Tansanit Zehnte GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Chrysovalantis, gen. Sokolakis, Chris Sokolakis seit 21.7.2022 | Geschäftsführer |
Olivia Rabys seit 1.3.2022 | Geschäftsführer |
Ingo Fischer seit 14.4.2021 | Geschäftsführer |
Lennart Richter seit 10.7.2020 | Geschäftsführer |
Matthias Kirscht seit 10.11.2017 | Geschäftsführer |
Thilo Karl Hartmann seit 7.6.2016 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
ERF - Beteiligungs-GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lidl Stiftung & Co. KGNeckarsulmKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2020 bis zum 28.02.2021Inhalt Konzernbilanz zum 28. Februar 2021 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2021 Konzernanhang Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Erläuterungen zur Konzernbilanz Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Kreis der einbezogenen Unternehmen Konzernlagebericht Grundlagen des Konzerns Geschäftsentwicklung Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen Chancen- und Risikobericht Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Prognosebericht Konzernbilanz zum 28. Februar 2021Aktivseite
Passivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2021
KonzernanhangErläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Allgemeine Hinweise Der Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm (Amtsgericht Stuttgart, HRA Nr. 102314) zum 28. Februar 2021 wurde nach den Vorschriften des PubIG aufgestellt. Der Kreis der einbezogenen Unternehmen einschließlich der Veränderung zum Vorjahr sowie der Hinweis auf die Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften sind ab S. 13 dargestellt. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für die einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Angaben im Konzernanhang erfolgen in Mio. €. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Finanzanlagen wurden zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der At-Equity-Methode unter Anwendung des Buchwertverfahrens bilanziert. Die Fortschreibung des At-Equity-Ansatzes erfolgte in Höhe des anteiligen Jahresergebnisses abzüglich der Ausschüttungen. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Dabei erfolgte die Ermittlung der Anschaffungskosten soweit möglich zum Einkaufspreis, ansonsten retrograd (ausgehend vom Verkaufspreis). Durch die angewandten Bewertungsverfahren wurde die Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips sichergestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Genussrechtskapital wurde in Höhe des Rückzahlungsbetrages zum 28. Februar 2021 bzw. des aufgezinsten Einzahlungsbetrages ausgewiesen. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Zinssätzen von 1,2% bis 1,6% abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Teilweise wurden aus Bankdarlehen sowie Zins- und Währungsderivaten Bewertungseinheiten gebildet. Die sich ausgleichenden Wertschwankungen von Grund- und Sicherungsgeschäften wurden bilanziell nicht erfasst. Die vermerkpflichtigen Haftungsverhältnisse wurden mit dem am Stichtag valutierten Betrag des besicherten Grundgeschäfts ausgewiesen. Soweit Gewährleistungen für Rahmenkredite Dritter gewährt wurden, erfolgte der Ausweis in Höhe des Haftungshöchstbetrages. Mithaftungen aufgrund sonstiger Verträge wurden mit einem Jahresbetrag der laufenden Verpflichtung angesetzt. Bei der Ermittlung latenter Steuern gem. § 274 HGB wurden temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen sowie werthaltige steuerliche Zins- und Verlustvorträge berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 1,5% und 35,0% bewertet. Die sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen und den Rückstellungen ergebenden latenten Steuern wurden verrechnet. Ein verbleibender Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des gesetzlichen Wahlrechts nicht angesetzt. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Bei den assoziierten Unternehmen wurde das Wahlrecht gemäß § 310 HGB nicht ausgeübt. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Gemäß § 304 Abs. 1 HGB wurden im Rahmen der Konsolidierung Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen eliminiert. Auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden latente Steuern gem. § 306 HGB gebildet. Die sich ergebenden Steuerentlastungen wurden mit einem Steuersatz i.H.v. 11,3% bewertet. Währungsumrechnung Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Schulden erfolgte gem. § 256a HGB. Währungseffekte aus der Bewertung von konzerninternen Darlehen in Euro werden bis zur Rückzahlung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Erträge und Aufwendungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet. Die Währungsumrechnung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 308a HGB. Die funktionale Währung des Konzerns ist Euro. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen
Die Zugänge im Sachanlagevermögen beinhalten im Wesentlichen den Erwerb, den Neubau und die Erweiterung von Filialen und Lager sowie den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattungen für Filialen und Lager. In den laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind Mio. € 116 außerplanmäßige Abschreibungen auf Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten enthalten. Vorräte Die Vorräte betreffen fast ausschließlich Handelswaren. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Lieferanten in Höhe von Mio. € 27 (Vorjahr Mio. € 23) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen und im Wesentlichen Boni, Rabatte und Rückvergütungen betreffen. Cash-Pool Guthaben Die Cash-Pool Guthaben bestehen in voller Höhe gegenüber einem assoziierten Unternehmen. Aktive latente Steuern In diesem Posten sind ausschließlich latente Steuern gem. § 306 HGB enthalten. Eigenkapital Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens wurde vollständig den Verlustvortragskonten der Kommanditisten zugewiesen. Bei dem Genussrechtskapital handelt es sich um acht Genussscheine, die mit einer erfolgsabhängigen Vergütung ausgestattet sind. Das Kapital ist nachrangig gegenüber anderen Gläubigern, nimmt in voller Höhe am Verlust teil und ist bei einer Laufzeit bis zu verschiedenen Rückzahlungszeitpunkten in den Jahren 2025, 2026, 2027, 2028 und 2029 durch die Genussscheininhaber unkündbar. Die Veränderung im Geschäftsjahr betrifft die laufende Aufzinsung in Höhe von Mio. € 18. Rückstellungen
Von den Rückstellungen haben Mio. € 471 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Verbindlichkeiten
* Ausschließlich sonstige
Verbindlichkeiten betreffend
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte (Mio. € 3.524) besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten keine weiteren Sicherheiten. Haftungsverhältnisse
Den Haftungsverhältnissen stehen Rückgriffsforderungen in Höhe von Mio. € 3.560 (Vorjahr Mio. € 3.320) gegenüber. Von den Haftungsverhältnissen bestehen Mio. € 2.463 gegenüber assoziierten Unternehmen. Aufgrund der Bonitätseinschätzung der Haftungsnehmer liegt kein erkennbares Risiko für eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden abgezinst ausgewiesen und betragen Mio. € 3.533. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Handelswarenerlöse in Europa. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von Mio. € 39 (Vorjahr Mio. € 29) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende periodenfremde Erträge:
Materialaufwand Der Materialaufwand beinhaltet fast ausschließlich Aufwendungen für bezogene Waren. Im Materialaufwand sind Fremdwährungsverluste in Höhe von Mio. € 26 (Vorjahr Mio. € 5) enthalten. Personalaufwand
Durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer:
Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von Mio. € 94 (Vorjahr Mio. € 42) und sonstige Steuern in Höhe von Mio. € 339 (Vorjahr Mio. € 268) enthalten. Zudem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Mio. € 43 (Vorjahr Mio. € 35) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Anlageabgänge. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen Mio. € 4 (Vorjahr Mio. € 3) periodenfremde Erträge. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen Mio. € 6 (Vorjahr Mio. € 10) periodenfremde Aufwendungen. Zudem sind Zinsen in Höhe von Mio. € 2 (Vorjahr Mio. € 3) aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten beinhaltet periodenfremde Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von Mio. €-11 (Vorjahr Mio. € 22). Sonstige Angaben Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken wurden von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte nach allgemein anerkannten Bewertungsmethoden. Für Swap-Vereinbarungen mit einem Nominalvolumen von Mio. € 1.413 wurden auf Einzelvertragsebene Bewertungseinheiten gebildet. Für sämtliche Bewertungseinheiten stimmten während der gesamten Laufzeit des jeweiligen Derivats die wesentlichen bewertungsrelevanten Konditionen in Grund- und Sicherungsgeschäft überein. Damit lagen hochwirksame Sicherungsbeziehungen vor, aus denen während der Laufzeit der Sicherungsbeziehung keine bilanziell relevanten Unwirksamkeiten entstanden sind.
Zur Absicherung von Währungsrisiken wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Das Nominalvolumen aller Devisentermingeschäfte betrug am Bilanzstichtag Mio. € 1.387. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte zu Marktwerten. Der Marktwert aller Devisentermingeschäfte betrug zum Bilanzstichtag saldiert Mio. €-3. Für negative Marktwerte wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von Mio. € 9 gebildet. Diese sind in den sonstigen Rückstellungen enthalten. Honorare des Konzernabschlussprüfers Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betrugen für die Abschlussprüfung T€ 590 und für sonstige Leistungen T€ 223. Nachtragsbericht Im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Konzern verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht. Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns wesentlich wären, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Kreis der einbezogenen Unternehmen Einbezogen wurden alle Gesellschaften, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden konnte. Der Kreis der einbezogenen Unternehmen zum 28. Februar 2021 ist im Folgenden tabellarisch dargestellt. Die mit 1 gekennzeichneten Gesellschaften wurden erstmalig einbezogen. Die mit 2 gekennzeichneten Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 5 Abs. 6 PublG i.V.m. § 264 Abs. 3 bzw. des § 264 Abs. 4 i.V.m. Abs. 3 HGB in Anspruch. Die 3 kennzeichnet die Tochterunternehmen, die die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch nehmen. Bei den im Geschäftsjahr durch Anwachsung bzw. Verschmelzung aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen Unternehmen ist das Vermögen innerhalb des Konzerns verblieben. Auf die Nennung eines Unternehmens wurde gem. § 313 Abs. 3 HGB verzichtet.
Neckarsulm, den 14. Mai 2021 LSt Stiftung Gerd Chrzanowski, Vorstandsvorsitzender Carsten Theurer, Vorstand PVG Geschäftsführungs-KG Hermann-Josef Hoffmann, Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs- und Verwaltungs-GmbH (phG) Kreis der einbezogenen Unternehmen
KonzernlageberichtGrundlagen des Konzerns Geschäftstätigkeit Der Konzern ist ein international agierendes Handelsunternehmen und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr unter der Marke "Lidl" Einzelhandelsumsätze in 27 Ländern erzielt. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden weltweit im Jahr 2020 durch die Ausbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) bestimmt. Zur Eindämmung des Virus erfolgten weitreichende gesundheitspolitische Einschränkungen, die zu einem Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung um 3,6% führten. Insbesondere im letzten Quartal des Jahres 2020 verlief die wirtschaftliche Entwicklung weltweit sehr unterschiedlich. Während in Europa die im Sommer eingesetzte Erholung deutlich unterbrochen wurde, hat sie sich in den Vereinigten Staaten lediglich abgeschwächt. In China konnte die Wirtschaftsleistung aufgrund des starken Anstiegs des Welthandels gesteigert werden. Der Euro-Raum verzeichnete aufgrund der pandemiebedingten Maßnahmen in 2020 einen deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,8% im Vergleich zum Vorjahr. Dabei traf die zweite Infektionswelle die einzelnen Mitgliedstaaten in unterschiedlichem Umfang. Während die Entwicklung in der Industrie von der schnellen Erholung der Weltwirtschaft begünstigt wurde, sind die von den Einschränkungen besonders betroffenen Dienstleistungen deutlich zurückgegangen. Zudem ergaben sich durch den eingeschränkten Tourismus unterschiedliche Auswirkungen auf die einzelnen Mitgliedsstaaten. Von den vier größten Volkswirtschaften innerhalb des Euro-Raums lag nur Deutschland mit einem Rückgang von 5,3% über dem Durchschnitt, während Frankreich mit einem Rückgang von 8,2%, Italien mit 8,9% und Spanien mit 11,0% deutlich darunter lagen. Als einziges Mitgliedsland konnte Irland mit 2,5% eine positive Wachstumsrate erzielen. Die privaten Konsumausgaben sind im Euro-Raum aufgrund der staatlichen Einschränkungen ebenfalls deutlich zurückgegangen. Die Erwerbslosenquote stieg trotz der Pandemie im Durchschnitt lediglich von 7,5% auf 8,0%. Weiterhin sind die Verbraucherpreise mit durchschnittlich 0,3% im Vergleich zum Vorjahr kaum gestiegen. Die mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten verzeichneten einen durchschnittlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 4,0%. In Großbritannien ist die Wirtschaftsleistung, insbesondere aufgrund des starken Anstiegs der Infektionszahlen im Herbst und der damit verbundenen Einschränkungen, um 9,9% zurückgegangen und lag damit deutlich unter dem Niveau des Euro-Raums. Branchenentwicklung im Einzelhandel 2 Der Rückgang des privaten Konsums spiegelt sich auch in den Umsätzen im Einzelhandel wider, die im Euro-Raum im Vergleich zum Vorjahr um 1,0% gesunken sind. Während Deutschland mit 4,1% und Irland mit 4,0% noch hohe Zuwächse verzeichnen konnten, ergaben sich in Frankreich mit-2,0%, Italien mit-7,9% und Spanien mit-6,4% rückläufige Einzelhandelsumsätze, die deutlich unter dem Niveau des Euro-Raums lagen. Von den osteuropäischen Ländern konnten Polen mit 2,7% und Rumänien mit 2,0% die höchsten Zuwächse verzeichnen. Wesentlich besser entwickelten sich die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel. Im Euro-Raum stiegen diese in 2020 um 3,6%. Die Umsätze im deutschen Lebensmitteleinzelhandel lagen mit einem Wachstum von 5,0% über dem Durchschnitt des Euro-Raums. In Frankreich dagegen konnten die Lebensmitteleinzelhandelsumsätze lediglich um 3,0% gesteigert werden. In Osteuropa erzielte Rumänien mit 4,6% die höchste Wachstumsrate.
1 Angaben gem. Konjunkturprognose des
Sachverständigenrats zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 17. März 2021.
Geschäftsentwicklung Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr von Mrd. € 56,9 auf Mrd. € 62,3 gesteigert werden, was einem Zuwachs um Mrd. € 5,4 oder 9,5% entspricht.
Währungsbereinigt stiegen die Umsatzerlöse des Konzerns um 11,4%. Diese Entwicklung wird insgesamt von einem Umsatzwachstum in allen Ländern getragen. Ergebnisentwicklung Die positive Ergebnisentwicklung steht wesentlich im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Das EBIT konnte trotz den außerplanmäßigen Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr einen hohen Anstieg um Mio. € 550 auf Mio. € 2.794 verzeichnen. Die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT ist von 3,9% auf 4,5% gestiegen. Der Jahresüberschuss hat sich um Mio. € 453 auf Mio. € 2.023 erhöht. Die Umsatzrendite liegt mit 3,2% deutlich über dem Vorjahr. Vermögenslage Das Gesamtvermögen stieg von Mrd. € 40,5 auf Mrd. € 43,8. Das entspricht einer Steigerung von 8,1%.
Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 1.341. Die größte Veränderung ergab sich aus der Zunahme der liquiden Mittel, im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Cash-Pool Guthaben. In den liquiden Mitteln sind Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sowie Cash-Pool Guthaben enthalten. Investitionen
Im Geschäftsjahr 2020 wurde der Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Bedingt durch den Bau neuer Filialen und Lager ist das Investitionsvolumen in Sachanlagen mit Mrd. € 4,0 weiterhin auf einem hohen Niveau. Dabei betreffen Mrd. € 2,8 Investitionen in Immobilien.
Im Geschäftsjahr 2020 wird das Anlagevermögen mit 42,1% durch Eigenkapital gedeckt (Deckungsgrad I). Unter Einbeziehung des lang- und mittelfristigen Fremdkapitals ergibt sich eine Anlagendeckung in Höhe von 70,3% (Deckungsgrad II). Der durchschnittliche Warenbestand hat sich im Wesentlichen aufgrund gestiegener Food Bestände gegenüber dem Vorjahr um 5,2% erhöht. Die durchschnittliche Umschlaghäufigkeit stieg leicht auf 11,2.
Finanzlage Der Konzern weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von Mio. € 14.661 aus.
Die Eigenkapitalquote liegt mit 33,5% leicht über dem Vorjahresniveau. Das lang- und mittelfristige Fremdkapital hat sich um Mio. € 9 auf Mio. € 9.856 leicht erhöht. Das kurzfristige Fremdkapital nahm um Mio. € 1.456 zu. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen durch die Zunahme der Darlehensverbindlichkeiten sowie der Rückstellungen geprägt. Liquidität
Die Nettofinanzverschuldung ist im Geschäftsjahr 2020 von Mio. € 8.572 auf Mio. € 7.521 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 12,3% und resultiert aus den im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen liquiden Mitteln. Plan-Ist-Vergleich Im Vorjahr wurde von einem moderaten Umsatzwachstum ausgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein Zuwachs der Umsätze von Mrd. € 5,4 erzielt werden. Im Rahmen der Lageberichterstattung 2019 wurde für das Geschäftsjahr 2020 von einem leicht steigenden Jahresüberschuss ausgegangen. Neben der Planüberschreitung bei den Umsatzerlösen liegt der tatsächliche Konzernjahresüberschuss von Mrd. € 2,0 deutlich über dem Vorjahresniveau. Die positiven Planabweichungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, insbesondere aufgrund der Schließung von weiten Teilen des Einzelhandels und der Gastronomie. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die wirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr 2020 wurde wesentlich durch die Corona-Pandemie und den damit einhergehenden gesundheitspolitischen Maßnahmen geprägt. Da weite Teile des Einzelhandels sowie die Gastronomie schließen mussten, kam es zu einer Verlagerung der Umsätze hin zum Lebensmitteleinzelhandel. Entsprechend positiv entwickelten sich die Umsätze mit Lebensmitteln im Euro-Raum. Diese Entwicklung spiegelte sich auch in der Geschäftsentwicklung des Konzerns wider. Die Umsätze konnten im Jahresvergleich um 9,5% erhöht werden. Der Konzernjahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr von Mio. € 1.570 auf Mio. € 2.023 erhöht. Die Ergebnisentwicklung liegt damit deutlich über den Erwartungen. Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen Neben den betriebswirtschaftlichen Leistungsindikatoren rücken insbesondere für unsere Kunden und Mitarbeiter zunehmend nachhaltigere Faktoren in den Fokus. Der Konzern hat zahlreiche Maßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit getroffen, wobei im Folgenden lediglich auf die gesetzlich geforderten Angaben zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen eingegangen wird. Für weitere Informationen wird auf den Nachhaltigkeitsbericht der Schwarz Gruppe verwiesen, der im August 2020 veröffentlicht wurde und unter https://csr.schwarz/ erhältlich ist. Umweltbelange Das Thema Umweltschutz stellt unsere Gesellschaft vor enorme Herausforderungen, insbesondere beim Erreichen der Klimaziele. Der Konzern möchte zu einer nachhaltigen Energie- und Mobilitätswende beitragen:
Arbeitnehmerbelange Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Insgesamt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr im Konzern durchschnittlich 212.329 Mitarbeiter tätig. In vielen Ländern wurde der Konzern als "Top Employer 2021" ausgezeichnet. Das unabhängige "Top Employer Institute" bewertet dabei u.a. Kategorien wie Personalplanung, Talentmanagement, Training und Entwicklung oder Gehälter und Sozialleistungen. Dabei erhielt der Konzern in den Ländern Bulgarien, Polen, Rumänien, Slowakei, Belgien, Zypern, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, Litauen, Malta, Niederlande, Nordirland, Schweiz, Schweden, Serbien und Spanien diese Auszeichnung. Bereits 2010 wurde in Deutschland ein interner Mindestlohn eingeführt, der kontinuierlich an die Arbeitsmarktsituation angepasst wird. In den meisten Ländern, in denen ein gesetzlicher Mindestlohn besteht, wird dieser überschritten. Mitarbeiterzahlen
Personalkennzahlen
Insgesamt stieg der Personalaufwand des Konzerns um Mio. € 598 auf Mio. € 5.752 und lag damit erwartungsgemäß über dem Vorjahr. Der Anstieg spiegelt im Wesentlichen die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen aufgrund gestiegener Umsätze sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen wider. Bezogen auf den Umsatz stieg die Personalaufwandsquote leicht von 9,1% auf 9,2%. Der Umsatz je Vollzeitkraft ist von T€ 383 auf T€ 385 gestiegen. Chancen- und Risikobericht Wirtschaftspolitische Chancen und Risiken Als international agierender Konzern bestehen vor allem Abhängigkeiten von der wirtschaftlichen Situation in den einzelnen Ländern. Diese kann z.B. durch Schuldenkrisen, hohe Arbeitslosigkeit oder durch gesundheitspolitische Maßnahmen wie bei der Corona-Pandemie den privaten Konsum beeinträchtigen und Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis des Konzerns haben. Durch die weitere internationale Ausrichtung wird die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Märkte reduziert und die Möglichkeit, Nachfrageschwankungen in einzelnen Ländern auszugleichen, gesteigert. In den kommenden Geschäftsjahren ist die Eröffnung erster Lidl-Filialen in Estland und Lettland geplant. Die Expansion in neue Länder hat Auswirkungen auf das Ergebnis des Konzerns. Branchenbezogene Chancen und Risiken Die wesentlichen Herausforderungen für den Lebensmitteleinzelhandel ergeben sich aus der zunehmenden Veränderung des Konsumverhaltens der Kunden. Durch die Corona-Pandemie ist die durchschnittliche Anzahl der Kundentransaktionen in den Filialen zurückgegangen, während der durchschnittliche Warenkorb gestiegen ist. Desweitern führten die gesundheitspolitischen Einschränkungen zu einem deutlichen Anstieg beim Onlinehandel. Weiterhin wird die Branche durch einen intensiven Wettbewerb geprägt, insbesondere in den Märkten Westeuropas. Um dem entgegenzuwirken setzen wir vor allem auf die Erweiterung des Sortiments um regional gehandelte Produkte. Neben einer hohen Qualität, kombiniert mit günstigen Preisen, versuchen wir durch zunehmende Fokussierung auf ökologische, soziale oder auch gesundheitliche Aspekte den steigenden Kundenerwartungen gerecht zu werden. Diesbezüglich wird der Anteil an Bio-Artikeln am Gesamtsortiment stetig erhöht. Durch den Ausbau und die Internationalisierung des Internethandels erweitern wir unsere Vertriebskanäle und erhöhen damit die Chancen neue Kunden zu gewinnen. Über den Onlineshop sind mittlerweile Waren in sechs Ländern erhältlich. Die Aufschaltung weiterer Länder ist für die kommenden Geschäftsjahre geplant. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Liquidität des Konzerns wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den erwirtschafteten Cash Flow sowie den Abschluss von Finanzkrediten wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt. Bei Wareneinkäufen in Fremdwährung wirken sich Wechselkursänderungen auf Zahlungsströme und Ergebnisse aus. Die Wechselkursentwicklungen werden hinsichtlich Chancen und Risiken laufend analysiert. Mögliche Risiken, die überwiegend aus dem Einkaufsvolumen in Fremdwährung resultieren, werden mit Devisentermingeschäften gesichert. Insgesamt bestanden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen in Höhe von Mrd. € 1,4. Bei kurzfristigen Zinsbindungen kann ein verändertes Zinsniveau das Ergebnis beeinflussen. Die Zinsentwicklung wird aus diesem Grund kontinuierlich analysiert. Um mögliche Risiken daraus zu begrenzen, sind rd. 31% der Finanzkredite mit langfristigen Zinsbindungen, unter anderem durch SWAP-Geschäfte, versehen. Lieferantenchancen und -risiken Bei der Auswahl der Lieferanten und deren Waren können sich Reputationsrisiken ergeben. Durch die sorgfältige Überprüfung der Lieferanten sowie durch die Vorgabe von Qualitätsstandards und Zertifizierungen wird eventuellen Image-Schäden vorgebeugt. Um die Qualität der bezogenen Waren sicherzustellen, führt der Konzern selbst eine Vielzahl von Warenanalysen durch. Weiterhin kann der Einzelhandel saisonalen Nachfrageschwankungen unterliegen oder es kann, bedingt durch gesundheitspolitische Maßnahmen, zu Produktionsverzögerungen kommen. Längere Lieferzeiten können zu möglichen Versorgungsengpässen führen. Aus diesem Grund werden Markt- und Ausfallrisiken laufend beobachtet bzw. neue Lieferanten akquiriert. Durch die Ausweitung des Lieferantenportfolios können Abhängigkeiten und Lieferengpässe minimiert und neue Produkte zur Kundengewinnung angeboten werden. Personalchancen und -risiken Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, können sich Engpässe bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ergeben. Die weiterhin starke Expansion sowie die Erweiterung der Geschäftstätigkeit bieten dem Konzern die Chance, aus einer Vielzahl von geografischen Regionen qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter und tragen somit zu einer langfristigen Bindung an das Unternehmen bei. Rechtliche und steuerliche Risiken Rechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen sowie aus kartell- oder patentrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurden, sofern die Verpflichtungen hinreichend konkretisiert sind, Rückstellungen gebildet. Steuerliche Risiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden können. Diese Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch eine angemessene Risikovorsorge berücksichtigt Informationstechnische Risiken Die Anforderungen unserer Geschäftsprozesse an die Informationstechnologie steigen kontinuierlich, unter anderem durch neue Vertriebskanäle wie den Internethandel oder durch zunehmende Regulierung wie beispielsweise beim Datenschutz. Hieraus resultieren unterschiedliche Risiken, z. B. hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen. Daher wurde, angelehnt an das international anerkannte Rahmenwerk ISO/IEC 27001, ein Managementsystem zur Erkennung und Minimierung dieser Risiken etabliert. Modernste Sicherheitstechnologien werden zum Schutz unserer Systeme und Daten eingesetzt. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um Ausfallzeiten unserer Systeme auf ein Minimum zu verkürzen. Beurteilung der Gesamtrisiken Auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen werden wesentliche Chancen und Risiken diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt und durch die interne Revision überwacht werden. Aus derzeitiger Sicht ergeben sich für den Konzern keine erkennbaren Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den Fortbestand und die Liquidität des Konzerns haben. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Konzerns dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der externen Rechnungslegung, indem mögliche Risiken, die zu einem fehlerhaften Abschluss führen können, rechtzeitig erkannt und minimiert werden. Das interne Kontrollsystem unterteilt sich dabei in vorgelagerte Steuerungskontrollen, Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- bzw. Konsolidierungsprozesses sowie in unabhängige Kontrollen durch interne bzw. externe Revisoren. Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses Kern dieser Kontrollen sind die gruppenweit gültigen Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien. Diese werden jährlich überarbeitet, mit dem Abschlussprüfer abgestimmt und den dezentralen Landeseinheiten vorgestellt. Innerhalb dieser Richtlinien werden konzernweite Mindestvorgaben zur Durchführung von rechnungslegungsbezogenen Kontrollen definiert, die von den jeweiligen Landeseinheiten zu berücksichtigen sind. Weiterhin wird zur Planung und Steuerung der Abschlusserstellung ein zentraler Terminplan definiert. Dabei werden die Erstellungs- und Prüfungszeiträume mit den dezentralen Landeseinheiten und mit dem Abschlussprüfer im Vorfeld abgestimmt. Die Termineinhaltung wird zentral überwacht, so dass jederzeit eine Statusverfolgung der Abschlusserstellung sichergestellt ist. Um die Sicherheit der Informationstechnik zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen definiert, die zentral verwaltet werden. Durch die zentrale Vergabe von Berechtigungen wird sichergestellt, dass die Nutzer nur auf die Systeminformationen Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen. Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- und Konsolidierungsprozesses Die Erstellung der Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen erfolgt in SAP ERP-Systemen. Haupt- und Nebenbuchhaltungen, wie zum Beispiel die Anlagen- oder die Warenbuchhaltung, sind organisatorisch getrennt. Durch die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen in Verbindung mit definierten Genehmigungsprozessen wird das Vier-Augen-Prinzip bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen gewährleistet. Die originäre Erstellung des Abschlusses des Konzerns erfolgt in einem zentralen SAP-Konsolidierungssystem (SEM-BCS). Die Datenbereitstellung aus den ERP-Systemen erfolgt durch automatisierte Datenflüsse ohne Möglichkeit manueller Eingriffe. Im SEM-BCS werden auf allen Ebenen des Erstellungsprozesses umfangreiche Prüf- und Validierungsroutinen durchgeführt. Darüber hinaus werden die einzelnen Konsolidierungsschritte sowohl systemtechnischen als auch manuellen Kontrollen unterzogen, die in einem SAP basierten Risiko- und Kontrollsystem hinterlegt sind. Diese Kontrollen werden jährlich überarbeitet und stehen dem Abschlussprüfer zur Verfügung. Weiterhin werden vom Konzernabschluss Analysen erstellt und Veränderungen einzelner Positionen im Vergleich zum Vorjahr auf Plausibilität geprüft. Kontrollen durch interne Revision und externe Prüfung In Abstimmung mit den Vorständen entwickelt die Interne Revision einen jährlichen Prüfungsplan, der rollierend die wesentlichen Führungs- und Geschäftsprozesse beinhaltet. Darin enthalten ist die Prüfung des Abschlusserstellungsprozesses in jährlich wechselnden Ländern. Die Prüfung erfolgt dahingehend, ob die konzernweit vorgegebenen Mindestvorgaben an Kontrollen durchgeführt und die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien angewendet wurden. Der zentrale Konzernabschlussprüfer der Lidl Stiftung & Co. KG prüft im Vorfeld die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien und stellt sie den dezentralen Abschlussprüfern zur Verfügung. Diese prüfen die wesentlichen Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen daraufhin, ob die anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften eingehalten wurden und bestätigen schriftlich deren vollständige Anwendung. Danach prüft der zentrale Konzernabschlussprüfer den Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG und erteilt den Bestätigungsvermerk. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 3 Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird zu Beginn des Jahres 2021 weiterhin durch die Ausbreitung des Corona-Virus bestimmt, die in Europa durch die dritte Infektionswelle sowie durch die Verbreitung von Mutationen des SARS-CoV-2-Virus verstärkt wird. Mit zunehmender Impfquote in den einzelnen Volkswirtschaften ist im Laufe des Jahres allerdings zu erwarten, dass keine Überlastung der Gesundheitssysteme mehr droht und weitere Lockerungen möglich sind. Dies dürfte insbesondere den privaten Konsum wieder kräftig steigen lassen und sich zudem positiv auf private Investitionen auswirken. Die Wirtschaftsleistung soll aufgrund dessen weltweit um 5,9% steigen. Für das globale Welthandelsvolumen wird für 2021 mit einem deutlichen Anstieg von 9,0% gerechnet. Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum dürfte im ersten Quartal 2021 nochmals zurückgehen. Im Laufe des Jahres wird mit einer wirtschaftlichen Erholung gerechnet, so dass von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in 2021 um 4,1% ausgegangen wird. Die Finanzierungsbedingungen im Euro-Raum sind weiterhin sehr günstig. So sind etwa die Renditeaufschläge für Anleihen in den vergangenen Monaten nochmals gesunken. Die Europäische Zentralbank hat im Dezember 2020 den Umfang des Pandemie-Ankaufprogramms um weitere Mrd. € 500 auf insgesamt Mrd. € 1.850 erhöht. Der private Konsum dürfte aufgrund der Öffnung zahlreicher Geschäfte sowie Restaurants und Hotels deutlich zunehmen. Die Erwerbslosenquote wird voraussichtlich leicht auf 8,3% steigen. Die Verbraucherpreise dürften in 2021 um 1,6% zulegen, insbesondere aufgrund des gestiegenen Ölpreises sowie durch die Einführung von CO 2 -Bepreisungssystemen in einigen Mitgliedstaaten. Die Aussicht auf eine Beschleunigung der Impfungen im weiteren Jahresverlauf lässt auch für die deutsche Wirtschaft ein starkes Wachstum im zweiten Halbjahr erwarten, so dass die Wirtschaftsleistung gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt in 2021 insgesamt um 3,1% zunehmen soll. Dies resultiert vor allem aus steigenden Exporten, die um 10,7% gegenüber dem Vorjahr steigen sollen. Die privaten Konsumausgaben sollen in Deutschland in 2021 dagegen leicht zurückgehen. Die unterschiedliche Entwicklung der Umsätze zwischen Einzelhandel und Lebensmitteleinzelhandel bleibt zu Beginn des Jahres unverändert. Während die Umsätze im Einzelhandel rückläufig sind, lagen die Umsätze im Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren im Januar 2021 4,9% über dem Vorjahreswert. Entwicklung des Konzerns Der weitere Verlauf der Corona-Pandemie beinhaltet erhebliche Unsicherheiten. Insbesondere das Kaufverhalten der Kunden hat sich während der Pandemie verändert. Bei einem steigenden Anteil der geimpften Bevölkerung in 2021 kann es zu weiteren Lockerungen kommen und ein Teil des Lebensmittelkonsums wird sich aus dem privaten Bereich wieder in die Gastronomie verschieben. Die Planung für das Geschäftsjahr 2021 unterliegt aus diesen Gründen zahlreichen unvorhersehbaren Faktoren, welche die aktuelle Prognose beeinflussen können. Für das Geschäftsjahr 2021 wird dennoch von einem moderaten Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. Der Konzern plant auch im neuen Geschäftsjahr weiter in die Modernisierung des bestehenden Filialnetzes sowie in den Ausbau des Internethandels zu investieren. Unter Berücksichtigung der Unsicherheiten bzgl. des Pandemieverlaufs wird für das Geschäftsjahr 2021 ein im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufiges Jahresergebnis erwartet.
Neckarsulm, den 14. Mai 2021 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lidl Stiftung & Co. KG Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Lidl Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Die Gesellschaft nimmt im Hinblick auf die Befreiungswirkung des Konzernabschlusses gem. § 291 HGB und gem. § 264 Abs. 4 HGB i.V.m. § 264 Abs. 3 HGB für die Rechnungslegungspflicht bestimmter Tochtergesellschaften die Erleichterung des § 13 Abs. 3 Satz 1 PublG nicht in Anspruch, hat jedoch entgegen der dann aus § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB i.V.m. § 13 Abs. 2 PubIG resultierenden Verpflichtungen im Konzernanhang die Gesamtbezüge der Organe nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den für Unternehmen i.S.d. § 11 PublG, die unter § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heilbronn, 17. Mai 2021 Ernst
& Young GmbH
Blesch, Wirtschaftsprüfer Holzmann, Wirtschaftsprüfer |
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