Westcon Group Germany GmbH

Franklinstraße 28, 10587 Berlin, DEU

Master Data

Registry
Register court Charlottenburg (Berlin) HRB 102478
Previous
Brilliant 316. GmbHIntact Integrated Services GmbH
Registered
6/20/2006
Industry
Computer consultancy activitiesEngineering activities for technical building equipmentOther information technology and computer service activities
Purpose
Die Beratung, Planung und Realisierung im Bereich von Datenverarbeitungsanlagen und DV-Netzwerken, wobei handwerksrechtlich relevante Leistungen an Subunternehmen übergeben werden.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Managing Director
René Klein
since 7/15/2025
Managing Director
Callum McGregor
since 9/27/2018
Managing Director
Marianne Nickenig
since 6/10/2015
Procura

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Westcon Group European Operations Ltd.GBR
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Westcon Group European Operations Ltd.
United Kingdom
€36,250
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Westcon Group Germany GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

I. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

4. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

I. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Westcon Group Germany GmbH ist ein Value-Add Technology Distributor ("VAD") mit branchenführenden Lösungen in den Bereichen IT-Sicherheit, Unified Communications and Collaboration ("UCC"), Netzwerktechnik. Des Weiteren bietet die Gesellschaft ein breites Portfolio in den Bereichen Cloud, Global Distribution Solutions und Services an. Durch ein physisches und digitales Vertriebsnetz wird die globale Reichweite unserer Geschäftspartner erweitert. Dies wird durch den Konzernverbund mit Standorten in mehr als 50 Ländern mit weltweit über 3.000 Mitarbeitern ermöglicht. Wir verbinden qualifiziertes technisches Wissen und Marktwissen mit branchenführenden Partner-Enablement-Programmen, um das Wachstum unserer marktführenden Hersteller Partner, wie zum Beispiel Cisco, Trendmicro, Extreme, Checkpoint, F5, Palo Alto, Juniper, Crowdstrike, Zscaler und Broadcom zu unterstützen. Die Produkte werden ausschließlich konzernintern bezogen und von zentralen Logistikzentren bzw. vom Hersteller direkt an die Kunden geliefert. Professional-Service-Dienstleistungen werden in der Überzahl durch eigene Mitarbeiter erbracht, wobei gelegentlich auch Fremdleistungen eingekauft werden, insbesondere im internationalen Geschäft sowie teilweise im Projektgeschäft.

Das Unternehmen tritt unter den Marken "Westcon" und "Comstor" auf. Dabei ist das Unternehmen im B2B-Marktumfeld tätig und bedient dort Reseller Partner aus verschiedenen Kundensegmenten, u.a. Systemhäuser, Serviceprovider und Small-Business-Partner.

Die Westcon Group Germany GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Westcon Group European Operations Limited ("WGEO") aus Großbritannien.

In Deutschland operiert die Westcon Group Germany GmbH an Standorten in Berlin, Mönchengladbach, Paderborn und München.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank gemäß den Berechnungen des statistischen Bundesamtes (DESTATIS) im Kalenderjahr 2023 um circa 0,3 % und liegt damit unter dem Vorjahresniveau (1,8 %). Für das erste Quartal 2024 gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes um 0,9 %. Für das Kalenderjahr 2024 wird durch den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein Wachstum von circa 0,2 % prognostiziert.

Gemäß einer Auswertung des Branchenverbandes BITKOM wuchs der relevante deutsche Markt für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Jahr 2024 um circa 4,4 % auf Mrd. EUR 224,3.

Die Digitalbranche zeigt sich zum Ende des ersten Quartals wieder optimistischer. Die aktuelle Geschäftslage der IT- und Telekommunikationsunternehmen liegt mit 15,5 Punkten 1,2 Zähler über dem Februar-Wert. Das ist der erste Anstieg im Monatsvergleich seit Juli 2023. Die Geschäftserwartungen für den weiteren Jahresverlauf haben sich im Vergleich zum Februar noch deutlicher verbessert, von -10,2 auf -2,2 Punkte. Das zeigt der aktuelle Bitkom-ifo-Digitalindex. Der Index bildet die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen für die kommenden drei Monate ab und berechnet daraus das Geschäftsklima. Die Systematik entspricht jener des ifo-Index für die Gesamtwirtschaft. Der Bitkom-ifo-Digitalindex steigt im März um 4,8 Punkte auf nun 6,4 Punkte.

2. Geschäftsverlauf

Insgesamt sind die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/24 im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 % gestiegen.

Die durch die Lieferprobleme, COVID-19 und den Ukrainekrieg ausgelösten gravierenden Umsatzsteigerungen der Vorjahre wurden in diesem Geschäftsjahr durch ein schwaches Wachstum abgelöst. Das Geschäft der IT-Sicherheit Sparte entwickelte sich weiterhin überdurchschnittlich gegenüber den Sparten Netzwerktechnik und UCC. Dies wurde durch den Investitionsstau der vergangenen Jahre getrieben, wenn auch in abgeschwächter Form. Bei der Netzwerktechnik Sparte zeigt sich ein rückläufiges Geschäft hauptsächlich getrieben durch die gedämpfte Performance eines unserer größten Hersteller im Portfolio. Der sich immer weiter veränderte Markt hin zu virtuellen Produkten (Products on Demand) verlangt ein sich stets anpassendes Unternehmen an diese neuen Marktgegebenheiten. Die Entwicklung der Sparte UCC war ebenfalls rückläufig.

Weiterhin lassen sich durch die gruppenweit agierenden Global Supply Chain Solutions international agierende Kunden jederzeit global unterstützen. Eine wichtige Säule des Unternehmenserfolges ist unserer Einschätzung nach der starken Partnerschaft mit Herstellern und Kunden.

Aufgrund der kontinuierlichen Optimierung des ERP-Systems und zusätzlichen Automatisierungsbestrebungen werden Geschäftsprozesse kontinuierlich optimiert und kosteneffizienter umgesetzt.

Im Geschäftsjahr 2023/24 lag die Anzahl der Mitarbeiter unverändert bei durchschnittlich 227.

3. Lage

a. Ertragslage

Unsere Erwartungen an die Entwicklung der Distributionsumsätze 2023/24 wurden erfüllt. Das allgemeine Geschäftsklima in Deutschland und Europa war im abgeschlossenen Geschäftsjahr sehr durchwachsen. Dies hatte jedoch keinen substanziell negativen Einfluss auf die Gesellschaft in der Rolle als Value-Add IT-Distributor, da aufgrund des Technologie- und Produktportfolios eine starke Nachfrage im für die Gesellschaft relevanten Teilbereich der IT-Distribution bestand.

Der prognostizierte Wachstumskurs des Ergebnisses vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen übertraf den Umsatzverlauf und damit die Vorjahresprognose. Der positive Saldo aus Währungskurserträgen und Währungskursaufwendungen überstieg das Vorjahresniveau.

Unveränderter Hauptmarkt ist wie auch im Vorjahr Deutschland mit nahezu 100 % der Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 879.693 (Vorjahr: TEUR 824.768). Die Umsatzerlösquellen liegen in den VAD-Bereichen Netzwerktechnik (23,1 %), IT-Sicherheit (57,3 %) sowie UCC (19,6 %).

Die Hauptquelle der Umsatzerlöse bilden Hardwareprodukte, Softwareprodukte sowie Herstellerwartung und Cloud-basierte Produkte. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Umsätze mit Cloud-basierten Produkten überproportional stark erhöht, was auf den technologischen Wandel als auch die Technologiefähigkeiten des Unternehmens im Bereich Cloud zurückzuführen ist. Der Umsatz mit UCC-Produkten geht aufgrund des Wandels der Telekommunikation hin zu mobilen Endgeräten weg von der klassischen Telefonanlage zurück. Dieser Wandel impliziert auch eine Veränderung beim Verkauf von Produkten wie Headsets, die dadurch zum Commodity Produkt werden und andere Vertriebswege vonnöten sind. Die gestiegene Nachfrage nach Technologielösungen im Bereich Hybrid/Remote Workspace sowie Netzwerksicherheit machen unserer Einschätzung nach die Sparte IT-Sicherheit mit einigen Innovationen zu einer starken Säule des Unternehmens.

Ein weiteres Jahr in Folge hat Westcon-Comstor eine positive Umsatzentwicklung (+6,7 %). Der Rohertrag, d.h. die Differenz aus Umsatzerlösen (zzgl. Bestandsveränderung) und Materialaufwand entwickelte sich ebenfalls positiv. Dem Vorjahreswert i.H.v. TEUR 42.690 steht ein aktueller Rohertrag i.H.v. TEUR 53.273 gegenüber. Aufgrund eines veränderten Kunden/Herstellermixes stieg der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr. Der Personalaufwand sank leicht um 3,3 % durch eine leicht gesunkene Mitarbeiterzahl. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 52.409 und liegen somit 44,3 % über dem Vorjahreswert. Dies liegt insbesondere an der Entwicklung der Aufwendungen aus der Währungsumrechnung und an den Transferpreisanpassungen. Die Zinsaufwendungen sind aufgrund höherer Zinssätze gestiegen und der Anstieg entspricht damit dem Ergebnisrückgang.

Die Gesellschaft hat ein Distribution and Service Agreement mit der Westcon Group European Operations Ltd. abgeschlossen. Die generellen Risiken und Chancen der Gesellschaft als reine Vertriebsgesellschaft werden mit diesem Vertrag eingeschränkt. Es ist ein sich an den Umsatzerlösen orientierter Zielgewinn (Ergebnis vor Ertragsteuern) in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der Umsatzerlöse nach IFRS vereinbart, der die eingeschränkten Risiken und Chancen reflektiert. Die Zielgröße wird über eine Anpassung der Transferpreise, ggf. auch durch nachträglich erfolgende Nachberechnungen bzw. Gutschriften gesteuert.

b. Finanz- und Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/24 nicht wesentlich geändert.

Gegenüber dem Vorjahr sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 12.193 bzw. 10,9 % von TEUR 111.855 auf TEUR 99.662 gesunken. Dies begründet sich vorwiegend aus einem im Vergleich zum Vorjahr schwächerem 4. Quartal in allen Geschäftsbereichen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 2.675 auf TEUR 1.824 aufgrund geringerer Bestellmengen gesunken.

Die liquiden Mittel sind im Geschäftsjahr von EUR 10.141 auf EUR 6.459 gesunken.

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Jahresergebnisses um TEUR 162 erhöht. Die Eigenkapitalquote stieg damit von 7,5 % im Vorjahr auf 7,8 %.

Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist darauf fokussiert, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen und Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist auszugleichen. Die Gesellschaft refinanziert sich unter anderem über die Westcon Group European Operations Limited. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber dieser Gesellschaft bilden ein flexibles Verrechnungskonto, durch welches kurzfristig ausreichend Liquidität sicherstellt wird.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen eine zur laufenden Finanzierung aufgenommene Asset Based Credit Facility, die variabel in Anspruch genommen werden kann. Diese hat sich im Geschäftsjahr leicht um TEUR 3.259 verringert von TEUR 47.261 auf TEUR 44.001. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 28,9 % auf TEUR 33.727 gesunken.

c. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen erstellt detaillierte Auswertungen konzerneinheitlich nach IFRS auf monatlicher Basis. Eine Reihe von Key Performance Indicators (KPIs) sind integraler Bestandteil dieses Prozesses. Die wichtigsten vom Konzern für den Einzelabschluss vorgegebenen KPIs umfassen Umsatzerlöse und den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("EBITDA") in USD vor Währungseffekten und ohne Berücksichtigung von Nachberechnungen bzw. Gutschriften gemäß dem Distribution and Service Agreement. Die Indikatoren konzentrieren sich auf die Leistung des Unternehmens im Vergleich zum Budget für das laufende Geschäftsjahr und zum Vergleichszeitraum des vorangegangenen Geschäftsjahres. Der erwartete Anstieg des bereinigten EBITDA konnte erreicht werden.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren liegen nicht vor.

4. Gesamtaussage

Der Gesamtverlauf des Geschäftsjahres 2023/24 hat die Erwartungen der Geschäftsführung erfüllt. Der anhaltende Ausbau der IT-Landschaft sowohl in dem privatwirtschaftlichen als auch in dem öffentlichen Sektor, sowie die kontinuierlich starke Nachfrage in dem Bereich IT-Sicherheit hat die Entwicklung des Umsatzes positiv beeinflusst. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beurteilen wir insgesamt als stabil.

III. Prognosebericht

Das Geschäftsklima in der Digitalwirtschaft entwickelt sich gegen den Trend der Gesamtwirtschaft positiv, wie der von Bitkom und dem ifo Institut erstellte Digitalindex zeigt. Während der ifo Index für die Gesamtwirtschaft im Dezember von minus 9,4 Punkten noch einmal auf minus 11,2 zurückging, lag der Digitalindex von 6,0 auf 9,8 Punkte zu. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Investitionsplanungen der IT- und Telekommunikations-Unternehmen wider. So wollen 22 % ihre Investitionen 2024 erhöhen und 61 % die Ausgaben konstant halten. Dabei wird vor allem in Software sowie Forschung und Entwicklung investiert.

Für das folgende Geschäftsjahr sind keine wesentlichen Änderungen der Geschäftspolitik geplant. Ebenso werden keine signifikanten Veränderungen des wirtschaftlichen und rechtlichen Umfelds erwartet. Das Unternehmen wird auch weiterhin die globale Logistik und Servicekompetenz von der Westcon-Gruppe nutzen, um die Beziehungen zu strategischen Partnern weiter auszubauen beziehungsweise voranzutreiben.

Das Unternehmen sieht das kommende Geschäftsjahr neutral bis vorsichtig optimistisch und plant ein sehr leichtes Wachstum der Umsatzerlöse zwischen 5 % und 10 % trotz anhaltenden makroökonomischen Störungen durch internationale Konflikte und eine sich veränderte Distributionslandschaft. Es wird erwartet, dass sich das oben definierte EBITDA mindestens analog zur Steigerung der Umsatzerlöse verhält, wobei nicht vorhersehbare Wechselkurseffekte das EBITDA stark beeinflussen können.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Das Unternehmen verfügt über ein Risikomanagement, in dem Risiken identifiziert und auf kontinuierlicher Basis nachgehalten werden. Wesentliche Chance und wesentliches Risiko der Gesellschaft ist die Einbindung in die Datatec Gruppe hinsichtlich Beschaffung, Finanzierung und Zentralfunktionen. Weitere wesentliche Risiken werden in der Finanzierung, im Verlust von Schlüssellieferanten- und Hauptkundenbeziehungen, Mitarbeiterbindung, Geschäftsprozesstransformation, Systemimplementierung und makroökonomische Veränderungen angesehen. Führungskräfte innerhalb des Konzerns tragen Verantwortung dafür, die damit verbundenen Risiken zu mindern. Inzwischen wurde eine hybride Arbeitsgestaltung implementiert.

Finanzierung der Gesellschaft

Die Absicherung des Liquiditätsrisikos erfolgt im Rahmen der konzernübergreifenden Liquiditätsplanung. Die Gesellschaft kann bei Bedarf an der Liquidität der Unternehmensgruppe partizipieren und ist insofern von der Konzernfinanzierung abhängig (wesentliches Risiko). Die Datatec Gruppe ist in einer niedrig margigen Branche tätig und stark kurzfristig finanziert ist. Daher wird die Finanzierung der Gruppe eng verfolgt.

Branchenspezifische Risiken

Der Mangel an Fachkräften in der IT-Branche (mittleres Risiko) stellt ein kontinuierliches Risiko dar und wird durch konzernweite Personalentwicklungs- sowie Rekrutierungsprogramme adressiert. Eine starke Wertekultur, Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Nachhaltigkeit sowie eine offene und unterstützende Unternehmenskultur bilden das Fundament für Mitarbeiterbindungen sowie Unternehmensattraktivität.

Konsolidierungen im Hersteller- sowie Kundenbereich sowie die Verschiebung von UC/Collaboration hinzu zu Cloud Architekturen und Herstellern stellen ein Risiko als auch eine Chance dar (mittleres Risiko). In den vergangenen 12 Monaten hat sich die Anzahl von Restrukturierungsprogrammen im Technologiesektor signifikant erhöht. Dies kann zu schwankenden Volumina im Auftragseingang sowie zu einem erhöhten Preisdruck auf der Wareneingangsseite führen. Auf der Herstellerseite werden die Markteintrittsschranken sowie Anforderungen an die Distribution stetig erhöht beziehungsweise modifiziert. Dies stellt sich unter anderem durch erhöhte Zertifizierungsanforderungen dar, welche durch interne Trainingsprogramme sowie durch das Produktmanagement adressiert werden. Die Konsolidierung auf der Kundenseite bietet die Möglichkeit, aufgrund der Breite des Portfolios weitere Marktanteile zu gewinnen. Demgegenüber steht das Risiko, Geschäftsanteile aufgrund der gestiegenen kundenseitigen Marktmacht zu verlieren bzw. Margeneinbußen hinzunehmen.

Ertragsorientierte Risiken

Der Trend zum Einsatz digitaler Lösungen und somit ein Wandel von Investitionen in verbrauchsorientierte Modelle mit bedarfsgerechter Nutzung von Dienstleistungen setzt sich fort und stellt sowohl ein (mittleres) Risiko als auch eine Chance dar. Erstmals nutzt die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland das sogenannte Cloud Computing. Damit verschiebt sich auch das Modell der Distribution hin zu einem Hybridmodell, welches klassische Distributions- und Cloud-Produkte sowie Services und Dienstleistungen umfasst. Aus der potenziellen Veränderung im Marktumfeld ergeben sich Risiken, welche Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. Mit dem Ausbau der konzerneigenen Cloud-Plattform sowie der Fokussierung auf digitale Daten sowie deren Analyse werden diese Trends in der Unternehmensgruppe adressiert und der Bereich der wiederkehrenden Abrechnungsabwicklungen verstärkt.

Aufgrund einer starken Wettbewerbssituation im Distributionsmarkt unterliegt das Unternehmen dem branchenüblichen Preis- und Margendruck, wobei es diesem Effekt nicht nur mit Prozessoptimierung entgegenwirkt. Die Westcon-Gruppe ermöglicht Hersteller- und Kundenpartnern unserer Einschätzung nach erfolgreiche Geschäftsprozesse umzusetzen und eine erhöhte Wertschöpfung zu erzielen, was wiederum die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens erhöht. Es investiert in die Zukunft und optimiert mit Innovationen die Funktionsweise der Distribution als Vertriebskanal. Auf diese Weise treibt es die digitale Veränderung für Anbieter, Partner und Endkunden voran.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zählen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen zu den Finanzinstrumenten des Unternehmens. Dementsprechend ergeben sich für das Unternehmen branchenübliche Risiken wie Preisänderungs-, Liquiditäts-, Ausfall- sowie Währungsrisiken (mittleres Risiko).

Sollten Ausfallrisiken bei finanziellen Vermögensgegenständen erkennbar sein, werden notwendige Wertberichtigungen vorgenommen. Ausfall- und Bonitätsrisiken werden durch den Einsatz eines Kreditversicherers sowie durch ein professionelles Debitorenmanagement minimiert. Bei der internen Warenkreditvergabe werden in Übereinstimmung mit den internen Prozessvorgaben von Westcon-Comstor entsprechende externe Bonitätsratings sowie empirische Werte eingesetzt. Das Auslaufen staatlicher Unterstützungsprogramme sowie der enorme Anstieg der Material- und Energiepreise verbunden mit einem Anstieg der Personalkosten führte in Deutschland zu einem rasanten Anstieg der Firmeninsolvenzen in vielen Wirtschaftsbereichen. Es wird erwartet das sich dieser Trend 2024 weiter verstärkt. Somit entsteht das Risiko von Liquiditätsengpässen bei Geschäftspartnern, wenn deren Kunden in Zahlungsverzug geraten.

Die Absicherung des Liquiditätsrisikos erfolgt im Rahmen der konzernübergreifenden Liquiditätsplanung. Die Gesellschaft kann bei Bedarf an der Liquidität der Unternehmensgruppe partizipieren.

Auf Grund der internationalen Ausrichtung des Unternehmens und der in Großbritannien sitzenden Muttergesellschaft sowie der funktionalen Handelswährung der Herstellerpartner werden für Geschäfte nicht ausschließlich Produkte in EUR, sondern in größerem Umfang auch in USD bezogen (mittleres Risiko). Ebenfalls erfolgt ein Teil der Warenverkäufe in USD. In diesem Zusammenhang bestehen zusätzlich Währungsrisiken auf Einzelgesellschaftsebene, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie im Auftragsbestand.

Eine Reduzierung der dargestellten Risiken wird darüber hinaus durch ein Service Agreement mit der Muttergesellschaft erreicht.

IT-Risiken

Wichtige Komponenten der Betriebsabläufe im Unternehmen sind Prozesse, welche auf Informationssystemen basieren, sowie digitale Informationen (mittleres Risiko). Cyber-Angriffe stellen somit ein Risiko für das Unternehmen dar. Die Beobachtung zeigt, dass Professionalität sowie Vielfältigkeit der Cyber-Attacken kontinuierlich zunehmen. Um dieser Bedrohung entgegenzuwirken und die bestmögliche Funktionsfähigkeit und Sicherheit der IT-Systeme bzw. Informationen zu gewährleisten, unternimmt das Unternehmen auf Gruppenebene erhebliche Anstrengungen im Bereich der IT-, System- und Datensicherheit. Dies beinhaltet unter anderem ein Risikobewertungssystem, eine strategische Sicherheitsplanung, Defensivmaßnahmen sowie eine kontinuierliche Sensibilisierung der Mitarbeiter im Hinblick auf Cyber-Bedrohungen.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

2. Chancenbericht

Die Mitarbeiter sind ein Haupterfolgsfaktor des Unternehmens. Ihre Ausbildung, das Engagement und die Motivation werden als sehr wichtig eingeschätzt. Das Unternehmen legt großen Wert auf die Beteiligung der Mitarbeiter sowie auf eine starke interne Kommunikation, welche die verschiedenen Faktoren des Unternehmenserfolges adressiert. Durch die Einführung eines flexiblen Arbeitsmodells sowie einem attraktiven Portfolio an freiwilligen sozialen Leistungen wird die Mitarbeiterbindung erhöht. So stellt sich die Westcon-Gruppe der immer schwieriger werdenden Situation auf dem nationalen Arbeitsmarkt.

Im Rahmen der Aus- und Weiterbildung werden die Mitarbeiter stetig hinsichtlich aktueller technologischer sowie prozessualer Anforderungen der Herstellerpartner sowie Reseller Partner geschult.

Die Servicedienstleistungen, wie globale Logistikdienstleistungen, Professional Services, Education, Installationsservices sowie Projektconsulting, erlaubt es dem Unternehmen, früher in Projektzyklen einzusteigen und somit tiefgreifender mit den Herstellerpartnern sowie Reseller Partnern vernetzt zu werden. Software-as-Service und Technology-as-Service erlauben dem Unternehmen durch die gestiegene Kundenbindung den Unternehmenserfolg zu festigen.

Als weiteres zeigt die Erweiterung des Portfolios mit Herstellern aus dem Next Generation Technology eine weitere Chance, die Bedeutung als auch die Kundenbindung für das Unternehmen zu steigern.

Hinzu kommt noch ein Ausbau der Finanzierungsdienstleistungen, welche von der Westcon-Gruppe als weiteres Angebot für Kunde und Endkunden, als Werkzeug der Kundenbindung gesehen werden.

Die Zugehörigkeit zu der Westcon-Gruppe, die in mehr als 50 Ländern mit Standorten vertreten ist, über 18 Logistikstandorte verfügt und in über 180 Länder liefert, ermöglicht es der Westcon Group Germany GmbH, international agierenden Kunden bei der Abwicklung komplexer globaler Rollouts professionell und erfolgreich zu unterstützen.

 

Berlin, 17. Oktober 2024

Westcon Group Germany GmbH

Callum McGregor

Bilanz zum 29. Februar 2024

Aktiva

29.02.2024
28.02.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 2,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.661,50 310.848,00
229.661,50 310.850,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
unfertige Leistungen 3.505.532,21 2.627.140,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 99.661.748,79 111.855.236,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.823.868,65 2.674.790,16
3. sonstige Vermögensgegenstände 852.397,42 687.101,04
102.338.014,86 115.217.127,63
III. Guthaben bei Kreditinstituten 6.459.199,84 10.140.749,01
112.302.746,91 127.985.017,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.956.522,39 6.590.726,71
120.488.930,80 134.886.594,01

Passiva

29.02.2024
28.02.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 120.001,00 120.001,00
II. Kapitalrücklage 320.001,00 320.001,00
III. Gewinnvortrag 9.615.646,87 5.311.124,73
IV. Jahresüberschuss 161.969,79 4.304.522,14
10.217.618,66 10.055.648,87
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.500.414,04 2.997.098,34
2. sonstige Rückstellungen 5.860.526,59 7.290.486,77
9.360.940,63 10.287.585,11
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44.001.396,79 47.260.860,45
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.490.934,48 2.725.128,91
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.053.555,38 883.167,92
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.727.203,51 47.430.206,39
5. sonstige Verbindlichkeiten 8.426.397,92 8.315.709,19
(davon aus Steuern TEUR 7.431; Vorjahr: TEUR 7.340)
91.699.488,08 106.615.072,86
D. Rechnungsabgrenzungsposten 9.210.883,43 7.928.287,17
120.488.930,80 134.886.594,01

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

01.03.2023 bis 29.02.2024
01.03.2022 bis 28.02.2023
1. Umsatzerlöse 879.692.929,09 824.768.198,29
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands unfertigen Leistungen 878.391,53 2.212.772,37
3. sonstige betriebliche Erträge 24.755.220,31 21.472.454,37
(davon aus Währungsumrechnung: T€ 24.755; Vorjahr T€ 21.472)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 816.251.268,14 775.523.298,90
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.047.152,67 8.767.551,20
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.266.347,56 15.946.440,09
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.834.177,01 2.774.267,39
(davon für Altersversorgung: T€ 7; Vorjahr T€ 1)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens und Sachanlagen 129.776,10 152.335,82
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 52.408.689,25 36.330.159,90
(davon aus Währungsumrechnung: T€ 21.694; Vorjahr T€ 18.756)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.387.319,61 1.503.851,96
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.054.306,96 4.028.350,21
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.528.914,27 2.130.085,76
11. Ergebnis nach Steuern 193.228,58 4.304.787,72
12. sonstige Steuern 31.258,79 265,58
13. Jahresüberschuss 161.969,79 4.304.522,14

Anhang zum 29. Februar 2024

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Westcon Group Germany GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Registernummer HRB 102478 B.

Der Jahresabschluss der Westcon Group Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der für das Geschäftsjahr geltenden Fassung sowie den einschlägigen Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang einschließlich des Anlagespiegels. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, überwiegend im Anhang aufgeführt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Angaben

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren des Weiteren die nachfolgenden und gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten (gem. § 255 Abs. 1 HGB) aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde aufgrund der Langfristigkeit der übernommenen Kundenbeziehungen bei Aktivierung ein Zeitraum von 15 Jahren festgelegt. Die in den Vorjahren angewandte Nutzungsdauer wurde beibehalten.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten (gem. §255 Abs. 1 HGB) unter Berücksichtigung des gemilderten Niederstwertprinzips angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände über drei bis vier Jahre linear vorgenommen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Zuschreibungen erfolgen, soweit die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Abschreibung nicht mehr bestehen.

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 1.000,00 wurden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt. Es wurden keine Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert bilanziert. Diese beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Hierbei handelt es sich überwiegend um geleistete Vorauszahlungen für Service- und Wartungsverträge.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennbetrag angesetzt und beinhalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Hierbei handelt es sich überwiegend um erhaltene Vorauszahlungen für Service- und Wartungsverträge.

Die latenten Steuern werden anhand des bilanzorientierten Konzeptes auf Basis der Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, ermittelt. Die Beträge werden mit den erwarteten unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen von derzeit 30,00 % bewertet und nicht abgezinst. Eine sich daraus im Saldo ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer erfasst. Auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wird hingegen aufgrund des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Behandlung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten nach Steuer- und Handelsrecht.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. § 256a HGB wurde für Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger entsprechend angewandt. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr sind nicht in der Bilanz enthalten.

3. Erläuterungen zur Bilanz und GuV

Angaben zur Bilanz

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Abschreibungen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG/§ 264c Abs. 1 HGB)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Forderungen und Verbindlichkeiten:

29.02.2024
EUR
28.02.2023
EUR
Sachverhalte
Forderungen 0,00 0,00
Verbindlichkeiten 4.214.231,76 5.059.546,00

Es bestehen Forderungen gegen die Alleingesellschafterin aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von EUR 1.339.849,21 (Vorjahr: EUR 599.086,94), die mit den entsprechenden Verbindlichkeiten saldiert wurden. Ebenso bestehen Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling in Höhe von EUR 1.330.010,42 (Vorjahr: EUR 1.355.047,00) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vor Saldierung in Höhe von EUR 4.224.070,56 (Vorjahr: EUR 4.303.585,94).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben alle, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 1.823.868,65 (Vorjahr: EUR 2.6474.790,16) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von EUR 226.479,88 (Vorjahr: EUR 280.617,93) Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Hierbei handelt es sich um Kautionen.

Angaben zu aktiven Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 7.956.522,39 (Vorjahr: EUR 6.590.726,71) beinhalten überwiegend abzugrenzende Wartungsverträge.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

29.02.2024
EUR
28.02.2023
EUR
Kundenboni 2.951.660,75 3.368.117,36
Personalkosten 955.746,37 1.006.810,01
Urlaub 446.235,19 452.315,74
Abschluss und Prüfung 249.490,90 179.000,00
Überstunden 25.000,00 19.300,00
Versicherung und Beiträge 78.600,00 69.700,00
Ausstehende Rechnungen 138.701,40 60.337,23
Rückbau 272.377,70 272.377,70
Übrige sonstige Rückstellungen 742.714,28 1.862.528,73
5.860.526,59 7.290.486,77

Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Posten 29.02.2024 (28.02.2023) Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44.001.396,79 44.001.396,79 0,00
(47.260.860,45) (47.260.860,45) (0,00)
Erhaltene Anzahlungen 4.490.934,48 4.490.934,48 0,00
(2.725.128,91) (2.725.128,91) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.053.555,38 1.053.555,38 0,00
(883.167,92) (883.167,92) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.727.203,51 33.727.203,51 0,00
(47.430.206,39) (47.430.206,39) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 8.426.397,92 8.206.397,92 220.000,00
(8.315.709,19) (7.875.709,19) (440.000,00)

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 44.532.239,83 durch eine Zession von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Die Forderungen sind nicht abgetreten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Cash-Pooling in Höhe von EUR 1.330.010,42, vollständig aus Lieferungen und Leistungen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 9.210.883,43 (Vorjahr: EUR 7.928.287,17) beinhalten überwiegend abzugrenzende Wartungsverträge.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Distributionsumsätze sowie Umsätze aus dem Servicebereich. Die wesentlichen Umsatzerlösquellen liegen in den Value-Added-Distributor-Bereichen Netzwerktechnik (23,1 %, Vorjahr: 27,1 %), IT-Sicherheit (57,3 % Vorjahr: 51,7 %) sowie Unified Communications and Collaboration ("UCC") (19,6 %, Vorjahr: 21,2 %).

Die Umsatzerlöse der Westcon Group Germany GmbH werden mit nahezu 100 % in Höhe von EUR 879.692.929,00 (Vorjahr: EUR 824.768.198,29) in Deutschland erzielt.

Angabe der periodenfremden Erträge/Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine periodenfremden Erträge enthalten (Vorjahr: EUR 0,00).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremden Aufwendungen in Höhe von EUR 39.284,60 enthalten (Vorjahr: EUR 13.176,32).

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 1.289.197,47 sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Gesamt
EUR
< 1 Jahr
EUR
> 1 Jahre
EUR
davon > 5 Jahre
EUR
Büromieten 819.357,79 814.679,76 4.678,03 0,00
Gerätemieten 1.560,00 468,00 1.092,00 0,00
Firmenwagen Leasing 468.279,69 277.365,90 190.913,78 0,00
Summe 1.289.197,47 1.092.513,66 196.683,81 0,00

Die außerbilanziellen Geschäfte betreffen abgeschlossene Mietverträge mit vereinbarten Grundmietzeiten und -miethöhen. Ein Risiko besteht darin, dass ggf. die ortsüblichen Vergleichsmieten sinken und daran nicht partizipiert werden kann oder der angemietete Standort in der Zukunft nicht mehr voll den Bedürfnissen des Unternehmens entspricht. Die Vorteile der Mietverträge im Vergleich zum Erwerb der Objekte stellen die größere Flexibilität, die geringere Kapitalbindung und der Wegfall des Verwertungsrisikos dar

Sonstige nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfts- sowie Haftungsverhältnisse lagen nicht vor.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 227. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2023/2024
Anzahl
2022/2023
Anzahl
Angestellte 227 231
davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 206 210
davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 21 21

Angaben zu den Geschäftsführern

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Erster Geschäftsführer: Callum McGregor, Scarsdale, NY, USA
Beruf: CFO for the Westcon-Comstor International EMEA & Group regions

Der Geschäftsführer erhielt keine Vergütung von der Gesellschaft. Organmitgliedern wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.

Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Abschlussprüferhonorar EUR
Abschlussprüferhonorar 35.000,00

Konzernzugehörigkeit

Die Westcon Group Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Westcon Group European Operations Limited einbezogen.

Die Westcon Group European Operations Limited stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf. Der offengelegte Konzernabschluss ist auf der Website bei der Westcon Group European Operations Limited, Merchants House, Love Lane, Cirencester, Gloucestershire, England, GL7 1YG, unter beta.companieshouse.gov.uk/company/04411285 erhältlich.

Die Datatec Limited stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der offengelegte Konzernabschluss ist auf der Website bei der Datatec Limited, Ground Floor, Sandown Chambers, Sandown Village, 16 Maude Street, Sandown, South Africa, 2146, unter https://www.datatec.com/annual-reports.php erhältlich.

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor: Der gesamte Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Berlin, 17. Oktober 2024

Westcon Group Germany GmbH

Callum McGregor

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

Anschaffungskosten
01.03.2023
Zugänge
Abgänge
29.02.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 203.368,07 0,00 12.886,81 190.481,26
2. Geschäfts- oder Firmenwert 314.182,73 0,00 0,00 314.182,73
517.550,80 0,00 12.886,81 504.663,99
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.627.184,42 48.589,60 14.638,57 2.661.135,45
3.144.735,22 48.589,60 27.525,38 3.165.799,44
kumulierte Abschreibungen
01.03.2023
Zugänge
Abgänge
29.02.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 203.366,07 0,00 12.884,81 190.481,26
2. Geschäfts- oder Firmenwert 314.182,73 0,00 0,00 314.182,73
517.548,80 0,00 12.884,81 504.663,99
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.316.336,42 129.776,10 14.638,57 2.431.473,95
2.833.885,22 129.776,10 27.523,38 2.936.137,94
Restbuchwerte
29.02.2024
28.02.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 2,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.661,50 310.848,00
229.661,50 310.850,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Westcon Group Germany GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Westcon Group Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 29. Februar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Westcon Group Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 29. Februar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 18. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin

ppa. Dennis Heering, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 29. Februar 2024 wurde am 30. November 2024 festgestellt.

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