Hi/ME GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karel Gussenhoven seit 7.6.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Groupon GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Groupon GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BILANZ zum 31. Dezember 2022Groupon GmbH, BerlinAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022Groupon GmbH, Berlin
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Informationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Groupon GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer HRB 123512 B eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung der §§ 242 und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Der Jahresabschluss wurde trotz des Vorhandenseins einer wesentlichen Unsicherheit (bestandsgefährdende Risiken) auf der Grundlage der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, da die insolvenzrechtlichen Folgen der Überschuldung der Gesellschaft durch eine Patronatserklärung der Groupon, Inc. mit Sitz in Chicago, USA, beseitigt werden. Bezüglich der Unterstützung durch Groupon, Inc. verweisen wir auch auf die weiteren Ausführungen im Abschnitt "Nachtragsbericht" sowie in den Abschnitten "Risikobericht" und "Prognosebericht" des Lageberichts. Das gesetzliche Gliederungsschema für die Bilanz wurde um die Position Verbindlichkeiten gegenüber Dealpartnern unter Beachtung von § 265 Abs. 5 HGB erweitert, um einen besseren Einblick in die Vermögens- und Finanzlage zu ermöglichen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und um Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände im Bereich Sachanlagevermögen werden entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Allgemeinen beträgt die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände je nach Art des Vermögensgegenstand zwischen drei und fünf Jahre, manchmal bis zu zehn Jahren. Bewegliche Vermögensgegenstände, die selbstständig genutzt werden können und einer Nutzung unterliegen, werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800 nicht übersteigen. Im Falle einer erwarteten dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Positionen wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden mit dem Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen erfasst, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern werden auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Buchwerten von Vermögenswerten, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten erfasst, sofern diese voraussichtlich in den Folgejahren realisiert werden. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge i. H. der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Soweit sich aktive latente Steuern und passive latente Steuern entsprechen, werden sie saldiert ausgewiesen. Besteht eine Gesamtsteuerbelastung, werden passive latente Steuern gebildet. Liegt insgesamt eine aktivische Differenz vor, wird auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern nach Maßgabe des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB verzichtet. Latente Steuern werden auf Basis der anwendbaren Körperschaftsteuersätze und der relevanten Gewerbesteuersätze bewertet. Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 25.000,00 ist vollständig eingezahlt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Bei der Ermittlung der Punkterückstellung werden die gewährten Punkte bewertet. Bei der Ermittlung der Rückstellung für mögliche Punkte-Rückzahlungsverpflichtungen werden das Punktevolumen und das historische Kundenverhalten berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten gegenüber den Dealpartnern aus gekauften und unbezahlten Kundeneinlagen bestehen in Höhe der Erfüllungsverpflichtung aus vermittelten Gutscheinverkäufen. Sie werden zum Nennwert und damit zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen für die Dienstleistungen des Unternehmens beziehen sich auf Zahlungen von Kunden aus Gutscheinverkäufen in Höhe des Anteils des Unternehmens an den Vermittlungs- und Marketingleistungen, die an den Geschäftspartner zu erbringen sind. Sie werden zum Nennwert bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Für Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) angewandt. Die Umsatzerlöse werden aufgrund von Verträgen mit Vermittlungsprovisionen mit den Dealpartnern erzielt und zum Zeitpunkt der Einlösung oder des Verfalls des Gutscheins realisiert. Sie werden auf Nettobasis in Höhe des vom Kunden erhaltenen Kaufpreis abzüglich des vereinbarten Anteils des Kaufpreises, der an den Händler gezahlt wird, ausgewiesen. Für einen kleinen Teil dieser Transaktionen werden bereits vor Gutscheinverkäufen Vorauszahlungen an Dealpartner geleistet. Der im Rahmen dieser Transaktionen an die Dealpartner zu leistende Anteil aus den Gutscheinverkäufen (Geschäftsjahr 2022: EUR 2,2 Mio.; Vorjahr: EUR 0,5 Mio.) wurde im Vorjahr im Materialaufwand ausgewiesen. Gemäß der allgemeinen Umsatzrealisierungspolitik werden diese Transaktionen ab dem Geschäftsjahr 2022 wie die restlichen Gutscheinverkäufe auf Nettobasis erfasst und mit den zugehörigen Erlösen innerhalb des Umsatzerlöse verrechnet, um eine einheitliche Behandlung mit den übrigen Umsätzen sicherzustellen. Die Vorjahresbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden nicht angepasst, wodurch die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr beeinträchtigt ist. Darüber hinaus werden Dienstleistungen, die für Konzernunternehmen erbracht werden, als Umsatzerlöse ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe des Aufwands für die Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 778 (Vorjahr: TEUR 6.496) handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Mit Ausnahme des Jahresüberschusses für das laufende Geschäftsjahr gab es im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderungen im Eigenkapital. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.867 (Vorjahr: TEUR 8.179) betreffen im Wesentlichen Gutscheinpunkte, Personalkosten und ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten Wie im Vorjahr sind alle Verbindlichkeiten ausnahmslos innerhalb eines Jahres fällig und nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.368 (Vorjahr: TEUR 13.710) bestehen ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr wurden die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 20.440 (Vorjahr: TEUR 25.055) im Wesentlichen aus der Einlösung von Gutscheinen und dem Verfall von Gutscheinen erzielt. Die Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen betrugen TEUR 1.396 (Vorjahr: TEUR 5.119). Sonstige betriebliche Erträge Die im Geschäftsjahr erzielten sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 10.258 (Vorjahr: TEUR 8.002) resultieren im Wesentlichen aus Erträgen mit anderen Konzerngesellschaften, für die die Gesellschaft keine eigenen Leistungen erbracht hat. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die im Geschäftsjahr angefallenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf TEUR 7.881 und lagen niedriger als im Vorjahr (TEUR 12.640). Darin enthalten ist ein Aufwand von insgesamt TEUR 170 im Zusammenhang mit dem Abgang von Anlagevermögen. Im Vorjahr waren hier zusätzlich signifikante Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 5.607 enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 891 (Vorjahr: TEUR 406) handelt es sich im Wesentlichen um Mietverpflichtungen aus einem im Januar 2022 abgeschlossenen Mietvertrag. Die innerhalb eines Jahres fälligen Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR 891. Es gibt eine Lizenzvereinbarung, die das Unternehmen verpflichtet, einen jährlichen umsatzabhängigen Betrag an ein verbundenes Unternehmen zu zahlen. Sonstige nicht in der Bilanz enthaltene Transaktionen Das Unternehmen hat verschiedene, insbesondere administrative, operative Funktionen wie Buchhaltung, Lohnbuchhaltung und Rechtsverwaltung an andere Konzerngesellschaften ausgelagert und wird hierfür in Form von Umlagen belastet. Sonstige Angaben Geschäftsführer Die Geschäftsführer der Gesellschaft während des Geschäftsjahres und bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses waren:
Gesamtvergütung der Geschäftsführung Als Vergütung für die geleistete Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden insgesamt TEUR 428 gewährt. Arbeitnehmer Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 71 Mitarbeiter (Vorjahr 121). Angaben zu Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen umfassten im Geschäftsjahr 2022 insbesondere Dienstleistungsbeziehungen und Geschäftsvereinbarungen mit den in den Konzernabschluss der Groupon Inc., Chicago, USA, einbezogenen Konzerngesellschaften im Bereich der Verwaltungs- und IT-Dienstleistungen. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Groupon GmbH wird in den Konzernabschluss der Groupon, Inc. mit Sitz in Chicago, Illinois, USA, zum 31. Dezember 2022 einbezogen. Groupon, Inc. ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen zum 31. Dezember 2022 aufgestellt hat. Der Geschäftsbericht kann unter investor.groupon.com abgerufen werden. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss von TEUR 153 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Die Gesellschaft hat von der Groupon, Inc., Chicago, USA, eine Patronatserklärung erhalten, in der diese ihre weitere finanzielle Unterstützung für einen Zeitraum von 12 Monaten ab dem Datum der Feststellung dieses Jahresabschlusses zugesagt hat, sofern sie über ausreichende finanzielle Ressourcen verfügt. Die Geschäftsführung weist darauf hin, dass die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit des Konzerns abhängt. Die Geschäftsführung weist zudem darauf hin, dass der Konzern im vierten Quartal 2022 Ereignisse und Gegebenheiten offengelegt hat, wie z.B. steigende Zahlungsmittelabflüsse, operative Verluste und unzureichende Zahlungsmittelbestände, die insgesamt bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufkommen ließen. Diese Zweifel wurden jedoch durch die Pläne des Konzernmanagements ausgeräumt. Im zweiten Quartal 2023 konnten die erheblichen Zweifel durch die Pläne des Konzernmanagements aufgrund einer fälligen Kreditfazilität nicht mehr ausgeräumt werden. Im vierten Quartal 2023 führte die Gruppe eine vollständig besicherte Bezugsrechtsemission durch, die im Januar 2024 abgeschlossen wurde. Die Bezugsrechtsemission war überzeichnet und erzielte einen Erlös von USD 80 Mio. Im Februar 2024 verwendete die Gruppe USD 43,1 Mio. aus dem Erlös der Bezugsrechtsemission zur vorzeitigen Rückzahlung der Kreditfazilität der Gruppe vor deren Fälligkeit im Mai 2024. Darüber hinaus erzielte die Gruppe im vierten Quartal 2023 einen Erlös von USD 18,9 Mio. aus dem Verkauf eines Teils der nicht beherrschenden Anteile an SumUp. Im Dezember 2024 war der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit USD 37,8 Mio. positiv, was einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorperioden darstellt, in denen der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für die am 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 endenden Geschäftsjahre negativ war (USD -78 Mio. bzw. USD -136 Mio.). Der letzte verfügbare vierteljährliche Konzernbericht, für das am 30. Juni 2025 endende Quartal, zeigte einen anhaltenden Trend zu einer verbesserten Finanzleistung - der Konzern meldete ein bereinigtes EBITDA von USD 15,6 Mio. und USD 262,6 Mio. an Barmitteln und Barmitteläquivalenten. Daher ist die Konzernleitung zu dem Schluss gekommen, dass keine wesentlichen Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit des Konzerns mehr bestehen und keine weiteren Angaben zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit für das Geschäftsjahr 2024 und voraussichtlich auch nicht für das Geschäftsjahr 2025 erforderlich sind. Die Geschäftsführung hält es für angemessen, bei der Aufstellung des Jahresabschlusses der Groupon GmbH weiterhin von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen. Trotz einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation des Konzerns gegenüber dem Vorjahr besteht jedoch aufgrund der bilanziellen Überschuldung der Gesellschaft weiterhin eine wesentliche Unsicherheit (bestandsgefährdendes Risiko) in Bezug auf Ereignisse oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Im Juli 2023 wurde die von JP Morgan betriebene nominelle Cash-Pool-Fazilität, an der die Gesellschaft beteiligt war, geschlossen. An deren Stelle wurde eine konzernweite Cash- Concentration-Struktur eingerichtet. Im Rahmen der neuen Regelung wird der Bankbestand der Gesellschaft täglich auf ein sogenanntes Masterkonto bei Invitation Digital Limited, einem verbundenen Unternehmen, gesammelt. Die Gesellschaft erfasst eine konzerninterne Forderung bzw. Verbindlichkeit, je nachdem, ob Zahlungsmittel von Invitation Digital Limited erhalten oder an diese gezahlt wurden. Nach dem Bilanzstichtag gewährte die Gesellschaft in den Jahren 2023 und 2024 Darlehen in Höhe von TEUR 5.128 bzw. TEUR 3.229 an Konzerngesellschaften und erhielt Darlehen in Höhe von TEUR 13.207 bzw. TEUR 1.797. Die Darlehen wurden zu den Bedingungen des bestehenden Master Loan Agreements gewährt. Der Sitz der Gesellschaft wurde im Februar 2024 in die Wallstrasse 9-13 geändert. Seit dem Bilanzstichtag sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Berlin, 30. Oktober 2025 Karel Gussenhoven, Geschäftsführer Der Jahresabschluss wurde am 26.11.2025 festgestellt. Anlagenspiegel der Groupon GmbH, Berlin, zum 31. Dezember 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Organisatorische Grundlagen Die Groupon GmbH ("Gesellschaft") ist eine Tochtergesellschaft der Groupon, Inc. ("Groupon"), der obersten Muttergesellschaft des konsolidierten Konzerns. Groupon ist ein weltweit führender Konzern im lokalen Handel, der es Menschen auf der ganzen Welt ermöglicht, großartige Unternehmen und Waren zu finden und zu entdecken. Der Zweck der Gesellschaft ist es, Handels- und Dealpartner auf dem deutschen Markt zu gewinnen und zu halten. Darüber hinaus erhält die Gesellschaft auch Gebühren von Konzerngesellschaften für die Erbringung verschiedener Dienstleistungen in deren Auftrag. Neben dem Hauptsitz der Gesellschaft in Berlin unterhielt die Groupon GmbH im Geschäftsjahr 2022 ein Büro in Bochum. 2. Geschäftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2022 sah sich die deutsche Wirtschaft mit einem komplexen Umfeld konfrontiert, da sie sich weiter von den disruptiven Auswirkungen der COVID-19-Pandemie erholte und dem Entstehen neuer Herausforderungen aufgrund des Krieges in der Ukraine geprägt war. Das Jahr war durch eine allmähliche Erholung gekennzeichnet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer Pressemitteilung vom 13. Januar 2023 mitteilte, lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 2,0% höher als im Vorjahr. Im Jahr 2022 wuchs die deutsche Wirtschaft moderat. Der Dienstleistungssektor erholte sich dabei stark, da die Beschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie aufgehoben wurden. Vor allem Branchen wie Unterhaltung, Transport und Gastgewerbe profitierten davon. Allerdings sorgten Herausforderungen wie globale Lieferkettenprobleme, steigende Energiepreise, steigende Zinsen und Arbeitskräftemangel in Schlüsselindustrien für Unsicherheit. Trotz dieser Schwierigkeiten trugen die robuste industrielle Basis, starke Exportmärkte und staatliche Unterstützungsmaßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft bei. Steuerpolitische Maßnahmen, darunter Konjunkturpakete und Investitionen in digitale und grüne Technologien, zielten darauf ab, ein langfristiges, nachhaltiges Wachstum und eine weitere wirtschaftliche Stabilisierung zu fördern. Da das Land in die Phase nach der Pandemie eintrat, blieben die Bewältigung des Inflationsdrucks und die Anpassung der Arbeitsmärkte und des Energiesektors wichtige Prioritäten für 2023 und darüber hinaus. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war in 2022 wesentlich geprägt von den extremen Energiepreiserhöhungen. Den Belastungen der Energiekrise infolge des Ukrainekriegs wirkte die Bundesregierung durch Entlastungspakete entgegen. Das Geschäftsumfeld der Gesellschaft blieb dadurch herausfordernd. Groupon arbeitete weiterhin aktiv mit seinen Händlern zusammen, um die besten Lösungen für eine effektive Zusammenarbeit zu finden. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html) 3. Finanzielle/nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Wir messen unser Geschäft anhand verschiedener finanzieller und operativer Leistungsindikatoren. Wir nutzen diese Kennzahlen, um die Geschäftsentwicklung zu beurteilen, Entscheidungen über die Allokation von Kapital, Zeit und Investitionen in Technologie zu treffen und die langfristige Performance unserer Marktplätze zu bewerten. Finanzielle Leistungsindikatoren - Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse umfassen die Umsätze mit Dritten, die aus Transaktionen resultieren, bei denen wir als Marketingagent bzw. Vermittler auftreten. Sie werden auf Nettobasis in Höhe des vom Kunden erhaltenen Kaufpreis abzüglich des vereinbarten Anteils des Kaufpreises, der an den Händler gezahlt wird, ausgewiesen. Darüber hinaus umfassen die Umsatzerlöse auch Gebühren, die wir von Konzerngesellschaften für die Erbringung verschiedener Dienstleistungen in deren Auftrag erhalten. - Rohgewinn (Gross Profit). Der Rohgewinn spiegelt die Nettomarge wider, die wir nach Abzug des Materialaufwands von unseren Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erzielen. Wir sind der Ansicht, dass der Rohgewinn ein wichtiger Maßstab für die Bewertung unserer Leistung ist. Die folgende Tabelle zeigt die oben genannten Finanzkennzahlen Umsatzerlöse und Rohgewinn für die Geschäftsjahre 2021 bzw. 2022 sowie ungeprüfte Zahlen für die Geschäftsjahre 2023 und 2024.
Wir haben im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 einen Umsatzrückgang (EUR 4,7 Mio.) verzeichnet. Der im Lagebericht des Vorjahres erwartete Umsatz von EUR 22,9 Mio. wurde nicht erreicht, da Umsatztransaktionen aus der Vermittlung von Gutscheinen, für die an Dealpartner Vorauszahlungen geleistet wurden, in der Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber der Prognose abweichend bilanziert wurden. Gemäß unserer Umsatzrealisierungspolitik werden diese Transaktionen nun auf Nettobasis erfasst, um eine einheitliche Behandlung mit unseren übrigen Umsätzen sicherzustellen. Der Rückgang des Rohgewinns im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 resultiert hauptsächlich aus einem Anstieg des Materialaufwands (um EUR 6,2 Mio.) sowie aus dem Rückgang der Umsatzerlöse. Der im Lagebericht des Vorjahres erwartete Rohgewinn von EUR 15,1 Mio. wurde erreicht. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren - Bruttoabrechnungen (Gross Billings). Diese Kennzahl stellt den Gesamtwert der von Kunden erworbenen Dienstleistungen dar. Die Bruttoabrechnungen unterscheiden sich von den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen, die abzüglich des Anteils des Händlers am Transaktionspreis ausgewiesen werden. Außerdem wird der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Umsatz nicht zum Zeitpunkt des Kaufs des Gutscheins erfasst, sondern erst später, wenn er eingelöst wird oder verfällt. Der ausgewiesene Umsatz umfasst auch Dienstleistungen, die für verbundene Unternehmen erbracht werden. Wir betrachten diese Kennzahl als einen wichtigen Indikator für unser Wachstum und unsere Geschäftsentwicklung, da sie das Dollar-Volumen der über unsere Marktplätze generierten Transaktionen misst. - Aktive Kunden. Wir definieren aktive Kunden als Benutzerkonten, die in den letzten zwölf Monaten (TTM) entweder über einen unserer Online-Marktplätze oder direkt von einem Händler einen Kauf getätigt haben, für den wir eine Provision erhalten haben. Wir betrachten diese Kennzahl als einen wichtigen Indikator für unsere Geschäftsentwicklung, da sie uns hilft zu verstehen, wie sich die Anzahl der Kunden, die aktiv unsere Angebote kaufen, entwickelt. Einige Kunden tätigen und erhalten Einkäufe von mehr als einem Konto, so dass es möglich ist, dass unsere Kennzahl für aktive Kunden bestimmte Kunden in einem gewissen Zeitraum mehr als einmal zählt. - Bruttoabrechnungen und Rohgewinn je aktiver Kunde. Diese Kennzahlen stellen die TTM-Bruttorechnungsbeträge und den Rohgewinn je aktiven Kunden dar. Wir verwenden diese Kennzahlen, um die durchschnittlichen Kundenausgaben und den daraus resultierenden Rohgewinn zu bewerten. Unsere Bruttoabrechnungen, Rohgewinne, durchschnittlich aktive Kunden sowie die Bruttoabrechnungen und Rohgewinne je aktiver Kunden für die Jahre 2021-2024 lauteten wie folgt:
Der Anstieg der Bruttoabrechnungen im Jahr 2022 spiegelt die Zunahme der Zahl der Transaktionen mit Kunden wider. Der Anstieg der aktiven Kunden steht im Zusammenhang mit der Erholung der Geschäftstätigkeit nach der COVID-19-Pandemie. Der Anstieg der Bruttoabrechnungen je aktiver Kunde ist in erster Linie auf einen Anstieg der Bruttoabrechnungen insgesamt zurückzuführen. Demgegenüber ging der Rohgewinn im Jahr 2022 vor allem aufgrund des Anstiegs der Materialaufwands zurück. Dieser Anstieg war auf die Herausnahme der restrukturierungsbedingten Kosten im Zusammenhang mit dem Vermarktungsteam aus der Berechnung der Listing Fee im Jahr 2021 zurückzuführen, wodurch sich eine niedrigere Vergleichsbasis ergab. In diesem Zusammenhang sank auch der Rohgewinn je durchschnittlichen Kunden, da der Rohgewinn im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 zurückging. Die durchschnittliche Anzahl der Kunden stieg in 2022 um 0,1 Millionen. Die Abweichung ist hauptsächlich auf die Erholung der Wirtschaft nach der COVID-19-Pandemie zurückzuführen. 4. Geschäftsentwicklung Ertragslage Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 20,4 Mio. (Vorjahr: EUR 25,1 Mio.) hauptsächlich aus der Einlösung und dem Verfall von Gutscheinen erzielt. Nach dem Umsatzrückgang von 2020 auf 2021 (EUR -2,4 Mio.) aufgrund der Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie wirkten sich diese Einschränkungen auch im Jahr 2022 leicht negativ aus. Infolgedessen - aber im Wesentlichen auch bedingt durch geringere Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen - gingen die Umsatzerlöse im Jahr 2022 erneut zurück. Die sonstigen betrieblichen Erträge für das Geschäftsjahr 2022 stiegen um EUR 2,3 Mio. auf EUR 10,3 Mio. im Vergleich zu EUR 8,0 Mio. im Vorjahr. Der Anstieg im laufenden Jahr ist in erster Linie auf erhöhte Gebühren zurückzuführen, die die Gesellschaft von anderen Konzerngesellschaften im laufenden Jahr im Vergleich zum Vorjahr erhalten hat. Der Materialaufwand im Geschäftsjahr 2022 stieg um EUR 6,2 Mio. auf EUR 15,6 Mio. nach EUR 9,4 Mio. im Vorjahr. Der Anstieg des Materialaufwands ist auf höhere Gebühren zurückzuführen, die an Groupon-Konzerngesellschaften für im Auftrag der Groupon GmbH erbrachte Dienstleistungen gezahlt werden. Die Listing Fee wird auf Grundlage unseres Nettoumsatzes berechnet, der niedriger lag als im Vorjahr. Die Restrukturierungsaufwendungen, die sich im Vorjahr stark mindernd ausgewirkt hatten, waren im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 jedoch minimal und hatten keinen Einfluss auf die Listing Fee. Infolge des umgesetzten Restrukturierungsprogramms verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter weiter auf 71 im Geschäftsjahr 2022 gegenüber 121 im Vorjahr, was zu einem Rückgang des Personalaufwands um EUR 4,7 Mio. auf EUR 6,6 Mio. im Jahr 2022 gegenüber EUR 11,3 Mio. im Jahr 2021 führte. Der Rückgang ist hauptsächlich auf niedrigere Gehälter und Boni zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Geschäftsjahr 2022 um EUR 4,7 Mio. auf EUR 7,9 Mio im Vergleich zu EUR 12,6 Mio. im Vorjahr. Darin enthalten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 0,17 Mio. im Zusammenhang mit dem Abgang von Anlagevermögen. Der Rückgang im aktuellen Jahr ist vor allem auf den deutlich geringeren Restrukturierungsaufwand zurückzuführen, der im Vorjahr für die Reduzierung der Anzahl der Mitarbeiter angefallen ist. Ohne Berücksichtigung des außerordentlichen Restrukturierungsaufwands in Höhe von EUR 5,6 Mio. im Jahr 2021 stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 0,9 Mio. auf EUR 7,9 Mio. im Vergleich zu EUR 7,0 Mio. im Vorjahr. Dieser Anstieg ist auf die Erhöhung der Adyen-Gebühren (im Zusammenhang mit dem Anstieg der Buchungen) und auf konzerninterne Aufwendungen der Unternehmenszentrale zurückzuführen. Die gesamten betrieblichen Aufwendungen (Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf EUR 30,4 Mio. gegenüber EUR 33,8 Mio. im Vorjahr. Vermögenslage Das Anlagevermögen ist abschreibungsbedingt und durch Abgänge um EUR 0,4 Mio. zurückgegangen. Infolge des Abgangs von Mietereinbauten sowie von Büromöbeln und Büroausstattung - bedingt durch die Beendigung des Mietvertrags für die bisher genutzten Geschäftsräume - wurden Abgangsverluste von EUR 0,2 Mio. erzielt. Die Investitionen im Geschäftsjahr betrafen hauptsächlich Ersatzinvestitionen und beliefen sich auf EUR 0,1 Mio. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um den Bestand gegenüber unseren Kreditkarten- und sonstigen Zahlungsabwicklern sowie um Forderungen gegen Händler und Marketingnetzwerke auf Provisionen, die beim Kauf der Gutscheine durch die Kunden anfallen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 0,9 Mio. und stiegen um EUR 0,4 Mio. im Vergleich zu EUR 0,4 Mio. im Vorjahr. Der Anstieg ist vor allem auf die höhere Anzahl von Kaufvorgängen auf dem Unternehmensportal sowie auf die im Jahr 2022 eingeführten neue Angebote zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich von EUR 6,5 Mio. zum 31. Dezember 2021 auf EUR 0,8 Mio. zum 31. Dezember 2022. Der Rückgang ist auf die Verminderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen umfassen hauptsächlich personalbezogene Rückstellungen (Bonus, Provisionen, Urlaubsrückstellungen), gewährte Punkte, Erstattungen sowie ausstehende Rechnungen für Beratungsdienstleistungen. Der Rückgang um EUR 2,3 Mio. ist hauptsächlich auf das geringere Volumen an gewährten Punkten im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 zurückzuführen. Zudem war im Vorjahr noch eine Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von EUR 0,7 Mio. erfasst. Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Dealpartnern und verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten wurden insgesamt um EUR 1,8 Mio. reduziert. Dies ist hauptsächlich auf den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 5,3 Mio. zurückzuführen. Gegenläufig sind die Verbindlichkeiten gegenüber Dealpartnern um EUR 3,2 Mio. angestiegen. Die Kapitalrücklage hat sich im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 nicht verändert. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 36,0 Mio. (Vorjahr: EUR 36,2 Mio.) aus. Zur Abwendung möglicher insolvenzrechtlicher Folgen der bilanziellen Überschuldung und zur Unterstützung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft hat die Groupon, Inc. mit Sitz in Chicago, USA, am 9. Juli 2025 eine Patronatserklärung abgegeben. Finanzlage Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2022, in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 sowie im aktuell laufenden Geschäftsjahr 2025 jederzeit in der Lage, seine Verbindlichkeiten zu erfüllen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Jahr 2022 um EUR 0,6 Mio. im Vergleich zum Jahr 2021, was in erster Linie auf einen Anstieg der Vorauszahlungen an Dealpartner um EUR 0,4 Mio. und einen Anstieg um EUR 0,2 Mio. im Zusammenhang mit einer Mietvertragskaution zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stehen nicht im Zusammenhang mit einem langfristigen Darlehen, sondern stellen eine kurzfristige Finanzierung zur Deckung unseres Cashflow-Bedarfs dar. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Teilnahme am Cash-Pooling gesichert. Im Jahr 2019 schlossen die Gesellschaft und andere verbundene Unternehmen von Groupon, Inc. eine fiktive Cash-Pool-Vereinbarung mit der J.P. Morgan Bank Luxembourg S.A. ab und gründeten einen fiktiven Cash-Pool in mehreren Währungen. Groupon, Inc., die Muttergesellschaft des Unternehmens, hat gegenüber J.P. Morgan eine Garantie zur Deckung möglicher Verbindlichkeiten abgegeben, falls erforderlich. Die fiktive Cash-Pool-Vereinbarung endete im Jahr 2023. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich im Geschäftsjahr die Umsatzerlöse um EUR 4,6 Mio. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um EUR 2,3 Mio., während sich Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen um insgesamt EUR 3,4 Mio. verminderten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Ertragslage verbessert. 2022 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von EUR 0,15 Mio. (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von EUR 1,0 Mio.). Die insolvenzrechtlichen Folgen der bilanziellen Überschuldung werden durch eine Patronatserklärung der Groupon, Inc. mit Sitz in Chicago, USA, beseitigt. Die Geschäftsführung hält die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022 aufgrund des positiven Ergebnisses in 2022 für befriedigend. Insgesamt schätzen wir unsere wirtschaftliche Lage als herausfordernd, aber stabil ein. 5. Risikobericht Das kontinuierliche Abwägen von Risiken und Chancen ist die Grundlage für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln. Das Risikomanagement ist seit der Gründung der Gesellschaft ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Das Risikomanagement der Gesellschaft entwickelt sich mit der Größe und Komplexität des Unternehmens und des Geschäftsvolumens weiter. Darüber hinaus ist die Einbindung der Gesellschaft in den Groupon-Konzern, die aufgrund regulatorischer Vorgaben die Anforderungen des Sarbanes-Oxley Act 2002 erfüllen muss, entscheidend für die Struktur und Funktionalität des internen Risikomanagements der Gesellschaft. Ziel der Geschäftsführung ist es, die operativen Risiken jederzeit auf ein beherrschbares Maß zu begrenzen und gleichzeitig die operativen Chancen zu wahren. Im Vergleich zum Vorjahr 2021 hat sich die Chancen- und Risikobewertung nicht wesentlich verändert. Risiken aus Finanzinstrumenten Die Gesellschaft ist nur in begrenzten Umfang Risiken aus dem Einsatz von Finanzinstrumenten ausgesetzt. Die Finanzierung der Gesellschaft und die mögliche Anlage von Liquiditätsüberschüssen erfolgen innerhalb des Konzerns. Die Gesellschaft ist insbesondere durch konzerninterne Transaktionen in Fremdwährungen einem gewissen Währungsrisiko ausgesetzt, das nicht abgesichert ist. Die Gesellschaft ist im Wesentlichen einem Ausfallrisiko in Bezug auf Forderungen ausgesetzt. Die Kunden zahlen in der Regel direkt, wenn sie online über einen Zahlungsanbieter einkaufen. Die Zahlungsanbieter werden entsprechend sorgfältig ausgewählt. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden in den letzten Jahren kontinuierlich abgebaut und werden individuell überwacht. Liquiditätsrisiken Die Gesellschaft ist Risiken im Zusammenhang mit der Bezahlung von im Internet erworbenen Gutscheinen über Zahlungsanbieter ausgesetzt und es besteht eine Abhängigkeit von entsprechenden Zahlungsanbietern. Die Zahlungsrisiken beziehen sich auf zusätzliche Vorschriften, Compliance-Anforderungen und Betrug, die sich aus der Verwendung einer Vielzahl von Zahlungsmethoden, einschließlich Kredit- und Debitkarten, ergeben. Wir zahlen Interbankenentgelte und andere Gebühren für bestimmte Zahlungsmethoden, einschließlich Kredit- und Debitkarten, die im Laufe der Zeit steigen und unsere Betriebskosten erhöhen und die Rentabilität verringern können. Darüber hinaus können unsere Kreditkarten- und sonstigen Zahlungsabwickler in Zukunft Einbehaltungs- oder Abgrenzungsanforderungen stellen, was sich erheblich auf unseren Cashflow und unsere verfügbare Liquidität auswirken könnte. Wir verlassen uns bei der Zahlungsabwicklung auf Dritte. Dies kann unser Geschäft stören, wenn diese Unternehmen nicht mehr bereit oder in der Lage sind, diese Dienstleistungen für uns zu erbringen. Wir unterliegen auch den Betriebsvorschriften, Zertifizierungsanforderungen und Regeln für den elektronischen Geldtransfer von Kartenanbietern, die geändert oder neu interpretiert werden können und die Einhaltung der Vorschriften zu erschweren oder unmöglich zu machen. Die Nichteinhaltung dieser Regeln oder Anforderungen kann zu Geldstrafen und höheren Transaktionsgebühren führen, und wir könnten unsere Fähigkeit verlieren, Kredit- und Debitkartenzahlungen von Kunden zu akzeptieren oder andere Arten von Online-Zahlungen zuzulassen. Dies kann sich auch auf unser Geschäft und unsere operativen Ergebnisse auswirken. Diese Risiken werden hauptsächlich auf Konzernebene gesteuert. Darüber hinaus ergeben sich mögliche Risiken aus der derzeitigen Überschuldung in der Bilanz. Liquiditätsrisiken wird durch die Einbindung in das Finanzmanagement des Groupon-Konzerns und die vorgenannte Patronatserklärung der Groupon, Inc, Chicago, USA, begegnet. Operative Risiken Groupon ist eine Art Marktplatz, der Dealpartner auf der einen Seite und Kunden auf der anderen Seite zusammenbringt. Dementsprechend ist die Stabilität und Qualität der Dealpartner und Kunden von zentraler Bedeutung für das Geschäftsmodell von Groupon. Der Ausfall von Dealpartnern oder die mangelnde Attraktivität der angebotenen Gutscheine für Kunden sowie eine mangelnde Kundenzufriedenheit mit den erhaltenen Leistungen können sich negativ auf die Umsatzentwicklung und damit auf den Rohgewinn auswirken. Risiken bei der Auswahl und Umsetzung unserer Geschäftsbeziehungen mit Dealpartnern begegnen wir durch kontinuierlich verbesserte Auswahlprozesse, in die auch die Finanzabteilung eingebunden ist. Neben der Attraktivität des Partners für Kunden werden die Fähigkeit des Partners, die angebotene Leistung in der erwarteten Menge an verkauften Gutscheinen zu erbringen, die Zuverlässigkeit des Partners aus bisherigen Geschäftserfahrungen und die finanzielle Stabilität des potenziellen Partners analysiert und in die Risikobewertung einbezogen. Auch auf der Kundenseite stehen wir im Wettbewerb mit verschiedenen anderen Anbietern. Ein breites und hochwertiges Angebot und Marktplätze machen Groupon für Kunden attraktiv und sollen den Umsatz steigern. Darüber hinaus versuchen wir durch die Verbesserung unserer mobilen Anwendungen und die Erprobung von Angeboten mit gutscheinfreier Einlösung das Umsatzvolumen mit bestehenden Kunden zu erhöhen und den Verlust von Kunden, die bisher bei Groupon gekauft haben, zu verhindern. Risiken der Informationstechnologie Die Gutscheine werden nur online an Kunden verkauft. Der Ausfall von Systemen bedeutet, dass in dieser Zeit keine Einnahmen erzielt werden können. Darüber hinaus stellt der Verlust von Daten oder der unbefugte Zugriff auf Daten und damit Reputationsschäden und der Verlust von Kunden ein Risiko für die Gesellschaft dar. Risiken der Datenverarbeitung und der Unterbrechung von Online-Diensten werden durch technische und organisatorische Maßnahmen begrenzt. Dazu gehören die Schaffung von Redundanzen im Bereich Hardware, die Spiegelung von Systemen und Datenbanken sowie regelmäßige Backups zur Wiederherstellung von Daten nach einem möglichen Datenverlust. Auch im Bereich der Cybersicherheit haben wir umfangreiche Maßnahmen ergriffen, wie den Einsatz von qualifizierten Fachkräften, Tools zur Erkennung von Eindringlingen, Anomalien und Schwachstellen sowie die Prüfung der Website und der Systeme durch Sicherheitsunternehmen, um den Kunden ein hohes Maß an Sicherheit bieten zu können. Rechtliche Risiken Die Gesellschaft ist in verschiedene Gerichtsverfahren involviert. Auch wenn der Ausgang der einzelnen Verfahren im Hinblick auf die mit den Rechtsstreitigkeiten verbundenen Unsicherheiten nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden kann, wird keines der Verfahren einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben. Risiken durch Pandemien Ausbrüche von Infektionskrankheiten und andere nachteilige Entwicklungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit könnten erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Ertragslage und unsere Finanzlage haben. So hat beispielsweise die COVID-19-Pandemie seit März 2020 zu einem erheblichen Rückgang der Kundennachfrage, einem Rückgang der Einlösungen durch Kunden und einem Anstieg der Erstattungsbeträge geführt, was auf ein verändertes Verbraucherverhalten und staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von COVID-19 zurückzuführen ist, darunter Quarantänen, Reisebeschränkungen sowie Einschränkungen und Schließungen von Geschäften. Die COVID-19-Pandemie hat sich negativ auf unsere Finanz- und Ertragslage und unseren Cashflow ausgewirkt. Die Erholung von der COVID-19-Pandemie könnte angesichts der beispiellosen und sich ständig weiterentwickelnden Situation volatil und langwierig sein. Wir beobachten weiterhin die Auswirkungen von COVID-19 auf unsere Geschäftstätigkeit. Nach sechs Jahren haben wir trotz einer gewissen Erholung noch nicht wieder das Niveau von vor COVID- 19 erreicht. Bestandsgefährdende Risiken Die Gesellschaft hat eine Patronatserklärung von der Groupon, Inc. mit Sitz in Chicago, USA, erhalten, mit der der Gesellschaft für einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten ab dem Datum der Feststellung dieses Jahresabschlusses zugesagt wird, sie weiterhin zu unterstützen solange Groupon, Inc. über ausreichende Ressourcen verfügt. Die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit hängt in hohem Maße von der Fortführung der Geschäftstätigkeit des Konzerns ab. Der Konzern war zuletzt selbst mit einer sehr schwierigen wirtschaftlichen Situation konfrontiert, konnte aber seine Eigenkapitalbasis im Geschäftsjahr 2024 durch die Ausgabe von neuem Eigenkapital stärken. Hierbei sei für Details auf den Nachtragsbericht im Anhang verwiesen. Die Geschäftsführung ist der Ansicht, dass es angemessen ist, bei der Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft weiterhin von der Annahme der Unternehmensfortführung auszugehen. Trotz einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Gruppe gegenüber dem Vorjahr besteht aufgrund der bilanziellen Überschuldung der Groupon GmbH und der Unsicherheit der weiteren finanziellen Entwicklung jedoch weiterhin eine wesentliche Unsicherheit (bestandsgefährdendes Risiko) im Hinblick auf Ereignisse oder Bedingungen, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Geschäftstätigkeit aufwerfen können. Operative Chancen Unser zukünftiger Erfolg und eine wichtige Chance hängt von unserer Fähigkeit ab, qualitativ hochwertige Händler und Drittunternehmen zu gewinnen und zu halten. Wir müssen weiterhin qualitativ hochwertige Händler gewinnen und an uns binden, um unsere Profitabilität zu steigern und unser Geschäft deutlich auszubauen. Eine der wichtigsten Prioritäten unserer Strategie ist es, die qualitativ hochwertige Bestandsdichte in den Kernstädten zu erhöhen und vollständige Kataloge der Händler auf unseren Marktplatz zu bringen. Wir beabsichtigen, unsere Vertriebsteams neu auszurichten, um Händler in Kernstädten mit einer neuen Go-to-Market-Strategie anzusprechen, die sich auf die Verbesserung des Qualitätsangebots konzentriert und ihnen moderne Tools anbietet, die ihnen helfen, ihr Geschäft auszubauen. Wir sind davon überzeugt, dass wir dank unserer globalen Marketingstrategie einen höheren langfristigen Wert, eine höhere Aktivierung und Konversion, eine höhere Kauffrequenz und mehr Downloads von mobilen Anwendungen erzielen werden, den Bekanntheitsgrad unserer Marke und unserer Online-Marktplätze steigern und Verbrauchern und Händlern neue Produkte vorstellen können. Wir glauben auch, dass unsere Fähigkeit, erfolgreich im Wettbewerb zu bestehen, von vielen Faktoren abhängt, einschließlich eines guten Verständnisses lokaler Geschäftstrends, unserer Fähigkeit, die Kaufhäufigkeit und den Customer Lifetime Value unserer Kunden zu verbessern, oder unserer Reputation und Markenstärke im Vergleich zu unseren Wettbewerbern. 6. Prognosebericht Der nachfolgende Prognosebericht und andere hierin enthaltene zukunftsgerichtete Aussagen enthalten Annahmen, Prognosen und Schätzungen hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen und deren Auswirkungen auf unsere zukünftigen Ergebnisse. Wir haben diese zukunftsgerichteten Aussagen weitgehend auf aktuelle Erwartungen und Prognosen über zukünftige Ereignisse und finanzielle Trends gestützt, von denen wir glauben, dass sie unsere Finanz- und Ertragslage, unsere Geschäftsstrategie, unsere kurz- und langfristigen Geschäftsaktivitäten und -ziele sowie unseren Finanzbedarf beeinflussen können. Diese zukunftsgerichteten Aussagen beinhalten Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen könnten, dass unsere tatsächlichen Ergebnisse erheblich von den hierin beschriebenen oder implizierten abweichen. Der Umsatz der Gesellschaft (2022: EUR 20,4 Mio.) wird im Zeitraum 2023 und 2024 prognostiziert (jeweils im Vergleich zum Vorjahr) um 1% bzw. 15% zurückgehen, während der Rohgewinn (2022: 15,1 Mio.) im selben Zeitraum (im Vergleich zum Vorjahr) voraussichtlich um 21% (2023) bzw. 33% (2024) sinken wird. Diese Rückgänge sind in erster Linie auf einen allgemeinen Nachfragerückgang zurückzuführen, der die allgemeinen Auswirkungen der ungünstigen makroökonomischen Bedingungen widerspiegelt. Für das Jahr 2025 wird ein vergleichbares Niveau von Umsatz und Rohgewinn wie in 2024 prognostiziert. Zu den wichtigsten Herausforderungen gehören der Inflationsdruck, die Schwierigkeiten bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften und das veränderte Verhalten von Kunden und Händlern, die alle zu dem Abwärtstrend der finanziellen Ergebnisse beitragen werden. Die Gesellschaft ist bestrebt, die makroökonomischen Bedingungen und ihre Auswirkungen auf unser Geschäft genau zu beobachten und ihre Strategien entsprechend anzupassen. Aufgrund des schwierigen makroökonomischen Umfelds wird für das Jahr 2023 ein Rückgang der durchschnittliche Kundenzahl um 9% und für das Jahr 2024 um 15% prognostiziert. Die erwarteten Rückgänge in den Folgejahren verdeutlichen die Auswirkungen des sich ändernden Verbraucherverhaltens und des wirtschaftlichen Drucks. Wir konzentrieren uns weiterhin auf die Stärkung der Kundenbindung, die Anpassung unserer Strategien an die Marktbedingungen und die Suche nach innovativen Wegen, um ein langfristiges Kundenwachstum zu erzielen. In naher Zukunft erwartet die Gesellschaft weiterhin Finanzmittel und Unterstützung vom Groupon- Konzern zu erhalten, um künftige Verpflichtungen erfüllen und in die Strategie investieren zu können, um unser Geschäft während und nach der Pandemiezeit auszubauen. Wie beschrieben, hat die Groupon, Inc. mit Sitz in Chicago, USA, uns gegenüber eine Patronatserklärung erteilt, die diese Annahme stützt. Aufgrund der Ausgestaltung der Patronatserklärung sehen wir die Unterstützung als gesichert an.
Berlin, 30. Oktober 2025 Karel Gussenhoven, Geschäftsführer 2 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Groupon GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Groupon GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Groupon GmbH für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in den Abschnitten „Allgemeine Informationen“ und "Nachtragsbericht“ im Anhang sowie die Angaben in den Abschnitten "5. Risikobericht" und "6. Prognosebericht" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft bilanziell überschuldet ist und zur Erfüllung ihrer künftigen Verpflichtungen auf die finanzielle Unterstützung der Muttergesellschaft angewiesen ist, die zudem eine Patronatserklärung erteilt hat. Die Entwicklung des gesamten Konzerns ist darüber hinaus entscheidend für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft. Wie in den genannten Abschnitten im Anhang und Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 20. November 2025 ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH Armin Weber, Wirtschaftsprüfer Sebastian Müller, Wirtschaftsprüfer |
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