CHECK24 Services für Finanzvergleiche GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Farhadur Rahman seit 1.12.2025 | Geschäftsführer |
Shachar Rabbe seit 28.7.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Acronis AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Acronis Germany GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Acronis Germany GmbH1 GRUNDLAGE DER GESELLSCHAFT 1.1 GESCHäFTSMODELL Die Acronis Germany GmbH wurde am 25.04.2006 gegründet und hat ihren Sitz in München. Die Geschäftstätigkeit der Acronis Germany GmbH umfasst das Errichten von innovativen Lösungen für Backup, Ransomware-Abwehr, Disaster Recovery, Storage und EFSS (Enterprise File Sync & Share). Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Acronis Germany GmbH liegt im Vertrieb von Software. Im laufenden Geschäftsjahr bestanden Niederlassungen in Polen und Österreich. Der Betrieb der Niederlassung Österreich wurde in 2023 eingestellt und die Niederlassung final am 31.1.2024 abgemeldet. Acronis bietet Cyber Protection-Lösungen - mit innovativen Antivirus-, Backup-, Disaster Recovery- und Endpoint Protection Management-Fähigkeiten der nächsten Generation - für alle marktüblichen Daten, Applikationen und Systeme. Acronis vereint die Bereiche Data Protection und Cyber Security in seinen integrierten, automatisierten Cyber Protection-Lösungen, die die Herausforderungen der modernen digitalen Welt in Bezug auf Verlässlichkeit (Safety), Verfügbarkeit (Accessibility), Vertraulichkeit (Privacy), Authentizität (Authenticity) und Sicherheit (Security) - kurz "SAPAS" genannt - erfüllen. Die Produkte von Acronis können über 20.000 Partner und Service Provider in über 150 Ländern und in mehr als 26 Sprachen bezogen werden. Acronis neueste Lösung heißt Acronis Cyber Protect. Sie bietet ein umfassendes Funktionsspektrum aus KI-gestützter Anti-Malware Protection, Schwachstellenbewertung plus Patch-Verwaltung, kontinuierlicher Datensicherung (CDP), URL-Filterung sowie schnellen, zuverlässigen Backup- und Disaster Recovery-Fähigkeiten. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Die IT- und Cybersecurity-Branche in Deutschland 2023 war von mehreren bedeutenden Entwicklungen geprägt, die sowohl durch technologische Innovationen als auch durch neue regulatorische Anforderungen und Bedrohungslagen beeinflusst wurden. Die IT-Branche in Deutschland hat auch 2023 eine starke Wachstumsdynamik gezeigt, mit einem verstärkten Fokus auf Cloud-Computing, Künstliche Intelligenz (KI), Datenanalyse und Automatisierung. Die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen und Lösungen für Unternehmen aller Größenordnungen, besonders in den Bereichen Software-as-a-Service (SaaS) und Infrastruktur-as-a-Service (IaaS), blieb hoch. Key-Faktoren waren: • Digitalisierung im Mittelstand: Der Mittelstand, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, investierte zunehmend in digitale Transformation, um mit den globalen Wettbewerbern Schritt zu halten. Dies führte zu einer gestiegenen Nachfrage nach IT-Dienstleistern und Beratungsunternehmen. • Cloud-Migration: Unternehmen verlagerten ihre Infrastruktur verstärkt in die Cloud, um Agilität und Flexibilität zu erhöhen. Anbieter wie AWS, Microsoft Azure und Google Cloud hatten hier eine führende Rolle. • Künstliche Intelligenz und Automatisierung: Unternehmen integrierten verstärkt KI-gestützte Lösungen in ihre Prozesse, insbesondere zur Optimierung von Geschäftsabläufen und zur Verbesserung von Kundenservice und Marketing. Im Jahr 2023 stieg die Bedeutung von Cybersecurity weiterhin stark an, da die Bedrohungslage immer komplexer und gefährlicher wurde. Die Cyberangriffe nahmen in ihrer Häufigkeit, Komplexität und Zielrichtung zu, was Unternehmen und Behörden dazu zwang, ihre Sicherheitsstrategien zu überdenken. • Ransomware-Angriffe: Ransomware blieb eine der größten Bedrohungen. 2023 erlebte Deutschland eine Zunahme an Angriffen auf kritische Infrastrukturen wie Energieversorger, Krankenhäuser und Finanzinstitute. Die Angreifer forderten Lösegeld, was zu erheblichen Ausfällen und finanziellen Verlusten führte. • Supply Chain-Angriffe: Angriffe auf Lieferketten nahmen ebenfalls zu. Diese Angriffe zielen auf Schwachstellen in den Systemen von Drittanbietern ab, um über diese zu großen Unternehmen vorzudringen. Der Fall SolarWinds aus den USA hat auch in Deutschland zu einer verstärkten Sensibilisierung geführt. • Datenschutz und DSGVO: Datenschutz war auch 2023 ein zentrales Thema. Unternehmen mussten sicherstellen, dass ihre Systeme die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfüllen. Der Schutz persönlicher Daten und die Transparenz in der Datennutzung waren weiterhin hochpriorisierte Themen. • Kritische Infrastruktur: Der Schutz der kritischen Infrastruktur (wie Energieversorgung, Telekommunikation und Gesundheitswesen) war eine der Hauptaufgaben für die Cybersecurity-Industrie. Die Bundesregierung und Organisationen wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gaben verstärkte Empfehlungen und entwickelten neue Sicherheitsstandards. 2023 brachte mehrere wichtige regulatorische Änderungen und Initiativen im Bereich der IT und Cybersecurity: • IT-Sicherheitsgesetz 2.0: Im Januar 2023 trat das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 in Kraft, das den rechtlichen Rahmen für den Schutz von IT-Systemen in Deutschland weiter stärkte. Es erweitert die Anforderungen an Unternehmen, kritische Infrastrukturen und Cloud-Dienste und zielt darauf ab, die IT-Sicherheit auf allen Ebenen zu verbessern. • Cyber Resilience Act: Die Europäische Union trat im Jahr 2023 einen weiteren Schritt in Richtung Cyberresilienz mit der Einführung des Cyber Resilience Act (CRA). Dieser Gesetzesentwurf konzentriert sich auf die Sicherheitsanforderungen für Hardware und Software, die in der EU verkauft werden, und zwingt Hersteller, Sicherheitslücken zu schließen, bevor Produkte auf den Markt kommen. 2023 war ein Jahr, in dem sich die IT- und Cybersecurity-Branche in Deutschland weiterentwickelte, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden. Unternehmen und Organisationen mussten ihre Sicherheitsarchitekturen und -praktiken kontinuierlich anpassen, um der steigenden Zahl an Cyberbedrohungen und den sich verändernden regulatorischen Anforderungen zu begegnen. Die Zusammenarbeit von staatlichen Stellen, der Industrie und der Forschung bleibt entscheidend, um die digitale Sicherheit aufrechtzuerhalten und weiter zu verbessern. 2.2 GESCHäFTSVERLAUF IDC hat Acronis in Ihrem IDC MarketScape 2023 als Leader für weltweite Cyber-Recovery identifiziert. Obwohl Acronis in ihrer Bewertung gemessen am Umsatz ein kleinerer Anbieter ist, ist das Unternehmen breit aufgestellt. Seine Marktabdeckung liegt in der SMB-Kategorie, obwohl das Unternehmen auch einige sehr große Kunden hat. Acronis hat mit seinen Lösungen Acronis Cyber Protect und Acronis Cyber Protect Cloud Kunden in aller Welt. Acronis hat eine beachtliche Präsenz vor allem in Europa und scheint sich durch die Bereitstellung von Diensten für Regionen auszuzeichnen, die für viele eine Herausforderung darstellen. Acronis war einer der ersten Anbieter von Datensicherheitslösungen, der den Markt für Cyber-Recovery vor fast fünf Jahren erkannt und ins Visier genommen hat. Acronis hat den Markt erkannt und seine Lösung speziell für die Wiederherstellung von Daten aus dem Internet neu konzipiert. Als Venturefinanziertes Unternehmen hat Acronis mehr als 500 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln generiert und diese Mittel genutzt, um eine F&E-Organisation aufzubauen, wie sie für viel größere Unternehmen typisch ist. Diese zusätzliche F&E ermöglicht es dem Unternehmen, sich unter den Anbietern von Cyber-Recovery-Lösungen hervorzuheben. Ein Beispiel für die einzigartigen Fähigkeiten von Acronis ist die "Acronis Cyber Notary Cloud", die die Blockchain Technologie verwendet, um die Datenintegrität zu gewährleisten. Das Unternehmen bietet zwar wie andere Anbieter auch Air Gap-Funktionen an, gibt diese Technologie den Kunden ein zusätzliches Maß an Sicherheit für die Datenintegrität. Obwohl Acronis Notary bereits vor einigen Jahren auf den Markt gebracht wurde, bleibt es einzigartig. Acronis bietet auch Schutz für Endpunkte, die der häufigste Angriffspunkt für Erpresser ist. Nur wenige Anbieter in unserer Bewertung bieten Endpunkt Schutz. Ein weiteres Markenzeichen von Acronis ist die einfache Bereitstellung und Wartung. Obwohl Acronis alle großen Cloud-Hyperscaler unterstützen kann, verfügt das Unternehmen über mehr als 50 eigene Rechenzentren weltweit mit aggressiven weiteren Expansionsplänen. Acronis bietet eine Vielzahl von Bereitstellungsmodellen für seine Cyberrecovery-Lösungen an, wie z. B. Software vor Ort, als SaaS oder als vollständig verwalteter Service. Alle Cyberrecovery-Funktionen nutzen einen einzigen Acronis-Agenten, der die Bereitstellung vereinfacht und einzigartige Integrationsmöglichkeiten bietet. Alle Updates und Backend-Vorgänge werden von Acronis verwaltet. Acronis hat einige dieser Rechenzentren in unterversorgten Regionen (z. B. Afrika) platziert, um den Leistungsanforderungen dieser Kunden gerecht zu werden. Backups in der Acronis Cloud werden auf Malware gescannt, um eine erneute Infektion zu vermeiden, und die "Ein-Klick-Wiederherstellung" kann in vielen Fällen eine schnelle Massenwiederherstellung von Endpunkten Fällen. Eine eigene Cloud gibt dem Unternehmen auch die Möglichkeit, Bedrohungsdaten von vielen verschiedenen Punkten aus zu sammeln. So kann das "Cyber Protection Ops Center" mit Bedrohungsdaten versorgt werden, um schnell auf Bedrohungen zu reagieren, die sich geografisch ausbreiten können. 3. DARSTELLUNG DER ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMöGENSLAGE3.1 ERTRAGSLAGE
Eine deutliche Steigerung des Rohergebnis zum Vorjahr konnte entgegen der prognostizierten Entwicklung nicht herbeigeführt werden. Grund dafür waren große konzerninternen Umsätze in 2022, die 2023 nicht eingetreten sind. Der Umsatz mit Dritten wurde im Vergleich zum Vorjahr um 25% gesteigert (20.885 TEUR, Vorjahr 16.660 TEUR). Die Finanzerträge haben sich aufgrund des sinkenden Zinsumfeldes entsprechend entwickelt. Trotz der Reduzierung der Mitarbeiterzahl um ca. 20% sind die Personalaufwendungen um 970,7 TEUR von 14.218,4 TEUR auf 15.189,1 TEUR gestiegen. Das ist verbunden mit einer - entgegen der prognostizierten Entwicklung - gestiegenen Personalkostenquote in Höhe von 64%, einer Steigerung zum Vorjahr um 4% (Vorjahr 60,1%). Einen starken Anteil an den erhöhten Personalkosten haben die Kosten der Restrukturierung und dem verbundenen Personalabbau. Ebenfalls ein Nebenprodukt der Restrukturierung sind die leicht reduzierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen. 3.2 FINANZLAGE Die aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 abgeleitete Darstellung der Vermögens- und der Finanzlage der Gesellschaft lassen sich im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag folgendermaßen darstellen: Aktiva
Die vorstehende Vermögens- und Finanzlage sowie die Kapitalstruktur zeigen die soliden Strukturen unserer Unternehmensfinanzierung. Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können. Unsere Finanzierung erfolgte weitgehend aus Eigenmitteln. Wegen der Coronapandemie wurde ein Darlehen der KfW über 800 TEUR im Jahr 2020 zur Stützung der Liquidität aufgenommen. Dies wird laufend zurückgezahlt und valutiert zum 31. Dezember 2023 auf 350 TEUR. Erforderliche Investitionsmaßnahmen konnten weitgehend mit Eigenmitteln finanziert werden. Die liquiden Mittel in Höhe von 858 TEUR (Vorjahr 14.468 TEUR) haben sich deutlich verringert aufgrund der ausstehenden Zahlungen der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (9.367 TEUR), als auch der gestiegenen Forderung aus Lieferung und Leistung (5.608 TEUR) zum 31. Dezember 2023. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des positiven Ergebnisses weiter um TEUR 154 auf TEUR 5.099 erhöht. Die Eigenkapitalquote bezogen auf die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 29,8 % (Vorjahr 25,5 %). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Urlaubsrückstellungen und kreditorische Debitoren. Die Kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich zum Vorjahr um 14% reduziert. 3.3 VERMöGENSLAGE Die Bilanzsumme von Acronis Germany GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 17.131 TEUR. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr (19.047 TEUR) um 10% gemindert. An der Bilanzsumme hat unser Anlagevermögen zum 31.12.2023 einen Anteil von 5% % (im Vorjahr 4 %). Das Umlaufvermögen wurde beeinflusst durch den Aufbau der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, welche sich entsprechend in dem geringeren Guthaben bei Kreditinstituten widerspiegelt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum 31.12.2023 um 3.429 TEUR von 2.178 TEUR auf 5.608 TEUR. 4. FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENDie Geschäftsführung verwendet als finanzielle Leistungsindikatoren das Rohergebnis sowie die Personalkostenquote.Das Rohergebnis ermittelt sich aus der Gesamtleistung abzüglich des Materialaufwandes. Die Personalkostenquote berechnet sich aus den Personalaufwendungen im Verhältnis zum Rohergebnis. 5. NACHTRAGSBERICHTAcronis und der schwedische Finanzinvestor EQT haben in 2024 vereinbart, dass der EQT X Fonds eine Mehrheitsbeteiligung an Acronis übernehmen wird. Die Unternehmensgründer, das Management-Team und die aktuellen Investoren - einschließlich CVC, Springcoast und BlackRock Private Equity Partners - bleiben als bedeutende Minderheitsinvestoren beteiligt. Die Transaktion bewertet Acronis über der Bewertung der letzten Investitionsrunde im Jahr 2022. 6. PROGNOSEBERICHT6.1 VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG MIT IHREN CHANCEN UND RISIKEN Für das Jahr 2024 plant die Geschäftsleitung der Acronis Germany GmbH eine Umsatzsteigerung von 10-20 %. Dies soll insbesondere durch die Gewinnung zusätzlicher Partner erreicht werden. Die in Punkt 7 genannten Faktoren werden die Zielerreichung maßgeblich beeinflussen. Im Jahr 2023 wurde konzernweit eine Restrukturierung des Mitarbeiterstamms durchgeführt, die langfristig zu einer Optimierung der Personalaufwandsquote führen soll. Die Personalaufwandsquote wird, ohne Berücksichtigung der Restrukturierungskosten, voraussichtlich 10-15 % unter dem Vorjahresniveau liegen. Falls die zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von den prognostizierten Entwicklungen abweichen. Die wirtschaftliche Entwicklung der Acronis Germany GmbH wird maßgeblich von konjunkturellen Einflüssen und den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt. 7. RISIKO- UND CHANCENBERICHTLaufend werden zentrale Risiken ermittelt und geeignete Maßnahmen festgelegt, um sie zu verringern. Die Reihenfolge der Darstellung spiegelt die Priorität der Chancen und Risiken wider, wobei die wichtigsten zuerst aufgeführt werden. Die Acronis Germany GmbH klassifiziert die Chancen und Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und finanzieller Auswirkung:
Die kontinuierliche Entwicklung, Anpassung und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikoreduzierung schafft die Grundlage für die Erreichung der Unternehmensziele. Dank der klar strukturierten Organisation und der transparenten Mitarbeiterstruktur der Acronis Germany GmbH verfügt die Geschäftsführung jederzeit über alle relevanten Informationen zur Bewertung potenzieller Risiken. Die kurzen Entscheidungswege gewährleisten, dass mögliche Risiken aus einzelnen Geschäftsvorfällen frühzeitig identifiziert und gezielt entgegengewirkt werden kann. 7.1 RISIKEN Konjunkturelle Entwicklung Die gesamtwirtschaftlichen Risiken für Acronis hängen insbesondere von der konjunkturellen Entwicklung ab. Eine anhaltende oder zunehmende wirtschaftliche Abschwächung könnte sich negativ auf die Nachfrage nach IT- und Sicherheitslösungen auswirken, was wiederum die Umsatz- und Gewinnziele des Unternehmens gefährden könnte. Ein weiteres wesentliches Risiko besteht in steigenden Kosten aufgrund von Inflation, höheren Beschaffungskosten für Hardware und Software sowie möglichen Lohnsteigerungen. Dies könnte entweder zu Margendruck oder zu notwendigen Preisanpassungen führen, die wiederum die Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen. Zudem können geopolitische Unsicherheiten, Währungsschwankungen oder regulatorische Veränderungen die Geschäftstätigkeit erschweren, insbesondere in internationalen Märkten. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, setzt Acronis verstärkt auf die Entwicklung neuer Produkte, die Optimierung bestehender Lösungen sowie eine flexible Preisstrategie, um sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Das genannte Risiko wird als kritisch eingestuft. IT Risiken Die IT-Risiken wurden zuletzt weiter reduziert, indem redundante Datenbanken eingerichtet, in moderne Infrastruktur investiert und neue Server implementiert wurden. Zum Schutz vor Kommunikations- und Informationsrisiken sind Sicherheitsmechanismen eingeführt worden, die kontinuierlich überwacht und bei Bedarf optimiert oder erweitert werden. Das genannte Risiko wird als kritisch eingestuft. Personalrisiken Der Fachkräftemangel in der IT- und Cybersecurity-Branche war 2023 weiterhin ein großes Thema. Besonders im Bereich der Cybersecurity gab es einen signifikanten Bedarf an qualifizierten Sicherheitsexperten, da Unternehmen sich gegen die ständig wachsenden Bedrohungen wappnen mussten. Viele Unternehmen investierten in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und suchten verstärkt nach Fachkräften auf dem internationalen Arbeitsmarkt. Das genannte Risiko wird als spürbar eingestuft. Produktrisiken Die zukünftige Entwicklung des Unternehmens wird maßgeblich durch die Entwicklung innovativer Produkte bestimmt. Obwohl Produkt- und Projektrisiken nicht vollständig ausgeschlossen werden können, liegen hier die Zuständigkeiten größtenteils bei der Muttergesellschaft von Acronis. Das genannte Risiko wird als beherrschbar eingestuft. Investitions-/ Finanzierungsrisiken Die Acronis Germany GmbH ist ein Handelsunternehmen, sodass Investitionen überwiegend auf Ersatzbeschaffungen im üblichen Rahmen beschränkt bleiben. Das genannte Risiko wird als beherrschbar eingestuft. Delkredere Risiko Die Acronis Germany GmbH hat wesentliche Forderungen gegenüber ihrem Mutterunternehmen, sodass bei einem möglichen Ausfall mit Auswirkungen auch für die Gesellschaft zu rechnen ist. Das genannte Risiko wird als spürbar eingestuft. Bestandsgefährdende Risiken Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind grundsätzlich nicht zu sehen, besonders als dass die finanzielle und wirtschaftliche Unterstützung durch die Muttergesellschaft gewährleistet wird. Das genannte Risiko wird als beherrschbar eingestuft. Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar und die Geschäftsführung schätzt die vorhandenen Risiken insgesamt als beherrschbar ein. 7.2 CHANCEN Erschließung neuer Absatzmärkte Die Erschließung neuer Absatzmärkte wie z.B. die stetig steigende Nachfrage nach Cloud und Cyber Protection Lösungen für Endkunden und Großhändler schätzt die Geschäftsführung als Kernchance ein. Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit ist in unserer Unternehmenskultur fest verankert und ein wesentliches Element unserer Entscheidungs- und Geschäftsprozesse. Nachhaltiges Handeln bedeutet für uns, die Umwelt nicht zu belasten oder zu schädigen, Menschenrechte entlang der gesamten Wertschöpfungskette einzuhalten und zudem einen relevanten gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Im Jahr 2023 wurde von Acronis der zweite ESG Report veröffentlicht. Veränderung Markt Wir sehen die sich abzeichnenden Marktveränderungen, wie den wachsenden Trend zu Cloud-Lösungen, als positiv, da unser Produktportfolio optimal darauf ausgerichtet ist. Im Bereich der Organisations- und Unternehmensführungsrisiken arbeiten wir kontinuierlich daran, das Verantwortungsbewusstsein unserer Mitarbeiter zu schärfen, den Dienstleistungsgedanken zu stärken und zentrale Geschäftsprozesse klar und einheitlich zu dokumentieren. Dadurch ergeben sich Chancen, Marktveränderungen frühzeitig zu erkennen und gezielt für unseren Erfolg zu nutzen. Produktportfolio Die Acronis Germany GmbH bietet innovative Produkte an, darunter spezialisierte Cloud-Lösungen wie "Acronis Cyber Protect Cloud" und "Acronis Cyber Protect Home Office", aber auch On-Premise Versionen wie "Acronis Cyber Backup". Dadurch verfügt das Unternehmen über ein vielseitiges und breit gefächertes Produktportfolio. Die kontinuierliche Forschung, Weiterentwicklung und Qualitätsprüfung durch hochqualifizierte Mitarbeiter sowie regelmäßige externe Tests gewährleisten eine hohe Produktqualität. Dies verschafft Acronis vielversprechende Marktchancen und stärkt die Wettbewerbsposition.
München, den 31. März 2025 gez. Klaus Oswald, Geschäftsführer gez. Serg Bell, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Acronis Germany GmbH1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSSDie Acronis Germany GmbH hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HR B 161369). Die Acronis Germany GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN2.1 BILANZIERUNG- UND BEWERTUNG DER AKTIVPOSTEN Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsguthaben wurden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 2.2 BILANZIERUNG- UND BEWERTUNG DER PASSIVPOSTEN Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 3. ANGABEN ZUR BILANZ3.1 ANLAGEVERMöGEN Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
3.2 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMöGENSGEGENSTäNDE Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (9.366 TEUR; Vorjahr 1.384 TEUR). Es bestehen Forderungen gegen die Alleingesellschafterin aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 9.366 TEUR (Vorjahr 1.384 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich hauptsächlich aus Kautionen (143 TEUR, Vorjahr 143 TEUR), Steuern (149 TEUR, Vorjahr 39 TEUR) zusammen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen sind 160 TEUR innerhalb eines Jahres fällig und 143 TEUR zwischen 1 und 5 Jahren fällig. 3.3 EIGENKAPITAL Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt 25.000 EUR. 3.4 RüCKSTELLUNGEN Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (2.134 TEUR, Vorjahr 1.008 TEUR), erfolgsabhängige Mitarbeitervergütungen (430 TEUR, Vorjahr 429 TEUR), Urlaubsentgelte (327 TEUR, Vorjahr 458 TEUR) sowie Sonstige (95 TEUR, Vorjahr 68 TEUR). 3.5 VERBINDLICHKEITEN Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Darlehen mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von 350 TEUR (Vorjahr 550 TEUR). Alle anderen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (295 TEUR; Vorjahr 1.407 TEUR). 4. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG4.1 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRäGE Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten hauptsächlich Erträge aus der privaten KFZ Nutzung. 5. SONSTIGE ANGABEN5.1 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen noch folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt 3,037 TEURIm Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: 1. Leasingverträge für betrieblich genutzte PKWs Gesamtverpflichtungssumme: 102 TEUR; davon fällig 63 TEUR im Geschäftsjahr 2024. 2. Leasingverträge für betrieblich genutzte Server und Miete für Serverräume Gesamtverpflichtungssumme: 1,703 TEUR; davon fällig 917 TEUR im Geschäftsjahr 2024. 3. Mietvertrag für Büroräume in München, Ratingen, Wien und Warschau bis zum Zeitpunkt der möglichen erstmaligen Kündigung Gesamtverpflichtungssumme: 1,231 TEUR; davon fällig 349 TEUR im Geschäftsjahr 2024. 5.2 DURCHSCHNITTLICHE ZAHL DER WäHREND DES GESCHäFTSJAHRS BESCHäFTIGTEN ARBEITNEHMER Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
5.3 GESCHäFTSFüHRUNG Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Erster Geschäftsführer: Herr Serg Bell ausgeübter Beruf: Leitung Forschung und Entwicklung Weiterer Geschäftsführer: Herr Klaus Oswald ausgeübter Beruf: Kaufmännische Leitung, München Vergütungen der Geschäftsführer Da nur zwei Geschäftsführer bestellt sind, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. 5.4 GESELLSCHAFTER UND KONZERNVERHäLTNISSE Die Acronis Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Acronis AG, Schaffhausen CH einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach US-GAAP Vorschriften aufgestellt. 5.5 NACHTRAGSBERICHT Die Geschäftsführung hat die Schließung der Niederlassung in Österreich beschlossen und dies wird formal mit der Löschung der Gesellschaft im Januar 2024 abgeschlossen. Nach Abschluss des Geschäftsjahres hat die Gesellschaft auf Forderungen gegenüber einem nahestehenden Unternehmen in Höhe von 437.212 EUR verzichtet. 5.6 ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAGDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von 5.099.365,32 EUR, der sich aus dem Jahresüberschuss von 243.452,29 EUR und dem Gewinnvortrag von 4.830.913,03 EUR ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
München, 28. Februar 2025 gez. Serg Bell gez. Klaus Oswald sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.04.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Acronis Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Acronis Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Acronis Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung derdeutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführungein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in den internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hildesheim, 31. März 2025 Dr.
Hesse & Partner mbB
Timo Hesse, Wirtschaftsprüfer Anika Hesse, Wirtschaftsprüferin |
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