Procar Automobile GmbHLiquidated
42109 Wuppertal, DEUMaster Data
Basic information of the organization
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Oliver Dipl.-Kfm. Bussick since 7/21/2008 | Managing Director |
Heiko Emde since 3/25/2003 | Managing Director |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
Ruhrland Automobile AG & Co. KG | 100.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Procar Automobile GmbHWuppertalJahresabschluss zum 30.09.2007Lagebericht1. Wirtschaftliches Umfeld und RahmenbedingungenIm ersten Halbjahr 2007 befand sich die Weltwirtschaft weiterhin auf Expansionskurs. Trotz einiger Belastungsfaktoren, wie die deutlich anziehenden Rohstoff- und Energiepreise und höhere Zinsen, entwickelte sich die weltweite Konjunktur insgesamt positiv. Dämpfend haben sich auch schon in kurzfristiger Betrachtung die Turbulenzen an den Finanzmärkten ausgewirkt. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland lag im zweiten Quartal 2007 weitere 0,4 Prozentpunkte über der im ersten Quartal erreichten Wachstumsrate von 3,6 %. Auch in der Eurozone ist die Wirtschaft solide gewachsen. In den USA gewann die Konjunktur im zweiten Quartal wieder an Stärke. Nachdem sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal 2007 verlangsamt hatte und sich nur um moderate 1,3 % erhöhte, betrug der Anstieg im zweiten Quartal 3,4 %. Für das Gesamtjahr 2007 wurden die Wachstumsprognosen allerdings um 0,2 Prozentpunkte auf 2,0% reduziert. Unverändert dynamisch entwickelten sich die asiatischen Volkswirtschaften. Vor allem in China, wo das Bruttoinlandsprodukt um 11,5 % wuchs, aber auch in Indien waren im ersten Halbjahr 2007 deutliche Zuwächse beim Bruttoinlandsprodukt zu verzeichnen. Auf dem deutschen Fahrzeugmarkt war in den ersten sechs Monaten ein deutlicher Absatzrückgang spürbar. Die Anzahl der Pkw-Neuzulassungen ging im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum um 9,2 % auf 1,6 Mio. Einheiten zurück. Die deutschen Hersteller profitierten ausschließlich von der hohen Nachfrage aus dem Ausland. Die Exporte im ersten Halbjahr 2007 übertrafen den Vorjahresvergleichszeitraum um 12,0 %. Während der Export deutscher Automobile demnach stabil läuft, befindet sich der PKW Inlandsmarkt nach wie vor in einer schwachen Verfassung. Das letzte Geschäftsjahr war zudem von der intensiven öffentlichen Debatte um den Klimawandel geprägt. Der Co2 Wert eines Fahrzeugs, bis vor einem Jahr noch eine fast unbekannte Größe wurde plötzlich prominenter als die PS-Zahl. Das Automobil, obwohl nur mit 12 Prozent an den gesamten Co2 Emissionen in Europa beteiligt, geriet in den Mittelpunkt der Kritik. Dabei konzentrierte sich die öffentliche Diskussion vor allem auf den deutschen Raum, unsere Nachbarn sind da gelassener. Diese Debatte, der sich Hersteller wie BMW mit integrierten Konzepten (Efficient Dynamics) stellen, gewann heftig an Schärfe. In Summe führte dies zu einer signifikanten Kaufzurückhaltung. Das zeigen auch die jüngsten Zulassungszahlen. Hinzu kommen weitere Faktoren - die Einrichtung von Umweltzonen in Innenstädten, damit verbundene Fahrverbote, Änderungen bei der Pendlerpauschale und nicht zuletzt die hohen Benzinpreise. All das belastet neben den rein ökonomischen Parametern zusätzlich das Mobilitätsverhalten der privaten Haushalte. Die Politik ist nun gefordert, wieder mehr Vertrauen bei den Bürgern durch klare Rahmenbedingungen zu schaffen. Unter diesen Rahmenbedingungen hat sich die Procar Automobile GmbH sehr positiv weiter entwickelt und den Wachstumskurs konsequent fortgesetzt. Im dritten Quartal wurde mit der Integration der 6 Standorte der (ehemaligen) Emde Gruppe begonnen und damit ein bedeutender Schritt auf dem eingeschlagenen Weg, sich im Ruhrgebiet als flächendeckend vertretener, führender Service- und Handelspartner für die Marken BMW und Mini zu positionieren. Der sich daraus ergebene Flächenverbund bringt uns zu deutlichen Einkaufsvorteilen im Gegensatz zu Einzelbetrieben und kleineren Filialbetrieben. Gleichzeitig steigt die Attraktivität für Groß- und Gewerbekunden durch bessere Erreichbarkeit ohne einzelnen Standorten die für Privatkunden wichtige Individualität zu nehmen. Die Aufgabe des eingeführten neuen Führungsmodells in der Gruppe hat die Aufgabe, die Bereiche Vertrieb NA & GA, Service und Teilevertrieb nicht nur bereichsintern, sondern auch bereichsübergreifend optimal aufeinander abzustimmen. Wir wollen und müssen als der kompetente Ansprechpartner vor Ort wahrgenommen werden und unseren Kunden in ihrer jeweiligen Umgebung das gute Gefühl vermitteln, sich mit Procar für den richtigen BMW und Mini Partner entschieden zu haben. Lokale Betrachtung Der Gesamtumsatz der deutschen Automobilindustrie stieg 2007 auf 242 Mrd. Euro. Durch den Ausbau des Produkt- und Markenportfolios der BMW Group und Einführung neuer Modellvarianten wurde das Angebot erweitert. Innerhalb Deutschlands wurde ein Absatzplus der Marke BMW festgestellt. Die auch das Premiumsegment erfassende gesamtwirtschaftliche Entwicklung machte jedoch umfangreiche absatzfördernde Finanzierungsangebote und Verkaufsanreize notwendig. Die politischen Diskussionen über eine deutlich höhere Besteuerung von Dieselfahrzeugen und die steuerpolitisch beeinflusste Entwicklung der Kraftstoffpreise wirkten sich hemmend auf die Inlandsnachfrage, besonders bei hubraumstärkeren Modellen, aus. Die Gebrauchtfahrzeugbestände erhöhten sich im Jahresverlauf und der höhere Bestand wirkte sich dämpfend auf die Preisentwicklung bei gebrauchten Fahrzeugen aus. 2. Unternehmenssituation und GeschäftsverlaufAufträge Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/ 2007 konnten insgesamt 1.628 neue PKW (inkl. Vorführ- und Miet-Pkw) ausgeliefert werden. Der Absatz gebrauchter Fahrzeuge betrug 2.070 Stück. Auftragsbestand Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2006/2007 liegt bei TEUR 9.689 BMW und TEUR 815 für MINI. Diese Werte ermitteln sich aus 271 aktuellen Bestellungen bei BMW und 44 bei MINI mit durchschnittlichen Vertragswerten von 35.700,-- bzw. 18.600,-- Euro. Umsatzerlöse Der Neufahrzeugumsatz im Geschäftsjahr 2006/2007 bei TEUR 33.279. Im Bereich Gebrauchtfahrzeuge (inkl. Vorführ- und Mietfahrzeugen) konnten TEUR 52.369 erreicht werden. Die Bereiche Teilevertrieb und Service konnten TEUR 8.726 und TEUR 5.195 Umsatz erzielen. Personal Im Geschäftsjahr 2006/2007 wurden im Schnitt 239 Mitarbeiter beschäftigt (ohne Geschäftsführer und Aushilfen), davon 33 Auszubildende im Servicebereich und 10 Auszubildende im kaufmännischen Bereich. Das Durchschnittsalter liegt bei 37 Jahre bei einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 7 Jahren. Aufgrund erhöhter zukünftiger Anforderungen an die verschiedenen Berufsbilder fand eine erfolgreiche Zertifizierung der im Kundenverkehr tätigen Personen in den Bereichen Verkauf und Serviceannahme im Rahmen des Schulungsangebotes der BMW AG mit überaus hohen Maßstäben statt. Damit, und mit permanenter Weiterbildung der übrigen Beschäftigten, sind die Weichen für eine erfolgreiche Behauptung im Automobilgeschäft der Zukunft vorwegnehmend gestellt. 3. Vorgänge von besonderer BedeutungIm Laufe des Jahres 2007 formierten sich die Autohäuser der Procar Automobile GmbH und die Betriebe der Emde Gruppe zu einem der schlagkräftigsten BMW Vertragshändler in Deutschland mit 14 BMW Autohäusern, zwei BMW Motorradbetrieben, einem Hyundai Standort und zwei VW/Audi Autohäusern. Zum 30.09.2007 wurden bereits die Betriebe der Bovenkamp GmbH, Wuppertal sowie der Kohlmann GmbH, Sprockhövel durch Betriebsverpachtungsverträge übernommen. Die mit dem Zusammenschluss verbundenen positiven Effekte im Einkauf, bei den Kostenstrukturen und der Bündelung der Managementleistung sind Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Absicherung von Unternehmenserfolg und Arbeitsplätzen der Autohäuser. 4. Darstellung der Lagea) Vermögenslage Die Procar Automobile GmbH erwarb langfristige Anleihen in Höhe von € 6 Mio., die unter den Finanzanlagen gezeigt werden. Zur Hälfte wurden diese Finanzanlagen durch ein Darlehen finanziert. Hintergrund für den Erwerb dieser Finanzanlagen war der Zinsvorteil, der sich aus der Verzinsung der Anleihen im Vergleich zum Darlehen ergibt. Die Fahrzeugbestände und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Berichtsjahr durch die Erweiterung des Unternehmens um die beiden neuen Standorte Bochum und Iserlohn sowie durch den Zugang der beiden ehemaligen Emde Betriebe Bovenkamp und Kohlmann. Korrespondierend dazu stiegen ebenfalls die Verbindlichkeiten gegenüber der BMW AG. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen im Wesentlichen durch die Aufnahme neuer Darlehen. Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten ist auf ein Nachrangdarlehen eines großen Versicherers zurückzuführen. b) Finanzlage Zur Bestandsfinanzierung als auch für das Tagesgeschäft standen ausreichende Linien der BMW Bank GmbH sowie weiterer, zum Teil neu hinzugewonnener Kreditgeber zur Verfügung. Im Jahresverlauf wurden im Hinblick auf die weitere Geschäftsentwicklung zur Verbreiterung der Refinanzierungsbasis, langfristige Mezzanine Mittel in Höhe von T€ 8.000 bereitgestellt Daneben konnte die Liquiditätssituation durch die Bereitstellung eines nachrangigen Darlehens eines großen Versicherers in Höhe von € 10,0 Mio. deutlich verbessert werden. Diese Mittelzuflüsse wurden im Wesentlichen zum Aufbau der neuen Standorte verwandt. Darüber hinaus erhöhten sich die Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft um € 10,0 Mio. Die Finanzlage ist danach unverändert geordnet. Alle erkennbaren Risiken sind auch wie im Vorjahr durch Bildung von Wertberichtigungen und Wertkorrekturen Rechnung getragen worden. Die Procar GmbH konnte im Berichtsjahr einen positiven Cashflow von T€ 93 erwirtschaften, die liquiden Mittel belaufen sich zum Stichtag auf € 1,2 Mio. c) Ertragslage Der Modell-Mix der Neufahrzeuge mit weiteren Modellneuheiten bedingt ein wechselhaftes Verhalten in der Verkaufssteuerung. So müssen auf der einen Seite Erträge darauf verwendet werden, verkaufsstützend für weniger gängige Modelle eingesetzt zu werden. Hier konnten einhergehend mit der gesteigerten Verkaufsförderung des Herstellers die Erträge im Neufahrzeugbereich prozentual auf Vorjahresniveau gehalten werden; im Gebrauchtfahrzeugverkauf konnte aufgrund einer aktiven Marktbeobachtung und eines damit verbundenen disziplinierten Einkaufverhaltens das Vorjahresergebnis ebenfalls gehalten werden. Der Anstieg der Umsatzerlöse um € 37,3 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem Auf- und Ausbau der Vertriebsstandorte. Damit einher geht ein Anstieg des Materialaufwandes. Der Rohertrag stieg um T€ 5.591 auf T€ 15.437 an. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten einen Zuschuss der Muttergesellschaft in Höhe von T€ 2.068 zum Ausgleich von Anlaufverlusten am Standort Bochum. Die erhöhten Zinsaufwendungen wurden durch die Zinserträge aus den Anleihen kompensiert. Das Finanzergebnis konnte somit im Vergleich zum Vorjahr um T€ 38 verbessert werden. Unter Berücksichtigung der mit der Errichtung neuer Standorte einhergehender erhöhter Personal- und Betriebskosten beläuft sich das Betriebsergebnis auf T€ 244. Das Finanzergebnis in Höhe von T€ -948 führt insgesamt zu einem negativen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ -704. Nach Abzug des neutralen Ergebnisses in Höhe von T€ -343 verbleibt ein Jahresfehlbetrag von T€ 1.047. Das Gesamtergebnis vor Ergebnisübernahme betrug insgesamt T€ 1.047. Aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wurde dieser Verlust von der Ruhrland Automobile AG & Co. KG übernommen. 5. Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungDer Preisdruck der Kunden aus der Automobilindustrie bleibt unverändert hoch. Wir haben dennoch mit den anspruchsvollen und innovativen Produkten des Herstellers BMW weiterhin gute Vertriebschancen in attraktiven Märkten einer wirtschaftlich starken Region. Gleichzeitig werden wir durch Weiterentwicklung des After Sales Geschäftes auch dieses Ertragspotenzial erschließen. Mit nachhaltigen Effizienzsteigerungsmaßnahmen und strikter Kostenkontrolle haben wir die Voraussetzungen für eine weitere Umsatz- und Ergebnissteigerung geschaffen. Die solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die langfristigen Kundenbeziehungen lassen eine momentane Bewertung der Gesamtrisikolage als unkritisch zu. 6. RisikomanagementZur Identifikation, Bewertung und Dokumentation wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken verwendet die Procar GmbH ein zentrales Risikomanagementsystem, das durch folgende Prozesse gekennzeichnet ist:
Die Procar GmbH ist nicht in Gerichts- oder Schiedsverfahren verwickelt, die einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten. Wie jedes andere Unternehmen ist auch die Procar Automobile GmbH mit Gewährleistungsansprüchen konfrontiert. Zur Absicherung gegen derartige Ansprüche, insbesondere auf dem Gebrauchtfahrzeugsektor, hat die Procar Automobile GmbH entsprechende Versicherungen wirtschaftlich sinnvoll abgeschlossen. Ebenfalls risikoverringernd wirkt sich der hohe Produktstandard der angekauften Fahrzeuge aus, sowie die ausführlichen Eingangs- und Auslieferungsüberprüfungen der Fahrzeuge. Derzeit sind keine Risiken zu erkennen, die bestandsgefährdend sein könnten, dennoch können Risiken nie vollständig ausgeschlossen werden. 7. NachtragsberichtNach Schluss des Wirtschaftsjahres wurden die übrigen Emde Standorte zunächst im Rahmen der Betriebsverpachtung übernommen. Anschließend wurde die Verschmelzung der Gesellschaften auf die Procar Automobile GmbH beschlossen. Mit Datum vom 18. März 2008 wurde die Verschmelzung im Handelsregister eingetragen. Somit sind alle ehemaligen Emde Standorte rückwirkend zum 01. Oktober 2007 auf die Procar Automobile GmbH verschmolzen worden. Darüber hinaus haben sich keine weiteren wesentlichen Veränderungen der Markt- und Unternehmenssituation ergeben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage gehabt hätten. 8. PrognoseberichtDurch die Integration der Emde Gruppe und die Inbetriebnahme der Standorte Bochum und Iserlohn, die im GJ 07/08 ihr erstes volles GJ haben werden, ist eine deutliche Stärkung der Ertragssituation zu erwarten. So haben wir mittlerweile einen nahezu lückenlosen Gebietsverbund. Hierdurch sind wir in der Fläche Ruhrgebiet ein sehr attraktiver, weil leicht erreichbarer Partner für unsere Kunden. Für das Geschäftsjahr 2007/2008 rechnen wir bei einem Gesamtumsatz in Höhe von EUR 270 Mio. mit einem positiven Ergebnis von rd. TEUR 500. Dabei sind Personalkosten in Höhe von EUR 8,4 Mio. sowie sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von EUR 11,3 Mio. enthalten. Für die Folgejahre rechnen wir mit einem weiteren Umsatzwachstum sowie einer Ergebnissteigerung aufgrund von Synergieeffekten in der Gruppe. Das Geschäftsjahr 2007/2008 hat bereits erfreulich begonnen. So konnten unsere Planzahlen im ersten Halbjahr sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag übertroffen werden.
Bottrop, 29. April 2008 Oliver Bussick Heiko Emde Heinrich Trimbusch BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2007AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2006 bis zum 30. September 2007
Anlagespiegel für 2007
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2006 bis zum 30. September 2007I. Allgemeine Angaben zum AbschlussDer Jahresabschluss der Procar Automobile GmbH, Bottrop, für das Geschäftsjahr 2006/2007 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Da es sich bei dem Vorjahr um ein Rumpfgeschäftsjahr handelt, sind die Werte des Vorjahres nur bedingt vergleichbar. Die Bilanz wurde gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG um den Posten "Forderungen gegen Gesellschafter" und gemäß § 265 Abs. 5 HGB um den Posten "Miet- und Vorführfahrzeuge " erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB um den Posten "Erträge aus Verlustübernahme" erweitert. Die Bezeichnung des Postens "Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" wurde angepasst in "EDV-Software". Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert für den Betrieb in Castrop-Rauxel wurde linear auf die Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Für die Berechnung der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes für den Betrieb in Herne wurde eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Der Geschäfts- oder Firmenwert der Betriebe in Hagen, Hagen-Hohenlimburg und Menden wurde entsprechend der Restlaufzeit der Händlerverträge auf 3 Jahre abgeschrieben. Für den Geschäfts- oder Firmenwert für den Standort Sprockhövel wurde eine Nutzungsdauer von 4 Jahren zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände sowie der entsprechenden steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 410,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,25 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von € 293.333,33 und ein Agio in Höhe von € 400.000 enthalten. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag nach dem Bilanzstichtag darstellen, wurde ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. III. Angaben zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in Anlage 1 zum Anhang dargestellt. Die Forderungen gegen Gesellschafter sind gleichzeitig Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten sind in folgendem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber der BMW Bank GmbH beinhalten Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von € 26.756.814,83 sowie Darlehen, die nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise und zum besseren Einblick in die Finanzlage der Gesellschaft zum Teil als mittelfristig eingeordnet wurden. Es handelt sich um rollierende Kredite im Rahmen von Fahrzeugfinanzierungen, die aufgrund des Rahmenabkommens vom 6./9. September 2002 von der BMW Bank GmbH zur Verfügung gestellt werden und zwischen 15 und 35 Monaten laufen, soweit die durch Kreditvertrag finanzierten Fahrzeuge noch nicht veräußert wurden. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus der Übernahme der Vorräte im Rahmen von Betriebsverpachtungsverträgen. Die Procar Automobile GmbH tilgt die Verbindlichkeiten durch Zahlung an die BMW Bank GmbH mit schuldbefreiender Wirkung für den Verpächter. Die Verbindlichkeiten wurden somit entsprechend der Verbindlichkeiten gegenüber der BMW Bank GmbH aufgeteilt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten aus Fahrzeuglieferungen, die automatisch in eine Fahrzeugfinanzierung der BMW Bank GmbH laufen, solange sie nicht veräußert werden. Unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise und zum besseren Überblick in die Finanzlage der Gesellschaft werden diese Verbindlichkeiten anteilig dem Mittelfristbereich zugeordnet. Abgesichert sind die Verbindlichkeiten gegenüber der BMW Bank GmbH in Höhe von T€ 29.924 durch Sicherungsübereignung der finanzierten Fahrzeuge sowie durch eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft der Ruhrland Automobile AG & Co. KG in Höhe von T€ 13.125. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 3.000 sind durch Verpfändung von Finanzanlagen in Höhe von T€ 6.000 besichert. Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 500 besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft der Ruhrland Automobile AG & Co. KG. Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung gegenüber der Sparkasse Essen für einen Kontokorrentkredit der Sparkasse Essen an die CarGo! Automobile GmbH, Bottrop, über T€ 350. Gegenüber der Volkswagen Bank GmbH wurde eine selbstschuldnerische Bürgschaft für die Ansprüche der Volkswagen Bank GmbH aus der Finanzierung der Vorräte der CarGo! Automobile GmbH, Bottrop, in Höhe von T€ 2.000 übernommen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen, betragen T€ 58.396. Die Verpflichtungen bestehen mit einem Teilbetrag von T€ 16.046 gegenüber dem verbundenen Unternehmen Ruhrland Automobile AG & Co. KG. Desweiteren bestanden zum Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen aus Betriebsverpachtungsverträgen in Höhe von monatlich T€ 38, die aufgrund der Verschmelzung dieser Gesellschaften auf die Procar Automobile GmbH im Januar 2008 weggefallen sind. IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein periodenfremder Ertrag aus der Korrektur der Miete des Vorjahres in Höhe von T€ 120 und ein Zuschuss der Muttergesellschaft zur Deckung von Anlaufverlusten für den Standort Bochum in Höhe von T€ 2.068 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremden Aufwand in Höhe von T€ 463. Der Betrag setzt sich zusammen aus einer Abstandszahlung für Abnahmeverpflichtungen (T€ 189), der Bonusendabrechung der BMW AG (T€ 177) und Forderungsausfällen (T€ 93). V. Sonstige AngabenIm Jahresdurchschnitt wurden 63 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 50) und 133 Angestellte (Vorjahr: 122), insgesamt 196 Mitarbeiter ohne Aushilfen und Auszubildende (Vorjahr: 172), beschäftigt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ruhrland Automobile AG & Co. KG, Essen, einbezogen. Im Geschäftsjahr 2006/2007 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch die Geschäftsführer:
Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder gemeinsam mit einem Prokuristen. Sie sind berechtigt im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen (teilweise Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB).
Bottrop, 29. April 2008 Procar Automobile GmbH Bottrop Oliver Bussick Heiko Emde Heinrich Trimbusch Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersDer vorstehende und zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss zum 30. September 2007 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Procar Automobile GmbH, Bottrop, für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2006 bis 30. September 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Osnabrück, 30. April 2008 HERDEN
BÖTTINGER BORKEL NEUREITER GmbH
Gez. ppa. M. Fischer, Wirtschaftsprüfer Gez. ppa. D. Neureiter, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Abschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. |
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