Stammdaten

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Amtsgericht München HRB 152545
Vorher
INVOT AG
Eingetragen
25.5.2004
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen
Gegenstand
Unmittelbare oder mittelbare Tätigkeit auf dem Gebiet der Forschung, Entwicklung, Herstellung und des Vertriebs von elektronischen Bauelementen, elektronischen Systemen und Software sowie der Erbringung damit zusammenhängender Dienstleistungen

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Kin Wah Loh
seit 24.4.2006
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Qimonda AG

München

Jahresabschluss zum 30. September 2006
(Einzelabschluss)

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006



Die Qimonda AG ist die Führungsgesellschaft der Qimonda Gruppe und führt die entsprechenden Leitungs- und Zentralfunktionen aus. Die Qimonda AG übernimmt wesentliche übergreifende Aufgaben, wie das konzernweite Finanz- und Rechnungswesen, das Personalwesen, strategische und produktionsorientierte F&E Aktivitäten, die weltweite Unternehmens- und Marketingkommunikation und steuert die logistischen Prozesse im Konzern. Die Qimonda AG verfügt über keine eigenen Fertigungskapazitäten.

Die wirtschaftliche Lage, der Geschäftsverlauf und die zukünftige Entwicklung der Qimonda AG unter Berücksichtigung wesentlicher Chancen und Risiken werden entscheidend durch ihre Stellung als Holdinggesellschaft und Verrechnungsdrehscheibe ohne eigene Produktion in der Qimonda Gruppe bestimmt. Deshalb wird im Lagebericht mehrfach auf die Entwicklung im Konzern eingegangen, aus der sich die operative Entwicklung der Qimonda AG ableiten lässt.

Da die Qimonda AG die operative Geschäftstätigkeit zum 1. Mai 2006 aufgenommen hat, ist ein Vergleich mit dem Vorjahr nicht aussagekräftig. Deshalb wird im Lagebericht an manchen Stellen zur Beschreibung der operativen Entwicklung ein Vergleich der Entwicklungen der Qimonda Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr mit den Vorjahreswerten des ehemaligen Geschäftsbereichs Speicherprodukte des Infineon Konzerns herangezogen.

Geschäftsverlauf und Lage des Geschäftsjahrs 2006

Entstehung der Gesellschaft

Im Mai 2004 wurde die Gesellschaft unter dem Namen INVOT AG als 100% Tochter der Infineon Technologies AG gegründet und unter HRB 152545 beim Amtsgericht München eingetragen. Am 6. April 2006 wurde die Gesellschaft in Qimonda AG umbenannt. Am 25. April 2006 wurden die 50.000 Anteile zu einem Nennwert von je 1 EUR zu 25.000 Aktien mit einem Nennwert von je 2 EUR zusammengefasst. Am gleichen Tag wurde das Eigenkapital auf 264.627.950 EUR erhöht (Kapitalerhöhung I).

Weiterhin beschloss die Hauptversammlung am 25. April 2006 das Grundkapital um weitere 335.372.050 EUR auf 600.000.000 EUR zu erhöhen (Kapitalerhöhung II).

Auf Basis des Einbringungsvertrags brachte Infineon mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 alle Aktivitäten und Wirtschaftsgüter des Geschäftsbereichs Speicherprodukte in die Qimonda AG ein. Im Gegenzug wurden Infineon 132.288.975 Aktien gewährt.

Am 4. Mai 2006 hat die Gesellschaft mit der Infineon Technologies Holding B.V., Rotterdam, Niederlande im Wege der Nachgründung einen Vertrag über die Einbringung und Übertragung aller Anteile an der Infineon Technologies Central B.V., Rotterdam, Niederlande - der späteren Qimonda Holding B.V. - geschlossen. Im Gegenzug wurden der Infineon Technologies Holding B.V. 167.686.025 Anteile an der Qimonda AG gewährt.

Am 27. Juli 2006 beschlossen die Gesellschafter, das Grundkapital durch die Ausgabe von 42.000.000 Aktien um 84.000.000 EUR zu erhöhen (Kapitalerhöhung III), welche im Rahmen des Börsengangs an der New York Stock Exchange am 9. August 2006 auf den Markt gebracht wurden.

Bis 17. Juli 2006 gehörte die Qimonda AG zu 44 % der Infineon Technologies AG, München und zu 56 % der Infineon Technologies Holding B.V., Rotterdam. Am selben Tag wurden die Anteile der Infineon Technologies Holding B.V. an die Infineon Technologies Investment B.V., beide Rotterdam übertragen.

Am 9. August 2006 wurden die Wertpapiere der Qimonda AG erstmals an der New York Stock Exchange unter dem Handelskürzel QI notiert. Zudem hat die Infineon Technologies AG selbst Anteile in Höhe von 6.300.000 Aktien im Rahmen des Börsengangs abgegeben. Seitdem hält die Infineon Technologies AG 36,85 % und die Infineon Technologies Investment B.V. 49,03 % der Anteile an der Qimonda AG. Damit befinden sich 14,12 % der Anteile im Streubesitz.

Das Geschäftsjahr der Qimonda AG beginnt am 1. Oktober eines Jahres und endet am 30. September des Folgejahres.

Die Entwicklung unserer Ertragslage im Geschäftsjahr 2006 zeigt, dass wichtige Elemente unserer verfolgten Strategie als Antwort auf die Entwicklungen in unserem Industriezweig zu greifen beginnen.

Wesentliche Entwicklungen im Qimonda Konzern seit Anfang Mai 2006 waren:

Die Qimonda AG hat mit der Tessera Inc., San Jose, USA, ein Lizenzabkommen geschlossen und gleichzeitig alle Rechtsstreitigkeiten zwischen den Unternehmen beigelegt.

Die Qimonda AG bringt einen DDR2 Fully-Buffered DIMM in hohen Stückzahlen für Intel's Bensley Server Plattform heraus.

Microsoft wählt Qimonda als bevorzugten Lieferanten für die Grafik RAMs der Xbox 360

Die TU Dresden und Qimonda unterzeichnen eine Absichtserklärung als Basis für die Gründung eines Joint Ventures namens Nanoelectronics Materials Lab (NaMLab).

Die Qimonda AG geht am 9. August 2006 an die New Yorker Börse (NYSE) und notiert von dort an unter dem Börsenkürzel QI.

Qimonda und Winbond Electronics Corp., Hsinchu, Taiwan unterzeichnen eine Vereinbarung, wonach Qimonda seine 80nm DRAM Trench Technologie in Winbond's 300mm Produktionsstätte in Taichung einführt. Im Gegenzug wird Windbond DRAMs für Computer Anwendungen exklusiv für Qimonda herstellen.

Qimonda und Nanya qualifizieren die 75nm DRAM Technologie.

Qimonda Richmond LLC., USA beendete die erste Phase des Hochfahrens der kommerziellen Produktion auf 300mm Anlagen im April 2006 mit 25.000 Waferstarts pro Monat.

Unser Geschäft

Die Qimonda Gruppe ist einer der auf der Welt führenden Halbleiterhersteller. Sie entwirft, entwickelt, produziert und vermarktet ein breites Spektrum an Halbleiterprodukten und kompletten Systemlösungen. Im Kalenderjahr 2005 war der ehemalige Speicherbereich der Infineon Gruppe der viertgrößte DRAM Hersteller und ist im ersten Halbjahr 2006 laut Gartner gemessen am Umsatz auf Platz zwei der DRAM Lieferanten vorgerückt. Unsere wichtigsten Produkte sind DRAM Komponenten und Module, die in einem breiten Spektrum elektronischer Produkte Eingang finden. Unsere Fertigungsstätten, Beteiligungen und Kunden befinden sich hauptsächlich in Europa, Asien und Nordamerika.

Darstellung der Halbleiterindustrie und der Faktoren mit Einfluss auf unser Geschäft

Unser Geschäft und die Halbleiterindustrie sind durch eine hohe Zyklizität gekennzeichnet. Charakteristisch sind konstante und rapide technologische Veränderungen, schnelle Produktalterung und Preiserosion, die kontinuierliche Entstehung neuer Standards, kurze Produktlebenszyklen und starke Schwankungen bei Produktangebot und -nachfrage.

Zyklizität

Die Zyklizität in der Halbleiterindustrie beruht auf einem komplexen Zusammenspiel von Faktoren, insbesondere der fluktuierenden Nachfrage nach Endprodukten, die Halbleiter enthalten, und Schwankungen in der zur Verfügung stehenden Kapazität zur Herstellung von Halbleitern. Diese Zyklizität ist im Bereich der Speicherprodukte besonders stark ausgeprägt. Weil sich Planung, Konstruktion und Inbetriebnahme von Halbleiterfertigungsstätten über mehrere Jahre hinziehen können, neigen Halbleiterhersteller zu Investitionen in Zeiten günstiger Marktbedingungen, um so auf mögliche zukünftige Nachfragesteigerungen zu reagieren. Wenn mehr als eine der neu errichteten Fertigungsstätten ihren Betrieb innerhalb desselben Zeitfensters aufnehmen, kann das Angebot an Chips auf dem Markt beträchtlich ausgeweitet werden. Ohne anhaltendes Nachfragewachstum führt dieses Verhalten typischerweise zu Überkapazitäten in der Produktion und einem Überangebot an Produkten und in der Folge zu einschneidenden Preiseinbrüchen für Halbleiterprodukte. Fallen die Preise, reduzierten die Hersteller in der Vergangenheit die Investitionen in neue Fertigungsstätten. Wenn die Nachfrage nach Chips wieder zunimmt, steigen die Preise ohne Inbetriebnahme zusätzlicher Fertigungsstätten, was zu einem neuen Investitionszyklus führt. Die Halbleiterindustrie reagiert auf einen Nachfragerückgang üblicherweise träge, da sie kapitalintensiv ist und Entscheidungen über den Zukauf von Produktionsanlagen weit vor einer geplanten Expansion zu treffen sind.

Wir sind bestrebt, den Einfluss der Zyklizität im Segment der Speicherprodukte mit Hilfe von kontinuierlichen Investitionen in Fertigungskapazitäten über den gesamten Zyklus, von Kooperationsvereinbarungen und Auftragsfertigungsabkommen zu mindern, damit wir auf Zyklusänderungen flexibler reagieren können. Wir sind der Überzeugung, dass wir unser Bruttoergebnis vom Umsatz durch die Fokussierung unserer Investitionen auf zwei Kerngebiete verbessern können: die kontinuierliche Verbesserung der Kostenstruktur und der Produktivität durch Einführung fortschrittlicher Speicherprozesstechnologien sowie die Entwicklung und Vermarktung einer diversifizierteren Produktpalette, die sich im Besonderen auf weniger volatile Anwendungen mit höheren Margen wie Infrastruktur, hoch auflösende grafische und mobile Anwendungen sowie Anwendungen im Bereich Unterhaltungselektronik fokussiert.

Substanzielle Forschungs-, Entwicklungs- und Investitionsaufwendungen

Die Halbleiterproduktion ist höchst kapitalintensiv. Die zu einer wettbewerbsfähigen Kostenposition notwendigen Produktionskapazitäten fordern hohe Investitionen in Fertigungsanlagen. Fertigungsprozesse und Produktgestaltung basieren auf Spitzentechnologien, denen beträchtliche Forschungs- und Entwicklungskosten vorangehen. Auf die Qimonda AG als Führungsgesellschaft des Qimonda Konzerns trifft dies nur im Hinblick auf die Forschungs- und Entwicklungskosten zu, da die Muttergesellschaft keine Fertigungsanlagen betreibt.

Besonders der Markt für DRAM-Speicherprodukte ist durch Angebot- und Nachfragerelationen bestimmt, die sich unserem Einfluss entziehen. Einen Schlüsselfaktor zur Sicherung der Profitabilität stellt für uns daher die kontinuierliche Verringerung unserer Stückkosten durch Verringerung der Herstellungskosten und Erhöhung der Produktionsmenge dar.

Zur Verringerung der gesamten Kosten im Konzern zielen wir auch darauf ab, die Kosten für Forschung und Entwicklung und für Fertigungsstätten mit Dritten zu teilen. Dazu dienen uns Allianzen oder Vereinbarungen zur Auftragsfertigung. Wir sind der Überzeugung, dass strategische Allianzen bei Forschung und Entwicklung und bei der Produktion sowie die Zusammenarbeit mit Auftragsherstellern uns eine Vielzahl von Vorteilen verschaffen. Dazu gehören die Aufteilung der Risiken und Kosten, die Reduktion unseres eigenen Kapitalbedarfs, die Möglichkeit, eine breitere Produktpalette zu entwickeln, der Erwerb technischen Know-hows und der Zugriff auf weitere Produktionskapazitäten. Wir entwickeln gemeinsam mit Nanya DRAM-Technologien auf Basis von 75-Nanometer- und 58-Nanometer-Strukturen. Zusätzlich sind wir in Asien Vereinbarungen zur Auftragsfertigung mit Semiconductor Manufacturing International Corp. ("SMIC"), Shanghai, China und mit Winbond Electronics Corp., Hsinchu, Taiwan (,,Winbond"), eingegangen, um unsere Produktionskapazitäten und somit unsere Umsatzbasis zu erhöhen, ohne selbst in Produktionsanlagen zu investieren.

Wir planen eine Erhöhung der Stückzahlen durch Produktivitätssteigerungen in der Herstellung, indem wir kleinere Chips auf Basis geringerer Strukturgröße produzieren, das heißt mehr Bits pro Chipfläche und mehr Chips pro Wafer durch Verwendung größerer Wafer. Bezüglich der DRAM-Prozesstechnologie basiert der noch überwiegende Teil unserer Kapazität auf 110-Nanometer-Strukturen. Darüber hinaus starteten wir die Volumenproduktion mit 90-Nanometer-Strukturen, die gemeinsam mit Nanya entwickelt wurde. Der ehemalige Speicherbereich des Infineon Konzerns erweiterte seinen 300-Millimeter-Kapazitätsanteil während des Geschäftsjahrs 2005 durch einen kontinuierlichen Kapazitätsaufbau im Gemeinschaftsunternehmen mit Nanya, Inotera, und dem Beginn des Kapazitätsaufbaus bei SMIC in Peking sowie in der Produktionsstätte in Richmond. Der Anteil der Speicherproduktion auf 300-Millimeter Wafern wurde durch kontinuierliches Hochfahren der 300-Millimeter-Produktion in Richmond und aus neuen Kapazitäten der Produktionspartner Inotera und Winbond im Geschäftsjahr 2006 ausgebaut.

Technologische Entwicklung und Wettbewerb

Die Verkaufspreise pro Stück sind volatil und sinken wegen der technologischen Entwicklung und des Wettbewerbdrucks üblicherweise im Zeitverlauf. Speziell Speicherprodukte sind standardisierte Produkte. Die Standardisierung der meisten Spezifikationen ermöglicht es den Kunden, kurzfristig den Lieferanten zu wechseln. Dies führt zu einem starken Wettbewerb innerhalb des Markts und zwingt die Hersteller, Kosteneinsparungen an den Kunden weiterzugeben, um Marktanteile auszubauen.

Unser Ziel ist es, die Auswirkungen auf unsere Erlöse durch die sinkenden Preise zu kompensieren, indem wir das Verkaufsvolumen erhöhen und den Produkt-Mix optimieren. Weiteren Auswirkungen auf das Bruttoergebnis vom Umsatz begegnen wir, indem wir kontinuierlich unsere Stückkosten reduzieren. Zunahmen im Verkaufsvolumen hängen von der Verfügbarkeit von Kapazitäten und teilweise von der Verbesserung der Produktivität bei der Herstellung von Halbleitern ab. Durch die Reduzierung der Strukturgrößen in der Herstellung hat sich historisch gesehen die Anzahl funktionaler Elemente etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Dieser auch als ,,Moore's Law" bekannte Trend führte zu einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate der Bit-Volumen von 40 bis 45 Prozent und, unter der Annahme konstanter Preise für ein Quadratzentimeter Silizium, zu einer jährlichen Kostenreduktion von ungefähr 30 Prozent pro Bit.

Saisonabhängigkeit

Das umsatzstärkste Quartal ist erfahrungsgemäß das vierte Quartal des Geschäftsjahrs, umsatzschwächer sind das erste und das zweite Quartal. In der Saisonabhängigkeit unserer Verkäufe wird die saisonale Nachfrage nach Produkten, die unsere Halbleiter verwenden, widergespiegelt. Wenn antizipierte Umsätze und Lieferungen nicht wie erwartet stattfinden, können in einem solchen Quartal überproportional hohe Ausgaben und Lagerbestände auftreten, was das Ergebnis des Quartals und möglicherweise das Ergebnis der folgenden Quartale negativ beeinflussen kann.

Akquisitions- und Desinvestitionsstrategie

Die Akquisition und Desinvestition von Geschäften, Vermögensgegenständen, Produkten oder Technologien sind ein Schlüsselfaktor unserer Geschäftsstrategie, der die Entwicklungszeit neuer Technologien und Produkte und deren Markteinführung verkürzt und unser existierendes Produktangebot, die Marktabdeckung, den Einsatz von Ingenieuren sowie unsere technologischen Kompetenzen optimiert. Wir planen die Fortsetzung der Evaluierung sich bietender strategischer Möglichkeiten. Dies umfasst Unternehmensakquisitionen, strategische Partnerschaften, Investitionen und auch den Erwerb oder Verkauf von Vermögensgegenständen.

Geistiges Eigentum

Bedingt durch den High-Tech-Charakter der Halbleiterindustrie sind immaterielle Vermögensgegenstände, die sich auf geschützte Technologien wie geistiges Eigentum beziehen, von großer Bedeutung. Unternehmen stellen für gewöhnlich Dritten ihr patentiertes geistiges Eigentum gegen Lizenzgebühren zur Verfügung. Es kann kostspielig und schwierig sein, sich gegen Verletzungen Dritter zur Wehr zu setzen oder sich bei Klagen Dritter, die eine Verletzung ihrer Rechte behaupten, zu verteidigen. Eigenentwickeltes geistiges Eigentum wird nicht aktiviert. Nur erworbenes oder durch Lizenzerwerb genutztes geistiges Eigentum wird in der Bilanz aufgeführt und über die erwartete technische und wirtschaftliche Lebensdauer abgeschrieben. Bewertungsansätze für erworbenes geistiges Eigentum gestalten sich in der Regel äußerst komplex.

Darstellung des Halbleitermarkts im Geschäftsjahr 2006

Im Kalenderjahr 2006 hat sich das Wachstum des Halbleitermarkts im unteren zweistelligen Prozentbereich stabilisiert. Nachdem der Speichermarkt im Kalenderjahr 2005 entsprechend World Semiconductor Trade Statistics (,,WSTS") nur um 2,9 Prozent gewachsen war, erwartete WSTS im Mai 2006 für das Kalenderjahr 2006 ein Wachstum von 14 Prozent. Der Halbleitermarkt wird laut WSTS vor allem im asiatisch-pazifischen Raum mit einem prognostizierten Wachstum von 12 Prozent im Kalenderjahr 2006 seinen Umsatz ausweiten. Für den japanischen Markt wird ein Anstieg von 7 Prozent erwartet, Europa wird nach dieser Prognose mit 3 Prozent leicht und Amerika mit 14 Prozent wachsen.

Entwicklung der Ertragslage der Qimonda AG

Entwicklung der Ertragslage als Prozentsatz vom Umsatz

Positionen der Gewinn- und Verlust-Rechnung:

Geschäftsjahr zum 30. September (1)
2006

Umsatzerlöse 

100,0%

Umsatzkosten 

(87,2)

Bruttoergebnis vom Umsatz 

12,8

Forschungs- und Entwicklungskosten

(5,3)

Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

(2,2)

Sonstige betriebliche Aufwendungen, Saldo

(1,0)

Betriebsergebnis

4,2

Beteiligungsergebnis

(4,2)

Finanzergebnis

0,1

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

0,1

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

(1,9)

Jahresfehlbetrag

(1,8)%

(1) Abweichungen durch Rundungsdifferenzen möglich. Negative Werte werden in Klammern dargestellt.

Umsatzerlöse

Wir generieren Erlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf von Halbleiterprodukten und Systemlösungen. Zusätzliche Erlöse von weniger als 1 Promille unserer Umsätze generieren wir mit Hilfe von Aktivitäten wie der Auftragsfertigung für verkaufte Geschäfte und Lizenzvergaben auf unser geistiges Eigentum.

Auf Grund der betriebsbedingten Abrechnungsstruktur im Qimonda Konzern mit der Qimonda AG als Verrechnungs-Drehscheibe enthalten die Umsätze der Muttergesellschaft 2.728.803 TEUR für die Lieferungen und Leistungen an die produzierenden und vertreibenden verbundenen Unternehmen.

Verrechnungspreise zwischen Fertigungsstandorten und der Qimonda AG werden als "Verrechnungspreis Werk" bezeichnet. Verrechnungspreise zwischen Qimonda AG und Vertriebsstandorten werden als "Verrechnungspreis Vertrieb" bezeichnet. Das Wertniveau der "Verrechnungspreise Werk" ist Kosten zuzüglich einer Rohgewinnspanne. Das Wertniveau der "Verrechnungspreise Vertrieb" ist Verkaufspreis abzüglich einer Vertriebsspanne. Die Grundlagen für die Ermittlung "Verrechnungspreis Werk" bilden die vollen Ist-Herstellungskosten des Standortes. Den Herstellungskosten ist ein angemessener Gewinnaufschlag hinzuzurechnen.

Der "Verrechnungspreis Vertrieb" ergibt sich aus dem Kundenverkaufspreis abzüglich einer marktüblichen Rohgewinnspanne. Der Abschlag deckt die Kosten des Vertriebsstandortes zuzüglich eines angemessenen Gewinns.

Die Palette unserer Speicherprodukte umfasst Dynamic-Random-Access-Memory (DRAM)-Chips für Computer und andere elektronische Geräte. Wir bieten außerdem eine begrenzte Palette nicht-flüchtiger Flash-Speicherprodukte an, die in der Unterhaltungselektronik in Digitalkameras oder bei Mobiltelefonen Anwendung finden.

Der Großteil der Verkäufe im Qimonda Konzern erfolgt über unseren direkten Vertrieb, der teilweise in der Qimonda AG und teilweise in Tochtergesellschaften organisiert ist. Ungefähr 13 Prozent des Konzernumsatzes wurden in den genannten Perioden über Distributoren getätigt.

Unsere Umsatzerlöse schwanken auf Grund von verschiedensten Faktoren, unter anderem:

Marktpreisen für unsere Produkte,
unserem gesamten Produkt-Mix und unserem Verkaufsvolumen,
der Phase im Lebenszyklus unserer Produkte sowie
Wettbewerbseffekten und konkurrenzfähigen Preisstrategien.

Geschäftsjahr zum 30. September 2006

Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen

Umsatzerlöse

3.093.498

darin enthalten:

Einkünfte aus Lizenzvergaben

1.498

Prozent des Umsatzes

0%

Der Qimonda Konzern hat gemessen an Bits ausgedrückt in 256 MB Äquivalenten die Chipproduktion und die Absatzmenge im Vergleich zu den geschäftlichen Aktivitäten als ehemaliger Speicherbereich des Infineon Konzerns gesteigert. Der im zweiten Quartal 2005 begonnene Preiseinbruch fand seinen Tiefpunkt im ersten Quartal des abgeschlossenen Geschäftsjahrs. Seitdem sind die Preise kontinuierlich gestiegen, haben das Niveau des ersten Halbjahrs 2005 aber nicht wieder erreicht. Trotz des Preisdrucks konnte der Absatz im Jahr 2006 gesteigert werden, da der Produkt Mix kontinuierlich in Richtung der margenstärkeren Segmente Grafik, Mobile, Consumer DRAM Produkte entwickelt wurde.

Im Geschäftsjahr 2006 stiegen nach Erreichen des Tiefpunkts im ersten Quartal die Preise in US-Dollar beider Hauptprodukte, DDR- und DDR2-Speicherbausteine kontinuierlich. Unsere durchschnittlichen Megabit-Verkaufspreise fielen im Geschäftsjahr 2006 um zirka 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Umsatzerlöse nach Regionen und Kunden

Geschäftsjahr zum 30. September 2006

Angaben in Tsd. Euro

Deutschland

285.879

Übriges Europa

719.875

Asien/Pazifik

1.260.991

Amerika [NAFTA]

660.092

Japan

165.521

Übrige Regionen

1.140

Summe

3.093.498

Im Geschäftsjahr 2006 erwirtschafteten wir mit unseren 10 größten Kunden nahezu 75 Prozent der externen Umsätze.

Auf den Infineon-Konzern entfielen im abgelaufenen Geschäftsjahr 6 Prozent unserer Umsatzerlöse. Der Umsatz mit Infineon beinhaltet sowohl Direktverkäufe an den Infineon-Konzern in Höhe von 3 Prozent als auch Verkäufe an die Infineon-Vertriebsorganisationen zum Weiterverkauf an Drittkunden in Höhe von 97 Prozent. Auf einen Kunden entfielen mehr als 20 Prozent und auf zwei Kunden entfielen mehr als 10 Prozent unserer externen Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2006.

Umsatzkosten - Bruttoergebnis vom Umsatz

Bedingt durch die Verrechnungspreissystematik enthalten die von Verbundenen Unternehmen an uns belasteten Umsatzkosten hauptsächlich:

direktes Material, das hauptsächlich Kosten für Rohscheiben beinhaltet,
Lohnkosten,
Gemeinkosten einschließlich der Wartung der Produktionsanlagen, indirekter Materialien, der Betriebsmittel und Lizenzgebühren,
Abschreibungen und Amortisation,
Kosten für Zulieferer für Montage und Test,
Fertigungsunterstützung inklusive Gebäudeflächen, Versorgungsanlagen, Qualitätskontrolle, Automatisierung und Leitungsfunktionen sowie
Kosten für Auftragsfertigung.

Zusätzlich zu den umsatzbezogenen Faktoren ist die Bruttomarge beeinflusst durch:

Abschreibung erworbener immaterieller Vermögensgegenstände,
Produktgarantieleistungen,
Wertberichtigungen für überschüssigen oder veralteten Lagerbestand und zur Abwertung auf den niedrigeren Verkaufspreis am Abschlussstichtag sowie
Zulagen und Zuschüsse, die über die wirtschaftliche Restlebensdauer der Fertigungsanlagen realisiert werden.

Die Kosten für die Materialbezüge von unseren Gemeinschaftsunternehmen und anderen verbundenen und assoziierten Unternehmen wie Inotera weisen wir unter den Umsatzkosten aus. Diese Bezüge von assoziierten und Verbundenen Unternehmen beliefen sich im Berichtsjahr 2006 auf 2.282.181 TEUR.

Geschäftsjahr zum 30. September 2006

Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen

Umsatzkosten 

(2.698.961)

Prozent des Umsatzes

(87,2)%

Bruttoergebnis vom Umsatz

12,8%

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) umfassen vor allem Personalkosten, Materialkosten, Abschreibungen und Instandhaltung der Laboreinrichtungen, die wir für unsere F&E-Projekte benötigen, sowie Kosten aus vertraglich vereinbarter Technologieentwicklung. Mit der Infineon Gruppe bestehen im Wesentlichen bis 30. September 2007 Leistungsbeziehungen aus Verträgen für laufende Forschungsprojekte.

Materialkosten beinhalten u.a. Ausgaben für Masken zu Entwicklungszwecken und Kosten aus Projekten, die vor der Qualifizierung anfallen. In den Aufwendungen für F&E sind die Vereinbarungen über die Entwicklungen von gemeinsamer Technologie mit unseren Partnern wie Nanya enthalten.

Geschäftsjahr zum 30. September 2006

Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen

Aufwendungen für F&E

(163.089)

Prozent des Umsatzes

(5,3)%

Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

Die Vertriebskosten umfassen Personalkosten für die Mitarbeiter des Vertriebs und des Marketings, Kosten für Kundenmuster, Aufwendungen im Zusammenhang mit Prototypen, Verkaufsförderungsmaßnahmen und Marketingaufwendungen.

Die allgemeinen Verwaltungskosten umfassen im Wesentlichen die Personalkosten der Mitarbeiter in der Verwaltung, nicht produktionsbezogene Gemeinkosten, Beratungshonorare, Rechtsanwaltskosten und andere Honorare für externe Dienstleister sowie Personalbeschaffungs- und Ausbildungskosten. Darüber hinaus sind Aufwendungen aus Verträgen mit der Infineon Gruppe enthalten, die für Zentralfunktionen im Bereich Informationstechnologie, Finanzen, Einkauf und Personal den gegenseitigen Leistungsbezug im Wesentlichen bis 30. September 2007 vorsehen. Die Qimonda AG ist bestrebt, die Vertragsbeziehungen so schnell wie möglich zu beenden.

Geschäftsjahr zum 30. September 2006

Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen

Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

(68.751)

Prozent des Umsatzes

(2,2)%

Weitere Bestandteile der Gewinn- und Verlust-Rechnung

Geschäftsjahr zum 30. September 2006

Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

(34.351)

Prozent des Umsatzes

(1,1)%

Sonstige betriebliche Erträge 

1.590

Prozent des Umsatzes

0,1%

Sonstige betriebliche Aufwendungen. Im Geschäftsjahr 2006 standen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 34.351 TEUR im Wesentlichen in Zusammenhang mit der einmaligen Lizenzzahlung an Tessera Inc. in Höhe von 30.649 TEUR und der außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäfts- und Firmenwertes der Qimonda Flash GmbH, Dresden, unter den Immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens.

Im Rahmen der Lizenzvereinbarung mit Tessera Inc. Anfang August 2006 haben wir eine Einmalzahlung geleistet und vereinbart, dass wir im Verlauf von sechs Jahren Stücklizenzen auf Basis verkaufter Mengen der im Vertrag bestimmten Komponenten entrichten. Wir schätzen, dass der daraus entstehende Aufwand für den Qimonda Konzern im kommenden Jahr zwischen 15.000 TEUR und 25.000 TEUR betragen wird. Sollten wir die Option einer Verlängerung der Nutzung der Lizenzen über den 6-Jahreszeitraum hinaus wählen, entstehen uns nur noch 50% der ursprünglichen Stücklizenzkosten.

Sonstige betrieblichen Erträge. Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.590 TEUR resultieren im Wesentlichen aus der Übertragung des Pensions-Planvermögens.

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit)

Wir definieren Ebit als Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Das Management nutzt das Ebit als Kennzahl für Budget- und operative Zielvorgaben, um seine Geschäfte zu führen und den Geschäftserfolg zu beurteilen. Qimonda berichtet Ebit-Daten, um Investoren aussagekräftige Informationen über den operativen Geschäftserfolg der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Das Ebit wird wie folgt aus der Gewinn- und Verlust-Rechnung hergeleitet:

Geschäftsjahr zum 30. September 2006

Angaben in Tsd. Euro

Jahresfehlbetrag

(54.353)

Bereinigt um: Aufwendungen aus Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag

58.742

Finanzergebnis

(4.588)

Ebit

(199)

Beteiligungsergebnis

Vor dem Hintergrund des schwachen Marktumfelds bei NAND Flash Speichern im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2006 hat sich Qimonda entschieden, die Flash Produktion herunterzufahren und die Entwicklung NROM basierter Technologie Plattformen und Produkte zu beenden. Qimonda und Saifun haben ihren gemeinsam geschlossenen Lizenzvertrag dahingehend geändert, dass die quartalsweise fälligen Zahlungen mit dem 31. Dezember 2006 beendet werden.

Ferner hat sich Qimonda entschieden, die Qimonda Flash GmbH & Co KG in eine GmbH umzuwandeln. Voraussetzung für die Umwandlung war ein positives Eigenkapital, welches durch einen Forderungsverzicht in Höhe von 157.000 TEUR der Qimonda AG gegenüber der Flash GmbH & Co KG hergestellt wurde. Der Betrag beinhaltet eine Einlage ins Eigenkapital in Höhe von 90.000 TEUR und eine negative Ergebniswirkung von 67.000 TEUR. Die besagte Gesellschaft wurde anschließend Ende September in eine GmbH umgewandelt. Zwischen der Qimonda AG und der Qimonda Flash GmbH wurde zudem ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, aus dem am Jahresende eine Verlustübernahme in Höhe von 20.849 TEUR resultiert.

Die Bewertung des Marktumfelds führte Ende September 2006 zu der Entscheidung 99.243 TEUR des Beteiligungsbuchwerts in den Büchern der Qimonda AG als nicht werthaltig anzusehen und auf einen Wert in Höhe von 22.370 TEUR abzuschreiben.

Weiterhin wurden 27.698 TEUR phasengleich aus dem Gewinn der Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG, Dresden, vereinnahmt und eine Dividende von Inotera Memories Inc. Taoyuan, Taiwan, in Höhe von 29.259 TEUR als Ertrag erfasst.

Finanzergebnis

Zinserträge erzielen wir hauptsächlich aus Zahlungsmitteln und Wertpapieren. Zinsaufwendungen entstehen uns im Wesentlichen aus Bankdarlehen.

Geschäftsjahr zum 30. September 2006

Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen

Finanzergebnis

4.588

Prozent des Umsatzes

0,1%

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Geschäftsjahr zum 30. September 2006

Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen

Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

(58.742)

Prozent des Umsatzes

(1,9)%

Die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten eine Vorauszahlung an Körperschaftsteuer in Höhe von 16.475 TEUR zusammen mit einer Vorauszahlung auf den Solidaritätszuschlag zur Körperschaftssteuer in Höhe von 906 TEUR.

Zusätzlich ist eine Rückstellung in Höhe von 35.384 TEUR für die laufende Körperschaftsteuer erfasst worden. Die Körperschaftsteuerverpflichtung berücksichtigt, dass die außerplanmäßige Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes der Flash GmbH auf Grund der Managemententscheidung sich auf die Entwicklung von Flashbausteinen der nächsten Generation zu konzentrieren in der Steuerbilanz nicht angesetzt werden kann.

Darüber hinaus sind in Höhe von 5.852 TEUR Quellensteuern aus der Dividendenzahlung von Inotera Memories Inc. einbehalten und 125 TEUR aus der Überlassung von Nutzungsrechten gezahlt worden.

Darstellung der Vermögenslage der Qimonda AG

Die Qimonda AG wies per 30. April 2006 ein Umlaufvermögen und ein Eigenkapital von jeweils 52 TEUR auf. Im Rahmen der Ausgliederung stieg das Vermögen bestehend aus Anlagevermögen in Höhe von 3.068.209 TEUR, Umlaufvermögen in Höhe von 3.020.451 TEUR sowie Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 9.145 TEUR auf 6.097.805 TEUR. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen durch die Einbringung von Verbundenen und Beteiligungs-Unternehmen. Die Finanzanlagen machen 48,5% der Bilanzsumme aus. Die drei größten Werte - die Qimonda Holding B.V., Rotterdam, Niederlande, Inotera Memories Inc. Taoyuan, Taiwan, und Qimonda Dresden GmbH & co. OHG, Dresden - stehen für mehr als 90% des Finanzanlagevermögens.

Die größten Positionen des Umlaufvermögens sind Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen und Flüssige Mittel. Bei den Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen betreffen 659.006 TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 701.900 TEUR Ausleihungen an Verbundene Unternehmen.

Die Bilanzposition Verbindlichkeiten besteht zu fast 68% aus Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen, wovon 403.420 TEUR Lieferungen und Leistungen betreffen. Der verbleibende Betrag enthält im Wesentlichen Ausleihungen von Verbundenen Unternehmen.

Die Qimonda AG weist zum 30. September 2006 eine Eigenkapitalquote von mehr als 76% auf. Die Eigenkapitalrendite beträgt minus 1,2%. Bereinigt um die außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung an der Flash GmbH liegt sie bei 1,0% und unter zusätzlicher Berücksichtigung der IPO Kosten bei 1,4%.

Die Anlagendeckung (Eigenkapital in Relation zum Anlagevermögen) beläuft sich auf 152% und der Verschuldungsgrad (Fremdkapital in Relation zum Eigenkapital) auf 31%.

Darstellung der Finanzlage der Qimonda AG

Cash Flow

Der Cash Flow zeigt einen Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 47.591 TEUR, der durch die Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes (99.243 TEUR) sowie den Forderungsverzicht (67.000 TEUR) bei der Flash GmbH und der Lizenzzahlung an Tessera Inc. (34.351 TEUR) negativ beeinflusst wurde. Die Erhöhung der Forderungsposition zeigt im Wesentlichen eine Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Grund der Umsatzsteigerung sowie Umsatzsteuerforderungen. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten ergibt sich bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Lizenz- und Steuerverpflichtungen. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen werden im Rahmen des Cashpooling jeweils zur Mitte des Folgemonats ausgeglichen und sind somit kurzfristiger Natur.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ist geprägt durch die Veränderung der Finanzanlageinvestitionen in Form der Kapitalerhöhungen bei Qimonda Holding B.V. in Rotterdam und Flash GmbH in Dresden sowie dem Engagement in Hedge Fond Zertifikaten.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit ist durch den Mittelzufluss aus dem Börsengang sowie den Bareinlagen aus der Einbringung der Gruppenunternehmen gekennzeichnet.

Netto-Zahlungsmittelbestand

Die folgende Tabelle stellt unseren Brutto- und Netto-Zahlungsmittelbestand sowie die Finanzverbindlichkeiten nach ihren Fälligkeiten dar. Die Darstellung ist kein Ausblick auf die verfügbaren Zahlungsmittel der künftigen Periode.

Zahlung fällig in:

Zum 30. September 2006

Gesamt

weniger
als 1 Jahr

1-2
Jahren

2-3
Jahren

3-4
Jahren

4-5
Jahren

5 Jahren
und
länger

Angaben in Tsd. Euro

Zahlungsmittel

914.932

914.932

Wertpapiere des
Umlaufvermögens

0

0

Brutto-
Zahlungsmittelbestand

914.932

914.932

Abzüglich:

Kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten

(346.482)

(346.482)

Gesamte
Finanzverbindlichkeiten

(346.482)

(346.482)

Netto-
Zahlungsmittelbestand

568.450

568.450

Unser Brutto-Zahlungsmittelbestand - definiert als Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens - stammt mit etwa 415.064 TEUR aus dem Börsengang im August 2006 an der New York Stock Exchange.

Die Netto-Cash-Position - Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) - beläuft sich damit auf 568.450 TEUR.

Zur Sicherung unserer Cash-Position und zur Gewährleistung flexibler Liquidität haben wir eine Richtlinie implementiert, die das Anlagevolumen bezüglich Geschäftspartner, Rating, Branche, Laufzeit und Instrument begrenzt.

Vertragliche Verpflichtungen und Eventualverpflichtungen (1)

Angaben in Tsd. Euro

Zahlung fällig in:

 

 

Zum 30. September 2006 (2) (3) (4)

Gesamt

weniger als 1 Jahr

1-2 Jahren

2-3 Jahren

3-4 Jahren

4-5 Jahren

5 Jahre und länger

Vertragliche
Verpflichtungen:

 

 

 

 

 

 

 

Zahlungen aus
Leasingverträgen

45.378

14.997

14.997

14.060

862

462

0

Unbedingte
Abnahmeverpflichtungen

335.671

327.239

7.079

317

56

980

0

Andere langfristige
Verpflichtungen
(Lizenz Mosaid, Rambus+IBM)

70.799

28.930

11.028

8.514

8.119

8.119

6.089

Summe vertragliche
Verpflichtungen

451.848

371.166

33.104

22.891

9.037

9.561

6.089

Eventualverpflichtungen:
Miet- und Kreditbürgschaften

2.515

195

1.948

0

261

0

111

Zuschüsse (4)

53.645

0

0

0

0

8.835

44.810

Summe
Eventualverpflichtungen

56.160

195

1.948

0

261

8.835

44.921

(1) Teilweise bereits als Verbindlichkeit in der Bilanz erfasst.

(2) Oben stehende Tabelle enthält bestimmte Zahlungsverpflichtungen oder Fälligkeiten von Verpflichtungen, die von dem Erreichen von Leistungszielen oder anderen Ereignissen, die nicht zeitlich fixiert sind, abhängen. Die wahrscheinliche Fälligkeit wurde von der Gesellschaft abgeschätzt. Die tatsächlichen Fälligkeiten können von diesen Schätzungen abweichen.

(3) Produktabnahmeverpflichtungen, die mit Kapazitätsvereinbarungen gekoppelt sind, werden in dieser Tabelle nicht dargestellt, da die Kaufpreise zum Teil auf zukünftigen Marktpreisen basieren und deshalb zum 30. September 2006 nicht quantifizierbar sind. Die Bezüge aus solchen Vereinbarungen betrugen zirka 578.719 TEUR im Geschäftsjahr 2006.

(4) Zuschüsse beziehen sich auf bisher erhaltene Beträge, die in Zusammenhang mit der Finanzierung der Fertigungsstätte Dresden stehen und nicht anderweitig garantiert sind. Diese müssen gegebenenfalls zurückerstattet werden, falls die genannten behördlichen Projektanforderungen nicht erfüllt werden.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2006 gaben wir rund 11.000 TEUR für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände im Rahmen der Produktentwicklung und den Aufbau der Zentralbereiche aus. Abhängig von der Geschäftssituation erwarten wir im Geschäftsjahr 2007 zwischen 20.000 und 25.000 TEUR in Sachanlagen zu investieren.

Kreditengagements

In der Vergangenheit haben wir uns (direkt oder indirekt) auf Infineon verlassen, eine Finanzierung für einen Teil unseres Finanz- und Kapitalbedarfs aufzubringen. Unter unserem Master Loan Agreement mit Infineon Technologies Holding B.V. haben wir zum 30. September 2006 346.482 TEUR in Anspruch genommen. In dieser Vereinbarung haben wir uns verpflichtet, keine weiteren Ziehungen unter der Vereinbarung vorzunehmen und alle ausstehenden Beträge bis zum zweiten Jahrestag unseres Börsenganges zurückzuzahlen.

Wir haben verschiedene voneinander unabhängige kurz- und langfristige Kreditengagements mit mehreren Finanzinstituten für den zu erwartenden Finanzbedarf vereinbart. Diese Kreditengagements haben eine Höhe von 668.482 TEUR, von denen 322.000 TEUR zum 30. September 2006 verfügbar waren. Die Kreditengagements bestehen aus den folgenden drei Gruppen:

In Tsd. Euro

Zum 30. September 2006

Laufzeit

Zweck

Kredit
engagement

Erfolgte
Ziehung

Verfügbar

kurzfristig

working capital, cash management

72.000

0

72.000

kurzfristig

shareholder loan

346.482

346.482

0

langfristig

working capital

250.000

0

250.000

Gesamt

668.482

346.482

322.000

Im Juli 2006 haben wir einen 250.000 TEUR-Konsortialkredit mit dreijähriger Laufzeit vereinbart, welcher am Ende des ersten Jahres der Laufzeit um ein weiteres Jahr, die Zustimmung der Kreditgeber vorausgesetzt, verlängert werden kann. Diese Kreditlinie kann für Zwecke der Betriebsmittel und/oder generelle betriebliche Zwecke genutzt werden und dient als Instrument zur Liquiditätssicherung. Die neue Kreditlinie beinhaltet die Einhaltung branchenüblicher Finanzkennzahlen und marktgängige Zinsen. Zum 30. September 2006 wurde diese Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Der Zinssatz schwankt in Abhängigkeit von einer Profitabilitäts-Kennzahl. Gegenüber den Darlehensgebern der dargestellten 250.000 TEUR Kreditlinie wurde eine Negativerklärung bezüglich der Bestellung von nicht zugelassenen Sachsicherheiten abgegeben.

Unter Berücksichtigung der verfügbaren finanziellen Ressourcen einschließlich der intern generierten Zahlungsmittel und der derzeitig verfügbaren Kreditengagements erwarten wir, in der Lage zu sein, unseren derzeit geplanten Kapitalbedarf für das Geschäftsjahr 2007 bedienen zu können.

Derivate

Die Gesellschaft schließt kurz- und langfristige Devisentermingeschäfte ab. Ziel dieser Transaktionen ist die Verringerung der Marktrisiken aus Veränderungen von Währungsrelationen für die in Fremdwährung lautenden Zahlungsströme. Derivative Finanzinstrumente werden bei der Gesellschaft nicht zu Handels- oder spekulativen Zwecken eingesetzt. Zum Bilanzstichtag hatten die Derivatpositionen einen Marktwert von minus 2 TEUR.

Finanzierung der Pensionsverpflichtungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte für den HGB-Abschluss erstmalig in diesem Geschäftsjahr nach der "Projected Unit Credit Method" gemäß FAS87. Der dort ermittelte Barwert, der zum Bilanzstichtag erdienten Pensionsansprüche, bezeichnet als projected benefit obligation (PBO), beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten und beträgt 36.838 TEUR. Der Marktwert des Planvermögens betrug insgesamt 26.036 TEUR zum 30. September 2006, welches uns seitens der Infineon AG in Bar übertragen wurde. Das Planvermögen wird vom neu gegründeten Qimonda Pension Trust e.V. sowie dem Qimonda Altersteilzeit Trust e.V. treuhänderisch für die Qimonda AG gehalten. Da der Übertrag Ende September kurz vor Ultimo erfolgte, war eine Anlage in Wertpapieren vor dem Ultimo nicht mehr möglich. Aus diesem Grund wird das Planvermögen zum Bilanzstichtag in den Barmitteln ausgewiesen.

Für das nächste Geschäftsjahr haben wir eine Rendite auf das Planvermögen in Höhe von 6,5 Prozent geschätzt.

Unsere Investitionsstrategie für den Pensionsplan beinhaltet ein gewisses Maß an Flexibilität, um sich ergebende Anlagechancen frühestmöglich ergreifen zu können. Gleichzeitig stellen angemessene Kennzahlen sicher, dass die Vorsichts- und Sorgfaltspflichten bei der Ausführung des Investitionsprogramms erfüllt werden. Das Vermögen des Pensionsfonds wird von mehreren Fondsmanagern in Zusammenarbeit mit Anlageberatern angelegt. Die Pläne sehen eine Kombination aus aktiven und passiven Investitionsprogrammen vor. Unter Berücksichtigung der Laufzeit der zu Grunde liegenden Verpflichtungen wird ein Portfolio der Investitionen des Planvermögens, bestehend aus Anteils-, Gläubiger- und anderen Wertpapieren, angestrebt, um die langfristige Gesamtkapitalrendite bei einem bestimmten Risiko zu maximieren. Das Investitionsrisiko wird durch laufende periodenweise Prüfungen des Portfolios, durch Meetings mit Anlageberatern und durch Verbindlichkeitsberechnungen kontrolliert. Die Investitionsmethoden und -strategien werden periodisch überprüft, um sicherzustellen, dass die Ziele der Versorgungspläne, unter Berücksichtigung jeder Änderung im Aufbau des Versorgungsplans, der Marktbedingungen oder anderer wesentlicher Punkte, erreicht werden.

Die Verteilung unseres Planvermögens auf das Anlagevermögen des Pensionsplans basiert auf der Einschätzung der Geschäfts- und Finanzlage, ferner auf demographischen und versicherungsmathematischen Daten, Finanzierungsmöglichkeiten, geschäftsbezogenen Risikofaktoren, Marktsensitivitätsanalysen und anderen relevanten Faktoren. Insgesamt soll die Verteilung der Sicherung des Planvermögens dienen und gleichzeitig für ausreichend stabile, also beispielsweise inflationsbereinigte Einkünfte sorgen, um sowohl derzeitige wie auch künftige Pensionszusagen zu erfüllen. Auf Grund des aktiven Portfoliomanagements kann die tatsächliche Verteilung des Anlagevermögens, innerhalb bestimmter Grenzen, von der geplanten Verteilung abweichen. Gemäß unseren Richtlinien investieren die Pensionspläne nicht in eigene Aktien.

Mitarbeiter

Die folgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung unserer Belegschaft nach Standorten zum 30. September 2006.

Anzahl Berichtsjahr

Campeon, Neubiberg

839

München-Perlach

578

Erlangen

11

andere Inland

5

Summe

1.433

Anzahl Berichtsjahr

Leitende Angestellte

80

Außertariflich Angestellte

580

Tarifangestellte

771

Summe Angestellte

1.431

Gewerbliche Mitarbeiter

2

Summe

1.433

Die INVOT AG als aufnehmende nicht-operative Gesellschaft hatte keine Mitarbeiter. Die ehemaligen Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Speicherprodukte der Infineon Technologies AG wurden per 1. Mai 2006 im Zuge eines Betriebsübergangs in die Qimonda AG übernommen. Im Geschäftsjahr 2006 waren darüber hinaus vorwiegend die Erweiterungen der Forschungskapazitäten sowie der Aufbau der Zentralfunktionen für die neu geschaffene Qimonda Gruppe am Standort München für die Einstellung weiterer Mitarbeiter ausschlaggebend.

Risiken und Chancen

Vorbemerkung

Die Qimonda AG ist in das Risiko- und Chancenmanagementsystem des Qimonda Konzerns eingebunden. Da die isolierte Betrachtung auf Grund der Rolle im Konzern kein repräsentatives Bild vom Risiko- und Chancenmanagement geben würde, werden Risiken und Chancen in Relevanz und Einfluss im Konzern beschrieben.

Wie kaum ein anderes Geschäft innerhalb der Halbleiterindustrie ist das Speichergeschäft in sehr hohem Maße durch den regelmäßigen Wechsel von Perioden des Marktwachstums mit Perioden der Marktrückgänge gekennzeichnet. Marktrückgänge sind insbesondere geprägt durch Überkapazitäten, steigende Auftragsstornierungen sowie überdurchschnittlich sinkende Preise und rückläufige Umsatzerlöse. Ergänzt wird diese Risikolage durch den sehr hohen Investitionsbedarf zur Erreichung und Absicherung der Marktführerschaft sowie den außerordentlich schnellen technologischen Wandel. Diesen hohen Risiken stehen im Speichergeschäft allerdings auch vergleichsweise größere Chancen gegenüber.

Das Risiko- und Chancenmanagementsystem im Qimonda Konzern

Gerade wegen der hohen Volatilität des Speichergeschäfts ist die Risiko- und Chancenpolitik insbesondere auf die Erreichung beziehungsweise Absicherung eines nachhaltig profitablen Wachstums ausgerichtet. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen sind hierbei dringend erforderlich. Wir haben deshalb ein unternehmensweites Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert, das uns in die Lage versetzt, die sich aus dem Markt heraus ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren beziehungsweise zu antizipieren. Der alle Bereiche umfassende Ansatz und die zugehörige Berichterstattung als zentrales Element des Risiko- und Chancenmanagementsystems geben der Unternehmensleitung die Möglichkeit, schnell und effektiv zu handeln. In jedem Bereich des Unternehmens sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter benannt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses die Verantwortung tragen. Der Reporting-Prozess sieht vor, dass Risiken und Chancen in Risiko- beziehungsweise Chancenkategorien eingeteilt und zusammen mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts und ihrer Auswirkungen, gemessen in Ebit (Gewinn vor Zinsen und Steuern), berichtet werden.

Das Risiko- und Chancenmanagementsystem ist umfassend in unserem Intranet dokumentiert und damit für unsere Mitarbeiter weltweit zugänglich.

Das System basiert auf individuellen Beobachtungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in unsere Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über die Fertigung und den Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als eine Erweiterung des Planungsprozesses dient das Risiko- und Chancenmanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen Entwicklungen, die unser Geschäft beeinflussen können, wird das System auch herangezogen, um Aktivitäten zu priorisieren und zu implementieren, um Chancen besser zu nutzen und Risiken zu reduzieren.

Die Abteilungen erstellen regelmäßig Risiken- und Chancenberichte, die den Kern des Risiko- und Chancenmanagementsystems darstellen. Die Berichte werden vom Vorstand und von den Funktionsverantwortlichen bewertet und sind Teil des Berichtsprozesses.

Neben diesem zentralen System wird die Methodik der quantitativen Risikoanalyse im Rahmen von Investitions- beziehungsweise F&E-Projekten eingesetzt, um größere Transparenz zu erzeugen und entsprechende Maßnahmen, die zum Erfolg der Projekte führen können, abzuleiten. Die durch Simulationen unterstützte Analyse von quantifizierbaren Risiken ist hier fester und integrativer Bestandteil des Managements von F&E-Projekten. Des Weiteren wird die Methodik der quantitativen Risikoanalyse bei Finanzentscheidungen wie Investments oder bei Umsatzprognosen eingesetzt. Ziel ist, neben der Risikobewertung eine Analyse und Bewertung von risikominimierenden Maßnahmen unter Ausnutzung quantifizierbarer Unsicherheiten sicherzustellen.

Die systematische Weiterentwicklung bestehender und neuer Systeme mit Frühwarncharakter trägt maßgeblich zur weiteren Festigung und zum gezielten Ausbau unserer unternehmensweiten Risiko- und Chancenkultur bei.

Im Rahmen einer jährlich durchzuführenden Risikomanagementsystemanalyse (RMSA) werden über einen Fragenkatalog in den Geschäfts- und Zentraleinheiten die Elemente des Risikomanagementsystems systematisch hinterfragt und Schwachstellen identifiziert. Die RMSA dient damit zum einen der Selbstbeurteilung mit anschließenden gezielten Maßnahmen zur Verbesserung der Subsysteme und zum anderen der Unterstützung der Prüfung des Risikomanagementsystems durch den externen Wirtschaftsprüfer.

Das geltende Transferpreissystem sieht vor, dass über die Cost-Plus Vereinbarungen mit den Tochtergesellschaften eventuelle Risiken bei den Tochtergesellschaften durch die Qimonda AG übernommen werden.

Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen

Durch Veränderungen in einigen geographischen Teilen der Welt, in denen wir aktiv sind, könnten Risiken entstehen.

Unsere weltweite Strategie sieht vor, dass wir aus den unterschiedlichsten Gründen Entwicklungs- und Fertigungsstandorte über den ganzen Globus verteilt unterhalten. Dies können Marktzugangs- oder auch Technologie- sowie Kostengründe sein. Ein Grossteil unserer Umsatzerlöse wird außerhalb Europas generiert. Mit den weiterhin zu erwartenden hohen Wachstumsraten in asiatischen Ländern wird unsere Investitionstätigkeit in dieser Region weiter zunehmen. Es können daher Risiken entstehen, die sich daraus ergeben, dass

wirtschaftliche und geopolitische Krisen Auswirkungen auf regionale Märkte haben,
länderspezifische Gesetze und Regelungen den Investitionsrahmen und die Möglichkeiten, freien Handel zu betreiben, beeinflussen und
unterschiedliche Praktiken bei der Auslegung von steuerlichen, juristischen oder administrativen Regeln die Ausübung unternehmerischer Tätigkeiten eingrenzen.

Substanzielle Veränderungen in dem jeweiligen Umfeld können negative Auswirkungen auf unser Geschäft haben. Es ist daher nicht auszuschließen, dass regionale Krisen in Zukunft negative Auswirkungen auf unsere Ertragsfähigkeit haben können. Die breite Diversifikation innerhalb unseres Produktportfolios und eine Streuung der Entwicklungs- und Fertigungsaktivitäten sind jedoch ein wirksames Mittel gegen die Auswirkungen solcher regionaler Krisen, weil die Abhängigkeiten generell geringer sind.

Unser verstärktes Engagement in asiatischen Ländern, vornehmlich China, birgt aber auch die Chance, an den hohen Wachstumsraten gerade auch in unserem Betätigungsfeld durch steigende Umsätze zu partizipieren. Unsere Investitionstätigkeit gibt uns durch die Nähe zu den asiatischen Märkten die Chance leichteren Marktzugangs und einen höheren Grad an Wahrnehmung unserer Produkte.

Branchen- und unternehmensspezifische Risiken und Chancen

Die Volatilität der DRAM-Speicherpreise ist weiterhin das bedeutendste Risiko, aber auch eine wichtige Chance für das Unternehmen. Wie bereits oben im Abschnitt zur Zyklizität beschrieben, unterliegen Preise für DRAM auf Grund von sich schnell ändernden Nachfrage- und Angebotsrelationen großen Schwankungen. In den letzten 12 Monaten schwankte der durchschnittliche Verkaufspreis für ein 256Mbit Äquivalent auf dem Markt zwischen 2,92 US-Dollar und 3,10 US-Dollar. Die Erweiterung unseres Produktportfolios, etwa durch neue Speichermodule, Grafikspeicher und Produkte für Anwendungen der Unterhaltungselektronik und der mobilen Kommunikation, kann neben den damit verbundenen Chancen auch erhebliche Risiken mit sich bringen. In einer positiven Preisentwicklung und insbesondere bei einer über den Erwartungen liegenden Nachfrageentwicklung verbunden mit temporären Verknappungen auf Grund von beispielsweise Lieferengpässen im Markt sehen wir große Chancen.

Ein insgesamt für die Halbleitertechnologie wesentliches geschäftstypisches Risiko ist der Hochlauf neuer Technologien mit dem Risiko von Verzögerungen beziehungsweise deutlichen Ausbeuteschwankungen. Diesem Risiko versuchen wir mit kontinuierlich verbessertem Projektmanagement und entsprechend enger Überwachung der betroffenen Geschäftsprozesse zu begegnen.

Gegen Produktrisiken setzen wir modernste Qualitätssichernde Methoden zur Vorbeugung, Problemlösung und kontinuierlichen Verbesserung unserer Geschäftsprozesse ein, insbesondere bei Entwicklung, Fertigung und Logistik. Das unternehmensweit gültige Qualitätsmanagementsystem ist seit Jahren nach den Normen ISO9001 beziehungsweise ISO/TS16949 zertifiziert und bezieht auch die Entwicklung unserer Lieferanten mit ein.

Wir schützen uns mit Versicherungen bestmöglich gegen Auswirkungen von Haftungsrisiken oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Steuerliche, wettbewerbs- und börsenrechtliche Regelungen können ebenfalls Unternehmensrisiken beinhalten. Die Gesellschaft lässt sich deshalb umfassend von internen und externen Fachleuten beraten.

Im Patentbereich profitiert Qimonda vom Schutz mehrerer Verträge mit wichtigen Wettbewerbern. Die Gesellschaft bemüht sich deshalb intensiv, diesen Schutz durch Verhandlungen mit führenden Wettbewerbern, mit denen noch keine patentrechtlichen Vertragsbeziehungen bestehen, weiter auszudehnen und somit Risiken zu minimieren.

Durch die Umstrukturierung und Erweiterung unseres Produktportfolios sind wir bestrebt, Produkte mit höheren Margen zu bedienen und so im Wettbewerb kontrollierbarer bestehen zu können.

Dem Risiko aus der Konzentration auf wenige große Kunden begegnen wir durch eine kontrollierte Verbreiterung der Kundenbasis. Das mit einer Fokussierung auf eine begrenzte Anzahl von Lieferanten verbundene Risiko der Abhängigkeit steuern wir durch das Eingehen strategischer Partnerschaften und dem Schaffen von zusätzlichen Bezugsquellen.

Die Speicherbausteine werden üblicherweise auf Scheiben mit einem Durchmesser von 200mm und 300mm hergestellt. Die 300mm Scheiben bieten deutliche Kostenvorteile in der Herstellung. Durch die Umstellung der Produktionsanlagen im Konzern auf die 300mm Technologie möchten wir die Möglichkeit nutzen, einen Kostenvorteil gegenüber den Wettbewerbern herauszuarbeiten.

Der Abstand zwischen Schaltkreisen bei DRAM wird üblicherweise in nm (Nanometer) gemessen. In der Entwicklung und dem Einsatz der Technologien zur Reduktion der Abstände und damit zur Verringerung der Herstellungskosten sind wir intensiv involviert. So arbeiten wir beispielsweise intensiv mit Nanya, einem unserer F&E Partner an der Entwicklung der Prozesstechnologien zu 75nm und 58nm.

Marktrisiken

Fremdwährungsmanagement

Die internationale Ausrichtung unserer Geschäftstätigkeit bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen - vor allem in US-Dollar - mit sich. Da wir aus diesen Geschäften einem Währungsrisiko ausgesetzt sind, kommt der Absicherung des Währungsrisikos eine hohe Bedeutung zu.

Ein bedeutender Anteil unserer Umsatzerlöse, Fertigungs-, Vertriebs-, Verwaltungs- sowie F&E-Kosten entsteht originär nicht in Euro, sondern vorwiegend in US-Dollar. Wechselkursschwankungen gegenüber dem Euro können einen negativen wie auch positiven Effekt auf Umsatzerlöse, Kosten und Ergebnis haben.

Unsere Geschäftspolitik zur Begrenzung von kurzfristigen Fremdwährungsrisiken ist es, mindestens 75 Prozent des erwarteten Nettorisikos über einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten im Voraus, je nach Art des Grundgeschäfts für einen bedeutenden Anteil auch darüber hinaus, zu sichern. Ein Teil des Fremdwährungsrisikos bleibt auf Grund des Unterschieds zwischen tatsächlichen und erwarteten Beträgen bestehen. Wir berechnen dieses Nettorisiko auf Basis des Kapitalflusses unter Berücksichtigung von eingegangenen oder vergebenen Aufträgen und allen anderen geplanten Einnahmen und Ausgaben.

Management des Zinsrisikos

Unsere Zinsrisikopositionen resultieren hauptsächlich aus Geldanlageinstrumenten, Wertpapieremissionen und Kreditaufnahmen. Vor dem Hintergrund der hohen Geschäftszyklizität und der operativen Flexibilität halten wir einen vergleichsweise hohen Kassenbestand, den wir in Instrumente mit überwiegend kurzer Zinsbindungsdauer anlegen. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzen wir Zinsderivate, um die aktivische und passivische Zinsbindungsdauer einander anzunähern.

Materialpreisrisiken

Wir sind auf Grund unserer Abhängigkeit von verschiedenen Materialien Preisrisiken ausgesetzt. Wir versuchen, diese Risiken durch unsere Einkaufsstrategien und durch Einsatz geeigneter Instrumente zu minimieren. Wir setzen keine derivativen Finanzinstrumente zur Vermeidung von Restrisiken aus Preisschwankungen ein.

Finanzierungsrisiken

Wie alle Halbleiterunternehmen, die eigene Fertigungsstätten betreiben, muss auch der Qimonda Konzern erhebliche Kapitalbeträge für den Bau, die Erweiterung, die Modernisierung und die Instandhaltung dieser Anlagen einsetzen. Darüber hinaus müssen erhebliche finanzielle Mittel für F&E aufgewendet werden. Der Finanzmittelbedarf soll aus Mittelzuflüssen der laufenden Geschäftstätigkeit, der Inanspruchnahme von Kreditengagements, staatlichen Zulagen und Zuschüssen und - abhängig von den Marktbedingungen - durch die Aufnahme von Fremdkapital am öffentlichen Kapitalmarkt oder an Eigenkapital gebundene Instrumente gedeckt werden. Im Zusammenhang mit bestimmten Investitionsprojekten haben wir auch staatliche Zulagen und Zuschüsse beantragt, können jedoch nicht garantieren, dass die Mittel rechtzeitig oder überhaupt genehmigt werden.

Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen von F&E und der Fertigung werden weiterhin aktiv genutzt, um den Finanzierungsbedarf zu reduzieren.

Rechtliches Risiko

Wie bei vielen Unternehmen in der Halbleiterbranche wird auch Qimonda gegenüber behauptet, das Unternehmen habe gewerbliche Schutzrechte verletzt, fehlerhafte Produkte geliefert, die Umweltschutzauflagen nicht eingehalten oder gesetzliche Pflichten verletzt. Ungeachtet der Erfolgsaussichten derartiger Ansprüche können dem Unternehmen im Zusammenhang mit der Abwehr derartiger Ansprüche hohe Kosten entstehen. Qimonda wehrt sich in solchen Angelegenheiten energisch mit Unterstützung interner und externer Experten.

Bei verschiedenen Gerichten, vor allem in den USA, sind Verfahren gegen die Infineon Technologies AG anhängig. Der Gesellschaft wird vorgeworfen mit anderen DRAM Herstellern im Zeitraum zwischen dem 1. Juli 1999 und dem 15. Juni 2002 Preisabsprachen getroffen zu haben. Im Einbringungsvertrag hat die Qimonda AG mit der Infineon Technologies AG vereinbart, diese von etwaigen Ansprüchen aus diesen Verfahren freizustellen. Für das Verfahren mit dem Department of Justice (DOJ) und für Folgeverfahren, wie beispielsweise dem EU-Kartellrechtsverfahren wurden insgesamt 102.236 TEUR bei der Qimonda AG passiviert.

Gesamtrisiko

In der Qimonda AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

In Verbindung mit der Gründung haben Infineon und Qimonda eine Treuhandvereinbarung abgeschlossen, nach der Infineon die Aktien an Inotera als Treuhänder für Qimonda so lange hält, bis diese Aktien übertragen werden können. Nach der Treuhandvereinbarung hat Infineon die Aktien an Qimonda dann zu übertragen, wenn Infineon eine Ausnahmegenehmigung von der gesetzlichen Sperrfrist erhält. Die taiwanesische Börse hat diese Ausnahmegenehmigung am 14. Oktober 2006 erteilt. Die Gesellschaft bereitet die notwendigen Schritte vor, um die Inotera-Aktien an Qimonda zu übertragen.

Ausblick für die Qimonda Gruppe und die Qimonda AG

Die Qimonda AG partizipiert auch im nächsten Geschäftsjahr über das in der Qimonda Gruppe gültige Transferpreismodell von der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns.

Die Qimonda AG erwartet im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2007 eine Produktionsmengensteigerung von 10% bis 15%. Das bit Wachstum wird sich auf die Nutzung zusätzlicher Kapazitäten hauptsächlich bei den Foundry Partnern sowie verbesserter Produktivität aus der Umstellung auf die 90nm Technologie stützen. Weiterhin plant die Gesellschaft den Anteil der bit Lieferungen für Nicht-PC Applikationen, nach der saisonal starken Nachfrage nach Unterhaltungs- und Spieleelektronik im letzten Quartal, auf dem derzeitigen Niveau von etwa 55% zu halten.

Branchenexperten prognostizieren für den weltweiten Speichermarkt ein Wachstum von 50% bis 60% im Kalenderjahr 2007. Die Gesellschaft geht für das Geschäftsjahr 2007 von einem Wachstum der bit-Produktion in gleicher Größenordnung aus. Dieses Wachstum wird durch Kapazitäten in der 300mm-Fabrik in Richmond, USA, und dem Anlaufen des zweiten 300mm Moduls des Inotera Joint Ventures in Taiwan gestützt. Weiterhin wird die Produktivitätsverbesserung durch die fortschreitende Umstellung auf 90nm Produktion und den Übergang zur nächsten Generation von 80nm und 75 nm DRAM Technologie getrieben werden.

Die Preisentwicklung wird durch Angebots- und Nachfragerelationen bestimmt, die sich unserem Einfluss entziehen, so dass wir nicht in der Lage sind, zukünftige Verkaufspreise verlässlich zu schätzen. Wir werden unser Portfolio weiter auf Produkte mit höheren Margen konzentrieren.

In der Qimonda Gruppe planen wir im kommenden Geschäftsjahr zwischen 750 und 850 Millionen Euro zu investieren. In den Folgejahren sollen sich die Investitionsmittel im Bereich zwischen 15 und 25% der Umsatzerlöse bewegen.

Wir werden weiterhin kontinuierlich an der Reduktion der Fertigungskosten pro Bit arbeiten, indem wir zukunftsweisende Technologien einführen und einsetzen, um die Chipgrößen zu reduzieren, indem wir die 300mm Kapazitäten weiter erhöhen und indem wir andere Einsparungs- und Produktivitätspotentiale nutzen.

Für das Geschäftsjahr 2007 erwarten wir Abschreibungen auf Anlagen im Konzern in einer Höhe von 650 bis 750 Millionen Euro. In den folgenden Jahren wird sich die Abschreibung für Abnutzung im Rahmen der Ersatzinvestitionen bewegen.

Gruppenweit werden die F&E Ausgaben im kommenden Geschäftsjahr zwischen 430 und 460 Millionen Euro betragen. In den Jahren danach planen wir F&E Aufwand in der Größenordnung von durchschnittlich 10% der Umsatzerlöse.

Vertriebs- und Verwaltungskosten werden sich im Konzern im Geschäftsjahr 2007 zwischen 210 und 230 Millionen Euro bewegen und in Zukunft im Durchschnitt 5% der Umsatzerlöse betragen.

Der Mitarbeiterstand der Qimonda Gruppe wird sich entsprechend unserer Wachstumsbestrebungen moderat erhöhen.

Kapitalbedarf

Historisch bedingt haben wir unsere Finanzmittel von der Infineon Gruppe erhalten. Die begebenen Kreditengagements planen wir in Abhängigkeit der Marktgegebenheiten und unserer Finanzlage teilweise oder sogar vollständig zurück zu zahlen oder durch externe Finanzierungsquellen abzulösen.

Im Geschäftsjahr 2007 benötigen wir Kapital zur

Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit,
Rückzahlung fälliger Darlehen,
Zahlung unserer Eventualverpflichtungen, sofern sie eintreten, und
planmäßigen Durchführung von Investitionen.

Wir erfüllen diese Anforderungen durch

Cash-Flow aus dem laufenden Geschäft,
Verwendung der Erlöse aus dem Börsengang,
verfügbare Zahlungsmittel und veräußerbare Wertpapiere,
mögliche zukünftige Kapitalmarkttransaktionen sowie
verfügbare Kreditengagements.

Zum 30. September 2006 benötigen wir für das Geschäftsjahr 2007 Geldmittel in Höhe von 717.648 TEUR, bestehend aus 346.482 TEUR für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und 371.166 TEUR für vertragliche Verpflichtungen. Wir planen, maximal weitere 25.000 TEUR für Investitionen in Sachanlagen aufzuwenden, für die wir noch keine Verpflichtungen eingegangen sind. In der Summe beläuft sich der Kapitalbedarf für finanzielle Verpflichtungen und geplante Investitionsaufwendungen für das Geschäftsjahr 2007 am 30. September 2006 auf 742.648 TEUR. Unser Brutto-Zahlungsmittelbestand beläuft sich am 30. September 2006 auf 914.932 TEUR, wobei 26.036 TEUR für das Planvermögen des Qimonda Pension Trust e.V. reserviert sind. Zudem können wir 322.000 TEUR aus den verfügbaren Kreditengagements finanzieren.

Zum 30. September 2006 weisen wir einen Shareholder Loan von Infineon Technologies Holding B.V. in Höhe von 346.482 TEUR aus, welcher nicht weiter gezogen wird und den wir bis zum zweiten Jahrestag unseres Börsengangs zurückzahlen werden.

Herausforderungen in der Zukunft

Unser künftiger Erfolg wird vor allem von unserer Fähigkeit abhängen, weiterhin Spitzentechnologien zu entwickeln und unser Produktportfolio zu optimieren. Wir müssen beide Ziele erreichen, um der fluktuierenden Nachfrage nach verschiedenen Halbleiterprodukten zu begegnen. Wir sind der Überzeugung, dass die Fähigkeit, ein breites Portfolio anzubieten und flexibel zu fertigen, in zunehmendem Maße zu unserem langfristigen Erfolg auf vielen Märkten in der Halbleiterindustrie beitragen wird. Die Entwicklung und Erhaltung eines Technologievorsprungs, Entwicklungs- und Fertigungsallianzen, einschließlich der Auftragsfertigung durch Dritte, sowie beständige Bemühungen zur Portfolio-Diversifikation werden die Reaktion auf veränderte Marktbedingungen erleichtern und unsere finanzielle Ertragskraft stärken.

Wir sind weiterhin bestrebt, unser Produktangebot auszuweiten und unseren Produkt-Mix zu optimieren, um Preisdifferenzen ausgleichen zu können. Des Weiteren versuchen wir, uns verstärkt auf Produkte zu fokussieren, von denen wir erwarten, dass sie eine geringere Volatilität und höhere Margen aufweisen. Dazu zählen Produkte für Server, Unterhaltungselektronik, hoch auflösende grafische und mobile Anwendungen.

Wir werden weiterhin unsere Investitionen auf die Entwicklung von fortschrittlichen Fertigungstechnologien sowie von Produkten mit großem Wachstumspotenzial und Profitabilität fokussieren.

Erklärung des Vorstandes zu § 312 Abs.3 S.3 AktG

Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht des Vorstands über Beziehungen zu Verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt.

München, den 9. November 2006

Qimonda AG
Der Vorstand

Bilanz



Aktiva

In TEUR

Anhang

30.09.2005

30.06.2006

Anlagevermögen

(12)

Immaterielle Vermögens-
gegenstände

0

73.091

Sachanlagen

Anschaffungs- und Herstellungskosten

0

134.139

Kumulierte Abschreibungen

0

(94.348)

0

39.791

Finanzanlagen

(13)

0

2.955.327

0

3.068.209

Umlaufvermögen

Vorräte

(14)

0

171.646

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(15)

0

159.820

Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen

(15)

0

1.670.935

Übrige Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

(15)

0

103.118

Flüssige Mittel

(16)

48

914.932

48

3.020.451

Rechnungsabgrenzungsposten

(17)

0

9.145

Summe Aktiva

48

6.097.805

Passiva

In TEUR

Anhang

30.09.2005

30.06.2006

Eigenkapital

(18)

Gezeichnetes Kapital

50

684.000

Kapitalrücklage

0

4.037.346

Bilanzverlust

(3)

(54.356)

Rückstellungen

(19)

47

4.666.990

Pensionen

0

36.838

Steuerrückstellungen

0

35.384

Sonstige Rückstellungen

0

62.675

Verbindlichkeiten

(20)

0

134.897

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

0

267.902

Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen

0

869.428

Übrige Verbindlichkeiten

1

146.521

1

1.283.851

Rechnungsabgrenzungsposten

(21)

0

12.067

Summe Passiva

48

6.097.805

Negative Werte werden in Klammern dargestellt.

Gewinn- und Verlustrechnung



In TEUR

Anhang

2004/2005

2005/2006

% vom Umsatz

Umsatzerlöse

(1)

0

3.093.498

100,0

Umsatzkosten

(2)

0

(2.698.961)

(87,2)

Bruttoergebnis vom Umsatz

0

394.537

12,8

Forschungs- und Entwicklungskosten

(3)

0

(162.089)

(5,3)

Vertriebskosten

(4)

0

(9.183)

(0,3)

Allgemeine Verwaltungskosten

(5)

0

(59.568)

(1,9)

Sonstige betriebliche Erträge

(6)

0

1.590

0,1

Sonstige betriebliche Aufwendungen

(7)

0

(34.351)

(1,1)

Betriebsergebnis

0

129.936

4,2

Beteiligungsergebnis

(8)

0

(130.135)

(4,2)

Finanzergebnis

(9)

0

4.588

0,1

0

(125.547)

(4,1)

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

0

4.389

0,1

Steuern vom Einkommen und Ertrag

(10)

0

(58.742)

(1,9)

Jahresfehlbetrag
Verlustvortrag aus dem Vorjahr

(11)

(3)

(54.353)

(1,8)

Bilanzverlust

(3)

(54.356)

(1,8)

Negative Werte werden in Klammern dargestellt

Anhang



Rechtsgrundlagen

Entstehung der Gesellschaft

Im Mai 2004 wurde die Gesellschaft unter dem Namen "INVOT AG" als 100% Tochter der Infineon Technologies AG gegründet und im Handelsregister eingetragen. Im April 2006 wurde die INVOT AG in "Qimonda AG" umbenannt. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 brachte die Infineon Technologies AG ihre gesamten Aktivitäten im Geschäftsbereich Memory Products mit dem ausschließlich diesen Aktivitäten dienenden Vermögen als Sacheinlagen gegen Aktien im Wege der Einzelrechtsnachfolge zu Buchwerten in das Vermögen der Qimonda AG ein (Ausgliederungs- und Einbringungsvertrag vom 25. April 2006). Zusätzlich hat die Infineon Technologies Holding B.V., Rotterdam, Niederlande, ebenfalls mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 sämtliche Anteile an der Infineon Technologies Central B.V., Rotterdam, Niederlande, in dem das ausländische Geschäft des Geschäftsbereiches Memory Products gebündelt war, gegen Aktien im Wege der Einzelrechtsnachfolge zu Teilwerten in die Qimonda AG eingebracht (Einbringungs- und Nachgründungsvertrag vom 4. Mai 2006). Zum Bilanzstichtag halten die Infineon Technologies AG 36,85% und die Infineon Technologies Holding B.V. 49,03%. Der Rest der Anteile (14,12%) befindet sich nach dem Börsengang am 9. August 2006 in Streubesitz.

Bis zum 1. Mai 2006 war die Qimonda AG nicht operativ tätig. Das Geschäftsjahr der Qimonda AG beginnt zum 1. Oktober eines Jahres und endet zum 30. September des Folgejahres.

Rechnungslegungsvorschriften

Der Jahresabschluss der Qimonda AG für das Geschäftsjahr 2006 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden. Die Beträge sind in Tausend EURO (TEUR) unter Gegenüberstellung der Werte zum 30. September 2005 ausgewiesen. Negative Werte werden in Klammern dargestellt.

Einzelne Posten, die in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Die Vorjahresbeträge der INVOT AG, die der Infineon Technologies AG bis zum 30. April 2006 als Mantelgesellschaft diente, werden aufgrund der mangelnden Vergleichbarkeit mit der Qimonda AG im Anhang nicht gesondert erläutert.

Zugunsten einer übersichtlichen Darstellung wurde das Gliederungsschema nach § 266 HGB modifiziert. Bei den Übrigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sowie Sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt und zeigt aus Darstellungsgründen eine gegenüber § 275 HGB modifizierte Gliederung.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Aktivposten

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände aktivieren wir mit den Anschaffungskosten und schreiben diese planmäßig linear über maximal 5 Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer ab. Im Berichtszeitraum 2006 gegen Entgelt angeschaffte Immaterielle Vermögensgegenstände sind zeitanteilig abgeschrieben.

Sachanlagevermögen

Unser Sachanlagevermögen bewerten wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die wir - soweit es sich um abnutzbare Vermögensgegenstände handelt - grundsätzlich um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer mindern. Geringwertige Wirtschaftsgüter schreiben wir im Zugangsmonat voll und Spezial- sowie Normalwerkzeuge linear über ein Jahr ab.

Bei der Ermittlung der Nutzungsdauer lehnen wir uns an die Abschreibungsvorschriften des § 7 EStG in Verbindung mit den amtlichen Abschreibungstabellen für Anlagegüter an.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Technische Anlagen und Maschinen

8 bis 10 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung

1 bis 8 Jahre

Bei Anschaffung oder Herstellung während des Geschäftsjahres ermitteln wir eine zeitanteilige Abschreibung, beginnend mit dem Monat, in dem die Anschaffung oder Herstellung erfolgte. Im Falle einer voraussichtlichen dauerhaften Wertminderung des Sachanlagevermögens nehmen wir außerplanmäßige Abschreibungen vor. Geleistete Anzahlungen und angefallene Herstellungskosten auf noch nicht fertig gestellte Investitionen unterliegen keiner Abschreibung.

Finanzanlagen des Anlagevermögens

Beteiligungen und Anteile an Verbundenen Unternehmen und an assoziierten Unternehmen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens bewerten wir nach den Vorschriften des § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB. Die Aktivierung erfolgt zu Einbringungswerten zum 1. Mai 2006 (Buchwerten bzw. Teilwerten; siehe dazu "Entstehung der Gesellschaft") oder - bei dauernder Wertminderung - zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.

Vorräte

In den Vorräten sind Rohstoffe und Waren zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktwerten angesetzt. Unfertige und Fertige Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen worden.

Abwertungen auf Vorräte für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie dem im Vergleich zu den Herstellungskosten niedrigeren Verkaufspreis am Abschlussstichtag ergeben, wurden entsprechend vorgenommen worden.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder Tageswerten des Abschlussstichtages angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie nach Länderrisiken gebildet. Die Sätze für pauschale Wertberichtigungen auf Forderungen betragen im Geschäftsjahr bei Forderungen gegenüber Ausländern 2% und bei Forderungen gegenüber Inländern 1%. Auf Forderungen gegenüber Verbundenen
Unternehmen wurden keine pauschalen Wertberichtigungen vorgenommen.

Passivposten

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen "projected unit credit method" entspricht der für die US-amerikanische Rechnungslegung auch im Konzernabschluss der Qimonda AG angewandten Methode und führt zu einem höheren als dem nach § 6a EStG berechneten Wert. Die einmalige Ergebnisauswirkung beträgt 15.942 TEUR und wurde im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst. Die Bilanzierung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren erfasst die Verpflichtung am Bilanzstichtag nach der wahrscheinlichen Inanspruchnahme unter Berücksichtigung von zukünftigen Gehaltssteigerungen.

Der ermittelte Barwert der zum Bilanzstichtag erdienten Pensionsansprüche beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten, welches einen Rechnungszinssatzes von 4,75% p. a., eine Gehaltsdynamik von 2,5% p. a. und eine Rentendynamik von 1,75% p. a. ansetzt. Die Ermittlung der Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten erfolgte unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die betriebliche Fluktuation ist ebenfalls berücksichtigt.

Die Übertragung der Pensionsfondsanteile, die bisher von der Infineon Technologies AG verwaltet wurden, erfolgte im September 2006 als Bareinlage in den Qimonda Pension Trust e.V., der dieses Vermögen treuhänderisch für die Qimonda AG hält.

Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen und Eventualverpflichtungen für Anwärter. Diese Rückstellungen wurden entsprechend der IDW-Stellungnahme (IDW RS HFA 3 vom 18. November 1998) berechnet. Die voraussichtlich zu leistenden Beträge werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und werden mit ihrem Barwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.

In den Sonstigen Rückstellungen bildet die Gesellschaft für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorge.

Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse werden gelegt, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Forschungs- und Entwicklungskosten werden in voller Höhe nach Abzug der Fördermittel als Aufwand gebucht.

Währungsumrechnung

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet, langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten zum Einbuchungskurs oder dem jeweils niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag.

Währungsrisiken

Zur Sicherung des Unternehmens gegen Währungsrisiken werden nur Devisentermingeschäfte als derivative Finanzinstrumente eingesetzt innerhalb vorgegebener Risikolimite. Dabei werden für sich entsprechende Geschäfte Bewertungseinheiten gebildet.

Derivative Finanzinstrumente, die für geplante Umsätze des nächsten Geschäftsjahres und für sonstige schwebende Geschäfte abgeschlossen wurden, sind imparitätisch bewertet, d.h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt.

Sofern Bewertungseinheiten bestehen, werden Gewinne und Verluste aus Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente saldiert. In Höhe des Verlustüberhangs wird eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Ein sich insgesamt ergebender Bewertungsgewinn wird bei der Ergebnisermittlung grundsätzlich nicht berücksichtigt gemäß § 252 Abs.1 Nr. 4 HGB.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Qimonda AG führt ihr Geschäft innerhalb eines Segments.

Die Umsatzaufgliederung nach Abnehmergruppen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR

Vorjahr

Berichtsjahr

Umsätze mit zu konsolidierenden Qimonda Gesellschaften

0

2.728.803

Umsätze an Fremde und nicht zu kons. Gesellschaften

0

364.695

Summe

0

3.093.498

Die Umsatzaufgliederung nach Regionen zeigt die folgende Tabelle:

in TEUR

Vorjahr

Berichtsjahr

Deutschland

0

285.879

Übriges Europa

0

719.875

Asien/Pazifik

0

1.260.991

Amerika [NAFTA]

0

660.092

Japan

0

165.521

Übrige Regionen

0

1.140

Summe

0

3.093.498

Die Umsatzerlöse enthalten Lizenzerträge in Höhe von 1.498 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).

(2) Umsatzkosten

Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen. Im Wesentlichen sind dies Aufwendungen für Fertigungsmaterialien, bezogene Leistungen und Personalaufwendungen.

(3) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung umfassen vor allem Personalkosten, Materialkosten, Abschreibungen und Instandhaltung der Laboreinrichtung.

(4) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten umfassen Personalkosten für die Mitarbeiter des Vertriebs und des Marketings, Kosten für Kundenmuster, Aufwendungen im Zusammenhang mit Prototypen, Verkaufsförderungsmaßnahmen und Marketingaufwendungen.

(5) Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten umfassen im Wesentlichen die Personalkosten der Mitarbeiter in der Verwaltung, nicht produktionsbezogene Gemeinkosten, Beratungshonorare, Rechtsanwaltskosten und andere Honorare für externe Dienstleister sowie Personalbeschaffungs- und Ausbildungskosten.

Darüber hinaus sind in den Verwaltungskosten folgende Honorare für Abschlussprüfer der Gesellschaft enthalten:

Berichtsjahr
TEUR

Abschlussprüfung

500

Sonstige Bestätigungsleistungen

439

Summe

939

(6) Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.590 TEUR resultieren im Wesentlichen aus der im September 2006 erfolgten Übertragung der Pensionsfondsanteile. Der Betrag ergibt sich aus dem Wertzuwachs der übertragenen Anteile zwischen 1. Mai 2006 und dem Übertragungszeitpunkt.

(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 34.351 TEUR stehen im
Wesentlichen im Zusammenhang mit der einmaligen Lizenzzahlung an Tessera Inc. in Höhe von 30.649 TEUR und mit der außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäfts- und Firmenwertes der Qimonda Flash GmbH, Dresden, sowie der Lizenz von Saifun Semiconductors Ltd., Netanya, Israel, in Höhe von insgesamt 3.702 TEUR. Aufgrund des schwachen Marktumfeldes wurde die Entscheidung getroffen, die Produktion der Qimonda Flash GmbH, Dresden, einzustellen und die Entwicklung NROM basierender Technologien zu beenden.

(8) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis strukturiert sich im Geschäftsjahr 2006 wie folgt:

in TEUR

Vorjahr

Berichtsjahr

Aufwendungen aus Verlustübernahmen

0

(20.849)

davon Qimonda Flash GmbH, Dresden

0

(20.849)

Aufwendungen aus Forderungsverzicht

0

(67.000)

davon Qimonda Flash GmbH, Dresden

0

(67.000)

Abschreibungen auf Anteile an Verbundenen
Unternehmen

0

(99.243)

davon Qimonda Flash GmbH, Dresden

0

(99.243)

Erträge aus phasengleicher Gewinnvereinnahmung

0

27.698

davon Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG, Dresden

0

27.698

Erträge aus Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

0

29.259

davon Inotera Memories Inc., Taoyuan, Taiwan

0

29.259

Summe

0

(130.135)

(davon aus verbundenen Unternehmen)

0

(159.394)

Im September 2006 wurde mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2005 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Qimonda Flash GmbH, Dresden, abgeschlossen. Zuvor verzichtete die Qimonda AG auf Forderungen in Höhe von 157.000 TEUR, die sie teilweise ins Eigenkapital der Qimonda Flash einlegte (90.000 TEUR). Aufgrund des schwachen Marktumfeldes für Flash Speicherprodukte, der daraus folgenden Einstellung der Produktion sowie der Entwicklung NROM basierten Technologien wurde der Beteiligungsbuchwert um 99.243 TEUR abgeschrieben. Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme betreffen das gesamte Geschäftsjahr 2006.

Die Erträge aus phasengleicher Gewinnvereinnahmung bezieht die Qimonda AG von der Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG, Dresden.

Die Erträge aus Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stammen vollständig von Inotera Memories Inc. Taoyuan, Taiwan, aufgrund der Ausschüttung einer Dividende.

(9) Finanzergebnis

in TEUR

Vorjahr

Berichtsjahr

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

0

54.845

davon aus Verbundenen Unternehmen

0

21.142

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

0

(50.257)

davon aus Verbundenen Unternehmen

0

(13.265)

Summe

0

4.588

(10) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Ertragsteueraufwand beträgt insgesamt 58.742 TEUR für das Geschäftsjahr 2006.

Neben der laufenden Körperschaftsteuerbelastung einschließlich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer sind Quellensteuern in Höhe von 5.852 TEUR aus Dividendenzahlungen von Inotera Memories Inc. enthalten.

(11) Jahresfehlbetrag

Der Jahresfehlbetrag der Qimonda AG beläuft sich zum 30.09.2006 auf 54.353 TEUR. Der Verlustvortrag des Vorjahres in Höhe von 3 TEUR wurde auf das neue Geschäftsjahr vorgetragen, so dass die Qimonda AG einen Bilanzverlust von 54.356 TEUR (Vorjahr 3 TEUR) ausweist.

(12) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten

in TEUR *

Stand AHK
30.09.2005

Einbringung
01.05.2006

Zugänge

Umbu-
chungen

Abgänge

Stand AHK 30.09.2006

Immaterielle
Vermögensgegenstände

Patente, Lizenzen
und ähnliche Rechte

0

80.296

38.796

0

(33.470)

85.622

Geschäfts- oder
Firmenwert

0

7.108

0

0

(7.108)

0

0

87.404

38.796

0

(40.578)

85.622

Sachanlagen

Technische Anlagen
und Maschinen

0

12.143

288

0

(243)

12.188

Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung

0

119.213

909

0

(1.907)

118.215

Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau

0

3.940

1.111

0

(1.315)

3.736

0

135.296

2.308

0

(3.465)

134.139

Finanzanlagen

Anteile an
verbundenen Unternehmen

0

1.826.188

620.033

0

0

2.446.221

Beteiligungen

0

485.063

3.374

0

0

488.437

Wertpapiere des
Anlagevermögens

0

23.303

137.973

0

(21.521)

139.755

0

2.334.554

761.380

0

(21.521)

3.074.413

0

2.557.254

802.484

0

(65.564)

3.294.174

Abschreibungen/Zuschreibungen

in TEUR *

Stand AfA
30.09.2005

Kum. AfA
01.05.2006

AfA des Geschäfts-
jahres

Zuschrei-bungen

Abgänge

Stand AfA
30.09.2006

Immaterielle
Vermögensgegenstände

Patente, Lizenzen und
ähnliche Rechte

0

(15.531)

(5.459)

213

8.246

(12.531)

Geschäfts- oder
Firmenwert

0

(592)

(200)

0

792

0

0

(16.123)

(5.659)

213

9.038

(12.531)

Sachanlagen

Technische Anlagen und
Maschinen

0

(10.277)

(240)

0

66

(10.451)

Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung

0

(81.099)

(3.572)

0

1.478

(83.193)

Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau

0

(704)

0

0

0

(704)

0

(92.080)

(3.812)

0

1.544

(94.348)

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen
Unternehmen

0

(5.396)

(99.243)

0

0

(104.639)

Beteiligungen

0

(14.447)

0

0

0

(14.447)

Wertpapiere des
Anlagevermögens

0

0

0

0

0

0

(19.843)

(99.243)

0

0

(119.086)

0

(128.046)

(108.714)

213

10.582

(225.965)

Buchwerte

in TEUR*

30.09.2005

30.09.2006

Immaterielle
Vermögensgegenstände

Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte

0

73.091

Geschäfts- oder Firmenwert

0

0

0

73.091

Sachanlagen

Technische Anlagen und Maschinen

0

1.737

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

0

35.022

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

0

3.032

0

39.791

Finanzanlagen

Anteile an Verbundenen Unternehmen

0

2.341.582

Beteiligungen

0

473.990

Wertpapiere des Anlagevermögens

0

139.755

0

2.955.327

0

3.068.209

* Differenzen auf Grund von Rundungen möglich

(12) Anlagevermögen

Gliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen sind auf vorhergehender Seite dargestellt.

Die Buchwerte werden dargestellt als Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der Absetzung für Abnutzung. Im Anlagespiegel werden die im Rahmen der Einbringung von der Infineon AG übertragenen Anlagegegenstände zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten und den fortgeführten kumulierten Abschreibungen dargestellt.

Der Wert der außerplanmäßigen Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 S. 3 HGB beläuft sich auf 102.945 TEUR und setzt sich zusammen aus der außerplanmäßigen Abschreibung der Beteiligung, der Lizenz von Saifun Semiconductors Ltd., Netanya, Israel, sowie des Geschäfts- und Firmenwertes der Qimonda Flash GmbH, Dresden.

(13) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen belaufen sich im Berichtszeitraum auf 2.955.327 TEUR.

Die Zugänge resultieren im Wesentlichen aus:

der Einbringung durch den Infineon Technologies Konzern

Qimonda Holding B.V., Rotterdam, Niederlande

1.388.635 TEUR

Inotera Memories Inc., Taoyuan, Taiwan

441.610 TEUR

Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG, Dresden

388.157 TEUR

Qimonda Flash GmbH, Dresden

31.482 TEUR

Ramtron International Corporation, Colorado Springs, USA

10.234 TEUR

Infineon Technologies Flash Ltd., Netanya, Israel

12.325 TEUR

Hwa-Keng Investment Inc., Taipei, Taiwan

10.056 TEUR

Maskhouse Building Administration Verwaltungs GmbH & Co. KG,Dresden

5.008 TEUR

Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH, Dresden

3.008 TEUR

SKAG Fonds, München

1.782 TEUR

Celis Semiconductor Corp., Colorado Springs, USA

700 TEUR

Kapitalerhöhungen bei

Qimonda Holding B.V., Rotterdam, Niederlande, um 530.000 TEUR

Erwerb zusätzlicher Anteile an

Inotera Memories Inc., Taoyuan, Taiwan, in Höhe von 3.373 TEUR

der Erhöhung der Beteiligung von

Qimonda Flash GmbH, Dresden, um 90.000 TEUR

Die Beteiligung an der Qimonda Flash GmbH, Dresden, wurde am Jahresende aufgrund der schwachen Marktentwicklung bei Flash Speicherbausteinen und der Entscheidung, die Produktion mit Flash einzustellen und die Entwicklung NROM basierter Technologien zu beenden, um 99.243 TEUR wertberichtigt.

Die Position Finanzanlagen enthält Hedge Fond Zertifikate in Höhe von 137.972 TEUR und zudem Anteile an SKAG-Fonds (Siemens Kapitalanlagegesellschaft mbH) im Zusammenhang mit einer arbeitnehmerfinanzierten Altersversorgung (Deferred Compensation Programm) in Höhe von 1.782 TEUR, für die eine Verfügungsbeschränkung besteht. In den Hedge Fond Zertifikaten werden Anteile in Höhe von 15.000 TEUR über dem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt nicht, weil die Wertminderung nicht als dauerhaft angesehen wird.

Umlaufvermögen

(14) Vorräte

in TEUR

Vorjahr

Berichtsjahr

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

0

9.079

Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen

0

74.642

Fertige Erzeugnisse und Waren

0

87.925

Summe

0

171.646

(15) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Struktur der Forderungen nach vertraglicher Laufzeit zeigt nachfolgende Übersicht:

in TEUR

Vorjahr

Berichtsjahr

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

0

159.8200

davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr

Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen

0

1.670.935

davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr

0

Übrige Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

0

103.118

davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr

0

206

Summe

1.933.873

davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr

0

206

Die Forderungen gegen Verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 659.006 TEUR sowie Sonstige Forderungen in
Höhe von 1.011.929 TEUR.

(16) Flüssige Mittel

Am 13. September 2006 gründete die Gesellschaft den Qimonda Pension Trust e.V. zur Finanzierung künftiger Pensionszahlungen für Mitarbeiter in Deutschland. Am 29. September 2006 erfolgte an den Qimonda Pension Trust e.V. sowie an den Qimonda Altersteilzeit Trust e.V. die Übertragung der Pensionsfondanteile in Höhe von 26.036 TEUR in Form einer Bareinlage. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Pensionsfondsanteile von der Infineon Technologies AG verwaltet und werden nun vom Qimonda Pension Trust e.V. treuhänderisch gehalten. Diese Barmittel sind aus diesem Grund für die Qimonda AG nicht verfügbar.

(17) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Abgegrenzt sind Auszahlungen in Höhe von 9.145 TEUR, die nach dem Bilanzstichtag zu Aufwand werden. Darin enthalten sind zukünftige Aufwendungen für die Nutzung von Lizenzen und für die Instandhaltung der IT - Infrastruktur und eine Abgrenzung der bereits gezahlten Urlaubsvergütung für Mitarbeiter für das verbleibende Kalenderjahr.

(18) Eigenkapital

in TEUR

Vorjahr

Berichtsjahr

Gezeichnetes Kapital

50

684.000

Kapitalrücklage

0

4.037.346

davon aus Agiobeträgen

0

344.533

davon aus anderen Zuzahlungen

0

3.692.812

Bilanzverlust

(3)

(54.356)

Summe

47

4.666.990

Der Bilanzverlust des Vorjahres in Höhe von 3 TEUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen und ergibt zusammen mit dem Jahresfehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von 54.353 TEUR einen Bilanzverlust von 54.356 TEUR.

Grundkapital

Anzahl Aktien

TEUR

Gezeichnetes Kapital 30.9.2005

50.000

50

Gezeichnetes Kapital 30.9.2006

342.000.000

684.000

Das Grundkapital der Qimonda AG beträgt am 30. September 2006 684.000 TEUR und setzt sich aus auf den Namen lautender Stückaktien zum Nennbetrag von 2 EUR zusammen.

Am 9. August 2006 fand eine Aktienausgabe (IPO) an der New York Stock Exchange (NYSE) in Höhe von 42 Mio. Stückaktien zum Nennwert von 2 EUR statt.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist mit Beschlussfassung vom 14. Juli 2006 über die Schaffung eines bedingten Kapitals I/2006 um bis zu 12.000 TEUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung soll durch die Ausgabe von 6 Mio. auf den Namen lautender, nennwertloser Stammaktien mit Gewinnberechtigung nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Bezugsrechten, die im Rahmen des "Qimonda AG Aktienoptionsplans 2006" aufgrund der am 14. Juli 2006 erteilten Ermächtigung ausgegeben wurden, von Ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen und die Gesellschaft keine eigenen Aktien

oder einen Barausgleich gewährt. Die Aktionäre haben den Aufsichtsrat ermächtigt, den Mitgliedern des Vorstandes Aktienoptionen zu gewähren und darüber hinaus die Mitglieder des Vorstandes berechtigt, einigen Führungskräften innerhalb des Konzerns Aktienoptionen zu gewähren.

Das Grundkapital ist um bis zu 240.100 TEUR durch Ausgabe von bis zu 120 Mio. neuen, auf den Namen lautender nennwertloser Stammaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 14. Juli 2006 bis zum 13. Juli 2011 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden können. Sie wird nur insoweit durchgeführt, wie von Options- oder Wandlungsrechten aus den Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus den Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (Bedingtes Kapital II/2006).

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 13. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu 30.000 TEUR durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender, nennwertloser Stammaktien gegen Bareinlagen zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I/2006). Dabei ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Über den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 26. Juli 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu 239.400 TEUR durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender, nennwertloser Stammaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2006). Bei Barkapitalerhöhungen ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht auszuschließen. Über den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates.

Das Grundkapital wurde von den Aktionären vollständig eingezahlt. Die bis zum 30. September 2006 ausgegebenen Aktien sind für das Geschäftsjahr 2005/2006 voll gewinnberechtigt.

Kapitalrücklage

Die Gesellschaft strukturiert die Kapitalrücklage nach der Art ihrer Entstehung:

Als Kapitalrücklage sind Agiobeträge, die bei der Ausgabe von Anteilen über den Nennbetrag hinaus erzielt wurden und andere Zuzahlungen der Gesellschafter auszuweisen.

Gegenüber dem Vorjahresbestand hat sich die Kapitalrücklage um 4.037.346 TEUR erhöht.

Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus der mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 erfolgten Einbringung des ehemaligen Speicherbereichs der Infineon Technologies AG in die Qimonda AG sowie weiteren Barkapitalerhöhungen. Der in den Kapitalrücklagen erfasste Teil der Sacheinlagen aus der Einbringung betreffen in Höhe von 1.171.937 TEUR Sacheinlagen zum Buchwert der Infineon Technologies AG sowie in Höhe von 1.053.263 TEUR Sacheinlagen zum Teilwert von der Qimonda Holding B.V., Rotterdam, Niederlande. Die weiteren Kapitalerhöhungen stammen in Höhe von 1.465.334 TEUR aus Bareinlagen, davon 92.000 TEUR von der Infineon Technologies AG und in Höhe von 1.373.334 TEUR von der Infineon Technologies Holding B.V., Rotterdam, Niederlande.

Darüber hinaus erhöhte sich die Kapitalrücklage durch den am 9. August 2006 erfolgten Börsengang zum Stückpreis von 13 USD um 344.533 TEUR.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß Satzung um bis zu 252.100 TEUR bedingt erhöht.

(19) Rückstellungen

Die Rückstellungen in Höhe von 134.897 TEUR enthalten 36.838 TEUR (Vorjahr:
0 TEUR) an Pensionsverpflichtungen, 35.384 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) Steuerrückstellungen und 62.675 TEUR Sonstige Rückstellungen (Vorjahr: 0 TEUR).

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 35.384 TEUR bestehen aus voraussichtlichen Körperschaftssteuerzahlungen einschließlich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer für 2006.

Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 62.675 TEUR gliedern sich im Wesentlichen in Rückstellungen für Löhne und Gehälter von 30.201 TEUR, in Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten von 22.761 TEUR, in Rückstellungen für unterlassenen Aufwand von 5.184 TEUR, in Rückstellungen zur Altersversorgung von 2.620 TEUR sowie in Rückstellungen für Gewährleistungen von 1.314 TEUR auf.

Die Rückstellung zur Altersversorgung enthält Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen in der verblockten Variante, die an Mitarbeiter in der Freistellungsphase gezahlt werden zuzüglich der Aufstockungsleistungen. Diese Rückstellung ist entsprechend der IDW-Stellungnahme vom 18.11.1998 berechnet. Die Erfüllungsrückstände und die Aufstockungszahlungen sind mit dem Barwert unter Ansatz eines Zinssatzes von 5,5% bewertet. Als Berechnungsgrundlage dienten die "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus
Heubeck.

Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten betreffen zukünftige Schadensersatzzahlungen im Wege des EU-Kartellrechtsverfahrens und zu erwartende Prozesskosten in Höhe von rund 15 Mio. Euro.

(20) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR

Vorjahr

Berichtsjahr

Lieferungen und Leistungen

267.902

davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr

0

259.909

davon Restlaufzeit von 1 Jahr bis 5 Jahre

0

7.993

davon Restlaufzeit über 5 Jahre

0

0

Verbundene Unternehmen

0

869.428

davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr

0

803.253

davon Restlaufzeit 1 Jahr bis 5 Jahre

0

66.175

davon Restlaufzeit über 5 Jahre

0

0

Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

0

75.285

davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr

0

75.285

davon Restlaufzeit von 1 Jahr bis 5 Jahre

0

0

davon Restlaufzeit über 5 Jahre

0

0

Sonstige Verbindlichkeiten

0

71.236

davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr

0

19.322

davon Restlaufzeit von 1 Jahr bis 5 Jahre

0

49.640

davon Restlaufzeit über 5 Jahre

0

0

davon aus Steuern

0

2.273

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

0

1

Summe

0

1.283.851

davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr

0

1.160.043

davon Restlaufzeit von 1 Jahr

0

123.808

davon Restlaufzeit über 5 Jahre

0

0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 403.420 TEUR und Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 466.008 TEUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen enthalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 75.285 TEUR.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus zukünftigen Lizenzzahlungen in Höhe von 49.266 TEUR sowie 3.061 TEUR an Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten. Die Steuerverbindlichkeit besteht aus der noch abzuführenden Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 2.273 TEUR.

(21) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Abgegrenzt wurden im Wesentlichen Einzahlungen aus Lizenzverträgen, die vereinbarte Leistungen der Qimonda AG in zukünftigen Geschäftsjahren betreffen.

Sonstige Angaben

Material- und Personalaufwand

In den Umsatzkosten der Gewinn- und Verlustrechnung sind Materialaufwand und Personalaufwand wie folgt enthalten:

in TEUR

Vorjahr

Berichtsjahr

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren

0

2.551.763

Aufwendungen für bezogene Leistungen

0

238.808

Summe Materialaufwand

0

2.790.571

in TEUR

Vorjahr

Berichtsjahr

Löhne und Gehälter

0

54.305

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung

0

7.686

Aufwendungen für Altersversorgung

0

16.363

Summe Personalaufwand

0

78.354

Beschäftigte

Die durchschnittliche Anzahl und die Struktur der Mitarbeiter der Qimonda AG erläutern die folgenden Übersichten:

Anzahl Vorjahr

Anzahl Berichtsjahr

Campeon, Neubiberg

0

874

München-Perlach

0

524

Erlangen

0

11

andere Inland

0

5

Summe

0

1.414

Anzahl Vorjahr

Anzahl Berichtsjahr

Leitende Angestellte

0

80

Außertariflich Angestellte

0

578

Tarifangestellte

0

751

Summe Angestellte

0

1.409

Gewerbliche Mitarbeiter

0

5

Summe

0

1.414

Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen 51 TEUR im Geschäftsjahr 2006.

Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jedes volle Geschäftsjahr jeweils 5.000 Wertsteigerungsrechte. Die Wertsteigerungsrechte können entsprechend der
Regelungen des jeweils gültigen Stock Option Plans ausgeübt werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Wertsteigerungsrechte zugewiesen.

Der Vorstand erhält für das Geschäftsjahr 2006 feste Gehaltsbestandteile in Höhe von 1.031 TEUR und variable Gehaltsbestandteile in Höhe von 1.100 TEUR. Für variable Bezüge des Vorstands, die von der Rendite für eingesetztes Kapital abhängen, wurden im Geschäftsjahr 2006 zusätzlich Rückstellungen in Höhe von 456 TEUR gebildet. Die Rendite für eingesetztes Kapital errechnet sich als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und dem Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie sonstigen Erträgen und Aufwendungen im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.

Aktienoptionen haben die Mitglieder des Vorstands im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erhalten.

Die Bezüge der Vorstände gehen aus folgender Aufstellung hervor.

 Werte in EUR

Feste Gehaltsbestandteile

Variable Gehaltsbestandteile

Loh Kin Wah

481.250

500.000

Thomas Seifert

275.000

300.000

Dr. Michael Majerus

275.000

300.000

Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in der Höhe von 56.160 TEUR, insbesondere aus Zahlungsgarantien, Mietbürgschaften und Kreditbürgschaften zugunsten Verbundener Unternehmen.

Die Zahlungsgarantien in Höhe von 53.645 TEUR bestehen gegenüber Kreditinstituten in Form einer Rückhaftungserklärung im Zusammenhang mit gewährten Zuschüssen für die Fertigungsstätte Dresden.

Mietbürgschaften hat die Qimonda AG übernommen für gemietete Büroräume in Höhe von 2.320 TEUR.

Für die Qimonda Richmond ist die Qimonda AG eine Umweltschutzgarantie in Höhe von 195 TEUR eingegangen.

Am Bilanzstichtag bestehen nicht bilanzierte Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen für Immobilien-Objekte. Nach den vertraglichen Bedingungen sind der Gesellschaft die Leasing-Objekte nicht als wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen. Die Verpflichtungen aus den geschlossenen Leasing- und Mietverträgen belaufen sich innerhalb des nächsten Jahres auf 14.997 TEUR, für den Zeitraum zwischen 2 und 5 Jahren auf insgesamt 30.381 TEUR. Für den Zeitraum größer 5 Jahren bestehen keine Leasing- und Mietverpflichtungen aus Immobilien-Objekten.

Am Bilanzstichtag bestehen zusätzlich nicht bilanzierte Verpflichtungen aus langfristigen Einkaufskontrakten. Diese belaufen sich innerhalb des nächsten Jahrs auf 327.239 TEUR und für den Zeitraum zwischen 2 und 5 Jahren auf insgesamt 8.432 TEUR

Die Qimonda AG hat im Zuge der Ausgliederung von der Infineon Technologies AG Produktions- und Kapazitätsreservierungsvereinbarungen übernommen. Zum einen handelt es sich dabei um eine Vereinbarung mit der Semiconductor Manufacturing International Corporation, Shanghai, China, die Fertigprodukte liefert und zusätzlich Produktionskapazitäten zur Verfügung stellt. Zum zweiten übernahmen wir eine Produktbeschaffungsvereinbarung zur Lieferung von Fertigprodukten und eine Kapazitätsreservierungsvereinbarung mit Winbond Electronics Corporation in Taiwan.

Das Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KG, Dresden, liefert gemäß einer Produktabnahmevereinbarung vorgefertigte Masken für die Produktion.

Diese verlängerbaren Vereinbarungen besitzen grundsätzlich eine Vertragslaufzeit von ein oder mehreren Jahren und beinhalten jeweils Mindestabnahmemengen und Preiszusagen.

Schließlich bestehen Verpflichtungen aus Transferpreisvereinbarungen mit Verbundenen Unternehmen, die im Wesentlichen eine Laufzeit von 3 Monaten haben.

Der in den Transferpreisvereinbarungen genannte Preis zwischen den Fertigungsstätten der Qimonda AG und der Qimonda AG selbst, wird als "Verrechnungspreis Werk" bezeichnet. Das Wertniveau der "Verrechnungspreise Werk" ist Kosten zuzüglich Rohgewinnspanne und ermittelt sich über die vollen Herstellungskosten des Standortes auf Basis einer Normalauslastung zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlages. Die Normalauslastung variiert je Fertigungsstandort.

Der in den Transferpreisvereinbarungen genannte Preis zwischen den Vertriebsstandorten der Qimonda AG und Qimonda AG selbst, wird als "Verrechnungspreis Vertrieb" bezeichnet. Das Wertniveau der "Verrechnungspreise Vertrieb" ist Verkaufspreis abzüglich Vertriebsspanne und ergibt sich aus dem Kundenverkaufspreis abzüglich einer marktüblichen Rohgewinnspanne. Der Abschlag deckt die Kosten des Vertriebsstandortes zuzüglich eines angemessenen Gewinns.

Entspricht das operative Ergebnis eines verbundenen Unternehmens nicht dem vorab vereinbarten, so erfolgt eine entsprechende Ergebnisverrechnung.

Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft schließt kurz- und langfristige Devisentermingeschäfte ab. Ziel dieser Transaktionen ist die Verringerung der Marktrisiken aus Veränderungen von Währungsrelationen für die in Fremdwährung lautenden Zahlungsströme. Derivative Finanzinstrumente werden bei der Gesellschaft nicht zu Handels- oder spekulativen Zwecken eingesetzt.

Die Nominal- und Marktwerte der von der Gesellschaft zum 30. September 2006 gehaltenen Derivate sind im Folgenden dargestellt:

in TEUR

Nominal Betrag

Restlaufzeiten

Devisenbezogene Instrumente

bis 1 Jahr

1-5 Jahre

>5 Jahre

Summe

Devisentermingeschäfte:
Kauf Fremdwährung, Verkauf EUR

47.644

0

0

47.644

Devisentermingeschäfte:
Verkauf Fremdwährung, Kauf EUR

304.174

0

0

304.174

Devisentermingeschäfte:
Kauf JPY, Verkauf USD

342

0

0

342

Devisentermingeschäfte:
Verkauf JPY, Kauf USD

22.163

0

0

22.163

Gesamtsumme

374.323

0

0

374.323

in TEUR

Marktwert zum 30.09.2006

Restlaufzeiten

Devisenbezogene Instrumente

bis 1 Jahr

1-5 Jahre

>5 Jahre

Summe

Devisentermingeschäfte:
Kauf Fremdwährung, Verkauf EUR

54

0

0

54

Devisentermingeschäfte:
Verkauf Fremdwährung, Kauf EUR

-2.274

0

0

-2.274

Devisentermingeschäfte:
Kauf JPY, Verkauf USD

-7

0

0

-7

Devisentermingeschäfte:
Verkauf JPY, Kauf USD

521

0

0

521

Gesamtsumme

-1.706

0

0

-1.706

Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten sind in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Verluste, die dem operativen Geschäft zuordenbar sind, werden überwiegend in den Umsatzkosten und solche, die im Zusammenhang mit Finanztransaktionen entstanden, in den Sonstigen Erträgen oder Aufwendungen gezeigt.

Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden auf der Basis anerkannter finanzmathematischer Bewertungsmethoden unter Verwendung quotierter Marktdaten ermittelt.

Sofern Bewertungseinheiten bestehen, werden Gewinne und Verluste aus Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente saldiert. In Höhe des Verlustüberhangs wird eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Ein sich insgesamt ergebender Bewertungsgewinn wird bei der Ergebnisermittlung grundsätzlich nicht berücksichtigt gemäß § 252 Abs.1 Nr. 4 HGB.

Die Derivate werden mit einem Buchwert in der Bilanzposition Sonstige Rückstellungen unter den Drohverlustrückstellungen in Höhe von 2.938 TEUR angegeben.

Wesentliche Verbundene / Assoziierte
Unternehmen

 

 

 

Stand 30. September 2006

Eigen-
kapital
in TEUR

Ergebnis nach
Steuern
in TEUR

Kapital-
anteil
In %

I. Verbundene Unternehmen

 

 

 

1. Verbundene Unternehmen / Inland
(Affiliated companies / Germany)

 

 

 

Qimonda Dresden GmbH & Co.
OHG, Dresden

630.200

27.800

100

Qimonda Flash GmbH, Dresden 3)

168

0

100

2. Verbundene Unternehmen / Ausland
(Affiliated companies / International)

 

 

 

Europa

 

 

 

Qimonda -Fabrico de Semicondutores
Portugal S.A., Villa do Conde, Portugal * 1)

194.700

25.500

100

Qimonda Holding B.V.,
Rotterdam, Niederlande 1)

1.500.000

4.200

100

Qimonda Investment B.V.,
Rotterdam, Niederlande * 1)

0

0

100

Qimonda Italy s.r.l. Padua, Italy *

320

60

100

Qimonda Sales U.K. Co. Ltd.,
Bellshire, Scotland * 1)

840

441

100

4. USA *

 

 

 

Qimonda North America Corp.,
Wilmington, Delaware, USA

655.600

(4.000)

100

Qimonda Richmond, LP,
Wilmington, Delaware, USA

790.400

20.800

100

5. Asien *

 

 

 

Qimonda Asia Pacific Pte. Ltd.,
Singapore 1)

15.242

5.308

100

Qimonda International Trade (Shanghai)
Co. Ltd., Shanghai, China 1) 2)

4.247

2.074

100

Qimonda IT (Suzhou) Co. Ltd.,
Suzhou, China 1) 2)

460

455

100

Qimonda (Melaka) Sdn. Bhd Malacca,
Malaysia 1)

18.529

506

100

Qimonda (Module) (Suzhou) Co. Ltd.,
Suzhou, China 1) 2)

4.777

2.813

100

Qimonda Taiwan Co. Ltd.,
Taipei, Taiwan 1)

1.647

323

100

Qimonda Technologies (Suzhou) Co.,
Ltd., Suzhou, China 1) 2)

160.835

35.410

73

II. Assoziierte Unternehmen

 

 

 

2. Sonstige Beteiligungen / Ausland
(Associated and related companies / International)

 

 

 

Inotera Memories Inc., Taoyuan,
Taiwan 2)

1.127.313

147.183

36

* Über Qimonda Holding B.V. gehalten

1) vorläufige Zahlen auf Basis lokaler Rechnungslegungsvorschriften

2) per 31.12.2005

3) Ergebnisabführungsvertrag mit Qimonda AG

Die Werte entsprechen den nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen.

Die Umrechnung der Auslandswerte erfolgte für das Eigenkapital mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag, für das Ergebnis mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahrs.

Kapitalflussrechnung

Durch die Einbringung der nicht liquiditätswirksamen Sacheinlagen von der Infineon AG sowie der Infineon Technologies Holding B.V. mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 wurde bei der folgenden Kapitalflussrechnung auf die Entwicklung vom 1. Mai bis zum 30. September 2006 abgestellt.

in TEUR

1.5.-30.9.2006

Jahresfehlbetrag

(54.353)

Abschreibungen auf Anlagevermögen

108.501

Erhöhung der Rückstellungen

60.831

Ergebnis aus Anlageabgängen

54.559

Verminderung der Vorräte

31.493

Erhöhung der Forderungen/ Wertpapiere/ Rechnungsabgrenzungsposten

(344.808)

Erhöhung der Verbindlichkeiten /Rechnungsabgrenzungsposten

191.368

Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit

47.591

Sachanlageinvestitionen (einschl. immat. Vermögensgegenstände)

(41.104)

Finanzanlageinvestitionen

Qimonda Holding B.V., Rotterdam

(530.000)

Erwerb Hedge Fond Zertifikate

(137.972)

Qimonda Flash GmbH, Dresden

(90.000)

Inotera Memories Inc., Taoyuan, Taiwan

(3.373)

Sonstige

(35)

Erlöse aus Anlagenabgängen

422

Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit

(802.062)

Erhöhung Grundkapital

84.000

- Erhöhung der Kapitalrücklage aus dem Börsengang

344.584

- Erhöhung der Kapitalrücklagen durch Einlagen der
Infineon Technologies AG

92.000

- Erhöhung der Kapitalrücklagen durch Einlagen der
Infineon Technologies Holding B.V.

1.373.334

Konzernfinanzierung

(224.567)

Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit

1.669.351

Veränderung der Liquidität

914.880

Liquidität am Anfang des Geschäftsjahres

52

Liquidität am Ende des Geschäftsjahres

914.932

Konzernabschluss

Die Qimonda AG stellt einen Konzernabschluss nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften der US-GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) auf. Nach deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ist die Qimonda AG nach § 291 Abs. 1 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes befreit.

Das Mutterunternehmen der Qimonda AG, die Infineon Technologies AG mit Sitz in München, wird den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstellen. Dieser hat befreiende Wirkung nach § 291 Abs. 1 und Abs. 3 HGB und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Die Qimonda AG war unbeschränkt haftender Gesellschafter bei der Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG, Dresden.

Erläuterungen der im befreienden Konzernabschluss vom deutschen

Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und

Konsolidierungsmethoden (gemäß § 291 Abs. 2 Nr. 3.c HGB)

Vorbemerkung

Die Infineon Technologies AG muss als deutsches Mutterunternehmen grundsätzlich

einen Konzernabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Han-

delsgesetzbuches (HGB) aufstellen. § 292a HGB i.V.m. Art. 58 Abs.5 S.2 EGHGB befreit jedoch von dieser Pflicht, wenn der Konzernabschluss nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt und offen gelegt wird. Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss nach US-GAAP auf. Der Konzernabschluss wird beim Handelsregister München unter der Nummer HRB 126492 hinterlegt oder kann in den Geschäftsräumen der Gesellschaft eingesehen werden.

Im Folgenden werden wesentliche von den deutschen Rechnungslegungsvorschriften abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden erläutert. Weiterhin sind Gesellschaften mit einer Börsennotierung in den USA verpflichtet, den Bilanzierungs- und Berichterstattungsanforderungen der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) zu entsprechen.

Grundsätzliche Unterschiede

Die Rechnungslegung nach US-GAAP unterscheidet sich von der nach dem deutschen Recht HGB hinsichtlich ihrer Zielsetzung. Während US-GAAP den Schwerpunkt auf die Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen für die Investoren legt, ist die HGB Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Gläubigerschutzes und Vorsichtsprinzips geprägt.

Gliederungsvorschriften

Die Bilanzgliederung nach US-GAAP orientiert sich an der geplanten Liquidation der Vermögensgegenstände und der Fristigkeit der Schulden im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Bilanzgliederung für deutsche handelsrechtliche Zwecke ist für Kapitalgesellschaften grundsätzlich in § 266 HGB definiert. Die Gliederung orientiert sich hier an der geplanten Verweildauer von Vermögensgegenständen bzw. Finanzierungsquellen wie Schulden und Eigenkapital im Unternehmen.

Umsatzrealisierung

Die Umsatzrealisierung erfolgt laut HGB und US-GAAP grundsätzlich nach gleichen Grundsätzen, sofern die Leistung erbracht und die Einzahlung erfolgt ist. Unterschiede können bezüglich des Zeitpunktes der Vereinnahmung auftreten, wenn die leistende Gesellschaft weitere finanzielle, operative oder leistungsbezogene Verpflichtungen gegenüber der leistungsempfangenden Gesellschaft übernommen hat oder die vereinbarten Beträge nicht hinreichend objektivierbar sind.

Marktgängige Wertpapiere

Marktgängige Wertpapiere, die Anteils- oder Gläubigerrechte verbriefen, sind nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert am Bilanzstichtag zu bewerten.

Die von der Gesellschaft gehaltenen Wertpapiere sind nach US-GAAP als Available-for-Sale-Securities zu klassifizieren und zum Marktwert am Bilanzstichtag zu bewerten. Die Wertsteigerungen oder Wertminderungen dieser Wertpapiere werden, nach Berücksichtigung latenter Steuern, ergebnisneutral im Eigenkapital unter "Änderungen im Eigenkapital, die nicht aus Transaktionen mit Aktionären resultieren" erfasst.

Vorräte

Die Vorräte sind nach HGB ebenso wie nach US-GAAP mit den Herstellungskosten zu bewerten. Die Herstellungskosten nach US-GAAP werden als produktionsbezogene Vollkosten definiert, bei denen neben den Material- und Lohneinzelkosten sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung, die Material- und Fertigungsgemeinkosten einzubeziehen sind. Zudem sind Verwaltungskosten zu berücksichtigen, sofern sie in eindeutigem Zusammenhang mit der Erzeugung der zu bewertenden Produkte stehen. Nach HGB brauchen von den oben genannten Kosten Teile der indirekten Kosten wie z.B. Verwaltungskosten nicht in die Herstellungskosten der Vorräte einbezogen werden.

Geschäfts- und Firmenwert

Unter US-GAAP ist gemäß SFAS Nr. 141, Kapitalkonsolidierung, in Verbindung mit SFAS Nr. 142, Geschäfts- und Firmenwerte und andere immaterielle Vermögensgegenstände, der Geschäfts- und Firmenwert bei Kapitalkonsolidierungen unter Anwendung der Erwerbsmethode nach dem 30. Juni 2001 nicht mehr länger abzuschreiben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit zu überprüfen.

Unter HGB ist der Geschäfts- und Firmenwert in jedem folgenden Geschäftsjahr mindestens zu einem Viertel abzuschreiben oder kann über den Zeitraum der zu erwartenden Lebensdauer abgeschrieben werden.

Nicht abgeschlossene Entwicklungen geistiger Eigentumsrechte bei Beteiligungserwerben

Aufwendungen, die bei erworbenen Unternehmen für nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte entstanden sind, werden nach HGB nicht separat ermittelt, sondern als Bestandteil des Geschäfts- und Firmenwerts ausgewiesen. Nach US-GAAP werden diese Kosten zum Anschaffungszeitpunkt gesondert ermittelt und als Aufwand erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Nach HGB werden derivative Finanzinstrumente als schwebende Geschäfte grundsätzlich nicht bilanziert. Dies bedeutet, dass Wertsteigerungen nicht zu berücksichtigen sind. Für Wertminderungen, die nicht realisierte Verluste darstellen, sind Rückstellungen zu bilden. Nach US-GAAP sind derivative Finanzinstrumente in der Bilanz mit ihrem Marktwert anzusetzen. Die Marktwertänderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung oder unter "Änderungen im Eigenkapital, die nicht aus Transaktionen mit Aktionären resultieren" erfasst. Dies ist einerseits abhängig davon, ob die derivativen Finanzinstrumente Bestandteil eines Sicherungsgeschäfts sind und andererseits von der Art des
Sicherungsgeschäfts.

Latente Steuern

Der wesentliche Unterschied in der Bilanzierung latenter Steuern zwischen HGB und US-GAAP ist, dass bislang nach den Vorschriften des HGB keine latenten Steuern auf Verluste aktiviert werden. Nach US-GAAP sind latente Steuern auf Verluste (inklusive Verlustvorträgen) zu berücksichtigen. Auf aktive latente Steuern, deren Realisierung eher unwahrscheinlich ist, sind Wertberichtigungen vorzunehmen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Nach US-GAAP sind Pensionsrückstellungen unter Berücksichtigung der für die Zukunft zu erwartenden Entgeltentwicklungen nach dem Anwartschaftsbarwert-Verfahren zu bewerten. Diese Methode ist auch nach dem HGB zulässig und wird seit diesem Geschäftsjahr ebenfalls angewandt.

Weiterhin kommen ggf. unterschiedliche Zinssätze für die Barwertberechnung der Rückstellung zum Ansatz. Aufgrund der Übertragung der treuhänderischen Verwaltung von Pensionsfondsanteilen an einen Pension-Trust-Verein wurden nach US-GAAP die Pensionsfondsanteile und die Pensionsrückstellungen nicht mehr bei der Gesellschaft bilanziert. Nach HGB sind die Pensionsfondsanteile und die Pensionsrückstellungen trotz der Übertragung auf den Pension-Trust-Verein weiterhin bei der Gesellschaft zu bilanzieren.

Kosten für Kapitalerhöhungen

Nach HGB wurden Aufwendungen im direkten Zusammenhang mit dem Börsengang als Aufwendungen erfasst. Nach US-GAAP wurden diese Aufwendungen mit der Kapitalrücklage verrechnet.

Rückstellungen

Nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften dürfen Aufwandsrückstellungen in bestimmten Fällen auch ohne Verpflichtung gegenüber Dritten gebildet werden. Nach
US-GAAP sind Rückstellungen nur bei gegenüber Dritten bestehenden Verpflichtungen und darüber hinaus nur für eng eingegrenzte Tatbestände zu bilden.

Fremdwährungsumrechnung

Nach HGB werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Währungskurs zum Zeitpunkt der Erfassung des Geschäftsvorfalls bzw. jeweils zum ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet, wobei hieraus resultierende nicht realisierte Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Nach US-GAAP erfolgt die Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Fremdwährungskurs des Bilanzstichtages, wobei die daraus ermittelten nicht realisierten Gewinne und Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Die Gesellschaft bewertet zum 30. September 2006 die Fremdwährungsumrechnung für kurzfristige Positionen auch nach HGB zum Kurs am Bilanzstichtag.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Nach HGB dürfen Investitionszulagen und Zinszuschüsse im Geschäftsjahr des Zuflusses erfolgswirksam vereinnahmt werden. Nach US-GAAP wurden diese Zuwendungen abgegrenzt und über den Zeitraum der Verrechnung der damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen erfolgswirksam vereinnahmt.

Anteiliges Jahresergebnis von nach der Equity-Methode konsolidierten Gesellschaften

Nach HGB dürfen die anteiligen Ergebnisse der assoziierten Unternehmen, basierend auf den nach den jeweiligen landesrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ermittelten Ergebnissen, vereinnahmt werden. Unter US-GAAP werden die nach US-GAAP ermittelten Ergebnisse der assoziierten Unternehmen anteilig vereinnahmt.

Erträge / Aufwendungen aus der Realisierung von Wertsteigerungen / Verlusten durch Kapitalerhöhungen oder Verwässerung bei assoziierten und verbundenen Unternehmen

Nach HGB dürfen Wertsteigerungen des anteiligen Eigenkapitals durch Kapitalerhöhungen bei assoziierten Unternehmen erfolgswirksam erfasst werden. Nach US-GAAP und SEC-Rechnungslegungsvorschriften hängt eine solche erfolgswirksame Vereinnahmung von der Erfüllung weiterer Kriterien neben der Durchführung der Kapitalerhöhung ab. Sofern diese Kriterien nicht erfüllt sind, ist die Werterhöhung des anteiligen Eigenkapitals erfolgsneutral in die Kapitalrücklage einzustellen.

Angabe gemäß § 161 AktG

Die nach §161 AktG vorgeschriebene Entsprechungserklärung ist für Qimonda für das abgelaufene Geschäftsjahr freiwillig und war von der Gesellschaft bis zum Datum der Aufstellung des Abschlusses noch nicht abgegeben worden.

Vorstand

Als Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr folgende Damen und Herren bestellt bzw. berufen:

Vorstand

Alter

Tätigkeit

Kin Wah Loh
(seit 15. April 2006)

52

Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer

Thomas J. Seifert
(seit 15. April 2006)

43

Mitglied des Vorstands

Konzernmandate

Director

- Inotera Memories, Inc., Taoyuan, Taiwan

Dr. Michael Majerus
(seit 15. April 2006)

45

Mitglied des Vorstands und Chief Financial Officer

Konzernmandate

Director

Inotera Memories, Inc. , Taoyuan, Taiwan

Qimonda Technologies (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China

Robert Hawliczek
(bis 24. April 2006)

50

Mitglied des Vorstands

Konzernmandate

Corporate Vice President Accounting and Financial Reporting

Managing Director

Infineon Technologies Holding B.V., Rotterdam, Niederlande

Infineon Technologies Investment B.V., Rotterdam, Niederlande

Infineon Technologies Central B.V., Rotterdam, Niederlande

Infineon Technologies Erasmus B.V., Rotterdam, Niederlande

Mitglied der Geschäftsführung

Infineon Technologies Mantel 17 GmbH, München

Infineon Technologies Mantel 18 GmbH, München

Infineon Technologies Mantel 19 GmbH, München

Infineon Technologies Mantel 20 GmbH, München

Infineon Technologies Pluto GmbH, München

Infineon Ventures Beteiligungs-Treuhand GmbH

Mitglied der Gesellschafter Delegation

Infineon Technologies Finance GmbH

Infineon Technologies Trutnov s.r.o., Trutnov, Tschechien

Dr. Markus Kaum
(bis 30. April 2006)

46

Mitglied des Vorstands

Konzernmandate

Senior Director Legal Department

Aufsichtsrat

Aufsichtsrat

Alter

Ende der
Amtszeit

Vergütung

Tätigkeit

Peter J. Fischl

60

2011

Verzicht

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Konzernmandante

Mitglied des Vorstandes der Infineon Technologies AG, München

CFO der Infineon Technologies AG, München

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Infineon Technologies Austria AG, Villach, Österreich

Mitglied des Board of Directors:

Infineon Technologies Asia Pacific Pte., Ltd., Singapur

Infineon Technologies China Co. Ltd., Shanghai, China

Infineon Technologies North America Corp., San José, USA

Infineon Technologies Japan K.K., Tokyo, Japan

Michael von Eickstedt

53

2011

Verzicht

Mitglied des Aufsichtsrates

Konzernmandat

General Counsel der Infineon Technologies AG, München

Richard Previte
(seit 14. Juli 2006)

71

2011

16.400 €

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates

Konzernmandat

Ehemaliges Vorstandsvorsitzender der Advanced Micro Devices, Inc.

Vorsitzender des Boards of Meredith Vineyard Estate, Inc.

Director des Tower Foundation Board of San Jose State University

Yoshio Nishi
(seit 14. Juli 2006)

66

2011

16.400 €

Mitglied des Aufsichtsrates

Professor an der Stanford University

Director of Stanford Nano-fabrication Facility of National Nanotechnology Infrastructure Network of US

Director of Research of Center for Integrated Systems, Stanford University

Affiliated Member of Science Council of Japan

Johann Grundbacher (*)
(seit 20. Juli 2006)

42

2011

9.500 €

Mitglied des Aufsichtsrates

Konzernmandat

Elektroingenieur der Qimonda AG, München

Dr. Lothar Armbrecht (*)
(seit 20. Juli 2006)

53

2011

9.500 €

Mitglied des Aufsichtsrates

Konzernmandat

Verantwortlicher für die weltweite Konzerninternetpräsenz der Qimon
da AG, München

Hans-Martin Stech
(bis 7. April 2006)

43

Verzicht

Mitglied des Aufsichtsrats

Konzernmandate

- Senior Vice President und Chief Financial Officer, Infineon Technologies Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur

Michael Ruth
(bis 14.Juli 2006)

45

Verzicht

Mitglied des Aufsichtsrats

Konzernmandate

- Senior Corporate President Planning and Controlling, Infineon Technologies AG, München

(*) Arbeitnehmervertreter

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss

Peter J. Fischl (Vorsitzender)
Richard Previte
Dr. Lothar Armbrecht

Präsidialausschuss

Peter J. Fischl (Vorsitzender)
Richard Previte
Michael von Eickstedt

Technologieausschuss

Prof. Yoshio Nishi (Vorsitzender)
Peter J. Fischl
Hans Grundbacher

München, den 9. November 2006

Qimonda AG
Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers



Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Qimonda AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2005 bis 30. September 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 10. November 2006

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Feege
Wirtschaftsprüfer

Schröter
Wirtschaftsprüferin

 



Entsprechenserklärung 2006 von Vorstand und Aufsichtsrat der Qimonda AG gem. §161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (Fassung vom 12. Juni 2006) entsprochen wird. Vorstand und Aufsichtsrat erklären weiter, dass seit Börseneinführung an der NYSE am 9. August 2006 den genannten Empfehlungen entsprochen wurde. Davon gelten folgende Ausnahmen:

Die Struktur des Vergütungssystems des Vorstands wurde im Präsidium des Aufsichtsrats beraten und beschlossen (Ziffer 4.2.2).
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder umfasste bis zur Verabschiedung des Qimonda AG Stock Option Plan 2006 und der Gewährung entsprechender Optionen an die Vorstandsmitglieder im November 2006 keine Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter (Ziffer 4.2.3).
Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt worden (Ziffer 5.1.2).
Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt worden (Ziffer 5.4.1).
Der Antrag auf gerichtliche Bestellung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat ist nicht bis zur nächsten Hauptversammlung befristet worden (Ziffer 5.4.3).
Die einfache Mitgliedschaft in Ausschüssen des Aufsichtsrats wurde bei der Vergütung des Aufsichtsrats nicht berücksichtigt (Ziffer 5.4.7).
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2005/2006 keine erfolgsorientierte Vergütung erhalten (Ziffer 5.4.7).

Die Qimonda AG wird in Zukunft allen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit folgenden Ausnahmen entsprechen:

Die Struktur des Vergütungssystems des Vorstands wird im Präsidium des Aufsichtsrats beraten und beschlossen (Ziffer 4.2.2).
Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wird nicht festgelegt (Ziffer 5.1.2).
Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wird nicht festgelegt (Ziffer 5.4.1).

Die einfache Mitgliedschaft in Ausschüssen des Aufsichtsrats wird bei der Vergütung des Aufsichtsrats nicht berücksichtigt (Ziffer 5.4.7).

Bericht des Aufsichtsrats



Peter J. Fischl

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Qimonda AG

Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre,

der Aufsichtsrat erstattet hiermit Bericht über die Wahrnehmung seiner Aufgaben im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Sitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert . Der Aufsichtsrat hat in seinen Sitzungen die vom Vorstand vorgelegten Informationen umfassend erörtert. Der Vorstand hat schriftlich und mündlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung berichtet insbesondere auch im Hinblick auf den am 9.8. 2006 vollzogenen Börsengang an der NYSE. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen laufend vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen im Unternehmen unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung durch den Vorstand regelmäßig überwacht und den Vorstand beratend unterstützt. Hierzu hat er sich auch eingehend mit den Ergebnissen der internen Revision beschäftigt. Alle Angelegenheiten, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, wurden dem Gremium vorgelegt.

Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrats

Besetzung der Vorstandspositionen
Börsengang an der NYSE
Entwicklung der Geschäftsstrategie

Besetzung der Vorstandspositionen

Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit der Frage der Besetzung der Vorstandsfunktionen nach der Einbringung des Segments Speicherprodukte durch die Infineon Technologies AG beschäftigt.

Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung zum 15. April 2006 die Herren Kin Wah Loh, Dr. Michael Majerus und Thomas Seifert zu Vorstandsmitgliedern bestellt und Herrn Loh Kin Wah Loh zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt.

Börsengang an der NYSE

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand zeitnah und detailliert über die Vorbereitungen und die geplante Durchführung des Börsenganges an der New York Stock Exchange informiert. Zusammen mit dem Vorstand wurde das geplante Vorgehen diskutiert und die notwendigen Entscheidungen für eine reibungslose Umsetzung getroffen.

Mit großer Zufriedenheit hat der Aufsichtsrat den zügigen Fortschritt dieses für das noch junge Unternehmen so wichtigen Projektes verfolgt. Die entscheidende Phase der Vermarktung des Unternehmens an die Investoren fand in einem schwierigen Börsenumfeld statt. Der Vorstand von Qimonda hat durch seinen großen Einsatz während der Roadshow genügend Interesse im Kapitalmarkt für das Unternehmen geweckt und gemeinsam mit dem Vorstand haben wir die nötigen Entscheidungen gefällt, um den Börsengang abzuschließen. Wir sind erfreut, dass Qimonda durch den Börsengang seine Aktionärsstruktur sehr solide und mit Schwerpunkt in den Vereinigten Staaten von Amerika ausbauen konnte.

Entwicklung der Geschäftsstrategie

Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Vorstand war die Entwicklung der Geschäftsstrategie. In vertieften Diskussionen mit dem Vorstand hat sich der Aufsichtsrat mit den Schlüsselthemen Marktorientierung und Kundenfokus, der Produktdiversifizierung, der Technologieentwicklung und der Weiterentwicklung der Partnerschaften auseinandergesetzt.

Der Aufsichtsrat ist sehr zufrieden mit den großen Fortschritten, die Qimonda im letzen Geschäftsjahr im Bereich der Produktdiversifizierung erreicht hat. Insbesondere der erfolgreiche Einstieg und der Aufbau einer führenden Position im Speichermarkt für die neueste Generation von Spielekonsolen sind hierbei hervorzuheben. Ebenfalls erwähnenswert sind die Steigerung des Anteils des Geschäftes im attraktiven Servermarkt und der Aufbau von Lieferbeziehungen im Bereich Unterhaltungselektronik. Im Bereich der Technologieentwicklung konnte Qimonda gemeinsam mit dem Entwicklungspartner Nanya die nächste Generation von Speichertechnologien mit Strukturbreiten von 75 Nanometern zur Marktreife bringen. Der Aufsichtsrat hat sich durch den Vorstand über die weiteren Planungen zur Technologieentwicklung informieren lassen. Aufsichtsrat und Vorstand sind sich einig, dass das Unternehmen die Anstrengungen im Bereich Produktivitätssteigerung ohne Nachlassen weiter vorantreiben muss, um seine Wettbewerbsposition weiter zu verbessern.

Im Bereich der Flash Speicher wurde seit Beginn des Kalenderjahres 2006 ein sehr starker Preisverfall registriert. Der Vorstand hat in Anbetracht der Preisschwäche für Flash-Speicher entschieden, deren Fertigung aus wirtschaftlichen Gründen so schnell wie möglich zu beenden und die frei werdenden Kapazitäten für die derzeit profitableren DRAM Speicher zu verwenden. Der Aufsichtsrat unterstützt diese Entscheidung des Vorstandes ebenso, wie den Beschluss, die Entwicklungsanstrengungen im Bereich nichtflüchtiger Speicher fortzusetzen. Wir stimmen mit der Sicht von Marktforschern überein, dass dieses schwer umkämpfte Marktsegment über ein großes Wachstumspotential verfügt, das nur über eine wettbewerbsfähige Technologieplattform und die geeignete Wahl von Produktlösungen adressiert werden kann.

Des Weiteren standen vor allem die zu erwartenden Auswirkungen der Geschäfts- und Kapazitätsstrategie auf die mittelfristige Planung des Finanz- und Investitionsbudgets im Mittelpunkt unserer Beratungen.

Insgesamt unterstützen wir die Strategie des Vorstandes zur Verbesserung der Rentabilität des Unternehmens über die Geschäftszyklen hinweg voll und ganz.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass eine gute Corporate - Governance eine wesentliche Grundlage für den Erfolg des Unternehmens darstellt und hat sich daher auch mit deutschen, U.S.-amerikanischen und internationalen Corporate-Governance-Regeln und ihrer Umsetzung im Unternehmen auseinander gesetzt. Die vom Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und den Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss und die vom Aufsichtsrat gebilligte Geschäftsordnung für den Vorstand werden allen Anforderungen an gute Corporate Governance gerecht. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand und innerhalb des Aufsichtsrats wird als gut beurteilt. Die Entsprechenserklärung 2006 gemäß § 161 Aktiengesetz hat der Aufsichtsrat im November 2006 beschlossen.

Interessenkonflikte in der Person einzelner Mitglieder des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse sind nicht aufgetreten.

Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse

Im Berichtsjahr fanden zwei regelmäßige Sitzungen des Aufsichtsrats statt.

Das Präsidium hat nicht getagt und stattdessen Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst.

Der Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr einmal getagt.

Da die Vorprüfung des Jahresabschlusses und die Erörterung des Prüfungsberichts mit dem Wirtschaftsprüfer erst im laufenden Geschäftsjahr für das Berichtsjahr anfiel, lag der Schwerpunkt seiner Tätigkeit in der Prüfung der Finanz- und Investitionsplanung.

Der neu gebildete Technologieausschuss hat noch nicht getagt.

Jahres- und Konzernabschluss

Die Qimonda Rechnungslegung wurde im Berichtsjahr von der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und Frankfurt/Main, geprüft. Die KPMG hat den Jahresabschluss der Qimonda AG nach HGB und den zusammengefassten und konsolidierten Abschluss der Qimonda Gruppe nach US-GAAP für das zum 30. September 2006 endende Geschäftsjahr sowie den Lagebericht der Qimonda AG geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Diese Unterlagen haben wir auch selbst geprüft. Die KPMG hat außerdem bestätigt, dass der zusammengefasste und konsolidierte Abschluss der Qimonda Gruppe gemäß US-GAAP erstellt wurde und dass nach § 291 HGB kein Konzernabschluss nach HGB oder IAS erstellt werden musste. Der Bericht der KPMG über die Prüfung des Jahresabschlusses lag dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor und wurde zunächst in der Sitzung des Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschusses am 14. November 2006 vom Abschlussprüfer vorgestellt, erläutert und ausführlich behandelt und dann auch in unserer Bilanzsitzung am selben Tag in Gegenwart des Abschlussprüfers erörtert. In der Sitzung des Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschusses hat der Vorstand auch detailliert über Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen, hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung seine Zustimmung erteilt und den nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der Qimonda AG und den nach US-GAAP aufgestellten zusammengefassten und konsolidierten Abschluss der Qimonda Gruppe gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der Investitions- Finanz- und Prüfungsausschuss sowie das Plenum des Aufsichtsrates haben den Abhängigkeitsbericht gem. § 312 AktG über die Beziehungen der Gesellschaft zur Infineon Technologies AG und verbundenen Unternehmen sowie den Prüfungsbericht der KPMG hierzu in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend geprüft. Hierbei waren keine Einwendungen zu erheben.

Die KPMG hat dem Bericht gem. § 312 AktG den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstandes am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zur Infineon Technologies AG und verbundenen Unternehmen zu erheben.

Besetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Durch die Einbringung des Segments Speicherprodukte durch die Infineon Technologies AG hat die Gesellschaft mehr als 500 Arbeitnehmer, weshalb der Aufsichtsrat zu einem Drittel aus Arbeitnehmervertretern bestehen muss. Nach Durchführung des entsprechenden Statusverfahrens nach § 97 AktG sind nach § 97 Abs. 2 S. 3 AktG die Ämter der bisherigen Aufsichtsratmitglieder Peter J. Fischl, Michael v. Eickstedt und Michael Ruth mit Ablauf der Hauptversammlung am 14.7. 2006 erloschen.

In der Hauptversammlung am 14.7. 2006 sind die Herren Peter J. Fischl, Mr. Richard Previte, Prof. Yoshio Nishi und Michael von Eickstedt als Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat gewählt worden.

Das Amtsgericht München hat am 21.7.2006 die Herren Dr. Lothar Armbrecht und Johann Grundbacher als Arbeitnehmervertreter zu Mitgliedern des Aufsichtsrates bestellt.

Durch Umlaufbeschluss vom 25.7.2006 wurde Herr Peter J. Fischl zum Vorsitzenden und Herr Richard Previte zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und sein Stellvertreter gehören dem Präsidium des Aufsichtsrates aufgrund der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates an. Als weiteres Mitglied des Präsidiums wurde Herr Michael v. Eickstedt gewählt.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates gehört dem Investitions-, Finanz-, und Prüfungsausschuss aufgrund der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates an. Als weitere Mitglieder hat der Aufsichtsrat Herrn Richard Previte als Aufsichtsratsmitglied der Anteilseigner und Herrn Dr. Lothar Armbrecht als Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer gewählt.

Außerdem hat der Aufsichtsrat einen Technologieausschuss gebildet, der sich mit der strategischen und technologischen Ausrichtung des Unternehmens befasst, und die Herren Prof. Yoshio Nishi, Peter J. Fischl und Johann Grundbacher zu seinen Mitgliedern gewählt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Leistung im vergangenen Geschäftsjahr. Auch allen Betriebsräten gilt der Dank des Aufsichtsrats für ihre konstruktive Mitarbeit.

 

München, im November 2006

Für den Aufsichtsrat
Peter J. Fischl
Vorsitzender des Aufsichtsrats



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