Leybold Optics Dresden GmbHLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Bartels seit 5.2.2018 | Liquidator |
Kurt Hakansson seit 10.12.2009 | Geschäftsführer |
Sven-Roger Georg Baron von Schilling seit 10.12.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Leybold Optics Dresden GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2014 bis zum 28.02.2015Bilanz zum 28. Februar 2015Aktiva
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. März 2014 bis 28. Februar 2015Leybold Optics Dresden GmbH i.L., DresdenAllgemeine Angaben Der vorliegende Abschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften haben wir zum Teil Gebrauch gemacht. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Mit Wirkung zum 1. Januar 2002 wurde mit der Gesellschafterin Leybold Optics GmbH, Alzenau, ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag auf die Dauer von fünf Jahren abgeschlossen. Dieser wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 28.02.2014 mit Wirkung zum 28.02.2014 gekündigt. Seit dem 1. Mai 2012 gehört die Leybold Optics Dresden GmbH i.L. zum Bühler-Konzern in der Schweiz. Mit Gesellschafterbeschluss vom 20. November 2013 wurde die Einstellung sämtlicher Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft zu Ende Februar 2014 und mit Beschluss vom 20. Februar 2014 die Auflösung der Gesellschaft mit Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2014 beschlossen. Die endgültige Liquidation der Gesellschaft ist zum Ende des Jahres 2016 bzw. Anfang des Jahres 2017 vorgesehen. Entsprechend wurde der Jahresabschluss nicht mehr unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt und die Jahresabschlussposten unter Verwertungs- und Veräußerungsgesichtspunkten zu Zerschlagungswerten bewertet. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren mit folgenden Ausnahmen im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (max. drei Jahre; lineare Methode) vermindert. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Eine Wertaufholung erfolgt, wenn der Grund für den niedrigeren Wertansatz entfällt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände gem. § 248 Abs. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Das Sachanlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die übliche Nutzungsdauer für technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, andere Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen drei und 15 Jahren. Geringwertige Anlagegüter zwischen EUR 150,00 bis zu einem Wert von EUR 1.000,00 werden über fünf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Erhaltene Investitionszulagen werden sofort erfolgswirksam erfasst. In den Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Im Zuge Liquidation der Gesellschaft wurden zum Bilanzstichtag sämtliche verbliebene Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens vollständig wertberichtigt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Durchschnittskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Risiken aus eingeschränkter Verwertbarkeit in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie in den fertigen Norm- und Vorratsteilen werden durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr alle Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe vollständig abgewertet. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellkosten bewertet. Sie beinhalten die direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhne, Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten, angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens sowie anfallende Sondereinzelkosten der Fertigung. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch nach dem Bilanzstichtag anfallende Kosten vorgenommen. Darüber hinaus wurden die Bestände ohne konkreten Kundenauftrag vollständig wertberichtigt. Im Zuge Liquidation der Gesellschaft wurden zum Bilanzstichtag sämtliche verbliebene Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens voll wert berichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird grundsätzlich durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt. Ausgaben für Aufwendungen zukünftiger Zeiträume sind zeitabhängig durch die Bildung entsprechender aktivischer Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Die Auflösung erfolgt über die jeweilige Vertragslaufzeit. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,43 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,75 % berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Für eine Rückstellung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde der Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. Die Umrechnung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Die Leybold Optics Dresden GmbH i.L. ist bis zum 28. Februar 2014 in die Organschaft mit der Bühler Alzenau GmbH, Alzenau, einbezogen. Der Ergebnisabführungsbetrag wurde zum 28. Februar 2014 gekündigt. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Das Anlagevermögen wurden im Berichtszeitraum vollständig wertberichtigt. Vorräte Das materielle Vorratsvermögen wurde im Berichtszeitraum vollständig wertberichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von nicht mehr als einem Jahr. Aus dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag resultiert zum Bilanzstichtag keine Forderung gegen die Gesellschafterin (i. Vj. TEUR 12.497). Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen ausschließlich gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 120 (i. Vj. TEUR 152) aus sonstigen Forderungen. Seit dem 14.01.2014 ist die Gesellschaft wieder in das "Cash Pool" des Konzernmutterunternehmens Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz eingebunden. Zum 28.02.2015 resultiert aus dem "Cash Pooling" eine Forderungen i.H.v. TEUR 13.182 (i. Vj. TEUR 2.984). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 50.000,00 ist voll eingezahlt. Das Eigenkapital enthält neben dem gezeichneten Kapital die aus der Einbringung des Teilbetriebs resultierende Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von EUR 125.000,00 und den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 395.838,32. Des Weiteren wurde von der Gesellschafterin im Vorjahr eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 10.000.000,00 vorgenommen, um die Finanzierung der Gesellschaft zu gewährleisten. Rückstellungen Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von TEUR 345, drohende Verluste aus Dauerschuldverhältnissen im Zusammenhang mit der Abwicklung der Gesellschaft (TEUR 872), Rechtsstreitigkeiten (TEUR 475), Aufwendungen für zu erwartende Gewährleistungen in Höhe von TEUR 41 , Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 97 sowie Rechts- und Beratungskosten (TEUR 70). Rückstellungen für Pensionszusagen bestehen in Höhe von TEUR 91, welche nach dem versicherungsmathematischen Verfahren der HEUBECK AG ermittelt wurden. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und besitzen Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zum Stichtag i.H. von TEUR 284 und resultieren aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse aus Wechsel- und Bürgschaftsverpflichtungen sowie Gewährleistungsverträgen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2014/2015 erzielte die Gesellschaft wie im vorherigen Rumpfgeschäftsjahr keine Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Solaranlagen und Laborequipment. Aus erbrachten Dienstleistungen (Serviceleistungen und Ersatzteilverkäufe) resultierten Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 228 (i. Vj. TEUR 499). Die Gesellschaft erzielte die Umsatzerlöse mit TEUR 28 (i. Vj. TEUR 93) in Deutschland und mit TEUR 200 (i. Vj. TEUR 406) im Ausland. Sonstige betriebliche Erträge Im Berichtszeitraum sind vor allem TEUR 631 (i. Vj. TEUR 16) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie TEUR 225 (i. Vj. TEUR 0) aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen als sonstige Erträge ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten keine periodenfremde Erträge in Höhe (i. Vj. TEUR 0). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten wie im Vorjahr keine periodenfremde Aufwendungen und resultieren im Wesentlichen aus Rückstellungszuführungen in Höhe von TEUR 486 sowie Verwaltungsaufwendungen i.H.v TEUR 88 (i. VJ TEUR 88). Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Aus den Mietverträgen für die betrieblich genutzten Räume ergibt sich wie ein jährlicher Mietaufwand von etwa TEUR 338. Aufgrund der Standortschließung sind alle bestehenden Mietverträge gekündigt worden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Vertragslaufzeiten folgendermaßen dar:
Arbeitnehmerzahl Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Geschäftsführer Domenic von Planta, Rechtsanwalt, Hanau, bestellt ab 27.06.2013 bis 28. Februar 2014. Im Geschäftsjahr 2014/2015 hat der Geschäftsführer keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 20. Februar 2014 wurde Herr Domenic von Planta mit Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2014 zum Liquidator der Gesellschaft bestellt. Konzernzugehörigkeit Die Leybold Optics Dresden GmbH i.L. wird in den Konzernabschluss des Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz, als oberste Konzerngesellschaft, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Das Geschäftsjahr des Konzerns weicht von dem der Gesellschaft ab.
Dresden, den 20. Februar 2016 Leybold Optics Dresden GmbH i.L. Liquidator gez. Domenic von Planta Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. März 2014 bis 28. Februar 2015
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. März 2014 bis 28. Februar 2015A. Geschäft und Rahmenbedingungen1. Geschäftstätigkeit und Marktentwicklung Geschäftstätigkeit Die Leybold Optics Dresden GmbH i.L. (kurz: LOD) entwickelt, fertigt und vertreibt Vakuumanlagen, welche hauptsächlich auf das Aufbringen von Dünnschichten mit optischen, elektronischen und mechanischen Eigenschaften auf eine große Varianz von festen oder flexiblen Substraten basieren, die vorzugsweise in der Photovoltaik Verwendung finden. Schwerpunkte der angebotenen Prozesse sind Vakuum-Beschichtungsverfahren wie Aufdampfen, Kathodenzerstäubung oder plasmaunterstützte chemische Gasphasenabscheidung (PECVD) und deren Kombination von den oben genannten Beschichtungstechnologien. Mit Gesellschafterbeschluss vom 20. November 2013 wurde beschlossen, sämtliche Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft ab Ende Februar 2014 einzustellen. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 20. Februar 2014 wurde die Auflösung der Gesellschaft mit Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2014 beschlossen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Deutschland hat seine konjunkturelle Schwächephase überwunden. Nachdem die Wirtschaft im letzten Sommer mehr oder weniger stagnierte, deuten die aktuellen Indikatoren darauf hin, dass die Konjunktur wieder an Fahrt gewinnt. Im vierten Quartal legte die Industrieproduktion verhältnismäßig stark zu und sowohl die überraschend positive Entwicklung der Auftragseingänge als auch die deutlich verbesserte Stimmung in den Unternehmen lassen eine weitere Belebung erwarten. Der schwächere Eurokurs und der äußerst niedrige Ölpreis dürften ihren Beitrag dazu geleistet haben. Zudem entwickelt sich der Arbeitsmarkt weiter positiv. Ein hohes Maß an Beschäftigung, steigende Realeinkommen und niedrige Zinsen ermöglichen eine hohe Konsumnachfrage. Insgesamt rechnet die Bundesregierung für dieses Jahr daher mit einem ordentlichen Wachstum von 1,5 %, das hauptsächlich durch die Binnennachfrage getrieben wird. Gleichwohl bleiben mit Blick auf die Ukraine, auf die politische Entwicklung in Griechenland, aber auch mit Blick auf die internationalen Finanz- und Rohstoffmärkte konjunkturelle Risiken bestehen. Die Weltwirtschaft entwickelt sich weiterhin wenig dynamisch. Im November 2014 lag die Weltindustrieproduktion lediglich 2,5 % über dem Vorjahresniveau. Vor allem das Wachstum der Schwellenländer bleibt vergleichsweise verhalten. Für China erwartet der IWF in diesem Jahr eine weitere Abschwächung des BIP-Wachstums auf 6,8 % und für 2016 auf 6,3 %. Die russische Wirtschaft steht aus verschiedenen Gründen vor einer tiefen Rezession. Bei den Industriestaaten kommen lediglich aus den USA und dem Vereinigten Königreich verlässliche Impulse. Die japanische Wirtschaft hat sich in den letzten Monaten wieder etwas gefangen, dynamisches Wachstum ist aber nicht zu erwarten. Gleichzeitig bleibt die Erholung im Euroraum zögerlich. Die EU-Kommission rechnet in ihrer jüngsten Winterprognose für 2015 mit einem Wachstum von 1,3 %. Andererseits könnte der niedrige Ölpreis für eine etwas stärkere Belebung der Weltwirtschaft sorgen. Insgesamt erwarten IWF und EU, dass die Weltwirtschaft im laufenden Jahr wenig beschleunigt um etwa 3,5 % bzw. 3,6 % wachsen wird. Das deutsche Auslandsgeschäft entwickelt sich positiv. Im Dezember stieg die Zahl der Ausfuhren saisonbereinigt um 3,4 % an. Die Wareneinfuhren gingen dagegen nicht zuletzt wegen der sinkenden Energiepreise leicht um 0,8 % zurück. Im vierten Quartal sind sowohl die Auslandsumsätze als auch die Auslandsbestellungen spürbar gestiegen, wobei die stärksten Impulse aus den Ländern des Euroraums kamen. Für die kommenden Monate haben sich Exporterwartungen der Unternehmen weiter aufgehellt. Dazu dürfte auch die Euroabwertung beigetragen haben, die zu einer spürbaren Verbesserung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit führt. Vor dem Hintergrund der weiterhin zögerlichen Erholung der Weltwirtschaft rechnet die Bundesregierung für das Jahr 2015 aber insgesamt nur mit einem geringen positiven Außenbeitrag von 0,1 Prozentpunkten. Die deutsche Industrie hat ihre Schwächephase überwunden. Ihre Produktion stieg im Dezember kräftig um 0,5 % und damit bereits den vierten Monat in Folge. Für das gesamte vierte Quartal ergab sich ein Plus von ebenfalls 0,5 %. Zuwächse waren insbesondere im Bereich der Vorleistungs- und Konsumgüter zu verzeichnen, aber auch die Erzeugung von Investitionsgütern stieg wie im Vorquartal leicht an. Positiv entwickelten sich auch die Industrieumsätze, die im Schlussquartal um 0,7 % zunahmen. Sowohl das Inlands- als auch insbesondere das Auslandsgeschäft konnten gesteigert werden. Zudem erhielt die Industrie im Dezember so viele Neuaufträge wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Im gesamten vierten Quartal lag das Bestellvolumen durch die zusätzliche Nachfrage aus dem In- und Ausland um 1,8 % über dem des Vorquartals. Die wichtigsten Stimmungsindikatoren wie das ifo Geschäftsklima oder die ZEW-Konjunkturerwartungen hellten sich weiter auf. Insgesamt sprechen die Indikatoren dafür, dass sich die Industriekonjunktur weiter beleben wird. Dagegen zeichnet sich in der Baubranche noch immer keine Trendwende ab. Die Bauproduktion ging auch im vierten Quartal zurück. Dies war der Entwicklung im Ausbaugewerbe geschuldet. Die Erzeugung im Bauhauptgewerbe entwickelte sich im vierten Quartal insgesamt positiv. Allerdings hat sich die Bestelltätigkeit im Bauhauptgewerbe seit letztem Frühjahr schwach entwickelt. Sie scheint sich nach Anstiegen im Oktober und November aber stabilisiert zu haben. Gleichwohl bewegt sich die Stimmung im Baugewerbe angesichts der grundsätzlich guten Rahmenbedingungen auf hohem Niveau. Absatzmärkte und Wettbewerbsposition Die Exportquote des Unternehmens beträgt 88 %, verglichen mit 19 % im Vorjahr. 2. Geschäftsverlauf sowie wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 0,2 Mio. liegen um EUR 0,3 Mio. unter dem Vorjahresumsatz von EUR 0,5 Mio. Sämtlicher Umsätze wurden im Bereich des Kundendienstes erzielt. Im Berichtsjahr wurde ein handelsrechtlicher Jahresfehlbetrag von EUR 0,3 Mio. erzielt. Die aggressive chinesische Preisstrategie in Europa und USA, ergänzt durch die nationalen Korrekturen bei Subventionen, haben den Markt für die Anlagenhersteller in dem Photovoltaikbereich weiter zum Erliegen gebracht. Seit dem 14.01.2014 ist die Gesellschaft wieder in das "Cash Pool" des Konzernmutterunternehmens Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz eingebunden, um die weitere Finanzierung der Gesellschaft zu gewährleisten. 3. Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz des Geschäftsjahres 2014/2015 beläuft sich auf EUR 0,2 Mio. und liegt damit um 54,3 % unter dem Vorjahresumsatz von EUR 0,5 Mio. Die Gesamtleistung verringerte sich um EUR 0,4 Mio. auf EUR 0,0 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse resultieren aus der Beendigung eines Revisionsauftrages sowie aus dem Abverkauf von Teilen des noch vorhandenen Vorratsvermögens. Der Auftragsbestand beläuft sich zum Jahresende auf EUR 0,0 Mio. 4. Investitionen Im Berichtszeitraum wurden keine Investitionen getätigt (Vj. TEUR 0). 5. Personal Die LOD beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 Mitarbeiter (Vj. 90 Mitarbeiter). Auf die Flexibilität von Leiharbeit wurde fast ausschließlich verzichtet, um sich an die wirtschaftliche Situation der LOD anzupassen. 6. Produktentwicklung Es fanden im Berichtszeitraum keine entsprechenden Aktivitäten statt. B. Darstellung der GeschäftslageDie Geschäftslage war im Berichtszeitraum geprägt von der Einstellung der Geschäftsaktivitäten zum 28. Februar 2014. Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Gesellschaft beschränkten sich im Wesentlichen auf die Abwicklung von bereits bestehenden Kundenaufträgen sowie auf den Abverkauf von Teilen des Vorratsvermögens (Ersatzteilgeschäft). 1.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich um 20 % auf EUR 13,3 Mio. (Vj. EUR 16,7 Mio.) vermindert. Die Veränderung auf der Aktivseite ist im Wesentlichen durch um EUR 2,7 Mio. geringere Forderungen gegen verbundene Unternehmen begründet (Vj. EUR 16,0 Mio.). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit EUR 13,3 Mio. aus Forderungen aus dem Konzern Cash Pooling. Im Zusammenhang mit der Entwicklung der Geschäftssituation und der Abrechnung von bestehenden Projekten hat sich der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 0,3 Mio. auf EUR 0,0 Mio. verringert. Auf der Passivseite resultiert die Veränderung der Bilanzsumme im Wesentlichen aus der Verminderung der sonstigen Rückstellungen von EUR 5,2 Mio. auf EUR 1,9 Mio. im Berichtszeitraum. Ursächlich für diese Verminderung von EUR 3,2 Mio. ist im Wesentlichen der um Inanspruchnahmen verminderte Ausweis der Restrukturierungs- und Drohverlustrückstellungen. Des Weiteren haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auftragsbedingt um EUR 0,1 Mio. auf EUR 0,0 Mio. vermindert. Die Eigenkapitalquote ist infolge der verminderten Bilanzsumme von 63,4 % im Vorjahr auf 76,7 % gestiegen. Wesentliche Finanzierungsquellen sind die in 2013 getätigte Kapitaleinlage durch die Gesellschafterin in Höhe von EUR 10,0 Mio. sowie die Wiederaufnahme der Gesellschaft in das "Cash Pooling" des Mutterkonzerns. Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 finanziell von nachrangiger Bedeutung. 1.2 Finanzlage Seit dem 14. Januar 2014 nimmt die LOD wieder am Cash Pooling-Verfahren der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz, teil. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie z. B. Leasing werden nur im geringen Umfang für Leasing der Firmenfahrzeuge und Teile der technischen Büroausstattung genutzt. Entwicklung der Finanzlage in TEUR:
Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit resultiert aus Abwicklungstätigen im Zuge der laufenden Liquidation. Die Gesellschaft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und ist aufgrund der Cash Pooling Guthaben auch in der Lage, jegliche Verbindlichkeiten bis zum Ende der Liquidation bedienen zu können. 1.3 Ertragslage Für das Geschäftsjahr 2014/2015 beträgt der Verlust EUR 0,3 Mio. (Vj. EUR 12,5 Mio. vor Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft). Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr um EUR 0,3 Mio. auf EUR 0,2 Mio. (Vj. EUR 0,5 Mio.) verringert und resultierten aus der Abwicklung von bestehenden Kundenaufträgen und Abverkäufen von Teilen des Vorratsvermögen. Von den Umsatzerlösen wurden insgesamt TEUR 28 in Deutschland realisiert. Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Auflösungen von Rückstellungen sowie der Herabsetzung der Wertberichtigung auf Forderungen. Materialaufwendungen sind für die Abwicklung bestehender Kundenaufträge angefallen. Die Personalaufwendungen betreffen im Wesentlichen Löhne und Gehälter der im Betrachtungszeitraum noch nicht freigestellten Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. EUR 0,6 Mio. beinhalten im Wesentlichen Verwaltungsaufwendungen und Betriebsaufwendungen. 2. Situation der Produktbereiche Aufgrund der Einstellung der Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft wurden im Berichtszeitraum nur noch bereits vorhandene Kundendienstaufträge bearbeitet. Diese resultierten u.a. aus dem Ersatzteilgeschäft. Neue Aufträge für das Anlagengeschäft wurden im Rumpfgeschäftsjahr nicht mehr angenommen. 3. Gesamtaussage C. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungMit Gesellschafterbeschluss vom 20. November 2013 wurde beschlossen, sämtliche Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft ab Ende Februar 2014 einzustellen. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 20. Februar 2014 wurde die Auflösung der Gesellschaft mit Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2014 beschlossen. Der vorhandenen Belegschaft wurde im Zuge dessen die Kündigung ausgesprochen. Mögliche Risiken im Zuge der Einstellung der geschäftlichen Aktivitäten wurden im Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2014/2015 im Rahmen von Rückstellungen berücksichtigt. Die Gesellschaft kann die Abwicklung aufgrund der in 2013 erfolgten Kapitaleinlage in Höhe von EUR 10,0 Mio. sowie der Einzahlung aus der Verlustübernahme für das Geschäftsjahr 2013 durch den Gesellschafter im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von EUR 12,5 Mio. aus eigenen Mitteln finanzieren. Darüber hinaus ist die Gesellschaft wieder in das "Cash Pooling" des Mutterkonzerns im Berichtszeitraum eingebunden worden. Risikomanagement Ein Risikomanagement-System ist vorhanden. Das System ermöglicht aus unserer Sicht generell eine zeitnahe Erfassung aller wesentlichen Informationen. Die gewählte Struktur erlaubt es uns gleichzeitig, diese auch als Führungs- und Kontrollsystem einzusetzen. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Nachfrage nach Produkten im Bereich Anlagen- und Maschinenbau ist zyklisch stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Eine Verschlechterung der globalen wirtschaftlichen Lage kann dann zu Verzögerungen in der Umsetzung bestehender Projekte und dem Rückgang des Auftragseingangs führen. D. Nachtragsbericht - Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs lagen keine wesentlichen Sachverhalte nach dem Bilanzstichtag vor. E. PrognoseberichtAufgrund der Einstellung sämtlicher Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft zu Ende Februar 2014 und der geplanten Abwicklung der Gesellschaft bis Ende 2016 bzw. Anfang 2017, wird auf eine weiterführende Beschreibung einer Geschäftsprognose verzichtet. Bis Ende Februar 2015 wurden die noch im Bestand befindlichen Aufträge abgearbeitet und abgerechnet und die Abwicklung der Gesellschaft vorangetrieben. Die bestehenden Dauerschuldverhältnisse aus Miet- und Leasingverträgen wurden unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen gekündigt. Hinsichtlich der angemieteten Immobilien in Dresden ist die Gesellschaft mit dem Vermieter in Kontakt über eine kurzfristige Neuvermietung. Allen Mitarbeitern wurde gekündigt und überwiegend ab Ende Februar 2014 freigestellt. Die für die Abwicklung notwendigen administrativen Kapazitäten wurden bis zum 31. Mai 2014 vorgehalten. Anschließend erfolgte die Betreuung durch die Gesellschafterin direkt. Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die Gesellschaft aufgrund der bereits erfolgten Kapitaleinlage in Höhe von EUR 10 Mio., der Einzahlung aus der Verlustübernahme des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von EUR 12,5 Mio. sowie der erneuten Teilnahme am Bühler Konzern "Cash-Pooling" in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der Abwicklung der Gesellschaft vollständig nachzukommen
Dresden, den 25. Februar 2016 Liquidator gez. Domenic von Planta |
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