Bucherer Deutschland GmbH

Ridlerstraße 57, 80339 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 149582
Eingetragen
17.10.2003
Branche
Großhandel mit Uhren und SchmuckEinzelhandel mit Uhren und SchmuckTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von feinmechanischen, Foto- und optischen Erzeugnissen, Uhren, Edelmetallwaren und Schmuck
Gegenstand
Handel mit Uhren, Juwelen und Schmuck und damit verwandte Warengruppen sowie hochwertigen Gegenständen aus den Bereichen Luxus und Lifestyle als auch Service und Aufbereitung von Uhren und Schmuck sowie Erbringung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen, Erwerb, Veräußerung und Verwaltung von Immobilien sowie Erwerb, Halten, Verwaltung und Veräußerung eigenen Vermögens, insbesondere eigenen Grundbesitzes (eigene Immobilien) und Beteiligungen an anderen Unternehmen, jeweils im eigenen Namen und auf eigene Rechnung und nicht für Dritte sowie Geschäftsführung von Tochtergesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nina Rausch
seit 28.5.2026
Prokura
Helga Imrich
seit 5.7.2012
Prokura
Thomas Bistrick
seit 3.11.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bucherer AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bucherer AG
Switzerland
1.280.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bucherer Deutschland GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die Bucherer Deutschland GmbH betreibt Einzelhandelsgeschäfte für exklusive Uhren und Schmuck. Die Geschäfte befinden sich in 1A-Lagen der jeweiligen Stadt. Die Sortimente sind im obersten Preissegment angesiedelt.

Die Gesellschaft unterhält neben dem Hauptsitz in München Verkaufsgeschäfte in München (4), Berlin (2), Hamburg (2), Düsseldorf, Frankfurt (2) und Nürnberg und vertreibt Produkte über einen Onlineshop.

B. Wirtschaftsbericht

I. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren auch im Jahr 2023 für die Unternehmen weiterhin herausfordernd. Wenngleich ein Energieengpass aufgrund des Ukraine-Kriegs nicht in dem Umfang eingetreten ist, wie bei dem Ausbruch des Krieges und insbesondere für den Winter 2022/2023 befürchtet wurde, waren die Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft dennoch spürbar. Zum einen herrschten, insbesondere im ersten Halbjahr 2023, weiterhin Lieferengpässe vor, zudem wurde die Produktion von Waren und Dienstleistungen durch die verknappte Energie und den damit einhergehenden steigenden Energiepreisen teurer, was sich durch eine Inflationsrate von 5,9 % im Jahresdurchschnitt 2023 zeigt. Die Inflationsrate betrug dabei im Januar und Februar 2023 sogar 8,7 %, reduzierte sich im weiteren Jahresverlauf 2023 und sank im vierten Quartal unter 4 %. 1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt verzeichnet im Jahr 2023 einen Rückgang von 0,3 %. Hinzu kommt der Fachkräftemangel, der dazu führte, dass Unternehmen offene Stellen nicht besetzen konnten. Zum Ende des Jahres 2023 kam neben den weiterhin schwelenden Ukraine-Krieg, noch die Eskalation im Nahen Osten zwischen Israel und Palästina hinzu, was die geopolitische Unsicherheit weiter verstärkte.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html# :~: text=Sie%20hatte%20im%20Jahr%202022,weiterhin %20auf%20einem%20hohen%20Stand.

Für den Einzelhandel stellte das Jahr 2023 das erste Jahr seit 2020 dar, in dem es zu keinen pandemiebedingten Zwangsschließungen gekommen ist. Dennoch ging der Umsatz im Einzelhandel im Jahr 2023 preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 % zurück. 2 Von der generellen Entwicklung im Einzelhandel konnte sich das Luxussegment entziehen, da hier Umsatzsteigerungen zu verzeichnen waren. 3

Als wesentlicher Umsatztreiber tat sich für Bucherer Deutschland, wie im Vorjahr, insbesondere die lokale Kundschaft hervor, jedoch ist auch ein Anstieg von internationalen Kunden zu verzeichnen. Die Anzahl an internationalen Kunden hat jedoch nicht das Niveau vor Corona erreicht.

Im Luxussegment übersteigt bei gefragten Marken die Nachfrage die Verfügbarkeit signifikant. 4

Die Konkurrenzsituation innerhalb des Segments für hochwertige Uhren und Schmuck ist weiterhin sehr hoch, da die Uhrenhersteller vermehrt konzerneigene Boutiquen eröffnen und dadurch in unmittelbare Konkurrenz zum klassischen Einzelhandel treten.

II. Vermögenslage und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag um T€ 21.645 auf T€ 199.602 angestiegen.

Innerhalb des Anlagevermögens haben sich die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau im Vergleich zum Vorjahr um T€ 7.703 auf T€ 8.523 erhöht. Ursächlich dafür waren die Umbauten von bestehenden und die Planung von neuen Ladengeschäften, wobei der Umbau des Ladengeschäfts Nürnberg im Januar 2024 abgeschlossen wurde und der Umbau in Frankfurt im Jahr 2025 fertigstellt werden soll.

Der Warenbestand hat sich in der Stichtagsbetrachtung um T€ 22.919 auf T€ 149.119 erhöht. Die Ausweitung in den Segmenten Uhren, Schmuck und des Certified Pre-Owned Programs (CPO), dem Handel mit zertifizierten Gebrauchtuhren, sowie die vergrößerten Verkaufsflächen, in den nach dem Umbau fertiggestellten Verkaufsgeschäften, sind im Wesentlichen für den Anstieg verantwortlich.

2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_004_45212.html#:~:text=WIESBADEN%20%E2%80%93%20Der%20 Einzelhandel%20in%20Deutschland,erwirtschaftet%20als%20im%20Jahr%202022.
3 Luxusgüter: Umsatz in Deutschland bis 2028 | Statista
4 Rolex Warteliste - Das Uhrenmagazin (horando.de)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Stichtagsbetrachtung um T€ 5.757 niedriger und belaufen sich auf T€ 4.131. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen eine Einzelwertberichtigung auf eine Forderung i.H.v. T€ 4.020. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten haben sich in der Stichtagsbetrachtung um T€ 1.095 auf T€ 2.941 erhöht.

Bei den Passiva stieg das Eigenkapital infolge der Thesaurierung des Jahresergebnisses aus dem Vorjahr, sowie des Jahresüberschusses des laufenden Jahres.

Der Rückgang bei den sonstigen Rückstellungen resultiert aus der Anpassung der Gewährleistungsrückstellung i.H.v. T€ 1.779, wobei die Erhöhung der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Umsatzmieten diesen Rückgang teilweise kompensieren.

Die Aufstockung der Vorräte wurde teilweise durch die Ausnutzung von internen Kreditlinien bei der Konzernmutter finanziert, weshalb sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 15.241 auf T€ 81.641 erhöht haben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr in der Stichtagsbetrachtung um T€ 615 auf T€ 12.896 gesunken. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um T€ 6.918 auf T€ 2.351 ist stichtagsbezogen und mit der, im Vergleich zum Vorjahr, früheren Zahlung von konzerninternen Leistungen zu begründen.

Die Finanzierung wird unverändert durch die Bucherer Gruppe im Wege einer vollständigen Konzern- Eigenfinanzierung dargestellt. Die Aufnahme von konzernfremdem Kapital ist nicht erforderlich und nicht beabsichtigt. Das Unternehmen war jederzeit in der Lage, seinen Verpflichtungen nachzukommen.

III. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Jahresüberschuss von T€ 13.823 erzielt werden, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 15,66 % bzw. T€ 2.566 entspricht.

Als wesentlicher Leistungsindikator der Bucherer Deutschland GmbH gilt der Umsatz. Dieser konnte auch dieses Jahr gesteigert werden um T€ 26.079 auf T€ 258.001. Ursächlich hierfür war ein laufender Verkaufsbetrieb im Jahr 2023 ohne coronabedingten Einschränkungen und die dadurch erhöhte Nachfrage von lokalen, als auch die Rückkehr von internationalen Kunden. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse ./. Materialaufwand exklusive des Aufwands für bezogene Leistungen) stieg gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um T€ 9.035 auf T€ 91.614 an. Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.241, getrieben durch die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl. Die Abschreibungen erhöhte sich um T€ 351 im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist durch die Eröffnung von erneuerten Ladengeschäften in Berlin bzw. Frankfurt im September bzw. Oktober 2022 und dem dadurch höheren Abschreibungsvolumen im Jahr 2023 zu begründen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.836, was im Wesentlichen aufgrund der Auflösung von in Vorjahren passivierten Rückstellungen resultiert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 9.709 auf T€ 44.131 gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Wertberichtigung von Forderungen, sowie auf die allgemein vorherrschende Kostensteigerung im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen, die sich insbesondere durch einen höheren Miet- und Werbeaufwand sowie einer Steigerung der Lizenz- und Management-Fee bemerkbar macht. Durch den Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus wurden auch die Zinssätze für die Inanspruchnahme der konzerninternen Finanzierung angehoben, womit der Anstieg des Zinsaufwand, um T€ 1.908 auf T€ 2.195, zu begründen ist.

IV. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Vor dem Hintergrund der Entwicklung der ökonomischen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2023 stellt sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hervorragend dar. Wäre nicht die Wertberichtigung einer Forderung notwendig gewesen, hätte das Rekordergebnis des Vorjahres im aktuellen Jahr sogar noch gesteigert werden können. Die Nachfrage und das Kaufverhalten der lokalen Kunden konnten weiter gestärkt werden. Weitere Investitionen in bereits bestehende und neue Standorte wurden im Jahr 2023 weiter vorangetrieben und konnten zu Beginn des Jahres 2024 teilweise abgeschlossen werden. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft war im Jahr 2023 durchweg stabil bei einer weiterhin sehr hohen Profitabilität.

Die konsequente Markenführung stärkt die Position von Bucherer bei wichtigen Lieferanten. Die Qualität der Sortimentspräsentation hebt Bucherer positiv von Mitbewerbern ab und führt zu einer wachsenden Kundenakzeptanz. Eine klare Fokussierung auf die strategischen Uhrenpartner, die eigenen Schmucklinien und den Diamantschmuck von Bucherer, aber auch die zertifizierten Gebrauchtuhren stärken weiterhin das Profil der Bucherer-Geschäfte in Deutschland.

C. Prognosebericht

Die geschäftliche Situation der Bucherer Deutschland GmbH wird sich nach der Einschätzung der Geschäftsführung weiter positiv entwickeln.

Der Start in das neue Geschäftsjahr ist erneut durch die Nachfrage der lokalen Kunden geprägt, wobei auch bereits Anzeichen erkennbar sind, dass die Umsätze mit internationalen Kunden gesteigert werden können. Dabei ist jedoch das Umsatzniveau aus den Jahren vor 2020 mit internationalen Kunden noch nicht wieder in Sicht. Unter Berücksichtigung dieser Prämissen rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem moderaten Umsatzanstieg auf mehr als Mio. EUR 266 und gehen von einer insgesamt positiven Entwicklung des Jahres 2024 aus.

Im strategischen Fokus liegt der Ausbau der Marktpositionierung auf dem Uhren- und Schmuckmarkt. Dies macht auch mittel- und langfristig weitere Investitionen erforderlich, um die Etablierung der Marke Bucherer bei den lokalen und internationalen Kunden sukzessive voranzutreiben und um das Umsatzwachstum zu sichern. Aus diesem Grund wird die Bucherer Deutschland GmbH auch im Jahr 2024 weiter in die Attraktivität der vorhandenen Standorte und in den Ausbau des Vertriebsnetzes investieren und neue Standorte erschließen. Am Standort in Hamburg wurden im Januar 2024 die Verkaufsgeschäfte im Alsterhaus und am Jungfernstieg gebündelt, was zum einen die Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Alsterhaus bedeutet und zugleich eine Stärkung des Verkaufsgeschäfts am Jungfernstieg. Die Gesellschaft wird ihre Geschäfte sukzessive in allen Sortimentsbereichen ausweiten.

Die konsequente Kostenkontrolle und der Ausbau des Warenangebotes sind nach wie vor die Grundsteine für eine weitere Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmung.

Im August 2023 wurde bekannt, dass die Bucherer Holding AG, Luzern/Schweiz von der Rolex SA, Genf/Schweiz gekauft wird. Der Abschluss des Kaufs soll im Jahr 2024 erfolgen. Eine Änderung der bisherigen Ausrichtung von Bucherer Deutschland soll sich durch den Gesellschafterwechsel nicht ergeben. Bestehende Lieferanten- und Kundenverträge sollen weitergeführt werden.

D. Risiko- und Chancenbericht

Die Nachfrage auf dem Luxusgütermarkt bewegt sich in Europa, als Ursprung der Luxusgüterindustrie, weiterhin auf einem hohen Niveau und wird auch in Zukunft ein attraktiver Luxusmarkt für internationale Touristen sein.

Chancen sehen wir weiterhin in Umsatzzuwächsen mit der lokalen Kundschaft, die sich dann auch positiv auf die Ertragslage des Unternehmens auswirken sowie einer weiteren Steigerung der Nachfrage von internationalen Kunden. Zudem wird auch die weitere Etablierung des CPO-Programms als erhebliche Chance für einen weiteren Umsatzanstieg gesehen. Das Risiko eines Umsatzrückganges mit den lokalen Kunden stufen wir dabei als gering ein.

Die unverändert hohe Abhängigkeit von den großen Markenherstellen führt weiterhin zu einer angespannten Verhandlungsposition im Teilmarkt Uhren. Diese Hersteller treten immer mehr auch als Mitbewerber im Retail auf, nicht nur durch den Aufbau traditioneller Verkaufsgeschäfte, sondern zunehmend auch online. Aufgrund unserer Marktpositionierung werden die Hersteller auf die Bucherer Deutschland GmbH als Vertriebspartner nicht verzichten können, weshalb wir dieses Risiko, durch den erweiterten direkten Marktzugang weiterhin als gering einschätzen.

Hinsichtlich der in den vergangenen Jahren zu beobachteten Lieferengpässen, geht die Gesellschaft davon aus, dass diese auch in 2024 weiter vorherrschen werden. Aufgrund der guten und vertrauensvollen Beziehung zu den Lieferanten sieht sich die Gesellschaft bestens positioniert, Ihren Kunden durchweg eine breite und umfassende Angebotspalette bieten zu können. Die Reduzierung des Händlernetzwerks durch einige führende Markenpartner sieht Bucherer als Chance zur Gewinnung von Neukunden.

Die weiterhin, relativ gesehen hohe Inflation wurde von der Gesellschaft ebenfalls als Risiko identifiziert. Diese führt zum einen zu höheren operativen Kosten des Betriebs der Ladengeschäfte und der allgemeinen Verwaltung, bedingt durch höhere Energiekosten und höheren Mieten. Zugleich sieht die Gesellschaft die hohe Inflation auch als Chance, da hochwertige Uhren und Schmuckstücke auch als Wertanlage gesehen werden und so zu einer Diversifikation der Vermögenswerte der Kunden beitragen.

Bei den laufenden Umbauten der Ladengeschäfte wird auf nachhaltige Materialen geachtet, die kombiniert neuesten Stand der Technik mit einem positiven Einfluss auf die Energieeffizienz, sodass den höheren Energiekosten durch entsprechende Einsparungen entgegengetreten wird.

Zudem sieht sich die Gesellschaft mit dem allgemein vorherrschenden Fachkräftemangel konfrontiert. Da Bucherer in einem sehr beratungsintensiven Verkaufssegment tätig ist, liegt ein hohes Augenmerk auf eine sukzessive Aus- und Weiterbildung. Diese Maßnahmen, zusammen mit einer hohen Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern, sowie der Strahlkraft der Marke Bucherer sieht die Gesellschaft hervorragende Chancen, sich weiterhin als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und ihren Kunden eine qualitativ hochwertige und umfassende Beratung bieten zu können.

Durch den Ukrainekrieg wird, trotz einer weiteren Rückkehr der internationalen Kunden, das Klientel aus Osteuropa, aufgrund der kriegsbedingten Situation als auch der wirtschaftlichen Sanktionen, nicht in dem Umfang zurückkehren, wie es vor Ausbruch des Krieges und vor Corona zu beobachten war. Die Gesellschaft ist beim Vertrieb an internationale Kunden breit aufgestellt. Osteuropäische Touristen- und Kundengruppen verantworteten in der Vergangenheit nur einen geringen Anteil des Umsatzes, weshalb die Gesellschaft diesbezüglich keine unmittelbaren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung erwartet.

Durch die Insolvenz der KaDeWe-Gruppe im Januar 2024 ist die Bucherer Deutschland GmbH unmittelbar betroffen, da Unsicherheit über die Nutzung der Vertriebswege im KaDeWe in Berlin bzw. beim Oberpollinger in München bestehen. Die Bucherer Deutschland GmbH ist sukzessive im Austausch mit der KaDeWe-Gruppe und ist bestrebt die jahrelange gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit fortzuführen. Wir schätzen das Risko als mittelmäßig ein.

Für Bucherer Deutschland gilt ab den kommenden Jahren die Verpflichtung zur erweiterten Nachhaltigkeitsberichterstattung. Um die neuen Reportingpflichten erfüllen zu können, wurden bereits Maßnahmen ergriffen, die sowohl einen hohen Einsatz an finanziellen als auch zeitlichen Ressourcen erfordern. Die Gesellschaft ist sich Ihrer ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und sieht die Ausweitung dieser nichtfinanziellen Berichterstattung als Chance, sich als nachhaltiges und verantwortungsvolles Unternehmen zu positionieren und zu präsentieren.

Die identifizierten Risiken haben keinen bestandsgefährdenden Charakter. Die Geschäftsführung bewertet die Gesamtrisikolage zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts daher unverändert als begrenzt und beherrschbar.

 

München, 08. März 2024

Der Geschäftsführer der Bucherer Deutschland GmbH

Benjamin Lange

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.358,77 175.468,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.292.397,20 27.565.232,57
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.400.977,36 7.074.306,08
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.523.531,39 40.216.905,95 820.977,27 35.460.515,92
40.298.264,72 35.635.984,09
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 149.118.857,12 126.200.346,25
2. Geleistete Anzahlungen 101.400,00 149.220.257,12 35.700,00 126.236.046,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.130.512,83 9.887.744,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28.242,29 345.351,79
3. Forderungen gegen Gesellschafter 64.108,49 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 638.667,06 4.861.530,67 1.923.830,76 12.156.926,63
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.941.319,45 1.846.688,95
157.023.107,24 140.239.661,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.004.474,43 853.110,74
D. Aktive latente Steuern 1.275.568,79 1.227.442,04
199.601.415,18 177.956.198,70

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.280.000,00 1.280.000,00
II. Kapitalrücklage 21.929.856,63 21.929.856,63
III. Gewinnrücklage 4.952.955,52 4.952.955,52
IV. Gewinnvortrag 40.184.584,89 23.795.327,38
V. Jahresüberschuss 13.823.468,94 16.389.257,51
82.170.865,98 68.347.397,04
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 6.668.974,00 5.822.303,00
2. Sonstige Rückstellungen 7.306.110,35 8.459.549,00
13.975.084,35 14.281.852,00
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.576.014,79 2.642.823,73
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 3.576.014,79 (i. Vj. EUR 2.642.823,73) -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.896.404,78 13.511.789,21
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 12.896.404,78 (i. Vj. EUR 13.511.789,21) -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 81.641.116,23 66.400.598,84
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 81.641.116,23 (i. Vj. EUR 66.400.598,84) -
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.351.362,60 9.269.017,74
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.351.362,60 (i. Vj. EUR 9.269.017,74) -
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.990.566,45 3.502.720,14
- davon aus Steuern EUR 946.677,27 (i. Vj. EUR 2.002.189,76) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 62.917,13) -
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.990.566,45 (i. Vj. EUR 3.502.720,14) -
103.455.464,85 95.326.949,66
199.601.415,18 177.956.198,70

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 258.000.834,37 231.921.836,59
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.029.447,69 1.193.218,16
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 585.358,24 (i. Vj. EUR 367.467,34) -
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -166.387.228,78 -149.342.649,11
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.110.112,91 -168.497.341,69 -1.708.586,17 -151.051.235,28
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -18.103.494,41 -16.296.215,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -3.657.724,05 -21.761.218,46 -3.223.858,46 -19.520.074,44
- davon für Altersversorgung EUR 537.280,13 (i. Vj. EUR 550.493,61) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.398.397,06 -3.047.820,39
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -44.130.587,22 -34.422.509,65
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 815.634,56 (i. Vj. EUR 1.130.145,52) -
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 69.539,32 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.195.438,44 -287.418,64
- davon an verbundene Unternehmen EUR 2.193.358,10 (i. Vj. EUR 258.086,45) -
- davon aus der Aufzinsung EUR 0,00 (i. Vj. EUR 28.814,19) -
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.293.369,57 -8.396.738,84
- davon Erträge aus der Veränderung latenter Steuern EUR 48.126,75 (i. Vj. EUR 103.347,61) -
10. Jahresüberschuss (= Ergebnis nach Steuern) 13.823.468,94 16.389.257,51

ANHANG JAHRESABSCHLUSS ZUM 31.12.2023

DER BUCHERER DEUTSCHLAND GMBH

MIT SITZ IN MÜNCHEN (AMTSGERICHT MÜNCHEN, HRB 149582)

ALLGEMEINE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN

A. Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 (01.01. - 31.12.2023) wurde nach den zum Bilanzstichtag gültigen Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden unter der Position "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" ausgewiesen. Entsprechend erfolgt eine Erweiterung des Gliederungsschemas des § 266 Abs. 3 HGB.

B. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungsmethoden

Es sind keine immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert, die nicht entgeltlich erworben wurden.

Rückstellungen sind ausschließlich im Rahmen des § 249 Abs. 1 HGB gebildet worden.

Ein Überhang aktiver latenter Steuern wird unter Ausübung des Ansatzwahlrechts gem. § 274 Abs. 1 HGB aktiviert. Die latenten Steuern beruhen auf einer unterschiedlichen Bewertung der handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen für die Bauten auf fremden Grundstücken und den sonstigen Rückstellungen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 32 %. In Höhe der aktivierten Steuerlatenz liegt eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB vor.

Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten stehen dem nicht entgegen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen, wobei jeweils die kürzeste zulässigen Nutzungsdauern berücksichtigt werden. Die Nutzungsdauer für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten liegt zwischen 3 und 5 Jahren. Für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wird eine Nutzungsdauer zwischen 8 und 15 Jahren angesetzt. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren bilanziert. Mit Fertigstellung erfolgt die Abschreibung für geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in der jeweiligen Anlagenkategorie.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne der steuerlichen Bewertungsvorschriften werden in einen Sammelposten gefasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten bewertet und, soweit gegeben, auf den niedrigeren Marktpreis bzw. soweit ein solcher nicht feststellbar ist, auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt bei den Handelswaren mittels der Durchschnittsbewertung, für Tresorware und Uhrenbänder im Handlager durch eine Gruppenbewertung, für die certified pre-owned (CPO) Ware im Rahmen der Einzelbewertung und für Rohmaterial und Halbfabrikate im Festwertverfahren. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird beachtet.

Einzelrisiken aus Forderungen werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; dem allgemeinen Zins- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden restlaufzeitkongruent auf Basis der durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichen Zinssätze diskontiert.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem zum Abschlussstichtag gültigen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Sofern die Restlaufzeit ein Jahr oder weniger betrug, erfolgte eine Realisierung der Gewinne.

C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Der Anlagespiegel ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im wesentlichen Personalrückstellungen für Prämien, anteilige Jubiläumsansprüche, Urlaub und Überstunden sowie sonstige personalbedingte Rückstellungen. Des Weiteren sind in den sonstigen Rückstellungen Mietnebenkosten, ausstehende Rechnungen sowie Garantierückstellungen enthalten.

D. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden mit dem Verkauf von Uhren und Schmuck im Inland erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Es wurden periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 2.315 erzielt.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist eine Einzelwertberichtigungen einer Forderung gegenüber einem Kommissionär i.H.v. T€ 4.020. enthalten.

4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibung beläuft sich auf T€ 3.398.

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Verträgen über die Anmietung der Geschäftsräume. Die Laufzeit der Verträge ist unterschiedlich und reicht im Einzelfall bis in das Jahr 2034. Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf T€ 62.087 und der Betrag für das Geschäftsjahr 2024 auf T€ 8.998. Ansonsten bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen außerhalb des laufenden Geschäftsbetriebs oder des geschäftsüblichen Rahmens.

2. Geschäftsführung

 

Herr Jörg G. Bucherer, Meggen/Schweiz, Kaufmann (ausgeschieden im November 2023)

 

Herr Benjamin Lange, München, Kaufmann

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Mitarbeiter

Verwaltung 28
Werkstatt 23
Einkauf 8
übrige Filialmitarbeiter 248
Jahresdurchschnitt 307

4. Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers betrifft ausschließlich Leistungen nach § 285 Nr. 17a HGB und betrug im Geschäftsjahr 2023 T€ 44.

5. Konzern

Der Jahresabschluss der Bucherer Deutschland GmbH, München, wird in den Konzernabschluss der Bucherer Holding AG, Luzern/Schweiz, einbezogen, die für den größten sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss ist dort erhältlich.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nach dem Ende des Geschäftsjahres waren bisher nicht zu verzeichnen.

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 13.823.468,94 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 08. März 2024

Die Geschäftsführung

Benjamin Lange

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 807.489,75 0,00 9.029,92 798.459,83
807.489,75 0,00 9.029,92 798.459,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.914.566,67 68.513,21 10.106.018,24 42.877.061,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.180.513,65 288.229,83 369.901,47 11.098.842,01
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 820.977,27 7.702.554,12 0,00 8.523.531,39
64.916.057,59 8.059.297,16 10.475.919,71 62.499.435,04
65.723.547,34 8.059.297,16 10.484.949,63 63.297.894,87
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 632.021,58 94.109,40 9.029,92 717.101,06
632.021,58 94.109,40 9.029,92 717.101,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.349.334,10 2.342.940,94 10.107.610,60 17.584.664,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.106.207,57 961.346,72 369.689,64 4.697.864,65
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
29.455.541,67 3.304.287,66 10.477.300,24 22.282.529,09
30.087.563,25 3.398.397,06 10.486.330,16 22.999.630,15
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.358,77 175.468,17
81.358,77 175.468,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.292.397,20 27.565.232,57
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.400.977,36 7.074.306,08
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.523.531,39 820.977,27
40.216.905,95 35.460.515,92
40.298.264,72 35.635.984,09

Der Jahresabschluss wurde am 23.10.2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bucherer Deutschland GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bucherer Deutschland GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bucherer Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen {d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)

festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 8. März 2024

KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft
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Duschl, Wirtschaftsprüfer

Stümpfl, Wirtschaftsprüferin

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