CHOREN Industrietechnik GmbH
Same addressTrade of steam, hot water and cooled air
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
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Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Rolf Jägen since 12/6/2004 | Board Member |
Jörg Wilking since 12/6/2004 | Board Member |
Company ownership structure and capital distribution
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
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Official financial statements and annual reports
4Source electronics AktiengesellschaftDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023der 4Source electronics AktiengesellschaftSchnellüberblick Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt vom Auslaufen der Allokation, die uns in den beiden Vorjahren Rekordumsätze ermöglichte. Die weltweiten Engpässe in den Lieferketten nahmen sukzessive ab. Im ersten Quartal waren noch einzelne Mitnahmeeffekte für 4Source zu erzielen, doch ab dem zweiten Quartal normalisierten sich die Einkaufsmärkte für unsere Kunden und der Bedarf an Sonderbeschaffung ging deutlich zurück. Der Gesamtumsatz lag dabei mit über 50 Mio. Euro deutlich über dem Niveau der Vorallokationszeit, allerdings mit stark sinkender Tendenz ab dem zweiten Quartal. Die Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2023 war daher die Konsolidierung auf einem möglichst hohen Umsatzniveau und schreibt sich auch für 2024/25 fort: Das Unternehmen soll langfristig in dieser Ertrags-Range gehalten werden. Nun gilt es, bestehende und während der Allokation neu gewonne Kundenbeziehungen zu festigen. Inhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht 1) Rahmenbedingungen 2) Geschäftsverlauf 3) Finanzielle Kennzahlen III. Prognosebericht 1) Chancen und Risiken 2) Entwicklungsprojekte 3) Zusammenfassung I. Grundlagen des Unternehmens Beschreibung des Kerngeschäfts Das Kerngeschäft der 4Source electronics AG ist die herstellerunabhängige, kurz- und langfristige Beschaffung und Distribution von elektronischen Bauelementen und Komponenten aller Art im konkreten Kundenauftrag: In der Sonderbeschaffung (short-term) werden akute Bedarfe der Kunden zeitnah beschafft, qualitätsgeprüft und ausgeliefert. Der Cost-Saving-Service (long-term) zielt auf die Erschließung günstiger weltweiter Einkaufsquellen zur Deckung mittel- und langfristiger Bedarfe. Zusätzliche Dienstleistungen Rund um die Beschaffung und Distribution bieten wir eine umfassende Palette an beschaffungsnahen Dienstleistungen an, die intern (etwa Obsolescence- Management) oder unter Einbezug von externen Partnern (wie Testhäusern) erbracht werden. Im Bereich Lagermanagement werden Lagerüberbestände des Kunden bewertet und kapitalisiert. Dies geschieht fallweise durch diskontierten, spekulativen Aufkauf, die Vermarktung im Kundenauftrag oder durch die Übernahme in unser Kommissionslager am Firmensitz Dresden. Research- und Informationsdienstleistungen werden kostenlos erbracht. Konjunkturabhängiges Geschäftsmodell Der wirtschaftliche Erfolg unseres Unternehmens ist in hohem Maße von der Dynamik des Halbleitermarktes abhängig. Der weltweite konjunkturelle Zyklus bildet hierbei zwar die langfristige Rahmenhandlung, jedoch bieten gerade kurz- und mittelfristige Ereignislagen auch antizyklisch überproportional gute Chancen für das Geschäftsmodell. Die akuten Lieferengpässe in der gesamten Elektronikbranche in den Geschäftsjahren 2021/2022 in Folge der pandemiebedingten Verwerfungen sind ein Paradebeispiel hierfür. II. Wirtschaftsbericht 1) Rahmenbedingungen Halbleitermarkt in der Transformation Seit mindestens drei Jahren befindet sich die Halbleiterindustrie in einem tief- greifenden Transformationsprozess, der sich nach den pandemiebedingten Verwerfungen und dem Ukrainekrieg auch im Geschäftsjahr 2023 noch weiter verschärfte. Auf den Boom am Halbleitermarkt, geprägt durch extreme Lieferengpässe, folgte 2023 die zyklische und somit zu erwartende Abkühlung der überhitzten Situation: Nach der Stagnation der Herstellungskapazitäten im Vorjahr brach der Umsatz der Halbleiterindustrie um über zehn Prozent ein. Kunden waren wieder in der Lage, einen großen Teil der Beschaffung aus den ,herkömmlichen' Quellen zu decken, bevorzugt bei der Franchisedistribution. Es vollzog sich der Wandel vom Nachfrage- zum Angebotsmarkt, was die Marktchancen für einen Sonderbeschaffer wie 4Source spürbar schmälerte. Auch der Trend des ifo-Geschäftklimaindex zeichnet ein trübes Stimmungsbild für die deutsche Wirkschaft insgesamt, wobei die Beurteilung der Geschäfts- lage und der Geschäftsaussichten nach einer markanten Entkopplung in den beiden Vorjahren inzwischen wieder gleichauf liegen.
Quellen: 2012-2021, Branchenverband ZVEI 2022: www.heise.de 20.01.2023 2023: www.gartner.com 04.12.2023 Die Halbleiterindustrie befand sich 2023 in einer Schwächephase - die Umsätze brachen nach Angaben der Analysten von Gartner Survey um rund 11 % ein, während für 2024 wieder zweistellige Zuwachsraten (13 bis 17 %) erwartet werden. 2) Geschäftsverlauf Sanfte Landung nach dem Wegfall der Allokationsphase Nach dem beispiellosen Nachfrageboom der Allokationsphase, deren Peak etwa in der Jahresmitte 2022 zu lokalisieren ist, sind Umsätze und Handelsvolumen kontinuierlich bis heute gesunken. Trotzdem ist der erwirtschaftete Umsatz in Höhe von 51,7 Mio. Euro eine sanfte Landung nach dem vorange- gangenen Höhenflug, liegt signifikant über dem Schnitt der Geschäftsjahre vor der Allokation und ist eine solide Messlatte für die nun folgenden Jahre.
Freie Lagerbetände attraktiv halten 2023 stieg der Anteil des Lagergeschäfts am Gesamtumsatz der 4Source von 8 % im Vorjahr auf gut 12 % im Geschäftsjahr. Hierbei entfiel die eine Hälfte auf Abverkäufe, der Rest auf Überbestände (OEM) und Kommissionslagerbestände. Auf der Basis intensiver Marktbeobachtungen gelang der Zukauf spekulativer Waren in einem Gesamtvolumen von 1,98 Mio. Euro, wovon bis Ende des Berichtszeitraums bereits 44,5 % dieses Volumens mit überdurchschnittlichem Deckungsbeitrag verkauft wurden. Grundlage der spekulativen Aufkäufe waren Kundenbedarfe, die in die Zukunft prognostiziert und Einzelpositionen, die bereits in der Vergangenheit gut gehandelt wurden und deren Verfügbarkeit am Markt niedrig bzw. rückläufig war. Interessante freie Lagerbestände waren 2023 wie im Vorjahr rar gesät - wir konnten Lageraufkäufe in Paketen lediglich in einer Höhe von rund 175 TEUR realisieren. Mitarbeiterteam Nach der rasanten wie umfassenden Aufstockung des Teams um viele neue Mitarbeiter/innen in der Allokationsphase - speziell die Bereiche Qualitätssicherung und auch Logistik mussten verstärkt werden - entwickelte sich der Personalbestand des Unternehmens 2023 bei minimaler Fluktuation seitwärts.
Das aktuelle 4Source-Team besteht aus 47 Mitarbeiter/innen und einer Werkstudentin im IT-Bereich. Umsatz pro Kopf stark gesunken
Der Pro-Kopf-Umsatz sank analog zur Umsatzentwicklung bei nahezu konstanter Mitarbeiterzahl. Reklamationsmanagement Der Anteil der Kundenreklamationen lag im Betrachtungszeitraum im Rahmen unseres ambitionierten Ziels von max. 1,0 Prozent (Verhältnis von Reklamationen zu Verkaufsaufträgen). 2023 kam es zu 51 berechtigten und somit relevanten Reklamationen (vgl. 67 in 2022). Diese Fälle wurden im Regelfall von 4Source reguliert. Die Quote lag im Berichtszeitraum 2023 bei immer noch passablen 0,96 %, stieg jedoch im Vergleich zum Vorjahr (vgl. 0,47% in 2022). Bezogen auf die Wareneingangslieferungen wurde das Ziel der "Null-Fehler-Toleranz" (Quote kleiner 1,0 Promille) 2023 erneut knapp verfehlt: Mit 9 nicht aufgedeckten Feststellungen (vgl. 20 in 2022) ergibt sich eine Fehlerrate von 1,26 (vgl. 1,24 in 2022) und liegt damit außerhalb des angestrebten Zielkorridors. Wir betreiben intensive Fehleranalyse und machen die Ergebnisse zum Thema pro-aktiver Schulungen seitens unseres Managementbeauftragten. Der interne Wissenstransfer hilft uns, die Prozesse nachhaltig zu optimieren und Wiederholungsfehler auszuschließen. Bei der Wareneingangskontrolle wurden 174 fehlerhafte Lieferungen festgestellt, die zu einer Abweisung der Ware führten (vgl. 251 in 2022) und Kosten von 3.454,- Euro verursachten. Sukzessive Verbesserung der Kenngröße "Pünktliche Lieferleistung" Während wir anlässlich der regelmäßig stattfindenden Befragung zur Kundenzufriedenheit beim Thema ,Liefertreue' für Aufträge mit festgelegtem Lieferdatum noch im Jahr 2020 mit 94,8 % die angestrebte Kenngröße erreichten (Zielwert 95 %), brachte die heiße Allokationphase 2021 einen Einbruch auf 73,3 %. Nach leichter Verbesserung im Geschäftsjahr 2022 (80,5 %) konnten wir uns weiter auf immerhin 88,1 % im Jahresdurchschnitt 2023 steigern. Das gesetzte Ziel wurde trotzdem verfehlt und ist verbesserungsbedürftig, wenn gleich die Quote im vierten Quartal 2023 bereits bei 92,1 % lag. Ursächlich für die Nichterreichung des Zieles waren gehäufte Probleme in den logistischen Prozessen und Abfertigungszeiten der Lieferkette sowie bei den im Rahmen der Angebotserstellung kommunizierten Lieferzeiten. Hinzu kamen auch teilweise unrealistische Lieferterminwünsche einiger Kunden. Einkaufsmärkte 4Source bezog auch 2023 über die Hälfte der gehandelten Bauelemente aus der APAC-Region, gefolgt von Europa mit dem Schwerpunkt Deutschland und Nordamerika. Damit ist der Trend hin zu den asiatischen Beschaffungsmärkten (vgl. 2022 mit rund 70 %), der sich durch das allokative Marktumfeld der letzten Jahre zusätzlich verstärkte, zunächst wieder rückläufig. Verkaufsmärkte Durch das Ende der zweijährigen Allokationsphase auf den Halbleitermärkten ließ im Geschäftsjahr 2023 die Nachfrage von den internationalen Verkaufsmärkten weiter nach. Der Anteil der im Inland erwirtschafteten Umsätze nahm dafür im Verhältnis zu den anderen Vertriebsregionen zu und erreichte fast die Größenordnung wie vor der Allokation.
Umweltschutz und soziales Engagement Das Umweltmanagement ist nach ISO 14001 zertifiziert - Ressourcenschonung ist somit 4Source-Unternehmensziel. Das Management selbst nutzt eMobilität und ermöglicht den Mitarbeiter/innen die Nutzung von Dienstfahrrädern für einen emissionsfreien Arbeitsweg. Wir nutzen Ökostrom und nehmen an den CO 2 -Kompensationsprogrammen unserer Transportpartner teil. Wir zeigen soziales Engagement durch Direktspenden und Sponsoring, etwa durch die Förderung des Eishockey-Nachwuchses der Dresdner Eislöwen oder der Unterstützung der jährlichen ,Tour of Hope' in Thailand. 3) Finanzielle Kennzahlen
Der ordentliche Cashflow sank analog zur Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr sehr stark, um rund 34,8 Mio. Euro von 42,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 7,2 Mio. Euro in 2023. Da der ordentliche Cashflow eine multiple Bezugsgröße ist, u. a. für die Betrachtung der Eigenkapitalrentabilität, finden Sei die Datenbasis zur Ermittlung der Kennzahlen auf Seite 9.
Die Eigenkapitalrentabilität bezogen auf den Cashflow setzt die durch die Tätigkeit des Unternehmens erwirtschafteten finanziellen Mittel ins Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital. Die Säulen werden gebildet vom ordentlichen Cashflow (Zählergröße) und dem Eigenkapital (Nennergröße).
* 1 Das ordentliche Betriebsergebnis bildet die Restsumme ab, die nach Abzug der ordentlichen betrieblichen Aufwendungen von der Gesamtleistung verbleibt. * 2 Das ordentliche Betriebsergebnis zzgl. Finanz- und neutrales Ergebnis ergibt das ordentliche Ergebnis, welches wiederum ergänzt um die ordentlichen Abschreibungen auf Anlage- und Umlaufvermögen den ordentlichen Cashflow bildet. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert - von 58.174,2 TEUR auf 28.036,6 TEUR. Die Vermögenslage stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar: Aktiva
• Das immaterielle Anlagevermögen stieg vor allem aufgrund der Implementierung des neuen ERP-Systems Microsoft Dynamics 365 Business Central. Den Zugängen in Höhe von 583,8 TEUR stehen Abschreibungen in Höhe von 474,9 TEUR gegenüber. • Die Erhöhung des Sachanlagevermögens resultiert schwerpunktmäßig aus der Anschaffung neuer Gerätschaften für den Bereich Qualitätssicherung. • Die gesunkenen Vorräte sind auf die insgesamt gesunkenen Lagerbestände zurückzuführen. Alleine der Auftragslagerbestand sank um fast 4 Mio. Euro. • Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Bilanzstichtag um 6.037,3 TEUR verringert. Bonitätsrisiken der Kunden wurden zudem durch eine Warenkreditversicherung gemindert. • Die Veränderung bei den Flüssigen Mittel führt sich vor allem auf die Auszahlungen aus dem Bilanzgewinn 2022 an Aktionäre zurück in Höhe von 19.950.286,55 Euro.
• Die Minderung des Eigenkapitals um rund 15,4 Mio. Euro im Berichtsjahr entspricht dem erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 4.543 TEUR abzüglich der in 2023 für das Vorjahr vorgenommenen Ausschüttung von Dividenden an Aktionäre. • Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr stark gesunkenen Bilanzsumme hat sich - trotz hoher Ausschüttungen - die Eigenkapitalquote von 67,7 % im Vorjahr auf 85,5 % im Betrachtungszeitraum 2023 verbessert. • Die Minderung der Rückstellungen um fast 11,9 Mio. Euro resultierte vor allem aus den stark gesunkenen Steuerrückstellungen (-7,5 Mio. Euro) sowie der Rückstellungsminderung für Tantiemen und Personalaufwand. • Die Lieferverbindlichkeiten sind stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr gesunken und waren zum Zeitpunkt der Berichterstellung beglichen. • Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Vorjahresvergleich um 194,7 TEUR - hauptursächlich hierfür waren die gesunkenen Verbindlichkeiten für Lohn- und Kirchensteuer im Monat Dezember im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres. III. Prognosebericht Künstliche Intelligenz schürt Wachstumshoffnungen Die Allokation am Halbleitermarkt ist vorbei; aktuell befindet sich die Branche in einer Phase der Schwäche und Transformation. 2024 kann man als Jahr des Wandels betrachten, in dem der ,Schweinezyklus' sich bestenfalls wieder in die entgegengesetzte Richtung dreht. Als größter Hoffnungsträger werden herstellerseitig marktreife neue KI-Technologien gesehen, die einer neuen Halbleitergeneration zum Durchbruch verhelfen werden und auch speziell für die KI-Anwendungen der Zukunft entwickelt werden. Führende Analysten prognostizieren daher für das angebrochene Geschäftsjahr ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich. Neben dem Einsatz Künstlicher Intelligenz wächst auch der Bereich e-Mobilität kontinuierlich - im Bereich der Batterie- technologie kündigen sich zeitnah Innovationen an, welche Leistung und Effzienz von Elektrogeräten in bislang unerreichte Dimensionen führen. Branchenverbände sehen optimistisches Szenario Ungeachtet der aktuellen Lage rechnet der Branchenverband ZVEI langfristig mit einer Verdoppelung des Marktvolumens im Laufe der nächsten rund zehn Jahre, getragen von forcierten Digitalisierungsbemühungen auf allen Ebenen und Maßnahmen zur "grünen Transformation" (CO 2 -mindernde Technologien). Auch die Analysten von Gartner Survey sehen durch den wachsenden Einsatz von KI-Technologien in immer mehr Lebensbereichen ein großes Wachstumspotential für die weltweite Halbleiterbranche in naher Zukunft. Europa hinkt dem internationalen Wettbewerb hinterher Zwar hat auch Europa mit dem "EU Chips Act" wie die USA mit dem fünfmal so groß dimensionierten "US Chips and Sience Act" ein Förderprogramm für die Absicherung der Halbleiterversorgung aufgelegt, doch wie oft in der Vergangenheit, agieren Player aus Nordamerika und Asien konsequenter und dynamischer. Das festigt langfristig die europäische Abhängigkeit von speziell den asiatischen Beschaffungsmärkten - und auch der sich abzeichnende Aufschwung in Teilen der Branche geht derzeit weitgehend an Europa vorrüber. 1)Chancen und Risiken Marktverwerfungen durch multiple internationale Krisen Wiedererwachter Protektionsmus und geopolitische Spannungen bzw. Kriege führten zu erheblichen Verwerfungen in den globalen Wertschöpfungs- und Lieferketten. 4Source wird auch in Zukunft von einigen Auswirkungen dieser multiplen Krisen aufgrund seines Geschäftsmodells profitieren können, steht jedoch auch stets im Risiko. Auch unser in jetzt 25 Jahren aufgebautes interna- tionales Netzwerk kann schnell an seine Grenzen stoßen: So würde beispielsweise eine Eskalation des Territorialkonfliktes zwischen China und Taiwan (die Insel ist Weltmarktführer in der Produktion von Halbleitern) nahezu zwangsläufig im Kollaps der Elektronikfertigung und einer langjährigen Weltwirtschaftkrise mit unkalkulierbarem Ausgang münden. Als besonders anfällig für Störungen der Lieferketten gilt der Automobilsektor und auch der Bereich Unterhaltungs- elektronik, da diese stark vom reibungslosen Funktionieren der internationalen Lieferketten abhängig sind. Mögliche Zahlungsausfälle von großen Kunden 4Source beliefert renommierte Großkunden der deutschen und europäischen Elektroindustrie mit zum Teil ganz erheblichen Volumina. Zwar sind Zahlungsausfälle durch die Allianz-Kreditversicherung weitreichend abgesichert, aber sowohl pro Einzelgeschäft als auch im jährlichen Gesamtvolumen limitiert. Der Ausfall eines Millionen-Account könnte von 4Source zwar aktuell kompensiert werden, würde dem Unternehmen aber trotzdem schmerzlich schaden. Latente Haftungsrisiken Die komplexe Qualitätsprüfung aller Warenein- und -ausgänge ist ein Alleinstellungsmerkmal unseres Unternehmens im Wettbewerbsumfeld und erhöht die Chancen, auch bei sensibler Klientel als Lieferant gelistet zu werden. Aber zugleich generieren wir eine hohe Erwartungshaltung hinsichtlich der Waren- qualität, die sich jedoch auch bei bester technischer Ausstattung nie zu 100 % gewährleisten lässt, etwa bei Beschaffung ohne CoC oder von C-Lieferanten. In den seltenen Fällen unentdeckter Mängel steigt somit unser Haftungsrisiko und kann - weit über den reinen Warenwert hinaus - auch Folgeschäden mit einschließen, etwa weil fehlerhafte Bauelemente bereits verbaut wurden. Stabilität in der Personaldecke Unser Team wuchs während der Allokationsphase der Geschäftsjahre 2021/22 schnell an und erreichte 2023 den Höhepunkt in der Mannschaftstärke. Speziell der Bereich Qualitätssicherung / Wareneingangsprüfung wurde personell aufgestockt, um das galoppierende Auftragsvolumen abwickeln zu können. Dies bedeutete eine gewaltige Einarbeitungs- und Integrations-Anstrengung, die neben der Abwicklung des prallen Tagesgeschäfts geleistet werden musste. Diese neugeschaffenen Kapazitäten gilt es nun sinnvoll auszulasten und das Team zu halten, damit wir einen erneuten Anstieg des Geschäftsvolumens mit optimal geschultem Personal effizient und routiniert meistern können. Konsolidierung und Ausbau des Kerngeschäfts Wir arbeiten an der Konsolidierung des Kerngeschäfts auf einem möglichst hohen Niveau. Es gilt, Stammkunden zu halten, Neukunden langfristig an unser Unternehmen zu binden und die Kundenbasis zusätzlich in der Breite zu erweitern - und dabei den langjährigen Margenschnitt stabil zu halten. Freie Lagerbestände attraktiv halten Der Aufkauf diskontierter Lager(über)bestände ist in der Regel ein margenstarkes Geschäft und hält unser freies Lager attraktiv, ebenso das Einwerben von Kommissionsware und die aktive Vermarktung kundenseitig gelagerter Bauteilüberbestände. Im abgelaufenen Jahr 2023 waren wider Erwarten noch kaum interessante Überbestände am Markt verfügbar - hoffen wir auf 2024. Wettbewerbsvorteil durch Qualitätsstandard IDEA-STD-1010B 4Source wurde im Geschäftsjahr 2023 als eines der wenigen europäischen Mitglieder beim Handelsverband International Distributors of Electronics Association aufgenommen - ein großer Imagezugewinn im Wettbewerb! IDEA ist der erste und weltweite führende Standard für visuelle Inspektion von elektronischen Bauelementen, hilft bei der Erkennung von Counterfeits und manipiulierten Komponenten und etabliert zuverlässliche Inspektionsprozesse und -kriterien. 4Source ist dadurch nun treibendes Mitglied in der Weiterentwicklung dieses zentralen Branchenstandards, der als kollaborative Initiative der führenden unabhängigen Distributoren entwickelt wurde. 2)Entwicklungsprojekte Kontinuierliche Pflege der Managementsysteme "Permanent-Entwicklungsprojekt" ist die stete Optimierung und Bestätigung unserer inzwischen vier Zertifizierungen: ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement), EN/AS 9120 (Luft- und Raumfahrt) sowie die im Vorjahr erfolgte ESD-Zertifizierung, sowohl nach dem europäischem Standard IEC 61340-5-1 als auch der amerikanischem Norm ANSI/ESD S20.20. Intensivierung der Kundenbindungsmaßnahmen Gerade neue Key Accounts müssen in einer Zeit schwacher Marktdynamik aktiv an unser Unternehmen gebunden werden, speziell wenn sie uns entgegen vormaliger Überzeugung in der Allokationsphase als Problemlöser in höchster Beschaffungsnot schätzen gelernt haben. Ein Hebel dazu sind etwa langfristige Rahmenverträge, mehr Besuche bei Kunden oder Audits in unseren Räumen. Auch die Möglichkeit, Überbestände über 4Source zu rekapitalisieren, sehen wir als probates Mittel, die Kundenbindung mittel- wie langfristig zu stärken. Wettbewerbsvorteil durch Ausbau der technischen Ausstattung 4Source erweitert systematisch die technischen Möglichkeiten in der Qualitätssicherung, investiert kontinuierlich in verbesserte Untersuchungsmöglichkeiten und kann so immer mehr Prüfschritte in-house durchführen, die vormals von externen Testhäusern übernommen werden mussten. Neu hinzugekommen ist etwas die Decapsulation (Bauteilöffnung) die eine visuelle Inspektion des Die ermöglicht. Zudem ist eine Anlage zur Lötfähigkeitsprüfung in Erprobung. Dauerhafte Ziele der Unternehmensentwicklung • Konsolidierung und Stabilisierung der Ertragslage auf relevanten Märkten • Langfristige Sicherung möglichst aller bestehenden Arbeitsplätze am Standort Dresden • Strategische Absicherung der Liquidität bei volatiler Geschäftsentwicklung im Best-Case- wie im Worst-Case-Szenario 3)Zusammenfassung Zukunftsfähigkeit ist gewährleistet Seit nunmehr 25 Jahren ist 4Source erfolgreich am Markt tätig und hat sich in der Branche eine starke Reputation erarbeitet. Nach dem gewaltigen Wachstumssprung in jüngster Vergangenheit konnte sich das Unternehmen im Jahr 2023 auf einem guten Niveau konsolidieren. Wir streben an, dies in Zukunft zu halten bzw. uns auch im Worst-Case über Vorallokationsniveau zu stabilisieren. Strategische Ziele aus Prozessperspektive • Geschäftsentwicklung mittel- wie langfristig konsolidieren und die Handlungsfähigkeit des Unternehmens sicherstellen • Zuverlässigkeit auf allen Ebenen der operativen Geschäftsabwicklung, vom zügigen Angebot bis zur pünktlichen Lieferleistung • Ziel der "Null-Fehler-Toleranz" durch intensive Qualitätssicherung, • Reklamationsquote gering halten (Ziel: unter 1 Promille) • Umweltbewusstsein, Ressourcenschonung und CO 2 -neutraler Versand • Key-Account-Strategie im Vertrieb mit höherer Betreuungsintensität und Wachstums- sowie Entwicklungsperspektiven für VK-Nachwuchskräfte Strategische Ziele aus Potentialperspektive • Systematische Professionalisierung und Ausbau des QS-Bereichs mit dem Ziel, unsere Inspektions-Dienstleistungen bald auch extern zu vermarkten • Ausbau der Kooperation mit IDEA (Independent Distributors of Electronic Association) und Nutzung von Synergien auch im Bereich Marketing • Einstieg in Predictive Analytics - durch Ereignisanalysen Markttrends zielsicher vorhersehen, Marktchancen erkennen und Handlungen ableiten • Schaffung der Vorausetzungen für die Anbindung geneigter Key-Kunden an unser ERP-Systems zur vereinfachten Anfrage und Bestellverfolgung Strategische Ziele aus finanzieller Perspektive • Stabilisierung der Ertragssituation auf möglichst hohem Niveau, auf jeden Fall aber signifikant über dem Niveau der Geschäftsjahre vor Allokation • Den Anteil des Rohertrags am Gesamtumsatz stabil halten, bei weitgehend unveränderter Fixkostenstruktur und gleichbleibendem Deckungsbeitrag • Ausbau der europäischen Kundenbasis, speziell in den osteuropäischen Nachbarländern Tschechien, Slowakei und Polen - zudem scheint uns auch Italien ein sehr interessanter Markt zu sein. Abschließende Einschätzung 4Source geht gut kapitalisiert und personell bestens aufgestellt seinen Weg durch ein marktseitig für das Geschäftsmodell unvorteilhaftes Marktumfeld, welches wohl noch Monate oder schlimmstenfalls einige Jahre anhalten wird. Durch einen zu erwartenden Jahresumsatz im angelaufenen Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 20 bis 40 Mio. Euro fallen wir voraussichtlich von der Unternehmensklasse Große auf Mittlere Kapitalgesellschaft zurück. Mitarbeiterteam und Vorstand stellen sich motiviert den Herausforderungen.
Dresden, 22.04.2024 4Source electronics AG Der Vorstand HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der 4Source electronics AG, DresdenInhaltsverzeichnis 1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zur Bilanz 3. Sonstige Angaben ANLAGEN Bruttoanlagenspiegel Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Die 4Source electronics Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Dresden und ist beim Handelsregister des Amtsgerichtes in Dresden in Abteilung B unter der Registernummer 17667 seit dem 15.09.1999 eingetragen. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. AKTIVA A. Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz dargestellten Anlagengegenstände im Jahre 2023 ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. I. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. II. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf technische Anlagen enthalten Beträge in Höhe von 25.000,00 EUR, die zum Bilanzstichtag noch nicht gezahlt waren. Die diesbezügliche Maschine wurden der Gesellschaft bereits im Vorjahr zur Nutzung überlassen, ist aber tatsächlich noch nicht betriebsbereit. B. Umlaufvermögen I. Vorräte 1. fertige Erzeugnisse und Waren Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. 2. geleistete Anzahlungen Geleistete Anzahlungen in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Devisen-Briefkurs und im Rahmen der Folgebewertung gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Devisen-Briefkurs und im Rahmen der Folgebewertung gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Für das allgemeine Kreditrisiko sowie für zu gewährende Skonti wurde eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. 1,0 % auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand zum 31. Dezember 2023 vorgenommen. Für Forderungen, die mit einem Ausfallrisiko behaftet sind, wurde im Vorjahr eine angemessene Einzelwertberichtigung gebildet. Im Berichtsjahr waren geringfügige Einzelwertberichtigungen notwendig. 2. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Sachverhalte enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Hierbei handelte es sich um Steuererstattungsansprüche für die Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 668.643,14 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) sowie Erstattungsansprüche auf die Gewerbesteuer in Höhe von 537.075,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Die Steuererstattungsansprüche werden mit Abgabe der Steuererklärungen im Folgejahr verwirklicht. Weiterhin erhalten die sonstigen Vermögensgegenstände Vorsteuererstattungsansprüche (Vorsteuer im Folgejahr abzugsfähig) in Höhe von 12.842,65 Euro (Vorjahr: 13.697,63 Euro) die erst mit der Vorlage der Rechnung im Folgejahr rechtlich entstehen. Sonstige Vermögensgegenstände in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Devisen-Briefkurs und im Rahmen der Folgebewertung gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Mietkaution in Höhe von 24.355,67 Euro mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten (Vorjahr: 24.355,67 Euro). Die weiteren unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Sachverhalte haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bewertet. Posten in fremder Währung werden entsprechend der Regelung in § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. C. Rechnungsabgrenzungsposten Der Wertansatz des Rechnungsabgrenzungspostens entspricht dem Zeitanteil der Zahlungen, die wirtschaftlich dem(n) folgenden Geschäftsjahr(en) zuzuordnen sind. D. Latente Steuern Aktive latente Steuern werden nach § 274 HGB gebildet. Der Bewertung wurde ein Ertragsteuersatz in Höhe von 31,575 % zugrunde gelegt. PASSIVA I. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nominalwert gemäß Satzung und Handelsregistereintragung ausgewiesen. Angaben über die Gattung der Aktien Das Grundkapital setzt sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
II. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage ist zum Nominalwert der von den Aktionären zusätzlich geleisteten Einzahlungen i. S. d. § 272 Abs. 2 HGB bewertet. Gemäß § 12 Abs. 4 der Satzung hat die 4Source AG eine gesetzliche Rücklage (§150 AktG) in Höhe von 90 % des Grundkapitals zu bilden. Die Kapitalrücklage unterliegt in Höhe von 360.085,00 EUR gemäß § 150 Abs. 3 AktG einer Ausschüttungssperre, da die Kapitalrücklage zur Abdeckung der gesetzlichen Rücklage benötigt wird. Entwicklung der Kapitalrücklagen Der Anteil der Kapitalrücklage, der auf die zu bildende gesetzliche Rücklage entfällt, beträgt 360.897,50 Euro (Vorjahr: 360.897,50 Euro). III. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen sind zum Nominalwert der im Geschäftsjahr oder in den vorangegangenen Geschäftsjahren eingestellten Jahresüberschüsse bewertet. Zusätzliche Angaben zu den Gewinnrücklagen 1. gesetzliche Rücklage Gemäß § 12 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft ist eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 90 % des Grundkapitals zu bilden. Dabei sind jeweils 5 % des Jahresüberschusses in die gesetzliche Rücklage einzustellen, bis die gesetzliche Rücklage nach § 272 Abs. 2 HGB und die Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 HGB einen Wert von 90 % des Grundkapitals erreichen. Aufgrund des Grundkapitals in Höhe von 1.050.000,00 Euro ist eine gesetzliche Rücklage bis zur Höhe von 945.000,00 Euro zu bilden. Hiervon ist durch Kapitalrücklagen im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB ein Teilbetrag in Höhe von 360.085,00 Euro abgedeckt. Der Restbetrag in Höhe von 584.915,00 Euro ist durch Einstellung in Höhe von 5 % des Jahresüberschusses aufzufüllen.
2. andere Gewinrücklagen In die anderen Gewinnrücklagen gemäß § 12 Abs. 5 der Satzung dürfen bis zu 50 % des Jahresüberschusses eingestellt werden. Im Geschäftsjahr wurden keine Beträge zugeführt. Gemäß Gewinnverwendungsvorschlag wurden aus der Gewinnrücklage 5.957.324,51 € entnommen.
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Der Sonderposten für Investitionszuschüsse der Sächsischen AufbauBank - Förderbank Dresden wurde für die gewährten Zuschüsse für E-Business und Informationsschutz des geförderten immateriellen Vermögensgegenstandes gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgte ab Aktivierung über die Nutzungsdauer des geförderten immateriellen Vermögensgegenstandes. C. Rückstellungen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Bei den sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Bewertung unter Einbeziehung künftiger Preis- und Kostensteigerungen. In Anwendung der Rückstellungsabzinsungsverordnung wird darüber hinaus zum Bilanzstichtag eine Abzinsung mit laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzinssätzen vorgenommen, wie sie von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben werden. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Steuerrückstellungen waren zum 31. Dezember 2023 nicht zu bilden, da die Vorauszahlungen die erwartete Steuerbelastung übersteigen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.978,2 TEuro werden für Personalkosten (2.730,6 TEuro), Jahresabschlusserstellungs- und Prüfungskosten (103,2 TEuro), Archivierungskosten (48,0 TEuro), ausstehende Rechnungen (19,7 TEuro), Gewährleistungsverpflichtungen (32,0 TEuro), Rückbauverpflichtungen (18,1 TEuro), Berufsgenossenschaftsbeiträge (11,9 TEuro) und für Kosten der Betriebsprüfungen (14,7 TEuro) gebildet. D. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Devisen-Geldkurs und im Rahmen der Folgebewertung gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. E. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Zuschüsse Dritter, des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Fördermittel BMWi bzw. BMWK) und wurde für die gewährten Zuschüsse zur Förderung der Elektromobilität gebildet. Die Auflösung erfolgt ertragswirksam, entsprechend der jeweiligen Mindesthaltedauer. F. Latente Steuern Passive latente Steuern werden nach § 274 HGB gebildet. Der Bewertung wurde ein Ertragsteuersatz in Höhe von 31,575 % zugrunde gelegt. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Wir verweisen auf den Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 0,00 EUR. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrt ist wie folgt:
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 EUR. Latente Steuern Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen:
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 31,575 %. Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge zu bilden wurde Gebrauch gemacht. Der Saldo der aktiven latenten Steuern in Höhe von 86.323,93 EUR und der passiven latenten Steuern in Höhe von 361.479,97 EUR am Ende des Geschäftsjahres beträgt 275.156,04 EUR. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 30.442,78 EUR. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine Haftungsverhältnisse zu vermerken. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Herr Wolfram Geppert. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender war im Geschäftsjahr Herr Joachim Jelko. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 4 HGB Auf die Aufstellung der Angabe der Gesamtbezüge wurde verzichtet, da sich anhand der Angaben die Bezüge eines Mitgliedes dieser Organe feststellen lassen würde. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Der Vorstand und der Aufsichtsrat sind die einzigen nahestehenden Personen der 4Source electronics Aktiengesellschaft, Dresden, im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB. Mit diesen Personen wurden keine Geschäfte geschlossen, die nicht zu marktüblichen Konditionen zustande gekommen sind. Die geschlossenen Geschäfte betreffen die Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 27.000,00 EUR und gliedert sich wie folgt:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDer Vorstand der 4Source AG schlägt dem Aufsichtsrat gem. § 170 AktG vor, den Bilanzgewinn wie folgt der Hauptversammlung zur Verwendung vorzuschlagen: Aus der Gewinnrücklage werden 5.957.324,51 EUR entnommen und dem Bilanzgewinn zugeführt. Der Bilanzgewinn beträgt 10.500.286,55 EUR. Zur Ausschüttung ist ein Betrag von 10.500.286,55 EUR vorgesehen.
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023der 4Source electronics AktiengesellschaftIm vergangenen Geschäftsjahr 2023 ist Deutschland in eine leichte Rezession gerutscht. Preisbereinigt verzeichnete man ein Minuswachstum von -0,3% ( * 1) . Auch für das Wirtschaftsjahr 2024erwartet man allenfalls ein verhaltenes Wachstum in Höhe von 0,2% ( * 1) . Ob diese Erwartung angesichts der weltweiten Unsicherheiten zu halten ist, bleibt abzuwarten. Die geopolitischen Instabilitäten haben im Jahr 2024 weiter zugenommen. Neben dem immer noch andauernden Krieg in der Ukraine mit seinen negativen Implikationen für die Weltwirtschaft kommen zahlreiche Konflikte insbesondere im Nahen Osten hinzu, die ein gewaltiges Potential für eine weitere Verschlechterung der Weltkonjunktur in sich bergen. Auch der in den Vorjahren begonnene Handelskrieg zwischen China und den USA scheint immer weiter zu eskalieren und ist "meilenweit" von einer Lösung entfernt. In welcher Weise sich aufgrund dieser Entwicklungen die Geschäftsaktivitäten unseres Unternehmens entwickeln ist ungewiss. Wie so oft in unserem Geschäftsfeld gilt: Alles ist möglich. Insofern bleibt die weitere Entwicklung spannend. Das Jahr 2023 ist für unser Unternehmen das drittbeste in der Firmengeschichte. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte konnten wir noch an einer sich abschwächenden Allokation partizipieren, während in der zweiten Jahreshälfte die Umsätze auf ein für uns übliches Niveau zurückkehrten. Insgesamt konnte unsere Gesellschaft mit einem Jahresumsatz von rund 51,7 Mio. Euro einen Jahresüberschuss von gut 4,5 Mio. Euro erwirtschaften. Bei der Realisierung dieser Umsätze ist unser Unternehmen in gewohnter Weise höchst professionell vorgegangen; ein Umstand, der sich auch in dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk unserer Abschlussprüferin Frau Knödler vom 23.04.2024 widerspiegelt. Das aktuelle Geschäftsjahr 2024 verlief bis zur Erstellung dieses Berichtes weiter positiv, jedoch auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Für die ersten drei Monate konnten Umsätze von rund 5 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Wir hoffen, die Umsätze auf diesem oder einem leicht höheren Niveau halten zu können und streben einen Jahresumsatz von 20 Mio. Euro an. In Anbetracht der zurückliegenden und unter Berücksichtigung der derzeitigen Geschäftsentwicklung haben wir uns entschlossen, für das Geschäftsjahr 2023 den gesamten Jahresüberschuss in Höhe von 4.542.962,04 Euro sowie 5.957.324,51 Euro aus den anderen Gewinnrücklagen der Hauptversammlung zur Ausschüttung vorzuschlagen. Dies entspricht einer Dividende in Höhe von 10,00 Euro pro Stammaktie und 10,01 Euro pro Vorzugsaktie. Sofern es zu diesem Beschlusspunkt auf der diesjährigen Hauptversammlung eine Mehrheit gibt, wäre dies die zweithöchste jemals ausgezahlte Dividende der Firmengeschichte. ( * 1) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-im-vergleich-zum-vorjahr/ Trotz dieser Ausschüttung verbleiben ca. 13,5 Millionen Euro als Eigenkapital im Unternehmen. Mit dieser finanziellen Reserve können wir aus heutiger Sicht jederzeit den finanziellen Verpflichtungen des Unternehmens nachkommen und sind zudem für eine mögliche zukünftige Allokation mit den dafür notwendigen Warenvorfinanzierungen gut aufgestellt. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand der Gesellschaft beratend begleitet und überwacht. In sechs ordentlichen Sitzungen und zahlreichen ad-hoc Telefonkonferenzen hat uns der Vorstand über den Geschäftsverlauf und anstehende Entscheidungen grundsätzlicher Natur unterrichtet. Es wurden zudem die wirtschaftliche, finanzielle sowie die organisatorische Entwicklung der Gesellschaft, das branchenbezogene Umfeld und resultierende Aspekte des Risikomanagement besprochen. Im Berichtsjahr 2023 beschäftigten wir uns insbesondere mit folgenden Themenbereichen: • Implementierung der neuen ERP-Software: Weiterentwicklung der aufsichtsratsspezifischen, softwaregestützten Informationsbedarfe. Hier geht es insbesondere um die Entwicklung eines Übersichtssystems (Dashboard), das den Aufsichtsrat prägnant und zeitnah mit relevanten Zahlen und Informationen versorgt. • Analyse des M&A Projektes "Bleiche" im Hinblick auf die Ablauforganisation und die abgegebenen Kaufangebote. Hier wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Accnite eine Prozessdokumentation erstellt, die u. a. auch eine marktrelevante Einordnung des Firmenwerts der 4Source spiegelt. • Durchführung eines zweitägigen AR-Workshops mit Schwerpunkt auf Strategien, Chancen und Risiken verschiedener Wachstumsszenarien für 4Source und damit verbundener Aufgaben. • Ausweitung der gesellschaftlich-sozialen Verantwortung der 4Source (ESG): Auch in diesem Jahr haben wir verschiedene Projekte im In- und Ausland unterstützt. Beispielhaft sei die Unterstützung thailändischer Schulen mit Lehrmitteln und Fahrrädern erwähnt, die wir zum wiederholten Male in Zusammenarbeit mit dem Club Tour of Hope und World Vision realisiert haben. • Einfluss von KI auf unser Geschäftsmodell: Das Thema KI und mögliche Anwendungsbereiche bei 4Source stehen in einem kontinuierlichen Prüfungs- und Diskussionsprozess, der ergebnisoffen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat geführt wird. • Schutz vor Cyberkriminalität: IT- und Datensicherheit sind auch für 4Source geschäftskritisch. Aufsichtsrat und Vorstand haben sich gemeinsam mit dem IT-Leiter einen Überblick über die bestehenden Schutzmaßnahmen verschafft, mögliche Ausbauaspekte diskutiert und ein ausreichend hohes Schutzniveau bestätigt gefunden. • Stabilität und Zukunftsfähigkeit des Vorstands: Altersbedingt muss sich die Gesellschaft auf einen mindestens mittelfristigen Vorstandswechsel vorbereiten. Hier arbeiten Aufsichtsrat und Vorstand eng zusammen, um mögliche Modelle, zugehörige Prozesse und Zeitleisten sowie mögliche Kandidaten frühzeitig zu identifizieren. • Stärkung der Leistungsfähigkeit kritischer Führungspositionen: Mit zunehmenden Wachstum und Volatilität der Märkte gilt es, kontinuierlich in potentiellen Nachwuchs zu investieren. Hierzu beraten Aufsichtsrat und Vorstand regelmäßig, inwieweit interne oder externe Verstärkung eine operative Entlastung und Freiräume für mehr zukunftsorientierte, eher strategische Aufgaben im Vorstand sowie der Führung aller Geschäftsbereiche der 4Source bewirken kann. Der Jahresabschluss ist vom Vorstand in Zusammenarbeit mit der beauftragten Wirtschaftsprüfer und Steuerberatungskanzlei Schmidt, Dresden erstellt worden. Als große Kapitalgesellschaft sind wir verpflichtet, einen Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes zu beauftragen. Hierfür wurde auf der letzten Hauptversammlung Frau Ulrike Knödler (Dipl. Betriebswirtin, Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin) als Abschlussprüferin gewählt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Herr Wolfram Geppert hat den Prüfauftrag am 20.10.2023 an Frau Knödler erteilt. Wie oben bereits erwähnt hat Frau Knödler am 23.04.2024 unserem Unternehmen ein uneingeschränktes Bestätigungsvermerk erteilt. Die 4Source electronics AG bleibt auch im Geschäftsjahr 2024 eine große Kapitalgesellschaft. Die Kriterien für diese Einteilung sehen wie folgt aus: Wer in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren zwei der nachfolgend aufgeführten Kriterien überschreitet gilt als große Kapitalgesellschaft: • Bilanzsumme bis 20 Mio. EUR (nach Abzug eines auf der Aktivseite ausgewiesenen Fehlbetrags) • Umsatz bis 40 Mio. EUR (in den 12 Monaten vor dem Abschlussstichtag) • Maximal 250 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt 4Source überschreitet die beiden erstgenannten Kriterien deutlich und wird, wie oben bereits beschrieben, auch im laufenden Geschäftsjahr den Status einer großen Kapitalgesellschaft beibehalten. Der Vorstand hat den Jahresabschluss allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vorgelegt und erläutert. Ebenfalls wurde der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns dargelegt. Den Jahresabschluss und den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir geprüft. Wir sehen keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat nach intensiven Prüfungen den aufgestellten Jahresabschluss gebilligt und festgestellt. Weiterhin schließen wir uns dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns an.
Bad Homburg, im April 2024 Für den Aufsichtsrat Wolfram Geppert, Vorsitzender Einladung / TO HauptversammlungDie Hauptversammlung der 4Source electronics Aktiengesellschaft hat den Vorschlag der Verwaltung zur Gewinnverwendung mit Mehrheit der Stimmen angenommen. Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 10.500.286,55 wurde wie folgt verwendet: a. Ausschüttung von EUR 10,00 je Stammaktie: 1.021.345 Stück gesamt EUR 10.213.450,00 b. Ausschüttung von EUR 10,01 je Vorzugsaktie: 28.655 Stück gesamt EUR 286.836,55 sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift des Vorstandes
Dresden, 12.04.2024 gez. Jörg Wilking, Vorstand Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.06.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die 4Source electronics Aktiengesellschaft, Glacisstraße 2-6 01099 Dresden Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der 4Source electronics Aktiengesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der 4Source electronics Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlagen für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Dresden, den 23. April 2024 Ulrike Knödler, Wirtschaftsprüferin |
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