ProFashion GmbHLiquidated
69226 Nußloch, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
ProFashion GmbHNußlochJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024Bilanz zum 31. Mai 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juni 2023 bis 31. Mai 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 01.06.2023 bis 31.05.2024A. Allgemeine Angaben Die ProFashion GmbH hat ihren Sitz in Nußloch und ist beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 337468 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.05.2024 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Das Gliederungsschema des § 275 Abs. 2 HGB wurde um die zusätzlichen Zwischensummen "Betriebsergebnis" und "Ergebnis vor Steuern" erweitert. Die Gesellschaft gilt als eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Bezüglich dieser Klassifizierung nimmt die Gesellschaft das Wahlrecht aus Art 93 Abs. 2 Satz 1 EGHGB in Anspruch, die geänderten Schwellenwerte aus § 267 Abs. 2 HGB n.F. bereits auf den vorliegenden Abschluss anzuwenden. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Ansatz und Bewertung Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden unter Beachtung der Vorschriften des HGB und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bilanziert und bewertet. Forderungen in Fremdwährung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 2. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Anlagengegenstände mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt regelmäßig für immaterielle Vermögensgegenstände 2 bis 7 Jahre und für Sachanlagengegenstände zwischen 3 und 15 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 € werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG sofort abgeschrieben. 3. Umlaufvermögen Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Ausfallrisiken werden in Form von Einzelwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. 4. Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet, und sofern sich ein Aktivsaldo ergibt, wird auf dessen Bilanzierung in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. 5. Sonstige Rückstellungen Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Der Ansatz erfolgt jeweils in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Forderungen und Verbindlichkeiten Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen laufende Verrechnungen. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 4.941 (VJ: T€ 2.016). 2. Eigenkapital Die Kapitalrücklage resultiert aus Zuzahlungen von Gesellschaftern i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. 3. Rohergebnis Im Berichtsjahr erhielt die Gesellschaft im Rahmen eines Antrags der Konzernobergesellschaft auf Corona-Überbrückungshilfen staatliche Beihilfen in Höhe von T€ 645 (VJ: T€ 417). Das Rohergebnis enthält periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 269 (VJ: T€ 353), im Wesentlichen aus nachträglichen Mietminderungen für Zeiten während der Corona- Lockdowns sowie aus der Auflösung nicht benötigter Rückstellungen. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist die teilweise Rückzahlung (T€ 236, VJ: T€ 247) des im Jahr 2020 von der Gesellschafterin erhaltenen Zuschusses in Höhe von 5,0 Mio. € enthalten. Der Zuschuss ist nun vollständig zurückgezahlt. Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 15 (VJ: T€ 36) resultieren im Wesentlichen aus Verlusten aus Anlageabgängen. D. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für Bankkredite ihrer verbundenen Unternehmen Winter Holding GmbH & Co. KG, MONTANA GMBH & CO. KG, Montana Verwaltungs GmbH, Betty Barclay Group GmbH & Co. KG und Betty Barclay International GmbH. Zum Bilanzstichtag wurde die Gesamtkreditlinie durch verbundene Unternehmen im Wesentlichen in Form von Avalkrediten in Höhe von T€ 2.668 (VJ: T€ 2.276) und Darlehen in Höhe von T€ 16.875 (VJ: T€ 24.375) in Anspruch genommen. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der kreditnehmenden Gesellschaften wird das Risiko der Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung als sehr gering eingeschätzt. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestanden am Bilanzstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen:
3. Arbeitnehmer Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei der Gesellschaft 258 Angestellte beschäftigt. 4. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren als Geschäftsführer tätig: Herr Robert Küper (CEO) Herr Manfred Plaar (CFO) Die Geschäftsführer erhielten keine Bezüge von der Gesellschaft. 5. Konsolidierungskreis Mutterunternehmen des kleinsten und zugleich größten Konsolidierungskreises ist die Winter Holding GmbH & Co. KG, Nußloch. Der Konzernabschluss der Winter Holding GmbH & Co. KG ist beim elektronischen Bundesanzeiger erhältlich. 6. Gewinnverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und den verbleibenden Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.
Nußloch, den 23. Juli 2024 Geschäftsführung Robert Küper Manfred Plaar Anlagenspiegel 31.05.2024
Werte in € Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/20241. Grundlagen der Gesellschaft Die ProFashion GmbH ist ein Einzelhandelsunternehmen und Tochterunternehmen der Betty Barclay Group, eines der führenden Unternehmen für Damenoberbekleidung. Die ProFashion GmbH vertreibt über Stores in ausgewählten Lagen deutscher Innenstädte, sowie über den Onlinehandel die konzerneigenen Stamm-Marken Betty Barclay, Betty & Co., Gil Bret, Vera Mont sowie weitere Sub-Labels und -Marken. Darüber hinaus betreibt sie den Onlinehandel für die Marke zero. Seit über 80 Jahren steht die Betty Barclay Group für modische Kompetenz, Niveau, Zeitgeist und Souveränität. Es ist unser Anspruch, modernen Frauen stilvolle und zeitlose Kollektionen zu bieten, die aktuelle Trends, Komfort und Tragbarkeit verbinden. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Nußloch. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Erwartungen für das Berichtsjahr waren aufgrund der Auswirkungen des Ukraine Kriegs und der steigenden Verbraucherpreise nach wie vor verhalten. Die Weltwirtschaft verzeichnete laut Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jahr 2023 eine eher unterdurchschnittliche Wachstumsrate von 3,2 %. Die Wirtschaft der Eurozone registrierte laut Eurostat im Jahr 2023 eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um nur 0,4 % (2022: +3,5 %). Malta erzielte hierbei mit 5,6 % das höchste Wachstum, während etliche Mitgliedstaaten, allen voran Estland mit -3,0 % und Irland mit -3,2 % negative Wachstumsraten verzeichneten. Der Euro blieb seit Beginn des Jahres 2023 im Vergleich zu anderen Leitwährungen insgesamt eine stabil. Gegenüber dem Dollar schloss der Kurs der europäischen Währung nach einigen Wellenbewegungen im Jahresverlauf zum Geschäftsjahresende bei EUR/USD 1,09 und somit nur leicht über dem Vorjahresniveau (EUR/USD 1,07). Gegenüber dem chinesischen Renminbi (CNY) verzeichnete der Euro im Berichtsjahr ebenfalls einen leichten Kursanstieg und schloss mit einem Kurs von EUR/CNY 7,72 gegenüber EUR/CNY 7,60 am Vorjahresstichtag. Als Folge des Ukraine-Kriegs, der steigenden Energiepreise und der allgemein hohen Inflation sowie vor dem Hintergrund einer schwächelnden Weltwirtschaft verschlechterte sich auch die Lage der deutschen Wirtschaft. Das reale BIP sank im Gesamtjahr 2023 um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr (2022: +1,8 %), Deutschland steht somit am Rande der Rezession. Nachdem die Inflationsrate im Vorjahr noch Rekordwerte aufgewiesen hatte, die in einzelnen Monaten auf fast 9 % kletterten, schwächte sich der Anstieg der Verbraucherpreise im Laufe des Berichtsjahres wieder ab. Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 bei 5,9 % und damit geringer als noch im Jahr zuvor. Im Mai 2024 lag die Inflationsrate bei 2,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat und erreichte somit wieder ein normales Niveau. Branchenentwicklung Nach mehreren turbulenten Jahren ist in der Bekleidungsbranche im vergangenen Jahr eine gewisse Beruhigung eingetreten. Trotzdem stand die Branche im Jahr 2023 vor anhaltenden Herausforderungen wie dem steigenden Preisniveau, Rohstoffmangel und Lieferkettenproblemen. Die damit einhergehende unbeständige Wirtschaftslage hat ein abnehmendes Vertrauen der Verbraucher mit sich gebracht, welches sich negativ auf die Ausgabebereitschaft auswirkte. Der Umsatz der Bekleidungsindustrie stieg im Jahr 2023 um 10,8% gegenüber dem Vorjahr an. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres entwickelten sich die Umsätze allerdings rückläufig: In den ersten vier Monaten des Jahres 2024 lagen sie um 1,9 % niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Umsätze des Bekleidungseinzelhandels verzeichneten im Jahr 2023 ein Plus von 3,0 % gegenüber dem Vorjahr; dieser Trend setzte sich auch in den ersten vier Monaten des Jahres 2024 fort. Dabei wies der Onlinehandel ein etwas schwächeres Wachstum auf als der stationäre Einzelhandel. Der ifo-Konjunkturklimaindex für die Bekleidungsbranche wies während der ersten drei Quartale des Geschäftsjahres eine stetig fallende Tendenz auf. Diese Verschlechterung ist in Zusammenhang mit dem allgemeinen wirtschaftlichen Abschwung, den Inflationstendenzen sowie einer verbreiteten skeptischen Haltung gegenüber der Zukunft zu sehen. Erst gegen Ende des Geschäftsjahres erholte sich das Konjunkturklima wieder etwas und lässt vorsichtigen Optimismus erkennen. Das HDE-Konsumbarometer verzeichnet zum Ende des Geschäftsjahres hin eine Wiederbelebung auch bei der Verbraucherstimmung. 2.2 Geschäftsverlauf Umsatz Der Geschäftsverlauf der ProFashion GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023/24 trotz schwieriger Marktbedingungen insgesamt positiv entwickelt. Das Umsatzvolumen im gesamten Geschäftsjahr liegt bei einer Steigerung von 11,0 % gegenüber dem Vorjahr. Im stationären Einzelhandel konnte trotz Schließung zweier Flächen ein Umsatz auf Vorjahres-Niveau erzielt werden. Im Bereich E-Commerce konnte eine deutliche Umsatzsteigerung von über 20,0 % gegenüber dem Vorjahr realisiert werden. Dies kann sowohl auf die zielgerichtetere Kundenansprache im eigenen Shop als auch auf die weitere Ausweitung der Marktplatzaktivitäten im In- und Ausland zurückgeführt werden. Personal Nach einem fünften Platz im Vorjahr, ging die Betty Barclay Group in 2023 als Überraschungssieger der Arbeitgeberstudie Working in Fashion der Zeitschrift Textilwirtschaft hervor. Sie positionierte sich damit noch vor so renommierten Arbeitgebern wie adidas und Hugo Boss. Besonders positiv wurde Betty Barclay von den Teilnehmern der Befragung in den Bereichen Betriebsklima, sicherer Arbeitsplatz, Work-Life-Balance und die Möglichkeit mobilen Arbeitens bewertet. Die im vorangegangenen Geschäftsjahr gestartete Digital Leadership Journey wurde von den Führungskräften als sehr unterstützend für ihre Führungsarbeit wahrgenommen und geht im Geschäftsjahr 2024/25 unter der Überschrift "Unsere Zukunft gemeinsam gestalten" in die nächste Runde. Ebenso werden die Kommunikationstrainings, die die Kommunikation und Wirkung im Rahmen von remote Arbeit unterstützen fortgeführt. Nicht zuletzt nehmen wir in einer von Veränderung geprägten Zeit die Mentale Gesundheit als Arbeitgeber ernst. In einer immer turbulenteren Arbeitswelt unterstützen wir unsere Mitarbeiter, den eigenen Umgang mit Belastungen zu optimieren. Aufgrund der hohen Resonanz wird die interaktive Vortragsreihe fortgesetzt. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von T€ 979 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen getätigt. Diese betrafen Investitionen in den Online Shop und das damit verbundene Produktinformationssystem, sowie die Erneuerung und Standortwechsel mehrerer bestehender Stores. 2.3 Wirtschaftliche Lage Vermögenslage Im Anlagevermögen ist ein Rückgang um T€ 91 auf T€ 1.694 aufgrund laufender Abschreibungen, insbesondere bei den immateriellen Vermögensgegenständen, zu verzeichnen. Das Vorratsvermögen ist aufgrund eines Preisanstiegs bei den konzerninternen Einkaufskonditionen um T€ 283 höher bewertet, so dass es zum aktuellen Bilanzstichtag T€ 3.024 beträgt. Der Forderungsbestand ist von T€ 4.138 auf T€ 4.804 gestiegen, was i. W. durch die Marktplatzexpansion im Onlinegeschäft zu erklären ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 5.076, VJ: T€ 2.677) resultieren aus laufenden Geldüberträgen und Verrechnungen im Konzern. Die sonstigen Vermögensgegenstände (T€418, VJ:T€278) betreffen hauptsächlich Forderungen gegenüber dem Finanzamt sowie Kautionen. Der Anstieg der Rückstellungen um T€ 716 auf T€ 4.336 resultiert i. W. aus dem Anstieg der Retouren-Rückstellung, sowie dem Anstieg der Rückstellung für ausstehende Vertriebsprovisionen der Marktplätze, welche mit dem Umsatzanstieg des E-Commerce einhergehen. Die Rückstellungen für Körperschafts- und Gewerbesteuer haben sich ebenfalls deutlich erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Warenlieferungen, Dienstleistungen, sowie abzuführende Umsatzsteuer aufgrund der bestehenden Organschaft. Am Bilanzstichtag ergibt sich aufgrund von Verrechnungen im Rahmen der konzernweiten Finanzmittelsteuerung ein höherer Saldo von T€ 2.551 gegenüber T€ 1.209 im Vorjahr. Bei den Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Unternehmen ergibt sich ein stichtagsbedingter Rückgang (T€ 696, VJ: T€ 855). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind zum Vorjahr leicht gestiegen (T€ 237, VJ: T€ 227). Das Eigenkapital stieg um den Jahresüberschuss von T€ 901 auf T€ 7.563 an. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft reduzierte sich auf 48,7 % (VJ: 52,4 %). Finanzlage Der vereinfacht berechnete Cash Flow (Jahresergebnis + Abschreibungen) betrug T€ 1.956 (VJ: T€ 2.463). Die liquiden Mittel sanken von T€ 1.026 auf T€ 414. Überschüssige Liquidität wird im Rahmen der konzernweiten Finanzmitteldisposition im Bedarfsfall anderen Konzernunternehmen zur Verfügung gestellt; umgekehrt kann die Gesellschaft Finanzmittel innerhalb des Konzernverbunds abrufen. Aufgrund der Einbindung in die Finanzierungsstruktur der Betty Barclay Group war und ist die Gesellschaft somit jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Ertragslage Das Rohergebnis verzeichnete einen Anstieg um 12,1 % von T€ 33.496 auf T€ 37.564. Dies ist insbesondere auf einen deutliches Umsatzwachstum im E-Commerce zurückzuführen. Der Anstieg des Personalaufwands im aktuellen Geschäftsjahr (T€ 7.296, VJ: T€ 6.713) ist neben der allgemeinen Steigerung der Lohnkosten auf Verschiebungen innerhalb der Mitarbeiterstruktur zurückzuführen. Die Abschreibungen (T€ 1.055, VJ: T€ 1.552) sind aufgrund des Abschreibungsendes diverser Vermögensgegenstände zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um T€ 3.843 (+ 16,0 %) auf T€ 27.822. Insbesondere die umsatzabhängigen Kosten des Onlinehandels verzeichneten einen starken Anstieg. Durch die Schließung von zwei Stores sowie Einigungen über Mietminderungen mit einigen Vermietern der Ladenlokale konnten die Raumkosten gesenkt werden. Der von der Betty Barclay Group GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2020/2021 erhaltene Fixkostenzuschuss wurde in diesem Jahr i.H.v. T€ 236 (VJ: T€ 247) erstattet und ist nun vollständig abbezahlt. Insgesamt schließt das Geschäftsjahr mit einem Betriebsergebnis von T€ 1.391 (VJ: T€ 1.251) und einem Jahresüberschuss von T€ 900 (VJ: T€ 911). In Anbetracht der im Geschäftsjahr nach wie vor hohen Inflation und der damit einhergehenden Kaufzurückhaltung der Kund*innen ist dies ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Lage des Unternehmens ist insgesamt stabil und wir sehen das Unternehmen gut für die Zukunft aufgestellt. 3. Chancen und Risiken Wesentliches Ziel des Unternehmens ist es, Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen, sowie Risiken zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Zur Identifikation von Chancen und Risiken sind interne organisatorische Maßnahmen implementiert. Dazu gehören zum Beispiel umfangreiche Dokumentationspflichten und ein regelmäßiges Reporting der Ergebnissituation. Abweichungen von Planzahlen werden frühzeitig erkannt und schaffen Handlungsspielräume, um Risiken entgegenzuwirken. Seit Januar 2020 hat zunächst die Coronavirus-Pandemie und anschließend der Ukraine-Krieg weltweit zu einer Wirtschaftskrise geführt. Infolgedessen ist die konjunkturelle Lage aktuell schwierig. Die Risiken des Unternehmens liegen vor allem in den Bereichen Absatzentwicklung und Konsumentenverhalten. Gleichzeitig birgt die zunehmende Digitalisierung des Geschäftsmodells sowohl Chancen als auch Risiken. Das Finanzrisiko wird durch die Einbeziehung in die Konzernfinanzierung der Betty Barclay Group begrenzt. Vor diesem Hintergrund ist die zukünftige Finanzierung des Unternehmens inklusive notwendiger und sinnvoller Modernisierungs- und Zukunftsinvestitionen gesichert. Das Unternehmen bearbeitet den Markt der Damenoberbekleidung. Die schlechteren Konjunkturaussichten könnten zu einem nachlassenden Nachfrageverhalten in der Bekleidungsbranche führen. Die Bespielung der beiden Vertriebskanäle stationärer Retail und E-Commerce bewirken diesbezüglich eine gewisse Risikostreuung, für den Fall, dass das Verbraucherverhalten sich nachhaltig in Richtung einer stärkeren Nutzung des Online-Shoppings entwickelt. Durch die fortwährende Modernisierung unseres Online Shops und die sukzessive Erschließung weiterer Online-Marktplätze im In- und Ausland ergeben sich hieraus auch Chancen auf Umsatzsteigerungen. Wechselnde Trends im Modemarkt sind unabänderliche Charakteristika der Branche. Daraus resultiert das Risiko, Marktentwicklungen nicht frühzeitig zu erkennen. Es ergeben sich aber auch umfangreiche Chancen, schneller und besser als Mitbewerber zu sein. Gerade auch in Krisenzeiten konnten wir uns für unsere Kunden und Vermieter als verlässlicher Partner darstellen. Die Gesellschaft sorgt mit einem umfangreichen Maßnahmenbündel dafür, dass nicht nur die Risiken minimiert, sondern auch die Chancen optimal genutzt werden. Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens gründet sich auf den langjährig aufgebauten Wettbewerbsvorteilen, wie zum Beispiel der hohen Attraktivität der Produkte mit gutem Preis-Leistungsverhältnis, sowie der ausgezeichneten Stellung der Marken hinsichtlich Bekanntheit und Sympathie. Das Unternehmen arbeitet permanent in allen operativen Bereichen daran, diese Wettbewerbsvorteile zu sichern und weiter auszubauen. Risiken, die bezüglich der Sicherheit der IT-Infrastruktur entstehen können, begegnet das Unternehmen durch Systemredundanzen, proaktive Wartungszyklen, Nutzung von Software as a Service Modellen und ein kompetentes Help-Desk. Die Datensicherheit und der Schutz vor unberechtigtem Datenzugriff sind in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus gerückt, wofür durch strikte Zugangsberechtigungen, die Nutzung moderner Sicherheitssoftware, die regelmäßige Schulung der Mitarbeiter und den Abschluss einer Cyber-Risk-Versicherung Sorge getragen wird. Aus der fortschreitenden Digitalisierung ergeben sich umfangreiche Chancen, sowohl die Unternehmensprozesse effizienter zu organisieren, als auch die Bedürfnisse und Präferenzen der Kundinnen zu erkennen und zielgerichtet zu erfüllen. Die Unternehmensgruppe hat darüber hinaus mit dem aktuell laufenden Projekt zur Einführung von MS Dynamics D365 als modernes integriertes ERP System den Grundstein für die zeitgemäße und effiziente Abwicklung der kaufmännischen Prozesse im Unternehmen gelegt. In der gesellschaftlichen Diskussion hat in den letzten Jahren auch das Thema Nachhaltigkeit zunehmend an Präsenz gewonnen und spiegelt sich in der aktuellen europaweiten Gesetzgebung in Bezug auf Lieferketten und Nachhaltigkeitsberichterstattung wider. Daraus ergeben sich einerseits Investitionen in Software und Personalkapazitäten zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen und Minimierung der Compliance Risiken, gleichzeitig aber auch die Chance, uns in diesem Bereich von unseren Wettbewerbern zu differenzieren. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie umfasst die Bereiche Personal und Soziales, Facilities, Logistik sowie Produkt und Materialien. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 4. Prognose Die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft ist nach wie vor durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und die steigenden Verbraucherpreise gebremst. Laut der Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird für das Jahr 2024 eine Wachstumsrate des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von lediglich 3,2 % im Vergleich zum Vorjahr erwartet, somit setzt sich der Trend aus 2023 fort. Deutschland wird dabei mit einem Wachstum von 0,2 % als Schlusslicht unter den großen, entwickelten Volkswirtschaften gesehen. Die Inflationsrate für 2023 wird im Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung mit 2,8 % prognostiziert und ist somit wieder rückläufig. Diese Entwicklung in Verbindung mit steigenden Reallöhnen nährt Hoffnungen auf eine Erholung der Einzelhandelsumsätze. Trotz der durchwachsenen konjunkturellen Rahmenbedingungen planen wir für das Geschäftsjahr 2024/25 eine spürbare Erhöhung der Umsatzerlöse gegenüber dem Geschäftsjahr 2023/24. Treiber ist insbesondere der Bereich E-Commerce durch die Expansion auf weitere Marktplätze und eine Fokussierung auf Neukundengewinnung im eigenen Web-Shop. Dahingegen wird im stationären Retail mittelfristig eher ein Konsolidierungskurs mit stärkerer Fokussierung auf rentable Flächen gesehen. Kongruent zu dieser Umsatzprognose erwartet die Geschäftsführung für das kommende Geschäftsjahr auch ein nochmal leicht verbessertes Betriebsergebnis (EBIT).
Nußloch, den 23. Juli 2024 Geschäftsführung Robert Küper Manfred Plaar Der vorstehende Jahresabschluss wurde durch die Gesellschafterversammlung am 28. Oktober 2024 festgestellt. In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ProFashion GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ProFashion GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ProFashion GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, den 6. August 2024 PKF
Riedel Appel Hornig GmbH
Dieter Wilhelm, Wirtschaftsprüfer Dr. Harald Riedel, Wirtschaftsprüfer Maßgeblich ist ausschließlich der gebundene und mit Unterschriften im Original versehene Prüfungsbericht. PDF-Versionen des Prüfungsberichts sind nicht verbindlich. |
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