Planatol GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Anstrichmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Alber seit 7.2.2011 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PLANATOL Adhesive GmbHRohrdorf OT ThansauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012Geschäft und RahmenbedingungenDie PLANATOL Adhesive GmbH ist ein Tochterunternehmen der PLANATOL Holding GmbH. Ihr Unternehmensgegenstand umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Handel sowie den Vertrieb von Klebstoffen für industrielle Anwendungsbereiche. Klebstoffprodukte gewinnen aufgrund der zunehmenden Substitution von mechanischen Verbindungen durch Klebeverbindungen stetig an Bedeutung. Mit unserer langjährigen Erfahrung besetzen wir wichtige Nischenmärkte im Bereich intelligenter Klebeanwendungen und helfen, die Produktionsprozesse unserer Kunden sauberer, schneller und wirtschaftlicher zu gestalten. Zu den wichtigsten Produktgruppen gehören dabei industrielle Dispersionen und Hotmelt-Klebstoffe für den grafischen Markt, die Verpackungs- und Bauindustrie sowie den Automobilbereich. Mit der PLANATOL France S.à r.l und der PLANATOL-Società Italiana Forniture Arti Grafico S.I.F.A.G. S.r.l. ist die PLANATOL Adhesive GmbH in den Märkten Frankreich und Italien mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten und baut zudem das bestehende Vertriebsnetz kontinuierlich aus. Weitere Aktivitäten zum Ausbau der Präsenz von PLANATOL im Ausland sind geplant. Nachdem das erste Halbjahr 2011 von einer deutlichen Erholung der Weltwirtschaft von der schweren Rezession geprägt war, kühlte sich die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2011 leicht ab. Dieser Trend setzte sich auch im Geschäftsjahr 2012 fort. In der Folge ist die Weltwirtschaft im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr mit 2 % nur moderat gewachsen. Dabei haben die reifen Märkte Europas und Nordamerikas das Vorjahresniveau um 1 % übertroffen, während in den Wachstumsregionen ein Zuwachs von 4 % erzielt wurde. Insbesondere die bestehenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise, den nachlassenden Wachstumsaussichten Asiens sowie dem finanzpolitischen Kurs der USA trugen zu einer Verunsicherung der Märkte bei. In den für uns relevanten Absatzmärkten Druck- und Grafische Industrie sowie die Verpackungsindustrie konnte ein moderates Wachstum auf dem Niveau des Vorjahres erzielt werden. Trotz der insgesamt verhaltenen konjunkturellen Entwicklung hat sich PLANATOL Adhesive GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr umsatzseitig gut behauptet. Die Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen betrugen TEUR 15.079. Die weiterhin bestehenden Spannungen im Nahen und Mittleren Osten wirkten sich zudem negativ auf die Ölpreisentwicklung und somit auf unsere Rohstoffpreise aus. Durch gezielte Gegenmaßnahmen wie die Neuverhandlung von Einkaufskonditionen, die Intensivierung des Lieferantensourcings, die Implementierung eines gemeinsamen Einkaufspools mit der Wetzel GmbH, Herford, sowie Rezepturverbesserungen konnten wir den negativen Einfluss zum Teil reduzieren. Die Rohertragsquote lag bei 40,4 % und das operative Ergebnis (EBIT) betrug TEUR 462 (EBIT-Quote 3,0 %). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der am Produktionsstandort Rohrdorf eingeleitete Ausbau der Fertigungskapazitäten weitgehend abgeschlossen. Die neue Fertigungsanlage für Dispersionsklebstoffe wird zu einer erheblichen Optimierung der Losgrößen sowie zur Produktivitätssteigerung innerhalb der Fertigung führen. Im Rahmen der eingeleiteten Wachstumsstrategie wurde im März 2012 der am Standort Herford bei Bielefeld tätige Klebstoffhersteller Wetzel übernommen und in den Geschäftsbereich Klebstoffe der PLANATOL-Gruppe integriert. Das Traditionsunternehmen Wetzel ist ein international tätiger Hersteller von Klebstoffen für die Holz- und Verpackungsindustrie sowie für weitere Anwendungsbereiche. Zudem ist Wetzel exklusiver Vertriebspartner der BASF AG für Kaurit- sowie Kauramin-Leime und vertreibt diese für Anwendungen im Bereich Möbel- und Türenherstellung. Im Berichtsjahr haben wir gemeinsam mit unserer Schwestergesellschaft Wetzel GmbH einen Maßnahmenkatalog zur Hebung von Synergien zwischen den Standorten Rohrdorf und Herford erarbeitet und erste Maßnahmen bereits schon umgesetzt. Zu den wesentlichen noch geplanten Maßnahmen gehören eine einheitliche Leitung und Steuerung der Forschung und Entwicklung, der Ausbau des konzerninternen Einkaufspools sowie die produktionsseitige Konzentration der jeweiligen Standorte Rohrdorf auf Dispersionen und Herford auf Hotmelts. Zudem haben wir Ende November 2011 die Vertriebsgesellschaft PLANATOL S.I.F.A.G. S.r.l. übernommen, die bis dahin als selbstständiger Vertriebspartner für industrielle Klebstoffe in Italien tätig war und die dortige Vertriebsmannschaft um einen Klebstoffspezialisten für den konstruktiven Bereich und den Verpackungsmarkt erweitert. Die Integration der Gesellschaft in die Vertriebsorganisation der PLANATOL Adhesive konnte in 2012 erfolgreich abgeschlossen werden. Mit dieser Akquisition haben wir unsere regionale Präsenz in Italien gestärkt und werden dort für unsere Klebstoffprodukte weitere Anwendungsfelder außerhalb der grafischen Industrie erschließen. Umsatz und ErgebnisDie PLANATOL Adhesive GmbH hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt TEUR 15.079 erzielt und lag damit trotz der schwierigen Marktsituation im grafischen Bereich geringfügig über dem Vorjahr. Die Rohertragsquote betrug bezogen auf die Gesamtleistung 40,4 % und bewegte sich aufgrund gestiegener Rohstoffpreise unter der des Vorjahreszeitraums. In der Folge lag das operative Betriebsergebnis (EBIT) mit TEUR 462 ebenfalls unter dem Vorjahr. Die darin verrechneten Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen insgesamt TEUR 5.767 bzw. 37,8 % der Gesamtleistung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die konzerninternen Kostenumlagen mit TEUR 1.196 (Vorjahr: TEUR 1.356) erfasst. Ohne Berücksichtigung einmaliger und betriebsfremder Erträge und Aufwendungen errechnet sich ein operatives Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR 673. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme bewegte sich im Berichtsjahr mit TEUR 6.587 auf Vorjahresniveau. Das Anlagevermögen erhöhte sich dabei gegenüber dem Vorjahr um TEUR 810 auf TEUR 2.759 und stieg damit um rund 42 %. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf den Neubau der Klebstofffertigung zurückzuführen. Daneben nahm das Finanzanlagevermögen durch eine Stärkung der Eigenkapitalbasis der italienischen Tochtergesellschaft PLANATOL S.I.F.A.G. um TEUR 100 auf TEUR 1.037 zu. Das Umlaufvermögen konnte hingegen um TEUR 825 auf TEUR 3.827 reduziert werden. Dies lag insbesondere am Abbau der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Das Vorratsvermögen hat sich stichtagsbedingt bei den Fertigerzeugnissen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 298 erhöht. Beim Eigenkapital wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2010 ein Betrag von TEUR 122 aus der Kapitalrücklage entnommen und der Entnahmebetrag mit dem bestehenden Verlustvortrag verrechnet. Die Höhe des Eigenkapitals insgesamt hat sich dadurch nicht verändert, sie beträgt TEUR 533. Die Rückstellungen sind von TEUR 545 auf TEUR 719 gestiegen. Dies ist vor allem auf eine Erhöhung der Sonstigen Rückstellungen im Personalbereich zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten haben sich von TEUR 5.525 aufgrund des Abbaus der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 5.335 reduziert. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die diesjährige Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft PLANATOL Holding GmbH in Höhe von TEUR 168. Abschluss und Beendigung wichtiger VerträgeInnerhalb des Konzernverbunds nutzt die PLANATOL Adhesive GmbH die Muttergesellschaft PLANATOL Holding als Dienstleister zur Erfüllung von zentralen kaufmännischen Aufgaben. In diesem Zusammenhang wird die bestehende konzerninterne Kostenumlagevereinbarung mit der Muttergesellschaft jährlich aktualisiert. RisikomanagementRisikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess mit dem Ziel, die in einem Unternehmen entstehenden Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und diesen effizient gegensteuern zu können, um mögliche geschäftliche Einbußen zu minimieren. Auf Basis konzerninterner Standards werden daher kontinuierlich und systematisch Chancen und Risiken in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen. Fortgesetzte Prüfungen des Systems durch interne und externe Experten dienen dem Zweck, seine ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen und es an das sich ändernde Unternehmensumfeld anzupassen. Umfeld- und Branchenrisiken Die Entwicklung der Gesellschaft als Hersteller hochwertiger Klebstoffe für industrielle Anwendungen hängt nicht zuletzt von der Konjunktur der Gesamtwirtschaft und der jeweiligen branchenspezifischen wirtschaftlichen Entwicklung der Absatzmärkte ab. Dabei stellen im Industriebereich eine Verschlechterung des Konsumklimas und eine Abschwächung des Marktwachstums mögliche Risiken dar. Bei anhaltender Schulden- und Finanzkrise wären hiervon insbesondere unsere Absatzmärkte in Südeuropa betroffen. Auch können weitere Konzentrationsprozesse in der mittelständisch geprägten Druckindustrie und dem grafischen Markt nicht ausgeschlossen werden. Die PLANATOL Adhesive GmbH begegnet diesen Risiken durch eine intensive Bearbeitung bestehender sowie eine Erschließung neuer Absatzmärkte und die Weiterentwicklung der Produkte für neue Anwendungsfelder. Zwar betreibt die Gesellschaft eine möglichst umfassende Marktanalyse und diskutiert ihre Erkenntnisse mit internen und externen Experten, jedoch sind neue Markteinführungen immer mit besonderen Risiken verbunden. Daher liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Stärkung und dem Ausbau unserer Kundenbeziehungen sowie der permanenten Entwicklung innovativer Produkte für unsere Abnehmer. Beschaffungsmarktrisiken Preisschwankungen auf den Beschaffungsmärkten können Chancen, aber auch Risiken mit sich bringen und unsere Herstellungskosten negativ beeinflussen. Die mangelnde Verfügbarkeit einzelner Vorprodukte, plötzliche Lieferantenausfälle, die verzögerte Lieferung von Komponenten und die Lieferung von Vorprodukten minderer Qualität sind weitere Risiken auf den Beschaffungsmärkten. Wir wirken diesen Risiken durch eine kontinuierliche Recherche nach neuen Bezugsquellen, ein kontinuierliches Lieferantenmonitoring und regelmäßige Lieferantengespräche sowie Qualitätskontrollen entgegen. Mit Lieferanten wichtiger Komponenten gehen wir dabei strategische Partnerschaften ein. Gleichzeitig achten wir darauf, nicht von einzelnen Lieferanten abhängig zu werden. Produktionsrisiken Risiken im Produktionsbereich bestehen grundsätzlich in einer zu geringen Kapazitätsauslastung aufgrund von Volumenrückgängen, in der Verzögerung bei der Anlieferung wichtiger Grundstoffe oder der schwankenden Qualität von Rohstoffen. Diese Risiken könnten beispielsweise zu unerwünschten Verzögerungen oder Unterbrechungen im Betriebsablauf führen. Eine flexible Produktionssteuerung, unsere hohe Mitarbeiterqualifikation, klar definierte Sicherheitsstandards und die Investition in neue und die regelmäßige Wartung bestehender Anlagen minimieren diese Produktionsrisiken. Mögliche nachteilige Auswirkungen von Produktionsausfällen lassen sich zudem durch entsprechende Versicherungsverträge ökonomisch absichern. Risiken im Qualitätsbereich werden durch ein strenges Produktfreigabeverfahren, die einheitlichen Sicherheits- und Umweltstandards sowie unsere zertifizierten Produktionsprozesse minimiert. IT-Risiken Im Rahmen ihrer zentralen Verwaltungsaufgaben ist die PLANATOL Holding GmbH für die Bereitstellung und Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur der Unternehmensgruppe verantwortlich. Grundsätzliche Risiken im Bereich der IT-Infrastruktur bestehen in einem möglichen unautorisierten Zugriff oder Datenverlust. Um solche Gefahren abzuwehren, sind adäquate Zugriffsprofile und aktuelle Sicherheitstechnologien im Einsatz. Für die systemkritischen Datenbestände werden täglich Datensicherungen erstellt und räumlich ausgelagert, daneben wurden interne IT-Richtlinien definiert, zu deren Einhaltung auch externe Dienstleister verpflichtet sind. Die getroffenen Maßnahmen tragen dazu bei, die vorhandenen Risiken deutlich zu verringern. Finanzwirtschaftliche Risiken Weitere Risiken können sich grundsätzlich im finanzwirtschaftlichen Bereich ergeben. Im Zuge der Neuordnung der Finanzmärkte und der verschärften neuen Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen der Banken können etwaige mittel- und langfristige Änderungen der Refinanzierungskonditionen für Unternehmen entstehen. Aufgrund der bestehenden stabilen Finanzierung rechnen wir mit keinen entsprechenden Risiken in diesem Bereich. Insgesamt betrachtet unterliegt die PLANATOL Adhesive GmbH aufgrund der bestehenden Markt- und Wettbewerbsverhältnisse lediglich den durchschnittlichen branchenüblichen Risiken, denen durch Beobachtung des Marktes und anderer Indikatoren sowie die Ausarbeitung von Handlungsalternativen begegnet wird. Vom durchschnittlichen Branchenrisiko abweichende wesentliche Risiken sind nicht erkennbar. Weitere vom durchschnittlichen Branchenrisiko abweichende wesentliche Risiken aus der eigenen Geschäftstätigkeit der PLANATOL Adhesive oder aus Haftungsübernahmen zugunsten von Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind nicht zu erwarten. AusblickDas Geschäftsjahr 2012 war insgesamt durch eine moderate konjunkturelle Entwicklung in den für uns relevanten Branchen Druck, Verpackung, Automotive sowie Bau gekennzeichnet. Für das Jahr 2013 wird von einer weiterhin stabilen Entwicklung auf dem Niveau des Berichtsjahres ausgegangen. Im kommenden Jahr liegt unser Fokus im Klebstoffbereich auf der Hebung von Synergien zwischen den Schwestergesellschaften PLANATOL Adhesive GmbH und Wetzel GmbH in den Bereichen Einkauf, Produktion sowie Forschung & Entwicklung. Zu den wesentlichen Maßnahmen gehört neben dem Pooling des Rohstoffeinkaufs die Konzentration der Klebstofffertigung der PLANATOL Adhesive auf die Dispersionsfertigung und der Wetzel GmbH auf die Hotmeltfertigung. Die Spezialisierung der beiden Produktionsstandorte auf die jeweilige Fertigungstechnologie führt zu einer weiteren Kostendegression durch größere Produktansätze sowie zu einer Verbesserung der Produktivität. Im Bereich Forschung & Entwicklung werden künftig die Entwicklungsaktivitäten der Schwesterngesellschaften PLANATOL Adhesive und Wetzel einer einheitlichen F&E-Leitung unterstellt und können somit besser aufeinander abgestimmt werden. Daneben werden wir im kommenden Jahr die Rezepturen der beiden Firmen aufeinander abstimmen sowie unsere modernen Klebstoffsysteme wie z.B. die reaktiven PUR-Hotmelts und die Heißsiegelklebstoffe weiterentwickeln. Außerdem liegt ein weiterer Schwerpunkt unserer Forschungsaktivitäten in der Entwicklung von Klebstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Der Fokus im Vertrieb wird im kommenden Jahr auf dem Ausbau der Aktivitäten im Bereich Verpackungsklebstoffe liegen. Hierzu wird die Vertriebsorganisation weiter verstärkt sowie die Vertriebstätigkeit in den Emerging Markets im arabischen und indischen Raum ausgebaut. NachtragsberichtZur Ausweitung der internationalen Vertriebswege und zum Eintritt in die Märkte in Indien bzw. des Nahen Ostens, wurde in 2013 die Vertriebstochter PLANATOL Adhesive India Pvt. Ltd., Pune/Indien, gegründet sowie die Gründung der PLANATOL Middle East FZE, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, initiiert. Über beide Gesellschaften sollen künftig Klebstoffprodukte vertrieben werden. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten oder bekannt geworden. Bilanz zum 31. Dezember 2012Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
Anhang für das Geschäftsjahr 2012I Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der §§ 242 bis 256a HGB und unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 bis 278 HGB sowie unter Beachtung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis eines Steuersatzes von 27,5 %. Aktiva Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung von betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern nach der linearen bzw. degressiven Methode. Erworbene Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 wurden in den Jahren 2008 und 2009 in einem Sammelposten erfasst, der jahrgangsweise linear über fünf Jahre abgeschrieben wird. Seit dem 1. Januar 2010 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 410,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr Abgang wird im Jahr des Zugangs unterstellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Einstandskosten, Fertig-erzeugnisse ausgehend von den Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten wurden die produktspezifischen Einzelkosten sowie angemessene Gemeinkostenanteile einbezogen. Für Bestände mit eingeschränkter Verwertungs- oder Absatzfähigkeit wurden die Anschaffungs- bzw. Herstell-kosten auf den beizulegenden Wert übergeleitet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalwerten bewertet. Bestehende Ausfallrisiken und zu erwartende Zahlungsabzüge sind durch aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen den Nominalwerten. Passiva Das gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und der Eintragung im Handelsregister. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von Professor Dr. Klaus Heubeck. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB, der zum Bilanzstichtag erwartete durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 5,04 %. Erfolgswirksame Veränderungen aus der Änderung des Rechnungszinssatzes werden im Finanzergebnis gezeigt. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden mit 2,0 %, die durchschnittliche Fluktuation mit 3,0 % berücksichtigt. Zum 1. Januar 2010 ergab sich aus der erstmaligen Anwendung der geänderten Bewertungsvorschriften (BilMoG) eine Unterdotierung der Pensionsverpflichtungen von TEUR 44. In Anwendung des Übergangswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der Unterschiedsbetrag über eine Laufzeit von 15 Jahren verteilt. Im Geschäftsjahr 2012 erfolgte dementsprechend eine Zuführung in Höhe von TEUR 3 (1/15 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB), die im außerordentlichen Aufwand ausgewiesen ist. Die verbleibende Unterdeckung der nicht in der Bilanz enthaltenen Pensions-verpflichtungen beträgt somit zum 31. Dezember 2012 TEUR 35. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Rechnungszins betrug zum 31. Dezember 2012 5,04 %. Erwartete Kostensteigerungen und eine durchschnittliche Fluktuation von 4,0 % wurden berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremd-währung, deren Laufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungseingang oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. II Erläuterungen zur Bilanz1 Anlagevermögen Die Posten des Anlagevermögens und deren Veränderung im Geschäftsjahr sind im folgenden Anlagengitter dargestellt:
Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz gliedert sich wie folgt auf:
2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. 3 Eigenkapital Das Stammkapital beträgt EUR 53.000,00. Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 2. November 2012 wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2010 der Kapitalrücklage EUR 122.073,28 entnommen und der Entnahmebetrag mit dem zu diesem Stichtag bestehenden Verlustvortrag von EUR 122.073,28 verrechnet. 4 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Personalverpflichtungen, Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Gewährleistungsverpflichtungen sowie Beratungskosten und drohende Verluste aus dem Auftragsbestand zum Bilanzstichtag. 5 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte in branchenüblichem Umfang. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten Verpflichtungen aus dem Leistungsverkehr, aus der Abwicklung des Zahlungsverkehrs über das Cash-Pooling mit der PLANATOL Holding GmbH und aus der Gewinnabführung an die Alleingesellschafterin. 6 Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet für das Kreditengagement der Muttergesellschaft und der übrigen Unternehmen der PLANATOL-Gruppe in folgendem Umfang:
Die Geschäftsanteile an der Gesellschaft wurden von der Alleingesellschafterin zur Sicherung der Ansprüche der kreditgewährenden Banken verpfändet. Außerdem hat die Gesellschaft ‒ wie auch andere Unternehmen der Gruppe ‒ für sämtliche Ansprüche des Leasinggebers aus einem Software-Leasingvertrag mit einem Gesamtvolumen von TEUR 406 die selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen. Ebenso hat sie für sämtliche Ansprüche des Leasinggebers aus einem Leasingvertrag für eine Produktionsmaschine mit einem Gesamtvolumen von TEUR 367 die selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen. Die Einrede der Vorausklage, der Anfechtbarkeit und der Aufrechenbarkeit sowie die Aufgabe einer Sicherheit durch den Leasinggeber sind dabei jeweils ausgeschlossen. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der erwarteten zukünftigen Ertrags- und Finanzlage bei den jeweiligen Verpflichteten nicht gerechnet. 7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Mietverträgen und Bestellobligo haben den geschäftsüblichen Umfang. III Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
IV Sonstige Angaben1 Anzahl Mitarbeiter gemäß § 267 Abs. 5 HGB
2 Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Herr Robert Alber, Dipl.-Kulturwirt, Prien am Chiemsee Die Angaben über die Gesamtbezüge gemäß § 285 Ziffer 9a HGB unterbleiben in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB. 3 Honorar des Abschlussprüfers Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Ziffer 17 HGB) wurden gemäß § 288 Abs. 2 HGB nicht gemacht. 4 Konzernzugehörigkeit Die PLANATOL Holding GmbH, Rohrdorf, besitzt 100 % der Geschäftsanteile der PLANATOL Adhesive GmbH; die Gesellschaft ist somit Konzernunternehmen der PLANATOL Holding GmbH. Unsere Gesellschaft sowie unser Mutterunternehmen werden in den gemäß § 291 HGB befreienden Konzernabschluss der Blue Cap AG, München, (HRB 162137 beim Amtsgericht München) zum 31. Dezember 2012 nach den Vorschriften des § 290 ff. HGB mit einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht werden wird. 5 Gewinnverwendung Zwischen der Gesellschaft und der PLANATOL Holding GmbH wurde am 3. Dezember 2010 mit Wirkung zum 1. Januar 2010 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Entsprechend den Bestimmungen des Ergebnisabführungsvertrags wurde das Jahresergebnis an die Muttergesellschaft abgeführt.
Rohrdorf, den 13. Juni 2013 Der Geschäftsführer Robert Alber In Bezug auf die Offenlegung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 hat die PLANATOL Adhesive GmbH, Rohrdorf-Thansau, von den größenabhängigen Erleichterungen des § 327 HGB teilweise Gebrauch gemacht. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PLANATOL Adhesive GmbH, Rohrdorf-Thansau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buch-führung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Auf-gabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der PLANATOL Adhesive GmbH, Rohrdorf-Thansau, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
München, den 18. Juni 2013 Deloitte
& Touche GmbH
Dorn, Wirtschaftsprüfer Schreitt, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 26. September 2013 festgestellt. |
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