YESOS KNAUF GmbH
Am Bahnhof 7, 97346 Iphofen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Dr. Knotzer seit 30.1.2026 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 3.23% | |
| 0.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
YESOS KNAUF GmbHIphofenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Geschäftsmodell der GesellschaftDas Geschäftsmodell der YESOS KNAUF GmbH ist das Aufsuchen, die Gewinnung und die Verwertung von Bodenschätzen aller Art, insbesondere von Gips, Kalk und anderen Mineralien sowie die Herstellung und der Vertrieb von Baumaterialien jeglicher Art, insbesondere auf der Basis von Gips, Kalk und anderen Mineralien. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Iphofen und verfügt über eine Betriebsstätte in Argentinien. Die überwiegende Geschäftstätigkeit findet in Argentinien statt. Unternehmensinternes Steuerungssystem und KennzahlenDas unternehmensinterne Steuerungssystem der YESOS KNAUF GmbH besteht im Wesentlichen aus der operativen Jahresplanung, der unterjährigen Kontrolle und Steuerung mit Hilfe einer monatlichen Berichterstattung und den in regelmäßigen Abständen stattfindenden Management-Meetings. Die unterjährige Kontrolle und Steuerung des Unternehmens werden anhand standardisierter Berichte zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durchgeführt. Im Rahmen der Berichterstattung werden Berichte zur Ertragslage und Entwicklung des Betriebskapitals (Working Capital), Finanzstatus und ausgewählte Absatz- und Produktionsübersichten erstellt. Auf Ebene der Gesellschaft liegt bei den finanziellen Steuerungskennzahlen der Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung der Umsätze und des operativen Ergebnisses (EBITDA). Aufgrund der aktuellen makroökonomischen Faktoren in Argentinien wird lokal auch anhand der Absatzmengen gesteuert. Umsatz Für 2023 wurde mit einem Anstieg der Umsatzerlöse in ARS im mittleren bis höheren zweistelligen Prozentbereich geplant. Die im Geschäftsjahr 2023 tatsächlich erzielten Umsatzerlöse in ARS lagen 120,1% über dem Vorjahr, womit die Vorjahresprognose übertroffen wurde. Aufgrund einer niedrigeren Nachfrage aus Argentinien und Uruguay lag das Absatzvolumen von Gipsplatten ca. 11,2% unter dem Plan, während der Umsatz 14,7% höher als geplant war. Das Absatzvolumen von Profilen lag 14,6% unter und der Umsatz 28,4% über dem Budget, wobei hier deutliche Preissteigerungen (vorwiegend Effekte aus Inflation und Abwertung des argentinischen Pesos) verzeichnet werden konnten. Der Absatz für pastöse Produkte lag 38,5% unter dem Plan und der Umsatz 19,9% unter dem Plan, vor allem bedingt durch ein niedrigeres Absatzvolumen in Argentinien, was teilweise durch Preissteigerungen kompensiert werden konnte. Gipsputze lagen im Absatz 2,2% über und im Umsatz 26,2% über dem Budget. Für das Jahr 2023 war in Euro mit Umsatzerlösen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich über dem Niveau des Vorjahres geplant worden. Die tatsächlich erzielten Umsätze in Euro waren um 6,9% geringer als im Vorjahr. Der Grund hierfür lag einerseits in der schlechteren Geschäftsentwicklung als ursprünglich geplant, andererseits aber auch in einer höheren Abwertung des argentinischen Pesos im Vergleich zum Euro. Umgerechnet mit den Umrechnungskursen des Vorjahres wären die Umsatzerlöse in Euro um 123,3% beziehungsweise T€ 87.480 höher gewesen. EBITDA (Betriebsergebnis zzgl. Abschreibungen) Die Gesellschaft hatte mit einem Anstieg des EBITDA in Lokalwährung entsprechend der erwarteten Umsatzentwicklung im höheren zweistelligen Prozentbereich geplant. Dies konnte mit einem um 53,3% niedrigeren EBITDA in ARS nicht erreicht werden. In Euro wurde für das Jahr 2023 mit einem EBITDA im niedrigen zweistelligen Prozentbereich über dem Wert des Vorjahres gerechnet. Tatsächlich lag das EBITDA in Euro um 203,5% unter dem Wert des Vorjahres. Die wesentlichen Gründe hierfür lagen in der höheren Abwertung des argentinischen Pesos und der insgesamt schlechten Geschäftsentwicklung. Umgerechnet mit den Umrechnungskursen des Vorjahres wären das EBITDA in Euro um 111,5% beziehungsweise T€ 16.462 höher gewesen. Forschung und EntwicklungDie Gesellschaft ist in das zentral gesteuerte FuE-Programm der Knauf Gruppe eingebunden. Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden zentral durchgeführt und die anfallenden Kosten an die Gesellschaften weiterbelastet. Im Geschäftsjahr wurden an die YESOS KNAUF GmbH Aufwendungen für FuE in Höhe von T€ 256 (Vorjahr T€ 169) weiterbelastet. MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die YESOS KNAUF GmbH im Jahresdurchschnitt 192 Mitarbeiter (Vorjahr 179). Die Anzahl der Mitarbeiter zum Bilanzstichtag betrug 193 (Vorjahr 191). WirtschaftsberichtWirtschaftliches Umfeld Der monatliche Schätzwert der Wirtschaftstätigkeit (EMAE) verzeichnete im Dezember einen Rückgang um 4,5% p.a., im Vergleich zum Vormonat sank er saisonbereinigt um 3,1%, das war der höchste Negativwert seit der Corona-Pandemie. Der starke Rückgang der Wirtschaftstätigkeit war die Folge der Auswirkung des höheren offiziellen Dollarkurses (+118%) auf die Preise kurz nach Amtsantritt der neuen Regierung, was eine starke Inflationsbeschleunigung verursachte. Sie bewirkte eine stärker als erwartete Schrumpfung der Wirtschaft. Die Rezessionsdynamik erklärte sich vor allem durch die Auswirkungen der stark gesunkenen Realeinkommen auf die Binnennachfrage (die Inflation stieg im Dezember auf 25% pro Monat, während sich die steuerlich angemeldeten Löhne um nur 9% erhöhten). Auf Sektorenebene verzeichneten sowohl die Güterproduktion (-5,4% p.a., davon Baugewerbe -5,2% p.a.), als auch die Dienstleistungen (-2,1% p.a.) einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr im wesentlichen aufgrund der geringeren Nachfrage. Der synthetische Indikator für die Bautätigkeit (ISAC) ist ein kurzfristiger Indikator des argentinischen Instituto Nacional de Estadistica y Censos, der die Entwicklung des Bausektors auf monatlicher Basis misst, wobei der sichtbare Verbrauch der für das Baugewerbe erforderlichen Vorleistungen als Referenz dient. Im Dezember 2023 zeigt der ISAC einen Rückgang von 12,2% gegenüber dem gleichen Monat des Jahres 2022. Die in den ersten elf Monaten des Jahres 2023 insgesamt erteilten Baugenehmigungen verzeichneten dabei einen Rückgang von 7,7% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Unter Berücksichtigung des Dezemberergebnisses dürfte das BIP um 1,6% p.a. gesunken sein. Dieser Rückgang erklärte sich in erster Linie durch die Auswirkungen der Dürre auf die verschiedenen Sektoren (die Landwirtschaft schrumpfte im Jahr 2023 um durchschnittlich 20,4% p.a.). Unter Ausschluss dieses Sektors wäre das BIP im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben (+0,4% p.a.). Nach Schätzungen der Deutsch-Argentinischen Industrie- und Handelskammer dürfte das BIP pro Kopf allerdings - ohne Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums - im Jahr 2023 um durchschnittlich 2,5% gesunken sein. Deshalb lag es, wenn man die von der Pandemie betroffenen Jahre 2020 und 2021 ausnimmt, auf dem niedrigsten Stand seit 2009. Die Konjunkturindikatoren lassen einen stärkeren Konjunkturrückgang im Januar erwarten. Die bereits bekannten Konjunkturdaten zeigen, dass sich die Rezession am Jahresanfang 2024 verstärkte. Schätzungen der Deutsch-Argentinischen Industrie- und Handelskammer zeigen, dass der Rückgang gegenüber dem Vorjahr im Januar deutlich stärker ausfallen wird als im Dezember. Die erste Jahreshälfte war von einer "künstlichen Kontrolle" des offiziellen Wechselkurses geprägt, die nicht der Inflationsbeschleunigung entsprach, die in den ersten Monaten des Jahres zu beobachten war. Der erste Wechselkurssprung fand am 14. August statt, als die argentinische Regierung eine Erhöhung des offiziellen Wechselkurses um 21,8% auf 350 US-Dollar genehmigte. Nach diesem starken Anstieg wurde der offizielle Wechselkurs für drei Monate, bis zum 15. November, eingefroren. Die neu gewählte argentinische Regierung begann ihre Amtszeit im Dezember 2023 mit der Absicht, die ererbten Probleme zu lösen. Im Wechselkursbereich nahm sie eine Korrektur der Pesoüberbewertung vor, indem sie den Peso um 118% abwertete, und die effektiven Wechselkurse derart modifizierte, dass der Dollarkurs für Importe (nach einer Anhebung der Steuer PAIS um 17,5%) über dem für Exporte lag. Außerdem behielt sie die Bestimmung bei, dass 20% der Exportdevisen über den Finanzkanal (CCL) verkauft werden dürfen. Vermögens- und Finanzlage Das Investitionsvolumen hat sich von T€ 2.503 im Vorjahr auf T€ 2.623 erhöht. Die Abschreibungen beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 2.986. In Summe hat sich das Anlagevermögen um T€ 364 verringert, da die Abschreibungen die Investitionen im Geschäftsjahr überstiegen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um T€ 1.493 insbesondere aufgrund um T€ 2.969 gesunkener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduziert. Gegenläufig wirkten um T€ 2.531 gestiegene Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Vorratsbestand reduzierte sich um T€ 3.624 aufgrund eines geringeren Lagerbestands zum Jahresende sowie einer deutlichen Entwertung des Pesos. Die liquiden Mittel reduzierten sich um T€ 6.629. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz und betreffen insbesondere die unterschiedlichen Buchwerte im Anlage- und Umlaufvermögen. Aufgrund höherer temporärer bilanzieller Differenzen stiegen die aktiven latenten Steuern um T€ 1.090. Die Bilanzsumme verringerte sich um T€ 11.010. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital, bedingt durch den Jahresfehlbetrag, um T€ 15.859 gesunken. Dagegen erhöhten sich die Verbindlichkeiten um T€ 5.578. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um T€ 2.118, weiterhin stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 2.947. Die Rückstellungen reduzierten sich um T€ 728. Die Eigenkapitalquote beträgt 49,9% (Vorjahr 69,0%). Die kurzfristigen Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und das Bankguthaben übersteigen insgesamt die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die laufenden Verpflichtungen sind regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen worden, mit Ausnahme der mit Importen verbundenen Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Aufgrund staatlicher Restriktionen durfte das Unternehmen Verbindlichkeiten vor Dezember 2023 in Fremdwährung nicht begleichen, ab Dezember 2023 dürfen diese in Raten beglichen werden. Ein eventueller Finanzierungsbedarf der Gesellschaft ist zudem durch die Einbindung in das gruppenweite zentrale Finanzmanagement der Knauf Gruppe sichergestellt. Der Bestand der liquiden Mittel reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund der Abwertung des argentinischen Pesos. Zudem existierten Restriktionen seitens der Zentralbank, die eine Zahlung von Gruppen-Dienstleistungen und Gewinnausschüttungen verbietet. Ertragslage und finanzielle Leistungsindikatoren Die Umsatzerlöse in ARS sind im Geschäftsjahr um 112,3% gestiegen (Platten: Absatz -6,1%, Umsatz +126,3%; Profile: Absatz -5,3%, Umsatz +124,6%; Pastöse: Absatz -35,2%, Umsatz +60,6%; Gipsputze: Absatz -+6,0%, Umsatz +139,7%), wobei dies vor dem Hintergrund einer hohen Inflation von ca. 210% und einer Abwertung des argentinischen Pesos im Vorjahresvergleich um ca. 370% zu betrachten ist. Aufgrund der grundsätzlich schlechten Geschäftsentwicklung und der deutlich höheren Abwertung des argentinischen Pesos sind die Umsätze in Euro im Vergleich zum Vorjahr um 6,9% auf T€ 70.932 gesunken. Die Gesamtleistung in Euro (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) hat sich insgesamt um 8,9% reduziert. Aufgrund der höheren Abwertung des argentinischen Pesos und der daraus resultierenden Verteuerung importierter Rohstoffe sowie der Kopplung der Energielieferverträge an den US-Dollar, erhöhte sich der Materialaufwand. In argentinischen Peso stieg er um 74,0%, in Euro ist er um 27,7% gesunken. Dies entspricht einem Rückgang um T€ 10.299 von T€ 37.120 auf T€ 26.821. Die Personalaufwendungen sind vorwiegend inflationsbedingt im Geschäftsjahr in ARS um 171,5% und in Euro um 14,3% von T€ 7.850 um T€ 1.125 auf T€ 8.975 gestiegen. Aufgrund der rückläufigen Entwicklung des Wechselkurses des argentinischen Pesos gegenüber dem US-Dollar und dem Euro traten im Berichtsjahr Effekte aus der Währungsumrechnung auf, die sich zu einem Aufwand in Höhe von T€ 32.984 saldieren (Vorjahr T€ 10.621). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 12.207 (Vorjahr T€ 3.738). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 45.191 (Vorjahr T€ 14.359) enthalten. Insgesamt ergab sich ein um T€ 22.018 niedrigeres EBITDA in Höhe von T€ -14.762 (Vorjahr T€ 7.256). Höhere Steueraufwendungen (T€ 3.296; Vorjahr T€ 3.190) führten zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 15.859 (Vorjahr Jahresüberschuss von T€ 3.240). Dies entspricht einem Ergebnisrückgang von T€ 19.099. Risiko- und ChancenberichtSoweit Chancen und Risiken quantifizierbar sind bzw. im Risikomanagementsystem quantifiziert werden, ist dies im Folgenden angegeben. Die dargestellten Risiken stellen die Risiken mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit dar. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikosituation des Unternehmens nicht wesentlich verändert. Risikobericht Nach Bedeutung geordnet sehen wir folgende Risiken, beginnend mit dem Wichtigsten: Die YESOS KNAUF GmbH ist im Wesentlichen Risiken ausgesetzt, die sich durch die seit Jahren hohe Inflation in Argentinien ergeben können. Weiterhin bestehen Risiken durch Währungskursschwankungen bei der Umrechnung des Abschlusses der argentinischen Betriebsstätte von argentinischem Peso in Euro. Die Gesellschaft begegnet den Währungsrisiken aus der Abwertung des Pesos durch frühzeitige Begleichung von Fremdwährungsverbindlichkeiten und der Verlängerung von Zahlungszielen für Fremdwährungsforderungen (diese Strategie ist teilweise durch Zentralbanknormen begrenzt worden, die zurzeit nur teilweise von der neuen Regierung flexibilisiert wurde, da die Zahlung von Gruppen-Dienstleistungen noch nicht erlaubt wird). Dennoch wird das potenzielle Risiko als hoch eingeschätzt, sodass auch zukünftig mit wesentlichen Auswirkungen der hohen Inflation sowie der Währungsabwertung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu rechnen ist. Die Gesellschaft ist Risiken ausgesetzt, die sich aus Forderungsausfällen der Schuldner ergeben können. Um diese Risiken zu begrenzen, werden Zahlungsziele vorgegeben und deren Einhaltung überwacht. Aufgrund der Einbindung der Gesellschaft in das gruppenweite zentrale Finanzmanagement sind das Liquiditätsrisiko und damit auch dessen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage als gering einzuschätzen. Generell ist die Gesellschaft in das gruppeninterne Risiko- und Liquiditätsmanagement eingebunden, wodurch sämtliche Geschäftsrisiken laufend überwacht und individuelle Maßnahmen zur Steuerung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken abgeleitet werden. Chancenbericht Wir sehen folgende Chancen für die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft nach ihrer Bedeutung geordnet beginnend mit der wichtigsten: Die Gesellschaft kann durch ihre starke Marktposition positiv am allgemeinen Wachstum in den Nachbarländern partizipieren und auf dieser Weise eventuelle potenzielle negative Effekte im Heimatmarkt kompensieren. Nach einem höchst komplizierten erstem Semester in Argentinien sollte man vor Ende des Jahres mit einer Erholung der Absätze rechnen können. PrognoseberichtIn der von der neuen Regierung entworfenen Marschroute bildet die Haushaltsschuldenbremse die Hauptachse des Wirtschaftsprogramms. Durch die Ankündigung des Ziels eines ausgeglichenen Haushalts für 2024 und der Vereinbarung eines ehrgeizigeren Ziels mit dem IWF (Primärüberschuss von 2% des BIP) versucht die Regierung eine Änderung des Wirtschaftssystems herbeizuführen, die die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen wieder herstellt, was für die Geld- und Wechselkursstrategie von zentraler Bedeutung ist. Ursprünglich zielte die Regierung darauf ab, die Einnahmen durch ein vorübergehend höheres Steueraufkommen (etwas mehr als 2% des BIP) zu steigern und die Ausgaben, um etwa 3% des BIP zu senken. Aber ein Großteil dieser Strategie hing von dem im Omnibus-Gesetz enthaltenen Fiskalpaket und der Wiederherstellung der Einkommensteuer (unter der neuen Bezeichnung "Steuer auf persönliche Einnahmen") ab. Sie hat zwar beide Gesetzesvorlagen wegen der Schwierigkeiten bei ihrer Verhandlung zurückgezogen, aber alles deutet darauf hin, dass sie im Rahmen des Aufrufs zu Verhandlungen an die Gouverneure einen neuen Versuch starten wird (es fehlen noch genauere Details). Falls dieser erneute Versuch fehlschlägt, wird die Regierung gezwungen sein, neue Finanzquellen zu suchen und die Ausgabenkürzungen zu verstärken. Dies wurde bereits in den letzten Wochen deutlich, als die Übertragungen an die Provinzen weiter reduziert wurden und man versuchte, die in den letzten Jahren verlorenen Einnahmen aus der Kraftstoffsteuer teilweise zurückzugewinnen. Bzgl. der Ressourcen wird die prognostizierte Wirtschaftsrezession die konjunkturabhängigen Staatseinnahmen verringern (was im Januar und Februar bereits der Fall war); dies wird nicht nur die Nation betreffen, sondern noch stärker die Finanzen der Provinzen (die bereits durch die Änderung der Einkommensteuer beeinträchtigt sind), da es sich mehrheitlich um Steuern handelt, die mit den Provinzen geteilt werden. Eine der Tragsäulen des Steueraufkommens in den letzten drei Monaten war die Steuer PAIS, eine vorübergehende Einnahmequelle, die irgendwann reduziert werden muss, wenn die Devisenerwerbsbeschränkungen aufgehoben werden sollen. Abgesehen von ihrem vorübergehenden Charakter stiegen die Einnahmen aus dieser Steuer durch die Zeichnung der BOPREAL (Bonos para la Reconstruccion de una Argentina Libre / Anleihen für den Wiederaufbau eines freien Argentiniens); dieser Faktor wird sich auch im März günstig auswirken, aber im April nicht mehr vorhanden sein. Die Kürzung der Sozialausgaben (mehr als die Hälfte der Gesamtausgaben) wird im Verlauf der Monate teilweise kompensiert werden (im März ist eine Erhöhung um 27% vorgesehen) und könnte im zweiten Halbjahr sogar einen Negativeffekt haben, falls die Inflation weiter sinkt. Die starke Verschlechterung der Einnahmen wird zudem Druck auf die Ausgaben in den Posten Löhne und Sozialprogramme ausüben. Bei den Wirtschaftssubventionen wird zwar die Tarifanhebung den Druck auf diesen Posten mindern, aber es wird notwendig sein, die Zahlungen und Verpflichtungen zu normalisieren, um weitere Verzerrungen in der Zahlungskette des Energiesektors zu vermeiden. Anders sieht es bei den Übertragungen an Provinzen und den Kapitalkosten aus, wo die Regierung einen größeren Spielraum für Kürzungen besitzt. Hier werden zwei Elemente ins Spiel kommen: die finanzielle Tragfähigkeit einer jeden Provinz, unter Berücksichtigung wie sich diese auf sozialem und föderalem Gebiet auswirken kann und die Verhandlungen im Kongress. Für den privaten Bausektor wird für das laufende Jahr von einem gleichbleibenden Niveau ausgegangen, wohingegen für den öffentlichen Bereich ein Rückgang erwartet wird. Hauptursächlich für diese Prognose sind die Preisinstabilität sowie der Rückgang der Wirtschaftstätigkeit. Abschließend ist Folgendes festzuhalten: Obwohl das Ziel eines Finanzgleichgewichts im aktuellen Kontext nur schwer erreichbar erscheint, wird es nach Angaben der Deutsch-Argentinischen Industrie- und Handelskammer als möglich erachtet, dass die Regierung im Jahr 2024 einen Primärüberschuss erzielen könnte (i.H.v. etwa 1% des BIP) auf Kosten der Auswirkungen der erwarteten Wirtschaftsrezession. Dies wäre ein positives Signal für die eingeschlagene Richtung für den IWF und die Finanzmärkte. Die Gesellschaft prognostiziert für das Geschäftsjahr 2024 eine Absatzmenge der Eigenproduktionsplatten, die etwa 10,0% über dem Niveau des Vorjahres liegt. Für Platten insgesamt wird eine Steigerung um 10,5% erwartet, die Prognose für Profile ist um 3,5% höher. Die Absatzmenge für Pastöse Produkte soll um 27,5% und Gipsinnenputze um 8,9% steigen. Insgesamt geht die Gesellschaft unter Berücksichtigung erneuter inflations- und abwertungsbedingter Preiseffekte von einem Anstieg der Umsatzerlöse in argentinischen Pesos im niedrigen dreistelligen Prozentbereich aus. In Euro werden die Umsatzerlöse aufgrund des anhaltend schwachen Pesos voraussichtlich um einen niedrigen zweistelligen Prozentbereich unter dem Niveau von 2023 liegen. Für das EBITDA in argentinischen Peso wird mit einem Anstieg entsprechend der erwarteten Umsatzentwicklung im niedrigen dreistelligen Prozentbereich gerechnet. In Euro wird entsprechend der Entwicklung der Umsatzerlöse, aber von der erwarteten weiteren Abschwächung des Peso stark beeinflusst, ein EBITDA für das Jahr 2023 erwartet, das im niedrigen zweistelligen Prozentbereich unter dem Wert des Berichtsjahres liegen dürfte. Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Gesellschaft mit einem geringen Zuwachs in der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im niedrigeren einstelligen Prozentbereich vorwiegend für einen notwendigen Personalaufbau. Die wechselkursbedingten Einflüsse sowie die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen machen eine genaue Einschätzung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung erneut nur sehr schwer möglich, weshalb wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 deutlich von der Prognose abweichen kann.
Iphofen, den 19. April 2024 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Würzburg unter der Nummer 5721 geführt und verfügt über eine Betriebsstätte in Argentinien. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Grundsätzen des HGB entsprechend den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Abweichend von der gemäß § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung werden die sonstigen Steuern nicht unter dem Posten Nr. 16 ("sonstige Steuern") erfasst, sondern unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Entwicklung der Positionen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist aufgrund der Bedeutung des Geschäfts in der Betriebsstätte in Argentinien für die Gesellschaft maßgeblich durch die Entwicklung des Wechselkurses von Argentinischem Peso (ARS) und Euro beeinflusst (31.12.2023: 893,9032 ARS = 1 Euro; 31.12.2022: 189,6852 ARS). Um Abwertungseffekte möglichst genau zu erfassen, erfolgte die Umrechnung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr mit den durchschnittlichen Devisenkassamittelkursen des jeweiligen Monats. Umgerechnet mit den Umrechnungskursen des Vorjahres wären die Umsatzerlöse um T€ 87.480 sowie das EBITDA um T€ 16.462 höher gewesen. Einen wesentlichen Einfluss entfaltet auch die Hyperinflation (durchschnittliche Inflationsrate 2023: rd. 211%; Vorjahr 71%). II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenWährungsumrechnung Für die Umrechnung der in argentinischen Peso geführten Buchhaltung der Betriebsstätte in Argentinien in Euro wurde die Zeitbezugsmethode angewandt. Im Einzelnen wurde wie folgt umgerechnet: Anlagevermögen: Die Anschaffungs- und/oder Herstellungskosten werden mit den historischen Werten übernommen. Valutarechnungen wurden zum durchschnittlichen Devisenkassamittelkurs des Monats umgerechnet, in dem die Anschaffung bzw. die Fertigstellung des Vermögensgegenstandes erfolgte. Auf Euro lautende Rechnungen wurden in Euro übernommen. Vorratsvermögen: Die Währungsumrechnung des Bestands an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, fertigen Erzeugnissen und Waren der argentinischen Betriebsstätte erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags, der aufgrund des Niederstwertprinzips anzuwenden war. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Langfristige Forderungen und Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden mit dem Briefkurs im Zugangszeitpunkt bzw. dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Forderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Rückstellungen und Verbindlichkeiten: Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Geldkurs am Einbuchungstag bzw. dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwendungen und Erträge: Die Umrechnung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte grundsätzlich zu den monatlichen durchschnittlichen Devisenkassamittelkursen. Bestandsveränderung: Die Bestandsveränderung ermittelt sich als Differenz des in Peso geführten und jeweils mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechneten Anfangs- und Schlussbestandes der fertigen und unfertigen Erzeugnisse der argentinischen Betriebsstätte. Abschreibungen: Abschreibungen auf Sachanlagen wurden aus den in Euro geführten Anlagenverzeichnissen übernommen. Bilanzierung und Bewertung Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 15 Jahren. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Anlagenzugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen für Bauten (einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken) zwischen 8 und 40 Jahren; bewegliche Anlagegüter werden über eine Nutzungsdauer zwischen 5 und 20 Jahren abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit dem Nennwert bilanziert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Gesunkenen Wiederbeschaffungskosten und Gängigkeitsrisiken wird durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Bei Handelswaren wird zudem die Preisentwicklung auf dem Absatzmarkt berücksichtigt. Der Wertansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten auch angemessene Teile der betrieblichen Gemeinkosten. Den Bestandsrisiken wurde durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken wurden durch Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Der Rechnungsabgrenzungsposten ist zum Nennwert angesetzt und beinhaltet Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Latente Steuern werden angesetzt, soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der Bewertung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 31,2% (Vorjahr 34,6%) zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Soweit zulässig, werden aktive und passive latente Steuern saldiert ausgewiesen. Aktive latente Steuern ergeben sich aus unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen des Sachanlagevermögens, der Vorräte, der Verbindlichkeiten und der Garantierückstellung. Daneben resultieren aktive latente Steuern aus Steuergutschriften. Passive latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aus der Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergibt sich im Berichtsjahr ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 3.595. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB gebrauch, so dass ein Ansatz des Aktivüberhangs in der Bilanz erfolgt. Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2023 sind nachfolgend dargestellt:
1 Erfassung in dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen decken in ausreichendem Maße die ungewissen Verbindlichkeiten und tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrages, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Preis- und Kostenverhältnisse, gebildet. Langfristige Rückstellungen werden auf Basis des von der Bundesbank veröffentlichten Durchschnittszins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 8.158, Vorjahr T€ 5.626) bestehen wie im Vorjahr in voller Höhe aus Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen (T€ 1.573, Vorjahr T€ 2.301) enthalten Rückstellungen für Urlaub (T€ 936, Vorjahr T€ 1.420), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 258, Vorjahr T€ 321), Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 125, Vorjahr T€ 277), Rückstellungen für Rekultivierung (T€ 213, Vorjahr T€ 218) sowie übrige Rückstellungen (T€ 41, Vorjahr T€ 65). 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (T€ 2.207, Vorjahr T€ 1.565) beinhalten Cash-Pool Verbindlichkeiten (T€ 1.198, Vorjahr T€ 938), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 814, Vorjahr T€ 432) und sonstige Verbindlichkeiten (T€ 195, Vorjahr T€ 195). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 7.660, Vorjahr T€ 4.126) bestehen aus Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die sämtlich nicht besicherten Verbindlichkeiten weisen eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr auf. 5. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betreffen den Verkauf von Baumaterialien und gliedern sich wie folgt: Nach Tätigkeitsbereichen:
Nach geographischen Märkten:
6. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 12.492, Vorjahr T€ 4.292) beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung (T€ 12.207, Vorjahr T€ 3.738) sowie übrige Erträge (T€ 285, Vorjahr T€ 553). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 22) enthalten. 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 61.411, Vorjahr T€ 28.863) beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (T€ 45.191; Vorjahr T€ 14.359), Frachtaufwendungen (T€ 5.648, Vorjahr T€ 5.511), Aufwendungen für Rechte und Dienste (T€ 5.480, Vorjahr T€ 3.847), Aufwendungen für Verwaltung, Kommunikation, Reisen und Werbung (T€ 1.189, Vorjahr T€ 1.287), sonstige Personalaufwendungen (T€ 884, Vorjahr T€ 780) sowie übrige Aufwendungen (T€ 2.215, Vorjahr T€ 1.965). Daneben werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sonstige Steuern von T€ 804 (Vorjahr T€ 1.115) ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 32 (Vorjahr T€ 75) enthalten. IV. Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 2.584. Diese bestanden aus Bestellobligationen in Höhe von T€ 2.394 (davon T€ 175 gegenüber verbundenen Unternehmen) sowie aus Mietverträgen in Höhe von T€ 190, die alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Die Mietverträge betreffen Gebäude; hierbei handelt es sich um Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. 2. Ausschüttungssperre Ausschüttungsgesperrte Beträge gemäß § 268 Absatz 8 HGB bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 3.595 (Vorjahr T€ 2.505). 3. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 192 (Vorjahr 179) Mitarbeiter beschäftigt; hierbei handelte es sich um 90 (Vorjahr 84) gewerbliche Arbeitnehmer und um 102 (Vorjahr 95) Angestellte. 4. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr von folgenden Personen wahrgenommen:
Der Geschäftsführer erhält keine Vergütung von der Gesellschaft. Vorschüsse und Kredite an die Mitglieder der Geschäftsführung wurden nicht gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten der Mitglieder der Geschäftsführung wurden nicht eingegangen. 5. Konzernverhältnisse Alleinige Gesellschafterin der YESOS KNAUF GmbH ist die KNAUF INTERNATIONAL GmbH, Iphofen. Der Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, in den die YESOS KNAUF GmbH einbezogen wird, wird von der Gebr. Knauf KG, Iphofen, aufgestellt und im Unternehmensregister offengelegt. 6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Auf die Angaben über das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da dieses im Konzernabschluss der Gebr. Knauf KG, Iphofen, angegeben wird, der im Unternehmensregister veröffentlicht wird. 7. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust von T€ 3.960, der sich aus dem Jahresfehlbetrag von T€ 15.859 und dem Gewinnvortrag von T€ 11.899 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. V. NachtragsberichtNach Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse bekannt geworden, die zu einer geänderten Einschätzung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen könnten.
Iphofen, den 19. April 2024 Alexander Knauf, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023 (Anlage zum Anhang)
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die YESOS KNAUF GmbH, Iphofen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der YESOS KNAUF GmbH, Iphofen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der YESOS KNAUF GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 19. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Neumann, Wirtschaftsprüfer ppa. Heiner Ketelhut, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 21. Oktober 2024 festgestellt. |
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