TRUMPF Photonic Components GmbH

Lise-Meitner-Straße 13, 89081 Ulm, DEU

Master Data

Registry
Register court Ulm HRB 736026
Previous
Philips Photonics GmbH
Registered
12/14/2017
Industry
Manufacture of metal forming machineryManufacture of irradiation, electromedical and electrotherapeutic equipmentManufacture of electric lighting equipment
Purpose
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von photonischen Halbleiterelementen, insbesondere von VCSELs (vertical cavitiy surface emitting lasers) und VCSEL-nahen Produkten oder solchen Produkten, die deren Anwendungsbereich unterstützen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Thomas Dr. Harrer
since 12/18/2023
Managing Director
Karsten Dr. Wieczorek
since 10/13/2020
Procura
Ralph Gudde
since 4/16/2019
Procura
Procura
Armand Dr. Pruijmboom
since 4/16/2019
Procura

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

TRUMPF Photonic Components GmbH

Ulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

a) Organisatorische Struktur der Gesellschaft

Die TRUMPF Photonic Components GmbH mit Hauptsitz in Ulm umfasst neben der Produktentwicklung und Herstellung von Halbleiter-Laserdioden ("VCSEL" - Vertical-cavity surface-emitting laser) auch einen Standort in Aachen, an dem höher integrierte Systeme für die Industrie auf Basis von Halbleiter-Laserdioden entwickelt und montiert werden. Weiter besteht eine 100 % Beteiligung an der TRUMPF Photonic Components B.V. in den Niederlanden.

Als Teil des TRUMPF-Konzern berichtet auch die TRUMPF Photonic Components GmbH abweichend zum Kalenderjahr im Geschäftsjahreszeitraum von 01.07.2023 bis 30.06.2024.

b) Produkte, Dienstleistungen, Geschäftsprozesse

Die Produktpalette beinhaltet im Wesentlichen Halbleiter-Laserdioden für verschiedene Anwendungsbereiche wie Consumer Sensing, Datacom, Industrial Sensing, Automotive Sensing und Industrial Heating.

c) Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Die wesentlichen Absatzmärkte befinden sich in Asien, da dort die Weiterverarbeitung der Produkte in Modulen und Systemen durch den Großteil des Kundenstammes erfolgt.

Das Produktportfolio für Halbleiter-Laserdioden ist sehr breit aufgestellt und deckt eine Vielzahl von Anwendungen ab.

d) Externe Einflussfaktoren für das Geschäft

Der Markt wird im Consumer Bereich hauptsächlich durch Anwendungen in Smartphones getrieben. Für den Bereich "Datacom" sind die Ausrüster von Datacentern der treibende Faktor. Auch industrielle Anwendungen im Bereich der Sensorik nehmen einen wichtigen Platz ein. Im Bereich "Industrial Heating" zeichnet sich ein klarer Trend in Richtung Anwendungen aus dem Bereich "E-Mobility" ab. Es werden zudem immer weitere Anwendungsbereiche erprobt, die durch Investitionen in den Forschungs- und Entwicklungsbereichen stark vorangetrieben werden. Auch die weltwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen gehören zu den externen Einflussfaktoren.

e) Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung

Zur Unternehmenssteuerung werden vom Management folgende wesentlichen Leistungsindikatoren genutzt: Umsatzerlöse und operatives EBIT. Dieses setzt sich aus dem Umsatz abzüglich der operativen Kosten (ohne die Abschreibungen des Firmenwerts und dem Finanzergebnis) zusammen. Außerdem werden die Stückzahlen, der Umsatzanteil bei neueingeführten Produkten sowie das Anlage- und Umlaufvermögen, Eigenkapital und die Verbindlichkeiten ständig überwacht.

Ein nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die Mitarbeiterzufriedenheit, die im Geschäftsjahreszeitraum erneut in der TRUMPF Gruppe in Form einer Mitarbeiterbefragung erhoben wurde. Zudem wurden im Geschäftsjahr monatliche Mitarbeiterbefragungen eingeführt, um schneller auf direktes Feedback eingehen zu können. Auch die Kundenzufriedenheit steht im Fokus, diese wird quartalsweise abgefragt. Diese nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden allerdings nicht zur Steuerung herangezogen.

Darüber hinaus stehen die ständige Weiterentwicklung unserer Produkte und Unternehmensprozesse sowie die Einhaltung von Umwelt- und Energiestandards im Hinblick auf die ISO-Zertifizierung im Fokus.

2. Überblick über den Geschäftsverlauf

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im letzten Geschäftsjahr war die Erholung der globalen Wirtschaftsentwicklung weiterhin eingetrübt. Gründe hierfür waren die schwache Außennachfrage, die geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie geopolitische Spannungen und die damit verbundenen dämpfenden Effekte. Erst zu Beginn des Jahres 2024 kam es zu einer leichten wirtschaftlichen Belebung und spürbaren Aufhellung der Stimmungsindikatoren. Dies war größtenteils auf den höheren privaten Konsum durch die steigenden Reallöhne zurückzuführen. Der private Konsum nahm im letzten Geschäftsjahr stetig zu, dies lag vor allem an der niedrigen Inflationsrate im Geschäftsjahr 2023/2024. Diese belief sich zum 30.06.2024 auf 2,2 %, was im Vergleich zum Beginn des Geschäftsjahres einem Rückgang von 4,0 % entspricht. Trotz dieser positiven Effekte befand sich die deutsche Konjunktur allerdings weiterhin in einer anhaltenden Rezession.

Der Markt für Halbleiter-Laserdioden hat im Jahr 2023 einen Abschwung gezeigt und der Umsatz ist im Vergleich zu den beiden starken Vorjahren eingebrochen. Dies verdeutlicht die zyklische Natur der Halbleiterindustrie. Trotz allem forciert die Digitalisierung und der Anstieg immer größerer Datenmengen das wichtige Geschäftsfeld in Datencentern. Die Investitionsbereitschaft in immer neuen Anwendungsmöglichkeiten in Industrie und Automotive führten ebenfalls zu einem stetig wachsenden Interesse an den Produkten und Entwicklungsdienstleistungen. Hinzu kommt das autonome Fahren sowie der Komfort und die Unterhaltung beim Autofahren, was die Halbleiterbranche immer weiter vorantreibt. Auch der zukünftige Schwerpunkt auf die Elektromobilität wird langfristig zu Veränderungen bei den Sensoren führen. Des Weiteren treibt die Elektromobilität weitere Anwendungsbereiche rund um die Batterieherstellung voran.

Damit eine nachhaltige gesamtwirtschaftliche Belebung der deutschen Wirtschaft eintreten kann, benötigt es neben spürbaren Effekten in der Außenwirtschaft auch eine breitere Erholung der binnenwirtschaftlichen Nachfrage.

b) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf lag beim Umsatz und dem operativen EBIT im Geschäftsjahr 2023/2024 nur knapp unterhalb der Planung und ist wie folgt begründet. Im Geschäftsjahr wurde ein neues Kundenprojekt im Bereich "Consumer Sensing" erfolgreich hochgefahren und hat sich über Plan entwickelt. Speziell im ersten Halbjahr wurden deutlich höhere Umsätze erzielt. Auch aus dem Bestandsgeschäft im Bereich "Consumer Sensing" haben sich die Umsätze besser entwickelt als geplant.

Das Segment "Datacom" erfährt im Bereich von Datenraten bis 25G einen deutlich verstärkten Wettbewerb aus dem chinesischen Markt. Dadurch ging das Bestandsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr nochmals zurück. Die TRUMPF Photonic Components GmbH konnte im letzten Jahr durch Neuprodukteinführungen bei Datenraten bis 56G erste Absatzerfolge erzielen. Die Produkte mit Datenraten von 100G, welche die aktuelle Generation darstellt, zeigen in der Entwicklung sehr gute Leistungsdaten. Mit diesen Produkten wird Anfang des Geschäftsjahres 2024/2025 das Produktportfolio ausgeweitet. Die Absatzchancen wurden bereits durch mehrere Kundenprojekte bestätigt. Eine Umsatzrealisierung im Geschäftsjahr 2022/2023 konnte jedoch nicht wie geplant erreicht werden, da sich die finale Qualifikation der Produkte verzögert hat.

Die laufenden Entwicklungsprojekte des letzten Geschäftsjahres werden darüber hinaus weiterhin als Investitionen in die Zukunft in vollem Umfang unterstützt. Diese Investitionen werden durch die Muttergesellschaft und einem Darlehensverzicht auch finanztechnisch unterstützt. Sie bilden die Basis für zukünftiges Wachstum der TRUMPF Photonic Components GmbH. Insgesamt wird für die nächsten Jahre von einem positiveren branchenbezogenen Marktumfeld im Bereich "Datacom" ausgegangen, obwohl sich aus einem immer noch schwellenden Taiwan-Konflikt, zwischen den USA und China, Risiken ergeben. Im Bereich "Consumer Sensing" wird hingegen durch die konjunkturelle Situation auf den Weltmärkten mit einem schwierigen Marktumfeld gerechnet.

c) Angaben zu Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten

Die TRUMPF Photonic Components GmbH legte im Geschäftsjahr 2023/2024 weiterhin großen Wert auf zielgerichtete Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Die zugehörigen operativen Aufwendungen lagen mit 19,3 Mio. € über dem Vorjahresniveau (16,8 Mio. €). Damit ergab sich eine F&E-Quote in Relation zum Umsatz von 61 % (VJ: 80 %). Die Steigerung im Strukturkostenbereich ist maßgeblich getrieben durch die erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie den leicht gestiegenen Materialaufwendungen.

Die Anzahl an Mitarbeitern, die für die TRUMPF Photonic Components GmbH an neuen Produkten arbeiten, hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert. Neben dem weiter geschärften Fokus auf Investitionen im Zukunftsbereich "Datacom", mit Produkten welche höhere Datenübertragungsraten vorweisen, wurden die Aufwendungen vor allem durch Kundenprojekte im neuen Segment "Datastorrage" getrieben.

Durch die Beteiligung der TRUMPF Photonic Components GmbH am IPCEI (Important Project of Common European Interest) Projekt konnten erste Fördergelder ergebniswirksam berücksichtigt werden. Durch die Teilnahme an weiteren Förderprojekten aus Forschung und Entwicklung wurden auch hier Einnahmen aus Fördergeldern realisiert.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Darstellung der Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr 2023/2024 bildet das fünfte vollständige Geschäftsjahr innerhalb der TRUMPF Gruppe ab. Nachfolgend werden die wesentlichen Leistungsindikatoren, welche sich aus finanziellen, nichtfinanziellen und weiteren Leistungsindikatoren zusammensetzen, anhand der Werte der diesjährigen Abschlussbilanz dargelegt. Die finanziellen Leistungsindikatoren werden dabei in die Ertragslage und in die Vermögens- und Finanzlage unterteilt. Dabei werden die Umsatzerlöse und das operative EBIT im Wesentlichen zur Steuerung des Unternehmens herangezogen. Das operative EBIT setzt sich dabei aus dem Umsatz abzüglich der operativen Kosten (ohne die Abschreibungen des Firmenwerts und dem Finanzergebnis) zusammen. Außerdem werden die Stückzahlen, der Umsatzanteil neueingeführter Produkte, sowie das Anlage- und Umlaufvermögen, Eigenkapital und die Verbindlichkeiten ständig überwacht. Bei den nichtfinanziellen Indikatoren wird u.a. die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit aufgezeigt.

b) Finanzielle Leistungsindikatoren

Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 31,4 Mio. €. Diese teilen sich in 2,6 Mio. € im Inland und 28,8 Mio. € im Ausland auf. Damit liegt der Umsatz über dem Niveau der Vergleichsperiode im Vorjahr. Die Umsatzerwartungen aus dem Vorjahr konnten im Bereich "Consumer Sensing" übertroffen werden, lediglich im Bereich "Datacom" wurde sie nicht erreicht. Haupttreiber war dabei, wie bereits in Kapitel 2 b) erwähnt, ein Neuprojekt im Bereich "Consumer Sensing". Die verkauften Stückzahlen (215 Mio. Stück) entwickelten sich analog zum Umsatz positiv und besser als prognostiziert. Die Prognose hinsichtlich des Umsatzanteils neueingeführter Produkte wurde dagegen mit ca. 50 % deutlich übertroffen. Das operative EBIT beläuft sich auf -19,0 Mio. €. Die operative EBIT-Prognose aus dem Vorjahr wurde somit knapp erreicht. Der Darlehensverzicht der TRUMPF Gruppe führte zu einem positiven EBIT der Gesellschaft.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 51,3 Mio. € unter anderem aufgrund des genannten Darlehensverzichts. Enthalten ist außerdem eine Kompensationszahlung i.H.v. 9,8 Mio. €, welche aufgrund des Abschlusses eines Settlement Agreement für die Beendigung eines Kundenprojektes eingegangen ist. Zudem sind Erträge aus Förderungszuschüsse öffentlich geförderter Forschungsprojekte (3,8 Mio. €) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (0,3 Mio. €) enthalten.

Die Herstellungskosten des Umsatzes in Höhe von 39,3 Mio. € liegen insgesamt im Bereich der Erwartungen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Kosten durch die Aufnahme von externen Dienstleistern aufgrund der Erweiterung der Supplychain, zu Buche schlagen. Im Vorjahresvergleich (36,8 Mio. €) lässt sich die Erhöhung auf die allgemeine Steigerung des Kostenniveaus zurückführen, die hauptsächlich im Bereich der Energiekosten sowie der Abschreibungen liegen.

Der Materialaufwand (13,6 Mio. €) bewegte sich im Vergleich zum Vorjahr (10,8 Mio. €) auf höherem Niveau. Dies ist überwiegend auf ein Projekt im Bereich "Sensing" zurückzuführen.

Die Aufwendungen für Personal, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 60,5 Mio. € (Vorjahr: 58,7 Mio. €). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr betreffen hauptsächlich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, da im Geschäftsjahr im Zuge der Abkündigung eines Kundenprojektes außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagen vorgenommen wurden.

Das Finanzergebnis beträgt 0,1 Mio. € (Vorjahr -1,4 Mio. €). Dieses beinhaltet im Wesentlichen Zinserträge, welche durch die Zinsgutschriften der Muttergesellschaft auf den Cashpool entstanden sind. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert aus den gestiegenen Guthabenzinsen.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt 7,3 Mio. €. Der Jahresüberschuss liegt oberhalb des prognostizierten Wertes. Darin enthalten ist der genannten Darlehensverzicht der Muttergesellschaft i.H.v. 37,0 Mio. €.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt 58,0 Mio. € und ist somit um 27 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Verringerung ergibt sich vor allem durch eine durchgeführte Sonderabschreibung von projektbezogenem Anlagevermögen, deutlich verringerten Forderungen sowie geringeren Vorräten. Auf der Passivseite der Bilanz führt das zu deutlich geringeren Verbindlichkeiten.

Das Anlagevermögen beträgt 32,0 Mio. € (Vorjahr: 48,6 Mio. €) bzw. 55 % der Bilanzsumme. Die gewöhnlichen Investitionen im Geschäftsjahr 2023/2024 in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich auf 8,4 Mio. €. Damit wurden 14 % der Bilanzsumme investiert. Im Geschäftsjahr wurde vor allem in technische Anlagen und Maschinen investiert.

Zum 30.06.2024 verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 9,1 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €) in Form von Bankguthaben. Der Zugang der liquiden Mittel ist auf den höheren Umsatz im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr zurückzuführen.

Das Umlaufvermögen beläuft sich auf 25,7 Mio. € (Vorjahr: 30,7 Mio. €) bzw. 44 % der Bilanzsumme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 6,6 Mio. € (Vorjahr: 3,1 Mio. €). Diese haben sich gemäß der Umsatzentwicklung erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. € auf 0,5 Mio. € gesunken. Sie beinhalten im Wesentlichen eine Forderung gegenüber dem Finanzamt. Der operative Cashflow ergibt sich aus der Differenz der zahlungswirksamen Erträge und zahlungswirksamen Aufwendungen und liegt im 4. Quartal des Geschäftsjahres im negativen Bereich. Die hohen Umsätze im letzten Geschäftsjahresmonat werden erst im neuen Geschäftsjahr zahlungswirksam.

Die Gesellschaft hatte in 2023/2024 jederzeit ausreichend flüssige Mittel zur Verfügung. Diese wurden durch das operative Geschäft und die damit generierten Zahlungsströme sowie einer von der Konzerngesellschaft zur Verfügung gestellten Kreditlinie sichergestellt, welche über den Cashpool je nach Bedarf abgefragt wurde. Trotz des Darlehensverzicht bestehen weiterhin Darlehen mit einer Laufzeit von > 9 Jahren.

Das Eigenkapital beträgt 7,4 Mio. € bzw. 13 % der Bilanzsumme. In die Kapitalrücklage der Gesellschaft wurde im Vorjahr (Geschäftsjahr 2021/2022) eine Kapitalerhöhung durchgeführt, sodass die Rücklagen weiterhin 58,9 Mio. € betragen.

Die Rückstellungen sind von 5,4 Mio. € auf 4,8 Mio. € gesunken. Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus den Rückstellungen für Bonus/ Tantiemen/ Einmalzahlungen, welche um 0,7 Mio. € gesunken sind. Gesunken sind außerdem die sonstigen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von verbundenen Unternehmen und die Personalrückstellungen für Mitarbeiterzeitkonten.

Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt 45,8 Mio. € (Vorjahr: 73,6 Mio. €), dies entspricht einer Verringerung um 27,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Die Reduzierung ist hauptsächlich auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Grund hierfür ist der bereits erwähnte Darlehensverzicht der Muttergesellschaft.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen 0,2 Mio. € unter dem Vorjahresstichtag. Dies ist im Wesentlichen dem verbesserten Rechnungsbuchungs- und Zahlungsprozess zuzuschreiben.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 1,8 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €).

Gesamtbeurteilung

Trotz der aktuell komplexen Marktsituation beurteilt die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als stabil und strebt in einem schwierigen Markumfeld zumindest ein leichtes Wachstum in den Folgejahren an. Dabei spielt die dynamische Entwicklung rund um das Thema Künstliche Intelligenz sowie der Ausbau der Datencenter und Infrastruktur eine wesentliche Rolle. Die Finanzlage wird unteranderem durch die Finanzierungszusage der Muttergesellschaft für das neue Geschäftsjahr weiter gestützt.

c) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde erneut eine konzernweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Diese wurde sowohl hinsichtlich des Intervalls als auch in Bezug auf das System und die Scores der Befragung optimiert und verändert. Die Mitarbeiterbefragung nach dem neuen Konzept startete im April 2024 mit einem ersten Rollout und wird nun seit Juli monatlich durchgeführt. Die Indikatoren dabei sind in folgende Rubriken unterteilt: "Mitarbeiter-Engagement", "Diversität und Inklusion", "Gesundheit und Wohlbefinden" und "Transformation und Wandel". Die Skala reicht von 0 bis 10, wobei eine 10 einer sehr hohen Zustimmung entspricht. Das Ergebnis der Gesellschaft liegt im Vergleich zur TRUMPF Gruppe bei drei von vier Bereichen oberhalb der Benchmark. Lediglich im Bereich "Mitarbeiter-Engagement" hat die Umfrage ein Ergebnis von 0,1 unterhalb der Benchmark ergeben. Die Potentiale werden somit identifiziert und die damit verbundenen Maßnahmen im Geschäftsjahr 2024/2025 umgesetzt.

Die Kundenzufriedenheit wird vom Vertrieb quartalsweise direkt bei den Kunden abgefragt. Dabei werden die A-Kunden in den Kategorien Produktqualität, Liefertreue, Technischer Support und Preiszufriedenheit abgefragt. Die Skala reicht von 0 % (nicht erfüllt) bis 100 % (erfüllt). Die Kundenzufriedenheit liegt im Durchschnitt bei 73,97 %.

Die Gesellschaft konnte sich im Geschäftsjahr 2021/2022 erstmals nach den Umwelt- und Energiestandards ISO 14001 und ISO 50001 zertifizieren lassen. Die Wirksamkeit, der im Rahmen der TÜV-Prüfung getroffenen Maßnahmen, wurde dabei im letzten Geschäftsjahr regelmäßig überwacht und zusätzliche Wirksamkeitsprüfungen durchgeführt.

4. Prognosebericht

a) Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Insgesamt haben sich die weltwirtschaftlichen Aussichten im Laufe des Geschäftsjahres 2023/2024 weiter eingetrübt. Die anhaltend schwache deutsche Wirtschaft wird immer noch durch hohe Leitzinsen, die zur Bekämpfung der Inflation erhöht wurden, belastet. Die Teuerungsrate hat sich abgeschwächt und ist in geringeren Energiekosten spürbar, jedoch befindet sich Deutschland aktuell weiterhin in der angekündigten Rezession.

Außerdem herrschen weitere Unsicherheiten für das neue Geschäftsjahr aufgrund des Angriffskriegs von Russland auf die Ukraine. Dadurch bestehen auch im folgenden Geschäftsjahr eine gewisse Unsicherheit insbesondere bzgl. der Gasversorgung und der Inflationsentwicklung, obwohl sich hier positive Entwicklungen abzeichnen.

Aufwärtsgerichtete Einkaufsmanagerindizes deuten auf eine weitere Zunahme der deutschen Exporte im kommenden Geschäftsjahr hin. Die Erholung des deutschen Außenhandels scheint sich zu festigen, bleibt aber aufgrund weiterer Unsicherheiten wie beispielsweise geo- und handelspolitischen Risiken weiter verhalten. Der Einkaufsmanagerindex der USA ist im Juni 2024 auf 51,6 Punkte gestiegen (vgl. Vorjahr: 46,3).

b) Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Für die globale Industrie ist der Halbleitermarkt unerlässlich. Als Grundlage für die wichtigsten Technologien heutzutage wird die Nachfrage nach Halbleitern weiter anhalten. Dabei wird überwiegend das Segment "Consumer Sensing" einen großen Stellenwert einnehmen. Der zweitgrößte Bereich "Datacom" wird von der grundsätzlichen Digitalisierung getrieben, welche vorrangig in der Geschäftswelt weiter steigen wird. Dadurch werden für die Branche weitere positive Impulse und ein breitgefächertes Produkt- und Anwendungsportfolio erwartet.

Die Geschäftsführung geht daher von steigenden Investitionen in der Halbleiterbranche aus. Neben der Notwendigkeit von Halbleitern in der Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz, wird es auch im kommenden Geschäftsjahr zu steigendem Konsum bei den Endkunden kommen, was einen positiven Effekt auf die Halbleiterbranche mit sich bringen wird.

c) Künftige Produkte und Dienstleistungen

Derzeit arbeitet die TRUMPF Photonic Components GmbH an mehreren Kundenprojekten und Produktverbesserungen, wovon ein zentrales Produkt im Laufe des Geschäftsjahres 2023/2024 abgeschlossen werden konnte. Das Produkt befindet sich seit Juni 2023 in der prognostizierten Hochlaufphase. Dieses wurde in diesem Geschäftsjahr erfolgreich umgesetzt. Bei weiteren Projekten wird mit einer Markteinführung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/2025 gerechnet. Darüber hinaus liegt der Fokus wie im Vorjahr in den Bereichen "Datacom" mit höheren Datenübertragungsraten und Kundenprojekte im Bereich "E-Mobilty".

d) Voraussichtliche Umsatz- und Ertragsentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird ein leicht steigendes Umsatzniveau und ein leicht unter dem Vorjahr liegendes operatives EBIT erwartet, wobei ein Umsatzanteil von > 50 % aus neueingeführten Produkten erwartet wird, die nicht älter als 3 Jahre sind. Außerdem wird durch Neuprojekte im Bereich "E-Mobility" eine deutliche Umsatzerhöhung im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

e) Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren

Mit dem Aufbau einer starken und internationalen Vertriebsorganisation erwarten wir eine stetige Verbesserung der Kundenzufriedenheit. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird mittlerweile monatlich abgefragt, um direkter mit Maßnahmen auf das Mitarbeiterfeedback reagieren zu können. Die Wirksamkeit, der im Rahmen der ISO-Zertifizierung getroffenen Maßnahmen, wird in den Folgejahren regelmäßig überwacht und bei Bedarf werden Verbesserungsmaßnahmen ergriffen. Wir erwarten, dass sich beide Leistungsindikatoren auf höherem Niveau weiterhin leicht verbessern.

f) Voraussichtliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Durch den Fokus auf ein nachhaltiges Geschäftsmodell und damit verbundene Umsatzsteigerungen wird ein besseres operatives Ergebnis als im Vorjahr erwartet. Investitionen werden lediglich bei relevanten Kundenprojekten getätigt, die kurzfristig und mittelfristig zur Umsatzrealisierung führen. Dadurch wird gewährleistet, dass die Gesellschaft zum Ende des Geschäftsjahres einen zu negativen Cashflow entgegenwirkt.

g) Wesentliche geplante Investitionen

Es sind vor allem Investitionen geplant, welche vereinzelt notwendige Fähigkeiten der Produktion für Neuprodukte unterstützt und die die Automatisierung und Digitalisierung wichtiger Kernprozesse der Fertigung ermöglicht.

h) Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung

Die Geschäftsleitung sieht aufgrund laufender Kundenprojekte sehr viel Potenzial für die künftige Entwicklung. Änderungen im Geschäftsmodell oder der Positionierung sind nicht geplant, wobei Markttrends ständig beobachtet und beurteilt werden.

5. Chancen- und Risikobericht

a) Chancen

Im Segment "Consumer-Sensing" bestehen enorme Wachstumspotentiale, um mit exklusiven Kundenprojekten weiteres Wachstum zu generieren.

Wie im Vorjahr sieht die Geschäftsführung der TRUMPF Photonic Components GmbH große Chancen in zwei globalen Trends: der Digitalisierung und damit verbunden dem Einsatz von optischer Datenübertragung sowie der Nachfrage nach mobilen Anwendungen für die Sensoren aus Halbleiterdioden. Mit Hochdruck werden Neuprodukte im Bereich "Datacom" entwickelt und zur Produktionsreife gebracht, um im Geschäftsjahr 2024/2025 wieder signifikant höhere Umsätze im Segment "Datacom" zu generieren.

Mit neuen Anwendungen im Bereich "Industrial Heating" und in der Batterie-Fertigung für die Elektromobilität wird auch verstärkt auf höher integrierte Systeme aus Laserdioden gesetzt.

Durch interne Verbesserungsprogramme zur Verkürzung der Produktentwicklungszeiten können neue Kunden schneller betrachtet werden, was sowohl für die Endanwendungen wie auch für den Kunden einen schnelleren Markteintritt ermöglicht.

b) Risiken

Die TRUMPF Photonic Components GmbH ist im üblichen Ausmaß von den weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und geopolitischen Entwicklungen abhängig. Die Einschätzung der bestehenden Risiken hat sich dabei im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Spannungen im Taiwankonflikt zwischen China und den USA sind weiterhin zu beobachten. Zudem wurde die Abhängigkeit von einzelnen Kunden identifiziert, weshalb aktiv eine breitere Kundenbasis angestrebt wird. Durch eine konsequente Fokussierung auf neue Technologien wird dem Risiko von Überkapazitäten im Markt und einem Preisverfall einiger Produkte entgegengewirkt. Die Versorgungssicherheit mit Vorprodukten wurde als Risiko identifiziert und aktiv gesteuert.

Risikomanagement-System

Die Früherkennung zukünftiger Risiken ist das Ziel des internen Risikomanagements, wodurch Maßnahmen zur Gegensteuerung frühzeitig eingeleitet werden. Hierbei ist die Gesellschaft im Risikomanagement-System der TRUMPF Gruppe integriert. Hierzu werden regelmäßig verschiedene Analysen und Auswertungen durchgeführt und sowohl Ausfall- als auch Liquiditätsrisiken erfasst. Das Management erstellt zusammen mit dem Controlling ein detailliertes Budget für das jeweils nachfolgende Geschäftsjahr. Es werden monatlich interne Berichte erstellt, die das Management frühzeitig und umfassend über die Entwicklung der Gesellschaft und mögliche Risiken informieren. Dabei wird insbesondere ein Vergleich der laufenden und kumulierten Ist-Zahlen mit den budgetierten Zahlen und den Zahlen des Vergleichszeitraums im Vorjahr vorgenommen und kritisch analysiert. Ausgehend von dieser Analyse werden Maßnahmen durch das Management getroffen.

Das Risikomanagement wird konsequent auf alle Bereiche ausgedehnt. Dabei wurden auch Notfallpläne und Geschäftsfortführungspläne entwickelt. Auch die Bereiche Informationssicherheit sowie Datenschutz werden zusätzlich ausgebaut.

Forderungsausfallrisiko

Das Ausfallrisiko von Forderungen wird bei der Gesellschaft als sehr gering eingestuft. Nichtsdestotrotz besteht ein Risiko, dass einzelne Forderungen ausfallen und die Gesellschaft einen Vermögensverlust erleidet. Um die möglichen Ausfallrisiken bereits vor Vertragsabschluss zu minimieren, hat die Gesellschaft entsprechende Prozesse implementiert. Absehbare Ausfallrisiken von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig durch entsprechende Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen erfasst.

Beschaffungsrisiko

Aufgrund einer durchgeführten Risikoanalyse sowie einer jährlichen Lieferantenbewertung wurde vor allem ein Lieferant als Beschaffungsrisiko identifiziert. Durch ein noch intensiveres Lieferantenmanagement wird dieses Risiko aktiv überwacht und gesteuert. Zudem wird durch die Integration in die TRUMPF Gruppe das Beschaffungsrisiko weiter minimiert. Der Aufbau der externen Lieferkette erfordert ein international agierendes Team, das im Geschäftsjahr 2023/2024 weiter ausgebaut wurde.

Mitarbeiterrisiko

Durch die schwindende Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften am Arbeitsmarkt könnte das potenzielle Wachstum möglicherweise eingeschränkt werden. Durch Aktivitäten von asiatischen Unternehmen in Europa kommt es immer wieder zu Abwerbeversuchen von Fachkräften. Die Geschäftsführung versucht daher mit zusätzlichen Leistungen (guten Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie einem guten Betriebsklima) und Gratifikationen die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhalten bzw. auszubauen. Zur Gewinnung von weiteren qualifizierten Fachkräften arbeitet die Gesellschaft sehr eng mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, auch in Verbindung mit Europäischen Förderprogrammen, zusammen.

Liquiditäts- und Fremdwährungsrisiken

Mögliche Risiken der Liquiditätsversorgung werden regelmäßig im Rahmen einer rollierenden Liquiditätsvorschau analysiert und bewertet. Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten sind ebenfalls von Bedeutung. Daher wurden die entstehenden Fremdwährungsrisiken in der Berichtsperiode durch Devisentermingeschäfte mit der Konzernmutter besichert. Im Anhang finden sich hierzu weitere Angaben hinsichtlich der Bildung einer Bewertungseinheit. Die Gesellschaft ist zudem über das neue Geschäftsjahr hinaus durch eine Finanzierungsbestätigung bis 30.09.2025 in seiner Liquidität abgesichert.

IT-Risiken und rechtliche Risiken

Die IT-Risiken werden laufend durch Backups und zwei räumlich getrennte Rechenzentren minimiert. Außerdem wurden die Rechenzentren ausgebaut, was zu erweiterten Fähigkeiten und Sicherheiten führt. Die Gesellschaft ist keinen besonderen rechtlichen Risiken ausgesetzt und agiert vertraglich auf Basis der neuen DSGVO. Beide Themen werden durch einen Datenschutz- und Informationssicherheitskoordinator unterstützt.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Durch die Betrachtung aller Risiken kann für die Gesellschaft ein moderates Risiko abgeleitet werden. Durch eindeutige Organisations- und Führungsstrukturen sowie Informations- und Kontrollsysteme besteht ein strukturiertes Vorgehen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen angemessen begegnen zu können. Das wurde der Gesellschaft auch im TÜV ISO9001 Audit attestiert. Eine Bestandsgefährdung besteht aufgrund der Unterstützung durch die TRUMPF Gruppe nicht.

 

Ulm, den 30. September 2024

Dr. Thomas Harrer

Geschäftsführung

Bilanz zum 30. Juni 2024

Aktiva

30.06.2024
EUR
EUR 30.06.2023
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.391 7.271.759
71.391 7.271.759
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.671.324 2.256.759
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.384.054 22.776.808
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.286.207 3.040.312
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 896.148 7.626.548
26.237.733 35.700.427
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.650.001 5.650.001
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.092.518 2.832.393
2. Unfertige Erzeugnisse 1.288.992 2.802.566
3. Fertige Erzeugnisse 1.346.962 1.455.745
4. Waren -2.724 19.132
4.725.747 7.109.836
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.617.746 3.057.915
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.748.046 16.483.459
3. Sonstige Vermögensgegenstände 518.783 917.388
11.884.575 20.458.762
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.101.914 3.171.626
C. Rechnungsabgrenzungsposten 315.581 177.680
57.986.943 79.540.092

Passiva

30.06.2024
EUR
EUR 30.06.2023
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000
II. Kapitalrücklage 58.924.142 58.924.142
III. Verlustvortrag -58.785.795 -39.373.442
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 7.254.032 -19.412.353
7.417.379 163.347
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 14.694 0
2. Sonstige Rückstellungen 4.779.780 5.389.887
4.794.474 5.389.887
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.461.462 2.616.278
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.457.940 68.964.414
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.841.490 2.022.067
45.760.892 73.602.759
D. Rechnungsabgrenzungsposten 14.198 384.098
57.986.943 79.540.092

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023/2024

01.07.2023-30.06.2024
EUR
EUR 01.07.2022-30.06.2023
TEUR
1. Umsatzerlöse 31.417.934 26.182.398
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
42.093.017 39.277.725
3. Bruttoergebnis vom Umsatz -10.675.083 -13.095.327
4. Vertriebskosten 3.308.260 3.801.648
5. Forschungs- und Entwicklungskosten 26.382.767 20.822.823
6. Allgemeine Verwaltungskosten 3.305.790 5.084.663
7. Sonstige betriebliche Erträge 51.300.824 27.041.797
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 480.973 2.298.800
-17.823.034 4.966.138
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 178.668 49.581
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 178.667,70 (Vj. EUR 49.580,86)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 57.893 1.400.469
davon an verbundene Unternehmen EUR 20.816,67 (Vj. EUR 1.357.930,94)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 14.391,24 (Vj. EUR 14.448,36)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.694 0
12. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 7.254.032 -19.412.353

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls teilweise an dieser Stelle gemacht.

Der vorliegende Jahresabschluss bezieht sich auf das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2023 bis 30. Juni 2024.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma TRUMPF Photonic Components GmbH mit Sitz in Ulm im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 736026 eingetragen.

Aufstellungsgrundsatz

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Grundsatzes der Unternehmensfortführung (going concern) aufgestellt. Zur Liquiditätssicherung wurde im Geschäftsjahr ein Darlehensverzicht in Höhe von 37,0 Mio. € durchgeführt. Des Weiteren bestehen durch die Konzerngesellschaft gewährte Darlehen. Mit dem gewährten Cashpool der Muttergesellschaft und den positiven Planungsaussichten ist der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft auch über das neue Geschäftsjahr hinaus gesichert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Sofern bei immateriellen Software-Gegenständen keine Vertragsdauer vorliegt, findet eine lineare Abschreibung nach drei bis fünf Jahren statt. Ebenso wird ein Firmenwert in fünf Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag eingebucht.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der linearen Methode und der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 250,00 € bis 1.000,00 € wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Anlagenklasse Abschreibungsdauer
in Jahren
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 20
Fabrikgebäude 7 bis 33
Geringwertige Wirtschaftsgüter 5
Hardware 3 bis 10
Mietkauf technische Anlagen 10
Software 3 bis 5
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 10
Werkzeuge 2 bis 10

Sofern von einer dauernden Wertminderung sowohl bei Vermögensgegenständen der Sachanlagen als auch der immateriellen Vermögensgegenstände auszugehen ist, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Finanzmittelanlagen des Umlaufvermögens unterliegen dem strengen Niederstwertprinzip und werden auch bei nicht dauerhafter Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Dies bedeutet, dass von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen wurden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.

Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Anschaffungskosten bzw. Einnahmen bewertet und gemäß der Laufzeit gleichmäßig aufgeteilt.

Angaben zur Bildung von Bewertungseinheiten (Hedge-Accounting)

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Komponenten gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften über den gesamten Sicherungszeitraum vollständig aus. Die Effektivität der Sicherungsmaßnahmen wird im Rahmen des bestehenden Risikomanagements mithilfe der Critical Terms Match Methode regelmäßig überwacht. Gegebenenfalls erforderliche Anpassungen der Sicherungsstrategie werden zeitnah vorgenommen. Es kann daher sowohl prospektiv als auch retrospektiv von einer effektiven Sicherungsbeziehung ausgegangen werden. Zur Absicherung von Währungsrisiken, aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen, werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen, die bezüglich Laufzeit, Nominalbetrag und Fremdwährung dem erwarteten Nettozahlungsstrom entsprechen (Macro Hedges) 1 . Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Ein- und Auszahlungen aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften sind aus der Unternehmensplanung abgeleitet. Die vergangenheitsbezogene Überprüfung der Planung hat gezeigt, dass die angesetzten Transaktionen sehr wahrscheinlich sind. Die Devisentermingeschäfte sind für das nachfolgende Geschäftsjahr abgeschlossen, sodass aktuell Absicherungen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2024/2025 bestehen.

Bei der Absicherung bilanzwirksamer Grundgeschäfte wird die Durchbuchungsmethode verwendet, d.h. sowohl die Grundgeschäfte als auch die Sicherungsgeschäfte werden zum Stichtag bewertet. Sich ausgleichende, gegenläufige Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäften werden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Bruttowert erfasst. Bei der Absicherung nicht bilanzwirksamer Grundgeschäfte werden Derivate als schwebende Geschäfte nicht bilanziert (Einfrierungsmethode).

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung nach der in der internationalen Rechnungslegung vorgeschriebenen projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen ein Zinssatz von 1,84 % p.a. (Vorjahr 1,80 % p.a.) zugrunde gelegt. Etwaige Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden aufgrund der vertraglichen Gestaltung der Versorgungszusagen nicht einbezogen.

Die Rückstellungen für die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenständen, saldiert. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenständen wurde auf Basis geleisteter Ein- und Auszahlungen berechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.

Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden mit dem Barwert der künftigen Jubiläumsleistungen bewertet. Die Restlaufzeit der Verpflichtung wird pauschal mit 15 Jahren angesetzt. Der maßgebliche Rechnungszinsfuß (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre) beträgt zum Bilanzstichtag 1,85 % p.a. Zudem wird der künftige Gehaltstrend und die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung mit jeweils 3,00 % p.a. berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Steuern

Die Konzernobergesellschaft TRUMPF SE + Co. KG fällt ab dem Geschäftsjahr 2024/2025 in den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetzes. Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Bei der TRUMPF Photonic Components GmbH handelt es sich um eine nachgelagerte Gesellschaft im Sinne der gesetzlichen Regelungen, die selbst keiner direkten Steuerlast aus Ergänzungssteuern nach dem Mindeststeuergesetz unterliegt. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin, die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die Gesellschaft verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 3,9 Mio. € vorgenommen, da voraussichtlich die dauerhafte Verwendbarkeit der Anlagen nicht mehr gegeben ist. Des Weiteren wurden Wertminderungen bei Anlagen im Bau von 0,6 Mio. € verbucht.

Angaben zum Anteilsbesitz

Sitz der Gesellschaft Beteiligung
%
Eigenkapital
in Mio. €
Ergebnis
in Mio. €
TRUMPF Photonic Components B.V., Niederlande Eindhoven 100,00 1,5 0,5

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

30.06.2024
Mio. €
30.06.2023
Mio. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6,6 3,1
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,0 0,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4,8 16,5
Sonstige Vermögensgegenstände 0,5 0,9
11,9 20,5

Hauptbestandteil der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Wesentlichen die Forderungen aus Einlagen der Konzernmutter in den gruppenweiten Cash Pool der TRUMPF Photonic Components GmbH. Des Weiteren sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,2 Mio. € enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten hauptsächlich eine Forderung gegenüber dem Finanzamt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt zum Stichtag unverändert 25.000,00 €.

Im Geschäftsjahr gab es keine Erhöhung der Kapitalrücklage. Somit betrug diese zum Bilanzstichtag unverändert 58,9 Mio. €.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der beizulegende Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Aus dem gebildeten Deckungsvermögen ergibt sich ein Ertrag von 31.794,00 €. Dieser wurde mit dem Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen, welche nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert werden, in Höhe von 0,00 € verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens beträgt 1,7 Mio. €, welcher dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen entspricht.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen mit Personalbezug wie beispielsweise erfolgsabgängige Mitarbeitervergütungen, noch nicht genommene Urlaubsansprüche, Jubiläumsansprüche und geleistete Überstunden. Enthalten sind hier ebenso sonstige Rückstellungen Übrige, ausstehende Eingangsrechnungen und Garantieverpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

in Mio. € 30.06.2024
Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.461 2.461
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.328 0 40.130 41.458
3. Sonstige Verbindlichkeiten 895 946 0 1.841
- davon aus Steuern 242 0 0 242
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
4.684 946 40.130 45.760
in Mio. € 30.06.2023
Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.616 2.616
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.335 0 66.629 68.964
3. Sonstige Verbindlichkeiten 707 1.315 0 2.022
- davon aus Steuern 288 0 0 288
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
5.658 1.315 66.629 73.602

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 40,1 Mio. €. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus sonstigen Lieferungen und Leistungen (1,3 Mio. €).

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr handelt es sich um einen Mietkauf, welcher im Jahr 2018 abgeschlossen wurde und sich über eine Gesamtlaufzeit von 10 Jahren beläuft.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023/2024 2022/2023
Mio. € % Mio. € %
Umsatzerlöse
- nach Tätigkeitsbereichen
Components 25,9 82 21,0 80
Modules 2,1 7 1,6 6
Systems 3,4 11 3,6 14
31,4 100 26,2 100
- nach Regionen
Inland 2,6 8 2,6 10
Übrige EU-Länder 8,6 28 0,6 2
Übriges Europa 1,1 3 0,2 1
Nordamerika 2,1 7 4,1 16
Australien/Ozeanien 0,0 - 0,0 -
Übrige Länder 17,0 54 18,7 71
31,4 100 26,2 100

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 51,3 Mio. € und enthalten einen Darlehensverzicht der Muttergesellschaft in Höhe von 37,0 Mio. €. Weiter darin enthalten sind sowohl sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 9,8 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €). Ferner beinhaltet die Position Erträge aus öffentlichen Zuwendungen im Rahmen von geförderten Entwicklungsprojekten, welche sich auf 3,8 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €) belaufen.

Materialaufwand

Die nach dem Umsatzkostenverfahren gegliederte Gewinn- und Verlustrechnung enthält - verteilt auf einzelne Funktionsbereiche - den folgenden Materialaufwand:

2023/2024
Mio. €
2022/2023
Mio. €
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10,0 9,2
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3,6 1,6
13,6 10,8

Personalaufwand

Die nach dem Umsatzkostenverfahren gegliederte Gewinn- und Verlustrechnung enthält - verteilt auf einzelne Funktionsbereiche - den folgenden Gesamtpersonalaufwand:

2023/2024
Mio. €
2022/2023
Mio. €
Löhne und Gehälter 18,6 20,7
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3,4 3,4
davon für Altersversorgung 0,1 0,1
22 , 0 24, 1

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 20,5 Mio. € handelt es sich um interne Weiterbelastungen und Verrechnungen, externe Konstruktionstätigkeiten als auch um Instandhaltungskosten.

IV. Sonstige Angaben

Bewertungseinheiten

Zur Absicherung von Währungsrisiken bei Fremdwährungsforderungen der Währungspaare EUR/USD werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften mit einem Gesamtvolumen von 38,8 Mio. € eingesetzt. Die Zeitwerte der Termingeschäfte zum 30.06.2023 werden nach der Barwertmethode bewertet. Insgesamt ergeben sich negative Zeitwerte in Höhe von -0,7 Mio. €, denen zum Stichtag keine positiven Zeitwerte gegenüberstehen.

Angaben zu Finanzinstrumenten:

Art/Kategorie Risiko/ Art der Bewertungseinheit Einbezogener Betrag
Mio. €
Höhe des abgesicherten Volumens
Mio. $
Kundenumsätze/ Devisentermingeschäfte Währungsrisiko/Macro Hedge 38,8 42,8

Angaben zur Geschäftsführung

Die Geschäfte des Unternehmens werden durch folgende Person geführt:

 

Herrn Dr. Berthold Schmidt, promovierter Physiker (bis 30.11.2023)

 

Herrn Dr. Thomas Harrer, promovierter Ingenieur (ab 01.12.2023)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr gewährte die Gesellschaft an ihre Mitglieder der Geschäftsführung keine Vorschüsse auf künftige Gehaltszahlungen oder Kredite. Die Gesellschaft ging zugunsten dieser Personen auch keine Haftungsverhältnisse ein.

Bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführer macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer betrug 247 zzgl. 2 Auszubildenden.

Aufteilung nach Funktionsbereich:

2023/2024
Produktion 172
Forschung & Entwicklung 18
Vertrieb 21
Verwaltung 36
247

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten in Höhe von 3,1 Mio. €.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

Mio. €
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 3,1
3,1

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet- und Leasingverträgen für Büro- und Produktionsgebäude. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 6 Monaten und 5 Jahren.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten nach § 251 HGB.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der TRUMPF Photonic Components GmbH wird in den Konzernabschluss der TRUMPF SE & Co. KG (vormals TRUMPF GmbH & Co. KG), Ditzingen, einbezogen. Die Trumpf SE & Co. KG, Ditzingen, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Daher verzichtet die TRUMPF Photonic Components GmbH gemäß § 291 Abs. 1 HGB auf die Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

Abschlussprüfungsleistungen 38.227

Nachtragsbericht

Nach dem Stichtag ist in Bezug auf das Geschäftsjahr 2023/2024 eine Finanzierungsbestätigung bis 30.09.2025 von der TRUMPF Gruppe gewährleistet worden. Damit wird der Liquiditätsbedarf auch über das neue Geschäftsjahr hinaus gesichert. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nicht eingetreten.

 

Ulm, den 30. September 2024

Dr. Thomas Harrer

Geschäftsführung

1 Gabler Wirtschaftslexikon, 2022, https://wirtschaftslexikon.gabler.de

Entwicklung des Anlagevermögens 2023/2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.07.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.088.094,43 0,00 0,00
22.088.094,43 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.927.524,90 6.213,07 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 51.278.597,81 954.623,73 -1.291.123,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.792.962,09 522.988,74 -67.450,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.626.548,05 188.815,27 -91.083,84
72.625.632,85 1.672.640,81 -1.449.657,68
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.000.001,00 0,00 0,00
6.000.001,00 0,00 0,00
100.713.728,28 1.672.640,81 -1.449.657,68
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen
EUR
Umgliederung
EUR
30.06.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 22.088.094,43
0,00 0,00 22.088.094,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 4.933.737,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.773.569,35 0,00 57.715.667,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.561,99 0,00 9.303.062,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -6.828.131,34 0,00 896.148,14
0,00 0,00 72.848.615,98
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 6.000.001,00
0,00 0,00 6.000.001,00
0,00 0,00 100.936.711,41
Kumulierte Abschreibungen
01.07.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.816.335,43 7.200.368,00 0,00
14.816.335,43 7.200.368,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.670.765,90 591.648,07 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.501.789,81 8.790.590,08 -960.766,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.752.650,09 1.331.655,73 -67.450,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
36.925.205,80 10.713.893,88 -1.028.216,84
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 350.000,00 0,00 0,00
350.000,00 0,00 0,00
52.091.541,23 17.914.261,88 -1.028.216,84
Kumulierte Abschreibungen
Umbuchungen
EUR
Umgliederung
EUR
30.06.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 22.016.703,43
0,00 0,00 22.016.703,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 3.262.413,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 36.331.613,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 7.016.855,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 46.610.882,84
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 350.000,00
0,00 0,00 350.000,00
0,00 0,00 68.977.586,27
Buchwerte
30.06.2024
EUR
30.06.2023
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.391,00 7.271.759,00
71.391,00 7.271.759,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.671.324,00 2.256.759,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.384.054,00 22.776.808,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.286.207,00 3.040.312,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 896.148,14 7.626.548,05
26.237.733,14 35.700.427,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.650.001,00 5.650.001,00
5.650.001,00 5.650.001,00
31.959.125,14 48.622.187,05

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TRUMPF Photonic Components GmbH, ULM

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TRUMPF Photonic Components GmbH, ULM, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TRUMPF Photonic Components GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 2. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kai Mauden, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Derosa, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss der

TRUMPF Photonic Components GmbH ("Gesellschaft")

Die unterzeichnende Gesellschafterin vertritt 100% des Gesellschaftskapitals und beschließt wie folgt:

1.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/24 wird von der Geschäftsführung vorgelegt und mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 7.254.032 festgestellt. Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 51.531.763 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

2.

Für das Geschäftsjahr 2023/24 wird der Geschäftsführung Entlastung erteilt.

3.

Als Abschlussprüfer für den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024/25 wird die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, bestellt.

 

14. Januar 2025

TRUMPF International Beteiligungs-SE

ppa. Ulrich Mehrbrodt

Prokurist

 

17. Januar 2025

TRUMPF International Beteiligungs-SE

ppa. Christian Greger

Prokurist

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