Herstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug daraus
Archroma Germany GmbH
Kasteler Straße 45, 65203 Wiesbaden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Archroma Textiles S.à r.l. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
M. Dohmen GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Archroma Germany GmbHWiesbadenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024Bilanz zum 30. September 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2023 bis 30. September 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024Allgemeines Der vorliegende Jahresabschluss der Archroma Germany GmbH, Wiesbaden, zum 30. September 2024 ist nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Archroma Germany GmbH gilt entsprechend den Größenklassen des HGB zum 30. September 2024 als große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gesellschaft hat ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr, das am 1. Oktober eines Jahres beginnt und am 30. September des darauffolgenden Jahres endet. Die Gesellschaft ist unter der Firma Archroma Germany GmbH mit Sitz in Wiesbaden im Handelsregister des Amtsgerichtes Wiesbaden unter der Nummer HRB 27018 eingetragen. Der Jahresabschluss wird in EUR aufgestellt. Die Angaben erfolgen in EUR bzw. TEUR; Rundungsdifferenzen sind möglich. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Kundenlisten werden über fünf Jahre, erworbene REACH-Registrierungen über zwölf Jahre und Software wird über drei Jahre planmäßig abgeschrieben. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten von selbsterstellten Sachanlagen umfassen dabei neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer für Gebäude werden höchstens 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen höchstens 20 Jahre sowie für andere Anlagen und für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung höchstens 15 Jahre angesetzt. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250,00 und bis zu EUR 1.000,00 betragen, werden im Rahmen eines Sammelpostens über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten weniger als EUR 250,00 betragen, werden gemäß § 6 Abs. 2a Satz 4 EStG in voller Höhe im Aufwand erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wenn der Grund für die dauernde Wertminderung entfallen ist, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten berücksichtigt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten aktiviert bzw., bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten, bei Erzeugnissen und Waren jedoch höchstens zu den aus den Verkaufspreisen abgeleiteten realisierbaren Preisen zum Bilanzstichtag. Bei der Berechnung der realisierbaren Preise wird das Prinzip einer verlustfreien Bewertung beachtet. In den Herstellungskosten von Erzeugnissen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für einzelne erkennbare Risiken werden Abschreibungen in angemessener Höhe berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag abzüglich eventuell notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert erfasst. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Der Wertansatz von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der so genannten Projected Unit Credit Method (Verfahren laufender Einmalprämien) errechnet worden. Die Ermittlung des Rückstellungsbetrages erfolgte unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 HGB wurde für die Abzinsung der für den Bilanzstichtag prognostizierte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren herangezogen. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden dabei berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs des Transaktionstages. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit länger als ein Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit länger als ein Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungs-verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisen-kassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben/Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der Anlage zum Anhang (Anlagespiegel). (1) Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen erworbene REACH-Registrierungen (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) entsprechend der Chemikalienverordnung (EG) Nr. 1907/2006. Darüber hinaus enthält der Posten gekaufte Software. (2) Sachanlagen Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren im Zusammenhang mit dem ab 1. Januar 2025 geplanten Rumpfbetrieb am Standort Gendorf außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegen-stände des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 3.300 erforderlich. Davon betroffen waren im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen. (3) Finanzanlagen (Anteile an verbundenen Unternehmen) Zum 30. September 2024 hält die Archroma Germany GmbH sämtliche Anteile an der Archroma International (Germany) GmbH mit Sitz in Langweid am Lech. Das Eigenkapital der Archroma International (Germany) GmbH beträgt, auf Basis des aktuellen Stands der Buchhaltung, per 30. September 2023 TEUR 14.045. Der Jahresfehlbetrag beträgt, auf Basis des aktuellen Stands der Buchhaltung, TEUR 1.474. Die Anteile an der Archroma International (Germany) GmbH, Langweid am Lech, wurden am 28. Februar 2023 durch Abschluss eines Share Deals im Rahmen des weltweiten Erwerbs der Textilsparte der Huntsman-Gruppe durch die Archroma- Gruppe erworben. Nachträgliche Anschaffungskosten von TEUR 2.612 im Zusammenhang mit einer Kaufpreisanpassung erhöhten den Beteiligungsbuchwert im Berichtsjahr. (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 21.294 (Vorjahr: TEUR 15.552) und Forderungen aus Cash Pool-Vereinbarungen in Höhe von TEUR 2.257 (Vorjahr: TEUR 1.062) enthalten. Davon entfallen auf die Gesellschafterin, die Archroma Management GmbH mit Sitz in Pratteln in der Schweiz, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.076 (Vorjahr: TEUR 1.765) und Cash Pool-Forderungen in Höhe von TEUR 2.257 (Vorjahr: TEUR 1.062). Die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen und sonstiger Vermögensgegenstände ist wie im Vorjahr kleiner als ein Jahr. (5) Eigenkapital
Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis in Höhe von TEUR -11.692 auf neue Rechnung vorzutragen. (6) Rückstellungen für Pensionen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit TEUR 6.849 (Vorjahr: TEUR 7.324) für Anwartschaften und laufende Leistungen gebildet. Hierbei wurde der Zeitwert von TEUR 475 verrechnet, der sich für Kapitalanlagen ergibt, die in einem rechtlich selbstständigen Deckungsvermögen (Trust) bei einem Treuhänder gebunden sind. Der in den Aufwendungen für Altersversorgung verrechnete Ertrag des Deckungsvermögens betrug TEUR 39. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 379. Ein Betrag in Höhe von TEUR 67 unterliegt der Ausschüttungssperre. Folgende Annahmen lagen der Berechnung zugrunde:
Unter Anwendung des für den Bilanzstichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,92 % p.a. würde sich ein Rückstellungsbetrag von TEUR 6.797 ergeben. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum Stichtag TEUR -52 (Vorjahr: TEUR 174). (7) Sonstige Rückstellungen Unter dem Posten "Sonstige Rückstellungen" wird eine Vielzahl von Rückstellungsarten erfasst. Dies sind vor allem Rückstellungen für mitarbeiterbezogene Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.160 (Vorjahr: TEUR 1.346). Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr steht im Zusammenhang mit Restrukturierungsprogrammen betreffend die Standorte Gendorf und Korschenbroich. Auf diese Sachverhalte entfällt zum Bilanzstichtag ein Rückstellungsbetrag von TEUR 4.330 (Vorjahr: TEUR 0). Auch beinhaltet dieser Posten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 2.012 (Vorjahr: TEUR 1.885). (8) Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14.574 (Vorjahr: TEUR 8.177) und Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von TEUR 55.998 (Vorjahr: TEUR 55.075) enthalten. Das von der Archroma Operations S.à.r.l., Luxemburg, ausgereichte Darlehen in Höhe von TEUR 24.556 (Vorjahr: TEUR 24.556) hat eine Laufzeit bis 30. Juni 2027. Das von der Gesellschafterin, der Archroma Management GmbH, ausgereichte Darlehen in Höhe von TEUR 31.443/TUSD 34.997 (Vorjahr: TEUR 30.520/TUSD 32.273) wird am 28. Februar 2052 fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr betragen TEUR 1.007 (Vorjahr: TEUR 2.033). Soweit nicht abweichend angegeben, sind die Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig. Besicherungen bestehen nicht. (9) Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurde in der Eröffnungsbilanz zum 30. September 2013 die Differenz der Rückstellungen für Pensionen zwischen dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag und dem Zeitwert der Verpflichtung (Zinssatz von 3,5 % zugrunde gelegt) in Höhe von TEUR 1.033 ausgewiesen. Dieser Posten wird über 15 Jahre linear aufgelöst und vermindert den jährlichen Personalaufwand. Im Geschäftsjahr 2023/2024 erfolgte eine Auflösung von TEUR 34. (10) Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen
Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen mit verbundenen Unternehmen innerhalb von Europa. (11) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.935 (Vorjahr: TEUR 418). (12) Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 264 periodenfremde Aufwendungen enthalten (Vorjahr: TEUR 352). Das Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 110, davon entfallen TEUR 86 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 23 auf Steuerberatungsleistungen. (13) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB auf temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen ermittelt (im Wesentlichen Rückstellungen für Pensionen und sonstige Rückstellungen). Passive latente Steuern werden nur insoweit ausgewiesen, wie sie aktive Steuerlatenzen übersteigen. Zum 30. September 2024 betrug der Überhang der aktiven latenten Steuern TEUR 1.349 (Vorjahr: TEUR 1.227). Auf den Bilanzausweis wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in Deutschland zum Zeitpunkt der Realisation gelten beziehungsweise erwartet werden (29,45 %). Sonstige Angaben Angaben über Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 174 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 184 Mitarbeiter), die sich wie folgt aufteilen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die in der Bilanz nicht erscheinenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Miet-, Pacht- und Leasingverträge für Betriebsgebäude und Anlagengegenstände. Die Struktur der Fälligkeiten stellt sich wie folgt dar:
Bei den Miet-, Pacht- und Leasingverträgen handelt es sich um so genannte Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können (hierfür gibt es derzeit keine Anzeichen). Geschäftsführung
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Mutterunternehmen Die Archroma Germany GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Archroma Management GmbH, Schweiz. Der Konzernabschluss der Archroma-Gruppe wird für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen von der Archroma Group S.à.r.l, Luxemburg, für alle Konzerngesellschaften erstellt. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt in Luxemburg unter der Handelsregisternummer B268357. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Verwendung des Ergebnisses Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Wiesbaden, den 11. Februar 2025 Archroma Germany GmbH Die Geschäftsführung Dr. Hanspeter Gethöffer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 1. Oktober 2023 bis 30. September 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/20241 Grundlagen 1.1 Geschäftsmodell Die Archroma Germany GmbH (AGG) ist die deutsche Produktionsgesellschaft im Archroma-Verbund, einer global tätigen Unternehmensgruppe im Bereich der Farb- und Spezialchemie mit der Archroma Management GmbH, Pratteln, Schweiz als Mutterunternehmen. Mit den zwei Geschäftsbereichen "Textile Effects" und "Packaging Technologies" liefert die Archroma-Gruppe Spezialchemikalien und Farbstoffe, die auf die Anforderungen von Kunden in deren lokalen Märkten abgestimmt sind. Die AGG ist in Deutschland in beiden Geschäftsbereichen aktiv und produzierte im Geschäftsjahr an den Standorten Wiesbaden, Gersthofen, Gendorf und Korschenbroich. In Frankfurt-Höchst wird ein Zentrallager betrieben. Die Umsätze der AGG stammen zu 53 % (Vorjahr: 49 %) aus Eigenproduktion an den genannten Standorten, die für das außereuropäische Geschäft von der Archroma Management GmbH und für das europäische Geschäft (außer Schweiz) für das gesamte Produktportfolio von der Archroma Distribution and Management Germany GmbH (ADM), Wiesbaden, vertrieben werden. Zu 47 % (Vorjahr: 51 %) stammen die Umsätze der Gesellschaft aus Handelswaren, die größtenteils außerhalb Deutschlands in weiteren Werken der Archroma-Gruppe produziert und über das Zentrallager von der ADM vertrieben werden. Als Kommissionärin erhält die ADM eine entsprechende Vergütung. Die AGG als Produzent und Kommittent trägt die Chancen und Risiken aus dem Europageschäft. Für das Geschäft außerhalb Europas liegen die Chancen und Risiken bei der Archroma Management GmbH. Die Entwicklung der AGG ist daher in größerem Maße von europäischen Marktbedingungen abhängig bzw. beeinflusst. Die Archroma Germany GmbH wurde mit der Eintragung in das Handelsregister am 10. Mai 2013 gegründet. Die Gesellschaft hat, analog zu Vorjahren, ein abweichendes Geschäftsjahr, das den Zeitraum vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des darauffolgenden Jahres umfasst. 1.2 Steuerungssystem Die Steuerung erfolgt im Archroma-Konzern nicht für einzelne Gesellschaften, sondern in einer eigenen Managementstruktur nach Funktions- und Geschäftsbereichen. Die Steuerungs-größen sind im Konzern auf IFRS-Basis definiert und können auf die AGG nicht unmittelbar angewendet werden, da für diese das deutsche Handelsrecht (HGB) als verpflichtende landesrechtliche Rechnungslegungsnorm relevant ist. Um die Aussagekraft zwischen Lagebericht und Jahresabschluss nicht zu beeinträchtigen, wird eine einheitliche Basis verwendet. Die Darstellung des Geschäftsverlaufs erfolgt auf Basis der im handelsrechtlichen Abschluss ausgewiesenen Kennzahlen; analog zum Archroma-Konzern werden die beiden bedeutsamsten Steuerungsgrößen Umsatz und Ergebnis vor Steuern erläutert. 1.3 Forschung und Entwicklung Innovative, passgenaue und hochqualitative Lösungen für Kunden sind Kern der Archroma-Strategie und stehen im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Die Entwicklungseinheiten am Standort Gendorf sind als globale Forschungs- und Entwicklungszentren der Archroma-Gruppe für Fluor, Fluorfrei Repellent und Finishing Chemicals aufgestellt. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten befassen sich insbesondere auch mit der Entwicklung fluorfreier Textilchemikalien, die überall dort eingesetzt werden können, wo nur eine durchschnittliche Wasser- und Ölabweisung notwendig ist. Gleichwohl bleibt die Zielsetzung bestehen, auch ganz ohne Fluor vor allem im Outdoor-Bereich eine ausreichende Wasser- und Ölabweisung zu erreichen. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass auch die "C6-Chemie", die im Vergleich zur "C8-Chemie" als Vorgänger deutlich verbesserte ökologische Eigenschaften aufweist, nach EU-Recht ab Oktober 2026 nur noch für spezielle Anwendungen wie Schutzmasken, persönliche Schutzausrüstung und Militärausrüstung zum Einsatz kommen soll. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der AGG werden als Forschungs- und Entwicklungsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.505 (im Vorjahr: TEUR 1.833) ausgewiesen. Ein Großteil dieser Aktivitäten wird als Dienstleistung an die Archroma IP GmbH, Reinach, Schweiz, erbracht. Hieraus hat die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.908 (im Vorjahr: TEUR 2.332) erzielt. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach wie vor erscheint die deutsche Wirtschaft wie gelähmt. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Ländern fällt die Wirtschaftsleistung in Deutschland weiterhin ab. Die Frühindikatoren lassen auch für 2025 wenig Hoffnung aufkommen: Zwar sollte in den kommenden beiden Jahren eine allmähliche Erholung einsetzen, allerdings werden sich die Industrie- und die Konsumkonjunktur nur sehr langsam aus ihrer Starre befreien. Die Vorhersage für das deutsche Wirtschaftswachstum des ifo Institut liegt bei 0,9 % - 1,5 %. 1 Durch die Neuwahlen im Februar 2025 könnte es zu einem tiefgreifenden Politikwechsel und einem Fokus auf eine wettbewerbsfähige Wirtschaft in Deutschland kommen. Denn die jetzige Situation ist nach wie vor gekennzeichnet durch Nachwirkungen vorangegangener Krisen, insbesondere von erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen. Bezogen auf die Branche Chemie und Pharma passt der Branchenverband VCI seine Wachstumsprognose an und erwartet für das Kalenderjahr 2024 beim Branchenumsatz ein Minus von 2 %. 2 Insgesamt trete die deutsche Wirtschaft weiter auf der Stelle, die Bundespolitik ist aktuell größtenteils mit sich selbst beschäftigt und die Stimmung in den Unternehmen könne kaum schlechter sein. Der Ausblick auf die kommenden Monate biete wenig Hoffnung. Den Unternehmen fehlen weiterhin die Aufträge. Die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich 74,8 % nicht ausgelastet. Damit lag die Produktion seit dreizehn Quartalen unterhalb der wirtschaftlich notwendigen Grundauslastung von 82 %.
2
https://www.chemietechnik.de/markt/chemieverband-sieht-stimmung-auf-tiefpunkt-301.html.
Der Gesamtumsatz der Chemie- und Pharmaindustrie ist weiterhin rückläufig und wird gestützt durch die Pharmabranche, was sich auch bei den Beschäftigtenzahlen zeigt: Gesamthaft bleibt die Zahl der Arbeitsplätze stabil, jedoch nur aufgrund von Zuwächsen im Pharmabereich. 2.2 Entwicklung der Geschäftsbereiche Textile Effects Die Textilindustrie ist auch von der allgemeinen Konjunkturkrise getroffen. Der Verband der Chemischen Industrie e.V. sieht in seinem Bericht zum 3. Quartal 2024 die Stimmung auf einem Tiefpunkt. Der Branchenumsatz für das Jahr 2024 wird mit 2 % unterhalb des Vorjahres prognostiziert. Die Auslastung der Unternehmen ging weiter zurück und betrug Ende des 3. Quartals nur 74,8 %. Auch die Nachfrage nach chemischen Produkten sinkt weiter. Entsprechend ist der Auftragseingang vor allem im Inland eingebrochen. Vor diesem Hintergrund ist die Stimmung in den Unternehmen eingetrübt. Auch die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate sind sehr zurückhaltend und deuten eher auf einen weiteren Rückgang hin. 3
3
https://www.vci.de/ergaenzende-downloads/qb-q3-2024.pdf.
Die skizzierten Rahmenbedingungen beeinflussen auch die AGG. Die AGG erzielte in diesem Geschäftsbereich im Geschäftsjahr 2023/2024 Umsatzerlöse von TEUR 140.751 und lag damit um 2,5 % unter dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Steuern dieses Geschäftsbereichs beläuft sich auf TEUR -9.217 nach TEUR -4.742 im Vorjahr. Packaging Technologies Für die deutsche Papier- und Verpackungsindustrie wird mit rückläufigen Mengen für die kommenden Jahre gerechnet. 4 Der Verband DIE PAPIERINDUSTRIE zeigt mit seiner Jahresbilanz 2023 eine alarmierende Situation. Im Vergleich zum Vorjahr weist die Gesamtproduktion in Deutschland einen Rückgang um 14 % auf und sank auf den niedrigsten Wert der letzten 20 Jahre. Im ersten Quartal 2024 sind die Umsätze mit 14,1 % weiter rückläufig. In der Rezession wird weniger gekauft, weniger verpackt und weniger geworben. Steigende Rohstoffkosten belasten die Papier- und Verpackungsindustrie zusätzlich. 5
4 https://www.presseportal.de/pm/52329/5212816.
Die Umsatzerlöse sind in diesem Geschäftsbereich um 8,7 % auf TEUR 37.825 zurückgegangen. Das Ergebnis vor Steuern dieses Geschäftsbereichs beläuft sich auf TEUR -2.476 nach TEUR -1.361 im Vorjahr. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr. Neben den Umsatzerlösen, die den beiden Geschäftsbereichen zuzurechnen sind, sind in diesem Zusammenhang die Umsatzerlöse für sonstige Leistungen betreffend die Weiterbelastung von Forschungs- und Entwicklungskosten an verbundene Unternehmen zu erwähnen, welche im Vorjahr insbesondere die Weiterbelastung periodenfremder Leistungen in Höhe von TEUR 2.785 an die Archroma IP GmbH beinhalten.
3 Geschäftsverlauf und Lage 3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse des Vorjahres konnten im Geschäftsjahr 2023/2024 nicht erreicht werden. Der Umsatz lag vor allem durch mengenbedingte Rückgänge bei den Handelswaren mit TEUR 181.326 unterhalb des Vorjahresniveaus von TEUR 191.384, was einem Rückgang um TEUR 10.058 oder 5,3 % entspricht. Damit sind die Erwartungen des Vorjahres, die einen Umsatzrückgang um 6 % prognostiziert hatten, im Wesentlichen eingetreten. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 2.041 nach TEUR 552. Ursächlich für die Veränderung sind Wechselkurs-Gewinne auf Intercompany-Darlehen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Aufwand für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und für bezogene Waren um 7,8 % gesunken, die Aufwendungen für bezogene Leistungen (hauptsächlich Energie) sind um 31,4 % gestiegen. Die Materialintensität (berechnet als Materialaufwand in Relation zu Umsatzerlösen zuzüglich Bestandsveränderung) hat sich mit 65,8 % gegenüber dem Vorjahr (68,1 %) reduziert. Ursächlich für die Verbesserung war der gestiegene Anteil der Umsatzerlöse mit Artikeln aus Eigenproduktion (53 % der Umsatzerlöse nach 49 % im Vorjahr). Aus dem gleichen Grund ist der Rohertrag als Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand im Geschäftsjahr 2023/2024 um TEUR 2.531 auf TEUR 61.860 und damit um 4,3 % gestiegen. Der Personalaufwand hat sich um TEUR 4.309 auf TEUR 21.122 erhöht. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden hat sich von 184 im Vorjahr auf 174 im Geschäftsjahr 2023/2024 verringert. Die Personalintensität (berechnet als Personalaufwand in Relation zu Umsatzerlösen zuzüglich Bestandsveränderung) beträgt 11,7 % nach 9,0 % im Vorjahr. Ursächlich für diese Entwicklung sind Restrukturierungsmaßnahmen an den Standorten Gendorf und Korschenbroich. Die Abschreibungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen für technische Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 3.300 infolge kürzerer Nutzungsdauern im Zusammenhang mit der Restrukturierung am Standort Gendorf. Die planmäßigen Abschreibungen liegen mit TEUR 3.061 im Wesentlichen auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich mit TEUR 42.332 in etwa auf der Höhe des Vorjahres mit TEUR 41.957. Das (negative) Zinsergebnis hat sich um TEUR 1.620 von TEUR -4.159 auf TEUR -5.779 erhöht. Ursächlich für diese Veränderung um 39,0 % ist im Wesentlichen der Umstand, dass das im März des vorangehenden Geschäftsjahrs zur Finanzierung des Erwerbs der Anteile an der Archroma International (Germany) GmbH aufgenommene Intercompany-Darlehen im Geschäftsjahr 2023/2024 volle zwölf Monate zu verzinsen war. Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR -11.694 nach TEUR -6.103 im Vorjahr. Die Prognose des Vorjahres, nach der für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein deutlich schlechteres Ergebnis vor Steuern zu erwarten war, hat sich somit bestätigt. Die Entwicklung der Ertragslage im Geschäftsjahr 2023/2024 war maßgeblich negativ beeinflusst von Restrukturierungs-maßnahmen an den Standorten Korschenbroich und Gendorf. Im Vorjahr waren in den Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag TEUR 1.470 für die abgeschlossene Betriebsprüfung betreffend die Jahre 2013 bis 2017 enthalten, was die deutliche Veränderung gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr erklärt. Es ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 11.692 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von TEUR 7.898). 3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.660 bzw. 1,6 % auf TEUR 106.096 erhöht. Im Bereich des Anlagevermögens war eine Abnahme um TEUR 1.478 bzw. 2,9 % von TEUR 51.143 auf TEUR 49.665 zu verzeichnen. Die Investitionen im Bereich Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände belaufen sich auf insgesamt TEUR 2.272 (Vorjahr: TEUR 1.415). In Bezug auf die Anteile an der im Vorjahr erworbenen Archroma International (Germany) GmbH waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nachträgliche Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 2.612 zu berücksichtigen, sodass sich der Buchwert zum Bilanzstichtag auf TEUR 33.073 (Vorjahr: TEUR 30.461) beläuft. Die Zugänge im Anlagevermögen wurden überkompensiert von einerseits den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.061 (Vorjahr: TEUR 3.054) und andererseits den außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.300 (Vorjahr: TEUR 0) auf Sachanlagen im Zusammenhang mit der Restrukturierung am Standort Gendorf. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um TEUR 3.722 bzw. 7,1 % von TEUR 52.531 auf TEUR 56.253. Im Bereich des Vorratsvermögens war ein Rückgang um TEUR 2.875 bzw. 8,8 % von TEUR 32.632 auf TEUR 29.757 zu verzeichnen, der im Wesentlichen auf die Veränderung der fertigen Erzeugnisse und Waren von TEUR 21.386 um TEUR 3.445 auf TEUR 17.941 zurückzuführen ist. Ursächlich hierfür ist insbesondere ein gegenüber dem Vorjahr reduziertes Einkaufsvolumen aufgrund der verschlechterten Aussichten für das kommende Geschäftsjahr sowie ein strikter Fokus auf die Reduzierung des working capital. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich, getrieben von deutlich höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 23.551 nach TEUR 16.614 im Vorjahr) um TEUR 6.597 bzw. 33,2 % von TEUR 19.895 auf TEUR 26.492 erhöht. Die gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 5.742 den Liefer- und Leistungsverkehr und mit TEUR 1.195 Cash Pool-Forderungen. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des Jahresfehlbetrags in Kombination mit einer gestiegenen Bilanzsumme von 16,7 % im Vorjahr auf 5,4 % zum Bilanzstichtag reduziert. Die Rückstellungen liegen mit TEUR 16.303 um TEUR 4.919 bzw. 43,2 % über dem Vorjahresniveau von TEUR 11.384. Diese Erhöhung resultiert mit TEUR 4.330 im Wesentlichen aus Rückstellungen für Restrukturierungsprogramme an den Standorten Gendorf und Korschenbroich. Die Passivseite ist, wie im Vorjahr, geprägt von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die sich um TEUR 7.320 von TEUR 63.252 im Vorjahr auf TEUR 70.572 erhöht haben. Dies liegt zum einen an gestiegenen Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 14.574 nach TEUR 8.177 im Vorjahr, Veränderung um TEUR 6.397), zum anderen an der Erhöhung des Darlehens zur Finanzierung des Erwerbs der Anteile an der Archroma International (Germany) GmbH von der Archroma Management GmbH (Laufzeit bis 28. Februar 2052) (TEUR 31.443 nach TEUR 30.520 im Vorjahr, Veränderung um TEUR 923). Wie im Vorjahr besteht daneben das von der Archroma Operations S.à.r.l., Luxemburg, ausgereichte Darlehen (Laufzeit bis 30. Juni 2027) (unverändert zum Vorjahr TEUR 24.556). Die Zinssätze basieren auf Referenzzinssätzen wie z.B. dem EURIBOR zuzüglich Marge. Gesamtaussage Wenngleich die prognostizierte Entwicklung mit, im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023, rückläufigen Umsatzerlösen und einem deutlich verschlechterten Ergebnis vor Steuern ein- getreten ist, ist die Geschäftsführung mit der Geschäftsentwicklung angesichts der erforderlichen Restrukturierung an den Standorten Gendorf und Korschenbroich und der gesamtwirtschaftlichen Lage nur bedingt zufrieden. 4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Chancen- und Risikobericht Die AGG ist in den weltweiten Vertriebs- und Produktionsverbund des Archroma-Konzerns eingebunden, der über eine Matrixorganisation (global/lokal) gesteuert wird. Das Risikomanagement ist dabei integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Grundlage hierfür sind insbesondere die Managementstruktur, das Planungssystem sowie die Berichts- und Informationssysteme (monatliche Finanz- und Controlling-Routinen etc.). Die IT-Infrastruktur der AGG wird auf Gruppenstufe verantwortet (Softwarelizenzen, Hardware, ERP-Funktionalitäten, Wartung und Neubeschaffung von IT-Installationen). Mit dem Ziel, eine sichere Plattform zu gewähren, setzt die Archroma Management GmbH dabei interne Spezialisten und externe Dienstleister ein. Der steigenden Cyberkriminalität wird z.B. durch verpflichtende Onlinekurse, die das Bewusstsein u.a. für Phishing-Mails schärfen sollen, begegnet. Für versicherbare Risiken im Produktions- und Logistikbereich (z.B. Betriebsunterbrechung, Sachschäden) hat die AGG entsprechende Versicherungen abgeschlossen, wodurch die verbleibenden Risiken begrenzt werden sollen. Im Folgenden werden die für die AGG wesentlichen Risiken und Chancen beschrieben. Die Darstellung der Risiken erfolgt dabei nach der Nettomethode, d.h. unter Berücksichtigung von Risikobegrenzungsmaßnahmen. Branche und Umfeld Für die AGG ergeben sich Chancen aus der Einbindung in den weltweit tätigen Archroma-Verbund und ihrer Rolle als deutscher Produktionsgesellschaft. Umgekehrt ergeben sich aus diesem Geschäftsmodell und dem damit verbundenen Kundenkreis (Verbund) Risiken in Form einer Abhängigkeit von der Nachfrage bzw. der Abnahme der verbundenen Unternehmen. Zusammenfassend stufen wir dieses Chancen-/Risikoprofil als von hoher Bedeutung für die AGG ein. Ende 2022 hat 3M/Dyneon den vollständigen Rückzug aus der Fluorchemie für Ende 2025 angekündigt. Dies hat für uns die Konsequenz, dass wir, ausgehend von dem Rohstoff Tetrafluorethylen (TFE), diese Produkte nicht mehr an unserem Standort in Gendorf herstellen können. Ein externer Bezug von TFE ist aus technischen Gründen nicht möglich. Angesichts dieser Entwicklungen wurde bereits im Vorjahr ein Projektteam mit dem Ziel gegründet, die Auswirkungen auf die AGG zu ermitteln sowie mögliche Handlungsalternativen abzuleiten und zu evaluieren. Nach Prüfung der Alternativen wurde die Entscheidung getroffen, die Produktion der auf dem Rohstoff TFE basierenden Vor- und Zwischenprodukte Ende Dezember 2024 einzustellen. Die Herstellung der Nuva-Marken und der nicht Fluor haltigen Produkte wird am Standort unverändert fortgeführt. Die Geschäftsführung steht bezüglich der Maßnahmen zur Stilllegung der betroffenen Produktionsanlagen sowie der Auswirkungen auf die Mitarbeiter mit dem Vorstand der Muttergesellschaft in der Schweiz in laufendem Austausch. Anfang Oktober 2024 wurden die Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan am Standort Gendorf abgeschlossen. Branchenbedingt ist die Gesellschaft, wie auch der Archroma-Verbund, mit zahlreichen regulatorischen Anforderungen und Vorgaben konfrontiert. Insgesamt sehen wir, wie viele andere Unternehmen der industriellen Produktion, bei der weiterhin hohen Regulierungsdichte der EU längerfristige Risiken für den Industriestandort Deutschland. Die potenziellen Auswirkungen auf die AGG sind für uns von mittlerer bis hoher Bedeutung. Gleichwohl sehen wir Chancen im Zusammenhang mit der steigenden Tendenz, ökologisch unbedenklichere Textilien und Spezialchemikalien zu bevorzugen. Die Archroma-Gruppe hat sich diesem Trend nachhaltig verpflichtet und möchte Kunden durch Verkauf von Gesamtlösungen nicht nur einen ökologischen, sondern auch einen ökonomischen Vorteil anbieten. Entsprechende Chancen stufen wir als von geringer Bedeutung ein. Beschaffungsmarkt Geopolitische, weltwirtschaftliche und klimatische Unsicherheitsfaktoren können sich auf die Rohstoffpreisentwicklung auswirken. Entsprechende Risiken werden im Archroma-Verbund zentral überwacht und gesteuert. Dazu zählt auch ein pro-aktives Lieferantenmanagement. Die Energiepreise scheinen auf einem hohen bis mittleren Niveau, mit gewissen Ausschlägen nach oben oder unten, zu stagnieren. Unser Ziel besteht unverändert darin, an Energie- bzw. allgemein Ressourceneinsparungen zu arbeiten. In diesem Zusammenhang ist auch das Energieeffizienzgesetz aus November 2023 zu erwähnen, das Behörden, Unternehmen und Rechenzentren entsprechend den EU-Vorgaben dazu verpflichtet, ab 2024 Maßnahmen zu ergreifen, um mehr Energie einzusparen. Notwendig bis Juni 2025 sind eine Zertifizierung sowie Umsetzungspläne für wirtschaftliche Energieeinsparmaßnahmen und deren Veröffentlichung. Darüber hinaus muss ein Energiebeauftragter ernannt werden. Wir werden weiter versuchen, Preissteigerungen im Beschaffungsbereich am Markt durchzusetzen und entsprechend weiterzugeben. Beschaffungsmarktbezogene Risiken stufen wir zusammenfassend als von mittlerer bis hoher Bedeutung für die Gesellschaft ein. Finanzwirtschaft Wie in Vorjahren ist die AGG in die konzerninterne Finanzierung des Archroma-Verbunds eingebunden: Mit der Archroma Management GmbH besteht zum einen eine Cash Pool-Vereinbarung. Zum anderen haben verbundene Unternehmen, unter anderem die Archroma Management GmbH, der Gesellschaft Darlehen gewährt. Die Liquidität ist aus Sicht der Geschäftsführung im Prognosezeitraum sichergestellt. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die konzerninterne Finanzierung im Prognosezeitraum angesichts der Funktion der Archroma Germany GmbH als deutsche Produktionsgesellschaft im international tätigen Archroma-Verbund aufrechterhalten wird. Die Cash Pool führende Gesellschaft hat bestätigt, dass die Finanzierung bis mindestens Ende 2026 aufrechterhalten wird. Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung stufen wir als von geringer Bedeutung ein. Aufgrund der überwiegenden Fakturierung in Euro sind Währungsrisiken für das laufende Geschäft von geringer Bedeutung. Die Entwicklung des US-Dollars beeinflusst die Höhe eines Intercompany Darlehens, das die Passivseite der Bilanz wesentlich prägt und bei einem schwachen Euro das Finanzergebnis negativ beeinflusst. Das Forderungsausfallrisiko stufen wir angesichts des Kundenkreises, der sich im Wesentlichen aus verbundenen Unternehmen zusammensetzt, ebenfalls als von geringer Bedeutung ein. Etwaigen Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Personal Risiken im Personalbereich sehen wir als von insgesamt mittlerer Bedeutung für die AGG an. In dem Zusammenhang sind zum einen der bestehende Fachkräftemangel, zum anderen ein höherer Krankenstand zu erwähnen. Eine allgemein steigende Fluktuation, die unter anderem auf eine geringere Bindung an den Arbeitgeber zurückzuführen ist, spüren wir auch bei Archroma. Unser Ziel besteht darin, die Attraktivität der AGG als Arbeitgeber zu steigern, um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und auf diese Weise auch den demografischen Herausforderungen der nächsten Jahre zu begegnen. Dabei sollen Know-How-Träger im Unternehmen gehalten und es soll gleichzeitig im Rahmen einer pro-aktiven Nachfolgeplanung sichergestellt werden, dass das erforderliche Wissen frühzeitig übertragen wird. Der regelmäßige und enge Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden stellt die Basis der Personalentwicklung dar. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023/2024 umfasste die Belegschaft 174 Personen, was einem Rückgang von zehn Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. 4.2 Prognosebericht Angesichts der weltweiten Krisen und des Streits um den Bundeshaushalt erwartet das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) auch 2025 einen Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung. Es wäre das zweite Jahr mit schrumpfender Wirtschaft in Folge. 6
6
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/konjunkturprognosen-bip-haushaltskrise-100.html.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes sehen wir nach einem schwachen letzten Geschäftsjahr noch keine durchgreifende Verbesserung der Situation. Es bleibt insbesondere abzuwarten, wie sich die multiple Krise auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung unserer Kunden sowohl regional als auch global auswirkt. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwartet die Geschäftsführung vor diesem Hintergrund und weiteren Restrukturierungsmaßnahmen einen Umsatzrückgang zwischen 15 und 20 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern wird sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2023/2024 noch einmal sehr deutlich verschlechtern.
Wiesbaden, den 11. Februar 2025 Die Geschäftsführung Dr. Hanspeter Gethöffer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Archroma Germany GmbH, Wiesbaden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Archroma Germany GmbH, Wiesbaden, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Archroma Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ulm, den 11. Februar 2025 KPMG
AG
Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer Walter, Wirtschaftsprüferin |
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