KMS MIETSYSTEME GMBH
Selbe AdresseVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
Managementdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Gesellschafterdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KMS Leasing GmbH & Co. KGRavensburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023AKTIVA
PASSIVA
Anhang 2022/2023A. Allgemeine Angaben Die KMS Leasing GmbH & Co. KG, Ravensburg, die gewerbsmäßig das Finanzierungsleasing betreibt, ist ein Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG und unterliegt damit der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie der Deutschen Bundesbank. Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Ravensburg, und ist im Handelsregister des Amtgerichts Ulm unter HRA 551480 eingetragen. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die KMS MIETSYSTEME GMBH, Ravensburg. Das Stammkapital der KMS MIETSYSTEME GMBH beträgt 26 TEUR. Sie allein ist zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft berechtigt und verpflichtet. Der Ausweis der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich gegenüber dem Vorjahr nur mit nachfolgenden Ausnahmen inklusive der Anpassung der Vorjahreszahlen. Der Ausweis der Genossenschaftsanteile erfolgte zum 30.06.2023 unter den sonstigen Vermögensgegenstände. Die Dividenden der Genossenschaftsanteile wurden im Vorjahr unter den Erträgen aus Beteiligungen (0,5 TEUR) ausgewiesen, welche jetzt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt werden. Der Geldtransit des Vorjahres (136 TEUR, Ausweis unter sonstige Verbindlichkeiten) erfolgt nun unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Personalaufwand des Vorjahres (240 TEUR) wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten wurden im Vorjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss der KMS Leasing GmbH & Co. KG sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Juli 2022 bis 30.Juni 2023, wurden nach den für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften der §§ 340 ff. Handelsgesetzbuch (HGB), in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV), aufgestellt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt: Die Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind zum Nennwert ausgewiesen. Das Leasingvermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige sowie außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgte nach den steuerrechtlich zulässigen Abschreibungssätzen linear. Für Leasinggegenstände, deren Restbuchwerte nicht mehr durch die nach dem Bilanzstichtag zu vereinnahmenden Leasingraten und die voraussichtlichen Verwertungserlöse gedeckt sind, wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen bewertet. Die KMS Leasing GmbH & Co. KG trifft mit Lieferanten in der Regel keine Vereinbarungen über die Fälligkeit von Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden daher zum 30. Juni 2023 als "täglich fällig" ausgewiesen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet abgegrenzte Leasingvorauszahlungen und Leasingsonderzahlungen. Die Leasingsonderzahlungen werden über die Laufzeit der Leasingverträge aufgelöst. Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. C. Erläuterungen zur Bilanz Die geforderte Fristengliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
Die Entwicklung des Leasingvermögens und der Sachanlagen ist nachfolgend dargestellt:
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Erstattungsansprüche der Gewerbesteuer 2022/2023. Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt vollständig durch Sicherungsübereignung der finanzierten Leasinggüter, durch Abtretung der Forderungen aus den finanzierten Leasingverträgen sowie durch vertraglich vereinbarte Abkaufverpflichtungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ein Darlehen der Komplementärin in Höhe von 295 TEUR. Die anderen Rückstellungen betreffen die Jahresabschlusserstellung und Jahresabschlussprüfung für das laufende Geschäftsjahr 2022/2023 sowie für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Leasingerträge entfallen auf das Leasinggeschäft (6.342 TEUR) und auf Verwertungserlöse des Leasingvermögens (2.329 TEUR). Die Leasingerträge betreffen Geschäfte mit inländischen Kunden. Die Leasingaufwendungen beinhalten den Abgang der Restbuchwerte der verkauften Leasingobjekte. Die Zinsaufwendungen resultieren aus der Darlehensfinanzierung (233 TEUR) und aus der Gesellschafterdarlehensverzinsung (117 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Schadenersatzleistungen über 182 TEUR. Die unter den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ausgewiesenen anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Miet-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen sowie Werbekosten. Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen des Geschäftsjahres teilen sich auf in planmäßige Abschreibungen mit 6.558 TEUR und außerplanmäßige Abschreibungen mit 142 TEUR. E. Sonstige Angaben Die Geschäftsführung erfolgt durch die persönlich haftende Gesellschafterin KMS MIETSYSTEME GMBH. Diese wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 vertreten durch deren Geschäftsführerin Frau Nina Selder und deren Geschäftsführer Herrn Tilo Künstler. Auf die Angaben von Organbezügen wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022/2023 berechnete Gesamthonorar beträgt 18 TEUR und betrifft Abschlussprüfungsleistungen. Die Gesellschaft beschäftigt im Jahresdurchschnitt keine Angestellte.
Ravensburg, den 20.09.2023 Geschäftsführung der KMS Leasing GmbH & Co. KG Nina Selder (KMS MIETSYSTEME GMBH) Geschäftsführung der KMS Leasing GmbH & Co. KG Tilo Künstler (KMS MIETSYSTEME GMBH) Lagebericht1. Geschäftsmodell, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 1.1. Geschäftsmodell Die KMS Leasing GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches und inhabergeführtes Leasingunternehmen. Wir führen Leasingfinanzierungen für Klein- und Mittelbetriebe, Selbstständige und Gewerbetreibende und kommunale Auftraggeber durch. Wir sind ein inhabergeführtes Familienunternehmen. Entscheidungen über die Annahme oder Ablehnung von Leasingfinanzierungen treffen wir selbst, schnell, präzise, nachvollziehbar - und sehr flexibel. Gegenstand unseres Unternehmens ist der Ankauf und die Vermietung von mobilen Wirtschaftsgütern sowie die Durchführung von Leasinggeschäften aller Art. 1.2. Entwicklung der Branche und der Gesamtkonjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach Informationen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent. 1 Nach Informationen des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen e.V. hat sich das Neugeschäft der Leasing-Wirtschaft im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht: Die Leasing-Gesellschaften realisierten in Deutschland Investitionen in Immobilien, Maschinen, Fahrzeuge, IT-Equipment und andere Wirtschaftsgüter in Höhe von rund 72,2 Milliarden Euro, davon schätzungsweise 11,1 Milliarden Euro mittels Mietkauf. Den Löwenanteil macht weiterhin das Mobilien-Leasing aus, dessen Umfang sich auf 60 Milliarden Euro leicht erhöhte (+1,0 Prozent). Mit rund 23,8 Prozent ist der Leasing-Anteil an den Ausrüstungsinvestitionen trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr weiterhin auf sehr hohem Niveau. 2 1.3. Geschäftsverlauf im Berichtsjahr Darstellung und Einschätzung des Geschäftsverlaufs Die Leasingerträge der KMS Leasing GmbH & Co. KG stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund 12,7 %. Dies ist im Ergebnis darauf zurückzuführen, dass in den letzten Jahren zusätzliche Vertriebskanäle aufgebaut wurden und bei Bestandskunden in größerem Umfang Geschäfte realisiert werden konnten. Ferner wurden deutlich höhere Erlöse aus der Verwertung von Leasingvermögen erzielt. 1.4. Lage der Gesellschaft im Berichtsjahr Nachfolgend stellen wir die Vermögens-, Finanz-, Liquiditäts-, und Ertragslage unserer Gesellschaft dar. a. Vermögenslage Unsere Vermögensstruktur zum Bilanzstichtag 30. Juni 2023 ist durch einen Anteil des Anlagevermögens von rund 93 % der Bilanzsumme gekennzeichnet. Der Anteil des Umlaufvermögens beläuft sich auf rund 7 %. Unsere Kapitalstruktur ist durch einen bilanziellen Eigenkapitalanteil von rund 4,5 % der Bilanzsumme gekennzeichnet, die wirtschaftliche Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung der Gesellschafterdarlehen beträgt 22 %. Das Fremdkapital beinhaltet insbesondere mittelfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (63,4 % der Bilanzsumme), Gesellschafterdarlehen (17,5 % der Bilanzsumme) und Rechnungsabgrenzungsposten betreffend Leasingsonderzahlungen von Leasingnehmern (8,6 % der Bilanzsumme). Die Gesellschaft verfügt über stille Reserven, sofern und soweit die Verkehrswerte der Gegenstände des Leasingsvermögens die Restbuchwerte übersteigen. Die Vermögenslage zeigt nach unserer Einschätzung zum Bilanzstichtag ein zufriedenstellendes Bild.
1 Vgl. Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar
2023
b. Finanzierung Im Geschäftsjahr 2022/2023 hat die Gesellschaft Leasinggüter im Gesamtvolumen von 6,5 Mio. EUR angeschafft. Neuinvestitionen wurden im Wesentlichen aus dem Cash Flow, über Gesellschafterdarlehen sowie über Kredite unserer Hausbanken finanziert. Zur teilweisen Wiederherstellung des durch Verluste geschmälerten Eigenkapitals haben die Gesellschafter im Geschäftsjahr 2022/2023 eine Verlustübernahme in Höhe von Euro 500.000,00 durchgeführt. c. Ertragslage Nach Steuern haben wir einen Jahresfehlbetrag von 726 TEUR (Vorjahr Jahresfehlbetrag 90 TEUR) ausgewiesen. Der erneute Ausweis eines Jahresfehlbetrages resultiert unter anderem auf dem sehr schnell gestiegenen Zinsniveau, welches wir erst mit Zeitverzug weitergeben konnten. Ferner hatten deutlich mehr Kunden Zahlungsschwierigkeiten als in den vorhergehenden Jahren der Corona Pandemie. Hier kam es nach unserer Einschätzung zu einem Nachholeffekt, so dass im Wirtschaftsjahr 2022 / 2023 mehr Kunden Zahlungsschwierigkeiten hatten als im langjährigen Durchschnitt. Zudem mussten wir einen Zahlungsausfall bei einem größeren Kunden verkraften. Aus den vorgennanten Gründen haben wir unser Ziel eines ausgeglichenen Ergebnisses nicht erreichen können. Bei den abgeschlossenen Leasingverträgen handelt es sich vorwiegend um Teilamortisationsverträge. Die Restwerte werden somit erst in zukünftigen Jahren fällig, so dass der deutliche Anstieg der Leasingerträge über die letzten Jahre hinweg auf das derzeitige Niveau im Berichtszeitraum noch nicht den Anstieg der Abschreibungen aus den erhöhten Anschaffungsvolumen voll kompensiert. Auch aus diesem Effekt resultiert im Berichtszeitraum die derzeitige Ertragslage. Sobald die Restwerte fällig werden, wird sich auch die Ertragslage wieder deutlich verbessern. Ferner waren die Restbuchwerte der verkauften Leasinggüter mit 1.765 TEUR deutlich höher als im Vorjahr (574 TEUR). Das Ergebnis aus den Leasinggeschäften (Leasingerträge abzüglich Leasingaufwendungen) ging von 7.115 TEUR auf 6.906 TEUR im Berichtsjahr um ca. 3 % leicht zurück. Der Ertrag aus vorzeitigen Ablösen von Leasingverträgen hingegen war im Berichtsjahr mit 2.329 TEUR um rund 60 % höher als im Vorjahr (1.457 TEUR). Gleichzeitig erhöhten sich die Abschreibungen auf das Leasingvermögen von 6.415 TEUR auf 6.700 TEUR, also um ca. 4,5 %. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden zukünftigen Erträge schätzen wir die Ertragslage weiterhin als stabil ein. d. Liquiditätslage Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war aufgrund der getroffenen Liquiditätsvorsorge sowie der eingeräumten Kreditlinien im Berichtsjahr stets bestens. Eingeräumte Kreditlinien von unseren Hausbanken waren zum Bilanzstichtag zu ca. 73,4 % ausgeschöpft. Unsere finanziellen Verpflichtungen konnten wir im Berichtsjahr jederzeit problemlos erfüllen. Nach unserer unternehmensinternen Planung wird dies auch im laufenden Geschäftsjahr der Fall sein. e. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die KMS Leasing GmbH & Co. KG hat das Geschäftsjahr 2022/23 unter Berücksichtigung der vorgenannten Effekte zufriedenstellend abgeschlossen. 1.5. Personal- und Sozialbereich Frau Nina Selder und Herr Tilo Künstler haben die Geschäftsleitung inne und führen das Unternehmen. 1.6. Finanzielle Leistungsindikatoren Ziel der KMS Leasing GmbH & Co. KG ist ein konservatives Wachstum und ein stabiler Unternehmenswert. Zur Messung dieses Ziels verwendet das Unternehmen folgende finanzielle Leistungsindikatoren:
Das Neugeschäft beinhaltet den Zugang neu erworbener Leasingobjekte innerhalb eines Geschäftsjahres. Wir streben hier derzeit im mehrjährigen Durchschnitt Neuanschaffungen im Wert von 6.500 TEUR an. Im Geschäftsjahr 2022/2023 haben wir diese Zielgröße mit Neuanschaffungen im Wert von 6.477 TEUR erreicht. Der Substanzwert spiegelt den tatsächlichen Ertragswert des Unternehmens wider. Der Substanzwert ergibt sich indem vom bilanziellen Eigenkapital Aufwände, Risikoabschläge und ARAP für Zinsen abgezogen sowie ausstehende Leasingforderungen, Restwertansprüche, PRAP und zu erwartende Barwerte hinzugerechnet werden. Unser Ziel ist ein im mehrjährigen Durchschnitt gleichbleibender Substanzwert. Der Substanzwert ist im Geschäftsjahr 2022/2023 um ca. 4% im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Wir konnten unser Ziel eines gleichbleibenden Substanzwertes somit nur knapp nicht erreichen. 1.7. Nicht finanzielle Leistungsindikatioren Bei den nicht finanziellen Leistungsindikatoren handelt es sich um nicht bestimmte Indikatoren. Die Entwicklung dieser Indikatoren entspricht in diesem Geschäftsjahr der Ausrichtung und Erwartung der Geschäftsführung. 2. Risikobericht 2.1 Risikomanagement Die regelmäßige Prüfung und Überwachung der Risiken zählt zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Hierbei haben wir insbesondere das Adressenausfall- und das Objekt- bzw. Restwertrisiko als Risikofaktoren identifiziert. Daneben bestehen Risiken wie z.B. das Zinsänderungsrisiko oder das Liquiditätsrisiko. Die Vermeidung von Klumpenrisiken ist Kernpunkt des Risikomanagements. Eine breite Streuung auch bei den Leasingobjekten trägt ebenso zur Risikoreduktion bei. 2.2 Adressenausfallrisiken Das Adressenausfallrisiko bezüglich der Forderungen an unsere Leasingnehmer minimieren wir durch eine sorgfältige Bonitätsanalyse. Kreditentscheidungen trifft die Geschäftsleitung auf Basis eines internen Klassifizierungssystems. Bestehende Risiken werden durch die Hereinnahme von Sicherheiten reduziert. Die offenen Forderungen werden laufend analysiert und erforderliche Maßnahmen ergriffen. Zur Kontrolle des Adressenausfallrisikos werden die zu erwartenden Verluste regelmäßig quantifiziert und in die Risikotragfähigkeitsrechnung integriert. Es werden Einzelwertberichtigungen ermittelt und gebildet. Die Ausfallrisiken bewegten sich auch im abgelaufenen Jahr im Mehrjahresmittel. 2.3 Objekt- und Restwertrisiken Restwertrisiken bei regulärem Vertragsende oder Objektrisiken bei vorzeitigem Vertragsende minimieren wir durch eine risikobewusste Kalkulation unserer Verträge. Sofern sich aufgrund der Marktentwicklung Risiken ergeben, berücksichtigen wir diese im Zuge der verlustfreien Bewertung des Leasingvermögens. 2.4 Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken Die Finanz- und Liquiditätslage des Unternehmens ist gut, die zur Verfügung stehenden Refinanzierungsquellen würden eine weitere Geschäftsausweitung erlauben. Zinsänderungsrisiken sind kalkulatorisch berücksichtigt und werden ständig überwacht. 2.5 Gesamtbild der Risikolage Die Risikotragfähigkeit des Unternehmens ist nach unserer internen Risikotragfähigkeitsrechnung gegeben. Es besteht ein ausreichender Risikopuffer, der die eingegangenen Risiken hinreichend abdeckt. 3. Prognosebericht In den kommenden ca. zwei Jahren erwarten wir ein ausgeglichenes Ergebnis. In etwas mehr als zwei Jahren erwarten wir, dass die dann fälligen Restwerte zu zukünftig weiter steigenden Leasingerträgen und somit einem positiven Gesamtergebnis führen. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir im Vergleich zum Berichtsjahr 2022/2023 etwa gleichbleibende Erträge aus dem Leasinggeschäft, aber ein höheres Gesamtergebnis. Aufgrund der geplanten Ergebnisse wird sich unsere Vermögenslage auch zukünftig gut darstellen. Grundlage unserer Einschätzungen sind die im aktuellen Geschäftsjahr 2023/2024 neu abgeschlossenen Leasingverträge sowie die bereits jetzt in Aussicht stehenden Leasingverträge. 4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Nach Einschätzung des ifo-Instituts aus dem September 2023 3 wird das Bruttoinlandsprodukt insgesamt in 2023 um ca. 0,4% zurückgehen. Der Geschäftsklimaindex des ifo-Instituts für die Gesamtwirtschaft hat sich, nach einer kurzen Erholung Ende 2022 und Anfang 2023 wieder deutlich verschlechtert. Inzwischen liegt der Index wieder auf dem Niveau der Jahre 2020 - 2022, welche durch die Corona Pandemie sowie den Ukraine Krieg geprägt waren. Auch bei den Leasinggesellschaften hat sich der Geschäftsklimaindex nach einer Erholung Anfang 2023 wieder etwas abgeschwächt. Insgesamt liegt er aber weiterhin auf dem Niveau vor der Corona Pandemie, so dass die Leasingbranche deutlich optimistischer gestimmt ist, als die Gesamtwirtschaft. Wir sehen daher für unsere Gesellschaft die Chance, die Anzahl und das Volumen unserer Leasingverträge und damit unsere Leasingerträge weiter zu steigern. Die Wirtschaftsleistung hat sich nach einem starken Rückgang in 2020 inzwischen wieder deutlich erholt. Auch die befürchtete Insolvenzwelle ist bislang ausgeblieben, allerdings lässt sich feststellen, dass nach Auslaufen der pandemiebedingten staatlichen Unterstützungen, die Zahl der Forderungsausfälle wieder gestiegen ist. Der Beginn des Ukraine-Krieges Anfang 2022 stellte ein einschneidendes Ereignis für die Weltwirtschaft dar. Da der Krieg in der Ukraine noch nicht vorbei ist und die Gesamtstimmung in der deutschen Wirtschaft aktuell eher pessimistisch ist, sehen wir weiterhin ein Risiko, dass es in den nächsten Monaten zu einem Anstieg der Rücklastschriften und ggf. auch von Zahlungsausfällen kommen könnte. Als bestandsgefährdend sehen wir diese mögliche Entwicklung aktuell jedoch nicht an. Aufgrund unserer soliden Liquidität und Eigenkapitalbasis sehen wir derzeit auch allenfalls eine geringe Auswirkung auf die mögliche zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft.
3 Vgl.
https://www.ifo.de/fakten/2023-08-25/ifo-geschaeftsklimaindex-faellt-august-2023
5. Entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Tatsachen Aufgrund der dargestellten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Berichtsjahr sowie der Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr kommen wir zu der Einschätzung, dass keine Anzeichen für eine Entwicklungsbeeinträchtigung vorliegen. Eine Gefährdung des Fortbestands des Unternehmens ist nach unserer Einschätzung nicht zu erkennen. 6. Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft Die Gesellschaft betreibt Ihren Stammsitz in Ravensburg. Zweigniederlassungen bestehen nicht.
Ravensburg, den 20.09.2023 Geschäftsführung der KMS Leasing GmbH & Co. KG Nina Selder (KMS MIETSYSTEME GMBH) Geschäftsführung der KMS Leasing GmbH & Co. KG Tilo Künstler (KMS MIETSYSTEME GMBH) Zu dem vollständigen Jahresabschluss der KMS Leasing GmbH & Co. KG in Ravensburg zum 30. Juni 2023 und zum Lagebericht 2023 hat unser Abschlussprüfer den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KMS Leasing GmbH & Co. KG in Ravensburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KMS Leasing GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 sowie dem Anhang einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KMS Leasing GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter freiwilliger Beachtung der International Standards on Auditing ("ISA"), sowie der verbleibenden vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Finanzdienstleistungsinstitute im Sinne des § 1 Absatz la KWG geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ravensburg, den 24.11.2023 WMS
Müssig • Sauter PartGmbB
Wolfram Müssig, Wirtschaftsprüfer Markus Sauter, Wirtschaftsprüfer |
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