Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 120915
Eingetragen
3.11.2020
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
Entwicklung, Planung, Engineering, Herstellung, Vertrieb, Montage, Inbetriebsetzung, Wartung und Betrieb von elektrischen und elektronischen Systemen und Anlagen sowie solchen, die der Energietechnik und der Automatisierung dienen. Sie ist auch befugt Großprojekte auf den vorstehend genannten Gebieten im In- und Ausland zu planen und zu realisieren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Seehöfer
seit 8.1.2026
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Thorsten Dahlhoff
seit 8.1.2026
Prokura
Eva Düchting
seit 8.1.2026
Prokura
André Rottstegge
seit 8.1.2026
Geschäftsführer
Guido Telian
seit 26.2.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Actemium Large Projects GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Actemium Controlmatic GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main hat im Rahmen der regionalen Neuausrichtung eine Aufspaltung ihres Geschäftes in vier Gesellschaften vorgenommen. Im Zusammenhang mit dieser Aufspaltung trat die Actemium Large Projects GmbH im Rahmen der gesetzlichen Gesamtrechtsnachfolge mit allen Rechten und Pflichten in die bestehenden Vertragsverhältnisse des Geschäftsbereiches ein. Die Aufspaltung wurde rückwirkend zum 1. Januar 2021 vorgenommen. Die Actemium Large Projects GmbH hat zum 1. Mai 2021 ihre operative Tätigkeit aufgenommen.

Die Actemium Large Projects GmbH gehört zum Konzernkreis der VINCI S.A., 92500 Nanterre, Frankreich.

Als Dienstleister mit Schwerpunkt in der Industrie ist die Actemium Large Projects GmbH an den Standorten Frankfurt am Main und Bottrop präsent. Der Sitz der Gesellschaft ist in Frankfurt am Main.

Die wesentlichen Geschäftsgebiete der Actemium Large Projects GmbH liegen im Bereich von nationalen und internationalen Montage-Großprojekten sowie im Kabelmanagement und Kabelrouting.

Die für das Lösungsportfolio benötigten Produkte verschiedener Hersteller beschafft sich die Actemium Large Projects GmbH auf dem freien Markt.

2. Forschung und Entwicklung

Als Systemintegrator tätigt die Gesellschaft keine eigene Produktentwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem die Wirtschaftsleistung im Sommer 2021 trotz zunehmender Liefer- und Materialengpässe wieder gewachsen war, wurde die Erholung der deutschen Wirtschaft durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zum Jahresende gestoppt. Das BIP stieg in 2021 um 2,9%. Die Lieferengpässe und die Verschlechterung der Corona-Situation zum Jahresende haben das Wachstum 2021 gebremst. 1

Aufgrund von Großaufträgen hat die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Dezember 2021 nochmals 34,1% mehr neue Bestellungen eingesammelt als im Vorjahr. Die Inlandsorders erhöhten sich im letzten Monat des vergangenen Jahres um 42,0% und die Auslandsorders um 27,6%. Aus dem Euroraum gingen 19,8% mehr Aufträge ein als noch im Dezember 2020. Kunden aus Drittländern steigerten ihre Bestellungen um 32,0%. Für das gesamte Jahr 2021 steht damit ein Bestellplus von 23,9% in den Büchern. Die Auftragseingänge aus dem Inland wuchsen um ein Fünftel (+20,1%) und die aus dem Ausland um 27,0%. Für 2022 rechnet der ZVEI mit einem realen Produktionswachstum von 4%. Das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie ist auch zu Jahresbeginn gestiegen. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen im Januar 2022 nochmals deutlich besser aus als im Dezember 2021. 60% der Branchenfirmen bewerteten ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation im Januar als gut. 31% stuften sie als stabil und 9% als schlecht ein. Was die nächsten sechs Monate betrifft, so gingen 26% der Elektrounternehmen von expandierenden Geschäften aus. 66% erwarteten gleichbleibende und 8% nachlassende Aktivitäten. 2

2. Geschäftsverlauf

Für die Steuerung des Unternehmens werden sowohl der Auftragseingang als auch das Ergebnis nach Steuern als Kenngröße verwendet. Beide finanziellen Leistungsindikatoren sind für den finanziellen Erfolg der Gesellschaft geeignete Kenngrößen, die insbesondere die Langfristigkeit des Projektgeschäfts und die Qualität der Projektsteuerung abbilden.

Der Auftragseingang 2021 hat sich mit 23,1 MEUR gemäß unserer Erwartungen entwickelt. Die Investitionsneigung unserer Kunden bleibt auf ähnlichem Niveau wie im vergangenen Jahr, jedoch gestaltet sich der Vergabeprozess aufgrund des Pandemiegeschehens langwieriger, was zu Verzögerungen bei den Vergaben führte. Die Unabhängigkeit bei der Produktwahl für Zulieferprodukte hat einen erheblichen Spielraum bei der Geschäftsentwicklung zugelassen.

Das Jahresergebnis vor Verlustausgleich für das Geschäftsjahr 2021 beträgt - 79 TEUR und begründet sich durch eine Projektverschlechterung eines Projektes im Ausland (TEUR -553).

Der Geschäftsverlauf ist trotz des Einflusses der Pandemie als stabil zu bewerten und wird von uns insoweit auch insgesamt als zufriedenstellend beurteilt.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Actemium Large Projects GmbH hat im Geschäftsjahr 2021 einen Auftragseingang in Höhe von 23,1 MEUR erzielt. Der Auftragsbestand der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 52,8 MEUR.

Die Umsatzerlöse betragen 15,5 MEUR.

Die Umsatzlegung erfolgt nach HGB auf der Basis der Completed-Contract-Methode, sodass Umsätze erst nach Abschluss und Abnahme festgelegter Leistungen durch den Kunden fakturiert werden können.

01.01.-31.12.2021 08.10.-31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 15.528 57,6 0 0,0 15.528 100,0
Bestandsveränderung 11.442 42,4 0 0,0 11.442 100,0
Gesamtleistung 26.970 100,0 0 0,0 26.970 100,0
Materialaufwand -18.664 -69,2 0 0,0 -18.664 100,0
Personalaufwand -4.456 -16,5 0 0,0 -4.456 100,0
Abschreibungen -75 -0,3 0 0,0 -75 100,0
Sonstiger Betriebsaufwand -4.372 -16,2 -1 100,0 -4.371 100,0
Aufwendungen für die Betriebsleistungen * -27.567 -102,2 -1 100,0 -27.566 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 579 2,1 0 0,0 579 100,0
Betriebsergebnis -18 -0,1 -1 100,0 -17 100,0
Zinsergebnis -33 -0,1 0 0,0 -33 100,0
Ergebnis vor Steuern -51 -0,2 -1 100,0 -50 100,0
Ergebnis nach Steuern -51 -0,2 -1 100,0 -50 100,0
Sonstige Steuern -28 -0,1 0 0,0 -28 100,0
Jahresergebnis vor EAV -79 -0,3 -1 100,0 -78 100,0

* ohne sonstige Steuern

Sämtliche Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind aufgrund der Aufspaltung nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Um die Vergleichbarkeit zu verbessern, konnte für den der Aufspaltung unterlegenen Teil der Actemium Controlmatic GmbH, welcher das jetzige Geschäft der Actemium Large Projects GmbH beinhaltete, zumindest die Vorjahresvergleichswerte für die Umsatzerlöse mit ca. TEUR 24.251, den Materialaufwand mit rund TEUR 14.832 sowie den Personalaufwand mit ca. TEUR 4.107 ermittelt werden.

Die Bestandsveränderung erklärt sich im Wesentlichen durch die Übernahme der unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 9.036 aus der Abspaltung und dem Anarbeitungsgrad mehrerer größerer Projekte zum Jahresende 2021.

Der Materialaufwand resultiert mit TEUR 18.664 (VJ TEUR 14.832) aus dem Materialverbrauch sowie den bezogenen Leistungen zur Ausführung der Projekte.

Der sonstige Betriebsaufwand beinhaltet im Wesentlichen die kaufmännischen und Management Dienstleistungen in Höhe von 1.908 TEUR sowie Miet- und Leasingkosten für Büros, Kraft- und Nutzfahrzeuge in Höhe von 844 TEUR.

Das Jahresergebnis beträgt TEUR -79 und wird vom Gesellschafter aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichen.

b) Finanzlage

Liquidität

Am Ende des Geschäftsjahres 2021 verfügt die Gesellschaft über ein Cashpoolgutaben bei der Gesellschafterin von TEUR 12.238.

Die Gesellschaft finanziert sich aus den Umsatzerlösen und für die laufenden Projekte überwiegend aus den projektbezogenen erhaltenen Anzahlungen.

Die bilanzielle Kapitalstruktur speist sich aus Quellen der Innen- und Eigenfinanzierung, sodass keine konzernfremden Darlehensfinanzierungen zur Deckung herangezogen werden mussten. Die Fähigkeit unserer Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, war zu keiner Zeit gefährdet, und ist auch für das kommende Geschäftsjahr nahezu gesichert.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt 19.782 TEUR.

01.01.-31.12.2021 08.10.-31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 68 0,3 0 0,0 68 100,0
Sachanlagevermögen 122 0,6 0 0,0 122 100,0
Langfristig gebundenes Vermögen 190 0,9 0 0,0 190 100,0
Vorräte 3.839 19,4 0 0,0 3.839 100,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.569 13,0 0 0,0 2.569 100,0
Forderungen Verbundbereich 12.738 64,4 26 100,0 12.712 100,0
Sonstige Vermögensgegenstände 445 2,2 0 0,0 445 100,0
Kurzfristig geb. Vermögen 19.592 99,0 26 100,0 19.566 100,0
19.782 99,9 26 100,0 19.756 100,0

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen mit 12.238 TEUR aus dem Cashpool-Guthaben und mit 79 TEUR aus dem Verlustausgleichsanspruch. Aus der Aufspaltung zum 01.01.2021 wurden TEUR 7.471 Forderungen aus dem Verbundbereich übernommen.

01.01.-31.12.2021 08.10.-31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 100 0,5 25 96,2 75 300,0
Kapitalrücklage 1.023 5,2 0 0,0 1.023 100,0
Eigenkapital 1.123 5,7 25 96,2 1.098 4.390,8
Sonstige Rückstellungen 4.727 23,9 0 0,0 4.727 100,0
Rückstellungen 4.727 23,9 0 0,0 4.727 100,0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.896 60,1 0 0,0 11.896 100,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 561 2,8 0 0,0 561 100,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 954 4,8 0 0,0 954 100,0
Sonstige Verbindlichkeiten 521 2,6 1 3,8 520 52.759,3
Verbindlichkeiten 13.932 70,3 1 3,8 13.931 1.414.049,3
19.782 99,9 26 100,0 19.756 76.027,1

Sämtliche Positionen der Kapitalstruktur sind aufgrund der Aufspaltung nicht mit dem Vorjahr vergleichbar sondern nur unter Zuhilfenahme der Aufstellung der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden.

Der Posten Eigenkapital beinhaltet per 31. Dezember 2021 das Stammkapital i. H. v. 100 TEUR und die Kapitalrücklage i. H. v. 1.023 TEUR.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus den Rückstellungen für fehlende Selbstkosten (3.240 TEUR). Aus der Aufspaltung zum 01.01.2021 wurden TEUR 2.310 sonstige Rückstellungen übernommen.

Die erhaltenen Anzahlungen übersteigen die unfertigen Leistungen um 11.896 TEUR. Zum Zeitpunkt der Aufspaltung am 01.01.2021 überstiegen die erhaltenen Anzahlungen die unfertigen Leistungen um TEUR 14.176.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen neben Lieferungen und Leistungen mit 568 TEUR sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der steuerlichen Organschaft.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Organisation, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft richten sich nach Grundsätzen des VINCI-Konzerns. Es wird großer Wert darauf gelegt, dass jede Konzerngesellschaft ausreichend Autonomie sowohl in der Definition und Umsetzung der Strategie als auch im kurzfristigen operativen Geschäft behält. Dies fördert den Unternehmergeist und die Reaktionsbereitschaft. Eingebettet in Werte wie Solidarität, Vertrauen und Verantwortung gilt immer der Grundsatz Ertrag vor Volumen.

Für die Gesellschaft ist die Gesundheit der Mitarbeiter, auf die sich die Betriebsleistung stützt, ein hohes Gut. In der VINCI-Gruppe ist die UH1-Kennzahl (Unfallhäufigkeitswert), die sich aus der Anzahl der Unfälle ≥ 1 Tag Arbeitszeitausfall, multipliziert mit 1 Mio. Stunden und dividiert durch die Anzahl der insgesamt geleisteten Stunden errechnet, die wichtigste Kennzahl zum Thema Arbeitssicherheit. In Summe liegt der UH1-Wert für die Actemium Large Projects bei 0. Das Ziel -Null Unfälle- wird auch in 2022 ein sehr wichtiges Ziel der Gesellschaft bleiben.

III. Prognosebericht

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung und sind naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Die zunächst erwartete kräftige Erholung in Deutschland für das Jahr 2022 verschiebt sich weiter nach hinten. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind die Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union hat sich das Wirtschaftswachstum deutlich abgeschwächt. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar.

Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage. Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2022 um 1,8 % und im Jahr 2023 um 3,6 % zulegen. Der Sachverständigenrat erwartet für den Euro-Raum Inflationsraten von 6,2 % und 2,9 % (HVPI) in den Jahren 2022 und 2023 und von 6,1 % und 3,4 % (VPI) für Deutschland. Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen birgt das erhebliche Risiko einer geringeren Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten. 3

Aufgrund der Einflüsse durch die Pandemie kommt es immer noch zu Verzögerungen bei den Auftragsabwicklungen. Der Preisanstieg bei den Materialien und die verlängerten Lieferzeiten beeinflussen das Projektgeschehen und führen zu verlängerten Projektlaufzeiten.

Der bisherige Auftragseingang der Gesellschaft des Geschäftsjahres 2022 ist auf einem unterdurchschnittlichem Niveau im Vergleich zum prognostiziertem Gesamtjahreswert. Die Actemium Large Projects GmbH ist auf die Abwicklung von Großprojekten fokussiert, deren Vergaben im Jahresverlauf nicht linear sind. Für das gesamte Geschäftsjahr prognostizieren wir einen Auftragseingang in Höhe von ca. 23 MEUR.

Im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung in der Corona-Krise haben wir sämtliche für uns erkennbaren Maßnahmen ergriffen, um die bestehenden Prognosen zu halten. Durch unsere Tätigkeit im systemrelevanten Bereich der Infrastrukturen versuchen wir in Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern und Kunden die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten. Hierbei unterstützen uns die dezentrale Struktur und die aufgestellten Notfallpläne. Der Ausblick unterstellt, dass sich die derzeitigen Auswirkungen der Corona-Krise auf unsere Unternehmung nicht weiter verschlechtern.

Zusätzlich dürfte die militärische Intervention Russlands in der Ukraine die Lieferengpässe und Kostensteigerungen beim Material und der Energie verschärfen. Hier rechnen wir mit einer teilweisen Kompensation durch unsere Kunden, sowie mit zusätzlichen Projekten, um die priorisierte Energiewende und angestrebte Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern voran zu treiben. Eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lässt sich aber nicht ausschließen.

Aufgrund der Aufspaltung konnte eine Erwartung für das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2021 noch nicht zuverlässig ermittelt werden. Für das Geschäftsjahr 2022 prognostizieren wir ein Jahresergebnis von ca. TEUR 1.000. Für 2023 wird eine Ergebnis in ähnlicher Höhe erwartet.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als Folge der anhaltenden Corona-Pandemie und der gestiegenen Risiken hinsichtlich der Inflation und Lieferketten aufgrund der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine, wird mit einer Verzögerung der Erholung der deutschen Wirtschaft für 2022 gerechnet.

Der Einfluss der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie auf die Actemium Large Projects GmbH hielt sich bisher in Grenzen, die weitere Entwicklung wird fortlaufend untersucht.

Geopolitische Risiken, wie beispielsweise die militärische Intervention Russlands in der Ukraine, die Verschärfung von Handelskonflikten oder außenpolitische Konflikte können die Rahmenbedingungen für unsere Gesellschaft negativ beeinträchtigen und zu einem operativen Betriebs- und Ertragsrisiko führen.

Drohende Inflationsrisiken betreffend der Preise auf dem Material- und Leistungsmarkt werden von uns engmaschig beobachtet. Die Entwicklungen der Preise werden bei der Preisgestaltung unserer Angebote berücksichtigt. Hier besteht insbesondere das Risiko, dass die Preissteigerungen, die aufgrund eines Zeitverzugs der Materialbestellungen nicht zu 100% an unsere Kunden weiter gegeben werden können.

Eine Auswirkung auf die Investitionsneigung aufgrund der vorgenannten Sachverhalte ist bei unseren Kunden derzeit noch nicht zu beobachten.

Insgesamt wird das gesamtwirtschaftliche Risiko von uns als mittleres Risiko bewertet.

Personalspezifische Risiken

Ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften am Markt ist derzeit in nahezu allen Betriebsbereichen zu beobachten. Dies führt zur Verlangsamung des weiter angestrebten organischen Wachstums. Aus diesem Grund erhöhen wir den Fokus auf die Ausbildung von Fachkräften und die verstärkte Zusammenarbeit mit verbundenen Unternehmen bei gleichzeitiger Akquise von Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt.

Insgesamt wird das ertragsorientierte Risiko von uns als mittleres Risiko bewertet.

Projektspezifische Risiken

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist im Wesentlichen geprägt durch Kalkulations-, Kredit- und Ausführungsrisiken. Unsere Gesellschaft begegnet diesen Risiken, indem vor der Angebotsabgabe, eine umfassende Risikoevaluierung der potentiellen Aufträge durchführt wird. In diesem Zusammenhang wird die Bonität der potentiellen Kunden überprüft sowie das Risikoprofil eines potentiellen Projektes bewertet. Diese Bewertung ist die Grundlage für eine Entscheidung, ob ein Angebot abgegeben wird. Während der Ausführungsphase werden regelmäßige Projektreviews durchgeführt, in denen individuelle Projektrisiken besprochen sowie Maßnahmen zur Risikominimierung festgelegt werden. Die Auswirkung wird entsprechend monetär bewertet und in der laufenden Projektkalkulation berücksichtigt.

Dieser Prozess wird im Unternehmen durchgehend gelebt und ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie, welche eine transparente Darstellung der Aufträge und deren Abwicklung vorgibt.

Daneben werden im Rahmen der Akademie der Muttergesellschaft VINCI Energies Deutschland GmbH Projekt- und Bauleiter kontinuierlich geschult. Diese Schulungen sind als integrativer Teil des Projektgeschäftes verankert, um in der Projektausführung den verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die notwendige Kompetenz zu vermitteln und zu vertiefen.

Ertrags- und liquiditätswirksame Fehlentwicklungen werden dadurch möglichst früh erkannt und ihnen wird entsprechend gegengesteuert.

Insgesamt wird das projektspezifische Risiko von uns als mittleres Risiko bewertet.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Seit Oktober 2020 ist die Gesellschaft über die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main in den Cash-Pool-Verbund der VINCI integriert. Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Daneben finanziert sich die Gesellschaft über erhaltene Anzahlungen.

Währungsrisiken bestehen nur in sehr geringem Umfang, da die Beauftragungen größtenteils in Euro erfolgen.

Insgesamt wird das finanzwirtschaftliche Risiko von uns als niedriges Risiko bewertet.

2. Chancenbericht

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch interne Ablauf-, Risiko- und Qualitätskontrollen durch.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Um auch in der Zukunft auf die Herausforderungen flexibel, kompetent und innovativ als Ansprechpartner unserer Kunden agieren zu können, haben wir die Entscheidungsprozesse noch näher an unsere Kunden herangebracht. Durch die Aufspaltung der Actemium Controlmatic GmbH in vier Gesellschaften sind wir aus unserer Sicht in der Lage, die Anforderungen an optimierte Gesamtlösungen und Serviceleistungen sachkundig und explizit auf den Kunden zugeschnitten in Zukunft noch besser erfüllen zu können. Daraus ergibt sich für uns weiteres Wachstumspotential, das wir erschließen möchten.

Als Chance nehmen wir außerdem die breite Marktpräsenz des VINCI-Konzern wahr. Daraus ergeben sich aus unserer Sicht viele Anknüpfungspunkte bei Kunden, bei denen die Actemium Large Projects GmbH heute noch nicht präsent ist. Zusätzlich sehen wir vielfältige Zusammenarbeitsmöglichkeiten mit den Konzerntöchtern entlang der Wertschöpfungskette im Bereich von Montagen und Serviceleistungen.

Über die Entwicklung des europäischen Energiesystems besteht derzeit noch Unsicherheit. Es kristallisieren sich drei mögliche Szenarien heraus. Jedes Szenario ist auf die schwerpunktmäßige Nutzung eines Energieträger fokussiert: i) das vorrangig elektrische System, ii) ein wasserstoffdominiertes System, iii) ein System, in dem synthetisches Gas eine zentrale Rolle spielt. Der Bedarf elektrischer Energie ist für alle diese Szenarien elementar und wird in zwei Dimensionen sichtbar. Zum einen bei der Verwendung von Elektrizität in der Endenergienutzung und zum anderen bei der Einführung von Wasserstoff und synthetischem Gas, die mit Hilfe von elektrischer Energie hergestellt werden. 4 Der dadurch steigende Bedarf wird aus unserer Sicht eine Steigerung der Investitionen in die Energieerzeugung und -verteilung nach sich ziehen, an der die Gesellschaft partizipieren möchte.

Den fortschreitenden Druck in Deutschland, sich von der Abhängigkeit vom russischen Energiemarkt zu lösen, sehen wir als weitere Chance für Wachstum. Daraus resultieren eine steigende Zahl von Investitionen in den Bereichen Wasserstoff und im Bereich der erneuerbaren Energien.

3. Gesamtaussage

Es sind bis zum heutigen Tage keine finanziellen oder operativen Risiken identifiziert worden, die ein entwicklungsbeeinträchtigendes oder bestandsgefährdendes Potenzial darstellen würden, sodass die Unternehmensfortführung als gesichert angesehen werden kann.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmitteln und Lieferantenkrediten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Frankfurt am Main, den 27.09.2022

Die Geschäftsführung

Richard Annacker

Jens Roseneck

1 vgl. destatis, Pressemitteilung Nr. 74 vom 25.02.2022
2 vgl. ZVEI-Konjunkturbarometer, Ausgabe Februar 2022
3 Vgl. Aktualisierte Konjunkturprognose 2022 und 2023, Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, 18.03.2022
4 DIW Wochenbericht Nr.6/2022

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
1.1.2021 *
31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 68.326,68 4.938,28 0,00
68.326,68 4.938,28 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 37.486,06 43.143,07 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 84.155,89 90.019,49 0,00
121.641,95 133.162,56 0,00
189.968,63 138.100,84 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 20.478.362,59 9.035.879,17 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -20.478.362,59 -8.786.575,33 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 3.839.476,65 1.219.232,00 0,00
3.839.476,65 1.468.535,84 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.568.958,31 9.199.427,67 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.738.291,57 7.471.338,24 25.872,25
3. Sonstige Vermögensgegenstände 445.075,50 254.829,67 112,93
15.752.325,38 16.925.595,58 25.985,18
19.591.802,03 18.394.131,42 25.985,18
19.781.770,66 18.532.232,26 25.985,18

Passiva

31.12.2021
1.1.2021 *
31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 100.000,00 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.022.695,33 1.022.695,33 0,00
1.122.695,33 1.047.695,33 25.000,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 258,00 0,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.726.901,72 2.310.024,42 0,00
4.727.159,72 2.310.024,42 0,00
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.895.858,19 14.176.391,43 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 561.022,88 905.812,61 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 954.275,11 26.650,57 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 520.759,43 65.657,90 985,18
(davon aus Steuern € 510.813,60, Vorjahr € 0,00)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 6.573,89, Vorjahr € 0,00)
13.931.915,61 15.174.512,51 985,18
19.781.770,66 18.532.232,26 25.985,18

* Vermögenswerte/Schulden nach Übertragung von der Actemium Controlmatic GmbH auf die Actemium Large Projects GmbH

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

1.1. - 31.12.2021
8.10. - 31.12.2020
1. Umsatzerlöse 15.527.518,56 0,00
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 11.442.483,42 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 578.720,60 0,00
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -8.952.390,82 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.711.219,87 0,00
-18.663.610,69 0,00
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.752.143,07 0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -704.285,54 0,00
(davon für Altersversorgung € 1.551,80, Vorjahr € 0,00)
-4.456.428,61 0,00
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -74.977,54 0,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.372.034,99 -942,32
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -32.875,26 0,00
(davon Aufwand aus Aufzinsung € 2.368,00, Vorjahr € 0,00)
(davon an verbundene Unternehmen € 1.144,46, Vorjahr € 0,00)
9. Ergebnis nach Steuern -51.204,51 -942,32
10. Sonstige Steuern -27.701,20 0,00
11. Erträge auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages 78.905,71 942,32
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Information

Auf Grundlage des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 22.4.2021 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag wurden Teile des Vermögens der Actemium Controlmatic GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 12686) als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Aufspaltung von der Actemium Large Projects GmbH übernommen. Die Übertragung der Vermögenswerte und Schulden, welche das jetzige Geschäft der Actemium Large Projects GmbH betreffen, erfolgte zu Buchwerten auf Grundlage der Schlussbilanz zum 31.12.2020. Der Spaltungsstichtag ist der 1.1.2021. Daher ergibt sich für die Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung eine nur eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten.

Um die Vergleichbarkeit zu verbessern, wurden die von der Actemium Controlmatic GmbH übernommenen Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz in einer dritten Spalte 1.1.2021 nach Übertragung dargestellt. Für Umsatzerlöse, Material- sowie Personalaufwendungen konnten Vorjahreswerte für Vergleichszwecke ermittelt werden, die im Abschnitt Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung näher aufgeführt werden.

Alleinige Gesellschafterin der Actemium Large Projects GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter Registernummer HRB 120915 registriert.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung in den aktuellen Fassungen aufgestellt. Von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den handelsrechtlichen Grundsätzen. Gegenüber dem Vorjahr haben die Bilanzierungsgrundsätze, auch für die aus der Spaltung übernommenen Vermögenswerte und Schulden, keine Änderung erfahren.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich von Dritten erworbene Software wird zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer über fünf Jahre linear pro rata temporis und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich, gegebenenfalls außerplanmäßiger, bzw. planmäßiger linearer Abschreibungen pro rata temporis angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten die Fremdkosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten, Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

- Technische Anlagen und Maschinen: 3 bis 14 Jahre
- Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 8 Jahre

Anlagegüter, deren Anschaffungskosten 800,00 EUR nicht übersteigen, werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und im Jahr des Zugangs auch als Abgang erfasst.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einschließlich anteiliger Abschreibungen auf das Anlagevermögen berücksichtigt, soweit es der Fertigung dient. Die Herstellungskosten enthalten keine Fremdkapitalzinsen. Aufwendungen für drohende Verluste werden zunächst von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Für darüberhinausgehende erwartete Verluste werden Rückstellungen gebildet.

Die erhaltenen Anzahlungen werden bis zur Höhe der unfertigen Leistungen offen von diesen abgesetzt. Ein darüberhinausgehender Betrag wird passivisch ausgewiesen.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Das Stammkapital wird zum Nennwert, die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zum Buchwert des übergegangenen Vermögens bilanziert.

Die Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages auf Vollkostenbasis angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen.

Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren, nach den Heubeck-Richttafeln 2018 G und nach dem pauschalen Ansatz auf Basis einer 15-jährigen Restlaufzeit, wobei der Durchschnittszinssatz bezogen auf die letzten 7 Jahre angesetzt wird.

Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren, nach den Heubeck-Richttafeln 2018 G und mit der tatsächlichen mittleren Restlaufzeit des Bestandes unter Ansatz des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes.

Hierbei kamen folgende Bewertungsparameter zum Ansatz:

Altersteilzeit Jubiläum Sterbegeld
2021 2020 2021 2020 2021 2020
Rechnungszins 0,30 % 0,44 % 1,35 % 1,61 % 1,35 % 1,61 %
Bezüge Dynamik 3,00 % 3,00 % 3,00 % 3,00 % 3,00 % 3,00 %

Die Bewertungsparameter des Vorjahres sind den versicherungsmathematischen Gutachten der Actemium Controlmatic GmbH entnommen.

Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsvaluten

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Vorräte

Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um noch nicht abgerechnete Projektleistungen aus Ingenieurs- und Konstruktionstätigkeiten. Dem Bestand an unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 20.478 (Vorjahr TEUR 0) stehen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 32.374 (Vorjahr TEUR 0) gegenüber. Davon werden TEUR 11.896 (Vorjahr TEUR 0) passivisch ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr TEUR 0), sonstige Forderungen n Höhe TEUR 251 sowie sonstige Forderungen gegen die Gesellschafterin, die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, in Höhe von TEUR 12.317 (Vorjahr TEUR 26). Diese betreffen mit TEUR 12.238 (Vorjahr TEUR 25) das laufende "Cash-Pooling" und mit TEUR 79 (Vorjahr TEUR 1) die Verlustausgleichsverpflichtung aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages.

Stammkapital

Das Stammkapital beträgt zum Stichtag TEUR 100 (Vorjahr TEUR 25). Am 22.04.2021 wurde eine Erhöhung des Stammkapitals um TEUR 75 auf TEUR 100 als Bareinlage beschlossen.

Kapitalrücklage

Im Zusammenhang mit der Durchführung der Spaltung wurde die entstandene Vermögensmehrung in Höhe von TEUR 1.023 in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (Vorjahr TEUR 0) beinhalten im Wesentlichen folgende projekt- und personalbezogenen Rückstellungen:

Rückstellung für 31.12.2021
TEUR
fehlende Eingangsrechnungen 1.874
fehlende Selbstkosten 1.366
diverse Projektrisiken 376
(außer Gewährleistung)
sonstige Belegschaft 296
ausstehende Urlaubstage, Überstunden und Gleitzeit 240
Bonus, außertarifliche Vergütung, Jahresabschlussvergütung 204
Gewährleistung 197
Altersteilzeit 100
Berufsgenossenschaftsbeiträge 39
Übrige 20
Haftungs- und Prozessrisiken 15
4.727

Verbindlichkeiten

Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 32.374 (Vorjahr TEUR 0) enthalten TEUR 2.281 gegenüber verbundenen Unternehmen. Hiervon wurden TEUR 20.478 offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. TEUR 22.963 wurden aus der Spaltung übernommen. Es bestehen erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 3.514 mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr. Es bestehen keine erhaltene Anzahlungen mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre.

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 386 (Vorjahr TEUR 0) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 568 (Vorjahr TEUR 0) von denen TEUR 25 rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Gegenüber der Gesellschafterin, der VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, bestehen zum Stichtag sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr TEUR 0).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen, im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen, betragen für die folgenden:

bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
größer 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
fremde Dritte 94 100 194
verbundene Unternehmen 30 105 135

Neben den oben dargestellten finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen existieren weitere finanzielle Verpflichtungen aus Bestellungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 5.048 davon TEUR 114 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der der Aufspaltung unterlegene Teil der Actemium Controlmatic GmbH, welcher das jetzige Geschäft der Actemium Large Projects GmbH beinhaltete, betraf in 2020 im Wesentlichen Umsatzerlöse mit ca. TEUR 24.251, Materialaufwand mit rund TEUR 14.832 sowie Personalaufwand mit ca. TEUR 4.107.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen die periodenfremden Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 579 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Miet- und Leasingkosten in Höhe von TEUR 844 (Vorjahr TEUR 0), Konzernumlagen in Höhe von TEUR 632 (Vorjahr TEUR 0), Service Fees in Höhe von TEUR 1.908 (Vorjahr TEUR 0) sowie Reisekosten in Höhe von TEUR 308 (Vorjahr TEUR 0).

E. Sonstige Erläuterungen und Angaben

Ergebnisabführungsvertrag

Dem Ergebnisabführungsvertrag mit der VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main wurde durch die Gesellschafterversammlung am 8.10.2020 zugestimmt und im Handelsregister am 16.11.2020 eingetragen. Die Actemium Large Projects GmbH ist daher verpflichtet, den Gewinn an die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH abzuführen. Bei der VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH besteht umgekehrt die Verpflichtung zum Verlustausgleich.

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da diese Angabe im Konzernabschluss der VINCI S.A. erfolgt, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres 35 (Vorjahr 0) Mitarbeiter, davon 24 (Vorjahr 0) Angestellte und 11 (Vorjahr 0) gewerbliche Arbeitnehmer. Hierin enthalten waren keine Auszubildende.

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Die Geschäftsführung wurde durch nachstehend genannte Geschäftsführer wahrgenommen:

Jens Roseneck, Berlin, Leiter Pôle VED-IEP, Dipl. Ingenieur Energietechnik / Dipl. Wirtschaftsingenieur

Richard Annacker, Bad Camberg, Leiter der Business Unit Large Projects, Betriebswirt (VWA) und Meister des Elektrotechnikerhandwerks

Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält.

Ergebnisverwendung

Entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag wird das Ergebnis in voller Höhe von der Muttergesellschaft ausgeglichen.

Nachtragsbericht

Die geopolitischen Ereignisse im Zusammenhang mit der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine können einen direkten oder indirekten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Berichtsgesellschaft im Jahr 2022 haben.

In welcher Art und Weise sich die zu erwartenden Einflüsse auf die Entwicklung der Berichtsgesellschaft im Jahr 2022 auswirken, wird fortlaufend untersucht. Hinsichtlich der im Bestand befindlichen Aufträge hat das vorgenannte Ereignis auch im worst case keinen Einfluss auf die Unternehmensfortführung, da für die Risiken eine ausreichende Risikovorsorge getroffen wurde. Die Lieferengpässe beim Material und der Energie haben zu Kostensteigerungen geführt. Inwieweit diese Mehrkosten für im Bestand befindliche Projekte an die Kunden weitergegeben werden können, kann noch nicht abschließend beantwortet werden. Jedoch rechnen wir mit einer teilweisen Kompensation.

Konzernzugehörigkeit

Alleingesellschafterin ist die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main.

Der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird von der VINCI S.A., 1973, boulevard de la Défense, 92500 Nanterre, Frankreich, erstellt und in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. VINCI S.A. stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Der Ort der Offenlegung ist:

 

Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre

4, rue Pablo Neruda

92020 Nanterre cedex

Frankreich

552 037 806 RCS Nanterre

 

Frankfurt, den 27. September 2022

Die Geschäftsführung

Jens Roseneck

Richard Annacker

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021

Anschaffungskosten
1.1.2021
EUR
Zugang aus Aufspaltung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 35.176,23 80.948,35 379,00 115.745,58
0,00 35.176,23 80.948,35 379,00 115.745,58
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 108.707,96 7.491,74 3.274,70 112.925,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 215.316,21 37.924,80 6.963,41 246.277,60
0,00 324.024,17 45.416,54 10.238,11 359.202,60
0,00 359.200,40 126.364,89 10.617,11 474.948,18
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021
EUR
Zugang aus Aufspaltung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 30.237,95 17.559,95 379,00 47.418,90
0,00 30.237,95 17.559,95 379,00 47.418,90
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 65.481,62 13.232,02 3.274,70 75.438,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 124.899,55 44.185,57 6.963,41 162.121,71
0,00 190.381,17 57.417,59 10.238,11 237.560,65
0,00 220.619,12 74.977,54 10.617,11 284.979,55
Buchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 68.326,68 0,00
68.326,68 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 37.486,06 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 84.155,89 0,00
121.641,95 0,00
189.968,63 0,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Actemium Large Projects GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Actemium Large Projects GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Actemium Large Projects GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr vom 8. Oktober 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2020 und für das Rumpfgeschäftsjahr vom 8. Oktober 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sind nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 28. September 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernhard Klinke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Peter Hillebrand, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 12. Dezember 2022 festgestellt.

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