TSV
Alemannia Aachen GmbH
Aachen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2020
Bilanz
Aktiva
|
|
30.6.2020
EUR |
30.6.2019
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
333.602,00 |
351.397,00 |
| I.
Sachanlagen |
333.602,00 |
351.397,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
686.023,96 |
713.963,52 |
| I.
Vorräte |
7.433,60 |
80.823,76 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
323.316,33 |
567.541,25 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
355.274,03 |
65.598,51 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
4.382,48 |
0,00 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
1.024.008,44 |
1.065.360,52 |
Passiva
|
|
30.6.2020
EUR |
30.6.2019
EUR |
| A.
Eigenkapital |
83.943,33 |
26.225,03 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
1.225,03 |
-5.837,93 |
| III.
Jahresüberschuss |
57.718,30 |
7.062,96 |
| B.
Rückstellungen |
268.251,51 |
100.852,30 |
| C.
Verbindlichkeiten |
671.813,60 |
684.796,01 |
| davon
mit Restlaufzeit bis 1 Jahr |
671.813,60 |
684.796,01 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
0,00 |
253.487,18 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
1.024.008,44 |
1.065.360,52 |
Anhang
TSV Alemannia Aachen GmbH, Aachen
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1.07.2019 bis
zum 30.06.2020
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
Firmenname laut
Registergericht:
|
TSV Alemannia Aachen
GmbH
|
Firmensitz laut
Registergericht:
|
Aachen
|
Registereintrag:
|
Handelsregister
|
Registergericht:
|
Aachen
|
Registernummer:
|
HRB 21825
|
Allgemeine Angaben
Die Gesellschaft wurde mit notariellem Vertrag
103/2018W des Notars Dr. A. Winnen (Aachen) gegründet
und hat ihre werbende Tätigkeit am 2. Februar 2018
aufgenommen. Der operative Fußballbetrieb der
Lizenzspielermannschaft in der Regionalliga wurde am 2.
Juli 2018 von der Gesellschafterin der Gesellschaft, dem
TSV Alemannia Aachen e. V., erworben.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft geht -
entsprechend den Vorgaben und Gepflogenheiten des
Fußballsports - vom 1. Juli eines Jahres bis zum 30.
Juni des darauf folgenden Jahres.
Der vorliegende Jahresabschluss ist gemäß
den für große Kapitalgesellschaften geltenden
Gliederungs- und Bewertungsvorschriften des
Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Berücksichtigung
des GmbH-Gesetzes (GmbHG) sowie den einschlägigen
Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist
entsprechend§ 275 Abs. 2 HGB nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Im Anhang sind die gesetzlich geforderten Angaben
aufgenommen, soweit sie in Ausübung des Wahlrechtes
nicht bereits in der Bilanz oder Gewinn- und
Verlustrechnung gemacht wurden.
Rechnungslegungsgrundsätze
Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der
Going Cancern-Prämisse gern. § 252 Abs. 1 Nr. 2
HGB.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter
Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger
Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter
werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Die
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt
zwischen 3 und 11 Jahren. Geringwertige
Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs in vollem
Umfang abgeschrieben.
Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten
unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und
-preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.
Die Forderungen sowie die sonstigen
Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert
bewertet. Für erkennbare Einzelrisiken aus den
Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen
werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen
Kredit- und Zinsrisiko wird durch eine
Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert
angesetzt.
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie
Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag
darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv
abgegrenzt.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind
mit dem Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Preis-
und Kostensteigerungen angesetzt, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als
einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden
Marktzins für Anlagen mit einer Laufzeit von sieben
Jahren abgezinst.
Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit
dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie
Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag
darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten
passiv abgegrenzt.
Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im
Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.
Umlaufvermögen
Die Vorräte betreffen Sportbekleidung sowie
Getränkebestände für das Public Catering.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Unter
den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind solche
gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von €
327,26 enthalten (Vorjahr: € 16.304,15).
Sonstige Vermögensgegenstände mit einer
Laufzeit von mehr als 1 Jahr bestehen zum Bilanzstichtag
nicht (Vorjahr: € 35.000,00).
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird für
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für
eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, gebildet.
Eigenkapital
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt €
25.000,00 und ist zum Stichtag voll einbezahlt.
Zum 30. Juni 2020 ergibt sich nach handelsrechtlichen
Grundsätzen ein Eigenkapital in Höhe von €
83.943,33.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
| • |
Rückstellungen
für eventuelle Regressforderungen sowie
für verkaufte sogenannte "Goldene
Tickets" im Zusammenhang
mit der Corona-Pandemie
in Höhe von €
122.776,30 (Vorjahr € 0,00)
|
| • |
Rückstellungen im
Personalbereich in Höhe von € 87.363,28
(Vorjahr € 73.460,18),
|
| • |
Rückstellungen für die
Erstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse
zum 30. Juni 2018, 30. Juni 2019 und 30. Juni 2020 in
Höhe von zusammen € 27.904,00.
|
Im Vorjahr waren darüber hinaus noch sonstige
Rückstellungen in Höhe von € 5.000,- enthal
ten.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind generell mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten der
Verbindlichkeiten zum Stichtag 30. Juni 2020 gliedern sich
wie folgt:
30. Juni 2020
|
Restlaufzeit bis 1 Jahr
|
Restlaufzeit
Restlaufzeit 2-5
|
Restlaufzeit > 5
Jahre
|
Summe
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
239.515,74
|
0,00
|
0,00
|
239.515,74
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
181.358,19
|
48.626,12
|
202.313,55
|
432.297,86
|
|
420.873,93
|
48.626,12
|
202.313,55
|
671.813,60
|
Die entsprechenden Vorjahreswerte lauten wie
folgt:
30. Juni 2019
|
Restlaufzeit bis 1 Jahr
|
Restlaufzeit
Restlaufzeit 2-5
|
Restlaufzeit > 5 Jahre
|
Summe
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
283.620,60
|
0,00
|
0,00
|
283.620,60
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
112.283,87
|
73.428,60
|
215.462,94
|
401.175,41
|
|
395.904,47
|
73.428,60
|
215.462,94
|
684.796,01
|
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sind teilweise durch üblichen
Eigentumsvorbehalt von Lieferanten besichert.
Den sonstigen Verbindlichkeiten liegen - soweit es
sich um finanzierungsleasing-ähnliche
Verbindlichkeiten handelt- die entsprechenden
Vermögensgegenstände als Sicherheiten zugrunde.
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten waren im
Vorjahr Einnahmen aus Ticket- und Dauerkartenverkäufen
sowie aus Sponsoringverträgen erfasst, die Ertrag
für das Berichtsjahr bedeuteten. Aufgrund der
Corona-Pandemie wurden der Dauerkartenvorverkauf sowie die
Sponsoreneinnahmen zum Stichtag noch nicht begonnen.
Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren entsprechend den
Gliederungsvorschriften gemäß § 275 Abs. 2
HGB in Staffelform aufgestellt.
Umsatzerlöse
Im Berichtszeitraum wurden insgesamt
Umsatzerlöse von T€ 3.631 {Vorjahr: T€
3.371) erzielt. Diese Erlöse entfallen auf folgende
Bereiche:
|
2019/2020 T€
|
2018/2019 T€
|
Spielbetrieb
|
1.402
|
884
|
Werbung/ Sponsoring
|
1.584
|
1.830
|
TV-Gelder
|
177
|
0
|
Ausbildungs-/Transferentschädigungen
|
17
|
126
|
Handel
|
269
|
322
|
Sonstige
|
182
|
209
|
|
3.631
|
3.371
|
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Verbindlichkeiten
und Rückste
ll
ungen
Der als Zinsaufwendungen ausgewiesene Betrag von
T€ -15 (Vorjahr: T€ -15) beruht vollständig
auf dem Effekt der Aufzinsung von Verbindlichkeiten aus
finanzierungsleasing-ähnlichen Verpflichtungen.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Haftungsverhältnisse bestehen zum Stichtag
nicht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen
zunächst aus einem mit der Aachener Stadion
Beteiligungs GmbH (ASBG} abgeschlossenen Mietvertrag
über das Aachener Fußballstadion (,,Tivoli")
nebst Freiflächen. Der am 30. Juni 2020 neu gefasste
Mietvertrag ersetzt den am selben Datum abgelaufenen
Mietvertrag vom 7. Juli 2015. Es bestehen
ligazugehörigkeitsabhängige finanzielle
Verpflichtungen aus dem Mietvertrag über das Stadion
von derzeit jährlich T€ 150 zzgl. Nebenkosten,
der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2023.
Aufgrund unseres Antrags vom 19. März 2020 werden die
Mietzahlungen derzeit gestundet. Über einen Antrag auf
einen 50%-igen Mieterlass aufgrund der Corona-Pandemie
wurde zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden
Abschlusses noch nicht abschließend entschieden.
Es bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen aus
einem Pachtvertrag mit der Aachener Parkhaus GmbH, Aachen
(APAG), die im Rahmen des Betriebsübergangs zum 2.
Juli 2018 übernommen wurden. Sie betreffen
PKW-Stellflächen sowie Freiflächen, auf denen
Trainingsplätze errichtet wurden. Der Mietvertrag
wurde im Oktober 2013 geschlossen mit einer Mindestlaufzeit
bis zum 31.05.2023. Der vereinbarte Mietzins variiert in
Abhängigkeit von der Ligazugehörigkeit und
der Anzahl der Heimspiele im Jahr. Im Berichtsjahr betrug
die Jahresmiete rd. T€ 30, wovon ein Anteil von
T€ 25 als Fixum auf die Miete der Trainings-/
Freiflächen entfällt und insoweit eine
jährliche Mindestpacht darstellt.
Weiterhin besteht ein zeitlich unbefristeter, jedoch
jederzeit kündbarer Lizenzvertrag mit der
Gesellschafterin, dem TSV Alemannia Aachen e.V., über
die Nutzung diverser Markennamen und Internet-Domains. Als
Gegenleistung für die Einräumung der Lizenz
verpflichtet sich die Gesellschaft zur Zahlung einer
jährlichen - nach Ligazugehörigkeit gestaffelten
- Lizenzgebühr. Diese betrug im Berichtszeitraum
insgesamt T€ 10.
Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen
betreffen zunächst PKWs. Es handelt sich um
Leasing-/Mietverträge für insg. 6 Fahrzeuge. Die
Verträge sind zeitlich an zwei unterschiedliche
Sponsorenverträge gekoppelt. Die jährliche
Verpflichtung hieraus beläuft sich aktuell in Summe
auf rd. T€ 42. Daneben bestehen finanzielle
Verpflichtungen aus IT-Servicelevel Agreements. Die
Restlaufzeit der einzelnen Verträge variiert; der
jährliche Aufwand beläuft sich auf rd. T€
41.
Sonstige Angaben
Mitarbeiter
Die Gesamtzahl der durchschnittlich
beschäftigten Arbeitnehmer betrug 93 (im Vorjahr: 83).
Angaben zur Geschäftsführung
Der Geschäftsführung gehörten die
folgenden Personen an:
| • |
Martin vom Hofe, Kaarst (bis 17.
Juni 2020),
|
| • |
Hans-Peter Lipka, Aachen (ab 10.
Juni 2020 bis 30. April 2021),
|
| • |
Martin Bader, Aachen (ab 1.
März 2021).
|
Die Bezüge der Geschäftsführung werden
in Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB nicht
angegeben.
Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat gehörten im Zeitraum vom 1.
Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 die folgenden Mitglieder
an:
Herr Dr. Martin Fröhlich
(Aufsichtsratsvorsitzender), Rechtsanwalt, Köln,
Herr Dr. Johannes Delheid (stellvertretender
Vorsitzender), Rechtsanwalt, Aachen,
Herr Thomas Gronen, Unternehmer, Aachen,
Dr. Dirk Kall, Düsseldorf (kooptiertes Mitglied)
Herr Mike Schleiden, Aachen (kooptiertes Mitglied)
Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum keine
Vergütung erhalten.
Abschlussprüferhonorar
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers
beträgt € 6.250 und entfällt
vollständig auf die Jahresabschlussprüfung.
Ergebnisverwendung
Es wird vorgeschlagen, das Ergebnis vorzutragen.
Vorgänge von besonderer Bedeutung
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat am 11.
März 2020 die sogenannte Coronavirus
Pandemiesituation ausgerufen. Die Ausbreitung des
Coronavirus und die eventuellen Auswirkungen auf das
Jahresergebnis 2020/2021 der TSV Alemannia Aachen GmbH sind
aktuell noch immer nicht abschließend
abzuschätzen. Die Ausbreitung des Coronavirus und die
daraufhin ergriffenen Maßnahmen der Bundes- und
Landesregierung haben seit März 2020 zu einer massiven
Einschränkung des Spielbetriebs im Fußballsport
geführt und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft
im laufenden Geschäftsjahr 2020/2021 geschwächt.
Sollte sich nach aktuell erkennbaren Lockerungen wieder
eine Verschärfung der Situation einstellen,
dürften weitere negative Folgen nicht
auszuschließen sein.
Aachen, den 5. Juni 2021, Martin Bader
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 30.08.2021 festgestellt.
|