Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
MDCC Magdeburg-City-Com GmbH
Weitlingstraße 22, 39104 Magdeburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Jahnel seit 27.2.2020 | Prokura |
Guido Nienhaus seit 27.7.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Telekom Holdings 2 S.à.r.l. | 51.00% |
| 49.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MDCC Magdeburg-City-Com GmbHMagdeburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023der MDCC Magdeburg-City-Com GmbH1. Grundlagen der GesellschaftGeschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen Die MDCC ist in den Geschäftsfeldern Privatkunden und Geschäftskunden aktiv und erbringt diese Leistungen im Stadtgebiet und im regionalen Umfeld der Stadt Magdeburg. Das Leistungsangebot umfasst dabei Internet-, TV, Telefonie sowie Wholesale-Dienste. Technische Grundlage des Privatkundensegments bildet ein leistungsfähiges Breitbandnetz, über welches aktuell Internet- und Datendienste mit Bandbreiten von bis zu 1.000 Mbit/s angeboten werden. Im Geschäftsfeld Geschäftskunden werden über ein breites Produktportfolio individuelle Lösungen angeboten, welche sich durch redundante Glasfaserinfrastrukturen mit maximalen Verfügbarkeiten sowie einen täglich 24 Stunden erreichbaren, persönlichen Service auszeichnen. Im Geschäftsjahr 2023 konnte sich die MDCC in einem nach wie vor schwierigen, dynamischen und regulierten Telekommunikationsmarktumfeld behaupten. Gemeinsam mit den Stadtwerken Schönebeck wurde der Ausbau eines gigabitfähigen FTTH-Netzes in Schönebeck im Wesentlichen abgeschlossen. Im Berichtsjahr wurde die Umstellung auf die Übertragungstechnologie Docsis 3.1 auf Clusterebene fortgeführt. Dieses Projekt wird sich in den Folgejahren weiter fortsetzen. Ziele und Strategien Basierend auf einem Angebot von stabilen Diensten und zuverlässigen Services strebt MDCC nach einem nachhaltigen und profitablen Umsatzwachstum. Das Ziel einer stabilen Geschäftsentwicklung soll mit Hilfe der folgenden strategischen Maßnahmen erreicht werden:
Steuerungssystem Neben dem Ergebnis vor Steuern stellen der Umsatz sowie die Investitionen wesentliche finanzielle Kennzahlen dar, die von uns als Steuerungsgrößen verwendet werden. Die angeschlossenen Wohneinheiten sowie die Anzahl der Kunden in den einzelnen Segmenten stellen die wesentlichen nicht-finanziellen Kennzahlen dar. Das Management nutzt diese Kennzahlen für Zwecke der Steuerung einzelner operativer Geschäftsaktivitäten. Forschung und Entwicklung Um den technischen Entwicklungen gerecht zu werden, erfolgt eine permanente Betrachtung der Markttendenzen. Technische Neuerungen werden bedarfsgerecht im Rahmen von Testszenarien auf ihren möglichen Einsatz im Netz der MDCC untersucht. Unsere Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % geringer als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang des Wirtschaftswachstums -0,1 % 1. Es ist festzuhalten, dass die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Kalenderjahr 2023 geprägt war von der Inflation und den steigenden Zinsen. Rückläufig war die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf die weiterhin hohen Energiepreise sowie auf die teilweise rückläufige Nachfrage.
Die Verschiebung des Nutzerverhaltens vom linearen TV zu Streaming-Diensten über Internet Services hält weiterhin an, wodurch sich ein kontinuierlich wachsender Bedarf an schnellem Internetzugang ergibt. Der deutsche Internetmarkt zeichnet sich zum einen durch eine wachsende Nachfrage nach höherer Bandbreite und zum andern durch einen weiterhin niedrigen Anteil echter Glasfaser-Anschlüsse aus. Der Anteil der Kunden, die einen Festnetzanschluss mit maximalen Empfangsdatenraten von mindestens 1 Gbit/s nutzen, steigt weiter an. 2.2. Geschäftsverlauf Indikatoren der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft stellen die Umsatzerlöse und die Kundenanzahl dar. Dementsprechend lag das Hauptaugenmerk im Geschäftsjahr 2023 auf den Vermarktungsaktivitäten in den Bereichen Internet, TV und Telefonie sowie im Geschäftskundenbereich. Im Vorjahresvergleich konnte die Anzahl der angeschlossenen Wohneinheiten um rd. 4.100 auf rd. 101.000 WE gesteigert werden. Damit entspricht der Wert der Planung. Die Privatkundenzahlen der Dienste TV, Premium TV und Telefonie entwickeln sich planungsgemäß rückläufig. Im Segment Internet ist ein Anstieg zum Vorjahr um 909 Kunden auf 44.049 Privatkunden (Plan 43.789 Kunden) zu verzeichnen. Die Gesamterlöse erhöhen sich im Vergleich zum Vorjahr und stellen sich wie folgt dar:
Damit liegen die Gesamterlöse 293 TEUR unter dem geplanten Wert von 29.465 TEUR, dies liegt an der Änderung der Bilanzierung von Einmalentgelten. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Der Gesamtumsatz des Geschäftsjahres 2023 stieg im Vergleich zum Vorjahr an und belief sich auf 29.172 TEUR. Die Erlöse aus dem Segment TV sanken weiterhin aufgrund rückläufiger Kundenzahlen auf 6.853 TEUR (Vj.: 6.976 TEUR). Bei den Umsätzen im Segment Internet war gegenläufig ein Anstieg von 8.294 TEUR auf 9.409 TEUR zu verzeichnen. Dies resultiert u.a. aus einer Preiserhöhung für einen Teil der Internetkunden zum 01. August. 2023. Der Materialaufwand, im Wesentlichen der Bezug von Strom und Leistungen für Wartung, hat sich im Verhältnis zu den Umsatzerlösen proportional entwickelt. Ursache für den Anstieg der Stromkosten war im Wesentlichen der deutlich gestiegene Einkaufspreis, wobei die Effekte der Energiepreisbremse bereits berücksichtigt wurden. Der Personalaufwand der MDCC stieg im Geschäftsjahr 2023 um 751 TEUR auf 7.971 TEUR. Der Anstieg ist neben Gehaltsanpassungen auch auf die leicht gestiegene Mitarbeiterzahl und die Zahlung der Inflationsausgleichsprämie zurückzuführen. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten ist von 113 auf 120,5 Mitarbeiter gestiegen. Zum 31. Dezember 2023 waren 131 Mitarbeiter (im Vorjahr 123), inklusive 7 Auszubildende, bei der MDCC beschäftigt. Die planmäßigen Abschreibungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 4.089 TEUR (im Vorjahr 3.874 TEUR). Geplant wurden Abschreibungen in Höhe von 4.195 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr 2023 3.786 TEUR (Vj.: 3.449 TEUR). Der Anstieg begründet sich unter anderem in höheren Aufwendungen für die Anmietung von Objekten (unter anderem das Kundencenter), gestiegenen Aufwendungen für Werbung und Inserate und der Aufwendung für die kaufmännische Betriebsführung. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 8.170 TEUR erzielt, welches im Vergleich zum Vorjahr (8.623 TEUR) um 6,0% gesunken ist. Dies entspricht bezogen auf den Umsatz einer EBITDA-Marge von 28 % (im Vorjahr 30,9 %). Im Geschäftsjahr 2023 sind aufgrund des gesunkenen Ergebnisses vor Steuern rückläufige Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 1.343 TEUR (Vj.: 1.554 TEUR) angefallen. Die Gesellschaft hat im Vorjahr mit einem Umsatz von 29.465 TEUR bei einem Ergebnis vor Steuern von 3.587 TEUR geplant. Die Entwicklung der Umsätze mit aktuell 29.172 TEUR lag somit leicht unter unserer Planung. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 3.987 TEUR rd. 400 TEUR über dem geplanten Wert, da teilweise geplante Aufwendungen nicht realisiert wurden. Dies betrifft insbesondere den Ausbau für Carrier. Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen (4.078 TEUR) lagen unter für das Geschäftsjahr geplanten Wert (5.771 TEUR), da nicht alle Projekte fristgerecht abgeschlossen werden konnten und somit in das Folgejahr verschoben wurden. MDCC schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2.644 TEUR (Vorjahr: 3.141 TEUR) und liegt damit 252 TEUR über dem geplanten Jahresergebnis. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme steigt im Vergleich zum Vorjahr um 175 TEUR auf 22.725 TEUR. Da die laufenden Abschreibungen die Investitionen ins Anlagevermögen leicht übersteigen, verringerte sich dieses um 13 TEUR auf 18.547 TEUR. Der Anteil des Anlagevermögens beträgt zum 31. Dezember 2023 damit 83,3 % am Gesamtvermögen (Vorjahr 82,3 %). Den gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stehen gesunkene liquide Mittel entgegen. Dies ist bedingt durch den späteren Einzug der Lastschriftmandate. Diese haben sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 1.024 TEUR auf 384 TEUR reduziert. Grund hierfür zusätzlich die Zahlung der Inflationsausgleichprämie des gezahlten Investitionszuschusses für das Kundencenter. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 493 TEUR an. Auf der Passivseite bleibt das Eigenkapital, weitestgehend konstant und erhöht sich um 3 TEUR auf 10.836 TEUR. Es ergibt sich somit eine Eigenkapitalquote von 47,7 % (im Vorjahr 48,0 %). Die Eigenkapitalrendite unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses vor Ertragsteuern und des Eigenkapitals zum 1. Januar 2023 beläuft sich auf 35,4 % (im Vorjahr 35,6 %). Das mittel- und langfristig gebundene Kapital bestehend aus Eigenkapital, Pensionsrückstellungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat sich insbesondere aufgrund einer Darlehensaufnahme (1.500 TEUR) um 14 TEUR auf 15.970 TEUR erhöht und stellt gegenwärtig 70,8 % der Bilanzsumme dar (im Vorjahr 73,7 %). Durch die Änderung der bilanziellen Behandlung der Einmalentgelte, stieg der passive Rechnungsabgrenzungsposten um 965 TEUR gegenüber dem Vorjahr an. Der Finanzmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen zusammen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr +5.989TEUR. Der Cashflow aus Investitionsstätigkeit beläuft sich im Berichtsjahr auf -4.093 TEUR. Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -2.641 TEUR resultiert im Wesentlichen der ausgezahlten Ausschüttung für Gesellschafter für das Jahr 2022, was teilweise durch die Aufnahme eines Darlehens kompensiert wurde. Insgesamt ergibt sich eine Verminderung der liquiden Mittel in Höhe von 1.024 TEUR. Der Brutto-Cashflow, definiert als Jahresüberschuss vor Abschreibungen und Zuführungen zu den langfristigen Rückstellungen, beläuft sich im Berichtsjahr auf 6.742 TEUR (im Vorjahr 7.017 TEUR). Unsere Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 ihren Zahlungsverpflichtungen stets nachkommen und die Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Die Liquidität unserer Gesellschaft wird durch den operativen Cashflow sowie die externe Finanzierung durch Kreditinstitute sichergestellt. Insgesamt stellen sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 positiv dar. 3. Chancen und Risiken der künftigen Unternehmensentwicklung, voraussichtliche Entwicklung und AusblickFür eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung bieten sich folgende Chancen: Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen: der Breitbandmarkt bleibt krisenresistent. Die Digitalisierung ist einer der wesentlichen Treiber für Fortschritt, Wachstum und gesellschaftliche Teilhabe in modernen Gesellschaften. Die Nachfrage nach hohen Bandbreiten ist weiterhin ansteigend. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzt. Home-Office als alternatives Arbeitsmodell, Anwendungen wie Ultra HD-Fernsehen oder Virtual Reality sowie das Internet der Dinge werden den Bandbreitenbedarf weiter in die Höhe treiben. Mit den breitbandigen HFC-, FTTB- und FTTH-Netzen und dem weiteren Ausbau dieser ist MDCC für diese Herausforderungen gut aufgestellt. Weitere zusätzliche Ausbaugebiete ermöglichen, bei vergleichbarer Penetration, eine entsprechende Erhöhung des Anschlussbestandes mit Skaleneffekten und zusätzlichen Deckungsbeiträgen. MDCC baut die Netze weiterhin bedarfsgerecht in einer hybriden Glasfaserstruktur aus und setzt dabei zukünftig auf den modernsten Internet-Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 sowie den Glasfaserausbau in Neubauprojekten. Als wesentliche mittel- bzw. langfristige Risiken werden folgende Punkte betrachtet: Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich um einen streng regulierten Markt, in dem die zuständige EU-Kommission und die Bundesnetzagentur stark steuernd eingreifen. Einzelne Regulierungsentscheidungen können sich geschäftshemmend auswirken. Zudem greift die Bundesnetzagentur regulierend durch entsprechende Sicherheitsanforderungen in den Markt ein. Die Erfüllung dieser Sicherheitsanforderungen zieht eine Reihe organisatorischer und prozessualer Maßnahmen nach sich. Zunehmende Preisanstiege bei dem Einkauf von Materialien und Dienstleistungen reduzieren die Rentabilität der erbrachten Leistungen, daher wird in 2024 eine Erhöhung der generierbaren Umsatzerlöse angestrebt. Der Markt für Telekommunikation ist weiterhin durch starken Wettbewerb, großen Preisdruck, zunehmenden Bandbreitenbedarf und hohe Wechselbereitschaft der Kunden geprägt. In der Vergangenheit konnten Preisminderungen am Markt durch überproportionales Wachstum kompensiert werden. Angesichts eines hohen Sättigungsgrades ist diese Wachstumsdynamik inzwischen begrenzt. Telekommunikations- und IT-Produkte sind teilweise schnelllebig und unterliegen einer hohen Dynamik. Hieraus resultiert für die MDCC ein hoher Innovations- und Investitionsdruck bei deutlich verkürztem Zeitfenster für die Amortisationsphase. Im Rahmen der Umstellung der Sammelinkassoverträge auf Einzelinkasso ist im Planansatz unterstellt, dass zum Januar 2024 rd. 1.600 Wohneinheiten und zum Juli 2024 rd. 15.500 Wohneinheiten umgestellt werden. In diesem Zuge werden Neuverträge von rd. 70% erwartet. Es ist davon auszugehen, dass rd. 6.800 Sammelinkassoverträge im Bestand verbleiben. Abweichungen von unserem Plan bewerten wir sowohl als Chance als auch als Risiko. MDCC hat ein Risikomanagement installiert, das sämtliche Risiken erfasst und Maßnahmen zur Risikoverminderung einleitet. Im Rahmen der Risikoberichterstattung werden die wesentlichen gesellschaftsspezifischen Risiken und finanzielle Risiken sowie marktabhängige Risiken regelmäßig hinsichtlich ihrer Auswirkung auf Ergebnis und Liquidität überwacht. Dies ermöglicht Aussagen zur Risikotragfähigkeit der Gesellschaft. Auf Basis der Wirtschaftsplanung 2024 und der zur Verfügung stehenden Kreditlinien und Darlehen sind keine Liquiditätsengpässe zu erwarten. Wir sehen aktuell neben den genannten Risiken keine weiteren, insbesondere keine, die entwicklungs- oder bestandsgefährdend für die MDCC sind. Ausblick Für das Geschäftsjahr 2024 geht MDCC im Bereich Privat- und Geschäftskunden von einem weiterhin stabilen Umsatz aus. Unter diesen Rahmenbedingungen erwartet die Gesellschaft bei geplanten Umsatzerlösen in Höhe von 30.651 TEUR ein positives Ergebnis vor Steuern von 3.521 TEUR. Im Laufe des nächsten Jahres werden IP-Produkte in vier Tranchen einer Preisanhebung um durchschnittlich 5,- EUR (brutto) unterzogen. Dabei wird von einer Kündigungsquote in Höhe von 2% ausgegangen. Für das Jahr 2024 wird somit ein Umsatzanstieg aus Preisanpassungen in Höhe von rd. 500 TEUR erwartet. Zudem planen wir mit einem Anstieg der angeschlossenen Wohneinheiten um 1.221 auf 101.778. Mit Datum Januar 2024 wird die offizielle Versorgung der Bestände in Schönebeck aufgenommen. Nach der Einigung mit der Vodafone über die Mitnutzung eines Teils der Wohneinheiten ist nunmehr im Planansatz unterstellt, dass ab diesem Zeitpunkt rd. 1.500 TV-Kunden und rd. 500 IP-Kunden versorgt werden. Investitionen sind für das kommende Geschäftsjahr in Höhe von 5.927 TEUR, insbesondere für den weiteren Ausbau der Übertragungsnetze, geplant. Hierbei soll das in 2021 begonnene Projekt Ausbau Docsis 3.1 fortgeführt werden. Bereits ein Drittel der Bestände konnte auf diese Technologie umgestellt werden. Zudem sind Investitionen in die Ausweitung von Umlandstandorten vorgesehen. Der Finanzmittelbedarf wird, insbesondere aufgrund zu tätigender Investitionen sowie geplanter Tilgungen und Gewinnausschüttung, auf 9.902 TEUR veranschlagt. Zur Sicherung der Finanzierung ist die Aufnahme eines Darlehens geplant. Das Risiko deutlich steigender Refinanzierungskosten wird für das Geschäftsjahr 2024 als gering eingeschätzt, da aktuell steigende Zinsen für mögliche neue Darlehen im Wirtschaftsplan bereits berücksichtigt wurden. Der Telekommunikationsmarkt befindet sich weiterhin auf einem Weg zur flächendeckenden Erhöhung der Breitbandkapazitäten. Die Breitbandstrategie der Bundesregierung sowie das Telekommunikationsgesetz (TKG) geben dafür den politischen und regulatorischen Rahmen vor. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Versorgungsregionen im Hinblick auf Besiedlungsdichte, Wirtschaft, Topologie und verfügbarer Basisinfrastruktur wird ein breiter Mix an Netztechnologien zur Anwendung kommen, um die politischen Ausbauziele zu erreichen. Die MDCC ist als Betreiber von leistungsfähigen Netzinfrastrukturen bereits heute breit aufgestellt und wird die Flächendeckung der Breitbandversorgung im Vermarktungsgebiet weiter ausbauen. Das bestehende HFC-Netz soll in den nächsten Jahren flächendeckend auf Docsis 3.1 aufgerüstet werden, um dann auch Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s anbieten zu können. Ferner steht die Erschließung von FTTB/FTTH-Gebieten in Kooperation mit verschiedenen Partnern im Vordergrund. Damit wird das Vertriebspotential für leistungsfähige Neukundenanschlüsse genauso gestärkt, wie die Bindung von Bestandskunden. Die Erhöhung des Kundenbestandes innerhalb der eigenen Breitbandnetze (FTTH und HFC) spielt weiterhin eine zentrale Rolle zur Steigerung der Ergebnisentwicklung und Sicherung der getätigten Investitionen.
Magdeburg, den 20. März 2024 MDCC Magdeburg-City-Com GmbH Dipl.-Kaufmann Guido Nienhaus Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023der MDCC Magdeburg-City-Com GmbH, MagdeburgA. Allgemeine AngabenDie MDCC Magdeburg-City-Com GmbH, Magdeburg, (Registergericht Stendal HRB 110440) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Dabei sind die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB angewendet worden. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einige "davon-Vermerke" zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang aufgenommen. Der Jahresabschluss ist vor der Ergebnisverwendung aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAnlagevermögen Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Anfallende Anschaffungsnebenkosten werden bei der Anschaffung von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen berücksichtigt. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen:
Der entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 12 Jahren abgeschrieben. Hierbei wurde die voraussichtliche Nutzungsdauer des bestehenden Kundenportfolios zugrunde gelegt. Auf Grund untergeordneter Bedeutung werden abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 250 EUR und 1.000 EUR in einen jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Vermögensgegenstände kleiner als 250 EUR werden sofort im Aufwand erfasst. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots bei den Sachanlagen erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB, sofern die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist, bewertet. Umlaufvermögen Die Bestände an unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 1 und Abs. 2 HGB unter Einbeziehung angemessener Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei den Vorräten werden Waren zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich werden Abwertungen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bilanziert. Bei zweifelhaften Forderungen werden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschal ermittelte Wertberichtigung Rechnung getragen. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den anteiligen Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, bewertet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von gegenwärtig 31 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangen zehn Jahre von 1,83 % zum 31. Dezember 2023 (31. Dezember 2022: 1,79 %) angesetzt. Weiterhin wurden eine Einkommenssteigerung von 3,00 % p.a. (im Vorjahr 2,50 %), eine Fluktuationsrate von 3,63 % p.a. (im Vorjahr 2,27 %) und eine Lebenshaltungskostensteigerung von 3,10 % p.a. (im Vorjahr 2,40 %) zu Grunde gelegt. Als Grund für die versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen dienen die Heubeck - Richttafeln 2018 G. Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt ebenfalls nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Analog zu den Pensionsverpflichtungen wird für Jubiläumsverpflichtungen sowie für Sterbegeldverpflichtungen der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren herangezogen. Zur Abzinsung der Jubiläumsverpflichtungen sowie für Sterbegeldverpflichtungen wurde zum 31. Dezember 2023 ein Rechnungszins von 1,75 % (im Vorjahr 1,45 %) verwendet. Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 3,00 % p.a. (im Vorjahr 2,50%), eine Fluktuationsrate von 3,63 % p.a. (im Vorjahr 2,27 %) und bei den Sterbegeldverpflichtungen zusätzlich eine Lebenshaltungskostensteigerung von 3,10 % p.a. (im Vorjahr 2,40 %) zu Grunde gelegt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Heubeck - Richttafeln 2018 G zu Grunde. Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen. Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den anteiligen Einnahmen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für Folgejahre darstellen, bewertet. C. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagenspiegel. 2. Finanzanlagen Die MDCC ist zum 31. Dezember 2023 an folgender Gesellschaft beteiligt:
3. Vorräte Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um noch nicht abrechenbare Aufträge. Unter dem Posten Vorräte wird der Bestand an Handelswaren in Form von CI-Modulen und Lagermaterialien ausgewiesen. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 56 (im Vorjahr TEUR 437) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bestehen in Höhe von TEUR 30 gegen die Tele Columbus AG, in Höhe von TEUR 25 gegen die HLkomm Telekommunikations GmbH und mit TEUR 1 gegen die Primacom Berlin GmbH. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die GlasCom Salzlandkreis GmbH 27 TEUR (im Vorjahr 27 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen in Höhe von 273 TEUR Forderungen aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (im Vorjahr 68 TEUR Forderungen aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag). Weiterhin werden Forderungen aus Gewerbesteuererstattungen in Höhe von 383 TEUR (im Vorjahr 206 TEUR) ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen unter einem Jahr. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält insbesondere abgegrenzte Vorauszahlungen an die Wobau für die Jahre 2024 bis 2032 sowie Aufwendungen für Sponsoring und Serviceleistungen. 6. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital verteilt sich unverändert wie folgt auf die beiden Gesellschafter:
7. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beinhaltet unter anderem die Bareinlagen gemäß Gesellschafterbeschluss vom 14. November 2000 und die Sacheinlage im Zuge des Gesellschafterwechsels 2004. 8. Gewinnvortrag Aus dem Gewinnvortrag und dem Jahresüberschuss 2022 wurden im Geschäftsjahr 2023 2.641 TEUR an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der verbleibende Gewinnvortrag aus Vorjahren von 3.882 TEUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. 9. Jahresüberschuss Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 an die Gesellschafter voll auszuschütten. 10. Rückstellungen
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 146,00 EUR. Dieser Unterschiedsbetrag ist zur Ausschüttung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 1.236 TEUR (im Vorjahr 1.594 TEUR). Von den 1.236 TEUR betreffen 623 TEUR ausstehende Rechnungen unseres Gesellschafters SWM und 273 TEUR ausstehende Rechnungen unseres Gesellschafters TC MM. Des Weiteren betreffen die sonstigen Rückstellungen personalbezogene Rückstellungen (502 TEUR, im Vorjahr 456 TEUR), Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (35 TEUR, im Vorjahr 54 TEUR) sowie Rückstellungen für Jahresabschlusskosten (34 TEUR, im Vorjahr 23 TEUR). 11. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 198 resultieren aus der Saldierung aus gegenseitigen Leistungsforderungen mit der Tele Columbus Multimedia GmbH (Gesellschafter). Im Vorjahr bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus der Saldierung aus gegenseitigen Leistungsforderungen mit der SWM (357 TEUR, im Vorjahr 432 TEUR). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber der SWM handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Kundenkautionen und Barsicherheiten (1.413 TEUR, im Vorjahr 1.435 TEUR) ausgewiesen. 12. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Einmalentgelte, die über einen Zeitraum von 10 Jahren abgegrenzt werden. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden vollständig im Inland erzielt und gliedern sich folgendermaßen auf:
2. Sonstige betriebliche Erträge Im Posten sonstige betriebliche Erträge sind Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Erträge) aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 177 TEUR (im Vorjahr 206 TEUR) sowie aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 3 TEUR (im Vorjahr 11 TEUR). 3. Materialaufwand Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für die Anmietung von Infrastruktur (4.230 TEUR, im Vorjahr 4.110 TEUR), Interconnection- und Nutzungsentgelte Internet Service Provider-Dienste (792 TEUR, im Vorjahr 844 TEUR) sowie Signallieferung (820 TEUR, im Vorjahr 853 TEUR). 4. Personalaufwand Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung (18 TEUR, im Vorjahr 25 TEUR). Die Zahl der im Durchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer hat sich wie folgt entwickelt:
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Mieten und Pachten (974 TEUR, im Vorjahr 870 TEUR), kaufmännische Betriebsführung (441 TEUR, im Vorjahr 423 TEUR), Porto und Fernmeldegebühren (391 TEUR, im Vorjahr 366 TEUR), Spenden und Sponsoring (293 TEUR, im Vorjahr 325 TEUR), Werbung und Bewirtung (148 TEUR, im Vorjahr 141 TEUR) sowie periodenfremde Aufwendungen aus Anlagenabgängen (11 TEUR, im Vorjahr 5 TEUR) enthalten. 6. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen beinhalten Beteiligungserträge in Höhe von 23 TEUR (Vorjahr 23 TEUR). 7. Zinsaufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen langfristige Darlehenszinsen in Höhe von 123 TEUR (im Vorjahr 77 TEUR) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 1 TEUR (im Vorjahr 1 TEUR). 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die MDCC zum 31. Dezember 2023 aus zeitlichen Bilanzierungsunterschieden eine künftige Steuerentlastung. Aus den Pensionsverpflichtungen ergibt sich aufgrund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen eine aktive Steuerlatenz. Weitere aktive Latenzen resultieren ferner aus wertmäßigen Unterschieden im Anlagevermögen, Rückstellungen für Sterbegeldverpflichtungen, Mitarbeiterjubiläen, zukünftige Betriebsprüfungen und Berufsgenossenschaft sowie für Verbindlichkeiten aus Kundenkautionen und der Gewinnrücklage. Periodenfremde Steuern sind in Höhe von 21 TEUR (im Vorjahr 10 TEUR) enthalten. E. Sonstige PflichtangabenAbschlussprüferhonorar Das Honorar für 2023 beträgt für
Geschäftsführung Alleiniger Geschäftsführer ist Herr Guido Nienhaus, Geschäftsführer, Magdeburg. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung. Aufsichtsrat Als Aufsichtsratsmitglieder sind bestellt:
Unterjährig ausgeschieden:
Die Bezüge des Aufsichtsrates belaufen sich auf 1 TEUR. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse: Die MDCC hat im Jahr 2019 für die GlasCom Salzlandkreis GmbH, Staßfurt-Brumby eine Patronatserklärung gegenüber dem Salzlandkreis, im Hinblick auf dessen Forderungen aus dem Breitbandausbauvertrag, abgegeben. Die Patronatserklärung stellt sicher, dass die Pflichten aus dem Breitbandausbauvertrag erfüllt werden, auch wenn die GlasCom Salzlandkreis GmbH dem nicht mehr nachkommen kann. Die Patronatsverpflichtung erlischt sieben Jahre nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der Breitbandinfrastruktur. Auf Grund der geplanten wirtschaftlichen Entwicklung ist mit einer Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis nicht zu rechnen. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen aus Miet-, Service- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 3.578 TEUR und betreffen Gesellschafter. Weitere finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus dem Bestellobligo von 162 TEUR. Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres Die Auswirkungen des Ukraine Krieges auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Europa und Deutschland können wir derzeit nicht genau einschätzen. Sich abzeichnende Probleme in der Beschaffung und bei der wirtschaftlichen Situation unserer Kunden werden auch Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Gesellschaft haben. Diese lassen sich derzeit nicht genau beziffern. Darüber hinaus haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind. Mutterunternehmen/Konzernabschluss Für den kleinsten Kreis wird ein Konzernabschluss durch die Tele Columbus AG, Berlin, aufgestellt. Für den größten Kreis erfolgt dies durch Hilbert Management GmbH, Frankfurt am Main. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.
Magdeburg, 20. März 2023 MDCC Magdeburg-City-Com GmbH Dipl.-Kaufmann Guido Nienhaus Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MDCC Magdeburg-City-Com GmbH, Magdeburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MDCC Magdeburg-City-Com GmbH, Magdeburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MDCC Magdeburg-City-Com GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 20. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Susanne Riedel, Wirtschaftsprüferin ppa. Christian Dennler, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 08.04.2024 festgestellt. |
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