Im Markt für additive Prototypen im deutschsprachigen Raum ist weiterhin ein Preisverfall für den reinen Ausdruck von Modellen zu verzeichnen, der sich auch auf die Wachstumsrate vom Umsatz auswirkt, obwohl die Volumen weiter steigen. Des Weiteren ist die Nachfrage nach Prototypen von der konjunkturellen Entwicklung und in Deutschland besonders von der Entwicklung in der Automobilbranche abhängig. Wie weithin bekannt, befindet sich die Automobilbranche in einer Krise. Dementsprechend sind die Budgets für Prototypen wie alle Budgets stark reduziert worden. Herstellung von technischen Bauteilen Die additive Fertigung erlaubt die Entwicklung von völlig neuartigen Bauteilen, deren Design z.T. auf sogenannten Mikrostrukturen basiert, wie z.B. Waben-, Faser- oder Helixstrukturen, und die völlig neue Ausprägungen von Festigkeit, Gewicht oder Wärmeleitfähigkeit haben. Diese Entwicklungen stehen am Anfang der industriellen Nutzung und die Absätze der Branche in diesem Sektor sowie unseres Geschäftsbereiches AMS sind noch gering. Unserer Meinung nach bietet dieses Geschäft aber die größte Zukunftsperspektive. Wir meinen, dass die Anwendungen additiver Technologien eher in Nischenmärkten für technische Bauteile im Bereich der hoch belasteten Teile aus sehr teuren und hochwertigen Werkstoffen zu finden sind. Dabei handelt es sich fast immer um kritische Teile, sodass deren Entwicklung und Qualifizierung sehr lange dauert. Bekannte Beispiele für bereits bestehende Anwendungen additiver Fertigungstechnologien sind Flugzeugantriebe. Allerdings wird hier die Entwicklung seit einem Jahrzehnt unter dem Einsatz von Milliardenbudgets vorangetrieben. Uns selbst ist in den letzten zwei Jahren, trotz erheblicher Anstrengungen, in diesem Bereich die Identifikation von nur einigen wenigen geeigneten Anwendungen gelungen. Das liegt vor allem an den hohen Herstellkosten der derzeit verfügbaren Technologien. Allerdings arbeiten wir mit einigen Kunden schon länger an der Entwicklung solcher Teile. Und es ist uns daher auch in 2023 gelungen, einige Anwendungen zur Serienreife zu bringen. So haben wir weiter unter einem Großauftrag mehrere tausend Stück einer Komponente für ein elektrisches System eines großen europäischen Herstellers gefertigt. Herstellung konsumenten-spezifischer Produkte Auch in diesem Bereich ist die Durchführung komplexer Projektschritte von der Identifikation von Anwendungen bis zur Serienfertigung von Lösungen bedeutend. Wir gehen davon aus, dass das Wachstum in diesem Bereich bereits in den nächsten Jahren hoch sein wird. Dies wird Anwendungen für die Herstellung von Medizinprodukten und von Schuhen betreffen. Wiederum haben wir in 2023 den Export von Patienten-spezifischen Implantaten in die USA stark steigern können. Herstellung von Ersatzteilen Hier werden die Chancen der Anwendung von additiven Technologien im Allgemeinen hoch eingeschätzt. Wir selbst sehen auf dem Weg zum "Ersatzteildrucker" noch erhebliche Hürden. Die Realisierungschancen einer breiten Anwendung sind hier unserer Meinung nach noch niedriger als bei der Entwicklung neuer technischer Komponenten, da Ersatzteile die technischen Anforderungen der ursprünglichen Teile erfüllen müssen, was die Freiheitsgrade bei der Umsetzung für die additive Fertigung stark einschränkt. Allerdings gibt es in diesem Bereich Anwendungen, die mittels additiver Technologien sehr gut abgedeckt werden können. 4. Controlling und Risikomanagement Die Unternehmen der FIT Gruppe in Deutschland setzen in unterschiedlichem Ausmaß das von der FIT Gruppe selbst entwickelte FISCH System zur Kontrolle und Abwicklung der wesentlichen Produktionsprozesse ein. Dieses System gewährleistet in Verbindung mit der ISO 9001- und ISO 13485-Zertifizierung die Stabilität und die Qualität der Produktentwicklung und -herstellung und ist auch die Basis für die Kalkulation und Kostenkontrolle. Die Buchhaltung ist für alle deutschen Gesellschaften untervergeben und wird auf einem Datev-System mit monatlicher Berichterstattung ausgeführt. Die FIT AG hat gruppenweit ein Risikomanagement mit Hilfe von Marsh Risk Consulting betrieben. Dieses System umfasst Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken hinsichtlich ihres Einflusses auf den Jahres-/Konzernabschluss und entsprechende Maßnahmen zur Begrenzung erkannter Risiken. Im Berichtsjahr wurde des Weiteren ein Compliance Management System für Steuern betrieben. 5. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der FIT AG ist wegen der Verrechnung der Ist-Kosten der Leistungserbringung an die Tochtergesellschaften vom Geschäftsverlauf bei den Töchtern abhängig. Über die FIT Gruppe hinweg war der Verlauf unseres Geschäftes im Berichtsjahr von den vorgängig beschriebenen Entwicklungen geprägt, wie im nachfolgenden Abschnitt 6. dargestellt wird. Die wesentlichen Eckpunkte und internen monetären Steuerungsgrößen haben sich wie nachfolgend beschrieben entwickelt. 6. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die finanztechnische Lage unserer Firma sehen wir grundlegend als stabil an. 6.1. Vermögens- und Finanzlage Unser gesamtes Vermögen ist betriebsnotwendig und nicht mit Rechten Dritter belastet (mit Ausnahme von einer Hypothek und Maschinenverpfändungen zur Besicherung einiger unserer langfristigen Kredite und kurzfristiger Sicherungsrechte im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs). Zum Bilanzstichtag betrug die Bilanzsumme der Gesellschaft TEUR 65.340 gegenüber TEUR 72.226 im Vorjahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betrugen TEUR 3.992 (Vj. TEUR 14.152). Das bilanzierte Vermögen der Gesellschaft besteht zu 39,6 % (Vj. 29,8 %) aus Wertpapieren, Termineinlagen und Barbeständen. Das Sachanlagevermögen ist auf TEUR 24.656 (Vj. TEUR 28.744) gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die hohen Abschreibungen und der wie im Vorjahr reduzierten Investitionstätigkeit zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag weisen wir Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.828 (Vj. TEUR 5.227), Beteiligungen an assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1.188). Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag nicht. Das Eigenkapital in Höhe von TEUR 43.887 (Vj. TEUR 46.537) hat sich durch den Jahresfehlbetrag 2023 (TEUR 2.650) verringert. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 67,2 % (Vj. 64,4 %). Die ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 955) betreffen den Saldo aus den entsprechenden Verpflichtungen aus Pensionszusagen und den Ansprüchen aus der Rückdeckungsversicherung (Vj. TEUR 878). Die Verbindlichkeiten haben sich in 2023 um TEUR 4.872 auf TEUR 19.220 verringert. Die Abnahme resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch die planmäßige Tilgung. Den kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.683 (Vorjahr TEUR 6.234 standen kurzfristige Aktiva in Höhe von TEUR 12.534 (Vj. TEUR 23.063) gegenüber. Die Finanzlage ist zum Bilanzstichtag als gut zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, unsere Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR 15.318 (Vj. TEUR 501). 6.2. Ertragslage Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR -2.650 (Vj. TEUR -5.800) aus. Die Umsatzerlöse sind von TEUR 15.315 im Vorjahr auf TEUR 21.564 um 40,8 % im Berichtsjahr aufgrund der höherer Weiterberechnung der Kosten an die Tochtergesellschaften gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 2.029 auf TEUR 2.932 gestiegen. Der Anstieg resultiert mit TEUR 1.500 im Wesentlichen aus den letztmalig unentgeltlich erhaltenen Autodesk-Lizenzen, deren grundsätzlicher Kaufpreis aktiviert wurde. Die Unentgeltlichkeit resultiert aus dem Verkauf des netfabb-Geschäfts im Jahr 2015. Der Materialaufwand ist von TEUR 4.802 in 2022 auf TEUR 4.036 um -16,0 % in 2023 gesunken. Der Anteil des Materialaufwandes am Umsatz ist von 31,3 % auf 18,7 % gesunken, Grund dafür waren insbesondere die erhöhten Umsätze mit den Tochtergesellschaften, die in einer veränderten Weiterberechnung angefallener Kosten begründet sind. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr. Er stieg um TEUR 4.208 auf TEUR 11.698.Wesentlicher Grund ist die Übernahme der Mitarbeiter von Tochterunternehmen. Weiterhin sind In den Personalaufwendungen einmalige Zahlungen für Langzeitboni von Vorständen enthalten. Der Jahresdurchschnitt der Mitarbeiterzahl ist gegenüber dem Vorjahr um 64,7 % von 119 auf 196 gestiegen. Der Personalkostenanteil am Umsatz stieg im Berichtsjahr von 48,8 % im Vorjahr auf 54,3 %. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 9 Auszubildende (Vj. 9). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen im Berichtsjahr bei TEUR 6.156 gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR 6.802. Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.078 auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie TEUR 872 auf die SCA-Maschine. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 5.731 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 5.809 nahezu gleich geblieben. Der Anteil an der Gesamtleistung ist von 37,9 % im Vorjahr auf 26,6 % gesunken. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind einmalige Aufwendungen in Höhe von TEUR 542 für eine abschließend nicht durchgeführte Finanztransaktion enthalten. Das Finanzergebnis (ohne Ergebnisabführung) betrug in 2023 TEUR -1.529 (Vj. TEUR -4.384) und setzte sich aus Erträgen aus Wertpapieren (TEUR 433), außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR -2.208), sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen (TEUR 728) sowie Zinsaufwendungen (TEUR -482) zusammen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betrifft die Abschreibung einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen. Auf Grundlage von Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften entfielen auf die FIT AG Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von TEUR 1.128 (Vj. TEUR 6.189) sowie Aufwendungen aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 1.552 (Vj. TEUR 0). Der Steuerertrag resultiert aus der Aktivierung von im Rahmen der letzten Betriebsprüfung gezahlten Steuern, die nach Gewinnen des Finanzgerichtsverfahrens zurückerstattet werden. Die Ertragschancen der FIT AG und ihrer Tochtergesellschaften sind nach Meinung des Vorstands weiterhin stabil, da die FIT Gruppe in einem Wachstumsmarkt tätig ist und in diesem über Technologie, Mitarbeiter und Kundenbeziehungen verfügt, die uns unserer Meinung nach einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die Geschäftsentwicklung in den Töchtern ist im Folgenden dargestellt. In der FIT.technology GmbH lag der Umsatz bei TEUR 19.769 (Vj. TEUR 20.083). Das Jahresergebnis, das die FIT.technology GmbH gemäß Gewinnabführungsvertrag vollständig an die FIT AG abgeführt hat, lag bei TEUR 1.128 (Vj. TEUR 6.189). Der Umsatz unserer Tochter FIT Production GmbH lag im Berichtsjahr bei TEUR 3.197 (Vj. TEUR 4.983). Das Jahresergebnis lag bei TEUR 1.132 (Vj. TEUR 544). Das Jahresergebnis der Additive Tectonics GmbH belief sich bei einem Umsatz in Höhe von TEUR 79 (Vj. TEUR 104) im Berichtsjahr auf TEUR 900 (Vj. TEUR -677). In der FIT Eurazio s.r.o. (jetzt Wolke Sieben s.r.o.) lag der Umsatz bei TEUR 1.943 (Vj. TEUR 1.248). Das Jahresergebnis lag bei TEUR 544 (Vj. TEUR -1.137). Die FIT Additive S.r.l. in Brasov, Rumänien, und FIT Japan KK, Nagoya, Japan, und die FIT America Inc. befinden sich in der Liquidation und haben ein im Wesentlichen ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaftet. Die im Vorjahr gegründete MTR2 GmbH befindet sich weiterhin im Aufbau. Erste Umsatzerlöse werden für das Wirtschaftsjahr 2024 erwartet. Das Jahresergebnis lag bei TEUR -1.552 (Vj. TEUR -5). Der Verlust wurde aufgrund eines bestehenden Gewinnabführungsvertrages vollständig von der FIT AG übernommen. Das Jahresergebnis der im Berichtsjahr gegründeten MTR2 s.r.o, einer mittelbaren Beteiligung über die MTR2 GmbH, betrug TEUR -53. Der Umsatz betrug TEUR 1.530. Die FITNIK GmbH, Lupburg, hat Insolvenz angemeldet. 7. Finanzielle Leistungsindikatoren Unsere wichtigsten Leistungsindikatoren sind entsprechend unserer Gruppenstruktur auf die Erzielung gruppenweiter Ziele und entsprechend unseren Marktbedingungen auf Wachstum und Cashflow ausgerichtet. Spezifisch sind daher unsere wichtigsten Ziele in der FIT Gruppe: 1. die konsolidierte Wachstumsrate unseres Umsatzes (IFRS) und 2. das konsolidierte EBITDA (IFRS). Die Wachstumsrate unseres Umsatzes ist für uns bedeutsam als Indikator unseres Marktanteils am additiven Fertigungsmarkt. Es ist unser strategisches Ziel, während des sprunghaften Wachstums in unseren spezifischen Marktsegmenten Prototyping und ADM unseren Marktanteil auszubauen bzw. im Mindesten zu halten. Unser konsolidierter Umsatz der fortzuführenden Geschäftsbereiche nach IFRS ist im Berichtsjahr um -8,7 % auf TEUR 23.295 gefallen und lag damit unter dem prognostizierten Wert. Das EBITDA der fortzuführenden Geschäftsbereiche ist definiert als deren Jahresergebnis zuzüglich erfolgsabhängiger Steuern, dem Finanzergebnis und Abschreibungen, inklusive Sonderabschreibungen, und anderen nicht liquiditätswirksamen bzw. außerordentlichen Kosten. Diese Kennzahl (konsolidiert, IFRS) beschreibt unsere Fähigkeit, Investitionen durchzuführen und zu finanzieren. Das EBITDA der fortzuführenden Geschäftsbereiche der FIT Gruppe betrug gemäß IFRS im Berichtsjahr TEUR 926 oder 3,93 % vom Umsatz (Vorjahr TEUR 7.022 oder 27,59 % vom Umsatz) und lag damit unter dem prognostizierten Wert. Wir verfolgen in der FIT Gruppe weitere operative Ziele der Marktbearbeitung, der Personalentwicklung etc. In der FIT AG selbst ist es unser Ziel, aus der Verrechnung von Kosten an Tochtergesellschaften und aus Ausschüttungen der Töchter ein positives Jahresergebnis zu erzielen. Im Berichtsjahr ist uns dies mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -2.650 nicht gelungen. III. Prognosebericht Vorbemerkung: Die nachfolgenden Aussagen und Informationen über zukünftige Entwicklungen beruhen auf gegenwärtigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Es wird insbesondere davon ausgegangen, dass sich die negativen Auswirkungen des Ukraine Krieges nicht verstärken. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen ein nicht unerheblicher Teil außerhalb des Einflussbereichs der FIT AG liegt, beeinflussen die künftigen Umsätze und Ergebnisse. Infolgedessen können die tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Bericht gemachten Angaben und Prognosen abweichen Des Weiteren basieren diese auf Analysen, die vor dem Ukrainekrieg verfasst wurden. Die möglichen Auswirkungen des Ukrainekrieges werden unter Abschnitt IV diskutiert. 1. Weltwirtschaftsprognose Das Institut für Weltwirtschaft prognostizierte in seinem Dezemberbericht 2023 (IFW 109/2023) Folgendes: "In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremsen eine hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, und finanzpolitische Impulse fallen weg. In China bleibt die wirtschaftliche Dynamik angesichts struktureller Probleme verhalten. Insgesamt rechnen wir für das kommende Jahr mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - um 2,9 Prozent, nach 3,1 Prozent im Jahr 2023. Für das Jahr 2025 erwarten wir ein Anziehen der Weltkonjunktur auf eine Zuwachsrate von 3,2 Prozent. Damit haben wir unsere Prognose gegenüber dem Herbst für die Jahre 2023 und 2024 jeweils leicht - um 0,1 Prozentpunkte - nach oben revidiert. Die Arbeitslosigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nimmt in der nächsten Zeit zwar leicht zu, bleibt aber auf historisch niedrigem Niveau. Die Inflation geht weiter zurück und dürfte im Jahr 2025 allgemein wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken gesunken sein." 2. Deutsche Konjunkturprognose Für Deutschland prognostiziert das Institut für Weltwirtschaft (IFW 98/2023): "Die deutsche Wirtschaft müht sich aus der Stagnation. Im kommenden Jahr dürfte die Wirtschaftsleistung wieder zulegen. Eine große konjunkturelle Dynamik ist aber nicht absehbar. Vor allem die recht kräftigen Zuwächse des real verfügbaren Einkommens werden den privaten Konsum anschieben. Die Zinswende belastet jedoch weiterhin die Baubranche und größere Impulse seitens der Weltwirtschaft lassen auf sich warten. Zudem wird die sich nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Nachtragshaushalt 2021 abzeichnende Konsolidierung die wirtschaftliche Expansion bremsen. Bezüglich der genauen Ausgestaltung der Einsparungen besteht ebenso Unsicherheit wie über deren wirtschaftliche Auswirkungen. In der Prognose senken die zusätzlichen Einsparungen die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts um gut 0,3 Prozentpunkte im Jahr 2024. Insgesamt rechnen wir nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für das kommende Jahr von 0,9 Prozent und damit mit einer langsameren Gangart als in unserer Herbstprognose (1,3 Prozent). Im Jahr 2025 dürfte die Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent zulegen (Herbstprognose: 1,5 Prozent). Im laufenden Jahr fällt das Minus mit 0,3 Prozent etwas niedriger aus als im Herbst erwartet (-0,5 Prozent). Die Inflation ist deutlich gesunken. Für die kommenden beiden Jahre rechnen wir mit Raten von 2,3 Prozent (2024) und 1,8 Prozent (2025), nach 5,9 Prozent im laufenden Jahr. Die geringe wirtschaftliche Dynamik hinterlässt Spuren am Arbeitsmarkt. Der demographische Wandel und damit verbunden der Fachkräftemangel wirken dem aber entgegen. Das Finanzierungsdefizit des Staates dürfte von 2,5 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 auf 0,7 Prozent im Jahr 2025 zurückgehen. Der Schuldenstand wird im gleichen Zeitraum von 66,1 Prozent auf 62,4 Prozent sinken." 3. Unsere Branche Der Wohler's Report 2023 prognostiziert, dass der weltweite Markt für Produkte und Dienstleistungen der Additiven Fertigung in den kommenden Jahren wieder um ca. 20 % wachsen wird. Unsere eigene Einschätzung des Prototyping-Marktes in Deutschland ist weiterhin moderat für den Prototyping-Markt und starkes Wachstum nach der Corona-Pandemie für ADM. Auch der globalen Nachfrage nach Additive Tectonics schenken wir viel Vertrauen. 4. Unser Unternehmen FIT Gruppe Aufgrund der Entwicklung neuer Kundenbeziehungen und Projekte in ADM sowie der bisherigen Anstrengungen zur Umsetzung unserer Prototyping-Strategie streben wir ein Wachstum des Umsatzes aus den fortgeführten Geschäftsbereichen der FIT Gruppe von 12,5 % an. Insgesamt plant die FIT Gruppe für das Geschäftsjahr 2024 eine Verdoppelung des Konzern-EBITDA gegenüber 2023. FIT AG Die Ergebnisrechnung der FIT AG ist wiederum von den geplanten internen Leistungen an und Umsatzerlösen mit den Konzerngesellschaften geprägt. Für das Geschäftsjahr 2024 plant die FIT AG ein leicht positives Jahresergebnis (2023: Verlust TEUR 2.650). Dies wird aufgrund höherer Erträge der FIT.technology GmbH und des Ausbleibens von hohen einmaligen Kosten bzw. Sonderbeschreibungen wie in 2023 erwartet. Daneben verweisen wir auf unsere folgenden Ausführungen zu den Chancen und Risiken insbesondere hinsichtlich der möglichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Risiken aus dem Krieg in der Ukraine: Am 24. Februar 2022 griff die Russische Föderation die Republik Ukraine mit Waffengewalt an. Eine große Anzahl Länder, darunter auch Deutschland und die EU, verhängte daraufhin drakonische Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die eine Vielzahl von bisher noch nicht absehbaren Auswirkungen auf das wirtschaftliche Umfeld, hier insbesondere auf den Absatz- und Beschaffungsmarkt, haben werden. Es ist möglich, dass diese Auswirkungen auch weiterhin einen negativen Einfluss auf die Nachfrage unserer Kunden, insbesondere in der Automobilindustrie, nach unseren Dienstleistungen haben werden. Wir beobachten die Situation und werden bei einem signifikanten Rückgang des Auftragseinganges Maßnahmen zur Kostenreduktion umsetzen. Bei den Investitionen und bei der Expansion im Ausland werden wir uns zurückhalten. Unsere Aktivitäten in Russland haben wir ausgesetzt. Risiken aus erhöhter Inflation: Die Inflationsraten sind weltweit angestiegen. Wir werden daher weiter eine Steigerung bei den Personal- und Beschaffungskosten erfahren. Wir versuchen, diese Kostensteigerung an Kunden weiterzugeben, dies könnte aber zu einer Reduktion der Nachfrage oder zu einem Marktanteilsverlust führen. Operative Risiken: Für unseren Wachstumskurs benötigen wir Management und Fachkräfte, welches wir zum Teil außerhalb unserer Region rekrutieren müssen. Dies hat sich und könnte sich weiterhin als schwierig erweisen. Allerdings haben wir auch die Erfahrung gemacht, dass wir als Hochtechnologie-Unternehmen in der Lage sind, talentierte und erfahrene Mitarbeiter anzuwerben. Wir betreiben komplexe EDV-Systeme, die für unseren Betrieb unerlässlich sind, und deren Ausfall einen starken Einfluss auf unser Wachstum und unsere Ertragskraft haben könnte. Wir investieren regelmäßig in die Anpassung dieser Systeme an den neuesten technischen Standard und in ihre Ausweitung. Branchenspezifische Risiken: Für das laufende Jahr sehen wir weiterhin Risiken für unsere Branche. Unsere Branche befindet sich zwar nachhaltig auf einem Wachstumspfad, der den starken technischen Fortschritt unserer Technologien und ihren von niedrigem Niveau steigenden Durchdringungsgrad in der industriellen Fertigung reflektiert. Sie ist aber keineswegs immun gegen plötzliche Änderungen der geopolitischen Lage oder schockartige Verschlechterungen der weltwirtschaftlichen Lage sowie der Entwicklung in wichtigen Absatzmärkten, wie der Automobilindustrie. Wir versuchen, die Auswirkung solcher Risiken durch die konsequente Entwicklung nachhaltiger Beziehungen zu einem immer weiteren Kreis von ADM-Kunden und einer Reduktion der Abhängigkeit des etwas zyklischeren Prototyping-Geschäftes zu verringern. Wir beziehen einige Technologen von Lieferanten, die von anderen Gesellschaften übernommen werden könnten, was zu einer Änderung der Geschäftspolitik dieser uns gegenüber führen könnte. Wir versuchen, diese Risiken durch mehrere Bezugsquellen und in verstärktem Maß durch Eigenentwicklung von Technologien zu begrenzen. Wir investieren laufend in neueste Technologien, deren kostengerechter Einsatz für unsere Kunden nicht sicher ist und die teilweise nach einer Erprobungsphase abgeschrieben werden müssen. Wir versuchen, solche Risiken durch Analysen zu verstehen. Leistungswirtschaftliche Risiken: In unserer Fertigungsstätte in Lupburg setzen wir eine breite Palette von additiven Fertigungstechnologien, aber auch konventionelle Fertigungstechniken, wie Werkzeugbau, Spritzguss, Feinguss und Modellbau ein. Für deren Betrieb, die technische Auftragsabwicklung, sowie für die Entwicklung unserer Software setzen wir in der FIT Gruppe komplexe Informationstechnologien ein. Die damit verbundenen Ausfall- und sonstigen Risiken grenzen wir durch kontinuierliche Risikoanalysen und Risikomanagement, zum Teil auch unter Einsatz externer Spezialisten, sowie den Abschluss von Versicherungen ein. Strategische Risiken: Die Ertragsfähigkeit der FIT Gruppe und damit auch die Ertragskraft der FIT AG ist durch unsere Technologien und unsere langjährige Erfahrung in additiver Fertigung begründet. Einen Großteil unseres Umsatzes erzielt die FIT Gruppe in 2023 im Geschäftsbereich Prototyping. In diesem haben die Anzahl der Wettbewerber und die Bedeutung einzelner Gesellschaften zugenommen. Wir erwarten hier weiterhin ein höheres Wettbewerbsniveau. Ein Großteil unserer Kunden in diesem Geschäftsbereich sind Automobilhersteller oder -zulieferer. Wir sind daher von der Nachfrage in diesem Bereich abhängig, die in den vergangenen Jahren Schwankungen unterlag. Der Krieg in der Ukraine können weitere Störungen im gewöhnlichen Geschäftsverkehr wie Unterbrechungen von Lieferketten bis hin zu Werkschließungen bei Kunden wegen anhaltender Halbleiterknappheit und damit zu erheblichen Auswirkungen auf die FIT Gruppe führen. Ferner werden die steigenden Beschaffungsvolumen in diesem Bereich zunehmend von den Kunden gesammelt und in Ausschreibungen vergeben. Wir versuchen, solchen Entwicklungen durch die Einführung neuer Technologien für das Rapid-Prototyping und den Eintritt in neue Marktsegmente entgegenzutreten. Ferner versuchen wir im Bereich AMS und dort auch im Ausland zu expandieren. In diesem Bereich haben wir in den vergangenen Jahren erheblich in die Entwicklung von Software und Know-how für die Anwendung additiver Fertigungsverfahren in der industriellen Serienfertigung investiert. In diesem Markt sind nur wenige Firmen in der Lage, umfassende, technisch ausgereifte Lösungen anzubieten. In unserem Markt finden ständig neue technologische Entwicklungen, insbesondere in der additiven Maschinentechnologie, statt. Obwohl wir diese sehr genau beobachten, als Hersteller eher Maschinen nutzen, als sie zu entwickeln, und auch nicht zögern, in neue Maschinentechnologie zu investieren, können sich Technologien entwickeln, die uns nicht zur Verfügung stehen und mit den von genutzten erfolgreich im Wettbewerb stehen. Unsere Investitionen im Bereich Additive Tectonics und MTR2 führen uns in neue Marktsegmente, in den die oben genannten Risiken für uns noch stärker wirken können. Insbesondere im Jahr 2024 ist entscheidend, ob in den beiden neuen Segmenten die geplanten Erlöse erreicht und die geplanten Kosten eingehalten werden können. Sollten sich hier wesentlichen Abweichungen ergeben, oder die Erlöse und Margensituation in dem Segment AMS sich negativ entwickeln, muss die Ausgabenseite bei den beiden neuen Segmenten angepasst werden. Dies ist in den Planungen der Fit Gruppe reflektiert und kann bei Bedarf erfolgen. Die weitere Verknappung von Material sowie die Unterbrechung von Lieferketten können zu weiteren Kostensteigerungen im Beschaffungsmarkt führen. Es besteht das Risiko, dass diese Kostensteigerungen nicht im selben Maße an die Kunden weitergegeben werden können. Die günstigere Entwicklung der Rohstoffpriese könnte sich positiv auf die Materialkostenquote und damit auf die Marge in der FIT Gruppe auswirken. Akquisitionsrisiken: Technischen Fortschritt und die Marktdurchdringung der FIT Gruppe können wir von Zeit zu Zeit mit Investitionen in Übernahmen von oder Beteiligungen an andere Unternehmen erreichen. Solche Maßnahmen sind mit weiteren operativen und finanziellen Risiken behaftet, die in der Vergangenheit einen erheblichen Einfluss auf unsere Erträge hatten und auch in der Zukunft haben werden. Die Risiken liegen sowohl in den Transaktionen selbst, die oft komplexe Vertragswerke beinhalten und aus dem nach der Akquisition folgenden Aufgaben in der Führung und der Integration der erworbenen Betriebe. Wir grenzen diese Risiken ein, indem wir eher kleinere Akquisitionen durchführen, deren Scheitern unsere finanzielle Stabilität nicht gefährdet, Preise bezahlen, die nahe an den erworbenen Netto-Sachwerten liegen, und auch nicht zögern, aussichtslose Unterfangen zu beenden. Bei den Transaktionen selbst setzen wir erfahrene Berater ein. 2. Chancenbericht Die bereits über Jahre andauernden Anstrengungen, das additive Fertigungs-Know-how und die Software zu verbessern, könnten grundsätzlich im laufenden Jahr weiteres Wachstum im Geschäftsbereich AMS ermöglichen. Die Bemühungen, neue Technologien im Rapid-Prototyping einzuführen und dort neue Kundensegmente zu entwickeln, könnten auch in diesem Geschäftsbereich zu Wachstum führen. Grundsätzlich besteht für die FIT Gruppe ebenfalls die Chance, durch eine bessere Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds eine entsprechend höhere Nachfrage nach Produkten und damit einhergehend höhere Umsatzerlöse erzielen. 3. Gesamtaussage Wir sehen derzeit trotz der zu erwartenden negativen Auswirkungen des Ukraine-Krieges wegen der grundsätzlichen positiven Marktentwicklung und unserer guten Wettbewerbsposition keine existenzgefährdenden Risiken für die weitere Entwicklung unserer Firma. Dies wird durch unsere starke Finanzkraft gestützt. Gleichzeitig ist dem Vorstand bewusst, dass die kaum prognostizierbaren Entwicklungen des Ukraine-Krieges zu weiteren negativen Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (steigende Beschaffungspreise, Material- und Halbleiterkrise) und damit zu signifikanten Auswirkungen auf die in der Budgetplanung 2024 ff dargestellte geplante Entwicklung führen können. Ebenso kann eine nicht planmäßige Entwicklung der beiden neuen Segmente MTR2 und AT zu erheblichen Abweichungen gegenüber den Budgetplanungen führen, die ggfs. durch signifikante Gegensteuermaßnahmen ausgeglichen werden muss. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen gruppeninterne und externe Forderungen, Investitionen in Unternehmensanleihen und Aktien und Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Es handelt sich hierbei grundsätzlich um liquide Finanzinstrumente, die ein überschaubares Risikoprofil haben. Die Forderungen sind fast ausschließlich konzernintern und bergen damit geringe Ausfallwahrscheinlichkeiten. Auf der Passivseite der Bilanz bestehen originäre Finanzinstrumente insbesondere in Form von Bankverbindlichkeiten, die nahezu ausschließlich die Anlagenfinanzierung betreffen. Wesentliche Risiken ergeben sich bezüglich der Bankverbindlichkeiten, insbesondere aus Finanzierungsrisiken (Zinsanpassungsrisiken, Liquiditätsrisiken). Aufgrund festverzinslicher Darlehen ist die Gesellschaft jedoch keinem besonderen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Entwicklung der Zinsen wird laufend überwacht und bei anstehenden Zinsanpassungen rechtzeitig eine Verlängerung bzw. ein Neuabschluss angestrebt, um die Zinsanpassungsrisiken so gering wie möglich zu halten. Zur Vermeidung eines sogenannten "Klumpenrisikos" verteilen sich die Darlehensverbindlichkeiten der Gesellschaft Darlehen mit unterschiedlichen Laufzeiten. VI. Erklärung des Vorstandes "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Die Nachteile aus den Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der herrschenden Gesellschaft oder der mit der herrschenden Gesellschaft verbundenen Unternehmen wurden hinreichend kompensiert."
Lupburg, den 10. Mai 2024 FIT AG BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023der FIT AG,LupburgAmtsgericht Nürnberg, HRB 31069 I. Allgemeine Angaben Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des HGB gegliedert. Zum Vorjahr ergeben sich keine Abweichungen in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften und werden unverändert zum Vorjahr angewendet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Es werden Nutzungsdauern wie folgt angesetzt:
In 2023 wurde vom steuerlichen Wahlrecht der Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter bis netto EUR 800 in der Handelsbilanz Gebrauch gemacht. Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Vorräte wurden in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu einem niedrigeren Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bilanziert. Alle auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in die Bilanzwährung umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Die Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verpflichtungen gebildet und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten in der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige Vermögensgegenstände Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 22 (Vj. TEUR 22) haben zum 31. Dezember 2023 eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 6.624 aus Darlehen und TEUR 2.397 aus Lieferungen und Leistungen) und haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegen Gesellschafter Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 50 (Vj. TEUR 50). Es handelt sich um eine unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesene Forderung aus der bis Januar 2021 bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft gegenüber der Newco UG & Co KG. Die Forderung ist zum Berichtstag beglichen. Pensionsrückstellungen Für Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Für die handelsrechtliche Bewertung wird nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre zugrunde gelegt. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,83 % (Vj. 1,79 %) nach dem klassischen Teilwertverfahren durchgeführt. Der Rententrend wurde mit 2,00 % (Vj. 2,00 %) berücksichtigt. Berechnungsgrundlage bildeten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit diesen Verpflichtungen verrechnet worden. Die fortgeführten Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte und ihr Zeitwert betragen TEUR 1.746, der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden TEUR 2.701. Der Zeitwert wurde gemäß der Bestätigung des Versicherungsunternehmens angesetzt. Der Zinsaufwand in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 46 (Vj. TEUR 39). Aus dem Pensionsvermögen (Rückdeckungsversicherungen) ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 für den verpfändeten Teil ein Ertrag in Höhe von TEUR 34. Eigenkapital Das Grundkapital in Höhe von EUR 4.466.476,00 ist eingeteilt in 4.429.873 auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennbetrag. Anteile in Höhe von 87,1 % an der Gesellschaft werden zum 31. Dezember 2023 von der Newco UG & Co KG (haftungsbeschränkt), Neumarkt in der Oberpfalz, gehalten. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 1. September 2015 wurde die Gesellschaft zur Gewährung von Verkaufsoptionen im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt. Von der Ermächtigung wurde insofern Gebrauch gemacht, als das im Oktober und Dezember 2015 insgesamt 36.603 Aktien, das entspricht 0,8 % des bestehenden Grundkapitals, zu Anschaffungskosten von EUR 1,00 je Aktie zum Zwecke des Einzugs erworben wurden. Die erworbenen eigenen Anteile wurden somit insgesamt in Höhe von EUR 36.603,00 offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Zusätzlich wurde ein Agio an die Verkäufer in Höhe von insgesamt EUR 1.034.396,42 bezahlt. Diese zusätzliche Zahlung an die Verkäufer der Aktien mindert die frei verfügbaren Rücklagen der Gesellschaft. Im Juni 2023 wurden die Aktien unter Erhalt des Grundkapitals eingezogen. In der Hauptversammlung vom Juni 2023 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 2.233.238,00 durch die Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2023). Die Ermächtigung gilt bis zum 26. Juni 2028. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juni 2023 um bis zu EUR 1.786.590,00, eingeteilt in 1.771.949 neue, auf den Namen lautenden Stückaktien, bedingt erhöht worden (Bedingtes Kapital 2023). Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien an Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Options- oder Wandlungsrecht. Eine gesetzliche Rücklage nach § 150 Abs. 1 AktG ist nicht zu bilden, da die Kapitalrücklage den nach § 150 Abs. 2 AktG erforderlichen Betrag übersteigt. Nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB unterliegt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen bei Anwendung des sieben- und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes (§ 253 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Abs. 6 Satz 1 HGB) einer Ausschüttungssperre, sofern er nicht durch die nach Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zzgl. eines Gewinnvortrags und abzgl. eines Verlustvortrags gedeckt werden kann (§ 253 Abs. 6 Satz 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 37 (Vj. TEUR 182). Der Bilanzgewinn, bestehend aus dem Jahresüberschuss des betreffenden Jahres und dem Gewinnvortrag entwickelte sich wie folgt:
Veränderungen der Kapital- und Gewinnrücklagen haben nicht stattgefunden. Sonstige Rückstellungen Der Posten enthält im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 78), für am Stichtag nicht genommenen Urlaub (TEUR 593), Boniansprüche (TEUR 116), abgegrenzte Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 40), sowie zu erwartende Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 103). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 ergeben sich aus der folgenden Tabelle (Vorjahresbeträge sind in Klammern vermerkt):
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden, Sicherungsübereignungen von Maschinen und Anlagen und Verpfändungen von Wertpapieren, Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. IV. Erläuterungen und Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die enthaltenen periodenfremden Erträge und Aufwendungen können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften ergibt sich für die Gesellschaft ein steuerlicher Jahresfehlbetrag. Eine Steuererstattung aus einem Verlustrücktrag ergibt sich nicht. Im Berichtsjahr wurden TEUR 1.051 Steuerzahlungen der Vorjahre auf Grund Betriebsprüfung als sonstige Vermögensgegenstände aktiviert, da das entsprechende Finanzgerichtsverfahren gewonnen wurde. V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB und Haftungsverhältnisse Soweit Haftungsverhältnisse bzw. sonstige finanzielle Verpflichtungen betriebs- oder branchenüblich sind, werden sie im Anhang nicht vermerkt. Gleiches gilt für Rückgriffsansprüche von Dritten (z.B. Banken) aus Avalkrediten. Nur wenn sich zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung konkrete Anhaltspunkte aus einer diesbezüglichen Garantieerklärung ergeben, wird den dafür vorgesehenen gesetzlichen Vermerkpflichten nach § 251 HGB bzw. nach § 285 Abs. 3a und Nr. 27 HGB Rechnung getragen, sofern nicht bereits eine Verbindlichkeit zu erfassen war. Das Bestellobligo zum Stichtag beträgt TEUR 346. Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 196 Arbeitnehmer (davon 27 Teilzeitangestellte) im Unternehmen beschäftigt. Marktunübliche Geschäfte mit nahestehenden Personen Im Geschäftsjahr fanden keine wesentlichen marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen statt. Beteiligungsliste
* vorläufig zum 31. Dezember 2023 ** vormals FIT Prototyping GmbH *** Zahlen lagen noch nicht vor **** vormals FIT Eurazio s.r.o. Der Jahresüberschuss der FIT.technology für das Geschäftsjahr 2023, den die FIT AG aufgrund vertraglicher Vereinbarungen übernommen hat, beträgt TEUR 1.128. Weiterhin hat die FIT AG den Jahresfehlbetrag der MTR2 GmbH in Höhe von TEUR -1.552 ebenfalls aufgrund vertraglicher Vereinbarungen übernommen. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, das Jahresergebnis und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Organe der Gesellschaft Namensaufstellung von Vorständen: • Herr Carl Fruth, Geschäftsleitung, Ingenieur • Herr Albert Klein, kfm. Geschäftsleitung, Kaufmann Hinsichtlich der Angaben gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird für den Vorstand sowie den -Aufsichtsrat die Befreiungsmöglichkeit gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Aufsichtsrat • Frau Patricia Fruth, Lupburg, Angestellte, Vorsitzende des Aufsichtsrats • Frau Marlies Knychalla, Neumarkt, Steuerberaterin, stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats • Frau Antonia Fruth, Lupburg, Studentin Nachtragsbericht Uns sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind. Unterschrift des Vorstands
Lupburg, den 10. Mai 2024 FIT AG Carl Fruth Albert Klein Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat besteht aus den folgenden Mitgliedern: • Patricia Fruth, Lupburg (Vorsitzende) • Marlis Knychalla. Neumarkt i.d.OPf. (Stv. Vorsitzende) • Antonia Fruth, Lupburg Der Aufsichtsrat stand im Berichtsjahr in ständigem Kontakt mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Führung des Unternehmens überwacht. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in mündlichen und schriftlichen Berichten regelmäßig und umfassend über alle wesentlichen Fragen zur Unternehmensplanung, zur strategischen Ausrichtung und Entwicklung, zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens einschließlich der Risiken, des Risikomanagements und der Compliance. In regelmäßigen Sitzungen wurden anhand der Berichte des Vorstands alle Geschäftsvorgänge, die nach Gesetz und Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sowie wesentliche Angelegenheiten, die die Entwicklung der FIT AG und der Konzerngesellschaften betrafen, gemeinsam mit dem Vorstand eingehend behandelt. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch zwischen den Sitzungen vom Vorstand über alle sonstigen wichtigen Geschäftsvorfälle unverzüglich informiert. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden und hat, soweit erforderlich, seine Zustimmung erteilt. Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2023 zu fünf Sitzungen zusammengetreten. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an allen Sitzungen teil. Zusätzlich zu den Sitzungen fasste der Aufsichtsrat telefonisch und schriftlich sieben Einzelbeschlüsse hinsichtlich der Genehmigung von Geschäften. Diese waren im Einzelnen: • 2 Beschlüsse Genehmigung Handhabung Vertrag mit Steuerberatung Knychalla und Darlehen 4isp (Februar 2023) • Beschluss Vorstandsvertragsverlängerung Carl Fruth (Februar 2023) • Beschluss über Schließung des Standorts Rumänien (Juni 2023) • Beschluss Kauf Büromöbel von Herrn Klein (August 2023) • 2 Beschlüsse über Verrechnung Kosten mit A3/94 Charlie GmbH im Zusammenhang mit der Schließung Modletice (November 2023) In seiner Sitzung im März 2023 erörterte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022, sowie das laufende Geschäft. Ebenfalls genehmigte der Aufsichtsrat die Planung für das Geschäftsjahr 2024. In seiner Sitzung am 08. Mai 2023 erörterte der Aufsichtsrat den Bericht über die Abschlussprüfung 2022 durch die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Nürnberg und Erläuterung der Entwürfe An der Sitzung nahm Herr Thiermann von der Wirtschaftsprüfer Gesellschaft, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, teil, der die Prüfungsberichte erläuterte. In einer Sitzung am 25.05.2023 erörterte der Aufsichtsrat die strategische Neuorientierung der FIT Gruppe, den Business Plan und Finanzplan 2023 - 2027 und den Geschäftsverlauf und fällte mehrere Beschlüsse über die Restrukturierung der deutschen und tschechischen Konzerngesellschaften, den Bonus des Vorstandes und der Anpassung der Vorstandsvergütung. Der Aufsichtsrat genehmiget den durch den Vorstand empfohlenen Verkauf des AMS Segments (Projekt Alpha) und den Abschluss der damit zusammenhängenden Beraterverträge. In einer Sitzung im September 2023 erörterte der Aufsichtsrat den Geschäftsverlauf des 1. Halbjahres und den Stand des Projekts Alpha. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat einer Vereinfachung der Konzernstruktur zu, die die Liquidation der FIT Additive srl., der FIT Amerika Inc. und der FIT Japan K.K. umfasste. In der Sitzung im Dezember 2023 erörterte der Aufsichtsrat die Umstellung von einer IFRS Berichterstattung zur reinen HGB Berichterstattung. Für das Geschäftsjahr soll noch ein IFRS Konzernabschluss erstellt und durch Deloitte geprüft werden. Zukünftig werden weiterhin Abschlüsse quartalweise erstellt, aber wie auch die Abschlüsse für das ganze Geschäftsjahr nicht mehr geprüft. Darüber hinaus wurde der weitere Stand der Restrukturierung und die Planung 2024 bis 2028 auch im AMS und AT erörtert. Der Aufsichtsrat stimmte dem zu. Der Aufsichtsrat stimmte des Weiteren den bisherigen Handhabungen der konzerninternen Vorgänge zu, ebenso der Vorgehensweise beim Grundstück in Prag. Der Bestellung des Vorstandes Klein bis 31.05.2024, dessen gleichlautende Dienstvertragsverlängerung, der Jahresbonus und das Gehalt stimmte der Aufsichtsrat zu und nahm die Bestellung des Herrn Klein als Geschäftsführer der MTR2 GmbH zur Kenntnis. Es traten keine Interessenkonflikte der Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr auf. Alle vom Aufsichtsrat genehmigten Transaktionen mit dem beherrschenden Aktionär sind im Abhängigkeitsbericht beschrieben, der vom Wirtschaftsprüfer der Gesellschaft geprüft worden ist. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der FIT AG sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Ebenso sind der Konzernabschluss, sowie der Konzernlagebericht und der Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2023 von Deloitte geprüft worden. Die Abschlüsse, die Lageberichte und der Abhängigkeitsbericht, sowie der Prüfungsberichte betreffend den Einzelabschluss allen Mitgliedern des Aufsichtsrats sind als Entwürfe rechtzeitig übersandt worden. Die Entwürfe sind vom Aufsichtsrat in einer Sitzung mit Teilnahme des Abschlussprüfers ausführlich besprochen worden. Der Abschlussprüfer berichtete über die Ergebnisse seiner Prüfung insgesamt und die einzelnen Prüfungsschwerpunkte, insbesondere zu der Frage, ob wesentliche Schwächen des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorliegen. Dies ist nicht der Fall. Es haben sich auch keine sonstigen Beanstandungen ergeben. Der Abschlussprüfer informierte darüber, dass keine Umstände vorliegen, die seine Befangenheit besorgen lassen. Der Aufsichtsrat hat die Lageberichte sowie die Jahresabschlüsse der FIT AG und des Konzerns, sowie den Abhängigkeitsbericht unter Berücksichtigung der Erörterungen des Prüfungsausschusses eingehend geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung bestanden keinerlei Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Abschlussprüfers über den Jahresabschluss der FIT AG sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 zur Kenntnis genommen und schließt sich, aufgrund seiner eigenen Prüfung, dem Ergebnis der Abschlussprüfung an. Der Aufsichtsrat billigt den Lagebericht, und den Jahresabschluss der FIT AG. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Ferner wird gegen den Abhängigkeitsbericht kein Einwand erhoben. Gemäß Satzung der FIT AG erfolgt die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt. Hierbei wird das Geschäftsjahr, in welchem die Amtszeit beginnt, nicht mitgerechnet. Die derzeitigen Aufsichtsräte sind daher bis zur Hauptversammlung des Jahres 2025 gewählt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FIT AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen für ihren Einsatz, die geleistete Arbeit und die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Allein die deutsche Fassung dieses Berichtes ist maßgeblich. Die englische Fassung ist lediglich eine Übersetzung.
Lupburg im Juni 2024 FIT AG Der Aufsichtsrat/The Supervisory Board Patricia Fruth, Vorsitzende des Aufsichtsrates/Chairwoman of the Supervisory Board sonstige Berichtsbestandteile
gez. Carl Fruth gez. Albert Klein Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 17.06.2024 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die FIT AG, Lupburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FIT AG, Lupburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FIT AG, Lupburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 10. Mai 2024 Deloitte
GmbH
Robert Aumann, Wirtschaftsprüfer Andreas Deyhle, Wirtschaftsprüfer |
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