SC Johnson Professional GmbH

Girmesgath 5, 47803 Krefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 15226
Vorher
Blitz D13-eins-sieben-null GmbHDEB-Stoko Europe GmbHDeb-STOKO Europe GmbH
Eingetragen
28.10.2013
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und ReinigungsmittelnGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung, der Einkauf, Marketing und der Vertrieb sowie Import und Export von chemischen Substanzen, insbesondere von Körperreinigungs- und Körperpflegemitteln sowie entsprechenden Pflegeserien oder darauf bezogener Dienstleistung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Kurt Sauer
seit 15.10.2025
Prokura
Christopher Wicher
seit 1.9.2025
Geschäftsführer
Benjamin Roth
seit 19.8.2021
Geschäftsführer
André Cybalski
seit 28.3.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
SC Johnson Professional B.V.NLD
96.59%
DEB Holdings LimitedGBR
3.41%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SC Johnson Professional B.V.
Netherlands
24.147 €
96.59%
DEB Holdings Limited
United Kingdom
853 €
3.41%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SC Johnson Professional GmbH

Krefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SC Johnson Professional GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SC Johnson Professional GmbH, Krefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SC Johnson Professional GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 9. Dezember 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rees, Wirtschaftsprüfer

Tran, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. Juni 2024

Aktiva

30.06.2024 30.06.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 742.287,47 967.900,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.854,58 7.709,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.202,69 14.858,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.572,08 44.422,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 88.307,67
116.629,35 155.298,48
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.446,73 8.446,73
8.446,73 8.446,73
867.363,55 1.131.645,39
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Handelswaren 1.886.839,28 2.195.189,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.566.742,71 2.998.523,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.124.304,47 19.652.269,62
3. Sonstige Vermögensgegenstände 154.246,24 155.016,50
25.845.293,42 22.805.810,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.023.120,29 1.530.764,69
28.755.252,99 26.531.763,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 114.371,04 64.710,80
- 29.736.987,58 27.728.120,01

Passiva

30.06.2024 30.06.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 3.904.798,72 3.904.798,72
III. Verlustvortrag -1.000.034,42 -4.723.149,70
IV. Jahresüberschuss 2.797.150,47 3.723.115,28
5.726.914,77 2.929.764,30
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.114.800,49 13.962.017,58
2. Steuerrückstellungen 778.023,75 1.765.739,45
3. Sonstige Rückstellungen 3.909.851,22 4.121.934,12
18.802.675,46 19.849.691,15
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 491.761,96 356.470,11
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 3.346.597,97 2.926.124,92
3. Sonstige Verbindlichkeiten 583.621,21 720.907,65
davon aus Steuern EUR 232.295,61 (Vj. TEUR 337)
4.421.981,14 4.003.502,68
D. Rechnungsabgrenzungsposten 785.416,21 945.161,88
29.736.987,58 27.728.120,01

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023/2024

2022/2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 36.632.668,68 34.583.698,28
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 17.982.500,99 16.343.051,54
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 18.650.167,69 18.240.646,74
4. Vertriebskosten 10.442.388,96 11.042.994,51
5. Allgemeine Verwaltungskosten 4.488.337,01 4.962.178,57
6. Sonstige betriebliche Erträge 523.528,06 3.094.345,44
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 412.733,63 1.567.346,57
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 96.276,84 (Vj. TEUR 119)
14.819.931,54 14.478.174,21
8. Zinsen und ähnliche Erträge 758.630,75 316.454,72
davon von verbundenen Unternehmen EUR 745.748,87 (Vj. TEUR 316)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 245.998,00 238.122,63
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 245.998,00 (Vj. TEUR 237)
512.632,75 78.332,09
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.546.237,04 119.671,41
11. Ergebnis nach Steuern 2.796.631,86 3.721.133,21
12. Erträge aus sonstigen Steuern -518,61 -1.982,07
13. Jahresüberschuss 2.797.150,47 3.723.115,28

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. Allgemeine Angaben

SC Johnson Professional GmbH, Krefeld, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gewählt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist seit dem 12. September 2018 unter der Firma SC Johnson Professional GmbH mit Sitz in Krefeld im Handelsregister des Registergerichts Krefeld unter der Nummer HR B 15226 eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die mit Kaufvertrag vom 19. März 2014 (wirtschaftlicher Übergang 2. Juni 2014) von der Evonik erworbenen Vermögensgegenstände wurden mit den entsprechenden Zeitwerten, die gleichzeitig auch die Anschaffungskosten der Gesellschaft sind, bilanziert. Die übernommenen Verpflichtungen und Verbindlichkeiten sind dabei mit ihren Zeitwerten in die Kaufpreisermittlung eingeflossen, die Personalverpflichtungen jedoch mit den Werten nach § 253 Abs. 1 S. 2, Abs. 2 HGB angesetzt worden. Der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert, Kundenstamm und passiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Geschäftsjahr 2019/2020 auf null Euro abgeschrieben und ausgebucht. Die Geschäftsführung geht unverändert von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

Aktiva

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Umlaufvermögen

Die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Ausfallrisiken wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nominalbeträgen bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die vor dem Stichtag angefallen sind und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Passiva

Die im Rahmen des Asset Deals vom 19. März 2014 (siehe oben) übernommenen Verpflichtungen und Verbindlichkeiten sind mit ihren Zeitwerten in die Kaufpreisermittlung eingeflossen, die Personalverpflichtungen wurden jedoch mit den Werten nach § 253 Abs. 1 S. 2 i.V.m. Abs. 2 HGB angesetzt. Der sich hieraus ergebende passive Rechnungsabgrenzungsposten ergibt sich insbesondere aus der Differenz in den Zinssätzen zur Bewertung der Personalverpflichtungen zwischen Zeitwert und bilanzieller Bewertung. Er wird nach Maßgabe der realisierten Zinsdifferenz analog zu § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB über 15 Jahre aufgelöst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit einem Rechnungszins von 1,84 % (Vj. 1,80 %) unter Annahme einer Einkommensdynamik von 2,50 % (Vj. 2,50 %) mit Zuhilfenahme des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,25 % (Vj. 2,25 %) berücksichtigt. Der Rechnungszins von 1,84 % (Vj. 1,80 %) entspricht dem zum 30. Juni 2023 ermittelten 10-jährigen Durchschnittszins mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß der im Februar 2016 beschlossenen Neufassung des § 253 Abs. 2 HGB. Es wurden die "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Die Steuerrückstellung und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Beträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ihre Erfüllung notwendig sind.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung von Bilanzpositionen in Fremdwährung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon- Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024 wird in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Beteiligungen sind diese nach § 286 Absatz 3 Nr. 1 HGB nicht aufgeführt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 22.124 (Vj. TEUR 19.652) betreffen im Wesentlichen das Cash-Pooling. Hier werden alle Geschäfte zwischen den verbundenen Unternehmen im Konzern abgewickelt und durch die Treasury Abteilung gesteuert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 783 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vj. TEUR 600).

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum Bilanzstichtag 30. Juni 2024 aufgrund des erzielten Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 2.797 gestiegen und beträgt TEUR 5.727 (Vj. TEUR 2.930).

Rückstellungen für Pensionen

Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung beträgt bei einem 7-jährigen Durchschnittszins von 1,86 % (Vj. 1,57 %) TEUR 13.401. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beläuft sich auf TEUR 0 (Vj. TEUR 659).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 1.015), Personalrückstellungen (TEUR 986), Rückstellungen für Kundenrabatte (TEUR 899), Rückstellungen für Lizenzgebühren (TEUR 704) sowie für Restrukturierungskosten (TEUR 306).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 3.347 (Vj. TEUR 2.926) Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung. Davon bestehen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die Verbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind nicht besichert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wird nach Maßgabe der realisierten Zinsdifferenz analog zu § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB über 15 Jahre aufgelöst (siehe oben).

Latente Steuern

Zum Stichtag ergibt sich ein Überhang von aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen beim Geschäfts- oder Firmenwert, bei Pensionsrückstellungen und aus Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Dabei wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von insgesamt 32,625 % für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zugrunde gelegt. In Anwendung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB setzt die Gesellschaft keine aktiven latenten Steuern an.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2024 2023
TEUR TEUR
Erlöse Inland 21.952 21.274
Erlöse EU 13.030 12.225
Erlöse Ausland 1.651 1.085
Gesamt 36.633 34.584

Der Materialaufwand nach dem Gesamtkostenverfahren beträgt im Geschäftsjahr TEUR 17.983 (Vj. TEUR 17.717). Dieser setzt sich zusammen aus Aufwendungen für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (TEUR 18.226, Vj. TEUR 16.336) sowie aus Aufwendungen für bezogene Leistungen (TEUR -243, Vj. TEUR 1.381).

Der Personalaufwand nach dem Gesamtkostenverfahren betrug im Geschäftsjahr TEUR 4.514 (Vj. TEUR 4.732). Davon entfielen auf Löhne und Gehälter TEUR 3.904 (Vj. TEUR 3.671) sowie auf Sozialversicherungsaufwendungen und Altersversorgung TEUR 610 (Vj. TEUR 1.061).

Die nachfolgenden Angaben basieren auf dem Umsatzkostenverfahren:

Die Vertriebskosten betragen TEUR 10.442 (Vj. TEUR 11.043). Diese beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Löhne und Gehälter TEUR 4.464 (Vj. TEUR 2.707), Transport- und Frachtkosten TEUR 2.833 (Vj. TEUR 1.343), Aufwendungen für Gebühren/Delkredere TEUR 1.476 (Vj. TEUR 2.081) sowie Aufwendungen für Sozialversicherungen und Altersversorgung TEUR 422 (Vj. TEUR 505) und Kostenweiterbelastungen aus den Niederlanden, Belgien und Polen TEUR 1.002 (Vj. TEUR 1.234).

Die allgemeinen Verwaltungskosten betragen TEUR 4.488 (Vj. TEUR 4.962). Wesentliche Bestandteile sind Management Fees TEUR 1.855 (Vj. TEUR 1.871), Aufwendungen für Sozialversicherung und Altersaufwendung TEUR 362 (Vj. TEUR 637), Löhne und Gehälter TEUR 1.197 (Vj. TEUR 965), Aufwendungen für Mieten TEUR 315 (Vj. TEUR 378) sowie Abschreibungen von Anlagevermögen TEUR 264 (Vj. TEUR 187).

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf TEUR 524 (Vj. TEUR 3.094) und beinhalten im Wesentlichen TEUR 160 aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens und TEUR 251 periodenfremde Erträge aus der teilweisen Auflösung der Rückstellung für Restrukturierungskosten und TEUR 101 aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf TEUR 413 (Vj. TEUR 1.567). Diese beinhalten Aufwendungen für Abfindungen i.H.v. TEUR 175, Fremdwährungsbewertung i.H.v. TEUR 81, die Amortisierung immaterieller Vermögensgegenstände TEUR 86 und Kostenweiterbelastungen i.H.v. TEUR 70.

5. Sonstige Angaben

Abschlussprüferhonorar

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 85
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0
Gesamtsumme 85

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Jahre [TEUR]
< 1 zwischen 1-5 > 5
Mietverträge 289 0 0
Kfz-Leasing & 662 576 0
sonstige Verträge
Gesamtsumme 951 576 0

Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Außerbilanzielle Geschäfte

Während des Geschäftsjahres hat es keine außerbilanziellen Geschäfte gegeben, deren Risiken und Vorteile wesentlich sowie deren Offenlegung für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens erforderlich sind.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der S.C. Johnson & Son, Inc., Racine, USA, (S.C. Johnson) sowie deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der S.C. Johnson für den größten Kreis und in den der SCJ UK FINCO Ltd, Camberley, UK, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen ist am Sitz der S.C. Johnson & Son, Inc., Racine, USA, erhältlich. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen ist am Sitz der SC Johnson Professional Group Ltd., Denby, UK, erhältlich.

Arbeitnehmerzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt:

Angestellte 42
Gewerbliche Mitarbeiter 0
Gesamt 42

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB haben zum Bilanzstichtag nicht bestanden.

Geschäftsleitung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023/2024 bestellt:

Frank Küsters, Managing Director, Tönisvorst/ Deutschland

Benjamin Roth, European Finance Director SC Johnson Professional Limited, Denby/ UK

Unter Anwendung des Wahlrechts nach § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung, da lediglich der deutsche Geschäftsführer Bezüge der Gesellschaft erhalten hat.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023/2024 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.723 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Krefeld, den 9. Dezember 2024

SC Johnson Professional GmbH

Frank Küsters

Benjamin Roth

Entwicklung des Anlagevermögens 2023/2024

Anschaffungskosten
01.07.2023 Umbuchungen 30.06.2024
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.721.862,21 0,00 3.721.862,21
3.721.862,21 0,00 3.721.862,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.037.992,22 0,00 2.037.992,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.404.313,29 0,00 2.404.313,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 997.995,19 88.307,67 1.086.302,86
4. Geleistete Anzahlungen 88.307,67 -88.307,67 0,00
5.528.608,37 0,00 5.528.608,37
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.446,73 0,00 8.446,73
8.446,73 0,00 8.446,73
9.258.917,31 0,00 9.258.917,31
Kumulierte Abschreibungen
01.07.2023 Zugänge 30.06.2024
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.753.962,03 225.612,71 2.979.574,74
2.753.962,03 225.612,71 2.979.574,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.030.283,19 3.854,45 2.034.137,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.389.454,37 3.656,23 2.393.110,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 953.572,33 31.158,45 984.730,78
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
5.373.309,89 38.669,13 5.411.979,02
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
8.127.271,92 264.281,84 8.391.553,76
Buchwerte
30.06.2024 30.06.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 742.287,47 967.900,18
742.287,47 967.900,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.854,58 7.709,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.202,69 14.858,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.572,08 44.422,86
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 88.307,67
116.629,35 155.298,48
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.446,73 8.446,73
8.446,73 8.446,73
867.363,55 1.131.645,39

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

SC Johnson Professional GmbH, Krefeld

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

2.2 Branchenbezogenes Umfeld

2.3 Geschäftsverlauf

2.4 Ertragslage

2.5 Finanz- und Vermögenslage

2.6 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

3.2 Chancenbericht

3.3 Risikobericht

4. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

1. Grundlage des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die SC Johnson Professional GmbH, Krefeld, wurde am 28.10.2013 gegründet. Die Gesellschaft ist auf die Herstellung von Hautpflege- und Desinfektionsprodukten für den gewerblichen Bereich spezialisiert. Der Vertrieb der Produkte erfolgt zum überwiegenden Teil über Zwischenhändler. Darüber hinaus werden auch einige wenige Großkunden aus der Industrie direkt beliefert. Der einzige Produktionsstandort der Gesellschaft befand sich in Krefeld und wurde im 3. Quartal 2019 nach Denby/United Kingdome, verlagert. Seit dem 12. September 2018 firmiert die Gesellschaft unter dem Namen SC Johnson Professional GmbH.

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist Marketing und Vertrieb sowie Im- und Export von Körperreinigungs- und Körperpflegemitteln sowie entsprechenden Pflegeserien oder darauf bezogener Dienstleistungen, Marketing und Vertrieb sowie Im- und Export von professionellen Reinigungs- und Hygieneprodukten.

Darüber hinaus vertreibt die Gesellschaft seit Mitte des Jahres 2020 bekannte Markenprodukte (z. B. WC Ente®, Pronto®) für die Oberflächenreinigung und Hygiene aus dem Sortiment der Konzernmutter SC Johnson & Sons Inc., Racine, Wisconsin/USA, sowie seit Mitte 2022 AUTAN® zum Schutz vor Insekten ebenfalls aus dem Sortiment der Konzernmutter.

Die Verlagerung der Produktionsstätte von Krefeld an den Standort Denby/ United Kingdom wurde im Oktober 2019 abgeschlossen. Seitdem bezieht die Gesellschaft den Großteil Ihrer Ware von dem Standort Denby.

1.2 Forschung und Entwicklung

Forschung & Entwicklung sowie Marketing arbeiten kontinuierlich weiter an einer Optimierung des Portfolios im Hautschutzbereich, um den Kunden eine klarere Entscheidungsgrundlage bei der Auswahl der geeigneten Produkte zu geben. Ein Hauptaugenmerk der auf gruppenebene stattfindenden Entwicklung gilt den Segmenten Oberflächenreinigung und -hygiene. Zudem wird die Markteinführung einiger aus dem B2C Bereich bekannter Produkte der Konzernschwester ECOVER, Malle/Belgien, (z. B Spülmittel und Waschmittel) vorbereitet.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Nach dem Abwärtstrend in 2023 kann die Wirtschaft auch im Jahresverlauf 2024 nicht signifikant an Fahrt gewinnen. Deutschland konnte zwar die Wohlstandsverluste aus der Pandemie wieder ausgleichen, stagniert seitdem aber mehr oder weniger auf demselben gesamtwirtschaftlichen Niveau wie in den späten 2010er Jahren. 1

Der private Verbrauch bleibt schleppend und die Investitionen im Jahr 2024 leisten weiterhin einen "negativen Beitrag zum Wirtschaftswachstum" bei. Gleichzeitig wirkt sich die schwache Auslandsnachfrage nach Kapital und Vorleistungsgütern auf die deutschen Exporte aus. Insgesamt wird mit einer leichten technischen Rezession des Bruttoinlandsprodukts gerechnet. 2

2.2 Branchenbezogenes Umfeld

Es gibt erste Lichtblicke für die chemisch-pharmazeutische Industrie. Nach einem enttäuschenden Schlussquartal konnten Produktion und Umsatz im ersten Quartal 2024 gesteigert werden. Grund dafür sind eine gestiegene Nachfrage im außereuropäischen Ausland und leere Lager in den Kundenindustrien, die zu einem erhöhten Auftragseingang führten. Allerdings blieb die Industriekonjunktur in Deutschland und Europa insgesamt schwach. In der Chemieindustrie liegen Produktion und preisbereinigte Umsätze immer noch gut 15 Prozent niedriger als vor der Corona-Krise. Eine Trendwende zeichnet sich noch nicht ab. Anders sieht es in der Pharmaindustrie aus: Einem soliden Wachstum von Umsatz und Produktion steht kaum etwas im Wege.

Die Produktion konnte im Vergleich zum schwachen Vorquartal um 6,5 Prozent ausgeweitet werden. Die Kapazitätsauslastung lag mit 78,1 Prozent das zehnte Mal in Folge unter dem langjährigen Durchschnitt. 3

Der Rückwärtsgang bei den Erzeugerpreisen setzte sich im ersten Quartal 2024 mit einem Minus von 0,7 Prozent weiter fort. 4

1 www.bavc.de/downloads/impuls/2024/BAVC-Impuls_06_2024.
2 www.bavc.de/downloads/impuls/2024/BAVC-Impuls_06_2024.
3 Quartalsbericht 1 2024 VCI.
4 Quartalsbericht 1 2024 VCI.

2.3 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023/2024 verlief bezogen auf den Umsatz für die SC Johnson Professional GmbH erfolgreicher als das Geschäftsjahr 2022/2023. Dazu trugen Neukundengewinne im Kernsegment Industrie bei wie auch in den zukunftsorientierten Fokussegmenten Gesundheitswesen und Lieferanten für Büro und Verwaltung. Der Ausrichtung auf diese neuen Marktsegmente haben wir auch durch eine angepasste Struktur des Vertriebsaußendienstes Rechnung getragen.

Wichtiger Treiber des Wachstums sind auch die gemeinschaftlichen Businesspläne mit den wichtigsten Handelspartnern.

2.4 Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Inland TEUR 21.952 (Vj. TEUR 21.274), in der EU TEUR 13.030 (Vj. TEUR 12.225) und im Drittland TEUR 1.651 (Vj. TEUR 1.085). Zum Wachstum beigetragen haben insbesondere eine gute UV Creme Saison im Sommer 2023 sowie eine erhöhte Nachfrage nach den Produkten unserer Muttergesellschaft (z.B. Autan®).

Das im Vorjahr prognostizierte Wachstum im einstelligen Prozentbereich durch Zugewinne in neuen Marktsegmenten wurde wie erwartet erreicht.

Bruttoergebnis vom Umsatz 5 betrug TEUR 18.650 (Vj. TEUR 18.241) und liegt über Vorjahresniveau. Insgesamt beschäftigte das Unternehmen im Jahresdurchschnitt 42 Mitarbeiter.

Die Abschreibungsquote 6 beträgt 31% bei Abschreibungen in 2023/2024 von TEUR 264.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf TEUR 524 (Vj. TEUR 3.094) und beinhalten im Wesentlichen TEUR 160 aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens und TEUR 251 periodenfremde Erträge aus der teilweisen Auflösung der Rückstellung für Restrukturierungskosten und TEUR 101 aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf TEUR 413 (Vj. TEUR 1.567). Diese beinhalten unter anderem Aufwendungen aus Abfindungen (TEUR 175), aus der Fremdwährungsbewertung (TEUR 81), aus der Amortisierung immaterieller Vermögensgegenstände (TEUR 86) und aus Kostenweiterbelastungen (TEUR 70).

5 Bruttoergebnis vom Umsatz = Umsatzerlöse - Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen.
6 Abschreibungsquote = Abschreibungen auf Anlagevermögen/Anlagevermögen * 100 %.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023/2024 von TEUR 2.797 lag unter Vorjahresniveau, bedingt durch die höheren sonstigen betrieblichen Erträgen im Geschäftsjahr 2022/2023. Bereinigt um diese lagen die Ergebnisse innerhalb unserer Erwartungen.

2.5 Finanz- und Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag betrug der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände TEUR 742 (Vj. TEUR 968) und das Sachanlagevermögen betrug verringert um Abschreibungen TEUR 117 (Vj. TEUR 155). Die Investitionsquote 7 lag bei 0% (Vj. 8,9%) bei einer Anlagenintensität des Anlagevermögens 8 von 2,9% (Vj. 4,1%).

Der Forderungsbestand für Lieferungen und Leistungen betrug zum 30. Juni 2024 TEUR 3.567 (Vj. TEUR 2.999). Die Zunahme resultiert aus gestiegenen Umsatzerlösen.

Das Vorratsvermögen sank infolge einer gesunkenen Zahl an Fertigerzeugnissen um TEUR 308 auf TEUR 1.887. Haupttreiber ist hier die Optimierung der Lagerwirtschaft.

Aufgrund erhöhter Bankbestände bei der SC Johnson Professional Holdings BV, Mijdrecht/Niederlande, (Inhouse Cash) stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 19.652 auf TEUR 22.124.

Die Liquidität 1. Grades 9 (11,2%, Vj. 15,5%), die Liquidität 2. Grades 10 (294,9%, Vj. 246,0%) und die Liquidität 3. Grades 11 (315,6%, Vj. 268,2%) entwickelten sich bei einem Working Capital 12 von TEUR 19.645 (Vj. TEUR 16.641) sehr positiv. Die Liquidität des Unternehmens war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses auf TEUR 5.727 (Vj. TEUR 2.930).

Die Pensionsrückstellungen stiegen im Geschäftsjahr um TEUR 153 auf TEUR 14.115 infolge gesunkener Zinssätze.

Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 4.122 auf TEUR 3.910 gesunken. Wesentliche Treiber sind reduzierte ausstehende Rechnungen und geringere Restrukturierungsrückstellungen.

7 Investitionsquote = Investitionen/Anlagevermögen * 100 %.
8 Anlagenintensität des Anlagevermögens = Anlagevermögen/Gesamtvermögen * 100 %.
9 Liquidität 1. Grades = flüssige Mittel/kurzfristige FK* 100 %
10 Liquidität 2. Grades = (flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen)/kurzfristige FK* 100 %
11 Liquidität 3. Grades = (flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen + Vorräte)/kurzfristige FK* 100 %
12 Working Capital = Umlaufvermögen - kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum 30. Juni 2024 TEUR 492 (Vj. TEUR 356). Die Erhöhung ist stichtagsbedingt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken infolge geringerer Steuerverbindlichkeiten um TEUR 137 auf TEUR 584.

Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 2.009 auf TEUR 29.737 erhöht.

2.6 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Die Umsatzerlöse als ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator der SC Johnson Professional GmbH sind im Geschäftsjahr 2023/2024 gegenüber dem Vorjahr um 5,9% gestiegen und lagen somit leicht über unseren Erwartungen.

Wachstumsgründe sind u.a. Neukunden in der Industrie und im Gesundheitswesen in Deutschland sowie Umsätze mit den Produkten von SC Johnson & Sons Inc. im ost- und südosteuropäischen Ausland.

Die strategische Ausrichtung auf die Segmente, Industrie, Gesundheitswesen und Verwaltung bildet eine sichere Grundlage für weiteres zukünftiges Wachstum.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Weiterhin wollen wir neben der Belieferung unserer klassischen Zielgruppen wie Industrie auch die neuen Zielgruppen verstärkt ausbauen. Hierzu gehört insbesondere das Gesundheitswesen (z. B. Alten- und Pflegeheime) sowie Speziallieferanten für Büro und Verwaltung.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 rechnen wir mit einer Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem aktuellen Geschäftsjahr, die in erster Linie auf die Zugewinne in neuen Marktsegmenten sowie eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage in der Industrie zurückzuführen sein wird.

Außerdem fokussieren wir uns auf die strategische Neuerschließung des bislang nur wenig betreuten italienischen Marktes. Zudem erwarten wir in Benelux und in einigen Ländern Osteuropas Neugeschäfte durch die Umstellung von Endkunden, die in der Vergangenheit Produkte des amerikanischen Wettbewerbers GOJO eingesetzt haben, der sich aus dem europäischen Markt zurückgezogen hat.

Grundsätzlich erwarten wir in den kommenden Jahren nachhaltig positive operative Ergebnisse, im einstelligen Prozentwachstum. Wir werden die Geschäfte eigenständig innerhalb des SC Johnson Konzerns fortführen. Grundsätzlich erwarten wir in den kommenden Jahren nachhaltig positive operative Ergebnisse, im einstelligen Prozentwachstum. Wir werden die Geschäfte eigenständig innerhalb des SC Johnson Konzerns fortführen. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024/2025 ein vergleichbares Jahresergebnis wie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024, bereinigt um periodenfremde Erträge.

3.2 Chancenbericht

Maßgebliches Ziel der SC Johnson Professional GmbH bleibt nachhaltiges und profitables Wachstum, wobei ein ausgewogenes Verhältnis von Risiken und Chancen angestrebt wird. Mit der geplanten Erweiterung unseres Produktportfolios um die ECOVER-Produkte, einer marktorientierten Neuausrichtung der internationalen Marketingorganisation sowie einer angepassten Neuaufstellung des Vertriebs nach Marktsegmenten ist die Gesellschaft für die Zukunft gut aufgestellt. Außerdem erwarten wir durch die im Frühjahr 2024 erfolgte Verlagerung von administrativen Aufgaben in das Shared Service Center in Frimley, UK, Effizienzsteigerungen.

Der Konzern arbeitet mit unvermindert großem Engagement an nachhaltigen Konzepten für umweltfreundlichere und klimaneutralere Produkte und Verpackungen.

Wir setzen weiterhin auf die strategische Zusammenarbeit mit ausgewählten Handelspartnern und wollen diese auch auf neue Marktsegmente ausweiten.

Durch Nutzung des globalen Produktions- und Vertriebsnetzes des SC Johnson Konzerns sehen wir uns für den weltweiten Wettbewerb gerüstet; eine aus unserer Sicht hohe Innovationskraft und eine umfassende Angebotspalette bieten hierfür eine ideale Basis. Eine moderate Entwicklung der operativen Kosten sowie ein stabiles gesamtwirtschaftliches Umfeld bilden die Grundlage für weiteres, kontinuierliches Wachstum der SC Johnson Professional GmbH.

3.3 Risikobericht

Im Folgenden werden die Risiken nach absteigender Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt.

Absatz- und Marktrisiken

Der Vertrieb erfolgt im Wesentlichen über Großhändler und nur in geringem Umfang durch den Direktvertrieb. Diesem Risiko einer Abnehmerkonzentration wird durch eine Diversifikation der Vertriebswege und der Produktvielfalt entgegengewirkt.

Personalrisiken

Wir stehen am Unternehmensstandort Krefeld in einem starken Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Darüber hinaus führt in einigen Jahren der demografische Wandel zu einem Anstieg des Durchschnittsalters der Belegschaft sowie zu einem schrumpfenden Pool an Fachkräften. Die SC Johnson Professional GmbH begegnet den Risiken mit umfangreichen Personalmanagement-Aktivitäten, um die Attraktivität als Arbeitgeber für Fach- und Führungskräfte aufrecht zu halten und den Bekanntheitsgrad der Unternehmensgruppe weiter zu steigern. Dazu zählen z.B. ansprechende Vergütungssysteme, umfangreiche Angebote in den Bereichen Weiterbildung und Gesundheitsförderung sowie Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens. Zudem plant der Konzern auch für den Standort Krefeld Maßnahmen im Rahmen des globalen "Great Place to work"-Programms. Die Mitarbeiterzufriedenheit stellt auch einen nicht-finanziellen Leistungsindikator dar.

Logistikrisiken

Aus den selbst gesetzten Zielen hinsichtlich Kundenzufriedenheit und Lieferperformance ergeben sich operative Risiken innerhalb unserer Logistikkette. Die SC Johnson Professional GmbH begegnet den Logistikrisiken über verschiedene Maßnahmen. Der Betrieb der Distributionszentren der Gruppe wird durch umfangreiche Schutzmechanismen wie z.B. redundante Auslegung von Systemen, Zutrittskontrollen und Brandmeldeanlagen gewährleistet. Darüber hinaus besteht ein hohes Maß an Transparenz bezüglich der weltweit gelagerten Artikel. Ein zweistufiges Lagerkonzept mit Sicherheitsbeständen für bedeutende Artikelgruppen dient als zusätzliche Maßnahme, den Logistikrisiken zu begegnen und die Liefertreue zu gewährleisten. Darüber hinaus haben wir mit unserem Distributionspartner Kühne + Nagel einen professionellen und erfahrenen Logistikspezialisten an unserer Seite, um die wachsenden Logistikherausforderungen zu optimieren. Kühne + Nagel ist auch der Logistikpartner von SC Johnson in Europa an dem Standort Duisburg Ruhrort mit einem großen Lager, welches wir mit unseren Produkten seit Juli 2017 ebenfalls nutzen.

Bestandsrisiken

Durch die Verlagerung der Produktion der SC Johnson Professional GmbH von Krefeld nach Denby, United Kingdom, in 2019 liegen die Bestandsrisiken im Wesentlichen bei den Verfallsdaten unserer Produkte. Um dieses Risiko zu minimieren führen wir monatliche Forecasts durch, welche die monatlichen sowie Produktgenauen Mengen darstellen. Auch werden regelmäßig Analysen der Bestände auf Ihr mögliches Verfallsrisiko durchgeführt.

Liquiditätsrisiken

Mögliche Liquiditätsengpässe werden im Rahmen der Planungs- und monatlichen Controlling-Prozesse frühzeitig erkannt und gruppenintern gelöst. Hierfür stehen in der Treasury-Abteilung tagesaktuelle Informationen zum Bestand an liquiden Mitteln zur Verfügung. Ziel ist es, dass künftige Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände grundsätzlich aus dem freien Cashflow getätigt werden können. Damit bestehen derzeit keinerlei Liquiditätsrisiken.

Ausfallrisiken

Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnet SC Johnson Professional GmbH durch eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen. Eine fortlaufende Überprüfung der Bonität, einhergehend mit der Festlegung und Überwachung von Kreditlimits sowie die kontinuierliche Überwachung des Forderungsbestandes anhand von Kennzahlen führen zu einer insgesamt sehr niedrigen Ausfallrate in den letzten Jahren. Das Ausfallrisiko schätzen wir aufgrund von Erfahrungswerten in unserer Branche sowie aufgrund der eingerichteten präventiven Maßnahmen als gering ein.

IT-Risiken

Aufgrund des hohen Grades an Vernetzung innerhalb des SC Johnson Konzerns, ist die SC Johnson Professional Group Ltd., Denby/United Kingdom, in hohem Maße von der eingesetzten Informationstechnologie abhängig. Den Risiken wird durch umfangreiche technische Maßnahmen sowie dem Einsatz von IT-Spezialisten des Unternehmens, die Erfahrung von den SC Johnson Spezialisten und externer Berater begegnet. Zudem finden regelmäßig Sicherheitsschulungen für alle Mitarbeiter statt und zentrale Sicherheitsmaßnahmen des Konzerns werden fortlaufend aktualisiert. Gerade durch die Integration in die SC Johnson IT-Architektur wird das Risiko als gering eingeschätzt.

Die im Herbst 2019 in Krefeld eingeführte SAP-Version (S/4HANA) wurde im September 2020 auch in UK und anderen europäischen Standorten eingeführt.

Gesamtrisikoposition

Die Gesamtrisikoposition der SC Johnson Professional GmbH ist aufgrund der Volatilität auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten gering. Aufgrund der aktuell gegebenen Risikotragfähigkeit bestehen zum Abschlussstichtag keine bestandsgefährdenden Risiken und sind als solche für den Prognosezeitraum nicht erkennbar.

4. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

Das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem haben die Aufgabe, bestehende Risiken frühzeitig zu erfassen, zu analysieren und zu bewerten. Die wichtigsten Risiken sind im Risikomanagementsystem detailliert erfasst und bewertet, um intern die notwendige Transparenz zu schaffen und das Risikobewusstsein zu erhöhen. Es erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung zum Stand der Risiken und der eingeleiteten Maßnahmen.

Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken stützen sich die Entscheidungen des Managements auf ein mehrstufiges Risikomanagementkonzept. Dieses umfasst moderne betriebswirtschaftliche Werkzeuge zur Entscheidungshilfe sowie ein zeitnahes Berichtswesen. Die Risikoverantwortlichen der Bereiche ergreifen geeignete Maßnahmen zur operativen Reduzierung von Risiken und deren Eintrittswahrscheinlichkeit und damit zur Absicherung der Wertschöpfungskette.

Aktualisierte Prognosen und eine angemessene Planung lassen rechtzeitig kritische Abweichungen erkennen. Die Überwachung der Risiken und Einhaltung der Maßnahmen wird durch einen kontinuierlichen Controlling-Prozess sichergestellt.

 

Krefeld, den 9. Dezember 2024

SC Johnson Professional GmbH

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