krumedia GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Schmidt seit 14.2.2013 | Geschäftsführer |
Andreas Riedel seit 8.11.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.00% | |
Mara Schmidt | 33.00% |
| 33.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IPG Automotive GmbHKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell des Unternehmens Die IPG Automotive GmbH, Karlsruhe, (IPG Automotive) ist einer der weltweit führenden Anbieter von Simulationslösungen, Testsystemen und Engineering Services für die Automobil- und Zulieferindustrie. Die IPG Automotive unterstützt mit ihren Produkten ihre Kunden, um die technologischen Herausforderungen in den Bereichen ADAS, autonomes Fahren, Powertrain sowie Fahrdynamik mit zukunftsweisenden Lösungen für virtuelle Fahrversuche zu meistern. Die offenen Integrations- und Testplattformen CarMaker, TruckMaker und MotorcycleMaker eröffnen ein breites Anwendungsspektrum und werden im gesamten Fahrzeugentwicklungsprozess eingesetzt. Die IPG Automotive unterhält neben ihrem Hauptsitz in Karlsruhe auch Betriebsstätten in München, Braunschweig, Frankfurt am Main und Stuttgart. Die Betriebsstätten betreuen die in Standortnähe befindlichen Kunden, allen voran Automobilhersteller (OEM). Zudem bestehen 100 %-ige Tochtergesellschaften in Japan, USA, China, Korea, Frankreich, Vereinigtes Königreich und Schweden. Im Jahr 2023 gründete die Gesellschaft zudem eine Tochtergesellschaft in Bangalore, Indien. Über die Tochtergesellschaften werden die Kunden in den jeweiligen Ländern beziehungsweise Regionen betreut und unterstützt. II. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist einerseits die stetige Weiterentwicklung unserer Kernprodukte im Bereich Software wie auch Hardware. Darüber hinaus begegnen wir den immer komplexer werdenden Anforderungen unserer Kunden an Simulationslösungen mit Neuentwicklungen, welche unser Produktportfolio erweitern. Unser Anspruch ist es, die Herausforderungen von morgen bereits heute zu erkennen und in die Entwicklung unserer Produkte einzubinden. Unsere Simulationsprodukte basieren auf einer optimal abgestimmten Simulationsumgebung und eignen sich daher bestens für das modellbasierte Entwickeln und Testen von Gesamtfahrzeugen, Fahrzeugsystemen sowie Steuergeräten. Entwicklungskosten im Rahmen der Soft- und Hardware-Entwicklung werden nicht aktiviert. Im Geschäftsjahr 2023 waren auf FTE-Basis durchschnittlich 59 Mitarbeiter im Bereich Soft- und Hardware-Entwicklung beschäftigt. B. Wirtschaftsbericht I. Konjunkturelle Rahmenbedingungen Der internationale Währungsfonds (IWF) beziffert das Wirtschaftswachstum 2024 mit 3,3 % und 2025 mit 3,2 % (Quelle: www.imf.org). Für die weltweit wichtigsten Märkte der IPG Automotive werden Wachstumsraten von 2,6 % in den USA (Vorjahr 2,5 %), 4,8 % in Asien (Vorjahr: 5,2 %) sowie 0,9 % im europäischen Heimmarkt (Vorjahr 0,5 %) erwartet (Quelle: www.imf.org, World Economic Outlook, Stand: Juli 2024). Nachdem das deutsche BIP 2020 durch Corona noch um 3,7 % regelrecht einbrach, erholte sich die deutsche Wirtschaft 2021 leicht und das BIP legte um 2,6 % zu. Im Jahr 2022 war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland vor allem durch den Krieg in der Ukraine und die steigenden Energiepreise geprägt, sodass die deutsche Wirtschaftsleistung lediglich um 1,9 % zulegen konnte. Mit dem Überfall auf Israel im Oktober 2023 kam ein weiterer kriegerischer Konflikt im Nahen Osten dazu und belastete das allgemeine Wirtschaftswachstum. Nach der historisch hohen Inflationsrate von durchschnittlichen 7,9 % im Jahr 2022 sank diese leicht auf 5,9 % in 2023 (Quelle: Statistisches Bundesamt). Trotz der vielen neu auftretenden Krisen hat sich der Arbeitsmarkt in Deutschland weiterhin als robust und stabil herausgestellt. Mit 46 Millionen erwerbstätigen Menschen im September erreichte Deutschland einen historischen Höchststand (Quelle: Ifo Konjunkturprognose). Gegenüber dem Vorjahr stieg die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt um 0,4 % auf 5,7% (Quelle: Bundesagentur für Arbeit). II. Branchenspezifisches Umfeld Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen im Automobilbereich waren in den vergangenen Jahren durch etliche Krisen und Störungen geprägt. Kaum waren die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie und die Engpässe in den globalen Lieferketten einigermaßen überwunden, kamen neue Kriege und Krisen auf. Der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie, der offen ausgetragene Konflikt im Nahen Osten und die in den USA anstehenden Präsidentschaftswahlen hemmen weiterhin den Konsum. Nicht nur die Automobilindustrie in Deutschland sieht sich gleich mit mehreren einschneidenden Veränderungen konfrontiert. Allen voran steht die Elektrifizierung der Fahrzeugantriebe, die die Branche umkrempelt und schon jetzt zu globalen Verschiebungen in den Wertschöpfungsketten führt. Der Technologiewandel zeigt sich seit Längerem in den Forschungsschwerpunkten der Kfz-Industrie, wie die Patentanmeldungen mit Blick auf den konventionellen Antrieb mit Verbrennungsmotor, Getriebe und Abgasstrang im Vergleich zu den elektrischen Antrieben mit Batterien und Brennstoffzellen zeigen. (Quelle: Heinrich Böll Stiftung: Automobilindustrie auf dem Prüfstand) In den nächsten Jahren plant die Automobilindustrie daher Investitionen in Milliardenhöhe vor allem in den Bereichen Software- und Elektrifizierungsentwicklungen, Digitalisierung und anderen Zukunftstechnologien. III. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 ist aus Unternehmenssicht nicht zufriedenstellend verlaufen. Die erwartete erneute Umsatzsteigerung konnte nicht realisiert werden. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 % gesunken. IV. Lage Die Gesellschaft verfügte im Geschäftsjahr 2023 weiterhin über eine stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. a. Ertragslage Der Umsatz im Berichtsjahr sank um T€ 3.027 auf T€ 36.334, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 7,7 % entspricht. Auch in diesem Jahr resultiert der dominierende Teil des Umsatzes aus dem Softwaregeschäft. Der Anteil der Software am Gesamtumsatz belief sich auf 75,2 %. Erlöse aus dem Verkauf von Hardwarekomponenten und Testsystemen machten weitere 13,3 % der Umsatzerlöse aus. 9,4 % der Umsatzerlöse entfielen auf Ingenieursleistungen, die restlichen 2,2 % auf sonstige Produkte und Leistungen. Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf die aktuelle Kauf-Zurückhaltung in der Automobil- und Zulieferindustrie zurückzuführen. Die Materialaufwendungen betragen im Berichtsjahr T€ 3.618 (Vorjahr T€ 2.958). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist fast ausschließlich auf einen höheren Materialbezug und damit einhergehend ein gestiegenes Vorratsvermögen zurückzuführen. Das Rohergebnis bestehend aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung, sonstigen betrieblichen Erträgen und Materialaufwand verschlechterte sich um 8,6 % auf T€ 33.842 (Vorjahr T€ 37.025). Der Personalaufwand hat sich von T€ 17.107 im Vorjahr um 17,6 % auf T€ 20.110 im Geschäftsjahr 2023 erhöht. Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus Neueinstellungen und Gehaltsanpassungen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 57 gestiegen. Das Anlagevermögen und dessen Zusammensetzung an sich hat sich im Berichtsjahr nicht wesentlich verändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit T€ 5.140 um T€ 1.348 über dem Vorjahresniveau. Durch die Anmietung neuer Büroräume im Vorjahr sind die Raumkosten um T€ 137 gestiegen. Nach Jahren mit eingeschränkten Reisemöglichkeiten lag ein Fokus im Berichtsjahr auf der ortsnahen Kundenbetreuung, was zu einem Anstieg der Werbe-, Reise- und Bewirtungskosten in Höhe von T€ 321 geführt hat. Auf der Suche nach einem neuen ERP-System hat die Gesellschaft mit einer externen Beratungsfirma zusammengearbeitet, woraus ein Anstieg in diesen Kosten in Höhe von T€ 228 zu verzeichnen ist. Ferner sind die Wartungskosten für Hard- und Software sowie die Aufwendungen für Lizenzen im Berichtsjahr um T€ 232 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Insgesamt wurde ein positives Ergebnis nach Ertragssteuern in Höhe von T€ 8.358 (Vorjahr T€ 13.611) erzielt. Die Hauptursachen für den Ergebnisrückgang liegen in der Nicht-Erreichung der Umsatzziele im Berichtsjahr sowie in erhöhten Personalkosten gegenüber dem Vorjahr. b. Finanzlage Das Finanzergebnis ist im Berichtsjahr mit T€ 3.277 um T€ 205 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Zinserträge (T€ 335) sowie gesunkenen Beteiligungserträgen (T€ -155) der Tochtergesellschaften. Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um T€ 5.253 verringert. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt T€ 5.122, aus der Investitionstätigkeit T€ -984 und aus der Finanzierungstätigkeit T€ 544. Das Unternehmen finanziert sich vollständig aus eigenen Mitteln. c. Investitionen Die Investitionen im Anlagevermögen, einschließlich geleisteter Anzahlungen betrugen im Geschäftsjahr T€ 1.467. Einen Großteil der Investitionen betraf in diesem Jahr die Anschaffung von IT-Infrastruktur. Der Rest der Investitionen betraf im Wesentlichen Ersatzinvestitionen. d. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Jahr 2023 um T€ 8.335 auf T€ 46.103 erhöht. Das Anlagevermögen mit seinen Buchwerten hat sich im Wesentlichen um die Anschaffungskosten des neuen Servers erhöht. Des Weiteren resultiert die Zunahme der Bilanzsumme vor allem aus einem höheren Vorratsvermögen und einer Zunahme an liquiden Mitteln. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft ist im laufenden Geschäftsjahr auf 72 % gestiegen (Vorjahr: 66 %). V. Finanzielle Leistungsindikatoren und Steuerungsgrößen Für die interne Unternehmenssteuerung dienen vor allem die Umsatzerlöse als Kennzahl bzw. Steuerungsgröße. Weiterhin werden nicht-finanzielle Leistungsindikatoren wie Kundenzufriedenheit, Termintreue, Mitarbeiter-Fluktuation/-Zufriedenheit berücksichtigt, dienen aber nicht unmittelbar der internen Unternehmenssteuerung. C. Prognosebericht Im Lagebericht des Geschäftsjahres 2022 hatten wir mit einem signifikanten Umsatzwachstum für 2023 gerechnet. Diese Prognose wurde nicht erreicht. Die Gesellschaft musste sich hier mit einem leichten Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr zufriedengeben. Die Aussichten für die weltwirtschaftliche Entwicklung bleiben gedämpft. Nach wie vor prägen regionale und überregionale Kriege und Konflikte das Bild. Alles in allem dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt in den Jahren 2024 und 2025 nur um jeweils 2,5% zulegen (Quelle: ifo Konjunkturprognose). Das Jahr 2023 war in der deutschen Automobilbranche sehr durchmischt: Während die Autobauer ihre Absatzzahlen steigern konnten, klagten Zulieferer über Produktionsrückgänge. Für 2024 wird erwartet, dass sich die Situation der Automobilindustrie weiter verschlechtert, auch bei den Herstellern. Der chinesische Markt schwächelt, und der deutsche Markt zeigt Anzeichen einer Verlangsamung. Nachholeffekte, die die Absatzzahlen im Vorjahr beeinflussten, sind nun abgebaut. Die Rückkehr zu Rabatten belastet zusätzlich, ebenso wie die gekippte Förderung für Elektroautos (Quelle: gfl: Automobilindustrie: Trübe Aussichten für 2024). Für Deutschland erwartet der IWF für 2024 ein kleines Wirtschaftswachstum von 0,2 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: IWF-Prognose). Sollte diese Prognose eintreffen, wäre Deutschland damit erneut Schlusslicht beim Wachstum der großen Industrienationen. Als Grund nennen die Experten des IWF eine fortlaufende Schwäche in der Produktion. Die deutsche Wirtschaft kommt nur langsam in Fahrt und so wird für 2025 mit einem sehr moderaten Wachstum von 1,3 % gerechnet (Quelle: Zeit Online 16.04.2024). Trotz dieser eher verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Prognosen für Deutschland und Europa sehen wir die Entwicklung unserer Gesellschaft weiterhin als positiv an. Eine stetig wachsende Nachfrage nach unseren Produkten aber auch nach Simulationslösungen im Allgemeinen lässt uns von einer positiven Unternehmensentwicklung ausgehen. Wir planen mit einem ähnlichen Umsatz wie im Vorjahr. D. Chancen- und Risikobericht I. Risikobericht a. Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken Die Markt- und Absatzentwicklung in der Automobilindustrie weist eine hohe Korrelation mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf. Entsprechende Risiken, welche sich negativ auf das globale Wirtschaftswachstum auswirken, ergeben sich aus den weiterhin fragilen Lieferketten, dem Übergang von expansiver zur restriktiven Geldpolitik verbunden mit anhaltend hohen Inflationsraten sowie den Auswirkungen aus dem Russland-Ukraine-Konflikt sowie dem Krieg im Nahen Osten. Ein konjunkturbedingter Nachfragerückgang im Automobilbereich hat potentiell auch negative Auswirkungen auf das Ergebnis der IPG Automotive. Zusätzlich ergeben sich technologische Risiken aufgrund des grundlegenden Transformationsprozesses, in welchem sich die Automobilindustrie zurzeit befindet. Die immer zentraler werdende Bedeutung des Softwarebereiches im Allgemeinen und im Speziellen im Automobilentwicklungsprozess, kann zum Eintritt weitere Wettbewerber ins Geschäftsfeld der IPG Automotive führen. b. Finanzwirtschaftliche Risiken Das finanzwirtschaftliche Risikomanagement zielt auf die Absicherung des Geschäfts gegen wesentliche Risiken ab, welche geeignet sind, die Einnahmen und Ausgaben des Unternehmens negativ zu beeinflussen. Kernbestandteile des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements sind das interne Kontrollsystem sowie die laufende und fallbezogene Überwachung wesentlicher Indikatoren im Liquiditätsbereich, wie z.B. der Bestand an liquiden Mitteln sowie die Entwicklung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Währungsrisiken, welche sich aus vertraglich vereinbarten Zahlungsströmen sowie monetären Bilanzpositionen in Fremdwährung ergeben, werden laufend überwacht und beurteilt. Per 31. Dezember 2023 bestehen keine offenen Währungssicherungsgeschäfte. c. IT-Risiken Potenziellen IT-Risiken, wie Infrastrukturausfällen, wird durch eine mehrfach redundante Infrastruktur entgegengewirkt. Relevante Systemkomponenten sind mindestens zweifach ausgelegt. Eine weitreichende automatische Prüfung des Systemstatus aller Teilsysteme schließt zudem den schleichenden oder unbemerkten Systemausfall aus. Durch routinemäßige Sicherung von kritischen Daten inkl. Konfigurationsdateien und Einstellungen werden Risiken aus potenziell fehlerhafter Bedienung minimiert. II. Chancenbericht IPG Automotive ist Innovationstreiber für den virtuellen Fahrversuch und entwickelt innovative Software- und Hardwarelösungen für die Bereiche autonomes Fahren, Advanced Driver Assistance System (ADAS), Elektromobilität, Real Driving Emission (RDE) und Fahrdynamik. Durch unsere Simulationsumgebung CarMaker bieten wir ein leistungsfähiges Softwaremodul an und können reproduzierbare Testergebnisse in Echtzeit generieren. Einer zunehmenden Konkurrenz von Anbietern in unserem Segment und dem immer stärker werdenden Wettbewerb wollen wir mit Erfahrung, neuen Innovationen, Zuverlässigkeit und einem hohen Maß an Qualität begegnen. Auch sehen wir es als Chance, dass künftig seitens der Automobilindustrie steigenden Entwicklungskosten entgegengewirkt wird. Hier sehen wir, dass wir mit unseren Produkten bestehende, aber auch neue Kunden unterstützen können die gesteckten Ziele zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung zu erreichen. III. Zusammenfassende Bewertung Wachstumschancen ergeben sich insbesondere durch die weitere Festigung der Marktposition in den relevanten Märkten sowie durch Ausweitung der Vertriebsaktivitäten in weitere Länder, durch die stetige Weiterentwicklung der Kernprodukte sowie die Entwicklung neuer Lösungen im Umfeld des virtuellen Fahrversuchs. Den Risiken aus einem zunehmend intensiven Wettbewerbsumfeld begegnen wir mit gezielten Maßnahmen und Investitionen, insbesondere in den Bereichen Produkt- und Prozessinnovation sowie Marketing und Vertrieb. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts sind keine Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Karlsruhe, 31. Oktober 2023 IPG Automotive GmbH Dipl.-Ing. Steffen Schmidt, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die IPG Automotive GmbH hat ihren Sitz in Karlsruhe und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Handelsregisternummer HRB 104070 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 II HGB auf. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 ist unter Beibehaltung der für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB). Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear unter Beachtung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis zu 800 € werden innerhalb eines Jahres abgeschrieben. Die Finanzanlagen (Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Ausleihungen) werden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich, kam der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert zum Ansatz. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten (§ 253 IV HGB) angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die unfertigen Leistungen werden bis zum Gewinnrealisationszeitpunkt zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,4 % Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB), solche in Fremdwährung mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend der wirtschaftlichen Zuordnung zum Geschäftsjahr. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital, der Gewinnvortrag sowie der Jahresüberschuss werden zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und bewertet. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 I 2 HGB). Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Zahlungen oder entstandenen und fälligen Rechnungen, die Erträge für die folgenden Geschäftsjahre darstellen, angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Entwicklung des Anlagevermögens Der Anlagenspiegel mit den Zu- und Abgängen nebst Angabe der Abschreibungen des abgelaufenen Geschäftsjahres vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist beigefügt. Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von € 2.886.480,82 aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und in Höhe von € 0,00 (Vorjahr T€ 544) aus gewährten Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Es bestehen keine Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 76.095,97 (Vorjahr T€ 66) enthalten. 3. Sonstige Rückstellungen Die wesentlichen Positionen der sonstigen Rückstellungen betreffen den Personalbereich und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. 4. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von € 1.455.863,84 (Vorjahr T€ 1.505) Verbindlichkeiten aus Steuern und in Höhe von € 29.081,56 (Vorjahr T€ 23) Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit. Sämtliche Verbindlichkeiten haben sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 90.460,86 (Vorjahr T€ 347) enthalten. Weiter enthalten sind im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 214.104,68 (Vorjahr T€ 65) enthalten. Außerordentliche Erträge sind im Geschäftsjahr nicht entstanden. 2. Personalaufwand Im Posten soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 228.972,46 (Vorjahr T€ 208) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 466.151,32 (Vorjahr T€ 419). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine außerordentlichen Aufwendungen enthalten. 4. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen betreffen sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr in voller Höhe Erträge aus verbundenen Unternehmen. 5. Sonstige Zinsen und Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von € 99.602,16 (Vorjahr T€ 116). 6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe eines Jahresbetrages von T€ 848 bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von T€ 0. V. Sonstige Angaben 1. Organe, Gesamtbezüge der Geschäftsführung Allein vertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr Herr Steffen Schmidt, Diplom Ingenieur, Eschbach. Die Gesellschaft macht von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 2. Angaben zum Konzernabschluss Die Gesellschaft stellt selbst einen Konzernabschluss für den weitesten Kreis von einzubeziehenden Unternehmen auf. Sie wird nicht in einen anderen Konzernabschluss einbezogen. 3. Angaben zu Arbeitnehmern Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 259 Mitarbeiter (Vorjahr 215) beschäftigt, hiervon waren 238 Angestellte und 21 Aushilfen. 4. Honorar der Abschlussprüfer Die Angabe der Honorare für den Abschlussprüfer unterbleibt gem. § 288 Abs. 2 HGB. 5. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen
6. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss unter Einbeziehung des Gewinnvortrags in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Karlsruhe, 31. Oktober 2024 IPG Automotive GmbH Geschäftsführung Dipl. -Ing. Steffen Schmidt sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die IPG Automotive GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IPG Automotive GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IPG Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, den 31. Oktober 2024 PFLUGERPARTNER
GmbH
Pirmin Schroff, Wirtschaftsprüfer |
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