QRF - Beteiligungs-GmbHLiquidiert

74172 Neckarsulm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 746557
Eingetragen
15.10.2013
Branche
Großhandel mit Fisch und FischerzeugnissenGroßhandel mit AnstrichmittelnBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
der Handel mit und der Vertrieb von Waren aller Art einschließlich aller food- und nonfood-Artikel sowie die Verwaltung von und die Beteiligung an Unternehmen, insbesondere an Unternehmen der Unternehmensgruppe Schwarz.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Olivia Rabys
seit 1.3.2022
Geschäftsführer
Ingo Fischer
seit 14.4.2021
Geschäftsführer
Lennart Richter
seit 10.7.2020
Geschäftsführer
Matthias Kirscht
seit 10.11.2017
Geschäftsführer
Thilo Karl Hartmann
seit 7.6.2016
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lidl Stiftung & Co. KG

Neckarsulm

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2020 bis zum 28.02.2021

Inhalt

Konzernbilanz zum 28. Februar 2021

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2021

Konzernanhang

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsentwicklung

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

Chancen- und Risikobericht

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Prognosebericht

Konzernbilanz zum 28. Februar 2021

Aktivseite

Mio. € Anhang 29.02.2020 28.02.2021
Anlagevermögen S. 6 32.896 34.852
Immaterielle Vermögensgegenstände 114 112
Sachanlagen 27.973 29.679
Finanzanlagen 4.809 5.061
Umlaufvermögen S.8 7.421 8.762
Vorräte 4.048 4.137
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.031 1.014
Cash-Pool Guthaben 0 759
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.342 2.852
Rechnungsabgrenzungsposten 159 149
Aktive latente Steuern S.8 5 5
40.481 43.768

Passivseite

Mio. € Anhang 29.02.2020 28.02.2021
Eigenkapital S.8 12.868 14.661
Kommanditeinlage 7 7
Rücklagen 12.939 14.960
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -284 -530
Genussrechtskapital 206 224
Rückstellungen S.8 2.734 3.593
Verbindlichkeiten S.9 24.847 25.453
Rechnungsabgrenzungsposten 32 61
40.481 43.768

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2021

Mio. € Anhang GJ 2019 GJ 2020
Umsatzerlöse S. 10 56.867 62.264
sonstige betriebliche Erträge S. 10 383 236
Materialaufwand S. 10 42.165 45.715
Personalaufwand S. 10 5.154 5.752
Abschreibungen 1.375 1.617
sonstige betriebliche Aufwendungen S. 11 6.680 7.078
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 368 456
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 2.244 2.794
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge S. 11 33 25
Zinsen und ähnliche Aufwendungen S. 11 169 158
Vergütung für Genussrechtskapital 17 18
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag S. 11 521 620
Konzernjahresüberschuss 1.570 2.023

Konzernanhang

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Allgemeine Hinweise

Der Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm (Amtsgericht Stuttgart, HRA Nr. 102314) zum 28. Februar 2021 wurde nach den Vorschriften des PubIG aufgestellt.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen einschließlich der Veränderung zum Vorjahr sowie der Hinweis auf die Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften sind ab S. 13 dargestellt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für die einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Angaben im Konzernanhang erfolgen in Mio. €.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Finanzanlagen wurden zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der At-Equity-Methode unter Anwendung des Buchwertverfahrens bilanziert. Die Fortschreibung des At-Equity-Ansatzes erfolgte in Höhe des anteiligen Jahresergebnisses abzüglich der Ausschüttungen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Dabei erfolgte die Ermittlung der Anschaffungskosten soweit möglich zum Einkaufspreis, ansonsten retrograd (ausgehend vom Verkaufspreis). Durch die angewandten Bewertungsverfahren wurde die Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips sichergestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert.

Genussrechtskapital wurde in Höhe des Rückzahlungsbetrages zum 28. Februar 2021 bzw. des aufgezinsten Einzahlungsbetrages ausgewiesen.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Zinssätzen von 1,2% bis 1,6% abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Teilweise wurden aus Bankdarlehen sowie Zins- und Währungsderivaten Bewertungseinheiten gebildet. Die sich ausgleichenden Wertschwankungen von Grund- und Sicherungsgeschäften wurden bilanziell nicht erfasst.

Die vermerkpflichtigen Haftungsverhältnisse wurden mit dem am Stichtag valutierten Betrag des besicherten Grundgeschäfts ausgewiesen. Soweit Gewährleistungen für Rahmenkredite Dritter gewährt wurden, erfolgte der Ausweis in Höhe des Haftungshöchstbetrages. Mithaftungen aufgrund sonstiger Verträge wurden mit einem Jahresbetrag der laufenden Verpflichtung angesetzt.

Bei der Ermittlung latenter Steuern gem. § 274 HGB wurden temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen sowie werthaltige steuerliche Zins- und Verlustvorträge berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 1,5% und 35,0% bewertet. Die sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen und den Rückstellungen ergebenden latenten Steuern wurden verrechnet. Ein verbleibender Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des gesetzlichen Wahlrechts nicht angesetzt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt.

Bei den assoziierten Unternehmen wurde das Wahlrecht gemäß § 310 HGB nicht ausgeübt.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Gemäß § 304 Abs. 1 HGB wurden im Rahmen der Konsolidierung Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen eliminiert.

Auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden latente Steuern gem. § 306 HGB gebildet. Die sich ergebenden Steuerentlastungen wurden mit einem Steuersatz i.H.v. 11,3% bewertet.

Währungsumrechnung

Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Schulden erfolgte gem. § 256a HGB. Währungseffekte aus der Bewertung von konzerninternen Darlehen in Euro werden bis zur Rückzahlung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Erträge und Aufwendungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet.

Die Währungsumrechnung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 308a HGB. Die funktionale Währung des Konzerns ist Euro.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Mio. € AHK 01.03.2020 Währungsumrechnung Zugänge
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 256 -2 14
geleistete Anzahlungen 1 0 0
Immaterielles Vermögen 257 -2 14
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 28.345 -427 1.890
Technische Anlagen und Maschinen 14 0 0
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.513 -83 1.247
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.344 -20 875
Sachanlagen 36.216 -530 4.012
Beteiligungen 5 0 0
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 4.725 0 257
sonstige Ausleihungen 79 0 1
Zinssicherungsgeschäfte 40 0 0
Finanzanlagen 4.849 0 258
41.322 -532 4.284
Mio. € Abgänge Umbuchungen AHK 28.02.2021
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen -2 0 266
geleistete Anzahlungen 0 0 1
Immaterielles Vermögen -2 0 267
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -251 810 30.367
Technische Anlagen und Maschinen 0 0 14
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -415 52 7.314
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -52 -862 1.285
Sachanlagen -718 0 38.980
Beteiligungen 0 0 5
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 4.982
sonstige Ausleihungen -6 0 74
Zinssicherungsgeschäfte -40 0 0
Finanzanlagen -46 0 5.061
-766 0 44.308
Mio. € kum. AfA 01.03.2020 Währungsumrechnung Zugänge
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 143 -1 17
geleistete Anzahlungen 0 0 0
Immaterielles Vermögen 143 -1 17
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.255 -66 827
Technische Anlagen und Maschinen 8 0 3
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.980 -32 770
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
Sachanlagen 8.243 -98 1.600
Beteiligungen 0 0 0
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0
sonstige Ausleihungen 0 0 0
Zinssicherungsgeschäfte 40 0 0
Finanzanlagen 40 0 0
8.426 -99 1.617
Mio. € Abgänge Umbuchungen kum. AfA 28.02.2021
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen -4 0 155
geleistete Anzahlungen 0 0 0
Immaterielles Vermögen -4 0 155
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -99 2 5.919
Technische Anlagen und Maschinen 0 0 11
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -345 -2 3.371
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
Sachanlagen -444 0 9.301
Beteiligungen 0 0 0
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0
sonstige Ausleihungen 0 0 0
Zinssicherungsgeschäfte -40 0 0
Finanzanlagen -40 0 0
-488 0 9.456
Mio. € Buchwert 29.02.2020 Buchwert 28.02.2021
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 113 111
geleistete Anzahlungen 1 1
Immaterielles Vermögen 114 112
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 23.090 24.448
Technische Anlagen und Maschinen 6 3
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.533 3.943
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.344 1.285
Sachanlagen 27.973 29.679
Beteiligungen 5 5
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 4.725 4.982
sonstige Ausleihungen 79 74
Zinssicherungsgeschäfte 0 0
Finanzanlagen 4.809 5.061
32.896 34.852

Die Zugänge im Sachanlagevermögen beinhalten im Wesentlichen den Erwerb, den Neubau und die Erweiterung von Filialen und Lager sowie den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattungen für Filialen und Lager.

In den laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind Mio. € 116 außerplanmäßige Abschreibungen auf Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten enthalten.

Vorräte

Die Vorräte betreffen fast ausschließlich Handelswaren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mio. € 29.02.2020 28.02.2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 90 110
sonstige Vermögensgegenstände 941 904
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 53 60
1.031 1.014

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Lieferanten in Höhe von Mio. € 27 (Vorjahr Mio. € 23) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen und im Wesentlichen Boni, Rabatte und Rückvergütungen betreffen.

Cash-Pool Guthaben

Die Cash-Pool Guthaben bestehen in voller Höhe gegenüber einem assoziierten Unternehmen.

Aktive latente Steuern

In diesem Posten sind ausschließlich latente Steuern gem. § 306 HGB enthalten.

Eigenkapital

Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens wurde vollständig den Verlustvortragskonten der Kommanditisten zugewiesen.

Bei dem Genussrechtskapital handelt es sich um acht Genussscheine, die mit einer erfolgsabhängigen Vergütung ausgestattet sind. Das Kapital ist nachrangig gegenüber anderen Gläubigern, nimmt in voller Höhe am Verlust teil und ist bei einer Laufzeit bis zu verschiedenen Rückzahlungszeitpunkten in den Jahren 2025, 2026, 2027, 2028 und 2029 durch die Genussscheininhaber unkündbar. Die Veränderung im Geschäftsjahr betrifft die laufende Aufzinsung in Höhe von Mio. € 18.

Rückstellungen

Mio. € 29.02.2020 28.02.2021
Steuerrückstellungen 400 648
sonstige Rückstellungen 2.334 2.945
2.734 3.593

Von den Rückstellungen haben Mio. € 471 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Verbindlichkeiten

29.02.2020
Mio. € < 1 Jahr Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.571 10.914
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.620 6.620
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen * 1.659 1.740
sonstige Verbindlichkeiten 5.539 5.573
davon aus Steuern 387 387
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 91 91
15.389 24.847
28.02.2021
Mio. € < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.851 7.957 1.324 11.132
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.603 0 0 6.603
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen * 2.614 36 36 2.686
sonstige Verbindlichkeiten 5.000 31 1 5.032
davon aus Steuern 390 0 0 390
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 112 0 0 112
16.068 8.024 1.361 25.453

* Ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten betreffend

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte (Mio. € 3.524) besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten keine weiteren Sicherheiten.

Haftungsverhältnisse

Mio. € 29.02.2020 28.02.2021
aus Bürgschaften 1.104 998
aus Gewährleistungen 7.755 8.033
8.859 9.031

Den Haftungsverhältnissen stehen Rückgriffsforderungen in Höhe von Mio. € 3.560 (Vorjahr Mio. € 3.320) gegenüber. Von den Haftungsverhältnissen bestehen Mio. € 2.463 gegenüber assoziierten Unternehmen. Aufgrund der Bonitätseinschätzung der Haftungsnehmer liegt kein erkennbares Risiko für eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden abgezinst ausgewiesen und betragen Mio. € 3.533.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Handelswarenerlöse in Europa.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von Mio. € 39 (Vorjahr Mio. € 29) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende periodenfremde Erträge:

Mio. € GJ 2019 GJ 2020
Auflösung Rückstellungen 61 77
Anlageabgänge 212 15
übrige 5 5
278 97

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet fast ausschließlich Aufwendungen für bezogene Waren.

Im Materialaufwand sind Fremdwährungsverluste in Höhe von Mio. € 26 (Vorjahr Mio. € 5) enthalten.

Personalaufwand

Mio. € GJ 2019 GJ 2020
Löhne und Gehälter 4.279 4.788
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 875 964
davon für Altersversorgung 107 117
5.154 5.752

Durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer:

GJ 2019 GJ 2020
Arbeitnehmer 192.920 211.468
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Vollzeit 84.057 89.931
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Teilzeit 108.863 121.537
Auszubildende 763 861
193.683 212.329

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von Mio. € 94 (Vorjahr Mio. € 42) und sonstige Steuern in Höhe von Mio. € 339 (Vorjahr Mio. € 268) enthalten.

Zudem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Mio. € 43 (Vorjahr Mio. € 35) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Anlageabgänge.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen Mio. € 4 (Vorjahr Mio. € 3) periodenfremde Erträge.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen Mio. € 6 (Vorjahr Mio. € 10) periodenfremde Aufwendungen.

Zudem sind Zinsen in Höhe von Mio. € 2 (Vorjahr Mio. € 3) aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten beinhaltet periodenfremde Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von Mio. €-11 (Vorjahr Mio. € 22).

Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken wurden von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte nach allgemein anerkannten Bewertungsmethoden.

Für Swap-Vereinbarungen mit einem Nominalvolumen von Mio. € 1.413 wurden auf Einzelvertragsebene Bewertungseinheiten gebildet. Für sämtliche Bewertungseinheiten stimmten während der gesamten Laufzeit des jeweiligen Derivats die wesentlichen bewertungsrelevanten Konditionen in Grund- und Sicherungsgeschäft überein. Damit lagen hochwirksame Sicherungsbeziehungen vor, aus denen während der Laufzeit der Sicherungsbeziehung keine bilanziell relevanten Unwirksamkeiten entstanden sind.

Nominalvolumen mit Bewertungseinheit ohne Bewertungseinheit
Mio. € gesamt Nominalvolumen Marktwert Nominalvolumen Marktwert
Zinsswaps 854 854 10 0 0
Cross-Currency-Swaps 557 379 -10 178 0
Währungsswaps 180 180 -1 0 0
1.591 1.413 -1 178 0

Zur Absicherung von Währungsrisiken wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Das Nominalvolumen aller Devisentermingeschäfte betrug am Bilanzstichtag Mio. € 1.387. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte zu Marktwerten. Der Marktwert aller Devisentermingeschäfte betrug zum Bilanzstichtag saldiert Mio. €-3. Für negative Marktwerte wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von Mio. € 9 gebildet. Diese sind in den sonstigen Rückstellungen enthalten.

Honorare des Konzernabschlussprüfers

Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betrugen für die Abschlussprüfung T€ 590 und für sonstige Leistungen T€ 223.

Nachtragsbericht

Im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Konzern verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht. Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns wesentlich wären, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Einbezogen wurden alle Gesellschaften, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden konnte.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen zum 28. Februar 2021 ist im Folgenden tabellarisch dargestellt. Die mit 1 gekennzeichneten Gesellschaften wurden erstmalig einbezogen. Die mit 2 gekennzeichneten Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 5 Abs. 6 PublG i.V.m. § 264 Abs. 3 bzw. des § 264 Abs. 4 i.V.m. Abs. 3 HGB in Anspruch. Die 3 kennzeichnet die Tochterunternehmen, die die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch nehmen.

Bei den im Geschäftsjahr durch Anwachsung bzw. Verschmelzung aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen Unternehmen ist das Vermögen innerhalb des Konzerns verblieben.

Auf die Nennung eines Unternehmens wurde gem. § 313 Abs. 3 HGB verzichtet.

 

Neckarsulm, den 14. Mai 2021

LSt Stiftung

Gerd Chrzanowski, Vorstandsvorsitzender

Carsten Theurer, Vorstand

PVG Geschäftsführungs-KG

Hermann-Josef Hoffmann, Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs- und Verwaltungs-GmbH (phG)

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Name der Gesellschaft Sitz
Vollkonsolidierung (100% Anteilsbesitz)
Lidl Stiftung & Co. KG 2 Neckarsulm Deutschland
Alpha Finanz Zweite GmbH 2 Kreuzbruch Deutschland
Lidl Österreich GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
LIDL BELGIUM GmbH & Co. KG 3 Neckarsulm Deutschland
LIDL BELGIUM Beteiligungs-GmbH Neckarsulm Deutschland
Lidl Ireland GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl NEDERLAND GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Norge GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Northern Ireland GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl U.K. Assets GmbH Neckarsulm Deutschland
Lidl U.K. GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
AMRS Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
DMRS Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
EMRS Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
AE - Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
AE Zweite-Beteiligungs-GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
C E - Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
TE - Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
W E - Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
CRF-Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
ERF - Beteiligungs-GmbH 2 Kreuzbruch Deutschland
FRF-Beteiligungs-GmbH Neckarsulm Deutschland
MRF-Beteiligungs-GmbH Neckarsulm Deutschland
Omikron Management Beratungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
PHO 1 Beteiligungs-GmbH Neckarsulm Deutschland
PHO 1 GmbH & Co. KG Neckarsulm Deutschland
Rosecreek GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
W E - Holding GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
C E - Holding GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
CESU GmbH Neckarsulm Deutschland
W E - International GmbH (vormals: Lidl Romania GmbH) 2 Neckarsulm Deutschland
W E - International Zweite GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
Lidl EMB KG 1,2 Neckarsulm Deutschland
Lidl EMB Beteiligungs-GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
Lidl Bulgaria GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Slovenija GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Hrvatska GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Magyarorszag GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Eesti GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Suomi GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Nederland Holding GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Export International GmbH & Co. KG 3 Neckarsulm Deutschland
Lidl Export International Beteiligungs-GmbH Neckarsulm Deutschland
Lidl International Einkaufsagentur GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
OWIM GmbH & Co. KG 3 Neckarsulm Deutschland
OWIM Beteiligungs-GmbH Neckarsulm Deutschland
QRF - Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Hellas GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
YRF - Verwaltungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
YRF-Immobilien-GmbH Neckarsulm Deutschland
Kochzauber Food GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
LIDL ITALIA S.r.l. Arcole Italien
Lidl Servizi Immobiliari S.r.l. Arcole Italien
SERLIO S.r.l. Arcole Italien
Lidl Supermercados S.A.U. Montcada i Reixac Spanien
Lidl CANARIAS S.L. Montcada i Reixac Spanien
Brotos Gestiona S.L. Güimar Spanien
Pittsfield Invest, S.L.U. Madrid Spanien
Lidl Great Britain Limited London England
Lidl UK Trading Limited London England
Limburgse Distributie Maatschappij N.V. Genk Belgien
Centre Logistique des Ardennes S.A. Marche-en-Famenne Belgien
Centre Logistique de Wallonie S.A. Courcelles Belgien
Logistiek Centrum Leie N.V. Wevelgem Belgien
SINT-NIKLAAS LOGISTICS N.V. Sint Niklaas Belgien
V.R.D. bvba Merelbeke Belgien
Lidl & Companhia Sintra Portugal
Lidl Logistics B.V. Huizen Niederlande
Lidl Reizen B.V. Huizen Niederlande
Metropool Development B.V. Huizen Niederlande
Devco Zwolle Stadshagen B.V. Huizen Niederlande
Lidl Hellas & Sia. O.E. Sindos-Thessaloniki Griechenland
Lidl Hellas E.P.E. Sindos-Thessaloniki Griechenland
Church Road Development Limited Newbridge Irland
Shankill Shopping Centre Management Company Limited Tallaght Irland
Lidl Northern Ireland Limited Crumlin Nordirland
Lidl Malta Limited Luqa Malta
Lidl Immobiliare Malta Limited Luqa Malta
Lidl Logistica Malta Limited Luqa Malta
Lidl Suomi Kommandiittiyhtiö Vantaa Finnland
Lidl Holding Suomi Oy Vantaa Finnland
Lidl Kiinteistöt Oy Vantaa Finnland
Lidl Sverige Kommanditbolag Solna Schweden
Lidl Sverige AB Solna Schweden
Byggstommen i Borås AB Solna Schweden
Lidl Danmark K/S Kolding Dänemark
Lidl Management Danmark ApS Kolding Dänemark
Lidl sp. z o.o. Tarnowo Podgorne Polen
Lidl Polska Sp. z o.o. Tarnowo Podgorne Polen
Lidl sp. z o.o. sp. k. Tarnowo Podgorne Polen
Delta Marketing Services sp. z o.o. Tarnowo Podgorne Polen
Lidl Ceska republika v.o.s. Prag Tschechien
Lidl Holding s.r.o. Prag Tschechien
Lidl stravenky v.o.s. Prag Tschechien
Akur Estates s.r.o. 1 Prag Tschechien
Mudarro Invest, a.s. 1 Prag Tschechien
Lidl International Holding s.r.o Prag Tschechien
Lidl Slovenska republiká v.o.s. Bratislava Slowakei
Lidl Holding Slovenska republiká s.r.o. Bratislava Slowakei
LEC SK Holding s.r.o. Bratislava Slowakei
LEC SK, k.s. Bratislava Slowakei
Nadácia Lidl Slovenská republika 1 Bratislava Slowakei
Lidl Magyarország Bt. Budapest Ungarn
Lidl Holding KFT Budapest Ungarn
Lidl US, LLC Wilmington USA
Lidl US Management, Inc. Wilmington USA
Lidl US Operations, LLC Wilmington USA
Lidl US Purchasing, LLC Wilmington USA
Lidl US Trading, LLC Wilmington USA
LUS Gift Card, LLC Arlington USA
LUS ONE, LLC Arlington USA
LUS TWO, LLC Arlington USA
LUS THREE, LLC Arlington USA
LUS FOUR, LLC Arlington USA
LUS FIVE, LLC Arlington USA
LUS SIX, LLC Arlington USA
LUS SEVEN, LLC Arlington USA
LUS EIGHT, LLC Arlington USA
LUS NINE, LLC Arlington USA
LUS TEN, LLC Arlington USA
LUS ELEVEN, LLC Arlington USA
LUS Licensing, LLC Arlington USA
LUS Holding, LLC Arlington USA
Best Market of Holmdel, Inc. Holmdel USA
Best Yet Market, Inc. Bethpage USA
Best Market of Astoria, Inc. Astoria USA
Best Market of East Meadow, Inc. East Meadow USA
Best Market of Commack, Inc. Commack USA
Best Market of Great Neck, Inc. Great Neck USA
Best Market of East Rockaway, Inc. East Rockaway USA
Best Market of Huntington, Inc. Huntington USA
Best Market of Lake Grove, Inc. Lake Grove USA
Best Market of Islip, Inc. Islip USA
Best Market of Oakdale, Inc. Oakdale USA
Best Market of Merrick, Inc. Merrick USA
Best Market of Selden, Inc. Selden USA
Best Market of Syosset, Inc. Syosset USA
Best Market of Shirley, Inc. Shirley USA
Best Market of West Babylon 2, Inc. West Babylon USA
Best Market of Westhampton Beach, Inc. Westhampton Beach USA
Best Market of West Babylon, Inc. West Babylon USA
Best Yet Market of East Northport, Inc. East Northport USA
Best Yet Market of Farmingdale, Inc. Farmingdale USA
Best Yet Market of East Patchogue, Inc. Patchogue USA
Best Yet Market of Harlem, Inc. Harlem USA
Best Yet Market of Franklin Square, Inc. Franklin Square USA
Best Yet Market of Massapequa, Inc. Massapequa USA
Best Yet Market of Hicksville, Inc. Hicksville USA
Best Yet Market of New Hyde Park, Inc. New Hyde Park USA
Best Yet Market of Riverhead, Inc. Riverhead USA
Best Yet Market of West Islip, Inc. West Islip USA
Best Market of Center Moriches, Inc. Center Moriches USA
Best Market of Plainview, Inc. Plainview USA
Mt. Olive Properties, LLC 1 Arlington USA
Lidl Hrvatska d.o.o. k.d. Velika Gorica Kroatien
Lidl d.o.o. Velika Gorica Kroatien
LIDL Slovenija d.o.o. k.d. Komenda Slowenien
LIDL Slovenija d.o.o. Komenda Slowenien
LIDL CYPRUS Larnaca Zypern
LIDL HOLDING LIMITED Larnaca Zypern
Lidl Ventures Cyprus Limited Larnaca Zypern
MERORA HOLDINGS Limited Larnaca Zypern
Lidl Schweiz AG Weinfelden Schweiz
Lidl Schweiz DL AG Weinfelden Schweiz
LIDL ROMANIA SOCIETATE IN COMANDITA Chiajna Rumänien
Lidl Discount S.R.L. Aricesti Rahtivani Rumänien
Lidl Imobiliare Romania Management SCS Aricesti Rahtivani Rumänien
LIDL ROMANIA S.R.L Chiajna Rumänien
Lidl Romania Digital SCS Bukarest Rumänien
Lidl Bulgaria EOOD & CO. KD Ravno pole Bulgarien
LIDL BULGARIA EOOD Ravno pole Bulgarien
UAB "Lidl Lietuva" Vilnius Litauen
Lidl Hong Kong Limited Hongkong China
Schwarz Asia Pacific Sourcing Limited Hongkong China
QA Services Hong Kong Limited Hongkong China
LIDL ASIA LIMITED Hongkong China
QAT Services Limited Hongkong China
Lidl Srbija KD Nova Pazova Serbien
Lidl Srbija prodavnice DOO Nova Pazova Serbien
Lidl Latvija SIA Riga Lettland
Lidl Eesti OÜ Tallinn Estland
LIDL ASIA PTE. LIMITED (vormals: Lidl Singapore Pte. Ltd.) Singapur Singapur
LIDL NORTH MACEDONIA DOOEL 1 Skopje Nordmazedonien
At-Equity-Einbeziehung (50% Stimmrechte)
SG Finance & Treasury Limited (72,74 % Anteilsbesitz) Dublin Irland
VOF De Stadsmaker (50% Anteilsbesitz) 1 Hengelo Niederlande
Im Geschäftsjahr aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedene Unternehmen
Lidl Global IT Services Operations GmbH Neckarsulm Deutschland
Kullö Fastigheter AB Solna Schweden
Byggstommen Sundsvall Bydalen AB Solna Schweden
Michelsky trojuhelnik, v.o.s. Prag Tschechien

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftstätigkeit

Der Konzern ist ein international agierendes Handelsunternehmen und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr unter der Marke "Lidl" Einzelhandelsumsätze in 27 Ländern erzielt.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden weltweit im Jahr 2020 durch die Ausbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) bestimmt. Zur Eindämmung des Virus erfolgten weitreichende gesundheitspolitische Einschränkungen, die zu einem Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung um 3,6% führten. Insbesondere im letzten Quartal des Jahres 2020 verlief die wirtschaftliche Entwicklung weltweit sehr unterschiedlich. Während in Europa die im Sommer eingesetzte Erholung deutlich unterbrochen wurde, hat sie sich in den Vereinigten Staaten lediglich abgeschwächt. In China konnte die Wirtschaftsleistung aufgrund des starken Anstiegs des Welthandels gesteigert werden.

Der Euro-Raum verzeichnete aufgrund der pandemiebedingten Maßnahmen in 2020 einen deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,8% im Vergleich zum Vorjahr. Dabei traf die zweite Infektionswelle die einzelnen Mitgliedstaaten in unterschiedlichem Umfang. Während die Entwicklung in der Industrie von der schnellen Erholung der Weltwirtschaft begünstigt wurde, sind die von den Einschränkungen besonders betroffenen Dienstleistungen deutlich zurückgegangen. Zudem ergaben sich durch den eingeschränkten Tourismus unterschiedliche Auswirkungen auf die einzelnen Mitgliedsstaaten. Von den vier größten Volkswirtschaften innerhalb des Euro-Raums lag nur Deutschland mit einem Rückgang von 5,3% über dem Durchschnitt, während Frankreich mit einem Rückgang von 8,2%, Italien mit 8,9% und Spanien mit 11,0% deutlich darunter lagen. Als einziges Mitgliedsland konnte Irland mit 2,5% eine positive Wachstumsrate erzielen. Die privaten Konsumausgaben sind im Euro-Raum aufgrund der staatlichen Einschränkungen ebenfalls deutlich zurückgegangen. Die Erwerbslosenquote stieg trotz der Pandemie im Durchschnitt lediglich von 7,5% auf 8,0%. Weiterhin sind die Verbraucherpreise mit durchschnittlich 0,3% im Vergleich zum Vorjahr kaum gestiegen.

Die mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten verzeichneten einen durchschnittlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 4,0%. In Großbritannien ist die Wirtschaftsleistung, insbesondere aufgrund des starken Anstiegs der Infektionszahlen im Herbst und der damit verbundenen Einschränkungen, um 9,9% zurückgegangen und lag damit deutlich unter dem Niveau des Euro-Raums.

Branchenentwicklung im Einzelhandel 2

Der Rückgang des privaten Konsums spiegelt sich auch in den Umsätzen im Einzelhandel wider, die im Euro-Raum im Vergleich zum Vorjahr um 1,0% gesunken sind. Während Deutschland mit 4,1% und Irland mit 4,0% noch hohe Zuwächse verzeichnen konnten, ergaben sich in Frankreich mit-2,0%, Italien mit-7,9% und Spanien mit-6,4% rückläufige Einzelhandelsumsätze, die deutlich unter dem Niveau des Euro-Raums lagen. Von den osteuropäischen Ländern konnten Polen mit 2,7% und Rumänien mit 2,0% die höchsten Zuwächse verzeichnen.

Wesentlich besser entwickelten sich die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel. Im Euro-Raum stiegen diese in 2020 um 3,6%. Die Umsätze im deutschen Lebensmitteleinzelhandel lagen mit einem Wachstum von 5,0% über dem Durchschnitt des Euro-Raums. In Frankreich dagegen konnten die Lebensmitteleinzelhandelsumsätze lediglich um 3,0% gesteigert werden. In Osteuropa erzielte Rumänien mit 4,6% die höchste Wachstumsrate.

1 Angaben gem. Konjunkturprognose des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 17. März 2021.
2 Angaben gem. EuroStat mit Stand 29. April 2021.

Geschäftsentwicklung

Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr von Mrd. € 56,9 auf Mrd. € 62,3 gesteigert werden, was einem Zuwachs um Mrd. € 5,4 oder 9,5% entspricht.

GJ 2019 GJ 2020 Veränderung
Mio. € Mio. € absolut in %
Umsatzerlöse 56.867 62.264 5.397 9,5
Materialaufwand 42.165 45.715 3.550 8,4
Rohertrag 14.702 16.549 1.847 12,6
Rohertragsquote 25,9% 25,6%
Personalaufwand 5.154 5.752 598 11,6
sonstiger Aufwand abzgl. Ertrag 5.929 6.386 457 7,7
EBITDA 3.619 4.411 792 21,9
Umsatzrendite EBITDA 6,4% 7,1%
Abschreibungen 1.375 1.617 242 17,6
EBIT 2.244 2.794 550 24,5
Umsatzrendite EBIT 3,9% 4,5%
Zinsaufwand abzgl. Zinsertrag 153 151 -2 -1,3
Ertragsteuern 521 620 99 19,0
Konzernjahresüberschuss 1.570 2.023 453 28,9
Umsatzrendite 2,8% 3,2%

Währungsbereinigt stiegen die Umsatzerlöse des Konzerns um 11,4%. Diese Entwicklung wird insgesamt von einem Umsatzwachstum in allen Ländern getragen.

Ergebnisentwicklung

Die positive Ergebnisentwicklung steht wesentlich im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Das EBIT konnte trotz den außerplanmäßigen Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr einen hohen Anstieg um Mio. € 550 auf Mio. € 2.794 verzeichnen. Die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT ist von 3,9% auf 4,5% gestiegen. Der Jahresüberschuss hat sich um Mio. € 453 auf Mio. € 2.023 erhöht. Die Umsatzrendite liegt mit 3,2% deutlich über dem Vorjahr.

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen stieg von Mrd. € 40,5 auf Mrd. € 43,8. Das entspricht einer Steigerung von 8,1%.

29.02.2020
Mio. € %
Anlagevermögen 32.896 81,3
Immaterielles Vermögen 114 0,3
Sachanlagen 27.973 69,1
Finanzanlagen 4.809 11,9
Umlaufvermögen 7.421 18,3
Vorräte 4.048 10,0
Forderungen 1.031 2,5
Liquide Mittel 2.342 5,8
Rechnungsabgrenzungsposten 159 0,4
Aktive latente Steuern 5 0,0
Gesamtvermögen 40.481 100,0
28.02.2021
Mio. € %
Anlagevermögen 34.852 79,7
Immaterielles Vermögen 112 0,3
Sachanlagen 29.679 67,8
Finanzanlagen 5.061 11,6
Umlaufvermögen 8.762 20,0
Vorräte 4.137 9,5
Forderungen 1.014 2,2
Liquide Mittel 3.611 8,3
Rechnungsabgrenzungsposten 149 0,3
Aktive latente Steuern 5 0,0
Gesamtvermögen 43.768 100,0
Veränderung
Mio. € %
Anlagevermögen 1.956 5,9
Immaterielles Vermögen -2 -1,8
Sachanlagen 1.706 6,1
Finanzanlagen 252 5,2
Umlaufvermögen 1.341 18,1
Vorräte 89 2,2
Forderungen -17 -1,6
Liquide Mittel 1.269 54,2
Rechnungsabgrenzungsposten -10 -6,3
Aktive latente Steuern 0 0,0
Gesamtvermögen 3.287 8,1

Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 1.341. Die größte Veränderung ergab sich aus der Zunahme der liquiden Mittel, im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Cash-Pool Guthaben.

In den liquiden Mitteln sind Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sowie Cash-Pool Guthaben enthalten.

Investitionen

GJ 2019 GJ 2020 Veränderung
Mio. € Mio. € absolut in %
Investitionen in Sachanlagen 4.502 4.012 -490 -10,9
davon in Immobilien 3.322 2.765 -557 -16,8

Im Geschäftsjahr 2020 wurde der Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Bedingt durch den Bau neuer Filialen und Lager ist das Investitionsvolumen in Sachanlagen mit Mrd. € 4,0 weiterhin auf einem hohen Niveau. Dabei betreffen Mrd. € 2,8 Investitionen in Immobilien.

29.02.2020 28.02.2021
Mio. € Mio. €
Eigenkapital 12.868 14.661
Anlagevermögen 32.896 34.852
Deckungsgrad l 39,1% 42,1%
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 9.847 9.856
Deckungsgrad II 69,1% 70,3%

Im Geschäftsjahr 2020 wird das Anlagevermögen mit 42,1% durch Eigenkapital gedeckt (Deckungsgrad I). Unter Einbeziehung des lang- und mittelfristigen Fremdkapitals ergibt sich eine Anlagendeckung in Höhe von 70,3% (Deckungsgrad II).

Der durchschnittliche Warenbestand hat sich im Wesentlichen aufgrund gestiegener Food Bestände gegenüber dem Vorjahr um 5,2% erhöht. Die durchschnittliche Umschlaghäufigkeit stieg leicht auf 11,2.

GJ 2019 GJ 2020
Mio. € Mio. €
durchschnittlicher Warenbestand 3.889 4.093
Materialaufwand 42.165 45.715
durchschnittliche Lagerdauer in Tagen 33,2 32,2
durchschnittliche Umschlagshäufigkeit 10,8 11,2

Finanzlage

Der Konzern weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von Mio. € 14.661 aus.

29.02.2020
Mio. € %
Eigenkapital 12.868 31,8
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 9.847 24,3
kurzfristiges Fremdkapital 17.734 43,8
Rechnungsabgrenzungsposten 32 0,1
Gesamtkapital 40.481 100,0
28.02.2021
Mio. € %
Eigenkapital 14.661 33,5
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 9.856 22,5
kurzfristiges Fremdkapital 19.190 43,9
Rechnungsabgrenzungsposten 61 0,1
Gesamtkapital 43.768 100,0
Veränderung
absolut %
Eigenkapital 1.793 13,9
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 9 0,1
kurzfristiges Fremdkapital 1.456 8,2
Rechnungsabgrenzungsposten 29 90,6
Gesamtkapital 3.287 8,1

Die Eigenkapitalquote liegt mit 33,5% leicht über dem Vorjahresniveau.

Das lang- und mittelfristige Fremdkapital hat sich um Mio. € 9 auf Mio. € 9.856 leicht erhöht.

Das kurzfristige Fremdkapital nahm um Mio. € 1.456 zu. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen durch die Zunahme der Darlehensverbindlichkeiten sowie der Rückstellungen geprägt.

Liquidität

GJ 2019 GJ 2020 Veränderung
Mio. € Mio. € absolut in %
langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.345 1.324 -21 -1,6
mittelfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.998 7.957 -41 -0,5
kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.571 1.851 280 17,8
Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.914 11.132 218 2,0
abzüglich liquide Mittel 2.342 3.611 1.269 54,2
Nettofinanzverschuldung 8.572 7.521 -1.051 -12,3

Die Nettofinanzverschuldung ist im Geschäftsjahr 2020 von Mio. € 8.572 auf Mio. € 7.521 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 12,3% und resultiert aus den im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen liquiden Mitteln.

Plan-Ist-Vergleich

Im Vorjahr wurde von einem moderaten Umsatzwachstum ausgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein Zuwachs der Umsätze von Mrd. € 5,4 erzielt werden.

Im Rahmen der Lageberichterstattung 2019 wurde für das Geschäftsjahr 2020 von einem leicht steigenden Jahresüberschuss ausgegangen. Neben der Planüberschreitung bei den Umsatzerlösen liegt der tatsächliche Konzernjahresüberschuss von Mrd. € 2,0 deutlich über dem Vorjahresniveau.

Die positiven Planabweichungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, insbesondere aufgrund der Schließung von weiten Teilen des Einzelhandels und der Gastronomie.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr 2020 wurde wesentlich durch die Corona-Pandemie und den damit einhergehenden gesundheitspolitischen Maßnahmen geprägt. Da weite Teile des Einzelhandels sowie die Gastronomie schließen mussten, kam es zu einer Verlagerung der Umsätze hin zum Lebensmitteleinzelhandel. Entsprechend positiv entwickelten sich die Umsätze mit Lebensmitteln im Euro-Raum. Diese Entwicklung spiegelte sich auch in der Geschäftsentwicklung des Konzerns wider. Die Umsätze konnten im Jahresvergleich um 9,5% erhöht werden.

Der Konzernjahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr von Mio. € 1.570 auf Mio. € 2.023 erhöht. Die Ergebnisentwicklung liegt damit deutlich über den Erwartungen.

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

Neben den betriebswirtschaftlichen Leistungsindikatoren rücken insbesondere für unsere Kunden und Mitarbeiter zunehmend nachhaltigere Faktoren in den Fokus. Der Konzern hat zahlreiche Maßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit getroffen, wobei im Folgenden lediglich auf die gesetzlich geforderten Angaben zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen eingegangen wird. Für weitere Informationen wird auf den Nachhaltigkeitsbericht der Schwarz Gruppe verwiesen, der im August 2020 veröffentlicht wurde und unter https://csr.schwarz/ erhältlich ist.

Umweltbelange

Das Thema Umweltschutz stellt unsere Gesellschaft vor enorme Herausforderungen, insbesondere beim Erreichen der Klimaziele. Der Konzern möchte zu einer nachhaltigen Energie- und Mobilitätswende beitragen:

Bei dem Bau unserer Filialen und Lager versuchen wir durch eine nachhaltige Bauweise unseren Energiebedarf zu reduzieren und damit einen Beitrag zur Ressourcenschonung sowie zum Klimaschutz zu leisten. Auszeichnungen und Zertifizierungen bestätigen unser Engagement im Bereich des nachhaltigen Bauens und im Energiemanagement.

Für eine klimaschonende Fortbewegung setzen wir vermehrt auf Ladestationen für Elektroautos und Elektrofahrräder. Unsere Kunden und Mitarbeiter können diese derzeit kostenlos nutzen.

Im Einkauf verschiedener Rohstoffe unterstützen wir Initiativen wie "Tierwohl" und arbeiten gezielt mit Siegelorganisationen, wie beispielsweise "Fairtrade", "Rainforest Alliance" oder "MSC", zusammen.

Arbeitnehmerbelange

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Insgesamt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr im Konzern durchschnittlich 212.329 Mitarbeiter tätig.

In vielen Ländern wurde der Konzern als "Top Employer 2021" ausgezeichnet. Das unabhängige "Top Employer Institute" bewertet dabei u.a. Kategorien wie Personalplanung, Talentmanagement, Training und Entwicklung oder Gehälter und Sozialleistungen. Dabei erhielt der Konzern in den Ländern Bulgarien, Polen, Rumänien, Slowakei, Belgien, Zypern, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, Litauen, Malta, Niederlande, Nordirland, Schweiz, Schweden, Serbien und Spanien diese Auszeichnung.

Bereits 2010 wurde in Deutschland ein interner Mindestlohn eingeführt, der kontinuierlich an die Arbeitsmarktsituation angepasst wird. In den meisten Ländern, in denen ein gesetzlicher Mindestlohn besteht, wird dieser überschritten.

Mitarbeiterzahlen

GJ 2019 GJ 2020 absolut Veränderung in %
Mitarbeiteranzahl 193.683 212.329 18.646 9,6
Mitarbeiteranzahl umgerechnet auf Vollzeitkräfte 148.585 161.765 13.180 8,9

Personalkennzahlen

GJ 2019 GJ 2020 absolut Veränderung in %
Personalaufwand Mio. € 5.154 5.752 598 11,6
Personalaufwandsquote in % 9,1 9,2
Umsatz je Vollzeitkraft T€ 383 385 2 0,5

Insgesamt stieg der Personalaufwand des Konzerns um Mio. € 598 auf Mio. € 5.752 und lag damit erwartungsgemäß über dem Vorjahr. Der Anstieg spiegelt im Wesentlichen die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen aufgrund gestiegener Umsätze sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen wider.

Bezogen auf den Umsatz stieg die Personalaufwandsquote leicht von 9,1% auf 9,2%. Der Umsatz je Vollzeitkraft ist von T€ 383 auf T€ 385 gestiegen.

Chancen- und Risikobericht

Wirtschaftspolitische Chancen und Risiken

Als international agierender Konzern bestehen vor allem Abhängigkeiten von der wirtschaftlichen Situation in den einzelnen Ländern. Diese kann z.B. durch Schuldenkrisen, hohe Arbeitslosigkeit oder durch gesundheitspolitische Maßnahmen wie bei der Corona-Pandemie den privaten Konsum beeinträchtigen und Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis des Konzerns haben.

Durch die weitere internationale Ausrichtung wird die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Märkte reduziert und die Möglichkeit, Nachfrageschwankungen in einzelnen Ländern auszugleichen, gesteigert. In den kommenden Geschäftsjahren ist die Eröffnung erster Lidl-Filialen in Estland und Lettland geplant. Die Expansion in neue Länder hat Auswirkungen auf das Ergebnis des Konzerns.

Branchenbezogene Chancen und Risiken

Die wesentlichen Herausforderungen für den Lebensmitteleinzelhandel ergeben sich aus der zunehmenden Veränderung des Konsumverhaltens der Kunden. Durch die Corona-Pandemie ist die durchschnittliche Anzahl der Kundentransaktionen in den Filialen zurückgegangen, während der durchschnittliche Warenkorb gestiegen ist. Desweitern führten die gesundheitspolitischen Einschränkungen zu einem deutlichen Anstieg beim Onlinehandel. Weiterhin wird die Branche durch einen intensiven Wettbewerb geprägt, insbesondere in den Märkten Westeuropas.

Um dem entgegenzuwirken setzen wir vor allem auf die Erweiterung des Sortiments um regional gehandelte Produkte. Neben einer hohen Qualität, kombiniert mit günstigen Preisen, versuchen wir durch zunehmende Fokussierung auf ökologische, soziale oder auch gesundheitliche Aspekte den steigenden Kundenerwartungen gerecht zu werden. Diesbezüglich wird der Anteil an Bio-Artikeln am Gesamtsortiment stetig erhöht. Durch den Ausbau und die Internationalisierung des Internethandels erweitern wir unsere Vertriebskanäle und erhöhen damit die Chancen neue Kunden zu gewinnen. Über den Onlineshop sind mittlerweile Waren in sechs Ländern erhältlich. Die Aufschaltung weiterer Länder ist für die kommenden Geschäftsjahre geplant.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Liquidität des Konzerns wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den erwirtschafteten Cash Flow sowie den Abschluss von Finanzkrediten wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt.

Bei Wareneinkäufen in Fremdwährung wirken sich Wechselkursänderungen auf Zahlungsströme und Ergebnisse aus. Die Wechselkursentwicklungen werden hinsichtlich Chancen und Risiken laufend analysiert. Mögliche Risiken, die überwiegend aus dem Einkaufsvolumen in Fremdwährung resultieren, werden mit Devisentermingeschäften gesichert. Insgesamt bestanden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen in Höhe von Mrd. € 1,4.

Bei kurzfristigen Zinsbindungen kann ein verändertes Zinsniveau das Ergebnis beeinflussen. Die Zinsentwicklung wird aus diesem Grund kontinuierlich analysiert. Um mögliche Risiken daraus zu begrenzen, sind rd. 31% der Finanzkredite mit langfristigen Zinsbindungen, unter anderem durch SWAP-Geschäfte, versehen.

Lieferantenchancen und -risiken

Bei der Auswahl der Lieferanten und deren Waren können sich Reputationsrisiken ergeben. Durch die sorgfältige Überprüfung der Lieferanten sowie durch die Vorgabe von Qualitätsstandards und Zertifizierungen wird eventuellen Image-Schäden vorgebeugt. Um die Qualität der bezogenen Waren sicherzustellen, führt der Konzern selbst eine Vielzahl von Warenanalysen durch.

Weiterhin kann der Einzelhandel saisonalen Nachfrageschwankungen unterliegen oder es kann, bedingt durch gesundheitspolitische Maßnahmen, zu Produktionsverzögerungen kommen. Längere Lieferzeiten können zu möglichen Versorgungsengpässen führen. Aus diesem Grund werden Markt- und Ausfallrisiken laufend beobachtet bzw. neue Lieferanten akquiriert. Durch die Ausweitung des Lieferantenportfolios können Abhängigkeiten und Lieferengpässe minimiert und neue Produkte zur Kundengewinnung angeboten werden.

Personalchancen und -risiken

Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, können sich Engpässe bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ergeben.

Die weiterhin starke Expansion sowie die Erweiterung der Geschäftstätigkeit bieten dem Konzern die Chance, aus einer Vielzahl von geografischen Regionen qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter und tragen somit zu einer langfristigen Bindung an das Unternehmen bei.

Rechtliche und steuerliche Risiken

Rechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen sowie aus kartell- oder patentrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurden, sofern die Verpflichtungen hinreichend konkretisiert sind, Rückstellungen gebildet.

Steuerliche Risiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden können. Diese Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch eine angemessene Risikovorsorge berücksichtigt

Informationstechnische Risiken

Die Anforderungen unserer Geschäftsprozesse an die Informationstechnologie steigen kontinuierlich, unter anderem durch neue Vertriebskanäle wie den Internethandel oder durch zunehmende Regulierung wie beispielsweise beim Datenschutz. Hieraus resultieren unterschiedliche Risiken, z. B. hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen.

Daher wurde, angelehnt an das international anerkannte Rahmenwerk ISO/IEC 27001, ein Managementsystem zur Erkennung und Minimierung dieser Risiken etabliert. Modernste Sicherheitstechnologien werden zum Schutz unserer Systeme und Daten eingesetzt. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um Ausfallzeiten unserer Systeme auf ein Minimum zu verkürzen.

Beurteilung der Gesamtrisiken

Auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen werden wesentliche Chancen und Risiken diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt und durch die interne Revision überwacht werden.

Aus derzeitiger Sicht ergeben sich für den Konzern keine erkennbaren Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den Fortbestand und die Liquidität des Konzerns haben. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Konzerns dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der externen Rechnungslegung, indem mögliche Risiken, die zu einem fehlerhaften Abschluss führen können, rechtzeitig erkannt und minimiert werden. Das interne Kontrollsystem unterteilt sich dabei in vorgelagerte Steuerungskontrollen, Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- bzw. Konsolidierungsprozesses sowie in unabhängige Kontrollen durch interne bzw. externe Revisoren.

Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses

Kern dieser Kontrollen sind die gruppenweit gültigen Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien. Diese werden jährlich überarbeitet, mit dem Abschlussprüfer abgestimmt und den dezentralen Landeseinheiten vorgestellt. Innerhalb dieser Richtlinien werden konzernweite Mindestvorgaben zur Durchführung von rechnungslegungsbezogenen Kontrollen definiert, die von den jeweiligen Landeseinheiten zu berücksichtigen sind. Weiterhin wird zur Planung und Steuerung der Abschlusserstellung ein zentraler Terminplan definiert. Dabei werden die Erstellungs- und Prüfungszeiträume mit den dezentralen Landeseinheiten und mit dem Abschlussprüfer im Vorfeld abgestimmt. Die Termineinhaltung wird zentral überwacht, so dass jederzeit eine Statusverfolgung der Abschlusserstellung sichergestellt ist.

Um die Sicherheit der Informationstechnik zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen definiert, die zentral verwaltet werden. Durch die zentrale Vergabe von Berechtigungen wird sichergestellt, dass die Nutzer nur auf die Systeminformationen Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.

Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- und Konsolidierungsprozesses

Die Erstellung der Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen erfolgt in SAP ERP-Systemen. Haupt- und Nebenbuchhaltungen, wie zum Beispiel die Anlagen- oder die Warenbuchhaltung, sind organisatorisch getrennt. Durch die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen in Verbindung mit definierten Genehmigungsprozessen wird das Vier-Augen-Prinzip bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen gewährleistet.

Die originäre Erstellung des Abschlusses des Konzerns erfolgt in einem zentralen SAP-Konsolidierungssystem (SEM-BCS). Die Datenbereitstellung aus den ERP-Systemen erfolgt durch automatisierte Datenflüsse ohne Möglichkeit manueller Eingriffe. Im SEM-BCS werden auf allen Ebenen des Erstellungsprozesses umfangreiche Prüf- und Validierungsroutinen durchgeführt. Darüber hinaus werden die einzelnen Konsolidierungsschritte sowohl systemtechnischen als auch manuellen Kontrollen unterzogen, die in einem SAP basierten Risiko- und Kontrollsystem hinterlegt sind. Diese Kontrollen werden jährlich überarbeitet und stehen dem Abschlussprüfer zur Verfügung. Weiterhin werden vom Konzernabschluss Analysen erstellt und Veränderungen einzelner Positionen im Vergleich zum Vorjahr auf Plausibilität geprüft.

Kontrollen durch interne Revision und externe Prüfung

In Abstimmung mit den Vorständen entwickelt die Interne Revision einen jährlichen Prüfungsplan, der rollierend die wesentlichen Führungs- und Geschäftsprozesse beinhaltet. Darin enthalten ist die Prüfung des Abschlusserstellungsprozesses in jährlich wechselnden Ländern. Die Prüfung erfolgt dahingehend, ob die konzernweit vorgegebenen Mindestvorgaben an Kontrollen durchgeführt und die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien angewendet wurden.

Der zentrale Konzernabschlussprüfer der Lidl Stiftung & Co. KG prüft im Vorfeld die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien und stellt sie den dezentralen Abschlussprüfern zur Verfügung. Diese prüfen die wesentlichen Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen daraufhin, ob die anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften eingehalten wurden und bestätigen schriftlich deren vollständige Anwendung. Danach prüft der zentrale Konzernabschlussprüfer den Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG und erteilt den Bestätigungsvermerk.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 3

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird zu Beginn des Jahres 2021 weiterhin durch die Ausbreitung des Corona-Virus bestimmt, die in Europa durch die dritte Infektionswelle sowie durch die Verbreitung von Mutationen des SARS-CoV-2-Virus verstärkt wird. Mit zunehmender Impfquote in den einzelnen Volkswirtschaften ist im Laufe des Jahres allerdings zu erwarten, dass keine Überlastung der Gesundheitssysteme mehr droht und weitere Lockerungen möglich sind. Dies dürfte insbesondere den privaten Konsum wieder kräftig steigen lassen und sich zudem positiv auf private Investitionen auswirken. Die Wirtschaftsleistung soll aufgrund dessen weltweit um 5,9% steigen. Für das globale Welthandelsvolumen wird für 2021 mit einem deutlichen Anstieg von 9,0% gerechnet.

Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum dürfte im ersten Quartal 2021 nochmals zurückgehen. Im Laufe des Jahres wird mit einer wirtschaftlichen Erholung gerechnet, so dass von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in 2021 um 4,1% ausgegangen wird. Die Finanzierungsbedingungen im Euro-Raum sind weiterhin sehr günstig. So sind etwa die Renditeaufschläge für Anleihen in den vergangenen Monaten nochmals gesunken. Die Europäische Zentralbank hat im Dezember 2020 den Umfang des Pandemie-Ankaufprogramms um weitere Mrd. € 500 auf insgesamt Mrd. € 1.850 erhöht. Der private Konsum dürfte aufgrund der Öffnung zahlreicher Geschäfte sowie Restaurants und Hotels deutlich zunehmen. Die Erwerbslosenquote wird voraussichtlich leicht auf 8,3% steigen. Die Verbraucherpreise dürften in 2021 um 1,6% zulegen, insbesondere aufgrund des gestiegenen Ölpreises sowie durch die Einführung von CO 2 -Bepreisungssystemen in einigen Mitgliedstaaten.

Die Aussicht auf eine Beschleunigung der Impfungen im weiteren Jahresverlauf lässt auch für die deutsche Wirtschaft ein starkes Wachstum im zweiten Halbjahr erwarten, so dass die Wirtschaftsleistung gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt in 2021 insgesamt um 3,1% zunehmen soll. Dies resultiert vor allem aus steigenden Exporten, die um 10,7% gegenüber dem Vorjahr steigen sollen. Die privaten Konsumausgaben sollen in Deutschland in 2021 dagegen leicht zurückgehen. Die unterschiedliche Entwicklung der Umsätze zwischen Einzelhandel und Lebensmitteleinzelhandel bleibt zu Beginn des Jahres unverändert. Während die Umsätze im Einzelhandel rückläufig sind, lagen die Umsätze im Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren im Januar 2021 4,9% über dem Vorjahreswert.

Entwicklung des Konzerns

Der weitere Verlauf der Corona-Pandemie beinhaltet erhebliche Unsicherheiten. Insbesondere das Kaufverhalten der Kunden hat sich während der Pandemie verändert. Bei einem steigenden Anteil der geimpften Bevölkerung in 2021 kann es zu weiteren Lockerungen kommen und ein Teil des Lebensmittelkonsums wird sich aus dem privaten Bereich wieder in die Gastronomie verschieben. Die Planung für das Geschäftsjahr 2021 unterliegt aus diesen Gründen zahlreichen unvorhersehbaren Faktoren, welche die aktuelle Prognose beeinflussen können. Für das Geschäftsjahr 2021 wird dennoch von einem moderaten Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr ausgegangen.

Der Konzern plant auch im neuen Geschäftsjahr weiter in die Modernisierung des bestehenden Filialnetzes sowie in den Ausbau des Internethandels zu investieren. Unter Berücksichtigung der Unsicherheiten bzgl. des Pandemieverlaufs wird für das Geschäftsjahr 2021 ein im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufiges Jahresergebnis erwartet.

 

Neckarsulm, den 14. Mai 2021

3 Angaben gem. Konjunkturprognose des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 17. März 2021.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lidl Stiftung & Co. KG

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Wir haben den Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Lidl Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den für Unternehmen i.S.d. § 11 PublG, die unter § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften; der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2021;

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Die Gesellschaft nimmt im Hinblick auf die Befreiungswirkung des Konzernabschlusses gem. § 291 HGB und gem. § 264 Abs. 4 HGB i.V.m. § 264 Abs. 3 HGB für die Rechnungslegungspflicht bestimmter Tochtergesellschaften die Erleichterung des § 13 Abs. 3 Satz 1 PublG nicht in Anspruch, hat jedoch entgegen der dann aus § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB i.V.m. § 13 Abs. 2 PubIG resultierenden Verpflichtungen im Konzernanhang die Gesamtbezüge der Organe nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den für Unternehmen i.S.d. § 11 PublG, die unter § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heilbronn, 17. Mai 2021

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Blesch, Wirtschaftsprüfer

Holzmann, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

100 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.