Master Data

Registry
Register court Freiburg HRB 471520
Registered
4/11/1994
Industry
Rental and leasing of railroad vehiclesOperation of railroad infrastructureRepair and maintenance of railway locomotives and rolling stock / railway vehicles
Purpose
Gegenstand geändert; nun: Sicherungsleistungen zur Sicherung von Arbeitskräften zur Abwendung der Gefahren aus dem Eisenbahnbetrieb bei Arbeiten in Gleisbereichen der DB AG, sowie anderer Verkehrsunternehmen/Nebenbahnen und Dritter im Gleisbereich tätiger Unternehmen. Insbesondere zur Abwendung von Gefahren, die von bewegten Schienenfahrzeugen ausgehen, sowie bauaffinen Dienstleistungen und Winterdienstleistungen. Die Dienstleistungen werden in Süd- und Ostdeutschland über eine andere oder mehrere Geschäftsstellen angeboten. Darüber hinaus werden Sicherungssysteme bundesweit und im Ausland angeboten und vermietet.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Silvio Kaatzke
since 3/13/2020
Managing Director

Beneficial Owners

Beneficial owner data is only accessible to registered users.

Shareholders

3 shareholders

GmbH structure

2 of 3 shown

Pfeil gewerbliche Vermögensverwaltungsgesellschaft GbR
Germany
€26,000
50.00%
Germany
€20,500
39.42%

Holdings

NameOwnership
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Pfeil Sicherung GmbH

Gengenbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31.12.2024

der Pfeil Sicherung GmbH

AKTIVA

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31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 128.201,00 94.434,00
II. Sachanlagen 6.968.290,55 5.115.848,59
III. Finanzanlagen 586.083,16 355.734,16
7.682.574,71 5.566.016,75
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 15.570,05 15.517,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.934.456,13 11.626.318,59
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.911.719,46 2.679.004,94
17.861.745,64 14.320.841,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 197.857,73 100.076,97
Summe Aktiva 25.742.178,08 19.986.935,17

PASSIVA

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31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Satzungsmäßige Rücklagen 3.591.020,90 2.875.992,78
III. Bilanzgewinn 10.948.408,90 8.088.295,84
14.591.429,80 11.016.288,62
B. Rückstellungen 5.473.478,46 3.711.150,50
C. Verbindlichkeiten 5.670.269,82 5.236.496,05
D. Passive latente Steuern 7.000,00 23.000,00
Summe Passiva 25.742.178,08 19.986.935,17

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024

der Pfeil Sicherung GmbH

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2024 2023
EUR EUR
1. Rohergebnis 40.226.038,89 31.444.450,63
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -18.115.327,13 -14.018.722,82
-3.628.989,78 -2.814.329,77
-21.744.316,91 -16.833.052,59
3. Abschreibungen -1.889.228,58 -1.501.069,34
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.428.733,13 -5.113.360,07
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.543,75 11.348,10
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen -16.674,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.637,11 -11.445,21
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -2.956.491,74 -2.339.972,74
9. Ergebnis nach Steuern 7.207.501,17 5.656.898,78
10. sonstige Steuern -57.219,99 -53.710,11
11. Jahresüberschuss 7.150.281,18 5.603.188,67
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.088.296,43 5.847.020,38
13. Einstellung in die satzungsmäßigen Rücklagen -715.028,12 -560.318,87
14. Ausschüttungen -3.575.140,59 -2.801.594,34
15. Bilanzgewinn 10.948.408,90 8.088.295,84

Anhang zum 31.12.2024

der Pfeil Sicherung GmbH

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

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Firmenname laut Registergericht: Pfeil Sicherung GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Gengenbach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg
Register-Nr.: HRB 471520

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 € wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2a EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit einem Festwert angesetzt, welcher im Berichtsjahr beibehalten werden konnte. Die Veränderung betrifft Währungskursveränderungen im Zusammenhang mit dem Festwert der Betriebsstätte Schweiz.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem nachfolgenden Anlagespiegel hervor. Er entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Angaben und Erläuterungen zu den Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen Personalkostenrückstellungen in Höhe von 2.700 TEUR (Vorjahr: 2.247 TEUR), Gewährleistungsrückstellungen 46 TEUR (Vorjahr: 95 TEUR) und Rückstellung für Verwaltungskosten für noch nicht erstellte aber im Gewinn berücksichtigte Rechnungen in Höhe von 233 TEUR (Vorjahr: 281 TEUR) enthalten.

Verbindlichkeitenspiegel

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Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2024 Gesamtbetra davon mit einer Restlaufzeit
kleiner 1 J. 1 bis 5 J. größer 5 J.
TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 585,7 585,7 0,0 0,0
gegenüber Gesellschaftern 3.275,1 3.275,1 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.809,5 1.809,5 0,0 0,0
Summe 5.670,3 5.670,3 0,0 0,0

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten des Vorjahres waren durch Sicherungsübereignungen von Kraftfahrzeugen und technischer Ausrüstung abgesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Angabe zu den Restlaufzeitvermerken

Die Laufzeiten sind im oben dargestellten Verbindlichkeitenspiegel angegeben. Es bestehen - wie im Vorjahr - keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre.

Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 3.275.140,59 (Vorjahr: EUR 2.501.594,34).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB:

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EUR
Mietverträge Immobilien 3.353.865,97
Leasingverträge BGA und Kfz 140.706,17

Aus Vereinfachungsgründen wurden die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nicht abgezinst.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode gemäß § 267 Abs. 5 HGB wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 319 (Vorjahr: 307) Arbeitnehmer beschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Silvio Kaatzke geführt. Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Im Zeitpunkt der Berichtserstellung war Herr Silvio Kaatzke alleiniger Geschäftsführer.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Nach Abzug der satzungsgemäßen Zuführung zur Rücklage, der satzungsgemäß durchzuführenden Gewinnausschüttung und der bereits vor dem Bilanzstichtag beschlossenen Gewinnausschüttung soll der Bilanzgewinn in Höhe von 10.948.408,90 EUR auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Gengenbach, den 30. Mai 2025

Silvio Kaatzke

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2024

der Pfeil Sicherung GmbH

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
31.12.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 138.115,31 80.028,00 15.853,50 0,00 202.289,81
2. Geschäfts- oder Firmenwert 309.000,00 0,00 0,00 0,00 309.000,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 447.115,31 80.028,00 15.853,50 0,00 511.289,81
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 7.736.449,13 2.040.744,70 0,00 0,00 9.777.193,83
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.526.116,66 1.787.768,03 610.038,57 114.340,85 8.818.186,97
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 145.223,04 58.013,46 88.895,65 -114.340,85 0,00
Summe Sachanlagen 15.407.788,83 3.886.526,19 698.934,22 0,00 18.595.380,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 41.675,00 0,00 0,00 0,00 41.675,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 313.809,16 247.023,00 0,00 0,00 560.832,16
3. Genossenschaftsanteile 250,00 0,00 0,00 0,00 250,00
Summe Finanzanlagen 355.734,16 247.023,00 0,00 0,00 602.757,16
Summe Anlagevermögen 16.210.638,30 4.213.577,19 714.787,72 0,00 19.709.427,77
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Abschreibungen (kumuliert)
31.12.2023 Abschreibung lfd. Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.682,31 34.765,00 4.357,50 0,00 74.089,81
2. Geschäfts- oder Firmenwert 308.999,00 0,00 0,00 0,00 308.999,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 352.681,31 34.765,00 4.357,50 0,00 383.088,81
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 5.037.267,83 862.881,20 0,00 0,00 5.900.149,03
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.254.672,41 991.582,38 519.313,57 0,00 5.726.941,22
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 10.291.940,24 1.854.463,58 519.313,57 0,00 11.627.090,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 16.674,00 0,00 0,00 16.674,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 16.674,00 0,00 0,00 16.674,00
Summe Anlagevermögen 10.644.621,55 1.905.902,58 523.671,07 0,00 12.026.853,06
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Buchwert
31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.200,00 94.433,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 128.201,00 94.434,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 3.877.044,80 2.699.181,30
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.091.245,75 2.271.444,25
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 145.223,04
Summe Sachanlagen 6.968.290,55 5.115.848,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.001,00 41.675,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 560.832,16 313.809,16
3. Genossenschaftsanteile 250,00 250,00
Summe Finanzanlagen 586.083,16 355.734,16
Summe Anlagevermögen 7.682.574,71 5.566.016,75

Lagebericht 2024

1. Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell und Zweigniederlassungen

Die Pfeil Sicherung GmbH mit Sitz in Gengenbach ist ein mittelständisches Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Sicherung von Gleisbaustellen gegen die Gefahren aus dem Eisenbahnbetrieb. Die Dienstleistungen der Pfeil Sicherung GmbH umfassen die Sicherungsplanung, Sicherungsleistungen, bauaffine Dienstleistungen, Schallschutz sowie Winterdienste.

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Gengenbach über sechs unselbständige Niederlassungen in

Allstedt

Bingen

Königsbrunn

Obertraubling

Stutensee

Wiedemar

Aktuell beschäftigt die Pfeil Sicherung GmbH insgesamt 380 Mitarbeiter.

b) Forschung und Entwicklung

Im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stand auch 2024 die kontinuierliche Erhöhung der Sicherheit auf Gleisbaustellen durch den Einsatz technischer Hilfsmittel. Ziel ist es, durch Automatisierung manuelle Maßnahmen zu reduzieren und Sicherheitsstandards zu erhöhen. Der Bereich Forschung & Entwicklung wurde weiter gestärkt.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2024 erneut von erheblichen Herausforderungen geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte im Jahresverlauf weitgehend. Nach einem Rückgang von -0,3 % im Jahr 2023 verzeichnete die deutsche Wirtschaft 2024 erneut ein Minus von -0,2%. Damit schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt zwei Jahre in Folge, was zuletzt in den Jahren 2002 und 2003 der Fall war. Der private Konsum erholte sich nur schleppend, die Investitionsneigung der Unternehmen blieb aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten und hohen Finanzierungskosten auf niedrigem Niveau.

Belastet wurde die wirtschaftliche Entwicklung insbesondere durch weiterhin hohe Energiepreise, die trotz temporärer Entspannung auf einem im Vergleich zu Vor-Corona- Zeiten erhöhten Niveau verharren. Die Inflationsrate lag im Durchschnitt bei 4,1 %, wobei sich insbesondere die Dienstleistungs- und Baupreise weiterhin dynamisch entwickelten. Der EZB-Leitzins wurde bis Mitte 2024 auf dem hohen Niveau von 4,5 % gehalten, was sich bremsend auf Investitionen und Kreditaufnahmen auswirkte.

Im Baugewerbe, einem für unsere Branche besonders relevanten Sektor, wurde 2024 erneut ein Rückgang der Bauinvestitionen verzeichnet. Laut dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie schrumpfte das Bauvolumen inflationsbereinigt um rund 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen war der private Hochbau, während der öffentliche Bereich - insbesondere Infrastrukturprojekte - stabil bis leicht wachsend blieb. Die Nachfrage nach baunahen Dienstleistungen im Bereich des Schienenverkehrs zeigte sich dabei vergleichsweise robust.

Trotz der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage hält die Bundesregierung weiterhin an ihrem strategischen Ziel fest, den Schienenverkehr als zentrale Säule der Verkehrswende auszubauen. Mit der Einigung auf eine Grundgesetzänderung wurde im Frühjahr 2025 ein bedeutender Impuls für die Infrastrukturpolitik gesetzt: Ein neuer Kreditrahmen in Höhe von bis zu 500 Milliarden Euro soll in den kommenden Jahren zusätzliche Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Klimaschutz ermöglichen.

Diese Entscheidung wird von der Bauwirtschaft als wichtiger Schritt begrüßt, da sie neue finanzielle Spielräume schafft. Allerdings besteht hinsichtlich der konkreten Umsetzung und Mittelverteilung noch erhebliche Unsicherheit. Weder die Verfügbarkeit noch die zeitliche Staffelung dieser Mittel ist abschließend geklärt, und viele Details hängen von noch zu treffenden politischen und haushalterischen Entscheidungen ab.

Für das laufende Jahr 2025 sind die Mittelbedarfe zur Erhaltung und Modernisierung der Schieneninfrastruktur laut aktueller Haushaltsplanung jedoch weitgehend gedeckt. Vorgesehen sind:

Ersatzinvestitionen: 9,4 Mrd. €

Instandhaltung: 4,7 Mrd. €

Bedarfsplan-Investitionen: 3,1 Mrd. €

Digitalisierung („Digitale Schiene“): 1,4 Mrd. €

Damit steht der Branche für 2025 eine belastbare Finanzierung zur Verfügung. Zusätzlich wurde mit der erstmals veröffentlichten Vergabevorschau 2025/2026 der DB InfraGO AG ein wichtiges Signal für bessere Planbarkeit und Transparenz gesetzt - insbesondere für mittelständische Bauunternehmen.

Weitere Impulse werden durch die angekündigten Maßnahmen zum Bürokratieabbau, zur Vereinfachung der Vergabeverfahren sowie durch die Entwicklung eines Investitionsrahmenvertrags erwartet, der überjährig verlässliche Bedingungen für langfristige Infrastrukturprojekte schaffen soll.

Vor diesem Hintergrund bleiben die Rahmenbedingungen für Unternehmen wie die Pfeil Sicherung GmbH trotz gesamtwirtschaftlicher Stagnation grundsätzlich positiv. Die öffentliche Hand bleibt größter Auftraggeber im Bereich Gleisbau und -sicherung, wobei die Finanzierung langfristig gesichert scheint. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Effizienz, Qualität und technische Ausstattung - was für etablierte Unternehmen mit klaren Standards und hoher Fachkompetenz ein struktureller Vorteil sein kann.

Nicht zuletzt verstärkt die gesellschaftliche Debatte über nachhaltige Mobilität sowie der zunehmende Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft die Notwendigkeit, Prozesse zu automatisieren und innovative Lösungen zur Sicherung von Baustellen zu entwickeln. In diesem Umfeld kann die Pfeil Sicherung GmbH mit ihrer strategischen Ausrichtung, ihren Investitionen in Technik sowie ihrer personellen Stabilität entscheidende Wettbewerbsvorteile realisieren.

b) Geschäftsverlauf und Lage

Ertragslage

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf

Umsatzentwicklung,

Materialaufwand und -quote,

Personalaufwand und -quote,

EBITDA und

Jahresüberschuss

Der Umsatz konnte im Berichtsjahr von 35.029 TEUR um 7.291 TEUR auf 42.320 TEUR gesteigert werden. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Mitarbeiterzahl, die konstant hohen Verrechnungspreise sowie ein daraus resultierendes gesteigertes Auftragsvolumen zurückzuführen.

Der Materialaufwand für Fremdleistungen durch Nachunternehmer verringerte sich im selben Zeitraum um 1.223 TEUR auf 2.943 TEUR. Infolgedessen sank die Materialaufwandsquote von 11,9 % auf 7,0 %.

Diese Reduktion resultiert aus einer signifikanten Steigerung der Personalstärke und einer verbesserten, standortübergreifenden Planung, wodurch der Einsatz von Subunternehmern reduziert werden konnte.

Im Geschäftsjahr 2024 stieg der Personalaufwand der Pfeil Sicherung GmbH von 16.833 TEUR auf 21.744 TEUR, was einer Erhöhung um 4.911 TEUR entspricht. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich entsprechend von 48,1 % im Jahr 2023 auf 51,4 % im Jahr 2024. Diese Entwicklung spiegelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens wider, vermehrt auf eigene Kapazitäten zu setzen und die Abhängigkeit von externen Nachunternehmern gezielt zu verringern.

Die Pfeil Sicherung GmbH konnte ihre Ertragskraft im Jahr 2024 weiter deutlich ausbauen. Das EBITDA stieg um 2.552 TEUR auf 11.996 TEUR, während sich der Jahresüberschuss um 1.547 TEUR auf 7.150 TEUR erhöhte. Diese Entwicklung unterstreicht die operative Effizienz und wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens.

Vermögens- und Finanzlage

Bei Investitionen in Höhe von 4.214 TEUR betrugen die Abschreibungen 1.906 TEUR und die Restbuchwertabgänge 191 TEUR. Hierdurch hat sich das Anlagevermögen von 5.566 TEUR um 2.117 TEUR auf 7.683 TEUR erhöht. Die im Berichtsjahr getätigten Investitionen waren im Wesentlichen der Ersatz bzw. Erweiterung des Fuhrparks, die Ausweitung bzw. Austausch bestehender Technik.

Die liquiden Mittel haben sich von 2.679 TEUR um 2.233 TEUR auf 4.912 TEUR erhöht. Die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Sämtliche anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets und regelmäßig unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen erfüllt.

Die Eigenkapitalquote hat sich von 55,1 % um 1,6 Prozentpunkte auf 56,7 % erhöht.

Unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage im Geschäftsjahr wurde durch eine solide Auftragslage positiv beeinflusst und konnte ergebnistechnisch erfolgreich genutzt werden. Die Vermögens- und Finanzlage schätzen wir aufgrund der überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote und dem relativ hohen Bestand an liquiden Mittel als sehr gut ein.

3. Voraussichtliche Entwicklung

Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Pfeil Sicherung GmbH mit einer insgesamt stabilen Entwicklung. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt herausfordernd: Nach zwei Jahren mit rückläufigem Bruttoinlandsprodukt wird für 2025 lediglich ein geringes Wachstum von 0,1 % bis 0,3 % erwartet. Belastend wirken die strukturellen Probleme wie der Fachkräftemangel und eine hohe regulatorische Komplexität. Trotz dieser Rahmenbedingungen bleibt die Nachfrage im Bereich der Gleisbausicherung stabil. Die Bundesregierung hält an ihrem Ziel fest, den Schienenverkehr als zentralen Bestandteil der Verkehrswende auszubauen. Im Bundeshaushalt 2025 sind erneut erhebliche Mittel für die Schieneninfrastruktur vorgesehen, darunter Investitionen in Digitalisierung und Modernisierung.

Die Pfeil Sicherung GmbH plant, durch gezielte Investitionen in Personal, Technik und Digitalisierung ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken. Steigende Personal- und Materialkosten werden durch eine kontinuierliche Optimierung der internen Prozesse und eine Anpassung der Verrechnungspreise kompensiert.

4. Chancen- und Risikobericht

Risikopolitik

Die Geschäftsprozesse der Gesellschaft sind in verschiedenen Bereichen einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln und der Geschäftstätigkeit verbunden sind und sich trotz aller Fürsorge und Sorgfalt nicht vollständig eliminieren bzw. ausschließen lassen.

Branchenspezifische Risiken

Die Risiken der künftigen Entwicklung der Gesellschaft sind in den sehr zyklischen Marktentwicklungen bzw. Investitionen in den Erhalt und Ausbau des Schienennetzes zu sehen. Die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene wird überall befürwortet. Auf der anderen Seite steht die Bundesregierung vor außerordentlichen Herausforderungen aufgrund der angespannten Lage der Bundesfinanzen. Die strukturellen Versäumnisse der Vergangenheit, die sich weiter verschärfen, treffen auf neue Probleme.

Die Pfeil Sicherung GmbH sieht sich einem zunehmend intensiven Wettbewerb im Bereich der Gleisbausicherung gegenüber. Neben etablierten Mitbewerbern drängen vermehrt neue Anbieter in den Markt, die teilweise mit aggressiven Preisstrategien operieren. Diese Entwicklung führt zu Margendruck und einem intensiveren Preiswettbewerb, der eine klare Positionierung über Qualität, Zuverlässigkeit und Fachkompetenz erforderlich macht.

Gewährleistungs- und Haftungsrisiken

Das Gewährleistungsrisiko ist aufgrund der branchenspezifischen Ausrichtung der Gesellschaft ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements. Dies verlangt eine sehr intensive und sorgfältige Betrachtung der entsprechenden Sachverhalte und Projekte. Durch die Intensivierung der Qualitätssicherungsmaßnahmen, Standardisierungen von Abläufen und intensive Schulungen wird versucht diesen Risikofeldern bereits in der frühen Phase der Entstehung wirksam zu begegnen.

Für die bekannten Gewährleistungsrisiken wurden Einzelgewährleistungsrückstellungen in ausreichendem Umfang gebildet.

Zahlungsausfallrisiken

Neben dem straffen Mahnwesen und Risikomanagement ist das Risiko von Forderungsausfällen auch durch die namhafte und überschaubare Kundenstruktur, minimiert.

Durch ein striktes Regelwerk wird das Forderungsausfallrisiko identifiziert. Im Ergebnis sind die Forderungsausfälle in den vergangenen Jahren äußerst gering. Für erkennbare Risiken aus dem Forderungsbestand werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Im Berichtsjahr war keine Einzelwertberichtigung erforderlich. Für das allgemeine Delkredererisiko wurde eine entsprechende buchhalterische Vorsorge durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen getroffen.

Inflation

Aufgrund der anhaltenden Preissteigerungen in der Bau- und Dienstleistungsbranche sieht sich die Pfeil Sicherung GmbH weiterhin mit erheblichen Kostenbelastungen konfrontiert.

Zwar hat sich die Inflationsrate in Deutschland im Jahr 2025 auf etwa 2,2 % stabilisiert, jedoch bleiben die Preise auf hohem Niveau.

Diese Entwicklungen erfordern eine kontinuierliche Anpassung unserer Kalkulationsansätze sowie eine regelmäßige Überprüfung bestehender Verträge, insbesondere im Hinblick auf Preisgleitklauseln. Ziel ist es, die gestiegenen Kosten angemessen in den Verrechnungspreisen gegenüber unseren Auftraggebern zu berücksichtigen, um die wirtschaftliche Stabilität unseres Unternehmens zu sichern.

Die Geschäftsführung beobachtet die Marktentwicklungen aufmerksam und passt die internen Prozesse entsprechend an, um flexibel auf weitere Preisveränderungen reagieren zu können. Durch diese Maßnahmen streben wir an, die Qualität unserer Dienstleistungen auf hohem Niveau zu halten und gleichzeitig wirtschaftlich effizient zu agieren.

Gesamtrisikoeinschätzung

Unter Berücksichtigung aller Faktoren - einschließlich des zunehmenden Wettbewerbsdrucks durch neue Marktteilnehmer - und nach Bewertung der jeweils getroffenen Einzelmaßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -minimierung, kommen wir zu der abschließenden Beurteilung, dass mit derzeitigem Kenntnisstand keine zusätzlichen, wesentlichen und bewertbaren Risiken vorliegen, die zu einer deutlichen und dauerhaften Beeinträchtigung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzsituation der Gesellschaft führen könnten.

Chancen

Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für das Geschäftsfeld bleiben gut. Die öffentliche und politische Unterstützung für eine Verkehrswende zugunsten der Schiene ist intakt. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch den Einsatz technischer Systeme zur teilautomatisierten Sicherung, was nicht nur zur Erhöhung der Sicherheit, sondern auch zur besseren Planbarkeit und Ressourcennutzung beiträgt.

Die Digitalisierung betrieblicher Abläufe, etwa bei der Einsatzplanung und Dokumentation, wird mittelfristig zu Effizienzgewinnen führen.

 

Gengenbach, den 17.04.2025

gez. Silvio Kaatzke

Bestätigungsvermerk

In den veröffentlichten, verkürzten Jahresabschluss haben wir die größenabhängigen Erleichterungen bei der Offenlegung nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat unser Abschlussprüfer den nachfolgend wiedergegebenen Bestätigungsvermerkt erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pfeil Sicherung GmbH,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pfeil Sicherung GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pfeil Sicherung GmbH vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden, sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Offenburg, den 30. Mai 2025

Dehmer audit & tax Offenburg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

JUDr. Hans Holger Dehmer, Wirtschaftsprüfer

Patrick Ludwig, Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

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