DELTA VIVUM Berlin II GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sören Kauer seit 24.4.2024 | Prokura |
Eva Maria Weiß seit 18.9.2023 | Geschäftsführer |
Jan-Ole Kosch seit 26.5.2023 | Prokura |
Olaf Weber seit 26.5.2023 | Geschäftsführer |
Kerstin Intek seit 26.5.2023 | Prokura |
Jörg Erasmus Schindler seit 26.5.2023 | Prokura |
Stefan Bode seit 26.5.2023 | Prokura |
Jens Koglin seit 26.5.2023 | Prokura |
Stephen Guhr seit 26.5.2023 | Prokura |
Philipp Emanuel Späth seit 26.5.2023 | Prokura |
Torsten Akelbein seit 26.5.2023 | Prokura |
Lars Urbansky seit 2.9.2022 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Deutsche Wohnen SEBerlinJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Geschäftsbericht 2022Kennzahlen
* Alte Steuerungskennzahlen Deutsche Wohnen
2021.
Unternehmen und AktiePositive Entwicklung 2022 in einem höchst fordernden makroökonomischen Umfeld, dabei Vollvermietung bei hohen Zufriedenheitswerten. Integration zur Bündelung gleichartiger Aktivitäten zur Hebung von Synergien erfolgreich in Umsetzung. Corporate Governance im faktischen Konzern etabliert. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sehr geehrte Damen und Herren,hinter uns liegt ein ereignisreiches Jahr. Nach dem Zusammenschluss mit der Vonovia SE sind wir in den vergangenen Monaten auch organisatorisch und in den Prozessen in einen Gleichtakt gekommen. Zugleich entwickelte sich unserer Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich weiter. Die für das Geschäftsjahr 2022 festgelegten Zielwerte wurden erreicht bzw. übertroffen, bei einer weiterhin hohen Mieterzufriedenheit. Dabei gestaltete sich das Umfeld 2022 unerwartet schwierig. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine löste erneut eine Fluchtbewegung aus. Viele Menschen führte es nach und über Berlin. Hier war - und ist - unser Einsatz gefordert. Unterbrochene Lieferketten, steigende Materialpreise und das Anziehen der Inflation beeinflussten unsere Planungen und Kalkulationen mitunter spürbar. Auch hierfür fanden wir Lösungen. 2022 investierten wir rund 541,7 Mio. € in den Bestand und stellten mehr als 300 Wohnungen fertig. Eine große Herausforderung waren die stark steigenden Energiepreise. Auch hier tragen wir über Härtefallregelungen dazu bei, dass die Belastungen für unsere Mieterinnen und Mieter im Rahmen bleiben. Im Januar des vergangenen Jahres erfolgte der Eigentumsübergang aus dem 2021 vereinbarten Verkauf von rund 10.600 Wohnungen und 230 Gewerbeeinheiten an die drei Landesgesellschaften HOWOGE, degewo und Berlinovo. Die Abgabe des Berliner Teilbestands ist ein Baustein des "Zukunfts- und Sozialpakts Wohnen", einer Vereinbarung mit dem Land Berlin, in deren Rahmen wir uns für eine soziale und nachhaltige Wohnungswirtschaft einsetzen. Nach dem Zusammenschluss mit der Vonovia SE haben wir unsere Steuerungskennzahlen sowie unsere Segmentzuordnung an die Systematik von Vonovia angeglichen: Heute steuern wir unser Unternehmen nach dem Group FFO, dem Adjusted EBITDA Total und dem NTA pro Aktie. Unsere Segmente gliedern wir in die fünf Bereiche Rental, Value-add, Recurring Sales, Development und Pflege. Mit den Portfolioveränderungen im vergangenen Jahr war unser Bestand zum Stichtag um etwa 9 % kleiner als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung dieses Mengeneffekts blicken wir erneut auf ein erfolgreiches Jahr: Das Adjusted EBITDA Total sank um 3,4 % von 726,8 Mio. € auf 701,8 Mio. €. Der Group FFO lag mit 593,6 Mio. € auf dem Niveau von 2021 (594,3 Mio. €). Der NAV pro Aktie lag zum Stichtag 31. Dezember 2022 bei 51,30 €. Unser Verschuldungsgrad LTV lag mit 28,1 % leicht unter dem des Vorjahres (28,4 %). Der Leerstand bleibt mit 1,9 % ausgesprochen niedrig. In Berlin - hier befinden sich nahezu drei Viertel unseres Bestands - liegt die Quote sogar bei 1,2%. In der Praxis bedeutet dies, dass jede frei werdende Wohnung nach Instandsetzung sofort wieder neu vermietet wird. Mit einer monatlichen Durchschnittsmiete von 7,48 € pro m 2 (in Berlin 7,41 € pro m 2) bieten wir unseren Kunden weiterhin ein bezahlbares Zuhause. Der niedrige Leerstand zeigt: In Berlin ist der Wohnungsbedarf besonders groß - genauso wie die öffentliche Aufmerksamkeit für die Sicherung von bezahlbarem Wohnraum. Wir nehmen die Sorgen der Menschen in der Stadt sehr ernst. Die Zusage an unsere Mieterinnen und Mieter, die Miete auch nach einer Modernisierung im Rahmen des Leistbaren zu halten, gilt weiterhin. Zudem verpflichten wir uns, in der Neuvermietung jede vierte Wohnung an Mieterinnen und Mieter mit einem Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein zu vergeben. Beim Beginn neuer Bauprojekte werden wir uns aufgrund der zwischenzeitlich veränderten Rahmenbedingungen leider vorerst zurückhalten müssen. Ein Bauen, das unseren Kundinnen und Kunden eine bezahlbare Miete ermöglicht, ist aktuell nicht möglich. Was wir aber versprechen können: Sobald die Bedingungen wieder stimmen, werden wir zu den Ersten gehören, die sich an der Umsetzung beteiligen. Bis dahin werden wir die bereits begonnenen Neubauprojekte verlässlich fortführen und erfolgreich zum Abschluss bringen. Und für die weitere Verbesserung unseres Services: Unsere Mieterinnen und Mieter erreichen uns mit ihren Anliegen jetzt auch digital rund um die Uhr. Möglich macht das die neue DeuWo Digital App. Über sie können Kundinnen und Kunden jetzt auch auf einfachem Weg alles Wichtige zu ihrem Mietverhältnis einsehen. In Anlehnung an die "Mein Vonovia"-APP führen wir auch in Bezug auf die Kundenkommunikation die Unternehmensprozesse zusammen.
Olaf Weber, CFO Konstantina Kanellopoulos, Co-Vorstandsvorsitzende Lars Urbansky, Co-Vorstandsvorsitzender Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,nach nicht einmal einem Jahr haben wir unsere Strukturen und Prozesse mit denen von Vonovia synchronisiert. Das ist eine außerordentliche Leistung - vor allem, weil wir dies geschafft haben, ohne dass das Tagesgeschäft darunter gelitten hat. Das belegt auch die jüngste Kundenbefragung: Unsere Mieterinnen und Mieter sind mit unserer Arbeit sehr zufrieden. Schritt für Schritt werden wir nun auch kulturell mit den Kolleginnen und Kollegen von Vonovia zusammenwachsen. Was uns dabei verbindet, ist der gesellschaftliche Auftrag, auf Basis dessen wir uns als großes europäisches Immobilienunternehmen um bedarfsgerechtes Wohnen und bezahlbaren Wohnraum kümmern werden. Auch im Innenverhältnis wird uns das kombinierte Unternehmen voranbringen - weil sich, versammelt hinter den gleichen Werten, für die Einzelne bzw. den Einzelnen im größeren Kontext mehr Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Besonders bedanken wir uns für Ihre Solidarität, die Sie gegenüber den Geflüchteten aus der Ukraine gezeigt haben. Ihr spontanes Engagement hat vielen Menschen in Not geholfen und ihnen neue Hoffnung gegeben. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,mit Ihrem Vertrauen im Rücken haben wir auch das vergangene Jahr genutzt, um unseren Weg in Ihrem Sinne und zugleich im Sinne der Gesellschaft weiterzugehen. Als Immobilienunternehmen wollen wir mit zufriedenen Mieterinnen und Mietern erfolgreich sein. Dafür kümmern wir uns um bezahlbaren Wohnraum, um Servicequalität und um eine Immobiliensubstanz, die das Klima schützt. Unserem verbindlichen Klimapfad folgend, generieren wir durch die zeitgemäße Qualität unseres Bestands weiterhin eine hohe Nachfrage auf der Interessentenseite. Die beiden wichtigsten Themen bleiben somit die Kundenzufriedenheit und der Klimaschutz. Unsere Investitionen werden wir, wie oben beschrieben, bis auf Weiteres auf das Notwendige beschränken. Insgesamt erwarten wir einen leichten Rückgang des Adjusted EBITDA Total sowie des Group FFO. Beide Kennzahlen sind aktuell maßgeblich durch die Absatzrisiken am Transaktionsmarkt beeinflusst. Des Weiteren erwarten wir für 2023 eine weitere Steigerung unseres Unternehmenswerts und einen leichten Anstieg des NAV pro Aktie ohne Berücksichtigung weiterer marktbedingter Wertveränderungen. Deutsche Wohnen bleibt sehr gut aufgestellt - strategisch und finanziell.
Berlin, im März 2023 Mit freundlichen Grüßen Konstantina Kanellopoulos, Co-Chief Executive Officer, Co-CEO Lars UrbanskyCo-Chief Executive Officer, Co-CEO Olaf Weber, Chief Financial Officer, CFO Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,der Vorstand führte die Deutsche Wohnen SE 2022 erneut durch ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Das Geschäftsmodell bewährte sich nach wie vor auch in einem herausfordernden Umfeld, sodass das Unternehmen seine wesentlichen operativen und wirtschaftlichen Ziele erreichen konnte. Die wohnungspolitische Situation am Berliner Wohnungsmarkt blieb weiter angespannt. Deshalb standen Vorstand und Aufsichtsrat weiter in einem intensiven Dialog mit Politik und Stakeholdern. Nach der Übernahme der Mehrheitsanteile an der Gesellschaft durch die Vonovia SE trieben Vorstand und Aufsichtsrat die Integration der operativen Unternehmensbereiche in den Vonovia Konzern konzentriert voran - im gemeinsamen Interesse von Deutsche Wohnen und ihrer Mehrheitsgesellschafterin. Ein wichtiges Aufmerksamkeitsfeld waren dabei auch das Aufdecken und Erschließen von Synergien. Die Abläufe und Datenprozesse wurden aufeinander abgestimmt, die Governance-Strukturen angeglichen. Ein weiterer wichtiger Aufmerksamkeitsschwerpunkt war die Weiterentwicklung der Strategie in den Bereichen Pflegeimmobilien und Projektentwicklung. Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und VorstandIm Geschäftsjahr 2022 nahm der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung, Deutschem Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Er beriet den Vorstand regelmäßig bei dessen Leitung des Unternehmens und überwachte laufend seine Tätigkeit. Das Kontrollgremium war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Geschäftspolitik, der Unternehmensplanung und -strategie, der Lage des Unternehmens einschließlich der Chancen und Risiken, des Gangs der Geschäfte, des Risikomanagements sowie der Compliance. Abweichungen zwischen tatsächlicher und geplanter Entwicklung wurden durch den Vorstand umfassend erläutert. Bedeutende Geschäftsvorgänge stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Die Aufsichtsratsvorsitzende und andere Aufsichtsratsmitglieder standen auch außerhalb der Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen in einem regelmäßigen Austausch mit den Vorständen. Die besprochenen Themen betrafen unter anderem die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Geschäftsentwicklung sowie operative Entscheidungen im Rahmen der Integration der Gesellschaft in den Vonovia Konzern. Von besonderer Bedeutung war dabei die Erörterung der Sicherstellung einer langfristig soliden Kapitalstruktur sowie einer flexiblen Cashflow-Planung. Sitzungen und Beschlüsse des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2022 trat der Aufsichtsrat insgesamt siebenmal zu Beratungen und Beschlussfassungen zusammen: zweimal in Form einer Präsenzsitzung (März und Mai), dreimal über Videokonferenz (Januar, Juni und September) und zweimal im Rahmen einer Hybridveranstaltung (Oktober und Dezember). Achtmal traf der Aufsichtsrat Entscheidungen im schriftlichen Verfahren (Januar, zweimal Februar, zweimal April, Mai, Juli und Dezember). Die Abwesenheit einzelner Mitglieder zu den Zusammenkünften war stets entschuldigt. Die Teilnahme an den insgesamt 15 Aufsichtsratssitzungen bzw. Beschlussfassungen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 100 %. Kein Mitglied des Aufsichtsrats nahm während seiner Mandatszeit an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil. Dasselbe gilt für die Ausschüsse. Zur Vorbereitung der Zusammenkünfte übermittelte uns der Vorstand rechtzeitig umfassend aussagekräftige schriftliche Berichte und Beschlussvorschläge. Individualisierte Sitzungsteilnahme im Geschäftsjahr 2022
AufgabenschwerpunkteSchwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit bildeten im Geschäftsjahr die Geschäftsplanung und die Geschäftsentwicklung, die Unternehmensstrategie, die Integration der Gesellschaft in den Vonovia Konzern, die Finanz- und Liquiditätslage, die Überprüfung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sowie Vorstandsangelegenheiten. SitzungenAm 2. Januar 2022 trat der Aufsichtsrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Themen waren die Wahl der Aufsichtsratsvorsitzenden Helene von Roeder und ihres Stellvertreters Dr. Florian Stetter, die Neufassung der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sowie die Konstituierung der drei Arbeitsausschüsse. Das Gremium bestellte Konstantina Kanellopoulos und Olaf Weber als Vorstandsmitglieder, setzte Konstantina Kanellopoulos und Lars Urbansky als Co-Vorstandsvorsitzende ein und legte den Geschäftsverteilungsplan fest. Im Sinne einer effektiven Konzernleitung und guten Corporate Governance hob der Aufsichtsrat die bisherige Geschäftsordnung auf und setzte eine Geschäftsordnung in Kraft, die im Einklang mit den Regeln der beherrschenden Gesellschaft Vonovia SE steht. Darüber hinaus beschloss das Gremium nach eingehender Befassung mit den Konditionen über den Abschluss eines Darlehensvertrags mit der Vonovia SE in Höhe von bis zu 2 Mrd. € mit einer Laufzeit von drei Jahren. In den intensiven Beratungen wurden die alternative Mittelverwendung geprüft und der Abschluss als im Unternehmensinteresse liegend bestätigt. Als wesentliches Geschäft mit der Vonovia SE als nahestehender Person sind die maßgeblichen Bedingungen wie Zinssatz und Sicherungsmaßnahmen veröffentlicht worden. Am 20. Januar 2022 beschloss das Gremium im Rahmen eines Umlaufbeschlusses, die Satzung aufgrund der Ausgabe von Bezugsaktien aus bedingtem Kapital im Geschäftsjahr 2021 wie folgt anzupassen: Erhöhung des Grundkapitals um die Summe aller im Jahr 2021 ausgegebenen Bezugsaktien, Ausgabe von Aktien zur Abfindung von GSW-Aktionären (§ 6b Abs. 1), Ausgabe von Aktien zur Bedienung von an den Vorstand ausgegebenen und im Jahr 2021 ausgeübten Aktienoptionen (§ 6c Abs. 1), Ausgabe von Aktien zur Bedienung der im Februar 2017 begebenen Wandelschuldverschreibungen (Bedingtes Kapital 2015) (§ 6d Abs. 1); Ausgabe von Aktien zur Bedienung der Wandelschuldverschreibungen (Bedingtes Kapital 2017) (§ 6e Abs. 1). Am 7. Februar 2022 genehmigte der Aufsichtsrat per schriftlichem Umlaufbeschluss die Verkaufstransaktion "Portfolio Rohrdamm" (640 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Berlin) als Asset Deal. Am 15. Februar 2022 beschloss das Gremium im schriftlichen Umlaufverfahren, die ordentliche Hauptversammlung 2022 der Deutsche Wohnen SE am 2. Juni 2022 am Sitz der Gesellschaft, Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin, als rein virtuelle Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten durchzuführen. Am 29. März 2022 trat der Aufsichtsrat zur Bilanz feststellenden Sitzung zusammen. Das Gremium billigte den Jahres- und Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie den Vergütungsbericht, den Abhängigkeitsbericht und die Erklärung zur Unternehmensführung. Es stimmte dem Wahlvorschlag des Prüfungsausschusses für den Wirtschaftsprüfer 2022 zu und verabschiedete den Bericht des Aufsichtsrats. Er beriet und beschloss Anpassungen zum Vergütungssystem des Vorstands sowie zur Aktualisierung der Entsprechenserklärung. Das Gremium besprach Vorstandsangelegenheiten und die Zielvereinbarungen. Ferner beriet und beschloss der Aufsichtsrat über die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung. Das Gremium informierte sich über den Stand der Integration von Deutsche Wohnen in den Vonovia Konzern und erörterte das vorgesehene Relationship Agreement zwischen der Gesellschaft und der Vonovia SE. Weiteres Thema der Sitzung betraf die Strategie im Segment Pflege. Am 6. April 2022 stimmte der Aufsichtsrat im schriftlichen Umlaufverfahren der Auszahlung von Gesellschafterdarlehen an QUARTERBACK in Höhe von 41 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022 und einer Verzinsung in Höhe von 5,50 % sowie einer Prolongation in im Jahr 2022 fälliger Gesellschafterdarlehen nach Berücksichtigung eines Tilgungsvolumens von 140 Mio. € um maximal zwölf Monate zu. Am 19. April 2022 gab der Aufsichtsrat im schriftlichen Umlaufverfahren seine Zustimmung zur Änderung des Ergebnisverwendungsvorschlags und zur Verabschiedung der Einberufung der Hauptversammlung. In seiner Aufsichtsratssitzung am 6. Mai 2022 beschäftigte sich der Aufsichtsrat eingehend mit den Ausschussberichten, der Geschäftsentwicklung, der aktuellen wohnungspolitischen Situation in Berlin sowie mit den Herausforderungen im Hinblick auf den Klimapfad. Er erörterte gemeinsam mit dem Vorstand den Stand der Integration und stimmte dem Abschluss des vorgelegten Relationship Agreements mit der Vonovia SE zu. Den Beschluss des Vorstands, das Segment Pflege einem strategischen Review zu unterziehen, nahm er nach entsprechender Erläuterung des Vorstands billigend zur Kenntnis. Am 19. Mai 2022 erteilte der Aufsichtsrat im schriftlichen Umlaufverfahren seine Zustimmung zum Budget für externe Kosten für die Durchführung einer "Vendor Due Diligence" im Rahmen des strategischen Reviews des Segments Pflege ("Projekt PLUS"). Am 2. Juni 2022 trat der Aufsichtsrat im Anschluss an die Hauptversammlung per Videokonferenz erneut zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. Er wählte die Vorsitzende, bestätigte den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und besetzte bzw. bestätigte die Mitglieder der Ausschüsse. Das Gremium besprach und beschloss den Long-Term-Incentive-Plan für die Jahre 2022 bis 2025. Weitere Themen waren die Resultate der Hauptversammlung sowie die aktuelle Personalsituation in der Deutsche Wohnen SE. Am 7. Juli 2022 beschloss der Aufsichtsrat im schriftlichen Umlaufverfahren den Verkauf der unbebauten Einfamilienhausgrundstücke in Worms, Alte Ziegelhütte. In der Sitzung am 12. September 2022 beschloss der Aufsichtsrat, dass die Deutsche Wohnen SE zukünftig von der Erleichterungsvorschrift zur CSR-Berichterstattung Gebrauch macht und auf die Erstellung einer Nichtfinanziellen Erklärung im Zusammengefassten Lagebericht verzichtet. Er informierte sich über Mehraufwendungen in der Abschlussprüfung und beschloss das Honorar für die Abschlussprüfung 2022. Weitere Besprechungs- und Beschlussthemen waren die Quartiersentwicklung Miquelallee, die notwendigen Prozessanpassungen bei der Implementierung eines zentralen Schließsystems, der aktuelle Integrationsstand, die Intercompany Loan mit der Vonovia SE, die Kommunikation mit den Minderheitsaktionären sowie die Veräußerung zweier Immobilienobjekte in Berlin. Ebenfalls thematisiert wurden die Terminplanung 2023, der Sachstand zum Strategiereview des Segments Pflege sowie die Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex. In der Sitzung am 20. Oktober 2022 beriet der Aufsichtsrat eingehend über die strategische Ausrichtung der Gesellschaft. Er besprach den Strategiereview Pflege unter dem Arbeitstitel PLUS und beschloss für diesen eine Budgeterhöhung. Weitere besprochene Themen waren der Stand des Delisting-Prozesses der GSW Immobilien AG sowie die Terminplanung für die Gremiensitzungen 2023. In der Sitzung am 9. Dezember 2022 befasste sich der Aufsichtsrat nach eingehender Auseinandersetzung mit der Geschäftsentwicklung mit dem Wirtschaftsplan 2023. Er beschloss über die Anpassung der Geschäftsordnungen von Aufsichtsrat und Vorstand und verabschiedete die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Das Gremium informierte sich über den Stand des Integrationsprojekts und beschloss über die Umstellung der konzerninternen Geschäftsbesorgungsverträge sowie die Veränderung weiterer Verträge. Bezüglich der Hauptversammlung am 15. Juni 2023 wurde beschlossen, diese im neuen gesetzlichen Format als virtuelle Hauptversammlung ohne die Möglichkeit von Vorabfragen durchzuführen. Der Aufsichtsrat nahm den jährlichen Bericht zu Verkäufen an Mitarbeiter zur Kenntnis und beschloss im Rahmen der Besprechung von Vorstandsangelegenheiten Vertrags- bzw. Vergütungsanpassungen. Am 30. Dezember 2022 fasste der Aufsichtsrat im schriftlichen Umlaufverfahren Beschlüsse bezüglich der Tranche 2023 des LTI-Plans als auch der Festlegung der variablen Ziele für 2023 für die Mitglieder des Vorstands der Deutsche Wohnen SE (Ziel- und Maximalwerte für die einzelnen Erfolgsziele sowie Festlegen von Leistungsfaktoren). Arbeit der AusschüsseZur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat Ausschüsse gebildet, deren Bedarf und Tätigkeit er im Berichtsjahr laufend bewertet. Seit der Neukonstituierung des Aufsichtsrats und der Änderung der Geschäftsordnung am 2. Januar 2022 sind die Ausschüsse des Aufsichtsrats mit vier (vormals drei) Mitgliedern besetzt. Im Berichtsjahr bestanden drei Ausschüsse:
Die Aufgaben der jeweiligen Ausschüsse werden detailliert in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt. Grundsätzlich werden in den Ausschüssen die Beschlüsse des Aufsichtsrats und Themen, die im Aufsichtsratsplenum zu behandeln sind, vorbereitet. Soweit gesetzlich zulässig, wurden einzelnen Ausschüssen durch die Geschäftsordnung oder durch Beschlüsse des Aufsichtsrats Entscheidungsbefugnisse übertragen. Die Ausschussvorsitzenden berichteten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und umfassend über die Inhalte und Ergebnisse abgehaltener Ausschusssitzungen. Präsidial- und NominierungsausschussDer Präsidial- und Nominierungsausschuss kam im Berichtsjahr zweimal zusammen (29. März und 5. Dezember). Inhalte der in Präsenz bzw. hybrid abgehaltenen Sitzungen waren das Anforderungsprofil an den Aufsichtsrat, ein entsprechender Wahlvorschlag an die Hauptversammlung für die weitere Aufsichtsratsbesetzung, das Vergütungssystem sowie Vertragsangelegenheiten des Vorstands. PrüfungsausschussDer Prüfungsausschuss (Audit Committee) traf sich im Berichtsjahr zu fünf Sitzungen (2. März, 29. März, 6. Mai, 4. August und 7. November). In den Zusammenkünften, die als Präsenz-, Hybrid- und Videokonferenz stattfanden, behandelte er die für ihn relevanten Gegenstände der Aufsichtsratsarbeit. Dazu zählten die Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte der Deutsche Wohnen SE sowie die Erörterung des Risikomanagementsystems, der Compliance und der Revision. Der Ausschuss überwachte die Tätigkeit der Prüfungsgesellschaft und besprach die Prüfungsschwerpunkte. Der Ausschuss fasste einen Beschluss zur Ausschreibung des Mandats als Abschlussprüfer und empfahl dem Aufsichtsratsgremium nach einem Auswahlverfahren, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, als Abschlussprüfer für die Geschäftsjahre ab 2023 zu nominieren. Weitere Beratungs- bzw. Beschlussthemen waren die Nutzung der Erleichterungsvorschrift zur Befreiung von der CSR-Berichterstattung bzw. der Erstellung einer nichtfinanziellen Erklärung, der Bilanzierungsansatz der Beteiligung QUARTERBACK Immobilien AG, die Qualitätssicherung in der Prüfung sowie das Prüfungshonorar. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses verfügen über Sachverstand und Erfahrung in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Die Ausschussvorsitzende verfügt über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung, und Christoph Schauerte als weiteres Ausschussmitglied ist zusätzlich sachverständig auf dem Gebiet der Abschlussprüfung (§ 100 Abs. 5 AktG). FinanzausschussDer Finanzausschuss kam im Berichtsjahr dreimal (15. Februar, 13. Juni und 15. Juni) zusammen. Die im Umlaufverfahren getroffenen Beschlüsse bezogen sich auf den Rückkauf von Green Bonds der Gesellschaft in Höhe von nominal bis zu 84,3 Mio. €, die vorzeitige Auflösung der revolvierenden Kreditlinie (RCF) bei der UniCredit in Höhe von 200 Mio. € sowie die vorzeitige Auflösung der revolvierenden Kreditlinie (RCF) bei der BNP Paribas SE Niederlassung Deutschland in Höhe von 100 Mio. €. Corporate GovernanceVorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Wohnen SE verpflichten sich den Prinzipien einer guten Corporate Governance. Auch im Berichtsjahr befassten sich die Mitglieder des Aufsichtsrats sorgfältig mit den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Am 29. März 2022 verabschiedete das Gremium eine aktualisierte Fassung der Entsprechenserklärung. Nach entsprechenden Änderungen der Kodex-Anforderungen und Veröffentlichung am 27. Juni 2022 im Bundesanzeiger beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat am 9. Dezember 2022 erneut eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG. Beide Erklärungen wurden auf der 5 Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zur Einsicht eingestellt. Von den sechs Aufsichtsratsmitgliedern waren im Berichtsjahr drei Mitglieder als unabhängig anzusehen. Mögliche Interessenkonflikte wurden durch die Mitglieder des Aufsichtsrats unverzüglich offengelegt und im Gremium thematisiert. Dies war im Geschäftsjahr einmal der Fall, als es um die Vergabe eines Konzerndarlehens der Deutsche Wohnen SE an die Vonovia SE ging. Hier wurden die entsprechenden Entscheidungen unter entsprechender Stimmenthaltung getroffen. Abgesehen davon gab es im Geschäftsjahr 2022 keine Konflikte von Individualinteressen der Organmitglieder mit den Unternehmensinteressen. Der Aufsichtsrat hat sich mit der Angemessenheit des eingerichteten internen Kontrollsystems befasst und dessen Wirksamkeit gewürdigt. Dabei hat sich der Aufsichtsrat davon überzeugt, auch auf Basis von Erörterungen mit der Internen Revision sowie mit dem Abschlussprüfer, dass die eingerichteten technischen und organisatorischen Vorkehrungen im Sinne von Kontrollen sicherstellen können, das Unternehmen vor Schäden durch Vermögensverlust, dolose Handlungen oder Fehlsteuerungen in allen wesentlichen Belangen zu bewahren. Als Maßstab dafür galten u. a. auch die Maßstäbe des Deutsche Corporate Governance Codex der jüngsten Veröffentlichungen aus dem Jahre 2022. Somit kam der Aufsichtsrat zu dem Schluss, dass das interne Kontrollsystem in allen wesentlichen Belangen angemessen und wirksam ist. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDer vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Deutsche Wohnen SE zum 31. Dezember 2022 und der Konzernabschluss sowie der Zusammengefasste Lagebericht der Gesellschaft wurden von dem durch die ordentliche Hauptversammlung am 2. Juni 2022 bestellten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer war Gunnar Brandt, der erstmalig zusammen mit Dr. Christof Hasenburg für die Abschlussprüfung der Gesellschaft und des Konzerns verantwortlich zeichnet. Der Jahresabschluss der Deutsche Wohnen SE und der Konzernabschluss, der Zusammengefasste Lagebericht der Deutsche Wohnen SE und des Konzerns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern sofort nach Aufstellung zur Verfügung gestellt. Der Abschlussprüfer hat an den Sitzungen des Prüfungsausschusses zur Erörterung der Abschlussunterlagen für die Bilanz-Aufsichtsratssitzung teilgenommen. Er hat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung, insbesondere hinsichtlich der diesjährigen Prüfungsschwerpunkte/Key Audit Matters, berichtet und ergänzende Auskünfte erteilt. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 23. März 2023 umfassend über den Jahresabschluss und die Abschlussprüfung berichtet. Zudem erläuterte der Abschlussprüfer die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand den Aufsichtsratsmitgliedern für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Zusammengefassten Lagebericht, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sorgfältig geprüft. Es haben sich keine Einwendungen ergeben. Der Aufsichtsrat hat daraufhin, der Empfehlung des Prüfungsausschusses entsprechend, den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der festgestellte Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn aus. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns an. Der ordentlichen Hauptversammlung 2023 wird vorgeschlagen, eine Dividende von 0,04 € je Inhaberaktie auszuschütten und den verbleibenden Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Die Vonovia SE hält seit dem 30. September 2021 mehr als 50 % des Grundkapitals und der Stimmrechte der Deutsche Wohnen SE. Daher war für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 ein Bericht gemäß § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) zu erstellen. Den vom Vorstand erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen der Deutsche Wohnen SE sowie den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hierzu hat der Aufsichtsrat ebenfalls geprüft. Es wurden keine Beanstandungen erhoben. Der Abschlussprüfer hat dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Wir schließen uns diesem Urteil an. Aufgrund unserer eigenen Prüfung sind gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen zu erheben. PersonaliaMit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurden Helene von Roeder, Dr. Fabian Heß, Peter Hohlbein, Christoph Schauerte und Simone Schumacher bis zum Ablauf der nächsten Hauptversammlung der Gesellschaft als Aufsichtsratsmitglieder aufgrund des Beschlusses des Amtsgerichts Charlottenburg vom 3. Dezember 2021 bestellt. In seiner konstituierenden Sitzung am 2. Januar 2022 wählte der Aufsichtsrat Helene von Roeder zur Vorsitzenden und Dr. Florian Stetter zum stellvertretenden Vorsitzenden. Diese Wahl bestätigte der Aufsichtsrat am 2. Juni 2022, als zuvor die taggleiche Hauptversammlung die Aufsichtsratsmitglieder Helene von Roeder, Dr. Fabian Heß, Peter Hohlbein, Christoph Schauerte und Simone Schumacher in den Aufsichtsrat gewählt hatte. Der Aufsichtsrat bestellte mit Wirkung zum 2. Januar 2022 Konstantina Kanellopoulos und Olaf Weber zu neuen Mitgliedern des Vorstands. Konstantina Kanellopoulos und das bisherige Vorstandsmitglied Lars Urbansky führen die Gesellschaft seitdem als Co-Vorstandsvorsitzende. Mit Wirkung zum 31. März 2022 legte Philip Grosse sein Mandat als Vorstandsmitglied nieder. SchlusswortIm Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutsche Wohnen SE und sämtlicher Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz und ihre erbrachten Leistungen im vergangenen Jahr.
Berlin, 23. März 2023 Für den Aufsichtsrat Helene von Roeder VorstandDem Vorstand der Deutsche Wohnen SE gehörten zum 31. Dezember 2022 drei Mitglieder an. Konstantina Kanellopoulos
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Grundsätze für Finanzierung und Investitionen, einschließlich Kapitalstruktur der Konzerngesellschaften und Dividendenzahlungen; |
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Grundsätze der Akquisitions- und Veräußerungspolitik, einschließlich des Erwerbs und der Veräußerung einzelner Beteiligungen von strategischer Bedeutung. |
Der Finanzausschuss beschließt anstelle des Aufsichtsrats insbesondere allgemeine Leitlinien und Grundsätze zur Umsetzung der Finanzstrategie, einschließlich Umgang mit Währungsrisiken, Zins-, Liquiditäts- und anderen Finanzrisiken und Umgang mit Kreditrisiken und Umsetzung der Fremdfinanzierungsgrundsätze, sowie über wesentliche Geschäfte hinsichtlich des Erwerbs und der Veräußerung von Immobilien sowie Gesellschaftsanteilen und der Unternehmensfinanzierung.
Der Vorstand leitet das Unternehmen gemeinschaftlich und in eigener Verantwortung und zum Wohle des Unternehmensinteresses unter Beachtung der anwendbaren Rechtsvorschriften, der Satzung und der Geschäftsordnungen. Dies beinhaltet die Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, der Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen und interessierten Parteien.
Der Vorstand wird vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Er hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, und der Aufsichtsrat hat sie beschlossen. Der Vorstand hat zwei Vorstandsvorsitzende, die die Arbeit des Vorstands koordinieren und diesen gegenüber dem Aufsichtsrat vertreten.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend entsprechend den Grundsätzen einer gewissenhaften und getreuen Rechenschaft nach Maßgabe des Gesetzes und der vom Aufsichtsrat festgelegten Berichtspflichten.
Der Vorstand legt die strategische Ausrichtung des Unternehmens fest, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und setzt sie um. Dabei sorgt er auch für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sowie der unternehmensinternen Richtlinien. Der Vorstand sorgt ferner für die Einhaltung eines angemessenen Risikomanagement- und Risiko-Controlling-Systems. Für die dort einzubeziehenden Sozial- und Umweltfaktoren und die damit verbundenen Risiken und Chancen sowie Auswirkungen trägt die Co-Vorstandsvorsitzende die Ressortverantwortung.
Der Vorstand legt dem Aufsichtsrat außerdem die Konzernplanung für das kommende Geschäftsjahr sowie die mittelfristige und strategische Planung, die auch nachhaltigkeitsbezogene Ziele umfasst, vor. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und der Entwicklung oder für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, sowie über etwaige auftretende Mängel in den Überwachungssystemen unterrichten die Co-Vorstandsvorsitzenden die Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich.
Der Vorstand bedarf bei bestimmten wichtigen Geschäften der Zustimmung des Aufsichtsrats. Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden dem Aufsichtsrat bzw. im Rahmen der delegierten Kompetenz einem seiner Ausschüsse rechtzeitig vorgelegt. Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren.
Die Vorstandsmitglieder unterliegen einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Vorstandsmitglieder dürfen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate in konzernfremden Gesellschaften, nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats übernehmen.
Wesentliche Geschäfte zwischen dem Unternehmen einerseits und den Vorstandsmitgliedern sowie ihnen nahestehenden Personen oder ihnen persönlich nahestehenden Unternehmungen andererseits bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Das zur Bewertung dieser Geschäfte vom Aufsichtsrat eingerichtete interne Verfahren ist im Abschnitt → Der Aufsichtsrat dargelegt.
Gemäß des Deutschen Corporate Governance Kodex sind der Aufsichtsrat und der Vorstand so zu besetzen, dass die Organe bzw. ihre Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen. Die Anforderungen wurden mit Inkrafttreten des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes erweitert und gesetzlich fixiert. Der Aufsichtsrat hat die Kriterien und Ziele für die Besetzung der Leitungs- und Aufsichtsorgane unter Berücksichtigung der oben genannten Vorgaben wie folgt beschlossen:
Zusammensetzung: Dem Aufsichtsrat der Deutsche Wohnen SE als börsennotiertem, aber nicht mitbestimmungspflichtigem Unternehmen sollen sechs Mitglieder angehören, die in angemessener Zahl unabhängig im Sinne des Kodex sind. Alle Mitglieder sollen für die Wahrnehmung ihres Mandats ausreichend Zeit haben, sodass sie es mit der gebotenen Regelmäßigkeit und Sorgfalt wahrnehmen können.
Bei den Wahlvorschlägen zu neu zu besetzenden Aufsichtsratspositionen an die Hauptversammlung soll der Aufsichtsrat die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen der zur Wahl stehenden Kandidaten (s. u.) umfassend geprüft haben sowie die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen der Kandidaten zum Unternehmen, zu den Organen der Gesellschaft und zu wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionären offenlegen. Als wesentlich beteiligt gelten Aktionäre, die direkt oder indirekt mehr als 10 % der stimmberechtigten Aktien der Gesellschaft halten. Die Wahlvorschläge orientieren sich dabei nicht an der Zugehörigkeit des Kandidaten zu einer bestimmten am Unternehmen interessierten Partei.
Weitere allgemeine und nach dem im abgelaufenen Geschäftsjahr geltenden DCGK bestimmte Kriterien für die Zusammensetzung sind:
| ― |
Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören. |
| ― |
Die Aufsichtsratsmitglieder sollen keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausüben. |
| ― |
Sofern ein (designiertes) Mitglied einem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft angehört, soll es insgesamt nicht mehr als zwei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von konzernexternen Gesellschaften wahrnehmen, die vergleichbare Anforderungen stellen. |
| ― |
Als Altersgrenze ist die Vollendung des 75. Lebensjahres zum Zeitpunkt der Bestellung zum Aufsichtsrat festgelegt. |
Kompetenzprofil: Der Aufsichtsrat der Deutsche Wohnen SE soll so besetzt sein, dass eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt ist. Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidaten sollen aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem börsennotierten und sich im internationalen Kapitalmarkt bewegenden Immobilienunternehmen wahrzunehmen. Hinsichtlich ihrer Persönlichkeit sollen sich die zur Wahl vorgeschlagenen Kandidaten durch Integrität, Professionalität und Leistungsbereitschaft auszeichnen. Ziel ist es, dass der Aufsichtsrat in der Gesamtbesetzung alle Kenntnisse und Erfahrungen vereint, die der Konzern für die operative und wirtschaftliche Weiterentwicklung von Deutsche Wohnen als wesentlich erachtet.
Unabhängigkeit: Der Aufsichtsrat hält es für angemessen angesichts der Abhängigkeit der Deutsche Wohnen SE im Sinne des § 17 AktG, wenn nunmehr mindestens die Hälfte der Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig ist. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, z. B. durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, sollen vermieden werden. Ein Aufsichtsratsmitglied ist insbesondere auch dann nicht als unabhängig anzusehen, wenn es in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann.
Diversity: Bei den Wahlvorschlägen soll der Aufsichtsrat zudem auf Vielfalt (Diversity) achten. Nach dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst setzt sich der Aufsichtsrat zu mindestens 30 % aus Frauen und zu mindestens 30 % aus Männern zusammen. Es soll weiterhin mindestens eine Frau Mitglied des Nominierungsausschusses sein. Der Aufsichtsrat von Deutsche Wohnen soll beiden Kriterien im laufenden Zielzeitraum entsprechen. Bei der Prüfung potenzieller Kandidaten für eine Neuwahl oder Nachbesetzung vakant werdender Aufsichtsratspositionen sind qualifizierte Frauen in den Auswahlprozess einzubeziehen und sollen bei den Wahlvorschlägen angemessen berücksichtigt werden.
Zielerreichung: Die voranstehend aufgeführten Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats sind erreicht. Die Anzahl weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat beträgt zwei Mitglieder (33 %). Helene von Roeder ist Mitglied des Präsidial- und Nominierungsausschusses. Drei der sechs Mitglieder des Aufsichtsrats sind nach seiner Einschätzung unabhängig im Sinne von Ziffern C. 6 und C. 7 des DCGK. Kein Aufsichtsratsmitglied gehörte dem Vorstand der Gesellschaft an oder hat ein Näheverhältnis im Sinne der Ziffer C.12 des DCGK zu einem wesentlichen Wettbewerber des Unternehmens. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist sachverständig auf dem Gebiet der Rechnungslegung. Die wesentlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der Aufsichtsratsmitglieder sind in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst dargestellt.
| Schlüsselkompetenzen & Erfahrungsfelder * | ||||||
| Name | Unabhängigkeit | Geburtsjahr | Jahr der Bestellung | Nationalität | Rechnungswesen, Finanzen | Immobilien |
| Helene von Roeder (Vorsitzende) | nein ** | 1970 | 2022 | deutsch | x | |
| Dr. Fabian Heß | nein ** | 1974 | 2022 | deutsch | x | |
| Peter Hohlbein | ja | 1959 | 2022 | deutsch | x | |
| Christoph Schauerte | nein ** | 1962 | 2022 | deutsch | x | |
| Simone Schumacher | ja | 1983 | 2022 | deutsch | x | |
| Dr. Florian Stetter (stellv. Vorsitzender) | ja | 1964 | 2006 | deutsch und österreichisch | x | x |
| Schlüsselkompetenzen & Erfahrungsfelder * | ||||||
| Name | Strategie | Recht | Internat. Management, M&A, Kapitalmarkt | Investitionserfahrung | Digitalisierung | Nachhaltigkeit |
| Helene von Roeder (Vorsitzende) | x | x | x | |||
| Dr. Fabian Heß | x | x | x | x | ||
| Peter Hohlbein | x | x | x | x | ||
| Christoph Schauerte | x | x | x | x | ||
| Simone Schumacher | x | x | x | x | ||
| Dr. Florian Stetter (stellv. Vorsitzender) | x | x | x | |||
* Die Aufsichtsratsmitglieder konnten maximal
fünf Kompetenzfelder benennen.
** Unabhängig von Gesellschaft und
Vorstand, nicht unabhängig von einem kontrollierenden
Aktionär.
Zusammensetzung: Der Vorstand der Deutsche Wohnen SE besteht gemäß Satzung aus mindestens zwei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder gemäß Satzung und Gesetz. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Zusammensetzung des Vorstands sollen auf der Grundlage einer sorgfältigen Analyse der bestehenden und zukünftigen unternehmerischen Herausforderungen erfolgen. Der Vorstand der Deutsche Wohnen SE soll so besetzt sein, dass er als Leitungsorgan die oben genannten grundlegenden Aufgaben umfassend und sicher wahrnehmen kann. Er soll in der Gesamtbesetzung alle Kenntnisse und Erfahrungen so miteinander vereinen, dass der Konzern die operativen und wirtschaftlichen Ziele im Sinne der Aktionäre und der übrigen Stakeholder wirksam und nachhaltig verfolgen kann. Die Zugehörigkeitsdauer im Vorstand ist nicht auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt, jedoch endet der Dienstvertrag eines Vorstands spätestens mit Vollendung des 67. Lebensjahres des Vorstandsmitglieds.
Kompetenzprofil: Ein neu bestelltes Vorstandsmitglied soll aufgrund seiner Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen in der Lage sein, die ihm zugeordneten Aufgaben in einem börsennotierten und sich im internationalen Kapitalmarkt bewegenden Immobilienunternehmen sicher wahrzunehmen. Es soll parallel zu einer guten fachlichen auch über eine grundlegende allgemeine Qualifikation verfügen und sich persönlich durch Integrität, Professionalität und Leistungsbereitschaft auszeichnen.
Unabhängigkeit: Der Vorstand soll seine Führungsaufgaben frei von Interessenkonflikten wahrnehmen. Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens sollen vermieden werden.
Diversity: Bei der Suche für vakant werdende Vorstandspositionen soll der Aufsichtsrat qualifizierte Frauen in den Auswahlprozess einbeziehen und angemessen berücksichtigen. Das Geschlecht soll bei der Neubesetzung von Vorstandspositionen keine Rolle spielen. Der Aufsichtsrat hat für den Vorstand die Zielgrößenverpflichtung für den Frauenanteil von mindestens 20% für den aktuell bis zum 30. Juni 2025 laufenden Zeitraum beschlossen. Für den Zielerreichungszeitraum bis 30. Juni 2025 hat der Vorstand für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 20 % und für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 40 % für den Frauenanteil festgelegt.
Zielerreichung: Die voranstehend aufgeführten Ziele zur Zusammensetzung des Vorstands sind voll erfüllt. Der Vorstand besteht aus einer Frau und zwei Männern, die den Konzern mit ihrem Erfahrungs- und Kompetenzprofil angemessen führen können. Der Frauenanteil in den ersten beiden Führungsebenen von Deutsche Wohnen unterhalb des Vorstands beträgt zum Zeitpunkt dieser Erklärung nun 22 % auf der ersten Ebene und 13 % auf der zweiten Ebene. Die Erreichung der Zielquoten für den Frauenanteil auf der zweiten Führungsebene erfordert weiterhin eine noch konsequentere Nachfolgeplanung und Anwerbebemühungen, um Frauen aktiv zu fördern und ihnen Wege in Führungspositionen, nicht nur im kaufmännischen, sondern auch im technisch-handwerklichen Bereich zu öffnen.
Nachfolgeplanung: Der Vorstand und der Aufsichtsrat befassen sich kontinuierlich mit der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Auch im vergangenen Jahr hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Überlegungen des Vorstands über die Nachbesetzungen im Vorstandsgremium und über langfristige Personalplanungen beraten.
Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm turnusmäßig den Stand der Umsetzung der Unternehmensstrategie, die auch Nachhaltigkeitsthemen umfasst (siehe → Strategie). Außerdem unterrichtet der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und mündlich u. a. über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens.
So erhält der Aufsichtsrat zeitnah und regelmäßig vom Vorstand detaillierte Unterlagen zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur aktuellen Unternehmenssituation sowie einen Risikomanagement- sowie Compliance-Bericht, der sich mit den wichtigsten Risiken für das Geschäft bzw. dem Compliance-Management der Deutsche Wohnen SE auseinandersetzt. Auf der Grundlage dieser Berichterstattung überwacht der Aufsichtsrat, im Rahmen der delegierten Kompetenzen auch seine Ausschüsse, die Geschäftsführung des Vorstands. Der Aufsichtsrat tagt regelmäßig ohne den Vorstand, soweit den Vorstand betreffende Personalangelegenheiten zu beraten sind. Zu den die Zusammenarbeit spiegelnden Vergütungsabreden siehe unter C Vergütungsbericht.
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, traten im Berichtsjahr nicht auf. Zu Geschäften, die die Sorge der Befangenheit einzelner Aufsichtsratsmitglieder begründeten, haben sich diese stets enthalten. Beratungs- und Entscheidungsbedarf über Rechtsgeschäfte, insbesondere Kreditgeschäfte mit Organmitgliedern oder ihnen nahestehenden Personen, bestand im Fall des gemäß § 111c AktG veröffentlichten Darlehens an die Vonovia SE.
Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer.
Den Jahresabschluss der Deutsche Wohnen SE stellen wir nach den Vorschriften des HGB und des AktG auf, den Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den in der EU anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS). Zusätzlich stellen wir entsprechend den Anforderungen des HGB und des AktG einen zusammengefassten Lagebericht auf. Die Rechnungslegung liegt in der Verantwortung des Vorstands. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht werden vom Aufsichtsrat geprüft und festgestellt bzw. gebilligt.
Neben dieser Rechnungslegung für das Gesamtjahr erstellen wir für das 1. und 3. Quartal jeweils eine Zwischenmitteilung sowie nach Abschluss des Halbjahres einen Halbjahresbericht nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes.
Sowohl die Zwischenmitteilungen als auch der Halbjahresbericht werden vom Vorstand dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vorgelegt und mit diesem erörtert. Der Halbjahresbericht wird sodann veröffentlicht.
Deutsche Wohnen unterliegt gemäß den einschlägigen Regelungen des Aktien- und Handelsrechts besonderen Anforderungen an ein unternehmensinternes Risikomanagement. Daher reicht unser Risikomanagement von der Risikoinventur über die Risikoanalyse und -bearbeitung bis hin zu Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Gemäß dem für börsennotierte Unternehmen geltenden § 317 Abs. 4 HGB beurteilt KPMG das Risikofrüherkennungssystem als Teil des Risikomanagementsystems im Rahmen der Abschlussprüfung. Darüber hinaus dokumentieren wir unternehmensweit einheitlich die internen Kontrollmechanismen und bewerten regelmäßig ihre Effektivität.
Im zusammengefassten Lagebericht geben wir entsprechend den Berichtspflichten gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB umfassend Auskunft über die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess.
Die Gesellschaft ist verpflichtet, einen Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG, einen sog. Abhängigkeitsbericht, zu erstellen und diesen durch den Abschlussprüfer prüfen zu lassen (siehe -4 Bericht des Aufsichtsrats und -r Wirtschaftsbericht).
Das zurückliegende Jahr an den Kapitalmärkten war insbesondere geprägt von hoher Inflation, steigenden Zinsen und der Sorge vor einer Rezession. In diesem Umfeld kam es wenig überraschend zu einer negativen Performance in nahezu allen Branchen wie auch in den wesentlichen Vergleichsindizes: SDAX -27,3 %; EPRA Europe -38,9 %.
Der Immobiliensektor war dabei überdurchschnittlich betroffen, was primär auf die Kapitalintensität des Geschäfts zurückzuführen sein dürfte. Steigende Renditen am Rentenmarkt beeinträchtigten dabei zusätzlich die relative Attraktivität von Immobilienaktien. Zumindest der kurzfristige Ausblick für Aktien deutscher Wohnimmobilien war in diesem Umfeld nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Wertaufholung in den vergangenen Jahren besonders pessimistisch und sorgte für eine Underperformance in einem ohnehin schwierigen Umfeld. Die Deutsche Wohnen Aktie verlor im Jahresverlauf 46,2 % und notierte am Jahresende bei 19,89 €. Hier zeigte sich weiterhin die deutlich negative Korrelation mit Renditen auf Staatsanleihen.
Wir beobachten damit weiterhin ein zunehmendes Auseinanderlaufen der nach wie vor pessimistischen Kapitalmarkteinschätzung einerseits und der anhaltend robusten Entwicklung am Wohnimmobilienmarkt andererseits. Während der Kapitalmarkt eine massive Korrektur der FactSet einzupreisen scheint, erweisen sich die Wohnungsmärkte, in denen wir aktiv sind, weiterhin als vergleichsweise stabil. Als Gründe sind hier insbesondere das aus Eigentümersicht günstige Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot in urbanen Regionen, die traditionell langfristigen Finanzierungen, steuerliche Aspekte sowie die strukturelle Dynamik auf der Einnahmeseite zu nennen.
Auch wenn sich die Deutsche Wohnen Aktie im Jahr 2022 rückläufig entwickelt hat, sind wir weiterhin unverändert der Ansicht, dass die Deutsche Wohnen Aktie zumindest mittel- bis langfristig die positive operative Entwicklung und letztendlich den Erfolg unseres Geschäftsmodells insgesamt widerspiegeln kann. Unsere Antworten auf die wesentlichen langfristigen Megatrends - Klimawandel, Urbanisierung und die demografische Entwicklung - bleiben die dominierenden Treiber für unser Geschäft. Wir blicken optimistisch in die Zukunft und sind zuversichtlich, auch weiterhin wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
Die Marktkapitalisierung des Streubesitzes von Deutsche Wohnen betrug zum 31. Dezember 2022 ca. 978 Mio. €.
Quelle: FactSet
Das nachfolgend abgebildete Diagramm zeigt die zuletzt von Aktionären gemeldeten Stimmrechte nach §§ 33, 34 WpHG, bezogen auf das aktuelle Grundkapital. Zu beachten ist, dass sich die zuletzt gemeldete Anzahl an Stimmrechten seitdem ohne Entstehen einer Meldepflicht gegenüber der Gesellschaft innerhalb der jeweiligen Schwellenwerte geändert haben könnte.
Die Vonovia SE hält zum 31. Dezember 2022 86,87 % der Anteile von Deutsche Wohnen. Am 31. Dezember 2022 betrug der Streubesitz der Deutsche Wohnen Aktie 12,3 % nach Definition der Deutschen Börse. Der Anteil eigener Aktien von Deutsche Wohnen beläuft sich auf 0,84 %. Die zugrunde liegenden Stimmrechtsmitteilungen sowie die entsprechenden von den Aktionären gemeldeten Finanzinstrumente oder sonstigen Instrumente nach §§ 38, 39 WpHG finden Sie online.
Die Aktionäre der Deutsche Wohnen SE haben auf der ordentlichen Hauptversammlung am Donnerstag, den 2. Juni 2022 allen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zugestimmt. Auf der Hauptversammlung, die aufgrund der Corona-Pandemie erneut virtuell durchgeführt wurde, waren insgesamt rund 94 % des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten. Hauptaktionärin ist mit 86,87 % die Vonovia SE.
Die Abstimmungsergebnisse werden im Einzelnen auf www.deutsche-wohnen.com/hv veröffentlicht.
| Gesamtaktienanzahl | 400.296.988 |
| Davon eigene Aktien | 3.362.003 |
| Grundkapital | 400.296.988 € |
| ISIN | DE000A0HN5C6 |
| WKN | A0HN5C |
| Börsenkürzel | DWNI |
| Aktienart | Inhaberaktien |
| Amtlicher Markt | General Standard, Frankfurter Wertpapierbörse, Xetra |
| Indizes | SDAX, EPRA/NAREIT, STOXX® Europe 600, GPR 250 |
Die gesellschaftlichen Megatrends bilden unverändert das solide Fundament unseres Geschäftsmodells.
Harmonisierung des Steuerungssystems und Angleichung der Strukturen zur gemeinsamen Realisierung von Synergien mit Vonovia.
Positive operative Entwicklung 2022, EPS beeinträchtigt durch Wertberichtigungen.
Im Februar 2022 überfiel Russland die Ukraine, und die bereits durch die Corona-Pandemie beeinträchtigten Volkswirtschaften in Europa wurden zusätzlich belastet.
Der Ukraine-Krieg führte in den ohnehin durch die Corona-Pandemie bereits gestörten globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten zu einer zusätzlichen Verknappung an Rohstoffen und Vorprodukten, mit der Folge starker Preiserhöhungen und damit weltweit einem Anstieg der Inflationsraten. Insbesondere die Sorge einer Energieverknappung ließ die Preise für Energie stark ansteigen.
In dem Zuge hoben die Notenbanken ihre Niedrigzinspolitik vollends auf und erhöhten die Leitzinsen deutlich. Die Finanzmärkte reagierten auf die geänderten volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen insgesamt mit erheblichen Kursabschlägen.
Vor dem Hintergrund der sich ändernden Zinslandschaft unterziehen die Stakeholder das Geschäftsmodell mit Blick auf Profitabilität, Verschuldungsgrad und Vermögenswerte einer Neubeurteilung. Dies trug zu einem sehr deutlichen Rückgang des Aktienkurses bei.
Dennoch bleibt zu konstatieren, dass sich neben den Zinserhöhungen die Rahmenbedingungen für den Deutsche Wohnen Konzern grundsätzlich nicht geändert haben. Die Megatrends als Werttreiber des Geschäftsmodells bestehen unverändert fort. Der Wohnungsbestand der Deutsche Wohnen-Gruppe ist praktisch vollvermietet und garantiert damit sichere und stabile zukünftige Cashflows.
Die Wohnungsknappheit in den Ballungszentren sorgt unverändert für eine starke Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die politischen Neubauziele in Deutschland derzeit nicht erreichbar scheinen. Das operative Geschäft steht somit auf einem höchst soliden Fundament.
Die gestiegenen Preise für Rohstoffe, Energie und Vorprodukte sind neben den Zinsen ein Hauptfokus des Managements zur Sicherung der Profitabilität unter den beschriebenen geänderten volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die seit geraumer Zeit wirkenden Megatrends Urbanisierung und Wohnungsmangel, Klimaschutz und CO 2-Reduktion, Digitalisierung sowie demografischer Wandel werden vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Corona-Pandemie, den jüngsten Entwicklungen als Folge des Ukraine-Kriegs sowie der gestiegenen Zinsen auf ihre ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Implikationen für Strategie und Geschäftsmodell hin fortlaufend neu gewürdigt.
Deutsche Wohnen verpflichtet sich im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie klar und deutlich den Klimaschutzzielen - insbesondere einem nahezu klimaneutralen Gebäudebestand bis 2045 - sowie einer verlässlichen und transparenten Unternehmensführung.
Das Jahr 2022 stand auch unter dem Zeichen der intensivierten Zusammenarbeit mit Vonovia. Die Bündelung von gleichartigen Aktivitäten in einer integrierten Prozess- und Systemlandschaft erfolgte mit dem Ziel, für beide Unternehmen Synergien durch entsprechende Harmonisierungs- und Skalenerträge zu generieren.
Dabei wurden die Anforderungen an eine Good Corporate Governance im faktischen Konzern jederzeit gewahrt und durch entsprechende vertragliche Rahmenbedingungen sichergestellt. Dies kommt auch in der Erklärung zum Abhängigkeitsbericht in diesem Lagebericht zum Ausdruck.
Das Geschäftsmodell von Deutsche Wohnen ist die Vermietung von gutem, zeitgerechtem und vor allem bezahlbarem Wohnraum sowie das Angebot wohnungsnaher Dienstleistungen. Dafür bedienen wir uns auch gezielt externer Dienstleister oder strategischer Beteiligungen.
Das Geschäftsmodell hat sich in Zeiten der Corona-Pandemie als robust und weitestgehend widerstandsfähig erwiesen. Durch den hohen Digitalisierungsgrad konnten die Geschäftsprozesse praktisch reibungslose - auch durch Remote-Arbeit bei den Backoffice-Funktionen - aufrechterhalten werden. Unterbrechungen in den operativen Prozessen waren nicht nennenswert.
Das Geschäftsmodell ist langfristig zukunftsfähig ausgerichtet. Es kann zur Lösung der Klimaschutzziele durch nachhaltigen Neu- und Umbau, durch die CO 2-Reduktion im Immobilienbestand sowie durch Innovationen auf den Gebieten Emissionsreduktion, erneuerbare Energien und Baumaterialien beitragen.
| E | S | G |
| Environmental | Social | Governance |
| Beitrag zu Klimaschutz und CO 2-Reduktion im Immobilienbestand und Neubau. | Verantwortung gegenüber Mietern und Gesellschaft durch faire Preise, bedarfsgerechten Wohnraum und zukunftsfähige Quartiersentwicklung. | Nachhaltige Unternehmensführung und verantwortungsvolles Wirtschaften mit verlässlicher Compliance. |
| Attraktive und faire Arbeitsumgebung für unsere vielfältige Belegschaft. |
Die Ursprünge von Deutsche Wohnen reichen zurück bis ins Jahr 1863 mit den Immobilienbeständen der Pensionskasse Hoechst. Über die 1924 gegründete gemeinnützige GEHAG verfügt Deutsche Wohnen über herausragende Bestände der Architekturgeschichte mit Werken des Bauhaus und des Expressionismus, die den Quartiersgedanken mit prägten, neue Wohnkonzepte umfassten und sogar Eingang in das UNESCO-Weltkulturerbe gefunden haben. Exemplarisch sind hier die Siedlungen "Hufeisensiedlung", "Wohnstadt Carl Legien", die "Weiße Stadt" sowie die "Ringsiedlung Siemensstadt" zu nennen.
Die Quartiere als Hauptgestaltungsfelder einer sozial verantwortlichen Wohnungswirtschaft sollen unter Beteiligung der Mieterinnen und Mieter durch bedarfsgerechten Wohnraum die Kundenzufriedenheit erhöhen und außerdem zur Integration unserer immer vielfältigeren Gesellschaft beitragen.
Für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchte Deutsche Wohnen ein attraktive Arbeitgeberin sein, die Chancengerechtigkeit sicherstellt und die persönliche und berufliche Entwicklung unterstützt. Eine vertrauensvolle, verlässliche und transparente Unternehmensführung stellt dafür die Basis bereit.
Der Immobilienbestand mit einem Fair Value von rund 28,4 Mrd. € umfasst etwa 140.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten.
Unser Investitionsschwerpunkt liegt auf Wohnimmobilien in deutschen Metropolregionen und Ballungszentren. Das wirtschaftliche Wachstum, der positive Zuwanderungssaldo sowie eine zu geringe Neubauaktivität in diesen Regionen bilden die Basis für die weitere Wertentwicklung unseres Portfolios.
Die Deutsche Wohnen SE als Muttergesellschaft des Deutsche Wohnen Konzerns ist in der Rechtsform einer dualistischen SE organisiert. Diese wird von einem Vorstand geleitet, der die Geschäfte eigenverantwortlich führt und die strategische Ausrichtung des Konzerns bestimmt. Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, der vom Vorstand regelmäßig über den Geschäftsverlauf, die Strategie sowie über potenzielle Chancen und Risiken informiert wird. Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeiten des Vorstands.
Der Unternehmenssitz der Deutsche Wohnen SE ist in Deutschland. Der eingetragene Firmensitz ist Berlin. Die Hauptgeschäftsstelle befindet sich in Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin.
Zum 31. Dezember 2022 gehörten 160 rechtliche Einheiten bzw. Gesellschaften (davon 158 im Inland) zur Unternehmensgruppe. Eine detaillierte Anteilsbesitzliste der Deutsche Wohnen SE ist im Anschluss an den Konzernanhang aufgeführt.
Die Deutsche Wohnen SE entspricht in ihrer Struktur einer klassischen Holding. Organisatorisch wird zwischen Management- und Assetgesellschaften unterschieden, die die folgenden Kerngeschäftsfelder bearbeiten:
Unsere Bestände werden überwiegend durch Konzerngesellschaften bewirtschaftet. Zu deren Tätigkeiten zählen die Entwicklung des Portfolios, das Management von Mietverträgen, die Kundenbetreuung sowie die technische Instandhaltung der Bestände. Die infrastrukturellen Facility-Management-Leistungen umfassen neben dem Qualitätsmanagement vor Ort mit eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem die klassischen Hausmeisterleistungen.
Unter den Marken KATHARINENHOF und PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG werden Senioren- und Pflegeeinrichtungen bewirtschaftet. Die Einrichtungen bieten vollstationäre Pflege mit dem Ziel, einen aktiven Lebensstil und die Eigenständigkeit der Bewohner im größtmöglichen Umfang zu erhalten. Daneben werden im Rahmen des Betreuten Wohnens zusätzlich seniorengerechte Dienstleistungen angeboten.
Im Rahmen der Wohnungsprivatisierung in den strategischen Kern- und Wachstumsregionen setzen wir Kapital frei und stärken somit unsere Liquiditätsposition für strategische Investitionsentscheidungen. Vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Marktumfelds nehmen wir auch opportunistische Blockverkäufe vor. Parallel prüfen wir kontinuierlich geeignete Akquisitionsmöglichkeiten von Immobilienbeständen und Grundstücken in Metropolregionen und Ballungszentren.
Mit unseren Tochtergesellschaften sowie der 40 %-Beteiligung an der QUARTERBACK schaffen wir durch gezielte Projektentwicklungen neuen Immobilienbestand in den strategischen Kern- und Wachstumsregionen. Darüber hinaus werden selektiv auch Immobilien für den Verkauf entwickelt. Zum Leistungsspektrum zählen der Ankauf von Grundstücken, die Schaffung von Baurecht und die Erstellung der Projektkonzepte sowie die Baubetreuung und Gewährleistungsverfolgung. Der Neubau wird ab dem Geschäftsjahr 2023 auf Basis eines Geschäftsbesorgungsvertrags über die Developmentaktivitäten von Vonovia und der Marke BUWOG betrieben.
Über unsere Kerngeschäftsfelder hinaus bieten wir über Tochtergesellschaften und strategische Beteiligungen die immobilienbezogenen Dienstleistungen an. So verstärken wir den Kontakt zu unseren Kunden und sichern die Qualität der Dienstleistungen. Damit sind wir in der Lage, eine kundenorientierte Bestandsbewirtschaftung zu gewährleisten sowie immobilienbezogene Dienstleistungen anzubieten. Gleichzeitig können wir die Wertschöpfungskette erweitern und uns den Zugang zu innovativen Technologien sichern. Diese Geschäftsfelder umfassen u. a. die energetische Bewirtschaftung unserer Liegenschaften, das Multimediageschäft und das Technische Facility Management.
Der Vorstand von Deutsche Wohnen hat entschieden, dass durch das Zusammengehen mit Vonovia zur Hebung von Synergiepotenzialen eine Harmonisierung in der Managementstruktur erfolgt und die Geschäfte von Deutsche Wohnen ab 2023 in den Segmenten Rental für Wohnungsbewirtschaftung, Value-add für wohnungsnahe Dienstleistungen, Recurring Sales für Verkauf, Development für Neubau und Pflege gesteuert werden.
| Zentral | Regional | Shared Services |
| Portfoliomanagement | Asset-Management | > Einkauf |
| > Investitionsmanagement | > Strategische Portfolioentwicklung | > Finanzen/Steuern |
| > Mietenkalkulation | > Stakeholder-Management | > Rechnungswesen |
| > Mietentwicklungsmanagement | > Controlling | |
| >Recht | ||
| > IT | ||
| > Personal | ||
| > Unternehmenskommunikation | ||
| Zentrales Immobilienmanagement | Property-Management | |
| > 24/7 Kundenservice | > Lokale Bewirtschaftung | |
| > Mietvertragsmanagement | > Objektbetreuung | |
| > Disposition Außendienst Buchhaltung | > Vermietung | |
| Value-add-Management | ||
| > Technischer Service | ||
| > Modernisierung | ||
| >Wohnumfeld | ||
| Development | ||
| > Integrierte Developmentplattform | ||
| > Development to sell/to hold |
Das Steuerungssystem und damit die Leistungsbeurteilung wird entsprechend angepasst und bereits für 2022 entsprechend dargestellt. Dies geht einher mit den strategischen Ansätzen Portfoliomanagement-, Property-Management-, Finanzierungs- und Value-add-Strategie, die über die Akquistions- und Internationalisierungsstrategie komplettiert werden.
Um identifizierte Synergiepotenziale im Rahmen des Zusammenschlusses für Deutsche Wohnen heben zu können, wird sich Deutsche Wohnen dort, wo geboten, zur Nutzung der Vonovia Prozesse und Systeme dedizierter Geschäftsbesorgungsverträge bedienen, die Drittvergleichsgrundsätzen und damit einer Good Corporate Governance entsprechen.
Mit Blick auf das Developmentgeschäft werden die Aktivitäten zukünftig bei dem unter BUWOG firmierenden Developmentsegement von Vonovia durch Geschäftsbesorgungsvertrag konzentriert. Opportunistisch werden Developmentaktivitäten ebenfalls durch die Beteiligung QUARTERBACK Immobilien AG - kurz QBI - abgewickelt werden. Damit kann Deutsche Wohnen von den jeweiligen Plattformskalen und Plattformexpertisen profitieren.
Die seit Jahren bei Deutsche Wohnen verfolgte Unternehmensstrategie hat sich bewährt und weist einen hohen Reifegrad und eine hohe Flexibilität auf.
Die Strategien von Deutsche Wohnen und Vonovia zeigten einen hohen Grad an Komplementarität und bildeten so die Basis für den Zusammenschluss der beiden Unternehmensgruppen. Im sogenannten Business Combination Agreement, der Grundsatzvereinbarung zum Zusammenschluss, wurde vereinbart die beiden komplementären Strategien zu harmonisieren, um für beide Unternehmensgruppen Synergiepotenziale zu erschließen, um Mehrwert im Sinne eines gemeinsamen nachhaltigen Handelns zu schaffen.
In beiden Konzernen konnten die aktuellen Anforderungen an ein nachhaltiges, an den europäischen ESG-Zielen ausgerichtetes Geschäftsmodell bereits lösungsorientiert in die Strategie implementiert werden. Die Kundenzufriedenheit ist aber unverändert die bedeutende Richtschnur des Handelns geblieben.
Nicht nur die immer stärkere Dynamik der sogenannten Megatrends, sondern auch der immer stärkere Ruf verschiedenster Anspruchsgruppen nach einem nachhaltigen Geschäftsmodell machen es erforderlich, die Strategie laufend zu fokussieren und speziell die Nachhaltigkeitsaspekte dieser bisher so erfolgreichen Strategie noch deutlicher herauszuarbeiten bzw. gezielt zu ergänzen, um die Zukunftsfähigkeit von Strategie und Geschäftsmodell sicherzustellen. Aus diesem Grunde haben Deutsche Wohnen und Vonovia vereinbart, ihre strategischen Ansätze zu harmonisieren, um sich den Anforderungen an eine zukunftsfähige und nachhaltige Unternehmensstrategie zu stellen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.
Die Strategie adressiert dabei gezielt auch die Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der UNO sowie die konkreten ESG-Ziele europäischer und nationaler Standardsetzer.
Lösungen zum Klimaschutz in der Wohnungswirtschaft unter Einbindung von Innovationen und neuen Technologien werden im Wesentlichen in den Quartieren wirtschaftlich umgesetzt, um weiterhin urbanes, ökologisches und bezahlbares Wohnen sozial verantwortlich gestalten zu können.
Vertrauensvolle, verlässliche und transparente Governance wird um ein ESG-Risikomanagement, welches die Chancen und Risiken aus den Handlungsfeldern sowie die Vorschläge der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) berücksichtigt, ergänzt.
Dabei werden verstärkt auch die Einflüsse auf nachhaltigkeitsbezogene Auswirkungen berücksichtigt.
Die zukünftige und mit Vonovia harmonisierte Strategie verfolgt die nachfolgend dargestellten Strategieansätze:
Die Property-Management-Strategie steht für die ausgereifte Bewirtschaftungsplattform zur effizienten Bewirtschaftung der Bestände und für eine erfolgreiche Skalierung des Bewirtschaftungsgeschäfts. Dazu bedient sich Deutsche Wohnen eines Mix an regional-lokalen Leistungen sowie einer konzernübergreifenden Bündelung von Leistungen in zentralen Servicecentern. Die Property-Management-Strategie wird insbesondere durch Digitalisierungsmaßnahmen in den zugrunde liegenden Geschäftsprozessen sowie an der Kundenschnittstelle weiterentwickelt.
1 Bewirtschaftungsplattform/Mandant
Österreich/Digitalisierung
2
LTV/Finanzierungsstrategie/Finanzrisikomanagement
3 Portfoliomanagement/Verkauf Recurring und Non
Core/Investitionsstrategie/Development und Neubau
4 Wohnungs- und immobiliennahe
Services/Geschäftsentwicklung/Digitalisierung
5 Opportunistische Akquisitionsstrategie
Deutschland
Die Finanzierungsstrategie kann im Kern als umgesetzt betrachtet werden. Der Verschuldungsgrad gemessen durch den LTV (Loan-to-Value) befindet sich nachhaltig im Zielkorridor von bis zu 40 %. Aufgrund der sog. Investment-Grade-Ratings verfügt Deutsche Wohnen über sehr gute Finanzierungsmöglichkeiten. Die Erhaltung des Investment-Grade-Ratings, die Optimierung der Finanzierungsstruktur und des Fälligkeitsprofils sowie das Finanzrisikomanagement stehen neben dem Management der aktuellen Themen rund um das gestiegene Zinsniveau somit im Vordergrund.
Bei der Portfolio-Management-Strategie liegt der Schwerpunkt auf der Optimierung des Portfolios. Durch die Privatisierung und die Veräußerung von nicht-strategischen Beständen wird das Portfolio zielgerichtet bereinigt. Durch taktische Akquisitionen, Modernisierung, Neubau- und Developmentmaßnahmen wird das Portfolio andererseits zielgerichtet aufgewertet. Deutsche Wohnen investiert auch zukünftig weiter in seine strategischen Bestände der Urban Quarters und Urban Clusters insbesondere entlang des Klimapfads im Sinne der Nachhaltigkeit. Im Rahmen von Nachverdichtungen werden wir auch zukünftig in unserem Bestand neuen Wohnraum durch Aufstockung und Neubau auf bestehendem Grund und Boden schaffen.
Im Rahmen der Value-add-Strategie ergänzen wir unser Kerngeschäft um kundenorientierte Dienstleistungen, die in engem Bezug zum Vermietungsgeschäft stehen bzw. dieses beeinflussen. Dazu prüfen wir kontinuierlich zusätzliche innovative Dienstleistungsansätze und Geschäftsmodelle zur Steigerung der Kundenzufriedenheit und nehmen entsprechende Aktivitäten in unser Angebotsspektrum auf. Die bereits erfolgreich etablierten Dienstleistungsfelder der Value-add-Strategie umfassen im Wesentlichen Multimedia-Dienste, Energie- und Messdienstleistungen sowie Versicherungsdienstleistungen. Mit der Möglichkeit, das gesamte Portfolio insbesondere der Instandhaltungs- und Modernisierungsdienstleistungen komplementär durch die konzerneigene Handwerker- und Wohnumfeldorganisation abzudecken, erhöhen wir die allgemeine Attraktivität der Wohneinheiten sowie die Kundenzufriedenheit.
Deutsche Wohnen verfolgt Akquisitionen auf opportunistischer Basis; sie müssen a priori als wertsteigernd eingeschätzt werden. Eine solche Wertsteigerung wird in der Regel unter den Gesichtspunkten der strategischen Eignung, der Steigerung des EBITDA und der Neutralität im Hinblick auf den NAV pro Aktie beurteilt; dabei wird eine Finanzierung mit 50 % Eigenkapital und 50 % Fremdkapital unterstellt. Außerdem darf eine Akquisition das Credit-Rating nicht gefährden.
Im Zuge des Zusammenschlusses mit Vonovia wurde das Immobilienportfolio einem Review unterzogen und gleichzeitig ein Abgleich mit dem Vonovia Portfolio vorgenommen, um durch eine abgestimmte Bewirtschaftung beider Portfolios Synergiepotenziale zu erschließen. Aus diesem Grunde wurde die Portfoliostrukturierung an die von Vonovia angeglichen.
Zum 31. Dezember 2022 hatte die Gruppe ein Gesamtimmobilienportfolio bestehend aus 140.286 Wohneinheiten (2021: 151.163), 25.718 Garagen und Stellplätzen (2021: 28.562) sowie 2.572 gewerblichen Einheiten (2021: 2.795), verteilt auf 65 Städte und Gemeinden in Deutschland. Die Gesamtwohnfläche betrug 8.333.407 m 2 bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von rund 59 m 2. Bei einer Leerstandsquote von 1,9 % wurde eine durchschnittliche monatliche Ist-Miete von 7,48 € pro m 2 erzielt. Die annualisierte Ist-Miete für das Wohnungsportfolio zum 31. Dezember 2022 betrug für Wohnungen 734 Mio. €.
Gemessen am Verkehrswert befindet sich der wesentliche Teil des Immobilienbestands mit rund 75 % im Regionalmarkt Berlin. Bei den meisten Objekten im Immobilienbestand der Gruppe handelt es sich um Mehrfamilienhäuser.
Im Laufe des Jahres 2022 erfolgten keine wesentlichen Ankäufe, jedoch erfolgte der Übergang von Nutzen und Lasten der Wohnungen aus dem "Zukunfts- und Sozialpakt Wohnen" an die kommunalen Wohnungsgesellschaften berlinovo, degewo und HOWOGE. Außerdem wurden durch die Umsetzung der Portfolio-Management-Strategie in mehreren Transaktionen Objekte aus dem Verkaufsbestand veräußert. Zum Zeitpunkt des jeweiligen Übergangs von Besitz, Nutzen und Lasten stellten sich die abgegebenen Portfolios wie folgt dar:
| Ist-Miete | |||||
| Wohneinheiten | Wohnfläche (in Tsd. m 2) |
Leerstand
(in %) |
Wohnen (p. a.
in Mio. €) |
Wohnen (in €/m 2) | |
| Verkaufsportfolios 2022 | 11.443 | 770,3 | 0,9 | 58,9 | 6,42 |
Neben dem Verkauf größerer Bestände veränderte sich das Portfolio von Deutsche Wohnen 2022 um Zugänge aus taktischen Akquisitionen, dem Neubau von Wohnungen und dem Ausbau von Dachgeschossen sowie durch Verkäufe von Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäusern aus dem Verkaufsbestand.
Deutsche Wohnen investiert in ihre strategischen Bestände insbesondere entlang des Klimapfads im Sinne der Nachhaltigkeit und entlang seiner Innovationsstrategie. Dabei ist das Agieren in Quartierszusammenhängen im Fokus der (Neu-) Entwicklung unserer urbanen Wohnungsbestände. Der wesentliche Teil des Portfolios besteht aus Quartieren, die wir als Urban Quarters klassifiziert haben. Bei den übrigen Bestandsgebäuden handelt es sich im Wesentlichen um kleinere Gebäudeansammlungen und Solitärbestände, die wir als Urban Clusters zusammengefasst haben. Auch wenn es sich hier im Gegensatz zu Urban Quarters nicht um ganze Siedlungszusammenhänge handelt, kommen auch bei Urban Clusters die langfristigen Asset- und Property-Management-Strategien auf Basis unserer operativen Plattform zum Tragen. Aus der aktuellen Portfolioanalyse wurde neben dem Verkaufsportfolio für nicht-strategische Bestände (Non Core) und der Einzelprivatisierung innerhalb des Strategic Clusters (Recurring Sales) das zusätzliche Verkaufsportfolio MFH Sales geschaffen. Dieses beinhaltet den Verkauf von gering rentierlichen Mehrfamilienhäusern, die sich größten teils außerhalb unserer Urban Quarters befinden. Die entsprechenden Erträge sollen primär der Innenfinanzierung dienen.
Das Portfolio von Deutsche Wohnen stellt sich nach Umsetzung der jährlichen, strukturierten Neueinschätzung aller Potenziale zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:
| Bestand | Verkehrswert * | ||||
| Wohneinheiten | Wohnfläche (in Tsd. m 2) |
Leerstand
(in %) |
(in Mio. €) | (in €/m 2) | |
| Strategic | 124.520 | 7.336 | 1,7 | 22.332,2 | 2.966 |
| Urban Quarters | 113.198 | 6.624 | 1,6 | 20.524,4 | 3.030 |
| Urban Clusters | 11.322 | 712 | 3,2 | 1.807,8 | 2.389 |
| Recurring Sales | 2.867 | 195 | 4,5 | 634,2 | 2.991 |
| MFH Sales | 8.747 | 557 | 2,5 | 2.307,0 | 3.819 |
| Non Core | 4.152 | 246 | 3,9 | 735,7 | 1.960 |
| Gesamt | 140.286 | 8.333 | 1,9 | 26.009,2 | 2.982 |
| Ist-Miete | Mietentwicklung | |||
|
Gesamt (p. a.
in Mio. €) |
Wohnen (p. a.
in Mio. €) |
Wohnen (in €/m 2) |
Organisch
(in %) |
|
| Strategic | 668 | 644 | 7,44 | 2,9 |
| Urban Quarters | 602 | 582 | 7,44 | 2,8 |
| Urban Clusters | 66 | 61 | 7,40 | 3,2 |
| Recurring Sales | 18 | 16 | 7,10 | 2,6 |
| MFH Sales | 63 | 56 | 8,61 | 4,7 |
| Non Core | 35 | 19 | 6,67 | 4,0 |
| Gesamt | 784 | 734 | 7,48 | 3,0 |
Um die Transparenz in der Darstellung des Portfolios zu erhöhen, gliedern wir unser Portfolio in Deutschland ergänzend nach sieben Regionalmärkten. Bei der Gliederung der Regionalmärkte haben wir uns an den Wohnungsmarktregionen in Deutschland orientiert. Dabei handelt es sich um Kernstädte und deren Umland, vor allem Metropolregionen. Mit diesen für Deutsche Wohnen besonders relevanten Regionalmärkten nehmen wir eine Zukunftsperspektive ein und geben einen Überblick über unser strategisches Kernportfolio in Deutschland.
Gemessen am Verkehrswert befinden sich 98 % unseres Portfolios in den sieben Regionalmärkten. Lediglich ein kleiner Teil der strategischen Bestände befindet sich außerhalb dieser sieben Märkte. Diese Gruppe bezeichnen wir als "Sonstige Strategische Standorte" (rund 1 % gemessen am Gesamtverkehrswert). Unsere Verkaufsbestände aus den Teilportfolios "Recurring Sales", "MFH Sales" und "Non Core" an Standorten, die keine strategischen Bestände enthalten, sind in der Darstellung als Non-strategic Standorte ausgewiesen.
Das Portfolio stellt sich zum 31. Dezember 2022 nach Regionalmärkten wie folgt dar:
| Bestand | Verkehrswert * | |||||
| Wohneinheiten | Wohnfläche (in Tsd. m 2) |
Leerstand
(in %) |
(in Mio. €) | (in €/m 2) | Ist-Mieten Multiplikator | |
| Berlin | 102.365 | 5.979 | 1,2 | 19.623,0 | 3.178 | 35,5 |
| Rhein-Main-Gebiet | 9.879 | 592 | 5,5 | 2.012,8 | 3.240 | 29,6 |
| Dresden | 6.897 | 434 | 3,7 | 1.168,0 | 2.430 | 29,1 |
| Leipzig | 5.460 | 369 | 2,5 | 919,0 | 2.257 | 29,2 |
| Rheinland | 3.917 | 234 | 3,3 | 771,2 | 3.170 | 29,4 |
| Hannover | 5.758 | 357 | 3,4 | 742,3 | 1.916 | 23,2 |
| München | 943 | 54 | 0,2 | 271,1 | 4.327 | 36,2 |
| Sonstige strategische Standorte | 3.443 | 210 | 4,9 | 303,9 | 1.401 | 20,8 |
| Gesamt strategische Standorte | 138.662 | 8.230 | 1,9 | 25.811,4 | 3.003 | 33,4 |
| Non-Strategic Standorte | 1.624 | 104 | 2,0 | 197,8 | 1.550 | 17,7 |
| Gesamt | 140.286 | 8.333 | 1,9 | 26.009,2 | 2.982 | 33,2 |
| Ist-Miete | Mietentwicklung | ||||
| Gesamt (p. a. in Mio.€) |
Wohnen (p. a.
in Mio. €) |
Wohnen (in €/m 2) |
Organisch
(in %) |
Marktmiete Annahme Bewertung (in % p. a.) | |
| Berlin | 552 | 526 | 7,41 | 2,5 | 2,0 |
| Rhein-Main-Gebiet | 68 | 64 | 9,50 | 5,4 | 1,9 |
| Dresden | 40 | 35 | 6,94 | 3,7 | 1,8 |
| Leipzig | 32 | 28 | 6,41 | 3,1 | 1,7 |
| Rheinland | 26 | 25 | 9,12 | 4,5 | 1,8 |
| Hannover | 32 | 28 | 6,90 | 5,1 | 1,7 |
| München | 7 | 7 | 11,09 | 2,8 | 1,9 |
| Sonstige strategische Standorte | 15 | 14 | 5,81 | 4,0 | 1,4 |
| Gesamt strategische Standorte | 772 | 727 | 7,50 | 3,0 | 2,0 |
| Non-Strategic Standorte | 11 | 7 | 6,06 | 4,0 | 1,4 |
| Gesamt | 784 | 734 | 7,48 | 3,0 | 2,0 |
Deutsche Wohnen unterhält Immobilienentwicklungsaktivitäten grundsätzlich mit der Intention, die fertiggestellten Projekte dem eigenen Bestand hinzuzufügen.
Zur Stärkung der Immobiliendevelopmentfähigkeiten hatte Deutsche Wohnen im Jahr 2020 den Immobilienentwickler Isaria erworben und war eine 40 %-ige Beteiligung an der QUARTERBACK Immobilien AG eingegangen. Nach Integration beider Developmentplattformen wurden die Developmentprojekte von Deutsche Wohnen bis 2022 über die Plattform der QUARTERBACK Immobilien AG abgewickelt.
Mit dem Erwerb der Mehrheit an der Deutsche Wohnen Gruppe durch Vonovia konnte die attraktive Development-Pipeline der bereits bestehenden BUWOG-Projektpipeline von Vonovia hinzugefügt werden. Die regionale Verteilung erstreckt sich damit auf die Kernregionen Berlin, Rhein/ Main, Dresden/Leipzig, Hamburg, Stuttgart und München und stellt somit eine Ausweitung des Developmentgeschäfts auf das gesamte deutsche Bundesgebiet dar.
Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Developmentaktivitäten von Deutsche Wohnen auf Basis eines Geschäftsbesorgungsvertrags in die Strukturen der BUWOG mit dem Ziel integriert, um neben der Hebung von Harmonisierungs- und Skalenerträgen insbesondere von der Developmentplattform und dem Development-Know-how der BUWOG zu profitieren. Mit den nun gebündelten Kompetenzen und der Möglichkeit zur beidseitigen Nutzung von Synergien können die Herausforderungen im Wohnimmobiliensektor mit Blick auf Immobiliendevelopmentprojekte noch fokussierter, rascher und effizienter umgesetzt werden.
Vonovia verfügt durch BUWOG über eine komplette Developmentplattform, die die gesamte Wertschöpfungskette vom Grundstücksankauf über die Grundstücksentwicklung, die Projektplanung und Errichtung bis hin zur Verwertung abdeckt. Mit ihrer substanziellen Projekt-Pipeline von aktuell im Bau, in der Planung oder in Vorbereitung befindlichen Wohnbauprojekten zählt Vonovia mit der Marke BUWOG zu den führenden Bauträgern Deutschlands und ist der aktivste private Bauträger Österreichs.
Aufgrund der insbesondere durch den Ukraine-Krieg verursachten Störungen der weltweiten Volkswirtschaften und die diese verbindenden Liefer- und Wertschöpfungsketten war der Geschäftsbereich Development im Jahr 2022 mit Blick auf Verkaufspreise, Einstandspreise sowie Rentabilitäten vor besondere Herausforderungen gestellt. In dem Kontext geänderter Rentabilitätskriterien und zur Stärkung der Innenfinanzierungskraft wurden Developmentprojekte, die bisher mit dem Ziel der Eigennutzung zugeordnet waren, nunmehr als zum Verkauf designiert.
Diese Umdesignation umfasst insgesamt 38 Projekte mit 8.003 Einheiten und einem Projektvolumen von 3.458,2 Mio. €.
Insgesamt wurden im Jahr 2022 368 Wohneinheiten fertiggestellt.
Dem Megatrend des demografischen Wandels und insbesondere der alternden Gesellschaft begegnen wir aktuell auch durch das Angebot von Einrichtungen zur Pflege und zum Betreuten Wohnen älterer Menschen. Hierfür bewirtschaften wir entsprechende Pflegeimmobilien und bieten Dienstleistungen zur Pflege und zum Betreuten Wohnen an.
Ähnlich wie im Vermietungsgeschäft fokussieren wir uns im Pflegesegment auf Städte und Regionen mit positiven Entwicklungsprognosen, da hier der Bedarf an pflegerischen und betreuenden Angeboten (vollstationäre Pflege sowie betreute Wohnformen in Verbindung mit ambulanten und teilstationären Pflegeformen) besonders hoch ist. Dabei achten wir insbesondere auf hochwertige Immobilien sowie eine hohe Qualität von Pflege, Betreuung und Service. In diesem Zusammenhang werden wir unsere Investitionen in Neubauprojekte sowie selektive Zukäufe in unseren strategischen Zielregionen verstärken.
Im Geschäftsjahr 2022 hat der Vorstand von Deutsche Wohnen einen Prozess zur Überprüfung des Pflegesegments hinsichtlich dessen künftiger strategischer Bedeutung innerhalb des Konzerns angestoßen. Dabei sind beispielsweise Fragen zu beantworten, ob vor dem Hintergrund der heterogenen Regulatorik im Pflegebereich, der Anforderungen an und der Verfügbarkeit von Personal und der erwarteten Rentabilitätsentwicklung das Segment weiter ausgebaut werden kann oder es veräußert werden soll und kann. Im Rahmen dieser strategischen Überprüfung hat der Vorstand von Deutsche Wohnen das Pflegesegment auch einem Markttest unterzogen. Endgültige Ergebnisse und Entscheidungen lagen bis zur Aufstellung des Abschlusses noch nicht vor.
Unter den Marken KATHARINENHOF und PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG werden Senioren- und Pflegeeinrichtungen bewirtschaftet. Die Einrichtungen bieten dabei vollstationäre Pflege mit dem Ziel, einen aktiven Lebensstil und die Eigenständigkeit der Bewohner im größtmöglichen Umfang zu erhalten. Daneben werden im Rahmen des Betreuten Wohnens zusätzlich seniorengerechte Dienstleistungen angeboten.
Im Geschäftsfeld Pflege und Betreutes Wohnen werden 72 Pflegeimmobilien mit insgesamt rund 9.540 Pflegeplätzen erfasst, wovon sich 71 im Eigentum von Deutsche Wohnen befinden. Damit sind wir einer der größten Bestandshalter von Pflegeimmobilien in Deutschland.
Das Pflegegeschäft betreiben wir in zwei unterschiedlichen Modellen:
39 Pflegeeinrichtungen (ca. 5.240 Plätze) bewirtschaften die konzerneigene KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH gemeinsam mit deren Tochtergesellschaften, die Hamburger Senioren Domizile GmbH (HSD) sowie die PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG GmbH.
Weitere 33 Einrichtungen (ca. 4.300 Plätze) werden von verschiedenen konzernfremden Betreibern langfristig bewirtschaftet.
Die Unternehmenssteuerung ist auf unsere Unternehmensstrategie ausgerichtet.
Im Geschäftsjahr 2022 hat Deutsche Wohnen bis zum 4. Quartal 2022 das bisherige Steuerungssystem aus 2021 fortgeführt. Einzelheiten dazu sind im Geschäftsbericht 2021 im Kapitel Konzernsteuerung dargestellt.
Zum Ende des 4. Quartals 2022 wurde im Rahmen der Harmonisierung der Steuerungssysteme von Deutsche Wohnen und Vonovia auf das Steuerungssystem von Vonovia umgestellt. Die Leistungsbeurteilung des Geschäftserfolgs erfolgte für das Geschäftsjahr 2022 in Gänze nach dem neuen Steuerungssystem.
Auf Konzernebene sind nunmehr Group FFO, Adjusted EBITDA Total und NAV pro Aktie als bedeutsamste Steuerungskennzahlen eingeführt.
Die bisherige primäre Steuerungsgröße FFO I wurde durch den Group FFO ersetzt. Das Adjusted EBITDA Total wurde als Leistungskennzahl für die nachhaltige Leistung des operativen Geschäfts implementiert. Der NAV (Net Asset Value) pro Aktie wurde inhaltlich an den bei Vonovia ausgewiesenen EPRA NTA pro Aktie angeglichen. Der LTV wird weiterhin berichtet, ist aber nunmehr keine bedeutsamste Steuerungskennzahl i. S. d. DRS 20.
Die bisherigen Segmente Wohnungsbewirtschaftung, Verkauf, Pflegebetriebe und Pflegeimmobilien sowie das Ergebnis ohne Segmentzuordnung wurden in die neuen Segmente Rental, Value-add, Recurring Sales, Development und Pflege überführt, und der Steuerungsansatz von Vonovia wurde durch Deutsche Wohnen übernommen. Weitere Einzelheiten dazu sind im Kapitel → Segmentberichterstattung dargestellt.
Im Segment Rental fassen wir alle Geschäftsaktivitäten zusammen, die auf das wertsteigernde Management der eigenen Wohnimmobilienbestände ausgerichtet sind.
Im Segment Value-add bündeln wir alle wohnungsnahen Dienstleistungen, mit denen wir das Kerngeschäft der Vermietung ergänzen. Diese Dienstleistungen umfassen im wesentlichen unsere Multimedia-Dienstleistungen sowie die Energielieferung.
Das Segment Recurring Sales umfasst die regelmäßigen und nachhaltigen Verkäufe von einzelnen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern aus unserem Portfolio. Es beinhaltet nicht den Verkauf ganzer Gebäude oder Grundstücke (MFH Sales/Non Core). Diese Verkäufe erfolgen rein opportunistisch und sind somit nicht Bestandteil des Segments Recurring Sales. Wir weisen solche opportunistischen Verkäufe im Segmentbericht in der Spalte Sonstiges aus.
Das Segment Development beinhaltet die Projektentwicklung zur Schaffung von neuem Wohnraum. Dies umfasst die Wertschöpfungskette beginnend beim Ankauf von Grundstücken ohne Bebauungsplan bzw. Widmung bis hin zur Fertigstellung neuer Gebäude sowie den Neubau auf eigenen Grundstücken. Diese Objekte werden in den eigenen Bestand integriert oder an Dritte veräußert. Im Einzelnen sind dies Projekte an ausgewählten, attraktiven Standorten. Bei der Integration in den eigenen Bestand wird dabei die Wertschöpfung aus der Bewertung der Immobilien zu Marktpreisen dem Segment Development zugeordnet.
Das Segment Pflege umfasst alle Aktivitäten der Bewirtschaftung der eigenen Pflegebetriebe sowie die Verpachtung von Pflegeimmobilien.
Das Steuerungssystem ist modular aufgebaut und unterscheidet Steuerungskennzahlen auf Gesamtkonzernebene (bedeutsamste Steuerungskennzahlen i. S. d. DRS 20) und Steuerungskennzahlen auf Segmentebene.
Alle hier dargestellten finanziellen Kennzahlen sind sogenannte "Non-GAAP"-Measures oder "Alternative Performance Measures" (APMs), d. h. Kennzahlen, die sich nicht direkt aus den Zahlen des Konzernabschlusses nach IFRS ablesen lassen. Die finanziellen Steuerungsgrößen lassen sich aber alle auf die nächstmögliche Konzernabschlusskennzahl überleiten.
Wir unterscheiden finanzielle und nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen.
Wir betreiben ein konzernweit integriertes Planungs- und Controllingsystem, das auf zentrale Steuerungskennzahlen abstellt. Basierend auf der aus unserer Strategie abgeleiteten Mittelfristplanung, die einer jährlichen Überprüfung unterliegt und bei nennenswerten Transaktionen unterjährig aktualisiert wird, wird für alle Bereiche des Konzerns ein Budget erstellt. Im Verlauf des Geschäftsjahres erfolgt für alle steuerungsrelevanten Kennzahlen ein regelmäßiger Abgleich der aktuellen Geschäftsentwicklung mit diesen Zielvorgaben sowie den jeweils aktuellen Prognosen. Daraus abgeleitet wird das Geschäft zielgerichtet gesteuert und erforderliche Maßnahmen zur Gegensteuerung werden eingeleitet und nachverfolgt.
Auf Gesamtkonzernebene sind der Group FFO, das Adjusted EBITDA Total und der NAV pro Aktie unsere bedeutsamsten Steuerungskennzahlen.
Auf Segmentebene betrachten wir zusätzlich zum Adjusted EBITDA auch die Segmenterlöse, um neben den Mieteinnahmen im Segment Rental auch in den Segmenten Value-add, Recurring Sales, Development und Pflege deren Leistungsfähigkeit zu messen. Die Segmenterlöse aller Segmente ergeben in Summe die Segmenterlöse Total. Deren Entwicklung im Zeitverlauf dient als weiterer Wachstumsindikator für Deutsche Wohnen.
Das Steuerungssystem umfasst folgende Kennzahlen:
Für die Steuerung der nachhaltigen operativen Ertragskraft unseres Geschäfts ist der Group FFO führend. Er leitet sich wie folgt ab:
| Segmenterlöse Rental | |
| (-) | Aufwendungen für Instandhaltung |
| (-) | Operative Kosten Rental |
| = | Adjusted EBITDA Rental |
| Segmenterlöse Value-add | |
| davon externe Umsätze | |
| davon interne Umsätze | |
| (-) | Operative Kosten Value-add |
| = | Adjusted EBITDA Value-add |
| Segmenterlöse Recurring Sales | |
| (-) | Verkehrswertabgänge bereinigt um periodenfremde Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Immobilien Recurring Sales |
| = | Bereinigtes Ergebnis Recurring Sales |
| (-) | Vertriebskosten Recurring Sales |
| = | Adjusted EBITDA Recurring Sales |
| Erlöse aus der Veräußerung von Developmentobjekten to sell | |
| (-) | Herstellkosten Development to sell |
| = | Rohertrag Development to sell |
| Fair Value Development to hold | |
| (-) | Herstellkosten Development to hold |
| = | Rohertrag Development to hold |
| (+) | Mieterlöse Development |
| (-) | Operative Kosten Development |
| = | Adjusted EBITDA Development |
| Segmenterlöse Pflege | |
| (-) | Aufwendungen für Instandhaltung |
| (-) | Operative Kosten Pflege |
| = | Adjusted EBITDA Pflege |
| z | Adjusted EBITDA Total |
| (-) | Zinsaufwand FFO |
| (-) | Laufende Ertragsteuern FFO |
| (-) | Konsolidierung |
| = | Group FFO |
Basis für die operative Steuerung der fünf Segmente sind die jeweiligen um periodenfremde, unregelmäßig wiederkehrende oder betriebsatypische Sachverhalte bereinigten EBITDAs.
Das Adjusted EBITDA Rental spiegelt das operative Ergebnis aus der Bewirtschaftung von Wohnimmobilien wider. Es lässt sich unterteilen in die drei zentralen Komponenten Segmenterlöse Rental, Aufwendungen für Instandhaltung und operative Kosten des Segments Rental. Letztere beinhalten alle Aufwendungen und Erträge, die nicht Aufwendungen für Instandhaltung oder Mieteinnahmen des Segments Rental darstellen.
Neben den Aufwendungen für Instandhaltung investieren wir durch Modernisierung und Neubau in unsere Immobilienbestände.
Die Steuerung der Geschäftsaktivitäten des Segments Value-add erfolgt über die Segmenterlöse und das Adjusted EBITDA Value-add.
Der Erfolg des Segments Recurring Sales messen wir mit dem Adjusted EBITDA Recurring Sales. Dabei werden im Adjusted EBITDA Recurring Sales den erzielten Erlösen die entsprechenden Verkehrswertabgänge der veräußerten Vermögenswerte sowie die zugehörigen Verkaufskosten gegenübergestellt. Um einen periodengerechten Ausweis von Gewinn und Umsatz und damit einer Verkaufsmarge zu zeigen, ist es erforderlich, die nach IFRS 5 bewerteten Verkehrswertabgänge um realisierte/unrealisierte Wertveränderungen zu bereinigen.
Das Segment Development wird über das Adjusted EBITDA Development gesteuert. Neben den Umsätzen aus dem Verkauf neu erstellter Immobilien an Dritte und den dazugehörigen Kosten erfassen wir zur Messung des Erfolgs des Segments Development auch die geschaffenen Verkehrswerte durch im Geschäftsjahr fertiggestellte Immobilien für den eigenen Bestand sowie die dazugehörigen Kosten.
Das Segment Pflege umfasst alle Aktivitäten der Bewirtschaftung der eigenen vollstationären Pflegeeinrichtungen sowie die Verpachtung von Pflegeimmobilien an Dritte. Die Steuerung der Geschäftsaktivitäten des Segments Pflege erfolgt über die Segmenterlöse und das Adjusted EBITDA Pflege.
Die Summe der Adjusted EBITDAs unserer fünf Segmente ergibt das Adjusted EBITDA Total. Es drückt die gesamte Leistung unseres nachhaltigen operativen Geschäfts vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen aus.
Da die Finanzierung ein elementarer Bestandteil für den Erfolg unserer Geschäftstätigkeit ist, vermindern wir das Adjusted EBITDA Total um den laufenden Zinsaufwand, bereinigt um Sondersachverhalte (Zinsaufwand FFO). Unter Berücksichtigung von laufenden Ertragsteuern und Konsolidierungseffekten erhalten wir so den Group FFO als Kennzahl für die nachhaltige Ertragskraft unseres Geschäfts.
Zur Steuerung des Unternehmenswachstums fokussieren wir uns des Weiteren auf die Kennzahl Segmenterlöse Total. Die Kennzahl Segmenterlöse Total beinhaltet alle Erlöse der fünf Segmente, die zur Wertschöpfung beitragen, d. h. kostentragend sind und einen Ergebnisbeitrag liefern.
| Mieteinnahmen Konzern | |
| (+) | Andere Umsatzerlöse aus der Immobilienbewirtschaftung, soweit nicht in den operativen Kosten Rental verrechnet |
| (+) | Andere Erlöse aus der Immobilienbewirtschaftung aus dem Segment Pflege |
| (+) | Erlöse aus der Veräußerung von Immobilien, soweit diese auf Recurring Sales entfallen |
| (+) | Interne Erlöse Value-add |
| (+) | Erlöse aus der Veräußerung von Immobilienvorräten |
| (+) | Fair Value Development to hold |
| = | Segmenterlöse Total |
Neben der operativen Ertragskraft sind die Bewertung unseres Immobilienvermögens sowie die Modernisierungs- und Neubauleistungen maßgeblich für die Wertentwicklung unseres Unternehmens.
Die Steuerung des Unternehmenswerts erfolgt mit dem NAV pro Aktie.
| Eigenkapital der Anteilseigner von Deutsche Wohnen | |
| (+) | Latente Steuern auf Investment Properties * |
| (-) | Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente |
| (-) | Goodwill |
| (-) | Immaterielle Vermögenswerte |
| = | NAV |
| (/) | Anzahl der Aktien zum Stichtag |
| = | NAV pro Aktie |
Als weitere nichtoperative, finanzielle Kennzahlen dienen zudem der Loan-to-Value (LTV) zur Überwachung des Finanzschuldendeckungsgrads durch unsere Immobilienbestände, der Net-Debt/EBITDA zur Überwachung des Finanzschuldendeckungsgrads durch unser nachhaltiges operatives Ergebnis sowie die Interest Coverage Ratio (ICR) als Zinsdeckungsgrad durch unser nachhaltiges operatives Ergebnis.
Als Werttreiber für unsere finanziellen Steuerungsgrößen liegen in gleicher Weise auch nichtfinanzielle operative Kennzahlen in unserem Fokus.
Die organische Mietsteigerung zeigt die Steigerung der monatlichen Ist-Miete für das Wohnungsportfolio, das zwölf Monate vorher bereits im Bestand von Deutsche Wohnen und zum Berichtsstichtag vermietet war, zuzüglich der Mietsteigerung durch Neubau- und Aufstockungsmaßnahmen. Die monatliche Ist-Miete pro m 2 gibt Aufschluss über die durchschnittlichen Mieterlöse des vermieteten Wohnungsbestands zum jeweiligen Berichtsstichtag.
Ergänzend zeigt die Leerstandsquote den Anteil der Wohneinheiten im eigenen Wohnungsbestand, der nicht vermietet ist und daher keine Mieterträge erwirtschaftet. Sie kann als Frühwarnindikator z. B. zur Identifikation von nicht marktgängigen Wohnungen dienen. Leerstandsquote und Durchschnittsmiete sind wesentliche Treiber für die Entwicklung unserer Kennzahlen zur Steuerung der Mieteinnahmen. Sie gelten als maßgebliche Frühwarnindikatoren.
Die Anzahl der verkauften Einheiten aus Recurring Sales zeigt unsere stetigen Bemühungen im Bereich der Wohnungsprivatisierung. Gesondert hiervon weisen wir die Verkäufe Non Core/Sonstiges aus.
Der Verkehrswert-Step-up Recurring Sales bezieht sich auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem Erlös aus der Veräußerung einer privatisierten Wohneinheit und ihrem zuletzt bilanzierten Verkehrswert. Er zeigt den prozentualen Wertzuwachs für das Unternehmen bei der Veräußerung einer Wohneinheit vor weiteren Verkaufskosten.
Neben den bisher beschriebenen nichtfinanziellen Leistungskriterien ist für Deutsche Wohnen ab dem Jahr 2023 das ESG-Ziel Reduktion der CO 2-Intensität im Portfolio relevant. Durch die Berücksichtigung von ESG-Zielen werden Input-Faktoren für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung berücksichtigt. Im Jahr 2022 2022 waren die nichtfinanziellen Leistungskriterien Kundenzufriedenheit und Verbesserung Energieeffizienz für Deutsche Wohnen relevant.
Für die Unternehmensführung stellen die nachhaltig geänderten Rahmenbedingungen an den Märkten, insbesondere der Anstieg von Zinsen und Inflation in Kombination mit einer gestiegenen Verunsicherung an den Rohstoffmärkten und nach wie vor gestörten Lieferketten, ein hochkomplexes Umfeld dar.
Das operative Geschäft verlief in diesem Umfeld insgesamt erfolgreich. Dabei waren moderate Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und der Corona-Pandemie in einzelnen Bereichen spürbar. Diese Auswirkungen zeigten sich vor allem bei der Rohstoffbeschaffung und den Energiekosten.
Zum 31. Dezember 2022 waren die Bestände von Deutsche Wohnen mit einer Leerstandsquote von 1,9 % (2021: 1,7 %) nahezu voll vermietet. Die niedrige Leerstandsquote und hohe Kundenzufriedenheitswerte bilden ein solides Fundament für unser operatives Geschäft. Sie bedeuten stabile Cashflows und damit eine stabile Basis für die Erträge aus unseren Immobilien.
Die Überzeugung, dass sich die Megatrends in der Wohnungswirtschaft am besten in Quartierszusammenhängen lösen lassen, hat unverändert Bestand. Im Zuge des Zusammenschlusses mit Vonovia wurde das Immobilienportfolio einem Review unterzogen und gleichzeitig ein Abgleich mit dem Vonovia Portfolio vorgenommen, um durch eine abgestimmte Bewirtschaftung beider Portfolios Synergiepotenziale zu erschließen. Aus diesem Grund wurde die Portfoliostrukturierung an die von Vonovia angeglichen.
Das Jahr 2022 stand auch unter dem Zeichen der Integrationsarbeiten zur Nutzung der Vonovia Prozesse und Systeme und zur Hebung von Synergien und der Schaffung von gemeinsamen rechtlichen Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Hebung von Vorteilen für Deutsche Wohnen durch Harmonisierungs-, Standardisierungs- und Skalierungsmaßnahmen durch Nutzung der Bewirtschaftungs- und Developmentplattform von Vonovia.
Die Zusammenarbeit mit Vonovia basierte und basiert dabei immer auf vertraglichen, marktkonformen Grundlagen und grundsätzlichen Rahmengeschäftsbesorgungsvereinbarungen. Dabei sind der gesellschaftsrechtliche Schutz von Minderheiten sowie die Regeln der Corporate Governance der oberste Maßstab für die Zusammenarbeit.
Deutsche Wohnen hat am 4. Januar 2022 ein Darlehen zu Drittvergleichsbedingungen an die Vonovia SE in Höhe von 1.450 Mio. € ausgereicht. Dieses valutierte zum 31. Dezember 2022 mit 870 Mio. €.
Die Frankfurter Wertpapierbörse hat mit Beschluss vom 1. Dezember 2022 die Zulassung der GSW Immobilien AG zum regulierten Markt auf vorherigen Antrag des Vorstands der GSW Immobilien AG widerrufen, womit die Notierung der Aktien entfällt.
Mit Blick auf das Pflegegeschäft hat der Vorstand von Deutsche Wohnen im Jahr 2022 eine Überprüfung der strategischen Einordnung des Geschäfts in den Konzern einschließlich eines Markttests durchgeführt.
Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland wurde im vergangenen Jahr von den Folgen des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine geprägt. Während im Frühjahr 2022 die Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen laut Statistischen Bundesamt (Destatis) zur Erholung der deutschen Wirtschaft beitrug, wurde der Aufschwung mit dem russischen Überfall auf die Ukraine und den infolgedessen stark steigenden Energiepreisen gebremst. Zudem erschwerten verschärfte Material- und Lieferengpässe, hohe Preissteigerungen auch für weitere Güter sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch nachlassende Corona-Pandemie die konjunkturelle Erholung. Der hohe Verbraucherpreisanstieg schmälerte die Kaufkraft der privaten Haushalte. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist die deutsche Wirtschaft laut Schätzung von Destatis im Jahr 2022 gemessen am Bruttoinlandprodukt (BIP) um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Gleichwohl belastet die Energiekrise laut IfW Kiel die deutsche Wirtschaft weiterhin schwer. Für 2023 wird laut IfW Kiel in Deutschland ein BIP-Wachstum von 0,3 % erwartet. In Berlin könnte das BIP im Jahr 2022 laut Investitionsbank Berlin (IBB) um voraussichtlich 2,5 % gestiegen sein. Im 1. Halbjahr 2022 ist die Wirtschaft noch überdurchschnittlich stark gewachsen, Berlin wird sich aber den verschlechternden externen Rahmenbedingungen nicht entziehen können.
Der Arbeitsmarkt zeigte sich insgesamt stabil. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind laut Arbeitsagentur 2022 in Deutschland im Jahresdurchschnitt deutlich gesunken, wobei die Rückgänge auf der günstigen Entwicklung im Vorjahr und im 1. Halbjahr 2022 beruhen. Ab der Jahresmitte hat dann die Erfassung ukrainischer Geflüchteter zu einem Anstieg im weiteren Jahresverlauf geführt. Laut Bundesagentur für Arbeit ist die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen im Jahresdurchschnitt 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 5,3 % gesunken. In Berlin betrug die Arbeitslosenquote 8,8%, rund 1,0 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr und damit der stärkste Rückgang im Vergleich der Bundesländer. Angesichts der Herausforderungen für die Wirtschaft dürfte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt 2023 vorübergehend eintrüben. Dann wird eine Arbeitslosenquote von 5,5 % (IfW Kiel) in Deutschland erwartet.
Im Jahr 2022 kam es unter dem Druck insbesondere der Energie- und Lebensmittelpreise zu einem spürbaren Anstieg der Inflation. Gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) lag sie gegenüber dem Vorjahr laut Zahlen des Statistischen Bundesamts im Jahresdurchschnitt bei 7,9 %. Für das Jahr 2023 wird erwartet, dass sich der Preisauftrieb abschwächt und die Inflationsrate mit 5,4% (IfW Kiel) etwas niedriger ausfällt. In Berlin dürften die Verbraucherpreise laut IBB im Jahresdurchschnitt 2022 um rund 8 % gestiegen sein und dürften 2023 um rund 5 % steigen.
Angesichts der hohen Inflation hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins in vier Schritten seit Juli 2022 von 0 % auf nunmehr 2,5 % zum Jahresende 2022 angehoben. Bereits mit 1. Juli 2022 stellte die EZB die Anleihenkäufe ein. Weitere Anhebungen des Leitzinses dürften im Jahr 2023 folgen. So hob die EZB zum 8. Februar 2023 den Leitzins auf 3,0% an. In diesem Umfeld zogen die Bauzinsen in Deutschland im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr deutlich an.
Der Zinsanstieg belastet die Immobilienmärkte. Der Markt für Wohneigentum hat sich im Jahresverlauf abgekühlt, und die Zeiten hoher Preisanstiege dürften der Vergangenheit angehören. Die fundamentalen Rahmenbedingungen aus Sicht von Vermietern bleiben derweil laut Savills in Deutschland vorteilhaft. Die Nachfrage nach Mietwohnungen ist spürbar gestiegen, u. a. durch eine stark gewachsene Bevölkerung und weil sich viele Haushalte momentan keinen Eigenheimerwerb mehr leisten können und daher Mieter bleiben. Deutschlandweit stiegen die inserierten Mieten weiter an und lagen laut empirica im Durchschnitt aller Baujahre im 4. Quartal 2022 um 6,6 % (Neubau 6,3 %) höher als im Vorjahresquartal. Weitere Mietsteigerungen sind im Jahr 2023 2023 wahrscheinlich. Mit Blick auf die Bestandsmieten wäre es laut DB Research keine Überraschung, wenn diese künftig strukturell deutlich mehr als 2% pro Jahr zulegen. In Berlin stiegen die inserierten Mieten deutlich an und lagen laut Angaben der Value AG z. B. im Segment gebrauchte Wohnungen im 4. Quartal 2022 um 14,8 % höher als im Vorjahresquartal. Angesichts hoher Kaufpreise und teurer Immobilienfinanzierungen verbleiben laut IBB auch in Berlin vorerst mehr Menschen auf dem Mietmarkt. Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt somit unverändert hoch.
Während die Wohneigentumspreise in Deutschland zu Jahresbeginn noch kletterten, kühlte die Preisdynamik im Jahresverlauf spürbar ab. Der empirica Preisindex für Deutschland für Eigentumswohnungen (alle Baujahre) lag zum 4. Quartal 2022 dennoch um 0,6 % höher (Neubau 5,2 %) als im Vorjahreszeitraum. Der Preisgipfel bei Eigentumswohnungen in Deutschland wurde innerhalb des 1. Halbjahres erreicht. In der Folge gaben die Wohnungspreise im weiteren Jahresverlauf nach. Trotz des nach wie vor hohen Wohnbedarfs wirken die geänderten Rahmenbedingungen belastend auf die Nachfrage nach Wohneigentum. Angesichts der fundamentalen Angebotsknappheit erwartet DB Research in Deutschland nur eine Preisdelle. In Berlin stiegen die inserierten Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen laut Angaben der Value AG im 4. Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,5 %. Im Vergleich zum Vorquartal gaben aber auch hier die Preise leicht nach (-0,7 %), nachdem sie im 3. Quartal 2022 noch leicht zulegten. Die Preise für Neubauwohnungen stiegen hier derweil im 4. Quartal 2022 im Vergleich zum Vorquartal leicht an (+0,9 %).
Die Bevölkerungszahl ist in Deutschland 2022 voraussichtlich erneut gestiegen und dürfte weiter wachsen. Es fehlt in vielen großen Städten und Metropolregionen nach wie vor an Wohnungen. Indessen sinkt die Bautätigkeit. Im Jahr 2022 wurden nach Schätzung des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe nur 280.000 Wohnungen fertiggestellt, und für das Jahr 2023 könnten es nur 245.000 sein (2021: 293.393). Die Bundesregierung hatte sich das Ziel von jährlich 400.000 neuen Wohnungen in Deutschland gesetzt. Für 2023 und 2024 schätzt CBRE einen Wiederanstieg der regulären Zuwanderung (Arbeitskräfte, Familiennachzug, Studenten) von über 350.000 Personen pro Jahr als realistisch ein. Infolge des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine befinden sich zudem aktuell rund eine Million Ukraine-Geflüchtete in Deutschland. Die Wohnungsknappheit dürfte damit weiter zunehmen. Auch in Berlin ist die Bevölkerung 2022 voraussichtlich erneut gewachsen, und in der mittleren Prognosevariante rechnet die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (SenSBW) mit einem Anstieg der Bevölkerungszahl um rund 5 % von 2021 bis 2040. Etwa 100.000 Ukraine-Flüchtlinge sind laut Pressemeldungen 2022 in Berlin geblieben. Nach Prognosen der SenSBW sind im Jahr 2022 16.500 neue Wohnungen in Berlin gebaut worden. Das Ziel, durchschnittlich 20.000 neue Wohnungen pro Jahr zu errichten, wurde damit aber nicht erreicht. Im Umfeld der Nachwirkungen der Corona-Pandemie und Auswirkungen des Ukraine-Kriegs war im Jahr 2022 die Bauindustrie mit gestiegenen Preisen, gestörten Lieferketten und bestehendem oder drohendem Materialmangel sowie dem Zinsanstieg konfrontiert. Zudem fehlt es an ausreichend Fachkräften. Laut DB Research dürften die Baukosten insgesamt in Deutschland im Jahr 2023 kaum zurückgehen. Vor dem Hintergrund rückläufiger Bauinvestitionen könnten sich aber Lieferengpässe entspannen und beispielsweise Rohstoffpreise wie schon in den letzten Monaten weiter fallen. Auch in Berlin bremsen laut IBB die rasant steigenden Bauzinsen den Wohnungsbau, weil viele Bauprojekte nachkalkuliert und angehalten werden. Fachkräftemangel, Lieferengpässe und Preissteigerungen bei Baumaterialien machen sich hier ebenfalls bemerkbar.
Im Zuge der Zinswende zeigte sich der deutsche Wohnimmobilieninvestmentmarkt im Jahr 2022 verhaltener. Das Transaktionsvolumen am Wohninvestmentmarkt betrug laut CBRE 13,5 Mrd. € und lag damit 73 % niedriger als im Vorjahr. Die Differenz ist zum einen auf die im Jahr 2021 getätigte Großtransaktion, die Übernahme der Deutsche Wohnen SE durch die Vonovia SE, zurückzuführen, zum anderen befindet sich der Markt laut CBRE in einer Preisfindungsphase, die durch das neue Zinsumfeld ausgelöst wurde und ebenfalls zum Rückgang des Investitionsvolumens beiträgt. Vor diesem Hintergrund stiegen die Spitzenrenditen in den Top-7-Städten an. Gleichzeitig stiegen die Mieten in den Top-7 Städten. Am Berliner Transaktionsmarkt wurden laut Jones Lang La Salle im Jahr 2022 Immobilien im Wert von rund 11 Mrd. € gehandelt. Davon bildeten Wohnimmobilien mit einem Anteil von 25 % das zweitgrößte Segment. Das Gesamtvolumen lag etwa 71 % niedriger als im Jahr 2021, welches nicht zuletzt durch die oben genannte Großtransaktion geprägt wurde. Sobald die Preisfindungsphase abgeschlossen ist und größere Sicherheit hinsichtlich der Finanzierungskosten herrscht, dürfte der Berliner Transaktionsmarkt wieder anziehen.
Zu den wohnungspolitischen Entwicklungen im Jahr 2022 und zu Jahresbeginn 2023 gehören in Deutschland z. B. Änderungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Seit Februar war die Beantragung von BEG-Sanierungsprogrammen wieder möglich. Im April wurde die BEG-Neubauförderung mit geänderten Förderbedingungen wieder aufgenommen. Eine Reform der BEG ist am 1. Januar 2023 in Kraft getreten. Damit gelten neue Bedingungen für die Sanierung zum Effizienzhaus-Standard und für Einzelmaßnahmen. Voraussichtlich am 1. März 2023 soll eine eigene Förderrichtlinie "Klimafreundliches Bauen" folgen. Beim Gebäudeenergiegesetz (GEG) hat sich zum 1. Januar 2023 beim Neubau das zulässige Primärenergieniveau verschärft. Außerdem trat am 1. Juli 2022 die Reform des Mietspiegelrechts in Kraft. Für Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern sind Mietspiegel seitdem Pflicht. Weiterhin beschloss das Bundeskabinett 2022 den Entwurf eines Gesetzes zur Aufteilung der CO 2-Kosten zwischen Vermieter und Mieter, welches zum 1. Januar 2023 in Kraft trat. Eine für 2023 anstehende Erhöhung des CO 2-Preises wurde auf 2024 verschoben. Der lineare AfA-Satz zur Abschreibung von Wohngebäuden wurde zum 1. Januar 2023 von 2 auf 3 % angehoben. Das gilt für Wohngebäude, die ab Anfang 2023 fertiggestellt werden. In Berlin wurde Mitte 2022 das "Bündnis für Wohnungsneubau und bezahlbares Wohnen" mit städtischen und privaten Akteuren des Wohnungsmarkts geschlossen. Zu den Zielen zählen u. a. der Bau von mindestens 100.000 Wohnungen bis Ende 2026 und ein verbesserter Mieterschutz. Bereits Ende März 2022 hat der Senat von Berlin die Expertenkommission zum Volksentscheid "Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen" einberufen. Sie soll die Verfassungskonformität einer möglichen Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände untersuchen.
Der Markt für Pflege- und Seniorenimmobilien profitiert von der zunehmenden Alterung der Bevölkerung, denn mit dem Älterwerden steigt die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden und stationär versorgt werden zu müssen. Laut der 15. Koordinierten Bevölkerungsprognose wird die Zahl der Menschen im Alter ab 67 Jahren von 16,4 Mio. im Jahr 2021 bereits bis 2035 auf mindestens 20,0 Mio. wachsen. Die Anzahl der 80-Jährigen und Älteren wird bis Anfang der 2030er Jahre annährend konstant bei rund 6 Mio. liegen, danach tendenziell steigen und im Jahr 2070 zwischen 8 und 10 Mio. Personen betragen. Damit dürfte der demografisch bedingte Pflegebedarf langfristig steigen.
Von 2015 bis 2021 stieg die Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von rund 2,86 Mio. auf 4,96 Mio. Personen. Rund 0,79 Mio. von ihnen wurden vollstationär in Heimen versorgt, und weitere 1,05 Mio. Personen wurden zu Hause durch Pflegedienste betreut. Ein Teil des Anstiegs ist auf regulatorische Änderungen wie 2017 die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs zurückzuführen. Nach zuletzt verfügbaren Zahlen gab es 2021 in Deutschland 16.115 Pflegeheime mit teil- oder vollstationären Pflegeleistungen und 984.688 Pflegeplätzen. Laut einem Gutachten von bulwiengesa für Cureus könnte die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2040 auf rund 5,59 Mio. steigen, was in der mittleren Prognosevariante einem Bedarf von 19.579 jährlich zu bauenden Pflegeplätze entspräche. Während es nach Schätzung 2021 in Deutschland rund 360.000 Wohnungen im Betreuten Wohnen gab, müsste deren Anzahl mindestens verdoppelt werden, um der rechnerischen Nachfrage bis zum Jahr 2040 näher zu kommen.
Nach Zahlen von Destatis lag die Auslastung der verfügbaren vollstationären Pflegeplätze 2021 bei 89,3 %. Ähnlich wie im Mietwohnungsmarkt ist laut Pflegeheim-Atlas von Wüest Partner auch bei den Pflegeplätzen eine Fluktuationsreserve notwendig und sinnvoll. Daneben entsprechen manche Pflegeheime nicht mehr in vollem Umfang aktuellen Anforderungen oder weisen eine Größe auf, die betriebswirtschaftlich langfristig nicht sinnvoll ist. Vor allem in Regionen mit niedrigen Auslastungsgraden werde es zu Schließungen und Revitalisierungen von Pflegeheimen kommen. Außerdem führte die Corona-Pandemie z. B. wegen höherer Sterblichkeit der Bewohner zu einer reduzierten Belegung in stationären Pflegeheimen, zum Ende 2021 kam es laut BARMER-Pflegereport 2022 aber zur teilweisen Normalisierung. Derweil unterstützte der staatliche "Pflege-Rettungsschirm" Pflegedienstleister während der Pandemie. Teile dieses Rettungsschirms liefen Ende Juni 2022 aus.
Der deutsche Investmentmarkt für Gesundheitsimmobilen konnte sich im Verlauf von 2022 nicht der Entwicklung aus Zinsanstieg, Inflation und aktueller geopolitischer Lage entziehen und präsentierte sich mit gedämpfter Transaktionsaktivität. So wurden laut Savills im Jahr 2022 in Deutschland Gesundheitsimmobilien mit einem Volumen von rund 2,3 Mrd. € gehandelt, rund ein Drittel weniger als im Vorjahr. Pflegeheime waren mit einem Anteil von 43 % die größte Teil-Assetklasse, vor Betreutem Wohnen (25 %) und Ärztehäusern (17 %). Die Spitzenrendite von Pflegeheimen stieg im Jahresverlauf 2022 um 20 Basispunkte auf 4,1 %. Grundsätzlich ist das Interesse an deutschen Gesundheitsimmobilien weiterhin gegeben. Bei den Kaufpreisvorstellungen bestehen aber derzeit große Differenzen zwischen Verkäufern und Bietern. Auch der Anteil der gehandelten Projektentwicklungen ging angesichts deutlich gestiegener Finanzierungs- und Baukosten und gleichzeitig gesunkener Zahlungsbereitschaft der Bieter im Jahresverlauf zurück.
Herausforderungen für die Marktakteure bestehen laut Savills aktuell insbesondere im Zusammenhang mit der Inflation. Zwar seien die indexierten Mietverträge im derzeitigen Umfeld für Investoren besonders attraktiv, jedoch stoßen viele Betreiber bereits an die Grenze ihrer Zahlungsfähigkeit, was wiederum Nachverhandlungen zwischen Betreibern und Eigentümern notwendig mache. Außerdem zählen Themen wie Fachkräftemangel oder die weiterhin zu niedrigen Investitionskostensätze zu den aktuellen Herausforderungen. Kostendruck ergibt sich z. B. auch aus dem seit September 2022 geltenden Tariftreuegesetz. Angesichts der Unsicherheiten im Zuge steigender Kosten, über deren Refinanzierung noch mit den Kostenträgern und der Politik gerungen wird, gibt es laut NAI apollo eine spürbare Welle von Insolvenzen im Pflegebereich.
Vor dem Hintergrund der Herausforderungen werden laut Savills zumindest bei Pflegeheimen die Transaktionsprozesse komplexer, was manche Investoren von einem Engagement im Markt abhält oder Prozesse stark bremst. Die noch aktiven Investoren agieren derzeit sehr selektiv. Sie haben ihre Ansprüche an Objekt- und Betreiberqualität erhöht. Viele angebotene Objekte werden diesen Ansprüchen jedoch nicht gerecht.
Für Deutsche Wohnen war das Jahr 2022 ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Das operative Geschäft entwickelte sich positiv trotz weiter andauernder Corona-Pandemie, zunehmender Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und einer weiterhin angespannten Marktsituation auf dem Berliner Wohnungsmarkt.
Bedeutsam war ferner der Verkauf von rund 10.600 Wohnungen und 230 Gewerbeeinheiten in Berlin an die drei Landesgesellschaften HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH, degewo AG und Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH.
Der ursprünglich für das Geschäftsjahr 2022 prognostizierte FFO I in Höhe von rund 490 Mio. € wurde mit 517,9 Mio. € um 5,7 % überschritten, dazu trug im Wesentlichen das verbesserte Zinsergebnis bei. Das ursprünglich prognostizierte bereinigte EBITDA (vor Verkäufen) von rund 640 Mio. € wurde mit 665,9 Mio. € um rund 4% überschritten. Die erwartete leichte Steigerung des NAVs gegenüber 2021 wurde nicht erreicht. Zum Jahresende 2022 lag der NAV bei 20.361,0 Mio. € gegenüber 21.563,6 Mio. € zum Jahresende 2021 (vergleichbar nach neuer Definition, Rückgang um 5,6 %). Der prognostizierte Verschuldungsgrad von <30 % wurde mit einem LTV in Höhe von 28,1 % erreicht.
Mit der Umstellung des Steuerungssystems von Deutsche Wohnen zum Ende des 4. Quartals 2022 wurden die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen geändert und die bisherigen Segmente sowie das Ergebnis ohne Segmentzuordnung auf die fünf Segmente Rental, Value-add, Recurring Sales, Development und Pflege aufgeteilt. Der Group FFO löst den bisherigen FFO I ab. Für 2022 lag der Group FFO bei 593,6 Mio. € (2021: 594,3 Mio. €). Das Adjusted EBITDA Total löst das bereinigte EBITDA ab. Für 2022 lag das Adjusted EBITDA Total bei 701,8 Mio. € (2021: 726,8 Mio. €). Der NAV pro Aktie wurde inhaltlich an den bei Vonovia ausgewiesenen EPRA NTA pro Aktie angeglichen. Zum Jahresende 2022 lag der NAV pro Aktie pro Aktie bei 51,30 € (2021: 54,33 €).
Als Folge der gestiegenen Baukosten und Zinsen bzw. der deshalb zu erwartenden Verkaufserlöse waren im Rahmen der Jahresabschlussbewertungen Wertberichtigungen auf Immobiliendevelopmentprojekte in Höhe von rund 437 Mio. € auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorzunehmen.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns stellt sich positiv dar, insbesondere vor dem Hintergrund der soliden Finanzierung, des damit verbundenen ausgewogenen Fälligkeitsprofils und der guten Liquiditätssituation mit Blick auf organisches Wachstum. Fortlaufende Verbesserungen an den Bewirtschaftungs- und Developmentprozessen und der Einsatz von neuen digitalen Softwarelösungen, die kontinuierlichen Recurring Sales sowie ein erfolgreiches Developmentgeschäft fördern eine kontinuierlich verbesserte Profitabilität.
Im Jahr 2022 verzeichnete Deutsche Wohnen insgesamt eine stabile Geschäftsentwicklung. Die fünf Segmente Rental, Value-add, Recurring Sales, Development und Pflege entwickelten sich planmäßig.
Die andauernde Corona-Pandemie zeigte weiterhin keine nennenswerten Auswirkungen auf die operative und die finanzielle Performance. Der Krieg in der Ukraine und die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland führten dazu, dass sich Preissteigerungen im Geschäftsjahresverlauf 2022 weiter verfestigt haben. Dies hatte spürbare Auswirkungen auf die Energie- und Beschaffungsmärkte sowie auf den Kapitalmarkt und die Zinsentwicklung.
Im Geschäftsjahr 2022 beobachteten wir eine steigende Nachfrage nach Mietwohnungen, u. a. bedingt durch die Zuwanderung von ukrainischen Flüchtlingen. Die Nachfrage nach Immobilieneigentum bewegte sich weiterhin auf einem hohen Niveau.
Zum Jahresende 2022 bewirtschaftete Deutsche Wohnen ein Portfolio von 140.286 eigenen Wohnungen (2021: 151.163), 25.718 Garagen und Stellplätzen (2021: 28.562), 2.572 gewerblichen Einheiten (2021: 2.815) sowie 71 eigenen Pflegeimmobilien (31.12.2021: 71).
Per 31. Dezember 2022 beschäftigte Deutsche Wohnen 4.942 Mitarbeiter (31.12.2021: 5.103).
Die nachstehenden Kennzahlen geben einen Überblick über die Ertragslage von Deutsche Wohnen im Jahr 2022 und die relevanten Werttreiber.
|
Finanzielle Kennzahlen
in Mio. € |
2021 | 2022 |
Veränderung
in % |
| Segmenterlöse Total | 1.254,9 | 1.185,0 | -5,6 |
| Segmenterlöse Rental | 835,1 | 767,1 | -8,1 |
| Segmenterlöse Value-add | 29,3 | 43,1 | 47,1 |
| Segmenterlöse Recurring Sales | 58,5 | 45,3 | -22,6 |
| Segmenterlöse Development | 65,1 | 49,4 | -24,1 |
| Segmenterlöse Pflege | 266,9 | 280,1 | 4,9 |
| Adjusted EBITDA Total | 726,8 | 701,8 | -3,4 |
| Adjusted EBITDA Rental | 620,6 | 579,3 | -6,7 |
| Adjusted EBITDA Value-add | 14,2 | 14,1 | -0,7 |
| Adjusted EBITDA Recurring Sales | 9,9 | 14,6 | 47,5 |
| Adjusted EBITDA Development | -3,3 | 9,2 | - |
| Adjusted EBITDA Pflege | 85,4 | 84,6 | -0,9 |
| Group FFO | 594,3 | 593,6 | -0,1 |
| Group FFO pro Aktie in EUR | 1,50 | 1,50 | -0,1 |
| FFO I * | 553,6 | 517,9 | -6,4 |
| Bereinigtes EBITDA (ohne Verkäufe) * | 715,9 | 665,9 | -7,0 |
| Anzahl eigene Wohnungen zum Periodenende | 151.163 | 140.286 | -7,2 |
| Monatliche Ist-Miete (€/m 2) | 7,20 | 7,48 | 3,9 |
| organische Mietsteigerung in % | 1,2 | 3,0 | 1,8 pp |
| Leerstandsquote (%) | 1,7 | 1,9 | 0,2 pp |
| Anzahl verkaufter Einheiten | 4.719 | 11.821 | >100 |
| davon Recurring Sales | 212 | 145 | -31,6 |
| davon Non Core/Sonstiges | 4.507 | 11.676 | >100 |
| Anzahl neu gebauter Wohnungen | 18 | 399 | >100 |
| davon für den eigenen Bestand | 18 | 319 | >100 |
| davon für den Verkauf an Dritte | - | 80 | - |
| Mitarbeiter (Anzahl zum 31. Dezember) | 5.103 | 4.942 | -3,2 |
* Alte Steuerungskennzahlen Deutsche Wohnen
2021.
Im Deutsche Wohnen Konzern entwickelten sich die Segmenterlöse Total von 1.254,9 Mio. € im Jahr 2021 auf 1.185,0 Mio. € im Jahr 2022.
Im Einzelnen stellt sich die Entwicklung wie folgt dar:
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
Veränderung
in % |
| Mieteinnahmen Konzern | 835,9 | 768,5 | -8,1 |
| Andere Umsatzerlöse aus der Immobilienbewirtschaftung, soweit nicht in den operativen Kosten Rental verrechnet | 24,7 | 27,2 | 10,1 |
| Andere Erlöse aus der Immobilienbewirtschaftung aus dem Segment Pflege | 266,8 | 280,1 | 5,0 |
| Erlöse aus der Veräußerung von Immobilien, soweit diese auf Recurring Sales entfallen | 32,4 | 17,6 | -45,7 |
| Interne Erlöse Value-add | 4,6 | 15,9 | >100 |
| Erlöse aus der Veräußerung von Immobilienvorräten | 42,2 | 41,3 | -2,1 |
| Fair Value Development to hold | 48,3 | 34,4 | -28,8 |
| Segmenterlöse Total | 1.254,9 | 1.185,0 | -5,6 |
Im September 2021 veräußerte Deutsche Wohnen auf Basis einer Übereinkunft mit dem Senat des Landes Berlin rund 11.000 ausgewählte Wohn- und Gewerbeeinheiten an kommunale Berliner Wohnungsgesellschaften. Der Vollzug der Transaktion erfolgte größtenteils im Januar 2022 und begründet im Wesentlichen den Rückgang der Mieteinnahmen Konzern sowie den Anstieg der Erlöse bei Non Core/ Sonstiges (Ausweis im Segmentbericht unter Sonstiges/ nicht in den Segmenterlösen Total enthalten). Die Verkaufserlöse des Berlin-Pakets lagen mit rund 1,66 Mrd. € in etwa auf dem Niveau der entsprechenden Buchwerte.
In nachfolgender Übersicht sind die weiteren wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage und deren Überleitung zur Steuerungskennzahl Group FFO dargestellt:
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
Veränderung
in % |
| Segmenterlöse Rental | 835,1 | 767,1 | -8,1 |
| Aufwendungen für Instandhaltung | -122,4 | -101,1 | -17,4 |
| Operative Kosten Rental | -92,1 | -86,7 | -5,9 |
| Adjusted EBITDA Rental | 620,6 | 579,3 | -6,7 |
| Segmenterlöse Value-add | 29,3 | 43,1 | 47,1 |
| davon externe Erlöse | 24,7 | 27,2 | 10,1 |
| davon interne Erlöse | 4,6 | 15,9 | >100 |
| Operative Kosten Value-add | -15,1 | -29,0 | 92,1 |
| Adjusted EBITDA Value-add | 14,2 | 14,1 | -0,7 |
| Segmenterlöse Recurring Sales | 58,5 | 45,3 | -22,6 |
| Verkehrswertabgänge bereinigt um periodenfremde Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Immobilien Recurring Sales | -42,6 | -29,4 | -31,0 |
| Bereinigtes Ergebnis Recurring Sales | 15,9 | 15,9 | - |
| Vertriebskosten Recurring Sales | -6,0 | -1,3 | -78,3 |
| Adjusted EBITDA Recurring Sales | 9,9 | 14,6 | 47,5 |
| Erlöse aus der Veräußerung von Developmentobjekten to sell | 16,1 | 13,6 | -15,5 |
| Herstellkosten Development to sell | -16,4 | -12,5 | -23,8 |
| Rohertrag Development to sell | -0,3 | 1,1 | - |
| Fair Value Development to hold | 48,3 | 34,4 | -28,8 |
| Herstellkosten Development to hold | -48,0 | -24,9 | -48,1 |
| Rohertrag Development to hold | 0,3 | 9,5 | >100 |
| Mieterlöse Development | 0,7 | 1,4 | 100,0 |
| Operative Kosten Development | -4,0 | -2,8 | -30,0 |
| Adjusted EBITDA Development | -3,3 | 9,2 | - |
| Segmenterlöse Pflege | 266,9 | 280,1 | 4,9 |
| Aufwendungen für Instandhaltung | -7,7 | -7,0 | -9,1 |
| Operative Kosten Pflege | -173,8 | -188,5 | 8,5 |
| Adjusted EBITDA Pflege | 85,4 | 84,6 | -0,9 |
| Adjusted EBITDA Total | 726,8 | 701,8 | -3,4 |
| Zinsaufwand FFO | -93,9 | -54,9 | -41,5 |
| Laufende Ertragsteuern FFO | -38,0 | -43,8 | 15,3 |
| Konsolidierung | -0,6 | -9,5 | >100 |
| Group FFO | 594,3 | 593,6 | -0,1 |
Zum Jahresende 2022 war unser Wohnungsbestand nahezu voll vermietet. Der Leerstand der Wohnungen lag mit 1,9 % leicht über dem des Vergleichswerts Ende 2021 von 1,7 %.
Die Segmenterlöse Rental sanken im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund von größeren Paketverkäufen an das Land Berlin um 8,1 % auf 767,1 Mio. € (2021: 835,1 Mio. €).
Die organische Mietsteigerung (zwölf Monate rollierend) betrug im Jahr 2022 2022 insgesamt 3,0 %. Sie ergibt sich aus einer Like-for-like-Mietsteigerung in Höhe von 2,7 % und einer Mietsteigerung durch Neubau- und Aufstockungsmaßnahmen in Höhe von 0,3 %.
Per Dezember 2022 lag die durchschnittliche monatliche Ist-Miete im Segment Rental bei 7,48 € pro m 2 gegenüber 7,20 € pro m 2 per Ende Dezember 2021.
Im Geschäftsjahr 2022 haben wir für unseren Immobilienbestand für Instandhaltung, Modernisierung und Neubau ein Gesamtvolumen in Höhe von 541,7 Mio. € (2021: 444,7 Mio. €) erbracht. Davon entfielen 229,6 Mio. € (2021: 238,9 Mio. €) auf den Neubau.
Die operativen Kosten im Segment Rental lagen im Geschäftsjahr 2022 mit 86,7 Mio. € um 5,9 % unter den Vergleichszahlen des Jahres 2021 von 92,1 Mio. €. Insgesamt lag das Adjusted EBITDA Rental mit 579,3 Mio. € im Jahr 2022 6,7 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 620,6 Mio. €.
Unsere Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Versorgung unserer Mieterinnen und Mieter mit Kabelfernsehen, Internet und Telefondienstleistungen sowie Energielieferungen zeigten sich stabil.
Insgesamt lagen die Value-add-Umsätze im Geschäftsjahr 2022 mit 43,1 Mio. € um 47,1 % über dem Vergleichswert 2021 von 29,3 Mio. €. Im Jahr 2022 lagen die externen Umsätze aus den Value-add-Aktivitäten mit unseren Endkunden mit 27,2 Mio. € bzw. 10,1 % über dem Vergleichswert des Vorjahres von 24,7 Mio. €. Die konzerninternen Umsätze stiegen im Wesentlichen durch den Ausbau unserer Multimediadienstleistungen von 4,6 Mio. € im Jahr 2021 auf 15,9 Mio. € im Jahr 2022 an.
Die operativen Kosten im Segment Value-add lagen im Geschäftsjahr 2022 mit 29,0 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von 15,1 Mio. €. Dazu trugen insbesondere ein höheres internes Geschäftsvolumen sowie höhere Beschaffungskosten und gestiegene Energiekosten bei.
Das Adjusted EBITDA Value-add lag mit 14,1 Mio. € im Jahr 2022 nahezu auf dem Vergleichswert des Vorjahres von 14,2 Mio. €.
Im Segment Recurring Sales lagen die Erlöse aus der Veräußerung von Immobilien im Geschäftsjahr 2022 mit 45,3 Mio. € bzw. 22,6 % volumenbedingt mit 145 Wohnungsverkäufen (2021: 212) unter dem Vergleichswert 2021 von 58,5 Mio. €. Der Verkehrswert-Step-up lag im Jahr 2022 mit 54,1 % über dem Vergleichswert von 37,3 % im Jahr 2021.
Im Segment Recurring Sales lagen die Vertriebskosten im Jahr 2022 mit 1,3 Mio. € volumenbedingt deutlich unter dem Vergleichswert im Jahr 2021 von 6,0 Mio. €. Das Adjusted EBITDA Recurring Sales lag aufgrund verbesserter Marge im Geschäftsjahr 2022 mit 14,6 Mio. € deutlich über dem Vergleichswert 2021 von 9,9 Mio. €.
Ferner sind im Jahr 2022 2022 im Rahmen der Bestandsbereinigung 11.676 Einheiten aus dem Portfolio Non Core/ Sonstiges (2021: 4.507) mit Gesamterlösen in Höhe von 1.725,7 Mio. € (2021: 722,0 Mio. €) veräußert worden. Darin enthalten ist auch der Paketverkauf Berlin aus dem Portfolio von Deutsche Wohnen. Der Verkehrswert-Step-up bei Non Core/Sonstiges lag mit -0,6 % im Jahr 2022 unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 29,9 %, getrieben durch die geringe Marge im veräußerten Berlin-Portfolio.
Im Bereich Development to sell wurden im Geschäftsjahr 2022 80 Einheiten (2021: - Einheiten) fertiggestellt. Die Erlöse aus der Veräußerung von Developmentobjekten to sell lagen im Geschäftsjahr 2022 bei 13,6 Mio. € (2021: 16,1 Mio. €). Der resultierende Rohertrag aus Development to sell betrug im Geschäftsjahr 2022 1,1 Mio. € (2021: -0,3 Mio. €).
Im Bereich Development to hold wurden im Geschäftsjahr 2022 319 Einheiten (2021: 18 Einheiten) fertiggestellt. Im Bereich Development-to-hold wurde im Jahr 2022 ein Fair Value von 34,4 Mio. € (2021: 48,3 Mio. €) durch das Projekt Grellstraße realisiert. Der Rohertrag für Development to hold belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 9,5 Mio. € (2021: 0,3 Mio. €).
Die operativen Kosten Development lagen volumenbedingt im Jahr 2022 mit 2,8 Mio. € 30,0 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 4,0 Mio. €. Das Adjusted EBITDA im Segment Development lag im Jahr 2022 bei 9,2 Mio. € gegenüber -3,3 Mio. € im Vorjahr.
Im Segment Pflege konnten wir in einem stabilen Nachfrageumfeld unsere Geschäftsaktivitäten der vollstationären Pflegedienstleistungen erfolgreich fortführen. Von der dem Segment Pflegebetriebe zugeordneten KATHARINENHOF Gruppe und der PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG Gruppe, beide jeweils 100 %-ige Tochterunternehmen von Deutsche Wohnen, wurden Ende Dezember 2022 insgesamt 39 Senioren- und Pflegeeinrichtungen (2021: 38) mit rund 5.240 Plätzen bewirtschaftet.
Darüber hinaus wurden Ende Dezember 33 Pflegeimmobilien (2021: 34) mit rund 4.300 Plätzen an fremde Betreiber verpachtet und von diesen langfristig bewirtschaftet.
Insgesamt lagen die Segmenterlöse Pflege im Geschäftsjahr 2022 mit 280,1 Mio. € um 4,9 % über dem Vergleichswert 2021 von 266,9 Mio. €. Die Segmenterlöse Pflege beinhalten im Wesentlichen die Erlöse aus abgerechneten Pflegeleistungen sowie Miet- und Pachterträge und sonstige Erlöse im Pflegeumfeld. Die Entwicklung der Pflegeerlöse ist im Wesentlichen abhängig von Pflegesatzsteigerungen und Belegungsquote der Einrichtungen.
Die Aufwendungen für Instandhaltung lagen im Segment Pflege im Geschäftsjahr 2022 mit 7,0 Mio. € um 9,1 % unter den Vergleichszahlen des Vorjahres von 7,7 Mio. €, während die operativen Kosten im Geschäftsjahr 2022 mit 188,5 Mio. € um 8,5 % über den Vergleichszahlen des Vorjahres von 173,8 Mio. € lagen.
Das Adjusted EBITDA im Segment Pflege lag im Jahr 2022 mit 84,6 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (2021: 85,4 Mio. €). Rund 70 % des Adjusted EBITDA des Segments Pflege entfallen auf den Bereich Pflegebetriebe und 30 % auf den Bereich Pflegeimmobilien.
Im Geschäftsjahr 2022 lag der Group FFO mit 593,6 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahres von 594,3 Mio. €. Das Adjusted EBITDA Total lag mit 701,8 Mio. € um 3,4 % unter dem Vorjahreswert von 726,8 Mio. €.
Die im Adjusted EBITDA Total eliminierten Sondereinflüsse lagen im Geschäftsjahr 2022 bei 76,6 Mio. € gegenüber 79,3 Mio. € im Vorjahr. Sie beinhalteten im Wesentlichen Aufwendungen für die Integration von Deutsche Wohnen in den Vonovia Konzern.
Das Finanzergebnis veränderte sich von -502,8 Mio. € im Jahr 2021 auf 3,5 Mio. € im Jahr 2022.
Aus dem Finanzergebnis leitet sich der Zinsaufwand FFO wie folgt ab:
| Mio. € | 2021 | 2022 |
Veränderung
in % |
| Zinserträge | 35,5 | 77,1 | >100 |
| Zinsaufwendungen | -143,3 | -73,9 | -48,4 |
| Sonstiges Finanzergebnis ohne Beteiligungsergebnis | -395,0 | 0,3 | - |
| Finanzergebnis * | -502,8 | 3,5 | - |
| Anpassungen: | |||
| Sonstiges Finanzergebnis ohne Beteiligungsergebnis | 395,0 | -0,3 | - |
| Effekte aus der Bewertung von Zins- und Währungsderivaten | -11,5 | -52,9 | >100 |
| Vorfälligkeitsentschädigung und Bereitstellungszinsen | 17,7 | 1,1 | -93,8 |
| Effekte aus der Bewertung originärer Finanzinstrumente | 14,0 | 7,8 | -44,3 |
| Zinsanteil Zuführungen Rückstellungen | 0,2 | 1,2 | >100 |
| Zinsabgrenzungen/Sonstige Effekte | -58,7 | -40,1 | -31,7 |
| Zinszahlungssaldo | -146,1 | -79,7 | -45,4 |
| Korrektur Zinsabgrenzungen | 52,2 | 24,8 | -52,5 |
| Zinsaufwand FFO | -93,9 | -54,9 | -41,5 |
* Ohne Erträge aus übrigen
Beteiligungen.
Das Periodenergebnis lag im Jahr 2022 bei -445,7 Mio. € im Vergleich zu 919,0 Mio. € im Jahr 2021. Maßgeblich hat dazu im Jahr 2022 das Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties mit -917,5 (2021: 1.734,8 Mio. €) beigetragen.
Die bisherige Kennzahl FFO I leitet sich aus dem Periodenergebnis wie folgt ab.
| Mio. € | 2021 | 2022 |
Veränderung
in % |
| Periodenergebnis | 919,0 | -445,7 | - |
| Finanzergebnis * | 502,8 | -3,5 | - |
| Ertragsteuern | 857,4 | -190,0 | - |
| Abschreibungen und Wertminderungen (inkl. Abschreibungenauffinanzielle Vermögenswerte) | 213,9 | 166,9 | -22,0 |
| Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties | -1.734,8 | 917,5 | - |
| Wertveränderungen der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | -127,6 | 1,5 | - |
| Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzanlagen | 3,3 | 167,2 | >100 |
| Sonstiges | 0,6 | -16,1 | - |
| EBITDA vor Ergebnis aus der Fair-Value-Anpassung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien | 634,6 | 597,8 | -5,8 |
| Bewertung Umlaufvermögen (Immobilien) | -0,1 | 7,5 | - |
| Einmaleffekte | 79,1 | 76,6 | -3,2 |
| Korrektur Segmentergebnis Verkauf | -2,0 | -10,3 | >100 |
| Korrektur verkaufsbezogene Personal-/Sachkosten ohne Segmentzuordung | 4,1 | 1,8 | -56,6 |
| Langfristige Vergütungskomponente (aktienbasiert) | -0,2 | - | - |
| Finanzierungsleasing Breitbandkabelnetze | 3,1 | 3,3 | 4,9 |
| At-equity-Bewertung | 2,1 | -7,0 | - |
| FFO1 Zinsaufwendungen/-erträge | -125,9 | -101,7 | -19,2 |
| FFO1 Ertragsteuern | -31,9 | -40,5 | 26,9 |
| Minderheiten | -9,4 | -9,6 | 1,6 |
| FFO I | 553,6 | 517,9 | -6,5 |
* Ohne Erträge aus übrigen
Beteiligungen.
Im Rahmen der Umstellung des Steuerungssystems erfolgt fortan die Überleitung des Periodenergebnisses auf den Group FFO.
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
Veränderung
in % |
| Periodenergebnis | 919,0 | -445,7 | - |
| Finanzergebnis * | 502,8 | -3,5 | - |
| Ertragsteuern | 857,4 | -190,0 | - |
| Abschreibungen und Wertminderungen (inkl. Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte) | 213,9 | 166,9 | -22,0 |
| Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties | -1.734,8 | 917,5 | - |
| Sondereinflüsse | 79,3 | 76,6 | -3,4 |
| Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | 44,9 | -7,5 | - |
| Sonstiges | -159,3 | 10,8 | - |
| Rohertrag Development to hold | 0,3 | 9,5 | >100 |
| Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzanlagen | 3,3 | 167,2 | >100 |
| Adjusted EBITDA Total | 726,8 | 701,8 | -3,4 |
| Zinsaufwand FFO ** | -93,9 | -54,9 | -41,5 |
| Laufende Ertragsteuern FFO | -38,0 | -43,8 | 15,3 |
| Konsolidierung | -0,6 | -9,5 | >100 |
| Group FFO | 594,3 | 593,6 | -0,1 |
| Group FFO pro Aktie in € | 1,50 | 1,50 | -0,1 |
* Ohne Erträge aus übrigen
Beteiligungen.
** Inkl. Finanzerträge aus Beteiligungen an
anderen Wohnungsunternehmen.
| 31.12.2021 | 31.12.2022 | |||
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | |
| Langfristige Vermögenswerte | 29.812,5 | 89,7 | 28.920,8 | 91,7 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.419,7 | 10,3 | 2.610,0 | 8,3 |
| Aktiva | 33.232,2 | 100,0 | 31.530,8 | 100,0 |
| Eigenkapital | 17.203,4 | 51,8 | 16.775,1 | 53,2 |
| Langfristige Schulden | 15.028,1 | 45,2 | 13.815,0 | 43,8 |
| Kurzfristige Schulden | 1.000,7 | 3,0 | 940,7 | 3,0 |
| Passiva | 33.232,2 | 100,0 | 31.530,8 | 100,0 |
Die wesentlichste Größe bei den langfristigen Vermögenswerten stellen die Investment Properties dar, welche sich von 28.730,5 Mio. € um 1.428,6 Mio. € auf 27.301,9 Mio. € verringerten. Von dem Rückgang entfielen 917,5 Mio. € auf die Immobilienbewertung. Die nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen nahmen im Wesentlichen aufgrund der WACC-indizierten Wertberichtigung der Beteiligung an der QUARTERBACK Immobilien AG von 373,3 Mio. € um 165,3 Mio. € auf 208,0 Mio. € ab. Der Anstieg der finanziellen Vermögenswerte von 324,2 Mio. € um 487,2 Mio. € auf 811,4 Mio. € ist überwiegend geprägt durch den langfristigen Anteil der Ausleihung an die Vonovia SE in Höhe von 570,0 Mio. €.
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten nahmen die Immobilienvorräte von 197,0 Mio. € um 729,0 Mio. € auf 926,0 Mio. € zu. Dieser Anstieg ist wesentlich auf die im Rahmen der angepassten Kapitalallokation vorgenommene Designation bisheriger Development-to-hold-Projekte in das to-sell-Portfolio zurückzuführen. Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich von 565,0 Mio. € um 154,0 Mio. € auf 1.019,0 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch den kurzfristigen Anteil der Ausleihung an die QUARTERBACK-Gruppe sowie den kurzfristigen Anteil der Ausleihung an die Vonovia SE. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verringerte sich auf 184,3 Mio. € gegenüber 676,7 Mio. € zum 31. Dezember 2021.
Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte nahmen im Vergleich zum 31. Dezember 2021 von 1.633,3 Mio. € auf 2,4 Mio. € ab, im Wesentlichen bedingt durch den Verkauf von Beständen an kommunale Berliner Wohnungsgesellschaften.
Zum 31. Dezember 2022 betrug der Gross Asset Value (GAV) des Immobilienvermögens 28.292,4 Mio. €. Dies entspricht 89,7 % des Gesamtvermögens im Vergleich zu 30.625,1 Mio. € oder 92,2 % zum Jahresende 2021.
Der Rückgang des Eigenkapitals von 17.203,4 Mio. € um 428,3 Mio. € auf 16.775,1 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem Gesamtergebnis in Höhe von -398,0 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt 53,2 % im Vergleich zu 51,8 % am Jahresende 2021.
Die Summe der originären Finanzschulden verringerte sich von 9.671,8 Mio. € um 695,9 Mio. € auf 8.975,9 Mio. €, u. a. durch die planmäßige Rückführung von Unternehmensanleihen in Höhe von 150,0 Mio. € und von Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von 100,0 Mio. €.
Die latenten Steuerschulden verringerten sich um 250,2 Mio. €.
Zum Jahresende 2022 lag der NAV mit 20.361,0 Mio. € um 5,6 % unter dem Wert zum Jahresende 2021 von 21.563,6 Mio. €.
Der NAV pro Aktie entwickelte sich von 54,33 € zum Jahresende 2021 auf 51,30 € Ende 2022. Zu berücksichtigen ist dabei, dass durch die Schaffung eines neuen Teilportfolios für niedrig rentierliche Bestände die Hinzurechnungen von latenten Steuern gesunken sind, da diese nur für Objekte vorgesehen sind, die langfristig im Bestand gehalten werden sollen.
| in Mio. € | 31.12.2021 * | 31.12.2022 |
Veränderung
in % |
| Eigenkapital der Anteilseigner von Deutsche Wohnen | 16.727,3 | 16.299,6 | -2,6 |
| Latente Steuern auf Investment Properties ** | 4.996,3 | 4.272,6 | -14,5 |
| Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente | 20,8 | -46,4 | - |
| Goodwill | -148,1 | -140,0 | -5,5 |
| Immaterielle Vermögenswerte | -32,7 | -24,8 | -24,2 |
| NAV | 21.563,6 | 20.361,0 | -5,6 |
| NAV pro Aktie in € | 54,33 | 51,30 | -5,6 |
* Angepasstes Vorjahr zur Angleichung an den bei
Vonovia ausgewiesenen EPRA NTA pro Aktie.
** Anteil für Hold-Portfolio.
Wesentliche Marktentwicklungen und Bewertungsparameter, die die Verkehrswerte von Deutsche Wohnen beeinflussen, werden jedes Quartal überprüft. Neben den unterjährigen Neubewertungen erfolgte zum Jahresende 2022 eine Neubewertung des kompletten Portfolios.
Die Nachfrage nach Wohnungen ist weiterhin stärker als das Angebot. Die umfangreichen Investitionen in energetische Modernisierungen unserer Gebäude und die Verbesserung der Wohnungsausstattung wirken sich weiterhin positiv auf die Mietentwicklung aus. Die Renditeerwartungen von Immobilienkäufern sind, insbesondere im 2. Halbjahr 2022 zum ersten Mal seit langer Zeit wieder gestiegen. Die positiven Effekte aus der hohen Nachfrage und der Modernisierung wurden durch den Renditeanstieg überkompensiert und führten im Vergleich zum Vorjahr zu einem leichten Rückgang des Verkehrswerts unseres Immobilienbestands, bereinigt um An- und Verkäufe, in Höhe von 0,5 %. Das Wohnimmobilienportfolio von Deutsche Wohnen wurde zusätzlich zur internen Bewertung auch durch den unabhängigen Gutachter Jones Lang La Salle SE bewertet. Der aus dem externen Gutachten resultierende Marktwert liegt auf dem Niveau des internen Bewertungsergebnisses.
Für die Pflegeimmobilien wurde der beizulegende Zeitwert zunächst durch den externen Bewerter W&P Immobilienberatung GmbH mittels DCF-Verfahren ermittelt. Neben den Ergebnissen des externen Bewerters sind auch Rückmeldungen aus dem Markttest im Rahmen der strategischen Überprüfung zum Pflegesegment in die Bewertung eingeflossen.
Die Ermittlung und Darstellung von Verkehrswerten dient nach innen als Steuerungsgröße und nach außen zur transparenten Darstellung der Wertentwicklung unserer Vermögensgegenstände.
Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts des Wohnungsportfolios erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 40 und IFRS 13 sowie in Anlehnung an die Definition des Market Value des International Valuation Standard Committee.
Deutsche Wohnen bewertet ihr Portfolio grundsätzlich anhand des Discounted-Cashflow-Verfahrens (DCF). Im Rahmen des DCF-Verfahrens werden die erwarteten künftigen Einnahmen und Ausgaben einer Immobilie prognostiziert und dann auf den Bewertungsstichtag als Barwert diskontiert. Die Einnahmen im DCF-Modell setzen sich im Wesentlichen aus erwarteten Mieteinnahmen (aktuell erzielte Nettokaltmiete, Marktmieten sowie Marktmietenentwicklung) unter Berücksichtigung von Erlösschmälerungen aus Leerstand zusammen. Die erwarteten Mieteinnahmen sind für jeden Standort aus den aktuellen Mietspiegeln und Mietpreisspiegeln (u. a. Value AG, Immobilienverband Deutschland) sowie aus Studien zur räumlichen Prosperität (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Prognos, Value AG, Statistisches Bundesamt etc.) abgeleitet.
Auf der Kostenseite werden Instandhaltungsaufwendungen und Verwaltungskosten berücksichtigt. Weitere Kostenpositionen sind beispielsweise Erbbauzinsen, nicht umlegbare Betriebskosten und Mietausfall. Alle Kostenpositionen werden im Betrachtungszeitraum inflationiert. Im Bestand durchgeführte Modernisierungsmaßnahmen werden mit Anpassungen der laufenden Instandhaltungsaufwendungen und durch angepasste Marktmietenansätze berücksichtigt. Die im Bestand befindlichen Gewerbeobjekte stellen überwiegend Kleingewerbe zur lokalen Versorgung im Wohnumfeld dar. Gegenüber dem Wohnportfolio werden u. a. abweichende Kostenansätze und marktspezifisch angepasste Kapitalisierungszinssätze angesetzt.
Die Einzelheiten zur Bilanzierung und Bewertung der Investment Properties erörtern wir ausführlich im Konzernanhang (siehe - z [D26] Investment Properties).
Der Verkehrswert des Immobilienbestands von Deutsche Wohnen mit Wohngebäuden, Gewerbeobjekten, Garagen und Stellplätzen sowie Projektentwicklungen, Flächen mit Baupotenzialen im Bestand und Grundstücken mit vergebenen Erbbaurechten sowie Pflegeeinrichtungen belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 28.356,1 Mio. € (2021: 30.637,9 Mio. €). Die Verkehrswertermittlung führte insgesamt zu einem Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties in Höhe von -917,5 Mio. € (2021: 1.734,8 Mio. €).
Die Cashflows der Gruppe stellten sich wie folgt dar:
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 607,3 | 364,9 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -688,5 | 5,2 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 174,6 | -862,5 |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zalungsmitteläquivalente | 93,4 | -492,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenanfang | 583,3 | 676,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenende | 676,7 | 184,3 |
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist von 607,3 Mio. € im Jahr 2021 auf 364,9 Mio. € im Jahr 2022 gesunken. Neben einem geringfügig niedrigeren operativen Ergebnis, gemessen in den Adjusted EBITDA-Kennzahlen, wirkten sich zum einen die höheren Ertragsteuerzahlungen sowie die Entwicklung des Nettoumlaufvermögens negativ auf den operativen Cashflow aus.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt für das Jahr 2022 eine Nettoeinzahlung in Höhe von 5,2 Mio. € gegenüber einer Nettoauszahlung in Höhe von 688,5 Mio. € im Jahr 2021. Die Auszahlungen für Investitionen in Investment Properties betrugen 799,5 Mio. € im Jahr 2022, im Vergleich zu 762,0 Mio. € im Vorjahr. Gegenläufig konnten Einzahlungen aus Bestandsverkäufen in Höhe von 1.684,9 Mio. € vereinnahmt werden (2021: 635,7 Mio. €).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthält Auszahlungen für reguläre und außerplanmäßige Tilgungen finanzieller Verbindlichkeiten in Höhe von 735,5 Mio. € (2021: 1.267,5 Mio. €) sowie gegenläufig Einzahlungen aus der Aufnahme finanzieller Verbindlichkeiten in Höhe von 40,0 Mio. € (2021: 1.354,4 Mio. €). Die Zinszahlungen im Jahr 2022 betrugen 118,7 Mio. € (2021: 151,8 Mio. €), Auszahlungen an Aktionäre der Deutsche Wohnen SE und nicht beherrschende Anteilseigner 29,4 Mio. € (2021: 358,9 Mio. €).
Die Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrug -492,4 Mio. €.
Deutsche Wohnen hat im Januar 2022 Commercial Paper in Höhe von 150,0 Mio. € sowie eine Inhaberschuldverschreibung über 100,0 Mio. € planmäßig zurückgeführt.
Darüber hinaus wurde im Februar 2022 eine Unternehmensanleihe in Höhe von 76,3 Mio. € außerplanmäßig getilgt.
Deutsche Wohnen hat im Dezember 2022 besicherte Finanzierungen in Höhe von 284,2 Mio. € anteilig und vorzeitig zurückgeführt.
Zum Stichtag stellen sich unsere wesentlichen Verschuldungskennzahlen wie folgt dar:
| in Mio. € | 31.12.2021 * | 31.12.2022 |
Veränderung
in % |
| Finanzverbindlichkeiten | 9.749,9 | 8.975,9 | -7,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -676,7 | -184,3 | -72,8 |
| Net Debt | 9.073,2 | 8.791,6 | -3,1 |
| Forderungen/Anzahlungen aus Verkäufen | -43,1 | -293,0 | >100 |
| Bereinigtes Net Debt | 9.030,1 | 8.498,6 | -5,9 |
| Verkehrswert des Immobilienbestands | 30.637,9 | 28.356,1 | -7,4 |
| Beteiligungen an Immobilien und Grundstücke haltenden Gesellschaften | 376,0 | 208,0 | -44,7 |
| Darlehen an Immobilien und Grundstücke haltende Gesellschaften | 806,5 | 1.671,9 | >100 |
| Bereinigter Verkehrswert des Immobilienbestands | 31.820,4 | 30.236,0 | -5,0 |
| LTV (%) | 28,4 | 28,1 | -0,3 pp |
| Net Debt ** | 9.935,1 | 8.901,6 | -10,4 |
| Adjusted EBITDA Total | 726,8 | 701,8 | -3,4 |
| Net Debt/EBITDA | 13,7x | 12,7x | -1,0x |
* Angepasstes Vorjahr zur Angleichung an den bei
Vonovia ausgewiesenen LTV.
** Durchschnitt über fünf Quartale.
Die geforderten Finanzkennzahlen (Financial Covenants) wurden zum Berichtsstichtag eingehalten.
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Veränderung
in % |
| ICR Bond Covenants | 5,0x | 8,8x | 3,8x |
| LTV Bond Covenants | 27,3% | 27,9% | 0,6 pp |
(Berichterstattung auf Basis des HGB)
Die Deutsche Wohnen SE ist im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HRB 190322 B eingetragen. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in der Mecklenburgische Straße 57 in 14197 Berlin. Die Gesellschaft wird im regulierten Markt im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und im Xetra notiert.
Der Hauptaktionär der Deutsche Wohnen SE ist mit 87,6 % die Vonovia SE (nachfolgend kurz: Vonovia) mit Sitz in Bochum. Die Deutsche Wohnen SE ist damit eine abhängige Gesellschaft, Vonovia ist damit herrschende Gesellschaft im Sinne des § 17 AktG. Es existiert kein Unternehmensvertrag im Sinne des § 291 ff. AktG. Die Deutsche Wohnen SE erstellt demzufolge einen Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG; die Schlusserklärung dieses Abhängigkeitsberichts ist im zusammengefassten Lagebericht wiedergegeben.
Die Deutsche Wohnen SE ist die Konzernobergesellschaft des Deutsche Wohnen Konzerns und nimmt in diesem die Funktion der Managementholding wahr. In dieser Funktion ist sie für die Festlegung und Verfolgung der Gesamtstrategie und deren Umsetzung in unternehmerische Ziele verantwortlich. Sie übernimmt für die Gruppe Bewirtschaftungs-, Projektentwicklungs-, Finanzierungs-, Dienstleistungs- und Koordinationsaufgaben. Zudem verantwortet sie das Führungs-, Steuerungs- und Kontrollsystem sowie das Risikomanagement.
Die Beschreibung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft lehnt sich im Wesentlichen an die Berichterstattung des Deutsche Wohnen Konzerns an. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutsche Wohnen SE als Managementholding ist letztendlich bestimmt durch das Vermögen der Konzerngesellschaften und deren Fähigkeit zur Erwirtschaftung nachhaltiger positiver Ergebnisbeiträge sowie positiver Cashflows. Das Risikoprofil der Gesellschaft stimmt somit im Wesentlichen mit dem des Konzerns überein.
Die Sicht auf die Lage der Gesellschaft kommt somit durch die zuvor für den Konzern von Deutsche Wohnen gegebene Berichterstattung zum Ausdruck.
Der Jahresabschluss der Deutsche Wohnen SE wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Als börsennotiertes Unternehmen gilt die Deutsche Wohnen SE als große Kapitalgesellschaft.
Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht werden im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.
Das Jahr 2022 stand auch unter dem Zeichen der intensivierten Zusammenarbeit mit Vonovia. Die Bündelung von gleichartigen Aktivitäten in einer integrierten Prozess- und Systemlandschaft erfolgte mit dem Ziel, für beide Unternehmen Synergien durch entsprechende Harmonisierungs- und Skalenerträge zu generieren. Dabei wurden die Anforderungen an eine Good Corporate Governance im faktischen Konzern jederzeit gewahrt und durch entsprechende vertragliche Rahmenbedingungen sichergestellt.
Diese vertraglichen Rahmenwerke umfassen eine Vertraulichkeitsvereinbarung, ein Relationship Agreement, den Beitritt zum Rahmengeschäftsbesorgungsvertrag sowie verschiedene Einzelverträge.
Das Relationship Agreement zur Regelung ihrer künftigen Beziehungen und zur weiteren Ausdetaillierung ihrer Kooperation wurde am 16. Mai 2022 geschlossen. Es regelt im Interesse beider Parteien die Umsetzung der im Business Combination Agreement vom 1. August 2021 niedergelegten Grundsätze zur Schaffung eines europaweit führenden Immobilienunternehmens und zur Verbesserung der Effizienz sowie der Hebung von Synergien (insbesondere auch zum Vorteil von Deutsche Wohnen) im Rahmen der Integration. Zudem dient das Relationship Agreement der Ermöglichung einer effektiven Konzernleitung und Compliance-Organisation durch Vonovia im faktischen Konzern, um u. a. die konzernweite Einhaltung des geltenden Rechts zu gewährleisten.
Die Vertraulichkeitserklärung regelte den Austausch von Informationen und diente somit einerseits der Förderung des Zusammenschlusses und der Integration der beiden Unternehmen zu einem gemeinsamen, kombinierten Unternehmen auf Basis der Vereinbarungen im Business Combination Agreement vom 1. August 2021 und andererseits der Ermöglichung der Konzernleitung und -kontrolle durch Vonovia.
Ferner haben Vonovia und die Gesellschaften des Deutsche Wohnen Konzerns am 8./13. Dezember 2022 eine Anpassungs- und Beitrittsvereinbarung zum Rahmengeschäftsbesorgungsvertrag geschlossen, mit der die Unternehmen von Deutsche Wohnen den Rahmengeschäftsbesorgungsverträgen des Vonovia Konzerns für Deutschland und die Niederlande jeweils vom 14. Dezember 2016 über die Erbringung von Dienst- und Werkleistungen in modifizierter Form beigetreten sind. Der Beitritt erfolgte zum Zwecke der Prozessoptimierung und der Realisierung von Synergien, wie im Relationship Agreement vom 16. Mai 2022 angegeben.
Der Vorstand der Deutsche Wohnen SE hat ferner entschieden, dass durch das Zusammengehen mit Vonovia eine Harmonisierung in der Managementstruktur erfolgt und die Geschäfte von Deutsche Wohnen ab dem Jahr 2022 in den Segmenten Rental für Wohnungsbewirtschaftung, Value-add für wohnungsnahe Dienstleistungen, Recurring Sales für Verkauf sowie Development für Neubau und Pflege gesteuert werden. Das Steuerungssystem und damit die Leistungsbeurteilung wird entsprechend angepasst und bereits für 2022 entsprechend dargestellt. Dies geht einher mit den strategischen Ansätzen Portfoliomanagement-, Propertymanagement-, Finanzierungs- und Value-add-Strategie, die über die Akquistions- und Internationalisierungsstrategie komplettiert werden.
Die Deutsche Wohnen SE verfügt analog zu Vonovia über ein sog. Investmentgrade Rating der Ratingagenturen S&P, welches mit gemeinsamem Schreiben vom 11. November 2022 das BBB+/A-2 Rating mit stabilem Ausblick bestätigt hat.
Die Deutsche Wohnen SE hat am 4. Januar 2022 ein Darlehen zu Drittvergleichsgrundsätzen an die Vonovia SE in Höhe von 1.450 Mio. € ausgereicht. Dieses valutierte zum 31. Dezember 2022 mit 870 Mio. €.
Die Deutsche Wohnen SE hat im Januar 2022 Unternehmensanleihen in Höhe von 150,0 Mio. € sowie eine Inhaberschuldverschreibung über 100,00 Mio. € planmäßig zurückgeführt. Ferner wurde im Februar 2022 eine Anleihe in Höhe von 76,3 Mio. € außerplanmäßig getilgt.
Die Gesellschaft erwirtschaftet regelmäßig Erträge aus der Abrechnung von erbrachten Serviceleistungen, Beteiligungserträge aus Dividendenausschüttungen der Konzerngesellschaften und Erträge aus der Vereinnahmung von Ergebnissen aus Ergebnisabführung. Ergebnisabführungsverträge bestehen u. a. mit den Bestandsgesellschaften wie den Servicegesellschaften, die ihrerseits Erträge aus der Abrechnung von erbrachten Leistungen an die Immobiliengesellschaften erzielen.
Die vereinnahmten Beteiligungserträge beruhen auf den jeweiligen ausschüttungsfähigen Überschüssen von Tochterunternehmen, die ihrerseits auf Basis handelsrechtlicher Rechnungslegungsvorschriften ermittelt werden. Diese unterscheiden sich von den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften im Wesentlichen dadurch, dass unter der IFRS-Rechnungslegung das Zeitwertprinzip stärker zum Tragen kommt als das Anschaffungskostenprinzip der handelsrechtlichen Rechnungslegung.
Im Rahmen der Konzernrechnungslegung nach IFRS werden die Immobilien einer periodischen Neubewertung unterzogen. Nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften wird das Anlagevermögen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Zusätzlich unterscheiden sich insbesondere die jeweiligen Aktivierungsregeln.
Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Personal- und Verwaltungsaufwendungen zur Wahrnehmung der Managementholdingfunktion sowie aus auszugleichenden Verlusten im Rahmen von Ergebnisabführungsverträgen.
Das Finanzergebnis ist geprägt durch die Konzernfinanzierung.
Der Geschäftsverlauf 2021 und damit das Jahresergebnis 2021 war ganz wesentlich durch die Sondereffekte, die sich aus dem öffentlichen Übernahmeangebot zum Erwerb der Mehrheit an der Deutsche Wohnen SE ergaben und mit in dem Zusammenhang stehenden Restrukturierungsaufwendungen und Prämienzahlung beeinflusst. Auch und insbesondere die Ablösung individueller Positionen des langfristigen Anreizprogramms belasteten das Vorjahresvergleichsergebnis. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 schlugen noch vereinzelte Sondereffekte im Zusammenhang mit Integrationsarbeiten zu Buche, die die Deutsche Wohnen SE originär trug. Insgesamt schloss die Deutsche Wohnen SE das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 313,4 Mio. € ab. Dieser Jahresfehlbetrag ist im Wesentlichen auf Wertberichtigungen auf indirekte Anteile an Konzernunternehmen infolge der erhöhten Zinslandschaft und damit erhöhten Abzinsungsfaktoren zurückzuführen.
Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge sanken um insgesamt 2,6 Mio. € auf 43,6 Mio. € aufgrund eines verminderten Volumens an weiterverrechneten Serviceleistungen.
Der Personalaufwand des Jahres 2022 betrug 30,2 Mio. € im Vergleich zu 54,4 Mio. € im Jahr 2021, denn das Vorjahr enthielt Prämien, Auszahlungen aus dem langfristigen Anreizprogramm sowie Restrukturierungsaufwendungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Geschäftsjahr 2022 um 31,7 Mio. € und betrugen 72,3 Mio. €. Der Rückgang geht auf die im Wesentlichen entfallenen Sondereffekte des Vorjahres zurück. Die Sondereffekte des Jahres 2022 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Folge der Integrationsarbeiten.
Das Beteiligungsergebnis einschließlich der Erträge und Aufwendungen aus Gewinnabführung fällt für das Geschäftsjahr 2022 mit -256,4 Mio. € um 509,6 Mio. € geringer aus im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 mit 252,2 Mio. €. Per Saldo verringerte sich der Netto-Ergebnisbeitrag aus Gewinnabführungen und Verlustübernahmen um 509,6 Mio. € aufgrund hoher Wertberichtigungen auf Anteile bei verbundenen Unternehmen.
Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen sowie Erträgen aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen erhöhte sich um 10,2 Mio. €.
Der Steueraufwand des Jahres 2022 beträgt 8,6 Mio. € nach 21,0 Mio. € im Vorjahr, dabei entfallen 2,9 Mio. € auf Vorjahre. Die Deutsche Wohnen SE ist als Organträgerin einer steuerlichen Organschaft Schuldnerin der betreffenden Ertragsteuern.
Die Deutsche Wohnen SE schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 313.420.232,82 € (2021: Jahresüberschuss: 90.626.557,37 €) ab. Nach Verrechnung dieses Jahresfehlbetrags mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 75.645.004,77 € entnimmt der Vorstand weitere 258.652.627,50 € aus der Kapitalrücklage, sodass sich für das Geschäftsjahr 2022 ein Bilanzgewinn von 20.877.399,45 € ergibt.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 der Deutsche Wohnen SE in Höhe von 20.877.399,45 € einen Betrag in Höhe von 0,04 € pro ausstehende Aktie, insgesamt 15.877.399,40 € an die Aktionäre als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 5.000.000,00 € auf neue Rechnung vorzutragen.
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Umsatzerlöse | 41,9 | 41,2 |
| sonstige betriebliche Erträge | 4,3 | 2,4 |
| Personalaufwand | -54,4 | -30,2 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -4,1 | -4,2 |
| Übrige Verwaltungsaufwendungen | -104,0 | -72,3 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern | -116,3 | -63,1 |
| Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | 183,7 | 32,2 |
| Beteiligungserträge | 74,1 | 74,2 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -0,1 | -0,3 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 47,9 | 52,2 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3,4 | 26,1 |
| Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen | -4,6 | -362,8 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -76,5 | -63,3 |
| Finanzergebnis | 227,9 | -241,7 |
| Steuern | -21,0 | -8,6 |
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | 90,6 | -313,4 |
Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen verringerten sich im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit. Das Finanzanlagevermögen blieb, ohne Berücksichtigung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit 4.379,1 Mio. € nahezu unverändert.
Das Nettoumlaufvermögen (Umlaufvermögen abzüglich Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten) erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund höherer Forderungen an die Finanzverwaltung um 29,3 Mio. €.
Die Liquiden Mittel sanken um 502,3 Mio. €. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Entwicklung der Finanzschulden der Gesellschaft gegenüber Dritten, die sich vornehmlich aufgrund der vorzeitigen Rückführung von Finanzierungen um 327,0 Mio. € verminderten.
Der Konzernfinanzierungssaldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie den Ausleihungen der Gesellschaft aus der Konzernfinanzierungstätigkeit hat sich im Jahr 2022 insgesamt um 177,6 Mio. € zulasten der Deutsche Wohnen SE entwickelt.
Die Rückstellungen betrugen zum Jahresende 69,2 Mio. €, davon entfielen auf Pensionsrückstellungen 1,8 Mio. € (i. Vj.: 1,8 Mio. €) und auf Ertragsteuerrückstellungen 14,6 Mio. € (2021: 14,1 Mio. €). Die übrigen Rückstellungen stiegen per Saldo im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um 5,7 Mio. € an.
Das Eigenkapital verminderte sich im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen durch den Jahresfehlbetrag sowie aufgrund der Bardividendenausschüttung.
Aktiva
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Finanzanlagevermögen | 7.723,8 | 7.942,3 |
| Übriges Anlagevermögen | 14,8 | 8,8 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.534,6 | 1.649,2 |
| Übrige Forderungen und Vermögensgegenstände | 204,3 | 229,1 |
| Liquide Mittel | 602,7 | 100,4 |
| Bilanzsumme | 10.080,2 | 9.929,8 |
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | 4.429,9 | 4.100,6 |
| Rückstellungen | 63,0 | 69,2 |
| Anleihen | 3.853,5 | 3.526,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.665,8 | 2.176,6 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 68,0 | 56,9 |
| Bilanzsumme | 10.080,2 | 9.929,8 |
Der operative Cashflow ist geprägt durch die Erlöse und Aufwendungen im Rahmen der Erbringung der Managementholdingfunktionen. Nennenswerte investive Cashflows liegen für die Deutsche Wohnen SE nur bei Akquisitionen vor. Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten resultieren regelmäßig aus den Veränderungen der Konzernfinanzierung und aus der Aufnahme bzw. Rückführung von Fremdfinanzierungen.
Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 207 Mitarbeiter (2021: 240) in der Gesellschaft beschäftigt, davon waren 93 weibliche und 114 männliche Arbeitskräfte. Im Rahmen des Zusammenschlusses mit Vonovia wurden zum 1. Januar 2023 Mitarbeiter in die Servicefunktionen von Vonovia abgegeben. Die verbliebenen Mitarbeiter verantworten die Kernfunktionen der Deutsche Wohnen SE als Aktiengesellschaften.
Die voraussichtliche Entwicklung der Deutsche Wohnen SE im Geschäftsjahr 2023 hängt wesentlich von der Entwicklung des Gesamtkonzerns und dessen Chancen- und Risikolage ab. Diese Darstellung ist Gegenstand des Chancen- und Risikoberichts des Konzerns, und folglich gelten die dort getätigten Aussagen zur Chancen- und Risikolage des Konzerns auch für den handelsrechtlichen Jahresabschluss der Deutsche Wohnen SE, wo sich die Risiken in der Bewertung des Finanzanlagevermögens sowie in der Höhe der von Tochterunternehmen vereinnahmten bzw. ausgeglichenen Ergebnisse auswirken können.
Da die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft allein durch die Fähigkeit der Konzerngesellschaften bestimmt wird, nachhaltig positive Ergebnisbeiträge und Cashflows zu erwirtschaften, wird an dieser Stelle auf den Prognosebericht des Konzerns verwiesen. Wichtigster finanzieller Leistungsindikator für den Jahresabschluss der Deutsche Wohnen SE ist das Jahresergebnis.
Das Ergebnis 2022 der Gesellschaft ist wesentlich geprägt durch Sondereffekte aus den Integrationsarbeiten sowie Wertberichtigungen auf Beteiligungsansätze von Konzerngesellschaften. Ohne Berücksichtigung dieser Sondereffekte liegt der Jahresüberschuss 2022 erwartungsgemäß im unteren zweistelligen Millionenbereich.
Das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 wird wiederum durch die auf Basis der Beteiligungserträge und Basis der durch Ergebnisabführungsverträge vereinnahmten bzw. ausgeglichenen Ergebnisse der Tochtergesellschaften, durch Erträge aus Serviceleistungen sowie die Aufwendungen aus Personal- und Verwaltungskosten und aus dem Finanzergebnis geprägt sein.
Insgesamt gehen wir davon aus, dass das Jahresergebnis der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 in seiner Größenordnung wieder auf dem normalisierten Niveau der Vorjahre 2019 bis 2021, ohne Sondereffekte, ausfallen wird.
Es ist beabsichtigt für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende von 0,04 € pro Aktie an die Aktionäre auszuschütten.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft stellt sich insbesondere vor dem Hintergrund der soliden Finanzierung, des damit verbundenen ausgewogenen Fälligkeitsprofils und der durch die ratinggestützten Anleihefinanzierungen gewonnenen Finanzierungsflexibilität mit Blick auf organisches wie auch externes Wachstum als positiv dar. Fortlaufende Verbesserungen an den Bewirtschaftungsprozessen, der Ausbau des Value-add-Geschäfts, die Recurring Sales sowie ein erfolgreiches Developmentgeschäft fördern eine kontinuierlich verbesserte Profitabilität.
In der Erklärung zur Unternehmensführung berichten wir gemäß Grundsatz 22 des Deutschen Corporate Governance Kodex bzw. gemäß § 289f HGB über die Prinzipien der Unternehmensführung und zur Corporate Governance. Die Erklärung beinhaltet die Entsprechenserklärung, die Angabe zu Unternehmensführungspraktiken, die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie wesentliche Corporate-Governance-Strukturen. Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite www.deutsche-wohnen.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht und nicht Bestandteil des Lageberichts.
Wir verstehen unter Corporate Governance die verantwortungsbewusste Leitung und Überwachung eines Unternehmens.
Vorstand und Aufsichtsrat wollen mit einer ausgewogenen Corporate Governance die Wettbewerbsfähigkeit der Deutsche Wohnen SE sichern, das Vertrauen des Kapitalmarkts und der Öffentlichkeit in das Unternehmen stärken und den Unternehmenswert nachhaltig steigern.
Als große Immobiliengesellschaft sind wir uns der besonderen Bedeutung unseres unternehmerischen Verhaltens für die Gesellschaft bewusst. Deshalb bekennen wir uns auch zu den wesentlichen Zielen und Grundsätzen des Instituts für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft. Diese ergänzen die Corporate-Governance-Grundsätze um immobilienspezifische Angaben und setzen sich damit für noch mehr Transparenz, ein verbessertes Ansehen und eine gestärkte Wettbewerbsfähigkeit der Immobilienbranche ein.
Der Vorstand hat sich mit der Angemessenheit des eingerichteten Internen Kontrollsystem befasst und dessen Wirksamkeit gewürdigt. Dabei hat sich der Vorstand davon überzeugt, auch auf Basis von Erörterungen mit der Internen Revision, dass die eingerichteten technischen und organisatorischen Vorkehrungen im Sinne von Kontrollen sicherstellen können, das Unternehmen vor Schäden durch Vermögensverlust, dolose Handlungen oder Fehlsteuerungen in allen wesentlichen Belangen zu bewahren. Als Maßstab dafür galten u. a. auch die Maßstäbe des Deutschen Corporate Governance Codex der jüngsten Veröffentlichungen aus dem Jahre 2022. Somit kam der Vorstand zu dem Schluss, dass das Interne Kontrollsystem in allen wesentlichen Belangen angemessen und wirksam ist. Dies wurde dem Aufsichtsrat entsprechend vorgetragen. *
Die Deutsche Wohnen SE war im Geschäftsjahr 2022 ein von der Vonovia SE, Bochum, abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand von Deutsche Wohnen hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält:
"Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und anderen Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten oder geleistet hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist."
Die Deutsche Wohnen SE wurde im Geschäftsjahr 2022 in den Konzernlagebericht der Vonovia SE und in die darin enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung einbezogen. Die Deutsche Wohnen SE hat von der Befreiung von der Pflicht zur Erweiterung des Lageberichts um eine nichtfinanzielle Erklärung gemäß §§ 289b Abs. 2, 315b Abs. 2 HGB für das Geschäftsjahr 2022 Gebrauch gemacht. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung der Vonovia SE ist auf der Investor-Relations-Webseite als Teil des Konzernlageberichts veröffentlicht.
Das Grundkapital der Deutsche Wohnen SE betrug per 31. Dezember 2022 400,3 Mio. € (Vorjahr: 400,3 Mio. €), eingeteilt in 400.296.988 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € je Aktie. Die Deutsche Wohnen SE führt ausschließlich Inhaberaktien.
Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn des Unternehmens. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus Artikel 9 Abs. 1 lit. c) (ii) SE-VO in Verbindung mit §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Nach § 33 Abs. 1 WpHG haben Aktionäre, die u. a. die Schwelle von 10,0 % der Stimmrechte einer börsennotierten Gesellschaft erreichen, überschreiten oder unterschreiten, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unverzüglich mitzuteilen. Diese Mitteilungen werden von der Deutsche Wohnen SE gemäß § 40 WpHG veröffentlicht. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der Deutsche Wohnen SE, die die Schwelle von 10,0 % der Stimmrechte überschreiten, wurden von der Vonovia SE mit Sitz in Bochum gemeldet. Zum 31. Dezember 2022 bestand eine direkte Beteiligung der Vonovia SE in Höhe von 86,87 %.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2018, eingetragen im Handelsregister am 16. August 2018, ist der Vorstand ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 14. Juni 2023 ursprünglich um bis zu 110,0 Mio. € ein- oder mehrmalig durch Ausgabe von bis zu 110,0 Mio. € neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018/I). Nach der teilweisen Ausnutzung besteht das Genehmigte Kapital 2018/I im Umfang von bis zu 107.382.719,00 € durch Ausgabe von bis zu 107.382.719 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien fort. Den Aktionären ist im Rahmen des genehmigten Kapitals grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch nach näherer Maßgabe der Satzung ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats für bestimmte Fälle auszuschließen.
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde ursprünglich durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2014 um weitere bis zu 15,0 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15,0 Mio. € neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/II). Diese bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung einer Abfindung in Aktien der Gesellschaft an die außenstehenden Aktionär:innen der GSW Immobilien AG ("GSW") gemäß den Bestimmungen des Beherrschungsvertrags zwischen der Gesellschaft und der GSW vom 30. April 2014, derzeit zu dem am 4. Juni 2015 gemäß § 5 Abs. 4 des Beherrschungsvertrags auf drei Stückaktien der GSW Immobilien AG gegen 7,0790 Stückaktien der Deutsche Wohnen SE angepassten Umtauschverhältnis. Soweit nach Maßgabe von § 5 Abs. 2 des Beherrschungsvertrags erforderlich, wird die Gesellschaft Aktienteilrechte in bar ausgleichen. Bis zum 31. Dezember 2021 wurde dieses Bedingte Kapital 2014/II teilweise ausgenutzt und besteht per 31. Dezember 20221 fort in Höhe von 5.719.348,00 €. Vor dem Landgericht Berlin wird ein Spruchverfahren gemäß § 1 Nr. 1 SpruchG zur Überprüfung der Angemessenheit von Ausgleich und Abfindung aufgrund entsprechender Anträge von einzelnen Aktionäre der GSW geführt. Somit können GSW-Aktionäre gemäß § 305 Abs. 4 S. 3 AktG bis zwei Monate nach Bekanntmachung der letzten Entscheidung des Spruchverfahrens im Bundesanzeiger ihre GSW-Aktien gemäß den Bedingungen des Angebots beziehungsweise der Entscheidung des Spruchverfahrens oder einer in diesem Zusammenhang gefundenen gütlichen Einigung in Deutsche Wohnen-Aktien tauschen. Falls durch das Gericht oder einen Vergleich ein höherer Ausgleich und/ oder eine höhere Abfindung festgesetzt wird, können außenstehende Aktionär:innen der GSW nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen eine Ergänzung ihrer Ausgleichs- beziehungsweise Abfindungsleistungen verlangen. In diesem Rahmen kann es weiterhin zur Aktienausgabe kommen.
Ferner wurde das Grundkapital um ursprünglich bis zu 12.879.752,00 € durch Ausgabe von bis zu 12.879.752 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 1,00 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/III). Dieses bedingte Kapital dient ausschließlich dem Zweck der Gewährung von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie an ausgewählte Führungskräfte der Gesellschaft und verbundener Unternehmen nach näherer Maßgabe der Bestimmun gen des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 11. Juni 2014. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Inhaber von Aktienoptionen von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt. Die neuen Aktien, die aufgrund der Ausübung von Aktienoptionen ausgegeben werden, sind erstmals für das Geschäftsjahr dividendenberechtigt, für das zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, sofern rechtlich und tatsächlich zulässig. Anderenfalls sind die neuen Aktien ab dem Geschäftsjahr ihrer Entstehung dividendenberechtigt. Bis zum 31. Dezember 2021 wurde dieses Bedingte Kapital 2014/III teilweise ausgenutzt und besteht per 31. Dezember 2022 fort in Höhe von 12.623.334,00 €.
Das Bedingte Kapital 2015/I im Umfang von 50,0 Mio. €. dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber der Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 800 Mio. €, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 12. Juni 2015 von der Gesellschaft am 27. Februar 2017 begeben wurde. Sie wird nur insoweit durchgeführt, als von Wandlungsrechten aus den vorgenannten Wandelschuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird oder Wandlungspflichten aus den Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder andere Leistungen zur Bedienung eingesetzt werden. Bis zum 31. Dezember 2021 wurde dieses Bedingte Kapital 2015/I teilweise ausgenutzt und besteht per 31. Dezember 2022 fort in Höhe von 32 Mio. €.
Das Bedingte Kapital 2017/I im Umfang von 30,0 Mio. €. dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 1,6 Mrd. €, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 2. Juni 2017 von der Gesellschaft am 27. Februar 2017 sowie am 4. Oktober 2017 begeben wurden. Die Aktienausgabe wird nur insoweit durchgeführt, als von Wandlungsrechten aus Wandelschuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird oder Wandlungspflichten aus den Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder andere Leistungen zur Bedienung eingesetzt werden. Bis zum 31. Dezember 2021 wurde dieses Bedingte Kapital 2017/I teilweise ausgenutzt in Höhe von 22.344.203 € durch Ausgabe von 22.344.203 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit entsprechender Erhöhung des Grundkapitals und besteht per 31. Dezember 2022 fort in Höhe von 7.655.797 €.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2018 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um weitere bis zu 35,0 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 35,0 Mio. neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2018/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten beziehungsweise bei der Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten an den Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder abhängigen oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 15. Juni 2018 bis zum 14. Juni 2023 begeben werden. Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2018 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente) im Nennbetrag von bis zu 3,0 Mrd. € zu begeben und deren Gläubigern Wandlungs- beziehungsweise Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu 35,0 Mio. € zu gewähren. Die Aktienausgabe wird nur insoweit durchgeführt, als von Wandlungsrechten aus Wandelschuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird oder Wandlungspflichten aus den Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder andere Leistungen zur Bedienung eingesetzt werden.
Die Befugnisse zum Erwerb eigener Aktien ergeben sich aus Artikel 9 Abs. 1 lit. c) (ii) SE-VO in Verbindung mit §§ 71 ff. AktG sowie zum Bilanzstichtag aus der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 15. Juni 2018. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 14. Juni 2023 ermächtigt, unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (Artikel 9 Abs. 1 lit. c) (ii) SE-VO in Verbindung mit § 53a AktG) eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft entsprechend den erteilten Maßgaben zu erwerben und zu verwenden. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die diese bereits erworben hat und noch besitzt oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
Auf Grundlage dieser Ermächtigung hat die Deutsche Wohnen SE im Zeitraum vom 15. November 2019 bis 14. September 2020 16.070.566 Aktien erworben. Die zurückgekauften Aktien der Gesellschaft sollen für nach der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien durch die Hauptversammlung vom 15. Juni 2018 zulässige Zwecke verwendet werden. Detaillierte Informationen gemäß Art. 5 Abs. 1 lit. b) und Abs. 3 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 und Abs. 3 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 2016/1052 sind im Internet unter www.deutsche-wohnen.com/aktienrueckkauf abrufbar. Im Zusammenhang mit dem Business Combination Agreement zwischen der Deutsche Wohnen SE und der Vonovia SE verkaufte die Deutsche Wohnen 12.708.563 der eigenen Aktien zum Preis von 52,00 € je Aktie an die Vonovia SE. Zum 31. Dezember 2022 verfügte die Gesellschaft damit noch über 3.362.003 eigene Aktien. Auf diese eigenen Aktien entfällt ein Grundkapital in Höhe von 3.362.003,00 €.
Mitglieder des Vorstands werden gemäß Art. 9 Abs. 1, Art. 39 Abs. 2 SE-VO und §§ 84 und 85 AktG vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Der Aufsichtsrat bestellt Vorstandsmitglieder der Deutsche Wohnen SE für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren. Eine erneute Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Satzung der Deutsche Wohnen SE ergänzt hierzu in § 8 Abs. 1 und 2, dass der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern besteht, ansonsten jedoch der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt. Er kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen und ein Mitglied des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Gemäß Art. 59 SE-VO beschließt grundsätzlich die Hauptversammlung über Änderungen der Satzung. Gemäß § 14 Abs. 3 S. 2 der Satzung bedürfen Satzungsänderungen, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften eine andere Mehrheit vorschreiben, einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen beziehungsweise, wenn mindestens die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat gemäß § 179 Abs. 1 S. 2 AktG in Verbindung mit § 14 Abs. 5 der Satzung ermächtigt.
Die wesentlichen Vereinbarungen der Deutsche Wohnen SE, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (Change of Control) stehen, betreffen vornehmlich Finanzierungsvereinbarungen. Für den Fall eines Kontrollwechsels sehen diese wie üblich für den Kreditgeber das Recht zur Kündigung und vorzeitigen Fälligstellung der Rückzahlung vor. Ein Kontrollwechsel hätte unter Umständen Auswirkungen auf die von der Deutsche Wohnen SE ausgegebenen Schuldverschreibungen, insbesondere Wandelschuldverschreibungen und Inhaberschuldverschreibungen, auf die bestehenden Kreditlinien und auf Kreditverträge, die von der Deutsche Wohnen SE oder Konzerngesellschaften mit Banken abgeschlossen wurden. Die jeweiligen Bedingungen enthalten marktübliche Vereinbarungen, die den Gläubigern das Recht zur vorzeitigen Kündigung beziehungsweise Wandlung bei Eintritt eines Kontrollwechsels im Sinne dieser Bedingungen einräumen.
Das Marktumfeld und die gesetzlichen bzw. regulatorischen Rahmenbedingungen von Deutsche Wohnen verändern sich stetig. Ebenso entwickelt sich Deutsche Wohnen mit der Umsetzung der Strategie und der damit verbundenen Geschäftstätigkeit kontinuierlich weiter. Daraus, aber auch aus den ESG-Zielen und ESG-Einflüssen der verschiedensten Anspruchsgruppen, ergeben sich regelmäßig weitere Chancen und Risiken bzw. es kann sich die Ausprägung bereits erkannter Chancen und Risiken ändern.
Deutsche Wohnen hatte bislang ein zentrales Risikomanagementsystem etabliert, das im laufenden Geschäftsjahr 2022 sukzessive in das Risikomanagementsystem von Vonovia überführt wurde. Zunächst wurden die Systeme parallel fortgeführt. Die Ermittlung und Beurteilung der Risiken erfolgte somit zunächst unverändert gegenüber dem Vorjahr. Zu den jeweiligen Quartalsrisikomeldungen erfolgte ein Abgleich des originären Risikoinventars von Deutsche Wohnen mit dem Risikoinventar von Vonovia. In diesem Prozess wurde für einen mehrheitlichen Teil der Risiken eine inhaltliche Kongruenz festgestellt. Darauf aufbauend wurde das Risikomanagementsystem der Vonovia mit spezifisch auf Deutsche Wohnen abgestimmten Risiko-Schadensklassen vorbereitet und eingeführt. Zum Ende des 4. Quartals 2022 wurde im Rahmen der Harmonisierung der Risikomanagementsysteme von Deutsche Wohnen und Vonovia auf das Risikomanagementsystem von Vonovia umgestellt. Dies umfasst sowohl die Methodik zur inhaltlichen Bewertung der Risiken im Risikotool als auch das Simulationsmodell zur Bestimmung der Risikotragfähigkeit gemäß DW PS 340 n.F. Die nachstehende Risikoberichterstattung stellt auf das umgestellte Risikomanagementsystem ab.
| Vorstand (Strategie, Vorgaben/Ziele, Kontrollumfeld, Monitoring) | ||||
| 1 Performance-Management | 2 Compliance-Management | 3 Risikomanagementsystem | 4 Internes Kontrollsystem | 5 Interne Revision |
| Controlling | Compliance Officer | Controlling | IT | Interne Revision |
| > Budget | > Richtlinien, Vorschriften | > Risikomanagementprozess | > Prozessdokumentation Rechnungswesen | > Prozessorientierte Prüfungen |
| > Forecast | > Verträge | > Risikoberichterstattung | > Rechnungslegungsbezogenes IKS | > Risikoorientierte Prüfung |
| > Ergebnisse | > Kapitalmarkt Compliance | |||
| > Datenschutz | ||||
| Operative Bereiche | Operative Bereiche | Operative Bereiche | Operative Bereiche | Operative Bereiche > Prozessverbesserungen |
| > Performance-Management | > Regelkonformes Verhalten sicherstellen | > Risikoidentifikation und -bewertung | > Dokumentation der Kernprozesse | |
| > Technische Integrität | > Risikosteuerung | > Kontrollaktivitäten | ||
| > Control Self Assessment |
Deutsche Wohnen hat damit zum Erkennen, Bewerten und Steuern aller für das Unternehmen (und für Umwelt und Gesellschaft) relevanten Risiken ein umfassendes Risikomanagement implementiert. Es werden Gefährdungspotenziale verringert, der Fortbestand des Unternehmens gesichert, die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens unterstützt sowie verantwortungsvolles und unternehmerisches Handeln gefördert.
Risiken sind mögliche Ereignisse oder Entwicklungen, die eine negative Auswirkung auf die erwartete wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens haben können und damit zu einer negativen Abweichung zur Kurzfristplanung (Budget und Forecasts) sowie zur Mittelfristplanung (Fünfjahresplan) führen. Weiterhin stellen sich Abweichungen von den geplanten ESG-Zielsetzungen als Risiken dar.
Chancen sind mögliche Ereignisse oder Entwicklungen, die eine positive Auswirkung auf die erwartete wirtschaftliche Entwicklung haben können und damit zu einer positiven Abweichung zur Kurzfristplanung (Budget und Forecasts) sowie zur Mittelfristplanung (Fünfjahresplan) führen. Aus Abweichungen von den ESG-Zielsetzungen des Unternehmens können sich auch Chancen ergeben. Für die interne Steuerung erfolgt keine Quantifizierung der Chancen.
Das Risikomanagement von Deutsche Wohnen basiert auf einem integrierten Risikomanagementansatz mit fünf Säulen.
Eine differenzierte und detaillierte Unternehmensplanung sowie die entsprechende Berichterstattung über Soll-/ Ist-Abweichungen der operativen und finanziellen Kennzahlen aus dem Controlling bilden die Basis des im Unternehmen eingesetzten Frühwarnsystems. Hierbei wird die Geschäftsentwicklung im Vergleich zu den im Aufsichtsrat gebilligten Plänen und im Vergleich zum Vorjahr analysiert. Zudem wird unterjährig eine Prognose erstellt, die die Auswirkung möglicher Risiken und Chancen auf die Geschäftsentwicklung in angemessener Weise berücksichtigt.
Die Berichterstattung umfasst detaillierte monatliche Controlling-Reports gegenüber dem Vorstand und Aufsichtsrat. Das operative Geschäft wird durch regelmäßig erstellte Kennzahlenreports abgebildet. Auf Basis dieser Reports bzw. der darin enthaltenen Soll-/Ist-Abweichungen werden Gegenmaßnahmen eingeleitet und umgesetzt und in den anschließenden Berichtsperioden auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.
Compliance beschreibt das regelkonforme Handeln von Unternehmen, ihrer Organe und Mitarbeiter. Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Befolgung interner Richtlinien ist für den Vorstand die Grundlage seiner Unternehmensführung und -kultur. Es sollen die Integrität von Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern gewährleistet und mögliche negative Folgen für das Unternehmen (und für Umwelt und Gesellschaft) vermieden werden.
Die Unternehmensführung und -kontrolle von Deutsche Wohnen leitet sich aus den maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und den Geschäftsordnungen von Aufsichtsrat und Vorstand ab. Sie bilden die Grundlage für unternehmensinterne Regeln und Richtlinien, deren Einhaltung von einem zentralen Compliance-Management-System überwacht und einem Richtlinienmanagement verwaltet wird, das in der Rechtsabteilung angesiedelt ist. Die Compliance-Richtlinien von Vonovia wurden zum Jahresende 2022 auf Deutsche Wohnen übertragen.
In den Richtlinien sind klare Organisations- und Überwachungsstrukturen mit festgelegten Verantwortlichkeiten und entsprechend eingerichteten Kontrollen beschrieben. Das rechtskonforme Verhalten aller Mitarbeiter innerhalb der Geschäftsprozesse wird durch geeignete Kontrollmaßnahmen und die Aufsicht der Führungskräfte sichergestellt. Darüber hinaus ist ein Compliance-Management-System nach IDW Standard PS 980 etabliert und ein zentraler Compliance-Beauftragter ernannt, um insbesondere Compliance-Risiken zu identifizieren, geeignete Maßnahmen zur Vermeidung und Aufdeckung dieser Risiken zu ergreifen und auf festgestellte Compliance-Risiken angemessen zu reagieren (Compliance-Programm).
Wesentliche inhaltliche Kernpunkte des Compliance-Management-Systems sind der Verhaltenskodex (Code of Conduct), der sich an ethischen Werten und gesetzlichen Vorgaben orientiert und die Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter stärkt, die Compliance-Richtlinie sowie ein Geschäftspartnerkodex, der Anforderungen an Vertragspartner des Unternehmens stellt. Ein externer Ombudsmann steht allen Mitarbeitern sowie Geschäftspartnern als Vertrauensperson bei Compliance-Fragen zur Verfügung.
Die Strategie von Deutsche Wohnen ist nachhaltig und langfristig orientiert. Daraus abgeleitet verfolgt Deutsche Wohnen eine konservative Risikostrategie in ihrer Geschäftstätigkeit. Dies bedeutet nicht die Minimierung von Risiken, sondern das Fördern von unternehmerischem und verantwortungsvollem Handeln einhergehend mit der notwendigen Transparenz möglicher Risiken.
Das Risikomanagementsystem unterstützt das tägliche Handeln aller Mitarbeiter im Rahmen des Leitbilds von Deutsche Wohnen. Es stellt die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Steuerung und Überwachung aller Risiken sicher, die über die im Performance-Management verarbeiteten, kurzfristigen finanziellen Risiken hinaus im Konzern existieren, und nicht nur die Ertrags- und Vermögenslage, sondern auch immaterielle Werte gefährden können. Es umfasst explizit Nachhaltigkeitsrisiken. Diese werden sowohl in ihrer Wirkung auf Deutsche Wohnen (Outside-In-Perspektive) als auch - im Sinne einer ESG Due Dilligence - in Bezug auf die Wirkung auf Umwelt und Gesellschaft (Inside-Out-Perspektive) berücksichtigt. Somit werden potenzielle Gefahren, die den Unternehmenswert bzw. die Unternehmensentwicklung (oder Umwelt und Gesellschaft) beeinträchtigen können, frühzeitig erkannt. Hierbei werden umfeld- und unternehmensspezifische Frühwarnindikatoren berücksichtigt und auch die regionalen Kenntnisse und Wahrnehmungen unserer Mitarbeiter einbezogen.
Organisatorisch ist das Risikomanagement unmittelbar beim Vorstand angesiedelt. Er trägt die Gesamtverantwortung und entscheidet über die Aufbau- und Ablauforganisation des Risikomanagements und die Ausstattung mit Ressourcen. Das Risikomanagementsystem wird operativ vom Leiter Controlling geführt, der verantwortlich für das Risiko-Controlling ist. Er ist dem Chief Financial Officer (CFO) zugeordnet. Das Risiko-Controlling stößt den Software-gestützten, periodischen Risikomanagementprozess an und konsolidiert und validiert die gemeldeten Risiken. Zudem validiert es die risikosteuernden Maßnahmen und überwacht deren Umsetzung. Das Risiko-Controlling definiert gemeinsam mit den jeweiligen Risikoverantwortlichen Frühwarnindikatoren zur Überwachung der tatsächlichen Entwicklung bei bestimmten Risiken.
Risikoverantwortlich sind die Führungskräfte der ersten Ebene unterhalb des Vorstands, die auch auf Vonovia Ebene für das entsprechende Segment/Ressort verantwortlich sind, sowie die Führungskräfte mit Verantwortung für das Segment Pflege. Die Führungskräfte sind verantwortlich für die Identifizierung, Bewertung, Steuerung, Überwachung, Dokumentation und Kommunikation aller Risiken in ihrem Verantwortungsbereich. Zudem sind sie verantwortlich für die halbjährliche Risikoerfassung und -meldung aller Risiken im Risikotool des Unternehmens in den vorgegebenen Berichtszyklen.
Der noch im Geschäftsjahr 2022 durchgeführte quartärliche Risikoinventur-Prozess wird ab dem Geschäftsjahr 2023 durch einen halbjährlichen Prozess abgelöst. Auf der Basis einer halbjährlich angestoßenen Risikoinventur jeweils im 1. und 3. Quartal eines Geschäftsjahres erstellt das Risiko-Controlling einen Risikoreport für den Vorstand und den Aufsichtsrat. Zudem simuliert es wesentliche Risikoentwicklungen und deren Auswirkungen auf die Unternehmensplanung und -ziele. Der Vorstand verabschiedet die dokumentierten Ergebnisse des Risikomanagements, berücksichtigt diese bei der Unternehmenssteuerung und berichtet diese an den Aufsichtsrat. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats überwacht die Wirksamkeit des Risikomanagements.
Sollten bedeutsame Risiken unvermittelt auftreten, werden diese ad hoc direkt an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.
Im Rahmen des Jahresabschlussprozesses werden die im 3. Quartal erhobenen Risiken vom Risikocontrolling auf ihre Aktualität überprüft und, soweit erforderlich, fortgeschrieben und um neu identifizierte Risiken ergänzt. Neue Risiken können sich im Rahmen der Budget- und Fünfjahresplanung ergeben. Diese werden im Planungsprozess bilateral zwischen dem Risikocontrolling und den jeweiligen Risikoverantwortlichen abgestimmt und bewertet.
In das Risikomanagementsystem von Deutsche Wohnen ist ein Simulationsmodell zur Risikotragfähigkeit integriert. Im Rahmen dieser Analyse bewertet das Risikomanagement jährlich bzw. anlassbezogen die Abhängigkeiten zwischen den bedeutsamen Risiken und legt die Parameter zur Risikoaggregation fest. Zur Bestimmung der Gesamtrisikoposition des Unternehmens wird ein Monte-Carlo-Simulationsmodell auf Basis der für die Risiken relevanten statistischen Verteilungsfunktionen eingesetzt. Die sich ergebene Gesamtrisikoposition wird der Risikotragfähigkeit des Unternehmens im Hinblick auf Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung gegenübergestellt. Extremszenarien von ausgewählten bedeutsamen Risiken werden zudem im Rahmen der Unternehmensplanung simuliert. Dabei werden stets die Auswirkungen auf die Steuerungskennzahlen sowie die finanzierungsbezogenen Kennzahlen betrachtet. Die Ergebnisse der Simulationen werden mit dem Vorstand diskutiert. Planung und Risikomanagement liegen dabei im Bereich Controlling in einer Hand.
Das Risikomanagementsystem unterliegt der regelmäßigen Aktualisierung und Weiterentwicklung sowie der Anpassung an Veränderungen im Unternehmen. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird regelmäßig analysiert.
Das Risikomanagement betrachtet alle Aktivitäten entlang des Risikomanagementprozesses, d. h. die
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Risikoidentifikation, |
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Risikobewertung, |
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Aggregation der Risiken, |
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Risikosteuerung und |
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Risikoüberwachung. |
In Anlehnung an das COSO-Rahmenwerk ist zur Risikoidentifikation ein Risikouniversum mit den vier Hauptrisikokategorien Strategie, Regulierungsumfeld und gesetzliche Rahmenbedingungen, operatives Geschäft und Finanzierung (inklusive Rechnungslegung und Steuern) definiert. Ihnen ist jeweils ein strukturierter Risikokatalog zugeordnet.
Bei der Risikobewertung werden ertragswirksame und bilanzwirksame Risiken unterschieden. Ertragswirksame Risiken haben eine negative Auswirkung auf die nachhaltige Ertragskraft des Unternehmens und damit auf das Adjusted EBITDA der jeweiligen Segmente sowie den Group FFO. In der Regel sind diese Risiken auch liquiditätswirksam. Bilanzwirksame Risiken haben keine Auswirkung auf den Group FFO, aber sehr wohl auf die Vermögenspositionen. Diese können auch nicht liquiditätswirksam sein, z. B. aufgrund einer reinen Auswirkung auf Immobilienwerte.
Die Klassifizierung der erwarteten Schadenshöhe erfolgt in fünf Klassen:
| Kategorie | Klasse | Beschreibung | Ertragswirksam * | Bilanzwirksam * |
| Sehr hoch | 5 | Existenziell für das Unternehmen | Möglicher Verlust von > 225 Mio. € vom Group FFO | Möglicher bilanzieller Verlust von > 3.600 Mio. € |
| Hoch | 4 | Bedrohliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung, vorherige Geschäftslage mittelfristig nicht wiederherstellbar | Möglicher Verlust von 112,5-225 Mio. € vom Group FFO | Möglicher bilanzieller Verlust von 1.800-3.600 Mio. € |
| Wesentlich | 3 | Beeinträchtigt vorübergehend die Geschäftsentwicklung | Möglicher Verlust von 45-112,5 Mio. € vom Group FFO | Möglicher bilanzieller Verlust von 720-1.800 Mio. € |
| Spürbar | 2 | Geringe Auswirkung, möglicherweise spürbar in der Geschäftsentwicklung eines oder mehrerer Jahre | Möglicher Verlust von 12-45 Mio. € vom Group FFO | Möglicher bilanzieller Verlust von 180-720 Mio. € |
| Gering | 1 | Unwesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung | Möglicher Verlust von 1,5-12 Mio. € vom Group FFO | Möglicher bilanzieller Verlust von 24-180 Mio. € |
Die erwartete Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken ist in fünf Klassen aufgeteilt.
| Kategorie | Klasse | Definition | Wahrschein- lichkeit |
| Sehr wahrscheinlich | 5 | Es ist davon auszugehen, dass das Risiko im Betrachtungszeitraum eintritt. | > 95 % |
| Wahrscheinlich | 4 | Es ist wahrscheinlich, dass das Risiko im Betrachtungszeitraum eintritt. | 60-95 % |
| Möglich | 3 | Das Risiko kann im Betrachtungszeitraum eintreten. | 40-59 % |
| Unwahrscheinlich | 2 | Es ist unwahrscheinlich, dass das Risiko im Betrachtungszeitraum eintritt. | 5-39 % |
| Sehr unwahrscheinlich | 1 | Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das Risiko im Betrachtungszeitraum eintritt. | < 5 % |
Für jedes Risiko werden die erwarteten Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten vor Maßnahmen (brutto) bzw. nach Maßnahmen (netto) innerhalb der festgelegten Bandbreiten klassifiziert, in einem Risikotool dokumentiert und dort in eine Heatmap überführt. Maßgeblich für das Risikoreporting ist die Nettobewertung und die Einordnung der Risiken in die Netto-Heatmap mit je fünf Klassen bei Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe.
Als Top-Risiken werden die in die roten bzw. gelben Felder eingeordneten Risiken angesehen. Diese werden an den Aufsichtsrat berichtet und im Rahmen des externen Reportings veröffentlicht. Die den roten Feldern zugeordneten Risiken werden als für das Unternehmen bedrohliche bzw. existenzgefährdende Risiken eingeordnet. Die den gelben Feldern zugeordneten Risiken sind bedeutsam für das Unternehmen. Rote und gelbe Risiken werden einem intensiven Monitoring durch den Vorstand und Aufsichtsrat unterzogen. Die den grünen Feldern zugeordneten Risiken sind für das Unternehmen von untergeordneter Bedeutung.
Im Rahmen einer aktiven Risikosteuerung erfolgt eine Fokussierung auf die wesentlichen (roten und gelben) Risiken. Erforderliche konkrete Maßnahmen zur Risikosteuerung wurden vereinbart und in ein regelmäßiges Monitoring durch das Risiko-Controlling eingebracht.
Eine regelmäßige Risikoüberwachung durch das Risiko-Controlling stellt sicher, dass Maßnahmen zur Risikosteuerung planmäßig umgesetzt werden.
Das Interne Kontrollsystem (IKS) umfasst die Grundsätze, Verfahren und Regelungen, die darauf ausgerichtet sind, die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit zu unterstützen, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung zu gewährleisten sowie die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften zu sichern.
Alle wesentlichen Prozesse von Deutsche Wohnen werden erhoben und an zentraler Stelle dokumentiert. Diese Dokumentation verdeutlicht neben den relevanten Prozessschritten wesentliche Risiken und Kontrollen im Sinne eines prozessorientierten Internen Kontrollsystems. Sie ist die verbindliche Basis für anschließende Bewertungen, Prüfungen und die Berichterstattungen an die Organe der Deutsche Wohnen SE über die Wirksamkeit des IKS im Sinne des § 107 Abs. 3 S. 2 AktG.
Die Gesamtverantwortung für die Ausgestaltung und Umsetzung des IKS liegt beim Vorstand von Deutsche Wohnen. Der Vorstand delegiert diese Verantwortung an Prozess- und Kontrollverantwortliche.
Ziel des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist die Gewährleistung einer gesetzes- und ordnungsmäßigen Finanzberichterstattung im Sinne der einschlägigen Vorschriften. Dabei ist das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem in das konzernweite übergreifende Risikomanagementsystem eingebettet.
Die Verantwortung für die Abschlusserstellung ist organisatorisch im Bereich des Chief Financial Officers (CFO) und hier insbesondere im Bereich Rechnungswesen angesiedelt. Der Bereich Rechnungswesen nimmt dementsprechend die Richtlinienkompetenz für die Anwendung der einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften wie auch für die inhaltlichen und zeitlichen Schritte im Abschlusserstellungsprozess wahr.
Organisatorisch und systemtechnisch erfolgen die Abschlussarbeiten für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie die konzernabschlusserstellungsarbeiten in den dafür zentral geschaffenen Shared-Servicecentern, was eine konsistente und stetige Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften in einem einheitlichen Abschlusserstellungsprozess sicherstellt. Darüber hinaus wird durch die Shared-Servicecenter-Funktionen sichergestellt, dass Änderungen in den Anforderungen inhaltlich und organisatorisch in den Abschlusserstellungsprozess transformiert werden.
Die Rechenwerke der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind im Wesentlichen in einer IT-technischen SAP-Umgebung angesiedelt. Vereinzelt verfügen Konzerngesellschaften über eigene Buchwerke und entsprechende IT-Systeme. Sie unterliegen dabei im Wesentlichen einheitlichen Kontierungsvorgaben, Prozessen und Prozesskontrollen. Dabei wird dem Gebot der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip in angemessener Weise durch präventive wie auch nachgelagerte Kontrollen Rechnung getragen. Die Tochtergesellschaften der Deutsche Wohnen-Gruppe melden ihre Daten im Rahmen eines IT-gestützten strukturierten Datenerfassungsprozesses an das Konzernrechnungswesen.
Die relevanten Abschlussdaten der einzelnen Gesellschaften werden über eine integrierte und automatisierte sowie mit umfangreichen Validierungsregeln ausgestattete Schnittstelle für das SAP-Konsolidierungsmodul zur Weiterverarbeitung zum Konzernabschluss bereitgestellt. Hinsichtlich der Zugriffe auf die Rechenwerke existiert ein Berechtigungskonzept, das auf das jeweilige Stellenprofil des Mitarbeiters abgestimmt ist.
Neu akquirierte Gesellschaften werden in einem strukturierten Integrationsprozess in das interne Kontrollumfeld einbezogen und damit IT-technisch und abschlussprozesstechnisch integriert.
Im Anschluss an die Abschlusserstellung werden der Jahres- und der Konzernabschluss nebst zusammengefasstem Lagebericht dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vorgelegt. Der Ausschuss gibt dem Aufsichtsrat dann die Empfehlung für die Feststellung bzw. Billigung. Diese Prüfung erfolgt u. a. nach Erörterung mit dem Wirtschaftsprüfer und unter Zugrundelegung des Bestätigungsvermerks. Der Prüfungsausschuss ist laufend in die Erstellung und Fortentwicklung des rechnungslegungsrelevanten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems eingebunden.
Die Prüfungen der Internen Revision nimmt die externe Prüfungsgesellschaft GdW Revision AG für Deutsche Wohnen vor. Der jährliche Prüfungsplan basiert auf einer risikoorientierten Bewertung der relevanten Prüfungsfelder des Deutsche Wohnen Konzerns und wird vom Vorstand und vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats genehmigt.
Im Rahmen der unterjährig durchgeführten Prüfungen liegt der Fokus auf der Bewertung der Wirksamkeit der Kontroll- und Risikomanagementsysteme, auf Prozessverbesserungen im Sinne einer Risikominimierung sowie auf der Nachhaltigkeit des unternehmerischen Handelns. Daneben werden in Abstimmung mit dem Vorstand entsprechende anlassbezogene Sonderprüfungen durchgeführt. Die internen Berichte liegen regelmäßig dem Vorstand und den Verantwortlichen des geprüften Bereichs vor. Der Prüfungsausschuss erhält eine quartalsweise Zusammenfassung der Prüfungsergebnisse und Maßnahmen. Der Umsetzungsstand der abgestimmten Maßnahmen wird laufend nach zeitlicher Fälligkeit überwacht sowie an Vorstand und Prüfungsausschuss quartärlich berichtet.
Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte jeweils in jedem Quartal eine planmäßige Risikoinventur. Das Risiko-Reporting wurde dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss vorgelegt. Außerplanmäßige Ad-hoc-Risikomeldungen gab es im Geschäftsjahr 2022 und bis zur Bilanzaufstellung nicht.
Zum Jahresende 2022 wurde im Rahmen des Vonovia Integrationsprozesses das Risikotool sowie das Simulationsmodell zur Bestimmung der Risikotragfähigkeit für Deutsche Wohnen eingeführt. Für Deutsche Wohnen maßgebliche Risiken wurden aus dem Vonovia System in die neuen Risikoklassen von Deutsche Wohnen überführt.
Zum Jahresende 2022 wurden für Deutsche Wohnen 70 Einzelrisiken erfasst. Insgesamt sind zum Jahresende 2022 nach aktueller Einschätzung keine existenzgefährdenden oder bedrohlichen Risiken für Deutsche Wohnen erkennbar.
Der Vorstand von Deutsche Wohnen sieht zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts keine Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Geschäftsentwicklung, denen das Unternehmen nicht in angemessener Weise entgegenwirken kann oder die sich bestandsgefährdend auf die Ertrags-, Vermögens- und/oder Finanzlage von Deutsche Wohnen auswirken könnten.
Das Ergebnis der Risikotragfähigkeitsanalyse ergab, dass für den Fortbestand von Deutsche Wohnen in der Fünfjahressicht keine aktuelle Gefährdung besteht. Damit ergibt sich insgesamt keine Veränderung gegenüber der Risikobewertung zum Jahresende 2021. Zum Jahresende 2022 erfolgte eine Quantifizierung der zu modellierenden Risiken sowie eine detaillierte Analyse der Zusammenhänge zwischen einzelnen Top-Risiken sowie ausgewählten grünen Risiken.
Es wurden 9 gelbe, bedeutsame Risiken für das Unternehmen sowie 61 weitere grüne Risiken ermittelt. Im Einzelnen ergibt sich folgendes Bild je Risikokategorie:
Im operativen Geschäft sehen wir zum Jahresende 2022 die nachstehend erläuterten fünf gelben Risiken.
Aus der Geschäftsbeziehung von Deutsche Wohnen zur Vonovia SE kann sich ein "Dienstleister-/Ausfallrisiko" ergeben. Dies umfasst operative Risiken aus der Geschäftsbesorgung sowie Risiken aus Energiedienstleistungen und Risiken aus Finanzierung/Gesellschafterdarlehen. Das ertragswirksame Risiko wurde mit einer erwarteten Schadenshöhe von >225 Mio. € und einer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit von <5 % bewertet.
Die im Segment Rental gehaltenen Wohnimmobilien werden regelmäßig einer Bewertung unterzogen. Einzelheiten dazu sind im Kapitel → [26] Investment Properties beschrieben. Durch sich ändernde Rahmenbedingungen an den Immobilien- und Kapitalmärkten können zukünftige Marktentwicklungen wie Inflation und steigende Zinsen das Risiko einer Abwertung der Immobilien mit sich bringen. Sinkende Immobilienwerte würden zu einem steigenden Verschuldungsgrad (LTV) führen und könnten damit negative Effekte auf die Kapitalbeschaffung haben. Das bilanzwirksame operative Risiko "Zukünftige Marktentwicklung führt zur Abwertung der Immobilien" wurde mit einer erwarteten Schadenshöhe von >3.600 Mio. € und einer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit von 5-39 % bewertet.
Die Einwicklung des Angebots und der Nachfrage nach Wohnimmobilien hat einen maßgeblichen Einfluss auf die realisierbaren Immobilienpreise und damit unmittelbar einen Effekt auf den Adjusted EBITDA im Segment Recurring Sales und auf den Erfolg bei Non-Core-Verkäufen. Bis in das Geschäftsjahr 2022 hinein war regional differenziert ein Nachfrageüberhang festzustellen. Diese Knappheit hat in der Vergangenheit zu stetig steigenden Immobilienpreisen geführt und bei einem geringen Zinsniveau positive Rahmenbedingungen für Immobilienverkäufer geschaffen. Diese positiven Rahmenbedingungen sind aktuell durch steigende Finanzierungskosten gedämpft und erschweren den Käufern von Immobilien die Finanzierung der geforderten Kaufpreise. Ein dauerhaft hohes Zinsniveau bzw. ein weiterer Anstieg des Zinsniveaus kann dazu führen, dass für die Käufer die am Markt verlangten Immobilienpreise nicht mehr finanzierbar werden. Dies könnte zu einem Nachfragerückgang und letztendlich zu sinkenden Immobilienpreisen führen und für das Segment Recurring Sales ein ertragswirksames Risiko darstellen. Das ertragswirksame operative Risiko "Sich verschlechternde Marktsituation auf dem Wohnungstransaktionsmarkt bzgl. Verkauf von Wohnungen/Verhalten der Käufer" wurde mit einer erwarteten Schadenshöhe von 112,5-225 Mio. € und einer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit von 5-39 % bewertet. Zur Begrenzung und Überwachung des Risikos wurde neben einem Prozess für die optimale Preisfindung eine regelmäßige Berichterstattung zu Absatzmengen und Preisen sowie eine regelmäßige Überprüfung von Zielpreisen und Verkaufsvolumenzielen durch das Portfolio-Controlling implementiert.
Hinsichtlich der Verwertung unserer Developmentprojekte sehen wir ein Risiko, das sich insbesondere durch Veränderungen der Nachfragesituation nach einzelnen Wohnungen auf den regionalen Märkten sowie bei institutionellen Käufern im Rahmen von Global Exits ergeben kann. Eine veränderte Nachfrage kann sich aufgrund geänderter Kapitalkosten oder anderer Gründe ergeben. Das ertragswirksame operative "Verwertungsrisiko Development" wurde mit einer Schadenshöhe von 112,5-225 Mio. € und die erwartete Eintrittswahrscheinlichkeit mit 40-59% bewertet. Um frühzeitig auf Veränderungen in den Märkten reagieren zu können, werden regelmäßig fundierte Marktstudien und Marktanalysen erstellt und in Verbindung mit Berichten anerkannter Immobilienexperten analysiert. Identifizierte Marktänderungen werden bei der Analyse des Immobilienportfolios berücksichtigt und beeinflussen somit maßgeblich die Verkaufsplanung. Eine weitere Risikobegrenzungsmaßnahme besteht in der Möglichkeit der Umstellung der Pipeline-Projekte von Verkauf auf Vermietung.
Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hatte unmittelbare und mittelbare Auswirkungen auf die Energie- und Baustoffmärkte. Steigende Energiekosten hatten auch steigende Kosten für Baumaterialien zur Folge und führten vielerorts zu Engpässen bei der Beschaffung von Baumaterialien. Dies hat die Rahmenbedingungen für Bau- und Modernisierungsprojekte in den Segmenten Development und Value-add verschlechtert und damit negative Auswirkungen auf das Adjusted EBITDA der Segmente. Wir erwarten, dass sich diese Entwicklung 2023 fortsetzen wird. Eine entsprechende Anpassung unser Investmentstrategie haben wir in unserer Planung berücksichtigt, sodass das Risiko den darüber hinausgehenden Effekt berücksichtigt. Für die Folgejahre erwarten wir Besserung bei den Rahmenbedingungen. Das ertragswirksame operative Risiko "Steigende Baukosten gegenüber Plan aufgrund von Preiserhöhungen von Baumaterialien & -leistungen sowie Versorgungsengpässen" wurde mit einer erwarteten Schadenshöhe von 12-45 Mio. € und einer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit von 60-95 % erfasst. Zur Begrenzung des Risikos erfolgt eine konsequente Marktbeobachtung bei gleichzeitiger Entwicklung von Alternativen wie z. B. Überarbeitung der Spezifikation sowie Reduktion des Materialeinsatzes durch Standardisierung. Zudem werden kritische Materialien - sofern möglich - frühzeitig gesichert und ggf. eingelagert.
Durch Änderungen beim Regulierungsumfeld sowie bei gesetzlichen Rahmenbedingen können sich für alle Geschäftssegmente von Deutsche Wohnen Risiken ergeben. Aktuell ist ein wesentliches gelbes Risiko erfasst.
Im Segment Rental schlagen sich insbesondere die Regulierungen zu Mieten, Betriebs- und Nebenkosten nieder. Das von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Gesetz zur Ausgestaltung der CO 2-Steuer kann für Deutsche Wohnen Risiken mit sich bringen, die das Adjusted EBITDA des Segments Rental negativ beeinflussen können. Die Bewertung des als gelbes Regulierungsumfeld-Risiko eingestuften Risikos "Nachteilige Ausgestaltung der CO 2-Steuer" lag bei einer erwarteten Schadenshöhe von 12-45 Mio. € und einer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit von 60-95 %. Zur Begrenzung des Risikos hat Deutsche Wohnen ein Programm für die energetische Sanierung des Gebäudebestands beschlossen sowie mit der Entwicklung neuer Methoden zu einer CO 2-reduzierten Energiegewinnung (Kraft-Wärme-Kopplung, Sektorenkopplung etc.) begonnen.
Im Bereich der Finanzierung sehen wir zum Jahresende 2022 die nachstehend erläuterten drei gelben Risiken.
Ein weiterer Anstieg der Kapitalmarktzinsen kann Risiken für das Wachstum von Deutsche Wohnen mit sich bringen und dazu führen, dass geplante Investitionen gekürzt, ausgesetzt oder gestrichen werden. Zudem kann eine steigende Zinslast aufgrund einer ungünstigen Zinsentwicklung zu einem geringeren Wachstum oder sogar einem Sinken des Group FFO führen. Das ertragswirksame Finanzierungs-Risiko "Ungünstige Zinsentwicklung" wurde mit einer erwarteten Schadenshöhe von >225 Mio. € und einer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit von 5-39 % erfasst. Neben der Diversifizierung der Fremdkapitalinstrumente sowie einem ausgeglichenen Fälligkeitenprofil erfolgt die Risikobegrenzung durch eine nachhaltige durchschnittliche Laufzeit/ Zinsbindung von rund 6 Jahren. Zudem stellt die Entschuldung durch Liquiditätsfreisetzung eine Risikobegrenzungsmaßnahme dar.
Deutsche Wohnen hat aus Anleihen, gesicherten Darlehen und Transaktionen Verpflichtungen, bestimmte Kennzahlen zu berichten und gewisse Covenants einzuhalten. Sollten diese Covenants nicht eingehalten werden oder diese Reporting-Verpflichtungen nicht zeitnah erfüllt werden, können sich für Deutsche Wohnen Zahlungsverpflichtungen ergeben, und durch neue Finanzierungen könnten zusätzliche negative Ergebnisauswirkungen entstehen. Das gelbe, ertragswirksame Finanz-Risiko "Nichteinhaltung von Verpflichtungen (aus Anleihen, gesicherten Darlehen, Transaktionen)" wurde mit einer erwarteten Schadenshöhe von >225 Mio. € und einer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit von <5 % bewertet.
Durch die zum 1. Juli 2021 in Kraft getretenen Änderungen des Grunderwerbsteuergesetzes durch Absenkung der Beteiligungsschwelle von 95 % auf 90 % und Verlängerung des Beobachtungszeitraums von 5 auf 10 Jahre kann nachträglich eine Grunderwerbsteuerpflicht anfallen. Das gelbe, ertragswirksame Risiko "Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes wegen Share Deals" wurde mit einer erwarteten Schadenshöhe von >225 Mio. € und einer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit <5% bewertet. Neben einer ständigen Überwachung von Rechtsprechung und Gesetzgebung begrenzt Deutsche Wohnen das Risiko auch durch Sensibilisierung der Entscheidungsträger im Rahmen von Share Deals. Hierdurch ist die Einbindung der internen Steuerabteilung, die dann den Akquisitionsprozess mit überwacht, sichergestellt. Die interne Steuerabteilung hat in diesem Kontext zudem eine erweiterte Checkliste als Guidance erarbeitet.
Zum Jahresende 2022 ergab sich zusammengefasst folgendes Bild der identifizierten Nettorisiken:
Neben den genannten gelben Risiken berichtet Deutsche Wohnen auch über ausgewählte grüne Risiken mit explizitem Nachhaltigkeitsbezug, um der wachsenden Bedeutung dieser Risikobetrachtung Raum zu geben:
Die Berücksichtigung von Klimaaspekten spielt - analog zum wachsenden Stellenwert in der Gesellschaft - im Geschäftsmodell und der Strategie von Deutsche Wohnen eine immer größere Rolle. Daraus resultierende transitorische Klimarisiken beschreiben die Auswirkungen, die aufgrund des Wandels hin zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem für Unternehmen resultieren können.
Deutsche Wohnen hat sich zur Erreichung ihres Klimapfads ein Intensitätsziel zur Reduktion der CO 2-Emissionen bis 2030 gesetzt. Aktuell bewerten wir das Risiko einer Nichteinhaltung der selbst vorgegebenen Klimaziele mit einer geringen Schadenshöhe und sehen dies als unwahrscheinlich an.
Darüber hinaus können Krisensituationen oder Katastrophen wie Überschwemmungen, Erdbeben, Extremwetterereignisse o. Ä. Auswirkungen auf unseren Immobilienbestand haben und ein spezifisches Krisenmanagement erforderlich machen. Solche physischen Klimarisiken beziehen sich auf längerfristige Verschiebungen in den allgemeinen klimatischen Bedingungen. Das Risiko der Betriebskontinuität in Katastrophen-/Krisensituationen bewerten wir mit einer Schadenshöhe von 1,5-12 Mio. € und einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 5-39 %. Zur Analyse und Bewertung möglicher langfristiger (d. h. über den üblichen Betrachtungszeitraum des Risikomanagements von fünf Jahren hinausgehender) Folgewirkungen des Klimawandels haben wir ein Klimarisikotool entwickelt, über das die international anerkannten Klimawandelszenarien des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) abgebildet werden.
Die transitorischen und physischen Klimarisiken können sich potenziell negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken und zu einer erhöhten Schätzungsunsicherheit im Rahmen der Bilanzierung beitragen. Aktuell sehen wir für den vom Risikomanagement betrachteten Zeitraum keine nennenswerten, unmittelbaren Risiken bedingt durch den Klimawandel, wie z. B. durch Extremwetterlagen wie Starkregen mit Überschwemmungspotenzial. Damit verbunden ergeben sich für Deutsche Wohnen nach aktuellem Kenntnisstand der künftigen Entwicklungen keine bilanziellen Folgen. Dies betrifft u. a. die Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, Nutzungsdauern, die Werthaltigkeit von Vermögenswerten und Rückstellungen für Umweltrisiken, für die sich kein wesentlicher Anpassungsbedarf ergibt (siehe → Umweltbelange).
Bei der Entwicklung neuer nachhaltiger Geschäftsfelder im Segment Value-add - insbesondere im Bereich erneuerbarer Energien - können sich Risiken aus der Konzeptionierung und Umsetzung der Geschäftsmodelle ergeben. Mit Bezug auf den geplanten Ausbau erneuerbarer Energien durch Photovoltaik, bewerten wir die Risiken hierzu mit einer geringen Schadenshöhe und einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 5-39 %.
Verstöße gegen Bestimmungen von vertraglichen Sonderrechten (Sozialchartas) können Risiken mit sich bringen, die den Mieterschutz betreffen und damit das Ziel "Wohnen zu fairen Preisen" beeinträchtigen. Diese bewerten wir mit einer wesentlichen Schadenshöhe von 45-112,5 Mio. €, sehen dies jedoch als sehr unwahrscheinlich an.
Durch die Nichteinhaltung von gesetzlichen Regelungen zum Arbeitsschutz und Arbeitssicherheitsmanagement können nachteilige Auswirkungen für Deutsche Wohnen und ihre Mitarbeiter entstehen. Aktuell bewerten wir diese Risiken mit einer wesentlichen Schadenshöhe, sehen diese jedoch als sehr unwahrscheinlich an.
Für Deutsche Wohnen besteht das Risiko des Verlusts nachhaltiger Finanzierungen. Nachhaltige "grüne" Finanzierungen gewinnen zunehmend an Relevanz. Sollte Deutsche Wohnen z. B. Nachhaltigkeitsziele nicht einhalten, könnte die Grundlage für diese Finanzierungen gefährdet sein. Aktuell bewerten wir dieses Risiko mit einer Schadenshöhe von 112,5-225 Mio. € und einer Eintrittswahrscheinlichkeit <5 %.
Darüber hinaus können sich für Deutsche Wohnen Risiken aus der Nichterfüllung gesetzlicher Anforderungen und Investoren oder Analystenerwartungen zur sich weiterentwickelnden Nachhaltigkeitsberichterstattung ergeben. Aktuell bewerten wir dieses Risiko mit einer spürbaren Schadenshöhe, sehen dies jedoch als sehr unwahrscheinlich an.
Deutsche Wohnen hat im Rahmen der Strategiefestlegung sowie der Kurz- und Mittelfristplanung Ertragspotenziale identifiziert und verarbeitet. Die in diesem Kontext berücksichtigten Annahmen zur Unternehmensstrategie, zu umfeld- und marktbezogenen Faktoren sowie zum operativen Geschäft bergen jedoch nicht nur Risiken, es kann sich auch eine ungeplant vorteilhaftere Geschäftsentwicklung ergeben.
Gerade durch die Kombination der Geschäftsaktivitäten und die Nutzung der Systeme und Plattform von Vonovia bieten sich weitere Chancenpotenziale. Hierzu zählt auch die Konzentration der Developmentaktivitäten durch Geschäftsbesorgungsverträge auf der Developmentplattform der BUWOG als Developmentsegment von Vonovia sowie opportunistisch auf der Plattform der Beteiligung QUARTERBACK Immobilien AG.
Der Kern der Unternehmensstrategie ist unverändert die Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten auf nachhaltiges und ökologisches Handeln. Über die Vermietung von gutem, zeitgerechtem und vor allem bezahlbarem Wohnraum sowie die Entwicklung neuen Wohnraums hinaus ist es ferner erklärtes Unternehmensziel, eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen und die durch unsere Immobilien entstehende CO 2-Belastung deutlich zu reduzieren.
Durch einen gezielten, auf aktuellste Öko-Standards ausgerichteten Wohnungsneubau sowie Modernisierung können wir einen weiteren Beitrag zur Beseitigung der Wohnungsknappheit einerseits und zur Verbesserung der Umweltbilanz andererseits leisten und den im Geschäftsjahr 2020 verbindlich festgelegten Klimapfad verfolgen.
Durch den Einsatz von nachhaltigen, ökologischen Baustoffen und nachhaltigen Energiekonzepten trägt Deutsche Wohnen dazu bei, knappe Ressourcen zu schonen und gezielt erneuerbare Energie zu nutzen. Dabei sehen wir unsere Quartiere als verbindendes Element für die Sektorenkopplung. Wir erwarten daher Chancen durch die gezielte digitale Vernetzung von Strom, Wärme und Mobilität.
Darüber hinaus ergeben sich weitere Chancen durch die ökologische Umgestaltung des Wohnumfelds wie durch das Anlegen von Mietergärten und Blumenwiesen sowie das Aufstellen von Insektenhotels als Beitrag zur Biodiversität.
Deutsche Wohnen wird an ihren Selbstverpflichtungen hinsichtlich Klimapfad und Klimazielen festhalten und Chancen aus dem Ausbau erneuerbarer Energien verfolgen, wie sich diese auch aus dem direkten Verkauf von Grünstrom an unsere Mieterinnen und Mieter sowie der Produktion (und dem Verkauf) von Strom aus erneuerbaren Quellen auf/an unseren Liegenschaften ergeben werden. Hierzu wird Deutsche Wohnen auch den Ausbau von PV-Programmen und den Verkauf von Strom an die Mieter (Mieterstrom) forcieren und so ein verändertes Konsumentenverhalten (Verwendung Grünstrom) unterstützen.
Die Herausforderungen, die der Klimawandel an das unternehmerische Handeln stellt, bergen gleichzeitig auch strategische Potenziale in sich. Energetische Sanierungen stellen dabei einen wichtigen Hebel auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand dar. Das Ziel der Reduzierung von Heizkosten und damit einhergehend die Senkung der Energieverbräuche steht im Einklang mit dem Ziel der Senkung von Emissionen und trägt im aktuellen Kontext des Ukraine-Kriegs auch zur Energiesicherheit bei.
Die soziologischen und volkswirtschaftlichen Forschungsdaten gehen davon aus, dass das Bevölkerungswachstum in Deutschland und Teilen Europas durch Migration anhalten wird. Dies wird eine unverändert hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum nach sich ziehen, die auch mittelfristig nicht vollständig durch den erwarteten Neubau befriedigt werden kann. Einerseits ergeben sich dadurch unmittelbar Chancen für das Development- und Neubaugeschäft. Anderseits ist zu konstatieren, dass der Wohnungsmarkt durch die Migrationsströme nicht nur vor quantitative Herausforderungen gestellt werden wird, sondern auch vor integrative Herausforderungen, denen wir mit unserer Erfahrung in der strategischen und nachhaltigen Quartiersentwicklung entgegentreten können.
In diesem Kontext ist insbesondere auch der demografische Wandel hin zu einer alternden Gesellschaft anzuführen, denn die Nachfrage nach altersgerechtem und bezahlbarem Wohnraum in den kommenden Jahren dürfte stetig zunehmen. Damit verbinden sich weitere Chancen aus der altersgerechten Modernisierung unserer Wohnungen und der Investition in neue innovative Wohnkonzepte ergeben. Es ist zu erwarten, dass dies mit einem weiteren Mietwachstum einhergeht.
Der demografische Wandel wirkt sich aber auch auf das Pflegegeschäft aus und eröffnet über eine alternde Gesellschaft Chancen einer weiteren Entwicklung. Dessen strategische Chancen werden deshalb aktuell im Rahmen einer strategischen Überprüfung evaluiert.
Der Koalitionsvertrag stellte sowohl Initiativen zu einer erheblichen Steigerung von bezahlbarem Wohnraum durch Neubau als auch eine möglichst klimaneutrale Transformation des bereits vorhandenen Immobilienbestands in Aussicht. Dies wird ohne privatwirtschaftliche Investitionen und damit verbundene Anreize nicht gelingen. Ein positives Investitionsklima für die Wohnimmobilienmärkte zu schaffen bedeutet jedoch auch, die erforderlichen ökologischen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen ökonomisch gestaltbar zu machen, zusätzliches Bauland bereitzustellen, Regulierung abzubauen und die Akzeptanz privatwirtschaftlicher Immobilieninvestoren im Allgemeinen zu fördern, woraus sich wiederum Chancen für Deutsche Wohnen ergeben dürften.
Opportunistische Akquisitionen innerhalb der Wertschöpfungskette auch mit Blick auf das Geschäft mit wohnungsnahen Dienstleistungen können zusätzliche Ertragspotenziale eröffnen. Darin könnten sich zudem sowohl durch den Einstieg ins B2B-Geschäft als auch durch die Ausweitung der bestehenden Geschäftsmodelle auf weitere Kundengruppen zukunftsträchtige Chancen ergeben. Neben dem weiteren Ausbau der bestehenden wohnungsnahen Dienstleistungen, auch im Wege eines möglichen Drittgeschäfts, birgt der Megatrend der Digitalisierung Ausbaupotenziale, die Kunden noch stärker an das Geschäftsmodell anzubinden, z. B. durch Kundenbindungsprogramme, Kommunikationsplattformen oder Vernetzungen. Mögliche Effizienzgewinne in den Prozessen und Systemen des Value-add-Geschäfts bergen zusätzliche Ertragspotenziale.
Unsere Unternehmensstrategie stellt auch auf die Weiterentwicklung von Mitarbeitern und Mitarbeiterzufriedenheit ab. Wir nutzen dabei neue Personalentwicklungskonzepte und gestalten aktiv die Neubesetzung von Stellen. Ziel ist es auch, die Frauenquote im Bereich der ersten und zweiten Führungskräfteebene zu erhöhen. Insgesamt können sich für Deutsche Wohnen weitere Chancen durch die mit der Diversity einhergehenden Vorteile sowie durch Verbesserung der Attraktivität, auch im Sinne der Mitarbeiterzufriedenheit, als Arbeitgeber ergeben.
Die Wohnungswirtschaft wird in erheblichem Maße von den verschiedenen gesellschaftlichen und technologischen Megatrends beeinflusst. Auf Basis der Analysen des Statistischen Bundesamts ist zu erwarten, dass die Binnenmigration aus ländlichen Regionen in die großen Ballungszentren unverändert anhalten wird. Die dadurch verursachte urbane Wohnungsknappheit könnte zusätzlich noch durch Zuwanderungseffekte aus den weltweiten Krisenregionen und die Tendenz zu kleineren Haushaltsgrößen verstärkt werden.
Aufgrund des wahrgenommenen Arbeitskräfte- und Fachkräftemangels und des Rückgangs der Bevölkerung hat sich die Bundesregierung als Ziel gesetzt, die Immigration aus Nicht-EU-Staaten gezielt zu fördern. Die Bundesagentur für Arbeit geht davon aus, dass ca. 400.000 Einwanderer pro Jahr gebraucht werden, um die aufgrund der demografischen Veränderungen entstehenden Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen. Dies würde gemäß Institut der Deutschen Wirtschaft zur Folge haben, dass mittelfristig bis zu 308.000 Wohnungen jährlich fehlen könnten. Diese Entwicklungstendenz kann unserem Immobilienbestandsportfolio zugutekommen, das sich vor allem auf kleine und mittlere Wohnungsgrößen in den Metropolregionen konzentriert. Der zunehmenden Verknappung von bezahlbarem Wohnraum kann Deutsche Wohnen zudem durch sein Development- und Neubaugeschäft entgegenwirken. Dabei ist zu beachten, dass der Koalitionsvertrag die Zielmarke von 400.000 neuen Wohnungen im Jahr festgeschrieben hat. Die ist ohne Deregulierungsmaßnahmen und die Bereitstellung zusätzlichen Baulands nicht erreichbar, wodurch sich wiederum Chancen für Deutsche Wohnen ergeben könnten.
Ein im Koalitionsvertrag besonders prominent adressierter Megatrend ist zweifellos der Klimaschutz. In diesem Kontext könnte sich der bereits sehr frühzeitig festgelegte Fokus auf energetische Sanierungen als vorteilhaft erweisen. Schließlich können aktuell fast ein Drittel der CO 2-Emissionen in Deutschland auf Immobilien zurückgeführt werden. Darüber hinaus sieht sich Deutsche Wohnen gemeinsam mit Vonovia aber auch in der Rolle des Innovationstreibers. Ein sich verstärkendes Umweltbewusstsein könnte somit dazu führen, dass die Marke Vonovia zukünftig zunehmend positiv besetzt wird und dass Menschen energetisch vorteilhafte Wohnungen von Deutsche Wohnen verstärkt nachfragen.
Der Ukraine-Krieg hat aufgezeigt, wie abhängig Europa von Energieimporten ist. Die aktuell durch den Ukraine-Krieg entstandene Energieverknappung wird die Investitionen und den Einsatz erneuerbarer Energien verstärken. Das 1.000-Dächer-Programm von Vonovia, mit dem die Dächer im Vonovia Konzern mit PV-Anlagen ausgerüstet werden, wird dadurch weiteren Rückenwind erfahren. Dieses Investitionsprogramm, für welches ausreichend Finanzmittel aus der Innenfinanzierung reserviert sind, wird durch die Mieterstrom-Initiative weitere Chancenpotenziale eröffnen.
Der Zusammenschluss von Vonovia und Deutsche Wohnen bietet weitergehende Chancen aufgrund des nunmehr größeren Bestands- und Developmentportfolios in der Umsetzung der beschriebenen Ansätze.
Durch den Zusammenschluss von Deutsche Wohnen mit Vonovia können jenseits von Harmonisierungs- und Skaleneffekten auch Erfahrungen im Bereich der wohnungsnahen Dienstleistungen, vornehmlich im Bereich der Messservices, des Multimediaangebots und der Energieversorgung, gebündelt werden. Dies bildet einerseits ökonomische Potenziale, aber auch Potenziale im Kundenangebot und damit in der Kundenzufriedenheit.
Deutsche Wohnen investiert konsequent in die Erprobung und den Ausbau neuer Technologien. Wir erwarten weitere Chancen durch ein konsequentes Ausrollen dieser und anderer Technologien im Unternehmen u. a. mit der Zielrichtung "predictive maintenance", "home-automation", "process-automation" wie "building-information-system" sowie in der Schnittstelle zum Kunden.
So könnten im Sinne von "predictive maintenance" zukünftig Schäden, beispielsweise an Aufzügen oder Heizungen, abgewendet werden, bevor sie überhaupt entstehen. Smart-Home-Systeme könnten dafür sorgen, dass Mieter ihre Energiekosten bewusst steuern. Digitale Kommunikationsplattformen können den Dialog mit den Mietern verbessern, aber auch eine Bindung an das Unternehmen und innerhalb des Quartiers unterstützen. Diese Chancen aus der Digitalisierung für das operative Geschäft sollen auch auf und über die Kundenzufriedenheit wirken.
Gezielte Akquisitionsmöglichkeiten sowie die Kooperation mit entsprechenden Start-Ups entlang der Wertschöpfungskette zur weiteren Implementierung digitaler Lösungen innerhalb der Prozesse, aber auch an den Schnittstellen, können für Deutsche Wohnen hier weitere Ertragspotenziale und Know-how-Potenziale eröffnen.
Eine Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung könnte die angemahnte Verschlankung von Verwaltungs- und insbesondere Genehmigungsprozessen fördern und so beispielsweise durch schnellere Genehmigung von Bauanträgen das Modernisierungs-, Development- und Neubaugeschäft von Deutsche Wohnen positiv beeinflussen.
Durch den möglichen Erwerb größerer Portfolios in Deutschland, aber auch durch gezielte kleine, sogenannte taktische Akquisitionen von einzelnen oder mehreren Gebäuden an spezifischen Standorten sowie durch gezielte Maßnahmen im Wohnumfeld sehen wir weiterhin die Chance, ganze Wohnquartiere in ihrer Art und Qualität zu verbessern und damit den Wohnwert für unsere Kunden und die Wertentwicklung unserer Wohnimmobilien zu erhöhen. Im Rahmen des aktuellen Marktumfelds können sich durchaus Akquisitionsopportunitäten unter den Bedingungen der vorgegebenen Innenfinanzierung ergeben.
Deutsche Wohnen bewirtschaftet seine Wohnungsbestände mit standardisierten Systemen und Prozessen. Die Akquisition weiterer Immobilienportfolios bietet somit die Chance, einen zusätzlichen Wertbeitrag durch Harmonisierungs- und Skaleneffekte bei der Bewirtschaftung, im Development und bei den wohnungsnahen Dienstleistungen zu erzielen, indem die Kosten bezogen auf eine einzelne Wohnung reduziert werden können. Dieser Ansatz schlägt sich auch in dem Zusammenschluss mit Vonovia nieder, woraus Synergien in Höhe von 105 Mio. € jährlich erwartet wurden. Aufbauend auf den umfangreichen Erfahrungen von Vonovia mit der Integration von Unternehmen auf seine Systeme und Prozesse können sich weitere, über die bisherigen konservativen Synergierwartungen hinaus, operative Effizienzgewinne für beide beteiligten Unternehmensgruppen ergeben.
Deutsche Wohnen hat in den vergangenen Jahren aufgrund vorteilhafter Beurteilungen von äußerst günstigen Konditionen am Kapital- und Bankenmarkt profitiert und sich so ein langfristig stabiles und ausgewogenes Finanzierungsfundament erarbeitet. Dieser Umstand bietet unverändert die Chance, auch in zukünftig möglicherweise nachteiligeren Marktumfeldern auf relativ vorteilhaftere (Re-)Finanzierungsmöglichkeiten zurückgreifen zu können.
Gemeinsam mit unserer seit vielen Jahren verfolgten Diversifizierungsstrategie bei der Liquiditätsbeschaffung bietet sich gerade im aktuellen Kapitalmarktumfeld zudem die Chance zur fortlaufenden Optimierung der Eigenkapital- und Fremdkapitalstruktur und der Konditionen unserer finanziellen Verbindlichkeiten.
Steigende Inflationsraten und Zinsen im aktuellen Marktumfeld haben es erforderlich gemacht, die Investitionen unter den Bedingungen der Nachhaltigkeitszielsetzungen vor dem Hintergrund derer Rentierlichkeit neu zu überprüfen. In diesem Kontext wird verstärkt das Augenmerk auf die Stärkung der Innenfinanzierung gelegt. Auch die intensivierten Veräußerungsanstrengungen bei den Developmentprojekten werden positiv auf die Innenfinanzierungskraft wirken. Insgesamt könnte die gestärkte Innenfinanzierungspotenziale opportunistische Investitionsentscheidungen erlauben, um die Profitabilität insgesamt zu erhöhen bzw. verstärkte Nachhaltigkeitsinitiativen und Ertragspotenziale zu verfolgen.
Eine Stärkung unserer finanziellen Position, der Rentabilität unserer (Nachhaltigkeits-)Investitionen könnte sich damit außerdem positiv auf die Beurteilung unserer Kapitalgeber und Rating-Agenturen auswirken und somit unsere relativ vorteilhafteren Finanzierungsoptionen stärken.
Unsere Investments in bezahlbaren Wohnraum sind mit einem weitestgehend konjunkturunabhängigen Cashflow verbunden. Die damit verbundene Stabilität bietet uns die Chance, unsere finanziellen Verbindlichkeiten auch in Zeiten ökonomischer oder politischer Krisen vergleichsweise sicher erfüllen zu können. Dies wird insbesondere dadurch nachgewiesen, dass auch im durch Ukraine-Krieg und durch gestörte Lieferketten beeinflussten Jahr 2022 keine nennenswerte Erhöhung der - ohnehin niedrigen - Mietausfallquote zu beobachten ist.
Die Prognose wurde in Übereinstimmung mit den im Konzernabschluss angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen und den im Lagebericht an anderer Stelle beschriebenen Bereinigungen (Anpassungen) vorgenommen. In der Prognose berücksichtigen wir keine größeren Akquisitionen von Immobilienbestanden.
Unsere Prognose für 2023 basiert auf der für den Konzern Deutsche Wohnen ermittelten und aktualisierten Unternehmensplanung, die die aktuelle Geschäftsentwicklung, die erfolgte Integration in den Vonovia Konzern, mögliche Chancen und Risiken sowie potenzielle Nachwirkungen der Corona-Pandemie und Auswirkungen des Ukraine-Kriegs berücksichtigt. Sie bezieht außerdem die wesentlichen gesamtökonomischen Rahmenbedingungen, die für die Immobilienwirtschaft relevanten volkswirtschaftlichen Faktoren sowie unsere Unternehmensstrategie mit ein.
Diese sind in den Kapiteln → Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche und → Grundlagen des Konzerns beschrieben. Darüber hinaus bleiben allgemeine Chancen und Risiken hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Konzerns bestehen (siehe Kapitel → Chancen und Risiken).
Wir gehen davon aus, dass sich für Deutsche Wohnen und unsere Kunden die durch die Ukraine-Krise ausgelösten Preissteigerungen insbesondere auf den Energiemärkten deutlich bemerkbar machen werden. Diese werden sich unmittelbar auf die Nebenkosten auswirken, aber auch mittelbar durch allgemeine Preissteigerungen auf alle Bereiche der Wirtschaft. Wir erwarten zudem weiterhin ein hohes Preisniveau bei Baustoffen, welches sich auch auf unsere Bauprojekte auswirken wird.
Steigende Zinsen und Inflation führen weiterhin zu einer erhöhten Volatilität an den Eigen- und Fremdkapitalmärkten, u. a. begründet oder verstärkt durch den Ukraine-Krieg. Die gesamtwirtschaftliche Lage und Entwicklung unterziehen wir deshalb fortlaufend einer intensiven Bewertung, insbesondere mit Blick auf die Renditeanforderungen bei Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen.
Hieraus erfolgt eine Neubeurteilung bei der Einordnung von Developmentprojekten als to-hold oder to-sell, bei der Entscheidung über Baubeginne, bei der Umsetzung von Bestandsinvestitionen sowie bei Entscheidungen zu Verkäufen von Immobilienbeständen.
Insgesamt erwarten wir einen leichten Rückgang des Adjusted EBITDA Total sowie des Group FFO. Beide Kennzahlen sind aktuell maßgeblich durch die Absatzrisiken am Transaktionsmarkt beeinflusst.
Des Weiteren erwarten wir für 2023 eine weitere Steigerung unseres Unternehmenswerts und einen leichten Anstieg des NAV pro Aktie ohne Berücksichtigung weiterer marktbedingter Wertveränderungen.
Berlin, den 15. März 2023
Der Vorstand
Konstantina Kanellopoulos, Co-Vorstandsvorsitzende
Lars Urbansky, Co-Vorstandsvorsitzender
Olaf Weber, CFO
Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns unverändert positiv.
EPS beeinträchtigt durch Wertberichtigungen.
| in Mio. € | Erläuterungen | 2021 | 2022 |
| Umsatzerlöse aus der Vermietung | 1.203,6 | 1.212,3 | |
| Andere Umsatzerlöse aus der Immobilienbewirtschaftung | 298,4 | 313,3 | |
| Umsatzerlöse aus der Immobilienbewirtschaftung | B8 | 1.502,0 | 1.525,6 |
| Erlöse aus der Veräußerung von Immobilien | 754,1 | 1.743,2 | |
| Buchwert der veräußerten Immobilien | -754,1 | -1.738,2 | |
| Wertveränderungen aus der Veräußerung von Immobilien | 127,5 | -1,5 | |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien | B9 | 127,5 | 3,5 |
| Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Immobilienvorräten | 42,2 | 41,3 | |
| Herstellkosten der verkauften Immobilienvorräte | -33,2 | -30,8 | |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilienvorräten | B10 | 9,0 | 10,5 |
| Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties | B11 | 1.734,8 | -917,5 |
| Aktivierte Eigenleistungen | B12 | 5,0 | 6,5 |
| Materialaufwand | B13 | -552,0 | -636,2 |
| Personalaufwand | B14 | -259,6 | -248,2 |
| Abschreibungen und Wertminderungen * | -213,9 | -146,8 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | B15 | 79,8 | 72,4 |
| Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten | -7,5 | -24,7 | |
| Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten | 1,1 | 0,2 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | B16 | -143,2 | -121,0 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | -3,3 | -167,2 | |
| Zinserträge | B17 | 35,5 | 77,1 |
| Zinsaufwendungen | B18 | -143,3 | -73,9 |
| Sonstiges Finanzergebnis | B19 | -395,5 | 4,0 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.776,4 | -635,7 | |
| Ertragsteuern | B20 | -857,4 | 190,0 |
| Periodenergebnis | 919,0 | -445,7 | |
| davon entfallen auf: | |||
| Anteilseigner von Deutsche Wohnen | 877,2 | -434,1 | |
| Nicht beherrschende Anteilseigner | 41,8 | -11,6 | |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) in € | C22 | 2,45 | -1,09 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € | C22 | 2,45 | -1,09 |
* Ohne Wertberichtigungen auf in den Investment
Properties ausgewiesene Immobilienbestände.
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Periodenergebnis | 919,0 | -445,7 |
| Gewinne/Verluste | 12,6 | 34,5 |
| Steuern auf Gewinne/Verluste | -2,7 | -10,5 |
| Ergebnis aus Cashflow Hedges | 9,9 | 24,0 |
| Posten, die künftig aufwands- oder ertragswirksam werden können | 9,9 | 24,0 |
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste | 3,7 | 30,7 |
| Steuereffekt | 0,1 | -7,0 |
| Ergebnis der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | 3,8 | 23,7 |
| Nettogewinn/Nettoverlust aus Wandelschuldverschreibungen | -6,9 | - |
| Steuereffekt | 2,0 | - |
| Ergebnis aus Nettogewinn/Nettoverlust der Wandelschuldverschreibungen | -4,9 | - |
| Posten, die künftig nicht aufwands- oder ertragswirksam werden können | -1,1 | 23,7 |
| Sonstiges Ergebnis | 8,8 | 47,7 |
| Gesamtergebnis | 927,8 | -398,0 |
| davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner von Deutsche Wohnen | 885,6 | -387,4 |
| Nicht beherrschende Anteilseigner | 42,2 | -10,6 |
Aktiva
| in Mio. € | Erläuterungen | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Immaterielle Vermögenswerte | D24 | 180,8 | 164,8 |
| Sachanlagen | D25 | 202,4 | 219,6 |
| Investment Properties | D26 | 28.730,5 | 27.301,9 |
| Finanzielle Vermögenswerte | D27 | 324,2 | 811,4 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | D28 | 373,3 | 208,0 |
| Sonstige Vermögenswerte | D29 | 1,2 | 214,9 |
| Latente Steueransprüche | D30 | 0,1 | 0,2 |
| Langfristige Vermögenswerte | 29.812,5 | 28.920,8 | |
| Vorräte | D31 | 5,4 | 62,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | D32 | 113,0 | 30,0 |
| Finanzielle Vermögenswerte | D27 | 565,0 | 1.019,0 |
| Sonstige Vermögenswerte | D29 | 102,0 | 198,4 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | D30 | 127,3 | 187,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | D33 | 676,7 | 184,3 |
| Immobilienvorräte | D34 | 197,0 | 926,0 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | D35 | 1.633,3 | 2,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.419,7 | 2.610,0 | |
| Summe Aktiva | 33.232,2 | 31.530,8 | |
|
Passiva |
|||
| in Mio. € | Erläuterungen | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Gezeichnetes Kapital | 396,9 | 396,9 | |
| Kapitalrücklage | 4.433,4 | 4.174,7 | |
| Gewinnrücklagen | 11.907,6 | 11.715,6 | |
| Sonstige Rücklagen | -10,6 | 12,4 | |
| Eigenkapital der Anteilseigner von Deutsche Wohnen | 16.727,3 | 16.299,6 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 476,1 | 475,5 | |
| Eigenkapital | E36 | 17.203,4 | 16.775,1 |
| Rückstellungen | E37 | 149,0 | 104,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | E38 | 19,4 | 19,4 |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | E39 | 9.361,5 | 8.474,2 |
| Derivate | 23,8 | - | |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | E40 | 118,8 | 114,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern | E41 | 199,0 | 196,3 |
| Latente Steuerschulden | 5.156,6 | 4.906,4 | |
| Langfristige Schulden | 15.028,1 | 13.815,0 | |
| Rückstellungen | E37 | 176,9 | 220,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | E38 | 314,1 | 147,7 |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | E39 | 310,3 | 501,7 |
| Derivate | 0,3 | 0,1 | |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | E40 | 20,8 | 14,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | E42 | 99,8 | 56,6 |
| Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 78,5 | - | |
| Kurzfristige Schulden | 1.000,7 | 940,7 | |
| Schulden | 16.028,8 | 14.755,7 | |
| Summe Passiva | 33.232,2 | 31.530,8 |
| in Mio. € | Erläuterungen | 2021 | 2022 |
| Periodenergebnis | 919,0 | -445,7 | |
| Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties | B11 | -1.734,8 | 917,5 |
| Wertveränderungen der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | B9 | -127,5 | 1,5 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | D24 | 213,9 | 146,8 |
| Zinsaufwendungen/-erträge und sonstiges Finanzergebnis | B17/B18/B19 | 503,3 | -6,6 |
| Ertragsteuern | B20 | 857,4 | -190,0 |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Investment Properties | B9 | - | -5,0 |
| Ergebnisse aus Abgängen von sonstigen langfristigen Vermögenswerten | - | -1,3 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 19,0 | 187,0 | |
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens | -14,1 | -81,5 | |
| Ertragsteuerzahlungen | -28,9 | -157,8 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 607,3 | 364,9 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Investment Properties und zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 635,7 | 1.684,9 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von übrigen Vermögenswerten | 197,4 | 87,9 | |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von anderen finanziellen Vermögenswerten | 9,7 | - | |
| Auszahlungen für Investitionen in Investment Properties | D26 | -762,0 | -799,5 |
| Auszahlungen für Investitionen in übrige Vermögenswerte | D24/D25/D27 | -779,0 | -1.005,1 |
| Zinseinzahlungen | 9,7 | 37,0 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -688,5 | 5,2 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien | E36 | 660,8 | - |
| Auszahlungen an Aktionäre der Deutsche Wohnen SE und nicht beherrschende Anteilseigner | E36 | -358,9 | -29,4 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | E39 | 1.354,4 | 40,0 |
| Auszahlungen für die Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten | E39 | -1.267,5 | -735,5 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | E40 | -22,7 | -18,9 |
| Auszahlungen für Transaktionskosten im Zusammenhang mit Kapitalmaßnahmen | E39 | -37,5 | - |
| Auszahlungen für sonstige Finanzierungskosten | -2,2 | - | |
| Zinsauszahlungen | -151,8 | -118,7 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 174,6 | -862,5 | |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 93,4 | -492,4 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenanfang | D33 | 583,3 | 676,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenende | 676,7 | 184,3 |
| Sonstige Rücklagen | ||||||
| in Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | EK-Instrumente zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis | Cashflow-Hedge-Rücklage | Eigenkapital der Anteilseigner von Deutsche Wohnen |
| Stand 1. Januar 2022 | 396,9 | 4.433,4 | 11.907,6 | -3,5 | -7,1 | 16.727,3 |
| Periodenergebnis | -434,1 | -434,1 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 23,7 | 23,0 | 46,7 | |||
| Gesamtergebnis | -410,4 | 23,0 | -387,4 | |||
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | -258,7 | 258,7 | 0,0 | |||
| Ausschüttung durch die Deutsche Wohnen SE | -15,9 | -15,9 | ||||
| Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | -24,4 | -24,4 | ||||
| Stand 31. Dezember 2022 | 396,9 | 4.174,7 | 11.715,6 | -3,5 | 15,9 | 16.299,6 |
| Stand 1. Januar 2021 | 343,8 | 1.688,1 | 11.379,9 | -3,5 | -16,6 | 13.391,7 |
| Finalisierung Kaufpreisallokation Quarterback | 8,5 | 8,5 | ||||
| Stand 1. Januar 2021 angepasst | 343,8 | 1.688,1 | 11.388,4 | -3,5 | -16,6 | 13.400,2 |
| Periodenergebnis | 877,2 | 877,2 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | -1,1 | 9,5 | 8,4 | |||
| Gesamtergebnis | 876,1 | 9,5 | 885,6 | |||
| Kapitalerhöhung | 40,4 | 2.097,4 | 2.137,8 | |||
| Verkauf eigener Aktien | 12,7 | 648,1 | 660,8 | |||
| Ausschüttung durch die Deutsche Wohnen SE | -354,1 | -354,1 | ||||
| Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | -0,2 | -2,8 | -3,0 | |||
| Stand 31. Dezember 2021 | 396,9 | 4.433,4 | 11.907,6 | -3,5 | -7,1 | 16.727,3 |
| in Mio. € | Nicht beherrschende Anteile | Eigenkapital |
| Stand 1. Januar 2022 | 476,1 | 17.203,4 |
| Periodenergebnis | -11,6 | -445,7 |
| Sonstiges Ergebnis | 1,0 | 47,7 |
| Gesamtergebnis | -10,6 | -398,0 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | 0,0 | 0,0 |
| Ausschüttung durch die Deutsche Wohnen SE | -15,9 | |
| Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | 10,0 | -14,4 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 475,5 | 16.775,1 |
| Stand 1. Januar 2021 | 441,1 | 13.832,8 |
| Finalisierung Kaufpreisallokation Quarterback | 8,5 | |
| Stand 1. Januar 2021 angepasst | 441,1 | 13.841,3 |
| Periodenergebnis | 41,8 | 919,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,4 | 8,8 |
| Gesamtergebnis | 42,2 | 927,8 |
| Kapitalerhöhung | 2.137,8 | |
| Verkauf eigener Aktien | 660,8 | |
| Ausschüttung durch die Deutsche Wohnen SE | -354,1 | |
| Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | -7,2 | -10,2 |
| Stand 31. Dezember 2021 | 476,1 | 17.203,4 |
Die Deutsche Wohnen SE ist in Deutschland ansässig und unter HRB 190322 B im Handelsregister Berlin-Charlottenburg eingetragen. Der eingetragene Firmensitz ist Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wird in Übereinstimmung mit sämtlichen in der EU anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Darüber hinaus sind ergänzend die nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt worden. Änderungen aufgrund von Reklassifizierungen sind im Kapitel -7 [A2] Anpassung der Vorjahresangaben dargestellt.
Der Konzernabschluss wird auf Basis fortgeführter Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt, mit Ausnahme von Investment Properties, zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten, derivativen Finanzinstrumenten, Planvermögen und Eigenkapitalinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis. Diese werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Der Konzernabschluss wird in Euro - der funktionalen Währung des Konzerns - aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in Millionen Euro (Mio. €), soweit nicht anders vermerkt.
Die folgende Übersicht gibt an, in welchem Kapitel zu den einzelnen Themenbereichen Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie zu Ermessensausübungen und Schätzungen zu finden sind:
| Kapitel | Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Ermessensausübungen, Schätzungen |
| A6 | Zuwendungen der öffentlichen Hand |
| B | Periodenerfolg |
| B10 | Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilienvorräten |
| B20 | Ertragsteuern |
| C22 | Ergebnis je Aktie |
| D24 | Immaterielle Vermögenswerte/Geschäfts- oder Firmenwert |
| D25 | Sachanlagen |
| D26 | Investment Properties |
| D27 | Finanzielle Vermögenswerte |
| D31 | Vorräte |
| D32 | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
| D33 | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
| D34 | Immobilienvorräte |
| D35 | Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden |
| E36 | Eigenkapital |
| E37 | Rückstellungen |
| E39 | Originäre finanzielle Verbindlichkeiten |
| E40 | Leasingverhältnisse |
| E41 | Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern |
| F44 | Anteilsbasierte Vergütung |
Aufgrund von Änderungen in der Darstellung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zur Verbesserung der Lagedarstellung und der erhöhten Vergleichbarkeit in der Immobilienbranche ist es zu Änderungen im Ausweis im Vergleich zum 31. Dezember 2021 gekommen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt schematisch die wesentlichen Veränderungen gegenüber der Vorjahresdarstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung:
| in Mio. € | Erläuterungen | 1.1.- 31.12.2021 | Anpassung | 1.1.- 31.12.2021 (Adjustiert) |
| Erlöse aus der Wohnungsbewirtschaftung | 1.209,8 | -1.209,8 | ||
| Erlöse aus Pflegebetrieben | 233,0 | -233,0 | ||
| Pachterlöse aus Pflegeimmobilien | 33,8 | -33,8 | ||
| Andere Erlöse aus der Immobilienbewirtschaftung | 25,4 | -25,4 | ||
| Umsatzerlöse aus der Vermietung | 1.203,6 | 1.203,6 | ||
| Andere Umsatzerlöse aus der Immobilienbewirtschaftung | 298,4 | 298,4 | ||
| Umsatzerlöse aus der Immobilienbewirtschaftung | 1 | 1.502,0 | - | 1.502,0 |
| Erlöse aus der Veräußerung von Immobilien | 780,2 | -26,1 | 754,1 | |
| Buchwert der veräußerten Immobilien | -771,0 | 16,9 | -754,1 | |
| Wertveränderungen aus der Veräußerung von Immobilien | - | 127,5 | 127,5 | |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien | 2 | 9,2 | 118,3 | 127,5 |
| Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Immobilienvorräten | 16,1 | 26,1 | 42,2 | |
| Herstellkosten der verkauften Immobilienvorräte | -16,3 | -16,9 | -33,2 | |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilienvorräten | 2 | -0,2 | 9,2 | 9,0 |
| Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties | 2 | 1.862,3 | -127,5 | 1.734,8 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 3 | 5,0 | 5,0 | |
| Materialaufwand | 3 | -547,0 | -5,0 | -552,0 |
| Personalaufwand | -259,6 | - | -259,6 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -213,9 | - | -213,9 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 79,8 | - | 79,8 | |
| Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten | 4 | -6,4 | -1,1 | -7,5 |
| Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten | 4 | 1,1 | 1,1 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -143,2 | - | -143,2 | |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | -3,3 | - | -3,3 | |
| Zinserträge | 35,5 | - | 35,5 | |
| Zinsaufwendungen | 5 | -182,2 | 38,9 | -143,3 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 5 | -356,6 | -38,9 | -395,5 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.776,4 | - | 1.776,4 | |
| Ertragsteuern | -857,4 | - | -857,4 | |
| Periodenergebnis | 919,0 | - | 919,0 | |
| davon entfallen auf: | ||||
| Anteilseigner von Deutsche Wohnen | 877,2 | - | 877,2 | |
| Nicht beherrschende Anteilseigner | 41,8 | - | 41,8 | |
| Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) in € | 2,45 | - | 2,45 |
(1) Die Gliederung der Umsatzerlöse aus der Immobilienbewirtschaftung erfolgt in der Trennung von Umsatzerlöse aus der Vermietung und anderen Umsatzerlösen aus der Immobilienbewirtschaftung. In den anderen Umsatzerlösen aus der Immobilienbewirtschaftung (298,4 Mio. €) sind hierbei insbesondere Erlöse aus Pflegebetrieben (233,0 Mio. €) sowie Pachterlöse aus Pflegeimmobilien (33,8 Mio. €) enthalten, die im Vorjahr als separate Linien ausgewiesen wurden.
(2) Das Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien umfasst nur solche Immobilienverkäufe, die aus den Investment Properties oder den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten erfolgten. Das Ergebnis aus dem Verkauf von Vorratsimmobilien wird separat in der Linie Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilienvorräten (9,0 Mio. €) ausgewiesen. Darüber hinaus wird das Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties für solche Immobilien, die zum Stichtag in den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten dargestellt werden, innerhalb des Ergebnisses aus der Veräußerung von Immobilien ausgewiesen (127,5 Mio. €).
(3) Die bisher innerhalb des Materialaufwands dargestellten aktivierten Eigenleistungen werden als gesonderte Linie ausgewiesen (5,0 Mio. €).
(4) Die bisher saldiert mit den Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten dargestellten Ergebnisse aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden als gesonderte Linie dargestellt (1,1 Mio. €).
(5) Die bisher in der Linie Ergebnis aus Zeitwertanpassungen von Finanzinstrumenten dargestellten positiven Bewertungsergebnisse aus Derivaten (11,6 Mio. €) werden saldiert mit dem Zinsaufwand dargestellt. Darüber hinaus wird die Bezeichnung der Linie geändert in sonstiges Finanzergebnis und umfasst negative Zeitwertanpassungen der Wandelschuldverschreibungen (368,1 Mio. €) sowie einmalige Finanzaufwendungen, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot der Vonovia SE angefallen sind (27,8 Mio. €) und bisher in den Zinsaufwendungen ausgewiesen wurden.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen schematisch die wesentlichen Veränderungen gegenüber der Vorjahresdarstellung in der Bilanz:
| in Mio. € | Erläuterungen | 31.12.2021 | Anpassung | 31.12.2021 (Adjustiert) |
| Immaterielle Vermögenswerte | 180,8 | - | 180,8 | |
| Sachanlagen | 1 | 206,8 | -4,4 | 202,4 |
| Investment Properties | 28.730,5 | - | 28.730,5 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | 325,0 | -0,8 | 324,2 | |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 373,3 | - | 373,3 | |
| Derivate | 2 | 2,8 | -2,8 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1,2 | -1,2 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | - | 1,2 | 1,2 | |
| Latente Steueransprüche | 0,1 | - | 0,1 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 29.820,5 | -8,0 | 29.812,5 | |
| Vorräte | 3 | 11,2 | -5,8 | 5,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3 | 115,0 | -2,0 | 113,0 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 2; 4 | 647,4 | -82,4 | 565,0 |
| Derivate | 0,2 | -0,2 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 1; 4 | 14,5 | 87,5 | 102,0 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 124,4 | 2,9 | 127,3 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 676,7 | - | 676,7 | |
| Immobilienvorräte | 3 | 189,0 | 8,0 | 197,0 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 1.633,3 | - | 1.633,3 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.411,7 | 8,0 | 3.419,7 | |
| Summe Aktiva | 33.232,2 | - | 33.232,2 |
| in Mio. € | Erläuterungen | 31.12.2021 | Anpassung | 31.12.2021 (Adjustiert) |
| Gezeichnetes Kapital | 396,9 | - | 396,9 | |
| Kapitalrücklage | 4.433,4 | - | 4.433,4 | |
| Gewinnrücklagen | 5 | 11.936,0 | -28,4 | 11.907,6 |
| Sonstige Rücklagen | 5 | -39,0 | 28,4 | -10,6 |
| Eigenkapital der Anteilseigner von Deutsche Wohnen | 16.727,3 | - | 16.727,3 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 476,1 | - | 476,1 | |
| Eigenkapital | 17.203,4 | - | 17.203,4 | |
| Pensionsrückstellungen | 6 | 104,8 | -104,8 | |
| Rückstellungen | 6 | 38,7 | 110,3 | 149,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 19,4 | - | 19,4 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 7 | 5.839,0 | -5.839,0 | |
| Unternehmensanleihen | 7 | 3.522,5 | -3.522,5 | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 7 | 9.361,5 | 9.361,5 | |
| Derivate | 8 | 16,3 | 7,5 | 23,8 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 9 | - | 118,8 | 118,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern | 9 | 0,0 | 199,0 | 199,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 9 | 320,3 | -320,3 | |
| Latente Steuerschulden | 5.156,6 | - | 5.156,6 | |
| Langfristige Schulden | 15.017,6 | 10,5 | 15.028,1 | |
| Rückstellungen | 10 | 36,0 | 140,9 | 176,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10 | 356,0 | -41,9 | 314,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 11 | 28,6 | -28,6 | |
| Unternehmensanleihen | 11 | 281,3 | -281,3 | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 11 | 310,3 | 310,3 | |
| Derivate | 8 | 7,5 | -7,2 | 0,3 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 10 | 20,8 | 20,8 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 10 | 73,6 | -73,6 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 10 | 23,5 | 76,3 | 99,8 |
| Steuerschulden | 10 | 126,2 | -126,2 | |
| Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen | ||||
| Vermögenswerten | 78,5 | - | 78,5 | |
| Kurzfristige Schulden | 1.011,2 | -10,5 | 1.000,7 | |
| Schulden | 16.028,8 | - | 16.028,8 | |
| Summe Passiva | 33.232,2 | - | 33.232,2 |
(1) Der Ausweis von geleisteten Anzahlungen auf Sachanlagevermögen erfolgt bis zur Übertragung (-4,4 Mio. €) unter den sonstigen Vermögenswerten (kurzfristig).
(2) Der Ausweis von Derivaten erfolgt anhand der Endfälligkeit bzw. Rückzahlbarkeit (-2,8 Mio. €) in den finanziellen Vermögenswerten kurzfristig.
(3) Die bisher in den Vorräten ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen auf Vorratsimmobilien werden innerhalb der Linie Immobilienvorräte ausgewiesen (-8,0 Mio. €). Bisher in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig) erfasste und noch nicht abgerechnete Leistungen werden in den Vorräten ausgewiesen (2,2 Mio. €).
(4) Innerhalb der finanziellen Vermögenswerte werden nur solche Vermögenswerte ausgewiesen, die einen eindeutigen Finanzierungscharakter aufweisen (hierunter im Wesentlichen die Bedingung, dass die Cashflows zu festgelegten Zeitpunkten erfolgen, z. B. Tilgungs- und Zinszahlungen). In der Folge sind Vermögenswerte in Höhe von 82,4 Mio. € in den sonstigen Vermögenswerte ausgewiesen.
(5) Die bisher in den sonstigen Rücklagen ausgewiesenen nicht reklassifizierungsfähigen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (-28,4 Mio. €) werden in den Gewinnrücklagen ausgewiesen.
(6) Pensionsrückstellungen (104,8 Mio. €) werden als gemeinsame Linie innerhalb der Rückstellungen ausgewiesen.
(7) Für Unternehmensanleihen (3.522,5 Mio. €) sowie Finanzverbindlichkeiten (5.839,0 Mio. €) erfolgt ein zusammengefasster Ausweis innerhalb der originären Finanzschulden.
(8) Die Fristigkeit von Derivaten wird anhand der Endfälligkeit entweder als lang- oder kurzfristig pro Derivat festgelegt. Daher erfolgt der Ausweis von kurzfristigen Anteilen an Derivaten in Höhe von 7,2 Mio. € innerhalb der langfristigen Derivate.
(9) Der Ausweis der bisher innerhalb der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten zusammengefassten Verbindlichkeiten aus Leasing (118,8 Mio.€) sowie der Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern (199,0 Mio. €) erfolgt getrennt in den entsprechenden Einzellinien.
(10) Die Darstellung der bisher gesondert ausgewiesenen Steuerschulden (126,2 Mio. €) erfolgt zusammengefasst in der Linie Rückstellungen. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (73,6 Mio. €) werden analog den finanziellen Vermögenswerten zusammengefasst mit den sonstigen Verbindlichkeiten als eine Bilanzlinie ausgewiesen. Im Zuge der Neueinschätzung hinsichtlich der Abgrenzung von Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten wurden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in die Rückstellungen (14,7 Mio. €) und in die sonstigen Verbindlichkeiten (27,2 Mio. €) umgegliedert. Die bisher innerhalb der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten zusammengefassten Verbindlichkeiten aus Leasing (20,8 Mio. €) werden separat dargestellt.
(11) Für Unternehmensanleihen (281,3 Mio. €) sowie Finanzverbindlichkeiten (28,6 Mio. €) erfolgt ein zusammengefasster Ausweis innerhalb der originären Finanzschulden.
Aufgrund der Änderungen im internen Steuerungssystem von Deutsche Wohnen werden nun die fünf Geschäftssegmente Rental, Value-add, Recurring Sales, Development und Pflege berichtet. Im Rahmen dieser Segmentberichterstattung wird zusätzlich das nicht steuerungsrelevante Geschäftssegment Sonstiges ausgewiesen. Dieses beinhaltet den rein opportunistischen Verkauf ganzer Gebäude oder Grundstücke (Non Core/Sonstiges), die mittelfristig voraus sichtlich unterdurchschnittliche Entwicklungspotenziale im Mietwachstum aufweisen und die im Verhältnis zum Gesamtportfolio und mit Blick auf zukünftige Akquisitionen eher peripher liegen. Unter Sonstiges werden auch die Betriebskosten ausgewiesen.
Das bisher separat ausgewiesene Ergebnis ohne Segmentzuordnung wurde auf die neuen Segmente zugeordnet. Im Wesentlichen entfällt das bisherige Ergebnis ohne Segmentzuordnung auf das neue Segment Rental.
Die bisher im Segment Wohnungsbewirtschaftung ausgewiesenen Roherträge und operativen Kosten aus Neubauprojekten werden nunmehr im Segment Development ausgewiesen. Im Segment Development wird der Verkehrswert für fertiggestellte Neubauten für den eigenen Bestand als interner Erlös gezeigt. Die zugehörigen Herstellkosten werden unter den Herstellkosten Development to hold ausgewiesen.
Die bisher im Segment Wohnungsbewirtschaftung separat berücksichtigten Erlöse aus Betriebskosten und Aufwendungen aus Betriebskosten werden in der Spalte Sonstiges ausgewiesen. Der auf das Segment Rental entfallene Betriebskostensaldo wird bei der Ermittlung der operativen Kosten Rental berücksichtigt.
Die bisher im Segment Wohnungsbewirtschaftung enthaltenen Geschäftsaktivitäten aus wohnungsnahen Dienstleistungen wie Multimedia und Energielieferung werden nunmehr im Segment Value-add ausgewiesen.
Die bisher im Segment Verkauf ausgewiesenen Geschäftszahlen wurden separiert und Einzelverkäufe im Segment Recurring Sales sowie Non Core-Verkäufe unter Sonstiges ausgewiesen.
Die bisherigen Segmente Pflegebetriebe und Pflegeimmobilien wurden zu einem Segment Pflege zusammengefasst.
Innerhalb der Kapitalflussrechnung werden ab dem Geschäftsjahr 2022 die in den Vorjahren im operativen Cashflow ausgewiesenen Zinseinzahlungen (2021: 9,7 Mio. €) im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen. Darüber hinaus werden Zinsauszahlungen, die bisher ebenfalls innerhalb des operativen Cashflow ausgewiesen wurden, als Bestandteil des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen (2021: 151,8 Mio. €)
Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Dabei werden im Rahmen der erforderlichen Neubewertung sämtliche stillen Reserven und Lasten des übernommenen Unternehmens aufgedeckt. Ein nach Aufdeckung stiller Reserven und Lasten verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird in der Bilanz als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) aktiviert. Die beim Erwerb übertragene Gegenleistung sowie das erworbene identifizierbare Nettovermögen werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Transaktionskosten werden sofort als Aufwand erfasst, sofern es sich nicht um Kosten der Kapitalbeschaffung bzw. Kosten der Ausgabe von Fremdkapital handelt.
Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen vorliegt und der Konzern die Fähigkeit besitzt, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst werden kann. Bei der Vollkonsolidierung werden die Vermögenswerte und Schulden einer Tochtergesellschaft vollständig in den Konzernabschluss übernommen. Die Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung erstmalig besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Anteile am Nettovermögen von Tochterunternehmen, die nicht Deutsche Wohnen zuzurechnen sind, werden unter den nicht beherrschenden Anteilen als separate Komponente des Eigenkapitals ausgewiesen. Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierten Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet.
Änderungen des Konzernanteils an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert.
Verliert Deutsche Wohnen die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, werden die Vermögenswerte und Schulden der Tochtergesellschaft sowie die dazugehörigen nicht beherrschenden Anteile ausgebucht. Das Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Bewertung der zurückbehaltenen Anteile erfolgt zum Fair Value zum Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung.
Assoziierte Unternehmen und gemeinsame Vereinbarungen Assoziierte Unternehmen und gemeinsame Vereinbarungen, die als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert sind, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei dem der Eigentümer über maßgeblichen Einfluss verfügt. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen. Bestehen stattdessen Rechte an den Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Schulden einer gemeinsamen Vereinbarung, wird diese entsprechend der sogenannten Quotenkonsolidierung bilanziert.
Die Auswirkungen der Geschäftsvorfälle zwischen den in den Deutsche Wohnen Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden bei der Erstellung des Konzernabschlusses eliminiert.
Die Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen mit Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, werden nur entsprechend der Höhe des Anteils des Konzerns an dem Beteiligungsunternehmen eliminiert.
Die Abschlüsse der Deutsche Wohnen SE sowie ihrer Tochterunternehmen werden stetig nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.
Insgesamt wurden zum 31. Dezember 2022 inklusive der Deutsche Wohnen SE 160 Unternehmen (31.12.2021: 163), davon 158 (31.12.2021: 161) inländische und zwei (31.12.2021: zwei) ausländische Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die Veränderung resultiert aus dem Abgang von drei Gesellschaften im Rahmen des sogenannten Berlin Deals. Darüber hinaus wurden 22 (31.12.2021: 22) inländische Gesellschaften als Gemeinschaftsunternehmen sowie fünf inländische Gesellschaften (31.12.2021: fünf) als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.
Für alle einbezogenen Tochterunternehmen gilt der 31. Dezember als Stichtag für die Abschlusserstellung.
Die Anteilsbesitzliste von Deutsche Wohnen ist als Anlage Bestandteil des Konzernanhangs.
Gesellschaften, welche die Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen haben, sind in der Anteilsbesitzliste entsprechend gekennzeichnet.
Kredite und Forderungen werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens, sonstige nicht derivative finanzielle Vermögenswerte zum Handelstag erstmalig bilanziell erfasst. Der Handelstag ist der Tag, an dem Deutsche Wohnen Vertragspartner des Finanzinstruments wird. Die Erstbewertung aller Finanzinstrumente erfolgt zum Fair Value unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Eine Ausbuchung erfolgt, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wird und Deutsche Wohnen weder eine Verfügungsmacht noch wesentliche mit dem Eigentum verbundene Risiken und Chancen zurückbehält.
Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bilanziert.
Deutsche Wohnen ermittelt auf Ebene einzelner Finanzinstrumente, wenn diese wesentlich sind, und für Finanzinstrumente, für die auf Einzelebene kein Wertminderungsbedarf festgestellt wurde oder die unwesentlich sind, gruppiert nach Risikoprofilen, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorliegt. Wertminderungen werden für einzelne Finanzinstrumente identifiziert, wenn es zu Zahlungsausfällen oder Vertragsbrüchen bei dem Kontrahenten kam oder aufgrund von Rating-Verschlechterung und der allgemeinen Informationslage Wertminderungen erkennbar werden (Loss Event). Für Gruppen von Finanzinstrumenten mit ähnlichen Risiken werden historische Ausfallwahrscheinlichkeiten in Abhängigkeit der Überfälligkeiten herangezogen (Loss Event). Eine Wertminderung wird nach dem Auftreten eines Loss Events als Differenz zwischen dem Buchwert und dem diskontierten, noch erwarteten Zahlungsstrom berechnet. Als Diskontsatz dient der ursprüngliche Effektivzins. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst und direkt mit dem Buchwert des Finanzinstruments saldiert. Zinserträge wertgeminderter Finanzinstrumente werden weiterhin erfasst. Soweit Anhaltspunkte für eine Verringerung der Wertminderung bestehen, wird diese erfolgswirksam dem Finanzinstrument bis maximal zu dem Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten, der sich ohne die Wertminderung ergeben hätte, zugeschrieben.
Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit ihrem beizulegenden Zeitwert am Handelstag erfasst. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit üblichen Marktbewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt.
Bei Derivaten, die in keinem bilanziellen Sicherungszusammenhang stehen, werden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Regelungen des IFRS 9 in Bezug auf das Hedge Accounting beinhalten, im Vergleich zu IAS 39, u. a. die Erweiterung des Kreises von zulässigen Grundgeschäften, Änderungen hinsichtlich der Buchungslogik für bestimmte nicht designierte Wertkomponenten von Sicherungsinstrumenten, den Wegfall der fest vorgegebenen Effektivitätsbandbreiten und des retrospektiven Effektivitätstests sowie die Neueinführung der "Rekalibrierung". Die im Vergleich zu IAS 39 weniger restriktiven Regelungen erleichtern die bilanzielle Abbildung des ökonomischen Risikomanagements, was wiederum eine Verringerung artifizieller Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung ermöglichen kann.
Verträge, die zwecks Empfang oder Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Unternehmens geschlossen wurden (Eigenverbrauchsverträge), werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte gemäß IAS 37 bilanziert.
Stehen Derivate in einem Sicherungszusammenhang, richtet sich die Erfassung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach der Art der Absicherung:
| ― |
Bei einem Fair Value Hedge werden die Veränderungen aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente und der dazugehörigen Grundgeschäfte erfolgswirksam erfasst. |
| ― |
Bei einem Cashflow Hedge werden die unrealisierten Gewinne und Verluste in Höhe des Hedge-effektiven Teils zunächst im sonstigen Ergebnis erfasst; die Umbuchung (Reklassifizierung) in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Erfolgswirkung des abgesicherten Grundgeschäfts. Der Hedge-ineffektive Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts wird unmittelbar im Zinsergebnis berücksichtigt. |
Eingebettete derivative Finanzinstrumente, die mit einem nicht derivativen Finanzinstrument (Basisvertrag) zu einem zusammengesetzten Finanzinstrument kombiniert wurden, sind gemäß IFRS 9 grundsätzlich dann vom Basisvertrag abzuspalten und gesondert zu bilanzieren und zu bewerten, wenn (i) ihre wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind, (ii) ein eigenständiges Instrument mit den gleichen Bedingungen die Definition eines Derivats erfüllen würde und (iii) das hybride zusammengesetzte Instrument nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Soweit eine Abspaltung vorzunehmen ist, werden die einzelnen Komponenten des zusammengesetzten Finanzinstruments nach den Regelungen für die jeweiligen Finanzinstrumente bilanziert und bewertet.
Zur Bewertung der Zinsswaps werden zukünftige Zahlungsströme kalkuliert, die anschließend diskontiert werden. Die kalkulierten Zahlungsströme ergeben sich aus den Vertragskonditionen. Die Vertragskonditionen verweisen dabei regelmäßig auf die EURIBOR-Referenzwerte (3M- und 6M-EURIBOR). Die Diskontierung basiert auf Marktzinsdaten zum Stichtag für vergleichbare Instrumente (EURIBOR gleichen Tenors). Der beizulegende Zeitwert beinhaltet das Kreditrisiko der Zinsswaps und berücksichtigt daher Anpassungen für das eigene oder für das Counterparty-Kreditrisiko.
Grundsätzlich handelt es sich bei den Eigenkapitalinstrumenten, die erfolgswirksam zum Fair Value erfasst sind, um Anteile an Unternehmen, die mit langfristigen strategischen Absichten erworben wurden.
Diese Eigenkapitalinstrumente, die erfolgswirksam zum Fair Value zu erfassen sind, werden zunächst mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt grundsätzlich zum Fair Value. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.
Zuwendungen der öffentlichen Hand, die nicht auf Investitionen bezogen sind, werden regelmäßig in den Perioden als Ertrag erfasst, in denen die entsprechenden Aufwendungen anfallen.
Die Aufwendungszuschüsse, die in Form von Miet-, Zins- und sonstigen Aufwendungszuschüssen gewährt werden, werden korrespondierend zum Anfall der Aufwendungen erfolgswirksam vereinnahmt. Der Ausweis erfolgt unter den anderen Umsatzerlösen aus der Immobilienbewirtschaftung.
Bei den zinsvergünstigten Darlehen handelt es sich um Beihilfen der öffentlichen Hand, die - soweit diese im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses zugegangen sind - mit ihrem Barwert bilanziert werden. Der Unterschiedsbetrag zwischen Nominalwert und Barwert wird erfolgswirksam über die Laufzeit der entsprechenden Darlehen erfasst.
Der Erstansatz neuer aufwendungs- oder zinsbegünstigter Darlehen erfolgt zum Barwert auf Basis des zur Aufnahme gültigen Marktzinssatzes in den originären finanziellen Verbindlichkeiten. Die Differenz zwischen dem Nominalbetrag und dem Barwert des Darlehens wird als passiver Abgrenzungsposten eingestellt. Die Auflösung erfolgt grundsätzlich erfolgswirksam entsprechend dem Zeitraum der Zinsbindungsfrist der entsprechenden Darlehen. Soweit die zinsbegünstigten Darlehen im Rahmen von aktivierten Modernisierungsmaßnahmen begeben werden, wird die Differenz zwischen dem Nominalwert und dem Barwert des Darlehens von den aktivierten Anschaffungskosten abgesetzt. In der Folgebewertung werden die Darlehen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die zum Konzern gehörenden Unternehmen erhalten Zuwendungen der öffentlichen Hand in Form von Aufwendungszuschüssen, Aufwendungsdarlehen sowie zinsvergünstigten Darlehen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Deutsche Wohnen zinsvergünstigte Darlehen in Höhe von 39,8 Mio. € (2021: 0,0 Mio. €) gewährt.
Zum 1. Januar 2022 musste der Konzern keine Reform der Referenzzinssätze anwenden.
Weltweit wird eine grundlegende Reform der wichtigsten Referenzzinssätze vorgenommen, einschließlich des Ersatzes einiger "Interbank Offered Rates" (IBORs) durch alternative, nahezu risikofreie Zinssätze (als "IBOR-Reform" bezeichnet).
Finanzinstrumente des Konzerns sind IBORs ausgesetzt, die im Rahmen dieser marktweiten Initiativen nicht ersetzt oder reformiert werden. Das größte für den Konzern zum 31. Dezember 2022 bestehende Risiko im Zusammenhang mit dem IBOR war die Kopplung an den EURIBOR. Da diese bis voraussichtlich 2025 weiterhin Bestand haben, mussten keine Änderungen bis zum 31. Dezember 2022 an den Finanzinstrumenten vorgenommen werden, sodass hier keine neuen Referenzzinssätze berücksichtigt werden müssen.
Die von der UK Financial Conduct Authority (FCA) regulierte und zugelassene Administratorin des LIBORs, die ICE Benchmark Administration (IBA), gab im November 2020 bekannt, dass sie begonnen haben, darüber zu beraten, die Veröffentlichung bestimmter USD-LIBORs nach Juni 2023 einzustellen. Zum 31. Dezember 2022 ist weiterhin unklar, wann der Zeitpunkt für die Einstellung der Veröffentlichung des USD-LIBOR bekannt gegeben wird. Der Konzern hält keine Finanzinstrumente, die dem USD-LIBOR unterliegen.
Bei den IBOR-Risiken, denen der Konzern zum 31. Dezember 2022 ausgesetzt war, handelt es sich um Unternehmensanleihen, die an den EURIBOR gekoppelt sind. Wie oben erläutert, hat der Konzern keine Änderungen der Vertragsbedingungen für alle aus einer Kopplung an den EURIBOR resultierenden Risiken vornehmen müssen.
Die Berechnungsmethode des EURIBOR hat sich im Laufe des Jahres 2019 geändert.
Im Juli 2019 erteilte die belgische Financial Services and Markets Authority die Zulassung für den EURIBOR gemäß der European Union Benchmarks Regulation. Dies ermöglicht es den Marktteilnehmern, den EURIBOR weiterhin sowohl für bestehende als auch für neue Verträge zu verwenden, und der Konzern geht davon aus, dass der EURIBOR auf absehbare Zeit als Referenzzinssatz bestehen bleiben wird.
Zu Risikomanagementzwecken hält der Konzern Zinsswaps, die in Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Zahlungsströmen designiert sind. Die variablen Beträge der Zinsswaps sind an den EURIBOR gekoppelt.
Die gesicherten Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente des Konzerns sind zum Bilanzstichtag an den EURIBOR gekoppelt. Diese Referenzsätze werden jeden Tag notiert, und die IBOR-Zahlungsströme werden, wie üblich, mit den Vertragsparteien ausgetauscht.
Die nachfolgend aufgeführten neuen oder geänderten Standards und Interpretationen waren erstmalig verpflichtend im Geschäftsjahr 2022 anzuwenden. Es ergaben sich hierdurch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Deutsche Wohnen.
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IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" |
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IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" |
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IFRS 9 "Finanzinstrumente" |
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IFRS 16 "Leasingverhältnisse" |
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IAS 16 "Sachanlagen" |
| ― |
IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" |
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IAS 41 "Landwirtschaft" |
Vor dem Hintergrund der in vielen Ländern beobachtbaren Mietkonzessionen (Stundungen, Verzichte) im Zuge der Corona-Pandemie wurde IFRS 16 dahingehend angepasst, dass Unternehmen bei Coronabedingten Mietkonzessionen nicht mehr einschätzen müssen, ob es sich hierbei um eine Vertragsanpassung im Sinne des IFRS 16 handelt. Stattdessen besteht das Wahlrecht, diese Mietkonzessionen so zu behandeln, als ob es sich hierbei nicht um eine Vertragsanpassung handelt. Insofern würde der Aufwand zur Durchsicht der Verträge im Hinblick auf mögliche vertraglich fixierte Mietkonzessionen sowie der Aufwand zur Neubewertung solcher Verträge bei Heranziehung eines neuen Diskontierungszinssatzes (bei Vertragsanpassungen stets erforderlich) entfallen. Die Erleichterung war ursprünglich bis zum 30. Juni 2021 begrenzt, wurde im April 2021 jedoch bis zum 30. Juni 2022 verlängert.
Im Deutsche Wohnen Konzern gab es keine Mietkonzessionen seitens der Leasinggeber. Dies ist vor allem bedingt durch die auch in Zeiten der Corona-Pandemie gute und robuste wirtschaftliche Lage des Konzerns. Mangels Relevanz wird diese Erleichterung daher nicht in Anspruch genommen. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich durch diese Änderung des IFRS 16 nicht.
Die Anwendung folgender Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards ist für das Geschäftsjahr 2022 noch nicht verpflichtend. Deutsche Wohnen hat die entsprechenden Verlautbarungen auch nicht freiwillig frühzeitig angewendet. Die Anwendung der neuen oder geänderten Standards und Interpretationen wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Deutsche Wohnen haben. Die verpflichtende Anwendung bezieht sich jeweils auf Geschäftsjahre, die an oder nach dem genannten Datum beginnen:
| Übersicht der relevanten neuen Standards und Interpretationen sowie Änderungen zu bestehenden Standards | Verpflichtende Anwendung für Deutsche Wohnen ab | |
| Änderungen von Standards | ||
| IFRS 9 | "Finanzinstrumente" | 1.1.2023 |
| IFRS 16 | "Leasingverhältnisse" | 1.1.2024 * |
| IAS 1 | "Darstellung des Abschlusses" | 1.1.2023 |
| IAS 1 | "Darstellung des Abschlusses" | 1.1.2024 * |
| IAS 8 | "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler" | 1.1.2023 |
| IAS 12 | "Ertragsteuern" | 1.1.2023 |
| Neue Standards | ||
| IFRS 17 | "Versicherungsverträge" | 1.1.2023 |
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert zu einem gewissen Grad Schätzungen und Annahmen, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -schulden am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Berichtsjahres beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können sich aufgrund einer von den Annahmen abweichenden Entwicklung der Rahmenbedingungen von den Schätzwerten unterscheiden. In diesem Fall werden die Annahmen und, sofern erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden entsprechend prospektiv angepasst. Konkrete Schätzungen und Annahmen, die sich auf einzelne Abschlussposten beziehen, werden zusätzlich in den jeweiligen Kapiteln des Konzernanhangs erläutert.
Annahmen und Schätzungen werden fortlaufend überprüft und basieren auf Erfahrungswerten und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen.
Die Annahmen und Schätzungen, die ein wesentliches Risiko in Form einer Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden mit sich bringen können, beziehen sich im Wesentlichen auf die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Investment Properties.
Der beste Hinweis für den beizulegenden Zeitwert von Investment Properties sind auf einem aktiven Markt notierte aktuelle Preise vergleichbarer Immobilien. Da diese Informationen jedoch nicht vollständig vorhanden sind, greift Deutsche Wohnen auf standardisierte Bewertungsverfahren zurück.
Eine detaillierte Beschreibung des zur Anwendung kommenden Discounted-Cashflow-Verfahrens (DCF) findet sich in Kapitel → [D26] Investment Properties.
Für die als Investment Properties im Bestand von Deutsche Wohnen befindlichen Immobilien werden die jeweiligen Marktwerte gemäß IAS 40 in Verbindung mit IFRS 13 ermittelt. Veränderungen relevanter Marktbedingungen, wie aktuelle Mietzinsniveaus und Leerstandsquoten, können die Bewertung von Investment Properties beeinflussen. Etwaige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Investmentportfolios werden im Periodenergebnis erfasst und können somit die Ertragslage von Deutsche Wohnen wesentlich beeinflussen.
Die Bewertung der Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode berücksichtigt die voraussichtlichen vertraglichen Cashflows. Teilweise beinhalten die Vereinbarungen keine festen Laufzeiten. Daher unterliegen die bei der Bewertung berücksichtigten Cashflows hinsichtlich Höhe und Laufzeit den Annahmen des Managements.
Wie in Kapitel → [D24] Immaterielle Vermögenswerte dargestellt, überprüft Deutsche Wohnen jährlich und sofern irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu ermitteln. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswerts beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte.
Bei der Feststellung der Höhe von tatsächlichen und latenten Steuern berücksichtigt der Konzern die Auswirkungen von ungewissen Steuerpositionen und, ob zusätzliche Steuern und Zinsen fällig sein können. Diese Beurteilung erfolgt auf der Basis von Schätzungen und Annahmen über künftige Ereignisse. Es können neue Informationen zur Verfügung stehen, die den Konzern dazu veranlassen, seine Ermessensentscheidungen bezüglich der Angemessenheit der bestehenden Steuerschulden zu ändern; solche Änderungen an den Steuerschulden werden Auswirkungen auf den Steueraufwand in der Periode haben, in der eine solche Feststellung getroffen wird.
Aktive latente Steuern werden in dem Ausmaß angesetzt, in dem nachgewiesen werden kann, dass es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporäre Differenz verwendet werden kann. Zu jedem Bilanzstichtag werden die latenten Steueransprüche überprüft und in dem Umfang vermindert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein ausreichend zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um den Nutzen des latenten Steueranspruchs zu verwenden.
Im Rahmen der Anwendung des IFRS 15 wird bezüglich der Bestimmung des Leistungsfortschritts bei der zeitraumbezogenen Erlöserfassung angenommen, dass die angefallenen Kosten in Bezug auf die Gesamtkosten den Leistungsfortschritt angemessen widerspiegeln.
Weitere Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der Werthaltigkeit von Grundstücken und Gebäuden, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.
Klimarisiken wirken sich auf das Geschäftsmodell und die Strategie von Deutsche Wohnen aus. Sie werden insbesondere durch den festgelegten Klimapfad adressiert, aber auch durch angemessene Schätzungen und Annahmen in den wesentlichen Positionen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage berücksichtigt. Klimarisiken können sich potenziell negativ auswirken und zu einer erhöhten Schätzunsicherheit beitragen.
Physische Klimarisiken beziehen sich auf längerfristige Verschiebungen in den allgemeinen klimatischen Bedingungen. Klimaereignisse wie Überschwemmungen, Erdbeben, Extremwetterereignisse o. Ä. können Auswirkungen auf unseren Immobilienbestand haben und ein spezifisches Krisenmanagement erforderlich machen. Transitorische Klimarisiken beschreiben Auswirkungen, die aufgrund des Wandels zu einem nachhaltigeren Wirtschaftssystem für Unternehmen resultieren können.
Deutsche Wohnen hat sich im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie klar und deutlich den Klimaschutzzielen und einem nahezu CO 2-neutralen Gebäudebestand bis 2045 verpflichtet. Nach aktuellem Kenntnisstand und der Erwartung künftiger Entwicklungen ergeben sich für Deutsche Wohnen keine bilanziellen Folgen. Dies betrifft u. a. die Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, spezifische Nutzungsdauern, die Werthaltigkeit von Vermögenswerten, ebenso wie Rückstellungen für Umweltrisiken, für die sich kein wesentlicher Anpassungsbedarf ergibt.
Wahlrechts- und Ermessensausübungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden durch das Management, die die Beträge im Konzernabschluss erheblich beeinflussen können, stellen sich wie folgt dar:
| ― |
Die Festlegung des Kreises der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erfolgt durch Beurteilung des maßgeblichen Einflusses. |
| ― |
Die Beurteilung, ob es sich bei den im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Investment Properties um einen Geschäftsbetrieb oder um den Erwerb eines einzelnen Vermögenswerts oder einer Gruppe von Vermögenswerten handelt, kann ermessensbehaftet sein. |
| ― |
Deutsche Wohnen bewertet Investment Properties zum beizulegenden Zeitwert. Hätte das Management das Anschaffungskostenmodell, wie gemäß IAS 40 gestattet, gewählt, würden die Buchwerte der Investment Properties ebenso wie die korrespondierenden Aufwands- oder Ertragsposten erheblich abweichen. |
| ― |
Die Kriterien zur Beurteilung, in welcher Kategorie ein finanzieller Vermögenswert einzuordnen ist, können ermessensbehaftet sein. |
| ― |
Im Rahmen der Umsatzrealisierung nach IFRS 15 können Ermessensentscheidungen notwendig sein, die sich auf die voraussichtlichen Umsatzerlöse, die Gesamtkosten eines Projekts sowie den Fertigstellungsgrad beziehen. Diese haben Auswirkungen auf die Höhe und die zeitliche Verteilung der Umsatzerlöse. |
| ― |
Im Rahmen der Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 kann die Beurteilung der Ausübung oder Nichtausübung von einseitig eingeräumten Kündigungs- und Verlängerungsoptionen ermessensbehaftet sein, insbesondere wenn keine wirtschaftlichen Anreize zur Ausübung bzw. Nichtausübung von Optionen bestehen. |
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Das Erfordernis, zukunftsbezogene Informationen in die Bewertung erwarteter Forderungsausfälle einzubeziehen, führt zu Ermessensentscheidungen hinsichtlich der Auswirkung von Änderungen der wirtschaftlichen Faktoren auf die erwarteten Forderungsausfälle. |
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Die Entscheidung, wie eine Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten abzugrenzen ist, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wird, kann ermessensbehaftet sein. |
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Darüber hinaus kann die Zuordnung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf die Gruppe einzelner zahlungsmittelgenerierender Einheiten ermessensbehaftet sein. Die im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung verwendeten Parameter, wie die Bestimmung der abgezinsten Zahlungsströme, der gewichtete Kapitalkostensatz und die Wachstumsrate, können ebenfalls ermessensbehaftet sein. Mangels Konkretisierung einer Definition des Begriffs "operation" (IAS 36.86) kann es sich bei dem Abgang des Geschäfts- oder Firmenwerts im Rahmen von Immobilienveräußerungen um Ermessensentscheidungen handeln. |
| ― |
Mangels Konkretisierung einer Definition des Begriffs "eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs" (IFRS 5) kann es sich bei einer Veräußerungsgruppe im Rahmen der Immobilienveräußerungen um Ermessensentscheidungen handeln. |
| ― |
Die bilanzielle Abbildung eines verpflichtenden Erwerbs von nicht beherrschenden Anteilen nach dem Kontrollerwerb im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots ist zurzeit nicht abschließend geregelt. Grundsätzlich erfolgt im Rahmen eines öffentlichen Angebots der Erwerb von Anteilen in der zweiten Angebotsfrist zu exakt gleichen Konditionen wie im Zuge der ersten Angebotsfrist, und die beiden Erwerbe stehen in einem engen inhaltlichen und zeitlichen Zusammenhang. Somit stellt der Erwerb, auch wenn in zwei Angebotsfristen durchgeführt, einen einheitlichen Geschäftsvorfall ("linked transaction") dar. Nach dem Vollzug des späteren Erwerbs ist die ursprüngliche Kaufpreisallokation zum Erwerbsstichtag rückwirkend anzupassen, sodass es zu einer Veränderung der übertragenen Gegenleistung, des übernommenen Nettovermögens zu Zeitwerten und damit des resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerts kommt. |
Die Vorjahreszahlen sind aufgrund der Verkäufe innerhalb des Geschäftsjahres nur bedingt vergleichbar.
Umsatzerlöse aus der Immobilienbewirtschaftung beinhalten Einnahmen aus der Vermietung von Bestandsimmobilien (Investment Properties) und von zur Veräußerung gehaltenen Immobilien, die unter Abzug von Erlösschmälerungen entsprechend den zugrunde liegenden Vertragslaufzeiten realisiert werden, sofern die Vergütung vertraglich festgesetzt oder verlässlich bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist.
Die anderen Umsatzerlöse aus der Immobilienbewirtschaftung beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Pflege und betreutes Wohnen.
Bei Deutsche Wohnen werden für alle bis zum Jahresende erbrachten Leistungen für Betriebskosten auch die korrespondierenden Erlöse im Jahr der Leistungserbringung erfasst. Der Ausweis erfolgt unsaldiert gemäß der Prinzipal-Methode, insbesondere aufgrund des Geschäftsmodells von Deutsche Wohnen, das einen Anteil von selbst erbrachten betriebskostenrelevanten Leistungen vorsieht, und weil Deutsche Wohnen vom Mieter als primär Verantwortlicher für die Leistungserbringung angesehen wird. Bei allen nicht selbst erbrachten Leistungen hat Deutsche Wohnen zudem ein Vorratsrisiko durch den in der Immobilienbranche üblichen Abrechnungsschlüssel (Mietfläche).
Bei Immobilienverkäufen erfolgt die Gewinnrealisierung, sobald die maßgeblichen Risiken und Chancen aus der Immobilie auf den Käufer übertragen sind und keine wesentlichen Verpflichtungen bei Deutsche Wohnen verbleiben. Für verbleibende Restverpflichtungen wird eine Rückstellung für das wahrscheinliche Risiko erfasst.
Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Zinsen werden periodengerecht unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Mieteinnahmen | 835,9 | 768,5 |
| Betriebskosten | 367,7 | 443,8 |
| Umsatzerlöse aus der Vermietung | 1.203,6 | 1.212,3 |
| Andere Umsatzerlöse aus der Immobilienbewirtschaftung | 298,4 | 313,3 |
| 1.502,0 | 1.525,6 |
Die anderen Umsatzerlöse aus der Immobilienbewirtschaftung umfassen Erlöse aus Pflege und Betreutes Wohnen in Höhe von 280,1 Mio. € (2021: 266,8 Mio. €).
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Erlöse aus der Veräußerung von Investment Properties | 2,0 | 4,0 |
| Buchwert der veräußerten Investment Properties | 0,7 | 0,0 |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Investment Properties | 2,7 | 4,0 |
| Erlöse aus dem Verkauf der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | 752,1 | 1.739,2 |
| Abgangsbuchwert der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | -754,8 | -1.738,2 |
| Wertveränderungen aus der Veräußerung von Immobilien | 127,5 | -1,5 |
| Ergebnis aus dem Verkauf der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | 124,8 | -0,5 |
| 127,5 | 3,5 |
Die Wertveränderung von zur Veräußerung gehaltenen Immobilien, für die ein Kaufvertrag geschlossen wurde, aber noch kein Besitzübergang erfolgt ist, führte zum 31. Dezember 2022 zu einem negativen Ergebnis von -1,5 Mio. € (2021: 127,5 Mio. €). Der Anstieg der Erlöse aus dem Verkauf der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Abgang von Beständen im Rahmen des sogenannten Berlin Deals innerhalb des 1. Quartals 2022.
Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Immobilienvorräten werden entweder zeitpunkt- oder zeitraumbezogen realisiert, sobald der Kunde die Verfügungsgewalt über den betreffenden Vermögenswert erlangt. Wird mit Abschluss des beurkundeten Kaufvertrags die Verfügungsgewalt im Sinne des IFRS 15.35 (c) bereits vor oder während der Erstellungsphase auf den Kunden übertragen, sind die Umsatzerlöse ab diesem Zeitpunkt zeitraumbezogen anhand des Fertigstellungsgrads des Bauprojekts zu erfassen. Der Ausweis des in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallenden Vorratsvermögens (Contract Assets) erfolgt saldiert mit den korrespondierenden erhaltenen Anzahlungen unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Vertragssalden, die voraussichtlich kürzer als ein Jahr bestehen, werden nicht um den Zeitwert des Geldes angepasst.
Außerordentliche Rückgabe- oder Rücktrittsrechte sind in den Verträgen über Verkäufe von Wohnungen aus dem Developmentgeschäft nicht gesondert vereinbart und richten sich daher nach den jeweils einschlägigen rechtlichen Bestimmungen. Gleiches gilt für Gewährleistungszusagen, die daher nicht als separater Vertragsbestandteil im Sinne des IFRS 15 zu behandeln sind. Bestehende Gewährleistungsansprüche sind stets entsprechend den Regelungen des IAS 37 bilanziell berücksichtigt.
Kosten zur Anbahnung von Verträgen mit Kunden werden entsprechend IFRS 15.94 unmittelbar bei ihrem Entstehen als Aufwand erfasst, da der Abschreibungszeitraum im Regelfall nicht mehr als ein Jahr betragen würde. Bei den Kosten handelt es sich insbesondere um Maklerprovisionen.
Bei der zeitraumbezogenen Umsatzerfassung ist eine Einschätzung des Fertigstellungsgrads bzw. Leistungsfortschritts vorzunehmen. Zu dessen Ermittlung wendet Deutsche Wohnen die Cost-to-Cost-Methode als ein Input-orientiertes Verfahren an. Dabei bestimmt sich der Leistungsfortschritt nach dem Verhältnis der bis zum Abschlussstichtag angefallenen aktivierten Auftragskosten zu den geschätzten gesamten aktivierungsfähigen Auftragskosten.
Die Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Immobilienvorräten in Höhe von 41,3 Mio. € (2021: 42,2 Mio. €) setzen sich zusammen aus 13,6 Mio. € (2021: 16,1 Mio. €) sowie 27,7 Mio. € (2021: 26,1 Mio. €) Erlösen aus dem Verkauf von Vorratsimmobilien.
Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (Investment Properties) werden grundsätzlich nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts durch die eigene Bewertungsabteilung bewertet. Für die Pflegeimmobilien und die unbebauten Grundstücke wird der beizulegende Zeitwert durch unabhängige Sachverständige mittels DCF-Verfahren ermittelt und, sofern einschlägig, auf Basis von Erkenntnissen aus Marktbeobachtungen und -transaktionen fortentwickelt. Gewinne oder Verluste aus einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Bewertung der Investment Properties führte im Geschäftsjahr 2022 zu einem negativen Ergebnis in Höhe von -917,5 Mio. € (2021: 1.734,8 Mio. €; siehe → [D26] Investment Properties). Hierin enthalten sind -0,1 Mio. € (2021: -1,0 Mio.€) für die Bewertung von Nutzungsrechten (IFRS 16).
Die aktivierten Eigenleistungen des Geschäftsjahres betragen 6,5 Mio. € (2021: 5,0 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen Eigenleistungen für Bauprojektmanagement.
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Aufwendungen für Betriebskosten | 391,3 | 457,9 |
| Aufwendungen für Instandhaltung und Modernisierung | 133,8 | 116,8 |
| Sonstige Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen | 26,9 | 61,5 |
| 552,0 | 636,2 |
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Löhne und Gehälter | 220,2 | 207,9 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 39,4 | 40,3 |
| 259,6 | 248,2 |
In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 8,8 Mio. € (2021: 14,8 Mio. €), sowie Aufwendungen für den Long-Term-Incentive-Plan (LTIP) mit 0,4 Mio. € (2021: 12,6 Mio. €) enthalten (siehe → [E37] Rückstellungen).
Im Geschäftsjahr wurden Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 16,4 Mio. € (2021: 16,1 Mio. €) gezahlt.
Zum 31. Dezember 2022 waren 4.942 Mitarbeiter (31.12.2021: 5.103) bei Deutsche Wohnen beschäftigt. Davon entfielen zum 31. Dezember 2022 3.283 Mitarbeiter (31.12.2021: 3.585) auf Frauen und 1.659 Mitarbeiter (31.12.2021: 1.518) auf Männer. Der Jahresdurchschnitt betrug 4.986 Mitarbeiter (2021: 5.175). Darüber hinaus waren zum 31. Dezember 2022 364 Auszubildende (31.12.2021: 327) bei Deutsche Wohnen beschäftigt.
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Versicherungsentschädigungen | 24,4 | 22,2 |
| Auflösung von Rückstellungen | 1,2 | 10,3 |
| Schadenersatz und Kostenerstattungen | 2,2 | 2,2 |
| Mahn- und Inkassogebühren | 0,3 | 1,1 |
| Übrige Sonstige | 51,7 | 36,6 |
| 79,8 | 72,4 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten als größte Einzelposition Erstattungen durch Pflegekassen von Mindererlösen und Mehraufwendungen aus der Corona-Pandemie.
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Beratungskosten und Prüfungsgebühren | 62,3 | 18,0 |
| Nicht aktivierbare Aufwendungen aus Immobilienentwicklungen | 1,0 | 7,5 |
| Verwaltungsdienstleistungen | 9,2 | 7,0 |
| Kommunikationskosten und Arbeitsmittel | 4,5 | 3,9 |
| Kosten für Werbung | 8,2 | 2,8 |
| Verkaufsnebenkosten | 1,6 | 2,7 |
| Mieten, Pachten und Erbbauzinsen | 5,3 | 1,3 |
| Wertberichtigungen | 1,7 | 0,8 |
| KFZ- und Reisekosten | 0,7 | 0,7 |
| Gerichts- und Notarkosten | 0,3 | 0,3 |
| Übrige Sonstige | 48,4 | 76,0 |
| 143,2 | 121,0 |
Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahr enthaltenen Beratungsaufwendungen, die im Rahmen der Übernahme durch die Vonovia SE angefallen sind.
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 30,9 | 46,6 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4,6 | 19,2 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen | - | 11,3 |
| 35,5 | 77,1 |
Der Anstieg der Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus Ausleihungen an die QUARTERBACK-Gruppe. Der Anstieg der Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge von verbundenen Unternehmen resultiert aus der Begebung von Ausleihungen an die Vonovia SE.
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten im Berichtsjahr in Höhe von 11,3 Mio. € Erträge aus anteiligen und vorzeitigen Rückführungen von besicherten Finanzierungen (284,2 Mio. €).
Die Zinsaufwendungen betreffen hauptsächlich den Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Zinsaufwand originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 127,1 | 131,1 |
| Swaps (laufender Zinsaufwand der Periode) | 8,5 | 4,5 |
| Effekte aus der Bewertung originärer Finanzinstrumente | 14,0 | 7,8 |
| Effekte aus der Bewertung von Swaps | -11,6 | -52,9 |
| Vorfälligkeitsentschädigungen und Bereitstellungszinsen | 17,7 | 1,4 |
| Zinsanteil Zuführung Rückstellungen | 0,8 | 1,2 |
| Zinsaufwand Leasing | 2,2 | 1,9 |
| Sonstige Finanzaufwendungen | -15,4 | -21,1 |
| 143,3 | 73,9 |
Das Zinsergebnis leitet sich wie folgt auf das zu klassifizierende Zinsergebnis gemäß IFRS 9 über:
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Zinserträge | 35,5 | 77,1 |
| Zinsaufwendungen | -143,3 | -73,9 |
| Zinsergebnis | -107,8 | 3,2 |
| abzüglich: | ||
| Zinsergebnis Pensionsrückstellungen gem. IAS 19 | 0,2 | 1,2 |
| Zinsergebnis Leasing | 2,1 | 1,9 |
| Zu klassifizierendes Zinsergebnis | -105,5 | 6,3 |
Das gemäß IFRS 9 klassifizierte Zinsergebnis stellt sich wie folgt dar:
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu (fortgeführten) Anschaffungskosten | 35,5 | 77,1 |
| Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 3,1 | 47,4 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu (fortgeführten) Anschaffungskosten | -144,2 | -118,2 |
| Klassifiziertes Zinsergebnis | -105,5 | 6,3 |
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Bewertung von Wandelschuldverschreibungen | -368,1 | - |
| Beteiligungsergebnis | 0,5 | 0,5 |
| Transaktionskosten | -27,8 | 0,2 |
| Übriges sonstiges Finanzergebnis | -0,1 | 3,3 |
| -395,5 | 4,0 |
Die Transaktionskosten im Vorjahr betreffen im Wesentlichen Aufwendungen, die im Rahmen des Zusammenschlusses mit der Vonovia SE entstanden sind.
Ertragsteuern für das laufende Geschäftsjahr und frühere Geschäftsjahre werden in dem Umfang, in dem sie noch nicht bezahlt sind, als laufende Ertragsteuerverbindlichkeit angesetzt.
Aktive und passive latente Steuern werden grundsätzlich mittels des Temporary-Konzepts in Verbindung mit der Liability-Methode für sämtliche temporären Unterschiede zwischen steuerlichen und bilanziellen Wertansätzen gebildet. Aktive latente Steuern auf temporäre Unterschiede und Verlustvorträge werden nur angesetzt, sofern ihnen aufrechenbare passive latente Steuern - hinsichtlich aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge unter Beachtung der Mindestbesteuerung - gegenüberstehen bzw. eine Nutzung der betreffenden Steuerentlastungen auf Basis prognostizierbarer Ergebnisse der voraussehbaren Zukunft nachgewiesen werden kann.
Aktive und passive latente Steuern werden nicht angesetzt, soweit sich die temporäre Differenz aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts als Folge eines Unternehmenszusammenschlusses oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren, ergibt.
Aktive Steuerlatenzen werden zu jedem Bilanzstichtag auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Gegebenenfalls wird der Buchwert eines latenten Steueranspruchs in dem Umfang verringert, in dem ihnen aufrechenbare passive latente Steuern nicht länger gegenüberstehen bzw. es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass zukünftig ausreichend zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den jeweiligen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde wie für 2021 auch für 2022 grundsätzlich der kombinierte Steuersatz aus Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von 30,2% herangezogen.
Aktive und passive latente Steuern werden nur dann miteinander saldiert, sofern ein einklagbares Recht besteht, die bilanzierten Beträge gegeneinander aufzurechnen, sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und die Realisationsperiode übereinstimmt. In Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 12 "Ertragsteuern" werden latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten nicht abgezinst.
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Laufende Ertragsteuern | 89,4 | 80,8 |
| Aperiodische laufende Ertragsteuern | 24,2 | -3,2 |
| Latente Steuern - temporäre Differenzen | 600,7 | -321,2 |
| Latente Steuern - Verlustvorträge | 143,1 | 53,6 |
| 857,4 | -190,0 |
Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Ergebnisses des Geschäftsjahres ermittelt. Für das Geschäftsjahr 2022 beträgt bei den inländischen Gesellschaften der zusammengefasste Steuersatz aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 15,8 % (2021: 15,8 %). Einschließlich der Gewerbesteuer von annähernd 14,4% (2021: 14,4 %) ergibt sich für 2022 im Inland grundsätzlich ein Gesamtsteuersatz von 30,2 % (2021: 30,2%). In den Niederlanden und Luxemburg ansässige immobilienhaltende Gesellschaften sind in Deutschland beschränkt körperschaftssteuerpflichtig. Diese zahlen in den Ansässigkeitsstaaten aus Konzernsicht unwesentliche Steuern.
Für abzugsfähige temporäre Differenzen (ohne Verlustvorträge) in Höhe von 54,8 Mio. € (31.12.2021: 20,8 Mio. €) wurden weder latente Körperschaftsteuern noch latente Gewerbesteuern aktiviert, da ihre künftige Nutzung nicht wahrscheinlich ist.
Zum 31. Dezember 2022 bestehen im Inland körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 345,1 Mio. € (31.12.2021: 556,7 Mio. €) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 406,5 Mio. € (31.12.2021: 515,5 Mio. €), für die aktive latente Steuern insoweit gebildet wurden, als ihre Realisierbarkeit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die Erhöhung der steuerlichen Verlustvorträge resultierte aus laufenden steuerlichen Verlusten in einzelnen Gesellschaften.
Für in- und ausländische körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 160,2 Mio. € (31.12.2021: 145,7 Mio. €) wurden in der Bilanz keine latenten Steuern aktiviert, hiervon sind im Geschäftsjahr 2022 13,2 Mio. € (2021: 0,9 Mio. €) neu entstanden. Diese Verlustvorträge sind nach bestehender Rechtslage zeitlich und der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig. Aus dem Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf die neu entstandenen körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge resultiert ein Steuereffekt von 2,1 Mio. € (2021: 0,1 Mio. €). Daneben bestehen weitere unbegrenzt vortragsfähige gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 89,8 Mio. € (31.12.2021: 75,6 Mio. €), die nicht zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Hiervon sind 11,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2022 neu entstanden (2021: 1,3 Mio. €), der Steuereffekt hieraus beträgt 1,9 Mio. € (2021: 0,2 Mio. €).
Die Neubewertung von aktiven latenten Steuern auf bereits im Vorjahr bestehende temporäre Differenzen und Verlustvorträge führte im Geschäftsjahr 2022 zu Ertrag in Höhe von 12,5 Mio. € (2021: -70,8 Mio. €).
Latente Steuern auf Zinsvorträge werden aktiviert, soweit es wahrscheinlich ist, dass der Zinsvortrag in der Zukunft genutzt werden kann. Aufgrund der Kapitalstruktur des Konzerns ist die Nutzung eines Zinsvortrags in der Zukunft nicht wahrscheinlich. Deshalb werden auf inländische Zinsvorträge in Höhe von 16,7 Mio. € (31.12.2021: 11,7 Mio. €) keine aktiven latenten Steuern angesetzt, hiervon sind im Geschäftsjahr 2022 7,6 Mio. € (2021: 5,2 Mio. €) neu entstanden. Der aus dem Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf den neu entstandenen Zinsvortrag resultierende Steuereffekt beträgt im Inland 2,0 Mio. € (2021: 1,4 Mio. €).
Die Überleitungsrechnung zwischen dem ausgewiesenen effektiven Steueraufwand und dem erwarteten Steueraufwand, der sich aus dem Produkt des Konzernergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit dem im Inland anzuwendenden Steuersatz ermittelt, ergibt sich aus der folgenden Aufstellung.
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.776,4 | -635,7 |
| Ertragsteuersatz in % | 30,2 | 30,2 |
| Erwarteter Steueraufwand | 536,0 | -191,8 |
| Gewerbesteuereffekte | -37,0 | -23,8 |
| Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben | -6,4 | 56,1 |
| Steuerfreies Einkommen | -2,3 | - |
| Änderung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen | 70,8 | -12,5 |
| Nicht angesetzte neu entstandene Verlust- und Zinsvorträge | 1,7 | 6,0 |
| Aperiodische Ertragsteuern und Steuern auf Garantiedividenden | 24,0 | -56,9 |
| Übrige Steuereffekte (netto) | 270,6 | 32,9 |
| Effektive Ertragsteuern | 857,4 | -190,0 |
| Effektiver Ertragsteuersatz in % | 48,3 | 29,9 |
Die latenten Steuern setzen sich wie folgt aus temporären Differenzen und ungenutzten Verlustvorträgen zusammen:
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3,8 | 3,2 |
| Investment Properties | 10,6 | 42,0 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0,6 | - |
| Sonstige Vermögenswerte | 7,3 | 7,6 |
| Pensionsrückstellungen | 14,7 | 9,2 |
| Übrige Rückstellungen | 5,0 | 11,4 |
| Verbindlichkeiten | 45,9 | 31,4 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 128,5 | 74,9 |
| Aktive latente Steuern | 216,4 | 179,7 |
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4,0 | 3,6 |
| Investment Properties | 5.000,2 | 5.013,5 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 316,3 | 0,6 |
| Sachanlagen | 29,9 | 29,0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 8,4 | 4,6 |
| Pensionsrückstellungen | 0,9 | 2,9 |
| Verbindlichkeiten | 13,2 | 31,7 |
| Passive latente Steuern | 5.372,9 | 5.085,9 |
| Überhang passive latente Steuern | 5.156,5 | 4.906,2 |
Eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt, soweit sowohl eine Identität des Steuergläubigers und der Steuerbehörde als auch Fristenkongruenz bestehen. Infolgedessen werden folgende aktive bzw. passive latente Steuern bilanziert:
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Aktive latente Steuern | 0,1 | 0,2 |
| Passive latente Steuern | 5.156,6 | 4.906,4 |
| Überhang passive latente Steuern | 5.156,5 | 4.906,2 |
Der Zuwachs an passiven latenten Steuern stammt überwiegend aus Investment Properties.
Die Veränderung des Bestands latenter Steuern stellt sich wie folgt dar:
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Überhang passive latente Steuern zum 1. Januar | 4.412,1 | 5.156,5 |
| Latenter Steueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung | 743,8 | -267,6 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Veränderung latenter Steuern auf EK-Instrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden | -2,0 | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Veränderung latenter Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | -0,1 | 6,9 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Veränderung latenter Steuern auf derivative Finanzinstrumente | 2,7 | 10,4 |
| Überhang passive latente Steuern zum 31. Dezember | 5.156,5 | 4.906,2 |
Für bei Tochtergesellschaften aufgelaufene Gewinne in Höhe von 11.623,9 Mio. € (31.12.2021: 11.750,2 Mio. €) werden keine latenten Steuerschulden passiviert, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit investiert bleiben sollen bzw. keiner Besteuerung unterliegen. Bei einer Ausschüttung oder Veräußerung der Tochtergesellschaften würden 5 % der ausgeschütteten Beträge oder der Veräußerungsgewinne der deutschen Besteuerung unterliegen, sodass sich hieraus in der Regel eine zusätzliche Steuerbelastung ergeben würde.
Deutsche Wohnen ist ein Immobilienunternehmen mit einem deutschen Immobilienportfolio. Der Portfolioschwerpunkt liegt in Berlin. Im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Dazu tragen eine nachhaltige und werterhöhende Bewirtschaftung der eigenen Wohnimmobilienbestände, wertschaffende Investitionen in die bestehenden Immobilien, der Bau neuer Wohngebäude sowie der Verkauf einzelner Wohnungen, ein aktives Portfoliomanagement, ein Servicegeschäft mit Multimedia-Dienstleistungen und Energielieferung sowie ein Geschäft im Bereich Pflege bei.
Für Zwecke der Steuerung des Unternehmens unterscheiden wir die fünf Geschäftssegmente Rental, Value-add, Recurring Sales, Development und Pflege. Im Rahmen dieser Segmentberichterstattung wird zusätzlich das nicht steuerungsrelevante Geschäftssegment Sonstiges ausgewiesen. Dieses beinhaltet den rein opportunistischen Verkauf ganzer Gebäude oder Grundstücke (Non Core/Sonstiges), die mittelfristig voraussichtlich unterdurchschnittliche Entwicklungspotenziale im Mietwachstum aufweisen und die im Verhältnis zum Gesamtportfolio und mit Blick auf zukünftige Akquisitionen eher peripher liegen. Unter Sonstiges werden auch die Betriebskosten ausgewiesen.
Im Segment Rental fassen wir alle Geschäftsaktivitäten zusammen, die auf das wertsteigernde Management der eigenen Wohnimmobilienbestände ausgerichtet sind.
Im Segment Value-add bündeln wir alle wohnungsnahen Dienstleistungen, mit denen wir das Kerngeschäft der Vermietung ergänzen. Diese Dienstleistungen umfassen im wesentlichen unsere Multimedia-Dienstleistungen sowie die Energielieferung.
Das Segment Recurring Sales umfasst die regelmäßigen und nachhaltigen Verkäufe von einzelnen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern aus unserem Portfolio. Es beinhaltet nicht den Verkauf ganzer Gebäude oder Grundstücke (Non Core/Sonstiges). Diese Verkäufe erfolgen rein opportunistisch und sind somit nicht Bestandteil des Segments Recurring Sales. Wir weisen solche opportunistischen Verkäufe im Segmentbericht in der Spalte Sonstiges aus.
Das Segment Development beinhaltet die Projektentwicklung zur Schaffung von neuem Wohnraum. Dies umfasst die Wertschöpfungskette beginnend beim Ankauf von Grundstücken ohne Bebauungsplan bzw. Widmung bis hin zur Fertigstellung neuer Gebäude sowie den Neubau auf eigenen Grundstücken. Diese Objekte werden in den eigenen Bestand integriert oder an Dritte veräußert. Im Einzelnen sind dies Projekte an ausgewählten, attraktiven Standorten. Bei der Integration in den eigenen Bestand wird dabei die Wertschöpfung aus der Bewertung der Immobilien zu Marktpreisen dem Segment Development zugeordnet.
Das Segment Pflege umfasst alle Aktivitäten der Bewirtschaftung der eigenen Pflegebetriebe sowie die Verpachtung von Pflegeimmobilien.
Planungs- und Controlling-Systeme gewährleisten, dass Ressourcen effizient allokiert werden und deren erfolgreicher Einsatz regelmäßig überwacht wird. Die Berichterstattung an die zentralen Entscheidungsträger und damit die Beurteilung der Geschäftsentwicklung sowie die Allokation von Ressourcen erfolgt auf Basis der beschriebenen Segmentierung. Vermögens- und Schuldpositionen werden nicht nach Segmenten differenziert berichtet. Die interne Berichterstattung basiert grundsätzlich auf den IFRS-Rechnungslegungsstandards.
Der Vorstand als zentraler Entscheidungsträger von Deutsche Wohnen überwacht anhand des Adjusted EBITDA den Beitrag der Segmente zum Unternehmenserfolg.
Die Segmentinformationen stellten sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar:
| in Mio. € | Rental | Value- add | Recurring Sales | Development | Pflege | Summe Segmente |
| 1.1.-31.12.2022 | ||||||
| Segmenterlöse | 767,1 | 43,1 | 45,3 | 49,4 | 280,1 | 1.185,0 |
| davon externe Erlöse | 767,1 | 27,2 | 45,3 | 15,0 | 280,1 | 1.134,7 |
| davon interne Erlöse | 15,9 | 34,4 | 50,3 | |||
| Buchwert der veräußerten Vermögenswerte | -29,4 | -29,4 | ||||
| Wertveränderung aus dem Abgang der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | - | |||||
| Aufwendungen für Instandhaltung | -101,1 | -7,0 | -108,1 | |||
| Herstellkosten Development to sell | -12,5 | -12,5 | ||||
| Herstellkosten Development to hold | -24,9 | -24,9 | ||||
| Operative Kosten | -86,7 | -29,0 | -1,3 | -2,8 | -188,5 | -308,3 |
| Betriebskosten | ||||||
| Adjusted EBITDA Total | 579,3 | 14,1 | 14,6 | 9,2 | 84,6 | 701,8 |
| Sondereinflüsse | ||||||
| Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | ||||||
| Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties | ||||||
| Abschreibungen und Wertminderungen (inkl. Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte) | ||||||
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | ||||||
| Erträge aus übrigen Beteiligungen | ||||||
| Zinserträge | ||||||
| Zinsaufwendungen | ||||||
| Übriges Finanzergebnis | ||||||
| EBT | ||||||
| Ertragsteuern | ||||||
| Periodenergebnis |
| in Mio. € | Sonstiges * | Konsolidierung * | Konzern |
| 1.1.-31.12.2022 | |||
| Segmenterlöse | 2.169,4 | -44,3 | 3.310,1 |
| davon externe Erlöse | 2.169,4 | 6,0 | 3.310,1 |
| davon interne Erlöse | - | -50,3 | |
| Buchwert der veräußerten Vermögenswerte | -1.708,8 | ||
| Wertveränderung aus dem Abgang der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | -9,0 | ||
| Aufwendungen für Instandhaltung | |||
| Herstellkosten Development to sell | |||
| Herstellkosten Development to hold | 24,9 | ||
| Operative Kosten | -7,8 | 10,0 | |
| Betriebskosten | -457,9 | ||
| Adjusted EBITDA Total | -14,1 | -9,4 | 678,3 |
| Sondereinflüsse | -76,6 | ||
| Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | 7,5 | ||
| Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties | -917,5 | ||
| Abschreibungen und Wertminderungen (inkl. Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte) | -166,9 | ||
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | -167,2 | ||
| Erträge aus übrigen Beteiligungen | -0,5 | ||
| Zinserträge | 77,1 | ||
| Zinsaufwendungen | -73,9 | ||
| Übriges Finanzergebnis | 4,0 | ||
| EBT | -635,7 | ||
| Ertragsteuern | 190,0 | ||
| Periodenergebnis | -445,7 |
| in Mio. € | Rental | Value- add | Recurring Sales | Development | Pflege | Summe Segmente |
| 1.1.-31.12.2021 (angepasst) ** | ||||||
| Segmenterlöse | 835,1 | 29,3 | 58,5 | 65,1 | 266,9 | 1.254,9 |
| davon externe Erlöse | 835,1 | 24,7 | 58,5 | 16,8 | 266,9 | 1.202,0 |
| davon interne Erlöse | 4,6 | 48,3 | - | 52,9 | ||
| Buchwert der veräußerten Vermögenswerte | -214,1 | -1,0 | -215,1 | |||
| Wertveränderung aus dem Abgang der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | 171,5 | 1,0 | 172,5 | |||
| Aufwendungen für Instandhaltung | -122,4 | -7,7 | -130,1 | |||
| Herstellkosten Development to sell | -16,4 | -16,4 | ||||
| Herstellkosten Development to hold | -48,0 | -48,0 | ||||
| Operative Kosten | -92,1 | -15,1 | -6,0 | -4,0 | -173,8 | -291,0 |
| Betriebskosten | ||||||
| Adjusted EBITDA Total | 620,6 | 14,2 | 9,9 | -3,3 | 85,4 | 726,8 |
| Sondereinflüsse | ||||||
| Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | ||||||
| Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties | ||||||
| Abschreibungen und Wertminderungen | ||||||
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | ||||||
| Erträge aus übrigen Beteiligungen | ||||||
| Zinserträge | ||||||
| Zinsaufwendungen | ||||||
| Übriges Finanzergebnis | ||||||
| EBT | ||||||
| Ertragsteuern | ||||||
| Periodenergebnis |
| in Mio. € | Sonstiges * | Konsolidierung * | Konzern |
| 1.1.-31.12.2021 (angepasst) ** | |||
| Segmenterlöse | 1.089,7 | -46,3 | 2.298,3 |
| davon externe Erlöse | 1.089,7 | 6,6 | 2.298,3 |
| davon interne Erlöse | - | -52,9 | |
| Buchwert der veräußerten Vermögenswerte | -555,9 | ||
| Wertveränderung aus dem Abgang der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | - | ||
| Aufwendungen für Instandhaltung | |||
| Herstellkosten Development to sell | |||
| Herstellkosten Development to hold | 48,0 | ||
| Operative Kosten | 18,1 | -2,3 | |
| Betriebskosten | -391,3 | ||
| Adjusted EBITDA Total | 160,6 | -0,6 | 886,8 |
| Sondereinflüsse | -79,3 | ||
| Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | -44,9 | ||
| Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties | 1.734,8 | ||
| Abschreibungen und Wertminderungen | -213,9 | ||
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | -3,3 | ||
| Erträge aus übrigen Beteiligungen | -0,5 | ||
| Zinserträge | 35,5 | ||
| Zinsaufwendungen | -143,3 | ||
| Übriges Finanzergebnis | -395,5 | ||
| EBT | 1.776,4 | ||
| Ertragsteuern | -857,4 | ||
| Periodenergebnis | 919,0 |
* Bei den Erlösen der Segmente Rental,
Value-add, Recurring Sales, Development und Pflege handelt
es sich um die Erlöse, die dem Vorstand als
verantwortliche Unternehmensinstanz (Chief Operating
Decision Maker) regelmäßig berichtet werden und
das nachhaltige Geschäft von Deutsche Wohnen abbilden.
Die Erlöse/Kosten in den Spalten "Sonstiges" und
"Konsolidierung" sind nicht Bestandteil der
Segmentsteuerung des Vorstands.
** Angepasst an die aktuelle Segmentstruktur
2022.
Für die Darstellung der operativen Entwicklung sowie für die Vergleichbarkeit mit Vorperioden ermitteln wir für die Segmente Rental, Value-add, Recurring Sales, Development und Pflege jeweils ein Adjusted EBITDA. Die Summe dieser Kennzahlen ergibt das Adjusted EBITDA Total des Konzerns. Die vorgenommenen Bereinigungen beinhalten periodenfremde, unregelmäßig wiederkehrende und betriebsatypische Sachverhalte. Diese Sondereinflüsse umfassen Abfindungszahlungen, die Entwicklung neuer Geschäftsfelder und Geschäftsprozessentwicklung sowie Akquisitionsprojekte inklusive Integrationskosten.
Die im Adjusted EBITDA Total eliminierten Sondereinflüsse lagen im Geschäftsjahr 2022 bei 76,6 Mio. € gegenüber 79,3 Mio. € im Vorjahr. Sie beinhalteten im Wesentlichen Aufwendungen für die Integration von Deutsche Wohnen in den Vonovia Konzern.
Die Aufgliederung der konzernexternen Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (gemäß IFRS 15.114f.) und deren Zuordnung zu den oben dargestellten Segmenten stellt sich wie folgt dar:
| in Mio. € | Rental | Value- add | Recurring Sales | Development | Pflege | Sonstiges |
| 1.1.-31.12.2022 | ||||||
| Umsatzerlöse aus Betriebskosten (IFRS 15) | 375,0 | |||||
| Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Immobilienvorräten | 27,8 | 13,6 | ||||
| Sonstige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 27,2 | 280,1 | 6,0 | |||
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 27,2 | 27,8 | 13,6 | 280,1 | 381,0 | |
| davon zeitraumbezogen | - | 13,6 | - | |||
| davon zeitpunktbezogen | 27,2 | 27,8 | - | 280,1 | 381,0 | |
| Umsatzerlöse aus Mieteinnahmen (IFRS 16) | 767,1 | 1,4 | ||||
| Umsatzerlöse aus Betriebskosten (IFRS 16) | 68,7 | |||||
| Andere Umsatzerlöse | 767,1 | - | - | 1,4 | - | 68,7 |
| Umsatzerlöse | 767,1 | 27,2 | 27,8 | 15,0 | 280,1 | 449,7 |
| 1.1.-31.12.2021 | ||||||
| Umsatzerlöse aus Betriebskosten (IFRS 15) | 313,7 | |||||
| Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Immobilienvorräten | 26,2 | 16,1 | ||||
| Sonstige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 24,7 | 266,8 | 6,9 | |||
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | - | 24,7 | 26,2 | 16,1 | 266,8 | 320,6 |
| davon zeitraumbezogen | - | - | 16,1 | - | - | |
| davon zeitpunktbezogen | - | 24,7 | 26,2 | - | 266,8 | 320,6 |
| Umsatzerlöse aus Mieteinnahmen (IFRS 16) | 835,1 | 0,7 | 0,1 | |||
| Umsatzerlöse aus Betriebskosten (IFRS 16) | 54,0 | |||||
| Andere Umsatzerlöse | 835,1 | - | - | 0,7 | 0,1 | 54,0 |
| Umsatzerlöse | 835,1 | 24,7 | 26,2 | 16,8 | 266,9 | 374,6 |
| in Mio. € | Summe |
| 1.1.-31.12.2022 | |
| Umsatzerlöse aus Betriebskosten (IFRS 15) | 375,0 |
| Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Immobilienvorräten | 41,4 |
| Sonstige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 313,3 |
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 729,7 |
| davon zeitraumbezogen | 13,6 |
| davon zeitpunktbezogen | 716,1 |
| Umsatzerlöse aus Mieteinnahmen (IFRS 16) | 768,5 |
| Umsatzerlöse aus Betriebskosten (IFRS 16) | 68,7 |
| Andere Umsatzerlöse | 837,2 |
| Umsatzerlöse | 1.566,9 |
| 1.1.-31.12.2021 | |
| Umsatzerlöse aus Betriebskosten (IFRS 15) | 313,7 |
| Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Immobilienvorräten | 42,3 |
| Sonstige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 298,4 |
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 654,4 |
| davon zeitraumbezogen | 16,1 |
| davon zeitpunktbezogen | 638,3 |
| Umsatzerlöse aus Mieteinnahmen (IFRS 16) | 835,9 |
| Umsatzerlöse aus Betriebskosten (IFRS 16) | 54,0 |
| Andere Umsatzerlöse | 889,9 |
| Umsatzerlöse | 1.544,3 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird mittels Division des auf die Anteilseigner entfallenden Periodenergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der innerhalb der Berichtsperiode im Umlauf befindlichen Stammaktien errechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich durch die Korrektur des Periodenergebnisses und der Anzahl der ausstehenden Aktien aufgrund der Annahme, dass wandelbare Instrumente umgewandelt, Optionen oder Optionsscheine ausgeübt oder Stammaktien unter bestimmten Voraussetzungen ausgegeben werden. Dabei werden potenzielle Stammaktien nur dann in die Berechnung einbezogen, wenn die Umwandlung in Stammaktien das Ergebnis je Aktie schmälern würde.
| 2021 | 2022 | |
| Auf die Anteilseigner von Deutsche Wohnen entfallendes Periodenergebnis (in Mio. €) | 877,2 | -434,1 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) * | 358.497.720 | 396.934.985 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) in € | 2,45 | -1,09 |
* Ohne Berücksichtigung von 3.362.003 durch
die Deutsche Wohnen gehaltene eigene Aktien.
Zum Ende der Berichtsperiode waren keine verwässernden Finanzinstrumente im Umlauf. Das unverwässerte stimmt mit dem verwässerten Ergebnis überein.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 der Deutsche Wohnen SE in Höhe von 20.877.399,45 € einen Betrag in Höhe von 0,04 € pro ausstehende Aktie, insgesamt 15.877.399,40 € an die Aktionäre als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 5.000.000,00 € auf neue Rechnung vorzutragen.
| in Mio. € | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte | Kundenstamm | Markenrechte | Geschäfts- oder Firmenwert | Summe |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
| Stand: 1. Januar 2022 | 25,2 | 31,2 | 15,6 | 148,1 | 220,1 |
| Zugänge durch Unternehmenszusammenschluss | - | - | - | - | - |
| Zugänge | 5,3 | - | - | - | 5,3 |
| Abgänge | -19,2 | - | - | -19,2 | |
| Umbuchungen | 3,3 | - | - | - | 3,3 |
| Stand: 31. Dezember 2022 | 14,6 | 31,2 | 15,6 | 148,1 | 209,5 |
| Kumulierte Abschreibungen | - | ||||
| Stand: 1. Januar 2022 | 17,3 | 22,0 | - | - | 39,3 |
| Zugänge durch Unternehmenszusammenschluss | - | - | - | ||
| Abschreibungen des Berichtsjahres | 4,8 | 1,6 | - | - | 6,4 |
| Wertminderung | - | 8,1 | 8,1 | ||
| Abgänge | -12,3 | - | - | -12,3 | |
| Umbuchungen | 3,2 | - | - | 3,2 | |
| Stand: 31. Dezember 2022 | 13,0 | 23,6 | - | 8,1 | 44,7 |
| Buchwerte | - | ||||
| Stand: 31. Dezember 2022 | 1,6 | 7,6 | 15,6 | 140,0 | 164,8 |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
| Stand: 1. Januar 2021 | 24,8 | 31,2 | 15,6 | 319,7 | 391,3 |
| Zugänge durch Unternehmenszusammenschluss | - | - | - | - | |
| Zugänge | 2,1 | - | - | - | 2,1 |
| Abgänge | -2,1 | - | - | -171,6 | -173,7 |
| Umbuchungen | 0,4 | - | - | - | 0,4 |
| Stand: 31. Dezember 2021 | 25,2 | 31,2 | 15,6 | 148,1 | 220,1 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand: 1. Januar 2021 | 14,8 | 18,8 | - | 33,6 | |
| Abschreibungen des Berichtsjahres | 4,5 | 3,2 | - | 171,5 | 179,2 |
| Abgänge | -2,0 | - | - | 171,5 | 169,5 |
| Stand: 31. Dezember 2021 | 17,3 | 22,0 | - | - | 39,3 |
| Buchwerte | |||||
| Stand: 31. Dezember 2021 | 7,9 | 9,2 | 15,6 | 148,1 | 180,8 |
Erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Selbst erstellte sonstige immaterielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Herstellungskosten bilanziert, sofern die Voraussetzungen für eine Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte gemäß IAS 38 vorliegen. Identifizierte erworbene Markenrechte besitzen eine unbestimmte Nutzungsdauer und unterliegen einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest. Der bilanzierte Kundenstamm weist eine bestimmte Nutzungsdauer von acht Jahren auf. Alle übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerte von Deutsche Wohnen weisen eine bestimmbare Nutzungsdauer auf und unterliegen einer planmäßigen linearen Abschreibung. Software und Lizenzen werden grundsätzlich auf Basis einer Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" auf die Notwendigkeit einer Wertminderung geprüft, sobald Anzeichen oder veränderte Umstände auf einen Wertminderungsbedarf hindeuten. Mindestens einmal im Jahr erfolgt eine Prüfung der Werthaltigkeit. Eine Wertminderung wird erfasst, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Ist der erzielbare Betrag für einen einzelnen Vermögenswert nicht ermittelbar, so wird die Wertminderungsprüfung auf Basis der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) durchgeführt, der der Vermögenswert angehört. Wertminderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Ein Wertminderungsaufwand wird dann wieder aufgehoben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts (bzw. der ZGE) herangezogen wurden. Der Buchwert des Vermögenswerts (bzw. der ZGE) wird auf den neu geschätzten erzielbaren Betrag erhöht. Der Buchwert ist dabei auf den Wert beschränkt, der bestimmt worden wäre, wenn für den Vermögenswert (bzw. die ZGE) in Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre.
Die bereits in den Vorjahren erworbene Marke "Pflege & Wohnen Hamburg" ist unverändert mit einem Wert von 15,6 Mio. € (2021: 15,6 Mio. €) angesetzt.
Ein Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses als Überschuss der Gesamtgegenleistung für die Anteile an einem Unternehmen bzw. einer Unternehmensgruppe über das erworbene anteilige Nettovermögen. Das Nettovermögen stellt den Saldo aus den gemäß IFRS 3 zu Zeitwerten bewerteten erworbenen identifizierbaren Vermögenswerten und den übernommenen Schulden und Eventualverbindlichkeiten dar.
Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung wird außerdem vorgenommen, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die auf eine Wertminderung hindeuten.
Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) oder einer Gruppe von ZGE. Eine ZGE ist die kleinste Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder einer anderen Gruppe von Vermögenswerten sind. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurde, wird den ZGE bzw. Gruppen von ZGE zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen.
Bei Deutsche Wohnen erfüllt grundsätzlich jede Immobilie die Voraussetzungen einer ZGE. Diese werden im Rahmen der operativen Steuerung zunächst zu geografisch strukturierten Business Units und dann zu regionalen Geschäftsbereichen zusammengefasst. Da die regionalen Geschäftsbereiche die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens darstellen, auf der der Goodwill für interne Managementzwecke überwacht wird, wird der Impairment-Test auf Ebene der Geschäftsbereiche und damit in Übereinstimmung mit IAS 36.80 für eine Gruppe von ZGE durchgeführt. Die erworbenen Vermögenswerte werden anhand der geografischen Lage der Immobilien den regionalen Geschäftsbereichen zugeordnet. Weitere Gruppen von ZGE, auf der der Goodwill für interne Managementzwecke überwacht wird, ist das Segment Value-add. Die dritte Gruppe von ZGE, auf die der Goodwill allokiert und für Managementzwecke überwacht wird, ist das Segment Pflege und Betreutes Wohnen.
Die Gruppen von ZGE, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet wurden, werden einer regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Hierzu ist der erzielbare Betrag mit dem Buchwert der Gruppen von ZGE zu vergleichen. Der erzielbare Betrag der Gruppen von ZGE ist der höhere Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Bei der Berechnung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows auf ihren Barwert abgezinst. Es werden Abzinsungssätze vor Steuern verwendet, die gegenwärtige Marktbewertung des Zinseffekts und die speziellen Risiken der regionalen Geschäftsbereiche, der Segmente Value-add und Development, sowie des Bereichs Pflege.
Wurde einer Gruppe von ZGE ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und liegt deren Buchwert über dem erzielbaren Betrag, so ist zunächst der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags abzuschreiben. Ein darüber hinausgehender Wertminderungsbedarf wird grundsätzlich buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der Gruppen von ZGE verteilt, wobei der jeweilige beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, Nutzungswert bzw. Null nicht unterschritten werden darf.
Ein realisierter Wertminderungsaufwand im Rahmen der Bewertung eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird in Folgejahren nicht aufgeholt.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2022 140,0 Mio. € (2021: 148,1 Mio. €). Im Vergleich zum 31. Dezember 2021 haben sich die Geschäfts- oder Firmenwerte damit um 8,1 Mio. € vermindert. Die Veränderung resultiert vollständig aus Wertminderungen in der ZGE Value-add.
Im 4. Quartal wurde der jährliche anlassunabhängige Werthaltigkeitstest durchgeführt. Aufgrund der Neusegmentierung wurde eine Reallokation des bestehenden Geschäfts- und Firmenwerts auf die ZGE Pflege in Höhe von 140,0 Mio. € und die ZGE Value-add in Höhe von 8,1 Mio. € vorgenommen. Infolge der gestiegenen Kapitalkosten und unter Berücksichtigung der Reallokation wurde der Geschäfts- und Firmenwert für die ZGE Value-add vollständig wertberichtigt.
Für den Werthaltigkeitstest wurde nach IAS 36.19 zunächst der Nutzungswert auf Basis der vom Vorstand genehmigten Detailplanung mit einem Planungszeitraum von fünf Jahren ermittelt. Dieser wurde aus der vom Vorstand genehmigten und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommenen Fünfjahresplanung auf Konzernebene abgeleitet. Wesentliche Parameter für die Ermittlung des Nutzungswerts sind die nachhaltige Wachstumsrate, die durchschnittlichen Gesamtkapitalkosten (WACC) und die erwarteten Mittelzu- und -abflüsse.
Für die ZGEs Value-add und Pflege wurde eine konstante Wachstumsrate in Höhe von 1,0 % unterstellt.
Die durchschnittlichen Gesamtkapitalkosten vor Steuern basieren auf dem als Dreimonatsdurchschnitt nach der Svensson-Methode ermittelten risikolosen Zinssatz, einer Marktrisikoprämie sowie einem verschuldeten Beta. Das verschuldete Beta und die verwendeten Eigenkapitalquoten sind auf Basis eines Peer-Vergleichs bestimmt. Sie betragen für die ZGE Pflege 6,48 % und für die ZGE Value Add 6,16 %.
Die Wertminderung wurde in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen und Wertminderungen erfasst. Der Nutzungswert beträgt für die ZGE Value-add 65,3 Mio. €.
Im Segment Pflege würde bei einem Anstieg des WACC auf 5,80% oder bei ausbleibendem Wachstum ein Impairment einsetzen. Zu einer vollständigen Wertberichtigung käme es bei einem Anstieg des WACC auf 6,40 % oder bei einer dauerhaften oder rückläufigen Geschäftsentwicklung.
| in Mio. € | Selbst genutzte Immobilien | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Summe |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||
| Stand: 1. Januar 2022 | 54,0 | 203,4 | 53,1 | 310,5 |
| Zugänge | 0,5 | 56,2 | 4,6 | 61,4 |
| Aktivierte Modernisierungskosten | 2,9 | 4,8 | 0,8 | 8,5 |
| Abgänge | -10,0 | -26,3 | -7,8 | -44,0 |
| Umbuchungen | 2,6 | -2,7 | -0,2 | |
| Stand: 31. Dezember 2022 | 47,4 | 240,7 | 48,0 | 336,1 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand: 1. Januar 2022 | 11,6 | 68,6 | 27,9 | 108,1 |
| Abschreibungen des Berichtsjahres | 3,0 | 21,8 | 7,3 | 32,1 |
| Abgänge | -4,0 | -12,7 | -6,9 | -23,6 |
| Sonstige Umbuchungen | - | - | - | - |
| Stand: 31. Dezember 2022 | 10,5 | 77,7 | 28,3 | 116,6 |
| Buchwerte | ||||
| Stand: 31. Dezember 2022 | 36,9 | 162,9 | 19,7 | 219,6 |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||
| Stand: 1. Januar 2021 | 55,2 | 183,8 | 52,0 | 291,0 |
| Zugänge | 3,3 | 32,0 | 10,0 | 45,3 |
| Aktivierte Modernisierungskosten | 4,6 | - | - | 4,6 |
| Abgänge | -6,8 | -17,7 | -5,5 | -30,0 |
| Sonstige Umbuchungen | -2,3 | 5,3 | -3,4 | -0,4 |
| Stand: 31. Dezember 2021 | 54,0 | 203,4 | 53,1 | 310,5 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand: 1. Januar 2021 | 10,1 | 60,2 | 24,7 | 95,0 |
| Abschreibungen des Berichtsjahres | 4,3 | 23,4 | 7,0 | 34,7 |
| Abgänge | -2,8 | -15,0 | -3,8 | -21,6 |
| Sonstige Umbuchungen | - | - | - | - |
| Stand: 31. Dezember 2021 | 11,6 | 68,6 | 27,9 | 108,1 |
| Buchwerte | ||||
| Stand: 31. Dezember 2021 | 42,4 | 134,8 | 25,2 | 202,4 |
Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - gemindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Zudem wird gemäß IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" die Notwendigkeit einer Wertminderung geprüft, sobald Anzeichen oder veränderte Umstände auf einen Wertminderungsbedarf hindeuten.
Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass Deutsche Wohnen ein mit der Sachanlage verbundener, künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich geschätzt werden können.
Die selbst genutzten Immobilien werden über 50 Jahre, die Betriebs- und Geschäftsausstattung über drei bis 13 Jahre und die technischen Anlagen und Maschinen über fünf bis 20 Jahre abgeschrieben.
Zum 31. Dezember 2022 sind in der Position selbst genutzte Immobilien im Wesentlichen die fortgeführten Herstellungskosten für die Zentrale von Deutsche Wohnen enthalten.
Die Buchwerte der selbst genutzten Immobilien zum 31. Dezember 2022 sind in Höhe von 30,1 Mio. € (31.12.2021: 28,0 Mio. €) durch Grundpfandrechte zugunsten verschiedener Kreditgeber belastet.
| in Mio. € | |
| Stand: 1. Januar 2022 | 28.730,5 |
| Zugänge | 363,9 |
| Aktivierte Modernisierungskosten | 213,1 |
| Umbuchungen zu Immobilienvorräte | -955,7 |
| Umbuchungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -107,6 |
| Abgänge | -23,3 |
| Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties | -917,5 |
| Wertveränderung der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | -1,5 |
| Stand: 31. Dezember 2022 | 27.301,9 |
| Stand: 1. Januar 2021 | 28.069,5 |
| Zugänge | 373,7 |
| Aktivierte Modernisierungskosten | 244,2 |
| Umbuchungen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 265,2 |
| Umbuchungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -2.084,4 |
| Ergebnis aus der Bewertung von Investment Properties | 1.734,8 |
| Wertveränderung der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien | 127,5 |
| Stand: 31. Dezember 2021 | 28.730,5 |
Wenn Deutsche Wohnen Immobilien erwirbt - sei es durch einen Unternehmenszusammenschluss oder in einer separaten Transaktion -, werden diese unter Berücksichtigung der beabsichtigten Nutzung entweder als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) oder als selbst genutzte Immobilien klassifiziert.
Investment Properties sind Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten und nicht selbst genutzt oder zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehalten werden. Zu den Investment Properties zählen unbebaute Grundstücke, Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Bauten und Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter. Ebenfalls als Investment Properties klassifiziert werden Nutzungsrechte aus angemieteten, bebauten und unbebauten Grundstücken (Erbbaurechte) sowie aus angemieteten Wohn- und Gewerbeimmobilien (Zwischenvermietung) im Sinne des IFRS 16, die der Definition von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entsprechen.
Investment Properties werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Transaktionskosten, wie z. B. Honorare und Gebühren für Rechtsberatung oder Grunderwerbsteuern, werden bei der erstmaligen Bewertung mit einbezogen. Werden Immobilien im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben und handelt es sich dabei um einen Geschäftsbetrieb, erfolgt die Bilanzierung entsprechend den Regelungen des IFRS 3. Transaktionskosten werden dabei als Aufwand erfasst.
Nach dem erstmaligen Ansatz werden Investment Properties zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern während der Phase der Grundstücks- oder Projektentwicklung (Development) aufgrund der fehlenden Marktgängigkeit sowie fehlender vergleichbarer Transaktionen eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert nicht verlässlich vorgenommen werden kann, erfolgt der Ansatz zu Anschaffungskosten. Das Anschaffungskostenmodell wird dann fortgeführt, bis eine verlässliche Bewertung vorgenommen werden kann, maximal jedoch bis zur Fertigstellung der Immobilie.
Investment Properties werden in die Sachanlagen umgegliedert, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt, die durch den Beginn der Selbstnutzung der Immobilie belegt wird. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten für die Folgebewertung entsprechen dabei dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Umklassifizierung.
Die Summe der Investment Properties zum 31. Dezember 2022 umfasst Nutzungsrechte aus bilanzierten Erbbaurechts- und Zwischenvermietverhältnissen (inkl. Nutzungsrechten aus angemieteten und weitervermieteten Pflegeimmobilien) in Höhe von 62,2 Mio. € (2021: 45,4 Mio. €). Wir verweisen hierfür auch auf das Kapitel → [E40] Leasingverhältnisse.
Der Großteil entfällt mit 60,1 Mio. € auf Nutzungsrechte aus Erbbaurechten (2021: 42,9 Mio. €).
Bezüglich der durch Grundpfandrechte zugunsten verschiedener Kreditgeber belasteten Investment Properties siehe → [E39] Originäre finanzielle Verbindlichkeiten.
Die Mieteinnahmen aus den Investment Properties beliefen sich im Geschäftsjahr auf 768,5 Mio. € (2021: 835,9 Mio. €).
Die direkt mit diesen Immobilien im Zusammenhang stehenden betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 109,9 Mio. € (2021: 137,0 Mio. €). Darin enthalten sind Aufwendungen für die Instandhaltung, nicht umlagefähige Betriebskosten, Personalaufwand aus der Objektbetreuer- und Handwerkerorganisation sowie Erträge aus den aktivierten Eigenleistungen. Die aktivierten Eigenleistungen betreffen die Eigenleistungen der konzerninternen Handwerkerorganisation sowie die Regiekosten für Großmodernisierungen.
Deutsche Wohnen hat als Leasinggeber langfristige Mietverträge für Gewerbeimmobilien abgeschlossen. Dabei handelt es sich um nicht kündbare Leasingverhältnisse, deren zukünftige Erlöse aufgrund von Mindestleasingzahlungen wie folgt fällig sind:
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Summe der Mindestleasingzahlungen | 19,3 | 16,2 |
| Fälligkeit innerhalb eines Jahres | 5,4 | 5,1 |
| Fälligkeit von 1 bis 5 Jahren | 12,7 | 10,5 |
| Fälligkeit nach 5 Jahren | 1,2 | 0,6 |
Die Bestimmung des Gesamtwerts des Immobilienportfolios erfolgte in Anlehnung an die Definition des Market Value des International Valuation Standard Committee. Zu- oder Abschläge, die bei einer Vermarktung von Portfolios zu beobachten sind, fanden ebenso wenig Berücksichtigung wie zeitliche Restriktionen bei einer Einzelvermarktung von Objekten. Die Verkehrswertermittlung von Deutsche Wohnen folgt den Vorschriften des IAS 40 in Verbindung mit IFRS 13.
Deutsche Wohnen bewertet sein Portfolio grundsätzlich anhand des Discounted-Cashflow-Verfahrens (DCF). Im Rahmen des DCF-Verfahrens werden die erwarteten künftigen Einnahmen und Ausgaben einer Immobilie über einen Detailzeitraum von zehn Jahren prognostiziert und dann auf den Bewertungsstichtag als Barwert diskontiert.
Die Einnahmen im DCF-Modell setzen sich im Wesentlichen aus erwarteten Mieteinnahmen (aktuell erzielte Nettokaltmiete, Marktmieten sowie Marktmietenentwicklung) unter Berücksichtigung von Erlösschmälerungen aus Leerstand zusammen. Die erwarteten Mieteinnahmen sind für jeden Standort aus den aktuellen Mietspiegeln und Mietpreisspiegeln (u. a. Value AG, IVD) sowie aus Studien zur räumlichen Prosperität (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Prognos, Value AG, Statistisches Bundesamt u. a.) abgeleitet.
Auf der Kostenseite sind Instandhaltungsaufwendungen und Verwaltungskosten zu nennen. Diese werden in Anlehnung an die II. Berechnungsverordnung berücksichtigt. Die II. Berechnungsverordnung (BV) ist eine deutsche Rechtsverordnung, in der die Wirtschaftlichkeitsberechnung von Wohnraum geregelt ist. Weitere Kostenpositionen sind beispielsweise Erbbauzinsen, nicht umlegbare Betriebskosten sowie Mietausfall. Alle Kostenpositionen werden im Betrachtungszeitraum inflationiert. Im Bestand durchgeführte Modernisierungsmaßnahmen werden mit Anpassungen der laufenden Instandhaltungsaufwendungen und durch angepasste Marktmietenansätze berücksichtigt.
Auf dieser Grundlage werden die prognostizierten Cashflows auf einer jährlichen Basis berechnet und dann zum Bewertungsstichtag als Barwert diskontiert. Darüber hinaus wird der Endwert der Immobilie (Terminal Value) am Ende des zehnjährigen Betrachtungszeitraums über den zu erwartenden stabilisierten Jahresreinertrag (Net Operating Income) ermittelt und wiederum auf den Bewertungsstichtag als Barwert diskontiert. Der angewandte Diskontierungszinssatz reflektiert die Marktsituation, die Lage, den Objekttyp, besondere Objektmerkmale (bspw. Erbbau, Preisbindung), die Renditeerwartungen eines potenziellen Investors und das Risiko der prognostizierten künftigen Cashflows der Immobilie. Der abgeleitete Marktwert ist somit Ergebnis aus diesem Barwert und berücksichtigt marktübliche Transaktionskosten wie Grunderwerbsteuer, Makler- und Notarkosten.
Die im Bestand befindlichen Gewerbeobjekte stellen überwiegend Kleingewerbe zur lokalen Versorgung im Wohnumfeld dar. Gegenüber dem Wohnportfolio werden u. a. abweichende Kostenansätze und marktspezifisch angepasste Diskontierungszinssätze angesetzt.
Die Bewertung erfolgt grundsätzlich auf Basis homogener Bewertungseinheiten. Diese erfüllen die Kriterien an wirtschaftlich zusammenhängende und vergleichbare Grundstücke und Gebäude. Dazu gehören:
| ― |
räumliche Lage (Identität der Mikrolage und räumliche Nähe), |
| ― |
vergleichbare Nutzungsarten, Gebäudeklasse, Baujahresklasse und Objektzustand, |
| ― |
gleiche Objekteigenschaften wie Preisbindung, Erbbaurecht und Voll- bzw. Teileigentum. |
Im Portfolio von Deutsche Wohnen befinden sich auch Projektentwicklungen, Flächen mit Baupotenzialen im Bestand und Grundstücke mit vergebenen Erbbaurechten sowie Pflegeeinrichtungen. Projektentwicklungen für die anschließende Bewirtschaftung im eigenen Bestand werden bis zur Baufertigstellung - vorbehaltlich der Wertüberprüfung bei triggering events - mit der Kostenmethode bewertet. Nach Baufertigstellung erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert mit dem oben beschriebenen DCF-Verfahren. Vergebene Erbbaurechte werden, wie auch das Immobilienportfolio, in einem DCF-Verfahren bewertet. Eingangsgrößen sind hier Dauer und Höhe der Erbbauzinsen und der Bodenwert der Grundstücke. Die Nutzungsrechte aus Erbbaurechtsverträgen werden zum Marktwert bilanziert. Der Marktwert der Erbbaurechtsverträge entspricht dem Barwert der marktüblichen Erbbauzinszahlungen bis zum Laufzeitende des Erbbaurechts. Diese werden von dem aktuellen Bodenwert abgeleitet. Zur Ermittlung des Barwerts werden die Erbbauzinszahlungen mit einem immobilienspezifischen Zinssatz abgeleitet.
Die Verkehrswerte (Fair Values) des Immobilienbestands von Deutsche Wohnen wurden zum Stichtag 31. Dezember 2022 durch die interne Bewertungsabteilung anhand der beschriebenen Methodik ermittelt.
Das Immobilienportfolio von Deutsche Wohnen wurde zusätzlich zur internen Bewertung auch durch den unabhängigen Gutachter Jones Lang La Salle SE bewertet. Der aus dem externen Gutachten resultierende Marktwert liegt auf dem Niveau des internen Bewertungsergebnisses.
Für die Pflegeimmobilien wird der beizulegende Zeitwert durch den unabhängigen Sachverständigen W&P Immobilienberatung GmbH mittels DCF-Verfahren ermittelt, und sofern einschlägig, auf Basis von Erkenntnissen aus Marktbeobachtungen und -transaktionen fortentwickelt.
Die vertraglich fixierte Vergütung für die Bewertungsgutachten ist unabhängig vom Bewertungsergebnis.
Der Immobilienbestand von Deutsche Wohnen findet sich in den Bilanzpositionen Investment Properties, Sachanlagen (selbst genutzte Immobilien), Immobilienvorräte, Vertragsvermögenswerte und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. Der Verkehrswert des Portfolios mit Wohngebäuden, Gewerbeobjekten, Garagen und Stellplätzen, Projektentwicklungen sowie unbebauten Grundstücken, vergebenen Erbbaurechten und Pflegeeinrichtungen belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 28.356,1 Mio. € (31.12.2021: 30.637,9 Mio. €). Dies entspricht für das Immobilienportfolio * einer Nettoanfangsrendite in Höhe von 2,2 % (31.12.2021: 2,1 %), einem Ist-Mieten-Multiplikator von 33,2 (31.12.2021: 33,5) und einem Marktwert pro m 2 in Höhe von 2.982 € (31.12.2021: 2.894 €).
* Bestandsportfolio bebaute Grundstücke
ohne Pflege und Development.
Die wesentlichen Bewertungsparameter der Investment Properties (Level 3) im Wohnimmobilienportfolio stellen sich zum 31. Dezember 2022 nach regionalen Märkten wie folgt dar:
| Bewertungsergebnisse * | Bewertungsparameter Investment Properties (Level 3) | |||||
| Regionalmarkt |
Verkehrswert Gesamt
(in Mio. €) |
davon Investment Properties
(in Mio. €) |
davon übrige Vermögensarten
(in Mio. €) |
Verwaltungskosten Wohnen (in € pro Mieteinheit/Jahr) | Instandhaltungskosten Wohnen (in €/m 2 pro Jahr) | Marktmiete Wohnen (in €/m 2 pro Monat) |
| 31.12.2022 | ||||||
| Berlin | 19.623,0 | 19.362,5 | 360,1 | 286 | 16,24 | 8,28 |
| Rhein-Main-Gebiet | 2.012,8 | 1.933,7 | 79,1 | 306 | 17,45 | 10,25 |
| Dresden | 1.168,0 | 1.168,0 | -0,0 | 285 | 16,37 | 7,52 |
| Leipzig | 919,0 | 919,0 | 0,0 | 298 | 16,73 | 7,11 |
| Rheinland | 771,2 | 771,2 | 0,0 | 300 | 18,18 | 10,05 |
| Hannover | 742,3 | 742,3 | 0,0 | 289 | 15,84 | 7,58 |
| München | 271,1 | 271,1 | 0,0 | 281 | 16,44 | 12,06 |
| Sonstige strategische Standorte | 303,9 | 303,9 | 0,0 | 271 | 16,26 | 6,24 |
| Gesamt strategische Standorte | 25.811,4 | 25.471,8 | 439,2 | 288 | 16,39 | 8,32 |
| Non-Strategic Standorte | 197,8 | 197,0 | 0,8 | 314 | 15,98 | 6,90 |
| Deutsche Wohnen Gesamt ** | 26.009,2 | 25.668,8 | 440,1 | 288 | 16,39 | 8,30 |
| Bewertungsparameter Investment Properties (Level 3) | ||||
| Regionalmarkt | Marktmietsteigerung Wohnen | Stabilisierte Leerstandsquote Wohnen | Diskontierungszinssatz Gesamt | Kapitalisierungszinssatz Gesamt |
| 31.12.2022 | ||||
| Berlin | 2,0 % | 0,9 % | 4,1 % | 2,3 % |
| Rhein-Main-Gebiet | 1,9 % | 1,2 % | 4,6 % | 3,0 % |
| Dresden | 1,8 % | 2,1 % | 4,2 % | 2,8 % |
| Leipzig | 1,7 % | 4,1 % | 3,9 % | 2,6 % |
| Rheinland | 1,8 % | 1,8 % | 4,5 % | 2,9 % |
| Hannover | 1,7 % | 2,2 % | 4,7 % | 3,4% |
| München | 1,9 % | 1,2 % | 4,7 % | 2,9 % |
| Sonstige strategische Standorte | 1,4 % | 4,5 % | 4,2 % | 3,4% |
| Gesamt strategische Standorte | 2,0 % | 1,3 % | 4,2 % | 2,5 % |
| Non-Strategic Standorte | 1,4 % | 3,1 % | 5,4 % | 4,4% |
| Deutsche Wohnen Gesamt ** | 2,0 % | 1,3 % | 4,2 % | 2,5% |
* Verkehrswert der bebauten Grundstücke
exkl. unbebaute Grundstücke und vergebene
Erbbaurechte, Anlagen im Bau, Development und Sonstige,
davon 1.633,1 Mio. € in den Investment Properties.
** Die Pflegeeinrichtungen sind nicht
Bestandteil dieser Übersicht.
| Bewertungsergebnisse * | Bewertungsparameter Investment Properties (Level 3) | |||||
| Regionalmarkt |
Verkehrswert Gesamt
(in Mio. €) |
davon Investment Properties
(in Mio. €) |
davon übrige Vermögensarten
(in Mio. €) |
Verwaltungskosten Wohnen (in € pro Mieteinheit/Jahr) | Instandhaltungskosten Wohnen (in €/m 2 pro Jahr) | Marktmiete Wohnen (in €/m 2 pro Monat) |
| 31.12.2021 | ||||||
| Berlin | 21.227,1 | 19.633,4 | 1.593,7 | 299 | 13,48 | 9,46 |
| Rhein-Main-Gebiet | 2.008,3 | 2.002,9 | 5,4 | 299 | 14,28 | 11,28 |
| Dresden | 1.191,5 | 1.191,5 | 0,0 | 299 | 12,30 | 7,92 |
| Leipzig | 931,4 | 931,4 | 0,0 | 298 | 12,93 | 7,22 |
| Rheinland | 771,0 | 752,0 | 19,0 | 298 | 14,62 | 10,22 |
| Hannover | 754,7 | 740,0 | 14,7 | 299 | 13,97 | 8,63 |
| München | 223,4 | 223,4 | 0,0 | 298 | 12,91 | 13,13 |
| Sonstige strategische Standorte | 317,4 | 317,4 | 0,0 | 299 | 12,38 | 6,37 |
| Gesamt strategische Standorte | 27.424,7 | 25.791,9 | 1.632,9 | 299 | 13,47 | 9,34 |
| Non-Strategic Standorte | 204,0 | 203,6 | 0,4 | 303 | 14,80 | 7,28 |
| Deutsche Wohnen Gesamt ** | 27.628,7 | 25.995,4 | 1.633,3 | 299 | 13,49 | 9,31 |
| Bewertungsparameter Investment Properties (Level 3) | ||||
| Regionalmarkt | Marktmietsteigerung Wohnen | Stabilisierte Leerstandsquote Wohnen | Diskontierungszinssatz Gesamt | Kapitalisierungszinssatz Gesamt |
| 31.12.2021 | ||||
| Berlin | 1,2 % | 1,0 % | 3,8 % | 2,6 % |
| Rhein-Main-Gebiet | 1,4 % | 3,1 % | 4,6 % | 3,4 % |
| Dresden | 1,6 % | 1,8 % | 4,7 % | 3,5 % |
| Leipzig | 1,5 % | 2,9 % | 4,3 % | 3,1 % |
| Rheinland | 1,0 % | 2,8 % | 4,1 % | 3,0 % |
| Hannover | 1,6 % | 2,1 % | 5,4 % | 4,0 % |
| München | 1,3 % | 1,3 % | 4,7 % | 3,3 % |
| Sonstige strategische Standorte | 1,4 % | 1,7 % | 5,2 % | 4,0 % |
| Gesamt strategische Standorte | 1,3 % | 1,4 % | 4,0 % | 2,8 % |
| Non-Strategic Standorte | 1,3 % | 3,0 % | 5,8 % | 4,6 % |
| Deutsche Wohnen Gesamt ** | 1,3 % | 1,4 % | 4,0 % | 2,8 % |
* Verkehrswert der bebauten Grundstücke
exkl. unbebaute Grundstücke und vergebene
Erbbaurechte, Anlagen im Bau, Development und Sonstige,
davon 1.101,8 Mio. € in den Investment Properties.
** Die Pflegeeinrichtungen sind nicht
Bestandteil dieser Übersicht.
Der Ansatz der Inflationsrate im Bewertungsverfahren beträgt 2,1 %. Das Ergebnis aus der Bewertung der Investment Properties belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf -917,5 Mio. € (2021: 1.734,8 Mio. €).
In die Bewertung der Pflegeimmobilien fließen als wesentliche Inputfaktoren durchschnittliche Marktmieten (2022: 9,37 €/m 2; 2021: 9,04 €/m 2), Diskontierungszinssätze (2022: 4,8 %; 2021: 4,4 %) und Instandhaltungskosten (2022: 12,32 €/m 2; 2021: 11,60 €/m 2) ein. Bei einer Absenkung der durchschnittlichen Marktmieten um 5 % ergibt eine Wertanpassung bezogen auf den Buchwert der Pflegeeinrichtungen um -5 % (2021: -5 %), eine Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 0,1pp ergibt eine Wertanpassung um -2 % (2021: -2 %) und eine Erhöhung der Instandhaltungskosten um 10 % ergibt eine Wertanpassung um -1 % (2021: -1 %).
Die Analysen der Sensitivitäten des Immobilienbestands von Deutsche Wohnen zeigen den Einfluss der von Marktentwicklungen abhängigen Werttreiber. Insbesondere sind das die Marktmieten und Marktmietenentwicklung, die Höhe der angesetzten Verwaltungs- und Instandhaltungskosten, die Kostensteigerung, die Leerstandsquote sowie die Zinssätze. Die Auswirkung möglicher Schwankungen dieser Parameter ist im Folgenden jeweils isoliert voneinander nach regionalen Märkten abgebildet.
Wechselwirkungen der Parameter sind möglich, aufgrund der Komplexität der Zusammenhänge aber nicht quantifizierbar. Zusammenhänge können beispielsweise zwischen den Parametern Leerstand und Marktmiete entstehen. Trifft eine steigende Wohnungsnachfrage auf ein sich nicht adäquat entwickelndes Angebot, können sowohl reduzierte Leerstände als auch gleichzeitig steigende Marktmieten beobachtet werden. Wird die steigende Nachfrage allerdings durch eine hohe Leerstandsreserve am Standort kompensiert, kommt es nicht zwingend zu Änderungen des Marktmietniveaus.
Eine geänderte Wohnungsnachfrage kann darüber hinaus auch Einfluss auf das Risiko der erwarteten Zahlungsströme nehmen, welche sich dann in angepassten Ansätzen der Diskontierungs- und Kapitalisierungszinsen zeigt. Allerdings müssen sich die Effekte nicht zwangsläufig begünstigen, wenn die geänderte Nachfrage nach Wohnimmobilien beispielsweise durch gesamtwirtschaftliche Entwicklungen überlagert wird. Des Weiteren können sich neben der Nachfrage auch andere Faktoren auf die genannten Parameter auswirken. Als Beispiel seien hier Änderungen im Wohnungsbestand, des Verkäufer- und Käuferverhaltens, politische Entscheidungen oder Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt aufgeführt.
Nachfolgend werden die prozentualen Wertauswirkungen bei einer Änderung der Bewertungsparameter aufgezeigt. Die absolute Wertauswirkung ergibt sich durch Multiplikation der prozentualen Auswirkung mit dem Verkehrswert der Investment Properties.
| Wertänderung in % bei geänderten Parametern | ||||
| Verwaltungskosten Wohnen | Instandhaltungskosten Wohnen | Kostensteigerung/ Inflation | Marktmiete Wohnen | |
| Regionalmarkt | -10
%/10
% |
-10
%/10
% |
-0,5 %/+0,5 %-Punkte | -2
%/+2
% |
| 31.12.2022 | ||||
| Berlin | 0,7/-0,7 | 2,2/-2,2 | 6,4/-6,4 | -2,6/2,5 |
| Rhein-Main-Gebiet | 0,6/-0,6 | 1,9/-1,9 | 4,1/-4,2 | -2,4/2,4 |
| Dresden | 0,6/-0,6 | 1,7/-1,7 | 3,8/-3,9 | -2,4/2,4 |
| Leipzig | 0,8/-0,7 | 2,5/-2,5 | 5,9/-5,9 | -2,4/2,4 |
| Rheinland | 0,4/-0,4 | 1,1/-1,1 | 3,0/-3,1 | -2,0/2,0 |
| Hannover | 0,8/-0,8 | 2,4/-2,4 | 5,0/-5,1 | -2,5/2,4 |
| München | 0,9/-0,9 | 3,1/-3,1 | 7,8/-7,5 | -2,6/2,7 |
| Sonstige strategische Standorte | 1,3/-1,3 | 4,1/-4,1 | 8,5/-8,2 | -3,0/3,0 |
| Gesamt strategische Standorte | 0,7/-0,7 | 2,2/-2,2 | 6,1/-6,1 | -2,6/2,5 |
| Non-Strategic Standorte | 0,8/-0,8 | 2,4/-2,4 | 4,0/-4,1 | -2,0/1,9 |
| Deutsche Wohnen Gesamt * | 0,7/-0,7 | 2,2/-2,2 | 6,1/-6,1 | -2,6/2,5 |
| Wertänderung in % bei geänderten Parametern | |||
| Marktmietsteigerung Wohnen | Stabilisierte Leerstandsquote Wohnen | Diskontierungs- und Kapitalisierungszins Gesamt | |
| Regionalmarkt | -0,2 %/+0,2 %-Punkte | -1 %/+1 %-Punkte | -0,25 %/+0,25 %-Punkte |
| 31.12.2022 | |||
| Berlin | -10,3/12,7 | 1,6/-1,8 | 12,6/-10,1 |
| Rhein-Main-Gebiet | -7,9/9,3 | 1,6/-1,6 | 9,8/-8,2 |
| Dresden | -7,9/9,2 | 0,9/-1,6 | 9,8/-8,2 |
| Leipzig | -8,2/9,8 | 1,8/-1,8 | 10,4/-8,6 |
| Rheinland | -7,0/8,4 | 1,2/-1,3 | 10,2/-8,4 |
| Hannover | -7,2/8,3 | 1,8/-1,8 | 8,4/-7,2 |
| München | -9,3/11,4 | 2,0/-2,0 | 11,1/-9,2 |
| Sonstige strategische Standorte | -8,6/10,1 | 2,6/-2,5 | 8,5/-7,3 |
| Gesamt strategische Standorte | -9,8/11,9 | 1,6/-1,8 | 11,9/-9,6 |
| Non-Strategic Standorte | -4,8/5,3 | 1,6/-1,6 | 6,3/-5,7 |
| Deutsche Wohnen Gesamt * | -9,7/11,9 | 1,6/-1,8 | 11,9/-9,6 |
* Die Pflegeeinrichtungen sind nicht Bestandteil
dieser Übersicht.
| Wertänderung in % bei geänderten Parametern | ||||
| Verwaltungskosten Wohnen | Instandhaltungskosten Wohnen | Kostensteigerung/Inflation | Marktmiete Wohnen | |
| Regionalmarkt | -10
%/10
% |
-10
%/10
% |
-0,5 %/+0,5 %-Punkte | -2
%/+2
% |
| 31.12.2021 | ||||
| Berlin | 0,6/-0,6 | 1,3/-1,3 | 4,4/-4,3 | -1,2/1,2 |
| Rhein-Main-Gebiet | 0,4/-0,4 | 1,0/-1,0 | 2,2/-2,3 | -1,4/1,4 |
| Dresden | 0,5/-0,5 | 1,1/-1,1 | 2,9/-2,9 | -1,5/1,5 |
| Leipzig | 0,6/-0,6 | 1,4/-1,4 | 4,0/-4,1 | -1,6/1,6 |
| Rheinland | 0,6/-0,5 | 1,3/-1,2 | 5,2/-4,8 | -2,4/2,6 |
| Hannover | 0,5/-0,5 | 1,3/-1,3 | 1,5/-1,7 | -1,4/1,3 |
| München | 0,4/-0,4 | 0,8/-0,8 | 2,3/-2,4 | -1,4/1,4 |
| Sonstige strategische Standorte | 0,8/-0,8 | 1,7/-1,7 | 3,7/-3,7 | -1,6/1,6 |
| Gesamt strategische Standorte | 0,6/-0,6 | 1,3/-1,3 | 4,0/-4,0 | -1,3/1,3 |
| Non-Strategic Standorte | 0,5/-0,5 | 1,5/-1,5 | 2,7/-3,1 | -1,0/1,1 |
| Deutsche Wohnen Gesamt * | 0,6/-0,6 | 1,3/-1,3 | 4,0/-4,0 | -1,3/1,3 |
| Wertänderung in % bei geänderten Parametern | |||
| Marktmietsteigerung Wohnen | Stabilisierte Leerstandsquote Wohnen | Diskontierungs- und Kapitalisierungszins Gesamt | |
| Regionalmarkt | -0,2 %/+0,2 %-Punkte | -1 %/+1 %-Punkte | -0,25 %/+0,25 %-Punkte |
| 31.12.2021 | |||
| Berlin | -7,4/8,6 | 1,1/-1,6 | 10,9/-9,0 |
| Rhein-Main-Gebiet | -6,1/6,9 | 1,4/-1,4 | 8,6/-7,3 |
| Dresden | -6,1/6,8 | 1,4/-1,5 | 8,3/-7,1 |
| Leipzig | -6,8/7,8 | 1,6/-1,6 | 9,4/-7,9 |
| Rheinland | -6,1/7,6 | 1,6/-1,5 | 9,7/-8,1 |
| Hannover | -4,6/4,7 | 1,5/-1,5 | 6,6/-5,8 |
| München | -6,7/7,8 | 1,3/-1,4 | 9,5/-7,9 |
| Sonstige strategische Standorte | -5,4/6,1 | 1,7/-1,8 | 6,9/-6,1 |
| Gesamt strategische Standorte | -7,1/8,2 | 1,2/-1,6 | 10,4/-8,6 |
| Non-Strategic Standorte | -4,0/3,4 | 1,6/-1,6 | 6,1/-5,4 |
| Deutsche Wohnen Gesamt * | -7,0/8,2 | 1,2/-1,6 | 10,3/-8,5 |
* Die Pflegeeinrichtungen sind nicht Bestandteil
dieser Übersicht.
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ||
| langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig | |
| Übrige Beteiligungen | 33,9 | - | 39,6 | - |
| Sonstige Ausleihungen | 263,6 | 562,4 | 684,2 | 1.016,2 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 23,7 | 2,6 | 21,2 | 2,6 |
| Derivate | 3,0 | - | 66,4 | 0,2 |
| 324,2 | 565,0 | 811,4 | 1.019,0 | |
Finanzielle Vermögenswerte werden zu dem Zeitpunkt in der Bilanz angesetzt, zu dem Deutsche Wohnen Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Eine Ausbuchung erfolgt, wenn die vertraglichen Rechte auf die Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wird und Deutsche Wohnen weder eine Verfügungsmacht noch wesentliche mit dem Eigentum verbundene Risiken und Chancen zurückbehält.
Bei der Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte werden entsprechend IFRS 9 sowohl das Geschäftsmodell, in dessen Rahmen finanzielle Vermögenswerte gehalten werden, als auch die Eigenschaften der Cashflows der betreffenden Vermögenswerte berücksichtigt. Diese Kriterien entscheiden darüber, ob eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode oder zum beizulegenden Zeitwert erfolgt.
Bezüglich des Geschäftsmodellkriteriums sind alle Finanzinvestitionen bei Deutsche Wohnen dem Modell "Halten" gemäß IFRS 9.4.i.2(a) zuzuordnen. Bei Einstufung von Finanzinvestitionen als Eigenkapitalinstrumente hat Deutsche Wohnen das unwiderrufliche Wahlrecht ausgeübt, spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Gewinne und Verluste, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, werden auch beim Abgang nicht aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung ungegliedert.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen zum Stichtag dem maximalen Ausfallrisiko.
Die übrigen Beteiligungen beinhalten in Höhe von 39,2 Mio. € (31.12.2021: 33,5 Mio. €) Anteile an der QUARTERBACK Immobilien Gruppe.
Die sonstigen Ausleihungen beinhalten Darlehensforderungen zu marktüblichen Konditionen gegenüber der QUARTERBACK Immobilien Gruppe in Höhe von nominal 801,9 Mio. € (31.12.2021: 806,5 Mio. €). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Ausleihungen Darlehensforderungen zu marktüblichen Konditionen gegenüber der Vonovia SE in Höhe von nominal 870,0 Mio. € (31.12.2021: - Mio. €).
Für die Ausleihungen an die QUARTERBACK Immobilien Gruppe wurden die zu erwartenden Kreditverluste gemäß dem "general approach" des IFRS 9 ermittelt. Die Ausleihungen beinhalten grundsätzlich eine Risikokonzentration. Da zum Stichtag im Vergleich zur Vorperiode ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos vorlag, wurden die Berechnungen auf Basis einer über die Laufzeit erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeit analog IFRS 7.35M durchgeführt, was zu einem Expected Credit Loss von 20,1 Mio. € führte. Zum Stichtag neu abgeschlossene Ausleihungen sind von einem signifikanten Anstieg des Kreditrisikos ausgeschlossen und werden weiterhin mit einer Zwölfmonats-Ausfallwahrscheinlichkeit berechnet.
Die Forderungen aus Finanzierungsleasing resultieren im Wesentlichen aus der Vermietung von bestimmten Breitbandkabelnetzen. Zum Bilanzstichtag ergaben sich Forderungen in Höhe von 23,8 Mio. € (31.12.2021: 26,3 Mio. €) und ein Zinsertrag von 1,1 Mio. € (31.12.2021: 1,3 Mio. €). Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen stellt sich wie folgt dar:
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Nominaler Wert der ausstehenden Leasingzahlungen | 31,9 | 28,2 |
| davon fällig innerhalb eines Jahres | 3,7 | 3,5 |
| davon fällig zwischen ein und zwei Jahren | 3,5 | 3,6 |
| davon fällig zwischen zwei und drei Jahren | 3,6 | 3,0 |
| davon fällig zwischen drei und vier Jahren | 3,0 | 3,0 |
| davon fällig zwischen vier und fünf Jahren | 3,0 | 3,0 |
| davon fällig nach mehr als fünf Jahren | 15,1 | 12,1 |
| Zuzüglich nicht garantierter Restwerte | 0,2 | 0,2 |
| Abzüglich noch nicht realisierter Finanzerträge | -5,8 | -4,6 |
| Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen | 26,3 | 23,8 |
Unter den langfristigen Derivaten werden positive Marktwerte in Höhe von 66,4 Mio. € (31.12.2021: 3,0 Mio. €) aus anderen Zinsderivaten ausgewiesen.
Deutsche Wohnen ist am Stichtag an 22 Gemeinschafts- und fünf assoziierten Unternehmen beteiligt (31. Dezember 2021: 22 Gemeinschafts- und fünf assoziierte Unternehmen).
Deutsche Wohnen hält 40 % an der nicht börsennotierten QUARTERBACK Immobilien AG mit Geschäftssitz in Leipzig, die per 31. Dezember 2022 als assoziiertes Unternehmen klassifiziert wurde. Die QUARTERBACK Immobilien AG ist ein deutschlandweit agierender Projektentwickler mit Schwerpunkt im mitteldeutschen Raum. Durch die Beteiligung wird das Developmentgeschäft der Deutsche Wohnen Gruppe gestärkt werden.
Weiterhin ist Deutsche Wohnen an 11 nicht börsennotierten Finanzbeteiligungen der QUARTERBACK Immobilien AG mit Beteiligungsquoten zwischen jeweils 44 % bis 50 % (QUARTERBACK-Objektgesellschaften) beteiligt, die als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert wurden (31. Dezember 2021: 11).
Die nachstehende Tabelle fasst die Finanzinformationen der QUARTERBACK Immobilien AG und der QUARTERBACK-Objektgesellschaften zum 31. Dezember 2022 zusammen. Die Tabelle zeigt auch eine Überleitung der zusammengefassten Finanzinformationen auf den Buchwert des Anteils von Deutsche Wohnen an der QUARTERBACK Immobilien AG und den zusammengefassten QUARTERBACK-Objektgesellschaften.
| in Mio. € | 31.12.2021 QUARTERBACK Immobilien AG | 31.12.2022 QUARTERBACK Immobilien AG | 31.12.2021 QUARTERBACK-Objektgesellschaften | 31.12.2022 QUARTERBACK-Objektgesellschaften |
| Langfristige Vermögenswerte | 774,3 | 764,0 | 234,3 | 229,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 112,7 | 104,9 | 15,7 | 21,1 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1.133,6 | 1.510,3 | 567,9 | 589,3 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 1.246,3 | 1.615,2 | 583,6 | 610,4 |
| Langfristige Schulden | 769,9 | 841,6 | 111,9 | 86,6 |
| Kurzfristige Schulden | 908,7 | 1.186,2 | 462,2 | 510,3 |
| Nicht beherrschende Anteile | 40,9 | 42,5 | 11,9 | 12,0 |
| Nettovermögen (100 %) | 301,1 | 308,9 | 231,9 | 231,0 |
| Anteil des Konzerns in % | 40 | 40 | 44 bis 50 | 44 bis 50 |
| Anteil des Konzerns am Reinvermögen | 120,4 | 123,6 | 108,8 | 106,6 |
| Konzernanpassungen | -1,6 | -49,5 | -4,6 | -5,4 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 114,5 | - | ||
| Buchwert der Unternehmensanteile | 233,3 | 74,1 | 104,2 | 101,2 |
| Umsatzerlöse | 205,9 | 311,1 | 60,3 | 59,0 |
| Bestandsveränderungen | 631,3 | 302,2 | 24,0 | 17,7 |
| Zinserträge | 4,3 | 20,6 | 9,1 | 8,4 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -3,0 | -4,3 | -0,2 | -0,2 |
| Zinsaufwendungen | -48,3 | -78,2 | -17,1 | -23,2 |
| Ertragsteuern | -13,7 | -18,1 | -1,9 | -0,6 |
| Gewinn aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen (100 %) und Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr | 16,5 | 7,8 | 7,2 | -3,1 |
Aus der At-equity-Fortschreibung der Beteiligungen an der QUARTERBACK-Gruppe ergibt sich per 31. Dezember 2022 ein negatives Ergebnis in Höhe von 8,5 Mio. € (2021: 5,4 Mio. €).
Auf Basis der finalen Kaufpreisallokation wurde der At-equity-Buchwert der QUARTERBACK Immobilien AG bei Verwendung eines um den Basiszins angepassten WACC auf einen Buchwert von 74,1 Mio. € (2021: 239,1 Mio. €) abgeschrieben.
Zusätzlich zu diesen Beteiligungen hält Deutsche Wohnen Anteile an 15 (2021: 15) weiteren Unternehmen, die im Einzelnen derzeit von untergeordneter Bedeutung sind und nach der Equity-Methode bilanziert werden; notierte Marktpreise liegen nicht vor. Bei einem dieser Unternehmen hält Deutsche Wohnen weniger als 20 % der Stimmrechte, hat jedoch aufgrund weiterer vertraglicher Beziehungen seinen Einfluss als maßgeblichen Einfluss eingestuft. Die nachstehende Tabelle gliedert in aggregierter Form den Buchwert und den Anteil am Gewinn und sonstigen Ergebnis dieser Unternehmen auf.
Zum 31. Dezember 2022 wurde im Rahmen des anlassunabhängige Werthaltigkeitstests innerhalb der weiteren Beteiligungen für eine Beteiligung ein Wertberichtigungsbedarf von 2,3 Mio. € identifiziert.
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Buchwert der Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 35,8 | 32,6 |
| Anteil des Konzerns am Ergebnis der nicht wesentlichen at-equity-einbezogenen Gesellschaften | 10 % bis 50 % | 10 % bis 50 % |
| Anteiliges Gesamtergebnis | 1,8 | -0,7 |
Es bestehen im Bezug auf die weiteren Unternehmen keine maßgeblichen finanziellen Verpflichtungen oder Garantien/ Bürgschaften von Deutsche Wohnen gegenüber den Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen.
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ||
| langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig | |
| Geleistete Anzahlung für Immobilienprojekte | - | - | 214,7 | 104,5 |
| Forderungen an Versicherungen | 1,6 | 0,2 | 0,1 | |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 1,2 | 100,4 | - | 93,8 |
| 1,2 | 102,0 | 214,9 | 198,4 | |
Die geleisteten Anzahlungen für Immobilienprojekte beinhalten laufende Projektentwicklungen durch Dritte (sogenannte Forward Deals), bei denen die Kaufpreiszahlung in Raten während der Projektentwicklungsphase erfolgt.
In den übrigen sonstigen Vermögenswerten wird der Anspruch auf die Kaufpreisnachzahlung aus dem laufenden Spruchverfahren im Zusammenhang mit dem 2014 abgeschlossenen Beherrschungsvertrag zwischen der Deutsche Wohnen SE und der GSW Immobilien AG in Höhe von 66,0 Mio. € (2021: 63,9 Mio. €) abgebildet.
Die ausgewiesenen laufenden Ertragsteueransprüche betreffen Forderungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für das laufende Geschäftsjahr und Vorjahre sowie aus Kapitalertragsteuer.
Der Anstieg im Geschäftsjahr 2022 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg von Erstattungsansprüchen auf Steuervorauszahlungen und anzurechnende Kapitalertragsteuern.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.
Die Vorräte umfassen in Höhe von 47,2 Mio. € (31.12.2021: - Mio. €) unfertige Leistungen in Zusammenhang mit Betriebskostenabrechnungen in 2023. Die ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen im Wesentlichen Pflegeausstattung und Pflegehilfsmittel der Pflegebetriebe.
Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedert sich wie folgt:
| wertberichtigt | nicht wertberichtigt | |||||
| zum Stichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||||||
| in Mio. € | Bruttowert | Wertberichtigung | zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig | weniger als 30 Tage | zwischen 30 und 90 Tagen | zwischen 91 und 180 Tagen |
| Forderungen aus dem Verkauf von Bestandsimmobilien. | 0,4 | |||||
| Forderungen aus dem Verkauf von Vorratsimmobilien | ||||||
| Vertragsvermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Vermietung | 40,6 | -25,6 | ||||
| Forderungen aus Betreuungstätigkeit | ||||||
| Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen | 14,2 | |||||
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 0,4 | |||||
| Stand 31. Dezember 2022 | 40,6 | -25,6 | 15,0 | - | - | - |
| Forderungen aus dem Verkauf von Bestandsimmobilien | - | - | 62,1 | |||
| Forderungen aus dem Verkauf von Vorratsimmobilien | ||||||
| Vertragsvermögenswerte | - | - | 12,0 | |||
| Forderungen aus Vermietung | 49,8 | -21,9 | - | |||
| Forderungen aus Betreuungstätigkeit | - | - | - | |||
| Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen | - | - | 11,1 | |||
| Stand 31. Dezember 2021 | 49,8 | -21,9 | 85,2 | - | - | - |
| nicht wertberichtigt | Buchwert | |
| in Mio. € | zum Stichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig zwischen 181 und mehr als 360 Tagen 360 Tage | entspricht dem maximalen Ausfallrisiko * |
| Forderungen aus dem Verkauf von Bestandsimmobilien. | 0,4 | |
| Forderungen aus dem Verkauf von Vorratsimmobilien | - | |
| Vertragsvermögenswerte | - | |
| Forderungen aus Vermietung | 15,0 | |
| Forderungen aus Betreuungstätigkeit | - | |
| Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen | 14,2 | |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 0,4 | |
| Stand 31. Dezember 2022 | - | 30,0 |
| Forderungen aus dem Verkauf von Bestandsimmobilien | 62,1 | |
| Forderungen aus dem Verkauf von Vorratsimmobilien | - | |
| Vertragsvermögenswerte | 12,0 | |
| Forderungen aus Vermietung | 27,8 | |
| Forderungen aus Betreuungstätigkeit | - | |
| Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen | 11,1 | |
| Stand 31. Dezember 2021 | - | 113,0 |
Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte werden nach dem Modell der erwarteten Kreditausfälle (Expected-Credit-Loss-Modell) bestimmt. Grundprinzip des Modells ist die Abbildung des Verlaufs einer Verschlechterung oder Verbesserung der Kreditqualität von Finanzinstrumenten, wobei bereits erwartete Verluste berücksichtigt werden.
Der Ansatz des IFRS 9 umfasst die folgenden Bewertungsebenen:
| ― |
Ebene 1: 12-Monats-Kreditausfälle: anzuwenden auf alle Posten (seit dem erstmaligen Ansatz), sofern sich die Kreditqualität nicht signifikant verschlechtert hat. |
| ― |
Ebene 2: Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit (bei homogenen Debitorenportfolios): anzuwenden, wenn sich das Kreditrisiko für einzelne Finanzinstrumente oder eine Gruppe von Finanzinstrumenten signifikant erhöht hat. |
| ― |
Ebene 3: Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit (bei Einzelbetrachtung): Bei Vorliegen objektiver Hinweise auf einen Wertminderungsbedarf bei Einzelbetrachtung von Vermögenswerten ist die Betrachtung der gesamten Laufzeit des Finanzinstruments maßgeblich. |
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (beispielweise Mietforderungen, Forderungen aus Betriebskosten, Forderungen aus dem Verkauf von Immobilien) und bei Vertragsvermögenswerten (Contract Assets) gemäß IFRS 15 wird das vereinfachte Verfahren (Simplified Approach) angewendet. Demnach müssen Änderungen des Kreditrisikos nicht nachverfolgt werden. Stattdessen hat Deutsche Wohnen sowohl beim erstmaligen Ansatz als auch zu jedem nachfolgenden Abschlussstichtag eine Risikovorsorge in Höhe der Gesamtlaufzeit, den sogenannten erwarteten Verlust (Expected Credit Loss), zu erfassen.
Die Buchwerte der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten.
Die wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich fällig. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Forderungen aus dem Verkauf von Grundstücken entstehen mit dem wirtschaftlichen Eigentumsübergang. Die Fälligkeit der Forderung kann hingegen von der Erfüllung vertraglicher Pflichten abhängen. In einigen Kaufverträgen ist die Hinterlegung des Kaufpreises auf Notaranderkonten geregelt. Für risikobehaftete Forderungen werden Einzelwertberichtigungen bis zur Höhe des gebuchten Verkaufsergebnisses gebildet.
Die von Deutsche Wohnen gehaltenen Forderungen aus Vermietung entstehen generell zum Monatsanfang, sind kurzfristiger Natur und resultieren aus Ansprüchen gegenüber Mietern im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit. Aufgrund der (Folge-)Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten muss ein Impairment-Test vorgenommen werden. Die Forderungen fallen in den Anwendungsbereich der Ermittlung erwarteter Kreditverluste (Expected Credit Losses).
Gemäß den allgemeinen Vorschriften des IFRS 9 ist für kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente die Erfassung erwarteter Kreditverluste anhand des vereinfachten Ansatzes vorzunehmen (Simplified Approach).
Forderungen werden von Deutsche Wohnen unabhängig ihrer Fristigkeit initial in die Stufe 2 des Wertberichtigungsmodells eingeordnet. Im weiteren Verlauf bedarf es bei objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung eines Stufentransfers in die Stufe 3 des Wertberichtigungsmodells. Der Transfer von Stufe 2 zu Stufe 3 hat spätestens dann zu erfolgen, wenn die vertraglichen Zahlungen seit mehr als 90 Tagen überfällig sind. Allerdings kann diese Annahme im Einzelfall widerlegt werden, wenn ansonsten kein objektiver Hinweis auf einen Ausfall besteht. Ein Wechsel der Stufe hat in jedem Fall dann zu erfolgen, wenn im Rahmen eines Mahnverfahrens ein Titel gegenüber dem Mieter erwirkt wird. Bei einem Wegfall objektiver Hinweise auf eine Wertminderung wird ein (Rück-)Transfer in Stufe 2 des Wertberichtigungsmodells vorgenommen.
Bei Kenntnisnahme von einer wesentlichen Veränderung der Marktbedingungen und/oder der Konditionen eines Schuldners nimmt Deutsche Wohnen unverzüglich eine Neueinschätzung der erwarteten Kreditverluste vor. Durch dieses Vorgehen wird sichergestellt, dass der Stufentransfer des Wertberichtigungsmodells zeitnah berücksichtigt wird.
Im Rahmen der Ermittlung von Expected Credit Losses für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verwendet Deutsche Wohnen eine Kreditverlustmatrix. Die Matrix basiert auf historischen Ausfallraten und berücksichtigt aktuelle Erwartungen inklusive makroökonomischer Indikatoren (z. B. BIP). Anhand der Matrix können für verschiedene homogene Portfolios die Expected Credit Losses abgeleitet werden.
Für die Bildung von Portfolios zur Beurteilung der Ausfallwahrscheinlichkeit bedarf es homogener Kreditrisikoeigenschaften innerhalb des jeweiligen Clusters von Forderungen. Bei den Forderungen aus der operativen Geschäftstätigkeit, das heißt der Vermietung von Mietobjekten, unterscheidet Deutsche Wohnen zwischen laufenden Forderungen gegenüber Bestandsmietern und Forderungen gegenüber ehemaligen Mietern. Bei beiden Portfolios handelt es sich um kurzfristige Forderungsbestände mit geringer Volatilität, da das operative Grundgeschäft kaum wesentliche Schwankungen aufweist. Wesentliche Effekte auf die Forderungsbestände in der Vergangenheit sind auf Unternehmensübernahmen durch Deutsche Wohnen zurückzuführen.
Basis der Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit bilden Ergebnisse einer Analyse historischer Ausfallwahrscheinlichkeiten. Es wurden für die vergangenen drei Jahre Zahlungsflüsse auf ausstehende Forderungsbestände untersucht und ein durchschnittlicher Zahlungseingang für das jeweilige Jahr auf Monatsbasis ermittelt. Der ermittelte durchschnittliche monatliche Zahlungseingang wird dem durchschnittlichen monatlichen Forderungsbestand des jeweiligen Jahres gegenübergestellt. Im Ergebnis nimmt Deutsche Wohnen eine Risikovorsorge in Höhe von gerundet 95 % für den Forderungsbestand gegenüber ehemaligen Mietern vor.
Der Verlust bei Ausfall setzt sich wie folgt zusammen:
Der betrachtete Forderungsbestand ehemaliger Mieter (Höhe der Forderung zum Ausfallszeitpunkt) wird korrigiert um einbehaltene Kautionen, die Deutsche Wohnen als Sicherheiten dienen. Dies ist bereits durch die Berechnungsmethodik der Ausfallwahrscheinlichkeit berücksichtigt.
In dem zugrunde gelegten durchschnittlichen Forderungsbestand sind einzelwertberichtigte Forderungen, die vollständig abgeschrieben wurden, nicht enthalten.
Bei der Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit von Forderungen im Rahmen der laufenden Mietverträge analysiert Deutsche Wohnen die tatsächlichen Ausbuchungen für die vergangenen drei Jahre.
Dies erfolgt systematisch anhand der Steuerung des Forderungsmanagements nach den Aspekten Forderungen aus Nebenkosten, durch das Produkt bedingt, Mietanpassung und Zahlungsschwierigkeiten.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
| in Mio. € | |
| Stand der Wertberichtigung am 1. Januar 2022 | 21,9 |
| Zuführung | 5,6 |
| Inanspruchnahme | -0,9 |
| Auflösung | -1,0 |
| Stand der Wertberichtigung am 31. Dezember 2022 | 25,6 |
| Stand der Wertberichtigung am 1. Januar 2021 | 20,1 |
| Zuführung | 8,6 |
| Inanspruchnahme | -5,7 |
| Auflösung | -1,1 |
| Stand der Wertberichtigung am 31. Dezember 2021 | 21,9 |
In der nachfolgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen sowie die Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Forderungen dargestellt:
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Aufwendungen für die Ausbuchung von Forderungen | - | 0,2 |
| Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen | 1,1 | 0,4 |
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Wertpapiere des Umlaufvermögens mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten.
Die Bewertung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erfolgt im Rahmen des allgemeinen Wertminderungsansatzes gemäß IFRS 9.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten von insgesamt 184,3 Mio. € (31.12.2021: 676,7 Mio. €).
Innerhalb der Immobilienvorräte werden zum einen Objekte aus dem verkaufsbezogenen Developmentgeschäft sowie zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Gebäude ausgewiesen. Bei dem verkaufsbezogenen Developmentgeschäft handelt es sich um geförderte oder frei finanzierte Eigentumswohnungen, die in Bau befindlich oder bereits fertiggestellt sind. Diese Immobilien werden nicht zur Erzielung von Mieterlösen oder zu Wertsteigerungszwecken im Sinne des IAS 40 gehalten, sondern für den späteren Verkauf entwickelt und gebaut. Die Bilanzierung solcher Entwicklungsprojekte erfolgt in Abhängigkeit davon, ob für die zur Veräußerung vorgesehenen Wohneinheiten ein Kundenauftrag vorliegt. Ist dies nicht der Fall, wird aufgrund der Verkaufsabsicht eine Bewertung entsprechend IAS 2 mit den fortgeführten Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten vorgenommen, mit einem korrespondierenden Ausweis in den Immobilienvorräten.
Bei den zum Verkauf bestimmten Grundstücken und Gebäuden handelt es sich um Objekte, die im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverlauf veräußert werden, sodass dieser einen Zeitraum von zwölf Monaten übersteigen kann. Die Zugangsbewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten umfassen hierbei die direkt zurechenbaren Erwerbs- und Bereitstellungskosten, insbesondere Anschaffungskosten für das Grundstück sowie Anschaffungsnebenkosten.
Die ausgewiesenen Immobilienvorräte in Höhe von 926,0 Mio. € (31.12.2021: 197,0 Mio. €) betreffen im Wesentlichen Entwicklungsprojekte. Dabei handelt es sich um Projekte zum Bau von zur Veräußerung vorgesehenen Wohneinheiten, die aktuell im Bau befindlich sind oder bereits fertiggestellt sind, jedoch noch nicht verkauft sind. Der Anstieg zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus Umbuchungen von den Investment Properties in die Vorratsimmobilien aufgrund der Umwandlung von Development-to-hold-Projekte in Development-to-sell-Projekte.
Die Klassifizierung als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte setzt voraus, dass die Vermögenswerte im gegenwärtigen Zustand zu gängigen Bedingungen veräußerbar sind und die Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Eine Veräußerung ist höchstwahrscheinlich, wenn der Plan für den Verkauf beschlossen wurde, die Suche nach einem Käufer und die Durchführung des Plans aktiv begonnen wurde, der Vermögenswert zu einem angemessenen Preis aktiv angeboten wird und die Veräußerung erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung erfolgt.
Deutsche Wohnen bilanziert Investment Properties als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, wenn zum Bilanzstichtag notarielle Kaufverträge bzw. eine von beiden Parteien unterschriebene Kaufabsichtserklärung vorliegen, aber der Besitzübergang vertragsgemäß erst in der Folgeberichtsperiode erfolgen wird. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum vertraglich vereinbarten Verkaufspreis und anschließend mit dem beizulegenden Zeitwert nach Abzug der Veräußerungskosten, soweit dieser niedriger ist.
Im September 2021 veräußerte Deutsche Wohnen auf Basis einer Übereinkunft mit dem Senat des Landes Berlin rund 11.000 ausgewählte Wohn- und Gewerbeeinheiten (asset und share deals) an kommunale Berliner Wohnungsgesellschaften. Der Vollzug der Transaktion erfolgte im 1. Quartal 2022. Dies führte zu einem Rückgang der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte um insgesamt 1,6 Mrd. €.
Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte beinhalten Immobilien in Höhe von 2,4 Mio. € (31.12.2021: 46,3 Mio. €), für die zum Bilanzstichtag bereits notarielle Kaufverträge geschlossen wurden.
Im sonstigen Ergebnis werden Veränderungen des Gesamtergebnisses ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (z. B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen bei Deutsche Wohnen unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Fair-Value-Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten und von derivativen Finanzinstrumenten, die als Cashflow Hedges designiert wurden. Des Weiteren zählen hierzu versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen sowie bestimmte Währungsumrechnungsdifferenzen.
Die sonstigen Rücklagen enthalten kumulierte ergebnisneutrale Änderungen des Eigenkapitals. Hier werden bei Deutsche Wohnen der effektive Teil von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Sicherungsinstrumenten im Rahmen von Cashflow Hedges, die EK-Instrumente zum beizulegenden Zeitwert sowie die Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die sonstigen Rücklagen aus Cashflow Hedges und die Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung sind reklassifizierungsfähig. Wird das gesicherte Grundgeschäft der Cashflow Hedges erfolgswirksam, werden die darauf entfallenden Rücklagen erfolgswirksam reklassifiziert. Bei Abgang eines ausländischen Geschäftsbetriebs erfolgt eine Reklassifizierung der darauf entfallenden Rücklagen.
Das Gezeichnete Kapital betrug zum 31. Dezember 2022 unverändert 396,9 Mio. €. Das Grundkapital beträgt unverändert zum Vorjahr 400.296.988,00 €. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft ebenfalls unverändert über 3.362.003 eigene Aktien. Auf diese Anteile entfällt ein Grundkapital in Höhe von 3.362.000,00 €.
Die Kapitalrücklage sank im Geschäftsjahr von 4.433,4 Mio. € zum 31. Dezember 2021 auf 4.174,7 Mio. € zum 31. Dezember 2022 aufgrund der Entnahmen durch den Vorstand von 258,7 Mio. €.
Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 2. Juni 2022 wurde für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende in Höhe von 0,04 € pro Aktie beschlossen.
Der Gesamtbetrag der in bar ausgeschütteten Dividende belief sich damit auf 15.877.399,40 €.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2018, eingetragen im Handelsregister am 16. August 2018, ist der Vorstand ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 14. Juni 2023 ursprünglich um bis zu 110,0 Mio. € neue, auf den Inhaber lautende Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Diese Ermächtigung wurde teilweise durch die Ausgabe von 2.617.281 neuen Aktien in Höhe von 2.617.281, 00 € ausgenutzt. Nach der teilweisen Ausnutzung besteht das Genehmigte Kapital 2018/I im Umfang von bis zu 107.382.719,00 € durch die Ausgabe von bis zu 107.382.719 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien fort. Den Aktionären ist im Rahmen des genehmigten Kapitals grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch nach näherer Maßgabe der Satzung ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats für bestimmte Fälle auszuschließen.
Das Grundkapital ist insgesamt um bis zu 93,0 Mio. € durch die Ausgabe von bis zu rund 93,0 Mio. neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung grundsätzlich ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht.
Zum 31. Dezember 2022 werden Gewinnrücklagen in Höhe von 11.715,6 Mio. € (31.12.2021: 11.907,6 Mio. €) ausgewiesen. Diese beinhalten mit -4,7 Mio. € (31.12.2021: -28,4 Mio. €) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die nicht reklassifizierungsfähig sind und somit in nachfolgenden Berichtsperioden nicht mehr erfolgswirksam berücksichtigt werden dürfen.
Die Änderungen der Periode am sonstigen Ergebnis in Höhe von 23,0 Mio. € (2021: 9,5 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus dem Unterschiedsbetrag aus der Entwicklung der Cashflow Hedges.
Unter den nicht beherrschenden Anteilen ist der Anteilsbesitz Dritter an den Konzerngesellschaften erfasst.
Die nicht beherrschenden Anteile sanken im Geschäftsjahr 2022 um 2,1 Mio. € von 476,1 Mio. € zum 1. Januar 2022 auf 474,0 Mio. € zum 31. Dezember 2022.
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ||
| langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 104,8 | - | 73,2 | - |
| Steuerrückstellungen (laufende Ertragsteuern ohne latente Steuern) | - | 129,0 | - | 132,8 |
| Übrige Rückstellungen | ||||
| Umweltschutzmaßnahmen | 0,7 | 9,5 | 9,6 | - |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 1,5 | 22,8 | 1,9 | 23,4 |
| Sonstige übrige Rückstellungen | 42,0 | 15,6 | 19,9 | 63,9 |
| Summe übrige Rückstellungen | 44,2 | 47,9 | 31,4 | 87,3 |
| Summe Rückstellungen | 149,0 | 176,9 | 104,6 | 220,1 |
Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen werden die Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) entsprechend IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" ermittelt. Danach werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Zu jedem Bilanzstichtag wird eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt.
Der bilanzierte Betrag stellt den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO) nach Verrechnung mit dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens dar.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden vollständig in der Periode ihrer Entstehung bilanziert und als Komponente des sonstigen Ergebnisses außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in den Gewinnrücklagen erfasst. Auch in Folgeperioden werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nicht mehr erfolgswirksam.
Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen. Als Dienstzeitaufwand wird der Anstieg des Barwerts einer leistungsorientierten Verpflichtung bezeichnet, der auf die von Arbeitnehmern in der Berichtsperiode erbrachte Arbeitsleistung entfällt.
Der Zinsaufwand wird im Finanzergebnis erfasst. Als Zinsaufwand wird der Anstieg des Barwerts einer leistungsorientierten Verpflichtung bezeichnet, der grundsätzlich entsteht, weil der Zeitpunkt der Leistungserfüllung eine Periode näher gerückt ist.
Für die Versorgungszusagen einzelner Personen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die als Planvermögen zu klassifizieren sind. Übersteigt der Wert der Rückdeckungsversicherungen den entsprechenden Verpflichtungsumfang, wird in Höhe des überschießenden Betrags ein Vermögenswert unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Verpflichtungen aus leistungsorientierten gemeinschaftlichen Plänen mehrerer Arbeitgeber (Multi-Employer-Pläne) bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) werden entsprechend IAS 19.34 wie Verpflichtungen aus beitragsorientierten Plänen bilanziert, sofern die notwendigen Informationen für die Bilanzierung leistungsorientierter Pläne nicht zur Verfügung stehen. Die Verpflichtungen bestimmen sich nach den für die laufende Periode zu entrichtenden Beträgen.
Die betriebliche Altersversorgung von Deutsche Wohnen besteht aus leistungs- und beitragsorientierten Altersversorgungsplänen. Die Finanzierung der Versorgungszusagen, bei denen Deutsche Wohnen einen bestimmten Versorgungsumfang garantiert, erfolgt durch die Bildung von Pensionsrückstellungen.
Die Pensionszusagen umfassen 2.046 (31.12.2021: 2.048) anspruchsberechtigte Personen.
Die Aufwendungen für die im Rahmen der leistungsorientierten Pläne gewährten Leistungen werden unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden ergebnisneutral im Konzern-Gesamtergebnis erfasst.
Aus beitragsorientierten Altersversorgungssystemen (Defined Contribution Plans) zahlt Deutsche Wohnen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen werden als soziale Abgaben im Personalaufwand ausgewiesen. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für den Konzern keine weiteren Leistungsverpflichtungen.
Weiterhin besteht ein Altersversorgungsplan nach den Regeln der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst. Sie beruht auf der Mitgliedschaft einer Konzerngesellschaft in der Bayerischen Versorgungskammer (nachfolgend BVK) -Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden sowie der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Die Zusatzversorgung umfasst eine teilweise oder volle Erwerbsminderungsrente. Die von der BVK und der VBL erhobene Umlage bemisst sich nach dem zusatzversorgungspflichtigen Entgelt der Mitarbeiter. Strukturelle Änderungen oder ein Ausstieg aus der VBL können zu signifikanten Gegenwertforderungen führen. Die BVK und die VBL stellen demnach jeweils einen leistungsorientierten gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber dar, der nach IAS 19-30(a) wie ein beitragsorientierter Plan bilanziert wurde.
Die im Rahmen der BauBeCon-Akquisition übernommenen Pensionsverpflichtungen werden finanziert über die ufba - Unterstützungskasse zur Förderung der betrieblichen Altersversorgung e. V. - und als Planvermögen bilanziert.
Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen wurden - jeweils bezogen auf das Jahresende und mit wirtschaftlicher Wirkung für das Folgejahr - getroffen.
| in % | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Rechnungszins | 0,81 | 3,73 |
| Rententrend | 1,46 | 1,85 |
| Gehaltstrend | 3,01 | 3,00 |
Für die biometrischen Annahmen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck jeweils unverändert übernommen.
Die leistungsorientierte Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO) hat sich wie folgt entwickelt:
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| DBO zum 1. Januar | 117,3 | 112,3 |
| Zinsaufwand | 0,7 | 1,2 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1,5 | 1,6 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus: | ||
| Änderungen der biometrischen Annahmen | -0,1 | 0,9 |
| Änderungen der finanziellen Annahmen | -3,7 | -31,5 |
| Gezahlte Leistungen | -3,4 | -3,9 |
| DBO zum 31. Dezember | 112,3 | 80,6 |
Der Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung verteilt sich auf die Gruppen der Anspruchsberechtigten wie folgt:
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Aktive Mitarbeiter | 29,7 | 16,7 |
| Unverfallbar Ausgeschiedene | 23,0 | 13,6 |
| Rentner | 59,6 | 50,2 |
| DBO zum 31. Dezember | 112,3 | 80,6 |
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar | 7,7 | 7,5 |
| Versicherungsmathematische Gewinne aus: | ||
| Änderungen der finanziellen Annahmen | - | 0,3 |
| Gezahlte Leistungen | -0,2 | -0,4 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember | 7,5 | 7,4 |
Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 0,3 Mio. € (2021: 0,0 Mio. €).
Die folgende Tabelle leitet die leistungsorientierte Verpflichtung zur in der Bilanz erfassten Rückstellung für Pensionen über:
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen | 7,5 | 7,4 |
| Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen | 104,8 | 73,2 |
| Barwert der gesamten leistungsorientierten Verpflichtungen | 112,3 | 80,6 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -7,5 | -7,4 |
| In der Bilanz erfasste Nettoverbindlichkeit | 104,8 | 73,2 |
| Zu aktivierender Vermögenswert | - | - |
| In der Bilanz erfasste Pensionsrückstellungen | 104,8 | 73,2 |
Im Jahr 2022 wurden versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von 30,7 Mio. € (ohne Berücksichtigung latenter Steuern) im sonstigen Ergebnis erfasst (2021: 3,8 Mio. €).
Die durchschnittliche Laufzeit der Zusagen beträgt 16,0 Jahre (31.12.2021: 17,4 Jahre).
Die folgende Übersicht enthält die geschätzten, nicht abgezinsten Pensionszahlungen der kommenden fünf Geschäftsjahre und die Summe der in den darauffolgenden fünf Geschäftsjahren:
| in Mio. € | erwartete Pensionszahlungen |
| 2023 | 4,6 |
| 2024 | 4,7 |
| 2025 | 4,7 |
| 2026 | 4,7 |
| 2027 | 4,8 |
| 2028-2032 | 24,5 |
Ein Anstieg bzw. Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen würde bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen zu folgender DBO führen:
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 | |
| Rechnungszins | Anstieg um 0,5 % | 99,2 | 74,6 |
| Rückgang um 0,5 % | 116,2 | 87,0 | |
| Rententrend | Anstieg um 0,25 % | 110,8 | 83,0 |
| Rückgang um 0,25 % | 104,2 | 78,2 |
Wenn mehrere Annahmen gleichzeitig geändert werden, muss die kumulative Wirkung nicht die gleiche sein wie bei einer Änderung nur einer der Annahmen.
Übrige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrund eines Ereignisses der Vergangenheit besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig schätzbar ist. Rückstellungen werden abgezinst, sofern der Effekt hieraus wesentlich ist. Effekte aus der Aufzinsung von Rückstellungen durch Zeitablauf werden im Zinsaufwand ausgewiesen. Der Abzinsungssatz entspricht einem Satz vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen widerspiegelt.
Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen werden erfasst, wenn der Konzern einen detaillierten formalen Restrukturierungsplan aufgestellt und kommuniziert hat und keine realistische Möglichkeit besteht, sich diesen Verpflichtungen zu entziehen.
Rückstellungen für belastende Verträge werden erfasst, wenn der erwartete wirtschaftliche Nutzen aus dem Vertrag die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen unterschreitet. Die Rückstellung wird mit dem niedrigeren Wert aus dem Barwert der Erfüllungsverpflichtung oder einer möglichen Entschädigung bzw. Strafzahlung bei Ausstieg aus dem Vertrag bzw. bei Nichterfüllung passiviert.
Rückstellungen werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen oder geänderten Umständen angepasst.
Bei der Erfassung der Rückstellungen für Altersteilzeit handelt es sich grundsätzlich um andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, die über die betreffende Dienstzeit der Arbeitnehmer ratierlich anzusammeln sind.
Die Aktivwerte der Versicherung zur Insolvenzsicherung der Erfüllungsrückstände aus Altersteilzeit werden mit den in den Rückstellungen für Altersteilzeit enthaltenen Beträgen für Erfüllungsrückstände verrechnet.
Eventualschulden sind auf vergangenen Ereignissen beruhende mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten, deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten zukünftiger unsicherer Ereignisse erst noch bestätigt wird, bzw. auf vergangenen Ereignissen beruhende gegenwärtige Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann. Eventualschulden werden gemäß IAS 37 grundsätzlich nicht angesetzt.
| in Mio. € | Stand 1.1.2022 | Änderungen des Konsolidierungskreises | Zuführungen | Auflösungen | Zinsanteil | Umbuchung |
| Übrige Rückstellungen | ||||||
| Umweltschutzmaßnahmen | 10,2 | 0,0 | - | -0,5 | 0,0 | 0,0 |
| Verpflichtungen aus | ||||||
| dem Personalbereich | 24,3 | - | 28,5 | -1,6 | - | -0,9 |
| Sonstige übrige Rückstellungen | 57,6 | -0,5 | 39,4 | -12,2 | - | 21,0 |
| 92,1 | -0,5 | 67,9 | -14,3 | - | 20,1 |
| in Mio. € | Inanspruchnahme | Stand 31.12.2022 |
| Übrige Rückstellungen | - | |
| Umweltschutzmaßnahmen | -0,1 | 9,6 |
| Verpflichtungen aus | ||
| dem Personalbereich | -25,0 | 25,3 |
| Sonstige übrige Rückstellungen | -21,5 | 83,8 |
| -46,6 | 118,7 |
| in Mio. € | Stand 1.1.2021 | Änderungen des Konsolidierungskreises | Zuführungen | Auflösungen | Zinsanteil | Umbuchung |
| Übrige Rückstellungen | ||||||
| Umweltschutzmaßnahmen | 3,4 | - | 7,0 | - | - | - |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 27,9 | -0,5 | 22,3 | -2,5 | - | - |
| Sonstige übrige Rückstellungen | 52,3 | - | 11,0 | -3,0 | - | - |
| 83,6 | -0,5 | 40,3 | -5,5 | - | - |
| in Mio. € | Inanspruchnahme | Stand 31.12.2021 |
| Übrige Rückstellungen | ||
| Umweltschutzmaßnahmen | -0,2 | 10,2 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | -22,9 | 24,3 |
| Sonstige übrige Rückstellungen | -2,7 | 57,6 |
| -25,8 | 92,1 |
Rückstellungsauflösungen erfolgen grundsätzlich gegen die Aufwandsposten, gegen die die Rückstellungen ursprünglich gebildet worden sind.
Die Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen betreffen im Wesentlichen die Beseitigung von Verunreinigungen auf dem Grundstück des ehemaligen Kabelwerks Köpenick. Die Kostenschätzungen basieren auf Gutachten, die die voraussichtliche Dauer der Schadensbeseitigung und die voraussichtlichen Kosten enthalten.
Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen und Abfindungen sowie sonstige Personalaufwendungen.
Die sonstigen übrigen Rückstellungen enthalten Kostenpositionen für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 21,7 Mio. € (31.12.2021: 24,7 Mio. €) sowie Prozesskosten in Höhe von 15,8 Mio. € (31.12.2021: 15,4 Mio. €).
Der Konzern erwartet, den überwiegenden Teil der Rückstellung im kommenden Jahr zu begleichen.
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ||
| langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig | |
| Verbindlichkeiten aus Vermietung | - | 34,4 | - | 31,5 |
| noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen | - | 188,5 | - | 89,4 |
| aus sonstigen Lieferungen und Leistungen | 19,4 | 91,2 | 19,4 | 26,8 |
| 19,4 | 314,1 | 19,4 | 147,7 | |
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ||
| langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| gegenüber Kreditinstituten | 5.408,0 | 22,4 | 4.646,0 | 464,5 |
| gegenüber anderen Kreditgebern | 3.953,5 | 254,7 | 3.828,2 | 3,8 |
| Zinsabgrenzung aus originären finanziellen Verbindlichkeiten | - | 33,2 | - | 33,4 |
| 9.361,5 | 310,3 | 8.474,2 | 501,7 | |
Deutsche Wohnen erfasst originäre finanzielle Verbindlichkeiten, die im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten sowie gegenüber den anderen Kapitalgebern beinhalten, am Handelstag zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten (dies entspricht in der Regel den Anschaffungskosten). Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Eine Ausbuchung wird vorgenommen, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben sind oder die Verbindlichkeit ausgelaufen ist.
Un- bzw. niedrigverzinsliche Verbindlichkeiten, für deren Gewährung die Kreditgeber Belegungsrechte für Wohnungen zu vergünstigten Konditionen erhalten, werden mit dem Barwert angesetzt.
Die Darstellung der Zinsabgrenzung erfolgt als kurzfristig, um die Zahlungswirksamkeit der Zinszahlungen transparent darzustellen. Grundsätzlich sind die Zinsabgrenzungen Teil der originären Finanzverbindlichkeit. Von den Zinsabgrenzungen aus originären Finanzverbindlichkeiten entfallen 13,6 Mio. € (31.12.2021: 14,3 Mio. €) auf Unternehmensanleihen, die unter den originären finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern ausgewiesen werden.
Die originären finanziellen Verbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| in Mio. € | Stand 1.1.2022 | Neuaufnahme | Planmäßige Tilgungen | Außerplanmäßige Tilgungen |
| Unternehmensanleihen | 1.806,1 | -65,0 | ||
| Commercial Paper | 150,0 | -150,0 | ||
| Namensschuldverschreibungen | 471,8 | |||
| Inhaberschuldverschreibungen | 1.344,7 | -100,0 | ||
| Schuldscheindarlehen | 50,0 | |||
| Hypothekendarlehen | 5.814,8 | 40,0 | -52,3 * | -372,1 |
| 9.637,4 | 40,0 | -302,3 | -437,1 |
| in Mio. € | Anpassungen aufgrund Effektivzinsmethode | Sonstige Anpassungen |
| Unternehmensanleihen | 5,9 | -11,3 |
| Commercial Paper | ||
| Namensschuldverschreibungen | 0,5 | |
| Inhaberschuldverschreibungen | 1,3 | |
| Schuldscheindarlehen | ||
| Hypothekendarlehen | 3,9 | |
| 11,6 | -11,3 |
| in Mio. € | Stand 31.12.2022 |
| Unternehmensanleihen | 1.735,7 |
| Commercial Paper | - |
| Namensschuldverschreibungen | 472,3 |
| Inhaberschuldverschreibungen | 1.246,0 |
| Schuldscheindarlehen | 50,0 |
| Hypothekendarlehen | 5.434,3 |
| 8.938,3 |
Die originären finanziellen Verbindlichkeiten haben sich im Vorjahr wie folgt entwickelt:
| in Mio. € | Stand 1.1.2021 | Neuaufnahme | Planmäßige Tilgungen | Außerplanmäßige Tilgungen |
| Wandelschuldverschreibungen | 1.762,8 | -3,1 | ||
| Unternehmensanleihe | 1.170,7 | 1.100,0 | -100,0 | -353,0 |
| Commercial Paper | 150,0 | |||
| Namensschuldverschreibungen | 471,3 | |||
| Inhaberschuldverschreibungen | 1.460,5 | 100,0 | -200,0 | -17,3 |
| Schuldscheindarlehen | 50,0 | |||
| Hypothekendarlehen | 6.471,8 | 4,2 | -49,5 | -544,5 |
| 11.387,1 | 1.354,2 | -349,5 | -917,9 |
| in Mio. € | Anpassungen aufgrund Effektivzinsmethode | Sonstige Anpassungen |
| Wandelschuldverschreibungen | -162,8 | -1.596,9 |
| Unternehmensanleihe | -11,6 | |
| Commercial Paper | ||
| Namensschuldverschreibungen | 0,5 | |
| Inhaberschuldverschreibungen | 1,5 | |
| Schuldscheindarlehen | ||
| Hypothekendarlehen | 11,3 | -78,5 |
| -161,1 | -1.675,4 |
| in Mio. € | Stand 31.12.2021 |
| Wandelschuldverschreibungen | |
| Unternehmensanleihe | 1.806,1 |
| Commercial Paper | 150,0 |
| Namensschuldverschreibungen | 471,8 |
| Inhaberschuldverschreibungen | 1.344,7 |
| Schuldscheindarlehen | 50,0 |
| Hypothekendarlehen | 5.814,8 |
| 9.637,4 |
Die Nominalverpflichtungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten haben im Geschäftsjahr folgende Fälligkeiten und Durchschnittszinssätze:
| Die Tilgung der Nominalverpflichtungen verteilt sich wie folgt: | ||||||
| in Mio. € | Nominalverpflichtung 31.12.2022 | Laufzeit | Durchschnittszinssatz | 2023 | 2024 | 2025 |
| Unternehmensanleihen * | 1.760,7 | 2030 | 1,15 % | - | - | 589,7 |
| Namensschuldverschreibungen * | 475,0 | 2029 | 1,53 % | - | - | - |
| Inhaberschuldverschreibungen * | 1.260,2 | 2032 | 1,78 % | - | - | - |
| Schuldscheindarlehen * | 50,0 | 2030 | 0,80 % | - | - | - |
| Hypothekendarlehen ** | 5.447,5 | 2027 | 1,77 % | 466,8 | 201,1 | 928,5 |
| 8.993,4 | 466,8 | 201,1 | 1.518,2 | |||
| Die Tilgung der Nominalverpflichtungen verteilt sich wie folgt: | |||
| in Mio. € | 2026 | 2027 | 2028 |
| Unternehmensanleihen * | - | 1.171,0 | |
| Namensschuldverschreibungen * | 100,0 | 70,0 | 305,0 |
| Inhaberschuldverschreibungen * | - | 33,5 | 1.226,7 |
| Schuldscheindarlehen * | - | - | 50,0 |
| Hypothekendarlehen ** | 788,3 | 779,0 | 2.283,9 |
| 888,3 | 882,5 | 5.036,6 | |
* Deutsche Wohnen ist im Rahmen dieser
Finanzierung zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen
(Financial Covenants) verpflichtet und hat diese auch
erfüllt.
** Deutsche Wohnen ist für einen Teil der
Hypothekendarlehen zur Einhaltung bestimmter
Finanzkennzahlen (Financial Covenants) verpflichtet und hat
diese auch erfüllt.
Im Vorjahr stellten sich die Fälligkeiten und Durchschnittszinssätze der Nominalverpflichtungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten wie folgt dar:
| Die Tilgung der Nominalverpflichtungen verteilt sich wie folgt: | ||||||
| in Mio. € | Nominalverpflichtung 31.12.2021 | Laufzeit | Durchschnittszinssatz | 2022 | 2023 | 2024 |
| Unternehmensanleihen * | 1.837,0 | 2030 | 1,13 % | |||
| Commercial Paper * | 150,0 | 2022 | 0,00 % | 150,0 | ||
| Namensschuldverschreibungen * | 475,0 | 2029 | 1,53 % | |||
| Inhaberschuldverschreibungen * | 1.360,2 | 2031 | 1,64 % | 100,0 | ||
| Schuldscheindarlehen * | 50,0 | 2030 | 0,80 % | |||
| Hypothekendarlehen ** | 5.831,9 | 2027 | 1,34 % | 29,9 | 744,7 | 202,4 |
| 9.704,1 | 279,9 | 744,7 | 202,4 | |||
| Die Tilgung der Nominalverpflichtungen verteilt sich wie folgt: | |||
| in Mio. € | 2025 | 2026 | ab 2027 |
| Unternehmensanleihen * | 589,7 | 1.247,3 | |
| Commercial Paper * | |||
| Namensschuldverschreibungen * | 100,0 | 375,0 | |
| Inhaberschuldverschreibungen * | 1.260,2 | ||
| Schuldscheindarlehen * | 50,0 | ||
| Hypothekendarlehen ** | 972,3 | 789,2 | 3.093,4 |
| 1.562,0 | 889,2 | 6.025,9 | |
* Deutsche Wohnen ist im Rahmen dieser
Finanzierung zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen
(Financial Covenants) verpflichtet und hat diese auch
erfüllt.
** Deutsche Wohnen ist für einen Teil der
Hypothekendarlehen zur Einhaltung bestimmter
Finanzkennzahlen (Financial Covenants) verpflichtet und hat
diese auch erfüllt.
Die ausgewiesenen Tilgungsleistungen der Folgejahre enthalten die vertraglich festgelegten Mindesttilgungen.
Die Nominalverpflichtungen sind in Höhe von 5.447,5 Mio. € (31.12.2021: 6.271,5 Mio. €) durch Grundschulden sowie weitere Sicherheiten (Kontoverpfändungen, Abtretungen und Verpfändungen von Gesellschaftsanteilen und Bürgschaften der Deutsche Wohnen SE oder anderer Konzerngesellschaften) gegenüber den Gläubigern gesichert. Bei Nichterfüllung von Zahlungsverpflichtungen dienen die gestellten Sicherheiten der Befriedigung der Ansprüche der Banken.
Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen Kreditgebern werden mit durchschnittlich rund 1,63 % verzinst. Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten insgesamt kein wesentliches kurzfristiges Zinsänderungsrisiko, da es sich entweder um Finanzierungen mit langfristiger Zinsbindung handelt oder um variabel verzinsliche Verbindlichkeiten, die mittels geeigneter derivativer Finanzinstrumente abgesichert sind (siehe -4 [G50] Finanzrisikomanagement).
Deutsche Wohnen hat im Januar 2022 Commercial Paper in Höhe von 150,0 Mio. € sowie eine Inhaberschuldverschreibung über 100,0 Mio. € planmäßig zurückgeführt.
Darüber hinaus wurde im Februar 2022 eine Unternehmensanleihe in Höhe von 76,3 Mio. außerplanmäßig getilgt.
Deutsche Wohnen hat im Dezember 2022 besicherte Finanzierungen in Höhe von 284,2 Mio. € anteilig und vorzeitig zurückgeführt.
Der seit dem 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwendende Leasingstandard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" führt für Leasingnehmer nur noch ein einziges Bilanzierungsmodell (Right-of-Use-Modell) ein, wonach grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in der Bilanz anzusetzen sind. Die Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungsleasingverhältnissen bleibt lediglich für die Bilanzierung als Leasinggeber erhalten.
Als Leasingverhältnis im Sinne des IFRS 16 sind alle Verträge anzusehen, die dem Deutsche Wohnen Konzern das Recht einräumen, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts über einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt kontrollieren zu können.
Für solche Leasingverträge, die ein Leasingverhältnis im Sinne des IFRS 16 darstellen, werden Leasingverbindlichkeiten in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen, diskontiert mit dem laufzeitadäquaten Grenzfremdkapitalzinssatz, angesetzt. Korrespondierend hierzu werden auf der Aktivseite Nutzungsrechte an den Leasingobjekten (Right-of-Use Assets) in Höhe der Leasingverbindlichkeit zuzüglich etwaiger Vorauszahlungen oder direkt zurechenbarer Initialkosten bilanziert.
Die Leasingverbindlichkeiten werden finanzmathematisch fortentwickelt. Sie erhöhen sich um die periodischen Zinsaufwendungen und vermindern sich in Höhe der geleisteten Leasingzahlungen.
Die Nutzungsrechte werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen bilanziert. Nutzungsrechte an Vermögenswerten, die die Definition von Investment Properties (IAS 40) erfüllen, werden zum Fair Value entsprechend den Bilanzierungs- und Bewertungsregeln des IAS 40 bewertet.
Änderungen der Leasinglaufzeit oder der Höhe der Leasingzahlungen führen zu einer Neuberechnung des Barwerts und damit zu einer Anpassung von Leasingverbindlichkeit und Nutzungsrecht.
Zeiträume aus einseitig eingeräumten Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen werden auf Einzelfallbasis beurteilt und nur dann berücksichtigt, wenn deren Inanspruchnahme - etwa aufgrund von wirtschaftlichen Anreizen - hinreichend wahrscheinlich ist.
Für kurzfristige Leasingverhältnisse oder solche über Vermögenswerte von geringem Wert besteht ein Bilanzierungswahlrecht. Deutsche Wohnen übt das Wahlrecht dahingehend aus, dass solche Leasingverhältnisse nicht bilanziert werden. Für angemietete Messtechnik werden Portfolios für Leasingverträge mit gleicher Laufzeit gebildet und auf diese ein einziger Diskontierungszinssatz angewendet.
Solche variablen Leasingzahlungen, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten mit einfließen, genauso wie Leasingzahlungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen, aus Leasingverhältnissen über Vermögenswerte von geringem Wert sowie aus Leasingverträgen, die kein Leasingverhältnis im Sinne des IFRS 16 darstellen, werden als Aufwendungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.
Neben dem klassischen PKW-Leasing (KFZ-Leasing) über eine feste Laufzeit von drei bis fünf Jahren werden im Deutsche Wohnen Konzern auch angemietete Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Pflegeimmobilien für Zwecke der Weitervermietung (Zwischenvermietung), Wärmeerzeugungsanlagen zur Versorgung der eigenen Immobilien mit Wärme (Contracting), Wasser- und Wärmemengenzähler (Messtechnik), Grundstücke zur Errichtung selbst genutzter Gewerbeimmobilien sowie Bürogebäude, Büro-, Lager- und Parkflächen (Anmietung) geleast. Im Rahmen von Gestattungsverträgen mit öffentlichen Institutionen wird Deutsche Wohnen das Recht eingeräumt, öffentliche Grundstücke als Lager- oder Stellplatz, zur Verlegung von Kabeln oder Heizungsrohren oder zur Errichtung von Spielplätzen nutzen zu können.
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Nutzungsrechte | - | |
| Erbbaurechte | 42,9 | 60,1 |
| Zwischenmietverträge (Pflegeimmobilien) | 2,6 | 2,1 |
| Nutzungsrechte in den Investment Properties | 45,4 | 62,2 |
| Anmietungsverträge | 8,9 | 1,4 |
| Wärmelieferverträge | 44,5 | 80,1 |
| KFZ-Leasing | 0,8 | 0,8 |
| Messtechnik | 39,2 | 22,6 |
| Nutzungsrechte in den Sachanlagen | 93,4 | 104,9 |
| 138,8 | 167,1 |
Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf 167,1 Mio. € (2021: 138,8 Mio. €).
Ein Teil der bilanzierten Nutzungsrechte in Höhe von 62,2 Mio. € wird innerhalb der Bilanzposition Investment Properties ausgewiesen und resultiert neben Verträgen über die An- und Weitervermietung von Pflegeimmobilien (2,1 Mio. €) vor allem aus Erbbaurechtsverträgen (60,1 Mio. €). Die Steigerung hierbei resultiert aus dem Ausweis des Wertvorteils der zugrundeliegenden Erbbaurechtsverträge, welcher im Vorjahr mit in der Immobilienbewertung enthalten war. Die übrigen Nutzungsrechte in Höhe von 104,9 Mio. € werden innerhalb der Sachanlagen ausgewiesen und umfassen im Wesentlichen Nutzungsrechte aus Wärmelieferverträgen (80,1 Mio. €), aus geschlossenen Anmietungsverträgen (1,4 Mio. €), aus Verträgen im Zusammenhang mit angemieteter Messtechnik (22,6 Mio. €) sowie aus KFZ-Leasingverträgen (0,8 Mio. €). Der Anstieg der Nutzungsrechte aus Wärmelieferungsverträgen resultiert aus Vertragsverlängerungen mit Laufzeiten von bis zu 20 Jahren. Der Rückgang bei der Messtechnik resultiert größtenteils aus dem geplanten Erwerb der ab dem 31. Dezember 2022 gesetzlich nicht mehr umlegbaren Rauchwarnmelder. Der Rückgang bei den Anmietungsverträgen ist durch die Beendigung der wirtschaftlichen Nutzung bedingt.
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ||
| langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig | |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | ||||
| Erbbaurechte (IAS 40) | 42,3 | 0,6 | 20,2 | 0,2 |
| Zwischenmietverträge (Pflegeimmobilien) | 2,2 | 0,6 | 1,5 | 0,5 |
| Anmietungsverträge | 7,0 | 1,6 | 1,2 | 0,3 |
| Wärmelieferverträge | 34,2 | 11,1 | 71,1 | 9,9 |
| KFZ-Leasing | 0,4 | 0,4 | 0,5 | 0,4 |
| Messtechnik | 32,7 | 6,6 | 19,6 | 3,2 |
| 118,8 | 20,8 | 114,1 | 14,5 | |
Insgesamt belaufen sich die Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 auf 128,6 Mio. € (2021: 139,6 Mio. €).
Mit insgesamt 63,0 Mio. € ist fast die Hälfte der zum 31. Dezember 2022 angesetzten Leasingverbindlichkeiten erst in mehr als fünf Jahren fällig.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte.
| in Mio. € | Buchwert Nutzungsrechte 1.1.2022 | Zugänge 2022 | Abschreibungen 2022 | Buchwert Nutzungsrechte 31.12.2022 | Zinsaufwendungen 2022 |
| Wärmelieferverträge | 44,6 | 49,2 | -10,7 | 80,1 | 1,0 |
| KFZ-Leasingverträge | 0,7 | 0,7 | -0,5 | 0,8 | 0,0 |
| Anmietungsverträge | 8,9 | 0,5 | -2,1 | 1,4 | 0,1 |
| Messtechnik | 39,2 | 0,8 | -5,4 | 22,6 | 0,2 |
| 93,4 | 51,2 | -18,7 | 104,9 | 1,3 |
| in Mio. € | Buchwert Nutzungsrechte 1.1.2021 | Zugänge 2021 | Abschreibungen 2021 | Buchwert Nutzungsrechte 31.12.2021 | Zinsaufwendungen 2021 |
| Wärmelieferverträge | 54,0 | 4,6 | -13,5 | 44,6 | 0,7 |
| KFZ-Leasingverträge | 1,0 | 0,3 | -0,5 | 0,7 | - |
| Anmietungsverträge | 9,6 | 3,3 | -3,5 | 8,9 | 0,1 |
| Messtechnik | 27,8 | 17,8 | -4,5 | 39,2 | 0,2 |
| 92,4 | 26,0 | -22,0 | 93,4 | 1,0 |
Die Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16 beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf insgesamt 1,9 Mio. € (2021: 2,2 Mio. €).
Im Geschäftsjahr 2022 wurden insgesamt vier Leasingverträge (2021: zwei) als kurzfristige Leasingverhältnisse klassifiziert und im Rahmen des bestehenden Wahlrechts nicht bilanziert. Die damit verbundenen Aufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2022 bei 0,0 Mio. € (2021: 0,0 Mio. €). Die Aufwendungen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte lagen im Geschäftsjahr 2022 bei 0,1 Mio. € (2021: 0,7 Mio. €) und resultieren vor allem aus angemieteter Büroausstattung. Aus variablen Leasingzahlungen sind im Geschäftsjahr 2022 Aufwendungen in Höhe von 19,1 Mio. € (2021: 0,5 Mio. €) entstanden. Diese sind nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten mit eingeflossen.
Neben den im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit enthaltenen variablen Leasingzahlungen sowie den Auszahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und solche über geringwertige Vermögenswerte sind im Geschäftsjahr 2022 Zinsauszahlungen sowie Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 20,7 Mio. € (2021: 23,5 Mio. €) angefallen. Die gesamten Auszahlungen für Leasingverhältnisse beliefen sich im Berichtsjahr somit auf 39,9 Mio. € (2021: 24,7 Mio. €).
Aus der Weitervermietung (Subleasing) von im Wesentlichen Messtechnik sowie von angemieteten Pflegeimmobilien konnten Erträge in Höhe von 6,0 Mio. € (2021: 5 ,1 Mio. €) erzielt werden.
Der Erstansatz der Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern, die insbesondere Verpflichtungen aus den Garantiedividendenvereinbarungen umfassen, erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert wird dabei grundsätzlich durch den Unternehmenswert der Gesellschaften bestimmt; sofern ein vertraglich vereinbarter Mindestkaufpreis diesen Betrag übersteigt, wird dieser Kaufpreis angesetzt.
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern handelt es sich insbesondere um Verpflichtungen zur Zahlung von mehreren Garantiedividenden im Rahmen von geltenden Ergebnisabführungsverträgen oder Co-Investorenvereinbarungen in Höhe von 196,3 Mio. € (31.12.2021: 199,0 Mio. €).
| 31.12.2021 | 31.12.2022 | |||
| in Mio. € | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| Erhaltene Anzahlungen | - | 38,6 | - | 13,5 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | - | 61,2 | - | 43,1 |
| - | 99,8 | - | 56,6 | |
Deutsche Wohnen hatte im Geschäftsjahr 2022 Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Diese Transaktionen resultieren aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch und sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
| Erbrachte Leistungen | Bezogene Leistungen | Forderungen | ||||
| in Mio. € | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 |
| Assoziierte Unternehmen | 0,5 | 2,3 | 16,8 | 25,7 | 658,6 | 646,5 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 7,6 | 6,3 | 226,7 | 265,8 | 154,0 | 173,1 |
| sonstige nahe stehende Unternehmen | - | 11,3 | - | 0,3 | - | 870,0 |
| 8,2 | 19,8 | 291,7 | 812,6 | 1.689,6 | ||
| Verbindlichkeiten | Geleistete Anzahlungen | |||
| in Mio. € | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 |
| Assoziierte Unternehmen | 0,9 | 0,1 | 126,9 | 290,1 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 2,9 | 6,3 | 8,9 | 17,4 |
| sonstige nahe stehende Unternehmen | - | - | - | |
| 3,8 | 6,4 | 135,8 | 307,4 | |
Der Vonovia SE wurde im Januar 2022 eine Ausleihung gewährt, die zum 31. Dezember 2022 über 870,0 Mio. € valutiert. Die Ausleihung hat eine ursprüngliche Laufzeit von 3 Jahren und der Zinssatz beträgt aktuell 0,6 %.
Zum 31. Dezember 2022 bestehen Darlehensforderungen in Hohe von 801,9 Mio. € (31. Dezember 2021: 806,5 Mio. €), wovon 692,2 Mio. € in 12 Monaten und 109,7 Mio. € in 24 Monaten zurückzuzahlen sind. Der durchschnittliche Zinssatz für die Darlehen betragt 6,6 %.
Es bestehen Projektimmobilienverkäufe der QUARTERBACK-Gruppe an Deutsche Wohnen in Höhe von 876,0 Mio. € (31. Dezember 2021: 876,0 Mio. €), zu denen Deutsche Wohnen bis zum 31. Dezember 2022 Anzahlungen von insgesamt 307,4 Mio. € (31. Dezember 2021: 135,8 Mio. €) geleistet hat. Im Zuge der von der QUARTERBACK-Gruppe bezogenen Geschäftsbesorgungsleistungen in Höhe von 24,2 Mio. € (2021: 16,6 Mio. €) hat Deutsche Wohnen zum 31. Dezember 2022 offene Salden an Verbindlichkeiten in Höhe von 0,1 Mio. € (31. Dezember 2021: 0,9 Mio. €). Im Berichtszeitraum wurden 0,2 Mio. € (2021: 0,1 Mio. €) an Leistungen gegenüber der QUARTERBACK-Gruppe erbracht.
Ferner besteht zum 31. Dezember 2022 eine Bürgschaft zur Sicherung von langfristigen Darlehensverbindlichkeiten der QUARTERBACK-Gruppe in Höhe von 12,3 Mio. € (31. Dezember 2021: 12,3 Mio. €).
Darüber hinaus hat Deutsche Wohnen zum 31. Dezember 2022 gegenüber der B&O Service Berlin GmbH, Berlin, offene Salden an Verbindlichkeiten in Höhe von 0,2 Mio. € (31. Dezember 2021: 2,8 Mio. €) für bis zum 31. Dezember 2022 bezogene Dienstleistungen in Höhe von 119,7 Mio. € (2021: 135,5 Mio. €).
Zum 31. Dezember 2022 hat Deutsche Wohnen gegenüber der G+D Gesellschaft für Energiemanagement mbH, Magdeburg, offene Salden an Forderungen in Höhe von 0,6 Mio. € (31. Dezember 2021: 2,3 Mio. €). Im Berichtszeitraum wurden gegenüber der G+D Gesellschaft für Energiemanagement mbH, Magdeburg, 3,7 Mio. € (2021: 4,9 Mio. €) Leistungen erbracht und Dienstleistungen in Höhe von 144,2 Mio. € (2021: 89,1 Mio. €) bezogen.
Zudem bestanden zum 31. Dezember 2022 Darlehensforderungen in Höhe von 13,5 Mio. € (31. Dezember 2021: 2,1 Mio. €) gegenüber der OLYDO Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Berlin, welche innerhalb von 2 Monaten nach dem Abschlussstichtag zurückzuzahlen sind. Das Darlehen hat einen festen Zinssatz von 3 %.
Zu den Personen in Schlüsselpositionen gemäß IAS 24 gehören bei Deutsche Wohnen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Deutsche Wohnen SE.
Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und des Aufsichtsrats.
Die aktiven Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet:
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Kurzfristig fällige Leistungen (ohne aktienbasierte Vergütung) | 4,6 | 2,3 |
| Leistungen aus Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 7,3 | |
| Anteilsbasierte Vergütungen | -0,1 | 0,2 |
| 11,8 | 2,5 |
Die Angabe der anteilsbasierten Vergütung bezieht sich auf den Aufwand des Geschäftsjahres, der auch im Kapitel → [F44] Anteilsbasierte Vergütung ausgewiesen ist.
Es wurden keine Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats gewährt.
Die Berechnung der Verpflichtungen aus anteilsbasierten Vergütungen erfolgt anhand finanzmathematischer Methoden auf der Grundlage von Optionspreismodellen.
Anteilsbasierte Vergütungen, die durch Eigenkapitalinstrumente beglichen werden, werden im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert der bis dahin erdienten Eigenkapitalinstrumente angesetzt. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung wird daher ratierlich über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst und direkt mit der Kapitalrücklage verrechnet.
Die Verpflichtungen aus anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich werden als sonstige Rückstellungen angesetzt und an jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Aufwendungen werden ebenfalls über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst (siehe → [E37] Rückstellungen).
Den Vorständen wird jährlich ein LTIP über einen Performance-Zeitraum von vier Jahren gewährt, der in seiner Höhe von der Erreichung bestimmter finanzieller Ziele und bestimmter Nachhaltigkeitsziele abhängt. Die Zielerreichung wird anhand der finanziellen Leistungskriterien NAV pro Aktie und anhand des Group FFO pro Aktie ermittelt. Die zwei finanziellen Leistungskriterien incentivieren eine langfristige Steigerung des Unternehmenswerts. In der Regel wird die Zielerreichung zusätzlich anhand von Nachhaltigkeitskriterien (ESG-Ziele) ermittelt. Damit stellt der LTIP eine anteilsbasierte Vergütung nach IFRS 2 dar; umgekehrt kann der Auszahlungsanspruch bei Nichterreichung des definierten Zielerreichungsgrads komplett entfallen.
Aus dem LTIP-Programm resultiert im Berichtsjahr 2022 ein Aufwand nach IFRS 2 von insgesamt 0,2 Mio. € (2021: -0,1 Mio. €).
Der Wert der zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Schuld wurde von einem externen Gutachter nach anerkannten finanzmathematischen Verfahren ermittelt und setzt sich wie folgt zusammen:
|
Tranche
in € |
Ende der Sperrfrist | 31.12.2022 |
| 2022-2025 | 31.12.2025 | 233.243 |
Der für die erste Führungsebene geltende LTIP orientierte sich im Wesentlichen an dem für den Vorstand geltenden LTIP hinsichtlich der identischen Performance-Ziele und bei der Ermittlung der Zielwerte im Hinblick auf den Minimalwert, den Zielwert und den Maximalwert. Der LTIP der ersten Führungsebene wurde in 2022 in den STIP überführt bzw. anderweitig vertraglich abgelöst. Somit entfällt zukünftig diese anteilsbasierte Vergütung für Führungskräfte unterhalb der Vorstandsebene.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2022 Gesamtbezüge in Höhe von 0,8 Mio. € (2021: 0,8 Mio. €) für ihre Tätigkeit erhalten.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:
| Gesamtbezüge | ||
|
Gesamtbezüge des Vorstands
in € |
2021 | 2022 |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | 2.518.000 | 1.010.000 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | 12.215.069 | 1.516.000 |
| Sonderzahlungen | 10.467.773 | 20.875 |
| Gesamtvergütung | 25.200.843 | 2.546.875 |
Pensionsverpflichtungen (DBO) gegenüber ehemaligen Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen bestehen nicht.
Die Gesamtbezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen betragen für das Geschäftsjahr 2022 3,6 Mio. € (2021: 2,6 Mio. €). Diese beinhalten die an das Vorstandsmitglied Henrik Thomsen gezahlte Abfindung in Höhe von 3,6 Mio. € einschl. der Abgeltung von Restricted Share Units (RSU) in Höhe von 0,4 Mio. €.
Für die im Geschäftsjahr erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden folgende Honorare (einschließlich Auslagen und ohne USt.) abgerechnet:
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Abschlussprüfungen | 2,8 | 3,2 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0,2 | 0,2 |
| 3,0 | 3,4 |
Es wurden ausschließlich Leistungen erbracht, die mit der Tätigkeit als Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der Deutsche Wohnen SE vereinbar sind.
Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen beinhalten sämtliche Bestätigungsleistungen, die keine Abschlussprüfungsleistungen sind und nicht im Rahmen der Abschlussprüfung genutzt werden. Diese umfassten im Wesentlichen MaBV-Prüfungen und prüferische Durchsichten von Überleitungsrechnungen zur Zinsschranke nach IDW PS 900 sowie einen Wohnungsfürsorgebericht.
Im Dezember 2022 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG abgegeben und auf der Webseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
| Bewertungskategorien und Klassen: | Wertansatz Bilanz in Übereinstimmung mit IFRS 9 | ||||
| in Mio. € | Buchwerte 31.12.2022 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgswirksam | Fair Value erfolgsneutral mit Reklassifizierung | Fair Value erfolgsneutral ohne Reklassifizierung |
| Vermögenswerte | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |||||
| Kassenbestände und Bankguthaben | 184,3 | 184,3 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |||||
| Forderungen aus dem Verkauf von Grundstücken | 0,4 | 0,4 | |||
| Forderungen aus Vermietung | 15,0 | 15,0 | |||
| Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen | 14,2 | 14,2 | |||
| Forderungen aus dem Verkauf von Immobilienvorräten | - | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Beteiligungen, die at-equity bewertet werden | 208,0 | ||||
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 23,8 | ||||
| Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 870,0 | 870,0 | |||
| Sonstige Ausleihungen an assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 830,4 | 830,4 | |||
| Übrige Beteiligungen | 39,6 | 39,6 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Cashflow Hedges | 23,9 | 0,1 | 23,8 | ||
| Freistehende Zinsswaps und Zinscaps | 42,7 | 42,7 | |||
| Schulden | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 167,1 | 167,1 | |||
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 8.975,9 | 8.975,9 | |||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Zinsabgrenzungen Derivate | 0,1 | 0,1 | |||
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 128,6 | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern | 196,3 | 196,3 | - | ||
| Bewertungskategorien und Klassen: | Wertansatz | Fair Value | Fair-Value |
| in Mio. € | Bilanz nach IFRS 16/IAS 28 | 31.12.2022 | Hierarchiestufe |
| Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |||
| Kassenbestände und Bankguthaben | 184,3 | 1 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |||
| Forderungen aus dem Verkauf von Grundstücken | 0,4 | 2 | |
| Forderungen aus Vermietung | 15,0 | 2 | |
| Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen | 14,2 | 2 | |
| Forderungen aus dem Verkauf von Immobilienvorräten | 2 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Beteiligungen, die at-equity bewertet werden | 208,0 | n.a. | |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 23,8 | n.a. | |
| Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 870,0 | 2 | |
| Sonstige Ausleihungen an assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 830,4 | 2 | |
| Übrige Beteiligungen | 39,6 | 2 | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||
| Cashflow Hedges | 23,9 | 2 | |
| Freistehende Zinsswaps und Zinscaps | 42,7 | 2 | |
| Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 167,1 | 2 | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 7.762,0 | 2 | |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Zinsabgrenzungen Derivate | 0,1 | 2 | |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 128,6 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern | 196,3 | 2 |
| Bewertungskategorien und Klassen: | Wertansatz Bilanz in Übereinstimmung mit IFRS 9 | ||||
| in Mio. € | Buchwerte 31.12.2021 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgswirksam | Fair Value erfolgsneutral mit Reklassifizierung | Fair Value erfolgsneutral ohne Reklassifizierung |
| Vermögenswerte | xxx | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 676,7 | ||||
| Kassenbestände und Bankguthaben | 676,7 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 62,1 | ||||
| Forderungen aus dem Verkauf von Grundstücken | 62,1 | 27,8 | |||
| Forderungen aus Vermietung | 27,8 | 11,1 | |||
| Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen | 11,1 | 12,0 | |||
| Forderungen aus dem Verkauf von Immobilienvorräten | 12,0 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Beteiligungen, die at-equity bewertet werden | 373,3 | ||||
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 26,3 | ||||
| Sonstige Ausleihungen | |||||
| Sonstige Ausleihungen an assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 826,0 | 826,0 | |||
| Übrige Beteiligungen | 33,9 | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 33,9 | ||||
| Freistehende Zinsswaps und Zinscaps | 3,0 | 3,0 | |||
| Schulden | xxx | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 333,5 | 163,9 | |||
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 9.671,8 | 9.671,8 | |||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Freistehende Zinsswaps und Zinscaps | 12,0 | 12,0 | |||
| Cashflow Hedges | 12,1 | 0,3 | 11,8 | ||
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 139,6 | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern | 199,0 | 199,0 | |||
| Bewertungskategorien und Klassen: | Wertansatz | Fair Value | Fair-Value |
| in Mio. € | Bilanz nach IFRS 16/IAS 28 | 31.12.2021 | Hierarchiestufe |
| Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 676,7 | 1 | |
| Kassenbestände und Bankguthaben | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 62,1 | 2 | |
| Forderungen aus dem Verkauf von Grundstücken | 27,8 | 2 | |
| Forderungen aus Vermietung | 11,1 | 2 | |
| Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen | 12,0 | 2 | |
| Forderungen aus dem Verkauf von Immobilienvorräten | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | 373,3 | 373,3 | n.a. |
| Beteiligungen, die at-equity bewertet werden | 26,3 | 26,3 | n.a. |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | |||
| Sonstige Ausleihungen | 2 | ||
| Sonstige Ausleihungen an assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 826,0 | 2 | |
| Übrige Beteiligungen | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 33,9 | 2 | |
| Freistehende Zinsswaps und Zinscaps | 3,0 | 2 | |
| Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 163,9 | 2 | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 10.128,8 | 2 | |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Freistehende Zinsswaps und Zinscaps | 12,0 | 2 | |
| Cashflow Hedges | 12,1 | 2 | |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 139,6 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern | 199,0 | 2 |
Nachfolgend berichten wir über die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht unter IFRS 9 fallen:
| ― |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von 73,2 Mio. € (31.12.2021: 104,8 Mio. €). |
Die folgende Tabelle stellt die Vermögenswerte und Schulden dar, die in der Bilanz zum Fair Value angesetzt werden, und deren Klassifizierung hinsichtlich der Fair-Value-Hierarchie:
| in Mio. € | 31.12.2022 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Vermögenswerte | ||||
| Investment Properties | 27.301,9 | 27.301,9 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Übrige Beteiligungen | 39,6 | 39,6 | ||
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | ||||
| Investment Properties (Kaufvertrag geschlossen) | 2,4 | 2,4 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Cashflow Hedges | 23,9 | 23,9 | ||
| Freistehende Zinsswaps und Zinscaps | 42,7 | 42,7 | ||
| Schulden | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Zinsabgrenzung Derivate | 0,1 | 0,1 |
| in Mio. € | 31.12.2021 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Vermögenswerte | ||||
| Investment Properties | 28.730,5 | 28.730,5 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Übrige Beteiligungen | 33,9 | 33,9 | ||
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | ||||
| Investment Properties (Kaufvertrag geschlossen) | 1.633,3 | 1.633,3 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Cashflow Hedges | - | - | ||
| Freistehende Zinsswaps und Zinscaps | 3,0 | 3,0 | ||
| Schulden | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Cashflow Hedges | 12,1 | 12,1 | ||
| Freistehende Zinsswaps und Zinscaps | 12,0 | 12,0 |
Deutsche Wohnen bewertet Investment Properties grundsätzlich anhand der Discounted-Cashflow-Methodik (DCF) (Stufe 3). Die wesentlichen Bewertungsparameter und Bewertungsergebnisse sind dem Kapitel → [D28] Investment Properties zu entnehmen.
Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte der Investment Properties werden zum Zeitpunkt der Umbuchung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte mit ihrem neuen Fair Value, dem vereinbarten Kaufpreis, angesetzt (Stufe 2).
Hinsichtlich der Finanzinstrumente kam es gegenüber der Vergleichsperiode zu keinen Wechseln zwischen den Hierarchiestufen.
Die Bewertung der Wertpapiere und der in den sonstigen Beteiligungen enthaltenen Anteile an börsennotierten Unternehmen erfolgt grundsätzlich anhand notierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Stufe 1).
Zur Bewertung der Finanzinstrumente werden zunächst Zahlungsströme kalkuliert und diese Zahlungsströme nachfolgend diskontiert. Zur Diskontierung wird neben dem tenorspezifischen EURIBOR (3M; 6M) das jeweilige Kreditrisiko herangezogen. In Abhängigkeit von den erwarteten Zahlungsströmen wird bei der Berechnung entweder das eigene oder das Kontrahentenrisiko berücksichtigt.
Im Konzernabschluss war für Zinsswaps grundsätzlich das eigene Kreditrisiko relevant. Dieses wird für die wesentlichen Risiken aus am Kapitalmarkt beobachtbaren Notierungen abgeleitet und liegt in Abhängigkeit von der Restlaufzeit zwischen 5 und 155 Basispunkten. Hinsichtlich der positiven Marktwerte der Währungsswaps wurde ein Kontrahentenrisiko von 15 Basispunkten berücksichtigt.
Die Fair Values der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Finanzforderungen entsprechen aufgrund ihrer überwiegend kurzen Restlaufzeiten zum Abschlussstichtag näherungsweise deren Buchwerten. Die Höhe der geschätzten Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet. Es wurde ermittelt, dass die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf Grundlage der externen Ratings und der kurzen Restlaufzeiten ein geringes Ausfallrisiko aufweisen und keine wesentlichen Wertminderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente vorliegen.
Der beizulegende Zeitwert der Kaufpreisverbindlichkeiten aus gewährten Andienungsrechten für von Minderheitsgesellschaftern gehaltene Anteile/Ausgleichsansprüche wird grundsätzlich durch den Unternehmenswert der Gesellschaften bestimmt; sofern ein vertraglich vereinbarter Mindestkaufpreis diesen Betrag übersteigt, wird dieser Kaufpreis angesetzt (Stufe 3). Die nicht beobachtbaren Bewertungsparameter könnten durch eine Änderung des Unternehmenswerts dieser Gesellschaften schwanken. Eine hohe Wertänderung ist allerdings nicht wahrscheinlich, da das Geschäftsmodell gut prognostizierbar ist.
| aus Folgebewertung | ||||||
| in Mio. € | aus Zinsen | Erträge aus Ausleihungen | Dividenden aus übrigen Beteiligungen | Wertberichtigung und ausgebuchte Verbindlichkeiten | expected credit loss Sonstige Ausleihungen an assoziierte Unternehmen | ausgebuchte Forderungen |
| 2022 | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu (fortgeführten) Anschaffungskosten | 19,2 | 57,9 | - | -4,6 | -20,1 | 0,2 |
| Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - mit Reklassifizierung | 47,4 | - | - | - | - | - |
| Derivate erfolgsneutral zum FV im OCI bewertet - mit Reklassifizierung | - | - | - | - | - | - |
| EK Instrumente erfolgswirksam zum FV bewertet | 3,2 | - | 0,5 | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu (fortgeführten) Anschaffungskosten | -118,2 | - | - | -0,3 | - | - |
| -48,4 | 57,9 | 0,5 | -4,9 | -20,1 | 0,2 | |
| aus Folgebewertung | |||||
| in Mio. € | aus Bewertung | ergebniswirksames Finanzergebnis 2022 | Bewertung Cashflow Hedges | Bewertung EK-Instrumente | Gesamtfinanzergebnis 2022 |
| 2022 | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu (fortgeführten) Anschaffungskosten | - | 52,6 | - | - | 52,6 |
| Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - mit Reklassifizierung | - | 47,4 | - | 47,4 | |
| Derivate erfolgsneutral zum FV im OCI bewertet - mit Reklassifizierung | - | - | 34,5 | 34,5 | |
| EK Instrumente erfolgswirksam zum FV bewertet | - | 3,7 | - | - | 3,7 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu (fortgeführten) Anschaffungskosten | -118,5 | - | - | -118,5 | |
| - | -14,8 | 34,5 | - | 19,7 |
| aus Folgebewertung | ||||||
| in Mio. € | aus Zinsen | Erträge aus Ausleihungen | Dividenden aus übrigen Beteiligungen | Wertberichtigung und ausgebuchte Verbindlichkeiten | expected credit loss Sonstige Ausleihungen an assoziierte Unternehmen | ausgebuchte Forderungen |
| 2021 | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu (fortgeführten) Anschaffungskosten | 4,6 | 30,9 | - | -2,1 | - | 1,1 |
| Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - mit Reklassifizierung | 3,1 | - | - | - | - | |
| Derivate erfolgsneutral zum FV im OCI bewertet - mit Reklassifizierung | - | - | - | - | - | |
| EK Instrumente erfolgswirksam zum FV bewertet | -13,7 | - | 0,5 | - | - | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu (fortgeführten) Anschaffungskosten | -171,9 | - | - | 1,0 | - | - |
| -177,9 | 30,9 | 0,5 | -1,1 | - | 1,1 | |
| aus Folgebewertung | |||||
| in Mio. € | aus Bewertung | ergebniswirksames Finanzergebnis 2021 | Bewertung Cashflow Hedges | Bewertung EK-Instrumente | Gesamtfinanzergebnis 2021 |
| 2021 | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu (fortgeführten) Anschaffungskosten | - | 34,5 | - | - | 34,5 |
| Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - mit Reklassifizierung | - | 3,1 | - | 3,1 | |
| Derivate erfolgsneutral zum FV im OCI bewertet - mit Reklassifizierung | - | - | 12,6 | 12,6 | |
| EK Instrumente erfolgswirksam zum FV bewertet | -354,6 | -367,8 | - | - | -367,8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu (fortgeführten) Anschaffungskosten | -170,9 | - | - | -170,9 | |
| -354,6 | -501,1 | 12,6 | - | -488,5 |
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel von Deutsche Wohnen im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Statements of Cashflows) wird zwischen Mittelveränderungen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit wird nach der indirekten Methode aus dem Periodenergebnis ermittelt, dabei werden nicht zahlungswirksame Geschäftsvorfälle, Veränderungen von Bilanzposten, denen betriebliche Ein- oder Auszahlungen vergangener oder zukünftiger Geschäftsjahre gegenüberstehen, sowie Ertrags- und Aufwandsposten, die dem Investitions- oder Finanzierungsbereich zuzurechnen sind, berichtigt.
Die Auswirkungen der Veränderung des Konsolidierungskreises werden gesondert ausgewiesen. Eine direkte Abstimmung mit den entsprechenden Veränderungen der Posten der Konzernbilanz ist somit nicht ohne Weiteres möglich.
Die Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Investment Properties werden im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.
Unter Ausübung des Wahlrechts in IAS 7 werden Zinseinzahlungen im Cashflow aus der Investitionstätigkeit und Zinsauszahlungen im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Der Posten "Auszahlungen für Investitionen in Investment Properties" beinhaltet im Wesentlichen Ausgaben für Modernisierungsmaßnahmen.
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist Deutsche Wohnen verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Das konzernübergreifende Finanzrisikomanagement zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns frühzeitig zu identifizieren und mit geeigneten Maßnahmen zu begrenzen. Hinsichtlich Aufbau und Organisation des Finanzrisikomanagements wird auf den Lagebericht (siehe → Struktur und Instrumente des Risikomanagements) verwiesen.
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist Deutsche Wohnen zahlungswirksamen Zinsänderungsrisiken durch Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung sowie durch Neu- und Anschlussfinanzierungen ausgesetzt. In diesem Zusammenhang findet eine laufende Beobachtung der Zinsmärkte durch den Geschäftsbereich Corporate Finance statt. Die Beobachtungen fließen in die Finanzierungsstrategie mit ein.
Im Rahmen der Finanzierungsstrategie werden zur Begrenzung bzw. Steuerung der Zinsrisiken derivative Finanzinstrumente, insbesondere Zinsswaps und -caps, eingesetzt. Nach der von Deutsche Wohnen verfolgten Strategie ist der Einsatz von Derivaten nur dann erlaubt, wenn ihnen bilanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, vertragliche Ansprüche oder Verpflichtungen und geplante, hochwahrscheinliche Transaktionen zugrunde liegen.
Eine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf die Cashflow Hedges findet sich im Kapitel → [G52] Cashflow Hedges und freistehende Sicherungsinstrumente.
Deutsche Wohnen ist einem Ausfallrisiko ausgesetzt, das aus einer möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei resultiert. Zur Risikominimierung werden wesentliche Finanztransaktionen nur mit Banken und Partnern getätigt, deren Bonität von einer Rating-Agentur mindestens mit Investment Grade eingeschätzt wird. Die Steuerung und Überwachung der Kontrahentenrisiken erfolgt zentral durch den Geschäftsbereich Corporate Finance.
Die Konzerngesellschaften von Deutsche Wohnen sind in nennenswertem Umfang durch Fremdkapital finanziert. Die Finanzierungen sind aufgrund ihres hohen Volumens zum Teil einem erheblichen Refinanzierungsrisiko ausgesetzt. Insbesondere im Rahmen der sogenannten Finanzkrise sind die Liquiditätsrisiken aus Finanzierungen mit hohen Volumina (Volumenrisiken) im Finanzierungsbereich deutlich geworden. Zur Begrenzung dieser Risiken ist Deutsche Wohnen in ständigem Kontakt mit vielen verschiedenen Marktteilnehmern, überwacht kontinuierlich alle zur Verfügung stehenden Finanzierungsoptionen am Kapital- und Bankenmarkt und setzt diese zielgerichtet ein. Zusätzlich werden die bestehenden Finanzierungen einer frühzeitigen Überprüfung vor der jeweiligen Endfälligkeit unterzogen, um eine Refinanzierbarkeit sicherzustellen.
Im Rahmen von bestehenden Kreditverträgen ist Deutsche Wohnen zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen (Financial Covenants) wie z. B. Schuldendienstdeckungsgrad oder Verschuldungsgrad verpflichtet. Sofern im Falle einer Verletzung dieser Finanzkennzahlen sogenannte Heilungsperioden (Cure Periods) nicht eingehalten werden und keine einvernehmliche Lösung mit den Kreditgebern gefunden wird, kann es zu einer Restrukturierung der Finanzierung mit geänderter Kostenstruktur kommen. Sollten alle in der Praxis gängigen Lösungsmöglichkeiten nicht zum Erfolg führen, hätten die Kreditgeber die Möglichkeit, die Finanzierung fällig zu stellen. Die Einhaltung dieser Finanzkennzahlen wird durch den Geschäftsbereich Corporate Finance auf Basis aktueller Ist-Zahlen und Planungsrechnungen laufend überprüft.
Deutsche Wohnen hat zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit ein systemgestütztes Cash-Management etabliert. Hiermit werden Zahlungsströme von Deutsche Wohnen kontinuierlich kontrolliert, optimiert und dem Vorstand regelmäßig über die aktuelle Liquiditätssituation des Konzerns Bericht erstattet. Ergänzt wird das Liquiditätsmanagement durch eine kurzfristige rollierende, monatsgenaue Liquiditätsplanung für das laufende Geschäftsjahr, durch die sich der Vorstand ebenfalls zeitnah unterrichtet. Um Ausfallrisiken zu minimieren, werden hohe Kassenbestände nach Möglichkeit vermieden. Sollten aufgrund bevorstehender Investitionen oder Refinanzierungen kurzzeitig hohe Rücklagen notwendig sein, werden diese auf verschiedene Instrumente und Bankpartner mit guter Bonität verteilt.
Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglichen, nicht diskontierten Zahlungsströme der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente für das Berichtsjahr 2022 ersichtlich. Die ausgewiesenen Tilgungsleistungen der Folgejahre enthalten dabei ausschließlich die vertraglich festgelegten Mindesttilgungen:
| 2023 | 2024 | ||||
| in Mio. € | Buchwert 31.12.2022 | Zins | Tilgung | Zins | Tilgung |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| gegenüber Kreditinstituten | 5.110,5 | 101,0 | 463,0 | 92,8 | 179,9 |
| gegenüber anderen Kreditgebern | 3.832,0 | 54,7 | 3,8 | 54,4 | 21,1 |
| Zinsabgrenzungen aus sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten | 33,4 | 33,4 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 128,6 | 2,8 | 16,5 | 2,5 | 15,6 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | |||||
| Cashflow Hedges/freistehende Zinsderivate | -66,6 | 7,9 | 7,6 | ||
| Zinsabgrenzungen Swaps | 0,1 | 0,1 | - | - | - |
| 2025 bis 2029 | ||
| in Mio. € | Zins | Tilgung |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| gegenüber Kreditinstituten | 281,5 | 4.088,1 |
| gegenüber anderen Kreditgebern | 233,2 | 951,4 |
| Zinsabgrenzungen aus sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 8,9 | 50,5 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | ||
| Cashflow Hedges/freistehende Zinsderivate | 15,4 | - |
| Zinsabgrenzungen Swaps | - | - |
| 2022 | 2023 | ||||
| in Mio. € | Buchwert 31.12.2021 | Zins | Tilgung | Zins | Tilgung |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| gegenüber Kreditinstituten | 5.430,4 | 71,1 | 102,0 | 70,1 | 740,1 |
| gegenüber anderen Kreditgebern | 4.208,2 | 56,5 | 254,7 | 56,4 | 4,6 |
| Zinsabgrenzungen aus sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten | 33,2 | 33,2 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 139,6 | 1,8 | 19,0 | 1,6 | 17,1 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Cashflow Hedges/freistehende Zinsderivate | 23,8 | 7,8 | - | 5,4 | - |
| Zinsabgrenzungen Swaps | 0,3 | 0,3 | - | - | - |
| 2024 bis 2028 | ||
| in Mio. € | Zins | Tilgung |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| gegenüber Kreditinstituten | 207,9 | 3.778,2 |
| gegenüber anderen Kreditgebern | 251,9 | 891,8 |
| Zinsabgrenzungen aus sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 6,0 | 54,8 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Cashflow Hedges/freistehende Zinsderivate | 9,5 | - |
| Zinsabgrenzungen Swaps | - | - |
Bei Deutsche Wohnen bestanden zu Beginn des Jahres insgesamt 6 Kreditrahmenverträge mit verschiedenen Banken und einem Gesamtvolumen von 450 Mio. €. Unter einem dieser Verträge mit einem Rahmenvolumen von 30,0 Mio. €, abgeschlossen mit der Aarealbank, können auch Avale herausgegeben werden. Zum Stichtag waren Avale mit einem Gesamtvolumen von rund 0,01 Mio. € ausstehend. Diese Rahmenverträge endeten vertraglich im Laufe des Jahres 2022 oder wurden gekündigt. Weiterhin besteht ein Avalrahmenvertrag mit Euler Hermes über 50,0 Mio. €, unter dem zum Stichtag ein Volumen von rund 39,3 Mio. € ausgegeben war.
Insgesamt verfügt Deutsche Wohnen zum Stichtag über Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 184,3 Mio. € (31.12.2021: 676,7 Mio. €). Wir verweisen auf die Ausführungen zum Finanzrisikomanagement im Lagebericht.
Das Management von Deutsche Wohnen verfolgt das Ziel einer langfristigen Wertsteigerung im Interesse von Kunden, Mitarbeitern und Investoren. Hierbei ist die Beibehaltung finanzieller Flexibilität zur Umsetzung der Wachstums- und Portfoliooptimierungsstrategie unverzichtbar. Im Fokus steht dabei eine ausreichende Liquiditätsausstattung sowie ein effizientes Verhältnis besicherter und nicht besicherter Kapitalbestandteile.
Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements von Deutsche Wohnen werden die Mitglieder des Vorstands monatlich über die Ergebnisentwicklung und deren potenzielle Auswirkungen auf die Kapitalstruktur informiert.
Die Eigenkapitalsituation der Tochterunternehmen wird regelmäßig einer Prüfung unterzogen.
Das Eigenkapital von Deutsche Wohnen hat sich wie folgt entwickelt:
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Eigenkapital | 17.203,4 | 16.775,1 |
| Bilanzsumme | 33.232,2 | 31.530,8 |
| Eigenkapitalquote | 51,8% | 53,2 % |
Die finanzielle Umsetzung möglicher Akquisitionen plant Deutsche Wohnen auch in Zukunft durch den optimalen Mix von Fremd- und Eigenkapital vorzunehmen.
Um sich gegen Zinsänderungen abzusichern, schließt Deutsche Wohnen bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten bzw. bei Fremdwährungsverbindlichkeiten regelmäßig derivative Sicherungsgeschäfte ab. Die Umsetzung der verabschiedeten Finanzierungsstrategie obliegt dem Geschäftsbereich Corporate Finance.
Das Nominalvolumen der in Euro gehaltenen Cashflow Hedges beträgt zum Berichtszeitpunkt 291,4 Mio. € (31.12.2021: 291,4 Mio. €). Die Zinskonditionen der Sicherungsinstrumente liegen zwischen 0,880% und 1,485% bei ursprünglichen Laufzeiten von 9 bis 10 Jahren.
Aufgrund einer ausreichenden Effektivität der Sicherungsgeschäfte wurden im Berichtsjahr lediglich 0,1 Mio. € aus Zinsabgrenzungen ergebniswirksam reklassifiziert.
Sämtliche Derivate sind gegenüber den emittierenden Banken in eine Netting-Vereinbarung einbezogen worden.
Im Berichtsjahr fand weder eine wirtschaftliche noch eine bilanzielle Verrechnung statt.
Die wesentlichen Parameter der in Euro gehaltenen Cashflow Hedges stellen sich wie folgt dar:
| in Mio. € | Nominalbetrag | Laufzeitbeginn von | Laufzeitende bis | Aktueller Durchschnittszinssatz (inkl. Marge) |
| DZ Bank | ||||
| Grundgeschäfte | 55,0 | 15.8.2018 | 31.7.2028 | 3-M-EURIBOR Marge +0,67 % |
| Zinsswaps | 55,0 | 15.8.2018 | 31.7.2028 | 0,880 % |
| LBBW/MBS | ||||
| Grundgeschäfte | 3,5 | 30.7.2014 | 30.6.2025 | 3-M-EURIBOR Marge +1 % |
| Zinsswaps | 3,3 | 30.7.2014 | 30.6.2025 | 1,485 % |
| HVB | ||||
| Grundgeschäfte | 237,9 | 16.7.2018 | 31.1.2029 | 3-M-EURIBOR Marge +0,74 % |
| Zinsswaps | 233,1 | 16.7.2018 | 31.1.2029 | 0,937 % |
In Summe hält die Deutsche Wohnen SE 16 Eurozinsswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von 704,8 Mio. €.
Der Sicherungszusammenhang der Cashflow Hedges wird prospektiv auf Basis einer Sensitivitätsanalyse, retrospektiv auf Basis der kumulierten Dollar-Offset-Methode ermittelt. Die Wertveränderungen der Grundgeschäfte werden auf Basis der Hypothetische-Derivate-Methode ermittelt. Die Auswirkung des Ausfallrisikos auf die beizulegenden Zeit werte ist im Berichtsjahr - wie im Vorjahr - unwesentlich und führte zu keiner Anpassung des Bilanzansatzes.
Im Berichtsjahr wurden die in Euro gehaltenen Cashflow Hedges zum 31. Dezember 2022 mit ihren Marktwerten (Clean Fair Values) in Höhe von insgesamt 23,9 Mio. € (31.12.2021: -11,8 Mio. €) ausgewiesen. Die korrespondierenden Zinsabgrenzungen betrugen -0,1 Mio. € (31.12.2021: -0,3 Mio. €).
Des Weiteren wurden unter den Finanzverbindlichkeiten positive Marktwerte aus freistehenden Zinsderivaten in Höhe von 42,7 Mio. € (31.12.2021: -12,0 Mio. €) ausgewiesen.
Nachfolgend werden die Auswirkungen der Cashflow Hedges (nach Ertragsteuern) auf die Entwicklung der sonstigen Rücklagen dargestellt:
| in Mio. € | Stand 1.1. | Änderungen der Periode | ergebniswirksame Reklassifizierung | Stand 31.12. |
| 2022 | 10,6 | -34,4 | 0,0 | -23,8 |
| 2021 | 23,2 | -12,6 | 0,0 | 10,6 |
Nachfolgend werden die Auswirkungen der Cashflow Hedges (nebst Ertragsteuern) auf die Gesamtergebnisrechnung dargestellt:
| in Mio. € | 2021 | 2022 |
| Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste | 12,6 | 34,5 |
| Steuern auf Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste | -2,7 | -10,5 |
| Realisierte Gewinne/Verluste | ||
| Steuern auf realisierte Gewinne/Verluste | ||
| Summe | 9,9 | 24,0 |
Im Berichtsjahr ergaben sich für Cashflow Hedges nach Berücksichtigung latenter Steuern negative kumulierte Ineffektivitäten in Höhe von 0,0 Mio. € (2021: 9,9 Mio. €). Ausgehend von der Bewertung zum 31. Dezember 2022 wurde eine Sensitivitätsanalyse zur Ermittlung der Eigenkapitalveränderung bei einer parallelen Verschiebung der Zinsstruktur um jeweils 50 Basispunkte durchgeführt:
| Eigenkapitalveränderung | |||
| in Mio. € | Sonstige Rücklagen ergebnisneutral | Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam | Summe |
| 2022 | |||
| + 50 Basispunkte | 0,8 | 7,9 | 8,7 |
| - 50 Basispunkte | -0,8 | -8,1 | -8,9 |
| 2021 | |||
| + 50 Basispunkte | 6,7 | 9,9 | 16,6 |
| - 50 Basispunkte | -7,0 | -11,1 | -18,1 |
Haftungsverhältnisse bestehen für Sachverhalte, für die die Deutsche Wohnen SE und ihre Tochtergesellschaften Garantien zugunsten verschiedener Vertragspartner gegeben haben. Die Laufzeiten sind in vielen Fällen auf einen vereinbarten Zeitpunkt befristet. In einigen Fällen ist die Laufzeit unbefristet.
Haftungsverhältnisse von Deutsche Wohnen bestehen wie folgt:
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Bürgschaften i. Z. m. Development | 27,5 | 21,5 |
| Mietbürgschaften | 1,6 | 0,8 |
| Sonstige Verpflichtungen | 1,6 | 3,5 |
| 30,7 | 25,9 |
Deutsche Wohnen ist Beteiligte in verschiedenen Rechtsstreitigkeiten, die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entstehen.
Es handelt sich hierbei insbesondere um Mietrechts- und Vertriebsstreitigkeiten. Keine der Rechtsstreitigkeiten wird für sich genommen wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage von Deutsche Wohnen haben.
Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | ||
| Investitionsverpflichtungen | 921,9 | 757,7 |
| Ankaufsverpflichtungen | 868,1 | 798,6 |
| Obligo aus Bestellungen für Modernisierungen und Neubau | 536,3 | 330,7 |
| IT-Dienstleistungsverträge | 31,4 | 15,1 |
| Sonstige | 6,9 | 1,5 |
| 2.364,6 | 1.903,6 |
Berlin, den 15. März 2023
Konstantina Kanellopoulos, Co-CEO
Lars Urbansky, Co-CEO
Olaf Weber, CFO
| Gesellschaft | Sitz | Anteil am Kapital % |
| Deutsche Wohnen SE | Berlin | |
| In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen | ||
| Deutschland | ||
| AGG Auguste-Viktoria-Allee Grundstücks GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Alpha Asset Invest GmbH | Berlin | 100,00 |
| Amber Dritte VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Amber Erste VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Amber Zweite VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Aragon 13. VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Aragon 14. VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Aragon 15. VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Aragon 16. VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Aufbau-Gesellschaft der GEHAG mit beschränkter Haftung | Berlin | 100,00 |
| BauBeCon BIO GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| BauBeCon Immobilien GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| BauBeCon Wohnwert GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Beragon VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| C. A. & Co. Catering KG | Wolkenstein | 100,00 |
| Ceragon VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Communication Concept Gesellschaft für Kommunikationstechnik mbH | Leipzig | 100,00 |
| DELTA VIVUM Berlin I GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| DELTA VIVUM Berlin II GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Deutsche Wohnen Asset Immobilien GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin 5 GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin 6 GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin 7 GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin I GmbH | Berlin | 94,00 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin II GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin III GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin X GmbH | Berlin | 94,80 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin XII GmbH | Berlin | 94,80 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin XIII GmbH | Berlin | 94,80 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin XV GmbH | Berlin | 94,80 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin XVI GmbH | Berlin | 94,80 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin XVII GmbH | Berlin | 94,80 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin XVIII GmbH | Berlin | 94,80 1) |
| Deutsche Wohnen Beteiligungen Immobilien GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co. KG | Berlin | 100,00 2), 3) |
| Deutsche Wohnen Care SE | Berlin | 100,00 |
| Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Corporate Real Estate GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Direkt Immobilien GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 |
| Deutsche Wohnen Dresden I GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Dresden II GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Fondsbeteiligungs GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Immobilien Management GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Kundenservice GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Management GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Management- und Servicegesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Multimedia Netz GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Reisholz GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Technology GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Deutsche Wohnen Zweite Fondsbeteiligungs GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| DW Pflegeheim Dresden Grundstücks GmbH | München | 100,00 1) |
| DW Pflegeheim Eschweiler Grundstücks GmbH | München | 100,00 1) |
| DW Pflegeheim Frankfurt am Main Grundstücks GmbH | München | 100,00 1) |
| DW Pflegeheim Friesenheim Grundstücks GmbH | München | 100,00 1) |
| DW Pflegeheim Glienicke Grundstücks GmbH | München | 100,00 1) |
| DW Pflegeheim Konz Grundstücks GmbH | München | 100,00 1) |
| DW Pflegeheim Meckenheim Grundstücks GmbH | München | 100,00 1) |
| DW Pflegeheim Potsdam Grundstücks GmbH | München | 100,00 |
| DW Pflegeheim Siegen Grundstücks GmbH | München | 100,00 1) |
| DW Pflegeheim Weiden Grundstücks GmbH | München | 100,00 1) |
| DW Pflegeheim Würselen Grundstücks GmbH | München | 100,00 1) |
| DW Pflegeresidenzen Grundstücks GmbH | München | 100,00 |
| DW Property Invest GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| DWRE Alpha GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| DWRE Braunschweig GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| DWRE Dresden GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| DWRE Halle GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| DWRE Hennigsdorf GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| DWRE Leipzig GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Eisenbahn-Siedlungs-Gesellschaft Berlin mit beschränkter Haftung | Berlin | 94,90 |
| EMD Energie Management Deutschland GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Eragon VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| FACILITA Berlin GmbH | Berlin | 100,00 |
| Faragon V V GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Fortimo GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Gehag Acquisition Co. GmbH | Berlin | 100,00 |
| GEHAG Beteiligungs GmbH & Co. KG | Berlin | 100,00 2), 3) |
| GEHAG Dritte Beteiligungs GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| GEHAG Erste Beteiligungs GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| GEHAG Erwerbs GmbH & Co. KG | Berlin | 99,99 2) |
| GEHAG GmbH | Berlin | 100,00 |
| GEHAG Grundbesitz I GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| GEHAG Grundbesitz II GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| GEHAG Grundbesitz III GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| GEHAG Vierte Beteiligung SE | Berlin | 100,00 1) |
| GEHAG Zweite Beteiligungs GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Geragon VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| GGR Wohnparks Kastanienallee GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| GGR Wohnparks Nord Leipziger Tor GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| GGR Wohnparks Süd Leipziger Tor GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Grundstücksgesellschaft Karower Damm mbH | Berlin | 100,00 1) |
| GSW Acquisition 3 GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| GSW Corona GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| GSW Gesellschaft für Stadterneuerung mbH | Berlin | 100,00 |
| GSW Grundvermögens- und Vertriebsgesellschaft mbH | Berlin | 100,00 1) |
| GSW Immobilien AG | Berlin | 94,90 |
| GSW Immobilien GmbH & Co. Leonberger Ring KG | Berlin | 94,00 2) |
| GSW Pegasus GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| GSW-Fonds Weinmeisterhornweg 170-178 GbR | Berlin | 80,23 |
| Hamburger Ambulante Pflege- und Physiotherapie "HAPP" GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Hamburger Senioren Domizile GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Haragon VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Haus und Heim Wohnungsbau-GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| HESIONE Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,00 |
| Holzmindener Straße/Tempelhofer Weg Grundstücks GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| HSI Hamburger Senioren Immobilien GmbH | Hamburg | 100,00 |
| HSI Hamburger Senioren Immobilien Management GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Iragon VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| ISABELL GmbH | Berlin | 100,00 |
| ISARIA Dachau Entwicklungsgesellschaft mbH | München | 100,00 |
| ISARIA Hegeneck 5 GmbH | München | 100,00 |
| ISARIA Objekt Achter de Weiden GmbH | München | 100,00 |
| Isaria Objekt Erminoldstraße GmbH | München | 100,00 |
| ISARIA Objekt Garching GmbH | München | 100,00 |
| ISARIA Objekt Hoferstraße GmbH | München | 100,00 |
| ISARIA Objekt Norderneyer Straße GmbH | München | 100,00 |
| ISARIA Objekt Preußenstraße GmbH | München | 100,00 |
| ISARIA Objekt Schwedler Trio GmbH | München | 100,00 |
| ISARIA Stuttgart GmbH | München | 100,00 |
| IWA GmbH Immobilien Wert Anlagen | München | 100,00 |
| Karagon VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH | Berlin | 100,00 |
| KATHARINENHOF Service GmbH | Berlin | 100,00 |
| Laragon VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Larry I Targetco (Berlin) GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Larry II Targetco (Berlin) GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Lebens-Werk GmbH | Berlin | 100,00 |
| Main-Taunus Wohnen GmbH | Eschborn | 99,99 |
| Maragon VV GmbH | Berlin | 94,90 1) |
| Objekt Gustav-Heinemann-Ring GmbH | München | 100,00 |
| Olympisches Dorf Berlin GmbH | Berlin | 100,00 |
| Omega Asset Invest GmbH | Berlin | 100,00 |
| PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG GmbH | Hamburg | 100,00 |
| PFLEGEN & WOHNEN Service GmbH | Hamburg | 100,00 |
| PFLEGEN & WOHNEN Textil GmbH | Hamburg | 100,00 |
| PUW AcquiCo GmbH | Hamburg | 100,00 |
| PUW OpCo GmbH | Hamburg | 100,00 |
| PUW PFLEGENUNDWOHNEN Beteiligungs GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Rhein-Main Wohnen GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 1) |
| Rhein-Mosel Wohnen GmbH | Mainz | 100,00 1) |
| Rhein-Pfalz Wohnen GmbH | Mainz | 100,00 1) |
| RMW Projekt GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 1) |
| RPW Immobilien GmbH & Co. KG | Berlin | 94,00 2) |
| Seniorenresidenz "Am Lunapark" GmbH | Leipzig | 100,00 |
| SGG Scharnweberstraße Grundstücks GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Sophienstraße Aachen Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Berlin | 100,00 1) |
| Stadtentwicklungsgesellschaft Buch mbH | Berlin | 100,00 |
| SYNVIA energy GmbH | Magdeburg | 100,00 |
| SYNVIA media GmbH | Magdeburg | 100,00 |
| SYNVIA mobility GmbH | Magdeburg | 100,00 |
| SYNVIA technology GmbH | Magdeburg | 100,00 |
| TELE AG | Leipzig | 100,00 |
| WIK Wohnen in Krampnitz GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Wohnanlage Leonberger Ring GmbH | Berlin | 100,00 1) |
| Zisa Grundstücksbeteiligungs GmbH & Co. KG | Berlin | 94,90 2) |
| Zisa Verwaltungs GmbH | Berlin | 100,00 |
| Zweite GSW Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft mbH | Berlin | 100,00 |
| Sonstige Länder | ||
| Algarobo Holding B.V. | Baarn/NL | 100,00 |
| Long Islands Investments S.A. | Luxemburg/LU | 100,00 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | ||
| B & O Service Berlin GmbH | Berlin | 24,94 |
| Casa Nova 2 GmbH | Grünwald | 50,00 |
| Casa Nova 3 GmbH | Grünwald | 50,00 |
| Casa Nova GmbH | Grünwald | 50,00 |
| Deutsche KIWI.KI GmbH | Berlin | 49,00 |
| DWA Beteiligungsgesellschaft mbH | Berlin | 50,00 |
| Funk Schadensmanagement GmbH | Berlin | 49,00 |
| G+D Gesellschaft für Energiemanagement mbH | Magdeburg | 49,00 |
| GSZ Gebäudeservice und Sicherheitszentrale GmbH | Berlin | 33,33 |
| IOLITE IQ GmbH | Berlin | 33,33 |
| LE Property 2 GmbH & Co. KG | Leipzig | 49,00 |
| LE Quartier 1 GmbH & Co. KG | Leipzig | 46,50 |
| LE Quartier 1.1 GmbH & Co. KG | Leipzig | 49,00 |
| LE Quartier 1.4 GmbH | Leipzig | 50,00 |
| LE Quartier 1.5 GmbH | Leipzig | 44,00 |
| LE Quartier 1.6 GmbH | Leipzig | 50,00 |
| LE Quartier 5 GmbH & Co. KG | Leipzig | 44,00 |
| OLYDO Projektentwicklungsgesellschaft mbH | Berlin | 50,00 |
| Projektgesellschaft Jugendstilpark München mbH | Leipzig | 50,00 |
| Siwoge 1992 Siedlungsplanung und Wohnbauten Gesellschaft mbH | Berlin | 50,00 |
| Telekabel Riesa GmbH | Riesa | 26,00 |
| WB Wärme Berlin GmbH | Schönefeld | 49,00 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte assoziierte Unternehmen | ||
| Comgy GmbH | Berlin | 10,28 |
| KIWI.KI GmbH | Berlin | 21,11 |
| Krampnitz Energie GmbH | Potsdam | 25,10 |
| QUARTERBACK Immobilien AG | Leipzig | 40,00 |
| Zisa Beteiligungs GmbH | Berlin | 49,00 |
1) Befreiung gemäß § 264 Abs. 3
HGB.
2) Befreiung gemäß § 264b HGB.
3) Bei diesen Unternehmen ist der
unbeschränkt haftende Gesellschafter ein in den
Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen.
| Gesellschaft | Sitz |
Anteil am Kapital
% |
Eigenkapital T€ 31.12.2021 | Jahresüberschuss T€ 31.12.2021 |
| Sonstige Beteiligungen mit über 10 % Deutsche Wohnen Anteil am Kapital | ||||
| Erste JVS Real Estate Verwaltungs GmbH | Berlin | 11,00 | 6.842 | 6.985 |
| Füchse Berlin Handball GmbH | Berlin | 18,60 | 858 | 576 4) |
| GbR Fernheizung Gropiusstadt | Berlin | 46,10 | 545 | -43 3) |
| QUARTERBACK Premium 6 GmbH (ehem. GBL Projekt 1 S.à r.l.) | Luxemburg/LU | 11,00 | 442 | -685 5) |
| GLB Projekt 7 S.à r.l. | Luxemburg/LU | 11,00 | 442 | -685 5) |
| GETEC mobility solutions GmbH | Hannover | 10,00 | -34 | 57 |
| Implementum II GmbH | Grevenbroich | 11,00 | -564 | -257 |
| LE Central Office GmbH | Leipzig | 11,00 | -27 | -90 |
| QUARTERBACK Premium 1 GmbH | Berlin | 11,00 | -398 | -321 |
| QUARTERBACK Premium 10 GmbH | Frankfurt am Main | 11,00 | -13.157 | -5.807 |
| QUARTERBACK Premium 4 GmbH | Leipzig | 11,00 | -104 | -117 |
| Quartier 315 GmbH | Leipzig | 15,00 | 5.216 | 178 |
| Sea View Projekt GmbH | Leipzig | 11,00 | 5.947 | 367 |
| Seniorenwohnen Heinersdorf GmbH | Berlin | 10,10 | 13 | -9 2) |
| SIAAME Development GmbH | Berlin | 20,00 | -227 | -109 |
| VRnow GmbH | Berlin | 10,00 | 1.960 | 342 1) |
| WasE-2 GmbH | Offenbach | 11,00 | -1.228 | -386 |
| Westside Living GmbH | Leipzig | 11,00 | -527 | -175 |
| WirMag GmbH | Grünstadt | 14,85 | 1.239 | -646 2) |
| Zuckerle Quartier Investment S.à r.l. | Luxemburg/LU | 11,00 | -1.833 | -1.818 5) |
1) Eigenkapital und Ergebnis des
Geschäftsjahres entsprechen dem 31.12.2018.
2) Eigenkapital und Ergebnis des
Geschäftsjahres entsprechen dem 31.12.2019.
3) Eigenkapital und Ergebnis des
Geschäftsjahres entsprechen dem 31.12.2020.
4) Eigenkapital und Ergebnis des
Geschäftsjahres entsprechen dem 30.06.2021.
5) Eigenkapital und Ergebnis des
Geschäftsjahres entsprechen lokalem Handelsrecht
Dem Vorstand der Deutsche Wohnen SE gehörten bis 31. März 2022 vier Mitglieder und bis zum 31. Dezember 2022 drei Mitglieder an.
Aufgabenbereich: Co-Chief Executive Officer
Verantwortungsbereich: Strategie, Technische Infrastruktur, IT, Neubau und Bestandsinvestitionen, Recht und Compliance, Nachhaltigkeit sowie Public Affairs.
Aufgabenbereich: Co-Chief Executive Officer
Verantwortungsbereich: Property Management, Kundenkommunikation und -Strategie, Personal, Investmentmanagement, Integration sowie Pflege.
Aufgabenbereich: Chief Financial Officer
Verantwortungsbereich: Rechnungswesen, Controlling, Investor Relations und Steuern.
Mandate:
| ― |
QUARTERBACK Immobilien AG (Mitglied des Aufsichtsrats) 1, 6 |
| ― |
GSW Immobilien AG (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (bis 13. Juni 2022) 3 |
| ― |
Eisenbahn-Siedlungs-Gesellschaft Berlin mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (bis 27. April 2022) 2 |
Aufgabenbereich: Chief Financial Officer
Verantwortungsbereich: Finanzen, ab 1. April 2022 zudem Rechnungswesen, Steuern, Controlling und Investor Relations.
Mandate:
| ― |
GSW Immobilien AG (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (ab 13. Juni 2022 bis 28. Februar 2023) 3 |
| ― |
Eisenbahn-Siedlungs-Gesellschaft Berlin mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (ab 27. April 2022) 2, 4 |
| ― |
Vonovia Finance B.V. (Mitglied des Aufsichtsrats) (bis 9. Januar 2023) 2,4 |
1 Aufsichtsratsmandate gemäß §
100 Abs. 2 AktG.
2 Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und
ausländischen Kontrollgremien von
Wirtschaftsunternehmen.
3 Freigestellte Konzernmandate gemäß
§ 100 Abs. 2 Satz 2 AktG.
4 Weitere Konzernmandate.
5 Börsennotiert.
6 Nahestehendes Unternehmen des Deutsche
Wohnen-Konzerns.
Der aktuelle Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern, von denen fünf durch die Hauptversammlung 2022 gewählt worden sind. Die Amtszeiten betragen ein bis drei Jahre.
Mitglied des Vorstands der Vonovia SE
Mandate:
| ― |
AVW Versicherungsmakler GmbH (Mitglied des Aufsichtsrats) 2 |
| ― |
E. Merck KG (Mitglied des Gesellschafterrats) 2 |
| ― |
Merck KGaA (Mitglied des Aufsichtsrats) 1, 5 |
| ― |
Vonovia Finance B.V. (Mitglied des Aufsichtsrats) (bis 31. Dezember 2022) 2,4 |
Aufsichtsratsvorsitzender der RockHedge Asset Management AG
Mandate:
| ― |
C&P Immobilien AG, Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― |
Intelliway Services AD, Bulgarien (Mitglied im Verwaltungsrat) |
| ― |
Noratis AG (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
General Counsel/Leiter Recht der Vonovia SE
Mandate:
| ― |
Wohnungsgesellschaft Ruhr-Niederrhein mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Eisenbahn-Wohnungsbaugesellschaft Köln mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
BWG Frankfurt am Main Bundesbahn-Wohnungsgesellschaft mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Eisenbahn-Wohnungsbau-Gesellschaft Karlsruhe GmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Bundesbahn-Wohnungsbaugesellschaft Kassel GmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
"Siege" Siedlungsgesellschaft für das Verkehrspersonal mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Eisenbahn Siedlungsgesellschaft Augsburg mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Baugesellschaft Bayern mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Eisenbahn-Wohnungsbaugesellschaft Nürnberg GmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Bundesbahn-Wohnungsbaugesellschaft Regensburg mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
GAGFAH GmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
GAGFAH M Immobilien-Management GmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Vonovia Finance B.V. (Mitglied des Aufsichtsrats) (bis 9. Januar 2023) 2,4 |
| ― |
Wohnungsgesellschaft Norden mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Wohnungsbau Niedersachsen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
WOBA DRESDEN GMBH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Eisenbahn-Siedlungsgesellschaft Stuttgart gGmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
BUWOG Holding GmbH, Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
GSW Immobilien AG (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (ab 1. März 2023) 3 |
Geschäftsführender Gesellschafter,
Hohlbein & Cie. Consulting
Leiter Rechnungswesen, Vonovia SE
Mandat:
| ― |
BUWOG Holding GmbH, Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) 4 |
Expert Structured Finance der BMW AG
1 Aufsichtsratsmandate gemäß §
100 Abs. 2 AktG.
2 Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und
ausländischen Kontrollgremien von
Wirtschaftsunternehmen.
3 Freigestellte Konzernmandate gemäß
§ 100 Abs. 2 Satz 2 AktG.
4 Weitere Konzernmandate.
5 Börsennotiert.
An die Deutsche Wohnen SE, Berlin
Wir haben den Konzernabschluss der Deutsche Wohnen SE, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der Deutsche Wohnen SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Die im Abschnitt → "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
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vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt → "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt → "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Siehe Konzernanhang → Textziffern 11 und → 26 sowie das Kapitel zu → Chancen und Risiken im zusammengefassten Lagebericht.
In dem Konzernabschluss der Deutsche Wohnen zum 31. Dezember 2022 sind Investment Properties mit einem Buchwert von EUR 27,3 Mrd ausgewiesen und sie stellen mit 86,6 % der Bilanzsumme einen erheblichen Anteil an den Vermögenswerten dar.
Deutsche Wohnen bewertet die Investment Properties zum beizulegenden Zeitwert in Übereinstimmung mit IAS 40 in Verbindung mit IFRS 13. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Ergebnis aus der Bewertung der Investment Properties in Höhe von EUR -0,9 Mrd in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Deutsche Wohnen ermittelt die beizulegenden Zeitwerte mit unternehmensinternen Bewertungsmodellen. Ausgenommen hiervon sind die Pflegeimmobilien und unbebaute Grundstücke.
Die unternehmensinterne Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für die Wohn- und Gewerbeimmobilien erfolgt über Discounted Cashflow (DCF)-Verfahren auf Basis von homogenen Bewertungseinheiten, in denen wirtschaftlich zusammenhängende und vergleichbare Grundstücke und Gebäude zusammengefasst werden. Zusätzlich wird durch einen unabhängigen Sachverständigen ein Bewertungsgutachten erstellt, das der Bestätigung der internen Bewertungsergebnisse dient. Für die Projektentwicklungen erfolgt eine interne Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, sofern bereits während der Phase der Grundstücks- oder Projektentwicklung (Development) eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert verlässlich vorgenommen werden kann. Für die Pflegeimmobilien und die unbebauten Grundstücke wird der beizulegende Zeitwert auf Basis von Gutachten von unabhängigen Sachverständigen mittels DCF-Verfahren und - sofern relevant - unter Berücksichtigung von Erkenntnissen aus aktuellen Marktbeobachtungen und -transaktionen ermittelt.
Die Bewertung der Investment Properties ist komplex und es fließen zahlreiche bewertungsrelevante Annahmen und Daten ein, die mit erheblichen Schätzunsicherheiten und Ermessen verbunden sind. Bereits geringe Änderungen der bewertungsrelevanten Annahmen und Daten können zu wesentlichen Änderungen der resultierenden beizulegenden Zeitwerte führen. Die bedeutsamsten Annahmen und Daten sind die Marktmieten einschließlich der erwarteten Marktmietsteigerung, die geplanten Instandhaltungskosten und die Diskontierungs- und Kapitalisierungszinssätze. Bei der Ermittlung der Diskontierungs- und Kapitalisierungszinssätze berücksichtigt Deutsche Wohnen unter anderem die unterschiedliche Dynamik der Immobilienkaufpreis- und Mietpreisentwicklung.
Aufgrund der bestehenden Schätzunsicherheiten und der Ermessensbehaftung besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die beizulegenden Zeitwerte der Investment Properties nicht angemessen sind.
Darüber hinaus besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die nach IAS 40 und IFRS 13 für die Investment Properties erforderlichen Anhangangaben nicht vollständig und angemessen sind.
Für die Wohn- und Gewerbeimmobilien haben wir unter Einbezug unserer eigenen Immobilienbewertungsspezialisten teilweise kontrollbasiert sowie durch aussagebezogene Prüfungshandlungen die Richtigkeit und Vollständigkeit der in den unternehmensinternen Bewertungsmethoden verwendeten Daten zu den Immobilienbeständen gewürdigt. Darüber hinaus haben wir die internen Bewertungsmethoden im Hinblick auf die Konformität mit IAS 40 in Verbindung mit IFRS 13, die Homogenität der definierten Bewertungseinheiten sowie die Angemessenheit der verwendeten Bewertungsannahmen und -daten beurteilt. Zur Beurteilung der verwendeten Bewertungsannahmen und -daten, wie z. B. der angewandten Diskontierungs- und Kapitalisierungszinssätze, der Marktmiete und der erwarteten Marktmietsteigerung sowie der geplanten Instandhaltungskosten, haben wir unter anderem externe Marktdaten herangezogen.
Für eine repräsentative Auswahl, die um risikoorientiert bewusst ausgewählte Elemente ergänzt wurde, haben wir die von Deutsche Wohnen vorgenommenen Wertermittlungen mit eigenen Berechnungen verglichen. Dafür haben wir das normierte Ertragswertverfahren nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) verwendet. Darüber hinaus haben wir für die Stichprobe Vor-Ort-Besichtigungen durchgeführt, um den jeweiligen Objektzustand zu beurteilen.
Wir haben uns von der Kompetenz, Fähigkeit und Objektivität des von Deutsche Wohnen beauftragten externen Sachverständigen überzeugt, die im Gutachten angewandte Bewertungsmethode im Hinblick auf die Konformität mit IAS 40 in Verbindung mit IFRS 13 beurteilt, die wesentlichen Bewertungsannahmen und -daten gewürdigt und die internen Bewertungsergebnisse mit denen des entsprechenden Gutachtens verglichen.
Weiterhin wurde die rechnerische und finanzmathematische Richtigkeit des Bewertungsmodells von uns beurteilt.
Für die Pflegeimmobilien haben wir uns von der Kompetenz, Fähigkeit und Objektivität des von Deutsche Wohnen beauftragten externen Sachverständigen überzeugt, die angewandte Bewertungsmethodik beurteilt sowie die Vollständigkeit und Genauigkeit des Mengengerüsts gewürdigt. Wir haben das Gutachten in Bezug auf die wesentlichen Bewertungsannahmen anhand einer risikoorientierten bewussten Auswahl von Immobilien beurteilt. Darüber hinaus haben wir die zutreffende Berücksichtigung von Erkenntnissen aus aktuellen Marktbeobachtungen und -transaktionen gewürdigt. In die Prüfung haben wir unsere Immobilienbewertungsspezialisten einbezogen.
Für die Projektentwicklungen haben wir uns unter Einbezug unserer eigenen Immobilienbewertungsspezialisten die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethode beurteilt. Für die Beurteilung der wesentlichen Annahmen haben wir unter anderem externe Marktdaten herangezogen. Darüber hinaus haben wir zur Beurteilung der methodisch und finanzmathematisch sachgerechten Umsetzung der Bewertungsmethode für risikoorientiert bewusst ausgewählte Elemente die von Deutsche Wohnen vorgenommene Bewertung anhand eigener Berechnungen nachvollzogen und Abweichungen analysiert.
Zudem haben wir die Vollständigkeit und die Angemessenheit, der nach IAS 40 und IFRS 13 für die Investment Properties geforderten Angaben im Konzernanhang beurteilt.
Deutsche Wohnen hat sachgerechte Bewertungsmethoden implementiert, die geeignet sind, IFRS-konforme beizulegende Zeitwerte zu ermitteln. Die der Bewertung der Investment Properties zugrunde liegenden Annahmen und Daten sind angemessen. Die im Konzernanhang nach IAS 40 und IFRS 13 für die Investment Properties gemachten Angaben sind vollständig und angemessen.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:
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die zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung der Gesellschaft und des Konzerns, auf die im zusammengefassten Lagebericht Bezug genommen wird, und |
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die im zusammengefassten Lagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben. |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss, die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.
Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der bereitgestellten Datei "DWSE_ESEF_Package_31.12.2022.zip" (SHA256-Hashwert: FF551A5E86D8D3E45549B3FF1FFBA-D2E78FE649565C4563C3AE31C723E0BB7A2) enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist nachstehend weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
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gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
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beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende bereitgestellte Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
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beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen. |
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beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht. |
Wir wurden von der Hauptversammlung am 2. Juni 2022 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 7. November 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2016 als Konzernabschlussprüfer der Deutsche Wohnen SE tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Gunnar Brandt.
Berlin, den 22. März 2023
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Dr. Hasenburg, Wirtschaftsprüfer
gez. Brandt, Wirtschaftsprüfer
"Wir versichern nach bestem Wissen und Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im jetzt laufenden Geschäftsjahr beschrieben sind."
Berlin, den 15. März 2023
Konstantina Kanellopoulos, Co-Vorstandsvorsitzende
Lars Urbansky, Co-Vorstandsvorsitzender
Olaf Weber, CFO
8. Mai 2023
Pressemitteilung zum 1. Quartal 2023
15. Juni 2023
Hauptversammlung (virtuell)
8. August 2023
Veröffentlichung des Halbjahres-Zwischenberichts 2023
7. November 2023
Pressemitteilung zum 3. Quartal 2023
Mecklenburgische Straße 57
14197 Berlin Tel. +49 30 89786-5413 Fax +49 30 89786-5419 ir@deutsche-wohnen.com www.ir.deutsche-wohnen.com
Der Geschäftsbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung. Den Geschäftsbericht finden Sie auf der Internetseite unter www.deutsche-wohnen.com.
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erfahrungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zu diesen Risikofaktoren gehören insbesondere die im Risikobericht des Geschäftsberichts 2022 genannten Faktoren. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Dieser Finanzbericht stellt kein Angebot zum Verkauf und keine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf von Wertpapieren der Deutsche Wohnen SE dar.
Herausgeber:
Der Vorstand der Deutsche Wohnen SE
Stand: März 2023 © Deutsche Wohnen SE, Berlin
Aktiva
| in € | Anhang | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| A. Anlagevermögen | (1) | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 4.220.600,26 | 631.794,47 | |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 862.581,34 | - | |
| 5.083.181,60 | 631.794,47 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Bauten auf fremden Grundstücken | 261.515,41 | 183.784,06 | |
| 2. Technische Anlagen | - | 57.007,41 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.469.202,66 | 7.952.220,58 | |
| 9.730.718,07 | 8.193.012,05 | ||
| III. Finanzanlagen | (2) | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.379.510.699,41 | 4.379.412.585,33 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 3.344.296.597,98 | 3.562.890.644,94 | |
| 7.723.807.297,39 | 7.942.303.230,27 | ||
| 7.738.621.197,06 | 7.951.128.036,79 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| Geleistete Anzahlungen | 3.392,90 | - | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | (3) | ||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.534.609.799,38 | 1.649.183.510,50 | |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 156.600.677,94 | 188.996.719,56 | |
| 1.691.210.477,32 | 1.838.180.230,06 | ||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | (4) | 602.666.275,61 | 100.412.009,45 |
| 2.293.880.145,83 | 1.938.592.239,51 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | (5) | 47.704.449,44 | 40.059.320,94 |
| Summe Aktiva | 10.080.205.792,33 | 9.929.779.597,24 | |
|
Passiva |
|||
| in € | Anhang | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| A. Eigenkapital | - | ||
| I. Ausgegebenes Kapital | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | (6) | 400.296.988,00 | 400.296.988,00 |
| 2. Nennbetrag eigener Anteile | -3.362.003,00 | -3.362.003,00 | |
| 396.934.985,00 | 396.934.985,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | (7) | 3.940.389.926,90 | 3.681.737.299,40 |
| III. Gewinnrücklagen | (8) | 1.022.583,76 | 1.022.583,76 |
| IV. Bilanzgewinn | (9) | 91.522.404,17 | 20.877.399,45 |
| 4.429.869.899,83 | 4.100.572.267,61 | ||
| B. Sonderposten für Investitionszuschüsse | 23.064,07 | - | |
| C. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.782.579,00 | 1.789.243,00 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 14.145.762,00 | 14.629.033,08 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | (10) | 47.054.423,52 | 52.732.000,72 |
| 62.982.764,52 | 69.150.276,80 | ||
| D. Verbindlichkeiten | (11) | ||
| 1. Anleihen | 3.853.501.815,77 | 3.526.511.806,99 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 249.199,99 | 66,69 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.120.564,79 | 1.691.258,15 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.665.836.286,78 | 2.176.581.423,59 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 55.141.546,47 | 52.751.408,79 | |
| 5.577.849.413,80 | 5.757.535.964,21 | ||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | (12) | 2.858.458,82 | 2.521.088,62 |
| F. Passive latente Steuern | (13) | 6.622.191,29 | - |
| Summe Passiva | 10.080.205.792,33 | 9.929.779.597,24 |
| in € | Anhang | 2021 | 2022 |
| Umsatzerlöse | (14) | 41.947.742,68 | 41.241.144,87 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (15) | 4.259.685,70 | 2.353.803,37 |
| Rohergebnis | 46.207.428,38 | 43.594.948,24 | |
| Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -50.865.600,19 | -27.246.976,45 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | (16) | -3.549.567,69 | -2.979.354,23 |
| -54.415.167,88 | -30.226.330,68 | ||
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -4.075.477,32 | -4.172.445,48 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (17) | -104.002.508,54 | -72.252.564,31 |
| Erträge aus Beteiligungen | (18) | 74.127.390,96 | 74.180.108,94 |
| Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | 183.672.623,59 | 32.167.441,91 | |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | (19) | 47.896.023,87 | 52.130.428,64 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | (20) | 3.440.409,60 | 26.096.886,62 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -56.789,00 | -295.000,00 | |
| Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen | (21) | -4.647.896,74 | -362.782.788,43 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (22) | -76.540.943,56 | -63.298.079,08 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (23) | -20.974.053,89 | -8.559.869,19 |
| Ergebnis nach Steuern | 90.631.039,47 | -313.417.262,82 | |
| Sonstige Steuern | -4.482,10 | -2.970,00 | |
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | 90.626.557,37 | -313.420.232,82 | |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 895.846,80 | 75.645.004,77 | |
| Entnahmen aus der Kapitalrücklage | - | 258.652.627,50 | |
| Bilanzgewinn | 91.522.404,17 | 20.877.399,45 |
Deutsche Wohnen SE (nachfolgend auch kurz: Deutsche Wohnen) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Berlin, Deutschland. Die Gesellschaft wird im General Standard des regulierten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse und im Xetra gehandelt.
Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HRB 190322 B eingetragen. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in der Mecklenburgische Straße 57 in 14197 Berlin.
Der Hauptaktionär der Deutsche Wohnen ist mit 87,6 % die Vonovia SE (nachfolgend kurz: Vonovia) mit Sitz in Bochum. Deutsche Wohnen ist damit eine abhängige Gesellschaft, Vonovia ist damit herrschende Gesellschaft im Sinne des § 17 AktG. Es existiert kein Unternehmensvertrag im Sinne des § 291ff AktG. Deutsche Wohnen erstellt demzufolge einen Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG; die Schlusserklärung dieses Abhängigkeitsberichts ist im zusammengefassten Lagebericht wiedergegeben.
Deutsche Wohnen ist die Konzernobergesellschaft des Deutsche Wohnen Konzerns und nimmt in diesem die Funktion der Managementholding wahr. In dieser Funktion ist sie für die Festlegung und Verfolgung der Gesamtstrategie und deren Umsetzung in unternehmerische Ziele verantwortlich. Sie übernimmt für die Gruppe Bewirtschaftungs-, Projektentwicklungs-, Finanzierungs-, Dienstleistungs- und Koordinationsaufgaben. Zudem verantwortet sie das Führungs-, Steuerungs- und Kontrollsystem sowie das Risikomanagement.
Deutsche Wohnen verfügt analog zu Vonovia über ein sog. Investmentgrade Rating der Ratingagenturen S&P welches mit Schreiben vom 11. November 2022 das BBB+/A-2 Rating mit stabilem Ausblick bestätigt hat.
Deutsche Wohnen ist eine kapitalmarktorientierte Gesellschaft im Sinne des § 264d HGB und gilt dementsprechend als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Deutsche Wohnen erstellt als Mutterunternehmen der Deutsche Wohnen-Gruppe einen Konzernabschluss nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Lagebericht wurde in Anwendung des § 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB mit dem Lagebericht des Deutsche Wohnen Konzerns zusammengefasst und wird mit diesem zusammen veröffentlicht.
Der Jahres- und Konzernabschluss nebst zusammengefasstem Lagebericht werden beim elektronischen Unternehmensregister bekannt gemacht. Des Weiteren stehen der Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht auf der Internetseite der Gesellschaft zum Abruf bereit.
Das Jahr 2022 stand auch unter dem Zeichen der intensivierten Zusammenarbeit mit Vonovia. Die Bündelung von gleichartigen Aktivitäten in einer integrierten Prozess- und Systemlandschaft ab 2023 erfolgt mit dem Ziel, für beide Unternehmen Synergien durch entsprechende Harmonisierungs- und Skalenerträge zu generieren. Dabei wurden die Anforderungen an eine Good Corporate Governance im faktischen Konzern jederzeit gewahrt und durch entsprechende vertragliche Rahmenbedingungen sichergestellt.
Diese vertraglichen Rahmenwerke umfassen eine Vertraulichkeitsvereinbarung, ein Relationship-Agreement, den Beitritt zum Rahmengeschäftsbesorgungsvertrag sowie verschiedene Einzelverträge.
Der Vorstand der Deutsche Wohnen hat ferner entschieden, dass durch das Zusammengehen mit der Vonovia eine Harmonisierung im Management- und Steuerungssystem folgen soll.
Deutsche Wohnen hat am 4. Januar 2022 ein Darlehen zu Drittvergleichsgrundsätzen an die Vonovia in Höhe von 1.450 Mio. € ausgereicht. Dieses valutierte zum 31. Dezember 2022 mit 870 Mio. €.
Deutsche Wohnen hat im Januar 2022 Unternehmensanleihen in Höhe von 150,0 Mio. € sowie eine Inhaberschuldverschreibung über 100,00 Mio. € planmäßig zurückgeführt. Ferner wurde im Februar 2022 eine Anleihe in Höhe von 76,3 Mio. € außerplanmäßig getilgt.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in Euro aufgestellt. Die betragsmäßigen Angaben im Anhang erfolgen in Euro (€), Tausend Euro (T€), Millionen Euro (Mio. €) oder Milliarden Euro (Mrd. €).
Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend den Vorschriften des § 266 HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach § 275 Abs. 2 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt.
Zur besseren Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die gemäß des HGB bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugeben sind, insgesamt im Anhang ausgewiesen.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden unter Anwendung der linearen Methode über drei bis fünf Jahre abgeschrieben.
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zwischen drei und 13 Jahren linear abgeschrieben. Bei Zugängen von beweglichen Anlagegegenständen erfolgt die Abschreibung entsprechend ausschließlich pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter (Gegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich 250,00 €), werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Geringwertige Vermögensgegenstände ab einem Wert von 250,01 € bis 1.000,00 € werden pauschal über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben.
Das übrige Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen (drei bis dreiundzwanzig Jahre; lineare Methode) -angesetzt.
Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt.
Un- und niedrigverzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert, die übrigen mit dem Nominalwert angesetzt.
Sofern den immateriellen Vermögensgegenständen, den Sachanlagen sowie den Finanzanlagen des Anlagevermögens am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedriger Wert beizulegen ist als er sich bei Anwendung der vorstehend erläuterten Bewertungsmethoden ergibt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.
Soweit der Grund für die Wertminderung entfallen ist, wird das Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Abs. 5 HGB beachtet.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch vorsichtigen Wertansatz Rechnung getragen. Darüber hinaus bestehende allgemeine Risiken sind durch Pauschalwertberichtigungen gedeckt.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag bewertet.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Disagien bei der Ausgabe von Anleihen werden hierunter aktivisch erfasst und über die Laufzeit der Anleihen aufwandswirksam erfasst.
Für die Rechnungslegung des Eigenkapitals gelten die Regelungen des § 272 HGB sowie die §§ 150ff. AktG.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Dabei werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden Zinssätze verwendet, die von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bekannt gegeben werden.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Dabei wird gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Für die Bewertung wird ein Zinssatz von 1,79 % p. a. angesetzt. Biometrische Rechnungsgrundlagen sind die Richttafeln Heubeck 2018 G. Der Gehaltstrend wird mit 3,00 % p. a., der Rententrend mit 2,25 % p. a. angenommen. Um die bis zum Stichtag außergewöhnlich hohe Inflation zu berücksichtigen, wurde für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen eine einmalige Erhöhung der laufenden Renten um 8,0 % berücksichtigt.
Der sich aus der unterschiedlichen Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen auf Basis eines Sieben- bzw. Zehn-Jahres-Durchschnittzinssatzes ergebende Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2022 120 T€ (i. Vj. 174 T€).
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Langfristige, unverzinsliche Verbindlichkeiten werden abgezinst.
In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt entsprechend § 274 HGB nach dem bilanzorientierten Konzept. Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsbilanziellen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen ermittelt. Dabei werden nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bzw. bei Personengesellschaften bestehen, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über ihre Organtöchter beteiligt ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt hinsichtlich der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag auf Basis eines Steuersatzes von 15,825 % und hinsichtlich der Gewerbesteuer auf Basis eines Steuersatzes von 16,380 %. Die latenten Steuern derselben Steuerart werden saldiert. Ein sich insgesamt ergebender Überhang von Steuerbelastungen wird als passive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen. In Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 HGB wird auf die Aktivierung eines möglichen aktivischen Überhangs verzichtet.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagengitter dargestellt. Das Anlagengitter ist dem Anhang als Anlage 1 beigefügt.
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes von Deutsche Wohnen ist in der Anlage 2 zum Anhang enthalten.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem kurzfristigen Teil des Cash-Poolings in Höhe von 958.909 T€ (i. Vj. 1.197.132 T€) und der Vergabe von Intercompany-Darlehen in Höhe von 1.228.040 T€ (i. Vj. 151.351 T€).
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben keine (i. Vj. 111.443 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Ansprüche aus Darlehen gegen mittelbare Beteiligungsunternehmen in Höhe von 86,7 Mio. € (i. Vj. 74,5 Mio. €) sowie - wie im Vorjahr - hauptsächlich Steuererstattungsansprüche.
Deutsche Wohnen ist seit Ende 2014 Poolführerin für den konzerninternen Cash-Pool.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Disagien in Höhe von 39,4 Mio. € (i. Vj. 46,3 Mio. €) aus der Ausgabe von Unternehmensanleihen, Namens- und Inhaberschuldverschreibungen sowie aus der Aufnahme von Darlehen.
Das gezeichnete Kapital repräsentiert das Grundkapital der Gesellschaft. Das Grundkapital der Deutsche Wohnen betrug per 31. Dezember 2022 400.296.988,00 € (i. Vj. 400.296.988,00 €), eingeteilt in 400.296.988 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € je Aktie.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2018, eingetragen im Handelsregister am 16. August 2018, ist der Vorstand ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 14. Juni 2023 um bis zu 110 Mio. € ein- oder mehrmalig durch Ausgabe von bis zu 110 Mio. neuen, auf den Inhaber lautende Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018/I). Diese Ermächtigung wurde teilweise ausgenutzt in Höhe von 2.617.281,00 € durch die Ausgabe von 2.617.281 neuen Aktien. Nach der teilweisen Ausnutzung besteht das genehmigte Kapital 2018/I im Umfang von bis zu 107.382.719,00 € durch Ausgabe von bis zu 107.382.719 neuen, auf den/die Inhaber lautenden Stammaktien fort. Den Aktionären ist im Rahmen des genehmigten Kapitals grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch nach näherer Maßgabe der Satzung ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats für bestimmte Fälle auszuschließen.
Das bedingte Kapital setzt sich gem. §§ 6b, 6c, 6d, 6e und 6f der Satzung aus den Kapitalien 2014/II mit 5.719.348,00 €, 2014/III mit 12.623.334,00 €, 2015 mit 32.000.000,00 €, 2017 mit 7.655.797,00 € sowie dem Kapital 2018/I mit 35.000.000,00 € zusammen.
Das bedingte Kapital 2014/II dient der Gewährung einer Abfindung in Aktien an die außenstehenden Aktionäre der GSW AG gem. Bestimmungen des Beherrschungsvertrages vom 30. April 2014.
Das bedingte Kapital 2014/III in Höhe von 12.623.334,00 € dient ausschließlich dem Zweck der Gewährung von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands und an ausgewählte Führungskräfte.
Das bedingte Kapital 2015 über 32.000.000,00 €, das bedingte Kapital 2017 über 7.655.797,00 € sowie das bedingte Kapital 2018/I über 35.000.000,00 € sind dazu bestimmt den Inhabern von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen im Falle der Ausübung des Wandlungsrechts Aktien als Tilgung zu gewähren.
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2018 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf den Inhaber lautenden Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente) im Nennbetrag von bis zu 3,0 Mrd. € zu begeben und deren Gläubigern Wandlungsbeziehungsweise Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu 35 Mio. € zu gewähren. Die Aktienausgabe wird nur insoweit durchgeführt, als von Wandlungsrechten aus Wandelschuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird oder Wandlungspflichten aus den Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder andere Leistungen zur Bedienung eingesetzt werden.
Die Befugnisse zum Erwerb eigener Aktien ergeben sich aus Artikel 9 Absatz 1 lit. c) (ii) SE-VO in Verbindung mit §§ 71 ff. AktG sowie zum Bilanzstichtag aus der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 15. Juni 2018. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 14. Juni 2023 ermächtigt, unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (Artikel 9 Absatz 1 lit. c) (ii) SE-VO in Verbindung mit § 53a AktG) eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft entsprechend den erteilten Maßgaben zu erwerben und zu verwenden. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die diese bereits erworben hat und noch besitzt oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
Auf Grundlage dieser Ermächtigung hat die Deutsche Wohnen im Zeitraum vom 15. November 2019 bis 14. September 2020 16.070.566 Aktien erworben. Die zurückgekauften Aktien der Gesellschaft sollen für nach der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien durch die Hauptversammlung vom 15. Juni 2018 zulässige Zwecke verwendet werden. Detaillierte Informationen gemäß Art. 5 Abs. 1 lit. b) und Abs. 3 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 und Abs. 3 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 2016/1052 sind im Internet unter www.deutsche-wohnen.com/aktienrueckkauf abrufbar. Im Zusammenhang mit dem Business Combination Agreement zwischen der Deutsche Wohnen und der Vonovia verkaufte die Deutsche Wohnen in 2021 12.708.563 der eigenen Aktien zum Preis von 52,00 € je Aktie an die Vonovia.
Zum 31. Dezember 2022 verfügte die Gesellschaft über 3.362.003 eigene Aktien. Auf diese eigenen Aktien entfällt ein Grundkapital in Höhe von 3.362.003,00 €.
| in T€ | § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB | § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB | § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB | Kapitalrücklage gesamt |
| Stand zum 1. Januar 2022 | 3.228.179 | 6.705 | 705.506 | 3.940.390 |
| Entnahmen aus der Kapitalrücklage | -237.775 | - | -20.878 | -258.653 |
| Stand zum 31. Dezember 2022 | 2.990.404 | 6.705 | 684.628 | 3.681.737 |
Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2022 3.681,7 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2022 wurden nach Berücksichtigung des Gewinnvortrages 237,8 Mio. € der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr.1 HGB zum Ausgleich des Jahresfehlbetrages entnommen sowie weitere 20,9 Mio. € der Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 zur Darstellung des Bilanzgewinns.
Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert 1,0 Mio. €.
Nach § 150 Absatz 2 AktG ist ein Betrag von 5 % des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres zu thesaurieren. Die gesetzliche Rücklage ist auf 10 % des Grundkapitals begrenzt. Dabei sind bestehende Kapitalrücklagen nach § 272 Absatz 2 Nr. 1-3 HGB in der Weise zu berücksichtigen, dass sich die erforderliche Zuführung zur gesetzlichen Rücklage entsprechend mindert.
Bemessungsgrundlage ist das am Abschlussstichtag rechtswirksam bestehende und in der jeweiligen Jahresbilanz in dieser Höhe auszuweisende gezeichnete Kapital.
| in T€ | 31.12.2022 |
| Stand zum 1. Januar 2022 | 91.522.404 |
| Ausschüttung Dividende | -15.877.399 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 75.645.005 |
| Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres laut Gewinn- und Verlustrechnung | -313.420.233 |
| Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 258.652.628 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 75.645.005 |
| Stand zum 31. Dezember 2022 | 20.877.399 |
Nach Verrechnung des Jahresfehlbetrages in Höhe von 313.420.232,82 € mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 75.645.004,77 € entnimmt der Vorstand 258.652.627,50 € aus der Kapitalrücklage, so dass sich zum 31. Dezember 2022 ein Bilanzgewinn von 20.877.399,45 € ergibt.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Prozesskosten und -risiken (22,7 Mio. €), Drohverlustrückstellungen (11,6 Mio. €), personalbezogene Rückstellungen (10,3 Mio. €) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (4,4 Mio. €).
Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach den Restlaufzeiten ergibt sich wie folgt:
| 31.12.2021 | ||||
| davon mit einer Restlaufzeit | ||||
| in T€ | Gesamt | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | über 5 Jahre |
| Anleihen | 3.853.502 | 281.302 | 689.700 | 2.882.500 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 249 | 249 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.121 | 3.121 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.665.836 | 1.144.192 | 148.945 | 372.700 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 55.142 | 5.142 | - | 50.000 |
| (davon aus Steuern) | (5.006) | |||
| Gesamt | 5.577.849 | 1.434.005 | 838.645 | 3.305.200 |
| 31.12.2022 | ||||
| davon mit einer Restlaufzeit | ||||
| in T€ | Gesamt | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | über 5 Jahre |
| Anleihen | 3.526.512 | 30.612 | 793.200 | 2.702.700 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.691 | 1.691 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.176.581 | 1.659.136 | 252.810 | 264.635 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 52.751 | 2.751 | - | 50.000 |
| (davon aus Steuern) | (2.424) | |||
| Gesamt | 5.757.536 | 1.694.191 | 1.046.010 | 3.017.335 |
Die Anleihen beinhalten zum Abschlussstichtag mehrere Unternehmensanleihen.
Im Geschäftsjahr 2021 wurden zwei unbesicherte, grüne Unternehmensanleihen begeben:
| ― |
Tranche 1 mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von nominal 500,0 Mio. €, einer Laufzeit bis zum 7. April 2031 und einer festen Verzinsung von 0,50 % p. a. Im Rahmen des Kontrollwechsels (Change of Control) in 2021 haben Anleihegläubiger nominal 174,3 Mio. € gekündigt. Weitere 7,4 Mio. € wurden im Februar 2022 durch die Emittentin zurückgekauft, so dass am Abschlussstichtag noch nominal 318,3 Mio. € ausstehen. |
| ― |
Tranche 2 mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von nominal 500,0 Mio. €, einer Laufzeit bis zum 7. April 2041 und einer festen Verzinsung von 1,30 % p. a. Im Rahmen des Kontrollwechsels (Change of Control) in 2021 haben Anleihegläubiger nominal 165,7 Mio. € gekündigt. Weitere 68,9 Mio. € wurden im Februar 2022 durch die Emittentin zurückgekauft, so dass am Abschlussstichtag noch nominal 265,4 Mio. € ausstehen. |
Im Geschäftsjahr 2020 waren zwei unbesicherte Unternehmensanleihen begeben worden:
| ― |
Tranche 1 mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von nominal 595,0 Mio. €, einer Laufzeit bis zum 30. April 2030 und einer festen Verzinsung von 1,50 % p. a. Im Geschäftsjahr 2021 haben Anleihegläubiger im Rahmen des Kontrollwechsels (Change of Control) nominal 7,7 Mio. € gekündigt, so dass am Abschlussstichtag noch nominal 587,3 Mio. € ausstehen. |
| ― |
Tranche 2 mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von nominal 595,0 Mio. €, einer Laufzeit bis zum 30. April 2025 und einer festen Verzinsung von 1,00 % p. a. Im Geschäftsjahr 2021 haben Anleihegläubiger im Rahmen des Kontrollwechsels (Change of Control) nominal 5,3 Mio. € gekündigt, so dass am Abschlussstichtag noch nominal 589,7 Mio. € ausstehen. |
Weiterhin enthalten die Anleihen Inhaberschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von nominal 1.260,2 Mio. € (i. Vj. 1.360,2 Mio. €). Diese Inhaberschuldverschreibungen sind durch Deutsche Wohnen nicht besichert. Sie werden mit Zinssätzen zwischen 0,63 % p. a. und 2,50 % p. a. verzinst und werden in den Jahren 2027 bis 2036 fällig.
Weiterhin enthalten die Anleihen Namensschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von nominal 475,0 Mio. € (i. Vj. 475,0 Mio. €). Diese Namensschuldverschreibungen sind durch Deutsche Wohnen nicht besichert. Sie werden mit Zinssätzen zwischen 0,90 % p. a. und 2,00 % p. a. verzinst und werden in den Jahren 2026 bis 2032 fällig.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus konzerninternem Cash-Pooling und Darlehen in Höhe von 1.813,8 Mio. € (i. Vj. 1.584,0 Mio. €) und sonstigen Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus Aufwendungen aus Ergebnisabführungen in Höhe von 362,8 Mio. € (i. Vj. 81,7 Mio. €).
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten zum 31. Dezember 2022 Verbindlichkeiten aus einem Schuldscheindarlehen, dessen Forderungsinhaber zum Stichtag kein Kreditinstitut war, in Höhe von nominal 50,0 Mio. €.
Die Verbindlichkeiten sind durch Deutsche Wohnen nicht besichert.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Agios, die bei der Ausgabe von Inhaberschuldverschreibungen entstanden sind.
Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen der Immobilienbestände der Organtöchter und Tochterpersonengesellschaften, vermindert um aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Zum 31.12.2022 ergibt sich für den Organkreis der Deutsche Wohnen ein Aktivüberhang im Wesentlichen durch eine Projektabwertung in einer Tochtergesellschaft. Die passiven latenten Steuern des Vorjahres (6.622 T€) wurden daher in voller Höhe aufgelöst.
Die Umsatzerlöse mit 41.241 T€ betreffen im Wesentlichen Erlöse aus konzerninternen Servicedienstleistungen und wurden ausschließlich im Inland erzielt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von 1.636 T€ periodenfremde Erträge und resultieren mit 1.189 T€ im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.
Die Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf 1.444 T€ (i. Vj. 1.926 T€).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Kosten im Zusammenhang mit dem Mehrheitserwerb durch Vonovia (16 Mio. €), aus EDV-Kosten (16 Mio. €), laufenden Beratungs-, Prüfungs- und Gerichtskosten für laufende Geschäftsvorfälle (11,3 Mio. €), Aufwendungen für Marketing und Investor Relations (5 Mio. €) und von verbundenen Unternehmen empfangenen Leistungen (3,4 Mio. €).
Die Erträge aus Beteiligungen enthalten wie im Vorjahr die Dividendenausschüttung der GSW Immobilien AG, Berlin, in Höhe von 74,2 Mio. € (i. Vj. 74,1 Mio. €) und betreffen in voller Höhe verbundene Unternehmen.
Die Erträge betreffen mit 52.130 T€ (i. Vj. 47.896 T€) verbundene Unternehmen.
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit 8,6 Mio. € (i. Vj. 2,4 Mio. €) verbundene Unternehmen.
Die Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen resultieren in 2022 im Wesentlichen aus Wertberichtigungen auf Beteiligungsansätzen bei verbundenen Unternehmen.
Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen 6.246 T€ (i. Vj. 6.386 T€) verbundene Unternehmen. Die Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen betragen 33 T€ (i. Vj. 256 T€).
Die Gesellschaft ist als Organträgerin auch Steuerschuldnerin für die durch Ergebnisabführungsverträge mit ihr verbundenen Unternehmen. Der ausgewiesene laufende Steueraufwand entfällt in Höhe von 12.272 T€ auf das aktuelle Jahr und in Höhe von 2.910 T€ auf das Vorjahr.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten latenten Steuerertrag in Höhe von 6.622 T€. Die künftige Steuerbelastung ist dabei im Wesentlichen auf zeitliche Bilanzierungsunterschiede bei Immobilienbeständen der Organtöchter und Tochterpersonengesellschaften zurückzuführen.
Zum 31. Dezember 2022 bestehen Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB in Höhe von 1.721 Mio. €. Diese betreffen ausschließlich Verpflichtungen aus Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Die Haftungsverhältnisse betreffen ausschließlich verbundene Unternehmen.
Deutsche Wohnen geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Beurteilung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht Deutsche Wohnen derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Sie schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.
Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
| in T€ | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | ab 2027 | Gesamt |
| Aus Miet- und Dienstleistungsverträgen | 8.391 | 529 | 133 | 49 | - | 9.102 |
| Gesamt | 8.391 | 529 | 133 | 49 | - | 9.102 |
Darüber hinaus besteht aus dem Beherrschungsvertrag mit der GSW Immobilien AG als beherrschter Gesellschaft die sonstige finanzielle Verpflichtung aus der Garantie gegenüber den außenstehenden Aktionären, dass diese eine Garantiedividende in Höhe von mindestens 1,40 € je Aktie p. a. durch die GSW Immobilien AG oder aber einen entsprechenden Differenzbetrag von der Deutsche Wohnen erhalten. Zum Abschlussstichtag hielten außenstehende Aktionäre noch 3.390.506 Inhaberaktien der GSW Immobilien AG.
Weitere finanzielle Verpflichtungen können sich aus den bestehenden Ergebnisabführungsverträgen mit Tochterunternehmen ergeben.
Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 207 Mitarbeiter (i. Vj. 240) in der Gesellschaft beschäftigt, davon waren 93 weibliche und 114 männliche Arbeitskräfte.
Die Anteilsbesitzliste ist in Anlage 2 zu diesem Anhang dargestellt.
Hinsichtlich der im Geschäftsjahr durch den Abschlussprüfer für Leistungen an Deutsche Wohnen und ihre Tochtergesellschaften abgerechneten Honorare verweisen wir auf die entsprechenden Erläuterungen im Konzernanhang.
Es wurden ausschließlich Leistungen erbracht, die mit der Tätigkeit als Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der Deutsche Wohnen vereinbar sind. Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bezieht sich auf die Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der Deutsche Wohnen sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen.
Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen beinhalten sämtliche Bestätigungsleistungen, die keine Abschlussprüfungsleistungen sind und nicht im Rahmen der Abschlussprüfung genutzt werden. Diese umfassten im Wesentlichen MaBV-Prüfungen und prüferische Durchsichten von Überleitungsrechnungen zur Zinsschranke nach IDW PS 900 sowie einen Wohnungsfürsorgebericht.
Dem Vorstand der Deutsche Wohnen gehörten bis zum 31. März 2022 vier Mitglieder und bis zum 31. Dezember 2022 drei Mitglieder an.
Aufgabenbereich: Co-Chief Executive Officer
Verantwortungsbereich: Strategie, Technische Infrastruktur, IT, Neubau und Bestandsinvestitionen, Recht und Compliance, Nachhaltigkeit sowie Public Affairs.
Aufgabenbereich: Co-Chief Executive Officer
Verantwortungsbereich: Property Management, Kundenkommunikation und -Strategie, Personal, Investmentmanagement, Integration sowie Pflege.
Aufgabenbereich: Chief Financial Officer
Verantwortungsbereich: Rechnungswesen, Controlling, Investor Relations und Steuern.
Mandate:
| ― |
QUARTERBACK Immobilien AG (Mitglied des Aufsichtsrats) 1, 6 |
| ― |
GSW Immobilien AG (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (bis 13. Juni 2022) 3 |
| ― |
Eisenbahn-Siedlungs-Gesellschaft Berlin mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (bis 27. April 2022) 2 |
Aufgabenbereich: Chief Financial Officer
Verantwortungsbereich: Finanzen, und ab 01. April 2022 zudem Rechnungswesen, Steuern, Controlling und Investor Relations.
Mandate:
| ― |
GSW Immobilien AG (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (ab 13. Juni 2022 bis 28. Februar 2023) 3 |
| ― |
Eisenbahn-Siedlungs-Gesellschaft Berlin mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (ab 27. April 2022) 2, 4 |
| ― |
Vonovia Finance B.V. (Mitglied des Aufsichtsrats) (bis 09. Januar 2023) 2, 4 |
Der aktuelle Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern, von denen fünf durch die Hauptversammlung 2022 gewählt worden sind. Die Amtszeiten betragen ein bis drei Jahre.
Mitglied des Vorstands der Vonovia SE
Mandate:
| ― |
AVW Versicherungsmakler GmbH (Mitglied des Aufsichtsrats) 2 |
| ― |
E. Merck KG (Mitglied des Gesellschafterrats) 2 |
| ― |
Merck KGaA (Mitglied des Aufsichtsrats) 1, 5 |
| ― |
Vonovia Finance B.V. (Mitglied des Aufsichtsrats) (bis 31. Dezember 2022) 2,4 |
Aufsichtsratsvorsitzender der RockHedge Asset Management AG
Mandate:
| ― |
C&P Immobilien AG, Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― |
Intelliway Services AD, Bulgarien (Mitglied im Verwaltungsrat) |
| ― |
Noratis AG (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
General Counsel/Leiter Recht, Vonovia SE
Mandate:
| ― |
Wohnungsgesellschaft Ruhr-Niederrhein mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Eisenbahn-Wohnungsbaugesellschaft Köln mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
BWG Frankfurt am Main Bundesbahn-Wohnungsgesellschaft mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Eisenbahn-Wohnungsbau-Gesellschaft Karlsruhe GmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Bundesbahn-Wohnungsbaugesellschaft Kassel GmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
"Siege" Siedlungsgesellschaft für das Verkehrspersonal mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Eisenbahn Siedlungsgesellschaft Augsburg mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Baugesellschaft Bayern mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Eisenbahn-Wohnungsbaugesellschaft Nürnberg GmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Bundesbahn-Wohnungsbaugesellschaft Regensburg mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
GAGFAH GmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
GAGFAH M Immobilien-Management GmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Vonovia Finance B.V. (Mitglied des Aufsichtsrats) (bis 09. Januar 2023) 2,4 |
| ― |
Wohnungsgesellschaft Norden mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Wohnungsbau Niedersachsen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
WOBA DRESDEN GMBH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
Eisenbahn-Siedlungsgesellschaft Stuttgart gGmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
BUWOG Holding GmbH, Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 4 |
| ― |
GSW Immobilien AG (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (ab 01. März 2023) 3 |
Geschäftsführender Gesellschafter, Hohlbein & Cie. Consulting
Leiter Rechnungswesen, Vonovia SE
Mandat:
| ― |
BUWOG Holding GmbH, Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) 4 |
Expert Structured Finance, BMW AG
1) Aufsichtsratsmandate gemäß §
100 Abs. 2 AktG.
2) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und
ausländischen Kontrollgremien von
Wirtschaftsunternehmen.
3) freigestellte Konzernmandate gemäß
§ 100 Abs. 2 Satz 2 AktG.
4) weitere Konzernmandate.
5) Börsennotiert.
6) Nahestehendes Unternehmen des Deutsche
Wohnen-Konzerns.
Helene von Roeder, Vorsitzende
Dr. Florian Stetter
Dr. Fabian Heß
Peter Holbein
Simone Schumacher, Vorsitzende
Christoph Schauerte
Dr. Florian Stetter
Dr. Fabian Heß
Christoph Schauerte, Vorsitzender
Helene von Roeder
Peter Holbein
Simone Schumacher
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 0,8 Mio. € (i. Vj. 0,8 Mio. €) für deren Aufsichtsratstätigkeit gewährt.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:
|
Gesamtbezüge des Vorstands
in € |
Gesamtbezüge | |
| 2021 | 2022 | |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | 2.518.000,00 | 1.010.000,00 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | 12.215.069,30 | 1.516.000,00 |
| Sonderzahlungen | 10.467.773,30 | 20.875,00 |
| Gesamtvergütung | 25.200.842,60 | 2.546.875,00 |
Die Gesamtbezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen betragen für das Geschäftsjahr 2022 3,6 Mio. € (2021: 2,6 Mio. €). Diese beinhalten die an das Vorstandsmitglied Henrik Thomsen gezahlte Abfindung in Höhe von 3,6 Mio. € einschl. der Abgeltung von Restricted Share Units (RSU) in Höhe von 0,4 Mio. €.
Die Deutsche Wohnen schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 313.420.232,82 € ab. Nach Verrechnung dieses Jahresfehlbetrages mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 75.645.004,77 € entnimmt der Vorstand weitere 258.652.627,50 € aus der Kapitalrücklage so dass sich für das Geschäftsjahr 2022 ein Bilanzgewinn von 20.877.399,45 € ergibt.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 der Deutsche Wohnen in Höhe von 20.877.399,45 € einen Betrag in Höhe von 0,04 € pro ausstehende Aktie, insgesamt 15.877.399,40 € an die Aktionäre als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 5.000.000,00 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Gemäß Artikel 61 der SE-Verordnung in Verbindung mit § 160 Abs. 1 Nr. 8 sind Angaben über das Bestehen von Beteiligungen zu machen, die nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) dem Unternehmen mitgeteilt worden sind.
Deutsche Wohnen hat im Jahr 2022 keine über die bereits in 2021 gemachten Meldungen hinaus neuen Stimmrechtsmeldungen erhalten. Es wird zu den Details somit auf die Angaben im Jahresabschluss 2021 verwiesen sowie auf die Angabe in der Anlage zu diesem Jahresabschluss.
Für Deutsche Wohnen ist die gemäß § 161 AktG abzugebende Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex auf der Internetseite der Firma (www.deutsche-wohnen.com) für Aktionäre und Interessenten zugänglich gemacht.
Berlin, 15. März 2023
Deutsche Wohnen SE
Der Vorstand
Konstantina Kanellopoulos, Co-CEO
Lars Urbansky, Co-CEO
Olaf Weber, CFO
| in € | Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||
| Stand 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2022 | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 22.273.986,47 | 986.343,14 | 15.022.530,76 | 8.237.798,85 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 862.581,34 | - | 862.581,34 | - |
| 23.136.567,81 | 986.343,14 | 15.885.112,10 | 8.237.798,85 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Bauten auf fremden Grundstücken | 605.673,75 | - | 214.882,97 | 390.790,78 |
| 2. Technische Anlagen | - | 60.538,84 | - | 60.538,84 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 20.430.443,74 | 1.213.480,48 | 3.276.566,38 | 18.367.357,84 |
| 21.036.117,49 | 1.274.019,32 | 3.491.449,35 | 18.818.687,46 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.379.567.488,41 | 196.885,92 | - | 4.379.764.374,33 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 3.344.296.597,98 | 1.631.276.722,43 | 1.412.682.675,47 | 3.562.890.644,94 |
| 7.723.864.086,39 | 1.631.473.608,35 | 1.412.682.675,47 | 7.942.655.019,27 | |
| 7.768.036.771,69 | 1.633.733.970,81 | 1.432.059.236,92 | 7.969.711.505,58 | |
| in € | Kumulierte Abschreibungen | |||
| Stand 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2022 | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | xxx | |||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 18.053.386,21 | 1.700.369,37 | 12.147.751,20 | 7.606.004,38 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - |
| 18.053.386,21 | 1.700.369,37 | 12.147.751,20 | 7.606.004,38 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Bauten auf fremden Grundstücken | 344.158,34 | 77.731,35 | 214.882,97 | 207.006,72 |
| 2. Technische Anlagen | - | 3.531,43 | - | 3.531,43 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.961.241,08 | 2.385.681,33 | 2.931.785,15 | 10.415.137,26 |
| 11.305.399,42 | 2.466.944,11 | 3.146.668,12 | 10.625.675,41 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 56.789,00 | 295.000,00 | - | 351.789,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | - | - | - | - |
| 56.789,00 | 295.000,00 | - | 351.789,00 | |
| 29.415.574,63 | 4.462.313,48 | 15.294.419,32 | 18.583.468,79 | |
| in € | Buchwerte | |
| Stand 31.12.2021 | Stand 31.12.2022 | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 4.220.600,26 | 631.794,47 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 862.581,34 | - |
| 5.083.181,60 | 631.794,47 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Bauten auf fremden Grundstücken | 261.515,41 | 183.784,06 |
| 2. Technische Anlagen | - | 57.007,41 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.469.202,66 | 7.952.220,58 |
| 9.730.718,07 | 8.193.012,05 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.379.510.699,41 | 4.379.412.585,33 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 3.344.296.597,98 | 3.562.890.644,94 |
| 7.723.807.297,39 | 7.942.303.230,27 | |
| 7.738.621.197,06 | 7.951.128.036,79 | |
Soweit nicht anders gekennzeichnet, handelt es sich bei den Angaben um die Werte des letzten vorliegenden Jahresabschlusses zum 31.12.2021.
| Gesellschaft | Sitz |
Anteil am Kapital
% |
Eigenkapital
T€ |
Ergebnis des Geschäftsjahres T€ |
| AGG Auguste-Viktoria-Allee Grundstücks GmbH | Berlin | 100,00 | 25 | 0 1) |
| Algarobo Holding B.V. | Baarn/NL | 100,00 | 23.734 | 71 3) |
| Alpha Asset Invest GmbH | Berlin | 100,00 | 810 | 56 |
| Amber Dritte VV GmbH | Berlin | 94,90 | -7.178 | 118 2) |
| Amber Erste VV GmbH | Berlin | 94,90 | -10.897 | 154 2) |
| Amber Zweite VV GmbH | Berlin | 94,90 | -10.954 | 876 2) |
| Aragon 13. VV GmbH | Berlin | 94,90 | -6.228 | 0 2) |
| Aragon 14. VV GmbH | Berlin | 94,90 | -9.651 | 947 2) |
| Aragon 15. VV GmbH | Berlin | 94,90 | -6.242 | 18 2) |
| Aragon 16. VV GmbH | Berlin | 94,90 | -9.536 | 102 2) |
| Aufbau-Gesellschaft der GEHAG mit beschränkter Haftung | Berlin | 100,00 | 9.144 | 548 |
| AVUS Immobilien-Treuhand GmbH & Co. KG | Hamburg | 85,00 | 292 | -28 5) |
| B & O Service Berlin GmbH | Berlin | 24,94 | 5.626 | 0 4) |
| BauBeCon BIO GmbH | Berlin | 100,00 | 8.627 | 0 1) |
| BauBeCon Immobilien GmbH | Berlin | 100,00 | 708.230 | 21.792 1) |
| BauBeCon Wohnwert GmbH | Berlin | 100,00 | 26.710 | 0 1) |
| BAU-KULT.GmbH | Amt Wachsenburg | 6,00 | 24 | -995 |
| Beragon VV GmbH | Berlin | 94,90 | -9.440 | 802 2) |
| C. A. & Co. Catering KG | Wolkenstein | 100,00 | 0 | 20 |
| Casa Nova 2 GmbH | Grünwald | 50,00 | -1.415 | -252 |
| Casa Nova 3 GmbH | Grünwald | 50,00 | -2.220 | -5 |
| Casa Nova GmbH | Grünwald | 50,00 | -232 | -67 |
| Ceragon VV GmbH | Berlin | 94,90 | -7.551 | 284 2) |
| Comgy GmbH | Berlin | 10,28 | 326 | -12.665 5) |
| Communication Concept Gesellschaft für Kommunikationstechnik mbH | Leipzig | 100,00 | 2.174 | 0 1) 5) |
| DELTA VIVUM Berlin I GmbH | Berlin | 94,90 | 14.294 | 1.851 |
| DELTA VIVUM Berlin II GmbH | Berlin | 94,90 | -2.271 | -741 |
| Deutsche KIWI.KI GmbH | Berlin | 49,00 | -875 | -802 |
| Deutsche Netzmarketing GmbH | Köln | 3,03 | 3.426 | 387 |
| Deutsche Wohnen Asset Immobilien GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | 25 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin 5 GmbH | Berlin | 94,90 | 3.416 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin 6 GmbH | Berlin | 94,90 | 507 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin 7 GmbH | Berlin | 94,90 | 2.738 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin I GmbH | Berlin | 94,00 | 1.488 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin II GmbH | Berlin | 94,90 | 4.810 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin III GmbH | Berlin | 94,90 | 24.705 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin X GmbH | Berlin | 94,80 | 7.692 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin XII GmbH | Berlin | 94,80 | 1.761 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin XIII GmbH | Berlin | 94,80 | 6.858 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin XV GmbH | Berlin | 94,80 | 12.102 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin XVI GmbH | Berlin | 94,80 | 6.597 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin XVII GmbH | Berlin | 94,80 | 5.914 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Berlin XVIII GmbH | Berlin | 94,80 | 3.257 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Beteiligungen Immobilien GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | 1.025 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co. KG | Berlin | 100,00 | 1.020 | 2.336 |
| Deutsche Wohnen Care SE | Berlin | 100,00 | 575 | -45 |
| Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH | Berlin | 100,00 | 275 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Corporate Real Estate GmbH | Berlin | 100,00 | 25 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Direkt Immobilien GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | 1.956.603 | -24 |
| Deutsche Wohnen Dresden I GmbH | Berlin | 100,00 | 5.087 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Dresden II GmbH | Berlin | 100,00 | 3.762 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Fondsbeteiligungs GmbH | Berlin | 100,00 | 17.825 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Immobilien Management GmbH | Berlin | 100,00 | 1.610 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Kundenservice GmbH | Berlin | 100,00 | 26 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Management GmbH | Berlin | 100,00 | 325 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Management- und Servicegesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,00 | 3.826 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Multimedia Netz GmbH | Berlin | 100,00 | 638 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Reisholz GmbH | Berlin | 100,00 | 3.564 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Technology GmbH | Berlin | 100,00 | 25 | 0 1) |
| Deutsche Wohnen Zweite Fondsbeteiligungs GmbH | Berlin | 100,00 | 64.045 | 20 1) |
| DW Pflegeheim Dresden Grundstücks GmbH | München | 100,00 | 3.036 | 0 1) |
| DW Pflegeheim Eschweiler Grundstücks GmbH | München | 100,00 | 4.507 | 0 1) |
| DW Pflegeheim Frankfurt am Main Grundstücks GmbH | München | 100,00 | 6.084 | 0 1) |
| DW Pflegeheim Friesenheim Grundstücks GmbH | München | 100,00 | 2.621 | 0 1) |
| DW Pflegeheim Glienicke Grundstücks GmbH | München | 100,00 | 4.565 | 0 1) |
| DW Pflegeheim Konz Grundstücks GmbH | München | 100,00 | 10.338 | 0 1) |
| DW Pflegeheim Meckenheim Grundstücks GmbH | München | 100,00 | 3.806 | 147 1) |
| DW Pflegeheim Potsdam Grundstücks GmbH | München | 100,00 | 2.751 | 124 |
| DW Pflegeheim Siegen Grundstücks GmbH | München | 100,00 | 2.825 | 0 1) |
| DW Pflegeheim Weiden Grundstücks GmbH | München | 100,00 | 4.456 | 0 1) |
| DW Pflegeheim Würselen Grundstücks GmbH | München | 100,00 | 3.790 | 0 1) |
| DW Pflegeresidenzen Grundstücks GmbH | München | 100,00 | 27.789 | 82 |
| DW Property Invest GmbH | Berlin | 100,00 | 329 | 0 1) |
| DWA Beteiligungsgesellschaft mbH | Berlin | 50,00 | -159 | -127 |
| DWRE Alpha GmbH | Berlin | 100,00 | 344 | 0 1) |
| DWRE Braunschweig GmbH | Berlin | 100,00 | 16.325 | 0 1) |
| DWRE Dresden GmbH | Berlin | 100,00 | 25 | 0 1) |
| DWRE Halle GmbH | Berlin | 100,00 | 25 | 0 1) |
| DWRE Hennigsdorf GmbH | Berlin | 100,00 | 1.085 | 0 1) |
| DWRE Leipzig GmbH | Berlin | 100,00 | 25 | 0 1) |
| Eisenbahn-Siedlungs-Gesellschaft Berlin mit beschränkter Haftung | Berlin | 94,90 | 11.890 | 0 1) |
| EMD Energie Management Deutschland GmbH | Berlin | 100,00 | 30.023 | 0 1) |
| Entwicklungsgesellschaft Erfurt-Süd Am Steiger mbH | Schwartzatal | 11,00 | -705 | -591 |
| Eragon VV GmbH | Berlin | 94,90 | -9.129 | 42 2) |
| Erste JVS Real Estate Verwaltungs GmbH | Berlin | 11,00 | 6.842 | 6.985 |
| FACILITA Berlin GmbH | Berlin | 100,00 | 5.741 | 497 5) |
| Faragon V V GmbH | Berlin | 94,90 | -6.778 | 541 2) |
| Fortimo GmbH | Berlin | 100,00 | 6.127 | 0 1) |
| Füchse Berlin Handball GmbH | Berlin | 18,60 | 858 | 576 4) |
| Funk Schadensmanagement GmbH | Berlin | 49,00 | 199 | 99 |
| G+D Gesellschaft für Energiemanagement mbH | Magdeburg | 49,00 | 33.912 | 4.868 |
| GbR Fernheizung Gropiusstadt | Berlin | 46,10 | 545 | -43 5) |
| Gehag Acquisition Co. GmbH | Berlin | 100,00 | 1.555.943 | -1.275 |
| GEHAG Beteiligungs GmbH & Co. KG | Berlin | 100,00 | 21.912 | 307 |
| GEHAG Dritte Beteiligungs GmbH | Berlin | 100,00 | 379 | 0 1) |
| GEHAG Erste Beteiligungs GmbH | Berlin | 100,00 | 45 | 0 1) |
| GEHAG Erwerbs GmbH & Co. KG | Berlin | 99,99 | 45.905 | 1.102 |
| GEHAG GmbH | Berlin | 100,00 | 2.657.752 | 135.118 |
| GEHAG Grundbesitz I GmbH | Berlin | 100,00 | 26 | 0 1) |
| GEHAG Grundbesitz II GmbH | Berlin | 100,00 | 25 | 0 1) |
| GEHAG Grundbesitz III GmbH | Berlin | 100,00 | 25 | 0 1) |
| GEHAG Vierte Beteiligung SE | Berlin | 100,00 | 20.221 | 0 1) |
| GEHAG Zweite Beteiligungs GmbH | Berlin | 100,00 | 16.625 | 0 2) |
| Geragon VV GmbH | Berlin | 94,90 | -8.026 | 207 2) |
| GETEC mobility solutions GmbH | Hannover | 10,00 | -34 | 57 |
| GGR Wohnparks Kastanienallee GmbH | Berlin | 100,00 | 47.915 | 3.762 1) |
| GGR Wohnparks Nord Leipziger Tor GmbH | Berlin | 100,00 | 6.680 | 0 1) |
| GGR Wohnparks Süd Leipziger Tor GmbH | Berlin | 100,00 | 3.390 | 0 1) |
| GLB Projekt 7 S.à r.l. | Luxemburg/LU | 11,00 | 442 | -685 3) |
| Grundstücksgesellschaft Karower Damm mbH | Berlin | 100,00 | 1.099 | 0 1) |
| GSW Acquisition 3 GmbH | Berlin | 100,00 | 101.363 | 9.564 1) |
| GSW Corona GmbH | Berlin | 100,00 | 3.777 | 0 1) |
| GSW Gesellschaft für Stadterneuerung mbH | Berlin | 100,00 | 2.840 | 32 |
| GSW Grundvermögens- und Vertriebsgesellschaft mbH | Berlin | 100,00 | 15.256 | 0 1) |
| GSW Immobilien AG | Berlin | 94,02 | 1.305.208 | 67.287 2) |
| GSW Immobilien GmbH & Co. Leonberger Ring KG | Berlin | 94,00 | 466 | 23 |
| GSW Pegasus GmbH | Berlin | 100,00 | 30.702 | 0 1) |
| GSW-Fonds Weinmeisterhornweg 170-178 GbR | Berlin | 80,23 | -4.968 | 216 |
| GSZ Gebäudeservice und Sicherheitszentrale GmbH | Berlin | 33,33 | 385 | 141 |
| Hamburger Ambulante Pflege- und Physiotherapie "HAPP" GmbH | Hamburg | 100,00 | -1.418 | -291 |
| Hamburger Senioren Domizile GmbH | Hamburg | 100,00 | 3.220 | 723 |
| Haragon VV GmbH | Berlin | 94,90 | -5.164 | 277 2) |
| Haus und Heim Wohnungsbau-GmbH | Berlin | 100,00 | 2.799 | 0 1) |
| Havelaue Birkenwerder GmbH | Berlin | 11,00 | -192 | -18 |
| HESIONE Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,00 | 161 | 13 |
| Holzmindener Straße/Tempelhofer Weg Grundstücks GmbH | Berlin | 100,00 | 25 | 0 1) |
| HSI Hamburger Senioren Immobilien GmbH | Hamburg | 100,00 | 13.491 | 6.415 |
| HSI Hamburger Senioren Immobilien Management GmbH | Hamburg | 100,00 | 2.324 | -21 |
| Implementum II GmbH | Grevenbroich | 11,00 | -564 | -257 |
| IOLITE IQ GmbH | Berlin | 33,33 | -289 | -77 |
| Iragon VV GmbH | Berlin | 94,90 | -5.654 | 596 2) |
| ISABELL GmbH | Berlin | 100,00 | 127.099 | -8.867 |
| ISARIA Dachau Entwicklungsgesellschaft mbH | München | 100,00 | 13.041 | -285 |
| ISARIA Hegeneck 5 GmbH | München | 100,00 | 572 | 178 |
| ISARIA Objekt Achter de Weiden GmbH | München | 100,00 | 455 | 132 |
| Isaria Objekt Erminoldstraße GmbH | München | 100,00 | -658 | -682 |
| ISARIA Objekt Garching GmbH | München | 100,00 | 26 | -5 |
| ISARIA Objekt Hoferstraße GmbH | München | 100,00 | -1.611 | -813 |
| ISARIA Objekt Norderneyer Straße GmbH | München | 100,00 | 18 | -11 |
| ISARIA Objekt Preußenstraße GmbH | München | 100,00 | -1.486 | -1.073 |
| ISARIA Objekt Schwedler Trio GmbH | München | 100,00 | -19.838 | -627 |
| ISARIA Stuttgart GmbH | München | 100,00 | -23.220 | -23.760 |
| IWA GmbH Immobilien Wert Anlagen | Berlin | 100,00 | 496 | -81 |
| Jägerpark Projektentwicklungsgesellschaft mbH | Berlin | 6,00 | -52 | -47 |
| Karagon VV GmbH | Berlin | 94,90 | -5.342 | 297 2) |
| KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH | Berlin | 100,00 | 21.992 | 9.016 |
| KATHARINENHOF Service GmbH | Berlin | 100,00 | 25 | 0 1) |
| KIWI.KI GmbH | Berlin | 21,11 | 5.783 | -3.344 5) |
| Krampnitz Energie GmbH | Potsdam | 25,10 | 483 | -15 5) |
| Laragon VV GmbH | Berlin | 94,90 | -10.074 | 16 2) |
| Larry I Targetco (Berlin) GmbH | Berlin | 100,00 | 193.057 | 0 1) |
| Larry II Targetco (Berlin) GmbH | Berlin | 100,00 | 520.879 | 0 1) |
| LE Campus GmbH | Leipzig | 6,00 | 1.350 | 1.331 |
| LE Central Office GmbH | Leipzig | 11,00 | -27 | -90 |
| LE Property 2 GmbH & Co. KG | Leipzig | 49,00 | -1.992 | -402 |
| LE Quartier 1 GmbH & Co. KG | Leipzig | 46,50 | -1.375 | -1.564 5) |
| LE Quartier 1.1 GmbH & Co. KG | Leipzig | 49,00 | -304 | -205 5) |
| LE Quartier 1.4 GmbH | Leipzig | 50,00 | -431 | -97 5) |
| LE Quartier 1.5 GmbH | Leipzig | 44,00 | 17 | -1 5) |
| LE Quartier 1.6 GmbH | Leipzig | 50,00 | -251 | -83 |
| LE Quartier 100 GmbH | Frankfurt am Main | 6,00 | -86 | -105 |
| LE Quartier 101 GmbH | Frankfurt am Main | 6,00 | 6 | -13 |
| LE Quartier 102 GmbH | Frankfurt am Main | 6,00 | 22 | -57 |
| LE Quartier 5 GmbH & Co. KG | Leipzig | 44,00 | -7.596 | -1.691 |
| LE Quartier Spinnerei Straße GmbH | Frankfurt am Main | 6,00 | -82 | -105 |
| LE Quartier Torgauer Straße GmbH | Frankfurt am Main | 6,00 | -151 | -168 |
| Lebens-Werk GmbH | Berlin | 100,00 | 457 | 0 1) |
| Long Islands Investments S.A. | Luxemburg/LU | 100,00 | 1.291 | -415 3) |
| Main-Taunus Wohnen GmbH | Eschborn | 99,99 | 14.627 | 4.734 |
| Maragon VV GmbH | Berlin | 94,90 | -2.528 | 0 2) |
| Marcolini Grundbesitz GmbH | Dresden | 6,00 | -1.303 | -82 |
| Objekt Gustav-Heinemann-Ring GmbH | München | 100,00 | -2.970 | -1.431 |
| OLYDO Projektentwicklungsgesellschaft mbH | Berlin | 50,00 | 9 | -16 |
| Olympisches Dorf Berlin GmbH | Berlin | 100,00 | 124 | -98 |
| Omega Asset Invest GmbH | Berlin | 100,00 | 98 | -21 |
| PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG GmbH | Hamburg | 100,00 | 8.359 | 0 1) |
| PFLEGEN & WOHNEN Service GmbH | Hamburg | 100,00 | 455 | 147 |
| PFLEGEN & WOHNEN Textil GmbH | Hamburg | 100,00 | 553 | 86 |
| Projekt Bikini Leipzig GmbH | Leipzig | 6,00 | 1.543 | 220 |
| Projektgesellschaft Erfurt Nr. 8 GmbH | Leipzig | 6,00 | 2.390 | 1.163 |
| Projektgesellschaft Jugendstilpark München mbH | Leipzig | 50,00 | -11.280 | -1.621 |
| PUW AcquiCo GmbH | Hamburg | 100,00 | 51.203 | -503 |
| PUW OpCo GmbH | Hamburg | 100,00 | 547 | 610 |
| PUW PFLEGENUNDWOHNEN Beteiligungs GmbH | Hamburg | 100,00 | 67.497 | -642 |
| QUARTERBACK Immobilien AG | Leipzig | 40,00 | 105.766 | -6.983 |
| QUARTERBACK Premium 1 GmbH | Berlin | 11,00 | -398 | -321 |
| QUARTERBACK Premium 10 GmbH | Frankfurt am Main | 11,00 | -13.157 | -5.807 |
| QUARTERBACK Premium 4 GmbH | Leipzig | 11,00 | -104 | -117 |
| QUARTERBACK Premium 6 GmbH (ehem. GLB Projekt 1 S.à r.l.) | Leipzig | 11,00 | 442 | -685 |
| Quartier 315 GmbH | Leipzig | 15,00 | 5.216 | 178 |
| Rhein-Main Wohnen GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | 2.072.828 | 150.579 2) |
| Rhein-Mosel Wohnen GmbH | Mainz | 100,00 | 1.008.235 | 2.045 2) |
| Rhein-Pfalz Wohnen GmbH | Mainz | 100,00 | 1.400.185 | 8.131 2) |
| RMW Projekt GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | 16.238 | 0 1) |
| RPW Immobilien GmbH & Co. KG | Berlin | 94,00 | 59.889 | 158.830 |
| Sea View Projekt GmbH | Leipzig | 11,00 | 5.947 | 367 |
| Seniorenresidenz "Am Lunapark" GmbH | Leipzig | 100,00 | 102 | 0 1) |
| Seniorenwohnen Heinersdorf GmbH | Berlin | 10,10 | 13 | -9 6) |
| SGG Scharnweberstraße Grundstücks GmbH | Berlin | 100,00 | 25 | 0 1) |
| SIAAME Development GmbH | Berlin | 20,00 | -227 | -109 |
| Siwoge 1992 Siedlungsplanung und Wohnbauten Gesellschaft mbH | Berlin | 50,00 | 10.583 | 560 |
| Sophienstraße Aachen Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Berlin | 100,00 | 2.193 | 0 1) |
| Stadtentwicklungsgesellschaft Buch mbH | Berlin | 100,00 | 3.809 | -109 |
| STRABAG Residential Property Services GmbH | Berlin | 0,49 | 247 | 0 5) |
| SYNVIA energy GmbH | Magdeburg | 100,00 | 79 | -21 5) |
| SYNVIA media GmbH | Magdeburg | 100,00 | 2.339 | 585 5) |
| SYNVIA mobility GmbH | Magdeburg | 100,00 | -131 | -156 5) |
| SYNVIA technology GmbH | Magdeburg | 100,00 | 586 | -31 |
| TELE AG | Leipzig | 100,00 | 904 | 684 5) |
| Telekabel Riesa GmbH | Riesa | 26,00 | 337 | 133 |
| VRnow GmbH | Berlin | 10,00 | 1.960 | 342 7) |
| WasE-2 GmbH | Offenbach | 11,00 | -1.228 | -386 |
| WB Wärme Berlin GmbH | Schönefeld | 49,00 | 16 | -5 5) |
| Westside Living GmbH | Leipzig | 11,00 | -527 | -175 |
| WIK Wohnen in Krampnitz GmbH | Berlin | 100,00 | 2.264 | 0 1) |
| WirMag GmbH | Grünstadt | 14,85 | 1.239 | -646 6) |
| Wohnanlage Leonberger Ring GmbH | Berlin | 100,00 | 851 | 0 1) |
| Zisa Beteiligungs GmbH | Berlin | 49,00 | 16 | -7 5) |
| Zisa Grundstücksbeteiligungs GmbH & Co. KG | Berlin | 94,90 | 1 | 325 |
| Zisa Verwaltungs GmbH | Berlin | 100,00 | 108 | -21 |
| Zuckerle Quartier Investment S.à r.l. | Luxemburg/LU | 11,00 | -1.833 | -1.818 3) |
1) Ergebnis nach Ergebnisabführung
2) Es besteht ein Beherrschungsvertrag
3) Eigenkapital und Ergebnis des
Geschäftsjahres entsprechen lokalem Handelsrecht
4) Eigenkapital und Ergebnis des
Geschäftsjahres entsprechen dem 30.06.2021
5) Eigenkapital und Ergebnis des
Geschäftsjahres entsprechen dem 31.12.2020
6) Eigenkapital und Ergebnis des
Geschäftsjahres entsprechen dem 31.12.2019
7) Eigenkapital und Ergebnis des
Geschäftsjahres entsprechen dem 31.12.2018
Gemäß Artikel 61 der SE-Verordnung in Verbindung mit § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz (AktG) sind Angaben über das Bestehen von Beteiligungen zu machen, die dem Unternehmen nach §§ 33 ff. des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) mitgeteilt worden sind.
Die Deutsche Wohnen SE hat im Geschäftsjahr 2022 sowie bis zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses 2022 keine Stimmrechtsmitteilungen erhalten und demzufolge keine über die bereits in 2021 erfolgten Veröffentlichungen vorgenommen.
Die Inhalte der vorliegenden Erklärung stimmen somit mit den Angaben des Jahresabschlusses 2021 überein.
Es bestehen bei der Deutsche Wohnen SE folgende Beteiligungen, die ihr nach § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt worden sind und die gemäß § 40 Absatz 1 WpHG mit folgendem Inhalt veröffentlicht wurden:
Vonovia SE teilte am 2. November 2021 einen Anteilsbesitz in Höhe von 86,87 % mit.
Die Deutsche Wohnen SE hält eigene Aktien im Umfang von 3.362.003 Stück.
Deutsche Wohnen SE: Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung
Es bestehen bei der Deutsche Wohnen SE folgende Beteiligungen, die ihr nach § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt worden sind und die gemäß § 40 Absatz 1 WpHG mit folgendem Inhalt veröffentlicht wurden:
| Name | Deutsche Wohnen SE |
| Straße, Hausnr. | Mecklenburgische Straße 57 |
| PLZ | 14197 |
| Ort | Berlin, Deutschland |
| Legal Entity Identifier (LEI): | 529900QE24 Q67I3FWZ1 0 |
| X | Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten |
| Erwerb/Veräußerung von Instrumenten | |
| Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte | |
| Sonstiger Grund: |
| Juristische Person: | Vonovia SE |
| Registrierter Sitz, Staat: | Bochum, Deutschland |
mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.
02.11.2021
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1. + 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG | |
| neu | 86,87 % | 0,00 % | 86,87 % | 400.296.988 |
| letzte Mitteilung | 64,78 % | 0,00 % | 64,78 % | - |
| ISIN | absolut | in % | ||
| direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | indirekt (§ 34 WpHG) | |
| DE000A0HN5C6 | 347.728.483 | 0 | 86,87 % | 0,00 % |
| Insgesamt | 347.728.483 | 86,87 % | ||
| Art des Instruments | Fälligkeit/Verfall | Ausübungszeitraum/ Laufzeit | Stimmrechte absolut |
Stimmrechte
in % |
| 0 | 0,00 % | |||
| Summe | 0 | 0,00 % |
| Art des Instruments | Fälligkeit/Verfall | Ausübungszeitraum/ Laufzeit | Barausgleich oder physische Abwicklung | Stimmrechte absolut |
Stimmrechte
in % |
| 0 | 0,00 % | ||||
| Insgesamt | 0 | 0,00 % |
| X | Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. |
| Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: |
(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteile (6.) nach der Hauptversammlung:
| Anteil an Stimmrechten | Anteil an Instrumenten | Summe Anteile |
| - | - | - |
Datum
03.11.2021
Veröffentlichung über Erwerb oder Veräußerung eigener Aktien
| Name | Deutsche Wohnen SE |
| Straße, Hausnr. | Mecklenburgische Straße 57 |
| PLZ | 14197 |
| Ort | Berlin, Deutschland |
01.08.2021
|
Aktienanteil
in % |
Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten | |
| Neu | 0,93 % | 359.895.464 |
| Letzte Veröffentlichung | 3,01 % | - |
| absolut | in % | ||
| direkt | indirekt (über Tochter oder Dritten, § 71d Abs. 1 AktG) | direkt | indirekt (über Tochter oder Dritten, § 71d Abs. 1 AktG) |
| 3.362.003 | 0 | 0,93 % | 0,00 % |
An die Deutsche Wohnen SE, Berlin
Wir haben den Jahresabschluss der Deutsche Wohnen SE, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der Deutsche Wohnen SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Die im Abschnitt → "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt → "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang (Kapitel → "B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") und im zusammengefassten Lagebericht (Kapitel "Wirtschaftliche Entwicklung der Deutsche Wohnen SE").
Die Deutsche Wohnen SE weist unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 4.379,4 Mio aus. Der Anteil dieses Postens an der Bilanzsumme beläuft sich auf 44,1 % und hat somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Bei den verbundenen Unternehmen handelt es sich mehrheitlich um bestandshaltende Gesellschaften und Zwischenholdings, die wiederum mehrheitlich an bestandshaltenden Gesellschaften beteiligt sind. Wesentliche Werttreiber des beizulegenden Werts der Anteile an bestandshaltenden Gesellschaften und Zwischenholdings, die wiederum mehrheitlich an bestandshaltenden Gesellschaften beteiligt sind, sind somit die beizulegenden Zeitwerte der Wohn- und Gewerbeimmobilien, Projektentwicklungen und Pflegeimmobilien. Diese werden mit Ausnahme der Pflegeimmobilien auf Grundlage unternehmensinterner Bewertungsmodelle ermittelt. Die Ermittlung erfolgt für die Wohn- und Gewerbeimmobilien über Discounted Cashflow (DCF)-Verfahren auf Basis von homogenen Bewertungseinheiten, in denen wirtschaftlich zusammenhängende und vergleichbare Grundstücke und Gebäude zusammengefasst werden. Zusätzlich wird durch einen unabhängigen Sachverständigen ein Bewertungsgutachten erstellt, das der Bestätigung der internen Bewertungsergebnisse dient. Für die Projektentwicklungen erfolgt eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, sofern bereits während der Phase der Grundstücks- oder Projektentwicklung (Development) eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert verlässlich vorgenommen werden kann. Für die Pflegeimmobilien wird der beizulegende Zeitwert auf Basis von Gutachten unabhängiger Sachverständiger mittels DCF-Verfahren und - sofern relevant - unter Berücksichtigung von Erkenntnissen aus aktuellen Marktbeobachtungen und -transaktionen ermittelt.
In die komplexe Bewertung der Immobilien fließen zahlreiche bewertungsrelevante Annahmen und Daten (wie beispielsweise Marktmieten einschließlich der erwarteten Marktmietsteigerung, die geplanten Instandhaltungskosten und die Diskontierungs- und Kapitalisierungszinssätze) ein, die mit erheblichen Schätzunsicherheiten und Ermessen verbunden sind. Bereits geringe Änderungen der bewertungsrelevanten Annahmen und Daten können zu wesentlichen Änderungen der resultierenden beizulegenden Zeitwerte führen.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 0,3 Mio vorgenommen. Es besteht das Risiko für den Jahresabschluss, dass Wertminderungen nicht in ausreichender Höhe erfasst wurden und die Anteile an verbundenen Unternehmen somit nicht werthaltig sind.
Wir haben die Vorgehensweise von Deutsche Wohnen bezüglich der Werthaltigkeitsbeurteilung von Anteilen an verbundenen Unternehmen dahingehend beurteilt, ob sie ggf. vorhandenen Wertminderungsbedarf angemessen identifiziert.
Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeitsbeurteilung der Gesellschaft haben wir uns insbesondere mit den wesentlichen Werttreibern des beizulegenden Werts der Anteile, den beizulegenden Zeitwerten der direkt oder indirekt gehaltenen Immobilien, auseinandergesetzt.
Für die Wohn- und Gewerbeimmobilien haben wir unter Einbezug unserer eigenen Immobilienbewertungsspezialisten teilweise kontrollbasiert sowie durch aussagebezogene Prüfungshandlungen die Richtigkeit und Vollständigkeit der in den unternehmensinternen Bewertungsmethoden verwendeten Daten zu den Immobilienbeständen gewürdigt. Darüber hinaus haben wir die internen Bewertungsmethoden, die Homogenität der definierten Bewertungseinheiten sowie die Angemessenheit der verwendeten Bewertungsannahmen und -daten beurteilt. Zur Beurteilung der verwendeten Bewertungsannahmen und -daten, wie z. B. der angewandten Diskontierungs- und Kapitalisierungszinssätze, der Marktmiete und der erwarteten Marktmietsteigerung sowie der geplanten Instandhaltungskosten, haben wir unter anderem externe Marktdaten herangezogen.
Für eine repräsentative Auswahl, die um risikoorientiert bewusst ausgewählte Elemente ergänzt wurde, haben wir die von Deutsche Wohnen vorgenommenen Wertermittlungen mit eigenen Berechnungen verglichen. Dafür haben wir das normierte Ertragswertverfahren nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) verwendet. Darüber hinaus haben wir für die Stichprobe Vor-Ort-Besichtigungen durchgeführt, um den jeweiligen Objektzustand zu beurteilen.
Weiterhin wurde die rechnerische und finanzmathematische Richtigkeit der Bewertungsmodelle von uns beurteilt.
Für die Pflegeimmobilien haben wir uns von der Kompetenz, Fähigkeit und Objektivität des von Deutsche Wohnen beauftragten externen Sachverständigen überzeugt, die angewandte Bewertungsmethodik beurteilt sowie die Vollständigkeit und Genauigkeit des Mengengerüsts gewürdigt. Wir haben das Gutachten in Bezug auf die wesentlichen Bewertungsannahmen anhand einer risikoorientierten bewussten Auswahl von Immobilien beurteilt. Darüber hinaus haben wir die zutreffende Berücksichtigung von Erkenntnissen aus aktuellen Marktbeobachtungen und -transaktionen gewürdigt. In die Prüfung haben wir unsere Immobilienbewertungsspezialisten einbezogen.
Für die Projektentwicklungen haben wir unter Einbezug unserer eigenen Immobilienbewertungsspezialisten die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethode beurteilt. Für die Beurteilung der wesentlichen Annahmen haben wir unter anderem externe Marktdaten herangezogen. Darüber hinaus haben wir zur Beurteilung der methodisch und finanzmathematisch sachgerechten Umsetzung der Bewertungsmethode für risikoorientiert bewusst ausgewählte Elemente die von Deutsche Wohnen vorgenommene Bewertung anhand eigener Berechnungen nachvollzogen und Abweichungen analysiert.
Wir haben überprüft, ob die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen von den im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung durch das Unternehmen ermittelten beizulegenden Werten gedeckt sind, sowie nachvollzogen, ob ermittelte Abschreibungsbedarfe korrekt erfasst wurden.
Die Vorgehensweise von Deutsche Wohnen zur Identifizierung von Wertminderungsbedarfen und die angewandten Bewertungsmethoden stimmen mit den allgemeinen handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen überein. Die der Immobilienbewertung und der Werthaltigkeitsbeurteilung der Anteile an verbundenen Unternehmen zugrunde liegenden Annahmen, Einschätzungen und Daten sind sachgerecht.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:
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die zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung der Gesellschaft und des Konzerns, auf die im zusammengefassten Lagebericht Bezug genommen wird, und |
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die im zusammengefassten Lagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben. |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der bereitgestellten Datei "DWSE_ESEF_Package_31.12.2022.zip" (SHA256-Hashwert: FF551A5E86D8D3E45549B3FF1FFBA-D2E78FE649565C4563C3AE31C723E0BB7A2) enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist nachstehend weitergehend beschrieben.
Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
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gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
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beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende bereitgestellte Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
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beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen. |
Wir wurden von der Hauptversammlung am 2. Juni 2022 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 7. November 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2016 als Abschlussprüfer der Deutsche Wohnen SE tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und zusammengefasste Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Gunnar Brandt.
Berlin, den 22. März 2023
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Dr. Hasenburg, Wirtschaftsprüfer
gez. Brandt, Wirtschaftsprüfer
"Wir versichern nach bestem Wissen und Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im jetzt laufenden Geschäftsjahr beschrieben sind."
Berlin, den 15. März 2023
Konstantina Kanellopoulos, Co-Vorstandsvorsitzende
Lars Urbansky, Co-Vorstandsvorsitzender
Olaf Weber, CFO
8. Mai 2023
Pressemitteilung zum 1. Quartal 2023
15. Juni 2023
Hauptversammlung (virtuell)
8. August 2023
Veröffentlichung des Halbjahres-Zwischenberichts 2023
7. November 2023
Pressemitteilung zum 3. Quartal 2023
Mecklenburgische Straße 57
14197 Berlin Tel. +49 30 89786-5413 Fax +49 30 89786-5419 ir@deutsche-wohnen.com www.ir.deutsche-wohnen.com
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