F-TV Verwaltung GmbH
Same addressManagement activities of other holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Stephan Lindner since 10/13/2023 | Procura |
Beate Dantele since 10/13/2023 | Procura |
Matthias Schneider since 7/7/2023 | Board Member |
Ulf Dr. Spessert since 2/14/2022 | Board Member |
Frederik Raimund Wulff since 7/26/2017 | Board Member |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Markel Insurance SEMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.20241. LAGEBERICHT1.1 Grundlagen der Gesellschaft Die Markel Insurance SE - nachfolgend MISE oder Gesellschaft genannt - ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Markel Holdings GmbH, München. Die MISE sowie ihre Muttergesellschaft werden in den Konzernabschluss der Markel Group Inc., Richmond, USA, einer weltweit tätigen Holdinggesellschaft für Versicherungs-, Rückversicherungs- und Investmentgeschäfte, einbezogen. Die MISE zeichnete im Berichtsjahr Versicherungsgeschäft im Stammhaus in Deutschland sowie den Niederlassungen in den Niederlanden, in Spanien, in Irland, in Großbritannien, in der Schweiz und in Frankreich. Des Weiteren agiert die MISE als lizensierter "Surplus Lines"-Anbieter in den USA. Die Gesellschaft zediert das gesamte Geschäft in einem konzerninternen 80-%-Quotenrückversicherungsvertrag an die Markel Bermuda Limited. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern. Er ist Leitungsorgan der Gesellschaft und setzt sich wie folgt zusammen:
Der Aufsichtsrat der MISE besteht aus den folgenden Mitgliedern:
1.2 Geschäftsumfeld Gesamtwirtschaftliches Umfeld Im Jahr 2024 sahen sich die europäische und insbesondere die deutsche Wirtschaft mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Die Europäische Union verzeichnete ein bescheidenes Wirtschaftswachstum von lediglich 0,9 %, während die USA im Vergleich dazu um 2,7 % zulegten. Deutschland, traditionell die treibende Kraft Europas, geriet in eine Rezession, was auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist. Hohe Energiekosten, eine komplexe Bürokratie und intensive Konkurrenz aus China belasteten die industrielle Produktion und hemmten Investitionen in Innovationen. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung in Europa blieben hinter denen der USA zurück, was zu einem technologischen Rückstand führte. Zudem meldete die Deutsche Bundesbank für 2024 einen historischen Verlust, den ersten seit 45 Jahren, bedingt durch die Zinswende der Europäischen Zentralbank zur Inflationsbekämpfung. Trotz dieser Widrigkeiten bleibt Europa ein bedeutender Wirtschaftsraum. Versicherungswirtschaftliches Umfeld Der Versicherungsmarkt in Deutschland ist nach der Prognose des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. im Jahr 2024 über alle Sparten um 5,3% auf Beitragseinnahmen von 238,3 Mrd € gestiegen. In der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen die Beitragseinnahmen 2024 um 7,8% auf insgesamt 92,1 Mrd €. 1.3 Geschäftsverlauf der Markel Insurance SE Analyse der versicherungstechnischen Gesamtleistung im Berichtszeitraum Im Berichtsjahr verzeichnet die Gesellschaft einen Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge auf 443.824 (434.805) Tsd €. Die Bruttobeitragseinnahmen der MISE im Berichtsjahr 2024 sind leicht unter der Vorjahresprognose. Das Bruttobeitragsvolumen der MISE besteht mit 93,5 (94,3) % überwiegend aus Beiträgen des selbst abgeschlossenen Geschäfts. Auf das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft entfallen lediglich 6,5 (5,7) % der Bruttobeitragseinnahmen und 7,7 (9,6) % der Aufwendungen für Versicherungsfälle sowie 2,2 (2,5) % der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb. Die folgenden Ausführungen beziehen sich deswegen jeweils auf das Versicherungsgeschäft als Ganzes bestehend aus selbst abgeschlossenem und in Rückdeckung übernommenem Geschäft. Mit dem Ziel einer Harmonisierung der Exponierung der Sparten werden für einzelne Geschäftssegmente spartenspezifische Rückversicherungsverträge abgeschlossen. Dies erfolgt sowohl durch segmentspezifische Exzedentenverträge und Quotenrückversicherungsverträge als auch durch fakultative Deckungen mit externen Rückversicherungsunternehmen. Der Selbstbehalt nach diesen segmentspezifischen Rückversicherungsverträgen wird innerhalb der Markel Gruppe durch Zession eines Quotenrückversicherungsvertrags von 80% an die Markel Bermuda Limited, Hamilton (MBL) geschützt. Unter Einbezug dieser Rückversicherungsverträge lagen die gebuchten Nettobeiträge bei 75.180 (73.683) Tsd €. Die verdienten Bruttobeiträge der Gesellschaft sind um 26.786 Tsd € von 422.632 auf 449.418 Tsd € gestiegen. Die Entwicklung der verdienten Bruttobeiträge ist besonders im deutschen Stammhaus erwähnenswert, da das Versicherungsgeschäft aus dem europäischen Wirtschaftsraum seit dem vollzogenen Brexit vollständig im deutschen Stammhaus gezeichnet wird. Entwicklung der verdienten Bruttobeiträge nach Ländern Tsd €
Der Anstieg der verdienten Bruttobeiträge war im Wesentlichen auf Prämienzuwächse im Deutschen Stammhaus sowie in den Niederlassungen in Spanien und den Niederlanden zurückzuführen. Der Bruttoaufwand für Versicherungsfälle erhöhte sich im Jahr 2024 auf 219.749 (140.491) Tsd € und erreichte eine bilanzielle Brutto-Schadenquote von 48,9 (33,2) % und übertrifft leicht die Vorjahresprognose. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 155.367 (140.375) Tsd €. Die Brutto-Kostenquote lag im Berichtsjahr 2024 mit 34,6 (33,2) % auf höherem Niveau als 2023 und befindet sich im geplanten Bereich. Nach Berücksichtigung von Brutto-Abschlussaufwendungen von 93.018 (88.589) Tsd € und Brutto-Verwaltungskosten von 62.350 (51.786) Tsd €, sowie eines Rückversicherungsergebnisses von 52.279 (120.943) Tsd €, das durch den positiven Verlauf der verdienten Bruttobeiträge und der Schadensentwicklung geprägt wurde, ergab sich für die Gesellschaft ein positives versicherungstechnisches Ergebnis von 7.994 (6.669) Tsd € nach Veränderung der Schwankungsrückstellung. Der Schwankungsrückstellung wurden 14.036 (Zuführung von 14.154) Tsd € zugeführt. Es ergibt sich eine gegenüber dem Vorjahr höhere Brutto-Schadenkostenquote von 83,5 (66,5) %. Die im Berichtsjahr ausgewiesene Brutto-Schadenkostenquote entspricht der Vorjahresprognose. Analyse der versicherungstechnischen Gesamtleistung im Berichtszeitraum Unfallversicherung Tsd €
Der Großteil der verdienten Bruttobeiträge wurden in der Niederlassung in Spanien gezeichnet. Die spanische Niederlassung konnte einen Zuwachs an verdienten Bruttobeiträgen auf 10.175 (8.876) Tsd € verzeichnen. Der Anstieg der verdienten Bruttoprämien wurde von den Bruttoschadenaufwendungen und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb vollständig kompensiert. Während die Auflösungen von Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle mit 1.606 (1.168) Tsd € auf einem höheren Niveau sind, verzeichnete die spanische Niederlassung einen Anstieg von Zahlungen für Versicherungsfälle von 4.129 Tsd € im Vorjahr auf 4.740 Tsd € im Berichtsjahr. Das gestiegene Prämienvolumen hat zu einem Anstieg von Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb von 2.726 Tsd € im Vorjahr auf 3.478 Tsd € im Berichtsjahr geführt. Bedingt durch diese Entwicklung in der spanischen Niederlassung, ist bei der MISE die Brutto-Schadenkostenquote von 52,1% im Vorjahr auf 61,5% im Berichtsjahr gestiegen. Insgesamt verzeichnet die Gesellschaft einen im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren brutto versicherungstechnischen Gewinn von 3.221 (3.971) Tsd €. Kredit- und Kautions-Versicherung Tsd €
Die Kredit- und Kautionsversicherung wird maßgeblich durch die Niederlassung in Deutschland geprägt. Der starke Anstieg des brutto versicherungstechnischen Gewinns auf 12.509 (3.668) Tsd € ist im Wesentlichen auf umfangreiche Auflösungen von Spätschadenrückstellungen aus älteren Zeichnungsjahren in der Kreditversicherung zurückzuführen. Diese Auflösungen in Höhe von 7.596 (540) Tsd € sind der wesentliche Grund für die niedrige Schadenquote. Ohne diesen Sondereffekt würden die Bruttoschadenaufwendungen 8.389 Tsd € betragen, was zu einer Brutto-Schadenquote von 37,0 % führen würde. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sind mit dem Anstieg der verdienten Bruttobeiträge erwartungsgemäß auf 7.648 (5.470) Tsd € weitergewachsen. Haftpflichtversicherung Tsd €
Die Entwicklung der verdienten Bruttobeiträge in Deutschland profitierte von einem positiven Marktumfeld, das zu einem Anstieg der Beitragseinnahmen führte. Im deutschen Stammhaus erhöhten sich die verdienten Bruttobeiträge auf 182.811 (165.149) Tsd €. Einerseits stiegen die Brutto-Zahlungen für Versicherungsfälle infolge des Neugeschäftszuwachses von 21.718 Tsd € im Vorjahr auf 38.324 Tsd € im Berichtsjahr. Andererseits wurden Spätschadenrückstellungen aus älteren Zeichnungsjahren aufgelöst. Zudem erfolgte erstmals die Auflösung zusätzlicher Reserven, die über die aktuarielle Rückstellung hinaus gebildet wurden, in Höhe von 11.117 Tsd €. Diese Entwicklungen führten zu niedrigeren Bruttoschadenaufwendungen von 73.278 (82.543) Tsd €, wodurch sich die Brutto-Schadenquote auf 40,1 (50,0) % verbesserte. Nach Berücksichtigung der angefallenen Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von 65.501 (58.726) Tsd € lag die Brutto-Schadenkostenquote des deutschen Stammhauses bei 75,9 (81,5) % vor Zuführung zur Schwankungsrückstellung. Diese fiel im Berichtsjahr mit 8.196 (3.650) Tsd € deutlich höher aus. Die verdienten Bruttobeiträge im restlichen Europa beliefen sich im Kalenderjahr 2024 auf 134.983 (132.653) Tsd €. Der Anstieg resultierte vor allem aus dem stärkeren Geschäft der Niederlassungen in den Niederlanden mit 69.234 (66.699) Tsd € und in Spanien mit 32.185 (29.291) Tsd €. Die Bruttoschadenaufwendungen stiegen im Berichtsjahr deutlich auf 48.927 (24.378) Tsd €. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf eine erhöhte Schadenaktivität in den Niederlanden, Spanien und Irland zurückzuführen. Infolgedessen erhöhten sich die Zahlungen für Versicherungsfälle von 22.840 Tsd € im Vorjahr auf 32.639 Tsd €. Zudem führten diese Schadenentwicklungen zu einer Erhöhung der Spätschadenrückstellungen in den Niederlanden und Irland um 18.322 Tsd €. Die Brutto-Schadenquote stieg dadurch auf 36,2 (18,4) %. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich auf 49.264 (42.539) Tsd €, was zu einer Brutto-Schadenkostenquote von 72,7 (70,0) % führte - vor einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 5.778 (2.680) Tsd €. Sonstige Vermögensschadenversicherung Tsd €
Das Stammhaus in Deutschland verzeichnet im Wesentlichen sämtliche Prämien in der Sonstigen Vermögensschadenversicherung. Im Berichtsjahr ist das Prämienvolumen um 2.241 Tsd € von 13.981 Tsd € im Vorjahr auf 11.740 Tsd € gesunken. Die Bruttoschadenaufwendungen sind von 7.929 auf 7.229 Tsd € gesunken und sind durch die Reduzierung der Geschäftsaktivitäten begründet. Dementsprechend sind die Zahlungen für Versicherungsfälle von 7.584 auf 6.611 Tsd € gesunken. Die Reduzierung der Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sind erwartungsgemäß mit dem Rückgang der verdienten Bruttobeiträge ebenfalls von 2.805 Tsd € im Vorjahr auf 2.444 Tsd € im Berichtsjahr gesunken. Transport- und Luftfahrt-Versicherung Tsd €
Das deutsche Stammhaus zeichnete den Großteil des Prämienvolumens. Die verdienten Bruttobeiträge blieben mit 85.973 (84.977) Tsd € weitgehend stabil. Besonders hervorzuheben ist der deutliche Anstieg der Bruttoschadenaufwendungen auf 86.277 (16.624) Tsd €. Ursächlich hierfür war ein erheblicher Anstieg der Zahlungen für Versicherungsfälle infolge mehrerer Großschäden. Zusätzlich erhöhten sich die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle - insbesondere im Energy-Segment, wo eine erhöhte Schadenaktivität verzeichnet wurde. Insgesamt wurden Nachreservierungen in Höhe von 28.038 Tsd € vorgenommen. Aufgrund des negativen versicherungstechnischen Ergebnisses in diesem Versicherungszweig wurden 2.845 (Zuführung von 6.269) Tsd € aus der Schwankungsrückstellung entnommen. 1.4 Kapitalanlagestrategie und -ergebnis Das primäre Anlageziel der Gesellschaft ist es, ausreichend bedeckungsfähige Aktiva zu halten, um auch künftig ohne Einschränkungen so viel gewinnbringende Versicherungsprämie wie möglich zu zeichnen. Das Anlageportfolio soll dazu ausreichend liquide und fristenkongruent sein, damit ausreichende Mittel zum Schutz der Interessen der Versicherungsnehmer zur Verfügung stehen. Dabei verlässt sich die Gesellschaft auf solide Zeichnungspraktiken, um investierbare Mittel zu erzeugen und gleichzeitig das Zeichnungsrisiko zu minimieren. Der Großteil der investierbaren Mittel stammt aus den von den Versicherungsnehmern gezahlten Prämien. Die Mittel der Versicherungsnehmer werden im Wesentlichen in qualitativ hochwertige Anleihen mit fristenkongruenter Laufzeit investiert. Die Anlageleistung wird durch die Analyse der Nettoanlageerträge und der realisierten Nettoanlagegewinne gemessen. Ziel ist eine langfristige Gesamtanlagerendite. Dabei wird die Qualität des Anleiheportfolios nicht zulasten der Bonität der Schuldner herabgesetzt, um die Renditen zu erhöhen oder zu erhalten. Die Nettoverzinsung für das am 31. Dezember 2024 endende Jahr betrug 2,0 (1,5) %. Im Jahr 2024 hat die MISE in festverzinsliche Anlagen mit dem Schwerpunkt auf Unternehmensanleihen und internationalen Staatsanleihen investiert. Diese sind entsprechend den Verpflichtungen aus dem Versicherungsbereich international breit gestreut, bestehen jedoch vor allem aus Euro-Anleihen. Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen betrugen 4.254 (2.634) Tsd €. Zudem sind 712 Tsd € aus dem Abgang von Kapitalanlagen erwirtschaftet worden. Dagegen standen Aufwendungen für die Kapitalanlageverwaltung von 829 (275) Tsd €. Im Berichtsjahr wurden erstmalig Anteile an Geldmarktfonds erworben um überschüssige Liquidität ertragsbringend anzulegen. Im Berichtsjahr ergaben sich ein Abgang durch das fristgerechte Ablaufen einer US-Staatsanleihe und zwei supranationaler Anleihen. Abschreibungen und Zuschreibungen auf Kapitalanlagen erfolgten nicht. Die Zeitwerte der Kapitalanlagen lagen im Berichtsjahr über den Bilanzwerten. Die stillen Reserven auf Kapitalanlagen betrugen insgesamt 2.628 (988) Tsd €. Stille Lasten ergaben sich im Berichtsjahr in Höhe von 1.991 (4.348) Tsd €. Die Reservequote, die das Verhältnis der Bewertungsreserven zum Buchwert der Kapitalanlagen ausdrückt, lag zum Jahresende bei 2,0 (-1,7) %. 1.5 Übriges nichtversicherungstechnisches Ergebnis Im Übrigen nichtversicherungstechnischen Ergebnis ergaben sich Nettoaufwendungen nach Abzug von Kostenübernahmen im Rahmen des Quotenrückversicherungsvertrags von 5.146 (1.226) Tsd €, die sich vor allem aus den Gehältern zusammensetzen. Währungskursverluste - hauptsächlich aus der Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten - sind mit 149 (Gewinn von 405) Tsd € enthalten. Konzernintern weiterverrechnete Kosten für die Durchführung von Dienstleistungen betreffend das Rechnungswesen, interne Revision, Leistungen der Rechts- und Steuerabteilungen im Berichtsjahr insgesamt 7.043 (9.032) Tsd €. Dieser leichte Rückgang ist dadurch bedingt, dass die Weiterrechnung der Kosten zwischen der MISE und der MHG seit dem 1. Januar 2024 durch die Aufhebung der Dienstleistungsverträge nicht mehr stattfindet. 1.6 Gesamtergebnis Zusammenfassend ist das Berichtsjahr 2024 durch eine Steigerung der verdienten Nettobeiträge auf 77.874 (74.580) Tsd € sowie gestiegener netto versicherungstechnischen Aufwendungen in Höhe von 55.844 (53.757) Tsd € gekennzeichnet. Bedingt durch das positive Ergebnis wurde mit 14.036 (14.154) Tsd € eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung vorgenommen. Im Berichtsjahr 2024 wurde ein handelsrechtlicher Gewinn in Höhe von 6.088 (Gewinn von 32) Tsd € verzeichnet. 1.7 Vermögenslage Es ergab sich eine Reduzierung der Bilanzsumme um 5.346 (Erhöhung von 30.825) Tsd € von 389.289 Tsd € im Vorjahr auf 383.943 Tsd €, was einer Reduzierung um 1,4 (Steigerung um 8,6) % entspricht. Dies liegt insbesondere an den regelmäßigen Abrechnungen des Quotenrückversicherungsvertrag mit der MBL. Die laufenden Guthaben und die Einlagen bei Kreditinstituten sind insgesamt um 88.752 (34.490) Tsd € gesunken. Dies liegt daran, dass die Gesellschaft erstmals in Geldmarktfonds investierte und dadurch die Einlagen bei Kreditinstituten entsprechend reduzierte. Zum Jahresende 2024 hielt die MISE 81.791 (0) Tsd € in Geldmarktfonds. Die Inhaberschuldverschreibungen sind um 7.535 Tsd € von 142.369 Tsd € auf 149.904 Tsd € angestiegen. Zudem wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2024 im Rahmen eines Vertrags über den Kauf und die Übertragung von Anlagevermögen Vermögensgegenstände in Höhe von 2.649 Tsd € von der MHG auf die MISE übertragen. 1.8 Finanzlage Die Eigenkapitalquote ist leicht angestiegen, von 29,8 % im Vorjahr auf nunmehr 31,8 %. Die versicherungstechnischen Rückstellungen nahmen um 20.196 auf 153.177 (132.981) Tsd € im Berichtsjahr zu, was zu einer Steigerung von 15,2 % im Vergleich zum Vorjahr führte. Zudem führte das positive versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen, zu einer starken Zuführung in die Schwankungsrückstellung von 14.036 (14.154) Tsd €. Das im Vergleich zum Vorjahr gesunkene andere Fremdkapital besteht vor allem aus Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft, den Steuerrückstellungen sowie den anderen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft reduzierten sich weiter um 24.909 auf 40.185 (65.094) Tsd € ab. Im Rahmen des Vertrags über den Kauf und die Übertragung von Anlagevermögen wurden ebenfalls sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 5.135 Tsd € von der MHG auf die MISE übertragen. 1.9 Liquiditätslage Das Liquiditätsmanagement der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, allen finanziellen Verpflichtungen jederzeit und ohne die Inanspruchnahme von Krediten nachkommen zu können. Daher werden Mittelzuflüsse von Versicherungsnehmern und Aktionären überwiegend in kurzfristige liquide Mittel und Anleihen investiert. Durch die erwarteten Liquiditätsüberschüsse aus dem Versicherungsgeschäft und der hohen Fungibilität der Kapitalanlagen wird die jederzeitige Erfüllbarkeit der Verbindlichkeiten gewährleistet. 1.10 Zweigniederlassungen Die MISE unterhält Zweigniederlassungen in:
1.11 Funktionsausgliederung Die Gesellschaft hat ihre bestehenden Outsourcing- und sonstigen Dienstleistungsvereinbarungen mit ihren verbundenen Unternehmen auf Aktualität und Anpassungsbedarf überprüft und mit Wirkung zum 1. Januar 2024 neu gefasst. Im Berichtsjahr 2024 hat die Gesellschaft aufgrund von Outsourcing- und sonstigen Dienstleistungsvereinbarungen folgende Funktionen und Tätigkeiten von folgenden verbundenen Unternehmen vornehmen lassen:
Markel International Services Limited übernimmt für die Gesellschaft weiterhin, jedoch nun gemäß den Bestimmungen der neu gefassten Outsourcing-Vereinbarung, die versicherungsmathematische Funktion, die Schadensabwicklung für den Geschäftsbereich "Wholesale" und "Specialty" sowie die Interne Revision. Darüber hinaus übernimmt die Markel International Services Limited weiterhin, jedoch nun gemäß den Bestimmungen der neu gefassten Dienstleistungsvereinbarung, die Durchführung von Dienstleistungen, die das Rechnungswesen, das Risikomanagement, die elektronische Datenverarbeitung, Leistungen der Rechts- und Personalabteilungen und die Zurverfügungstellung von IT-Services betreffen. Im Berichtsjahr wurden für diese Dienstleistungen 31.790 (25.073) Tsd € verrechnet. Markel Service, Incorporated übernimmt für die Gesellschaft gemäß den Bestimmungen der neu gefassten Outsourcing-Vereinbarung die Schadensabwicklung für den Geschäftsbereich "Specialty" und "GlobalRe". Darüber hinaus übernimmt Markel Service, Incorporated weiterhin, jedoch nun gemäß den Bestimmungen der neu gefassten Dienstleistungsvereinbarung, die Durchführung von Dienstleistungen, die Treasury, Personalabrechnung, IT-Dienstleistungen, Marketing-Dienstleistungen sowie allgemeine Verwaltungsdienstleistungen betreffen. Im Berichtsjahr wurden für diese Dienstleistungen 8.275 (10.997) Tsd € verrechnet. Markel-Gayner Asset Management LLC übernimmt für die Gesellschaft gemäß den Bestimmungen der neu gefassten Outsourcing-Vereinbarung die Vermögensanlage und -verwaltung für die MISE. Im Berichtsjahr wurden für diese Dienstleistungen 387 (229) Tsd € verrechnet. Markel Bermuda Limited unterstützt weiterhin bei der Schadenbearbeitung und -verwaltung die Niederlassung in Irland. Zudem besteht für das gesamte selbst abgeschlossene und übernommene Geschäft ein 80-%-Quotenrückversicherungsvertrag zwischen der MISE und Markel Bermuda Limited. Markel Holdings GmbH übernahm für die Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2023:
Im Jahr 2023 wurden der MISE-Leistungen in Höhe von 7.925 Tsd € weiterbelastet. Zum 1. Januar 2024 wurde die Dienstleistungsvereinbarung zwischen der MISE und der MHG aufgelöst. 1.12 Betriebene Versicherungszweige und -arten Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Übernommenes Versicherungsgeschäft
2. CHANCEN UND RISIKOBERICHT Das Geschäftsmodell der MISE beinhaltet die Übernahme und das Management von Risiken. Ein ausgeprägtes Risikobewusstsein und das sorgfältige Abwägen von Chancen und Risiken sind daher integraler Bestandteil der Geschäftssteuerung. Die Hauptelemente des Risikomanagementsystems der MISE sind:
Dieser umfassende Ansatz stellt sicher, dass Risiken angemessen identifiziert, analysiert und bewertet werden. Die Risikoneigung wird in der Risikostrategie beschrieben und über das darin enthaltene Limit System operationalisiert. Darüber hinaus erfolgen eine Konkretisierung und Detaillierung weiterer Limite in spezifischen Standards und Richtlinien. Eine strenge Risikoüberwachung lassen frühzeitig mögliche Abweichungen von der Risikotoleranz erkennen. 2.1 Chancen Die Kombination aus einer verstärkten Präsenz in Europa, starkem Fokus auf Kundenbedürfnissen im Underwriting, in der Schadensbearbeitung und in der Vertragsverwaltung sowie kontinuierliche Produktivitätssteigerungen und Prozessoptimierungen ermöglichen die Realisierung von neuen Möglichkeiten in einem sich schnell wandelnden Geschäftsumfeld. Die am Markt beobachtbaren steigenden Prämien ermöglichen der MISE höhere Beiträge zu generieren und ihr organisches Wachstum weiter konsequent fortzuführen. Die weitere Expansion in Europa ermöglicht ebenso neue Opportunitäten wahrzunehmen. Die MISE ist Teil der Markel Group Inc. Gruppe und somit vollwertiger Teil eines starken Verbundes. Nicht nur ergibt sich eine finanzielle Sicherheit durch die Gruppe, sondern es ergeben sich weitere Geschäftsmöglichkeiten, um die Präsenz von Markel insgesamt in Kontinentaleuropa zu fördern und Synergieeffekte mit anderen verbundenen Unternehmen zu generieren. Die MISE ist zum 25. Juli 2024 von S&P mit einem Rating von A bewertet worden und bekräftigt dessen finanzielle Stärke. Die MISE kann sich auch auf die hohe Kompetenz ihrer Belegschaft verlassen: Regelmäßige öffentliche Schulungen werden von Underwritern gehalten. Dazu besuchen diese selbst Schulungen, um stetig auf dem neuesten Kenntnisstand zu bleiben. Durch die kontinuierliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter ist MISE für die Zukunft gewappnet. Die Digitalisierung bietet der MISE ebenfalls große Chancen, die eigene Produktivität kontinuierlich zu steigern, aber auch Kunden bessere Dienstleistungen zu bieten. Die Einführung und steigende Nutzung der Maklerplattform "Markel Now" in Deutschland ermöglicht den Maklern eine Optimierung der Dienstleistungen für ihre Kunden sowie einen vollständigen digitalen Prozess von der Angebotserstellung bis hin zur Policierung. Durch das von der Markel Group Inc. eingeführte Projekt "Future ways of working", unter welchem das flexible Arbeiten der Mitarbeiter umfangreich gefördert wird, kann die Effektivität durch eine Arbeitsgestaltung nach individuellen Bedürfnissen verbessert und neue Talente angeworben werden. Die Zufriedenheit mit den von Markel gelebten Werten ist durch eine niedrige Fluktuationsrate der Mitarbeiter gekennzeichnet. Dies ermöglicht MISE ihre Ziele zu verfolgen ohne Verlust von Know-How verkraften zu müssen und sich auf langwierige Personalsuche zu begeben. 2.2 Risikoorganisation Die Verantwortung für das Risikomanagement innerhalb des Vorstands liegt beim Chief Risk Officer (CRO). Die Wahrnehmung und Kontrolle von Risiken sind aber eine Aufgabe des Gesamtvorstands. Der CRO überwacht die eingegangenen Risiken und informiert die restlichen Vorstandsmitglieder der MISE regelmäßig über risikorelevante Entwicklungen, das aktuelle Risikoprofil und die Kapitalausstattung. Die übrigen Vorstandsmitglieder informieren den CRO über risikorelevante Maßnahmen und Entwicklungen in ihrem Ressortbereich. Es besteht eine enge Verzahnung zwischen der Underwriting-Planung und -Ausführung. Dadurch ist gewährleistet, dass aus Änderungen resultierende Risikopositionen rechtzeitig eingeplant und berücksichtigt werden können. Darüber hinaus stellt der CRO das Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Reduzierung von Risikopositionen sicher und ist für die Weiterentwicklung der Risikomanagementprozesse verantwortlich. Der Bereich Risikomanagement als unabhängige Risikokontrollfunktion überwacht die identifizierten Risiken systematisch mit qualitativen und quantitativen Risikoanalysen und -bewertungen und stellt eine regelmäßige sowie bei Bedarf eine Ad-hoc-Berichterstattung über wesentliche Risiken an die restlichen Vorstandsmitgliedern sicher. 2.3 Risikostrategie und -berichterstattung Die Gesellschaft ist Markt- und Versicherungsrisiken in erster Linie durch finanzielle Vermögenswerte aus der Kapitalanlage von Versicherungsprämien, durch Vermögenswerte aus dem Rückversicherungsgeschäft und durch ihre Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern ausgesetzt. Die Risiken des Unternehmens werden in einem Risikoregister erfasst und durch das Risikomanagementsystem gesteuert. Die Solvency-II-Grundsätze werden angewendet, um die Kapitalanforderungen des Unternehmens zu steuern und eine Kapitalausstattung sicherzustellen, die das Wachstum des Unternehmens unterstützt und die Anforderungen von Versicherungsnehmern, Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen erfüllt. Der vierteljährliche Risikobericht gibt einen Überblick über das aktuelle Risikoprofil und bewertet, ob es sich innerhalb der festgelegten Risikotoleranz bewegt. Zur Überwachung wurden entsprechende Risikoindikatoren implementiert. 2.4 Solvenzkapitalanforderung per 31. Dezember 2024 nach Solvency II Der Überschuss der Vermögenswerte über die Verbindlichkeit wird quartalsweise ermittelt. Die daraus resultierende Solvenzquote wird entsprechend berichtet. Die Risikotragfähigkeit des Unternehmens ist stabil. So bleibt die Solvabilitätsquote voraussichtlich über den gesamten Planungszeitraum innerhalb der Risikotoleranz und weicht in diesem Zeitraum voraussichtlich nur wenig von dem jetzigen Niveau ab. Bei der Planung der künftigen Unternehmensentwicklung berücksichtigt die Gesellschaft einen Zeitraum von drei Jahren. 2.5 Risikokategorien und Steuerungsmaßnahmen Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) legt verbindliche Vorschriften für das Risikomanagement fest. Die MISE verwendet zur Gruppierung der Risiken interne Kategorien, welche die Anforderungen im Rahmen von Solvency II erfüllen. Die relevantesten Risiken sind die Prämien- und Reserverisiken, die Marktrisiken, die Kreditrisiken, die Liquiditätsrisiken und die operationellen Risiken. Prämienrisiken sind die Risiken von Verlusten, die aus den inhärenten Unsicherheiten über den Eintritt, die Höhe und den Zeitpunkt von Versicherungsverbindlichkeiten resultieren, wobei der Schwerpunkt auf Risiken liegt, die sich aus der Annahme von Geschäften ergeben. Prämienrisiken werden unter anderem durch Zeichnungsrichtlinien gesteuert, hierunter auch ein eng definiertes System maximierter Zeichnungs- und Haftungslimite. Naturkatastrophengeschäft wird von der MISE nur in begrenztem Umfang gezeichnet. Kumulanalysen werden für sämtliche Geschäftsbereiche der MISE auf vierteljährlicher Basis durchgeführt. Alle Zeichnungsvorgänge in der Gesellschaft unterliegen Underwriting-Vollmachten und Zeichnungsgrundsätzen. Grundsätzliches Ziel der Gesellschaft ist es, auf Bruttobasis profitabel zu zeichnen und die angestrebten Schadenkostenquoten zu erreichen. Die Gesellschaft legt für jede Sparte maximale Liniengrößen fest. Alle Underwriter haben schriftliche Underwriting-Vollmachten und es gibt Peer-Review- und Underwriting-Review-Prozesse, um sicherzustellen, dass das gezeichnete Geschäft nicht Vollmachten überschreitet oder außerhalb des Geschäftsplans und Risikoappetits liegt. Die Einhaltung der Haftungslimite und der Vertragslaufzeiten wird kontrolliert. Die Prämienentwicklung wird kontinuierlich überwacht. Es gibt unabhängige Überprüfungen des Underwritings durch Peer Reviews. Eine wichtige Rolle in der Steuerung des Prämienrisikos kommt auch der Rückversicherung zu. Die Gesellschaft zediert das gesamte Geschäft in einem konzerninternen 80-%-Quotenrückversicherungsvertrag an die Markel Bermuda Limited. Der Bruttoaufwand für Versicherungsfälle im Berichtsjahr beträgt 219.749 (140.490) Tsd €. Es ergab sich eine bilanzielle Brutto-Schadenquote von 48,9 (33,2) %. Nach Beteiligung der Rückversicherer beträgt der Aufwand für Versicherungsfälle 31.427 (29.973) Tsd €. Reserverisiken beziehen sich auf die Abwicklung bereits bestehender Schadenfälle. Dies umfasst sowohl die Abwicklung bereits bekannter wie auch die noch nicht bekannter Spätschäden. Mittels versicherungsmathematischer Modelle auf Basis der beobachtenden Abwicklungshistorie wird der Grad der Unsicherheit in den Reserveschätzungen ermittelt. Das Bruttoabwicklungsergebnis im selbst abgeschlossenen Geschäft ist positiv und beträgt 10.386 (65.915) Tsd €. Die Entwicklungen des Abwicklungsergebnisses und der Brutto-Schadenquoten seit der Gründung der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar: Entwicklung des Abwicklungsergebnisses und der Brutto-Schadenquoten
Folgende Richtlinien für die Schadenbearbeitung legen die Vorgehensweise des Unternehmens fest:
Eine vollständige Berechnung der versicherungsmathematischen Rückstellungen erfolgt vierteljährlich. Dazu gehören die interne Überprüfung innerhalb der versicherungsmathematischen Abteilung und Gespräche mit relevanten Underwritern und Schadensfachleuten. Es werden Berichte zu den Schadenkostenquoten erstellt, die Brutto- und Nettoprognosen für alle bei der MISE gezeichneten Versicherungszweige enthalten. Diese Berichte werden jedes Quartal in "Combined Ratio Meetings" zwischen den Mitgliedern des Vorstands und den Aktuaren besprochen. Marktrisiken: Der Investmentmanager der Markel-Gruppe, die Markel-Gayner Asset Management LLC, erstellt einen Anlagebericht, der vierteljährlich vom Anlagekomitee der Markel International überprüft wird. Dem Vorstand der MISE wird vierteljährlich ein Anlagebericht präsentiert, der unter anderem eine Risikobewertung und eine Asset-Liability-Analyse beinhaltet. Im Moment bestehen die Kapitalanlagen der MISE aus Geldmarkfonds, Unternehmens- und internationalen Staatsanleihen, supranationalen Anleihen sowie laufenden Guthaben und Einlagen bei Kreditinstituten. Die Mittel wurden fristenkongruent angelegt. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten bestehen ebenfalls größtenteils in Euro. Die wichtigsten Marktrisiken und die Art und Weise, wie mit diesen Risiken umgegangen wird, stellen sich wie folgt dar:
Die Gesellschaft hat im Jahr 2024 sämtliche finanziellen Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft durch festverzinsliche Anlagen, Einlagen bei Kreditinstituten und laufende Guthaben bei Kreditinstituten abgedeckt. Die wesentlichen Teile der Bankguthaben werden in Euro gehalten und sind jederzeit verfügbar. Ebenfalls lautet der Großteil der Anleihen in Euro und ist fristenkongruent angelegt. Deshalb ist das Marktrisiko im Berichtsjahr als moderat eingestuft. Kreditrisiken: Die Emittenten der festverzinslichen Kapitalanlagen der MISE sind überwiegend internationale Unternehmen und Staaten, die eine hohe Kreditwürdigkeit genießen. Das festverzinsliche Wertpapierportfolio wird überwacht, um sicherzustellen, dass das Kreditrisiko die Risikobereitschaft der MISE nicht übersteigt. Die Gesellschaft hält zum Abschlussstichtag Anlagen der ECAI-Bonitätsstufen 0, 1 und 2 (entsprechend den S&P und Moody ́s Ratings AAA bis A-) im Wertpapierportfolio. Der Anteil der Inhaberschuldverschreibungen mit dem besten Rating (Bonität 0 und Bonität 1) beträgt dabei 81,9 %. Anleihen der Bonitätsstufe 2 bilden 14,8 % des Portfolios. Sämtliche Anleihen haben ein Investment Grade Rating. Darüber hinaus setzt die Gesellschaft Limits für Konzentrationen von Engagements gegenüber einer bestimmten Gegenpartei. Der Vorstand legt das Risiko fest, dass er gegenüber Rückversicherern und Maklern einzugehen bereit ist. Diese werden überwacht und es erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an den Vorstand. Zur Quantifizierung des aus Rückversicherungen resultierenden Kreditrisikos werden die zusammengefassten Informationen über die zedierten Positionen herangezogen. Zur Minimierung des Kreditrisikos gegenüber Rückversicherer verfolgt die Gesellschaft einen proaktiven Ansatz. Neue Rückversicherer können je nach Größe, Rating und Bonität zur Stellung von Sicherheiten verpflichtet werden. Wenn ein Rückversicherer nicht bereit ist, Sicherheiten zu stellen, kann sein Geschäftsengagement auf ein Maß reduziert werden, das seinem Rating und Kapital entspricht. Im Berichtsjahr 2024 wurden 84,2 (77,2) % der zedierten Prämien an die Markel Bermuda Limited zediert und diese ist somit der relevanteste Rückversicherer der MISE. Die finanzielle Stärke der Markel Bermuda Limited wurde zum 25. Juli 2024 von verschiedenen Ratingagenturen bestätigt (bspw. S&P: A). Insgesamt bestanden zum 31. Dezember 2024 keine Forderungen mit einem Fälligkeitszeitpunkt von mehr als 90 Tagen. Liquiditätsrisiken: Die Anlagestrategie der MISE besteht darin, eine hohe Liquidität und ein geringes Anlagerisiko zu gewährleisten. Daher werden Gelder von Versicherungsnehmern sowie Aktionärsgelder überwiegend in kurzfristige liquide Mittel und Anleihen investiert, wodurch das Risiko auf ein niedriges Niveau reduziert wird. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die von der MISE gehaltene Liquidität ausreicht, um den Zahlungsverpflichtungen auch bei schweren Katastrophenschäden nachzukommen. Das Ziel der MISE ist es, die Liquiditätsposition durch die Erwirtschaftung eines positiven Cashflows aus der Geschäftstätigkeit zu unterstützen. Das Unternehmen überwacht die erwarteten Rückzahlungen und legt im Rahmen seines Risikomanagementprozesses und in Zusammenarbeit mit den Markel-Gayner Asset Management LLC Richtlinien für die Zusammensetzung des Portfolios fest. Das Liquiditätsrisiko wird durch Stresstests gemessen. Diese zeigen, dass die MISE in der Lage ist, selbst erhebliche Verluste ohne wesentliche Auswirkungen auf die Liquidität zu verkraften. Operationelle Risiken sind Risiken von Verlusten, die sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Menschen und Systemen oder aus externen Ereignissen ergeben. Das wesentliche Instrument der Gesellschaft zur Begrenzung der operationellen Risiken ist das interne Kontrollsystem. Zahlungs- und sonstige rechtsverbindliche Vorgänge werden weitestgehend maschinell unterstützt. Im Benutzerprofil hinterlegte Vollmachten und Berechtigungsregelungen sowie maschinelle Überprüfungen zur Freigabe von Schaden- und Provisionszahlungen geben zusätzliche Sicherheit. Manuelle Bearbeitungen werden je nach Risiko überwiegend nach dem Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Kontrollen im Zusammenhang mit der Erstellung von Finanzinformationen, die dem Sarbanes Oxley Act unterliegen, werden jährlich von der internen Revision getestet. Die Führungskräfte sind außerdem verpflichtet, einen vierteljährlichen Fragebogen zu beantworten, um festzustellen, ob es Änderungen an den Prozessen oder Ereignisse gibt, die sich auf den Jahresabschluss von MISE auswirken könnten. Die quartalsweise Erhebung wird vom Risikomanagement dem CRO berichtet, welcher den Vorstand und den Aufsichtsrat unterrichtet. Zudem werden Compliance-Vorfälle dokumentiert. Erfasst werden Vorfälle und Beinahevorfälle, die sich aus dem Versagen von Personen, Prozessen und Systemen sowie durch externe Ereignisse ergeben oder durch diese verschlimmert werden. Das Protokoll hilft bei der Identifizierung von Risikoereignissen, Key-Risk-Indikatoren und auch Kontrollen, die ein Wiederauftreten von Verlusten verhindern können. Die operationellen Risiken sind Teil der vierteljährlichen Risikodaten, die dem Vorstand zusammengefasst berichtet werden. 2.6 Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung Ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems der MISE ist die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung. Die Risiko- und Solvabilitätssituation des Unternehmens wird mindestens einmal jährlich in einem gesonderten Bericht zusammengefasst. Dieser beinhaltet neben den Ergebnissen aus der regelmäßigen Risikoberichterstattung insbesondere eine Einschätzung des Unternehmens
Die Bewertung der Risiko- und Solvabilitätssituation erfolgt für das einzelne Jahr zum Jahresende und umfasst den Planungszeitraum von drei Jahren. Der reguläre Bericht zur Risiko- und Solvabilitätssituation wurde nach Vorstandsbeschluss fristgerecht bei der Aufsichtsbehörde eingereicht. Darüber hinaus ist ein nichtregulärer Bericht zur Risikolage zu erstellen, wenn sich diese durch einzelne Ereignisse wesentlich verändern sollte. Im Jahr 2024 bestand jedoch kein Anlass für einen entsprechenden gesonderten Bericht. 3. Prognosebericht 3.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Im Jahr 2025 steht die europäische Wirtschaft vor einer moderaten Erholung, während Deutschland weiterhin mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert ist. Die Europäische Kommission prognostiziert für den Euroraum im Jahr 2025 ein Wirtschaftswachstum von 1,3 %. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch eine abnehmende Inflation, robuste Arbeitsmärkte und eine steigende Binnennachfrage getragen. Allerdings bestehen weiterhin Risiken aufgrund geopolitischer Spannungen und protektionistischer Tendenzen im globalen Handel. Insbesondere die Wiederwahl von Donald Trump in den USA könnte zu erhöhten Handelsbarrieren führen, was die europäische Exportwirtschaft belasten würde. Innerhalb Europas zeigen sich unterschiedliche Dynamiken: Während Länder wie Spanien und Irland von robustem Wachstum profitieren, kämpfen traditionelle Wirtschaftsmotoren wie Frankreich und Deutschland mit Stagnation und politischen Unsicherheiten. Die Europäische Zentralbank (EZB) plant daher, ihre Geldpolitik anzupassen, um schwächere Volkswirtschaften zu unterstützen und gleichzeitig die Inflation im Zaum zu halten. Für Deutschland wird im Jahr 2025 ein geringes Wirtschaftswachstum erwartet. Die OECD prognostiziert einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um lediglich 0,7 %, was Deutschland zum Schlusslicht unter den Industrienationen macht. Hauptursachen sind eine schwache Exportnachfrage, insbesondere aus China, sowie strukturelle Probleme in der Industrieproduktion. Zudem belasten hohe Energiepreise und eine restriktive Fiskalpolitik die wirtschaftliche Entwicklung. 3.2 Versicherungswirtschaftliches Umfeld Für 2025 geht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. von einem stabilen Beitragswachstum von etwa 5,1 % für den Gesamtmarkt aus. Dem liegt eine erwartete Beitragssteigerung in der Schaden- und Unfallversicherung von 7,5 % zugrunde. Neben der konjunkturellen Entwicklung werden folgende bereits 2025 etablierte Themen weiterhin eine wichtige Rolle spielen und Ressourcen bei den Marktteilnehmern binden:
Die generelle Wettbewerbsintensität wird weiterhin hoch bleiben und eine immer weitergehende Schärfung der unterschiedlichen Geschäftsmodelle mit sich bringen. 3.3 Prognose für die Geschäftsentwicklung der MISE Um weiterhin organisch zu wachsen ist der strategische Fokus auf den Kundennutzen für MISE unentbehrlich. Um die Nachhaltigkeit ihres Handelns sicherzustellen, hat sich MISE für das deutsche Geschäft dazu entschieden die Kundenzufriedenheit stetig zu verbessern. Die Kundenzufriedenheit wird mithilfe des Net Promoter Score (NPS) gemessen. Daneben ist MISE dem German Sustainability Network beigetreten, um künftig Nachhaltigkeitsaspekten genügend Rechnung zu tragen. Die Bruttobeitragseinnahmen der MISE werden sich 2025 gegenüber 2024 nach aktueller Planung weiter erhöhen. Für das Berichtsjahr 2025 werden Bruttobeitragseinnahmen zwischen 500.000 und 520.000 Tsd € erwartet. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld ist die MISE als Spezialversicherer gut aufgestellt und wird sich mit wettbewerbsfähigen Produkten gut behaupten können. Ausgegangen wird deshalb für 2025 von einer Brutto-Schadenquote von 50 % bis 55 %. Aufgrund der Erhöhung der Bruttobeitragseinnahmen wird die Kostenquote gegenüber 2024 weitgehend unverändert bleiben. Die MISE geht für 2025 von einem Wert von 40 % bis 45 % aus. Insgesamt ergibt sich daraus eine erwartete Schadenkostenquote von 90 % bis 100 %. Die Gesellschaft wird ihre sicherheitsorientierte Kapitalanlagestrategie fortsetzen. Dabei setzt die Gesellschaft weiterhin auf die reiche Erfahrung der Markel-Gruppe bei der Kapitalanlage im In- und Ausland. Um die Abhängigkeit von der Kapitalmarktentwicklung weiterhin gering zu halten, plant die Gesellschaft, ihre Finanzanlagen im Jahr 2025 weiterhin überwiegend in Guthaben bei Kreditinstituten, Geldmarktfonds und festverzinslichen Wertpapieren zu halten. Insgesamt erwartet die MISE für das Berichtsjahr 2025 einen Jahresüberschuss im Korridor zwischen 6.000 und 7.000 Tsd €. Die Aussagen stehen unter dem Vorbehalt, dass Naturkatastrophen, widrige Entwicklungen an den Kapitalmärkten oder andere Faktoren die Prognosen mehr oder minder beeinträchtigen können. 4. Erklärung des Vorstandes nach § 312 Abs. 3 S. 3 AktG Nach Überprüfung der Einzelheiten der im Berichtsjahr 2024 vorgenommenen Rechtsgeschäfte unter dem Verständnis, dass alle oben aufgeführten Rechtsgeschäfte auch durch eine ordentliche und gewissenhafte Geschäftsführung einer unabhängigen Gesellschaft vorgenommen worden wären, erklärt der Vorstand: Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen wurden nicht getroffen oder unterlassen.
München, 5. Mai 2025 Markel Insurance SE Der Vorstand Frederik Wulff Dr. Ulfried Spessert Matthias Schneider 5. Jahresabschluss 5.1 BilanzAKTIVA
PASSIVA
5.2 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
5.3 AnhangMaßgebliche Rechtsvorschriften Die Gesellschaft erstellt den Jahresabschluss und den Lagebericht nach Maßgabe der Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz - VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV). Der Jahresabschluss wurde in Tausend Euro (Tsd €) aufgestellt. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Die nach dem Grundsatz des Umlaufvermögens geführten Wertpapiere werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert angesetzt. Eine Zuordnung der Zweckbestimmung erfolgt bei Zugang der Kapitalanlagen. Die Widmung wird jeweils bei Änderung der Anlagestrategie bzw. bei geplanten Verkäufen geprüft. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Die nach dem Grundsatz des Anlagevermögens geführten Wertpapiere werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder einem niedrigeren langfristig beizulegenden Wert angesetzt, da sie dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Eine Zuordnung der Zweckbestimmung erfolgt bei Zugang der Kapitalanlagen. Die Widmung wird jeweils bei Änderung der Anlagestrategie bzw. bei geplanten Verkäufen geprüft. Bei Inhaberschuldverschreibungen erfolgt die Auflösung von unter bzw. über pari erworbenen Titeln unter Anwendung der Effektivzinsmethode gemäß § 341c Abs. 3 HGB. Bei dauerhaften Wertminderungen werden Abschreibungen erfolgswirksam durchgeführt. Für voraussichtlich vorübergehende Wertminderungen besteht ein Abschreibungswahlrecht. Das Wahlrecht wird dahingehend in Anspruch genommen, dass Abschreibungen bei voraussichtlich vorübergehenden Wertminderungen nicht vorgenommen werden. Zeitwertermittlung Die Zeitwerte der Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen sowie der börsennotierten Wertpapiere mit fester Laufzeit wie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden mit den Börsenjahresschlusskursen ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft werden mit dem Nennbetrag bewertet. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Sachanlagen und andere Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis 800 € werden sofort abgeschrieben. Aktive latente Steuern Im Einklang mit § 274 HGB macht die Gesellschaft von dem Wahlrecht Gebrauch, auf die temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen keine aktive latente Steuer anzusetzen. Beitragsüberträge Im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft werden die Beitragsüberträge nach der Pro-rata-temporis -Methode ermittelt, um die Beiträge je Versicherungsvertrag mit 14-tägiger Genauigkeit abzugrenzen. Als nicht übertragungsfähige Teile werden die Provisionen und sonstigen Abschlussaufwendungen gemäß den steuerlichen Richtlinien abgesetzt. Die von den Beitragsüberträgen abgesetzten Anteile für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft werden unter Kürzung der nicht übertragsfähigen Teile berechnet. Bei Quotenabgaben mit Originalkostenbeteiligung werden die anteiligen Beitragsüberträge dem Quotenanteil des Rückversicherers entsprechend angesetzt. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Die Bruttorückstellung für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft setzt sich aus folgenden Teilrückstellungen zusammen:
Die Bruttorückstellung des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft werden die Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle nach Aufgaben der Zedenten gesetzt. Die Berechnung der entsprechenden Spätschadenrückstellungen wird auf Basis aktuarieller Analysen ermittelt. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft beschlossen, ihre Methodik zur Bildung von Spätschadenrückstellungen zu überprüfen und anzupassen. Im Rahmen dieser Überprüfung wurde entschieden, dass die bisher angesetzte zusätzliche Marge zur aktuariellen Schätzung für Spätschadenrückstellungen künftig nicht mehr berücksichtigt wird. Diese zusätzliche Marge wurde vollständig aufgelöst, und die Gesellschaft wird sie nicht mehr in die künftige Berechnung der Spätschadenrückstellungen einfließen lassen. Die Anpassung hat zur Folge, dass sich für das Berichtsjahr ein Ertrag in Höhe von 13.406 Tsd € ergibt. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen Die Schwankungsrückstellung wird gemäß § 341h HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV für den Selbstbehalt ermittelt. Andere Rückstellungen Die anderen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten
sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft werden je Vertragspartner saldiert. Währungsumrechnung Sämtliche in Fremdwährung gebuchten Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Aus dieser Bewertung von Fremdwährungspositionen resultierende Kursdifferenzen werden gemäß § 256a Satz 1 und 2 HGB ergebniswirksam erfasst. Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB und § 341e Abs. 1 HGB zum Abschlussstichtag zum notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Rechnungsabgrenzungsposten werden ebenfalls zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Daraus entstehende Kursdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Angaben zu den Aktiva Entwicklung der Aktivposten A, B I bis III im Berichtsjahr 2024
Zum 1. Januar 2024 wurden im Rahmen eines Transfers von der MHG auf die MISE sämtliche immateriellen Vermögenswerte übertragen. Dieser Übergang umfasst selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte und Werte in Höhe von 1.719 Tsd. € sowie entgeltlich erworbene Rechte in Höhe von 18 Tsd €. Zeitwerte der Kapitalanlagen Die Zeitwerte von Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere betrugen im Berichtsjahr 81.863 (0) Tsd €. Die Zeitwerte von Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren betrugen im Berichtsjahr 150.541 (139.009) Tsd €. Stille Lasten ergaben sich im Berichtsjahr in Höhe von 1.991 (4.348) Tsd €. Die stillen Reserven auf Kapitalanlagen betrugen insgesamt 2.701 (988) Tsd €. Eine Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert wurde unterlassen, da sämtliche Wertpapiere bis zur Endfälligkeit gehalten werden und die Kreditwürdigkeit der Emittenten sich seit dem Erwerb der Wertpapiere nicht verschlechtert hat. Andere Vermögensgegenstände (Aktiva D.III.) Diese Position umfasst Sachanlagen, die überwiegend als Betriebs- und Geschäftsausstattung dem Betrieb der Niederlassungen in Deutschland, Spanien und den Niederlanden dienen. Aktive latente Steuern Analog des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird der über den Saldierungsbereich hinausgehende Überhang aktiver Steuerlatenzen nicht bilanziert. Die Bewertung der Steuerlatenzen erfolgt im Inland mit einem Steuersatz von 33 %. Angaben zu den Passiva Eigenkapital (Passiva A.) Das gezeichnete Kapital von 3.700 Tsd € besteht zum 31. Dezember 2024 aus 3.700.000 voll eingezahlten, auf den Namen lautenden Stückaktien zu einem rechnerischen Wert von je 1 €. Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Die Markel Holdings GmbH ist alleiniger Aktionär der MISE. Die Mitteilungs- und Bekanntmachungspflichten gemäß § 20 AktG sind erfüllt. Versicherungstechnische Bruttorückstellungen (enthalten in Passiva B.) Tsd €
Von den Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle entfallen 739.646 (535.117) Tsd. € auf das selbst abgeschlossene Geschäft. Andere Rückstellungen (Passiva C.) Steuerrückstellungen von 4.888 (7.238) Tsd € wurden im Berichtsjahr gebildet. Die Reduzierung der Steuerrückstellung ist im Wesentlichen auf das deutsche Stammhaus zurückzuführen. Sie resultiert daraus, dass die Steuerlast im Rahmen der Jahreserklärung niedriger als erwartet ausfiel und daher eine teilweise Auflösung der Rückstellungen erforderlich wurde. Die Sonstigen Rückstellungen für das Berichtsjahr 2024 enthalten folgende Positionen:
Die Bonusrückstellungen und andere ähnliche personalbezogene Rückstellungen sind von 3.601 Tsd. € im Vorjahr auf 5.626 Tsd. € gestiegen. Der wesentliche Grund für den Anstieg resultiert aus den Übergang der Mitarbeitenden des deutschen Stammhauses von der MHG auf die MISE zum 1. Januar 2024. Im Rahmen des Transfers sind ebenfalls sonstige Rückstellungen für Urlaub- und Gleitzeitansprüche in Höhe von 38 Tsd € von der MHG auf die MISE übertragen worden. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Angaben zu den Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweigen und Versicherungsarten
Gebuchte Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts nach Herkunftsgebieten
Abwicklungsergebnis Das Bruttoabwicklungsergebnis im selbst abgeschlossenen Geschäft beträgt 10.386 (65.915) Tsd €. Die Abwicklungsverluste resultieren insbesondere aus hohen Zahlungen für Versicherungsfälle, die sich auf Schäden aus Vorjahren beziehen. Hauptsächlich betroffen ist die Transport- und Luftfahrt-Versicherung. Das Bruttoabwicklungsergebnis der Transport- und Luftfahrt-Versicherung beträgt -23.193 (Abwicklungsgewinn von 17.819) Tsd € und wird vollständig durch die Abwicklungsgewinne in der Haftpflichtversicherung mit 25.217 (44.151) Tsd € kompensiert. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung (GuV I.3.)
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
Erträge aus Kapitalanlagen (GuV II.1.)
Erträge aus anderen Kapitalanlagen resultierten aus vertragsmäßigen Zinserträgen von Staats- und Unternehmensanleihen in Höhe von 2.314 (1.789) Tsd € sowie von Festgeldanlagen und Geldmarktfonds in Höhe von 2.949 (2.087) Tsd €. Ebenfalls enthalten sind Auflösungen von Ausgabeagios auf den Anleihebestand von 1.009 (1.241) Tsd €. Aufwendungen für Kapitalanlagen (GuV II.2.)
Abschreibungen auf Kapitalanlagen Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 4 und Abs. 3 S. 5 HGB ergaben sich im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine. Sonstige Erträge und sonstige Aufwendungen (GuV II.3./4.) Die sonstigen Erträge und Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß aufgrund des Wachstums der Gesellschaft gestiegen. Die sonstigen Aufwendungen erhöhten sich von 18.116 Tsd € im Vorjahr auf 21.966 Tsd € zum Jahresende. Dieser Anstieg ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen: Einerseits führte das geplante Wachstum zur Erreichung der neuen strategischen Ziele zu höheren Kosten, andererseits werden konzernweite Umlagen auf Basis der Unternehmensgröße verteilt. Zudem sind die Personalaufwendungen deutlich von 15.358 Tsd € im Vorjahr auf 30.918 Tsd € gestiegen, da zum 1. Januar 2024 sämtliche Mitarbeitenden der deutschen Standorte von der MHG zur MISE übergegangen sind und auch andere Standorte erwartungsgemäß gewachsen sind. Die sonstigen Erträge erhöhten sich von 16.654 Tsd € auf 17.755 Tsd €. Die sonstige Aufwendungen beinhalten ebenfalls Währungskursverluste von 149 (Verlust von 148) Tsd €. In den sonstigen Aufwendungen sind Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen mit 2.025 (2.430) Tsd € enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (GuV II.7.) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die MISE ergeben sich im Wesentlichen durch die positiven geschäftlichen Entwicklungen im deutschen Stammhaus, in der irischen und der niederländischen Niederlassung. Auswirkungen von "Pillar Two" auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat unter dem Namen "Pillar Two" Regelungen eingeführt, die eine globale Mindeststeuer von 15 % für große multinationale Unternehmen vorsehen. Einige Länder, in denen wir tätig sind - darunter auch Deutschland - haben entsprechende Gesetze verabschiedet, die im Allgemeinen am 1. Januar 2024 in Kraft getreten sind. In Deutschland ist die Umsetzung der Mustervorschriften der OECD bzw. der europäischen Richtlinie (EU) 2022/2523 durch das Mindeststeuergesetz (MinStG) erfolgt, das auf Geschäftsjahre anwendbar ist, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. "Pillar Two" hatte im Jahr 2024 keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, und wir erwarten auch künftig keine erheblichen Auswirkungen. Wir werden die Entwicklungen jedoch weiterhin beobachten und bewerten, insbesondere sobald die OECD und die zuständigen Steuerbehörden zusätzliche Leitlinien veröffentlichen. Sonstige Steuern (GuV II.8.) Sonstige Steuern im Berichtsjahr 2024 bestehen im Wesentlichen aus Verkehrssteuern, die im Rahmen der operativen Tätigkeit anfallen. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss des Berichtsjahr 2023 von 32 Tsd € wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Der Vorstand der Gesellschaft schlägt vor den Jahresüberschuss des Berichtsjahres von 6.088 Tsd € ebenfalls auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse im Sinne der §§ 251 HGB und § 51 Abs. 3 RechVersV bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB bestehen im Rahmen von Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Mietverhältnissen. Diese belaufen sich auf 35.780 Tsd €. Angaben zu den Organmitglieder Die nach §285 Nr. 10 HGB erforderlichen Angaben zu den Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern sind auf der Seite 4 zu finden. Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats Die Gesamtbezüge des Vorstandes im Berichtsjahr betrugen 1.227 (1.193) Tsd €. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats der MISE betrug 163 (154) Tsd €. Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Der starke Anstieg der Mitarbeiter von 137 im Vorjahr auf 237 im Berichtsjahr ist durch den Übergang der deutschen Mitarbeiter von der MHG zur MISE zum 1. Januar 2024 begründet. Leistungen des Abschlussprüfers Die Leistungen der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft umfassen die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts, des Abhängigkeitsberichts sowie der Solvabilitätsübersicht. Zudem erfolgt eine andere Bestätigungsleistung an den belgischen Regulator. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss der Markel Holdings GmbH, München, angegeben. Konzernzugehörigkeit Die Markel Insurance SE gehört zur Markel-Gruppe unter Führung der Markel Group Inc., Richmond, USA. Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Markel Group Inc. werden im März in ihrem Geschäftsbericht veröffentlicht. Sie können dort eingesehen oder bei unserer Gesellschaft angefordert werden. Außerdem werden sie auf der Website der Markel Group Inc. verfügbar gemacht. In den Konzernabschluss und -lagebericht der Markel Holdings GmbH und der Markel Group Inc. wird die MISE einbezogen. Konzernabschluss und -lagebericht der Markel Group Inc. haben für unsere Gesellschaft keine befreiende Wirkung, sodass die Markel Holdings GmbH, München, einen eigenen Konzernabschluss und -lagebericht erstellt, in den die Gesellschaft einbezogen ist. Dieser Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Registrierung Die Markel Insurance SE hat ihren Sitz in der Sophienstraße 26 in München und ist in das Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 233618 eingetragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Berichtsjahres Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Berichtszeitraums eingetreten.
München, 5. Mai 2025 Markel Insurance SE Der Vorstand Frederik Wulff Dr. Ulfried Spessert Matthias Schneider Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2024Aufgaben, Personalia und Ausschüsse Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands gemäß den gesetzlichen, satzungs- und geschäftsordnungsmäßigen Zuständigkeiten fortlaufend überwacht und beratend begleitet sowie über die vorgelegten zustimmungspflichtigen Geschäfte entschieden. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 ist Herr William Stovin als Aufsichtsratsmitglied ausgeschieden und mit Wirkung zum 8. Januar 2025 wurde Herr Jan Blumenthal zum Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft bestellt. Zur Erfüllung seiner Aufgaben steht dem Aufsichtsrat der Prüfungsausschuss zur Verfügung. Satzungsgemäß wird der Prüfungsausschuss durch zwei Aufsichtsratsmitglieder gebildet. In 2024 gab es keine personellen Veränderungen im Prüfungsausschuss. In 2024 gab es keine personellen Veränderungen im Vorstand der Gesellschaft. Zusammenarbeit mit dem Vorstand Der Vorstand hat den Aufsichtsrat über den Verlauf der Geschäfte sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft regelmäßig, zeitnah und umfassend im Sinne des § 90 AktG schriftlich und mündlich informiert. Dies erfolgte im Geschäftsjahr 2024 in insgesamt vier Sitzungen. Darüber hinaus tagte der vom Aufsichtsrat gebildete Prüfungsausschuss einmal. Terminbedingt wurden die Sitzungen als Hybridsitzungen (Videoschaltung und Präsenz) abgehalten. In den Sitzungen hat der Aufsichtsrat mündliche und schriftliche Berichte des Vorstandes erhalten und erörtert. Der Aufsichtsrat wurde dabei durch den Vorstand regelmäßig detailliert über den Geschäftsverlauf sowie die Risikosituation mit der ökonomischen und regulatorischen Risikotragfähigkeit der Gesellschaft informiert. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand über die Risikostrategie und das Risikomanagementsystem unterrichtet. Darüber hinaus wurde im aktuellen Geschäftsjahr laufend über die Auswirkungen des Angriffskriegs der Russischen Föderation gegen die Ukraine, der kriegerischen Aktivitäten in Nahost und die Inflationsentwicklung sowie mögliche Belastungen für die Marke Insurance SE aus den makroökonomischen Entwicklungen berichtet. Weiterhin wurde der Aufsichtsratsvorsitzende und der Prüfungsausschussvorsitzende regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand über wichtige Entwicklungen, anstehende Entscheidungen und die Risikolage des Unternehmens unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen seiner Tätigkeit detailliert mit der wirtschaftlichen Lage der Markel Insurance SE, der Unternehmensplanung und -perspektive sowie wesentlichen Finanzkennzahlen auseinandergesetzt. Schwerpunkte der Erörterungen bildeten die Kosten- und Solvenzquoten, die Rückversicherung, Maßnahmen zur Fortentwicklung der Gesellschaft sowie die Entwicklung der Kapitalanlagen. Ferner wurden die bedeutsamsten mit dem Abschlussprüfer abgestimmten Prüfungssachverhalte erörtert. Die Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrates bezog sich insbesondere auf die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sowie des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems. Im Rahmen der Governance wurden dem Aufsichtsrat Berichte zu den Schlüsselfunktionen nach Solvency II präsentiert und Fragen beantwortet. Weiterhin wurden die Solvabilitätsübersicht sowie die aufsichtsrechtlichen Anforderungen nach Solvency II bzw. nach sonstigen Gesetzen diskutiert und die entsprechenden Beschlüsse gefasst (insbesondere Selbstevaluierung, Beauftragung von KPMG mit Nichtprüfungsleistungen). Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 AktG waren im Berichtsjahr nicht erforderlich. Feststellung des Jahresabschlusses, Abschlussprüfung, Abhängigkeitsbericht Die Auswahl des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfung 2024 erfolgte durch den Aufsichtsrat. Den konkreten Prüfauftrag erteilte der Aufsichtsratsvorsitzende. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft und den Lagebericht für die Gesellschaft für das Geschäftsjahr geprüft und haben keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben; dementsprechend ist der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt worden. Die Abschlussprüfer haben an der Sitzung des Prüfungsausschusses teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Nach eingehender Überprüfung und auf der Grundlage der umfassenden Auskünfte des Abschlussprüfers und Empfehlungen des Prüfungsausschusses hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Prüfungsergebnisse zu erheben. Insbesondere sind dem Aufsichtsrat keine Risiken bekannt geworden, denen im Jahresabschluss nicht ausreichend Rechnung getragen worden ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung und des Prüfungsausschusses an und hat in dem bilanzfeststellenden Umlaufbeschluss vom 3. Juni 2025 dem Vorschlag des Vorstands über das Vortragen des Bilanzgewinns 2024 auf neue Rechnung zugestimmt. Gemäß § 312 AktG wurde für das Geschäftsjahr ein Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstellt (Abhängigkeitsbericht). Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abhängigkeitsbericht und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind dem Aufsichtsrat zugeleitet worden. Der Aufsichtsrat hat beide Berichte geprüft und sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat, bei der sich keine Beanstandungen ergeben hatten, sind Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Markel Insurance SE, welche die Weiterentwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr mit großem Engagement vorangetrieben und zum Erfolg geführt haben.
München, den 4. Juni 2025 Dr. Arno Junke, Vorsitzender Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Markel Insurance SE, München Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Markel Insurance SE, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Markel Insurance SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden-/Unfall-Versicherungsgeschäft enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle Zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang der Gesellschaft in Abschnitt 5.3. Risikoangaben sind im Lagebericht in Abschnitt 2.5 enthalten. DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS Die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft beträgt TEUR 663.499. Dies entspricht 172,8 % der Bilanzsumme; hieraus ergibt sich ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft. Die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle setzt sich aus verschiedenen Teilschadenrückstellungen zusammen. Die Rückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle bilden hiervon den wesentlichen Teil. Die Bewertung der Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle unterliegt Unsicherheiten hinsichtlich der voraussichtlichen Schadenhöhe und ist daher insbesondere bezogen auf die unbekannten Versicherungsfälle stark ermessensbehaftet. Die Schätzung darf nach handelsrechtlichen Grundsätzen nicht risikoneutral im Sinne einer Gleichgewichtung von Chancen und Risiken durchgeführt werden, sondern hat unter Beachtung des Vorsichtsprinzips (§ 341e Abs. 1 Satz 1 HGB) zu erfolgen. Die Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle werden nach dem voraussichtlichen Aufwand für jeden einzelnen Schadenfall gebildet. Für bereits eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schadenfälle (unbekannte Schadenfälle) werden Spätschadenrückstellungen gebildet, die überwiegend nach Erfahrungssätzen berechnet werden; dabei kommen anerkannte versicherungsmathematische Verfahren zur Anwendung. Das Risiko für den Abschluss besteht bei den zum Bilanzstichtag bereits bekannten Schadenfällen darin, dass die noch zu erwartenden Schadenzahlungen nicht in zutreffender Höhe zurückgestellt werden. Bei den unbekannten Schadenfällen besteht daneben das Risiko, dass diese nicht in zutreffendem Umfang geschätzt werden. UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG Bei der Prüfung der Rückstellung für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle haben wir als Teil des Prüfungsteams eigene Aktuare eingesetzt und risikoorientiert insbesondere folgende wesentlichen Prüfungshandlungen durchgeführt:
UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN Die verwendeten Methoden zur Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden-/Unfall-Versicherungsgeschäft enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle sind sachgerecht, stehen im Einklang mit den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen und wurden korrekt angewendet. Die zugrunde liegenden Annahmen wurden in geeigneter Weise abgeleitet. Sonstige Informationen Der Aufsichtsrat ist für die sonstige Information "Bericht des Aufsichtsrats" verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 6. Juni 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. November 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der Markel Insurance SE tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Thomas Kagermeier.
München, den 7. Mai 2025 KPMG
AG
gez. Dr. Kagermeier, Wirtschaftsprüfer gez. Bachran, Wirtschaftsprüfer |
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