GUS Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralph Hartwig seit 26.11.2020 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Remedium Holding I GmbHKöln (vormals: Frankfurt am Main)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 03.04.2020 bis zum 31.12.2020Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 3. April bis zum 31. Dezember 20201 Grundlage des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die Remedium Holding I GmbH und ihre Tochtergesellschaften, im Folgenden GUS Group (www.gus-group.com) genannt, entwickelt und implementiert ganzheitlich integrierte Software-Lösungen für die Prozessindustrie und Logistik. Dabei werden die Branchen Pharma, Medizintechnik, Chemie, Kosmetik, Food und Lebensmittelhandel vollumfänglich abgedeckt. Das Produkt-Portfolio der Unternehmensgruppe umfasst dabei den gesamten Business Cycle - von Enterprise Resource Planning (ERP) über Lieferkettensteuerung (SCM), Erzeugerverrechnungssystemen (EVS), Vertriebssteuerung, Pflege der Kundenbeziehungen (CRM), Labor-Informations-Management-Systemen (LIMS), Qualitätsmanagement, Finance/Controlling und Business und Location Intelligence bis hin zum Dokumentenmanagement einschließlich Archivierung. Bregal Unternehmerkapital ist seit Ende August 2020 größter Anteilseigner der GUS Group. Durch diese Investition ist die Remedium Holding I GmbH die neue Muttergesellschaft der GUS Group, für die gemäß §290 HGB ein Konzernabschluss verpflichtend erstellt werden muss. Dieser umfasst in 2020 lediglich ein Rumpfgeschäftsjahr vom 03. April 2020 bis zum 31. Dezember 2020, die Erstkonsolidierung der Remedium Holding II GmbH erfolgt zum 19.06.2020, die Erstkonsolidierung der GUS Beteiligungs GmbH erfolgt ab dem 1. September 2020. Das Kerngeschäftsfeld der GUS Group lässt sich in drei Segmente unterteilen, denen insgesamt neun operative Unternehmen zuzuordnen sind. Fachbereich ERP und Finance Der Fachbereich ERP und Finance mit den dazugehörigen Unternehmen GUS Deutschland GmbH, GUS Schweiz AG, Brückner System GmbH, fimox Software GmbH sowie die Sopra System GmbH. Die GUS Deutschland GmbH und die GUS Schweiz AG stellen mit der GUS-OS Suite eine webbasierte ERP-Unternehmenslösung bereit, die alle Branchen-Funktionalitäten beinhaltet und regulatorischen Anforderungen erfüllt. Das Kernprodukt der GUS Deutschland, aber auch der GUS Group, ist die selbst entwickelte GUS-OS Suite, eine ganzheitlich-integrierte Unternehmenssoftware, die Lösungen für den gesamten Business Cycle - von Enterprise Resource Planning (ERP) über Lieferkettensteuerung (SCM), Pflege der Kundenbeziehungen (CRM), Qualitätsmanagement, Rechnungswesen und Controlling, Business Intelligence und Dokumentenmanagement einschließlich Archivierung umfasst. Die webbasierte ERP-Lösung bildet alle Prozesse und gesetzlichen Anforderungen in den entsprechenden Branchen ab und ermöglicht deren effiziente und flexible Steuerung. Dazu gehören vor allem kurze Entwicklungszyklen und vielstufige Fertigungsverfahren, restriktive Gesetzesauflagen, strenge Zertifizierungsvorgaben sowie hohe Ansprüche an das Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement. Dadurch bietet die GUS-OS Suite ihren Kunden:
Die GUS-Entwickler und Berater verfügen über ein fundiertes Fach- und Branchenwissen, welches durch ein vielfältiges internes und externes Fort- und Weiterbildungsangebot nachhaltig sichergestellt wird. Für die Erarbeitung und Umsetzung von konkreten Optimierungs- und Verbesserungsvorschlägen werden branchenbezogene Best Practice-Modelle bereitgestellt, die fortlaufend aktualisiert werden. Die gewonnenen Kenntnisse aus früheren Kundenprojekten fließen hier ein. Vielfältige Services, ausgerichtet an den Kundenbedürfnissen, runden das Leistungsportfolio ab. Zu nennen sind hier: regionale Praxistage und Dialogforen, Produkt-Supportleistungen und Dienstleistungen, wie z. B. Betriebsunterstützung, Remote Operations und Anwenderschulungen. Weiterhin werden maßgeschneiderte Servicekonzepte wie 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche angeboten. Die GUS-OS Suite ist als moderne browserbasierte ERP-Lösung besonders gut auf die Unterstützung der digitalen Transformation der Kunden ausgerichtet. Aktuelle IT-Megatrends wie Industrie 4.0, Internet der Dinge, Vernetzung, Mobilität, Künstliche Intelligenz etc. werden kontinuierlich beobachtet und fließen in die Entwicklungs-Roadmap ein. Die aktuelle Version GUS-OS 6.2 ist im April 2019 erschienen und bietet beispielsweise zusätzliche Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz, Digitalisierung von Prozessen und umfangreiche Erweiterungen beim Digital Hub Service. Damit wird die Vernetzung des ERP-Systems mit Geschäftspartnern und mobilen Mitarbeitern sowie IT-Systemen und Maschinen noch einfacher. Aktuell sind bereits über 61 % aller GUS-OS-Kunden auf dem neuesten Feature Pack 6.2 und ca. 90% auf einem 6.x-er Release. Für ERP-Verhältnisse ist dies eine hochaktuelle installierte Basis. 90% aller Kundeninstallationen sind voll releasefähig, d.h. sie können jederzeit Updates einspielen (ohne Hilfe der GUS Holding GmbH) und die kundenspezifischen Anpassungen laufen weiter. Für die GUS-OS Suite haben sich auch in den vergangenen 12 Monaten trotz der Pandemie wieder zahlreiche Neukunden entschieden. Die Brückner System GmbH entwickelt seit 1980 Warenwirtschaftssysteme. Die Software-Lösungen WinAB Food, WinAB Handel und WinAB Flowers richten sich dabei an kleine und mittelständische Unternehmen, die im Großhandel und Import tätig sind. Die fimox Software GmbH stellt seit 1985 eine webbasierte Lösung für Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung und Kostenrechnung bereit. Im Einsatz ist die Buchhaltungssoftware fimox in allen Wirtschaftssektoren, bei täglich rund 2.000 Anwendern, die beispielsweise 8.000 Einzahlungen pro Tag oder bis zu 50 Mio. Buchungssätze pro Jahr und Mandant abwickeln. Die Sopra System GmbH stellt Software-Lösungen (ERP, EVS, ReWe, HR) und Cloud-Services für die Nahrungs- und Genussmittelbranche bereit, die alle relevanten Unternehmensprozesse vollumfänglich abbilden. Speziell in der Milchindustrie ist Sopra mit dem Erzeugerverrechnungssystem (EVS) mit über 100 Kunden Marktführer in der DACH Region. Es werden ungefähr 100.000 Erzeuger über das EVS abgerechnet. Fachbereich Labor Informations- und Management-Systeme Die iCD System GmbH bietet Lösungen für alle Bereiche der Laborinformatik wie LIMS, Laborautomatisierung, Methodenvalidierung, Messgeräteintegration, Prüfmittelverwaltung und Rezepturoptimierung für die Prozessindustrie. In den Branchen Chemie, Pharma und Lebensmittel reicht die Expertise von der Projektplanung über die Businessanalyse und Implementierung bis hin zur Wartung und Pflege im laufenden Betrieb. Die Blomesystem GmbH stellt auf der Basis von über 40 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der LIMS-Entwicklung und -Implementierung branchenübergreifende und individuelle Software-Lösungen zur Verfügung, die alle Funktionalitäten beinhalten, die für professionelle Labore notwendig sind. Sie bietet eine durchgängige Unterstützung von der Beratung über die Implementierung sowie Schulungen und Updateservices u.a. in den Bereichen Auftragslabore, Wasserwirtschaft und Kontrollbehörden. Fachbereich Sales- und Location Intelligence Die dataConnect GmbH stellt seit 1996 skalierbare Software-Lösungen für operatives CRM und Vertriebsmanagement bereit. Mit der Produktfamilie AIS werden spezielle Branchenlösungen für die Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie, für Apotheken und Kliniken sowie Vertriebs- und Handelsagenturen angeboten. Als einer der Marktführer für Location Intelligence unterstützt die Nexiga GmbH Unternehmen bei der Planung und Bewertung von Standorten, Vertriebsgebieten und der Ermittlung von Marktpotenzialen sowie dem besseren Verständnis von Zielgruppen (Consumer Insights). Somit bietet Nexiga mit einer mikrogeographischen Datenbank, Software as a Service-Lösungen sowie individuellen und datenbasierten Analysen umfangreiches Wissen für differenzierte Marketing- und Vertriebsstrategien. Die Unternehmensgruppe betreut mit ihren Produkten Kunden in der DACH-Region. Durch die klare Branchenspezialisierung bietet die GUS Group ganzheitliche Lösungsansätze und Funktionalitäten an, die die entsprechenden regulatorischen Anforderungen vollumfänglich abbilden. Die erfolgreiche Zusammenarbeit im Konzern ermöglicht die Generierung von vielfältigen Synergien, die letztendlich allen Kunden der GUS Group zugutekommen. 1.2 Steuerungssystem Die Geschäftsführung der GUS Group und die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften nutzen zur laufenden Steuerung des Unternehmens ein aussagefähiges Informationssystem. Auf Monatsbasis werden die wesentlichen Kennzahlen der Geschäftsentwicklung der operativen Gesellschaften durch das Controlling analysiert, mit der Geschäftsführung besprochen und Maßnahmen abgeleitet. Die wesentlichen Kennzahlen sind der Umsatz, das EBITDA und der Cash Flow. Weiterhin sind der Auftragseingang und die Projektauslastung Steuerungsinstrumente. Diese Ist Zahlen werden abgeglichen mit der jährlich durchgeführten Planung sowie unterjährigen Hochrechnungen. 1.3 Forschung und Entwicklung Die Ausgaben für Forschung & Entwicklung der operativen Gesellschaften der GUS Group sind seit Jahren auf einem kontinuierlich hohen Niveau. Ungefähr 45 FTE arbeiten an der Pflege der Systeme, funktionalen Neuentwicklungen sowie der strategischen Weiterentwicklung der Partnerlandschaft. Hierzu gehören die
Im gleichen Zuge werden die Software-Lösungen aller Unternehmen der GUS Group stetig weiterentwickelt und optimiert. Entsprechend stellt der Service die Kunden ins Zentrum der Dienstleistung. Neben der Weiterentwicklung der Software Produkte des Unternehmens ist der Ausbau des Partnernetzwerkes von strategischer Bedeutung. Im Berichtsjahr wurde das Partnermanagement neu aufgestellt mit dem Schwerpunkt zusätzliche Leistungsangebote in das Lösungsangebot der Gruppe mit aufzunehmen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weltweite und auch die deutsche Wirtschaft steht seit dem ersten Quartal 2020 unter dem Einfluss der Corona Pandemie und dem damit einhergehenden Lockdown von Teilen der Wirtschaft. Das statistische Bundesamt geht für das Jahr 2020 -zum ersten Mal seit 10 Jahren- von einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,9% gegenüber dem Vorjahr aus. Der Einbruch des BIP erfolgte insbesondere zu Beginn der Pandemie im zweiten Quartal 2020. Der Branchenverband bitkom meldet einen Rückgang des Marktvolumens in 2020 gegenüber 2019 von 1,0% bei Software und bei IT-Dienstleistungen sogar einen Rückgang von 3,2%. Laut Statista lag der hiesige ERP-Umsatz 2016 noch bei rund 1,71 Mrd. EUR und stieg 2019 auf rund 1,88 Mrd. EUR. Demgegenüber verzeichnet die GUS Group (bezogen auf das Kalenderjahr 2020) einen Umsatzanstieg von 9% und entwickelt sich damit -trotz Corona Pandemie- weit überdurchschnittlich gegenüber dem ITK Markt. ERP-Lösungen unterstützen seit den 1980er Jahren die internen und lieferkettenübergreifenden Geschäftsprozesse in Unternehmen weltweit. In den Industrieländern kann der Markt zwar als gesättigt angesehen werden. Jedoch führen neue technologische Entwicklungen im Kontext der Digitalen Transformation, Künstlicher Intelligenz, Cloud und Co. zu einem erheblichem Innovationsbedarf, der eine Erneuerung alter Softwarelösungen notwendig macht. Gleichzeitig verursacht die Digitalisierung z.B. der Fertigungs- und Lieferprozesse eine deutliche Nachfrage nach modernen IT-Infrastrukturen. Insofern verdrängen moderne ERP-Lösungen (wie die GUS-OS Suite) veraltete Lösungen, die zum Teil mehr als 20 Jahre in Betrieben im Einsatz sind. Gleichzeitig richten sich Unternehmen neu am Markt aus oder werden neu gegründet und zeigen Bedarf an funktional wie technisch innovativen Lösungen wie der GUS-OS Suite. Die GUS Group ist auf Kunden aus mittelständischen Unternehmen fokussiert. Viele dieser Unternehmen liegen noch stark hinter den aktuellen IT-Trends, weshalb sich hier ein großer Markt zur Aufrüstung und Neuausrichtung von ERP-Systemen (wie der GUS-OS Suite) bietet. Zudem orientiert sich die GUS Group auf qualitäts-orientierte und sensible Branchen, wie die Arzneimittel- oder Lebensmittelproduktion, die besonders strengen Auflagen - auch mit der eingesetzten Software - genügen müssen und hierzu auch erhöhten Beratungsbedarf haben. Für den Bereich Pharma ist besonders festzustellen, dass die anhaltenden Tendenzen zur Reduzierung der Gesundheitskosten erhebliche Anstrengungen der Arzneimittelhersteller bei der Effizienzsteigerung und Wirtschaftlichkeit erfordern, die mit der GUS-OS Suite gelöst werden können. Gleichzeitig führen hier Unternehmenszukäufe bzw. -abspaltungen zu Neuausrichtungen und damit zu Bedarf an neuen ERP-Lösungen. Hinzu kommen neue regulatorische Anforderungen zur Fälschungssicherheit von Arzneimitteln, die eine Serialisierung jeder Medikamentenverpackung vorschreibt und die in den beteiligten IT-Systemen umgesetzt werden müssen. Ähnlich sieht die Situation im Food-Sektor aus, wodurch die harten Preisverhandlungen mit dem Einzelhandel ebenfalls neue Effektivitätspotenziale gesucht werden, die mit den Software-Lösungen der GUS Group (AIS, GUS-OS Suite, WinAB) eröffnet werden können. Auch hier weist der Markt derzeit erhebliche Bewegungen auf, die durch Unternehmenszukäufe bzw. -abspaltungen sowie Neuausrichtungen und Neugründungen am Markt entstehen. Im Chemie-Bereich ist der Markt von erheblichen Preisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt gekennzeichnet, die ebenfalls den Bedarf nach Lösungen für eine bessere Kostenkontrolle fördern. Die GUS-OS Suite kann hier deutliche Verbesserungen herbeiführen. 2.2 Finanzielle Leistungsindikatoren und Geschäftsverlauf Die interne Unternehmenssteuerung erfolgt mit Hilfe von verschiedenen Kennzahlen, die den Leistungsgrad sowie die Effektivität einzelner Bereiche und des Unternehmens messen. Auf Unternehmensebene sind die wesentlichen Kennzahlen der Umsatz, das EBITDA und der Cash Flow. Weiterhin sind der Auftragseingang und die Projektauslastung Steuerungsinstrumente. Bei der Anzahl der Mitarbeiter wird die Geschäftsführung mitgezählt. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs lag die Personalstärke bei 380 FTE. Der Konzern stellt erstmals einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf, so dass es keine Vergleichsperiode gibt. Zudem bildet der Konzernabschluss ein Rumpf-Geschäftsjahr ab. Die Darstellungen bezieht sich daher auf das Rumpf-Geschäftsjahr vom 03. April 2020 bis zum 31. Dezember 2020 weitgehend ohne zahlenmäßigen Vorjahresvergleich und ohne konkreten Vergleich mit früheren Prognosen. Weiterhin sind für das abgelaufene Rumpfgeschäftsjahr von vier Monaten die Werte der finanziellen Leistungsindikatoren teilweise nicht aussagefähig. Der Geschäftsverlauf ist im Wesentlichen geprägt durch die Akquisition der GUS Beteiligungs- GmbH und ihrer Tochtergesellschaften sowie deren geschäftliche Aktivitäten ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die Erstkonsolidierung der GUS Beteiligungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften erfolgte zum 1. September 2020. Die GUS Group realisierte im Rumpfgeschäftsjahr 2020 einen Umsatz von rund EUR 16,5 Mio. Aufgrund der Erstkonsolidierung in der Remedium Holding I GmbH liegen keine Vorjahresvergleichswerte vor. Die Umsatz- und EBITDA-Planung für das Jahr 2020 wurde übertroffen. Ursächlich für diese gute Geschäftsentwicklung war insbesondere die gute Auslastung im Dienstleistungsbereich sowohl bei Neu-, als auch den Bestandskunden. Damit entwickelt sich die GUS Group deutlich besser als die deutsche Wirtschaft gesamt und auch besser als die ITK Branche. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Rumpfgeschäftsjahr bei EUR 16,5 Mio. Der Jahresfehlbetrag ist im Wesentlichen auf die planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill und übrige immaterielle Vermögensgegenstände, die im Zuge der Akquisition der GUS Beteiligungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften aktiviert wurden, zurückzuführen. Im Geschäftsjahr wurden im Konzern rückwirkend zum 01.01.2020 folgende Gesellschaften verschmolzen:
2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr wurde insgesamt ein Umsatz von EUR 16,5 Mio. und ein Jahresfehlbetrag von EUR 3,6 Mio. erzielt. Das Ergebnis ist belastet durch rund EUR 4,3 Mio. Abschreibungen auf den Firmenwert und auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die im Zuge der Akquisition der GUS Beteiligungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften aktiviert wurden. Der Gesamtumsatz im Betrachtungszeitraum beträgt EUR 16,5 Mio. Dieser setzt sich wie folgt zusammen: Der ERP-Bereich generierte im Rumpfgeschäftsjahr einen Umsatz von EUR 10,9 Mio., über die Labor-Sparte wurde ein Umsatz von 2,7 Mio. erzielt und der Umsatz aus dem Bereich Sales & Market Intelligence beträgt im Betrachtungszeitraum EUR 2,9 Mio. Im Rumpfgeschäftsjahr wurde ein EBITDA von EUR 3,0 Mio. erzielt. 82% des Konzern-EBITDAs wurden durch den ERP-Bereich generiert. Der Wareneinsatz incl. der bezogenen Leistungen liegt im Geschäftsjahr 2020 bei EUR 0,1 Mio. Der Personalaufwand beträgt EUR 9,9 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR 3,8 Mio. Die Abschreibungen liegen bei EUR 5,0 Mio., davon entfallen EUR 2,1 Mio. auf die Abschreibung des Goodwills und weitere EUR 2,2 Mio. entfallen auf die Abschreibung der immaterielle Vermögensgegenstände, die im Zuge der Akquisition der GUS Beteiligungs- GmbH aktiviert wurden. Die Auftragslage der Unternehmen der GUS Group ist weiterhin gut. Der Auftragseingang im Bereich der Bestandskunden bei Dienstleistungen und Lizenzen erfolgt im geplanten Umfang und auch die Vertragsabschlüsse bei Neukunden erfolgen im geplanten Umfang. 2.3.2 Finanzlage Die Finanzlage bzw. deren Entwicklung ist durch den Erwerb der GUS Beteiligungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften im Rumpf-Geschäftsjahr geprägt. Die Finanzlage hat sich im abgelaufenen Rumpf-Geschäftsjahr aufgrund der guten Geschäftsentwicklung stabil entwickelt. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Entsprechend werden im Rahmen des Debitorenmanagements regelmäßig offene Forderungen angemahnt und offene Fragen zeitnah geklärt. Das Stammkapital beträgt EUR 25.000, die Kapitalrücklage beträgt nach einer Kapitalerhöhung im Rumpf-Geschäftsjahr EUR 26,0 Mio. Nach dem Jahresfehlbetrag beträgt das Eigenkapital des Konzerns zum Abschlussstichtag EUR 22,5 Mio. und die Eigenkapitalquote liegt bei 20%. Die Liquidität hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil entwickelt. Wichtige Einflussfaktoren sind lange Projektlaufzeiten und Zahlungspläne bei großen Projekten. Zur Sicherstellung der Liquidität bestehen mit einer Bank Rahmenvereinbarungen zu Kontokorrentkrediten und anderen Finanzinstrumenten. Diese wurden im Geschäftsjahr 2019 nicht in Anspruch genommen. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen haben die GUS Holding GmbH und die GUS Deutschland GmbH als Kreditnehmer in 2019 einen Kredit aufgenommen, der planmäßig getilgt wird. Zum Stichtag beträgt das Darlehen rund EUR 18 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen bei EUR 1,0 Mio. Die sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 0,6 Mio.) enthalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten (Lohn- und Kirchensteuer) sowie Sozialversicherungsbeiträge. Die Rückstellungen betragen EUR 6,2 Mio., davon entfallen EUR 2,5 Mio. auf Steuerrückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen (EUR 3,7 Mio.) betreffen im Wesentlichen Provisionen und Tantieme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (EUR 50,7 Mio.) in Form von zwei endfälligen Darlehen resultieren - wie die Kapitalerhöhung - aus der Finanzierung des Erwerbs der GUS Beteiligungs-GmbH und ihrer Tochtergesellschaften. Ein Darlehen in Höhe von EUR 11,3 Mio. ist endfällig Ende August 2023, das zweite Darlehen in einer Höhe von EUR 38,6 Mio. ist endfällig im August 2027. Die Kapitalflussrechnung ist in Anlage 5 zum Konzernabschluss dargestellt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Rumpfgeschäftsjahr bei EUR 0,4 Mio. Neben dem Periodenergebnis von EUR -3,6 Mio und den Abschreibungen von EUR 5,0 Mio. ist dort Rückgang der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva von EUR 2,5 Mio. enthalten. Die Zinsaufwendungen lagen bei EUR 0,9 Mio., der Ertragssteueraufwand bei EUR 0,7 Mio. und die Ertragssteuerzahlungen bei EUR 0,1 Mio. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt EUR -74,6 Mio. und spiegelt im Wesentlichen den Erwerb der GUS Beteiligungs GmbH und deren Tochterunternehmen wider. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei EUR 73,7 Mio. Davon entfallen EUR 26,0 Mio. auf die Erhöhung der Kapitalrücklage der Remedium Holding I GmbH, weitere EUR 50,7 Mio. entfallen auf Einzahlungen aus der Aufnahme von Gesellschafterdarlehen. Gegenläufig war die planmäßige Tilgung des Bankdarlehens mit EUR 2,1 Mio. Insgesamt ergibt sich im Rumpfgeschäftsjahr - unter Berücksichtigung des Zugangs von liquiden Mitteln durch die Änderung des Konsolidierungskreises - eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds von EUR 7,7 Mio. 2.3.3 Vermögenslage Der Wert des Anlagevermögens liegt bei EUR 97,7 Mio., davon entfallen EUR 96,4 Mio. auf immaterielle Vermögensgegenstände. Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten i.W. Auftragsbestände, Kundenbeziehungen und Markenrechte sowie den Goodwill, die jeweils im Zuge der Akquisition der GUS Beteiligungs- GmbH und ihrer Tochtergesellschaften erstmalig angesetzt wurden. Bezüglich des Sachanlagevermögens wurden im abgelaufenen Jahr Ersatzinvestitionen in IT-Geräte und Investitionen in die Bereitstellung weiterer Arbeitsplätze getätigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen bei EUR 5,4 Mio. Die unter der Position , Vorräte' zusammengefassten unfertigen Leistungen bestehen im Wesentlichen aus noch nicht abgerechneten Leistungen, die mit den erhaltenen Anzahlungen saldiert werden. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen vor allem aus Steuererstattungsansprüchen, Kautionen und offenen Versicherungserstattungen. 2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als wichtiger Faktor für die zukünftige Entwicklung und den Erfolg der GUS Group sind zufriedene und engagierte Mitarbeiter unentbehrlich und daher Mittelunkt unserer Personalarbeit. Sowohl eine leistungsgerechte und anreizkompatible Entlohnung als auch die Förderung der Mitarbeiter durch individuelle Weiterbildungsmaßnahmen sind wesentlicher Bestandteil der Personalentwicklung. Ziel dieser Bestrebungen ist die langfristige Bindung der Mitarbeiter an unsere Unternehmensgruppe zur Sicherung des nachhaltigen Erfolgs der GUS Group. 2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Die Konzernleitung beurteilt die Entwicklung des Konzerns aufgrund der guten Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie der stabilen Vermögens- und Finanzlage insgesamt als günstig. 3 Prognosebericht Mit ihren Produkten und Dienstleistungen ist die GUS Holding GmbH gut für die Zukunft im Markt positioniert. Dieses wird durch die anhaltende Nachfrage von Neu- und Bestandskunden bestätigt. Die übergeordneten Markttrends, wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Cloud Computing etc. sind weiterhin intakt. Zudem stieg der ifo Geschäftsklimaindex im März 2021 auf 96,5 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Juni 2019. Insbesondere der Dienstleistungssektor mit den IT-Dienstleistungen verzeichnete einen deutlichen Anstieg. Entsprechend prognostiziert der Branchenverband bitkom für 2021 im Bereich Software ein Wachstum von 4,1% und bei IT-Services ein Wachstum von 1,1% gegenüber dem Vorjahr. Für den Umsatz mit ERP-Lösungen wird laut Statista bis 2021 ein Anstieg des Umsatzes mit ERP-Lösungen von EUR 1,9 Mrd. in 2019 auf EUR 2 Mrd. prognostiziert. Dies bestärkt den Ausblick für das zukünftige Wachstum der GUS Group. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die aktuelle Covid-19 Situation noch einige Zeit anhalten wird. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Kundenbranchen der GUS Group tendenziell zu den Profiteuren der wirtschaftlichen Sondersituation zählen und weiterhin in die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und in ERP Systeme investieren. Dennoch sind Prognosen über den weiteren Geschäftsverlauf aufgrund der unverändert bestehenden Pandemielage herausfordernd. Im ersten Quartal 2021 sind die Berater des Bestands- und Neukundenbereichs unverändert sehr gut ausgelastet und auch der Auftragseingang im ersten Quartal entwickelt sich bei den operativen Gesellschaften nach Plan. Daher geht die Geschäftsführung davon aus, dass das verabschiedete Budget erreicht wird. Die geplante Gross Performance für 2021 beträgt rund EUR 52 Mio und der geplante EBITDA beträgt ungefähr EUR 10 Mio. Unabhängig davon hat die Geschäftsführung sowohl einen Finanz-, als auch Maßnahmenplan entwickelt, falls die Pandemie negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben sollte. 4 Chancen- und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung 4.1 Risikobericht Die GUS Group hat ein Risikomanagementsystem implementiert, durch das neue und bestehende Projekte engmaschig verfolgt und bei einer negativen Entwicklung Maßnahmen abgeleitet werden können. Diese Instrumente sind aus Sicht der Geschäftsführung geeignet, finanzielle Risiken für die GUS Group frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Ziel des Risikomanagements der GUS Group ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Es erfolgt eine konservative Risikopolitik. Neben dem weiterhin bestehenden Digitalisierungsdruck in der Prozessindustrie und der daraus abgeleiteten Notwendigkeit für die Unternehmen der GUS Group ihre Softwarelösungen weiterzuentwickeln spielt unverändert die Corona-Pandemie eine zentrale Rolle. Auch wenn es im vergangenen Jahr keine wesentlichen negativen Auswirkungen der Corona Pandemie bei der Geschäftsentwicklung unserer Kunden und der Geschäftsentwicklung der Unternehmen der GUS Group gegeben hat, ist die weitere Entwicklung nur schwer einzuschätzen. So können bei einer generellen Konjunkturabkühlung auch bestehende oder mögliche neue Kunden der GUS Group ihre Investitionsbudgets in ERP Systeme oder Digitalisierung kürzen. Dieses hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der GUS Group. Der Fachkräftemangel in der ITK Branche bleibt unverändert ein Risikofaktor für Wachstum bei Dienstleistungen und der Gewinnung von neuen Mitarbeitern im Bereich der Softwareentwicklung. Daher sind für die GUS Group Instrumente zur Mitarbeiterbindung von großer Bedeutung. Unverändert investiert die GUS Group auch in die Ausbildung von IT-Anwendungsentwicklern. Aufgrund ihres Geschäftsmodells erzielt die GUS Group regelmäßig wiederkehrende Softwarepflegeerlöse bzw. Erlöse aus Softwarevermietung (SaaS). Das darüber hinaus bestehende Projektgeschäft, wie z.B. die Softwareimplementierung, unterliegt gewissen Schwankungen. Bei einer Zurückhaltung der Kunden im Projektgeschäft kann dies zu geringeren Liquiditätszuflüssen als ursprünglich geplant führen. Risiken können sich bei der Erfüllung von Werkverträgen ergeben, wenn das vereinbarte Budget bei Dienstleistungen überschritten wird. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle kommen selten vor, das Ausfallrisiko wird - soweit möglich - durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Mit den Kunden bestehen i. d. R. langfristige Geschäftsbeziehungen. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für neue Kunden eine Bonitätsprüfung durchgeführt und ein Zahlungsplan erstellt bzw. geprüft. Eine positive Bonität ist gegeben, wenn eine Deckungszusage durch den Kreditversicherer vorliegt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement. Die GUS Group ist im Wesentlichen in der DACH Region aktiv. Daher bestehen lediglich geringe Währungsrisiken. 4.2 Chancenbericht Aufgrund des aufgeführten erhöhten Bedarfs der Unternehmen an Digitalisierungslösungen hinsichtlich industrieller und gesellschaftlicher Prozesse sieht sich die GUS Group mittelfristig mit einer höheren Nachfrage nach ihren Softwarelösungen konfrontiert. Dies wird durch die aktuellen Entwicklungen der Covid19-Pandemie verstärkt, da mehr Softwarelösungen für das mobile Arbeiten eingesetzt werden. Der Fokus der GUS Group auf mittelständische Unternehmen, die laut statistischem Bundesamt 99% der bestehenden Unternehmen ausmachen, bieten erhebliches Wachstumspotenzial, da viele dieser Unternehmen noch stark hinter den aktuellen IT-Trends liegen. Auch die Orientierung auf qualitätsorientierte und sensible Branchen wie Pharma, Food und Chemie birgt Geschäftschancen, da in diesen Branchen der Trend zu Kosteneinsparungen durch Effizienzsteigerungen bei gleichzeitiger Erhöhung der regulatorischen Anforderungen an Nachverfolgbarkeit und Fälschungssicherheit erkennbar ist, was durch die Produkte der GUS Group gleichermaßen bedient werden kann. Auch die in diesen Branchen beobachtbaren Unternehmenstransaktionen können zu zusätzlichem Bedarf an ERP-Systemen führen. Die technischen und markttechnischen Voraussetzungen für die Unterstützung von Industrie 4.0 sowie für einen Infrastrukturwechsel von onPremises- zu onDemand-(Cloud-) Angeboten sind geschaffen, ebenso die Einbeziehung von mobilen Endgeräten und neuen Nutzungsgewohnheiten, so dass die Software-Lösungen der GUS Group, insbesondere auch die GUS-OS Suite, gefragt bleiben werden. Die aktuelle Version GUS-OS 6.2, die den o.g. Trends Rechnung trägt, findet ein sehr hohes Interesse und Akzeptanz bei den Kunden. ca. 90% der Kundeninstallationen sind voll releasefähig, es können jederzeit Updates eingespielt werden. Deshalb wird für das nächste GUS-OS Major Release (geplant für Q3/2021) wieder mit einem sehr schnellen Rollout bei den Kunden gerechnet. Dies stimuliert auch erfahrungsgemäß zusätzliche Projekte. 4.3 Gesamtaussage Die weiterhin bestehenden hohen Zutrittsbarrieren, die es Wettbewerbern schwer macht, Lösungen für die von der GUS Group bedienten Branchen zu entwickeln und am Markt zu platzieren, und angesichts der Tatsache, dass mit der GUS-OS Suite eine Unternehmenslösung auf der Basis einer zukunftsfähigen Architektur auch mit Blick auf Trends wie Cloud Computing, Mobile Computing, Kl und Big Data sowie Industrie 4.0 besteht, sieht sich die GUS Group mittelfristig gut positioniert an den bestehenden Wachstumschancen zu partizipieren.
Köln, den 31. Mai 2021 Remedium Holding I GmbH gez. Ralph Hartwig, Geschäftsführer gez. Dirk Bingler, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020Remedium Holding I GmbH, KölnAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 03.04. bis 31.12.2020
Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr 2020der Remedium Holding I GmbH, KölnALLGEMEINE GRUNDLAGEN Die Remedium Holding I GmbH ist eine Kapitalgesellschaft deutschen Rechts und Mutterunternehmen der GUS Group mit Sitz in der Josef-Lammerting-Allee 20-22, 50933 Köln, und im Handelsregister beim Amtsgericht Köln eingetragen (HRB 103351). Der Konzernabschluss der GUS Group ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft wurde zum 3. April 2020 gegründet. Das Geschäftsjahr des Konzerns ist das Rumpfgeschäftsjahr 03.04.2020 bis 31.12.2020. KONSOLIDIERUNGSKREIS Die Remedium Holding I GmbH, Köln, ist das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen der GUS Group aufstellt. In den Konsolidierungskreis sind neben der Remedium Holding I GmbH alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Remedium Holding I GmbH unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss ausübt. Der Kreis der konsolidierten Gesellschaften umfasst 12 inländische und 1 ausländisches Tochterunternehmen:
Die Gesellschaft hat am 19. Juni 2020 die Anteile an der Remedium Holding II GmbH vollständig erworben. Diese hat mit wirtschaftlicher Wirkung zum 27. August 2020 sämtliche Anteile an der GUS Beteiligungs GmbH und damit auch deren Tochtergesellschaften erworben. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde die Erstkonsolidierung für die GUS Beteiligungs GmbH und deren Tochtergesellschaften auf den 1. September 2020 durchgeführt. Die GUS Beteiligungs GmbH hält die gesamten Anteile an der GUS Holding GmbH, die wiederum sämtliche Anteile an den übrigen Gesellschaften beinhaltet. Bei der GUS Schweiz AG handelt es sich um eine ausländische Gesellschaft nach Schweizer Recht. KONSOLIDIERUNGSMETHODEN Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Dabei wurden sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten der Tochtergesellschaften mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, angesetzt. Das sich danach ergebende Eigenkapital wurde mit dem Wertansatz der zur Remedium Holding I GmbH gehörenden Anteile des einbezogenen Tochterunternehmens verrechnet. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wurde, wenn er auf der Aktivseite entstand, als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert oder wenn er auf der Passivseite entstand, als technischer Unterschiedsbetrag mit den Rücklagen verrechnet. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften sind eliminiert, ebenso wie die gegenseitigen Aufwendungen und Erträge. WÄHRUNGSUMRECHNUNG Die Währungsumrechnung der Abschlüsse von Tochterunternehmen, die nicht dem Euro- Währungsraum angehören, erfolgt nach den Vorschriften des § 308a HGB. Die Umrechnung der Bilanzposten erfolgte, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs umgerechnet wurde, zum 31.12.2020 mit dem Stichtagskurs. Für die Umrechnung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung wurden monatliche Durchschnittssätze verwendet. Folgende Umrechnungen kamen zur Anwendung:
Die Erfassung der Differenzen aus Währungsumrechnungen erfolgt erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten Ergebnis aus Währungskursänderung. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Remedium Holding I GmbH wurde am 03.04.2020 und die Remedium Holding II GmbH wurde am 19.06.2020, als Tochtergesellschaft der Remedium Holding I GmbH, neu gegründet. Die GUS Beteiligungs GmbH wurde mit ihren Tochtergesellschaften mit wirtschaftlicher Wirkung zum 27. August 2020 durch die Remedium Holding II GmbH erworben . Aus Wesentlichkeitsgründen wurde die Erstkonsolidierung für die GUS Beteiligungs GmbH und deren Tochtergesellschaften auf den 1. September 2020 durchgeführt. Das Rumpfgeschäftsjahr des Konzerns umfasst in Übereinstimmung mit den Regelungen des IDW RS HFA 44 den Zeitraum 03.04.2020 bis 31.12.2020. Da der Konzern im Vorjahr noch nicht bestand, besteht keine gesetzliche Pflicht zur Angabe von Vorjahresvergleichszahlen. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses, den 31.12.2020, erstellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen sind einheitlich nach den folgenden Grundsätzen der GUS Group bilanziert und bewertet worden. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear bei einer Nutzungsdauer von einem bis 10 Jahren. Firmen- und Geschäftswerte werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die Annahme für die Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte ergibt sich aus unserer Einschätzung der Dauer der durchschnittlichen Geschäftsbeziehungen zu unseren Kunden sowie aus dem Lebenszyklus unserer Produkte. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Bilanzierung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Unter den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren mit den Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt, die sich am Bilanzstichtag ergeben. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit den Materialkosten, den Fertigungskosten und den Sonderkosten der Fertigung sowie angemessenen Teilen der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen aktiviert. Soweit sich am Bilanzstichtag niedrigere Werte ergeben, wird auf diese abgewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Für die aus Zuschüssen finanzierten Sachanlagen ist ein Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen gebildet, der über die Nutzungsdauer der begünstigten Sachanlagen bzw. bei deren Abgang ergebniswirksam aufgelöst wird. In den sonstigen Rückstellungen wird allen übrigen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen mit einem fristenkongruenten Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die ausländischen Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse in Schweizer Franken. Hinsichtlich der Konzernbilanz werden diese Fremdwährungsabschlüsse zu den Wechselkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird zum durchschnittlichen Kurs des Geschäftsjahres ermittelt. Aus der unterschiedlichen Umrechnung von Bilanzen und Erfolgsrechnungen in fremden Währungen entstehende Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital (Ergebnis aus Währungskursänderung) erfasst. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020 ist dem Anlagespiegel zu entnehmen, der diesem Anhang als Anlage 1 beigefügt ist. Bei den zum 1.9.2020 erworbenen Tochtergesellschaften werden die Anlagen, bewertet zu Buchwerten am 1.9.2020, als Zugänge gesondert ausgewiesen. Der in der Bilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Erstkonsolidierung der GUS Beteiligungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften, allerdings enthält er auch einen Geschäfts- oder Firmenwert, der bereits zum Erstkonsolidierungszeitpunkt im Konzernabschluss der GUS Beteiligungs GmbH zum Erstkonsolidierungszeitpunkt in Höhe von EUR 25,1 Mio. enthalten war. Vorräte Bei den Vorräten wurden keine Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen erzielt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind die folgenden Positionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten:
Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Softwarelizenzen, Versicherungsbeiträge und Wartungsverträge in Höhe von insgesamt T€ 479. Liquide Mittel Die Liquiden Mittel umfassen Kassenbestand und jederzeit fällige Guthaben bei Kreditinstituten. Die Liquiden Mittel entsprechen dem in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Finanzmittelfonds. Latente Steuern Die latenten Steuern beruhen aus folgenden Wertansatzdifferenzen:
Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit einem konzerneinheitlichen Steuersatz von 31,76% (gewichteter Durchschnittssatz der für die einzelnen Konzernunternehmen geltenden Steuertarife). Die Differenz aus dem auf Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses erwarteten Steueraufwand und dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Eigenkapitalspiegel Der Eigenkapitalspiegel ist als gesonderte Anlage beigefügt. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der Sonderposten betrifft Investitionszuschüsse, die vom Vermieter der Nexiga GmbH, Bonn, für Mietereinbauten gewährt wurden. In 2020 wurde der Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von € 871,06 aufgelöst. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen für variable Vergütungen und ausstehenden Urlaub, Rückstellungen für Tantieme und Bonusverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeitenspiegel
Sicherung der Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten bei denen die GUS Holding GmbH gegenüber der Commerzbank als Kreditnehmer auftritt bestehen i.H.v. T€ 17.950. Die Verbindlichkeiten sind durch die Abtretung von Außenständen des Großteils der Kunden gesichert (Globalzession). Sicherungsübereignungen von Anlage- und Vorratsvermögen zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Konzern hat Zahlungsverpflichtungen im Rahmen von unkündbaren Mietverträgen zur Nutzung von Büroflächen. Die Fälligkeiten der zukünftigen Verpflichtungen aus unkündbaren Mietverträgen sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von T€ 16.535 sind mit T€ 15.814 von den inländischen und mit T€ 721 von ausländischen Gesellschaften erzielt worden. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Unter der Bestandserhöhung oder -verminderung wird die wertmäßige Differenz der unfertigen Projekte zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres erfasst. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. T€ 423 enthalten u. a. Sachbezüge aus Kfz-Gestellung (T€ 192), Erträge aus Anlageverkäufen (T€ 88) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 18). Sonstige betriebliche Aufwendungen Hier sind u.a. Mieten für unbewegliche Wirtschaftsgüter (T€ 573), Wartungs- und Partnergebühren (T€ 586), Rechts- und Beratungskosten (T€ 465) ausgewiesen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betragen insgesamt 893 T€ und entfallen im Wesentlichen auf Darlehenszinsen. ZUSATZANGABEN Unter analoger Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB werden die Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB nicht angegeben. Hinsichtlich des Honorars des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2020 wird mit einem Betrag von T€ 31 gerechnet. Geschäftsführer der Remedium Holding I GmbH mit ihren Geschäftsbereichen sind:
Mitarbeiter Die GUS Group beschäftigte in ihren Gesellschaften im Rumpfgeschäftsjahr 2020 durchschnittlich 377 Mitarbeiter als Angestellte. Diese gliedern sich wie folgt:
Köln, den 31. Mai 2021 Remedium Holding I GmbH Die Geschäftsführung Dirk Bingler Ralph Hartwig Billigung des Konzernabschlusses Die Billigung des Konzernabschlusses der Remedium Holding I GmbH, Köln, für das Rumpfgeschäftsjahr 2020 erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 2. September 2021. Der Konzernjahresfehlbetrag des Rumpfgeschäftsjahres 2020 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr 2020
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 03.04. bis 31.12.2020
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Rumpfgeschäftsjahr 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Remedium Holding I GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Remedium Holding I GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 3. April 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Remedium Holding I GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 3. April 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 31. Mai 2021 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer Dr. Tobias Brembt, Wirtschaftsprüfer |
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