Camptocamp Germany GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Josef Seifert seit 2.5.2006 | Vorstandsmitglied |
Kin Wah Loh seit 24.4.2006 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Qimonda AGMünchenJahresabschluss zum 30. September 2006
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Geschäftsjahr zum 30. September
(1)
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Umsatzerlöse |
100,0% |
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Umsatzkosten |
(87,2) |
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Bruttoergebnis vom Umsatz |
12,8 |
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Forschungs- und Entwicklungskosten |
(5,3) |
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Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten |
(2,2) |
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Sonstige betriebliche Aufwendungen, Saldo |
(1,0) |
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Betriebsergebnis |
4,2 |
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Beteiligungsergebnis |
(4,2) |
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Finanzergebnis |
0,1 |
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Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
0,1 |
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Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
(1,9) |
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Jahresfehlbetrag |
(1,8)% |
(1)
Abweichungen durch Rundungsdifferenzen möglich. Negative
Werte werden in Klammern dargestellt.
Umsatzerlöse
Wir generieren Erlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf von Halbleiterprodukten und Systemlösungen. Zusätzliche Erlöse von weniger als 1 Promille unserer Umsätze generieren wir mit Hilfe von Aktivitäten wie der Auftragsfertigung für verkaufte Geschäfte und Lizenzvergaben auf unser geistiges Eigentum.
Auf Grund der betriebsbedingten Abrechnungsstruktur im Qimonda Konzern mit der Qimonda AG als Verrechnungs-Drehscheibe enthalten die Umsätze der Muttergesellschaft 2.728.803 TEUR für die Lieferungen und Leistungen an die produzierenden und vertreibenden verbundenen Unternehmen.
Verrechnungspreise zwischen Fertigungsstandorten und der Qimonda AG werden als "Verrechnungspreis Werk" bezeichnet. Verrechnungspreise zwischen Qimonda AG und Vertriebsstandorten werden als "Verrechnungspreis Vertrieb" bezeichnet. Das Wertniveau der "Verrechnungspreise Werk" ist Kosten zuzüglich einer Rohgewinnspanne. Das Wertniveau der "Verrechnungspreise Vertrieb" ist Verkaufspreis abzüglich einer Vertriebsspanne. Die Grundlagen für die Ermittlung "Verrechnungspreis Werk" bilden die vollen Ist-Herstellungskosten des Standortes. Den Herstellungskosten ist ein angemessener Gewinnaufschlag hinzuzurechnen.
Der "Verrechnungspreis Vertrieb" ergibt sich aus dem Kundenverkaufspreis abzüglich einer marktüblichen Rohgewinnspanne. Der Abschlag deckt die Kosten des Vertriebsstandortes zuzüglich eines angemessenen Gewinns.
Die Palette unserer Speicherprodukte umfasst Dynamic-Random-Access-Memory (DRAM)-Chips für Computer und andere elektronische Geräte. Wir bieten außerdem eine begrenzte Palette nicht-flüchtiger Flash-Speicherprodukte an, die in der Unterhaltungselektronik in Digitalkameras oder bei Mobiltelefonen Anwendung finden.
Der Großteil der Verkäufe im Qimonda Konzern erfolgt über unseren direkten Vertrieb, der teilweise in der Qimonda AG und teilweise in Tochtergesellschaften organisiert ist. Ungefähr 13 Prozent des Konzernumsatzes wurden in den genannten Perioden über Distributoren getätigt.
Unsere Umsatzerlöse schwanken auf Grund von verschiedensten Faktoren, unter anderem:
| • | Marktpreisen für unsere Produkte, |
| • | unserem gesamten Produkt-Mix und unserem Verkaufsvolumen, |
| • | der Phase im Lebenszyklus unserer Produkte sowie |
| • | Wettbewerbseffekten und konkurrenzfähigen Preisstrategien. |
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Geschäftsjahr zum 30. September 2006 |
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Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen |
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Umsatzerlöse |
3.093.498 |
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darin enthalten: |
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Einkünfte aus Lizenzvergaben |
1.498 |
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Prozent des Umsatzes |
0% |
Der Qimonda Konzern hat gemessen an Bits ausgedrückt in 256 MB Äquivalenten die Chipproduktion und die Absatzmenge im Vergleich zu den geschäftlichen Aktivitäten als ehemaliger Speicherbereich des Infineon Konzerns gesteigert. Der im zweiten Quartal 2005 begonnene Preiseinbruch fand seinen Tiefpunkt im ersten Quartal des abgeschlossenen Geschäftsjahrs. Seitdem sind die Preise kontinuierlich gestiegen, haben das Niveau des ersten Halbjahrs 2005 aber nicht wieder erreicht. Trotz des Preisdrucks konnte der Absatz im Jahr 2006 gesteigert werden, da der Produkt Mix kontinuierlich in Richtung der margenstärkeren Segmente Grafik, Mobile, Consumer DRAM Produkte entwickelt wurde.
Im Geschäftsjahr 2006 stiegen nach Erreichen des Tiefpunkts im ersten Quartal die Preise in US-Dollar beider Hauptprodukte, DDR- und DDR2-Speicherbausteine kontinuierlich. Unsere durchschnittlichen Megabit-Verkaufspreise fielen im Geschäftsjahr 2006 um zirka 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Umsatzerlöse nach Regionen und Kunden
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Geschäftsjahr zum 30. September 2006 |
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Angaben in Tsd. Euro |
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Deutschland |
285.879 |
|
Übriges Europa |
719.875 |
|
Asien/Pazifik |
1.260.991 |
|
Amerika [NAFTA] |
660.092 |
|
Japan |
165.521 |
|
Übrige Regionen |
1.140 |
|
Summe |
3.093.498 |
Im Geschäftsjahr 2006 erwirtschafteten wir mit unseren 10 größten Kunden nahezu 75 Prozent der externen Umsätze.
Auf den Infineon-Konzern entfielen im abgelaufenen Geschäftsjahr 6 Prozent unserer Umsatzerlöse. Der Umsatz mit Infineon beinhaltet sowohl Direktverkäufe an den Infineon-Konzern in Höhe von 3 Prozent als auch Verkäufe an die Infineon-Vertriebsorganisationen zum Weiterverkauf an Drittkunden in Höhe von 97 Prozent. Auf einen Kunden entfielen mehr als 20 Prozent und auf zwei Kunden entfielen mehr als 10 Prozent unserer externen Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2006.
Umsatzkosten - Bruttoergebnis vom Umsatz
Bedingt durch die Verrechnungspreissystematik enthalten die von Verbundenen Unternehmen an uns belasteten Umsatzkosten hauptsächlich:
| • | direktes Material, das hauptsächlich Kosten für Rohscheiben beinhaltet, |
| • | Lohnkosten, |
| • | Gemeinkosten einschließlich der Wartung der Produktionsanlagen, indirekter Materialien, der Betriebsmittel und Lizenzgebühren, |
| • | Abschreibungen und Amortisation, |
| • | Kosten für Zulieferer für Montage und Test, |
| • | Fertigungsunterstützung inklusive Gebäudeflächen, Versorgungsanlagen, Qualitätskontrolle, Automatisierung und Leitungsfunktionen sowie |
| • | Kosten für Auftragsfertigung. |
Zusätzlich zu den umsatzbezogenen Faktoren ist die Bruttomarge beeinflusst durch:
| • | Abschreibung erworbener immaterieller Vermögensgegenstände, |
| • | Produktgarantieleistungen, |
| • | Wertberichtigungen für überschüssigen oder veralteten Lagerbestand und zur Abwertung auf den niedrigeren Verkaufspreis am Abschlussstichtag sowie |
| • | Zulagen und Zuschüsse, die über die wirtschaftliche Restlebensdauer der Fertigungsanlagen realisiert werden. |
Die Kosten für die Materialbezüge von unseren Gemeinschaftsunternehmen und anderen verbundenen und assoziierten Unternehmen wie Inotera weisen wir unter den Umsatzkosten aus. Diese Bezüge von assoziierten und Verbundenen Unternehmen beliefen sich im Berichtsjahr 2006 auf 2.282.181 TEUR.
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Geschäftsjahr zum 30. September 2006 |
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Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen |
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Umsatzkosten |
(2.698.961) |
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Prozent des Umsatzes |
(87,2)% |
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Bruttoergebnis vom Umsatz |
12,8% |
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) umfassen vor allem Personalkosten, Materialkosten, Abschreibungen und Instandhaltung der Laboreinrichtungen, die wir für unsere F&E-Projekte benötigen, sowie Kosten aus vertraglich vereinbarter Technologieentwicklung. Mit der Infineon Gruppe bestehen im Wesentlichen bis 30. September 2007 Leistungsbeziehungen aus Verträgen für laufende Forschungsprojekte.
Materialkosten beinhalten u.a. Ausgaben für Masken zu Entwicklungszwecken und Kosten aus Projekten, die vor der Qualifizierung anfallen. In den Aufwendungen für F&E sind die Vereinbarungen über die Entwicklungen von gemeinsamer Technologie mit unseren Partnern wie Nanya enthalten.
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Geschäftsjahr zum 30. September 2006 |
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Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen |
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Aufwendungen für F&E |
(163.089) |
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Prozent des Umsatzes |
(5,3)% |
Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten
Die Vertriebskosten umfassen Personalkosten für die Mitarbeiter des Vertriebs und des Marketings, Kosten für Kundenmuster, Aufwendungen im Zusammenhang mit Prototypen, Verkaufsförderungsmaßnahmen und Marketingaufwendungen.
Die allgemeinen Verwaltungskosten umfassen im Wesentlichen die Personalkosten der Mitarbeiter in der Verwaltung, nicht produktionsbezogene Gemeinkosten, Beratungshonorare, Rechtsanwaltskosten und andere Honorare für externe Dienstleister sowie Personalbeschaffungs- und Ausbildungskosten. Darüber hinaus sind Aufwendungen aus Verträgen mit der Infineon Gruppe enthalten, die für Zentralfunktionen im Bereich Informationstechnologie, Finanzen, Einkauf und Personal den gegenseitigen Leistungsbezug im Wesentlichen bis 30. September 2007 vorsehen. Die Qimonda AG ist bestrebt, die Vertragsbeziehungen so schnell wie möglich zu beenden.
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Geschäftsjahr zum 30. September 2006 |
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Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen |
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Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten |
(68.751) |
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Prozent des Umsatzes |
(2,2)% |
Weitere Bestandteile der Gewinn- und Verlust-Rechnung
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Geschäftsjahr zum 30. September 2006 |
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Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen |
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Sonstige betriebliche Aufwendungen |
(34.351) |
|
Prozent des Umsatzes |
(1,1)% |
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Sonstige betriebliche Erträge |
1.590 |
|
Prozent des Umsatzes |
0,1% |
Sonstige betriebliche Aufwendungen. Im Geschäftsjahr 2006 standen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 34.351 TEUR im Wesentlichen in Zusammenhang mit der einmaligen Lizenzzahlung an Tessera Inc. in Höhe von 30.649 TEUR und der außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäfts- und Firmenwertes der Qimonda Flash GmbH, Dresden, unter den Immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens.
Im Rahmen der Lizenzvereinbarung mit Tessera Inc. Anfang August 2006 haben wir eine Einmalzahlung geleistet und vereinbart, dass wir im Verlauf von sechs Jahren Stücklizenzen auf Basis verkaufter Mengen der im Vertrag bestimmten Komponenten entrichten. Wir schätzen, dass der daraus entstehende Aufwand für den Qimonda Konzern im kommenden Jahr zwischen 15.000 TEUR und 25.000 TEUR betragen wird. Sollten wir die Option einer Verlängerung der Nutzung der Lizenzen über den 6-Jahreszeitraum hinaus wählen, entstehen uns nur noch 50% der ursprünglichen Stücklizenzkosten.
Sonstige betrieblichen Erträge. Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.590 TEUR resultieren im Wesentlichen aus der Übertragung des Pensions-Planvermögens.
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit)
Wir definieren Ebit als Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Das Management nutzt das Ebit als Kennzahl für Budget- und operative Zielvorgaben, um seine Geschäfte zu führen und den Geschäftserfolg zu beurteilen. Qimonda berichtet Ebit-Daten, um Investoren aussagekräftige Informationen über den operativen Geschäftserfolg der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Das Ebit wird wie folgt aus der Gewinn- und Verlust-Rechnung hergeleitet:
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Geschäftsjahr zum 30. September 2006 |
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Angaben in Tsd. Euro |
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Jahresfehlbetrag |
(54.353) |
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Bereinigt um: Aufwendungen aus Steuern vom
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58.742 |
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Finanzergebnis |
(4.588) |
|
Ebit |
(199) |
Beteiligungsergebnis
Vor dem Hintergrund des schwachen Marktumfelds bei NAND Flash Speichern im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2006 hat sich Qimonda entschieden, die Flash Produktion herunterzufahren und die Entwicklung NROM basierter Technologie Plattformen und Produkte zu beenden. Qimonda und Saifun haben ihren gemeinsam geschlossenen Lizenzvertrag dahingehend geändert, dass die quartalsweise fälligen Zahlungen mit dem 31. Dezember 2006 beendet werden.
Ferner hat sich Qimonda entschieden, die Qimonda Flash GmbH & Co KG in eine GmbH umzuwandeln. Voraussetzung für die Umwandlung war ein positives Eigenkapital, welches durch einen Forderungsverzicht in Höhe von 157.000 TEUR der Qimonda AG gegenüber der Flash GmbH & Co KG hergestellt wurde. Der Betrag beinhaltet eine Einlage ins Eigenkapital in Höhe von 90.000 TEUR und eine negative Ergebniswirkung von 67.000 TEUR. Die besagte Gesellschaft wurde anschließend Ende September in eine GmbH umgewandelt. Zwischen der Qimonda AG und der Qimonda Flash GmbH wurde zudem ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, aus dem am Jahresende eine Verlustübernahme in Höhe von 20.849 TEUR resultiert.
Die Bewertung des Marktumfelds führte Ende September 2006 zu der Entscheidung 99.243 TEUR des Beteiligungsbuchwerts in den Büchern der Qimonda AG als nicht werthaltig anzusehen und auf einen Wert in Höhe von 22.370 TEUR abzuschreiben.
Weiterhin wurden 27.698 TEUR phasengleich aus dem Gewinn der Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG, Dresden, vereinnahmt und eine Dividende von Inotera Memories Inc. Taoyuan, Taiwan, in Höhe von 29.259 TEUR als Ertrag erfasst.
Finanzergebnis
Zinserträge erzielen wir hauptsächlich aus Zahlungsmitteln und Wertpapieren. Zinsaufwendungen entstehen uns im Wesentlichen aus Bankdarlehen.
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Geschäftsjahr zum 30. September 2006 |
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Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen |
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Finanzergebnis |
4.588 |
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Prozent des Umsatzes |
0,1% |
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
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Geschäftsjahr zum 30. September 2006 |
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Angaben in Tsd. Euro, außer Prozentsätzen |
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Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
(58.742) |
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Prozent des Umsatzes |
(1,9)% |
Die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten eine Vorauszahlung an Körperschaftsteuer in Höhe von 16.475 TEUR zusammen mit einer Vorauszahlung auf den Solidaritätszuschlag zur Körperschaftssteuer in Höhe von 906 TEUR.
Zusätzlich ist eine Rückstellung in Höhe von 35.384 TEUR für die laufende Körperschaftsteuer erfasst worden. Die Körperschaftsteuerverpflichtung berücksichtigt, dass die außerplanmäßige Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes der Flash GmbH auf Grund der Managemententscheidung sich auf die Entwicklung von Flashbausteinen der nächsten Generation zu konzentrieren in der Steuerbilanz nicht angesetzt werden kann.
Darüber hinaus sind in Höhe von 5.852 TEUR Quellensteuern aus der Dividendenzahlung von Inotera Memories Inc. einbehalten und 125 TEUR aus der Überlassung von Nutzungsrechten gezahlt worden.
Darstellung der Vermögenslage der Qimonda AG
Die Qimonda AG wies per 30. April 2006 ein Umlaufvermögen und ein Eigenkapital von jeweils 52 TEUR auf. Im Rahmen der Ausgliederung stieg das Vermögen bestehend aus Anlagevermögen in Höhe von 3.068.209 TEUR, Umlaufvermögen in Höhe von 3.020.451 TEUR sowie Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 9.145 TEUR auf 6.097.805 TEUR. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen durch die Einbringung von Verbundenen und Beteiligungs-Unternehmen. Die Finanzanlagen machen 48,5% der Bilanzsumme aus. Die drei größten Werte - die Qimonda Holding B.V., Rotterdam, Niederlande, Inotera Memories Inc. Taoyuan, Taiwan, und Qimonda Dresden GmbH & co. OHG, Dresden - stehen für mehr als 90% des Finanzanlagevermögens.
Die größten Positionen des Umlaufvermögens sind Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen und Flüssige Mittel. Bei den Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen betreffen 659.006 TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 701.900 TEUR Ausleihungen an Verbundene Unternehmen.
Die Bilanzposition Verbindlichkeiten besteht zu fast 68% aus Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen, wovon 403.420 TEUR Lieferungen und Leistungen betreffen. Der verbleibende Betrag enthält im Wesentlichen Ausleihungen von Verbundenen Unternehmen.
Die Qimonda AG weist zum 30. September 2006 eine Eigenkapitalquote von mehr als 76% auf. Die Eigenkapitalrendite beträgt minus 1,2%. Bereinigt um die außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung an der Flash GmbH liegt sie bei 1,0% und unter zusätzlicher Berücksichtigung der IPO Kosten bei 1,4%.
Die Anlagendeckung (Eigenkapital in Relation zum Anlagevermögen) beläuft sich auf 152% und der Verschuldungsgrad (Fremdkapital in Relation zum Eigenkapital) auf 31%.
Darstellung der Finanzlage der Qimonda AG
Cash Flow
Der Cash Flow zeigt einen Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 47.591 TEUR, der durch die Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes (99.243 TEUR) sowie den Forderungsverzicht (67.000 TEUR) bei der Flash GmbH und der Lizenzzahlung an Tessera Inc. (34.351 TEUR) negativ beeinflusst wurde. Die Erhöhung der Forderungsposition zeigt im Wesentlichen eine Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Grund der Umsatzsteigerung sowie Umsatzsteuerforderungen. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten ergibt sich bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Lizenz- und Steuerverpflichtungen. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen werden im Rahmen des Cashpooling jeweils zur Mitte des Folgemonats ausgeglichen und sind somit kurzfristiger Natur.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ist geprägt durch die Veränderung der Finanzanlageinvestitionen in Form der Kapitalerhöhungen bei Qimonda Holding B.V. in Rotterdam und Flash GmbH in Dresden sowie dem Engagement in Hedge Fond Zertifikaten.
Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit ist durch den Mittelzufluss aus dem Börsengang sowie den Bareinlagen aus der Einbringung der Gruppenunternehmen gekennzeichnet.
Netto-Zahlungsmittelbestand
Die folgende Tabelle stellt unseren Brutto- und Netto-Zahlungsmittelbestand sowie die Finanzverbindlichkeiten nach ihren Fälligkeiten dar. Die Darstellung ist kein Ausblick auf die verfügbaren Zahlungsmittel der künftigen Periode.
|
Zahlung fällig in: |
|||||||
|
Zum 30. September 2006 |
Gesamt |
weniger
|
1-2
|
2-3
|
3-4
|
4-5
|
5 Jahren
|
|
Angaben in Tsd. Euro |
|||||||
|
Zahlungsmittel |
914.932 |
914.932 |
|||||
|
Wertpapiere des
|
0 |
0 |
|||||
|
Brutto-
|
914.932 |
914.932 |
|||||
|
Abzüglich: |
|||||||
|
Kurzfristige
|
(346.482) |
(346.482) |
|||||
|
Gesamte
|
(346.482) |
(346.482) |
|||||
|
Netto-
|
568.450 |
568.450 |
|||||
Unser Brutto-Zahlungsmittelbestand - definiert als Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens - stammt mit etwa 415.064 TEUR aus dem Börsengang im August 2006 an der New York Stock Exchange.
Die Netto-Cash-Position - Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) - beläuft sich damit auf 568.450 TEUR.
Zur Sicherung unserer Cash-Position und zur Gewährleistung flexibler Liquidität haben wir eine Richtlinie implementiert, die das Anlagevolumen bezüglich Geschäftspartner, Rating, Branche, Laufzeit und Instrument begrenzt.
Vertragliche Verpflichtungen und Eventualverpflichtungen (1)
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Angaben in Tsd. Euro |
Zahlung fällig in: |
|
|
||||
|
Gesamt |
weniger als 1 Jahr |
1-2 Jahren |
2-3 Jahren |
3-4 Jahren |
4-5 Jahren |
5 Jahre und länger |
|
|
Vertragliche
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Zahlungen aus
|
45.378 |
14.997 |
14.997 |
14.060 |
862 |
462 |
0 |
|
Unbedingte
|
335.671 |
327.239 |
7.079 |
317 |
56 |
980 |
0 |
|
Andere langfristige
|
70.799 |
28.930 |
11.028 |
8.514 |
8.119 |
8.119 |
6.089 |
|
Summe vertragliche
|
451.848 |
371.166 |
33.104 |
22.891 |
9.037 |
9.561 |
6.089 |
|
Eventualverpflichtungen:
|
2.515 |
195 |
1.948 |
0 |
261 |
0 |
111 |
|
Zuschüsse (4) |
|||||||
|
53.645 |
0 |
0 |
0 |
0 |
8.835 |
44.810 |
|
|
Summe
|
56.160 |
195 |
1.948 |
0 |
261 |
8.835 |
44.921 |
(1) Teilweise
bereits als Verbindlichkeit in der Bilanz erfasst.
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2006 gaben wir rund 11.000 TEUR für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände im Rahmen der Produktentwicklung und den Aufbau der Zentralbereiche aus. Abhängig von der Geschäftssituation erwarten wir im Geschäftsjahr 2007 zwischen 20.000 und 25.000 TEUR in Sachanlagen zu investieren.
Kreditengagements
In der Vergangenheit haben wir uns (direkt oder indirekt) auf Infineon verlassen, eine Finanzierung für einen Teil unseres Finanz- und Kapitalbedarfs aufzubringen. Unter unserem Master Loan Agreement mit Infineon Technologies Holding B.V. haben wir zum 30. September 2006 346.482 TEUR in Anspruch genommen. In dieser Vereinbarung haben wir uns verpflichtet, keine weiteren Ziehungen unter der Vereinbarung vorzunehmen und alle ausstehenden Beträge bis zum zweiten Jahrestag unseres Börsenganges zurückzuzahlen.
Wir haben verschiedene voneinander unabhängige kurz- und langfristige Kreditengagements mit mehreren Finanzinstituten für den zu erwartenden Finanzbedarf vereinbart. Diese Kreditengagements haben eine Höhe von 668.482 TEUR, von denen 322.000 TEUR zum 30. September 2006 verfügbar waren. Die Kreditengagements bestehen aus den folgenden drei Gruppen:
|
In Tsd. Euro |
Zum 30. September 2006 |
|||
|
Laufzeit |
Zweck |
Kredit
|
Erfolgte
|
Verfügbar |
|
kurzfristig |
working capital, cash management |
72.000 |
0 |
72.000 |
|
kurzfristig |
shareholder loan |
346.482 |
346.482 |
0 |
|
langfristig |
working capital |
250.000 |
0 |
250.000 |
|
Gesamt |
668.482 |
346.482 |
322.000 |
|
Im Juli 2006 haben wir einen 250.000 TEUR-Konsortialkredit mit dreijähriger Laufzeit vereinbart, welcher am Ende des ersten Jahres der Laufzeit um ein weiteres Jahr, die Zustimmung der Kreditgeber vorausgesetzt, verlängert werden kann. Diese Kreditlinie kann für Zwecke der Betriebsmittel und/oder generelle betriebliche Zwecke genutzt werden und dient als Instrument zur Liquiditätssicherung. Die neue Kreditlinie beinhaltet die Einhaltung branchenüblicher Finanzkennzahlen und marktgängige Zinsen. Zum 30. September 2006 wurde diese Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Der Zinssatz schwankt in Abhängigkeit von einer Profitabilitäts-Kennzahl. Gegenüber den Darlehensgebern der dargestellten 250.000 TEUR Kreditlinie wurde eine Negativerklärung bezüglich der Bestellung von nicht zugelassenen Sachsicherheiten abgegeben.
Unter Berücksichtigung der verfügbaren finanziellen Ressourcen einschließlich der intern generierten Zahlungsmittel und der derzeitig verfügbaren Kreditengagements erwarten wir, in der Lage zu sein, unseren derzeit geplanten Kapitalbedarf für das Geschäftsjahr 2007 bedienen zu können.
Derivate
Die Gesellschaft schließt kurz- und langfristige Devisentermingeschäfte ab. Ziel dieser Transaktionen ist die Verringerung der Marktrisiken aus Veränderungen von Währungsrelationen für die in Fremdwährung lautenden Zahlungsströme. Derivative Finanzinstrumente werden bei der Gesellschaft nicht zu Handels- oder spekulativen Zwecken eingesetzt. Zum Bilanzstichtag hatten die Derivatpositionen einen Marktwert von minus 2 TEUR.
Finanzierung der Pensionsverpflichtungen
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte für den HGB-Abschluss erstmalig in diesem Geschäftsjahr nach der "Projected Unit Credit Method" gemäß FAS87. Der dort ermittelte Barwert, der zum Bilanzstichtag erdienten Pensionsansprüche, bezeichnet als projected benefit obligation (PBO), beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten und beträgt 36.838 TEUR. Der Marktwert des Planvermögens betrug insgesamt 26.036 TEUR zum 30. September 2006, welches uns seitens der Infineon AG in Bar übertragen wurde. Das Planvermögen wird vom neu gegründeten Qimonda Pension Trust e.V. sowie dem Qimonda Altersteilzeit Trust e.V. treuhänderisch für die Qimonda AG gehalten. Da der Übertrag Ende September kurz vor Ultimo erfolgte, war eine Anlage in Wertpapieren vor dem Ultimo nicht mehr möglich. Aus diesem Grund wird das Planvermögen zum Bilanzstichtag in den Barmitteln ausgewiesen.
Für das nächste Geschäftsjahr haben wir eine Rendite auf das Planvermögen in Höhe von 6,5 Prozent geschätzt.
Unsere Investitionsstrategie für den Pensionsplan beinhaltet ein gewisses Maß an Flexibilität, um sich ergebende Anlagechancen frühestmöglich ergreifen zu können. Gleichzeitig stellen angemessene Kennzahlen sicher, dass die Vorsichts- und Sorgfaltspflichten bei der Ausführung des Investitionsprogramms erfüllt werden. Das Vermögen des Pensionsfonds wird von mehreren Fondsmanagern in Zusammenarbeit mit Anlageberatern angelegt. Die Pläne sehen eine Kombination aus aktiven und passiven Investitionsprogrammen vor. Unter Berücksichtigung der Laufzeit der zu Grunde liegenden Verpflichtungen wird ein Portfolio der Investitionen des Planvermögens, bestehend aus Anteils-, Gläubiger- und anderen Wertpapieren, angestrebt, um die langfristige Gesamtkapitalrendite bei einem bestimmten Risiko zu maximieren. Das Investitionsrisiko wird durch laufende periodenweise Prüfungen des Portfolios, durch Meetings mit Anlageberatern und durch Verbindlichkeitsberechnungen kontrolliert. Die Investitionsmethoden und -strategien werden periodisch überprüft, um sicherzustellen, dass die Ziele der Versorgungspläne, unter Berücksichtigung jeder Änderung im Aufbau des Versorgungsplans, der Marktbedingungen oder anderer wesentlicher Punkte, erreicht werden.
Die Verteilung unseres Planvermögens auf das Anlagevermögen des Pensionsplans basiert auf der Einschätzung der Geschäfts- und Finanzlage, ferner auf demographischen und versicherungsmathematischen Daten, Finanzierungsmöglichkeiten, geschäftsbezogenen Risikofaktoren, Marktsensitivitätsanalysen und anderen relevanten Faktoren. Insgesamt soll die Verteilung der Sicherung des Planvermögens dienen und gleichzeitig für ausreichend stabile, also beispielsweise inflationsbereinigte Einkünfte sorgen, um sowohl derzeitige wie auch künftige Pensionszusagen zu erfüllen. Auf Grund des aktiven Portfoliomanagements kann die tatsächliche Verteilung des Anlagevermögens, innerhalb bestimmter Grenzen, von der geplanten Verteilung abweichen. Gemäß unseren Richtlinien investieren die Pensionspläne nicht in eigene Aktien.
Mitarbeiter
Die folgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung unserer Belegschaft nach Standorten zum 30. September 2006.
|
Anzahl Berichtsjahr |
||
|
Campeon, Neubiberg |
839 |
|
|
München-Perlach |
578 |
|
|
Erlangen |
11 |
|
|
andere Inland |
5 |
|
|
Summe |
1.433 |
|
|
Anzahl Berichtsjahr |
||
|
Leitende Angestellte |
80 |
|
|
Außertariflich Angestellte |
580 |
|
|
Tarifangestellte |
771 |
|
|
Summe Angestellte |
1.431 |
|
|
Gewerbliche Mitarbeiter |
2 |
|
|
Summe |
1.433 |
|
Die INVOT AG als aufnehmende nicht-operative Gesellschaft hatte keine Mitarbeiter. Die ehemaligen Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Speicherprodukte der Infineon Technologies AG wurden per 1. Mai 2006 im Zuge eines Betriebsübergangs in die Qimonda AG übernommen. Im Geschäftsjahr 2006 waren darüber hinaus vorwiegend die Erweiterungen der Forschungskapazitäten sowie der Aufbau der Zentralfunktionen für die neu geschaffene Qimonda Gruppe am Standort München für die Einstellung weiterer Mitarbeiter ausschlaggebend.
Risiken und Chancen
Vorbemerkung
Die Qimonda AG ist in das Risiko- und Chancenmanagementsystem des Qimonda Konzerns eingebunden. Da die isolierte Betrachtung auf Grund der Rolle im Konzern kein repräsentatives Bild vom Risiko- und Chancenmanagement geben würde, werden Risiken und Chancen in Relevanz und Einfluss im Konzern beschrieben.
Wie kaum ein anderes Geschäft innerhalb der Halbleiterindustrie ist das Speichergeschäft in sehr hohem Maße durch den regelmäßigen Wechsel von Perioden des Marktwachstums mit Perioden der Marktrückgänge gekennzeichnet. Marktrückgänge sind insbesondere geprägt durch Überkapazitäten, steigende Auftragsstornierungen sowie überdurchschnittlich sinkende Preise und rückläufige Umsatzerlöse. Ergänzt wird diese Risikolage durch den sehr hohen Investitionsbedarf zur Erreichung und Absicherung der Marktführerschaft sowie den außerordentlich schnellen technologischen Wandel. Diesen hohen Risiken stehen im Speichergeschäft allerdings auch vergleichsweise größere Chancen gegenüber.
Das Risiko- und Chancenmanagementsystem im Qimonda Konzern
Gerade wegen der hohen Volatilität des Speichergeschäfts ist die Risiko- und Chancenpolitik insbesondere auf die Erreichung beziehungsweise Absicherung eines nachhaltig profitablen Wachstums ausgerichtet. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen sind hierbei dringend erforderlich. Wir haben deshalb ein unternehmensweites Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert, das uns in die Lage versetzt, die sich aus dem Markt heraus ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren beziehungsweise zu antizipieren. Der alle Bereiche umfassende Ansatz und die zugehörige Berichterstattung als zentrales Element des Risiko- und Chancenmanagementsystems geben der Unternehmensleitung die Möglichkeit, schnell und effektiv zu handeln. In jedem Bereich des Unternehmens sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter benannt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses die Verantwortung tragen. Der Reporting-Prozess sieht vor, dass Risiken und Chancen in Risiko- beziehungsweise Chancenkategorien eingeteilt und zusammen mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts und ihrer Auswirkungen, gemessen in Ebit (Gewinn vor Zinsen und Steuern), berichtet werden.
Das Risiko- und Chancenmanagementsystem ist umfassend in unserem Intranet dokumentiert und damit für unsere Mitarbeiter weltweit zugänglich.
Das System basiert auf individuellen Beobachtungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in unsere Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über die Fertigung und den Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als eine Erweiterung des Planungsprozesses dient das Risiko- und Chancenmanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen Entwicklungen, die unser Geschäft beeinflussen können, wird das System auch herangezogen, um Aktivitäten zu priorisieren und zu implementieren, um Chancen besser zu nutzen und Risiken zu reduzieren.
Die Abteilungen erstellen regelmäßig Risiken- und Chancenberichte, die den Kern des Risiko- und Chancenmanagementsystems darstellen. Die Berichte werden vom Vorstand und von den Funktionsverantwortlichen bewertet und sind Teil des Berichtsprozesses.
Neben diesem zentralen System wird die Methodik der quantitativen Risikoanalyse im Rahmen von Investitions- beziehungsweise F&E-Projekten eingesetzt, um größere Transparenz zu erzeugen und entsprechende Maßnahmen, die zum Erfolg der Projekte führen können, abzuleiten. Die durch Simulationen unterstützte Analyse von quantifizierbaren Risiken ist hier fester und integrativer Bestandteil des Managements von F&E-Projekten. Des Weiteren wird die Methodik der quantitativen Risikoanalyse bei Finanzentscheidungen wie Investments oder bei Umsatzprognosen eingesetzt. Ziel ist, neben der Risikobewertung eine Analyse und Bewertung von risikominimierenden Maßnahmen unter Ausnutzung quantifizierbarer Unsicherheiten sicherzustellen.
Die systematische Weiterentwicklung bestehender und neuer Systeme mit Frühwarncharakter trägt maßgeblich zur weiteren Festigung und zum gezielten Ausbau unserer unternehmensweiten Risiko- und Chancenkultur bei.
Im Rahmen einer jährlich durchzuführenden Risikomanagementsystemanalyse (RMSA) werden über einen Fragenkatalog in den Geschäfts- und Zentraleinheiten die Elemente des Risikomanagementsystems systematisch hinterfragt und Schwachstellen identifiziert. Die RMSA dient damit zum einen der Selbstbeurteilung mit anschließenden gezielten Maßnahmen zur Verbesserung der Subsysteme und zum anderen der Unterstützung der Prüfung des Risikomanagementsystems durch den externen Wirtschaftsprüfer.
Das geltende Transferpreissystem sieht vor, dass über die Cost-Plus Vereinbarungen mit den Tochtergesellschaften eventuelle Risiken bei den Tochtergesellschaften durch die Qimonda AG übernommen werden.
Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen
Durch Veränderungen in einigen geographischen Teilen der Welt, in denen wir aktiv sind, könnten Risiken entstehen.
Unsere weltweite Strategie sieht vor, dass wir aus den unterschiedlichsten Gründen Entwicklungs- und Fertigungsstandorte über den ganzen Globus verteilt unterhalten. Dies können Marktzugangs- oder auch Technologie- sowie Kostengründe sein. Ein Grossteil unserer Umsatzerlöse wird außerhalb Europas generiert. Mit den weiterhin zu erwartenden hohen Wachstumsraten in asiatischen Ländern wird unsere Investitionstätigkeit in dieser Region weiter zunehmen. Es können daher Risiken entstehen, die sich daraus ergeben, dass
| • | wirtschaftliche und geopolitische Krisen Auswirkungen auf regionale Märkte haben, |
| • | länderspezifische Gesetze und Regelungen den Investitionsrahmen und die Möglichkeiten, freien Handel zu betreiben, beeinflussen und |
| • | unterschiedliche Praktiken bei der Auslegung von steuerlichen, juristischen oder administrativen Regeln die Ausübung unternehmerischer Tätigkeiten eingrenzen. |
Substanzielle Veränderungen in dem jeweiligen Umfeld können negative Auswirkungen auf unser Geschäft haben. Es ist daher nicht auszuschließen, dass regionale Krisen in Zukunft negative Auswirkungen auf unsere Ertragsfähigkeit haben können. Die breite Diversifikation innerhalb unseres Produktportfolios und eine Streuung der Entwicklungs- und Fertigungsaktivitäten sind jedoch ein wirksames Mittel gegen die Auswirkungen solcher regionaler Krisen, weil die Abhängigkeiten generell geringer sind.
Unser verstärktes Engagement in asiatischen Ländern, vornehmlich China, birgt aber auch die Chance, an den hohen Wachstumsraten gerade auch in unserem Betätigungsfeld durch steigende Umsätze zu partizipieren. Unsere Investitionstätigkeit gibt uns durch die Nähe zu den asiatischen Märkten die Chance leichteren Marktzugangs und einen höheren Grad an Wahrnehmung unserer Produkte.
Branchen- und unternehmensspezifische Risiken und Chancen
Die Volatilität der DRAM-Speicherpreise ist weiterhin das bedeutendste Risiko, aber auch eine wichtige Chance für das Unternehmen. Wie bereits oben im Abschnitt zur Zyklizität beschrieben, unterliegen Preise für DRAM auf Grund von sich schnell ändernden Nachfrage- und Angebotsrelationen großen Schwankungen. In den letzten 12 Monaten schwankte der durchschnittliche Verkaufspreis für ein 256Mbit Äquivalent auf dem Markt zwischen 2,92 US-Dollar und 3,10 US-Dollar. Die Erweiterung unseres Produktportfolios, etwa durch neue Speichermodule, Grafikspeicher und Produkte für Anwendungen der Unterhaltungselektronik und der mobilen Kommunikation, kann neben den damit verbundenen Chancen auch erhebliche Risiken mit sich bringen. In einer positiven Preisentwicklung und insbesondere bei einer über den Erwartungen liegenden Nachfrageentwicklung verbunden mit temporären Verknappungen auf Grund von beispielsweise Lieferengpässen im Markt sehen wir große Chancen.
Ein insgesamt für die Halbleitertechnologie wesentliches geschäftstypisches Risiko ist der Hochlauf neuer Technologien mit dem Risiko von Verzögerungen beziehungsweise deutlichen Ausbeuteschwankungen. Diesem Risiko versuchen wir mit kontinuierlich verbessertem Projektmanagement und entsprechend enger Überwachung der betroffenen Geschäftsprozesse zu begegnen.
Gegen Produktrisiken setzen wir modernste Qualitätssichernde Methoden zur Vorbeugung, Problemlösung und kontinuierlichen Verbesserung unserer Geschäftsprozesse ein, insbesondere bei Entwicklung, Fertigung und Logistik. Das unternehmensweit gültige Qualitätsmanagementsystem ist seit Jahren nach den Normen ISO9001 beziehungsweise ISO/TS16949 zertifiziert und bezieht auch die Entwicklung unserer Lieferanten mit ein.
Wir schützen uns mit Versicherungen bestmöglich gegen Auswirkungen von Haftungsrisiken oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Steuerliche, wettbewerbs- und börsenrechtliche Regelungen können ebenfalls Unternehmensrisiken beinhalten. Die Gesellschaft lässt sich deshalb umfassend von internen und externen Fachleuten beraten.
Im Patentbereich profitiert Qimonda vom Schutz mehrerer Verträge mit wichtigen Wettbewerbern. Die Gesellschaft bemüht sich deshalb intensiv, diesen Schutz durch Verhandlungen mit führenden Wettbewerbern, mit denen noch keine patentrechtlichen Vertragsbeziehungen bestehen, weiter auszudehnen und somit Risiken zu minimieren.
Durch die Umstrukturierung und Erweiterung unseres Produktportfolios sind wir bestrebt, Produkte mit höheren Margen zu bedienen und so im Wettbewerb kontrollierbarer bestehen zu können.
Dem Risiko aus der Konzentration auf wenige große Kunden begegnen wir durch eine kontrollierte Verbreiterung der Kundenbasis. Das mit einer Fokussierung auf eine begrenzte Anzahl von Lieferanten verbundene Risiko der Abhängigkeit steuern wir durch das Eingehen strategischer Partnerschaften und dem Schaffen von zusätzlichen Bezugsquellen.
Die Speicherbausteine werden üblicherweise auf Scheiben mit einem Durchmesser von 200mm und 300mm hergestellt. Die 300mm Scheiben bieten deutliche Kostenvorteile in der Herstellung. Durch die Umstellung der Produktionsanlagen im Konzern auf die 300mm Technologie möchten wir die Möglichkeit nutzen, einen Kostenvorteil gegenüber den Wettbewerbern herauszuarbeiten.
Der Abstand zwischen Schaltkreisen bei DRAM wird üblicherweise in nm (Nanometer) gemessen. In der Entwicklung und dem Einsatz der Technologien zur Reduktion der Abstände und damit zur Verringerung der Herstellungskosten sind wir intensiv involviert. So arbeiten wir beispielsweise intensiv mit Nanya, einem unserer F&E Partner an der Entwicklung der Prozesstechnologien zu 75nm und 58nm.
Marktrisiken
Fremdwährungsmanagement
Die internationale Ausrichtung unserer Geschäftstätigkeit bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen - vor allem in US-Dollar - mit sich. Da wir aus diesen Geschäften einem Währungsrisiko ausgesetzt sind, kommt der Absicherung des Währungsrisikos eine hohe Bedeutung zu.
Ein bedeutender Anteil unserer Umsatzerlöse, Fertigungs-, Vertriebs-, Verwaltungs- sowie F&E-Kosten entsteht originär nicht in Euro, sondern vorwiegend in US-Dollar. Wechselkursschwankungen gegenüber dem Euro können einen negativen wie auch positiven Effekt auf Umsatzerlöse, Kosten und Ergebnis haben.
Unsere Geschäftspolitik zur Begrenzung von kurzfristigen Fremdwährungsrisiken ist es, mindestens 75 Prozent des erwarteten Nettorisikos über einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten im Voraus, je nach Art des Grundgeschäfts für einen bedeutenden Anteil auch darüber hinaus, zu sichern. Ein Teil des Fremdwährungsrisikos bleibt auf Grund des Unterschieds zwischen tatsächlichen und erwarteten Beträgen bestehen. Wir berechnen dieses Nettorisiko auf Basis des Kapitalflusses unter Berücksichtigung von eingegangenen oder vergebenen Aufträgen und allen anderen geplanten Einnahmen und Ausgaben.
Management des Zinsrisikos
Unsere Zinsrisikopositionen resultieren hauptsächlich aus Geldanlageinstrumenten, Wertpapieremissionen und Kreditaufnahmen. Vor dem Hintergrund der hohen Geschäftszyklizität und der operativen Flexibilität halten wir einen vergleichsweise hohen Kassenbestand, den wir in Instrumente mit überwiegend kurzer Zinsbindungsdauer anlegen. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzen wir Zinsderivate, um die aktivische und passivische Zinsbindungsdauer einander anzunähern.
Materialpreisrisiken
Wir sind auf Grund unserer Abhängigkeit von verschiedenen Materialien Preisrisiken ausgesetzt. Wir versuchen, diese Risiken durch unsere Einkaufsstrategien und durch Einsatz geeigneter Instrumente zu minimieren. Wir setzen keine derivativen Finanzinstrumente zur Vermeidung von Restrisiken aus Preisschwankungen ein.
Finanzierungsrisiken
Wie alle Halbleiterunternehmen, die eigene Fertigungsstätten betreiben, muss auch der Qimonda Konzern erhebliche Kapitalbeträge für den Bau, die Erweiterung, die Modernisierung und die Instandhaltung dieser Anlagen einsetzen. Darüber hinaus müssen erhebliche finanzielle Mittel für F&E aufgewendet werden. Der Finanzmittelbedarf soll aus Mittelzuflüssen der laufenden Geschäftstätigkeit, der Inanspruchnahme von Kreditengagements, staatlichen Zulagen und Zuschüssen und - abhängig von den Marktbedingungen - durch die Aufnahme von Fremdkapital am öffentlichen Kapitalmarkt oder an Eigenkapital gebundene Instrumente gedeckt werden. Im Zusammenhang mit bestimmten Investitionsprojekten haben wir auch staatliche Zulagen und Zuschüsse beantragt, können jedoch nicht garantieren, dass die Mittel rechtzeitig oder überhaupt genehmigt werden.
Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen von F&E und der Fertigung werden weiterhin aktiv genutzt, um den Finanzierungsbedarf zu reduzieren.
Rechtliches Risiko
Wie bei vielen Unternehmen in der Halbleiterbranche wird auch Qimonda gegenüber behauptet, das Unternehmen habe gewerbliche Schutzrechte verletzt, fehlerhafte Produkte geliefert, die Umweltschutzauflagen nicht eingehalten oder gesetzliche Pflichten verletzt. Ungeachtet der Erfolgsaussichten derartiger Ansprüche können dem Unternehmen im Zusammenhang mit der Abwehr derartiger Ansprüche hohe Kosten entstehen. Qimonda wehrt sich in solchen Angelegenheiten energisch mit Unterstützung interner und externer Experten.
Bei verschiedenen Gerichten, vor allem in den USA, sind Verfahren gegen die Infineon Technologies AG anhängig. Der Gesellschaft wird vorgeworfen mit anderen DRAM Herstellern im Zeitraum zwischen dem 1. Juli 1999 und dem 15. Juni 2002 Preisabsprachen getroffen zu haben. Im Einbringungsvertrag hat die Qimonda AG mit der Infineon Technologies AG vereinbart, diese von etwaigen Ansprüchen aus diesen Verfahren freizustellen. Für das Verfahren mit dem Department of Justice (DOJ) und für Folgeverfahren, wie beispielsweise dem EU-Kartellrechtsverfahren wurden insgesamt 102.236 TEUR bei der Qimonda AG passiviert.
Gesamtrisiko
In der Qimonda AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
In Verbindung mit der Gründung haben Infineon und Qimonda eine Treuhandvereinbarung abgeschlossen, nach der Infineon die Aktien an Inotera als Treuhänder für Qimonda so lange hält, bis diese Aktien übertragen werden können. Nach der Treuhandvereinbarung hat Infineon die Aktien an Qimonda dann zu übertragen, wenn Infineon eine Ausnahmegenehmigung von der gesetzlichen Sperrfrist erhält. Die taiwanesische Börse hat diese Ausnahmegenehmigung am 14. Oktober 2006 erteilt. Die Gesellschaft bereitet die notwendigen Schritte vor, um die Inotera-Aktien an Qimonda zu übertragen.
Ausblick für die Qimonda Gruppe und die Qimonda AG
Die Qimonda AG partizipiert auch im nächsten Geschäftsjahr über das in der Qimonda Gruppe gültige Transferpreismodell von der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns.
Die Qimonda AG erwartet im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2007 eine Produktionsmengensteigerung von 10% bis 15%. Das bit Wachstum wird sich auf die Nutzung zusätzlicher Kapazitäten hauptsächlich bei den Foundry Partnern sowie verbesserter Produktivität aus der Umstellung auf die 90nm Technologie stützen. Weiterhin plant die Gesellschaft den Anteil der bit Lieferungen für Nicht-PC Applikationen, nach der saisonal starken Nachfrage nach Unterhaltungs- und Spieleelektronik im letzten Quartal, auf dem derzeitigen Niveau von etwa 55% zu halten.
Branchenexperten prognostizieren für den weltweiten Speichermarkt ein Wachstum von 50% bis 60% im Kalenderjahr 2007. Die Gesellschaft geht für das Geschäftsjahr 2007 von einem Wachstum der bit-Produktion in gleicher Größenordnung aus. Dieses Wachstum wird durch Kapazitäten in der 300mm-Fabrik in Richmond, USA, und dem Anlaufen des zweiten 300mm Moduls des Inotera Joint Ventures in Taiwan gestützt. Weiterhin wird die Produktivitätsverbesserung durch die fortschreitende Umstellung auf 90nm Produktion und den Übergang zur nächsten Generation von 80nm und 75 nm DRAM Technologie getrieben werden.
Die Preisentwicklung wird durch Angebots- und Nachfragerelationen bestimmt, die sich unserem Einfluss entziehen, so dass wir nicht in der Lage sind, zukünftige Verkaufspreise verlässlich zu schätzen. Wir werden unser Portfolio weiter auf Produkte mit höheren Margen konzentrieren.
In der Qimonda Gruppe planen wir im kommenden Geschäftsjahr zwischen 750 und 850 Millionen Euro zu investieren. In den Folgejahren sollen sich die Investitionsmittel im Bereich zwischen 15 und 25% der Umsatzerlöse bewegen.
Wir werden weiterhin kontinuierlich an der Reduktion der Fertigungskosten pro Bit arbeiten, indem wir zukunftsweisende Technologien einführen und einsetzen, um die Chipgrößen zu reduzieren, indem wir die 300mm Kapazitäten weiter erhöhen und indem wir andere Einsparungs- und Produktivitätspotentiale nutzen.
Für das Geschäftsjahr 2007 erwarten wir Abschreibungen auf Anlagen im Konzern in einer Höhe von 650 bis 750 Millionen Euro. In den folgenden Jahren wird sich die Abschreibung für Abnutzung im Rahmen der Ersatzinvestitionen bewegen.
Gruppenweit werden die F&E Ausgaben im kommenden Geschäftsjahr zwischen 430 und 460 Millionen Euro betragen. In den Jahren danach planen wir F&E Aufwand in der Größenordnung von durchschnittlich 10% der Umsatzerlöse.
Vertriebs- und Verwaltungskosten werden sich im Konzern im Geschäftsjahr 2007 zwischen 210 und 230 Millionen Euro bewegen und in Zukunft im Durchschnitt 5% der Umsatzerlöse betragen.
Der Mitarbeiterstand der Qimonda Gruppe wird sich entsprechend unserer Wachstumsbestrebungen moderat erhöhen.
Kapitalbedarf
Historisch bedingt haben wir unsere Finanzmittel von der Infineon Gruppe erhalten. Die begebenen Kreditengagements planen wir in Abhängigkeit der Marktgegebenheiten und unserer Finanzlage teilweise oder sogar vollständig zurück zu zahlen oder durch externe Finanzierungsquellen abzulösen.
Im Geschäftsjahr 2007 benötigen wir Kapital zur
| • | Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, |
| • | Rückzahlung fälliger Darlehen, |
| • | Zahlung unserer Eventualverpflichtungen, sofern sie eintreten, und |
| • | planmäßigen Durchführung von Investitionen. |
Wir erfüllen diese Anforderungen durch
| • | Cash-Flow aus dem laufenden Geschäft, |
| • | Verwendung der Erlöse aus dem Börsengang, |
| • | verfügbare Zahlungsmittel und veräußerbare Wertpapiere, |
| • | mögliche zukünftige Kapitalmarkttransaktionen sowie |
| • | verfügbare Kreditengagements. |
Zum 30. September 2006 benötigen wir für das Geschäftsjahr 2007 Geldmittel in Höhe von 717.648 TEUR, bestehend aus 346.482 TEUR für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und 371.166 TEUR für vertragliche Verpflichtungen. Wir planen, maximal weitere 25.000 TEUR für Investitionen in Sachanlagen aufzuwenden, für die wir noch keine Verpflichtungen eingegangen sind. In der Summe beläuft sich der Kapitalbedarf für finanzielle Verpflichtungen und geplante Investitionsaufwendungen für das Geschäftsjahr 2007 am 30. September 2006 auf 742.648 TEUR. Unser Brutto-Zahlungsmittelbestand beläuft sich am 30. September 2006 auf 914.932 TEUR, wobei 26.036 TEUR für das Planvermögen des Qimonda Pension Trust e.V. reserviert sind. Zudem können wir 322.000 TEUR aus den verfügbaren Kreditengagements finanzieren.
Zum 30. September 2006 weisen wir einen Shareholder Loan von Infineon Technologies Holding B.V. in Höhe von 346.482 TEUR aus, welcher nicht weiter gezogen wird und den wir bis zum zweiten Jahrestag unseres Börsengangs zurückzahlen werden.
Herausforderungen in der Zukunft
Unser künftiger Erfolg wird vor allem von unserer Fähigkeit abhängen, weiterhin Spitzentechnologien zu entwickeln und unser Produktportfolio zu optimieren. Wir müssen beide Ziele erreichen, um der fluktuierenden Nachfrage nach verschiedenen Halbleiterprodukten zu begegnen. Wir sind der Überzeugung, dass die Fähigkeit, ein breites Portfolio anzubieten und flexibel zu fertigen, in zunehmendem Maße zu unserem langfristigen Erfolg auf vielen Märkten in der Halbleiterindustrie beitragen wird. Die Entwicklung und Erhaltung eines Technologievorsprungs, Entwicklungs- und Fertigungsallianzen, einschließlich der Auftragsfertigung durch Dritte, sowie beständige Bemühungen zur Portfolio-Diversifikation werden die Reaktion auf veränderte Marktbedingungen erleichtern und unsere finanzielle Ertragskraft stärken.
Wir sind weiterhin bestrebt, unser Produktangebot auszuweiten und unseren Produkt-Mix zu optimieren, um Preisdifferenzen ausgleichen zu können. Des Weiteren versuchen wir, uns verstärkt auf Produkte zu fokussieren, von denen wir erwarten, dass sie eine geringere Volatilität und höhere Margen aufweisen. Dazu zählen Produkte für Server, Unterhaltungselektronik, hoch auflösende grafische und mobile Anwendungen.
Wir werden weiterhin unsere Investitionen auf die Entwicklung von fortschrittlichen Fertigungstechnologien sowie von Produkten mit großem Wachstumspotenzial und Profitabilität fokussieren.
Erklärung des Vorstandes zu § 312 Abs.3 S.3 AktG
Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht des Vorstands über Beziehungen zu Verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt.
Aktiva
|
In TEUR |
Anhang |
30.09.2005 |
30.06.2006 |
|
Anlagevermögen |
(12) |
||
|
Immaterielle Vermögens-
|
0 |
73.091 |
|
|
Sachanlagen |
|||
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
0 |
134.139 |
|
|
Kumulierte Abschreibungen |
0 |
(94.348) |
|
|
0 |
39.791 |
||
|
Finanzanlagen |
(13) |
0 |
2.955.327 |
|
0 |
3.068.209 |
||
|
Umlaufvermögen |
|||
|
Vorräte |
(14) |
0 |
171.646 |
|
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
(15) |
0 |
159.820 |
|
Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen |
(15) |
0 |
1.670.935 |
|
Übrige Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände |
(15) |
0 |
103.118 |
|
Flüssige Mittel |
(16) |
48 |
914.932 |
|
48 |
3.020.451 |
||
|
Rechnungsabgrenzungsposten |
(17) |
0 |
9.145 |
|
Summe Aktiva |
48 |
6.097.805 |
Passiva
|
In TEUR |
Anhang |
30.09.2005 |
30.06.2006 |
|
Eigenkapital |
(18) |
||
|
Gezeichnetes Kapital |
50 |
684.000 |
|
|
Kapitalrücklage |
0 |
4.037.346 |
|
|
Bilanzverlust |
(3) |
(54.356) |
|
|
Rückstellungen |
(19) |
47 |
4.666.990 |
|
Pensionen |
0 |
36.838 |
|
|
Steuerrückstellungen |
0 |
35.384 |
|
|
Sonstige Rückstellungen |
0 |
62.675 |
|
|
Verbindlichkeiten |
(20) |
0 |
134.897 |
|
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
0 |
267.902 |
|
|
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen |
0 |
869.428 |
|
|
Übrige Verbindlichkeiten |
1 |
146.521 |
|
|
1 |
1.283.851 |
||
|
Rechnungsabgrenzungsposten |
(21) |
0 |
12.067 |
|
Summe Passiva |
48 |
6.097.805 |
Negative Werte werden in Klammern dargestellt.
|
In TEUR |
Anhang |
2004/2005 |
2005/2006 |
% vom Umsatz |
|
|
Umsatzerlöse |
(1) |
0 |
3.093.498 |
100,0 |
|
|
Umsatzkosten |
(2) |
0 |
(2.698.961) |
(87,2) |
|
|
Bruttoergebnis vom Umsatz |
0 |
394.537 |
12,8 |
||
|
Forschungs- und Entwicklungskosten |
(3) |
0 |
(162.089) |
(5,3) |
|
|
Vertriebskosten |
(4) |
0 |
(9.183) |
(0,3) |
|
|
Allgemeine Verwaltungskosten |
(5) |
0 |
(59.568) |
(1,9) |
|
|
Sonstige betriebliche Erträge |
(6) |
0 |
1.590 |
0,1 |
|
|
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
(7) |
0 |
(34.351) |
(1,1) |
|
|
Betriebsergebnis |
0 |
129.936 |
4,2 |
||
|
Beteiligungsergebnis |
(8) |
0 |
(130.135) |
(4,2) |
|
|
Finanzergebnis |
(9) |
0 |
4.588 |
0,1 |
|
|
0 |
(125.547) |
(4,1) |
|||
|
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
0 |
4.389 |
0,1 |
||
|
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
(10) |
0 |
(58.742) |
(1,9) |
|
|
Jahresfehlbetrag
|
(11) |
(3) |
(54.353) |
(1,8) |
|
|
Bilanzverlust |
(3) |
(54.356) |
(1,8) |
||
Negative Werte werden in Klammern dargestellt
Rechtsgrundlagen
Entstehung der Gesellschaft
Im Mai 2004 wurde die Gesellschaft unter dem Namen "INVOT AG" als 100% Tochter der Infineon Technologies AG gegründet und im Handelsregister eingetragen. Im April 2006 wurde die INVOT AG in "Qimonda AG" umbenannt. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 brachte die Infineon Technologies AG ihre gesamten Aktivitäten im Geschäftsbereich Memory Products mit dem ausschließlich diesen Aktivitäten dienenden Vermögen als Sacheinlagen gegen Aktien im Wege der Einzelrechtsnachfolge zu Buchwerten in das Vermögen der Qimonda AG ein (Ausgliederungs- und Einbringungsvertrag vom 25. April 2006). Zusätzlich hat die Infineon Technologies Holding B.V., Rotterdam, Niederlande, ebenfalls mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 sämtliche Anteile an der Infineon Technologies Central B.V., Rotterdam, Niederlande, in dem das ausländische Geschäft des Geschäftsbereiches Memory Products gebündelt war, gegen Aktien im Wege der Einzelrechtsnachfolge zu Teilwerten in die Qimonda AG eingebracht (Einbringungs- und Nachgründungsvertrag vom 4. Mai 2006). Zum Bilanzstichtag halten die Infineon Technologies AG 36,85% und die Infineon Technologies Holding B.V. 49,03%. Der Rest der Anteile (14,12%) befindet sich nach dem Börsengang am 9. August 2006 in Streubesitz.
Bis zum 1. Mai 2006 war die Qimonda AG nicht operativ tätig. Das Geschäftsjahr der Qimonda AG beginnt zum 1. Oktober eines Jahres und endet zum 30. September des Folgejahres.
Rechnungslegungsvorschriften
Der Jahresabschluss der Qimonda AG für das Geschäftsjahr 2006 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden. Die Beträge sind in Tausend EURO (TEUR) unter Gegenüberstellung der Werte zum 30. September 2005 ausgewiesen. Negative Werte werden in Klammern dargestellt.
Einzelne Posten, die in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Die Vorjahresbeträge der INVOT AG, die der Infineon Technologies AG bis zum 30. April 2006 als Mantelgesellschaft diente, werden aufgrund der mangelnden Vergleichbarkeit mit der Qimonda AG im Anhang nicht gesondert erläutert.
Zugunsten einer übersichtlichen Darstellung wurde das Gliederungsschema nach § 266 HGB modifiziert. Bei den Übrigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sowie Sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt und zeigt aus Darstellungsgründen eine gegenüber § 275 HGB modifizierte Gliederung.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Aktivposten
Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände aktivieren wir mit den Anschaffungskosten und schreiben diese planmäßig linear über maximal 5 Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer ab. Im Berichtszeitraum 2006 gegen Entgelt angeschaffte Immaterielle Vermögensgegenstände sind zeitanteilig abgeschrieben.
Sachanlagevermögen
Unser Sachanlagevermögen bewerten wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die wir - soweit es sich um abnutzbare Vermögensgegenstände handelt - grundsätzlich um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer mindern. Geringwertige Wirtschaftsgüter schreiben wir im Zugangsmonat voll und Spezial- sowie Normalwerkzeuge linear über ein Jahr ab.
Bei der Ermittlung der Nutzungsdauer lehnen wir uns an die Abschreibungsvorschriften des § 7 EStG in Verbindung mit den amtlichen Abschreibungstabellen für Anlagegüter an.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
|
Technische Anlagen und Maschinen |
8 bis 10 Jahre |
|
Andere Anlagen, Betriebs- und
|
1 bis 8 Jahre |
Bei Anschaffung oder Herstellung während des Geschäftsjahres ermitteln wir eine zeitanteilige Abschreibung, beginnend mit dem Monat, in dem die Anschaffung oder Herstellung erfolgte. Im Falle einer voraussichtlichen dauerhaften Wertminderung des Sachanlagevermögens nehmen wir außerplanmäßige Abschreibungen vor. Geleistete Anzahlungen und angefallene Herstellungskosten auf noch nicht fertig gestellte Investitionen unterliegen keiner Abschreibung.
Finanzanlagen des Anlagevermögens
Beteiligungen und Anteile an Verbundenen Unternehmen und an assoziierten Unternehmen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens bewerten wir nach den Vorschriften des § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB. Die Aktivierung erfolgt zu Einbringungswerten zum 1. Mai 2006 (Buchwerten bzw. Teilwerten; siehe dazu "Entstehung der Gesellschaft") oder - bei dauernder Wertminderung - zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.
Vorräte
In den Vorräten sind Rohstoffe und Waren zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktwerten angesetzt. Unfertige und Fertige Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen worden.
Abwertungen auf Vorräte für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie dem im Vergleich zu den Herstellungskosten niedrigeren Verkaufspreis am Abschlussstichtag ergeben, wurden entsprechend vorgenommen worden.
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder
Tageswerten des Abschlussstichtages angesetzt. Abschreibungen
auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit
des Ausfalls sowie nach Länderrisiken gebildet. Die
Sätze für pauschale Wertberichtigungen auf
Forderungen betragen im Geschäftsjahr bei Forderungen
gegenüber Ausländern 2% und bei Forderungen
gegenüber Inländern 1%. Auf Forderungen
gegenüber Verbundenen
Unternehmen wurden keine pauschalen Wertberichtigungen
vorgenommen.
Passivposten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen "projected unit credit method" entspricht der für die US-amerikanische Rechnungslegung auch im Konzernabschluss der Qimonda AG angewandten Methode und führt zu einem höheren als dem nach § 6a EStG berechneten Wert. Die einmalige Ergebnisauswirkung beträgt 15.942 TEUR und wurde im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst. Die Bilanzierung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren erfasst die Verpflichtung am Bilanzstichtag nach der wahrscheinlichen Inanspruchnahme unter Berücksichtigung von zukünftigen Gehaltssteigerungen.
Der ermittelte Barwert der zum Bilanzstichtag erdienten Pensionsansprüche beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten, welches einen Rechnungszinssatzes von 4,75% p. a., eine Gehaltsdynamik von 2,5% p. a. und eine Rentendynamik von 1,75% p. a. ansetzt. Die Ermittlung der Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten erfolgte unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die betriebliche Fluktuation ist ebenfalls berücksichtigt.
Die Übertragung der Pensionsfondsanteile, die bisher von der Infineon Technologies AG verwaltet wurden, erfolgte im September 2006 als Bareinlage in den Qimonda Pension Trust e.V., der dieses Vermögen treuhänderisch für die Qimonda AG hält.
Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen und Eventualverpflichtungen für Anwärter. Diese Rückstellungen wurden entsprechend der IDW-Stellungnahme (IDW RS HFA 3 vom 18. November 1998) berechnet. Die voraussichtlich zu leistenden Beträge werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und werden mit ihrem Barwert angesetzt.
Die Steuerrückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.
In den Sonstigen Rückstellungen bildet die Gesellschaft für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorge.
Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse werden gelegt, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.
Forschungs- und Entwicklungskosten werden in voller Höhe nach Abzug der Fördermittel als Aufwand gebucht.
Währungsumrechnung
Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet, langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten zum Einbuchungskurs oder dem jeweils niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag.
Währungsrisiken
Zur Sicherung des Unternehmens gegen Währungsrisiken werden nur Devisentermingeschäfte als derivative Finanzinstrumente eingesetzt innerhalb vorgegebener Risikolimite. Dabei werden für sich entsprechende Geschäfte Bewertungseinheiten gebildet.
Derivative Finanzinstrumente, die für geplante Umsätze des nächsten Geschäftsjahres und für sonstige schwebende Geschäfte abgeschlossen wurden, sind imparitätisch bewertet, d.h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt.
Sofern Bewertungseinheiten bestehen, werden Gewinne und Verluste aus Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente saldiert. In Höhe des Verlustüberhangs wird eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Ein sich insgesamt ergebender Bewertungsgewinn wird bei der Ergebnisermittlung grundsätzlich nicht berücksichtigt gemäß § 252 Abs.1 Nr. 4 HGB.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
Die Qimonda AG führt ihr Geschäft innerhalb eines Segments.
Die Umsatzaufgliederung nach Abnehmergruppen stellt sich wie folgt dar:
|
in TEUR |
Vorjahr |
Berichtsjahr |
|
Umsätze mit zu konsolidierenden Qimonda Gesellschaften |
0 |
2.728.803 |
|
Umsätze an Fremde und nicht zu kons. Gesellschaften |
0 |
364.695 |
|
Summe |
0 |
3.093.498 |
Die Umsatzaufgliederung nach Regionen zeigt die folgende Tabelle:
|
in TEUR |
Vorjahr |
Berichtsjahr |
|
Deutschland |
0 |
285.879 |
|
Übriges Europa |
0 |
719.875 |
|
Asien/Pazifik |
0 |
1.260.991 |
|
Amerika [NAFTA] |
0 |
660.092 |
|
Japan |
0 |
165.521 |
|
Übrige Regionen |
0 |
1.140 |
|
Summe |
0 |
3.093.498 |
Die Umsatzerlöse enthalten Lizenzerträge in Höhe von 1.498 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).
(2) Umsatzkosten
Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen. Im Wesentlichen sind dies Aufwendungen für Fertigungsmaterialien, bezogene Leistungen und Personalaufwendungen.
(3) Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung umfassen vor allem Personalkosten, Materialkosten, Abschreibungen und Instandhaltung der Laboreinrichtung.
(4) Vertriebskosten
Die Vertriebskosten umfassen Personalkosten für die Mitarbeiter des Vertriebs und des Marketings, Kosten für Kundenmuster, Aufwendungen im Zusammenhang mit Prototypen, Verkaufsförderungsmaßnahmen und Marketingaufwendungen.
(5) Allgemeine Verwaltungskosten
Die allgemeinen Verwaltungskosten umfassen im Wesentlichen die Personalkosten der Mitarbeiter in der Verwaltung, nicht produktionsbezogene Gemeinkosten, Beratungshonorare, Rechtsanwaltskosten und andere Honorare für externe Dienstleister sowie Personalbeschaffungs- und Ausbildungskosten.
Darüber hinaus sind in den Verwaltungskosten folgende Honorare für Abschlussprüfer der Gesellschaft enthalten:
|
Berichtsjahr
|
|
|
Abschlussprüfung |
500 |
|
Sonstige Bestätigungsleistungen |
439 |
|
Summe |
939 |
(6) Sonstige betriebliche Erträge
Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.590 TEUR resultieren im Wesentlichen aus der im September 2006 erfolgten Übertragung der Pensionsfondsanteile. Der Betrag ergibt sich aus dem Wertzuwachs der übertragenen Anteile zwischen 1. Mai 2006 und dem Übertragungszeitpunkt.
(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von
34.351 TEUR stehen im
Wesentlichen im Zusammenhang mit der einmaligen
Lizenzzahlung an Tessera Inc. in Höhe von 30.649 TEUR
und mit der außerplanmäßigen Abschreibungen
des Geschäfts- und Firmenwertes der Qimonda Flash GmbH,
Dresden, sowie der Lizenz von Saifun Semiconductors Ltd.,
Netanya, Israel, in Höhe von insgesamt 3.702 TEUR.
Aufgrund des schwachen Marktumfeldes wurde die Entscheidung
getroffen, die Produktion der Qimonda Flash GmbH, Dresden,
einzustellen und die Entwicklung NROM basierender
Technologien zu beenden.
(8) Beteiligungsergebnis
Das Beteiligungsergebnis strukturiert sich im Geschäftsjahr 2006 wie folgt:
|
in TEUR |
Vorjahr |
Berichtsjahr |
|
Aufwendungen aus Verlustübernahmen |
0 |
(20.849) |
|
davon Qimonda Flash GmbH, Dresden |
0 |
(20.849) |
|
Aufwendungen aus Forderungsverzicht |
0 |
(67.000) |
|
davon Qimonda Flash GmbH, Dresden |
0 |
(67.000) |
|
Abschreibungen auf Anteile an Verbundenen
|
0 |
(99.243) |
|
davon Qimonda Flash GmbH, Dresden |
0 |
(99.243) |
|
Erträge aus phasengleicher Gewinnvereinnahmung |
0 |
27.698 |
|
davon Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG, Dresden |
0 |
27.698 |
|
Erträge aus Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
0 |
29.259 |
|
davon Inotera Memories Inc., Taoyuan, Taiwan |
0 |
29.259 |
|
Summe |
0 |
(130.135) |
|
(davon aus verbundenen Unternehmen) |
0 |
(159.394) |
Im September 2006 wurde mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2005 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Qimonda Flash GmbH, Dresden, abgeschlossen. Zuvor verzichtete die Qimonda AG auf Forderungen in Höhe von 157.000 TEUR, die sie teilweise ins Eigenkapital der Qimonda Flash einlegte (90.000 TEUR). Aufgrund des schwachen Marktumfeldes für Flash Speicherprodukte, der daraus folgenden Einstellung der Produktion sowie der Entwicklung NROM basierten Technologien wurde der Beteiligungsbuchwert um 99.243 TEUR abgeschrieben. Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme betreffen das gesamte Geschäftsjahr 2006.
Die Erträge aus phasengleicher Gewinnvereinnahmung bezieht die Qimonda AG von der Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG, Dresden.
Die Erträge aus Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stammen vollständig von Inotera Memories Inc. Taoyuan, Taiwan, aufgrund der Ausschüttung einer Dividende.
(9) Finanzergebnis
|
in TEUR |
Vorjahr |
Berichtsjahr |
|
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
0 |
54.845 |
|
davon aus Verbundenen Unternehmen |
0 |
21.142 |
|
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
0 |
(50.257) |
|
davon aus Verbundenen Unternehmen |
0 |
(13.265) |
|
Summe |
0 |
4.588 |
(10) Steuern vom Einkommen und Ertrag
Der Ertragsteueraufwand beträgt insgesamt 58.742 TEUR für das Geschäftsjahr 2006.
Neben der laufenden Körperschaftsteuerbelastung einschließlich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer sind Quellensteuern in Höhe von 5.852 TEUR aus Dividendenzahlungen von Inotera Memories Inc. enthalten.
(11) Jahresfehlbetrag
Der Jahresfehlbetrag der Qimonda AG beläuft sich zum 30.09.2006 auf 54.353 TEUR. Der Verlustvortrag des Vorjahres in Höhe von 3 TEUR wurde auf das neue Geschäftsjahr vorgetragen, so dass die Qimonda AG einen Bilanzverlust von 54.356 TEUR (Vorjahr 3 TEUR) ausweist.
(12) Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht.
Entwicklung des Anlagevermögens
|
Anschaffungs-/Herstellungskosten |
||||||
|
in TEUR * |
Stand AHK
|
Einbringung
|
Zugänge |
Umbu-
|
Abgänge |
Stand AHK 30.09.2006 |
|
Immaterielle
|
||||||
|
Patente, Lizenzen
|
0 |
80.296 |
38.796 |
0 |
(33.470) |
85.622 |
|
Geschäfts- oder
|
0 |
7.108 |
0 |
0 |
(7.108) |
0 |
|
0 |
87.404 |
38.796 |
0 |
(40.578) |
85.622 |
|
|
Sachanlagen |
||||||
|
Technische Anlagen
|
0 |
12.143 |
288 |
0 |
(243) |
12.188 |
|
Andere Anlagen,
|
0 |
119.213 |
909 |
0 |
(1.907) |
118.215 |
|
Geleistete Anzahlungen
|
0 |
3.940 |
1.111 |
0 |
(1.315) |
3.736 |
|
0 |
135.296 |
2.308 |
0 |
(3.465) |
134.139 |
|
|
Finanzanlagen |
||||||
|
Anteile an
|
0 |
1.826.188 |
620.033 |
0 |
0 |
2.446.221 |
|
Beteiligungen |
0 |
485.063 |
3.374 |
0 |
0 |
488.437 |
|
Wertpapiere des
|
0 |
23.303 |
137.973 |
0 |
(21.521) |
139.755 |
|
0 |
2.334.554 |
761.380 |
0 |
(21.521) |
3.074.413 |
|
|
0 |
2.557.254 |
802.484 |
0 |
(65.564) |
3.294.174 |
|
|
Abschreibungen/Zuschreibungen |
||||||
|
in TEUR * |
Stand AfA
|
Kum. AfA
|
AfA des Geschäfts-
|
Zuschrei-bungen |
Abgänge |
Stand AfA
|
|
Immaterielle
|
||||||
|
Patente, Lizenzen und
|
0 |
(15.531) |
(5.459) |
213 |
8.246 |
(12.531) |
|
Geschäfts- oder
|
0 |
(592) |
(200) |
0 |
792 |
0 |
|
0 |
(16.123) |
(5.659) |
213 |
9.038 |
(12.531) |
|
|
Sachanlagen |
||||||
|
Technische Anlagen und
|
0 |
(10.277) |
(240) |
0 |
66 |
(10.451) |
|
Andere Anlagen,
|
0 |
(81.099) |
(3.572) |
0 |
1.478 |
(83.193) |
|
Geleistete Anzahlungen
|
0 |
(704) |
0 |
0 |
0 |
(704) |
|
0 |
(92.080) |
(3.812) |
0 |
1.544 |
(94.348) |
|
|
Finanzanlagen |
||||||
|
Anteile an verbundenen
|
0 |
(5.396) |
(99.243) |
0 |
0 |
(104.639) |
|
Beteiligungen |
0 |
(14.447) |
0 |
0 |
0 |
(14.447) |
|
Wertpapiere des
|
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
|
0 |
(19.843) |
(99.243) |
0 |
0 |
(119.086) |
|
|
0 |
(128.046) |
(108.714) |
213 |
10.582 |
(225.965) |
|
|
Buchwerte |
||
|
in TEUR* |
30.09.2005 |
30.09.2006 |
|
Immaterielle
|
||
|
Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte |
0 |
73.091 |
|
Geschäfts- oder Firmenwert |
0 |
0 |
|
0 |
73.091 |
|
|
Sachanlagen |
||
|
Technische Anlagen und Maschinen |
0 |
1.737 |
|
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
0 |
35.022 |
|
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0 |
3.032 |
|
0 |
39.791 |
|
|
Finanzanlagen |
||
|
Anteile an Verbundenen Unternehmen |
0 |
2.341.582 |
|
Beteiligungen |
0 |
473.990 |
|
Wertpapiere des Anlagevermögens |
0 |
139.755 |
|
0 |
2.955.327 |
|
|
0 |
3.068.209 |
|
* Differenzen
auf Grund von Rundungen möglich
(12) Anlagevermögen
Gliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen sind auf vorhergehender Seite dargestellt.
Die Buchwerte werden dargestellt als Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der Absetzung für Abnutzung. Im Anlagespiegel werden die im Rahmen der Einbringung von der Infineon AG übertragenen Anlagegegenstände zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten und den fortgeführten kumulierten Abschreibungen dargestellt.
Der Wert der außerplanmäßigen Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 S. 3 HGB beläuft sich auf 102.945 TEUR und setzt sich zusammen aus der außerplanmäßigen Abschreibung der Beteiligung, der Lizenz von Saifun Semiconductors Ltd., Netanya, Israel, sowie des Geschäfts- und Firmenwertes der Qimonda Flash GmbH, Dresden.
(13) Finanzanlagen
Die Finanzanlagen belaufen sich im Berichtszeitraum auf 2.955.327 TEUR.
Die Zugänge resultieren im Wesentlichen aus:
der Einbringung durch den Infineon Technologies Konzern
|
Qimonda Holding B.V., Rotterdam, Niederlande |
1.388.635 TEUR |
|
Inotera Memories Inc., Taoyuan, Taiwan |
441.610 TEUR |
|
Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG, Dresden |
388.157 TEUR |
|
Qimonda Flash GmbH, Dresden |
31.482 TEUR |
|
Ramtron International Corporation, Colorado Springs, USA |
10.234 TEUR |
|
Infineon Technologies Flash Ltd., Netanya, Israel |
12.325 TEUR |
|
Hwa-Keng Investment Inc., Taipei, Taiwan |
10.056 TEUR |
|
Maskhouse Building Administration Verwaltungs GmbH & Co. KG,Dresden |
5.008 TEUR |
|
Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH, Dresden |
3.008 TEUR |
|
SKAG Fonds, München |
1.782 TEUR |
|
Celis Semiconductor Corp., Colorado Springs, USA |
700 TEUR |
Kapitalerhöhungen bei
| • | Qimonda Holding B.V., Rotterdam, Niederlande, um 530.000 TEUR |
Erwerb zusätzlicher Anteile an
| • | Inotera Memories Inc., Taoyuan, Taiwan, in Höhe von 3.373 TEUR |
der Erhöhung der Beteiligung von
| • | Qimonda Flash GmbH, Dresden, um 90.000 TEUR |
Die Beteiligung an der Qimonda Flash GmbH, Dresden, wurde am Jahresende aufgrund der schwachen Marktentwicklung bei Flash Speicherbausteinen und der Entscheidung, die Produktion mit Flash einzustellen und die Entwicklung NROM basierter Technologien zu beenden, um 99.243 TEUR wertberichtigt.
Die Position Finanzanlagen enthält Hedge Fond Zertifikate in Höhe von 137.972 TEUR und zudem Anteile an SKAG-Fonds (Siemens Kapitalanlagegesellschaft mbH) im Zusammenhang mit einer arbeitnehmerfinanzierten Altersversorgung (Deferred Compensation Programm) in Höhe von 1.782 TEUR, für die eine Verfügungsbeschränkung besteht. In den Hedge Fond Zertifikaten werden Anteile in Höhe von 15.000 TEUR über dem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt nicht, weil die Wertminderung nicht als dauerhaft angesehen wird.
Umlaufvermögen
(14) Vorräte
|
in TEUR |
Vorjahr |
Berichtsjahr |
|
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
0 |
9.079 |
|
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen |
0 |
74.642 |
|
Fertige Erzeugnisse und Waren |
0 |
87.925 |
|
Summe |
0 |
171.646 |
(15) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die Struktur der Forderungen nach vertraglicher Laufzeit zeigt nachfolgende Übersicht:
|
in TEUR |
Vorjahr |
Berichtsjahr |
|
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
0 |
159.8200 |
|
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr |
||
|
Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen |
0 |
1.670.935 |
|
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr |
0 |
|
|
Übrige Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände |
0 |
103.118 |
|
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr |
0 |
206 |
|
Summe |
1.933.873 |
|
|
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr |
0 |
206 |
Die Forderungen gegen Verbundene Unternehmen beinhalten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von
659.006 TEUR sowie Sonstige Forderungen in
Höhe von 1.011.929 TEUR.
(16) Flüssige Mittel
Am 13. September 2006 gründete die Gesellschaft den Qimonda Pension Trust e.V. zur Finanzierung künftiger Pensionszahlungen für Mitarbeiter in Deutschland. Am 29. September 2006 erfolgte an den Qimonda Pension Trust e.V. sowie an den Qimonda Altersteilzeit Trust e.V. die Übertragung der Pensionsfondanteile in Höhe von 26.036 TEUR in Form einer Bareinlage. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Pensionsfondsanteile von der Infineon Technologies AG verwaltet und werden nun vom Qimonda Pension Trust e.V. treuhänderisch gehalten. Diese Barmittel sind aus diesem Grund für die Qimonda AG nicht verfügbar.
(17) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Abgegrenzt sind Auszahlungen in Höhe von 9.145 TEUR, die nach dem Bilanzstichtag zu Aufwand werden. Darin enthalten sind zukünftige Aufwendungen für die Nutzung von Lizenzen und für die Instandhaltung der IT - Infrastruktur und eine Abgrenzung der bereits gezahlten Urlaubsvergütung für Mitarbeiter für das verbleibende Kalenderjahr.
(18) Eigenkapital
|
in TEUR |
Vorjahr |
Berichtsjahr |
|
Gezeichnetes Kapital |
50 |
684.000 |
|
Kapitalrücklage |
0 |
4.037.346 |
|
davon aus Agiobeträgen |
0 |
344.533 |
|
davon aus anderen Zuzahlungen |
0 |
3.692.812 |
|
Bilanzverlust |
(3) |
(54.356) |
|
Summe |
47 |
4.666.990 |
Der Bilanzverlust des Vorjahres in Höhe von 3 TEUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen und ergibt zusammen mit dem Jahresfehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von 54.353 TEUR einen Bilanzverlust von 54.356 TEUR.
Grundkapital
|
Anzahl Aktien |
TEUR |
|
|
Gezeichnetes Kapital 30.9.2005 |
50.000 |
50 |
|
Gezeichnetes Kapital 30.9.2006 |
342.000.000 |
684.000 |
Das Grundkapital der Qimonda AG beträgt am 30. September 2006 684.000 TEUR und setzt sich aus auf den Namen lautender Stückaktien zum Nennbetrag von 2 EUR zusammen.
Am 9. August 2006 fand eine Aktienausgabe (IPO) an der New York Stock Exchange (NYSE) in Höhe von 42 Mio. Stückaktien zum Nennwert von 2 EUR statt.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist mit Beschlussfassung vom 14. Juli 2006 über die Schaffung eines bedingten Kapitals I/2006 um bis zu 12.000 TEUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung soll durch die Ausgabe von 6 Mio. auf den Namen lautender, nennwertloser Stammaktien mit Gewinnberechtigung nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Bezugsrechten, die im Rahmen des "Qimonda AG Aktienoptionsplans 2006" aufgrund der am 14. Juli 2006 erteilten Ermächtigung ausgegeben wurden, von Ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen und die Gesellschaft keine eigenen Aktien
oder einen Barausgleich gewährt. Die Aktionäre haben den Aufsichtsrat ermächtigt, den Mitgliedern des Vorstandes Aktienoptionen zu gewähren und darüber hinaus die Mitglieder des Vorstandes berechtigt, einigen Führungskräften innerhalb des Konzerns Aktienoptionen zu gewähren.
Das Grundkapital ist um bis zu 240.100 TEUR durch Ausgabe von bis zu 120 Mio. neuen, auf den Namen lautender nennwertloser Stammaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 14. Juli 2006 bis zum 13. Juli 2011 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden können. Sie wird nur insoweit durchgeführt, wie von Options- oder Wandlungsrechten aus den Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus den Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (Bedingtes Kapital II/2006).
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 13. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu 30.000 TEUR durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender, nennwertloser Stammaktien gegen Bareinlagen zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I/2006). Dabei ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Über den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 26. Juli 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu 239.400 TEUR durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender, nennwertloser Stammaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2006). Bei Barkapitalerhöhungen ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht auszuschließen. Über den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates.
Das Grundkapital wurde von den Aktionären vollständig eingezahlt. Die bis zum 30. September 2006 ausgegebenen Aktien sind für das Geschäftsjahr 2005/2006 voll gewinnberechtigt.
Kapitalrücklage
Die Gesellschaft strukturiert die Kapitalrücklage nach der Art ihrer Entstehung:
Als Kapitalrücklage sind Agiobeträge, die bei der Ausgabe von Anteilen über den Nennbetrag hinaus erzielt wurden und andere Zuzahlungen der Gesellschafter auszuweisen.
Gegenüber dem Vorjahresbestand hat sich die Kapitalrücklage um 4.037.346 TEUR erhöht.
Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus der mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 erfolgten Einbringung des ehemaligen Speicherbereichs der Infineon Technologies AG in die Qimonda AG sowie weiteren Barkapitalerhöhungen. Der in den Kapitalrücklagen erfasste Teil der Sacheinlagen aus der Einbringung betreffen in Höhe von 1.171.937 TEUR Sacheinlagen zum Buchwert der Infineon Technologies AG sowie in Höhe von 1.053.263 TEUR Sacheinlagen zum Teilwert von der Qimonda Holding B.V., Rotterdam, Niederlande. Die weiteren Kapitalerhöhungen stammen in Höhe von 1.465.334 TEUR aus Bareinlagen, davon 92.000 TEUR von der Infineon Technologies AG und in Höhe von 1.373.334 TEUR von der Infineon Technologies Holding B.V., Rotterdam, Niederlande.
Darüber hinaus erhöhte sich die Kapitalrücklage durch den am 9. August 2006 erfolgten Börsengang zum Stückpreis von 13 USD um 344.533 TEUR.
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß Satzung um bis zu 252.100 TEUR bedingt erhöht.
(19) Rückstellungen
Die Rückstellungen in Höhe von 134.897 TEUR
enthalten 36.838 TEUR (Vorjahr:
0 TEUR) an Pensionsverpflichtungen, 35.384 TEUR
(Vorjahr 0 TEUR) Steuerrückstellungen und 62.675 TEUR
Sonstige Rückstellungen (Vorjahr: 0 TEUR).
Die Steuerrückstellungen in Höhe von 35.384 TEUR bestehen aus voraussichtlichen Körperschaftssteuerzahlungen einschließlich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer für 2006.
Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 62.675 TEUR gliedern sich im Wesentlichen in Rückstellungen für Löhne und Gehälter von 30.201 TEUR, in Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten von 22.761 TEUR, in Rückstellungen für unterlassenen Aufwand von 5.184 TEUR, in Rückstellungen zur Altersversorgung von 2.620 TEUR sowie in Rückstellungen für Gewährleistungen von 1.314 TEUR auf.
Die Rückstellung zur Altersversorgung enthält
Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen in der
verblockten Variante, die an Mitarbeiter in der
Freistellungsphase gezahlt werden zuzüglich der
Aufstockungsleistungen. Diese Rückstellung ist
entsprechend der IDW-Stellungnahme vom 18.11.1998 berechnet.
Die Erfüllungsrückstände und die
Aufstockungszahlungen sind mit dem Barwert unter Ansatz eines
Zinssatzes von 5,5% bewertet. Als Berechnungsgrundlage
dienten die "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus
Heubeck.
Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten betreffen zukünftige Schadensersatzzahlungen im Wege des EU-Kartellrechtsverfahrens und zu erwartende Prozesskosten in Höhe von rund 15 Mio. Euro.
(20) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
|
in TEUR |
Vorjahr |
Berichtsjahr |
|
Lieferungen und Leistungen |
267.902 |
|
|
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr |
0 |
259.909 |
|
davon Restlaufzeit von 1 Jahr bis 5 Jahre |
0 |
7.993 |
|
davon Restlaufzeit über 5 Jahre |
0 |
0 |
|
Verbundene Unternehmen |
0 |
869.428 |
|
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr |
0 |
803.253 |
|
davon Restlaufzeit 1 Jahr bis 5 Jahre |
0 |
66.175 |
|
davon Restlaufzeit über 5 Jahre |
0 |
0 |
|
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
0 |
75.285 |
|
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr |
0 |
75.285 |
|
davon Restlaufzeit von 1 Jahr bis 5 Jahre |
0 |
0 |
|
davon Restlaufzeit über 5 Jahre |
0 |
0 |
|
Sonstige Verbindlichkeiten |
0 |
71.236 |
|
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr |
0 |
19.322 |
|
davon Restlaufzeit von 1 Jahr bis 5 Jahre |
0 |
49.640 |
|
davon Restlaufzeit über 5 Jahre |
0 |
0 |
|
davon aus Steuern |
0 |
2.273 |
|
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
0 |
1 |
|
Summe |
0 |
1.283.851 |
|
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr |
0 |
1.160.043 |
|
davon Restlaufzeit von 1 Jahr |
0 |
123.808 |
|
davon Restlaufzeit über 5 Jahre |
0 |
0 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 403.420 TEUR und Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 466.008 TEUR.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen enthalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 75.285 TEUR.
Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus zukünftigen Lizenzzahlungen in Höhe von 49.266 TEUR sowie 3.061 TEUR an Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten. Die Steuerverbindlichkeit besteht aus der noch abzuführenden Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 2.273 TEUR.
(21) Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Abgegrenzt wurden im Wesentlichen Einzahlungen aus Lizenzverträgen, die vereinbarte Leistungen der Qimonda AG in zukünftigen Geschäftsjahren betreffen.
Sonstige Angaben
Material- und Personalaufwand
In den Umsatzkosten der Gewinn- und Verlustrechnung sind Materialaufwand und Personalaufwand wie folgt enthalten:
|
in TEUR |
Vorjahr |
Berichtsjahr |
|
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
0 |
2.551.763 |
|
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
0 |
238.808 |
|
Summe Materialaufwand |
0 |
2.790.571 |
|
in TEUR |
Vorjahr |
Berichtsjahr |
|
Löhne und Gehälter |
0 |
54.305 |
|
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung |
0 |
7.686 |
|
Aufwendungen für Altersversorgung |
0 |
16.363 |
|
Summe Personalaufwand |
0 |
78.354 |
Beschäftigte
Die durchschnittliche Anzahl und die Struktur der Mitarbeiter der Qimonda AG erläutern die folgenden Übersichten:
|
Anzahl Vorjahr |
Anzahl Berichtsjahr |
|
|
Campeon, Neubiberg |
0 |
874 |
|
München-Perlach |
0 |
524 |
|
Erlangen |
0 |
11 |
|
andere Inland |
0 |
5 |
|
Summe |
0 |
1.414 |
|
Anzahl Vorjahr |
Anzahl Berichtsjahr |
|
|
Leitende Angestellte |
0 |
80 |
|
Außertariflich Angestellte |
0 |
578 |
|
Tarifangestellte |
0 |
751 |
|
Summe Angestellte |
0 |
1.409 |
|
Gewerbliche Mitarbeiter |
0 |
5 |
|
Summe |
0 |
1.414 |
Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates
Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen 51 TEUR im Geschäftsjahr 2006.
Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats
für jedes volle Geschäftsjahr jeweils 5.000
Wertsteigerungsrechte. Die Wertsteigerungsrechte können
entsprechend der
Regelungen des jeweils gültigen Stock Option Plans
ausgeübt werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr
wurden keine Wertsteigerungsrechte zugewiesen.
Der Vorstand erhält für das Geschäftsjahr 2006 feste Gehaltsbestandteile in Höhe von 1.031 TEUR und variable Gehaltsbestandteile in Höhe von 1.100 TEUR. Für variable Bezüge des Vorstands, die von der Rendite für eingesetztes Kapital abhängen, wurden im Geschäftsjahr 2006 zusätzlich Rückstellungen in Höhe von 456 TEUR gebildet. Die Rendite für eingesetztes Kapital errechnet sich als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und dem Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie sonstigen Erträgen und Aufwendungen im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.
Aktienoptionen haben die Mitglieder des Vorstands im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erhalten.
Die Bezüge der Vorstände gehen aus folgender Aufstellung hervor.
|
Werte in EUR |
Feste Gehaltsbestandteile |
Variable Gehaltsbestandteile |
|
Loh Kin Wah |
481.250 |
500.000 |
|
Thomas Seifert |
275.000 |
300.000 |
|
Dr. Michael Majerus |
275.000 |
300.000 |
Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten
Zum Bilanzstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in der Höhe von 56.160 TEUR, insbesondere aus Zahlungsgarantien, Mietbürgschaften und Kreditbürgschaften zugunsten Verbundener Unternehmen.
Die Zahlungsgarantien in Höhe von 53.645 TEUR bestehen gegenüber Kreditinstituten in Form einer Rückhaftungserklärung im Zusammenhang mit gewährten Zuschüssen für die Fertigungsstätte Dresden.
Mietbürgschaften hat die Qimonda AG übernommen für gemietete Büroräume in Höhe von 2.320 TEUR.
Für die Qimonda Richmond ist die Qimonda AG eine Umweltschutzgarantie in Höhe von 195 TEUR eingegangen.
Am Bilanzstichtag bestehen nicht bilanzierte Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen für Immobilien-Objekte. Nach den vertraglichen Bedingungen sind der Gesellschaft die Leasing-Objekte nicht als wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen. Die Verpflichtungen aus den geschlossenen Leasing- und Mietverträgen belaufen sich innerhalb des nächsten Jahres auf 14.997 TEUR, für den Zeitraum zwischen 2 und 5 Jahren auf insgesamt 30.381 TEUR. Für den Zeitraum größer 5 Jahren bestehen keine Leasing- und Mietverpflichtungen aus Immobilien-Objekten.
Am Bilanzstichtag bestehen zusätzlich nicht bilanzierte Verpflichtungen aus langfristigen Einkaufskontrakten. Diese belaufen sich innerhalb des nächsten Jahrs auf 327.239 TEUR und für den Zeitraum zwischen 2 und 5 Jahren auf insgesamt 8.432 TEUR
Die Qimonda AG hat im Zuge der Ausgliederung von der Infineon Technologies AG Produktions- und Kapazitätsreservierungsvereinbarungen übernommen. Zum einen handelt es sich dabei um eine Vereinbarung mit der Semiconductor Manufacturing International Corporation, Shanghai, China, die Fertigprodukte liefert und zusätzlich Produktionskapazitäten zur Verfügung stellt. Zum zweiten übernahmen wir eine Produktbeschaffungsvereinbarung zur Lieferung von Fertigprodukten und eine Kapazitätsreservierungsvereinbarung mit Winbond Electronics Corporation in Taiwan.
Das Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KG, Dresden, liefert gemäß einer Produktabnahmevereinbarung vorgefertigte Masken für die Produktion.
Diese verlängerbaren Vereinbarungen besitzen grundsätzlich eine Vertragslaufzeit von ein oder mehreren Jahren und beinhalten jeweils Mindestabnahmemengen und Preiszusagen.
Schließlich bestehen Verpflichtungen aus Transferpreisvereinbarungen mit Verbundenen Unternehmen, die im Wesentlichen eine Laufzeit von 3 Monaten haben.
Der in den Transferpreisvereinbarungen genannte Preis zwischen den Fertigungsstätten der Qimonda AG und der Qimonda AG selbst, wird als "Verrechnungspreis Werk" bezeichnet. Das Wertniveau der "Verrechnungspreise Werk" ist Kosten zuzüglich Rohgewinnspanne und ermittelt sich über die vollen Herstellungskosten des Standortes auf Basis einer Normalauslastung zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlages. Die Normalauslastung variiert je Fertigungsstandort.
Der in den Transferpreisvereinbarungen genannte Preis zwischen den Vertriebsstandorten der Qimonda AG und Qimonda AG selbst, wird als "Verrechnungspreis Vertrieb" bezeichnet. Das Wertniveau der "Verrechnungspreise Vertrieb" ist Verkaufspreis abzüglich Vertriebsspanne und ergibt sich aus dem Kundenverkaufspreis abzüglich einer marktüblichen Rohgewinnspanne. Der Abschlag deckt die Kosten des Vertriebsstandortes zuzüglich eines angemessenen Gewinns.
Entspricht das operative Ergebnis eines verbundenen Unternehmens nicht dem vorab vereinbarten, so erfolgt eine entsprechende Ergebnisverrechnung.
Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
Die Gesellschaft schließt kurz- und langfristige Devisentermingeschäfte ab. Ziel dieser Transaktionen ist die Verringerung der Marktrisiken aus Veränderungen von Währungsrelationen für die in Fremdwährung lautenden Zahlungsströme. Derivative Finanzinstrumente werden bei der Gesellschaft nicht zu Handels- oder spekulativen Zwecken eingesetzt.
Die Nominal- und Marktwerte der von der Gesellschaft zum 30. September 2006 gehaltenen Derivate sind im Folgenden dargestellt:
|
in TEUR |
Nominal Betrag |
|||
|
Restlaufzeiten |
||||
|
Devisenbezogene Instrumente |
bis 1 Jahr |
1-5 Jahre |
>5 Jahre |
Summe |
|
Devisentermingeschäfte:
|
47.644 |
0 |
0 |
47.644 |
|
Devisentermingeschäfte:
|
304.174 |
0 |
0 |
304.174 |
|
Devisentermingeschäfte:
|
342 |
0 |
0 |
342 |
|
Devisentermingeschäfte:
|
22.163 |
0 |
0 |
22.163 |
|
Gesamtsumme |
374.323 |
0 |
0 |
374.323 |
|
in TEUR |
Marktwert zum 30.09.2006 |
|||
|
Restlaufzeiten |
||||
|
Devisenbezogene Instrumente |
bis 1 Jahr |
1-5 Jahre |
>5 Jahre |
Summe |
|
Devisentermingeschäfte:
|
54 |
0 |
0 |
54 |
|
Devisentermingeschäfte:
|
-2.274 |
0 |
0 |
-2.274 |
|
Devisentermingeschäfte:
|
-7 |
0 |
0 |
-7 |
|
Devisentermingeschäfte:
|
521 |
0 |
0 |
521 |
|
Gesamtsumme |
-1.706 |
0 |
0 |
-1.706 |
Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten sind in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Verluste, die dem operativen Geschäft zuordenbar sind, werden überwiegend in den Umsatzkosten und solche, die im Zusammenhang mit Finanztransaktionen entstanden, in den Sonstigen Erträgen oder Aufwendungen gezeigt.
Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden auf der Basis anerkannter finanzmathematischer Bewertungsmethoden unter Verwendung quotierter Marktdaten ermittelt.
Sofern Bewertungseinheiten bestehen, werden Gewinne und Verluste aus Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente saldiert. In Höhe des Verlustüberhangs wird eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Ein sich insgesamt ergebender Bewertungsgewinn wird bei der Ergebnisermittlung grundsätzlich nicht berücksichtigt gemäß § 252 Abs.1 Nr. 4 HGB.
Die Derivate werden mit einem Buchwert in der Bilanzposition Sonstige Rückstellungen unter den Drohverlustrückstellungen in Höhe von 2.938 TEUR angegeben.
|
Wesentliche Verbundene / Assoziierte
|
|
|
|
|
Stand 30. September 2006 |
Eigen-
|
Ergebnis nach
|
Kapital-
|
|
I. Verbundene Unternehmen |
|
|
|
|
1. Verbundene Unternehmen / Inland
|
|
|
|
|
Qimonda Dresden GmbH & Co.
|
630.200 |
27.800 |
100 |
|
Qimonda Flash GmbH, Dresden 3) |
168 |
0 |
100 |
|
2. Verbundene Unternehmen / Ausland
|
|
|
|
|
Europa |
|
|
|
|
Qimonda -Fabrico de Semicondutores
|
194.700 |
25.500 |
100 |
|
Qimonda Holding B.V.,
|
1.500.000 |
4.200 |
100 |
|
0 |
0 |
100 |
|
|
Qimonda Italy s.r.l. Padua, Italy * |
320 |
60 |
100 |
|
840 |
441 |
100 |
|
|
4. USA * |
|
|
|
|
Qimonda North America Corp.,
|
655.600 |
(4.000) |
100 |
|
Qimonda Richmond, LP,
|
790.400 |
20.800 |
100 |
|
5. Asien * |
|
|
|
|
Qimonda Asia Pacific Pte. Ltd.,
|
15.242 |
5.308 |
100 |
|
Qimonda International Trade (Shanghai)
|
4.247 |
2.074 |
100 |
|
460 |
455 |
100 |
|
|
Qimonda (Melaka) Sdn. Bhd Malacca,
|
18.529 |
506 |
100 |
|
4.777 |
2.813 |
100 |
|
|
Qimonda Taiwan Co. Ltd.,
|
1.647 |
323 |
100 |
|
Qimonda Technologies (Suzhou) Co.,
|
160.835 |
35.410 |
73 |
|
II. Assoziierte Unternehmen |
|
|
|
|
2. Sonstige Beteiligungen / Ausland
|
|
|
|
|
Inotera Memories Inc., Taoyuan,
|
1.127.313 |
147.183 |
36 |
* Über
Qimonda Holding B.V. gehalten
1)
vorläufige Zahlen auf Basis lokaler
Rechnungslegungsvorschriften
3)
Ergebnisabführungsvertrag mit Qimonda AG
Die Werte entsprechen den nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen.
Die Umrechnung der Auslandswerte erfolgte für das Eigenkapital mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag, für das Ergebnis mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahrs.
Kapitalflussrechnung
Durch die Einbringung der nicht liquiditätswirksamen Sacheinlagen von der Infineon AG sowie der Infineon Technologies Holding B.V. mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 wurde bei der folgenden Kapitalflussrechnung auf die Entwicklung vom 1. Mai bis zum 30. September 2006 abgestellt.
|
in TEUR |
1.5.-30.9.2006 |
|
Jahresfehlbetrag |
(54.353) |
|
Abschreibungen auf Anlagevermögen |
108.501 |
|
Erhöhung der Rückstellungen |
60.831 |
|
Ergebnis aus Anlageabgängen |
54.559 |
|
Verminderung der Vorräte |
31.493 |
|
Erhöhung der Forderungen/ Wertpapiere/ Rechnungsabgrenzungsposten |
(344.808) |
|
Erhöhung der Verbindlichkeiten /Rechnungsabgrenzungsposten |
191.368 |
|
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit |
47.591 |
|
Sachanlageinvestitionen (einschl. immat. Vermögensgegenstände) |
(41.104) |
|
Finanzanlageinvestitionen |
|
|
Qimonda Holding B.V., Rotterdam |
(530.000) |
|
Erwerb Hedge Fond Zertifikate |
(137.972) |
|
Qimonda Flash GmbH, Dresden |
(90.000) |
|
Inotera Memories Inc., Taoyuan, Taiwan |
(3.373) |
|
Sonstige |
(35) |
|
Erlöse aus Anlagenabgängen |
422 |
|
Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit |
(802.062) |
|
Erhöhung Grundkapital |
84.000 |
|
- Erhöhung der Kapitalrücklage aus dem Börsengang |
344.584 |
|
- Erhöhung der Kapitalrücklagen durch
Einlagen der
|
92.000 |
|
- Erhöhung der Kapitalrücklagen durch
Einlagen der
|
1.373.334 |
|
Konzernfinanzierung |
(224.567) |
|
Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit |
1.669.351 |
|
Veränderung der Liquidität |
914.880 |
|
Liquidität am Anfang des Geschäftsjahres |
52 |
|
Liquidität am Ende des Geschäftsjahres |
914.932 |
Konzernabschluss
Die Qimonda AG stellt einen Konzernabschluss nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften der US-GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) auf. Nach deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ist die Qimonda AG nach § 291 Abs. 1 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes befreit.
Das Mutterunternehmen der Qimonda AG, die Infineon Technologies AG mit Sitz in München, wird den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstellen. Dieser hat befreiende Wirkung nach § 291 Abs. 1 und Abs. 3 HGB und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.
Die Qimonda AG war unbeschränkt haftender Gesellschafter bei der Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG, Dresden.
Erläuterungen der im befreienden Konzernabschluss vom deutschen
Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und
Konsolidierungsmethoden (gemäß § 291 Abs. 2 Nr. 3.c HGB)
Vorbemerkung
Die Infineon Technologies AG muss als deutsches Mutterunternehmen grundsätzlich
einen Konzernabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Han-
delsgesetzbuches (HGB) aufstellen. § 292a HGB i.V.m. Art. 58 Abs.5 S.2 EGHGB befreit jedoch von dieser Pflicht, wenn der Konzernabschluss nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt und offen gelegt wird. Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss nach US-GAAP auf. Der Konzernabschluss wird beim Handelsregister München unter der Nummer HRB 126492 hinterlegt oder kann in den Geschäftsräumen der Gesellschaft eingesehen werden.
Im Folgenden werden wesentliche von den deutschen Rechnungslegungsvorschriften abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden erläutert. Weiterhin sind Gesellschaften mit einer Börsennotierung in den USA verpflichtet, den Bilanzierungs- und Berichterstattungsanforderungen der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) zu entsprechen.
Grundsätzliche Unterschiede
Die Rechnungslegung nach US-GAAP unterscheidet sich von der nach dem deutschen Recht HGB hinsichtlich ihrer Zielsetzung. Während US-GAAP den Schwerpunkt auf die Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen für die Investoren legt, ist die HGB Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Gläubigerschutzes und Vorsichtsprinzips geprägt.
Gliederungsvorschriften
Die Bilanzgliederung nach US-GAAP orientiert sich an der geplanten Liquidation der Vermögensgegenstände und der Fristigkeit der Schulden im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Bilanzgliederung für deutsche handelsrechtliche Zwecke ist für Kapitalgesellschaften grundsätzlich in § 266 HGB definiert. Die Gliederung orientiert sich hier an der geplanten Verweildauer von Vermögensgegenständen bzw. Finanzierungsquellen wie Schulden und Eigenkapital im Unternehmen.
Umsatzrealisierung
Die Umsatzrealisierung erfolgt laut HGB und US-GAAP grundsätzlich nach gleichen Grundsätzen, sofern die Leistung erbracht und die Einzahlung erfolgt ist. Unterschiede können bezüglich des Zeitpunktes der Vereinnahmung auftreten, wenn die leistende Gesellschaft weitere finanzielle, operative oder leistungsbezogene Verpflichtungen gegenüber der leistungsempfangenden Gesellschaft übernommen hat oder die vereinbarten Beträge nicht hinreichend objektivierbar sind.
Marktgängige Wertpapiere
Marktgängige Wertpapiere, die Anteils- oder Gläubigerrechte verbriefen, sind nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert am Bilanzstichtag zu bewerten.
Die von der Gesellschaft gehaltenen Wertpapiere sind nach US-GAAP als Available-for-Sale-Securities zu klassifizieren und zum Marktwert am Bilanzstichtag zu bewerten. Die Wertsteigerungen oder Wertminderungen dieser Wertpapiere werden, nach Berücksichtigung latenter Steuern, ergebnisneutral im Eigenkapital unter "Änderungen im Eigenkapital, die nicht aus Transaktionen mit Aktionären resultieren" erfasst.
Vorräte
Die Vorräte sind nach HGB ebenso wie nach US-GAAP mit den Herstellungskosten zu bewerten. Die Herstellungskosten nach US-GAAP werden als produktionsbezogene Vollkosten definiert, bei denen neben den Material- und Lohneinzelkosten sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung, die Material- und Fertigungsgemeinkosten einzubeziehen sind. Zudem sind Verwaltungskosten zu berücksichtigen, sofern sie in eindeutigem Zusammenhang mit der Erzeugung der zu bewertenden Produkte stehen. Nach HGB brauchen von den oben genannten Kosten Teile der indirekten Kosten wie z.B. Verwaltungskosten nicht in die Herstellungskosten der Vorräte einbezogen werden.
Geschäfts- und Firmenwert
Unter US-GAAP ist gemäß SFAS Nr. 141, Kapitalkonsolidierung, in Verbindung mit SFAS Nr. 142, Geschäfts- und Firmenwerte und andere immaterielle Vermögensgegenstände, der Geschäfts- und Firmenwert bei Kapitalkonsolidierungen unter Anwendung der Erwerbsmethode nach dem 30. Juni 2001 nicht mehr länger abzuschreiben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit zu überprüfen.
Unter HGB ist der Geschäfts- und Firmenwert in jedem folgenden Geschäftsjahr mindestens zu einem Viertel abzuschreiben oder kann über den Zeitraum der zu erwartenden Lebensdauer abgeschrieben werden.
Nicht abgeschlossene Entwicklungen geistiger Eigentumsrechte bei Beteiligungserwerben
Aufwendungen, die bei erworbenen Unternehmen für nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte entstanden sind, werden nach HGB nicht separat ermittelt, sondern als Bestandteil des Geschäfts- und Firmenwerts ausgewiesen. Nach US-GAAP werden diese Kosten zum Anschaffungszeitpunkt gesondert ermittelt und als Aufwand erfasst.
Derivative Finanzinstrumente
Nach HGB werden derivative Finanzinstrumente als
schwebende Geschäfte grundsätzlich nicht
bilanziert. Dies bedeutet, dass Wertsteigerungen nicht zu
berücksichtigen sind. Für Wertminderungen, die
nicht realisierte Verluste darstellen, sind
Rückstellungen zu bilden. Nach US-GAAP sind derivative
Finanzinstrumente in der Bilanz mit ihrem Marktwert
anzusetzen. Die Marktwertänderungen werden in der
Gewinn- und Verlustrechnung oder unter "Änderungen im
Eigenkapital, die nicht aus Transaktionen mit Aktionären
resultieren" erfasst. Dies ist einerseits abhängig
davon, ob die derivativen Finanzinstrumente Bestandteil eines
Sicherungsgeschäfts sind und andererseits von der Art
des
Sicherungsgeschäfts.
Latente Steuern
Der wesentliche Unterschied in der Bilanzierung latenter Steuern zwischen HGB und US-GAAP ist, dass bislang nach den Vorschriften des HGB keine latenten Steuern auf Verluste aktiviert werden. Nach US-GAAP sind latente Steuern auf Verluste (inklusive Verlustvorträgen) zu berücksichtigen. Auf aktive latente Steuern, deren Realisierung eher unwahrscheinlich ist, sind Wertberichtigungen vorzunehmen.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Nach US-GAAP sind Pensionsrückstellungen unter Berücksichtigung der für die Zukunft zu erwartenden Entgeltentwicklungen nach dem Anwartschaftsbarwert-Verfahren zu bewerten. Diese Methode ist auch nach dem HGB zulässig und wird seit diesem Geschäftsjahr ebenfalls angewandt.
Weiterhin kommen ggf. unterschiedliche Zinssätze für die Barwertberechnung der Rückstellung zum Ansatz. Aufgrund der Übertragung der treuhänderischen Verwaltung von Pensionsfondsanteilen an einen Pension-Trust-Verein wurden nach US-GAAP die Pensionsfondsanteile und die Pensionsrückstellungen nicht mehr bei der Gesellschaft bilanziert. Nach HGB sind die Pensionsfondsanteile und die Pensionsrückstellungen trotz der Übertragung auf den Pension-Trust-Verein weiterhin bei der Gesellschaft zu bilanzieren.
Kosten für Kapitalerhöhungen
Nach HGB wurden Aufwendungen im direkten Zusammenhang mit dem Börsengang als Aufwendungen erfasst. Nach US-GAAP wurden diese Aufwendungen mit der Kapitalrücklage verrechnet.
Rückstellungen
Nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften dürfen
Aufwandsrückstellungen in bestimmten Fällen auch
ohne Verpflichtung gegenüber Dritten gebildet werden.
Nach
US-GAAP sind Rückstellungen nur bei gegenüber
Dritten bestehenden Verpflichtungen und darüber hinaus
nur für eng eingegrenzte Tatbestände zu bilden.
Fremdwährungsumrechnung
Nach HGB werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Währungskurs zum Zeitpunkt der Erfassung des Geschäftsvorfalls bzw. jeweils zum ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet, wobei hieraus resultierende nicht realisierte Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Nach US-GAAP erfolgt die Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Fremdwährungskurs des Bilanzstichtages, wobei die daraus ermittelten nicht realisierten Gewinne und Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Die Gesellschaft bewertet zum 30. September 2006 die Fremdwährungsumrechnung für kurzfristige Positionen auch nach HGB zum Kurs am Bilanzstichtag.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Nach HGB dürfen Investitionszulagen und Zinszuschüsse im Geschäftsjahr des Zuflusses erfolgswirksam vereinnahmt werden. Nach US-GAAP wurden diese Zuwendungen abgegrenzt und über den Zeitraum der Verrechnung der damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen erfolgswirksam vereinnahmt.
Anteiliges Jahresergebnis von nach der Equity-Methode konsolidierten Gesellschaften
Nach HGB dürfen die anteiligen Ergebnisse der assoziierten Unternehmen, basierend auf den nach den jeweiligen landesrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ermittelten Ergebnissen, vereinnahmt werden. Unter US-GAAP werden die nach US-GAAP ermittelten Ergebnisse der assoziierten Unternehmen anteilig vereinnahmt.
Erträge / Aufwendungen aus der Realisierung von Wertsteigerungen / Verlusten durch Kapitalerhöhungen oder Verwässerung bei assoziierten und verbundenen Unternehmen
Nach HGB dürfen Wertsteigerungen des anteiligen Eigenkapitals durch Kapitalerhöhungen bei assoziierten Unternehmen erfolgswirksam erfasst werden. Nach US-GAAP und SEC-Rechnungslegungsvorschriften hängt eine solche erfolgswirksame Vereinnahmung von der Erfüllung weiterer Kriterien neben der Durchführung der Kapitalerhöhung ab. Sofern diese Kriterien nicht erfüllt sind, ist die Werterhöhung des anteiligen Eigenkapitals erfolgsneutral in die Kapitalrücklage einzustellen.
Angabe gemäß § 161 AktG
Die nach §161 AktG vorgeschriebene Entsprechungserklärung ist für Qimonda für das abgelaufene Geschäftsjahr freiwillig und war von der Gesellschaft bis zum Datum der Aufstellung des Abschlusses noch nicht abgegeben worden.
Vorstand
Als Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr folgende Damen und Herren bestellt bzw. berufen:
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Vorstand |
Alter |
Tätigkeit |
|
Kin Wah Loh
|
52 |
Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer |
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Thomas J. Seifert
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43 |
Mitglied des Vorstands Konzernmandate Director - Inotera Memories, Inc., Taoyuan, Taiwan |
|
Dr. Michael Majerus
|
45 |
Mitglied des Vorstands und Chief Financial Officer Konzernmandate Director Inotera Memories, Inc. , Taoyuan, Taiwan Qimonda Technologies (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China |
|
Robert Hawliczek
|
50 |
Mitglied des Vorstands Konzernmandate Corporate Vice President Accounting and Financial Reporting Managing Director Infineon Technologies Holding B.V., Rotterdam, Niederlande Infineon Technologies Investment B.V., Rotterdam, Niederlande Infineon Technologies Central B.V., Rotterdam, Niederlande Infineon Technologies Erasmus B.V., Rotterdam, Niederlande Mitglied der Geschäftsführung Infineon Technologies Mantel 17 GmbH, München Infineon Technologies Mantel 18 GmbH, München Infineon Technologies Mantel 19 GmbH, München Infineon Technologies Mantel 20 GmbH, München Infineon Technologies Pluto GmbH, München Infineon Ventures Beteiligungs-Treuhand GmbH Mitglied der Gesellschafter Delegation Infineon Technologies Finance GmbH Infineon Technologies Trutnov s.r.o., Trutnov, Tschechien |
|
Dr. Markus Kaum
|
46 |
Mitglied des Vorstands Konzernmandate Senior Director Legal Department |
Aufsichtsrat
|
Aufsichtsrat |
Alter |
Ende der
|
Vergütung |
Tätigkeit |
|
Peter J. Fischl |
60 |
2011 |
Verzicht |
Vorsitzender des Aufsichtsrates Konzernmandante Mitglied des Vorstandes der Infineon Technologies AG, München CFO der Infineon Technologies AG, München Vorsitzender des Aufsichtsrats der Infineon Technologies Austria AG, Villach, Österreich Mitglied des Board of Directors: Infineon Technologies Asia Pacific Pte., Ltd., Singapur Infineon Technologies China Co. Ltd., Shanghai, China Infineon Technologies North America Corp., San José, USA Infineon Technologies Japan K.K., Tokyo, Japan |
|
Michael von Eickstedt |
53 |
2011 |
Verzicht |
Mitglied des Aufsichtsrates Konzernmandat General Counsel der Infineon Technologies AG, München |
|
Richard Previte
|
71 |
2011 |
16.400 € |
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates Konzernmandat Ehemaliges Vorstandsvorsitzender der Advanced Micro Devices, Inc. Vorsitzender des Boards of Meredith Vineyard Estate, Inc. Director des Tower Foundation Board of San Jose State University |
|
Yoshio Nishi
|
66 |
2011 |
16.400 € |
Mitglied des Aufsichtsrates Professor an der Stanford University Director of Stanford Nano-fabrication Facility of National Nanotechnology Infrastructure Network of US Director of Research of Center for Integrated Systems, Stanford University Affiliated Member of Science Council of Japan |
|
Johann Grundbacher
(*)
|
42 |
2011 |
9.500 € |
Mitglied des Aufsichtsrates Konzernmandat Elektroingenieur der Qimonda AG, München |
|
Dr. Lothar Armbrecht
(*)
|
53 |
2011 |
9.500 € |
Mitglied des Aufsichtsrates Konzernmandat Verantwortlicher für die weltweite
Konzerninternetpräsenz der Qimon
|
|
Hans-Martin Stech
|
43 |
Verzicht |
Mitglied des Aufsichtsrats Konzernmandate - Senior Vice President und Chief Financial Officer, Infineon Technologies Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur |
|
|
Michael Ruth
|
45 |
Verzicht |
Mitglied des Aufsichtsrats Konzernmandate - Senior Corporate President Planning and Controlling, Infineon Technologies AG, München |
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss
| ― | Peter J. Fischl (Vorsitzender) |
| ― | Richard Previte |
| ― | Dr. Lothar Armbrecht |
Präsidialausschuss
| ― | Peter J. Fischl (Vorsitzender) |
| ― | Richard Previte |
| ― | Michael von Eickstedt |
Technologieausschuss
| ― | Prof. Yoshio Nishi (Vorsitzender) |
| ― | Peter J. Fischl |
| ― | Hans Grundbacher |
Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Qimonda AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2005 bis 30. September 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
|
Feege
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Schröter
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Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (Fassung vom 12. Juni 2006) entsprochen wird. Vorstand und Aufsichtsrat erklären weiter, dass seit Börseneinführung an der NYSE am 9. August 2006 den genannten Empfehlungen entsprochen wurde. Davon gelten folgende Ausnahmen:
| ― | Die Struktur des Vergütungssystems des Vorstands wurde im Präsidium des Aufsichtsrats beraten und beschlossen (Ziffer 4.2.2). |
| ― | Die Vergütung der Vorstandsmitglieder umfasste bis zur Verabschiedung des Qimonda AG Stock Option Plan 2006 und der Gewährung entsprechender Optionen an die Vorstandsmitglieder im November 2006 keine Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter (Ziffer 4.2.3). |
| ― | Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt worden (Ziffer 5.1.2). |
| ― | Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt worden (Ziffer 5.4.1). |
| ― | Der Antrag auf gerichtliche Bestellung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat ist nicht bis zur nächsten Hauptversammlung befristet worden (Ziffer 5.4.3). |
| ― | Die einfache Mitgliedschaft in Ausschüssen des Aufsichtsrats wurde bei der Vergütung des Aufsichtsrats nicht berücksichtigt (Ziffer 5.4.7). |
| ― | Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2005/2006 keine erfolgsorientierte Vergütung erhalten (Ziffer 5.4.7). |
Die Qimonda AG wird in Zukunft allen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit folgenden Ausnahmen entsprechen:
| ― | Die Struktur des Vergütungssystems des Vorstands wird im Präsidium des Aufsichtsrats beraten und beschlossen (Ziffer 4.2.2). |
| ― | Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wird nicht festgelegt (Ziffer 5.1.2). |
| ― | Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wird nicht festgelegt (Ziffer 5.4.1). |
Die einfache Mitgliedschaft in Ausschüssen des Aufsichtsrats wird bei der Vergütung des Aufsichtsrats nicht berücksichtigt (Ziffer 5.4.7).
Peter J. Fischl
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Qimonda AG
Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre,
der Aufsichtsrat erstattet hiermit Bericht über die Wahrnehmung seiner Aufgaben im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Sitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert . Der Aufsichtsrat hat in seinen Sitzungen die vom Vorstand vorgelegten Informationen umfassend erörtert. Der Vorstand hat schriftlich und mündlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung berichtet insbesondere auch im Hinblick auf den am 9.8. 2006 vollzogenen Börsengang an der NYSE. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen laufend vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen im Unternehmen unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung durch den Vorstand regelmäßig überwacht und den Vorstand beratend unterstützt. Hierzu hat er sich auch eingehend mit den Ergebnissen der internen Revision beschäftigt. Alle Angelegenheiten, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, wurden dem Gremium vorgelegt.
Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrats
| ― | Besetzung der Vorstandspositionen |
| ― | Börsengang an der NYSE |
| ― | Entwicklung der Geschäftsstrategie |
Besetzung der Vorstandspositionen
Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit der Frage der Besetzung der Vorstandsfunktionen nach der Einbringung des Segments Speicherprodukte durch die Infineon Technologies AG beschäftigt.
Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung zum 15. April 2006 die Herren Kin Wah Loh, Dr. Michael Majerus und Thomas Seifert zu Vorstandsmitgliedern bestellt und Herrn Loh Kin Wah Loh zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt.
Börsengang an der NYSE
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand zeitnah und detailliert über die Vorbereitungen und die geplante Durchführung des Börsenganges an der New York Stock Exchange informiert. Zusammen mit dem Vorstand wurde das geplante Vorgehen diskutiert und die notwendigen Entscheidungen für eine reibungslose Umsetzung getroffen.
Mit großer Zufriedenheit hat der Aufsichtsrat den zügigen Fortschritt dieses für das noch junge Unternehmen so wichtigen Projektes verfolgt. Die entscheidende Phase der Vermarktung des Unternehmens an die Investoren fand in einem schwierigen Börsenumfeld statt. Der Vorstand von Qimonda hat durch seinen großen Einsatz während der Roadshow genügend Interesse im Kapitalmarkt für das Unternehmen geweckt und gemeinsam mit dem Vorstand haben wir die nötigen Entscheidungen gefällt, um den Börsengang abzuschließen. Wir sind erfreut, dass Qimonda durch den Börsengang seine Aktionärsstruktur sehr solide und mit Schwerpunkt in den Vereinigten Staaten von Amerika ausbauen konnte.
Entwicklung der Geschäftsstrategie
Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Vorstand war die Entwicklung der Geschäftsstrategie. In vertieften Diskussionen mit dem Vorstand hat sich der Aufsichtsrat mit den Schlüsselthemen Marktorientierung und Kundenfokus, der Produktdiversifizierung, der Technologieentwicklung und der Weiterentwicklung der Partnerschaften auseinandergesetzt.
Der Aufsichtsrat ist sehr zufrieden mit den großen Fortschritten, die Qimonda im letzen Geschäftsjahr im Bereich der Produktdiversifizierung erreicht hat. Insbesondere der erfolgreiche Einstieg und der Aufbau einer führenden Position im Speichermarkt für die neueste Generation von Spielekonsolen sind hierbei hervorzuheben. Ebenfalls erwähnenswert sind die Steigerung des Anteils des Geschäftes im attraktiven Servermarkt und der Aufbau von Lieferbeziehungen im Bereich Unterhaltungselektronik. Im Bereich der Technologieentwicklung konnte Qimonda gemeinsam mit dem Entwicklungspartner Nanya die nächste Generation von Speichertechnologien mit Strukturbreiten von 75 Nanometern zur Marktreife bringen. Der Aufsichtsrat hat sich durch den Vorstand über die weiteren Planungen zur Technologieentwicklung informieren lassen. Aufsichtsrat und Vorstand sind sich einig, dass das Unternehmen die Anstrengungen im Bereich Produktivitätssteigerung ohne Nachlassen weiter vorantreiben muss, um seine Wettbewerbsposition weiter zu verbessern.
Im Bereich der Flash Speicher wurde seit Beginn des Kalenderjahres 2006 ein sehr starker Preisverfall registriert. Der Vorstand hat in Anbetracht der Preisschwäche für Flash-Speicher entschieden, deren Fertigung aus wirtschaftlichen Gründen so schnell wie möglich zu beenden und die frei werdenden Kapazitäten für die derzeit profitableren DRAM Speicher zu verwenden. Der Aufsichtsrat unterstützt diese Entscheidung des Vorstandes ebenso, wie den Beschluss, die Entwicklungsanstrengungen im Bereich nichtflüchtiger Speicher fortzusetzen. Wir stimmen mit der Sicht von Marktforschern überein, dass dieses schwer umkämpfte Marktsegment über ein großes Wachstumspotential verfügt, das nur über eine wettbewerbsfähige Technologieplattform und die geeignete Wahl von Produktlösungen adressiert werden kann.
Des Weiteren standen vor allem die zu erwartenden Auswirkungen der Geschäfts- und Kapazitätsstrategie auf die mittelfristige Planung des Finanz- und Investitionsbudgets im Mittelpunkt unserer Beratungen.
Insgesamt unterstützen wir die Strategie des Vorstandes zur Verbesserung der Rentabilität des Unternehmens über die Geschäftszyklen hinweg voll und ganz.
Corporate Governance
Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass eine gute Corporate - Governance eine wesentliche Grundlage für den Erfolg des Unternehmens darstellt und hat sich daher auch mit deutschen, U.S.-amerikanischen und internationalen Corporate-Governance-Regeln und ihrer Umsetzung im Unternehmen auseinander gesetzt. Die vom Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und den Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss und die vom Aufsichtsrat gebilligte Geschäftsordnung für den Vorstand werden allen Anforderungen an gute Corporate Governance gerecht. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand und innerhalb des Aufsichtsrats wird als gut beurteilt. Die Entsprechenserklärung 2006 gemäß § 161 Aktiengesetz hat der Aufsichtsrat im November 2006 beschlossen.
Interessenkonflikte in der Person einzelner Mitglieder des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse sind nicht aufgetreten.
Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse
Im Berichtsjahr fanden zwei regelmäßige Sitzungen des Aufsichtsrats statt.
Das Präsidium hat nicht getagt und stattdessen Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst.
Der Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr einmal getagt.
Da die Vorprüfung des Jahresabschlusses und die Erörterung des Prüfungsberichts mit dem Wirtschaftsprüfer erst im laufenden Geschäftsjahr für das Berichtsjahr anfiel, lag der Schwerpunkt seiner Tätigkeit in der Prüfung der Finanz- und Investitionsplanung.
Der neu gebildete Technologieausschuss hat noch nicht getagt.
Jahres- und Konzernabschluss
Die Qimonda Rechnungslegung wurde im Berichtsjahr von der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und Frankfurt/Main, geprüft. Die KPMG hat den Jahresabschluss der Qimonda AG nach HGB und den zusammengefassten und konsolidierten Abschluss der Qimonda Gruppe nach US-GAAP für das zum 30. September 2006 endende Geschäftsjahr sowie den Lagebericht der Qimonda AG geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Diese Unterlagen haben wir auch selbst geprüft. Die KPMG hat außerdem bestätigt, dass der zusammengefasste und konsolidierte Abschluss der Qimonda Gruppe gemäß US-GAAP erstellt wurde und dass nach § 291 HGB kein Konzernabschluss nach HGB oder IAS erstellt werden musste. Der Bericht der KPMG über die Prüfung des Jahresabschlusses lag dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor und wurde zunächst in der Sitzung des Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschusses am 14. November 2006 vom Abschlussprüfer vorgestellt, erläutert und ausführlich behandelt und dann auch in unserer Bilanzsitzung am selben Tag in Gegenwart des Abschlussprüfers erörtert. In der Sitzung des Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschusses hat der Vorstand auch detailliert über Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung berichtet.
Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen, hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung seine Zustimmung erteilt und den nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der Qimonda AG und den nach US-GAAP aufgestellten zusammengefassten und konsolidierten Abschluss der Qimonda Gruppe gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Abhängigkeitsbericht
Der Investitions- Finanz- und Prüfungsausschuss sowie das Plenum des Aufsichtsrates haben den Abhängigkeitsbericht gem. § 312 AktG über die Beziehungen der Gesellschaft zur Infineon Technologies AG und verbundenen Unternehmen sowie den Prüfungsbericht der KPMG hierzu in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend geprüft. Hierbei waren keine Einwendungen zu erheben.
Die KPMG hat dem Bericht gem. § 312 AktG den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstandes am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zur Infineon Technologies AG und verbundenen Unternehmen zu erheben.
Besetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse
Durch die Einbringung des Segments Speicherprodukte durch die Infineon Technologies AG hat die Gesellschaft mehr als 500 Arbeitnehmer, weshalb der Aufsichtsrat zu einem Drittel aus Arbeitnehmervertretern bestehen muss. Nach Durchführung des entsprechenden Statusverfahrens nach § 97 AktG sind nach § 97 Abs. 2 S. 3 AktG die Ämter der bisherigen Aufsichtsratmitglieder Peter J. Fischl, Michael v. Eickstedt und Michael Ruth mit Ablauf der Hauptversammlung am 14.7. 2006 erloschen.
In der Hauptversammlung am 14.7. 2006 sind die Herren Peter J. Fischl, Mr. Richard Previte, Prof. Yoshio Nishi und Michael von Eickstedt als Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat gewählt worden.
Das Amtsgericht München hat am 21.7.2006 die Herren Dr. Lothar Armbrecht und Johann Grundbacher als Arbeitnehmervertreter zu Mitgliedern des Aufsichtsrates bestellt.
Durch Umlaufbeschluss vom 25.7.2006 wurde Herr Peter J. Fischl zum Vorsitzenden und Herr Richard Previte zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und sein Stellvertreter gehören dem Präsidium des Aufsichtsrates aufgrund der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates an. Als weiteres Mitglied des Präsidiums wurde Herr Michael v. Eickstedt gewählt.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates gehört dem Investitions-, Finanz-, und Prüfungsausschuss aufgrund der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates an. Als weitere Mitglieder hat der Aufsichtsrat Herrn Richard Previte als Aufsichtsratsmitglied der Anteilseigner und Herrn Dr. Lothar Armbrecht als Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer gewählt.
Außerdem hat der Aufsichtsrat einen Technologieausschuss gebildet, der sich mit der strategischen und technologischen Ausrichtung des Unternehmens befasst, und die Herren Prof. Yoshio Nishi, Peter J. Fischl und Johann Grundbacher zu seinen Mitgliedern gewählt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Leistung im vergangenen Geschäftsjahr. Auch allen Betriebsräten gilt der Dank des Aufsichtsrats für ihre konstruktive Mitarbeit.
München, im November 2006
Für
den Aufsichtsrat
Peter J. Fischl
Vorsitzender des Aufsichtsrats
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