CREMER GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Dr. Diplom-Ökonom Brown seit 5.11.2018 | Geschäftsführer |
Gunter Wolf seit 10.12.2014 | Prokura |
Jörg Hans Bettenhausen seit 25.6.2013 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
K+S AktiengesellschaftKasselKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017GESCHÄFTSBERICHT 2017ENTWICKLUNG DER PROGNOSEN FÜR DAS GESAMTJAHR 2017
1 Bereinigt um den erfolgsneutralen
Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten
Eigenleistungen.
RÜCKBLICK 2017
Über diesen Bericht:Veröffentlichung am: 15. März 2018 Berichtszeitraum: 1. Januar - 31. Dezember 2017 Der vorliegende Geschäftsbericht kombiniert den Finanzbericht mit dem Nachhaltigkeitsbericht. Seit dem Geschäftsbericht 2015 stellen wir so die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit, die ökonomische, ökologische und soziale Belange angemessen berücksichtigt, dar. Aussagen zu wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen sind nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) in der nichtfinanziellen Erklärung in einem besonderen Abschnitt des zusammengefassten Lageberichts enthalten oder verweisen ggf. auf andere Stellen im Lagebericht. Sie wurden dementsprechend extern geprüft (vgl. dazu auch den Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers). Wir orientieren uns an den Empfehlungen des International Integrated Reporting Council (IIRC) und nutzen den Erstellungsprozess für den Austausch mit internen und externen Stakeholdern. Die Nachhaltigkeitsinhalte wurden in Übereinstimmung mit der Version G4 der Global Reporting Initiative (GRI) "Kern"-Option erstellt und berücksichtigt den GRI G4 Sector Disclosures: Mining and Metals. Der Geschäftsbericht 2017 ist gleichzeitig die sogenannte Fortschrittsmitteilung für den UN Global Compact, zu dem sich der Vorstand ausdrücklich bekennt. Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich. LegendeFolgende Symbole weisen im Bericht auf weiterführende Informationen hin:
ZEHNJAHRESUBERSICHT DER K+S GRUPPEZEHNJAHRESÜBERSICHT DER K+S GRUPPE 1
1 Die Angaben beziehen sich, soweit nicht anders
bezeichnet, auf die fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Bis zum Jahr
2009 sind auch die nicht fortgeführten
Geschäftstätigkeiten des COMPO-Geschäfts und
bis zum Jahr 2010 auch die nicht fortgeführten
Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts
enthalten. Die Bilanz und damit die Kennzahlen Working
Capital, Nettoverschuldung, Nettoverschuldung/EBITDA und
Buchwert je Aktie beinhalten im Jahr 2010 auch die nicht
fortgeführten Geschäftsaktivitäten des
COMPO-Geschäfts und im Jahr 2011 auch die nicht
fortgeführten Geschäftstätigkeiten des
Nitrogen-Geschäfts.
Für den Geschäftsbericht gilt: Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzer auftreten. BEREICHE IM ÜBERBLICKGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
1 Bereinigt um den erfolgsneutralen
Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten
Eigenleistungen.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN
ÜBERLEITUNG
K+S GRUPPE
1 AN UNSERE AKTIONÄRE1.1 VORWORTSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Sehr geehrte Damen und Herren,ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Es war ein Übergangsjahr. Wir haben Anlauf genommen für die Zukunft und Hürden aus dem Weg geräumt. Besonders die Erarbeitung unserer neuen Konzernstrategie SHAPING 2030 hat den Grundstein gelegt, wie wir unser Unternehmen in die Zukunft führen werden; dabei spielt auch Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle. Kern der Strategie ist eine Veränderung des Blickwinkels auf unsere Tätigkeit. Während wir bisher vor allem die Förderung von kali- und magnesiumhaltigen Mineralien sowie Salz in den Vordergrund gerückt haben, fokussieren wir uns nun stärker auf den Markt und unsere Kunden. Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden bilden dabei unsere vier starken Kundensegmente. Wir richten uns als ein Unternehmen auf diese Segmente aus; wir nennen das "One K+S". Mit dieser Neuausrichtung haben wir den Fahrplan aufgestellt, wie wir bis 2030 unser operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) auf drei Milliarden Euro steigern wollen und auch darüber hinaus profitabel und eigenständig wachsen werden. Die ersten organisatorischen Veränderungen haben wir bereits in diesem Jahr umgesetzt. Um das gesamte Unternehmen in diese erfolgreiche Zukunft zu führen, mussten wir auch Entscheidungen treffen, die uns nicht leicht gefallen sind. Der Beschluss, die Kaliproduktion am Standort Sigmundshall aufzugeben, ist uns nicht leicht gefallen. Wir sind ein gutes Stück auf dem Weg zum Umweltfrieden vorangekommen. Die Einigung mit dem BUND und der Gemeinde Gerstungen über die zukünftige Entsorgung der Bergbauabwässer gibt uns Planungssicherheit. Die Genehmigung zum vorzeitigen Beginn mit den Bauarbeiten für die Haldenerweiterung in Hattorf und die damit verbundene positive Gesamtprognose für das Projekt sind ebenso wichtige weitere Stationen wie die neue Abwasserauftereitungsanlage an der Werra. Die so gewonnenen Sicherheiten schaffen eine gute Ausgangslage für unser Geschäft, die Arbeitsplätze und Standorte in Deutschland und weltweit. Die Lösung der Umweltthemen ist dabei essenziell für die erfolgreiche Zukunft der K+S, weshalb wir uns auch ausdrücklich zu den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen bekennen. Ein weiterer wichtiger Erfolg war die Inbetriebnahme unseres neuen Kali-Standorts in Kanada: Bethune. Die Investition hat Früchte getragen und die ersten Schiffsladungen sind bei unseren Kunden angekommen. Durch diese Meilensteine wird es uns im Jahr 2018 und darüber hinaus gelingen, weiter zu wachsen, unser Ergebnis erneut zu steigern und damit den Verschuldungsgrad zu reduzieren. Im Namen des gesamten Vorstands spreche ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseren Dank und unsere Anerkennung aus. Darüber hinaus gilt mein Dank unseren Kunden, Partnern und Ihnen, den Aktionärinnen und Aktionären, für Ihr Vertrauen und die konstruktive Kritik, mit der Sie uns auch im abgelaufenen Geschäftsjahr begleitet haben. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit Ihnen.
KASSEL, 15. MÄRZ 2018 DR. BURKHARD LOHR, VORSITZENDER DES VORSTANDS DIE ZUKUNFT ALS EIN TEAM GESTALTENIm Sinne von "One K+S" denken und handeln wir als ein Unternehmen. Wir entwickeln eine neue Art der Zusammenarbeit über Bereiche, Standorte und Länder hinweg. POTENZIAL DES BESTANDSGESCHÄFTS HEBENUnser Bestandsgeschäft mit den beiden Rohstoffen Kali und Salz bietet eine gute Basis für die Zukunft. Wir werden es konsequent weiterentwickeln und wollen organische und Wachstumsoptionen durch Akquisitionen nutzen. KALI AUS ZWEI KONTINENTENMit der Inbetriebnahme des neuen Standorts Bethune in Kanada stoßen wir in eine neue Dimension vor. Wir beliefern unsere Kunden nun mit Kali aus zwei Kontinenten: Nordamerika und Europa. ABHÄNGIGKEIT VON AUSSEREN FAKTOREN REDUZIERENMit der Umsetzung von SHAPING 2030 werden wir unabhängiger von externen Einflüssen wie dem Wetter und der Preisentwicklung von Kaliumchlorid. Um das zu erreichen, wollen wir unser Spezialitätengeschäft ausbauen sowie angrenzende Wachstumsfelder entwickeln. 1.2 HIGHLIGHTS 2017KALI AUS ZWEI KONTINENTENDie Spannung in der riesigen Lagerhalle steigt ins Unermessliche. Einige Dutzend Mitarbeiter stehen in kleineren Gruppen zusammen und starren erwartungsfroh an die Decke. Helle Scheinwerfer beleuchten das über 11.000 Quadratmeter große Areal, draußen ist es noch dunkel. Dann plötzlich rieselt das erste "weiße Gold", wie die Bergleute Kali nennen, von einem Förderband in 30 Meter Höhe wie plötzlich auftretender Nebel herunter. Auf dem Boden sammelt es sich und baut sich rasch zu einer kleinen Pyramide auf. Mit frenetischem Jubel und lautem Klatschen goutieren die Mitarbeiter das, was da gerade passiert. Es ist vollbracht: Das brandneue Kaliwerk Bethune im Süden der kanadischen Provinz Saskatchewan spuckt sein erstes Produkt aus. Dort in der Schatzkammer der kanadischen Kaliindustrie hat es K+S in weniger als fünf Jahren geschafft, die derzeit modernste Anlage ihrer Art weltweit zu errichten. Der 11. Juni 2017 markiert daher einen der wichtigsten Meilensteine in der jüngeren Geschichte der K+S GRUPPE. "Das ist ein großartiger Tag für unser Unternehmen", kommentiert Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, das Ereignis wenig später. "Mit Bethune stoßen wir in eine neue Dimension vor. Wir produzieren Kali nun auf zwei Kontinenten", so Dr. Lohr. Mit dem neuen Standort erweitert K+S die globale Präsenz und wird die durchschnittlichen Produktionskosten verringern, um nur einige der zahlreichen Vorteile zu nennen. Und die Erfolgsstory des deutschen Rohstoffkonzerns in Kanada geht weiter: Am 28. August 2017 eröffnet das Unternehmen gemeinsam mit dem Partner PACIFIC COAST TERMINALS (PCT) im Hafen von Vancouver an der Westküste die neue Umschlags- und Lageranlage für die in Bethune produzierten Kaliprodukte. Schon einen Monat später rollt der erste mit 122 Waggons beladene Kali-Güterzug dort an. Und nur weitere vier Wochen später legt bereits das erste Schiff mit 30.000 Tonnen Kalidüngemitteln von dort ab, um am 14. November im chinesischen Hafen Yantai von Kunden in Empfang genommen zu werden. Rund 500.000 Tonnen wurden in Bethune im vergangenen Jahr hergestellt. Produktion sichern, abwasser verringernDoch Bethune war nicht der einzige Schritt im Jahr 2017 zur langfristigen Sicherung der Kaliproduktion. Durch das optimierte Abwassermanagement am Werk Werra ist es gelungen, ab Mitte Februar 2017 die Produktion des größten deutschen K+S-Kalistandorts zu stabilisieren. Die Fertigstellung der neuen Aufbereitungsanlage KKF, die die Gesamtmenge an Salzabwasser des Werks Werra um weitere 20 Prozent reduziert, war ein weiterer wichtiger Meilenstein. Der Erhalt der Genehmigung zum vorzeitigen Beginn der Haldenerweiterung in Hattorf und die damit verbundene positive Gesamtprognose für das Vorhaben runden die Erfolge in diesem Geschäftsumfeld im vergangenen Jahr ab. RAUS AUS DER UMWELT-SCHMUDDELECKEAuf der Prioritätenliste des neu formierten Vorstands ganz oben stand im vergangenen Jahr auch der Dialog mit Kritikern bei Umwelthemen. Nach wenigen Monaten gab es hierbei erste Erfolge zu vermelden: Es wurden zwei laufende und langwierige Rechtsstreitigkeiten mit dem Umweltverband BUND sowie der Gemeinde Gerstungen in Thüringen durch Vergleiche abgeschlossen. Auf dem weiteren Weg zum Umweltfrieden soll diese Form des Dialogs mit Stakeholdern auch zukünftig fortgesetzt werden. "Es geht hierbei um die Aufrechterhaltung unserer Licence-to-operate", beschreibt Dr. Burkhard Lohr diese Entwicklung treffend. VERSPROCHEN IST VERSPROCHENK+S versprach den Aktionären im Frühjahr einen "spürbaren Ergebnisanstieg" für das Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr. Mit einem operativen Ergebnis (EBIT I) von 271 Mio. Euro wurde diese Prognose am Ende auch eingehalten. Zwar liegt das Ergebnis am unteren Ende der Prognosespanne von 260 bis 360 Mio. Euro. Dies lag jedoch hauptsächlich an der Tatsache, dass die geplante Schließung des Bergwerks Sigmundshall bei Hannover vorgezogen wurde und dadurch ein hoher Einmalaufwand entstand. Ohne diesen Einmaleffekt wäre das operative Ergebnis um über 30 Prozent zum Vorjahr angestiegen. Stichwort Sigmundshall: Die Entscheidung, das Bergwerk Ende 2018 aufzugeben, ist dem Vorstand nicht leicht gefallen. Er war jedoch unvermeidlich, da die Produktivität des Werks in den vergangenen Jahren stets sank. Ziel ist es, den über 700 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über das Jahr 2018 hinaus eine klare Perspektive aufzeigen zu können. WEICHEN STELLEN FÜR EINE ERFOLGREICHE ZUKUNFTEine neue Unternehmensstrategie kann niemand aus dem Ärmel schütteln und sie kann auch nicht in wenigen Sätzen vollständig erklärt werden. Sie ist vielmehr das Ergebnis einer mehrmonatigen tiefgreifenden Analyse- und Entwicklungsarbeit. Genau dieser Mammutaufgabe hat sich der neuformierte Vorstand unmittelbar nach der Amtsübernahme gestellt. Und er hat geliefert: Heraus kam die klare Vision einer erfolgreichen K+S GRUPPE im Jahr 2030 und die damit verbundene neue Strategie SHAPING 2030. Sie berücksichtigt die Interessen aller Stakeholder. Auf den Punkt bringt es das neu entwickelte Leitbild: "Wir wollen der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein." Anders formuliert: K+S soll effizienter werden und wieder eine langfristige Wachstumsperspektive haben. Deshalb werden künftig die Kunden stärker im Mittelpunkt des Handelns stehen. Um das zu erreichen, wird K+S die produktionsgetriebenen Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz auf die Kundensegmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden umstellen. 1.3 SHAPING 2030 1Die neue Strategie SHAPING 2030 ist ein klares Bekenntnis zur Zukunft der K+S GRUPPE. Sie basiert auf unseren Stärken und Fähigkeiten. Sie drückt aus, dass unser Unternehmen langfristig erfolgreich sein wird. Wir bauen unser bestehendes Geschäft weiter aus und nehmen neue Wachstumsoptionen wahr. Dabei haben wir uns sehr ambitionierte Ziele gesetzt, um unseren Anspruch an uns selbst zu definieren und K+S robust und renditestark zu machen. Ziele 2020:Halbierung des Verschuldungsgrads (Nettoverschuldung/ EBITDA) gegenüber Hl/2017 > 150 Mio. € Synergien ab Ende 2020 Ziel 2023:Voraussetzungen für Investment Grade-Rating erreicht Ambitionen 2030:3 Mrd. € EBITDA in 2030 > 15% ROCE > 4% p. a. Umsatzwachstum ab 2030 UNSERE VISION FÜR 2030:Wir werden der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein.
Anteile der vier Kundensegmente am Umsatz 2017:
1.4 DER VORSTAND 1DR. BURKHARD LOHRVORSITZENDER DES VORSTANDS, DIPLOM-KAUFMANNDr. Burkhard Lohr wurde 1963 in Essen geboren. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln trat er 1991 in die MANNESMANN AG ein. Ab 1993 war er in verschiedenen Funktionen für die HOCHTIEF AG, Essen, tätig, u. a. als Mitglied der Geschäftsleitung der Niederlassung München und als CFO der HOCHTIEF CONSTRUCTION AG, Essen. Im Jahr 2001 promovierte Burkhard Lohr zum Dr. rer. pol. an der Technischen Universität Braunschweig. Seit 2006 verantwortete er als CFO der HOCHTIEF AG die Bereiche Finanzen, Investor Relations, Rechnungswesen, Controlling und Steuern. 2008 übernahm er zusätzlich die Funktion des Arbeitsdirektors. Im Jahr 2012 wurde er in den Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT berufen, dessen Vorsitz er am 12. Mai 2017 übernahm. In seiner Verantwortung liegen die Bereiche Corporate Board Office, Corporate Communications, Corporate Development, Internal Auditing, Investor Relations, Legal, GRC, Corporate Secretary, Environmental & Regulatory Affairs sowie Corporate hr gemeinsam mit Herrn Dr. Nöcker. THORSTEN BOECKERSBANKKAUFMANNThorsten Boeckers wurde 1975 in Würselen geboren. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann begann sein beruflicher Werdegang im Jahr 1996 bei der deutschen bank in Aachen. 1999 wechselte er in die Aktienanalyse der deutschen bank in Frankfurt. Im Jahr 2002 übernahm er die Leitung der Abteilung Institutional Investor Relations bei DEUTSCHE POST DHL. 2009 wurde ihm für knapp zwei Jahre die Leitung Investor Relations North Americas bei DEUTSCHE POST DHL in New York, USA, übertragen, bevor er bis Ende 2011 wieder in seine Funktion nach Bonn zurückkehrte. Im Jahr 2012 wechselte er zur K+S AKTIENGESELLSCHAFT nach Kassel und übernahm dort die Leitung der Einheit Investor Relations. Seit 12. Mai 2017 ist er Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und verantwortlich für die Bereiche Corporate Controlling, Corporate Finance and Accounting, Corporate Procurement, Corporate Tax sowie für alle unmittelbaren Beteiligungen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind. MARK ROBERTSBACHELOR OF SCIENCE (MARKETING)Mark Roberts wurde 1963 in New Jersey, USA, geboren. Sein beruflicher Werdegang begann als Marketing Manager bei der VICTAULIC CORPORATION OF AMERICA. Im Jahr 1988 wurde er als Vertriebsmitarbeiter und Kundenbetreuer Inland für die ASHLAND CHEMICAL COMPANY tätig. Seit 1992 arbeitete er als Vertriebsleiter bei der POTASH IMPORT & CHEMICAL CORPORATION (PICC), der amerikanischen Vertriebsgesellschaft von K+S kali, und wurde anschließend ihr Vice President. 2004 wurde er President von PICC, und seit April 2008 war er CEO der INTERNATIONAL SALT COMPANY (ISCO) in Clarks Summit, Pennsylvania, USA. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 wurde Mark Roberts zum CEO von MORTON SALT in Chicago, Illinois, USA, ernannt. Seit 1. Oktober 2012 ist er Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und verantwortlich für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte, Salz sowie Entsorgung und Recycling, das Technical Center (Digital Transformation, Geology, Mining, Research and Development, Technics/Energy) sowie Tierhygieneprodukte. DR. THOMAS NÖCKERARBEITSDIREKTOR, JURISTDr. Thomas Nöcker wurde 1958 in Neukirchen-Vluyn geboren. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften und anschließender Promotion in Münster absolvierte er seine Referendarzeit u. a. in Düsseldorf und Montreal, Kanada. 1991 nahm er seine berufliche Tätigkeit bei der RAG AKTIENGESELLSCHAFT auf, für die er in verschiedenen Funktionen tätig war. Im Anschluss daran wurde er 1998 zum Mitglied des Vorstands der RAG SAARBERG AG berufen und war dort für die Bereiche Personal, Recht sowie IT-Management/Organisation zuständig. Seit August 2003 ist Dr. Thomas Nöcker Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und Arbeitsdirektor. Er ist verantwortlich für die Bereiche Corporate IT, Corporate Health, Safety & Environment, Corporate hr gemeinsam mit Herrn Dr. Lohr, das Business Center (Communication Services, Financial Accounting, Insurance, IT Services, Logistics Europe, Procurement/Materials Management Europe, Project Management, Real Estate & Facility Management) sowie die K+S TRANSPORT GMBH, die K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH und die WOHNBAU SALZDETFURTH GMBH. 1.5 BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,ich freue mich, Sie erstmals in meiner neuen Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT über unsere Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017 und das Ergebnis der Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss 2017 zu informieren. Im Aufsichtsrat sowie im neu geschaffenen Strategieausschuss haben wir uns 2017 insbesondere ausführlich mit der neuen Gruppenstrategie shaping 2030 und der darauf auftauenden zukunftsorientierten Organisation befasst. Basis der Neuausrichtung ist eine noch stärkere Fokussierung auf die relevanten Märkte und Kundensegmente. Wir sind davon überzeugt, dass unsere K+S gut gerüstet ist, um die ambitionierten mittel- und langfristigen Ziele von shaping 2030 zu erreichen. Dazu gehört als wichtiges Element der Gruppenstrategie auch der veränderte Umgang mit Umweltthemen zur nachhaltigen Sicherung unserer Produktion in Deutschland. Weitere Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit 2017 waren, neben der detaillierten Erörterung der Geschäftslage, die Eröffnung des neuen Kaliwerks Bethune, die Zukunft des Kaliwerks Sigmundshall, die Durchführung von Finanzierungsmaßnahmen sowie die Auswahl von geeigneten Kandidatinnen/-en für Vorstands- und Aufsichtsratsmandate. BERATUNG UND ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG DES VORSTANDSDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl an Sachthemen wurde eingehend diskutiert und es wurden Beschlüsse über zustimmungsbedürftige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei dessen Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und bei der Leitung des Unternehmens beraten. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation, den Fortgang wichtiger Investitionsprojekte, die Planungen sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risikosituation sowie das Risikomanagement wurden dabei gewissenhaft beachtet. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der Aufsichtsrat jeweils schriftliche Berichte vom Vorstand. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in engem persönlichen Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge und anstehende Entscheidungen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben regelmäßig in gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnungen beraten. Die Anwesenheit der 16 Aufsichtsratsmitglieder an den fünf Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 98%. Drei Sitzungen fanden in vollständiger Besetzung statt, an zwei Sitzungen konnte jeweils ein Aufsichtsratsmitglied nicht teilnehmen. Somit nahm auch im Jahr 2017 kein Aufsichtsratsmitglied an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil. Bei den vier Sitzungen des Prüfungsausschusses wurden zwei mit vollständiger Besetzung abgehalten, bei zwei Sitzungen fehlte ein Mitglied entschuldigt. Der Nominierungsausschuss tagte sechsmal, davon viermal in vollständiger Besetzung und zweimal fehlte ein Mitglied entschuldigt. Von den fünf Sitzungen des Personalausschusses wurden drei Sitzungen in voller Besetzung abgehalten, bei den restlichen fehlte jeweils ein Mitglied entschuldigt. Der neu geschaffene Strategieausschuss tagte dreimal, davon zweimal vollständig und einmal fehlte ein Mitglied entschuldigt. BESETZUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATSIm Vorstand gab es folgende Änderungen: Am 1. Januar 2017 begann Dr. Otto Lose seine Arbeit als Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und verantwortete die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Entsorgung und Recycling. Mit Ablauf des 11. Mai 2017 endete nach 17 Jahren im Vorstand, zehn Jahre davon als Vorstandsvorsitzender, die Amtszeit von Herrn Norbert Steiner. Herr Steiner hat in den vergangenen Jahren das Wachstum und den Erfolg unserer K+S entscheidend mitgeprägt. Hierfür möchten wir uns noch einmal in aller Form bedanken. Dr. Burkhard Lohr, vormals Finanzvorstand der Gesellschaft, hat mit Beginn am 12. Mai 2017 den Vorsitz des Vorstands übernommen. Neuer Finanzvorstand ist seit diesem Zeitpunkt Thorsten Boeckers. In seiner Sitzung vom 28. November 2017 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die Umsetzung der neuen Gruppenstrategie künftig mit einem verkleinerten und neu strukturierten Vorstand voranzutreiben, der durch ein erweitertes Managementteam unterstützt wird. Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, wird gemeinsam mit Thorsten Boeckers, Finanzvorstand, und Mark Roberts in neuer Funktion als Chief Operating Officer das verkleinerte Vorstandsteam bilden. Dr. Thomas Nöcker (59) wird am 1. September 2018 in den Ruhestand treten und bis zum Ablauf seines Mandats am 31. August 2018 die von ihm verantworteten Bereiche an seine Kollegen im Vorstand übergeben. Dr. Otto Lose ist vor dem Hintergrund der neuen Unternehmensstruktur im Rahmen von shaping 2030 im besten Einvernehmen zum 28. November 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden. Im Aufsichtsrat gab es 2017 folgende Änderungen: Dr. Ralf Bethke, seit Mai 2008 Vorsitzender des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, ist mit Ablauf seines Mandats zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 10. Mai 2017 aus dem Gremium ausgeschieden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken Herrn Dr. Bethke für seine hervorragende und stets in die Zukunft gerichtete Führung des Gremiums, das von seinem umfangreichen Wissen und seiner internationalen Erfahrung als langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens (1991 bis 2007) geprägt war. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben nach der ordentlichen Hauptversammlung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT Dr. Andreas Kreimeyer (63), ehemaliges Vorstandsmitglied und Sprecher der Forschung der BASF SE, zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Ebenfalls hat die Hauptversammlung Herrn Thomas Kölbl (55), Finanzvorstand der SÜDZUCKER AG, in den Aufsichtsrat der Gesellschaft berufen. Die Besetzung der weiteren Aufsichtsratsmandate blieb unverändert. SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATSIm Geschäftsjahr 2017 fanden fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. In der ordentlichen Sitzung am 14. März 2017 hat der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte geprüft, die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt und nach intensiver Diskussion beschlossen, sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 anzuschließen. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden eingehend erörtert, des Weiteren wurden die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2017 sowie die Zielgröße des Frauenanteils im Vorstand verabschiedet. Zudem wurde der Aufnahme weiterer Fremdmittel im Kapitalmarkt zugestimmt. Wir wurden ausführlich über den Fortschritt unseres neuen Produktionsstandorts Bethune in Kanada informiert sowie über die Absicht, das Werk am 2. Mai 2017 in Betrieb zu nehmen. In der ordentlichen Sitzung am 9. Mai 2017 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat unter anderem detailliert über die Entwicklung der Geschäftslage sowie des Ergebnisses im ersten Quartal 2017. Im Anschluss an die Hauptversammlung fand am 10. Mai 2017 die konstituierende Sitzung des neuen Aufsichtsrats statt. Nach der Wahl des Vorsitzenden fanden die Wahlen des Personal-, Prüfungs- und Nominierungsausschusses statt (siehe Besetzung des Aufsichtsrats). Des Weiteren richteten wir einen Strategieausschuss ein und wählten dessen Mitglieder. Dr. Ralf Bethke, der zehn Jahre an der Spitze des Aufsichtsrats gestanden hatte, wurde aufgrund seiner außerordentlichen Verdienste und seines besonderen persönlichen Engagements um die Entwicklung der K+S GRUPPE vom Aufsichtsrat zu seinem Ehrenvorsitzenden ernannt. In der ordentlichen Sitzung am 22. August 2017 befassten wir uns u. a. ausführlich mit der neuen Strategie shaping 2030 der K+S GRUPPE sowie der Neuausrichtung der Vorstandsarbeit. Außerdem wurden wir über die aktuelle Situation hinsichtlich der Umweltthemen informiert und uns wurde die Geschäftslage der K+S GRUPPE erläutert. Darüber hinaus haben wir uns mit der Zukunft des Werks Sigmundshall auseinandergesetzt und wurden über die Anlaufphase unseres neuen Werks Bethune in Kanada informiert. In der letzten ordentlichen Sitzung des Jahres am 28. November 2017 erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage in den einzelnen Geschäftsbereichen und gab einen Ausblick über den voraussichtlichen Umsatz und das Ergebnis der K+S GRUPPE im Jahr 2017. Die Planung der K+S GRUPPE für das Jahr 2018, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens, wurde eingehend - auch auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen - geprüft und sodann gebilligt. Anschließend wurden wir über den Implementierungsstand der neuen Strategie SHAPING 2030 informiert. Ferner erläuterte uns der Vorstandsvorsitzende die aktuellen Umweltthematiken wie z. B. Haldenerweiterungen oder Überlegungen zur Ergänzungsfernleitung. Nach ausführlicher und intensiver Diskussion haben wir schließlich gemeinsam mit dem Vorstand der Einstellung des Betriebs des Werks Sigmundshall spätestens zum 31. Dezember 2018 zugestimmt. Darüber hinaus haben wir das Vergütungssystem für den Vorstand grundsätzlich überarbeitet. Das neue System tritt zum 1. Januar 2018 in Kraft. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete über die letzte Sitzung. Der Aufsichtsrat beschloss, die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung zu beauftragen. Des Weiteren haben wir die Kandidaten nominiert, die wir der Hauptversammlung 2018 zur Wahl vorschlagen. Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2017/2018 von Vorstand und Aufsichtsrat wurde ebenfalls beschlossen. ◊ Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 64 AUSSCHUSSSITZUNGENZur Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss vier weitere Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss sowie seit der Aufsichtsratssitzung nach der Hauptversammlung 2017 den Strategieausschuss. Eine Übersicht über die Ausschüsse und ihre personelle Besetzung findet sich auf der Seite 60 im Lagebericht und auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik ,Corporate Governance'. Dort finden Sie auch die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse. Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2017 viermal zusammen. Der Ausschuss prüfte am 3. März 2017 im Beisein des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Jahresabschluss 2016 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den Konzernabschluss 2016, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und sprach die Empfehlung aus, der Hauptversammlung erneut die Wahl der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT zum Abschlussprüfer vorzuschlagen. Am 22. August 2017 diskutierte der Ausschuss mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand umfassend das INTERNE KONTROLLSYSTEM (IKS) der K+S GRUPPE. Ferner nahm der Ausschuss den Bericht des Chief Compliance Officers über den Status der Compliance-Organisation der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis. Abschließend erörterte der Ausschuss Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2017. Am 14. November 2017 trat der Prüfungsausschuss in einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um über die Zukunft des Werks Sigmundshall zu beraten. In der Sitzung am 28. November 2017 berichtete der Leiter der internen Revision über seine Arbeit in der K+S GRUPPE. Der Vorstand berichtete über die Entwicklung von Beraterkosten und Spenden sowie über die Beauftragung des Abschlussprüfers mit zulässigen Nichtprüfungsleistungen gemäß dem Abschlussprüfungsreformgesetz. Schließlich wurde der Prüfungsausschuss über die neue gesetzliche Pflicht des Aufsichtsrats zur Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung unterrichtet und empfahl dem Aufsichtsratsplenum nach ausführlicher Diskussion die Beauftragung des Abschlussprüfers mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung. Per Telefonkonferenz wurde am 3. Mai, 9. August sowie am 10. November 2017 zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand die jeweils zur Veröffentlichung anstehende Quartalsmitteilung bzw. der Halbjahresfinanzbericht erörtert. Der Personalausschuss, der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2017 fünfmal zusammen. Er beschäftigte sich dabei insbesondere mit der Struktur und der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Er befasste sich des Weiteren mit den Zielvereinbarungen und Zielerreichungen der Vorstandsmitglieder, der Angemessenheit der Vorstandsvergütung im Verhältnis zu den Führungskreisen und der Gesamtbelegschaft, der Geschlechterquote sowie mit der grundsätzlichen Überarbeitung des Vergütungssystems für den Vorstand, das im Vergütungsbericht ausführlich erläutert wird. Ferner wurde die Regelung bzgl. der Amtsniederlegung von Dr. Lose und des Mandatsablaufs von Dr. Nöcker abgeschlossen. Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen im Jahr 2017 sowie die Struktur des bisherigen sowie neuen Vergütungssystems finden Sie auf den Seiten 122 - 131. Es ist vorgesehen, dass die Hauptversammlung 2018 über die Billigung des neuen Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen soll. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses traten im Jahr 2017 sechsmal zusammen; Gegenstand der Beratungen war eine intensive Analyse der Struktur sowie des Kompetenzprofils des Aufsichtsrats und darauf auftauend die Auswahl von Kandidaten für den Aufsichtsrat. Der neu gegründete Strategieausschuss tagte im Jahr 2017 insgesamt dreimal. Er beriet hauptsächlich über die neue Unternehmensstrategie SHAPING 2030 sowie die darauf auftauende zukünftige Organisation der K+S GRUPPE. Der Vermittlungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. INTERESSENKONFLIKTEInteressenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2017Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 geprüft. Jahresabschluss und Konzernabschluss wurden jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, die den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats jeweils rechtzeitig übermittelt worden waren, wurden jeweils in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Prüfungsausschusssitzung am 2. März 2018 sowie in der Aufsichtsratssitzung am 14. März 2018 umfassend behandelt. In beiden Sitzungen wurden vom Vorstand und dem Abschlussprüfer alle Fragen zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung der vorgelegten Berichte keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie des Konzerns mit dem Vorstand überein und billigte auf Vorschlag des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2017. Der Jahresabschluss 2017 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT wurde damit festgestellt. Der Aufsichtsrat folgte dem Vorschlag des Vorstands für die Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 55). Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde insbesondere im Hinblick auf die derzeitige und die künftig zu erwartende finanzielle Situation der K+S GRUPPE ebenfalls überprüft. Nach intensiver Diskussion schloss sich der Aufsichtsrat auch diesem Vorschlag des Vorstands an. Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen seinen Dank für ihr erneut hohes Engagement und die erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr aus.
KASSEL, 14. MARZ 2018 Ein herzliches Glückauf! FÜR DEN AUFSICHTSRAT DR. ANDREAS KREIMEYER, VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS 1.6 K+S AM KAPITALMARKTDie K+S-Aktie hat ihre Stabilität nach erfolgreich abgeschlossenen Vergleichsverhandlungen mit dem BUND und der Gemeinde Gerstungen zum Ende des Jahres wiedergefunden. Sie hat ihren Jahrestiefststand im November mit 19,11 € erreicht und notierte zum Ende des Geschäftsjahres wieder bei 20,76 €. KAPITALMARKTKENNZAHLENTAB: 1.6.1
1 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das
Ergebnis aus operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode,
das Effekte aus den Marktwertschwankungen der
Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung
von Investitionen in kanadischen Dollar eliminiert (siehe
auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 157). Ebenso werden
darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame
Steuern bereinigt; Steuersatz 2017: 29,9% (2016: 29,3%).
DIE AKTIEINTERNATIONALE AKTIENMÄRKTE ENTWICKELN SICH POSITIVDie Weltwirtschaft erlebte im Jahr 2017 einen kräftigen Aufschwung und auch viele internationale Aktienindizes konnten neue Höchststände verzeichnen. Der wiedererstarkte Wechselkurs des Euro, die Besorgnis um eine mögliche Abschottungspolitik der USA sowie maßgebliche weitere politische oder geopolitische Ereignisse wie die Nordkorea-Krise setzten die Aktienmärkte nur vorübergehend unter Druck. Insbesondere die anhaltend hohe Liquiditätsversorgung durch die großen Notenbanken, die erstarkte europäische Konjunktur und die kurz vor Jahresende noch durchgesetzte US-Steuerreform verliehen den Notierungen internationaler Aktiengesellschaften Auftrieb. Der deutsche Leitindex DAX verzeichnete im Jahr 2017 einen Kurszuwachs von 13,1% und erreichte am Jahresende 12.918 Punkte; der MDAX schloss mit 26.201 Punkten und nahm im Jahresverlauf um insgesamt 18,2% zu. Während der europäische Aktienindex DJ STOXX EUROPE 600 um 7,8% auf 389 Punkte anstieg, entwickelte sich der globale Index MSCI WORLD ebenfalls positiv und stieg um 20,1% auf 2.103 Punkte an. / ABB: 1.6.1 ERREICHUNG DES "UMWELTFRIEDENS" VERLEIHT K+S-AKTIE STABILITÄTIm ersten Halbjahr folgte die im MDAX notierte K+S-Aktie überwiegend einem Seitwärtstrend und verhielt sich damit im Einklang mit dem DAX, dem MDAX, dem DJ STOXX EUROPE 600 und dem MSCI WORLD. In der zweiten Jahreshälfte stand die Aktie unter Druck. Am 17. November verzeichnete die Aktie mit 19,11 € daher ihren niedrigsten Wert im Jahresverlauf. Der Kapitalmarkt honorierte jedoch insbesondere den Abschluss der Vergleichsverhandlungen mit dem BUND und der Gemeinde Gerstungen sowie die Stabilisierung der Kalipreise, sodass die Aktie zum Ende des Berichtsjahres wieder nach oben tendierte und am Jahresende mit einem Kurs von 20,76 € schloss (Jahresschlusskurs 2016: 22,69 €). Im Laufe des Jahres ging zudem die Leerverkaufsquote von 17,4% zu Jahresbeginn auf 12,8% Ende Dezember 2017 zurück (Quelle: BLOOMBERG). Ξ www.k-plus-s.com/aktie AKTIENKURSE DER NORDAMERIKANISCHEN WETTBEWERBER - POTASHCORP DURCH FUSION BEFLÜGELTWir verfolgen die Aktienkursentwicklung auch im Vergleich zu unseren börsennotierten Wettbewerbern. Hierzu gehören vor allem die Düngemittelproduzenten POTASHCORP und MOSAIC sowie die überwiegend Salz produzierende COMPASS MINERALS aus den USA. / ABB: 1.6.2 Eine ähnliche Entwicklung wie die K+S-Aktie zeigten auch die Aktien von MOSAIC (-12,5%) und COMPASS MINERALS (-7,8%). Der Aktienkurs von POTASH CORP entwickelte sich positiv, insbesondere durch die zum Anfang des Jahres 2018 vollzogene Fusion der beiden kanadischen Wettbewerber POTASH CORP und AGRIUM zum neuen Unternehmen NUTRIEN. WERTENTWICKLUNG DER K+S-AKTIE IM VERGLEICH ZU DAX, MDAX, DJ STOXX 600 UND MSCI WORLDABB: 1.6.1
Quelle: BLOOMBERG WERTENTWICKLUNG DER K+S-AKTIE IM VERGLEICH ZU WETTBEWERBERN IM JAHR 2017ABB: 1.6.2
Quelle: BLOOMBERG AKTIONÄRSSTRUKTURNach der Streubesitzdefinition der deutsche Börse AG beträgt der Freefloat 100%. Bis Ende Februar hat uns folgender Aktionär einen Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwellen mitgeteilt: PLATINUM INVESTMENT MANAGEMENT LIMITED: 3,05% (Meldung vom 10. Januar 2018) / ABB: 1.6.3 AMERICAN DEPOSITARY RECEIPTS ZUM HANDEL IN NORDAMERIKAIn Nordamerika bieten wir ein AMERICAN DEPOSITARY RECEIPTS (ADR)-Programm an, um den dortigen Investoren den Handel mit K+S-Wertpapieren zu erleichtern und so die internationale Aktionärsbasis auszubauen. Da die ADRS in US-Dollar notiert sind und auch die Dividenden in US-Dollar gezahlt werden, ähnelt die Ausgestaltung im Wesentlichen amerikanischen Aktien. Zwei ADRS liegt jeweils eine K+S-Aktie zugrunde. Die ADRS werden in Form eines "Level 1" ADR-Programms außerbörslich am OTC (over the counter)-Markt gehandelt. Die K+S-ADRS sind bei der Handelsplattform OTCQX gelistet. Ξ www.k-plus-s.com/adr; Ξ www.otcmarkets.com ANLEIHEN UND RATINGDIE K+S-ANLEIHENAufgrund der anhaltend hohen Liquiditätsversorgung durch die großen Notenbanken blieben die Anleihekurse von Schuldnern guter Bonität am Kapitalmarkt weiterhin auf hohem Niveau und die Renditen vergleichsweise niedrig. / TAB: 1.6.2 RATINGNach einer Überprüfung der Bonitätsbewertung von K+S durch die Ratingagentur STANDARD & POOR'S erfolgte im August 2017 eine Rücknahme unseres Ratings von BB+ auf BB mit dem Ausblick "stabil" (zuvor "negativ"). Ausschlaggebend hierfür waren vor allem der hohe Verschuldungsgrad (Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und EBITDA per H1/2017: 8,1-fach) und die länger als erwartet andauernde Erholung des bereinigten Freien Cashflows. Das neue Rating hatte keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanzierungsfähigkeit des Unternehmens. AKTIONÄRSSTRUKTURABB: 1.6.3
ANLEIHEKURSE UND RENDITENTAB: 1.6.2
Quelle: BLOOMBERG INVESTOR RELATIONSRESEARCH-COVERAGE ÜBER K+SDie sehr umfangreiche Research-Coverage der K+S GRUPPE blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Das Spektrum der uns regelmäßig analysierenden Banken reicht dabei von der Investmentboutique mit regionaler Expertise bis hin zur Großbank mit internationalem Ansatz. Im Geschäftsjahr 2017 analysierten uns 29 Bankhäuser regelmäßig (2016: 33). Ende Februar 2018 stuften uns laut BLOOMBERG 11 Bankhäuser auf "Kaufen/Akkumulieren", 11 auf "Halten/Neutral" und 6 Bankhäuser auf "Reduzieren /Verkaufen". Das durchschnittliche Kursziel lag bei rund 21,30 €. Ξ www.k-plus-s.com/analysten K+S-INVESTOR RELATIONS BIETET UMFANGREICHES INFORMATIONSANGEBOTDem Informationsbedarf des Kapitalmarkts haben wir im vergangenen Jahr mit einem Angebot von 52 Roadshow- und Konferenztagen Rechnung getragen (2016: 55). So führten wir Investorengespräche in Europa, Nordamerika und Asien. Darüber hinaus organisierten wir zahlreiche Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Den Kontakt zu Privataktionären intensivierten wir durch die Teilnahme an Aktienforen in ganz Deutschland. Neben einem umfangreichen Informationsangebot auf unserer Internetseite veröffentlichen wir im Rahmen der regelmäßigen Finanzberichterstattung Interviews mit Vorstandsmitgliedern zusätzlich auf YOUTUBE. Ξ www.youtube.com/user/kplussag Ziel unserer Investor Relations-Arbeit ist eine transparente und faire Finanzkommunikation mit allen Marktteilnehmern, um das Vertrauen in die Qualität und Seriosität unserer Unternehmensführung zu erhalten bzw. zu stärken und umfassend, zeitnah und möglichst objektiv über unsere Strategie sowie über alle kapitalmarktrelevanten Geschehnisse rund um die K+S GRUPPE zu informieren. 2 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT2.1 UNTERNEHMENSPROFILK+S versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten für die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir aus Produktionsstätten im Wesentlichen in Europa, Nord- und Südamerika sowie einem weltweiten Vertriebsnetz. RECHTLICHE KONZERNSTRUKTURDie K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die Holding der K+S GRUPPE und hält direkt und indirekt die Anteile ihrer Tochtergesellschaften im In- und Ausland, die maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert. ◊ ,Anhang', Anteilsbesitzliste, Seite 194 Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K+S KALI GMBH, K+S SALZ GMBH und K+S FINANCE BELGIUM BVBA. Unter der K+S SALZ GMBH sind die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG (ESCO) sowie die K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. zusammengefasst, die u. a. die Anteile an Konzerngesellschaften in Kanada, Brasilien und Chile hält. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der MORTON SALT, INC. (MORTON SALT). Die K+S KALI GMBH und die K+S SALZ GMBH halten ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings. Die K+S ENTSORGUNG GMBH, die K+S TRANSPORT GMBH sowie die CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH (CFK) werden direkt von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gehalten. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2016 wie folgt verändert: Mit dem Erwerb der K+S (HULUDAO) MAGNESIUM PRODUCTS CO., LTD. HULUDAO, China, durch die K+S ASIA PACIFIC PTE. LTD., Singapur, werden beide Gesellschaften konsolidiert. Im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung der französischen Gesellschaft wurden die ESCO HOLDING FRANCE S.A.S. in K+S FRANCE S.A.S. und die K+S KALI REIMS S.A.S. in K+S KALI FRANCE S.A.S umfirmiert. Zudem wurden die französischen Gesellschaften K+S KALI DU ROURE S.A.S. und K+S KALI RODEZ S.A.S. zum 15. November 2017 verkauft. HOLDINGAuf Gruppenebene erfolgt die Unternehmenssteuerung und -überwachung durch die K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Der Vorstand wird durch Corporate Funktionen unterstützt. Gruppenweite Servicefunktionen sind größtenteils im Business bzw. Technical Center innerhalb der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gebündelt. GESCHÄFTSBEREICHEDie K+S GRUPPE umfasst die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte, Salz sowie die Ergänzenden Aktivitäten. Ξ www.k-plus-s.com/geschaeft WESENTLICHE STANDORTEDie nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen Standorte der K+S GRUPPE im In - und Ausland: / ABB: 2.1.1 ◊ ,Wertschöpfung', Seite 32; ◊ ,Anwendung', Seite 37 STANDORTEABB: 2.1.1
WERTSCHÖPFUNGGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEABB: 2.1.2Umsatz 20171.703,5 Mio. € EBITDA 2017268,8 Mio. € Mitarbeiter8.708 Produktionskapazitätzum Jahresende 2017 bis zu 9 Mio. t Fünftgrößter Kaliproduzent weltweitProduktkategorienKaliumchlorid, Düngemittelspezialitäten, Industrieprodukte AnwendungsbereicheLandwirtschaft, Chemieindustrie, Öl- und Gasexploration, Pharmaindustrie, Kosmetikindustrie, Lebensmittelindustrie, Futtermittelindustrie Produktion in EuropaDer Geschäftsbereich gewinnt in sechs Bergwerken in Deutschland Kali- und Magnesiumrohsalze, die dort und an einem ehemaligen Bergwerksstandort zu End- und Zwischenprodukten weiterverarbeitet werden. Darüber hinaus hat der Geschäftsbereich einen Weiterverarbeitungsstandort in Frankreich. Produktion in NordamerikaInbetriebnahme des Kaliwerks Bethune in Kanada im Juni 2017 erfolgt. Langfristige Produktionskapazität von 2,86 Mio. t. GESCHÄFTSBEREICH SALZABB: 2.1.3Umsatz 20171.762,0 Mio. € EBITDA 2017325,2 Mio. € Mitarbeiter5.008 Produktionskapazitätgut 31 Mio. t Weltweit größter Anbieter von SalzproduktenProduktkategorienVerbraucherprodukte, Salz für die Lebensmittelindustrie, Gewerbesalz, Industriesalz, Auftausalz AnwendungsbereicheNahrungsmittelindustrie, Fischindustrie, Textil- und Lederindustrie, Öl- und Gasindustrie, Kunststoffindustrie, Glasindustrie, Pharmaindustrie, Wasserenthärtung und -desinfektion, Trinkwasseraufbereitung, Futtermittelindustrie, Elektrolyse, Winterdienst RegionalportfolioDas ausgewogene Regionalportfolio ermöglicht unter anderem den Ausgleich von wetterbedingten Schwankungen im Auftausalzgeschäft in Europa und Nordamerika. Produktion in EuropaDrei Steinsalzbergwerke, zwei Solbetriebe sowie mehrere Siedesalzanlagen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Portugal und Spanien und ein Salzverarbeitungsunternehmen in der Tschechischen Republik. Produktion in NordamerikaSechs Steinsalzbergwerke, neun Siedesalzanlagen, drei Solarproduktionen sowie vier Standorte, an denen Solarsalz weiterverarbeitet wird, in den USA, in Kanada sowie auf den Bahamas. Produktion in SüdamerikaEin Steinsalz-Tagebau im Salar Grande der chilenischen Atacama-Wüste, eine Meersalzanlage im Nordosten von Brasilien. ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENABB: 2.1.4Umsatz 2017159,9 Mio. € EBITDA 201730,3 Mio. € Mitarbeiter280 Entsorgung und RecyclingEntsorgung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken und Recyclingaktivitäten K+S Transport GmbHEigener Logistikdienstleister TierhygieneprodukteGranulierung von CATSAN® und THOMAS® CFK (Handel)Die Chemische Fabrik Kalk GmbH (CFK) handelt mit verschiedenen Basischemikalien. Im Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 werden wir zukünftig verstärkt Synergiepotenziale nutzen und eine neue Struktur in unserem Geschäftsmodell schaffen. Im Folgenden stellen wir unser bestehendes Geschäftsmodell anhand der Wertschöpfungskette im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und im Geschäftsbereich Salz dar, die sich jeweils über die folgenden sechs Abschnitte erstreckt: Exploration, Förderung, Produktion, Logistik, Vertrieb/Marketing und Anwendung. / ABB: 2.1.5 Ξ www.k-plus-s.com/wertschoepfung EXPLORATIONDie Exploration liefert Erkenntnisse über Ausdehnung und Struktur der Lagerstätten sowie zur Mächtigkeit und zu deren Wertstoff gehalten. Die dabei gewonnenen Daten werden zur Vorratsberechnung nach internationalen Standards genutzt. Die Exploration unter Tage erfolgt weltweit vorrangig über Bohrungen und durch seismische Messungen, die eine räumliche Darstellung der geologischen Strukturen des Untergrunds ermöglichen. RESERVEN UND RESSOURCENUnsere Kali- und Steinsalzlagerstätten befinden sich entweder im Eigentum der K+S GRUPPE oder wir verfügen über entsprechende Lizenzen bzw. ähnliche Rechte, die den Abbau oder die Solung (Solungsbergbau) der Rohstoffvorräte ermöglichen und langfristig absichern. ◊ "Glossar", Seite 210 In unseren Kalilagerstätten in Deutschland befinden sich Reserven in Höhe von rund 1,1 Mrd. t Rohsalz sowie Ressourcen in Höhe von rund 1,3 Mrd. t Rohsalz. Reserven umfassen die als sicher oder wahrscheinlich nachgewiesenen und mit bekannter Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Vorräte. Ressourcen sind Vorkommen, die aufgrund geologischer Indikatoren erwartet werden, aber noch nicht sicher nachgewiesen oder noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen überwiegend an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder es existiert ein Vorkaufsrecht. Für unseren Standort Bethune in Kanada geben wir die Reserven und Ressourcen in Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt an. Die Reserven belaufen sich auf 214 Mio. t, die Ressourcen auf rund 885 Mio. t. Informationen zu Ausdehnung und Struktur der Lagerstätte sowie Mächtigkeit und Wertstoffinhalten basieren auf geologischen Analogieschlüssen und vereinzelten Probebohrungen, sind jedoch noch nicht durch konkrete Explorationsergebnisse verifiziert. Im Geschäftsbereich Salz verfügt die K+S GRUPPE über Reserven in Höhe von 1,1 Mrd. t Rohsalz sowie über praktisch unendlich verfügbare Reserven für die Solarsalzgewinnung. Zusätzlich können Ressourcen in Höhe von rund 1,5 Mrd. t an Steinsalz in Europa sowie Nord- und Südamerika unter Berücksichtigung von Abbau- und Vertaubungsverlusten ausgewiesen werden. FÖRDERUNGWir gewinnen Rohstoffe im konventionellen Bergbau unter und über Tage sowie durch Solung. Außerdem gewinnen wir Salz durch die Verdunstung von salzhaltigem Wasser, meist Meerwasser. Aufgrund weitgehend vergleichbarer Abbauverfahren lassen sich zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz Synergien erzielen. Dies betrifft den Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how ebenso wie eine koordinierte Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen. DIE K+S-WERTSCHÖPFUNGSKETTEABB: 2.1.5
Bei der Gewinnung unter Tage wird das Rohsalz in der Regel mittels Bohren und Sprengen abgebaut. Anschließend übernehmen Großschaufellader den Transport des Rohsalzes zu Brecheranlagen. Von dort gelangt das zerkleinerte Salz über Bandanlagen zum Förderschacht. Auf diese Weise gewinnt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte in Deutschland Kaliumchlorid (KCl) und Magnesiumsulfat (MgSO 4 )/Kieserit (MgSO 4 -H 2 O) und der Geschäftsbereich Salz in Deutschland, den USA und Kanada Steinsalz (NaCl). In Chile baut der Geschäftsbereich Salz in der Atacama-Wüste in dem Salar Grande de Tarapacá, einem großen ehemaligen Salzsee, Steinsalz im Tagebau ab. In Brasilien, auf den Bahamas sowie am großen Salzsee in Utah, in Kalifornien und in Arizona/USA gewinnt er außerdem Meer- bzw. Solarsalz. Darüber hinaus verfügt der Geschäftsbereich Salz über Solebetriebe in den USA und Kanada sowie jeweils einen Solebetrieb in den Niederlanden und in Deutschland zur Gewinnung von Siedesalz. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gewinnt seit Sommer 2017 im neuen Kaliwerk Bethune in Saskatchewan, Kanada, ebenfalls durch Solung Kaliumchlorid. Im Jahr 2017 wurden im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 36,0 Mio. t Rohsalz gefördert, die Förderung im Geschäftsbereich Salz betrug 20,5 Mio. t. Insgesamt haben wir im Jahr 2017 56,5 Mio. t Rohstoffe gewonnen (2016: 52,0 Mio. t). LANGFRISTIGE PLANUNG VON BERGWERKENWenn die Rohstoffe eines Bergbaubetriebs erschöpft sind, werden Maßnahmen für dessen teilweise oder vollständige Stilllegung eingeleitet. In Deutschland ist die Stilllegung und Nachsorge u. a. im Bundesberggesetz geregelt. Im Kalibergwerk Sigmundshall in Niedersachsen neigen sich die zu gewinnenden Vorräte dem Ende zu, sodass K+S im November 2017 entschieden hat, die Kaliproduktion zum Ende des Jahres 2018 einzustellen. Die technischen Maßnahmen zur Stilllegung der Produktion und zur Verwahrung des Bergwerks werden im Rahmen eines umfangreichen Projekts erarbeitet und den zuständigen Behörden zur Genehmigung in Form eines Abschlussbetriebsplans vorgelegt. Ziel ist es, den rund 730 Mitarbeitern des Werks über das Jahr 2018 hinaus eine klare Perspektive aufzeigen zu können. Die Antragsunterlagen für das bergrechtliche Planfeststellungsverfahren zur Wiederinbetriebnahme des 1987 stillgelegten Standorts Siegfried-Giesen sind Anfang 2015 bei der zuständigen Bergbehörde eingereicht worden. Mit einer behördlichen Entscheidung über das beantragte Vorhaben wird aus heutiger Sicht im Laufe des Jahres 2018 gerechnet. Ξ www.kali-gmbh.com/siegfriedgiesen Für die Standorte in den USA, Kanada und Chile gibt es ebenfalls detaillierte Pläne, die den Ablauf einer Standortschließung sowie die Nachsorge enthalten. Ist eine sinnvolle Nachnutzung der stillgelegten Bergwerke nicht möglich, sind wir in der Regel verpflichtet, die verbleibenden Grubenhohlräume, deren Flöze steil gelagert sind, zu fluten. In Niedersachsen sind bereits 24 Gruben geflutet, bei dreien geschieht das zurzeit und eine Grube wurde "trocken" verwahrt. Momentan läuft in Niedersachsen an sechs Standorten die Verwahrung, bei 21 Standorten ist dieser Prozess bereits abgeschlossen. PRODUKTIONDie Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen gehört zu unseren Kernkompetenzen. Alle von uns abgebauten mineralischen Rohsalze durchlaufen zum Teil mehrstufige mechanische oder physikalische Prozesse, ohne deren natürliche Eigenschaften zu verändern. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte beträgt die jährliche Produktionskapazität zum Jahresende 2017 bis zu 9 Mio. t. Die Kalilagerstätten der K+S KALI GMBH in Deutschland enthalten nicht nur das Mineral Kalium (11 bis 25% Rohstoffgehalt Kaliumchlorid), sondern auch Magnesium und Schwefel (9 bis 24% Rohstoffgehalt Magnesiumsulfat). Je nach Rohsalzqualität setzen wir für die Aufbereitung die Verfahren Heißverlösung, Flotation und in Verbindung mit einem der genannten Verfahren die elektrostatische Trennung (ESTA-VERFAHREN) ein. ◊ "Glossar", Seite 210 K+S hat am 1. Juni 2017 den Anteilskauf von 30% am Düngemittelproduzenten AL BIARIQ FOR FERTILIZER PLANT CO., LTD (AL BIARIQ) aus Saudi-Arabien erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Zukauf will K+S am Wachstum im Mittleren Osten, Afrika und Südasien, insbesondere im Segment der Fertigation (Einsatz von Düngemitteln in Bewässerungssystemen), teilhaben und kann zukünftig ein noch breiteres Produktportfolio anbieten. K+S produziert kaliumsulfathaltige Düngemittel (u. a. KALISOP®) aus natürlichen Vorkommen im Werk Werra. Das in Saudi-Arabien bei AL BIARIQ synthetisch hergestellte Kaliumsulfat (SOP wasserlöslich) ergänzt die K+S-Produktpalette mit einem voll wasserlöslichen Kaliumsulfat, das vorrangig im Bereich der Fertigation unter anderem bei Obst und Gemüse eingesetzt wird. Die Produktionsstätte von AL BIARIQ am Roten Meer hat eine jährliche Kapazität von 20.000 Tonnen (SOP wasserlöslich), die perspektivisch verdoppelt werden soll. Mit der Übernahme der Düngemittel-Aktivitäten des chinesischen Herstellers von synthetischem Magnesiumsulfat (SMS), der HULUDAO MAGPOWER FERTILIZERS CO., LTD. (MAGPOWER), ergänzt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sein Produktportfolio im Spezialitätengeschäft. Die Kapazität des Standorts liegt aktuell bei 90.000 t und soll perspektivisch verdoppelt werden. Der Abschluss der Transaktion erfolgte im Januar 2017. ◊ ,Glossar', Seite 210 Im Geschäftsbereich Salz verfügt K+S über eine jährliche Produktionskapazität von gut 31 Mio. t Salz. Unter Tage und im Tagebau gewonnenes Steinsalz wird über Tage auf die gewünschte Körnung gemahlen. Siedesalz entsteht, indem das Wasser der Sole verdampft und dadurch gelöstes Salz gewonnen wird. Bei der Gewinnung von Meer- bzw. Solarsalz wird salzhaltiges Wasser in Verdunstungsbecken eingeleitet, die in einem Gefälle hintereinander angeordnet sind. Auf ihrem Weg durch die Becken wird die Salzlösung durch Sonneneinstrahlung immer stärker konzentriert, bis schließlich eine mehrere Zentimeter dicke Salzschicht geerntet werden kann. Zur Errichtung einer Solarsalzanlage in Westaustralien (Ashburton Salt Project) hat K+S bergbauliche Lizenzen von einer lokalen Investorengruppe erworben. Das Projekt befindet sich in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Nach Einleitung des Umweltgenehmigungsverfahrens im Oktober 2016 arbeitet K+S derzeit an der Erstellung der notwendigen Unterlagen und an der Vervollständigung der Machbarkeitsstudie für das Projekt. Nach Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen wird K+S eine endgültige Investitionsentscheidung - frühestens im Jahr 2020 - für den Bau der Solarsalzproduktion treffen. Im Endausbau könnte der Standort eine jährliche Produktionskapazität von 3,5 Mio. t Salz haben. EINKAUFK+S hat im Jahr 2017 bei rund 19.800 Lieferanten technische Güter, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen für rund 2,0 Mrd. € (2016: 2,3 Mrd. €) eingekauft. Der Großteil unseres Einkaufsvolumens fällt in der Produktion an sowie bei Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Stoffe, die in unsere Produktion bzw. in unsere Produkte eingehen, machen nur einen geringen Anteil des Einkaufsvolumens aus. ◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung', Geschäftsethik, Seite 53 Ein offenes und faires Miteinander prägt die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern, die wir in einem systematischen, transparenten und IT-gestützten Prozess nicht nur nach rein wirtschaftlichen Kriterien auswählen. Wir erwarten darüber hinaus neben gesetzestreuem Verhalten, dass sie u. a. die Menschenrechte sowie die Kernarbeitsnormen der INTERNATIONALEN ARBEITSORGANISATION (ILO) beachten. LOGISTIKUnser Supply Chain-Management steuert und überwacht die gesamte Lieferkette, um die zuverlässige weltweite Belieferung unserer Kunden zu wettbewerbsfähigen Konditionen sicherzustellen. Wir nutzen die verschiedenen Verkehrsträger unter Einbeziehung ihrer individuellen Vorteile und berücksichtigen, soweit möglich, die umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Schienen- und Wasserwege. Mithilfe gruppenweit gültiger Leistungskennzahlen überwachen wir die Kosten, messen die Leistungsfähigkeit der logistischen Systeme und verbessern diese in einem ständigen Prozess, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten bzw. zu erhöhen. Pro Jahr befördert K+S, inklusive Doppelzählungen bei der Nutzung verschiedener Verkehrsträger, durchschnittlich über 50 Mio. t Ware. Dafür steht weltweit ein Netzwerk von Lager-, Hafen- und Distributionsstandorten zur Verfügung. EIGENE LOGISTIKAKTIVITÄTENMit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg sowie der chilenischen EMPRESA MARÍTIMA S.A. verfügen wir über zwei eigene Logistikdienstleister. Die K+S TRANSPORT GMBH betreibt den Kalikai in Hamburg, eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgutexporte in Europa mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t. Durchschnittlich 3,5 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte werden hier jährlich umgeschlagen. Darüber hinaus organisiert die K+S TRANSPORT GMBH Container-Transporte mit dem Binnenschiff sowie der Bahn im Inland. K+S CHILE S.A. (K+S CHILE) wickelt über die Reederei EMPRESA MARÍTIMA S.A. mit zwei eigenen sowie zusätzlich gecharterten Schiffen die Seelogistik ab. Unser größter Hafen ist Patillos in Chile, wo im Jahr 2017 4,5 Mio. t Salz auf Seeschiffe verladen wurden. Im August 2017 eröffnete K+S zusammen mit Partnern die neue Umschlags- und Lageranlage für Kaliprodukte im Hafen von Vancouver (Port Moody). Die neue hochmoderne Anlage umfasst unter anderem eine Entladestation für Güterwaggons, 1.260 Meter an Förderbändern sowie einen 263 Meter langen Lagerschuppen für insgesamt 160.000 Tonnen Kaliprodukte. Güterzüge mit 18.000 Tonnen Produkt können hier entladen und Schiffe mit einer Kapazität von 70.000 Tonnen am Kai der Anlage beladen werden. Für den Transport vom Werk Bethune zum Hafen verfügt KSPC über 900 Güterwaggons, die speziell für den Bedarf von KSPC konzipiert wurden. Mit steigender Produktionsmenge soll die Waggonflotte später vergrößert werden. LOGISTIKDIENSTLEISTERDie langfristige Frachtraumsicherung spielt für uns eine wichtige Rolle. Der Großteil unseres internationalen Transportvolumens wird von Dienstleistern befördert, mit denen wir langjährige Partnerschaften unterhalten. VERTRIEB/MARKETINGIm Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 werden wir der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Wir streben eine größtmögliche Nähe zu unseren Kunden an und bieten ihnen maßgeschneiderte Produkte, die wir in unserem effizienten und kundennahen Vertriebsnetz weltweit vertreiben. KUNDENINTERESSENIm Rahmen unseres kontinuierlichen Dialogs mit Kunden und anderen Stakeholdern holen wir Feedback zu unserer Performance aus Kundensicht sowohl bei Direktkunden (Händlern, Herstellern) als auch Nutzern unserer Produkte (z. B. Landwirten) ein. Im Rahmen unserer Kommunikationsmaßnahmen nutzen wir die vielfältigen Möglichkeiten des Austauschs auf Messen, im Dialogmarketing oder über kommunikative Responseelemente. Darüber hinaus haben wir im letzten Jahr eine umfangreiche Kundenzufriedenheitsstudie durchgeführt, die uns eine hervorragende Wahrnehmung durch die Kunden hinsichtlich unserer Produktqualität attestiert, aber auch wertvolle Hinweise gibt, wie wir unseren Service noch weiter verbessern können. Gesicherte Qualität, termingerechte Lieferung und fachgerechte Beratung tragen maßgeblich zur Kundenbindung bei. Im Qualitätsmanagement der einzelnen Gesellschaften wollen wir die Qualität unserer Produkte in allen Phasen der Wertschöpfungskette verbessern. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der DIN EN ISO 9001 und wird von externen, akkreditierten Zertifizierungsunternehmen geprüft. Wir bewerten unsere Produkte kontinuierlich in Bezug auf mögliche Risiken für Gesundheit und Sicherheit sowie auf ihre Umweltverträglichkeit und sorgen dafür, dass sie bei verantwortungsvoller und sachgerechter Nutzung für Mensch und Natur sicher sind. Unseren Kunden stellen wir umfangreiche Informationen zu Produkten und Dienstleistungen in Produkt- und Sicherheitsdatenblättern zur Verfügung. Da es sich bei dem Großteil unserer Produkte um chemisch nicht veränderte Naturstoffe handelt, sind sie von der Registrierpflicht im Rahmen der europäischen CHEMIKALIENVERORDNUNG REACH ausgenommen. Alle anderen Stoffe sind den Vorschriften entsprechend registriert. WESENTLICHE ABSATZREGIONEN UND WETTBEWERBSPOSITIONEN - GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEMehr als die Hälfte des Umsatzes des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte wird in Europa erzielt. Hier profitieren wir von der logistisch günstigen Lage der Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Weitere Absatzschwerpunkte liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, sowie in Asien. / ABB: 2.1.6 Zusätzlich zum Standardprodukt Kaliumchlorid - und im Unterschied zu den wesentlichen Konkurrenten - bietet K+S kalium-, schwefel- und magnesiumhaltige Düngemittelspezialitäten an und nimmt in diesen Produktsegmenten weltweit Spitzenpositionen ein. Auch mit den Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört K+S zu den leistungsstärksten Herstellern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter. K+S ist weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Hersteller von Kaliprodukten und hatte im Jahr 2017 einen Anteil von rund 8% am Weltkaliabsatz. Bedeutende Wettbewerber sind die nordamerikanischen Unternehmen POTASHCORP und AGRIUM, die Anfang 2018 zu dem neuen Unternehmen NUTRIEN fusionierten, sowie MOSAIC. Sie unterhalten mit der CANPOTEX eine gemeinsame Exportorganisation. Weitere bedeutende Wettbewerber sind die russische URALKALI und die weißrussische BELARUSKALI, die israelische ICL, die jordanische APC sowie die chilenische SQM. WESENTLICHE ABSATZREGIONEN UND WETTBEWERBSPOSITIONEN - GESCHÄFTSBEREICH SALZDer Umsatz des Geschäftsbereichs wird im Wesentlichen auf dem amerikanischen Kontinent erzielt. Dabei sind die USA, Kanada, Brasilien und Chile von besonderer Bedeutung. KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE - ABSATZ NACH REGIONENABB: 2.1.6
SALZ - ABSATZ NACH REGIONENABB: 2.1.7
Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen gehören Deutschland, Frankreich, Benelux, Skandinavien und Osteuropa. / ABB: 2.1.7 K+S ist gemessen an der Produktionskapazität der weltweit größte Anbieter von Salzprodukten. Bei Produkten für die Lebensmittelindustrie, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen und Auftausalzen ist esco neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE, GROUPE SALINS, WACKER CHEMIE und AKZONOBEL führend in Europa. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON SALT ist neben CARGILL und COMPASS MINERALS einer der größten Salzproduzenten in Nordamerika. Wir können aufgrund unseres einzigartigen Netzwerks von Produktionsanlagen in Europa, Nord- und Südamerika flexibler auf Schwankungen der Auftausalznachfrage, die von Witterungsbedingungen abhängig ist, reagieren als lokale Wettbewerber und die zuverlässige Belieferung unserer Kunden sicherstellen. In den übrigen Segmenten besteht eine verhältnismäßig stabile Nachfragesituation. Während der Markt für Salz in Westeuropa und Nordamerika überwiegend nur niedrige Wachstumsraten aufweist, ist in den Schwellenländern ein tendenziell stärkerer Nachfrageanstieg zu verzeichnen. MARKENPORTFOLIODie Anzahl der K+S-Markenrechte erhöhte sich im Jahr 2017 leicht. Als Dachmarken nutzt die K+S GRUPPE U. A. CÉRÉBOS®, ESCO®, K+S-LOGO®, MORTON®, STIER®, UMBRELLA GIRL®, VATEL® und WINDSOR®. Als Produktmarken werden z. B. AXAL®, REGENIT®, SALDORO®, ACTION MELT®, SEASONALL®, SYSTEM SAVER®, BIOSAL®, LOBOS®, KADD®, KORNKALI®, PATENTKALI® UND KALISEL® verwendet. Die K+S GRUPPE hielt zum Ende des Jahres 2017 insgesamt 2.582 (2016: 2.550) nationale bzw. regionale Markenschutzrechte, die aus 534 Basismarken (2016: 558) resultieren. ANWENDUNGIm Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 werden wir unseren Fokus zukünftig auf die Kundensegmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden legen. Kern der Strategie ist eine markt- und kundenorientierte Aufstellung des bis dato produktionsgesteuerten Unternehmens. PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN DES GESCHÄFTSBEREICHS KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEDer Großteil der Produkte des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte wird als Pflanzennährstoff in der Landwirtschaft eingesetzt. Als Naturprodukte sind diese nach EU-Recht größtenteils auch für den ökologischen Landbau zugelassen. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden Produkte für industrielle Anwendungen, hochreine Kalium- und Magnesiumsalze für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sowie Bestandteile für die Herstellung von Futtermitteln. Ξ www.k-plus-s.com/kali KaliumchloridDas universell einsetzbare mineralische Düngemittel Kaliumchlorid wird insbesondere bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewendet. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf den Äckern ausgebracht, mit anderen Einzeldüngern in Mischdüngeranlagen zu sogenannten "Bulk blends" gemischt oder als feinkörnige "Standard"-Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoffdüngern weiterverarbeitet. DüngemittelspezialitätenDie Düngemittelspezialitäten unterscheiden sich vom klassischen Kaliumchlorid entweder durch Chloridfreiheit oder unterschiedliche Nährstoffrezepturen mit Magnesium, Schwefel, Natrium und Spurenelementen. Diese Produkte werden für Kulturen eingesetzt, die einen erhöhten Magnesium- und Schwefelbedarf haben, wie z. B. Raps oder Kartoffeln, sowie bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrüchten, Wein oder Gemüse. IndustrieprodukteAußerdem bieten wir eine breite Palette an hochwertigen Kalium- und Magnesiumprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z. B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie, bei der Herstellung von Glas und Kunststoffen, in der Mineralölindustrie, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der Biotechnologie, bei der Öl- und Gasexploration sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz. Health Care & NutritionErgänzend stellt der Geschäftsbereich ein Sortiment für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierfuttermittelindustrie bereit. Als Dienstleistung bietet der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte insbesondere die fachliche Kundenberatung im Agrarbereich. Wir antizipieren Trends und erforschen die veränderten Rahmenbedingungen mit Blick auf Wasser- und Ressourceneffizienz und im Zusammenhang mit der Bodenfruchtbarkeit. Unser Ziel ist es, die Versorgung von Kulturen mit Pflanzennährstoffen auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen zu optimieren. Für unsere Industrieprodukte bieten wir weltweit technische Anwendungsberatung an. Im Agrarbereich beraten wir unsere Kunden durch weltweit agierende Agraringenieure und entwickeln bedarfsgerechte Lösungen. Wir betreiben außerdem eigene Forschung und Feldversuche, um die Nährstoffversorgung durch ein angepasstes Produktportfolio optimieren zu können. ABSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN (ABSATZVOLUMEN IN MIO. T IM JAHR 2017)ABB: 2.1.8
Schwerpunktkulturen sind dabei Kartoffeln, Mais, Ölpalmen, Raps und Soja. Wir erstellten für unsere Kunden individuelle Düngungsempfehlungen, die Voraussetzungen für eine "gute fachliche Praxis" der landwirtschaftlichen Bodennutzung sind. Diese dienen der langfristigen Sicherung der Fruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit der Böden als natürlicher Ressource. / ABB: 2.1.8 Das 2013 ins Leben gerufene Projekt "Growth for Uganda" der K+S KALI GMBH in Kooperation mit der SASAKAWA AFRICA ASSOCIATION hat bisher fast 100.000 Bauern darin geschult, bessere Techniken in der Landwirtschaft anzuwenden sowie Nachernteverluste zu reduzieren. Die Versorgung mit selbst angebauter Nahrung wurde zuverlässiger und die Erträge sind erheblich gestiegen. In der zweiten Projektphase geht es - neben der Basisarbeit - nun stärker um den geschäftlichen Aspekt "Farming as a Business". In einem Umfeld, in dem kleinbäuerliche Strukturen dominieren, soll eine Infrastruktur für den Düngemittelabsatz ausgebaut werden, Düngemittel in Kleingrößen angeboten und Händler geschult werden. Ξ www.kali-gmbh.com/uganda PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN DES GESCHÄFTSBEREICHS SALZDer Geschäftsbereich Salz bietet seinen Kunden verschiedene Salzprodukte für zahlreiche Anwendungsgebiete an. Abhängig von den jeweiligen Anwendungen unterscheiden sich die Produkte vor allem durch die Körnung, den Reinheitsgrad, die Darreichungsform und eventuelle Zusatzstoffe. Ξ www.k-plus-s.com/salz VerbraucherprodukteIm Produktsegment Verbraucherprodukte stellt K+S u. a. Tafelsalz sowie Salz zur privaten Wasserenthärtung sowie Geschirrspülsalz für Endverbraucher her. Ebenso gehören Premiumprodukte wie koscheres oder natriumreduziertes Salz zum Portfolio. Salz für die LebensmittelindustrieZum Produktsegment Salz für die Lebensmittelindustrie zählen u. a. Brezel- sowie Pökelsalz. GewerbesalzGewerbesalze werden in der Textilindustrie, bei der Futtermittelproduktion, in der Fischkonservierung, in Bohrspülungen für die Erdöl- und Erdgasförderung sowie in vielen anderen gewerblichen Bereichen eingesetzt. Pharmasalze sind wesentlicher Bestandteil von Infusions- und Dialyselösungen. IndustriesalzIndustriesalz ist einer der wichtigsten Rohstoffe der chemischen Industrie. In Elektrolyseanlagen werden daraus Basischemikalien wie Chlor, Natronlauge und Wasserstoff produziert. Zum Endverbraucher gelangt es zum Beispiel als Bestandteil von verschiedenen Kunststoffen (z. B. PVC). AuftausalzWinterdienste, öffentliche und private Straßenbauverwaltungen und Straßenmeistereien sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftausalz von K+S. Zudem werden Auftaumittel angeboten, die durch den Zusatz von Calcium- oder Magnesiumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee mehr Wärme erzeugen als konventionelle Produkte und deswegen vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen schneller wirken. Haushaltspackungen für Endverbraucher runden die Produktpalette in diesem Segment ab. / ABB: 2.1.9 ABSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN (ABSATZVOLUMEN IN MIO. T IM JAHR 2017)ABB: 2.1.9
ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENENTSORGUNG UND RECYCLINGDer Bereich Entsorgung und Recycling nutzt Teile von untertägigen Hohlräumen, die durch die Rohsalzgewinnung entstanden sind, zur langzeitsicheren Beseitigung und Verwertung von Abfällen. Die für diesen Zweck genutzten Salzlagerstätten sind vom laufenden Gewinnungsbetrieb abgetrennt, gas- sowie flüssigkeitsdicht und von den grundwasserführenden Schichten abgeschottet. Eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren gewährleistet höchstmögliche Sicherheit. Der Bereich betreibt zwei Untertagedeponien und fünf untertägige Verwertungsanlagen. Die in den Untertagedeponien eingelagerten Abfälle werden langzeitsicher und nachsorgefrei verwahrt und der Biosphäre dauerhaft entzogen. In der Untertageverwertung werden hierfür zugelassene Abfälle wie Rückstände aus der Rauchgasreinigung als Versatzbaustoffe zur Verfüllung von Hohlräumen genutzt. Für die Sekundäralumimummdustrie bietet die K+S ENTSORGUNG GMBH eine Komplettleistung rund um das Recycling von Salzschlacken. Ein weiteres Geschäftsfeld ist das übertägige Recycling von gering belasteten Baustoffen durch die Tochtergesellschaft K+S BAUSTOFFRECYCLING GMBH. Die K+S ENTSORGUNG GMBH ist hauptsächlich in Europa tätig und dort Marktführer bei der Untertageverwertung. Ein wesentlicher Faktor für die Kunden des Geschäftsbereichs sind die vielfältigen Entsorgungsoptionen durch unterschiedlichste Standorte, Techniken und Verfahren. Teils jahrzehntelange Geschäftsbeziehungen bestätigen den strategischen Fokus auf die Service- und Beratungsqualität. TIERHYGIENEPRODUKTEAm Standort Salzdetfurth werden große Teile der übertägigen Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks genutzt, um für die MARS GMBH u. a. das bekannte Markenprodukt CATSAN® für den Tierhygienebedarf zu granulieren. K+S TRANSPORT GMBHDie K+S TRANSPORT GMBH erbringt in Hamburg für K+S als eigener Logistikdienstleister vielfältige Transportleistungen. CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH (CFK)Die CFK betreibt Handel mit einer Auswahl an Basischemikalien wie Natronlauge, Salpetersäure, Natriumcarbonat (Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid. WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNGDie nachfolgende Wertschöpfungsrechnung zeigt den von uns erwirtschafteten Beitrag zum privaten sowie zum öffentlichen Einkommen. Die Wertschöpfung wird errechnet aus Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen nach Abzug von Materialaufwand, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen. In der Verteilungsrechnung wird ausgewiesen, welche Anteile der Wertschöpfung an Mitarbeiter, Aktionäre, Staat und Darlehensgeber zuflossen und welcher Anteil im Unternehmen verblieb (Rücklagen). Im Jahr 2017 betrug unsere Wertschöpfung 1.436,2 Mio. € (2016: 1.253,5 Mio. €). Den größten Anteil (77%) erhielten mit 1.106,2 Mio. € unsere Mitarbeiter (2016: 1.011,0 Mio. € (81%)). Dieser Anteil setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge. Die Staaten einschließlich Gemeinden haben Steuern und Abgaben in Höhe von 99,5 Mio. € (7%) erhalten (2016: 46,6 Mio. € (4%)). Für den Zinsaufwand gingen 85,5 Mio. € (6%) an die Kreditgeber (2016: 65,4 Mio. € (5%)). Es wird unterstellt, dass die Aktionäre die vorgeschlagene Dividende in Höhe von 67,0 Mio. € (5%) erhalten (2016: 57,4 Mio. € (4%)) und das Unternehmen in Form von Rücklagen und Sonstigem 78,0 Mio. € (6%) (2016: 73,1 Mio. € (6%)) einbehalten hat. / TAB: 2.1.1, 2.1.2 WERTSCHÖPFUNG - ENTSTEHUNGTAB: 2.1.1
WERTSCHÖPFUNG - VERTEILUNGTAB: 2.1.2
MITARBEITERWir möchten ein attraktiver Arbeitgeber sein und Mitarbeiter an uns binden. Wir arbeiten an einer integrativen und umfassenden globalen Personalstrategie, um zu einem langfristigen Wachstum der K+S GRUPPE beizutragen. Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 31. Dezember 2017 insgesamt 14.925 Mitarbeiter bzw. 14.793 FTE (2016: 14.653 Mitarbeiter bzw. 14.530 FTE), darunter 991 Mitarbeiter bzw. 944,5 FTE bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. / TAB: 2.1.3 ◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung', Menschen, Seite 46 Von unserer Belegschaft sind 7,7% (2016: 7,7%) außertarifliche Mitarbeiter, 88,5% (2016: 88,5%) tarifliche Mitarbeiter und 3,8% (2016: 3,8%) Auszubildende. / ABB: 2.1.10, 2.1.11 MITARBEITER NACH BEREICHENTAB: 2.1.3
BELEGSCHAFTSSTRUKTUR ZUM 31.12.2017ABB: 2.1.10
MITARBEITER NACH REGIONEN ZUM 31.12.2017ABB: 2.1.11
Im Durchschnitt sind unsere Mitarbeiter 42 Jahre alt und seit 15 Jahren bei uns beschäftigt. Die Fluktuationsrate, also das Verhältnis der Personalabgänge zur durchschnittlichen Belegschaftsstärke, liegt bei 7,4% (2016: 5,9%). MITARBEITER ENTWICKELN UND FORDERNK+S will die Potenziale ihrer Mitarbeiter bestmöglich entwickeln und einsetzen. Die Maßnahmen werden im Folgenden beschrieben. AUSBILDUNGDie Berufsausbildung ist eine wichtige Investition in die Zukunftsfähigkeit der K+S GRUPPE. Wir werben in Deutschland deshalb verstärkt um motivierte Schulabgänger, insbesondere für die zunehmend schwerer zu besetzenden Ausbildungsberufe im gewerblich-technischen Bereich. Zum 31. Dezember 2017 waren bei den Gesellschaften der K+S GRUPPE in Deutschland insgesamt 567 junge Menschen (2016: 561) in einer Ausbildung. 179 (2016: 172) Auszubildende wurden im Jahr 2017 neu eingestellt. Die Ausbildungsquote, bezogen auf die Mitarbeiter in Deutschland, lag zum Jahresende mit 5,5% etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2016: 5,6%). Wir haben im vergangenen Jahr rund 89% der Auszubildenden übernommen. KOMPETENZMODELL UND TALENTMANAGEMENTDas globale K+S-Kompetenzmodell definiert, welche Kompetenzen Mitarbeiter in unterschiedlichen Funktionen benötigen. Es dient als Grundlage für alle Personalprozesse von der Stellenausschreibung über Auswahlgespräche bis hin zu Jahresgesprächen und Entwicklungsentscheidungen. Im Talentmanagement-Prozess werden weltweit für alle außertariflichen Mitarbeiter jährlich Leistung und Potenzial erhoben. Hierdurch werden Informationen für Handlungsmöglichkeiten hinsichtlich zu besetzender Stellen bereitgestellt. FORT- UND WEITERBILDUNGK+S bietet ihren Fach- und Führungskräften zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen zur Vermittlung von allgemeinen und unternehmensspezifischen Kenntnissen an. Ferner vergeben wir, abhängig vom Unternehmensbedarf, Stipendien für Vollzeit-Bachelor- oder Masterstudiengänge. In den USA, Kanada und Chile unterstützen wir Mitarbeiter, die sich ihrem Berufsbild entsprechend an einer von uns anerkannten Universität fortbilden, indem wir ihnen die Studiengebühren komplett oder teilweise erstatten. Die Investitionen in Fort- und Weiterbildung beliefen sich auf 12,8 Mio. € (2016: 14,7 Mio. €). Die Kostenreduktion ist durch eine geringere Anzahl besuchter Weiterbildungstage in Deutschland (2017: 13.212 Tage, 2016: 16.630 Tage) und eine Reduktion des Bewertungssatzes für Fehlzeiten begründet. IDEENMANAGEMENT/KONTINUIERLICHER VERBESSERUNGSPROZESSMit dem Ideenmanagement/Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, sich aktiv in betriebliche Prozesse und Strukturen einzubringen und diese mitzugestalten. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 13.804 Ideen eingereicht (2016: 12.430). Der Nutzen über einen Zeitraum von 2,5 Jahren, also der generierte Wirtschaftlichkeitseffekt abzüglich der Kosten für das Ideenmanagement, lag bei 13,8 Mio. € (2016: 11,4 Mio. €). MITARBEITER AN UNS BINDENMaßnahmen, um Mitarbeiter zu werben und an uns zu binden, werden im Folgenden beschrieben. VergütungssystemIn der K+S GRUPPE verfolgen wir das Ziel, unsere Mitarbeiter weltweit marktgerecht, vergleichbar und leistungsbezogen zu vergüten. Für unser deutsches Tarifwerk wurde dessen Entgeltgleichheit von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes bestätigt. Die im Entgeltrahmenvertrag enthaltene Komponente der Leistungsbewertung wurde für alle Standorte einheitlich erstmals ab Mai 2017 angewendet, womit nun die Einführung des Tarifwerks abgeschlossen ist. Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung unseres AT-Vergütungssystems wurden die außertariflichen Funktionen anhand gruppenweit einheitlicher Kriterien bewertet. Im nächsten Schritt wurde der notwendige Anpassungsbedarf im Rahmen eines Marktvergleichs der außertariflichen Vergütung bezüglich Leistungsgerechtigkeit und Marktkonformität ermittelt. Die Ergebnisse wurden im Januar 2018 umgesetzt. Im Jahr 2017 betrug der Personalaufwand 1.106,2 Mio. €; er lag damit gut 9% über dem Niveau des Vorjahres (2016: 1.011,0 Mio. €). Der Personalaufwand je Mitarbeiter (FTE) betrug im Berichtsjahr 75.485 € (2016: 69.987 €) und ist damit um gut 8% gestiegen. Der Anteil im Personalaufwand enthaltener variabler Vergütungen, mit denen wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines erfolgsabhängigen Vergütungssystems am Unternehmenserfolg beteiligen, betrug im Jahr 2017 45,0 Mio. € bzw. etwa 4% (2016: 23,5 Mio. € bzw. etwa 2%). Rahmentarifvertrag zur DemografieVor dem Hintergrund des demografischen Wandels soll auf den deutschen Standorten eine nachhaltige und vorausschauende Personalpolitik gefördert und Anreize für eine längere Beschäftigung gesetzt werden. Im Jahr 2017 wurde hierfür der Rahmentarifvertrag zur Demografie beschlossen. Basierend auf einer qualifizierten Demografieanalyse sollen in 2018 bedarfsgerechte Maßnahmen vereinbart und durchgeführt werden. AltersvorsorgeK+S unterstützt Mitarbeiter bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter. Jeder Mitarbeiter der teilnehmenden deutschen Gesellschaften erhält eine Arbeitgeberförderung; diese beträgt 13% der Summe, die er aus seinem sozialversicherungspflichtigen Entgelt in eines von drei angebotenen Modellen zur betrieblichen Altersvorsorge einzahlt. Die Altersvorsorge-Programme für die Mitarbeiter der ausländischen Gesellschaften bestehen mehrheitlich aus einem beitragsorientierten Vorsorgesparplan, der vorwiegend vom Arbeitnehmer selbst finanziert und durch den Arbeitgeber gefördert wird. Wir haben im Jahr 2017 für die beitragsorientierten Vorsorgepläne insgesamt 26,2 Mio. € (2016: 21,7 Mio. €) aufgewendet. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGWir überprüfen kontinuierlich unsere Gewinnungs- und Produktionsverfahren hinsichtlich des Einsatzes der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen und entwickeln unsere Verfahren und Produkte weiter. Globaler Wandel schafft weitere Aufgabenfelder auf der Suche nach innovativen Lösungen auch jenseits unserer klassischen Salz- und Kaliprodukte. Dabei sind Nachhaltigkeit und Umweltschonung weiterhin unser zentrales Anliegen. Schwerpunkte unserer aktuellen Forschungsprojekte sind neue Nachnutzungs-, Halden- und Entsorgungskonzepte sowie die Verringerung von Salzabwässern. Ξ www.k-plus-s.com/forschung FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTENTAB: 2.1.4
FORSCHUNGSKENNZAHLENDie Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 16,5 Mio. € und lagen somit deutlich über dem Wert des Vorjahres (2016: 13,7 Mio. €). Die aktivierten Entwicklungsinvestitionen lagen im Berichtsjahr mit 0,5 Mio. € planmäßig unter dem Niveau des Vorjahres (2016: 1,4 Mio. €). / TAB: 2.1.4, 2.1.5 Die Ursachen für den Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten sind zum einen auf das Projekt Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) zurückzuführen. Das Projekt wurde im Jahr 2017 gestartet, da die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitsplatzgrenzwerte für Stickstoffoxide, Kohlenmonoxid und Dieselmotoremissionen unter Tage deutlich verschärft werden. Des Weiteren resultieren sie aus der Intensivierung von Forschungskooperationen mit beispielsweise der K-UTEC AG SALT TECHNOLOGIES. ◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung', Menschen, Seite 46 FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN UND KOOPERATIONENWir nutzen für die Forschung und Entwicklung verschiedene eigene Forschungseinrichtungen, kooperieren in öffentlich-privaten Partnerschaften, initiieren Forschungsprojekte an Hochschulen und anderen Forschungsinstituten und kooperieren mit Industriepartnern. FORSCHUNGSKENNZAHLENTAB: 2.1.5
K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUMDas K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUM (AFZ) in Unterbreizbach ist mit rund 100 Wissenschaftlern, Ingenieuren und Fachkräften die zentrale Forschungseinrichtung der K+S. Aufgaben des AFZ sind die Durchführung von Analysen, anwendungsorientierte Grundlagenforschung sowie die Prozess- und Produktentwicklung für alle Geschäftsbereiche der K+S GRUPPE. Von der Standardanalytik bis hin zur aufwendigen Spezialanalytik werden alle relevanten Analysemethoden abgedeckt. MORTON SALT RESEARCH LABORATORYMORTON SALT betreibt ein modernes Forschungs- und Entwicklungslabor in Elgin, Illinois, USA. Schwerpunkte der Arbeiten sind die Neuproduktentwicklung im Bereich Salz, die Verbesserung bestehender Produkte durch Modifikationen von Produkteigenschaften und die Suche nach neuen Anwendungsoptionen. INNOVATION HUBDas innovation HUB schafft Rahmenbedingungen, um die Innovationsziele im Kontext interner Geschäftsprozessoptimierung, von Produktentwicklung und Aufbau neuartiger Geschäftsmodelle optimal zu verfolgen. Als wichtige Grundlage wird Innovation in der Unternehmenskultur verankert und die Ausrichtung auf Kundenbedürfnisse weiterentwickelt. Kollaborationen mit internen und externen Ideengebern, Existenzgründern und Startups werden ermöglicht, die sowohl zu frühzeitigem Zugriff auf innovative Ideen als auch zur Umsetzungsbeschleunigung führen werden. INNOLABS DER K+S KALI GMBHDie im Jahr 2017 neugeschaffenen INNOLABS ergänzen die etablierte Forschung und Entwicklung. Im INNOLAB ,AGTECH/NUTRITION' werden unter anderem übergreifende Fragestellungen der Suchfelder Ressourcenschonung, Wassereffizienz und Bodengesundheit bearbeitet. Das INNOLAB ,INDUSTRIAL SCIENCE' sucht in den Bereichen Health Care und Biochemie nach neuen Geschäftsmodellen. EXTERNE FORSCHUNGSKOOPERATIONENDas INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION (IAPN) wird als PUBLIC-PRIVATE-PARTNERSHIP von K+S gemeinsam mit der GEORG-AUGUST-UNIVERSITÄT GÖTTINGEN betrieben. Im Mittelpunkt der ersten Forschungsjahre stand die Grundlagenforschung über die Veränderungen der Wassernutzungseffizienz bei Magnesium- und Kaliummangel. In den weiteren Forschungsvorhaben werden physiologische und genetische Mechanismen detaillierter untersucht und der Einfluss von Magnesium auf die photosynthetische Effizienz und Kapazität erforscht. Ξ www.iapn-goettingen.de Das INTERNATIONAL MAGNESIUM INSTITUTE (IMI) mit Sitz in Fu Zhou in China, eine Kooperation zwischen der K+S KALI GMBH und der FUJIAN AGRICULTURE AND FORESTRY UNIVERSITY, sieht den Aufbau von wissenschaftlichem Know-how für die Anwendung des Pflanzennährstoffs Magnesium in der Landwirtschaft in Asien vor. In der Zusammenarbeit mit externen Unternehmen und Industriepartnern arbeitet K+S beispielsweise
AUSGEWÄHLTE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROJEKTE SOWIE ERGEBNISSE
◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 PATENTPORTFOLIOWeltweit gehören der K+S GRUPPE 70 Patentfamilien (2016: 62), die durch 304 nationale Rechte geschützt werden (2016: 258). Die Patente werden u. a. in den Bereichen elektrostatische Aufbereitungsverfahren, Granulatherstellung und Flotation angewendet. 2.2 NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG 1Die Unternehmensstrategie SHAPING 2030 hat das Ziel, den Wertbeitrag von K+S für Mitarbeiter, Kunden, Aktionäre und Gesellschaft zu steigern. Dies wird gelingen, wenn K+S wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele in Einklang bringt. Wir bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber den Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind. Alle in dieser Erklärung gemachten Angaben und dargestellten Kennzahlen beziehen sich auf die K+S GRUPPE einschließlich der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Aspekte nach dem CSR-RUG, die nur für die K+S AKTIENGESELLSCHAFT gelten, wurden nicht identifiziert. Da die K+S AKTIENGESELLSCHAFT im Wesentlichen eine Holding-Funktion innerhalb der K+S GRUPPE ausübt, wird auf die Angabe separater nichtfinanzieller Informationen für die K+S AKTIENGESELLSCHAFT verzichtet. GESCHÄFTSMODELLK+S versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten. Durch unsere Erzeugnisse unterstützen wir Landwirte bei der Sicherung der Welternährung, bieten Lösungen für Industrieunternehmen, bereichern das tägliche Leben von Konsumenten und sorgen für Sicherheit im Winter. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir aus Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika sowie einem weltweiten Vertriebsnetz. Unsere Wertschöpfungskette erstreckt sich von der Exploration, Förderung, Produktion, Logistik über Vertrieb/ Marketing bis hin zur Anwendung. ◊ ,Unternehmensprofit', Seite 29 NACHHALTIGKEITSMANAGEMENTNachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Unser Nachhaltigkeitsmanagement berücksichtigt maßgebliche international anerkannte Leitlinien: Die Prinzipien des GLOBAL COMPACT der Vereinten Nationen, die OECD-LEITSÄTZE für multinationale Unternehmen und den Leitfaden der Global Reporting Initiative. Der vorliegende Bericht wurde in Übereinstimmung mit der Version G4 der GLOBAL REPORTING INITIATIVE (GRI) Kern-Option erstellt. Ξ www.k-plus-s.com/nachhaltigkeit; ◊ ,GRI Index', Seite 206 Das gruppenweite Nachhaltigkeitsprogramm 2016 - 2018 mit den Handlungsfeldern Vielfalt & Anti-Diskriminierung, Gesundheit & Arbeitssicherheit, Umwelt, Menschenrechte und nachhaltige Lieferketten wurde im Jahr 2017 um das Handlungsfeld Compliance & Anti-Korruption erweitert. Im Rahmen von SHAPING 2030 wurden dazu Zielaussagen festgelegt und den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik zugeordnet. In 2018 werden die Zielaussagen durch messbare Leistungsindikatoren ergänzt. Damit wollen wir die gruppeninterne Steuerung sicherstellen und Fortschritte sichtbar machen. ◊ ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 55; ◊ ,Unternehmensstrategie', Seite 75; ◊ ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 100 Die gruppenweiten Nachhaltigkeitsziele sind in den Bereichen: MENSCHENVIELFALT & ANTI-DISKRIMINIERUNG
GESUNDHEIT & ARBEITSSICHERHEIT
MENSCHENRECHTE
◊ ,Menschen', Seite 46 UMWELTWASSER
ABFALL (FESTE RÜCKSTÄNDE)
ENERGIE & KLIMA
◊ ,Umwelt', Seite 48 GESCHÄFTSETHIKCOMPLIANCE & ANTI-KORRUPTION
NACHHALTIGE LIEFERKETTEN
◊ ,Geschäftsethik', Seite 53 Das neue Vorstandsteam will den Dialog stärker fördern. Mit unseren Stakeholdern stehen wir daher im regelmäßigen Austausch. Auf dem Weg zum "Umweltfrieden" an den deutschen Standorten hat K+S im Jahr 2017 erfolgreiche Gespräche mit der thüringischen Gemeinde Gerstungen und dem BUND (BUND für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e. V.) Zur Veranschaulichung, welche Themen aus Innen- und Außenperspektive für die K+S GRUPPE wesentlich sind, haben wir erstmals in 2014 wesentliche Themen in einer Materialitätsanalyse dargestellt und diese in 2016 nach Analysen und Beratungen in verschiedenen gruppenweiten Gremien aktualisiert. Um einerseits lokale Bedürfnisse noch spezifischer zu erfassen und andererseits ein umfassendes Bild auf globaler Ebene für die K+S GRUPPE zu erhalten, wurden in 2017 interne und externe Stakeholder direkt nach der Relevanz von Nachhaltigkeitsaspekten aus dem Reporting Standard der global reporting initiative in einer Onlinebefragung angesprochen. Die repräsentative Teilnahmequote betrug 56% bei 690 Befragten. Das Ergebnis zeigt einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich Umwelt mit den Themen "Abwässer", "Gesundheit und Arbeitssicherheit" "Compliance", "Energie", "Emissionen" und "Wassereinsatz" und deckt sich mit unseren Nachhaltigkeitszielen. Um das bestehende Geschäft voranzutreiben, neue Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen und Risiken zu minimieren, werden für die Nachhaltigkeitsziele von den Facheinheiten Konzepte und Managementsysteme entwickelt sowie Maßnahmen und Due-Diligence-Prozesse abgeleitet. Mit unseren Steuerungs- und Überwachungsprozessen beobachten wir wesentliche bzw. schwerwiegende nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung. MENSCHENUnter der Überschrift Menschen fassen wir die Aspekte Arbeitnehmerbelange, unser Diversitätsverständnis und die Achtung der Menschenrechte zusammen. Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 31. Dezember 2017 insgesamt 14.925 Mitarbeiter, darunter 991 Mitarbeiter bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Vor dem Hintergrund des K+S Nachhaltigkeitsprogramms 2016 - 2018 und in Bezug auf unsere Materialitätsanalyse konzentrieren wir uns im Umgang mit unseren Mitarbeitern konzeptionell auf die Handlungsfelder Vielfalt & Anti-Diskriminierung, Gesundheit & Arbeitssicherheit und Menschenrechte und leiten Maßnahmen ab. Ξ www.k-plus-s.com/menschen; ◊ ,Nachhaltigkeitsmanagement', Seite 45; ◊ ,Mitarbeiter', Seite 41 VIELFALT & ANTI-DISKRIMINIERUNGEin Konzept zur Vielfalt und Anti-Diskriminierung soll zukünftig konkretisiert werden. Entsprechend unserem Diversitätsverständnis haben wir uns gruppenweit zum Ziel gesetzt, die Vielfalt (Diversität) zu stärken. Des Weiteren wollen wir sicherstellen, dass es zu keinerlei Vorfällen im Zusammenhang mit Diskriminierung kommt, um die Chancengleichheit zu gewährleisten und die Unternehmensinnovation aus unterschiedlichen Perspektiven zu erhöhen. Dies haben wir in unseren GRUNDWERTEN UND PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT) festgeschrieben. Als Unterzeichner des GLOBAL COMPACT und der CHARTA DER VIELFALT, einer deutschen Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen, bekräftigen wir diese Haltung. Des Weiteren respektiert K+S die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen. Rund 81 % der Tarifmitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland sind gewerkschaftlich organisiert. Die Beziehung zu den Betriebsräten sowie der INDUSTRIEGEWERKSCHAFT BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE (IG BCE) ist durch eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit geprägt. In Chile sind etwa die Hälfte der Mitarbeiter, bei MORTON SALT etwa zwei Drittel gewerkschaftlich organisiert. Traditionell arbeiten im Bergbau mehr Männer als Frauen. Zum 31. Dezember 2017 waren gemessen an der Beschäftigtenanzahl in Personen für die Gesellschaften der K+S GRUPPE 87% unserer Belegschaft Männer und 13% Frauen, darunter bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT 35% Frauen und 65% Männer. Die entsprechend der deutschen gesetzlichen Regelung festgelegten Zielgrößen für Frauen in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung auf Seite 63. GESUNDHEIT & ARBEITSSICHERHEITGesundheit und Arbeitssicherheit sind ein wesentlicher Treiber für den Erfolg von K+S. Gruppenweit haben wir uns daher zum Ziel gesetzt, eine gesunde und sichere Arbeitsumgebung bereitzustellen, damit alle Mitarbeiter sicher und unfallfrei durch den Arbeitsalltag kommen. Hierdurch schaffen wir eine stabile Grundlage für Leistungsfähigkeit, Produktivität und Unternehmenserfolg. Beim Erreichen dieser Ziele setzen wir verstärkt auf die Einführung von Managementsystemen. Zur Koordination dient das neu geschaffene Kompetenzzentrum Managementsysteme. ◊ ,Umwelt', Seite 48; ◊ ,Mitarbeiter', Seite 41 Um das Konzept der Gesundheit und Arbeitssicherheit gruppenweit zusammenzuführen, bildet das globale Projekt foKuS ("Focus on integrating HSE systems together"), das Ende 2017 abgeschlossen wurde, eine wichtige Vorarbeit für unsere diesbezügliche Strategie. Im Rahmen des Projekts wurden unter anderen globale Mindeststandards festgelegt und nicht zuletzt auch das Bewusstsein aller Mitarbeiter für die Themen Gesundheit und Arbeitssicherheit gestärkt. Zudem wurde eine Plattform für Best Practice und internationalen Austausch zu den Themen Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umwelt geschaffen, die über die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben und weitere Arbeitsthemen aufgreifen wird. GESUNDHEITUnsere Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention ergänzen die Managementsysteme durch Maßnahmen zur Verbesserung von Gesundheitskompetenzen. Programme und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung werden standortspezifisch geplant und durchgeführt. Die arbeitsmedizinische Vorsorge und Beratung für die Mitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland wird durch Betriebsärzte gewährleistet. Das in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene betriebliche Eingliederungsmanagement setzen wir engagiert um und fördern die Eingliederung schwerbehinderter Mitarbeiter in den Betrieb. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter an der K+S-Belegschaft in Deutschland liegt mit 6,6% (2016: 7,1%) erneut über dem Bundesdurchschnitt von knapp 5%, bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT waren in 2017 4,7% schwerbehinderte Menschen beschäftigt. Ein wichtiger Aspekt des Gesundheitsschutzes ist die konsequente Einhaltung von Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW). Im Fall der in Deutschland vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales festgelegten AGWS für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage ist unser breit angelegtes Umsetzungsprojekt für die deutschen Standorte erfolgreich angelaufen. So konnten z. B. Vorhaben zum Einsatz modernster Dieselmotortechnik, zur Entwicklung alternativer Antriebstechnologien, zur Entwicklung emissionsärmerer Sprengstoffe sowie zur Optimierung der Bewetterung unter Tage auf den Weg gebracht werden. ◊ ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 100 ARBEITSSICHERHEITZu den Erfolgsfaktoren für Arbeitssicherheit gehören fortschrittliche Systeme und Prozesse. Gruppenweit erfassen wir Kennzahlen zur Arbeitssicherheit. Im Jahr 2017 ereigneten sich auf unseren weltweiten Standorten 794 Arbeitsunfälle (2016: 773), davon 16 bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (2016: 15). Die Unfallrate (Arbeitsunfälle geteilt durch die geleisteten Arbeitsstunden, multipliziert mit einer Million) reduzierte sich auf 31,5 (2016: 31,9) und bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT auf 12,8 (2016: 12,9). Während sich die Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit je einer Million geleisteter Arbeitsstunden für die K+S GRUPPE im Jahr 2017 auf 8,5 erhöhten (2016: 8,1), reduzierten sich diese bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT auf 0,8 (2016: 3,4). Unsere Arbeitssicherheitsprogramme berücksichtigen standortspezifische Herausforderungen und lokale Gesetzgebungen. So ist die flächendeckende Zertifizierung der Standorte der K+S KALI GMBH nach dem Gütesiegel "Sicher mit System" erfolgreich angelaufen. Das Gleiche gilt für ein einheitliches System zur Erfassung von Beinaheunfällen für die deutschen Kali- und Salzstandorte. Durch eine Intensivierung der Schulungsmaßnahmen wurde ein weiterer Grundstein in der Stärkung des Bewusstseins der Führungskräfte für die Rolle der Arbeitssicherheit als wichtigem Faktor für eine nachhaltige Unternehmensführung gelegt. Schließlich steht ein Projekt zur Nutzung moderner IT-gestützter Methoden zur Schulung und Unterweisung von Mitarbeitern kurz vor dem Abschluss. MENSCHENRECHTEUnser gruppenweites Ziel ist die Achtung der international anerkannten Menschenrechte an allen unseren Standorten. Die Internationale Menschenrechtscharta und die INTERNATIONAL LABOUR ORGANISATION (ILO)-Kernarbeitsnormen sind unter anderem in unseren GRUNDWERTEN UND PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT) und unserem gruppenweiten VERHALTENSKODEX FÜR LIEFERANTEN (SUPPLIER CODE OF CONDUCT) verankert. ◊ ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 55 Im Rahmen unseres Konzepts zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht für Menschenrechte entwickeln wir Verfahren, um potenziell nachteilige Auswirkungen unternehmerischen Handelns auf die Menschenrechte zu ermitteln, zu vermeiden oder zu mindern. Diese kontinuierliche und prozessbegleitende Aufgabe zur systematischen Vorgehensweise haben wir begonnen. Ein Pilotprojekt zur praktischen Umsetzung ist in Vorbereitung und soll im Jahr 2018 durchgeführt werden. Ξ www.k-plus-s.com /compliance UMWELTInnerhalb des Bereichs Umwelt konzentrieren wir uns im Zuge des K+S Nachhaltigkeitsprogramms 2016 - 2018 sowie auf der Grundlage unserer Materialitätsanalyse konzeptionell auf die Themen Wasser, wobei wir Maßnahmen zur Wasserentnahme und Abwässer ableiten, zu Abfall (feste Rückstände) sowie Energie und Klima. Ξ www.k-plus-s.com/umwelt; ◊ ,Nachhaltigkeitsmanagement', Seite 45 Wir erfassen und bewerten systematisch Risiken und Chancen für unsere Umweltbelange, um spezifische Maßnahmen und Ziele daraus abzuleiten. Das Umweltmanagement berücksichtigt grundsätzlich länderspezifische Besonderheiten, wird jedoch themenspezifisch standort- und gesellschaftsübergreifend sowie gruppenweit koordiniert. In regelmäßigen Abständen treffen sich unsere Umweltexperten in Gremien, Kompetenzzentren und Arbeitsgruppen, um Erfahrungen und Best Practices auszutauschen sowie Standards zu entwickeln. Zur Entwicklung von Standards im Bereich der Managementsysteme wurde im Jahr 2017 das Kompetenzzentrum Managementsysteme gegründet. Die Gesamtstrategie Managementsysteme sieht die gruppenweite Einführung von Umwelt-, Energie-, Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmanagementsystemen für Produktionsstandorte nach einem Stufenplan vor. Die Managementsysteme richten sich nach internationalen ISO-Normen (z. B. ISO 14001 für Umwelt und ISO 50001 für Energie). Mit einer auf allen Produktionsstandorten eingeführten Umweltdatensoftware werden Umweltkennzahlen auf Werks- und Gesellschaftsebene gesammelt und ausgewertet. Die berichteten Umweltkennzahlen werden für alle wesentlichen konsolidierten Produktionsstandorte erhoben und stützen sich zu 92 - 100% auf mittels Messeinrichtung direkt erhobene Werte. INVESTITIONEN UND BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZDie Investitionen für den Umweltschutz stiegen im Jahr 2017 um 33,2 Mio. € auf 125,9 Mio. € (2016: 92,7 Mio. €). Das insgesamt deutlich höhere Niveau ist auf verstärkte Investitionen für den Gewässerschutz zurückzuführen. Den Schwerpunkt bildete die im Jahr 2017 weiter vorangetriebene Fertigstellung der neu entwickelten KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE (KKF) am Standort Hattorf. Weitere Zuwächse im Bereich der Gewässerschutz-Investitionen resultierten vor allem aus Sachanlagenzugängen im Bereich Technik und Energieversorgung im Vorgriff auf die beantragten bzw. beabsichtigten Erweiterungen der Rückstandshalden an den drei deutschen Kalistandorten Hattorf, Wintershall und Zielitz. INVESTITIONEN IN DEN UMWELTSCHUTZ 1TAB: 2.2.1
1 Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen
orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst
aber auch die Posten aus unserer globalen
Geschäftstätigkeit.
BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ 1TAB: 2.2.2
1 Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen
orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst
aber auch die Posten aus unserer globalen
Geschäftstätigkeit.
Demgegenüber verminderten sich die Investitionen in den Bereichen Luftreinhaltung und Klimaschutz sowie Abfallwirtschaft, nachdem größere Projekte bereits im Jahr 2016 nahezu vollständig abgeschlossen wurden. Hierzu zählten die Installation neuer Entstaubungsanlagen am Kalistandort Neuhof-Ellers, die umweltfreundliche Umstellung der Dampferzeugung auf Gas an einem nordamerikanischen Salzstandort und umgesetzte Projekte in der Untertageverwertung von Abfällen im Werk Werra sowie im Recycling von Salzschlacken am Kalistandort Sigmundshall. / TAB: 2.2.1 Die Betriebskosten für den Umweltschutz erhöhten sich im Berichtsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr (163,5 Mio. €) deutlich um 34,9 Mio. € auf 198,4 Mio. €. Der Anstieg resultiert insbesondere aus spürbar gestiegenen Transportkosten für die realisierten zusätzlichen Maßnahmen zur ortsfernen Entsorgung von Salzabwässern des Werks Werra in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Die Produktion konnte dadurch aber gegenüber 2016 deutlich stabilisiert werden. Weitere wesentliche Kostensteigerungen entfielen auf höhere Aufwendungen für Nachsorgeverpflichtungen in Verbindung mit den Kali-Rückstandshalden in Deutschland und den Betrieb der Rückstandshalde am Standort Hattorf. Das höhere Kostenniveau im Bereich Abfallwirtschaft ist vor allem auf die vorgenommene Abdeckung und Abdichtung von bergbaulichen Abfällen im Althaldenbereich des Standorts Hattorf zurückzuführen. In Verbindung mit dem im Jahr 2017 erfolgten Produktionsstart lagen die Abfallkosten am kanadischen Standort Bethune ebenfalls über dem Vorjahresniveau. Die zu verzeichnende leichte Kostensteigerung im Bereich Luftreinhaltung und Klimaschutz ist auf den produktionsbedingt höheren Bedarf an Konditionierungsmitteln zurückzuführen, mit denen die Staubbildung bei Umschlag und Ausbringung der Fertigprodukte vermieden wird. Die Betriebskosten umfassen im Wesentlichen ergänzende Maßnahmen zum Umweltschutz. Diese Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf Gewässerschutz, Luftreinhaltung und Klimaschutz, Abfallwirtschaft sowie Naturschutz und Bodensanierung und betreffen vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen. Betriebskosten und Abschreibungen für Produktionsanlagen zum Gewässerschutz, die in die Produktionsprozesse des Werks Werra integriert sind, werden nicht mit einbezogen. In ihrer Gesamtheit sind sowohl die Kosten für die ergänzenden Maßnahmen zum Umweltschutz als auch die hier nicht ausgewiesenen integrierenden Kosten Bestandteile der Produktionskosten und erhöhen damit die spezifischen Kosten je produzierte Tonne Produkt. / TAB: 2.2.2 WASSERUm Wasserrisiken zu identifizieren, die einen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit haben können, wurde im Jahr 2017 eine gruppenweite Wasserrisiko-Analyse für alle relevanten Produktionsstandorte durchgeführt. Die Ergebnisse hieraus werden konzeptionell im Umweltmanagement der Standorte berücksichtigt. Konkret haben wir uns folgende Ziele gesetzt:
Zur Verbesserung unseres Kennzahlensystems haben wir die Wasserkategorien weiter unterteilt. WASSERENTNAHMEWir nutzen Wasser unterschiedlicher Herkunft und unterscheiden dabei zwischen unterschiedlichen Salzgehalten, darunter Meerwasser und andere salzhaltige Wässer, Flusswasser, Grundwasser und Trinkwasser. / TAB: 2.2.3 Meerwasser und Wasser aus anderen salzhaltigen Gewässern nutzen wir zur Herstellung von Solarsalz. Standorte in Meeresnähe verwenden Meerwasser teilweise auch als Kühlwasser. Im Jahr 2017 haben wir insgesamt 397,9 Mio. m 3 Wasser entnommen. ABWASSERAbwässer fallen zum einen während des Produktionsprozesses an und zum anderen im Bereich der Rückstandshalden. Diese Wässer zeichnen sich durch einen erhöhten Salzgehalt aus. Die Volumina und die chemische Zusammensetzung von Prozessabwässern und Haldenabwässern sind von vielen Faktoren wie zum Beispiel der Rohsalzqualität, den verwendeten Aufbereitungsverfahren, den hergestellten Produkten und der erforderlichen Produktqualität abhängig. Zur WASSERENTNAHMETAB: 2.2.3
ABWASSER TAB: 2.2.4
1 Gesamtmineralisation (TDS, total dissolved
solids) > 1 g/l
Ermittlung der Qualität der anfallenden Abwässer ziehen wir die Gesamtmineralisation (TDS, total dissolved solids) heran. Im Jahr 2017 betrugen die anfallenden Salzabwässer bei der Kaliproduktion 6,2 Mio. m 3 (2016 1 : 5,5 Mio. m 3 ) und bei der Salzproduktion 7,4 Mio. m 3 (2016 1: 6,6 Mio. m 3 ). In den tiefen Untergrund wurden 3,9 Mio. m 3 (2016: 0,9 Mio. m 3 ) versenkt. / TAB: 2.2.4 Die höheren Abwasserzahlen sowie die Versenkung sind auf die gestiegene Produktion bei der K+S KALI GMBH sowie auf den Produktionsstart des Werks Bethune in Kanada zurückzuführen. Maßnahmen zum GewässerschutzK+S arbeitet in Deutschland derzeit intensiv an der Umsetzung von weiteren Maßnahmen zur Senkung der Salzbelastung in Werra und Weser, um die deutsche Kaliproduktion sicherzustellen. Schwerpunkte bilden, wie im Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm Salz der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser festgelegt, unter anderen die Themen Salzlösungseinstapelung unter Tage sowie die Vorbereitungen zur Abdeckung der Rückstandshalden, um mittel- und langfristig den Anfall der Haldenwässer deutlich zu reduzieren. Durch die Inbetriebnahme der KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE (KKF) am Standort Hattorf des Werks Werra im Januar 2018 reduziert sich der Anfall von Salzabwasser zukünftig nochmals um rund 20%. Für die Entsorgung der dann noch anfallenden Salzabwassermenge stehen weiterhin die Entsorgungswege der Einleitung in die Werra und die Versenkung in tiefe Gesteinsschichten zur Verfügung. Reichen in Zeiten mit längerer niedriger Wasserführung der Werra beide Entsorgungswege nicht aus, so können Teilmengen der anfallenden Abwässer per LKW und/oder Bahn zu geeigneten Gruben oder Gaskavernen transportiert und dort entsorgt bzw. für Verwahrungsarbeiten genutzt werden. Die Produktion am Werk Werra im Jahr 2017 war im Vergleich zu 2016 weitestgehend abgesichert. Lediglich die außergewöhnlich niedrige Wasserführung der Werra zu Beginn des Jahres 2017 und die damit verbundenen geringen Einleitmöglichkeiten führten zu einer 25-tägigen Unterbrechung der Produktion am Standort Hattorf. ◊ ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 100 ABFALL (FESTE RÜCKSTÄNDE)Der überwiegende Teil unserer festen Abfälle ist den bergbaulichen Abfällen zuzuordnen, die bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen anfallen. Die Reduzierung der Umweltauswirkungen und der Erhalt der natürlichen Ressourcen durch erneute Überprüfung des Potenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen ist unser gruppenweites Ziel. Maßnahmen zum HaldenmanagementIm Jahr 2017 hat die K+S KALI GMBH in Deutschland 27,5 Mio. t feste Rückstände aufgehaldet (2016: 23,7 Mio. t). Die Aufschüttung von Halden erfolgt unter Beachtung der jeweiligen Standortbedingungen und der Minimierung von Umweltauswirkungen. Umfangreiche Monitoring-Programme messen und beobachten mögliche Auswirkungen der Halden. Die daraus generierten Daten stehen den Genehmigungsbehörden jederzeit zur Verfügung. Außerdem erfolgen regelmäßige Befahrungen zur Überwachung des Haldenbetriebs. Über die Planung und Umsetzung der Maßnahmen werden die Behörden jeweils ausführlich informiert. Zur langfristigen Sicherung der Kaliproduktion sind Erweiterungen der bestehenden Rückstandshalden erforderlich.
Im Zusammenhang mit den Haldenerweiterungen sind umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgesehen. Die Ausgleichsmaßnahmen umfassen langfristig ausgerichtete Projekte mit dem Ziel, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen bzw. bestehende aufzuwerten. Ersatzaufforstungen werden, wenn möglich, auf naturschutzfachlich minderwertigen Fläche durchgeführt, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu schonen. Des Weiteren werden umfangreiche Artenschutzmaßnahmen durchgeführt sowie neue Habitate in angrenzenden Gebieten geschaffen. Stillgelegte mittelgroße Althalden werden im Rahmen unserer Althaldenstrategie sukzessiv abgedeckt, um langfristige Auswirkungen auf Natur und Umwelt zu vermeiden bzw. zu verringern. ◊ ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 100 ENERGIE / KLIMADie Reduzierung des CO 2 -Fußabdrucks und die Verbesserung der Energieeffizienz zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit ist unser gruppenweites Ziel. Ein effektives Energiemanagement soll dabei zur Reduzierung von energiebedingten Umweltbelastungen wie Treibhausgasemissionen beitragen. ENERGIEEFFIZIENZAufgrund der Produktionssteigerung bei der K+S KALI GMBH in Deutschland und des Produktionsstarts des Werks Bethune in Kanada stieg der Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2017 insgesamt auf 10.836,5 GWh (2016: 9.030,8 GWh). / TAB: 2.2.5 Ein gruppenweites Konzept für das Energiemanagement wird erarbeitet. Im Januar 2017 wurde das K+S ENERGIEEFFIZIENZ NETZWERK (KEEN) gegründet. Damit leistet K+S einen freiwilligen Beitrag zu dem Vorhaben der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, 500 Energieeffizienz-Netzwerke bis 2020 zu gründen. Gleichzeitig hilft K+S mit der unternehmerischen Selbstverantwortung bei der Steigerung der Energieeffizienz, die nationalen klima- und energiepolitischen Ziele zu erreichen. Teilnehmer im KEEN sind deutsche K+S-Werke und externe Unternehmen. Im Jahr 2017 haben wir in allen deutschen Gesellschaften mit produzierenden Standorten ein nach DIN EN ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem betrieben. In allen anderen deutschen Gesellschaften führen wir regelmäßig Energieaudits nach DIN EN 16247 durch. Das Energiemanagementsystem trägt zu einer effizienteren Nutzung aller eingesetzten Energieträger und zu einer kontinuierlichen Optimierung der Energiekosten der K+S bei. Die eingesetzten Energiequellen sind je nach Standort der Bergwerke und Produktionsanlagen unterschiedlich. Die für den Betrieb unserer Kraftwerke, Trocknungs- und Siedesalzanlagen erforderliche Energie in Form von Strom und Dampf wird in Deutschland zu etwa 85% auf Basis von Erdgas erzeugt. Sechs unserer sieben deutschen Kalistandorte verfügen über eigene Kraftwerke, die ausschließlich nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben werden. Ihr Brennstoffnutzungsgrad liegt bei 90%. An Standorten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, der esco und der K+S KALI GMBH wurden Untersuchungen zur Nutzung weiterer Blockheizkrafteinheiten zur Energieeffizienzsteigerung und CO 2 -Einsparung fortgeführt und an einem Standort konkretisiert. MORTON SALT hat sich zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch bis 2020 um 20% im Vergleich zum Basisjahr 2013 zu senken. So wurden in den letzten Jahren zwei mit Kohle betriebene Standorte in den USA auf den emissionsärmeren Energieträger Gas umgerüstet. Diese Umstellung führt zur gruppenweiten Verringerung des Kohleeinsatzes. MORTON SALT untersucht daneben die Möglichkeit der Nutzung regenerativer Energiequellen - Sonne und/oder Wind - an drei Produktionsstandorten in Nordamerika und einem auf den Bahamas. Aufgrund unseres neuen Werks Bethune in Kanada und der stetig wachsenden Ausdehnung unserer untertägigen Rohstoffabbaugebiete rechnen wir insgesamt mit einem steigenden spezifischen Bedarf an Primärenergie. Denn unter sonst gleichen Bedingungen bedarf es eines kontinuierlich höheren Einsatzes sowohl von Erdgas zur Produktion der notwendigen Energie für die Bewetterung der Gruben und den Betrieb der Förderbänder unter Tage als auch von Dieselkraftstoff für den Personentransport. Hinzu kommt, dass die durchschnittlichen Wertstoffgehalte der deutschen Lagerstätten tendenziell sinken, was den spezifischen Energieeinsatz ebenfalls ansteigen lässt. ENERGIEEINSATZ NACH ENERGIEQUELLENTAB: 2.2.5
KLIMA (EMISSIONEN)Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) der Vereinten Nationen fasst den Stand der weltweiten Klimaforschung dahingehend zusammen, dass sich die globale Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche seit dem Beginn der Industrialisierung erhöht hat. Der IPCC führt diese Entwicklung auf die zunehmende Emission von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten zurück. Der Klimawandel werde sich fortsetzen, verbunden mit häufiger auftretenden Witterungsextremen. Auf politischer Ebene werden in unterschiedlichen Kontexten regional, national bis global Folgen und Anpassungsmechanismen diskutiert. Um die Erderwärmung gegenüber der vorindustrialisierten Zeit möglichst auf 1,5°C zu begrenzen, haben sich 195 Teilnehmerstaaten im Pariser Klimaabkommen auf einen Weltklimavertrag geeinigt. In der Bundesrepublik Deutschland sollen die vertraglich im Pariser Klimaabkommen definierten Ziele mittels des Klimaschutzplans 2050 umgesetzt werden. Zur Regulierung von Treibhausgasemissionen in energieintensiven Industrien trat im Jahr 2005 das EUROPÄISCHE EMISSIONSHANDELSSYSTEM (EU ETS) in Kraft. Emissionen sollen dort gesenkt werden, wo die Minderung am effizientesten ist. Die Verknappung der Rechte auf dem Markt soll zu einer Senkung des Kohlendioxidausstoßes führen. Dieses System befindet sich derzeit in der dritten Handelsperiode und wurde mehrfach überarbeitet. An einer erneuten Novellierung für die Zeit nach 2020 wird auf EU-Ebene gearbeitet. Wir betreiben aktuell 13 emissionshandelspflichtige Kraftwerke und Trocknungsanlagen in Deutschland, deren Emissionen auf Basis geltender EU-Monitoring-Leitlinien erfasst und von externen Prüfungsorganisationen verifiziert werden. Wir berichten vollständig Scope 1- und Scope 2-Treibhaus-gase angegeben in CO 2 -Äquivalenten (CO 2 e), die sich aus CO 2 sowie weiteren Treibhausgasen, umgerechnet in CO 2 , zusammensetzen. Die CO 2 e-Emissionen aus dem Verbrauch aller direkten und indirekten Energieträger im Jahr 2017 (Scope 1 und 2) betrugen 2,1 Mio. t und lagen damit auf Berechnungsgrundlage mit Emissionsfaktoren aus dem GREENHOUSE GAS PROTOCOL höher als im Vorjahr (1,7 Mio. t) entsprechend dem Energieverbrauch. / TAB: 2.2.6 GESCHÄFTSETHIKInnerhalb des Bereichs Geschäftsethik konzentrieren wir uns auf die Aspekte Bekämpfung von Korruption und Bestechung mit dem Handlungsfeld Compliance & Anti-Korruption und auf Sozialbelange mit dem Handlungsfeld Nachhaltige Lieferketten. Vor dem Hintergrund des K+S Nachhaltigkeitsprogramms 2016 - 2018 und im Zusammenhang mit unserer Materialitätsanalyse werden für die Handlungsfelder Konzepte erarbeitet und Maßnahmen abgeleitet. Ξ www.k-plus-s.com/geschaeftsethik; ◊ ,Nachhaltigkeitsmanagement', Seite 45 COMPLIANCE & ANTI-KORRUPTIONAls gruppenweites Ziel haben wir eine Null-Toleranz-Politik für Korruption und Bestechung festgelegt, um die Risiken von Haftung, Strafbarkeit, Reputationsverlust sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden. Grundlage unseres Compliance-Managementsystems sind neben unseren GRUNDWERTEN UND PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT) sowie unserem Bekenntnis zum UN GLOBAL COMPACT gruppenweite interne Regelungen. Unser Compliance-Managementsystem wird auf Seite 65 ausführlich beschrieben. ◊ ,Compliancemanagement', Seite 65 INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFGEWINNENDEN SEKTORWir engagieren uns für die internationale "INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFSEKTOR" (EITI: EXTRACTIVE INDUSTRIES TRANSPARENCY INITIATIVE) mit der Zielsetzung der Korruptionsbekämpfung. K+S ist Mitglied der sogenannten Multi-Stakeholder-Gruppe von D-EITI und engagiert sich für die Steuerung und Umsetzung in Deutschland. Durch die freiwillige Teilnahme macht K+S wie andere beteiligte Unternehmen steuerliche Ausgaben transparent und dokumentiert damit den verantwortungsvollen Umgang mit Finanzströmen. Der diesem Bericht zugrunde liegende D-EITI-Implementierungsprozess hat dabei Signalcharakter weit über den heimischen Rohstoffsektor hinaus. Der Prozess zeigt zudem, dass die Unternehmen die hohen Standards der Rechenschaftspflicht erfüllen. Dadurch wird auch ein wichtiger Beitrag zu einer Versachlichung der Debatte über Rohstoffgewinnung in Deutschland geleistet. Ξ www.d-eiti.de; Ξ www.rohstofftransparenz.de SPENDEN, SPONSORING, EHRENAMTZur Steigerung der Attraktivität unserer Standortregionen unterstützen wir ausgewählte Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur. In einer internen Richtlinie sind die Bedingungen für Spenden und Sponsoring geregelt. So spendet K+S nicht an politische Parteien einschließlich ihnen nahestehender oder zugehöriger Organisationen oder Personen. Spenden für wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke wurden im Jahr 2017 insgesamt in Höhe von knapp 2,4 Mio. € geleistet. Neben Geldspenden engagieren wir uns auch mit Sachgütern und fördern den freiwilligen Einsatz unserer Mitarbeiter für gemeinnützige Zwecke. NACHHALTIGE LIEFERKETTENIm Rahmen unseres K+S Nachhaltigkeitsprogramms 2016 -2018 bearbeiten wir das Handlungsfeld Nachhaltige Lieferketten. Unser gruppenweites Ziel ist es, von unseren Lieferanten entlang der gesamten Lieferketten eine nachhaltige Vorgehensweise einzufordern, um alle Geschäftsaktivitäten auf unsere Werte auszurichten. ◊ ,Unternehmensprofit', Seite 29 Um unser Konzept zu konkretisieren, haben wir uns im Jahr 2017 auf eine übergreifende Überprüfung des Lieferantenmanagements einschließlich einer Risikobewertung konzentriert. Ein VERHALTENSKODEX FÜR LIEFERANTEN (SUPPLIER CODE OF CONDUCT) ist entwickelt, Prozesse wurden aufgesetzt und mit der Implementierung wird in 2018 begonnen. Er deckt die Themen Menschen- und Arbeitnehmerrechte, Gesundheit und Arbeitssicherheit, Umweltaspekte und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln ab. Bei unseren Aktivitäten soll der gesamte Beschaffungsprozess von der Anfrage über die Lieferung oder Leistung bis hin zur Abrechnung beurteilt werden. Die Beurteilung der Lieferanten wird dann auch in die Gesamtkostenrechnung ("Total Cost of Ownership"-Berechnung) einfließen. Ergänzt wird diese Beurteilung durch eine Selbstauskunft, die neue Lieferanten abzugeben haben. Sollte sich herausstellen, dass ein Lieferant unsere Kriterien nicht erfüllt, werden die unternehmensintern an der Lieferkette Beteiligten sofort benachrichtigt. 99% unserer Vertragspartner stammen aus OECD-STAATEN. 2.3 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE GOVERNANCE 1Der Vorstand gibt gemäß §§ 289f sowie 315d HGB die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab, mit der Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten: Wir verfolgen das Ziel einer verantwortungsbewussten Unternehmenssteuerung und -überwachung, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse. ORGANEOrgane der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die Kompetenzen und Aufgaben dieser Organe sind im Aktiengesetz, im Mitbestimmungsgesetz, in der Satzung und in den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat geregelt. HAUPTVERSAMMLUNGDie Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Gesellschaft durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip). Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen und diesem Weisungen erteilen oder per Briefwahl abstimmen. Dies ist auch über ein elektronisches System auf unserer Internetseite möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse auch im Internet. Ξ www.k-plus-s.com/hv AUFSICHTSRATDer Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt jeweils für rund fünf Jahre. Ξ www.k-plus-s.com/corporategovernance Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensstrategie, die Planung, den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation sowie über besondere unternehmerische Chancen und Risiken. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach eingehender Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Beschlussvorlagen des Vorstands und - soweit erforderlich - zu weiteren Angelegenheiten Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Der Aufsichtsrat führt in Form eines Fragebogens im Zweijahresturnus eine Effizienzprüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Plenum wie auch in den Ausschüssen zu erhalten. ◊ ,Bericht des Aufsichtsrats', Seite 15 Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder fünf Ausschüsse gebildet:
Ξ www.k-plus-s.com/corporategovernance Gemäß der gesetzlichen Neuregelung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beträgt der Mindestanteil an Frauen und Männern im Aufsichtsrat jeweils 30%. Dem Aufsichtsrat gehören zurzeit zwei Vertreterinnen der Anteilseigner und eine Vertreterin der Arbeitnehmer an. Die nächste unter diese gesetzliche Neuregelung fallende Wahl des Aufsichtsrats findet für die Anteilseigner und für die Arbeitnehmer im Jahr 2018 statt. KOMPETENZPROFIL UND DIVERSITÄTZiel der Besetzung des Aufsichtsrats ist die Sicherstellung eines Kompetenzprofils und einer Diversität der Gremiumsmitglieder, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats erforderlich ist. Der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wird darin gefolgt, dass der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hinwirken kann; eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht ihm als Gesellschaftsorgan nicht zu. Im Jahr 2017 hat der Nominierungsausschuss unter professioneller Begleitung eines Vergütungsexperten eine Kompetenzanalyse des Aufsichtsrats durchgeführt. Im Zuge dieser Analyse wurde eine Befragung aller Anteilseignervertreter bezüglich des Soll- und Ist-Profils vorgenommen. In seiner November-Sitzung hat der Aufsichtsrat ausführlich über das Kompetenzprofil der Anteilseignervertreter beraten und ist davon überzeugt, dass die Leistung des Gremiums als Ganzes wesentlich von der Vielfalt im Expertenmix, der Qualifikation, Integrität und Unabhängigkeit abhängt. Die Kultur sollte durch Professionalität und Wertschätzung geprägt sein. Vor diesem Hintergrund umfasst das Anforderungsprofil insbesondere die nachfolgenden Aspekte:
Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein. Zur Abrundung seines Profils hat der Aufsichtsrat drei Kandidaten ausgewählt, die der Hauptversammlung 2018 zur Wahl vorgeschlagen werden. Diese drei Profile ergänzen den Aufsichtsrat in den Bereichen Technik, Sektorkompetenz Landwirtschaft, Kenntnis internationaler und für K+S relevanter Märkte sowie HR, Restrukturierungs- und Veränderungsmanagement. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die vorstehenden Zielsetzungen erfüllt sind. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2017(Stand der Angaben zu weiteren Aufsichtsratsmandaten und Konrollgremien: 31. Dezember 2017) Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer (Jahrgang 1955), Diplom-Biologe, AufsichtsratsvorsitzenderAnteilseignervertreterPensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF SE, Ludwigshafen) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2015 weitere Aufsichtsratsmandate:
weitere Kontrollgremien:
Michael Vassiliadis (Jahrgang 1964), Chemielaborant, stellv. VorsitzenderArbeitnehmervertreterVorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate:
Ralf Becker (Jahrgang 1965), GewerkschaftssekretärArbeitnehmervertreterLandesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. August 2009 weitere Aufsichtsratsmandate:
Jella S. Benner-Heinacher (Jahrgang 1960), JuristinAnteilseignervertreterinHauptgeschäftsführerin (stellv.) der DEUTSCHEN SCHUTZVEREINIGUNG FÜR WERTPAPIERBESITZ E.V., Düsseldorf Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate:
Philip Freiherr von dem Bussche (Jahrgang 1950), Diplom-KaufmannAnteilseignervertreterUnternehmer/Landwirt Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2015 weitere Kontrollgremien:
George Cardona (Jahrgang 1951), ÖkonomAnteilseignervertreterÖkonom Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2020 Erstbestellung: 9. Oktober 2009 weitere Kontrollgremien:
Wesley Clark (Jahrgang 1952), Master in Business Administration (Betriebswirtschaft)AnteilseignervertreterOPERATING PARTNER DER ADVENT INTERNATIONAL PRIVATE EQUITY GROUP, Boston, Massachusetts, USA Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 14. Mai 2013 weitere Kontrollgremien:
Harald Döll (Jahrgang 1964), EnergieanlagenelektronikerArbeitnehmervertreterVorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. August 2009 Axel Hartmann (Jahrgang 1958), EinzelhandelskaufmannArbeitnehmervertreterStellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 14. Mai 2013 Michael Knackmuß (Jahrgang 1975), Kfz-SchlosserArbeitnehmervertreterVorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 11. Juli 2014 Thomas Kölbl (Jahrgang 1962), Diplom-KaufmannAnteilseignervertreterFinanzvorstand der SÜDZUCKER AG, Mannheim Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2022 Erstbestellung: 10. Mai 2017 weitere Aufsichtsratsmandate: Konzerngesellschaften der Südzucker Group
Sonstige Gesellschaften
weitere Kontrollgremien: Konzerngesellschaften der Südzucker Group
Gerd Kübler (Jahrgang 1967), Diplom-IngenieurArbeitnehmervertreterLeiter Mining, K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. Januar 2016 Dieter Kuhn (Jahrgang 1958), BergbaumaschinistArbeitnehmervertreterErster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 7. Mai 2003 Dr. Annette Messemer (Jahrgang 1964), PolitikwissenschaftlerinAnteilseignervertreterinBereichsvorstand der COMMERZBANK AG weitere Kontrollgremien:
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 14. Mai 2013 Anke Roehr (Jahrgang 1964), IndustriekauffrauArbeitnehmervertreterinVorsitzende des Betriebsrats der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover Mitarbeiterin im Vertrieb Auftaumittel der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. April 2016 Dr. Eckart Sünner (Jahrgang 1944), JuristAnteilseignervertreterSelbständiger Rechtsanwalt in Neustadt a. d. Weinstraße Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 28. April 1992 weitere Aufsichtsratsmandate:
Ξ www.k-plus-s.com/aufsichtsrat IM JAHR 2017 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER:Dr. Ralf Bethke (Jahrgang 1942), Diplom-Kaufmann, ehem. AufsichtsratsvorsitzenderAnteilseignervertreterUnternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten) Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2017 Aufsichtsratsvorsitz seit 14. Mai 2008 Erstbestellung: 1. Juli 2007 weitere Aufsichtsratsmandate:
weitere Kontrollgremien:
AUFSICHTRATSAUSSCHÜSSEVERMITTLUNGSAUSSCHUSS
STRATEGIEAUSSCHUSS (SEIT 10. MAI 2017)
PRÜFUNGSAUSSCHUSS
PERSONALAUSSCHUSS
NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
VORSTANDDer Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Zusammenarbeit seiner Mitglieder, die Geschäftsverteilung sowie die gegenseitige Vertretung. Maßnahmen, die auch andere Verantwortungsbereiche betreffen oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den regelmäßig im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Vorstandssitzungen besprochen und Maßnahmen gegebenenfalls dort beschlossen werden; über wichtige Geschäfte und Maßnahmen ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen. Ξ www.k-plus-s.com/corporategovernance BESETZUNG DES VORSTANDS, ANFORDERUNGSPROFIL UND DIVERSITÄTDer Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die genaue Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Seit der Berufung von Herrn Dr. Lose in den Vorstand ab dem 1. Januar bis zu seinem Ausscheiden am 28. November 2017 hatte der Vorstand fünf männliche Mitglieder. Im Zeitraum vom 29. November bis zum 31. Dezember bestand der Vorstand aus vier männlichen Mitgliedern. In seiner Sitzung vom 28. November 2017 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die Umsetzung der neuen Gruppenstrategie künftig mit einem verkleinerten und neu strukturierten Vorstand voranzutreiben, der durch ein erweitertes Managementteam unterstützt wird. Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, wird gemeinsam mit Thorsten Boeckers, Finanzvorstand, und Mark Roberts in neuer Funktion als Chief Operating Officer das verkleinerte Vorstandsteam bilden. Eignungskriterien bei der Besetzung von Vorstandspositionen sind die fachliche Eignung für die Leitung des jeweiligen Ressorts, nachgewiesene Leistungen auf dem bisherigen Berufsweg sowie eine ausgeprägte Führungskompetenz. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass Vielfalt auch im Vorstand wichtig ist. So sollte der Vorstand aus Personen bestehen, die sich in Bezug auf Berufs- und Lebenserfahrung ergänzen sowie unterschiedlichen Alters sind. Darüber hinaus sollte mindestens ein Vorstandsmitglied über ausgeprägte internationale Erfahrung verfügen. Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen, ist der bis 31. Dezember 2020 vom Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT festgelegten Zielgröße von 0% im Berichtszeitraum entsprochen worden. MITGLIEDER DES VORSTANDS(Stand der Angaben zu Zuständigkeiten und Mandaten, sofern nicht anders ausgewiesen: 31. Dezember 2017) Dr. Burkhard Lohr (Jahrgang 1963), Diplom-Kaufmann, Vorsitzender (ab 12. Mai 2017)
Mandat bis 31. Mai 2020 Erstbestellung: 1. Juni 2012 Aufsichtsratsmandate:
Thorsten Boeckers (Jahrgang 1975), Bankkaufmann, Finanzvorstand
Mandat bis 11. Mai 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2017 Aufsichtsratsmandate:
Dr. Thomas Nöcker (Jahrgang 1958), Jurist, Arbeitsdirektor
Mandat bis 31. August 2018 Erstbestellung: 1. August 2003 Aufsichtsratsmandate:
Mark Roberts (Jahrgang 1963), Bachelor of Science (Marketing)
Mandat bis 30. September 2020 Erstbestellung: 1. Oktober 2012 Ξ www.k-plus-s.com/vorstand; Ξ www.k-plus-s.com/corporategovernance IM JAHR 2017 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER:Norbert Steiner (Jahrgang 1954), Jurist, Vorsitzender (bis 11. Mai 2017)
Ausgeschieden zum 11. Mai 2017 Erstbestellung: 12. Mai 2000 Aufsichtsratsmandate:
Dr. Otto Lose (Jahrgang 1971), Jurist
Ausgeschieden zum 28. November 2017 Erstbestellung: 1. Januar 2017 Aufsichtsratsmandate:
ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATDer Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Beschäftigungssituation sowie der besonderen unternehmerischen Risiken und Chancen. Darüber hinaus steht der Aufsichtsratsvorsitzende über alle wichtigen Themen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; weitere Informationen hierzu finden sich in § 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. INTERESSENKONFLIKTEInteressenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. VERMÖGENSSCHADEN-HAFTPFLICHTVERSICHERUNG (D&O)Es besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung u. a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögensschaden auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10% des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung. Die D&O-Versicherung findet auch auf Führungskräfte Anwendung. AKTIENGESCHÄFTE VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDSNach Artikel 19 Marktmissbrauchsverordnung haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offenzulegen. Im Jahr 2017 haben wir für den Aufsichtsrat keine und für den Vorstand folgende Directors' Dealings-Meldungen veröffentlicht: / TAB: 2.3.1 Ξ www.k-plus-s.com/directorsdealings Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2017 zusammen einen Anteil von weniger als 1% der Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bzw. sich darauf beziehender Finanzinstrumente. DIRECTORS' DEALINGS VORSTANDSMITGLIEDERTAB: 2.3.1
ZIELGRÖSSEN 1. UND 2. EBENE UNTERHALB DES VORSTANDSIm Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben wir Zielgrößen für den Frauenanteil in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGSELLSCHAFT bis 31. Dezember 2021 festgelegt. Per 31. Dezember 2017 konnte die Zielgröße von 13% für den Führungskreis I bedauerlicherweise nicht gehalten werden. Aufgrund von Fluktuation und einem leichten Anstieg der Gesamtzahl der Führungsfunktionen auf dieser Führungsebene beträgt der Anteil von Frauen zum Stichtag 6%. K+S strebt weiterhin eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern auf dieser Führungsebene an. Erfreulicherweise konnte im Führungskreis II die Zielgröße von 11 % mit 19% per 31. Dezember 2017 übertroffen werden. UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNGDer Sollzustand eines effektiven und gesetzeskonformen Systems zur Unternehmenssteuerung und -überwachung (Internes Kontrollsystem im weiteren Sinne) in der K+S GRUPPE ist in Ergänzung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben durch eine vom Vorstand verabschiedete Leitlinie "Unternehmenssteuerung und -überwachung in der K+S GRUPPE" definiert worden. Darin wird auch festgelegt, mit welchen regulatorischen und organisatorischen Maßnahmen die Erreichung bzw. Aufrechterhaltung dieses Sollzustands sicherzustellen ist. Mit diesem System sollen:
Die Ausgestaltung des Steuerungs- und Überwachungssystems Im Einzelnen wird durch ergänzende interne Regelungen festgelegt, für deren Erarbeitung und Kommunikation einheitliche Standards vereinbart sind. Die Einheit "Legal, GRC, Corporate Secretary", deren Leiter dem Vorstandsvorsitzenden direkt berichtet, ist dafür verantwortlich, auf Gruppenebene die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines effektiven und gesetzeskonformen Unternehmenssteuerungs und -überwachungssystems zu koordinieren. Aufgabe des zentralen Ausschusses Governance, Risk, Compliance (GRC) ist es, die generelle Eignung des Steuerungs- und Überwachungssystems regelmäßig zu analysieren und bei erkannten Schwachstellen gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen. Nachfolgend werden zunächst die sowohl für die Steuerungs- als auch die Überwachungskomponente des Systems maßgeblichen Teilsysteme Governance, Compliancemanagement, Risiko- und Chancenmanagement und Nachhaltigkeitsmanagement dargestellt. Diese ergänzen sich wechselseitig und überschneiden sich teilweise. Anschließend werden Steuerung und Überwachung erläutert. GOVERNANCE/ENTSPRECHENSERKLÄRUNGÜber die gesetzlichen Pflichten hinaus haben wir für uns Grundwerte und Prinzipien (Code of Conduct) definiert, die den Rahmen für unser Verhalten und unsere Entscheidungen verbindlich vorgeben und Orientierung für unser unternehmerisches Handeln sind. GRUNDWERTE UND PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT)Die hohe unternehmerische Kompetenz der K+S GRUPPE in ihren Geschäftsfeldern ist bei Geschäftspartnern und sonstigen Stakeholdern anerkannt. Dies gilt es zu bewahren und weiter zu entwickeln. Hierzu ist ein von Integrität und Verantwortungsbewusstsein geprägtes Handeln eines jeden Mitarbeiters erforderlich. NachhaltigkeitWir streben nach Nachhaltigkeit, denn wir bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind. Wir nehmen sich bietende Chancen wahr und gehen dabei mit Risiken sorgfältig um. IntegritätWir respektieren und unterstützen die Einhaltung der international anerkannten Menschenrechte und handeln im Einklang mit den Gesetzen der Länder, in denen wir tätig sind. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- und Kinderarbeit ab. Wir achten die Regeln des freien Wettbewerbs. Korruption in jeder Form wird von uns nicht toleriert. Wir vermeiden Interessenkollisionen und schützen das Vermögen des Unternehmens vor jedwedem Missbrauch. Wir respektieren die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen. Respekt, Fairness und VertrauenUnseren Geschäftspartnern, Mitarbeitern und sonstigen Stakeholdern begegnen wir mit Respekt und Fairness. Chancengleichheit und die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung sind für uns selbstverständlich. Wir fördern eine Arbeitsatmosphäre, die einen offenen Gedankenaustausch und einen vertrauensvollen Umgang miteinander ermöglicht. Kompetenz und KreativitätWir ergreifen Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Kompetenz, Leistungsbereitschaft und Motivation unserer Mitarbeiter. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, ihre Kreativität für den Erfolg des Unternehmens einzubringen. Wir vergüten unsere Mitarbeiter marktgerecht und leistungsbezogen auf der Basis von Gehaltsstrukturen, die sich am wirtschaftlichen Erfolg orientieren. Als weltweit tätiges Unternehmen haben wir erkannt, dass interkulturelle Kompetenz ein wichtiger Faktor für unseren dauerhaften Erfolg ist. Wir bauen interkulturelle Kompetenzen gezielt aus. TransparenzWir stellen unseren Mitarbeitern, den Aktionären, dem Kapitalmarkt, den Medien und anderen Stakeholdern umfassende, wahrheitsgetreue und verständliche Informationen zur Verfügung. Weitere wichtige gruppenweit geltende Regelungen sind unsere Leitlinien "Führung in der K+S GRUPPE", "Organisation der K+S GRUPPE" und "Unternehmenssteuerung und -überwachung in der K+S GRUPPE". Jede organisatorische Einheit der K+S GRUPPE ist verpflichtet, unter Beachtung der Regelungen übergeordneter Einheiten die zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Steuerung und Überwachung notwendigen konkretisierenden Regelungen für ihren Verantwortungsbereich zu erlassen. Die Inhalte von (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen sowie regulatorischen Standards (= Regelwerke Dritter, zu deren Beachtung und Umsetzung sich die K+S GRUPPE oder Teile davon verpflichtet haben) stehen internen Regelungen gleich; dies gilt u. a. für den Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit Vorstand und Aufsichtsrat nicht gemeinsam Abweichungen von dessen Empfehlungen oder Anregungen beschlossen haben. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben im Dezember 2017 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben: "Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex im Jahr 2017 wie folgt entsprochen wurde:
Im Jahr 2018 wird den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit Ausnahme der Empfehlungen der Ziffern 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 (Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder) und 5.4.1 Absatz 2 Satz 2 (Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder sowie einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat) entsprochen werden. Wir halten die Festlegung von starren Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie von Regelgrenzen für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat weder für notwendig noch für zweckmäßig, da die Eignung zur Ausübung der jeweiligen Organtätigkeit nicht per se mit dem Erreichen eines bestimmten Alters oder einer bestimmten Zugehörigkeitsdauer endet, sondern allein von den jeweiligen individuellen Fähigkeiten abhängig ist. Auch angesichts der demografischen Entwicklung stehen insbesondere Altersgrenzen im Widerspruch zu dem generellen Interesse der Gesellschaft, ihre Organe bestmöglich zu besetzen. Das Vergütungssystem des Vorstands ist im Jahr 2017 nicht geändert worden, sodass es der neuen Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 3 ab dem 24. April 2017 nicht mehr entsprach. Durch eine Anpassung ab dem 1. Januar 2018 wird der Empfehlung im Jahr 2018 entsprochen.
Kassel, im Dezember 2017" COMPLIANCEMANAGEMENTUnser gruppenweites Compliancemanagementsystem schafft die Voraussetzungen dafür, dass das jeweils geltende Recht sowie unsere internen und diesen gleich stehenden Regelungen gruppenweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Strafbarkeits- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstöße verfolgt und geahndet werden. Ξ www.k-plus-s.com/corporategovernance Der Vorstand hat den Leiter der Einheit "Legal, GRC, Corporate Secretary" mit der Funktion des Chief Compliance Officers und der Aufgabe betraut, für das Vorliegen eines effektiven und gesetzeskonformen Compliancemanagementsystems in der K+S GRUPPE Sorge zu tragen. Er berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und leitet den zentralen Compliance-Ausschuss, dem die Compliance-Beauftragten der Geschäftsbereiche sowie die Leiter Compliance-relevanter Zentralfunktionen der Gesellschaft angehören (z. B. Interne Revision, Recht, Personal). Dieser hat zur Aufgabe, allgemeine Themen des Compliance-Managements zu beraten und gruppenweit abzustimmen sowie die generelle Eignung des Compliance-Management-Systems regelmäßig zu analysieren und bei erkanntem Handlungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen. Jeder Mitarbeiter wird mit den gruppenweit geltenden Grundwerten und Prinzipien sowie den sich daraus ableitenden internen Regelungen (z. B. "Compliance-Management in der K+S GRUPPE", "Spenden und Sponsoring in der K+S GRUPPE" und "Gewährung und Annahme von Geschenken, Einladungen und sonstigen Zuwendungen") vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden Schulungen für potenziell betroffene Mitarbeiter statt (z. B. Kartellrecht, Antikorruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Umweltschutz, Arbeitssicherheit). Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich intern Rat in Compliance-relevanten Angelegenheiten zu holen (z. B. bei den Rechtsabteilungen oder Compliance-Beauftragten). Außerdem haben wir externe Hotlines (Ombudsleute) zur - wenn gewünscht, auch anonymen - Meldung von Compliance-Verstößen eingerichtet. RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENTDas Risiko- und Chancenmanagementsystem verfolgt das Ziel, in der gesamten K+S GRUPPE Risiken und Chancen rechtzeitig zu identifizieren, deren finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sowie deren nichtfinanzielle Auswirkungen zu bewerten und Maßnahmen zur Vermeidung/Verminderung der Risiken bzw. zur Nutzung der Chancen zu ergreifen und dadurch die Sicherung des nachhaltigen Unternehmenserfolgs unterstützen zu können. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne und externe Berichterstattung über Risiken und Chancen sichergestellt werden. Insoweit gelten folgende Grundsätze:
Eine gruppenweit geltende Richtlinie regelt die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten, den Risiko- und Chancenmanagementprozess selbst und definiert die Anforderungen an die Risiko- und Chancenberichterstattung. Der zentrale Ausschuss Risiko- und Chancenmanagement hat die Aufgabe, allgemeine Themen des Risiko- und Chancenmanagements zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Weiterhin soll er die generelle Eignung des Risiko- und Chancenmanagementsystems regelmäßig analysieren und bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aussprechen. Eine detaillierte Beschreibung des Prozesses zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken und Chancen, eine Darstellung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente (IFRS 7) sowie der bedeutenden Risiken und Chancen befinden sich im Risiko- und Chancenbericht ab Seite 100. NACHHALTIGKEITSMANAGEMENTDas unternehmerische Handeln der K+S GRUPPE ist auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet. Um auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sind auch ökologische und soziale Aspekte angemessen zu berücksichtigen; daher sind sie integraler Bestandteil unserer Strategie. Aus diesem Grund werden im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements ökologische und soziale Themen sowie gesellschaftliche Trends frühzeitig und systematisch identifiziert und bewertet. Die Einbeziehung der als relevant erachteten Aspekte in die Managementprozesse soll helfen, das bestehende Geschäft zu fördern, neue Geschäftschancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren. ◊ ,Nachhaltigkeitsmanagement', Seite 45 Einem ganzheitlichen Ansatz folgend ist das Nachhaltigkeitsmanagement in die Einheit "Legal, GRC, Corporate Secretary" integriert. Aufgabe der Einheit ist es insoweit, effektive Strukturen zur Erfassung und Bearbeitung von Nachhaltigkeitsthemen bei der K+S GRUPPE zu schaffen, ferner generelle Nachhaltigkeitsanforderungen von bzw. an die K+S GRUPPE zu erfassen, zu analysieren und zu priorisieren sowie Vorschläge an den Vorstand für die Festlegung von gruppenweiten Nachhaltigkeitszielen zu erarbeiten. Der zentrale Nachhaltigkeitsausschuss hat die Aufgabe, Nachhaltigkeitsthemen zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Er analysiert regelmäßig die generelle Eignung des Nachhaltigkeitsmanagement-Systems zur Erreichung der beschriebenen Zielsetzungen und spricht bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aus. Im Jahr 2017 ist der Ausschuss zweimal zusammen gekommen, um u. a. das K+S Nachhaltigkeitsprogramm 2016 - 2018 zu vertiefen, die Nachhaltigkeitsziele zu definieren und über die Materialitätsanalyse zu beraten. ◊ ,Nachhaltigkeitsstrategie', Seite 77 STEUERUNGRahmenvorgabe und generelle Zielsetzung für die Steuerung der K+S GRUPPE ergeben sich aus Mission und Vision, welche im Kapitel "Unternehmensstrategie" auf Seite 75 beschrieben sind. Basis für die Erfüllung der Mission ist die durch den Vorstand festgelegte Gruppenstrategie. Zu deren Umsetzung werden auf der Grundlage eines regelmäßigen Dialogs des Vorstands mit den Leitern der ihm direkt unterstellten Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie dem Management der wesentlichen Gruppengesellschaften Teilziele und -strategien, Prozesse und Maßnahmen festgelegt, die wiederum in einem kaskadierenden Prozess auf die jeweils nachgeordneten organisatorischen Ebenen heruntergebrochen werden. Deren jeweils relevanter Inhalt wird durch die Vorgesetzten an die betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Qualität der Definition von Zielen ist entscheidend für ihre Erreichbarkeit und Überprüfbarkeit. Daher müssen sie spezifiziert, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein und dürfen nicht im Widerspruch zu anderen Zielen stehen. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen bedürfen der Zustimmung des Gesamtvorstands bzw. des für die betroffene Einheit/Gruppengesellschaft zuständigen Vorstandsmitglieds. Wesentliche Steuerungsinstrumente sind die Mittelfristplanung sowie die rollierende Monatsplanung. Die Mittelfristplanung der K+S GRUPPE umfasst einen Planungszeitraum von drei Jahren und setzt sich aus der Jahresplanung des kommenden Geschäftsjahres und der Planung der beiden Folgejahre zusammen. Hierbei werden in zahlreichen Teilprozessen und unter zentraler Vorgabe der wichtigsten Planungsprämissen wesentliche Kennzahlen durch die Geschäftsbereiche und Einheiten geplant. Vom Zentralcontrolling werden die Mittelfristplanungen der Einheiten zur konsolidierten operativen Planung sowie zur Personal-, Investitions- und Finanzplanung der K+S GRUPPE zusammengefasst und dem Vorstand erläutert. Nach erfolgter Billigung legt der Vorstand die Jahresplanung dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vor und erläutert die Planung der beiden Folgejahre. Nach Aufstellung des Konzernabschlusses erhalten Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen eines Plan-/Ist-Vergleichs einen detaillierten Überblick über die wesentlichen Abweichungen zur Jahresplanung des abgelaufenen Geschäftsjahres der K+S GRUPPE. Die rollierende Monatsplanung setzt auf der genehmigten Jahresplanung auf. Hierbei werden monatlich alle wichtigen Kennzahlen, wie z. B. Umsatz, Ergebnis, Finanzlage und Investitionen für das laufende Geschäftsjahr von den in den Konzernabschluss einzubeziehenden Einheiten hochgeschätzt und vom Zentralcontrolling konsolidiert. Dabei fließen sukzessive die vorliegenden Ist-Werte und neue Erkenntnisse über die Geschäftsentwicklung in die Hochschätzung ein. Wesentliche Prämissen werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Abweichungen werden im Rahmen der rollieren-den Monatsplanung analysiert und bewertet und dienen der Steuerung des operativen Geschäfts. Dem Vorstand wird die konsolidierte rollierende Monatsplanung der K+S GRUPPE in schriftlicher und mündlicher Form erläutert. FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLENDie Steuerung erfolgt anhand der folgenden wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen:
◊ ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 205; ◊ ,Glossar', Seite 210 Die Steuerung der Aktivitäten unserer operativen Einheiten erfolgt auf Basis der genannten Steuerungskennzahlen. Dabei haben sich die wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen gegenüber den Vorjahren leicht verändert. Fortan steuern wir das Unternehmen insbesondere über die Ergebnisgröße EBITDA, sodass das EBIT I mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2018 als wesentliche finanzielle Steuerungskennzahl entfällt. Aufgrund unserer letztjährigen Investitionen in Kanada und der sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf die Abschreibungen ist das EBIT I im Zeitverlauf nicht mehr direkt vergleichbar. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Kommunikation zu SHAPING 2030 die Relevanz des EBITDA als vorrangige Steuerungsgröße unterstrichen. So haben wir nicht nur eine EBITDA-Ambition für das Jahr 2030 formuliert, auch das sogenannte Short Term Incentive (STI) als variable Komponente der Vergütung von Vorstand und außertariflichen Mitarbeitern basiert seit Beginn des laufenden Geschäftsjahrs auf dem EBITDA. Weiterhin sehen wir die Investitionen nicht länger als wesentliche Steuerungskennzahl an. Die Phase hoher Investitionen (im Wesentlichen in das neue Werk Bethune) ist beendet, sodass der Fokus nun primär auf der Reduzierung des Verschuldungsgrads liegt. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns auf die wesentliche Steuerungsgröße Bereinigter Freier Cashflow. ◊ ,Vergütungsbericht', Seite 122
1 Bereinigt um den erfolgsneutralen
Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten
Eigenleistungen. Die Berechnung der Kennzahl ,EBITDA'
findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 83.
Zur Überprüfung der finanziellen Zielsetzung nutzen wir zudem die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE), deren Relevanz im Rahmen der Kommunikation zu SHAPING 2030 nochmals betont wurde. Aus dem ROCE leiten wir mithilfe des gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab, der Eingang in die variable Vergütung von Vorstand und außertariflichen Mitarbeitern findet. Auch die Kennzahl "Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt", die Basis für die Dividendenvorschläge, ist wesentlich für die Steuerung des Unternehmens. Der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf auf Seite 80 beinhaltet u. a. die genannten Steuerungskennzahlen. Eine Darstellung und Beschreibung der Entwicklung der Ertragskennzahlen in den letzten fünf Jahren befindet sich im Kapitel Ertragslage' auf Seite 87 und des Cashflows im Kapitel ,Finanzlage' auf Seite 90. Weitere für die K+S GRUPPE relevante finanzielle sowie nichtfinanzielle Kennzahlen sind neben den Umsatzerlösen und der Gesamtkapitalrendite auch Absatzmengen, Durchschnittserlöse sowie die Zahl der Mitarbeiter. Auch das operative Ergebnis EBIT I sowie die Investitionen, welche zwar nicht mehr als wesentliche finanzielle Steuerungskennzahlen fungieren, finden dennoch weitere Beachtung. All diese Kennzahlen werden jedoch nicht als wesentliche Steuerungskennzahlen im Sinne des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) 20 betrachtet. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENIm Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements werden Anforderungen der bzw. an die K+S GRUPPE erfasst, analysiert und priorisiert, um spezifische Nachhaltigkeitsziele für Teilbereiche (Standorte, Gesellschaften, Produktsegmente etc.) festzulegen. So wurden für die K+S GRUPPE in 2017 Zielaussagen im Nachhaltigkeitsmanagement getroffen. ◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 45 ÜBERWACHUNGDas Überwachungssystem soll die Erreichung der im Rahmen des Steuerungssystems entwickelten Vorgaben des Managements sowie die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen (Internes Kontrollsystem im engeren Sinne) sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen. Prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen: Das für einen internen Prozess verantwortliche Management hat die für die gesetzeskonforme und den internen Regelungen entsprechende Zielerreichung bestehenden Risiken zu identifizieren und analysieren. In Abhängigkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos sind vorgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch welche der Eintritt des Risikos verhindert werden soll. Ferner sind nachgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch die aufgetretene Fehler/realisierte Risiken möglichst umgehend aufgedeckt werden sollen mit dem Ziel, entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen zu treffen. Abhängig von der Wesentlichkeit des jeweiligen Prozesses und seiner Risiken sind die durchgeführte Risikoanalyse, die festgelegten Kontrollen sowie die ausgeführten Maßnahmen zu dokumentieren. Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen werden von der internen Revision durchgeführt. Über diese Prüfungen werden Berichte mit zusammengefassten Prüfungsergebnissen erstellt und dem jeweils verantwortlichen Management vorgelegt, um dieses bei der Beurteilung der generellen Eignung und tatsächlichen Wirksamkeit des Steuerungs- und Überwachungssystems zu unterstützen. Regelmäßig überprüft werden z. B. die Funktionsfähigkeit des Risiko- und Chancenmanagementsystems und des Compliancemanagementsystems. Extern erfolgen prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen u. a. im Zusammenhang mit den Abschlussprüfungen sowie in Form von IT-Penetrationstests. KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (§ 289 ABS. 4 BZW. § 315 ABS. 4 HGB)/ABSCHLUSSPRÜFUNGFür den Konzernabschluss der Gesellschaft werden die Internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS angewendet. Die Regelungen für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach IFRS geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor. Zusätzlich stellen wir detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue externe Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, durch eine interne Richtlinie in den Rechnungslegungsprozessen umgesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die Einzelabschlüsse der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und deren inländische Tochtergesellschaften nach den deutschen handelsrechtlichen Regelungen und ergänzenden Vorschriften sind in Buchungsanweisungen dokumentiert. Alle Mitarbeiter werden ihren Aufgaben entsprechend ausgebildet und insbesondere bezüglich Änderungen in den Vorschriften oder den Prozessen regelmäßig geschult. Wir verfügen über eine gruppenweite IT-Plattform für alle wesentlichen Gesellschaften, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und standardisierte maschinelle Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Vereinheitlichung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen und Kontrollmechanismen. Bilanzielle Bewertungen, wie z. B. die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, werden diese durch externe Gutachter durchgeführt. Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten über eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt. Neben der bestehenden internen Überwachung werden die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Prüfung der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision. Darüber hinaus prüft der unabhängige Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems im engeren Sinne. Die Abschlussprüfung für das Jahr 2017 wurde von der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, HANNOVER (vormals DELOITTE & TOUCHE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, HANNOVER) durchgeführt. Sie bzw. ihre Vorgängergesellschaften, führt die Abschlussprüfungen seit 1972 durch. Der unmittelbar verantwortliche Wirtschaftsprüfer war WP/StB Dr. Christian H. Meyer. Das gesamte Mandat wurde von Herrn WP/StB Heiner Kompenhans als verantwortlichem Partner betreut. Die DELOITTE GMBH hat die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erteilung des Prüfungsauftrags erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses an den gewählten Abschlussprüfer. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind. ANGABEN NACH § 289A ABS. 1 BZW. § 315A ABS. 1 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS GEMÄSS § 176 ABS. 1 SATZ 1 AKTGZIFFER 1: ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALSDas Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ¡st in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen. ZIFFER 2: BESCHRÄNKUNGEN DER STIMMRECHTE ODER DER ÜBERTRAGUNG VON AKTIENJede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt. ZIFFER 3: DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN ÜBER 10% AM KAPITALUns sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10% am Grundkapital gemeldet worden. ZIFFER 4: INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHENEs gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. ZIFFER 5: STIMMRECHTSKONTROLLE BEI BETEILIGUNG VON ARBEITNEHMERN AM KAPITALEs existieren keine Stimmrechtskontrollen. ZIFFER 6: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGENBestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen. Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i.V.m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen. ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN ERMÄCHTIGUNGEN ZUR SCHAFFUNG EINES NEUEN GENEHMIGTEN KAPITALS BZW. GENEHMIGTEN KAPITALS II MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄREDer Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Bei Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital II ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Ξ www.k-plus-s.com/hv2015einladung; Ξ www.k-plus-s.com/hv2016einladung Der Vorstand ist sowohl für das genehmigte Kapital als auch für das genehmigte Kapital II ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils insgesamt 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien) in den folgenden Fällen auszuschließen:
Von den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand insgesamt nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 10% des Grundkapitals nicht überschreitet (10%-Grenze), und zwar weder zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigungen noch zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung. Sofern während der Laufzeit des genehmigten Kapitals bzw. des genehmigten Kapitals II bis zu der jeweiligen Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 10%-Grenze anzurechnen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital II festzulegen. Durch die dem Vorstand bis zum 11. Mai 2020 bzw. 10. Mai 2021 eingeräumte Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung mit begrenztem Bezugsrechtsausschluss durchzuführen (genehmigtes Kapital bzw. genehmigtes Kapital II), wird der Gesellschaft ein weit verbreitetes Instrument an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe zum Beispiel sich bietende Gelegenheiten zur Durchführung von Akquisitionen schnell und flexibel genutzt werden können. Der Vorstand darf von dieser Möglichkeit nur dann Gebrauch machen, wenn der Wert der neuen Aktien und der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen. ERMÄCHTIGUNG ZUR AUSGABE VON WANDEL- UND OPTIONSSCHULDVERSCHREIBUNGEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE NEBST GLEICHZEITIGER SCHAFFUNG EINES BEDINGTEN KAPITALSErmächtigung zur Ausgabe von Wandel- und OptionsschuldverschreibungenDer Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/ oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu 750.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der bei Wandlung auszugebenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen. Ξ www.k-plus-s.com/hv2015einladung Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert bei Ausgabe der Schuldverschreibung - in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Schuldverschreibungen können auch durch Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, für die Gesellschaft die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern bzw. Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren oder ihnen aufzuerlegen. Die Anleiheemissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden. Den Aktionären der Gesellschaft steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht für die folgenden Fälle ganz oder teilweise auszuschließen:
Die vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts gelten insgesamt nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Im Falle der Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht können die Gläubiger ihre Schuldverschreibungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umtauschen. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft. Das Umtauschverhältnis kann sich auch durch Division des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft ergeben. Das Umtauschverhältnis kann in jedem Fall auf eine ganze Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung festgelegt werden. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen. Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Optionsschuldverschreibung nicht übersteigen. Der jeweils festzusetzende Wandlungs- bzw. Optionspreis für eine Aktie der Gesellschaft (Bezugspreis) muss entweder mindestens 80% des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder mindestens 80% des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der Tage, an denen die Bezugsrechte an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, mit Ausnahme der beiden letzten Börsenhandelstage des Bezugsrechtshandels, entsprechen. Bei mit Optionsrechten bzw. Wandlungsrechten oder -pflichten verbundenen Schuldverschreibungen können im Fall der wirtschaftlichen Verwässerung des Werts der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten unbeschadet des § 9 Abs. 1 AktG die Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten nach näherer Bestimmung der Anleihebedingungen wertwahrend angepasst werden, soweit die Anpassung nicht schon durch Gesetz geregelt ist. Die Anleihebedingungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung oder anderer außerordentlicher Maßnahmen beziehungsweise Ereignisse (wie zum Beispiel Kontrollerlangung durch Dritte, ungewöhnlich hohe Dividenden) eine wertwahrende Anpassung der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte/ -pflichten vorsehen. Die Anleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem früheren Zeitpunkt) begründen oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der mit einem Wandlungs- oder Optionsrecht verbundenen Schuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Anleihebedingungen können weiter jeweils festlegen, dass die Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital in bereits existierende Aktien der Gesellschaft gewandelt werden können oder das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann. Schließlich können die Anleihebedingungen vorsehen, dass im Falle der Wandlung die Gesellschaft den Wandlungsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern einen Geldbetrag zahlt, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der K+S-Aktien im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der zehn Börsenhandelstage nach Erklärung der Wandlung oder der Optionsausübung entspricht. Der Vorstand ist ermächtigt, im Rahmen der vorstehend beschriebenen Vorgaben mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit, Stückelung, Verwässerungsschutz und den Wandlungs- bzw. Optionszeitraum festzusetzen bzw. im Einvernehmen mit den Organen der die Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen begebenden Beteiligungsgesellschaften festzulegen. Bedingte KapitalerhöhungDas Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung bis zum 11. Mai 2020 von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden. Die Ausgabe der neuen Stückaktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis wie vorstehend beschrieben. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegeben wurden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen, oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen mit Wandlungspflicht ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen, oder soweit die Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Stückaktien vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teilnehmen, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung einer bedingten Kapitalerhöhung festzulegen. Die Begebung von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen kann zusätzlich zu den klassischen Möglichkeiten der Fremd- und Eigenkapitalaufnahme die Möglichkeit bieten, je nach Marktlage attraktive Finanzierungsalternativen am Kapitalmarkt zu nutzen. Aus Sicht des Vorstands besteht ein Interesse der Gesellschaft, dass auch ihr diese Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Die Emission von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen ermöglicht die Aufnahme von Kapital zu attraktiven Konditionen. Die erzielten Wandel-bzw. Optionsprämien kommen der Kapitalbasis der Gesellschaft zugute und ermöglichen ihr so die Nutzung günstiger Finanzierungsmöglichkeiten. Die ferner vorgesehene Möglichkeit, neben der Einräumung von Wandel- und/oder Optionsrechten auch Wandelpflichten zu begründen, erweitert den Spielraum für die Ausgestaltung dieses Finanzierungsinstruments. Die Ermächtigung gibt der Gesellschaft die erforderliche Flexibilität, die Schuldverschreibungen selbst oder über unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaften zu platzieren. Durch die Möglichkeit, das Bezugsrecht auszuschließen, erhält die Gesellschaft die Möglichkeit, günstige Börsensituationen rasch wahrnehmen und eine Schuldverschreibung schnell und flexibel zu attraktiven Konditionen am Markt platzieren zu können. ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB UND ZUR VERWENDUNG EIGENER AKTIEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄREDer Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10% der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder im Wege einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots. Bei einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung der Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann das Volumen des Angebots bzw. der Aufforderung begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots bzw. die Verkaufsangebote dieses Volumen überschreiten, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. Ξ www.k-plus-s.com/hv2015einladung Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden oder wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden:
Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Sofern während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, darf die Summe der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen oder veräußerten Aktien 10% des Grundkapitals nicht überschreiten. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben werden oder wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 zweiter Halbsatz AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen. Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z. B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Darüber hinaus soll es der Gesellschaft ermöglicht werden, die Aktien auch zur Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen zu verwenden. Es kann zweckmäßig sein, anstelle neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung ganz oder teilweise eigene Aktien zur Erfüllung der Wandlungs- oder Optionsrechte einzusetzen. Durch die Verwendung eigener Aktien wird die Verwässerung der Anteile der Aktionäre, wie sie bei einem Einsatz des bedingten Kapitals eintreten würde, ausgeschlossen. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Alternative zu deren Verwendung im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar. ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHENK+S hat im Jahr 2013 eine syndizierte Kreditlinie über 1 Mrd. € vereinbart. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Auch bei den von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT emittierten Anleihen sowie bei den begebenen Schuldscheindarlehen haben die jeweiligen Gläubiger im Fall eines Kontrollwechsels das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Anleihen bzw. Schuldscheindarlehen zu kündigen. Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen. ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SINDDerartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf Seite 129 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre. 2.4 UNTERNEHMENSSTRATEGIEIm Oktober 2017 stellten wir unsere Vision einer erfolgreichen K+S GRUPPE im Jahr 2030 und die damit verbundene neue Unternehmensstrategie SHAPING 2030 vor. Im Mai nahmen das neue Vorstandsteam und der neue Aufsichtsratsvorsitzende jeweils ihre Arbeit auf. Es war also genau der richtige Zeitpunkt, sich intensiv mit der zukünftigen strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe zu beschäftigen - insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass sich Markt und Wettbewerb verändern und die Megatrends immer größeren Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von K+S haben. Aufsichtsrat und Vorstand war eine langfristige Betrachtungsweise wichtig, um frühzeitig die Weichen für Veränderung und Wachstum stellen zu können. Es gab keine Denkverbote, alles wurde auf den Prüfstand gestellt. Es sollten die Interessen unserer Stakeholder - Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre und Gesellschaft - berücksichtigt werden. Als Ergebnis eines intensiven sechsmonatigen Analyse- und Entwicklungsprozesses haben wir unseren Stakeholdern im Oktober 2017 unsere Vision einer erfolgreichen K+S GRUPPE im Jahr 2030 und die damit verbundene neue Unternehmensstrategie SHAPING 2030 vorgestellt. Auch die Mission wurde neu erarbeitet. Sie verdeutlicht, was uns bei K+S jeden Tag antreibt und welchen Beitrag wir durch unsere Tätigkeit leisten wollen. Sie unterstreicht zudem, dass Nachhaltigkeit in unserer Geschäftstätigkeit eine wesentliche Rolle spielt. Unsere Mission: Wir bereichern das Leben durch die nachhaltige Förderung und Veredelung von Mineralien zu unverzichtbaren Produkten für Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. Unsere Vision zeigt, wohin wir gehen und wer wir in 2030 sein wollen. Sie ist unser Leitbild. Unsere Vision: Wir werden der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein und unser EBITDA bis 2030 auf 3 Mrd. € steigern. Hierzu werden wir
Ξ www.k-plus-s.com/vision Unsere Organisation: Wir werden eine One K+S, die den Kunden in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt und sich auf ihre vier Kundensegmente ausrichtet, ihre Rohstoff- und Produktionsbasis konsequent weiterentwickelt und sowohl organische als auch Wachstumsoptionen durch Akquisitionen nutzt - unterstützt durch Megatrends. Dieses Portfolio bietet allen Stakeholdern langfristig das höchste Wertschöpfungspotenzial unter Berücksichtigung eines ausgeglichenen Chancen- und Risikoprofils. Unsere Ambitionen: Es ist uns wichtig, den Erfolg unserer Strategie messbar zu machen: 3 Mrd. € EBITDA mit einer Kapitalrendite (ROCE) von mindestens 15% und einem Portfolio, welches nach 2030 ein Umsatzwachstum von mindestens 4% p. a. erzielen kann. Diese Kennzahlen zeigen das Potenzial, das wir in der K+S GRUPPE sehen, definieren aber auch den Anspruch an uns selbst. Gut zwei Drittel des Wachstums wollen wir allein mit der Weiterentwicklung des bestehenden Geschäfts sowie der Optimierung von Organisation und Prozessen erreichen. Den Weg vom Status quo zur Realisierung unserer Vision beschreibt unsere Strategie SHAPING 2030. UNSERE STRATEGIESHAPING 2030 ist eine auf unseren Fähigkeiten und Stärken basierte Unternehmensstrategie. Bei der Exploration und Verarbeitung von Mineralien verfügen wir über weltweit anerkanntes Know-how und auch in der Entwicklung neuer Märkte haben wir große Erfahrung. Diese Stärken werden wir nutzen, um unser Bestandsgeschäft konsequent weiterzuentwickeln und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Dabei setzen wir insbesondere auf die Chancen der für uns relevanten Megatrends wie Ressourcenknappheit, Verstädterung, klimatische Veränderungen und Digitalisierung. Unsere Strategie berücksichtigt unsere bestehenden finanziellen, geschäftlichen sowie strukturellen Herausforderungen. Mit SHAPING 2030 haben wir den Grundstein gelegt, um unser Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eröffnen sich neue Entwicklungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Ξ www.k-plus-s.com/strategie Die Umsetzung unserer Strategie erfolgt in zwei Phasen: / ABB: 2.4.1 1. TRANSFORMATIONSPHASE BIS 2020Bis 2020 werden wir uns auf unsere vier Kundensegmente - Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden -ausrichten. Dazu werden wir die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte und Salz im Sinne einer "One Company" stärker integrieren. Dies ist eine wichtige Voraussetzung zur Stärkung der Kundenorientierung und ermöglicht uns, unser Produktportfolio systematischer zu entwickeln und Synergien im Bestandsgeschäft zu heben. Diese sollen zum Großteil in den Bereichen Produktion, Digitalisierung, Verwaltung, Einkauf und Logistik erzielt werden. Dadurch wird K+S einen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. € p. a. ab Ende 2020 erzielen. Die Umsetzung unserer Synergiemaßnahmen, rückläufige Investitionen und das Hochfahren unserer kanadischen Produktion werden dazu führen, dass K+S ab dem Jahr 2019 wie der einen positiven freien Cashflow generieren wird. Der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/EBITDA) soll bis 2020 im Vergleich zum Halbjahresfinanzbericht 2017 halbiert werden. Für das Jahr 2023 streben wir an, die Voraussetzungen für ein Investment Grade-Rating wieder zu erfüllen. Die Stärkung der finanziellen Basis bildet dabei die Voraussetzung für zukünftiges Wachstum. Die konsequente Ausrichtung auf unsere Kunden und die Entwicklung des Unternehmens zur "One Company" ist eine Herausforderung für K+S. Dies bedeutet auch einen Kulturwandel, denn die Art, wie wir unser Geschäft führen und wie wir zusammenarbeiten, wird sich deutlich verändern. Diesen Wandel werden wir aktiv gestalten und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch entsprechend befähigen. Unser Ziel aus dem Jahr 2015, im Jahr 2020 ein Konzern-EBITDA von rund 1,6 Mrd. € erreichen zu können, halten wir seit Mitte 2017 nicht mehr für realistisch. Die Prämisse war unsere damalige Preisannahme für Kaliumchlorid von rund 330 USD/t (MOP Brazil gran cfr pink). Obwohl der aktuelle Preistrend in die richtige Richtung zeigt, werden unsere damaligen Vorstellungen wahrscheinlich nicht erreicht werden. 2. WACHSTUMSPHASE 2020 BIS 2030Für die Wachstumsphase bis zum Jahr 2030 haben wir einen klaren Fahrplan mit Entwicklungszielen und starken Wachstumsoptionen entwickelt. Das operative Ergebnis soll gestärkt werden, zudem soll die Abhängigkeit von externen Faktoren wie dem Wetter oder dem Weltmarktpreis für Kaliumchlorid (MOP) und damit die Volatilität des operativen Ergebnisses reduziert werden. Daher setzen die Wachstumsmöglichkeiten darauf, das Spezialitätengeschäft sowie neue Geschäftsfelder, z. B. Fertigation, auszubauen. Auch wollen wir das Geschäft in wachstumsstarken Regionen wie Asien und Afrika erweitern. Dazu werden wir beispielsweise gemeinsam mit regional ansässigen Partnern aus der Landwirtschaft eine neue Handelsplattform in Afrika aufbauen. Im Bereich Industrie wollen wir u. a. unser Produktportfolio stärken und unser Angebot für die Pharmaindustrie ausweiten. WIR SETZEN UNSERE STRATEGIE IN ZWEI PHASEN UMABB: 2.4.1
AUSBLICKFür die strukturierte Umsetzung unserer Strategie wurde im Oktober 2017 ein umfassendes Programmmanagement aufgesetzt und als einer der ersten Schritte wurde mit der Validierung der identifizierten Synergiepotenziale begonnen. Im November 2017 wurde als erster wichtiger Schritt der neuen Ausrichtung die Neustrukturierung und Verkleinerung des Vorstands von fünf auf zunächst vier und künftig drei Vorstandsmitglieder sowie die Bildung eines erweiterten Managementteams beschlossen. NACHHALTIGKEITSSTRATEGIENachhaltigkeit ist ein wichtiger Bestandteil unserer neuen Strategie. In all unseren strategischen Entscheidungen streben wir danach, ökologische, soziale und ökonomische Aspekte für einen langfristigen, nachhaltigen Erfolg zu integrieren. Wir haben uns ambitionierte Ziele zu unterschiedlichen Handlungsfeldern in den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik gesetzt. Nachhaltigkeit bietet uns die Chance, unser Unternehmen durch innovative Veränderungen zu führen. Dies hilft uns, unser bestehendes Geschäft voranzutreiben, neue Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen und Risiken zu minimieren. Nachhaltigkeit bedeutet für uns Zukunftsfähigkeit. Ξ www.k-plus-s.com/nachhaltigkeit Informationen zum K+S Nachhaltigkeitsmanagement, den verschiedenen Handlungsfeldern sowie den in diesem Rahmen definierten Zielen finden sich in der zusammengefassten Nichtfinanziellen Erklärung auf Seite 45. ◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 45 KUNDENSEGMENTE/ ABB: 2.4.2 KUNDENSEGMENTEABB: 2.4.2LandwirtschaftWir helfen Landwirten bei der Sicherung der Welternährung.
IndustrieWir bieten Lösungen für Industrieunternehmen.
VerbraucherWir bereichern das Leben der Verbraucher auf den Gebieten Lebensmittel, Wasserqualität im häuslichen Gebrauch und Sicherung der Straßen und Wege im Winter.
GemeindenWir helfen den Gemeinden bei der Sicherung der Straßen und Wege im Winter.
2.5 WIRTSCHAFTSBERICHTIm Geschäftsjahr 2017 haben wir unseren Umsatz und unser Ergebnis gesteigert. Der Umsatz der K+S GRUPPE erhöhte sich von 3.456,6 Mio. € im Vorjahr auf 3.627,0 Mio. € im Berichtsjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 576,7 Mio. € und stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum spürbar an (2016: 519,1 Mio. €). ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUFGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENDas weltweite Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2017 um 3,7%, in nahezu allen großen Volkswirtschaften gewann die Konjunktur weiter an Fahrt. Insbesondere in den Vereinigten Staaten sowie im Euroraum zogen die Expansionsraten ab Mitte des Jahres stark an; die Investitionen nahmen zu und der private Konsum bewegte sich auf einem hohen Niveau. In den Schwellenländern ist die wirtschaftliche Stimmung zwar weiterhin gedämpft, die Konjunktur hat sich hier dennoch im Jahresverlauf weiter gefestigt. Der Grund war hauptsächlich die Produktionsbelebung in den rohstoffexportierenden Ländern infolge des Anstiegs der Rohstoffpreise. Die Notierungen wichtiger Agrarrohstoffe entwickelten sich im Verlauf des Jahres 2017 unterschiedlich. Während sie sich beispielsweise für Weizen im Jahresverlauf tendenziell verbesserten, wurden bei Sojabohnen und Palmöl zum Teil spürbare Preisrückgänge verzeichnet. Der DOW JONES-UBS AGRICULTURE SUBINDEX, der die Entwicklung der Preise von Mais, Sojabohnen, Zucker, Weizen, Sojaöl, Baumwolle und Kaffee abbildet, ging um rund 12% zurück. / ABB: 2.5.1 Nach einem deutlichen Rückgang bis zur Mitte des Jahres 2017 erholte sich der Ölpreis wieder kräftig. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent lag Ende Dezember bei rund 67 USD pro Barrel (31. Dezember 2016: 57 USD). Die Begrenzung der Fördermengen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sowie politische Spannungen in Saudi-Arabien gaben dem Ölpreis vor allem in der zweiten Jahreshälfte Auftrieb. Der Durchschnittspreis des Gesamtjahres war mit rund 55 USD wieder deutlich höher als im Vorjahr (2016: 45 USD). Der NCG-Natural-Gas-Year-Future, der schwerpunktmäßig die Regionen West- und Süddeutschland abbildet, verzeichnete nach einem Rückgang von rund 18 €/MWh auf etwa 16 €/MWh in der ersten Jahreshälfte einen erneuten Anstieg auf 18 €/MWh zum Ende des Jahres. Der Durchschnittswert erhöhte sich leicht gegenüber dem Vorjahr auf rund 17 €/ MWh (2016: 16 €/MWh). Die Entwicklung an den Devisenmärkten war im Jahr 2017 von einer Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar geprägt. In der Folge lag der Wert des US-Dollars im Jahresdurchschnitt bei 1,13 EUR/USD und somit leicht unter Vorjahr (2016: 1,11 EUR/USD). / ABB: 2.5.2 AUSWIRKUNGEN AUF K+SDie Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:
PREISENTWICKLUNG VON AGRARPRODUKTEN UND ROHÖL IM JAHR 2017ABB: 2.5.1
Quelle: BLOOMBERG WÄHRUNGSENTWICKLUNG IM JAHR 2017ABB: 2.5.2
Quelle: BLOOMBERG Der durchschnittliche Sicherungskurs lag im Berichtsjahr bei 1,45 EUR/CAD (2016: 1,49 EUR/CAD). ◊ ,Finanzlage', Seite 87
BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEDie Branchensituation für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war im Geschäftsjahr 2017 durch eine hohe Nachfrage gekennzeichnet. Durch die vergleichsweise späten Vertragsabschlüsse zwischen den großen Kaliproduzenten und den chinesischen und indischen Abnehmern in 2016 wurden verbleibende Kontraktmengen noch bis in das erste Halbjahr 2017 ausgeliefert. Erst zu Beginn der zweiten Jahreshälfte einigten sich die Vertragsparteien auf einen neuen Preis für Kaliumchlorid einschließlich Fracht in Höhe von 230 USD/t in China bzw. 240 USD/t in Indien (2016: 219 bzw. 227 USD/t). Infolge der anhaltend hohen Nachfrage im Verlauf des Jahres hat sich das Preisniveau für Kaliumchlorid in vielen Regionen der Welt verbessert. Bei den Preisen für Düngemittelspezialitäten zeichneten sich zum Ende des Jahres erste Erholungstendenzen ab, nachdem zunächst eine höhere Produktverfügbarkeit im Markt zu leicht rückläufigen Preisen geführt hatte. Landwirte, die chloridempfindliche Kulturen wie z. B. Gemüse oder Wein anbauen, reagieren aufgrund der attraktiven Erträge, die mit diesen Kulturen erzielt werden können, tendenziell weniger sensitiv auf die Kosten für den Düngemitteleinsatz. GESCHÄFTSBEREICH SALZMildes Winterwetter zu Beginn des Jahres 2017 führte zu hohen Lagerbeständen an Auftausalz bei US-amerikanischen Kunden im Mittleren Westen sowie an der Ostküste. In der Folge gaben die Preise in diesem Segment regional im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts für die Wintersaison 2017/18 nach. Die winterlichen Witterungsverhältnisse in Europa führten hier hingegen zu einem Abbau der Lagerbestände und somit zu einer leichten Erholung der Auftausalzpreise. Aufgrund von vorteilhaften Winterkonditionen in Nordamerika startete die Auftausalzsaison 2017/2018 insgesamt besser als im schwachen Vorjahr. Die Rahmenbedingungen für den Verkauf von Verbraucherprodukten sowie von Salzen für die Lebensmittelindustrie blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Erneut robust zeigte sich die Nachfrage nach Premiumprodukten (Meer- und Koschersalz). Eine positive Entwicklung war vor allem bei den Gewerbe- und Industriesalzen zu verzeichnen. Insbesondere in Südamerika war die Nachfrage nach Salz zur Extraktion von Kupfer aus dem geförderten Roherz (Copper Leaching) erneut stark. In Europa sind die Preise für Industriesalz aufgrund einer verminderten Produktverfügbarkeit und hoher Nachfrage gestiegen. Global war ein leicht erhöhter Bedarf an Salzen für pharmazeutische Anwendungen zu verzeichnen, welcher in erster Linie auf den allgemeinen Trend einer alternden Bevölkerungsstruktur zurückzuführen sein sollte. WESENTLICHE, FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUFUMSATZPROGNOSEDie im Rahmen des Geschäftsberichts 2016 formulierte Umsatzprognose ging für das Jahr 2017 von einem spürbaren Umsatzanstieg gegenüber der Vorperiode aus. Im Jahresverlauf wurde die Prognose auf eine Spanne von 3,60 - 3,80 Mrd. € eingeengt. Mit 3,63 Mrd. € lag der Umsatz innerhalb der von uns prognostizierten Bandbreite. / TAB: 2.5.1 ERGEBNISPROGNOSEMit 576,7 Mio. € bzw. 270,8 Mio. € erfüllten die operativen Ergebnisse EBITDA und EBIT I der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2017 die qualitative Prognose eines spürbaren Anstiegs gegenüber dem Vorjahr und lagen innerhalb der im Jahresverlauf angegebenen Spannen von 560 - 660 Mio. € bzw. 260 - 360 Mio. €. (2016: 519,1 Mio. € bzw. 229,3 Mio. €). Auch in beiden Geschäftsbereichen wurde ein spürbarer Anstieg der operativen Ergebnisse prognostiziert. Dabei wurde im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ein EBITDA von 268,8 Mio. € sowie ein EBIT I von 81,4 Mio. € erzielt (2016: 184,8 Mio. € bzw. 33,6 Mio. €) und die Prognose somit erfüllt. Der Geschäftsbereich Salz erwirtschaftete ein EBITDA von 325,2 Mio. € und ein EBIT I von 223,0 Mio. € (2016: 322,3 Mio. € bzw. 203,7 Mio. €). Auf EBITDA-Ebene blieb das operative Ergebnis stabil, während auf EBIT I-Ebene die prognostizierte spürbare Steigerung erreicht wurde. Ebenfalls wurde ein spürbarer Anstieg für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern mit 145,0 Mio. € (2016: 130,5 Mio. €) erwartet und erzielt. Der ROCE erreichte 3,2% und war somit moderat über Vorjahr (2016: 3,0%). Auf Ebene der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz wurde die Prognose eines im Vergleich zum Vorjahr spürbar höheren ROCE mit 1,4% im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte übertroffen und im Geschäftsbereich Salz mit 8,9% erfüllt (2016: 0,7% bzw. 8,1%). CASHFLOWPROGNOSEDie im Geschäftsbericht 2016 formulierte Prognose eines weiterhin negativen, jedoch spürbar verbesserten bereinigten Freien Cashflows für das Geschäftsjahr 2017 wurde erfüllt. Er betrug im Berichtszeitraum -389,8 Mio. € (2016: -776,8 Mio. €). INVESTITIONSPROGNOSEIm Geschäftsbericht 2016 rechneten wir für das Geschäftsjahr 2017 mit einem deutlich unter dem Vorjahr liegenden Investitionsvolumen (2016: 1,17 Mrd. €). Der tatsächliche Wert lag bei 810,8 Mio. € und entsprach somit unserer Prognose. Mit 680,4 Mio. € bzw. 118,8 Mio. € waren sowohl die Investitionen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im Geschäftsbereich Salz gegenüber Vorjahr deutlich niedriger (2016: 1.009,8 Mio. € bzw. 148,8 Mio. €). ◊ ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 55 SOLL-/IST-VERGLEICH 2017TAB: 2.5.1
1 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das
Ergebnis aus operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode,
das Effekte aus den Marktwertschwankungen der
Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung
von Investitionen in kanadischen Dollar eliminiert. Ebenso
werden darauf entfallende Effekte auf latente und
zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2017: 29,9%
(2016: 29,3%).
ERTRAGSLAGEUMSATZIm Geschäftsjahr 2017 betrug der Umsatz 3.627,0 Mio. € nach 3.456,6 Mio. € im Vorjahr. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wirkten sich eine höhere Produktverfügbarkeit, insbesondere im Bereich der Düngemittelspezialitäten, am Verbundwerk Werra sowie erste Absatzmengen unseres neuen Werks in Kanada positiv auf die Umsatzentwicklung aus. ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRTAB: 2.5.2
Auch der Geschäftsbereich Salz profitierte von Absatzsteigerungen im Berichtszeitraum. Dem standen eine nachteilige Währungsentwicklung in beiden Geschäftsbereichen sowie geringere Preise im nordamerikanischen Auftausalzgeschäft gegenüber. Unterjährig lässt sich an den Quartalsumsätzen in der Regel eine gewisse Saisonalität erkennen; bei einer mengenmäßigen Betrachtung profitiert das erste Halbjahr im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte üblicherweise von der Frühjahrsdüngung in Europa. Das Auftausalzgeschäft konzentriert sich in der Regel auf das erste und vierte Quartal eines Jahres. / TAB: 2.5.2, 2.5.3 ◊ ,Darstellung der Segmente', Seite 93; ◊ ,Segmentberichterstattung', Seite 138 Mit einem Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von 49% war der Geschäftsbereich Salz in diesem Geschäftsjahr erneut der umsatzstärkste innerhalb der K+S GRUPPE, gefolgt vom Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und den Ergänzenden Aktivitäten. / ABB: 2.5.3 Bei der regionalen Verteilung führten unter anderem die niedrigeren Auftausalzpreise in Nordamerika zu prozentual gesunkenen Umsätzen in dieser Region. Entsprechend stieg der Anteil der Region Europa. Demgemäß erzielten wir auch weiterhin hier mit nun knapp 44% den größten Anteil am Umsatz. Auf Asien entfielen rund 8% des Gesamtumsatzes. / ABB: 2.5.4 AUFTRAGSENTWICKLUNGFür den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist der Anteil des Auftragsbestands am Jahresende im Verhältnis zum Umsatz mit weniger als 10% gering. Das Geschäft ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt. Im Geschäftsbereich Salz werden Auftausalzverträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir in der Regel ab dem zweiten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, zum Teil auch für darauf folgende Winter, teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Soweit die vertraglich vereinbarten Volumina - abhängig von der Witterung - rechtlich zulässigen Schwankungen unterliegen, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt ebenso, soweit Mengen bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können. Ein Ausweis des Auftragsbestands ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragskraft daher nicht aussagekräftig. ENTWICKLUNG WESENTLICHER KOSTENIm Berichtsjahr erhöhten sich die Herstellungskosten von 2.202,3 Mio. € auf 2.414,6 Mio. €. Neben dem mengenbedingten Anstieg im Zuge geringerer Ausfalltage am Verbundwerk Werra sind die Herstellungskosten durch den Produktionsstart unseres Werks Bethune gestiegen. Die Vertriebskosten beliefen sich im Berichtsjahr auf 704,5 Mio. € nach 645,5 Mio. € im Vorjahr, der Anstieg resultiert ebenfalls insbesondere aus höheren Absatzmengen. ◊ ,Anhang', Seite 138 Neben den dargestellten Effekten haben insbesondere die Kosten für Material, Personal, Energie und Frachten erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kosten. Mit 1.434,8 Mio. € stieg der Materialaufwand im Wesentlichen aufgrund einer höheren Produktionsmenge spürbar (2016: 1.304,6 Mio. €). Im Jahr 2017 betrug der Personalaufwand 1.106,2 Mio. €; er lag damit moderat über dem Wert des Vorjahres (2016: 1.011,0 Mio. €). UMSATZ NACH BEREICHENTAB: 2.5.3
UMSATZ NACH BEREICHENABB: 2.5.3
UMSATZ NACH REGIONENABB: 2.5.4
EBITDA NACH BEREICHEN 1TAB: 2.5.4
1 Bereinigt um den erfolgsneutralen
Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten
Eigenleistungen.
Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegene Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung, eine Einmalzahlung an unsere Mitarbeiter nach der Gehaltsrunde 2017 sowie auf den Personalaufbau in Kanada zurückzuführen. Die Frachtkosten profitierten weiterhin von einem vergleichsweise niedrigen Preisniveau für Rohöl, lagen jedoch vor allem mengenbedingt mit 714,8 Mio. € spürbar über dem Vorjahr (2016: 637,5 Mio. €). Die Kosten für Energie betrugen 253,3 Mio. € nach 212,4 Mio. €, der Anstieg ist mengen- und preisbedingt. ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHROPERATIVE ERGEBNISSE EBITDA UND EBIT IDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), welches um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag an aktivierten Eigenleistungen (24,1 Mio. €) bereinigt wurde, lag im Berichtsjahr mit 576,7 Mio. € spürbar über dem Wert des Vorjahres (2016: 519,1 Mio. €). Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war insbesondere der höhere Absatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. / TAB: 2.5.4 EBIT I NACH BEREICHENTAB: 2.5.5
ÜBERLEITUNG OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT I) UND EBITDATAB: 2.5.6
Das operative Ergebnis EBIT I betrug im Berichtsjahr aufgrund der genannten Effekte 270,8 Mio. € nach 229,3 Mio. € im Vorjahr, dies entspricht einem Anstieg um rund 18%. Im EBIT I ist 2017 zudem ein Aufwand in Höhe von 43 Mio. € im Wesentlichen zur Bildung bzw. zur Anpassung von Rückstellungen für die Ende 2018 vorgesehene Schließung des Kalibergwerks Sigmundshall berücksichtigt. Im EBIT I sind Abschreibungen einschließlich Wertminderungen und Wertaufholungen (bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag an aktivierten Eigenleistungen) in Höhe von 305,9 Mio. € berücksichtigt, diese erhöhten sich um rund 6% gegenüber dem Vorjahr (2016: 289,8 Mio. €), vor allem wegen weiterer Investitionen in den Gewässerschutz sowie der ab September 2017 eingesetzten Abschreibung am neuen Standort Bethune in Kanada. Die zum 1. Juli 2017 vorgenommene Anpassung der Anlagennutzungsdauern reduzierte hingegen die Abschreibungen im Berichtszeitraum um 54 Mio. €. / TAB: 2.5.5 ERGEBNIS NACH OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN (EBIT II)Im Jahr 2017 wurde ein Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften EBIT II von 327,3 Mio. € erwirtschaftet (2016: 291,0 Mio. €). Die Differenz zwischen dem EBIT I und EBIT II in Höhe von +56,5 Mio. € (2016: +61,7 Mio. €) resultierte überwiegend aus der positiven Veränderung der Marktwerte noch offener Sicherungsgeschäfte sowie aus der Ausbuchung von fällig gewordenen Geschäften mit negativen Marktwerten. / TAB: 2.5.6 ◊ ,Konzernabschluss' Seite 132; ◊ ,Glossar', Seite 210 Nach IFRS werden die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich nicht im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. FINANZERGEBNISDas Finanzergebnis erhöhte sich von -51,9 Mio. € auf -26,4 Mio. €. Ein wichtiger Grund für die deutliche Verbesserung war neben dem gesunkenen Zinsanteil bergbaulicher Rückstellungen insbesondere die positive Entwicklung des sonstigen Finanzergebnisses von -3,7 Mio. € auf +16,4 Mio. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen wechselkursbedingt, da der schwächere US-Dollar zu höheren Erträgen aus der Bewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten führte. KONZERNERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIEDas Konzernergebnis nach Steuern lag im Berichtsjahr bei 184,6 Mio. € (2016: 174,1 Mio. €). Der Steueraufwand betrug 116,3 Mio. € (2016: 64,7 Mio. €) und beinhaltete einen einmaligen Steueraufwand in Höhe von 28,3 Mio. € im Zuge der US-Steuerreform. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 29,9% (2016: 29,3%) zugrunde gelegt; der Anstieg gegenüber dem Vorjahr geht auf Erhöhungen von Gewerbesteuerhebesätzen zurück. ◊ ,Anhang', Seite 138 Das Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsjahr 0,96 € (2016: 0,91 €). Die Berechnung beruht wie im Vorjahr auf einer durchschnittlichen Anzahl an ausstehenden Aktien in Höhe von unverändert 191,4 Mio. Stückaktien. BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIEZur besseren Vergleichbarkeit weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert; zugleich werden auch die entsprechenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern herausgerechnet, nicht jedoch die Auswirkungen der US-Steuerreform. Das bereinigte Konzernergebnis dient als Grundlage für die Berechnung der Dividende im Rahmen unserer Ausschüttungspolitik und wird wie folgt ermittelt: / TAB: 2.5.7 Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern betrug 145,0 Mio. € (2016: 130,5 Mio. €). Unter Berücksichtigung eines bereinigten Vorsteuerergebnisses in Höhe von 244,4 Mio. € resultierte im Berichtsjahr vor allem aufgrund der Auswirkungen der US-Steuerreform eine außergewöhnlich hohe bereinigte Konzernsteuerquote von 40,7% nach 26,5% im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich im Berichtsjahr auf 0,76 € nach 0,68 € im Vorjahr. Auch hierfür wurden 191,4 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt. Zum 31. Dezember 2017 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende somit auf unverändert 191,4 Mio. Stückaktien. / TAB: 2.5.8 HERLEITUNG DES BEREINIGTEN KONZERNERGEBNISSESTAB: 2.5.7
ERGEBNIS JE AKTIETAB: 2.5.8
MARGENKENNZAHLENABB: 2.5.5
KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGE MARGENKENNZAHLENAuch die Margenkennzahlen verbesserten sich im Berichtsjahr: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 576,7 Mio. € im Jahr 2017 führte zu einer EBITDA-Marge von rund 16% nach 15% im Vergleichszeitraum, die EBIT I-Marge erreichte knapp 8% (2016: 7%). Die Umsatzrendite lag erneut bei rund 4% (2016: 4%). / ABB: 2.5.5 ◊ ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 205 HERLEITUNG DER KAPITALKOSTENDer gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE errechnet sich als Summe der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital nach dem Peer-Group-Verfahren gemäß IAS 36. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert. Die Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber wird aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie abgeleitet. Als risikoloser Zinssatz wurde der barwertäquivalente Durchschnitt der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von 1 bis 30 Jahren gemäß der Svensson-Methode herangezogen; Ende 2017 lag dieser bei 1,25% (2016: 1,04%). Die Risikoprämie wurde aus einer Marktrisikoprämie von 6,25% (2016: 6,25%) sowie mit dem aus der Peer-Group abgeleiteten, gültigen Betafaktor in Höhe von 1,03 (2016: 0,97) gegenüber dem Vergleichsindex MSCI WORLD ermittelt. Daraus ergab sich ein rechnerischer Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 7,7% (2016: 7,1 %). Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern lag bei 2,8% (2016: 3,4%) und basiert auf dem Rating der Unternehmen der Peer-Group und einem damit korrespondierenden Spread auf den risikolosen Basiszinssatz. Nach Steuern folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz von 2,0% (2016: 2,5%). Der nach dem Peer-Group-Verfahren ermittelte Verschuldungsgrad betrug 40,7% (2016: 31,5%). In Summe führte dies zu einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE von 6,0% (2016: 6,0%) nach Steuern. Hieraus ergaben sich auf Basis einer durchschnittlichen Kapitalbindung von 8.498,8 Mio. € (davon operativ gebunden: 8.345,7 Mio. €) für das Jahr 2017 Kapitalkosten in Höhe von 509,9 Mio. € (2016: 462,2 Mio. €). Der entsprechende Kapitalkostensatz vor Steuern betrug 8,5% (2016: 8,2 %). RENDITEKENNZAHLENDie Renditekennzahlen sind insbesondere aufgrund der positiven Entwicklung in beiden Geschäftsbereichen leicht verbessert. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug im Berichtsjahr 3,3% (2016: 2,9 %) und die Gesamtkapitalrendite 3,1% (2016: 2,7%). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) der K+S GRUPPE stieg im Berichtsjahr auf 3,2% nach 3,0% im Vorjahreszeitraum. Grund hierfür war der deutliche Anstieg im EBIT I, dem stand eine höhere operative Kapitalbindung, im Wesentlichen durch Bethune, gegenüber. Der ROCE lag auch im Jahr 2017 unter unseren Kapitalkosten von 8,5% vor Steuern. Damit hat die K+S GRUPPE im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen Wertbeitrag (Value Added) in Höhe von -438,1 Mio. € verzeichnen müssen (2016: -391,7 Mio. €). Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte erreichte aus den genannten Gründen einen ROCE von 1,4%, der Geschäftsbereich Salz lag bei 8,9%. / TAB: 2.5.9, 2.5.10 ◊ ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 205 HERLEITUNG DES ROCETAB: 2.5.9
1 Bereinigt um die im Goodwill aus der
Erstkonsolidierung enthaltenen latenten Steuern.
FINANZLAGEGRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS DER K+S GRUPPE FINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERTZu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE gehört es,
Durch ein zentralisiertes Cashmanagement steuern wir die Liquidität und optimieren die Zahlungsströme innerhalb der K+S GRUPPE. Um die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten bzw. günstige Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital zu erreichen, streben wir ungeachtet des gegenwärtigen "Non-Investment Grade"-Ratings langfristig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein "Investment Grade"-Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Die Steuerung der Kapitalstruktur wird anhand folgender Kennzahlen vorgenommen: / TAB: 2.5.11 ◊ ,K+S am Kapitalmarkt', Seite 24 MEHRPERIODENÜBERSICHT DER MARGEN- UND RENDITEKENNZAHLEN 1TAB: 2.5.10
1 Die Angaben beziehen sich auf die
fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S
GRUPPE.
Das Währungs- und Zinsmanagement erfolgt zentral für alle wesentlichen Gruppengesellschaften. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen, zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt und regelmäßig überwacht. FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEMSchwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich besonders im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden hier wesentliche Nettopositionen (d. h. Nettoumsatz in US-Dollar abzüglich Frachten und andere Kosten in USD) mithilfe von Derivaten, in der Regel durch Optionen oder Termingeschäfte, gesichert. Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken): Zum einen werden die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen und zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Letzteres kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Translationseffekte aus der US-Dollar-Umrechnung treten derzeit hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf und werden zukünftig auch im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für die kanadische-Dollar-Umrechnung eine zunehmend größere Rolle spielen. Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften im Rahmen der Transaktionssicherung wird ein "worst case" abgesichert, zugleich aber die Chance erhalten, für einen Teil der Fremdwährungspositionen an einer für uns günstigen Kursentwicklung teilzuhaben. Im Jahr 2017 lag der realisierte Kurs des US-Dollars im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bei durchschnittlich 1,12 EUR/USD inkl. Kosten (2016: 1,20 EUR/USD). / TAB: 2.5.12 Aufgrund der Inbetriebnahme des Standorts Bethune in Kanada entstehen künftig nennenswerte Auswirkungen aus der Entwicklung des Wechselkurses des kanadischen Dollars zum US-Dollar (Transaktion) bzw. zum Euro (Translation). Ξ www.k-plus-s.com/bethune Bis zum Abschluss der Bauphase in Bethune wurden für die Investitionen in kanadischen Dollar auch Sicherungsgeschäfte gegen Euro abgeschlossen. Seit dem Übergang des Werks in den Regelbetrieb erfolgt die Beschaffung der benötigten CAD durch eine direkte Sicherung gegenüber dem USD aus dem Verkauf der in Kanada hergestellten Produkte. KENNZAHLEN DER KAPITALSTRUKTURTAB: 2.5.11
WÄHRUNGSSICHERUNG GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTETAB: 2.5.12
INVESTITIONEN NACH BEREICHEN 1TAB: 2.5.13
INVESTITIONEN IM VERGLEICH ZU ABSCHREIBUNGEN UND CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEITABB: 2.5.6
1 Betrifft zahlungswirksame Investitionen
für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche
aus dem Nachforderungsmanagement.
INVESTITIONSANALYSEIm Jahr 2017 investierte die K+S GRUPPE insgesamt 810,8 Mio. € (2016: 1.170,8 Mio. €). Der Rückgang ist wie erwartet vor allem auf das im Vergleich zum Vorjahr geringere Investitionsvolumen für unser Werk Bethune zurückzuführen, das in 2017 erfolgreich in Betrieb genommen wurde. / TAB: 2.5.13 Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen für noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben und Verpflichtungen aus Operating-Leasing in Höhe von 388,3 Mio. €. / ABB: 2.5.6 GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEIm Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte investierten wir 680,4 Mio. € und damit 329,4 Mio. € weniger als im Vorjahr (2016: 1.009,8 Mio. €). Das Werk Bethune, die Lager- und Umschlagsanlagen in Vancouver sowie die Bahnverbindung wurden erfolgreich in Betrieb genommen. Die Reparaturarbeiten aufgrund der Havarie im Juli 2016 wurden abgeschlossen. Weitere Eisenbahnwaggons sind produziert und angeliefert worden. Darüber hinaus wurde verstärkt in Maßnahmen zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier investiert, insbesondere in die Errichtung der neuen KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE (KKF), die Anfang des Jahres 2018 wie geplant in Betrieb gegangen ist. ◊ ,Darstellung der Segmente', Seite 93; ◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung", Umwelt, Seite 48 CASHFLOWÜBERSICHTTAB: 2.5.14
MEHRPERIODENUBERSICHT DER FINANZLAGETAB: 2.5.15
GESCHÄFTSBEREICH SALZIm Jahr 2017 gingen die Investitionen im Geschäftsbereich Salz auf 118,8 Mio. € zurück (2016: 148,8 Mio. €). Die Erschließung des nächsten Abbauhorizonts am Standort Ojibway, Kanada, sowie Maßnahmen zur Beseitigung von Sturmschäden am Standort Inagua, Bahamas, gehörten im Berichtsjahr zu den bedeutendsten Projekten. ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENDie Investitionsausgaben für die Ergänzenden Aktivitäten gingen auf 4,4 Mio. € zurück (2016: 5,8 Mio. €). Der Großteil hiervon entfiel auf Erhaltungsinvestitionen im Bereich Entsorgung und Recycling. LIQUIDITÄTSANALYSEDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 306,8 Mio. € (2016: 445,4 Mio. €). Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus einer Zunahme des Forderungsbestands, insbesondere durch Umsatzerlöse aus dem Werk in Kanada. / TAB: 2.5.14 Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (bereinigt um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich 2017 auf -696,6 Mio. € (2016: -1.222,2 Mio. €). Der bereinigte Freie Cashflow (ohne Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) verzeichnete mit -389,8 Mio. € eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (2016: -776,8 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ging im Berichtsjahr auf 411,5 Mio. € zurück (2016: 769,1 Mio. €). Ursächlich hierfür war eine geringere Aufnahme von Fremdfinanzierungsmitteln sowie eine höhere Tilgungsleistung. Zum 31. Dezember 2017 betrug der Nettofinanzmittelbestand 175,7 Mio. € (31.12.2016: 134,7 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen sowie Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten von bis zu drei Monaten. / TAB: 2.5.15 FINANZIERUNGSANALYSEDie Finanzierung erfolgte per 31. Dezember 2017 zu 86% aus Eigen- und langfristigem Fremdkapital, das sich wiederum vorrangig aus Anleiheverbindlichkeiten und Rückstellungen zusammensetzt (31.12.2016: 88%). / ABB: 2.5.7 EIGENKAPITALANTEIL UNTER VORJAHRDas Eigenkapital ging im Berichtsjahr auf 4.160,7 Mio. € nach 4.552,2 Mio. € im Vorjahr zurück. Durch einen verhältnismäßig stärkeren Anstieg des Fremdkapitals auf insgesamt 5.593,7 Mio. € (2016: 5.093,3 Mio. €) verringerte sich die Eigenkapitalquote auf 42,7% (2016: 47,2%). FREMDKAPITALANTEIL GESTIEGENDas langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 4.240,2 Mio. € (2016: 3.930,4 Mio. €). Dadurch stieg der Anteil des langfristigen Fremdkapitals auf 43,4% der Bilanzsumme (31.12.2016: 40,7%). Ursächlich hierfür waren in erster Linie höhere langfristige Finanzverbindlichkeiten. Das kurzfristige Fremdkapital betrug am Bilanzstichtag 1.353,5 Mio. € (31.12.2016: 1.162,9 Mio. €). Damit erhöhte sich dessen Anteil an der Bilanzsumme auf 13,9% zum 31. Dezember 2017 (2016: 12,1 %). ◊ ,Anhang", Seite 138 FINANZVERBINDLICHKEITENFinanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2017 in Höhe von 3.021,7 Mio. € (2016: 2.534,5 Mio. €). Der Anstieg beruht vor allem auf weiterhin hohen Investitionen in das neue Kaliwerk Bethune in Kanada. Aus diesem Grund wurden Anleihen und Schuldscheindarlehen im Jahr 2017 mit einem Volumen von insgesamt 690 Mio. € begeben. Weitere große Teile des langfristigen Fremdkapitals entfallen auf die im Juni 2012 und Dezember 2013 begebenen Unternehmensanleihen sowie die im Sommer 2016 emittierten Schuldscheindarlehen. RÜCKSTELLUNGENDie langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen insbesondere bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen blieben mit 1.000,0 Mio. € nahezu unverändert (2016: 996,0 Mio. €). Der durchschnittliche Diskontierungssatz blieb ebenfalls bei 3,3% (2016: 3,3%). Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verzeichneten einen leichten Rückgang auf 166,4 Mio. € (2016: 186,7 Mio. €). Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 2,9% (2016: 3,0%). Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. ◊ ,Anhang", Seite 138 BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEWir nutzen Operating-Leasing zum Beispiel von Fahrzeugen, Lagerkapazitäten und EDV-Zubehör; der Umfang hat keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der K+S GRUPPE. PASSIVAABB: 2.5.7
AKTIVAABB: 2.5.8
NETTOVERSCHULDUNGTAB: 2.5.16
MEHRPERIODENUBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGETAB: 2.5.17
VERMÖGENSLAGEVERMÖGENSSTRUKTURANALYSEDie Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 9.754,4 Mio. € (31. Dezember 2016: 9.645,5 Mio. €). Das Sachanlagevermögen stieg im Wesentlichen durch die Inbetriebnahme des neuen Kaliwerks Bethune in Kanada auf 6.692,6 Mio. € (31. Dezember 2016: 6.456,0 Mio. €). Insbesondere aufgrund erster Produktverkäufe aus Bethune stiegen auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 714,9 Mio. € (2016: 656,5 Mio. €). Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen stieg im Wesentlichen infolge der Begebung einer Unternehmensanleihe auf 201,0 Mio. € (31. Dezember 2016: 161,5 Mio. €). Das Verhältnis von langfristigen zu kurzfristigen Vermögenswerten war mit 81:19 gegenüber Vorjahr unverändert (2016: 81:19). / ABB: 2.5.8 Per 31. Dezember 2017 ergab sich eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 4.140,5 Mio. € (31. Dezember 2016: 3.583,8 Mio. €). Die Nettofinanzverbindlichkeiten, ohne Berücksichtigung der langfristigen Rückstellungen, betrugen zum Stichtag 2.974,1 Mio. € (2016: 2.401,1 Mio. €). / TAB: 2.5.16, 2.5.17 ◊ ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 205 ZWECKGEBUNDENES VERMÖGENIm Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) begonnen. Mit dieser Dotierung ist eine Zweckbindung von Finanzierungsmitteln verbunden. Das Gleiche gilt für Planvermögen, das zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen in Kanada dient. Darüber hinaus bestehen Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach IFRS zu qualifizieren sind. Solcher Art behandelte Verpflichtungen werden gemäß IFRS bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Personalverpflichtungen zweckgebundene Vermögen lag im Jahr 2017 bei 441,3 Mio. € nach 434,7 Mio. € im Vorjahr. ◊ ,Anhang', Anmerkung (21), Seite 172 NICHT BILANZIERTES VERMÖGENSonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2017 auf 388,3 Mio. € (31. Dezember 2016: 550,3 Mio. €) und betreffen sowohl Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen als auch Leasingverhältnisse auf Basis von Operating-Leasingverträgen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung (z. B. Drucker, Kopiergeräte, EDV-Peripheriegeräte). Daneben sind Fahrzeuge geleast und Lagerkapazitäten gemietet. Diese Gegenstände sind aufgrund der gewählten Vertragsstrukturen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. DARSTELLUNG DER SEGMENTEGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEUMSATZANSTIEG GEGENÜBER VORJAHRIm Berichtsjahr stieg der Umsatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte mengenbedingt auf 1.703,5 Mio. € und übertraf spürbar den Vorjahreswert (2016: 1.531,6 Mio. €). Ein wesentlicher Grund hierfür war die höhere Produktverfügbarkeit am Verbundwerk Werra. Nach Erteilung der neuen Versenkgenehmigung im Dezember 2016 und aufgrund eines effizienten Abwassermanagements waren nur noch im ersten Quartal 2017 an 25 Tagen Produktionsunterbrechungen unvermeidbar - nach rund 200 entsorgungsbedingten Stillstandstagen im Vorjahr. Darüber hinaus wurde im Sommer 2017 das neue Werk Bethune in Betrieb genommen. Insgesamt erhöhte sich die Absatzmenge im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf über 6,7 Mio. t (2016: 6,1 Mio. t). / ABB: 2.5.9 / TAB: 2.5.18, 2.5.19 ◊ ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 79 ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRTAB: 2.5.18
UMSATZ NACH REGIONENABB: 2.5.9
KENNZAHLENTAB: 2.5.19
1 Bereinigt um den erfolgsneutralen
Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten
Eigenleistungen.
ENTWICKLUNG VON UMSATZ, ABSATZ UND DURCHSCHNITTSPREISEN NACH REGIONEN 1TAB: 2.5.20
Der Anteil des in Europa erwirtschafteten Umsatzes betrug im Berichtsjahr etwa 59%. Der Großteil des verbleibenden Umsatzes wurde in Asien und Südamerika erzielt. / TAB: 2.5.20 Der Umsatz mit Kaliumchlorid stieg im Geschäftsjahr 2017 insbesondere mengenbedingt spürbar auf 733,4 Mio. € (2016: 646,8 Mio. €). Zusätzlich erhöhten sich im Verlauf des Jahres die Preise für Kaliumchlorid in vielen wichtigen Absatzregionen. Dem stand eine für K+S negative Währungsentwicklung gegenüber. Mit der Inbetriebnahme des neuen Kaliwerks Bethune in Kanada konnten zusätzliche Absatzmengen in Übersee erzielt werden, außerdem wurden Absatzsteigerungen in Europa realisiert. In Europa wurden im Berichtsjahr rund 1,2 Mio. t Kaliumchlorid abgesetzt (2016: 1,1 Mio. t), in Übersee waren es rund 2,0 Mio. t (2016: 1,9 Mio. t). Die höhere Produktverfügbarkeit am Verbundwerk Werra und die daraus resultierenden Absatzsteigerungen sowie Nachfragezuwächse führten insbesondere im Bereich der Düngemittelspezialitäten zu einer spürbaren Erhöhung des Umsatzes auf 710,5 Mio. € (2016: 636,3 Mio. €). Das Absatzvolumen in Europa stieg von 1,8 Mio. t auf knapp 2,0 Mio. t, auch der Überseeabsatz lag mit mehr als 0,7 Mio. t über dem Vorjahreswert (2016: 0,6 Mio. t). Im Bereich Industrieprodukte stieg der Umsatz insbesondere mengenbedingt leicht auf 259,5 Mio. € nach 248,5 Mio. € im Vorjahr. Die Absatzmenge stieg in Europa auf 0,6 Mio. t (2016: 0,5 Mio. t) und blieb in Übersee mit 0,2 Mio. t nahezu stabil. ERHOLUNG DES OPERATIVEN ERGEBNISSESDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsbereichs betrug im Berichtsjahr 268,8 Mio. € und lag damit deutlich über dem Wert des Vorjahres (2016: 184,8 Mio. €). Ursächlich waren auch hier im Wesentlichen die beschriebenen Absatzsteigerungen. Eine Einmalzahlung an unsere Mitarbeiter sowie höhere Energiekosten wirkten sich dagegen ergebnismindernd aus. Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2017 für die Schließung des Kalibergwerks Sigmundshall zum Ende des Jahres 2018 entsprechende Rückstellungen gebildet. NEUES KALIWERK BETHUNE IN BETRIEBAm 2. Mai 2017 wurde das neue Werk Bethune offiziell eröffnet und der Betriebsmannschaft übergeben. Damit wurde die knapp fünfjährige Bauphase erfolgreich abgeschlossen. Zudem wurde am 28. August 2017 die neue Umschlags- und Lageranlage im Hafen von Vancouver (Port Moody) eröffnet; von dort beliefert K+S hauptsächlich Kunden in Südamerika und Asien. Wie zuletzt erwartet, wurden am Standort Bethune im Geschäftsjahr 2017 rund 500.000 t produziert und die angestrebte jährliche Kapazität von 2 Mio. t planmäßig zum Ende des Jahres 2017 erreicht. Mit Bethune ist K+S ein Kalianbieter mit Produktionsstandorten auf zwei Kontinenten. Das Werk wird langfristig auf eine jährliche Produktionskapazität von 2,86 Mio. t zurückgreifen können und das deutsche Produktionsnetzwerk bedeutend ergänzen, die Produktionskosten reduzieren und die durchschnittliche Lebensdauer der K+S-Kalibergwerke verlängern. Dadurch stärkt das neue Kaliwerk die internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich, was im Ergebnis der gesamten K+S GRUPPE zugutekommt. EINSTELLUNG DER PRODUKTION IM KALIBERGWERK SIGMUNDSHALL ENDE 2018Ende November 2017 haben Aufsichtsrat und Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschlossen, die Kaliproduktion des Bergwerks Sigmundshall (Region Hannover) zum Ende des Jahres 2018 einzustellen. Die zu gewinnenden Vorräte neigen sich dem Ende zu und die Bedingungen beim Abbau der Rohstoffe in mehr als 1.400 m Tiefe bringen Mensch und Technik an ihre Grenzen. Der gestiegene bergtechnische Aufwand hat dazu geführt, dass die Produktivität des Standorts trotz des großen Engagements der Mitarbeiter in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich abgenommen hat. WEITERE MASSNAHMEN ZUR REDUZIERUNG DER SALZABWÄSSER - NEUE ANLAGE AM WERK WERRA GEHT TERMINGERECHT IN BETRIEBDie Entsorgung von salzhaltigen Produktionsabwässern ist maßgeblich für die Aufrechterhaltung der Kaliproduktion. Für unser Verbundwerk Werra war die im Dezember 2016 erteilte Erlaubnis zur Fortsetzung der Versenkung von salzhaltigen Abwässern bis Ende 2021 ein wichtiger Schritt zu einer höheren Produktionssicherheit. Jedoch enthält sie neben einer geringer als beantragt genehmigten jährlichen Versenkmenge von 1,5 Mio. m 3 u. a. auch eine Begrenzung der Tagesmenge auf 5.000 m3. Vor diesem Hintergrund haben wir im Jahr 2017 zusätzliche Maßnahmen zur Abwasserentsorgung realisiert. Neben der temporären Einstapelung von Salzlösungen im Grubenfeld Springen (Thüringen) sind auch Abwassertransporte zur Einleitung in das stillgelegte K+S-Bergwerk Bergmannssegen-Hugo (Region Hannover) sowie zur Stilllegung und dauerhaften Sicherung von Gaskavernen nach Bernburg (Sachsen-Anhalt) realisiert worden. Darüber hinaus wurde durch den kontinuierlichen Ausbau der Speicherbeckenkapazitäten vor Ort die Produktion weiter stabilisiert. Nachdem im ersten Quartal 2017 am Standort Hattorf noch eine durch die niedrige Wasserführung der Werra bedingte Produktionsunterbrechung von 25 Tagen notwendig geworden war, konnte nach Umsetzung dieser Maßnahmen die Produktion am Verbundwerk Werra ohne Einschränkungen durchlaufen. ◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 Als weiteren Meilenstein für den Gewässerschutz an der Werra hat K+S am 17. Januar 2018 wie geplant die KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE (KKF) am Standort Hattorf in Betrieb genommen. Mit der Anlage werden aus bisher nicht nutzbaren Salzlösungen rund 260.000 t verkaufsfähiges Produkt gewonnen und die Abwassermenge des Werks Werra jährlich um rund 20% reduziert. Mit einem Investitionsvolumen von 180 Mio. € handelt es sich bei dieser neuen Anlage um unser bisher größtes Einzelprojekt für den Gewässerschutz. Für das Jahr 2018 ist nicht mit entsorgungsbedingten Produktionsunterbrechungen am Verbundwerk Werra zu rechnen. Für die Entsorgung fester Produktionsrückstände entwickelt sich das bereits in 2011 begonnene Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Haldenkapazität am Standort Hattorf positiv. Auch die Genehmigungsverfahren für die Erweiterung der Haldenkapazität der Standorte Wintershall und Zielitz liegen im Zeitplan. ◊ ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 100 K+S SCHLIESST VERGLEICHE MIT BUND UND GEMEINDE GERSTUNGENNach intensiven Gesprächen hat sich K+S zum Ende des Geschäftsjahres mit dem BUND (BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.) auf einen Vergleich verständigt. K+S verzichtet - eine normale Wasserführung der Werra vorausgesetzt - auf in Summe bis zu eine Million Kubikmeter des für die Jahre 2018 bis 2021 genehmigten Versenkvolumens und wird auch nach Auslaufen der bis Ende 2021 geltenden Genehmigung keinen neuen Versenkantrag mehr stellen. Im Gegenzug hat der BUND seine Klage und den darauf gestützten Eilantrag gegen die bestehende Versenkerlaubnis zurückgenommen. UMSATZ NACH REGIONENABB: 2.5.10
Im Dezember 2017 hat K+S zudem die jahrelangen Auseinandersetzungen mit der Gemeinde Gerstungen beigelegt und die Vergleichsgespräche erfolgreich beendet. So verpflichtet sich K+S, die Gemeinde bei der Umsetzung eines Handlungskonzepts zur Optimierung der Trinkwasserversorgung zu unterstützen. Im Gegenzug beendet die Gemeinde Gerstungen die von ihr angestrengten Klage- und Eilverfahren gegen wasserrechtliche Erlaubnisse und setzt sich für eine einvernehmliche Beilegung der Verfahren gegen die Einleitung von Salzabwasser in die Werra ein. Mit den erzielten Vergleichen erhält K+S Rechtssicherheit für die bestehende Versenkerlaubnis und legt mit den Beteiligten auch die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit. Künftig sollen etwaige Streitpunkte einvernehmlich unter Berücksichtigung der gegenseitigen Interessen ausgeräumt und somit der Dialog intensiviert werden. GESCHÄFTSBEREICH SALZ UMSATZ AUF VORJAHRESNIVEAUDer Umsatz im Geschäftsbereich Salz lag in 2017 mit 1.762,0 Mio. € (2016: 1.762,2 Mio. €) auf dem Niveau des Vorjahres. In Nordamerika verlief das Auftausalzgeschäft infolge eines milden Winters 2016/2017 und allgemein höherer Vorratsbestände unserer Kunden unterdurchschnittlich. Eine verbesserte europäische Nachfrage konnte diese Entwicklung mengenseitig mehr als ausgleichen. Auf Jahressicht wurde mit 10,7 Mio. t etwa 6% mehr Auftausalz abgesetzt (2016: 10,1 Mio. t). Der Durchschnittspreis des Produktsegments blieb rund 5 % hinter dem Vorjahreswert zurück. Vor allem im mittleren Westen der USA reduzierten sich die Preise deutlich. In der Folge blieb der Umsatz mit Auftausalz im Jahr 2017 mit 613,2 Mio. € stabil im Vergleich zum Wert des Vorjahres (2016: 609,9 Mio. €). Im Bereich der Verbraucherprodukte wie Speise- oder Wasserenthärtungssalzen lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 407,4 Mio. € moderat unter dem Vorjahresniveau (2016: 426,9 Mio. €). Ausschlaggebend für diese Entwicklung sind im Wesentlichen Mengeneffekte, die durch positive Preiseffekte nur teilweise kompensiert werden konnten. Der Absatz reduzierte sich von 1,6 Mio. t auf 1,5 Mio. t. / ABB: 2.5.10 / TAB: 2.5.21, 2.5.22 Das Geschäft mit Gewerbesalzen, wie z. B. für die Tiernahrungs-, Erdöl-/Erdgas- und Pharmaindustrie, blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil, der Umsatz betrug 318,4 Mio. € nach 314,8 Mio. € im Vorjahr. Dabei konnten negative Währungseffekte durch deutlich höhere Absatzmengen in Südamerika für den Einsatz von Salz für die Kupferextraktion kompensiert werden. Insgesamt konnte der Geschäftsbereich in diesem Segment 3,6 Mio. t absetzen. Dies entspricht einer Steigerung um rund 6 % gegenüber dem Vorjahreswert (2016: 3,4 Mio. t). Der Umsatz mit Salz für die Lebensmittelindustrie lag mit 242,5 Mio. € ebenfalls im Bereich des Vorjahreswerts (2016: 246,3 Mio. €). Das abgesetzte Volumen betrug im Jahr 2017 knapp 1,3 Mio. t. (2016: 1,3 Mio. t). Im Industriesalzgeschäft stieg der Umsatz deutlich von 124,9 Mio. € in 2016 auf 144,6 Mio. €. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Absatzmengen in Nordamerika und verbesserte Preise in Europa zurückzuführen. Der Absatz lag insgesamt mit 3,3 Mio. t moderat über dem des Vorjahres (2016: 3,0 Mio. t). ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRTAB: 2.5.21
Der Festsalzabsatz des Geschäftsbereichs lag mit insgesamt 20,3 Mio. t rund 5 % über dem Wert des Vorjahres (2016: 19,4 Mio. t). / TAB: 2.5.23 EBITDA GEGENÜBER VORJAHR VERBESSERTDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 325,2 Mio. € leicht über Vorjahr (2016: 322,3 Mio. €). Trotz negativer Auswirkungen des Hurricanes Irma, der zeitweise zu Produktionsausfällen, eingeschränkten Transportkapazitäten und Mehrkosten am Standort Inagua, Bahamas, führte, konnte ein leicht höheres EBITDA gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN UMSATZ STABILDer Umsatz der Ergänzenden Aktivitäten lag mit 159,9 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (2016: 161,1 Mio. €). Gemäß IFRS ist der Innenumsatz aus den gegenüber K+S-Gruppengesellschaften erbrachten Leistungen in diesen Zahlen nicht enthalten. Einschließlich dieser Innenumsätze betrug der Gesamtumsatz im Berichtsjahr 188,6 Mio. € (2016: 187,6 Mio. €). / ABB: 2.5.11 / TAB: 2.5.24, 2.5.25 KENNZAHLENTAB: 2.5.22
ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE 1TAB: 2.5.23
UMSATZ NACH REGIONENABB: 2.5.11
KENNZAHLENTAB: 2.5.24
Im Bereich Entsorgung und Recycling fiel der Umsatz im Berichtsjahr vor allem mengenbedingt von 89,4 Mio. € auf 85,8 Mio. €. Der Drittumsatz der K+S TRANSPORT GMBH ging im Vergleich zum Vorjahr auf 9,7 Mio. € zurück (2016: 10,1 Mio. €). Im Bereich Tierhygiene verblieb der Umsatz mit 40,1 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (2016: 40,1 Mio. €). Das CFK-Handelsgeschäft verzeichnete einen mengenbedingten Umsatzanstieg auf 24,3 Mio. € (2016: 21,5 Mio. €). EBITDA AUF VORJAHRESNIVEAUDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Ergänzenden Aktivitäten lag im Berichtsjahr mit 30,3 Mio. € annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (2016: 30,8 Mio. €). Während das EBITDA der K+S TRANSPORT GMBH vor allem mengenbedingt anstieg, verzeichneten die übrigen Bereiche einen leichten, zumeist kostenbedingten Rückgang. ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRTAB: 2.5.25
BEURTEILUNG DER AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DURCH DEN VORSTAND 1Das Geschäftsjahr 2017 war von einer hohen Nachfrage nach kalihaltigen Pflanzennährstoffen sowie einem verbesserten Preisniveau für Kaliumchlorid geprägt. Auch die Preise für Düngemittelspezialitäten zeigten zum Ende des Jahres erste Erholungstendenzen, nachdem zunächst eine höhere Produktverfügbarkeit im Markt zu leicht rückläufigen Preisen geführt hatte. Die im Dezember 2016 erteilte Versenkgenehmigung und unser effizientes Abwassermanagement wirkten sich positiv auf die Produktverfügbarkeit am Verbundwerk Werra aus. Auch durch die Inbetriebnahme unseres neuen Kaliwerks Bethune konnten wir unseren Absatz im Vergleich zum Vorjahr steigern. Eine nachteilige Währungsentwicklung in beiden Geschäftsbereichen sowie geringere Preise im nordamerikanischen Auftausalzgeschäft wirkten sich hingegen negativ auf den Umsatz aus. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 576,7 Mio. € und verbesserte sich somit spürbar (2016: 519,1 Mio. €). Im Ergebnis ist zudem ein einmaliger Aufwand für die Bildung bzw. Anpassung von Rückstellungen für die Ende 2018 vorgesehene Schließung des Kalibergwerks Sigmundshall berücksichtigt. Der bereinigte Freie Cashflow war mit -389,8 Mio. € zwar weiterhin negativ, verbesserte sich allerdings gegenüber dem Vorjahr (2016: -776,8 Mio. €). Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA betrug in der Folge das 7,2-fache, nachdem die Kennzahl unterjährig einen Höchststand von 8,1-fach erreichte (2016: 6,9-fach). 2.6 RISIKO- UND CHANCENBERICHTAls international agierendes Unternehmen wird K+S regelmäßig mit einer Vielzahl von Entwicklungen und Ereignissen konfrontiert, die das Erreichen der finanziellen und nichtfinanziellen Ziele beeinflussen können. Den Ausgangspunkt für das Risiko- und Chancenmanagement bei K+S stellen Planung und Strategie dar. Risiken verstehen wir als negative und Chancen als positive Abweichungen möglicher künftiger Entwicklungen von einem Plan- oder Zielwert. MANAGEMENTPROZESSIDENTIFIKATIONDie Identifikation von Risiken und Chancen erfolgt regelmäßig in den jeweiligen Unternehmenseinheiten. Dafür stehen unterschiedliche Instrumente zur Verfügung. Wir beschäftigen uns intensiv im laufenden Geschäftsbetrieb und im Projektmanagement u. a. mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Auswertung verschiedenster externer Informationen, den relevanten Umsatz- und Kostengrößen, bergtechnischen Gegebenheiten sowie der Verfolgung von Risikoindikatoren und Erfolgsfaktoren aus dem gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen, rechtlichen und politischen Umfeld. ◊ ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 55 BEWERTUNG VON FINANZIELLEN AUSWIRKUNGEN UND STEUERUNGFür das Management von Chancen und Risiken haben wir spezifische Prozesse etabliert und dokumentiert. Für jedes Risiko wird zunächst eine Bruttobewertung durchgeführt. Hierbei werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen quantitativ bewertet. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien. Ziel ist es, das Schadenspotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Die Entscheidung über die Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt auch die notwendigen Kosten. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten übertragen werden. Sofern Bruttoeintrittswahrscheinlichkeit und/oder Bruttoschadenspotenzial durch wirksame und angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen zuverlässig gemindert werden können, liegt der Fokus der Betrachtung auf der sich hieraus ergebenden Nettoeintrittswahrscheinlichkeit und auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenspotenzial. Die interne Risikobewertung erfolgt hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial jeweils für einen kurz-, mittel- und langfristigen Betrachtungszeitraum, d. h. für die kommenden zwölf, 36 und 120 Monate ab dem Zeitpunkt der Identifikation bzw. Überprüfung. Die für bereits identifizierte Risiken durchgeführten Bewertungen sowie die erarbeiteten und ggf. umgesetzten Gegensteuerungsmaßnahmen werden laufend auf ihre Aktualität und Wirksamkeit überprüft, angepasst und bei wesentlichen Änderungen sowie bei Überschreitung definierter Schwellenwerte berichtet. Zur Bewertung ihrer finanziellen Auswirkungen wird jede Chance auf ihre Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und damit verbundene mögliche Risiken hin untersucht. Um Chancen effektiv nutzen zu können, werden geeignete Fördermaßnahmen gezielt gesucht, verfolgt und umgesetzt. Das Nutzenpotenzial bezieht sich nur auf die Nettoperspektive nach Durchführung von angemessenen Fördermaßnahmen. Die Bewertungszeiträume sind mit denen der Risikobewertung identisch. BEWERTUNG VON NICHTFINANZIELLEN AUSWIRKUNGENIdentifizierte Risiken können auch negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung haben. Identifizierte Risiken können im Falle eines Eintritts nicht oder nur schwer quantifizierbare Reputationsrisiken nach sich ziehen. ◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 45 Die Identifikation und Bewertung der nichtfinanziellen Auswirkungen erfolgt auf der Grundlage unserer zentralen Nachhaltigkeitsanalysen sowie anhand der Dimensionen Schadenspotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit. Systeme und Konzepte zur Handhabung von Entwicklungen oder Ereignissen, die Einfluss auf die genannten Aspekte haben können, werden im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie in der nichtfinanziellen Erklärung beschrieben. BERICHTERSTATTUNGDer internen Risiko- und Chancenberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach berichten die Unternehmenseinheiten laufend an den Vorstand über Risiken und Chancen, wenn definierte Schwellenwerte sowohl für die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch für das Schadens- bzw. das Nutzenpotenzial überschritten werden. Ferner wird darüber informiert, ob ein Risiko bzw. eine Chance in der Hochschätzung bzw. Planung berücksichtigt ist. Risiken und Chancen, deren finanzielle Auswirkungen in der Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung durch entsprechende Ergebnisabschläge bzw. -zuschläge berücksichtigt werden, sind nicht Gegenstand der Risiko- und Chancenberichterstattung. Sofern aus Risiken wesentliche bzw. schwerwiegende nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung resultieren könnten, nennen wir diese im Rahmen der jeweiligen Risikobeschreibung. Darüber hinaus sind bei der Festlegung der für die Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung maßgeblichen generellen Prämissen (z. B. Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze) die insoweit jeweils relevanten Risiken und Chancen auf Basis des wahrscheinlichsten Falls zu berücksichtigen. Zusätzlich ist für die einzelnen Planungsprämissen aufzuzeigen, welchen negativen/positiven Einfluss bestimmte Abweichungen auf die einzelnen Planungsgrößen hätten ("Sensitivitäten"). Vorstand sowie Management haben in einem standardisierten Berichtswesen laufend einen Überblick über die aktuelle Risiko- und Chancensituation. Kurzfristig auftretende wesentliche Risiken werden bei Eilbedürftigkeit unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich, informiert. RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN (IFRS 7)Unser Ziel ist es, finanzwirtschaftliche Risiken (z. B. Wechselkursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein spezielles Management zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuern wir unsere Kapitalstruktur, um die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionstätigkeit jederzeit nachhaltig sicherzustellen. ◊ ,Finanzlage', Seite 87 Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Erlösrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Regelungen bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Zinssätzen ergeben. Sofern hier zur Sicherung gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten analoge Regelungen. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Partnern abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Partner bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken erfolgt generell eine ausgewogene Verteilung der eingesetzten Finanzderivate auf verschiedene Kontrahenten. ◊ ,Anhang', Seite 138 Die gewählten Instrumente werden ausschließlich zur ökonomischen Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte; damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i. d. R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte). RISIKEN UND CHANCEN 2018 - 2020Im Folgenden werden diejenigen Risiken und Chancen beschrieben, die innerhalb des Zeitraums der Mittelfristplanung (drei Jahre) Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S nehmen können und nicht bereits in der Planung berücksichtigt sind. Dabei wird hinsichtlich des kumulierten Nettoschadens- bzw. Nettonutzenpotenzials wie folgt unterschieden:
Bezüglich der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit wird wie folgt differenziert:
RISIKENTAB: 2.6.1
CHANCENTAB: 2.6.2
Die Veränderung der Einschätzung der Risiken und Chancen stellen wir gegenüber der Vorperiode wie folgt dar:
Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den unserer Mittelfristplanung zugrunde liegenden Annahmen kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung von Risiken und Chancen führen, die dann in unserer Zwischenberichterstattung entsprechend kommuniziert wird. ÜBERSICHT DER RISIKENDie nachfolgende Tabelle gibt, für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren, einen Überblick über die Risiken mit wesentlichem bzw. moderatem Nettoschadenspotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Risiken aus unterschiedlichen Segmenten werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Risiken verstehen sich als mögliche negative Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern kein Segment hervorgehoben wird, betreffen die Risiken die gesamte K+S GRUPPE. / TAB: 2.6.1 ÜBERSICHT DER CHANCENDie nachfolgende Tabelle gibt, für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren, einen Überblick über die Chancen mit wesentlichem und moderatem Nettonutzenpotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Chancen aus unterschiedlichen Segmenten werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Chancen verstehen sich als mögliche positive Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern kein Segment hervorgehoben wird, betreffen die Chancen die gesamte K+S GRUPPE. / TAB: 2.6.2 EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN UND CHANCENGESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGDie Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten wird deutlich durch das Wirtschaftswachstum und die damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in den für uns relevanten Regionen, die Preisentwicklung für Agrarrohstoffe und zum Teil auch durch politische Entscheidungen in einigen Verbraucherländern beeinflusst. Die internationalen Preise für Kaliumchlorid stiegen im Jahr 2017 fast überall weiter an und setzten somit ihre Entwicklung seit Mitte 2016 fort. Insgesamt sollten die Agrarpreise unserer Einschätzung nach weiterhin einen Anreiz für die Landwirtschaft darstellen, den Ertrag je Hektar auch durch einen verstärkten Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern. Es besteht ein Risiko, dass sich das Wachstum der Schwellenländer entgegen der Erwartungen verlangsamt und/oder die Staatsschuldenkrise im Euroraum wieder an Schärfe gewinnt. Sollte dies dazu führen, dass die Agrarpreise auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst, könnte dies deren Nachfrageverhalten nach Pflanzennährstoffen negativ beeinflussen. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität des jeweiligen Szenarios abhängig. Der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftau- und Gewerbesalz sowie nach Verbraucherprodukten und Salz für die Lebensmittelindustrie ist von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig konjunkturabhängig ist. Aktuell sind insbesondere Veränderungen in der US-Handelspolitik in der Diskussion. Diese sind möglich und werden laufend beobachtet. Auch die zukünftigen Auswirkungen der US-Steuerreform sind mit gewissen Unsicherheiten behaftet. Entsprechende Auswirkungen sind derzeit nicht abschätzbar. Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als erwartet und das Wachstum insbesondere in unseren Hauptabsatzregionen Europa, Nordamerika, Brasilien und Südostasien höher ausfallen als allgemein prognostiziert, könnte das zu positiven Abweichungen gegenüber der Planung führen. Auf die oben beschriebenen Einflüsse würden wir mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren. Die Planung von K+S basiert auf den im Prognosebericht wiedergegebenen Erwartungen; die Bewertung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation geht somit direkt in die Prognose für 2018 ein. ◊ ,Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen', Seite 78 ANGEBOTSAUSWEITUNG / NACHFRAGERÜCKGANGVor allem die Produkte unseres Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte könnten durch äußere Einflüsse von erheblichen Rückgängen in der Nachfrage bedroht sein. Auf der Nachfrageseite könnten makroökonomische Faktoren wie ungünstige Wechselkursveränderungen oder eine sinkende Liquidität landwirtschaftlicher Betriebe die Nachfrage in einzelnen Absatzregionen beeinflussen. Dies gilt auch für politische Markteingriffe beispielsweise durch regionale Subventionskürzungen, die Festlegung von Zöllen für Düngemittel oder die Einführung restriktiver Düngevorschriften. Umwelteinflüsse wie Krankheiten bei bestimmten Anbaukulturen oder das Auftreten von Tierseuchen könnten ebenfalls zu einem Nachfragerückgang führen. Darüber hinaus könnte sich die Nachfrage auch aufgrund einer bewussten Kaufzurückhaltung unserer Kunden negativ entwickeln. Auf der Angebotsseite könnten sich Veränderungen aufgrund von Kapazitätsausweitungen ergeben. Bestehende sowie neue Produzenten sind dabei, aufgrund ihrer Einschätzung des langfristigen Nachfragewachstums auf dem Weltkalimarkt Produktionskapazitäten auszubauen. Sollte der Markt für zusätzliche Angebotsmengen nicht in voller Höhe aufnahmebereit sein, könnte dies den Wettbewerbsdruck für einen Übergangszeitraum erhöhen. Weiterhin könnten die Produzenten im Rahmen der gegebenen Kapazitäten versuchen, durch Angebotsausweitung Marktanteile dazu- bzw. verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen. Zunehmender Wettbewerbsdruck könnte auch aus einem Nachfragerückgang resultieren. Erhebliche Erhöhungen der Kapazitäten und deren Ausnutzung, Angebotsausweitungen einzelner Produzenten im Rahmen gegebener Kapazitäten sowie längerfristige Nachfragerückgänge könnten sich erheblich auf die Preisbildung und/oder die Absatzmöglichkeiten auswirken. Dabei könnte die bestehende Struktur des gesamten Markts für Pflanzennährstoffe bis hin zu einem Verdrängungswettbewerb auf der Angebotsseite verändert werden. Daher kann ein Rückgang der Kalipreise und/oder der absetzbaren Mengen nicht ausgeschlossen werden. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität dieser Ereignisse abhängig. Da die Erschließung neuer Kalikapazitäten sehr kapitalintensiv und in der Umsetzung langfristig ist, dürfte ein Anreiz für die Produzenten darin bestehen, eine attraktive Prämie auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Wir sehen die langfristigen Treiber als nach wie vor gültig an: Die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Pflanzennährstoffen wird von Megatrends wie der wachsenden Weltbevölkerung und einem steigenden Lebensstandard in den Schwellenländern getragen. Pflanzennährstoffe mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung spielen daher in der Agrarproduktion auch künftig eine zentrale Rolle. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten wir unter anderem an der weiteren Verbesserung unserer Kosten- und Organisationsstrukturen sowie an dem Ausbau unserer Spezialitätenprodukte. PREISERHÖHUNG / NACHFRAGEANSTIEGChancen mit wesentlichen positiven Effekten bestehen grundsätzlich bei der Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten. Die Branchensituation im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war im Jahr 2017 von einer guten Nachfrage geprägt. Die internationalen Preise für Kaliumchlorid stiegen in 2017 fast überall weiter an und setzten somit ihre Entwicklung seit Mitte 2016 fort. Sofern Landwirte ihre gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen nutzen oder die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung erhöhen, würde dies einen zusätzlichen Einsatz an Pflanzennährstoffen erfordern und könnte dazu führen, dass die globale Nachfrage nach Kalidüngemitteln in Zukunft stärker wächst als bislang prognostiziert. Weiterhin könnte die Tendenz zu einem ausgewogeneren Einsatz der Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) (Balanced Fertilization) in wichtigen Absatzregionen wie Indien und China zu einem überproportionalen Wachstum der Kalinachfrage führen. Die finanziellen Auswirkungen des damit verbundenen Nachfrageanstiegs sind stark von dem Ausmaß der dadurch ausgelösten Erhöhung der Düngemittelpreise abhängig. Positive Preiseffekte mit moderaten Auswirkungen halten wir gegenüber den Annahmen unserer Mittelfristplanung für möglich, wesentliche Auswirkungen sehen wir aufgrund des sich verstärkenden Wettbewerbs mittelfristig jedoch nicht. WITTERUNGSBEDINGTE NACHFRAGESCHWANKUNGENIm Geschäftsbereich Salz hat die Witterung in den Auftausalzregionen Europas und Nordamerikas eine besondere Relevanz. Unsere Planung basiert dabei auf einem gleitenden Durchschnitt über die vergangenen zehn Jahre. Überdurchschnittlich strenge Winter in den Auftausalzregionen von K+S können sich aufgrund einer witterungsbedingten Nachfrageerhöhung deutlich positiv auf den Absatz von Auftausalz auswirken. Dies wiederum könnte zu einer angespannten Situation bei den Lagerbeständen führen und in Preiserhöhungen resultieren. Dagegen können milde Winter zu einem witterungsbedingten Nachfragerückgang führen und somit den Absatz erheblich verringern; hohe Lagerbestände an Auftausalz könnten die Folge sein und somit die Preise im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts und der Ausschreibungen für die kommende Wintersaison belasten. Beide Fälle würden, bezogen auf ein Jahr, einen moderaten finanziellen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens haben. Sollten sich solche für uns positive bzw. negative Witterungsbedingungen innerhalb des Mittelfristzeitraums wiederholen, könnten sich wesentliche Chancen bzw. Risiken ergeben. Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Strategische Lagerbestände sowie eine flexible Anpassung der Produktion von Auftausalz ermöglichen es uns, ggf. auch kurzfristig eine stark steigende Nachfrage zu bedienen. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte könnte sich durch witterungsbedingten Nachfragerückgang ein Absatzrisiko ergeben. Beispielsweise könnte eine dauerhaft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Pflanzennährstoffen führen. Dies gilt auch für Wetterphänomene wie El Niño oder Dürren, die bedeutende Ertragseinbußen für die Landwirte in den betroffenen Regionen und einen reduzierten Einsatz von Pflanzennährstoffen zur Folge haben könnten. WITTERUNGSBEDINGTE ZUSATZKOSTENIm Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte spielen an einigen Produktionsstandorten die wasserrechtlichen Rahmenbedingungen eine besondere Rolle für die uneingeschränkte Nutzung der zur Verfügung stehenden technischen Produktionskapazitäten. Mit der Inbetriebnahme der neuen KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOATATIONSANLAGE (KKF) im Januar 2018 gehen wir davon aus, dass das Werk Werra in einem hydrologischen Normaljahr alle Salzabwässer im Rahmen der bestehenden Genehmigungen standortnah entsorgen kann. In einem trockenen Jahr müssten allerdings bestimmte Mengen an Salzabwässern standortfern entsorgt werden, wodurch zusätzliche Kosten für den Transport dieser Rückstände anfallen würden. Daher hat K+S zusätzliche Maßnahmen zur Abwasserentsorgung erarbeitet. Für die temporäre Einstapelung von Salzlösungen im Grubenfeld Springen (Bergwerk Merkers) sowie zur Einleitung von Prozess- und Haldenwasser in das stillgelegte K+S-Bergwerk Bergmannssegen-Hugo (Region Hannover) liegen Genehmigungen vor. Darüber hinaus wird eine weitere Kaverne des Untergrundgasspeichers (UGS) Bernburg durch die Flutung mit gesättigtem Salzwasser aus der Kaliproduktion des Werks Werra verwahrt. Hinzu kommt der kontinuierliche Ausbau von Speicherbeckenkapazitäten vor Ort, um die Flexibilität des Abwassermanagements weiter zu erhöhen. Außerdem wird die Umsetzung weiterer Maßnahmen geprüft, die aus heutiger Sicht aber noch einiger Zeit bedürfen. Es sind technische Fragen zu klären, Genehmigungen einzuholen sowie danach infrastrukturelle Anpassungen vorzunehmen. RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN RECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGENFür die Ausübung unserer Tätigkeiten, insbesondere in den Bereichen Bergbau/Gewinnung/Aufbereitung und Rückstandsentsorgung, ist eine Vielzahl öffentlich-rechtlicher Zulassungen und Erlaubnisse Voraussetzung. Der Rahmen für die Erteilung dieser Zulassungen und Erlaubnisse wird für die Produktion in Deutschland und Europa ganz maßgeblich durch die europäischen und nationalen Vorgaben des Umwelt-, Wasser- und Bergrechts vorgegeben. Die Regelungsdichte wird nach unserer Einschätzung künftig weiter zunehmen. Für alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht nach Erteilung einer entsprechenden Zulassung oder Erlaubnis das Risiko, dass von dritter Seite Rechtsmittel gegen diese eingelegt und die Zulassung/Erlaubnis durch Gerichte aufgehoben wird. Darüber hinaus können Verlängerungen bestehender Zulassungen und Erlaubnisse oder neu erteilte inhaltlich begrenzt, zeitlich befristet, dauerhaft verändert, versagt oder mit weiteren Auflagen versehen werden. BEWIRTSCHAFTUNGSPLANUNG NACH DER WASSERRAHMENRICHTLINIE UND VERÄNDERUNG, VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN UND FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDENIm Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entstehen feste und flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Rückstandshalden. Die festen Rückstände werden entweder auf unsere Rückstandshalden verbracht oder unter Tage versetzt. Die Salzabwässer werden zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in begrenztem Umfang in unterirdische Gesteinsschichten (Plattendolomit) versenkt. Ebenso werden damit stillgelegte Bergwerke zur langfristigen Sicherung geflutet. VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN: EINLEITUNGFür die genannten Entsorgungswege der o. g. Rückstände der deutschen Standorte legen die Bewirtschaftungspläne auf der Basis der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des deutschen Wasserrechts wesentliche Rahmenbedingungen fest. Für die nächsten Jahre sind dabei die Bewirtschaftungspläne für die zweite Bewirtschaftungsperiode 2015 bis 2021 der einzelnen Flussgebietsgemeinschaften (FGG) relevant. ◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 Im März 2016 haben die Umweltminister der an der FGG Weser beteiligten Bundesländer den detaillierten Bewirtschaftungsplan (BWP) Salz und ein detailliertes Maßnahmenprogramm (MNP) Salz 2015 bis 2021 nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie verabschiedet. Der beschlossene Bewirtschaftungsplan bildet den regulatorischen Rahmen für die Zeit von 2015 bis 2021 und führt in diesem Zeitraum zu keinen unmittelbar nachteiligen Auswirkungen auf die Kaliproduktion im hessisch-thüringischen Kalirevier. Weitere Maßnahmen und Zielwerte für die dritte Bewirtschaftungsperiode 2021 bis 2027 werden in den nächsten Jahren geprüft und festgelegt. Sollten sich die im Bewirtschaftungsplan 2015 bis 2021 enthaltenen Punkte (insbesondere die Zielwerte im Gewässer) auch im Plan für die Zeit ab 2021 wiederfinden, ohne dass weitere umsetzbare und verhältnismäßige Maßnahmen zur Verfügung stehen, sind erhebliche Risiken für die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen nicht auszuschließen. Infolgedessen könnten sowohl die Beschäftigungslage als auch die wirtschaftliche Lage der Region wesentlich negativ betroffen werden. In der genannten Zeitspanne 2015 bis 2021 sind weitere Maßnahmen der Salzabwasservermeidung und zusätzliche Entsorgungswege zu untersuchen und zu prüfen. VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN: VERSENKUNGDer BUND hat im Dezember 2017 seine Klage und den darauf gestützten Eilantrag gegen die bestehende Versenkerlaubnis des Standorts Hattorf vom 23. Dezember 2016 zurückgenommen. Weiterhin haben die Gemeinde Gerstungen und K+S im Dezember 2017 im Rahmen eines Vergleichs die Anfechtungsklage und den Eilantrag gegen die o. g. Erlaubnis vor dem Verwaltungsgericht Kassel übereinstimmend für erledigt erklärt. K+S erhält durch Beendigung der Rechtsstreitigkeiten mit dem BUND und der Gemeinde Gerstungen mehr Rechtssicherheit für die bestehende Versenkerlaubnis. ◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 Wenn wider Erwarten Sachverhalte eintreten, die zu einer nachteiligen Beeinflussung von nutzbaren Grundwasserressourcen führen könnten, oder Klagen gegen die bestehende Erlaubnis erfolgreich wären, könnte diese eingeschränkt oder aufgehoben werden. Dies könnte zu Produktionsausfällen und/oder zu erheblichen Produktionseinschränkungen wegen fehlender Entsorgungsmöglichkeiten für Salzabwässer (Versenkmengen) an den betroffenen Standorten und/oder zu zusätzlichen Kosten für den Transport zu standortfernen Entsorgungsalternativen führen. Wir gehen davon aus, dass die Entscheidungen der Behörde Bestand haben und eine Kaliproduktion im Werk Werra unter den gegebenen Rahmenbedingungen möglich ist. Die Ergebnisse eines 3D-Grundwassermodells bestätigen zudem, dass nachteilige Auswirkungen der Versenkung auf das Grundwasser ausgeschlossen werden können. Trotzdem ist ein Widerruf möglich, sofern die Einhaltung von Grenzwerten an zwei Brunnen einer Trinkwassergewinnungsanlage nicht gewährleistet wird. K+S arbeitet weiterhin intensiv an Maßnahmen zur Verminderung des Anfalls salzhaltiger Abwässer und an alternativen Entsorgungsmöglichkeiten. Damit soll zukünftig die Entsorgung anfallender Produktions- und Haldenwässer überwiegend durch die Einleiterlaubnis in die Werra gewährleistet werden. Ziel ist es, auch durch weitere erhebliche Investitionen die Wertschöpfung und die damit verbundenen Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten sowie Werra und Weser weiter zu entlasten und damit die Zukunftsfähigkeit der Kalistandorte im hessisch-thüringischen Kalirevier zu sichern. VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDENSollten Genehmigungen zur Aufhaldung widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen zugelassen werden, würde den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für die festen Rückstände fehlen. Die vollständige Versagung bzw. die Aufhebung aller bestehenden Erlaubnisse und Zulassungen zur Aufhaldung halten wir für unwahrscheinlich, da die Erlaubnisse und Zulassungen mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vereinbar sind, dem Stand der Technik entsprechen und sich die Regierungen und weite Teile der Politik in den für uns relevanten Bundesländern für den Erhalt des Kalibergbaus in Deutschland ausgesprochen haben. ◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 Einzelne Genehmigungen zu notwendigen Haldenerweiterungen könnten unter Umständen nicht gewährt bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies würde im ungünstigsten Fall eine Anpassung der Produktion und gegebenenfalls eine Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen wirtschaftlichen Folgen sowohl für das Unternehmen als auch für die Beschäftigungslage sowie die wirtschaftliche Lage der betroffenen Region nach sich ziehen. Dies könnte gegebenenfalls durch die Entwicklung weiterer Sicherungsmaßnahmen und Umplanungen vermieden werden, die jedoch zu einer deutlichen Kostenerhöhung führen würden. Das in 2011 begonnene Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Haldenkapazität am Standort Hattorf entwickelt sich positiv. Auf Grundlage des Konzepts, das hinsichtlich der Umweltauswirkungen nochmals verbessert wurde, kommt die Genehmigungsbehörde zu einer positiven Gesamtprognose hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit. Dementsprechend wurde der Antrag auf Zulassung des "Vorzeitigen Beginns" für die Flächenrodung am 9. November 2017 positiv beschieden. Wir sind zuversichtlich, das Genehmigungsverfahren so abzuschließen, dass es zu keinen nennenswerten Auswirkungen auf die Produktion kommt. Darüber hinaus liegen die Genehmigungsverfahren für die Erweiterung der Haldenkapazität der Standorte Wintershall und Zielitz im Zeitplan. ERHÖHUNG VON SCHWERMETALLWERTEN DES GRUND- UND OBERFLÄCHENWASSERS IM UMFELD DER RÜCKSTANDSHALDENIm Rahmen unserer umfangreichen, kontinuierlichen Beobachtung des Grund- und Oberflächenwassers wurde im Umfeld der Rückstandshalden eine Erhöhung von Schwermetallwerten festgestellt. Diese sind in ihrer Zusammensetzung und Konzentration aber nicht dem Haldenmaterial zuzuordnen. ◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 Für die Entstehung des Phänomens kommt nach derzeitigem Kenntnisstand eine größere Anzahl von Wirkfaktoren mit teilweise lokal unterschiedlicher Ausprägung und Wechselwirkung in Betracht. K+S hat deshalb gemeinsam mit externen Forschungseinrichtungen eine grundlegende, standortübergreifende Erforschung des Sachverhalts (umfangreiche Bestandsaufnahmen, ergänzende Monitoringmaßnahmen und Errichtung weiterer Messstellen) aufgenommen. Mit Zustimmung der Behörde hat K+S unter Berücksichtigung der individuellen Standortbedingungen jeweils ein Konzept entwickelt (u. a. Fassen, Ableiten und Reinigen austretender Quellwässer am Standort Hattorf sowie Dränagen und Abwehrbrunnen oder der Abtrag von Oberboden mit Schwermetallmobilisierungspotenzial), um dem beschriebenen Phänomen zu begegnen. Einzelne Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Potenzielle Auswirkungen erhöhter Gehalte an Schwermetallen und Spurenstoffen auf im Einwirkungsbereich der Rückstandshalden liegende Schutzgüter (insbesondere Grundwasser und Trinkwasserschutzgebiete) werden so durch geeignete technische Maßnahmen unter Berücksichtigung der standortspezifischen Rahmenbedingungen weitestgehend ausgeschlossen. Einzelne Genehmigungen zur notwendigen Haldenerweiterung an den Standorten Werra und Zielitz könnten unter Umständen mit Auflagen zur Durchführung weiterer Sicherungsmaßnahmen erteilt werden. Ein Versagen der Genehmigungen ist hingegen unwahrscheinlich. GESTIEGENE ANFORDERUNGEN AN DIE LAGERUNG VON AUFTAUSALZ IN NORDAMERIKA UNTER FREIEM HIMMELIn der Vergangenheit gab es in Nordamerika keine speziellen Umweltschutzanforderungen an die Lagerung von Auftausalz im Freien. Mittlerweile gehen jedoch Bundesstaaten und Kommunen vermehrt dazu über, entsprechende verbindliche Standards festzulegen. Eine Verschärfung dieser lokalen Anforderungen könnte umfangreiche Maßnahmen erforderlich machen, u. a. auch die Lagerung in Hallen. In Zusammenarbeit mit Umweltexperten arbeiten wir weiterhin an Umweltaudits für die eigenen und angemieteten Lagerstandorte im Hinblick auf Übereinstimmung mit den neuen örtlichen Anforderungen. FORDERUNG NACH BERGRECHTLICHEN SICHERHEITSLEISTUNGENDie Forderung nach bergrechtlichen Sicherheitsleistungen steht im pflichtgemäßen Ermessen der handelnden Behörden; bestehende Sicherheitsleistungen erfolgen derzeit i. d. R. durch die Bildung entsprechender Rückstellungen sowie durch Patronatserklärungen oder Konzernbürgschaften. Sofern zusätzlich Sicherheiten geleistet werden müssten, könnte dies den finanziellen Spielraum des Unternehmens insbesondere dann einengen, wenn diese durch Bankbürgschaften oder die Hinterlegung finanzieller Mittel zu erbringen wären. RESTRIKTIVERE AUSLEGUNG BESTEHENDER VORSCHRIFTEN ZUR ENTSORGUNG VON BERGBAULICHEN ABFÄLLEN UNTER TAGEBei der Abfallentsorgung unter Tage sind die Vorschriften des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und der allgemeinen Bundesbergverordnung (ABBergV) zu beachten. Die bestehenden Regelungen werden derzeit bundeslandabhängig unterschiedlich ausgelegt. Eine restriktivere Auslegung der Vorschriften könnte dazu führen, dass die Entsorgung von bergbaulichen Abfällen unter Tage kostenintensiver wird, da gegebenenfalls nur noch Abfälle mit mineralischen Eigenschaften unter Tage verbleiben dürfen. Das würde sowohl zu einem Anstieg der laufenden Entsorgungskosten als auch zu einer Erhöhung der bei Stilllegung der Bergwerksstandorte erforderlichen Aufwendungen führen. OPERATIVE RISIKEN SOWIE CHANCENMARKTDURCHDRINGUNG, MARKTENTWICKLUNG, KAPAZITÄTSERWEITERUNGEN, KOSTENOPTIMIERUNG, AKQUISITIONEN UND/ODER STRATEGISCHE PARTNERSCHAFTEN, INNOVATIONIn allen Segmenten nutzen wir Wachstumspotenziale, um einerseits unseren Marktanteil durch die Steigerung des Absatzes bei unseren Bestandskunden auszubauen und/ oder die Gewinnung von neuen Kunden zu erhöhen. Weiterhin prüfen wir, ob wir mit unseren Produkten neue Absatzregionen erschließen können. Ebenso wollen wir durch Investitionen in neue Produkte und Geschäftsansätze marktseitige Chancen nutzen. Der Unternehmenswert soll dabei stetig gesteigert werden. Dazu ist neben einer organisatorischen Neuausrichtung auch externes Wachstum erforderlich. Darüber hinaus werden permanent Möglichkeiten zur Kostenoptimierung (z. B. durch die Digitalisierung der Prozesse in den Bergwerken unter Tage oder durch die Effizienzsteigerung von Maschinen, Prozessen und Organisationsstrukturen) intensiv geprüft. Durch konsequente Umsetzung der in unserer Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie im Detail definierten Wachstumsinitiativen wollen wir erfolgreich die sich bietenden Chancen nutzen und nachhaltig profitabel wachsen. HEBUNG VON SYNERGIENDurch die Hebung von Synergien geht K+S von einem jährlichen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. € ab Ende 2020 aus. Deutliche Abweichungen gegenüber den in der Planung berücksichtigten Effekten stellen sowohl ein Risiko als auch eine Chance dar. RAMP-UP-PHASE AM STANDORT BETHUNEAm 2. Mai 2017 wurde unser neues Kaliwerk am Standort Bethune in Kanada nach einer knapp fünfjährigen Bauphase eröffnet. Die ersten Tonnen Kali wurden Mitte Juni 2017 produziert. Die angestrebte jährliche Produktionskapazität von 2 Mio. t ist erreicht. Bei der Neueinrichtung eines Standorts dieser Größe lassen sich negative Einflüsse beim Übergang in den Regelbetrieb (z. B. temporär nicht-spezifikationsgerechte Ware) nicht völlig ausschließen; in Folge könnte es zu einer Nachbearbeitung der Ware oder zu Preisabschlägen kommen. Umgekehrt können die geplanten qualitativen und quantitativen Ziele auch übertroffen werden. Mit konsequentem Kosten- und Qualitätsmanagement versuchen wir, negative Einflüsse zu begrenzen und Ergebnisbeiträge zu steigern. PROZESSRISIKEN UND RECHTSSTREITIGKEITENK+S ist Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, an denen wir entweder aktuell beteiligt sind oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Es ist momentan nicht auszuschließen, dass K+S im Zusammenhang mit im Rahmen des Investitionsprojekts zur Errichtung des neuen Kaliwerks Bethune bezogenen Lieferungen und Leistungen in Gerichts- und Schiedsverfahren mit Lieferanten involviert wird. Daneben beabsichtigen wir unsererseits Rückforderungsansprüche gegenüber am Projekt beteiligten Vertragspartnern geltend zu machen. Der Ausgang von möglichen Rechtsstreitigkeiten, deren Klärung oftmals einen langen Zeitraum benötigt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Hieraus können sich Zahlungsabflüsse bzw. Zahlungsrückflüsse ergeben, die die Wirtschaftlichkeit des Standorts negativ oder positiv beeinflussen können. Die Auswirkungen auf Liquiditäts- und Ergebnisebene unterscheiden sich deutlich. Durch die Implementierung eines Claim Management-Teams wird ein durchgehender Claim Management-Prozess sichergestellt mit dem Ziel, die bestehenden Forderungen von Lieferanten und Rückforderungen von K+S bestmöglich abzuwickeln. Alle übrigen Prozessrisiken sind im Rahmen des jeweiligen Risikos dargestellt. ENERGIEKOSTEN UND ENERGIEVERSORGUNGDie Energiekosten von K+S werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas bestimmt. Dies gilt in unterschiedlicher Ausprägung für sämtliche Unternehmenseinheiten. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche Energiepreissteigerungen gegenüber dem in der Planung berücksichtigten Preisniveau stellen ein Kostenrisiko dar und können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Eine positive Entwicklung bei Energiekosten gegenüber den Planansätzen bietet dagegen K+S eine Chance. ◊ ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 Zur Begrenzung dieses Risikos haben wir den Erdgasbedarf unserer Kali- und Salzproduktion in Europa durch die Nutzung von Dampf aus Ersatzbrennstoff-Heizwerken reduziert. Darüber hinaus verfolgen wir weltweit eine Sicherungsstrategie, die es uns ermöglicht, durch den Abschluss fester Lieferverträge mittelfristig attraktive Erdgasbezugspreise zu sichern. FRACHTKOSTEN UND TRANSPORTVERFÜGBARKEITUnsere Gesamtkosten werden in erheblichem Maße von Frachtkosten beeinflusst. Ein mengenmäßig erheblicher Anteil unserer Produkte muss zum Teil über große Entfernungen zum Kunden transportiert werden. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Absatzmöglichkeiten und damit die Produktion einschränken. Unser Ziel ist es, erwartete Kostensteigerungen zu begrenzen. PRODUKTIONSTECHNIKDie Produktionsanlagen der K+S GRUPPE zeichnen sich durch eine hohe Komplexität und Leistungsfähigkeit aus. Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken, denen unsere Anlagen, Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen ausgesetzt sind, können Betriebsstörungen eintreten sowie erhebliche Personen- und Sachschäden oder auch Umweltbelastungen entstehen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden diese Risiken durch den Abschluss geeigneter Versicherungen begrenzt. Gezielte Schulungen und die Weiterbildung der Mitarbeiter sollen zusätzlich die Arbeitssicherheit erhöhen. KOHLENDIOXID-EINSCHLÜSSE IN LAGERSTÄTTENKohlendioxid-Einschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar. Trotz unserer umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen könnte es zu unkontrollierten Ausbrüchen dieser Einschlüsse kommen. Daher bestehen Risiken von Produktionseinschränkungen/-ausfällen sowie von Personen- und Sachschäden. Die Gewinnung unter Tage wird daher stets unter Beachtung von besonderen Sicherheitsrichtlinien für eventuelle CO 2 -Ausbrüche durchgeführt. SCHÄDEN DURCH GEBIRGSSCHLAGAn aktiven und inaktiven Bergbaustandorten besteht das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag). Sollte ein Gebirgsschlag eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu Personenschäden sowie zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter kommen. Der Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Standfestigkeit der Grubengebäude und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen dient unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der untertägigen Sicherheitspfeiler. Nach Stilllegung eines Standorts werden Verwahrmaßnahmen durchgeführt, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude soll rechtzeitig Hinweise liefern, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Grubengebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind. WASSERZUTRITTIn Grubenbetrieben unter Tage bestehen hydrogeologische Risiken. Gefährdungspotenzial besteht im Zusammenhang mit Schächten, die wasserführende Gebirgsschichten durchörtern, und bei Salzlösungsvorkommen in Gebirgsschichten. Hydrogeologische Risiken werden aufgrund unserer umfangreichen Vorsorgemaßnahmen begrenzt, sie können jedoch, sofern nicht beherrschbar, erhebliche Schäden nach sich ziehen bis hin zum vollständigen Verlust des Bergwerks. In diesem Fall wären sowohl wesentliche negative Auswirkungen auf die Beschäftigung, die wirtschaftliche Lage der Region als auch Umwelt- und Sachschäden nahezu unvermeidbar. Zur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Georadar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler gewährleisten eine bestmögliche Grubensicherheit. Durch kontinuierliche Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist ein Zuflussrisiko von Grundwasser im Normalfall nahezu auszuschließen. Wegen der Höhenlage der Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächenwässern in die Grubengebäude zu rechnen. COMPLIANCEEs besteht das generelle Risiko, dass Mitglieder von Leitungs-/Überwachungsorganen oder Mitarbeiter der K+S-Gruppengesellschaften gegen Gesetze, interne Regelungen oder vom Unternehmen anerkannte regulatorische Standards verstoßen. Dadurch könnte K+S Vermögens- und/oder Imageschäden erleiden. ◊ ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 55 Wir haben ein gruppenweites Compliance-Management etabliert, welches zur Sensibilisierung der Mitarbeiter beiträgt und Compliance-Verstößen u. a. durch Schulungen zu den wesentlichen Risikofeldern (z. B. Kartell- und Wettbewerbsrecht, Korruption, Geldwäsche) entgegenwirkt. LIEFERANTENAUSFÄLLE UND LIEFERENGPÄSSEDie Anzahl der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bergbauspezifischer Maschinenausstattung und Ersatzteilen ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten trotz bestehender Gegensteuerungsmaßnahmen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit dieser Materialien und damit zu einer deutlichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen. Mit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern wir diese Beschaffungsrisiken. PERSONALDer Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Der Verlust von Mitarbeitern in wichtigen Positionen könnte ein Risiko darstellen. In Zukunft könnten außerdem insbesondere in Europa und Nordamerika demografische Herausforderungen auf uns zukommen. Damit erhöht sich das Risiko, für offene Stellen geeignete Bewerber nicht oder nur mit erheblichem Aufwand zu finden. Die K+S GRUPPE will nicht nur für Berufsanfänger, sondern auch für qualifizierte Fach- und Führungskräfte ein attraktiver Arbeitgeber sein. Durch praxisorientierte Nachwuchsförderung, gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie die berufliche Förderung von Leistungs- und Potenzialträgern gelingt es der K+S GRUPPE nach wie vor, Mitarbeiter dauerhaft zu motivieren und qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an sich zu binden. Darüber hinaus ermöglicht uns die Ausrichtung auf personelle Vielfalt (Diversität), das gesamte Arbeitsmarktpotenzial auszuschöpfen. Mit dieser Strategie und einer verstärkten Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bieten wir qualifizierten Fach- und Führungskräften vielversprechende berufliche Perspektiven. ◊ ,Mitarbeiter', Seite 41 INFORMATIONSSICHERHEITUnsere IT-Systeme unterstützen in hohem Maße nahezu alle Unternehmensfunktionen. Das Informationssicherheitsrisiko liegt primär in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität der Daten durch externe Angriffe (z. B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z. B. Technikausfall, Sabotage). Bei Risikoeintritt könnten gravierende Geschäftsunterbrechungen die Folge sein. Einen längeren Ausfall der IT-Systeme halten wir aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen allerdings für unwahrscheinlich. Mit einer permanenten Überprüfung des Umfangs und der Wirksamkeit unserer vielfältigen Sicherheitsmaßnahmen durch unabhängige Gutachter begrenzen wir solche Risiken. Ein Versicherungsschutz zur Abdeckung von Schäden aus dem Ausfall von EDV-Anlagen wurde für Cyberangriffe mit einer Schadenssumme in Höhe von 50 Mio. € abgeschlossen. REPUTATIONDer Eintritt eines jeden Risikos könnte in Abhängigkeit der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu Reputationsschäden mit nicht oder nur schwer quantifizierbaren finanziellen Auswirkungen für das Unternehmen führen. Dazu zählen besonders Risiken mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie das Nichterreichen von selbst definierten, steuerungsrelevanten Zielen. Solchen Entwicklungen begegnen wir mit offener und frühzeitiger Kommunikation gegenüber unseren Stakeholdern. FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND CHANCENWÄHRUNG / WECHSELKURSSCHWANKUNGENEin Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in der Währung unserer Konzernberichterstattung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir zwischen Transaktions- und Translationsrisiken. TRANSAKTIONSRISIKENDie K+S GRUPPE hat einen maßgeblichen Umsatzanteil in US-Dollar. Daneben werden Umsätze auch in anderen Landeswährungen (z. B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund) erzielt. Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen. Wechselkursschwankungen, insbesondere des Euro zum US-Dollar, wirken sich bisher vor allem im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte besonders auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Aufgrund der Inbetriebnahme des Standorts Bethune in Kanada und der hieraus resultierenden Kosten in kanadischen Dollar sind zusätzlich Schwankungen des Wechselkurses des kanadischen Dollars zum US-Dollar bzw. zum Euro von größerer Bedeutung. ◊ ,Finanzlage', Seite 87; ◊ ,Anhang', Seite 138 Um Wechselkursrisiken aus Transaktionen entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden signifikante Nettopositionen mithilfe von Derivaten, i. d. R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen "worst case" Wechselkurs. Das zu sichernde Volumen wird anhand der Erlös- und Kostenplanung sowie erwarteter Investitionen unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden. TRANSLATIONSRISIKENAußerdem ergeben sich Währungseffekte in Bezug auf Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, da die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Nettovermögen dieser Gesellschaften wird hingegen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Diese Umrechnungssystematik könnte zu währungsbedingten Schwankungen im Ergebnis und Eigenkapital von K+S führen. Diese Translationseffekte treten sowohl im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im Geschäftsbereich Salz auf und werden nicht gesichert. Günstige Wechselkursentwicklungen können sich dagegen positiv auf Ergebnis und Eigenkapital auswirken und bieten daher eine Chance. VERÄNDERUNG DES ALLGEMEINEN ZINSNIVEAUSAus Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus ergeben sich sowohl Risiken als auch Chancen. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten aus sowie auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen. Hinzu kommen Effekte auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten. Aufgrund der derzeitigen Finanzierungsstruktur sind allerdings nur moderate Auswirkungen zu erwarten. Die K+S GRUPPE hat langfristige Rückstellungen, insbesondere aus bergbaulichen Verpflichtungen sowie Pensionen, mit dem Barwert der zukünftig erwarteten Aufwendungen anzusetzen. Eine Veränderung des Marktzinsniveaus im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag könnte am aktuellen Bilanzstichtag zu Änderungen der Diskontierungssätze führen und somit zu einer Anpassung der Höhe der langfristigen Rückstellungen. Eine einmalige Anpassung um einen halben Prozentpunkt hätte moderate Auswirkungen auf die Bilanz sowie das Ergebnis der K+S GRUPPE. ◊ ,Anhang', Seite 138 Ein Großteil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögen gedeckt, das aus festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen Vermögensanlagen besteht. Rückläufige Erträge aus diesen Anlagen können sich ungünstig auf den Marktwert des Planvermögens auswirken. Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens begegnen wir durch eine ausgewogene Anlagenallokation und eine ständige Analyse der Anlagerisiken. VERSCHLECHTERUNG BZW. VERBESSERUNG DES UNTERNEHMENSRATINGSRatings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i. d. R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Veränderung der Bonitätsbeurteilung von K+S durch eine Ratingagentur erfolgt. ◊ ,Finanzlage', Seite 87 Eine Herabstufung (Verschlechterung) könnte sich negativ auf die Kosten der Finanzierung von K+S auswirken. Eine Heraufstufung der Bonitätsbeurteilung und somit eine Verbesserung des Unternehmensratings wirkt dagegen positiv auf die Kosten und Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft. Im Jahr 2023 will das Unternehmen wieder ein Investment-Grade-Rating erreichen; bis 2020 halten wir derzeit eine Heraufstufung dorthin noch für unwahrscheinlich. Wir begrenzen dieses Risiko durch vorausschauende Finanzierungsmaßnahmen. LIQUIDITÄTEin Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde zusätzlich das Risiko der Liquiditätsbeschaffung bestehen. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel, zugesagte Kreditlinien und weitere Finanzierungsinstrumente zu decken. ◊ ,Anhang', Anmerkung (25) ,Finanzielle Verbindlichkeiten', Seite 181 Die Liquiditätssteuerung erfolgt über Cashpool-Systeme durch die zentrale Treasury-Einheit. Die verfügbare Liquidität belief sich per 31. Dezember 2017 auf 1.141,0 Mio. € und bestand aus Geldanlagen und flüssigen Mitteln sowie dem ungenutzten Teil unserer bis Mitte 2020 laufenden Konsortialkreditlinie. Damit lag die verfügbare Liquidität deutlich oberhalb unserer angestrebten Mindestreserve von 300 Mio. €. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren. AUSFALL VON FORDERUNGEN AN KUNDENWir unterhalten mit vielen Kunden umfangreiche Geschäftsbeziehungen. Sollten ein oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Dies könnte die Finanzlage von K+S beeinträchtigen. Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung. AUSFALL VON PARTNERN BEI FINANZGESCHÄFTENAusfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage von K+S führen. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Finanzinstituten bestehen nicht. VERÄNDERUNGEN EINZELNER RISIKEN UND CHANCEN GEGENÜBER DER VORPERIODEDie Einschätzungen in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die finanziellen Auswirkungen der schon in den Vorperioden berichteten Risiken und Chancen sind den Tabellen 2.6.1 und 2.6.2 auf den Seiten 102 und 103 zu entnehmen. Die Risiken im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Zusammenhang mit der Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen haben weiterhin eine hohe Bedeutung. Das Risiko einer Versagung oder gerichtlichen Aufhebung behördlicher Genehmigungen sowohl für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen als auch für die Entsorgung von flüssigen Rückständen im Teilbereich Einleitung bleibt innerhalb der Risikowahrscheinlichkeit von 10 - 50%. Die erzielten Einigungen im Teilbereich Versenkung führen zu mehr Rechtssicherheit und dort zu einer deutlichen Reduzierung innerhalb dieser Bandbreite. Das Risiko einer witterungsbedingten Produktionseinschränkung am Standort Hattorf entfällt. Mit der Inbetriebnahme der neuen KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE (KKF) gehen wir davon aus, dass das Werk Werra in einem hydrologischen Normaljahr alle Salzabwässer im Rahmen der bestehenden Genehmigungen standortnah entsorgen kann. Mit Produktionseinschränkungen rechnen wir aufgrund der Implementierung weiterer Entsorgungsalternativen auch in einem trockenen Jahr nicht mehr. Am 2. Mai 2017 wurde das neue Kaliwerk am Standort Bethune nach einer knapp fünfjährigen Bauphase eröffnet. Die ersten Tonnen Kali wurden Mitte Juni 2017 produziert. Die Risiken und Chancen aus dem Betrieb des neuen Standorts Bethune sind in die bestehende Systematik integriert worden. Das Prozessrisiko einer Vorteilsabschöpfung aufgrund einer vermeintlich strafbaren Versenkung in der Gerstunger Mulde in den Jahren 1999 - 2007 ist entfallen. Mit Beschluss vom 5. Mai 2017 hat das Thüringer Oberlandesgericht in Jena eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft Meiningen zurückgewiesen. Gegenstand dieser Beschwerde war der Beschluss des Landgerichts Meiningen aus September 2016, eine Anklage gegen aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter nicht zuzulassen. Mit dem Beschluss vom 5. Mai wurde die Entscheidung des Landgerichts bestätigt. Eine Vorteilsabschöpfung bei der Gesellschaft ist vor diesem Hintergrund ausgeschlossen. Die Hebung von Synergien sowie Rechtsstreitigkeiten wurden ergänzt. Reputationsrisiken wurden untersucht und aufgenommen. Aufgrund des aktuellen Preisniveaus für Energie halten wir Chancen aus einer Verringerung der Energiekosten gegenüber den Planansätzen nunmehr wieder für möglich. EINSCHÄTZUNG DER RISIKO- UND CHANCENLAGE DURCH DEN VORSTAND: KEINE BESTANDGEFÄHRDENDEN RISIKENDie nachfolgende Einschätzung der Risiko- und Chancenlage erfolgt auf Grundlage der Erkenntnisse aus unserem Risiko- und Chancenmanagementsystem in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der finanziellen Auswirkung der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung, bei der Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S führen könnten. Die Risikolage von K+S ist aufgrund der positiven Entwicklung im Kalimarkt sowie der umweltrechtlichen Rahmenbedingungen trotz des Kostendrucks für Umwelt- und zusätzliche Entsorgungsmaßnahmen verbessert. Die Chancen, die sich K+S mittelfristig bieten, sind gegenüber dem Vorjahr insgesamt analysiert worden und bieten eine positive Aussicht. Wir sind zuversichtlich, dass die operative Stärke von K+S eine solide Grundlage für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen für eine Nutzung der Chancen zur Verfügung stehen. Im Gesamtbild hat sich die Risiko- bzw. Chancenlage im Vergleich zum Vorjahr verbessert, bedarf jedoch aufgrund der Rahmenbedingungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte weiterhin hoher Aufmerksamkeit. 2.7 PROGNOSEBERICHTFür das Jahr 2018 gehen wir von einer spürbaren Umsatzsteigerung aus; das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte gegenüber 2017 deutlich ansteigen. Wesentliche Gründe hierfür sind die unterstellt höhere Produktionsmenge am Standort Bethune sowie der zu erwartende Wegfall der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra. KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATIONDie nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (IFW) sowie des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWF). / TAB: 2.7.1 Der INTERNATIONALE WÄHRUNGSFONDS prognostiziert für das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2018 ein Wachstum von 3,9%. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Konjunkturbelebung in den Industrienationen angesichts der jüngsten Impulse aus der US-Fiskalpolitik und einer weiterhin expansiven Geldpolitik fortsetzen wird. Die Belebung der wirtschaftlichen Expansion hat sich in vielen Schwellenländern fortgesetzt und dürfte nach Ansicht der Experten auch in 2018 weiter andauern. Noch verhalten anziehende Rohstoffpreise in Kombination mit zurückhaltender Lohnpreisentwicklung und nur geringen Kernpreissteigerungen führen derzeit noch zu einer niedrigen Inflationsrate in vielen Industrienationen. Sollte sich die Preissteigerung jedoch schneller als aktuell erwartet beschleunigen, könnte sich dies zeitnah in einem steigenden Zinsniveau widerspiegeln. Ein dämpfender Effekt auf die Realwirtschaft wäre wahrscheinlich die Folge. Aus dem bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EUROPÄISCHEN UNION sind keine nennenswerten Auswirkungen auf die künftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von K+S zu erwarten. Der Umsatzanteil Großbritanniens am Gesamtumsatz der K+S GRUPPE liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich. KÜNFTIGE BRANCHENSITUATIONGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEAuch künftig kann der aufgrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und sich verändernder Ernährungsgewohnheiten steigende Bedarf an Agrarrohstoffen bei begrenzter Verfügbarkeit von Ackerflächen nur durch eine Intensivierung der Landwirtschaft gedeckt werden. Ein ausgewogener Einsatz mineralischer Pflanzennährstoffe ist dabei unerlässlich und dürfte tendenziell auch in 2018 zu einer mindestens stabilen Nachfrage führen. Selbst das anhaltend niedrige Preisniveau für Agrarprodukte dürfte dem Landwirt weiterhin ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen ausgewogenen bzw. - bei Unterversorgung - höheren Düngemitteleinsatz zu steigern. PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTSTAB: 2.7.1
Quelle: IWF Für 2018 erwarten wir eine Weltkalinachfrage (2017: rund 69 Mio. t einschließlich rund 4 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten), welche mindestens stabil gegenüber dem Berichtsjahr sein sollte. Die Preise für Düngemittelspezialitäten zeigen bereits erste Erholungstendenzen und das Preisumfeld für Standardkali (MOP) sollte sich zumindest in der ersten Jahreshälfte 2018 weiter erholen. GESCHÄFTSBEREICH SALZIm Segment Auftausalz startete die Wintersaison 2017/2018 insgesamt besser als das schwache Vorjahr. Dies lag vor allem an guten winterlichen Witterungsverhältnissen in Nordamerika. Für das Geschäft mit Verbraucherprodukten und Salzen für die Lebensmittelindustrie gehört Nordamerika zu den bedeutendsten Absatzregionen; die Nachfrage sollte hier in 2018 in etwa stabil bleiben. In den Regionen Europa und Südamerika ist ebenfalls mit Verbräuchen auf Vorjahresniveau zu rechnen. Langfristig ist allerdings ein globaler Trend hin zur vermehrten Verwendung hochwertiger Salze wie Meer- oder Koschersalz sowie natriumreduzierter Produkte erkennbar. In den Segmenten Industrie- und Gewerbesalz dürfte sich die Nachfrage mittelfristig leicht steigend entwickeln. Die anziehende Weltkonjunktur dürfte auch den Bedarf an Salz für industrielle Anwendungen merklich steigern. Zudem sollte die Nachfrage nach Pharmasalzen im Zuge der zunehmend älter werdenden Bevölkerung weiterhin moderate Wachstumsraten ermöglichen. In Südamerika ist auch in 2018 eine steigende Nachfrage nach Salz zur Extraktion von Kupfer aus dem geförderten Roherz (Copper Leaching) zu erwarten. ERWARTETE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNGUnsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2018 basiert im Wesentlichen auf den folgenden Annahmen: GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
K+S GRUPPE
UMSATZ- UND ERGEBNISPROGNOSEWir erwarten, dass der Umsatz (2017: 3.627 Mio. €) spürbar und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2018 deutlich über den Werten des Vorjahres liegen (2017: 576,7 Mio. €). Insbesondere im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte dürfte die Steigerung der Produktionsmenge am Standort Bethune in Kanada sowie der zu erwartende Wegfall der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra zu einer deutlichen Ergebniserholung führen (2017: 268,8 Mio. €). Im Geschäftsbereich Salz gehen wir aufgrund spürbar steigender Absatzmengen sowie Verbesserungen im Produktmix von einem spürbaren EBITDA-Anstieg aus (2017: 325,2 Mio. €). Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dürfte gegenüber der Vorperiode in der Folge deutlich steigen (2017: 145 Mio. €). ERWARTETE FINANZLAGE UND GEPLANTE INVESTITIONENDas erwartete Investitionsvolumen der K+S GRUPPE für das Jahr 2018 dürfte aufgrund des abgeschlossenen Auftaus unserer kanadischen Produktionsstätte Bethune deutlich unter dem Vorjahr bleiben (2017: 810,8 Mio. €). Der bereinigte Freie Cashflow dürfte sich gegenüber dem Vorjahr daher deutlich verbessern (2017: -389,8 Mio. €), jedoch voraussichtlich noch leicht negativ bleiben. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) sollte aufgrund der deutlichen Ergebnisverbesserung und trotz einer höheren Kapitalbindung deutlich ansteigen (2017: 3,2 %). Damit dürfte der ROCE auch auf Geschäftsbereichsebene jeweils eine deutliche Verbesserung erfahren (2017: Kali- und Magnesiumprodukte 1,4%; Salz 8,9%). DIVIDENDENVORSCHLAG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017Unsere ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern wider. Infolgedessen beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 eine Dividende in Höhe von 0,35 € je Aktie (Vorjahr: 0,30 € je Aktie) vorzuschlagen; dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 46% (Vorjahr: 44%) des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern. GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER K+S GRUPPEDer Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT blickt positiv auf das Jahr 2018 und erwartet, dass das EBITDA der K+S GRUPPE deutlich über dem des Vorjahres liegen wird. Insbesondere das neue Kaliwerk Bethune in Kanada sowie die erhöhte Produktionssicherheit am Standort Werra in Verbindung mit weiteren Preiserhöhungen sollten zu einem deutlichen Ergebnisanstieg im Geschäftsbereich Kali und Magnesiumprodukte führen. Damit zahlt sich die harte Arbeit der letzten Monate und Jahre spürbar aus. Im Geschäftsbereich Salz startete das Jahr 2018 vielversprechend. K+S konnte wieder einmal den Kommunen und Verbrauchern weltweit dabei helfen, die Sicherheit der Verkehrswege im Winter zu gewährleisten. Vor allem in den nordamerikanischen Auftausalzregionen war eine hohe Nachfrage zu Beginn des Jahres zu verzeichnen. Darüber hinaus erwartet der Vorstand auch im Nicht-Auftausalzgeschäft weiteres Wachstum in 2018. Insgesamt dürfte sich in der Folge der bereinigte Freie Cashflow der K+S GRUPPE deutlich verbessern, auch wenn er voraussichtlich noch leicht negativ bleiben wird. 2.8 K+S AKTIENGESELLSCHAFT (ERLÄUTERUNGEN AUF BASIS HGB)Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim Bundesanzeiger veröffentlicht. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDie Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB ist auf Seite 55 enthalten. ANGABEN nach § 289A ABS. 1 HGB SOWIE erläuternder bericht des VorstandsDie Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB sowie der erläuternde Bericht des Vorstands finden sich auf Seite 69. VERGÜTUNGSBERICHTDie Angaben nach § 289a Abs. 2 HGB sind im Vergütungsbericht auf Seite 122 enthalten. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT, UNTERNEHMENSSTRATEGIE, UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG, ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUFAngaben zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -überwachung sowie ein Überblick über den Geschäftsverlauf finden sich auf den Seiten 29 - 44 sowie 55 - 81. ERTRAGSLAGEDer Umsatz der K+S AKTIENGESELLSCHAFT lag mit 136,3 Mio. € um 1,9 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (138,2 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Bereich Tierhygiene übertrafen leicht das Vorjahresniveau (+2%), im Bereich IT fiel der Umsatz um 12%. Die sonstigen Umsatzerlöse erhöhten sich vor allem aufgrund eines Anstiegs der konzerninternen Verrechnungen von Serviceleistungen an Gruppengesellschaften um 2,5 Mio. € auf 56,0 Mio. € (2016: 53,5 Mio. €). / TAB: 2.8.1 Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen deutlich um 21,5 Mio. € auf 146,3 Mio. € (2016: 124,8 Mio. €). Wesentliche Ursache waren im Vergleich zum Vorjahr höhere Ergebnisse aus der Bewertung von USD- und CAD-Positionen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 137,6 Mio. € auf 129,5 Mio. € verringert. Dies ist vor allem auf den Rückgang von Kursverlusten sowie geringere Steuern für Vorjahre zurückzuführen. Die Erträge aus Beteiligungen sind von 243,1 Mio. € in 2016 auf 76,6 Mio. € in 2017 gefallen. Im Vorjahr waren Erträge aus den Beteiligungen an K+S SALZ GMBH, K+S Investments limited und K+S FINANCE BELGIUM BVBA enthalten. Gegenläufig wirkte sich der gestiegene Ertrag aus der Beteiligung an der K+S KALI GMBH von -4,3 Mio. € in 2016 auf 58,4 Mio. € in 2017 aus. Weitere Beteiligungserträge ergaben sich u. a. aus den Gewinnabführungen der K+S ENTSORGUNG GMBH mit 8,9 Mio. € (2016: 10,9 Mio. €) und der K+S TRANSPORT GMBH mit 7,4 Mio. € (2016: 7,1 Mio. €). Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge erhöhten sich im Wesentlichen wegen gestiegenen Zinserträgen von Gruppengesellschaften sowie gestiegenen Zinserträgen für Steuernachforderungen von 3,2 Mio. € auf 10,9 Mio. €. Vor allem durch höhere Zinsaufwendungen bedingt durch die im Frühjahr 2017 begebene Anleihe, höhere Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie gestiegene Zinsaufwendungen gegenüber Gruppengesellschaften erhöhten sich die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von 125,0 Mio. € auf 149,6 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich um 189,2 Mio. € auf -112,4 Mio. € (2016: 76,8 Mio. €). GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT 1TAB: 2.8.1
BILANZ DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - AKTIVATAB: 2.8.2
VERMÖGENS- UND FINANZLAGEDas Anlagevermögen hat sich um 350,6 Mio. € auf 6.993,7 Mio. € (2016: 6.643,1 Mio. €) erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf Kapitalzuführungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen. Damit betrug der Anteil des Anlagevermögens 93% an der Bilanzsumme (2016: 92%). Insgesamt stieg die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2017 um 239,8 Mio. € auf 7.489,8 Mio. €. Das Umlaufvermögen fiel um 106,9 Mio. € auf 481,8 Mio. € (2016: 588,7 Mio. €). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich von 482,5 Mio. € im Vorjahr auf 372,4 Mio. €. Ursächlich für diesen Rückgang waren vor allem gesunkene Forderungen aus Ergebnisabführung. / TAB: 2.8.2, 2.8.3 Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 169,8 Mio. € auf 1.966,4 Mio. € vermindert (2016: 2.136,2 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 26% (2016: 30%). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.241,0 Mio. € (2016: 2.388,9 Mio. €) setzen sich im Wesentlichen aus Cashpool-Verbindlichkeiten sowie Darlehensverbindlichkeiten zusammen. BILANZ DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - PASSIVATAB: 2.8.3
Im Geschäftsjahr 2017 ergab sich ein Anstieg aller Verbindlichkeiten um 354,9 Mio. € auf 5.281,3 Mio. € (2016: 4.926,4 Mio. €). Im Wesentlichen führte die Begebung einer Anleihe im Frühjahr 2017 zu dem Anstieg. Gegenläufig entwickelten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft wies zum Stichtag Rückstellungen in Höhe von 236,6 Mio. € mit überwiegend langfristigem Charakter aus. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte in erheblichem Maße aus langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln. MITARBEITERIm Jahresdurchschnitt waren 962 Mitarbeiter (2016: 900 Mitarbeiter) bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschäftigt. Davon waren 20 Auszubildende (2016: 16 Auszubildende). Der Personalaufbau ist vor allem auf Personalverschiebungen aus anderen Geschäftsbereichen in die K+S AKTIENGESELLSCHAFT zurückzuführen. DIVIDENDEDie K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist für das Geschäftsjahr 2017 einen Bilanzgewinn von 67,0 Mio. € (2016: 76,8 Mio. €) aus. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 wie in Tabelle 2.8.4 dargestellt zu verwenden. / TAB: 2.8.4 ANGABEN ZU EIGENEN ANTEILENDie Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 des Aktiengesetzes sind im Anhang zum Jahresabschluss 2017 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT enthalten. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGUmfassende Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der K+S GRUPPE, die sich vor allem auf die Beteiligungsgesellschaften mit operativer Geschäftstätigkeit beziehen, finden sich auf Seite 43. GEWINNVERWENDUNG 1TAB: 2.8.4
RISIKEN UND CHANCENDie Geschäftsentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die K+S GRUPPE. An den Risiken und Chancen ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die K+S AKTIENGESELLSCHAFT entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen finden sich im ,Risiko- und Chancenbericht' ab Seite 100. Die Beschreibung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (§ 289 Abs. 4 HGB) findet sich auf Seite 67. NACHTRAGSBERICHTDer ,Nachtragsbericht' für die K+S GRUPPE sowie die K+S AKTIENGESELLSCHAFT findet sich auf Seite 191. PROGNOSEBERICHTDie Ergebnisentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hängt maßgeblich von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. Die für die K+S GRUPPE erwartete Geschäftsentwicklung findet sich im Prognosebericht ab Seite 114. 2.9 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFTWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss bzw. der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschrieben sind.
Kassel, 7. März 2018 K+S AKTIENGESELLSCHAFT DER VORSTAND ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGENDieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. 2.10 VERGÜTUNGSBERICHTIm Folgenden erläutern wir die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten. VERGÜTUNG DES VORSTANDSVERGÜTUNGSSTRUKTURKriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben und Leistung des Vorstands, der Vergleich mit den Oberen Führungskräften weltweit und der Gesamtbelegschaft sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige - fixe - als auch erfolgsbezogene - variable - Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen. Die Tantieme (STI) ist der erfolgsbezogene Anteil. Außerdem besteht eine kennzahlenbasierte variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannter Long Term Incentive (LTI)). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen. In 2017 hat der Aufsichtsrat das Vergütungssystem für den Vorstand grundlegend neu geregelt - es tritt zum 1. Januar 2018 in Kraft. Daher folgt zunächst eine Beschreibung des bisherigen Systems, nach dem der Vorstand in 2017 noch vergütet wurde. VERGÜTUNGSSYSTEM BIS 31. DEZEMBER 2017Die fixe, erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen. Um die Interessen der Anteilseigner mit denen des Vorstands im hohen Maße in Übereinstimmung zu bringen, bestimmt sich ein Teil der Tantieme (STI) nach der Gesamtkapitalrendite des Konzerns. Außerdem wird die persönliche Leistung der Mitglieder des Vorstands bei der Berechnung der Tantieme berücksichtigt. Die Auszahlung erfolgt im jeweils folgenden Geschäftsjahr. Die Struktur der Jahresvergütung sieht in einem Normaljahr eine fixe Vergütung von 40% sowie variable, kurzfristige Erfolgsbausteine von 60% vor. Der variable Anteil (STI) ist wiederum zu 80% an die Unternehmensperformance, d. h. an die erzielte Gesamtkapitalrendite, gebunden. Die übrigen 20% sind von der persönlichen Leistung abhängig. Hierzu wurden mit jedem Vorstandsmitglied individuelle Ziele vereinbart. Eine variable Vergütung von 100% wird dann erreicht, wenn zum einen die erzielte Gesamtkapitalrendite mindestens 115 % des jeweiligen Kapitalkostensatzes erreicht und zum anderen die persönliche Leistung mit 100% bewertet wurde. Die Vergütung auf Basis der Gesamtkapitalrendite ist bei einer Obergrenze von 21 Prozentpunkten über der Mindestrendite limitiert. Die Zielerreichungsspannen beider variabler Vergütungsbestandteile bewegen sich zwischen 0 und rund 150%. Zudem sind seit dem Jahr 2013 auch die Nebenleistungen limitiert. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds. Zusätzlich bietet das kennzahlenbasierte "Long Term Incentive"-Programm die Möglichkeit, als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter, Einkommen zu beziehen. Das System beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahreszeiträumen der Unternehmenserfolg ermittelt. Der Wertbeitrag ergibt sich folgendermaßen: Operatives Ergebnis (EBIT I)+ Zinserträge des Geschäftsjahres - Kapitalkosten (vor Steuern) des Geschäftsjahres = Wertbeitrag LTI-PROGRAMMABB: 2.10.1Wertbeiträge in Mio. €Vergleichszeitraum
Performancezeitraum
LTI-PROGRAMM 2014 - 2017ABB: 2.10.2
1 Im Jahr 2011 wurde aufgrund sehr guter
Wertbeiträge die Kappungsgrenze erreicht.
Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag besteht bei +/-500 Mio. € pro Geschäftsjahr. Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTI-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume ("Vergleichszeitraum" und "Performancezeitraum") verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTI-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTI-Laufzeit. In der folgenden Grafik werden die Zeiträume des LTI-Programms schematisch dargestellt: / ABB: 2.10.1 Zu Beginn eines LTI-Zeitraums wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Vergleichszeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Performancezeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge wird an einer Skalierung von -200 bis + 200 Mio. € prozentual gespiegelt. Entsprechen sich die Wertbeiträge des Vergleichs- und des Performancezeitraums, werden 100% des LTI ausgezahlt. In diesem Fall beträgt die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung für ein ordentliches Vorstandsmitglied 350.000 €. Bei einer Minderperformance sinkt die Auszahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0%. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200% (= 700.000 €). Der Vorstandsvorsitzenden erhält das 1,5-fache eines ordentlichen Vorstandsmitglieds. Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres. / ABB: 2.10.2 Das dargestellte Vorstandsvergütungssystem wurde von der Hauptversammlung 2010 mit großer Mehrheit gebilligt und vom Verband der Aktionärsvereinigungen in Europa, EURO-SHAREHOLDERS, als besonders aktionärsfreundliches Vergütungssystem ausgezeichnet. Im Folgenden ist eine Beispielrechnung für die Jahresvergütung eines Vorstandsmitglieds dargestellt: / TAB: 2.10.1 VERGÜTUNGSSYSTEM AB 1. JANUAR 2018Nach der neuen Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 DCGK sollen variable Vergütungsbestandteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und im Wesentlichen zukunftsbezogen sein. Um dieses sicherzustellen hat der Aufsichtsrat die Vergütung des Vorstands grundlegend neu geregelt. Neben einer fixen Vergütung und den bisherigen Nebenleistungen, die monatlich zur Auszahlung kommen, erhält der Vorstand auch weiterhin erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile. Die erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteile umfassen weiterhin zwei Komponenten. Das sogenannte Short Term Incentive (STI) bezieht sich auf das laufende Geschäftsjahr und bildet - mit 40 % - den kleineren Teil der variablen Vergütung. Den wesentlicheren Teil - mit 60% - bildet das Long Term Incentive (LTI) ab, das aus zwei gleichgewichtigen Komponenten besteht. Die eine Komponente knüpft an den Wertbeitrag (Value Added) an (LTI I) und die zweite knüpft an die Aktienkursperformance an (LTI II). Die Laufzeit beträgt bei beiden Komponenten drei Jahre. Das STI wird künftig an der Erreichung des EBITDA der Jahresplanung gemessen. Wird der EBITDA-Wert der vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresplanung erreicht, beträgt der STI-Basisbetrag 100%. Über- oder unterschreitet das Ist-EBITDA das Plan-EBITDA so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200% und minimal 0% betragen. Darüber hinaus legt der Aufsichtsrat nach Ablauf des betreffenden Geschäftsjahres einen Performancefaktor für das gesamte Vorstandsteam fest. Dieser wirkt als Multiplikator auf den Basisbetrag des STI und liegt zwischen 0,8 und 1,2. Das Ergebnis des Performancefaktors richtet sich nach der Erreichung einer jährlichen Zielvereinbarung zwischen Aufsichtsrat und Gesamtvorstand. Für die Jahre 2018 bis 2020 sind insbesondere die Erreichung der Meilensteine aus der Strategie SHAPING 2030, z. B. die Rückführung des Verschuldungsgrades, konkrete Zielsetzung. BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES VORSTANDSMITGLIEDSTAB: 2.10.1
1 Gesamtkapitalrendite = Mindestrendite;
persönliche Zielerreichung = 100%.
LTI-PROGRAMM IIABB: 2.10.3
1 Durchschnitt des Börsenjahres 2017;
bildet den Vergleichswert.
Beispielrechnung für die Anwendung des Performancefaktors: Erfüllungsgrad des STI, z. B. 100% x Performancefaktor, z. B. 1,1 = 110 % Zur Ermittlung des LTI I legt der Aufsichtsrat grundsätzlich vor Beginn eines Performancezeitraums auf Basis der Mittelfristplanung Wertbeiträge (Value Added) für jedes Jahr des Performancezeitraums fest. Der Planwertbeitrag entspricht dem arithmetischen Mittel der drei Wertbeiträge des Performancezeitraums. Nach Ablauf des Performancezeitraums wird der Ist-Wertbeitrag mit dem Planwertbeitrag verglichen. Entspricht der Ist-Wertbeitrag dem Planwertbeitrag, beträgt die Zielerreichung 100%. Über- oder unterschreitet der Ist-Wertbeitrag den Planwertbeitrag so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200% und minimal 0% betragen. Maßgeblich für das LTI II ist die Kursentwicklung der K+S-Aktie (inkl. gezahlter Dividenden) im Vergleich zur Entwicklung des MDAX (Performance Index). Entspricht die Kursentwicklung der K+S-Aktie der Entwicklung des MDAX im Vergleichszeitraum beträgt die Zielerreichung 100%. Über- oder unterschreitet die Kursentwicklung der K+S-Aktie die Entwicklung des MDAX so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200% und minimal 0% betragen. / ABB: 2.10.3 In der neuen Zusammensetzung des Vorstands erhält der Vorstandsvorsitzende das 1,5-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds. VERGÜTUNGSHÖHEEinzelheiten der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 sind in individualisierter Form in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der Unterschied zwischen der Gewährungs- bzw. der Zuflusstabelle bezieht sich allein auf die variablen Vergütungsbestandteile. Die Gewährungstabelle bildet Beträge ab, die bei 100%-iger Zielerreichung in Aussicht gestellt wurden. Die Zuflusstabelle zeigt hingegen die Beträge, die aufgrund der tatsächlich erreichten Ziele im Folgejahr zur Auszahlung kommen werden. / TAB: 2.10.2, 2.10.3 Mark Roberts erhält seine Vergütung in Euro. Um die Wechselkursrisiken zu beschränken, wurde eine Klausel vereinbart, nach der nach Ablauf eines jeden Jahres ein Wechselkursausgleich für den Fall erfolgt, dass der Ist-Kurs der jeweiligen Überweisungen vom Kurs bei Unterschrift des Vertrages (EUR 1,00 = USD 1,30) um mehr als 10% im Einzelfall oder um mehr als 5% im Durchschnitt des ganzen Jahres abweicht. Durchschnittlich betrug das Gehalt des Vorstands im vergangenen Jahr damit das 5,5-fache (2016: 6,8-fache) des Oberen Führungskreises weltweit sowie das 21,0-fache (2016: 22,3-fache) der Gesamtbelegschaft. Das Sinken des prozentualen Verhältnisses zwischen Vorstand und Oberen Führungskreis gegenüber Vorjahr ist darin begründet, dass der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 der Belegschaft eine 100%-ige Auszahlung des Short-Term-Incentives zugesagt hat, um einer stark verminderten variablen Vergütung entgegenzuwirken, während der Vorstand nach den tatsächlich erzielten, niedrigeren Werten vergütet wird. VERGÜTUNG DES VORSTANDS (GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN)
1 Nebenleistungen sind auf 75.000 €
gedeckelt.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS (ZUFLUSS)
1 Summe entspricht den Angaben nach § 314
HGB sowie DRS 17.
Mit Ablauf des 11. Mai 2017 endete die Amtszeit von Herrn Norbert Steiner. Dr. Burkhard Lohr, vormals Finanzvorstand der Gesellschaft, hat mit Beginn des 12. Mai 2017 den Vorsitz des Vorstands übernommen. Neuer Finanzvorstand ist seit diesem Zeitpunkt Thorsten Boeckers. In seiner Sitzung vom 28. November 2017 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die Umsetzung der neuen Gruppenstrategie künftig mit einem verkleinerten und neu strukturierten Vorstand, der durch ein erweitertes Managementteam unterstützt wird, voranzutreiben. Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, wird gemeinsam mit Thorsten Boeckers, Finanzvorstand, und Mark Roberts in neuer Funktion als Chief Operating Officer das verkleinerte Vorstandsteam bilden. Dr. Thomas Nöcker (59) wird am 1. September 2018 in den Ruhestand treten und bis zum Ablauf seines Mandats am 31. August 2018 die von ihm verantworteten Bereiche an seine Kollegen im Vorstand übergeben. Dr. Otto Lose ist vor dem Hintergrund der neuen Unternehmensstruktur im Rahmen von SHAPING 2030 zum 28. November 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden und hat das Unternehmen am 31. Dezember 2017 verlassen. Die vertraglichen Ansprüche für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2019 wurden abgegolten und sind in der Fußnote 3 der Zuflusstabelle dargestellt. Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen auf fünf Mitglieder, davon waren drei Mitglieder ganzjährig im Amt. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus fünf Mitgliedern, davon waren vier Mitglieder ganzjährig im Amt. Wie in Abbildung 2.10.2 auf Seite 123 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performancezeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge unter denen des Vergleichszeitraums; infolgedessen ergab sich für das LTI-Programm 2014 kein positiver Wert. PENSIONSZUSAGENDie Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d. h. für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet. Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40% der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (> 15 Jahre) zu vermeiden. Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2017 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 8,0 und 18,5%. Die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Die Obergrenze für den Vorstandsvorsitzenden beträgt 325.000 € und für die anderen Vorstandsmitglieder je 245.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus überprüft und ggf. angepasst. Rentenleistungen werden erst bei Auszahlung entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für Deutschland" angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar. Für das Vorstandsmitglied Mark Roberts wurde ein fixer Umrechnungskurs zwischen Euro und US-Dollar vereinbart. Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60 %, jede Vollwaise 30% und jede Halbwaise 15% der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100% der Versorgungsleistung nicht überschreiten - in diesem Fall werden sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, können die Ansprüche gemäß der Versorgungszusage zu diesem Zeitpunkt bereits geltend gemacht werden. Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2017 folgende Beträge den Pensionsrückstellungen zugeführt: / TAB: 2.10.4 Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2017 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg der Zeitwerte gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr kürzeren Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen. PENSIONEN 1 TAB: 2.10.4
1 Angaben nach IFRS.
Zeitwerte gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr kürzeren Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen. VORZEITIGE BEENDIGUNG DER VORSTANDSVERTRÄGEIm Falle eines Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe des 1,5-fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags. Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrags infolge eines Übernahmefalls ("Change of Control") erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre. Die Ausgleichszahlung beträgt das 1,5-fache des Jahresfixums. Darüber hinaus besteht eine Obergrenze für Abfindungen, wonach Ansprüche aus der "Change of Control"-Klausel den Wert von drei Jahresvergütungen nicht überschreiten können. Die Vorstandsmitglieder haben bei einem "Change of Control"-Fall kein Sonderkündigungsrecht. SONSTIGESIm Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahestehenden Personen. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2,1 Mio. € (2016: 1,8 Mio. €). Der Anstieg ist im Zugang von Herrn Steiner als Pensionär begründet. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS VERGÜTUNGSSTRUKTURDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung geregelt. Ein Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der Vergütung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 €, die Mitglieder des Personalausschusses von jeweils 7.500 €. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss erhält jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 €, sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von je 750 €, bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer. VERGÜTUNGSHÖHEEinzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle: / TAB: 2.10.5 Zusätzlich wurden im Jahr 2017 an die Aufsichtsratsmitglieder Aufwandsentschädigungen von insgesamt 64,9 Tsd. € gezahlt (2016: 128,5 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2017 wurden den Aufsichtsratsmitgliedern keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gezahlt oder Vorteile gewährt. Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS 1TAB: 2.10.5
1 Angaben ohne Entschädigung für die
von Aufsichtsratsmitgliedern aufgrund ihrer Tätigkeit
zu entrichtende Umsatzsteuer.
3 KONZERNABSCHLUSSGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1TAB: 3.1.1
GESAMTERGEBNISRECHNUNG 1TAB: 3.2.1
1 Bei Prozentangaben und Zahlen können
Rundungsdifferenzen auftreten.
BILANZ 1TAB: 3.3.1
TAB: 3.3.2
1 Bei Prozentangaben und Zahlen können
Rundungsdifferenzen auftreten.
KAPITALFLUSSRECHNUNG 1TAB: 3.4.1
1 Bei Prozentangaben und Zahlen können
Rundungsdifferenzen auftreten.
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS 1TAB: 3.5.1
1 Bei Prozentangaben und Zahlen können
Rundungsdifferenzen auftreten.
3.6 ANHANGSEGMENTBERICHTERSTATTUNG 1TAB: 3.6.1
1 Bei Prozentangaben und Zahlen können
Rundungsdifferenzen auftreten.
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENSENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 2017 1TAB: 3.6.2
1 Bei Prozentangaben und Zahlen können
Rundungsdifferenzen auftreten.
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 2016 1TAB: 3.6.3
1 Bei Prozentangaben und Zahlen können
Rundungsdifferenzen auftreten.
ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGENENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGEN 1TAB: 3.6.4
1 Bei Prozentangaben und Zahlen können
Rundungsdifferenzen auftreten.
ALLGEMEINE GRUNDLAGENDer von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aufgestellte Konzernabschluss der K+S GRUPPE zum 31. Dezember 2017 ist nach den von dem INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS BOARD (IASB) verabschiedeten INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS) aufgestellt worden. Dabei wurden alle zum Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden IFRS, sofern diese von der EUROPÄISCHEN UNION anerkannt wurden, sowie die zusätzlichen handelsrechtlichen Anforderungen des § 315e HGB berücksichtigt. Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist eine beim Amtsgericht Kassel unter der Registernummer HRB 2669 eingetragene börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Bertha-von-Suttner-Str. 7, 34131 Kassel, Deutschland. Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Im Interesse einer übersichtlichen Darstellung werden die einzelnen Posten des Konzernabschlusses in Millionen € (Mio. €) dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Der Konzernabschluss wurde durch den Vorstand am 7. März 2018 aufgestellt und dem Aufsichtsrat für dessen Sitzung am 14. März 2018 zur Billigung vorgelegt. KONSOLIDIERUNGSKREISDie folgenden Gesellschaften wurden im Jahr 2017 in den Konsolidierungskreis aufgenommen:
Am 11. Januar 2017 wurden im Rahmen eines Asset-Deals die Produktionsanlagen samt vorhandener Patente des chinesischen Düngemittelherstellers HULUDAO MACPOWER FERTILIZERS CO., LTD. (MACPOWER) für einen Kaufpreis von insgesamt 13,1 Mio. € übernommen. MACPOWER ist einer der größten chinesischen Hersteller von synthetischem Magnesiumsulfat, das unter anderem zur Düngung von Ölpalmen, Sojabohnen und Zuckerrohr sowie für industrielle Anwendungen genutzt wird. Mit dem Erwerb wird zum einen der Ausbau des Spezialitätengeschäfts weiter forciert und zum anderen der Zugang zu den Wachstumsmärkten in Südostasien verbessert. Durch Veräußerung sind folgende Gesellschaften im Jahr 2017 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden:
Im Wege der Vollkonsolidierung sind 15 (2016: 15) inländische und 42 (2016: 42) ausländische Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen worden. 27 (2016: 31) Tochtergesellschaften wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen und zu Anschaffungskosten bewertet, da sie hinsichtlich Bilanzsumme, Umsatz und Ergebnis für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind. Gemeinschaftsunternehmen und Gesellschaften, bei denen Unternehmen der K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben (assoziierte Unternehmen), werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bewertet. Die potenziellen Ergebnisauswirkungen einer Beteiligungsbilanzierung nach der Equity-Methode sind aus Konzernsicht allerdings als unwesentlich zu bezeichnen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden daher wie im Vorjahr wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung sämtliche Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Eine vollständige Übersicht der Beteiligungen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT kann der Anteilsbesitzliste auf Seite 194 entnommen werden. KONSOLIDIERUNGSMETHODENTOCHTERGESELLSCHAFTENTochtergesellschaften sind diejenigen Gesellschaften, die von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beherrscht werden. Beherrschung ist gegeben, wenn die K+S AKTIENGESELLSCHAFT über bestehende Rechte verfügt, die ihr die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten zu lenken. Die maßgeblichen Tätigkeiten sind die Tätigkeiten, die die Renditen der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. In der Regel beruht die Beherrschungsmöglichkeit auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die K+S AKTIENGESELLSCHAFT die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Die Abschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Tochtergesellschaften werden einheitlich nach den hier und in den folgenden Anmerkungen beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften werden voll eliminiert, soweit sie während der Zugehörigkeit der betreffenden Gesellschaften zur K+S GRUPPE entstanden sind. Ebenso werden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Nach der Zuordnung zu Vermögenswerten und Schulden verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Goodwill bilanziert. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung sind unmittelbar ertragswirksam zu erfassen. GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN, GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMENGemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass eine vertragliche Vereinbarung besteht, gemäß der die K+S AKTIENGESELLSCHAFT mittelbar oder unmittelbar die jeweiligen Aktivitäten mit einer konzernfremden Gesellschaft gemeinschaftlich führt. Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, bei denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT mittelbar oder unmittelbar über einen maßgeblichen Einfluss verfügt. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEERFASSUNG VON ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGENUmsatzerlöse sind Erträge, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen. Umsatzerlöse werden erfasst, sofern deren Höhe sowie die im Zusammenhang mit dem Geschäft angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Ferner muss der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft wahrscheinlich sein. Umsatzerlöse beinhalten bei der K+S GRUPPE Erlöse aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen sowie Auftragserlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen, vermindert um Erlösschmälerungen. Umsatzerlöse aus Güterverkäufen werden ab dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs ausgewiesen, sofern keine wirksame Verfügungsmacht oder weiter bestehendes Verfügungsrecht an den verkauften Gütern zurückbehalten wird. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden nach dem Fertigstellungsgrad erfasst, sofern dieser verlässlich geschätzt werden kann. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen werden bei der K+S GRUPPE nach erbrachter Leistung ausgewiesen, Auftragserlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen anhand des Verhältnisses der angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten. Kann der Fertigstellungsgrad nicht verlässlich ermittelt werden, werden Umsatzerlöse nur in Höhe der angefallenen Kosten erfasst, deren Wiedererlangung vom Unternehmen erwartet wird. Im Rahmen der Auftragsfertigung können Auftragsänderungen vom Kunden im Hinblick auf den vereinbarten zu erbringenden Leistungsumfang die Auftragserlöse erhöhen oder mindern. Ein erwarteter Verlust aus einem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst. Ebenso erfolgt keine nachträgliche Korrektur bereits erfasster Umsatzerlöse im Rahmen eines Dienstleistungsgeschäfts, sofern diese uneinbringlich werden. Uneinbringliche Beträge werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Sonstige betriebliche Erträge werden, sofern deren Höhe verlässlich bestimmt werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft oder Ereignis wahrscheinlich ist, zu dem Zeitpunkt periodengerecht erfasst, ab dem ein rechtlicher (vertraglicher oder gesetzlicher) Anspruch besteht. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfolgswirksam erfasst. BETEILIGUNGSERGEBNISDiese Position beinhaltet das Ergebnis aus nicht konsolidierten, zu Anschaffungskosten bewerteten Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen. Im Ergebnis enthalten sind Ausschüttungen, Ergebnisabführungen, Wertminderungen und Gewinne und Verluste aus Veräußerungen dieser Unternehmen. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEDer Ansatz eines immateriellen Vermögenswerts erfolgt grundsätzlich nur, sofern der Zufluss eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens aus dem Vermögenswert wahrscheinlich ist und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswerts zuverlässig ermittelbar sind. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit den auf sie entfallenden Entwicklungsausgaben (Herstellungskosten) angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte werden, sofern ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig abgeschrieben. Bei einer unbestimmten Nutzungsdauer wird keine Abschreibung vorgenommen, sondern, sofern erforderlich, ein Wertminderungsaufwand erfasst. Beim Goodwill wird grundsätzlich von einer unbestimmten Nutzungsdauer ausgegangen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Den immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer liegen die folgenden konzerneinheitlich angesetzten Nutzungsdauern zugrunde: / TAB: 3.6.5 Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind entsprechend der Nutzung der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
Im Falle einer Wertminderung ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Entfallen die Gründe für einen zuvor erfassten Wertminderungsaufwand, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung, wobei die fortgeführten Buchwerte nicht überschritten werden dürfen. Ein für den Goodwill erfasster Wertminderungsaufwand darf nicht aufgeholt werden. Die Werthaltigkeit der Goodwills wird mindestens einmal pro Jahr überprüft. Sofern erforderlich, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein etwaiger Wertminderungsbedarf wird gemäß IAS 36 durch einen Vergleich der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, welche den Goodwills zugeordnet sind, mit deren erzielbarem Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und dem Nutzungswert. Der Nutzungswert wird anhand der diskontierten erwarteten künftigen Cashflows aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt, denen die entsprechenden Goodwill-Beträge zugeordnet sind. Die Erstbewertung von CO 2 -Emissionsrechten erfolgt zu Anschaffungskosten. Unentgeltlich zugeteilte Rechte werden demnach mit einem Wert von Null, entgeltlich erworbene Rechte zum jeweiligen Anschaffungswert aktiviert. Sinkt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag unter den Anschaffungswert, wird im Rahmen einer Werthaltigkeitsprüfung der Buchwert der die Emissionsrechte haltenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem Nutzungswert dieser Einheit verglichen. SACHANLAGENBei Sachanlagen erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen sowie, sofern erforderlich, Wertminderungsaufwendungen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen auch künftige Rückbau- und Rekultivierungsaufwendungen. Gehen Wertminderungen über die bereits vorgenommenen Abschreibungen hinaus, wird ein Wertminderungsaufwand als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die Ermittlung solcher Wertminderungen erfolgt gemäß IAS 36 durch den Vergleich der Buchwerte mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows der betreffenden Vermögenswerte. Sofern den betreffenden Vermögenswerten keine eigenen Cashflows zugeordnet werden können, werden stattdessen die Cashflows der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit zum Vergleich herangezogen. Bei Wegfall der Gründe für erfasste Wertminderungsaufwendungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, wobei die fortgeführten Buchwerte nicht überschritten werden dürfen. NUTZUNGSDAUERN FÜR IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT BESTIMMTER NUTZUNGSDAUERTAB: 3.6.5
Die erworbenen Rohstoffvorkommen werden als Sachanlagevermögen erfasst. Die Abschreibung beginnt zum Zeitpunkt der erstmaligen Rohstoffgewinnung. Strecken und Grubenbaue werden ebenfalls als Sachanlagevermögen ausgewiesen. Werden Sachanlagen verkauft oder stillgelegt, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen Veräußerungserlös und Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Den Sachanlagen liegen die folgenden konzerneinheitlich angesetzten Nutzungsdauern zugrunde: / TAB: 3.6.6 Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind entsprechend der Nutzung der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
NUTZUNGSDAUERN FÜR SACHANLAGENTAB: 3.6.6
AKTIVIERUNG VON FREMDKAPITALKOSTENFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts zu aktivieren. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn ein Zeitraum von mindestens einem Jahr erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Wird der qualifizierte Vermögenswert nachweisbar nicht aus Fremdmitteln finanziert, sind keine Fremdkapitalkosten zu aktivieren. In der Kapitalflussrechnung werden die aktivierten Fremdkapitalkosten in der Position ,gezahlte Zinsen' im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesen. LEASINGVERHÄLTNISSEEin Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Leasingverhältnisse werden in Finanzierungsleasingverhältnisse und Operating-Leasingverhältnisse unterteilt. Ein Finanzierungsleasing liegt vor, wenn dem Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden und dieser folglich wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögenswerts ist. Ist dies der Fall, aktiviert der Leasingnehmer den Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. In gleicher Höhe ist eine Leasingverbindlichkeit zu passivieren. Die Abschreibung des Vermögenswerts unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Vorgehensweise bei vergleichbaren sich im (rechtlichen) Eigentum befindlichen Vermögenswerten. Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem erwarteten zeitlichen Nutzenverlauf Bedingte Mietzahlungen im Rahmen eines Operating-Leasingverhältnisses werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HANDZuwendungen der öffentlichen Hand für die Anschaffung oder Herstellung von Sachanlagen (z. B. Investitionszuschüsse und -zulagen) mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden im laufenden Jahr mit den korrespondierenden Aufwendungen saldiert. ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIENBei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich überwiegend um vermietete Objekte. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Dabei wird im Regelfall von einer Nutzungsdauer von 50 Jahren ausgegangen. Abschreibungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Erträge aus der Veräußerung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden im Finanzergebnis erfasst. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN SOWIE AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHEEin langfristiger Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) ist als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies ist der Fall, wenn der Vermögenswert (oder die Veräußerungsgruppe) im gegenwärtigen Zustand veräußerbar ist und eine solche Veräußerung höchst wahrscheinlich ist. Langfristige Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen), die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Eine Abschreibung dieser Vermögenswerte erfolgt nicht mehr. Ein Ausweis als aufgegebener Geschäftsbereich erfolgt bei einem Unternehmensbestandteil, der veräußert wurde oder als zur Veräußerung eingestuft wird und der
FINANZINSTRUMENTEFinanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Vertragspartner zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Grundsätzlich werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten getrennt voneinander (unsaldiert) ausgewiesen. Die finanziellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen, Wertpapiere, Finanzinvestitionen sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten zählen insbesondere Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert. Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sobald das bilanzierende Unternehmen Vertragspartner eines Finanzinstruments wird. Die dem Erwerb direkt zuzurechnenden Transaktionskosten werden bei der Ermittlung des Buchwerts dann berücksichtigt, wenn die Finanzinstrumente in der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, werden gemäß IAS 39 zu jedem Bilanzstichtag dahingehend untersucht, ob objektive Hinweise vorliegen, welche die Annahme rechtfertigen, dass der finanzielle Vermögenswert möglicherweise wertgemindert sein könnte. Erhebliche Zahlungsschwierigkeiten eines Schuldners, Vertragsbruch durch Ausfall oder Verzug von Zins- und Tilgungszahlungen, hohe Wahrscheinlichkeit der Insolvenz eines Schuldners, gravierende Veränderungen im rechtlichen, technologischen oder wirtschaftlichen Umfeld sowie ein nachhaltiges und signifikantes Absinken eines börsennotierten Eigenkapitalinstruments stellen beispielsweise solche objektiven Hinweise dar. Für die Folgebewertung ist die Zuordnung der Finanzinstrumente in eine der folgenden in IAS 39 definierten Bewertungskategorien ausschlaggebend: KREDITE UND FORDERUNGEN:Diese Bewertungskategorie umfasst nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Darunter fallen u. a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen, fest oder variabel verzinsliche Wertpapiere (ohne aktiven Markt) sowie Bankguthaben. Die dieser Bewertungskategorie zugeordneten finanziellen Vermögenswerte werden nach dem erstmaligen Ansatz zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Un- bzw. unterverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten werden abgezinst. Wertminderungen werden, sofern objektive Hinweise vorliegen, vorgenommen und erfolgswirksam über separate Wertberichtigungskonten erfasst. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, ist die Wertminderung rückgängig zu machen. Forderungen werden ausgebucht, wenn sie beglichen oder uneinbringlich werden. Sonstige Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt der Veräußerung bzw. bei fehlender Werthaltigkeit ausgebucht. ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE:Dieser Bewertungskategorie werden zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte zugeordnet, die mit der Absicht der kurzfristigen Weiterveräußerung erworben wurden. Auch Derivate mit positivem Marktwert werden als zu Handelszwecken gehalten kategorisiert, es sei denn, sie sind in eine Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Die Ausbuchung von Wertpapieren erfolgt nach der Veräußerung am Erfüllungstag. BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT ZU HALTENDE FINANZINVESTITIONEN:Derzeit werden keine Finanzinstrumente der Bewertungskategorie ,bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen' in der K+S GRUPPE gehalten. ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE:Diese Bewertungskategorie umfasst nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar bestimmt wurden oder in keine der vorgenannten Bewertungskategorien eingestuft sind. Unter diese Bewertungskategorie fallen bestimmte Fremdkapitalinstrumente und Eigenkapitalinstrumente wie Anteile an (nicht konsolidierten) verbundenen Unternehmen. Die Erst- und Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Ist bei Eigenkapitalinstrumenten der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar, da kein aktiver Markt existiert, erfolgt die Folgebewertung zu Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungsaufwendungen). Dies ist beispielsweise bei Anteilen an (nicht konsolidierten) verbundenen Unternehmen der Fall. Die bei der Folgebewertung entstehenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden als unrealisierte Gewinne bzw. Verluste erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage erfasst. Erst zum Zeitpunkt der Veräußerung oder im Falle eines Vorliegens objektiver Hinweise für eine Wertminderung erfolgt eine erfolgswirksame Erfassung der zuvor in der Neubewertungsrücklage erfassten unrealisierten Gewinne bzw. Verluste. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, erfolgen Wertaufholungen bei Fremdkapitalinstrumenten erfolgswirksam, Werterhöhungen bei Eigenkapitalinstrumenten erfolgsneutral. ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTETE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN:Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Ausbuchung der Verbindlichkeiten erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Verbindlichkeit beglichen wird oder der Grund für die Bildung der Verbindlichkeit wegfällt. ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN:In diese Bewertungskategorie fallen derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert, die grundsätzlich als zu Handelszwecken gehalten kategorisiert werden. Von dieser Regelung ausgeschlossen sind Derivate, die in eine Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind. DERIVATEDie Bewertung der Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ausbuchung der Derivate erfolgt am Erfüllungstag. VORRÄTEUnter den Vorräten sind gemäß IAS 2 diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang vorgesehen sind (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung von Vermögenswerten oder im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt auf Basis der durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungspreis. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der fixen und variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Dies gilt analog für Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie sonstige soziale Aufwendungen. Die Zuordnung der fixen Gemeinkosten erfolgt auf Basis der Normalkapazität. Der Nettoveräußerungspreis bestimmt sich als geschätzter Verkaufspreis abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten. FLÜSSIGE MITTELDiese Position beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben. Zudem fallen hierunter Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Der Rechnungszins wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag vorliegenden Renditen für erstrangige Unternehmensanleihen ermittelt. Als erstrangig werden solche Unternehmensanleihen angesehen, die mit einem Rating von AA bewertet werden. Hierbei sind grundsätzlich solche Unternehmensanleihen heranzuziehen, die der voraussichtlichen Fristigkeit und Währung der Pensionsverpflichtungen entsprechen. Da entsprechend langfristige Unternehmensanleihen zum Bilanzstichtag zum Teil nur im unzureichenden Maße vorhanden waren, wurde der laufzeitkongruente Zins in diesen Fällen mittels Extrapolation ermittelt. Zudem werden z. B. die künftig zu erwartenden Gehalts- und Rentensteigerungen, Kostensteigerungen bei gesundheitsfürsorglichen Leistungszusagen sowie Sterbewahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Soweit Planvermögen vorliegt, erfolgt eine Saldierung dieses Vermögens mit den zugehörigen Verpflichtungen. Die Nettozinsen einer Berichtsperiode sind mittels Multiplikation der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) mit dem oben aufgeführten Rechnungszins zu ermitteln. Beide Faktoren werden zu Beginn der Berichtsperiode unter Berücksichtigung erwarteter Dotierungen/Auszahlungen festgelegt. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese umfassen:
BERGBAULICHE UND ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGENRückstellungen werden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die aus einem vergangenen Ereignis resultieren. Die Inanspruchnahme muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen verlässlich schätzbar sein. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst, soweit der Zinseffekt von wesentlicher Bedeutung ist. LATENTE STEUERNDie Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 auf der Grundlage der international üblichen bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (Liability-Methode). Danach werden Steuerabgrenzungsposten für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden jedoch nur berücksichtigt, soweit die Möglichkeit der Realisierung hinreichend wahrscheinlich ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die nach der derzeitigen Rechtslage künftig im wahrscheinlichen Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gelten werden. Die Auswirkungen von Steuergesetzesänderungen auf aktive und passive latente Steuern werden in der Periode, in der die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen der Gesetzesänderung vorliegen, erfolgswirksam berücksichtigt. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nach Fristigkeiten innerhalb einzelner Gesellschaften bzw. innerhalb steuerlicher Organkreise saldiert. UNTERNEHMENSERWERBEDie Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses erfolgt nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen der Neubewertung des erworbenen Unternehmens werden sämtliche stillen Reserven und stillen Lasten des übernommenen Unternehmens aufgedeckt und Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt (unter Berücksichtigung der in IFRS 3 geregelten Ausnahmen). Ein hieraus resultierender positiver Differenzbetrag zu den Anschaffungskosten des erworbenen Unternehmens wird als Goodwill aktiviert. Ein negativer Differenzbetrag wird unmittelbar ertragswirksam erfasst. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGENERMESSENSENTSCHEIDUNGEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENImmaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. SCHÄTZUNGEN UND PRÄMISSEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENBestimmte Ansätze im IFRS-Abschluss beruhen dem Grunde und der Höhe nach zum Teil auf Schätzungen und der Festlegung bestimmter Prämissen. Dies ist insbesondere notwendig bei:
Trotz sorgfältiger Schätzung kann die tatsächliche Entwicklung von den Annahmen abweichen. ÄNDERUNG NUTZUNGSDAUERN SACHANLAGEVERMÖGENIm Geschäftsjahr 2017 haben Analysen zu einer Verlängerung der konzerneinheitlichen Nutzungsdauern für bestimmte Klassen des Sachanlagevermögens geführt. Die angepassten Nutzungsdauern wurden gemäß IAS 8 als Schätzungsänderung prospektiv ab dem 1. Juli 2017 berücksichtigt. Die hieraus resultierenden bilanziellen Effekte für das Geschäftsjahr 2017 und die beiden folgenden Geschäftsjahre bestehen in einem reduzierten planmäßigen Abschreibungsaufwand. Unter der Annahme, dass die Vermögenswerte bis zum Ende ihrer geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer gehalten werden, ergab sich im Geschäftsjahr 2017 ein Effekt in Höhe von 54 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2018 wird eine entsprechende Reduktion der planmäßigen Abschreibungen von rund 100 Mio. € und im Geschäftsjahr 2019 von rund 110 Mio. € erwartet. ABSCHREIBUNGSBEGINN BETHUNEEin Vermögenswert ist abzuschreiben, sobald er sich in dem vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand befindet. In Bezug auf das Werk Bethune wurde das Erreichen dieses Zustandes insbesondere anhand der folgenden Kriterien konkretisiert:
Auf Basis der genannten Kriterien ergab sich ein Abschreibungsbeginn des Werks Bethune zum 1. September 2017. Die fertiggestellten Anlagen wurden zu diesem Zeitpunkt von der Position ,Anlagen im Bau' in die jeweilige Anlagenklasse umgegliedert und entsprechend der Nutzungsdauer prospektiv abgeschrieben. KALIBERGWERK SIGMUNDSHALLIm Geschäftsjahr 2017 wurde beschlossen, die Einstellung der Kaliproduktion im Bergwerk Sigmundshall aufgrund nicht mehr wirtschaftlich zu gewinnender Vorräte bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2018 vorzunehmen. Für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standorts werden in Gesprächen mit Belegschaftsvertretern und der Gewerkschaft derzeit neue Perspektiven und Anschlusslösungen erörtert. Zudem finden Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan statt. Die hieraus erwarteten Aufwendungen wurden durch Bildung einer Personalrückstellung berücksichtigt. Weitere Ergebnisbelastungen folgen aus der laufzeitbedingten Verkürzung der planmäßigen Nutzungsdauer sowie aus Anpassungen der bergbaulichen Rückstellungen für diesen Standort. Insgesamt ist damit eine Ergebnisbelastung im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 43,0 Mio. € verbunden, welche vollumfänglich dem Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zugeordnet ist. WÄHRUNGSUMRECHNUNGDie Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Alle Gesellschaften betreiben ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Die funktionale Währung entspricht im Regelfall der lokalen Währung. Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen. Die sich ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst. Bei 13 Gesellschaften wird abweichend von der lokalen Währung der US-Dollar als funktionale Währung verwendet, da diese Gesellschaften ihre Zahlungsmittelzuflüsse bzw. -abflüsse überwiegend in dieser Währung generieren. Die Verwendung des US-Dollars erfolgt bei den Gesellschaften: COMPANIA MINERA PUNTA DE LOBOS LTDA., EMPRESA DE SERVICIOS LTDA., EMPRESA MARITIMA S.A., INAGUA GENERAL STORE, LTD., INAGUA TRANSPORTS, INC., INVERSIONES COLUMBUS LTDA., INVERSIONES EMPREMAR LTDA., K+S ASIA PACIFIC PTE. LTD., K+S CHILE S.A., K+S FINANCE BELGIUM BVBA, MORTON BAHAMAS LTD., SERVICIOS MARITIMOS PATILLOS S.A. und SERVICIOS PORTUARIOS PATILLOS S.A. Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern wurden folgende Wechselkurse für einen Euro zugrunde gelegt: / TAB: 3.6.7, 3.6.8 Im Berichtsjahr wurden im Saldo Umrechnungsdifferenzen in Höhe von 34,1 Mio. € (2016: -11,9 Mio. €) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (z. B. Bewertung/Realisierung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung), die überwiegend in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen wurden. WECHSELKURSETAB: 3.6.7
WECHSELKURSETAB: 3.6.8
NEUE ODER GEÄNDERTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONENDie Änderung des IAS 7 führte zu zusätzlichen Angaben hinsichtlich der Änderung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit. Die tabellarische Überleitung umfasst sowohl zahlungswirksame als auch zahlungsunwirksame Positionen (siehe S. 188). Die übrigen Änderungen an den Rechnungslegungsstandards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. / ABB: 3.6.9 NEUE ODER GEÄNDERTE, ABER NOCH NICHT ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONENDie folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB veröffentlicht, sind aber von der K+S GRUPPE erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden. / ABB: 3.6.10 IFRS 9 ,FINANZINSTRUMENTE'IFRS 9 ersetzt den aktuellen Standard für die Bilanzierung von Finanzinstrumenten, IAS 39 ,Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung'. Er ist von K+S verpflichtend ab dem Geschäftsjahr 2018 anzuwenden, eine vorzeitige Anwendung erfolgt nicht. Der sich aus der Erstanwendung zum 1. Januar 2018 ergebende Effekt wird erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet, die Vorjahreszahlen werden nicht angepasst. Neben neuen qualitativen und quantitativen Angabepflichten führt IFRS 9 in den folgenden drei Teilbereichen zu Änderungen: KLASSIFIZIERUNG UND BEWERTUNGDie Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte hängt zukünftig vom zugrunde liegenden Geschäftsmodell sowie der Ausgestaltung der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme ab. Das Geschäftsmodell von K+S sieht grundsätzlich das Halten der finanziellen Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit vor. Da die erhaltenen Zahlungsströme im Regelfall ausschließlich Zinsen und Tilgung der zugrunde liegenden Forderung darstellen, erfolgt in der weit überwiegenden Zahl der Fälle unverändert eine Bewertung zu ,fortgeführten Anschaffungskosten' (insbes. bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten). Eine Ausnahme stellt die Bewertung von Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen dar, die aufgrund von unwesentlicher Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden. Diese wurden bislang ,zu Anschaffungskosten' bilanziert, zukünftig erfolgt eine Bewertung zum ,beizulegenden Zeitwert'. Der Buchwert erhöht sich hierdurch zum Erstanwendungszeitpunkt von 20,6 Mio. € auf 71,2 Mio. €. Für die Folgeperioden wird grundsätzlich von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen, ohne diese beim Abgang in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern (OCI-Option). Die Bilanzierung der finanziellen Verbindlichkeiten ändert sich nicht. WERTMINDERUNGENDie neuen Regelungen des IFRS 9 zur Erfassung von Wertminderungen stellen auf erwartete Verluste ab. Bislang wurden Wertminderungen nur bei bereits eingetretenen Verlustereignissen erfasst. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen die wesentlich betroffene Bilanzposition dar. Es wird das vereinfachte Modell verwendet, nach dem bereits bei Zugang die über die Laufzeit erwarteten Verluste berücksichtigt werden. Konzernweit sind zum Abschlussstichtag 93% der absicherbaren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Kreditversicherungen oder anderweitige Sicherungsinstrumente gegen einen Ausfall gesichert. Aufgrund der hohen Bonität der Kreditversicherer ist das Risiko im Wesentlichen auf den geringen Selbstbehalt beschränkt. Die nicht absicherbaren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen überwiegend gegenüber der öffentlichen Hand. Für diese sowie den unversicherten Teil der grundsätzlich absicherbaren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (7%) sind auf Basis der historischen Ausfallraten keine wesentlichen Ausfälle zu erwarten. Es besteht keine Indikation, dass die zukünftigen Ausfallraten von den historischen signifikant abweichen werden. Die historischen Ausfallraten wurden daher unangepasst für die Berechnung zugrunde gelegt. NEUE ODER GEÄNDERTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONENTAB: 3.6.9
1 Erstanwendung gem. IASB auf
Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Tag beginnen.
NEUE ODER GEÄNDERTE, ABER NOCH NICHT ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONENTAB: 3.6.10
1 Erstanwendung gem. IASB auf
Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Tag beginnen.
Die Position ,sonstige finanzielle Vermögenswerte' umfasst neben Sicherungsderivaten eine Vielzahl von Einzelsachverhalten (z. B. Erstattungsansprüche, hinterlegte Sicherheiten, Forderungen ggü. Versicherungen), für die keine wesentlichen Wertminderungen erwartet werden. Die Derivate werden unverändert zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und unterliegen nicht den Wertminderungsvorschriften. Insgesamt ergibt sich somit zum Erstanwendungszeitpunkt kein wesentlicher Effekt aus den geänderten Wertminderungsvorschriften. In den Folgeperioden können sich bei geänderten Erwartungen entsprechende Schwankungen hinsichtlich der Höhe der Wertminderungen ergeben. SICHERUNGSBEZIEHUNGENDie geänderten Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen orientieren sich verstärkt an der Risikomanagementstrategie des Unternehmens. Die Neuregelung hat keine Auswirkungen, da die K+S GRUPPE derzeit keine bilanziellen Sicherungsbeziehungen bildet. IFRS 15 ,ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN'Zielsetzung des IFRS 15 ist die Einführung einheitlicher, branchenunabhängiger Erlösrealisierungsvorschriften, welche auf alle Arten von Geschäftsvorfällen anzuwenden sind. Hierfür ist ein fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell entwickelt worden, welches (mit wenigen Ausnahmen) auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. IFRS 15 ersetzt die aktuellen Standards IAS 11 ,Fertigungsaufträge' und IAS 18 ,Erlöse' sowie die dazugehörigen Interpretationen. Zur Beurteilung der Auswirkungen und zur Implementierung der neuen Vorschriften hat die K+S GRUPPE 2016 ein konzernübergreifendes Projekt aufgesetzt, im Rahmen dessen die in der K+S GRUPPE vorherrschenden Geschäftsvorfälle einer umfassenden Analyse unterzogen wurden. Die Analyse der Geschäftsvorfälle hat ergeben, dass Änderungen im Rahmen der Bilanzierung von sog. ,Mehrkomponentengeschäften' durch die Anwendung von IFRS 15 auftreten werden. Mehrkomponentengeschäfte sind Geschäfte, welche mehrere vertragliche Versprechen gegenüber dem Kunden beinhalten und bei denen diese Versprechen gem. IFRS 15 jeweils separate Leistungsverpflichtungen darstellen. Bei diesen Verträgen ist der erwartete Gesamterlös (Transaktionspreis) auf Basis des Verhältnisses der Einzelveräußerungspreise der jeweiligen Leistungsverpflichtungen zueinander auf diese aufzuteilen. Der auf die jeweilige Leistungsverpflichtung entfallende Anteil am Gesamterlös ist entsprechend der Erfüllung der Leistungsverpflichtung (zeitpunkt-bzw. zeitraumbezogen) zu realisieren. Mehrkomponentengeschäfte liegen bei der K+S GRUPPE in Form von Güterlieferungen und nachfolgend erbrachten Transportdienstleistungen vor. Ob eine Transportdienstleistung eine separate Leistungsverpflichtung darstellt, hängt von den jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen mit dem Kunden ab. Bislang wurden Erlöse aus Transportdienstleistungen bei der K+S GRUPPE zeitgleich mit den auf die Güterlieferung entfallenden Erlösen realisiert. Künftig werden die anteilig auf Transportdienstleistungen, welche als separate Leistungsverpflichtung identifiziert wurden, entfallenden Erlösanteile ratierlich über die Dauer des Transports der Güter realisiert (zeitraumbezogene Realisierung). Hieraus resultieren zeitliche Verschiebungen in der Realisierung von Erlösen und Erfassung von hierzu korrespondierenden Vertriebskosten. Die quantitativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE aus der geänderten Bilanzierung von Mehrkomponentengeschäften sind aus Konzernsicht unwesentlich. Außer neuen quantitativen und qualitativen Angabepflichten wurden nach heutigem Stand keine weiteren Änderungen aus der Anwendung von IFRS 15 identifiziert. Die Erstanwendung des IFRS 15 erfolgt bei der K+S GRUPPE nach der modifiziert retrospektiven Methode. Dabei wird der Eröffnungsbuchwert der Gewinnrücklage (Eigenkapital) zum 1. Januar 2018 um den kumulierten Effekt aus der Erstanwendung angepasst (K+S GRUPPE: gemindert). Die K+S GRUPPE hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, IFRS 15 retrospektiv nur auf Verträge anzuwenden, welche zum 1. Januar 2018 noch nicht (vollständig) erfüllt waren. Von den vom Standardsetter im Rahmen der Erstanwendung gewährten Erleichterungen in Bezug auf Vertragsmodifikationen wird bei der K+S GRUPPE kein Gebrauch gemacht. Es bestehen keine Verträge, welche als ,modifiziert' i. S. d. IFRS 15 zu klassifizieren sind. Verträge mit (explizit vereinbarten oder impliziten) bedeutenden Finanzierungskomponenten liegen i. d. R. bei der K+S GRUPPE nicht vor. Sollte dies auf künftige Kundenverträge zutreffen, wird der Konzern von der Erleichterung, derartige Effekte erst ab einem Zahlungsziel größer 1 Jahr im Transaktionspreis zu berücksichtigen, Gebrauch machen. Vertragsanbahnungskosten für Verträge mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden bei der K+S GRUPPE nicht aktiviert, sondern unmittelbar aufwandswirksam erfasst (praktische Erleichterung). Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 in künftigen Perioden können aufgrund einer veränderten Geschäftsentwicklung (z. B. Preis- oder Mengenänderungen) oder einer Änderung des Geschäftsmodells der K+S GRUPPE auftreten. Der neue Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung von IFRS 15 in der K+S GRUPPE ist nicht erfolgt. IFRS 16 ,LEASING-VERHÄLTNISSEIFRS 16 ersetzt den aktuellen Standard IAS 17 ,Leasingverhältnisse' sowie die dazugehörigen Interpretationen IFRIC 4 Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält', SIC 15 Operating-Leasingverhältnisse - Anreizvereinbarungen' und SIC 27 ,Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen'. Kerngedanke des neuen Standards ist die einheitliche bilanzielle Erfassung sämtlicher Leasingverhältnisse seitens des Leasingnehmers. Die bisher erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasing-verhältnissen entfällt für den Leasingnehmer. Zukünftig sind sämtliche Rechte und Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen als Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz zu erfassen. Ausnahmen bestehen lediglich für kurzfristige Leasingverhältnisse von bis zu einem Jahr sowie für sogenannte Low-Value-Assets. Aufgrund der Bilanzverlängerung werden sich die Verbindlichkeiten erhöhen und die Eigenkapitalquote entsprechend verringern. Für Leasingverhältnisse, die derzeit als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert werden, erfasst der Leasingnehmer zukünftig Abschreibungen für das Nutzungsrecht und Zinsaufwand für die Fortschreibung der Leasingverbindlichkeit anstatt Leasingaufwand. Diese Änderung wird unter anderem zu einer Verbesserung der Kennzahlen EBIT I, EBIT II und EBITDA führen. Aus dem geänderten Ausweis der Leasingaufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen resultieren zudem eine Verbesserung der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit und eine Verschlechterung der Cashflows aus Finanzierungstätigkeit. Des Weiteren führt der IFRS 16 zu neuen qualitativen und quantitativen Angabepflichten. Der neue Standard ist verpflichtend auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, anzuwenden. Die K+S GRUPPE beabsichtigt, die neuen Vorschriften ab dem 1. Januar 2019 modifiziert retrospektiv anzuwenden und auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen zu verzichten. IFRS 16 enthält verschiedene Wahlrechte, über deren mögliche Ausübung noch keine Entscheidung getroffen wurde. So besteht bei der Bilanzierung und Bewertung ein Wahlrecht zur Portfoliobewertung von Verträgen mit gleichen oder ähnlichen Eigenschaften. Zudem existiert ein Wahlrecht bei kurzfristigen Leasingverträgen (Laufzeit maximal 12 Monate) und Low-Value-Assets, den Right-of-Use-Ansatz nicht anzuwenden sowie ein Wahlrecht zur Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten (Service). Der kumulierte Effekt aus der Umstellung wird bei Übergang erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Zur Beurteilung der Auswirkungen und zur Implementierung der neuen Vorschriften hat die K+S GRUPPE bereits 2016 ein konzernübergreifendes Projekt aufgesetzt. Derzeit werden die bilanzierungsrelevanten Daten der bestehenden Leasingverhältnisse erhoben. Im Anschluss wird auf dieser Basis die IT-Implementierung gestartet werden. Eine verlässliche Schätzung der quantitativen Effekte zum Erstanwendungszeitpunkt ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt aufgrund der unvollständigen Datenlage und der für 2018 noch zu erwartenden Änderungen am Leasingbestand nicht möglich. Zum 31. Dezember 2017 bestehende Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen sind dem Anhang auf Seite 187 zu entnehmen. SONSTIGE ÄNDERUNGENDie sonstigen Änderungen an den Rechnungslegungsstandards und Interpretationen haben aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND GESAMTERGEBNISRECHNUNGDie Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung sind auf Seite 133 abgebildet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden. Die K+S GRUPPE setzt Derivate zur Sicherung von Risiken aus sich verändernden Marktpreisen ein. Die Sicherungsstrategie wird in der Anmerkung (19) näher erläutert. Zwischen den Derivaten und den beschriebenen Grundgeschäften werden keine Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 gebildet, sodass die Marktwertschwankungen der ausstehenden Derivate zu jedem Bilanzstichtag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen sind. Des Weiteren ergeben sich Ergebniswirkungen aus der Ausübung/Erfüllung, dem Verkauf oder dem Verfall von Sicherungsderivaten. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Effekte aus Sicherungsgeschäften in Abhängigkeit des Sicherungszwecks in den folgenden Positionen gezeigt: A) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTENSämtliche Ergebniseffekte, die aus der antizipativen Sicherung von in zukünftigen Perioden erfolgswirksam werdenden operativen Geschäftsvorfällen resultieren, werden in dieser Ergebniszeile zusammengefasst. "Antizipativ" meint dabei Grundgeschäfte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden, jedoch noch nicht in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Die Bezeichnung "operativ" stellt auf Grundgeschäfte ab, die zu EBIT-wirksamen Effekten führen. Wesentliche Anwendungsfälle sind:
B) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/ AUFWENDUNGENIn diesen Positionen werden Ergebniseffekte ausgewiesen, die aus der Sicherung bereits bestehender Fremdwährungsforderungen resultieren (z. B. Sicherung von USD-Forderungen gegen Währungsschwankungen mittels eines EUR/USD-Termingeschäfts). C) FINANZERGEBNISErgebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich weder im aktuellen Geschäftsjahr noch in zukünftigen Geschäftsjahren im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen (z. B. Zinsderivate). Die interne Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt u. a. auf Basis des EBITDA, das ausgehend vom operativen Ergebnis (EBIT I) ermittelt wird. Das EBIT I unterscheidet sich von dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen EBIT II durch die Nichtberücksichtigung von Marktwertschwankungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften, die sich aufgrund der nach IAS 39 vorgeschriebenen Marktbewertung während der Laufzeit des Sicherungsinstruments ergeben. Folglich sind aus dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen EBIT II folgende Effekte zu eliminieren: ERTRAG/AUFWAND AUS MARKTWERTSCHWANKUNGEN DER NOCH AUSSTEHENDEN OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEBis zum Zeitpunkt der Fälligkeit sind die Sicherungsgeschäfte zu jedem Bilanzstichtag zum Marktwert zu bewerten. Die Abweichung vom Buchwert ist als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen. NEUTRALISIERUNG DER IN VORPERIODEN ERFASSTEN MARKTWERTSCHWANKUNGEN VON REALISIERTEN OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTENZum Zeitpunkt der Realisierung ist der Buchwert des Sicherungsgeschäfts auszubuchen. Die Realisierung erfolgt durch Ausübung/Erfüllung, Verfall oder Verkauf des Sicherungsinstruments. Die Differenz aus dem Realisierungsbetrag und dem Buchwert ergibt den Ertrag bzw. Aufwand der laufenden Periode. Da das EBIT I ein Ergebnis frei von Einflüssen aus der Marktbewertung nach IAS 39 zeigen soll, sind die im Buchwert enthaltenen Marktwertschwankungen aus Vorperioden zu eliminieren. Das im EBIT I erfasste Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften entspricht - aufgrund der Eliminierung sämtlicher Marktwertschwankungen während der Laufzeit - dem Wert des Sicherungsgeschäfts zum Zeitpunkt der Realisierung (Differenz zwischen Kassa- und Sicherungskurs), im Falle von Optionsgeschäften abzüglich der gezahlten bzw. zuzüglich der erhaltenen Prämien. Sofern es sich um eine Kurssicherung der erwarteten Investitionen in kanadischen Dollar für das Werk Bethune handelt, werden nicht nur die o. g. Positionen, sondern sämtliche Ergebniseffekte bei der Ermittlung des EBIT I eliminiert. Da die gesicherten Grundgeschäfte (Investitionen in kanadischen Dollar) nur zeitverzögert mittels Abschreibungen zu EBIT I-wirksamen Effekten führen, würde - aufgrund der fehlenden Ergebniseffekte aus dem Grundgeschäft - ein Ausweis der zum Fälligkeitszeitpunkt entstehenden Ergebniseffekte dieser Sicherungsgeschäfte im EBIT I nicht zu einer aussagekräftigen Ergebnisermittlung führen. / TAB: 3.6.11 (1) UMSATZERLÖSEDie Umsatzerlöse der K+S GRUPPE betragen 3.627,0 Mio. € (2016: 3.456,6 Mio. €) und resultierten in Höhe von 3.496,4 Mio. € (2016: 3.321,0 Mio. €) aus dem Verkauf von Gütern, in Höhe von 123,1 Mio. € (2016: 125,4 Mio. €) aus der Erbringung von Dienstleistungen und in Höhe von 7,5 Mio. € (2016: 10,2 Mio. €) aus der Abgrenzung kundenspezifischer Fertigungsaufträge. Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen sowie die intersegmentären Umsätze sind in den Segmentinformationen auf Seite 138 dargestellt. Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse ist in den Erläuterungen zur Segmentberichterstattung unter Anmerkung (37) angegeben. (2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche Posten enthalten: / TAB: 3.6.12 Die Entschädigungen und Erstattungen im Jahr 2017 beinhalten Erträge aus Schadenersatz aus Versicherungsleistungen in Höhe von 46,9 Mio. € (2016: 38,6 Mio. €), davon i. W. für wertgeminderte oder untergegangene Vermögenswerte des Sachanlagevermögens. ÜBERLEITUNG OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT I) UND EBITDATAB: 3.6.11
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGETAB: 3.6.12
(3) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende wesentliche Posten enthalten: / TAB: 3.6.13 In der saldierten Größe Zuführung /Verbrauche Rückstellungen sind u. a. Personalaufwendungen im Zusammenhang mit der Einstellung der Kaliproduktion im Bergwerk Sigmundshall berücksichtigt. (4) BETEILIGUNGSERGEBNISIm Geschäftsjahr wurden Beteiligungserträge in Höhe von 4,5 Mio. € (2016: 4,1 Mio. €) erzielt, Aufwendungen aus Wertminderungen fielen nicht an (2016: 0,1 Mio. €). (5) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTENWeitere Informationen zum ,Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften' sind in den ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 157 zu finden. / TAB: 3.6.14 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENTAB: 3.6.13
ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTENTAB: 3.6.14
(6) ZINSERGEBNISBei der Ermittlung der zu aktivierenden Fremdkapitalkosten wurde ein gewichteter Finanzierungskostensatz von 2,6% (2016: 2,9%) zugrunde gelegt. / TAB: 3.6.15 Der ,Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen' setzt sich als Saldo folgender Positionen zusammen: / TAB: 3.6.16 (7) SONSTIGES FINANZERGEBNIS/ TAB: 3.6.17 ZINSERGEBNISTAB: 3.6.15
ZINSANTEIL BERGBAULICHER RÜCKSTELLUNGENTAB: 3.6.16
SONSTIGES FINANZERGEBNISTAB: 3.6.17
(8) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGFür die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 29,9% (2016: 29,3%) zugrunde gelegt. Neben einem unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15,0% und einem unveränderten Solidaritätszuschlag von 5,5% auf den Körperschaftsteuersatz wurde ein durchschnittlicher Gewerbesteuersatz von 14,1% (2016: 13,5%) berücksichtigt. Latente Steuern im Ausland werden mit den jeweiligen nationalen Thesaurierungsertragsteuersätzen berechnet. / TAB: 3.6.18 In der nachfolgenden Tabelle wird eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand vorgenommen. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 29,9% (2016: 29,3%) zugrunde gelegt. / TAB: 3.6.19 Die Auswirkungen aus Steuersatzänderungen betreffen in Höhe von -26 Mio. € einen Sondereffekt aus der Umbewertung der latenten Steuern aufgrund der Verringerung des Körperschaftsteuersatzes von 35% auf 21 % in den USA. Die sonstigen Auswirkungen aus Steuerrechtsänderungen betreffen in voller Höhe die aufgrund der US-Steuerreform einmalig anfallende Repatriation Tax. Hintergrund ist der im Rahmen der Reform erfolgte Übergang vom bisherigen weltweiten Besteuerungssystem zu einem "territorialen" Besteuerungssystem, was zur Versteuerung von auf Ebene ausländischer Gesellschaften vorhandener, bisher unversteuerter, sogenannter "earnings & profits" führt. Die Ermittlung basiert auf der aktuellen Einschätzung und ist noch mit Unsicherheiten behaftet, da mit weiteren Erläuterungen und Anwendungshinweisen zur Gesetzgebung zu rechnen ist. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGTAB: 3.6.18
ÜBERLEITUNGSRECHNUNG STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGTAB: 3.6.19
1 Bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern.
(9) MATERIALAUFWAND/ TAB: 3.6.20 (10) PERSONALAUFWAND/ARBEITNEHMER/ TAB: 3.6.21, 3.6.22 ◊ ,Mitarbeiter', Seite 41; ◊ ,Vergütungsbericht', Seite 122 (11) ERGEBNIS JE AKTIEDas unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien berechnet. Da bei der K+S GRUPPE derzeit keine der Bedingungen erfüllt ist, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnte, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie. / TAB: 3.6.23 Im Falle einer Ausnutzung des genehmigten Kapitals oder einer bedingten Kapitalerhöhung (siehe Anhang (20), Seite 171) könnten die Ergebnisse je Aktie in Zukunft potenziell verwässert werden. MATERIALAUFWANDTAB: 3.6.20
PERSONALAUFWANDTAB: 3.6.21
ARBEITNEHMER EINSCHLIESSLICH BEFRISTET BESCHÄFTIGTERTAB: 3.6.22
ERGEBNIS JE AKTIE 1TAB: 3.6.23
1 Die Ermittlung des bereinigten Ergebnisses je
Aktie wird im Lagebericht auf Seite 85 beschrieben.
ERLÄUTERUNGEN zur BILANZDie Bilanz ist auf Seite 134 abgebildet. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert auf Seite 140 dargestellt. (12) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEDer in der Konzernbilanz ausgewiesene Goodwill aus Unternehmenserwerben ist den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet: / TAB: 3.6.24 Der Geschäftsbereich Salz wird in die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Salz Amerika und Salz Europa unterteilt. Der Rückgang der Goodwills beruht auf Effekten aus der stichtagsbezogenen Währungsumrechnung. Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Goodwills wurden die Restbuchwerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit deren Nutzungswert verglichen. Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wurden die Barwerte der erwarteten künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde gelegt. Der ZGE Salz Amerika liegt die Prämisse der fortlaufenden Nutzung zugrunde. Die Laufzeiten der ZGES Salz Europa und Kali- und Magnesiumprodukte sind durch die Rohstoffreserven und die jährliche Förderung determiniert. Die Prognose der Cashflows stützt sich auf die aktuelle mittelfristige Planung der K+S GRUPPE bzw. der jeweiligen Geschäftsbereiche, denen eine Planung der jeweiligen Gesellschaften zugrunde liegt. Die mittelfristige Planung basiert auf eigenen Einschätzungen hinsichtlich der Entwicklung des operativen Geschäfts, Marktstudien, den aktuellen Geschäftsergebnissen und der bestmöglichen Schätzung einzelner Einflussfaktoren, wie z. B. Energie- und Frachtkosten oder Wechselkursrelationen. AUFTEILUNG GOODWILL NACH ZAHLUNGSMITTELGENERIERENDEN EINHEITENTAB: 3.6.24
Für die ZGE Salz Amerika und die ZGE Salz Europa wird auf Basis der mittelfristigen Planung der Detailprognosezeitraum der Jahre 2018 bis 2020 zugrunde gelegt. Für die ZGE Kali- und Magnesiumprodukte umfasst der Detailprognosezeitraum die Jahre 2018 bis 2030. Für die über den Detailprognosezeitraum hinausgehenden Jahre wurde zum Ausgleich der Inflation bei den Kosten und Umsätzen eine Wachstumsrate der nominellen Cashflows von 2,0% (2016: 2,0%) angenommen. Der Prognosezeitraum der ZGE Kali- und Magnesiumprodukte bis zum Jahr 2030 berücksichtigt den sukzessiven Auftau der Produktionskapazität im Rahmen der neuen Produktionsstätte Bethune in Kanada. Für die ZGE Kali- und Magnesiumprodukte geht die Prognose aufgrund der steigenden Produktion des neuen Standorts Bethune in Kanada von einem leichten Anstieg der Absatzmenge aus. Zudem wurde eine leichte Erholung der Preise für Kaliumchlorid unterstellt. Die Preis- und Absatzprognosen für die ZGE Salz Amerika und Salz Europa gehen von einer moderat steigenden Absatzmenge und leicht steigenden Preisen aus. Während das unterstellte Mengenwachstum auf einer Normalisierung der Winterverhältnisse sowie unserer Strategie fußt, stellt die erwartete Preisentwicklung i. W. die Partizipation an der eingeschätzten Marktentwicklung dar. Folgende Abzinsungssätze wurden zum Ende des Geschäftsjahres verwendet: / TAB: 3.6.25 Die Zinssätze der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen dem gewichteten Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE vor bzw. nach Steuern. ◊ ,Herleitung der Kapitalkosten', Seite 86 Die am Ende des Geschäftsjahres 2017 durchgeführten Werthaltigkeitstests bestätigten die Werthaltigkeit der bestehenden Goodwills. Nach unserer Einschätzung würden realistische Veränderungen der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung der Nutzungswerte basiert, nicht dazu führen, dass der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Nutzungswert übersteigt. Markenrechte in Höhe von 106,3 Mio. € (2016: 119,9 Mio. €) sind aufgrund ihres Bekanntheitsgrads in den relevanten Absatzmärkten sowie ihrer strategischen Relevanz als Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer einzuordnen. Diese Markenrechte sind vollständig der ZGE Salz Amerika zugeordnet. ABZINSUNGSSÄTZE WERTHALTIGKEITSTESTTAB: 3.6.25
WERTPAPIERE UND SONSTIGE FINANZINVESTITIONENTAB: 3.6.26
Der jährlich durchzuführende Wertminderungstest der Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgte durch Vergleich der Nutzungswerte der Marken mit den Buchwerten. Die Bestimmung des Nutzungswerts wurde auf Basis der relief-from-royalty-Methode vorgenommen, die den Markenwert aus den ersparten Lizenzaufwendungen ableitet. Dazu wurden aus der Unternehmensplanung die markenspezifischen Umsätze für die Jahre 2018 bis 2021 ermittelt; für den Zeitraum ab dem Jahr 2022 wurde eine jährliche Wachstumsrate von 2,0% (2016: 2,0%) unterstellt. Die anzuwendenden Lizenzpreise der Marken wurden aus Drittvergleichen abgeleitet. Durch Diskontierung der ersparten Lizenzaufwendungen mit einem risikoadjustierten Vorsteuerzinssatz von 12,7% (2016: 12,2%) wurde anschließend der Nutzungswert berechnet. Der auf dieser Basis durchgeführte Wertminderungstest der Marken zum Ende des Geschäftsjahres 2017 hat zu keinem Wertminderungsaufwand geführt. Einen wesentlichen immateriellen Vermögenswert stellen die Kundenbeziehungen aus der Akquisition der MORTON-Gruppe dar. Der Buchwert zum 31. Dezember 2017 beträgt 91,8 Mio. € (2016: 119,9 Mio. €), die Restnutzungsdauer zum Bilanzstichtag beträgt rund 9 Jahre (2016: 10 Jahre). (13) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIENZum 31. Dezember 2017 betrugen die beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 16,8 Mio. € (2016: 18,4 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte wurden durch interne Fachabteilungen unter Berücksichtigung lokaler Marktgegebenheiten geschätzt. Bei der Wertermittlung wurden insbesondere die lokalen Bodenrichtwerte berücksichtigt; teilweise wurde auch auf externe Wertgutachten zurückgegriffen. Die Bewertungsmethoden entsprechen der Stufe 3 der dreistufigen Bewertungshierarchie des IFRS 13. (14) FINANZANLAGENDie Position betrifft in Höhe von 20,6 Mio. € (2016: 27,0 Mio. €) Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen. Das maximale Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag entspricht dem in der Bilanz angesetzten Betrag. Konkrete Anhaltspunkte für mögliche Ausfälle liegen nicht vor. Es bestehen keine erheblichen Ausfallrisikokonzentrationen. (15) WERTPAPIERE UND SONSTIGE FINANZINVESTITIONENDiese Position enthält verschiedene Geldanlagen (z. B. Anleihen und Repos), die gemäß IAS 39 als ,Kredite und Forderungen' bzw. als ,zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte' klassifiziert wurden. / TAB: 3.6.26 (16) LATENTE STEUERNAuf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern: / TAB: 3.6.27 Insgesamt wurde in Höhe von 21,9 Mio. € (2016: 23,1 Mio. €) auf die Aktivierung aktiver latenter Steuern verzichtet, da die Nutzung der zugrunde liegenden Verlustvorträge bzw. die Realisierung von zu versteuernden Einkommen als nicht wahrscheinlich angesehen wird. Die zugrunde liegenden Verlustvorträge betragen 216,3 Mio. € (2016: 252,4 Mio. €) und verfallen in den folgenden Zeiträumen: / TAB: 3.6.28 Im Berichtsjahr wurden im sonstigen Ergebnis latente Steuern in Höhe von -5,4 Mio. € (2016: 2,7 Mio. €) erfasst. Der Bilanzansatz der latenten Steuern hat sich zum 31. Dezember 2017 um -32,3 Mio. € (2016: 5,9 Mio. €) verändert und setzt sich zusammen aus einem Abbau aktiver latenter Steuern von -22,2 Mio. € (2016: 18,5 Mio. €) sowie einem Abbau passiver latenter Steuern von -54,5 Mio. € (2016: 12,6 Mio. €). Unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr im sonstigen Ergebnis erfassten latenten Steuern von -5,4 Mio. € (2016: 2,7 Mio. €) und währungsbedingten Effekte von 23,3 Mio. € (2016: 11,6 Mio. €) ergibt sich der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene latente Steuerertrag in Höhe von 14,4 Mio. € (2016: 14,8 Mio. €). LATENTE STEUERNTAB: 3.6.27
VERFALLBARKEIT NICHT ANGESETZTER VERLUSTVORTRÄGETAB: 3.6.28
Temporäre Unterschiede in Höhe von 461,6 Mio. € (2016: 348,0 Mio. €) stehen in Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, auf die wegen IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet werden. (17) VORRÄTEIn der Berichtsperiode wurden Wertminderungen wegen des Ansatzes zum Nettoveräußerungswert in Höhe von 9,8 Mio. € (2016: 1,2 Mio. €) vorgenommen. / TAB: 3.6.29 VORRÄTETAB: 3.6.29
(18) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEDie aus der Bilanzierung von kundenspezifischen Fertigungsaufträgen resultierenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: / TAB: 3.6.30, 3.6.31 Kundenspezifische Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo lagen zum 31. Dezember 2017, ebenso wie im Vorjahr, nicht vor. KUNDENSPEZIFISCHE FERTIGUNGSAUFTRÄGETAB: 3.6.31
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTETAB: 3.6.30
In den kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind in Höhe von 16,9 Mio. € (2016: 54,5 Mio. €) Vermögenswerte enthalten, die als Sicherheiten für Verpflichtungen hinterlegt wurden. Die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für sonstige finanzielle Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt: / TAB: 3.6.32 Für den Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wurden zum 31. Dezember 2017 Wertberichtigungen in Höhe von 11,2 Mio. € (2016: 10,1 Mio. €) ausgewiesen. Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte betrugen 0,2 Mio. € (2016: 0,2 Mio. €). Die Wertminderungen beruhen auf der Einschätzung für bestehende Ausfallrisiken. Soweit Forderungen eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten aufweisen, werden sie basierend auf den Zinssätzen zum Bilanzstichtag diskontiert. Zum 31. Dezember 2017 wurden Abzinsungen in Höhe von 0,5 Mio. € für un- bzw. unterverzinsliche Forderungen (2016: 0,2 Mio. €) vorgenommen. Die folgende Tabelle gibt Informationen über das Ausmaß der in den Positionen ,Forderungen aus Lieferungen und Leistungen' enthaltenen Ausfallrisiken. / TAB: 3.6.33 Zum Bilanzstichtag waren 0,7 Mio. € (2016: 1,5 Mio. €) der nicht wertgeminderten sonstigen finanziellen Vermögenswerte überfällig. Unter dem Ausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Kundenforderungen werden weitestgehend durch entsprechende Versicherungen und anderweitige Sicherungsinstrumente gegen ein Ausfallrisiko abgesichert. Konzernweit sind 93% (2016: 60%) aller versicherbaren Forderungen gegen einen Ausfall gesichert. Hierdurch wird erreicht, dass bei einem eventuellen Forderungsausfall nur ein geringer Teilverlust entsteht. Kunden, für die eine Sicherung nicht zu erreichen ist, unterliegen einer internen Bonitätsprüfung. Wesentliche Risikokonzentrationen bei den Forderungen bestehen nicht. Das Forderungsmanagement ist darauf ausgelegt, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie den Verlust von Forderungen zu vermeiden. Die Fakturierung erfolgt tagesaktuell und die Fakturendaten werden online auf die Debitorenkonten übertragen. Die laufende Überwachung der Außenstände erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Diese belaufen sich überwiegend auf 10 bis 180 Tage; auf bestimmten Märkten sind auch längere Zahlungsziele üblich. WERTBERICHTIGUNGENTAB: 3.6.32
AUSFALLRISIKENTAB: 3.6.33
Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen zweiwöchigen Intervallen angemahnt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten, welche weder überfällig noch wertgemindert sind, wird von einer guten Bonität der jeweiligen Schuldner ausgegangen. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen finanziellen Vermögenswerte wird durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben. Am 31. Dezember 2017 betrug die maximale Ausfallsumme für den sehr unwahrscheinlichen gleichzeitigen Ausfall aller ungesicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 169,6 Mio. € (2016: 293,1 Mio. €). (19) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTEDas Währungs- und Zinsmanagement wird für alle Konzerngesellschaften zentral vorgenommen. Dies gilt auch für den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, z. B. solcher, die die Begrenzung bestimmter Kosten zum Ziel haben. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch Leitlinien und Verfahrensanweisungen geregelt. Eine strikte Trennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle ist sichergestellt. Die derivativen Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität gehandelt, die mit geeigneten Instrumenten fortlaufend überwacht werden. Als Teil des Managements des Ausfallrisikos ist der Gesamtbestand an derivativen Finanzinstrumenten grundsätzlich auf mehrere Banken verteilt. Die Höhe des Ausfallrisikos beschränkt sich maximal auf die aktivische Bilanzposition der Derivate. Das Zinsmanagement verfolgt das Ziel, Risiken aus steigenden Zinsbelastungen für Finanzverbindlichkeiten sowie Risiken aus sinkenden Zinserträgen aus Finanzanlagen durch Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus zu begrenzen. Da die ausstehenden Schuldscheine teilweise variabel verzinst sind, wurden sogenannte Zinscaps erworben, um das Risiko höherer Zinsbelastungen größtenteils auszuschließen. Für die Finanzanlagen wird derzeit aufgrund der kurzen Restlaufzeit des geringen Zinsniveaus und des damit verbundenen geringen Risikos sinkender Zinsen kein Handlungsbedarf gesehen. Der Einsatz von Derivaten zur Währungssicherung verfolgt das Ziel, Risiken, die für die operative Geschäftstätigkeit aus Wechselkursänderungen resultieren können, zu begrenzen. Die wesentlichen Wechselkursrisiken bestehen gegenüber dem US-Dollar und dem kanadischen Dollar sowie in geringerem Umfang gegenüber dem britischen Pfund, dem chilenischen Peso und dem australischen Dollar. Sicherungsgeschäfte werden auf fakturierte Forderungen sowie erwartete Nettopositionen auf der Grundlage geplanter Umsätze abgeschlossen. Die Nettopositionen werden hierbei anhand der Erlös- und Kostenplanung unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden. Die Laufzeit der eingesetzten Sicherungsgeschäfte kann für die Absicherung erwarteter Positionen bis zu drei Jahre betragen. Das wesentliche Ziel ist eine "worst-case"-Absicherung. Hierzu werden Termingeschäfte und einfache Optionen (Plain Vanilla-Optionen) eingesetzt, wobei die Partizipation an einer günstigen Marktentwicklung in der Regel durch den Verkauf von einfachen Optionen begrenzt wird. Dies dient u. a. der Reduzierung der Prämienaufwendungen. Grundsätzlich können auch Compound-Optionen eingesetzt werden, die aus einer Option auf eine einfache Option bestehen, die zu einem späteren Zeitpunkt gegen einen festgelegten Betrag erworben werden kann. Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte auf fakturierte Forderungen betragen entsprechend den vereinbarten Zahlungszielen weniger als ein Jahr. Die beschriebenen Sicherungsgeschäfte auf erwartete Nettopositionen kommen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für US-Dollar-Positionen sowie für kanadische Dollar für die Produktion in Kanada zum Einsatz. Sicherungsgeschäfte, die sich auf fakturierte Forderungen beziehen, werden im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte abgeschlossen. Der Handel mit allen vorgenannten Derivaten erfolgt ausschließlich im OTC-Geschäft. Bei Devisentermin- sowie Optionsgeschäften erfolgt der Abschluss grundsätzlich über eine Handelsplattform, über die Quotierungen von mehreren Banken eingeholt werden, um das Geschäft mit der am besten quotierenden Bank abschließen zu können. Bei Devisentermingeschäften besteht ein Marktwertrisiko zum jeweiligen Stichtag; diesem stehen jedoch bei zu Zwecken der Kurssicherung von Fremdwährungsforderungen eingesetzten Derivaten gegenläufige Effekte aus der währungsbedingten Forderungsbewertung gegenüber. Die ermittelten Marktwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Übertragung zum Bilanzstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter finanzmathematischer Methoden. DERIVATIVE FINANZGESCHÄFTETAB: 3.6.34
1 In Euro mit gewichteten Durchschnittskursen.
Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Bilanzstichtag geltenden Parameter zugrunde:
IAS 39 sieht die Möglichkeit vor, Sicherungsbeziehungen zwischen Grundgeschäften und derivativen Finanzinstrumenten zu bilden. Hierauf wird jedoch grundsätzlich verzichtet (siehe ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 157). Am 31. Dezember 2017 bestanden folgende derivative Devisenfinanzgeschäfte: / TAB: 3.6.34 (20) EIGENKAPITALDie Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals ist gesondert auf Seite 137 dargestellt. GEZEICHNETES KAPITALDas gegenüber dem Vorjahr unveränderte gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien aufgeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. / TAB: 3.6.35 ◊ ,Angaben nach § 289a Abs. 1 und § 315a Abs. 1 HGB sowie erläuternder Bericht des Vorstands gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG', Seite 69 AKTIENRÜCKKAUFEntsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2017 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. GENEHMIGTES KAPITALDer Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Im Geschäftsjahr 2017 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von den Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht. BEDINGTES KAPITALDas Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Im Geschäftsjahr 2017 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. KAPITALRÜCKLAGEDie Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das im Rahmen von Aktienemissionen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhaltene Agio. ANDERE RÜCKLAGEN UND BILANZGEWINNUnter dieser Position werden in der Konzernbilanz die Gewinnrücklagen, der Bilanzgewinn, die Unterschiede aus der Währungsumrechnung, die Rücklage aus der Zeitbewertung von Wertpapieren der Bewertungskategorie ,Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte' und die Neubewertungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zusammengefasst. GEZEICHNETES KAPITALTAB: 3.6.35
SONSTIGES ERGEBNISTAB: 3.6.36
BILANZGEWINN K+S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)TAB: 3.6.37
Die Gewinnrücklagen enthalten im Wesentlichen die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen abzüglich der an Anteilseigner ausgezahlten Dividenden. In der Position Unterschiede aus Währungsumrechnung' werden im Wesentlichen Differenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Berichtswährung des Konzerns (Euro) ausgewiesen. / TAB: 3.6.36 BILANZGEWINN EINZELABSCHLUSS K+S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)Für die Ausschüttung der Dividende ist der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT maßgebend, der nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt wird. Es ist beabsichtigt, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 0,35 € pro Stückaktie (2016: 0,30 €), d. h. insgesamt 67,0 Mio. € (2016: 57,4 Mio. €), an die Aktionäre auszuschütten. Zum Bilanzstichtag ergibt sich folgender Bilanzgewinn im Einzelabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT: / TAB: 3.6.37 (21) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENDie K+S GRUPPE hat eine Reihe von leistungsorientierten Versorgungszusagen erteilt. Der Großteil dieser Zusagen betrifft die Länder Deutschland und Kanada. DEUTSCHLANDEin bedeutsamer Versorgungsplan in Deutschland ist die K+S Versorgungsordnung, die im Wesentlichen aus der Grundversorgung, der Zusatzversorgung II sowie Besitzstandsregelungen besteht. Die Grundversorgung ist ein Bausteinsystem, bei dem jährlich fiktive Beiträge in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des pensionsfähigen Einkommens erhoben werden. Der Rentenanspruch ermittelt sich aus einem festen Prozentsatz und der Summe aller fiktiven Beiträge. Die Zusatzversorgung ii ist ein Endgehaltsplan, dessen Anspruch sich aus bestimmten Prozentsätzen von Gehaltsteilen oberhalb der gesetzlichen Renten- bzw. Knappschaftsversicherung multipliziert mit der Anzahl der pensionsfähigen Dienstjahre ergibt. Für die Dienstzeiten vor Einführung der Grund- und Zusatzversorgung ii wurden feste Euro-Beträge bzw. endgehaltsabhängige prozentuale Besitzstände gewährt. Mittlerweile wurde dieser Versorgungsplan geschlossen, sodass keine weiteren Arbeitnehmer Ansprüche erwerben können. Neben der K+S Versorgungsordnung wurde eine Vielzahl von Einzelzusagen erteilt, insbesondere im Bereich der Vorstände und oberen Führungskräfte. Diese sehen im Regelfall ein Bausteinsystem vor, das einen bestimmten Prozentsatz des pensionsfähigen Jahreseinkommens mittels eines altersabhängigen Faktors in eine lebenslange Altersrente umwandelt. Der Gesamtanspruch ergibt sich als Summe der einzelnen jahresbezogenen Bausteine. Dabei darf ein definiertes Versorgungsniveau nicht überschritten werden. Des Weiteren bestehen in Deutschland weitere gesellschaftsspezifische Versorgungszusagen, die bereits vor mehreren Jahren geschlossen wurden. Die Anspruchsberechtigten befinden sich zum überwiegenden Teil bereits in der Rentenphase. Die beschriebenen Pensionsverpflichtungen werden in Deutschland grundsätzlich über ein Contractual Trust Arrangement (CTA) gedeckt. Als Vehikel dient der in 2005 gegründete K+S Vermögenstreuhänder e. V., der die zur Bedienung der Pensionsverpflichtungen zweckgebundenen Vermögenswerte treuhänderisch verwaltet. Die Rentenzahlungen werden dabei weiterhin von der jeweiligen Gesellschaft geleistet, allerdings wird im Regelfall eine phasengleiche Erstattung dieser Zahlungen durch das CTA vorgenommen. Es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen. Darüber hinaus bestehen Entgeltumwandlungszusagen (deferred compensation) sowie Zusagen, die über eine Unterstützungskasse durchgeführt werden. Diese Verpflichtungen sind weitestgehend durch Rückdeckungsversicherungen gedeckt. KANADAIn Kanada bestehen neben leistungsorientierten Pensionszusagen weitere pensionsähnliche Pläne, die den Anspruchsberechtigten u. a. medizinische Leistungen nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zusagen. Die Pensionspläne sehen vom Grundsatz Leistungen vor, die als Prozentsatz der durchschnittlich fünf höchsten Jahreseinkommen unter Berücksichtigung der geleisteten Dienstzeit berechnet werden. Dabei sind gewisse Obergrenzen zu beachten. Ab dem 1. Januar 2016 können sich sämtliche aktiven Planmitglieder keine weiteren Ansprüche erdienen, im Gegenzug nehmen diese an einem beitragsorientierten Plan teil. Diese Umstellung der Zusage erfolgte prospektiv, sodass die bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Ansprüche unverändert fortbestehen. Die Pensionspläne in Kanada sind gesetzlich reguliert, beispielsweise durch die "Financial Services Commission" in Ontario und die "Canada Revenue Agency". Es bestehen Mindestdotierungsverpflichtungen nach dem "Pension Benefits Act (Ontario)". Zur Erfüllung dieser Vorgaben wird im Regelfall zur Jahresmitte eine eigenständige aktuarische Bewertung vorgenommen. Diese hat das Ziel, in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben den Finanzierungsstatus des Pensionsplans zu ermitteln. Ergibt sich eine Unterdeckung des Plans, ist diese grundsätzlich in Abhängigkeit der Art der Unterdeckung innerhalb eines Zeitraums von fünf bis 15 Jahren auszugleichen. Diese Bewertung unterscheidet sich von der IFRS-Bewertung, beispielsweise durch die Verwendung eines abweichenden Diskontierungssatzes. Das kanadische Planvermögen wird treuhänderisch von einer externen Gesellschaft gehalten. Diese ist u. a. für die Auszahlungen der Renten an die Pensionäre sowie die Verwaltung des Planvermögens verantwortlich. Die Auswahl des Treuhänders obliegt dem "MORTON SALT, INC. Employee Benefits Committee", das sich aus Unternehmensvertretern und externen Beratern zusammensetzt. Es ist auch verantwortlich für die Festlegung der Anlagestrategie. Die pensionsähnlichen Versorgungszusagen umfassen Leistungen für die Lebens-, Zahn- und Krankenversicherung. Dabei hängt die Höhe der Leistungen für die Zahn- und Krankenversicherung von der durchschnittlichen Schadensquote der Pensionäre ab, bei der Lebensversicherung wird vom Grundsatz ein fixer Betrag zugesagt. Für die pensionsähnlichen Leistungszusagen wurde kein Planvermögen gebildet, es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen. SONSTIGE LÄNDERDie sonstigen Versorgungszusagen betreffen i. W. pensionsähnliche Pläne in den USA und auf den Bahamas, die Leistungen für Kranken- und Lebensversicherungen vorsehen. Für diese Zusagen wurde kein Planvermögen gebildet, es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen. Daneben bestehen im unwesentlichen Umfang Pensionszusagen im übrigen Ausland. VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN - BEWERTUNG VERSORGUNGSZUSAGENTAB: 3.6.38
VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN - AUFWAND VERSORGUNGSZUSAGENTAB: 3.6.39
Die oben beschriebenen Pläne beinhalten eine Reihe von Risiken, insbesondere:
Die K+S GRUPPE versucht die Risiken u. a. durch eine Umstellung von leistungsorientierten auf beitragsorientierte Pläne zu verringern. So erhält ein Großteil der Belegschaft in Deutschland mittlerweile ausschließlich beitragsorientierte Zusagen. Auch in Nordamerika wurden Leistungszusagen abgegolten bzw. eingefroren und in ein beitragsorientiertes System überführt. Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum Bilanzstichtag wurden folgende Bewertungsannahmen getroffen: / TAB: 3.6.38 Für die Ermittlung des Pensionsaufwands für das Jahr 2017 wurden die folgenden - zum Ende des Geschäftsjahres 2016 festgelegten - versicherungsmathematischen Annahmen verwendet: / TAB: 3.6.39 Zum 31. Dezember 2017 wurden folgende Sterbetafeln verwendet:
Bei den pensionsähnlichen Zusagen für gesundheitsfürsorgliche Leistungen wurden zudem folgende jährliche Kostensteigerungen unterstellt:
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts und des Planvermögens: / TAB: 3.6.40, 3.6.41 ENTWICKLUNG ANWARTSCHAFTSBARWERTTAB: 3.6.40
ENTWICKLUNG PLANVERMÖGENTAB: 3.6.41
ÜBERLEITUNG BILANZWERTE PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENTAB: 3.6.42
Zur Überleitung auf die Bilanzwerte ist der Anwartschaftsbarwert mit dem Planvermögen zu saldieren. / TAB: 3.6.42 In der Gesamtergebnisrechnung wurden folgende Beträge erfasst: / TAB: 3.6.43 Der Dienstzeitaufwand (einschließlich des nachzuverrechnenden) wird entsprechend der Zuordnung der Mitarbeiter im jeweiligen Funktionsbereich im EBIT erfasst. Der Nettozinsaufwand bzw. -ertrag wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Der positive nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand für pensionsähnliche Verpflichtungen im Ausland ist auf die Einführung von Mindestdienstzeiten als Anspruchsvoraussetzung zurückzuführen. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens verteilt sich auf folgende Anlageklassen: / TAB: 3.6.44 Die über Investmentfonds gehaltenen Anlagen wurden in der obigen Aufstellung auf die einzelnen Anlageklassen aufgeteilt. Die Anleihen weisen zum Großteil ein Rating im "Investment Grade"-Bereich auf. Die Aktien werden regelmäßig an einem aktiven Markt gehandelt. Gleiches gilt grundsätzlich auch für die Anleihen, allerdings sind in dieser Position nicht an einem aktiven Markt gehandelte Schuldscheindarlehen mit einem Buchwert von 18,3 Mio. € (2016: 23,9 Mio. €) enthalten. Für die Rückdeckungsversicherungen existiert kein aktiver Markt. Eigene Finanzinstrumente werden in Höhe von 3,0 Mio. € (2016: 0 Mio. €) gehalten. EFFEKTE GESAMTERGEBNISRECHNUNGTAB: 3.6.43
AUFTEILUNG PLANVERMÖGEN NACH ANLAGEKLASSENTAB: 3.6.44
SENSITIVITÄTSANALYSE 31. DEZEMBER 2017TAB: 3.6.45
SENSITIVITÄTSANALYSE 31. DEZEMBER 2016TAB: 3.6.46
Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse zeigt, wie sich der Barwert der Verpflichtung bei einer Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen verändern würde. Dabei wurden keine Korrelationen zwischen den einzelnen Annahmen berücksichtigt, d. h. bei der Variation einer Annahme wurden die übrigen Annahmen konstant gehalten. Das bei der Ermittlung der Bilanzwerte verwendete Anwartschaftsbarwertverfahren wurde auch bei der Sensitivitätsanalyse verwendet. / TAB: 3.6.45 Im Vorjahr ergaben sich folgende Werte: / TAB: 3.6.46 Es werden in den Folgejahren folgende Fälligkeiten der undiskontierten Zahlungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen erwartet: / TAB: 3.6.47 Die durchschnittliche gewichtete Duration der Verpflichtungen zum 31. Dezember 2017 beträgt im Inland 14 Jahre (2016: 14 Jahre), für Pensionsverpflichtungen im Ausland 13 Jahre (2016: 15 Jahre) und für pensionsähnliche Verpflichtungen im Ausland 20 Jahre (2016: 19 Jahre). Die Duration und das Fälligkeitsprofil der Verpflichtungen weichen zwischen den Einzelgesellschaften zum Teil deutlich ab. Bei der Vermögensallokation wird diesem Umstand insbesondere im Inland grundsätzlich Rechnung getragen. Ziel ist es, die Rentenzahlungen aus den laufenden Erträgen des Planvermögens bedienen zu können. Im Geschäftsjahr 2018 ist aus Pensions- und pensionsähnlichen Zusagen ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 3,5 Mio. € (2016: 2,7 Mio. €) zu erwarten. Dieser umfasst Dotierungen in das Planvermögen sowie Rentenzahlungen, die nicht durch entsprechende Erstattungen aus dem Planvermögen gedeckt sind. Darüber hinaus bestehen weitere Altersversorgungssysteme, für die keine Rückstellungen zu bilden sind, da mit Zahlung der Beiträge keine weiteren Leistungsverpflichtungen bestehen (beitragsorientierte Pläne). Diese umfassen sowohl allein arbeitgeberfinanzierte Leistungen als auch Zuschüsse für Entgeltumwandlungen der Arbeitnehmer. Im Rahmen der inzwischen geschlossenen zusätzlichen Versorgung über die BASF-Pensionskasse leisteten Arbeitgeber und Mitarbeiter Beiträge. In 2011 wurden die ordentlichen Mitgliedschaften der K+S-Mitarbeiter durch die BASF-Pensionskasse gekündigt, sodass zum 31. Dezember 2017 nur noch außerordentliche Mitgliedschaften für die betroffenen Mitarbeiter bestehen, welche als unverfallbare Anwartschaften fortgeführt werden. Darüber hinaus werden laufende Pensionskassen-Rentenzahlungen an (ehemalige) K+S-Mitarbeiter durch die BASF-Pensionskasse geleistet. Der Anteil der Anwärter und Rentner von K+S-Gruppengesellschaften am Gesamtbestand der BASF-Pensionskasse beträgt weniger als 10%. ERWARTETE ZAHLUNGEN FÜR PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENTAB: 3.6.47
Die Versorgung über die BASF-Pensionskasse ist als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber i. S. v. IAS 19.32f zu qualifizieren. Der Plan ist grundsätzlich als leistungsorientiert einzustufen. Da zuverlässige Informationen insbesondere über das Planvermögen nur für die Pensionskasse insgesamt vorliegen und nicht für die auf die K+S GRUPPE entfallenden Anteile, liegen keine ausreichenden Informationen für eine Bilanzierung des Plans vor. Deshalb wird dieser Plan gemäß IAS 19.34 als beitragsorientiert behandelt. Aufgrund der Beendigung der ordentlichen Mitgliedschaften sind grundsätzlich keine weiteren Beiträge an die BASF-Pensionskasse zu entrichten. Aufgrund einer Rechnungszinsabsenkung der BASF-Pensionskasse wurde 2017 der Bedarf für eine Sonderzuwendung festgestellt, die K+S gemäß dem technischen Geschäftsplan anteilig in Höhe von 5,7 Mio. € zu tragen hat. Dieser Betrag wurde im aktuellen Geschäftsjahr ergebniswirksam im jeweiligen Funktionsbereich erfasst, die Zahlung erfolgt 2018. Außer der beschriebenen Sonderzuwendung werden für das Jahr 2018 keine weiteren Beitragszahlungen an die BASF-Pensionskasse erwartet. Des Weiteren kann sich durch die im BetrAVG geregelte Subsidiärhaftung eine Einstandspflicht für K+S ergeben, insbesondere im Hinblick auf die Inflationsanpassung der laufenden Rentenzahlungen. Von der BASF-Pensionskasse nicht übernommene Rentenanpassungen sind von K+S zu tragen. Insgesamt ergibt sich für die Berichtsperiode folgender Altersversorgungsaufwand: / TAB: 3.6.48 Zudem wurden Beiträge in Höhe von 85,8 Mio. € (2016: 83,7 Mio. €) an staatliche Rentenversicherungsträger geleistet. AUFWAND ALTERSVERSORGUNGTAB: 3.6.48
RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGENTAB: 3.6.49
(22) RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGENRückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen sind aufgrund gesetzlicher, vertraglicher sowie behördlicher Auflagen zu bilden und werden vor allem in Betriebsplänen und wasserrechtlichen Erlaubnisbescheiden konkretisiert. Diese überwiegend öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen erfordern die Sicherung der Tagesoberfläche und Rekultivierungsmaßnahmen. Bergschäden können durch den untertägigen Abbau und die damit verbundene mögliche Absenkung der Erdoberfläche oder aufgrund von Schäden im Produktionsprozess durch Staub oder Versalzung entstehen. Mögliche Verpflichtungen daraus sind durch Rückstellungen gedeckt. / TAB: 3.6.49 Die Höhe der zu bildenden Rückstellungen basiert auf den erwarteten Aufwendungen bzw. den geschätzten Schadenersatzleistungen. Die Ermittlung erfolgt durch interne Sachverständige und - sofern erforderlich - auch mithilfe von Gutachten Dritter auf Basis des aktuellen Standes der Technik und der gegenwärtigen rechtlichen Vorgaben. Da die Erfüllungszeitpunkte teilweise weit in der Zukunft liegen, können sich trotz sorgfältiger Methoden zur Ermittlung Abweichungen zwischen den tatsächlichen und geschätzten Aufwendungen ergeben. Diese können beispielsweise aus abweichenden Kostenentwicklungen, technologischen Neuerungen oder veränderten rechtlichen Vorgaben resultieren. Diesem Umstand wird durch eine regelmäßige Aktualisierung der Rückstellungskalkulation Rechnung getragen. Bergbaubedingte Rückstellungen sind überwiegend langfristige Rückstellungen, die auf Basis der zukünftig erwarteten Aufwendungen mit dem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert werden. Dabei wird eine künftige Preissteigerung in Höhe von 1,5% (2016: 1,5%) zugrunde gelegt. Der Abzinsungsfaktor für die bergbaulichen Verpflichtungen in den EU-Ländern beträgt 3,3% (2016: 3,3%). Als Abzinsungsfaktor für die bergbaulichen Verpflichtungen in Nordamerika wird ein Zinssatz von 4,7% in den USA (2016: 5,2%) und 4,2% in Kanada (2016: 4,5%) verwendet. Die erwarteten Erfüllungszeitpunkte sind im Wesentlichen abhängig von der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer der Standorte. Die Verpflichtungen reichen teilweise weit über das Jahr 2050 hinaus. Die Zuführung zu den bergbaulichen Rückstellungen im Berichtsjahr in Höhe von 46,5 Mio. € (2016: 168,9 Mio. €) beruht im Wesentlichen auf der jährlichen Aufzinsung der Rückstellungen, der Bildung von zusätzlichen Rückstellungen für bergbauliche Risiken sowie der Neubewertung von bestehenden Rückstellungen. Mit der Inanspruchnahme von bergbaulichen Rückstellungen in Höhe von 8,8 Mio. € (2016: 8,9 Mio. €) wurde der Verpflichtung zur Verwahrung Rechnung getragen. Die Rückstellungsauflösungen in Höhe von 30,3 Mio. € (2016: 29,9 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus den Rückstellungen für Gruben- und Schachtverfüllung sowie den Bergschädenwagnissen. (23) LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGENDie Rückstellungen für Jubiläumsgelder stellen mit einem Bilanzwert von 30,7 Mio. € (2016: 31,8 Mio. €) eine wesentliche Position der langfristigen Personalverpflichtungen dar. Sie werden für künftige Zahlungen anlässlich des 25-jährigen, 40-jährigen oder 50-jährigen Dienstjubiläums gebildet. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Berechnung wurde ein Rechnungszins von 2,0% (2016: 1,8 %) sowie eine erwartete jährliche Einkommenssteigerung von 1,8% (2016: 1,8%) zugrunde gelegt. (24) KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGENDie Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften betreffen vor allem Rabatte und Preisnachlässe; aus Einkaufsverträgen resultieren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die kurzfristigen Personalverpflichtungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für die erfolgsabhängige Vergütung sowie Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Freischichten. ◊ ,Mitarbeiter', Seite 41; ◊ ,Vergütungsbericht', Seite 122 (25) FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENDie folgende Tabelle zeigt die Liquiditätsanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten in Form der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zahlungsströme: / TAB: 3.6.50, 3.6.51 LIQUIDITÄTSANALYSE NICHT-DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2017TAB: 3.6.50
LIQUIDITÄTSANALYSE NICHT-DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2016TAB: 3.6.51
EMITTIERTE ANLEIHEN 1 UND SCHULDSCHEINDARLEHENTAB: 3.6.52
LIQUIDITÄTSANALYSE DERIVATIVER FINANZVERBINDLICHKEITEN 2017TAB: 3.6.53
1 Umrechnung von
Fremdwährungs-Zahlungstransaktionen zum Stichtagskurs.
LIQUIDITÄTSANALYSE DERIVATIVER FINANZVERBINDLICHKEITEN 2016TAB: 3.6.54
1 Umrechnung von
Fremdwährungs-Zahlungstransaktionen zum Stichtagskurs.
Die emittierten Anleihen und Schuldscheindarlehen setzen sich wie folgt zusammen: / TAB: 3.6.52 Die folgende Tabelle zeigt die Liquiditätsanalyse des Konzerns für derivative Finanzverbindlichkeiten. Die Tabelle basiert auf undiskontierten Bruttozahlungsströmen für derivative Finanzinstrumente, die brutto ausgeglichen werden. / TAB: 3.6.53, 3.6.54 ◊ ,K+S am Kapitalmarkt', Seite 24 (26) WEITERE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTENDie folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns dar: / TAB: 3.6.55 Die Buchwerte der Finanzinstrumente, aggregiert nach den Bewertungskategorien des IAS 39, stellen sich wie folgt dar: / TAB: 3.6.56 Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden weitestgehend basierend auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten nach IFRS 13 zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufe 1 zeichnen sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus. BUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON FINANZINSTRUMENTENTAB: 3.6.55
BUCHWERTE DER FINANZINSTRUMENTE AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIENTAB: 3.6.56
ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITENTAB: 3.6.57
Innerhalb der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente auf Basis von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet. Die folgende Tabelle zeigt die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden: / TAB: 3.6.57 Die derivativen Finanzinstrumente bestehen im Wesentlichen aus Währungsderivaten (Devisentermingeschäfte, Optionen). Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts von Devisentermingeschäften erfolgt mittels einer Schätzung der künftigen Cashflows auf Basis der notierten Devisenterminkurse zum Bilanzstichtag und der vereinbarten Devisenterminkurse, die anschließend mit einem laufzeit- und währungsadäquaten Zinssatz diskontiert werden. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Währungsoptionen werden anerkannte Optionspreismodelle verwendet, in die am Markt beobachtbare Inputparameter zum Bilanzstichtag einfließen (insbesondere Devisenkurs, Zinssatz, Volatilität). Bei der Berechnung werden zudem Kontrahentenausfallrisiken berücksichtigt. Der beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte entspricht den Barwerten der mit diesen Bilanzpositionen verbundenen Zahlungen (Stufe 2). Bei den zu Anschaffungskosten bewerteten Eigenkapitalinstrumenten handelt es sich um Anteile an (nicht konsolidierten) Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen. Im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 9 zum 1. Januar 2018 findet eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert statt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerten sowie flüssigen Mitteln entsprechen die Buchwerte aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere und sonstigen Finanzinvestitionen der Kategorie ,Kredite und Forderungen' entsprechen den Barwerten der mit diesen Bilanzpositionen verbundenen Zahlungen (Stufe 2). Für die Finanzverbindlichkeiten wird der beizulegende Zeitwert bei vorliegenden aktiven Märkten durch Marktpreise bestimmt (Stufe 1), ansonsten wird auf den Barwert der zukünftigen Zahlungsströme abgestellt (Stufe 2). Zur Diskontierung werden marktübliche, fristadäquate Zinssätze verwendet. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen nicht-derivativen finanziellen Verbindlichkeiten wird aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten davon ausgegangen, dass die Buchwerte dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Für die Ausleihungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wird aufgrund unwesentlicher Abweichungen vom Markt- und Kalkulationszinssatz davon ausgegangen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die folgende Tabelle stellt die aus Finanzinstrumenten resultierenden Nettoergebnisse dar: / TAB: 3.6.58 Das Nettoergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten umfasst im Wesentlichen Gewinne oder Verluste aus Beteiligungen. Das Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen enthält hauptsächlich Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen in den Wertberichtigungen. Das Nettoergebnis aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beinhaltet überwiegend Effekte aus der Marktbewertung und Realisierung derivativer Finanzinstrumente. Das Nettoergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten besteht überwiegend aus Effekten der Währungsumrechnung. Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar: / TAB: 3.6.59 LIQUIDITÄTSRISIKENEin Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde zusätzlich das Risiko steigender Kosten der NETTOERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTENTAB: 3.6.58
ZINSERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTENTAB: 3.6.59
Liquiditätsbeschaffung bestehen. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über ein gruppenweites Cashpool-System durch die zentrale Treasury-Einheit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt. Die verfügbare Liquidität belief sich per 31. Dezember 2017 auf 1.141,0 Mio. € (2016: 851,5 Mio. €) und bestand aus Geldanlagen und flüssigen Mitteln sowie dem ungenutzten Teil unserer bis 2020 laufenden Konsortialkreditlinie. ◊ ,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 111 AUSFALLRISIKENKundenforderungen werden weitestgehend durch entsprechende Versicherungen und anderweitige Sicherungsinstrumente gegen ein Ausfallrisiko abgesichert. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung. Der überwiegende Teil der nicht gesicherten Forderungen besteht gegenüber der öffentlichen Hand. ◊ ,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 111 Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage führen. MARKTRISIKENZinsrisiken entstehen durch eine Veränderung der Marktzinssätze, die eine Auswirkung auf zu erhaltende bzw. zu zahlende Zinsen und die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente haben können. Daraus können sich entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital ergeben. Gemäß IFRS 7 sind Zinsänderungsrisiken mittels einer Sensitivitätsanalyse darzustellen. Dieser liegen folgende Annahmen zugrunde:
KENNZAHLEN DER KAPITALSTRUKTUR 1TAB: 3.6.60
◊ ,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 111 Zum Bilanzstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten. Eine Erhöhung des Referenzzinssatzes um 1 Prozentpunkt hätte für die langfristigen variabel verzinsten Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag zu einer weiteren Zinsbelastung in Höhe von 2,1 Mio. € geführt (2016: 2,0 Mio. €). Die erworbenen Zinscaps hätten diesen Effekt auf eine Zinsbelastung in Höhe von 0,2 Mio € verringert (2016 hätten die Zinscaps den Effekt neutralisiert). Eine Verringerung des Referenzzinssatzes um 1 Prozentpunkt hätte wie auch im Vorjahr keine Auswirkungen auf die Zinsaufwendungen der langfristigen variabel verzinsten Verbindlichkeiten. Neben Forderungen und Verbindlichkeiten in der Konzernwährung Euro bestehen auch Positionen in Fremdwährungen. Gemäß IFRS 7 sind Währungsrisiken mittels einer Sensitivitätsanalyse darzustellen. Wäre der Euro gegenüber den Fremdwährungen (überwiegend US-Dollar) um 10% stärker bzw. schwächer geworden, hätte sich eine erfolgswirksame Veränderung des Buchwerts der saldierten Position aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten um +/-16,8 Mio. € (2016: +/-15,8 Mio. €) ergeben. Zum Bilanzstichtag bestanden zudem Geldanlagen, bei denen Sicherheitsleistungen von den Kontrahenten - i. d. R. Banken - gestellt wurden. Hierbei handelt es sich um sog. Repo-Geschäfte, die den Charakter einer besicherten Festgeldanlage aufweisen. Die nicht anderweitig verwendbaren Sicherheiten werden mit dem Kontrahenten dem Rahmen nach über einen sog. Basket, der sich im Wesentlichen nach Anlageklassen, Ratings, Ländern und Währungen definiert, vereinbart. Von den vorgenannten Kriterien hängt es ab, bis zu welchem Beleihungswert die Sicherheiten berücksichtigt werden; d. h. bei sinkendem Rating oder abnehmender Handelbarkeit der jeweiligen Sicherheiten sinkt der Beleihungswert und zusätzliche Sicherheiten müssen gestellt werden. Der jeweilige Rahmen der möglichen Sicherheiten richtet sich nach unserem internen Monitoring, welches grundsätzlich das Rating sowie die Höhe der jeweiligen Kreditausfallversicherungen (sog. Credit-Default-Swaps) berücksichtigt. (27) ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENTZiel des Kapitalmanagements der K+S GRUPPE ist die Sicherstellung und effiziente gruppenweite Steuerung der Liquidität, der Erhalt und die Optimierung der Finanzierungsfähigkeit sowie die Reduktion finanzieller Risiken. ◊ ,Finanzlage', Seite 87 Die finanzpolitischen Instrumentarien zur Erreichung dieser Ziele umfassen grundsätzlich Finanzierungsmaßnahmen, die sowohl das Eigenkapital als auch das Fremdkapital betreffen können. Alle Finanzierungsmaßnahmen im Unternehmen, worunter unter anderem das Cash-, Währungs- und Zinsmanagement fällt, werden von der zentralen Treasury-Einheit koordiniert und gesteuert. Das Kapitalmanagement wird anhand von Finanzkennzahlen wie der Nettoverschuldung/EBITDA, Nettoverschuldung/Eigenkapital und der Eigenkapitalquote vorgenommen. / TAB: 3.6.60 GEMANAGTES KAPITALTAB: 3.6.61
Das gemanagte Kapital stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar: / TAB: 3.6.61 (28) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENIn der K+S GRUPPE bestehen im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit verschiedene Risiken, für die Rückstellungen gebildet wurden, sofern die Voraussetzungen für einen Ansatz gemäß IAS 37 erfüllt wurden. Darüber hinaus besteht die Pflicht zur Angabe von Eventualverbindlichkeiten. Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, welche aufgrund einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme nicht zu einem Bilanzansatz führen. Im Jahr 2017 bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von rund 16,0 Mio. € (2016: rd. 15,0 Mio. €), welche im Wesentlichen aus Rechtsrisiken resultieren. Die Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen beliefen sich im Jahr 2017 auf 148,1 Mio. € (2016: 287,1 Mio. €) und resultieren nahezu ausschließlich aus nicht abgeschlossenen Investitionen in das Sachanlagevermögen. Zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen verweisen wir auf die unter Anmerkung (29) gemachten Angaben. (29) LEASINGVERHÄLTNISSEBestimmte technische Anlagen und Maschinen, wie z. B. Leitungsnetze, Gleisanschlüsse, Eisenbahngüterwaggons sowie Blockheizkraftwerke, werden im Rahmen des Finanzierungsleasings genutzt und entsprechend aktiviert, da der K+S GRUPPE das wirtschaftliche Eigentum am geleasten Vermögenswert zuzurechnen ist. Im Einzelnen sind die folgenden Positionen betroffen: / TAB: 3.6.62 Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen werden wie folgt fällig: / TAB: 3.6.63 Die K+S GRUPPE tritt nur in unwesentlichem Umfang als Leasinggeber auf. Zusätzlich ist die K+S GRUPPE Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Leasingverträgen. Diese Vermögenswerte sind aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. Der Aufwand aus Operating-Leasing belief sich im Jahr 2017 auf 54,2 Mio. € (2016: 51,1 Mio. €). Die Nominalwerte der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverträgen verteilen sich wie folgt auf die künftigen Perioden: / TAB: 3.6.64 GELEASTE VERMÖGENSWERTETAB: 3.6.62
VERPFLICHTUNGEN AUS OPERATINGLEASINGVERTRÄGEN (NOMINALWERTE)TAB: 3.6.64
LEASINGVERBINDLICHKEITENTAB: 3.6.63
Die wesentlichen Operating-Leasingverhältnisse betreffen Fahrzeuge, Büroräume, Lagerkapazitäten, technische Anlagen und Maschinen sowie Eisenbahngüterwaggons. Sowohl Finanzierungsleasing- als auch Operating-Leasingverträge beinhalten teilweise Mietverlängerungs- und/oder Kaufoptionen sowie in geringem Umfang Preisanpassungsklauseln. Bei den Operating-Leasingverträgen ist der Ausübungspreis der Kaufoption nicht deutlich niedriger als der beizulegende Zeitwert der jeweiligen Vermögenswerte zum möglichen Optionsausübungszeitpunkt. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung ist auf der Seite 136 dargestellt. Zahlungswirksame Transaktionen aus nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten waren nicht zu berücksichtigen. ◊ ,Finanzlage', Seite 87 (30) WEITERE ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGDie flüssigen Mittel beinhalten Kassenbestände und Bankguthaben sowie Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Diese Finanzinvestitionen beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Anlagen bei Kreditinstituten und sonstige liquiditätsnahe Geldanlagen. / TAB: 3.6.65 Die Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen werden in der Position ,Sonstige finanzielle Vermögenswerte' im kurzfristigen Bereich ausgewiesen, die von den verbundenen Unternehmen hereingenommenen Gelder in der Position ,Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten' im kurzfristigen Bereich. Die von nicht konsolidierten Gesellschaften erhaltenen Ausschüttungen und Gewinnabführungen betrugen in der Berichtsperiode 3,9 Mio. € (2016: 4,2 Mio. €). Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. kurzfristige Rückstellungen in Höhe von insgesamt 300,7 Mio. € (2016: 251,8 Mio. €), die aus nicht-zahlungswirksamen Zugängen im Sachanlagevermögen resultieren. Diese sind ebenso wie die nicht-zahlungswirksamen Zugänge im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen im Wesentlichen auf das neue Werk Bethune zurückzuführen. NETTOFINANZMITTELBESTANDTAB: 3.6.65
ÜBERLEITUNG DES CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEITTAB: 3.6.66
Um die CAD-Investitionsauszahlungen für das Werk Bethune gegen Währungsschwankungen abzusichern, wurden Währungssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Aus den im Jahre 2017 fälligen Sicherungsgeschäften resultierte ein Zahlungsmittelzufluss von 2,0 Mio. € (2016: Zahlungsmittelzufluss von 12,7 Mio. €), der in den Auszahlungen für Sachanlagevermögen ausgewiesen wird. / TAB: 3.6.66 ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie Segmentberichterstattung ist auf Seite 138 dargestellt. (31) SEGMENTABGRENZUNGDie Segmentabgrenzung erfolgt produktorientiert. Dies entspricht der internen Organisations- und Berichtsstruktur der K+S GRUPPE. Im Segment Kali- und Magnesiumprodukte sind die Produktion und Vermarktung von Kalidüngemitteln und Düngemittelspezialitäten sowie Kali- und Magnesiumverbindungen für technische, gewerbliche und pharmazeutische Anwendungen zusammengefasst. Das Segment Salz umfasst die Produktion und die Vermarktung von Verbraucherprodukten, Salz für die Lebensmittelindustrie, Gewerbe- und Industriesalzen, Auftausalz sowie Natriumchlorid-Sole. Im Segment Ergänzende Aktivitäten sind neben Recyclingaktivitäten und der Entsorgung bzw. Verwertung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken sowie der Granulierung von CATSAN® und THOMAS® weitere für die K+S GRUPPE wichtige Aktivitäten gebündelt. Mit der K+S TRANSPORT GMBH verfügt die K+S GRUPPE über einen eigenen Logistik-Dienstleister. Die CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH handelt mit verschiedenen Basischemikalien. Die für die Ermittlung der Segmentinformationen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen grundsätzlich mit den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der K+S GRUPPE überein. (32) GRUNDSÄTZE DER ZUORDNUNG VON SEGMENTVERMÖGEN UND -SCHULDENVermögenswerte, Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden entsprechend ihrer Nutzung bzw. Entstehung den Segmenten zugeordnet. Bei Nutzung durch bzw. Entstehung in mehreren Segmenten erfolgt eine Zuordnung auf Basis sachgerechter Schlüssel. Finanzanlagen (außer Beteiligungen) sowie langfristige Finanzverbindlichkeiten werden den Segmenten nicht zugeordnet. (33) GRUNDSÄTZE DER ZUORDNUNG VON SEGMENTERGEBNISSENDie Daten für die Ermittlung der Segmentergebnisse werden anhand von Gewinn- und Verlustrechnungen nach dem Gesamtkostenverfahren (interne Berichtsstruktur der K+S GRUPPE) ermittelt. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Gesellschaften werden den Segmenten im Rahmen der Profit-Center-Rechnungen zugeordnet. Als wichtigste interne Ergebnisgröße und als Indikator für die Ertragskraft wird in der K+S GRUPPE das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verwendet. Die Basis für die Ermittlung des EBITDA stellt das EBIT I dar. Neben der Nichtberücksichtigung des Zinsergebnisses und des Steueraufwands werden auch die sonstigen Erträge und Aufwendungen des Finanzergebnisses nicht berücksichtigt. Zudem werden bestimmte Ergebniseffekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften unter Berücksichtigung von Steuereffekten eliminiert (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 157). Zur Ermittlung des EBITDA werden ausgehend vom EBIT I die darin enthaltenen Abschreibungen hinzugerechnet, allerdings unter Bereinigung des erfolgsneutralen Abschreibungsbetrags im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen. Im Berichtsjahr beträgt der Bereinigungsbetrag der erfolgsneutralen Abschreibungen 24,1 Mio. € (2016: 38,6 Mio. €). Die Darstellung der Ergebnisse der Geschäftsbereiche erfolgt auf konsolidierter Basis. Intrasegmentäre Liefer- und Leistungsbeziehungen werden konsolidiert. (34) GRUNDSÄTZE FÜR DIE VERRECHNUNGSPREISE ZWISCHEN SEGMENTENFür Lieferungen und Leistungen zwischen Segmenten werden Verrechnungspreise festgelegt, welche in der jeweiligen konkreten Situation und unter gleichen Umständen von einem fremden Dritten zu zahlen wären. Die Methoden zur Bestimmung der Verrechnungspreise werden zeitnah dokumentiert und kontinuierlich beibehalten. Bei der Bestimmung von Verrechnungspreisen für Lieferungen und Leistungen kann die Preisvergleichsmethode, die Wiederverkaufspreismethode, die Kostenaufschlagsmethode oder eine Kombination dieser Methoden angewendet werden. Dabei wird die Methode gewählt, die den Verhältnissen am nächsten kommt, unter denen sich auf vergleichbaren Märkten Fremdpreise bilden. (35) ZUSÄTZLICHE SEGMENTANGABEN GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEIn der Berichtsperiode wurden für nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 23,1 Mio. € (2016: 17,1 Mio. €) aufgelöst. Im Berichtsjahr wurden Versicherungsleistungen in Höhe von 33,4 Mio. € (2016: 24,8 Mio. €) vereinnahmt. Aus dem Abgang von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens resultierte in 2016 ein Verlust von 20,0 Mio. €. GESCHÄFTSBEREICH SALZIn der Berichtsperiode wurden für nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 13,6 Mio. € (2016: 8,4 Mio. €) aufgelöst. Im Berichtsjahr wurden Versicherungsleistungen in Höhe von 13,4 Mio. € (2016: 13,5 Mio. €) vereinnahmt. Aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens resultierte in 2017 ein Gewinn von 28,1 Mio. €. (36) ERLÄUTERUNG DER ÜBERLEITUNGSPOSITIONENDie Überleitungen der Segmentzahlen auf die Abschlusszahlen der K+S GRUPPE betreffen Positionen, die den Zentralfunktionen zugerechnet werden, sowie konsolidierungsbedingte Effekte. Die wesentlichen Positionen sind: / TAB: 3.6.67 (37) REGIONALE UMSATZVERTEILUNGDie Umsatzerlöse der K+S GRUPPE gliedern sich nach Regionen wie folgt: / TAB: 3.6.68 Die Zuordnung orientiert sich an dem Sitz der Kunden. In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 entfielen auf keinen Einzelkunden mehr als 10% der Gesamterlöse. ÜBERLEITUNG SEGMENTZAHLENTAB: 3.6.67
(38) REGIONALE VERTEILUNG DES LANGFRISTIGEN VERMÖGENSDas langfristige Vermögen der K+S GRUPPE umfasst immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Investment Properties und gliedert sich wie folgt nach Regionen: / TAB: 3.6.69 Die Zuordnung wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen. SONSTIGE ANGABENHONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFERDie Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der einbezogenen inländischen Gesellschaften. Die anderen Bestätigungsleistungen bestehen im Wesentlichen aus der Erteilung von Comfort Lettern, energierechtlichen Prüfungen und der EMIR Prüfung. Der Abschlussprüfer hat keine Steuerberatungsleistungen oder andere Beratungsleistungen durchgeführt. / TAB: 3.6.70 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HANDDie erfassten Investitionszulagen/-zuschüsse betreffen Beträge im Fördergebiet der Bundesrepublik Deutschland, den USA und Kanada. / TAB: 3.6.71 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGEs ergaben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. der Branchensituation. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONENNeben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die K+S GRUPPE mit weiteren nahestehenden Unternehmen in Beziehungen; hierzu zählen nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie Unternehmen, auf die die K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen). Eine vollständige Übersicht aller nahestehenden Unternehmen kann der Zusammenstellung des gesamten Beteiligungsbesitzes (Anteilsbesitzliste) auf Seite 194 entnommen werden. REGIONALE UMSATZVERTEILUNGTAB: 3.6.68
REGIONALE VERTEILUNG DES LANGFRISTIGEN VERMÖGENSTAB: 3.6.69
HONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFERTAB: 3.6.70
ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HANDTAB: 3.6.71
Tabelle 3.6.72 zeigt die in der Berichtsperiode erfolgten Transaktionen der K+S GRUPPE mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Die Abwicklung der Geschäfte erfolgte zu marktüblichen Konditionen. / TAB: 3.6.72 Die Umsätze aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Warenverkäufen von konsolidierten Unternehmen an ausländische Vertriebsgesellschaften. Die empfangenen Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Lieferungen von Sprengmitteln und chemischen Produkten eines inländischen Tochterunternehmens sowie Provisionen, die von ausländischen Vertriebsgesellschaften in Rechnung gestellt wurden. Am 31. Dezember 2017 wurden folgende ausstehende Salden mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen ausgewiesen: / TAB: 3.6.73 Zum Bilanzstichtag bestanden, wie im Vorjahr, keine Wertberichtigungen auf Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen. Ausfallversicherungen für Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen existieren nicht. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Bankverkehr resultieren aus der zentralen Aufnahme bzw. Anlage liquider Mittel bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (Cash-Pooling). Zum Bilanzstichtag bestanden keine Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen. Transaktionen der K+S GRUPPE mit Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen sind aus Konzernsicht als unwesentlich zu bezeichnen. Nahestehende Personen sind definiert als Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung eines Unternehmens verantwortlich sind. Hierzu zählen der Vorstand und der Aufsichtsrat. Die Vergütung der nahestehenden Personen ist im nachfolgenden Abschnitt sowie im Abschnitt Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht dargestellt. Weitere wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Personen fanden nicht statt. / TAB: 3.6.74 Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen im Berichtsjahr auf fünf Vorstandsmitglieder, davon waren drei Vorstandsmitglieder ganzjährig im Amt. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus fünf Mitgliedern, davon waren vier Mitglieder ganzjährig im Amt. Der Dienstzeitaufwand der Vorstandspensionen beträgt in der Berichtsperiode kumuliert 3,1 Mio. € (2016: 2,2 Mio. €). Das Vergütungssystem des Vorstands setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
TRANSAKTIONEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMENTAB: 3.6.72
SALDEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMENTAB: 3.6.73
GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDSTAB: 3.6.74
Die Darstellung der individualisierten Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 erfolgt im Abschnitt Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht auf Seite 122. Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. BETEILIGUNGEN AN DER K+S AKTIENGESELLSCHAFTPLATINUM INVESTMENT MANAGEMENT LIMITED, Sydney (Australien), teilte uns am 3. Januar 2018 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3% überschritten hat und der Anteil an der Gesellschaft 3,05% beträgt. Bis Ende Februar wurde uns kein weiterer Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 3% mitgeteilt. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEXDie Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ist für 2017/2018 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT abgegeben und den Aktionären im Internetauftritt der K+S GRUPPE (www.k-plus-s.com) zugänglich gemacht worden sowie im zusammengefassten Lagebericht auf Seite 64 veröffentlicht. ANTEILSBESITZLISTE GEMÄSS § 313 HGBDie Werte der nachfolgenden Tabellen gelten grundsätzlich auch für das Vorjahr. Sofern sich Abweichungen ergeben, sind diese in einer Fußnote bei der jeweiligen Gesellschaft vermerkt. / TAB: 3.6.75 ANTEILSBESITZLISTE GEMÄSS § 313 HGBTAB: 3.6.75
1 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach
§ 264b HGB.
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATSEine Aufstellung der Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse befindet sich im Lagebericht auf Seite 57; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des ,Anhangs zum Konzernabschluss'. MITGLIEDER DES VORSTANDSEine Aufstellung der Mitglieder des Vorstands und seiner Zuständigkeiten befindet sich im Lagebericht auf Seite 61; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des ,Anhangs zum Konzernabschluss'.
Kassel, 7. März 2018 K+S AKTIENGESELLSCHAFT DER VORSTAND Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt ,Sonstige Informationen' unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILEWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrvo") unter Beachtung der vom INSTITUT DER WIRTSCHAFTSPRÜFER (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrvo, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrvo erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSESBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1. Bergbauliche Rückstellungen 2. Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts "Salz Amerika" 3. Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts "Kali- und Magnesiumprodukte" 4. Schließung des Kalibergwerks Sigmundshall Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert: a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss) b) Prüferisches Vorgehen c) gegebenenfalls wichtige Erkenntnisse 1. BERGBAULICHE RÜCKSTELLUNGENa) Im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2017 werden unter den langfristigen Rückstellungen bergbauliche Rückstellungen in Höhe von 1.000,0 Mio. € (d. s. 10,3% der Konzernbilanzsumme) ausgewiesen (in den kurzfristigen Rückstellungen sind 22,4 Mio. € enthalten). Auf die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens können sich Zinssatzänderungen erheblich auswirken. Zudem basieren die Rückstellungen aufgrund ihrer Langfristigkeit in hohem Maße auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich zukünftiger Kostenentwicklungen und technologischer Neuerungen. Da bei geschätzten Werten ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht und die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf den Konzernabschluss haben, wurde der Sachverhalt von uns als besonders bedeutsam eingestuft. Die Angaben zu den bergbaulichen Rückstellungen sind in Abschnitt 22 des Konzernanhangs enthalten. b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Fortentwicklung der im Vorjahr passivierten Rückstellungen kritisch gewürdigt und die Maßnahmen der gesetzlichen Vertreter zur Beurteilung der Vollständigkeit und Bewertung der bergbaulichen Verpflichtungen analysiert. In diesem Zusammenhang haben wir die Auftau- und Ablauforganisation des Prozesses zur Bildung bergbaulicher Rückstellungen im Hinblick auf ihre Angemessenheit und die Wirksamkeit der prüfungsrelevanten Kontrollen geprüft. Dabei haben wir unsere Analysen auf unseren Kenntnissen der gesetzlichen, vertraglichen und behördlichen Auflagen, der Aktualität der jeweiligen Verwahrkonzepte und Kostensätze sowie unter Hinzuziehung unserer Prüfungsergebnisse aus dem Vorjahr aufgebaut sowie den aktuellen Stand der behördlichen Auflagen und Verwahrkonzepte anhand von Nachweisen in Form des Schriftverkehrs mit den Bergbaubehörden und von detaillierten Einzelsachverhaltsaufstellungen betragsmäßig geprüft. Bei der Prüfung des Diskontierungszinssatzes haben wir uns die herangezogenen Parameter belegen lassen. 2. WERTHALTIGKEIT DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTS "SALZ AMERIKA"a) Im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2017 wird unter dem Bilanzposten ,Goodwill aus Unternehmenserwerben' ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 642,7 Mio. € (d. s. 6,6% der Konzernbilanzsumme) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) "Salz Amerika" ausgewiesen. Dieser wesentliche Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Ebene der ZGE zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Der dem jeweiligen Buchvermögen gegenüberzustellende Nutzungswert wird mittels eines Bewertungsmodells nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt. Die Diskontierung der erwarteten künftigen Cashflows erfolgt mittels der gewichteten Kapitalkostensätze der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter in Bezug auf die künftigen Cashflows sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes und der Wachstumsrate abhängig, weswegen dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung war. Die Angaben zu den Geschäftswerten sind in Abschnitt 12 des Konzernanhangs enthalten. b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter Einbezug von Bewertungsspezialisten die Aufbau- und Ablauforganisation des Prozesses zur Bewertung des Goodwills im Hinblick auf ihre Angemessenheit und die Wirksamkeit der prüfungsrelevanten Kontrollen geprüft. Zur Prüfung der Angemessenheit der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem einen Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus den von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat gebilligten Drei-Jahresplanungen sowie einen Vergleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen vorgenommen. Da bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des ermittelten Nutzungswerts haben können, haben wir uns auch die bei der Bestimmung des verwendeten Abzinsungssatzes zugrunde gelegten Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Beta-Faktor, einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital") sowie die dem Modell zugrundeliegenden Annahmen belegen lassen und das Berechnungsschema des Nutzungswerts nachvollzogen. Aufgrund der Wesentlichkeit des der ZGE "Salz Amerika" zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts sowie aufgrund der Tatsache, dass die Bewertung desselben auch von der allgemeinen Preisentwicklung und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, die außerhalb der Einflussmöglichkeit des Konzerns liegen, haben wir anhand der durch uns durchgeführten Sensitivitätsanalysen geprüft, ob der Geschäfts- oder Firmenwert ausreichend durch die diskontierten Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt ist. Zudem haben wir die Vollständigkeit und Richtigkeit der nach IAS 36 geforderten Angaben im Konzernanhang geprüft. c) Selbst eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um 2%-Punkte auf 8,0% führt gemäß der durchgeführten Sensitivitätsanalyse nicht zu einer Unterschreitung des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts "Salz Amerika". 3. WERTHALTIGKEIT DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTS "KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE"a) Im Konzernabschluss K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2017 wird unter dem Bilanzposten "Goodwill aus Unternehmenserwerben" ein der ZGE "Kali- und Magnesiumprodukte" zugeordneter Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 16,3 Mio. € (d.s. 0,2% der Konzernbilanzsumme) ausgewiesen. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Ebene der ZGE zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Der dem jeweiligen Buchvermögen gegenüberzustellende Nutzungswert wird mittels eines Bewertungsmodells nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von Unsicherheiten in Bezug auf die künftigen Zahlungsmittelzuflüsse sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig. Die Unsicherheiten bezüglich der Zahlungsmittelzuflüsse resultieren aus der aktuellen Verfassung im Kalimarkt und der Preisentwicklung, den rechtlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Versenkung von Salzabwasser des Werks Werra und den Risiken hinsichtlich der Anlaufphase des neuen Kali-Bergwerks Bethune. Deswegen war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. Die Angaben zu den Geschäftswerten sind in Abschnitt 12 des Konzernanhangs enthalten. b) Zur Prüfung der Angemessenheit der bei der Berechnung des Geschäfts- oder Firmenwerts verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem einen Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat gebilligten Planung sowie einen Vergleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen vor dem Hintergrund der aktuellen Verfassung des Kalimarktes und der Preisentwicklung vorgenommen. Auch haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Folgen für den Konzern aus der Entsorgung von Salzabwasser kritisch gewürdigt. In Bezug auf das Werk Bethune haben wir die den sukzessiven Auftau der Produktionskapazitäten des Legacy-Projekts (jetzt: Produktionsstandort Bethune) berücksichtigende Prognose der Zahlungsmittelüberschüsse der ZGE bis 2030 an den Markterwartungen gespiegelt. In Anbetracht der Tatsache, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des ermittelten Nutzungswerts haben können, haben wir uns auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes zugrunde gelegten Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Beta-Faktor, einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital") sowie die dem Modell zugrunde liegenden Annahmen belegen lassen und das Berechnungsschema des Nutzungswerts in Bezug auf Konsistenz und Rechensystematik nachvollzogen. Aufgrund der mit dem der ZGE "Kali- und Magnesiumprodukte" zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert verbundenen Unsicherheiten sowie aufgrund der Tatsache, dass die Bewertung desselben auch von der allgemeinen Preisentwicklung und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, die außerhalb der Einflussmöglichkeit des Konzerns liegen, haben wir anhand von Sensitivitätsanalysen nachvollzogen, ob der Geschäfts- oder Firmenwert ausreichend durch die diskontierten Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt ist. Zudem haben wir die Vollständigkeit und Richtigkeit der nach IAS 36 geforderten Angaben im Konzernanhang geprüft. c) Selbst eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um 2 %-Punkte auf 8,0 Prozent führt gemäß der durchgeführten Sensitivitätsanalyse nicht zu einer Unterschreitung des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts "Kali- und Magnesiumprodukte". 4. SCHLIESSUNG DES KALIBERGWERKS SIGMUNDSHALLa) Aufgrund der im November 2017 von den gesetzlichen Vertretern beschlossenen Einstellung der Kaliproduktion am Standort Sigmundshall zum Ende des Geschäftsjahrs 2018 hat der Konzern im Geschäftsjahr 2017 Aufwendungen in Höhe von 43,0 Mio. € erfasst. Diese resultieren aus Anpassungen der Kalkulation für die bergbaulichen Verpflichtungen, aus der Verkürzung der planmäßigen Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens sowie aus der Bildung von Personalrückstellungen entsprechend dem prognostizierten Personalpfad. Dieser Sachverhalt wurde von uns als besonders bedeutsam eingestuft, da neben den bergbaulichen Verpflichtungen insbesondere der Ansatz, die Vollständigkeit und die Bewertung der aus der Schließung resultierenden Personalverpflichtungen in hohem Maße auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter beruhen. Die Angaben zu den bergbaulichen Rückstellungen sind in Abschnitt 22 des Konzernanhangs enthalten. Die Angaben zu den Personalrückstellungen Sigmundshall finden sich unter den Vorbemerkungen zum Anhang bei den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. b) Hinsichtlich unseres prüferischen Vorgehens bei den bergbaulichen Verpflichtungen verweisen wir auf die Ausführungen unter ,1. Bergbauliche Verpflichtungen'. In Bezug auf die Personalverpflichtungen haben wir die Ansatzkriterien nach IFRS gewürdigt. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die faktischen Voraussetzungen für eine Abfindungsverpflichtung im Sinne des § 1a Kündigungsschutzgesetz vorliegen und ob bei dem betroffenen Mitarbeiterkreis eine entsprechende gerechtfertigte Erwartung geweckt wurde. In diesem Zusammenhang haben wir uns die für die Wertbestimmung bedeutsamsten Annahmen (insbesondere zugrunde liegende Personalaufwendungen, den prognostizierten Personalpfad und Schätzungsparameter) belegen lassen und gewürdigt. SONSTIGE INFORMATIONENDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen + die in Abschnitt 2.2 des zusammengefassten Lageberichts enthaltene zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung gemäß §§ 289b bis 289e sowie 315b bis 315c HGB,
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTSUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrvo unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜBRIGE ANGABEN GEMÄSS ARTIKEL 10 EU-APRVOWir wurden von der Hauptversammlung am 10. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. August 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1972 als Konzernabschlussprüfer der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrvo (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Christian H. Meyer.
Hannover, 7. März 2018 DELOITTE
GMBH
gez. Kompenhans, Wirtschaftsprüfer gez. Dr. Meyer, Wirtschaftsprüfer 4 WEITERE INFORMATIONENDEFINITION VERWENDETER FINANZKENNZAHLEN
1 Bereinigt um die Effekte der
Marktwertveränderungen aus operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäften; beim bereinigten Konzernergebnis
wurden ferner die daraus resultierenden Steuereffekte
eliminiert.
GRI-INDEX UND UN GLOBAL COMPACT PRINZIPIENDer vorliegende Bericht wurde in Übereinstimmung mit der Version G4 der Global Reporting Initiative (GRI) "Kern"-Option erstellt und berücksichtigt den GRI G4 Sector Disclosures: Mining and Metals. Für die von uns als wesentlich bewerteten Themen berichten wir die entsprechenden CRI-Indikatoren. Zu einzelnen Indikatoren machen wir zurzeit keine ausführlichen Angaben, da wir deren Relevanz noch überprüfen, oder wir sie als nicht-relevant definiert haben, oder uns keine Daten dazu vorliegen oder wir aus geschäftspolitischen Gründen dazu nicht öffentlich berichten. Gemäß dem "Comply or Explain"-Prinzips haben wir GRI-Indikatoren, die wir in diesem Bericht nicht vollständig abdecken, gekennzeichnet durch ( *). Als Mitglied des UN CLOBAL COMPACT unterstützt die K+S AKTIENGESELLSCHAFT die zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Wo Informationen zu den zehn Prinzipien im vorliegenden Geschäftsbericht zu finden sind, ist in der Übersicht aufgeführt. GRI-INDEX UND UN GLOBAL COMPACT PRINZIPIEN
GLOSSARCASHFLOWDer Cashflow gibt Aufschluss über die Ertrags- und Finanzkraft eines Unternehmens wieder. Er ist der Saldo der Zahlungsein- und -ausgänge während eines Berichtszeitraums. CHLORALKALI-ELEKTROLYSEBei der Chloralkali-Elektrolyse werden durch das Zersetzen des Grundstoffs Natriumchlorid mithilfe von elektrischem Strom Chlor, Natronlauge und Wasserstoff erzeugt. Alternativ wird durch die Verwendung von Kaliumchlorid Kalilauge produziert. Die Grundchemikalien Chlor, Natronlauge, Wasserstoff und Kalilauge bilden die Basis für zahlreiche chemische Produkte. COMPLIANCECompliance (Regelkonformität) bezeichnet die Einhaltung zwingender gesetzlicher Vorschriften, interner Regelungen und vom Unternehmen anerkannter regulatorischer Standards. Ein Compliance-Managementsystem soll die Einhaltung sicherstellen und aus Compliance-Verstößen resultierende straf- und bußgeldrechtliche Sanktionen sowie Schadensersatzansprüche und sonstige direkte oder indirekte (insbesondere durch Imageschäden verursachte) negative Einflüsse vermeiden, indem Compliance-Risiken rechtzeitig identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Verminderung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihres Schadenspotenzials ergriffen werden. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne Compliance-Berichterstattung sichergestellt werden. EBIT I(Earnings before interest and taxes, Ergebnis vor Steuern und Zinsen) Die interne Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt u. a. auf Basis des operativen Ergebnisses EBIT I. Das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften entspricht - aufgrund der Eliminierung sämtlicher Marktwertschwankungen während der Laufzeit - dem Wert des Sicherungsgeschäfts zum Zeitpunkt der Realisierung (Differenz zwischen Kassa- und Sicherungskurs), im Falle von Optionsgeschäften abzüglich der gezahlten bzw. zuzüglich der erhaltenen Prämien. EBIT IINach IFRS werden die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich weder im aktuellen Geschäftsjahr noch in zukünftigen Geschäftsjahren im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. EBITDADas EBITDA (Earnings before interests, taxes, depreciation and amortisation, Ergebnis vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögengegenstände) soll Vergleiche der operativen Ertragskraft von Gesellschaften ermöglichen und beschreibt die Rentabilität von Unternehmen. K+S ermittelt das EBITDA auf Basis des operativen Ergebnisses EBIT I zuzüglich der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögengegenstände; der erfolgsneutrale Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen wird bereinigt. ESTA®-VERFAHREN (ELEKTROSTATISCHES AUFBEREITUNGSVERFAHREN)Das ESTA®-Verfahren ist ein von K+S patentiertes trockenes Aufbereitungsverfahren für Kalirohsalze. Bei diesem Verfahrensprozess werden die einzelnen Rohsalzelemente unterschiedlich aufgeladen, um schließlich mithilfe eines Spannungsfelds in die Bestandteile Natrium- und Kaliumchlorid getrennt zu werden. Im Vergleich zu klassischen nassen Aufbereitungsverfahren sind Energieaufwand und Produktionsrückstände deutlich vermindert. FESTSALZIm Gegensatz zu flüssiger Sole ist Festsalz ein in fester Form vorliegendes Salz, wie z. B. Speisesalz und Auftausalz. FLOTATIONSVERFAHRENDas Flotationsverfahren trennt in der Produktion Steinsalz und Kali bzw. Kieserit ohne Wärmezufuhr aus dem Rohsalz heraus. Während des Verfahrensprozesses werden die Mineralien, unter Luftzufuhr, in einer gesättigten Salzlösung in ihre Bestandteile getrennt. An den zugeführten Luftblasen lagern sich, unter der Zugabe von Flotationsmitteln, die Wertstoffe an und können so nach dem Aufschwimmen abgeschöpft werden. FREEFLOAT(Streubesitz) ist die Anzahl der Aktien, die sich nicht im Eigentum von Großaktionären befinden, die mehr als 5% der Aktien einer Gesellschaft besitzen (Ausnahme: Aktien im Besitz von Investmentgesellschaften oder Vermögensverwaltern). GRANULATHERSTELLUNGDie Granulatherstellung bezeichnet die Herstellung von streufähigen Düngerkörnern, die mit einem landwirtschaftlichen Düngerstreuer ausgebracht werden können. GRI - GLOBAL REPORTING INITIATIVEDie Global Reporting Initiative ist eine gemeinnützige Stiftung, die auf dialogorientierte Weise einen Rahmen für die globale Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt hat. Der GRI-Berichtsleitfaden legt Prinzipien und Indikatoren fest, mit deren Hilfe Organisationen ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungen messen können. Zielsetzung ist die Förderung von Transparenz und die Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsberichten. HEISSVERLÖSEVERFAHRENDas Heißverlöseverfahren ist ein in der Kaliproduktion angewendetes Produktionsverfahren, das auf dem temperaturabhängigen Löseverhalten von Mineralien basiert. Die unterschiedlichen Bestandteile werden getrennt, weil die Löslichkeit von Steinsalz unabhängig von der Wassertemperatur gleichbleibend gut ist und die von Kaliumchlorid mit der Temperatur ansteigt. INTEGRATED REPORTINGDie integrierte Berichterstattung (Integrated Reporting) ist ein ganzheitliches Konzept, das die klassische Finanzberichterstattung mit nicht-finanziellen Berichtselementen verbindet. Das Geschäftsmodell des Unternehmens und seine Strategie sollen im Mittelpunkt stehen. Ziel ist eine Berichterstattung, in der die Bedürfnisse aller Stakeholder Berücksichtigung finden. Die Absicht ist, u. a. die Wechselbeziehungen zwischen Umwelt-, sozialen, Governance- und finanziellen Faktoren von Entscheidungen widerzuspiegeln, die die langfristige Erfolgslage und Verfassung beeinflussen, indem die Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und ökonomischen Werten verdeutlicht wird. KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE (KKF)Die KKF (KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE) ist ein neues Verfahren zur Kaligewinnung, durch das die Salzabwassermenge deutlich reduziert und zugleich die Wertstoffausbeute erhöht wird. Unter Einsatz von Wärmeenergie wird Wasser verdampft. Dadurch kristallisiert ein Salzgemisch, welches unter anderem Kainit - ein kalium-/ magnesiumhaltiges Salz - enthält. Der Kainit wird dann mithilfe eines Sortierverfahrens (Flotation) abgetrennt und anschließend zur Kaliumsulfat-Produktion verwendet. KALIUMCHLORIDKaliumchlorid (KCl) ist ein Kaliumsalz, das als Pflanzennährstoff in Düngemitteln Verwendung findet. Darüber hinaus ist es der Ausgangsrohstoff für sämtliche anorganische und organische Kaliumverbindungen. KALIUMSULFAT (SOP)Kaliumsulfat dient als Düngemittel. Die Herstellung von Kaliumsulfat kann aus bergmännisch gewonnenen, mineralischen Rohstoffen erfolgen sowie mittels eines chemischen Prozesses durch die Reaktion von Kaliumchlorid mit Schwefelsäure. KAPITALKOSTENAuch WACC (Weighted Average Cost of Capital); bezeichnet die Kosten für das zur Verfügung gestellte Kapital, also die Opportunitätskosten, die Eigen- und/oder Fremdkapitalgebern durch das dem Unternehmen zur Verfügung gestellte Kapital entstehen. Der gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz ergibt sich als Summe des Verzinsungsanspruchs der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert. KAVERNEEine Kaverne ist eine im Bergbau verwendete Bezeichnung für einen größeren, künstlich geschaffenen Hohlraum unter Tage. KIESERITMg[SO 4 ]-H 2 O, Kieserit ist ein mineralischer Bestandteil von Rohsalz, der sich aus den wasserlöslichen Mineralien Magnesium und Schwefel zusammensetzt. Chemisch gesehen ist es wasserhaltiges Magnesiumsulfat. Kieserit dient als Ausgangsrohstoff für die Herstellung von Pflanzennährstoffen. KOHLENSTOFFDIOXIDKohlenstoffdioxid (CO 2 ) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Es entsteht u. a. bei der Verbrennung von kohlestoffhaltigen Brennstoffen bzw. fossilen Energieträgern. KRAFT-WÄRME-KOPPLUNGKraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist eine Technik, die es ermöglicht, neben der Stromproduktion auch Nutzwärme zu erzeugen. Gegenüber getrennten Produktionsanlagen nutzen KWK-Anlagen den eingesetzten Brennstoff, z. B. Erdgas, effizienter. Die in dem Kopplungsprozess entstandene Wärme steht in Form von warmem Wasser oder unter Hochdruck stehendem Dampf zur Verfügung. MEHRNÄHRSTOFFDÜNGERMehrnährstoffdünger enthalten mehr als einen Nährstoff, i. d. R. Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie - je nach Bedarf und Anwendung - Magnesium, Schwefel oder auch Spurenelemente. Durch die Zusammenführung der Rohstoffe im Produktionsprozess und die anschließende Granulierung enthält jedes einzelne Düngerkorn stets die exakt gleiche Nährstoffzusammensetzung, wodurch eine gleichmäßige Ausbringung der Nährstoffe auf dem Feld sichergestellt wird. MISCHDÜNGERANLAGENIn Mischdüngeranlagen (Bulk Blender) werden verschiedene Nährstoffe zusammengeführt. NATRIUMCHLORIDNatriumchlorid (NaCl) bzw. Kochsalz ist ein kristallines Mineral, welches aus Steinsalz und Meersalz gewonnen wird. Als Speisesalz ist Natriumchlorid für den menschlichen Organismus ein unverzichtbarer Mineralstofflieferant. Auch für die Sicherheit im Straßenverkehr und als wichtiger Bestandteil für die Produktion von Glas, Papier und Kunststoff wird Natriumchlorid verwendet. OECD-LEITSÄTZE FÜR MULTINATIONALE UNTERNEHMENDie OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen sind Empfehlungen von Regierungen an die multinationalen Unternehmen, die in oder von den Teilnehmerstaaten aus operieren. Sie enthalten nicht rechtsverbindliche Grundsätze und Maßstäbe in den Bereichen Grundpflichten, Informationspolitik, Menschenrechte, Beschäftigungspolitik, Umweltschutz, Korruptionsbekämpfung, Verbraucherinteressen, Wissenschaft und Technologie, Wettbewerb und Besteuerung. OPERATIVE, ANTIZIPATIVE SICHERUNGSGESCHÄFTEZur Sicherung künftiger Währungspositionen (im Wesentlichen us Dollar) setzen wir operative Derivate in der Form von Optionen sowie Termingeschäften ein (s. auch Transaktionsrisiko). PADSZum typischen Solungsbergbau gehören Solfelder und Aufbereitungsanlagen. Ein Solfeld selbst ist in Bohrplätze, sogenannten Pads, organisiert. Diese sind über unterirdische Rohrleitungen mit der Auftereitungsanlage verbunden. Jeder Bohrplatz hat eine Fläche von ca. 100 x 100 m, auf welchem die Bohrungen durchgeführt werden. Zur anschließenden Solung benötigt man weitere Infrastruktur wie z. B. Speichertanks und Gebäude zur Verteilung der ein- und ausgehenden Flüssigkeiten. PLANFESTSTELLUNGSVERFAHRENDas Planfeststellungsverfahren ist ein Genehmigungsverfahren für definierte Bauprojekte/Infrastrukturmaßnahmen mit dem Ziel, einen Planfeststellungsbeschluss zu erreichen. Dieser Beschluss stellt als Verwaltungsakt eine Baugenehmigung mit Konzentrationswirkung dar. Dabei schließt also eine Genehmigung mehrere andere mit ein. Der Ablauf des Verfahrens ist in Deutschland im Verwaltungsverfahrensgesetz festgeschrieben. Das Verfahren beinhaltet immer eine Beteiligung der festgestellten Betroffenen mit einer Anhörung und Abwägung ihrer Belange. PLATTENDOLOMIT (LEINE-KARBONAT)Das Leine-Karbonat (Plattendolomit) befindet sich über den Salzvorkommen im Werrarevier in ca. 400 bis 500 Meter Tiefe und wird durch Tonschichten beidseitig abgedeckt. Es ist ca. 10 Meter mächtig und besteht aus Kalk und Dolomitstein, der bereits natürlich mineralisiertes Wasser enthält. RATINGRatingagenturen vergeben Einschätzungen (Ratings) der Fähigkeit eines Unternehmens, zukünftig seine Zins- sowie Tilgungsverbindlichkeiten termingerecht zu erfüllen, in Form standardisierter Einstufungen. RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE)Return on Capital Employed (ROCE) ist die Rendite auf das eingesetzte Kapital. SIEDESALZDie Herstellung von Siedesalz erfolgt durch Eindampfung gesättigter Sole, wobei das Natriumchlorid auskristallisiert wird. SOLARSALZFür die Herstellung von Solarsalz wird Meerwasser durch große, offene Verdunstungsbecken geleitet. Nach mehreren Monaten der Sonneneinstrahlung kristallisiert das Salz in den Endbecken aus. SOLESole ist eine wässrige Steinsalzlösung. Natürliche Sole wird durch Anbohrung unterirdischer Solevorkommen oder durch kontrollierte Bohrlochsolung gewonnen oder durch Auflösen von bergmännisch gewonnenem Steinsalz hergestellt. SOLUNGSBERGBAUBeim Solungsbergbau (Solution Mining) wird durch ein Bohrloch Frischwasser in lösefähiges (Salz-)Gestein eingebracht, wodurch mit Wasser-Salz-Lösung gefüllte Kammern, sogenannte Kavernen, entstehen. Anschließend wird die gesättigte Sole über eine weitere Rohrleitung an die Erdoberfläche gefördert. STAKEHOLDERStakeholder sind Anspruchsgruppen im Umfeld oder innerhalb einer Organisation, die von den unternehmerischen Tätigkeiten gegenwärtig oder in Zukunft direkt oder indirekt betroffen sind und somit in einer Wechselbeziehung stehen. Zu ihnen zählen u. a. Mitarbeiter, Kunden, Investoren, Lieferanten, Anwohner oder die Politik. SYNTHETISCHES MAGNESIUMSULFAT (SMS)Das synthetische Magnesiumsulfat ist wasserlöslich und hat unter anderem einen positiven Einfluss auf Wurzelentwicklung, Wasseraufnahme, Ertrag und Qualitätsparameter der Pflanzen. TAGEBAUUnter Tagebau wird eine oberflächennahe Abbauform für mineralische Rohstoffe verstanden. Im Gegensatz zu anderen Bergbauformen entstehen dabei keine unterirdischen Stollen oder Schächte. TRANSAKTIONSRISIKOEin Transaktionsrisiko ist ein Währungsrisiko, dass bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer Fremdwährung entstehen kann, wenn eine Transaktion in Fremdwährung in die Konzernwährung umgetauscht werden soll, und ist somit ein zahlungswirksames Risiko. TRANSLATIONSRISIKOEin Translationsrisiko ist ein Währungsrisiko, dass aus der Umrechnung von Ergebnis-, Cashflow- oder Bilanzpositionen zu unterschiedlichen Perioden bzw. Stichtagen, die in einer anderen Währung als der Konzernwährung anfallen, entstehen kann. Es handelt sich somit um ein nicht zahlungswirksames Risiko. TREIBHAUSGAS-PROTOKOLL/GREENHOUSE GAS (GHG) PROTOCOLDas Treibhausgas-Protokoll ist ein Instrument zur Berechnung und zum Management von Treibhausgasemissionen von Unternehmen und Organisationen. Es umfasst direkte Emissionen der unternehmerischen Kernbereiche (Scope 1), indirekte Emissionen aus dem Verbrauch von zugekauftem Strom, Wärme und Dampf (Scope 2) sowie indirekte Emissionen, die der Unternehmenstätigkeit vorgelagert oder nachgelagert sind (Scope 3). Um das globale Erwärmungs-Potenzial unterschiedlicher Treibhausgase zu vergleichen, wird jedes Treibhausgas in CO 2 -Äquivalente umgerechnet. Dabei hat ein C02-Äquivalent das gleiche globale Erwärmungspotenzial wie eine Einheit CO 2 -Emissionen. UNITED NATIONS GLOBAL COMPACTDer Global Compact der Vereinten Nationen ist eine freiwillige strategische Initiative für Unternehmen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung und gesellschaftlichen Engagements. Die beteiligten Unternehmen erkennen die zehn universellen Prinzipien des Global Compact aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung an. UNTERNEHMENSWERTDer Unternehmenswert (Enterprise Value) ist eine häufig verwendete Kennzahl zur Ermittlung des Unternehmenswerts. Er wird häufig zu anderen Kennzahlen (z. B. Umsatz, EBIT) in Relation gesetzt. VALUE ADDED(Mehrwert) Diese Kennzahl basiert auf dem Ansatz, dass ein Unternehmen dann einen Mehrwert für den Investor schafft, wenn die Rendite auf das durchschnittlich gebundene Kapital die zugrunde liegenden Kapitalkosten übersteigt. Multipliziert man diese Überrendite mit dem durchschnittlich gebundenen Kapital (Jahresdurchschnitt des operativen Anlagevermögens + Working Capital), ergibt sich der im Berichtsjahr geschaffene Mehrwert des Unternehmens. WASSERENTHÄRTUNGSSALZEWasserenthärtungssalze entfernen Härtebildner wie Kalzium und Magnesium durch ein Ionenaustauschverfahren aus dem Wasser. Weiches Wasser ist für zahlreiche industrielle Prozesse, aber auch in privaten Haushalten erforderlich bzw. vorteilhaft. FINANZKALENDER, ONLINE-SERVICE, IMPRESSUMFINANZKALENDERTERMINE
ONLINE-SERVICEGeschäftsbericht als PDFwww.k-plus-s.com/gb2017 Hauptversammlungwww.k-plus-s.com/hv Weitere Publikationenwww.k-plus-s.com/publikationen IMPRESSUMHerausgeberK+S AKTIENGESELLSCHAFT Bertha-von-Suttner-Str. 7 34131 Kassel www.k-plus-s.com Sitz der Gesellschaft: Kassel Handelsregister: Kassel HRB 2669 Redaktion/TextK+S Investor Relations K+S Legal, GRC, Corporate Secretary Konzeption und GestaltungHEISTERS & PARTNER, Corporate & Brand Communication, Mainz FotografieRegina Recht, München; Oscar Van De Beek, Baarn; K+S AKTIENGESELLSCHAFT; Thomas Lohnes/AFP; Monty Rakusen/Cultura/Getty Images; istock.com/RelaxFoto.de; istock.com/vm LithografieGOLD GMBH, München DruckEBERL PRINT GMBH, Immenstadt KontaktK+S AKTIENGESELLSCHAFT Investor Relations Tel.: 0561/9301-1100 Fax: 0561/9301-2425 E-Mail: investor-relations@k-plus-s.com Internet: www.k-plus-s.com/de/ir Governance, Risk, Compliance Nachhaltigkeit Tel.: 0561/9301-1218 E-Mail: sustainability@k-plus-s.com Internet: www.k-plus-s.com/nachhaltigkeit Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich. © Copyright K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, Deutschland. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers und mit Textverweis "K+S AKTIENGESELLSCHAFT". Druckfehler und Irrtümer vorbehalten. Mit dem FSC®-Warenzeichen werden Holzprodukte ausgezeichnet, die aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen, unabhängig zertifiziert nach den strengen Richtlinien des Forest Stewardship Council®. K+S AKTIENGESELLSCHAFT BERTHA-VON-SUTTNER-STRASSE 7 34131 KASSEL WWW.K-PLUS-S.COM |
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