Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 107682
Eingetragen
7.2.2017
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenBeteiligungsgesellschaftenMarkt- und Meinungsforschung
Gegenstand
die Durchführung von Forschungsvorhaben zur Nutzungsmessung von Programm und Werbung in Bewegtbildangeboten, einschließlich der Standardisierung, Erhebung, Auswertung und Vermarktung der dadurch gewonnenen Daten. Bei der Anlage der Forschungsvorhaben sind die Interessen sowohl der Veranstalter von Fernsehprogrammen/ Bewegtbildangeboten bzw. Werbeplatzanbietern als auch der Werbekunden und der Mediaagenturen angemessen und ausgewogen zu berücksichtigen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Anke Weber
seit 16.8.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.04% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (26)

NameAnteil
Zweites Deutsches Fernsehen Anstalt des öffentlichen Rechts
16.66%
Gesellschafter 1
16.66%
16.66%
Hessischer Rundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts
8.33%
AGF Videoforschung GmbHEigenbeteiligung
5.56%

Gesellschafter

11 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 11 angezeigt

Zweites Deutsches Fernsehen Anstalt des öffentlichen Rechts
Germany
6.250 €
16.66%
RTL Television GmbH
Germany
6.250 €
16.66%
ProSiebenSat 1 Media SE
Germany
6.250 €
16.66%
Hessischer Rundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts
Germany
3.125 €
8.33%
ARD MEDIA GmbH
Germany
3.125 €
8.33%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AGF Videoforschung GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für Offenlegungszwecke

I. Grundlagen des Unternehmens

a. Organisationsstruktur und Geschäftsmodell

Die AGF ist seit 1988 Auftraggeber der Erhebung der Nutzung von Bewegtbild-Inhalten in Deutschland. Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Forschungsvorhaben zur Nutzungsmessung von Programm und Werbung in Bewegtbild-Angeboten, einschließlich der Standardisierung, Erhebung, Auswertung und Vermarktung der dadurch gewonnenen Daten. In einer sich ständig verändernden Medienlandschaft sind die Kenntnis und das Fachwissen über die Grundlagen, Entwicklung und Perspektiven der Erforschung der Nutzung von Bewegtbild-Inhalten von herausragender Bedeutung für eine erfolgreiche Arbeit im Medien- und Mediabereich.

Die durch die Umwandlung per 01.01.2017 entstandene AGF Videoforschung GmbH führt die für den deutschen Markt anerkannte Bewegtbild-Nutzungsmessung und -forschung weiter. Die AGF erhebt somit seit dem Jahr 1988 TV-Reichweiten und hat diese Messung seit den 2010er-Jahren kontinuierlich zu einer Bewegtbildmessung-/Forschung ausgebaut, die sich in einer beständigen Weiterentwicklung befindet, um den Marktanforderungen und der Marktdynamik zu entsprechen. Die Produkte der AGF sind insbesondere für TV aufgrund der hohen Qualität der Messung und der umfänglichen, neutralen und unabhängigen Messung sowie des methodischen Fundaments eines repräsentativen Panels allgemein im deutschen Medien- und Werbemarkt als Standard anerkannt, auf Basis dessen Programm- und Werbeentscheidungen getroffen werden.

Dies bedeutet, dass die AGF kontinuierlich unterschiedlichste Bezugsgruppen, bspw. Sender, Werbeagenturen, Werbekunden, Verwertungsgesellschaften und auch Behörden zu ihrem Kundenkreis zählen kann.

Das bestehende Daten- und Toolportfolio wird durch die Erweiterung der Messung auf Digitalangebote (bspw. Streaming & perspektivisch non-Video-Content) angereichert und erweitert.

Der Forschungsapparat, d.h. die bereits implementierte Methoden- und Messinfrastruktur (Panels, Technologie, etc.) und das vorhandene Know-how werden sinnvoll und möglichst effizient nach den Grundsätzen der Repräsentativität für den Ausbau eingesetzt. Die AGF investiert bei renommierten Marktforschungsinstituten neben der bereits bestehenden TV- und Online-Videomessung in ein perspektivisch immer relevanter werdendes plattform- und angebotsübergreifendes Forschungsinstrumentarium, um den sich verändernden crossmedialen Anforderungen im Bewegt- und Digitalmarkt entsprechen zu können. Die so gewonnenen Daten werden den Lizenznehmern oder Kooperationspartnern (z.B. Bewegtbild-Anbieter, Werbeagenturen, Werbungtreibende, Behörden, Verbände, Presse, Datenverwertern) in Verbindung mit entsprechenden Nutzungsrechten an den Daten gegen eine angemessene Vergütung in unterschiedlichen Tools zur Verfügung gestellt. Weiterhin ist vorgesehen, die aus den unterschiedlichen Messvorhaben entstehenden Daten einem breiteren Bezugskreis zur Verfügung zu stellen.

b. Forschung und Entwicklung

Aufgrund der sich ständig verändernden Gewohnheiten der Mediennutzer*innen als auch der technologischen Weiterentwicklungen ist auch das Forschungsinstrumentarium der AGF kontinuierlich weiterzuentwickeln und anzupassen, um den Marktpartnern Entscheidungsgrundlagen für die Planung und Optimierung von Programminhalten und Werbung für Bewegtbild zu liefern.

Hierzu gehört neben der klassischen TV-Messung z.B. die erweiterte Messung der Nutzung von Bewegtbild-Inhalten auf stationären und mobilen Endgeräten (PC/Laptop, Handys und Tablets), internetfähigen TV-Geräten oder auch Spielekonsolen, sowie die mögliche Integration weiterer Datenbestände. Für die Schaffung eines konvergenten Bewegbildstandards über möglichst alle Distributionswege und Endgeräte werden auch im Jahr 2024 wesentliche Komponenten umgesetzt.

Zusätzlich sollen weitere Synergien aus dem Forschungsapparat, d.h. Messysteme, Panels, methodische Verfahren und Tools der AGF genutzt werden, um die Messung im digitalen Universum fortlaufend konsequent auszubauen und den bestehenden crossmedialen Forschungsansatz um die Messung von non-Video-Content zu erweitern. Erste Ausbaustufen wurden bereits im Jahr 2023 umgesetzt, die im Jahr 2024 weiterentwickelt werden sollen.

II. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die sich im Geschäftsjahr 2023 national wie auch international durch den seit Februar 2022 herrschenden russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und den sich daraus allgemein ergebenden Konsequenzen im Hinblick auf die Inflation, stagnierende hohe Energiepreise oder auch Lieferengpässe weiterhin ergeben, haben in weiten Teilen tiefgreifende gesamtwirtschaftliche Veränderungen und Anpassungen nach sich gezogen. Das statistische Bundesamt veröffentlichte am 30.01.2024, dass das Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2023 im Vergleich zum Vorquartal um -0,3% (preis-, saison- und kalenderbereinigt) korrigiert werden musste. Somit nahm die Wirtschaftsleistung in Deutschland im 4. Quartal 2023 leicht ab. Dieses Ergebnis ist zum einen auf die niedrigeren privaten Konsumausgaben zurückzuführen, welche die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf 2023 bislang gestützt hatten, zum anderen fielen insbesondere im 4. Quartal die Investitionen in Bauten und Ausrüstungen deutlich niedriger aus als im Vorquartal. Weiterhin teilt das Statistische Bundesamt mit, dass das preisbereinigte BIP im Jahr 2023 um 0,3% gesunken sei. Die Wirtschaftsrezession betrug preis- und kalenderbereinigt 0,1%. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Vorjahresvergleich (jeweils 4. Quartal 2022 vs. 4. Quartal 2023) um 0,4% gesunken, der nach wie vor anhaltende russische Angriffskrieg auf die Ukraine mit den damit einhergehenden umfänglichen nationalen wie auch internationalen Auswirkungen stellen die Ergebnisse unter eine größere Unsicherheit.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stehen in engem Konnex zu den branchenspezifischen Veränderungen, die sich im Jahr 2023 im Werbemarkt abgezeichnet haben. Die veränderten Konsumgewohnheiten, die sich aus der dauerhaften Krisensituation ergeben haben, belasten auch im Jahr 2023 die Werbebranche. So vermeldete das Marktforschungsunternehmen Nielsen Anfang Januar 2024 die Bilanz eines turbulenten Werbejahres 2023. Die Bruttowerbeausgaben der deutschen Unternehmen sind im Jahr 2023 um durchschnittlich 0,4% auf 33,8 Milliarden Euro gestiegen.

Auch wenn die Gattung TV mit ca. 16,5 Milliarden Euro nach wie vor das volumenstärkste Werbemedium ist, so muss konstatiert werden, dass mit einem Minus von 3,5% der Bruttowerbeeinnahmen ggü. Vorjahr erneut Verluste zu verzeichnen sind. Die Verluste in der Gattung Fernsehen konnten im Jahr 2023 insbesondere durch einen konjunkturellen Aufschwung in den Monaten November (+4%) und Dezember (+8,8%) abgemildert werden.

Diese Veränderungen des TV-Werbemarkts könnten durch den Eintritt großer internationaler Streamingplattformbetreiber in die Werbezeitenvermarktung zusätzlich negativ beeinflusst werden. Die tatsächlichen Effekte lassen sich bislang nicht konkret beziffern, da die Anteile des vermarktbaren Portfolios dieser Anbieter gemessen an den Bruttowerbevolumina in öffentlich zugänglichen Statistiken noch nicht erfasst werden.

Für die einzelnen Mediengattungen stellen sich die Entwicklungen wie folgt dar:

16.548.695 TEUR, bzw. knapp 49% der Bruttoerlöse entfielen auf die Gattung Fernsehen, die ein Minus von 3,5% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen muss.

Die Gattung Print verbucht ggü. dem Vorjahr mit 8.054.174 TEUR ein Plus von 2,1%. Dieser Zuwachs wird maßgeblich durch die Tageszeitungen getrieben, die 7,8% an Brutto-Werbeeinnahmen gewonnen haben. Die Online-Werbung gewinnt ebenfalls 4,8% ggü. Vorjahr und erwirtschaftet einen Bruttoerlös von ca. 4,2 Milliarden Euro. Die Gattung Radio erzielt im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 3,0%. Die Gattung Kino profitiert ggü. dem Vorjahr erneut aufgrund der dauerhaften Aufhebung der Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie und verzeichnet bei 118.041 TEUR ein Plus von 22,3%. Daneben konnte die Außenwerbung Erlöse in Höhe von 2.904.623 TEUR und damit ein Plus von 10,8% verzeichnen und gehört damit ebenfalls zu den Gewinnern eines erneut herausfordernden Werbejahres 2023.

Die hohen Bruttowerbeerlöse im Bereich Fernsehen bezeugen nach wie vor die Relevanz der Daten der AGF Videoforschung GmbH auch in konjunkturell schwierigen Zeiten, da programmliche und werbliche Entscheidungen vornehmlich auf dieser standardisierten Datenbasis getroffen werden.

Daneben wächst das Interesse des Marktes, die Performance von neu in den Werbemarkt eintretenden Akteuren in einen Gesamtzusammenhang mit vergleichbaren unter AGF-Messung stehenden Bewegtbildanbietern im deutschen Markt stellen zu können. In diesen Gesamtkontext gehören neben klassisch linearem TV auch die kommerziell nutzbaren Streaming-Angebote im deutschen Markt, die in weiten Teilen - soweit dies technisch möglich ist - bereits unter AGF-Messung stehen. Die Performancedaten der internationalen Streaming-Plattformen werden bislang noch nicht auf Basis eines einheitlichen neutralen Messansatzes erfasst.

Der Blick auf diese dynamische Marktentwicklung bestätigt auch die Fokussierung der AGF auf eine Erweiterung des Forschungsansatzes in Richtung einer ganzheitlichen Erfassung von Bewegtbildrespektive Digitalreichweiten. Insbesondere die Gattungen Fernsehen (Bewegtbild) und Online zeigen in der Höhe der Bruttovolumina der Werbeinvestitionen die Relevanz marktadäquater, neutraler Panel- und Messdaten an, die für Entscheidungs- und Validierungszwecke genutzt werden können.

Auch wenn die AGF im Bereich der TV-Messung eine - ob der langjährigen Expertise, der Qualität der Messung, der kontinuierlichen Anpassung an sich verändernde technische Gegebenheiten und den damit einhergehenden Forschungsinvestitionen - fest verankerte Stellung im Markt einnimmt, so sei darauf hingewiesen, dass insbesondere in der auszubauenden Digitalmessung eine deutlich differenzierte Konkurrenzsituation bedacht werden muss. In diesem Markt konkurrieren Endgerätehersteller, internationale und nationale Plattformbetreiber, Telekommunikationsunternehmen, alternative Messanbieter und Forschungsunternehmen, die sich auf Big Data-Ansätze spezialisiert haben.

Da die Daten und Produkte der AGF für unterschiedlichste Zwecke von den Lizenznehmern als Standard betrachtet werden, stellt sich das Ergebnis der AGF trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen stabil dar.

b. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse liegen gegenüber dem Vorjahr um ca. 4,9 % höher, sie sind mit Steigerungen im Lizenzerlösbereich und mit zusätzlichen Erlösen durch neue Lizenznehmer zu begründen. Kostensteigerungen sind im Wesentlichen auf höhere Projektkosten und höhere Kosten durch Vertragsanpassungen mit den Dienstleistern zurückzuführen, die sich allerdings im geplanten Rahmen bewegen. Kostenminderungen sind vor allem im Personalbereich und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu verzeichnen. Die Kosten bei den Forschungsprojekten (Fremdleistungen) sind gegenüber dem Vorjahr um 3,3 % gestiegen. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % aufgrund einer geringeren Mitarbeiteranzahl vermindert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 3,1% gesunken.

c. Ertragslage, Finanzlage und Vermögenslage

Das Ergebnis vor Steuern bewegt sich aufgrund des gestiegenen Umsatzes, moderater Kostensteigerungen als auch Kosteneinsparungen deutlich über dem Vorjahresniveau. Die ergebnismindernden Fremdkosten (siehe b.) resultieren vor allem aus deutlichen Kostensteigerungen im Bereich der (digitalen) Bewegtbildmessung und Anpassungen im methodischen Set-up. Sie sind für den Erhalt und Ausbau der Messung notwendig und Bestandteil der Budgetplanung.

Das Betriebsergebnis hat sich im Einklang mit der Ergebnisentwicklung vor Steuern deutlich erhöht.

Die Minderung der Personalkosten resultieren aus einer geringeren Mitarbeiterzahl im Rahmen branchenüblicher Fluktuation. Die Abnahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert aus Einsparungen im Bereich der Werbemittel als auch im Bereich der externen Beratungsdienstleistungen.

Die Eigenkapitalquote ist auf 74,4% (Vj. 59,3 %) gestiegen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch die vorhandene hohe Liquidität abgedeckt.

Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund der die Zugänge übersteigenden Abschreibungen leicht gesunken.

Die Forderungs- und Liquiditätsbestände haben sich gegenüber dem Vorjahr stichtagsbezogen (deutlich) verringert, ergeben aber einen mehr als ausreichenden Gegenposten zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung liegen deutlich über den Planungen für das Jahr 2023. Durch die Gewinnung von Neukunden und die Optimierung des Vertriebsmodells konnten die Erwartungen insbesondere auf der Einnahmenseite deutlich übertroffen werden.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres wird als gut eingeschätzt.

III. Chancen- und Risikobericht

Die AGF-Geschäftsführung sieht aufgrund der langjährigen Erfahrung im TV-Segment und den nutzbaren Synergien, d.h. Ausbau des bestehenden Messsystems, Nutzung der bereits vorhandenen Panelstichproben, eine große Chance, den bestehenden Geschäftsbereich gewinnbringend und effizient auszubauen. Die AGF verfolgt damit das Ziel, einen holistischen Blick auf den nationalen Bewegtbildrespektive Digitalmarkt zu eröffnen, der Programmentscheidern, Plattformverantwortlichen und auch der werbetreibenden Industrie Performance-Daten für Medienmarken bereitstellt. Diese Weiterentwicklung wird insbesondere seitens des Werbemarktes seit Jahren gefordert und ist durch die dynamischen Veränderungen im Bewegtbild-Universum auch auf der Zeitachse zeitnah in die Umsetzung zu bringen.

Durch das bestehende Kerngeschäft und die konsequente Weiterentwicklung des AGF-Systems in Richtung umfänglicher Messung des Digitalmarktes besteht zum einen für Lizenznehmer weiterhin der Bedarf an der Teilnahme an der Messung bzw. am fortlaufenden Datenbezug zur ganzheitlichen Marktbeobachtung- und Validierung. Daneben erhöht sich hierdurch aber auch die Attraktivität für weitere Anbieter aus dem Bereich der Digitalwirtschaft und damit die Chance für weitere Lizenzerlöseinnahmen. Je umfänglicher die Abbildung des deutschen Bewegtbild-/Digitalmarktes, desto größer wird der Anreiz für potenzielle - z.Zt. noch nicht teilnehmende - Marktpartner sich am System zu beteiligen. Darüber hinaus fordert die Werbewirtschaft aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Datenquellen verstärkt die Vergleichbarkeit der Kanäle auf Basis standardisierter und neutral erhobenen Datenquellen.

Außerdem erhöht sich nicht zuletzt aufgrund der Öffnung des Vertriebsmodells die Vielfältigkeit der Verwendungsmöglichkeit der AGF-Daten und damit die Erschließung neuer Erlösmöglichkeiten.

Aktuell bestandsgefährdende Risiken sind derzeit für die bestehenden Geschäftsbereiche nicht erkennbar, sie könnten sich aber z.B. aus Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Durchführung von Marktforschung oder auch Werberestriktionen ergeben.

Des Weiteren stellen technologische Veränderungen - insbesondere im Digitalmarkt - für die AGF fortwährend eine große Herausforderung dar, um die Kontinuität und die Konsistenz der Datenerhebung sicherzustellen (z.B. Veränderung der Distributionssituation, Messzugangsmöglichkeiten, Datenschutzregulationen). Investitionen in diese neue Geschäftsfelder sind als Innovationsleistungen einzustufen, da standardisierte Datenprodukte entlang der marktseitigen Anforderungen noch nicht im Markt existieren.

Ein mittleres Risiko besteht in Marktkonsolidierungen von Lizenznehmern, da diese zu kurzfristigen Kündigungen der Lizenzverträge führen könnten. Das neue Datenbezugsmodell soll diesem Effekt zum einen durch veränderte Mechanismen in der Preisbildung, der Vertragsgestaltung, der Erweiterung des Produktportfolios für bestehende Lizenznehmer und zum anderen durch einen erweiterten Datenzugang für neue Bezugsgruppen entgegenwirken.

Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass die mittel- bis langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges im Jahr 2023 zum einen verzögernden Einfluss auf die Projektarbeit (Kostenseite) hatten, da Projekte zeitlich stark verzögert in die Umsetzung geraten oder auch Liefer- und Personalengpässe auf Dienstleisterseite entstanden sind. Zum anderen mussten auch deutliche inflationsbedingte Preissteigerungen im Bereich der Fremd- und auch operativen Kosten akzeptiert werden, die in der Vorperiode nicht planbar waren.

Weitere wirtschaftliche Risiken könnten sich aus den derzeitigen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenparametern ergeben.

Die Erlöse haben den prognostizierten Rahmen für das Wirtschaftsjahr 2023 deutlich übertroffen.

IV. Prognosebericht

Die AGF treibt die Entwicklung performanter methodischer und technischer Ansätze zur Abbildung von crossmedialen Bewegtbildangeboten sowohl für Content als auch für Werbung konsequent voran, um zentrale Forderungen aller Marktpartner zu erfüllen. Daneben arbeitet die AGF kontinuierlich an der Anpassung und Weiterentwicklung ihres Instrumentariums, um weitere Marktpartner, technologische Entwicklungen und neue Angebotsformen im Bewegtbildmarkt in Deutschland in ihr System zu integrieren.

Darüber hinaus soll der im Jahr 2023 bereitgestellte Messansatz für non-Video-Content weiter ausgebaut und verstärkt im Markt etabliert werden, um allen Marktpartnern die Möglichkeit zu bieten, crossmediale Performancedaten aus einem ganzheitlichen Forschungsansatz zu erhalten. Neben der crossmedialen Perspektive incl. Bewegtbild, kann die AGF mit dieser Erweiterung des bestehenden Forschungssystems auch ein Angebot anbieten, das sich rein auf den Datenbezug von statischem Online-Content fokussiert. Die AGF verfolgt damit das Ziel, das bestehende Instrumentarium noch besser zu nutzen sowie effizient und synergetisch auszubauen, um neue Bezugsgruppen zu erschließen und Datenprodukte und Tools einzuführen, die für den Programm- und Werbemarkt für unterschiedliche Zwecke genutzt werden können und von hoher Relevanz sind.

Dies erhöht die Attraktivität der AGF-Daten für den Markt im Allgemeinen, für bestehende und potenzielle neue Lizenznehmer und Kooperationspartner.

Um Marktkonzentrationen zu begegnen und neue Bezugsgruppen für die bereits bestehenden Datenprodukte ansprechen zu können, hat die AGF bereits im Jahr 2021 begonnen, ihr bestehendes Vertriebsmodell weiterzuentwickeln, und den Wert der erhobenen Daten und die eingeräumten Nutzungsrechte verstärkt in den Fokus zu rücken. Über diese Maßnahme soll eine zukunftsgerichtete Entwicklung der Datenzugangsmodelle auf bestehende Bezugsgruppen, wie auch die Öffnung für neue Bezugsgruppen erreicht werden. Das Datenbezugsmodell wurde im Jahr 2023 stufenweise in den Markt eingeführt. Die letzte Stufe ist für das Jahr 2024 vorgesehen und setzte die Umsetzung des neuen Vertriebsmodells in den vorgelagerten Stufen voraus.

Die Gesellschaft rechnet für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr mit leicht steigenden Umsatzerlösen. Aufgrund der bereits für 2023 vorgesehenen erhöhten Ausgaben für diverse Forschungsprojekte, die zum Teil im Jahr 2023 nicht realisiert werden konnten und in 2024 fortgeführt werden, und einer perspektivisch notwendigen Steigerung in den operativen Kosten (Personalkosten & Beratungskosten) ist aktuell mit einem Jahresergebnis in etwa auf Vorajhresniveau zu rechnen.

Abzuwarten bleiben die weiterhin bestehenden langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine auf die Lizenzerlöse der AGF. Auch für das Jahr 2024 muss aufgrund der Auswirkungen dieser Faktoren auf Lizenznehmer und die nachgelagerten Projektrealisierungen konstatiert werden, dass mögliche Veränderungen aktuell schwer abschätzbar sind, wenngleich die AGF Videoforschung GmbH auch in konjunkturell schwierigen Phasen das Datenfundament liefert, das für Mediaentscheidungen, insbesondere im Bereich lineares Fernsehen, benötigt wird.

Das sich verändernde Nutzungsverhalten im Bewegtbildbereich zugunsten der non-linearen Nutzung, vornehmlich der internationalen Plattformen und Streamingdienstanbieter, könnte einen zunehmend negativen Einfluss auf die lineare TV-Nutzung insbesondere jüngerer Publika haben.

Diese Entwicklungstendenzen weisen deutlich auf die Notwendigkeit und damit die Chancen hin, das bestehende Instrumentarium der AGF nutzbar zu machen, das Produktportfolio auszubauen, um den marktseitigen Anforderungen adäquat begegnen und neuen Lizenznehmern attraktive Datenprodukte anbieten zu können.

 

Frankfurt am Main, 28. März 2024

AGF Videoforschung GmbH

Geschäftsführung

Kerstin Niederauer-Kopf

Anke Weber

Bilanz für Offenlegungszwecke

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5,50 5,50
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.155,50 39.233,50
Summe Sachanlagen 23.155,50 39.233,50
Summe Anlagevermögen 23.161,00 39.239,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.720.603,49 2.289.203,28
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.677.428,65 8.906.029,50
Summe Umlaufvermögen 9.398.032,14 11.195.232,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.443,22 34.993,58
D. Bilanzsumme Aktiva 9.449.636,36 11.269.465,36

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital 35.420,00 35.420,00
- Gezeichnetes Kapital: 37.504,00 (Vj: 37.504,00)
- Eigene Anteile: -2.084,00 (Vj: -2.084,00)
II. Kapitalrücklage 2.252.324,68 2.252.324,68
III. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 4.403.940,60 4.803.027,19
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 339.756,02 -399.086,59
Summe Eigenkapital 7.031.441,30 6.691.685,28
B. Rückstellungen 479.371,86 401.789,58
C. Verbindlichkeiten 1.938.823,20 4.173.490,50
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.938.823,20 (Vj: 4.173.490,50)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 2.500,00
E. Bilanzsumme Passiva 9.449.636,36 11.269.465,36

Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 4.236.494,02 3.485.451,30
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -1.972.415,50 -2.030.034,31
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -327.523,28 -322.054,58
Summe Personalaufwand -2.299.938,78 -2.352.088,89
3. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -27.592,72 -24.987,25
Summe Abschreibungen -27.592,72 -24.987,25
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.526.101,78 -1.575.036,91
5. Ordentliches Betriebsergebnis 382.860,74 -466.661,75
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.235,79 0,00
7. Finanzergebnis 23.235,79 0,00
8. Ergebnis vor Steuern 406.096,53 -466.661,75
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -66.340,51 67.772,00
10. Ergebnis nach Steuern 339.756,02 -398.889,75
11. Sonstige Steuern 0,00 -196,84
12. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 339.756,02 -399.086,59

Anhang für Offenlegungszwecke

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

GmbH wurde für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 nach den Vorschriften des

Die AGF Videoforschung GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main ist im Handelsregister des Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Registernummer HRB 107682 eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkosten-Verfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Abschluss ist in Euro aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Es wurden keine Abschreibungen auf immaterielle Analagewerte vorgenommen, da diese im Berichtsjahr bereits voll abgeschrieben waren.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen linearen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von 3 bis 13 Jahren vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bewertet.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert bewertet. Ausgewiesen als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt und zum Nominalwert angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischen Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert bewertet. Ausgewiesen als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR kleiner 1 Jahr
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.445,0 1.445,0 0,0
i. Vj. 835,1 835,1 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 275,6 275,6 0,0
i. Vj. 1.454,1 1.454,1 0,0
Summe 1.720,6 1.720,6 0,0
i. Vj. 2.289,2 2.289,2 0,0

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.445,014,92 (i. Vj. EUR 835.123,25); die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen überwiegend aus Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von EUR 274.166,58 (i. Vj. EUR 1.389.766,99).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von EUR 712.870,00 (i. Vj. EUR 283.607,81) Forderungen gegen Gesellschafter.

Rechnungsabgrenzungsposten

Bei dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um in 2022 bzw. 2023 angefallene Auszahlungen in Höhe von EUR 28.443,22 (i. Vj. EUR 34.993,58), die erst in 2024 als Aufwand zu berücksichtigen sind.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 413.031,35 (i. Vj. EUR 401.789,58) setzen sich wie folgt zusammen:

EUR
Personalrückstellungen 316.710,17
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung 42.537,80
Rückstellung für Archivierungskosten 35.000,00
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 18.783,38
Summe 413.031,35

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR kleiner 1 J.
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.148,8 1.148,8 0,0
i. Vj. 3.583,7 3.583,7 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 790,1 790,1 0,0
i. Vj. 589,8 589,8 0,0
Summe 1.938,8 1.938,8 0,0
i. Vj. 4.173,5 4.173,5 0,0

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 367.344,82 (i. Vj. EUR 384.124,81) aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von EUR 364.301,39 (i. Vj. EUR 33.286,67) Verbindlichkeiten aus Steuern und in Höhe von EUR 10.591,08 (i. Vj. EUR 3.265,52) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 68.575.948,39 (i. Vj. EUR 98.756.579,76) mit einer Laufzeit bis 2025. Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Dienstleistungsverträgen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Das Vorjahresergebnis wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis des Berichtsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

Da im Geschäftsjahr 2023 nur zwei Geschäftsführer ihre Vergütung von der Gesellschaft beziehen, nimmt die Gesellschaft die Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 23.

Mitglieder der Geschäftsführung

Im Berichtsjahr 2023 und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses waren

- Frau Kerstin Niederauer-Kopf, Vorsitzende der Geschäftsführung, Stetten

- Frau Anke Weber, Geschäftsführerin, Hofheim am Taunus,

zu Geschäftsführerinnen bestellt.

Aufsichtsrat

Mitglieder des (freiwilligen) Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr bzw. zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses:

Herr Uwe Storch, Head of Media Ferrero Germany, Ferrero MSC GmbH & Co. KG, Goldbach (ab 27.01.2023 Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Herr Guido Modenbach, Geschäftsführer SevenOne Media GmbH, München (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Herr Dr. Florian Kumb, Leiter HA Programmplanung ZDF, Dreieich

Herr Matthias Eckert, Leiter der Medienforschung, Hessischer Rundfunk, Obertshausen

Frau Stefanie Struppler, VP Legal & Regulatory Affairs GSA Benelux/Justiziarin, Discovery Communications Deutschland GmbH & Co. KG, Starnberg (bis 23.03.2023, mit Wirkung zum 23.03.2023 aus dem Aufsichtsrat abberufen)

Herr Markus Spangler, VP AdSales GSA, Discovery Communications Deutschland GmbH & Co. KG, Eichenau (ab 28.03.2023)

Herr Matthias Dang, Geschäftsführer Vermarktung, Technologie & Daten, RTL Deutschland GmbH, Köln

Herr Dr. Dirk Otto, Insights & Analytics / Consumer Group, Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG, München

Herr Michael Keidel, Vice President Affiliate, Ad Sales and Streaming Partnerships Northern, Central and Eastern Europe, VIMN Germany GmbH, Falkensee

Herr Andreas Gerhardt, Syndikusrechtsanwalt, Chief Distribution Officer, Sport1 GmbH, München

Herr Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer und Sprecher OMG e.V., Hamburg

Frau Susanne Kunz, Geschäftsführerin Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM), Frankfurt am Main

Herr Frank Hoffmann, Programmverantwortlicher Geschäftsführer, WeltN24 GmbH, Köln / Berlin (ab 11.01.2023)?

Stellvertretende Mitglieder des (freiwilligen) Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr bzw. zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses:

Frau Elke Schneiderbanger, Geschäftsführerin ARD Media GmbH, Düsseldorf

Herr Dr. Benjamin Vollrath, LL.M., VP & Head of Legal, Warner Bros. Discovery, Olching (ab 28.03.2023 Stellvertreter)

Frau Karin Immenroth, Chief Data and Analytics Officer, RTL Deutschland GmbH, Köln

Herr Christian Hofmeister, Director Business Management & Research/Market Insights, Sport1 GmbH, Karlsfeld

Herr Dr. Nikolaus Schmitt-Walter, Deputy General Manager Insights, Mediaplus Germany GmbH & Co. KG, München

Unterschrift der gesetzlichen Vertretung

 

Frankfurt am Main, den 28. März 2024

Kerstin Niederauer-Kopf

Anke Weber

Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.211,00 0,00 19.211,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 479.360,69 11.514,72 490.875,41
Summe Sachanlagen 479.360,69 11.514,72 490.875,41
Summe Anlagevermögen 498.571,69 11.514,72 510.086,41

Abschreibungen

Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.205,50 0,00 19.205,50
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 440.127,19 27.592,72 467.719,91
Summe Sachanlagen 440.127,19 27.592,72 467.719,91
Summe Anlagevermögen 459.332,69 27.592,72 486.925,41

Buchwerte

Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5,50 5,50
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.155,50 39.233,50
Summe Sachanlagen 23.155,50 39.233,50
Summe Anlagevermögen 23.161,00 39.239,00

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für Offenlegungszwecke

An die AGF Videoforschung GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AGF Videoforschung GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AGF Videoforschung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, den 29. März 2024

Strecker Berger + Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Torben Teichmann, Wirtschaftsprüfer

i. V. Jens Volk, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der AGF Videoforschung GmbH, Frankfurt am Main, wurde am 23. April 2024 festgestellt.

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