ISPEX Energie Service GmbH
Selbe AdresseErbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für Patente
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marco Böttger seit 31.7.2015 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ISPEX Financial Services GmbHBayreuthJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT DER ISPEX FINANCIAL SERVICES GMBH ZUM 31.12.2023Die Geschäftsführung der ISPEX Financial Services GmbH erstattet für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 wie folgt Bericht zur Lage der Gesellschaft: I. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Gegenstand der Gesellschaft Die ISPEX Financial Services GmbH mit Sitz in Bayreuth (im Folgenden: Gesellschaft) wurde als Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth (HRB6095) am 14.Januar2015 gegründet. Die ISPEX Financial Services GmbH dient als Finanzierungsgesellschaft innerhalb der ISPEX Unternehmensgruppe (im Folgenden: ISPEXGruppe). Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Finanzgeschäften mit der ISPEX AG und ihren verbundenen Unternehmen, insbesondere auf den Gebieten des Factorings sowie der Leasing-, Projekt- und Konzernfinanzierung sowie allen damit in Zusammenhang stehenden Geschäften und Dienstleistungen; außerdem Finanzierungsgeschäfte aller Art mit der ISPEX AG und deren verbundenen Unternehmen, soweit die aufgeführten Geschäfte keiner Erlaubnis oder Lizenz bedürfen sowie keiner Aufsicht unterstehen. Alleinige Gesellschafterin der ISPEX Financial Services GmbH ist die ISPEX AG mit Sitz in Bayreuth, eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB4280 (im Folgenden: Gesellschafterin). Mit der Gesellschafterin besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 14.12.2015. Als Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 Herr Marco Böttger, Diplom-Kaufmann, wohnhaft in Bindlach, bestellt. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Der alleinige Geschäftsführer ist zugleich Vorstandsmitglied und Anteilseigner der ISPEX AG mit Sitz in Bayreuth. Vergütungen nach § 24 Absatz 1 Nr. 1 und 2 Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) Für 99 Genussrechte wurden zum 30.06.2023 insgesamt 83.205,00EUR Genussrechtsvergütung für das Geschäftsjahr 2022 ausgezahlt. Weitere Genussrechtsvergütungen wurden nicht ausgezahlt. Die ISPEX Financial Services GmbH beschäftigt für ihre Tätigkeit als Finanzierungsgesellschaft keine Mitarbeiter. Die Bereiche Verwaltung, Finanzen und Controlling, insbesondere das Rechnungswesen, die Finanzbuchhaltung sowie das Forderungsmanagement, übernimmt die ISPEX AG in ihrer Funktion als Holding. Für ihre Tätigkeit erhielt die ISPEX AG im vergangenen Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von 18.720,00EUR. Für Rechtsberatung, Steuerberatung, Finanzbuchhaltung, Jahresabschluss und Prüfung hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 21.842,30 EUR aufgewandt; die Nebenkosten des Geldverkehrs beliefen sich insgesamt auf 346,77 EUR. Der Geschäftsführer erhält weder von der Gesellschaft noch von dritter Seite eine gesonderte Vergütung für die Tätigkeit bei der ISPEX Financial Services GmbH. Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter. Die Gesellschaft hat keinen Personalaufwand. Der Geschäftsführer ist gleichzeitig Mitglied des Vorstands der alleinigen Gesellschafterin ISPEX AG. Eine gesonderte Vergütung für die Tätigkeit bei der ISPEX Financial Services GmbH wurde nicht gewährt; diese ist mit den Vorstandsbezügen vollständig abgegolten. Weitere Vergütungsansprüche bestanden nicht. Vergütungen im Sinne des § 24 Absatz 1 Satz 3 Nr. 2 VermAnlG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gezahlt. Geschäftstätigkeit der Gesellschaft Die ISPEX Gruppe mit ihren Tochtergesellschaften ist einer der führenden Anbieter von Lösungen im Energiemanagement, in der Energieeffizienzberatung, in der Energiebeschaffung und im Energiecontrolling sowie in der Vermarktung von Energie. Die Kunden sind überwiegend gewerbliche Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und öffentliche Auftraggeber in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in der systematischen Optimierung der Energiekosten in kleinen, mittleren und großen Unternehmen mit einer Vielzahl von Standorten. Die ISPEX Financial Services GmbH übernimmt innerhalb der ISPEX Gruppe als eigenständiger Rechtsträger die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit, insbesondere die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Energiemaklerpools der EQ.energy GmbH als Tochterunternehmen der ISPEX AG. Die ISPEX Financial Services GmbH erwirbt von der EQ.energy GmbH zukünftig fällige nicht zahlungsgestörte Provisionsforderungen gegenüber verschiedenen Energielieferanten zum wirtschaftlichen Nennwert inklusive Umsatzsteuer ("Bruttonennwert"). Die EQ.energy GmbH verwendet die Mittel aus dem Verkauf der Forderungen zur Finanzierung ihrer laufenden Geschäftstätigkeit, insbesondere zur Auszahlung von Abschlussprovisionen an die angeschlossenen Energiemakler und zum Ausbau des Vertriebs durch die Anbindung neuer Energiemakler. Forschung und Entwicklung der Gesellschaft Die ISPEX Financial Services GmbH betreibt selbst keine Forschung und Entwicklung. Zweigniederlassungen der Gesellschaft Die ISPEX Financial Services GmbH unterhält keine Zweigniederlassungen. II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die "Liberalisierung" und die "Energiewende" bestimmen langfristig die Entwicklung des Strom- und Gasmarkts in Deutschland und Europa. Sie beeinflussen wesentlich das Strom- und Gaspreisniveau an den Großhandelsmärkten, den Wettbewerb und damit die Wechselbereitschaft der Energiekunden. Die Preisentwicklung an den europäischen Märkten für leitungsgebundene Energie hat wiederum maßgeblichen Einfluss auf die Angebotssituation, die Wettbewerbsfähigkeit und die Ertragslage der Energieversorgungsunternehmen. Das Geschäftsjahr 2023 wurde weiterhin von den weltweiten Auswirkungen der Energiepreiskrise und den Unsicherheiten aufgrund der Versorgungssituation geprägt. Die teilweise Umstellung der Stromerzeugung auf Kohle, die Abschaltung der Atomkraftwerke, die Verzögerungen im Ausbau der Erneuerbaren Energien, die Probleme im Transport und in der Speicherung von Strom und Erdgas sowie die Einstellung der Belieferung mit Erdgas aus Russland, der Aufbau der Belieferung mit Flüssiggas und der Ausfall von Stromerzeugungskapazitäten im Ausland haben zu erheblichen Verunsicherungen an den nationalen und internationalen Energiemärkten geführt. Zeitweise waren Energieversorgungsunternehmen und Verbraucher auf Staatshilfen (Strom- und Erdgas-Wärmepreisbremse, Ergänzungshilfen etc.), Moratorien oder staatliche Eingriffe in den Markt und die Preisbildung angewiesen. Die Unsicherheiten lösten seit Februar 2022 erhebliche Preissteigerungen im Handel mit elektrischer Energie und Erdgas an den Termin- und Spotmärkten aus. Zeitweise waren Energieversorgungsunternehmen nicht bereit, Energielieferangebote abzugeben, neue Kunden anzunehmen oder haben bestehende Lieferverträge gekündigt. Zusammen mit den rückläufigen Strom- und Erdgasmengen bei Industrie-, Gewerbe- und Haushaltskunden hat diese Entwicklung die Geschäftsaussichten aller Akteure im Energiemarkt erheblich beeinflusst. Das Risiko des Ausfalls von Energielieferungen, Energieversorgern und Energiekunden hat im Jahr 2023 weiter zugenommen. Die Stromerzeugung und -verteilung war von einem durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiepreiskrise, die Vermeidung einer Gasmangellage (Umstellung der Stromerzeugung von Erdgas auf andere Energieträger) sowie einem durch kurz- und mittelfristige gesetzliche Vorgaben zu Endenergieeinsparungen bedingten Rückgang der Strom- und Erdgasnachfrage des verarbeitenden Gewerbes, des Handels, der Kettenkunden und Filialisten insbesondere aber bei den energieintensiven Industrieunternehmen geprägt. Die Umstellung der konventionellen Erzeugung hin zu erneuerbaren Energieträgern schritt nur langsam voran. Die Strompreise für Letztverbraucher sind im Wesentlichen aufgrund befürchteter Lieferengpässe bei Brennstoffen, höherer Großhandelspreise sowie steigenden Preisen im europäischen Emissionshandel (EU-ETS) seit Februar 2022 deutlich gestiegen, gingen aber im Jahresverlauf 2023 leicht wieder zurück. Der Anteil der Netzkosten, Energiesteuern und Abgaben an den Energiekosten sank aufgrund der Abschaffung der EEG-Umlage für Letztverbraucher und Eigenversorger zum 1. Januar 2023. Die Gaspreise verzeichneten aufgrund der Entwicklung an den internationalen Märkten einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr, verblieben aber deutlich über dem Vorkrisenniveau. Mit erheblichen Preisschwankungen für Endkunden aufgrund von schwankenden Brennstoffpreisen an den Großhandelsmärkten ist weiter zu rechnen. Die Gasversorgung in Deutschland war weiterhin stark von dem Ausfall der Erdgaslieferungen aus Russland betroffen. Die fehlenden Liefermengen konnten durch hohe Füllstände der Gasspeicher, den Abschluss neuer Erdgaslieferkontrakte, den Ausbau der Flüssiggaslieferungen sowie die rückläufige Nachfrage nach Erdgas aufgrund von Energieeinsparungen, Energieträgerwechseln und Produktionsverlagerungen ausgeglichen werden. Die stark gestiegenen Energiepreise belasteten die Energieverbraucher und beeinträchtigten die Geschäftstätigkeit und die Geschäftsaussichten der Energieversorger erheblich. Für Unternehmen und Haushalte mit hohen krisenbedingten Energiemehrkosten wurde mit der Strom- und Erdgas-Wärmepreisbremse für das Jahr 2023 ein befristeter staatlicher Zuschuss beschlossen. Der hohe administrative Aufwand belastete Unternehmen, Energieversorger und Behörden erheblich und führte zu weiteren Einschränkungen des Wettbewerbs und der Preisbildung an den Märkten. Unternehmen, öffentliche und private Verbraucher müssen sich auch zukünftig auf schwankende Preise und ein gehobenes Preisniveau einstellen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Gesellschaft aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Energiepreiskrise und der rückläufigen Industrieproduktion sowie der weiterhin bestehenden Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf die Gasversorgung und die Stromerzeugung eine rückläufige Entwicklung der Strom- und Gasnachfrage im Industrie-, Gewerbe- und Verkehrssektor. Wegen der erheblichen Unsicherheiten an den Märkten und der schwierigen Angebotssituation der Energieversorgungsunternehmen rechnet die Gesellschaft im Kalenderjahr 2023 mit stark schwankenden Strom- und Gaspreisen. Die Endkunden werden aus bestehenden Energielieferverträgen aufgrund der Preissteigerungen und der teilweise fehlenden Energielieferangebote erheblich belastet. Die Nachfrage der privaten Haushalte und der öffentlichen Hand, der Ver- und Entsorgungsbetriebe sowie der Land- und Forstwirtschaft nach Strom und Erdgas sollte rückläufig bleiben. Bei den Unternehmen des produzierenden Gewerbes der Prozess- und Verfahrensindustrie könnte die Strom- und Gasnachfrage wegen der gestiegenen Energiekosten und der verschlechterten Auftragslage weiter sinken. Öffentliche Einrichtungen wie bspw. Kindertagestätten, Schulen, Universitäten, Kliniken, Krankenhäuser, Gesundheitseinrichtungen, Veranstaltungszentren, Sportstätten, Kultureinrichtungen und Verwaltungsgebäude verbrauchen aufgrund der Umsetzung von Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen zukünftig voraussichtlich weniger Strom und Gas. Die Digitalisierung, der zunehmende Betrieb von Lüftungs- und Klimaanlagen wie Wärmepumpen, geänderte Nutzungskonzepte ("Power-to-Heat") sowie die Entwicklung der Elektromobilität und der Stromspeicher werden den Stromverbrauch aus "Erneuerbaren Energien" mittelfristig ansteigen lassen. Für die Einschätzung der Versorgungslage sind die Geschwindigkeit des Ausbaus der Erzeugungskapazitäten und der Stromnetze sowie die Änderung des Verbrauchsverhaltens ein wesentlicher Faktor. Insofern sind Prognosen über die zukünftige Entwicklung des Stromverbrauchs mit erheblicher Unsicherheit verbunden. Die Wettbewerbsintensität zwischen den Energieanbietern nimmt aufgrund von Marktaustritten, sinkender Wechselbereitschaft der Energiekunden und eingeschränkter Vertriebstätigkeit wegen der stark gestiegenen Energiepreise ab. Marktaustritte von Energieanbietern, vereinzelte Insolvenzen aber auch die Einstellung des Energievertriebs etablierter Anbieter machen den Markt zunehmend unübersichtlicher. Das erschwert den Endkunden die Anbieterauswahl und die Anbieterbewertung. Der Beratungsbedarf, die Beratungsbereitschaft sowie der Wunsch nach Absicherung der Lieferkontrakte nehmen stetig zu. Der intensive Preisdruck, das aktuelle Marktumfeld sowie die schwankende Strom- und Gasnachfrage führen vermehrt zu Veränderungen in den Geschäftsmodellen, Angeboten und Leistungen etablierter und neuer Anbieter. Teilweise wird die Geschäftstätigkeit vollständig eingestellt, es werden Unternehmensbereiche zusammengeführt, abgespalten oder an andere Anbieter veräußert. Deutschland weist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ein überdurchschnittlich hohes Energiepreisniveau auf. Der Energiekostendruck für private und öffentliche Haushalte sowie gewerbliche Unternehmen steigt. Eine Reduzierung der Energiekosten lässt sich für die Energiekunden durch eine Vertragsumstellung bei Tarifkunden oder durch einen Anbieterwechsel bei Sondervertragskunden kaum noch erzielen. Eine dauerhafte Reduzierung der Energiekosten ist vielmehr durch ein verbessertes Energiemanagement, eine fortlaufende Steigerung der Energieeffizienz und die damit verbundene Senkung des Energieverbrauchs erreichbar. 2. Geschäftsverlauf Die ISPEX Financial Services GmbH blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2023 zurück. Die Gesellschaft konnte seit dem Beginn des öffentlichen Angebots am 28.April2016 Genussrechtsbeteiligungen mit einem Volumen in Höhe von insgesamt 2,725Mio.Euro überwiegend bei privaten Kapitalanlegern platzieren. Das öffentliche Angebot der Genussrechte 2016 wurde bestimmungsgemäß zum 27. April 2017 eingestellt. Unter Verwendung des eingeworbenen Genussrechtskapitals erwarb die Gesellschaft von der EQ.energy GmbH in den Geschäftsjahren 2015 bis 2021 zukünftig fällige nicht zahlungsgestörte Provisionsforderungen gegenüber Energielieferanten mit guter bis sehr guter Bonität mit einem Bruttonominalwert in Höhe von insgesamt 16,334Mio.Euro. Die Gesellschaft konnte in den Geschäftsjahren 2015 bis 2023 erworbene, fällig gewordene Provisionsforderungen mit einem Bruttonominalwert in Höhe von insgesamt 11,590Mio.Euro (davon 0,628Mio.Euro im Geschäftsjahr 2023) ohne Zahlungsausfälle abrechnen. Der Ausgleichsanspruch gegenüber der EQ.energy GmbH belief sich bis zum Ende des letzten abgeschlossenen Geschäftsjahres auf insgesamt 3,966 Mio. Euro (davon 0,194 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023) Der Bestand der zukünftig fälligen Provisionsforderungen im Umlaufvermögen der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 0,308Mio.Euro (Vorjahr: 1,130 Mio.Euro) Bruttonominalwert vor Abzinsung. Aufgrund der Entwicklung auf den Strom- und Gasmärkten, der erheblichen Preissteigerungen für Strom und Erdgas, der gesunkenen Volumina im Energiehandel, der gestiegenen Volatilität an den Termin- und Spotmärkten für leitungsgebundene Energie sowie dem schwierigen Geschäftsumfeld für die Energieanbieter und der insgesamt nicht zufriedenstellenden Angebotssituation hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 auf den Ankauf von zukünftig fälligen Provisionsforderungen verzichtet. Eine zuverlässige Einschätzung des Bonitäts- und Veritätsrisikos der angebotenen Provisionsforderungen für die Lieferjahre 2023 und 2024 war aufgrund der unsteten Marktentwicklung schwerlich möglich. Daher hat die Gesellschaft aus Gründen der Vorsicht und der Risikovorsorge keine weiteren Provisionsforderungen für die Lieferjahre 2023 und 2024 erworben. Die bereits erworbenen Provisionsforderungen für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Bruttonominalwert in Höhe von 0,308Mio.Euro (davon 0,016Mio.Euro brutto aus Veritätshaftung gegenüber der EQ.energy GmbH) sieht die Gesellschaft als einbringlich an. Im Geschäftsjahr 2024 plant die Gesellschaft, aufgrund der schwierigen Marktsituation für die Energieanbieter und der gestiegenen Ausfallrisiken für Energielieferungen keine Provisionsforderungen mit überwiegender Fälligkeit in den Lieferjahren 2025 bis 2027 anzukaufen. Die bestehenden Genussrechtsbeteiligungen 2016 in Höhe von 1,045Mio.Euro wurden fristgerecht zum 31.12.2023 gekündigt und im Januar 2024 planmäßig zurückgezahlt. 3. Lage der Gesellschaft Die Vermögens- und Finanzlage der ISPEX Financial Services GmbH stellt sich aufgrund der Abrechnung bestehender Provisionsforderungen insgesamt positiv dar. Die Ertragslage bleibt wegen des Verzichts auf weitere Forderungskäufe angespannt. 3.1 Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 hat die ISPEX Financial Services GmbH keine zukünftig fälligen Provisionsforderungen gegenüber Energielieferanten zum wirtschaftlichen Nennwert ("Bruttonennwert") von der EQ.energy GmbH erworben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände im Umlaufvermögen der Gesellschaft erhöhten sich von 4,354Mio.Euro auf 5,400Mio.Euro. Davon entfielen 0,284Mio.Euro (Vorjahr: 0,906Mio.Euro) nach Abzinsung auf den Nominalwert auf zukünftig fällige Provisionsforderungen gegenüber verschiedenen Energielieferanten. Aufgrund der Verpflichtung der EQ.energy GmbH zum Ausgleich nicht entstandener Provisionsforderungen ("Veritätshaftung") bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,016Mio.Euro (Vorjahr: 0,192Mio.Euro). Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten zum Bilanzstichtag Forderungen gegen die ISPEX AG in Höhe von 5,027Mio.Euro (Vorjahr: 3,101Mio.Euro). Das Eigenkapital der Gesellschaft zum Bilanzstichtag betrug unverändert 1,1Mio.Euro. Davon entfielen 0,025Mio.Euro auf das gezeichnete Kapital und 1,075Mio.Euro auf die Kapitalrücklage. Die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag belaufen sich auf insgesamt 4,279Mio.Euro (Vorjahr: 3,238Mio.Euro). Diese Verbindlichkeiten verteilen sich im Wesentlichen auf das Genussrechtskapital in Höhe von 1,045Mio.Euro (Vorjahr: 1,844 Mio. Euro) und auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (hier: EQ.energy GmbH) aus Kaufpreiseinbehalten zur Absicherung des Veritätsrisikos in Höhe von 0,153Mio.Euro (Vorjahr: 0,351Mio.Euro) und 3,027Mio.Euro (Vorjahr 0,856Mio.Euro) überwiegend aus der Abrechnung fälliger Provisionsforderungen mit der EQ.energy GmbH. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 0,047Mio.Euro (Vorjahr: 0,187Mio.Euro). Die Genussrechtsvergütungen für die Genussrechtszeichner in Höhe von insgesamt 0,047Mio.Euro (Vorjahr: 0,083Mio.Euro) für das Geschäftsjahr 2023 sind in voller Höhe in die sonstigen Verbindlichkeiten eingestellt. Die Gesellschaft hat das Genussrechtskapital unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Aufgrund des qualifizierten Nachrangs, der unbefristeten Überlassung (frühestens kündbar zum 31.12.2023) und der gewinnabhängigen Vergütung hat das Genussrechtskapital eigenkapitalähnliche Eigenschaften, nimmt aber nicht an einem etwaigen Verlust teil. 3.2 Finanzlage der Gesellschaft Die ISPEX Financial Services GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023 Einzahlungen in Höhe von 0,628Mio.Euro (Bruttonennwert) aus der Abrechnung fälliger Provisionsforderungen erzielen. Mit diesen Finanzmitteln konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen Teil des Genussrechtskapital in Höhe von 0,799Mio.Euro zurückführen sowie die Auszahlungen für die Genussrechtsvergütungen 2022 per 30.06.2023 in Höhe von 0,083Mio.Euro und für die sonstigen betriebliche Kosten des laufenden Geschäftsbetriebs (insbes. Steuerberatung, Rechtsberatung, Wirtschaftsprüfung und Forderungsabrechnung) leisten. Die weitere Finanzierung der Gesellschaft insbesondere die schrittweise Rückführung des Genussrechtskapitals ist durch die laufende Abrechnung der erworbenen Provisionsforderungen gesichert. Die Rückzahlung der per 31.12.2022 gekündigten Genussrechtsbeteiligungen in Höhe von 0,799Mio.Euro ist im Januar 2023 vollständig und fristgerecht erfolgt; die Rückzahlung der per 31.12.2023 gekündigten Genussrechtsbeteiligungen in Höhe von 1,045Mio.Euro ist im Januar 2024 vollständig und fristgerecht erfolgt. Die Rückzahlung des Genussrechtskapitals im Januar 2024 wurde aus der laufenden Abrechnung der Provisionsforderungen gegenüber Energieversorgern, der Ausgleichszahlungen der EQ.energy GmbH und dem Finanzmittelbestand der Gesellschaft gedeckt. Mit der Rückführung des dritten Teilbetrags im Januar 2024 ist das Genussrechtskapital 2016 vollständig zum Nominalbetrag zurückgezahlt. Für die Zukunft plant die Gesellschaft ihre Finanzierungsstruktur an die veränderten Bedingungen und die neuen Aufgaben anzupassen. 3.3 Ertragslage der Gesellschaft Die ISPEX Financial Services GmbH erzielte aus der Abrechnung des Ausgleichsanspruchs gegenüber der EQ.energy GmbH negative Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 0,041Mio.Euro (Vorjahr: minus 0,110Mio.Euro). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrugen 0,025Mio.Euro (Vorjahr: 0,057Mio.Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf insgesamt 0,050Mio.Euro (Vorjahr: 0,075Mio.Euro). Davon entfielen auf die Bildung von Rückstellungen 0,007Mio.Euro (Vorjahr: 0,024Mio.Euro) und auf verschiedene betriebliche Kosten inklusive Forderungsmanagement in Summe 0,043Mio.Euro (Vorjahr: 0,050Mio.Euro). Die Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von 0,082Mio.Euro (Vorjahr: 0,093Mio.Euro) resultieren aus der Verzinsung der Verrechnungskonten gegenüber der EQ.energy GmbH bzw. der ISPEX AG und aus der Auf- bzw. Abzinsung der zukünftig fälligen Provisionsforderungen über die Laufzeit im Umlaufvermögen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betrugen 0,063Mio.Euro (Vorjahr: 0,121Mio.Euro), davon entfielen 0,047 Mio. Euro (Vorjahr: 0,083 Mio. Euro) auf die Vergütung für das Genussrechtskapital und 0,008Mio.Euro (Vorjahr: 0,032Mio.Euro) auf die Abzinsung der zukünftig fälligen Provisionsforderungen über die Laufzeit im Umlaufvermögen. Das Ergebnis vor Gewinnabführung belief sich im Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 auf minus 0,047Mio.Euro (Vorjahr: minus 0,157Mio.Euro). Der Jahresfehlbetrag wird aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags in voller Höhe von der ISPEX AG ausgeglichen. Steuern auf Einkommen und Ertrag fallen bei der Gesellschaft nicht an. III. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Die Geschäftstätigkeit der ISPEX Financial Services GmbH weist verschiedene allgemeine und spezifische Geschäftschancen und -risiken auf. Die bestehenden Unsicherheiten über die Markt- und Versorgungslage erschweren die Bewertung der Geschäftsaussichten. Daher ist die Einschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung mit erheblicher Ungewissheit behaftet. Die Risiken aus unternehmerischer Tätigkeit werden von der Geschäftsführung im Rahmen des eingerichteten Risikomanagementsystems laufend bestimmt, bewertet und berichtet. Es kann dennoch nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass Risiken übersehen, unterschätzt oder fehlerhaft bewertet werden und sich diese Risiken zum Nachteil der Gesellschaft auswirken. Die nachfolgend beschriebenen Risiken können jeweils einzeln, gleichzeitig oder zeitlich versetzt auftreten und dadurch stärker ins Gewicht fallen als bei Auftreten jeweils nur eines Risikos. Chancen und Risiken können sich gegenseitig bedingen oder anderweitig beeinflussen. 1. Risikobericht der Gesellschaft Die Geschäftsentwicklung der ISPEX Financial Services GmbH ist in besonderem Maße von der Geschäftstätigkeit des von der EQ.energy GmbH betriebenen Energiemaklerpools abhängig. Die Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass ausreichend geeignete Provisionsforderungen zum Ankauf zur Verfügung stehen. Falls nicht ausreichend Provisionsforderungen zum Ankauf zur Verfügung stünden, würde die Gesellschaft zukünftig weniger Genussrechtskapital einsetzen und weniger Provisionsforderungen erwerben, um die Vertriebs- und Finanzierungskosten zu reduzieren. Die ISPEX Financial Services GmbH ist auf eine ausreichende Ausstattung mit Finanzmitteln zum Ankauf zukünftig fälliger Provisionsforderungen von der EQ.energy GmbH angewiesen. Diese Finanzmittel stammen zu einem wesentlichen Teil aus der Platzierung von Genussrechten sowie der Abrechnung fälliger Provisionsforderungen gegenüber verschiedenen Energielieferanten. Sollten nach Rückführung des Genussrechtskapitals weitere künftig fällige Provisionsforderungen von der EQ.energy GmbH erworben werden müsste die ISPEX Financial Services GmbH alternative Finanzierungslösungen erschließen. Die ISPEX Financial Services GmbH trägt als wirtschaftliche Eigentümerin das Ausfallrisiko des Energielieferanten als Schuldner der Provisionsforderung ("Bonitätsrisiko"). Für diesen Fall bildet die Gesellschaft Rückstellungen zur Risikovorsorge. Die Bonität der Energielieferanten wird regelmäßig überprüft und fortlaufend überwacht. Forderungen von Lieferanten mit schlechter Bonität würden nicht weiter angekauft. Sollten zukünftig mehr Energielieferanten ausfallen als erwartet, müsste die Gesellschaft sich anderweitig Finanzmittel beschaffen bzw. auf Finanzmittel der Gesellschafterin zurückgreifen, um das Genussrechtskapital planmäßig zurückführen zu können. Das Risiko des teilweisen oder vollständigen Ausfalls eines Energiekunden bzw. der Energielieferung ("Veritätsrisiko") verbleibt bei der EQ.energy GmbH als Verkäuferin der Provisionsforderung. Diese haftet für den Bestand der Forderung. Dazu betreibt die EQ.energy GmbH ein eigenes Risikomanagementsystem und bildet selbst entsprechende Rückstellungen zur Risikovorsorge. Für etwaige Ausgleichsansprüche aus der Veritätshaftung gegenüber der EQ.energy GmbH behält die ISPEX Financial Services GmbH zusätzlich einen Teil des Kaufpreises zur Risikoabsicherung bis zur vollständigen Begleichung der Provisionsforderung durch den Energielieferanten ein ("Kaufpreiseinbehalt"). Daneben bestehen weitere marktbezogene, branchenbezogene, ertragsbezogene, finanzierungsbezogene und unternehmensbezogene sowie regulatorische und steuerliche Risiken, die von der Gesellschaft im Rahmen des eingerichteten Risikomanagementsystems laufend bestimmt, bewertet und berichtet werden, so dass diesen mit geeigneten Maßnahmen begegnet werden kann. 2. Chancenbericht der Gesellschaft Die ISPEX Financial Services GmbH schätzt das Marktumfeld, die Wettbewerbssituation auf dem Energiemarkt, die Geschäftsentwicklung des Energiemaklerpools und die Finanzierungssituation der Gesellschaft mittelfristig positiv ein. Kurzfristig sind weitere Einschränkungen aufgrund der bestehenden Marktlage, des hohen Preisniveaus und der eingeschränkten Vertriebstätigkeit der Energieversorger denkbar. Die Geschäftsentwicklung und damit die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft könnte besser ausfallen als erwartet, wenn mehr geeignete Provisionsforderungen zum Ankauf zur Verfügung stünden als geplant und aus der Abrechnung der fälligen Provisionsforderungen ausreichende Finanzmittel für den Erwerb verfügbar wären. Durch eine ausreichende Finanzierung des Energiemaklerpools besteht die Chance, den Vertrieb schneller auszubauen, mehr Energiemakler anzubinden, die Abschlüsse je Energiemakler weiter zu steigern, einen höheren Marktanteil in der relevanten Zielgruppe zu erreichen und in der Folge bessere Konditionen von den Energielieferanten zu erlangen. Dieses hätte wiederum positive Auswirkungen auf die Erfolgsaussichten der ISPEX Financial Services GmbH. IV. PROGNOSEBERICHT Die Energiekosten für Gewerbe- und Industriekunden sind seit Februar 2022 stark angestiegen. Die Wechselbereitschaft und die Abschlussquote im Segment der Gewerbekunden und der gewerblichen Wohnungswirtschaft stagniert aufgrund hoher Preise und wachsender Unsicherheiten. Unternehmen können in der aktuellen Marktlage kaum Einsparungen in der Energiebeschaffung realisieren und müssen bei Neuabschlüssen mit einem erheblichen Anstieg der Energiekosten rechnen. Das erschwert die Vertriebstätigkeit der Energiemakler, bietet aber Spielraum für steigende Margen im Vermittlungsgeschäft. Die abnehmende Anzahl der Marktteilnehmer sowie die wachsende Volatilität der Energiepreise und die Einschränkung von Energielieferangeboten sorgen für erhebliche Risiken in der Energiebeschaffung für Unternehmen. Die Energieanbieter schränken ihre Vertriebstätigkeit teilweise ein und befristen ihre Angebote. Das trübt die Geschäftsaussichten von unabhängigen Vertriebsgesellschaften und Maklerorganisationen. Zugleich erzielen Energieerzeuger, Energiehändler und Energievertriebe teilweise hohe Margen. Das regulatorische Umfeld, die Volatilität der Energiemärkte und der zunehmende Bedarf an Leistungen in der Energiebeschaffung, im Energiecontrolling und vor allem im Energiemanagement erzeugen eine steigende Nachfrage nach Energiedienstleistungen. Der Wettbewerb zwischen den Energiedienstleistern, Energieanbietern und Energiemaklern nimmt mehr und mehr zu. Die steigenden Energiekosten erhöhen den Handlungsdruck der Energieabnehmer. Aufgrund dieser Parameter rechnet die ISPEX Financial Services GmbH damit, dass der Energiemaklerpool als Forderungsgeber trotz kurzfristiger Einschränkungen mittelfristig wächst und für die Zukunft das geplante Volumen an geeigneten Provisionsforderungen wieder andienen kann. V. AUSBLICK unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen der Energiepreiskrise, des Kriegs in der Ukraine und des veränderten Marktumfelds Die Gesellschaft erwartet aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der erheblich gestiegenen Energiepreise, der rückläufigen Energienachfrage sowie der Engpässe in der Versorgung mit Erdgas negative Auswirkungen auf die zukünftige Geschäftsentwicklung und damit auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage im laufenden Geschäftsjahr. Die ISPEX Financial Services GmbH wird ihre Geschäftstätigkeit als Finanzierungsgesellschaft trotz der Einschränkungen durch die wachsenden Unsicherheiten an den Energiemärkten, der volatilen Energiepreise und der wirtschaftlichen Lage vieler Energieanbieter fortführen. Die Gesellschaft wird weiterhin zukünftig fällige Provisionsforderungen erwerben und gegenüber den Energielieferanten abrechnen. Das Angebot zukünftig fälliger Provisionsforderungen ist aufgrund des drohenden Ausfalls von Energielieferungen derzeit stark eingeschränkt. Die Gesellschaft hat daher im Geschäftsjahr 2023 die Bedingungen für den Ankauf von Provisionsforderungen, die Risikobewertung und die Anforderungen an die Finanzierung und Absicherung dieser Geschäfte an die veränderte Marktlage angepasst. Im laufenden Geschäftsjahr wird die Gesellschaft aufgrund des hohen Ausfallrisikos der Energieanbieter und Energiekunden voraussichtlich keine zukünftig fälligen Provisionsforderungen für die Lieferjahre 2025 bis 2027 ankaufen, was zu einem negativen Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr führen würde. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, der bestehenden Lieferengpässe bei Erdgas, der gestiegenen Energiepreise und der konjunkturellen Entwicklung rechnet die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr mit einem Rückgang der gewerblichen Strom- und Gasnachfrage bei gleichbleibend hoher Volatilität der Strom- und Gaspreise. Die absehbare Entwicklung erhöht das Risiko, dass Energielieferanten mit ihren Zahlungen ausfallen könnten. Aufgrund sinkender Strom- und Gasnachfrage könnten weniger geeignete Provisionsforderungen von Strom- und Gaslieferanten mit guter Bonität zum Ankauf zur Verfügung stehen. Aufgrund des rückläufigen Strom- bzw. Gasverbrauchs insbesondere in Gewerbe und Industrie oder aufgrund des teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Energiekunden oder Energielieferanten könnten weniger bereits erworbene zukünftig fällige Provisionsansprüche abgerechnet werden bzw. steigende Rückforderungsansprüche seitens der Energieanbieter gegenüber den Energiemaklern und dem Energiemaklerpool entstehen. Die Gesellschaft wird aus diesem Grund die Marktentwicklung, insbesondere die Entwicklung der Strom- und Gasnachfrage, der Strom- und Gaspreise und der Geschäftsaussichten der Energieanbieter und Energiemakler fortlaufend beobachten und bei Bedarf den Ankauf von Provisionsforderungen zeitweise einschränken, vollständig einstellen oder anderweitig absichern bzw. eine ausreichende Absicherung von den Geschäftspartnern verlangen. Die ISPEX Financial Services GmbH ist für ihre laufende Geschäftstätigkeit auf das Angebot zum Ankauf geeigneter Provisionsforderungen durch die EQ.energy GmbH angewiesen. Die Auswirkungen der Energiepreiskrise und möglicher Versorgungsengpässe könnten zu einer Einschränkung der Vermittlung von Strom- und Gaslieferverträgen über den Energiemaklerpool und/oder zu einem Ausfall von Energieversorgern, Energiemaklern oder deren Energiekunden führen. Dieses könnte in der Folge die Geschäftsaussichten und die Lage der EQ.energy GmbH negativ beeinflussen. Die Absicherung der Ausgleichsansprüche gegenüber den Energiemaklern bzw. der EQ.energy GmbH könnte sich infolgedessen verschlechtern. Die Gesellschafterin ist aus diesem Grund bestrebt, die Finanzierungssituation der EQ.energy GmbH bzw. des Energiemaklerpools zu verbessern, gegen steigende Marktrisiken abzusichern und zusätzliche Sicherheiten durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu stellen. Die aktive Überwachung bis hin zu einer Beteiligung an wichtigen Energiemaklern, die regelmäßige Bewertung von Energielieferanten mit erheblichem (zukünftig fälligem) Provisionsvolumen und die Risikoprüfung wesentlicher Geschäftsvorfälle seitens der EQ.energy GmbH wurde schrittweise ausgeweitet; die Risikostreuung bei der Vermittlung von Energielieferverträgen soll weiter verbessert werden. Die Folgen der Energiepreiskrise, des Kriegs in der Ukraine, der bestehenden Lieferengpässe und der gestiegenen Energiekosten verstärken die Unsicherheit an den Märkten. Dies sollte zu einer steigenden Nachfrage nach Beratungsleistungen insbesondere in der Energiebeschaffung und im Energiecontrolling führen. Ein Rückgang der Nachfrage nach Beratungsleistungen seitens Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten sollte durch eine steigende Nachfrage jener Unternehmen ausgeglichen werden können, die ihre Wettbewerbsposition in der aktuellen Marktsituation zu verbessern suchen. Die Geschäftsführung erwartet in einem veränderten Marktumfeld aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiepreiskrise auf die Versorgungswirtschaft, der gestiegenen Gas- und Strompreise, bestehender Lieferengpässe beim Erdgas sowie möglicher regulatorischer Eingriffe in den Energiemarkt für das laufende Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. Für das kommende Geschäftsjahr wird die Gesellschaft je nach Marktlage, Ausfallrisiko und Finanzierungssituation kurzfristig über den Ankauf weiterer Provisionsforderungen für die folgenden Lieferjahre entscheiden. Mittel- und langfristig wird die aktuelle Marktlage zu Veränderungen in der Finanzierung von Energielieferungen für die Zukunft führen. Von dieser Entwicklung könnte die Gesellschaft wiederum profitieren und ihr Geschäft zukünftig ausweiten.
Bayreuth, den 23. Juni 2024
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31.12.20231. Allgemeine Angaben Die ISPEX Financial Services GmbH (Bayreuth, Amtsgericht Bayreuth, HRB 6095) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und unterliegt deutschem Recht. Gegenstand des Unternehmens ist - soweit die nachfolgend aufgeführten Geschäfte keiner Erlaubnis oder Lizenz bedürfen sowie keiner Aufsicht unterstehen - die Vornahme von Finanzgeschäften mit der ISPEX AG und ihren verbundenen Unternehmen, insbesondere auf den Gebieten des Factorings sowie der Leasing-, Projekt- und Konzernfinanzierung sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte und Dienstleistungen; außerdem Finanzierungsgeschäfte aller Art mit der ISPEX AG und deren verbundenen Unternehmen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften unter Beachtung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie unter Berücksichtigung der Vorschriften des VermAnlG aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde gemäß den Gliederungsvorschriften des § 266 ff. HGB aufgestellt. Nach den in § 267 Abs. 1 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag vermindert um erkennbare Einzelrisiken bewertet. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind die angekauften, bereits entstandenen oder noch entstehenden zukünftig fälligen, nicht zahlungsgestörten Provisionsforderungen (kurz: "Anwartschaftsrechte") ausgewiesen. Diese werden mit dem abgezinsten Barwert der erworbenen Anwartschaftsrechte bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag gebildet, wobei alle erkennbaren Risiken berücksichtigt wurden. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. 3. Angaben zur Bilanz A. Umlaufvermögen In den Forderungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 15.898,47 (VJ EUR 192.179,52) enthalten. In den Forderungen sind Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 5.079.023,89 (VJ EUR 3.256.137,67) enthalten. Diese Forderungen sind auch Forderungen gegen Gesellschafter. B. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 25.000,00 und ist vollständig eingezahlt. C. Entwicklung der Kapitalrücklage Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29.03.2017 wurde die Erhöhung der Kapitalrücklage um EUR 500.000,00 von EUR 575.000,00 auf EUR 1.075.000,00 beschlossen. D. Rückstellungen Es handelt sich um Rückstellungen für Bonitätsrisiko TEUR 7 (VJ TEUR 25) und Verwaltungskosten TEUR19 (VJ TEUR 23). E. Verbindlichkeiten Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2017 Kapital durch die Ausgabe von Genussrechten gemäß Verkaufsprospekt vom 28. April 2016, veröffentlicht auf der Homepage der Gesellschaft, beschafft. Diese Genussrechte sind als Fremdkapital einzuordnen und als Verbindlichkeit auszuweisen, da die Genussrechtsinhaber nicht am Verlust der Gesellschaft beteiligt sind. Die Genussrechtsinhaber erhalten eine Basisvergütung in Höhe von 4,5 % sowie eine Bonusvergütung in Höhe von 1% ihres eingezahlten Genussrechtskapitals ab dem Zeitpunkt der Einzahlung. Das öffentliche Angebot der Genussrechte 2016 der ISPEX Financial Services GmbH mit Verkaufsprospekt vom 28. April 2016 endete gemäß § 10a Absatz 1 Satz 1 Vermögensanlagegesetz am 27. April 2017. Die Restlaufzeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:
Das Genussrechtskapital ist unbefristet überlassen. Eine Kündigung war frühestens zum 31. Dezember 2021 möglich. Zum 31. Dezember 2022 haben 37 Genussrechtsinhaber ihr Genussrechtskapital in Höhe von insgesamt TEUR 799 gekündigt. Alle noch offenen Genussrechte in Höhe von TEUR 1.045 wurden im Juni 2023 zum 31.12.2023 gekündigt. Das Genussrechtskapital wurde am 29.01.2024 vollständig zurück bezahlt. F. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. G. Geschäfte mit nahestehenden Personen Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt. 4. Sonstige Angaben Als Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum bestellt:
Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer. Die ISPEX Financial Services GmbH ist eine 100%-ige Tochter der ISPEX AG mit Sitz in Bayreuth. Es besteht ab dem Geschäftsjahr 2015 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der ISPEX AG als Organträgerin und der ISPEX Financial Services GmbH als Organgesellschaft. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 16. Dezember 2015. Bisher haben sich der Ukraine-Krieg und die sich daraus ergebenden bzw. erwarteten Effekte auf die Energiemärkte nicht unmittelbar und nicht in wesentlichem Umfang auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ISPEX Financial Services GmbH, Bayreuth, ausgewirkt, mit bestandsgefährdenden Auswirkungen rechnet die Geschäftsführung auch künftig nicht. Weitere berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB sind nicht eingetreten.
Bayreuth, den 23.06.2024
Kapitalflussrechnung nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21)
sonstige BerichtsbestandteileERKLÄRUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG NACH
§ 264 ABS. 2 SATZ 3 UND § 289 ABS. 1 SATZ 5 HGB
Bayreuth, den 23. Juni 2024
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ISPEX Financial Services GmbH, Bayreuth Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ISPEX Financial Services GmbH, Bayreuth - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ISPEX Financial Services GmbH, Bayreuth, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des Vermögensanlagegesetzes (VermAnlG) und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des VermAnlG und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 25 VermAnlG i.V.m. §322 Abs.3 Satz1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 25 VermAnlG i.V.m. §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des VermAnlG in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 25 VermAnlG i.V.m. §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen des Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bayreuth, 24. Juni 2024 UNION AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dipl.-Kfm. Dipl.-Kfm. Hubert E. Grünbaum Claus Hohenberger Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 26.6.2024. |
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