neue leben Holding Aktiengesellschaft

Hammerbrookstraße 69, 20097 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 11167
Eingetragen
14.12.1965
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
der Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung von Beteiligungen aller Art sowie die Zusammenfassung von Beteiligungsunternehmen unter einheitlicher Leitung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ingo Hellwig
seit 11.1.2026
Prokura
Dirk Egert
seit 21.6.2023
Prokura
Prokura
Vorstandsmitglied
Martina Schalk
seit 30.6.2022
Prokura
Thomas Prieß
seit 27.5.2020
Prokura
Prokura
Holm Dietz
seit 21.2.2018
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

neue leben Holding Aktiengesellschaft

Hamburg

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Geschäftsbericht 2023

neue leben-Gesellschaften: Kennzahlenentwicklung

Mio. EUR 2019 2020 2021 2022 2023
Beitragssumme Neugeschäft 1.267 1.176 1.425 1.215 1.109
neue leben Lebensversicherung AG 1.229 1.149 1.400 1.191 1.087
neue leben Pensionskasse AG 38 27 25 24 22
Gebuchte Bruttobeiträge 1.044 918 1.096 860 756
neue leben Lebensversicherung AG 902 786 973 744 648
neue leben Pensionskasse AG 121 112 105 98 91
neue leben Unfallversicherung AG 21 20 18 18 17
Kapitalanlagen 13.029 13.343 13.628 13.699 13.286
neue leben Lebensversicherung AG *) 10.472 10.650 10.827 10.847 10.455
neue leben Pensionskasse AG *) 2.500 2.634 2.740 2.792 2.769
neue leben Unfallversicherung AG 57 59 61 60 62

*) ohne FLV

Kennzahlen neue leben Lebensversicherung AG 2019 2020 2021 2022 2023
Überschussbeteiligung (Gesamtverzinsung ohne Schlussüberschussanteil und Sockelbetrag an den Bewertungsreserven) 2,4 % 1,9 % 1,9 % 1,9 % 2,3 %
Nettoverzinsung 3,7 % 3,8 % 3,9 % 2,1 % 2,2 %
Abschlusskostensatz 6,9 % 6,4 % 6,2 % 6,4 % 5,5 %
Verwaltungskostensatz 1,7 % 1,8 % 1,4 % 1,8 % 2,5 %
Mio. EUR 2019 2020 2021 2022 2023
Jahresüberschuss = Bilanzgewinn neue leben Holding AG 17,4 25,8 27,2 24,7 26,2

Lagebericht

neue leben-Gruppe

Zur neue leben-Gruppe (neue leben) gehören die neue leben Lebensversicherung AG, die neue leben Unfallversicherung AG, die neue leben Pensionskasse AG, sowie die neue leben Holding AG. Als bundesweiter Vorsorgespezialist und strategischer Partner der Sparkassen positioniert sich die neue leben mit hoher Expertise in den Geschäftsfeldern der privaten und betrieblichen Altersvorsorge sowie der Absicherung von Lebensrisiken. Die neue leben unterhält keinen eigenen Außendienst und setzt konsequent auf den Vertrieb über Sparkassen. Wir sind davon überzeugt, den gemeinsamen Kunden moderne Produktstrategien, leistungsstarke und flexible Lösungen sowie maßgeschneiderte Zielgruppenkonzepte zu bieten. Die eigenen Produkte ergänzt die neue leben dabei durch ausgewählte Produkte des Talanx-Konzerns und weiterer Produktpartner.

Die enge Kooperation mit den Sparkassen ist wesentlich für die Vertriebsstrategie der neuen leben. Unsere Produkte, Prozesse, Technik und Services richten wir auf Sparkassen und die gemeinsamen Kunden aus. Nach unserer Überzeugung sind unsere Vorsorgekonzepte flexibel und maßgeschneidert für die ganzheitliche Beratung im Rahmen des Sparkassen-Finanzkonzepts. Zudem unterstützen wir die Sparkassen durch eine Integration in ihre IT-Infrastruktur und ihre Vertriebsprozesse - unter anderem mit einem volldigitalen Prozess bei Antrags- und Vertragserstellung. Die neue leben arbeitet bundesweit mit vielen Sparkassen zusammen, darunter 11 der 15 größten Sparkassen Deutschlands.

Mit unseren Vertriebspartnern legen wir großen Wert auf eine bedarfsgerechte Beratung und Betreuung der Kunden. Deshalb bietet die neue leben Schulungen, Trainings und Coachings für die Berater in den Sparkassen zur fachlichen und vertrieblichen Qualifizierung. Für eine hohe Qualität in der Vorsorge-Beratung hat die neue leben mit dem Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) einen Zertifikatslehrgang mit hohem Praxisbezug entwickelt. In dem Kurs können Sparkassen ihre Kundenberater zum IVFP-Vorsorgeberater zertifizieren lassen.

Gemeinsam mit unseren Sparkassenpartnern entwickeln wir Vorsorgestrategien, um einerseits Erträge zu generieren sowie Marktanteile der Sparkassen im Vorsorgebereich auszubauen und andererseits die Kundenzufriedenheit und langfristige Bindung zu steigern.

Die neue leben hat ein Update der Vertriebsstrategie durchgeführt. Der Fokus bleibt klar auf die Sparkassen ausgerichtet, die gesamthaft über einen Marktanteil von rund 30 Prozent im Bankenmarkt verfügen. Die neue leben ist im Sparkassenmarkt bereits gut positioniert, dennoch sehen wir bei vielen der insgesamt 360 Sparkassen weiterhin ein hohes Akquisepotenzial. Über ein breites Produktangebot für alle Kundenzielgruppen der Sparkassen wollen wir sowohl Wachstum in bestehenden als auch in neuen Sparkassen-Kooperationen generieren.

Die "Vertriebsstrategie der Zukunft" des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) bildet dazu die Grundlage für den gemeinsamen Ausbau des Versicherungsgeschäfts. Darüber hinaus werden wir unsere Mehrwertdienste und Steuerungsinstrumente für Sparkassen weiter ausbauen und die Sparkassen über einen hybriden Vertriebsansatz - der Kombination aus digital und persönlich - über die komplette Customer Journey unterstützen.

Ausbau Sparkassenkooperationen

Ein Schwerpunkt lag im Jahr 2023 auf der Intensivierung und dem Ausbau der Zusammenarbeit mit unseren Sparkassenpartnern. Wir konnten neue Sparkassen für eine Kooperation mit der neuen leben gewinnen sowie bestehende Vertriebsverträge verlängern. Vor allem die Sicherung exklusiver Zusammenarbeitsverträge mit Sparkassen stellt dabei einen wichtigen Anker für das Geschäftsmodell der neuen leben dar und ist weiterhin elementar für die tiefe Verzahnung der neuen leben in die Sparkassen-Finanzgruppe.

Digitalisierung der Vertriebsprozesse und Ausbau der Angebote

Die neue leben begleitet die Sparkassen in der digitalen Transformation des Vorsorgevertriebs strategisch. Entlang der gesamten Kundenreise bieten wir zahlreiche digitale Lösungen, die den Prozess vom Antrag zum Abschluss erleichtern.

Die Versicherungs- und Vorsorgelösungen der neuen leben sind vollständig in OSPlus_neo, der IT-Lösung der Sparkassen, integriert. Damit können Vorsorge- und Absicherungsthemen in den Sparkassen einfach und intuitiv beraten werden. Im Jahr 2022 und 2023 wurde auch unser Vertragsinformationssystem VIS neu entwickelt und in OSPlus_neo integriert. Mit VIS können sowohl Bestandsverträge eingesehen als auch Geschäftsvorfälle wie "Erhöhung" oder "Fondswechsel" ausgelöst werden.

Die neue leben bietet für die Internet-Filiale der Sparkassen Produktinformationen, interaktive Beratungsmodule, Erklärfilme sowie Angebotsrechner. Für sehr viele Produkte haben wir onlineabschlussfähige Module. Darüber hinaus unterstützen wir die Sparkassen im Marketing und in der digitalen Kundenansprache z. B. mit regional einsetzbaren You Tube-Kampagnen.

AboutFuture, unsere Online-Beratungsstrecke zur Altersvorsorge, haben wir gemeinsam mit Sparkassen im Berichtsjahr weiterentwickelt. Dafür haben wir Nutzerdaten ausgewertet sowie Tiefeninterviews durchgeführt. Das Ergebnis ist ein neues optimiertes Design, das sich stärker an der Sparkassen-Internet-Filiale orientiert, und eine schlankere Beratungsstrecke. Beides führt zu einer besseren User Experience im Hinblick auf den Einsatz von AboutFuture in der Filial- und Distanzberatung in den Sparkassen.

Einführung einer nachhaltigen, fondsgebundenen Rentenversicherung.

Die Vorsorgelösungen der neuen leben sind auf die ganzheitlichen Beratungskonzepte in den Sparkassen ausgerichtet.

Als Antwort auf die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Finanzprodukten haben wir im Jahr 2023 mit Future now eine nachhaltige, fondsgebundene Rentenversicherung eingeführt. Bei Future now stehen den Kunden ausschließlich Fonds zur Auswahl, die nachhaltig investieren. Die Fonds genügen den Standards von Artikel 8 bzw. Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung. Kapital, das nicht in einem nachhaltigen Rentenbezugsfonds angelegt ist, investieren wir in unser Sicherungsvermögen. Dabei streben wir an, dass diesem Teil des Kapitals in gleicher Höhe neu erworbene nachhaltige Kapitalanlagen innerhalb unseres Sicherungsvermögens zugeordnet werden.

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat Future now mit der Bestnote "Exzellent" bewertet. Die Rating-Agentur Franke & Bornberg hat die Höchstnote "FFF+/hervorragend" vergeben.

Schwerpunkt in der Beratung: Female Finance

Altersvorsorge für Frauen war eines unserer vertrieblichen Schwerpunktthemen des Jahres. Wissen vermitteln, Transparenz schaffen und Lösungen aufzeigen, stand dabei im Zentrum. Für die Beratung in den Sparkassen haben wir ein umfangreiches Paket vorbereitet. Hierzu zählen unter anderem: Material für den Point-of-Sale, Trainings und Coaching-Angebote, Online-Content für die Internet-Filiale der Sparkassen sowie ein Magazin zur Altersvorsorge für Frauen. Gemeinsam haben wir mit mehreren Sparkassen Kundenveranstaltungen zum Thema Female Finance durchgeführt.

Geschäftsfeld Biometrie

Auch die Lösungen zur Absicherung der biometrischen Risiken bleiben für die neue leben ein wesentliches Thema in der Zusammenarbeit mit den Sparkassen.

Im Bereich des Einkommensschutzes (Berufs-und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen) bietet die neue leben die mehrfach ausgezeichneten Tarife der HDI Lebensversicherung AG an. Das Angebot wurde im Jahr 2023 um den EGO Grundfähigkeitsschutz von HDI erweitert. Dank des modularen Baustein-Konzepts können Kunden genau die Fähigkeiten absichern, die beruflich und privat von besonderer Bedeutung für sie sind. So entsteht ein maßgeschneiderter Schutz für verschiedene Bedürfnisse.

Weiterhin bieten wir für Privatkunden sowie Geschäfts- und Gewerbekunden den Sparkassen im Bereich der Restkreditversicherung ein umfassendes Produktangebot "aus einer Hand". Die Zusammenarbeit erfolgt sowohl in direkter Anbindung mit Sparkassen als auch über unsere Kooperation mit dem S-Kreditpartner, dem Spezialisten für Auto- und Konsumentenkredite in der Sparkassen-Finanzgruppe. Im Bereich der GewerbeKreditschutzversicherung kooperieren wir mit der Credit Life AG.

Ein wesentlicher Teil der Beratung in der Baufinanzierung ist die Absicherung der Hinterbliebenen. Um die Beratenden in den Sparkassen noch besser zu unterstützen, haben wir im Berichtsjahr unseren Prozess weiter verschlankt. Bei Abschluss einer Risikolebensversicherung haben wir die Gesundheitserklärung vereinfacht und stellen nur noch zwei Fragen zur Versicherbarkeit.

Benchmarking als zentrales Steuerungsinstrument für den Versicherungsvertrieb

Zu den bereits etablierten Services für unsere Sparkassenpartner zählt die jährlich durchgeführte Benchmarking-Studie.

Mit dem Vertriebssteuerungsinstrument können die Sparkassen im bundesweiten Vergleich ihre individuellen Stärken und Chancen im Vorsorgegeschäft identifizieren und messbar machen, um sie dann für ihre potenzialorientierte Vertriebsplanung zu nutzen.

Bedarfsgerechte Beratung in den Sparkassen

Für eine qualitativ hochwertige und individuelle Vorsorge-Beratung der Kunden in den Sparkassen entwickelt die neue leben ihre Weiterbildungsangebote stetig weiter. Im Jahr 2023 haben wir gemeinsam mit dem unabhängigen Institut für Vorsorge und Finanzplanung einen neuen Lehrgang entwickelt. Der Kurs zeichnet sich durch einen hohen Praxisbezug aus und wurde bereits mit mehreren Sparkassen erfolgreich durchgeführt. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden das Zertifikat IVFP-Vorsorgeberater.

Neu gestaltet wurde auch das Lernmanagementsystem zur IDD-konformen Aus- und Weiterbildung für die Sparkassen-Mitarbeiter. In dem Lernportal stehen 100 E-Learnings mit fachlichem, produktspezifischem oder vertrieblichem Inhalt bereit. Jede Sparkasse kann den Lerncontent auf ihre Bedürfnisse anpassen.

neue leben Pensionskasse AG

Branchenweit hat sich der bestehende Trend im Markt zur Direktversicherung als Durchführungsweg in der betrieblichen Altersversorgung unverändert fortgesetzt. Aufgrund neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen ab dem Jahr 2005 fielen regulatorische Vorteile der Pensionskassen branchenweit für Versicherungsnehmer weg. Auch die Partnersparkassen der neue leben Pensionskasse AG wählen überwiegend die Direktversicherung als Durchführungsweg für die betriebliche Altersversorgung. Insofern war das Neugeschäft in der Pensionskasse stark rückläufig. Vor diesem Hintergrund wird das Neugeschäft der neue leben Pensionskasse zum 1. Januar 2024 eingestellt.

Im Berichtsjahr haben wir unsere Vertriebspartner, Arbeitgeber und Versicherte vorab ausführlich informiert.

Gesellschaftsverhältnisse

Die neue leben Holding AG ist Teil des Talanx Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland (im Folgenden HDI Deutschland).

Die Gesellschaft ist die 100 %ige Muttergesellschaft der neue leben Lebensversicherung AG und der neue leben Unfallversicherung AG. An der neue leben Pensionskasse AG ist die neue leben Holding AG zu 49 % unmittelbar beteiligt.

Hauptaktionärin der neue leben Holding AG im Geschäftsjahr 2023 ist mit 67,5 % minus einer Aktie die HDI Deutschland Bancassurance GmbH, Hilden. Die restlichen Anteile werden von der HASPA Finanzholding zu 23,2 %, der Die Sparkasse Bremen AG zu 7,8 % plus 1 Aktie und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam zu 1,5 % gehalten.

Im Berichtsjahr haben sich die Gesellschaftsverhältnisse der neue leben Holding AG nicht verändert.

Geschäftstätigkeit

Der Geschäftsgegenstand der neue leben Holding AG ist der Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung von Beteiligungen aller Art sowie die Zusammenfassung von Beteiligungsunternehmen unter einheitlicher Leitung.

Geschäftsentwicklung

In der Vorperiode berichtete Prognosen sind mit der tatsächlichen Geschäftstätigkeit zu vergleichen. Die Erträge der Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2023 befinden sich auf dem Niveau von 2022, wie im Vorjahr erwartet wurde. Die neue leben Holding AG hat für das Geschäftsjahr 2023 ausschließlich finanzielle Steuerungsgrößen bzw. finanziell bedeutsamste Leistungsindikatoren festgelegt. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gemäß § 289 Absatz 3 HGB, die für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft von Bedeutung sind, werden nicht erfasst.

Insgesamt konnte die neue leben-Gruppe ihre Positionierung im Wettbewerb im abgelaufenen Geschäftsjahr behaupten.

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die neue leben Holding AG einen Jahresüberschuss in Höhe von 26.225 TEUR (Vorjahr 24.665 TEUR). Insgesamt vereinnahmte die neue leben Holding AG 25.466 TEUR aus Gewinnabführungen (Vorjahr 25.583 TEUR).

Die gebuchten Bruttobeiträge der neue leben Lebensversicherung AG betragen 648 Mio. EUR (Vorjahr 744 Mio. EUR). Die neue leben Lebensversicherung AG hat einen Verwaltungskostensatz von 2,5 % (Vorjahr 1,8 %). Die neue leben Lebensversicherung AG erzielte eine Nettoverzinsung in Höhe von 2,2 % (Vorjahr 2,1 %). Die Ergebnisabführung der neue leben Lebensversicherung AG betrug 19.500 TEUR (Vorjahr 19.500 TEUR). Ferner wurde im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 4.400 TEUR eine Einzahlung in die freie Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB der neue leben Lebensversicherung AG beschlossen.

Die neue leben Unfallversicherung AG erzielte ein Jahresergebnis in Höhe von 5.966 TEUR (Vorjahr 6.083 TEUR), der in voller Höhe an die neue leben Holding AG abgeführt wurde.

Die neue leben Pensionskasse AG, schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von 800 TEUR (Vorjahr 500 TEUR).

Risikobericht

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die Risikolage der Gesellschaft wird von den Risiken aus der Ergebnisentwicklung der Tochtergesellschaften getrieben. Darüber hinaus ergeben sich Risiken für die Gesellschaft mittelbar aus den Risiken der gehaltenen Tochtergesellschaften. Im Risikomanagement der Tochtergesellschaften werden die Risiken für die Gesellschaften regelmäßig untersucht. Die etablierten Risikomanagementsysteme und Kontrollinstanzen unterstützen eine frühzeitige Identifikation, Bewertung und Steuerung der Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft bzw. ihrer Tochtergesellschaften haben können. Informationen zu Einzelrisiken der Tochtergesellschaften finden sich in den Geschäftsberichten der Tochtergesellschaften.

Insgesamt ist die Risikolage einiger Tochtergesellschaften vor dem Hintergrund der langjährig extrem niedrigen Kapitalmarktzinsen in Verbindung mit der Höhe der in den Versicherungsverträgen eingegangenen Zinsgarantien und unter Berücksichtigung des seit Beginn des Berichtsjahres stark gestiegenen Zinsniveaus als tragfähig einzuschätzen.

Die Aufsichtsbehörde fordert von allen deutschen Lebensversicherern und Pensionskassen einmal jährlich Prognoserechnungen auf Basis eines branchenweit einheitlich vorgegebenen Seitwärtsszenarios ein. Die letzte derartige Prognoserechnung erfolgte zum Stichtag 30. September 2023. Darüber hinaus wurden die Unternehmensplanungen der Tochtergesellschaften auf den Zeitraum von 2024 bis 2028 aktualisiert.

In jedem betrachteten Jahr können sowohl in dieser Unternehmensplanung als auch in dem Seitwärtsszenario der Prognoserechnung mit konservativen Neu- und Wiederanlageprämissen die handelsbilanziellen Anforderungen an die Tochtergesellschaften sichergestellt werden. Unter den getroffenen Prämissen können die Anforderungen der Mindestzuführung durchgängig erfüllt werden.

Fallen die Kapitalerträge deutlich niedriger aus, als in den vorgenannten Hochrechnungen unterstellt, so kann dies zu einer starken Belastung für die Ertragslage der Tochtergesellschaften führen. Gegebenenfalls müssen weitere Maßnahmen getroffen werden, um die Einhaltung der Solvabilitätsanforderungen und die dauerhafte Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen.

Aufgrund des seit 2022 gestiegenen Zinsniveaus besteht ein erhöhtes Stornorisiko. Beispielsweise sind die Tochtergesellschaften im Fall eines deutlichen Anstiegs der Stornoraten möglicherweise gezwungen, zur Finanzierung von fälligen Rückkaufswerten Kapitalanlagen verkaufen zu müssen, die durch den Zinsanstieg deutlich an Marktwert verloren haben. Dies würde zur Realisierung stiller Lasten führen. Die Tochtergesellschaften analysieren regelmäßig die Stornosituation; bei Bedarf werden geeignete Steuerungsmaßnahmen ergriffen.

Ein starker Zinsanstieg würde darüber hinaus die Risiken sowohl aus Storno als auch hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit der Produkte verschärfen.

Dem Zinsrisiko begegnen die Tochtergesellschaften mit kompensierenden Maßnahmen. Ggf. weitere erforderliche Maßnahmen werden bei Bedarf geprüft.

Unter den Prämissen der genannten Hochrechnungen und unter Berücksichtigung ihrer Risikosituation sehen sich die Tochtergesellschaften derzeit in der Lage, alle Verpflichtungen aus den bestehenden Versicherungsverträgen zu erfüllen.

Bestandsgefährdende Risiken, d. h. wesentliche Risiken mit existenziellem Verlustpotenzial, können sich insbesondere dann ergeben, wenn sich systemische Risiken wie z. B. ein Credit Crunch, weitgehende Zahlungsausfälle am Anleihemarkt oder ein Kollaps des Finanzsystems realisieren.

Auch da die Tochtergesellschaften umfangreiche Maßnahmen treffen, um dem Zinsrisiko zu begegnen, zeichnen sich aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken unternehmensspezifischer Natur ab.

Gegenüber dem Vorjahr bestehen wesentliche geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten - unter anderem aufgrund des Nahostkonflikts und des Krieges in der Ukraine, möglicher Engpässe z. B. in der Energieversorgung oder bei Lieferketten, weiterhin hoher Inflationsraten und von Rezessionsrisiken - weiterhin fort. Auch wenn im Laufe des Berichtsjahres ein Zinsrückgang festzustellen war, liegt das Zinsniveau zum Bilanzstichtag weiterhin deutlich oberhalb der langjährigen Niedrigzinsphase.

Grundlagen des Risikomanagements

Das Risikomanagement der Gesellschaft erfüllt die Anforderungen des deutschen Aktiengesetzes (§ 91 Abs. 2 AktG).

Mit dem vorliegenden Bericht kommt die Gesellschaft ihrer Verpflichtung zu einer Berichterstattung über die wesentlichen Risiken der voraussichtlichen Entwicklung nach (§ 289 Abs. 1 HGB).

Risikomanagementsystem

Basis des Risikomanagements der neue lebenGruppe sind die jährlich durch den Vorstand verabschiedeten Risikostrategien der Tochtergesellschaften, die sich aus der Geschäftsstrategie ableiten. Die Risikostrategien sind verbindlicher, integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns. Zur Umsetzung und Überwachung der Risikostrategie bedienen sich die Gesellschaften eines Internen Steuerungs- und Kontrollsystems.

Das Risikomanagement der Gesellschaften ist in das Risikomanagement des Geschäftsbereichs HDI Deutschland sowie des Talanx-Konzerns eingegliedert und berücksichtigt die Konzernrichtlinien. Zur Quantifizierung von Risiken setzen die Tochtergesellschaften Risikomodelle ein. Der betrachtete Zeithorizont dieser Modelle beträgt ein Kalenderjahr.

Das Risikomanagementsystem wird laufend weiterentwickelt und damit den jeweiligen sachlichen und gesetzlichen Erfordernissen sowie den Konzernvorgaben des Talanx-Konzerns angepasst. Das Risikomanagementsystem ist mit dem zentralen Steuerungssystem der neue leben-Gruppe eng verzahnt.

Die Bewertung der wesentlichen quantifizierbaren Risiken der Tochtergesellschaften erfolgt regelmäßig mit Hilfe des jeweiligen Risikomodells. Dabei werden diese Risiken systematisch analysiert und mit Risikokapital hinterlegt. Zusätzlich werden wesentliche, sich aus Zielabweichungen ergebende strategische Risiken, Projektrisiken, Reputationsrisiken und Emerging Risks betrachtet. Die erfassten Risiken werden durch abgestimmte Maßnahmen gesteuert sowie die quantifizierbaren Risiken durch ein Limit- und Schwellenwertsystem überwacht. Die Vorstände der Tochtergesellschaften werden im Rahmen der Risikoberichterstattung vom Risikomanagement regelmäßig über die aktuelle Risikosituation informiert. Bei akuten Risiken ist eine Sofortberichterstattung an die Vorstände gewährleistet.

Im Kapitalanlagebereich umfasst das Risikomanagementsystem spezifische Instrumentarien zur laufenden Überwachung aktueller Risikopositionen und der Risikotragfähigkeit. Sämtliche Kapitalanlagen stehen unter ständiger Beobachtung und Analyse durch den Geschäftsbereich Kapitalanlagen und das operative Kapitalanlagecontrolling. Mit Hilfe von Szenarioanalysen und Stresstests werden die Auswirkungen von Kapitalmarktschwankungen simuliert, um bei Bedarf frühzeitig auf diese reagieren zu können. Darüber hinaus stellt eine umfangreiche Berichterstattung die erforderliche Transparenz aller die Kapitalanlagen betreffenden Entwicklungen sicher.

Risikoorganisation

Die Aufbauorganisation im Risikomanagement der Gesellschaft gewährleistet eine Funktionstrennung zwischen aktiver Risikoübernahme und unabhängiger Risikoüberwachung. Zentrale Organe sind neben dem Gesamtvorstand der Gesellschaft die Unabhängige Risikocontrollingfunktion, die Interne Revision sowie die Risikoverantwortlichen.

Der Gesamtvorstand trägt die nicht delegierbare Verantwortung für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Risikomanagements je Gesellschaft. Er legt die Risikostrategie fest und trifft hieraus abgeleitete wesentliche Risikomanagemententscheidungen.

Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist auf Basis der geltenden Ausgliederungsvereinbarungen von den Tochtergesellschaften auf die HDI AG ausgegliedert und wird von einer organisatorischen Einheit innerhalb des Geschäftsbereichs HDI Deutschland unter Leitung des Chief Risk Officer wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt und eine effiziente Nutzung der Ressourcen sichergestellt. Innerhalb der Tochtergesellschaften ist jeweils ein Ausgliederungsbeauftragter benannt, der die Ausgliederung überwacht.

Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist primär für die Identifikation, Bewertung und Analyse des Risikoprofils sowie für die Überwachung von Limiten und Maßnahmen zur Risikobegrenzung auf aggregierter Ebene zuständig. Diese Aufgabe wird durch den Chief Risk Officer mit Unterstützung des Risikomanagements und des Risikokomitees des Geschäftsbereichs HDI Deutschland wahrgenommen. Das Risikokomitee spricht dabei Empfehlungen an den Gesamtvorstand aus.

Risikoverantwortliche sind für die Identifikation und Bewertung der wesentlichen Risiken ihres Verantwortungsbereiches zuständig. Zudem sind sie verantwortlich für Vorschläge zur Risikominderung und für die Umsetzung geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Der Austausch von Erkenntnissen zwischen Risikoverantwortlichen und Unabhängiger Risikocontrollingfunktion findet im Rahmen von regelmäßigen Risikosteuerungskreis-Sitzungen statt.

Die Interne Revision ist für die prozessunabhängige Prüfung der Geschäftsbereiche, insbesondere auch des Risikomanagements, verantwortlich. Die Leitung der Internen Revision ist zum Zwecke der Diskussion risikorelevanter Themen als Gast im Risikokomitee vertreten.

Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften sind in die Compliance-Organisation des Geschäftsbereichs HDI Deutschland eingebunden, um eine ordnungsmäßige Geschäftsorganisation zu unterstützen, welche die Einhaltung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gewährleistet.

Compliance entsendet einen Vertreter in das Risikokomitee.

Die Versicherungsmathematischen Funktionen der Tochtergesellschaften tragen im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben zur wirksamen Umsetzung des Risikomanagementsystems bei, insbesondere hinsichtlich der Koordinierung der Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen sowie der Angemessenheit der Zeichnungs- und Annahmepolitik und der Rückversicherungsvereinbarungen. Auch die Versicherungsmathematische Funktion ist im Risikokomitee vertreten.

Auch die Funktionen der Internen Revision, Compliance und Versicherungsmathematischen Funktion sind jeweils von den Tochtergesellschaften an die HDI AG ausgegliedert.

Beteiligungsrisiken

Risiken aus der Ergebnisentwicklung der Tochtergesellschaften adressiert die Gesellschaft mit geeigneten Instrumenten im Controlling sowie Risikomanagement, Interner Revision, Compliance und den Versicherungsmathematischen Funktionen der Tochtergesellschaften. Durch das standardisierte Berichtswesen erhalten die Entscheidungsträger regelmäßig aktuelle Informationen über die Geschäftsentwicklung und können so risikosteuernd eingreifen.

Risiken der Gesellschaft ergeben sich mittelbar aus den Risiken der gehaltenen Tochtergesellschaften. Von Relevanz sind hierbei insbesondere versicherungstechnische Risiken, Marktrisiken sowie operationelle und andere wesentliche Risiken.

Risiken in der Verwaltung

Dem Risiko von Fehlentwicklungen in der Verwaltung und von dolosen Handlungen begegnet die Gesellschaft durch Regelungen und interne Kontrollen in den Fachbereichen. So unterliegen Zahlungsströme und Verpflichtungserklärungen strengen Vollmachts- und Berechtigungsregelungen. Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen, das Vier-Augen-Prinzip bei wichtigen Entscheidungen und Stichproben bei serienhaften Geschäftsvorfällen erschweren dolose Handlungen. Darüber hinaus prüft die Interne Revision unternehmensweit Systeme, Prozesse und Einzelfälle.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

In dem vom Vorstand nach § 312 AktG zu erstellenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde erklärt, dass die neue leben Holding AG nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft mit einem verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Berichtjahr nicht vor.

Prognose- und Chancenbericht

neue leben Holding AG

Die Geschäftsentwicklungen der neue leben Lebensversicherung AG, der neue leben Unfallversicherung AG sowie der neue leben Pensionskasse AG werden für die neue leben Holding AG weiterhin eine maßgebliche Rolle spielen.

Tochterunternehmen

Das erfolgreiche Bancassurance-Geschäftsmodell und die konsequente Ausrichtung auf Sparkassen werden auch im nächsten Jahr unverändert fortgeführt. Aufgrund der hohen Marktanteile der Sparkassen im Privatkundengeschäft sowie des Vertrauens, das die Kunden ihnen entgegenbringen, bieten sich sowohl im Bereich der Altersvorsorge als auch im Bereich der Absicherung von Lebensrisiken gute Vertriebschancen.

Unsere Vorsorgelösungen entwickeln wir im Hinblick auf den Kundenbedarf und Kapitalmarktentwicklung kontinuierlich weiter. Folgende Neuerungen haben wir für 2024 geplant:

Zum 1. Januar 2024 wurde die Mindestlaufzeit bei unseren Vorsorgelösungen Aktivplan und PlanX gegen Einmalbeitrag auf 3 Jahre (vorher: 8 bzw. 6 Jahre) gekürzt.

Wir planen Mitte des Jahres 2024 ein neues Einmalbeitragsprodukt mit einer lebenslangen Todesfallleistung einzuführen. Dieses Produkt soll insbesondere im Segment vermögende Kunden eingesetzt werden.

Darüber hinaus sehen wir gute Marktchancen durch den Vertrieb von Lösungen zur Absicherung biometrischer Risiken. Dabei setzen wir zum einen auf unsere eigenen leistungsstarken Produktlösungen und in anderen Geschäftsfeldern auf Kooperationen mit in ihrem Segment marktführenden Versicherern.

Im Bereich des Einkommensschutzes (Berufs-und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen) bieten wir den Sparkassen als Vermittler weiterhin die mehrfach ausgezeichneten Tarife der HDI Lebensversicherung AG. Diese Kooperation wollen wir fortführen.

Im Bereich der Restkreditversicherungen bieten wir den Sparkassen für Privatkunden sowie Geschäfts- und Gewerbekunden ein umfassendes Produktangebot "aus einer Hand". Wir bieten unseren Kunden die Möglichkeit einer bedarfsgerechten Absicherung bei Tod, längerer Krankheit oder Arbeitslosigkeit im Rahmen von Restkreditversicherungen. Die Zusammenarbeit erfolgt sowohl in direkter Anbindung mit Sparkassen als auch über unsere Kooperation mit S-Kreditpartner. Vor dem Hintergrund der seitens des Gesetzgebers geplanten Verschärfung der Rahmenbedingungen für den Verkauf von Restkreditversicherungen (zeitliche Entkopplung ("Cooling-Off")) zwischen dem Abschluss eines Verbraucherdarlehensvertrags und dem Abschluss einer Restkreditversicherung werden seitens HDI Bancassurance Investitionen in neue Vertriebswege und Absatzstrecken geplant und vorgesehen.

Bei der Absicherung von gewerblichen Krediten kooperieren wir ab 2024 mit der Deutschen Leasing. Den Sparkassen bieten wir eine einfache Integration sowie eine schlanke Anbindung in die Vertriebsprozesse.

In der Pflegerentenversicherung führen wir unsere Kooperation mit der IDEAL Lebensversicherung a.G. zur Vermittlung von Pflegerentenversicherungen weiter fort.

Die betriebliche Altersversorgung ist für die Kunden ein wichtiger Bestandteil zum Aufbau eines zusätzlichen Einkommens in der Rentenphase. Dabei besteht der Trend im Markt als Durchführungsweg in der betrieblichen Altersversorgung in der Direktversicherung unverändert fort. Auch die Partnersparkassen der neue leben Pensionskasse AG wählen überwiegend diesen Durchführungsweg. Deshalb hat die neue leben Pensionskasse AG das Neugeschäft zum 1. Januar 2024 eingestellt.

Alle bestehenden Versicherungsverträge bleiben von der Einstellung des Neugeschäfts unberührt. Die neue leben Pensionskasse wird die zugesagten Leistungen unverändert erfüllen.

Dies gilt auch - wie vertraglich vereinbart - für bedingungsgemäß geleistete Zuzahlungen.

Die neue leben wird auch in den nächsten Jahren weiter in die Nutzung neuer, digitaler Technologien investieren. Dies betrifft sowohl den Ausbau weiterer digitaler Services für Kunden als auch die weitere digitale Integration in die Beratungs- und Vertriebsprozesse der Sparkassen.

Erwartete Ertragslage der Gesellschaft

Das Ergebnis der neue leben Holding AG ist im Wesentlichen durch die Ergebnisabführungen und Beteiligungserträge ihrer Tochtergesellschaften neue leben Lebensversicherung AG und neue leben Unfallversicherung AG geprägt.

Wir erwarten hier Erträge, die auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen.

Finanzlage

Die Barmittel und die Liquiditätssituation der neue leben Holding AG sind auf die absehbaren Zahlungsströme ausgerichtet. Durch regelmäßige Liquiditätsplanungen ist die Zahlungsfähigkeit gegeben.

Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 26.224.652,88 EUR aus.

1 Der Bilanzgewinn entspricht dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres.

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn 1 des Geschäftsjahres 2023 der neue leben Holding AG einen Betrag von 23.707.250,00 EUR zur Ausschüttung einer Bardividende von 99,82 EUR je Stückaktie zu verwenden. Der verbleibende Betrag aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 2.517.402,88 EUR soll in die Gewinnrücklagen eingestellt werden.

 

Hamburg, 19. Februar 2024

Holm Diez, Vorsitzender

Sven Lixenfeld

Evi Popp

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR 31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 147.498.599,57 140.098.599,57
2. Beteiligungen 0,49 0,49
147.498.600,06 140.098.600,06
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.676.558,31 35.089.425,18
2. sonstige Vermögensgegenstände 8.684.062,31 2.498.159,80
- davon aus Steuern: 8.683.774,61 EUR (Vorjahr 2.496.866,65 EUR)
36.360.620,62 37.587.584,98
II. Guthaben bei Kreditinstituten 21.698.555,73 10.254.683,70
58.059.176,35 47.842.268,68
Summe der Aktiva 205.557.776,41 187.940.868,74

Passiva

EUR 31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 11.875.000,00 11.875.000,00
II. Kapitalrücklage 32.042.905,32 32.042.905,32
III. Gewinnrücklage
1. Gesetzliche Rücklage 32.612,75 32.612,75
2. andere Gewinnrücklagen 108.956.479,48 101.534.344,08
108.989.092,23 101.566.956,83
IV. Jahresüberschuss 26.224.652,88 24.664.635,40
179.131.650,43 170.149.497,55
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 15.241.010,65 15.682.361,73
2. sonstige Rückstellungen 2.911.283,87 2.054.521,99
18.152.294,52 17.736.883,72
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: 8.268.754,46 54.487,47
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 8.268.754,46 EUR (Vorjahr 54.487,47 EUR)
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.077,00 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.077,00 EUR (Vorjahr 0,00 EUR)
8.273.831,46 54.487,47
Summe der Passiva 205.557.776,41 187.940.868,74

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

EUR 2023 2022
1. Umsatzerlöse 30.000,00 30.000,00
2. sonstige betriebliche Erträge 5.121,00 12.057,76
3. Personalaufwand
Löhne und Gehälter -93.938,15 -46.792,66
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -203.610,90 -255.984,87
5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 25.465.502,95 25.583.008,42
- davon aus verbundenen Unternehmen 25.465.502,95 EUR (Vorjahr 25.583.008,42 EUR)
6. Erträge aus von Organgesellschaften abgeführten Steuerumlagen 18.339.482,91 17.470.759,53
- davon aus verbundenen Unternehmen 18.339.482,91 EUR (Vorjahr 17.470.759,53 EUR)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 615.251,55 926.322,28
- davon aus verbundenen Unternehmen 191.214,18 EUR (Vorjahr 98.279,28 EUR)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -529.516,51 -1.252.978,56
- davon an verbundene Unternehmen 0,00 EUR (Vorjahr -917,60 EUR)
- davon aus Aufzinsung -271.924,56 EUR (Vorjahr -1.231.060,96 EUR)
9. Steuern von Einkommen und vom Ertrag -17.403.639,97 -17.801.756,50
10. Jahresüberschuss = Bilanzgewinn 26.224.652,88 24.664.635,40

Aufwandsposten sind zusätzlich mit einem Minuszeichen vor dem entsprechenden Betrag gekennzeichnet.

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr

EUR Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Abschreibungen Stand am 31.12.2023
Anteile an verbundenen Unternehmen 140.098.599,57 7.400.000,00 147.498.599,57
Beteiligungen 0,49 0,49
Gesamt 140.098.600,06 7.400.000,00 147.498.600,06

Allgemeine Angaben

Die neue leben Holding AG mit Sitz in Hamburg wird beim Amtsgericht Hamburg unter der Handelsregisternummer HRB 11167 geführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Aktiva

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten ggf. vermindert um Abschreibungen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip ausgewiesen.

Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert aktiviert. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Passiva

Die Rückstellungen sind nach dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet worden und, soweit die erwarteten Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen, gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsVO) veröffentlichten Zinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Steuern

Etwaige passive latente Steuern aufgrund der handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Bewertungsgrundsätzen werden mit aktiven latenten Steuern aus Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz verrechnet.

Die Gesellschaft belastet Ertragsteuern an die Organgesellschaften, die neue leben Unfallversicherung AG und die neue leben Lebensversicherung AG, weiter.

Angaben zur Bilanz

Aktiva

Zu A. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist auf der vorstehenden Seite XX dargestellt.

Zu A.I. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen

An den folgenden Unternehmen ist die neue leben Holding AG beteiligt:

EUR Eigenkapital Grundkapital Höhe des Anteils am Kapital Ergebnis 2023 1
neue leben Lebensversicherung AG, Hamburg 157.007.715,84 113.000.000,00 100 % 19.500.000,00
neue leben Unfallversicherung AG, Hamburg 6.595.902,10 4.500.000,00 100 % 5.965.502,95

1 Die Ergebnisse der neue leben Lebensversicherung AG und der neue leben Unfallversicherung AG werden aufgrund von Gewinnabführungsverträgen an die neue leben Holding AG abgeführt.

2. Beteiligungen

Ausgewiesen wird eine Beteiligung mit 49 % an der neue leben Pensionskasse AG, Hamburg. Im Geschäftsjahr 2023 weist die neue leben Pensionskasse AG einen Jahresüberschuss von 800 TEUR (Vorjahr 500 TEUR) aus. Der Jahresüberschuss der neue leben Pensionskasse AG wird thesauriert. Der Beteiligungswert wurde im Geschäftsjahr 2015 auf den Erinnerungswert abgeschrieben.

Zu B.I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen in Höhe von 27.677 TEUR enthalten Forderungen gegenüber der neue leben Lebensversicherung AG in Höhe von 1.114 TEUR aus Steuerumlagen sowie Ansprüche aus den Gewinnabführungsverträgen mit der neue leben Lebensversicherung AG sowie der neue leben Unfallversicherung AG in Höhe von 25.466 TEUR. Eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr besteht nicht.

2. sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 8.684 TEUR enthalten im Wesentlichen aufgrund der Steuerumlageverträge nachkommend der Gewinnabführungsverträge mit der neue leben Unfallversicherung AG und der neue leben Lebensversicherung AG zum Bilanzstichtag eine Steuerforderung von 8.684 TEUR. Da die Gesellschaft Organträgerin der Organschaft ist und daher gegenüber den entsprechenden Behörden auch die durch Organgesellschaften verursachten Körperschafts- und Gewerbesteuern schuldet.

Passiva

Zu A.I. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der neue leben Holding AG beträgt 11.875 TEUR zum 31. Dezember 2023. Es besteht aus 237.500 auf den Namen lautende Stückaktien. Es ist voll eingezahlt. Jede Aktie berechtigt zu einer Stimme.

Die Aktionäre der neue leben Holding AG per 31.12.2023/ 01.01.2024:

HDI Deutschland Bancassurance GmbH 67,5 % *)
HASPA Finanzholding AG 23,2 %
Die Sparkasse Bremen AG 7,8 % **)
Mittelbrandenburgische Sparkasse 1,5 %
100,0 %

*) minus 1 Aktie
**) plus 1 Aktie

Zu A.II. Kapitalrücklage

Es handelt sich in Höhe von 24.543 TEUR um das anlässlich von Kapitalerhöhungen durch Bareinlage vereinnahmte Aufgeld nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB sowie in Höhe von 7.500 TEUR um eine Einzahlung in die freie Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Zu A.III. Gewinnrücklagen 1. gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage in Höhe von 33 TEUR wird in unveränderter Höhe ausgewiesen.

2. andere Gewinnrücklagen

Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 24.665 TEUR wurde ein Betrag in Höhe von 7.422 TEUR in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die anderen Gewinnrücklagen betragen hiernach 108.989 TEUR.

Zu B.1. Steuerrückstellungen

EUR 31.12.2023 31.12.2022
Körperschaftsteuer 5.071.011,74 5.677.371,00
Solidaritätszuschlag 278.800,00 302.766,00
Gewerbesteuer 9.891.198,91 9.702.224,73
15.241.010,65 15.682.361,73

Aufgrund der Organschaft mit der neue leben Unfallversicherung AG und der neue leben Lebensversicherung AG weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag eine Steuerrückstellung aus, da sie Steuerschuldnerin der auf die Gewinnabführung entfallenden Steuern ist.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zu 1. Umsatzerlöse

Im Berichtsjahr entstanden sonstige Umsatzerlöse an verbundene Unternehmen in Höhe von 30 TEUR.

Zu 2. sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus der Vergütung der Bürgschaftsverpflichtung 2023, gemäß Bürgschaftsvertrag mit der neue leben Lebensversicherung AG.

Zu 4. sonstige betriebliche Aufwendungen

EUR 31.12.2023 31.12.2022
verrechnete bezogene Dienstleistungen 113.012,99 125.561,57
Aufsichtsratsvergütungen im Berichtsjahr 73.500,00 73.500,00
Kosten der Rechnungslegung 12.647,13 9.399,93
sonstiger Aufwand 4.450,78 47.523,37
203.610,90 255.984,87

Zu 5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Diese Position enthält die abgeführten Gewinne der neue leben Lebensversicherung AG (19.500 TEUR) und der neue leben Unfallversicherung AG (5.966 TEUR).

Zu 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Verzinsung von Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 801.441 TEUR. Die Zinsaufwendungen werden den Organgesellschaften weiter belastet. Weiterhin beinhaltet die Position mit 272 TEUR das Zinsguthaben aus der Auflösung von Rückstellung für Aufzinsung. Hierbei handelt es sich um BilMoG-Zinsen auf Betriebsprüfungen der Wirtschaftsjahre 2014-2022.

Zu 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 17.404 TEUR resultieren im Wesentlichen aus den steuerlichen Ergebnissen der Organgesellschaften neue leben Unfallversicherung AG und neue leben Lebensversicherung AG. Diese werden den Organgesellschaften weiter belastet.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die neue leben Holding AG übernimmt gegenüber dem Vermieter (Sachsenstraße 8) zugunsten der neue leben Lebensversicherung AG die selbstschuldnerische, unwiderrufliche und unbefristete Bürgschaft für die Erfüllung sämtlicher aus dem Mietverhältnis herrührender Zahlungsverpflichtungen des Mieters bis zu einem Gesamtbetrag von 512 TEUR.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber der neue leben Unfallversicherung AG bestehen zum Bilanzstichtag nicht eingeforderte Einlageverpflichtungen in Höhe von 2.175 TEUR.

Personal

Die neue leben Holding AG beschäftigt kein Personal.

Gesellschaftsverträge

Zwischen der neue leben Holding AG und der neue leben Unfallversicherung AG, Hamburg, wurde am 19. November 2007 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Danach verpflichtet sich die neue leben Unfallversicherung AG, den gesamten Gewinn an die neue leben Holding AG abzuführen.

Mit der neue leben Lebensversicherung AG, Hamburg, wurde am 21. November 2011 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Mit Änderungsvertrag vom 17. Juli 2015 wurde der Vertrag mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar des Jahres auf unbestimmte Dauer abgeschlossen. Der Vertrag kann mit Monatsfrist zum Ende eines jeden Monats gekündigt werden. In diesem verpflichtet sich die neue leben Lebensversicherung AG, den gesamten Gewinn an die neue leben Holding AG abzuführen.

Gleichzeitig ist die neue leben Holding AG im Falle eines Jahresfehlbetrages einer der Gesellschaften zum Ausgleich verpflichtet.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft nachhaltig beeinflussen würden.

Organe der Gesellschaft

AUFSICHTSRAT

Mitglied

Jens Warkentin

Vorsitzender (seit 01.01.2023)

Vorstandsmitglied der Talanx AG

Köln

Dr. Christopher Lohmann

(bis 31.12.2022)

Köln

Jürgen Marquardt

stellv. Vorsitzender Mitglied der Vorstände der Hamburger Sparkasse AG und der HASPA Finanzholding Hamburg

Frank Berg

Unternehmensberater Rostock

Frauke Hegemann

(seit 01.09.2023)

Mitglied des Vorstandes der Die Sparkasse Bremen AG

Bremen

Thomas Fürst

(bis 31.08.2023)

Mitglied des Vorstandes der Die Sparkasse Bremen AG

Bremen

Iris Kremers

(seit 01.03.2023)

Vorsitzende des Aufsichtsrats der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG

Haan

Norbert Kox

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der LPV Versicherung AG Bergisch Gladbach

Barbara Riebeling

Aufsichtsratsvorsitzende der neue leben Unfallversicherung AG Köln

Ulrich Rosenbaum

(bis 01.03.2023)

Aufsichtsratsvorsitzender der neue leben Lebensversicherung AG

Brühl

Andreas Schulz

Vorsitzender des Vorstandes Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam

Dr. Martin Wienke

Rechtsanwalt Hannover

VORSTAND

Mitglied Vorstandsressorts
Holm Diez ■ Revision
Vorsitzender ■ Compliance
Hamburg ■ Risikomanagement
■ GeldwäschebekämpfUng
■ Controlling
■ Personal
■ Recht
■ Datenschutz
■ Betrieb
Sven Lixenfeld ■ Mathematik
Hamburg ■ Vermögensanlage und -verwaltung
■ Rechnungswesen, Bilanzierung und Steuern
■ IT
Evi Popp ■ Vertrieb
Hamburg ■ Marketing und Vertriebsunterstützung

Organbezüge

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes betrugen 61 TEUR. Für frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen betrugen die Aufwendungen 3 TEUR.

Die Aufwendungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr 74 TEUR.

Beteiligungsverhältnisse

Die HDI Deutschland Bancassurance GmbH, Hilden, Tochtergesellschaft der HDI Deutschland AG, Hannover, hat mitgeteilt, dass diese mehr als die Hälfte der Anteile der neue leben Holding AG besitzt und damit unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne von § 20 Abs. 4 AktG an der neue leben Holding AG hält. Die HDI Deutschland AG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Talanx AG, Hannover.

Angaben zum Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Konzerngesellschaft des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover, sowie der Talanx AG, Hannover. Der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Mutterunternehmen des HDI-Konzerns) stellt nach § 341i HGB in Verbindung mit § 290 HGB einen Konzernabschluss auf (größter Kreis), in den die Gesellschaft einbezogen wird. Insofern ist die Gesellschaft von der Verpflichtung einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen befreit. Für die Talanx AG als Mutterunternehmen des Talanx-Konzerns ergibt sich daneben die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses aus § 341i HGB in Verbindung mit § 290 HGB (kleinster Kreis), welcher auf der Grundlage von § 315e Absatz 1 HGB gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt wird. Die Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger bekanntgegeben.

Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 26.224.652,88 EUR aus.

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn 1 des Geschäftsjahres 2023 der neue leben Holding AG einen Betrag von 23.707.250,00 EUR zur Ausschüttung einer Bardividende von 99,82 EUR je Stückaktie zu verwenden. Der verbleibende Betrag aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 2.517.402,88 EUR soll in die Gewinnrücklagen eingestellt werden.

1 Der Bilanzgewinn entspricht dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres.

 

Hamburg, 19. Februar 2024

Holm Diez, Vorsitzender

Sven Lixenfeld

Evi Popp

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die neue leben Holding AG, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der neue leben Holding AG, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der neue leben Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 5. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Sack, Wirtschaftsprüfer

Frederic Esser, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

neue leben Holding AG

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand der neue leben Holding AG im Berichtsjahr auf der Basis ausführlicher schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht. Der Aufsichtsrat trat insgesamt zu zwei ordentlichen Sitzungen zusammen, um sich über die Geschäftsentwicklung und Lage des Unternehmens zu informieren und um die anstehenden Beschlüsse zu fassen. Weiter hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Vorlage von Unterlagen über die Lage und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, den Geschäftsverlauf sowie das Risikomanagement unterrichten lassen. Die einzelnen Themen hat er intensiv hinterfragt, diskutiert und - soweit nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich - nach eingehender Prüfung und Beratung ein Votum abgegeben.

Darüber hinaus erfolgten im Umlaufverfahren außerhalb einer Sitzung zwei Beschlussfassungen über kurzfristig zwischen den Sitzungen zu behandelnden Themen.

Schwerpunkte der Beratungen im Plenum

In den ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrats wurde über folgende Themen für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland im Talanx-Konzern berichtet:

Für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland wurde das strategische Programm GO25 weiterentwickelt und die Geschäftsbereichsstrategie Anfang 2023 nachgeschärft; diese bündelt sich nun in fünf Ressortstrategien, darunter u. a. Ertragskraft Leben und bester Bankenversicherer - weiterhin als eindeutige Positionierung für die Gesellschaften des Geschäftsbereichs - mit dem Ziel, nachhaltig zu wachsen.

Die in der agilen Lieferorganisation - Agile@HD - gebündelten Einheiten und die agilen Zusammenarbeitsmodelle wurden in 2023 - wo erforderlich - nachjustiert sowie deren Abläufe weiterentwickelt und in kontinuierliche Regelprozesse überführt.

Der Betrieb Leben befasst sich fortführend intensiv mit der weiteren Automatisierung von Prozessen und Digitalisierung - auch unter Einbeziehung von künstlicher Intelligenz. Dazu wird fortsetzend in 2024 ein digitales Betriebsmodell entwickelt.

Ferner wird die Migration von Bestandssystemen vorangetrieben. Dazu wurde bis Ende 2023 ein Migrationsfahrplan entwickelt, dessen Umsetzung für die nächsten Jahre im Vordergrund steht.

Für die Gesellschaften der HDI Bancassurance ist mit Blick auf die Zielsetzung "bester Bankenversicherer" die Umsetzung der Bancassurance-Strategie in 2023 vorangetrieben und die angepasste Organisation im 2. Quartal 2023 implementiert worden. Ein besonderer Fokus liegt dabei künftig auf der effizienten Betreuung und dem Ausbau der bestehenden Kooperationen (Farming) sowie der Erschließung neuer Geschäftsbeziehungen und Kooperationen (Hunting).

Für die neue leben Gesellschaften konnte die bestehende Kooperation mit der Haspa vorzeitig um weitere sieben Jahre erfolgreich verlängert werden.

Im Rahmen der jährlichen Abfrage der Selbsteinschätzung durch die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde in der Aufsichtsratssitzung am 8. November 2023 über die Ergebnisse berichtet, welche zufriedenstellend ausgefallen sind. Der Aufsichtsrat hat für die nächste Selbsteinschätzung Mitte 2024 bislang keine Anpassung der Themenfelder beschlossen.

Angepasst an die sich aus Gesetz und der Arbeitspraxis ergebenden für den Aufsichtsrat relevanten Themen wurden im Geschäftsjahr 2023 erneut digitale Weiterbildungsangebote durchgeführt. Die Schulungen sind zudem aufgezeichnet worden und stehen den Aufsichtsratsmitgliedern auch in digitaler Form zum Selbststudium im Nachgang zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden drei Themen ausgewählt und durch interne sowie externe Referenten geschult. Die ausgewählten Schulungsthemen waren ein Update zu IFRS17, IT-Betriebssicherheit und eine durch PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführte Weiterbildung zum Thema Nachhaltigkeit. Schwerpunkte waren dabei u.a. die Nachhaltigkeitsregulatorik für Versicherungsunternehmen, insbesondere die neuen Anforderungen aus der Offenlegungs-Verordnung sowie künftige Aspekte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung im Zuge von CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) und der daraus resultierenden Rechte und Pflichten für den Aufsichtsrat.

Aufgrund der steigenden Bedeutung hat sich der Aufsichtsrat zudem in der Herbstsitzung 2023 mit den aktuellen Entwicklungen zur Nachhaltigkeit, speziell zu den Themen Environmental, Social, Governance (ESG)-Regulatorik, ESG-Strategie des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland, Aufbau einer Governance und nachhaltigen Kapitalanlage befasst und sich diese erläutern lassen.

Der Aufsichtsrat wurde auch in 2023 über die Lage der Gesellschaft insbesondere hinsichtlich der Finanz-, Kapitalanlagen- und Solvabilitätsentwicklung regelmäßig unterrichtet. Im Rahmen der Berichterstattung wurde den aktuellen Entwicklungen der wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Entwicklungen im Jahr 2023 Rechnung getragen. Insbesondere aufgrund der veränderten Zinsentwicklung wurden auch die entsprechenden Auswirkungen und eventuelle daraus resultierende Maßnahmen für die Gesellschaften erläutert.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt, der Aufsichtsrat hat die nach Satzung oder Geschäftsordnung notwendigen Zustimmungen in jedem Fall erteilt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde darüber hinaus vom Vorstandsvorsitzenden laufend über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen unterrichtet.

Der Gesamtvorstand entscheidet gemäß den ihm durch die Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben über die Erstellung und jährliche Überprüfung der Geschäfts- und Risikostrategie, wobei maßgeblich die jeweiligen Strategien der neue leben Lebensversicherung AG und der neue leben Unfallversicherung AG sind. Der Aufsichtsrat der beiden Gesellschaften hat die Risikostrategie für das Geschäftsjahr 2023 im Rahmen ihrer Sitzung am 1. März 2023 erörtert und zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat wurde in den Sitzungen über den aktuellen Stand zum Risikomanagement informiert, er hat sich von der Leistungsfähigkeit des Risikomanagementsystems überzeugt. Damit wird auch den aufsichtsbehördlichen Mindestanforderungen an das Risikomanagement im Rahmen einer guten und verantwortungsbewussten Unternehmensführung und -überwachung entsprochen.

Ergänzend wurde der Aufsichtsrat in den Sitzungen neben dem Risikomanagement auch über den aktuellen Stand der weiteren Governance-Funktionen Compliance und Revision informiert und hat sich somit von der Leistungsfähigkeit aller Governance-Funktionen überzeugt.

Der Aufsichtsrat sah sich zu Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 AktG im Geschäftsjahr 2023 nicht veranlasst.

Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand seine operativen Schwerpunkte zutreffend gesetzt und geeignete Maßnahmen ergriffen hat. Insgesamt hat der Aufsichtsrat im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsgemäßen Zuständigkeiten an den Entscheidungen des Vorstands mitgewirkt und sich von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt.

Jahresabschlussprüfung

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft worden. Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben; in dem erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wird erklärt, dass die Buchführung und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln und dass der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Sitzung zugeleitet.

Der Abschlussprüfer war bei der Sitzung über die Beratung des Jahresabschlusses und des Lageberichts anwesend, hat über die Durchführung der Prüfung berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zum Jahresabschluss und Lagebericht wie auch zum Prüfungsbericht zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss erörtert und auch den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und zu einzelnen Punkten Nachfragen an den Abschlussprüfer gerichtet. Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den §§ 317 und 321 HGB steht und keinen Bedenken begegnet. Weiter ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass der Lagebericht die Anforderungen des § 289 HGB erfüllt und in Übereinstimmung mit den Aussagen der Berichte an den Aufsichtsrat gemäß § 90 AktG steht. Der Lagebericht steht auch in Einklang mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats hinsichtlich der Lage der Gesellschaft. Dem Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmt der Aufsichtsrat zu.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind Einwendungen nicht zu erheben, so dass der Aufsichtsrat sich dem Urteil des Abschlussprüfers angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss am 6.März 2024 gebilligt hat. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.

Zudem hat der Aufsichtsrat die Qualität der Abschlussprüfung anhand der vorgelegten Berichterstattung geprüft.

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen wurde gleichfalls von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach der pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wie auch den entsprechenden Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft. Dabei ist er, auch anhand einer Plausibilitätsprüfung, zum gleichen Ergebnis wie der Abschlussprüfer gekommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Aufsichtsrat ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Gewinnverwendungsvorschlag die Liquidität und Finanzplanung der Gesellschaft sowie die Aktionärsinteressen angemessen berücksichtigt, so dass sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung anschließt.

Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat

Herr Dr. Christopher Lohmann hat mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2022 sein Mandat als Vorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrats niedergelegt. Als seinen Nachfolger wählte die außerordentliche Hauptversammlung vom 30. Dezember 2022 Herrn Jens Warkentin mit Wirkung ab 1. Januar 2023 bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2027 beschließt, in den Aufsichtsrat. Aus seiner Mitte wählte der Aufsichtsrat Herrn Warkentin zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats.

Frau Evi Popp war in der Zeit vom 1. August 2022 bis 31. Januar 2023 Generalbevollmächtigte der Gesellschaft und wurde ab dem 1. Februar 2023 in den Vorstand der Gesellschaft bestellt. Sie zeigt sich verantwortlich für den Vertrieb sowie Marketing und Vertriebsunterstützung.

Die Amtsperiode von Herrn Ulrich Rosenbaum endete turnusgemäß mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 1. März 2023. Als seine Nachfolgerin wählte die ordentliche Hauptversammlung am selben Tag Frau Iris Kremers für eine volle Amtsperiode, d. h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2027 beschließt, in den Aufsichtsrat.

Herr Thomas Fürst hat mit Ablauf des 31. August 2023 sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats niedergelegt. Als seine Nachfolgerin wählte die außerordentliche Hauptversammlung am 25. August 2023 Frau Frauke Hegemann mit Wirkung ab dem 1. September 2023 für eine volle Amtsperiode, d.h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2027 beschließt, in den Aufsichtsrat.

Vorstand und Aufsichtsrat danken Herrn Thomas Fürst und Herrn Ulrich Rosenbaum für die langjährige Zusammenarbeit in diesem Gremium.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich geleistete Arbeit.

 

Hamburg, 6. März 2024

Für den Aufsichtsrat

Jens Warkentin, Vorsitzender

Sachsenstraße 8, 20097 Hamburg

Telefon (040) 238 91 - 0 Telefax (040) 238 91 - 333 info@neueleben.de www.neueleben.de

Gewinnverwendung

Die ordentliche Hauptversammlung der neue leben Holding AG vom 06.03.2024 hat beschlossen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 einen Betrag von 23.707.250,00 EUR zur Ausschüttung einer Bardividende von 99,82 EUR je Stückaktie zu verwenden. Der verbleibende Betrag aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 2.517.402,88 EUR wird in die Gewinnrücklagen eingestellt.

 

Hamburg, im März 2024

Der Vorstand

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