Gymzz Group GmbH
Same addressOperation of sports facilities
Basic information of the organization
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Andreas Albrecht since 4/2/2014 | Managing Director |
Jan-Christopher Dr.-Ing. Schrag since 4/2/2014 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Beneficial owner data is only accessible to registered users.
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Official financial statements and annual reports
|
Berichtigungsvermerk, hinzugefügt am 10.05.2016: Neufassung, ersetzt die Offenlegung vom 16.03.2016 |
Oschatz GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014der Oschatz GmbH, EssenAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1.1 Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde nach den handelsrechtlich geltenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung des HGB und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. 1.2 Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der einzelnen Posten des Jahresabschlusses Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear angesetzt. Für Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Im Wesentlichen wird über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:
Die Gegenstände des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden entsprechend Abschreibungen vorgenommen. Sofern sich die Wertminderung als nicht dauerhaft herausstellt, erfolgt später eine Zuschreibung, höchstens jedoch auf die historischen Anschaffungskosten. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessenen Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Verwaltungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen. Der Ansatz der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie der flüssigen Mittel erfolgt zu Nennwerten. Das Ausfallrisiko wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände werden mit dem Devisen-kassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Steuersatzes aus Gewerbesteuer sowie Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung ist in der Bilanz als passive latente Steuer auszuweisen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht nicht ausgeübt, demnach werden keine aktiven latenten Steuern aktiviert. Die Pensionsrückstellungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck passiviert. Die Berechnung erfolgte unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,62 % p.a. (i. Vj. 4,91 % p.a.). Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren (Stichtag 31. Oktober 2014). Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen werden jährliche Gehalts- und Rentensteigerungen von 1,2 % (i. Vj. 1,2 %) unterstellt. Durch die erstmalige Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergab sich zum 1. Januar 2010 ein Zuführungsbetrag in Höhe von EUR 1.955.430,00. Im Geschäftsjahr 2014 wurde auf Basis des Wahlrechtes des Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB ein Betrag in Höhe von EUR 130.362,00 (1/15) aufwandswirksam der Pensionsrückstellung zugeführt. Der noch verbleibende Restbetrag in Höhe von EUR 521.448,00 ist gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB in jedem der folgenden Geschäftsjahre zu mindestens einem Fünfzehntel des ursprünglichen Zuführungsbetrages zu erfassen. Die Pensionsrückstellungen sind über Lebensversicherungen zum Teil rückgedeckt. Sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, werden die Verrechnungen gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB vorgenommen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. 2. Bilanzerläuterungen2.1 Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist nachfolgend wiedergegeben. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
2.2 Anteilsbesitz
2.3 Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 404) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Weiterhin bestehen sonstige Forderungen gegen die Reining Heisskühlung GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr, (TEUR 786; i. Vj. TEUR 1.374), die Oschatz Kraftwerkstechnik GmbH & Co. KG, Hamburg, (TEUR 19; i. Vj. TEUR 0) und die Oschatz Enerji A.S., Kocaeli, (Türkei) (TEUR 32; i. Vj. TEUR 0). 2.4 Laufzeiten der Forderungen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. 2.5 Aktive latente Steuern Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 32,58 % angewendet. Dieser ergibt sich aus einem Gewerbesteuersatz von 16,75 % und einem Kör-perschaftsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag von 15,83 %. Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.418 (i. Vj. TEUR 592) ergeben sich aus temporären Differenzen im Bereich der Rückstellungen sowie aus gewerbesteuerlichen und körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen. Gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wurde auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet. 2.6 Eigenkapital Im Eigenkapital sind keine zur Ausschüttung gesperrte Beträge enthalten. Der Bilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt:
2.7 Rückstellungen für Pensionen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gemäß § 246 Absatz 2 S. 2 HGB in Höhe von EUR 2.338.566,00 (i. Vj. EUR 2.217.251,00) mit dem beizulegenden Wert des Deckungsvermögens verrechnet worden sind. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dessen Anschaffungskosten. Der Fehlbetrag gemäß Artikel 28 EGHGB beträgt EUR 663.838,00 (i. Vj. EUR 947.028,93). 2.8 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen noch anfallende Kosten für bereits abgerechnete Produktionsaufträge (TEUR 5.277; i. Vj. TEUR 2.419), pauschale Garantieverpflichtungen (TEUR 701; i. Vj. TEUR 929) sowie Personalrückstellungen (TEUR 847; i. Vj. TEUR 1.388). 2.9 Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden bei den jeweiligen Gesellschaften grundsätzlich Forderungen und Verbindlichkeiten miteinander verrechnet. Es handelt sich bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausschließlich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung3.1 Umsatzerlöse Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten:
3.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen Das innerhalb der sonstigen Ausleihungen ausgewiesene Darlehen an die Oschatz Enerji A.S., Kocaeli (Türkei), wurde im Geschäftsjahr außerplanmäßig um TEUR 883 abgeschrieben. 3.3 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 924 (i. Vj. TEUR 1.806) enthalten, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 1.368 (i. Vj. TEUR 0) enthalten, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind. 3.4 Außerordentliche Erträge und Aufwendungen Die außerordentlichen Aufwendungen betragen TEUR 130 (i. Vj. TEUR 130) und betreffen Aufwendungen im Rahmen der Zuführung zur Pensionsrückstellung aufgrund des Wahlrechts des Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB. 3.5 Erträge und Aufwendungen aus Rückstellungsabzinsung und Währungsumrechnung Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von TEUR 581 (i. Vj. TEUR 631) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 31) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 32 (i. Vj. TEUR 28) enthalten. 4. Sonstige Angaben4.1 Zusammensetzung der Organe und deren Gesamtbezüge Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr 2014 bestellt:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Dem Beirat gehörten im Geschäftsjahr 2014 an:
Der Beirat hat im Geschäftsjahr 2014 eine Gesamtvergütung in Höhe von TEUR 40 (i. Vj. TEUR 63) erhalten. 4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestand Ende 2014 ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 6.265 bei einem Auftragsbestand in Höhe von TEUR 72.067. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen laufende Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. 4.3 Derivative Finanzinstrumente Zinsswap-Geschäfte:
Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis der mit den Marktzinsen diskontierten Cash Flows ermittelt. Für drohende Verluste im Zusammenhang mit den Zinsswap-Geschäften wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 261 gebildet. 4.4 Angabe gemäß § 285 Nr. 21 HGB Anlage 3 Seite 12 Die Oschatz GmbH, Essen, hält 99,82 % der Anteile an der Oschatz Enerji A.S., Kocaeli (Türkei). Die Oschatz Enerji A.S., Kocaeli (Türkei) führte bis Anfang 2014 im Wesentlichen Auftragsfertigungstätigkeiten für die deutsche Muttergesellschaft durch. Nach vorübergehender Einstellung der operativen Tätigkeit wurde die Fertigung in der Türkei im Januar 2015 wieder aufgenommen. Die in der Stilllegungsphase angefallenen Ausgaben in Höhe von TEUR 1.649 zuzüglich Anschaffungskosten von drei Maschinen in Höhe von TEUR 500 wurden mangels ausreichend liquider Mittel der Tochtergesellschaft von der Oschatz GmbH, Essen, getragen. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Tochtergesellschaft wurde die in diesem Zusammenhang aufgelaufene Forderung (TEUR 2.149) in Höhe von TEUR 2.117 wertberichtigt. Die nicht wertberichtigten Forderungen (TEUR 32) betreffen eine Zinsforderung, welche nach dem Bilanzstichtag beglichen wurde. 4.5 Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)
4.6 Abschlussprüferhonorar Bezüglich des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird auf die Angabe im Konzernanhang verwiesen. 4.9 Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor: Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 606.808,22 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Essen, den 27. März 2015 Gez. Dr. Jan-Christopher Schrag Gez. Andreas Albrecht Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014der Oschatz GmbHGliederung
I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Oschatz GmbH (im Folgenden auch kurz "OSCHATZ") ist seit Jahren in den Geschäftsbereichen Metallurgie, Nichteisenmetallurgie, Chemie und Umwelt- / Kraftwerkstechnik tätig. Zu unseren Kunden zählen bedeutende mittelständische Unternehmen und Großkonzerne im Industriebereich weltweit. OSCHATZ bietet ein umfangreiches Liefer- und Leistungsprogramm an. Dabei nutzt die Oschatz GmbH langjähriges Know-how sowie die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden. Aufgrund der kostenoptimierenden Einbeziehung der Tochtergesellschaften an verschiedenen Standorten in Europa und Asien in die Wertschöpfungskette des Unternehmens ist die nachhaltige Konkurrenzfähigkeit auf nationalen und internationalen Märkten gesichert. 2. Forschung und Entwicklung / Investitionen Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Verfahrensentwicklung zur Planung, Herstellung und Montage sowie Inbetriebnahme von unter anderem maßgeschneiderten Anlagen oder Komponenten für unsere Kunden in allen unseren Geschäftsbereichen. Die Forschung und die Entwicklung bei OSCHATZ ist ein Dauerprozess angetrieben durch die individuellen Ansprüche unserer Kunden. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team von hochqualifizierten Ingenieuren, die im Jahr 2014 u. a. beim Kesselbau Verbesserung der Energieeffizienz durch neue Konzepte für die Verbrennungsanlagen erreichen konnten. In diesem Kurs bestätigen uns zahlreiche erfolgreich abgeschlossene Aufträge, so zum Beispiel im Geschäftsjahr 2014 die Inbetriebnahme der neuen Anlagen im Bereich der Eisen- und Stahlindustrie sowie im Chemiebereich. Im Geschäftsjahr 2014 wurden insgesamt 214 T€ in Sachanlagevermögen (2013: 139 T€) investiert. Davon entfielen 153 T€ auf den Bereich Fuhrpark. Für das laufende Geschäftsjahr 2015 sind Investitionen im Wesentlichen für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Bereich EDV sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung geplant. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Oschatz GmbH im Berichtsjahr hat die Geschäftsführung im ersten Quartal 2014 diverse Personalmaßnahmen eingeleitet, die die Kostenstruktur der Oschatz GmbH langfristig positiv beeinflussen wird. Aufgrund von Problemen mit den türkischen Gewerkschaften, die unter anderem Lohnerhöhungen von 30 % für 2013 und sogar 50 % für 2014 forderten, waren wir gezwungen die Werkstatt und das Stadtbüro in der Türkei stillzulegen. Nach nun mehr als acht Monaten Stilllegung haben wir zu Beginn des Jahres 2015 die Werkstatt mit einem neuen Personalkonzept und effizienterer Kostenstruktur wieder eröffnet. Hierzu ist im Februar 2015 Herr Tim Oliver Schrag als Geschäftsführer der Oschatz Enerji A.S. sowie Oschatz Istanbul Enerji Sistemleri Pazarlama A.S. nach Istanbul entsendet worden. Mit der neuen flexibleren Personalstruktur und den vorhandenen Aufträgen (unter anderem einem Großauftrag in der Türkei) sowie den anstehenden Projekten kann die Wiedereröffnung flexibel gestaltet werden, so dass wir die Oschatz Türkei in den nächsten 2 Jahren wieder erfolgreich an den Start bringen werden und damit unsere getätigte Investitionen sichern können. Zur Verstärkung unseres Vertriebs sowie für die notwendigen Zertifizierungen für neue Projekte auf dem russischen Markt sowie den angrenzenden Märkten haben wir im Ende 2014 eine eigene Vertriebs-Tochtergesellschaft in St. Petersburg (OOO Oschatz) gegründet. Um unsere Wertschöpfungskette deutlich auszubauen ist es uns geglückt im Bereich der Filtertechnik Know-How zu generieren. Durch die Übernahme von 18 Mitarbeitern der Gesellschaft Paul Wurth Umwelttechnik GmbH konnten wir dieses Know-How erwerben. Seit Januar 2015 haben wir diese Mitarbeiter in einer eigenständigen Tochtergesellschaft (Oschatz Filtertechnik GmbH & Co. KG, Essen) in die Oschatz Gruppe integriert. Damit investiert die Oschatz GmbH auch weiterhin sukzessive in ihr Wachstum und in ihre globale Ausrichtung. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Marktsituation ist in den letzten Jahren durch Konzentration des Einkaufs unserer Kunden gekennzeichnet. Wir begegnen dieser Entwicklung durch innovative Produkte, ein hohes Maß an Qualität, Flexibilität und Verlässlichkeit. Hinzu kommt, dass unsere Produktpalette sich auf mehrere Branchen erstreckt. 2. Geschäftsverlauf Zukunftsorientiert haben wir zum 1. April 2014 den geplanten Generationenwechsel in unserem Familienunternehmen vollzogen. Herr Dr. Hans-Jürgen Schrag hat die Geschäftsführung an seinen Sohn Herrn Dr. Jan-Christopher Schrag und an Herrn Andreas Albrecht übergeben. Beide waren erfahrene und langjährige Prokuristen im Unternehmen. Zur weiteren Unterstützung und um einen gleitenden Übergang zu garantieren steht Herr Dr. Hans-Jürgen Schrag weiterhin als Berater dem Unternehmen zur Seite. Die Projektsituation der Kunden für verfahrensoptimierende Technologie in den Bereichen Nichteisentechnologie und Chemie sowie die Bereitschaft zur Durchführung von Erneuerungsinvestitionen hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Die Nachfrage nach alternativen Energiequellen und den damit verbundenen Großanlagen (Turn-Key Anlagen) gestaltet sich jedoch weiterhin schwierig. Von der Seite der Kunden werden einige Investitionen in diesem Bereich zunächst noch herausgezögert. Es ist uns aber gelungen im vierten Quartal 2014 einen Großauftrag zur Einrichtung einer (Turn-Key) Biomasse Verbrennungsanlage in der Türkei zu gewinnen. Wir weisen im Geschäftsjahr 2014 niedrigere Umsatzerlöse 69,6 Mio. € aus als im Vorjahr (Vorjahr: 92,9 Mio. €), da in den ersten Quartalen des abgelaufenen Geschäftsjahres der erwartete Auftragseingang ausblieb und erst zum Ende des Jahres wieder anzog. OSCHATZ hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein deutlich negatives Ergebnis erwirtschaftet. Der Jahresfehlbetrag liegt bei -4,9 Mio. €. In diesem Ergebnis sind aber zwei Sondereffekte enthalten. Zum einen gab es einen Mehrpreis seitens unserer Tochtergesellschaft aus China, welches das Betriebsergebnis belastet. Zum anderen haben wir eine deutliche Abwertung unserer Forderungen gegenüber der Oschatz Enerji A.S in der Türkei, die wir im Jahr 2015 wiedereröffnet haben, in Höhe von 3 Mio. € vorgenommen. Diese Abwertung teilt sich auf Wertberechtigung auf Forderungen in Höhe 2,1 Mio. € und in außerplanmäßige Abschreibung der Ausleihung in Höhe von 0,9 Mio. €. Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2014 von 72,2 Mio. € liegt zwar unter dem des Vorjahres (Vorjahr: 77,2 Mio. €), ist jedoch vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Lage der Stahlindustrie in Deutschland, Europa und der Welt hoffnungsvoll. Das Rohergebnis im Berichtsjahr ist gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Es liegt bei 23,1 Mio. € (Vorjahr: 31,1 Mio. €). Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von 1.334 T€ auf -492 T€ verschlechtert. Dies liegt unter anderem am Rückgang der Beteiligungserträge und der Abwertung des Darlehens gegenüber der Oschatz Enerji A.S. (Türkei). 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft und unserer globalen Aufstellung der Oschatz-Gruppe in den Ländern: Tschechien, Türkei, Dänemark, China, Großbritannien, Australien, Singapur und Deutschland. a) Ertragslage Unsere Ergebnisschwerpunkte lagen im Berichtsjahr im Bereich der Stahlindustrie sowie in der Chemieindustrie. OSCHATZ konnte neue Kunden in neuen Ländern gewinnen. Der Umsatz in 2014 ist zurückgegangen und zwar von 92,9 Mio. € (Vorjahr) auf 69,6 Mio. €, wobei der größte Umsatz mit 19,1 Mio. € ein Auftrag mit Korea Zinc war. Korrespondierend zu dem Rückgang des Umsatzes ist der Materialaufwand von 66,4 Mio. (Vorjahr) auf 42,8 Mio. in 2014 zurückgegangen. Die Auswirkung der oben genannten Personalmaßnahmen wirkt sich teilweise bereits durch den Rückgang des Personalaufwands von 16,8 Mio. € (Vorjahr) auf 13,6 Mio. € in 2014 aus. Für das Jahr 2015 erwarten wir einen steigenden Auftragseingang. Der Auftragseingang bis Ende Februar 2015 lag bei 21,1 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €). b) Finanzlage Kapitalflussrechnung
Unsere Finanzlage ist als solide zu bezeichnen. Die nach der Prüfung freigegebenen Eingangsrechnungen werden innerhalb der Zahlungsfristen beglichen. Die Forderungen werden, soweit alle kaufmännischen und technischen Voraussetzungen erfüllt sind, auch innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Das gezeichnete Kapital in Höhe von 20,25 Mio. € bleibt trotz des erheblichen Verlusts im Berichtsjahr unangetastet. Damit geht zwar in diesem schwierigen Jahr das Eigenkapital zurück, bleibt aber aufgrund den in den letzten Jahren von den Gesellschaftern der Oschatz GmbH immer wieder beschlossenen Kapitalerhöhungen auf recht hohem Niveau. Damit sichert die Oschatz GmbH auch weiterhin ihre Finanz- und Liquiditätslage um eventuelle zukünftige Marktherausforderungen und den damit verbundenen Investitionsbedarf begegnen zu können. Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2014 aus operativem Cash-Flow (u.a. Abnahme der Forderungen) finanziert. Mit sämtlichen Finanzpartnern gilt weiterhin die Vereinbarung, dass die Darlehen und Avale ohne eine Hinterlegung eingeräumt werden. Zum Jahresende betrug der Avalrahmen 111,3 Mio. €. Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Fertigstellung der großen Aufträge sowie der langfristigen Finanzierung der Investitionen wieder verbessert. c) Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist nach wie vor gut. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Zur Absicherung unserer langfristigen Investition in der Türkei hat die Oschatz GmbH einige langfristige Darlehen in den Vorjahren aufgenommen. Am Ende des Berichtsjahres betrug die Summe aller Darlehen 8 Mio. € (Vorjahr: 9,7 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt 32,8 % nach 35,8 % im Vorjahr. 4. Qualitäts- und Informationsindikatoren Die Oschatz GmbH ist nach den international anerkannten Normforderungen der ISO 9001: 2008 (Qualität) und der SCC (Arbeitssicherheit - Montage) zertifiziert. Die Sicherung der Qualität in den Tochtergesellschaften ist durch das Verbundzertifikat ISO 9001: 2008 und ASME S u. U-stamp sowie ISO 3834 und andere diverse Zertifikate zum weltweiten Export von Oschatz-Produkten gewährleistet. Die Gesellschaft arbeitet mit einem geschlossenen Auftragsmanagementsystem mit vernetzten Modulen. Das Finanzmodul ist entsprechend der Anforderungen der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung zertifiziert. Auch weiterhin arbeitet die Oschatz GmbH an Optimierungen ihrer Abläufe, damit mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig identifiziert werden können. Deshalb sind weitere organisatorische Maßnahmen zur Verbesserung der internen Abläufe getroffen worden. III. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. IV. PrognoseberichtUm die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin in Zukunft die Kundenakquise durch Verstärkung unseres Vertriebs forcieren. Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Die Anlagenbranche bietet ein großes Wachstumspotential. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch Tochtergesellschaften in der Türkei, China und der tschechischen Republik, Partnerschaften und Vertriebskooperationen. Aufgrund des Auftragsbestands Ende Februar 2015 in Höhe von 91,6 Mio. € und den zu erwartenden neuen Auftragseingängen erwarten wir im Geschäftsjahr 2015 eine um etwa 5 % steigende Betriebsleistung. Bei Auftragsreichweiten zwischen 12 und 24 Monaten wird sich diese positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2015 noch nicht im Umsatz niederschlagen. Das Ergebnis vor Steuern wird sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2014, welches durch Sondereffekte belastet war, deutlich verbessern. Für das Geschäftsjahr 2015 rechnen wir mit einem ausgeglichenen bis leicht positiven Ergebnis vor Steuern. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. V. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungDurch die Wiedereröffnung der Oschatz Enerji A.S. im Januar 2015 mit einem neuen Personalkonzept und effizienteren Kostenstrukturen gehen wir für 2015 von einer deutlich besseren Wettbewerbsposition aus. Der Auslastungsplanung 2015 für die türkische Fertigungsstätte liegen neben bereits akquirierten Aufträgen auch in der Angebotsphase befindliche Projekte zu Grunde. Die Oschatz GmbH sieht sich aufgrund einer bisher erfolgreichen Nischenstrategie für Spezialtechnologie gut im Markt positioniert. Durch ein weltweites Vertriebsnetz sowie eine weltweit gute Nachfrage nach unserem Produktsortiment ist die Oschatz GmbH auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Insbesondere die Positionierung im Bereich der Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien ermöglicht der Oschatz GmbH weitere Entwicklungen. Aber auch in unseren klassischen Sektoren der Stahl- und Chemieindustrie wird es weiterhin weltweite Investitionstätigkeiten geben. Die wesentlichen Risiken wurden im Berichtszeitraum analysiert. Risiken aus der Auftragsabwicklung können sich insbesondere aus längerfristig laufenden Festpreisaufträgen ergeben, sofern sich während der Vertragslaufzeit Änderungen in der Kalkulation ergeben. Weiterhin ist OSCHATZ meist vertraglich verpflichtet, Leistungs- und Termingarantien abzugeben. Sofern garantierte Leistungen oder Termine nicht erreicht beziehungsweise überschritten werden, können sich nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft ergeben. Solche Risiken werden durch eine permanente Verfolgung der Aufträge mittels eines mitlaufenden Reportings identifiziert. Darüber hinaus hat das Unternehmen einige Schritte für ein technisches Controlling zur rechtzeitigen Erkennung von notwendigen Steuerungsmaßnehmen umgesetzt. Währungs- oder Ausfallrisiken bei unserem internationalen Geschäft werden von uns dadurch begrenzt, dass wir fast ausschließlich in Euro fakturieren bzw. Geschäfte in wirtschaftlich unsicheren Regionen gegen Vorauszahlung oder Akkreditiv abschließen. Ansonsten sind über die normalen Geschäftsrisiken hinaus der Geschäftsführung des Unternehmens keine wirtschaftlichen und rechtlichen Bestandsgefährdungspotentiale für die Oschatz GmbH bekannt.
Essen, 27. März 2015 Oschatz GmbH gez. Dr. Jan-Christopher Schrag, Geschäftsführer gez. Andreas Albrecht, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Oschatz GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 30. März 2015 S·K·
Prof. Dr. K. Schwantag Dr. P. Kraushaar GmbH
Lothar Boelsen, Wirtschaftsprüfer ppa. Christoph Maaß, Wirtschaftsprüfer Ergänzende Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29. April 2015 festgestellt. |
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