Monza SF Beteiligung GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Jaster seit 7.6.2004 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Günther GmbHBambergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013I. KonzernbilanzAKTIVA
II. Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung
III. KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG
IV. Konzernkapitalflussrechnung
V. Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
VI. AnhangA. Allgemeine Angaben1. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft Die Geschäftstätigkeit des Konzerns der Günther GmbH, Bamberg (nachfolgend auch "Günther-Gruppe", "Günther", oder "Konzern" genannt) umfasst in 2013 die Bereiche Service Lotterien, Automatisierung sowie Software/IT. Durch den Zukauf wesentlicher Vermögensbestandteile der Langenscheidt-Gruppe, München im Berichtsjahr, wurde der Konzern um den Geschäftsbereich Sprachlernprodukte ergänzt. Ferner werden Erlöse aus der Immobilienverwaltung erzielt. Mit ihren Tochtergesellschaften wird die laufende Geschäftstätigkeit überwiegend in Europa, Südamerika und Zentralasien ausgeübt. Die Günther GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bamberg, Deutschland unter der Nummer HR B 5076 eingetragen. Die Anschrift der Gesellschaft lautet: Steinhöft 11, 20459 Hamburg. Der vorliegende Konzernabschluss der Günther GmbH für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2013 wurde am 30. April 2014 durch die Geschäftsleitung zur Veröffentlichung freigegeben. 2. Grundlagen der Abschlusserstellung Der Konzernabschluss 2013 der Günther GmbH, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und ergänzenden Anhangangaben, wurde entsprechend § 315a Abs. 3 HGB i.V.m. § 315 Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Begriff IFRS umfasst auch alle noch gültigen International Accounting Standards (IAS) sowie sämtliche Interpretationen und Änderungen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) - vormals International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) - und des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses 2013 hat die Günther GmbH erstmals von dem Wahlrecht des § 315a Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht, einen befreienden IFRS-Konzernabschluss aufzustellen. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter Berücksichtigung des historischen Anschaffungs- oder Herstellungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der beizulegende Zeitwert ist der Gegenwert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Transaktionstag für den Verkauf eines Vermögenswertes erlöst bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dabei ist es für den Preis unbedeutend, ob dieser direkt beobachtbar ist oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode ermittelt wird. Für den Fall der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts über ein Bewertungsverfahren ist dieser in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden beobachtbaren Parameter und der jeweiligen Bedeutung der Parameter für eine Bewertung im Ganzen in eine der drei folgenden Kategorien einzustufen: • Stufe 1: Eingangsparameter sind notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, auf die zum Bewertungsstichtag zugegriffen werden kann. • Stufe 2: Eingangsparameter sind andere als die aus Stufe 1 notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt beobachtbar sind oder indirekt abgeleitet werden können. • Stufe 3: Eingangsparameter sind für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbare Parameter. In der Regel klassifiziert der Konzern Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Soweit Vermögenswerte und Schulden sowohl einen kurzfristigen als auch einen langfristigen Anteil aufweisen, werden diese in ihre Fristigkeitskomponenten aufgeteilt und entsprechend dem Bilanzgliederungsschema als kurzfristige und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Günther erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro (EUR). Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Bei Abweichungen von bis zu einer Einheit (TEUR, %) handelt es sich um rechentechnisch begründete Rundungsdifferenzen. Alle für den 31. Dezember 2013 verpflichtend anzuwendenden IAS/IFRS - International Accounting Standards bzw. International Financial Reporting Standards - und alle Interpretationen SIC/IFRIC - Standing Interpretations Committee bzw. International Financial Reporting Interpretations Committee - die zum 31. Dezember 2013 von der Europäischen Union genehmigt und in Kraft getreten sind, wurden berücksichtigt. 3. Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards Die Günther-Gruppe hat sich entschlossen die Regelungen des IFRS 10 "Consolidated Financial Statements", IFRS 11 "Joint Arrangements" und IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities" unter gleichzeitiger Änderung von IAS 27 "Separate Financial Statements" (2011) und IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures" (2011) im Rahmen der Aufstellung des erstmaligen IFRS-Konzernabschlusses vorzeitig anzuwenden. Die vorzeitige Anwendung der Standards führte zu keinen Auswirkungen beim Orga Teilkonzern, der bereits zuvor IFRS angewendet hat. Die Günther-Gruppe wendet nachfolgende überarbeitete und neue Standards des IASB sowie Interpretationen des IFRS IC, die noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. noch nicht von der EU in europäisches Recht übernommen worden sind (EU Endorsement), nicht vorzeitig an. Änderung zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (Dezember 2011) Die bis dato in IAS 32 kodifizierten Voraussetzungen zur Saldierung werden grundsätzlich beibehalten und lediglich durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert. Die ergänzten Leitlinien in IAS 32 sind retrospektiv für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2014 beginnen, anzuwenden. Änderung zu IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten - Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte" (Mai 2013) Mit diesen Änderungen setzt das IASB seine ursprüngliche Absicht um, dass Angaben über den erzielbaren Betrag, der auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt wurde, nur für die nicht finanziellen Vermögenswerte zu machen sind, für die in der laufenden Berichtsperiode eine Wertminderung oder eine Wertaufholung erfasst wurde. Parallel wurden die Erfordernisse zu den Anhangangaben angepasst, wenn der erzielbare Betrag auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten bestimmt wurde. Die Änderungen sind rückwirkend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben werden. Änderung zu IAS 39 "Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften" (Juni 2013) Mit dieser Änderung wird es möglich, dass ein Wechsel der Vertragspartei eines Sicherungsinstruments zu einer zentralen Gegenpartei infolge von rechtlichen oder regulatorischen Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen keine Beendigung einer Sicherungsbeziehung auslöst. Die Änderungen sind rückwirkend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben werden. In 2014 in Kraft tretende, aber noch nicht in EU-Recht übernommene Standards Änderung zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer - Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" (November 2013) Die Verlautbarung enthält eine Klarstellung zur Erfassung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu leistungsorientierten Pensionsplänen. Danach ist es gestattet, die Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. Die Änderungen des IAS 19 sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Juli 2014 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme der Änderungen durch die EU steht noch aus. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderungen, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben werden. IFRIC 21 "Abgaben" Interpretation zu IAS 37 (Mai 2013) Die Interpretation zur Bilanzierung öffentlicher Abgaben bietet Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine von einer Regierung auferlegte Abgabe anzusetzen ist. Die Interpretation ist anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme der Interpretation durch die EU steht noch aus. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Interpretation, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen wird, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird. IFRS 9 "Finanzinstrumente - Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten" Dieser Standard umfasst die erste von drei Phasen des IASB-Projektes zur Ersetzung des bestehenden IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". Gemäß der Methodik von IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte zukünftig entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Zuordnung zu einer der beiden Bewertungskategorien hängt davon ab, wie das Unternehmen seine Finanzinstrumente steuert (sog. Geschäftsmodell) und welche Charakteristika die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme des einzelnen finanziellen Vermögenswertes aufweisen. Im Oktober 2010 wurden die Anforderungen des IAS 39 zu finanziellen Verbindlichkeiten weitestgehend unverändert in den IFRS 9 übernommen. Durch weitere im Dezember 2011 veröffentlichte Änderungen wurde IFRS 9 dahingehend ergänzt, dass im Zuge der Erstanwendung keine Anpassung von Vorjahresabschlüssen erforderlich ist, zusätzliche Angabepflichten zu erfüllen sind und dieser Standard erst auf nach dem 01. Januar 2015 beginnende Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden ist. Im Zuge des laufenden Projektes "Klassifizierung und Bewertung: Begrenzte Änderungen an IFRS 9" wurde im Juli 2013 nunmehr seitens des IASB entschieden, den verpflichtenden Anwendungszeitpunkt erneut zu verschieben und bis zur Beendigung der Phase 2 des IFRS 9 Projektes zur Wertminderungsmethodologie offen zu lassen. Im November 2013 hat das IASB Ergänzungen zu IFRS 9 "Financial Instruments" (Hedge Accounting and Amendments to IFRS 9, IFRS 7 and IAS 39) veröffentlicht. Die Ergänzungen an IFRS umfassen eine grundsätzliche Überarbeitung der Regelungen zum Hedge Accounting, durch die es den Unternehmen ermöglicht werden soll, ihre Risikomanagementaktivitäten im Abschluss besser darstellen zu können. Ein möglicher Erstanwendungszeitpunkt ist aktuell für Geschäftsjahre, die zum 01.01.2018 beginnen geplant. Aufgrund der laufenden Anpassungen von IFRS 9 hat der Konzern die Prüfung der Auswirkungen bei Anwendung des IFRS 9 noch nicht abgeschlossen. Im Januar 2014 hat der IASB den Interims-Standard IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" veröffentlicht. Dieser Standard enthält Regelungen für IFRS-Erstanwender bezüglich der Bilanzierung von preisregulierten Absatzgeschäften. Die Günther-Gruppe ist von diesen ab dem Geschäftsjahr 2016 anzuwendenden Regelungen nicht betroffen. B. Wesentliche Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDem Konzernabschluss liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen werden nachfolgend erläutert. 1. Konsolidierungsgrundsätze Tochterunternehmen sind Unternehmen, die von der Günther GmbH beherrscht werden. Der Konzern erlangt Beherrschung, wenn er die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus der Beteiligung ausgesetzt ist und die Fähigkeit besitzt seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen so zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird. Auch in Fällen in denen Günther keine Mehrheit der Stimmrechte besitzt, kann es zu einer Beherrschung kommen, wenn der Konzern die Möglichkeit hat die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens einseitig zu bestimmen. Bei der Beurteilung der Beherrschung werden alle Tatsachen und Umstände berücksichtigt. Dazu gehören insbesondere der Zweck und die Gestaltung des Beteiligungsunternehmens, Identifizierung der maßgeblichen Tätigkeiten und Entscheidungen darüber, Verhältnis der eigenen Stimmrechte im Vergleich zum Umfang und Verteilung anderer Stimmrechte, potenzielle Stimmrechte und Rechte aus anderen vertraglichen Vereinbarungen. Die Beurteilung der Beherrschung erfordert eine Berücksichtigung aller Tatsachen und Umstände unter Ermessensausübung des Managements. Auf diese Weise wurde die Zenbrina GmbH & Co. KG per Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss zum 01.01.2012 und 31.12.2012 einbezogen, obwohl Günther keine Stimmrechtsanteilsmehrheit an der Gesellschaft hält. Im Rahmen des Verkaufs der AIM-Gruppe hat Günther die Beherrschung verloren und bezieht die Zenbrina GmbH & Co. KG nicht mehr als Tochterunternehmen, sondern als Beteiligung nach IAS 39 in den Konzernabschluss zum 31.12.2013 ein. Die Beurteilung der Beherrschung wird von Günther überprüft, wenn es Anzeichen gibt, dass sich eines oder mehrere der genannten Beherrschungskriterien verändert haben. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden mit Wirkung des tatsächlichen Erwerbszeitpunktes bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzern-Ergebnis erfasst. Die Bilanzierung des Erwerbs eines Unternehmens erfolgt nach der Erwerbsmethode (Akquisitionsmethode). Die übertragene Gegenleistung im Rahmen eines Unternehmenserwerbs entspricht dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt und mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegendem Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach einer erneuten Überprüfung direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen erfasst. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei dem Günther über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist dabei definiert als die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, ohne zu beherrschen oder gemeinschaftlich zu führen. Wenn die Günther GmbH direkt oder indirekt zwischen 20% und 50% der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält, besteht die Vermutung, dass ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Bei einem direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechtsanteil von weniger als 20% wird maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn er eindeutig nachgewiesen werden kann. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und somit bei erstmaligem Ansatz mit den Anschaffungskosten bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens entstehen, sind in den Beteiligungsbuchwerten der assoziierten Unternehmen enthalten. Der Buchwert der Anteile erhöht oder verringert sich nach dem erstmaligen Ansatz entsprechend dem Anteil des Anteilseigners am Periodenergebnis bzw. an den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen des Beteiligungsunternehmens - vom Zeitpunkt der erstmaligen maßgeblichen Einflussnahme bis zum Wegfallen dieses Einflusses. Wenn der Anteil von Günther an den Verlusten eines assoziierten Unternehmens dem Wert des Beteiligungsanteils entspricht bzw. diesen übersteigt wird der Anteil auf Null reduziert. Salden und Transaktionen mit konsolidierten Tochterunternehmen sowie daraus entstandene Erträge und Aufwendungen werden zwecks Erstellung des Konzernabschlusses in voller Höhe eliminiert. Unrealisierte Gewinne auf der Basis von Transaktionen mit assoziierten Unternehmen werden nach Maßgabe des Anteils der Günther GmbH gegen den Beteiligungsbuchwert eliminiert. Unrealisierte Verluste werden in gleicher Weise eliminiert, jedoch nur in dem Maße, in dem kein Anzeichen auf eine Wertminderung vorliegt. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung wurden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen. Für ergänzende Erläuterungen verweisen wir auf die Ausführungen zum Konsolidierungskreis unter Gliederungspunkt V.D "Konsolidierungskreis" sowie den Ausführungen zu den Umstellungseffekten auf IFRS unter Gliederungspunkt V.E "Erläuterung der Umstellung auf IFRS". 2. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss ist unter Beachtung des Konzepts der funktionalen Währung aufgestellt worden. Die funktionale Währung ist die primäre Währung des Wirtschaftsumfeldes, in dem die Günther Gruppe tätig ist. Sie entspricht dem Euro, welcher zugleich der Darstellungswährung des Konzernabschlusses entspricht. Transaktionen in Fremdwährungen werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Wechselkurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Bilanzstichtag in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Die aus diesen Umrechnungen entstandenen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" bzw. den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst. Bilanzposten von Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht Euro ist, werden zum Stichtagskurs in die Darstellungswährung umgerechnet, die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs der jeweiligen Periode und Eigenkapitalpositionen zu historischen Fremdwährungskursen. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden in der Währungsumrechnungsrücklage im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen. Der Währungsumrechnung von Günther liegen folgende wesentliche Wechselkurse zugrunde:
3. Geschäfts- oder Firmenwert Ein Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus einem Unternehmenszusammenschluss und entspricht dem Überschuss der übertragenen Gegenleistungen über den beizulegenden Zeitwert der Netto-Vermögenswerte (erworbene Vermögenswerte abzüglich eingegangener bzw. übernommener Schulden). Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich sowie im Falle von Ereignissen oder Änderungen der Umstände, welche auf eine Wertminderung hinweisen, auf Basis von sogenannten Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZGEs) auf Wertminderung geprüft. Sie werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Wertaufholungen können nicht vorgenommen werden. Bei Veräußerung des Tochterunternehmens wird der zurechenbare Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes in die Berechnung des Gewinns oder Verlusts aus der Veräußerung einbezogen. Zur Werthaltigkeitsüberprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes verweisen wir auf die Erläuterungen unter dem Gliederungspunkt V.B.8 "Wertminderungen". 4. Übrige immaterielle Vermögenswerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte, einschließlich Software und Lizenzen, werden zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu Herstellungskosten aktiviert. Zur Bestimmung der Aktivierbarkeit selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zu trennen. Aufwendungen für Forschungsaktivitäten, mit der Aussicht zu neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen zu gelangen, werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Der Ansatz selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte setzt die kumulative Erfüllung der Aktivierungskriterien des IAS 38 voraus: Die technische Realisierbarkeit des Entwicklungsprojektes sowie ein künftiger ökonomischer Vorteil aus dem Entwicklungsprojekt muss nachgewiesen werden können und Günther muss beabsichtigen und fähig sein, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen. Ferner müssen Günther adäquate technische, finanzielle und sonstige Ressourcen zur Verfügung stehen und die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben müssen verlässlich ermittelt werden können. Die aktivierten Herstellungskosten umfassen die dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie entwicklungsbezogene Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines sogenannten qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, sind nach IFRS als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren. Im Berichtszeitraum sowie in der Vergleichsperiode wurden keine qualifizierten Vermögenswerte angeschafft oder hergestellt, für die eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten geboten wäre. Wenn eine Nutzungsdauer bestimmt werden kann, werden diese immateriellen Vermögenswerte linear über ihre jeweilige wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
5. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen, sofern es sich um abnutzbare Vermögenswerte handelt, und Wertminderungen bewertet. Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen sämtliche direkt dem Erwerb des Vermögenswertes zurechenbaren Kosten. Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind. Selbst erstellte Vermögenswerte werden erstmalig mit den direkt zurechenbaren Herstellungskosten sowie produktionsbezogenen Gemeinkosten bewertet. Planmäßige Abschreibungen werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswertes in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dabei werden hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen geleaste Vermögenswerte werden über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, abgeschrieben. Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben. Soweit wesentliche Teile von Sachanlagen Komponenten mit deutlich abweichender Lebensdauer enthalten, werden diese gesondert erfasst und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines sogenannten qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, sind nach IFRS als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren. Im Berichtszeitraum sowie in der Vergleichsperiode wurden keine qualifizierten Vermögenswerte angeschafft oder hergestellt für die eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten geboten wäre. Die Restwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern basieren auf Einschätzungen und beruhen zu einem großen Teil auf Erfahrungen bezüglich der historischen Nutzung und technischen Entwicklung. Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam im Ergebnis erfasst. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und übersteigt der Buchwert von Sachanlagen den erzielbaren Betrag, werden Wertminderungsaufwendungen erfasst. Der erzielbare Betrag ist hierbei der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Wenn der Grund für eine bereits erfolgte Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. 6. Wertminderungen Für Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer wird gemäß IAS 36 an jedem Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen vorliegen, z.B. besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen, die einen möglichen Wertverfall anzeigen. Anhaltspunkte für eine Wertminderung der planmäßig abzuschreibenden immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen lagen in der Berichts- sowie der Vergleichsperiode nicht vor. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie selbst erstellte Vermögenswerte im Bau sind zusätzlich zwingend zu jedem Stichtag auf Wertminderungsbedarf zu untersuchen. Im Berichtszeitraum 2013 betrifft dies entgegen dem Vorjahr neben dem Geschäfts- oder Firmenwert die erworbene Marke Langenscheidt als immateriellen Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer. Bei Vorliegen von Anzeichen oder bei dem verpflichtend durchzuführenden jährlichen Wertminderungstest für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes bestimmt. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten sind. Im letzteren Fall ist der erzielbare Betrag auf Basis einer ZGE zu ermitteln, welcher Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten zugeordnet werden bis diese zusammen weitestgehend unabhängige Mittelzuflüsse generieren. Dies ist u.a. für den Geschäfts- oder Firmenwert der Fall. Dieser wird, sofern er aus einem Unternehmenszusammenschluss resultiert, vom Übernahmetag an der ZGE oder Gruppe von ZGEs zugeordnet, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen kann und auf deren Ebene der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Management-Zwecke überwacht wird. Innerhalb der Günther-Gruppe stellt in der Regel die Ebene der einzelnen Gesellschaft die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten dar. Zur Ermittlung des Nutzungswertes werden grundsätzlich die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden das aktuelle und künftig erwartete Ertragsniveau sowie technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungstendenzen auf Basis genehmigter Finanzpläne berücksichtigt. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten werden, falls vorhanden, kürzlich erfolgte Markttransaktionen berücksichtigt. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes oder der ZGE, wird ein Wertminderungsverlust in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfolgswirksam erfasst. Ist bei einem Geschäfts- oder Firmenwert der Wertberichtigungsbedarf höher als der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwert tragenden ZGE, wird der Geschäfts- oder Firmenwert zunächst vollständig abgeschrieben und der verbleibende Wertberichtigungsbedarf auf die übrigen Vermögenswerte der ZGE verteilt. Dabei werden notwendige Wertminderungen auf einzelne Vermögenswerte dieser ZGE im Vorfeld des Wertminderungstests für den Geschäfts- oder Firmenwert berücksichtigt. Zuschreibungen auf den neuen erzielbaren Betrag erfolgen, außer bei Geschäfts- oder Firmenwerten, wenn die Gründe für Wertminderungen aus den Vorjahren entfallen. Die Wertobergrenze für Zuschreibungen sind die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die sich ergäben, wenn in den Vorjahren keine Wertminderungen erfasst worden wären. Zuschreibungen wurden im Berichtzeitraum und in der Vergleichsperiode auf immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen nicht erfasst. Der zum Stichtag 31.12.2013 bestehende Geschäfts- oder Firmenwert i.H.v. 8.770 TEUR (31.12.2012: 8.776 TEUR sowie 01.01.2012: 8.776 TEUR), resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb der Alpha Business Solution Beteiligungs AG und ihrer Tochtergesellschaft sowie der Orga Systems Holding GmbH und ihren Tochterunternehmen. Der Buchwert wurde zum 01.01.2012, also dem Übergang auf IFRS, eingefroren und wird nicht mehr, wie vorher nach HGB, planmäßig abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde bei Erstellung der Eröffnungsbilanz auf Ebene der Teilkonzernmutterunternehmen zugeordnet, da lediglich auf dieser Ebene die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes überwacht wird. Die Überprüfung mittels eines DCF Verfahrens ergab keine Hinweise für eine Wertminderung. 7. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgeführte Nutzung realisiert wird. Die betreffenden Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt ihrer Klassifizierung nicht mehr fortlaufend abgeschrieben sondern mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Ein aufgegebener Geschäftsbereich ist ein Bestandteil des Konzerngeschäfts, dessen Geschäftsbereich und Cashflows vom restlichen Konzern klar abgegrenzt werden können und der: • einen gesonderten, wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt, • Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten, wesentlichen Geschäftszweigs, • oder geografischen Geschäftsbereichs ist oder • ein Tochterunternehmen darstellt, das ausschließlich mit der Absicht einer Weiterveräußerung erworben wurde. Eine Einstufung als ein aufgegebener Geschäftsbereich geschieht bei Veräußerung oder sobald der Geschäftsbereich die Kriterien für eine Einstufung als zur Veräußerung gehalten erfüllt, wenn dies früher der Fall ist. Wenn ein Geschäftsbereich als aufgegebener Geschäftsbereich eingestuft wird, wird die Gesamtergebnisrechnung des Vergleichsjahres so angepasst, als ob der Geschäftsbereich von Beginn des Vergleichsjahres an aufgegeben worden wäre. Für das Geschäftsjahr 2013 betrifft dies den Geschäftsbereich Automation mit der AIM-Gruppe, der zum 05.11.2013 an die M.A.X. Automation AG veräußert wurde. 8. Bilanzierung von Leasingverhältnissen Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Die Gesellschaften der Günther-Gruppe schließen Verträge nur als Leasingnehmer ab. Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Anlagevermögen, das gemietet bzw. geleast wird und dessen wirtschaftliches Eigentum bei der jeweiligen Konzerngesellschaft liegt ("Finance Lease"), wird zu Vertragsbeginn in Höhe des beizulegenden Zeitwertes bzw. des niedrigeren Barwertes der zukünftigen Leasingzahlungen aktiviert. Korrespondierend werden Verbindlichkeiten in gleicher Höhe gegenüber dem Leasinggeber unter dem Posten "Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten / Finanzverbindlichkeiten" in der Bilanz erfasst. Bei der Barwertermittlung kommt der der Vereinbarung zugrunde liegende Zinssatz oder - wenn nicht vorhanden - der Grenzrefinanzierungssatz zur Anwendung. Die Abschreibung dieser Vermögenswerte und die Auflösung der Verbindlichkeit erfolgen über die Vertragslaufzeit. Ist die Nutzungsdauer des Vermögenswerts kürzer als die Vertragslaufzeit, ist diese für die Bestimmung der Abschreibungsdauer maßgeblich. Während der Leasinggegenstand einer linearen Abschreibung über die Laufzeit des Leasingvertrages unterzogen wird, erfolgt die Amortisation der dazugehörigen Leasingverbindlichkeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode progressiv. Hieraus entsteht während der Dauer des Leasingvertrages eine Differenz zwischen der Leasingverpflichtung und dem Buchwert des Leasingobjekts. Finanzierungs-Leasingverhältnisse bestehen im Konzern insbesondere bezüglich der Anmietung von Gebäuden und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Alle anderen wesentlichen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasing klassifiziert. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Verlauf des Nutzens für den Leasingnehmer. Operate-Leasingverträge bestehen insbesondere für Gebäude, Büroräume, Büroausstattung sowie für Fahrzeuge und Hardware. Der Konzern tritt nicht als Leasinggeber auf. 9. Finanzinstrumente Gemäß IAS 32 ist ein Finanzinstrument definiert als ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Sie können gem. IFRS nicht-derivative Finanzinstrumente, wie beispielsweise Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie derivative Finanzinstrumente umfassen. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, welcher im Regelfall den Anschaffungskosten entspricht. Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb oder der Emission des Finanzinstrumentes zuzurechnen sind, werden nur dann im anzusetzenden Buchwert berücksichtigt, wenn das entsprechende Finanzinstrument nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Die Folgebewertung ist abhängig von der Kategorisierung der Finanzinstrumente. 10. Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere: • Anteile an assoziierten Unternehmen, • Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden, • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, • Sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie • Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Vermögenswerte mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten werden unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Günther teilt finanzielle Vermögenswerte in eine der folgenden Kategorien ein, wobei auf die Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte" mangels Relevanz für Günther nicht eingegangen wird: Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte sind finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden. Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern sie nicht als Hedges qualifiziert sind (siehe unten). Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. In der Günther-Gruppe werden die sonstigen Beteiligungen als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Diese werden nach dem erstmaligen Ansatz grds. mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Wertänderungen bis auf Wertberichtigungen direkt im Eigenkapital erfasst werden. Kann der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden, erfolgt eine Bewertung zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Wertminderungen. Da eine verlässliche Bewertung der Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert mangels eines aktiven Marktes ausscheidet, werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen bewertet. Ausleihungen und Forderungen Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Ausleihungen und Forderungen des Konzerns werden in der Konzernbilanz unter den Positionen "Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden", "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen", "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" sowie "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" ausgewiesen. 11. Derivative Finanzinstrumente Innerhalb der Günther-Gruppe werden derivative Finanzinstrumente zur Steuerung von Risiken aus Zins- und Währungsschwankungen eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden bei erstmaligem Ansatz als Vermögenswert oder Schuld zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Zurechenbare Transaktionskosten werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie anfallen. Mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrument zur Absicherung von Zahlungsströmen im Rahmen von Cash Flow Hedges designiert wurden, werden sämtliche Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser entspricht dem Marktwert, der durch die beteiligten Kontrahenten auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt und mitgeteilt wird. Der Ausweis erfolgt in der Konzernbilanz unter den Positionen "sonstige finanzielle Vermögenswerte" bzw. "sonstige finanziellen Verbindlichkeiten". Hedge Accounting In der Günther-Gruppe werden Cash Flow Hedges i.S.v. IAS 39 zur Absicherung von Zinsrisiken verwendet. Dabei werden zukünftige variable Zahlungsströme durch den Einsatz geeigneter Derivate festgeschrieben. Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel und Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählen die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden zukünftigen Transaktionen und die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird laufend überwacht. Liegt ein Cashflow-Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäfts. Der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments wird an jedem Stichtag erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. 12. Vorräte Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Anschaffungskosten für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem gleitenden Durchschnitt ermittelt. Hierbei werden zusätzlich Anschaffungsnebenkosten pauschal anhand der im Geschäftsjahr durchschnittlich angefallenen Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Unfertige sowie selbst erstellte fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellkosten enthalten neben den Material-, Fertigungs- und Sondereinzelkosten der Fertigung auch angemessene Teile der der Produktion zurechenbaren Gemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. In die Herstellungskosten werden auch die auf den Herstellungsprozess entfallenden projektbezogenen Avalprovisionen einbezogen. Der Nettoveräußerungswert ist definiert als der geschätzte, im normalen Geschäftsbetrieb erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. 13. Fertigungsaufträge mit aktivischem bzw. passivischem Saldo gegenüber Kunden Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden sind Forderungen für erbrachte Leistungen im Zusammenhang mit der kundenspezifischen Fertigung, bei denen die angefallenen Kosten zuzüglich bereits anteilig realisierter Gewinne die Summe der ausgewiesenen Verluste und der erhaltenen Anzahlungen übersteigt. Übersteigen hingegen die erhaltenen Anzahlungen die angefallen Kosten zuzüglich bereits anteilig realisierter Gewinne oder übersteigt der ausgewiesene Verlust die aktivierten Kosten, so werden Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden ausgewiesen. Liegen Kundenvorauszahlungen für Aufträge vor, für die die kundenspezifische Fertigung noch nicht begonnen hat, werden diese Beträge unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen. 14. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Kassenbeständen, sofort verfügbaren Bankguthaben sowie kurzfristigen Einlagen bei Kreditinstituten, die allesamt eine Laufzeit von unter 3 Monaten aufweisen. Ausgenutzte Kontokorrentkredite werden unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen. 15. Zuwendungen der öffentlichen Hand Eine Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand, einschließlich nicht monetärer Zuwendungen zum beizulegenden Zeitwert, erfolgt nur dann, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass: a) das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird, und dass b) die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuwendungen werden planmäßig über jene Perioden als Ertrag erfasst, in denen die entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, anfallen. Zuwendungen, die für den Ausgleich von bereits entstandenen Aufwendungen vereinnahmt werden, werden erfolgswirksam in der Periode der Aufwandsentstehung erfasst. 16. Ertragsteuern Der Ertragssteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Laufende Steuern Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzerngesamtergebnisrechnung aufgrund von Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeiten des Konzerns für die laufenden Steuern werden auf Grundlage der geltenden bzw. aus Sicht des Abschlussstichtages in Kürze geltenden Steuersätze berechnet. Latente Steuern Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 auf der Grundlage der international üblichen bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (Liability-Methode). Danach werden Steuerabgrenzungsposten für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Latente Steuern auf diese ermittelten Differenzen werden grundsätzlich immer berücksichtigt, wenn sie zu passivischen latenten Steuerverbindlichkeiten führen. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. Aktive und passive latente Steuern werden auch auf temporäre Differenzen, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, angesetzt, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, sofern diese steuerlich unberücksichtigt bleiben. Zur Berechnung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuern nach sich ziehen, direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt. 17. Pensionsrückstellungen In der Günther-Gruppe bestehen Versorgungsverpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt gem. IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten. Dabei werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern berücksichtigt. Vom Barwert der Pensionsverpflichtungen wird das Planvermögen mit seinem beizulegenden Zeitwert abgezogen. Resultiert aus dem Abzug des Planvermögens eine Überdotierung, beschränkt sich der Ansatz des Nettovermögenswerts auf den Barwert der mit dem Planvermögensüberschuss verbundenen wirtschaftlichen Vorteile (sog. "asset ceiling"). Der Nettozinsaufwand des Geschäftsjahres wird durch Multiplikation der Nettoverpflichtung mit dem zugrunde gelegten Diskontierungszins ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung der leistungsorientierten Bruttoverpflichtung werden ebenso wie der Unterschiedsbetrag zwischen am Periodenbeginn ermittelter und am Periodenende tatsächlich realisierter Planvermögensrendite erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis ausgewiesen und in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt. Aufwendungen aus der Aufzinsung der Leistungsverpflichtungen sowie Zinserträge aus dem Planvermögen (Nettozinsaufwand) werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand berücksichtigt, wobei nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aus Planänderungen sofort erfolgswirksam erfasst wird. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die sie zu den Beiträgen berechtigen. 18. Sonstige Rückstellungen Eine Rückstellung wird dann gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Die Rückstellungen werden mit dem erwarteten Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden auf der Grundlage entsprechender Marktzinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst. 19. Finanzielle Verbindlichkeiten Zu den finanziellen Verbindlichkeiten zählen im Wesentlichen: • Kredite, • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie • Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum Nominalwert, welcher dem beizulegenden Zeitwert entspricht, bewertet. Da lediglich kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen existieren, kommt die Effektivzinsmethode im Rahmen der Folgebewertung nicht zur Anwendung. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und ggf. nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. Finanzielle Verbindlichkeiten aus originären Finanzinstrumenten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu bewerten. Finanzielle Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten, für die kein Hedge Accounting erfolgt, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristig klassifiziert, sofern der Konzern nicht das unbedingte Recht hat, die Tilgung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben. Schulden aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen werden bei erstmaligem Ansatz in Höhe des niedrigeren Wertes aus beizulegendem Zeitwert des geleasten Vermögenswertes und Barwert der Mindestleasingzahlungen bewertet. 20. Ertrags- und Aufwandsrealisierung Die Umsätze der Günther-Gruppe stammen im Wesentlichen aus der Erbringung von Vertriebsdienstleistungen für staatliche Lotterieprodukte, der Entwicklung und dem Vertrieb von Softwarelösungen (i.W. echtzeitbasierte Abrechnungssysteme sowie ERP-Lösungen), der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Industrieautomationstechnik, dem Verkauf von Medien/Sprachlernprodukten sowie der Immobilienverwaltung. Die Umsätze werden als Umsatzerlöse ausgewiesen und zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung, abzüglich von Retouren sowie gewährten Preisnachlässen und Mengenrabatten erfasst. Verkauf von Gütern Umsatz aus dem Verkauf von Gütern wird - sofern keine kundenbezogene Fertigung vorliegt - erfasst, wenn basierend auf den Vereinbarungen mit dem jeweiligen Kunden (1) die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, (2) es hinreichend wahrscheinlich ist, dass Günther der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird, (3) die mit dem Verkauf in Zusammenhang stehenden Kosten sowie die möglichen Rückgaben verlässlich bestimmt werden können, (4) Günther kein weiterbestehendes Verfügungsrecht in Bezug auf die Waren verbleibt und (5) die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmt werden kann. In Abhängigkeit vom jeweiligen Kundenvertrag sowie der jeweiligen Bestellung, stimmt der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung regelmäßig mit dem Zeitpunkt der Lieferung oder Abnahme überein. Verkauf von Dienstleistungen Erträge aus Dienstleistungsverträgen werden in derjenigen Periode erfasst, in der die Dienstleistung erbracht wird. Die Umsatzrealisierung erfolgt nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades und unter der Voraussetzung, dass das Ergebnis des Dienstleistungsgeschäfts verlässlich geschätzt werden kann. Kundenspezifische Fertigungsaufträge Bei kundenspezifischer Fertigung werden Umsatzerlöse nach der Percentage-of-Completion-Methode und somit dem Leistungsfortschritt erfasst, sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrages zum Bilanzstichtag verlässlich geschätzt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Vertrag der Günther-Gruppe zufließen wird. Der Leistungsfortschritt zum Bilanzstichtag ergibt sich hierbei entweder aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten (cost-to-cost) oder des Anteils der angefallenen Bemühungen an den insgesamt erwarteten Bemühungen (efforts expended). Die Auftragskosten umfassen dabei dem Auftrag direkt zurechenbare Kosten sowie Gemeinkosten. Wenn das Ergebnis aus einem Fertigungsauftrag nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden die Auftragserlöse nur in dem Maße erfasst, in dem die angefallenen Auftragskosten wahrscheinlich erstattungsfähig sind (Zero-Profit-Margin-Methode). Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst. Sonstige Erträge und Aufwendungen Zinsen werden periodengerecht unter Verwendung der Effektivzinsmethode als Aufwand bzw. Ertrag ausgewiesen. Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung bilanziell erfasst. Aufwendungen für Forschung werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie angefallen sind. Aufwendungen für Entwicklung werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam erfasst, soweit es sich nicht um Entwicklungskosten handelt, die bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzung gemäß IAS 38 als immaterieller Vermögenswert aktiviert werden müssen. Im Geschäftsjahr 2013 hat die Günther-Gruppe 13.592 TEUR (Vorjahr: 15.995 TEUR) an Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen als Aufwand erfasst. C. Wesentliche Ermessensentscheidungen bei Schätzungen und Beurteilungen bei der BilanzierungBei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Konzernleitung Ermessensentscheidungen, die die Beträge im Konzernabschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Danach sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode auswirken. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen. Insbesondere wurden hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso, wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb der nächsten Geschäftsjahre eine Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein könnte, werden im Folgenden erläutert. Schätzungen im Wege der Kaufpreisallokation Im Rahmen von Unternehmenserwerben werden im Allgemeinen Schätzungen hinsichtlich der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten vorgenommen. Grund und Boden, Gebäude sowie technische Anlagen und Maschinen werden in der Regel von einem unabhängigen Sachverständigen bewertet, während marktgängige Wertpapiere mit ihrem Marktwert angesetzt werden. Gutachten über die Marktwerte von Sachanlagevermögen unterliegen durch die Verwendung notwendiger Annahmen gewissen Unsicherheiten. Wenn immaterielle Vermögenswerte vorliegen, wird der Fair Value anhand geeigneter Bewertungsmethoden, die im Allgemeinen auf einer Prognose sämtlicher künftiger Zahlungsmittelflüsse beruhen, bestimmt. Abhängig von der Art des Vermögenswerts sowie der Verfügbarkeit der Informationen werden dabei unterschiedliche Bewertungstechniken herangezogen, die sich nach kosten-, marktpreis- und kapitalwertorientierten Verfahren unterscheiden lassen. Das kapitalwertorientierte Verfahren ist aufgrund der besonderen Bedeutung bei der Bewertung von immateriellen Vermögenswerten hervorzuheben. So wird z. B. bei der Bewertung von Marken und Lizenzen die so genannte relief-from-royalty-Methode verwendet, die u. a. Kosteneinsparungen schätzt, die daraus resultieren, dass das Unternehmen die Marken und Lizenzen selbst hält und keine Gebühren an einen Lizenzgeber zahlen muss. Die hieraus resultierende Ersparnis ergibt nach Abzinsung den anzusetzenden Wert für den immateriellen Vermögenswert. Zur Ermittlung der Werte für immaterielle Vermögenswerte sind insbesondere Einschätzungen der wirtschaftlichen Nutzungsdauern notwendig, welche durch die Verwendung von Annahmen gewissen Unsicherheiten unterliegen. Ebenfalls sind bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Eventualschulden Annahmen über deren wahrscheinliches Eintreten zu treffen. Auch diese Annahmen unterliegen aufgrund ihrer Wesensart gewissen Unsicherheiten. Konsolidierung von strukturierten Unternehmen Ein strukturiertes Unternehmen, für das die Beherrschungskriterien des IFRS 10 erfüllt sind, ist im Wege der Vollkonsolidierung in den Konsolidierungskreis eines Unternehmens einzubeziehen. Bei der Beurteilung der Beherrschung von strukturierten Unternehmen sind insbesondere der Zweck und die Gestaltung des Unternehmens sowie sonstige rechtliche Vereinbarungen zu beurteilen. Diese Beurteilung erfordert Ermessensausübungen durch das Management. Wertminderung Geschäfts- oder Firmenwert Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern die voraussichtlichen Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit planen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Festlegung der Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens sowie von Software und Lizenzen Bei der Schätzung der Nutzungsdauern von Vermögenswerten orientiert sich die Gesellschaft an den Erfahrungen der Vergangenheit. Aufgrund von beschleunigtem technischen Fortschritt besteht aber beispielsweise die Möglichkeit, dass eine schnellere Abschreibung erforderlich werden kann. Klassifizierung als Operating Lease oder Finanzierungsleasing Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen ist im Wesentlichen abhängig von Einschätzungen in Hinblick auf die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes, seinem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Klassifizierung sowie Annahmen oder Einschätzungen des zu verwendenden Diskontierungszinssatzes. Wertberichtigungen auf Forderungen Bei den Schätzungen in Bezug auf die Höhe der Wertberichtigungen auf Forderungen orientiert sich das Management am Grundsatz der Einzelbewertung. Die Schätzungen im Hinblick auf den erforderlichen Einzelwertberichtigungsbedarf sind zum Teil subjektive Einschätzungen in Hinblick auf die Bonität der Kunden. Diese unterliegen daher einer inhärenten Beurteilungsunsicherheit. Latente Steueransprüche für steuerliche Verlustvorträge Die latenten Steueransprüche werden für steuerliche Verlustvorträge erfasst, sofern die Realisierung des damit verbundenen steuerlichen Vorteils durch künftige zu versteuernde Gewinne aufgrund der Gewinnprognosen der Geschäftsführung für die Konzernunternehmen für wahrscheinlich gehalten wird. Rückstellungen Rückstellungen unterscheiden sich von anderen Verbindlichkeiten in Bezug auf Unsicherheiten hinsichtlich des Zeitpunkts oder der Höhe der künftig erforderlichen Ausgaben. Eine Rückstellung ist dann anzusetzen, wenn dem Unternehmen aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) erwächst, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist (vgl. IAS 37.14). Aufgrund unterschiedlicher wirtschaftlicher und rechtlicher Beurteilungen und der Schwierigkeiten der Festlegung einer Eintrittswahrscheinlichkeit bestehen erhebliche Ansatz- und Bewertungsunsicherheiten. Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen müssen versicherungsmathematische Annahmen getroffen werden. Diese Annahmen sind von den individuellen Einschätzungen des Managements abhängig. Umsatzrealisierung / Percentage-of-Completion-Method Gemäß IAS 11 und IAS 18 sind die Gewinne bei langfristiger Fertigung / Leistungserbringung bilanziell periodengerecht zu vereinnahmen. Hierbei werden die Ergebnisse in Abhängigkeit des Fertigungsfortschrittes vereinnahmt. Soweit aus Aufträgen ein Verlust erwartet wird, ist dieser sofort in voller Höhe erfolgswirksam zu vereinnahmen. Hinsichtlich der Höhe und des Zeithorizontes der erwarteten Aufwendungen bestehen naturgemäß Bewertungsunsicherheiten, die das Ergebnis wesentlich beeinflussen können. D. KonsolidierungskreisVollkonsolidierte Gesellschaften Der Konsolidierungskreis der Günther-Gruppe umfasst im Geschäftsjahr 2013 neben der Muttergesellschaft 38 (2012: 45) Gesellschaften, die vollkonsolidiert werden. Davon haben 29 (2012: 37) Gesellschaften ihren Sitz in Deutschland und neun (2012: acht) Gesellschaften im Ausland. Der Konzern ist in Teilkonzerne unterteilt, die sich an den Geschäftsbereichen Lotterie, Automation, Software / IT und Medien / Sprachlernprodukte orientieren. Der Konsolidierungskreis umfasst zum 31.12.2013 zusätzlich zur Muttergesellschaft folgende vollkonsolidierten Gesellschaften:
* IFRS-Werte 1 beansprucht Befreiung gem. § 264 b HGB bezüglich Aufstellung, Prüfung und Offenlegung 2 beansprucht Befreiung gem. § 264 (3) HGB belzüglich Aufstellung, Prüfung und Offenlegung Bei der Zenbrina GmbH & Co. KG handelt es sich um eine Immobilienzweckgesellschaft, die nach IFRS 10 als strukturiertes Unternehmen angesehen wird. Die Günther-Gruppe hat die Immobilie in die Zenbrina GmbH & Co. KG eingebracht, langfristige Mietverträge und eine Kaufoption über die Immobilie abgeschlossen und bis zur Veräußerung der AIM-Gruppe die Immobilie selbst genutzt. Obwohl die Günther-Gruppe keine Mehrheit der Stimmrechte an der Gesellschaft hält, beherrscht sie diese durch die Entscheidung über die maßgeblichen Tätigkeiten und der daraus resultierenden variablen Zuflüsse. Die Zenbrina GmbH & Co. KG wurde deshalb zum 01.01.2012 und 31.12.2012 in den Konsolidierungskreis der Günther GmbH im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Mit der Veräußerung der AIM-Gruppe verändert sich die Beurteilung der Beherrschungskriterien, so dass die Zenbrina GmbH & Co. KG nicht weiter vollkonsolidiert wird. Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen Aus Sicht der Günther-Gruppe werden in den Konzernabschluss zwei Tochterunternehmen einbezogen, an denen wesentliche direkte nicht beherrschende Anteile bestehen. 31.12.2013 und Geschäftsjahr 2013
31.12.2012 und Geschäftsjahr 2012
Die folgenden Werte beziehen sich auf Tochterunternehmen des Konzerns mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen vor Konsolidierung:
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen Im Geschäftsjahr 2013 erfolgte eine mehrheitswahrende Aufstockung des Anteils an der Orga Systems Holding GmbH von 99,5% auf 100%. In 2012 erfolgte eine Aufstockung des Anteils an der Orga Systems Holding GmbH von 97,54% auf 99,50%. Zudem wurde die Beteiligungsquote an der Elwema Automotive GmbH von 90% auf 100% erhöht. Die beiden mehrheitswahrenden Aufstockungen in 2013 und 2012 wurden als Eigenkapitaltransaktionen abgebildet. Veränderungen des Konsolidierungskreises Die im Geschäftsjahr 2013 erstmals konsolidiert bzw. aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen Unternehmen sind unter Gliederungspunkt VI.E erläutert. Im Geschäftsjahr 2012 haben sich folgende Veränderungen des Konsolidierungskreises ergeben: Am 12.07.2012 wurde die AIM Micro Systems GmbH mit Sitz in Triptis gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 450 TEUR. Die Gesellschaft wird ab dem 12.07.2012 vollkonsolidiert. Am 16.11.2012 wurde die Günther Delta GmbH & Co. KG mit einen Kapital von 0,5 TEUR und am 06.11.2012 die Günther Delta Management GmbH mit Stammkapital von 25 TEUR gegründet. Im Rahmen des Erwerbs Langenscheidt wurden die Gesellschaften in Langenscheidt GmbH & Co. KG sowie Langenscheidt Management GmbH umbenannt. Weitere Informationen zu den Gesellschaften finden sich unter Gliederungspunkt VI.E. E. Erwerbe und VeräußerungenErwerb von Tochterunternehmen Im Geschäftsjahr 2013 wurden in der Günther-Gruppe folgende Erwerbe von Tochterunternehmen getätigt: Erwerb Langenscheidt Mit Kaufvertrag vom 16. Januar 2013 hat die Langenscheidt GmbH & Co. KG (vormals Günther Delta GmbH & Co. KG, eine Tochtergesellschaft der Günther Holding GmbH) im Rahmen eines Asset Deals mit Wirkung zum 1. Januar 2013 Vermögenswerte der Langenscheidt GmbH & Co. KG (vormals Langenscheidt Kommanditgesellschaft) erworben. Der Asset Deal umfasst die Geschäftsbereiche "Sprachen lernen" (BSL), "Lexikografie" (BLX) und "Kids und Entertainment" (BKE) sowie die Beteiligung an der Langenscheidt Wien GmbH. Unter der Marke Langenscheidt werden Produkte im Bereich "Lexikographie" sowie "Fremdsprachen lernen" verkauft. Die Branche ist geprägt durch strukturelle Nachfragerückgänge für gedruckte Produkte, insbesondere über den Vertriebsweg Buchhandel. Ziel der Konzerngesellschaft Langenscheidt GmbH & Co.KG ist es, die digitale Neuproduktentwicklung im Sprachlernbereich gezielt voranzutreiben und gleichzeitig das Bestandsgeschäft zu stabilisieren. Im Berichtszeitraum standen die Überarbeitung der übernommenen Organisationsstruktur sowie die Einführung von Effizienzmaßnahmen im Vordergrund. Der zum Erwerbszeitpunkt gültige beizulegende Zeitwert der gesamten übertragenen Gegenleistung in Zahlungsmitteln beträgt 8.680 TEUR. Bis zum Erwerbszeitpunkt sind für die Transaktion akquisitionsbezogene Nebenkosten in Höhe von 233 TEUR angefallen, die aufwandswirksam im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst wurden. Die Beträge der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
Der beizulegende Zeitwert von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen innerhalb der Position "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" beläuft sich auf 4.171 TEUR. Das Management geht davon aus, dass sie vollumfänglich einbringlich sind. Aus der Gegenüberstellung der Anschaffungskosten und des neu bewerteten Nettovermögens ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag von 1.385 TEUR. Dieser resultiert daraus, dass die Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens von Langenscheidt liegt. Der Erwerb zu einem Kaufpreis unterhalb des beizulegenden Zeitwerts wurde, neben einer erfolgreichen Verhandlungsführung, im Wesentlichen durch die ökonomischen Veränderungen innerhalb der Verlagsbranche der letzten Jahre begünstigt. Die strukturellen Nachfragerückgänge für gedruckte Produkte, insbesondere über den Vertriebsweg Buchhandel sowie die nur beschränkt vorhandenen Möglichkeiten auf Verkäuferseite, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, beeinflussten die Verhandlungsführung maßgeblich zu Gunsten des Erwerbers. Nach erfolgtem sogenannten "reassessment" wurde dieser passive Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position sonstige betriebliche Erträge erfasst. Im Zuge des Erwerbs wurden nachteilige Verträge und Eventualverbindlichkeiten mit einem beizulegenden Zeitwert von 560 TEUR übernommen und bei der Kaufpreisallokation berücksichtigt. Dies betrifft einen Dienstleistungsvertrag mit dem Altgesellschafter sowie einen übernommenen Logistikvertrag. Im Jahresüberschuss sind Verluste in Höhe von -786 TEUR (nach erfolgswirksamer Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags i.H.v. 1.385 TEUR) aus dem zusätzlich durch Langenscheidt generierten Geschäft enthalten. Die Umsatzerlöse des aktuellen Geschäftsjahres beinhalten 16.044 TEUR von Langenscheidt. Da die Unternehmenstransaktion Anfang Januar erfolgt ist, ergibt sich keine Abweichung für den Gewinn / Verlust der Günther-Gruppe bei einer pro forma Berücksichtigung des Erwerbs zum 01.01.2013. Im Geschäftsjahr 2012 wurden in der Günther-Gruppe keine Erwerbe von Tochterunternehmen getätigt. Veräußerungen Die folgenden Aktivitäten der Günther-Gruppe wurden im Geschäftsjahr 2013 veräußert: Veräußerung AIM-Gruppe Mit dem am 27.09.2013 geschlossenen Kaufvertrag hat Günther die AIM-Gruppe an die M.A.X. Automation AG verkauft. Der Verkauf wurde am 05.11.2013 vollzogen. Die AIM-Gruppe ist auf dem Gebiet der Industrieautomation im Bereich Reinigungs-, Prüf-, Montage- und Automatisierungstechnik tätig. Der Verkauf der AIM-Gruppe an die M.A.X. Automation AG dient der Umsetzung strategischer Ziele der Günther Gruppe. Im Rahmen des Verkaufs wurden für 35.000 TEUR sämtliche Anteile an der AIM - Assembly in Motion GmbH und deren Tochtergesellschaften ELWEMA Automotive GmbH, Rohwedder Macro Assembly GmbH, Rohwedder Micro Assembly GmbH und AIM Micro Systems GmbH veräußert. Vor der Veräußerung wurde die Orpheus Capital Management GmbH mit der Orpheus Capital GmbH & Co. KG verschmolzen. Durch den Wegfall des Komplementärs erlosch automatisch die Orpheus Capital GmbH & Co. KG und es kam zum Übergang des Vermögens auf den alleinigen Kommanditisten, die AIM - Assembly in Motion GmbH. Die Gesellschaften der AIM-Gruppe wurden aus Vereinfachungsgründen zum 01.11.2013 entkonsolidiert. Das Veräußerungsergebnis aus dem Verkauf der AIM-Gruppe stellt sich wie folgt dar:
Das veräußerte Nettovermögen der AIM-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:
Der Gewinn aus der Veräußerung ist im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen enthalten, vgl. Gliederungspunkt VI.H.9. Der Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung der AIM-Gruppe ergibt sich wie folgt:
Im Geschäftsjahr 2012 sind keine Veräußerungen in der Günther-Gruppe erfolgt. Langfristige, zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche Langfristige, zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (oder Gruppen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird und der Verkauf höchstwahrscheinlich ist. Sie werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bewertet. Die am 05.11.2013 veräußerte AIM-Gruppe wurde während des Geschäftsjahres 2013 als "aufgegebener Geschäftsbereich" klassifiziert. Bezüglich der GuV-Erläuterungen zum "Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen" wird an dieser Stelle auf Gliederungspunkt VI.H.9 und für die entsprechenden Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung auf Gliederungspunkt VI.I verwiesen. F. Erläuterung der Umstellung auf IFRSDer Konzernabschluss der Günther-Gruppe für das Geschäftsjahr 2013 wurde erstmals in Einklang mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die unter Gliederungspunkt VI.B dargestellten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden einheitlich auf den Konzernabschluss zum 31.12.2013 (Abschlussstichtag), die Vergleichsinformationen zum 31.12.2012 sowie auf die IFRS-Eröffnungsbilanz zum 01.01.2012 (Umstellungszeitpunkt/Übergangszeitpunkt) angewandt. Grundsätzlich verlangt IFRS 1 "First-time Adoption of International Financial Reporting Standards" eine vollständig retrospektive Anwendung sämtlicher zum 31.12.2013 verpflichtend anzuwendenden Standards. Dementsprechend sind die für die erstmalige Anwendung der IFRS erforderlichen Anpassungen der Ansatz- und Bewertungsmethoden rückwirkend so vorzunehmen, als ob Günther schon immer nach IFRS bilanziert hätte. Allerdings räumt IFRS 1 hinsichtlich des Grundsatzes der retrospektiven Anwendung der IFRS einige Erleichterungswahlrechte ein. Günther hat zum Umstellungszeitpunkt folgende Wahlrechte in Anspruch genommen: • Günther machte von dem Wahlrecht in IFRS 1 Gebrauch, indem IFRS 3 nicht rückwirkend auf Unternehmenszusammenschlüsse angewendet wird, die zu einem Zeitpunkt vor dem 01.10.2011 stattgefunden haben. Bei den Unternehmenszusammenschlüssen werden die unmittelbar nach dem Unternehmenszusammenschluss nach vorherigen Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelten Buchwerte von im Rahmen dieses Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden als Ersatz für die Anschaffungskosten zu diesem Zeitpunkt herangezogen. • Günther machte von dem in IFRS 1 eingeräumten Wahlrecht Gebrauch, die Übergangsregelungen des IAS 23.27 und IAS 23.28 anzuwenden. Demnach aktiviert Günther keine Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte bei denen der Anfangszeitpunkt für die Aktivierung vor dem Übergangszeitpunkt liegt. • Günther macht von dem in IFRS 1 eingeräumten Wahlrecht Gebrauch, die kumulierten Umrechnungsdifferenzen zum Zeitpunkt der Umstellung auf null zu setzen. Die (wesentlichen) Auswirkungen aus der Umstellung des Konzernabschlusses von HGB auf IFRS auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie seine Cashflows werden anhand der nachfolgenden Überleitungsrechnungen erläutert. Es werden folgende Überleitungen dargestellt: • Eigenkapital in der Eröffnungsbilanz zum 01.01.2012 • Eigenkapital zum 31.12.2012 • Gesamtergebnis zum 31.12.2012 Überleitung des Eigenkapitals von HGB auf IFRS zum 01.01. und 31.12.2012
Überleitung des Konzernergebnisses von HGB auf das Konzerngesamtergebnis nach IFRS für das Geschäftsjahr 2012:
Erläuterung wesentlicher Umstellungseffekte 1) Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben, sondern unterliegen einem jährlichen Wertminderungstest. Unter Verwendung des Erleichterungswahlrechts nach IFRS 1 wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte ab dem Übergangszeitpunkt nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Für das Geschäftsjahr 2012 wurde daher die handelsrechtlich vorgenommene planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der im Wesentlichen aus den Erwerben des Orga- und ABS-Teilkonzerns entstanden ist, erfolgswirksam rückgängig gemacht. Dies führt zu einem Effekt in Höhe von 1.434 TEUR. Zudem wurden in 2012 nicht beherrschende Anteile erworben, die zu keiner Veränderung des Beherrschungsverhältnisses geführt haben. Der dabei nach HGB entstandene Geschäfts- oder Firmenwert i.H.v. 894 TEUR ist nach IFRS nicht entstanden, da eine mehrheitswahrende Aufstockung als Transaktionen zwischen Eigentümern behandelt wird und nur eine Verschiebung innerhalb des Eigenkapitals zwischen Mehrheitsgesellschaftern und nicht beherrschenden Gesellschaftern darstellt. 2) Assoziierte Unternehmen Die Effekte aus den assoziierten Unternehmen sind auf die unterschiedliche Fortentwicklung des Equity-Ansatzes zurückzuführen. Dies betrifft im Wesentlichen das nicht mehr planmäßige Abschreiben des Geschäfts- und Firmenwerts, woraus in 2012 ein Effekt von 397 TEUR resultiert. Zudem wurden nach IFRS die Sachdividendenausschüttung i.H.v. -435 TEUR und der Abgang von Anteilen mit -387 TEUR abweichend zum HGB behandelt. 3) Finanzierungsleasing Aus der Aktivierung von nach IFRS als Finance Lease zu qualifizierenden Vermögenswerten, die ausschließlich Grund und Boden sowie Gebäude betreffen, resultiert eine Erhöhung des Anlagevermögens zum 31.12.2012 - nach Eliminierung des innerkonzernlichen Veräußerungsgewinns - um 5.940 TEUR (01.01.2012: 6.379 TEUR). Im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing wurde ein Day-One-Loss auf das Mieterdarlehen i.H.v. 124 TEUR zum 31.12.2012 (01.01.2012: 82 TEUR) erfasst. Als gegenläufiger Effekt zur Aktivseite wurden Leasingverbindlichkeiten passiviert. Der Restbuchwert der Leasingverbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag 9.021 TEUR (01.01.2012: 9.193 TEUR). Aus der Abbildung ergibt sich eine negative Ergebniswirkung in 2012 von -208 TEUR. 4) Vorräte inklusive Fertigungsaufträge Die Vorräte wurden nach HGB zu Vollkosten aktiviert. Gem. IAS 2 sind Vorräte zu produktionsbezogenen Vollkosten zu bewerten. In dem IFRS-Konzernabschluss werden die Vorräte auf die produktionsbezogenen Gemeinkosten angepasst. Diese Anpassung verringert den Buchwert der unfertigen Erzeugnisse zum 31.12.2012 um 685 TEUR (01.01.2012: 568 TEUR). Dies vermindert im Vergleich zu dem handelsrechtlichen Konzernabschluss das Ergebnis in 2012 um 117 TEUR. Die Anwendung der Percentage of Completion Methode führte in der Eröffnungsbilanz zum 01.01.2012 zu einer Erhöhung des Eigenkapitals i.H.v. 3.122 TEUR (31.12.2012: 4.161 TEUR) und im Geschäftsjahr 2012 zu einem Ergebnis-Effekt i.H.v. 1.085 TEUR. In der Konzernbilanz kam es zudem zu Umgliederungen zwischen den Positionen unfertige Erzeugnisse, erhaltene Anzahlungen sowie Fertigungsaufträge mit aktivischem und Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden. 5) Pauschalwertberichtigungen Forderungen werden zum Nominalwert bilanziert. Handelsrechtlich besteht die Verpflichtung zum Ansatz von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, wohingegen nach IFRS Wertberichtigungen nur für Einzelrisiken vorgenommen werden dürfen. Der Ansatz von Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde demnach vollständig eliminiert. Dies führte zum 31.12.2012 zu einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 542 TEUR (01.01.2012: 524 TEUR). Dieser Effekt erhöhte das Konzernergebnis in 2012 um 18 TEUR. 6) Finanzinstrumente Die Günther-Gruppe bewertet mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Zahlungsströmen im Rahmen von Cash Flow Hedges designiert wurden, nach IFRS sämtliche Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Die Abbildung der Derivate führt zu einer bilanziellen Erfassung von positiven Marktwerten i.H.v. 24 TEUR zum 31.12.2012 (01.01.2012: negativer Marktwert von 205 TEUR). Der positive Marktwert von 24 TEUR zum 31.12.2012 bezieht sich auf einen Cash-Flow-Hedge und wurde daher erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis abgebildet. 7) Pensionsrückstellungen Aufgrund abweichender Bewertungsmethoden und verwendeter Parameter ergibt sich für die Pensionsrückstellungen nach IFRS ein gegenüber dem HGB zum 31.12.2012 um 884 TEUR (01.01.2012: 490 TEUR) verringertes Eigenkapital. Im Geschäftsjahr 2012 hat die unterschiedliche Bewertung einen positiven GuV-Effekt von 67 TEUR und einen erfolgsneutralen Effekt im sonstigen Ergebnis nach Steuer von -325 TEUR. 8) Sonstige Rückstellungen Die dargestellten Effekte von 1.590 TEUR zum 01.01.2012 und 355 TEUR zum 31.12.2012 beziehen sich auf die unterschiedliche Bewertung von Rückstellungen im Personalbereich sowie die unterschiedliche Bewertung von Fertigungsaufträgen nach IFRS und HGB. 9) Minderheiten an Personengesellschaften Es bestehen im Konzern nicht beherrschende Anteile an Personengesellschaften. Abweichend vom HGB sind diese nach IAS 32 nicht als Eigenkapital, sondern aufgrund ihres jederzeitigen Kündigungsrechts als Fremdkapital darzustellen. Der Ansatz erfolgt zum entsprechenden beizulegenden Zeitwert. Die Darstellung entspricht einem antizipierten Erwerb der Anteile durch den Mehrheitsgesellschafter. Zum 31.12.2012 betrug der beizulegende Zeitwert 2.916 TEUR (01.01.2012: 2.400 TEUR). Der Ausweis erfolgt unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Erhöhung der Verpflichtung in 2012 i.H.v. 517 TEUR wurde vollständig erfolgswirksam vorgenommen und im Finanzergebnis dargestellt. 10) Erweiterung Konsolidierungskreis Zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS wird ein nach HGB bisher nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenes strukturiertes Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Der abgebildete Effekt von 1.640 TEUR (01.01.2012: 1.708 TEUR) betrifft die Anpassung an die Konzernanschaffungskosten, da nach HGB die stillen Reserven der Immobilie des strukturierten Unternehmens bereits durch Erwerb von einem Konzernunternehmen (Sale-and-lease-back) realisiert worden sind. Nachdem die Immobilienzweckgesellschaft nach IFRS vollkonsolidiert wird, erfolgt keine Aufdeckung der stillen Reserven. 11) Latente Steuern Gem. dem bilanzorientierten Temporary-Konzept sind nach IAS 12 auf zwischen IFRS- und Steuerbilanz abweichende Wertansätze latente Steuern anzusetzen. Die aktivierten latenten Steuern wurden zum 31.12.2012 i.H.v. 2.503 TEUR (01.01.2012: 2.071 TEUR) auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass die Verlustvorträge für zukünftige Überschüsse steuerlich genutzt werden können. Hinzu kommen im Wesentlichen passive latente Steuern auf Aufrechnungsdifferenzen i.H.v. 180 TEUR (01.01.2012: 519 TEUR). Auswirkungen auf Cashflows ergaben sich durch die Umstellung von HGB auf IFRS nicht. G. Erläuterungen zur Konzernbilanz1. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert
Der Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb des Teilkonzerns ABS und dem Erwerb des Orga-Teilkonzerns. Die Prüfung der Werthaltigkeit des Firmenwertes erfolgte auf der Basis geschätzter aus der Planung abgeleiteter zukünftiger Cashflows derjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäftswerte zugeordnet sind. Diese Planung basiert auf einem Planungshorizont von 3 Jahren. Die Cashflows werden in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit einem Diskontierungssatz (WACC vor Steuern) von 11,18% (31.12.12: 8,76%; 01.01.2012: 9,05%) vor Steuern abgezinst. Wachstumsabschläge wurden mit 1,0% (31.12.2012: 1,0%; 01.01.2012: 1,0%) berücksichtigt. Der Beta-Faktor wurde mit 0,86 (31.12.2012: 0,81; 01.01.2012: 0,80) angesetzt. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde keine Wertminderung vorgenommen. Ein Rückgang der zugrunde gelegten Cashflows um 5% würde zu einer Reduzierung des Nutzungswerts i.H.v. ca. 3.130 TEUR führen und keine Wertminderung nach sich ziehen. Eine Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 1% würde zu einer Reduzierung des Nutzungswerts von 7.214 TEUR führen und ebenfalls in keiner Abwertung resultieren. Im Buchwert der Patente, Konzessionen, sonstigen Rechte sind Markenrechte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer enthalten, die im Rahmen des Asset-Deals "Langenscheidt" erworben wurden und zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert i. H. v. 3.304 TEUR erfasst wurden. Diese Marke wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Bei der Überprüfung von möglichen Wertminderungen und Wertaufholungen dieser Marke mit unbestimmbarer Nutzungsdauer wurde die Methode der Lizenzpreisanalogie (Relief-from-royalty-method) verwendet. Zum 31. Dezember 2013 wurden hierbei auf Grundlage der aus der Unternehmensplanung abgeleiteten Umsätze je Marke folgende wesentliche Bewertungsparameter zur Ermittlung eines Nettoveräußerungswertes angewendet: Als Kosteneinsparungen wurden für die verschiedenen Marken Lizenzgebühren von 2% bis 4% vom Umsatz angenommen, die aus marktüblichen Lizenzraten für vergleichbare Vermögenswerte abgeleitet wurden. Der Diskontierungszinssatz wurde nach der WACC-Methode (Weighted Average Cost of Capital) als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt. Der für die Abzinsung der Cashflows verwendete laufzeitabhängige Zinssatz nach Steuern betrug zwischen 9,14% und 10,14%. Die Wachstumsrate jenseits des Planungshorizonts liegt bei 1 %. Zum 31.12.2013 ergab sich kein Wertminderungsbedarf auf das Markenrecht. Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte wurden im laufenden Geschäftsjahr nicht vorgenommen (Vorjahr: 346 TEUR). Die planmäßigen Abschreibungen i.H.v. 1.689 TEUR (Vorjahr: 1.317 TEUR) werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Aufwand für planmäßige Abschreibungen und Amortisationen" ausgewiesen. Wertaufholungen wurden in den dargestellten Perioden nicht erfasst. Ein Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte besteht zum Bilanzstichtag und den Vergleichsstichtagen nicht. Es sind immaterielle Vermögenswerte als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegeben worden, vgl. Gliederungspunkt VI.H.18. Die Änderungen Konsolidierungskreis betreffen den Verkauf der AIM-Gruppe und den Erwerb von Langenscheidt, vgl. Gliederungspunkt VI.E. 2. Sachanlagen
Unter der Position "Finance Lease Gebäude und Anlagen" wird mit einem Buchwert von 3.453 TEUR zum Bilanzstichtag (31.12.2012: 3.836 TEUR; 01.01.2012: 4.220 TEUR) ein angemietetes Gebäude in Paderborn ausgewiesen. Der zu Grunde liegende Mietvertrag wurde als Finanzierungs-Leasingverhältnis klassifiziert. Das Mietverhältnis wurde für einen Zeitraum vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2022 abgeschlossen. Zudem enthält die Position zum 31.12.2012 im Wesentlichen ein angemietetes Gebäude in Ellwangen mit einem Buchwert von 2.103 TEUR (01.01.2012: 2.159 TEUR), welches durch die Veräußerung der AIM-Gruppe in 2013 abging. Die Abschreibungen auf Sachanlagen i.H.v. 2.507 TEUR (Vorjahr: 2.532 TEUR) sind in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Aufwand für planmäßige Abschreibungen und Amortisationen" ausgewiesen. Wertaufholungen wurden in den dargestellten Perioden bei Sachanlagen nicht erfasst. Die Wertminderungen betragen in der Berichtsperiode 83 TEUR (Vorjahr: 47 TEUR). Der Zugang BGA bezieht sich im Wesentlichen auf den Zugang von Computer Hardware. Die Änderungen Konsolidierungskreis betreffen den Verkauf der AIM-Gruppe und den Erwerb von Langenscheidt, vgl. Gliederungspunkt VI.E. 3. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen Zum 31.12.2013 werden drei (31.12.2012: zwei; 01.01.2012: ein) assoziierte Unternehmen, auf die der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung, ausüben kann, nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen:
Am 07. Februar 2014 wurde die Sitzverlegung der Tipp 24 SE von Hamburg nach London wirksam. Bei allen assoziierten Unternehmen handelt es sich um in Deutschland börsennotierte Unternehmen. Das Investment in die Gesellschaften dient der strategischen Ausrichtung des Konzerns. Die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Im Folgenden sind die Finanzinformationen der einzelnen wesentlichen assoziierten Unternehmen zusammenfassend dargestellt: Tipp24 SE
Lotto24 AG
M.A.X. Automation AG
Im Laufe des Geschäftsjahres 2013 wurden insgesamt 300.000 Aktien an der Tipp24 SE außerbörslich für 13.800 TEUR verkauft und dadurch die Beteiligungsquote von 24,99% auf 20,22% reduziert. Die Reduzierung der Beteiligung hat keine Auswirkungen auf den maßgeblichen Einfluss der Günther-Gruppe auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Tipp24 SE. Bereits in 2012 wurde durch den Verkauf von 174.000 Aktien für 6.749 TEUR die Beteiligungsquote von 27,17% auf 24,99% reduziert. Am 05.11.2013 hat die Günther Gruppe 29,9% der Anteile (8.003.854 Stimmrechte) an der börsennotierten M.A.X. Automation AG gegen Barmittel i.H.v. 42.933 TEUR erworben. Die M.A.X. Automation AG ist in den Kernsegmenten Industrieautomatisierung und Umwelttechnik tätig. 4. Beteiligungen Die sonstigen Beteiligungen betragen zum 31.12.2013 67 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR). Eine Beteiligung besteht mit 5 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) an der Zenbrina Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, die im Vorjahr noch vollkonsolidiert wurde. Die übrigen 62 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR) betreffen die Beteiligungen an der Günther Vermögens- und Beteiligungs GmbH & Co. KG und an der GbR Bismarckstraße. 5. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Die aktivierten Rückdeckungsversicherungen i.H.v. von 951 TEUR (31.12.2012: 901 TEUR; 01.01.2012: 861 TEUR) beziehen sich auf Pensionsverpflichtungen ohne Planvermögensstatus der Rückdeckungsansprüche. Darüber hinaus wurden Rückdeckungsversicherungen i.H.v. 509 TEUR (31.12.2012: 455 TEUR; 01.01.2012: 430 TEUR) mit Pensionsverpflichtungen saldiert (weitere Angaben dazu, vgl. Gliederungspunkt VI.H.16). Die Ausleihungen an Beteiligungen i.H.v. 9.476 TEUR (31.12.2012 9.476 TEUR, 01.01.2012: 9.476 TEUR) betreffen Ausleihungen an die Günther Vermögens- und Beteiligungs GmbH & Co. KG. Die sonstigen Ausleihungen i.H.v. 0 TEUR (31.12.2012 592 TEUR, 01.01.2012: 900 TEUR) betreffen in den Vorjahren im Wesentlichen eine Ausleihung an die Staatliche Lotterieeinnahme der SKL Günther e.K. Der nicht bis zum 31.12.2013 getilgte Betrag i.H.v. 300 TEUR wurde in die übrigen sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte umgegliedert. 6. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden Die Gesamtbeträge der aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus den folgenden Positionen:
Grundsätzlich sind aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge bei Gesellschaften zu bilden, die in zukünftigen Perioden ausreichend steuerliches Ergebnis zur Verfügung haben werden, das gegen die Verlustvorträge verrechnet werden kann. Für das Mutterunternehmen und seine Tochterunternehmen wurden auf Basis der steuerlichen Planung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge gebildet. Nach derzeitiger Einschätzung des Managements sind davon voraussichtlich körperschaftsteuerliche Verlustvorträge i.H.v. 9.885 TEUR (31.12.2012: 0 TEUR; 01.01.2012: 0 TEUR), sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge i.H.v. 9.595 TEUR (31.12.2012: 0 TEUR; 01.01.2012: 0 TEUR) nicht nutzbar. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf Grundlage der geltenden beziehungsweise der zum Zeitpunkt der Realisierung erwarteten Steuersätze. Für das Geschäftsjahr 2013 wurde ein durchschnittlicher Gewerbesteuersatz von 13,65 % (Vorjahr: 13,65 %) für deutsche Personengesellschaften und ein durchschnittlicher Körperschaftsteuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,83 % (Vorjahr: 15,83 %) für deutsche Kapitalgesellschaften bzw. entsprechende lokale Steuersätze für ausländische Gesellschaften angewendet. 7. Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte i.H.v. 515 TEUR (31.12.2012: 0 TEUR; 01.01.2012: 0 TEUR) resultieren aus der in 2013 erstmals konsolidierten Langenscheidt GmbH & Co. KG. 8. Vorräte
Die auf Vorräte erfassten Wertberichtigungen belaufen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf 1.819 TEUR (31.12.2012: 0 TEUR; 01.01.2012: 0 TEUR). Bei der Wertberichtigung werden Gängigkeit, Alter sowie sämtliche ersichtlichen Lagerungs- und Vorratsrisiken berücksichtigt. Es sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige Erzeugnisse als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegeben worden, vgl. Gliederungspunkt VI.G.18. 9. Fertigungsaufträge mit aktivischem bzw. passivischem Saldo gegenüber Kunden
Künftige Forderungen aus POC entstehen, wenn der Umsatz gemäß der POC-Methode realisiert werden kann, jedoch dem Kunden vertraglich noch nicht in Rechnung gestellt werden darf. Die Kosten und geschätzten Gewinne beinhalten direkt zuzuordnende Einzelkosten (Personal und Drittleistungen) sowie sämtliche produktionsbezogenen Teile an Gemeinkosten. Es sind Forderungen aus PoC als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegeben worden, vgl. Gliederungspunkt VI.G.18. 10. Tatsächliche Steuererstattungsansprüche
11. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 31.536 TEUR (31.12.2012: 60.576 TEUR; 01.01.2012: 68.176 TEUR) bestehen gegenüber Dritten. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 6.867 TEUR (31.12.2012: 4.769 TEUR; 01.01.2012: 0 TEUR) mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Es sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegeben worden, vgl. Gliederungspunkt VI.G.18. Die Günther-Gruppe erfasst Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen sowie für allgemeine Kreditrisiken auf individueller Basis. Die Erfassung erfolgt dabei zunächst auf Wertberichtigungskonten, es sei denn, es kann bereits bei Eintritt des Wertminderungstatbestands davon ausgegangen werden, dass die Forderung gänzlich oder in Teilen uneinbringlich sein wird. In diesen Fällen erfolgt eine direkte erfolgswirksame Wertminderung des Bruttowertes der Forderung. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Der Zugang der Wertminderungen über die Bewegung Änderung Konsolidierungskreis ist auf den Erwerb Langenscheidt zurückzuführen. Die Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:
12. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Die Forderungen gegen sonstige Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen nahe stehende Unternehmen. Die sonstigen übrigen finanziellen Vermögenswerte betreffen im Vorjahr im Wesentlichen Forderungen aus Aktienverkäufen. 13. Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte
Die aktive Rechnungsabgrenzung enthält in allen Perioden im Wesentlichen die Abgrenzungen von Wartung im Rahmen von IT Dienstleistungen. 14. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben und festen Zinsen für Termingeldanlagen verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst. Die Zinssätze lagen im Geschäftsjahr zwischen 0,0% und 0,05% (31.12.2012: 0,0% und 1,05%; 01.01.2012: 0,1% und 1,15%) bei EUR-Guthaben. Für Fremdwährungsguthaben erfolgte keine Verzinsung (31.12.2012: keine Verzinsung, 01.01.2012: keine Verzinsung). Die Zeitwerte der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen den Buchwerten. 15. Eigenkapital Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sowie ihre Entwicklung in den Jahren 2013 und 2012 ergeben sich aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 123 TEUR. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt 19.830 TEUR. Sie ist entstanden aus Aufgeldern infolge einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage im Jahr 2010. In der laufenden Periode und in den dargestellten Vorperioden ergaben sich keine Änderungen. Sonstige Eigenkapitalbestandteile Die sonstigen Eigenkapitalbestandteile bestehen aus den Rücklagen für Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen, der Währungsumrechnungsrücklage, der Rücklage aus Sicherungsgeschäften und der Rücklage für das sonstige Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen. Die Veränderung der sonstigen Eigenkapitalbestandteile kann der Gesamtergebnisrechnung entnommen werden. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen beinhalten das Konzernjahresergebnis i.H.v. 11.088 TEUR des aktuellen Geschäftsjahres 2013 sowie die bis zum Geschäftsjahr 2013 erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Veränderung der Gewinnrücklagen in der laufenden Periode sind i.H.v. -23 TEUR auf die Veränderung des Konsolidierungskreises zurückzuführen. Zudem erfolgt eine Dividendenausschüttung i.H.v. -209 TEUR. In der laufenden Periode wurden außerdem Anteile von nicht beherrschenden Gesellschaftern erworben (0,5% an der Orga Systems Holding GmbH). Diese Transaktion wurde als mehrheitswahrende Aufstockung erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet. Der Effekt aus dem Erwerb auf die Gewinnrücklage war -306 TEUR. In 2012 beruht die Veränderung der Gewinnrücklagen i.H.v. -300 TEUR auf einer Dividendenzahlung und i.H.v. -524 TEUR auf dem Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen (1,96% an der Orga Systems Holding GmbH sowie 10% an der Elwema Automotive GmbH). Nicht beherrschende Anteile An der Günther-Gruppe bestehen nicht beherrschende Anteile. Der Anteil am Eigenkapital dieser nicht beherrschenden Anteile wird in der Position "Nicht beherrschende Anteile" abgebildet. Neben der anteiligen Gewinnzuweisung ist die Veränderung in der laufenden und Vorperiode auf den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen durch den beherrschenden Anteilseigner zurückzuführen (Orga Systems Holding GmbH und Elwema Automotive GmbH). 16. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Zusagen basieren sowohl auf Betriebsvereinbarungen als auch auf Einzelzusagen. Die Leistungen variieren je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Die inländischen Pensionsverpflichtungen enthalten sowohl Zusagen lebenslanger monatlicher Rentenzahlungen als auch Auszahlungen als Einmalbetrag. Die ausländischen Pensionsverpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Standort Italien und beruhen auf gesetzlicher Verpflichtung (TFR Pension Plan). Bei Ausscheiden von Mitarbeitern sind aufgrund dieser Verpflichtung entsprechende Zahlungen zur Altersversorgung zu leisten. Die Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen ("defined benefit plans") werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung zukünftiger Entgelt- und Rentensteigerungen sowie anderer Leistungs- bzw. Bestandsanpassungen bewertet. Die in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert des erdienten Anteils der Versorgungsleistung der Begünstigten, abzüglich des am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens. Besteht auf Ebene eines einzelnen Pensionsplans ein Aktivüberhang, wird der Ansatz des Nettovermögenswerts auf den Barwert der mit dem Planvermögensüberschuss verbundenen wirtschaftlichen Vorteile beschränkt (sog. "asset ceiling"). Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen stellen sich wie folgt dar:
Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Pensionsplänen ist Günther allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken und dem Zinssatzänderungsrisiko ausgesetzt. Den Berechnungen der Leistungsverpflichtungen wurden folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:
Die biometrischen Berechnungsgrundlagen basieren für die inländischen Versorgungsverpflichtungen auf den Richttafeln von Prof. Dr. Heubeck 2005G. Für die italienischen Pensionszusagen (italienische TFR-Pläne) wurde die italienische Sterblichkeitsstatistik ISTAT des Jahres 2000, abzüglich einer Reduzierung um 25 %, zugrunde gelegt. Für die indischen Verpflichtungen lag die indische Sterblichkeitsstatistik (Indian Assured Lives Mortality) 2006-2008 zugrunde. Die Annahme zur langfristigen Verzinsung des Planvermögens basiert auf der Mitteilung der Versicherungsgesellschaft und den zugrundeliegenden Investments in festverzinsliche Wertpapiere (darunter Bundesanleihen und Pfandbriefe). Bei der Auswahl der Emittenten werden unter anderem das individuelle Rating durch internationale Agenturen sowie die Eigenkapitalausstattung der Emittenten berücksichtigt. Die künftige Höhe des Finanzierungszinssatzes und damit der Pensionsverpflichtungen ist insbesondere abhängig von der Entwicklung des Abzinsungsfaktors. Hinsichtlich des Abzinsungssatzes wurde daher eine Sensitivitätsbetrachtung vorgenommen. Diese beruht auf der Annahme, dass alle übrigen wertbestimmenden Faktoren unverändert bleiben. Eine Reduzierung des Abzinsungssatzes um 0,5 Prozentpunkte würde zu einer Erhöhung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung i.H.v. 340 TEUR führen. Eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um 0,5 Prozentpunkte würde demgegenüber den Barwert um 303 TEUR mindern. Für den Konzern besteht damit insgesamt ein untergeordnetes Risiko aus den Pensionszusagen und den Rückdeckungsguthaben. Die vorstehende Sensitivitätsanalyse dürfte nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtungen sein, da es als unwahrscheinlich anzusehen ist, dass die Abweichungen von den getroffenen Annahmen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zu einander in Beziehung stehen. Außerdem wurde der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen in der vorstehenden Sensitivitätsanalyse nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien zum Bilanzstichtag ermittelt, dieselbe Methode, nach der die in der Konzernbilanz erfassten leistungsorientierten Verbindlichkeiten berechnet wurden. Der Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:
Die erwarteten Pensionszahlungen innerhalb der nächsten zwölf Monate betragen 88 TEUR. Das Planvermögen, das zur Finanzierung der Verpflichtungen dient, beinhaltet ausschließlich Rückdeckungsversicherungen. Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
Für das kommende Geschäftsjahr erwartet der Konzern, in den leistungsorientierten Plan einen Beitrag von 20 TEUR zu leisten. Der erfolgswirksam erfasste Pensionsaufwand für leistungsorientierte Zusagen setzt sich aus nachstehenden Positionen zusammen:
Investitionsrisiko Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen aus dem Plan wird unter Verwendung eines Abzinsungssatzes ermittelt, der auf Grundlage der Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen bestimmt wird. Sofern die Erträge aus dem Planvermögen unter diesem Zinssatz liegen, führt dies zu einer Unterdeckung des Plans. Zinsänderungsrisiko Ein Rückgang des Anleihezinssatzes führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeiten, jedoch wird dies teilweise durch einen gestiegenen Ertrag aus der Anlage des Planvermögens in rückgedeckte Versicherungen kompensiert. Inflationsrisiko Einige Pläne sind mit der Inflation verbunden, was zu höheren Planverbindlichkeiten führen kann. Gehaltsrisiko Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen aus dem Plan wird auf Basis der zukünftigen Gehälter der begünstigten Arbeitnehmer ermittelt. Somit führen Gehaltserhöhungen der begünstigten Arbeitnehmer zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeiten. Im Fall von nicht gedeckten Plänen werden die Verpflichtungen über Rückdeckungsversicherungen ohne Planvermögensstatus teilweise abgesichert. Der Konzern hat den Prozess zum Management der Risiken im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert. 17. Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen
Altersteilzeit Die Altersteilzeitrückstellungen wurden im Geschäftsjahr 2013 überwiegend verbraucht bzw. sind durch die Änderungen Konsolidierungskreis abgegangen. Gewährleistungen Die Gewährleistungsrückstellungen sind Im Geschäftsjahr 2013 aufgrund der Änderungen Konsolidierungskreis erheblich verringert worden, vgl. Gliederungspunkt VI.E. Prozessrisiken Die Rückstellungen für Prozessrisiken betreffen die voraussichtlichen Kosten aus anhängigen Klagen aus arbeitsrechtlichen Streitigkeiten in Höhe von 366 TEUR (31.12.2012: 510 TEUR; 01.01.2012: 786 TEUR). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Remissionen i.H.v. 469 TEUR (31.12.2012: 0 TEUR; 01.01.2012: 0 TEUR), Rückstellungen für Quellensteuerrisiken i.H.v. 463 TEUR (31.12.2012: 0 TEUR; 01.01.2012: 0 TEUR) sowie Rückstellungen für Werbungskosten i.H.v. 393 TEUR (31.12.2012: 415 TEUR; 01.01.2012: 523 TEUR). 18. Sonstige lang- und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten Die Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen Kontokorrentkredite in Höhe von insgesamt 14.400 TEUR (31.12.2012: 17.607 TEUR; 01.01.2012: 22.041 TEUR) sowie kurzfristige Darlehen in Höhe von 14.621 TEUR (31.12.2012: 6.011 TEUR; 01.01.2012: 2.869 TEUR). Die Zinskonditionen der Kontokorrentkredite lagen zum 31.12.2013 bei 3-Monats-EURIBOR + 2 bis 3% und 1-Monats-EURIBOR + 4% (31.12.2012: 3-Monats-EURIBOR + 3% und 1-Monats-EURIBOR + 4%; 01.01.2012: 3-Monats-EURIBOR + 3% und 1-Monats-EURIBOR + 4%).Die Zinskonditionen der kurzfristigen Darlehen lagen zum 31.12.2013 für fixe Zinsen zwischen 2,217% und 2,24% (31.12.2012 und 01.01.2012: keine fixen Zinskonditionen) und für variable Zinsen bei 3-Monats-EURIBOR + 1,4% bis 1,85% (31.12.2012: 3-Monats-EURIBOR + 1,5% bis 1,85%; 01.01.2012: 3-Monats-EURIBOR + 1,5% bis 2,5% und EONIA + 1,0%). Nach den Berechnungen der Geschäftsführung wurden die vereinbarten Financial Covenants zum Berechnungsstichtag 31. Dezember 2013 und in den Vorjahren eingehalten. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden zur Absicherung von den jeweiligen Tochtergesellschaften folgende Sicherheiten bestellt: - Sicherungsübereignung von Teilen der Wertpapierbestände zum 31.12.2013 an der Tipp 24 SE, Lotto 24 AG und M.A.X. Automation AG (31.12.2012: Tipp 24 SE und Lotto 24 AG; 01.01.2012: Tipp 24 SE) - Zession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 18.790 TEUR (31.12.2012: 48.512 TEUR; 01.01.2012: 30.086 TEUR) - Sicherungsübereignung von Vorräten inklusive Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden i.H.v. 5.670 TEUR (31.12.2012: 37.197 TEUR; 01.01.2012: 18.490 TEUR) - Negativ/Positiverklärung bezüglich des Anlagevermögens der Orga Systems Deutschland GmbH zum 31.12.2013, 31.12.2012 und 01.01.2012 - Verpfändung von Marken, Patenten und Nutzungsrechten an Urheberrechten mit Forderungsabtretung und Sicherungsübereignung der Orga Systems Deutschland GmbH zum 31.12.2013, 31.12.2012 und 01.01.2012 - Verpfändung der Marke Langenscheidt einschließlich Zession aus Lizenzerträgen darauf Für 12.500 TEUR (31.12.2012: 12.500 TEUR) des aktuellen Kreditvolumens wurde vom Land Nordrhein-Westfalen eine 80%ige Ausfallbürgschaft bewilligt ("landesverbürgte Kredite"). Zum Stichtag verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 5.363 TEUR (31.12.2012: 40.996 TEUR; 01.01.2012: 26.324 TEUR), für deren Inanspruchnahme alle notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Für das Jahr 2014 wären vertragliche Tilgungszahlungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 17.621 TEUR (2013: 6.217 TEUR, 2012: 6.070 TEUR) zu leisten. Das Management geht von einer Verlängerung der bis 2014 befristeten Darlehensverbindlichkeiten aus. Die sonstigen Darlehensverbindlichkeiten in der laufenden Periode und in den Vorjahren beziehen sich im Wesentlichen auf Darlehen, die die Günther-Gruppe von einem nahestehenden Unternehmen erhalten hat, vgl. Gliederungspunkt VI.J.2. Die Leasingverbindlichkeiten beziehen sich in der laufenden Periode auf einen Immobilienleasingvertrag (31.12.2012: zwei; 01.01.2012: zwei). Die Veränderung ist auf die Veräußerung der AIM-Gruppe in der aktuellen Periode zurückzuführen. Die Bilanzierung der Leasingverbindlichkeit erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, nicht zum beizulegenden Zeitwert. Die sonstige finanzielle Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus dem beizulegenden Zeitwert der nicht beherrschenden Anteile an Personengesellschaften im Konzern, die aufgrund ihres Kündigungsrechts nach IFRS als Fremdkapital klassifiziert werden und mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum 31.12.2013 3.710 TEUR (31.12.2012: 2.916 TEUR, 01.01.2012: 2.400 TEUR). 19. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen des Geschäftsjahres bestehen ausschließlich gegenüber Dritten und sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten besichert. Zum Stichtag bestehen keine Lieferantenverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten (31.12.2012: 0 TEUR; 01.01.2012: 0 TEUR). 20. Tatsächliche Steuerschulden
Soweit Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern bestehen, resultieren diese aus den Veranlagungen aus Vorjahren sowie den Steuerberechnungen für das aktuelle Geschäftsjahr. 21. Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Sämtliche kurzfristigen Schulden haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. H. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: Nach Geschäftsbereichen:
Nach geografisch bestimmten Märkten:
In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus angearbeiteten Aufträgen (POC) in Höhe von 7.159 TEUR (Vorjahr: 9.947 TEUR) enthalten. Der Geschäftsbereich Software / IT besteht aus dem Teilkonzern Orga Systems (49.478 TEUR in 2013; 80.048 TEUR im Vorjahr) und dem Teilkonzern Alpha Business Solutions (20.402 TEUR in 2013; 20.352 TEUR im Vorjahr). Der Geschäftsbereich Sprach- und Sprachlernprodukte besteht aus dem in 2013 erworbenen Langenscheidt Teilkonzern. 2. Sonstige Erträge
Die Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens umfassen im aktuellen Geschäftsjahr 2013 im Wesentlichen Erträge aus der außerbörslichen Veräußerung von insgesamt 300.000 Aktien an dem assoziierten Unternehmen Tipp24 SE. In 2012 beinhalten die Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens i.W. Erträge aus dem Verkauf von 174.000 Aktien an der Tipp24 SE. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen in 2013 im Wesentlichen die erfolgswirksame Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags aus dem Erwerb der Langenscheidt Assets (1.385 TEUR, Vorjahr: 0 TEUR), Erträge aus der Auflösung abgegrenzter Schulden und Rückstellungen (1.648 TEUR, Vorjahr: 3.301 TEUR) sowie Erträge aus öffentlichen Zuwendungen aus EU-Beihilfen und BMF-Förderzuwendungen (325 TEUR, Vorjahr: 291 TEUR). 3. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Der Materialaufwand in 2013 umfasst im Wesentlichen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für den Geschäftsbereich Sprach- und Sprachlernprodukte i.H.v. 4.935 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), den Wareneingang für den Geschäftsbereich Software / IT i.H.v. 1.747 TEUR (Vorjahr: 2.588 TEUR) und den Geschäftsbereich Sprach- und Sprachlernprodukte i.H.v. 718 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Des Weiteren Aufwendungen für bezogene Leistungen des Geschäftsbereichs Software / IT i.H.v. 9.546 TEUR (Vorjahr: 10.864 TEUR), des Geschäftsbereichs Lotterien i.H.v. 5.811 TEUR (Vorjahr: 6.748 TEUR) und des Geschäftsbereichs Sprach- und Sprachlernprodukte i.H.v. 1.422 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). 4. Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer
Der Anstieg der Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer von 2012 auf 2013 resultiert vorwiegend aus dem Erwerb des operativen Handelsgeschäfts der Langenscheidt GmbH & Co. KG (vormals Langenscheidt Kommanditgesellschaft) im Rahmen eines Asset Deals zum 1. Januar 2013 (Mehraufwand Löhne und Gehälter in 2013: 4.421 TEUR) sowie einem gleichzeitigen Rückgang der Löhne und Gehälter im Geschäftsbereich IT / Software i.H.v. 2.232 TEUR. Im laufenden Geschäftsjahr wurden Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne, insbesondere der gesetzlichen Rentenversicherung, i.H.v. 4.009 TEUR (Vorjahr: 3.791 TEUR) erfasst. 5. Aufwand für Abschreibungen und Amortisationen sowie Wertminderungen/-aufholungen
Zur Klassifikation der Abschreibungen nach Anlageklassen vgl. Gliederungspunkt VI. G. 1 und 2. In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind außerplanmäßige Wertminderungen i.H.v. 83 TEUR (Vorjahr: 393 TEUR) enthalten. Im Geschäftsjahr 2013 betreffen diese umzugsbedingte Abschreibungen auf Mietereinbauten. Im Vorjahr wurden die Wertminderungen auf geleistete Anzahlungen auf Software erfasst, da von einer Inbetriebnahme nicht mehr auszugehen war. 6. Sonstige Aufwendungen
Die übrigen sonstigen Aufwendungen betreffen Wertberichtigungen von Forderungen i.H.v. 4.963 TEUR (Vorjahr: 39 TEUR). Die Abschreibungen betreffen im Berichtsjahr im Wesentlichen die Kündigung von Projekten. 7. Finanzergebnis
Die übrigen Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten im Wesentlichen die erfolgswirksame Erfassung der Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Minderheiten an Personengesellschaften i.H.v. 793 TEUR (Vorjahr 516 TEUR). 8. Ertragsteuern
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten zum jeweils ausgewiesenen Steueraufwand. Bei Anwendung der in Deutschland geltenden Ertragsteuersätze auf das Konzernergebnis unter Berücksichtigung eines Körperschaftsteuersatzes von 15% (Vorjahr: 15%) zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5% (Vorjahr: 5,5%) und Gewerbeertragsteuern von 13,65% (Vorjahr: 13,65%) ergibt sich Gesamtsteuersatz von 29,48% (Vorjahr: 29,48%).
Gemäß IAS 12.47 sind latente Steueransprüche und -schulden anhand der Steuersätze zu bewerten, deren Gültigkeit für die Periode, in der sich die temporäre Differenz umkehren wird, erwartet wird. Dabei sind die Steuersätze zu verwenden, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. 9. Gewinn / Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen Im Geschäftsjahr 2013 wurde die AIM-Gruppe, welche den Geschäftsbereich Automation darstellte, verkauft und zuvor im Geschäftsjahr als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert. Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs, welcher in 2013 lediglich die Monate Januar bis Oktober umfasst, gliedert sich wie folgt:
In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus PoC für die laufende Periode i.H.v. 91.957 TEUR (Vorperiode: 123.682 TEUR) enthalten. I. Erläuterungen zur KonzernkapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich Zahlungsmittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres sowie der Vergleichsperiode durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 werden Zahlungsströme aus laufender Geschäftstätigkeit sowie solche aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Gem. IFRS 5 erfolgt der Ausweis der Mittelzu- und abflüsse im Rahmen der Kapitalflussrechnung für 2012 und 2013 sowohl für den fortgeführten als auch den aufgegebenen Geschäftsbereich (hier: AIM-Gruppe). Zur Verdeutlichung der auf den aufgegebenen Geschäftsbereich in 2012 und 2013 (bis zur Aufgabe des Geschäftsbereiches infolge Veräußerung zum 1.11.2013) entfallenden Zahlungsströme werden die jeweils aus den betrieblichen, den Investitions-, und den Finanzierungstätigkeiten resultierenden Netto-Cashflows des aufgegebenen Geschäftsbereichs separat innerhalb der drei Cashflow Positionen ausgewiesen. Die Summe der Mittelzu- und Abflüsse aus dem fortgeführten und dem aufgegebenen Geschäftsbereich über alle drei Cashflow-Positionen stellt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente für den Gesamtkonzern dar. Finanzmittelfonds Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente (Kassenbestand, Bankguthaben, Termingelder). Zu- / Abfluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit Ausgangspunkt der Finanzierungsrechnung ist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) i.H.v -15.975 TEUR für den fortgeführten Geschäftsbereich (Vorjahr: 19.447 TEUR). Im Rahmen des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit für den fortgeführten Geschäftsbereich i.H.v. -16.080 TEUR (Vorjahr: -2.746 TEUR) wurden die Veränderungen im Working Capital, übrigen Nettovermögen sowie sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge berücksichtigt. Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit des aufgegebenen Geschäftsbereichs beträgt in 2013 -22.018 TEUR (Vorjahr: 11.305 TEUR) und resultiert im Wesentlichen aus einem planmäßigen unterjährigen Aufbau des Working Capitals. Zu- / Abfluss aus Investitionstätigkeit Aus der investiven Tätigkeit resultiert für den fortgeführten Geschäftsbereich in 2013 ein Netto-Cashflow von -40.768 TEUR (Vorjahr:-8.227 TEUR). Die getätigten Investitionen in 2013 betreffen insbesondere den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen i.H.v. -48.721 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) sowie den Erwerb des operativen Handelsgeschäfts der Langenscheidt GmbH & Co. KG i.H.v -8.680 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Wesentliche Einzahlungen im fortgeführten Geschäftsbereich resultierten in 2013 aus den in 2012 und 2013 erfolgten Veräußerungen von Anteilen an dem assoziierten Unternehmen Tipp24 SE i.H.v. 21.784 TEUR (Vorjahr: 6.210 TEUR). Der Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit des aufgegebenen Geschäftsbereichs in 2013 betrug 30.470 TEUR (Vorjahr: -1.077 TEUR) und resultiert i.W. aus Einzahlungen aus dem Verkauf der Anteile an der AIM-Gruppe an die M.A.X. Automation AG i.H.v. 31.719 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Zu- / Abfluss aus Finanzierungstätigkeit Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit wurden im Geschäftsjahr 2013 im fortgeführten Geschäftsbereich Netto-Cashflows i.H.v. 32.593 TEUR realisiert (Vorjahr: 8.591 TEUR). I.W. resultieren die Einzahlungen in 2013 aus Fremdkapitalaufnahmen bei Kreditinstituten i.H.v. 35.527 TEUR (Vorjahr: 11.011 TEUR). Der Mittelabfluss zur Tilgung von Finanzschulden betrug in 2013 im fortgeführten Geschäftsbereich 2.210 TEUR (Vorjahr: 1.229 TEUR). Der Netto-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit des aufgegebenen Geschäftsbereichs betrug in 2013 23.842 TEUR (Vorjahr: -9.271 TEUR) und resultierte i.W. aus Einzahlungen aus Fremdkapitalaufnahmen bei Kreditinsituten i.H.v. 23.993 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Rückzahlungen von Fremdkapital führten im Geschäftsjahr 2013 zu Mittelabflüssen i.H.v. 151 TEUR (Vorjahr: 8.346 TEUR). Entwicklung Finanzmittelfond Im Berichtsjahr ergab sich für den Günther Konzern insgesamt ein Zahlungsmittelzufluss - unter Berücksichtigung wechselkursbedingter Wertveränderungen - von 8.309 TEUR (Vorjahr: Zahlungsmittelabfluss von 1.580 TEUR). Davon entfielen in 2013 -23.985 TEUR auf den fortgeführten Geschäftsbereich (Vorjahr: -2.267 TEUR) und auf den aufgegebenen Geschäftsbereich 32.294 TEUR (Vorjahr: 687 TEUR). Der Bestand an flüssigen Mitteln des Günther Konzerns erhöhte sich, ausgehend von 10.405 TEUR zu Beginn des Geschäftsjahres, auf 18.714 TEUR am Ende des Geschäftsjahres. J. Sonstige Angaben1. Eventualverbindlichkeiten und Verpflichtungen Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen Der Konzern hat für verschiedene Immobilien, Kraftfahrzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung Leasingverträge abgeschlossen. Diese Leasingverträge haben eine Laufzeit zwischen drei und zwanzig Jahren und enthalten in der Regel keine Verlängerungsoptionen. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende zukünftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen aufgrund unkündbarer Operating-Leasingverhältnisse:
Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von 3.386 TEUR (Vorjahr: 2.623 TEUR) erfasst. Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen Der Konzern hat für Gebäude sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung Finanzierungs-Leasingverträge abgeschlossen. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:
Die für als Finanzierungsleasing klassifizierte Vermögenswerte im Geschäftsjahr erfassten Mietzahlungen betragen 872 TEUR (Vorjahr: 1.118 TEUR). Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden aus Sicht des Konzerns Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften i.H.v. 108 TEUR (Vorjahr: 149 TEUR), die im Wesentlichen Mietbürgschaften darstellen. Zudem besteht eine Bürgschaft gegenüber Banken für ein assoziiertes Unternehmen; vgl. Gliederungspunkt VI.J.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag hat der Konzern Verpflichtungen aus offenen Bestellungen in Höhe von 3.841 TEUR (Vorjahr: 2.911 TEUR), davon kurzfristig 3.657 TEUR (Vorjahr: 2.802 TEUR), zwischen einem und fünf Jahren 184 TEUR (Vorjahr: 109 TEUR). Hierin enthalten sind im Wesentlichen Beratungs- und Freelancerleistungen. Aus Gewährleistungsverträgen haftet die Günther-Gruppe mit 1.908 TEUR (Vorjahr: 305 TEUR). Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die im Wesentlichen aus Fracht- und Speditionsverträgen bestehen, haben zum 31.12.2013 eine Höhe von 3.672 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR). Eventualverbindlichkeiten Für finanzielle Belastungen aus Gerichts- oder Schiedsverfahren sind bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen für Prozessrisiken bzw. Prozesskosten gebildet worden, wenn es sich um ein Ereignis vor dem Bilanzstichtag handelt und von den gesetzlichen Vertretern eine Wahrscheinlichkeit des Abflusses von wirtschaftlichen Ressourcen von über 50% eingeschätzt wird. Weitere Rechtsstreitigkeiten bzw. Eventualverbindlichkeiten, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten, bestehen zum Bilanzstichtag nicht. 2. Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Als nahestehende Unternehmen und Personen kommen gemäß IAS 24 neben der Geschäftsführung insbesondere die Gesellschafter der Günther GmbH und die durch die Gesellschafter oder die Günther GmbH beherrschten oder maßgeblich beeinflussten Unternehmen in Betracht. Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen setzen sich bei Günther aus den Geschäftsführern der Günther GmbH und Günther Holding GmbH zusammen. Geschäftsvorfälle zwischen dem Mutterunternehmen und seinen Tochterunternehmen, die als nahestehende Unternehmen anzusehen sind, sind durch die Konsolidierung eliminiert worden und werden in diesem Anhang nicht erläutert. Neben diesen Geschäftsbeziehungen bestanden im jeweiligen Geschäftsjahr folgende Transaktionen: Handels- und Dienstleistungsgeschäfte mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen Im laufenden Geschäftsjahr wurden Erlöse i.H.v. 16.433 TEUR (Vorjahr: 18.601 TEUR) von Konzerngesellschaften mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen erwirtschaftet, die nicht dem Konsolidierungskreis angehören. Dem gegenüber stehen Aufwendungen i.H.v. 1.459 TEUR (Vorjahr: 854 TEUR) im Zusammenhang mit Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen. Zum 31.12.2013 bestehen Forderungen i.H.v. 3.234 TEUR (31.12.2012: 3.495 TEUR, 01.01.2012: 3.907 TEUR) und Verbindlichkeiten i.H.v. 1.033 TEUR (31.12.2012: 731 TEUR, 01.01.2012: 721 TEUR).Die Handels- und Dienstleistungsgeschäfte beziehen sich überwiegend auf den Geschäftsbereich Lotterie. Darlehen an sonstige nahestehende Unternehmen und Personen Zum 31.12.2013 bestehen Forderungen aus Ausleihungen und damit zusammenhängenden Zinsen i.H.v. 12.929 TEUR (31.12.2012: 11.727 TEUR, 01.01.2012: 11.923 TEUR) gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen. Davon sind zum 31.12.2013 9.746 TEUR langfristig (31.12.2012: 9.976 TEUR, 01.01.2012: 10.156 TEUR). Die Zinserträge in diesem Zusammenhang betragen in der laufenden Periode 315 TEUR (Vorperiode: 491 TEUR). Die Zinskonditionen liegen für alle dargestellten Stichtage für die variable Verzinsung beim 3-Monats EURIBOR + 1,0% und bei der fixen Verzinsung bei 3,0% (31.12.2012: 6,5%, 01.01.2012: 3,0%). Eine Besicherung besteht nicht. Darlehen von sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen Zum 31.12.2013 sind im Konzern Darlehens- und damit verbundene Zinsverbindlichkeiten von sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen i.H.v. 8.666 TEUR (31.12.2012: 9.059 TEUR, 01.01.2012: 8.518 TEUR) passiviert. Die damit verbundenen Zinsaufwendungen betragen im laufenden Geschäftsjahr 214 TEUR (Vorperiode: 221 TEUR). Die Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen erfolgen zu Bedingungen wie unter fremden Dritten. Die zum Jahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert. Die Zinskonditionen liegen für alle dargestellten Stichtage für die variable Verzinsung beim 3-Monats EURIBOR + 1,0 % und bei der fixen Verzinsung bei 3,1 %. Eine Besicherung besteht nicht. Sonstige Verpflichtungen gegenüber assoziierten Unternehmen Es besteht eine Höchstbetragsbürgschaft i.H.v. maximal 8.000 TEUR, die sich auf Bankverbindlichkeiten eines assoziierten Unternehmens bezieht. Die Bürgschaft soll zukünftig abgelöst werden. Solange dies nicht erfolgt ist, besteht eine Freistellungsvereinbarung, die die Günther Gruppe von Verpflichtungen aus der Höchstbetragsbürgschaft freistellt. Von einer Inanspruchnahme der Höchstbetragsbürgschaft geht das Management aktuell nicht aus. Die Günther Gruppe wurde aus dieser Höchstbetragsbürgschaft nach dem Bilanzstichtag von dem finanzierenden Kreditinstitut auflagenfrei freigeben. Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen beträgt im laufenden Geschäftsjahr 1.187 TEUR (Vorjahr: 986 TEUR) und setzt sich vollständig aus kurzfristig fälligen Leistungen zusammen. 3. Risikomanagement Der Günther Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, insbesondere auch den Währungs-, Preis- sowie Zinsänderungsrisiken. Die Günther GmbH begegnet diesen Risiken, indem die Geschäftsführung die weltweiten Finanz-, Bezugs- und Absatzmärkte laufend beobachtet, Kursentwicklungen der jeweiligen Vermögenswerte frühzeitig in ihre Bewertung integriert bzw. gegebenenfalls auch mittels Finanzderivaten absichert. Im Rahmen des Risikomanagementsystems des Günther Konzerns werden Risiken durch die Geschäftsführung der einzelnen Gesellschaften mittels adäquater Risikofrüherkennungssysteme kontinuierlich identifiziert, bewertet und aktiv gesteuert. Durch eine regelmäßige Berichterstattung wird die Geschäftsführung der Günther GmbH laufend über die aktuelle Risikolage und den Status geplanter Maßnahmen zur Risikobewältigung informiert. Das Chancen- und Risikomanagement des Konzerns ist in ein ganzheitlich orientiertes, ziel- und kennzahlenbasiertes Management, das sowohl die Strategie, als auch relevante interne und externe Aspekte betrachtet, eingebettet. Das Chancen- und Risikomanagement des Konzerns konzentriert sich nicht nur auf die Kosten und monetären Performance-Indikatoren, sondern auch auf sogenannte weiche Sub-Produktionsfaktoren. Grundlage ist eine detaillierte Unternehmensplanung für das nächste Geschäftsjahr. In dieser Planung werden folgende Faktoren abgebildet: Finanzen, Kunden, Markt-, Personalentwicklung, Prozesse und Strukturen. Im Hinblick auf die Umsatzentwicklung verfügt das Konzerncontrolling über ein ständig aktualisiertes Prognosetool. Das Berichtswesen des Konzerns, das aus zahlreichen Analyse-Tabellen besteht, beinhaltet detaillierte Soll-Ist-Abweichungsanalysen sowie Kennzahlensysteme. Im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wird das System ständig weiterentwickelt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gruppe ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Nachfolgend werden die Risiken der künftigen Entwicklung dargestellt: 1) Umfeld- und Branchenrisiken Maßgebliche volkswirtschaftliche Analysen prognostizieren eine unterschiedliche konjunkturelle Entwicklung in den bedeutenden wirtschaftlichen Regionen. Innerhalb der EURO-Zone weist Deutschland weiterhin eine hohe relative Wettbewerbsstärke auf. Grundsätzlich erwartet die Geschäftsführung in 2014 für die Beteiligungen des Konzerns ein stabiles konjunkturelles Umfeld. Ein entsprechender Auftragseingang für 2014 und eine weiterhin stabile Vertriebspipeline stützen diese Einschätzung. 2) Operative Risiken (nach Geschäftsbereichen) Im Geschäftsbereich Lotterien erwartet die Geschäftsführung der GDS eine Stabilisierung der Nachfrage im Markt der Klassenlotterien. Vor dem Hintergrund des geltenden Glückspieländerungsstaatsvertrags und den damit verbundenen Einschränkungen im Neukundenabsatz für 2014 prognostiziert die Geschäftsführung der GDS weiterhin einen geringfügigen Umsatzrückgang. Die Ertragslage soll in 2014 durch Maßnahmen zur Optimierung der Effizienz weitestgehend stabil gehalten werden. Für Langenscheidt erwartet das Management eine weiterhin rückläufige Umsatzentwicklung bei einer Stabilisierung der Margensituation. Die strategische Neupositionierung und die damit verbundene Weiterentwicklung erster erfolgreicher Produktansätze im Sprachlernbereich stehen dabei im Mittelpunkt der unternehmerischen Entwicklung. Der Vorstand der Tipp 24 SE geht angesichts des abgelaufenen Geschäftsjahres und der gewonnenen Erkenntnisse über das Auslandsgeschäft - vorbehaltlich statistisch ungewöhnlich hoher oder häufiger Wettgewinnauszahlungen - von einem Umsatz- und Ergebnisanstieg für 2014 aus. Das Management der Tipp24 SE hat für 2014 die Ausschüttung einer einmaligen Sonderdividende in Höhe von 7,50 Euro pro Aktie sowie für die folgenden Jahre eine reguläre Dividende von mindestens 1,50 Euro pro Aktie in Aussicht gestellt. Der Vorstand der Lotto 24 AG erwartet für 2014 eine deutliche Erhöhung des Transaktionsvolumens und damit des Umsatzes bei einer stabilen Bruttomarge. Das für 2014 angestrebte Kundenwachstum führt planmäßig zu erhöhten Neukundengewinnungskosten und einer Verlustausweitung. Bei Erreichen einer kritischen Kundengröße ist in den Folgejahren mit einer nachhaltigen Ertragsverbesserung zu rechnen. Für die M.A.X. erwartet der Vorstand im Segment Industrieautomation auch aufgrund der erfolgten Akquisition der AIM eine deutliche Umsatz- und Ertragssteigerung. Im Segment Umwelttechnik geht der Vorstand ebenfalls von einer positiven Umsatz- und Ertragsentwicklung aus. Im Geschäftsbereich Software/IT erwartet die Geschäftsführung der Orga Systems Holding GmbH für 2014 nach außerordentlichen Belastungen in 2013 wieder eine positive Geschäftsentwicklung. Die Auftragssituation sowie eine hohe Vertriebspipeline unterstützen diese Prognose. Im Mittelpunkt steht weiterhin die technologische Weiterentwicklung der angebotenen Software. Vertriebsseitig ist das Unternehmen dann in der Lage, Kunden weltweit auch über Softwareintegrations-Partner lösungsorientiert zu unterstützen. Der Vorstand der Alpha Business Solutions AG erwartet eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2014. Angang des Jahres wurde ein wesentliches New Release des pro Alpha Produktes zur Vermarktung freigegeben. Aus der Umstellung und Erweiterung der betreuten ERP-Softwareangebote werden positive Wachstumsimpulse erwartet. Für die Verwaltung der Immobilien wird für 2014 von einer stabilen Ergebnisentwicklung ausgegangen. Die Anlagestrategie der liquiden Vermögenswerte ist auch in 2014 konservativ. Insbesondere mögliche inflationäre Entwicklungen werden aufmerksam verfolgt, Risiken identifiziert, quantifiziert und aktiv gesteuert. 3) Finanzielle Risiken Die Auftragsbestände der operativen Gesellschaften des Konzerns zum 31.12.2013 in Verbindung mit der Umsetzung nachhaltiger strategischer Geschäftsansätze aller Tochtergesellschaften begründen aus Sicht der Geschäftsführung der Günther GmbH das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele der einzelnen Gesellschaften im laufenden Geschäftsjahr. Für 2014 wird unter Berücksichtigung der Sondereffekte ein steigender Umsatz und eine positive Ertragsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Die finanziellen Risiken und die Strategien und Maßnahmen zu ihrer Bewältigung sind im nachfolgenden Gliederungspunkt dargestellt. 4. Finanzrisikomanagement Das Management der Günther Gruppe überwacht und steuert die mit den Geschäftsbereichen des Konzerns verbundenen Finanzrisiken durch die interne Risikoberichterstattung, die Risiken nach Grad und Ausmaß des Risikos analysiert. Diese Risiken beinhalten das Marktrisiko (einschließlich Wechselkursrisiken, zinsinduzierte Zeitwertrisiken und Preisrisiken), das Ausfallrisiko, das Liquiditätsrisiko und zinsinduzierte Zahlungsstromrisiken. Der Konzern versucht, die Auswirkungen dieser Risiken mittels derivativer Finanzinstrumente zu minimieren. Der Einsatz von Finanzderivaten ist durch von der Geschäftsführung festgelegte Richtlinien geregelt, die Vorgaben hinsichtlich der Steuerung von Wechselkurs-, Zins- und Ausfallrisiken enthalten. Darüber hinaus werden Grundregeln für den Einsatz von derivativen und nicht derivativen Finanzgeschäften sowie für die Anlage überschüssiger Liquidität festgelegt. Die Einhaltung der Richtlinien und Risikolimits wird kontinuierlich überprüft. Der Konzern kontrahiert und handelt keine Finanzinstrumente, einschließlich derivativer Finanzinstrumente, für spekulative Zwecke. a) Marktrisiko Wechselkursrisiken Das operative Geschäft unterliegt Wechselkursrisiken durch Einkäufe und Verkäufe, die nicht in Euro vereinbart sind. Derzeitige Risiken bestehen überwiegend im Hinblick auf den US$. Zur Begrenzung dieser Risiken werden einzelfallbezogen derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Geschäftspartner sind inländische und ausländische Banken einwandfreier Bonität, so dass kein nennenswertes Ausfallrisiko für diese Finanzinstrumente besteht. Alle derivativen Finanzgeschäfte unterliegen einer strengen Überwachung. In der Regel werden Devisentermingeschäfte nur dann abgeschlossen, wenn sie als Hedge vorangegangene Grundgeschäfte absichern. Gewinne und Verluste aufgrund der Entwicklung der Marktwerte werden durch entsprechende Gegenbewegungen der operativen Grundgeschäfte kompensiert. Devisentermingeschäfte, die Forderungen oder Verbindlichkeiten absichern, werden wie die abgesicherten Forderungen und Verbindlichkeiten selbst unter erfolgswirksamer Erfassung der jeweiligen Wertveränderungen bilanziert. Der Konzern hält Beteiligungen an ausländischen Geschäftsbetrieben, deren Nettovermögen dem Risiko von Wechselkursänderungen unterliegt. Zum Bilanzstichtag bestanden keine schwebenden Devisentermingeschäfte, -optionen und Devisenswaps über den Verkauf von Fremdwährungen. Zum 31.12.2012 bestanden US$-Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 3.200 TEUR (01.01.2012: 6.500 TEUR). Zinsrisiken Auf der Finanzierungsseite bestehen geringe Zinsrisiken, da die langfristigen sonstigen Darlehensverbindlichkeiten mit einem festen Zins versehen sind. Diese sind im Vergleich zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten, die überwiegend variabel verzinslich sind, gering. Eine Erhöhung/Verringerung der Margen um 50 Basispunkte für die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten hätte den Jahresüberschuss in der laufenden Periode um 219 TEUR (Vorjahr: 174 TEUR) verschlechtert/verbessert. b) Kreditrisiken Kreditrisiken bestehen insbesondere hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Forderungen einschließlich der Geldanlagen. Sie werden durch eine Limitierung und laufende Überwachung der einzelnen Forderungen begrenzt. Besondere Bonitätsrisiken bestehen bei den Kunden nicht. Risiken aus der Verschlechterung der Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit der Kunden wird bereits bei der Kundenakquisition im Rahmen des Akquisitionsmanagements aktiv begegnet. Größere Forderungsausfälle waren in der Vergangenheit nicht festzustellen. Freie Liquidität wird in der Regel auf Kontokorrentkonten sowie in Termingeldern bei den großen inländischen Geschäftsbanken angelegt. Das Ausfallrisiko der bilanzierten Vermögenswerte entspricht ihrem Buchwert. c) Liquiditätsrisiko Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement schließt das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln und handelbaren Wertpapieren sowie die Möglichkeit zur Finanzierung durch einen adäquaten Betrag an zugesagten Kreditlinien ein. Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfelds, in dem der Konzern operiert, ist es Ziel der Konzernfinanzabteilung, die notwendige Flexibilität in der Finanzierung beizubehalten, indem ausreichend ungenutzte Kreditlinien bestehen. Das Management der Günther Gruppe überwacht die Liquidität der operativen Gesellschaften sowie des Gesamtkonzerns im Rahmen von rollierenden Cashflow Prognosen. Im Folgenden wird das Risiko aus vertraglich vereinbarten Zahlungsströmen für finanzielle Verbindlichkeiten dargestellt:
Kapitalrisikomanagement Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu reduzieren. Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, passt der Konzern je nach Erfordernis die Dividendenzahlungen an die Anteilseigner an, nimmt Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner vor, gibt neue Anteile heraus oder veräußert Vermögenswerte, um Verbindlichkeiten zu tilgen. In den vergangenen Jahren wurden die Jahresüberschüsse, bis auf satzungsgemäß geringe Ausschüttungen, überwiegend thesauriert. Der Konzern überwacht sein Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote. Die Ziele des Kapitalmanagements wurden im Berichtsjahr erreicht.
5. Finanzinstrumente Eine Aufgliederung der finanziellen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien des IAS 39 für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 sowie die Eröffnungsbilanz zum 01.01.2012 ergibt sich wie folgt:
Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert der Leasingverbindlichkeiten wurde durch Abzinsung der Leasingraten mit einem marktüblichen Zinssatz von 4,45% (31.12.2012: 4,74%; 01.01.2012: 4,93%) und auf Basis von risikolosen Zinsstrukturkurven zuzüglich einer Marge von 1,5% (31.12.2012: 1,5%; 01.01.2012: 1,5%) ermittelt. Die Nettogewinne- oder Verluste der einzelnen Kategorien nach IAS 39 ergeben sich wie folgt:
Der Gesamtzinsertrag für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, liegt bei 776 TEUR (Vorjahr: 608 TEUR) und der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bei 2.221 TEUR (Vorjahr: 1.715 TEUR). Wesentliche Ausfallrisiken bestehen am Abschlussstichtag nicht. 6. Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Zur Beurteilung von Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender oder nicht wiederkehrender Grundlage in der Bilanz nach dem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in der folgenden Tabelle nach Klassen unterschieden die Hierarchiestufen und Bewertungstechniken dargestellt.
In den vorliegenden Berichtsperioden gab es keine Umgliederung zwischen den einzelnen Hierarchiestufen. 7. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter entwickelte sich wie folgt:
8. Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer der Günther GmbH ist: - Herr Oliver Jaster, Kaufmann, Hamburg Hinsichtlich der Vergütungen und Bezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen zu nahestehenden Personen unter Gliederungspunkt VI.J.2 verwiesen. 9. Honorare des Abschlussprüfers Für die im Geschäftsjahr 2013 und im Vorjahr erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
In den Angaben für 2013 zum Honorar für Abschlussprüfungen sind 6 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) für das Vorjahr enthalten. 10. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hatten.
Bamberg, den 22. April 2014 Gez. Oliver Jaster, Geschäftsführer der Günther GmbH, Bamberg Der Konzernabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 22.05.2014 gebilligt. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20131. Grundlagen des KonzernsDer Günther Konzern war in 2013 in den Geschäftsbereichen Lotterien, Automatisierung und Software/IT investiert. Ferner ist im Berichtsjahr durch den Zukauf wesentlicher Vermögensbestandteile der Langenscheidt-Gruppe, München der Konzern um den Geschäftsbereich Sprach- und Sprachlernprodukte erweitert worden. Im November 2013 wurden wesentliche Vermögenswerte des Teilkonzerns Automation an die börsennotierte M.A.X. Automation AG, Düsseldorf veräußert. Ferner beteiligte sich der Konzern maßgeblich an der M.A.X. Automation AG. Die Anteile werden als assoziiertes Unternehmen bilanziert. Ferner wurden Erlöse aus der Immobilienverwaltung erwirtschaftet. 2. Wirtschaftsberichta) Geschäftsverlauf Der Geschäftsbereich Lotterien entwickelte sich in 2013 insgesamt zufriedenstellend. Die Günther Direct Services GmbH ("GDS"), Bamberg, eine mittelbare Tochtergesellschaft der Günther GmbH, bietet Dienstleistungen für das operative Geschäft diverser Lotterieeinnahmen an. Der Absatz dieser Lotterieeinnahmen sowie des Gesamtmarkts der Klassenlotterien ging im Berichtsjahr im Wesentlichen regulatorisch bedingt zurück. Der relative Marktanteil der unterstützten Lotterieeinnahmen hat sich dabei leicht erhöht. Umsatz und Ergebnis waren im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Das Schwesterunternehmen GBenefit GmbH, München, bietet branchenübergreifend die Entwicklung und den Betrieb direktvertriebs- und abonnementsbasierter Geschäftsmodelle an. Im Berichtsjahr wurden wesentliche Vermögensgegenstände der Langenscheidt Gruppe, München durch die Langenscheidt GmbH & Co. KG ("Langenscheidt") erworben. Unter der Marke Langenscheidt werden Produkte im Bereich Lexikographie sowie Fremdsprachenlernen vertrieben. Der Gesamtmarkt befindet sich aufgrund der Digitalisierung im strukturellen Umbruch. Insbesondere gedruckte Produkte sowie der Vertriebsweg Buchhandel haben mit erheblichen Nachfragerückgängen zu kämpfen. Das strategische Ziel des Unternehmens ist der Aufbau digitaler Geschäftsmodelle im Sprachlernbereich unter Nutzung der Marke Langenscheidt. Im Berichtszeitraum standen vorrangig Restrukturierungsmaßnahmen im Vordergrund. Der Konzern hält zum Bilanzstichtag Anteile an der börsennotierten Tipp24 SE, Hamburg als assoziiertes Unternehmen. Im Zuge der zunehmenden Internationalisierung der Gesellschaft wurde in der Hauptversammlung im Juni 2013 die Sitzverlegung von Hamburg nach London beschlossen. Die Umsatzentwicklung im Berichtsjahr war stabil. Das Ergebnis wurde durch die Sitzverlegung, Investitionen in neue Geschäftsbereiche, Anpassungen der Sicherungsstrukturen für Auszahlungen bei Jackpots und Investitionen im Bereich IT belastet. Der Konzern hält zum Bilanzstichtag Anteile an der börsennotierten Lotto24 AG, Hamburg als assoziiertes Unternehmen. Nach Inkrafttreten des Glücksspieländerungsstaatsvertrags in 2012 erhielt das Unternehmen im Berichtsjahr alle notwendigen staatlichen Erlaubnisse, um das Geschäft als privater Online-Lotterievermittler in Deutschland aufzunehmen. Bis zum Bilanzstichtag registrierten sich mehr als 237.000 Kunden bei Lotto24 AG. Transaktionsvolumen und Umsatz lagen deutlich über Vorjahr, das Ergebnis war planmäßig im Wesentlichen durch Kosten für die Kundengewinnung belastet. Im Geschäftsbereich Automation hielt der Konzern über die Assembly in Motion GmbH, Ellwangen ("AIM") Anteile an der ELWEMA Automotive GmbH, Ellwangen, der Rohwedder Macro Assembly GmbH, Bermatingen, der Rohwedder Micro Assembly GmbH, St. Leon-Rot, der Orpheus Capital II (vormals Rohwedder) Real Estate GmbH, Bermatingen und der AIM Micro Systems GmbH, Triptis. Die AIM-Gruppe bietet ihren Kunden technologische Lösungen im Bereich Reinigungs-, Prüf-, Montage- und Automatisierungstechnik an. Bei anhaltend hoher branchenübergreifender Nachfrage aus dem In- und Ausland konnten die Unternehmen der AIM in ihren Märkten Anteile ausbauen und den Umsatz nochmals steigern. Im 4. Quartal 2013 wurde die AIM Gruppe an die M.A.X. Automation AG veräußert. Der Konzern hat im Berichtsjahr Anteile an der M.A.X. Automation AG ("M.A.X.") erworben und bilanziert diese als assoziiertes Unternehmen. M.A.X. bietet ihren Kunden technologisch komplexe Komponenten- und Systemlösungen in den Kernsegmenten Industrieautomation und Umwelttechniken an. Die Gesellschaft weist in ihrer Veröffentlichung vom 18.03.2014 einen im Vergleich zum Vorjahr deutlichen Anstieg im Umsatz und operativen Konzernergebnis aus. Der Konzern hält Anteile an der ORGA Systems Holding GmbH, Paderborn. Der Teilkonzern ORGA Systems ist ein technologisch führender Softwareanbieter für echtzeitbasierte Abrechnungssysteme mit einem internationalen Kundenstamm in den Bereichen Telekommunikation, Energieversorgung und dem automatisierten Informationsaustausch von Endgeräten (M2M). Im Berichtsjahr erfolgte unter Leitung des neu eingesetzten Managements eine Konsolidierung des operativen Geschäfts. Neben der Beendigung problembehafteter Projekte wurde insbesondere die Produkt- und Technologiestrategie überarbeitet, um den Kunden zukünftig einen gesteigerten Produktnutzen bieten zu können. Das führte in 2013 zu einem Umsatzrückgang und auf Grund des Sonderaufwands im Bereich Consulting sowie der deutlich erhöhten R & D Aufwendungen zu einer aus heutiger Sicht vorübergehenden Verlustsituation des Unternehmens. Der Konzern hält ferner Anteile an der ALPHA Business Solutions Beteiligungs- GmbH, Kaiserslautern. Der Teilkonzern Alpha Business Solutions ("ABS") bietet seinen Kunden Dienstleistungen zur Geschäftsprozessoptimierung und -lösungen im Bereich ERP an. In 2013 konnte der Umsatz bei stabiler Ertragslage erneut gesteigert werden. In 2013 war die Vermietungslage und Ertragssituation der verwalteten Objekte stabil. b) Lage des Konzerns b.1. Vermögenslage Die Bilanzsummen des Günther Konzerns betrugen zu den Stichtagen:
Im Wesentlichen ist der Rückgang der Bilanzsumme auf die Veräußerung des Geschäftsbetriebs Automation und die operative Entwicklung der ORGASystems zurückzuführen. Gegenläufig wirkten der Zugang der Anteile an der M.A.X. sowie die erstmalige Konsolidierung der in 2013 erworbenen Vermögensgegenstände der Langenscheidt-Gruppe, München. Die Liquiditätssituation der Gruppe hat sich in 2013 positiv entwickelt. Die liquiden Mittel des Konzerns betrugen zum 31.12.2013 EUR 18,7 Mio. (2012: EUR 10,4 Mio.). b.2. Finanzlage Die Finanzlage ist zufriedenstellend. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vertraglich festgelegten Zahlungsfrist beglichen. Forderungen werden im Wesentlichen innerhalb der vertraglichen festgelegten Zahlungsziele vereinnahmt. Zum 31.12.2013 haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Zuge des Anteilserwerbs an der M.A.X., der Vermögensgegenstände des Unternehmens Langenscheidt, der Finanzierung der anteiligen Kapitalerhöhung der Lotto24 AG und einer verstärkten Ausnutzung der Betriebsmittel-Kreditlinie der ORGA Systems auf EUR 53,4 Mio. (Vorjahr: EUR 38,1 Mio.) erhöht. Der Netto-Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit ist wegen der genannten Entwicklung bei der ORGA Systems und Langenscheidt belastet. Gegenläufig wirkte der stabile Liquiditätszugang aus der ABS und der GDS. In der Summe weist der Konzern für 2013 einen Netto-Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche in Höhe von EUR -10,2 Mio. aus und liegt damit unter dem Vorjahr (EUR 2,4 Mio.). Die Eigenkapitalquoten betragen:
Zur positiven Entwicklung der Eigenkapitalquote im Berichtszeitraum trugen im Wesentlichen die Veräußerung der Anteile an der AIM sowie eines Teilpakets der Aktien an der Tipp24 SE bei. Die Verlustsituation der Orga Systems wirkte sich gegenläufig aus. b.3. Ertragslage Für das Geschäftsjahr 2013 (2012) weist der Günther Konzern folgende Ergebnisse aus:
Das EBIT wurde wesentlich von der vorgenannten operativen Entwicklung des Orga System Teilkonzerns belastet. Die Veräußerung der AIM sowie der Aktien an der Tipp24 SE wirkten sich positiv aus. 3. NachtragsberichtNach Abschluss des Geschäftsjahres 2013 sind bislang keine Vorgänge mit besonderer Bedeutung für das laufende Geschäftsjahr vorgefallen. 4. Risiko-, Chancen- und Prognoseberichta) Risikobericht Im Rahmen des Risikomanagementsystems des Konzerns werden Risiken durch die Geschäftsführung der einzelnen Gesellschaften mittels adäquater Risikofrüherkennungssysteme kontinuierlich identifiziert, bewertet und aktiv gesteuert. Durch eine regelmäßige Berichterstattung wird die Geschäftsführung der Günther GmbH laufend über die aktuelle Risikolage und den Status geplanter Maßnahmen zur Risikobewältigung informiert. Der Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit insbesondere auch Währungs-, Preis- sowie Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Die Geschäftsführung der Günther GmbH begegnet diesen Risiken, indem die weltweiten Finanzmärkte laufend beobachtet, Kursentwicklungen der jeweiligen Vermögenswerte frühzeitig in ihre Bewertung integriert bzw. gegebenenfalls auch mittels Finanzderivaten absichert werden. Die aktuellen konjunkturellen Entwicklungen wirken sich auch auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns aus. Risiken, die den Fortbestand der Gruppe oder eines Teils davon gefährden könnten, sind gegenwärtig nicht erkennbar. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gruppe ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt und laufend mit aktuellen Änderungen abgeglichen. b) Chancen- und Prognosebericht Maßgebliche volkswirtschaftliche Analysen prognostizieren eine unterschiedliche konjunkturelle Entwicklung in den bedeutenden wirtschaftlichen Regionen. Innerhalb der EURO-Zone weist Deutschland weiterhin eine hohe relative Wettbewerbsstärke auf. Grundsätzlich erwartet die Geschäftsführung in 2014 für die Beteiligungen des Konzerns ein stabiles konjunkturelles Umfeld. Ein entsprechender Auftragseingang für 2014 und eine weiterhin stabile Vertriebspipeline stützen diese Einschätzung. Im Geschäftsbereich Lotterien erwartet die Geschäftsführung der GDS eine Stabilisierung der Nachfrage im Markt der Klassenlotterie. Vor dem Hintergrund des geltenden Glückspieländerungsstaatsvertrags und den damit verbundenen Einschränkungen im Neukundenabsatz für 2014 prognostiziert die Geschäftsführung der GDS weiterhin einen geringfügigen Umsatzrückgang. Die Ertragslage soll in 2014 durch Maßnahmen zur Optimierung der Effizienz weitestgehend stabil gehalten werden. Für Langenscheidt erwartet das Management eine weiterhin rückläufige Umsatzentwicklung bei einer Stabilisierung der Margensituation. Die strategische Neupositionierung und die damit verbundene Weiterentwicklung erster erfolgreicher Produktansätze im Sprachlernbereich stehen dabei im Mittelpunkt der unternehmerischen Entwicklung. Der Vorstand der Tipp 24 SE geht angesichts des abgelaufenen Geschäftsjahres und der gewonnenen Erkenntnisse über das Auslandsgeschäft - vorbehaltlich statistisch ungewöhnlich hoher oder häufiger Wettgewinnauszahlungen - von einem Umsatz- und Ergebnisanstieg für 2014 aus. Das Management der Tipp24 SE hat für 2014 die Ausschüttung einer einmaligen Sonderdividende in Höhe von 7,50 Euro pro Aktie sowie für die folgenden Jahre eine reguläre Dividende von mindestens 1,50 Euro pro Aktie in Aussicht gestellt. Der Vorstand der Lotto24 AG erwartet für 2014 eine deutliche Erhöhung des Transaktionsvolumens und damit des Umsatzes bei einer stabilen Bruttomarge. Das für 2014 angestrebte Kundenwachstum führt planmäßig zu erhöhten Neukundengewinnungskosten und einer Verlustausweitung. Bei Erreichen einer kritischen Kundengröße ist in den Folgejahren mit einer nachhaltigen Ertragsverbesserung zu rechnen. Für die M.A.X. erwartet der Vorstand im Segment Industrieautomation auch aufgrund der erfolgten Akquisition der AIM eine deutliche Umsatz- und Ertragssteigerung. Im Segment Umwelttechnik geht der Vorstand ebenfalls von einer positiven Umsatz- und Ertragsentwicklung aus. Im Geschäftsbereich Software/IT erwartet die Geschäftsführung der ORGA Systems Holding GmbH für 2014 nach den außerordentlichen Belastungen in 2013 wieder eine positive Geschäftsentwicklung. Die Auftragssituation sowie eine hohe Vertriebspipeline unterstützen diese Prognose. Im Mittelpunkt steht weiterhin die technologische Weiterentwicklung der angebotenen Software. Vertriebsseitig ist das Unternehmen dann in der Lage, Kunden weltweit auch über Softwareintegrations-Partner lösungsorientiert zu unterstützen. Der Vorstand der Alpha Business Solutions AG erwartet eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2014. Anfang des Jahres wurde ein wesentliches New Release des vom Unternehmen vertriebenen proAlpha Produktes zur Vermarktung freigegeben. Aus der Umstellung und Erweiterung der betreuten ERP-Softwareangebote werden positive Wachstumsimpulse erwartet. Für die Verwaltung der Immobilien wird für 2014 von einer stabilen Ergebnisentwicklung ausgegangen. Die Anlagestrategie der liquiden Vermögenswerte ist auch in 2014 konservativ. Insbesondere mögliche inflationäre Entwicklungen werden aufmerksam verfolgt, Risiken identifiziert, quantifiziert und aktiv gesteuert. Die Auftragsbestände der operativen Gesellschaften des Konzerns zum 31.12.2013 in Verbindung mit der Umsetzung nachhaltiger strategischer Geschäftsansätze aller Tochtergesellschaften begründen aus Sicht der Geschäftsführung der Günther GmbH das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele der einzelnen Gesellschaften im laufenden Geschäftsjahr. Für 2014 wird unter Berücksichtigung der Sondereffekte ein steigender Umsatz und eine positive Ertragsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr erwartet.
Hamburg, den 22. April 2014 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Günther GmbH, Bamberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Osnabrück, den 30. April 2014 Dr.
Klein, Dr. Mönstermann + Partner GmbH
Dr. Niemann, Wirtschaftsprüfer Dunkel, Wirtschaftsprüfer |
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