Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 108591
Vorher
Miles Information Systems GmbHElgato Systems GmbH
Eingetragen
14.2.1995
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieHerstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Gegenstand
Entwicklung, Vertrieb und Pflege von Softund Hardware aller Art sowie Beratungsund Dienstleistungen in Fragen der Kommunikationstechnologie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Benjamin Wilms
seit 17.10.2025
Geschäftsführer
Sylvia Carola Schaller
seit 17.10.2025
Prokura
Jutta Joest
seit 3.3.2025
Prokura
Raimondo Salandra
seit 3.3.2025
Geschäftsführer
Daniel Opitz
seit 25.10.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH
Germany
277.778 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eve Systems GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Eve Systems GmbH (kurz: Eve) ist ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Smart-Home-Produkten spezialisiert hat. Das Unternehmen bietet eine breite Palette von Produkten an, die das Smart-Home-Erlebnis für Verbraucher hinsichtlich Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit verbessern, sowie die Vernetzung und Automatisierung von Haustechnik ermöglichen. Dazu gehören beispielsweise smarte Steckdosen, Thermostate, Sensoren, Kameras sowie auch die zugehörige Software und Mobile Apps zur Steuerung und Überwachung der Geräte. Eve ist führend bei der Anpassung seiner Produkte an den neuen, von allen großen Technologieunternehmen unterstützten Konnektivitätsstandard Matter sowie das eigens für Smart-Home-Anwendungen konzipierte Wireless-Protokoll Thread. Eve spricht die Verbraucher über ein B2C-Geschäftsmodell an.

Seit Juni 2023 ist Eve Teil der ABB-Gruppe, einem weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Elektrifizierung, Automatisierung und Robotik. Die Integration in die ABB-Gruppe bietet Eve Systems erweiterte Expertise, technologische Synergien und den Zugang zu einem globalen Markt, was das Wachstum und die Entwicklung des Unternehmens in den kommenden Jahren weiter fördern soll. Die Strategie von Eve Systems bleibt unverändert und konzentriert sich weiterhin auf die Entwicklung von Smart-Home-Produkten, insbesondere energieeffiziente Lösungen. Nach der Übernahme durch ABB werden verstärkte Synergien zwischen Eve Systems und ABBs Technologien erwartet, insbesondere in den Bereichen Energieeffizienz und Integration von IoT-Lösungen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsentwicklung und wirtschaftliche Lage

Die Geschäftsentwicklung der letzten Jahre wurde sowohl von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage in Deutschland und den wichtigen Exportmärkten als auch von der dynamischen Entwicklung des Smart-Home-Marktes beeinflusst. In diesem Markt spielt die Kaufkraft der Verbraucher eine entscheidende Rolle für den Absatz. Die Eve Systems GmbH hat das Rumpfgeschäftsjahr 2023 unter ungünstigen Marktbedingungen abgeschlossen. Allgemeine Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft, die anhaltende Inflation und eine stagnierende Reallohnentwicklung in 2023 in Deutschland führen zu zurückhaltendem Konsumverhalten. Die Entwicklung von Eve Systems im Rumpfjahr lag innerhalb der Erwartungen. Verglichen mit dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 ist der Umsatz um ca. 30 % gesunken. Diese Entwicklung war aufgrund des beschriebenen Konsumverhaltens und insbesondere aufgrund des hohen Wachstums der Vergleichsperiode in 2022, ausgelöst durch die Gaskrise und damit verbundene Investitionen in Produkte zur Energieeinsparung, erwartbar.

Langfristig wird davon ausgegangen, dass sich die Marktbedingungen mit der Stabilisierung der Wirtschaft und einer Normalisierung der Inflation verbessern. Weiterhin wird erwartet, dass die verbesserte Interoperabilität und Benutzerfreundlichkeit von Smart-Home-Geräten durch Matter die Nachfrage nach Smart-Home-Produkten in den Bereichen Energieverwaltung, Heizungssteuerung und Sicherheitslösungen erhöht.

Ferner wird eine zunehmende Wettbewerbsintensität durch das Vordringen ausländischer Anbieter aus Fernost wahrgenommen. Eve wird weiterhin verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren und Synergien mit ABB nutzen, um so durch neue Produktentwicklungen dem Wettbewerb entgegenzuwirken. Zudem wird das Unternehmen weiterhin den Weg in seiner globalen Führungsrolle in zwei Technologien bereiten: Thread und Matter.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 18. September 2023 so geändert, dass es künftig mit dem Kalenderjahr übereinstimmt. Diese Regelung gilt erstmals ab dem 1. Januar 2024. Der Zeitraum vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 bildet damit ein Rumpfgeschäftsjahr (2023). Aufgrund der unterschiedlichen Zeiträume sind die Angaben in der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr (2022/2023) nur eingeschränkt vergleichbar, so dass im Folgenden ein Vergleich zum korrespondierenden Quartal des Geschäftsjahres vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 gezogen wird.

2.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtszeitraum 6,1 MEUR. Im Vorjahr 2022/2023 wurde dem gegenüber ein Betrag von 18,8 MEUR ausgewiesen. Verglichen mit dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023, das Umsatzerlöse in Höhe von rund 8,6 MEUR aufwies, ist dies eine Minderung von 29,6 %.

Der Materialaufwand in 2023 betrug 3,4 MEUR gegenüber 13,4 MEUR im Geschäftsjahr 2022/2023. Stellt man auch hier dem Rumpfgeschäftsjahr das erste Quartal 2022/2023 gegenüber (rd. 5,6 MEUR), ergibt sich auch hier eine entsprechende Minderung. Die Materialaufwandsquote, d.h. Materialaufwand zur Gesamtleistung, hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 66,4 % auf 63,2 % leicht reduziert und hält sich somit auf einem stabilen Niveau.

Der Personalaufwand betrug 2023 1,5 MEUR gegenüber 7,8 MEUR im Geschäftsjahr 2022/2023. Verglichen mit dem ersten Quartal 2022/2023 (rd. 0,8 MEUR) ergab sich eine Steigerung von 0,7 MEUR. Ursächlich für diese signifikante Erhöhung sind Sonderzahlungen, die mit dem Verkauf der Eve Systems GmbH an ABB verknüpft sind.

Der Rohgewinn - definiert als Summe von Umsatzerlösen und Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand - beträgt 2,0 MEUR. Der Rohgewinn in % zur Gesamtleistung beträgt im Rumpfgeschäftsjahr 36,8 % (erstes Quartal 2022/2023: 35,4 %; Gesamtwirtschaftsjahr 2022/2023: 33,6 %) und konnte damit leicht gesteigert werden.

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem EBIT von 10,5 MEUR (Gesamtjahr 2022/2023: -3,9 MEUR) ab. Das positive EBIT ist insbesondere auf den Verkauf der Anteile an der Eve Systems LLC an die ABB Asea Brown Boveri Ltd. mit einem Gewinn von rund 11 MEUR zurückzuführen. Ein direkter Vergleich mit dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 ist aufgrund der oben beschriebenen Sondereffekte nicht aussagekräftig.

2.2 Finanzlage

Die finanzielle Stabilität von Eve Systems wurde durch die Übernahme durch ABB weiter gestärkt. Die Eigenkapitalquote liegt nun bei 57 % und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (Gesamtjahr 2022/2023) um 8 % verbessert. Der Cashflow - definiert als der Jahresüberschuss zzgl. der Abschreibungen - beträgt im Berichtszeitraum 10,5 MEUR. Aus dem operativen Bereich konnte ein Mittelzufluss von rd. 1,2 MEUR erwirtschaftet werden, während sich aus dem Investitionsbereich insbesondere durch den Verkauf der Anteile an der Eve Systems LLC ein Mittelzufluss von 11,1 MEUR ergab. Ein Teil der vorhandenen liquiden Mittel wurde für die Tilgung der Verbindlichkeiten im ABB-Verbund verwendet, so dass sich insgesamt zum Stichtag ein Zuwachs an liquiden Mitteln in Höhe von 5,1 MEUR ergeben hat. Die Investition in Entwicklung neuer Produkte ist damit bis auf Weiteres durch ausreichend liquide Mittel sichergestellt.

Die liquiden Mittel aus dem Verkauf der LLC werden bei einer konzerninternen Cash-Pooling-Gesellschaft verzinslich angelegt und werden damit in der Bilanz nicht unter den Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen.

2.3 Vermögenslage

Das Gesamtvermögen des Unternehmens zum 31. Dezember 2023 beträgt 20,5 MEUR. Der größte Teil des Vermögens entfällt auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus der im Rahmen der Finanzlage angesprochenen verzinslichen Anlage der liquiden Mittel aus dem Verkauf der Eve Systems LLC. Die Vorräte (5,9 MEUR) sind im Vergleich zum 30. September 2023 (6,9 MEUR) um ca. 15 % gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf saisonale Schwankungen zurückzuführen, da der Lagerbestand im September tendenziell höher ist, da im vierten Kalenderquartal in der Regel verkaufsstarke Monate sind. Die kurzfristigen Verbundverbindlichkeiten wurden durch die Mittel aus der im Geschäftsjahr 2022/2023 vorgenommenen Erhöhung der Kapitalrücklage getilgt.

III. Zweigstellenbericht

Die Anteile an der Eve Systems LLC, San Francisco/USA, wurden mit Kaufvertrag vom 1. Dezember 2023 an die ABB Asea Brown Boveri Ltd. verkauft.

IV. Prognosebericht

Als einer der führenden Anbieter in der Matter-Technologie hat Eve Systems die Chance, seine Marktstellung weiter auszubauen und von der zunehmenden Interoperabilität und Vernetzung im Smart-Home-Bereich zu profitieren. Die Übernahme durch ABB bietet dem Unternehmen neue strategische Chancen, insbesondere durch die Integration von ABBs globaler Infrastruktur, Technologien und Know-how. Eve Systems wird weiterhin auf Innovation setzen und neue Produkte im Bereich Energieeffizienz und Smart-Home-Automation entwickeln.

Die anhaltend hohe Inflation dämpft die Konsumneigung, da Verbraucher angesichts steigender Preise ihre Ausgaben zurückhalten oder Produkte überwiegend während Rabattaktionen wie der Black Friday-Woche kaufen. Dies zeigte sich bereits im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres. Für das Jahr 2024 wird verglichen mit dem Kalenderjahr 2023 ein Umsatzrückgang im unteren zweistelligen Prozentbereich erwartet. Im Jahr 2024 sind weitere Post-Merger-Aktivitäten geplant, sodass unter Berücksichtigung von Sondereffekten ein positives EBIT und Jahresergebnis im mittleren einstelligen Millionenbereich erwartet wird.

Aufgrund der Liquiditätsplanung geht die Gesellschaft davon aus, ihren zukünftigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, so dass keine bestandsgefährdenden Risiken befürchtet werden.

V. Chancen- und Risikenbericht

1. Risiken

Eve Systems verfolgt ein proaktives Risikomanagement. Die wesentlichen Risiken, die das Unternehmen betreffen könnten, beinhalten:

• Technologische Risiken: Die kontinuierliche Weiterentwicklung neuer Funktechnologien, wie z.B. Thread und Matter, stellt eine Herausforderung dar, da Produkte regelmäßig angepasst werden müssen, um mit den neuesten Standards und Plattformen kompatibel zu bleiben. Die Integration von ABB-Technologien bietet neue Möglichkeiten zur Steigerung der Innovationskraft und Technologieintegration.

• Marktrisiken: Der Wettbewerb im Smart-Home-Markt ist intensiv, insbesondere durch neue Anbieter aus Fernost, die Produkte mit einer niedrigeren Preispositionierung anbieten.

• Lieferkettenrisiken: Die Abhängigkeit von Zulieferern für elektronische Komponenten, die vor allem aus Asien (Taiwan) stammen, könnte zu Lieferengpässen führen. Ein Risiko stellen auch potenzielle Zölle dar, die auf importierte Komponenten und Produkte erhoben werden könnten. Solche Zölle könnten die Produktionskosten erhöhen und somit die Preisgestaltung und Wettbewerbsfähigkeit der Produkte beeinträchtigen. Durch die Zugehörigkeit zu ABB wird erwartet, dass globale Lieferketten optimiert und stabilisiert werden.

• Finanzrisiken: Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Da der Materialeinsatz zum überwiegenden Teil in US-Dollar erfolgt, besteht ein Währungsrisiko. Diesem wird durch ein konservatives Cash-Management zusammen mit einer umsichtigen Einkaufspolitik Rechnung getragen. Auf eine Absicherung durch Finanzinstrumente wurde im Berichtszeitraum bewusst verzichtet. Für Haftungsrisiken und Schadensfälle bestehen entsprechende Versicherungen.

2. Chancen

Für die Zukunft sieht das Unternehmen folgende wesentliche Wachstumschancen:

• Erweiterung des Produktportfolios: Geplant ist die Einführung weiterer Produkte im Bereich der intelligenten Energieverwaltung und sicherheitsrelevante Smart-Home-Lösungen.

• Expansion: Nach der Übernahme durch ABB wird Eve Systems verstärkt in Märkte wie Nordamerika expandieren, was das globale Wachstum fördern sollte. Die Nutzung von bestehenden ABB-Vertriebskanälen wird aktuell analysiert.

• Kooperationen mit neuen Plattformen: Durch die zunehmende Bedeutung des Matter-Standards wird Eve Systems weitere Integrationen mit neuen Plattformen und Geräten ermöglichen.

• Synergien mit ABB: Die Zugehörigkeit zur ABB-Gruppe eröffnet neue Chancen, insbesondere im Bereich der Gebäudeautomation und Energiemanagementlösungen. Eve Systems könnte hier als Brücke zwischen B2C und B2B Smart-Home-Lösungen agieren und von ABBs globalem Netzwerk und Expertise profitieren.

Zusammenfassend ist Eve sowohl Risiken als auch Chancen ausgesetzt. Zu den Risiken gehören technologische Herausforderungen durch die Weiterentwicklung von Standards wie Thread und Matter, ein intensiver Wettbewerb und mögliche Lieferkettenengpässe. Die Zugehörigkeit zu ABB mildert diese Risiken, insbesondere durch Zugang zu stabileren Lieferketten und einer stärkeren Marktposition.

Auf der Chancen-Seite plant das Unternehmen, sein Produktportfolio auszubauen, insbesondere im Bereich Energiemanagement und Sicherheit. Die Expansion in neue Märkte sowie die Integration neuer Plattformen bieten weiteres Wachstumspotenzial. Zudem eröffnen Synergien mit ABB im Bereich Gebäudeautomation und Energiemanagement langfristige Möglichkeiten.

 

München, den 12. Juni 2025

Eve Systems GmbH

Geschäftsführung

gez. Raimondo Salandra

gez. Jerome Gackel

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
30.9.2023
EUR
A. Anlagevermögen 1.042.326,00 1.138.048,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 670.353,00 620.453,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 670.353,00 620.453,00
II. Sachanlagen 371.973,00 347.595,00
1. technische Anlagen und Maschinen 244.326,00 218.388,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.647,00 129.207,00
III. Finanzanlagen 0,00 170.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 170.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen 19.185.539,91 14.460.448,32
I. Vorräte 5.874.779,64 6.877.247,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.621.135,12 783.813,79
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 836.384,61 269.501,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.362.780,40 68.635,02
3. sonstige Vermögensgegenstände 421.970,11 445.676,78
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 100.722,38 102.022,38
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 689.625,15 6.799.387,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 233.318,54 264.959,39
Bilanzsumme, Summe Aktiva 20.461.184,45 15.863.455,71

Passiva

31.12.2023
EUR
30.9.2023
EUR
A. Eigenkapital 11.743.312,68 1.262.831,12
I. gezeichnetes Kapital 277.778,00 277.778,00
II. Kapitalrücklage 5.446.678,19 5.446.678,19
III. Bilanzgewinn 6.018.856,49 -4.461.625,07
B. Rückstellungen 814.676,56 1.031.597,52
C. Verbindlichkeiten 7.903.195,21 13.569.027,07
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.130.699,45 4.204.538,80
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.022.500,00 9.126.509,46
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.749.995,76 237.978,81
davon aus Steuern 68.387,10 56.569,47
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 25.389,36 13.508,75
Bilanzsumme, Summe Passiva 20.461.184,45 15.863.455,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2023 - 31.12.2023
EUR
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1. Rohergebnis 13.229.206,39 7.560.714,24
2. Personalaufwand 1.487.801,85 7.757.526,94
a) Löhne und Gehälter 1.314.407,61 7.229.153,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 173.394,24 528.373,49
davon für Altersversorgung 7.678,64 30.034,72
3. Abschreibungen 68.624,22 248.644,43
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 68.624,22 248.644,43
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.150.630,87 3.506.797,08
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 315.270,19 390.826,66
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.417,78 13.620,31
davon aus verbundenen Unternehmen 18.417,78 13.486,31
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 60.085,67 145.780,97
davon an verbundene Unternehmen 60.085,67 145.780,97
7. Ergebnis nach Steuern 10.480.481,56 -4.084.414,87
8. sonstige Steuern 0,00 1.082,21
Jahresüberschuss 10.480.481,56 -4.085.497,08

Ergebnisverwendung

1.10.2023 - 31.12.2023
EUR
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1. Jahresüberschuss 10.480.481,56 -4.085.497,08
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 4.461.625,07 376.127,99
3. Bilanzgewinn 6.018.856,49 -4.461.625,07

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Eve Systems GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 108591

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 18. September 2023 so geändert, dass es künftig mit dem Kalenderjahr übereinstimmt. Diese Regelung gilt erstmals ab dem 1. Januar 2024. Der Zeitraum vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 bildet ein Rumpfgeschäftsjahr. Die Vorjahreszahlen sind daher nicht mit dem Rumpfgeschäftsjahr vergleichbar.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu zwei bis fünf Jahren linear abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 - 10 Jahre

Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

4. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch aktivierungspflichtige Teile der Gemeinkosten berücksichtigt werden.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Für das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

6. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

7. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

8. Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

10. Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 101 (Vj. TEUR 102).

3. Eigenkapital

Die Gesellschafterin hat im Vorjahr eine Zahlung in Höhe von TEUR 5.000 als Zuzahlung gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in das Eigenkapital (Kapitalrücklage) der Gesellschaft geleistet.

Der Bilanzgewinn setzt sich aus dem Jahresfehlbetrag des Vorjahres in Höhe von TEUR 4.085 sowie dem Jahresüberschuss des Rumpfgeschäftsjahres in Höhe von TEUR 10.480 zusammen.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2023
TEUR
30.09.2023
TEUR
Gewährleistungen 489 549
Urlaub 184 277
Beratung/Abschlussprüfung 61 39
Verkaufsunterstützung 30 0
Nebenkosten 21 28
Provisionen 16 11
Boni 14 103
ausstehende Rechnungen 0 10
Lizenzgebühren 0 7
Instandhaltungen 0 6
Schwerbehindertenabgabe 0 1
815 1.032

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:

Verbindlichkeiten bis 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
ab 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 4.131 0 0 4.131
Vorjahr 4.205 0 0 4.205
gegenüber verbundenen Unternehmen 2.022 0 0 2.022
Vorjahr 9.127 0 0 9.127
Sonstige 1.750 0 0 1.750
Vorjahr 238 0 0 238
7.903 0 0 7.903
13.569 0 0 13.569

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 2.023 enthalten.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen wie folgt:

Restlaufzeiten bis 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
ab 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
365 513 0 878

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge aus der Veräußerung der Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 11.030 enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Rumpfgeschäftsjahr durchschnittlich 45 Angestellte - davon 32 in Vollzeit und 13 in Teilzeit.

2. Gesellschaftsorgane

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

• Frau Lu Han, Geschäftsführerin, Master in Business Administration (bis 31. Januar 2025)

• Herr Jerome Gackel, Geschäftsführer, Post-Graduate in Business Administration and Audit

• Herr Raimondo Salandra, Geschäftsführer (ab 1. Februar 2025)

Hinsichtlich der Gesamtbezüge wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

3. Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen der Eve Systems GmbH, welches den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die ABB Asea Brown Boeri Ltd, Zürich, Schweiz. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt beim Handelsregister Zürich unter der Nummer CH-020.3.900.058-8. Die Eve Systems GmbH wird allerdings aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in diesen Konzernabschluss einbezogen.

4. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 10.480.481,56 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 4.461.625,07 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 12. Juni 2025

Eve Systems GmbH

Geschäftsführung

gez. Raimondo Salandra

gez. Jerome Gackel

Anlagespiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.10.2023
EUR
Zugänge 2023
EUR
Abgänge 2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 952.638,57 89.599,17 0,00 1.042.237,74
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 307.733,45 42.286,84 0,00 350.020,29
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 678.664,46 11.016,21 0,00 689.680,67
986.397,91 53.303,05 0,00 1.039.700,96
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 170.000,00 0,00 0,00 170.000,00
2.109.036,48 142.902,22 170.000,00 2.081.938,70
Abschreibungen
Stand 01.10.2023
EUR
Zugänge 2023
EUR
Abgänge 2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 332.185,57 39.699,17 0,00 371.884,74
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 89.345,45 16.348,44 0,00 105.694,29
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 549.457,46 12.576,21 0,00 562.033,67
638.802,91 28.925,05 0,00 667.727,96
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
970.988,48 68.624,22 0,00 1.039.612,70
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 30.09.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 670.353,00 620.453,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 244.326,00 218.388,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.647,00 129.207,00
371.973,00 347.595,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 170.000,00
1.042.326,00 1.138.048,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27. August. 2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Eve Systems GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eve Systems GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eve Systems GmbH, München, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023, und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus:

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irrführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 12. Juni 2025

ALR Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Baumgartner, Wirtschaftsprüfer

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