Sun Nuclear GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Linda-Melanie Haase seit 4.4.2024 | Prokura |
Reiner Esser seit 21.6.2021 | Prokura |
Markus Figel seit 9.4.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Mirion Technologies (Global), Ltd. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mirion Medical GmbH (vormals: Mirion Technologies (AWST) GmbH)MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der Mirion Medical GmbH (vormals: Mirion Technologies (AWST) GmbH), MünchenA. Darstellung der Gesellschaft und der Rahmenbedingungen 1. Allgemeines Die Mirion Medical GmbH erbringt Dienstleistungen im Bereich des beruflichen Strahlenschutzes und entwickelt und vertreibt Messgeräte und Dosimeter für den Strahlenschutz. Die Gesellschaft übernahm mit Wirkung zum 1. April 2020 das Geschäft einer Personendosismessstelle nach § 169 StrlSchG im Rahmen eines Asset Deals. Vermögensgegenstände, die übertragen wurden, umfassen Mitarbeiter, Anlagevermögen, Know-how, Verträge und Kundenstamm. Daneben wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 eine Schwestergesellschaft der Mirion Medical GmbH auf die Gesellschaft verschmolzen. Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Alleingesellschafterin Mirion Technologies (Germany) GmbH, München, abgeschlossen und am 23. Juni 2021 im Handelsregister eingetragen. Das Geschäftsjahr 2023 beginnt am 1. Januar 2023 und endet am 31. Dezember 2023. Die Gesellschaft hat sich zum 17. August 2023 umbenannt und den Geschäftssitz verlegt. Name und Anschrift lauten: Mirion Medical GmbH Landsberger Straße 318 80687 München Produktion und Verwaltung wurden in der Folge in 2023 an den neuen Standort verlegt. 2. Leistungsindikatoren Das Unternehmen wird primär über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und adjusted EBITDA gesteuert. Die Kennziffern beruhen auf den für den Mirion-Konzern nach den Regelungen der US-GAAP erstellten Reporting Packages. Die Unterschiede und die Überleitung bezüglich der relevanten Rechnungslegungsvorschriften nach US-GAAP auf HGB stellen sich wie folgt dar: Umsatzerlöse: Die Unterschiede in den Umsatzerlösen beruhen auf der nach den Regelungen der US-GAAP vorgeschriebenen Anwendung der "Percentage of Completion"-Methode im Rahmen der nicht projektbezogenen Umsatzrealisation, während nach den Vorschriften des HGB die "Completed Contract"-Methode Anwendung findet. Die Umsatzerlöse in der Rechnungslegung nach US-GAAP liegen im Geschäftsjahr 2023 bei TEUR 18.419 und entspricht den Erwartungen der Geschäftsführung. Die Umsatzerlöse in der Rechnungslegung nach HGB betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 18.396 und liegen damit erwartungsgemäß über dem Geschäftsjahr 2022. Adjusted EBITDA: Das adjusted EBITDA ist definiert als Jahresergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen, Konzernumlagen sowie der Ergebnisabführungsverpflichtung. Die Unterschiede zwischen HGB und US-GAAP liegen in der Realisierung von Umsatzerlösen. Das adjusted EBITDA betrug zum 31. Dezember 2023 in der Rechnungslegung nach USGAAP TEUR 8.100 (Vj. TEUR 6.124). Es liegt damit stark über dem Niveau des Vorjahres und übertrifft unsere Planung für US-GAAP um 9,08 %. Das adjusted EBITDA in der Rechnungslegung nach HGB betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 7.664 (Vj. TEUR 6.127) und liegt somit wie geplant deutlich über dem Vorjahr. 3. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr beliefen sich die Forschungs- und Entwicklungskosten auf TEUR 72, welche vollständig auf die Entwicklung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände entfallen. Im Geschäftsjahr wurde an der Weiterentwicklung des BeOSL-Systems gearbeitet. 4. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Für die Geschäftsentwicklung sind die gesetzlichen Anforderungen an den Strahlenschutz in Medizin und Industrie ausschlaggebend und weniger die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Auswirkungen der Ukraine/Russland-Krise, steigende Inflationen, steigendes Zinsniveau sowie Lieferkettenprobleme haben dadurch wenig Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. In Deutschland ist der Markt für die Dienstleistungen der Gesellschaft seit 2019 liberalisiert. Neben der Gesellschaft sind drei weitere öffentliche Personendosismessstellen akkreditiert. International konkurriert die Gesellschaft mit einer Vielzahl von Wettbewerbern. Die Nachfrage für Dosimetrieleistungen ist steigend, da im Bereich Medizin zunehmend Technologien eingesetzt werden, die eine Strahlenüberwachung notwendig machen. Zur weiteren Entwicklung verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt D. "Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung" sowie Abschnitt E. "Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick". B. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme in Höhe von TEUR 25.643 ist im Wesentlichen geprägt durch den erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 2.812, Vj. TEUR 3.062) sowie den erworbenen Kundenstamm (TEUR 12.027, Vj. TEUR 13.525), der einen Anteil von 46,9 % (Vj. 50,7 %) an der Bilanzsumme hat. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bis in das Geschäftsjahr 2035 linear und der Kundenstamm bis in das Geschäftsjahr 2037 degressiv abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen besteht vorwiegend aus Maschinen (TEUR 793, Vj. TEUR 951), Dosimetern (TEUR 743, Vj. TEUR 976), Mietereinbauten (TEUR 747, Vj. TEUR 0) sowie sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 227, Vj. TEUR 293) und wird über eine Laufzeit von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Das Working Capital (Umlaufvermögen abzgl. Verbindlichkeiten und Rückstellungen ohne Verbund) beläuft sich auf TEUR 6.207 (Vj. TEUR 6.209). 2. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen über ein auf EURO laufendes Gesellschafterdarlehen (TEUR 20.409, Vj. TEUR 21.513). Dieses wurde im Geschäftsjahr planmäßig getilgt und wird bis zum 8. März 2026 vollständig zurückgeführt. Es wurden darüber hinaus keine Bankfinanzierungen in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft allen ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Die Kassen- und Bankbestände zum 31. Dezember 2023 haben sich um TEUR 214 auf TEUR 1.483 verringert. Investitionen in Höhe von TEUR 1.291 sind im Wesentlichen der Betriebs- und Geschäftsausstattung und den geleisteten Anzahlungen zuzuordnen. 3. Ertragslage Das Geschäftsergebnis in Form des Jahresüberschusses vor Gewinnabführung beträgt TEUR 3.214 (Vj. TEUR 1.176). Die Umsatzerlöse betrugen TEUR 18.396 (Vj. TEUR 14.875). Dabei entfielen TEUR 4.374 (Vj. TEUR 3.276) auf das Produktgeschäft. Die restlichen Umsatzerlöse betreffen das Servicegeschäft. Das Produktgeschäft wird weltweit vermarktet, hingegen realisiert das Servicegeschäft die Umsätze im Wesentlichen in Deutschland. Die Personalaufwandsquote gemessen an den Umsatzerlösen beträgt 27,22 % (Vj. 31,7 %), welche im Rückgang des Personalbestands begründet ist. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen und den erworbenen Kundenstamm betrugen TEUR 2.745 (Vj. TEUR 3.183). Das EBIT beträgt TEUR 4.152 (Vj. TEUR 2.266) und das EBITDA hat sich um TEUR 1.448 von TEUR 5.449 auf TEUR 6.897 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben einen Anteil an den Umsatzerlösen in Höhe von 18,7 % (Vj. 18,4 %) und haben sich um TEUR 705 von TEUR 2.730 im Vorjahr auf TEUR 3.435 erhöht. Der Zinsaufwand in Höhe von TEUR 950 (Vj. TEUR 1.108) resultiert aus dem Gesellschafterdarlehen. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags wird der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.214 an die Muttergesellschaft Mirion Technologies (Germany) GmbH abgeführt. Zur Ergebnisverwendung im Detail wird auf den Anhang der Gesellschaft verwiesen. C. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Insgesamt entsprach der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 sowohl nach US-GAAP als auch nach HGB unseren Erwartungen. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsjahr 2023 zufrieden. D. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Risiken der zukünftigen Entwicklung Finanzwirtschaftliche Risiken Eventuelle Zahlungsausfallrisiken sind aufgrund der hohen Kundenzahl gering und werden bei größeren Projekten durch vertraglich vorgesehene Voraus- und Abschlagszahlungen minimiert. Wettbewerbsrisiken Im europäischen Markt nimmt das Risiko für preisintensiven Wettbewerb bei Dosimetriedienstleistungen zu, welcher sich negativ auf Auftragseingang und Margen auswirken kann. Im Markt für neue Dosimetriesysteme nimmt der Wettbewerb ebenfalls zu. Die Gesellschaft gewichtet die Chancen, größere Projekte in Ausschreibungsverfahren zu gewinnen, regelmäßig neu und baut darauf ihre Umsatzprognosen auf. Sollten sich diese Bewertungen insgesamt als zu optimistisch erweisen, besteht das Risiko, die geplanten Umsätze nicht zu erreichen. Politische Risiken Durch die weitgehende Unabhängigkeit der Geschäftsentwicklung von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, sehen wir keine großen Risiken durch die politische Entwicklung in Deutschland und Europa. Wesentliche gesetzliche Änderungen im Bereich des Strahlenschutzes sind derzeit auf deutscher und europäischer Ebene nicht geplant. Die Entscheidungen der EU zur neuen EU-Taxonomie und die neuen politischen Diskussionen zur Bedeutung der Kernenergie im Rahmen einer unabhängigen europäischen Energieversorgung durch die Ukraine/Russland-Krise bergen sowohl Chancen als auch Risiken für den Produktbereich und den Verkauf von Dosimetriesystemen. Auswirkungen einer möglichen Abschwächung der deutschen Wirtschaft aufgrund der Ukraine/Russland-Krise auf die Gesellschaft sehen wir als gering an. Personalrisiken Der wirtschaftliche Erfolg unserer Gesellschaft wird maßgeblich von der Möglichkeit der Gewinnung und insbesondere vom Erhalt qualifizierter Mitarbeiter geprägt. Das Fehlen von qualifiziertem Personal hätte wesentliche negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Daher wird auf die Förderung und Weiterbildung der Mitarbeiter großen Wert gelegt. Zudem achten wir durch entsprechende organisatorische Maßnahmen, flexible Arbeitszeiten und Gesundheitsmanagement auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter. Beschaffungsrisiken Allgemeine Beschaffungsrisiken betreffen insbesondere den Bereich der Produktionsversorgung. Dies beinhaltet das Risiko von Versorgungsunterbrechungen durch Kapazitätsengpässe bei Lieferanten, mangelnde Qualität der gelieferten Waren, Insolvenzen von Lieferanten sowie anderen Versorgungsunterbrechungen. Wir ordnen dieses Risiko als nicht hoch ein, da wir über eine sorgfältige Lieferantenauswahl eine bestmögliche Diversifikation bezüglich der Beschaffungskanäle gewährleisten. Zusammenfassung der Risikolage Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Einzelrisiken stellen, jeweils isoliert sowie auch konsolidiert betrachtet, aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens dar. Chancen der zukünftigen Entwicklung Unsere Gesellschaft hat die Chance, als Teil des weltweit agierenden Mirion-Konzerns, die Führungsrolle der Expansion im Bereich der Personendosimetrie in Europa zu übernehmen. Dazu strebt die Gesellschaft an, ihre Dienstleistungen auch in anderen Ländern der EU anzubieten und dadurch neue Kunden zu gewinnen und somit die finanziellen Leistungsindikatoren zu steigern. Vor allem im medizinischen Bereich ergeben sich große Chancen für die Gesellschaft. E. Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick In 2024 wird die Standortverlegung mit dem Umzug der am alten Standort verbliebenen Kalibriereinrichtungen zum neuen Standort abgeschlossen werden. Der alte Standort wird nachfolgend vollständig geschlossen. Die geplanten Synergieeffekte und die kosten- und prozessoptimierte Raumplanung am neuen Standort werden in 2024 zu weiteren Kostenreduzierungen und Effizienzsteigungen führen. Im Hinblick auf die Wettbewerbssituation in unserer Industrie ist in den kommenden Jahren ein zunehmender Margendruck zu erwarten. Wir erwarten jedoch, durch den neuen Standort und die dadurch möglichen weitreichenden Effizienzsteigerungen und Prozessoptimierungen, die Ergebnissituation (Umsatzerlöse, adjusted EBITDA) in der Rechnungslegung nach US-GAAP in den nächsten zwölf Monaten gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 wahren zu können. Das adjusted EBITDA und die Umsatzerlöse nach dem HGB für die nächsten zwölf Monate werden ähnlich wie im vergangenen Geschäftsjahr erwartet. Bei der generellen Prognose der künftigen Entwicklung sind wir davon ausgegangen, dass die oben genannten Risiken der zukünftigen Entwicklung die Gesellschaft in den kommenden Geschäftsjahren nicht wesentlich negativ beeinflussen werden.
München, 5. März 2024 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der Mirion Medical GmbH (vormals: Mirion Technologies (AWST) GmbH), München1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der aktuellen handelsrechtlichen Vorschriften des HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft wird im Handelsregister unter der Nummer HRB 250417 beim Amtsgericht München geführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den gemäß § 288 Abs. 2 HGB möglichen Erleichterungen bei den Angaben haben wir teilweise Gebrauch gemacht. In der Vergangenheit hat die Gesellschaft die Dosimetrics GmbH mit Sitz in München (Amtsgericht München HRB 206916) im Rahmen eines "side-stream mergers" rückwirkend auf sich verschmolzen. Dabei wurde die Buchwertfortführung nach § 24 UmwG gewählt. Zwischen der Gesellschaft und ihrer Muttergesellschaft - Mirion Technologies (Germany) GmbH mit dem Sitz in München (Amtsgericht München HRB 215472) - wurde am 10. Juni 2021 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Seit dem Geschäftsjahr 2023 werden die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern nicht mehr unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen, sondern als separater Posten innerhalb der Verbindlichkeiten. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Die ergänzende Anhangsangabe der Vorjahre entfällt damit. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über 15 Jahre linear bis in das Geschäftsjahr 2035 abgeschrieben. Im Gegensatz zu allen übrigen immateriellen Vermögensgegenständen wird der aktivierte Kundenstamm degressiv mit einer Laufzeit von 17 Jahren bis in das Jahr 2037 abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird über eine Laufzeit von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten oder Herstellungskosten maximal EUR 800,00 betragen (GWG), werden im Zeitpunkt der Anschaffung sofort abgeschrieben. Das Vorratsvermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Vorräte werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips nach § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Wertberichtigungen für Preis- und Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Dabei wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen das strenge Niederstwertprinzip nach § 253 Abs. 4 HGB beachtet. Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Kassenbestände sind zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist mit dem Nennwert bewertet und beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Bei der Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet. Die Differenzen zwischen den handelsbilanziellen Wertansätzen und den steuerbilanziellen Wertansätzen werden aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Mirion Technologies (Germany) GmbH, München, auf Ebene des Organträgers berücksichtigt. Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt worden ist. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist mit dem Nennwert bewertet und beinhaltet Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 3. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzposten ist im Anlagenspiegel dargestellt. Im Geschäftsjahr beliefen sich die Forschungs- und Entwicklungskosten auf TEUR 72 (Vj. TEUR 179), welche vollständig auf die Entwicklung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände entfallen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf 15 Jahre linear abgeschrieben, dabei beläuft sich die Abschreibung im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 250. Die Abschreibungsdauer orientiert sich am langjährigen und stabilen Geschäftsmodell. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 231 (Vj. TEUR 120) enthalten, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten - Angabe zur Restlaufzeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus Lieferungen und Leistungen. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung Im Geschäftsjahr wurden Mietverträge als Finance Lease Verträge klassifiziert und daraus Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 137 (Vj. TEUR 143) realisiert. 5. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 56 (Vj. 62) Arbeitnehmer. Geschäftsführung Alleiniger Geschäftsführer ist Markus Figel. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen TEUR 5.122 (Vj. TEUR 1.068). Konzernabschluss sowie kleinster und größter Konsolidierungskreis Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Mirion Technologies (HoldingRep), Ltd., London, Großbritannien, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von einbezogenen Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist unter der Gesellschaftsnummer 09299670 bei der handelsregisterführenden Behörde Companies House, Crown Way, Mandy, Cardiff CF 14 3UZ / Großbritannien, offengelegt. Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Mirion Technologies, Inc., 1218 Menlo Drive, Atlanta, GA 30318, USA, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den größten Kreis von einbezogenen Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der Delaware Secretary of State unter der Registernummer 6910716 eingesehen werden. Ergebnisverwendung Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Mirion Technologies (Germany) GmbH, München (Organträgerin). Dementsprechend wird der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 in voller Höhe an die Organträgerin abgeführt. Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Anlagenspiegel zum 31.12.2023Mirion Technologies (AWST) GmbH
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Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR |
Zugänge-Abgänge-Umbuchungenvom 01.01.2023
bis 31.12.2023
EUR |
Abschreibung-Zuschreibungen vom 01.01.2023 bis
31.12.2023 Geschäftsjahr
EUR |
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR |
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| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 210.235,55 | 71.961,98 | 76.289,09 | 76.289,09 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 19.093.533,56 | 14.000,00 | 1.512.722,02 | 7.081.022,78 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 3.750.173,00 | 0 | 250.137,00 | 938.014,00 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 23.053.942,11 | 85.961,98 | 1.839.148,11 | 8.095.325,87 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. technische Anlagen und Maschinen | 1.758.809,95 | 91.481,35 | 250.081,86 | 1.057.544,30 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.594.135,41 | 743.047,92 | 303.076,08 | 2.628.298,41 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 151.695,00 | -143.403,00 | 0 | 0,00 |
| Summe Sachanlagen | 5.504.640,36 | 691.126,27 | 553.157,94 | 3.685.842,71 |
| Summe Anlagevermögen | 28.558.582,47 | 777.088,25 | 2.392.306,05 | 11.781.168,58 |
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Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR |
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR |
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| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 205.908,44 | 210.235,55 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 12.026.510,78 | 13.525.232,80 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 2.812.159,00 | 3.062.296,00 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 15.044.578,22 | 16.797.764,35 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. technische Anlagen und Maschinen | 792.747,00 | 951.347,51 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.708.884,92 | 1.268.913,08 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 8.292,00 | 151.695,00 |
| Summe Sachanlagen | 2.509.923,92 | 2.371.955,59 |
| Summe Anlagevermögen | 17.554.502,14 | 19.169.719,94 |
München, 5. März 2024
Markus Figel, Geschäftsführer
Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt.
An die Mirion Medical GmbH (vormals: Mirion Technologies (AWST) GmbH), München Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Mirion Medical GmbH (vormals: Mirion Technologies (AWST) GmbH), München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mirion Medical GmbH (vormals: Mirion Technologies (AWST) GmbH), München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 30. April 2024
PSP
Peters Schönberger GmbH
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